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Softing AG — Earnings Release 2009
Nov 6, 2009
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Earnings Release
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Richtig gesteuert
Der Nachfrageeinbruch im Maschinenbau und in der Autobranche hat die Softing AG (WKN 517 800) belastet. Doch der Spezialist für Kommunikations-technologie steuert gestärkt aus der Krise - und steht vor einer Trendwende. Analysten sehen bei dem Small Cap über 50 Prozent Kurspotenzial.
Im ersten Halbjahr hat sich bei Softing noch die Abhängigkeit vom Maschinenbau und der Automobilindustrie negativ bemerkbar gemacht. Umsatz und Auftragseingang gingen um 29 respektive 34 Prozent zurück. Das Unternehmen entwickelt komplexe Soft- und Hardware sowie Systeme, die in den Bereichen industrielle Automatisierung und Fahrzeugelektronik Anwendung finden. "Zwar kommen die Produkte und Lösungen von Softing nicht direkt im Fahrzeug zum Einsatz, jedoch hatten deutliche Sparmaßnahmen der Automobilhersteller und deren Zulieferer dazu geführt, dass auch die Nachfrage nach Produkten für die Entwicklung der Fahrzeugelektronik gesunken war", erklärt Andreas Wolf von SES Research.
Anspruchsvolle Lösungen
Die Gesellschaft hat die Zwangspause genutzt, um sich für die Zeit nach der Krise zu rüsten. "Gerade in dieser schwierigen Zeit positioniert sich Softing als innovativer und kostenbewusster Partner für anspruchsvolle Lösungen im Bereich der industriellen Automatisierungs- und Fahrzeugtechnik", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier. Die Präsenz auf den wichtigen Auslandsmärkten wurde verstärkt und die Produktpalette weiter ausgebaut. Drei neu entwickelte Produkte werden bereits in diesem Monat auf den entsprechenden Branchenmessen vorgestellt.
Stabilisierung des Geschäfts
Die Kosten für Kapazitäts- und Personalanpassung haben das Ergebnis im ersten Halbjahr noch belastet. Das EBIT rutschte mit 1,6 Millionen Euro in die roten Zahlen (Vorjahr: +1,4 Millionen Euro). Die operative Entwicklung dürfte sich im Jahresverlauf verbessern. Dennoch sollte man bei den am 13. November zur Veröffentlichung stehenden Q3-Zahlen noch keinen operativen Gewinn erwarten. "Der Umsatz dürfte gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 30 Prozent auf sechs Millionen Euro zurückgegangen sein und damit noch Spuren konjunktureller Einflüsse zeigen", sagt SES-Analyst Wolf. In seinen Augen ist es viel wichtiger, dass dies bereits ein Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal und damit auch eine Stabilisierung des Geschäfts reflektiert. Im Schlussquartal sollte dann bereits der Break-even
gelingen. 1 Jahr
Verdreifachung des Gewinns
Im Gesamtjahr dürfte bei der schuldenfreien Gesellschaft bei einem Umsatz von 25 Millionen Euro noch ein Verlust von zehn Cent in den Büchern stehen. 2010 sollten die Erlöse bereits wieder zweistellig zulegen. Damit wäre auch ein Gewinn je Aktie von sieben Cent möglich. Bei gleichbleibendem Umsatzwachstum liegt 2011 dann eine Verdreifachung des Gewinns im Rahmen des Möglichen.
Lukrative Turnaround-Spekulation
SES-Analyst Wolf erwartet spätestens mit den Zahlen zum vierten Quartal die Wende im Newsflow und empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 3.30 Euro zum Kauf. Aus charttechnischer Sicht steht eine Trendwende aber bereits unmittelbar bevor. Riskobewusste Anleger bauen bei dem marktengen Small Cap mit Limit 2,25 Euro eine kleine Trading-Position auf. Das erste Kursziel liegt bei 2,60 Euro. Gelingt der Gesellschaft im kommenden Jahr der Turnaround, sollte mittelfristig das Kursziel des SES-Analysten angesteuert werden.
| ANTICE | ||||
|---|---|---|---|---|
| 09:15 6.11.1909 | 2,15€ | 3,30€ | $1,60 \in$ | Aktiv 1 |
| 2,06€ |
Freitag, 6. November 2009, 11:21 Uhr
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