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Softing AG Management Reports 2016

Jul 5, 2016

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Management Reports

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Softing AG

Haar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Zusammengefasster Lagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL

Geschäftsmodell des Konzerns

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial Automation und Automotive Electronics international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial Automation ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit den Kernthemen Diagnose, Messen und Testen steht das Segment Automotive Electronics von Softing für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort.

Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive Electronics setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und verstärkt den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

Rechtliche Konzernstruktur

Der Softing-Konzern besteht aus der

Softing AG mit Sitz in Haar bei München und folgenden Tochtergesellschaften:
Softing Industrial Automation GmbH mit Sitz in Haar bei München und Niederlassungen in Nürnberg und Erkrath (Deutschland)
Softing Italia s.r.l. mit Sitz in Cesano Boscone (Italien)
Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Wilmington, Delaware (USA)
Online Development Inc. (OLDI) mit Sitz in Knoxville, Tennessee (USA)
Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee (USA)
Buxbaum Automation GmbH mit Sitz in Eisenstadt (Österreich)
Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München (Deutschland)
Psiber Data Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur (Singapur)
Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bei München (Deutschland)
Softing Messen & Testen GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt (Deutschland)
samtec automotive software & electronics GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt (Deutschland)
Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar bei München (Deutschland)
Softing Services GmbH mit Sitz in Haar bei München (Deutschland)
SoftingROM s.r.l. mit Sitz in Cluj-Napoca (Rumänien)
Softing S.A.R.L mit Sitz in Paris (Frankreich)

Zu r Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive Electronics und Industrial Automation aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

Softing AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.

Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia ist organisatorisch als Tochter der Softing Industrial Automation GmbH angehängt. Mit Softing Italia in Mailand werden Kunden in Italien direkt vor Ort betreut. Im Jahr 2015 trug die Gesellschaft positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.,

Online Development Inc. (OLDI) mit Sitz in Knoxville sowie die Vertriebsniederlassung Softing Inc. (Softing Inc.) in Newburyport (MA) sind organisatorisch der Softing North America Holding Inc. als Töchter angehängt.

Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Schwerpunkt auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben. Die Gesellschaft ergänzt in idealer Weise das Produktportfolio von Softing im Kernbereich der Industrial Automation. Die Übernahme hat die Position von Softing gestärkt in zwei der drei weltweit größten Automatisierungsmärkten, nämlich Europa und USA.

Die Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt. Mit eigenen Kapazitäten bietet die Softing Inc. Projektleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. Im Jahr 2015 trugen die amerikanischen Gesellschaften positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug positiv, anteilig zur Beteiligung, zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Psiber Data GmbH und Psiber Data Pte. Ltd.

Psiber Data ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von Ethernet-Verkabelungen, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Die beiden Unternehmen der Psiber Data sind profitable Unternehmen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten.

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation.

Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing.

Softing Messen & Testen GmbH

Die Softing Messen & Testen GmbH ist organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Seit mehr als 20 Jahren ist Softing erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen von Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert.

samtec automotive software & electronics GmbH

Die samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) ist organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt und seit über 25 Jahren als Spezialist für Fahrzeugdiagnose am Markt etabliert. samtec entwickelt Hard- und Software für die Kommunikation mit Fahrzeug-Steuergeräten auf allen relevanten Bus-Systemen. Die Familie der modernen HS-Interfaces ergänzt das Portfolio der Diagnose-Interfaces der Softing Automotive Electronics GmbH auf ideale Weise.

Softing Project Services GmbH

Die Softing Project Services GmbH ist seit 2015 organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Gut ausgebildete Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj (Rumänien) fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und stellt ein strategisch wichtiges Mitglied in der Softing-Gruppe dar.

Softing S.A.R.L

Die Softing S.A.R.L ist eine in 2015 durch die Softing Services GmbH gegründete Gesellschaft in Paris. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, die Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Steuerungssystem

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung. Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden einer stringenten Nachverfolgung unterzogen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Für die Softing AG sind aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen die Grundlage für die Steuerung. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing TEUR 21.686 (Vj. TEUR 19.330) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 26 % (Vj. 26 %).

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2015

TEUR
2014

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 2.786 4.265
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 18.900 15.065
21.686 19.330

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2.981 TEUR (Vj. 2.631 TEUR).

Zum Jahresende waren 272 (Vj. 258) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt.

Die Softing Industrial Automation GmbH tätigte im Geschäftsjahr 2015 Investitionen in die Entwicklung neuer, sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte in Höhe von 8,2 Mio. EUR (Vj. 8,2 Mio. EUR). Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Zentrales Thema bei den Entwicklungen war der Ausbau der bestehenden Produktpalette in Richtung Industrie 4.0. Softing Industrial Automation bietet mit der dataFEED OPC-UA Suite ein Produkt an, mit dem der Maschinen- und Anlagenbau seine weltweit ausgelieferten Maschinen über ein einheitliches Interface mit hoher Datensicherheit an die zentrale IT anbinden kann. Auf Basis der OPC-UA Toolkits werden Lösungen realisiert, die in der Automobilindustrie wie auch auf Ölplattformen zum Einsatz kommen. Softing Gateways, wie das neue Softing pnGate PA Gateway bilden die Brücke zwischen Prozess- und Fertigungsinstallation in einer Anlage oder Maschine.

Einen weiteren Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten bilden die Kommunikationslösungen für die Prozessautomation. Das Technologie-Portfolio für Foundation Fieldbus und Profibus PA wurde funktional erweitert und mit neuen HART Lösungen ergänzt.

Der Schwerpunkt bei Diagnoselösungen lag auf der wesentlichen Weiterentwicklung des 2014 von der Trebing + Himstedt Prozessautomation GmbH & Co.KG übernommenen Produktportfolios. Bei diesen Produkten wurde durch persistente Datenhaltung die Verfügbarkeit der Diagnoseinformation auch bei Stromausfall erweitert sowie weitere Funktionalitäten neu gestaltet.

Die Visualisierungskomponente TH Scope wurde komplett auf HTML5 umgestellt, um steigende Anforderungen an Sicherheit und Interoperabilität zu gwährleisten und die Nutzung von Smartphones und Tablets zu ermöglichen. Weiterhin wurden die 2015 veröffentlichen Empfehlungen der PROFIBUS Nutzerorganisation zur Abnahme von PROFINET-Netzen als neue Funktionalität in die Geräte integriert, so dass Abnahmeprotokolle automatisch erstellt werden können. Mit der prototypischen Realisierung cloud-basierter Diagnosefunktionen wird auch das Diagnoseportfolio konsequent in Richtung Industrie 4.0 weiterentwickelt.

Durch die konsequente Erweiterung der Xpert-Produktserie konnte die 2014 akquirierte Psiber Data GmbH ihre Vorreiterrolle in der Messtechnik für strukturierte Gebäudeverkabelung und Rechenzentren manifestieren. Neben der Messtechnik für Kupferverkabelungen bis Kategorie 8 bietet Psiber Data jetzt auch Glasfaser-Reflektometer an. Dies eröffnet den Zugang zu dem rasant wachsenden Markt von Hochgeschwindigkeits-Netzwerken und dem damit verbundenen Messtechnikbedarf.

Im Jahr 2015 beging die Online Development Inc. (OLDI) des Softing-Konzerns ihr 26. Jahr als Partner in der strategischen Produktentwicklung für Rockwell Automation. OLDI’s Wert wächst weiter als Original Design Manufacturer (ODM) durch die Erweiterung seines Kerngeschäfts „Computer- und Kommunikations-Bauteile“ auf Produkte wie Analyse-Software für die Zustandsüberwachung von Anlagen. Des Weiteren arbeiten OLDI und die Softing Industrial Automation GmbH gemeinsam an der Entwicklung eines OPC UA Moduls, das die Anforderungen der Unterwasser-Erdölförderung an die MDIS-Spezifikation erfüllt.

Softing Automotive Electronics GmbH hat rund um die Standards ODX und OTX sowohl ihr Produktportfolio erweitert als auch die Marktdurchdringung verbessert. Für die Standards notwendige Laufzeitumgebung, eine Art Diagnosebetriebssystem, wurde auf Linux und Android portiert. Dadurch sind jetzt beliebige Diagnoseanwendungen möglich, die wahlweise auf einem Windows-PC im Labor oder Testfeld, auf einem Embedded-Gerät im Fahrversuch oder auf einem Smartphone im mobilen Einsatz oder in der Werkstatt verwendet werden. Für jeden der genannten Einsatzfälle konnten bereits Kunden gewonnen werden. Die auf dieser Laufzeitumgebung basierenden Werkzeuge für Entwicklung, Produktion und Service wurden umfangreich erweitert, sodass weitere Anwendungsfälle adressiert werden können. Beispielsweise wurde der in sehr großen Stückzahlen verkaufte Entwicklungstester DTS Monaco um weitere Anwenderoberflächen erweitert. Die Ablaufentwicklungsumgebung OTX Studio erhielt einen Testfall-Editor zu halbautomatischen Erstellung von Testabläufen und in TestCUBE wurde eine ebenfalls halbautomatische Erstellung von Simulationsdateien aus den ODX-Daten integriert. Die erfolgreiche Internationalisierung des Geschäfts der Softing Automotive Electronics zeigt sich insbesondere an neuen Geschäftsabschlüssen mit Herstellern in den USA und Japan, bei denen ebenfalls der konsequente Einsatz von Standards der Schlüssel zum Erfolg war.

Die Softing Messen und Testen GmbH zog im Januar 2015 vom Standort von Reutlingen ins nahe gelegene Kirchentellinsfurt um. Aufgrund eines Brands am 25. Februar 2015 wurden die gerade neubezogenen Räume durch die Rauchentwicklung stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine komplette Sanierung der bezogenen Räume wurde notwendig. Während dieser Zeit konnte der Betrieb in Ausweichräumen jedoch weitestgehend aufrechterhalten werden. Im Juli 2015 konnten die sanierten Räume wieder von den Mitarbeitern bezogen werden. Für die SMT (Softing Messtechnik) platzierte ein Premiumhersteller im März einen Großauftrag, welcher auch in den Folgejahren für kontinuierliche Nachbeschaffungen sorgen wird. Im Geschäftsbereich „Testen“ konnten die geplanten Umsätze verdoppelt werden. Unter anderem bestellte ein namhafter Entwicklungsdienstleister im großen Umfang Softing HIL-Komponenten, welche ebenfalls bei einen Premiumhersteller zum Einsatz kommen. Trotz der massiven Beeinträchtigungen durch den Brand, ist es gelungen das Jahr 2015 für die Softing Messen und Testen GmbH erfolgreich abzuschließen. Deshalb gilt unser besonderer Dank den Mitarbeitern in dieser schwierigen Situation.

