Annual Report • Mar 31, 2011
Annual Report
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| per 31.12.2010 | per 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| in Mio. EUR | ||
| Gesamtumsatz | 39,5 | 36,4 |
| Lizenzerlöse inkl. Kino | 8,6 | 6,1 |
| Home Entertainment | 28,7 | 28,0 |
| Postproduktion | 2,2 | 2,3 |
| EBITDA | 12,8 | 11,2 |
| EBIT | 3,0 | 0,6 |
| EBT | 2,2 | -0,2 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 1,8 | -1,6 |
| Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | 11,5 | 7,0 |
| Bilanzsumme | 39,2 | 35,7 |
| Eigenkapital | 15,0 | 13,2 |
| Eigenkapitalquote | 38,4 % | 37,0 % |
| Kassenbestände und Bankguthaben zum Bilanzstichtag | 9,6 | 7,2 |
| Filmvermögen (inkl. geleisteter Anzahlungen) | 9,6 | 8,5 |
| Investitionen ins Filmvermögen | 10,6 | 9,9 |
| Investitionsquote (von Bilanzsumme) | 27,0 % | 27,7 % |
| Abschreibungen auf das Filmvermögen | 9,5 | 10,4 |
| Abschreibungensquote (vom Umsatz) | 24,1 % | 28,6 % |
| Ergebnis je Aktie in Euro* | 0,18 | -0,16 |
| Anzahl der Mitarbeiter am Bilanzstichtag | 84 | 81 |
*durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien: 9.789.999 Stück
Die Splendid-Gruppe ist ein mittelständisch geprägter, integrierter Medienkonzern, der seit mehr als 35 Jahren erfolgreich als Independent vorwiegend im deutschsprachigen Europa agiert.
Die Gruppe erzielt Umsätze und Erträge aus der Auswertungen von Filmen und Edutainment-Programmen, aus Vertriebsdienstleistungen für Unternehmen im Home Entertainment-Bereich sowie aus Services im Bereich Postproduktion. Seit 1999 notiert die Splendid Medien AG an der Deutschen Börse in Frankfurt (WKN 727 950). Website: www.splendid-medien.com
| Vorwort des Vorstands | 10 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 12 |
| Unser Geschäftsmodell | 16 |
| Die Splendid-Aktie | 20 |
| Corporate Governance | 22 |
| I. | Unternehmen und Geschäftstätigkeit | 32 |
|---|---|---|
| II. | Rahmenbedingungen | 34 |
| III. | Geschäftsverlauf | 36 |
| IV. | Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage | 40 |
| V. | Investitionen | 42 |
| VI. | Mitarbeiter | 43 |
| VII. | Nachtragsbericht | 43 |
| VIII. | Risikobericht | 43 |
| IX. | Chancen- und Prognosebericht | 47 |
| X. | Unternehmensführung nach §289a HGB | 50 |
| XI. | Vergütungsbericht | 51 |
| XII. | Berichterstattung zu § 315 Abs. 4 HGB | 53 |
Ausschnitte aus Bitch Slap Ausschnitte aus Life
| Konzernbilanz IFRS | 58 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS | 60 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS | 61 |
| Konzern-Anlagevermögen nach IFRS | 62 |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 64 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 64 |
| Anhang | 65 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 110 |
| Bestätigungsvermerk | 111 |
| Backlist | 114 |
|---|---|
| Finanzkalender | 116 |
| Impressum | 116 |
| Kontakt | 116 |
Der letzte Patriarch
Born to Raise Hell Das Lied von den zwei Pferden
Russland My Girlfriend´s Boyfriend
Solitary Man
Die wilde Farm Game of Death Tekken
Ninja
Survival of the Dead
IP Man
| Vorwort des Vorstands | 10 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 12 |
| Unser Geschäftsmodell | 16 |
| Die Splendid-Aktie | 20 |
| Corporate Governance | 22 |
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
das Geschäftsjahr 2010 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die Splendid Medien AG. Wir erwirtschafteten mit 39,5 Mio. Euro nicht nur einen höheren Umsatz als im Vorjahr (36,4 Mio. Euro), sondern steigerten darüber hinaus die Ertragskraft unseres Unternehmens deutlich: Unser EBIT erreichte 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6).
Einen bedeutenden Beitrag zur diesem Erfolg leisteten vor allem unsere erfolgreichen Auswertungen von Actionfilmen, Thrillern und Komödien im Home Entertainment, ergänzt um die Erlöse aus den Bereichen Kino- und Lizenzverwertung.
"The Expendables", der Sylvester Stallone-Actionfilm, bei dem zahlreiche weitere bekannte Actionstars mitwirkten, zog 1,1 Millionen Besucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz in seinen Bann und belegte Platz 1 der deutschen Kinocharts.
Auch bei den VoD/EST-Auswertungen haben wir unser Engagement ausgebaut – wir konnten den entsprechenden Umsatz von 0,3 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro mehr als verdreifachen. Anfang 2010 nahmen wir die Zusammenarbeit mit iTunes auf. Damit können Fans unserer Filme nicht nur bei unseren langjährigen Partnern wie Maxdome und Videoload herunterladen oder streamen, sondern auch bei dem schnell wachsenden Apple-Portal. Zusätzlich fungieren wir als Vertriebspartner für einige konzernfremde Label und stellen den iTunes-Kunden auch diese Filme zur Verfügung. Unsere Tochtergesellschaft Enteractive übernimmt dabei als zertifiziertes Studio die technische Bereitstellung der Titel.
In den Benelux-Staaten konnten wir trotz der schwierigen Marktsituation unsere Performance ebenfalls weiter verbessern und unsere eigenen Erwartungen übertreffen. Unsere Tochtergesellschaft Polyband konnte indes nicht an die herausragende Entwicklung der Vorjahre anknüpfen, in der vor allem mit hochwertigen Dokumentationen und TV-Serien hohe Umsatz- und Ergebnisbeiträge erwirtschaftet wurden. Die Gesellschaft ist jedoch aufgrund ihrer profunden Marktstellung sowie der guten Vernetzung sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt zuversichtlich, an ihre Vorjahreserfolge wieder anknüpfen zu können.
Im Bereich Postproduktion sehen sich unsere Konzerngesellschaften zwar nach wie vor mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert, sind jedoch hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung ebenfalls zuversichtlich.
Auch in den kommenden Jahren wird es für uns wichtig sein, unseren Kunden einen vielfältigen Mix aus Spielfilmen und Dokumentationen, TV-Serien sowie Kinder- und Familienunterhaltung zu bieten.
Im Beschaffungsbereich haben wir uns bereits im vergangenen Jahr noch breiter aufgestellt, um im Wettbewerb um vielversprechende Lizenzrechte vorne dabei zu sein. Im Home Entertainment-Bereich sind wir eines der führenden unabhängigen Vertriebsunternehmen in Deutschland. Diese Marktstellung gilt es für uns auszubauen und entsprechende Größenvorteile zu nutzen.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir eine moderate Steigerung des Konzernumsatzes bei weiterhin deutlich positiven Ergebnisbeiträgen.
Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren auch im vergangenen Jahr wieder eindrucksvoll gezeigten Einsatz. Unser Dank gilt auch unseren Geschäftspartnern und unseren Aktionären für die Begleitung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, im März 2011
Alexander Welzhofer Vorstand Marketing/Sales
Andreas R. Klein Vorstandsvorsitzender
Michael Gawenda Vorstand Finanzen und Investor Relations
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2010 von dem Vorstand über die allgemeine geschäftliche Entwicklung, die wesentlichen strategischen Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle unterrichtet worden. Er hat seinerseits den Vorstand in allen wichtigen Angelegenheiten beraten und ihn in seiner laufenden Geschäftsführung überwacht. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende des Vorstandes befanden sich während des Geschäftsjahres 2010 in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch. In den vom Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung für den Vorstand geforderten Fällen hat der Aufsichtsrat an Angelegenheiten des Unternehmens mitgewirkt und hierüber Beschluss gefasst.
Die monatliche schriftliche Berichterstattung des Vorstands ermöglichte es dem Aufsichtsrat, sich ein umfassendes Bild über die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätslage aller Unternehmen des Splendid-Konzerns zu verschaffen. Damit war der Aufsichtsrat jederzeit in der Lage, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrzunehmen. Anstehende Entscheidungen wurden effizient vorbereitet und umgesetzt. Sonderausschüsse sind von dem Aufsichtsrat nicht gebildet worden.
Der Aufsichtsrat ist in dem Geschäftsjahr 2010 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammengetreten. In der Sitzung am 26.03.2010 berichtete der Vorstand, dass die Kinoveröffentlichungen von Filmen nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt hatten. Der Vorstand kündigte an, dass künftig Kinoveröffentlichungen nur bei wenigen ausgewählten Filmen erfolgen würden. Erörtert wurden von Vorstand und Aufsichtsrat die strategischen Vorteile, die sich bei einer Beteiligung der WVG Medien GmbH an der Gründung eines Unternehmens der Online-Spielbranche ergeben könnten. Übereinstimmend gelangten Vorstand und Aufsichtsrat dabei zu dem Ergebnis, dass die bereits begonnenen Verhandlungen fortgeführt werden sollten. Ausführlich erörtert wurde ferner die Gründung einer neuen Gesellschaft zum Betrieb einer Video-on-Demand-Plattform. Allseits bestand die Erwartung, dass sich das Video-on-Demand-Geschäft in den kommenden Jahren stark weiterentwickeln wird. Vorstand und Aufsichtsrat sahen die Splendid-Gruppe insbesondere im Hinblick auf die technischen Entwicklungen der Enteractive GmbH in diesem Bereich als gut aufgestellt an. Der Aufsichtsrat stimmte daher der Gründung einer neuen Gesellschaft, der Videociety GmbH und dem Aufbau der Video-on-Demand-Plattform zu. Ferner teilte der Aufsichtsrat die Auffassung des Vorstandes, dass Herrn Henseleit als maßgeblich Verantwortlichem auf der technischen Seite die Möglichkeit eingeräumt werden sollte, sich an der Videociety GmbH in Form einer atypischen Beteiligung in Höhe von 15 % zu beteiligen. Auf der Grundlage des Jahresabschlusses der Splendid Medien AG und des Konzernabschlusses zum 31.12.2009 wurden die Tantiemeansprüche der Vorstandsmitglieder für das Jahr 2009 festgestellt. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Geschäftsentwicklung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres tauschten sich Vorstand und Aufsichtsrat, wie auch in den folgenden Sitzungen, über die Planungen zur mittelfristigen Kapitalstruktur und die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten aus. Die Tagesordnung der Hauptversammlung 2010 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam verabschiedet. Den Beschlussvorschlägen des Vorstandes zu den Tagesordnungspunkten der Hauptversammlung schloss sich der Aufsichtsrat an. Den aktualisierten Bericht des Vorstandes zum Risikomanagementsystem nahm der Aufsichtsrat entgegen und regte seinerseits an, das Risikomanagementsystem des Konzerns in einigen Punkten zu optimieren.
Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Splendid Medien AG wurde geändert, um neuen Bestimmungen des Corporate Governance Kodex zu Altersbeschränkungen für Vorstandsmitglieder, der Begrenzungsmöglichkeit bei variablen Vergütungsbestandteilen in Vorstandsverträgen und der Obergrenze für Abfindungen an Vorstandsmitglieder Rechnung zu tragen. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat einvernehmlich verabschiedet.
In der Sitzung am 09.06.2010 widmeten sich Vorstand und Aufsichtsrat in erster Linie der künftigen Ausrichtung der WVG Medien GmbH. Anlass hierfür war der deutliche Rückgang des DVD-Geschäftes, der nicht vollständig durch die Neuentwicklung der Blu-ray Discs aufgefangen wurde. Erörtert wurden die Möglichkeiten strategischer Kooperationen der WVG Medien GmbH mit anderen Unternehmen sowie eine damit einhergehende Diversifikation der geschäftlichen Aktivitäten der WVG Medien GmbH. Daran anschließend berichtete der Vorstand über die weiteren Arbeiten zum Aufbau der Videociety-Plattform und die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit iTunes in den ersten Monaten des Jahres 2010. Beide geschäftliche Aktivitäten erforderten eine grundlegende Erneuerung der in dem Splendid-Konzern verwendeten Datenbanken und Softwaresysteme. Der Aufsichtsrat ließ sich von dem Vorstand über den Fortgang dieses Projektes im Einzelnen unterrichten. Der im Gesetz bzw. dem Corporate Governance Kodex vorgesehene Selbstbehalt von Vorständen und Aufsichtsräten bei D & O-Versicherungen erforderte einen Neuabschluss des bestehenden Versicherungsvertrages. Unter den von dem Vorstand hierzu eingeholten Angeboten trafen Vorstand und Aufsichtsrat einvernehmlich eine Auswahl.
Der Geschäftsverlauf bei der Early Learning Group GmbH (vormals: Kids for Kids GmbH) wurde in der Sitzung am 30.08.2010 thematisiert. Insbesondere stellten sich Vorstand und Aufsichtsrat die Frage, ob zur Beschleunigung der weiteren Internationalisierung ein Investor an dem Unternehmen beteiligt werden sollte. In Bezug auf die Videociety GmbH wurden strategische Partnerschaften diskutiert. Der Aufsichtsrat sah ebenso wie der Vorstand hierin die Möglichkeit, die sich sehr gut entwickelnde Marktposition der Videociety GmbH zu festigen und die Grundlage dafür zu schaffen, dass die Videociety-Plattform künftig auch in anderen europäischen Ländern aufgebaut wird. Berichtet wurde über die Schwierigkeiten, die sich zwischenzeitlich bei der geplanten Beteiligung der WVG Medien GmbH an einem Unternehmen der Online-Spielbranche ergeben hatten. Der Aufsichtsrat bestärkte den Vorstand und die Geschäftsführung der WVG Medien GmbH in den eingenommenen Verhandlungspositionen. Einige Tage nach der Aufsichtsratssitzung wurden die Gespräche über eine Beteiligung wegen der unvereinbaren Positionen beider Seiten abgebrochen. Der vor der Sitzung von dem Vorstand vorgelegte Bericht zum Stand der Einrichtung einer neuen Datenbank und der Einführung neuer Softwaresysteme wurde näher besprochen. Schließlich ließ sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand erläutern, in welcher Form im Splendid-Konzern Absicherungen gegen Kursrisiken erfolgt waren.
In der Sitzung am 25.11.2010 gab der Vorstand einen zusammenfassenden Überblick über den bisherigen Geschäftsverlauf im Jahre 2010 und einen Ausblick auf Umsatz und Ergebnisse des Gesamtjahres. Er teilte mit, dass die Filmeinkäufe sehr erfolgreich verlaufen seien. Erörtert wurde, welche Finanzierungsmöglichkeiten für zwei hochpreisige Filme bestehen. Sodann gingen Aufsichtsrat und Vorstand der Frage nach, ob und ggf. in welcher Weise für bestimmte Unternehmen des Splendid-Konzerns Änderungen an den bestehenden Geschäftsfeldern vorzunehmen sind. Festgestellt wurde, dass sich die Unternehmen in ihren jeweiligen Geschäftsbereichen verschärften Wettbewerbsbedingungen stellen müssen und insgesamt ein erheblicher Margendruck besteht. Andererseits stimmte der Aufsichtsrat dem Vorstand darin zu, dass die Unternehmen des Splendid-Konzerns aufgrund ihrer Erfahrung und Innovationskraft über eine starke Marktstellung verfügen, die
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
sie von anderen Unternehmen absetzt. Als besonders vielversprechend schätzte der Aufsichtsrat, ebenso wie der Vorstand, die Entwicklung der Videociety GmbH ein. Erneut wurden ausführlich die strategischen Kooperationen beim weiteren Aufbau der Videociety-Plattform erörtert. Das Budget für das Jahr 2011 wurde von dem Vorstand vorgelegt. Die grundsätzlichen Annahmen für den Geschäftsverlauf im Jahre 2011 wurden eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat erachtete das vorgelegte Budget als plausibel und genehmigte es einstimmig. Auf der Grundlage des Budgets wurden die Kriterien für die Tantieme des Vorstandes im Jahre 2011 festgelegt. Den Bericht des Vorstandes zu weiteren Ergebnissen der Internen Revision nahm der Aufsichtsrat zustimmend entgegen. Gemäß den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex nahm der Aufsichtsrat eine Überprüfung der Effizienz seiner Tätigkeit vor. Nach Meinung seiner Mitglieder verfügt der Aufsichtsrat über die notwendige Kompetenz, um die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Überwachungsfunktionen effizient auszuüben. Aufgrund der bestehenden Systeme und der offenen Informationspolitik des Vorstandes konnte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 seine Aufgaben uneingeschränkt wahrnehmen, wie dies von ihm im Unternehmensinteresse erwartet wird. Die Sitzung endete damit, dass Vorstand und Aufsichtsrat eine geänderte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG gemeinsam verabschiedeten.
Die Hauptversammlung der Splendid Medien AG hatte am 10.06.2010 die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2010 gewählt. Diese hatte dem Aufsichtsrat die gemäß Ziff. 7.2.1 des Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung vorgelegt. Sie war daraufhin von dem Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt worden. Die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Splendid Medien AG sowie den Konzernabschluss und die Lageberichte für die Splendid Medien AG und den Konzern zum 31.12.2010 auf der Grundlage der bestehenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Splendid Medien AG, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüferin wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 28.03.2011 übersandt. An der Bilanzsitzung nahm auch der verantwortliche Vertreter der Abschlussprüferin teil. Er berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung und beantwortete die Fragen des Aufsichtsrates zu einzelnen Aspekten dieser Prüfungen. Eingehend erörtert wurde insbesondere, inwieweit die bereits erfolgten Veränderungen der Systemlandschaft zu einer Verbesserung der Erfassung und Bereitstellung von Daten für die Erstellung der Jahresabschlüsse beigetragen haben. Darüber hinaus wurde besprochen, welche weiteren Module zu diesem Zweck zukünftig implementiert werden sollen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Diskussion zu den Wertansätzen des Filmvermögens und der Darlehen, die von der Splendid Medien AG an die Early Learning Group und die Splendid Film GmbH ausgereicht worden sind. Der Aufsichtsrat gelangte aufgrund seiner eigenen Prüfungen sowie der Auskünfte, die ihm der Vorstand und der Vertreter der Abschlussprüferin erteilten, zu dem Ergebnis, dass die Abschlüsse und Lageberichte nicht zu beanstanden waren. Einer besonderen Prüfung unterzog der Aufsichtsrat die Pflichtangaben des Vorstandes im Lagebericht der Splendid Medien AG gemäß § 289 Abs. 4 und 5 HGB und im Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 4 HGB. Der Aufsichtsrat sah die dort erteilten Angaben als vollständig und zutreffend an und schloss sich ihnen an.
In Übereinstimmung mit den Feststellungen in den Prüfungsberichten der Abschlussprüferin billigte der Aufsichtsrat aufgrund seiner eigenen Prüfungen den Jahresabschluss der Splendid Medien AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2010. Der Jahresabschluss der Splendid Medien AG zum 31.12.2010 wurde damit festgestellt. Die Lageberichte und den Ausblick des Vorstandes auf die weitere Entwicklung der Splendid Medien AG und des Konzerns nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis. Dem Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzgewinn der Splendid Medien AG auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Finanz- und Investitionsplanung der Splendid Medien AG und des Konzerns angeschlossen.
Der Aufsichtsrat hält das bei der Splendid Medien AG und im Konzern eingerichtete Compliance-System für effizient. Es ist nach Ansicht des Aufsichtsrates geeignet, ein gesetzes- und regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter des Konzerns sicherzustellen. Der Aufsichtsrat ist sich seiner Aufgabe bewusst, Verstöße gegen Gesetze, behördliche Verfügungen oder ethische Leitlinien für geschäftliches Verhalten zu verhindern und wird alles in dieser Hinsicht Erforderliche tun. Verstöße, die ihm bekannt werden, wird der Aufsichtsrat ebenso wie der Vorstand streng ahnden.
Die meisten Empfehlungen und Anregungen, die der Corporate Governance Kodex enthält, werden von der Splendid Medien AG befolgt. Abweichungen ergeben sich nur in wenigen Punkten. Diese Abweichungen sind aus Sicht des Aufsichtsrates sachlich geboten und liegen im Unternehmensinteresse. In der gemeinsamen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat die Abweichungen kenntlich gemacht und begründet. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie alle früheren Entsprechenserklärungen sind auf der Internetseite der Splendid Medien AG veröffentlicht. Im Übrigen wird auf den Bericht des Vorstandes zur Unternehmensführung verwiesen, der aus Sicht des Aufsichtsrates vollständig und zutreffend ist.
Die Splendid Medien AG verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, das von dem Vorstand laufend im Lichte neuerer Erkenntnisse aktualisiert wird. Über diese Aktualisierungen wird der Aufsichtsrat von dem Vorstand zeitnah informiert. Eigene Anregungen des Aufsichtsrates zur Verbesserung des Risikofrüherkennungssystems sind von dem Vorstand jeweils übernommen worden. Nach Meinung des Aufsichtsrates ist das bestehende System geeignet, Gefahren für die Gesellschaft rechtzeitig erkennbar werden zu lassen und angemessen auf solche Gefahren zu reagieren.
Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Splendid-Konzerns für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2010.
Köln, den 28. März 2011
Dr. Ralph Drouven Vorsitzender des Aufsichtsrats
Splendid Film GmbH und Polyband Medien GmbH, erwerben Rechte an Spielfilmen, TV-Produktionen, Special-Interest- und Kinderprogrammen unter anderem auf internationalen Filmmessen wie AFM in Los Angeles, der Berlinale, dem Toronto International Film Festival, dem Pusan International Film Festival (Korea) und den verschiedenen Messen in Cannes, darunter MIP-TV, MIPCOM und dem Cannes Festival.
Dort werden im Rahmen von Filmvorführungen – sog. Screenings – die bereits fertiggestellten Filme von den Lizenzeinkäufern sondiert. Lizenzen können aber auch bereits vor Drehbeginn des Films erworben werden. Sofern die Story und der Regisseur neben weiteren qualitativ bewertbaren Faktoren ein ausreichendes Vermarktungspotenzial für den Film darstellen, wird über den Lizenzeinkauf entschieden. Daneben arbeitet Polyband im Bereich Special Interest u. a. mit den renommierten Gesellschaften BBC, Discovery und History Channel zusammen.
Über First Look-Rechte entscheidet Polyband über die Auswertung ausgewählter hochwertiger Dokumentationen aus den Programmen der Vertragspartner. Nach Materialeingang und gegebenenfalls Synchronisation, tontechnischer Nachbearbeitung sowie digitaler Aufbereitung beginnt die Auswertung der Filme entlang der Wertschöpfungskette (Kino, Home Entertainment und TV) im deutschsprachigen Raum und in den Benelux-Ländern.
BD-Live Interaktive Anwendung für Blu-ray Disc Player, die dem Zuschauer erlaubt, sich Zusatzinhalte wie beispielsweise Trailer, Dokumentationen oder Spiele zum eingelegten Film über das Internet herunter zu laden.
streamen Audio- und Videodaten werden aus einem Rechnernetz gleichzeitig empfangen und wiedergegeben
Ausgewählte Filme mit entsprechendem Cast oder entsprechender Story werden im Kino ausgewertet. Splendid veröffentlicht diese Filme sowohl in Eigenregie als auch über dritte Filmverleiher wie Twentieth Century Fox. Ein im Kino vorgeführter Film genießt eine erhöhte Aufmerksamkeit, gewinnt dadurch an Wert und wird in der weiteren Verwertung sowohl für die Fernsehsender als auch in der DVD/Blu-ray Disc- sowie VoD/EST-Auswertung noch attraktiver.
Etwa vier bis sechs Monate nach dem Kinostart wird der Film im Verleih über Videotheken als Vermiet-DVD/Blu-ray Disc ausgewertet. Mit den Labels "Splendid Film","Polyband" und "Early Learning Group" (vormals: "Kids for Kids") vertreibt die Splendid-Gruppe ihre Programme als Kauf-DVD/Blu-ray Discs an den Handel.
Für die wachsenden Märkte Video on Demand (VoD) und Electronic Sell-Through (EST), bei denen der Kunde Programme individuell via Internet anschauen und herunterladen kann, ist Splendid durch eine Reihe von Kooperationen gut aufgestellt. Daneben hat die Gruppe eine eigene Downloadplattform entwickelt, die im Rahmen einer erfolgreich verlaufenden Testphase im Jahr 2010 ihre operative Tätigkeit aufgenommen hat: www.videociety.de. Videociety ist der weltweit erste VoD-Service, der Spielfilme via BD-Live ausschließlich in der hochauflösenden HD-Qualität und Dolby Digital 5.1 auf jeden internetfähigen Blu-ray-Player mit BD-Live-Implementierung sowie auf die PlayStation®3 streamt. Derzeit kann das Angebot ausschließlich in Deutschland genutzt werden. Eine Expansion in andere europäische Länder ist geplant.
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Video-on-Demand (VoD) Electronic Sell-Through (EST) beschreibt die Möglichkeit, digitales Videomaterial auf Anfrage von einem Internetangebot oder -dienst herunterzuladen oder über einen Video-Stream direkt mit einer geeigneten Software anzusehen. Für den Video-Stream, den Empfang in Echtzeit, ist ein schneller Breitbandinternetzugang perKabel oder DSL (mindestens 6.000 Kilobit pro Sekunde für optimale Bildqualität) erforderlich. Ein Internettarif mit unbegrenzten Datenvolumen (Datenflatrate) ist von Vorteil, da ein hoher Traffic entsteht. beschreibt den elektronischen Erwerb eines Spielfilm-oder Serienproduktes mit einem zeitlich unbeschränkten Nutzungsrecht. Das Produkt kann schließlich entweder auf Festplatte gespeichert oder auf ein tragbares Abspielgerät übertragen werden.
PayTV/FreeTV: Etwa sechs Monate nach Auswertungsbeginn im Home Entertainment beginnt die Auswertung des Films im Fernsehen. Die Splendid-Gruppe veräußert die Lizenzen für eine vertraglich festgelegte Dauer (z.B. sieben Jahre) und für eine vertraglich festgelegte Anzahl von Ausstrahlungen in einer Zeitperiode (z.B. fünf Ausstrahlungen in sieben Jahren). Nach Ablauf des Lizenzvertrages steht der Film für eine erneute Verwertung im TV-Bereich zur Verfügung (Zweitverwertung).
Edutainment: Die Konzerngesellschaft Early Learning Group GmbH erwirbt, produziert und vermarktet Edutainment-Programme im Vorschulbereich. Das Premium-Programm "Englisch entdecken mit Ben & Bella", ein hochwertiges Lernspielprogramm, das sich an Kinder im Vorschulalter wendet, wird gemeinsam mit internationalen Partnern, darunter dem renommierten internationalen Verlagshaus Encyclopeadia Britannica, auf den internationalen Märkten vertrieben.
