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Softing AG Management Reports 2014

May 22, 2015

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Management Reports

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Softing AG

Haar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Zusammengefasster Lagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell

1.1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial Automation und Automotive Electronics international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial Automation ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Prozess- und Fertigungsindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern und bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und ihre funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit den Kernthemen Diagnose, Messen und Testen steht das Segment Automotive Electronics von Softing für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort.

Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive Electronics setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch stark an Bedeutung.

Rechtliche Konzernstruktur

Der Softing-Konzern besteht aus der

Softing AG mit Sitz in Haar bei München und folgenden Tochtergesellschaften:
Softing Industrial Automation GmbH mit Sitz in Haar bei München und Niederlassungen in Nürnberg und Erkrath
Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee (USA)
Buxbaum Automation GmbH mit Sitz in Eisenstadt (Österreich)
Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München
Softing Italia s.r.l. mit Sitz in Cesano Boscone (Italien)
Softing Inc. mit Sitz in Newburyport (USA) vormals Softing North America Inc., im Geschäftsjahr an die Softing North America Holding Inc. konzernintern veräußert.
Online Development Inc. (OLDI) mit Sitz in Knoxville, Tennessee (USA)
Psiber Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur
Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bei München
Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar bei München
samtec automotive software & electronics GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt
Softing Services GmbH mit Sitz in Haar bei München
Softing Messen & Testen GmbH in Kirchentellinsfurt
SoftingROM s.r.l. mit Sitz in Cluj-Napoca (Rumänien)

Zu Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive Electronics und Industrial Automation aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

Softing AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.

Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Prozess- als auch die Fertigungsindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia ist organisatorisch als Tochter der Softing Industrial Automation GmbH angehängt. Mit Softing Italia in Mailand werden Kunden in Italien direkt vor Ort betreut. Im Jahr 2014 trug die Gesellschaft positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.,

Online Development Inc. (OLDI) mit Sitz in Knoxville sowie die Vertriebsniederlassung Softing Inc. (Softing Inc.) mit Sitz in Newburyport (MA) sind organisatorisch der Softing North America Holding Inc. als Töchter angehängt.

Am 22. Mai 2014 erwarb die Softing AG sämtliche Geschäftsanteile an OLDI. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Schwerpunkt auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben. Die Gesellschaft ergänzt in idealer Weise das Produktportfolio von Softing im Kernbereich von Industrial Automation. Die Übernahme stärkt die Position von Softing in zwei der drei weltweit größten Automatisierungsmärkten, nämlich Europa und USA.

Softing North America bedient den nordamerikanischen Markt. Mit eigenen Kapazitäten bietet Softing North America Projektleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. Im Jahr 2014 trugen die amerikanischen Gesellschaften positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug mit einem leichten Verlust, anteilig zur Beteiligung zum Gesamtergebnis der Softing Gruppe bei.

Psiber Data GmbH und Psiber Data Pte. Ltd.

Die Softing AG hat zum 1. Januar 2014 die gesamten Gesellschaftsanteile der Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München übernommen. Zum 6. November 2014 hat Softing die restlichen Anteile der Psiber Data Pte. Ltd. in Singapur von den Minderheitsgesellschaftern erworben. Psiber Data ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von Ethernet-Verkabelungen, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Die beiden Unternehmen der Psiber Data sind profitable Unternehmen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten.

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation.

Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing.

Softing Messen & Testen GmbH

Die Softing Messen & Testen GmbH ist organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Seit mehr als 20 Jahren ist Softing erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen von Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandenen Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. 2012 wurde der neue Bereich MESSEN bei der Softing Messen & Testen GmbH integriert.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj (Rumänien) fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. Sie ist mittlerweile auf über 60 Entwickler angewachsen. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und stellt ein strategisch wichtiges Mitglied in der Softing-Gruppe dar.

Softing Project Services GmbH

Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Gut ausgebildete Mitarbeiter arbeiten direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

samtec automotive software & electronics GmbH

Die samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) ist seit über 25 Jahren als Spezialist für Fahrzeugdiagnose am Markt etabliert. samtec entwickelt Hard- und Software für die Kommunikation mit Fahrzeug-Steuergeräten auf allen relevanten Bus-Systemen. Die Familie der modernen HS-Interfaces ergänzt das Portfolio der Diagnose-Interfaces von Softing in idealer Weise.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

1.1.2. Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Umsatzerlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, die Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

1.2. Steuerungssystem

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und dem Konzern-Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), als auch dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden einer stringenten Nachverfolgung unterzogen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Für die Softing AG sind aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen die Grundlage für die Steuerung. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

1.3. Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing 19.330 TEUR in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 26 % (Vj. 30 %).

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2014

TEUR
2013

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 4.265 4.382
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 15.065 11.489
19.330 15.871

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2.631 TEUR (Vj. 2.349 TEUR)

Zum Jahresende waren 258 (Vj. 216) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung.

Das Segment Industrial Automation tätigte im Geschäftsjahr 2014 Investitionen in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vj. 8,0 Mio. EUR). Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Zentral war der Entwicklungsabschluss und die erfolgreiche Markteinführung des neuen PROFIBUS Diagnose Testers BC-700. Im neuen BC-700 wird die Funktionalität des erfolgreichen BC-600 mit der Fähigkeit, PROFIBUS-Netzwerke physikalisch zu analysieren, in einem Gerät zusammengeführt. Zudem wurden Verbesserungen am Standalone-Modus, eine neue Bedienphilosophie über „Scrollrad“ und farbgraphischer Anzeige, sowie die Diagnose von Profibus-PA Netzwerken realisiert. Softing Industrial Automation hat damit das führende Gerät am Markt platziert.

Mit OPC-UA hat sich eine neue technologische Plattform als Wegbereiter für Industrie 4.0 etabliert. Das Ziel ist die intelligente Fabrik, die sich durch hohe Flexibilität und die Einbindung von Kunden und Lieferanten in die Wertschöpfungskette auszeichnet. Neben den OPC-UA-Toolkits als Entwicklungswerkzeuge bietet Softing seit 2014 mit dataFEED und echoCollect UA auch zwei neue Produkte an, mit denen der Anlagenbau seine weltweit ausgelieferten Maschinen über ein einheitliches Interface mit hoher Datensicherheit an die zentrale IT anbinden kann. Mit dataFEED werden „nicht Industrie 4.0 fähige“ Maschinen über eine PC-Software an die zentrale DV angebunden, während mit echoCollect UA auch Anlagen in den entlegensten Gegenden integriert werden können.

In allen Produktlinien von dataFeed, echoCollect UA und den verschiedenen OPC-UA-Toolkits hat Softing 2014 wesentliche funktionale Erweiterungen realisiert und im Markt eingeführt.

Zur Vertiefung und Absicherung der technologischen Kompetenz ist Softing Industrial Automation seit Jahren Mitglied der OPC Foundation und im Technical Steering Committee aktiv. Die Partnerschaft mit der OPC Foundation wurde 2014 mit einer weiteren Kooperationsvereinbarung vertieft, in der Softing Industrial Automation nun für die Wartung und Pflege aller OPC-Kommunikationsprotokolle und Zertifizierungstests verantwortlich ist.

Im Bereich der Kommunikationslösungen für die Fertigungstechnik wurde das Portfolio von FPGA-basierten Lösungen weiter ausgebaut. FPGAs sind programmierbare Hardwarebausteine, mit denen sich eine Vielzahl von Kommunikations- und Anwendungsfunktionen schneller und flexibler als in konventioneller Technik realisieren lassen. Gemeinsam mit Altera, einem weltweit führenden Anbieter von FPGAs, wurde bereits ein einfach zu integrierendes Portfolio für Industrial Ethernet geschaffen, das 2014 um das Kommunikationsprotokoll für PROFIBUS-DP ergänzt wurde. Damit können Kunden nun den Migrationspfad von PROFIBUS auf PROFINET mit nur einer Hardware / Software Plattform kostengünstig und zukunftssicher abbilden.

Auch das Portfolio der Kommunikationslösungen für die Prozessautomation wurde 2014 weiter abgerundet. Kernprodukt ist das Fieldbuskit (FKB), das nun für Foundation Fieldbus und PROFIBUS-PA jeweils als Master und Slave verfügbar ist. Mit der Registrierung des FBK basierten FFeasy – Integrationspakets wurde 2014 bereits das 1.000 Foundation Fieldbus Gerät registriert, in welchem zu mehr als 50 % Technologie von Softing Industrial Automation verbaut ist.

Mit zwei neuen Geräten aus der Familie der Softing Industrial Automation Gateways wurde 2014 ein weiterer Schwerpunkt gesetzt. Gateways bilden bidirektionale Brücken zwischen unterschiedlichen Kommunikationsstandards und werden auf allen Ebenen der Automatisierungspyramide eingesetzt. Die Marktrelevanz von Gateways nimmt, bedingt auch durch die wachsende Anzahl von Kommunikationsstandards, kontinuierlich zu.

Durch seine technologische Verankerung sowohl in der Fertigungsautomation als auch in der Prozessautomation ist Industrial Automation bestens in der Lage, Gateways für „hybride“ Anforderungen zu liefern, also die Brücke zwischen Prozess- und Fertigungsinstallation in einer Anlage oder Maschine zu bilden, was zunehmend nachgefragt wird.

Mit dem FG-200 (Foundation Fieldbus Linking Device) und dem FG-260 (EthernetIP – PROFINET) wurden zwei neue Kompakt-Gateways auf neuester technologischer Basis entwickelt und stehen unmittelbar vor der Markteinführung.

Anfang 2014 hat Softing die gesamten Gesellschaftsanteile der Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München übernommen. Psiber ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von Ethernet-Verkabelungen, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie in Rechenzentren eingesetzt werden. Eine ausgezeichnete Ergänzung für Softing, denn für den stark wachsenden Markt der Ethernet-Netzwerke im Bereich der Industrieautomation hatte Softing bisher keine eigenen mobilen Produkte im Angebot.

Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) wurde zu Mitte des Jahres ein weiterer wesentlicher Schritt zur Stärkung des internationalen Angebots vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben und ergänzt ideal das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.

Im Segment Automotive Electronics wurden 2014 8,3 Mio. EUR (Vj. 7,9 Mio. EUR) Investitionen in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte getätigt. Mit Schwerpunkt auf folgenden Entwicklungen:

Das Hauptprodukt der Softing Automotive Electronics GmbH, das Diagnostic Tool Set (DTS), wurde weiterentwickelt. Ein deutscher Premiumhersteller hat sich für DTS als sein Entwicklungswerkzeug entschieden. Dieses kommt über seine gesamte Produktpalette von PKWs bis hin zu Nutzfahrzeugen exklusiv zum Einsatz. Auch die Verwendung von OTX (Open Test sequence eXchange format) wurde weiter vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wurde DTS-Monaco durch die OTX-Funktionalität erweitert. Auch Softing TDX, als flexible Lösung für Diagnose und Flash-Programmierung für den mobilen oder stationären Einsatz im Service und im Fahrversuch, basiert auf den OTX-Abläufen. Damit kann der Anwender nun OTX als Beschreibungsformat für die Erstellung, die Inbetriebnahme und das Debugging von Diagnose- und Testabläufen in einer Vielzahl von Lösungen über die gesamte Prozesskette hin verwenden.

Nicht nur auf der PC-Seite konnte eine Vielzahl von neuen Lösungen realisiert werden, auch im Bereich Smartphones ist Softing mit den ersten kundenspezifischen Apps aktiv.

Im vergangenen Jahr wurde zudem ein unfangreiches Trainingsangebot aufgebaut. Dieses reicht von Trainings rund um die wichtigsten Standards im Diagnoseumfeld hin zu Schulungen zu verschiedenen Produkten aus dem eigenen Haus. Diese Trainings finden in Haar bei München oder beim Kunden vor Ort statt.

Die SMT (Softing Messtechnik) wurde 2014 mit vielen funktionalen Erweiterungen ausgestattet. Diese umfassen neue Thermoelementtypen für Temperaturerfassung, zusätzliche analoge Eingänge, weitere gängige Sensorschnittstellen im Bereich des Mess I/O sowie PC-Anbindungen über USB 3.0 und Gigabit Ethernet. Darüber hinaus wurde neben den bisherigen Fahrzeugbussen CAN und LIN nun auch Flexray serienreif umgesetzt. Mit leichten mechanischen Anpassungen wurde durch unterschiedlichste Versuchsreihen eine absolute Crash-Tauglichkeit erreicht. Dies ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von SMT im Vergleich zum internationalen Wettbewerb.

Im Jahr 2015 werden Prüfstandnetzteile, intelligente Akku-Puffer-Module und weitere Komponenten speziell für den Bereich Prüfstandmesstechnik Serienreife erlangen.

