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Annual Report Dec 14, 2021

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Annual Report

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Finanzbericht: 29407086

Bank Julius Bär Deutschland AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT

1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD 2020

1.1. Branchenentwicklung

2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2020

2.1. Unternehmensstruktur

2.1.1. Positionierung im Markt

2.2. Geschäftsentwicklung

2.3. Vorstand und Aufsichtsrat

2.4. Mitarbeitende

2.5. Ertragslage

2.6. Vermögenslage

2.7. Finanzlage

2.8. Liquiditätslage

2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

3. RISIKOBERICHT

3.1. Grundsätze

3.2. Risikosteuerung

3.3. Geschäftsrisiken

3.4. Marktpreisrisiken

3.5. Adressenausfallrisiken

3.6. Liquiditätsrisiken

3.7. Operationelle Risiken

3.8. Risikotragfähigkeit

4. PROGNOSE UND CHANCENBERICHT

4.1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld

4.2. Ausblick

5. SCHLUSSERKLÄRUNG NACH § 312 ABSATZ 3 SATZ 3 AKTIENGESETZ

JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2020

ANHANG

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

LAGEBERICHT

1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD 2020

Die Verwerfungen, zu denen die Pandemie COVID-19 im Jahr 2020 in der Realwirtschaft und an den Kapitalmärkten binnen kürzester Zeit geführt hat, sind beispiellos in der Geschichte. Die umfangreichen Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen, welche von Regierungen zur Eindämmung des Virus eingeführt wurden, haben zu massiven Wachstumseinbrüchen rund um den Globus geführt. Epizentrum bleibt der Nachfrageeinbruch im Dienstleistungssektor. Reisen, Tourismus und Unterhaltungsindustrie sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe machen in den meisten Volkswirtschaften rund ein Viertel des privaten Konsums aus. Gleichzeitig jedoch spielt für das Wirtschaftswachstum insgesamt die Industrie die Hauptrolle. Diese konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten recht gut mit den bestehenden Eindämmungsmaßnahmen und Hygieneauflagen arrangieren und zeigt sich daher sehr viel widerstandsfähiger. Insbesondere während der zweiten Corona-Welle am Jahresende und nach der erneuten Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen hat die Industrieaktivität einen erneuten Konjunktureinbruch abgefedert.

Zahlreiche geldpolitische Maßnahmen und die im Rahmen der Pandemie noch wichtigeren fiskalischen Hilfspakete wurden auf den Weg gebracht und reduzierten das Risiko von Zweitrundeneffekten und einer systemischen Krise. In der Eurozone schufen die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihr Pandemie-Notfallankaufprogramm für Anleihen (PEPP) 1 günstige finanzielle Rahmenbedingungen und unterstützen die Kreditaufnahme der Staaten und Unternehmen. Die Inflation blieb angesichts des von COVID-19 ausgehenden deflatorischen Nachfrageschocks äußerst moderat. In Deutschland und der Schweiz wurden zum Teil rückläufige Verbraucherpreise gemeldet. Geringe Inflationsraten und die Neuausrichtung der Strategie der US Federal Reserve (Fed) auf die durchschnittliche Inflationsrate 2 sorgten auch in den USA dafür, dass Zinsen und längerfristige Zinserwartungen anhaltend niedrig blieben.

Schon kurz nach dem durch die Pandemie ausgelösten tiefen Wirtschaftseinbruch im Frühjahr 2020 sorgten die Meldungen zur Wirtschaftsentwicklung für positive Überraschungen und führten zu Aufwärtsrevisionen bei den Prognosen. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Eurozone das Jahr 2020 mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 7 % 3 abschließen wird. Deutschland hat für das Gesamtjahr 2020 bereits -5 % 4 gemeldet. Die Schweiz und die USA schneiden mit -3,1 % 5 respektive -3,6 % 6 leicht besser ab. Vorreiter ist China, welches dank der raschen Kontrolle über das Virus und eines besonders starken Industriesektors für das Gesamtjahr 2020 bereits ein Wirtschaftswachstum von 2,3 % 7 vermelden kann. Zu den am stärksten betroffenen Industrieländern zählt dagegen Großbritannien mit einem Wirtschaftseinbruch um -10,4 % 8. Die Negativfolgen des endgültigen Austritts aus der EU zum 31.12.2020 dürften dabei nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Vielmehr sind die hohe Dynamik des Infektionsgeschehens, die damit einhergehenden strikteren Eindämmungsmaßnahmen und der im Verhältnis zu anderen Ländern geringe Anteil der Industrie an der Gesamtwirtschaft verantwortlich zu machen.

Angesichts des scharfen Konjunktureinbruchs fiel die Kapitalmarktentwicklung 2020 insgesamt erstaunlich positiv aus. Anleger blickten über den Tellerrand hinaus und der Risikoappetit konnte insbesondere nach den Nachrichten über effektive Impfstoffe im November spürbar zulegen. Der US-Dollar zeigte anhaltende Schwäche, nachdem der beträchtliche Zinsvorteil durch die massive Leitzinssenkung in den USA deutlich gesunken war. Der chinesische Yuan erfreute sich dagegen zunehmender Beliebtheit.

1 "Pandemic emergency purchase programme (PEPP)", EZB, https:/​/​www.ecb.europa.eu/​mopo/​imple-ment/​pepp/​html/​index.en.html

2 Rede von Jerome Powell "New Economic Challenges and the Fed's Monetary Policy Review", August

2 020, https:/​/​www.federalreserve.gov/​newsevents/​speech/​powell20200827a.htm

3 Eigene Prognose, Baseline Scenario - Februar 2021, Julius Bär

4 Pressemitteilung Nr. 20 vom 14. Januar 2021, destatis

5 Eigene Prognose, Baseline Scenario - Februar 2021, Julius Bär

6 Eigene Prognose, Baseline Scenario - Februar 2021, Julius Bär

7 "Preliminary Accounting Resuits of GDP for the Fourth Quarter and the Whole Year of 2020", Nationales Statistikbüro China, http:/​/​www.stats.gov.cn/​english/​PressRelease/​202101/​t20210120_​1812680.html

8 Eigene Prognose, Baseline Scenario - Februar 2021, Julius Bär

PERFORMANCEÜBERBLICK 9

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Währung Kurs 31.12.2019 Kurs 31.12.2020 Performance 2020 in lokaler Währung Performance 2020 in EUR
MSCI World Index USD 2.358,47 2.690,04 14,06 % 4,77 %
DAX Performance Index EUR 13.249,01 13.718,78 k.A. 3,55 %
DJ Euro Stoxx 50 Price Index EUR 3.745,15 3.552,64 k.A. -5,14 %
Dow Jones Industrial Index USD 28.538,44 30.606,48 7,25 % -1,49 %
S&P 500 Index USD 3.230,78 3.756,07 16,26 % 6,79 %
REXP Performanceindex EUR 493,22 499,23 k. A. 1,22 %
3-Monats-Euribor EUR -0,38 -0,55 k.A. -17 BP
German 10 Year Government Bond Yield EUR -0,19 -0,57 k.A. -38 BP
US 10 Year Treasury Bond Yield USD 1,92 0,91 -101 BP k.A.
EUR/​USD - 1,1213 1,2216 k. A. -8,94 %

1.1. BRANCHENENTWICKLUNG

Das Jahr 2020 wurde maßgeblich durch die weltweite COVID-19-Pandemie geprägt. Ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft und auf sämtliche Branchen stellen auch viele Banken vor umfassende Herausforderungen. Dies bestätigt die European Banking Study 2020 der Strategie- und Managementberatung zeb. Laut dieser waren viele Institute zu Beginn der Pandemie wesentlich widerstandsfähiger aufgestellt als zu Beginn der Finanzkrise 2008. Jedoch lassen sich an den Zahlen für das erste Quartal 2020 steigende Profitabilitätsprobleme erkennen. Weiterhin wurde festgestellt, dass das Kreditrisiko in Europa flächendeckend zu einer größeren Herausforderung werden könnte. Dies soll insbesondere für das gewerbliche Kreditgeschäft mit Firmenkunden und aktuell noch weniger für (Wohn-)Immobilienkredite gelten. 10 Es ist davon auszugehen, dass auch Private-Banking-Institute mit einem ausgeprägten Firmenkunden-Kreditgeschäft in Deutschland sich mit diesen Themen im abgelaufenen Jahr beschäftigt haben und auch weiterhin von dieser Entwicklung betroffen sein werden.

Wie es der Private-Banking-Branche abseits der Auswirkungen der Pandemie ergangen ist, zeigt eine andere Studie von zeb. Für diese Studie hat zeb den Private-Banking-Markt in Deutschland analysiert und dafür beispielhaft zehn traditionelle Privatbanken mit einem Volumen von 308 Milliarden Euro betreuter Vermögen (Assets under Management, AuM) untersucht. Bei den Banken handelt es sich um eigenständige Häuser sowie um Institute, die zu großen Banken oder Bankengruppen gehören. Diese Studie kommt zu den folgenden Kernaussagen: Erstens sei ein kontinuierlicher Ergebnisrückgang trotz Wachstums der betreuten Vermögen zu verzeichnen. So ist das Ergebnis der untersuchten Institute in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 7,4 % jährlich von EUR 221 Mio. (2015) auf EUR 162 Mio. (2019) gesunken. Zweitens sei ein angemessenes Pricing als größte Hürde für eine positive Trendwende kaum zu erkennen. Gleichzeitig sind aber die AuM um ca. 12,4 % jährlich von EUR 193 Mrd. (2015) auf zuletzt EUR 308 Mrd. (2019) gestiegen. Die Gewinnmarge fiel in diesem Zeitraum von 11 auf 5 Basispunkte. 11

Die Analyse der Stephan Unternehmens- und Personalberatung, die im Folgenden vorgestellt wird und auch spezialisierte Anbieter umfasst, kommt bezüglich größerer Häuser zu dem folgenden Befund: "Was vielen fehlt, ist eine klare und vor allem qualitative Abgrenzung des Wealth Managements zum Privatkundengeschäft und Online-Banking. In vielen Instituten scheint die Dienstleistung des Wealth Managements lediglich eine punktuell erweiterte Version des standardisierten Retail-Geschäftes zu sein." 12 Des Weiteren kommen die Autoren der Studie zu der Schlussfolgerung, "dass nicht wenige Wealth-Management-Institute den Anspruch ihrer vermögenden und hochvermögenden Kunden in Fragen der Vermögensallokation nicht oder nur unzureichend erfüllen können - zumindest wenn es um zeitgemäße Strategien im Niedrigzins geht". 13 Die Studie beleuchtet zudem die Entwicklung der Banken in den einzelnen Regionen in Deutschland. Erfreulich dabei ist die mehrmalige Nennung der Bank Julius Bär unter den "Top 5 der Region". 14

9 Quelle: Bloomberg L.P. per 31.12.2020

10 zeb-Consulting, "European Banking Study 2020" (Januar 2021), https:/​/​zeb-consulting.com/​de-DE/​european-banking-study-2020

11 zeb-Consulting, "Private Banking Deutschland 2020" (Januar 2021), https:/​/​zeb-consulting.com/​de-DE/​private-banking-deutschland2020

12 Stephan Unternehmens- und Personalberatung, "Die liebe Not der Wealth Manager im Niedrigzins" (Januar 2021), https:/​/​www.private-banking-magazin.de/​pwm-marktstudie-2020-die-liebe-not-der-wealth- manager-im-niedrigzins

2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2020

2.1. UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Die Bank Julius Bär Deutschland AG (BJBD) bietet in ihrem Kerngeschäftsfeld Wealth Management die Verwaltung von privaten Vermögen sowie die Vermögensberatung für deutsche Privatkunden und professionelle Kunden nach MiFID II an. Andere Bankdienstleistungen, wie etwa die Kreditvergabe und das Angebot von Kreditkarten, sind als ergänzende Produkte des Kerngeschäfts zu sehen. Im Rahmen des Freistellungsbescheids vermittelt die Bank Julius Bär Deutschland AG deutsche Privatkunden an die Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich.

