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Softing AG — Annual Report 2022
May 12, 2023
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Annual Report
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Publication

Softing AG
Haar
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Geschäftsbericht 2022
Kennzahlen Konzern
| 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | (Mio. EUR) | 155,8 | 104,8 | 72,8 | 95,6 | 88,1 |
| Umsatzerlöse | (Mio. EUR) | 98,3 | 84,7 | 77,6 | 91,1 | 83,9 |
| EBIT (operativ) | (Mio. EUR) | 3,3 | 3,0 | 1,6 | 4,1 | 3,5 |
| EBITDA(IFRS) | (Mio. EUR) | 9,7 | 9,1 | 7,8 | 12,1 | 9,0 |
| EBIT(IFRS) | (Mio. EUR) | 0,8 | -0,5 | -3,9 | 4,3 | 4,1 |
| Konzernergebnis(IFRS) | (Mio. EUR) | -1,2 | -0,1 | -4,6 | 2,9 | 3,3 |
| Ergebnis je Aktie (IFRS) | (EUR) | -0,13 | -0,01 | -0,50 | 0,31 | 0,38 |
| Langfristige Vermögenswerte | (Mio. EUR) | 64,4 | 62,5 | 64,3 | 70,6 | 63,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | (Mio. EUR) | 46,1 | 40,8 | 40,9 | 46,1 | 36,8 |
| Eigenkapital | (Mio. EUR) | 61,8 | 63,5 | 63,0 | 69,6 | 68,4 |
| Eigenkapitalquote | (in %) | 56,0 | 61,5 | 59,9 | 59,6 | 68,5 |
| Zahlungsmittel/-äquivalente | (Mio. EUR) | 6,8 | 9,6 | 10,2 | 14,9 | 9,7 |
| Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 395 | 388 | 399 | 404 | 404 |
VORWORT
LIEBE AKTIONÄRE, MITARBEITER, PARTNER UND FREUNDE VON SOFTING,
Softing wächst - zweistellig. Wir haben unser langjähriges 100 Mio. EUR Umsatzziel fast erreicht. Das ist für uns der größte Erfolg des vergangenen Jahres. Lassen Sie es mich vorwegnehmen: Wir sind überzeugt, trotz aller Unsicherheiten auch im laufenden Jahr weiter zu wachsen. Das aufgebaute Momentum wird uns deutlich über die Schallmauer von 100 Mio. EUR Umsatz tragen. Dies trotz unverändert gestörter Lieferketten, Krieg in Europa und einem schlingerndem Wirtschaftsraum China.
Der Umsatz im Softing Konzern stieg im Geschäftsjahr 2022 um rund 16% auf einen neuen Rekordwert von 98,3 Mio. EUR. Das sind fast 14 Mio. EUR mehr als im Vorjahr (Vj. 84,7 Mio. EUR). Dies ungeachtet umfassend unerfüllter Bestellungen (Backlog) durch unsere Kunden. Der um knapp 50% gestiegene Auftragseingang (exakt: 48,6%) von 155,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr von 104,8 Mio. EUR markiert einen absoluten Rekord in der Geschichte des Softing-Konzerns. Der nahezu verdreifachte Auftragsbestand in Höhe von 89,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 (Vj. 33,6 Mio. EUR) wurde von allen drei Segmenten gespeist.
Doch Wachstum in dieser Höhe und noch dazu in einem schwierigen Umfeld trotzend hat seinen Preis: Überproportional zum Umsatz gestiegene Materialkosten. Diese waren inflations- und knappheitsbedingt verstärkt durch die direkten und indirekten Folgen des russischen Vernichtungskriegs in Europa. Das alles war in der Planung nicht vorgesehen und führte zu einem nur unterproportional gewachsenen Ertrag. Dennoch: Die strategische Entscheidung, nach den Covid-Jahren dem Aufbau von Wachstums-Momentum Vorrang zu geben, war richtig!
Softing erwirtschaftete ein EBITDA in Höhe von 9,7 Mio. EUR (Vj. 9,1 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9,9% (Vj. 10,6%). Zu berücksichtigen ist im Vorjahresvergleich der vollständige Wegfall von Covid-Hilfen und Einsparungen aus Kurzarbeit. Entsprechend drehte das EBIT von minus 0,5 Mio. EUR im Vorjahr ins Positive und erreichte 0,8 Mio. EUR. Das operative EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 3,9 Mio. EUR und deren Abschreibungen von 4,6 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung von 1,7 Mio. EUR) stieg im Jahr 2022 auf 3,3 Mio. EUR, nach 3,0 Mio. EUR im Vorjahr.
Die Nachfrage nach industriellen Produkten entwickelte sich im Zuge der Erholung nach der Corona-Krise dynamisch. Liefern war die Kunst. So war auch das Segment Industrial durch die Beschaffungskrise bei elektronischen Bauteilen dramatisch betroffen. Durch Aufbau eines eigenen Planungsteams und den gezielten Zukauf fehlender Bauteile auf dem Spot-Markt, konnte das Segment Industrial gerade im letzten Quartal des Jahres aufholen. Viele Projekte wurden weitgehend planmäßig abgearbeitet. All das kostete aber Marge, da wir die langfristig vereinbarte Preise nicht beliebig kurzfristig anheben konnten. Das Segment Industrial erzielte einen um 18% höheren Umsatz von 72,0 Mio. EUR (Vj. 61,0 Mio. EUR). Die Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT stabilisierten sich nahezu auf Vorjahresniveau. Das EBITDA betrug 7,2 Mio. EUR (Vj. 7,3 Mio. EUR). Das EBIT lag bei 4,1 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR). Das Produktangebot, insbesondere die Software-Produkte, rund um die Datenkonnektivität zur Anlagenoptimierung wurde erneut deutlich ausgebaut. Strategische Partnerschaften mit führenden Automationsanbietern führten zu verstärkter Vermarktung. Ein weiterer Fokus lag auf einer Stärkung der Internationalisierung unserer Vertriebs- und Vermarktungsorganisation.
Im Segment Automotive stellte sich 2022 eine spürbare Erholung der Nachfrage ein. Es gelang uns erneut, die Kundenbasis für die Softing Diagnose- und Testlösungen zu erweitern. Das Geschäft mit Software-Mietmodellen (Software as a Service) konnte weiter aufgebaut und Software-Neuprodukte platziert werden. So zeigt der Markt reges Interesse an unserer neuen TDX-V3 Software, mit der einfach und schnell individuelle Diagnoselösungen im Baukastensystem erstellt werden können. Dies zielt auf Kleinserien und liegt damit für die Dynamik bei Elektrofahrzeugen voll im Trend. Softing bietet die derzeit wohl interessantesten integrierten Lösungen rund um Test- und Flashanwendungen. So hat Softing Automotive im vergangenen Jahr ein Großprojekt eines Premiumherstellers zur weltweiten Ausrüstung seiner Produktionswerke gewinnen können. Allein dieses Projekt wird in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbeitrag an zusätzlichem Umsatz leisten. Die Hauptwirkung auf Umsatz und Ertrag wird sich ab 2024 zeigen, wenn Produktlieferungen in großem Stil einsetzen. Auch für den Prüfstandbau konnten neue Großkunden gewonnen werden. In einzelnen Bereichen arbeiten wir an der Kapazitätsgrenze. In vielen Produktbereichen bauen wir deutlich Personal auf.
Im Telematik-Bereich kamen der Flottenmarkt, die Autovermietungen und die Mobility-Branche nach der Corona-Zeit spürbar in Gang, wenngleich durch Lieferschwierigkeiten der Automobilhersteller belastet. Die erhöhten Kosten konnten von unseren Kunden zumindest teilweise erfolgreich an die Kunden weitergereicht werden. Ein weiteres Ertragspotential für Autovermieter steckt in der Weitergabe der Kosten aus Bagatellschäden an die Mieter. Diese bleiben heute bei Rückgabe durch den Mieter häufig unentdeckt. Ein großer deutscher Autovermieter hat in einer Testflotte die unter Beihilfe von GlobalmatiX-Technologie detektierten Schäden systematisch an die Verursacher weiterberechnet. Damit ist ein neuer Business-Case für die Telematik entstanden. Aber auch Kunden mit bereits vierstelligen GlobalmatiX-Installationen haben sowohl durch die klassischen Datendienste wie auch durch Diebstahlerkennungen gute Erfahrungen mit GlobalmatiX gemacht. Sie treiben die Flotten-Digitalisierung mit unserer Technik weiter voran. Trotz erster Erfolge beim Umsatzwachstum blieb der EBIT-Beitrag aus diesem Teil des Geschäfts deutlich negativ. Grund waren die weiterhin hohen Ausgaben für die Kundengewinnung, die über zahlreiche Pilotprojekte erfolgten. Im laufenden Jahr wird es für die Profitabilität wesentlich sein, mit den erfolgreich durchgeführten Pilotinstallationen ins Volumen zu wachsen.
Der Umsatz im gesamten Segment Automotive stieg von 15,9 Mio. EUR um 21% auf 19,2 Mio. EUR, daraus resultierte ein EBITDA von 1,3 Mio. EUR nach 1,9 Mio. EUR im Vorjahr. Das operative EBIT bewegte sich auf gleichem Niveau wie im Vorjahr bei rund -1,9 Mio. EUR (Vj. -1,7 Mio. EUR). Hier erwarten wir im laufenden Jahr eine Verbesserung, von 2024 an ein klar profitables Geschäft.
Das Segments IT Networks hat in 2022 die Markteinführungen der neuen CableMaster- und LinkXpert-Serien geleistet. Allerdings führte der Ausfall eines Lieferanten zu rund 1.000 von Kunden bestellten Geräten, die in 2022 nicht mehr ausgeliefert werden konnten. Dies führte zum Aufbau eines Auftragsbestands, den es in diesem von kurzfristigem Geschäft geprägten Segment IT Networks gar nicht geben sollte. Dadurch sank trotz hoher Dynamik im Vorjahresvergleich der Umsatz von 8,4 Mio. EUR um rund 8% auf 7,7 Mio. EUR. Zusammen mit steigenden Herstellkosten führte dies zu Verlusten. Es wurde ein EBITDA von -1,4 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) und das EBIT von -2,3 Mio. EUR (Vj. -0,8 Mio. EUR) erzielt. Durch den Aufbau eines neuen Lieferanten werden wir zum Ende des ersten Halbjahrs 2023 alle Produkte in den benötigten Stückzahlen liefern können. Wir sehen auch kaum Stornierungen der zur Lieferung ausstehenden Bestellungen. Zusätzlich werden wir zwei spannende Neuprodukte im laufenden Jahr noch in die Vermarktung führen. Auch wird der im Vorjahr begonnene Ausbau des europäischen Vertriebsnetzes erstmals im Umsatz erkennbar werden.
Wie immer gilt es bei Festlegung unserer Jahresziele das politische und wirtschaftliche Umfeld zu bewerten. Den Vernichtungskrieg Russlands gegen die Ukraine hat jeder vor Augen. Dessen Ende muss militärisch definiert werden. Erst beim unverkennbaren Zusammenbruch militärischer Stärke werden Putin und seine Schergen von Maximalforderungen ablassen. Die Hoffnung, russische Oligarchen könnten Putin stoppen, ist illusorisch. Sie sind nichts weiter als wandelnde Portemonnaies der Diktatur, denen jederzeit und nach Belieben Vermögen und Leben genommen wird. Das gilt in ähnlicher Weise für China. Die Machtkonzentration in China und die aggressive Rhetorik in Bezug auf Taiwan bedrohen weiter die Lieferketten. Die Abkehr von wirtschaftlich orientiertem Denken hin zu ideologisch geprägter Machtpolitik macht Sorge. Während Russland militärisch und wirtschaftspolitisch als absteigende Regionalmacht entlarvt ist, hat China unstreitig Weltmachtpotential. Für uns heißt das, Lieferketten stärker auf Europa und Amerika ausrichten und Abhängigkeiten aus diesem Raum zu reduzieren.
Wir dürfen über die externen Bedrohungen aber nicht den Blick auf unsere eigenen Fehlentwicklungen verlieren. In Deutschland organisieren demokratisch nicht legitimierte Minderheiten ein generalstreikartiges Handeln. Eine kurze Rechnung dazu: Verdi soll knapp 1,9 Mio. Mitglieder haben, die Eisenbahnergewerkschaft EVG zählt 180.000 Mitglieder. Bei rund 63 Mio. Wahlberechtigen würde Verdi als Partei mit 3% der Stimmen scheitern. Die EVG würde 0,3% der Stimmen repräsentieren. Dennoch legt diese kumulierte 3,3% "Partei" am 27. März 2023 erstmals abgestimmt im Stil eines Generalstreiks Deutschland nach eigenem Gutdünken lahm. Die gewählte Regierung sagt bisher nichts dazu -worin der Kanzler über reichlich Übung verfügt. Die Schäden für die Volkswirtschaft und die Nötigung der Mehrheit interessieren nicht. "Alle Macht den Gewerkschaften" hat für die Regierungspartei Vorrang, möglicherweise zur Linderung des Verlustschmerzes der immer noch von Putin-Freunden durchsetzen SPD-Kader. Mitte April werden die letzten verlässlichen Pfeiler der CO2-freien Stromversorgung in Deutschland abgeschaltet. Die Versorgungssicherheit leidet, die CO2 Emissionen aus der Stromerzeugung wachsen. Auch das scheint der deutschen Regierung egal zu sein. Stimmung geht vor Fakten, Klientelpolitik hat Vorrang.
Jüngst haben Zusammenbrüche systemrelevanter Banken die Märkte in Aufregung versetzt. Die Zentralbanken bleibt nur wenig Raum zwischen Inflation und Rezession bei offenbar hohen Risiken in den Büchern der Banken. Einer der wenigen Lichtblicke ist die für Softing so zentrale Verfügbarkeit elektronischer Bauteile. Hier zeigt sich eine leichte Entspannung bei der Beschaffung. Man erwartet weitere Besserung im zweiten Halbjahr 2023. Komplexe Bausteine wie FPGA werden dennoch Mangelware bleiben. Es braucht nur eine große Krise im südchinesischen Meer und die zu großen Teilen aus Taiwan stammende Versorgung bricht ein. Wo immer man hinsieht: Das wirtschaftliche und politische Umfeld bleibt stark volatil. Alle Prognosen enthalten damit zwangsläufig große Unsicherheiten.
Wir sind uns der Risiken bewusst, lassen uns jedoch davon im Fokus auf unsere Kunden und die Realisierung der Chancen am Markt nicht ablenken. Das zahlt sich aus. So hat das laufende Jahr mit solider Nachfrage und starken Umsätzen begonnen. Mit dieser Erfahrung und in Verbindung mit unserem hohen Auftragsbestand trauen wir uns für das Jahr 2023 im Konzern erneut ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum zu. Wir wollen aus organischem Wachstum beim Jahresumsatz die Marke von 110 Mio. EUR überschreiten. Getrieben von allen drei Segmenten erwarten wir im Konzern ein positives EBIT sowie ein leicht steigendes operatives EBIT. Dies steht jedoch weiter unter Druck. Inflationsbedingt gehen wir von einem anhaltend erhöhtem Kostendruck durch externe Lieferanten wie auch durch interne Lohnanpassungen aus. Daraus resultiert die derzeit noch vorsichtig formulierte Erwartung eines operativen EBIT von mehr als 3,0 Mio. EUR.
Wir sind trotz des Umfelds optimistisch, da sich Softing in den vergangenen Jahren immer wieder in kürzester Zeit an die neuen Umstände angepasst hat. Das gibt unseren Mitarbeitern den Mut und das Selbstbewusstsein, auch zukünftige Herausforderungen zu meistern. Wir werden auch weiterhin die Chancen am Markt konsequent aufgreifen. Begleiten Sie uns auf diesem Weg!
Herzlichst
Dr. Wolfgang Trier, Vorstandsvorsitzender
Softing-Aktie
STAMMDATEN DER SOFTING-AKTIE
| ISIN / WKN | DE0005178008 / 517800 |
| Supersektor | Information Technology (IT) |
| Sektor | Software |
| Subsektor | IT-Services |
| Börsenkürzel | SYT |
| Bloomberg / Reuters | SYT GR / SYTG |
| Handelssegment | Prime Standard, Amtlicher Handel, EU-regulierter Markt |
| Börsenplätze | XETRA, Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Bremen, Tradegate |
| Erstnotiz (IPO) | 16. Mai 2000 |
| Indizes | Prime All Share Performance Index |
| Aktiengattung | Nennwertlose Inhaber-Stammaktie mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Stückaktie |
| Grundkapital | EUR 9.105.381 |
| Genehmigtes Kapital | EUR 4.552.690 bis zum 8. Mai 2023 |
| Bedingtes Kapital | EUR 4.552.690 bis zum 8. Mai 2023 |
| Designated Sponsoren | ICF Bank AG Wertpapierhandelsbank M.M. Warburg & CO (AG & CO.) KGaA |
| Research Coverage | Warburg Research |
AKTIENMARKT WAR GEPRÄGT VON GEOPOLITISCHEN KRISEN UND EINER GELDPOLITISCHEN ZEITENWENDE
Die Softing-Aktie begann das Jahr mit einem Kurs von EUR 6,94 und erreichte das Jahreshoch 2022 von EUR 7,72 am 12. Januar 2022. Danach sank die Aktie, bedingt durch die anhaltende Corona-Pandemie im ersten Halbjahr und im weiteren Verlauf durch den im Februar begonnenen Angriffskrieg des russischen Militärs gegen die Ukraine auf das Niveau von EUR 5,44 Anfang März. Relativ schnell erholte sich die Aktie wieder und stieg bis Ende April auf EUR 6,32. Bis Mitte Juli gab die Softing-Aktie dann wieder auf ein Niveau um die EUR 5,50 nach, um dann rasant ein Hoch von EUR 6,90 Mitte August zu erklimmen. Bis 22. November sank die Aktie auf das Jahrestief von EUR 5,04. Bis Ende des Jahres erholte sich die Aktie nur leicht und lag am 30. Dezember bei EUR 5,30. Die Marktkapitalisierung der Softing AG lag damit am Bilanzstichtag am 31.Dezember 2022 bei 48,3 Mio. EUR deutlich unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 61,9 Mio. EUR. Das Grundkapital der Softing AG beträgt unverändert 9.105.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Aktuell (22. März 2023) notiert die Softing-Aktie um EUR 6,32.
Im Berichtszeitraum lag der durchschnittliche Tagesumsatz der Softing-Aktie mit 5.550 Stücken (Xetra + Parkett) um 8,2% über dem Vorjahreswert von 5.130 Stücken. Softing unterstützt die Handelbarkeit der Aktie durch zwei Designated Sponsoren, die ICF Bank AG Wertpapierhandelsbank und die M.M. Warburg & CO (AG & CO.) KGaA.
ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag im Jahr 2022 bei -0,13 EUR gegenüber -0,01 EUR im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie berechnet die Softing AG gemäß IAS 33 auf Basis der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.
HAUPTVERSAMMLUNG BESCHLOSS EINE DIVIDENDE AUSZUSCHÜTTEN
Die Hauptversammlung der Softing AG beschloss am 6. Mai 2022 auf Grund der Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2021 wiederum eine Dividende von EUR 0,10 je Stückaktie auszuschütten.
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Die größte Einzelposition der 9.105.381 Softing-Aktien wird nach Kenntnis der Gesellschaft mit 2.043.221 Aktien (22,4%) unverändert von der Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien gehalten. Dem folgt als weiterer Großaktionär Herr Alois Widmann, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, der 1.450.000 Aktien (15,9%) hält, gefolgt von einer Reihe von institutionellen Investoren sowie einigen privaten Ankerinvestoren. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.
