AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Splendid Medien AG

Annual Report May 7, 2010

409_rns_2010-05-07_4596e7ff-5aea-4806-b34f-3c44ac0526ff.html

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Bank Julius Bär Europe AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main

1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld 2009

Das Jahr 2009 war wiederum von der Finanzkrise geprägt, die im Herbst 2008 nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt erreicht hatte. Die Verwerfungen an den Finanzmärkten sowie die daraus resultierende Vertrauenskrise führten im ersten Quartal 2009 zur schwersten Rezession der Weltwirtschaft seit der Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 30er Jahre. Ausgelöst wurde der Konjunktureinbruch durch einen scharfen Rückgang des Welthandels um etwa 30%. Dem Rückgang der Industrieproduktion konnte sich durch Rückkopplungseffekte keine Region entziehen, besonders betroffen waren die stark exportorientierten Wirtschaftsnationen.

Die deutlichen Zinssenkungen und liquiditätssichernden Maßnahmen der Notenbanken, die umfangreichen Konjunkturprogramme einer großen Zahl von Ländern sowie der stark gesunkene Rohölpreis trugen entscheidend dazu bei, dass sich die Weltwirtschaft bereits im Frühsommer aus der Schockstarre lösen konnte. Infolge einer Umkehr im globalen Lagerzyklus erholte sich bereits im zweiten Quartal 2009 die Industrieproduktion wieder. In der zweiten Jahreshälfte 2009 festigte sich der wirtschaftliche Aufschwung, die Finanzmarkt- und Konjunkturrisiken verringerten sich gleichzeitig deutlich. Obwohl die gesamte Weltwirtschaft noch stark von den expansiven Impulsen der Geld- und Fiskalpolitik abhängt, kann davon ausgegangen werden, dass der Tiefpunkt der Krise zur Jahresmitte 2009 überwunden wurde. Die positive Entwicklung der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2009 konnte jedoch nicht verhindern, dass die Wirtschaftsleistung insgesamt um 1,1% rückläufig war. Wiederum erwiesen sich die Schwellenländer als stabiler und robuster als die Industrieländer. Während die Schwellenländer noch eine Zuwachsrate von 1,7% aufwiesen, verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer einen Rückgang um 3,4%.

Die US-Wirtschaft erholte sich zwar ab dem Frühjahr 2009, der tiefe Einbruch Ende 2008 und zu Jahresbeginn 2009 ließ die Wirtschaftsleistung jedoch im Jahresdurchschnitt um 2,5% sinken. Stärker betroffen von dem weltwirtschaftlichen Einbruch waren die Eurozone und Japan, wo das reale Bruttoinlandsprodukt um 4,0% resp. um 5,2% rückläufig war. Deutschland verzeichnete mit 5,0% den stärksten Wachstumseinbruch im Jahresdurchschnitt in der Nachkriegszeit.

Im ersten Quartal 2009 standen die Weltkapitalmärkte noch ganz unter dem Schock der Verwerfungen an den Finanzmärkten. Die Aktienindizes im Euroraum erreichten in der ersten Märzwoche ihre Jahrestiefststände. Seit den Höchstständen im Jahr 2007 summierten sich die Kursverluste beim EuroStoxx50 auf 60,3% und beim DAX auf 54,8%. Im Gleichschritt mit der Verbesserung der konjunkturellen Frühindikatoren erholten sich die Weltaktienmärkte sowie die Rohstoffnotierungen. Die Stimmung an den Aktienbörsen verbesserte sich im Frühjahr 2009 insbesondere mit der Bekanntgabe der überraschend positiven Unternehmensergebnisse im ersten Quartal 2009.

scroll

Indizes 31.12.2008 31.12.2009 Änderung Hoch
DAX 4810,20 5957,43 23,8% 6011,55
DJ EuroStoxx 50 2447,62 2964,96 21,1% 2992,08
Nikkei Dow Jones 8859,56 10546,44 19,0% 10639,71
US S&P 500 903,25 1115,10 23,5% 1127,78
MSCI World 920,23 1168,47 27,0% 1177,97
Rex 121,68 123,62 1,6% 124,80
EURIBOR 3 Mon. 2,89 0,70 -219 Bp 2,89
10 J. Bund 2,94 3,38 44 Bp 3,73
10 J. US Treasury 2,25 3,84 158 Bp 3,93
EURO/USD 1,40 1,43 2,5% 1,51

Im Jahresverlauf verzeichneten die Weltaktienmärkte deutliche Kursgewinne. Der Weltaktienindex legte im Jahresverlauf 2009 um 27,0% zu; die Performance des DAX lag bei 23,8%, was über dem Zuwachs des EuroStoxx50 von 21,1% lag. An den Zinsmärkten traten gegenläufige Entwicklungen zutage. Während die kurzfristigen Zinsen im Jahresvergleich deutlich rückläufig waren, normalisierten sich die Märkte für Staatsanleihen. Die Rendite von 10-jährigen Treasury Anleihen stieg deutlich um 158 Basispunkte. Die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen erhöhte sich dagegen nur um 44 Basispunkte im Jahresverlauf, da der Rückgang 2008 weniger ausgeprägt war. Damit rentierten die US-Staatsanleihen wieder höher als die Bundesanleihen. Allgemein wurden die Renditestrukturkurven 2009 steiler.

2. Geschäftsentwicklung 2009

2.1. Änderung der Geschäftsstruktur und Ausbau des Marktauftritts im Private Banking

Am 20. Mai 2009 gab unsere Muttergesellschaft, die Julius Bär Holding AG in Zürich, bekannt, den Finanzkonzern neu zu strukturieren und das Private Banking Geschäft von den Asset Management Aktivitäten zum Ende des 3. Quartals 2009 zu trennen. Die Aufspaltung des Konzerns wurde in der Weise ausgeführt, dass alle Private Banking Aktivitäten am 1. Oktober 2009 unter der neuen Holding Julius Bär Gruppe AG zusammengefasst und an die Börse gebracht wurden. Die börsennotierte Julius Bär Holding AG wurde am 1. Oktober 2009 in GAM Holding AG umbenannt. Unter dieser Holding wurden alle Asset Management Gesellschaften GAM, Artio Global und Julius Bär Asset Management Europe gruppiert.

Die Aufteilung in zwei eigenständige und völlig unabhängige börsennotierte Unternehmenseinheiten zielt darauf ab, beiden Geschäftsbereichen eine Fokussierung auf die unterschiedlichen Geschäfts- und Wachstumsstrategien zu ermöglichen, um ihr strategisches Potential voll ausschöpfen zu können. Die Julius Bär Gruppe AG spezialisiert sich als führender reiner Vermögensverwalter auf die Beratung und Betreuung von Privatkunden. Die GAM Holding AG agiert als unabhängiger aktiver Asset Manager, der eine große Bandbreite an Anlageprodukten, diskretionären Portfolio Management-Dienstleistungen und alternativen Anlagen anbietet. Die GAM Holding AG hat die Lizenz erhalten, die bestehenden Fonds zu managen und weiterhin unter dem Label Julius Bär Funds zu vertreiben.