Im Marktauftritt verfolgt die deutsche Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe damit eine vergleichbare Geschäftsstrategie wie die Schweizer Schwestergesellschaft, die sich als reine Wealth-Management-Bank für Privatkunden, externe Vermögensverwalter und Family Offices positioniert hat. Während die Schweizer Bank Julius Bär & Co. AG in Zürich ihre Dienstleistungen weltweit anbietet, liegt der Fokus der Bank Julius Bär Deutschland AG auf der Betreuung von Kunden in Deutschland.

Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten:

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Das Vermögensverwaltungsmandat beinhaltet die individuelle, auf das persönliche Risikoprofil, den individuellen Anlagehorizont und den spezifischen Anlagezweck ausgerichtete Verwaltung der Vermögenswerte durch BJBD, entsprechend den Bestimmungen "Ausführungsgrundsätze für Wertpapiergeschäfte", und umfasst ein regelmäßiges Reporting.
Das Beratungsmandat beinhaltet die Unterbreitung regelmäßiger Anlageideen für alle Vermögensklassen, wobei der Kunde alle Anlageentscheidungen selbst trifft.
Das Investment-Advisory-Mandat beinhaltet die Anlageberatung in Wertpapieren im Portfoliokontext mit Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung.

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie, welche 2020 ihren Anfang genommen hat, gab es keinen Anlass, die Geschäftsstrategie der Bank Julius Bär Deutschland AG anzupassen. Lediglich auf die Herausforderung der Kontaktbeschränkungen wurde flexibel reagiert, indem die physischen Treffen mit den Kundinnen und Kunden durch telefonische oder andere webbasierte Optionen ersetzt wurden. Ziel war und ist es, den Kontakt weiter aufrechtzuerhalten oder sogar zu intensivieren. So wurden neue Formate wie Webcasts, Podcasts oder Online-Veranstaltungen etabliert.

Durch die Zusammenarbeit mit der Julius Bär Gruppe, insbesondere im IT-Bereich sowie im Portfolio Management und Investment Advisory, konnten unverändert Synergien genutzt werden. Für das Wealth-Management-Geschäft in Deutschland wird - wann immer möglich und regulatorisch zulässig - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär & Co. AG in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in den Bereichen Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management und Finanzplanung für Kunden zurückgegriffen.

13 Stephan Unternehmens- und Personalberatung, "Die liebe Not der Wealth Managerin! Niedrigzins" (Januar 2021), https:/​/​www.private-banking-magazin.de/​pwm-marktstudie-2020-die-liebe-not-der-wealth- manager-im-niedrigzins

14 Stephan Unternehmens- und Personalberatung, "Vorbilder und Top-Institute im Wealth Management" (Dezember 2017), https:/​/​www.private-banking-magazin.de/​grosse-pwm-marktstudie-teil-1-vorbilder-und-top-institute-im-wealth-management/​?page=2; sowie "Gehälter, Kundenvolumen und Regionalfürsten in Mitte" (Oktober 2020), https:/​/​www.private-banking-magazin.de/​gehaelter-kundenvolumen-und-regionalfuersten-in-mitte

2.1.1. POSITIONIERUNG IM MARKT

Die Stabilität der Bank ergibt sich aus dem ausschließlichen Fokus auf reines Wealth Management, der soliden Kapitalausstattung sowie der geringen banktypischen Risiken. Das Angebots- und Servicespektrum, welches über unser Netzwerk an den Standorten regional zugänglich ist, unterstützt die Bank Julius Bär Deutschland AG erheblich dabei, im Private-Banking-Markt weiter zu wachsen.

Die Bank Julius Bär in Deutschland konzentriert sich im Rahmen ihres Marktauftritts auf folgende Punkte:

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1. Fokussierung auf die Vermögensberatung und Vermögensverwaltung für gehobene Privatkundschaft
2. Kontinuität und hohe fachliche Kompetenz in der Kundenbetreuung
3. 3. Unabhängigkeit der Julius Bär Gruppe
4. Solide Bilanzqualität
5. Positionierung als Lösungsanbieter in Finanzfragen
6. Kundenberatung, die auf die breite Produktplattform von Julius Bär zurückgreifen kann
7. 7. Internationalität der Julius Bär Gruppe durch globale Präsenz und damit verbundenes Kapitalmarkt-Know-how

2.2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Auf Basis der positiven Asset- und Ertragsentwicklung an allen Standorten in Deutschland (Düsseldorf, Frankfurt [Hauptsitz], Berlin, Hamburg, Hannover, Kiel, Mannheim, München, Stuttgart und Würzburg) verstärkte die Bank erneut die Beratungsseite. Der aktuelle Wachstumskurs und die Investitionen in den Standorten unterstreichen das Bekenntnis zum deutschen Markt und das Bestreben, den Kunden persönliche Betreuung und exzellenten Service in ihrer Nähe zu bieten. Zudem ist Deutschland weiterhin ein Kernmarkt für die Julius Bär Gruppe. 15

Wichtigste Steuerungsgröße für die Bank Julius Bär Deutschland AG ist der nachhaltige Ausbau des Gewinns der Bank. Maßgeblich hierfür sind der Provisionsüberschuss, die erzielte Marge (gemessen in Form von Return on Assets) sowie die verwalteten Vermögen. In 2020 konnten die verwalteten Vermögen am deutschen Markt, vor allem dank eines erneut überdurchschnittlichen Netto-Neugeldvolumens, das bei einem Wachstum von 42 % deutlich über dem im Vorjahr akquirierten Volumen lag, weiter ausgebaut werden. Die Marge wurde im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut und konnte auf zufriedenstellendem Niveau weiter stabilisiert werden.

Folglich konnte die BJBD im Laufe des Jahres 2020 ihre positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen. Die Gesamtentwicklung der Bank Julius Bär Deutschland AG übertraf in allen Steuerungsgrößen die Planungsprognosen für 2020 deutlich, und auch das für 2020 geplante Ergebnis konnte mit EUR 6,8 Mio. deutlich übertroffen werden.

2.3. VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand der Bank setzte sich im gesamten Jahr aus Heiko Schlag als Vorsitzendem des Vorstands sowie dem Vorstandsmitglied Thomas Falk (COO/​CFO/​CRO) zusammen.

Der Aufsichtsrat hat Christian E. Dubler erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Weitere Aufsichtsratsmitglieder im Jahr 2020 waren Ursula Egli (bis zum 1. Dezember 2019 BJBD-Vorstandsmitglied) sowie Kathrin Braun als Arbeitnehmervertreterin.

Der Aufsichtsrat ist sich der Verpflichtung bewusst, bei konkreten Personalentscheidungen die in den Organen vorhandene und gewünschte Vielfalt zu berücksichtigen. Bei der Auswahl von Persönlichkeiten für eine bestimmte Aufgabe, sei es für die Nominierung der Kandidaten und Kandidatinnen für den Aufsichtsrat oder bei der Besetzung der Vorstandspositionen, macht der Aufsichtsrat keine Unterschiede aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder anderer personenbezogener Merkmale. Im Vordergrund steht stets das Interesse der Bank, das der Aufsichtsrat sowohl bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern als auch bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet. Der Aufsichtsrat fällt seine Entscheidungen über die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen daher auf der Grundlage von Sachkriterien wie der fachlichen Qualifikation und der persönlichen Eignung der jeweiligen Person für die konkrete Aufgabe. Im Jahr 2020 wurde bis zum 31. Dezember im Vorstand ein Frauenanteil von 0 % und im Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 66,6 % erreicht.

15 Business Review 2020 der Julius Bär Gruppe, Seite 15: https:/​/​www.juliusbaer.com/​index.php?elD=dumpFile&t=f&f=73112&token=70fa8acda40a657f1cc6c56fc2e522371a5119aa

2.4. MITARBEITENDE

Das Serviceversprechen der BJBD wird maßgeblich durch das Engagement, die Erfahrung und die Leistung der Mitarbeiter geprägt. Daher fördert die BJBD die Qualifikation und die Leistungsstärke ihrer Mitarbeiter und analysiert die Zufriedenheit der Mitarbeiter, damit die Unternehmensführung gegebenenfalls diese fördern kann. 2020 fanden dazu regelmäßige und anonymisierte Umfragen statt. Die Ergebnisse dieser Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage wurden vom Management analysiert und den Mitarbeitern kommuniziert.

Die BJBD fördert ihre Mitarbeiter kontinuierlich und legt Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies wurde 2020 vor allem vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie verstärkt gelebt und wird auch 2021 fortgeführt. Dabei unterstützt die BJBD die Mitarbeiter gerade auch bei der Betreuung von Kindern durch die notwendige Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsmöglichkeiten. Die Möglichkeiten des mobilen und flexiblen Arbeitens wurden im Zuge der COVID-19-Pandemie maßgeblich ausgeweitet und gelten für alle Arbeitsplätze der BJBD.

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 lag die Anzahl der Mitarbeitenden mit 210 über dem Vorjahreswert von 196. Im Jahresdurchschnitt waren 205,1 Personen bei der Bank beschäftigt, dabei setzte sich die Belegschaft aus 132 männlichen und 78 weiblichen Mitarbeitenden zusammen. Die Zahlen beziehen die Vorstandsmitglieder nicht mit ein.

2.5. ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsmodell der Bank spielt der Provisionsüberschuss beim Kundengeschäft mit 95,3 % (Vorjahr: 92,7 %) der Ergebnisse im Kundengeschäft die wesentliche Rolle. Der Provisionsüberschuss ist 2020 um 23,8 % von EUR 59,2 Mio. auf EUR 73,3 Mio. gestiegen. Damit liegt das Wachstum des Provisionsüberschusses deutlich über dem prognostizierten Wachstum von 14 %, was hauptsächlich auf den Anstieg der verwalteten Vermögen sowie auf deutlich gestiegene transaktionale Erträge zurückzuführen ist.

Das Zinsergebnis hat mit einem Anteil von 4,7 % (Vorjahr: 7,3 %) eine untergeordnete Bedeutung in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis (inklusive der gezahlten Negativzinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften) ging im Geschäftsjahr von EUR 4,7 Mio. auf EUR 3,6 Mio. zurück. Hierfür maßgeblich waren die negativen Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften, die sich von EUR 2,6 Mio. auf EUR 3,9 Mio. erhöhten.