ANALYSTENEMPFEHLUNGEN
Warburg Research analysiert die Softing-Aktie seit Jahren regelmäßig in Research-Berichten und veröffentlichte 2022 sechs Studien und Updates zur Aktie. Das letzte Update vom 16. November 2022 spricht unverändert eine Buy-Empfehlung aus und nennt ein angehobenes Kursziel von EUR 7,30 (zuvor EUR 7,20).
Analysteneinschätzungen zur Softing-Aktie stehen unter www.softing.com im Bereich Investor Relations - News & Veröffentlichungen - Analysten & Research zur Information bereit. Im Bereich Presse und Interviews sind die Wachstumsaussichten des Softing-Konzerns, die in den verschiedensten Finanznachrichten wie etwa 4investors, Börsengeflüster, Börse Online, Der Aktionär online, Effecten-Spiegel, Focus Money, Nebenwerte Journal, Nebenwerte Magazin, Frankfurter Börsenbrief, finanzen.net, Plusvisionen oder anderen veröffentlicht wurden, zu finden.
HANDELSVOLUMINA DER SOFTING-AKTIE 2022 IN EUR

KAPITALMARKTKOMMUNIKATION
Investor Relations ist eine zentrale Aufgabe des Konzerns. Im ersten Halbjahr 2022 war die Kapitalmarktkommunikation mit diversen Roadshows und zahlreichen CoVid-19-Pandemie bedingten virtuellen Investoren- und Analystenveranstaltungen gefordert, um die notwendige Aufmerksamkeit und Attraktivität am Kapitalmarkt kontinuierlich sicherzustellen. Weiterhin war Softing auf ausgewählten Investorenkonferenzen wie dem Deutschen Eigenkapitalforum im November in Frankfurt am Main, sowie den Münchener Kapitalmarktkonferenzen (MKK) im Mai und im November vertreten. Im laufenden Jahr 2023 haben wir uns vorgenommen, Präsenz und Visibilität zur kontinuierlichen Betreuung der Investoren noch einmal zu steigern.
Die Aktivitäten in der Finanzkommunikation wurden durch zahlreiche Gespräche mit institutionellen und privaten Investoren, sowie mit Vertretern der Presse ergänzt. Auf der Unternehmenswebsite finden Anleger relevante Informationen zur Softing-Aktie (Bereich Investor Relations) sowie zum Unternehmen.
KURS DER SOFTING-AKTIE VOM 3.1.2022 BIS 31.12.2022 (XETRA)

ORGANE DER GESELLSCHAFT UND WERTPAPIERBESITZ
| Organe | Aktien | Optionen | ||
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2022 Stück | 31.12.2022 Stück | 30.06.2022 Stück | 31.12.2022 Stück | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aufsichtsrat | ||||
| Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender bis 6.5.2022), Rechtsanwalt, München | - | - | - | - |
| Matthias Weber (Vorsitzender ab 6.5.2022), Dipl.-Kaufmann, Baierbrunn | - | - | - | - |
| Andreas Kratzer (Aufsichtsrat), Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Neuheim, Schweiz | 10.155 | 10.155 | - | - |
| Dr. Klaus Fuchs (Aufsichtsrat), Dipl.-Informatiker/Dipl.-Ingenieur, Helfant | 278.820 | 278.820 | - | - |
| Vorstand | ||||
| Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München | 163.234 | 163.234 | - | - |
| Ernst Homolka, München | 10.900 | 10.900 | - | - |
FINANZKALENDER
| 27.03.2023 | Konzernjahresabschluss / GB 2022 |
| 03.05.2023 | Zwischenmitteilung Q1/3M 2023 |
| 04.05.2023 | Hauptversammlung 2023 |
| 14.08.2023 | Halbjahresfinanzbericht 2023 |
| 14.11.2023 | Zwischenmitteilung Q3/9M 2023 |
| 15.11.2023 | Münchner Kapitalmarkt Konferenz |
| 27. - 29.11.2023 | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt |
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022
der Softing AG sowie des Softing-Konzerns
GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL
Geschäftsmodell des Softing-Konzerns
Der Softing-Konzern ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial, Automotive und IT Networks international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware-Produkte sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.
Im Segment Industrial ist Softing nach Ansicht des Vorstandes ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrieller Steuerungen, sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.
Die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen des Segments Automotive von Softing stehen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z.B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen, sowie Consulting und Engineering vor Ort. Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO. Das Thema Datenfernübertragung hat mit der Akquisition der GlobalmatiX AG in den letzten Jahren eine neue Dimension erfahren und wurde im Jahr 2019 zur Marktreife gebracht. 2020 erfolgte der Start der Vermarktung, 2021 erzielte die GlobalmatiX erste wesentliche Vermarktungserfolge.
Das Segment IT Networks steht für das Testen, Qualifizieren und Zertifizieren von Verkabelungen in IT-Systemen, basierend auf weltweiten technologischen Standards. Die Kunden optimieren mit den Messgeräten von IT Networks für Kupfer-, Glasfaser- und WLAN-Netze ihre täglichen Arbeitsabläufe und schaffen Sicherheit im Datenaustausch.
Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in allen drei Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.
Darstellung der Segmente
Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive, Industrial und IT Networks aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.
Geschäftsmodell des Konzerns
Segment Industrial
Softing Industrial Automation GmbH
Die Softing Industrial Automation GmbH mit Sitz in Haar, München, ist nach Ansicht des Vorstandes ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten, sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Weit mehr als 30 Jahre Wissens- und Erfahrungsaufbau in Software und Embedded Engineering prägen das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Softing Industrial Automation ist mit einem starken "Softing Brand" bekannt, speziell für exzellente industrielle Kommunikationslösungen.
Der deutlich verstärkte Trend hin zu flächiger Digitalisierung, mit der Ausprägung hin zu IoT- sowie IIoT- ("industrial internet of things") Lösungen verstärken diese Marktposition von Softing und bewirken eine solide Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten des Unternehmens für Anwendungen in bestehenden Industrieanlagen, als auch in neuen Produktionsstätten.
Softing Italia s.r.l.
Softing Italia ist organisatorisch eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH und betreut Kunden in Italien direkt vor Ort.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee, sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport, Massachusetts, sind organisatorisch Töchter der Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Delaware. OLDI ist seit fast 30 Jahren nach Ansicht des Vorstandes ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Softwareprodukten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDIs tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markteinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort.
Buxbaum Automation GmbH
Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort.
Segment IT Networks
Softing IT Networks GmbH und Softing Singapore Pte. Ltd.
Softing IT Networks GmbH mit Sitz in Haar, München, ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore mit Sitz in Singapur entwickelt und liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich, als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte.
Segment Automotive
Softing Automotive Electronics GmbH
Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar, München, bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Markt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen nach Ansicht des Vorstandes eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing. Darüber hinaus deckt SMT (Softing Mess-Technik) den Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung ab.
Softing Engineering & Solutions GmbH
Die Softing Engineering & Solutions GmbH ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Softing ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen der Fahrzeugelektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Engineering & Solutions GmbH hochwertige Dienstleistungen bei Bedarf auch unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineeringleistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblichen Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Engineering & Solutions GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.
GlobalmatiX AG, GlobalmatiX Inc. und GlobalmatiX GmbH
Die GlobalmatiX AG mit Sitz in Liechtenstein, vertreten in den USA und Deutschland durch ihre Vertriebsgesellschaften, ist ein Mobile Virtual Network Operator (MVNO) der in Europa und Nordamerika mobile Datenkommunikation für Fahrzeuge und Maschinen anbietet, wie diese in den Bereichen (teil-) autonomes Fahren wie auch bei anderen "Connected Services" von Fahrzeugen und Maschinen benötigt werden. Softing weitet mit dieser Akquisition ihre Kompetenzen im Bereich der Megatrends Digitalisierung und Industrie 4.0 aus und legt damit die Basis für neue serviceorientierte Umsätze. Die GlobalmatiX Inc. hat die Vermarktung der Produkte der GlobalmatiX AG in Nordamerika übernommen, die GlobalmatiX GmbH in Deutschland und Europa. Diese Gesellschaften haben trotz Einschränkungen durch die COVID-Pandemie im ersten Halbjahr den Aufbau des Vertriebes im Jahr 2022 vorangetrieben. Die im Jahr 2020/2021 geschaffenen Vertriebskontakte bilden eine solide Basis für den Vertriebserfolg im Jahr 2023 und den kommenden Jahren. Erste große Aufträge in signifikanten Stückzahlen wurden in den Jahren 2021 und 2022 abgeschlossen. Der sich kumulierende Aufbau von Serviceumsätzen in den kommenden Jahren bildet die Basis für eine ertragreiche Zukunft.
Sonstige Gesellschaften
Softing Services GmbH
Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar, München, stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.
SoftingROM s.r.l.
Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien, fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und ist ein strategisch wichtiges Mitglied des Softing-Konzerns.
Softing S.A.R.L.
Die Softing S.A.R.L. mit Sitz in Paris, Frankreich, stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.
Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd.
Die Softing Services GmbH und die Firma Beijing Windhill Technology Co., Ltd. betreiben ein Joint Venture für die Vermarktung der Produkte aus dem Softing-Konzern im chinesischen Markt.
Softing North America Holding Inc., Delaware/USA
Die Softing North America Holding Inc. ist die zentrale Holdinggesellschaft für die nordamerikanischen Tochtergesellschaften.
Geschäftsmodell der Softing AG
Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.
Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
STEUERUNGSSYSTEM
Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen, sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung). Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über ausgewählte Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bezüglich der Corporate Social Responsibility (CSR) wird auf den im Internet veröffentlichen Nachhaltigkeitsbericht verwiesen, https://investor.softing.com/de/ corporate-governance-kodex/nachhaltigkeitsbericht.html.
Der Lagerbestand wird laufend analysiert und in regelmäßigen Abständen auf nicht mehr benötigte Teile durchgesehen und bei Bedarf abgewertet. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können. Während der COVID-19-Pandemie und der Beschaffungskrise gab es Verzögerungen in der Lieferfähigkeit, die teilweise noch anhalten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden stringent nachverfolgt.
Es kam zu keinen erhöhten Forderungsausfällen während der COVID-19-Pandemie und des Vernichtungskrieges Russlands in der Ukraine.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.
Grundlage der Steuerung sind für die Softing AG aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden von Konzerngesellschaften. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.
Forschung und Entwicklung
Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat der Softing-Konzern 15,9 Mio. EUR (Vj. 17,0 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer, sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 16,2% (Vj. 20,0%). Von den Forschungs- und Entwicklungskosten hat der Softing-Konzern 25,1% (Vj. 21,5%) aktiviert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR). Es ergaben sich keine Wertminderungen (Vj. 0 Mio. EUR).
Zum Jahresende waren 224 (Vj. 217) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Segmenten statt. Die Schwerpunkte im Jahr 2022 werden nachfolgend dargestellt:
Softing Industrial
Im Jahr 2022 wurde die neue Ethernet-Kommunikationstechnologie (APL) speziell für die Anforderungen der Prozessindustrie weiterentwickelt. Neben der Erweiterung des Angebots für Technologie-Integration verspricht sich die Gesellschaft insbesondere durch eine komplett neue Produktfamilie, den APL-Switches, neues Wachstum. Des Weiteren wird von Softing in den Bereich der Edge Connectivity (Fabrikautomation/Machine Connectivity) und die Erweiterung des Angebots für Zugang zu Asset Monitoring (Prozessautomation/Device Connectivity) investiert.
Softing IT Networks
Im Bereich IT Networks konzentrierte sich die Arbeit auf das Nachfolgeprodukt des "WireExperts", das voraussichtlich im Jahr 2023 auf den Markt kommen wird. Daneben fokussierte sich die Entwicklung auf weitere Digitalisierungsmöglichkeiten und einfachere Auswertemöglichkeiten der bestehenden Geräte für den Kunden.
Softing Automotive
Im Segment Automotive konzentriert sich Softing weiter auf zwei Schwerpunkte:
Im klassischen Automotive Geschäft wurde im Jahr 2022 weiter an der Integration der verschiedenen Produktsegmente in übergreifende Kundenlösungen gearbeitet und Produkt-Markt-Teams initiiert. Ferner arbeiteten wir an der nächsten Produktgeneration zur flexiblen Integration von Datenbanksystemen. Darüber hinaus wurde an dem Ausbau von ,remote' Use Cases gearbeitet und die DTS9 sowie VCI (Vehicle Communication Interfaces) weiterentwickelt. Mit der aktuell in Entwicklung befindlichen nächsten Generation im Produktsegment TDX werden hochskalierbare Cloud-Technologien die flexible Integration von weiteren Kunden-Backendsystemen erlauben. Hierzu laufen bereits erste erfolgreiche Pilotprojekte und der Markteintritt wird im Geschäftsjahr 2023 erfolgen.
Im Telematikbereich wurde für die Erbringung von "Connected Car"- Anwendungen die zentrale Plattform (Cloud-Plattform) weiterentwickelt. So wurde die Performance der Plattform erneut verbessert und stabilisiert.
WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) beurteilt das weltwirtschaftliche Umfeld als schwach, es liefert keine positiven Impulse für die Konjunktur. Seit dem Herbst 2022 haben sich die konjunkturellen Aussichten jedoch aufgehellt. Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken, auch wenn sie sich nach wie vor auf hohem Niveau befinden. Die Belastungen der privaten Haushalte und Unternehmen durch die hohen Energiekosten sollen durch sogenannte Preisbremsen abgefedert werden. Insgesamt wird die Inflation im kommenden Jahr mit 5,4% deutlich niedriger sein als in der Herbst-Prognose erwartet (8,7%). Zwar werden die real verfügbaren Einkommen und in der Folge auch der private Konsum im kommenden Jahr wohl zurückgehen, allerdings wird das Minus deutlich geringer ausfallen als sich das noch vor einigen Monaten abgezeichnet hatte. Im Ergebnis rechnet das IfW für 2023 nun mit einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3% (Herbst 2022: -0,7%). Im Jahr 2024 dürfte das Bruttoinlandsprodukt mit 1,3% wieder etwas stärker zulegen (Herbst 2022: 1,7%). Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Abkühlung robust, auch weil die Unternehmen nach wie vor händeringend nach Fachkräften suchen. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 98, www.ifw-kiel.de)
Nach Meinung der Experten von Oxford Economics dürfte der weltweite Maschinenumsatz im Jahr 2022 um preisbereinigt 3% zugelegt haben. Das ist mehr als im letzten September vorhergesagt wurde. Für das Jahr 2023 wird nun ein geringeres Wachstum erwartet. Die zukünftige Investitionsneigung dürfte aufgrund der sich weiter erhöhenden Kreditkosten, einem weniger günstigen externen Umfeld sowie geringerer Nachfrageerwartungen im Kontext einer hohen globalen Unsicherheit gedämpft sein. Dennoch werden die Trends in den einzelnen Ländern unterschiedlich gesehen. Für die USA wird ein preisbereinigter Umsatzrückgang im Maschinenbau von 5% prognostiziert. Für die EU-27 fällt das Minus mit 1% milde aus, auch weil die hohen Auftragsbestände in vielen Unternehmen helfen, die Nachfragerückgänge abzufedern. Der negativen Entwicklung in den USA und Europa stehen die positiven Einschätzungen für die gewichtigen asiatischen Maschinenherstellerländer gegenüber. Für Japan, Südkorea und China werden reale Zuwächse zwischen 3% und 5% vorhergesagt. Energiewende und mehr Nachhaltigkeit, fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung verlangen nach Veränderungen in der technologischen Basis, folglich nach neuen Investitionsgütern. Hinzukommt, dass Investitionsfördermaßnahmen wie die EU Aufbau- und Resilienzfazilität sowie der Inflation Reduction Act in den USA die verminderte private Investitionstätigkeit teilweise ausgleichen könnten. (Quelle: VDMA, Konjunkturbulletin international, 2. Februar 2023, www.vdma.org)
Laut Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) war 2022 ein starkes Jahr für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie. Trotz Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation und weiterhin angespannter Lieferketten ist die Produktion der Branche zwischen Januar und November um 3,7% gewachsen. Die Elektro- und Digitalindustrie profitiert erkennbar von den beiden großen Treibern Elektrifizierung und Digitalisierung. Die nominalen Erlöse stiegen im vergangenen Jahr um 12% auf ein Rekordhoch von 224 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwächse gab es bei elektronischen Bauelementen (+ 21%). Es folgen Informations- und Kommunikationstechnik, Batterien, Energietechnik (alle + 14%) und Automation (+ 12%). Die Zahl der Beschäftigten lag zuletzt bei knapp 895.000 und damit 2,3% über dem Vorjahr. Auch beim Export war 2022 abermals ein Rekordjahr. Die deutschen Elektroausfuhren erreichten hier einen Wert von 246 Milliarden Euro (inklusive Re-Exporte) - ein Plus von 9%. Wichtigster Absatzmarkt war die Europäische Union mit Elektrolieferungen in Höhe von 126 Milliarden Euro. Laut ZVEI scheint die Globalisierung an einem Scheitelpunkt zu stehen. Die protektionistische Wirtschaftspolitik Chinas, aber auch der USA bedeuten ein hohes Risiko. Die EU müsse entschlossen gegensteuern und mehr bilaterale Handels- und Rohstoffabkommen abschließen. Für das laufende Jahr zeigt sich der Verband zuversichtlich und geht Stand heute bei der realen Produktion von einer schwarzen Null aus, was einer Konsolidierung auf sehr hohem Niveau entspräche. (Quelle: Elektro- und Digitalindustrie startet zuversichtlich ins neue Jahr, 18.01.2023, www. zvei.org)
GESCHÄFTSVERLAUF
Der Softing Konzern konnte im Geschäftsjahr 2022 einen großen Teil der Corona-Verluste im Umsatzbereich und im EBIT wieder wettmachen. Dies zeigt sich in den um 16,1% gestiegenen Umsätzen, dem um 48,6% gestiegenen Auftragseingang und dem auf 9,7 Mio. EUR gestiegenen EBITDA.
Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr von 104,8 Mio. EUR auf 155,8 Mio. EUR gestiegen. Dies markiert einen Höchstwert in der Geschichte des Softing-Konzerns. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 89,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 (Vj. 33,6 Mio. EUR). Alle Segmente konnten einen signifikanten Zuwachs in den Auftragseingängen und dem Bestand verbuchen.
Dem gestiegenen Auftragseingang folgend waren für den Softing-Konzern in allen Umsatzbereichen, in allen Märkten und in allen Segmenten, eine Ausnahme bildete das Segment IT-Networks, Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Im Jahr 2022 lag der Umsatz mit 98,3 Mio. EUR (Vj. 84,7 Mio. EUR) um 13,6 Mio. EUR (16,1%) über dem Vorjahr.
Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 9,7 Mio. EUR (Vj. 9,1 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9,9% (Vj. 10,6%). Das operative EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 3,9 Mio. EUR und deren Abschreibungen von 4,6 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung von 1,8 Mio. EUR) beträgt 2022 3,3 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR). Damit wurde die Prognose für das operative EBIT in Höhe von 4,0 - 4,8 Mio. EUR aus dem Vorjahr unterschritten.
Dies lag im Wesentlichen an den überproportional gestiegenen Materialkosten, die inflations- und knappheitsbedingt im Zuge des russischen Vernichtungskrieges entstanden sind. Diese Preisanstiege waren in der Höhe in der Planung 2022 nicht vorgesehen.
Das EBIT des Geschäftsjahres 2022 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von -0,5 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Dennoch wurde die ursprüngliche Prognose von 1,5 - 2,0 Mio. EUR unterschritten. Die Ursachen für die Prognoseabweichung sind hier ebenfalls überproportional gestiegene Materialkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen.
Das Finanzergebnis ist durch die Verminderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von 1,1 Mio. EUR eines nicht notierten Eigenkapitalinstruments (Beteiligung an der YOMA GmbH) belastet. Somit erzielte der Konzern ein negatives Finanzergebnis von -1,3 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR).
