Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Softing AG Management Reports 2017

May 16, 2017

405_rns_2017-05-16_364bcbc4-2395-4889-bce0-68e16624d16a.html

Management Reports

Open in viewer

Opens in your device viewer

{# SEO P0-1: filing HTML is rendered server-side so Googlebot sees the full text without executing JS or following an iframe to a Disallow'd CDN path. The content has already been sanitized through filings.seo.sanitize_filing_html. #}

Softing AG

Haar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Softing AG sowie des Konzerns

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell

Geschäftsmodell des Konzerns

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial und Automotive international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs-und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit den Kernthemen Diagnose, Messen und Testen steht das Segment Automotive von Softing für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort.

Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und verstärkt den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

Überblick Konzernstruktur:

scroll

Softing-Konzern zum 31.12.2016 Kapitalanteil
2016

%
2015

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland* 100 100
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc. , Newburyport/USA (vormals Softing North America Inc.) 100 100
Softing North America Holding Inc. Delaware/USA 100 100
OLDI Online Development Inc. Knoxville/USA 100 100
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland (vormals Psiber Data GmbH) 100 100
Softing Singapore Pte. Ltd./Singapur (vormals Psiber Data Pte. Ltd.) 100 100
Softing S.A.R.L. Paris/Frankreich 100 100
Gegründete Unternehmen 2016
Shanghai Softing software Co., Ltd/China 100 0
Softing Automotive Electronics Services GmbH/Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 0
Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH/Kichentellinsfurt/Deutschland 100 0

* Die Softing Automotive Electronics GmbH hat zum Jahresende 2016 das operative Geschäft der samtec automotive software & electronics GmbH übernommen

Zur Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive und Industrial aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

Softing AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.

Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia ist organisatorisch als Tochter der Softing Industrial Automation GmbH angehängt. Mit Softing Italia in Mailand werden Kunden in Italien direkt vor Ort betreut. Im Jahr 2016 trug die Gesellschaft wieder positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport (Massachusetts) sind organisatorisch Töchter der der Softing North America Holding Inc. Seit fast 30 Jahren ist OLDI ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDI’s tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markeinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. 2016 trugen die amerikanischen Gesellschaften zusammen positiv zum Gesamterfolg des Softing-Konzerns bei.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug 2016 wieder positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.

Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd. und Shanghai Softing software Co., Ltd/China

Softing IT Networks GmbH (vormals Psiber Data GmbH) mit Sitz in Haar, München ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore (ehemals Psiber Data Pte. Ltd.) mit Sitz in Singapur liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Shanghai Softing software Co., Ltd mit Sitz in Shanghai, China wurde 2016 gegründet, um die Produktpalette von Softing Singapur auf dem chinesischen Festland zu vertreiben. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Die drei Softing IT Networks-Gesellschaften sind profitable Unternehmen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten.

Softing Automotive Electronics GmbH und samtec automotive software & electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Soft ware-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing. Die Softing Automotive Electronics GmbH hat zum Jahresende 2016 das operative Geschäft der samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) übernommen. Die samtec tritt seit diesem Zeitpunkt nicht mehr aktiv am Markt auf.

Softing Messen & Testen GmbH

Die Softing Messen & Testen GmbH mit Sitz in Haar ist organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Seit mehr als 20 Jahren ist Softing erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen von Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Darüber hinaus wird mit der SMT (Softing Mess-Technik) der gesamte Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung abgedeckt.

Softing Project Services GmbH

Die Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar ist seit 2015 organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Gut ausgebildete Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

Softing Automotive Electronics Services GmbH

Die Softing Automotive Electronics Services GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt, Deutschland ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH im Jahr 2016 gegründete Gesellschaft. Sie fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und stellt ein strategisch wichtiges Mitglied in der Softing-Gruppe dar.

Softing S.A.R.L

Die Softing S.A.R.L mit Sitz in Paris, Frankreich wurde im Jahr 2015 durch die Softing Services GmbH gegründet. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH

Die Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt, Deutschland ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH 2016 gegründete Gesellschaft und soll zukünftig den restlichen Geschäftsbetrieb der samtec übernehmen und interne Dienstleistungen im Bereich Automotive Communications anbieten.

Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, die Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Steuerungssystem

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung. Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden einer stringenten Nachverfolgung unterzogen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Für die Softing AG sind aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen die Grundlage für die Steuerung. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing TEUR 23.971 (Vj. TEUR 21.686) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 30 % (Vj. 26 %).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2.699 TEUR (Vj. 2.981 TEUR).

Zum Jahresende waren 267 (Vj. 272) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt.

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 4.511 2.786
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 19.460 18.900
23.971 21.686

Die Softing Industrial Automation hat 2016 Investitionen von 8,4 Mio. EUR in die Entwicklung neuer, sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte getätigt. Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Allen skeptischen Stimmen zum Trotz sehen sich die Maschinen- und Anlagenbauer bei der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion (Industrie 4.0) international in der Vorreiterrolle. Eine neue Studie der IMPULS-Stiftung des VDMA zeige, dass das Thema in der Breite des Maschinen- und Anlagenbaus angekommen ist. Immer mehr Unternehmen verfolgten eine klare Digitalisierungsstrategie. Auch das Thema IT-Security benötige noch viele Anstrengungen. Der VDMA hat dazu jüngst ein Pilotprojekt mit auf den Weg gebracht, das Start-up „University4Industry“, das Online-Kurse zu Industrial Security anbietet und damit Know-how in einem ganz zentralen Teil der Digitalisierung aufbaut.

Das Thema Industrie 4.0 hat im letzten Jahr besonders auch im internationalen Umfeld an Bedeutung gewonnen. Gateways, die die Integration bestehender Fertigungsinseln in eine unternehmensweite Produktionsplanung ermöglichen, werden immer wichtiger für global agierende Kunden. Das neue dataFEED UA gate und die dataFEED OPC-UA Suite bieten jetzt - neben der in Deutschland favorisierten Technologie OPC-UA - die Möglichkeit, über MQTT auch Produktionsanlagen im amerikanischen Markt zu realisieren. Neben der hohen Datensicherheit erfordert das künftige Internet der Dinge (IoT) kompakte, sehr performante Softwarelösungen. Mit den neuen Stacks auf Basis des OPC Toolkits bietet Softing eine neue OPC-UA Integrationslösung, die auch prototypisch das neue Ethernet Protokoll TSN unterstützt. Das Time Sensitive Networking (TSN) Protokoll wird die Industrial Ethernet Standards ergänzen und für eine Durchgängigkeit von der IT zum Sensor bieten.

Eine große Investition in die Zukunft ist das Thema Industrial Data Intelligence, unter dem Softing die Entwicklung der neuen dataTHINK Produkte zur Datensammlung und –analyse kontextbezogener Informationen zusammenfasst. Da die Nutzung mobiler Geräte in der Prozess- und Fertigungsindustrie immer öfter favorisiert wird, werden die Softwarelösungen z. B. in der Ethernet Diagnose jetzt umgestellt auf HTML5 und auch durch mobile Apps ergänzt und damit Industrie 4.0 fähig. Softing Gateways für die Prozessindustrie wie das das neue FF/Modbus Gateway FG 200 bilden einen weiteren Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit. Softing verfügt über spezielles Knowhow zur Fertigung dieser EEx-i Gateways, die dann in explosionsgefährdenden Bereichen in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden und höchsten Sicherheitsstandards genügen.

OLDI und die Softing Industrial Automation GmbH arbeiteten 2016 gemeinsam an der Entwicklung eines OPC UA Moduls, das den Anforderungen der Unterwasser-Ölförderung gemäß der MDIS Spezifikationen genügt.

Durch die konsequente Erweiterung der Xpert-Produktserie konnte die Softing IT Networks GmbH ihre Vorreiterrolle in der Messtechnik für strukturierte Gebäudeverkabelung und Rechenzentren im Jahr 2016 weiter manifestieren. Neben der Messtechnik für Kupferverkabelungen über den kürzlich verabschiedeten Kategorie 8 Standard hinaus bietet Softing IT Networks auch Messtechnik für Glasfaserverkabelung und WLAN-Planung an. Im Berichtsjahr wurden zudem die Grundlagen für weitere eigenentwickelte Produkte geschaffen.

Softing Automotive Electronics GmbH hat rundum die Standards ODX und OTX sowohl ihr Produktportfolio erweitert als auch die Marktdurchdringung verbessert. Für die Standards notwendige Laufzeitumgebung, eine Art Diagnosebetriebssystem wurde im Jahr 2016 auch auf das Betriebssystem iOS portiert. Dadurch sind jetzt beliebige Diagnoseanwendungen möglich, die wahlweise auf einem Windows-PC im Labor oder Testfeld, auf einem Embedded-Gerät im Fahrversuch oder auf einem Smartphone im mobilen Einsatz oder in der Werkstatt verwendet werden. Für jeden der genannten Einsatzfälle konnten bereits Kunden gewonnen werden. Die auf dieser Laufzeitumgebung basierenden Werkzeuge für Entwicklung, Produktion und Service wurden umfangreich erweitert, so dass weitere Anwendungsfälle adressiert werden können. Beispielsweise wurde der in sehr großen Stückzahlen verkaufte Entwicklungstester DTS Monaco um weitere Anwenderoberflächen erweitert. Das Diagnoseablaufsystem mit der Entwicklungsumgebung OTX Studio wurde bereits an den kommenden neuen OTX Standard angepasst.

Das Softing Produkt CAR ASYST als mobiles Tool für Werkstatt und Service erlebte Ende April 2016 seinen Go-Live. Es wurde im Android Playstore freigeschaltet, die produktspezifische Webseite wurde online gestellt. Die erfolgreiche Internationalisierung des Geschäfts von Softing Automotive Electronics zeigt sich insbesondere an neuen Geschäftsabschlüssen mit Herstellern in den USA und Japan, bei denen ebenfalls der konsequente Einsatz von Standards der Schlüssel zum Erfolg war.

Das von der samtec automotive software & electronics GmbH übernommene Produktportfolio wurde in den letzten zwei Jahren grundlegend erneuert, sowohl in der HW- als auch SW-Architektur. Diese Entwicklung wird 2017 abgeschlossen sein und die Markteinführung neuer Produkte ermöglichen. Die neue VIN|ING HW-Familie hat dabei im Premiumbereich einen Technologiesprung vollzogen, um auf FPGA-Basis möglichst früh am Markt agieren zu können, sobald sich die Feldbustechnologien im Automobilbereich weiterentwickeln.