Die samtec GmbH startete im Geschäftsjahr 2015 die Markteinführung des VIN|ING 1000 VCI (Vehicle Communication Interface) und bietet damit ein attraktives Produkt. Sowohl für Tier1-Lieferantenals auch für preissensitive Anwender in den Emerging Markets mit mehr Leistung und einer Bluetooth 4.0 Schnittstelle für mobile Anwendungen wie z.B. als Werktstatt- oder Servicetester. Die HSX VCI Familie wurde 2015 konzeptionell neu aufgestellt, die Nachfolgeprodukte VING|ING 3000 und 6000 werden erstmals auf Basis einer FPGA Plattform entwickelt, um die Nachfrage nach neuen Feldbussen zu bedienen. Die in der Fahrzeugproduktion bewährte HSC VCI Familie wurde ebenfalls weiterentwickelt, um die Anforderungen an mehr Performance und Datenbus-Kanäle sowie des Nutzfahrzeugbereichs zu erfüllen. Die Weiterentwicklung des VCI Communication Framework (VFC) hin zu einer mächtigen, plattformunabhängigen Entwicklungsumgebung dient samtec und Softing für die effiziente Erstellung neuer Kundenapplikationen und dem schnellen und qualitativ hochwertigen Aufbau der eigenen Produktpalette für Software.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Stabilisierung der Weltwirtschaft auf niedrigem Niveau, moderates Wachstum im Euroraum

Nachdem die Weltproduktion ab Mitte des 2014 etwas an Fahrt aufgenommen hatte, verlangsamte sich ihr Wachstum in den ersten drei Quartalen 2015 mit Raten von jeweils +0,7%. Für das vierte Quartal 2015 signalisierte der ifw-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität einen ähnlichen Zuwachs der Produktion. Das globale Bruttoinlandsprodukt ist 2015 nur um 3,1% gewachsen, der niedrigste Wert seit dem Krisenjahr 2009.

Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften expandierten insgesamt weiter moderat, doch unterscheidet sich die konjunkturelle Dynamik in den einzelnen Ländern deutlich. Während sich die Konjunktur in den USA und Großbritannien sehr kräftig entwickelt, ist die konjunkturelle Dynamik im Euroraum noch gering und die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch. Deutlich abgeschwächt hat sich die Konjunktur in Japan. In Russland und Brasilien verschärfte sich die Rezession, für China signalisierten zahlreiche Indikatoren eine markante Verlangsamung der Expansion. Für die übrigen Schwellenländer Asiens deuten die vorliegenden Daten auf eine wenig veränderte moderate Dynamik hin. Unverändert negativ ist das Bild in Lateinamerika: das Bruttoinlandsprodukt legte in Mexiko und einzelnen kleineren Ländern zwar etwas stärker zu, doch setzte sich die Rezession in Brasilien in hohem Tempo fort, und die Wirtschaft in Venezuela befindet sich sogar im freien Fall.

(Institut für Weltwirtschaft ifw, Weltkonjunktur im Winter, vom 11.12.2015)

Maschinenbau: Produktion auf hohem Niveau, doch ohne Wachstum

Die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland schließen das Jahr 2015 zwar auf einem hohen Niveau, jedoch mit einem Nullwachstum ab. Für 2015 rechnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit einem nominalen Produktionsvolumen von 199 Mrd. EUR. Vor dem Hintergrund vieler aktueller Krisenherde, die auch das Geschäft im Maschinenbau global beeinträchtigen, sowie der Investitionszurückhaltung im Inland wertet der VDMA dies als Erfolg, aber nicht als beruhigendes Zeichen. Angesichts eines insgesamt schwachen Weltwirtschaftswachstums beobachten die Maschinen- und Anlagenbauer die Entwicklungen in drei Schlüsselländern China, Iran und Russland mit besonderer Aufmerksamkeit. (http://www.vdma.org/article/-/articleview/11230767 vom 17.12.2015)

Exporte der Elektroindustrie steigen weiter

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind um +6,9% gegenüber dem Vorjahr auf 144,1 Mrd. EUR gestiegen, meldet der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Die deutschen Lieferungen in die Eurozone haben sich um 5,5% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Hier sorgten die Ausfuhren in die Slowakei, nach Irland, Italien, Spanien und Portugal für die höchsten Wachstumsraten; Einbußen waren im Geschäft mit Griechenland, Lettland und Finnland zu verzeichnen. Die Elektroausfuhren in Länder außerhalb des Euroraums sind um +4,3% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die Exporte in die USA nahmen um +8,1% zu, die Branchenausfuhren in Drittländer um +7,5%. Hohe Zuwächse gab es im Ausfuhrgeschäft mit Polen, Tschechien, Schweden, Rumänien, der Türkei und Indien. Dagegen gaben die Ausfuhren nach China, Russland und Brasilien stark nach. (ZVEI Presseinformationen vom 21.12.2015)

GESCHÄFTSVERLAUF

Trotz der im Euroraum anhaltend schwächeren Konjunktur konnte Softing 2015 durch weitere Investitionen in die Wachstumsmärkte USA und Asien ihren Umsatz weiter ausbauen. Der Gesamtumsatz des Konzerns wuchs um 10 % auf 82,3 Mio. EUR, bei einem operativen EBIT (EBIT, bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung) von 7,1 Mio. EUR. Das EBITDA beträgt im Geschäftsjahr 10,7 Mio. EUR bzw. einer EBITDA-Marge von 13%. Dies ist auch auf den guten Beitrag der Akquisitionen im vollen ersten Jahr der Konzernzugehörigkeit zurückzuführen. Damit wurde die Umsatzerwartung im Prognosebericht 2014 deutlich übertroffen. Das EBIT erreichte mit 5,5 Mio. EUR die Prognose in Höhe des Vorjahres-EBIT von 5,9 Mio. EUR nicht ganz, was in erster Linie in erhöhten Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung der Akquisitionen und der verminderten aktivierten Eigenleistungen begründet liegt.

Auf Grund der deutlich erhöhten Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung und verminderter aktivierter Eigenleistungen wird zukünftig auch das operative EBIT (EBIT, bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung) die Kenngröße bei der operativen Steuerung der Geschäftsaktivitäten sein. Diese bildet auch den operativen Cashflow der Softing gut ab.

Im Segment Industrial Automation stieg der Umsatz, zum Teil auch getrieben von dem vollen Jahreseffekt der OLDI, von 46,9 Mio. EUR auf 58,7 Mio. EUR. Der Umsatz von Automotive Electronics fiel auf Grund auslaufender Produktlinien von 27,6 Mio. EUR auf 23,6 Mio. EUR. Sowohl das Segment Industrial Automation als auch das Segment Automotive Electronics konnten 2015 die prognostizierten Umsatzziele erreichen.

Im Segment Industrial Automation stieg das operative EBIT von 1,4 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR, das Segment Automotive Electronics konnten das gute operative EBIT aus dem Vorjahr von 3,9 Mio. EUR wegen der auslaufenden Produktlinien nicht erreichen und lag bei 2,2 Mio. EUR. Das EBITDA im Segment Industrial Automation stieg von 4,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,0 Mio. EUR. Im Segment Automotive Electronics sank das EBITDA von 5,3 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR.

Insgesamt konnte der Softing-Konzern das operative EBIT im Geschäftsjahr um 36 % von 5,2 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR steigern.

Trotz gesenkter Kosten und gesteigerter Erlöse sank in der Softing AG der Jahresüberschuss von 4,2 Mio. EUR im Jahr 2014 um 1,7 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR im Jahr 2015, da das Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften 2014 von 6,5 Mio. EUR um 2,7 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR 2015 gesunken ist. Dieses Ergebnis liegt im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr (1,7 Mio. EUR).

ERTRAGSLAGE

Ertragslage Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative Ergebnis (operatives EBIT) und das EBIT.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Konzernumsatz um 10 % auf 82,3 Mio. EUR gesteigert. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 2,8 Mio. EUR und lagen um 1,1 Mio. EUR unter Vorjahresniveau (3,9 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen sank im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2015. Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden stark durch einmalige Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Brand bei der Tochtergesellschaft Messen und Testen GmbH in Höhe von 2,3 Mio. EUR beeinflusst. Demgegenüber standen ebenfalls auf Grund des Brandes Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen in gleicher Höhe.

Die Aufwandspositionen entwickelten sich folgendermaßen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Materialaufwand 31.879 27.369
Zuwendungen an Arbeitnehmer 33.554 32.086
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.282 4.212
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.742 9.672
Betriebliche Aufwendungen 82.457 73.339

Der Materialaufwand erhöhte sich um 4,5 Mio. EUR oder 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs resultierte aus der vollen Einbeziehung der OLDI für das Gesamtjahr. Ohne diesen vollen Jahreseffekt sank der Materialeinsatz um 1,2 Mio. EUR. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 39 % und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) legte von 47,2 Mio. EUR auf 50,4 Mio. EUR zu.

Der Personalaufwand erhöhte sich leicht um 5% auf 33,6 Mio. EUR, vor allem auf Grund der erstmaligen Konsolidierung der OLDI für das Gesamtjahr 2015. Zum Stichtag waren 435 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt.

Der Anstieg der Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen war bedingt durch die Erhöhung auf Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter und den Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation der 2014 akquirierten Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,1 Mio. EUR, davon entfielen 1,1 Mio. EUR auf brandbedingte Aufwendungen bei der Softing Messen und Testen GmbH und 0,8 Mio. EUR auf den Jahreseffekt der OLDI.

Das operative EBIT wuchs um 1,9 Mio. EUR von 5,2 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR. Das EBIT sank um 0,4 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR, aufgrund erhöhter Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation und verminderter Aktivierung von Entwicklungskosten.

Das Zinsergebnis betrug wie im Vorjahr -0,3 Mio. EUR und war geprägt durch die Zinsaufwendungen für die Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises der OLDI.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, lag das Konzernergebnis bei 4,5 Mio. EUR (Vj. 3,8 Mio. EUR).

Ertragslage AG

Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.

Mit folgenden Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH, Haar
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar
Softing Services GmbH, Haar

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Messen und Testen GmbH, Kirchtellinsfurt
Samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchtellinsfurt
Softing Project Servcies GmbH, Haar

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführung sind die wesentliche Steuergröße für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr sanken diese auf Grund der deutlich gesunkenen Gewinnabführung der Industrial Automation GmbH, der Automotive Electronics GmbH und der samtec automotive software & electronics GmbH von 6,9 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2015 lag bei 1,7 Mio. EUR.

Der Personalaufwand sank von 2,5 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR. aufgrund geringerer variabler Vergütung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen insgesamt von 1,6 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR zurück, aufgrund gesunkener Aquisitionsaufwendungen.

Auf Grund nahezu konstanter Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften, ergab sich für 2015 eine leichte Steigerung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR.

Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag sanken auf Grund des verminderten Ergebnisses vor Steuern um 0,5 Mio. EUR. auf 1,0 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss sank von 4,2 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR, begründet durch die Verminderung der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen.

FINANZLAGE

Finanzlage Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, welches die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im letzten Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2015 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 42,3 Mio. EUR (Vorjahr 37,0 Mio. EUR), ein Anstieg um 14 % bzw. 5,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug 51%, im Vorjahr 48%.