Samtec hat im Geschäftsjahr 2014 mit der neuen Entwicklung der HSD VCI (Verhicle Communication Interface) Familie attraktive Produkte für Emerging Markets und preissensitive Anwender geschaffen. Die HSD-Produkte ersetzen durch modernste Komponenten im Volumengeschäft die Vorgänger HSLight II und HS+ und eignen sich besonders als Werktstatt- oder Servicetester VCI für OEM- und Tier1-Lieferanten.

Auch die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen durch den Einsatz der HSX VCI Familie mit drei namhaften Tier1-Lieferanten wurden ausgebaut. Dabei liegt der Entwicklungsfokus auf einer kontinuierlichen Verbesserung von Stabilität und Performance.

Die produktionsbewährte VCI Familie HSC ermöglicht die robuste Anwendung im Industrie 4.0-Umfeld und wurde durch erweiterte Implementierungen für den WLAN-Einsatz in der Produktionsinfrastruktur bei einem süddeutschen Sportwagenhersteller optimiert. Die technische Erweiterung des VCI auf das Segment Nutzfahrzeuge, mit deutlich größeren Anforderungen an Bus-Kanälen, wird voraussichtlich im Sommer 2015 erfolgen.

Mit der Weiterentwicklung des VCI Communication Framework (VFC) hin zu einer mächtigen, plattformunabhängigen Entwicklungsumgebung kann samtec effizient neue Kundenapplikationen erstellen und die eigene Produktpalette für Software schnell und qualitativ hochwertig aufbauen. Der Parallelbetrieb – ein Alleinstellungsmerkmal von samtec - ermöglicht es z.B., die Diagnose über LIN mit nur einem VCI zu steuern bei gleichzeitiger Ausführung weiterer Applikationen im EoL-Test-Prüfstand. Die zeitgleiche und nicht mehr sequentielle Nutzung von Applikationen, wie die Restbus-Simulation in Kombination mit einer Diagnose-Anwendung, stellt für den Kunden einen wesentlichen Mehrwert dar.

Die VCF-Entwicklungsumgebung bietet ein Maximum an Anwendungen bei gleichzeitig geringerem Entwicklungsaufwand - sowohl kundenseitig als auch im Softing-Konzern - und wurde für alle gängigen Plattformen (Windows / Linux / Android / iOS) entwickelt. Die VCF bildet somit eine einheitliche, moderne und damit effiziente Grundlage als konzernweite Entwicklungsplattform im Softing Automotive Segment.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Moderates Wachstum der Weltwirtschaft, schwächere Entwicklung im Euroraum

Für 2014 stellt das Institut für Weltwirtschaft (ifw) eine verstärkte weltwirtschaftliche Expansion fest. Sowohl das globale Bruttoinlandsprodukt als auch der Welthandel legten nach einer verhaltenen Zunahme im ersten Halbjahr ab dem dritten Quartal spürbar zu. Die Zuwachsrate der Weltproduktion bleibt 2014 mit 3,4 % allerdings moderat (Vorjahr: 2,9 %). Überdurchschnittlich entwickelte sich die Konjunktur in den USA und Großbritannien, während die wirtschaftliche Aktivität im Euroraum im Sommer nur geringfügig zunahm und Japan sogar in eine erneute Rezession rutschte. In den Schwellenländern China und Indien beschleunigte sich die Konjunktur mit moderaten Expansionsraten. (ifw, Weltkonjunktur im Winter, vom 17.12.2014)

Die Wirtschaft im Euroraum wuchs 2014 nach zwei Rezessionsjahren erstmals wieder, das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,8 %. Damit ist die Wirtschaftskrise aber keineswegs überwunden. Schwaches Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende Einkommensungleichheit und Armut werden die wirtschaftliche, soziale und politische Situation in vielen EU- und Euro-Ländern weiterhin belasten.

Produktionsrekord im Maschinenbau

2014 konnten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ihre Wachstumsprognose von 1 % mit einem Umsatz von 212 Mrd. EUR und einem Produktionsvolumen von 199 Mrd. EUR bestätigen, meldet der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). Die Exporte lagen mit 0,5 % leicht über Vorjahresniveau. Positiv entwickelten sich die großen Märkte Europas (5 %), die USA (6 %), Südostasien (9 %). (www.vdma.org/article/-/articleview/6436041 vom 18.12.2014)

Exporte der Elektroindustrie auf Wachstumskurs

Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie sind 2014 um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, berichtet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Dabei lagen die Exporte in den Euroraum mit einer Zunahme von 3,6 % auf 43,2 Mrd. EUR leicht unter dem Durchschnitt, wogegen die Ausfuhren in Drittländer um 4,1 % auf 93,6 Mrd. EUR anzogen. Hauptabnehmer waren China und USA, Zuwächse gab es auch bei den Exporten nach Polen, Ungarn und Südkorea. (www.zvei.org/Presse/Presseinformationen/Seiten/Exporte-der-Elektroindustrie-auf-Rekordhochim-Oktober.aspx vom 22.12.2014)

2.2. Geschäftsverlauf

Trotz der im Euroraum schwächeren Konjunktur konnte Softing 2014 durch weitere Investitionen in die Wachstumsmärkte USA und Asien ihren Umsatz im Bestandsbereich halten. Der Gesamtumsatz des Konzerns wuchs um 42 % auf 74,5 Mio. EUR bei einem EBITDA von 10,1 Mio. EUR bzw. einer EBITDA-Marge von 14 %. Dies ist auch dem guten Beitrag der Akquisitionen schon im ersten Jahr zu verdanken. Damit wurde die Umsatzerwartung im Prognosebericht 2013 von 60 Mio. EUR deutlich übertroffen. Das EBIT erreichte mit 5,6 Mio. EUR die Prognose in Höhe von 7,0 Mio EUR aus dem Jahr 2013 nicht, was in erster Linie in Einmalkosten im Geschäftsjahr 2014 begründet liegt und in erhöhten Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung der Akquisitionen. Aufgrund der erhöhten Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung wird zukünftig auch das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) die Kenngröße bei der Steuerung der Geschäftsaktivitäten sein.

Im Segment Industrial Automation stieg der Umsatz, getrieben von den Akquisitionen von Psiber Data und OLDI, von 26,5 Mio. EUR auf 46,9 Mio. EUR. Der Umsatz von Automotive Electronics konnte von 26,1 Mio. EUR auf 27,6 Mio. EUR zulegen. Sowohl das Segment Industrial Automation (akquisitionsbedingt) als auch das Segment Automotive Electronics konnten wie 2013 prognostiziert im Umsatz zulegen.

Im Segment Industrial Automation stieg das EBITDA von 4,1 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR, das Segment Automotive Electronics übertraf mit einem EBITDA von 5,3 Mio. EUR das Vorjahr um 6 %. Das EBIT im Segment Industrial Automationsank von 2,3 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR, bedingt durch die Belastungen aus Abschreibungen der Kaufpreisallokation. Im Segment Automotive Electronicsstieg das EBIT von 3,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR.

Insgesamt konnte der Softing Konzern das EBITDA im Geschäftsjahr um 8 % auf 10,1 Mio. EUR steigern.

In der Softing AG konnte trotz gestiegener Kosten, vor allem auf Grund der getätigten Akquisitionen, der Jahresüberschuss von 1,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR um 2,4 Mio. EUR, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ausschlaggebend waren insbesondere die guten Ergebnisse der Tochterunternehmen, die sich auch in dem von 3,6 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR gestiegenen Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen niedergeschlagen haben. Damit wurde die Prognose aus dem Vorjahr von 4,8 Mio. EUR übertroffen. Die Geschäftsentwicklungen sowohl des Softing Konzerns als auch der Softing AG waren günstig.

2.3. Ertragslage

2.3.1. Ertragslage Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das EBITDA und das erzielte Ergebnis (EBIT).

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Konzernumsatz um 42 % auf 74,5 Mio. EUR gesteigert. Davon entfallen 21,7 Mio. EUR auf Akquisitionen. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) sind mit 3,9 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (4,0 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen ist im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge wuchsen durch Erträge aus Währungsdifferenzen und Auflösung von Rückstellungen von 0,7 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR.

Die Aufwandspositionen entwickelten sich folgendermaßen:

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TEUR 2014 TEUR 2013
Materialaufwand 27.369 15.181
Personalaufwand 32.086 25.833
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4.212 3.160
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.672 6.830
Betriebliche Aufwendungen 73.339 51.004

Der Materialaufwand erhöhte sich um 12,2 Mio. EUR oder 80 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs resultiert aus den Neuakquisitionen (12,7 Mio. EUR), während der Wert in den Altgesellschaften rückläufig war (0,5 Mio. EUR). Insgesamt stieg die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) von 28,9 % auf 36,7 % und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) legte von 37,4 Mio. EUR auf 47,2 Mio. EUR zu.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 24 % auf 32,1 Mio. EUR, vor allem aufgrund der Zugänge von Psiber Data und OLDI von durchschnittlich 337 auf 419 Personen sowie durch Gehaltssteigerungen. Zum Stichtag sind 411 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.

Der Anstieg der Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist bedingt durch der Erhöhung auf Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftgüter und den Zugang zum Anlagevermögen aus der Akquisitionstätigkeit/Kaufpreisverteilung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,8 Mio. EUR. Davon entfielen 2,1 Mio. EUR auf die neu erworbenen Gesellschaften und weitere 0,3 Mio. EUR auf direkte Akquisitionskosten für diese Unternehmen. Der restliche Kostenanstieg resultiert u.a. aus dem Umzug zweier Gesellschaften in gemeinsame Geschäftsräume sowie aus organisatorischen Strukturmaßnahmen.

Das EBITDA wuchs um 0,7 Mio. EUR von 9,4 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR. Die Umsatzrendite (EBITDA im Verhältnis zum Umsatz) sank im Segment Industrial Automation von 16 % auf 10 % wegen Akquisitionskosten/Integrationskosten und einer schwächeren Geschäftsentwicklung in Europa. Im Segment Automotive Electronics erreichte die Umsatzrendite durch den Verkauf ergebnisstarker Produkte den Vorjahreswert von 19 %.

Aufgrund eines erhöhten Zinsaufwandes, im Zusammenhang mit der Darlehensaufnahme zur Finanzierung der OLDI verschlechterte sich das Finanzergebnis um 0,2 Mio. EUR. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, verbleibt ein Konzernergebnis von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).

2.3.2 Ertragslage AG

Als Management-Holding erzielt die Softing AG Umsatzerlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestehen diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie die Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten werden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet werden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.

Mit folgenden Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:

Softing Industrial Automation GmbH
Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Services GmbH
Softing Messen & Testen GmbH

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführung sind die wesentliche Steuergröße für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen diese aufgrund der deutlich angestiegenen Gewinnabführung der Industrial Automation GmbH und der Automotive Electronics GmbH von 3,6 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR.

Der Personalaufwand sank von 2,9 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich durch Kosten im Zusammenhang mit den Akquisitionen von Psiber Data und OLDI von 1,2 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR.

Aufgrund geringerer Kosten im Zusammenhing mit der Steuerung der Tochtergesellschaften, ergibt sich für 2014 ein Rückgang der Umsatzerlöse von 3,4 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR.

Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich aufgrund des von 1,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR gestiegenen Jahresüberschusses um 0,6 Mio. EUR.

2.4. Finanzlage

2.4.1. Finanzlage Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, welches die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im letzten Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2014 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 37,0 Mio. EUR (Vorjahr 26,1 Mio. EUR), was einem Anstieg um 42 % bzw. 10,9 Mio. EUR entspricht. Dieser Zuwachs resultiert aus der um 7,9 Mio. EUR erhöhten Kapitalrücklage, aus 2,3 Mio. EUR positivem Währungseffekt, der im Juli durchgeführten Kapitalerhöhung von 0,5 Mio. EUR, dem Konzerngesamtergebnis von 3,8 Mio. EUR sowie der Veränderung der eigenen Anteile von 0,5 Mio. EUR. Gegenläufig wirkt sich die Dividende 2014 in Höhe von 2,2 Mio. EUR, der Erwerb der Minderheiten der Psiber in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie die Neubewertungen der Pensionsrückstellungen (inkl. Steuereffekt) in Höhe von 0,5 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 48 % (Vorjahr 65 %).