Die Splendid-Tochtergesellschaft WVG Medien GmbH, die zu den bedeutendsten unabhängigen Vertriebsgesellschaften in Deutschland zählt, übernimmt den Vertrieb der Filme an den Handel. Neben den konzerneigenen Programmen der Labels Splendid, Polyband und Early Learning Group vertreibt WVG Titel für 27 weitere Partner aus der Film- und Medienbranche, darunter National Geographic und Time Life. Dazu verfügt die WVG über umfangreiche Kontakte zu allen wesentlichen stationären Handelsketten in Deutschland sowie zu den Internetanbietern und entwickelt Vermarktungskonzepte in der Medienbranche sowie mit benachbarten Industriezweigen.
Im Service-Bereich erstellt die Splendid-Gruppe Synchronisationen, tontechnische Nachbearbeitungen, sowie Digitalisierungsleistungen für DVD- und Blu-ray-Produktionen und VoD/EST. Die eigenen Kapazitäten bei der Erstellung von Synchronisationen und Vertonungen sowie den DVD/Bluray-Umsetzungen garantieren nicht nur einen gleich bleibend hohen Qualitätsstandard für die eigenen Filme, sondern werden auch von externen Kunden nachgefragt. Die Filme werden vor Start der Auswertung im Kino und Home Entertainment synchronisiert und tontechnisch bearbeitet. Hand in Hand geht die Digitalisierung des Filmmaterials für DVD und Blu-ray Disc sowie VoD/EST. Daneben werden neben der Gestaltung der Menuführung auch zusätzliche Inhalte für die DVD/Blu-ray Disc generiert (Making of, Bonusmaterial, Spiele usw.). Aufgrund des vorhandenen technischen Knowhows entwickelt dieser Bereich der Splendid-Gruppe auch erweiterte innovative Anwendungen für die Medienindustrie, wie z.B. VoD mittels internetfähiger Blu-ray-Player. Die Entwicklung der konzerneigenen VoD-Plattform Videociety geht maßgeblich auf das Know-how aus diesem Bereich zurück.
Die DVD ist ein digitales Speichermedium, das einer CD ähnelt, aber über eine deutlich höherer Speicherkapazität verfügt. Sie zählt zu den optischen Datenspeichern. Das Backronym "DVD" geht auf die Abkürzung von Digital Versatile Disc (engl. für digitale vielseitige Scheibe) zurück, ist seit 1999 aber nach Angaben des DVD-Forums ein eigenständiger Begriff ohne Langform. In der Alltagssprache wird der Ausdruck "DVD" im Zusammenhang mit Filmen häufig im Sinne des Formats DVD-Video verwendet.
Die Blue-ray Disc ist ein digitales optisches Speichermedium. Sie wurde als ein möglicher High-Definition-Nachfolger der DVD entwickelt und bietet eine erheblich gesteigerte Bildqualität, Datenrate und Speicherkapazität gegenüber ihrem Vorläufer, wobei sie rückwärtskompatibel zu diesem bleibt. Die BD setzte sich gegen HD DVD und VMD als HD-Mitbewerber durch. Nachdem die Produktion und Weiterentwicklung der konkurierenden HD-DVD Technik im März 2008 eingestellt wurde, hat sich die Blue-ray Disc als Sieger im Formatkrieg durchgesetzt.
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
Die Aktien der Splendid Medien AG sind seit September 1999 an der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet und notieren seit Oktober 2009 im General Standard (zuvor: Prime Standard).
In den ersten Monaten des Jahres 2010 erfuhr die Splendid-Aktie einen Aufwärtstrend, der, ausgelöst durch positive Unternehmensnachrichten, in den Sommermonaten deutlich an Dynamik gewann. Das Kursniveau zum Ende des ersten Halbjahres konnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte nicht gehalten werden. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der Aktienkurs über den Schlusskursen der Jahre 2008 und 2009.
Stichtagskurse und Marktkapitalisierung*
| Kurs in EUR | Marktkapitalisierung in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| 30.12.2008 | 0,52 | 5,09 |
| 30.12.2009 | 0,58 | 5,68 |
| 31.03.2010 | 0,63 | 6,17 |
| 30.06.2010 | 0,80 | 7,83 |
| 30.09.2010 | 0,77 | 7,54 |
| 30.12.2010 | 0,69 | 6,76 |
*Stichtagsschlusskurse, XETRA bzw. Frankfurt
Die Hauptversammlung der Splendid Medien AG fand am 10.06.2010 in Köln statt. Alle Tagesordnungspunkte, darunter Neuwahlen zum Aufsichtsrat, die Schaffung von neuen Genehmigten Kapitalien I und II, die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 sowie Satzungsanpassungen wurden mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Die Mitglieder des bisherigen Aufsichtsrats wurden für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt. Einzelne Ergebnisse zu den Tagesordnungspunkten sowie Angaben zur Höhe des anwesenden Kapitals finden Sie unter www.splendid-medien.com/Investor Service/Hauptversammlung.
Das Grundkapital der Splendid Medien AG war zum 31.12.2010 auf 9.789.999 Inhaberaktien verteilt. Die Aktionärsstruktur stellte sich wie folgt dar:
| Anteil am Grundkapital |
|
|---|---|
| Andreas R. Klein | 54,23 % |
| Familie Klein GbR | 6,31 % |
| COMMIT GmbH** | 5,06 % |
| Josef Siepe** | 3,05 % |
* ab Beteiligung von 3% am Grundkapital ** gemäß aktuellem Stand der Stimmrechtsmitteilungen
Die zum Zeitpunkt des Börsengangs aufsichtsrechtlich und freiwillig eingegangenen Marktschutzvereinbarungen (lock-up-periods) sind bereits abgelaufen. Darüber hinaus gehende Vereinbarungen bestehen nicht. Im Berichtszeitraum wurden keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte getätigt. Den meldepflichtigten Wertpapierbestand entnehmen Sie dem Anhang.
| ISIN | DE0007279507 |
|---|---|
| Reuters Instrument Code | SPMG.DE |
| Börsenkürzel | SPM |
| Indexdaten (u.a.) | DAXsubsector Movies & Entertainment |
| Handelssegment | General Standard (seit 28.10.2009) |
| Instrumentenart (Gattung) | Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
| Zugelassenes Kapital | EUR 9.789.999,00 |
| Zugelassenes Kapital in Stück | 9.789.999 |
| Grundkapital | EUR 9.789.999,00 |
| Grundkapital in Stück | 9.789.999 |
| Beginn der Börsennotierung | 24. September 1999 |
| Kapitalmaßnahmen: | 29.08.01 Ausgabe von Aktienoptionen an Mitarbeiter des Konzerns. Stückzahl gesamt: 222.494 |
| 11.05.05 Erhöhung des Grund-Kapitals durch Ausgabe von 889.999 neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien |
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
Über die Corporate Governance bei der Splendid Medien AG berichtet der Vorstand – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt:
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse und zum Wohle der Splendid Medien AG eng zusammen. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte, die strategischen Entwicklungen, über die Lage des Konzerns und alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge legt die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates fest. Mehr dazu erfahren Sie im Bericht des Aufsichtsrates sowie im Bericht zur Unternehmensführung, innerhalb des Lageberichts.
Berater- oder sonstige Dienstleistungsverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestehen mit Herrn Dr. Ralph Drouven und Herrn Bernd Kucera. Herr Dr. Drouven ist zugleich Aufsichtsratsmitglied unserer Gesellschaft und Partner der Rechtsanwaltssozietät CMS Hasche Sigle; Herr Kucera ist zugleich Aufsichtsratsmitglied unserer Gesellschaft und Partner der Kucera & Hüttner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft. Soweit CMS Hasche Sigle bzw. Kucera & Hüttner GmbH im Berichtszeitraum für das Unternehmen beratend tätig wurden, hat der Aufsichtsrat der Beauftragung zugestimmt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind, traten nicht auf.
Die Amtsperiode der drei Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der Hauptversammlung, in der über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014 beschlossen wird.
Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Gesellschaft sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Splendid Medien AG und sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahe stehender Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Die Splendid Medien AG veröffentlicht diese Transaktionen unverzüglich, nachdem sie dem Unternehmen mitgeteilt wurden. Zudem sind die Informationen im Internet unter www.splendid-medien.com/Investor Services abrufbar. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Transaktionen getätigt.
Gemäß Ziffer 4.1.3 DCGK hat der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Diesem Ziel dient eine vom Vorstand im Geschäftsjahr 2007 verabschiedete Corporate Compliance-Richtlinie, die insbesondere zur Prävention von Korruptionsfällen und sonstigen Rechtsverstößen dienen soll. Der Vorstand und das Management sind für die Einhaltung der Richtlinie verantwortlich. Das Management und die Mitarbeiter wurden auch im Jahr 2010 entsprechend unterwiesen. Im Rahmen regelmäßiger Abfragen wird über mögliche Verstöße berichtet. Des Weiteren ist ein Compliance Manager als Ansprechpartner bei Entdeckung möglicher Verstöße gegen den Prinzipienkatalog eingesetzt. Es sind bisher keine Verstöße gegen die Richtlinie aufgetreten.
Gemäß Ziffer 6.6 DCGK soll der Corporate Governance Bericht Angaben enthalten über den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden. Die Splendid Medien AG weist sämtliche durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder gehaltene Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente individualisiert aus.
| Anzahl | Anteile in % | Optionen | |
|---|---|---|---|
| Vorstand | |||
| Andreas R. Klein | 5.308.984 | 54,2286 | 0 |
| Alexander Welzhofer | 28.621 | 0,2923 | 33.375 |
| Aufsichtsrat | |||
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,0313 | 0 |
| in EUR | Jahreseinkommen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fixum | Tantieme Vorstand |
Tantieme Geschäftsführer |
Sachbezüge | Insgesamt | |
| Andreas R. Klein (Vorsitzender) | 323.579 | 205.000 | 0 | 12.490 | 541.069 |
| Alexander Welzhofer | 261.868 | 56.037 | 34.483 | 9.168 | 361.556 |
| Michael Gawenda | 133.948 | 54.655 | 0 | 8.932 | 197.535 |
| Insgesamt | 719.395 | 315.692 | 34.483 | 30.590 | 1.100.160 |
Der Vorstand der Splendid Medien AG erhält ein vertraglich vereinbartes Fixum sowie eine erfolgsabhängige Tantieme. Die Tantieme basiert auf umsatz- und ergebnisbezogenen Komponenten sowie bei den Vorstandsmitgliedern Alexander Welzhofer und Michael Gawenda auf weiteren definierten Leistungszielen, die jährlich neu festgelegt werden. Sachbezüge (im Wesentlichen Pkw) stellen einen weiteren Bestandteil der Vorstandsvergütung dar.
Alexander Welzhofer hat 2010 als Minderheitsgesellschafter in der WVG Medien GmbH einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 55.
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten laut Satzung der Splendid Medien AG ausschließlich eine feste jährliche Vergütung in folgender Höhe:
| Dr. Ralph Drouven | EUR 20.000,00 |
|---|---|
| Bernd Kucera | EUR 15.000,00 |
| Manuel Obermayer | EUR 10.000,00 |
Dr. Drouven (CMS Hasche Sigle) stellte im Berichtsjahr neben seiner Aufsichtsratsvergütung TEUR 122 für Beratungsleistungen in Rechnung (davon aufwandswirksam: TEUR 122). Herr Kucera (Kucera & Hüttner GmbH) berechnete im Geschäftsjahr neben seiner Aufsichtsratsvergütung TEUR 16 für die Erstellung der Personalabrechnungen der Splendid Gruppe (davon aufwandswirksam: TEUR 16).
Die Splendid Medien AG verfolgt bei der Besetzung des Aufsichtsrates folgende Ziele: Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Sämtliche Mitglieder sollen unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sein. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass dem Aufsichtsrat ein Mitglied mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung angehört. Angesichts der Tatsache, dass sich im Bereich des Filmlizenzhandels vielfältige rechtliche Probleme stellen, aber auch Hinblick auf die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen rechtlichen Anforderungen an eine gute Unternehmensführung strebt der Aufsichtsrat an, dass ein weiteres Mitglied über qualifizierte Rechtskenntnisse verfügt. Schließlich sollten alle Mitglieder vor ihrer Wahl bereits Erfahrungen in der Medienbranche gesammelt haben. Personen, bei denen aufgrund ihrer anderweitigen beruflichen Tätigkeiten oder aus sonstigen Gründen mit dem Auftreten von Interessenkonflikten zu rechnen ist, sollen nicht für die Wahl zum Aufsichtsrat vorgeschlagen werden.
Der Aufsichtsrat wird bei Wahlen von Aufsichtsratsmitgliedern nur solche Personen vorschlagen, die zum Zeitpunkt der Wahl noch nicht das 68. Lebensjahr vollendet haben.
Wie von dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen, wird der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen auch auf die Vielfalt (Diversity) im Sinne einer Pluralität von Meinungen und Erfahrungen der vorgeschlagenen Personen achten. Angesichts der geringen Größe des Aufsichtsrats, der nur über drei Mitglieder verfügt, ist der Aufsichtsrat jedoch nach reiflicher Abwägung aller Umstände zu der Auffassung gelangt, dass neben den vorgenannten Kriterien eine bestimmte Beteiligungsquote von Frauen nicht zwingend vorgegeben werden soll. Der Aufsichtsrat wird andererseits bei künftigen Wahlvorschlägen dem Gesichtspunkt, dass auch Frauen in Aufsichtsräten angemessen vertreten sein sollen, besonders berücksichtigen.
Die Ziele, die die Splendid Medien AG bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats verfolgt, sind bei seiner gegenwärtigen Zusammensetzung in vollem Umfang erfüllt.
Vorstand und Aufsichtsrat der Splendid Medien AG haben zuletzt am 28. März 2011 gemäß § 161 AktG die gemeinsame Entsprechenserklärungen abgegeben. Diese Entsprechenserklärung hat folgenden Wortlaut:
Die vorangegangene Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Splendid Medien AG datiert vom 25. November 2010. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich auf den Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 02. Juli 2010. Vorstand und Aufsichtsrat der Splendid Medien AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit folgenden Maßgaben entsprochen wurde und wird.
Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Satzung dahingehend zu ändern, dass die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt der Übermittlung der Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege erfolgen kann.
Begründung: Die derzeit gültige Fassung der Satzung sieht die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt der Übermittlung der Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege noch nicht vor. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten.
Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
Auch bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung soll die Gesellschaft die Aktionäre unterstützen.
Die Satzung der Splendid Medien AG sieht eine Stimmrechtsvertretung vor, bislang jedoch keine Briefwahl.
Begründung: Die durch das ARUG eröffnete Möglichkeit der Briefwahl ist noch mit zahlreichen rechtlichen und praktischen Problemen behaftet. Zudem bietet die Splendid Medien AG den Aktionären bereits die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter auf elektronischem Weg zu bevollmächtigen. Gleichwohl werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, den Vorstand zu ermächtigen, eine Briefwahl vorzusehen, soweit dies sinnvoll erscheint.
Der Vorstand soll bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Der Vorstand besetzt Führungspositionen nach fachlicher und persönlicher Eignung der Kandidaten/ innen. Bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung wird der Vorstand auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Begründung: Der Vorstand wird die Auswahlkriterien Vielfalt sowie eine angemessene Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen beachten. Es muss aber weiterhin der Entscheidung des Vorstands obliegen, den/die fachlich und persönlich geeigneteste/n Kanditaten/-innen zu bestimmen.
Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die monetären Vergütungsteile sollen fixe und variable Bestandteile umfassen. Der Aufsichtsrat hat dafür zu sorgen, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden. Sämtliche Vergütungsteile müssen für sich und insgesamt angemessen sein und dürfen insbesondere nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.
Als variable Vergütungsteile kommen z.B. auf das Unternehmen bezogene aktien- oder kennzahlenbasierte Vergütungselemente in Betracht. Sie sollen auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen sein. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter soll ausgeschlossen sein. Für außerordentliche Entwicklungen hat der Aufsichtsrat grundsätzlich eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) zu vereinbaren.
Die Vorstandsverträge aller Vorstandsmitglieder sehen bereits fixe und variable Vergütungsbestandteile vor. Mit Wirkung ab dem 01.01.2010 wird bei den variablen Vergütungsbestandteilen von Herrn Alexander Welzhofer und Herrn Michael Gawenda, deren Erfolgsziele jährlich neu zu vereinbaren sind, überwiegend auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage abgestellt. Dieser Teil der variablen Vergütung berücksichtigt auch negative Entwicklungen des Unternehmenserfolgs. Der mit Herrn Andreas R. Klein in seinem Vorstandsvertrag vereinbarte variable Vergütungsbestandteil ist bis zum Vertragsende festgeschrieben. Er hat keine mehrjährige Bemessungsgrundlage und berücksichtigt auch noch nicht negative Entwicklungen.
In den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder ist derzeit keine Vereinbarungen für eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) für außerordentliche Entwicklungen getroffen. Die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder Alexander Welzhofer und Michael Gawenda sind aber ohnehin der Höhe nach begrenzt.
Begründung: Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder Andreas R. Klein und Alexander Welzhofer haben eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011, der Anstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds Michael Gawenda hat eine feste Laufzeit bis zum 30. Juni 2011. Eine Änderung einzelner Vertragsbedingungen während der fest vereinbarten Laufzeit erscheint nicht angemessen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt aber, bei Neuabschlüssen von Vorstandsverträgen die Kodexvorgaben zu variablen Vergütungsbestandteilen und zu einer Begrenzungsmöglichkeit (Cap) für außerordentliche Entwicklungen zu beachten. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt, dass der Aufsichtsrat bei Abschluss oder Änderung eines Vorstandsvertrags grundsätzlich eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) für außerordentliche Entwicklungen zu vereinbaren hat.
Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Der Aufsichtsrat besetzt Vorstandspositionen insbesondere nach fachlicher und persönlicher Eignung der Kandidaten/innen. Bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung wird der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Begründung: Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern wird der Aufsichtsrat nicht nur darauf achten, dass die bestellten Personen über die persönlichen und fachlichen Eignungen und Erfahrungen verfügen, die für die Wahrnehmung des Amtes erforderlich sind. Er wird auch anstreben, dass der Vorstand in der Person seiner Mitglieder durch eine Vielfalt (Diversity) von Meinungen und Erfahrungen geprägt ist. Soweit der Vorstand nicht aus mehr als drei Mitgliedern besteht, kann aber nicht gewährleistet werden, dass dem Vorstand Frauen in einer bestimmten Quote angehören. Dennoch soll nach Meinung des Aufsichtsrats der Gesichtspunkt, dass auch Frauen in Vorständen angemessen vertreten sein sollen, bei der Auswahl von Bewerbern besonders berücksichtigt werden.
Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Er soll gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen.
Der Aufsichtsrat hat bisher nicht gemeinsam mit dem Vorstand eine Nachfolgeplanung vorgenommen.
Begründung: Angesichts der Zusammensetzung und Altersstruktur des Vorstandes der Splendid Medien AG sehen Aufsichtsrat und Vorstand eine Nachfolgeplanung derzeit nicht als erforderlich an. Vorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats Unser Geschäftsmodell Die Splendid-Aktie Corporate Governance
Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden.
Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG hat keine Ausschüsse gebildet.
Begründung: Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG besteht aus drei Mitgliedern. Angesichts dieser geringen Größe des Aufsichtsrats erübrigt sich die Einrichtung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst.
Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG hat keinen gesonderten Prüfungsausschuss eingerichtet.
Begründung: Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG besteht aus drei Mitgliedern. Angesichts dieser geringen Größe des Aufsichtsrats erübrigt sich die Einrichtung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.
Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG hat keinen gesonderten Nominierungsausschuss eingerichtet.
Begründung: Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG besteht aus drei Mitgliedern. Angesichts dieser geringen Größe des Aufsichtsrats erübrigt sich die Einrichtung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.
Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat der Splendid Medien AG hat ein Höchstalter für Mitglieder des Aufsichtsrates vorgegeben. Wie von dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen, wird der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen auch auf die Vielfalt (Diversity) im Sinne einer Pluralität von Meinungen und Erfahrungen der vorgeschlagenen Personen achten. Eine bestimmte Beteiligungsquote von Frauen wird nicht vorgegeben. Der Aufsichtsrat wird jedoch bei künftigen Wahlvorschlägen den Gesichtspunkt, dass auch Frauen in Aufsichtsräten angemessen vertreten sein sollen, besonders berücksichtigen.
Begründung: Der Aufsichtsrat verfügt nur über drei Mitglieder. Um eine effiziente Arbeit im Aufsichtsrat zu gewährleisten, müssen die Aufsichtsratsmitglieder über die im Corporate Governance Bericht wiedergegebenen Qualifikationen verfügen. Die Auswahl geeigneter Kandidaten/Kandidatinnen würde nach Auffassung des Aufsichtsrats zum Nachteil des Unternehmens in einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Weise eingeschränkt, wenn das Geschlecht eines Kandidaten/einer Kandidatin zu einem zwingend zu beachtenden Auswahlkriterium erhoben würde.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Dabei sollen sie von der Gesellschaft angemessen unterstützt werden.
Da derzeit noch unklar ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Unterstützung der Aus- und Fortbildung der Aufsichtsratsmitglieder seitens der Gesellschaft als angemessen angesehen werden kann, wird vorsorglich eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2 DCGK erklärt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen, eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten laut Satzung der Splendid Medien AG ausschließlich eine feste jährliche Vergütung in folgender Höhe:
| Dr. Ralph Drouven | EUR 20.000 |
|---|---|
| Bernd Kucera | EUR 15.000 |
| Manuel Obermayer | EUR 10.000 |
Begründung: Der Aufsichtsrat kann den Unternehmenserfolg nur eingeschränkt beeinflussen, da er selbst keine Geschäftsführungsbefugnisse besitzt und die Geschäftsleitung nicht veranlassen kann, bestimmte Maßnahmen vorzunehmen. Für die Erfüllung seiner gesetzlichen Überwachungsaufgabe bedarf der Aufsichtsrat weder eines Anreizes noch einer Belohnung in Form einer am Unternehmenserfolg orientierten Vergütung.
Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraumes, öffentlich zugänglich sein.
Die Splendid Medien AG veröffentlicht ihren Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende. Die Veröffentlichung der Zwischenmitteilungen der Geschäftsführung erfolgt binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraumes. Der Halbjahresfinanzbericht wird weiterhin erst binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraumes veröffentlicht.
Begründung: Die regelmäßige Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts innerhalb des vom Kodex empfohlenen Zeitraumes wäre nur bei einer mit Kosten verbundenen Vergrößerung des internen Rechnungswesens möglich.
| I. | Unternehmen und Geschäftstätigkeit | 32 |
|---|---|---|
| II. | Rahmenbedingungen | 34 |
| III. | Geschäftsverlauf | 36 |
| IV. | Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage | 40 |
| V. | Investitionen | 42 |
| VI. | Mitarbeiter | 43 |
| VII. | Nachtragsbericht | 43 |
| VIII. | Risikobericht | 43 |
| IX. | Chancen- und Prognosebericht | 47 |
| X. | Unternehmensführung nach §289a HGB | 50 |
| XI. | Vergütungsbericht | 51 |
| XII. | Berichterstattung zu § 315 Abs. 4 HGB | 53 |
Die Splendid Medien AG bildet die Holding für ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungen, mit denen die Wertschöpfungskette im Filmgeschäft mit Kino, DVD und Blu-ray Disc, Video-on-Demand (VoD), Electronic Sell-through (EST) sowie Pay-TV und Free-TV abgedeckt wird. Sieben Konzerngesellschaften sind direkt mit dem Mutterunternehmen, der Splendid Medien AG (Holdinggesellschaft), verbunden. Die FFS Köln gehört mit einem Anteil von 51% zur Splendid Synchron GmbH, weitere 49 % hält die FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH, München. Im Berichtszeitraum wurde eine neue Tochtergesellschaft, Videociety GmbH, gegründet (100%). Die Gesellschaft betreibt eine Videoon-Demand-Plattform. Dabei gelangt der Video-Content über den mit dem Internet verbundenen Blu-ray Player (BD-Live Player) auf den Bildschirm. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit Mitte Juni 2010 im Rahmen eines Testbetriebs, der mittlerweile abgeschlossen ist, aufgenommen.
Die Geschäftsführer der operativ tätigen Tochtergesellschaften verantworten den Geschäftserfolg ihrer Gesellschaften in Abstimmung mit dem Vorstand eigenständig. Die Geschäftsführer der Enteractive GmbH und der WVG Medien GmbH sind selbst am jeweiligen Unternehmen beteiligt. Die Splendid Medien AG ist eine Management-Holding und übernimmt als Muttergesellschaft übergreifende Holdingfunktionen wie Rechnungswesen, Strategieentwicklung, Verwaltungsdienstleistungen, Controlling und Öffentlichkeitsarbeit sowie Investor Relations auf Konzernebene. Die Tochtergesellschaft Kids for Kids GmbH firmierte im Geschäftsjahr 2010 um. Der neue Name der Gesellschaft lautet: Early Learning Group GmbH. Mit den Tochtergesellschaften Enteractive GmbH und Splendid Synchron GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Mit der Polyband Medien GmbH sowie mit der WVG Medien GmbH bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.
Insbesondere die Splendid Film und die Polyband Medien erwerben Rechte an Spielfilmen, TV-Produktionen, Special Interest und Kinderprogrammen und werten diese entlang der Wertschöpfungskette (Kino, Home Entertainment einschließlich VoD/EST und TV) im deutschsprachigen Raum und in den Benelux-Ländern aus. Den Vertrieb im Bereich Home Entertainment übernimmt die Tochtergesellschaft WVG Medien. Sie vertreibt die DVD und Blu-ray-Discs der Label Splendid Film, Polyband, Early Learning Group (vormals Kids for Kids) sowie weiterer Vertriebspartner an den Handel. Die Early Learning Group produziert und vermarktet Edutainment-Programme für den Vorschul-Bereich. Die Splendid Synchron und deren Tochtergesellschaft FFS Köln, beide mit Sitz in Köln, synchronisieren fremdsprachige Filme, TV-Serien und Dokumentationen und überarbeiten diese tontechnisch. Die Enteractive in Hamburg konzipiert und entwickelt digitale Mehrwertdienste wie Animation, Trailer, Spiele für DVD/Blu-ray und Internet und bietet Digitalisierungsdienste für VoD/EST-Plattformen (wie z.B. Maxdome, Videoload, iTunes) an. Sie komplettiert den Bereich Internet/Neue Medien der Splendid Medien AG und bildet zusammen mit der Splendid Synchron/FFS Köln den Bereich Postproduktion.