Insgesamt stieg die Summe aus Provisions- und Zinsüberschuss im Vorjahresvergleich aufgrund der deutlich gestiegenen Basis verwalteter Vermögen um 20,3 %.

Im Geschäftsjahr 2020 stiegen die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf EUR 66,6 Mio. Die hierin enthaltenen Personalkosten stiegen um 12,9 % auf EUR 37,7 Mio., maßgeblich hierfür sind vor allem deutlich gestiegene Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen nahmen ebenfalls zu, um 3,0 % auf EUR 28,96 Mio.

Die positiven Entwicklungen des Wealth-Management-Geschäfts in Deutschland zeigen sich im Geschäftsjahr 2020 auch im Ergebnis der Bank. Die Bank Julius Bär Deutschland AG schließt das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6,8 Mio. ab.

2.6. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der Bank stieg im Jahresverlauf um 9,9 % von EUR 1.433 Mio. auf EUR 1.574 Mio.

Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich zum Jahresende 2020 um 10,4 % von EUR 99,5 Mio. auf EUR 89,1 Mio. Gleichzeitig stieg das Volumen an Kundenkrediten um 9,3 % von EUR 516,8 Mio. auf EUR 564,6 Mio. an. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Es waren wie in den Vorjahren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen.

Die Finanzanlagen stiegen im Geschäftsjahr 2020 gegenüber 2019 um 97,5 %. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen stiegen von EUR 66,3 Mio. auf EUR 131,0 Mio. Das Rating der Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand bewegte sich zwischen BBB- und AAA.

2.7. FINANZLAGE

Die Kundeneinlagen stiegen deutlich um 10,7 % und liegen bei EUR 1.414,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1.277,3 Mio.), wobei 99,96 % in täglich fälligen Einlagen angelegt sind. Mit 89,8 % bilden die täglich fälligen Kundeneinlagen den größten Einzelposten an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen 2020 um 50,3 % von EUR 3,7 Mio. auf EUR 5,6 Mio. zu und machen lediglich einen Anteil von 0,4 % an der Bilanzsumme aus.

Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB geht nach Gewinnvortrag per 31.12.2020 stichtagsbezogen von EUR 115,0 Mio. auf EUR 111,7 Mio. zurück. Davon waren EUR 15,0 Mio. eingezahltes Grundkapital und EUR 85,6 Mio. in der Kapitalrücklage. Die Gewinnrücklagen der Bank stiegen nach Zuführung von EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,9 Mio. Der Bilanzgewinn per 31.12.2020 beträgt EUR 10,2 Mio.

2.8. LIQUIDITÄTSLAGE

Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach der Liquidity-Coverage-Ratio. Diese wurde zum Jahresende 2020 mit 343,2 % berechnet. Die Bank schätzt die Liquiditätslage insgesamt als komfortabel ein.

2.9. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Die Bank konnte im Geschäftsjahr 2020 die positive Entwicklung der letzten Jahre im inländischen Wealth-Management-Geschäft fortsetzen. Dies manifestierte sich vor allem in der überdurchschnittlichen Neugeschäftsentwicklung, dem deutlichen Ausbau des Provisionsüberschusses sowie der kräftigen Erhöhung des operativen Ergebnisses. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank geordnet.

3. RISIKOBERICHT

3.1. GRUNDSÄTZE

Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer Risikoanalyse des Vorstands insgesamt geringe banktypische Risiken nach MaRisk. Im Berichtszeitraum sind unwesentliche Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten, etwa zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, entstanden, da diese nur in sehr geringem Umfang getätigt wurden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes Institut ein.

Für die Bank Julius Bär Deutschland AG werden die nachstehenden Risiken als wesentlich betrachtet:

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Geschäftsrisiken
Marktpreisrisiken (insbesondere Zinsänderungsrisiken aus dem Anlagebuch und Kundengeschäften sowie Kursrisiken aus dem JB-Open-1-Fonds)
Adressenausfallrisiken
Operationelle Risiken (als Ergebnis des separaten Risk Self Assessments)

Selbst wenn die Adressenausfallrisiken im abgelaufenen Geschäftsjahr als wesentlich eingestuft wurden, hat die Bank weiterhin keine Kreditausfälle zu verzeichnen, was auf die konservative Kreditvergabepolitik der Bank zurückzuführen ist. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bank- und Beratungsdienstleistungen notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank.

In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäfts- und Risikostrategie dokumentiert. Diese wird jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde die Umsetzung der Anforderungen aus dem aktuellen Risikotragfähigkeitsleitfaden der Aufsicht ("Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ["ICAAP"] - Neuausrichtung" vom 24. Mai 2018) zum Stichtag 31.12.2020 umgesetzt. Die bestehenden Prozesse und Methoden zur Risikotragfähigkeit (RTF) wurden dadurch weiterentwickelt oder, soweit notwendig, neu etabliert. Abweichend von der bisherigen RTF-Konzeption erfolgt die Darstellung der Risikotragfähigkeit aus der ökonomischen und normativen Perspektive.

Die ökonomische Sicht dient dabei der langfristigen Sicherung der Substanz des Instituts sowie dem Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht. Abweichend von der bisherigen Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt die zukünftige Berechnung in der ökonomischen Perspektive auf barwertnaher Basis. Als weitere Neuerung wird grundsätzlich der "Gone-Concern-Ansatz" verfolgt, wonach keine Neugeschäftsannahmen zu berücksichtigen sind. Dabei werden dem ökonomischen Risikodeckungspotenzial alle wesentlichen Risikoarten gegenübergestellt, die dann vollständig durch die Risikodeckungsmasse abgedeckt sein müssen. Zusätzliche Stressszenarien werden für die ökonomische Sicht jährlich sowie gegebenenfalls anlassbezogen durchgeführt.

Ziel der normativen Perspektive ist die Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit der Bank. Sie basiert auf der bereits vorhandenen Kapitalplanungsrechnung. Dabei müssen die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen laufend erfüllt sein. Innerhalb der normativen Perspektive sind zwei wesentliche Berechnungen der Kapitalplanung durchzuführen: eine, die ein Planszenario darstellt, und eine, die ein adverses Szenario zeigt, innerhalb dessen ausgewählte Parameter gestresst werden.

3.2. RISIKOSTEUERUNG

Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:

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Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken die Reputation der Bank gefährden könnten
Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken im Verhältnis zu den Ertragschancen ungünstig sind, d. h., Ertragschancen und Risiken müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen
Verzicht auf Geschäfte, welche die BJBD nicht vollständig versteht und welche nicht in angemessener Art und Weise in die Systeme zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung sowie in die entsprechenden Prozesse integriert werden können
Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen
Aktives Management aufgetretener Schadensfälle
Verwendung rechtlich geprüfter Verträge
Regelmäßige Überprüfung der aktuellen Risikosituation im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter und der Aussagekraft der Bewertungsansätze für die eingegangenen Risiken
Ausschließliche Anlage von Eigenkapital in liquiden festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität, deren Risiken im Marktpreisrisiko abgebildet werden

Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langfristige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Für die Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind die Risiken über einen einheitlich langen Zeitraum zu ermitteln, der üblicherweise ein Jahr beträgt. Die Umsetzung bei der BJBD erfolgt über eine rollierende 12-Monats-Betrachtung. Unter der laufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit versteht die Bank, dass das Gesamtrisiko jederzeit unterhalb des zur Verfügung gestellten Risikobudgets liegt. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial wird in Abhängigkeit von der Risikoneigung der Bank nur mit einem bestimmten Anteil des Risikobudgets zur Abdeckung eingebracht. Gleichzeitig sorgt die Bank aus Ertragsgesichtspunkten dafür, dass die Marktchancen in angemessenem Ausmaß genutzt werden. Dabei wird sichergestellt, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen jederzeit eingehalten werden.

Teil der Risikokultur ist das klare Bekenntnis des Vorstands und der Organisation zur Verantwortung für Kunden, Mitarbeitende und Investoren. Damit zusammenhängend sind die Sicherung der Einlagen, der Fortbestand des Geschäftsbetriebs und eine angemessene Ertragslage oberstes Gebot. Zur Sicherstellung dieser Grundlagen des Geschäfts definiert die BJBD regelmäßig ihre Risikoneigung. Die Risikoneigung wird dabei festgelegt als das Risiko, das die Bank zur Erreichung der strategischen Ziele maximal einzugehen bereit ist und im Einklang mit der Kapital- und Liquiditätsplanung steht. Die wesentlichen Risiken werden dafür im Rahmen der (ökonomischen) Risikotragfähigkeitsrechnung quantitativ ermittelt. Zusätzlich werden Indikatoren und Kennzahlen definiert. Sowohl für die Risikoquantifizierung als auch für die Kennzahlen und Indizes gibt es Warnlimits ("Management Action Triggers"), bei deren Überschreitung eine genauere Analyse und Prüfung potenzieller Maßnahmen zur Risikoreduzierung erfolgen soll. Zusätzlich gibt es ein hartes Risikobudget bzw. -limit, das nicht überschritten werden darf.

Die BJBD hat mit der Fokussierung auf das Wealth Management und dem damit verbundenen konservativen Geschäftsmodell eine moderate Risikoneigung. Das bedeutet, dass die definierten Risikolimits in der Risikotragfähigkeit (bei einem Konfidenzniveau von 99,9 %) nicht mehr als 60 % des Risikodeckungspotenzials ausmachen sollen. Bei den aufsichtsrechtlichen Kennzahlen sind die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Limits jederzeit einzuhalten.

Zum Risikomanagement gehören auch die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten sowie die Strukturierung und Abbildung von Prozessen im Detail. Die Stellenbeschreibungen und Organisationsrichtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt und für alle Bankmitarbeitenden verbindlich. Das Organisationshandbuch steht allen Mitarbeitenden elektronisch zur Verfügung. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, das Risikoprofil der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren.

Das umfassende Management-Informations-System (MIS) ermöglicht es, die insbesondere für die Geschäftsrisiken ausschlaggebenden Budgetabweichungen und nicht geplanten geschäftlichen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im MIS wird auch der Darstellung der anderen Risikoarten Raum gegeben. Zur wirksamen Risikosteuerung gehören des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung vor allem zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling, Credit und Interner Revision. Gemeinsam mit dem Vorstand, der Leiterin Legal und dem Leiter Compliance, dem Leiter IT, dem Leiter Credit, dem Outsourcing-Manager und dem Leiter Operations stellen diese Bereiche die Mitglieder im Risk, Outsourcing und Compliance Committee (ROCC).

Dieses Gremium tagt viermal im Jahr (sowie anlassbezogen) und hat als primäre Aufgabe die Identifizierung, Überwachung und Steuerung der Risiken der Bank gemäß § 25a Kreditwesengesetz (KWG) sowie der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion. Als Grundlage dieser Überwachung dienen unter anderem Risikoberichte, die vom Risk Management /​ Risk Controlling quartalsweise erstellt und im Vorfeld an die Mitglieder verteilt werden. Darüber hinaus hat das Committee ein Mitspracherecht bei Entscheidungen mit risikopolitischer Bedeutung, es bereitet die Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat vor und sendet diese dem Vorstand zur Genehmigung zu.