Die langfristigen Schulden verminderten sich von 23,1 Mio. EUR auf 21,9 Mio. EUR, auf Grund niedrigerer Pensionsverpflichtungen und Darlehenstilgung, gegenläufig erhöhten sich die passiven Latenten Steuern um 1,2 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 1,4 Mio. EUR auf 18,3 Mio. EUR bedingt im Wesentlichen durch den Anstieg der Schulden aus Lieferungen und Leistungen aus dem erhöhten Wareneinsatz zum Jahresende

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 2,8 Mio. EUR in selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen 1,7 Mio. EUR. Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wuchs um 37 % von 6,3 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR, begründet durch einen erhöhten Perioden Cashflow und erhöhter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 5,8 Mio. EUR., großenteils geprägt durch die Aktivierung von Entwicklungsleistungen und Ersatzbeschaffungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -2,6 Mio. EUR und war geprägt durch die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 1,7 Mio. EUR, die Dividendenzahlung von 1,7 Mio. EUR. und Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien von 1,1 Mio. EUR.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel beliefen sich zum Jahresende auf 9,2 Mio. EUR (Vj. 8,7 Mio. EUR).

Finanzlage AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2015 von 30,1 Mio. EUR auf 31,9 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss 2015 in Höhe von 2,5 Mio. EUR sowie der Effekt aus dem Aktienverkauf von 1,1 Mio. EUR konnte die Dividende in Höhe von 1,7 Mio. EUR für das Jahr 2014 kompensieren.

Die Eigenkapitalquote stieg auf Grund der deutlich gesunkenen Verbindlichkeiten auf 66 % (Vj. 57 %).

Die Veränderung der Rückstellungen von 2,3 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR ist größtenteils auf die Veränderung in der Pensionsrückstellung zurückzuführen, aufgrund der veränderte Zinssituation

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von 3,8 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR auf Grund variabler Kaufpreiszahlungen für die 2014 getätigten Akquisitionen in Höhe von 1,3 Mio. EUR und wegen verminderter Lohnsteuerverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich auf Grund regelmäßiger Tilgungen der in 2014 aufgenommenen Darlehen auf 9,0 Mio. EUR.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigenen operativen Geldzuflüssen für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von einigen Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen diese valutierten zum 31.12.2015 noch mit 9,0 Mio. EUR.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 4,2 Mio. EUR (Vj. 5,7 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Vermögenslage Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und bildeten Ende 2015 einen Anteil von 57,1% der Bilanzsumme (Vj. 57,8 %). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 77,9% (Vj. 78,1 %).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 2,6 Mio. EUR auf 47,1 Mio. EUR. Die Gründe lagen in der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch einen veränderten Kurs des USD (0,8 Mio. EUR), eines auch währungsbedingten Anstiegs der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und des gewachsenen Bestands an Sachanlagen (0,5 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich von 32,4 Mio. EUR auf 35,3 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Vorräte um 0,6 Mio. EUR und gestiegener Forderungen aufgrund des erhöhten Konzernumsatzes in Höhe von 1,2 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Bilanzsumme stieg um 5,5 Mio. EUR, überwiegend bedingt durch die in USD bilanzierten Vermögenswerte des Konzerns.

Zum Jahresende betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9,2 Mio. EUR (Vj. 8,8 Mio. EUR).

Vermögenslage AG

Die Bilanzsumme der Softing AG ist gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Mio. EUR auf 48,4 Mio. EUR gesunken.

Die Softing AG erhielt 2015 Mittel in Höhe von 1,1 Mio. EUR aus dem Verkauf eigener Aktien. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen verringerten sich aufgrund einer Tilgung um 0,5 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR. Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich aufgrund gesunkener Forderungen auf 4,2 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken um 2,1 Mio. EUR auf Grund verringerter Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES KONZERNS UND DER AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, und die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr stabil gestaltet.

Darüber hinaus gab es keine Ereignisse oder Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden hätten.

NACHTRAGSBERICHT

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN

CHANCENBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Fokussierung bei Automotive Electronics

Die Konzentration im Bereich Automotive Electronics auf die Kernkompetenzen Diagnose, Messen und Testen, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Die damit erzielte Steigerung der Produktivität bietet zusammen mit den unverändert fortgeführten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung eine gute Basis für den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts. Damit hat sich das Geschäftssegment Automotive Electronics bei Schlüsselkunden langfristig verankert.

samtec automotive software & electronics GmbH

Das aktuelle, neu entwickelte und geplante samtec VCI-Produktportfolio sowie das neue VCF, stoßen bei Bestands- und Neukunden auf starkes Interesse. Die Auftragsbücher für diese Produkte sind bereits gut gefüllt, was einerseits der Fachkompetenz langjähriger Mitarbeiter, andererseits der Weitentwicklung der VCI-Software- und Hardware-Produkte zuzuschreiben ist.

Softing Messen & Testen GmbH

Im Januar 2015 wurde ein Standortwechsel von Reutlingen ins nahe gelegene Kirchentellinsfurt vollzogen. Gemeinsam unter einem Dach mit der samtec GmbH ergeben sich zukünftig viele Synergien und Potenziale für gemeinsame Produkte und Projekte. Die SMT (Softing Mess Technik) konnte 2015 bei einem weiteren Premiumhersteller platziert werden. 2016 stehen weitere Nachbestellungen an. Die beschädigten Büroräume durch den Brand im Februar 2015 wurden bis Juli 2015 wieder komplett instand gesetzt, sowohl die beschädigten Wirtschaftsgüter als auch der Ertragsausfall wurden durch Versicherungsleistungen kompensiert.

Im Bereich TESTEN liegen umfangreiche Aufträge zur HIL-Systematik von großen Entwicklungsdienstleistern vor. Ein weiterer Ausbau der Vertriebsaktivitäten erfolgte 2015 und zeigte gute Erfolge.

Im Bereich der Kommunikationslösungen für die Fertigungstechnik wurde das Portfolio von FPGA-basierten Lösungen weiter ausgebaut. Mit der Umsetzung der PROFINET Spezifikation 2.3 und der damit ermöglichten Performance bietet die Industrial Ethernet Lösung von Softing jetzt auch die ideale Kopplung für schnelle Antriebstechnik.

Internationalisierung schreitet im Segment Industrial Automation voran

Das Segment Industrial Automation entwickelte seine strategische Ausrichtung auf marktorientierte Produkte mit unmittelbarem Kundennutzen weiter und hat neue Produkte in den Markt eingeführt. Der dabei zunehmende Anteil an Software-Produkten wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus.

Mit dieser Ausrichtung, eingeführten Produkten und langjähriger Netzwerkarbeit, z.B. in Gremien, ist Softing Industrial Automation bereits an den Umsetzungsprojekten der globalen Industrie-4.0- Initiative beteiligt und wird weiter zunehmend davon profitieren.

Um sich in dem Umfeld der Industrie 4.0 noch besser zu positionieren wurde mit „Industrial Data Intelligence“ eine neue Geschäftsaktivität initiiert, die Maschinen- oder Anlagenbauern oder produzierenden Unternehmen die Nutzung ihrer Produktionsdaten z.B. für Optimierung oder vorausschauende Wartung ermöglicht. Als Spezialist für Datenakquisition hat Softing Industrial Automation beste Voraussetzung mit diesem neuen Angebot an dem hoch dynamisch wachsenden Markt zu partizipieren.

Online Development Inc. (OLDI)

Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) 2014 hat Softing einen weiteren wesentlichen Schritt zur Stärkung des internationalen Angebotes vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben und ergänzt das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.

Insbesondere durch die Mitgliedschaften im Rockwell Automation Global Encompass Partner Programm, in der Control System Integrator Association (CSIA), ODVA und als Teilnehmer in Programmen von IBM, Microsoft und Oracle schafft OLDI Synergiepotenziale für weitere Softing-Produkte in diesen Kanälen.

Die Kompetenzen und Technologien von OLDI und Softing Industrial Automation ergänzen sich derart, dass den Kunden der Fertigungs- und Prozessautomation nun über alle Ebenen hinweg Kommunikationslösungen angeboten werden können. Die Synergiepotenziale werden auch 2016 zu weiteren neuen Produkten führen.

Psiber Data GmbH

Durch die vollständige Übernahme der Psiber Data GmbH schloss Softing die strategische Lücke bei mobilen Geräten zur Diagnose von Ethernet-Netzwerken und trat in den ebenfalls stark wachsenden, aber technisch anspruchsvollen Markt zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen ein.

Mit der neuesten Gerätegeneration ist Psiber in diesem Markt Technologieführer und kann als einziger Gerätehersteller Kabel bis hin zur CAT 8 Spezifikation messen. Dadurch wird speziell für Kunden im Bereich der Erstausrüstung von Netzwerken Nachfrage geschaffen.

SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.

Wir sehen die genannten Chancen auf einer mittleren Stufe.

RISIKOBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen beide Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Um die Risiken bewerten zu können, haben wir die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

a. Kleine Risiken

Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren.

b. Mittlere Risiken

Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.

c. Große Risiken

Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.

d. Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum haben wir auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Umfeld Risiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Jährlich überprüfen wir, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit unseren Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz konnte 2015 im Vergleich zu 2014 verbessert werden. Trotz hoher Investitionen in Technologie und Märkte konnte das Ergebnisniveau gehalten werden. Hierzu haben auch wieder ein besonders starkes drittes und viertes Quartal beigetragen.

Trotzdem besteht grundsätzlich immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

In Teilen unseres Geschäfts, sowohl im Segment Industrial Automation als auch bei Automotive Electronics sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen. Wir investieren kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch unseren restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennen wir drohende Insolvenzfälle schneller und können rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2015 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Sonstige Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaß-nahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände oder der Informationssysteme als gering ein. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Der wirtschaftliche Erfolg der Softing-Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb sind wir bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Unseren Mitarbeitern bieten wir neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildung. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Auch wenn bisher trotz Aufmerksamkeit seitens Controlling und Vorstand kein einziger Compliance-Fall bei Softing aufgetreten ist, nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellen wir sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und dies auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als geringes Risiko ein.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken erachten wir die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar. Auf Grund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

PROGNOSEBERICHT

Langsame Expansion der Weltproduktion

Der Anstieg der Weltproduktion, gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,1% in 2015 auf 3,4% bzw. 3,8% in den Jahren 2016 und 2017 erhöhen. Deses Expansionstempo dürfte kaum dazu beitragen, dass die Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten im Durchschnitt der kommenden beiden Jahre zulegen wird. Der Welthandel hat 2015 mit einer Rate von rund 2% nur sehr schwach zugenommen, was vor allem in einer rückläufigen Handelsintensität der Produktion in den Schwellenländern begründet ist. Für 2016 und 2017 erwartet das Institut für Wirtschaftsforschung (ifw) eine moderate Beschleunigung auf 3% bzw. 4,5% und unterstellt, dass sich die zuletzt ungewöhnlich niedrige Elastizität des Welthandels bezüglich der globalen Produktion allmählich wieder den in der Vergangenheit beobachteten Werten annähert. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verstärkt sich die konjunkturelle Expansion allmählich von aktuell 2,1% auf jeweils 2,5% in den kommenden beiden Jahren. Für die USA wird nach einer Zunahme um 2,5% im Jahr 2015 mit einem Produktionsanstieg von 2,8% im Jahr 2016 und von 3% im übernächsten Jahr gerechnet.