Die Splendid-Gruppe wird nach den Grundsätzen eines wertorientierten Managements gesteuert. Wichtigstes Ziel ist das profitable Wachstum im Kerngeschäft eines jeden operativ tätigen Konzernunternehmens. Die zentralen Steuerungsgrößen sind dabei der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie – bezogen auf Einzelinvestitionen – Return on Investment-Analysen im Soll-/Ist-Vergleich. Ferner haben die Liquiditäts- und Cash-flow-Steuerung eine vorrangige Bedeutung. Die Steuerung der Konzernentwicklung anhand von EBIT, EBT, ROI-Analysen und Finanzierungsstruktur gibt nach Auffassung des Konzernvorstands ein aussagekräftiges Bild über die Ertrags- und Finanzkraft der Gesellschaft wieder. Die wertorientierte Steuerung erfolgt anhand eines konzerninternen Planungs-, Berichts- und Kontrollsystems. Auf monatlicher Basis werden die aktuellen Umsatz-, Ergebnis- und Cash flow-Entwicklungen mittels eines Soll-Ist-Vergleichs erfasst und analysiert. Bei Bedarf werden unmittelbar Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet.
Die deutsche Wirtschaft konnte nach dem sehr schwachen Vorjahr, in dem die Wirtschaft noch um fast 5 Prozent geschrumpft war, um 3,6 Prozent wachsen – so viel wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Getrieben war das Wachstum vor allem vom Export sowie von Investitionen der Unternehmen. Für das Jahr 2011 rechnen Experten mit der Fortsetzung der positiven Entwicklung.
Der private Konsum stieg im Zuge der wirtschaftlichen Erholung gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,4 Prozent (Vj.: -0,2 Prozent). Konjunkturexperten hatten angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zwar mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Für den Einzelhandel wurde jedoch ein Wachstum von preisbereinigt 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (-3,1 Prozent) gemessen – das stärkste Umsatzplus seit 2004. Experten erwarten für das Jahr 2011 grundsätzlich eine weitere positive Entwicklung, die vom Anstieg des privaten Konsums getragen wird, verbunden mit dem Inflationsrisiko sowie damit einhergehend mit einem steigenden Zinsniveau.
Der Home Entertainment-Markt setzt sich aus den Bereichen Verkauf, Verleih über Videotheken und das Internet sowie lizenzierte digitale Downloads zusammen. 2010 erreichte der deutsche Video-Kaufmarkt mit 118,2 (Vorjahr: 113,8) Mio. verkauften Bildtonträgern ein Absatzplus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung war vor allem durch das starke Wachstum bei Blu-ray (Absatz: 12,0 gegenüber 6,2 Mio. Stück im Vorjahr) und EST (Absatz: 2,9 gegenüber 0,9 Mio. Stück im Vorjahr) beeinflusst. Hingegen ging der DVD-Absatz um 3 % auf 103,2 (Vorjahr: 106,6) Mio. Stück zurück.
Angesichts sinkender Durchschnittspreise bei allen Bildtonträgerformaten erreichte der Gesamtumsatz des DVD/Blu-ray-Kaufmarktes (inkl. EST) mit 1,404 (Vorjahr: 1,385) Mrd. Euro eine gegenüber der Absatzentwicklung niedrigere Steigerungsrate von einem Prozent. Der Durchschnittspreis einer DVD, Blu-ray-Disc, EST-Transaktion war mit 11,88 Euro gegenüber dem Vorjahr (12,17 Euro) nach wie vor rückläufig (Durchschnittspreis DVD: -2 %, Blu-ray-Disc: -16 %, EST: -10 %). Die DVD ist mit einem Marktanteil von 84,7 % (Vorjahr: 90,8 %) nach wie vor der marktbeherrschende Standard. Der Marktanteil des Blu-ray-Formats nahm mit 193 Mio. Euro (Vorjahr: 119 Mio. Euro) auf 13,7 % (Vorjahr: 8,6 %) zu. Auch der digitale Kaufmarkt verzeichnete mit 22 Mio. Euro (Vorjahr: 8 Mio. Euro) eine deutliche Steigerung.
Der Verleihmarkt musste erneut einen Umsatzrückgang von 269 Mio. Euro auf 264 Mio. Euro hinnehmen. Der Marktanteil des Blu-ray-Formats im Verleih nahm mit 24 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) auf 9 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent) zu. Der Marktanteil des Online-Verleihs (VoD, PPV) wuchs mit 21 Mio. Euro (Vorjahr 13) auf knapp 8 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) an.
Beim Absatz von DVD und Blu-ray gewinnen Internet bzw. e-commerce-Anbieter eine immer größere Bedeutung: 2010 erreichten sie erstmals einen Anteil von einem Drittel am Gesamtmarkt, während insbesondere Warenhäuser an Bedeutung verloren. Hier ist vor allem die herausragende Bedeutung des Online-Händlers Amazon zu nennen.
Die steigende Bedeutung, die Special Interest-Produkten und TV-Serien in den vergangenen Jahren zukam, hat sich im vergangenen Jahr verringert. Grund ist vor allem die Entwicklung der Durchschnittspreise. Während der Durchschnittspreis eines Bildtonträgers im Berichtsjahr um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr abnahm, entwickelte sich der Durchschnittspreis bei Special Interest um 8 Prozent nach unten, bei TV-Serien um 5 Prozent. Insgesamt jedoch liegt das Preisniveau mit 14,03 Euro bei Special Interest-Produkten und 20,42 Euro bei TV-Serien nach wie vor höher als der Durchschnittspreis bei allen Produkten (11,88 Euro).
Die Splendid-Gruppe nimmt seit einigen Jahren die Auswertung von Home Entertainment-Titeln in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden vor. Da der größte Umsatzbeitrag innerhalb der Benelux-Staaten in den Niederlanden erwirtschaftet wird, kommt der Marktentwicklung dort eine besondere Bedeutung zu. Zum zweiten Mal in Folge entwickelte sich der niederländische Markt für Home Entertainment rückläufig. Der Umsatz mit DVD und Blu-ray-Discs ging gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 287,2 (Vorjahr: 312) Mio. Euro zurück. Der Umsatzanteil von Filmen auf Blu-ray lag bei 10 Prozent. Der belgische Home Entertainment-Markt verzeichnete ebenfalls einen Umsatzrückgang.
Die Entwicklung der Werbeeinnahmen ist ein wichtiger Indikator bei der Festlegung der Programmeinkäufe der Sender und damit auch der Absatzchancen von Filmlizenzen der Splendid-Gruppe an die TV-Sender. Die wirtschaftliche Erholung hat sich positiv auf die Werbeeinnahmen der TV-Sender ausgewirkt. Auch die Situation im deutschen Bezahlfernsehen hinsichtlich Abonnentenzahlen und Profitabilität hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder verbessert. Im Gegensatz dazu sehen sich die öffentlich-rechtlichen Sender im Zuge zu erwartender sinkender Gebühreneinnahmen zu konsequenten Sparmaßnahmen verpflichtet, die auch den Lizenzerwerb betreffen. Angesichts eines nach wie vor steigenden TV-Konsums der Verbraucher sehen sich jedoch alle TV-Sender zur Bereitstellung eines attraktiven Fernsehprogrammes verpflichtet, das auch entsprechende Lizenzeinkäufe einschließt.
I. Unternehmen und Geschäftstätigkeit
Der Kinobereich musste im Jahr 2010 einen Rückgang sowohl bei den Besucherzahlen (von 146,3 Mio. auf 126,6 Mio.) als auch beim Umsatz (von 976,1 Mio. Euro auf 920,4 Mio. Euro) hinnehmen. Die Entwicklung geht vor allem auf eine schwache Performance der deutschen Filme in den Kinos zurück, während die Steigerung bei dem Verkauf von vergleichsweise teureren 3D-Tickets (Anteil von 17,1 Prozent der Gesamttickets gegenüber 5,1 Prozent im Vorjahr) die Entwicklung teilweise kompensieren konnte. Die Zahl der Kinostandorte sowie der Kinositzplätze ging auch im Jahr 2010 weiter zurück.
Der Markt für audiovisuelle Postproduktion ist in den letzten Jahren durch einen starken Preisdruck sowie durch strukturelle Veränderungen gekennzeichnet. Diese Entwicklung setzte sich auch in 2010 fort. Die Synchronbranche sah sich sinkenden Auftragsvolumina bei gleichzeitig weiterhin hohem Preisdruck seitens der Auftraggeber ausgesetzt. Zusätzlich mussten sich die etablierten Anbieter dem Wettbewerb mit einer zunehmenden Anzahl von Kleinstbetrieben stellen, die ihre Dienstleistung zu sehr günstigen Konditionen anbieten. Die Branche reagierte mit weiterer Verschlankung der Kostenstrukturen, mit stärkerer regionaler Diversifizierung sowie zunehmender Internationalisierung.
Die Splendid-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Gesamtumsatz von 39,5 (Vorjahr: 36,4) Mio. Euro. Im isolierten vierten Quartal 2010 lag der Umsatz bei 11,7 (Vorjahr: 12,5) Mio. Euro. Wichtigster Geschäftsbereich war das Segment "Home Entertainment". Dessen Anteil am Gesamtumsatz lag bei 72,6 % (Vorjahr: 76,8 %). Zweitwichtigster Umsatzträger der Gruppe war der Geschäftsbereich "Lizenzhandel" mit einem Anteil von 21,9 % (Vorjahr: 16,8 %). Der Bereich Postproduktion hatte im Berichtsjahr einen Umsatzanteil von 5,5 % (Vorjahr: 6,4 %).
Im Segment "Home Entertainment" wurde ein Umsatz von 28,7 (Vorjahr: 28,0) Mio. Euro erzielt. Auf die Splendid Film entfällt dabei ein Anteil von 14,1 (Vorjahr: 10,5) Mio. Euro, 11,8 (Vorjahr: 14,3) Mio. Euro entfallen auf die Polyband. Der Umsatzbeitrag der Early Learning Group lag bei 0,5 (Vorjahr: 0,9) Mio. Euro, der Umsatzbeitrag der WVG Medien aus Vertriebsdienstleistungen bei 2,3 (Vorjahr: 2,3) Mio. Euro.
Die Splendid-Gruppe wertet auf DVD, Blu-ray und VoD/EST vor allem Programme aus, die ihre Erstveröffentlichung im Home Entertainment erfahren. Dabei handelt es sich vor allem um Titel aus dem Bereich Action, Komödie und Special Interest (insbesondere hochwertige Dokumentationen) sowie TV-Programme.
Aus den Neuveröffentlichungen der Splendid Film-Library waren u. a. die Spielfilmadaption "Tekken" nach dem gleichnamigen Konsolenspiel, der Werner Herzog-Kriminalthriller "Bad Lieutenant" mit Nicolas Cage und Eva Mendes, das Martial-Arts-Biopic "Ip Man" sowie dessen Sequel "Ip Man 2", die Kriminalkomödie "Leaves of Grass" mit Edward Norton, der Thailand-Actioner "Ong Bak 3", die Tragikomödie "Solitary Man" mit Michael Douglas sowie der Kampfkunst-Krimi "Ninja" besonders umsatzstark.
Aus den Veröffentlichungen der Polyband-Library ist neben "Tortuga – Die unglaubliche Reise der Meeresschildkröte" die BBC-Dokumentation "Wildes Russland" hervorzuheben. Insgesamt konnte die Auswertung der Polyband-Filmtitel nicht an die hervorragende Performance der vergangenen Jahre anknüpfen. Grund war die seit einiger Zeit und im Anschluss an die Finanzkrise forcierte angespannte Beschaffungssituation, die durch wenig qualitativ hochwertiges Programmangebot bei gleichzeitig nachfrageinduziertem Preisanstieg aufgrund einer zunehmendem Dichte an Wettbewerbern gekennzeichnet war. Hinzu kam, dass einige Titel sich nicht erwartungsgemäß entwickelten. Dem Geschäftsjahr 2011 sieht Polyband mit vorsichtigem Optimismus entgegen, zumal in 2010 wieder aussichtsreiche Programmakquisitionen getätigt werden konnten.
Ungeachtet der rückläufigen Branchensituation konnte die Home Entertainment-Auswertung von Filmtiteln aus der Splendid-Library in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden mit einem Umsatz von 2,2 (Vorjahr 1,0) Mio. Euro die Erwartungen übertreffen. Es wurden 127 (Vorjahr: 50) Titel des Splendid-Labels, vorrangig aus dem Genre Asien-Action ausgewertet.
Bei den Veröffentlichungen nimmt der Anteil der Blu-ray-Discs gemessen an der Anzahl der insgesamt veröffentlichten Titel weiter zu. Insgesamt wurden 149 (Vorjahr: 66) Veröffentlichungen von Titeln der der Splendid-Gruppe als Blu-ray Disc veröffentlicht.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 nahm die Splendid-Gruppe die Zusammenarbeit mit dem iTunes Store auf. Damit konnten Filme der Splendid-Gruppe nicht nur bei den bis dato marktführenden VoD/EST-Plattformen Maxdome und Videoload sowie weiteren Anbietern heruntergeladen und geschaut werden, sondern auch beim schnell wachsenden Apple-Portal, dessen Marktbedeutung rasch zunahm. Die Splendid-Gruppe veröffentlicht nicht nur eigene Filme über den iTunes-Store, sondern fungiert auch als Vertriebspartner für konzernfremde Labels. Die technische Bereitstellung der Titel für die Downloadplattform übernimmt die Splendid-Tochtergesellschaft Enteractive. Das Wachstum von Titeln über VoD/EST am Umsatzanteil verlief sehr dynamisch. Während die Splendid-Gruppe im Vorjahr Lizenzeinnahmen für die Auswertung von Titeln über VoD in Höhe von von 0,3 Mio. Euro erzielte, lag der Anteil im Berichtsjahr bereits bei 1,0 Mio. Euro. Die Splendid-Gruppe erwartet eine anhaltend dynamische Entwicklung.
Die angespannte Absatzsituation für die Produktgruppe "Ben & Bella", hielt weiter an. Im Berichtszeitraum konnten neue Vertriebsterritorien gewonnen werden. Für das Jahr 2011 wird eine verbesserte Entwicklung erwartet.
III. Geschäftsverlauf IV. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Die Vermarktung von DVD-Titeln über ein sog. Produkt-Bundling (Kombination von DVD mit einem anderen Produkt zu einem Gesamtangebot) umfasst Marketinginstrumente wie z. B. "Covermount" (DVD als Beigabe zu Zeitschriftentiteln) oder "Add-Ons" (Beigaben beim Kauf eines anderen Produktes). Der Markt ist geprägt durch eine angespannte wirtschaftliche Situation bei den Magazinverlagen sowie von stärkerer Konkurrenz durch andere Video-Anbieter. Durch die gezielte und intensive Marktbearbeitung konnten aus Special Marketing-Vereinbarungen Aussenumsätze in Höhe von 1,2 (Vorjahr: 1,1) Mio. Euro erzielt werden. Im Berichtsjahr wurden weitere Covermount-Verträge mit Publikumsmagazinen abgeschlossen bzw. verhandelt, darunter für Katalogtitel der Splendid Film wie "Mojave Moon" mit Angelina Jolie sowie "Savior – Soldat der Hölle" mit Dennis Quaid.
Die Splendid-Gruppe ist mit ihrer Tochtergesellschaft WVG Medien als Vertriebsspezialist für DVD und Blu-ray Disc im deutschsprachigen Europa etabliert. Mit mehr als 2.000 verfügbaren Titeln gehört WVG zu den bedeutenden unabhängigen DVD/Blu-ray-Anbietern im deutschsprachigen Raum und zählt zu den größten Lieferanten des Handels im Home Entertainment-Bereich. Die Gesellschaft steht in engem Kontakt zu den großen Warenhausketten, Online-Händlern, Fachvertrieben und weiteren Einzelhandelsunternehmen. WVG vermarktet neben Produkten der konzerninternen Labels Splendid, Polyband sowie Early Learning Group DVD und Blu-ray Discs für 27 (Vorjahr: 25) weitere Vertriebspartner und bündelt somit Marktposition und Know-how. Die Marktbedingungen hinsichtlich der Absatzseite, die noch im vergangenen Jahr durch eine angespannte wirtschaftliche Situation bis hin zu Insolvenzen gekennzeichnet war, verbesserten sich im Berichtsjahr wieder spürbar. Die Gesellschaft erreichte eine Vertriebsleistung von 31,1 (Vorjahr: 31,6) Mio. Euro. Der Unterschied zum Vorjahr geht vor allem auf die unterplanmäßige Performance von Polyband-Titeln zurück. Der Marktanteil der WVG Medien lag leicht unter dem Vorjahreswert bei 2,6 (Vorjahr 2,8) %. Bei der Produktgruppe Special Interest (z.B. Dokumentationen, Fitnessprogramme) behauptete WVG Medien jedoch die Marktführerschaft. Auch bei Direct-to-Video gehörte WVG Medien nach den Majors Warner, Fox, Universal, Disney und Paramount zu den größten Anbietern. Damit zählte die WVG Medien insgesamt weiterhin zu den wichtigsten Independent-Anbietern im deutschen Markt. Auch bei der Entwicklung der Durchschnittspreise fiel der WVG Medien mit ihrer starken Marktstellung bei vergleichsweise hochpreisigen Special Interest-Produkten eine herausragende Bedeutung zu. Sowohl bei DVD als auch bei Blu-ray-Programmen war der am Markt erzielte Preis pro Bildtonträger höher als bei den meisten Wettbewerbern.
Der Bereich Lizenzhandel umfasst den Handel mit Lizenzrechten an das Fernsehen sowie die Veröffentlichung von Filmen im Kino. In diesem Geschäftsbereich konnte im Berichtsjahr der Umsatz auf 8,6 (Vorjahr: 6,1) Mio. Euro gesteigert werden.
Ein Umsatzanteil von 4,8 (Vorjahr: 5,6) Mio. Euro wurde durch den Verkauf von Lizenzen an TV-Sendeanstalten, darunter die RTL-Gruppe, die ProSiebenSat.1-Gruppe, ARD/Degeto und ZDF, Sky sowie TV-Gesellschaften in den Benelux-Ländern erzielt. Zu den lizensierten Filmen gehörten u. a. die Familienkomödie "Swing Vote" mit Kevin Costner, der Steven Seagal-Actioner, "Driven to Kill" (OT: "Ruslan"), das Thrillerdrama "Run for Her Life" (OT: "Inhale") mit Diane Kruger und Dermot Mulroney, die romantische Komödie "Mein fast perfekter Valentinstag" mit Nia Vardalos und John Corbett, das japanische Fantasy-Abenteuer "Goemon", der Horrorfilm "Malibu Shark Attack", das Wong Kar-wai-Historienepos "Ashes of Time Redux", das Martial-Arts-Spektakel "Ong Bak II" sowie die Komödie "(K)Ein Bisschen Schwanger (OT: Labor Pains)".
Im Jahr 2010 wurden neue TV-Lizenzverkäufe an das Free- und Pay-TV in Deutschland und den Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die teilweise ab 2011 umsatzwirksam werden. Dazu gehören u. a. der letztjährige Toptitel im Kino "The Expendables" mit Sylvester Stallone, die im Berichtsjahr neu erworbenen Titel "True Justice" mit Steven Seagal, das Fantasy-Spektakel "Age of the Dragons", ein weiteres Sequel der erfolgreichen Thai-Actionfilme "Ong Bak 3", sowie neben weiteren vor Kurzem im Kino und Home Entertainment ausgewerteten Titeln auch Katalogtitel.
Die Veröffentlichung von Spielfilmen im Kino trug einen Betrag von 3,8 (Vorjahr: 0,5) Mio. Euro zum Bereichsumsatz bei. Die Auswertungsstufe Kino dient der Splendid-Gruppe vornehmlich dazu, die Vermarktungschancen der Filmbibliothek gegenüber den TV-Sendeanstalten und im Bereich Home Entertainment zu optimieren. Insbesondere die großen Sender der öffentlich-rechtlichen (ARD, ZDF) und privaten (RTL, ProSieben) Sendergruppen setzen auf Titel, deren Bekanntheitsgrad durch eine vorherige Kinoveröffentlichung erhöht ist. 2010 wertete die Splendid-Gruppe 7 (Vorjahr: 10) Filme im Kino aus. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Sylvester-Stallone- Actionfilm "The Expendables" zu, der mit einem bekannten Cast (darunter Jason Statham, Bruce Willis und Jet Li) sowie der bewussten Anlehnung an die großen Actionfilme der 80er und 90er-Jahre ein großes Kinopublikum (1,1 Mio. Besucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz) zu überzeugen wusste. Obgleich die meisten anderen Kinoveröffentlichungen der Splendid-Gruppe vorwiegend im Programmkino-Bereich mit einer bewusst kleineren Kopienanzahl veröffentlicht wurden, haben insbesondere die Kinoveröffentlichungen "Bad Lieutenant" von Werner Herzog mit Nicolas Cage und Eva Mendes sowie "Survival of the Dead" von Horror-Meisterregisseur George A. Romeiro trotz guter Darsteller und hohem Unterhaltungswert die internen Erwartungen nicht erfüllen können.
Der Umsatz des Geschäftsbereiches Postproduktion lag bei 2,2 (Vorjahr: 2,3) Mio. Euro. Auf die Enteractive entfällt dabei ein Anteil von 1,6 (Vorjahr: 1,4) Mio. Euro, auf die Splendid Synchron und die FFS Köln entfallen Umsätze von insgesamt 0,6 (Vorjahr: 0,9) Mio. Euro. Das Geschäft der Splendid Synchron und der FFS war im Berichtsjahr durch eine schwache Auftragslage bei einem zugleich hohen Preisdruck gekennzeichnet. Insbesondere die Umsätze der Splendid Synchron sowie der FFS gingen im vergangenen Jahr zu einem Großteil auf Aufträge mit Konzerngesellschaften der Splendid-Gruppe (u. a. Splendid Film, Polyband) zurück. Diese wurden konsolidiert. Etwa 32 % (Vorjahr: 46 %) des Gesamtumsatzes wurden mit externen Auftraggebern, darunter RTL, MTV, Warner und ZDF erzielt. Im Berichtsjahr konnte eine Anzahl größerer Aufträge für das Geschäftsjahr 2011 akquiriert werden, darunter für RTL und ZDF.
Das Geschäftsumfeld der Enteractive war ebenfalls nach wie vor durch eine preissensitive und zurückhaltende Auftragslage gekennzeichnet. Davon betroffen war insbesondere der Geschäftsbereich Premastering (Mastering, Encoding und Authoring von Bewegtbildern). Die rückläufige Entwicklung konnte durch Geschäftszuwächse in anderen Bereichen, insbesondere der Digitalisierung für VoD-Plattformen kompensiert werden. Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet die Enteractive mit einem weiteren Zuwachs insbesondere bei Aufträgen zur VoD/EST-Digitalisierung.
Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2010 gekennzeichnet durch ein Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Lizenzhandel, hier insbesondere im Teilsegment Kino sowie im Bereich Home Entertainment. Der Umsatz des Bereiches Postproduktion lag aufgrund einer großen Anzahl von Innenaufträgen, die konsolidiert wurden, sowie aufgrund einer zurückhaltenden Auftragslage unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 12,8 (Vorjahr: 11,2) Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte 3,0 (Vorjahr: 0,6) Mio. Euro.
Das Ergebnis war positiv beeinflusst durch den sehr guten Geschäftsverlauf im Lizenzhandel (hier insbesondere bei den Kinoauswertungen) und im Bereich Home Entertaiment verbunden mit einer deutlichen Verbesserung der Bruttoergebnismarge (38,9 %, Vorjahr: 29,6%). Das Ergebnis vor Steuern betrug 2,2 (Vorjahr: -0,2) Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 1,8 (Vorjahr: -1,6) Mio. Euro.
Die Splendid-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Gesamtumsatz von 39,5 (Vorjahr: 36,4) Mio. Euro. Die Herstellungskosten beliefen sich auf 24,1 (Vorjahr: 25,7) Mio. Euro. Das Verhältnis der Herstellungskosten zum Umsatz lag in 2010 bei 61,1 (Vorjahr: 70,4) %. Zu den größten Positionen gehörten Abschreibungen auf das Filmvermögen in Höhe von 9,5 (Vorjahr: 10,4) Mio. Euro. Der Vorjahreswert war belastet durch außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Programm "Ben & Bella" in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Eine weitere große Position innerhalb der Herstellungskosten waren Aufwendungen für bezogene Leistungen und Materialkosten (z. B. Erstellung von Filmkopien) in Höhe von 9,7 (Vorjahr: 9,1) Mio. Euro. Die Veränderung geht v. a. auf vergleichsweise mehr Titelveröffentlichungen im Home Entertainment (insbesondere im Blu-ray-Format) sowie auf die große Kinoveröffentlichung "The Expendables" zurück. Die Aufwendungen für Lizenzen und Royalties beliefen sich auf 2,0 (Vorjahr: 3,3) Mio. Euro. Die Veränderung geht zurück auf verminderte Royalty-Verpflichtungen der Polyband, die in direktem Zusammenhang mit der Umsatzentwicklung stehen sowie auf verminderte Royalty-Verpflichtungen der Splendid Film aufgrund der Vertragsgestaltung bei den veröffentlichten Filmen. Die unter den Herstellungskosten subsumierten Personalkosten aus dem Segment Postproduktion lagen im Berichtsjahr bei 1,8 (Vorjahr: 1,7) Mio. Euro.
Die Vertriebskosten in Höhe von 9,0 (Vorjahr: 7,2) Mio. Euro waren vor allem beeinflusst durch Kosten für Werbung in Höhe von 5,0 (Vorjahr: 3,6) Mio. Euro. Die Veränderung erklärt sich v. a. aus den Werbeaufwendungen für die Veröffentlichung des Kinotitels "The Expendables" sowie aus der vergleichsweise höheren Anzahl an Titelveröffentlichungen im Home Entertainment Bereich. Vor letzterem Hintergrund erklärt sich auch die Veränderung bei den Verkaufprovisionen (2010: 1,0 Mio. Euro, 2009: 0,6 Mio. Euro). Des Weiteren fielen Personalkosten in Höhe von 1,6 (Vorjahr: 1,4) Mio. Euro ins Gewicht, die in Zusammenhang stehen mit der vergleichsweise höheren Anzahl an Mitarbeitern im Bereich Produktmarketing und Vertrieb. Kosten für Gema/Filmförderungsabgaben entstanden in Höhe von 0,7 (Vorjahr: 0,9) Mio. Euro. Die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich von 19,6 % auf 22,7 %.