Die langfristigen Schulden stiegen hauptsächlich bedingt durch die Akquisitionen von 3,7 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR. Diese beinhalten sowohl die langfristigen Darlehensanteile der OLDI-Akquisition als auch die geschätzten Verbindlichkeiten der variablen Kaufpreise der Akquisitionen. Die passiven latenten Steuern stiegen von 2,2 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Die Pensionsverpflichtungen wurden aufgrund einer zum Vorjahr veränderten Zinslandschaft um 0,7 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR angepasst.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 6,8 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR bedingt im Wesentlichen durch den Anteil der kurzfristigen Bankdarlehen, die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten sowie durch Steuerverbindlichkeiten und bereits erhaltene Kundenzahlungen für erst im Jahr 2015 zu erbringende Leistungen. Zudem veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, akquisitionsbedingt, gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. EUR.

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,3 Mio. EUR in die Produktentwicklung. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen 1,6 Mio. EUR. Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wuchs um 18 % von 6,0 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR. Der Grund hierfür ist vor allem das erhöhte EBITDA

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit stieg um 21,8 Mio. EUR auf 26,7 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund des Erwerbs der Unternehmen OLDI und Psiber Data.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 16,8 Mio. EUR und resultiert aus der Neuaufnahme von Bankdarlehen über 11,0 Mio. EUR, der Einzahlung aus der Kapitalerhöhung von 7,5 Mio. EUR sowie dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Dem gegenüber steht die Dividendenzahlung von 1,3 Mio. EUR, Darlehenstilgungen von 0,4 Mio. EUR sowie gezahlte Zinsen in Höhe von 0,3 Mio. EUR.

2.4.2 Finanzlage AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2014 von 19,2 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss 2014 in Höhe von 4,2 Mio. EUR sowie die Effekte aus der Kapitalerhöhung von 8,5 Mio. EUR und dem Aktienverkauf von 0,5 Mio. EUR konnte die Dividende in Höhe von 2,2 Mio. EUR für das Jahr 2013 deutlich überkompensieren.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten und der damit im Zusammenhang stehenden gestiegenen Bilanzsumme durch den Erwerb neuer Tochtergesellschaften auf 57 % gesunken (Vorjahr: 75 %).

Die Veränderung der Rückstellungen von 1,8 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR ist größtenteils auf die Veränderungen der Steuerrückstellungen aufgrund der veränderten Ertragslage zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 1,2 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR aufgrund variabler Kaufpreise für die 2014 getätigten Akquisitionen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf aufgrund aufgenommener Darlehen auf 10,6 Mio. EUR erhöht.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigenen operativen Geldzuflüssen für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang werden separate Bankfinanzierungen von einigen Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI, hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Zu den erfolgten Kapitalerhöhungen nehmen wir unter Punkt 2.5.2 weiter Stellung.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 5,7 Mio. EUR (Vorjahr 10,7 Mio. EUR).

2.5. Vermögenslage

2.5.1. Vermögenslage Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und bildeten Ende 2014 einen Anteil von 57,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr 28,8 %). Dem gegenüber stehen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 78,1 % (Vorjahr 74,2 %).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 32,9 Mio. EUR auf 44,5 Mio. EUR aufgrund der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch die Neuakquisitionen (12,0 Mio. EUR), den Anstieg der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (19,2 Mio. EUR), den gewachsenen Bestand an Sachanlagen (0,5 Mio. EUR) sowie gestiegene latente Steueransprüche (1,1 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich von 28,6 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Vorräte um 4,1 Mio. EUR zurückzuführen. Diese resultiert einerseits aus dem Zugang der neu erworbenen Tochtergesellschaften und andererseits aus dem Aufbau von Lagerbeständen zur Erhaltung einer raschen Lieferfähigkeit.

Die Bilanzsumme steigt um 36,7 Mio. EUR hauptsächlich bedingt durch die Unternehmenszukäufe OLDI und Psiber Data, Entwicklungsinvestitionen und höhere Bevorratung.

Zum Jahresende betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8,8 Mio. EUR (Vorjahr 12,1 Mio. EUR).

Die langfristigen Schulden sind um 19,4 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR angestiegen. Die langfristigen Finanzschulden sind um 8,9 Mio. EUR angestiegen und resultieren aus der Darlehensaufnahme zur Finanzierung des Erwerbs der OLDI. Der Anstieg der sonstigen langfristigen Schulden um 8,9 Mio. EUR wird durch die noch ausstehenden variablen Kaufpreise begründet.

Die kurzfristigen Schulden sind um 6,5 Mio. EUR angestiegen. Dies geht insbesondere auf die Erhöhung der Schulden aus Lieferungen und Leistungen um 1,6 Mio. EUR, die Schulden aus Ertragsteuern um 0,9 Mio. EUR und die kurzfristigen finanziellen Schulden um 2,3 Mio. EUR zurück.

2.5.2 Vermögenslage AG

Die Bilanzsumme der Softing AG ist gegenüber dem Vorjahr um 26,9 Mio. EUR auf 52,6 Mio. EUR gestiegen. Die Softing AG hat 2014 Mittel in Höhe von 8,0 Mio. EUR aus Kapitalmaßnahmen und dem Verkauf eigener Aktien erhalten. Im Geschäftsjahr 2014 wurden langfristige Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR aufgenommen. Aus diesen Mitteln und nicht unerheblichen eigenen Mitteln der Softing AG erfolgte die Finanzierung des Kaufes von OLDI, Psiber Data sowie deren Minderheitsanteilen an der Tochter in Singapur. Aus diesem Grund haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag um 11,0 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 15,6 Mio. EUR auf 15,7 Mio. EUR erhöht.

Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich auf Grund der oben genannten Investitionen auf 5,7 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 6,3 Mio. EUR aufgrund erhöhter Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Nach dem Verkauf sonstiger Wertpapiere in Höhe von 0,9 Mio. EUR verfügt die AG zum 31.12.2014 über keine Wertpapiere des Umlaufvermögens mehr.

2.6. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns und der AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, und die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr stabil gestaltet.

Darüber hinaus gab es keine Ereignisse oder Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden wären.

3. Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

4. Berichte zu Chancen, Risiken und Prognosen

4.1 Chancenbericht

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Fokussierung bei Automotive Electronics

Die Konzentration im Bereich Automotive Electronics auf die Kernkompetenzen Diagnose, Messen und Testen, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Die damit erzielte Steigerung der Produktivität bietet zusammen mit den unverändert fortgeführten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung eine gute Basis für den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts. Damit hat sich das Geschäftssegment Automotive Electronics bei Schlüsselkunden langfristig verankert.

Tochtergesellschaft samtec automotive software & electronics GmbH

Das aktuelle, neu entwickelte und geplante samtec VCI-Produktportfolio, sowie das neue VCF, stoßen bei Bestands- und Neukunden auf starkes Interesse. Die Auftragsbücher für diese Produkte sind bereits gut gefüllt, was einerseits der Fachkompetenz langjähriger Mitarbeiter andererseits der Weitentwicklung der VCI-Software- und Hardware-Produkte zuzuschreiben ist.

Tochtergesellschaft Softing Messen & Testen GmbH

Im Januar 2015 wurde ein Standortwechsel von Reutlingen ins nahe gelegene Kirchentellinsfurt vollzogen. Gemeinsam unter einem Dach mit der samtec GmbH ergeben sich zukünftig viele Synergien und Potenziale für gemeinsame Produkte und Projekte. Die SMT (Softing Mess Technik) konnte 2014 bei weiteren Premiumherstellern platziert werden. 2015 stehen weitere Nachbestellungen an. In einem konkreten Fall ging die SMT als Sieger eines umfänglichen Benchmarks hervor.

Im Bereich TESTEN liegen umfangreiche Bestellungen im Bereich HIL-Systematik von zwei großen Entwicklungsdienstleistern vor. Ein weiterer Ausbau der Vertriebsaktivitäten ist sehr wahrscheinlich. Bei einem Premiumhersteller konnte im Produktbereich Mechatroniktester ein etablierter Wettbewerber verdrängt werden, weitere Bestellungen wurden angekündigt.

Produktpalette im Segment Industrial Automation

Softing hat im Segment Industrial Automation in den vergangenen Jahren mehrere organisatorische und operative Weichenstellungen vorgenommen, darunter die Neuausrichtung hin zu noch mehr Marktorientierung: Weg von Produkten mit rein technisch ausgerichteten Lösungen hin zu Produkten mit strategisch marktorientierten Komponenten mit unmittelbarem Kundennutzen. Diese Ausrichtung soll auch 2015 weiter verfolgt werden. Softing rechnet auch deshalb mit weiterem Umsatzwachstum in diesem Bereich.

Übernahme des Geschäftsbereiches Industrial Communication der Trebing + Himstedt

Zum 1.Mai 2014 hat die Softing Industrial Automation den Geschäftsbereich Industrial Communication der Trebing+Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. KG (T+H) übernommen und damit das T+H-Produktportfolio im Bereich stationärer PROFINET und PROFIBUS Diagnose. Die damit erworbenen Produkte sind eine ideale Ergänzung und wurden bereits im Jahr 2014 sowohl technologisch als auch vertrieblich vollständig in das bei Softing Industrial Automation bestehende Diagnose-Portfolio integriert. Insbesondere im stark wachsenden Bereich der Industrial Ethernet Netzwerke sind damit nun Produkte im Softing-Angebot, die diese Netzwerke permanent überwachen, frühzeitig Probleme melden und damit Ausfallkosten vermeiden können. Die neuen Produkte haben bereits 2014 einen signifikanten Umsatzanteil erreicht, der im Jahr 2015 weiter ausgebaut werden soll.

Übernahme der Online Development Inc. (OLDI)

Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) hat Softing Mitte des Jahres einen weiteren wesentlichen Schritt zur Stärkung des internationalen Angebotes vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben und ergänzt das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.

Insbesondere durch die Mitgliedschaften im Rockwell Automation Global Encompass Partner Programm, in der Control System Integrator Association (CSIA) und ODVA und als Teilnehmer in Programmen von IBM, Microsoft und Oracle schafft OLDI Synergiepotenziale für andere Softing-Produkte in diesen Kanälen.

Die Kompetenzen und Technologien von OLDI und Softing Industrial Automation ergänzen sich derart, dass Kunden der Fertigungs- und Prozessautomation nun über alle Ebenen hinweg Kommunikationslösungen angeboten werden können. Die Synergiepotenziale werden 2015 zu weiteren neuen Produkten führen.

Tochtergesellschaft Psiber Data GmbH

Durch die vollständige Übernahme von Psiber Data schloss Softing die strategische Lücke bei mobilen Geräten zur Diagnose von Ethernet-Netzwerken und trat in den ebenfalls stark wachsenden, aber technisch anspruchsvollen Markt zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen ein.

Mit der neuesten Gerätegeneration ist Psiber in diesem Markt Technologieführer und kann als einziger Gerätehersteller Kabel bis hin zur CAT 8 Spezifikation messen. Dadurch wird speziell für Kunden im Bereich der Erstausrüstung von Netzwerken, Nachfrage geschaffen.

Tochtergesellschaft SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Klausenburg in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung

Wir sehen die Chancen auf einer mittleren Stufe.

4.2. Risikobericht

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen beide Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Um die Risiken kategorisieren zu können, haben wir die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

a) Kleine Risiken

Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren.
b) Mittlere Risiken

Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.
c) Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.
d) Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum haben wir auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Umfeldrisiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Jährlich überprüfen wir, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit unseren Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz konnte 2014 im Vergleich zu 2013 nochmals erheblich verbessert werden. Trotz hoher Investitionen in Technologie und Märkte konnte das Ergebnisniveau gehalten werden. Hierzu hat auch wieder ein besonders starkes drittes und viertes Quartal beigetragen.

Trotzdem besteht grundsätzlich immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

In Teilen unseres Geschäfts, sowohl im Segment Industrial Automation als auch Automotive Electronics sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen. Wir investieren kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, indem wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch unseren restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennen wir drohende Insolvenzfälle schneller und können rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2014 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Sonstige Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände oder der Informationssysteme als gering ein. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Der wirtschaftliche Erfolg der Softing-Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb sind wir bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Unseren Mitarbeitern bieten wir neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildung. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Auch wenn bisher trotz Aufmerksamkeit seitens Controlling und Vorstand kein einziger Compliance-Fall bei Softing aufgetreten ist, nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellen wir sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und dies auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als geringes Risiko ein.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken erachten wir die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar. Auf Grund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

4.3. Prognosebericht

2015: Tiefer Ölpreis und niedrige Zinsen treiben Konjunktur an

Laut dem „Weltkonjunkturbericht im Winter 2014“ des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) verstärkt sich allmählich die Dynamik der Weltwirtschaft. Vor allem die insgesamt weiterhin sehr expansive Geldpolitik und der gesunkene Ölpreis beleben die Wirtschaftsaktivität im privaten Sektor. Für die Vereinigten Staaten ist in den nächsten beiden Jahren mit Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von 3,2 bzw. 3,5 % zu rechnen. (ifw, Weltkonjunktur im Winter, vom 17.12.2014)

Der Produktionsanstieg im Euroraum wird sich allmählich und in Raten von 1,2 % (2015) und 1,5 % (2016) beschleunigen. Die Inflation wird durch den Ölpreisrückgang stark gedämpft und somit werden auch die Schwellenländer von der stärkeren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren. Die Zunahme der Weltproduktion dürfte nach den Experten des IfW im Jahr 2015 mit voraussichtlich 3,7 % höher ausfallen als 2014 mit 3,4 %.