In Summe resultierte daraus ein Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern von -1,2 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR im Vorjahr.
Die Entwicklung in den Segmenten verlief dabei wie folgt:
Segment Industrial
Die Nachfrage nach industriellen Produkten entwickelte sich im Zuge der Erholung nach der Corona-Krise dynamisch und das Segment wurde durch die Beschaffungskrise bei elektronischen Bauteilen weniger getroffen. So konnten die Projekte weitgehend wie geplant abgearbeitet werden und es ergaben sich lediglich negative Auswirkungen auf der Kostenseite.
Das Segment Industrial erzielte einen Umsatz von 72,0 Mio. EUR (Vj. 61,0 Mio. EUR). Das EBITDA betrug 7,2 Mio. EUR (Vj. 7,3 Mio. EUR). Das EBIT konnte aufgrund höherer Kosten davon nicht profitieren und sank leicht auf 4,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 4,2 Mio. EUR, das operative EBIT auf 4,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 5,1 Mio. EUR.
Segment Automotive
Im Geschäftsjahr 2022 stellte sich eine spürbare Erholung der Nachfrage trotz des Vernichtungskrieges in der Ukraine und der noch fortwirkenden Lieferengpässe aus der Corona-Krise. Es gelang durch neue Leistungsangebote erneut, die Kundenbasis für Diagnose- und Testlösungen zu erweitern und somit den Geschäftsanteil mit Softwaremietmodellen weiter auszubauen. Im Bereich der Prüfstände konnten ebenfalls neue Kunden gewonnen werden. Insgesamt konnten die Kernbereiche des Automotive Segments einen ersten positiven EBIT-Beitrag leisten.
Im Telematik-Bereich kamen der Flottenmarkt, die Autovermietungen und die Mobility-Branche nach der Corona-Zeit wieder spürbar in Gang, auch wenn die Lieferschwierigkeiten der Automobilhersteller oftmals bestehen blieben. Die Auslieferungen im Bereich der Autovermietung nahmen daher deutlich zu. Unsere Lösungen skalieren in einem breiten und internationaler werdenden Markt. Der EBIT-Beitrag bleibt jedoch stark negativ aufgrund der weiterhin hohen Ausgaben für die Kundengewinnung, die über zahlreiche Pilotprojekte erfolgt.
Der Umsatz im Segment Automotive in Summe stieg um 21% von 15,9 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR, daraus resultierte ein EBITDA von 1,3 Mio. EUR nach 0,9 Mio. EUR im Vorjahr. Das operative EBIT bewegte sich auf gleichem Niveau wie im Vorjahr bei rund -1,9 Mio. EUR (Vj. -1,7 Mio. EUR). Aufgrund der hohen Markteintrittsinvestitionen im Bereich der Telematik-Dienstleistungen blieb das EBIT mit -2,4 Mio EUR (Vj. -2,5 Mio. EUR) noch negativ.
Segment IT Networks
Die Covid-19 Krise und anschließend auch die Verwerfungen in den Lieferketten durch den Vernichtungskrieg Russlands in der Ukraine haben die Markteinführung von neu entwickelten Produkten wie die neue CableMaster und LinkXpert Serie verzögert. Die für das Jahr 2022 geplanten Produkteinführungen konnten nicht in dem geplanten Umfang umgesetzt werden und werden nun voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 in den benötigten Stückzahlen zur Verfügung stehen.
Dadurch kam es im Jahr 2022 zu einer geringeren Nachfrage nach dem "WireExpert", dessen Nachfolgeprodukt für Ende 2023 vor der Tür steht. Während das Hauptgeschäft im Bereich Zertifizieren stabil und schnell beliefert werden konnte, gab es bei den anderen Produktfamilien instabile Lieferketten, so dass Auslieferungen nicht wie geplant vorgenommen werden konnten.
Insgesamt sank daher im Segment IT Networks der Umsatz um 8% von 8,4 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR und es wurde ein EBITDA von -1,4 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) sowie ein EBIT von -2,3 Mio. EUR (Vj. -0,8 Mio. EUR) erzielt. Das operative EBIT sank von -0,7 Mio. EUR auf -2,4 Mio. EUR.
Geschäftsverlauf der Softing AG
Der Jahresüberschuss der Konzernmutter, Softing AG, sank aufgrund gesunkener Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften sowie Wertminderungen auf Beteiligungen um 0,2 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR im Jahr 2022.
ERTRAGSLAGE
Ertragslage Softing-Konzern
Die finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.
Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz um 13,6 Mio. EUR auf 98,3 Mio. EUR, was einer Steigerung von 16% entspricht. Das Segment Industrial zeigte hierbei einen Anstieg in den Umsatzerlösen von 11,0 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 3,9 Mio. EUR und lagen somit 8% über dem Vorjahresniveau. Der Anteil der aktivierten Eigenleistungen im Verhältnis zum Gesamtumsatz sank im Geschäftsjahr 2022 von 4,3% auf 4,0%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 2,8 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf Umgliederungen von zuvor im Eigenkapital erfassten Kursdifferenzen in Höhe von 2,0 Mio. EUR, die im Jahr 2022 in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden. Zudem wurden Zuschüsse aus der Teilnahme an einem Forschungsprogramm von 0,2 Mio. EUR vereinnahmt. Gegenläufig wirkte eine Verminderung der Erträge für Entschädigungsleistungen. Aufgrund der Abrechnung des Cyberschadens im Jahr 2021 wurden im Vorjahr 0,9 Mio. EUR für Versicherungsentschädigungen vereinnahmt, während im aktuellen Jahr keine Entschädigungen mehr vereinnahmt wurden.
| Die Aufwandspositionen im Konzern entwickelten sich folgendermaßen: | 2022 Mio. EUR |
2021 Mio. EUR |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 48,3 | 39,1 |
| Zuwendungen an Arbeitnehmer | 36,0 | 33,6 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 9,0 | 9,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 11,9 | 9,5 |
| Betriebliche Aufwendungen | 105,2 | 91,7 |
Der Materialaufwand stieg um 9,2 Mio. EUR auf 48,3 Mio. EUR oder 23,5%. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in den Umsatzsteigerungen in den Segmenten und erhöhten Aufwendungen für die Materialbeschaffung aufgrund des Bauteilemangels, sowie höheren Preisen aufgrund der Inflation mit dementsprechenden Wareneinständen für Eigen- und Fremdprodukte im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 49,1% (Vj. 46,1%) und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) stieg unterproportional von 45,6 Mio. EUR auf 50,0 Mio. EUR.
Der Personalaufwand stieg aufgrund einer Normalisierung (Rückgang der Kurzarbeit, Anstieg der variablen Vergütung und Normalisierung des Urlaubslevels) in der Corona Pandemie um 7,1% auf 36,0 Mio. EUR. Zu beachten ist, dass der Konzern im Vorjahr Unterstützungen von staatlichen Stellen in Höhe von 1,2 Mio. EUR an Personalzuschüssen erhielt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Zuschüsse mehr vereinnahmt. Zum Stichtag waren 395 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt (Vj. 388).
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen/ Nutzungsrechte sank von 9,5 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR. Ursächlich für den Rückgang war im Wesentlichen die Verminderung einer Wertberichtigung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1,0 Mio. EUR im Vorjahr, die sich auf 0,1 Mio. EUR reduziert hat.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,5 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist der Normalisierung nach der Corona-Krise geschuldet, im Geschäftsjahr 2022 wurden wieder vermehrte Vertriebsaktivitäten und Reisetätigkeiten durchgeführt. Auch fielen erhöhte Ausgaben für die IT-Sicherheit und Infrastrukturkosten, sowie Fremdleistungen an.
Eine zentrale Größe für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,8 Mio. EUR (Vj. -0,5 Mio. EUR) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT von 3,3 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR).
Das Zinsergebnis und die übrigen Finanzaufwendungen beliefen sich auf -1,3 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR). Bei den übrigen Finanzerträgen/Finanzaufwendungen von -1,0 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR) handelt es sich im Geschäftsjahr um eine Verminderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von 1,1 Mio. EUR auf eine Minderheitsbeteiligung an der Yoma GmbH. Im Vorjahr handelte es sich um Währungsschwankungen eines USD-Darlehens an die amerikanische Holdinggesellschaft, das mit einer laufenden Rückzahlungsvereinbarung unterlegt war.
Die Steuern stiegen um 0,3 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren höhere Steuerzahlungen der Softing AG aufgrund steuerlich nicht abziehbarer Verminderung des beizulegenden Zeitwertes von Beteiligungen sowie der Nichtansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge in Liechtenstein.
Ertragslage Softing AG
Als Management-Holding erzielte die Softing AG Umsatzerlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften, sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.
Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen.
Das Ergebnis aus Ergebnisabführungen ist die wesentlichen Steuerungsgröße für die Softing AG und stellt den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr veränderten sich diese von 0,3 Mio. EUR auf -0,3 Mio. EUR. Aufgrund der pandemiebedingten Einflüsse war eine Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2022 nicht möglich.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 2,2 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR aufgrund des Anstiegs von Wechselkursgewinnen gestiegen.
Der Personalaufwand sank aufgrund gesunkener variabler Gehaltskomponenten von 3,0 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 0,5 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR. Der Anstieg ergab sich aufgrund der Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,25 Mio. EUR sowie gestiegener Kapitalmarktkosten und erhöhten Währungsaufwendungen zum Jahresende in Höhe von 0,1 Mio. EUR.
Aufgrund gesunkener Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften ergab sich für 2022 eine Verminderung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,2 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR.
Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer im abgelaufenen Geschäftsjahr, wurden im Geschäftsjahr Steuerrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR gebildet.
Der Jahresüberschuss beträgt 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR).
FINANZLAGE
Finanzlage Softing-Konzern
Finanzmanagement
Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, das die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungsgesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert.
Kapitalstruktur
Zum Jahresende 2022 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 61,8 Mio. EUR (Vj. 63,5 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote erreichte 56,0% (Vj. 61,5%).
Die langfristigen Schulden beliefen sich auf 23,2 Mio. EUR (Vj. 17,0 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert aus der Aufnahme eines langfristigen, endfälligen Darlehens von 2,5 Mio. EUR und einer Umgliederung langfristiger Personalverbindlichkeiten, gegenläufig waren Umgliederungen von Darlehensteilen in kurzfristige Finanzschulden.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um 2,6 Mio. EUR auf 25,4 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Schulden aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsschulden und den Anstieg kurzfristiger Finanzschulden, gegenläufig war eine Umgliederung kurzfristiger Personalverbindlichkeiten in langfristige Personalverbindlichkeiten.
Investitionen
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 5,0 Mio. EUR (Vj. 4,8 Mio. EUR) in selbsterstellte und fremderstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Jahr 2022 1,0 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR), ohne den Anstieg der Nutzungsrechte nach IFRS 16. Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.
Liquidität
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank in erster Linie aufgrund höherer Lagerbestände (5,6 Mio. EUR) und erhöhter Forderungen (2,9 Mio. EUR) um 7,2 Mio. EUR von 11,1 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 6,1 Mio. EUR (Vj. 5,9 Mio. EUR), größtenteils geprägt durch die Investitionen in Produktneuentwicklungen und Ersatzbeschaffungen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -0,7 Mio. EUR (Vj. -5,9 Mio. EUR). Es erfolgten Rückzahlungen von kurz- und langfristigen Bankdarlehen in Höhe von 2,8 Mio. EUR und die Aufnahme neuer Darlehen von 4,6 Mio. EUR.
Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel standen zum Jahresende bei 6,8 Mio. EUR (Vj. 9,6 Mio. EUR).
Finanzlage Softing AG
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital ist von 47,6 Mio. EUR auf 47,0 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Dividendenausschüttung im Mai 2022 sowie den aktuellen Jahresüberschuss bedingt.
Die Eigenkapitalquote betrug 65,03% (Vj. 68,7%).
Die Reduzierung der Rückstellungen von 3,4 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR basiert größtenteils auf Veränderungen in den Personalrückstellungen, im Bereich der variablen Vergütung und Veränderungen in den Pensionsrückstellungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 3,0 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR wesentlich begründet durch den Aufbau von variablen Vergütungsansprüchen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 0,7 Mio. EUR, aufgrund einerseits der Rückzahlung genutzter Kreditlinien und planmäßigen Tilgungen langfristiger Kredite und andererseits der Aufnahme von kurzfristigen Darlehen.
Liquidität
Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigene, operative Geldzuflüsse für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI sowie der Finanzierung der GlobalmatiX AG und von Produktinnovationen hat die Softing AG 2019 insgesamt Darlehen in Höhe von 14,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen, die am 31.12.2022 noch mit 9,5 Mio. EUR valutierten.
Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 4,3 Mio. EUR (Vj. 4,6 Mio. EUR). Es bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 4,6 Mio. EUR).
VERMÖGENSLAGE
Vermögenslage Softing-Konzern
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und repräsentierten Ende 2022 einen Anteil von 58,3% der Bilanzsumme (Vj. 60,5%). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von zusammen 77,0% (Vj. 77,9%) in der Bilanz.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen leicht um 1,9 Mio. EUR auf 64,4 Mio. EUR. Die Gründe lagen in der Aktivierung eines Nutzungsrechts für einen neuen Mietvertrag für die Konzernzentrale, der Aktivierung von Entwicklungskosten für Produktentwicklungen sowie Währungsschwankungen aus der USD-Veränderung.
Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 40,8 Mio. EUR auf 46,1 Mio. EUR aufgrund erhöhter Lagerbestände und Forderungen.
Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr auf 110,4 Mio. EUR (Vj. 103,4 Mio. EUR).
Vermögenslage Softing AG
Die Bilanzsumme der Softing AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. EUR auf 72,2 Mio. EUR (Vj. 69,3 Mio. EUR).
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sanken von 31,1 Mio. EUR auf 30,6 Mio. EUR aufgrund einer dauerhaften Wertminderung von Anteilen an verbundenen Unternehmen.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Bankdarlehen in Höhe von 2,8 Mio. EUR getilgt. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrades erneut deutlich erfüllt.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stiegen um 5,4 Mio. EUR auf 22,2 Mio. EUR aufgrund von neu ausgegebenen Darlehen. Der Bestand an flüssigen Mitteln sank auf 4,3 Mio. EUR bedingt durch Darlehensrückzahlungen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken von 15,0 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR aufgrund gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
BERICHTERSTATTUNG ZU NICHT FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN
Als Technologie- und Entwicklungsunternehmen ist das Knowhow, die Qualifikation sowie die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter eine der wichtigsten Ressourcen für den nachhaltigen Unternehmenserfolg des Softing-Konzerns. Der Konzern misst daher den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essenziell für den bisherigen und weiteren Erfolg des Softing-Konzerns. Der Konzern sieht daher die Mitarbeiterfluktuation als einen wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikator und bemüht sich die Fluktuation möglichst unter 10% zu halten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg die Mitarbeiterfluktuation in den deutschen Gesellschaften von 9,8% auf 13,9%, bedingt durch die Beendigung der Corona-Pandemie und den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die ausländischen Niederlassungen zeigten eine ähnliche Mitarbeiterfluktuation. Zur Verbesserung dieser Kennzahl wurden Maßnahmen getroffen.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND DER LAGE DES SOFTING-KONZERNS UND DER SOFTING AG
Der Geschäftsverlauf des Softing Konzern zeigt eine erfreuliche Steigerung der Umsätze um 16% in einem herausfordernden geopolitischen Umfeld. Zudem verbesserte sich die Auftragslage weiter. Auf der Kostenseite führten jedoch Beschaffungsengpässe und eine höhere Inflation zu einem deutlichen Kostenanstieg, so dass sich schließlich noch ein Konzernjahresverlust ergab. Dies führte in der Finanz- und Vermögenslage zu einem leichten Rückgang des Eigenkapitals und zu einer Reduktion des Zahlungsmittelbestands. Damit hat sich die Finanz- und Vermögenslage des Softing-Konzerns, nach Ansicht des Vorstands, im Angesicht der noch nicht überwundenen Krisen als stabil erwiesen.
Der Geschäftsverlauf der Softing AG war geprägt durch realisierte Währungsgewinne aufgrund der Rückzahlung einer USD-Darlehensforderung in Höhe von 2,4 Mio. EUR sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 1,6 Mio. EUR und Verlusten aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Die Finanz- und Vermögenslage war nach Einschätzung des Vorstands stabil und geprägt vom Jahresüberschuss in Höhe von 0,2 Mio. EUR und einer Verminderung des Eigenkapitals durch die planmäßige Dividendenausschüttung in Höhe von Mio. EUR 0,9.
BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN
CHANCENBERICHT
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Softing-Konzern als auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung, auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.
Segment Industrial
Durch strategische Partnerschaften mit führenden Automationsanbietern wurde das Produktangebot rund um Datenkonnektivität zur Anlagenoptimierung weiter deutlich ausgebaut. Es soll dieses Jahr verstärkt vermarktet werden und zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Dazu werden sogenannte Onlineshops bzw. Marketplaces genutzt, von denen sich die Gesellschaft eine Erweiterung des Marktzuganges verspricht. Ein wesentlicher Treiber für zusätzliches Wachstum liegt in der OT/ IT Konvergenz und dem strategischen Ausbau von Lösungen zur Cloud-Anbindung, also Produkte für die sog. Edge Connectivity. In diesem Bereich werden im Jahr 2023 erneut eine Reihe von Produkten am Markt eingeführt, die weiter zur Komplettierung des Angebots beitragen. Die strategische Partnerschaft mit Siemens wird weiter ausgebaut, was sowohl der Verbreitung als auch der Akzeptanz der Softing-Produkte helfen wird.
Daneben liegt der Fokus auf einer Stärkung der Vertriebs- und Vermarktungsorganisation mit Fokus auf Internationalisierung und einer engeren Integration der internationalen Softing-Niederlassungen.
Die neu geschaffene Service-Abteilung wird den stetig steigenden Beratungsbedarf der Automatisierungskunden abdecken und zusätzliche Umsätze durch sog. SLA (Service Level Agreements) beisteuern.
Segment IT Networks
Der weitere Ausbau der Softing IT Networks Produktpalette mit Eigenprodukten, die Vorstellung von Marktneuheiten und die Mitarbeit in internationalen Normengremien festigt die Marke Softing als renommierten Messtechnik-Hersteller und steigert weiterhin den Bekanntheitsgrad. Mit der neuen LinkXpert-Serie wird ein weiteres Marktsegment zwischen dem einzigartigen Qualifizierer NetXpert XG und der bewährten CableMaster Serie erschlossen. Zudem erwartet der Konzern durch den beginnenden Rollout eines weiteren Zertifizierers neue Chancen, da der Anwendungsbereich des neuen Produkts deutlich breiter ist als der des alten und damit zusätzliche Kunden gewonnen werden können. Durch die Digitalisierung der Verkaufsprozesse aber auch durch intensivere persönliche Betreuung der Partner werden Chancen zur Erschließung neuer Märkte im europäischen Umfeld gesehen.
Segment Automotive
Mit der durchgängigen Integration aller Softwareschichten von der Applikation bis zum embedded device inkl. "onboard" kann Softing seinen Kunden modulare und auf Standards basierende Produkte sowie Integrationsprojekte anbieten. Diese Marktpositionierung ermöglicht Softing eine weltweit steigende Nachfrage an integrierten Lösungen rund um Test- und Flashanwendungen. Die weiterhin dezentralisierten Arbeitsabläufe bei unseren Kunden durch "Home-Office" bzw. "Mobiles Arbeiten" sind unverändert wichtige Treiber. Parallel, remote oder autark betriebene Lösungen besitzen hohe Bedeutung, da sie weitere Effizienzsteigerungen ermöglichen. Hinsichtlich des angestrebten nachhaltigen und profitablen Wachstums verfügt Softing über marktanerkannte Expertise in allen erforderlichen Kompetenzfeldern. Das Business Development wird sich weiterhin auf die Generierung von Chancen bei Bestandskunden und strategischen Zielkunden konzentrieren.