Die Wirtschaft im Euroraum gewinnt allmählich an Fahrt und wächst in den Jahren 2016 und 2017 um 1,7% bzw. 2,0%. Die Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die moderate konjunkturelle Erholung fortsetzt. Auch danach bleibt die konjunkturelle Dynamik voraussichtlich begrenzt, da nach wie vor strukturelle Probleme in einem Teil des Währungsgebiets bestehen. Die Inflation wird auch 2016 sehr niedrig sein, die Arbeitslosenquote wird allmählich auf 10,4% im Jahr 2016 und 9,8% im Jahr 2017 zurückgehen. Die Expansion in den Schwellenländern wird vorerst weiter durch niedrige Rohstoffpreise und strukturelle Probleme gedämpft, die Konjunktur dürfte sich allmählich stabilisieren. Für die Jahre 2016 und 2017 wird ein Produktionsanstieg um 6,5% bzw. 6,3% erwartet.

In Deutschland erhöht sich in den Jahren 2016 und 2017 das Bruttoinlandsprodukts auf 2%. Angesichts einer Potenzialwachstumsrate von knapp 1,5% gerät die deutsche Wirtschaft somit, ausgehend von einer geschlossenen Produktionslücke in diesem Jahr, im weiteren Prognosezeitraum mehr und mehr in die Überauslastung. Das Verbraucherpreisniveau dürfte mit Raten von 1,2% 2016 und 1,8% 2017 wieder deutlicher zulegen. Die Erwerbstätigkeit steigt weiter kräftig, aber nicht zuletzt auf Grund der hohen Flüchtlingsmigration kommt der Abbau der Arbeitslosigkeit zum Stillstand und die Arbeitslosenquote dürfte in beiden Jahren bei 6,3% liegen.

(Institut für Weltwirtschaft ifw, Weltkonjunktur im Winter, vom 11.12.2015)

Softing für 2016 gut positioniert und technologisch hervorragend aufgestellt

Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial Automation relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.

Durch die Akquisitionen 2014 verbesserte sich das Portfolio-Spektrum weiter signifikant und das Technologie-Know-how wurde vertieft. Softing Industrial Automation ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.

Im Jahr 2016 wird Industrial Automation das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u.a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei weiterhin ein zentraler Schwerpunkt sein.

Bei Automotive Electronics stehen im kommenden Jahr wiederum die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, µ-Serie) sowie Softing TDX im Hauptfokus.

2016 wird das Segment Automotive Electronics mit der 2015 neu eingeführten VCI Familie HSD die Vermarktung des neuen preisgünstigen VCIs für Standard-Diagnoseanwendungen weiter vorantreiben.

Darüber hinaus ist geplant, die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten, erste erfolgsversprechende Kontakte in Asien erfolgten 2015, um unsere Kunden mit dem HSD VCI in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu gewinnen.

Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der HSX VCI Produktfamilie werden weiter aktiv ausgebaut.

Das Segment Automotive Electronics wird die 2015 im Bereich Messtechnik erweiterte Produktpalette, verstärkt vermarkten. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik; basierend auf diesem Erfolg erfolgt der Vermarktungsansatz bei weiteren OEMs und Tier1 Lieferanten.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 der Softing AG

Erklärtes Ziel von Softing ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten, sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist auf Grund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir auf Grund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 3,0 Mio. EUR bis 3,5 Mio. EUR. aus.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 des Softing-Konzerns

Erklärtes Ziel war und ist es, Softing basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung zu einem dynamischen und weltweit agierenden Unternehmen zu formen. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2016 konsequent weiterverfolgt. Auf Grund der Ausrichtung der Unternehmensgruppe und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2016 Chancen für eine deutliche Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem steht jedoch eine enorm gewachsene Volatilität in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa, und Asien als auch in Nordamerika gegenüber. Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in unserer Prognose als dämpfender Einflussfaktor berücksichtigt.

Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels hat in allen Segmenten massiv zugenommen. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2016 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. Wie schon 2015 erwarten wir tendenziell eine geringere Aktivierung von Entwicklungskosten. Dem gegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft und die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken. In Summe dieser Einflüsse gehen wir von einer moderaten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs auf über 85 Mio. EUR aus. Für das operative EBIT erwarten wir eine deutliche Steigerung auf mehr als 7,5 Mio. EUR. Im EBIT erwarten wir eine leichte Steigerung. Wir werden ab Jahresmitte quartalsweise über eine Präzisierung dieser Größen berichten.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalfluss-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 und 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2015 betrug 6.959.438 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen:

Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
Trier Familienstiftung
Trier Asset Management GmbH
Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.
5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.
6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.
7. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.936.016 Aktien im Umlauf.

Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2015 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.479.719,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Von dieser Ermächtigung wurde 2015 kein Gebrauch gemacht.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 3.479.719,00.
8. Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2012 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2017 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2015 sind keine eigenen Aktien im Bestand.
9. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
10. Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung der Aktienentwicklung der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf einen Dienstwagen. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2015 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.

Die Verträge des Vorstands laufen bis 2018 bzw. 2021.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBITs vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link http://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-a-hgb auf unserer Homepage www.softing.com.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.

Haar, den 17. März 2016

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Konzernbilanz

Aktiva

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Angaben

in Tausend €
Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert C1/C2 15.243 14.456
Immaterielle Vermögenswerte C3/C4 27.126 26.510
42.369 40.966
Sachanlagevermögen C5 2.362 1.899
44.731 42.865
Latente Steueransprüche D9 2.395 1.657
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 47.126 44.522
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte C7 9.313 8.737
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C8 14.976 14.086
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C9 431 164
15.407 14.249
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte C10 815 527
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern C11 504 184
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte C12 124 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C12 9.186 8.750
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 35.349 32.447
Aktiva, gesamt 82.475 76.969
Passiva
Angaben

in Tausend €
Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C13 6.959 6.959
Kapitalrücklage C13 12.270 12.270
Eigene Anteile C13 0 -223
Gewinnrücklagen C13 23.136 18.014
Eigenkapital, Konzernanteile C13 42.365 37.020
Minderheitenanteile C13 -30 -32
Eigenkapital, gesamt 42.335 36.988
Langfristige Schulden
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen C14 1.860 2.161
Langfristige Finanzschulden C15 7.480 8.959
Sonstige langfristige Schulden C15 8.223 8.887
Latente Steuern D 9 4.323 3.104
Langfristige Schulden, gesamt 21.886 23.110
Kurzfristige Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen C16 5.698 4.007
Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C 9 617 185
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden C17 683 262
Schulden aus Ertragsteuern C18 1.529 1.449
Kurzfristige Finanzschulden C19 1.737 1.825
Kurzfristige, nicht finanzielle Schulden C20 4.203 3.967
Kurzfristige finanzielle Schulden C21 3.787 5.176
Kurzfristige Schulden, gesamt 18.254 16.871
Passiva, gesamt 82.475 76.969

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

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Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2015 - 31.12.15 01.01.2014 - 31.12.14
Umsatzerlöse D1 82.306 74.533
Andere aktivierte Eigenleistungen D2 2.786 3.924
Sonstige betriebliche Erträge D3 2.837 768
Betriebliche Erträge 87.929 79.225
Materialaufwand D4 -31.879 -27.369
Personalaufwand D5 -33.554 -32.086
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände D6 -5.282 -4.212
davon Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung -1.245 -762
Sonstige betriebliche Aufwendungen D7 -11.742 -9.672
Betriebliche Aufwendungen -82.457 -73.339
Betriebsergebnis (EBIT) 5.472 5.886
Zinserträge D8 58 157
Zinsaufwendungen D8 -323 -433
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.207 5.611
Steuern vom Einkommen und Ertrag D9 -728 -1.812
Konzernergebnis 4.479 3.800
Zurechnung
Anteilseigner des Mutterunternehmens E4 4.477 3.805
Minderheitenanteile E4 2 -5
Konzernergebnis 4.479 3.800
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,65 0,58
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 6.936.016 6.599.746

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2015 - 31.12.15 01.01.2014 - 31.12.14
Konzernergebnis 4.479 3.800
Posten, die künftig nicht in das Konzern Gesamtergbnis umgeliedert werden:
Neubewertungen C13 285 -721
Steuereffekt -80 202
Neubewertungen 205 -519
Posten, die künftig in das Konzern Gesamtergebnis umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 2.402 2.333
Steuereffekt -1.077 0
Währungsumrechnung 1.325 2.333
Konzern Gesamtergebnis 1.530 1.813
Gesamtergebnis der Periode 6.009 5.613
Zurechnung Gesamtergebnis der Periode
Anteilseigner des Mutterunternehmens 6.007 5.618
Minderheitenanteile 2 -5
Gesamtergebnis der Periode 6.009 5.613
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,87 0,85
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 6.936.016 6.599.746

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
Stand am 01. Januar 2015 6.959 12.270 -223
Dividendenausschüttung
Verkauf eigener Anteile 223
Neubewertungen
Steuereffekt
Währungsumrechnungen
Jahresüberschuss 2015
Stand am 31. Dezember 2015 6.959 12.270 0

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Angaben

in Tausend €
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn und Andere Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Neubewertungen Währungsumrechung Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2015 17.092 0 -1.277 2.198 18.014
Dividendenausschüttung -1.740 -1.740
Verkauf eigener Anteile 855 855
Neubewertungen 285 285
Steuereffekt -80 -1.077 -1.157
Währungsumrechnungen 2.402 2.402
Jahresüberschuss 2015 4.477 4.477
Stand am 31. Dezember 2015 20.684 0 -1.072 3.523 23.136

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Angaben

in Tausend €
Anteile Aktionäre der Softing AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Eigenkapital insgesamt
Stand am 01. Januar 2015 37.020 -32 36.988
Dividendenausschüttung -1.740 -1.740
Verkauf eigener Anteile 1.078 1.078
Neubewertungen 285 285
Steuereffekt -1.157 -1.157
Währungsumrechnungen 2.402 2.402
Jahresüberschuss 2015 4.477 2 4.479
Stand am 31. Dezember 2015 42.365 -30 42.335

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Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
Stand am 01. Januar 2014 6.443 4.396 -287
Dividendenausschüttung
Verkauf eigener Anteile 64
Neubewertungen
Steuereffekt
Zuführung aus Kapitalerhöhungen 517 7.873
Bewertung Finanzinstrumente
Währungsumrechnungen
Erwerb Minderheitenanteile
Jahresüberschuss 2014
Stand am 31. Dezember 2014 6.959 12.270 -223

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Angaben

in Tausend €
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn und Andere Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Neubewertungen Währungsumrechung Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2014 16.497 1 -759 -134 15.605
Dividendenausschüttung -2.215 -2.215
Verkauf eigener Anteile 390 390
Neubewertungen -721 -721
Steuereffekt 202 202
Zuführung aus Kapitalerhöhungen 0
Bewertung Finanzinstrumente 73 -1 72
Währungsumrechnungen 2.333 2.333
Erwerb Minderheitenanteile -1.458 -1.458
Jahresüberschuss 2014 3.805 3.805
Stand am 31. Dezember 2014 17.092 0 -1.277 2.199 18.014