Der Beschluss der Neuordnung des Finanzkonzerns hatte zwei Auswirkungen auf Bank Julius Bär (Deutschland) AG. Erstens musste auch in der Bank in Deutschland das Asset Management vom Private Banking getrennt werden, die als Geschäftsbereiche in der Bank seit Dezember 2005 geführt wurden. Zweitens erhielt Bank Julius Bär (Deutschland) AG ab 1. Oktober 2009 eine neue Muttergesellschaft bzw. wurde von der Julius Bär Holding AG auf die neu gegründete Julius Bär Gruppe AG übertragen.

Im Rahmen des Trennungsprojekts wurde der Geschäftsbereich Asset Management der Bank Julius Bär (Deutschland) AG am 30. September 2009 an die Swiss & Global Asset Management Kapital AG, Frankfurt, verkauft. Die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Asset Management wechselten im Rahmen eines Betriebsübergangs von der Bank zur neuen Asset Management Gesellschaft, die aus der bestehenden Julius Bär Kapital AG entstanden war.

Die Neustrukturierung der Bank Julius Bär (Deutschland) AG wurde zum Anlass genommen, ebenfalls am 1. Oktober 2009 den Namen der Bank in Bank Julius Bär Europe AG zu ändern. Mit der Umbenennung soll zum einen dokumentiert werden, dass die Bank offen ist für europäische Kunden. Zum anderen ist die Voraussetzung geschaffen worden, die Vollbanklizenz der deutschen Bank für eine Expansion in die Länder der Europäischen Union im Rahmen des europäischen Passports zu nutzen.

Am 1. Oktober 2009 wurde die Niederlassung in München eröffnet. Damit wurde die Präsenz der Bank in Deutschland, die 2009 ihr 20-jähriges Jubiläum feierte, weiter ausgebaut. Die Kundenbetreuung findet daneben in den Standorten Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart statt. Frankfurt ist Sitz der Bank und operatives Zentrum.

2.2. Strategie und Geschäftsfelder

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 bot Bank Julius Bär (Deutschland) AG Dienstleistungen für den deutschen Markt in den beiden folgenden Kerngeschäftsfeldern an:

Private Banking für deutsche Privatkunden, was die Vermittlung von deutschen Privatkunden zur Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, einschließt
Asset Management für deutsche institutionelle Kunden im Sinne der Vermittlung von institutionellen Vermögensverwaltungsmandaten an Gruppengesellschaften und im Sinne des Vertriebs von in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Fonds der Julius Bär Gruppe

Nach dem Verkauf des Asset Management Bereichs konzentriert sich der Marktauftritt von Bank Julius Bär Europe AG in Deutschland ausschließlich auf das Private Banking für die vermögendere Kundschaft. Im Rahmen des Freistellungsbescheids tritt die Bank Julius Bär Europe AG als Vermittlerin von deutschen Privatkunden für die Bank Julius Bär & Co. AG auf.

Das Geschäftsmodell von Bank Julius Bär Europe AG basiert auf der möglichst weitgehenden Nutzung von Outsourcing-Konzepten für die Erstellung der Bankdienstleistungen in den erwähnten Kerngeschäftsfeldern bzw. im Kerngeschäftsfeld Private Banking nach der Trennung. Outsourcing-Möglichkeiten werden insbesondere im Backoffice-Bereich und auf der Administrationsebene realisiert, um das Geschäft skalierbar zu gestalten und hohe Fixkostenblöcke zu vermeiden. Darüber hinaus wird - wenn immer möglich - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen zurückgegriffen (Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management, Finanzplanung etc.). Die Beratung und Betreuung der Kunden im Private Banking erfolgt dagegen unmittelbar durch die Bank Julius Bär Europe AG vor Ort. In diesem Frontoffice-Bereich findet die eigentliche Wertschöpfung statt.

Die Betreuungskonzeption der Bank orientiert sich an den Grundwerten der Julius Bär Gruppe, nämlich „Care, Passion and Excellence". Diese Grundwerte beeinflussen die Ausgestaltung der Organisation (Focus auf Kunden), der Arbeit (hohe Qualitätsansprüche) und des Verhaltens aller Mitarbeiter (Engagement und Offenheit intern wie auch gegenüber Kunden).

Der Bundesrat hat am 10 Juli 2009 beschlossen, den Anlegerschutz für Privatkunden zu verschärfen, den Beratungsprozess transparenter zu gestalten und für jede durchgeführte Beratung ein Beratungsprotokoll verpflichtend ab 1. Januar 2010 einzuführen. Die Ausführung der gesetzlichen Vorlage war lange Zeit Gegenstand von offenen Diskussionen, die innerhalb der Banken und des Bankenverbandes geführt wurden. Erst im Spätherbst waren die Ausführungsbestimmungen und die Umsetzungsanforderungen so weit abgeklärt, dass mit einer EDV-gestützten Realisierung begonnen werden konnte. Für die Einführung des Anlegerprotokolls sowie die interne Schulung der Mitarbeiter blieb nur noch wenig Zeit. Unsere Kunden wurden schriftlich und persönlich in Kundengesprächen über die neue Protokollierungspflicht informiert. In einigen Fällen haben unsere Kunden mit Unverständnis reagiert, einige Kunden haben es vorgezogen, sich aufgrund vorliegender Voraussetzungen als Professionelle Kunden einstufen zu lassen, für die eine Protokollpflicht vom Gesetz nicht vorgesehen ist. EDV-seitig wird die Bank das Anlegerprotokoll in der eingesetzten KOSMOS-Software umsetzen, mit der auch das gesamte Kundenreporting erstellt wird.

2.3. Geschäftsverlauf und Wettbewerbsposition

Die Geschäftsentwicklung 2009 stand weiterhin im Zeichen der Finanzkrise. Die Kunden bevorzugten konservative Anlagen, das Vertrauen in eine nachhaltig bessere Kapitalmarktentwicklung kam nur allmählich zurück. Die Erträge der Bank waren daher gegenüber dem Vorjahr rückläufig, obwohl das akquirierte Neugeld sowie die positive Marktperformance das verwaltete Vermögen als Bemessungsgrundlage für Kommissionseinkünfte deutlich erhöhte. Trotz der verschlechterten Geschäftslage verfolgte die Bank die seit 2006 eingeschlagene Wachstumsstrategie weiter, nutzte die durch die Finanzkrise verursachten Verwerfungen im Bankensektor und verbreiterte den Marktauftritt in Deutschland durch den Aufbau einer Niederlassung in München und der Verstärkung der Kundenberaterteams in den anderen Standorten. Durch strikte Kostenkontrollen gelang es, die operativen Kosten zu senken und damit einen Teil der höheren Personalaufwendungen aufzufangen.