Mit dem Einsatz der GlobalmatiX-Telematiklösung schaffen wir die Voraussetzung für die Digitalisierung unseres Connected-Car-Konzeptes. Damit werden wir aufwendige Rückgabeprozesse für Rental-Car, Carsharing und Abo-Betreiber kundenfreundlich vereinfachen und kostengünstiger gestalten. Der Aufbau einer Fahrzeug-Lebenslaufakte erhöht den Widerverkaufswert der Fahrzeuge. Ferner kann ein schlüsselloser Zugang zum Fahrzeug die Vermietung auch dann ermöglichen, wenn die Station bereits geschlossen ist.
Die Auswertung von ,Big Fleet Data' in Echtzeit erfordert zunehmend "Cloud-basierende Plafttormen" als Service-Dienstleistungen, die zwischenzeitlich auch von OEMs und deren Zulieferern angefragt werden. Dabei wird das Telematik-Interface der GlobalmatiX zunehmend als verbundener 4G CAN/LIN Datenlogger für Connected Battery, Connected Tire oder Connected Diagnostics eingesetzt. Das auf "Design by Security" basierende Sicherheitspatent der GlobalmatiX für Connected Car hilft dabei, weltweit Datentransaktionen aus dem Fahrzeug in die Cloud vor Fremdzugriffen zu schützen. Im Telematikbereich führt die Mehrmarkenfähigkeit, die modularen und maßgeschneiderten Anwendungen für alle Fahrzeuge "over the air", die hohe Datenauflösung sowie die Breite der Anwendungen über nur eine Box zu zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten und einem sehr breiten Anwendungsspektrum mit nur geringen Adaptionskosten, so dass sich hier Wachstumschancen in unterschiedlichen Bereichen ergeben.
Die Softing Engineering & Solutions GmbH verfügt über eine strategische Partnerschaft mit einem Weltmarkführer im Bereich HIL-Prüfständen (Hardware in the Loop). Für die i.d.R. in Bayern und Baden-Württemberg angesiedelten Premium OEM und deren Zulieferer bzw. Entwicklungsdienstleister werden ständig innovative Lösungen bei höchster Kundenzufriedenheit entwickelt. Mit den seit 2017 entwickelten Auftauten für 1:1 Fahrzeugmodelle (FMU Funktional Mockup Unit) konnte ein zweiter Premiumkunde gewonnen werden. Inzwischen wurden auch schon Hochvolt-FMUs ausgeliefert, welche den hohen Ansprüchen des Kunden absolut gerecht wurden. Auch in Zukunft werden weitere FMUs mit aktuellen Technologien für Kunden ausgeliefert, die zu weiterem Wachstum und Folgeaufträgen führen können.
RISIKOBERICHT
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Softing-Konzern als auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen alle Segmente.
Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik, der Fahrzeugelektronik und Netzwerkkommunikation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung, sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Die Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe der Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagementsystem des Softing-Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.
Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.
Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.
Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches das Unternehmen ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Es versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Deckungsmasse. Bei letzterer handelt es sich um betriebswirtschaftliche Kapazitäten der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche im Falle von Risikoeintritten zur Abfederung der Auswirkungen herangezogen werden. Ist dabei das Verhältnis von Deckungsmasse zu Gesamtrisiko nicht ausreichend, können Unternehmen im Falle des gleichzeitigen Eintritts unterschiedlicher Risiken in eine Bestandgefährdung geraten. Zum Ende des Geschäftsjahres geht der Vorstand von bestehender kurzfristiger Deckungsmasse in Höhe von 6,8 Mio. EUR freien Zahlungsmitteln aus. Zudem bestehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 6,4 Mio. EUR sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die die Schulden aus Lieferungen und Leistungen um 7,5 Mio. EUR übersteigen.
Um die Risiken bewerten zu können, werden die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergibt sich der Risikowert und folgende Risikostufen:
a. Kleine Risiken (relative Risikowirkung bis 25%) sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. Dabei errechnet sich die relative Risikowirkung aus dem Verhältnis der Schadenshöhe multipliziert mit der Risikoeintrittswahrscheinlichkeit zum geplanten EBIT einer Konzerngesellschaft. Ein Risikowert unter 2 Mio. EUR wäre ein kleines Risiko.
b. Mittlere Risiken (relative Risikowirkung bis 50%) bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen. Ein Risikowert über 2 Mio. und unter 5 Mio. EUR wäre ein mittleres Risiko.
c. Große Risiken (relative Risikowirkung über 50%) haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden. Ein Risikowert über 5 Mio. EUR stellt ein großes Risiko.
d. Bestandsgefährdende Risiken (relative Risikowirkung über 75%) können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.
Die Risiken werden als Bruttorisiken vor Risikobegrenzungsmaßnahmen bezeichnet.
Um die Risiken überwachen und steuern zu können, nutzt der Konzern eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung der Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.
Im Berichtszeitraum wurden auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei wurde auch abgeschätzt, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.
Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachtet werden.
Umfeld-Risiken
Der Vorstand informiert sich laufend über etwaige Änderungen in den Zollregularien und kann kurzfristige Maßnahmen bei Änderungen treffen.
Damit treten im Jahr 2022 und vorausblickend die längerfristig wirkenden ökonomischen Verwerfungen in den Vordergrund, die sich u.a. durch die wirtschaftlichen Verwerfungen des russischen Vernichtungskrieges ergeben. Hierzu zählt eine angespannte Lieferkette und damit in Verbindung stehend das Risiko möglicher Umsatzverschiebungen und -ausfälle, sowie teilweise sprunghafte Preissteigerungen bei Lieferanten, mit denen die Softing AG umgehen muss. Ein weiteres, das Beschaffungsrisiko verstärkendes Risiko, sieht Softing in einem Konflikt zwischen China und Taiwan/USA, der die Beschaffungskrise bei elektronischen Bauteilen in neue Dimensionen bringen könnte und auf die Softing auch nur partiell reagieren könnte.
Dem gestiegenen Risiko von Lieferverzögerungen begegnet die Softing AG teilweise mit neuen Lieferanten, dem Ersatz von bestimmten Teilen in Produkten und wo möglich mit erhöhten Sicherheitsbeständen. Trotz der Maßnahmen lassen sich die Risiken nicht vermeiden. Es besteht die Möglichkeit von Umsatzverschiebungen in spätere Perioden. Durch Lieferengpässe können sich bei Softing ferner höhere Einstandspreise ergeben, falls auf teurere Produkte ausgewichen werden muss, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Wir begegnen diesem Risiko mit Preiserhöhungen und direkten Abstimmungen mit unseren Kunden zum Thema Preis versus Lieferzeit.
Dem Risiko von Lieferantenverzögerungen und sprunghafter Preissteigerungen bzw. steigender Beschaffungspreise bei Softing Produkten begegnet die Softing AG teilweise durch erhöhte Lagerbestände, langfristige Beschaffungsverträge und Vereinbarungen zur Kostenübernahme mit Kunden.
Des Weiteren nehmen die geopolitischen Unsicherheiten etwa durch den russischen Vernichtungskrieg in der Ukraine weiter deutlich zu. Die beschlossenen Sanktionen können zu einer schwächeren Nachfrage führen. Da der Softing Konzern seine Kunden im Wesentlichen auf den westlichen Raum konzentriert hat, sieht der Softing Konzern keine direkten Folgen für sich, jedoch könnte ein sich zuspitzender Konflikt etwa zu Energieknappheit und einem wirtschaftlichen Abschwung führen, von dem auch die Softing AG betroffen wäre.
Als generelle Vorsorge dagegen verfolgt die Softing AG ein Finanzierungs- und Kapitalmanagement, welches einen Puffer gegen unerwartete plötzliche Risiken vorsieht.
Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt. Würden die Risikomanagementmaßnahmen nicht greifen, könnte daraus eine Bestandsgefährdung resultieren.
Leistungswirtschaftliche, operative Risiken
Der Umsatz ist im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 um 16,1% gestiegen. Grundsätzlich besteht jedoch immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse aufgrund etwa von sich verschiebenden Umsätzen, bedingt durch Lieferkettenproblematiken bei Kunden oder Nachfrageabschwächungen. Softing begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Das Vertriebsrisiko wird daher insgesamt als großes Risiko eingeschätzt. Ein Verlust von Großkunden wäre ein bestandsgefährdendes Risiko.
Entwicklungsrisiken
Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Knowhow durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Dies kann zu Wertberichtigungen von aktivierten Firmenwerten und Entwicklungskosten führen und langfristig die Umsatz- und Ertragsentwicklung negativ beeinträchtigen. Softing reagiert auf dieses Risiko, indem es in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeitet. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten.
Insbesondere die Automobilzulieferindustrie befindet sich derzeit in einem länger anhaltenden Transformationsprozess. Der Konzern konnte sich dieser Entwicklung in den vergangenen Jahren und im aktuellen Berichtsjahr nicht entziehen und investiert daher weiterhin in neue Entwicklungen (insbesondere im Telematikbereich) und achtet auf das Kostenniveau, um mittel- und langfristig die Profitabilität nachhaltig zu steigern.
Im Segment IT Networks hat Softing hohe Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und der Verbreiterung der Produktpalette unternommen, die nun sukzessive in den Markt eingeführt werden.
Sollte eine mittel- und langfristige Erholung in dem Bereich jedoch ausbleiben, würde dies das Ertragsniveau des Konzerns dauerhaft belasten und die Entwicklung des Softing Konzerns beeinträchtigen. Der Konzern sieht den Eintritt des Szenarios als nicht wahrscheinlich an. Bei Eintritt des Szenarios wären die finanziellen Auswirkungen jedoch groß für die Ertragslage der Gesellschaft, da sich Wertberichtigungen des Geschäfts- und Firmenwertes sowie der aktivierten Entwicklungskosten ergeben könnten.
Das Entwicklungsrisiko wird daher insgesamt als mittleres Risiko eingeschätzt.
Projektrisiken
In Teilen des Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch im Segment Automotive ist der Konzern in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Softing begegnet diesem Risiko dadurch, dass derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell geplant und der Projektfortschritt sorgfältig überwacht wird. Der Konzern investiert kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern.
Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Ausfall oder Fehlfunktion könnte zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen führen. Softing senkt dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken werden durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt wird dieses Risiko als kleines Risiko eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch den restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennt der Konzern drohende Insolvenzfälle schneller und könnte rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2022, trotz erhöhter Risiken in der Ukrainekrise, keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die Kunden des Softing Konzerns sind zum großen Teil namhafte und führende Industrieunternehmen. Insgesamt wird dieses Risiko als kleines Risiko eingeschätzt.
Verwendung von Finanzinstrumenten
Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente nicht in Anspruch genommen. Der Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung einem Währungsrisiko ausgesetzt, bei dem insbesondere Währungsschwankungen des USD, des britischen Pfunds, des Schweizer Frankens und des Singapur Dollars einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Ein Großteil der Transaktionen ist von Natur aus abgesichert, da die Transaktionen innerhalb des Währungsraums durch die amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt werden. Die Restrisiken aus Transaktionen in Fremdwährung hält der Konzern für vertretbar, so dass bewusst keine Währungssicherungsinstrumente eingesetzt werden. Bei Sonderfällen kann der Konzern im Ausnahmefall Absicherungen z. B. über kurzlaufende Devisentermingeschäfte vornehmen.
Zur Absicherung der Finanzierung setzt der Konzern auf feste Kreditzinsen für langfristige Darlehen. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart. Eine Absicherung gegen Schwankungen des Zinsniveaus über die Vereinbarung von Festzinskrediten findet nicht statt.
Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen gering. Zur weiteren Erhöhung der Liquidität nimmt der Konzern an einem Reverse-Factoring Programm eines Großkunden in den USA teil. Dabei werden Forderungen an eine namhafte Bank veräußert und der Konzern erhält unmittelbar nach Ankauf die Zahlungen.
Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält die Gesellschaft keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wesentlich sind.
Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Währungsrisiken
Ein nicht unerheblicher Teil seiner Geschäftstätigkeit hat der Konzern in den USA. Insbesondere die Softing AG hat im Einzelabschluss hohe USD-Fremdwährungsausleihungen. Währungsschwankungen insbesondere des USD können daher die Ertrags- und Vermögenslage des Konzerns sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Der Konzern sieht das Risiko als mittleres Risiko an. Nur in Einzelfällen sichert sich der Konzern gegenüber Währungsrisiken ab. Insgesamt wird dieses Risiko als kleines Risiko eingeschätzt.
Sonstige Risiken
IT Risiken
Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat geeignete Maßnahmen zum Schutz seiner IT-Infrastruktur getroffen und überwacht und überprüft die Wirksamkeit ständig. Dieses Risiko wird zukünftig als sehr hohes Risiko bewertet. Das Thema Cybersicherheit und die etwaige drohende Ausweitung der Kriegshandlungen auf diesem Feld werden bei Softing sehr ernst genommen. Die Empfehlungen der Behörden wurden umgesetzt und auch aktuell angepasst. Eine Abstimmung und ein Vergleich mit anderen Unternehmen finden statt, um den eigenen Standort zu bestimmen. Es werden in Cybersicherheit nicht unerhebliche Summen investiert und das Personal wird laufend geschult. Vor einem Cyberangriff ist kein Unternehmen gefeit, darum gilt es auch die Resilienz und Wiederherstellbarkeit von IT-Systemen zu trainieren und alle Mitarbeiter zur Wachsamkeit anzuhalten. Softing erreichte im ersten Halbjahr 2022 die TISAX Level 3 Zertifizierung für die Datensicherheit im Automobilsektor. Insgesamt wird dieses Risiko als kleines Risiko eingeschätzt.
Personalrisiken
Der wirtschaftliche Erfolg des Softing-Konzerns beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung des Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb ist Softing bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Den Mitarbeitern werden neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildungen angeboten. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dass dies negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnte. Insgesamt wird dieses Risiko als kleines Risiko eingeschätzt.
Rechtliche Risiken
Bisher ist kein Compliance-Fall bei Softing aufgetreten. Trotzdem nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellt der Konzern sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und diese auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt wird dieses Risiko als geringes Risiko eingeschätzt.
Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach Einschätzung des Managements derzeit nicht vor.
Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken wird die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar erachtet. Trotz vielfältiger politischer Verwerfungen wird sich die Finanz- und Vermögenslage im Jahr 2023 voraussichtlich verbessern. Für das Geschäftsjahr 2023 ist der Vorstand der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können. Insgesamt wird dieses Risiko als kleines Risiko eingeschätzt.
PROGNOSEBERICHT
Leichte Aufhellung der konjunkturellen Aussichten
Im Verlauf des Jahres 2023 dürfte der durch die hohe Inflation ausgelöste Abwärtstrend allmählich gestoppt werden, im Gefolge von Energiepreisen, die ausgehend von ihren aktuell sehr hohen Niveaus wieder nachgeben. Dies könnte zu einer Stabilisierung des privaten Verbrauchs und einer minimal expandierenden gesamtwirtschaftlichen Produktion beitragen, diese Erholung kann im weiteren Verlauf des Prognosezeitraums wohl noch etwas an Fahrt aufnehmen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr 2023 nur um rund 0,2% wachsen und anschließend wieder moderat in den Folgejahren um 1,6% - 1,8% zulegen. Im Jahr 2023 wird die Teuerungsrate mit 7,4% wohl erneut sehr hoch liegen, im Jahr 2024 mit dem erwarteten allmählichen Rückgang der Energiepreise aber wieder moderater ausfallen. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 94, www.ifw-kiel.de)
Segment Industrial
Trotz des weiterhin volatilen Wirtschaftsumfelds sieht sich die Softing Industrial Automation GmbH technologisch und angebotsseitig sehr gut aufgestellt, um die ambitionierten Wachstumsziele für 2023 zu erreichen. Durch strukturelle Veränderung und strategische Fokussierung im Bereich von Vertrieb und Vermarktung wird diese optimistische Einschätzung gestützt und durch die Schaffung weiterer Synergieeffekte innerhalb des Softing-Konzerns flankiert. Risiken resultieren unverändert aus dem weiterhin anhaltenden Fachkräftemangel sowie der zunehmenden Störung globaler Lieferketten.
In den USA bleiben die Geschäftsaussichten für 2023 gemischt. Es wurden mehrere neue Produkte und Projekte auf den Markt gebracht, die den Umsatz und die Rentabilität steigern sollen. Durch das derzeitig vorherrschende wirtschaftliche Umfeld mit hoher Inflation und den Herausforderungen in Logistik und Teileverfügbarkeit besteht jedoch ein erhebliches Maß an Unsicherheit. Der sehr hohe Bestand bei den Aufträgen eröffnet aber gute Möglichkeiten die Ertragslage zu verbessern.
Segment Automotive
Die Inflationseffekte und die noch nicht gebannte Rezessionsgefahr werden die weltwirtschaftliche Entwicklung über das Jahr 2023 hinaus beeinflussen. Wenngleich Investitionen weiterhin erfolgen, werden voraussichtlich Einsparungsprogramme zur Kompensation der auf breiter Front gestiegenen Faktorkosten zu beobachten sein. Unternehmen mit höheren Fremdkapitalquoten werden sehr vorsichtig und kostensensitiv agieren, um Risiken zu minimieren und ihre Wirtschaftlichkeit abzusichern. Daher dürfte das Jahr 2023 ein weiter anhaltendes, aber gedämpftes Wachstum aufweisen. Vollständige Entspannung und eine Rückkehr zu allgemeinem und stabilem Weltwirtschaftswachstum sind vermutlich erst mit sinkender Inflation und geringerer Rezessionsgefahr zu erwarten. Ein eindeutiger Trend lässt sich vermutlich nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2023 erkennen.
Viele Kunden suchen unverändert in den Themenbereichen "effizienzsteigernde Tools und Lösungen" nach strategischen Lieferanten, um die technologischen Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern zu können. In den kommenden Jahren werden insbesondere rund um das Thema ,Test & Flash' von Fahrzeugen eine Vielzahl neuer Technologien und Vorgehensweisen eingeführt werden, so dass das Segment mit seinem Produktportfolio gut aufgestellt ist.
Nachdem nun auch zunehmend der Chipmangel zurückgeht und die gestörten Lieferketten wieder funktionieren, kann GlobalmatiX das Wachstum im Jahr 2023 beschleunigen. Der kommerzielle weitere Rollout von angelaufenen Großkundenprojekten wird weiter forciert, spannende Pilotinstallationen konnten aufgesetzt werden. Die Liefer- und Installationsvolumina für 2023 umfassen 5-stellige Größenordnungen. Unsere Kunden verfolgen zudem ambitionierte Expansionsziele über Deutschland hinaus.
Segment IT-Networks
Die Konkurrenz-Situation im Bereich Zertifizieren wird 2023 in Europa und den USA unverändert zu spüren sein, bis Softing weiteres Gerät der Wire-Xpert-Serie vorstellen kann. Hinzu kommen vier weitere Geräte, die im Laufe des Jahres in Stückzahlen verfügbar sein werden. Bei bestehenden Produkten kommen teils signifikante Funktionserweiterungen dazu. Die starken Veränderungen im Absatzkanal hin zum Onlinehandel werden Softing IT Networks noch mehr Möglichkeiten bieten, ihre Eigenprodukte in weiteren Märkten zu platzieren.