Für Deutschland prognostiziert das IfW eine Expansion der Konjunktur. Auch dank des Ölpreis-Tiefs zieht die deutsche Konjunktur nach einer leichten Schwächephase in den vergangenen Monaten wieder an. Insbesondere der private Konsum sorgt für Dynamik, wie das IfW in seiner neuesten Schätzung für 2015 prognostiziert. Nach und nach werden auch die Investitionen der Unternehmen die Konjunktur antreiben, da bei anziehender Nachfrage die Zinsen immer noch niedrig bleiben. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird demnach heuer um 1,7 % zunehmen – verglichen mit 1,5 % im vergangenen Jahr.

Für das laufende Jahr rechnet der VDMA für den deutschen Maschinenbau mit einem Wachstum in der Größenordnung von 2 %. Die deutschen Maschinenlieferungen in die USA und nach China, den beiden größten Exportmärkten der Branche, befinden sich bereits auf Wachstumskurs, so die VDMA-Volkswirte. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband ZVEI mit einem Anstieg der preisbereinigten Elektroproduktion um 1,5 %, der Branchenumsatz soll entsprechend auf knapp 174 Mrd. Euro steigen. Damit ist der Verband nur verhalten optimistisch. In den ersten elf Monaten 2014 erhöhte die Elektroindustrie ihren Umsatz um 2,6 %, für das Gesamtjahr 2014 rechnet der ZVEI mit einem Plus um 4 Mrd. Euro auf 171 Mrd. Euro.

Die allgemeine Entwicklung in Deutschland wie auch im Euroraum zeigt für Softing Tendenzen auf, inwieweit sich die Investitionsbereitschaft verändern könnte. Dies wiederum hat Einfluss auf den Absatz der Produkte von Softing, weil diese meist Investitionen für Kunden darstellen, beziehungsweise in Investitionsgüter der Kunden integriert werden. Die positive Wirtschaftsentwicklung wirkt sich zumeist positiv auf den Geschäftsverlauf des Softing-Konzerns und damit auf die Geschäftsentwicklung der Softing AG aus.

Softingfür 2015 gut positioniert und technologisch hervorragend aufgestellt

Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial Automation relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.

Durch die Akquisitionen von OLDI und Trebing+Himstedt Industrial Communication hat sich das Portfolio-Spektrum weiter signifikant verbessert und das Technologie-Know-how vertieft. Softing Industrial Automation ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend, als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.

Im Jahr 2015 wird Industrial Automation das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u.a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei ein zentraler Schwerpunkt sein.

Bei Automotive Electronics stehen im kommenden Jahr die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, µ-Serie) sowie Softing TDX im Hauptfokus.

2015 plant das Segment Automotive Electronics mit der VCI Familie HSD die Einführung eines neuen preisgünstigen VCIs für Standard-Diagnoseanwendungen als Nachfolger des HS light II und HS+. Im ersten Quartal 2015 beginnt das Roll-out mit einem namhaften Automobil-Zulieferer für einen neuen Service-Tester auf Basis der HSD-Technologie, der weltweit zum Einsatz kommen wird.

Darüber hinaus ist geplant die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten, um unsere Kunden mit dem HSD VCI in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu begeistern.

Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der HSX VCI Produktfamilie werden in Zusammenarbeit mit zwei bestehenden OEMs und drei neuen Tier1-Lieferanten aktiv ausgebaut.

Das Segment Automotive Electronics weitet 2015 im Bereich Messtechnik seine Produktpalette weiter aus. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 der Softing AG

Unser erklärtes Ziel ist es, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz von Softing weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist aufgrund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiter positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir aufgrund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,7 Mio. EUR aus, bedingt durch eine geringere Ergebniserwartung der Tochter Softing Automotive Electronics.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 des Softing-Konzerns

Basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich verbesserten Marktdurchdringung durch unsere erfolgreiche Akquisitionsstrategie sowie gezielter Produktentwicklung und dem vollen Jahreseffekt der OLDI Akquisition, welche sich im Geschäftsjahr 2015 volle 12 Monate auf das EBIT / EBITDA auswirken wird, geht Softing für das Gesamtjahr 2015 von einer moderaten Steigerung im Auftragseingang und im Umsatz aus.

In der Kooperation von bestehendem und durch die Zukäufe neu hinzugewonnenem Know-how sind 2015 umfangreiche Produktneuentwicklungen und Produktweiterentwicklungen geplant. Tendenziell werden die daraus folgenden Aufwendungen zur Reduktion des Risikos stärker als bisher direkt in die Kosten eingehen. Dem gegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zu Anfang des Jahres jedoch nicht abschließend bewertet werden kann und daher aus Vorsicht noch nicht in die Prognose für das Geschäftsjahr 2015 eingeflossen ist. Daher gehen wir trotz moderat steigender Umsätze zunächst einmal von einem EBIT/EBITDA in der Höhe des Jahres 2014 aus.

Bezogen auf die Segmente erwarten wir, dass das Segment Industrial Automation insbesondere auf Grund des Jahreseffekts der Übernahme von OLDI in Umsatz und EBIT / EBITDA deutlich zulegen wird. Im Segment Automotive Electronics werden 2015 wegen turnusmäßig auslaufender Produkte, bis zum Erreichen der vollen Wirksamkeit neuer Produkte, zunächst sinkende Umsätze und EBIT/ EBITDA erwartet. So wird das Jahr 2015 für Softing in erster Linie durch Produktinnovationen geprägt sein, die ab 2016 die Triebfeder für ein kräftiges organisches Wachstum bei signifikanter Verbesserung der Ertragsqualität bilden werden.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechungslegungsprozess

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalfluss-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

6. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht

1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2014 betrug 6.959.438 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:
Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen:
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
Trier Familienstiftung
Trier Asset Management GmbH
Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.
5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.
6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.
7. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.599.746 Aktien im Umlauf.
Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2012 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.221.256 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Von dieser Ermächtigung wurde 2014 Gebrauch gemacht.
Auf Grund der von der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Aktiendividende, in Höhe von EUR 65.926,00 durchgeführt und am 6. Juni 2014 im Handelsregister eingetragen.
Auf Grund der von der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine weitere Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Bareinlage, in Höhe von EUR 451.000,00 durchgeführt und am 8. Juli 2014 im Handelsregister eingetragen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2014 EUR 2.704.330,00.
8. Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht
Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2012 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2017 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2014 sind insgesamt 89.054 eigene Aktien im Bestand.
9. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
10. Mit dem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstandsvorsitzenden eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

7. Grundzüge des Vergütungssystems der Organe

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung der Aktienentwicklung der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf einen Dienstwagen. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2014 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.

Die Laufzeit des Vertrages des Vorstands ist bis 2016.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBIT vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.

8. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link http://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-a-hgb auf unserer Homepage www.softing.com.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.

Haar, den 16. März 2015

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Konzernbilanz

Aktiva

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Angaben

in Tausend €
Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert C1/C2 14.456 2.439
Immaterielle Vermögenswerte C3/C4 26.510 7.289
40.966 9.728
Sachanlagevermögen C5 1.899 1.366
42.865 11.094
Latente Steueransprüche D9 1.657 509
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 44.522 11.603
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte C6 8.737 4.660
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C7 14.086 8.675
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C8 164 1.354
14.249 10.029
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte C9 527 894
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern C10 184 103
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte C11 0 833
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C11 8.750 12.116
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 32.447 28.635
Aktiva, gesamt 76.969 40.238
Passiva
31.12.2014 31.12.2013
Angaben in Tausend € Anhang
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C12 6.959 6.443
Kapitalrücklage C12 12.270 4.396
Eigene Anteile C12 -223 -287
Gewinnrücklagen C12 18.014 15.606
Eigenkapital, Konzernanteile 37.020 26.158
Minderheitenanteile C12 -32 -27
Eigenkapital, gesamt 36.988 26.131
Langfristige Schulden
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen C13 2.161 1.505
Langfristige Finanzschulden C14 8.959 50
Sonstige langfristige Schulden C14 8.887 0
Latente Steuern D 9 3.104 2.182
Langfristige Schulden, gesamt 23.110 3.737
Kurzfristige Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen C15 4.007 2.357
Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C8 185 176
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden C16 262 210
Schulden aus Ertragsteuern C17 1.449 586
Kurzfristige Finanzschulden C18 1.825 195
Kurzfristige, nicht finanzielle Schulden C19 3.967 4.004
Kurzfristige finanzielle Schulden C20 5.176 2.842
Kurzfristige Schulden, gesamt 16.871 10.370
Passiva, gesamt 76.969 40.238

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

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Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2014 - 31.12.14 01.01.2013 - 31.12.13
Umsatzerlöse D1 74.533 52.550
Andere aktivierte Eigenleistungen D2 3.924 3.966
Sonstige betriebliche Erträge D3 768 693
Betriebliche Erträge 79.225 57.209
Materialaufwand D4 -27.369 -15.181
Personalaufwand D5 -32.086 -25.833
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände D6 -4.212 -3.160
davon Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung -762 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen D7 -9.672 -6.830
Betriebliche Aufwendungen -73.339 -51.004
Betriebsergebnis (EBIT) 5.886 6.205
Zinserträge D8 157 154
Zinsaufwendungen D8 -433 -205
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.611 6.154
Steuern vom Einkommen und Ertrag D9 -1.812 -1.861
Konzernergebnis 3.800 4.293
Zurechnung
Anteilseigner des Mutterunternehmens E4 3.805 4.316
Minderheitenanteile E4 -5 -23
Konzernergebnis 3.800 4.293
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,58 0,69
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 6.599.746 6.256.402

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2014 - 31.12.14 01.01.2013 - 31.12.13
Konzernergebnis 3.800 4.293
Posten, die künftig nicht in das Konzern Gesamtergbnis umgeliedert werden:
Neubewertungen C13 -721 226
Steuereffekt 202 -35
Neubewertungen -519 191
Posten, die künftig in die in das Konzern Gesamtergebnis umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 2.332 -19
Unterschiede aus der Bewertung von Wertpapieren
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 0 10
Sonstiges Ergebnis der Periode
Konzern Gesamtergebnis 1.813 182
Gesamtergebnis der Periode 5.613 4.475
Zurechnung Gesamtergebnis der Periode
Anteilseigner des Mutterunternehmens 5.618 4.498
Minderheitenanteile -5 -23
Gesamtergebnis der Periode 5.613 4.475
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,85 0,72
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 6.599.746 6.256.402

Konzern-Kapitalflussrechnung

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Angaben

in Tausend €
01.01.2014 - 31.12.2014 01.01.2013 - 31.12.2013
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis (vor Steuern) 5.611 6.154
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.212 3.160
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 185 0
Perioden Cashflow 10.008 9.314
Zinserträge -157 -154
Zinsaufwendungen 433 205
Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 52 -86
Änderung der Vorräte -1.579 -1.315
Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -646 -181
Änderungen finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte -560 1.298
Änderung Schulden aus Lieferungen und Leistungen -917 -419
Änderungen der finanziellen und nicht finanziellen und sonstige Schulden 940 -1.378
Erhaltene Zinsen 50 80
Gezahlte Ertragssteuern -1.311 -1.332
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.313 6.032
Investitionen in Anlagevermögen -1.374 -1.168
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 0 41
Auszahlung für Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -4.265 -3.966
Rückführung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 833 160
Auszahlung für den Erwerb von Tochterunternehmen -21.907 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -26.712 -4.933
Auszahlung aus Dividenden -1.337 -1.709
Einzahlung aus der Aufnahme von Bankdarlehen 11.000 0
Tilgung Bankdarlehen -370 0
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 7.512 0
Einzahlung aus dem Verkauf von eigenen Aktien 454 1.310
Gezahlte Zinsen -275 -81
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 16.984 -480
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -3.416 619
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 50 -19
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.116 11.516
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.750 12.116

Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer E3 verwiesen.