Die klare Fokussierung auf das Privatkundengeschäft, die soliden Bilanzstrukturen sowie die risikoarme und konservative Geschäftsstrategie der Julius Bär Gruppe haben sich im anspruchsvollen Geschäftsumfeld als vorteilhaft erwiesen. Kunden, andere Banken sowie interessante Bankfachleute erkannten die Vorteile eines auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Spezialisten, dessen stabiles Geschäftsmodell sich in der Krise bewährt hat und daher gleichermaßen für Kunden und Bankfachleute attraktiv ist. Der Ausbau der Private Banking Aktivitäten an den Standorten Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart konnte daher vorangetrieben werden. Die Zahl der Kundenbetreuer ist um etwa 50% aufgestockt worden. Das Volumen der verwalteten Vermögen ist bei einem erfreulichen Neugeldzufluss um 40% gestiegen. Die Abwicklung der Kundentransaktionen erfolgte weiterhin über die vom Outsourcing Partner quirin bank AG, Berlin, zur Verfügung gestellte Plattform.

Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten: 1. das Vermögensverwaltungsmandat, 2. das Beratungsmandat und 3. das Portfolio Advisory-Mandat. Bei dem ersten Mandatstyp übernimmt die Bank die Vermögensverwaltung nach einer mit dem Kunden und dessen Risikoprofil vereinbarten Strategie. Das Angebot an Strategien reicht vom klassischen Relative Return-Mandat bis hin zu flexiblen, speziellen und themenbezogenen Mandatstypen und umfasst auch Absolute Return-Mandate, die exklusiv von der GAM Schweiz verwaltet werden. Beim zweiten und dritten Mandatstyp treffen die Kunden die Anlageentscheidungen selbst, werden jedoch von der Bank umfassend beraten. Auf der Basis einer regelmäßigen Analyse des Kundenportfolios werden von den Wertpapierspezialisten der Bank proaktiv auf das Anlageprofil des Kunden zugeschnittene Investitionsvorschläge erarbeitet und den Kunden angeboten. Damit ist die dynamische Anpassung der Portfoliostruktur bei sich verändernden Marktverhältnissen sichergestellt. Ergänzende Dienstleistungen wie die Vermögens- und Finanzplanung sowie Finanzierungslösungen, die aus dem Hauptsitz Frankfurt überregional zur Verfügung gestellt werden, runden das Angebot im Private Banking ab.

Im institutionellen Geschäft kam es in den ersten neun Monaten wieder zu einem Zuwachs von 24% bei den platzierten Vermögen, nachdem 2008 ein massiver Abfluss erfolgt war. Der Zuwachs resultierte ausschließlich aus den gestiegenen Verkäufen von Fondsprodukten der Julius Bär Gruppe an deutsche Banken, Dachfonds und sonstige Intermediären.

Zur Angebotspalette gehören weiterhin Produkte der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei übernimmt die Bank zum einen die Rolle des Unternehmenstreuhänders im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) und zum anderen die Rolle des Verwalters von „Pensionsgeldern" mit Einschaltung der Schwestergesellschaft in Zürich und nach dem 30. September 2009 Swiss & Global Asset Management Europe als erfahrene Portfolio Manager.

2.4. Vorstand und Aufsichtsrat

Mit dem Verkauf des Asset Management-Geschäftsbereichs schied Herr Alexander Gerstadt aus dem Vorstand der Bank Julius Bär (Deutschland) AG zum 30. September 2009 aus.

Die Trennung vom Asset Management führte ebenfalls zu Änderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Herr Michele Porro trat am 30. September 2009 als Mitglied des Aufsichtsrats zurück. Die Arbeitnehmervertreterin Frau Petra Ispert schied mit ihrem Betriebsübergang zur Swiss & Global Asset Management Kapital AG am 30. September 2009 ebenfalls aus dem Aufsichtsrat aus.

Beide ausgeschiedenen Mitglieder des Aufsichtsrates wurden nicht ersetzt, da die Hauptversammlung am 10. September 2009 den Beschluss fasste, die Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrates nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2009 entscheidet, von sechs auf drei zu verkleinern. Herr Boris Collardi wird dann als Mitglied des Aufsichtsrates zurücktreten. Vorsitzender des Aufsichtsrates bleibt Herr Gian Rossi, der stellvertretende Vorsitzende bleibt Herr Dr. Urs Monstein. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Frau Ingeborg König als Arbeitnehmervertreterin. Später besteht der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern, wobei zwei Mitglieder von der Hauptversammlung und ein Mitglied von den Arbeitnehmern gewählt werden.

2.5. Mitarbeiter

Im Zuge des Verkaufs des Asset Management-Bereichs wechselten 11 Mitarbeiter und 1 Vorstand im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a Abs. 5 BGB sowie ein Mitarbeiter des Private Banking von der Bank zur Swiss & Global Asset Management Kapital AG. Im Private Banking wurde die Anzahl der Kundenberater im Jahresverlauf deutlich ausgedehnt, so dass sich die Anzahl vollbeschäftigter Mitarbeiter mit 61 am Jahresende 2009 nur wenig unter dem Personalstand von 63 am Jahresende 2008 bewegte. Im Jahresdurchschnitt waren 65,6 Personen bei der Bank beschäftigt. Am Jahresende 2009 teilt sich die Belegschaft in 39 männliche und 22 weibliche Mitarbeiter auf.

2.6. Ertragslage

In dem Geschäftsmodell der Bank trägt der Provisionsüberschuss maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. Die Gesamterträge der Bank sind 2009 um 25,1% auf € 14,6 Mio. gesunken, wobei allein € 10,6 Mio. auf die Provisionserträge entfallen. Der Provisionsüberschuss sank von € 10,7 Mio. auf € 8,8 Mio., was einem Rückgang von 18,1% entspricht.

Das Zinsergebnis spielt demgegenüber betragsmäßig nur eine untergeordnete Rolle in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis ist um 28,0% auf € 1,0 Mio. gesunken. Die Gründe hierfür sind primär im gesunkenen Zinsniveau am Kapitalmarkt in Folge der Finanzkrise zu finden. Die Privatkunden haben im Jahresverlauf zunehmend ihre Liquidität wieder in Wertpapiere umgeschichtet. Gleichzeitig haben die Kunden mit Hinweis auf einige attraktive Marktangebote von Wettbewerbern eine Verzinsung gefordert, die über dem Geldmarktzins lag. Um den Abfluss von Geldern zu verhindern, hat die Bank eher eine niedrigere oder zeitweilig negative Zinsmarge akzeptiert, was das Zinsergebnis drückte.

Die Bank hat weiterhin einen Teil der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bei der Deutschen Bundesbank angelegt, um die Kontrahentenrisiken gering zu halten.

Das Handelsergebnis ist vernachlässigbar gering; die Bank führt kein aktives Handelsbuch. Eigenhandel besteht bei der gesamten Julius Bär Gruppe nur noch in einem geringen Ausmaß.

Der allgemeine Verwaltungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 4,9% auf € 20,9 Mio. gestiegen. Die Personalkosten erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund weiterer Neueinstellungen erneut um 5,8% auf € 10,8 Mio. Aufgrund des Neuaufbaus der Niederlassung München sowie Projektkosten aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Asset Management stiegen die anderen Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr um 4,5% auf € 9,6 Mio. an.

Der Gesamtverlust der Bank hat sich 2009 von € 6,9 Mio. auf € 12,1 Mio. ausgeweitet. Der höhere Jahresfehlbetrag basiert zum einen auf einem höheren Verlust im operativen Geschäft und zum anderen auf einem Abgangsverlust in Höhe des Restbuchwerts des Asset Management-Bereichs in Höhe von € 2,8 Mio.