Die Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 4,2 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro. Darin enthalten waren u. a. Personalkosten der Verwaltung in Höhe von 2,4 (Vorjahr: 2,0) Mio. Euro. Die Veränderung ergibt sich vor dem Hintergrund der Vorstandsgehälter einschließlich Tantieme sowie der Erhöhung des Personalbestandes. Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 0,8 (Vorjahr: 0,4) Mio. Euro sind v. a. im Zusammenhang mit der Verhandlung von VoD/EST-Vertragsverhältnissen sowie Verfolgung von Schadenersatzansprüchen begründet. Des Weiteren entstanden Kosten für Mieten, Leasing und Betriebskosten in Höhe von 0,9 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz veränderte sich auf 13,1 % (Vorjahr: 11,5 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge addierten sich auf 1,9 (Vorjahr: 1,6) Mio. Euro und ergaben sich u. a. aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Ausbuchungen von Altverbindlichkeiten aus Lizenzverhältnissen sowie aus Schadenersatzansprüchen. Die Finanzaufwendungen betrugen 0,8 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro und ergaben sich vor allem aus einer langfristigen Finanzierung mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt KG, Düsseldorf, (H.E.A.T Mezzanine II Fonds) über 7,5 Mio. Euro, die im April 2006 abgeschlossen wurde und mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer effektiven jährlichen Verzinsung von 8,7 % ausgestattet ist.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 12,8 (Vorjahr: 11,2) Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 3,0 (Vorjahr: 0,6) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug 2,2 (Vorjahr: -0,2) Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 1,8 (Vorjahr: -1,6) Mio. Euro.
Die Bilanzsumme der Gruppe veränderte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 35,7 Mio. Euro. auf 39,2 Mio. Euro.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 22,3 auf 25,2 Mio. Euro. Die Liquiden Mittel nahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf 9,6 (Vorjahr: 7,2) Mio. Euro zu.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurz- und langfristig) betrugen 12,9 (Vorjahr: 13,2) Mio. Euro. Hierin enthalten sind vor allem Forderungen aus TV-Lizenzverkäufen und aus dem Vertrieb der Home Entertainment-Produkte. Die Vorräte betrugen 1,8 (Vorjahr: 1,7 ) Mio. Euro. Die mittel- und langfristigen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag bei 13,9 (Vorjahr: 13,4) Mio. Euro. Hierin enthalten ist auch die Position "Aktive Latente Steuern" in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro), die im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge enthält. Die Positionen "Filmrechte" sowie "Geleistete Anzahlungen auf Filmrechte und Filme in Arbeit" veränderten sich auf insgesamt 9,6 (Vorjahr: 8,5) Mio. Euro.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen 14,6 (Vorjahr:14,6) Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen bei 5,7 (Vorjahr: 6,0) Mio. Euro. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Verbindlichkeiten gegenüber Lizenzgebern und Vertriebspartnern im Bereich Home Entertainment. Die Position "Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen" umfasst mit 0,4 (Vorjahr: 0,2) Mio. Euro den kurzfristigen Anteil der in Inanspruchnahme einer Kreditvereinbarung mit der National-Bank. Die Position "Rückstellungen" betrug 5,9 (Vorjahr: 6,3) Mio. Euro. Hierin enthalten sind Verpflichtungen aus Lizenzverträgen, Filmförderabgaben sowie Boni. Die Position "Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten" betrug 1,6 (Vorjahr: 1,2) Mio. Euro.
Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten lagen bei 9,5 (Vorjahr: 7,9) Mio. Euro. Darin abgebildet ist in einer Höhe von 7,5 Mio. Euro ein langfristiges endfälliges Darlehen, das im April 2006 aufgenommen und unter Berücksichtigung eines Disagiobetrages ausgewiesen wurde sowie der langfristige Anteil der Inanspruchnahme einer Kreditvereinbarung mit der National-Bank, Essen, zur Vorfinanzierung von Filmen.
Das Eigenkapital veränderte sich vor dem Hintergrund des Konzern-Jahresergebnisses von 13,2 auf 15,0 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 38,4 % (Vorjahr: 37,0 %). Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns lag bei 11,5 (Vorjahr: 7,0) Mio. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Ertragslage zurückzuführen. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit lag bei -10,9 (Vorjahr: -10,1) Mio. Euro. Für Investitionen in das Filmvermögen wurde dabei Liquidität in Höhe von 10,6 (Vorjahr: 9,9) Mio. Euro in Anspruch genommen.
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 1,7 (Vorjahr: 0,5) Mio. Euro und bildet die Inanspruchnahme einer Kreditlinie zur Vorfinanzierung von Filmakquisitionen ab.
Die Splendid-Gruppe verfügt über 9,6 (Vorjahr: 7,2) Mio. Euro liquide Mittel. Die Unternehmensgruppe verfügt über eine stabile Finanz- und Liquiditätsstruktur und ist in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen.
Das Ergebnis der Splendid-Gruppe lag v. a. aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung deutlich über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Vertriebkosten spiegelte v. a. die erhöhte Anzahl von Titelveröffentlichungen im Home Entertainment (insbesondere im Blu-ray-Format) sowie Kosten für die große Kinoveröffentlichung "The Expendables" wider. Der Anstieg der Verwaltungskosten ging v. a. auf den Anstieg der Personalkosten sowie der Rechts- und Beratungskosten zurück.
Die Gruppe verfügt mit 9,6 Mio. Euro über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln. Die Netto-Finanzposition der Gruppe, gemessen an dem Verhältnis Liquide Mittel abzüglich langfristige Darlehen, lag bei 0,4 (Vorjahr: -0,5) Mio. Euro. Der operative Cash flow erreichte im Berichtsjahr 11,5 (Vorjahr: 7,0) Mio. Euro.
Im Geschäftsjahr 2010 investierte die Gruppe 10,6 (Vorjahr: 9,9) Mio. Euro in das Filmvermögen. Zu den neu akquirierten Titeln der Splendid Film-Library gehören u. a. das Actionspektakel "Tekken", die Tragikomödie "Solitary Man" mit Michael Douglas und Susan Sarandon, die Polizei-Serie "True Justice" mit Steven Seagal, die Kriminalkomödie "Leaves of Grass" mit Edward Norton, sowie ein weiteres Sequel aus der erfolgreichen Thai-Box-Serie – "Ong-Bak 3". Zu den neu akquirierten Programmen der Polyband-Library gehören u. a. die hochwertige BBC-Naturdokumentation "Life – Das Wunder Leben" (bekannt auch als Zusammenschnitt "Das Wunder Leben", der in ARD/Das Erste ausgestrahlt wurde), der Serien-Zweiteiler "Der letzte Patriarch" mit Mario Adorf, (als TV-Version im ZDF ausgestrahlt), die Fantasy-Serie "Merlin", (als TV-Version in RTL2 ausgestrahlt) sowie ein Fitnessprogramm mit der Schauspielerin und Fitness-Ikone Jane Fonda.
Die Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter betrug zum Jahresende 84 (Vorjahr: 81). Im Jahr 2010 wurden 14 Mitarbeiter im Produktmarketing, im Bereich Postproduktion sowie in der Administration eingestellt. 11 Mitarbeiter verließen 2010 das Unternehmen.
Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne Vorstand/Geschäftsführer) in den Konzernunternehmen:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Splendid Medien AG | 8 | 7 |
| Splendid Film GmbH | 9 | 7 |
| Polyband Medien GmbH | 11 | 12 |
| Early Learning Group GmbH | 1 | 1 |
| Splendid Synchron GmbH | 13 | 12 |
| Enteractive GmbH | 25 | 23 |
| WVG Medien GmbH | 17 | 19 |
* FFS Köln hat in den Jahren 2009 und 2010 keine fest angestellten Mitarbeiter beschäftigt. Videociety GmbH wurde 2010 gegründet und beschäftigt keine Mitarbeiter.
Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt über langjährige Branchenerfahrung bzw. Konzernzugehörigkeit. Maßgebliche Mitarbeiter, allen voran die Geschäftsführer, halten enge Kontakte zu Schlüsselkunden.
Es liegen keine berichtspflichtigen Tatsachen vor.
Als ein auch international agierendes Unternehmen ist die Splendid Medien AG unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ziel des Risikomanagementsystems der Splendid Medien AG ist es, Einzelrisiken zu identifizieren und transparent aufzubereiten, angemessen zu steuern sowie geeignete Vorsorgemaßnahmen in die Entscheidungen und Geschäftsprozesse zu integrieren und diese Maßnahmen kontinuierlich anzupassen, weiter zu entwickeln sowie zu optimieren.
Eine frühestmögliche und vollständige Erfassung der bestehenden und potenziellen wesentlichen Risiken erfolgt kontinuierlich durch den Vorstand, die Geschäftsführer sowie das Management. Die wesentlichen Risiken der Gruppe werden in einem Risikokatalog zusammengestellt und anhand der Kriterien "wirtschaftliches Verlustpotenzial" und "Eintrittswahrscheinlichkeit" bewertet. Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden bewusst eingegangen, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken aufgrund von Fremdverschulden oder durch höhere Gewalt werden nach Möglichkeit versichert. Für alle anderen
XII. Berichterstattung zu § 315 Abs. 4 HGB
Risiken werden geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen festgelegt. Die Wirksamkeit der Steuerungsmaßnahmen sowie die Risikosituation insgesamt werden mindestens zweimal jährlich überarbeitet und aktualisiert.
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt der Vorstand. Er gibt die Risikopolitik vor und entscheidet über die Gesamtheit der von der Splendid-Gruppe zu tragenden Risiken sowie über die Steuerungsmaßnahmen zur Risikovermeidung- bzw. -reduzierung. Der Vorstand veranlasst die Pflege des zentralen Risikokatalogs, in dem alle wesentlichen Risiken, die entsprechenden Risikobewertungen sowie die Gegenmaßnahmen zusammengeführt sind. Auf Basis des Risikokatalogs wird mindestens zweimal jährlich ein Bericht für den Vorstand erstellt. Treten zwischenzeitlich Risiken auf, die einen wesentlichen Einfluss auf die Risikolage der Gruppe haben, wird der Vorstand umgehend informiert. Der Aufsichtsrat erhält mindestens zweimal jährlich einen ausführlichen Bericht über das Risikomanagement der Splendid-Gruppe.
Die Konzeption und die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements sind Gegenstand der Konzernabschlussprüfung.
Im Rahmen der Risikobetrachtung werden folgende Felder in besonderem Maße analysiert, da sie in direktem Zusammenhang mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens stehen:
Bei der Akquisition von Filmlizenzen steht das Vermarktungspotenzial aller Wertschöpfungsstufen im Vordergrund. Die für den Filmeinkauf verantwortlichen Geschäftsführer der Tochtergesellschaften erstellen hierfür in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb "Acquisition Proposals", in denen neben einer projektbezogenen Analyse u. a. die Auswirkung auf die Rentabilität und Liquidität des Gesamtunternehmens analysiert wird. Dennoch verbleibt das Risiko, ob der jeweilige Film den Publikumsgeschmack trifft und somit letztlich ein wirtschaftlicher Erfolg wird. Dies gilt für alle Wertschöpfungsstufen. Unabhängig von den wirtschaftlichen Risiken können sich rechtliche Risiken aus den zum Teil komplexen Einkaufs- und Verkaufsverträgen ergeben. Die mit dem Einkauf von Filmlizenzen befassten Tochtergesellschaften der Splendid Medien AG holen daher regelmäßig externen juristischen Rat ein. Die Auswirkungen der jeweils aktuellen wirtschaftlichen Lage auf die Auswertungsmöglichkeiten der akquirierten Filmrechte ist Gegenstand mehrfacher unterjähriger Prüfungen.
Einen großen Teil der Gesamtumsätze erzielt die Splendid-Gruppe im Bereich Home Entertainment. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass dieser Markt von der Konjunkturlage, insbesondere von der Konsumneigung der Verbraucher, der wirtschaftlichen Lage des Einzelhandels sowie vom technischen Fortschritt abhängig ist. Bisher konnte sich der Home Entertainment Markt in Deutschland trotz des anhaltenden Preisdrucks bei Bildtonträgern positiv entwickeln. Inwiefern sich ein anhaltender Preisdruck bei Bildtonträgern, die Substitution der physischen Bildträgerformate DVD und Blu-ray durch digitale Vertriebsformen wie VoD/EST sowie Preissteigerungserwartungen der Verbraucher auf den zukünftigen Absatz von Home Entertainment-Produkten auswirkt, bleibt abzuwarten.
Die Splendid-Gruppe generiert u. a. Umsätze aus dem Verkauf von Filmen an das Free-TV und Pay-TV. Sinkende Werbe- und Gebühreneinnahmen oder eine geringe Abonnementenzahl beeinflussen in erheblichem Maße das Einkaufsbudget der Fernsehsender. Die wirtschaftliche Situation in der Medienlandschaft, darunter mögliche negative Auswirkungen der Konjunkturentwicklung sowie Veränderungen in den Zahlungsmodalitäten der Fernsehsender mit vergleichsweise längeren Zahlungszielen beeinflussen unter Umständen die Finanz- und Ertragslage der Splendid-Gruppe negativ.
Die Filmindustrie beklagt seit einigen Jahren die illegalen Downloadmöglichkeiten aus dem Internet, die durch die Einrichtung von schnellen Internet-Leitungen rasant zugenommen haben. Auch andere Formen der Produktpiraterie, wie die Verbreitung illegaler DVD/Blu-ray-Kopien gehen zu Lasten der Filmindustrie, insbesondere der DVD/Blu-ray-Branche. Von Seiten der Industrie wurde eine Reihe von Initiativen ins Leben gerufen, die die Produktpiraterie zunehmend eingrenzen sollen. Generell ist festzuhalten, dass die Produkte der Konzerngesellschaften in unterschiedlichem Maße von illegalen Downloads betroffen sind. Die Produkte der Polyband sowie der Early Learning Group mit ihren Special Interest- und Kinderprogrammen unterliegen dabei einem deutlich geringeren Risiko als die Spielfilmprodukte der Splendid Film. Dies ist vornehmlich auf die unterschiedlichen Zielgruppen des jeweiligen Genres zurückzuführen. Die Splendid-Gruppe verwendet Kopierschutzsysteme für die DVD- und Blu-ray-Produkte. Im Berichtsjahr wurden außerdem Maßnahmen zur Piraterieverfolgung in Internet-Downloadforen aufgenommen. Generell ist das wirtschaftliche Risiko für die Splendid-Gruppe als marktkonform zu beurteilen.
Die Splendid-Gruppe erwirbt Filmlizenzen u. a. in den USA und Fernost. Da diese Lizenzen vorwiegend im deutschsprachigen Raum ausgewertet werden, kann sich durch Wechselkursschwankungen zwischen Euro/Dollar die Ertragslage des Unternehmens positiv oder negativ verändern. Die Splendid-Gruppe kalkuliert Projekte und Investitionen auf der Grundlage von Plankursen. Eine deutliche Abweichung von Ist- zu Plankursen löst eine Prüfung geeigneter Sicherungsinstrumente aus. Entsprechende Kurssicherungsmaßnahmen werden regelmäßig durchgeführt.
Die Splendid-Gruppe erwirbt Lizenzrechte häufig noch vor Aufnahme der Filmproduktion. Längere Zeiträume zwischen Bereitstellung und Abfluss der durch Bankenfinanzierung bereitgestellten Investitionssummen sind mit Zinsrisiken behaftet. Vor dem Hintergrund der aktuellen und künftig zu erwartenden Zinsentwicklung hat die Splendid-Gruppe ein Zinsbegrenzungsgeschäft in der Form einer Zinshöchstsatz-Vereinbarung (Cap) abgeschlossen, das einen Teil der Zinsrisiken abdeckt.
Die Splendid-Gruppe wertet den überwiegenden Teil der erworbenen Lizenzrechte im Home Entertainment sowie im Handel mit TV-Gesellschaften im deutschsprachigen Raum sowie in den Benelux-Ländern aus. Wirtschaftliche Entwicklungen, insbesondere die Geschäftslage sowie das Zahlungsverhalten der Handelspartner, die für die Splendid-Gruppe in Zahlungsausfall oder -verschiebungen resultieren können, werden im Rahmen regelmäßiger Reports beobachtet. Ein Teil der Forderungen aus dem Bereich Home Entertainment ist über Forderungsausfallversicherungen sowie ein spezielles Abrechnungsprozedere gegenüber wichtigen Großkunden abgesichert.
Die Ausstattung mit ausreichendem Kapital für den Erwerb von Filmlizenzen ist für den Konzern von entscheidender Bedeutung. Die Splendid-Gruppe verfügt über eine Betriebsmittelkreditlinie bei der National-Bank Essen, nutzbar als Kontokorrentkredit, Akkreditivlinie und Linie für die Anrechnung aus Devisentermingeschäften. Darüber hinaus hat die Splendid-Gruppe mit der National-Bank eine Verkaufskreditlinie vereinbart, die für Vorfinanzierungen von Filmakquisitionen genutzt werden kann. Per 31. Dezember 2010 betrug die Kredit-Inanspruchnahme aus dieser Vorfinanzierung 2,3 Mio. Euro. Für beide Kreditvereinbarungen hat sich die Splendid-Gruppe zur Vorlage von Jahresabschlüssen sowie unterjähriger Berichte verpflichtet. Weitere, über die im üblichen Umfang hinausgehenden Kreditbedingungen, die sich aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der National-Bank ergeben, bestehen nicht. Gesonderte Financial Covenants wurden nicht vereinbart.
Im Geschäftsjahr 2006 hatte die Splendid-Gruppe eine langfristige Finanzierung mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt KG, Düsseldorf, (H.E.A.T Mezzanine II Fonds) über 7,4 Mio. Euro vereinbart, die mit 7,993 % jährlich verzinst wird. Der Effektivzinssatz beträgt 8,7 %. Ein Zinsänderungsrisiko besteht insoweit nicht. Lediglich für den Fall, dass die jährlich durchzuführende Bilanzbeurteilung für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre ein definiertes Rating unterschreitet, erhöht sich der geschuldete Zins um 50 Basispunkte p. a., berechnet auf den Basisbetrag. In der für das Geschäftsjahr 2009 erfolgten Bilanzbeurteilung wurden weiterhin die Kriterien für ein positives Rating erfüllt. Weitere, über die im üblichen Umfange bestehenden Gepflogenheiten hinausgehenden Financial Covenants (z.B. außerordentliches Kündigungsrecht im Insolvenzfall) bestehen nicht. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie dem Konzernanhang. Auf der Grundlage der genannten Bedingungen sind gegenwärtig keine weiteren Auswirkungen auf die Finanzsituation ersichtlich. Die Splendid-Gruppe verfügt über eine stabile Finanz- und Liquiditätsstruktur. Der Vorstand prüft derzeit mehrere alternative Finanzierungsmöglichkeiten zum Anschluss an die H.E.A.T.-Finanzierung. Die wirtschaftliche Stabilität der Splendid Medien AG ist unabhängig von dem Abschluss möglicher, weiterer Finanzierungsvereinbarungen gewährleistet.
Der wirtschaftliche Erfolg der Gruppe wird maßgeblich beeinflusst durch das Management und wichtige Know-how-Träger in den Tochtergesellschaften. Ein plötzlicher Wegfall dieser Schlüsselpersonen kann zu einer negativen Beeinflussung der Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften und des Konzerns führen. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko mit Nachfolge- und Vertreterregelungen. Unternehmensbeteiligungen, flache Hierarchien sowie erfolgsorientierte Vergütungsmodelle zielen auf die Arbeitszufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter in den Gesellschaften ab.
Wesentliche rechtliche Risiken sind – bis auf die im Rahmen der Filmverträge genannten allgemeinen Risiken - nicht ersichtlich.
Möglichen Risiken der Tochtergesellschaften mit Auswirkung auf den Konzern wird mittels eines standardisierten monatlichen Reportings begegnet, bei dem Soll/Ist-Abweichungen an den Vorstand berichtet werden. Der Aufsichtsrat wird von den wichtigsten Entwicklungen innerhalb der Gruppe im Rahmen der Monatsberichterstattung in Kenntnis gesetzt. Der Vorstand hat im Berichtsjahr die bestehenden Systeme geprüft und, sofern erforderlich, an die Notwendigkeiten angepasst und optimiert.
Zur Prävention von Korruptionsfällen und sonstigen Rechtsverstößen dient eine konzerninterne Corporate Compliance-Richtlinie. Der Vorstand und das Management sind für die Einhaltung der Richtlinie verantwortlich und berichten im Rahmen regelmäßiger Abfragen über mögliche Verstöße. Des Weiteren ist ein Compliance Manager als Ansprechpartner bei Entdeckung möglicher Verstöße gegen den Prinzipienkatalog eingesetzt. Es sind bisher keine Verstöße gegen die Richtlinie aufgetreten.
Ziel des internen Kontrollsystems der Splendid Medien AG ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Überprüfung der Einhaltung interner Vorgaben, gesetzlicher Vorschriften sowie eines ordnungsgemäßen Rechnungs- und Berichtswesens
sind Maßnahmen im Rahmen des IKS. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung werden auf alle Funktionsbereiche der Gesellschaft bezogen und umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen im Rahmen des Konzern-Controllings. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungsund Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen in wichtigen Funktionsbereichen reduziert die Möglichkeit zu vermögensschädigenden Handlungen. Bei wesentlichen Geschäftsvorfällen besitzen der Vorstand bzw. die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften zudem Entscheidungs- bzw. Kontrollfunktion.
Die Splendid-Gruppe legt daneben jährlich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zusätzliche Prüfungsgegenstände im Rahmen des Risikomangements/Internen Kontrollsystems fest. Die Prüfungen werden in der Regel durch unabhängige Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften durchgeführt. Im Jahr 2010 wurden im Rahmen des Risikomanagements ausgewählte Geschäftsprozesse einer Revision unterzogen und – sofern erforderlich – optimiert.
Trotz dieser Bemühungen können weder das Interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System eine vollständige Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionsfähig sein oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die deutsche Wirtschaft hat nach der Krise wieder positive Wachstumsdaten zu verzeichnen. Für das Jahr 2011 sehen die Experten einen positiven Trend – trotz steigender Preise ist die Anschaffungsneigung der Verbraucher bislang kaum gesunken. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex bestätigt diese Entwicklung. Die Wachstumsprognose der Bundesregierung für 2011 liegt bei 2,3 Prozent. Abzuwarten sind die Auswirkungen von Inflationserwartungen sowie tatsächlichen Preiserhöhungen auf das Geschäftsklima und die Verbrauchernachfrage.
Für das Branchenumfeld werden die größten Wachstumsimpulse weiterhin aus dem Internet und aus der Einführung und Marktdurchdringung von innovativen Technologien erwartet. Im Home Entertainment wird sich der Anteil digitaler Vermarktungsformen wie VoD und EST weiter ausdehnen. Der physische Home Entertainment-Markt ist jedoch in Deutschland nach wie vor stark und es ist zu erwarten, dass sich diese Marktsituation in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Für den Fernsehmarkt wird mittelfristig wieder ein dynamischeres Wachstum erwartet, während die Entwicklung des deutschen Kinomarktes nach Expertenansicht Wachstumsimpulse vor allem durch deutsche Produktionen sowie die weitere Entwicklung von 3D-Filmstarts und damit verbundenen höheren Ticketpreisen erfährt. Für die kommenden beiden Jahre und darüber hinaus strebt die Splendid-Gruppe eine moderate Steigerung des Gesamtumsatzes an, der sich auf der Ebene der Geschäftsbereiche unterschiedlich stark ausprägen wird. In einer Einzelbetrachtung der Geschäftsfelder bedeutet dies:
Auch 2010 spielte der Home Entertainment-Markt eine zentrale Rolle in der Branche. Das Umsatzvolumen lag mit 1,7 Mrd. Euro fast doppelt so hoch wie im Kinobereich (0,9 Mrd. Euro). Für die kommenden Jahre wird ein weiter hohes Niveau erwartet. Es wird jedoch angesichts sinkender Preise
für Bildtonträger zunehmend wichtig, verbraucheraffines Produkt zu annehmbaren Einkaufspreisen zu beschaffen sowie kosteneffizient zu vermarkten, um der hohen Dichte an Titelveröffentlichungen und sinkenden Preisen zu begegnen.
Innerhalb der Splendid-Gruppe wird der Bereich Home Entertainment auch in den kommenden Jahren das größte Segment darstellen. Der Bereich VoD wird dabei intensiv bearbeitet werden.
Die Splendid-Gruppe hat vor allem bei Special Interest-Titeln sowie bei Direct-to-Video-Programmen eine bedeutende Marktstellung. Auch der Produktgruppe TV-Serien sowie Kinderprogrammen kommt eine, wenn auch vergleichsweise geringfügigere Bedeutung zu. In den kommenden Jahren gilt es, die herausragende Marktstellung bei Special Interest und Direct-to-Video weiterhin zu behaupten und auszubauen. Für die Produktseite bedeutet dies einen konsequenten Ausbau der Beschaffungskapazitäten, um kontinuierlich neues Produkt vermarkten zu können. Auch die sinnvolle Auswertung des Backkatalogs, zum Beispiel durch die anlaßbezogene Wiederveröffentlichung von Katalogtiteln, trägt zu einer breiten und kontinuierlichen Programmpipeline bei. Auf der Kostenseite müssen Skaleneffekte weiter genutzt werden, um angesichts sinkender Preise auf der Absatzseite Margenverluste zu vermeiden. Hinsichtlich der Vertriebsseite müssen produkt- und zielgruppengerechte Vertriebswege identifiziert und genutzt werden. Katalogtitel werden beispielsweise überdurchschnittlich häufig bei Discountern und Supermärkten abgesetzt, während für Neuprodukte die großen Elektromärkte wie Saturn oder Media-Markt eine bedeutende Rolle spielen. Die Splendid-Gruppe sieht sich über die hervorragende Vernetzung der Vertriebstochter WVG Medien über alle relevanten Absatzwege gut aufgestellt.
Die Bedeutung des Blu-ray-Formats hat auch im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Die weitere Marktdurchdringung wird durch sinkende Hardwarepreise sowie durch die derzeit grundsätzlich positive Konsumneigung weiter voranschreiten. Auf der anderen Seite ist auch das Blu-ray-Format von einem Preisverfall betroffen. Die Splendid-Gruppe wird in den kommenden Jahren die Veröffentlichung im Blu-ray-Format weiter forcieren. Dabei muss die Gruppe zwar mit Herstellungs- und Vermarktungskosten für beide physischen Formate rechnen. Auch ist mit einem weiteren Preisverfall sowohl bei DVD als auch Blu-ray zu rechnen. Dennoch sieht die Splendid-Gruppe die parallele Herausbringung von Titeln im DVD-und Blu-ray-Format als notwendig an, um den Kunden weiterhin ein flächendeckendes Programm zu bieten und damit die Stellung im Markt zu unterstützen.