In den Bereichen Zertifizieren, Qualifizieren und Verifizieren wird Softing durch diese neuen Produkte seinen Anspruch als Technologieführer ausbauen können. Neue Technologien wie SPE (Single Pair Ethernet) werden im Jahr 2023 zwar als Technologietrend sichtbar werden, aber jedoch erst in den Folgejahren zu wesentlichem Geschäft beitragen.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 des Softing-Konzerns
Erklärtes Ziel bleibt, die operative Exzellenz des Konzerns durch die Optimierung einer regional balancierten und einer inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung weiter zu steigern. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2023 konsequent weiterverfolgt, auch wenn die Beschaffungskrise bei den elektronischen Bauteilen noch nicht vollständig gelöst ist. Aufgrund der Ausrichtung des Softing-Konzerns, Rückmeldungen von Kunden und einem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr, sieht Softing für das Geschäftsjahr 2023 gute Chancen für eine erneute Steigerung bei Umsatz und Ergebnis. Dem stehen auch im Jahr 2023 eine Reihe unvermeidbarer Unsicherheiten in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in Asien und Nordamerika gegenüber. Anhaltenden Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in der Prognose als dämpfende Einflussfaktoren berücksichtigt.
Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss und wird Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels nimmt dabei in allen Segmenten weiter deutlich zu. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Knowhows auch für das Jahr 2023 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. Im Jahr 2023 wird in Summe tendenziell eine gleichbleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, aufgrund hoher Investitionen in neue Produkte, erwartet. Einige Produktlinien werden aufgrund der Fertigstellung abnehmende Investitionen erfahren, wo hingegen neue Zukunftstechnologien und -produkte angeschoben werden. Dem gegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft z. B. in der Prozess- und Fertigungsindustrie, bei Softing gebündelt im Segment Industrial. Aufgrund neuer Produkte erwarten wir weiter ein starkes Wachstum bei unseren hauseigenen Produkten im Segment IT Networks. Im Segment Automotive ist in erster Linie die Beauftragung von Neuprojekten durch Großkunden entscheidend, auch wenn diese im laufenden Jahr nur einen schwachen Einfluss auf den Umsatz haben werden, dafür aber die Basis für Wachstum in den Folgejahren bildet. Es bleibt weiterhin bei der Einschränkung durch die bereits erwähnten Risiken. Der Ukrainekrieg und die damit einhergehende Krise in der Beschaffung von elektronischen Bauteilen spielen weiterhin eine große Rolle in der Geschäftsentwicklung. Konjunkturelle Risiken sind aber auch langanhaltende inflationäre Tendenzen und politische Unsicherheiten bis hin zu den Kriegsgefahren.
Die immer wieder aufflammende Unsicherheit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit wiederum schwer abschätzbaren Auswirkungen auf wichtige Kundensegmente der Softing AG resultieren in einer unverändert hohen Prognoseunsicherheit für den weiteren Verlauf der Geschäftsentwicklung. Sie beeinträchtigen die Prognosefähigkeit erheblich.
Diese spezifischen Rahmenbedingungen sind in Ergänzung zum Transformationsprozess in der Automobilindustrie zu sehen und erschweren eine zuverlässige und realistische Einschätzung der Prognose für das Geschäftsjahr 2023.
Der Vorstand geht von einer weiteren Entspannung bei der Beschaffung von elektronischen Bauteilen im zweiten Halbjahr 2023 aus.
Auf Konzernebene wird ein Umsatzanstieg auf zwischen 110 Mio. EUR und 115 Mio. EUR erwartet. Getrieben durch das Segment Industrial erwarten wir im Konzern ein positives EBIT und ein leicht steigendes operatives EBIT. Inflationsbedingt gehen wir weiterhin von einem erhöhtem Kostendruck aus. Dies führt zu einer EBIT-Erwartung im Konzern im Bereich von 1,0 bis 1,5 Mio. EUR. Für das operative EBIT rechnet der Vorstand in einem Bereich von 3,0 bis 3,5 Mio. EUR.
Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist geplant, das erreichte Niveau im Geschäftsjahr 2023 weiter zu halten.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 der Softing AG
Die Softing AG ist von den oben dargestellten Ergebnissen abhängig.
Für das Geschäftsjahr 2023 geht die Softing AG aufgrund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen und Dividenden in Höhe von 0,5-1,0 Mio. EUR aus. Das geplante Ergebnis vor Steuern wird sich, die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen und Dividenden vorausgesetzt, zwischen 0,5 Mio. EUR und 1,0 Mio. EUR bewegen.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern
Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z.B. "Vier-Augen-Prinzip") sind auch die maschinellen IT-basierten Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken, sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein "Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken" gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt "Risikobericht" enthalten.
Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.
Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten, die in den Buchhaltungssystemen fehlerhaft abgebildet werden können. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sollten dennoch Fehler auftreten und erkannt werden, werden diese zeitnah korrigiert.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z.B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.
Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.
Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen worden.
Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.
Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung, die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten, sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.
ANGABEN NACH § 289A HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2022 betrug 9.105.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte - gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:
Herr Hugh Alan Durell hat uns am 16.09.2020 mitgeteilt, dass alle Mitteilungen zu Schwellenberührungen am 01.12.2011 auf 24,03%, am 05.12.2011 auf 26,69% und am 26.03.2018 auf 22,43% von Hugh Alan Durell und Helm Trust Company Ltd. (zuletzt veröffentlicht am 19.07.2018) zurückgenommen werden. Diese Mitteilungen haben sich nachträglich als nicht erforderlich erwiesen, weil die Stimmrechte den Genannten nicht zuzurechnen waren.
Herr Dr. Dr. Wolfgang Trier hat uns am 24.11.2020 mitgeteilt, dass ihm seit 01.12.2011 von der Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG 24,03% der Stimmrechte zugerechnet werden.
Herr Dr. Dr. Wolfgang Trier hat uns am 24.11.2020 mitgeteilt, dass ihm seit 26.03.2018 von der Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG 22,43% der Stimmrechte zugerechnet werden.
Weiter hat uns Herr Dr. Dr. Wolfgang Trier am 27.11.2020 mitgeteilt, dass ihm seit 24.11.2020 keine Stimmrechte der Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG mehr zugerechnet werden, weil er die Gesellschaft nicht mehr kontrolliert. Die Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG hält zum 24.11.2020 weiterhin 22,43% der Stimmrechte und keine Finanzinstrumente.
Herr Gerhard Hönig hat uns am 04.12.2020 mitgeteilt, dass ihm seit dem 03.12.2020 22,43% der Stimmrechte zugerechnet werden. Die Kontrollstellung erlangte er durch die persönliche Übernahme der Leitungsfunktion bei der Trier Familienstiftung.
Die Zurechnung der Stimmrechte erfolgt über
| ― | Trier Familienstiftung |
| ― | Trier Asset Management GmbH |
| ― | Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG |
Herr Alois Widmann Vaduz/Liechtenstein hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28.03.2018 die Schwelle von 15% überschritten hat und zu diesem Tag 15,92% (1.450.000 Stimmrechte) betrug.
Davon sind 15,92% (1.450.000 Stimmrechte) nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Herrn Widmann zuzurechnen.
Im Jahr 2022 gab es keine Veränderung zu den oben genannten Stimmrechtsmitteilungen.
4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.
5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.
6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.
Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.
Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 9.015.381 Aktien im Umlauf.
Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung am 6. Mai 2022 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2027 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022). Das bestehende genehmigte Kapital (genehmigtes Kapital 2018) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2022 aufgehoben.
Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 9.105.381 EUR (Vj. 9.105.381 EUR) und ist eingeteilt in 9.105.381 (Vj. 9.105.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von 1 EUR.
Das genehmigte Kapital 2018 betrug zum 31. Dezember 2022 4.552.690 EUR.
7. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2022). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 06. Mai 2022 bis zum 05. Mai 2027 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Das bestehende bedingte Kapital (bedingtes Kapital 2018) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2022 aufgehoben.
8. Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 06. Mai 2020 ermächtigt, bis zum 05. Mai 2025 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10% über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10% beschränkt. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
9. Der Rückkauf diente dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2022 waren 90.000 eigene Aktien im Bestand.
10. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
11. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen des Mutterunternehmens, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung - zugleich für den Aufsichtsrat - gemäß Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß §§ 289f Abs. 1 und 315d HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist gleichermaßen für die Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Softing-Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link https://investor.softing.com/ de/corporate-governance-kodex/erkl-zur-unter-nehmensfuehrung-289f-und-315d-hgb.html auf unserer Homepage www.softing.com.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Softing-Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Softing-Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Softing-Konzerns und der Softing AG beschrieben sind."
Haar, den 24. März 2023
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Ernst Homolka
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
| Anhang | 01.01.22 - 31.12.22 TEUR |
01.01.21 - 31.12.21 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | D1 | 98.311 | 84.690 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | D2 | 3.948 | 3.653 |
| Sonstige betriebliche Erträge | D3 | 3.692 | 2.848 |
| Betriebliche Erträge | 105.951 | 91.191 | |
| Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen | D4 | -48.311 | -39.075 |
| Personalaufwand | D5 | -35.986 | -33.608 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen, Nutzungsrechte und immaterielle Vermögenswerte | D6 | -8.967 | -9.547 |
| davon Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung/Firmenwert | -1.810 | -2.593 | |
| davon Abschreibungen aus Bilanzierung von Nutzungsrechten | -1.317 | -1.248 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | D7 | -11.925 | -9.437 |
| Betriebliche Aufwendungen | -105.189 | -91.667 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 762 | -476 | |
| Zinserträge | D8 | 49 | 26 |
| Zinsaufwendungen | D8 | -282 | -252 |
| Zinsaufwendungen aus der Leasingbilanzierung | -128 | -87 | |
| Übrige Finanzerträge/Finanzaufwendungen | D8 | -964 | 1.074 |
| Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag | -563 | 285 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | D9 | -616 | -353 |
| Konzernergebnis | -1.179 | -68 | |
| Zurechnung Konzernergebnis | |||
| Aktionäre der Softing AG | -1.397 | -255 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 218 | 187 | |
| Konzernergebnis | -1.179 | -68 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) | -0,13 | -0,01 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 9.015.381 | 9.015.381 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
| 01.01.22 - 31.12.22 TEUR |
01.01.21 - 31.12.21 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -1.179 | -68 |
| Posten, die künftig nicht in das Konzerngesamtergebnis umgegliedert werden: | ||
| Neubewertungen Pensionen | 1.485 | 396 |
| Steuereffekt | -417 | -111 |
| Neubewertungen aus Pensionen gesamt | 1.068 | 285 |
| Posten, die künftig in das Konzerngesamtergebnis umgegliedert werden: | ||
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste | -1.257 | 527 |
| Steuereffekt | 555 | 149 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung gesamt | -702 | 676 |
| Sonstiges Ergebnis | 366 | 961 |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | -813 | 893 |
| Zurechnung Konzerngesamtergebnis der Periode | ||
| Aktionäre der Softing AG | -1.031 | 706 |
| Nicht beherrschende Anteile | 218 | 187 |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | -813 | 893 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Aktiva
| Anhang | 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwert | C1/C2 | 17.398 | 17.064 |
| Übrige Immaterielle Vermögenswerte | C3/C4 | 38.166 | 38.770 |
| Sachanlagevermögen | C6 | 7.620 | 4.758 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | C5 | 435 | 1.500 |
| Latente Steueransprüche | D9 | 753 | 433 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 64.372 | 62.525 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | C7 | 18.981 | 13.409 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | C8 | 16.759 | 14.066 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | C9 | 318 | 1.345 |
| Vertragsvermögenswerte | C10 | 524 | 307 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | C11 | 324 | 538 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | C12 | 6.802 | 9.613 |
| Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | C13 | 2.368 | 1.558 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 46.076 | 40.836 | |
| Aktiva, gesamt | 110.448 | 103.361 | |
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | C14 | 9.105 | 9.105 |
| Kapitalrücklage | C14 | 31.111 | 31.111 |
| Eigene Anteile | C14 | -485 | -485 |
| Gewinnrücklagen | C14 | 21.264 | 23.196 |
| Eigenkapital, der Aktionäre der Softing AG | 60.995 | 62.927 | |
| Nichtbeherrschende Anteile | C14 | 840 | 621 |
| Eigenkapital, gesamt | 61.835 | 63.548 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionen | C15 | 1.121 | 2.605 |
| Langfristige Finanzschulden | C16 | 9.258 | 9.456 |
| Sonstige langfristige finanzielle Schulden | C16 | 8.287 | 1.074 |
| Latente Steuerschulden | D 9 | 4.537 | 3.851 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 23.203 | 16.986 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | C17 | 9.266 | 7.226 |
| Vertragsschulden | C10 | 4.999 | 3.471 |
| Rückstellungen | C18 | 52 | 164 |
| Schulden aus Ertragsteuern | C19 | 334 | 345 |
| Kurzfristige Finanzschulden | C20 | 5.477 | 3.510 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | C21 | 4.157 | 6.945 |
| Kurzfristige nicht finanzielle Schulden | C22 | 1.125 | 1.166 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 25.410 | 22.827 | |
| Passiva, gesamt | 110.448 | 103.361 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Eigene Anteile TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01. Januar 2022 | 9.105 | 31.111 | -485 |
| Konzernergebnis 2022 | |||
| Sonstiges Ergebnis 2022 | |||
| davon aus Neubewertungen | |||
| davon Währungsumrechnungen | |||
| davon Steuereffekt | |||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | |||
| Dividendenausschüttung | |||
| Kauf eigener Aktien | |||
| Änderung Minderheiten | |||
| Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer | |||
| Stand am 31. Dezember 2022 | 9.105 | 31.111 | -485 |
| Gewinnrücklagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzgewinn und Andere TEUR |
Neubewertungen TEUR |
Währungsumrechnung TEUR |
Gesamt TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01. Januar 2022 | 22.961 | -1.744 | 1.977 | 23.195 |
| Konzernergebnis 2022 | -1.397 | -1.397 | ||
| Sonstiges Ergebnis 2022 | 1.068 | -702 | 366 | |
| davon aus Neubewertungen | 1.485 | 1.485 | ||
| davon Währungsumrechnungen | -1.257 | -1.257 | ||
| davon Steuereffekt | -417 | 555 | 138 | |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | -1.397 | 1.068 | -702 | -1.031 |
| Dividendenausschüttung | -900 | -900 | ||
| Kauf eigener Aktien | ||||
| Änderung Minderheiten | ||||
| Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer | -900 | -900 | ||
| Stand am 31. Dezember 2022 | 20.664 | -676 | 1.275 | 21.264 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Softing AG TEUR |
Nicht beherrschende Anteile TEUR |
Eigenkapital insgesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01. Januar 2022 | 62.926 | 622 | 63.548 |
| Konzernergebnis 2022 | -1.397 | 218 | -1.179 |
| Sonstiges Ergebnis 2022 | 366 | 366 | |
| davon aus Neubewertungen | 1.485 | 1.485 | |
| davon Währungsumrechnungen | -1.257 | -1.257 | |
| davon Steuereffekt | 138 | 138 | |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | -1.031 | 218 | -813 |
| Dividendenausschüttung | -900 | -900 | |
| Kauf eigener Aktien | |||
| Änderung Minderheiten | 0 | ||
| Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer | -900 | -900 | |
| Stand am 31. Dezember 2022 | 60.995 | 840 | 61.835 |
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Eigene Anteile TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01. Januar 2021 | 9.105 | 31.111 | -485 |
| Konzernergebnis 2021 | |||
| Sonstiges Ergebnis 2021 | |||
| davon aus Neubewertungen | |||
| davon Währungsumrechnungen | |||
| davon Steuereffekt | |||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | |||
| Dividendenausschüttung | |||
| Kauf eigener Aktien | |||
| Änderung Minderheiten | |||
| Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer | |||
| Stand am 31. Dezember 2021 | 9.105 | 31.111 | -485 |
| Gewinnrücklagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzgewinn und Andere TEUR |
Neubewertungen TEUR |
Währungsumrechnung TEUR |
Gesamt TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01. Januar 2021 | 23.577 | -2.029 | 1.301 | 22.850 |
| Konzernergebnis 2021 | -255 | -255 | ||
| Sonstiges Ergebnis 2021 | 285 | 676 | 961 | |
| davon aus Neubewertungen | 396 | 396 | ||
| davon Währungsumrechnungen | 527 | 527 | ||
| davon Steuereffekt | -111 | 149 | 38 | |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | -255 | 285 | 676 | 706 |
| Dividendenausschüttung | -361 | -361 | ||
| Kauf eigener Aktien | ||||
| Änderung Minderheiten | ||||
| Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer | -361 | -361 | ||
| Stand am 31. Dezember 2021 | 22.961 | -1.744 | 1.977 | 23.195 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Softing AG TEUR |
Nicht beherrschende Anteile TEUR |
Eigenkapital insgesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01. Januar 2021 | 62.581 | 429 | 63.010 |
| Konzernergebnis 2021 | -255 | 187 | -68 |
| Sonstiges Ergebnis 2021 | 961 | 961 | |
| davon aus Neubewertungen | 396 | 396 | |
| davon Währungsumrechnungen | 527 | 527 | |
| davon Steuereffekt | 38 | 38 | |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 706 | 187 | 893 |
| Dividendenausschüttung | -361 | -361 | |
| Kauf eigener Aktien | |||
| Änderung Minderheiten | 6 | 6 | |
| Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer | -361 | 6 | -355 |
| Stand am 31. Dezember 2021 | 62.926 | 622 | 63.548 |
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
| 01.01.22 - 31.12.22 TEUR |
01.01.21 - 31.12.21 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| --- | --- | --- |
| Ergebnis (vor Steuern) | -563 | 285 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 8.967 | 9.547 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen | -1.956 | 100 |
| Perioden Cashflow | 6.448 | 9.932 |
| Zinserträge/Finanzerträge | -150 | -1.100 |
| Zinsaufwendungen/Finanzaufwendungen | 1.346 | 294 |
| Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden | -527 | -109 |
| Änderung der Vorräte | -5.574 | 262 |
| Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -2.908 | 388 |
| Änderung finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 110 | -1.112 |
| Änderung Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 2.041 | 1.227 |
| Änderung der finanziellen und nicht finanziellen und sonstige Schulden | 3.430 | 1.869 |
| Erhaltene Zinsen | 10 | 26 |
| Erhaltene Ertragsteuern | 66 | 123 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -477 | -746 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 3.815 | 11.054 |
| Auszahlung für Investitionen in Produktneuentwicklungen intern | -3.948 | -3.653 |
| Auszahlung für Investitionen in Produktneuentwicklungen extern | -1.082 | -1.156 |
| Auszahlungen für Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | -64 | -22 |
| Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen | -973 | -1.080 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -6.067 | -5.911 |
| Auszahlung aus Dividenden | -902 | -361 |
| Tilgung Leasingverbindlichkeiten | -1.227 | -1.227 |
| Einzahlung aus der Aufnahme langfristiger Banklinie | 2.601 | 0 |
| Einzahlung aus der Aufnahme kurzfristiger Banklinie | 1.978 | 0 |
| Auszahlungen für die Tilgung Bankdarlehen | -2.811 | -3.968 |
| Zinsen Leasingbilanzierung | -128 | -87 |
| Übrige gezahlte Zinsen | -213 | -207 |
| Summe gezahlte Zinsen | -341 | -294 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -702 | -5.850 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -2.954 | -709 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds | 143 | 156 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 9.613 | 10.166 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.802 | 9.613 |
Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer E3 verwiesen.