Die Abteilung Risk Management /​ Risk Controlling ist fester Bestandteil des Prüfungsplanes der internen Revision und wird dadurch jährlich geprüft.

3.3. GESCHÄFTSRISIKEN

Die Bank betrachtet das Geschäftsrisiko als das bedeutendste und wesentlichste Risiko, da das Geschäftsmodell auf Wealth-Management-Dienstleistungen fokussiert ist und daher keine Diversifikationseffekte aus anderen Geschäftsbereichen zum Tragen kommen. Geschäftsrisiken sind primär externer Natur und können aus sich verändernden rechts- und aufsichtsrechtlicher Rahmenparametern, konjunkturellen Veränderungen, einer Verschärfung der Wettbewerbssituation oder aus Änderungen der Steuergesetzgebungen, die zu einer erhöhten Steuerlast führen, resultieren. Das Geschäftsrisiko beinhaltet die vier Ausprägungen "Ertrags- und Vertriebsrisiken", "Kostenrisiken", "Reputationsrisiken" und "Konzentrationsrisiken". Gibt es Zweifel an der Reputation von Julius Bär in Deutschland, dürfte sich dies in einem verringerten Neugeldzufluss und/​oder einem Abfluss von verwalteten Vermögen und damit in entsprechenden Ertragseinbußen bemerkbar machen. Den festgestellten Ertragskonzentrationen (z. B. bei Neugeld- und Vermögensverwaltungsvolumen und Marktperformance /​ Geld- und Kapitalmarktentwicklung) trägt die Bank durch entsprechende Auswertungen Rechnung. Die Geschäftsrisiken werden eng vom Vorstand der Bank überwacht und im monatlichen Controlling bzw. im vierteljährlichen Risikobericht gewürdigt (einschließlich etwaiger Ertragskonzentrationen).

Für die Bemessung des Geschäftsrisikos werden negative Schwankungen der verwalteten Vermögen (AuM) und negative Veränderungen der Provisionsquoten geschätzt und deren Wirkung auf das Provisionsergebnis der nächsten 12 Monate errechnet. Diese negativen Auswirkungen, die dann das bilanzielle Eigenkapital beeinflussen, sind das Risiko, das in ausreichendem Maße durch Risikodeckungspotenzial abgedeckt sein soll.

Als Ausgangspunkt der Schätzwerte dienen die AuM-Daten (AuM ohne Assets under Custody und Netto- Neugeld) und wesentliche Provisionsergebnisse (Provisionsergebnis Beratungskunden, Provisionsergebnis Vermögensverwaltungskunden und Depotgebühren) seit Januar 2016 (per 31.10.2020: 58 Monate). Dieser Betrachtungszeitraum beinhaltet sowohl positive Phasen als auch kritische Phasen, wie zum Beispiel die Corona-Pandemie, und scheint deshalb ausreichend repräsentativ, um die Risiken auch für die Zukunft zu simulieren.

3.4. MARKTPREISRISIKEN

Marktpreisrisiken bestehen u. a. im Anlagebuch der Bank. Die Bank investiert einen Teil ihres Liquiditätsüberschusses in Anleihen mit hoher Bonität. Es wird auch in Fremdwährungen investiert, wobei jedoch keine Währungsrisiken eingegangen werden; dies wird durch eine währungskongruente Refinanzierung erreicht. So bestehen auch Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius-Bär-eigenen Pensionsgelder im JB-O-pen-l-Fonds.

Zur Risikoberechnung wird das Programm sDIS+ der Firma msgGillardon AG verwendet. Als Quantifizierungsmethodik wird bei der Bank Julius Bär Deutschland das Konzept der Modernen Historischen Simulation angewendet, welches im Folgenden kurz beleuchtet wird. Es handelt sich dabei um eine rein barwertige Methodik, die den Anforderungen des ICAAP entspricht.

Ziel der Modernen Historischen Simulation ist es, die Auswirkungen von in der Vergangenheit aufgetretenen Zinsveränderungen auf das aktuelle Portfolio zu simulieren. Dabei wird analysiert, wie stark sich der Barwert des Portfolios bei Anwendung der historischen Zinsveränderungen verändert. Die Methodik ist im Hinblick auf die Wesentlichkeit des Zinsänderungsrisikos aufgrund der eher moderaten Komplexität und einfachen Handhabung ein geeignetes Modell zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen.

Der Risikoquantifizierungsprozess umfasst dabei drei wesentliche Schritte: Definition und Herleitung der Zinsszenarien, Berechnung von Risiken & Chancen und Ableitung des Value at Risk (VaR). Zur Herleitung des VaR werden letztendlich alle in Schritt 2 ermittelten Risiken und Chancen in einer häufigkeitsgewichteten Verlustverteilung zusammengetragen und dargestellt.

Basierend auf dem für die Risikoberechnung definierten Konfidenzniveau kann daraus der VaR abgelesen werden. Den Vorgaben des ICAAP entsprechend wird ein Konfidenzniveau in Höhe von 99,9 % verwendet. Sollte der Abzählvorgang nicht genau zwischen zwei Stichproben enden (bei einem Konfidenzniveau von 99,9 % werden beispielsweise 0,01 % der Daten ignoriert), so muss zwischen den beiden relevanten Datensätzen interpoliert werden.

Das Risiko aus der Entwicklung des JB-Open-l-Fonds wird basierend auf dem im Fondsreporting ermittelten VaR berechnet. Der VaR-Wert wird, entsprechend den Annahmen aus der ökonomischen Perspektive, auf das Konfidenzniveau von 99,9 % und eine Haltedauer von 250 Tagen skaliert.

Das Zinsänderungsrisiko wird zusätzlich durch eine Zinssensitivitätsanalyse überwacht. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken und der Optimierung der Bilanzbewirtschaftung hat die Bank ein Asset-Liability-Committee (ALCO) eingerichtet. Das Komitee ist verantwortlich für die Festlegung der Rahmenbedingungen für die Finanzanlagen, welche durch die Treasury-Funktion getätigt werden.

Derivategeschäfte werden überwiegend für Kunden getätigt; diese Transaktionen werden taggleich durch entsprechende Gegengeschäfte geschlossen. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Devisentermingeschäfte im Namen der Bank in geringem Umfang getätigt.

3.5. ADRESSENAUSFALLRISIKEN

Im Geschäftsmodell der Bank wird das Kreditgeschäft in Form von Lombard-, Aval- und Immobilienkrediten als "zusätzliches Produkt" zum Vermögensverwaltungsgeschäft angeboten. Es werden also nur Kredite an Kunden gewährt, die bei der Bank ein Konto/​Depot unterhalten, wobei das verwaltete Vermögen größer als die Inanspruchnahme von Lombard- und Avalkrediten sein soll. Immobilienkredite werden durch Grundpfandrechte und eventuell darüber hinaus durch Wertpapiervermögen gesichert.

Die Bank ist keinem besonderen Länderrisiko ausgesetzt; eine nähere Betrachtung innerhalb der Adressenausfallrisiken erfolgt somit nicht. Zur Quantifizierung der Adressenausfallrisiken wird das Programm Gillardon Credit Portfolio Manager (GCPM) verwendet. Dabei ist in GCPM die Methodik von CreditMetrics eingebettet. CreditMetrics dient der Messung und Steuerung von Adressenausfallrisiken, wobei innerhalb der Software GCPM zwischen dem Ausfall- und dem Marktbewertungsmodus unterschieden wird. Der Ausfallmodus dient rein zur Quantifizierung des Adressenausfallrisikos. Im Marktbewertungsmodus (Mark-to-Model, MtM) werden neben dem Ausfall auch die möglichen Migrationen in eine andere existierende Ratingklasse simuliert. Dazu werden ratingabhängige Modellwerte berechnet und Ratingklassenänderungen simuliert. Für die Messung des Adressenausfallrisikos in der ökonomischen Perspektive wird der Marktbewertungsmodus inklusive der Abbildung von Migrationsrisiken verwendet. Über eine Schnittstelle werden sämtliche relevanten Geschäfte aus dem Kernbankensystem in die Systemlandschaft integriert.

Das Kreditportfolio ist in vier Teilportfolios (Lombard, Mortgage, Treasury und Unsecured) unterteilt. Die Teilportfolios Lombard und Mortgage beinhalten die entsprechenden Kundengeschäfte. Das Teilportfolio Treasury beinhaltet das Eigengeschäft der BJBD, das durch die Treasury-Funktion getätigt wurde. Im Teilportfolio Unsecured sind die Forderungen an Kreditinstitute enthalten. Für alle Teilportfolios sind in entsprechenden Ratingkonfigurationen adressenausfallrisikorelevante Parameter wie Ausfall- und Migrationswahrscheinlichkeiten in GCPM gepflegt.

Die in GCPM hinterlegten Ausfallwahrscheinlichkeiten beziehen sich auf Probability of Default (PD) und Loss Given Default (LGD), die im Modell der Julius Bär Gruppe ermittelt werden. Um sicherzustellen, dass diese Parameter auch für das Kreditportfoliomodell der BJBD angemessen sind, wurde eine separate Validierung durchgeführt, die folgende Aspekte abdeckte:

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Im Rahmen der qualitativen Validierung wurde eine Repräsentativitätsanalyse durchgeführt.
Im Rahmen der quantitativen Validierung wurden insbesondere die Verteilung des Kreditportfolios, die Migrationen auf Einzelfallebene, die Trennschärfe und die Kalibrierung des Modells näher betrachtet.

Falls für ein adressenausfallrisikorelevantes Geschäft kein Rating vorliegt, wird systemseitig ein Default Rating (Ratingstufe 5) hinterlegt. Diese Ratingstufe wurde konservativ gewählt und entspricht der letzten Lombard-Ratingstufe vor dem Ausfall.

Für die Teilportfolios Lombard, Mortgage und Unsecured werden monatlich kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) aus der Zulieferung der Gruppe jedem Geschäft zugeordnet und im Rahmen der monatlichen Datenverarbeitung zuerst nach BAIS und anschließend nach THINC/​GCPM importiert. Für die Ratingkonfigurationen zu Lombard, Mortgage und Unsecured liegen seitens der Gruppe keine Informationen bezüglich der Migrationswahrscheinlichkeiten vor. Für diese Geschäfte werden somit nur zwei Zustände - Verbleib in der gleichen Ratingklasse und Ausfall - definiert. Für das Treasury-Geschäft werden die Ausfall- und Migrationswahrscheinlichkeiten von Moody's verwendet.