Im Asset Management verringerte sich der Gewinn nach Unterlagen der Kostenrechnung deutlich von € 2,0 Mio. auf € 0,4 Mio. (erste neun Monate). Die betreuten Vermögen nahmen zwar im Jahresverlauf zu, die Vermittlungsprovisionen waren jedoch aufgrund der niedrigen durchschnittlichen Vermögen rückläufig.

Im Geschäftsbereich Private Banking stieg der Verlust nach Kostenrechnung von € 9,0 Mio. auf € 10,9 Mio. Die Erträge stiegen um 23,7% gegenüber dem Vorjahr an. Diese positive Entwicklung wurde durch einen Kostenanstieg infolge des Personalaufbaus überkompensiert.

2.7. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bank stabilisierte sich im Jahresverlauf und nahm leicht von € 188,0 Mio. auf € 176,6 Mio. (-6,0%) ab.

Die Forderungen an andere Kreditinstitute reduzierten sich um 6,2% von € 149,9 Mio. auf € 140,7 Mio. und verblieben damit weiterhin auf hohem Niveau. Aufgrund der Finanzkrise wird von den Kunden weiterhin eine hohe Liquiditätsquote gehalten, welche die Bank bei anderen Kreditinstituten sowie bei der Deutschen Bundesbank anlegte.

Die langfristigen Kundenkredite nahmen auch 2009 weiter stark zu, und zwar von € 6,9 Mio. auf € 11,2 Mio. (+62,8%). Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Andere Kredite werden den Kunden der Bank nicht angeboten. Es waren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen. Die Bildung einer Risikovorsorge im Kreditgeschäft war nicht notwendig.

Die Finanzanlagen waren im Geschäftsjahr 2009 weiter rückläufig. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen nahmen von € 10,4 Mio. auf € 7,8 Mio. ab, da eine Anleihe fällig wurde. Die Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand haben durchweg ein AAA-Rating.

Die Treuhandforderungen erhöhten sich signifikant von € 4,4 Mio. auf € 4,9 Mio. Den Treuhandforderungen standen Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber. Für diese Einlagen fungiert die Bank als Unternehmenstreuhänder im Rahmen des CTA-Modells.

2.8. Finanzlage

Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von € 6,8 Mio. auf € 12,8 Mio.

Die Kundeneinlagen sanken um 19,8% von € 131,9 Mio. auf € 105,7 Mio., wobei der größte Teil in täglich fälligen Einlagen angelegt ist. Sie bilden einen Anteil von 58,5% an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben dagegen nur einen Anteil von 7,3% an der Bilanzsumme, sie nahmen 2008 von € 6,8 Mio. auf € 12,8 Mio. zu.

Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB ist von € 33,1 Mio. auf € 41,2 Mio. gestiegen. Das Eigenkapital wurde durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Julius Bär Gruppe AG um € 20,2 Mio. erhöht, bevor sich das Eigenkapital durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen zur Abdeckung des Jahresfehlbetrages 2009 wieder auf € 41,1 Mio. verringerte. Von dem Eigenkapital von € 41,1 Mio. sind € 15,0 Mio. eingezahlt, € 26,1 Mio. befinden sich in der Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote stieg von 17,6% auf komfortable 23,2%.

2.9. Liquiditätslage

Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach dem Liquiditätsgrundsatz, der die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen setzt. Diese Liquiditätskennzahl belief sich zum Jahresende 2009 auf komfortable 9,34 und lag damit deutlich über 1.

Durch die Verstärkung der Kapitalrücklagen um € 20,2 Mio. haben die Liquiditätsreserven der Bank entsprechend zugenommen. Diese Liquiditätsreserven sind als Termingelder bei bekannten Bankadressen in Deutschland und beim Mutterhaus angelegt worden. Die Solvabilitätskennziffer nach § 2 Abs. 1 bis 3 SolvV beträgt 79,55%.

2.10. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank sind geordnet. Die bis zum Erreichen der Gewinnzone anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden. Darüber hinaus existiert die Zusage des Mutterhauses, im Falle größerer Defizite die Kapitalrücklagen zu stärken.

2.11. Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben.

3. Risikobericht

3.1. Grundsätze

Die Geschäftsstrategie der Bank beinhaltet zu einem großen Teil das Angebot von komplexen Beratungsdienstleistungen. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden dabei nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bankdienstleistung notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Zusammenhang mit der Fristentransformation oder im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank. Infolge des weitreichenden Outsourcings der Abwicklung von Bankgeschäften sind die operationellen Risiken als die Hauptrisiken im Geschäftsmodell der Bank identifiziert worden. In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäftsstrategie mit der Risikostrategie dokumentiert. Die Geschäftsstrategie wird jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, Risikoüberwachung und Risikosteuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben worden. Das Risikohandbuch wurde 2009 nochmals überarbeitet und den Änderungen der Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk), dem gestiegenen Geschäftsvolumen sowie dem erweiterten Produktangebot angepasst.

Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands nur geringe Risiken. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes, mittleres Institut in der Risikoklasse B (zweitbeste Risikoklasse) ein.

3.2. Risikosteuerung

Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langjährige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Die derzeitige Eigenkapitalausstattung erfordert eine wirksame Risikokontrolle in allen Bereichen, u. a. auch eine strikte Limitkontrolle. Elemente der Risikokontrolle sind gemäß den Anforderungen des § 25a KWG sowie der MaRisk systematisch in der Auf- und Ablauforganisation der Bank implementiert worden. In den Organisationsrichtlinien ist die Zuteilung von Verantwortlichkeiten klar geregelt, die Prozesse sind im Detail strukturiert und abgebildet. Die Organisationsrichtlinien sind für jeden Bank-Mitarbeiter verbindlich. Die einzelnen Richtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt, das jedem Mitarbeiter elektronisch zur Verfügung steht. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, die Risikolandschaft der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren. Das ausführliche Management-Informations-System ist dergestalt aufgebaut, dass frühzeitig Budgetabweichungen und nicht geplante geschäftliche Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern zu erkennen sind. Zur wirksamen Risikokontrolle gehört des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling und Interne Revision. Alle diese Bereiche sind zusammen mit Vertretern der Marktbereiche Mitglieder des Risk- und Outsourcing Committee, das monatlich tagt, alle Risikoarten überwacht, die Parameter für die Risikosteuerung festlegt, ein Votum zu Entscheidungen von risikopolitischer Bedeutung hat und die Risiko-Berichterstattung an den Aufsichtsrat vorbereitet und dem Vorstand zur Genehmigung zuleitet.

3.3. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bestehen zum einen im Anlagebuch der Bank. Das Eigenkapital der Bank wird in festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität angelegt. Die Auswahl und die Bonitätskontrolle werden durch Fachabteilungen der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, wahrgenommen. Es werden nur geringe Fremdwährungspositionen eingegangen. Zum anderen be-stehen Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius Bär eigenen Pensionsgelder im JB-OPEN 1-Fonds. Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt anhand der marktüblichen Konzepte der „Base Point Value" und „Value at Risk".

