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Softing AG — Earnings Release 2011
Dec 22, 2011
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Earnings Release
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Gap ist auf mehr Auslandsgeschäft angewiesen
■ 2011 war nicht gerade das Jahr des Modeherstellers Gap. Auf dem heimischen Markt haben die Kalifornier anhaltende Absatzprobleme, angesichts derer der Konzern im Oktober eine Schrumpfkur in den USA ankündigte. Bis Ende 2013 sollen zahlreiche Läden und Outlet-Stores wegfallen, betroffen sind sowohl die Kernmarke Gap als auch die Billiglinie Old Navy. Dass der Strategiewechsel nötig ist, bestätigte sich in den vergangenen Monaten. Nachdem das Unternehmen aus San Francisco im Q3 (per 31.10.) einen Umsatzrückgang von 2% auf 3,59 Mrd. US-Dollar hinnehmen musste, lief auch der November dürftig: Die Erlöse gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3% auf 1,47 Mrd. Dollar zurück. Die Aussage von Vorstandschef Glenn Murphy, er erwarte einen Dezember, der von heftigem Wettbewerb und Angeboten geprägt sein werde, macht wenig Hoffnung auf ein versöhnliches Q4.
Unser VOTUm: Akkumulieren
Gap Inc.
Ist also alles schlecht im Hause Gap? Nein, denken wir. Denn auch wenn der Konzern in den USA zu kämpfen hat und bis Ende des laufenden Geschäftsjahres statt 125 ganze 150 in Eigenregie geführte Läden schließen will, gibt es doch Hoffnungsschimmer. So soll der Anteil des Onlinehandels an den Erlösen schnell steigen. Im ersten Halbjahr 2011/12 kletterte der Umsatz dort immerhin um 19%. Der zweite große Hoffnungsträger ist die Expansion ins Ausland. In China, wo Gap bereits in Shanghai und Peking vertreten war, hat der Modespezialist im Dezember einen Flagship-Store in Hongkong eröffnet. Noch im Dezember kommen weitere Läden hinzu und bis Ende des kommenden Jahres will das Unternehmen bereits 45 Standorte in China betreiben. Auch in Südamerika greifen die Kalifornier an: Nachdem in Chile bereits im Oktober ein erster Shop eröffnete, sollen 2012 Panama und Kolumbien folgen. Auch Europa ist längst kein blinder Fleck mehr. Mit dem Flagship-Store für die hochpreisige Banana Republic-Linie auf dem Champs Élysées will Gap noch schnell das Weihnachtsgeschäft abgreifen. Insgesamt soll der Anteil von Online- und Auslandsgeschäft bis Ende 2013/14 auf 30% steigen.
Dass die Auslandserlöse flächenbereinigt im November um 9% sanken, zeigt allerdings den Handlungsbedarf. Nach einem Übergangsjahr soll es 2012/13 wieder nach oben gehen, so die Meinung der Analysten. Das gilt auch für die Aktie (18,13 Dollar; US3647601083). Anleger mit langem Atem greifen bis 18 Dollar zu; Stopp bei 13 Dollar setzen. ■
So geht´s weiter
Gute Nachrichten kommen von Wirecard. Der Online-Zahlungsdienstleister hat am Freitag die Übernahme des Prepaid-Kartengeschäfts der britischen Newcastle Building Society verkündet, zu Wochenbeginn meldeten die Bayern Air Mauritius als Neukunden. Die Aufwärtstendenz mit steigenden Tiefs, die wir bei dem TecDAX-Titel (12,23 Euro; DE0007472060) in der Ausgabe vom 30.11. konstatierten, hat sich fortgesetzt, so dass wir optimistisch bleiben. Neuleser passen ihr Akkumulieren-Limit auf 11,70 Euro an. Neuer Stopp für alle Bestände: 9,20 Euro. + + + Softing (4,50 Euro; DE0005178008) hat binnen sechs Wochen zum zweiten Mal die 2011er-Prognose erhöht. Den erwarteten Umsätzen von rund 37 Mio. Euro 2011 stellt der Spezialist für Industrieprozesse und Automobilelektronik nunmehr ein EBIT von 4 Mio. Euro (zuvor: mindestens 3,7 Mio. Euro) zur Seite. Für 2012 sieht es ebenfalls vielversprechend aus. Das Volumen der wiederkehrenden Aufträge liegt derzeit rund 60% über dem Vorjahr, ließ das Unternehmen verlauten. Damit seien bereits heute ein Viertel der erwarteten 2012er-Umsätze abgesichert. Hinzu kommt eine "massive Ausweitung der Aufträge" für einen Marineausrüster aus Skandinavien. Den Aktionären rund um die Trier-Familienstiftung werden in der kommenden Hauptversammlung voraussichtlich 0,20 Euro Dividende vorgeschlagen (Rendite 4,4%). Wir bleiben bei unserem Akkumulieren-Votum aus PB v. 21.11. mit Limit 4,30 (Stopp: 3,40) Euro. + + + Der Damenwäschehersteller Wolford ist sehr zufrieden mit dem bisherigen Vorweihnachtsgeschäft. In der Periode von Anfang November bis Mitte Dezember lagen die Umsätze um gut 6% höher als im Vorjahr, flächenbereinigt sogar bei 9%, hieß es bei den Bregenzern. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 (per 30.4.) erwarten wir Umsatzzuwächse in ähnlicher Größenordnung. Der Nettogewinn dürfte allerdings um mehr als die Hälfte auf knapp 8 Mio. Euro anschwellen und 2012/13 nochmals um 18% anziehen. Das 2012/13er-KGV der Aktie (23,28 Euro; AT0000834007) taxieren wir daher auf 12. Trotz dieser moderaten Bewertung scheint sich der Titel endgültig in der seit November 2010 etablierten Handelszone zwischen 22,50 und 25 Euro festzufahren. Halten Sie Ihre mit 13% vorne liegenden Bestände (Ausgabe vom 13.10.10) mit Stopp 20,40 Euro, aber stocken Sie Ihre Positionen nicht mehr auf.