Die verwendeten Modelle berücksichtigen empirische PD und Ausfallraten (LGD) der Julius Bär Gruppe. Im Kundenkreditgeschäft bei den Lombardkrediten werden die PD in Abhängigkeit von der Ratingstufe zwischen 0,112 % und 6,42 % und die geschäftsspezifischen LGD in Abhängigkeit von der Höhe der Sicherheiten zwischen 0,00 % und 100,00 % festgelegt. Im Bereich der Immobilienkredite werden die PD zwischen 2,25 % und 9,00 % und die LGD geschäftsspezifisch unter Berücksichtigung der Sicherheiten zwischen 0,00 % und 100,00 % definiert. Im Hinblick auf die Kontrahentenrisiken bewegt sich die PD zwischen 0,00 % und 9,7 %. Die LGD werden in Abhängigkeit von der Ratingstufe zwischen 34,27 % und 68,95 % festgelegt.

Im Eigengeschäft werden die PD zwischen 0,00 % und 34,72 % und die LGD in Abhängigkeit von der Ratingstufe zwischen 34,27 % und 60,81 % festgelegt. Der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an der Bilanzsumme lag 2020 bei 38,4 %, der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an den verwalteten Vermögen bei 5,8 %. Wie in den Vorjahren gab es auch 2020 keine Kreditausfälle. Der Anteil der Blankoanteile belief sich auf ca. 0,1 %. Die Gesamtheit der vertraglich vereinbarten Kredite ist zu 85,0 % durch Wertpapierverpfändung und zu 15,0 % durch Grundpfandrechte gesichert. Die Beleihungswerte der einzelnen Titel sowie das Rating des Portfolios werden konservativ festgelegt und täglich über das von der Julius Bär Gruppe zur Verfügung gestellte Monitoring-System TEMOS nach einem festgelegten Algorithmus berechnet und überwacht. Die Absicherung der Hypothekarkredite erfolgt ausschließlich für im Inland gelegene Grundstücke/​Objekte über eine erstrangige Grundschuld unter deutschem Recht. Weitere Sicherheiten können in Form von Depotverpfändungen, Abtretungen von Lebensversicherungen oder Bürgschaften gestellt werden.

Bei den Adressenausfallrisiken im Treasury werden die Kontrahentenrisiken betrachtet. Die Kontrahentenrisiken werden täglich im Rahmen der Limitüberwachung vom Risk Management /​ Risk Controlling kontrolliert und vierteljährlich im Risikobericht dargestellt, wo sie als Bestandteil der Kreditrisiken entsprechend bewertet werden. Die Streuung der Adressen unter engen Limitvorgaben und der hohe Anteil an Anlagen bei der Deutschen Bundesbank zeigen die konservative Strategie.

Sowohl die Platzierung von Termingeldern und die Investition in festverzinsliche Wertpapiere als auch die Beurteilung von Lombard- und Immobilienkrediten, insbesondere der sie sichernden Wertpapiere, erfolgen nach den Leitlinien für die entsprechenden Geschäfte der Julius Bär Gruppe.

3.6. LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die Treasury-Funktion befasst sich mit der Optimierung der Liquidität sowie der Zins-, Kredit- und Währungsrisiken in der Bilanz.

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen im täglichen Geschäft ergeben. Bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen in festverzinslichen Wertpapieren und bei Geldmarktanlagen bei anderen Banken kann ein Marktliquiditätsrisiko - als ein Refinanzierungsrisiko - bei der Finanzierung von Krediten auftreten. Um diese Risiken zu begrenzen, erfolgen die Geldmarktanlagen überwiegend in Form von "Overnight-Money". Zusätzlich wurde im Jahr 2020 der größte Teil der Liquiditätsüberschüsse bei der Deutschen Bundesbank angelegt, sodass - bis auf die Mindestreserve - jederzeit auf sie zurückgegriffen werden konnte. Während die Einlagen der Bank bei der Bundesbank einen Anteil von 49 % an der Bilanzsumme ausmachen, beträgt der Anteil der Geldmarktanlagen nur 0,6 %. Wenn Kredite im Rahmen der Bilanzsteuerung refinanziert werden, dann erfolgt dies ausschließlich über die Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, da aufgrund deren solider Bilanzverhältnisse eine Anschlussfinanzierung sicherer als eine Refinanzierung über den Markt erscheint.

Die Liquiditätsrisiken werden außerhalb der Risikotragfähigkeitsrechnung systematisch über eine fortlaufende Beobachtung der Entwicklung aufsichtsrechtlicher Kennzahlen (u. a. Liquidity Coverage Ratio, LCR) gesteuert und anhand diverser Stresstests überwacht und analysiert. Die von Finance & Controlling erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden auf täglicher Basis dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Das fokussierte Geschäftsmodell der Bank führt zu sehr stabilen und Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze. Im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich die durchschnittlichen Werte auf Basis der Monatsendwerte bei der LCR auf 323 %. Die Liquiditätsreserven sind auch für den Fall des gleichzeitigen Rückzuges der zehn größten Kundeneinlagen ausreichend.

3.7. OPERATIONELLE RISIKEN

Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, von Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Diese Definition schließt operationelle Verluste ein, die aus Rechtsrisiken und dolosen Handlungen entstehen könnten. Sie beinhaltet aber nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Unter das Rechtsrisiko fallen Rechtsstreitigkeiten, in welche die Bank Julius Bär Deutschland AG involviert sein kann. Dieser Bereich umfasst auch Risiken aus Gesetzesänderungen und der aktuellen Rechtsprechung. Das Rechtsrisiko umfasst ebenfalls Schadensfälle des Kreditbereichs, die durch nicht durchsetzbare Vertragsgestaltungen entstanden sind. Vermögensschäden werden nur dann den operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist.

Die operationellen Risiken umfassen vor allem folgende Risikoarten:

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Risikoart Definition
Interner Betrug Verluste aufgrund von Handlungen mit betrügerischer Absicht, Veruntreuung von Eigentum, Verstoß gegen oder Umgehung von Verwaltungs-, Rechts- oder internen Vorschriften. Dabei kann es sich um
Diebstahl, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Geheimnisverrat, Korruption und Untreue von Mitarbeitenden, auch in Zusammenarbeit mit externen Dritten, handeln. Die angewandten Methoden sind extrem unterschiedlich und oft sehr einfallsreich.
Externer Betrug Verluste aufgrund von Handlungen mit betrügerischer Absicht, Veruntreuung von Eigentum, Verstoß gegen oder Umgehung von Rechtsvorschriften durch Dritte, wie bestehende oder potenzielle Kunden, mit der Bank verbundene Vermittler, Geschäftspartner oder andere Externe. Dabei kann es sich unter anderem um Kontoeröffnungsbetrug, Lastschriftbetrug, Überweisungsbetrug, Kreditbetrug, Anlagebetrug, Scheckbetrug und Skimming handeln.
Beschäftigung und Arbeitsplatzsicherheit Verluste aufgrund von Handlungen, die gegen Beschäftigungs-, Gesundheitsschutz- oder Sicherheitsvorschriften bzw. -abkommen verstoßen, Verluste aufgrund von Schadenersatzzahlungen wegen Körperverletzung, Verluste aufgrund von Diskriminierung, auch aufgrund sozialer und kultureller Verschiedenheit.
Sachschäden Verluste aufgrund von Beschädigungen oder des Verlustes von Sachvermögen durch Naturkatastrophen oder andere Ereignisse, unter anderem durch eigenes Verschulden.
Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle Verluste aufgrund von Geschäftsunterbrechungen oder Systemausfällen, unter anderem durch unzureichende Qualität der Dienstleistungen der Outsourcing-Partner.
Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten Verluste aufgrund einer unbeabsichtigten oder fahrlässigen Nichterfüllung geschäftlicher Verpflichtungen gegenüber Kunden (einschließlich treuhänderischer und auf Angemessenheit beruhender Verpflichtungen), Verluste aufgrund der Art oder Struktur eines Produkts oder einer Dienstleistung, wie etwa Falschberatung.
Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement Verluste aufgrund von Fehlern bei der Geschäftsabwicklung oder im Prozessmanagement, Verluste aus Beziehungen zu Geschäftspartnern, Lieferanten und Anbietern.

Aufgrund der Organisationsstruktur und des Geschäftsmodells der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Die mit dem Outsourcing verbundenen operationellen Risiken werden von der Bank als wesentliche Risiken im Sinne einer aktiven Steuerung qualifiziert. Die Bank hat für den Outsourcing-Bereich ein detailliertes Monitoring- und Controlling-System aufgebaut. Die Basis der Überwachung der Outsourcing-Partner sind klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen ("Service Level Agreements", SLA) für sämtliche ausgelagerte Aktivitäten. Diese SLA enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch für die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom ROC Committee der Bank ausgewertet und bilden die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing-Partnern.

Zur besseren Kontrolle der Risiken und zur Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten, strengen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.

Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank "OPRI" eingeführt. OPRI ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potenziellen Schäden aus dem Bankgeschäft, deren Wert über CHF 2.500 liegt, wobei die Bank Julius Bär Deutschland AG seit 2016 operationelle Verluste bereits ab EUR 1.500 in der OPRI-Datenbank erfasst. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im ROC Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. Bei der Umsetzung von OPRI wurden die Vorgaben des Baseler Regelwerks berücksichtigt. 2020 wurden insgesamt 39 Schäden über dem Schwellenwert von EUR 1.500 gemeldet, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 295. Die signifikante Erhöhung der operationellen Verluste im Vergleich zum letzten Jahr ist allein auf die im ersten Quartal aufgetretenen Vorfälle in Zusammenhang mit der Corona-Krise zurückzuführen. Im ersten Quartal 2020 ergaben sich allein 21 Schäden mit einem Volumen von TEUR 109.

Für die Steuerung der Risikotragfähigkeit wird das operationelle Risiko bemessen als Summe des (1- 99,9 %)-Quantils der monatlichen Verluste, skaliert auf ein Jahr, und der Eigenkapitalanforderung (Gesamtkapitalquote von 8 %) für das operationelle Risiko als Schätzwert für die potenziellen Risiken, insbesondere für die Kostenrisiken aus den laufenden Projekten. Für das operationelle Risiko werden sowohl ein erwarteter als auch ein unerwarteter Risikowert ermittelt.

Für die Ermittlung des erwarteten Risikos wird die interne Schadensfalldatenbank der Bank Julius Bär Deutschland herangezogen. Darin sind alle dem operationellen Risiko zuzuordnenden Schadensfälle der Vergangenheit auf Monatsbasis aufgelistet. Das erwartete Risiko soll ausdrücken, welcher Schaden innerhalb eines Jahres erwartet wird. Dieser Wert wird als höchster historischer jährlich kumulierter Schaden definiert und der Schadensfalldatenbank entnommen.

3.8. RISIKOTRAGFÄHIGKEIT

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risikotragfähigkeit. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotenziale einander gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial abgesichert sind.

Dieses Risikodeckungspotenzial errechnet sich mit einer Höhe von maximal EUR 112,8 Mio., wobei die Risikodeckungsmasse in Abhängigkeit von der Risikoneigung allokiert wird.

Die Summe der Risikolimits ("Risikobudget") wird von den Gremien der Bank festgelegt und jährlich überprüft. Um eine bessere Steuerungsrelevanz herzustellen, wurden Management Action Triggers (MAT) zum 31.12.2020 eingeführt, sodass im Fall einer Überschreitung schnell Steuerungsimpulse ausgelöst werden können.