3.4. Adressenausfallrisiken

Das Eigenkapital der Gesellschaft wurde ausschließlich in Termingeldern und in Abstimmung mit der Gruppe in kurzlaufenden Rentenpapieren mit gutem Rating/hoher Bonität investiert. Institutionelle Kunden der Bank unterhalten in der Regel keine Konto-/Depotverbindung. Kreditrisiken im Private Banking waren weiterhin überschaubar und werden als niedrig eingestuft. Gemäß der Geschäftsstrategie der Bank ist die Gewährung von Krediten nur in Verbindung mit Vermögensverwaltungsaktivitäten vorgesehen und beschränkt sich auf die Vergabe von Lombardkrediten (Kredite mit Sicherstellung durch Wertpapiere oder Kontoguthaben). Die konservativen Beleihwerte der einzelnen Titel werden auf der Basis der langjährigen Lombardkrediterfahrung der Julius Bär Gruppe festgelegt und täglich überwacht. Die Limite waren so konservativ gesetzt, dass sie selbst bei den sehr volatilen Kapitalmärkten nicht in Gefahr waren, überschritten zu werden. Entsprechend betrachtet die Bank die Lombardkreditrisiken in erster Linie als operationelle Risiken.

Sowohl die Platzierung von Termingeldern, die Investition in festverzinslichen Wertpapieren wie auch die Beurteilung von Lombardkrediten insbesondere hinsichtlich der sichernden Wertpapiere erfolgt in enger Abstimmung mit den Fachstellen der Julius Bär Gruppe in Zürich.

Bei der Anlage von Geldern am deutschen Geldmarkt agiert die Bank sehr vorsichtig. In Abstimmung mit der Julius Bär Gruppe in Zürich werden die Kontrahentenrisiken eng beobachtet und die Kontrahentenlimite regelmäßig angepasst. Nach der Reduzierung des Kreises von Instituten 2008, mit denen die Bank Geldhandel betrieb, gab es 2009 keine weiteren Schließungen von Geldhandelslimiten.

3.5. Liquiditätsrisiken

Die vom Rechnungswesen erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden täglich dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Der enge Geschäftsrahmen der Bank führt zu sehr stabilen und viel Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze.

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen ergeben, da die Abrechnung der Vermittlungsprovisionen im institutionellen Geschäft und der Verwaltungsgebühren im Privatkundengeschäft vierteljährlich und zum Teil halbjährlich erfolgt.

3.6. Operationelle Risiken

Aufgrund der komplexen Organisationsstruktur der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Zur Überwachung der Outsourcingpartner wurden für sämtliche ausgelagerten Aktivitäten klar definierte Service Level Agreements abgeschlossen. Diese Service Level Agreements enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom Outsourcing Committee der Bank ausgewertet und bilden auch die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing Partnern.

Zur besseren Kontrolle der Risiken und Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten rigorosen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.

Im Rahmen des Investment Controllings wird die Einhaltung der Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen, die Übereinstimmung von Anlagerichtlinien und Risikobereitschaft des Kunden sowie die Einhaltung von Kundenweisungen überprüft.

Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank „JB GOLD" eingeführt. JB GOLD ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potentiellen Schäden aus dem Bankgeschäft. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im Risk and Outsourcing Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. JB GOLD entspricht den Anforderungen des neuen Aufsichtsrechts (Basel II).

3.7. Rechtliche Risiken

Die Bank sieht derzeit keine wesentlichen rechtlichen Risiken.

3.8. Risikotragfähigkeit

In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotentiale gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotential in Höhe von € 11,3 Mio. abgesichert sind.

Das Risikodeckungsbudget der Bank wurde von den Gremien der Bank in einer Höhe von € 3,9 Mio. festgelegt.

Bei der Unterlegung der operationellen Risiken wird der Basisindikatorenansatz angewendet. Zur Berechnung der Unterlegung wurden die Erträge der Jahre 2006, 2007 und 2008 herangezogen. Der Anrechnungsfaktor ist 15% der durchschnittlichen Erträge. Hieraus ergab sich, dass € 1,7 Mio. des ökonomischen Kapitals durch operationelle Risiken gebunden sind. Die restlichen Risiken sind dagegen deutlich geringer: Kreditrisiken existieren bei der Kreditstrategie der Bank (nur Lombardkredite), bei dem geringen Kreditvolumen und der konservativen Limitsetzung kaum. Der Vorstand hat folgende Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für Kontrahentenrisiken ist mit € 1,0 Mio. festgesetzt, das Limit für die Emittentenrisiken beläuft sich ebenso wie das Limit für das Kreditrisiko auf € 0,1 Mio. Das Limit für die Marktpreisrisiken für das Anlagebuch und die Pensionsgelder liegt bei € 1,0 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf € 3,9 Mio.

Dem steht ein Kernkapital von € 15,0 Mio. und ein nicht belegtes Kapital von € 18,1 Mio. gegenüber. Die Risiken sind damit mehr als ausreichend abgedeckt. Auch im Stressszenario bleibt das Grundkapital unangetastet. Die Summe der unerwarteten Risiken liegt sowohl im Normalszenario als auch im Stressszenario deutlich unter der Verlustobergrenze von € 18,1 Mio.

4. Ausblick

Angeregt durch milliardenschwere Konjunkturprogramme, die niedrigen Notenbankzinsen, demniedrigen Ölpreis sowie den Umschwung im globalen Lagerzyklus hat sich das Wirtschaftsklima in allen großen Wirtschaftsregionen in der Welt verbessert. Nach den Umfragen wird die aktuelle Wirtschaftslage zwar noch als ausgesprochen ungünstig bewertet, die optimistischen Wirtschaftserwartungen deuten auf eine Erholung der Weltwirtschaft in diesem Jahr mit zunehmenden positiven Wachstumsraten hin. Das Wachstumstempo wird indes niedrig bleiben, der Erholungspfad bleibt holprig. Hinter der Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung ist zwar ein großes Fragezeichen zu setzen, ein erneutes Abgleiten in die Rezession ist allerdings nicht zu rechnen. Ein Kernproblem bleibt die Schwächung der internationalen Finanzmärkte und des Bankensystems, welche die Finanzierung von Investitionen und neuen Arbeitsplätzen massiv beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die bisher aufgelegten kreditfinanzierten Konjunkturprogramme auslaufen, und die Staaten die hohe Staatsverschuldung eindämmen müssen. Schließlich werden die Notenbanken die geldpolitischen Zügel straffen. Kleinere Zentralbanken haben mit der Normalisierung der niedrigen Zinsen bereits begonnen. In größeren Volkswirtschaften ist jedoch nicht mit frühen Zinserhöhungen zu rechnen.

Der weltwirtschaftliche Aufschwung wird angeführt von Asien. Auch in den USA ist in der ersten Jahreshälfte 2010 zunächst mit stärkerem Wachstum zu rechnen. Deutschland wird besonders von der Erholung des Welthandels profitieren. Binnenwirtschaftlich haben zum anderen die Bruttoinvestitionen wieder angezogen, stimuliert durch die Konjunkturpakete der Bundesregierung, deren Hauptstoßrichtung der öffentliche Bau ist. Dämpfend wirkt der Nachfrageausfall, der aus den in das Jahr 2009 vorgezogenen Pkw-Käufen resultiert.