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2022
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 TEUR |
Zugänge TEUR |
Währungsdifferenzen TEUR |
Anpassungen/ Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2022 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 18.360 | 453 | 18.813 | |||
| Selbsterstellte Produktentwicklungen* | 44.471 | 3.948 | 86 | 4.078 | 480 | 52.103 |
| Fremderstellte Produktentwicklungen* | 6.990 | 1.082 | -4.075 | 3.997 | ||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 33.380 | 64 | 1.204 | 131 | 34.517 | |
| 103.201 | 5.094 | 1.743 | 3 | 611 | 109.430 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung | 84 | 64 | 30 | 118 | ||
| Nutzungsrechte Gebäude | 4.400 | 3.696 | 77 | 406 | 1.165 | 7.414 |
| Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge | 448 | 132 | 9 | 195 | 394 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.444 | 973 | 86 | -3 | 183 | 7.317 |
| 11.376 | 4.865 | 163 | 412 | 1.573 | 15.243 | |
| 114.577 | 9.959 | 1.906 | 415 | 2.184 | 124.673 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 TEUR |
Währungsdifferenzen TEUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahrs TEUR |
Anpassungen/ Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2022 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.296 | 120 | 1.416 | |||
| Selbsterstellte Produktentwicklungen* | 31.394 | 3.711 | -389 | 480 | 35.014 | |
| Fremderstellte Produktentwicklungen* | 1.107 | 934 | 389 | 1.652 | ||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 13.570 | 551 | 1.795 | 131 | 15.785 | |
| 47.367 | 551 | 6.560 | 611 | 53.867 | ||
| Sachanlagen | ||||||
| Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung | 32 | 20 | 30 | 22 | ||
| Nutzungsrechte Gebäude | 2.873 | 39 | 1.174 | 1.165 | 2.921 | |
| Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge | 291 | 123 | 195 | 219 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.422 | 62 | 1.089 | 113 | 4.460 | |
| 6.618 | 101 | 2.406 | 1.503 | 7.622 | ||
| 53.985 | 652 | 8.966 | 2.114 | 61.489 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 17.397 | 17.064 |
| Selbsterstellte Produktentwicklungen* | 17.089 | 13.077 |
| Fremderstellte Produktentwicklungen* | 2.345 | 5.884 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 18.732 | 19.810 |
| 55.563 | 55.835 | |
| Sachanlagen | ||
| Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung | 96 | 52 |
| Nutzungsrechte Gebäude | 4.493 | 1.527 |
| Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge | 175 | 156 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.857 | 3.022 |
| 7.621 | 4.757 | |
| 63.184 | 60.592 |
im Geschäftsjahr 2021
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 TEUR |
Zugänge TEUR |
Währungsdifferenzen TEUR |
Anpassungen/ Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 17.796 | 564 | 18.360 | |||
| Selbsterstellte Produktentwicklungen | 40.723 | 3.653 | 95 | 44.471 | ||
| Fremderstellte Produktentwicklungen | 5.835 | 1.156 | 6.991 | |||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 31.864 | 22 | 1.495 | 1 | 33.380 | |
| 96.218 | 4.831 | 2.154 | 1 | 103.202 | ||
| Sachanlagen | ||||||
| Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung | 75 | 53 | -9 | 36 | 83 | |
| Nutzungsrechte Gebäude | 4.487 | 286 | 93 | -10 | 455 | 4.401 |
| Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge | 492 | 63 | -2 | 106 | 447 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.336 | 1.080 | 101 | 73 | 6.444 | |
| 10.390 | 1.482 | 194 | -21 | 670 | 11.375 | |
| 106.608 | 6.313 | 2.348 | -21 | 671 | 114.577 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 TEUR |
Währungsdifferenzen TEUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahrs TEUR |
Anpassungen/ Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 296 | 1.000 | 1.296 | |||
| Selbsterstellte Produktentwicklungen | 27.606 | 3.788 | 31.394 | |||
| Fremderstellte Produktentwicklungen | 343 | 764 | 1.107 | |||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 11.149 | 667 | 1.755 | 1 | 13.570 | |
| 39.394 | 667 | 7.307 | 1 | 47.367 | ||
| Sachanlagen | ||||||
| Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung | 45 | 22 | 36 | 31 | ||
| Nutzungsrechte Gebäude | 2.206 | 49 | 1.074 | 455 | 2.874 | |
| Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge | 245 | 152 | 106 | 291 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.388 | 68 | 993 | 27 | 3.422 | |
| 4.884 | 117 | 2.241 | 624 | 6.618 | ||
| 44.278 | 784 | 9.548 | 625 | 53.985 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 17.064 | 17.500 |
| Selbsterstellte Produktentwicklungen | 13.077 | 13.117 |
| Fremderstellte Produktentwicklungen | 5.884 | 5.491 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 19.810 | 20.716 |
| 55.835 | 56.824 | |
| Sachanlagen | ||
| Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung | 52 | 30 |
| Nutzungsrechte Gebäude | 1.527 | 2.281 |
| Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge | 156 | 247 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.022 | 2.948 |
| 4.757 | 5.506 | |
| 60.592 | 63.830 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022
A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
1. GRUNDLAGEN
Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ergänzend wurden die gemäß § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Weiterhin unterscheidet die Konzernbilanz zwischen kurz- und langfristigen Schulden. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.
Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2022 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren.
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 24. März 2023 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
2. GEGENSTAND DES KONZERNS
Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG, Deutschland, mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse "Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar" eingetragen. Die Softing AG ist gleichzeitig das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe.
Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme sowie kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch den Softing-Konzern vertrieben werden.
3. AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSS UNTER FORTFÜHRUNGSPRÄMISSE
Der Vorstand bleibt bei seiner realistischen Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um seine Geschäftstätigkeit für mindestens zwölf weitere Monate fortzuführen und dass die Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung angemessen bleibt. Die direkten Eintrübungen und Verwerfungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Covid-19-Pandemie haben im Laufe des Jahres, in den für Softing weltweit wichtigsten Märkten deutlich nachgelassen. Die indirekten Auswirkungen, die zu einer globalen Beschaffungskrise für elektronische Bauteile geführt haben, belasteten die wirtschaftliche Tätigkeit im Jahr 2022 jedoch außerordentlich. Der russische Vernichtungskrieg gegen die Ukraine hat zusätzlich zu weiteren Verwerfungen in der Beschaffung geführt und eine Verbesserung der Situation lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig abschätzen. Dies führt bei Softing im ganzen Konzern zu der grotesken Situation von Rekordauftragseingängen auf der einen Seite und einer stark eingeschränkten Lieferfähigkeit auf der anderen Seite.
Eine Umsatzsteigerung von 16% von 84,7 Mio. EUR im Jahr 2021 auf 98,3 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr waren das Ergebnis. Der Auftragseingang von 155,8 Mio. EUR gegenüber 104,8 Mio. EUR im Vorjahr, erreichte einen neuen Höchstwert in der Konzerngeschichte. Der in das neue Geschäftsjahr vorgetragene Auftragsbestand beträgt 89,9 Mio. EUR und bildet die Basis für ein solides Umsatzwachstum im Jahr 2023. Hieraus haben sich im Berichtsjahr positive Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns ergeben. Für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr weist der Konzern ein positives EBIT in Höhe von 0,8 Mio. EUR aus. Das operative EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 3,9 Mio. EUR und den Abschreibungen für selbsterstellte und fremderstellte Produktentwicklungen von 4,6 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung von 1,8 Mio. EUR) des Konzerns, lag trotz der Beschaffungskrise und der anfänglich weiterhin vorhandenen COVID-19-Beeinträchtigungen bei positiven 3,3 Mio. EUR. Der Konzern verzeichnete zum 31. Dezember 2022 ein Nettoumlaufvermögen in Höhe von 16,3 Mio. EUR. Dem Softing-Konzern standen zum 31. Januar 2023 liquide Mittel von 5,0 Mio. EUR, kurzfristige Forderungen von 14,7 Mio. EUR und vereinbarte aber noch nicht genutzte Kreditlinien von rund 6,4 Mio. EUR zur Verfügung. Somit verfügt der Konzern über kurzfristig verfügbare liquiditätsnahe Mittel von bis zu 26,1 Mio. EUR zur Bewältigung der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in der Beschaffungskrise und den Auswirkungen der Inflation.
4. NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN
4.1. Neue und geänderte Standards und Interpretationen , die erstmalig anzuwenden sind
Der Konzern hat die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2022 gelten im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmalig angewandt:
Änderungen an IFRS 3:
Verweis auf das Rahmenkonzept
Durch die Änderungen wurde IFRS 3 dahingehend aktualisiert, dass sich die Verweise nunmehr auf das aktuelle Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung 2018 beziehen. Die Änderungen enthalten auch das Erfordernis, dass ein Erwerber bei Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich von IAS 37 fallen, IAS 37 anwendet, um festzustellen, ob zum Erwerbszeitpunkt eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit besteht. Bei einer Abgabe, die in den Anwendungsbereich von IFRIC 21 fällt, wendet der Erwerber IFRIC 21 an, um zu bestimmen, ob das verpflichtende Ereignis, das zu einer Verpflichtung zur Zahlung der Abgabe führt, bis zum Erwerbszeitpunkt eingetreten ist.
Schließlich fügen die Änderungen eine ausdrückliche Klarstellung hinzu, dass ein Erwerber die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen Eventualforderungen nicht ansetzen darf.
Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Unternehmenserwerbe stattgefunden haben.
Änderungen an IAS 16: Erträge vor Erreichen des betriebsbereiten Zustands
Die Änderungen an IAS 16 verbieten nunmehr explizit den Abzug möglicher Nettoerträge von den Anschaffungskosten einer Sachanlage. Sofern Güter hergestellt werden, während eine Sachanlage an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird, hat ein Unternehmen die Erträge aus der Veräußerung solcher Güter und deren Herstellungskosten erfolgswirksam in Übereinstimmung mit den jeweils einschlägigen Standards zu erfassen. Für die Bewertung der Herstellungskosten sind die Vorschriften in IAS 2 anzuwenden.
Kosten für Testläufe, mit denen überprüft wird, ob der Vermögenswert ordnungsgemäß funktioniert, stellen weiterhin ein Beispiel für direkt zurechenbare Kosten dar. Durch die Änderungen wird nunmehr klargestellt, dass Testläufe dazu dienen zu beurteilen, ob die technische oder physische Leistungsfähigkeit des Vermögenswerts dergestalt ist, dass dieser für die Herstellung oder Lieferung von Gütern oder Dienstleistungen, die Vermietung an Dritte oder für Verwaltungszwecke genutzt werden kann.
Weiterhin sind nun zusätzliche Anhangsangaben zu den erfolgswirksam erfassten Erträgen und Kosten aus der Veräußerung von Gütern erforderlich, die im Rahmen von Testläufen produziert wurden, die nicht im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens anfallen. Die jeweiligen Beträge sind anzugeben und darüber hinaus die Posten, in denen diese enthalten sind. Dies ist nur dann nicht erforderlich, wenn sie in der Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen werden.
Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da im Konzern keine Sachanlagen vorhanden sind, bei denen im Rahmen von Testläufen Güter hergestellt werden.
Änderungen an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages
Zum 1. Januar 2022 hat der Konzern erstmalig Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages (Änderungen an IAS 37) angewendet. Dies führte zu einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für die Einschätzung, ob ein belastender Vertrag vorliegt. Bei der Beurteilung, ob ein Vertrag belastend ist, berücksichtigte der Konzern bislang nur die zusätzlichen Kosten für die Erfüllung eines Vertrags. Die geänderte Rechnungslegungsmethode sieht nun vor, dass sowohl die durch die Erfüllung des Vertrags verursachten zusätzlichen Kosten als auch weitere, der Vertragserfüllung direkt zurechenbare Kosten, bei der Beurteilung, ob ein Vertrag belastend ist, berücksichtigt werden.
Die Änderungen an IAS 37 gelten prospektiv für Verträge, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Änderungen bestehen. Der Konzern hat alle zum 1. Januar 2022 bestehenden Verträge analysiert und festgestellt, dass unter Anwendung der geänderten Rechnungslegungsmethode kein Vertrag als belastend eingestuft werden würde. Demnach haben die Änderungen an IAS 37 keine Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanzwerte des Eigenkapitals zum 1. Januar 2022.
Die nachstehenden neuen und geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
Änderung an IFRS 9: Gebühren beim 10 %-Barwerttest vor Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten
Durch die Änderung wird klargestellt, welche Gebühren ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob die Bedingungen einer neuen oder modifizierten finanziellen Verbindlichkeit wesentlich von denjenigen der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit abweichen, zu berücksichtigen hat. Es sind nur solche Gebühren einzubeziehen, die zwischen dem Kreditnehmer und dem Kreditgeber gezahlt oder erhalten wurden, einschließlich solcher, die entweder vom Kreditnehmer oder vom Kreditgeber im Namen des jeweils anderen gezahlt oder erhalten wurden. Für IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung gibt es keinen vergleichbaren Änderungsvorschlag.
Gemäß den Übergangsvorschriften wendet der Konzern die Änderung auf finanzielle Verbindlichkeiten an, die zu oder nach Beginn des Geschäftsjahres, in dem er die Änderung erstmals anwendet (Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung), modifiziert oder ausgetauscht werden. Diese Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Modifizierungen der Finanzinstrumente des Konzerns gegeben hat.
Weitere Änderungen an "IFRS 1: Erstanwendung durch ein Tochterunternehmen" sowie "IAS 41: Besteuerung bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert" hatten keine Auswirkungen auf den Konzern, da der Konzern kein IFRS Erstanwender ist und keine Vermögenswerte hält, die in den Anwendungsbereich des IAS fallen.
4.2. Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende neue und geänderte Standards und Interpretationen werden nachfolgend dargestellt. Der Konzern beabsichtigt, diese neuen und geänderten Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden.
Änderungen an IAS 12: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion
Die Änderungen schränken den Anwendungsbereich der Initial Recognition Exemption ein, um Transaktionen auszuschließen, die zu gegenläufigen temporären Differenzen in gleicher Höhe führen - zum Beispiel Leasingverhältnisse oder Schulden aus Entsorgungsverpflichtungen. Die Änderungen gelten für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Bei Leasingverhältnissen und Entsorgungsverpflichtungen müssen die zugehörigen latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten ab dem Beginn der frühesten dargestellten Vergleichsperiode erfasst werden, wobei alle kumulierten Auswirkungen als Anpassung der Gewinnrücklagen oder anderer Eigenkapitalbestandteile zu diesem Zeitpunkt ausgewiesen werden. Für alle anderen Transaktionen gelten die Änderungen für Transaktionen, die nach dem Beginn der frühesten dargestellten Periode stattfinden. Die Anwendung der Änderungen wird keine Auswirkungen auf den Konzern haben.
Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig
Die im Jahr 2020 veröffentlichten Änderungen an IAS 1 enthalten Klarstellungen der Anforderungen an die Einstufung der Schulden als kurz- oder langfristig und sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Allerdings hat das IASB nachfolgend weitere Änderungen an IAS 1 und eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunktes auf nicht früher als den 1. Januar 2024 vorgeschlagen. Aufgrund dieser laufenden Entwicklungen kann der Konzern derzeit die Auswirkungen auf die Periode der Erstanwendung nicht einschätzen. Die Entwicklungen werden eng verfolgt.
Änderungen an IAS 8: Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen
Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 8 veröffentlicht, mit denen eine neue Definition für rechnungslegungsbezogene Schätzungen eingeführt wurde. Die Änderungen stellen klar, inwiefern sich Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und Fehlerkorrekturen unterscheiden. Sie erläutern außerdem, wie Unternehmen rechnungslegungsbezogene Schätzungen mithilfe von Bemessungstechniken und Inputfaktoren vornehmen können.
Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, und sind auf Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen anzuwenden, die zu oder nach Beginn dieses Geschäftsjahres erfolgen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern diese Tatsache angegeben wird. Der Konzern geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.
Die nachstehenden neuen und geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern über keine wesentlichen Versicherungsverträge verfügt: IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge.
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.
1. ERFASSUNG VON ERTRÄGEN
Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung, abzüglich von Retouren sowie gewährten Preisnachlässen und Mengenrabatten erfasst. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:
Umsatzerlöse aus Verkäufen
Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Übergang der Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter an den Kunden erfasst. Der Kunde muss somit die Fähigkeit haben, über die Nutzung zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus ziehen. Grundlage hierfür ist ein Vertrag zwischen Softing und dem Kunden. Dem Vertrag und den darin enthalten Vereinbarungen müssen die Parteien zugestimmt haben, die einzelnen Verpflichtungen der Parteien und die Zahlungsbedingungen müssen feststellbar sein, der Vertrag muss wirtschaftliche Substanz haben und Softing die Gegenleistung für die erbrachte Leistung wahrscheinlich erhalten. Der Transaktionspreis entspricht in der Regel dem Umsatzerlös. Zur Bestimmung des Übergangs der Verfügungsgewalt stellt Softing auf die vereinbarten Incoterms ab. Eine Forderung wird bei Versand der Güter ausgewiesen, weil zu diesem Zeitpunkt der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt ist, d.h. dass die Fälligkeit ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf eintritt. Wenn der Vertrag mehr als eine abgrenzbare Leistungsverpflichtung beinhaltet, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Sind keine Einzelveräußerungspreise beobachtbar, schätzt Softing diese. Die einzelnen identifizierten Leistungsverpflichtungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. Die Zahlungen werden in der Regel spätestens 30 Tage nach Versand an den Kunden fällig.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen kundenspezifische Softwareentwicklungen. Wenn die Kundenentwicklungen aufgrund ihrer Spezifikationen keinen alternativen Nutzen haben und gegenüber dem Kunden ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch mindestens in Höhe einer Erstattung der durch die bereits erbrachten Leistungen entstandenen Kosten einschließlich einer angemessenen Gewinnmarge besteht, erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung. Der Leistungsfortschritt wird mittels der cost-to-cost-Methode bestimmt, da die angefallenen Kosten den besten Indikator für die bereits erfüllte Leistungsverpflichtung darstellen. Die tatsächlich am Ende der Berichtsperiode erbrachten Leistungen werden im Verhältnis zu den insgesamt zu erbringenden Leistungen erfasst. Beinhalten Verträge die Installation von Hardware, wird der Umsatzerlös für die Hardware zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem sie ausgeliefert wurde, das Eigentum übergegangen ist und der Kunde die Hardware abgenommen hat. Schätzungen hinsichtlich der Erlöse, Kosten oder des Auftragsfortschritts werden korrigiert, wenn sich Umstände ändern. Etwaige daraus resultierende Erhöhungen oder Verminderungen der geschätzten Erlöse oder Kosten werden in der Periode im Gewinn oder Verlust abgebildet, in der die Umstände, die Anlass zur Korrektur geben, der Geschäftsleitung zur Kenntnis gelangen. Bei Festpreisverträgen zahlt der Kunde einen mittels Zahlungsplan festgelegten Betrag. Überschreiten die von der Softing erbrachten Dienstleistungen den zum jeweiligen Zeitpunkt bereits geleisteten Zahlungsbetrag, wird ein Vertragsvermögenswert erfasst. Liegen die bereits erhaltenen Zahlungen über dem Wert der erbrachten Dienstleistungen, wird eine Vertragsschuld ausgewiesen.
Erlöse aus der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen werden in der Berichtsperiode erfasst, in der die Dienstleistungen erbracht werden. Beinhaltet der Vertrag einen festen Stundensatz, werden die Erlöse in der Höhe erfasst, in der Softing einen Anspruch auf Rechnungstellung hat.
Die Rechnungstellung erfolgt in der Regel monatlich oder quartalsweise und die Gegenleistung ist innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung zu zahlen.
