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Softing AG — Earnings Release 2007
Oct 2, 2007
405_rns_2007-10-02_1598468d-c9f3-4ce5-8a63-0bb1f5c0f267.pdf
Earnings Release
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Die "neue" Softing
Die Münchener Softing AG hat ihre EBIT-Prognose auf zwei Millionen Euro erhöht. Vorstandschef Dr. Wolfgang Trier hat mittelfristig jedoch weit ambitioniertere Ziele.
Hat die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro im Visier: Softing-Chef Dr. Wolfgang Trier
SOFTING 517800
DER AKTIONÄR: Herr Dr. Trier, die Aktionäre haben auf der diesjährigen Hauptversammlung eine gänzlich andere Softing erlebt. Warum haben Sie bei den Verlusten im Automobilsektor nicht schon früher die Notbremse gezogen?
DR. WOLFGANG TRIER: Lange haben wir mit der "Notbremse" nicht gewartet. Bereits im zweiten Halbjahr 2005 haben wir uns für drastische Korrekturen im Bereich Automotive Electronics entschieden. Dies führte zur Neubesetzung des Automotive-Vorstandsressorts im Februar 2006 sowie einiger weiterer Schlüsselpositionen des Geschäftsbereichs. Die Folge war eine schnelle inhaltliche Umsetzung der Neupositionierung des Bereichs im Jahr 2006. Auch wenn die Vorjahresergebnisse dies nach außen nicht zeigten, war uns klar, dass die Neupositionierung der Automobilsparte Erfolg haben würde.
Von dem Ergebniszuwachs, den Sie für das laufende Jahr prognostizieren, hatten Sie Ende Juli schon wie viel in der Tasche?
Ausreichend viel, um die Zusage "EBIT von mehr als zwei Millionen Euro" ohne jede Nervosität treffen zu können.
Für den Geschäftsbereich Industrial Automation geben Sie im Halbiahresbericht einen EBIT-Sprung von 0,50 Millionen auf 0,85 Millionen Euro an.
Im Segment Industrial Automation wollen wir nach knapp elf Millionen Euro Umsatz im Vorjahr dieses Jahr organisch die Marke von zwölf Millionen Euro überschreiten und das Vorjahres-EBIT in Höhe von 800.000 Euro übertreffen. Wie Sie sehen, ist uns dies mit einem operativen Gewinn von 851.000 Euro fast schon zum Halbjahr gelungen. Auch hier stecken Reserven, um den angekündigten operativen Gewinn von zwei Millionen Euro in der Softing-Gruppe zum Jahresende zu erreichen.
Sie sind in einem Milliardenmarkt tätig. Welche Wachstumsziele haben Sie sich mittelfristig gesetzt?
Unsere letzte strategische Bewertung hat ergeben, dass im Automatisierungsmarkt von etwa 120 Milliarden US-Dollar grundsätzlich mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar auf das Thema "Kommunikation" entfallen. Hier sind wir heute nur mit etwa 15 Millionen Euro vertreten. Analoge Größenordnungen gelten für den Bereich Automotive Electronics.
Bei einem erwarteten Jahresumsatz von mehr als 26 Millionen Euro bleibt reichlich Raum für Wachstum. Wir wollen durch organisches und nicht-organisches Wachstum zunächst die Umsatzschwellen von 50 Millionen und
dann 100 Millionen Euro überschreiten. Gleichzeitig streben wir das nachhaltige Erreichen einer zweistelligen EBIT-Marge an.
Dürfen sich Softing-Aktionäre demnächst über eine Dividende freuen?
Wir werden zum Ende des Jahres 2007 sicher zu prüfen haben, ob schon für 2007 eine Dividende denkbar ist. Als Alternative zu einer Dividendenzahlung wären aber auch entsprechend attraktive Akquisitionen denkbar.
Das vollständige Interview lesen Sie auf www.deraktionaer.de.
Erst der Anfang
Seit der Empfehlung in Ausgabe 30/2007 hat die Softing-Aktie rund 23 Prozent zugelegt. Nach den jüngsten Erfolgsmeldungen der "neuen" Softing ist das Erreichen des AKTIONÄRS-Kursziels von 4,40 Euro wahrscheinlicher denn je. Zumal erfolgreiche Akquisitionen weiteres Potenzial eröffnen würden. $lam$