Die Softing Messen und Testen GmbH konnte die Umsatzprognosen im Bereich Messtechnik übertreffen. Grund hierfür war unter anderem, dass ein Premiumhersteller bei der Instrumentierung seines neuen Motorenprüfgebäudes komplett auf die Softing Messtechnik zurückgegriffen hat. Außerdem wurde die SMT über EtherCAT in die Prüfstandsystematik des Weltmarkführers im Bereich Straßensimulationsprüfstände integriert und bei einem weiteren Premiumhersteller erfolgreich zum Einsatz gebracht. Auch die Messräder eines anderen Weltmarkführers können seit 2016 als integraler Bestandteil der SMT betrieben werden. Sämtliche Kundenerprobungen auf internationalen Teststrecken konnten erfolgreich umgesetzt werden. Mit der HiL-Systematik im Bereich TESTEN konnten mehrere Prüfstände, welche für Elektro-, bzw. Hybrid-Fahrzeuge konzipiert wurden umgesetzt werden. Des Weiteren konnte die Projektierung und Angebotsphase für ein umfassendes Cluster-HiL-Prüffeldes abgeschlossen werden. Eine Beauftragung Anfang 2017 ist sehr wahrscheinlich. Für ein Rennfahrzeug, welches 2017 bei den 24h von Le Mans zum Einsatz kommen wird, wurde die komplette Elektronik in Form eines „CAN-Mobils“ aufgebaut, um die Entwicklungszeiten zu reduzieren. Dazu kommen Produkte wie das Transmissionsmessgerät LTW-1 und HV-Komponenten, welche bereits weltweit im Einsatz sind und kontinuierlich nachgeordert werden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Expansion der Weltwirtschaft 2016 schwach, zuletzt wieder Anzeichen der Erholung

Die Weltkonjunktur, die im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, gewann nach der Jahresmitte merklich an Fahrt. Sowohl das globale Bruttoinlandsprodukt als auch der Welthandel legten nach einer verhaltenen Zunahme im ersten Halbjahr ab dem dritten Quartal spürbar zu. Für das Jahr 2016 insgesamt ist lediglich mit einem Zuwachs der Weltproduktion von 3,1 % zu rechnen. Dieser Werte ist nochmals etwas niedriger als der im bereits schwachen Vorjahr 2015. Das Konjunkturwachstum in den USA lag 2016 bei 1,6 %. Die inzwischen drei Jahre dauernde moderate konjunkturelle Expansion im Euroraum war auch 2016 zu beobachten und lag bei 1,7 %. In den Schwellenländern verbesserte sich die Lage merklich. So expandierte die chinesische Wirtschaft mit 6,6% kräftig, während Im Japan das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 1 % zulegte. Das Tempo des Rückgangs der Produktion in Russland schwächte sich merklich ab, jedoch wird für 2016 ein negatives Wachstum von -0,6 % prognostiziert (Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte Nr. 25, 2016|Q4)

Maschinenbau: Stagnation der Produktion im Vergleich zum Vorjahr

In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres sank die Produktion im Maschinenbau preisbereinigt um 0,7 %. Dieses Minus ging im Wesentlichen auf Arbeitstageeffekte zurück, weshalb die VDMA-Volkswirte zuversichtlich sind, dass das Minus bis Jahresende wieder ausgeglichen werden kann. Seit 2012 kommt die Produktion kaum vom Fleck. Die Kapazitätsauslastung im Maschinen- und Anlagenbau lag im Oktober bei 84,6 % und damit unterhalb des langjährigen mittleren Werts der Maschinenbauindustrie (85,9 %). Mehr als ein Viertel der Unternehmen (26 %) klagten im Oktober über Produktionsbehinderungen, die von einem Mangel an Aufträgen verursacht wurden. Auch der Weltumsatz mit Maschinen stagniert.

Elektroindustrie: Schwankungen bei Produktion setzen sich fort

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektrounternehmen ist im Oktober 2016 um 5,3 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gesunken. Damit hat sich der ständige Wechsel von positiven und negativen monatlichen Einzelergebnissen im laufenden Jahr fortgesetzt. Bis einschließlich Oktober gab es nunmehr sechs Produktionsmonate mit Plus- und vier Monate mit Minusraten. Kumuliert von Januar bis Oktober konnte der Branchenoutput aber um 1,0 % gegenüber Vorjahr zulegen.

In den ersten zehn Monaten 2016 beliefen sich die Branchenerlöse auf 146,2 Milliarden Euro. Damit übertrafen sie den entsprechenden Vorjahreswert leicht um 0,4 %. Hier entwickelten sich Inlandsumsatz (+0,5 % auf 71,1 Mrd. EUR) und Auslandsumsatz (+0,3 % auf 75,1 Mrd. EUR) ähnlich moderat. (Quelle: ZVEI Presseinformationen 99/2016 vom 08.12.2016)

Automobilindustrie: Weiterhin hohe Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen

Nach Angaben der Europäischen Kommission stemmt die deutsche Automobilindustrie ein Drittel der gesamten weltweiten F&E-Ausgaben der Automobilbranche. Damit ist sie weltweit die Nummer eins – noch vor den japanischen und amerikanischen Unternehmen.

Darüber hinaus sind vier der sechs größten F&E-Investoren aus der Europäischen Union Unternehmen der deutschen Automobilindustrie. Nahezu drei Viertel (74 %) der gesamten globalen F&E-Ausgaben von in der EU ansässigen Automobilfirmen entfallen auf deutsche Firmen.

Die inländischen Ausgaben der deutschen Automobilindustrie für Forschung und Entwicklung wurden um mehr als 10 % auf 21,7 Mrd. Euro erhöht. Etwa zwei Drittel der F&E-Ausgaben erfolgten durch die Automobilhersteller, ein weiteres Drittel durch die Zulieferer. Damit erreichte die deutsche Automobilindustrie in der deutschen Wirtschaft erneut den höchsten F&E-Anteil mit rund 35 %. Mit deutlichem Abstand folgten Elektrotechnik und Maschinenbau. (Quelle: Verband der Automobilindustrie, https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen, Pressemeldung vom 22.12.2016)

Geschäftsverlauf

Softing hat 2016 die schwächeren Umsätze im amerikanischen und im deutschen Markt trotz deutlichem Wachstum des Geschäfts im restlichen Europa und Asien nicht vollkommen kompensieren können. 2016 lag der Umsatz mit 80,4 Mio. EUR (Vj. 82,3 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahresniveau, die Prognose von 85 Mio. EUR wurde aufgrund der Schwäche im amerikanischen Markt verfehlt. Im operativen EBIT von 6,7 Mio. EUR machte sich das Ausbleiben extrem margenstarker Entwicklungsaufträge im US-Markt trotz guter Ertragsqualität in den anderen Regionen wie erwartet bemerkbar, aus diesem Grund wurde die Prognose von 7,5 Mio. EUR verfehlt. Das EBIT betrug 2016 7,2 Mio. EUR (Vj. 5,5 Mio. EUR), wobei sich ein Einmaleffekt aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI mit 4,1 Mio. EUR niedergeschlagen hat. Der in den USA durch die politische Unsicherheit geprägte schwächere Konjunkturverlauf hat sich im 4 Quartal wieder stabilisiert. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 12,3 Mio. EUR (Vj. 10,8 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 15 % (Vj. 13%).

Im Segment Industrial belief sich der Umsatz auf 57,6 Mio. EUR (Vj. 58,7 Mio. EUR), die Schwäche im amerikanischen Markt konnte insgesamt nicht voll kompensiert werden. Der Umsatz von Automotive blieb trotz endgültig auslaufender Produktlinien mit 22,8 Mio. EUR (Vj. 23,6 Mio. EUR) nahezu konstant.

Im Segment Industrial stieg das EBIT aufgrund des positiven Einmaleffektes aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI von 2,2 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Im Segment Automotive sank das EBIT leicht von 3,3 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. Das EBITDA im Segment Industrial stieg von 6,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,6 Mio. EUR, im Segment Automotive betrug das EBITDA 4,3 Mio. EUR (VJ. Mio. EUR 4,5).

Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 5,7 Mio. EUR nach 4,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss der Konzernmutter, Softing AG, stieg aufgrund höherer Gewinnabführung von 2,5 Mio. EUR im Jahr 2015 um 0,4 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR im Jahr 2016. Dieses Ergebnis lag im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr.

Ertragslage

Ertragslage Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Konzernumsatz um 2,3 % auf 80,4 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 4,5 Mio. EUR und lagen um 1,7 Mio. EUR über Vorjahresniveau (2,8 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen stieg im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2016 an. Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden stark durch die Veränderung des variablen Kaufpreises der OLDI von 4,1 Mio. EUR und einmalige Versicherungsleistungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR, im Zusammenhang mit dem Brand bei der Tochtergesellschaft Messen und Testen GmbH beeinflusst.

Die Aufwandspositionen entwickelten sich folgendermaßen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Materialaufwand 31.353 31.879
Zuwendungen an Arbeitnehmer 35.122 33.554
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.100 5.282
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.538 11.742
Betriebliche Aufwendungen 83. 1 13 82.457

Der Materialaufwand sank aufgrund verminderter Umsätze um 0,5 Mio. EUR oder 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) wie im Vorjahr 39 % und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) sank von 50,4 Mio. EUR auf 49,1 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 5 % auf 35,1 Mio. EUR, vor allem auf Grund von Gehaltssteigerungen, neuen Mitarbeitern und variablen Vergütungen. Zum Stichtag waren 435 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt.

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken leicht von 5,3 auf 5,1 Mio. EUR bedingt durch die Verminderung der Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken leicht 0,2 Mio. EUR.

Das EBIT stieg von 5,5 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR begünstigt durch den Einmaleffekt aus der Verminderung des variablen Kaufpreises für OLDI.

Das Zinsergebnis stieg von -0,3 Mio. EUR auf -0,2 Mio. EUR und war auch 2016 geprägt durch die Zinsaufwendungen für die Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises von OLDI.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, lag das Konzernergebnis bei 5,7 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR).

Ertragslage AG

Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.

Mit folgenden Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH
Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Services GmbH

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Messen & Testen GmbH via Softing Automotive Electronics GmbH
samtec automotive software & electronics GmbH via Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Project Services GmbH via Softing Automotive Electronics GmbH

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführung sind die wesentliche Steuergröße für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen diese auf Grund der gestiegenen Gewinnabführung der Softing Industrial Automation und Softing Services von 3,3 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2016 lag bei 3,0 – 3,5 Mio. EUR. Die Prognose wurde insbesondere durch die höhere Ergebnisabführung der Softing Industrial Automation übertroffen.

Der Personalaufwand stieg von 2,3 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. auf Grund höherer variabler Vergütungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen insgesamt leicht von 0,7 Mio. EUR (inkl. der Umgliederung der Aufwendungen für bezogene Leistungen nach BilRUG) auf 0,5 Mio. EUR zurück.

Auf Grund erhöhter Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften, ergab sich für 2016 eine Steigerung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,2 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR.

Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag stiegen auf Grund des besseren Ergebnisses vor Steuern um 0,2 Mio. EUR. auf 1,2 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss stieg von 2,5 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR, begründet durch die höhere Verrechnung an Tochtergesellschaften und eine erhöhte Gewinnabführung.

Finanzlage

Finanzlage Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, welches die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfteabgesichert. Im letzten Geschäftsjahrwurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2016 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 47,6 Mio. EUR (Vj. 42,3 Mio. EUR), ein Anstieg um 12 % bzw. 5,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug 57 %, im Vorjahr 51 %.

Die langfristigen Schulden verminderten sich von 21,9 Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR, auf Grund niedrigerer variabler Kaufpreisverpflichtung aus der OLDI Akquisition, Darlehenstilgung und Umgliederungen in die kurzfristigen Schulden, gegenläufig erhöhten sich die passiven latenten Steuern um 0,5 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 3,3 Mio. EUR auf 21,6 Mio. EUR bedingt im Wesentlichen durch die Umgliederung des restlichen variablen Kaufpreisanteils der OLDI, welcher in 2017 zur Zahlung fällig ist.