Die hohe Staatsverschuldung wird die Bondmärkte 2010 immer wieder verunsichern. Es ist daher weltweit von steigenden Renditen der Staatsanleihen auszugehen. An den Aktienmärkten dürften die Labilität des wirtschaftlichen Aufschwungs, die höheren Renditen sowie die Umkehr in der Entwicklung der Notenbankzinsen immer wieder größere Unsicherheit und anhaltend hohe Volatilität zur Folge haben.

Die klare Ausrichtung von Julius Bär auf Private Banking und Investment Advisory Dienstleistungen für Privatkunden aus aller Welt, kombiniert mit einem umsichtigen Risikomanagement, hat sich für die Privatkunden der Gruppe in einem anspruchsvollen Geschäftsumfeld als vorteilhaft erwiesen. Mit der offenen Produkt-Architektur und der unabhängigen Beratung als Erfolgsfaktoren hat sich Julius Bär gut positioniert, um weiter zu expandieren und von den zu erwartenden Verschiebungen im Marktgefüge zu profitieren. Die Julius Bär Gruppe ist einerseits groß genug, um den Kunden ein umfassendes, internationales Dienstleistungsangebot anzubieten, andererseits nicht zu groß, um eine effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und Teams zu gewährleisten. Der Erwerb der Alpha SIM in Italien und der ING Bank (Schweiz) AG sind erste Meilensteine auf dem Weg der Gruppe, durch selektive Akquisitionen zu wachsen.

Deutschland ist seit Jahren einer der wichtigsten Auslandsmärkte der Julius Bär Gruppe. Mit der Eröffnung der Niederlassung München, die das regionale Beratungsangebot komplettiert, hat die Bank die Expansionsstrategie in Deutschland eindrucksvoll untermauert. Die Bank ist jetzt in Deutschland an jenen gewünschten fünf Standorten vertreten, die hinsichtlich des Angebots von Vermögensverwaltungsdienstleistungen im Private Banking besonders interessant sind. Die Bank unternimmt große Anstrengungen, das gesamte Marktpotential durch Ausbau der Dienstleistungs- und Betreuungsangebote für deutsche Kunden vor Ort auszuschöpfen. Mit der Umbenennung in Bank Julius Bär Europe AG soll deutlich gemacht werden, dass sich die Bank auch für europäische Kundschaft öffnet und dass die Banklizenz für eine Expansion in dem Gebiet der Europäischen Union genutzt werden kann.

Im Private Banking erwartet die Bank eine weitere substantielle Erhöhung der Zahl der Neukunden und eine Erhöhung der Erträge. Die Kundenbetreuung wird in den einzelnen Standorten in Deutschland weiter ausgebaut, um die Marktchancen zu nutzen, die durch die Verwerfungen im Markt für Privatkundendienstleistungen nach der Finanzkrise entstanden sind. Die Marke Julius Bär soll in Deutschland gestärkt und die regionale Verankerung von Julius Bär an den bestehenden Standorten soll vorangetrieben werden, um als erste Adresse im Private Banking wahrgenommen zu werden. Die offene Produktarchitektur, die unabhängige Beratung, die globale Expertise, umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und Nachfolgeregelung sowie ein professioneller Kundenservice in unmittelbarer Nähe sind die nachweislichen Erfolgsfaktoren in der Geschäftsstrategie. Zielgruppen der Akquisitionsbemühungen sind hauptsächlich Personen mit einem unternehmerischen Hintergrund sowie Privatpersonen oder Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset Allocation mit dem Einsatz innovativer Produkte und der stringenten Risikoüberwachung bieten.

Die Bank ist zuversichtlich, im Jahr 2010 die Strategie der Gewinnung von Marktanteilen in Deutschland im Privatkundengeschäft fortsetzen zu können. Die Positionierung als reiner Vermögensverwalter, der seinen vermögenden Privatkunden eine völlig unabhängige Beratung anbietet, die hohe Kapitalquote von 24% sowie das niedrige Risikoprofil der Geschäftsstrategie finden große Anerkennung und Wertschätzung bei den Kunden. Als größtes Risiko für die Expansionsstrategie ist weiterhin die Entwicklung der Kapitalmärkte anzusehen. Sollten die Kurse weiterhin stark an den Kapitalmärkten schwanken, dürften die Privatkunden weniger an den risikoreicheren und daher höhermargigen Produkten interessiert sein und statt dessen die risikoarmen Geldmarkt-und Einlagenprodukte bevorzugen. Zweites Risiko für die Expansionsstrategie der Bank ist die weitere Erhöhung der Wettbewerbsintensität. In einem Markt mit Verdrängungswettbewerb besteht das Risiko, dass die Margenvorstellungen nicht mehr am Markt durchsetzbar sind.

Durch den schnelleren Ausbau des Marktauftritts der Bank in Deutschland wird sich der Zeitpunkt, an dem die Bank die Gewinnzone erreicht, auf 2013 verschieben. Die bis dahin anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden.

5. Verbundene Unternehmen

Über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung oder einen Nachteilsausgleich erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009

Bank Julius Bär Europe AG

Aktivseite

scroll

EUR 31.12.2009

EUR
31.12.2008

TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.426,53 15
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 1.595.894,33 (Vorjahr: TEUR 1.616) 1.595.894,33 1.616
1.603.320,86 1.631
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 15.531.780,45 1.865
b) andere Forderungen 125.161.552,68 148.055
140.693.333,13 149.920
3. Forderungen an Kunden 11.750.660,29 7.079
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Stellen
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesba EUR 2.628.160,96 (Vorjahr: TEUR 5.230) 2.628.160,96 5.230
bb) von anderen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 5.125.818,5 (Vorjahr: TEUR 5.126) 5.125.818,50 5.126
7.753.979,46 10.356
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 5.983.191,92 6.800
6. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 25.564,59 26
darunter: an Finanzierungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
7. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) 4.912.604,07 4.366
8. Immaterielle Anlagewerte 301.970,00 3.319
9. Sachanlagen 1.438.895,00 1.292
10. Sonstige Vermögensgegenstände 1.983.266,38 3.030
11. Rechnungsabgrenzungsposten 201.953,91 183
Summe der Aktiven 176.648.739,61 188.002
Passivseite
EUR 31.12.2009