Den operationellen Risiken wird mit EUR 23,0 Mio. das höchste Limit zugewiesen. Der Vorstand hat folgende weitere Limits für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für das Geschäftsrisiko liegt bei EUR 10,0 Mio., das Limit für das Adressenausfallrisiko beträgt EUR bei 15,0 Mio., das Limit für die Marktpreisrisiken des Anlagebuchs, bestehend aus dem Zinsänderungsrisiko und dem Preisänderungsrisiko, beträgt EUR 14,0 Mio. Insgesamt belaufen sich die Limits für die Risiken auf EUR 62,0 Mio. Gemäß ICAAP und dem damit neu eingeführten RTF-Konzept bildet die ökonomische Perspektive der Steuerungskreis.

Das Ergebnis der einzelnen in der ökonomischen Perspektive errechneten Risiken sowie deren Summe (mit Angabe des vom Vorstand erlassenen Risikobudgets) sind in der nachstehenden Tabelle in EUR Mio. dargestellt (Stand: 31. Dezember 2020):

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EUR Mio. Risikobetrag (ökonomische Perspektive) Management Action Triggers (MAT) Limits
Geschäftsrisiko 4,8 6,0 10,0
Marktpreisrisiko (Zinsänderungsrisiko) 4,4 5,5 9,0
Marktpreisrisiko (JB Open 1) 2,2 3,0 5,0
Adressenausfallrisiko Kundengeschäft 0,6 1,0 2,0
Adressenausfallrisiko Kontrahenten 5,0 6,0 10,0
Adressenausfallrisiko Emittenten 1,1 1,5 3,0
Operationelle Risiken 10,4 13,0 23,0
Summe 28,5 36,0 62,0

Aus der Zusammenstellung lässt sich ableiten, dass der Fortbestand der Bank auch unter negativen Annahmen für die einzelnen Risikoarten gewährleistet ist.

In der ökonomischen Perspektive sind die Risiken damit mehr als ausreichend abgedeckt. Diese Risiken können u. a. aus Modellfehlern, überproportional großen Kursschwankungen oder Risikokonzentrationen entstehen. Die Grundüberlegung ist dabei, dass eine Kennziffer nach CRR von 10,5 % zu erreichen ist. Diese Kennziffer setzt sich aus 8,0 % Gesamtkapitalquote und 2,5 % Kapitalerhaltungspuffer zusammen. Der antizyklische Kapitalpuffer (Countercyclical Capital Buffer, CcyB) in Höhe von 0,25 % war nur bis zum 31. März 2020 einzuhalten; zum ersten Quartal 2020 hat die BaFin die Quote des inländischen CCyB mit der Allgemeinverfügung vom 31. März 2020 auf 0 Prozent des nach Artikel 92 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/​2013 ermittelten Gesamtforderungsbetrags festgelegt. Darüber hinaus hat die Bank im Geschäftsjahr 2018 einen SREP-Bescheid (Bescheid nach Supervisory Review and Evaluation Process) gemäß § 10 Abs. 3 Satz 1 und 2 Nr. 1 KWG in Verbindung mit § 6b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG erhalten, der weitere 4 Prozentpunkte ab Anfang 2019 als Eigenmittelanforderung festsetzt. Somit belief sich die Kennziffer nach CRR im Jahr 2020 auf 14,7 % Ausgehend von risikogewichteten Aktiva in Höhe von EUR 351,4 Mio. per 31.12.2020 können die entsprechenden Zahlen im Zusammenhang mit der Eigenmittelanforderung wie folgt zusammengefasst werden:

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Eigenmittelanforderung (Gesamtkapitalquote von 8 %): EUR 28,1 Mio.
Eigenmittel: EUR 104,7 Mio.
Gesamtkapitalquote 28,06 %

Als Ergebnis lässt sich aus der Berechnung zum 31.12.2020 festhalten, dass das Risikodeckungspotenzial in beiden Sichten dazu ausreicht, die diesem gegenübergestellten Risikowerte vollständig abzudecken. Sogar Selbst im adversen Szenario der normativen Perspektive sind keine Kapitalengpässe zu sehen.

4. PROGNOSE UND CHANCENBERICHT

4.1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD

Das Wirtschaftswachstum kehrt in 2021 mit unterschiedlicher Dynamik zurück. Erneute Verschärfungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen für Rücksetzer bei der Konjunkturerholung - besonders in der Dienstleistungssektoren. 16 Die koordinierte Geld-und Fiskalpolitik, unterstützt durch gut kapitalisierte Banken 17 , dürfte die Konjunkturerholung in der Eurozone jedoch stützen. Ab dem zweiten Quartal dürften dank zunehmender Immunisierung der Bevölkerung die Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen allmählich aufgehoben werden und Nachholeffekte den Konsum zusätzlich beleben. Eine besonders dynamische Entwicklung erwarten wir in den USA, China und Nordeuropa, während vom Tourismus abhängige Länder und Länder mit strukturellen Defiziten zurückzubleiben drohen. Der starke Aufschwung des Welthandels 18 und der Industrietätigkeit sowie die günstigen Finanzierungsbedingungen sind die Grundpfeiler für eine V-förmige Erholung in den meisten Industrieländern. Ein steigender Nationalismus als Folge der Pandemie dürfte die Unsicherheit von Wahlen jedoch erhöhen und Handelsspannungen fördern.

Die Corona-Krise ist die erste Rezession, die durch einen externen Schock verursacht wurde. Die prompte Erholung hat die Finanzmärkte schnell in den Expansionsmodus zurückgebracht. Wir erwarten, dass die positive Stimmung trotz zweiter Pandemiewelle anhält, solange die Geld- und Fiskalpolitik an ihrer lockeren und ausgabenfreundlichen Linie festhält. Gleichzeitig dürften die Preise angesichts zunehmender Kapazitätsauslastung und aufgrund von Basiseffekten im Jahresverlauf steigen. Mit steigendem Preisdruck wächst die Sorge um eine Straffung der geldpolitischen Zügel. China hat bereits begonnen, seinen Stimulus zurückzufahren, und wird dies in den kommenden Monaten fortführen. Die EZB und die Fed dagegen bekräftigten bei ihren jüngsten geldpolitischen Sitzungen noch einmal, dass die Finanzierungsbedingungen noch auf lange Sicht günstig bleiben werden. 19 Während ein Zurückfahren der Anleihenkäufe bei guter Konjunkturentwicklung im weiteren Verlauf des Jahres möglich scheint, erwarten wir 2021 keine Zinserhöhungen in den USA oder der Eurozone. Der gesunkene Zinsvorteil, steigender Absicherungsbedarf und eine zunehmende Konjunkturbelebung in Europa sorgen für anhaltenden Gegenwind für den US-Dollar.

16 "Eurozone economy suffers steepening decline at start of 2021", IHS Markit, S. 1 ff, https:/​/​www.markiteconomics.com/​Public/​Home/​PressRelease/​2845534afc634251aaaf93f3acfd1a7e

17 Fiancial Stability Review, EZB, November 2020, https:/​/​www.ecb.europa.eu/​pub/​financial-stability/​fsr/​html/​ecb.fsr202011~b7be9ae1f1.en.html#toc5

18 World Trade Monitor, CPB, November 2020, https:/​/​www.cpb.nl/​en/​worldtrademonitor

19 EZB, Pressekonferenz 21. Januar 2021, https:/​/​www.ecb.europa.eu/​press/​pressconf/​2021/​html/​ecb.is210121~e601112a72.en.html; Federal Reserve, FOMC Statement 27. Januar 2021, https:/​/​www.federalreserve.gov/​newsevents/​pressreleases/​monetary20210127a.htm

4.2. AUSBLICK

Die Grundlagen der Geschäftsstrategie der Bank Julius Bär Deutschland AG sind die differenzierende Positionierung im Wettbewerb und die Geschäftsphilosophie, zu der die individuelle Beratung sowie die transparente Preisgestaltung gehören. Daneben sind die internationale Kompetenz, die umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und die Nachfolgeregelung zentrale Elemente des Kundenservice in regionaler Nähe. Diese Erfolgsfaktoren der Geschäftsstrategie sind auf die Betreuung von Unternehmern, Privatpersonen und Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung ausgerichtet. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset-Allokation unter Einsatz eines weiten Produktspektrums und einer stringenten Risikoüberwachung bieten.

Die Ertragsentwicklung ist unter anderem von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängig. Das Risiko besteht darin, dass starke Marktverwerfungen zu einer geringeren Bemessungsgrundlage für die Provisionserträge der Bank führen.

Wir gehen aktuell davon aus, dass die Wachstumsrate des verwalteten Vermögens unter Berücksichtigung des geplanten Neugeldzuflusses auch im nächsten Jahr bei ca. 10 % liegen wird. Auf dieser Basis gehen wir davon aus, den Provisionsüberschuss um etwa 6 % auf EUR 78 Mio. ausbauen zu können. Die Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG unterstützt diese Wachstumsstrategie der Bank Julius Bär Deutschland AG nachhaltig und definiert den deutschen Markt als Kernmarkt der Julius Bär Gruppe.

Die Kundenbetreuung soll auch in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, was gezielt an einzelnen Standorten stattfinden wird, um die erkannten Marktchancen zu nutzen, sofern erfahrene Berater, die zu der Unternehmenskultur der Bank Julius Bär Deutschland AG passen, gefunden werden. Zudem werden auch andere Fach- und Produktbereiche der Bank Julius Bär, die im direkten Kontakt mit dem Kunden stehen, weiter ausgebaut.

Wie bereits beschrieben, haben wir die Möglichkeiten des mobilen und flexiblen Arbeitens im Zuge der COVID-19-Pandemie maßgeblich ausgeweitet. In 2021 wird basierend auf den technischen Möglichkeiten die Art und Weise des flexiblen mobilen Arbeitens definiert.

Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Geschäftsaktivitäten in Deutschland aufgrund unserer guten Positionierung im Markt sowie unserer Wachstumsstrategie, die wir dank unserer engagierten und qualifizierten Mitarbeitenden umsetzen können, auch 2021 ausweiten werden.

Seit Erreichen der Gewinnschwelle in 2019 fokussiert die Bank auf ein weiteres Geschäftswachstum mit angemessener Kostendisziplin. Zur Messung der Kostendisziplin verwendet die Bank die Cost-Income-Ratio, die in 2020 von 91,4 auf 86,5 gesenkt werden konnte. Vor diesem Hintergrund ist neben dem fortlaufenden Ausbau der Kundenbeziehungen ein aktives Management der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ein entscheidender Faktor für die Zielerreichung. Während wir davon ausgehen, dass sich die anderen Verwaltungsaufwendungen auf Vorjahresniveau stabilisieren können, werden die Personalkosten aufgrund des oben beschriebenen Ausbaus des Geschäftes auch in 2021 weiter leicht ansteigen.