Der Anteil von VoD und EST am Absatzportfolio der Splendid-Gruppe hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Dies wurde vor allem ausgelöst durch die 2010 begonnene Zusammenarbeit mit iTunes, aber auch durch die weiterhin erfolgreiche Vermarktung über die anderen Anbieter, mit denen die Splendid-Gruppe bereits seit mehreren Jahren zusammenarbeitet. Die Splendid-Gruppe erwartet für die kommenden Jahre eine weitere Zunahme der Bedeutung von VoD/EST. Die zunehmende Ausstattung der Haushalte mit schnellen Internet-Zugängen, die voranschreitende Konsolidierung des Marktes mit einer größeren Fokussierung auf einzelne große Anbieter sowie die technischen Innovationen der VoD/EST-Plattformen und die zunehmende Neigung der Verbraucher, sich Filme über das Internet zu leihen bzw. zu kaufen, sorgen für eine weitere Dynamisierung. Die Splendid-Gruppe sieht sich im Markt gut aufgestellt und wird diese Position auch als Vertriebspartner für andere Label ausbauen. Inwiefern eine steigende Bedeutung von VoD/EST im Home Entertainment-Markt einen Rückgang in Absatz und Umsatz mit physischen Bildtonträgern nach sich ziehen wird, ist noch nicht abzusehen.
Die Splendid-Gruppe hat im Berichtsjahr eine Testphase mit der selbst entwickelten VoD-Streaming-Plattform "Videociety" durchgeführt. Videociety ist der weltweit erste Video-on-demand-Service, der Spielfilme via BD-Live ausschießlich in der hochauflösenden HD-Qualität in die Wohnzimmer der Kunden streamt. Derzeit kann das Angebot ausschließlich in Deutschland genutzt werden. Eine Expansion in andere europäische Länder sowie Kooperationen mit wichtigen Branchenunternehmen sind geplant.
Die Geschäftsentwicklung der Splendid-Gruppe in den Benelux-Ländern verläuft trotz des rückläufigen Branchenumfeldes sehr positiv. Für das Geschäftsjahr 2011 ist eine weiterhin positive Entwicklung zu erwarten, die sich zum größten Teil aus dem Home Entertainment sowie der Lizensierung von TV-Lizenzen generiert, aber auch die selektive Veröffentlichung von Kinotiteln umfasst.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Splendid-Gruppe notwendige Überarbeitungen des Vorschul-Lernprogramms "Ben & Bella" vorgenommen, um die Vermarktungschancen zu verbessern. Die Splendid-Gruppe wird insbesondere die Direktvermarktung sowie den Online-Verkauf bei der Vermarktung des Gesamtprogramms intensivieren.
Die Splendid-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren mit der Konzerngesellschaft WVG Medien als bedeutendes Independent-Vertriebsunternehmen für Home Entertainment-Produkte etabliert. Die Festigung und der Ausbau der Vertriebsdienstleistungen sowohl für die Gruppe als auch für externe Dritte durch die WVG Medien wird auch in den kommenden Jahren eine zentrale Säule der Marktstrategie der Splendid-Gruppe sein. Über diese Schlüsselstellung hat die Gruppe eine besondere Nähe zum Markt und kann frühzeitig auf die sich dort bietenden Veränderungen reagieren. Darüber hinaus schafft die Zusammenarbeit mit weiteren Vertriebspartnern Skaleneffekte und festigt die Marktposition. WVG Medien verfügt über ein erstklassiges Renommee im Markt als Generalist mit fundierter Expertise in der Vermarktung einer breiten Palette an Filmprogrammen, von Action über Komödie und hochwertigen Dokumentationen bis hin zu speziellen Angeboten für kleinere Nischenmärkte über alle wichtigen Vertriebsschienen und Auswertungsformen. Zum weiteren Ausbau der Markstellung wird WVG Medien die Pflege des bestehenden Vertriebsnetzwerkes fortsetzen und strebt eine Erweiterung des Vertriebsportfolios um einen oder mehrere große Partner an.
Die Splendid-Gruppe erwartet eine spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Fernsehsender. Die nach wie vor kostenbewusste Einkaufspolitik der TV-Sender kommt dem Produktportfolio der Splendid-Gruppe grundsätzlich entgegen. Die Splendid-Gruppe wird künftig noch mehr Augenmerk auf den Einkauf von Lizenzen, die insbesondere für die Weiterlizenzierung an das Fernsehen geeignet sind, legen. Im Laufe der kommenden beiden Jahre wird die Gruppe in Deutschland und Benelux nennenswerte TV-Lizenzverträge sowohl mit Neu- als auch mit Katalogprogramm verhandeln.
Als Independent-Unternehmen erwirbt die Splendid-Gruppe vorrangig studiounabhängig produzierte und auf den Filmmessen angebotene Filmrechte. In den vergangenen Jahren kam es aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise, in denen nur zurückhaltend Filminvestitionen getätigt wurden, zu einem Engpass an verfügbaren Titeln sowie einer hohen Konkurrenzdichte um freie Programme.
Die Splendid-Gruppe hat ihre Beschaffungskapazitäten personell erweitert und bearbeitet den Beschaffungsmarkt mit den langjährigen Kontakten zu den Entscheidungsträgern der Filmproduk tionsgesellschaften als auch zu großen internationalen TV-Gesellschaften wie BBC oder Discovery. In den kommenden Jahren verfolgt die Gruppe die Strategie, die grundsätzlich auf Home Entertainment ausgerichtete Akquisitionspolitik mit Einkäufen mittlerer bzw. größerer Kategorie zu mischen, um neben der Vermarktung im Home Entertainment die Vermarktungschancen im TV und Kino zu nutzen.
Die 3D-Technologie hat sich bereits nach kurzer Zeit als wichtiger Standard im Kino etabliert und wird mittelfristig auch im TV-Bereich flächendeckend umgesetzt werden. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe selektiv 3D-Programme eingekauft. Die Splendid-Gruppe geht davon aus, dass die Produktion von 3D-Programmen weiter zunehmen wird und sich entsprechend auf dem Beschaffungsmarkt wiederfinden wird. Die Splendid-Gruppe wird die Entwicklungen der 3D-Technologie im Bereich Kino und Home Entertainment sowie im TV intensiv beobachten und in ihrer Akquisitionspolitik sowie in den genutzten Auswertungsformaten darauf reagieren.
Sowohl im Bereich Synchronisation als auch im Bereich Digitalisierung zeigt sich ein allenfalls stagnierendes Preisniveau bei einer zurückhaltenden Auftragslage. Die Splendid-Gruppe verfolgt für das Geschäftsfeld der Synchrondienstleistungen in den kommenden Jahren ein moderates Umsatzwachstum vor allem mit Neukunden, die im Vorjahr akquiriert werden konnten. Im Bereich der digitalen Postproduktion strebt die Splendid-Gruppe an, an der Wachstumsdynamik aus Digitalisierung- und Encoding-Dienstleistungen im Bereich VoD/Online zu partizipieren.
Auf der Basis der Ergebnisplanung für die kommenden Jahre und auf der Grundlage der vorstehend geschilderten Rahmenbedingungen erwartet die Splendid-Gruppe für die kommenden beiden Geschäftsjahre eine insgesamt moderate Umsatzsteigerung bei deutlich positiven Ergebnisbeiträgen. Die ambitionierte Zielsetzung des Vorstands ist es, das sehr gute Ergebnisniveau des Berichtsjahres auch in den Folgejahren zu erreichen. Im laufenden Jahr 2011 plant die Splendid-Gruppe Investitionen, die etwa gleichauf mit dem Vorjahresniveau liegen. Diese werden aus dem Cash flow sowie aus dem bestehenden Finanzierungsrahmen finanziert werden.
Die Erklärung zur Unternehmensführung von Vorstand und Aufsichtsrat der Splendid Medien AG nach § 289a HGB wurde auf der Homepage der Splendid Medien AG veröffentlicht (www.splendidmedien.com -> Unternehmen -> Corporate Governance) und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Mitglieder des Vorstands sind:
Die Vorstandsverträge aller Vorstandsmitglieder sehen fixe und variable Vergütungsbestandteile vor, die auf umsatz- und ergebnisbezogenen Komponenten sowie bei den Vorstandsmitgliedern Alexander Welzhofer und Michael Gawenda auf weiteren definierten Leistungszielen, die jährlich neu festgelegt werden, basieren. Mit Wirkung ab dem 01. Januar 2010 wird bei den variablen Vergütungsbestandteilen von Alexander Welzhofer und Michael Gawenda, deren Erfolgsziele jährlich neu zu vereinbaren sind, überwiegend auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage abgestellt. Dieser Teil der variablen Vergütung berücksichtigt auch negative Entwicklungen des Unternehmenserfolgs. Der mit Andreas R. Klein in seinem Vorstandsvertrag vereinbarte variable Vergütungsbestandteil ist bis zum Vertragsende festgeschrieben. Er hat keine mehrjährige Bemessungsgrundlage und berücksichtigt derzeit noch nicht negative Entwicklungen.
In den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder sind derzeit keine Vereinbarungen für eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) für außerordentliche Entwicklungen getroffen. Die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder Alexander Welzhofer und Michael Gawenda sind aber der Höhe nach begrenzt. Sachbezüge (im Wesentlichen Pkw) stellen einen weiteren Bestandteil der Vorstandsvergütung dar.
Alexander Welzhofer wurden im Jahr 2001 33.375 Aktienoptionen gewährt. Diese Optionen wurden bisher nicht ausgeübt. Der Ausübungspreis lag zum Zeitpunkt der Ausgabe der ersten Tranche bei 3,43 Euro. Die Optionen haben eine Laufzeit von 15 Jahren. Die Bezugsrechte können mindestens nach Ablauf von 2 Jahren nach Zuteilung und dann über die folgenden 4 Jahre verteilt innerhalb von Ausübungszeiträumen und -fenstern in Abhängigkeit von erreichten Erfolgszielen ausgeübt werden. Herr Welzhofer hat im vergangenen Jahr von seinem Ausübungsrecht keinen Gebrauch gemacht.
Die Laufzeit der Verträge der Vorstandsmitglieder Andreas R. Klein und Alexander Welzhofer wurden im Dezember 2008 bis zum 31. Dezember 2011 verlängert. Die Laufzeit des Vertrages von Michael Gawenda reicht bis zum 30. Juni 2011. Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Pensionen werden keinem Vorstandsmitglied gewährt. Auch erhalten Mitglieder des Vorstandes vom Unternehmen keine Kredite.
Alexander Welzhofer hat in 2010 als Minderheitsgesellschafter in der WVG Medien GmbH einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 55.
| in EUR | Jahreseinkommen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fixum | Tantieme Tantieme Vorstand Geschäftsführer |
Sachbezüge | Insgesamt | |||
| Andreas R. Klein (Vorsitzender) | 323.579 | 205.000 | 0 | 12.490 | 541.069 | |
| Alexander Welzhofer | 261.868 | 56.037 | 34.483 | 9.168 | 361.556 | |
| Michael Gawenda | 133.948 | 54.655 | 0 | 8.932 | 197.535 | |
| Insgesamt | 719.395 | 315.692 | 34.483 | 30.590 | 1.100.160 |
Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten laut Satzung der Splendid Medien AG ausschließlich eine feste jährliche Vergütung in folgender Höhe:
| in EUR | 2010 |
|---|---|
| Dr. Ralph Drouven: | 20.000,00 |
| Bernd Kucera: | 15.000,00 |
| Manuel Obermayer: | 10.000,00 |
Dr. Drouven (CMS Hasche Sigle) stellte im Berichtsjahr neben seiner Aufsichtsratsvergütung TEUR 122 für Beratungsleistungen in Rechnung (davon aufwandswirksam: TEUR 122). Herr Kucera (Kucera & Hüttner GmbH) berechnete im Geschäftsjahr neben seiner Aufsichtsratsvergütung TEUR 16 für die Erstellung der Personalabrechnungen der Splendid-Gruppe (davon aufwandswirksam: TEUR 16).
Die Abfindungsvereinbarung mit Minderheitsgesellschaftern sieht folgende jährliche Ausgleichszahlungen vor:
| in TEUR | 2010 |
|---|---|
| Alexander Welzhofer: | 55 |
| Hans-Dieter Henseleit: | 58 |
Das Grundkapital der Splendid Medien AG betrug zum 31. Dezember 2010 Euro 9.789.999,00 und ist auf 9.789.999 Inhaberaktien zu einem Nennwert von je 1,00 Euro je Aktie verteilt. Jede Aktie gewährt gemäß § 26 Abs. 1 der Satzung der Splendid Medien AG eine Stimme. Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Darüber hinaus gewähren die Aktien keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Aktionärsstruktur* stellte sich zum Ende des Berichtsjahres wie folgt dar:
| Anzahl der Aktien | Anteil am Grundkapital (in %) | ||
|---|---|---|---|
| Andreas R. Klein | 5.308.984 | 54,2286 | |
| Familie Klein GbR | 617.285 | 6,3053 | |
| COMMIT GmbH ** | 495.437 | 5,0606 | |
| Josef Siepe ** | 298.113 | 3,0451 |
* ab Beteiligung von 3% am Grundkapital
** gemäß aktuellem Stand der Stimmrechtsmitteilungen
Der Vorstand der Splendid Medien AG besteht gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Sprecher oder Vorsitzenden des Vorstandes ernennen. Ferner können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden; diese haben in Bezug auf die Vertretung der Gesellschaft nach außen dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder des Vorstandes. Der Vorstand der Splendid Medien AG setzt sich derzeit aus drei Mitgliedern zusammen. Gemäß § 8 Abs. 2 der Satzung erfolgen die Festlegung der Zahl der Mitglieder des Vorstandes, deren Bestellung und Abberufung sowie der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Arbeitsverträgen mit Vorstandsmitgliedern durch den Aufsichtsrat.
Für die Änderung der Satzung ist grundsätzlich die Hauptversammlung zuständig (§ 179 Abs. 1 Satz 1 AktG). Gemäß § 22a der Satzung ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
Die Splendid Medien AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels abgeschlossen. Dies betrifft auch eventuelle Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern. Aus dem Vertrag über eine langfristige Finanzierung mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt KG, Düsseldorf/H.E.A.T Mezzanine S.A., Luxemburg, kommt eine Vereinbarung zum Kontrollwechsel nur dann zum Tragen, wenn der Kontrollwechsel eine verschlechterte Bilanzbewertung nach sich ziehen würde.
Die Befugnisse des Vorstandes, Aktien auszugeben, sind in § 5 Abs. 3 bis 7 der Satzung geregelt:
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2010 war der Vorstand ermächtigt worden mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft für die Dauer bis zum 28. Juni 2015 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 3.915.000,00 Euro durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von 1,00 Euro je Aktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Die Gesellschaft hat bisher von dieser Berechtigung keinen Gebrauch gemacht. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Konzernanhang.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10.Juni 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Dauer bis zum 28. Juni 2015 einmalig oder mehrmalig gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 978.000,00 Euro durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von 1,00 Euro je Aktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Die Gesellschaft hat bisher von dieser Berechtigung keinen Gebrauch gemacht. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Konzernanhang.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2001 ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu nominal 890.000,00 Euro (Bedingtes Kapital I) durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von 1,00 Euro je Aktie bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Einlösung von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplanes 2001 gewährt werden. Für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft liegt die Zuständigkeit zur Gewährung von Bezugsrechten ausschließlich beim Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Konzernanhang.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juli 2005 ist das Grundkapital um bis zu 3.000.000,00 Euro bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 Aktien im Nennbetrag von je 1,00 Euro (Bedingtes Kapital II/2005). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Bedienung von Wandlungs- und/oder Optionsrechten, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 6. Juli 2005 aus bis zum 5. Juli 2010 auszugebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen resultieren. Bis zum 5. Juli 2010 wurden keine Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Konzernanhang.
Durch Beschluss der Hauptversammlung der Splendid Medien AG am 10. Juni 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Juni 2015 Aktien der Splendid Medien AG in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Betrag geringer ist – des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden, oder ihr nach den §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes oder einer an die Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrates auch unter Ausschluss des Andienungsrechts der Aktionäre in anderer Weise erfolgen, und zwar wenn der Erwerb im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen erfolgt oder wenn es sich um einen Paketerwerb von mindestens 1 % des derzeitigen Grundkapitals handelt und ein solcher Erwerb einem Zweck dient, der im vorrangigen Interesse der Gesellschaft liegt und geeignet und erforderlich ist, diesen Zweck zu erreichen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Aktien der Splendid Medien AG, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern und zu allen weiteren gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zur Einführung von Aktien der Splendid Medien AG an Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind, zur Verwendung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen, zur Veräußerung an Dritte und an alle Aktionäre, sowie zur Einziehung.
Köln, den 25. März 2011
Splendid Medien AG
Der Vorstand
Andreas R. Klein Alexander Welzhofer Michael Gawenda
Vorstandsvorsitzender Vorstand Marketing/Sales Vorstand Finanzen und Investor Relations
| Konzernbilanz IFRS | 58 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS | 60 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS | 61 |
| Konzern-Anlagevermögen nach IFRS | 62 |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 64 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 64 |
| Anhang | 65 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 110 |
| Bestätigungsvermerk | 111 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS Konzern-Anlagevermögen nach IFRS Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk
| Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|
| in T € | |||
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Liquide Mittel | 5.1 | 9.603 | 7.199 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.2 | 12.656 | 12.508 |
| III. Vorräte | 5.3 | 1.840 | 1.684 |
| IV. Forderungen aus Ertragsteuern | 4.10 | 199 | 294 |
| V. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5.2 | 941 | 600 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 25.239 | 22.285 | |
| B. Mittel- und langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Sachanlagevermögen | 5.5 | 495 | 496 |
| II. Immaterielle Vermögenswerte | 5.6 | 172 | 109 |
| III. Filmrechte | 5.8 | 7.769 | 4.009 |
| IV. Geleistete Anzahlungen auf Filmrechte | 5.8 | 1.870 | 4.499 |
| V. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.9 | 326 | 326 |
| VI. Latente Steueransprüche | 4.10 | 2.952 | 3.194 |
| VII. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.2 | 286 | 738 |
| VIII. Sonstige Vermögenswerte | 5.2 | 51 | 45 |
| Mittel- und langfristige Vermögenswerte, gesamt | 13.921 | 13.416 | |
| Aktiva, gesamt | 39.160 | 35.701 |
| Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|
| in T € | |||
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| I. Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten | 5.5, 5.10 | 65 | 52 |
| II. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen | 5.10 | 413 | 200 |
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.10 | 5.678 | 5.990 |
| IV. Erhaltene Anzahlungen | 5.10 | 909 | 232 |
| V. Rückstellungen | 5.11 | 5.933 | 6.293 |
| VI. Ertragsteuerschulden | 4.10, 5.10 | 119 | 643 |
| VII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.10 | 1.522 | 1.166 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 14.639 | 14.576 | |
| B. Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten | |||
| I. Langfristige Darlehen | 3., 5.10 | 9.224 | 7.663 |
| II. Langfristige Finanzleasingverpflichtungen | 5.10, 5.5 | 46 | 56 |
| III. Latente Steuerschulden | 4.10, 5.10 | 98 | 46 |
| IV. Sonstige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten | 5.10 | 104 | 153 |
| Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 9.472 | 7.918 | |
| C. Eigenkapital | 5.12 | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.790 | 9.790 | |
| II. Kapitalrücklage | 396 | 368 | |
| III. Konzernbilanzgewinn | 4.847 | 3.000 | |
| IV. Minderheitenanteile | 16 | 49 | |
| Eigenkapital, gesamt | 15.049 | 13.207 | |
| Passiva, gesamt | 39.160 | 35.701 |
Konzernbilanz nach IFRS
Bestätigungsvermerk
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS Konzern-Anlagevermögen nach IFRS Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang Versicherung der gesetzlichen Vertreter
| 100,0 -70,4 29,6 -19,6 -11,5 4,4 |
|---|
| -1,1 |
| 1,7 |
| -2,2 |
| -0,2 |
| -0,7 |
| -3,6 |
| -4,3 |
| -0,0 |
| -4,3 |
| Anhang | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|
| in T € | |||
| Konzernperiodenüberschuss vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 3.040 | 555 | |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 248 | 257 | |
| + Abschreibungen auf Filmrechte | 9.488 | 10.355 | |
| + Auflösung Disagio | 45 | 41 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -360 | 603 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen | -15 | 0 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-229 | -4.570 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis tungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzie rungstätigkeit zuzuordnen sind |
562 | -152 | |
| + Erhaltene Steuern | 104 | 757 | |
| - Gezahlte Steuern | -688 | -190 | |
| + Erhaltene Zinsen | 16 | 27 | |
| - Gezahlte Zinsen | -671 | -644 | |
| Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | 7. | 11.540 | 7.039 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlage vermögens und immateriellen Vermögensgegenständen des Anlage vermögens |
57 | 0 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Anlagevermögen |
-352 | -271 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Filmvermögen | -10.570 | -10.043 | |
| + Einzahlung aus Rückerstattung geleisteter Anzahlungen | 0 | 172 | |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | 7. | -10.865 | -10.142 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 1.729 | 526 | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 7. | 1.729 | 526 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 2.404 | -2.577 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 7.199 | 9.776 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7. | 9.603 | 7.199 |
Konzernbilanz nach IFRS Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS
Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS Konzern-Anlagevermögen nach IFRS Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 |
Zugang | Abgang | Umbu chungen |
Stand 31.12.2010 |
||
| in T € | ||||||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
686 | 69 | 8 | 8 | 755 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.590 | 0 | 0 | 0 | 5.590 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 41 | 0 | 0 | 41 | |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 6.276 | 110 | 8 | 8 | 6.386 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
707 | 4 | 35 | 0 | 676 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 457 | 86 | 44 | 0 | 499 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.186 | 143 | 179 | 0 | 1.150 | |
| 4. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen | 10 | 9 | 3 | -8 | 8 | |
| Summe Sachanlagen | 2.360 | 242 | 261 | -8 | 2.333 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Anlagevermögen | 8.636 | 352 | 269 | 0 | 8.719 |
| kummulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 |
Zugang | Abgang | Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2009 |
| 577 | 49 | 2 | 624 | 131 | 109 |
| 5.264 | 0 | 0 | 5.264 | 326 | 326 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 41 | 0 |
| 5.841 | 49 | 2 | 5.888 | 498 | 435 |
| 693 | 5 | 35 | 663 | 13 | 14 |
| 309 | 86 | 44 | 351 | 148 | 148 |
| 862 | 108 | 146 | 824 | 326 | 324 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 8 | 10 |
| 1.864 | 199 | 225 | 1.838 | 495 | 496 |
| 7.705 | 248 | 227 | 7.726 | 993 | 931 |
Konzernbilanz nach IFRS Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS Konzern-Anlagevermögen nach IFRS Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Bilanzgewinn/ Bilanzverlust |
Minderheiten anteile |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| in T € | |||||
| Stand 01.01.2009 | 9.790 | 332 | 4.552 | 24 | 14.698 |
| Verrechnung Anteile Minderheitengesellschafter | 36 | 22 | 58 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | -1.552 | 3 | -1.549 | ||
| Stand 31.12.2009 | 9.790 | 368 | 3.000 | 49 | 13.207 |
| Verrechnung Anteile Minderheitengesellschafter | 28 | 51 | -21 | 58 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.796 | -12 | 1.784 | ||
| Stand 31.12.2010 | 9.790 | 396 | 4.847 | 16 | 15.049 |
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| in T € | ||
| Periodenergebnis | 1.784 | -1.549 |
| Übriges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.784 | -1.549 |
| Gesamtergebnis der Periode auf Minderheiten entfallend | 12 | -3 |
| Gesamtergebnis der Anteilseigner der Splendid Medien AG | 1.796 | -1.552 |
Der Konzernabschluss der Splendid Medien AG für das Geschäftsjahr 2010 ist nach den zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2010 geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2010 geltenden Auslegungen und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, alle Angaben erfolgen entsprechend kaufmännischer Auf- und Abrundung in Tausend Euro (TEUR).
Die Splendid Medien AG, Alsdorfer Str. 3, 50933 Köln, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, hat ihren Sitz in Köln und ist hier im Handelsregister unter der Nummer HR B 31022 eingetragen. Die Splendid Medien AG stellt als Mutterunternehmen der Splendid Unternehmensgruppe nach § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf.
Die Splendid Medien AG hat alle ab dem Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2010:
| Inkrafttreten | Datum des EU Endorsements |
|
|---|---|---|
| Änderungen von Standards | ||
| Änderung zu IFRS 1: Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender | 01.01.2010 | 23.06.2010 |
| Änderung zu IFRS 2 | 01.01.2010 | 23.03.2010 |
| IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse: Neufassung | 01.07.2009 | 03.06.2009 |
| Änderung zu IAS 27: Konzern und separate Abschlüsse | 01.07.2009 | 03.06.2009 |
| Änderung zu IAS 39: Geeignete Grundgeschäfte | 01.07.2009 | 15.09.2009 |
| Jährliche Verbesserungen an verschiedenen Standards (2009) | 01.01.2010 | 23.03.2010 |
| Neue Interpretationen | ||
| IFRIC 12: Dienstleistungskonzessionen | 01.01.2010 | 25.03.2009 |
| IFRIC 15: Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | 01.01.2010 | 22.07.2009 |
| IFRIC 16: Absicherung einer Nettoinvestition in ausländ. Geschäftsbetrieb | 01.07.2009 | 04.06.2009 |
| IFRIC 17: Sachdividenden an Eigentümer | 01.11.2009 | 26.11.2009 |
| IFRIC 18: Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden | 01.11.2009 | 27.11.2009 |
Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen im vorliegenden Konzernabschluss der Splendid Medien AG wird nachfolgend näher erläutert:
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet) und IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse (überarbeitet)
IFRS 3 (überarbeitet) führt wesentliche Änderungen bezüglich der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen mit Datum nach dem Anwendungszeitpunkt ein. Es ergeben sich Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die Bilanzierung von Transaktionskosten, die erstmalige Erfassung und die Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive Unternehmenserwerbe. Diese Neuregelungen werden sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- oder Firmenwerts, auf das Ergebnis der Berichtsperiode, in der ein Unternehmenszusammenschluss erfolgt, und auf künftige Ergebnisse auswirken.
IAS 27 (überarbeitet) schreibt vor, dass eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führt, als Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer bilanziert wird. Aus einer solchen Transaktion kann daher weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust resultieren. Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf die Eigentümer des Mutterunternehmens und die Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregeln für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Die Neuregelungen aus IFRS 3 und IAS 27 wirken sich auf den Erwerb und den Verlust der Beherrschung an Tochterunternehmen und auf die Transaktionen mit Anteilen ohne beherrschenden Einfluss am oder nach dem 1. Januar 2010 aus. Diese Änderung der Rechnungslegungsmethoden wird prospektiv angewandt und hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie.
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Geeignete Grundgeschäfte Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Dies umfasst auch die Designation von Inflationsrisiken als gesichertes Risiko bzw. Teile davon in bestimmten Fällen. Der Konzern hat festgestellt, dass diese Änderung sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken wird, weil der Konzern keine derartigen Geschäfte eingegangen ist.