Konzern-Eigenkapital-

veränderungsrechnung

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Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Eigene Anteile
Kapital
--- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2014 6.443 4.396 -287
Dividendenausschüttung
Verkauf eigener Anteile 64
Neubewertungen
Steuereffekt
Zuführung aus Kapitalerhöhungen 517 7.873
Bewertung Finanzinstrumente
Währungsumrechnungen
Erwerb Minderheitenanteile
Jahresüberschuss 2014
Stand am 31. Dezember 2014 6.959 12.270 -223

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Angaben

in Tausend €
Gewinnrücklagen Gewinnrücklagen Anteile Aktionäre der Softing AG
Bilanzgewinn und Andere Zur Veräußerung

verfügbare

finanzielle

Vermögens-

werte
Neu-

bewertungen
Währungs-

umrechung
Gesamt Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2014 16.497 1 -759 -134 15.605 26.157
Dividendenausschüttung -2.215 -2.215 -2.215
Verkauf eigener Anteile 390 390 454
Neubewertungen -721 -721 -721
Steuereffekt 202 202 202
Zuführung aus Kapitalerhöhungen 0 8.390
Bewertung Finanzinstrumente 73 -1 72 72
Währungsumrechnungen 2.333 2.333 2.333
Erwerb Minderheitenanteile -1.458 -1.458 -1.458
Jahresüberschuss 2014 3.805 3.805 3.805
Stand am 31. Dezember 2014 17.092 0 -1.277 2.199 18.014 37.020

scroll

Angaben

in Tausend €
Anteile nicht

beherrschender

Gesellschafter
Eigenkapital

insgesamt
Anteile
--- --- ---
Stand am 01. Januar 2014 -26 26.131
Dividendenausschüttung -2.215
Verkauf eigener Anteile 454
Neubewertungen -721
Steuereffekt 202
Zuführung aus Kapitalerhöhungen 8.390
Bewertung Finanzinstrumente 72
Währungsumrechnungen 2.333
Erwerb Minderheitenanteile -1.458
Jahresüberschuss 2014 -6 3.799
Stand am 31. Dezember 2014 -32 36.988

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Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
Kapital
--- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2013 6.443 4.396 -772
Verkauf eigener Anteile 485
Neubewertungen
Steuereffekt
Sonstiges
Dividendenausschüttung
Bewertung Finanzinstrumente
Währungsumrechnungen
Minderheitenanteile
Jahresüberschuss 2013
Stand am 31. Dezember 2013 6.443 4.396 -287

scroll

Angaben

in Tausend €
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn

und Andere
Zur Veräußerung

verfügbare

finanzielle

Vermögens-

werte
Währungs-

umrechung
Gesamt Anteile Neu-

bewertungen
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2013 13.200 -9 -115 12.126 22.193 -950
Verkauf eigener Anteile 825 825 1.310
Neubewertungen 226 226 226
Steuereffekt -35 -35 -35
Sonstiges -135 -135 -135
Dividendenausschüttung -1.709 -1.709 -1.709
Bewertung Finanzinstrumente 10 10 10
Währungsumrechnungen -19 -19 -19
Minderheitenanteile 0 0 0
Jahresüberschuss 2013 4.316 4.316 4.316
Stand am 31. Dezember 2013 16.497 1 -134 15.605 26.157 -759

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Angaben

in Tausend €
Anteile nicht

beherrschender Gesellschafter
Eigenkapital

insgesamt
Anteile
--- --- ---
Stand am 01. Januar 2013 -3 22.190
Verkauf eigener Anteile 1.310
Neubewertungen 226
Steuereffekt -35
Sonstiges -135
Dividendenausschüttung -1.709
Bewertung Finanzinstrumente 10
Währungsumrechnungen -19
Minderheitenanteile -23 -23
Jahresüberschuss 2013 0 4.316
Stand am 31. Dezember 2013 -26 26.131

Konzernanhang

A. Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IASs). Ergänzend wurden die gemäß § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Konzerngewinn-und-verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten, Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Weiterhin unterscheidet die Konzernbilanz zwischen kurz- und langfristigen Schulden, Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2014 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 16. März 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. Gegenstand des Konzerns

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse „Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar“ eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme, kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch Softing vertrieben werden.

3. Neue und geänderte Standards

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2014 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder vor dem 1. Januar 2014 beginnen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) werden in der Form angewendet wie sie im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Europäische Kommission in nationales Recht umgesetzt wurden. Von diesen Standards und Interpretationen wurden – soweit für die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens von Bedeutung – im Geschäftsjahr 2014 erstmals angewandt:

IFRS 10, „Konzernabschlüsse“, baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen – insbesondere bei schwierigen Fällen. Maßgebliche Kriterien sind die Verfügungsgewalt über Beteiligungsunternehmen, die Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus den Beteiligungsunternehmen und die Fähigkeit, die Verfügungsgewalt dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

IFRS 12, "Angaben zu Anteilen anderer Unternehmen" und IAS27, "Einzelabschlüsse-Investmentgesellschaften".

IFRS 11, „Eine gemeinsame Vereinbarung zeichnet sich durch folgende Merkmale aus, die Parteien sind durch eine vertragliche Vereinbarung gebunden. In der vertraglichen Vereinbarung wird zwei oder mehr Parteien die gemeinschaftliche Führung der Vereinbarung zugewiesen“. Es gibt zwei Formen von gemeinschaftlichen Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit handelt es sich um eine gemeinschaftliche Vereinbarung, die den Partnerunternehmen dieser gemeinschaftlichen Vereinbarung direkte Rechte an den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten überträgt. Ein Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit erfasst seinen Anteil der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen. Ein Gemeinschaftsunternehmen dagegen räumt den Partnerunternehmen Rechte am Netto-Reinvermögen ein. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Unternehmen können einen Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen nicht mehr nach dem Grundsatz der Quotenkonsolidierung bilanzieren.

IFRS 12, „Angaben zu Anteilen an Unternehmen“, führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen Standard zusammen.

Änderung an IAS 36, „Wertminderung": Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte. Diese Änderung hat die Verpflichtung aufgehoben, bestimmte Angaben zu dem erzielbaren Betrag von zahlungsgenerierenden Einheiten zu machen, die bislang von IAS 36 verlangt wurden und nun durch IFRS 13 erfasst werden.

IFRIC 21, „Abgaben", enthält Regelungen zur Bilanzierung von Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben, die keine Abgaben im Sinne des IAS 12 „Ertragsteuern" sind. Die Interpretation adressiert die Frage, was das „verpflichtende Ereignis" ist, das zum Ansatz einer Schuld zur Zahlung einer Abgabe führt. Der Konzern ist momentan nicht verpflichtet, wesentliche Abgaben zu entrichten, so dass die Auswirkungen der Interpretation im Konzern unwesentlich sind.

Des Weiteren sind ab dem 01.01.2014 folgende Änderungen in Kraft getreten:

IAS 27: neue Fassung des IAS 27 – Einzelabschlüsse

IAS 28: neue Fassung des IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

IAS 32: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

IAS 39: Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Änderung der Übergangsbestimmungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 (Juni 2012)

Es gibt keine weiteren Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten.

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Abschluss nicht angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

IFRS 9, „Finanzinstrumente“, befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. IFRS 9 wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“, die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn-und- Verlust-Rechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches am 1. Januar 2017 beginnt. Darüber hinaus wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden.

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". IFRS 15 ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Januar 2017 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung möglich ist.

Die nachstehenden neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten

Änderungen zu IFRS 11: Bilanzierung des Erwerbes von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten

Änderung zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden

Änderungen zu IAS 19: Leistungsorientierte Pläne, Arbeitnehmerbeiträge

Änderungen zu IAS 27: Konzernabschlüsse und Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen

Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (Zyklus 2010-2012)

Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (Zyklus 2011-2013)

Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (Zyklus 2012-2014)

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. Erfassung von Erträgen

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage- of- Completion- Methode realisiert. Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage- of- Completion- Methode erfasst. Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde.

Erträge aus Zinsen

Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kontrolle/Beherrschung verfügt:

Softing-Konzern zum 31.12.2014

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Kapitalanteil
2014

%
2013

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Messen und Testen GmbH, Reutlingen/Deutschland 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc., Newburryport/USA (vormals Softing North America Inc.) 100 100
Softing Konzern neuerworbene oder gegründete Unternehmen 2014
Softing North America Holding, Delaware/USA 100 0
OLDI Online Development Inc. Knoxville/USA 100 0
Psiber Data GmbH Krailling/Deutschland 100 0
Psiber Data Pte. Ltd. Singapur 100 0

Folgende Tochtergesellschaften machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Softing Industrial Automation GmbH (Haar)
Softing Automotive Electronics GmbH (Haar)
Softing Services GmbH (Haar)
Softing Messen & Testen GmbH (Reutlingen)

3. Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Voraussetzung zur Konsolidierung eines Unternehmens ist die Möglichkeit der Beherrschung. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Renditen sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beiden kann zu Verfügungsgewalt führen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegen sprechen. Bei der Beurteilung der Beherrschungseigenschaft, sind sogenannte potenzielle Stimmrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Beteiligungsquote im Vergleich zu den übrigen Anteilseignern, zusammen mit dem auf Hauptversammlungen praktizierten Abstimmungsverhalten, zu berücksichtigen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte. Außerdem beinhaltet die übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus vereinbarten bedingten Gegenleistungen resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Etwaige durch den Konzern zu übertragende bedingte Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden nach IAS 39 bewertet und entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als

Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und aktivierte Entwicklungskosten.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibung in Folgeperioden.

5. Entwicklungskosten

Entwicklungsaufwendungen, die auf wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderung ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Softing schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen über die Laufzeit von 3 Jahren ab, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird.

6. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen bei Softing den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen der Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen. Die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die Geschäfts- und Firmenwerte sind:

Softing Messen und Testen GmbH, Reutlingen/Deutschland

Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland

OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA

Psiber Data GmbH, Krailling/Deutschland & Psiber Data Pte. Ltd., Singapur

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der CGU ihren erzielbaren Betrag, wird die Differenz unmittelbar als Wertminderungsaufwand im Gewinn und Verlust erfasst. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.

Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde wie folgt ermittelt:

Aufgrund der bottom-up-Planung der nächsten vier Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden ist, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,5 % (Vj. 1,5 %) für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Der verwendete Diskontierungssatz ist ein Vorsteuerzinssatz und reflektiert die spezifischen Risiken der betreffenden Konzern-Gesellschaft. Er wird jeweils nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt. Die Eigenkapitalkosten setzen sich demnach aus dem risikolosen Zinssatz und einem Risikoaufschlag zusammen, der sich aus der Differenz der durchschnittlichen Marktrendite und dem risikolosen Zinssatz multipliziert mit dem unternehmensspezifischen Risiko (Beta-Faktor) ergibt. Der Beta-Faktor wird dafür von einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Bei der Nutzungswertermittlung werden je nach zahlungsmittelgenerierender Einheit Diskontierungszinssätze vor Steuern zugrunde gelegt. Für alle Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die gleichen Parameter verwendet:
Diskontierungszinssätze vor Steuern: 11,3 % - 12,0 % (Vj. 12,6 %)
Risikoloser Zinssatz: 2,00 % - 2,94 % (Vj. 2,76 %)
Risikoaufschlag: 5,0 % - 6,5 % (Vj. 6,5 %)
Beta-Faktor (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 1,20 – 1,26 (Vj. 1,64)

Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt.

7. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Software und Technologie wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre bis sieben Jahre linear abgeschrieben. Rechte und Geschäftsbeziehungen werden über fünf bis zwanzig Jahre abgeschrieben.

8. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.

9. Wertminderungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrages. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.

10. Leasingverträge

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die Leasingraten werden als Aufwand linear über die Laufzeit erfasst. Finanzierungsleasingverträge liegen nicht vor.

11. Vorräte

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren/Fertigerzeugnisse werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

12. Finanzielle Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.

Finanzielle Vermögenswerte sind in folgende Kategorien unterteilt:

(a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,

(b) Ausleihungen und Forderungen an und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

(a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Kaufabsicht erworben wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Realisierung der Vermögenswerte innerhalb von zwölf Monaten erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig klassifiziert.
(b) Ausleihungen und Forderungen
(c) Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen“ sowie unter „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ ausgewiesen.
(d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder einer anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Kategorien unterteilt: „bis zur Endfälligkeit gehalten“, „zur Veräußerung verfügbar“ und „Kredite und Forderungen“. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz. Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen. Objektive Hinweise sind beispielsweise eine erhebliche oder langfristige Abnahme des beizulegenden Zeitwertes eines finanziellen Vermögenswertes unter seinen Buchwert, eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder sonstigen Sanierungsfalls oder ein Vertragsbruch durch den Emittenten, beispielsweise erhebliche Zahlungsverzögerungen.

Sofern es sich um „zur Veräußerung verfügbare“ finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im sonstigem Ergebnis unter Beachtung latenter Steuern ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Fallen die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise vor, dass der Vermögenswert im Wert gemindert ist, löst Softing den im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Verlust auf und berücksichtigt ihn in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen ein, wie Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20 % der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Softing dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Wertaufholung eines Wertminderungsaufwands nimmt Softing in den Folgeperioden vor, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als „Kredite und Forderungen“ kategorisiert und entsprechend bewertet.

Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den Bewertungsrücklagen innerhalb des sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung werden die Bewertungsrücklagen um den Wertminderungsbetrag angepasst und der entsprechende Betrag unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

Klassen von Finanzinstrumenten

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Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen (> 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Finanzielle Forderungen (< 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Finanzschulden (> 1 Jahr) Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Schulden aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Kurzfristige finanzielle Schulden Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder
zum Fair value bewertet

13. Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Dabei werden als Auftragserlöse die in Verträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten (Cost-to-Cost-Methode). Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Leistungsstand der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den „Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen". Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser passivisch unter den "Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.

14. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

15. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

16. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen sowie eines Rechnungszinses, der sich aus der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen gleicher Fristigkeit ableitet. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

17. Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

18. Finanzielle Schulden

Finanzielle Schulden werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing

Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer

finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Allgemeine und bestimmte Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die finanziellen Schulden setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: „Schulden aus Lieferungen und Leistungen“, "Kurzfristige Finanzschulden“ sowie „Kurzfristige finanzielle Schulden“.

19. Kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit. Der erstmalige Ansatz von sonstigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

20. Sonstige Schulden

Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

21. Ermessensausübung und Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Prognosen unterliegen einer natürlichen Unsicherheit, da sie in die Zukunft gerichtet sind. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstests zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze. Bei der Umsatzlegung nach der Percentage-of-completion-Methode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sogfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen.

Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien sowie bei der Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.

22. Währungsumrechnung

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, mit Ausnahme von Psiber in Singapur. Hier ist die funktionale Währung der USD, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis verrechnet.

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

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USD /

EUR
RON /

EUR
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Stichtagskurs (31.12.) 1,21 1,38 4,48 4,47
Durchschnittskurs 1,33 1,37 4,44 4,46

C. Angaben zur Konzernbilanz

1. Änderungen im Konsolidierungskreis

Psiber

Die Softing AG hat im Berichtszeitraum Anteile der nachfolgenden Unternehmen erworben und diese im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 erstmals voll konsolidiert. Zum 1. Januar 2014 hat die Softing AG 100 % der Anteile an Psiber Data GmbH in Krailling/Deutschland direkt erworben und deren Beteiligung von 55 % an Psiber Data Pte. Ltd. in Singapur indirekt erworben.

Psiber ist ein Anbieter von Geräten zur Diagnose von Ethernet-Verkabelungen, die im Bereich der Büroinstallation und bei Rechenzentren sowie auch in der Industrieautomation eingesetzt werden.

Mit der Übernahme von Psiber wird Softing sowohl die strategische Lücke bei mobilen Geräten zur Diagnose von Ethernet-Netzwerken in der Automatisierungsindustrie schließen als auch in den Markt zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren sowie bei Büroinstallationen eintreten.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren konsolidierten Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Gesellschaften und die entsprechenden konsolidierten Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

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TEUR Buchwert unmittelbar

vor Zusammenschluss
Fair Value zum

Erstkonsolidierungszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 8 2.260
Sachanlagen 96 96
Vorräte 977 977
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.232 1.232
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 293 293
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 601 601
Finanzverbindlichkeiten 371 371
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.523 1.523
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 82 82
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 219 219
Latente Steuern 0 533
Nettovermögen (100 %) 1.010 2.730
Nicht beherrschende Anteile 1.011
Gegenleistung / Kaufpreis 6.900
- davon Zahlungsmittel 6.000
- davon bedingte Gegenleistung 900
Geschäfts- oder Firmenwert 5.181

Die aus der Kaufpreisallokation entstandenen immateriellen Vermögenswerte des Diagnosegerätes WireXpert und einer Geschäftsbeziehung schreibt der Konzern über einen Zeitraum von 7 Jahren linear ab.

Der Bruttobetrag der Vorräte, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Erwerbszeitpunkt entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die Finanzierung des fixen Kaufpreises erfolgte vollständig aus bestehenden Barmitteln.

Die Bemessung des variablen Teils des Kaufpreises für Psiber richtet sich nach zu erreichenden Umsatz- bzw. Ergebniszielen (EBIT) in den Jahren 2014 und 2015 und nach definierten Vorgaben an die Minderheitsgesellschafter der Psiber Data Pte. Ltd. in Singapur für das Jahr 2014.

Die variablen Anteile der Gegenleistung liegen innerhalb einer Bandbreite von TEUR 0 und TEUR 2.550, je nach Zielerreichung. Eine Kappung der Höchstbeträge ist in den Kaufpreisvereinbarungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert wurde mit TEUR 900 ermittelt und basiert auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

Am 6. November 2014 hat die Softing AG die restlichen 45 % der Anteile an der Psiber Pte. Ltd. von den Minderheitsgesellschaftern erworben.

Zum Erwerbszeitpunkt betrugen die Minderheitenanteile an der Psiber Pte. Ltd. 45 % (TEUR 1.011), am 6. November 2014 wurden diese Anteile durch den Konzern erworben, der überschießende Betrag aus dem Kaufpreis von TEUR 1.458 wurde im Eigenkapital verrechnet.

In der Gesamtergebnisrechnung für den Berichtszeitraum sind von Psiber insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 8.750 TEUR und Gewinne in Höhe von 86 TEUR enthalten.

OLDI

Am 13. Mai 2014 hat die Softing AG die Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Delaware/USA gegründet, mit dem Zweck, 100 % der Anteile an der OLDI Online Development Inc. mit Sitz in Knoxville/USA zu erwerben. Dieser Unternehmenserwerb erfolgte zum 22. Mai 2014. In der Softing North America Holding Inc. werden seit dem Jahr 2014 die Aktivitäten des Softing-Konzerns auf dem amerikanischen Kontinent gebündelt.

Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben. Die Gesellschaft ergänzt in nahezu idealer Weise das Produktportfolio von Softing im Kernbereich des Segments Industrial Automation. OLDI ist ein Rockwell Automation Global Encompass Partner, Mitglied der Control System Integrator Association (CSIA) und ODVA sowie Teilnehmer in Programmen von IBM, Microsoft und Oracle. Mit der Übernahme von OLDI profitiert Softing vom Wachstum im amerikanischen Markt für Industrieausrüstung. Die Übernahme führt zu einer vergleichbar starken Position von Softing in zwei der drei weltweit größten Automatisierungsmärkte. Damit sinkt für Softing die konjunkturelle Abhängigkeit vom europäischen Markt.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren konsolidierten Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Gesellschaft und die entsprechenden konsolidierten Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

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TEUR Buchwert unmittelbar

vor Zusammenschluss
Fair Value zum

Erstkonsolidierungszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 1 13.742
Sachanlagen 12 12
Vorräte 1.521 1.521
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.343 2.343
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 9 9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0
Finanzverbindlichkeiten 293 293
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.044 1.044
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 511 511
Nettovermögen (100 %) 2.037 15.778
Nicht beherrschende Anteile 0
Gegenleistung / Kaufpreis 21.855
- davon Zahlungsmittel 15.266
- davon bedingte Gegenleistung 6.590
Geschäfts- oder Firmenwert 6.077

Den aus der Kaufpreisallokation entstandenen immateriellen Vermögenswert einer Geschäftsbeziehung schreibt der Konzern über einen Zeitraum von 20 Jahren linear ab.

Der Bruttobetrag der Vorräte, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Erwerbszeitpunkt entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die Finanzierung des fixen Kaufpreises erfolgte durch bestehende Barmittel und die Aufnahme von Bankdarlehen. Die Darlehen valutierten zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10.630 mit einer fixen und variablen Tilgungsstruktur. Die Grundlaufzeit der Darlehen beträgt 5 Jahre bei einem variablen Zinssatz, der sich zum Bilanzstichtag zwischen 1,8 % und 2,6 % bewegt. Möglichkeiten zur Sondertilgung sind mit den Banken vereinbart.

Die Bemessung des variablen Teils des Kaufpreises von OLDI richtet sich nach zu erreichenden Umsatz- bzw. Ergebniszielen (EBIT) in den Jahren 2014 bis 2016.

Die variablen Anteile der Gegenleistung liegen innerhalb einer Bandbreite von TEUR 0 und TEUR 6.590, je nach Zielerreichung. Eine Kappung der Höchstbeträge ist in den Kaufpreisvereinbarungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert wurde mit TEUR 6.590 ermittelt und basiert auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT.

Der Geschäfts- oder Firmenwert und die aktivierte Geschäftsbeziehung sind für steuerliche Zwecke abzugsfähig.

In der Gesamtergebnisrechnung für den Berichtszeitraum sind von OLDI insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 12.949 TEUR und Gewinne in Höhe von 1.020 TEUR enthalten.

Wäre der Unternehmenszusammenschluss am Anfang des Geschäftsjahres gewesen, wären Umsatzlöse 19.993 TEUR und Gewinne von 1.496 TEUR entstanden.

2. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 14.456 (Vj. TEUR 2.439) resultiert in Höhe von TEUR 2.351 aus dem Erwerb sämtlicher Anteile der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH (nun Softing Messen und Testen GmbH) zum 1. Juli 2005. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 296 auf den Firmenwert der Softing Messen und Testen GmbH vorgenommen. Im Jahr 2008 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert durch den Erwerb von 51 % der Anteile der INAT Industrielle Netze für Automatisierungstechnik GmbH (nun: Softing Industrial Networks GmbH) um TEUR 384 erhöht. Diese wurde zum 1. Januar 2013 auf die Softing Industrial Automation GmbH verschmolzen. Der Erwerb der Psiber GmbH und der Psiber Pte. Ltd. führten zu Firmenwerten in Höhe von TEUR 5.181. Der Erwerb der OLDI Online Development Inc. ergab einen Firmenwert von TUSD 8.300 (TEUR 6.077) zum Erwerbszeitpunkt am 22. Mai 2014. Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich ein umgerechneter Stichtagswert von TEUR 6.836. Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Der erzielbare Betrag der CGUs wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts der Gesellschaften ermittelt. Der Werthaltigkeitstest ergab keine Notwendigkeit zur Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten Roherträge um 5 % würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der Softing AG, die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen wie auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.

Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses.

Die Marge wird im Laufe des Budgetzeitraums an die erwarteten Entwicklungen des Marktumfeldes angepasst.

3. Entwicklungskosten

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, ohne aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 3.924 Mio. EUR (VJ. 3.966 Mio. EUR), betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 15.065 (Vj. TEUR 11.489).

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2014 Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß dem Förderprogramm „Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen“ in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 87) erhalten. Diese werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der aktivierten Entwicklungskosten abgesetzt. Weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden nicht beantragt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

4. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

5. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dargestellt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

6. Leasingverträge

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- Leasingaufwendungen für Gebäude und PKW in Höhe von TEUR 1.446 (Vj. TEUR 1.137) enthalten.

7. Vorräte

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31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.531 872
Fertige Erzeugnisse und Waren 5.206 3.788
Vorräte 8.737 4.660

Die Höhe der erfassten Wertminderungen auf Vorräte beträgt 2014 TEUR 199 (Vj. TEUR 301). Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die eingekauften Vorräte stehen bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.086 8.675
davon: Noch nicht abgerechnete Leistungen 0 0

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen

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Buchwert Davon weder

überfällig noch

wertberichtigt
Davon nicht wertberichtigt

und in den folgenden

Zeitbändern überfällig
31.12.2014 unter 11 Tagen 11 bis 60 Tage 61 bis 90 Tage Über 90 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.086 12.134 1.025 775 194 149
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 164 128 36
14.250 12.262 1.025 775 194 185
31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.675 7.779 350 428 53 65
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 1.354 1.354
10.029 9.133 350 428 53 65

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Stand am 1.1.

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.

TEUR
2014 50 0 50 191 191
2013 38 0 9 21 50

9. Forderungen und Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

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31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 164 1.354
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 185 176
Verrechnungssaldo -21 1.178

Zum Jahresende wurde der Großteil der kundenspezifischen Fertigungsaufträge abgerechnet und unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

10. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

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31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 164 1.354
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 185 176
Verrechnungssaldo -21 1.178

11. Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 184 (Vj. TEUR 103). Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

12. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Wertpapiere 0 833
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.750 12.116
8.750 12.949

Bei den Wertpapieren handelte es sich um kurzfristig veräußerbare Unternehmensanleihen, die an der deutschen Börse gehandelt werden. Die Veräußerung dieser Unternehmensanleihen erfolgte im Berichtszeitraum.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen, diese Festgelder sind innerhalb von 3 Monaten liquidierbar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

13. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 6.959.438,00 (Vj. TEUR 6.443) und ist eingeteilt in 6.959.438 (Vj. 6.442.512) Inhaber-Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.599.746 Aktien im Umlauf.

Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Aktiendividende, in Höhe von EUR 65.926,00 durchgeführt und am 6. Juni 2014 im Handelsregister eingetragen.

Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine weitere Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Bareinlage, in Höhe von EUR 451.000,00 durchgeführt und am 8. Juli 2014 im Handelsregister eingetragen.

Das Grundkapital der Softing AG betrug im Jahr 2014 6.959.438 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 48 % (Vj. 65 %), die Veränderung ist bedingt durch die Finanzierung der Zukäufe.

Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, den eigenen Anteilen sowie den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter. Die Softing AG versucht soweit wie möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen

soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts auf Grund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2014 EUR 2.704.330,00.

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital wird um bis zu EUR 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten sowie die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen.

Das sonstige Ergebnis ist in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Anteile nicht beherrschender Gesellsc hafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR -32 (Vj. TEUR -27) betreffen andere Gesellschafter in Österreich.

Eigene Anteile

Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen wurden eigene Aktien in folgendem Umfang erworben bzw. verkauft:

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Anzahl

Aktien
Zeitpunkt

der Transaktion
Anteiliger Betrag des

Grundkapitals

TEUR
Anteil am

Grundkapital

%
Anschaffungskosten

TEUR
Bestand 31.12.2013 114.352 1,77 287
Zugänge 2014
Abgänge 2014 25.298 Jul 14 25 0,36 64
Bestand 31.12.2014 89.054 89 1,28 223

Aus dem Verkauf eigener Anteile resultierte 2014 ein Gewinn in Höhe von TEUR 390, der in den Gewinnrücklagen ausgewiesen wurde.

Zum Bilanzstichtag betrug der Kurswert der eigenen Aktien TEUR 1.311 und lag um TEUR 1.088 über den Anschaffungskosten.

Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals, inklusive der Veränderungen aus Unternehmenserwerben, ist in der Tabelle „Konzern-Eigenkapitalveränderung 2014/2013 dargestellt.

14. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von lebenslangen Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2.675 (Vj. TEUR 2.558) wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden nach IAS 19.120 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betragen zum 31. Dezember 2014 TEUR -1.775 (Vj. TEUR -1.054).

Die Renten aus variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des Verbraucherindexes für Deutschland (Grundlage 2010=100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2013 auf 2014 von 106,5 auf 106,7 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Berechnungsgrundlagen

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31.12.2014

%
31.12.2013

%
Rechnungszins 2 3,25
Gehaltstrend 0 0
Rentenanpassung 1,82 2,25
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0 0
Biometrische Rechnungsgrundlage Richttafeln 2005 G / Prof. Dr. Heubeck

Entwicklung der Verpflichtung

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2014 2013
DBO Stichtag 1. Januar 4.063 4.206
Dienstzeitaufwand 90 94
Zinsaufwand 129 124
Pensionsleistungen an Pensionäre -167 -136
Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember 4.115 4.288
tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember 4.836 4.063
Neubewertungen, davon 721 -226
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses 863 -160
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen -38 66
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen -104 0

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 16,9 Jahre, Vorjahr 15 Jahre.

Ermittlung des Jahresertrages und Jahresaufwandes

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2014 2013
Zinsertrag 106 74
Zinsaufwand 129 124
Dienstzeitaufwand 91 94
Jahresaufwand 114 144

Entwicklung des Planvermögens

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2014 2013
Stand Planvermögen 1. Januar 2.558 2.456
Auszahlung aus Planvermögen -96 -76
Einzahlung in Planvermögen des Arbeitgebers 107 107
Zinsertrag aus Planvermögen 106 74
Anpassung des Planvermögens 0 -3
Planvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2.675 2.558

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zur zugrunde liegenden Pensionszusage. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen betragen im Jahr 2015 TEUR 107 (Vj. TEUR 107).

Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis

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31.12.2014 31.12.2013
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 4.836 4.063
Zeitwert des externen Planvermögens 2.675 -2.558
Rückstellung 2.161 1.505

Entwicklung der Rückstellung

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2014 2013
Stand Rückstellung 1.Januar 1.505 1.750
Dienstzeitaufwand 91 94
Netto-Zinsaufwand/-ertrag 23 50
Versicherungsmathematische Neubewertungen, davon 721 -226
Effekt aus der Anpassung des Rechnungszinses 863 -160
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen -38 0
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen -104 -66
Auszahlungen -71 -60
Einzahlung in Planvermögen -107 -107
Anpassung des Planvermögens 0 3
Rückstellung 31. Dezember 2.161 1.504

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme - Veränderung Annahme +
--- --- ---
0,25 % 0,25 %
Relative Auswirkung einer Zinsänderung
auf DBO 2014 4,30 % -4,00 %
0,25 % 0,25 %
Relative Auswirkung einer Zinsänderung
auf DBO 2013 3,90 % -3,70 %

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme - Veränderung Annahme +
--- --- ---
0,25 % 0,25 %
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends
auf DBO 2014 -1,90 % 2,00 %
0,25 % 0,25 %
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends
auf DBO 2013 -1,90 % 2,00 %

Auf eine Darstellung der Sensitivität bezogen auf die Lebenserwartung wurde verzichtet, da sich der Kreis der maßgeblichen Personen lediglich auf drei ehemalige Berechtigte und einen aktiven Berechtigten bezieht.

Die Sensitivitäten wurden ermittelt mit der Veränderung eines Parameters und der Beibehaltung aller anderen Parameter.

Für das Geschäftsjahr 2015 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 167) erwartet und Zinserträge von TEUR 83 (Vj. TEUR 77).

15. Langfristige Finanzschulden und sonstige langfristige Schulden

Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 8.959 (Vj. TEUR 0). Es besteht die Möglichkeit auch von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing beide Kriterien problemlos erfüllt und auch die langfristigen Planungen zeigen keine Verschlechterung der Financial Covenants.

16. Schulden aus Lieferungen und Leistungen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.007 (Vj. TEUR 2.357) betreffen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich auf TEUR 185 (Vj. TEUR 176)

17. Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

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Stand am

1.1.2014

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am

31.12.2014

TEUR
Gewährleistung 178 178 0 170 170
Drohverlust 32 32 0 0 0
Sonstige 92 92
Gesamt 210 210 0 262 262

Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen mit einer geschätzten Fälligkeit innerhalb eines Jahres.

18. Schulden aus Ertragsteuern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 1.449 (Vj. TEUR 586) bilanziert. Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

19. Kurzfristige Finanzschulden

Der kurzfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.671 (Vj. TEUR 0) und steht im folgenden Geschäftsjahr als Pflichttilgungen an. Weiterhin handelt es sich bei den kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 154 (Vj. TEUR 195) um Kontokorrent- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die zwischen 2,5 % und 5,1 % verzinst werden. Von den Kontokorrent-Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 41 TEUR getilgt.

20. Kurzfristige, nicht finanzielle Schulden

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31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 2 66
Sonstige Steuerverbindlichkeiten (Umsatz- und Lohnsteuer) 1.641 1.594
Passive Rechnungsabgrenzung 2.243 1.598
Übrige 81 746
3.967 4.004

Im Vorjahr wurden die sonstigen Steuerverbindlichkeiten unter der Position sonstige Schulden ausgewiesen.

21. Kurzfristige finanzielle Schulden

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31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 3.620 2.842
Kurzfristige variable Kaufpreise aus Unternehmenserwerb 1.427 0
Übrige 129 0
5.176 2.842

Die Erhöhung der sonstigen kurzfristigen Schulden in den erhöhten Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten ist zum einen auf Grund des erhöhten Personalstandes durch die Akquisitionen begründet; zum anderen im Ausweis der variablen Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Erwerb von Psiber.

Die Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten wurden im Vorjahr unter der Position Sonstige, nicht finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Gesichtspunkten:

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2014 2013
Inland 37.769 31.295
USA 15.960 4.854
Restliches Ausland 20.804 16.401
74.533 52.550

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen:

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2014 2013
Produkte 60.877 42.336
Dienstleistungen 13.656 10.214
74.533 52.550

Die Umsatzerlöse enthalten TEUR 4.020 (Vj. TEUR 3.968) aus langfristigen Fertigungsaufträgen, die unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert wurden. Hierbei schätzt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der zu erbringenden Dienstleistungen.

Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten/Investitionen für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2014 2013
Auflösung von Rückstellungen 238 136
Sonstige periodenfremde Erträge 14 0
Erträge aus Kursdifferenzen 205 64
Erlöse Kraftfahrzeug-Überlassung 82 203
Erlöse aus Herabsetzung von Wertberichtigungen 50 9
Erlöse geförderte Projekte 0 84
Versicherungsentschädigung 11 22
Vertriebsprovisionen 36 88
Lizenzeinnahmen 20 0
Sonstige Personalerlöse 24 0
Weiterberechnete Kosten 46 0
Übrige Erträge 42 87
768 693

4. Materialaufwand

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2014 2013
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 25.898 14.125
Fremdleistungen 1.471 1.056
27.369 15.181

5. Personalaufwand

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2014 2013
Laufende Gehälter 24.100 19.006
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 4.381 3.647
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 3.109 2.861
Kfz-Überlassung Arbeitnehmer 62 205
Aushilfslöhne 83 95
Sonstige 351 19
32.086 25.833

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.549 (Vj. TEUR 1.407).

6. Abschreibung und Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. Wertminderungen und Zuschreibungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

7. Andere Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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2014 2013
Personalbezogene Kosten 258 363
Infrastrukturkosten 2.421 1.793
Vertriebskosten 3.426 2.259
Beratungskosten 615 375
Fremdleistungen 789 628
Kapitalmarktkosten 648 526
Beiträge und Gebühren 102 110
Betriebskosten 565 326
Sonstige Kosten 848 450
9.672 6.830

8. Zinserträge/Zinsaufwendungen

Das Finanzergebnis setzt sich aus Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträgen zusammen.

Die Finanzierungsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

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2014 2013
Zinsen aus der Aufzinsung Pensionsrückstellungen 129 124
Darlehenszinsen 160 0
Sonstige Zinsen 144 81
433 205

Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2014 2013
Zinserträge aus Pensionsrückstellungen 106 74
Zinserträge aus Unternehmensanleihen 33 34
Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 20
Sonstige Zinsen 18 26
157 154

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2014 2013
Latente Steuern auf temporäre Differenzen -208 615
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge -366 0
-574 615
Steueraufwand Geschäftsjahr 2.361 1.246
Steueraufwand aus Vorjahren 25 0
Steueraufwand 2.386 1.246
1.812 1.861

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Effektiver Steuersatz 32,29 % 29,82 %

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:

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2014

%
2013

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83 15,83
Gewerbeertragsteuersatz 12,25 12,25
28,08 28,08

Die Steuersätze liegen für Softing North America, OLDI Online Development Inc. und Softing North America Holding Inc. bei 40,5 %, für Psiber Pte. Ltd, Singapur bei 17 % und für Softing ROM s.r.l. bei 16,0 %. Die Steuersätze für die weiteren europäischen Gesellschaften liegen für Buxbaum Automation GmbH/Österreich bei 25,0 % und für Softing Italy s.r.l./Italien bei 35,90 % (Vj. 31,4).

Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem wahrscheinlich angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Von den insgesamt vorhandenen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 1.267 (Vj. 227) wurden auf TEUR 1.009 (Vj. TEUR 0) aktive latente Steuern angesetzt.

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

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31.12.2014 31.12.2013 Nutzbar bis
Buxbaum Automation GmbH 258 227 Unbefristet
Softing Inc. 768 0 Unbefristet
Softing North America Holding Inc. 241 0 Unbefristet

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

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2014 2013
Ergebnis vor Steuern 5.611 6.154
Erwarteter Steueraufwand (28,08 %) 1.576 1.727
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 125 41
Abweichende Steuersätze 151 30
Nichtansatz latente Steuern, temporäre Differenz -120 19
Steuern Vorjahre 44 0
Sonstiges 36 43
Ausgewiesener laufender Steueraufwand lt. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.812 1.860

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

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2014 2013
Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 39 3.087 11 1.935
Pensionsrückstellung 621 403
(Davon direkt im Eigenkapital erfasst) (498) -295
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 548 17 32 235
Sonstige Rückstellungen 60 9
Umlaufvermögen 26
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 24 28
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 366
Sonstige Vermögenswerte 12
Bruttobetrag/Bilanzansatz 1.657 3.104 509 2.182

Auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 4.973 (Vj. TEUR 5.512) wurden keine latenten Steuern gebildet.