In diesem Zusammenhang ist auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes als Risikofaktor zu berücksichtigen - eine Entwicklung, die den gesamten Bankensektor und somit auch die Bank Julius Bär Deutschland AG stark betrifft. Regulatorische Anforderungen, die bereits in Kraft getreten oder absehbar sind, wirken weiterhin kostentreibend, komplexitätserhöhend und ressourcenbindend.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2020 weiter stabilisierten Kostenbasis bei gleichzeitig stetigem Wachstum der Erträge streben wir für 2021 einen weiteren Ausbau des positiven Ergebnisses an, welches laut aktuellem Stand und trotz des von der COVID-19-Pandemie beeinflussten Jahresabschlusses 2020 ca. 50% über dem Vorjahresergebnis liegen sollte.

5. SCHLUSSERKLÄRUNG NACH § 312 ABSATZ 3 SATZ 3 AKTIENGESETZ

Über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand der Bank Julius Bär Deutschland AG gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."

JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

Aktivseite

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31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
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1. Barreserve
a) Kassenbestand 34.755,40 43
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 772.160.026,96 (Vorjahr: TEUR 720.536) 772.160.026,96 720.536
772.194.782,36 720.579
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 89.154.926,14 90.407
b) andere Forderungen 0,00 9.107
89.154.926,14 99.514
3. Forderungen an Kunden 564.586.344,95 516.766
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 70.809.206,11 (Vorjahr: TEUR 64.814)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 18.191.120,44 14.033
bb) von anderen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 57.634.056,38 (Vorjahr: TEUR 26.154) 112.781.138,37 52.277
130.972.258,81 66.310
5. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 25.564,59 26
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 7.621.775,98 8.020
7. Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 874.637,00 1.123
8. Sachanlagen 2.488.695,00 2.005
9. Sonstige Vermögensgegenstände 6.066.439,93 18.049
10. Rechnungsabgrenzungsposten 153.935,79 153
Summe der Aktiva 1.574.139.360,55 1.432.545

Passivseite

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31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
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1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 5.550.076,61 3.692
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0
5.550.076,61 3.692
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.413.863.474,02 1.268.145
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 505.038,46 9.114
1.414.368.512,48 1.277.259
3. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 7.621.775,98 8.020
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.295.589,03 8.820
5. Rechnungsabgrenzungsposten 486.069,29 638
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.722.400,76 400
b) andere Rückstellungen 18.424.687,90 17.573
c) Steuerrückstellungen 2.943.000,00 323
23.090.088,66 18.296
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 850
8. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
b) Kapitalrücklage 85.579.372,07 85.579
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 679.037,71 341
cb) andere Gewinnrücklagen 263.885,66 264
942.923,37
d) Bilanzgewinn 10.204.953,06 13.786
111.727.248,50 114.970
Summe der Passiva 1.574.139.360,55 1.432.545
1.) Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 14.470.777,40 13.054
2.) Andere Verpflichtungen 366.688.148,37 295.502
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2020

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Aufwendungen 1.1.-31.12.2020 2019
EUR EUR TEUR
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1. Zinsaufwendungen 225.076,46 518
2. Positive Zinsen auf täglich fällige Verbindlichkeiten -130.690,47 -41
3. Provisionsaufwendungen 12.317.439,25 10.267
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 33.459.242,41 29.310
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 1.458.410,20 (Vorjahr: TEUR 1.426) 4.208.767,36 4.064
b) andere Verwaltungsaufwendungen 28.964.988,10 28.132
66.632.997,87 61.506
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.095.981,02 897
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.296.424,69 1.238
7. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 850
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 633.343,70 280
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 3.414,50 0
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.798.144,95 139
11. Jahresüberschuss 6.757.356,81 3.985
Summe der Aufwendungen 92.629.488,78 79.639
1. Jahresüberschuss /​ -fehlbetrag 6.757.356,81 3.985
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.785.464,09 0
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 10.000
4. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 337.867,84 199
5. Bilanzgewinn 10.204.953,06 13.786

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Erträge 1.1.-31.12.2020 2019
EUR EUR TEUR
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1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 6.608.138,78 7.092
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 990.844,71 704
7.598.983,49 7.796
2. Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften -3.917.697,66 -2.626
3. Provisionserträge 85.640.918,73 69.504
4 Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 15.442,91 367
5. Sonstige betriebliche Erträge 2.441.841,31 4.597
6. Entnahme aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 850.000,00 0
7. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0 1
Summe der Erträge 92.629.488,78 79.639

ANHANG

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 31022 zum 31. Dezember 2020, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV, für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden stetig angewendet. Änderungen werden jeweils nachfolgend erläutert, sollten diese sich ergeben haben.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

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Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht.
Aufgrund der gestellten Sicherheiten waren für das im Kreditgeschäft liegende Ausfallrisiko keine Einzelwertberichtigungen zu bilden. In den Vorjahren waren ebenfalls keine Einzelwertberichtigungen vorzunehmen, entsprechend wurde aufgrund der Anwendung des steuerrechtlichen Verfahrens auch keine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert (beizulegender Zeitwert) als Deckungsvermögen bewertet. Der bewertete Bestand wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet.
Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und zum Niederstwert bewertet.
Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.
Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 800 werden in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst.
Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln in der Fassung 2018 G von Prof. Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 2,30 % sowie einer Bezüge- und Rentendynamik von 2,00 % bzw. 1,75 %.

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Der sich zum Bilanzstichtag ergebende Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens, das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern dient, verrechnet. Die kumulierten Anschaffungskosten dieses Vermögens betragen TEUR 14.446.
Aufgrund der Anwendung des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsverpflichtungen, der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für zehn statt sieben Geschäftsjahre ergibt, zum 31. Dezember 2020 TEUR 1.472. Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 589 sind mit der Einzahlung unverfallbar.
Die Anderen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst und zum Barwert bilanziert.
Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten inkl. Sozialabgaben in Höhe von TEUR 1.163 werden zum Marktwert der zugrundeliegenden Investmentanteile des Spezialfonds JB Open 1 angesetzt.
Bewertungseinheiten nach § 254 HGB werden für Derivate gebildet, die die Bank im Rahmen des Kundengeschäftes abschließt und durch korrespondierende Gegengeschäfte absichert. Die Bewertungseinheiten werden auf Mikroebene gebildet, entsprechend stehen den Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko des Grundgeschäftes einzelne Sicherungsgeschäfte gegenüber. Der Nachweis des Ausgleichs der gegenläufigen Wertveränderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgt gemäß der Critical-Term-Match-Methode. Die Bewertungseinheiten werden bilanziell entsprechend der Einfrierungsmethode abgebildet.
Die Nominalbeträge der in die Bewertungseinheiten einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte belaufen sich auf jeweils TEUR 377.385. Das abgesicherte Risiko beträgt TEUR 9.637.
Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind gemäß § 256a sowie § 340h HGB zum EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.
Aufwendungen aus Negativzinsen in Höhe von TEUR 3.918 sowie Erträge aus Negativzinsen in Höhe von TEUR 131 werden als Einzelposition unter den Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Per 31. Dezember 2020 wendet die Bank bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuches die IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung RS BFA 3 "Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs)" vom 16. Oktober 2017 an. In die Bewertung werden die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte einbezogen. Dabei werden diese unter Verwendung der Terminkurse zum 31. Dezember 2020 auf den Barwert diskontiert. Die anteiligen Risiko- und Verwaltungskosten werden als Korrekturposten auf den ermittelten Wert berücksichtigt.

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 89.155 (Vorjahr: TEUR 90.407). Forderungen mit einer davon abweichenden Restlaufzeit bestehen nicht:

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in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
- bis drei Monate 0 9.107
- drei Monate bis ein Jahr 0 0
0 9.107

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, in Höhe von TEUR 80.033 (Vorjahr: TEUR 81.260) enthalten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit:

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in TEUR 31.12.20 31.12.19
- täglich fällig 6.475 11.105
- bis drei Monate 440.356 401.530
- drei Monate bis ein Jahr 61.853 50.847
- ein Jahr bis fünf Jahre 45.936 40.961
- über fünf Jahre 9.966 12.323
564.586 516.766

Hierin sind Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von TEUR 6.475 (Vorjahr: TEUR 11.105) enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 117.900 sowie TUSD 15.000 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 131.700.

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte Schuldverschreibungen.

Im Geschäftsjahr 2021 sind insgesamt Schuldverschreibungen von nominal TEUR 42.400 sowie TUSD 5.000 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige, aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds JB Open 1.

Die Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 1.794, für Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.163 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 15.176 verrechnet.

Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der zu verrechnenden Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen unterschreitet, werden zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 1.722 ausgewiesen.

Das verrechnete Vermögen, das dem Anteil von 31,9 % an einem Spezial-Sondervermögen i. S. d. § 1 Abs. 6 KAGB entspricht, weist zum 31. Dezember 2020 einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 16.410 (Vorjahr: TEUR 15.995) auf, der dem Marktwert i. S. d. § 168 KAGB entspricht. Der Differenzbetrag zum Buchwert beträgt TEUR 1.964.

Bei diesem Spezial-Sondervermögen handelt es sich um einen internationalen, thesaurierenden Mischfonds (Gemischtes Sondervermögen). Der Fonds verfolgt eine ausgewogene Anlagestrategie mit einer maximalen Aktienquote von 50% nach einem Multi-Asset-Ansatz unter Begrenzung des Risikos. Es wird eine Zielrendite von 4,5 % angestrebt. Das Risikomanagement basiert auf einem maximalen hinterlegten Drawdown von 8%.

Dem Sondervermögen wurde im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 1.544 (Vorjahr: TEUR 156) zugeführt. Das Vermögen ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und somit nicht täglich fällig.

Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und die von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt:

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Forderungen an Banken: TEUR 7.622 (Vorjahr: TEUR 8.020)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: TEUR 7.622 (Vorjahr: TEUR 8.020)

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital: TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres 2019: Jahresfehlbetrag von TEUR 3 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 1).

Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich, ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten, wie folgt dar (in TEUR):

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Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen ** Wertpapiere des Anlagevermögens * Anteile an verbundenen Unternehmen Anlagevermögen gesamt
Anschaffungs-/​ Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 5.051 6.527 13.102 26 24.706
Zugänge 212 1.118 1.344 0 2.675
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 108 0 0 108
Stand 31.12.2020 5.263 7.538 14.446 26 27.273
Abschreibungen
Stand 01.01.2020 3.928 4.522 0 0 8.450
Abschreibungen 461 635 0 0 1.096
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 108 0 0 108
Stand 31.12.2020 4.389 5.049 0 0 9.438
Buchwerte 0
Stand 01.01.2020 1.123 2.005 13.102 26 16.256
Stand 31.12.2020 875 2.489 14.446 26 17.835

* Anschaffungskosten der Wertpapiere

** Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Zuschreibungen ergaben sich in 2020 nicht. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 1. Januar 2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, in Höhe von TEUR 1.466 (Vorjahr: TEUR 1.114), sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 416 (Vorjahr: TEUR 397).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 153).

Auf Fremdwährung lautende Forderungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 112.422 (Vorjahr: TEUR 141.005) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 73.753 (Vorjahr: TEUR 84.523) sowie USD im Gegenwert von TEUR 20.969 (Vorjahr: TEUR 39.599).