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,5 Mio. EUR in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Vorjahr 1,7 Mio. EUR, im Jahr 2016 1,1 Mio. EUR. Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wuchs um 9 % von 8,6 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR, begründet durch einen erhöhten Perioden-Cashflow und ein verbessertes Forderungsmanagement.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 6,5 Mio. EUR, großenteils geprägt durch die Aktivierung von Entwicklungsleistungen und Ersatzbeschaffungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 1,4 Mio. EUR und war geprägt durch die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 1,2 Mio. EUR, die Dividendenzahlung von 1,0 Mio. EUR und gegenläufigen Einzahlungen aus einer kurzfristigen Banklinie von 1,0 Mio. EUR.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel beliefen sich zum Jahresende auf 10,9 Mio. EUR (Vj. 9,2 Mio. EUR).

Finanzlage AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2016 von 31,9 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss 2016 in Höhe von 2,9 Mio. EUR konnte die Dividende in Höhe von 1,0 Mio. EUR für das Jahr 2015 kompensieren.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 66% auf starke 70% im Jahr 2016.

Die Veränderung der Rückstellungen von 2,5 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR ist größtenteils auf die Veränderung in der Rückstellung für variable Vergütung und erhöhte Steuerrückstellungen zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von 2,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR auf Grund variabler Kaufpreiszahlungen für die 2014 getätigten Akquisitionen in Höhe von 0,9 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich leicht um 0,2 Mio. EUR auf Grund regelmäßiger Tilgungen der 2014 aufgenommenen Darlehen von 1,2 Mio. EUR. und der gegenläufigen Aufnahme von kurzfristigen Betriebsmitteln von 1,0 Mio. EUR.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigenen operativen Geldzuflüssen für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von einigen Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2016 noch mit 7,7 Mio. EUR.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 3,0 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR).

Vermögenslage

Vermögenslage Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und bildeten Ende 2016 einen Anteil von 59,0 % der Bilanzsumme (Vj. 57,1 %). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 74,0 % (Vj. 77,9 %).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1,8 Mio. EUR auf 48,9 Mio. EUR. Die Gründe lagen in der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch einen veränderten Kurs des USD (0,3 Mio. EUR), eines Anstiegs der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (1,1 Mio. EUR) und des gewachsenen Bestands an aktiven latenten Steuern (0,5Mio. Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich von 35,3 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf einen Abbau von Forderungen aus Lieferung und Leistung und Forderungen aus kundenspezifischen Feritgungsaufträgen um 3,2 Mio. EUR EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich um 1,7 Mio. EUR gestiegene Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente aus.

Die Bilanzsumme betrug im Geschäftsjahr 82,9 Mio. EUR (Vj. 82,5 Mio. EUR).

Zum Jahresende betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10,9 Mio. EUR (Vj. 9,2 Mio. EUR).

Vermögenslage AG

Die Bilanzsumme der Softing AG blieb gegenüber dem Vorjahr stabil mit 48,3 Mio. EUR (Vj. 48,4 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2016 wurde 1,4 Mio. EUR an kurzfristigen Darlehen aufgenommen. Die Softing AG erhielt 2015 Mittel in Höhe von 1,1 Mio. EUR aus dem Verkauf eigener Aktien.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bleiben stabil bei 15,2 Mio. EUR. Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich auf 3,0 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 1,2 Mio. EUR auf Grund erhöhter Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns und der AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, auch die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr solide gestaltet.

Darüber hinaus gab es keine Ereignisse oder Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden hätten.

NACHTRAGSBERICHT

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN

Chancenbericht

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Fokussi erung bei Automotive

Die Konzentration im Bereich Automotive Electronics auf die Kernkompetenzen Diagnose, Messen und Testen wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Die damit erzielte Steigerung der Produktivität bietet zusammen mit den unverändert fortgeführten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung eine gute Basis für den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts. Damit hat sich das Geschäftssegment Automotive Electronics bei Schlüsselkunden langfristig verankert.

Softing Automotive Electronics

Das von der Samtec übernommene neu entwickelte und geplante VCI-Produktportfolio sowie das neue VCF stoßen bei Bestands- und Neukunden auf starkes Interesse. Die Auftragsbücher für diese Produkte sind bereits gut gefüllt, was einerseits der Fachkompetenz langjähriger Mitarbeiter, andererseits der Weiterentwicklung der VCI-Software- und Hardware-Produkte zuzuschreiben ist.

Softing Messen & Testen GmbH

Die SMT (Softing Mess Technik) konnte 2015 bei einem weiteren Premiumhersteller platziert werden. 2016 wurden weitere Nachbestellungen getätigt. Im Bereich TESTEN liegen umfangreiche Aufträge zur HIL-Systematik von großen Entwicklungsdienstleistern vor. 2016 erfolgte ein weiterer Ausbau der Vertriebsaktivitäten und zeigt gute Ergebnisse.

Internationalisierung schreitet im Segment Industrial voran

Das Segment Industrial Automation entwickelte seine strategische Ausrichtung auf marktorientierte Produkte mit unmittelbarem Kundennutzen weiter und hat neue Produkte in den Markt eingeführt. Der dabei zunehmende Anteil an Software-Produkten wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus.

Mit dieser Ausrichtung, eingeführten Produkten und langjähriger Netzwerkarbeit, z. B. in Gremien, ist Softing Industrial Automation bereits an den Umsetzungsprojekten der globalen Industrie-4.0-Initiative beteiligt und wird weiter zunehmend davon profitieren.

Um sich im Umfeld von Industrie 4.0 noch besser zu positionieren, wurde mit „Industrial Data Intelligence“ eine neue Geschäftsaktivität initiiert, die Maschinen- oder Anlagenbauern oder produzierenden Unternehmen die Nutzung ihrer Produktionsdaten z. B. für Optimierung oder vorausschauende Wartung ermöglicht. Als Spezialist für Datenakquisition hat Softing Industrial Automation beste Voraussetzungen, mit diesem neuen Angebot an dem hoch dynamisch wachsenden Markt zu partizipieren.

Im Bereich der Kommunikationslösungen für die Fertigungstechnik wurde das Portfolio von FPGA basierten Lösungen weiter ausgebaut. Mit der Umsetzung der PROFINET Spezifikation 2.3 und der damit ermöglichten Performance bietet die Industrial Ethernet Lösung von Softing jetzt auch die ideale Kopplung für schnelle Antriebstechnik.

Online Development Inc. (OLDI)

Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) 2014 hat Softing einen weiteren wesentlichen Schritt zur Stärkung des internationalen Angebotes vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs-und Kommunikationsaufgaben und ergänzt das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.

Insbesondere durch die Mitgliedschaften im Rockwell Automation Global Encompass Partner Programm, in der Control System Integrator Association (CSIA), ODVA und als Teilnehmer in Programmen von IBM, Microsoft und Oracle schafft OLDI Synergiepotenziale für weitere Softing-Produkte in diesen Kanälen.

Die Kompetenzen und Technologien von OLDI und Softing Industrial Automation ergänzen sich derart, dass den Kunden der Fertigungs- und Prozessautomation nun über alle Ebenen hinweg Kommunikationslösungen angeboten werden können. Die Synergiepotenziale werden auch 2017 zu weiteren neuen Produkten führen.

Softing IT Networks GmbH (vormals Psiber Data GmbH)

Durch die vollständige Übernahme der Psiber Data GmbH schloss Softing die strategische Lücke bei mobilen Geräten zur Diagnose von Ethernet-Netzwerken und trat in den ebenfalls stark wachsenden, aber technisch anspruchsvollen Markt zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen ein.

Mit der neuesten Gerätegeneration ist IT Networks in diesem Markt Technologieführer und kann als einziger Gerätehersteller Kabel bis hin zur CAT 8 Spezifikation messen. Dadurch wird speziell für Kunden im Bereich der Erstausrüstung von Netzwerken Nachfrage geschaffen. Der Bereich der kabellosen Kommunikation spielte in 2016 eine immer größer werdende Rolle und wird in Zukunft neue erweiterte Marktchancen eröffnen.

SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.

Shanghai Softing software Co., Ltd/China

Shanghai Softing software Co., Ltd mit Sitz in Shanghai, China wurde 2016 gegründet, um die Produktpalette von Softing Singapur auf dem chinesischen Festland zu vertreiben. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Damit ist ein wichtiger Schritt vollzogen, um den chinesischen Markt vor Ort besser bedienen zu können

Risikobericht

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen beide Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancenbestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Um die Risiken bewerten zu können, haben wir die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

a. Kleine Risiken

Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren.
b. Mittlere Risiken

Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.
c. Große Risiken

Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.
d. Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestandeiner Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum haben wir auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnisstark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Umfeldrisiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Jährlich überprüfen wir, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit unseren Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz ist 2016 im Vergleich zu 2015 leicht gesunken. Trotz weiterhin hoher Investitionen in Technologie und Märkte konnte das Ergebnisniveau nahezu gehalten werden. Hierzu haben auch wieder ein besonders starkes drittes und viertes Quartal beigetragen.

Trotzdem besteht grundsätzlich immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

In Teilen unseres Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch bei Automotive sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen. Wir investieren kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachenkommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweckabgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch unseren restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennen wir drohende Insolvenzfälle schneller und können rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmenwaren auch 2016 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittlerweile als kleineres Risiko ein.

Sonstige Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar ein. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Der wirtschaftliche Erfolg der Softing-Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb sind wir bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Unseren Mitarbeitern bieten wir neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildung. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Auch wenn bisher trotz Aufmerksamkeit seitens Controlling und Vorstand kein einziger Compliance-Fall bei Softing aufgetreten ist, nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellen wir sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und dies auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als geringes Risiko ein.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken erachten wir die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar. Auf Grund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

Prognosebericht

Moderate Wachstumsraten für die nächsten beiden Jahre

Die deutsche Konjunktur bleibt in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 Jahr um 2,0% zulegen wird. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Die langfristigen Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und des Verfassungs-Referendums in Italien sind derzeit nur schwer absehbar, kurzfristig dürften die Folgen begrenzt sein.

Die Expansion im Euroraum bleibt mit Zuwachsraten von jeweils 1,7 % in den beiden nächsten Jahren moderat. Da es im Jahr 2017 voraussichtlich zu Parlamentswahlen in vier der größten fünf Mitgliedsstaaten des Euroraums kommt (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande), sind die Unsicherheiten über die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik beträchtlich. Bei alledem wird erwartet, dass das moderate Expansionstempo in der Grundtendenz beibehalten wird. Der Anstieg der Weltproduktion wird sich auf 3,5% im Jahr 2017 bzw. 3,6% im Jahr 2018 erhöhen. Vor dem Hintergrund einer insgesamt weiter expansiven Geldpolitik, zunehmender Anregungen vonseiten der Finanzpolitik und einer wieder etwas kräftiger steigenden Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern erwarten die Experten des IfW, dass sich der Produktionsanstieg in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den kommenden beiden Jahren etwas beschleunigt. Ein kräftiger Konjunkturaufschwung ist allerdings nicht in Sicht. Für die Ländergruppe insgesamt rechnet das IfW mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,1 % in den kommenden beiden Jahren, nach 1,7 % im laufenden Jahr. Für die Vereinigten Staaten rechnen das IfW mit einem Produktionsanstieg um 2,5% bzw. 2,7 % im nächsten und im übernächsten Jahr. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte Nr. 25, 2016|Q4).

Softing für 2017 gut positioniert und technologisch weiterhin hervorragend aufgestellt

Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.