EUR
31.12.2008

TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.723.590,50 0
c) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 11.125.337,56 6.842
12.848.928,06 6.842
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
ba) täglich fällig 103.273.346,16 104.623
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.469.195,77 27.283
105.742.541,93 131.906
3. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) 4.912.604,07 4.366
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.544.648,48 1.024
5. Rechnungsabgrenzungsposten 689.389,41 902
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.725.374,92 5.411
b) Steuerrückstellungen 0,00 150
c) andere Rückstellungen 3.984.160,30 4.265
8.709.535,22 9.826
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
b) Kapitalrücklage 26.201.092,44 18.136
c) andere Gewinnrücklagen 0,00 0
d) Bilanzverlust 0,00 0
41.201.092,44 33.136
Summe der Passiven 176.648.739,61 188.002
1. Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 2.326.663,59 71
2. Andere Verpflichtungen
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Bank Julius Bär Europe AG

scroll

Aufwendungen EUR 1.1.-31.12.2009

EUR
2008

TEUR
1. Zinsaufwendungen 862.520,64 4.219
2. Provisionsaufwendungen 1.805.487,03 2.072
3. Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 6.366,03 31
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 9.309.308,26 8.863
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 838.261,41 (Vorjahr: TEUR 713) 1.524.283,22 1.338
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.551.650,91 9.140
20.385.242,39 19.341
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 571.034,83 631
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 116.098,26 58
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.500,00 9
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundene Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
9. Außerordentliche Aufwendungen 2.831.748,86 0
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.601,14 1
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 125.474,05 114
12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen 60.246,12 0
Summe der Aufwendungen 26.770.319,35 26.476
1. Jahresfehlbetrag 12.134.471,71 6.940
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0
12.134.471,71 6.940
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 12.134.471,71 6.940
4. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0
5. Bilanzverlust 0,00 0
Erträge EUR 1.1.-31.12.2009

EUR
2008

TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.483.913,34 5.074
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 396.504,80 558
1.880.418,14 5.632
2. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 2
b) Beteiligungen 0,00 0
0,00 2
3. Provisionserträge 10.626.098,43 12.842
4. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 0,00 0
5. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen, und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Analgevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0
7. Sonstige betriebliche Erträge 2.129.331,07 1.060
8. Jahresfehlbetrag 12.134.471,71 6.940
Summe der Erträge 26.770.319,35 26.476

Anhang

Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss ist entsprechend den Vorschriften des HGB und AtkG sowie unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute sowie dem KWG aufgestellt worden. Die nach dem am 25. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erforderlichen Angaben gemäß Artikel 66 Abs. 2 Satz 1 EGHGB, die erstmals bei der Aufstellung von Abschlüssen für ein nach dem 31.12.2008 beginnendes Geschäftsjahr zu beachten sind, wurden nachfolgend berücksichtigt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht.
Das im Kreditgeschäft liegende allgemeine Ausfallrisiko ist aufgrund der gestellten Sicherheiten derzeit vernachlässigbar, entsprechend waren Einzelwertberichtigungen nicht notwendig. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurde verzichtet.
Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sowie der Eigenbestand aus Aktien sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um Anteile am Spezialfonds Julius Baer Open 1. Diese Investmentanteile sind dem Anlagevermögen zugeordnet und werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert.
Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert.
Erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.
Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben.
Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.
Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6% und der Heubeck-Sterbetafeln 2005 G ermittelt. Die Bank hat ab August 2000 die Anwartschaft auf Pensionsansprüche auf freiwilliger Basis auf 3 Jahre verkürzt. Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 645 sind mit der Einzahlung unverfallbar.
Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 818 werden zum Marktwert der zugrunde liegenden Investmentanteile angesetzt.
Eine Bewertung der am Stichtag bestehenden, geschlossenen Positionen in Devisentermingeschäften erfolgte als Bewertungseinheit zum Nominalbetrag; unrealisierte Gewinne/Drohverlust-Rückstellung wurden nicht ausgewiesen;
Die Anderen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und sind mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.
Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum EZB Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 15.532 (VJ TEUR 1.865) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit:

scroll

in TEUR 31.12.09 31.12.08
- bis drei Monate 124.380 144.046
- drei Monate bis ein Jahr 781 4.009
- ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
125.161 148.055

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 24.910 (Vorjahr: TEUR 4.410) sowie gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Guernsey, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 36.462) enthalten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit

scroll

in TEUR 31.12.09 31.12.08
- täglich fällig 576 216
- bis drei Monate 3.895 3.445
- drei Monate bis ein Jahr 0 769
- ein Jahr bis fünf Jahre 7.280 2.649
- über fünf Jahre 0 0
11.751 7.079

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 7.500 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 7.817.

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte inländische Schuldverschreibungen.

Im Geschäftsjahr 2010 sind Schuldverschreibungen in Höhe von TEUR nominal 2.500 fällig.

Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert zum Jahresultimo waren im Berichtsjahr nicht erforderlich. Zuschreibungen waren ebenfalls nicht erforderlich.

Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung von Arbeitnehmer und -geber finanzierten und dem Anlagebestand zugeordneten Investmentanteile sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Diese Investmentanteile sind börsenfähig jedoch nicht börsennotiert.

Zweck der Anlage in den Spezialfonds ist die Insolvenzsicherung der Pensionszusagen und Arbeitszeitkonten an die Mitarbeiter der Bank. Die Fondsanteile unterliegen einer Verfügungsbeschränkung, die ein Treuhänder (JB PensV) verwaltet. Der Verein wird beim Vereinsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt; der Vereinszweck ist gemäß Satzung nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet. Da die Bank weiterhin im Besitz des wirtschaftlichen Eigentums ist, erfolgt bei ihr die Bilanzierung der Wertpapiere.

Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt:

scroll

Forderungen an Banken: TEUR 4.913
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: TEUR 4.913

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres: Verlust von TEUR 2 (VJ TEUR 1).

Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten wie folgt dar (in TEUR):

scroll

Anschaffungskosten Abschreibungen
Stand

01.01.09
Zugänge

2009
Abgänge

2009
Stand

31.12.09
Gesamt davon

2009
Restbuchwert

31.12.09
--- --- --- --- --- --- --- ---
Wertpapiere des Anlagebestandes 6.800 817 5.983 5.983
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 26 26
Immaterielle Anlagewerte 4.899 76 110 4.865 4.563 120 302
Goodwill 4.087 4.087 0 1.318 204 0
Sachanlagen* 3.342 395 272 3.465 2.025 247 1.439
Insgesamt 19.154 471 5.286 14.339 7.906 571 7.750

* Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Rahmen der Veräußerung des Asset Managements an die Swiss & Global Asset Management Kapital AG wurde ein Abgang des ursprünglich in 2004 durch Kauf des Geschäftsbetriebes der Julius Bär KAG entstandenen Goodwills veranlasst. Der hieraus resultierende Abgangsverlust in Höhe von TEUR 2.769 wurde dem außerordentlichen Ergebnis zugeordnet.

Die weiteren Abgänge im Sachanlagevermögen und in den Immateriellen Vermögensgegenständen waren in Vorjahren bereits vollständig abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen aus der Vermögensverwaltung für Privatkunden in Höhe von TEUR 502, Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 250, sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 208

Zudem bestehen Vorsteuerforderungen an das Finanzamt für die Jahre 2007 und 2008 in Höhe von TEUR 682, Körperschaftssteuerforderungen gem. § 37 KStG von TEUR 206 sowie anrechenbares Steuerguthaben des Julius Bär Pensionsfund e.V. von TEUR 66.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 199.

Auf Fremdwährung lautende Forderungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 16.558 (VJ TEUR 17.144) in fremder Währung. Darunter USD im Gegenwert von TEUR 13.878 sowie CHF im Gegenwert von TEUR 2.410.