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ausschließlich täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.550 (Vorjahr: TEUR 3.692).

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 3.615 (Vorjahr: TEUR 1.531) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.413.863 (Vorjahr: TEUR 1.268.145) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 9.114).

In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 28) enthalten.

Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.296 (Vorjahr: TEUR 8.820) enthalten im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 2.522 (Vorjahr: TEUR 2.412) sowie sonstige Steuern in Höhe von TEUR 6.363 (Vorjahr: TEUR 3.172), Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 1.165 (Vorjahr: TEUR 205) sowie abzuführende Lohnsteuer in Höhe von TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 858).

Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.794 (Vorjahr: TEUR 1.867) wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren im Wesentlichen aus Mietzuschüssen für die Standorte Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Berlin und Hannover in Höhe von insgesamt TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 599).

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.20 31.12.19
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.722 400
Steuerrückstellungen 2.943 324
Andere Rückstellungen 18.425 17.573
- Personalrückstellungen 13.646 12.608
- Sonstige Rückstellungen 4.779 4.965
23.090 18.296

In den Personalrückstellungen sind unter anderem enthalten: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 11.897 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 352.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.364 sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.071.

In den Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag folgende Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten: Jubiläumsrückstellungen TEUR 806, Sonderzahlungen TEUR 1.482, Pensionsrückstellungen TEUR 1.722, Archivkosten TEUR 125.

Eigenkapital

Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG beträgt TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 341)

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 264.

Kapitalrücklagen

Die freien Kapitalrücklagen der Bank betragen TEUR 85.579 (Vorjahr: TEUR 85.579).

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 10.205 (nach Dotierung der gesetzlichen Rücklage) TEUR 7.000 an die Julius Bär Gruppe AG, Zürich, als Dividende auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.005wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 112.354 (Vorjahr: TEUR 140.476) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 73.742 (Vorjahr: TEUR 85.506) sowie USD im Gegenwert von TEUR 20.917 (Vorjahr: TEUR 39.095).

Derivategeschäfte

Die zum Bilanzstichtag dem Anlagebuch zugeordneten derivativen Geschäfte betreffen Devisentermingeschäfte sowie an der EUREX gehandelte Futures und Optionen, die im Wesentlichen für Kunden abgeschlossen wurden. Die Positionen werden durch Gegengeschäfte mit Kreditinstituten ausgeglichen. Diese werden auf Mikroebene zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB zusammengefasst.

Aufgrund der weitgehend geschlossenen Position, des geringen Volumens der offenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkung auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war nicht notwendig.

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in TEUR bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Währungsrisiken 210.467 272.576 0 0
Aktien- und sonstige Risiken 134.369 18.675 601 0
Zinsrisiken 0 0 0 0
344.836 291.251 601 0

Daneben bestehen am Stichtag fünf außerbilanzielle Devisentermingeschäfte, die auf Rechnung der Bank abgeschlossen wurden. Diese fünf Geschäfte haben ein Volumen von insgesamt TEUR 77.143, einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 215 sowie eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Eventualverbindlichkeiten

In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.471 (Vorjahr: TEUR 13.054) sind keine Verbindlichkeiten in Fremdwährung enthalten. Enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 84), für die sonstigen Positionen sind Sicherheiten vorhanden. Das Risiko, dass die Kreditnehmer ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und mit Inanspruchnahme zu rechnen ist, schätzen wir als gering ein.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Zum Bilanzstichtag bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen an unsere Kunden in Höhe von TEUR 366.688 (Vorjahr: TEUR 295.502), diese resultieren im Wesentlichen aus dem Lombardgeschäft.

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuches

Das Gesamtergebnis ist positiv, sodass die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich wird.

Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag sind Sicherheiten im Rahmen der Abwicklung von Wertpapier- und Devisentermingeschäften sowie für Marginverpflichtungen aus Kunden- und Mandantengeschäften in Höhe von TEUR 56.989 (Vorjahr: TEUR 52.658) an Kreditinstitute übertragen. Den übertragenen Vermögenswerten stehen zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 39.643 (Vorjahr: TEUR 44.490) bei diesen Instituten gegenüber. Die Sicherheiten betreffen mit TEUR 56.989 (Vorjahr: TEUR 52.658) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsergebnis

Die Bank hat im Berichtsjahr TEUR 3.918 (Vorjahr: TEUR 2.626) Negativzinsen für Geldanlagen gezahlt. Daneben wurden Negativzinsen auf täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 41) vereinnahmt.

Provisionsergebnis

Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft.

Die Provisionserlöse in Höhe von TEUR 85.641 (Vorjahr: TEUR 69.504) entfielen im Wesentlichen auf das Geschäft mit Privatkunden. Hierin enthalten sind vereinnahmte Vermittlungsprovisionen in Höhe von TEUR 12.137 (Vorjahr: TEUR 5.927).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Vorsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 670 (Vorjahr: TEUR 1.412), TEUR 995 (Vorjahr: TEUR 902) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 981) sowie Aufwand aus der Bewertung des Deckungsvermögens für die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 929 (Vorjahr Ertrag: TEUR 1.214).

Die Erträge aus der Devisenbewertung belaufen sich auf TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 45).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In 2020 hat die Bank periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 158 aus der Auflösung von Rückstellungen vereinnahmt. Darüber hinaus betreffen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.600 die Bildung von Steuerrückstellungen für Vorjahre.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 232. Dieses teilt sich wie folgt auf:

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in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 155
andere Bestätigungsleistungen 62
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 15
Gesamt 232

Sonstige Angaben

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Auslagerung betrieblicher Funktionen

Die Bank hat zum Bilanzstichtag folgende wesentliche Bereiche ausgelagert:

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Back-Office-Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel
Bereitstellung und Betrieb des Kernbankensystems avaloq inklusive zugehöriger Infrastruktur
Treasury
IT-Infrastruktur und IT-Helpdesk sowie das Risk-Rating mittels TEMOS

Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z. B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen, Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch den jeweiligen Fachbereich und das zentrale Auslagerungsmanagement der Bank Rechnung getragen.

Country-by-Country-Reporting

Die Bank betreibt als CRR-Kreditinstitut Bankgeschäfte. Darüber hinaus erbringt sie Finanzdienstleistungen. Ihren Sitz hat die Bank in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden keine Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in Drittstaaten unterhalten.

Der Umsatz der Bank nach § 26a KWG betrug im Geschäftsjahr 2020 TEUR 77.056 (Zinsergebnis, Provisionsergebnis und sonstiges betriebliches Ergebnis). Die Bank weist einen Gewinn vor Steuern in Höhe von TEUR 9.556 sowie Steuern in Höhe von TEUR 2.798 aus. Die Bank erhält keine öffentlichen Beihilfen und beschäftigte im Jahr 2020 durchschnittlich 197,0 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).

Die Kapitalrendite der Bank nach § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG beträgt 0,43 % (Vorjahr: 0,28 %).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2020 beläuft sich der Betrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen auf TEUR 35.932.

Des Weiteren beliefen sich die unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen in Zusammenhang mit der Bankenabgabe auf TEUR 378. Hierfür wurden Sicherheiten in gleicher Höhe hinterlegt. Die übertragenen Sicherheiten sind in der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" enthalten.

Offenlegung

Die Bank wird den Offenlegungsbericht nach Art. 431-455 CRR auf der Homepage der Julius Bär Gruppe veröffentlichen.

Aufsichtsrat

Christian E. Dubler

(Vorsitzender)

Market Area Head Private Banking

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

Ursula Egli

(stellv. Vorsitzende)

Managing Director

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

Kathrin Braun

(Arbeitnehmervertreterin)

Bankangestellte

Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt

Vorstand

Heiko Schlag

(Vorsitzender)

Vorstand Private Banking /​ Markt

Thomas Falk

Vorstand Bankbetrieb/​Marktfolge

Organbeziehungen

Alle zum Bilanzstichtag bestehenden Kredite und sonstigen Geschäfte mit Organen der Bank wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Organbezüge

Mit Verweis auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet die Bank auf die Angabe zu den Organbezügen nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB für die aktuellen Mitglieder der Geschäftsführung.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 323. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1,0 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 3.467.

Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Bank betrug 208,4 (Vorjahr: 197,2), wovon 78,3 (Vorjahr: 74,2) Mitarbeiter weiblich und 130,1 (Vorjahr: 123,0) männlich waren.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Abs. 5 HGB i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5 % zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.

Konzernzugehörigkeit

Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt ist die Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich nicht.

Frankfurt am Main, den 18. März 2021

Der Vorstand

Heiko Schlag

Thomas Falk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-AprVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU- AprVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-AprVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Genauigkeit der Provisionserträge aus der Vermögensberatung und der Vermögensverwaltung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen hinsichtlich der Provisionserträge aus der Vermögensberatung und der Vermögensverwaltung werden durch die Bank in der Anhangangabe "Provisionsergebnis" im Jahresabschluss beschrieben.

Das Risiko für den Abschluss:

Die Hauptertragsquelle der Bank Julius Bär Deutschland AG sind Provisionserträge aus dem Private Banking Geschäft. Im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 werden Provisionserträge in Höhe von TEUR 85.641 ausgewiesen. Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass die Provisionserträge nicht sachgerecht abgebildet werden, da relevante Gebührendaten fehlerhaft erfasst sind oder die systemseitig umgesetzte Ermittlung der Provisionserträge nicht korrekt vorgenommen wird. Vor dem Hintergrund der hohen Geschäftsvolumina und der Auswirkungen auf die Ertragslage der Bank sind für uns die Provisionserträge aus der Vermögensberatung und der Vermögensverwaltung von besonderer Bedeutung.

Vorgehen im Rahmen der Prüfung:

Die Prüfung der Provisionserträge aus der Vermögensberatung und der Vermögensverwaltung haben wir auf Basis eines kontrollbasierten Prüfungsansatzes durchgeführt und in diesem Zusammenhang die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen getestet. Unsere Prüfungshandlungen fokussierten sich dabei auf die Erfassung der maßgeblichen Abrechnungsparameter und die automatisierte Berechnung der laufenden Provisionserträge. Ergänzend haben wir analytische Prüfungshandlungen zur Gesamtentwicklung der Provisionserträge durchgeführt.

Schlussfolgerung:

Die Prozesse der Bank Julius Bär Deutschland AG zur Sicherstellung der Genauigkeit der Provisionserträge aus der Vermögensberatung und der Vermögensverwaltung sind angemessen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-AprVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-AprVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Juli 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-AprVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

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Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 Abs, 1 WpHG
Prüferische Durchsicht ausgewählter Kontensalden eines nach dem Julius Bär Group Accounting and Reporting Manual aufgestellten Berichtspaketes an die Julius Bär Gruppe AG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Achim Sprengard.

Frankfurt am Main, den 22. März 2021

GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sprengard, Wirtschaftsprüfer

Zissel, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2020 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass

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1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.

Frankfurt am Main, im März 2021

Der Aufsichtsrat

Christian E. Dubler, Vorsitzender

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