Durch die Akquisitionen 2014 verbesserte sich das Portfolio-Spektrum weiter signifikant und das Technologie-Know-how wurde vertieft. Softing Industrial ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.

Im Jahr 2017 wird Industrial das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u. a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei weiterhin ein zentraler Schwerpunkt sein.

Bei Automotive stehen im kommenden Jahr wiederum die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, μ-Serie) sowie SoftingTDX im Hauptfokus.

2017 wird das Segment Automotive, mit den seit 2015 neu entwickelten VCI Familie VIN|ING 600 -6000 in der Vermarktung weiter voranschreiten. Darüber hinaus ist geplant, die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten, weitere erfolgversprechende Kontakte in Asien erfolgten, um Kunden mit dem VCI´s in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu gewinnen. Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der VCI Produktfamilie werden weiter aktiv ausgebaut.

Das Segment Automotive wird die 2016 im Bereich Messtechnik erweiterte Produktpalette verstärkt vermarkten. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik; basierend auf diesem Erfolg erfolgt der Vermarktungsansatz bei weiteren OEMs und Tier-1-Lieferanten.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 der Softing AG

Erklärtes Ziel von Softing ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten, sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist auf Grund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir auf Grund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 3,5 Mio. EUR bis 4,0 Mio. EUR. aus.

Aus blick auf das Geschäftsjahr 2017 des Softing-Konzerns

Erklärtes Ziel war und ist es, Softing basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung zu einem dynamischen und weltweit agierenden Unternehmen zu formen. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2017 konsequent weiterverfolgt. Auf Grund der Ausrichtung der Unternehmensgruppe und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2017 Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem steht jedoch eine enorm gewachsene Unsicherheit in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa, und Asien als auch in Nordamerika gegenüber. Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in unserer Prognose als dämpfender Einflussfaktor berücksichtigt.

Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels hat in allen Segmenten massiv zugenommen. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2017 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. Für 2017 erwarten wir tendenziell eine gleich bleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, aufgrund gesteigerter Investitionen in neue Produkte. Demgegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft und die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken. In Summe dieser Einflüsse gehen wir von einer leichten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs auf 82 Mio. EUR aus. Das EBIT erwarten wir unter Berücksichtigung, des nicht wiederkehrenden Einmaleffektes aus der Übernahme der OLDI, in Höhe von 5,7 Mio. EUR., das operative EBIT ist mit 5,0 Mio. EUR geplant. Auf Segmentebene wir im Segment Industrial ein leichter Anstieg und im Segment Automotive eine leicht Verminderung von Umsatz, EBIT und operativem EBIT erwartet. Wir werden ab Jahresmitte quartalsweise über eine Präzisierung dieser Größen berichten.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schuldeneingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellensicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalfluss-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystemermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

ANGABEN NACH §§ 289 ABS . 4 UND 315 ABS .4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2016 betrug 6.959.438 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. Davon sind 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte)nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen: Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

- Trier Familienstiftung

- Trier Asset Management GmbH

- Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.
5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.
6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.959.438 Aktien im Umlauf.

Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2015 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.479.719,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Von dieser Ermächtigung wurde 2016 kein Gebrauch gemacht.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2016 3.479.719,00 EUR.
7. Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7.Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktiennehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2016 sind keine eigenen Aktien im Bestand.
8. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
9. Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung der Aktienentwicklung der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf einen Dienstwagen. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.

Die Verträge des Vorstands laufen bis 2018 bzw. 2021.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBITs vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung– zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist zu gleichermaßen für Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link http://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-ahgb auf unserer Homepage www.softing.com.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.

Haar, den 16. März 2017

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 und zum 31.Dezember 2015

Aktiva

scroll

Angaben

in Tausend €
Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert C1/C2 15.494 15.243
Immaterielle Vermögenswerte C3/C4 28.262 27.126
43.756 42.369
Sachanlagevermögen C5 2.257 2.362
46.013 44.731
Latente Steueransprüche D9 2.864 2.395
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 48.877 47.126
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte C7 9.214 9.313
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C8 11.742 14.976
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C9 848 431
12.590 15.407
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte C10 712 815
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern C11 626 504
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte C12 0 124
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C12 10.869 9.186
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 34.011 35.349
Aktiva, gesamt 82.888 82.475
Passiva
31.12.2016 31.12.2015
Angaben in Tausend € Anhang
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C13 6.959 6.959
Kapitalrücklage C13 12.270 12.270
Gewinnrücklagen C13 28.355 23.136
Eigenkapital, Konzernanteile C13 47.584 42.365
Minderheitenanteile C13 -17 -30
Eigenkapital, gesamt 47.567 42.335
Langfristige Schulden
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen C14 2.237 1.860
Langfristige Finanzschulden C15 6.596 7.480
Sonstige langfristige Schulden C15 57 8.223
Latente Steuerschulden D 9 4.859 4.323
Langfristige Schulden, gesamt 13.749 21.886
Kurzfristige Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen C16 4.856 5.698
Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C 9 1.027 617
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden C17 287 683
Schulden aus Ertragsteuern C18 2.166 1.529
Kurzfristige Finanzschulden C19 2.660 1.737
Kurzfristige, nicht finanzielle Schulden C20 2.965 4.203
Kurzfristige finanzielle Schulden C21 7.611 3.787
Kurzfristige Schulden, gesamt 21.572 18.254
Passiva, gesamt 82.888 82.475

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

scroll

Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2016 - 31.12.16 01.01.2015 - 31.12.15
Umsatzerlöse D1 80.424 82.306
Andere aktivierte Eigenleistungen D2 4.512 2.786
Sonstige betriebliche Erträge D3 5.339 2.837
Betriebliche Erträge 90.275 87.929
Materialaufwand D4 -31.353 -31.879
Personalaufwand D5 -35.122 -33.554
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände D6 -5.100 -5.282
davon Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung -1.248 -1245
Sonstige betriebliche Aufwendungen D7 -11.538 -11.742
Betriebliche Aufwendungen -83.113 -82.457
Betriebsergebnis (EBIT) 7.162 5.472
Zinserträge D8 63 58
Zinsaufwendungen D8 -248 -323
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.977 5.207
Steuern vom Einkommen und Ertrag D9 -1.262 -728
Konzernergebnis 5.715 4.479
Zurechnung
Anteilseigner des Mutterunternehmens E4 5.702 4.477
Minderheitenanteile E4 13 2
Konzernergebnis 5.715 4.479
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,82 0,65
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 6.959.438 6.936.016

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

scroll

Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2016 - 31.12.16 01.01.2015 - 31.12.15
Konzernergebnis 5.715 4.479
Posten, die künftig nicht in das Konzern Gesamtergbnis umgeliedert werden:
Neubewertungen C14 -397 285
Steuereffekt D9 111 -80
Neubewertungen -286 205
Posten, die künftig in das Konzern Gesamtergebnis umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste A22 1.018 2.402
Steuereffekt D9 -171 -1.077
Währungsumrechnung 847 1.325
Konzern Ergebnis 561 1.530
Gesamtergebnis der Periode 6.276 6.009
Zurechnung Gesamtergebnis der Periode
Anteilseigner des Mutterunternehmens 6.263 6.007
Minderheitenanteile 13 2
Gesamtergebnis der Periode 6.276 6.009
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,90 0,87
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 6.959.438 6.936.016

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

scroll

Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
--- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2016 6.959 12.270 0
Dividendenausschüttung
Neubewertungen
Steuereffekt
Währungsumrechnungen
Jahresüberschuss 2015
Stand am 31. Dezember 2016 6.959 12.270 0

scroll

Gewinnrücklagen
Angaben

in Tausend €
Bilanzgewinn und Andere Neubewertungen Währungsumrechung Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2016 20.684 -1.072 3.523 23.136
Dividendenausschüttung -1.044 -1.044
Neubewertungen -397 -397
Steuereffekt 111 -171 -60
Währungsumrechnungen 1.018 1.018
Jahresüberschuss 2015 5.702 5.702
Stand am 31. Dezember 2016 25.342 -1.358 4.370 28.355

scroll

Angaben

in Tausend €
Anteile Aktionäre der Softing AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Eigenkapital insgesamt
--- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2016 42.365 -30 42.335
Dividendenausschüttung -1.044 -1.044
Neubewertungen -397 -397
Steuereffekt -60 -60
Währungsumrechnungen 1.018 1.018
Jahresüberschuss 2015 5.702 13 5.715
Stand am 31. Dezember 2016 47.584 -17 47.567

scroll

Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
--- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2015 6.959 12.270 -223
Dividendenausschüttung
Verkauf eigener Anteile 223
Neubewertungen
Steuereffekt
Währungsumrechnungen
Jahresüberschuss 2015
Stand am 31. Dezember 2015 6.959 12.270 0

scroll

Gewinnrücklagen
Angaben

in Tausend €
Bilanzgewinn und Andere Neubewertungen Währungsumrechung Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2015 17.092 -1.277 2.198 18.014
Dividendenausschüttung -1.740 -1.740
Verkauf eigener Anteile 855 855
Neubewertungen 285 285
Steuereffekt -80 -1.077 -1.157
Währungsumrechnungen 2.402 2.402
Jahresüberschuss 2015 4.477 4.477
Stand am 31. Dezember 2015 20.684 -1.072 3.523 23.136

scroll

Angaben

in Tausend €
Anteile Aktionäre der Softing AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Eigenkapital insgesamt
--- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2015 37.020 -32 36.988
Dividendenausschüttung -1.740 -1.740
Verkauf eigener Anteile 1.078 1.078
Neubewertungen 285 285
Steuereffekt -1.157 -1.157
Währungsumrechnungen 2.402 2.402
Jahresüberschuss 2015 4.477 2 4.479
Stand am 31. Dezember 2015 42.365 -30 42.335

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.Dezember 2016

scroll

Anhang 01.01.2016 - 31.12.2016 01.01.2015 - 31.12.2015
Angaben in Tausend €
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis (vor Steuern) 6.977 5.207
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.100 5.282
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen -84 240
Perioden Cashflow 11.993 10.729
Zinserträge D8 -63 -58
Zinsaufwendungen D8 248 323
Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden C17 -396 421
Änderung der Vorräte C7 99 -576
Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C8 2.818 -1.158
Änderungen finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte C10 -364 -1.470
Änderung Schulden aus Lieferungen und Leistungen C16 -842 1.691
Änderungen der finanziellen und nicht finanziellen und sonstige Schulden C19/20/21 -3.685 190
Erhaltene Zinsen 3 5
Gezahlte Ertragssteuern D9 -289 -1.448
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.522 8.649
Investitionen in Anlagevermögen -1.096 -1.655
Auszahlung für Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -4.511 -2.786
Auszahlung für den Erwerb von Tochterunternehmen / variable Kaufpreise -914 -1.346
Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.521 -5.787
Auszahlung aus Dividenden -1.044 -1.740
Einzahlung aus der Aufnahme kurzfristiger Banklinie C19 1.000 0
Tilgung Bankdarlehen C15 -1.241 -1.670
Einzahlung aus dem Verkauf von eigenen Aktien 0 1.078
Gezahlte Zinsen -150 -228
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.435 -2.560
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.566 302
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 117 134
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode E3 9.186 8.750
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.869 9.186
Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer E3 verwiesen.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ergänzend wurden die gemäß § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Konzerngewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Weiterhin unterscheidet die Konzernbilanz zwischen kurz- und langfristigen Schulden. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2016 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 16. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. GEGENSTAND DES KONZERNS

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse „Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar“ eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme sowie kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch den Softing-Konzern vertrieben werden.

3. NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grund neuer Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder vor dem 1. Januar 2016 beginnen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) werden in der Form angewendet wie sie im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Europäische Kommission in nationales Recht umgesetzt wurden.

Neue und geänderter Standards und Interpretationen

Änderungen an IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ – Mitarbeiterbeiträge

Mit der Änderung des IAS 19 wurde ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer oder Dritte durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard eingefügt. Die Änderungen wurden im November 2013 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Anwendung dieser Änderung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Jährliche Verbesserungen zu IFRS – Zyklus 2010-2012

Es sind folgende Standards durch diese Änderungen betroffen:

IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen“

IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“

IFRS 8 „Geschäftssegmente“

IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“

IAS 16 „Sachanlagen“ / IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“

IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“

Die Änderungen wurden im Dezember 2013 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen.

Aus der Anwendung dieser Änderungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Jährliche Verbesserungen zu IFRS – Zyklus 2012-2014

Dieser weitere Änderungsstandard im Rahmen der jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2012-2014) enthält Änderungen an den folgenden Standards:

IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“

IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ (mit Folgeänderung an IFRS 1)

IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“

IAS 34 „Zwischenberichterstattung“

Die Änderungen wurden im September 2014 veröffentlicht und treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Anwendung dieser Änderungen beeinflusste vor allem den Umfang der Anhangsangaben und hatte daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Änderungen an IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ im Rahmen der Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten

Die Änderungen an IAS 1 beinhalten den stärkeren Fokus auf den Grundsatz der Wesentlichkeit, weitere Untergliederungsmöglichkeiten der Mindestgliederungsposten in der Bilanz sowie den Ausweis von Zwischensummen und eine größere Flexibilität bei der Erstellung des Anhangs in Bezug auf die Reihenfolge der Angaben. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 veröffentlicht und treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Die Anwendung dieser Änderungen wirkte sich nur unwesentlich auf die Anhangsangaben aus.

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2017 beginnen, angewendet werden können. Diese wurden im vorliegenden Abschluss noch nicht vorzeitig angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

IFRS 9, „Finanzinstrumente“ befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die vollständige Fassung wurde im Juli 2014 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“, die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in drei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die auf Grund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches am 1. Januar 2018 beginnt. Darüber hinaus wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden. Derzeit analysiert der Konzern die Auswirkungen des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Abschluss der Analyse wird für Mitte 2017 erwartet.

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 „Umsatzerlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“. IFRS 15 ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung möglich ist. Derzeit analysiert der Konzern die Auswirkungen des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Abschluss der Analyse wird für Mitte 2017 erwartet. Einer ersten Beurteilung nach werden keine wesentlichen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Am 13. Januar 2016 hat der IASB den finalen neuen Leasingstandard als IFRS 16 veröffentlicht. Da die neuen Regelungen auch auf bereits bestehende Leasingverhältnisse anzuwenden sind, dürften die Änderungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen für nahezu sämtliche bilanzierende Unternehmen von besonderer praktischer Relevanz sein, so auch für Softing. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung für (nahezu sämtliche) Leasingverhältnisse, die beim Leasingnehmer nach dem sog. „Right of Use“ Ansatz (Nutzungsrechtsansatz) zu erfolgen hat. Nach diesem Modell setzt der Leasingnehmer für das Recht zur Nutzung des Leasinggegenstandes während des Leasingzeitraums einen Vermögenswert und eine Schuld für die Leasingzahlungen an. Die bisherige Unterscheidung zwischen Finanzierungs-Leasing und Operating-Leasing wird nicht mehr beibehalten, vielmehr werden zukünftig (von wenigen Ausnahmen abgesehen) sämtliche wesentliche Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers erfasst werden. Erleichterungswahlrechte bestehen für kurz laufende Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als 12 Monaten und Leasingvereinbarungen bei denen der dem Leasingvertrag zu Grunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist.

IFRS 16 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, sofern die Vorschriften des IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden gleichzeitig angewendet werden. Für IFRS-Anwender innerhalb der EU ist ein Endorsement von IFRS 16 Voraussetzung für die verpflichtende Anwendung. Der Zeitplan für ein Endorsement steht jedoch noch nicht fest. Derzeit analysiert der Konzern die Auswirkungen des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Abschluss der Analyse wird für Ende 2017 erwartet. Einer ersten Beurteilung nach werden aufgrund des eingeschränkten Umfangs an Leasingverhältnissen keine wesentlichen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Die nachstehenden neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten

Änderungen an IAS 12 „Ertragsteuern“– Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste

Änderungen an IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ – Angabeninitiative

Änderungen an IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“ – Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen

Jährliche Verbesserungen zu IFRS – Zyklus 2014-2016

IFRIC 22 „Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. ERFASSUNG VON ERTRÄGEN

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode realisiert. Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde.

Erträge aus Zinsen

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kontrolle/Beherrschung verfügt:

scroll

Softing-Konzern zum 31.12.2016 Kapitalanteil
2016

%
2015

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland* 100 100
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc. , Newburyport/USA (vormals Softing North America Inc.) 100 100
Softing North America Holding Inc. Delaware/USA 100 100
OLDI Online Development Inc. Knoxville/USA 100 100
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland (vormals Psiber Data GmbH) 100 100
Softing Singapore Pte. Ltd./Singapur (vormals Psiber Data Pte. Ltd.) 100 100
Softing S.A.R.L. Paris/Frankreich 100 100
Gegründete Unternehmen 2016
Shanghai Softing software Co., Ltd/China 100 0
Softing Automotive Electronics Services GmbH/Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 0
Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH/Kichentellinsfurt/Deutschland 100 0

* Die Softing Automotive Electronics GmbH hat zum Jahresende 2016 das operative Geschäft der samtec automotive software & electronics GmbH übernommen

Folgende Tochtergesellschaften machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Softing Industrial Automation GmbH (Haar)
Softing Automotive Electronics GmbH (Haar)
Softing Services GmbH (Haar)
Softing Project Services GmbH (Haar)
Softing Messen & Testen GmbH (Kirchtellinsfurt)
samtec automotive software & electronics GmbH ( Kirchentellinsfurt)

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Voraussetzung zur Konsolidierung eines Unternehmens ist die Möglichkeit der Beherrschung. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Renditen sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beiden kann zu Verfügungsgewalt führen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegen sprechen. Bei der Beurteilung der Beherrschungseigenschaft sind so genannte potenzielle Stimmrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Beteiligungsquote im Vergleich zu den übrigen Anteilseignern, zusammen mit dem auf Hauptversammlungen praktizierten Abstimmungsverhalten, zu berücksichtigen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, der durch den Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Tochterunternehmens übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Außerdem beinhaltet die übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus vereinbarten bedingten Gegenleistungen resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Etwaige durch den Konzern zu übertragende bedingte Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden nach IAS 39 bewertet und entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehenden Unterschiedsbetrag zwischen dem beizuliegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und aktivierte Entwicklungskosten. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung haben alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer.

5. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Entwicklungsaufwendungen für Neuentwicklungen und die wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderung ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Der Softing-Konzern schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear ab, wobei im Jahr der Fertigstellung zeitanteilig die Abschreibung erfolgt. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

6. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen bei Softing den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen der Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen. Die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die Geschäfts- und Firmenwerte sind:

Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland
OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland (vormals Psiber Data GmbH) & Softing Singapore Pte. Ltd./Singapur (vormals Psiber Ltd.)

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag langfristig übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der CGU ihren erzielbaren Betrag, wird die Differenz unmittelbar als Wertminderungsaufwand im Gewinn und Verlust erfasst. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht mit angemessenem Aufwand ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.

Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde wie folgt ermittelt: Auf Grund der Bottom-Up-Planung der nächsten vier Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden ist, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,5 % (Vj. 1,5 %) für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Der verwendete Diskontierungssatz ist ein Vorsteuerzinssatz und reflektiert die spezifischen Risiken der betreffenden Konzern-Gesellschaft. Er wird jeweils nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt.

Die Eigenkapitalkosten setzen sich demnach aus dem risikolosen Zinssatz und einem Risikoaufschlag zusammen, der sich aus der Differenz der durchschnittlichen Marktrendite und dem risikolosen Zinssatz multipliziert mit dem unternehmensspezifischen Risiko (Beta-Faktor) ergibt. Der Beta-Faktor wird dafür von einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Bei der Nutzungswertermittlung werden je nach zahlungsmittelgenerierender Einheit Diskontierungszinssätze vor Steuern zugrunde gelegt.

Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt.

7. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Software und Technologie wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei bis sieben Jahre linear abgeschrieben. Rechte und Geschäftsbeziehungen werden über fünf bis zwanzig Jahre abgeschrieben.

8. SACHANLAGEN

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend des Nutzungsverlaufs nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden nur dann dem Buchwert des ursprünglichen Vermögenswertes zugeschlagen bzw. als separater Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen in Verbindung mit dem Vermögenswert zufließen wird und dieser Nutzen verlässlich ermittelt werden kann.

9. WERTMINDERUNGEN

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen.

Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Firmenwert enthält, wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrages. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.

10. LEASINGVERTRÄGE

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die Leasingraten werden als Aufwand linear über die Laufzeit erfasst. Finanzierungsleasingverträge liegen nicht vor.

11. VORRÄTE

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren/Fertigerzeugnisse werden grundsätzlich zu dem gewichteten Durchschnitt bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel auf Grund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

12. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.

Finanzielle Vermögenswerte bei Softing sind in folgende Kategorien unterteilt: (a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, (b) Ausleihungen und (c) Forderungen an und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

a. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Kaufabsicht erworben wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Realisierung der Vermögenswerte innerhalb von zwölf Monaten erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig klassifiziert.
b. Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen“ sowie unter „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ ausgewiesen.
c. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner anderen dargestellten Kategorie zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die oben genannten Kategorien eingeteilt.

Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Sofern es sich um „zur Veräußerung verfügbare“ finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im sonstigem Ergebnis ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen wie z. B. Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20 % der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Softing dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Eine Wertaufholung eines Wertminderungsaufwands nimmt Softing in den Folgeperioden vor, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.

Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen. Objektive Hinweise sind beispielsweise eine erhebliche oder langfristige Abnahme des beizulegenden Zeitwertes eines finanziellen Vermögenswertes unter seinen Buchwert, eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder sonstigen Sanierungsfalls oder ein Vertragsbruch durch den Emittenten, beispielsweise erhebliche Zahlungsverzögerungen.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als „Kredite und Forderungen“ kategorisiert und entsprechend bewertet.

Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den Bewertungsrücklagen innerhalb des sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung werden die Bewertungsrücklagen um den Wertminderungsbetrag angepasst und der entsprechende Betrag unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

Kategorien von Finanzinstrumenten

scroll

Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Sonstige finanzielle Forderungen (> 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Kredite und Forderungen
Fertigungsaufträgen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Finanzielle Forderungen (< 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Finanzschulden (> 1 Jahr) Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Schulden aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Kurzfristige finanzielle Schulden Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet

13. KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGE

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad realisiert werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den Gesamtkosten des Auftrags (Cost-to-Cost-Methode). Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Fertigstellungsgrad der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den „Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen“. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser passivisch unter den „Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen“ ausgewiesen.

14. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

15. LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen.

Steuern werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden (oder in Kürze geltenden) Steuervorschriften der Länder, in denen Softing und ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuernde Einkommen erwirtschaften, berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuerforderungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auf Grund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen sowie eines Rechnungszinses, der sich aus der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen gleicher Fristigkeit ableitet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Der Barwert wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von hochwertigen Unternehmensanleihen abgezinst werden. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

17. RÜCKSTELLUNGEN UND ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen den Barwert der zu erwartenden Ausgaben, inkl. einer etwaigen Aufzinsung bei langfristigen Rückstellungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

18. FINANZIELLE SCHULDEN

Finanzielle Schulden werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Allgemeine und bestimmte Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die finanziellen Schulden setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: „Schulden aus Lieferungen und Leistungen“ sowie „Kurzfristige finanzielle Schulden“.

19. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Kurzfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit. Der erstmalige Ansatz von kurzfristigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

20. SONSTIGE SCHULDEN

Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

21. ERMESSENSAUSÜBUNG UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen und wesentliche Ermessensausübung bzgl. des erwarteten Eintrittszeitpunkts, der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens und der künftigen Steuerplanungsstrategien (steuerliche Planungsrechnung). Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Prognosen unterliegen einer natürlichen Unsicherheit und Schwierigkeit, besonders da sie in die Zukunft gerichtet sind. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstests zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze.

Bei der Umsatzlegung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen.

Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien sowie bei der Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, ob wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.

22. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, mit Ausnahme von Psiber in Singapur, hier ist die funktionale Währung der USD. Da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben. Das Wechselkursrisiko im Softing Konzern ist im Wesentlichen auf die Währungen USD und RON beschränkt.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis verrechnet.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

scroll

USD /

EUR
RON /

EUR
2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Stichtagskurs (31.12.) 1,05 1,09 4,54 4,52
Durchschnittskurs 1,11 1,11 4,49 4,45

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

C. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ

1. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Shanghai Softing software Co.,Ltd China

Die Softing Shanghai Softing software Co.,Ltd/China ist eine in 2016 durch die Softing Services GmbH gegründete Gesellschaft in Shanghai. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für die Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in China zur Verfügung. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 1. August 2016.

Softing Automotive Electronics Services GmbH

Die Softing Automotive Electronics Services GmbH/Kirchentellinsfurt ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH gegründete Entwicklungsgesellschaft für ihre derzeitigen und zukünftigen Produkte. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 23. Dezember 2016.

Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH

Die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH soll zukünftig die Aktivitäten im Bereich Communications bündeln. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 23. Dezember 2016.

2. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Softing Messen und Testen GmbH 2.055 2.055
Softing Industrial Automation GmbH 384 384
Softing IT Networks GmbH (Psiber Data GmbH) 5.181 5.181
OLDI Online Development Inc. 7.874 7.623
Geschäfts- oder Firmenwert 15.49 4 15.243

Auf Grund der Wechselkursänderung von EUR zuUSD hat sich der Geschäft- oder Firmenwert der OLDI Online Development Inc. in 2016 um 250 TEUR geändert.

Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Der erzielbare Betrag der CGUs wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts der Gesellschaften ermittelt. Der Werthaltigkeitstest ergab keine Notwendigkeit zur Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die folgenden Parameter verwendet:

Diskontierungszinssätze vor Steuern: 7,7% – 12,2 % (Vj. 10,3 % – 13,95 %)
Risikoloser Zinssatz: 1,00 % – 3,10 % (Vj. 1,50 % – 3,00 %)
Risikoaufschlag: 6,0 % – 6,5 % (Vj. 5,8 % – 6,5 %)
Beta-Faktor (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 0,93 – 1,02 (Vj. 1,17 – 1,21)

Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten Roherträge um 5 % würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der Softing AG, die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen wie auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.

Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses.

Die Marge wird im Laufe des Budgetzeitraums an die erwarteten Entwicklungen des Marktumfeldes angepasst.

3. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 19.460 (Vj. TEUR 18.900).

Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

In der folgenden Übersicht sind die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung dargestellt:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 4.512 2.786
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 19.460 18.900
23.97 2 21.686

4. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

5. SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

6. LEASINGVERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- und Leasingaufwendungen für Gebäude und Pkw in Höhe von TEUR 1.576 (Vj. TEUR 2.021) enthalten.

7. VORRÄTE

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.803 3.089
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.411 6.224
Vorräte 9.214 9.313

Die Höhe der erfassten Wertminderungen auf Vorräte beträgt 2016 TEUR 0 (Vj. TEUR 210). Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die eingekauften Vorräte stehen bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.

8. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.742 14.976
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 848 431
12.590 15.407

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen:

scroll

Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2016 Buchwert

TEUR
Davon weder überfällig noch wertberichtigt

TEUR
Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.742 9.303 2.148 289 0 0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 848 848 0 0 0 0
12.590 10.151 2.148 289 0 0

scroll

Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2015 Buchwert

TEUR
Davon weder überfällig noch wertberichtigt

TEUR
Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.976 12.398 2.572 6 0 0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 431 431 0 0 0 0
15.407 12.829 2.572 6 0 0

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

Stand am 01.01.

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.

TEUR
2016 294 38 0 39 295
2015 191 6 0 109 294

9. FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS KUNDENSPEZIFISCHEN FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 848 431
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 1.027 617
Verrechnungssaldo -179 -186

10. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Forderungen an Mitarbeiter 13 18
Übrige finanzielle Forderungen 81 137
Aktive Rechnungsabgrenzung/Vorauszahlungen 317 435
Geleistete Anzahlungen 44 20
Sonstige Vermögenswerte 257 205
712 815

11. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE AUS ERTRAGSTEUERN

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 626 (Vj. TEUR 504). Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

12. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.86 9 9.186

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen, diese Festgelder sind innerhalb von 3 Monaten liquidierbar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 124) haben im Vorjahr ein Lieferantendarlehen zur Materialbeschaffung für Auftragsfertigung beinhaltet.

13. EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 6.959.438,00 (Vj. TEUR 6.959) und ist eingeteilt in 6.959.438 (Vj. 6.959.438) Inhaber-Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.959.438 Aktien im Umlauf. Die Stückaktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.479.719,00 durch Ausgabe von bis zu 3.479.719 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauch machen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts auf Grund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2016 EUR 3.479.719,00 (Vorjahr EUR 3.479.719,00).

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital wird um bis zu EUR 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung und deren latente Steuern von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten sowie die erfolgsneutral erfassten Neubewertungen aus Pensionszusagen und deren latente Steuereffekte.

Das sonstige Ergebnis ist in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR -17 (Vj. TEUR –30) betreffen andere Gesellschafter in Österreich.

Eigene Anteile

2016 wurden keine Geschäfte mit eigenen Aktien getätigt, aus dem Verkauf eigener Anteile resultierte 2015 ein Gewinn in Höhe von TEUR 855, der in den Gewinnrücklagen ausgewiesen wurde.

Zum Bilanzstichtag hatte die Softing AG keine eigenen Aktien im Besitz.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals, inklusive der Veränderungen aus Unternehmenserwerben, sind in der Tabelle „Konzern-Eigenkapitalveränderung“ 2016/2015 dargestellt.

14. PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von lebenslangen Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2.886 (Vj. TEUR 2.777) wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden nach IAS 19.120 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betragen zum 31. Dezember 2016 TEUR -1.358 (Vj. TEUR –1.490).

Die Renten aus variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des Verbraucherindexes für Deutschland (Grundlage 2010=100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2015 auf 2016 von 106,9 auf 107,4 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

scroll

Berechnungsgrundlagen 31.12.2016

%
31.12.2015

%
Rechnungszins 1,6 2,15
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 1,10 1,10
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0,0 0,0
Biometrische Rechnungsgrundlage Richttafeln 2005 G / Prof. Dr. Heubeck

scroll

Entwicklung der Verpflichtung 2016

TEUR
2015

TEUR
DBO Stichtag 1. Januar 4.638 4.836
Dienstzeitaufwand 125 125
Zinsaufwand 98 95
Pensionsleistungen an Pensionäre -168 –168
tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember 5.124 4.638
Neubewertungen, davon 432 -250
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses 408 -114
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen 0 –134
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen 23 –2

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 15,5 Jahre, Vorjahr 16,5 Jahre.

scroll

Ermittlung des Jahresertrags und Jahresaufwands 2016

TEUR
2015

TEUR
Zinsertrag 60 54
Zinsaufwand 98 95
Dienstzeitaufwand 125 125
Jahresaufwand 163 166

scroll

Entwicklung des Planvermögens 2016

TEUR
2015

TEUR
Stand Planvermögen 1. Januar 2.777 2.675
Auszahlung aus Planvermögen -93 –94
Einzahlung in Planvermögen des Arbeitgebers 107 107
Zinsertrag aus Planvermögen 60 54
Anpassung des Planvermögens 35 35
Planvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2.88 6 2.777

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zur zugrunde liegenden Pensionszusage. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen betragen im Jahr 2017 TEUR 107 (Vj. TEUR 107).

scroll

Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis 31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 5.124 4.638
Zeitwert des externen Planvermögens 2.887 2.777
Rückstellung 2.237 1.860

scroll

Entwicklung der Rückstellung 2016

TEUR
2015

TEUR
Stand Rückstellung 1. Januar 1.860 2.161
Dienstzeitaufwand 125 125
Netto-Zinsaufwand/-ertrag 38 40
Versicherungsmathematische Neubewertungen, davon 432 -250
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses 408 -114
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen 0 –134
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen 24 –2
Anpassung des Planvermögens -35 -35
Auszahlungen -74 –74
Einzahlung in Planvermögen -107 –107
Rückstellung 31. Dezember 2.237 1.860

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

scroll

Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme – Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2016 0,25 % 0,25 %
+4,3 % -4,1 %
Relative Auswirkung einer Zinsänderung des Rententrends auf DBO 2015 0,25 % 0,25 %
+4,2 % –3,9 %

scroll

Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme – Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2016 0,25 % 0,25 %
-1,6 % 1,7 %
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2015 0,25 % 0,25 %
–1,7 % +1,8 %

Auf eine Darstellung der Sensitivität bezogen auf die Lebenserwartung wurde verzichtet, da sich der Kreis der maßgeblichen Personen lediglich auf drei ehemalige Berechtigte und einen aktiven Berechtigten bezieht.

Die Sensitivitäten wurden ermittelt mit der Veränderung eines Parameters und der Beibehaltung aller anderen Parameter.

Für das Geschäftsjahr 2017 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 168) erwartet und Zinserträge von TEUR 46 (Vj. TEUR 60).

15. LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE SCHULDEN

Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 6.477 (Vj. TEUR 7.288) und ist unter den sonstigen langfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Es besteht die Möglichkeit auch von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG beide Kriterien problemlos erfüllt und auch die langfristigen Planungen zeigen keine Verschlechterung der Financial Covenants.

Die variablen Anteile des Kaufpreises von OLDI lagen vereinbarungsgemäß innerhalb einer Bandbreite von TUSD 0 und TUSD 9.000, je nach Zielerreichung. Eine Kappung der Höchstbeträge war in den Kaufpreisvereinbarungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Grund der Umsatz- und Ertragsentwicklung der OLDI im Betrachtungszeitraum, mit TEUR 4.269 (Vj. TEUR 8.267) ermittelt und basiert auf endgültigem Umsatz und EBIT der zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen. Ein Betrag von TEUR 4.067 wurde auf Basis der Ermittlung aufgelöst Da die Zahlung des verbleibenden variablen Anteils am Kaufpreis der OLDI in 2017 fällig ist, wurde die Verbindlichkeit unter den kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen.

16. SCHULDEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND KUNDENSPEZIFISCHEN FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.856 (Vj. TEUR 5.698) betreffen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich auf TEUR 1.027 (Vj. TEUR 617).

17. RÜCKSTELLUNGEN UND ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

scroll

Stand am 1.01.2016

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.2016

TEUR
Gewährleistung 142 124 18 147 147
Sonstige 541 90 311 0 140
Gesamt 683 214 329 147 287

Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen mit einer geschätzten Fälligkeit innerhalb eines Jahres.

18. SCHULDEN AUS ERTRAGSTEUERN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 2.166 (Vj. TEUR 1.529) bilanziert. Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

19. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Der kurzfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. (TEUR 1.241), der kurzfristige Anteil eines Darlehens an einen ehemaligen Gesellschafter (T€ 353), eine Darlehens der Softing IT Networks GmbH (T€ 66) und einer kurzfristigen Nutzung der Banklinie (TEUR 1.000) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.660 (Vj. TEUR 1.737) und stehen im folgenden Geschäftsjahr als Pflichttilgung bzw. zur Prolongation an.

20. KURZFRISTIGE, NICHT FINANZIELLE SCHULDEN

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 346 323
Sonstige Steuerverbindlichkeiten (Umsatz- und Lohnsteuer) 1.286 1.355
Passive Rechnungsabgrenzung 1.284 2.341
Übrige 49 183
2.965 4.20 2

21. KURZFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 3.158 2.194
Kurzfristige variable Kaufpreise aus Unternehmenserwerb 4.269 1.400
Übrige 184 193
7.611 3.787

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG

1. UMSATZERLÖSE

scroll

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Gesichtspunkten: 2016

TEUR
2015

TEUR
Inland 30.586 32.386
USA 26.838 27.928
Restliches Ausland 23.001 21.992
80.424 82.306

scroll

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen: 2016

TEUR
2015

TEUR
Produkte 71.304 67.911
Dienstleistungen 9.120 14.395
80.424 82.306

Die Umsatzerlöse enthalten eine Veränderung von TEUR 65 (Vj. TEUR - 243) aus langfristigen Fertigungsaufträgen, die unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert wurden. Hierbei schätzt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der zu erbringenden Dienstleistungen.

Die Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen der Periode betragen TEUR 6.144 (Vj. TEUR 7.366).

2016 überschritten 2 Kunden die Umsatzschwelle von 10 %, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen, mit jeweils 12 % und 13 %. 2015 überschritten 2 Kunden die Umsatzschwelle von 10 %, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen, mit jeweils 12 % und 16 %.

Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (siehe Kapitel E1).

2. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten/Investitionen für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

scroll

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: 2016

TEUR
2015

TEUR
Auflösung von Rückstellungen 0 16
Erträge aus Kursdifferenzen 355 236
Erlöse aus Herabsetzung von Wertberichtigungen 38 6
Versicherungsentschädigung 661 2.271
Vertriebsprovisionen 28 38
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 15 0
Weiterberechnete Kosten 17 31
Erträge aus der Herabsetzung variabler Kaufpreis 4.067 130
Übrige Erträge 157 109
5.33 9 2.837

4. MATERIALAUFWAND

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 30.160 30.360
Fremdleistungen 1.193 1.519
31.353 31.879

5. PERSONALAUFWAND

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Laufende Gehälter 27.245 25.958
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 4.714 4.525
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 2.947 2.800
Kraftfahrzeug-Überlassung Arbeitnehmer 3 3
Sonstige Aushilfslöhne 213 268
35.122 33.554

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.473 (Vj. TEUR 1.477).

6. ABSCHREIBUNG UND WERTMINDERUNG AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. Wertminderungen wurden in 2016 nicht vorgenommen, im Zusammenhang mit den Brandschäden bei der Tochtergesellschaft Softing Messen und Testen GmbH im Jahr 2015 wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 37 vorgenommen, Zuschreibungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

7. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

scroll

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: 2016

TEUR
2015

TEUR
Personalbezogene Kosten 339 395
Infrastrukturkosten 2.777 2.599
Vertriebskosten 3.351 3.744
Beratungskosten 906 884
Fremdleistungen 775 735
Kapitalmarktkosten 402 380
Beiträge und Gebühren 113 140
Betriebskosten 668 690
Sonstige Kosten, brandbedingt 28 1.021
Kursdifferenzen 205 823
Sonstiger Aufwand der Produktentwicklung 1.344 499
Sonstige Kosten 630 332
11.538 12241

8. ZINSERTRÄGE/ZINSAUFWENDUNGEN

Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen zusammen.

scroll

Die Zinsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen: 2016

TEUR
2015

TEUR
Zinsen aus der Aufzinsung Pensionsrückstellungen 98 95
Darlehenszinsen 137 209
Sonstige Zinsen 13 19
248 323

scroll

Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen: 2016

TEUR
2015

TEUR
Zinserträge aus Pensionsrückstellungen 60 54
Sonstige Zinsen 3 4
63 58

9. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

scroll

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2016

TEUR
2015

TEUR
Latente Steuern auf temporäre Differenzen -302 89
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 310 –809
8 –720
Steueraufwand Geschäftsjahr 1.255 1.365
Steueraufwand aus Vorjahren -1 84
Steueraufwand 1.254 1.448
1.262 728
Effektiver Steuersatz 18,09 % 13,99 %

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:

scroll

2016

%
2015

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83 15,83
Gewerbesteuersatz 12,25 12,25
28,08 28,08

Die aktiven latenten Steuern auf in- und ausländische steuerliche Verlustvorträge wurden gebildet, da der Konzern auf Grund positiver steuerlicher Planungsrechnungen sowie zum Bilanzstichtag positiver Marktaussichten die Verlustvorträge in der bemessenen Höhe als werthaltig einschätzt.

Von den insgesamt vorhandenen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 3.974 (Vj. 5.229) wurden auf TEUR 3.532 (Vj. TEUR 4.936) aktive latente Steuern angesetzt.

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

scroll

31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Nutzbar bis
Buxbaum Automation GmbH 258 293 Unbefristet
Softing Singapore (ehemals Psiber Data Pte. Ltd.) 2.940 4.185 Unbefristet
Softing North America Holding 562 751 Unbefristet

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Ergebnis vor Steuern 6.976 5.207
Erwarteter Steueraufwand (28,08 %) 1.959 1.462
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 131 178
Abweichende Steuersätze 279 -415
Latente Steuern, temporäre Differenzen, Verlustvorträge -894 –611
Steuern Vorjahre -161 84
Sonstiges -52 30
Ausgewiesener laufender Steueraufwand lt. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.262 728

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 102 3.599 39 3.218
Pensionsrückstellung 671 549
(Davon direkt im Eigenkapital erfasst) (530) (418)
Währungsumrechnung (Direkt im Eigenkapital erfass 1.248 1.077
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.122 12 562 28
Sonstige Rückstellungen 277 262
Umlaufvermögen
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 36 17
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 656 966
Bruttobetrag/Bilanzansatz 2.864 4.859 2.395 4.323

E. SONSTIGE ANGABEN

1. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management-Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.

scroll

Aufgliederung nach Segmenten Industrial Automation
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Außenumsatzerlöse 57.590 991 58.663
Abschreibungen 3.450 3.764
Segmentergebnis (operatives EBIT) 6.000 4.863
Segmentergebnis (EBIT) 4.172 2.210
Segmentvermögen 59.303 59.229
Segmentschulden 13.638 17.278
Investitionen 1.815 1.254

scroll

Aufgliederung nach Segmenten Automotive Electronics
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Außenumsatzerlöse 22.834 23.643
Abschreibungen 1.322 1.221
Segmentergebnis (operatives EBIT) 698 2.249
Segmentergebnis (EBIT) 2.990 3.262
Segmentvermögen 18.616 16.297
Segmentschulden 5.640 6.428
Investitionen 4.338 2.596

scroll

Aufgliederung nach Segmenten Holding, sonstige Konsolidierung
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Außenumsatzerlöse
Abschreibungen 328 297
Segmentergebnis (operatives EBIT)
Segmentergebnis (EBIT)
Segmentvermögen 4.969 6233
Segmentschulden 16.043 15.352
Investitionen 392 591

scroll

Aufgliederung nach Segmenten Gesamt
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Außenumsatzerlöse 80.4244 82.306
Abschreibungen 5.100 5.282
Segmentergebnis (operatives EBIT) 6.698 7.112
Segmentergebnis (EBIT) 7.162 5.472
Segmentvermögen 82.888 81.759
Segmentschulden 35.321 39.058
Investitionen 6.545 4.441

Die Spalte „Holding, sonstige Konsolidierung“ umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG. Deren Kosten werden verursachungsgerecht auf die operativen Segmente belastet. Auf Grund unterschiedlicher Technologien und Kundengruppen bestehen innerhalb der Segmente keine nennenswerten Umsatzerlöse.

Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT (EBIT TEUR 7.162 (VJ TEUR 5.472) bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von TEUR 4.512 (VJ TEUR 2.786) und deren Abschreibungen von TEUR 2.699 (VJ TEUR 2.981) sowie den Abschreibung aus der Kaufpreisverteilung von TEUR 1.248 (VJ. TEUR 1.245) und Personalaufwendungen TEUR 100 (VJ TEUR 200 TEUR). Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertrags- und Aufwandsposten auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten aufgeteilt.

scroll

Aufgliederung nach geografischen Segmenten Umsätze
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Deutschland 30.586 32.386
USA 26.837 27.928
Restliches Ausland 23.001 21.992
Gesamt 80.424 82.306

scroll

Aufgliederung nach geografischen Segmenten Anlagevermögen
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Deutschland 22.162 20.876
USA 23.589 23.634
Restliches Ausland 263 221
Gesamt 46.014 44.731

scroll

Aufgliederung nach geografischen Segmenten Zugänge Anlagevermögen
2016

TEUR
2015

TEUR
--- --- ---
Deutschland 6.271 4.187
USA 119 62
Restliches Ausland 155 192
Gesamt 6.545 4.441

Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet.

2. GLIEDERUNG DER PRODUKTE NACH SEGMENTEN

Industrial Automation

Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -geräte, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET, EthernetIP, EtherCAT, Powerlink, Modbus, CAN, CANopen, DeviceNet, FOUNDATION Fieldbus, (Wireless) HART;

Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;

Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;

Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;

Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;

OPC-Server, OPC-Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und -Server (Toolkits);

Diagnosegeräte für Ethernet-Netzwerke in der Automatisierungsindustrie sowie zur Diagnose von Automotive Electronics

Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces:

Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, Ethernet- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifische Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service.

Diagnosewerkzeuge:

Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse-Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.

Testautomatisierung:

Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kunden-spezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flash-Programmierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.

Kundenspezifische Entwicklungen:

Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld Datenkommunikation/Diagnose/Testsysteme nach Kundenwunsch.

Resident Engineering:

Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.

Messtechnik:

Die Softing MessTechnik (SMT) stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich breite Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder „raue“ mobile Anwendungen in der Fahrzeugerprobung. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt, sondern auch für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.

3. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde indirekt ermittelt.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. ERGEBNIS JE AKTIE IAS 33

scroll

2016 2015
Konzernergebnis TEUR 5.715 4.479
Anteile Fremder TEUR 13 2
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR 5.702 4.477
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
Unverwässert Stück 6.959.438 6.936.016
Verwässert Stück 6.959.438 6.936.016
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,82 0,65
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,82 0,65

Die aus dem Verkauf eigener Aktien in 2015 resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2016 keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

5. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing-Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Bezüglich der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand verweisen wir auf die Kapitel E 10 und 11.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31. Dezember 2016 112.716 (Vj. 91.000) Stück Aktien der Softing AG.

Der Vorstand Ernst Homolka hielt zum 31. Dezember 2016 1.800 (Vj. 1.300) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Fuchs hielt zum 31. Dezember 2016 278.820 (Vj. 278.820) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Andreas Kratzer hielt zum 31. Dezember 2016 10.155 (Vj. 10.155) Stück Aktien der Softing AG.

6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum Bilanzstichtag ist die Softing AG Bürgschaften in Höhe von TEUR 11.712 (Vj. TEUR 11.684) zur Absicherung von Bankkontokorrentverbindlichkeiten eingegangen. Ein Mittelabfluss auf Grund der Bürgschaften wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, weil die Bonität der Schuldner gewährleistet ist. Die Bürgschaften sind im Zusammenhang mit der Darlehensaufnahme für den Erwerb von OLDI durch operative Konzerngesellschaften erfolgt.

7. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i. H. v. TEUR 2.995 (Vj. TEUR 3.735).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkws und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
< 1 Jahr 1.453 1.439
1–5 Jahre 2.696 3.522
> 5 Jahre 0 0
Gesamt 4.149 4.961

8. ANGABE VON BUCHWERTEN DER EINZELNEN KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallender Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der Zahlungsmittel) fast ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Es bestehen zum 31. Dezember 2016 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst werden.

scroll

TEUR Buchwert 31.12.2016 Fortgeführte AK Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2016
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.742 11.742 11.742
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 848 848 848
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.869 10.869 10.869
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 6.595 6.596 5.941 5.941
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.856 4.856 4.856
Kurzfristige Finanzschulden 2.660 2.660 2.722 2.722
Kurzfristige finanzielle Schulden 7.611 7.611 7611

scroll

TEUR Buchwert 31.12.2015 Fortgeführte AK Fair Value erfolgsneutral Fair Value 31.12.2015
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.976 14.976 14.976
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 431 431 431
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen 124 124 124
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.186 9.186 9.186
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 7.480 7.480 6.889 6.889
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.698 5.698 5.698
Kurzfristige Finanzschulden 1.737 1.737 1714 1.714
Kurzfristige finanzielle Schulden 3.787 3.787 3.787

Zu den Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Aufstellung der Klassen von Finanzinstrumenten unter B12.

Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet:

Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die kurzfristigen und langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten der Kategorie „Sonstige langfristige Schulden“ und „Kurzfristige finanzielle Schulden“ werden der Stufe 3 zugeordnet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen basieren auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT der Akquisitionen. Eine Veränderung der Inputfaktoren innerhalb von für möglich gehaltener alternativen Annahmen führt zu keinen bedeutenden Änderungen der beizulegenden Werte.

9. ZIELSETZUNG UND METHODE DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 57 % (Vj. 51 %).

Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, den eigenen Anteilen sowie den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter. Die Softing AG versucht soweit wie möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.

Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die auf Grund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen und um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2016 belaufen sich auf TEUR 295 (Vj. TEUR 294).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.867 (Vj. TEUR 9.186) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,00 % (Vj. 0,00 %), verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.256 (Vj. TEUR 9.190) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken, da jederzeit die Möglichkeit besteht, auf Festzinsdarlehen umzuschulden.

Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der Darlehen im Zinsaufwand mit TEUR 47 (Vj. TEUR 40) niederschlagen.

Wechselkursrisiko

Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist auf zwei Währungen beschränkt, USD und RON. Dem Wechselkursrisiko im USD-Bereich liegt ein natürlicher Hedge zu Grunde, da in den USA und in Singapur (USD als funktionale Währung) sowohl Erträge und Aufwendungen für die Produkte anfallen. Bezüglich des rumänischen RON besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko, da dieser an den Euro gebunden ist und die Vereinbarungen mit der rumänischen Tochter in EUR abgeschlossen sind.

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie in den Vorjahren, keine Devisentermingeschäfte. Bezogen auf den Wechselkurs des USD ergeben sich folgende Sensitivitäten:

scroll

In TEUR/USD USD
Stichtagskurs: USD 1,05 1,16 +10 % 0,95 –10 % Abweichung Abweichung
Finanzielle Vermögenswerte/Schulden USD USD in EUR +10 % –10 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.569 3.385 3.078 3.762 –308 376
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.311 3.141 2.855 3.490 –286 349
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 148 140 127 156 –13 16
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.854 5.554 5.049 6.171 –505 617
Langfristige Schulden gegen verbundene Unternehmen -21.457 -20356–20.356 –18.506 –22.618 1.851 –2.262
Kurzfristige Schulden gegen verbundene Unternehmen –6.752 –6.406 –5.823 –7.117 582 –712
Gesamt –15.327 14.542 1.322 –1.616

Eine etwaige Änderung aus dem USD-Wechselkurs zum EUR, würde sich ausschließlich im Eigenkapital des Softing-Konzerns niederschlagen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.

Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 6.000, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 10.867 (Vj. TEUR 9.186). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 13,0 % (Vj. 11.1 %).

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag und bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Bei den in der Tabelle aufgeführten Beträgen handelt es sich um nicht abgezinste Cashflows.

scroll

31.12.2016

(TEUR)
Bis 1 Jahr 2–5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 6.596
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.856
Kurzfristige Finanzschulden 2.660

scroll

31.12.2015

(TEUR)
Bis 1 Jahr 2–5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 7.480
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.698
Kurzfristige Finanzschulden 1.737

10. BELEGSCHAFT

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

scroll

2016 2015
zum Bilanzstichtag 435 435
im Geschäftsjahresdurchschnitt 430 429
Marketing & Sales 116 113
Research & Development 265 264
Administration & General 39 39
Management 10 13

11. VORSTAND

Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender
Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal

Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 2.513 (Vj. TEUR 1.533). Davon entfallen etwa ein Drittel auf feste und zwei Drittel auf variable Bezüge. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge. Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 125 (Vj. TEUR 125) erfasst.

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.060 (Vj. TEUR 2.983) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 168 (Vj. TEUR 168).

12. AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2016 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)
Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender)
Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)
Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)
Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats)
Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender)

Herr Dr. Fuchs bekleidete kein weiteres Aufsichstratsmandat.

Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:

Accu Holding AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)
Oerlikon Stationär Batterien AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)
RCT Hydraulic-Tooling AG, Klus, Schweiz (Verwaltungsrat)
SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat)
Apollo Consulting & Trading AG, Zollikon, Schweiz (Verwaltungsrat)
Mobil Power AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)
Bubo-Immobilien AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)
Lysys AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
DGG International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Biotensidon International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Weinmann Invest AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern-EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Integration der Softing IT Networks hat das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von TEUR 147 erhalten (VJ. TEUR 120)

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 200 (Vj. TEUR 182) und setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

TEUR Fix Variabel Gesamt
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 69 61 89 81
Dr. Klaus Fuchs 15 15 52 46 67 61
Andreas Kratzer 10 10 34 30 44 40

13. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Abschlussprüfung 119 110
119 110

14. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

15. ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 16. März 2017

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016

scroll

Angaben

in Tausend
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.539 0 251 0 15.790
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 20.775 4.511 0 0 25.286
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 22.088 388 658 0 23.134
58.402 4.899 909 0 64.210
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.594 701 17 443 4.869
62.995 5.600 926 443 69.079

scroll

Angaben

in Tausend
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Währungsdifferenzen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 12.514 0 2.699 0 15.213
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.222 133 1.590 0 4.945
16.032 133 4.289 0 20.454
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.231 8 811 438 2.612
18.264 141 5.100 438 23.066

scroll

Angaben

in Tausend
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.494 15.243
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 10.073 8.261
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.189 18.866
43.756 42.370
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.257 2.363
46.013 44.731

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2015

scroll

Angaben

in Tausend
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015 Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.752 0 787 0 15.539
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 17.989 2.786 0 0 20.775
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.980 392 2.124 408 22.088
52.721 3.178 2.911 408 58.402
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.430 1.262 26 124 4.594
56.150 4.440 2.937 532 62.995

scroll

Angaben

in Tausend
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2015 Währungsdifferenzen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 9.533 0 2.981 0 12.514
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.925 168 1.535 406 3.222
11.754 168 4.516 406 16.032
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.530 9 765 73 2.231
13.284 177 5.281 479 18.264

scroll

Angaben

in Tausend
Buchwerte
31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.243 14.456
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 8.261 8.455
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.866 18.055
42.370 40.966
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.363 1.899
44.731 42.865

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und –verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht der Softing AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 17. März 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2016 wurde am 16.03.2017 gebilligt.

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2016

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Im Berichtsjahr 2016 haben 4 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden: am 17. März, am 4. Mai, am 28. September und am 21. Dezember.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.

Schwerpunkte der Sitzungen

In der Aufsichtsratssitzung am 17. März 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015 und mit Risiken, etwa beim Ausfall von Schlüssellieferanten und -kunden. Ein wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war des Weiteren die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2016.

In der Aufsichtsratssitzung am 4. Mai 2016 im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erfolgten eine Nachlese zur Hauptversammlung sowie ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick des operativen Geschäfts. Darüber hinaus berichtete Herr Dr. Fuchs über den Status bei der Softing Singapore Pte. Ltd., weiterhin stellte der Vorstand den Risikobericht zum 31.03.2016 vor.

Am 28. September 2016 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten. Der Vorstand stellte mögliche Wege zur Integration des operativen Geschäfts der Samtec im Segment Automotive vor. Weiterhin wurde über Möglichkeit von zukünftigen Akquisitionen diskutiert.

In der Aufsichtsratssitzung am 21. Dezember 2016 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2016, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2017 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung umfassend mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und mit dem Thema Diversity befasst. Der Aufsichtsrat fasste den hierzu erforderlichen Beschluss. Der Aufsichtsrat billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Der Vorstand stellte den halbjährlichen Risikobericht zum 30.09.2016 vor und es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2016 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.

Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Dr. Klaus Fuchs (stellvertretender Vorsitzender) und Andreas Kratzer. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet. Alle Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 16. März 2017 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.

Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2016 in seiner Sitzung am 16. März 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre hervorragende Leistung.

Haar, den 16. März 2017

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Softing AG, Haar

ISIN DE0005178008

Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2016

Die ordentliche Hauptversammlung am 3. Mai 2017 hat beschlossen, vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 9.896.610,53

a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1.391.887,60 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden

und
b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 8.504.722,93 auf neue Rechnung vorzutragen.

Gemäß § 58 Abs. 4 Satz 2 AktG in der seit dem 1. Januar 2017 geltenden Fassung ist der Anspruch auf die Dividende am dritten auf den Hautversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag, das heißt am 08. Mai 2017, fällig.

Haar, im Mai 2017

Der Vorstand