Erträge aus Zinsen
Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
2. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kontrolle/Beherrschung verfügt:
| Softing-Konzern zum 31.12.2022 | Kapitalanteil/Stimmrechtsanteil | |
|---|---|---|
| 2022 % |
2021 % |
|
| --- | --- | --- |
| Softing AG, Haar/Deutschland | ||
| Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 100 |
| Softing Services GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 100 |
| Softing Engineering & Solutions GmbH, Kirchentellinsfurt, Deutschland, vormals Softing Messen und Testen GmbH | 100 | 100 |
| Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 100 |
| Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien | 100 | 100 |
| SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien | 100 | 100 |
| Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich | 65 | 65 |
| Softing Inc., Knoxville/USA | 100 | 100 |
| Softing North America Holding Inc., Delaware/USA | 100 | 100 |
| OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA | 100 | 100 |
| Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 100 |
| Softing Singapore Pte. Ltd., Singapur | 100 | 100 |
| Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich | 100 | 100 |
| Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai/China vormals Shanghai Softing software Co., Ltd. | 50 | 50 |
| Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH, Kirchentellinsfurt/ Deutschland vormals Softing Automotive Electronics Services GmbH | 0 | 100 |
| GlobalmatiX AG Vaduz/Liechtenstein | 100 | 100 |
| GlobalmatiX Inc., Knoxville/USA | 100 | 100 |
| GlobalmatiX GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 0 |
Der Ergebnisanteil der Minderheiten bei der Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai/China vormals Shanghai Softing Software Co., Ltd. betrug im Geschäftsjahr TEUR 158 (Vj. TEUR 78) und der Minderheitenanteil der Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich betrug TEUR 60 (Vj. TEUR 109).
Die Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. wird in den Kreis der vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen einbezogen, weil die wirtschaftliche und finanzielle Führung der Gesellschaft durch Softing erfolgt. Softing besetzt zwei der drei Verwaltungsratsmandate und die Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. ist von der Vermarktung von Softwareprodukten aus den Tochterunternehmen von Softing abhängig. Es wurden von der Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. und der Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich keine Dividenden ausbezahlt.
Bis zum 31. Dezember 2022 haben sich Änderungen im Konsolidierungskreis der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2022 und 2021 ergeben. Zum 1. Januar 2022 erfolgte die Verschmelzung der Softing Automotive Electronics Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt auf die Softing Automotive Electronics GmbH, Haar.
Im Januar 2022 gründete die Softing AG die GlobalmatiX GmbH mit Sitz in Haar, diese Gesellschaft wird zukünftig für die Koordination der Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Umfeld der GlobalmatiX Produkte tätig sein.
Weiterhin war der Konzern an der Yoma Solutions GmbH in Norderstedt mit 8,33% beteiligt. Aufgrund einer weiteren Beteiligung, im Geschäftsjahr 2022 durch einen fremden Dritten und der damit einhergehenden Kapitalerhöhung wurde eine Überprüfung des Beteiligungswertes notwendig. Die Neubewertung ergab einen verminderten Beteiligungswert von TEUR 1.500 im Vorjahr auf TEUR 435 im Jahr 2022. Die Abwertung des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 1.065 erfolgte erfolgswirksam. Der neue Beteiligungsansatz beträgt nach der Kapitalerhöhung 6,0%. Das handelsrechtliche Eigenkapital 2022 betrug 958 TEUR und der Jahresverlust betrug TEUR 1.414 (Vj. TEUR 1.415).
Folgende Tochtergesellschaften machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
| ― | Softing Industrial Automation GmbH (Haar) |
| ― | Softing Automotive Electronics GmbH (Haar) |
| ― | Softing Services GmbH (Haar) |
| ― | Softing Engineering & Solutions GmbH (Kirchentellinsfurt) |
| ― | Softing IT Networks GmbH (Haar) |
3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Voraussetzung zur Konsolidierung eines Unternehmens ist die Möglichkeit der Beherrschung. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Renditen sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechte oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beiden kann zu Verfügungsgewalt führen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr als 50 % der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegensprechen. Bei der Beurteilung der Beherrschungseigenschaft sind so genannte potenzielle Stimmrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Beteiligungsquote im Vergleich zu den übrigen Anteilseignern, zusammen mit dem auf Hauptversammlungen praktizierten Abstimmungsverhalten, zu berücksichtigen.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, der durch den Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Tochterunternehmens übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Außerdem beinhaltet die übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus vereinbarten, bedingten Gegenleistungen resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Historisch gab es keine Anwendung der Full Goodwill Methode.
Etwaige durch den Konzern zu übertragende bedingte Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden nach IFRS 9 bewertet und im Gewinn oder Verlust erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen dem beizuliegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und aktivierte Entwicklungskosten. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung haben alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer.
5. ENTWICKLUNGSKOSTEN
Entwicklungsaufwendungen für Neuentwicklungen und die wesentliche Weiterentwicklung eines Produkts oder Prozesses werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderung ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten die Lohnkosten sowie weitere direkt umlegbare Kosten, die für die Erstellung des Entwicklungsprojektes notwendig sind. Der Softing-Konzern schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig zwischen drei und fünf Jahren linear ab, wobei im Jahr der Fertigstellung zeitanteilig die Abschreibung erfolgt. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in dem Posten "Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.
6. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.
Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich, sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen bei Softing den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen die Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen. Die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die Geschäfts- und Firmenwerte sind:
| ― | Softing Engineering & Solutions GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland |
| ― | Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland |
| ― | OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA |
| ― | Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland & Softing Singapore Pte. Ltd., Singapore |
| ― | GlobalmatiX AG Vaduz/Liechtenstein & GlobalmatiX Inc. Knoxville/USA |
Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der CGU ihren erzielbaren Betrag, wird die Differenz unmittelbar als Wertminderungsaufwand im Gewinn und Verlust erfasst. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht mit angemessenem Aufwand ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.
Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde wie folgt ermittelt: Aufgrund der Bottom-Up-Planung der nächsten vier Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden ist, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. (Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,0% (Vj. 1,0%) für die Folgejahre angesetzt wurde.) Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrundeliegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Der verwendete Diskontierungssatz ist ein Vorsteuerzinssatz, und basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC). Diese setzten sich zusammen aus den zu Marktwerten gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten werden jeweils nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt und setzen sich demnach aus dem risikolosen Zinssatz und einem Risikoaufschlag zusammen, der sich aus der Differenz der durchschnittlichen Marktrendite und dem risikolosen Zinssatz multipliziert mit dem unternehmensspezifischen Risiko (Beta-Faktor) ergibt. Der Beta-Faktor wird dafür von einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten setzten sich aus einem Basiszinssatz und einen spezifischen aus Kapitalmarktdaten abgeleiteten Bonitätsaufschlag zusammen. Bei der Nutzungswertermittlung werden je nach zahlungsmittelgenerierender Einheit Diskontierungszinssätze vor Steuern zugrunde gelegt.
Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt.
7. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Software und Technologie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei bis sieben Jahre linear abgeschrieben. Rechte und Geschäftsbeziehungen werden über fünf bis zwanzig Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in dem Posten "Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen.
8. SACHANLAGEN
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen, nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.
Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrags verteilt abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in dem Posten "Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.
Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden nur dann dem Buchwert des ursprünglichen Vermögenswertes zugeschlagen bzw. als separater Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen in Verbindung mit dem Vermögenswert zufließen wird und dieser Nutzen verlässlich ermittelt werden kann.
9. WERTMINDERUNGEN
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthält, wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Dies erfolgt auch für Entwicklungsprojekte, die sich in der Entwicklung befinden. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt bezogen auf den Geschäfts- oder Firmenwert keine Wertaufholung.
10. LEASINGVERHÄLTNISSE
Softing tritt ausschließlich als Leasingnehmer im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen auf. Hierbei folgt die bilanzielle Abbildung von Leasingverhältnissen seit dem 1. Januar 2019 den Vorgaben des IFRS 16.
Im Folgenden werden lediglich die für den Konzern relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus Sicht des Softing-Konzerns als Leasingnehmer dargestellt. Konzerninterne Leasingverhältnisse werden auch weiterhin der internen Berichterstattung folgend, wie vormalige operative Mietverhältnisse gem. IAS 17 dargestellt und für Zwecke des Konzernabschlusses eliminiert.
Für alle neuen Verträge, die am oder nach dem 1. Januar 2019 wirksam werden, prüft Softing, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Hierbei wendet der Konzern die Regelungen des IFRS 16 jedoch nicht auf Nutzungsrechte an immateriellen Vermögenswerten an.
Ein Leasingverhältnis ist definiert als ein Vertrag oder Teil eines Vertrages, der das Recht einräumt, einen Vermögenswert für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu nutzen. Zur Anwendung dieser Definition beurteilt der Konzern, ob der Vertrag die folgenden drei Voraussetzungen erfüllt:
| ― | Der Vertrag bezieht sich auf einen identifizierten Vermögenswert, der entweder im Vertrag ausdrücklich gekennzeichnet oder implizit spezifiziert wird und so als identifiziert gelten kann. |
| ― | Der Konzern hat das Recht, im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Nutzung des identifizierten Vermögenswerts während der gesamten Nutzungsdauer unter Berücksichtigung seiner Rechte im Rahmen des definierten Vertragsumfangs zu ziehen. |
| ― | Der Konzern hat das Recht, die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes während des gesamten Nutzungszeitraums zu bestimmen. |
Bei Mehrkomponentenverträgen wird jede separate Leasingkomponente grundsätzlich getrennt bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Immobilienleasingverträge für einzelne Standorte. Hierbei werden, in Abhängigkeit von der jeweiligen Vertragsausgestaltung, Nutzungsüberlassungen von Büro- und Lagerflächen sowie Parkplätzen je Standort zusammengefasst als eine Leasingkomponente bilanziert. Nicht-Leasingkomponenten wie Service und Wartung, werden periodengerecht direkt im Aufwand erfasst.
Die Bestimmung der maßgeblichen Leasinglaufzeit beinhaltet die vertragliche Laufzeit, Verlängerungsoptionen und Kündigungsoptionen. Die Beurteilung, ob es hinreichend sicher ist, dass eine Kündigungs-, Verlängerungs- oder Kaufoption gezogen wird, obliegt im Softing-Konzern grundsätzlich der Geschäftsleitung der einzelnen Gesellschaft und wird umfassend unter Würdigung sämtlicher ökonomischer Vor- und Nachteile festgelegt und regelmäßig überprüft.
Zum Bereitstellungsdatum des Leasinggegenstandes erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit in der Bilanz. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts entsprechen im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit, berichtigt um die anfänglichen direkten Kosten des Konzerns, einer Schätzung der Kosten für die Demontage und den Ausbau des Vermögenswertes am Ende des Leasingverhältnisses sowie den vor Beginn des Leasingverhältnisses geleisteten Leasingzahlungen abzüglich etwaiger Leasinganreize. In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden, unter Anwendung des dem Leasingverhältnisses zugrunde liegenden Zinssatzes oder, wenn dieser nicht verfügbar ist, des Grenzfremdkapitalzinssatzes. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert.
Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen setzen sich auf Basis des derzeitigen Vertragsbestandes bei Softing lediglich aus festen Zahlungen (einschließlich de facto festen Zahlungen) sowie variablen Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, zusammen.
Änderungen der Leasingverhältnisse und Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten werden grundsätzlich erfolgsneutral gegen das Nutzungsrecht erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfolgt, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf null reduziert ist oder diese aufgrund einer teilweisen Beendigung des Leasingverhältnisses resultiert.
Der Konzern schreibt die Nutzungsrechte i.d.R. vom Beginn des Leasingverhältnisses bis zu dem früheren Zeitpunkt aus dem Ende der Nutzungsdauer des Leasinggegenstands oder bis zum Ende der Vertragslaufzeit linear ab. Der Konzern führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren zudem Werthaltigkeitsprüfungen durch.
Bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (short-term-leases) und Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (low-value-leases) werden die zugehörigen Zahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.
In der Bilanz werden Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten unter den Sachanlagen bzw. den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Schulden ausgewiesen.
11. VORRÄTE
Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren/Fertigerzeugnisse werden grundsätzlich zu dem gewichteten Durchschnitt bewertet.
Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, z. B. aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
12. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere:
| ― | Eigenkapitalinstrumente an anderen Unternehmen, die durch den Konzern gehalten werden |
| ― | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| ― | Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
Finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit des zugrundeliegenden Geschäftsmodells und des Zahlungsstromkriteriums, wonach die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswerts ausschließlich aus Zinsen und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag des Finanzinstruments bestehen dürfen. Die Prüfung des Zahlungsstromkriteriums erfolgt dabei immer auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments. Die Beurteilung des Geschäftsmodells bezieht sich auf die Frage, wie finanzielle Vermögenswerte zur Generierung von Zahlungsströmen gesteuert werden. Die Steuerung kann entweder auf ein Halten, Verkaufen oder eine Kombination aus beidem abzielen.
Der Konzern teilt finanzielle Vermögenswerte in eine der folgenden Kategorien ein:
| ― | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schuldinstrumente) |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral mit Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Schuldinstrumente) |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral ohne Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Eigenkapitalinstrumente) |
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schuldinstrumente)
Die für den Konzern bedeutendste Kategorie finanzieller Vermögenswerte ist die Kategorie der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte in Bezug auf Schuldinstrumente. Die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, wenn die folgenden beiden Kriterien erfüllt sind:
| ― | Das Geschäftsmodell zur Steuerung dieser Finanzinstrumente ist auf deren Halten ausgerichtet, um die zugrundeliegenden vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen und die hieraus erzielten vertraglichen Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag. |
| ― | Die Folgewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode und unterliegt den Vorschriften für Wertminderungen gem. IFRS 9.5.5ff. Im Konzern unterliegen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenwerte und Bankguthaben dieser Kategorie. |
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral mit Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Schuldinstrumente)
Die Bewertung erfolgsneutral mit Recycling zum beizulegenden Zeitwert für Schuldinstrumente erfolgt, wenn die folgenden beiden Kriterien erfüllt sind:
| ― | Das Geschäftsmodell zur Steuerung dieser Finanzinstrumente ist auf deren Halten, um die zugrundeliegenden vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen und auch auf den Verkauf ausgerichtet. |
| ― | Die hieraus erzielten vertraglichen Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag. |
Für diese finanziellen Vermögenswerte werden Zinsen, Fremdwährungsbewertungseffekte und Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Wertminderungen erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst. Die verbleibenden Änderungen werden in Übereinstimmung mit den Vorgaben des IFRS 9 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Abgang in den Gewinn oder Verlust umgegliedert (Recycling).
Im Konzern unterliegen aktuell keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertung.
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Die Kategorie umfasst finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, Finanzinstrumente unter Anwendung der Fair Value-Option, finanzielle Vermögenswerte, für die eine verpflichtende Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgesehen ist und Eigenkapitalinstrumente, die nicht erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ein Handelszweck liegt vor, wenn ein kurzfristiger Kauf oder Verkauf vorgesehen ist. Derivate, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, werden immer zu Handelszwecken gehalten. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht das Zahlungsstromkriterium erfüllen, werden immer erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, unabhängig vom zugrundeliegenden Geschäftsmodell. Die gleiche Bewertung ergibt sich für Finanzinstrumente, die einem Geschäftsmodell "Verkaufen" unterliegen.
Die Fair-Value-Option für finanzielle Vermögenswerte kommt im Konzern nicht zum Einsatz.
Jegliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Instrumente werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
Im Konzern unterliegt aktuell nur die Beteiligung an der YOMA Solutions GmbH, Norderstedt dieser Bewertung.
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral ohne Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Eigenkapitalinstrumente)
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinstruments hat der Konzern das unwiderrufliche Wahlrecht, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Voraussetzung ist, dass es sich um ein Eigenkapitalinstrument gem. IAS 32 handelt, welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird und es sich nicht um eine bedingte Gegenleistung i.S.v. IFRS 3 handelt. Das Wahlrecht wird für jedes Eigenkapitalinstrument gesondert ausgeübt.
Gewinne oder Verluste aus einem solchen finanziellen Vermögenswert werden bei Abgang nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert (kein Recycling). Dividenden aus solchen Instrumenten werden erfolgswirksam erfasst. Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterliegen nicht den Regelungen für Wertminderungen.
Im Konzern unterliegen aktuell keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertung.
Ausbuchung
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird hauptsächlich dann ausgebucht (d.h. aus der Konzernbilanz entfernt), wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt, ist:
| ― | Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert sind erloschen. |
| ― | Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer sog. Durchleitungsvereinbarung übernommen und dabei entweder |
(a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder
(b) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.
Der Konzern nimmt an einem Reverse Factoring Programm eines Kunden teil und veräußert im Rahmen dessen bestehende Forderungen an ein Kreditinstitut. Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihm verbleiben.
Wenn der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach dem übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.
Im Rahmen des Factorings gehen die Chancen und Risiken auf den Vertragspartner über und die Forderungen werden zum Zeitpunkt der Veräußerung ausgebucht.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Vertragsvermögenswerte gem. IFRS 15, Leasingforderungen, Kreditzusagen sowie finanzielle Garantien unterliegen dem Wertminderungsmodell i.S.v. IFRS 9.5.5. Danach erfasst der Konzern für diese Vermögenswerte eine Wertminderung auf Basis der erwarteten Kreditverluste. Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen und den erwarteten Zahlungsströmen, bewertet zum Barwert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz. Die erwarteten Zahlungsströme beinhalten auch Erlöse aus Sicherungsverkäufen und sonstigen Kreditsicherheiten, die integraler Bestandteil des jeweiligen Vertrages sind.
Erwartete Kreditverluste werden in drei Stufen erfasst. Für finanzielle Vermögenswerte, für die sich keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz ergeben hat, wird die Wertberichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen (Stufe 1). Im Falle einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der erwartete Kreditverlust für die verbleibende Laufzeit des Vermögenswerts ermittelt (Stufe 2). Der Konzern unterstellt grundsätzlich, dass eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt, sofern eine Überfälligkeit von 30 Tagen vorliegt. Dieser Grundsatz kann widerlegt werden, wenn im jeweiligen Einzelfall belastbare und vertretbare Informationen darauf hinweisen, dass sich das Kreditrisiko nicht erhöht hat. Sofern objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind die zugrundeliegenden Vermögenswerte der Stufe 3 zuzuordnen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung werden bei einer Überfälligkeit von länger 90 Tagen unterstellt, außer, es liegen im jeweiligen Einzelfall belastbare und vertretbare Informationen vor, dass ein längerer Rückstand vertretbar ist. Darüber hinaus werden eine Zahlungsverweigerung und Ähnliches als objektiver Hinweis angesehen.
Die für den Konzern relevante Klasse von Vermögenswerten für die Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte. Für diese wendet die Gruppe den vereinfachten Ansatz gem. IFRS 9.5.15 an. Danach wird die Wertberichtigung stets in Höhe, der über die Laufzeit zu erwartender Kreditverluste bemessen.
Für die übrigen Vermögenswerte, die im Anwendungsbereich des geänderten Wertminderungsmodells von IFRS 9 sind und die dem allgemeinen Ansatz unterliegen, werden zur Bemessung der erwarteten Verluste finanzielle Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale entsprechend zusammengefasst bzw. individuelle Ausfallinformationen herangezogen. Berechnungsgrundlage sind in jedem Fall aktuelle Ausfallwahrscheinlichkeiten zum jeweiligen Stichtag.
Softing unterstellt grundsätzlich einen Ausfall, wenn die vertraglichen Zahlungen um mehr als 360 Tage überfällig sind. Zusätzlich werden in Einzelfällen auch interne oder externe Informationen herangezogen, die darauf hindeuten, dass die vertraglichen Zahlungen nicht vollständig geleistet werden können. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründbare Erwartung über die zukünftige Zahlung besteht.
13. VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERTRAGSSCHULDEN
Vertragsvermögenswerte entstehen aus der Anwendung der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum. Dies ist bei Softing vor allem der Fall, wenn die Produkte aufgrund ihrer Spezifikationen keinen alternativen Nutzen haben und gegenüber dem Kunden ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch mindestens in Höhe einer Erstattung der durch die bereits erbrachten Leistungen entstandenen Kosten einschließlich einer angemessenen Gewinnmarge besteht (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag). In diesen Fällen realisiert Softing auf Basis der Inputorientierten Methode cost-to-cost Umsatzerlöse. Dabei werden die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad realisiert. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den Gesamtkosten des Auftrags.