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Angaben

in Tausend €
Anteile Aktionäre der Softing AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Eigenkapital insgesamt
Stand am 01. Januar 2014 26.157 -26 26.131
Dividendenausschüttung -2.215 -2.215
Verkauf eigener Anteile 454 454
Neubewertungen -721 -721
Steuereffekt 202 202
Zuführung aus Kapitalerhöhungen 8.390 8.390
Bewertung Finanzinstrumente 72 72
Währungsumrechnungen 2.333 2.333
Erwerb Minderheitenanteile -1.458 -1.458
Jahresüberschuss 2014 3.805 -6 3.799
Stand am 31. Dezember 2014 37.020 -32 36.988

Konzern-Kapitalflussrechnung

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Angaben

in Tausend €
01.01.2015 - 31.12.2015 01.01.2014 - 31.12.2014
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis (vor Steuern) 5.208 5.611
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.282 4.212
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 239 185
Perioden Cashflow 10.729 10.008
Zinserträge -58 -157
Zinsaufwendungen 323 433
Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 421 52
Änderung der Vorräte -576 -1.579
Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.158 -646
Änderungen finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte -1.470 -560
Änderung Schulden aus Lieferungen und Leistungen 1.691 -917
Änderungen der finanziellen und nicht finanziellen und sonstige Schulden 190 940
Erhaltene Zinsen 5 50
Gezahlte Ertragssteuern -1.448 -1.311
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.649 6.313
Investitionen in Anlagevermögen -1.655 -1.374
Auszahlung für Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -2.786 -4.265
Rückführung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 833
Auszahlung für den Erwerb von Tochterunternehmen / variable Kaufpreise -1.346 -21.907
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.787 -26.713
Auszahlung aus Dividenden -1.740 -1.337
Einzahlung aus der Aufnahme von Bankdarlehen 0 11.000
Tilgung Bankdarlehen -1.670 -370
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 0 7.512
Einzahlung aus dem Verkauf von eigenen Aktien 1.078 454
Gezahlte Zinsen -228 -275
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.560 16.984
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 302 -3.416
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 134 50
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.750 12.116
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.186 8.750

Konzernanhang

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ergänzend wurden die gemäß § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Konzerngewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Weiterhin unterscheidet die Konzernbilanz zwischen kurz- und langfristigen Schulden. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2015 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 17. März 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. GEGENSTAND DES KONZERNS

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse „Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar“ eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme sowie kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch den Softing Konzern vertrieben werden.

3. NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grund neuer Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder vor dem 1. Januar 2015 beginnen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) werden in der Form angewendet wie sie im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Europäische Kommission in nationales Recht umgesetzt wurden.

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2016 beginnen, angewendet werden können. Diese wurden im vorliegenden Abschluss noch nicht vorzeitig angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

IFRS 9, „Finanzinstrumente“ befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die vollständige Fassung wurde im Juli 2014 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“, die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in drei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die auf Grund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches am 1. Januar 2018 beginnt. Darüber hinaus wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden.

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 „Umsatzerlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“. IFRS 15 ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung möglich ist.

Der IASB veröffentlichte am 18. Dezember 2014 im Rahmen seiner Disclosure Initiative Änderungen von IAS 1 Darstellung des Abschlusses. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich:

der Beurteilung der Wesentlichkeit von Abschlussangaben;
der Darstellung von zusätzlichen Abschlussposten in der Bilanz und der

Gesamtergebnisrechnung;
der Darstellung des sonstigen Ergebnis, das auf assoziierte Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen entfällt, die nach der Equity- Methode bilanziert

werden;
der Struktur von Anhangangaben; und der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.

Die Änderungen sind auf jährliche Berichtsperioden anzuwenden, die am 1. Januar 2016 oder später beginnen. Eine frühere Anwendung ist möglich. Die EU-Indossierung erfolgte im Dezember 2015

Die nachstehenden neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten
Änderungen zu IFRS 11: Bilanzierung des Erwerbes von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
Änderung zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden
Änderungen zu IAS 19: Leistungsorientierte Pläne, Arbeitnehmerbeiträge
Änderungen zu IAS 27: Konzernabschlüsse und Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Investmentgesellschaften Anwendung der Konsolidierungsausnahme
Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (Zyklus 2010–2012)
Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (Zyklus 2011–2013)
Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (Zyklus 2012–2014)

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. ERFASSUNG VON ERTRÄGEN

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode realisiert. Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde.

Erträge aus Zinsen

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kontrolle/Beherrschung verfügt:

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Softing-Konzern zum 31.12.2015 Kapitalanteil
2015

%
2014

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Messen und Testen GmbH, Reutlingen/Deutschland 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc. , Newburyport/USA (vormals Softing North America Inc.) 100 100
Softing North America Holding, Delaware/USA 100 100
OLDI Online Development Inc. Knoxville/USA 100 100
Psiber Data GmbH, Krailling/Deutschland 100 100
Psiber Data Pte. Ltd. ,Singapur 100 100
Softing-Konzern gegründete Unternehmen 2015
Softing S.A.R.L. Paris/Frankreich 100 0

Folgende Tochtergesellschaften machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Softing Industrial Automation GmbH (Haar)
Softing Automotive Electronics GmbH (Haar)
Softing Services GmbH (Haar)
Softing Project Services GmbH (Haar)
Softing Messen & Testen GmbH (Reutlingen)

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Voraussetzung zur Konsolidierung eines Unternehmens ist die Möglichkeit der Beherrschung. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Renditen sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beiden kann zu Verfügungsgewalt führen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegen sprechen. Bei der Beurteilung der Beherrschungseigenschaft sind sogenannte potenzielle Stimmrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Beteiligungsquote im Vergleich zu den übrigen Anteilseignern, zusammen mit dem auf Hauptversammlungen praktizierten Abstimmungsverhalten, zu berücksichtigen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, der durch den Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Tochterunternehmens übernommen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Außerdem beinhaltet die übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus vereinbarten bedingten Gegenleistungen resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Etwaige durch den Konzern zu übertragende bedingte Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden nach IAS 39 bewertet und entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehenden Unterschiedsbetrag zwischen dem beizuliegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und aktivierte Entwicklungskosten. Mit Ausnahme des Geschäfts-oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung haben alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibung in Folgeperioden.

5. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Entwicklungsaufwendungen für Neuentwicklungen und die wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderung ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Der Softing Konzern schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen über die Laufzeit von 3 Jahren ab, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

6. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen bei Softing den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen der Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen. Die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die Geschäfts- und Firmenwerte sind:

Softing Messen und Testen GmbH, Reutlingen/Deutschland
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland
OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA
Psiber Data GmbH, Krailling/Deutschland & Psiber Data Pte. Ltd., Singapur

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der CGU ihren erzielbaren Betrag, wird die Differenz unmittelbar als Wertminderungsaufwand im Gewinn und Verlust erfasst. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht mit angemessenem Aufwand ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.

Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde wie folgt ermittelt: Aufgrund der bottom-up-Planung der nächsten vier Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden ist, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,5 % (Vj. 1,5 %) für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Der verwendete Diskontierungssatz ist ein Vorsteuerzinssatz und reflektiert die spezifischen Risiken der betreffenden Konzern-Gesellschaft. Er wird jeweils nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt. Die Eigenkapitalkosten setzen sich demnach aus dem risikolosen Zinssatz und einem Risikoaufschlag zusammen, der sich aus der Differenz der durchschnittlichen Marktrendite und dem risikolosen Zinssatz multipliziert mit dem unternehmensspezifischen Risiko (Beta-Faktor) ergibt. Der Beta-Faktor wird dafür von einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Bei der Nutzungswertermittlung werden je nach zahlungsmittelgenerierender Einheit Diskontierungszinssätze vor Steuern zugrunde gelegt.

Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt.

7. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Software und Technologie wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei bis sieben Jahre linear abgeschrieben. Rechte und Geschäftsbeziehungen werden über fünf bis zwanzig Jahre abgeschrieben.

8. SACHANLAGEN

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend des Nutzungsverlaufs nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden nur dann dem Buchwert des ursprünglichen Vermögenswertes zugeschlagen bzw. als separater Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen in Verbindung mit dem Vermögenswert zufließen wird und dieser Nutzen verlässlich ermittelt werden kann.

9. WERTMINDERUNGEN

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen.

Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Firmenwert enthält, wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrages. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.

10. LEASINGVERTRÄGE

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die Leasingraten werden als Aufwand linear über die Laufzeit erfasst. Finanzierungsleasingverträge liegen nicht vor.

11. VORRÄTE

Die Vorräte werden mit dem niedrigsten Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren/Fertigerzeugnisse werden grundsätzlich zu dem gewichteten Durchschnitt bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel auf Grund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

12. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.

Finanzielle Vermögenswerte bei Softing sind in folgende Kategorien unterteilt: (a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, (b) Ausleihungen und (c) Forderungen an und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

a. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Kaufabsicht erworben wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Realisierung der Vermögenswerte innerhalb von zwölf Monaten erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig klassifiziert.
b. Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen“ sowie unter „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ ausgewiesen.
c. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner anderen dargestellten Kategorie zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die oben genannten Kategorien eingeteilt.

Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Sofern es sich um „zur Veräußerung verfügbare“ finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im sonstigem Ergebnis ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen wie z.B. Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20 % der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Softing dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Eine Wertaufholung eines Wertminderungsaufwands nimmt Softing in den Folgeperioden vor, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.

Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen. Objektive Hinweise sind beispielsweise eine erhebliche oder langfristige Abnahme des beizulegenden Zeitwertes eines finanziellen Vermögenswertes unter seinen Buchwert, eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder sonstigen Sanierungsfalls oder ein Vertragsbruch durch den Emittenten, beispielsweise erhebliche Zahlungsverzögerungen

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als „Kredite und Forderungen“ kategorisiert und entsprechend bewertet.

Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert und werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den Bewertungsrücklagen innerhalb des sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung werden die Bewertungsrücklagen um den Wertminderungsbetrag angepasst und der entsprechende Betrag unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

Kategorien von Finanzinstrumenten

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Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Sonstige finanzielle Forderungen (> 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Finanzielle Forderungen (< 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Finanzschulden (> 1 Jahr) Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Schulden aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Kurzfristige finanzielle Schulden Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet

13. KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGE

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad realisiert werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den Gesamtkosten des Auftrags (Cost-to-Cost-Methode). Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Fertigstellungsgrad der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den „Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen“. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser passivisch unter den „Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen“ ausgewiesen.

14. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

15. LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen.

Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden (oder in Kürze geltenden) Steuervorschriften der Länder, in denen die Softing und Ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuernde Einkommen erwirtschaften, berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuerforderungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen sowie eines Rechnungszinses, der sich aus der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen gleicher Fristigkeit ableitet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Der Barwert wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von hochwertigen Unternehmensanteilen abgezinst werden. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

17. RÜCKSTELLUNGEN UND ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen den Barwert der zu erwartenden Ausgaben, inkl. einer etwaigen Aufzinsung bei langfristigen Rückstellungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

18. FINANZIELLE SCHULDEN

Finanzielle Schulden werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Allgemeine und bestimmte Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die finanziellen Schulden setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: „Schulden aus Lieferungen und Leistungen“ sowie „Kurzfristige finanzielle Schulden“.

19. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Kurzfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit. Der erstmalige Ansatz von kurzfristigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

20. SONSTIGE SCHULDEN

Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

21. ERMESSENSAUSÜBUNG UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen und wesentliche Ermessensausübung bzgl. des erwarteten Eintrittszeitpunkts, der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens und der künftigen Steuerplanungsstrategien (steuerliche Planungsrechnung). Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Prognosen unterliegen einer natürlichen Unsicherheit, da sie in die Zukunft gerichtet sind. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstests zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze.

Bei der Umsatzlegung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen.

Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien sowie bei der Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, ob wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.

22. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, mit Ausnahme von Psiber in Singapur, hier ist die funktionale Währung der USD. Da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis verrechnet.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

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USD /

EUR
RON /

EUR
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Stichtagskurs (31.12.) 1,09 1,21 4,52 4,48
Durchschnittskurs 1,11 1,33 4,45 4,44

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

C. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ

1. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Softing S.A.R.L.

Die Softing S.A.R.L Pais ist eine in 2015 durch die Softing Services GmbH gegründete Gesellschaft in Paris. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für die Vertriebsaktivitäten des Softing Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

2. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Softing Messen und Testen GmbH 2.055 2.055
Softing Industrial Automation GmbH 384 384
Psiber Data GmbH 5.181 5.181
OLDI Online Development Inc. 7.623 6.836
Geschäfts- oder Firmenwert 15.243 14.456

Aufgrund Wechselkursänderung zum EUR/USD hat sich der Geschäft- oder Firmenwert der OLDI Online Development Inc. in 2015 um 787 TEUR geändert.

Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Der erzielbare Betrag der CGUs wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts der Gesellschaften ermittelt. Der Werthaltigkeitstest ergab keine Notwendigkeit zur Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte. Für alle Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die gleichen Parameter verwendet:

Diskontierungszinssätze vor Steuern: 10,3 % – 13,95 % (Vj. 11,3 % – 12,0 %)
Risikoloser Zinssatz: 1,50 % – 3,00% (Vj. 2,00 % – 2,94%)
Risikoaufschlag: 5,8 % – 6,5 % (Vj. 5,0 % – 6,5 %)
Beta-Faktor (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 1,17 – 1,21 (Vj. 1,20 – 1,64)

Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten Roherträge um 5 % würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der Softing AG, die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen wie auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.

Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses.

Die Marge wird im Laufe des Budgetzeitraums an die erwarteten Entwicklungen des Marktumfeldes angepasst.

3. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 18.900 (Vj. TEUR 15.065).

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2015 keine Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß dem Förderprogramm „Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen“ (Vj. TEUR 45) erhalten. Diese wurden im Vorjahr von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der aktivierten Entwicklungskosten abgesetzt. Weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden nicht beantragt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

4. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

5. SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

6. LEASINGVERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet-und Leasingaufwendungen für Gebäude und Pkw in Höhe von TEUR 2.021 (Vj. TEUR 1.446) enthalten.

7. VORRÄTE

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.089 3.531
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.224 5.206
Vorräte 9.313 8.737

Die Höhe der erfassten Wertminderungen auf Vorräte beträgt 2015 TEUR 210 (Vj. TEUR 199). Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die eingekauften Vorräte stehen bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.

8. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.976 14.086
davon:
Noch nicht abgerechnete Leistungen 0 0

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen:

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Buchwert Davon weder überfällig noch wertberichtigt Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2015 TEUR TEUR Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.976 12.398 2.572 6 0 0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 431 431 0 0 0 0
15.407 12.829 2.572 6 0 0

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Buchwert Davon weder überfällig noch wertberichtigt Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2014 TEUR TEUR Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.086 12.134 1.994 149 0 0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 164 128 0 36 0 0
14.250 12.262 1.994 185 0 0

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Stand am 01.01.

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.

TEUR
2015 191 6 0 109 294
2014 50 0 50 191 191

9. FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS KUNDENSPEZIFISCHEN FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 431 164
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 617 185
Verrechnungssaldo –186 -21

Zum Jahresende wurde der Großteil der kundenspezifischen Fertigungsaufträge abgerechnet und unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

10. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Forderungen an Mitarbeiter 18 18
Übrige finanzielle Forderungen 137 45
Aktive Rechnungsabgrenzung/Vorauszahlungen 435 351
Geleistete Anzahlungen 20 40
Sonstige Vermögenswerte 205 73
815 527

11. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE AUS ERTRAGSTEUERN

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 504 (Vj. TEUR 184). Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

12. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.186 8.750

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen, diese Festgelder sind innerhalb von 3 Monaten liquidierbar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 124 (Vj. TEUR 0) beinhalten ein Lieferantendarlehen zur Materialbeschaffung für Auftragsfertigung.

13. EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 6.959.438,00 (Vj. TEUR 6.959) und ist eingeteilt in 6.959.438 (Vj. 6.959.438) Inhaber-Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.936.016 Aktien im Umlauf. Die Stückaktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.479.719,00 durch Ausgabe von bis zu 3.479.719 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts auf Grund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 3.479.719,00.

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital wird um bis zu EUR 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung und deren latente Steuern von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten sowie die erfolgsneutral erfassten Neubewertungen aus Pensionszusagen und deren latente Steuereffekte.

Das sonstige Ergebnis ist in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR –30 (Vj. TEUR –32) betreffen andere Gesellschafter in Österreich.

Eigene Anteile

Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen wurden eigene Aktien in folgendem Umfang erworben bzw. verkauft:

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Anzahl Aktien Zeitpunkt der Transaktion Anteiliger Betrag des Grundkapitals

TEUR
Anteil am Grundkapital

%
Anschaffungskosten

TEUR
Bestand 31.12.2014 89.054 89 1,28 223
Zugänge 2015
Abgänge 2015 89.054 April 2015 89 1,28 223
Bestand 31.12.2015 0 0 0 0

Aus dem Verkauf eigener Anteile resultierte 2015 ein Gewinn in Höhe von TEUR 855 (Vj. TEUR 390), der in den Gewinnrücklagen ausgewiesen wurde.

Zum Bilanzstichtag hatte die Softing AG keine eigenen Aktien im Besitz.

Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals, inklusive der Veränderungen aus Unternehmenserwerben, sind in der Tabelle „Konzern-Eigenkapitalveränderung“ 2015/2014 dargestellt.

14. PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Der Ausweis betrifft die, den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von lebenslangen Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2.778 (Vj. TEUR 2.675) wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden nach IAS 19.120 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR –1.490 (Vj. TEUR –1.775).

Die Renten aus variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des Verbraucherindexes für Deutschland (Grundlage 2010=100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2014 auf 2015 von 106,7 auf 106,9 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

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Berechnungsgrundlagen 31.12.2015

%
31.12.2014

%
Rechnungszins 2,15 2,00
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 1,10 1,82
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0,0 0,0
Biometrische Rechnungsgrundlage Richttafeln 2005 G/Prof. Dr. Heubeck

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Entwicklung der Verpflichtung 2015

TEUR
2014

TEUR
DBO Stichtag 1. Januar 4.836 4.063
Dienstzeitaufwand 125 90
Zinsaufwand 95 129
Pensionsleistungen an Pensionäre –168 –167
Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember 4.888 4.115
tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember 4.638 4.836
Neubewertungen, davon -250 721
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses -114 863
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen –134 -38
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen –2 -104

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 16,5 Jahre, Vorjahr 16,9 Jahre.

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Ermittlung des Jahresertrags und Jahresaufwands 2015

TEUR
2014

TEUR
Zinsertrag 54 106
Zinsaufwand 95 129
Dienstzeitaufwand 125 91
Jahresaufwand 166 114

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Entwicklung des Planvermögens 2015

TEUR
2014

TEUR
Stand Planvermögen 1. Januar 2.675 2.558
Auszahlung aus Planvermögen –94 –96
Einzahlung in Planvermögen des Arbeitgebers 107 107
Zinsertrag aus Planvermögen 54 106
Anpassung des Planvermögens 35 0
Planvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2.777 2.675

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zur zugrunde liegenden Pensionszusage. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen betragen im Jahr 2016 TEUR 107 (Vj. TEUR 107).

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Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 4.638 4.836
Zeitwert des externen Planvermögens 2.777 2.675
Rückstellung 1.860 2.161

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Entwicklung der Rückstellung 2015

TEUR
2014

TEUR
Stand Rückstellung 1. Januar 2.161 1.505
Dienstzeitaufwand 125 91
Netto-Zinsaufwand/-ertrag 40 23
Versicherungsmathematische Neubewertungen, davon -285 721
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses -114 863
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen –134 -38
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen –2 –104
Effekte aus der Anpassung des Planvermögens -35 0
Auszahlungen –74 –71
Einzahlung in Planvermögen –107 –107
Rückstellung 31. Dezember 1.860 2.161

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme – Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2015 0,25 % 0,25 %
+4,2 % –3,9 %
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2014 0,25 % 0,25 %
+4,3 % –4,0 %

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme – Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2015 0,25 % 0,25 %
–1,7 % + 1,8%
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2014 0,25 % 0,25 %
–1,9 % +2,0 %

Auf eine Darstellung der Sensitivität bezogen auf die Lebenserwartung wurde verzichtet, da sich der Kreis der maßgeblichen Personen lediglich auf drei ehemalige Berechtigte und einen aktiven Berechtigten bezieht.

Die Sensitivitäten wurden ermittelt mit der Veränderung eines Parameters und der Beibehaltung aller anderen Parameter.

Für das Geschäftsjahr 2016 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 168) erwartet und Zinserträge von TEUR 60 (Vj. TEUR 83).

15. LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE SCHULDEN

Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 7.288 (Vj. TEUR 8.959). Es besteht die Möglichkeit auch von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG beide Kriterien problemlos erfüllt und auch die langfristigen Planungen zeigen keine Verschlechterung der Financial Covenants.

Die variablen Anteile des Kaufpreises der OLDI liegen innerhalb einer Bandbreite von TUSD 0 und TUSD 9.000, je nach Zielerreichung. Eine Kappung der Höchstbeträge ist in den Kaufpreisvereinbarungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert wurde aufgrund der USD Anpassung mit TEUR 8.267 (Vj. TEUR 6.590) ermittelt und basiert auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT.

16. SCHULDEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND KUNDENSPEZIFISCHEN FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.698 (Vj. TEUR 4.007) betreffen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich auf TEUR 617 (Vj. TEUR 185).

17. RÜCKSTELLUNGEN UND ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

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Stand am 01.01.2015

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung/ Umgliederung

TEUR
Stand am 31.12.2015

TEUR
Gewährleistung 170 157 13 142 142
Sonstige 92 92 0 541 541
Gesamt 262 249 13 683 683

Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen mit einer geschätzten Fälligkeit innerhalb eines Jahres.

18. SCHULDEN AUS ERTRAGSTEUERN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 1.529 (Vj. TEUR 1.449) bilanziert. Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

19. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Der kurzfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. und eines langfristigen Darlehens der Psiber GmbH beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.737 (Vj. TEUR 1.671) und steht im folgenden Geschäftsjahr als Pflichttilgung an.