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.724 (VJ TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:

scroll

in TEUR 31.12.09 31.12.08
- bis drei Monate 3.887 3.424
- drei Monate bis ein Jahr 0 769
- ein Jahr bis fünf Jahre 7.238 2.649
11.125 6.842

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 11.125 (Vorjahr: TEUR 3.424) mit einer Laufzeit von unter drei Monaten, TEUR 3.888 (Vorjahr: TEUR 615) sowie TEUR 7.238 (Vorjahr: TEUR 2.649) mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 103.273 (Vorjahr TEUR 104.623) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:

scroll

in TEUR 31.12.09 31.12.08
- bis drei Monate 1.689 23.431
- drei Monate bis ein Jahr 781 3.852
- ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
2.470 27.283

In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 24) enthalten.

Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.545 enthalten im Wesentlichen offene Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 189, Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 199, abzuführende Abgeltungsteuer unserer Kunden in Höhe von TEUR 1.370, abzuführender Umsatzsteuer aus in Rechnung gestellten Erträgen in Höhe von TEUR 260 sowie Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 522.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Mietzuschüsse für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf und München in Höhe von TEUR 674.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.09 31.12.08
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.725 5.411
Steuerrückstellungen 0 150
Andere Rückstellungen 3.985 4.265
- Personalrückstellungen 2.984 3.056
- Sonstige Rückstellungen 1.001 1.209
8.710 9.826

In den Personalrückstellungen enthalten sind: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 1.889, Rückstellungen für Zeitwertkonten TEUR 818 sowie Urlaubsrückstellung in Höhe von TEUR 142.

Eigenkapital

Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.

Kapitalrücklagen

Im Oktober sowie im November 2009 erfolgten Zuzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 10.200 respektive von TEUR 10.000 durch den Alleingesellschafter.

Gewinnverwendung

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Kapitalrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags von TEUR 12.134 aufgelöst und betragen zum 31. Dezember 2009 TEUR 26.201.

Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 16.425 (VJ TEUR 17.001) in fremder Währung. Darunter USD im Gegenwert von TEUR 13.814 sowie CHF im Gegenwert von TEUR 2.341.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen (Bankräumlichkeiten und KfZ) belaufen sich für die nächsten 5 Jahre auf TEUR 8.681.

Termingeschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen 20 noch nicht abgewickelte, geschlossene Devisentermingeschäfte, die ausschließlich für Kunden abgeschlossen wurden. 6 USD-Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 6.846 stehen 10 USD-Verkäufe mit einem Gegenwert von ebenfalls TEUR 6.846 gegenüber. 2 JPY-Käufen stehen mit einem Gegenwert von TEUR 847 stehen 2 JPY-Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 847 gegenüber. Aufgrund der geschlossenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkungen auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank.

Eventualverbindlichkeiten

In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.327 (VJ TEUR 71) sind Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von TEUR 0 (VJ TEUR 47) enthalten.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine unwiderruflichen Kreditzusagen

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Dienstleistungsgeschäft

Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft. TEUR 6.727 der Provisionserlöse der Bank entfallen auf den Geschäftsbereich Private Banking. Die restlichen TEUR 3.899 entfielen auf den zum 30.09.2009 veräußerten Geschäftsbereich Asset Management.

Die im Private Banking erzielten Provisionen enthalten im Wesentlichen TEUR 1.783 aus der Vermögensverwaltung, TEUR 3.630 aus dem Geschäft mit Beratungskunden sowie TEUR 769 vereinnahmte Vermittlungsprovisionen, von denen TEUR 226 an die Kunden ausgekehrt wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position beinhaltet hauptsächlich Vorsteuererstattungen für 2006-2008 von TEUR 1.049, Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 336, Kostenverrechnungen mit der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, in Höhe von TEUR 295, Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen in Höhe von TEUR 177 sowie Kostenverrechnungen mit der Swiss & Global Asset Management Kapital AG, Frankfurt, in Höhe von TEUR 165.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Bank hat im Berichtsjahr Körperschaftssteuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 157 geleistet sowie Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 11 erhalten.

Außerordentliches Ergebnis

Der Geschäftsbereich Asset Management der Bank wurde per 24.09.2009 zu 1,00 Euro an die Julius Bär Kapital AG verkauft. Der aus der Veräußerung resultierende außerordentliche Verlust für die Bank beläuft sich auf TEUR 2.832.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 219. Dieses teilt sich wie folgt auf:

scroll

EUR
Abschlussprüfungsleistungen 215.600
andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 3.793
Gesamt 218.793

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Folgende Geschäfte wurden im Geschäftsjahr 2009 getätigt:

scroll

Art der Beziehung Geldanlagen

TEUR
Geldaufnahmen

TEUR
Dienstleistungen

Aufwand

TEUR
Dienstleistungen

Ertrag

TEUR
Mutterunternehmen 0 0 796 0
Schwestergesellschaften 2.150.842 15.424 1.126 3.920
Tochtergesellschaft 0 0 0 0
Gesamt 2.150.842 15.424 1.922 3.920

Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag unterhält die Bank Nostrokonten bei Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 14.640.

Auslagerung von betrieblichen Funktionen

Die Bank hat folgende wesentlichen Bereiche ausgelagert:

Back Office Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel
Zahlungsverkehr
Interne und IT-Revision
IT Infrastruktur
IT Betreuung
Risiko Rating im Kreditbereich

Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z.B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen, Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch das Risk and Outsourcing Committee (RoC) der Bank Rechnung getragen.

Aufsichtsrat

Gian A. Rossi

(Vorsitzender)

Market Area Head Private Banking

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich
Dr. Urs Monstein

(stellv. Vorsitzender)

Managing Director

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich
Boris Collardi

Chief Executive Officer

Julius Bär Gruppe AG, Zürich
Michele Porro

(bis 30.09.2009)

Managing Director

Julius Bär Investment Funds Services AG, Zürich
Petra Ispert* (bis 30.09.2009), Bankangestellte
Ingeborg König*, Bankangestellte

* Arbeitnehmervertreter

Vorstand

Christian E. Dubler
Alexander Gerstadt (bis 30.09.2009)
Dr. Gerhard Grebe

Organkredite

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite.

Organbezüge

Die Gesamtbezüge für Mitglieder des Vorstandes im Geschäftsjahr betrugen TEUR 811, darin enthalten sind 5.902 Aktien und Aktienoptionen im Gegenwert von TEUR 96. Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 129. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 2 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 2.318.

Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (incl. Vorstand) der Bank betrug 65,6 (VJ 58,6) wovon 23,8 (VJ 19,7) Mitarbeiter weiblich und 41,8 (VJ 38,9) männlich waren.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5% zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.

Konzernzugehörigkeit

Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Der Jahresabschluss der Bank wird in den Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG, Zürich, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.

Frankfurt am Main, den 18. März 2010

Der Vorstand

Christian E. Dubler

Dr. Gerhard Grebe

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 19. März 2010

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Hübner, Wirtschaftsprüfer

Antosch, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2009 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei der im Bericht aufgeführten Maßnahme keine Umstände für eine wesentliche andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.

Frankfurt am Main, im März 2010

Der Aufsichtsrat

Gian A. Rossi, Vorsitzender

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.