Die übrigen Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte und von der EU übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Inkrafttreten | Datum des EU Endorsements |
|
|---|---|---|
| Änderungen von Standards | ||
| Änderungen zu IAS 24: Klarstellungen | 01.01.2011 | 19.07.2010 |
| Änderungen zu IAS 32: Bezugsrechte | 01.02.2010 | 23.12.2009 |
| Änderung IFRS 1: Begrenzte Befreiung – geändert im Zusammenhang mit IFRS 7 |
01.07.2010 | 24.06.2010 |
| Änderungen zu IFRS 8: Geschäftssegmente – geändert im Zusammenhang mit IAS 24 |
01.01.2011 | 19.07.2010 |
| Neue bzw. geänderte Interpretationen | ||
| Änderung IFRIC 14: Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungs verpflichtungen |
01.01.2011 | 20.07.2010 |
| IFRIC 19: Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 01.07.2010 | 23.07.2010 |
Diese neuen Rechnungslegungsvorschriften werden nach derzeitiger Einschätzung des Konzerns keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte aber von der EU noch nicht übernommenen Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Inkrafttreten | Datum des EU Endorsements |
|
|---|---|---|
| Änderungen von Standards | ||
| Änderung IFRS 1: Ausgeprägte Hochinflation | 01.07.2011 | Offen |
| Änderung IFRS 7: Angaben | 01.07.2011 | Offen |
| Jährliche Verbesserungen an verschiedenen Standards (2010) | 01.01.2011 | Offen |
| Änderung IAS 12: Realisierung des Buchwerts eines spezifischen Vermögenswerts |
01.01.2012 | Offen |
| Neue Standards | ||
| IFRS 9: Finanzinstrumente | 01.01.2013 | Offen |
Dieser Standard ist der erste Teil eines Projekts zur vollständigen Ablösung von IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Nach der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt von der Steuerung der Finanzinstrumente durch das Unternehmen sowie deren Produktmerkmalen ab. Der Standard wurde durch im Oktober 2010 veröffentlichte Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und einen im Dezember 2010 veröffentlichten Entwurf zur Sicherungsbilanzierung ("Hedge Accounting") ergänzt. Eine verlässliche Einschätzung der Auswirkungen dieses geänderten Standards auf die Konzernberichterstattung der Splendid Medien AG ist derzeit noch nicht möglich.
Im Mai 2010 hat das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process-Projekts kleinere Änderungen an Standards und einer Interpretation vorgenommen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
Auch die übrigen neuen Rechnungslegungsvorschriften werden voraussichtlich keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Die Splendid-Gruppe vermarktet Spielfilme, Dokumentationen sowie Kinder- und Familienprogramme im Home Entertainment, im Kino und im Fernsehen. Daneben bietet die Gesellschaft Postproduktions-Dienstleistungen wie Synchronisation und Erstellung von digitalen Inhalten für DVD/Blu-ray und Internet an.
In den Konzernabschluss wurden neben dem Mutterunternehmen Splendid Medien AG die folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
| Sitz | Anteil in % | |
|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | ||
| Splendid Film GmbH | Köln | 100 |
| Polyband Medien GmbH | München | 100 |
| Early Learning Group GmbH (vorher: Kids for Kids GmbH) | Hamburg | 100 |
| WVG Medien GmbH | Hamburg | 90 |
| eNterActive GmbH | Hamburg | 85 |
| Splendid Synchron GmbH | Köln | 100 |
| FFS Köln Film- & Fernseh-Synchron GmbH | Köln | 51 |
| Videociety GmbH | Köln | 100 |
Die Splendid Medien AG übt als Holdinggesellschaft zentrale Servicefunktionen im Verwaltungsbereich der Splendid-Gruppe aus, darunter Finanzen, Controlling, Organisation, EDV, Unternehmenskommunikation und Investor Relations.
Die Splendid Film GmbH (100 %), Köln, erwirbt Filme auf dem Weltmarkt und vermarktet die Filme vornehmlich im deutschsprachigen Raum und in den Benelux-Ländern.
Die Polyband Medien GmbH (100 %), München, erwirbt und produziert Programme im Bereich Special Interest und Family-Entertainment und wertet diese im deutschsprachigen Raum über die gesamte Wertschöpfungskette aus. Die Polyband Medien GmbH hat mit der Splendid Medien AG als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Die Early Learning Group GmbH (100 %), Hamburg, erwirbt, produziert und vermarktet Edutainment-Programme im Familien-Umfeld.
Über die WVG Medien GmbH (90 %) in Hamburg vertreiben Splendid Film, Polyband und Early Learning Group ihre DVD und Blu-ray-Programme. Die WVG Medien vertreibt auch ein eigenes Programm und übernimmt darüber hinaus den Vertrieb von DVDs und Blu-ray-Discs für weitere Unternehmen. Der zwischen der WVG Medien GmbH und der Splendid Medien AG als herrschender Gesellschaft bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sieht eine Abfindungsvereinbarung mit dem Minderheitsgesellschafter, Herrn Alexander Welzhofer vor, in der eine jährliche Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 55 festgeschrieben ist.
Die eNterActive GmbH (85 %) in Hamburg konzipiert und entwickelt digitale Mehrwertdienste wie Animation, Trailer, Spiele für DVD, Blu-ray-Disc und Internet und bietet Digitalisierungsdienste für VoD/EST-Plattformen (wie z.B. Maxdome, Videoload, iTunes) an. eNterActive zählt zu den führenden international tätigen Unternehmen innerhalb der interaktiven Programmformate-Entwicklung für die Blu-ray-Technologie. Damit komplettiert eNterActive den Bereich Internet/Neue Medien der Splendid Medien AG und bildet zusammen mit der Splendid Synchron GmbH (100 %) den Bereich Postproduktion. Die eNterActive GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 mit der Splendid Medien AG als herrschender Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Abfindungsvereinbarung mit dem Minderheitsgesellschafter, Herrn Hans-Dieter Henseleit sieht eine jährliche Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 58 vor.
Die Splendid Synchron GmbH mit Sitz in Köln synchronisiert fremdsprachige Filme und TV-Serien und überarbeitet diese tontechnisch. Die Splendid Synchron GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 mit der Splendid Medien AG als herrschender Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Splendid Synchron GmbH gründete im Jahr 2006 zusammen mit der FFS Film- und Fernseh-Synchron GmbH, München, die FFS Köln Film- und Fernseh-Synchron GmbH, Köln. Splendid Synchron GmbH hält 51 % des Stammkapitals dieser Gesellschaft.
Im Berichtszeitraum wurde eine neue Tochtergesellschaft, Videociety GmbH (100 %), Köln, gegründet. Die Gesellschaft betreibt eine Video-on-Demand-Plattform. Dabei gelangt der Video-Content über den mit dem Internet verbundenen Blu-ray Player (BD-Live Player) auf den Bildschirm. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit Mitte Juni 2010 im Rahmen eines Testbetriebs, der mittlerweile abgeschlossen ist, aufgenommen.
Die Polyband Medien GmbH, München, die Splendid Synchron GmbH, Köln, sowie die eNterActive GmbH, Hamburg, nehmen für ihre Jahresabschlüsse zum 31.12.2010 die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch, die Polyband Medien GmbH, München, darüber hinaus auch die Befreiung bezüglich der Aufstellung des Lageberichts in Anspruch.
In den Konzernabschluss werden gemäß IAS 27 alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Splendid Medien AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen).
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Splendid Medien AG aufgestellt. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.
Die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgt grundsätzlich durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Fair Value der übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt ihres Erwerbes (Erwerbsmethode). Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Er wird beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, in den Folgeperioden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen.
Aus der mit Notarvertrag vom 15.06.2010 gegründeten Gesellschaft Videociety GmbH, Köln, ergab sich im Zuge der Erstkonsolidierung kein Unterschiedsbetrag. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 25 wurden mit dem gleich hohen Stammkapital der Gesellschaft verrechnet.
| in T € | Historische Anschaffungs kosten Geschäfts oder Firmenwert |
Restbuchwert Geschäfts- oder Firmenwert |
|---|---|---|
| Unternehmen | ||
| Splendid Film GmbH | 5.156 | 0 |
| Polyband Medien GmbH | 393 | 308 |
| Early Learning Group GmbH | 17 | 0 |
| WVG Medien GmbH | 18 | 18 |
| eNterActive GmbH | 3 | 0 |
| Splendid Synchron GmbH | 3 | 0 |
| Videociety GmbH | 0 | 0 |
| 5.590 | 326 |
Die aus der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zum Geschäftsjahr 2004 über 20 Jahre entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt keine planmäßige Abschreibung. Der Konzern überprüft seitdem gemäß IFRS 3 i. V. m. IAS 36 jährlich jeweils zum Geschäftsjahresende die Werthaltigkeit der
Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Überprüfung erfolgt auf Basis von prognostizierten Cashflows der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die aus der vom jeweiligen Management vorgelegten 5-Jahresplanung abgeleitet wird. Im 5-Jahres-Zeitraum wurde auf Basis von quantifizierbaren Einzelprojekten oder Segmenten die Planrechnung abgeleitet. Nach dem 5-Jahres-Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows unterstellt. Der Wert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde dann aus den Cashflows unter Zugrundelegung eines Diskontierungssatzes von 9 % ermittelt. Nach dem oben erläuterten Verfahren war keine Wertberichtigung notwendig.
Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Höhe der Wertberichtigung ergibt sich dann als Differenz aus dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Tochterunternehmen). Einmal, auch unterjährig, erfasste Wertminderungsaufwendungen, können in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht mehr aufgeholt werden.
Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden ebenso wie Zwischengewinne eliminiert.
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf der Basis der Währung bewertet, die der Währung des wirtschaftlichen Umfeldes, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Er stellt die funktionale Währung des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen dar.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des vorliegenden Konzernabschlusses wurden, mit Ausnahme der Änderungen aus der erstmaligen Anwendung von neuen Standards gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die Bilanz ist nach Fälligkeiten gegliedert, die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte haben eine Fälligkeit bis zu einem Jahr. Die Aufstellung der Gewinnund Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren.
Die Konzernunternehmen generieren Umsatzerlöse aus der Verwertung von Filmrechten sowie aus Dienstleistungen für die Film- und Fernsehbranche. Im Rahmen der Verwertung von Filmrechten werden für einen zeitlich und räumlich begrenzten Bereich Lizenzen an Abnehmer vorwiegend in Deutschland und im deutschsprachigen Europa erteilt. Die Konzernunternehmen erzielen hierbei Umsätze aus der Auswertung in Kino, DVD/Blu-ray bis hin zum Free- und Pay-TV.
Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Verwertungschancen und Risiken an den Erwerber übergegangen sind, die Höhe der Erträge zuverlässig bestimmt werden kann, der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens hinreichend wahrscheinlich ist und die Konzernunternehmen im Zuge der Veräußerung keine Verpflichtungen mehr zu erfüllen bzw. keine Verfügungsmacht mehr haben.
Im Speziellen wird bei der Lizenzierung von Kinorechten der Umsatz ab dem Kinostart des Films realisiert. Im Rahmen der DVD/Blu-ray- und TV-Auswertung erfolgt die Realisierung des Umsatzes bei Materialabnahme durch den Lizenznehmer bzw. abhängig von den vertraglichen Vereinbarungen nach Ablauf einer bestimmten Frist nach erfolgter Warenlieferung.
Umsätze aus Dienstleistungen im Bereich Audio- und Video-Postproduktion werden nach Fertigstellungsgrad realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Aufträge wurde aufgrund der angefallenen Kosten zum Stichtag im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtprojektkosten ermittelt.
Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringlich sind.
Beträge für bereits erbrachte Leistungen, die noch nicht vom Kunden teilabgerechnet wurden, sind in der Konzernbilanz im Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 66 enthalten. Die auftragsbezogenen Kosten wurden in den Herstellungskosten erfasst.
Die Erfassung von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen den Konzernunternehmen hinreichend wahrscheinlich zufließt. Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst, ebenso wie Fremdkapitalkosten. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung des anzuwendenden Effektivzinssatzes abgegrenzt.
Erworbene Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn die Vermögenswerte einen zukünftigen Nutzenzufluss erwarten lassen und die Anschaffungs- und Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Erworbene Software wird linear über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben.
Des Weiteren sind Firmenwerte aktiviert, die gemäß IFRS 3 nicht abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft werden.
Die Filmrechte und geleisteten Anzahlungen auf Filmrechte werden als eigene Positionen ausgewiesen. In Ermangelung branchenspezifischer Vorschriften nach IFRS erfolgte die Bewertung nach allgemeinen Grundsätzen.
Die im Filmvermögen ausgewiesenen Filmrechte werden im Zeitpunkt der technischen Abnahme des Filmmaterials mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Filmrechte erfolgt grundsätzlich nach Maßgabe einer verwertungsabhängigen Abschreibungsmethode, die den Wertverzehr der genutzten Filmrechte im Zeitablauf in Abhängigkeit von den erzielbaren Verwertungsergebnissen darstellt. Die Bilanzierung beruht hierbei auf den Erfahrungen und Einschätzungen der Geschäftsführung über die Auswertungsmöglichkeiten der Lizenzen. Der Zeitraum der Erlösschätzung, der Basis für die Berechnung der Abschreibung ist, wurde dabei in der Regel auf maximal 10 Jahre beschränkt.
Im Regelfall des Vollrechtserwerbs erfolgt bei Auswertung der Filmrechte im DVD/Blu-ray-Verleih-/ DVD/Blu-ray-Kaufgeschäft eine Abschreibung in Höhe von 20 % der Anschaffungskosten. Bei Veräußerung der TV-Rechte werden Abschreibungen in Höhe von 80 % der Anschaffungskosten verrechnet.
Bei Verwertung der Pay-TV-Rechte werden 10 % als Abschreibungen im Aufwand erfasst. Für die Free-TV-Rechte erfolgt dann eine Abschreibung in Höhe von 70 %, da die Verwertung von Pay-TV-Rechten die Free-TV-Abschreibung um jene 10 % kürzt.
Für die Auswertungsstufe "Kino" wird eine Abschreibung in Höhe von 10 % der Anschaffungskosten verrechnet. Das entsprechende Abschreibungsvolumen wird auf der Auswertungsstufe "TV-Rechte" gekürzt.
Abweichend von der vorgenannten Abschreibungsmethode erfolgt für niedrigpreisige Filme, die nur einen verhältnismäßig geringen Erlös im Vergleich zu den gesamten erwarteten Erlösen aus der TV-Verwertung erwarten lassen, bei Auswertung der Filmrechte im DVD/Blu-ray-Geschäft eine Abschreibung in Höhe von 50 % der Anschaffungskosten. Bei Veräußerung der TV-Rechte werden ebenfalls Abschreibungen in Höhe von 50 % der Anschaffungskosten verrechnet.
Wird im Einzelfall erkannt, dass eine Abschreibung nach den vorgenannten Regeln nicht zu einem sachgerechten Ergebnis führt, werden dem tatsächlichen Auswertungsverlauf entsprechende Anpassungen vorgenommen. Wesentliche Änderungen aufgrund gegenüber Vorperioden angepasster Schätzungen ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.
Von diesen Abschreibungsregeln ausgenommen ist unsere innovative Lernspielreihe "Ben & Bella". Die Abschreibung erfolgt vor dem Hintergrund der erwarteten Nutzung linear über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Der Wertansatz der Lizenzen wird zu jedem Bilanzstichtag im Rahmen eines Wertminderungstests überprüft. Zu weiteren Informationen wird auf die Ausführungen unter "Schätzungen und Annahmen" verwiesen.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb eines Filmrechtes zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungskosten des entsprechenden Vermögenswertes nach IAS 23 aktiviert. Bemessungsgrundlage für diese Aktivierung hierbei sind Filminvestitionen nach dem 1. Januar 2009, wenn sich der Zeitraum der Anschaffung von Anzahlung bis Schlussrechnung über mehr als 1 Jahr erstreckt. Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich keine wesentlichen Fälle, so dass unter Wesentlichkeitsaspekten auf eine Aktivierung der Fremdkapitalkosten verzichtet wurde.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um plan- und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert. Vermögenswerte, die aufgrund des Vorliegens von Finanzierungsleasing der Gesellschaft zuzurechnen sind, wurden nach IAS 17 mit dem Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Für die Ermittlung der Barwerte wurden durchschnittliche, bei entsprechenden Bankfinanzierungen anzuwendende Zinssätze zugrunde gelegt.
Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Vermögenswerte, die durch Finanzierungsleasing entstehen, werden linear pro rata temporis unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen der nicht aufgrund bestehender Leasingverträge aktivierten Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Mietereinbauten | 0 | bis | 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 | bis | 13 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 | bis | 5 Jahre |
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 werden seit dem Jahr 2008 über einen jahresbezogenen GWG Pool über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Soweit Splendid Medien im Rahmen von Leasingverträgen alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer gemäß IAS 17 anzusehen ist, wird der Leasinggegenstand bei Vertragsabschluss mit dem Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In entsprechender Höhe wird eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing passiviert, die in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird.
Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse umfassen technisches Equipment und Studioeinrichtungen. Die Anlagen werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.
Die Operating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen geleaste Pkw sowie Büroequipment. Die Laufzeit der Leasingverhältnisse beträgt in der Regel 3 Jahre. Die künftigen Verpflichtungen aus Leasingzahlungen sind unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen.
Die Verträge werden über eine Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahren abgeschlossen. Alle Leasingverhältnisse basieren auf fest vereinbarten Raten und lauten auf EUR.
Ein Unternehmen hat gemäß IAS 36 an jedem Bilanzstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert ist. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Wenn sein Buchwert diesen Betrag übersteigt, wird ein Vermögenswert ergebniswirksam wertgemindert. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus beizulegendem Wert abzüglich Verkaufskosten und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung des Vermögenswerts erwartet werden. Zu jedem
Bilanzstichtag ist zu beurteilen, ob eine Wertminderung weiterhin besteht. Sind die Gründe für die außerplanmäßige Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ergeben hätte, wenn die außerplanmäßige Abschreibung nicht vorgenommen worden wäre. Letzteres gilt nicht für Geschäfts- oder Firmenwerte.
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die dazu führen, einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit zu erfassen. Die finanziellen Vermögenswerte der Splendid Medien Gruppe umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und derivate Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert. Finanzielle Vermögenswerte unter der Kategorie "Held to Maturity" liegen ebenso wie finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die unter die "Fair Value Option" fallen, nicht vor.
Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt bei Kauf oder Verkauf zum Handelstag, d. h. dem Tag, an dem eine Verpflichtung zum Kauf bzw. Verkauf eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit eingegangen wurde.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und Termingelder, deren Gesamtlaufzeit weniger als 3 Monate beträgt. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausländische Valuten werden zum Stichtagskurs angesetzt.
Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte) sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert, welcher in der Regel den Anschaffungskosten entspricht, angesetzt, unter Berücksichtigung von Transaktionskosten; an den Folgestichtagen werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, bei längerfristigen Vermögenswerten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Bei Forderungen, bei denen erkennbare Risiken bestehen, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen, die auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst werden. Anzeichen hierfür sind verspätete oder stockende Zahlungseingänge, Insolvenzen sowie Rechtsstreitigkeiten in Verbindung mit fehlenden oder nicht werthaltigen Sicherheiten. Zudem werden Erfahrungswerte der Vergangenheit bei der Bewertung der Forderungen berücksichtigt. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung erfolgswirksam bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten rückgängig gemacht. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Einzelwertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Die Forderungen sind überwiegend kurzfristig und haben eine Laufzeit von unter drei Monaten. Wesentliche langfristige finanzielle Vermögenswerte bestehen nicht. Wesentliche Zinsrisiken bestehen für diese Kategorien nicht.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfolgt ist:
In der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden Anteile an einer nicht konsolidierten Beteiligung (Beteiligungshöhe 1 %) erfasst. Es handelt sich hierbei um eine Beteiligung, die mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von EUR 0 angesetzt wird. Die Beteiligung wird zu Anschaffungskosten bewertet, da ein Markt hierfür nicht besteht und ein beizulegender Zeitwert über andere Bewertungsmethoden nicht zuverlässig ermittelt werden kann.
Finanzielle Verbindlichkeiten (Darlehensverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige Verbindlichkeiten) werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich etwaiger Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt, mit Ausnahme der derivaten Finanzinstrumente, zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Differenzen bei den Verbindlichkeiten zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden über die Laufzeit des Darlehensvertrages grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode (Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes) verteilt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Verbindlichkeiten werden als langfristig klassifiziert, sofern der Vertrag eine Tilgung nach 12 Monaten vorsieht. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
Bei den Darlehensverbindlichkeiten handelt es sich hauptsächlich um eine langfristige, in 2013 endfällige Finanzierungsvereinbarung mit HSBC Trinkaus & Burkhardt KG, Düsseldorf, (H.E.A.T. Mezzanine II Fonds) über 7,5 Mio. EUR, die mit 7,933 % p. a. verzinst wird. Der Effektivzinssatz beträgt 8,7 %. Ein Zinsänderungsrisiko besteht insoweit nicht. Lediglich für den Fall, dass die jährlich durchzuführende Bilanzbeurteilung für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre ein definiertes Rating unterschreitet, erhöht sich der geschuldete Zins um 50 Basispunkte p. a. berechnet auf den Basisbetrag. Daneben gibt es eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der National-Bank AG, Essen, aus einer Vorfinanzierung von Fernsehverträgen in einer Höhe von 2,3 Mio. EUR; hiervon sind 0,4 Mio. EUR in 2011 fällig, der Restbetrag wird in 2012 fällig.
Der beizulegende Zeitwert der vorliegenden langfristigen festverzinslichen Darlehen wird im Wesentlichen durch die Zinserwartungen bestimmt, daneben aber unter anderem auch durch die Bonität der Gesellschaft. Ein aktiver Markt für derartige Verbindlichkeiten liegt nicht vor. Es wird davon ausgegangen, dass der Zeitwert dem Buchwert der Verbindlichkeit entspricht. Eine verlässliche Berechnung des beizulegenden Zeitwertes wird als nicht möglich angesehen.
Die zukünftigen vertraglich festgelegten Ausgleichsansprüche der Minderheitengesellschafter stellen eine finanzielle Verbindlichkeit gemäß IAS 32.16 (a)(i) dar (vgl. Minderheitenanteile). Angesetzt ist der zukünftige Erfüllungsbetrag, der unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt wurde.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Unter diese Kategorie fallen die Derivate, die nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebunden sind (held for trading). Die Splendid Medien Gruppe setzt zur Absicherung gegen Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenoptionen und Devisentermingeschäften ein. Währungsrisiken ergeben sich durch Lizenzzahlungen, die in USD denominiert sind. Diese Derivate erfüllen nicht die Voraussetzung von IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung ein Sicherungsinstrument darstellen könnten.
Vor dem Hintergrund der aktuellen und künftig zu erwartenden Zinsentwicklung hat die Splendid-Gruppe ein Zinsbegrenzungsgeschäft in der Form einer Zinshöchstsatz-Vereinbarung (Cap) abgeschlossen, das einen Teil der Zinsrisiken abdeckt.
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Handelstag. Gekaufte Devisenoptionen werden erstmalig in Höhe ihrer Optionsprämie als sonstiger Vermögenswert und nachfolgend mit ihrem Marktwert aktiviert. Wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist, wird eine finanzielle Verbindlichkeit erfasst.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten korrigiert um Wertminderungen am Bilanzstichtag bewertet. Der hierbei zu Grunde gelegte Nettoveräußerungswert ergibt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der voraussichtlich noch anfallenden Produktionskosten sowie geschätzter Vertriebskosten. Fallen die Gründe für die Wertminderung weg, so wird die vorgenommene Abschreibung rückgängig gemacht. Bei den enthaltenen fertigen Erzeugnissen und Waren handelt es sich im Wesentlichen um DVDs und Blu-Rays sowie einen geringen Anteil an Merchandisingartikeln. Bei den enthaltenen unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Vorleistungen im Zusammenhang mit Kinostarts in 2011 und um Einzelbestandteile wie Steelbooks und Zubehör für Spezialeditionen.
In die Herstellungskosten sind direkt zurechenbare Material- und Fertigungskosten eingeflossen, Fertigungsgemeinkosten sind hierbei von untergeordneter Bedeutung. Beim Wertansatz der fertigen Erzeugnisse und Waren sind stufenweise Abwertungen unter Berücksichtigung der Lagerreichweiten eingeflossen. Wegen bestehender Bestandsdisposition mit geplanten Vernichtungen von Beständen und Sonderabverkauf über Postenware wurden entsprechende Maßnahmen in der Bestandsführung ergriffen. Die daraus resultierenden Abwertungsrisiken wurden bewertet und im Rahmen der Bestandsbewertung berücksichtigt.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern aus noch nicht genutzten Verlustvorträgen sind zu aktivieren, sofern ein zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Nutzung der Verlustvorträge mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Bei der Berechnung werden diejenigen Steuersätze angewandt, die nach der aktuellen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt erwartet werden.
Öffentliche Zuwendungen werden gemäß IAS 20 erfasst, wenn ausreichende Sicherheit gewährleistet ist, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Bei den Verleihförderungen wird unterschieden zwischen Verleihförderungen als bedingt rückzahlungspflichtiges Darlehen und nicht rückzahlungspflichtigen Zuschüssen.
Im Geschäftsjahr 2010 gab es zwei Filmförderungen der MDM und der LFA. Hierbei handelt es sich um bedingt rückzahlbare Darlehen.
Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 mit dem Betrag angesetzt, der sich aufgrund der bestmöglichen Schätzung des Ressourcenabflusses zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag ergibt. Eine Rückstellung wird angesetzt, wenn für das Unternehmen eine rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und dies voraussichtlich zu künftigen Nettozahlungsabflüssen führen wird. Eine Bilanzierung gemäß IAS 37 wird nur dann vorgenommen, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % beträgt. Geldleistungsverpflichtungen, für die keine Zinsen zu zahlen sind, werden mit ihrem Barwert angesetzt. Sämtliche Rückstellungen sind kurzfristiger Natur.
Fremdwährungstransaktionen werden gemäß IAS 21 mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkurs erfasst. Für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, erfolgt die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Folgende Kurse waren für die Währungsumrechnung im Konzern maßgebend:
| Stichtagkurs USD | |
|---|---|
| 31.12.2010 | 1,3390 |
| 31.12.2009 | 1,4338 |
Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls berechnet.
Die Erstellung von Jahresabschlüssen in Übereinstimmung mit den Regelungen der IFRS erfordert, dass Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen werden, die Einfluss auf die Werte der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen abweichen. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte innerhalb des nächsten Geschäftsjahres in sich bergen können, werden im Folgenden dargestellt:
Der wirtschaftliche Erfolg der aktivierten Filmlizenzen (Buchwert: TEUR 9.639) ist abhängig von den Vermarktungserfolgen in den einzelnen Wertschöpfungsstufen. Sofern sich die hierbei getroffenen Annahmen (z. B. durch Wandel im Publikumsgeschmack) nicht realisieren, kann dies zu geänderten Abschreibungsverläufen und Wertminderungen in Folgejahren führen.
In 2009 wurde der Restbuchwert des Filmvermögens des Produktes Ben & Bella der Early Learning Group um 50 % wertkorrigiert (TEUR 502). In 2010 wurden aufgrund der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung für die Produktreihe keine, weiteren außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Der Restbuchwert zum 31.12.2010 beträgt TEUR 566.