20. KURZFRISTIGE, NICHT FINANZIELLE SCHULDEN

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 323 2
Sonstige Steuerverbindlichkeiten (Umsatz- und Lohnsteuer) 1.355 1.641
Passive Rechnungsabgrenzung 2.341 2.243
Übrige 183 81
4.202 3.967

21. KURZFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 2.194 3.620
Kurzfristige variable Kaufpreise aus Unternehmenserwerb 1.400 1.427
Übrige 193 129
3.787 5.176

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG

1. UMSATZERLÖSE

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Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Gesichtspunkten: 2015

TEUR
2014

TEUR
Inland 32.386 37.769
USA 27.928 15.960
Restliches Ausland 21.992 20.804
82.306 74.533

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Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen: 2015

TEUR
2014

TEUR
Produkte 67.911 60.877
Dienstleistungen 14.395 13.656
82.306 74.533

Die Umsatzerlöse enthalten eine Veränderung von TEUR 243 (Vj. TEUR 4.020) aus langfristigen Fertigungsaufträgen, die unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert wurden. Hierbei schätzt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der zu erbringenden Dienstleistungen.

2015 überschritten zwei Kunden die Umsatzschwelle von 10%, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen, mit jeweils 12,0% und 16,0%. 2014 überschritt ein Kunde die Umsatzschwelle von 10% mit 11,7%.

Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (siehe Kapitel E1).

2. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten/Investitionen für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. SONSTIGE ERTRÄGE

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Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: 2015

TEUR
2014

TEUR
Auflösung von Rückstellungen 16 238
Sonstige periodenfremde Erträge 0 14
Erträge aus Kursdifferenzen 236 205
Erlöse aus Herabsetzung von Wertberichtigungen 6 50
Versicherungsentschädigung 2.271 11
Vertriebsprovisionen 38 36
Lizenzeinnahmen 57 20
Sonstige Personalerlöse 0 24
Weiterberechnete Kosten 31 46
Erträge aus der Herabsetzung variabler Kaufpreis 130 0
Übrige Erträge 52 124
2.837 768

4. MATERIALAUFWAND

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2015

TEUR
2014

TEUR
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 30.360 25.898
Fremdleistungen 1.519 1.471
31.879 27.369

5. PERSONALAUFWAND

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2015

TEUR
2014

TEUR
Laufende Gehälter 25.958 24.100
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 4.525 4.381
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 2.800 3.109
Kraftfahrzeug-Überlassung Arbeitnehmer 3 62
Sonstige Aushilfslöhne 268 434
33.554 32.086

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.477 (Vj. TEUR 1.549).

6. ABSCHREIBUNG UND WERTMINDERUNG AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. Wertminderungen wurden nur im Zusammenhang mit den Brandschäden bei der Tochtergesellschaft Softing Messen und Testen GmbH in Höhe von TEUR 37 vorgenommen, Zuschreibungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

7. ANDERE AUFWENDUNGEN

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Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: 2015

TEUR
2014

TEUR
Personalbezogene Kosten 395 258
Infrastrukturkosten 2.599 2.421
Vertriebskosten 3.744 3.426
Beratungskosten 884 615
Fremdleistungen 735 789
Kapitalmarktkosten 380 648
Beiträge und Gebühren 140 102
Betriebskosten 690 565
Sonstige Kosten, brandbedingt 1.021 0
Kursdifferenzen 323 32
Sonstige Kosten 831 816
11.742 9.672

Die Veränderungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.070 sind zu einem begründet durch die einmaligen Aufwendungen aus dem Brandschaden der Softing Messen und Testen GmbH in Höhe von TEUR 1.021 und zum anderen in dem vollen Jahreseffekt der OLDI Konsolidierung in Höhe von

TEUR 663 und Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 323.

8. ZINSERTRÄGE/ZINSAUFWENDUNGEN

Das Finanzergebnis setzt sich aus Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträgen zusammen.

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Die Finanzierungsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen: 2015

TEUR
2014

TEUR
Zinsen aus der Aufzinsung Pensionsrückstellungen 95 129
Darlehenszinsen 209 160
Sonstige Zinsen 19 144
323 433

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Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen: 2015

TEUR
2014

TEUR
Zinserträge aus Pensionsrückstellungen 54 106
Zinserträge aus Unternehmensanleihen 0 33
Sonstige Zinsen 4 18
58 157

9. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

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Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2015

TEUR
2014

TEUR
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 89 –208
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge –809 –366
–720 –574
Steueraufwand Geschäftsjahr 1.365 2.361
Steueraufwand aus Vorjahren 84 25
Steueraufwand 1.448 2.386
728 1.812
Effektiver Steuersatz 13,99 % 32,29 %

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:

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2015

%
2014

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83 15,83
Gewerbesteuersatz 12,25 12,25
28,08 28,08

Die aktiven latenten Steuern auf in- und ausländische steuerliche Verlustvorträge wurden gebildet, da der Konzern aufgrund positiver steuerlicher Planungsrechnungen sowie zum Bilanzstichtag positiver Marktaussichten im Markt die Verlustvorträge in der bemessenen Höhe als werthaltig einschätzt.

Von den insgesamt vorhandenen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 5.229 (Vj. 1.267) wurden auf TEUR 4.936 (Vj. TEUR 1.009) aktive latente Steuern angesetzt.

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

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TEUR 31.12.2015 31.12.2014 Nutzbar bis
Buxbaum Automation GmbH 293 258 Unbefristet
Psiber Data Pte. Ltd. 4.185 0 Unbefristet
Softing Inc. 751 768 Unbefristet

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

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2015

TEUR
2014

TEUR
Ergebnis vor Steuern 5.207 5.611
Erwarteter Steueraufwand (28,08 %) 1.462 1.576
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 178 125
Abweichende Steuersätze -415 151
Latente Steuern, temporäre Differenz Verlustvorträge -611 –120
Steuern Vorjahre 84 44
Sonstiges 30 36
Ausgewiesener laufender Steueraufwand lt. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 728 1.812

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 39 3.218 39 3.087
Pensionsrückstellung 549 621
(Davon direkt im Eigenkapital erfasst) (418) (498)
Währungsumrechnung (Direkt im Eigenkapital erfasst) 0 1077 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 562 28 548 17
Sonstige Rückstellungen 262 60
Umlaufvermögen
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 17 24
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 966 366
Bruttobetrag/Bilanzansatz 2.395 4.323 1.657 3.104

E. SONSTIGE ANGABEN

1. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management-Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.

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Aufgliederung nach Segmenten Industrial Automation Automotive Electronics
2015

TEUR
2014

TEUR
2015

TEUR
2014

TEUR
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 58.663 46.897 23.643 27.636
Abschreibungen 3.764 2.889 1.221 1.083
Segmentergebnis (operatives EBIT) 4.863 1.435 2.249 3.789
Segmentergebnis (EBIT) 2.210 1.667 3.262 4.219
Segmentvermögen 59.229 55.343 16.297 14.243
Segmentschulden 17.278 16.300 6.428 4.760
Investitionen 1.254 31.110 2.596 2.285

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Aufgliederung nach Segmenten Holding, sonstige Konsolidierung Gesamt
2015

TEUR
2014

TEUR
2015

TEUR
2014

TEUR
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 82.306 74.533
Abschreibungen 297 241 5.282 4.212
Segmentergebnis (operatives EBIT) 7.112 5.224
Segmentergebnis (EBIT) 5.472 5.886
Segmentvermögen 6.232 7.383 81.759 76.969
Segmentschulden 15.352 18.921 39.058 39.981
Investitionen 591 118 4.441 33.513

Die Spalte „Holding, sonstige Konsolidierung“ umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG. Deren Kosten werden verursachungsgerecht auf die operativen Segmente belastet. Aufgrund unterschiedlicher Technologien und Kundengruppen, bestehen innerhalb der Segmente keine nennenswerten Umsatzerlöse.

Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung bzw. und Abschreibungen (EBITDA) und Umsatzerlöse. Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertrags- und Aufwandsposten auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten aufgeteilt.

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Aufgliederung nach geografischen Segmenten Umsätze Anlagevermögen Zugänge Anlagevermögen
2015

TEUR
2014

TEUR
2015

TEUR
2014

TEUR
2015

TEUR
2014

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 32.386 37.769 20.876 20.772 4.187 11.032
USA 27.928 15.960 23.634 21.954 62 20.121
Restliches Ausland 21.992 20.804 221 138 192 2.360
Gesamt 82.306 74.533 44.731 42.864 4.441 33.513

Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet.

2. GLIEDERUNG DER PRODUKTE NACH SEGMENTEN

Industrial Automation

Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -geräte, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET, EthernetIP, EtherCAT, Powerlink, Modbus, CAN, CANopen, DeviceNet, FOUNDATION Fieldbus, (Wireless) HART;

Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;

Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;

Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;

Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;

OPC-Server, OPC-Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und -Server (Toolkits);

Diagnosegeräte für Ethernet-Netzwerke in der Automatisierungsindustrie sowie zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen.

Automotive Electronics

Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces:

Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, Ethernet- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifische Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service.

Diagnosewerkzeuge:

Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse-Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.

Testautomatisierung:

Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kunden-spezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flash-Programmierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.

Kundenspezifische Entwicklungen:

Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld Datenkommunikation/Diagnose/Testsysteme nach Kundenwunsch.

Resident Engineering:

Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.

Messtechnik:

Die Softing MessTechnik (SMT) stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich breite Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder „raue“ mobile Anwendungen in der Fahrzeugerprobung. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt, sondern auch für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.

3. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde indirekt ermittelt.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. ERGEBNIS JE AKTIE IAS 33

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2015 2014
Konzernergebnis TEUR 4.479 3.800
Anteile Fremder TEUR 2 –5
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR 4.477 3.805
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
Unverwässert Stück 6.936.016 6.599.746
Potenzielle Stock Options Stück 0 0
Verwässert Stück 6.936.016 6.599.746
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,65 0,58
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,65 0,58

Die aus dem Verkauf eigener Aktien resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2015 keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

5. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing-Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31. Dezember 2015 91.000 (Vj. 88.600) Stück Aktien der Softing AG.

Der Vorstand, ab 1. Mai 2015, Ernst Homolka hielt zum 31. Dezember 2015 1.300 Stück Aktien der Softing AG

Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Fuchs hielt zum 31. Dezember 2015 278.820 (Vj. 278.820) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Andreas Kratzer hielt zum 31. Dezember 2015 10.155 (Vj. 10.155) Stück Aktien der Softing AG.

6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum Bilanzstichtag ist die Softing AG Bürgschaften in Höhe von TEUR 11.684 (Vj. TEUR 11.871) zur Absicherung von Bankkontokorrentverbindlichkeiten eingegangen. Ein Mittelabfluss auf Grund der Bürgschaften wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, weil die Bonität der Schuldner gewährleistet ist. Die Bürgschaften sind im Zusammenhang mit der Darlehensaufnahme für den Erwerb der OLDI durch operative Konzerngesellschaften erfolgt.

7. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i. H. v. TEUR 3.735 (Vj. TEUR 2.843).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkws und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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2015

TEUR
2014

TEUR
< 1 Jahr 1.439 872
1–5 Jahre 3.522 1.570
> 5 Jahre 0 0
Gesamt 4.961 2.442

8. ANGABE VON BUCHWERTEN DER EINZELNEN KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallender Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der Zahlungsmittel) fast ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Es bestehen zum 31. Dezember 2015 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst werden.

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TEUR Buchwert 31.12.2015 Fortgeführte AK Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2015
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.976 14.976 14.976
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 431 431 431
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen 124 124 124
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.186 9.186 9.186
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 7.480 7.480 6.889 6.889
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.698 5.698 5.698
Kurzfristige Finanzschulden 1.737 1.737 1.714 1.714
Kurzfristige finanzielle Schulden 3.787 3.787 3.787

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TEUR Buchwert 31.12.2014 Fortgeführte AK Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2014
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.086 14.086 14.086
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 164 164 164
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen 63 63 63
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.750 8.750 8.750
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 8.959 8.959 8.313 8.313
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.007 007007 4.007 4.007
Kurzfristige Finanzschulden 1.825 1.825 1.825
Kurzfristige finanzielle Schulden 5.176 3.949 1.227 1.227

Zu den Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Aufstellung der Klassen von Finanzinstrumenten unter B12.

Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet:

Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die kurzfristigen und langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten der Kategorie „Sonstige langfristige Schulden“ und „Kurzfristige finanzielle Schulden“ werden der Stufe 3 zugeordnet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen basieren auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT der Akquisitionen. Eine Veränderung der Inputfaktoren innerhalb von für möglich gehaltener alternativen Annahmen führt zu keinen bedeutenden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte.

9. Zielsetzung und Methode des Finanzrisikomanagements

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2015 bzw. 31. Dezember 2014 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 51 % (Vj. 48 %).

Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, den eigenen Anteilen sowie den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter. Die Softing AG versucht soweit wie möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.

Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die auf Grund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen und um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes

Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2015 und 31. Dezember 2014 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2015 belaufen sich auf TEUR 294 (Vj. TEUR 191).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.186 (Vj. TEUR 8.750) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,00 % (Vj. 0,00 %) verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.190 (Vj. TEUR 10.741) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken, da jederzeit die Möglichkeit besteht, auf Festzinsdarlehen umzuschulden.

Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der Darlehen im Zinsaufwand mit TEUR 40 (Vj. TEUR 51) niederschlagen.

Wechselkursrisiko

Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist auf zwei Währungen beschränkt, USD und RON. Dem Wechselkursrisiko im USD-Bereich liegt ein natürlicher Hedge zu Grunde, da in den USA und in Singapur (USD als funktionale Währung) sowohl Erträge und Aufwendungen für die Produkte anfallen. Bezüglich des rumänischen RON besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko, da dieser an den Euro gebunden ist und die Vereinbarungen mit der rumänischen Tochter in EUR abgeschlossen sind.

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie in den Vorjahren, keine Devisentermingeschäfte. Bezogen auf den Wechselkurs des USD ergeben sich folgende Sensitivitäten:

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In TEUR /

TUSD
USD
Stichtagskurs: USD 1,09 1,20 +10

%
0,98 –10

%
Abweichung Abweichung
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte/Schulden USD USD in EUR +10 % –10 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.400 4.041 3.674 4.490 –367 449
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.115 2.861 2.601 3.179 -260 318
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 197 181 165 202 –16 20
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.903 3.585 3.259 3.983 –326 398
Langfristige Schulden gegen verbundene Unternehmen –30.443 –27.963 –25.421 –31.070 2.542 –3.107
Kurzfristige Schulden gegen verbundene Unternehmen –6.222 –-5.715 –5.196 –6.351 520 –635
Gesamt –25.050 –23.010 2.092 –2.557

Eine etwaige Änderung aus dem USD-Wechselkurs zum EUR, würde sich ausschließlich im Eigenkapital des Softing-Konzerns niederschlagen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.

Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und Kreditlinien, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 9.186 (Vj. TEUR 8.750). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 11,1 % (Vj. 11.3 %).

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag und bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Bei den in der Tabelle aufgeführten Beträgen handelt es sich um nicht abgezinste Cashflows.

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31.12.2015 (TEUR) Bis 1 Jahr 2–5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 7.480
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.698
Kurzfristige Finanzschulden 1.737

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31.12.2014 (TEUR) Bis 1 Jahr 2–5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 7.391 1.568
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.007
Kurzfristige Finanzschulden 1.825

10. BELEGSCHAFT

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

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2015 2014
zum Bilanzstichtag 435 419
im Geschäftsjahresdurchschnitt 429 411
Marketing & Sales 113 118
Research & Development 264 247
Administration & General 39 33
Management 13 13

11. VORSTAND

Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender
Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal, wurde zum 01. Mai 2015 zum Vorstand berufen.

Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 1.533 (Vj. TEUR 2.297). Davon entfallen etwa ein Drittel auf feste und zwei Drittel auf variable Bezüge. Weiterhin beinhalten die Bezüge des Vorstands im Vorjahr eine Abfindungsregelung für einen ausgeschiedenen Vorstand. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge. Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 125 (Vj. TEUR 91) erfasst.

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2015 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.983 (Vj. TEUR 3.266) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 168 (Vj. TEUR 167).

12. AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2015 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)
Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender)
Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)
Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)
Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats)
Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender)

Herr Dr. Fuchs bekleidete keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:

Cresta Hotel Holding, Zug, Schweiz (Verwaltungsrat)
Accu Holding AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)
1C Commercial Real Estate AG, Zug, Schweiz (Verwaltungsrat)
RCT Hydraulic-Tooling AG, Klus, Schweiz (Verwaltungsrat)
SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat) Lysys AG Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Oerlikon Stationär Batterien AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)
Mobil Power AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)
Bubo- Immobilien AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)
IGAS Inc. Ltd., Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Okotta International AG, Zollikon, Schweiz (Verwaltungsrat)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern-EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Integration der Psiber hat das Aufsichtsratsmitglied

Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von 120.000 EUR erhalten.

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 180 (Vj. TEUR 182) und setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR Fix Variabel Gesamt
2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 60 61 80 81
Dr. Klaus Fuchs 15 15 45 46 60 61
Andreas Kratzer 10 10 30 30 40 40

13. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers AG im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Abschlussprüfung 105 107
Sonstige Leistungen 5 27
110 134

14. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

15. ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 17. März 2016

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2015

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Angaben

in Tausend €
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015 Erwerbe aus Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.752 0 0 787 0 15.539
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 17.989 0 2.786 0 0 20.775
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.980 0 392 2.124 408 22.088
52.721 0 3.178 2.911 408 58.402
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.430 0 1.262 26 124 4.594
56.150 0 4.440 2.937 532 62.995

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Angaben

in Tausend €
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2015 Währungsdifferenzen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 9.533 0 2.981 0 12.514
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.925 168 1.535 406 3.222
11.754 168 4.516 406 16.032
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.530 9 765 73 2.231
13.285 177 5.281 479 18.264

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Angaben

in Tausend €
Buchwerte
31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.243 14.456
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 8.260 8.455
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.866 18.055
42.369 40.966
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.362 1.899
44.731 42.865

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2014

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Angaben

in Tausend €
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2014 Erwerbe aus Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 2.735 11.258 0 759 0 14.752
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 57.912 0 4.265 0 44.188 17.989
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.453 16.003 673 1.947 4.096 19.980
66.100 27.261 4.938 2.706 48.284 52.721
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.573 108 968 36 4.255 3.430
72.673 27.369 5.906 2.742 52.539 56.150

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Angaben

in Tausend €
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2014 Währungsdifferenzen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 51.090 0 2.631 44.187 9.533
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.985 5 1.030 4.095 1.925
56.371 5 3.661 48.282 11.754
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.207 18 552 4.247 1.530
61.579 23 4.212 52.529 13.285

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Angaben

in Tausend €
Buchwerte
31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.456 2.439
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 8.455 6.821
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.055 468
40.966 9.728
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.899 1.366
42.865 11.094

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht der Softing AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

München, den 17. März 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2015 wurde am 17.03.2016 gebilligt.

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2015

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Im Berichtsjahr 2015 haben 5 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden: am 16. März, am 22. April, am 6. Mai, am 17. September und am 21. Dezember.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.

Schwerpunkte der Sitzungen

In der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2014 und mit Risiken, etwa beim Ausfall von Schlüssellieferanten und -kunden. Ein wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war des Weiteren die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass eine Tätigkeit effizient ist. Außerdem hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung beschlossen, Gespräche mit Herrn Homolka über seine Bestellung zum Finanzvortand zu führen. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2015.

Die Aufsichtsratssitzung am 22. April 2015 fand als Telefonkonferenz statt. Hierbei wurde Herr Homolka zum Vorstand der Softing AG mit dem Ressort Finanzen und Personal bestellt.

In der Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2015 im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erfolgte eine Nachlese zur Hauptversammlung sowie ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick des operativen Geschäfts. Darüberhinaus wurde die Situation bei der Psiber Data Pte. nach Übernahme der restlichen Anteile der Minderheitsgesellschafter erörtert.

Am 17. September 2015 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten. Schwerpunktmäßig wurde zu den Fortschritten im US-Geschäft, bei den Gesellschaften der Psiber Data sowie zur Aufstellung des Segments Automotive Electronics berichtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete über die geführten Gespräche mit Herrn Dr. Trier über einen neuen Dienstvertrag. In diesem Zusammenhang beschloss der Aufsichtsrat die Beauftragung eines Vergütungsgutachtens zur Prüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung.

In der Aufsichtsratssitzung am 21. Dezember 2015 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2015, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2016 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Ebenso beriet der Aufsichtsrat über das Vergütungsgutachten zum neuen Dienstvertrag von Herrn Dr. Trier. Auf Basis der Empfehlungen aus dem Gutachten beauftragte der Aufsichtsrat den Vorsitzenden mit der finalen Ausarbeitung des Dienstvertrages.

Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung umfassend mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und mit dem Thema Diversity befasst. Der Aufsichtsrat fasste den hierzu erforderlichen Beschluss. Der Aufsichtsrat billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2015 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.

Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiess) (Vorsitzender), Dr. Klaus Fuchs (stellvertretender Vorsitzender) und Andreas Kratzer. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet. Alle Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.

Auf Seiten des Vorstands ist es im Berichtsjahr 2015 zu einer personellen Änderung gekommen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2015 ist Herr Ernst Homolka zum Vorstand Finanzen und Personal bestellt worden.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriff en hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 17. März 2016 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.

Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2015 in seiner Sitzung am 17. März 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz und hervorragende Leistung. Sie haben 2015 ein weit über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum und ein gutes Ergebnis möglich gemacht.

Haar, den 17. März 2016

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2015

Die Hauptversammlung der Softing AG am 4. Mai 2016 hat beschlossen, vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von EUR 7.998.574,99

a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1.043.915,70 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,15 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden

und

b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 6.954.659,29 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung der Dividende erfolgt ab dem 5. Mai 2016.

Haar, im Mai 2016

Der Vorstand