Von den aktiven latenten Steuern sind TEUR 572 (Vj. TEUR 67), von den passiven latenten Steuern TEUR 42 (Vj. TEUR 247) als kurzfristig einzustufen.

E. Sonstige Angaben

1. Segmentberichterstattung

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.

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Aufgliederung nach Geschäftssegmenten Industrial Automation Automotive Electronics
Angaben

in TEUR
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 46.897 26.486 27.636 26.064
Abschreibungen 2.889 1.862 1.083 1.072
Segmentergebnis (EBIT) 1.667 2.273 4.219 3.932
Segmentvermögen 55.643 13.702 14.243 13.349
Segmentschulden 16.300 4.847 4.760 4.791
Investitionen 31.110 3.025 2.285 1.842

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Aufgliederung nach Geschäftssegmenten Holding, sonstige Konsolidierung Gesamt
Angaben

in TEUR
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 74.533 52.550
Abschreibungen 241 225 4.212 3.160
Segmentergebnis (EBIT) 5.886 6.205
Segmentvermögen 7.383 13.188 76.969 40.238
Segmentschulden 18.921 4.469 39.981 14.107
Investitionen 118 268 33.513 5.135

Die Spalte „Holding, sonstige Konsolidierung" umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG. Deren Kosten werden verursachungsgerecht auf die operativen Segmente belastet.

Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) bzw. und Abschreibungen (EBITDA) und die Umsatzerlöse. Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertrags- und Aufwandsposten auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten aufgeteilt.

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Aufgliederung nach geografischen Segmenten Umsätze Anlagevermögen Zugänge Anlagevermögen
Angaben

in TEUR
2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 37.769 31.295 20.772 10.884 11.032 5.037
USA 15.960 4.854 21.954 42 20.121 40
Restliches Ausland 20.804 16.401 138 168 2.360 58
Gesamt 74.533 52.550 42.864 11.094 33.513 5.135

Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet.

2. Gliederung der Produkte nach Segmenten

Industrial Automation

Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -geräte, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET,EthernetIP, EtherCAT, Powerlink, Modbus, CAN, CANopen, DeviceNet, Foundation Fieldbus, (Wireless) HART;

Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;

Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;

Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;

Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;

OPC-Server, OPC-Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und -Server (Toolkits).

Diagnosegeräte für Ethernet-Netzwerke in der Automatisierungsindustrie sowie zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren sowie bei Büroinstallationen.

Automotive Electronics

Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces:

Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, Ethernet- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifischen Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service;

Diagnosewerkzeuge:

Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse-Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.

Testautomatisierung:

Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kundenspezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flash-Programmierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.

Kundenspezifische Entwicklungen:

Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld Datenkommunikation/Diagnose/Testsysteme nach Kundenwunsch.

Resident Engineering:

Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.

Messtechnik:

Die Softing MessTechnik (SMT) stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich breite Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder "raue" mobile Anwendungen in der Fahrzeugerprobung. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt, sondern auch für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.

3. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde indirekt ermittelt.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Im Gegensatz zum Vorjahr wurden gezahlte Zinsen nicht im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auswiesen sondern unter dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

4. Ergebnis je Aktie IAS 33

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2014 2013
Konzernergebnis TEUR 3.800 4.293
Anteile Fremder TEUR -5 -24
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR 3.805 4.317
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
Unverwässert Stück 6.599.746 6.274.538
potenzielle Stock Options Stück 0 0
Verwässert Stück 6.599.746 6.274.538
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,58 0,69
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,58 0,69

Die aus dem Verkauf eigener Aktien resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2014 keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

5. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing-Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31. Dezember 2014 88.600 (Vj. 84.085) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Fuchs hielt zum 31. Dezember 2014 278.820 (Vj. 273.886) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Andreas Kratzer hielt zum 31. Dezember 2014 10.155 (Vj. 9.976) Stück Aktien der Softing AG.

6. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag ist die Softing AG Bürgschaften in Höhe von TEUR 11.871 (Vj. TEUR 150) zur Absicherung von Bankkontokorrentverbindlichkeiten eingegangen. Ein Mittelabfluss auf Grund der Bürgschaften wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, weil die Bonität der Schuldner gewährleistet ist. Die Bürgschaften sind im Zusammenhang mit der Darlehensaufnahme für den Erwerb der OLDI durch operative Konzerngesellschaften erfolgt.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i. H. v. TEUR 2.843 (Vj. TEUR 5.436).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkws und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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2014 2013
< 1 Jahr 872 743
1 – 5 Jahre 1.570 1.692
> 5 Jahre 0 801
Gesamt 2.442 3.236

8. Angabe von Buchwerten der einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallender Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der kurzfristigen Wertpapiere und Zahlungsmittel) fast ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Wertpapiere wurden anhand der Kurswerte (Stufe 1) quotierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte ermittelt. Es bestehen zum 31. Dezember 2014 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst werden.

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Buchwert

31.12.2014
Fortgeführte

AK
Fair Value

erfolgswirksam
Fair value

31.12.2014
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.086 14.086 14.086
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 164 164 164
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen 63 63 63
Kurzfristige Wertpapiere
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.750 8.750 8.750
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 8.959 8.959 8.313 8.959
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.007 4.007 4.007
Kurzfristige Finanzschulden 1.825 1.825 1.825
Kurzfristige finanzielle Schulden 5.176 3.949 1.227 5.176

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Buchwert

31.12.2013
Fortgeführte

AK
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

31.12.2013
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.675 8.675 8.675
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 1.354 1.354 1.354
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen 167 167 167
Kurzfristige Wertpapiere 833 833 833
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.116 12.116 12.116
Langfristige finanzielle Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 50 50 50
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 2.357 2.357 2.357
Kurzfristige Finanzschulden 195 195 195
Kurzfristige finanzielle Schulden 2.842 2.842 2.872

Zu den Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Aufstellung der Klassen von Finanzinstrumenten unter B.9.

Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet:

Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die kurzfristigen Wertpapiere der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare kurzfristige finanzielle Vermögenswerte" wurden wie im Vorjahr der Stufe 1 zugeordnet.

Die kurzfristigen und langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten der Kategorie „Sonstige langfristige Schulden“ und „Kurzfristige finanzielle Schulden“ werden der Stufe 3 zugeordnet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen basieren auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT der Akquisitionen. Eine Veränderung der Inputfaktoren innerhalb von für möglich gehaltener alternativen Annahmen führt zu keinen bedeutenden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte.

9. Zielsetzung und Methode des Finanzrisikomanagements

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.

Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die auf Grund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen, um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2014 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2014 belaufen sich auf TEUR 191 (Vj. TEUR 50).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.750 (Vj. TEUR 12.116) und Wertpapiere in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 833) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,00 % (Vj. 0,05 % - 0,8 %), beziehungsweise 0,00 % (Vj. 3,0 % - 9,0 %) verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.741 (Vj. TEUR 195) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken, da jederzeit die Möglichkeit besteht, auf Festzinsdarlehen umzuschulden.

Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der Sonstigen Finanzschulden im Zinsaufwand mit TEUR 51 (Vj. TEUR 1) niederschlagen.

Wechselkursrisiko

Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist auf zwei Währungen beschränkt, den USD und RON. Dem Wechselkursrisiko im USD-Bereich liegt eine natürliche Hedge zu Grunde, da in den USA und in Singapur (USD als funktionale Währung) sowohl Erträge und Aufwendungen für die Produkte anfallen. Bezüglich des rumänischen RON besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko, da dieser an den EUR gebunden ist und die Vereinbarungen mit der rumänischen Tochter in EUR abgeschlossen sind.

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie in den Vorjahren, keine Devisentermingeschäfte. Bezogene auf den Wechselkurs des USD ergeben sich folgende Sensitivitäten:

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Stichtagskurs: USD 1,21 USD
1,34 1,09
10 % -10 %

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Finanzielle Vermögenswerte/
Schulden USD in EUR 10 % -10 %
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 4.958 4.083 3.712 4.537 -371 454
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen 235 194 176 215 -18 22
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte 48 39 36 44 -4 4
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 1.435 1.182 1.074 1.313 -107 131
Langfristige Schulden gegen
verbundene Unternehmen -30.319 -24.972 -22.702 -27.747 2.270 -2.775
Kurzfristige Schulden gegen
verbundene Unternehmen -3.570 -2.940 -2.673 -3.267 267 -327
Gesamt Abweichung -27.213 -22.414 2.038 -2.490

Etwaige Änderung aus dem USD Wechselkurs zum EUR, würden sich ausschließlich im Eigenkapital des Softing Konzerns niederschlagen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.

Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und Kreditlinien, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 8.750 (Vj. TEUR 12.116). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 11,25 % (Vj. 30,1 %). Der Anteil der kurzfristigen Wertpapiere am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 0 % (Vj. 2,1 %).

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag und bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Bei den in der Tabelle aufgeführten Beträgen handelt es sich um nicht abgezinste Cashflows.

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31.12.2014 Bis 1 Jahr 2-5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 7.391 1.568
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.007
Kurzfristige Finanzschulden 1.825

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31.12.2013 Bis 1 Jahr 2-5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 50
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 2.357
Kurzfristige Finanzschulden 202

10. Belegschaft

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

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2014 2013
zum Bilanzstichtag 419 348
im Geschäftsjahresdurchschnitt 411 337

11. Vorstand

Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender

Herr Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg, Pfaffenhofen, Vorstand Finanzen und Personal ist zum 31. Juli 2014 aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen.

Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 2.297 (Vj. TEUR 2.602). Davon entfallen etwa ein Drittel auf feste und zwei Drittel auf variable Bezüge. Weiterhin beinhalten die Bezüge des Vorstands eine Abfindungsregelung für einen ausgeschiedenen Vorstand. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge. Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 94) erfasst.

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Mit dem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2014 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.266 (Vj. TEUR 3.025) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 167 (Vj. TEUR 136).

12. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2014 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)

Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender)

Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)

Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)

Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)

Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats) Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender)

Herr Dr. Fuchs bekleidete bis 17. Dezember 2014 ein weiteres Aufsichtsratsmandat bei ELUMIX AG, Augsburg.

Herr Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:

Cresta Hotel Holding, Zug, Schweiz (Verwaltungsrat)

Accu Holding AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)

1C Commercial Real Estate AG, Zug, Schweiz (Verwaltungsrat)

RCT Hydraulic-Tooling AG, Klus, Schweiz (Verwaltungsrat)

SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat)

Lysys AG Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern-EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 182 (Vj. TEUR 175) und setzen sich wie folgt zusammen:

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Fix Variabel Gesamt
2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 61 58 81 78
Dr. Klaus Fuchs 15 13 46 38 61 51
Andreas Kratzer 10 7 30 19 40 26
Michael Wilhelm (stellv. Vorsitzender) 0 5 0 15 0 20

13. Honorare des Abschlussprüfers

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers AG im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

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2014

TEUR
2013

TEUR
Abschlussprüfung 107 116
Sonstige Leistungen 27 27
134 143

14. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

15. Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 16. März 2015

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2014

Angaben in Tausend €

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2014 Erwerbe aus

Unternehmens-

zusammen-

schlüssen
Zugänge Währungs-

differenzen
Abgänge 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 2.735 11.258 0 759 0 14.752
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 57.912 0 4.265 0 44.188 17.989
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.453 16.003 673 1.947 4.096 19.980
66.100 27.261 4.938 2.706 48.284 52.721
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.573 108 968 36 4.255 3.430
72.673 27.369 5.906 2.742 52.539 56.150

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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2014 Währungs-

differenzen
Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 51.090 0 2.631 44.187 9.533
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.985 5 1.030 4.095 1.925
56.371 5 3.661 48.282 11.754
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.207 18 552 4.247 1.530
61.579 23 4.212 52.529 13.285

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Buchwerte
31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.456 2.439
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 8.455 6.821
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.055 468
40.966 9.728
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.899 1.366
42.865 11.094

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2013

Angaben in Tausend €

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2013 Erwerbe aus

Unternehmens-

zusammen-

schlüssen
Zugänge Währungs-

differenzen
Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 2.735 0 0 0 0 2.735
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 53.530 0 4.382 0 0 57.912
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.274 0 236 -1 56 5.453
61.539 0 4.618 -1 56 66.100
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.345 0 517 -3 286 6.573
67.884 0 5.135 -4 342 72.673

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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2013 Währungs-

differenzen
Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 48.742 0 2.349 0 51.091
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.719 0 319 53 4.985
53.757 0 2.668 53 56.372
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.965 -3 492 247 5.207
58.722 -3 3.160 300 61.579

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Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 2.439 2.439
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 6.821 4.789
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 468 554
9.728 7.782
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.366 1.380
11.094 9.162

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und –verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht der Softing AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 16. März 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Breitbeck, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 16. März 2015 gebilligt.