Die Schätzung bezüglich der aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ist im Hinblick auf ihre künftige Nutzbarkeit davon abhängig, dass zukünftig die von der Gesellschaft im Rahmen der Unternehmensplanung substanziiert prognostizierten positiven steuerlichen Einkommen generiert werden können. Der Buchwert hierfür beträgt TEUR 2.878. Hierbei wurde ein Planungshorizont von 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzung der Verlustvorträge wird jährlich an aktualisierte Planungen angepasst. Die latenten Steuern auf Verlustvorträge werden mit einem langfristig erwarteten Steuersatz von 31,58 % in Ansatz gebracht. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 2,9 Mio. EUR Latente Steuern auf Verlustvorträge aktiviert, daneben bestehen nicht berücksichtigte Verlustvorträge von 58,3 Mio. EUR für die Körperschaftsteuer und 53,8 Mio. EUR für die Gewerbesteuer.
Des Weiteren sind Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen vor allem bei der Bemessung von sonstigen Rückstellungen und von Impairments auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die Klassifizierung von Leasing sowie bei der Festlegung konzerneinheitlicher Nutzungsdauern von Bedeutung.
Bezüglich der Umsätze nach Segmenten (Geschäftsfelder und Regionen) wird auf die Ausführungen zur Segmentberichterstattung verwiesen. Die Umsätze des Segmentes Lizenzen betreffen im Wesentlichen Lizenzerlöse mit TV Sendern und Umsätze aus dem Kinoverleih, während die Umsätze des Segmentes Home Entertainment Warenlieferungen sowie Vertriebsdienstleistungen und die Umsätze des Segmentes Postproduktion ausschließlich Dienstleistungen betreffen.
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ertrag aus Schadensersatzforderungen | 654 | 71 |
| Ertrag aus der Auflösung von Verbindlichkeiten | 330 | 48 |
| Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen | 325 | 802 |
| Ertrag aus Vertragsnichterfüllung | 151 | 0 |
| Ertrag aus Filmförderungen | 150 | 225 |
| Ertrag aus Sachbezug Pkw/Unfallversicherung | 88 | 96 |
| Ertrag aus Weiterbelastung Marketingkosten | 87 | 87 |
| Sonstige | 91 | 261 |
| Gesamt | 1.876 | 1.590 |
In den Herstellungskosten sind folgende Posten enthalten:
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Filmrechte | 9.488 | 10.355 |
| Lizenzzahlungen/Royalties | 2.016 | 3.253 |
| Personalkosten | 1.818 | 1.708 |
| Bezogene Leistungen und Materialkosten | 9.694 | 9.060 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 132 | 145 |
| Gagen | 780 | 910 |
| Sonstiges | 195 | 227 |
| Gesamt | 24.123 | 25.658 |
Die Abschreibungen auf Filmrechte beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 501 (i. V. TEUR 1.007).
In den Vertriebskosten sind die Posten der folgenden Tabelle enthalten:
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Werbung | 5.001 | 3.598 |
| Verkaufsprovisionen | 995 | 642 |
| Personalkosten | 1.596 | 1.449 |
| GEMA/Filmförderung | 715 | 925 |
| Reisekosten | 293 | 260 |
| Sonstiges | 371 | 284 |
| Gesamt | 8.971 | 7.158 |
Die Verwaltungskosten setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Rechts- und Beratungskosten | 784 | 416 |
| Personalkosten Verwaltung | 2.385 | 2.028 |
| Mieten, Leasing, Betriebskosten | 878 | 749 |
| Public Relations, Investor Relations, HV | 96 | 179 |
| Bürokosten, Versicherungen u.ä. | 599 | 401 |
| Porto, Telefon | 142 | 144 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 111 | 108 |
| Sonstiges | 189 | 148 |
| Gesamt | 5.184 | 4.173 |
Das in den Rechts- und Beratungskosten enthaltene Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungen beträgt TEUR 81, das Honorar für Steuerberatungsleistungen beträgt TEUR 35 und das Honorar für übrige Leistungen TEUR 50.
Abschreibungen auf den Firmenwert wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen (i. V. TEUR 0).
Die Einzelposten ergeben sich wie folgt:
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 75 | 16 |
| Forderungsverluste | 14 | 355 |
| Sonstige | 135 | 30 |
| Gesamt | 224 | 401 |
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Bankguthaben | 11 | 33 |
| Verlustzuweisungen Stiller Gesellschafter | 4 | 0 |
| Steuerforderungen | 2 | 0 |
| Summe Finanzerträge | 17 | 33 |
| Finanzaufwendungen | ||
| Bankverbindlichkeiten | 75 | 18 |
| Steuerverbindlichkeiten | 0 | 35 |
| Darlehen H.E.A.T. II | 640 | 636 |
| Ausgleichsansprüche an Minderheitengesellschafter | 122 | 126 |
| Sonstige | 0 | 12 |
| Summe Finanzaufwendungen | 837 | 827 |
| Finanzergebnis | -820 | -794 |
Zinsen wurden in Höhe von TEUR 671 (i. V. TEUR 644) gezahlt und in Höhe von TEUR 16 (i. V. TEUR 27) vereinnahmt.
Im Berichtsjahr ist saldiert ein Währungsgewinn in Höhe von TEUR 186 (i. V. Währungsverlust: TEUR 78) angefallen. Der Saldo ergibt sich aus Währungsgewinnen von TEUR 425 und Währungsverlusten von TEUR 239. Aus der Bewertung zum Stichtag der zu Handels- und Spekulationszwecken gehaltenen derivaten finanziellen Vermögenswerte zur Absicherung der allg. Wechselkursrisiken ergibt sich ein Verlust in Höhe von TEUR 3 (i. V. TEUR 21).
Unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer einschließlich der latenten Steuern, die nicht anrechenbaren ausländischen Quellensteuern sowie Steuern aus Verlustvorträgen ausgewiesen.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 78 | 85 |
| Gewerbesteuer | 89 | 85 |
| Gewerbesteuer Vorjahre | -6 | 38 |
| Körperschaftsteuer Vorjahre | -19 | 45 |
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen | 26 | -92 |
| Inanspruchnahme latente aktivierte Steuern auf Verlustvortrag | 553 | 532 |
| Neubewertung latente Steuern auf Verlustvortrag | -285 | 617 |
| Gesamt | 436 | 1.310 |
Für die Steuerabgrenzung werden die bei Auflösung der temporären Differenzen erwarteten, künftigen Steuersätze angewendet. Für Zwecke der latenten Steuern wurde die Körperschaftsteuer mit dem ab 2008 geltenden Satz von 15 % berechnet. Die Gewerbesteuer wurde mit 15,75 % angesetzt, der Solidaritätszuschlag wurde mit einem Satz von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer berücksichtigt. Daraus ergibt sich ein zukünftig erwarteter Ertragssteuersatz der Splendid Medien Gruppe von 31,58 %.
| in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Basis eines Steuersatzes von 31,58 % (i. Vj.: 31,58 %) |
701 | -76 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen und steuerfreie Erträge | 127 | 100 |
| Aufgrund von Verlusten nicht in Ansatz gebrachte Steuern des lfd. Geschäftsjahres |
-100 | 680 |
| Neubewertung der latenten Steuern auf Verlustvorträge | -285 | 617 |
| Veränderungen sonstige latente Steuern | 26 | 0 |
| Periodenfremde Steuererträge/ -aufwendungen | -26 | -4 |
| Sonstige | -7 | -7 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 436 | 1.310 |
Der Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand lässt sich wie folgt überleiten:
Den latenten Steuerabgrenzungen sind folgende Bilanzposten zuzuordnen:
| 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|
| Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv |
| 40 | 47 | ||
| 17 | |||
| 2.878 | 3.146 | ||
| 20 | 1 | ||
| 11 | |||
| 6 | 6 | ||
| 24 | |||
| 1 | |||
| 37 | 7 | ||
| 16 | 33 | ||
| 2.952 | 98 | 3.194 | 46 |
| 31.12.2009 |
Steuererstattungsansprüche auf Verlustvorträge mussten in Summe gekürzt werden, da der Planungshorizont von fünf Jahren ein revidiertes Konzernergebnis aufweist, insofern weniger Ansprüche mit zu versteuerndem Einkommen verrechnet werden können. Es wird auf die Ausführungen unter "Schätzungen und Annahmen" verwiesen. Innerhalb des Konzerns bestehen (nach Verrechnung von Steuerlatenzen infolge zugrundeliegender Konsolidierungsdifferenzen) Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer in Höhe von EUR 58,3 Mio. und für die Gewerbesteuer in Höhe von EUR 53,8 Mio., für die kein latenter Steueranspruch bilanziert wurde.
Das Ergebnis je durchschnittlich im Umlauf befindlicher Aktie beträgt EUR 0,18 (i. V. EUR -0,16). Die Dividende pro Aktie beträgt EUR 0,00 (i. V. EUR 0,00). Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurden 9.789.999 (i. V. 9.789.999) Aktien zugrunde gelegt. Eine potentielle Verwässerung des Ergebnisses je Aktie könnte sich in Zukunft durch die genehmigten bzw. bedingten Kapitalien ergeben. Siehe hierzu 5.12 Eigenkapital.
Der Gesamtpersonalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 5.807 (i. V. TEUR 5.188). Darin sind soziale Abgaben in Höhe von TEUR 739 (i. V. TEUR 667) sowie Altersversorgung in Höhe von TEUR 3 (i. V. TEUR 3) enthalten.
Die sozialen Abgaben umfassen auch Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 347 (i. V. TEUR 321).
Die Zahl der Gehaltsempfänger betrug im Jahresdurchschnitt:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Vorstände | 3 | 3 |
| Angestellte | 82 | 78 |
Die liquiden Mittel (TEUR 9.603, i. V. TEUR 7.199) bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten, deren Gesamtlaufzeit jeweils weniger als drei Monate beträgt. Sie sind zum Nennbetrag angesetzt, ausländische Valuten sind zum Stichtagskurs (siehe auch 3. Bilanzierungsund Bewertungsmethoden "Währungsumrechnung") umgerechnet.
Sonstige Vermögenswerte mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr bestanden am Abschluss-Stichtag in Höhe von TEUR 51 (i. V. TEUR 45). Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 286 eine Laufzeit von über 1 Jahr weniger als 5 Jahre. Die übrigen sonstigen Vermögenswerte und kurzfristigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr. Im Einzelnen gliedern sich die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte wie folgt:
| in T € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.942 | 13.246 |
| Sonstige Vermögenswerte | 992 | 645 |
| Gesamt | 13.934 | 13.891 |
Die im Berichtsjahr auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte erfolgswirksam erfassten Wertminderungen bzw. Wertaufholungen betrugen TEUR 75 bzw. TEUR 31 (i. V. TEUR 16 bzw. TEUR 27). In Höhe von TEUR 17 (i. V. TEUR 15.665) wurden Wertberichtigungen in Anspruch genommen.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:
| in T € | |
|---|---|
| Stand 31.12.2008 | 16.836 |
| Auflösung | 27 |
| Inanspruchnahme | 15.665 |
| Zuführung | 16 |
| Stand 31.12.2009 | 1.160 |
| Auflösung | 31 |
| Inanspruchnahme | 17 |
| Zuführung | 75 |
| Stand 31.12.2010 | 1.187 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.187 (i. V. TEUR 1.160) wurden wertberichtigt. Die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs erfolgt auf Basis erwarteter Cashflows und Bewertungsannahmen des Managements.
Die Fälligkeitsanalyse ausgewählter Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:
| in T € | Zum Stichtag weder wert berichtigt noch überfällig |
Zum Stichtag nicht wertberichtigt, aber überfällig seit: |
||
|---|---|---|---|---|
| < 2 Monate | 2-12 Monate | > 12 Monate | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.327 | 383 | 109 | 123 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 788 | 25 | 169 | 10 |
| Buchwert 31.12.2010 | 13.115 | 408 | 278 | 133 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.797 | 235 | 99 | 115 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 639 | 5 | 1 | 0 |
| Buchwert 31.12.2009 | 13.436 | 240 | 100 | 115 |
| in T € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.542 | 1.568 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 298 | 116 |
| 1.840 | 1.684 |
Die Erhöhung des Bestandes um TEUR 156 setzt sich aus Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR 309 sowie aus im Berichtsjahr gebuchten Wertminderungen in Höhe von TEUR 153 zusammen.
Zur Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres verweisen wir auf die Darstellung der dem Konzernanhang beigefügten "Entwicklung des Konzernanlagevermögens".
Der Gesamtbetrag an planmäßigen Abschreibungen auf Anlagevermögen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 248 (i. V. TEUR 257). Außerplanmäßige Abschreibungen fanden im Geschäftsjahr nicht statt.
Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sind mit TEUR 109 in den Herstellungskosten (i. V. TEUR 105), mit TEUR 3 in den Vertriebskosten (i. V. TEUR 2) sowie mit TEUR 87 in den Verwaltungskosten (i. V. TEUR 90) enthalten.
Die Mindestleasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in T € | Mindestleasingzahlungen | Barwert der Mindestleasingzahlungen |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 31.12.2009 |
31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | |||||
| mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 69 | 57 | 65 | 52 | |
| mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und | |||||
| bis zu fünf Jahren | 47 | 59 | 46 | 56 | |
| Leasingverpflichtungen | 116 | 116 | 111 | 108 |
Die unter den Anlagenklassen Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Technische Anlagen und Maschinen bilanzierten geleasten Vermögenswerte stehen zum 31. Dezember 2010 mit TEUR 100 zu Buche (i. V. TEUR 102).
Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um erworbene Software. Die Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 23 (i. V. TEUR 39) in den Herstellungskosten in Höhe von TEUR 24 (i. V. TEUR 19) in den Verwaltungskosten, und in Höhe von TEUR 2 (i. V. TEUR 2) in den Vertriebskosten enthalten.
Unter dieser Position werden Anteile an einer nicht konsolidierten Beteiligung ausgewiesen. Die Beteiligung wird zu ihren Anschaffungskosten von EUR 0 bilanziert.
| in T € | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 |
Umbu chungen |
Stand 31.12.2010 |
|||
| I. Filmvermögen | |||||
| 1. Filmrechte | 84.462 | 8.988 | 0 | 4.260 | 97.710 |
| 2. Geleistete Anzahlungen auf Filmrechte | 4.753 | 1.631 | 0 | -4.260 | 2.124 |
| Summe Filmvermögen | 89.215 | 10.619 | 0 | 0 | 99.834 |
| in T € | Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 |
Zugänge | Ab gänge |
Zu schrei bungen |
Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2009 |
|
| I. Filmvermögen | |||||||
| 1. Filmrechte | 80.453 | 9.488 | 0 | 0 | 89.941 | 7.769 | 4.009 |
| 2. Geleistete Anzah lungen auf Filmrechte |
254 | 0 | 0 | 0 | 254 | 1.870 | 4.499 |
| Summe Filmvermögen | 80.707 | 9.488 | 0 | 0 | 90.195 | 9.639 | 8.508 |
Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen ausschließlich erworbene Filmrechte.
Da das Filmvermögen sowohl Kriterien des Umlauf- als auch des Anlagevermögens erfüllt, ist es der allgemeinen historischen Bilanzierungspraxis folgend in der Vergangenheit im handelsrechtlichen Einzelabschluss als gesonderte Bilanzposition zwischen Anlage- und Umlaufvermögen bilanziert worden. Als Folge dieser Bilanzierungspraxis sind die historischen Anschaffungskosten für vor dem 31. Dezember 2004 angeschaffte Lizenzen, die zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig abgeschrieben waren, nicht im Rahmen eines Anlagengitters fortgeführt. Die angegebenen historischen Anschaffungskosten beziehen sich daher nur auf Lizenzen, für die zum 31. Dezember 2004 noch ein Restbuchwert vorhanden war.
Der Wertansatz der Lizenzen wird zu jedem Bilanzstichtag im Rahmen eines Wertminderungstests überprüft. Die Überprüfung der Filmbibliothek zum Jahresende führte im vierten Quartal zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 364 (im vierten Quartal des Vorjahres: TEUR 570) sowie zu Wertaufholungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 0). Im gesamten Berichtsjahr betrugen die außerplanmäßigen Abschreibungen und Verluste auf Filmvermögen TEUR 501 (i. V. TEUR 1.007). Es wird auf die Ausführungen unter "Schätzungen und Annahmen" verwiesen.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden gemäß IFRS 3 auf Werthaltigkeit überprüft und im Geschäftsjahr nicht außerplanmäßig abgeschrieben.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| 2010 in T € | Betrag | davon über 1 Jahr |
Gegebene Sicherheiten |
Art |
|---|---|---|---|---|
| Finanzleasingverbindlichkeiten | 111 | 46 | ||
| TV-Verwertungs rechte bestimmter |
||||
| Darlehen | 9.637 | 9.224 | 3.685 | Filme |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.678 | |||
| Erhaltene Anzahlungen | 909 | |||
| Ertragsteuerschulden | 119 | |||
| Latente Steuern | 98 | 98 | ||
| Ausgleichsanspruch Minderheitengesellschafter | 113 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.513 | 104 | ||
| 18.178 | 9.472 | 3.685 | ||
| 2009 in T € | Betrag | davon über 1 Jahr |
Gegebene Sicherheiten |
Art |
| Finanzleasingverbindlichkeiten | 108 | 56 | ||
| Darlehen | 7.863 | 7.663 | 750 | TV-Verwertungs rechte bestimmter Filme |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.990 | |||
| Erhaltene Anzahlungen | 232 | |||
| Ertragsteuerschulden | 643 | |||
| Latente Steuern | 46 | 46 | ||
| Ausgleichsanspruch Minderheitengesellschafter | 266 | 153 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.053 | |||
| 16.201 | 7.918 | 750 |
In den Darlehen ist im Wesentlichen eine langfristige Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahre 2006 mit HSBC Trinkaus & Burkhardt KG (H.E.A.T. Mezzanine II Fonds) enthalten. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter Punkt (3).
Unter den sonstigen mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten wurde die im Jahr 2010 geschlossene stille Beteiligung bei der Videociety GmbH bilanziert. Aufgrund des entstandenen Jahresfehlbetrages 2010 wurde die Einlage des stillen Gesellschafters durch das zugewiesene Ergebnis aufgezehrt. Der aus dieser Verlustübernahme resultierende Betrag wird unter den Finanzerträgen ausgewiesen vgl. 4.8. Weitergehende Forderungen gegen den stillen Gesellschafter wurden nicht aktiviert, da eine Nachschussvereinbarung vertraglich nicht fixiert ist. Der Buchwert der Verbindlichkeit gegenüber dem stillen Gesellschafter beträgt zum Abschluss-Stichtag TEUR 0.
Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in T € | Rückstellungen für Verpflichtungen aus Lizenzverträgen |
Filmförderabgaben/ GEMA |
|---|---|---|
| Rückstellungsspiegel | ||
| Stand am 01.01.2010 | 2.428 | 1.676 |
| Zuführung | 509 | 140 |
| Verbrauch | 193 | 105 |
| Auflösung | 238 | 8 |
| Stand 31.12.2010 | 2.506 | 1.703 |
| Boni | Retouren | Sonstige Rückstellungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2010 |
1.883 | 158 | 148 | 6.293 |
| Zuführung | 1.507 | 2 | 52 | 2.210 |
| Verbrauch | 1.733 | 158 | 56 | 2.245 |
| Auflösung | 0 | 0 | 79 | 325 |
| Stand 31.12.2010 | 1.657 | 2 | 65 | 5.933 |
In Rückstellungen enthalten sind Verpflichtungen aus Lizenzverträgen für fremdproduzierte Titel, Filmförderabgaben und GEMA sowie Retoureneinbehalte ggü. Drittkunden aus Vertriebsabrechnungen.
Sämtliche Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Rückstellungen werden in Höhe von TEUR 4.619 voraussichtlich innerhalb eines Jahres zu einem Abfluss führen, für die übrigen Beträge kann aufgrund rechtlicher Unsicherheiten der Abflusszeitpunkt nicht näher bestimmt werden.
Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung der Tabelle "Eigenkapitalveränderungsrechnung".
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 9.789.999,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 9.789.999 auf den Inhaber lautende Stammaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00.
Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements im Konzern ist die Sicherstellung der finanziellen Flexibilität. Dies ist auch durch die Erhaltung einer angemessenen Eigenkapitalquote gewährleistet. Die Steuerung orientiert sich dabei an der Definition des Eigenkapitals nach IFRS. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2010 38,4 % (Vorjahr: 37,0 %) und entspricht damit den internen Zielsetzungen. In der für das Geschäftsjahr 2009 erfolgten Bilanzbeurteilung wurden die Kriterien der Fremdkapitalgeber für ein positives Rating erfüllt.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft für die Dauer bis zum 28. Juni 2015 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 3.915.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Die Gesellschaft hatte von dieser Berechtigung keinen Gebrauch gemacht.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Dauer bis zum 28. Juni 2015 einmalig oder mehrmalig gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 978.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur zulässig
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital II festzulegen. Der Aufsichtsrat
ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital II/2010 oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital II anzupassen. Die Gesellschaft hat bisher von der Berechtigung keinen Gebrauch gemacht.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2001 ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu nominal Eur 890.000,00 (Bedingtes Kapital I) durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Einlösung von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplanes 2001 gewährt werden. Für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft liegt die Zuständigkeit zur Gewährung von Bezugsrechten ausschließlich beim Aufsichtsrat.
Am 29. August 2001 erfolgte eine Ausgabe von insgesamt 222.494 Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter und Angestellte des Splendid-Konzerns. Bis zum 31. Dezember 2010 wurde keine Option ausgeübt. Der Ausübungspreis liegt für die erste Tranche bei EUR 3,43.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juli 2005 ist das Grundkapital um bis zu EUR 3.000.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 Aktien im Nennbetrag von je EUR 1,00 (Bedingtes Kapital II/2005).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festlegen, dass die neuen Aktien vom Beginn des Geschäftsjahres an, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teilnehmen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Bis zum 5. Juli 2010 sind keine Aktien aus dem Bedingten Kapital II ausgegeben worden.
Die Kapitalrücklage wurde in Vorjahren im Wesentlichen aus Agiobeträgen aus der Ausgabe neuer Aktien in 1999 i. H. v. TEUR 49 bzw. TEUR 69.278 (letztere resultierend aus dem Börsengang) sowie aus der Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Jahr 2005 in Höhe von TEUR 9 dotiert. Die Kosten des Börsengangs und der Kapitalerhöhung wurden nach IAS 32 netto (Kosten abzüglich Ertragsteuern) mit dem Eigenkapital (Kapitalrücklage) verrechnet. Außerdem wurde der Ausgleichsanspruch der Minderheitengesellschafter, nach Abzug deren anteiligen Eigenkapitals, mit der Kapitalrücklage verrechnet (vgl. Minderheitenanteile). Zum 31. Dezember 2008 erfolgte eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 66.615 zum Ausgleich eines im Einzelabschluss der Splendid Medien AG zum 31. Dezember 2008 nach Verrechnung des Jahresüberschusses 2008 verbleibenden Verlustvortrags aus dem Vorjahr.
Teilen der Belegschaft, dem Vorstand sowie Geschäftsführern verbundener Unternehmen wurde die Möglichkeit gewährt, auf den Inhaber lautende Aktienoptionen zum Bezug von maximal 890.000 Stück Aktien der Splendid Medien AG im Nennbetrag von je EUR 1,00 zu erwerben. Die Bezugsrechte konnten frühestens nach Ablauf von 2 Jahren nach Zuteilung und dann über die folgenden vier Jahre innerhalb von Ausübungszeiträumen und -fenstern in Abhängigkeit von erreichten Erfolgszielen ausgeübt werden. Die Laufzeit der ausgegebenen Bezugsrechte beträgt maximal 15 Jahre.
Der bei der Ausübung der Aktienoption für den Bezug einer Nennbetragsaktie der Splendid Medien AG zu zahlende jeweilige Ausübungspreis entspricht dem Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der Aktie der letzten 30 Börsenhandelstage, die dem Ausgabetag der Aktienoptionen vorausgehen, mindestens aber dem Nennbetrag der zu erwerbenden Aktie. Am 29. August 2001 erfolgte eine Ausgabe von insgesamt 222.494 Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter und Angestellte des Splendid-Konzerns. Weitere für die Jahre 2002, 2003 und 2004 geplante Tranchen wurden nicht ausgegeben. Bis zum 31. Dezember 2010 wurde keine Option ausgeübt. Der Ausübungspreis lag zum Zeitpunkt der Ausgabe der ersten Tranche bei EUR 3,43. Da diese Aktienoptionen vor dem 7. November 2002 gewährt wurden, erfolgt keine Aufwandserfassung dieser Leistung in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Anteile anderer Gesellschafter wurden grundsätzlich zum Zeitpunkt des jeweiligen Unternehmenserwerbs mit dem den Minderheitsgesellschaftern zuzuordnenden Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der im Rahmen des Anteilserwerbs übernommenen Vermögenswerte und Schulden zuzüglich der jährlich auflaufenden anteiligen Ergebnisbeiträge – soweit verrechenbar – angesetzt.
Minderheitenanteile, für die eine vertraglich festgelegte feste Ausgleichsverpflichtung besteht (§ 304 AktG), werden als zusammengesetzte Finanzinstrumente bilanziert. Die vertraglich festgelegten künftigen Ausgleichsansprüche stellen eine finanzielle Verbindlichkeit gemäß IAS 32.16 (a)(i) dar. Angesetzt wird der zukünftige Erfüllungsbetrag, der unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt wurde. Mangels eindeutiger diesbezüglicher Regelungen in den IFRS wurde dabei wie folgt verfahren: Der Barwert der künftigen Ausgleichszahlungen innerhalb der vertraglich festgelegten Mindest- bzw. Restlaufzeit wird als Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Differenz zum Buchwert der Minderheitenanteile wurde mit diesen verrechnet und im Eigenkapital ausgewiesen. In den Fällen, in denen sich hieraus ein negativer Saldo ergab, erfolgte aufgrund der bis zum Jahr 2009 geltenden Regelungen des IAS 27 solange eine Verrechnung mit den Rücklagen der Muttergesellschaft Splendid Medien AG, wie die Verbindlichkeit den Buchwert der Minderheitenanteile überstieg. Ab dem Jahr 2010 erfolgt die Verrechnung auch, sofern sich ein negativer Minderheitenanteil ergibt. Die wiederkehrenden Ausgleichszahlungen werden im Finanzaufwand erfasst.
Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungsleasingverhältnisse, Schulden aus Lieferungen und Leistungen und Mietkaufverträgen sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden.
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, könnte sich überwiegend aus langfristigen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz ergeben. Da die Splendid-Gruppe nur kurzfristige Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte besitzt bzw. langfristige Verbindlichkeiten zu einem festen Zinssatz aufgenommen wurden, bestehen diesbezüglich keine wesentlichen Risiken. Lediglich ein Unterschreiten der durch den Kreditgeber durchgeführten Bilanzbeurteilung für 2 aufeinander folgende Geschäftsjahre hätte nach Bekanntgabe der zweiten Bilanzbeurteilung eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte zur Folge. Diese Verschlechterung der Zinskonditionen würde nach jetzigem Darlehensstand zu einem um TEUR 38 höheren Zinsaufwand führen.
Der Konzern hat am 21. September 2010 ein Zinsbegrenzungsgeschäft über einen Nominalbetrag von 700 TEUR in Form einer Höchstsatz-Vereinbarung (CAP) abgeschlossen. Die Vertragslaufzeit beträgt ca. 2 Jahre vom 30. September 2010 bis zum 28. September 2012. Der beizulegende Zeitwert (Bewertung nach Black/Barwertberechnung) zum Bilanzstichtag beträgt – TEUR 5, welcher passiviert wurde.
Die Splendid-Gruppe steuert Liquiditätsrisiken durch eine kontinuierliche Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows, das Halten von angemessenen Bankguthaben sowie entsprechenden Kreditlinien bei Banken. Die Splendid-Gruppe hat mit der National-Bank eine Betriebsmittelkreditlinie, nutzbar als Kontokorrentkredit, Akkreditivlinie und Linie für die Anrechnung aus Devisentermingeschäften, vereinbart. Darüber hinaus hat die Splendid-Gruppe mit der National-Bank eine Verkaufskreditlinie vereinbart, die für Vorfinanzierungen von Filmakquisitionen genutzt werden kann. Per 31. Dezember 2010 betrug die Kredit-Inanspruchnahme aus dieser Vorfinanzierung 2,25 Mio. Euro. Hier sind 0,4 Mio. EUR 2011 fällig, der Rest im Jahr 2012. Für beide Kreditvereinbarungen hat sich die Splendid-Gruppe zur Vorlage von Jahresabschlüssen sowie unterjähriger Berichte verpflichtet. Weitere, über die im üblichen Umfange hinausgehenden Kreditbedingungen, die sich aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der National-Bank ergeben, bestehen nicht. Gesonderte Financial Covenants wurden nicht vereinbart. Die seitens der HSBC Trinkaus & Burkhardt KG, Düsseldorf, (H.E.A.T. Mezzanine II Fonds) über einen Betrag von 7,5 Mio. Euro bereitgestellte Finanzierung ist im Jahr 2013 endfällig.
Die Splendid-Gruppe erwirbt Filmlizenzen u. a. in den USA und Fernost. Da diese Lizenzen vorwiegend im deutschsprachigen Raum ausgewertet werden, kann sich durch Wechselkursschwankungen zwischen Euro/US-Dollar die Ertragslage des Unternehmens positiv oder negativ verändern. Die Splendid-Gruppe kalkuliert Projekte und Investitionen auf der Grundlage von Plankursen. Eine deutliche Abweichung von Ist- zu Plankursen löst eine Prüfung geeigneter Sicherungsinstrumente aus. Kurssicherungsmaßnahmen werden in Einzelfällen durchgeführt. Die hierbei eingesetzten derivaten Finanzinstrumente dienen ausschließlich der grundsätzlichen Absicherung bestehender Risiken und werden nicht zu Spekulationszwecken verwendet. Im Rahmen von geplanten Filmakquisitionen wurden US-Dollar mit dem zum Kaufzeitpunkt gültigen Dollarkurs erworben und für den Bezug der entsprechenden Filmrechte bevorratet, sodass ein Grundstock an Devisenbeständen auch bei Terminverschiebungen vorhanden ist. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2010 zur Absicherung gegen Währungsschwankungen in Zusammenhang mit weiteren Filmakquisitionen Kauf- bzw. Verkaufsoptionen auf US-Dollar abgeschlossen. Für die Absicherung von Währungsrisiken aus dem Dienstleistungsgeschäft (Postproduktion) wurde ein US-Dollarkonto eingerichtet.
Zum 31. Dezember 2010 bestehen Optionsvereinbarungen über den Kauf von USD (Call Option) mit einem Nominalvolumen von USD 750.000. Die Splendid Medien AG hat als Käufer bzw. Verkäufer einer Devisenoption gegen Zahlung einer Optionsprämie das Recht, aber nicht die Pflicht, USD gegen Euro zu erwerben bzw. zu veräußern. Bei Geschäftsabschluss werden Nominalvolumen, Währungskurs und Fälligkeitszeitpunkt festgelegt. Für die Berechnung der Marktwerte zum Bilanzstichtag der Devisenoptionen wird das Optionspreismodell von Black und Scholes verwendet.
Bei terminlich feststehenden Zahlungsverpflichtungen wird im Einzelfall auch auf Devisentermingeschäfte zurückgegriffen. Zum Bilanzstichtag gibt es Devisentermingeschäfte über USD 9.200.000.
| in T USD | Jahr der Fälligkeit | Nominal volumen |
Marktwert | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2011 (< 1 Jahr) |
2012-2016 (1-5 Jahre) |
Ab 2016 (> 5 Jahre) |
zum 31.12.2010 |
zum 31.12.2010 |
|
| Devisenoptionen | 750 | 750 | 16 | ||
| Devisentermingeschäfte | 8.450 | 750 | 9.200 | 2 |
Zum 31. Dezember 2010 bestanden zudem Verpflichtungen aus noch nicht geleisteten Lizenzzahlungen in USD in Höhe von TUSD 17.918.
Die nachfolgende Tabelle zeigt in einer Sensitivitätsanalyse die Auswirkungen einer zehnprozentigen Aufwertung des Euros gegenüber dem USD-Dollar:
| in T € | 31.12.2010 | Sensitivitätsauswirkung |
|---|---|---|
| Netto-Fremdwährungsexposure | 1.025 | -93 |
| Devisenoptionen | 16 | -16 |
| Devisentermingeschäft | 2 | -709 |
| Brutto-Fremdwährungsexposure | 1.043 | -818 |
In die Berechnung der Fremdwährungssensitivität werden die zu den Stichtagen bestehenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in US-Dollar sowie die vereinbarten Devisenoptionen und -termingeschäfte einbezogen. Es ist unterstellt, dass der Bestand an Finanzinstrumenten in Fremdwährung am Abschluss-Stichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr betrachtet werden kann. Die Berechnung wird für die gesicherte Nettoposition und für die Kurssicherungsmaßnahmen auf Basis einer angenommenen 10-prozentigen Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar vorgenommen. Somit beträgt das Gesamtrisiko aus Devisenkursen TEUR 818 (dieses würde bei einer gegenläufigen Entwicklung in etwa gleicher Größenordnung einer Chance entsprechen).
Der Konzern ist bestrebt, Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten abzuschließen. Der überwiegende Teil der erworbenen Lizenzrechte wird im Home Entertainment sowie im Handel mit TV-Gesellschaften im deutschsprachigen Raum ausgewertet. Risiken aus Zahlungsausfall oder -verschiebungen begegnet der Konzern im Rahmen des Forderungsmanagements über regelmäßige, standardisierte Reports, die einen Überblick zur Geschäftslage sowie zum Zahlungsverhalten wichtiger Kunden verschaffen. Das bestehende Forderungsmanagement wurde einer weiteren Aktualisierung und Optimierung unterzogen, die im Laufe des Berichtsjahres abgeschlossen wurde. Ein wesentlicher Teil der Forderungen aus dem Bereich Home Entertainment ist über entsprechende Forderungsausfallversicherungen und ein verändertes Abrechnungsprocedere gegenüber wichtigen Großkunden abgesichert. Das maximale Ausfallrisiko auf den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Betrag an Forderungen ist auf 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro) begrenzt. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen an Ausfallrisiken.
Die nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte weisen keine Anzeichen einer fehlenden Werthaltigkeit auf. Anzeichen von Wertminderungen haben in Einzelwertberichtigungen Niederschlag gefunden. Zudem wird durch eine Pauschalwertberichtigung potentiellen Wertminderungen Rechnung getragen. Siehe hierzu auch Textziffer 5.2.
Zahlungsmittel, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten, deren Buchwerte zum Abschluss-Stichtag daher dem Zeitwert entsprechen. Bezüglich des langfristigen Darlehens gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom fair value abweicht. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der Zeitwert der Beteiligung nicht dem Buchwert entspricht.
| Finanzielle Vermögenswerte in T € | Buchwerte | Beizulegender Wert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klasse | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
| Zahlungsmittel- und Zahlungsmittel äquivalente |
1 | 9.603 | 7.199 | 9.603 | 7.199 | ||
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2 | 12.656 | 12.508 | 12.656 | 12.508 | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
2 | 827 | 574 | 827 | 574 | ||
| Mittelfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2 | 286 | 738 | 286 | 738 | ||
| Sonstige mittel- und langfristige finanzielle Vermögenswerte |
2 | 51 | 45 | 51 | 45 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
4 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Derivate Finanzinstrumente | 5 | 100 | 26 | 100 | 26 | ||
| Gesamt | 23.523 | 21.090 | 23.523 | 21.090 |
Die folgende Übersicht zeigt die Gegenüberstellung der Buchwerte sowie der beizulegenden Werte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unter Eliminierung sämtlicher steuerlicher Effekte.
| Finanzielle Verbindlichkeiten in T € | Buchwerte | Beizulegender Wert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Klasse | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| Darlehen (langfristig) | 3 | 9.224 | 7.663 | 9.224 | 7.663 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) |
3 | 413 | 200 | 413 | 200 | |
| Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) | 3 | 65 | 52 | 65 | 52 | |
| Leasingverbindlichkeiten (mittel- und langfristig) |
3 | 46 | 56 | 46 | 56 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3 | 5.716 | 6.012 | 5.716 | 6.012 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 3 | 994 | 717 | 994 | 717 | |
| Derivate Finanzinstrumente | 5 | 87 | 0 | 87 | 0 | |
| Sonstige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten |
3 | 0 | 153 | 0 | 153 | |
| Gesamt | 16.545 | 14.853 | 16.545 | 14.853 |
1 Barreserve
2 Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführeten Anschaffungskosten
3 finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführeten Anschaffungskosten
4 zur Veräußerung verfügbar, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
5 zu Handels- bzw. Spekulationszwecken gehaltene derivative Finanzinstrumente
Zu den Finanzerträgen/Aufwendungen für nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Zinsen vgl. 4.8. Zum Ertrag aus der erfolgswirksamen Bewertung des Derivats vgl. 4.9.
Über die geschilderten Risiken hinausgehende Marktrisiken (z. B. Börsenkursveränderungen) sind vor dem Hintergrund der Struktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht ersichtlich.
Die Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 erstellt. Sie zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert hat. Die Splendid Medien AG ermittelt den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode, nach der der Gewinn oder Verlust der Periode um die Auswirkungen der nicht zahlungswirksamen Transaktionen, um Abgrenzungen der Mittelzu- oder Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in der Vergangenheit oder Zukunft und um Ertrags- oder Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, angepasst wird.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten) mit einer Restlauflaufzeit von weniger als drei Monaten.
Segmente der Splendid Medien AG sind der Lizenzhandel, der Bereich Home Entertainment und die Postproduktion. Die Abgrenzung der einzelnen Segmente ist auf der Basis des internen Berichtswesens erfolgt. Hierbei wurden nur solche Posten berücksichtigt, die einem Segment direkt zugeordnet bzw. auf vernünftiger Grundlage auf bestimmte Segmente aufgeteilt werden konnten. Intersegmentäre Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert.
Als Rechnungsgrundlage zwischen den berichtspflichtigen Segmenten wurden IFRS/IAS angewandt.
Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:
| in T € | Lizenz handel inkl. Kino |
Home Entertain ment |
Post produk tion |
Holding | Summe | Konsoli dierung |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 8.641 | 28.669 | 2.170 | 0 | 39.480 | 39.480 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | 4.038 | 1.899 | 1.291 | 7.228 | 7.228 | |
| Umsätze Gesamt | 8.641 | 32.707 | 4.069 | 1.291 | 46.708 | 46.708 | |
| EBITDA | 4.139 | 9.803 | 480 | -956 | 13.466 | -690 | 12.776 |
| Abschreibungen Filmrechte |
-3.558 | -6.551 | 0 | 0 | -10.109 | 621 | -9.488 |
| Abschreibungen Imm. + Sachanlagen |
-2 | -41 | -170 | -35 | -248 | -248 | |
| Abschreibungen Firmenwert |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| EBIT | 579 | 3.211 | 310 | -991 | 3.109 | -69 | 3.040 |
| Finanzergebnis | -820 | ||||||
| Ertragsteuern | -436 | ||||||
| Konzernjahres überschuss |
1.784 | ||||||
| Segmentanlagevermögen | 5 | 447 | 354 | 187 | 993 | 993 | |
| - davon Firmenwerte | 0 | 326 | 0 | 0 | 326 | 326 | |
| Filmrechte | 4.918 | 5.111 | 0 | 0 | 10.029 | -390 | 9.639 |
| Sonstiges Vermögen | 7.876 | 15.055 | 1.060 | 6.018 | 30.009 | -1.481 | 28.528 |
| Gesamt Vermögen | 12.799 | 20.614 | 1.413 | 6.205 | 41.031 | -1.871 | 39.160 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 5.196 | 9.736 | 526 | 8.683 | 24.141 | -30 | 24.111 |
| Netto-Investitionen Filmrechte |
4.382 | 6.913 | 0 | 0 | 11.295 | -676 | 10.619 |
| Investitionen Imm. + Sachanlagen |
6 | 78 | 175 | 93 | 352 | 352 | |
| Beschäftigte | 3 | 39 | 35 | 7 | 84 | 84 | |
| Umsatz je Beschäftigtem | 2.880 | 735 | 62 | 0 | 470 | 470 |
| Lizenz handel |
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Post produk |
Konsoli | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T € | inkl. Kino | ment | tion | Holding | Summe | dierung | Gesamt |
| Außenumsätze | 6.125 | 27.980 | 2.328 | 0 | 36.433 | 36.433 | |
| Konzerninterne Umsätze | 18 | 3.727 | 1.837 | 1.173 | 6.755 | 6.755 | |
| Umsätze Gesamt | 6.143 | 31.707 | 4.165 | 1.173 | 43.188 | 43.188 | |
| EBITDA | 3.176 | 8.727 | 538 | -811 | 11.630 | -463 | 11.167 |
| Abschreibungen Filmrechte |
-4.224 | -6.434 | 0 | 0 | -10.657 | 303 | -10.355 |
| Abschreibungen Imm. + Sachanlagen |
-2 | -30 | -189 | -36 | -257 | -257 | |
| Abschreibungen Firmenwert |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| EBIT | -1.050 | 2.263 | 349 | -847 | 715 | -160 | 555 |
| Finanzergebnis | -794 | ||||||
| Ertragsteuern | -1.310 | ||||||
| Konzernjahres fehlbetrag |
-1.549 | ||||||
| Segmentanlagevermögen | 4 | 411 | 387 | 129 | 931 | 931 | |
| - davon Firmenwerte | 0 | 326 | 0 | 0 | 326 | 326 | |
| Filmrechte | 4.094 | 4.749 | 0 | 0 | 8.843 | -335 | 8.508 |
| Sonstiges Vermögen | 5.799 | 14.558 | 1.070 | 5.956 | 27.383 | -1.121 | 26.262 |
| Gesamt Vermögen | 9.897 | 19.718 | 1.457 | 6.085 | 37.157 | -1.456 | 35.701 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 3.117 | 9.932 | 460 | 8.914 | 22.423 | 71 | 22.494 |
| Netto-Investitionen Filmrechte |
4.451 | 5.707 | 0 | 0 | 10.158 | -450 | 9.708 |
| Investitionen Imm. + Sachanlagen |
5 | 19 | 132 | 115 | 271 | 271 | |
| Beschäftigte | 3 | 35 | 35 | 8 | 81 | 81 | |
| Umsatz je Beschäftigtem | 2.042 | 799 | 67 | 0 | 450 | 450 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen (vor Konsolidierung) betreffen in Höhe von TEUR 369 (i. V. TEUR 273) das Segment Lizenzhandel und in Höhe von TEUR 135 (i. V. TEUR 734) das Segment Home Entertainment.
Auf Grund der engen Verknüpfung der einzelnen Segmente wurde auf eine weitere Segmentierung verzichtet.
Die Erlöse nach geografischen Regionen stellen sich wie folgt dar:
| Umsatzerlöse in T € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 35.765 | 34.261 |
| übriges Europa | 2.662 | 1.663 |
| USA | 120 | 333 |
| Übrige | 933 | 176 |
| Gesamt | 39.480 | 36.433 |
Der geografische Standort der Vermögenswerte liegt in Deutschland. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt (At Arm´s Length-Prinzip).
| Art der Verpflichtungen in T € | bis 1 Jahr | 2 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Miete | 394 | 492 | 0 | 886 |
| Operating-Leasing | 122 | 128 | 0 | 250 |
Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen aus Operating-Leasing in Höhe von TEUR 160 (i. V. TEUR 155) erfolgswirksam verbucht. Das Bestellobligo insbesondere für Investitionen in das Filmvermögen beträgt TEUR 13.997 (i. V. TEUR 11.231).
Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.
Mitglieder des Vorstands sind:
Vergütung des Vorstands 2010 in EUR
| Jahreseinkommen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € | Fixum | Tantieme Vorstand |
Tantieme Geschäfts führer |
Sachbezüge | Insgesamt | |
| Andreas R. Klein (Vorsitzender) | 323.579 | 205.000 | 0 | 12.490 | 541.069 | |
| Alexander Welzhofer | 261.868 | 56.037 | 34.483 | 9.168 | 361.556 | |
| Michael Gawenda | 133.948 | 54.655 | 0 | 8.932 | 197.535 | |
| Gesamt | 719.395 | 315.692 | 34.483 | 30.590 | 1.100.160 |
Alexander Welzhofer hat in 2010 als Minderheitengesellschafter in der WVG Medien GmbH einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 55.
Zur Vergütung des Vorstands vergleiche ergänzend die entsprechenden Ausführungen im Konzernlagebericht (Vergütungsbericht).
Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten laut Satzung der Splendid Medien AG ausschließlich eine feste Vergütung in folgender Höhe:
| 2010 | |
|---|---|
| Dr. Ralph Drouven | EUR 20.000,00 |
| Bernd Kucera | EUR 15.000,00 |
| Manuel Obermayer | EUR 10.000,00 |
Bezüglich der von Aufsichtsratsmitgliedern in Rechnung gestellten sonstigen Leistungen verweisen wir auf die Angaben unter Punkt "Beziehungen zu nahe stehenden Personen".
Am 29. August 2001 erfolgte eine Ausgabe von insgesamt 222.494 Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter und Angestellte des Splendid-Konzerns. Bis zum 31. Dezember 2007 wurde keine Option ausgeübt. Der früheste mögliche Ausübungstermin war der 29. August 2003.
Das Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum 31. Dezember 2010 EUR 9.789.999,00 und ist auf 9.789.999 Inhaber-Stammaktien verteilt.
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Anteile in % |
Optionen | Anzahl | Anteile in % |
Optionen | |
| Vorstand | ||||||
| Andreas R. Klein | 5.308.984 | 54,2286 | 0 | 5.308.984 | 54,2286 | 0 |
| Alexander Welzhofer | 28.621 | 0,2923 | 33.375 | 28.621 | 0,2923 | 33.375 |
| Aufsichtsrat | ||||||
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,0313 | 0 | 3.060 | 0,0313 | 0 |
Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 31. Dezember 2010:
Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Medien Gruppe die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch die Splendid Medien Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten Unternehmen als nahestehende Personen definiert. Zudem ist Herr Albert Klein als Firmengründer sowie Mitglied der Familie Klein als nahestehende Person definiert.
Geschäftsvorfälle mit wesentlichen Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen Tochtergesellschaften bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen:
| in T € | Betrag | davon Aufwand |
davon offen |
Art der Tätigkeit | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|---|
| Kucera & Hüttner GmbH | 16 | 16 | 2 | Personalabrechnung | Abrechnung nach abzurechnender Personenzahl |
| Albert Klein | 45 | 45 | 12 | Beratung | gem. Vertrag |
| Dr. Drouven (CMS Hasche Sigle) |
122 | 122 | 27 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
| Albert Klein | 137 | 137 | 0 | Miete Bürogebäude | gem. Mietvertrag |
Die Abfindungsvereinbarung mit Minderheitsgesellschaftern sieht folgende jährliche Ausgleichszahlungen vor:
| in T € | 2010 |
|---|---|
| Alexander Welzhofer | 55 |
| Hans-Dieter Henseleit | 58 |
Es lagen keine berichtspflichtigen Tatsachen vor.
Der Vorstand der Splendid Medien AG wird der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende auszuschütten. Der Jahresüberschuss der Splendid Medien AG in Höhe von EUR 1.822.779,48 soll nach dem Vorschlag des Vorstands zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 494.598,40 auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Am 3. November 2009 wurde folgende Pflichtmitteilung veröffentlicht:
"Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung Herr Josef Siepe, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Splendid Medien AG, ISIN: DE0007279507, WKN: 727950 am 26. Oktober 2009 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,045 % (entspricht 298.113 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihm 2,473 % (242.113 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
Am 2. Juli 2009 wurde folgende Pflichtmitteilung veröffentlicht:
"Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung Die Metzler Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, teilte uns am 1. Juli 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass deren Stimmrechtsanteil an der Splendid Medien AG, ISIN: DE0007279507, WKN: 727950 am 24. Juni 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,945 % (entspricht 288.350 Stimmrechten) betrug. Davon sind der Metzler Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, 2,945 % (entspricht 288.350 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Am 1. Juli 2009 wurde folgende Pflichtmitteilung veröffentlicht:
"Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung Die Sparkasse Gelsenkirchen, Gelsenkirchen, Deutschland, teilte uns am 26. Juni 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass deren Stimmrechtsanteil an der Splendid Medien AG, ISIN: DE0007279507, WKN: 727950 am 24. Juni 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,945 % (entspricht 288.350 Stimmrechten) betrug."
Am 14. März 2007 wurde folgende Pflichtmitteilung veröffentlicht:
"Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung Die COMMIT GmbH, Köln, Deutschland, teilte uns am 12. März 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass deren Stimmrechtsanteil an der Splendid Medien AG, ISIN: DE0007279507, WKN:727950 am 9. März 2007 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,06 % (absolut: 495.437 Aktien) betrug.
Herr Michael Aloui, Deutschland, teilte uns am 12. März 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Splendid Medien AG, ISIN: DE0007279507, WKN: 727950 am 9. März 2007 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,06 % (absolut: 495.437 Aktien) betrug. Davon sind Herrn Michael Aloui, Deutschland, 5,06 % (absolut: 495.437 Aktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die COMMIT GmbH zuzurechnen."
Die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Splendid Medien AG zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde auf der Homepage der Splendid Medien AG veröffentlicht und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 25. März 2011 vom Vorstand an den Aufsichtsrat freigegeben.
Köln, 25. März 2011
Splendid Medien AG Vorstand
Andreas R. Klein Alexander Welzhofer Michael Gawenda
Vorstandsvorsitzender Vorstand Marketing/Sales Vorstand Finanzen und Investor Relations
Versicherung des Vorstands gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i.V.m. §§ 297 Abs.2 Satz 3 und § 315 Abs.1 Satz 5 HGB
Wir versichern nach bestem Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der Splendid Medien AG, Köln, zum 31.12.2010 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Köln, den 25. März 2011
Der Vorstand
Andreas R. Klein Alexander Welzhofer Michael Gawenda
Vorstandsvorsitzender Vorstand Marketing/Sales Vorstand Finanzen und Investor Relations
Wir haben den von der Splendid Medien AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 25. März 2011
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
gez. Dr. Werner Holzmayer gez. Marcus Lauten Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Backlist | 114 |
|---|---|
| Finanzkalender | 116 |
| Impressum | 116 |
| Kontakt | 116 |
Backlist Finanzkalender Impressum Kontakt
Inhalt | Barney Ross (Sylvester Stallone) ist Anführer der härtesten Söldner-Truppe der Welt: The Expendables. Ihr Leben ist der Kampf. Und dabei vertrauen sie niemandem - nur sich selbst. Ross und sein Team erhalten den Auftrag, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen, um den dort herrschenden korrupten Diktator zu eliminieren. Mitten im Kampfgeschehen werden die Jäger plötzlich zu den Gejagten.
| Genre | Action |
|---|---|
| Speichermedium | DVD, Blu-ray Disc |
| Länge | ca. 100 Minuten |
| Vertrieb | Splendid |
| Mehr Information | www.splendid-film.de |
Mehr Information www.splendid-film.de
Inhalt | Tief in der finnischen Eiswüste schlummert das uralte Geheimnis vom wahrhaften Weihnachtsmann. Bis jetzt, denn der zwielichtige Riley und seine amerikanische Firma führen im Berg hinter dem Dorf nicht bloß Probebohrungen durch. Als der kleine Pietari und sein Vater Rauno kurz vor dem Fest eine ganze Herde toter Rentiere vorfinden und den Einheimischen so der gesamte Fleischbestand flöten geht, schwören sie Rache.
Genre Fantasy Länge ca. 80 Min. Vertrieb Splendid
Speichermedium DVD, Blu-ray Disc Mehr Information www.splendid-film.de
Inhalt | Bitch Slap ist nicht nur eine post-moderne, intellektuelle Rückkehr zu den "Exploitation-Filmen" der 50er bis 70er Jahre, die von modernen Regisseuren wie Quentin Tarantino und Robert Rodriguez verehrt werden, sondern auch eine liebevolle und durchtriebene Parodie derselben. Bitch Slap mischt Mädchen, Waffen, unglaubliche Action und Bilder, die einem den Mund offen stehen lassen, mit einer Botschaft: Nicht frech werden!
Genre Action Speichermedium DVD, Blu-ray Disc Länge ca. 102 Min. Vertrieb Splendid
Mehr Information www.splendid-film.de
Inhalt | Nach dem filmischen Meilenstein "Planet Erde" veröffentlicht Polyband damit eine weitere herausragende BBC-Dokumentation. Außergewöhnliche Tiere, außerordentliche Verhaltensweisen. Das Wunder Leben, wie es nie zuvor zu sehen war! Die aufwändig produzierte Serie, die mit einer noch nie dagewesenen Brillanz 130 außergewöhnliche Tiergeschichten erzählt, wird von Polyband in der zehnteiligen exklusiven Uncut-Fassung veröffentlicht.
Speichermedium DVD, Blu-ray Disc Länge 250 Minuten Vertrieb Polyband Mehr Information www.polyband.de
Genre Kino Dokumentation
| 13.05.2011 | Zwischenmitteilung I/2011 |
|---|---|
| 16.06.2011 | Hauptversammlung 2011 |
| 31.08.2011 | Halbjahresfinanzbericht 2011 |
| 11.11.2011 | Zwischenmitteilung II/2011 |
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