Da die Umsatzrealisierung vor dem Zeitpunkt liegt, an dem Softing die volle Gegenleistung erhalten hat, wird ein Vertragsvermögenswert aktiviert.
Vertragsverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Anzahlungen von Kunden, wenn diese im Zusammenhang mit einem Kundenauftrag stehen und die Produkte noch nicht ausgeliefert bzw. die Leistung noch nicht erbracht ist.
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten werden auf Vertragsebene saldiert. Die Vertragssalden bei Softing besitzen in der Regel eine kurzfristige Restlaufzeit.
Auf Vertragsvermögenswerte werden die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 angewendet.
14. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Die kurzfristigen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
15. LAUFENDE UND LATENTE STEUERN
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen.
Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden (oder in Kürze geltenden) Steuervorschriften der Länder, in denen Softing und ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuernde Einkommen erwirtschaften, berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode.
Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.
Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.
Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuerforderungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen sowie eines Rechnungszinses, der sich aus der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen gleicher Fristigkeit ableitet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Der Barwert wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von hochwertigen Unternehmensanleihen abgezinst werden. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
17. RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken des Softing-Konzerns gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen den Barwert der zu erwartenden Ausgaben, inkl. einer etwaigen Aufzinsung bei langfristigen Rückstellungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.
18. KURZFRISTIGE UND LANGFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN
Finanzielle Schulden begründen regelmäßig eine Rückgabeverpflichtung in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten oder einem sonstigen finanziellen Vermögenswert. Finanzielle Schulden werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.
Finanzielle Schulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst. Unter die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten fallen alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden. Hierunter fallen Derivate, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, sowie Finanzinstrumente, für die die Fair-Value-Option ausgeübt wurde. Aktuell verfügt Softing über keine solchen Finanzinstrumente.
Die Fair-Value-Option für Schuldinstrumente gemäß IFRS 9 kommt nicht zum Einsatz.
Die finanziellen Schulden setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: "kurzfristige und langfristige Finanzschulden" "Schulden aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden".
19. KURZFRISTIGE UND LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Kurzfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit bis zu einem Jahr. Langfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit über einem Jahr. Der erstmalige Ansatz von kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Finanzschulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern Softing nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.
20. KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE SCHULDEN
Die nicht finanziellen Schulden sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
21. ERMESSENSAUSÜBUNG UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN
Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen, die Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes für Leasingverhältnisse, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen und wesentliche Ermessensausübung bzgl. des erwarteten Eintrittszeitpunkts, der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens und der künftigen Steuerplanungsstrategien (steuerliche Planungsrechnung). Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Prognosen unterliegen einer natürlichen Unsicherheit und Schwierigkeit, besonders da sie in die Zukunft gerichtet sind. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstests zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze.
Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach der cost-to-cost Inputmethode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen.
Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien, sowie bei der Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze, besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, ob wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen, sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.
22. WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, mit Ausnahme von Softing IT Networks in Singapur, hier ist die funktionale Währung der USD, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben. Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist im Wesentlichen auf die Währungen USD, RON und CHF beschränkt.
An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Kursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet.
Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und in den Gewinnrücklagen angesammelt. Dabei erfolgt ein separater Ausweis als Währungsrücklage im Eigenkapitalspiegel.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von / an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung oder Rückführung von Darlehen vom Eigenkapital in den Gewinn und Verlust umgegliedert.
Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs oder der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus dem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert. Dabei werden folgende Transaktionen als Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs angesehen:
Die Veräußerung des gesamten Konzernanteils oder die Teilveräußerung mit Verlust der Beherrschung oder Teil- oder Vollrückzahlungen von Darlehen, die ursprünglich als nicht rückzahlbar galten.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:
| USD/EUR | RON/EUR | CHF/EUR | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stichtagskurs (31.12.) | 1,07 | 1,13 | 4,95 | 4,95 | 0,98 | 1,03 |
| Durchschnittskurs | 1,05 | 1,18 | 4,93 | 4,92 | 1,02 | 1,12 |
Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Währungsdifferenzen, die sich aus der Finanzierung ergeben, werden unter den Finanzerträgen / Finanzaufwendungen ausgewiesen.
C. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ
1. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS
Bis zum 31. Dezember 2022 haben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2021 ergeben.
Rückwirkend zum 1. Januar 2022 erfolgte die Verschmelzung der Softing Automotive Electronics Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt auf die Softing Automotive Electronics GmbH, Haar.
Im Januar 2022 gründete die Softing AG die GlobalmatiX GmbH mit Sitz in Haar, diese Gesellschaft wird zukünftig für die Koordination der Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Umfeld der GlobalmatiX Produkte tätig sein.
2. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Softing Engineering & Solutions GmbH | 1.055 | 1.055 |
| Softing Industrial Automation GmbH | 384 | 384 |
| Softing IT Networks GmbH | 5.061 | 5.181 |
| OLDI Online Development Inc. | 7.781 | 7.327 |
| GlobalmatiX AG | 3.117 | 3.117 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 17.398 | 17.064 |
Aufgrund der Wechselkursänderung EUR zu USD hat sich der Geschäft- oder Firmenwert der OLDI Online Development Inc. 2022 um 454 TEUR erhöht.
Die Detailplanungsperiode 2023 wurde auf Basis der kurzfristigen Umsatz- und Margenerwartungen abgeleitet.
In der mittleren Sicht ab 2024 bis 2026 geht Softing davon aus, dass sich der Trend zu neuen Technologien eher beschleunigt und sich die Investitionen in Produktentwicklung auszahlen werden. Kurzfristige negative Effekte wie die Beschaffungskrise im Jahr 2022 führten zu verzögerten Lieferungen und Abnahmen von Kunden. Der Bauteilmarkt für elektronische Komponenten hat sich in der Vergangenheit auch zyklisch entwickelt, Softing geht im Geschäftsjahr 2023 von einer Verbesserung der Situation aus. Dies wird sowohl die Lieferfähigkeit der Softing AG stärken als auch die Abnahmen der Kunden, die ihrerseits wieder an Ihre Kunden liefern können. Dementsprechend nivellieren sich in der bestmöglichen Schätzung kurzfristig negative und längerfristig positive Effekte aus der Beschaffungskrise, so dass sich die Annahmen in der ewigen Rente zum 31. Dezember 2022 für alle CGUs verbessert haben. Das Management beobachtet das weitere Marktumfeld und die Planungsparameter weiterhin aufmerksam, um daraus möglicherweise erforderliche Anpassungen in den Schätzungen vorzunehmen.
Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Der erzielbare Betrag der CGUs wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswertes der Gesellschaften ermittelt. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die folgenden Parameter verwendet:
Für Europa:
| ― | Diskontierungszinssätze (WACC) vor Steuern: 11,5% - 12,5% (Vj. 10,5% - 11,5%) |
| ― | Risikoloser Zinssatz: 2,0% (Vj. 0,10%) |
| ― | Marktrisikoprämie: 7,00% (Vj. 8,00%) |
| ― | Beta-Faktor relevered (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 1,20 (Vj. 1,19) |
Für USA:
| ― | Diskontierungszinssätze (WACC) vor Steuern: 12,5% (Vj. 10,0%) |
| ― | Risikoloser Zinssatz: 3,67% (Vj. 2,10%) |
| ― | Marktrisikoprämie: 6,00% (Vj. 6,00%) |
| ― | Beta-Faktor relevered (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 1,21 (Vj. 1,19) |
Der Zeitraum, für den das Management die Cashflows geplant hat, beträgt 4 Jahre (Vj. 4 Jahre). Danach wurde zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen eine Wachstumsrate von 1,0% (Vj. 1,0%) angenommen.
Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der CGUs die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen als auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.
Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses.
Klimabezogene Sachverhalte: Der Konzern überwacht kontinuierlich die Gesetzgebung im Zusammenhang mit dem Klimawandel und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals selbst einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Gegenwärtig wurden keine Gesetze erlassen, die negative Auswirkungen auf den Konzern haben.
Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten EBITs um 5% würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden IT Networks wurde auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von 4 Jahren genehmigten Finanzplänen basieren.
Die prognostizierten Cashflows wurden im Jahr 2022 aufgrund bestehender konjunktureller Unsicherheiten in der Baubranche und genereller Marktrisiken aktualisiert. Zudem wirkte sich das gestiegene Zinsniveau auf den Bereich IT-Networks aus. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 11,6 % (2021: 10,5 %). Cashflows nach dem Zeitraum von 4 Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,0 % (2021: 1,0 %) extrapoliert. Diese Wachstumsrate entspricht der angenommenen langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des IT Networks Geschäftes. Die Überprüfung zeigte, dass der erzielbare Betrag leicht unterhalb des Buchwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegt. Infolge dieser Analyse weist der Konzern im Geschäftsjahr einen Wertminderungsaufwand von TEUR 120 aus. Der Wertminderungsaufwand wurde in der Gewinn- und Verlust-Rechnung unter den Abschreibungen erfasst.
Sensitivitätsanalyse:
Eine Erhöhung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten EBITs um 5% würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Eine Ausnahme bildet der Firmenwert im Bereich IT Networks. Hier würde ein weiterer Abwertungsbedarf entstehen.
3. ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 11.936 (Vj. TEUR 13.302).
Im Geschäftsjahr 2022 ergab die Überprüfung der aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte keinen Korrekturbedarf (Vj. TEUR 0).
In der folgenden Übersicht sind die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung dargestellt:
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aktivierte Entwicklungskosten | 3.948 | 3.653 |
| Nicht aktivierungsfähige Ausgaben | 11.936 | 13.302 |
| 15.884 | 16.955 |
4. ÜBRIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen außer beim Geschäfts- und Firmenwert vorgenommen.
5. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Softing beteiligte sich Ende Dezember 2019 im Wege einer Kapitalerhöhung an einem Startup-Unternehmen, welches dem Segment Automotive zuzuordnen ist. Die erworbene Beteiligungsquote lag unter 10%. Im Rahmen der Beteiligungsvereinbarung wurde eine Zuzahlungsverpflichtung in die Kapitalrücklage der Beteiligungsgesellschaft i.H.v. TEUR 1.495 vereinbart, diese Zahlung ist Anfang 2020 geleistet worden. Der Konzern hat sich dazu entschieden für die Folgebewertung der Beteiligung Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Aufgrund einer weiteren Beteiligung durch einen fremden Dritten und der damit einhergehenden Kapitalerhöhung wurde eine Überprüfung des Beteiligungswertes notwendig. Die Neubewertung ergab einen verminderten beizulegenden Zeitwert der Beteiligung von TEUR 1.500 im Vorjahr auf TEUR 435 im Jahr 2022. Die Verminderung des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 1.065 erfolgte erfolgswirksam.
Wesentliche quantitative Inputfaktoren für die Bewertung sind darüber hinaus die Wachstumsrate und der Abzinsungssatz.
6. SACHANLAGEN
Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dargestellt, welche als Anlage zum Konzernabschluss beigefügt ist. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen. Der Konzern hat mehrere Immobilien-Leasingverträge abgeschlossen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Büroflächen und im geringen Maße Lagerflächen. Zudem sind weitere Leasingverträge im Bereich KFZ-Leasing abgeschlossen. Mietverträge wurden mit Laufzeiten zwischen ein und fünf Jahren abgeschlossen und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen.
Die Nutzungsrechte an Kraftfahrzeugen umfassen den gemieteten Fuhrpark. Zum 31. Dezember 2022 waren rund 48 Mietverträge über Kraftfahrzeuge mit Restlaufzeiten von ein bis drei Jahren abgeschlossen.
Angaben zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten finden sich im Abschnitt C16.
7. VORRÄTE
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.947 | 4.386 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 12.037 | 9.023 |
| Vorräte | 18.984 | 13.409 |
Die Höhe der erfassten Wertminderungen auf Vorräte beträgt 2022 TEUR 278 (Vj. TEUR 285). Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die eingekauften Vorräte stehen bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.
8. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Verträgen mit Kunden. Das Forderungsmanagement wird stärker als vor der Corona-Krise überwacht, bisher konnte bei dem Zahlungsverhalten der Kunden keine Verschlechterung festgestellt werden. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Kunden von Softing weitgehend große internationale Konzerne mit ausreichend finanziellen Mitteln sind.
Softing erfasst Wertminderungen für allgemeine Kreditrisiken unter Anwendung des Modells der erwarteten Verluste gem. IFRS 9.5.5. Sie werden zunächst auf Wertberichtigungskonten erfasst, sofern nicht bereits bei Entstehung des Grundes für die Wertberichtigung angenommen werden kann, dass die Forderung vollständig oder teilweise uneinbringlich sein wird. In solchen Fällen wird der Buchwert der Forderungen direkt erfolgswirksam abgeschrieben.
| 31.12.2022 | Buchwert TEUR |
Davon wertberichtigte Forderungen (Stufe 3) TEUR |
Davon weder überfällig noch wertberichtigt TEUR |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 17.007 | 231 | 15.464 |
| Risikovorsorge (Stufe 2) | -20 | -15 | |
| Risikovorsorge (Stufe 3) | -231 | -231 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 16.756 | 0 | 15.448 |
| Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | Unter 90 Tage TEUR |
91 bis 180 Tage TEUR |
181 bis 360 Tage TEUR |
Über 360 Tage TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 1.248 | 63 | 1 | 0 |
| Risikovorsorge (Stufe 2) | -5 | 0 | 0 | 0 |
| Risikovorsorge (Stufe 3) | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 1.244 | 63 | 1 | 0 |
Entwicklungen der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Stand am 01.01.2022 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
Stand am 31.12.2022 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 255 | 18 | 14 | 251 |
| 31.12.2021 | Buchwert TEUR |
Davon wertberichtigte Forderungen (Stufe 3) TEUR |
Davon weder überfällig noch wertberichtigt TEUR |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 14.322 | 236 | 12.148 |
| Risikovorsorge (Stufe 2) | -19 | -12 | |
| Risikovorsorge (Stufe 3) | -236 | -236 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 14.066 | 0 | 12.136 |
| Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | Unter 90 Tage TEUR |
91 bis 180 Tage TEUR |
181 bis 360 Tage TEUR |
Über 360 Tage TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 1.870 | 67 | 0 | 0 |
| Risikovorsorge (Stufe 2) | -6 | -1 | ||
| Risikovorsorge (Stufe 3) | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 1.864 | 66 | 0 | 0 |
Entwicklungen der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Stand am 01.01.2021 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
Stand am 31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 261 | 13 | 0 | 7 | 255 |
9. KURZFRISTIGE SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 318 | 108 |
| Forderungen Versicherung | 0 | 1.087 |
| Ausleihungen Beteiligungsunternehmen | 0 | 150 |
| 318 | 1.345 |
10. VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERTRAGSSCHULDEN
| 31.12.2022 | Buchwert TEUR |
Davon weder überfällig noch wertberichtigt TEUR |
|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte (brutto) | 525 | 525 |
| Risikovorsorge (Stufe 2) | 0 | 0 |
| Vertragsschulden | 4.999 | 4.999 |
| Verrechnungssaldo | -4.474 | -4.474 |
| 31.12.2021 | Buchwert TEUR |
Davon weder überfällig noch wertberichtigt TEUR |
|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte (brutto) | 307 | 307 |
| Risikovorsorge (Stufe 2) | 0 | 0 |
| Vertragsschulden | 3.471 | 3.471 |
| Verrechnungssaldo | -3.164 | -3.164 |
In Höhe von TEUR 2.766 (Vj. TEUR 2.338) wurden in der aktuellen Berichtsperiode Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden realisiert, die zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. Den zum Ende der Berichtsperiode ganz oder teilweise nichterfüllten Leistungsverpflichtungen ist insgesamt ein Transaktionspreis von TEUR 7.272 (Vj. TEUR 5.925) zugeordnet. Die Realisierung dieses Transaktionspreises wird von Softing in Höhe von TEUR 6.295 (Vj. TEUR 5.075) in der Folgeperiode und in Höhe von TEUR 977 (Vj. TEUR 850) in den darauffolgenden Perioden gerechnet. Bei den angegebenen Transaktionspreisen handelt es sich um Preise für Software, Wartungsverträge und kundenspezifische Ingenieursleistungen. Für Leistungsverpflichtungen mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr oder wenn mit festen Stundensätzen abgerechnet wird, wird in Einklang mit IFRS 15 auf die Angabe des Transaktionspreises verzichtet.
11. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE AUS ERTRAGSSTEUERN
Die laufenden Ertragssteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen / Federal Tax (USA) in Höhe von TEUR 324 (Vj. TEUR 538). Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.
12. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.802 | 9.613 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen. Die Festgelder sind innerhalb von 3 Monaten liquidierbar.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Eine Überprüfung des Ratings der Banken hat keine zusätzlichen Risiken für den Zahlungsmittelbestand ergeben. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.
13. KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen an Mitarbeiter | 23 | 25 |
| USt Forderungen | 1.051 | 302 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung/Vorauszahlungen | 863 | 564 |
| Geleistete Anzahlungen | 336 | 581 |
| Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte | 93 | 86 |
| 2.367 | 1.558 |
14. EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 9.105.381 EUR (Vj. 9.105.381 EUR) und ist eingeteilt in 9.105.381 (Vj. 9.105.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von 1 EUR. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 9.015.381 (Vj. 9.015.381) Aktien im Umlauf. Die Softing AG hält einen Bestand an eigenen Aktien von 90.000 Stück (Vj. 90.000 Stück).
Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.
Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2027 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen; wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden; wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauch machen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2022 4.552.690 EUR (Vj. 4.552.690 EUR).
Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.
Bedingtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2022). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 6. Mai 2022 bis zum 5. Mai 2027 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.
Eigene Anteile
Am 3. April 2020 hat die Softing AG per ad hoc-Mitteilung angekündigt ein Aktienrückkaufprogramm beginnend am 15. April 2020 zu starten, dieses Programm ist mit 28. Dezember 2020 vollumfänglich ausgeschöpft worden und damit beendet. Ein Kreditinstitut wurde beauftragt, maximal bis zu Stück 90.000 Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen, wobei jedoch der Rückkauf auf eine solche Anzahl von Aktien bzw. auf einen Gesamtkaufpreis von EUR 500.000 begrenzt war. Die erworbenen Aktien sollen vorrangig als Akquisitionswährung genutzt werden. Der Vorstand macht damit von der durch die ordentliche Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 eingeräumten Ermächtigung zum Rückerwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch.
Das Kreditinstitut wurde beauftragt, die Aktien ausschließlich an der Börse unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft zurückzukaufen. Das Recht der Gesellschaft, das Mandat mit dem Wertpapierhaus jederzeit zu beenden und ein anderes Wertpapierhaus oder eine Investmentbank zu beauftragen, bleibt unberührt. Der gebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) durfte den durchschnittlichen Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse an den zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Der Rückkauf erfolgt unter Führung eines Kreditinstituts im Einklang mit der Marktmissbrauchsverordnung und Art. 2 bis 4 der delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für die auf Rückkaufprogramme und Stabilisierungsmaßnahmen anwendbaren Bedingungen. Das Kreditinstitut darf hiernach an einem Tag zusammen nicht mehr als 25% des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse, an der der jeweilige Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wurde berechnet auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens in den 20 Börsentagen vor dem Kauftermin.
Die Transaktionen wurden in einer den Anforderungen des Artikels 5 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und Rates vom 16. April 2014 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 und Abs. 3 der delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 entsprechenden Weise spätestens am Ende des 7. Handelstags nach deren Ausführung bekanntgegeben und unter anderem auf der Webseite der Gesellschaft unter investor.softing.com/ de/aktie/aktienrueckkauf.html veröffentlicht.
Die Hauptversammlung hat am 6. Mai 2020 den Vorstand ermächtigt bis zum 5. Mai 2025 eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben und eigene Aktien in Pfand zu nehmen. Der Zukauf der eigenen Anteile im Jahr 2020 erfolgte noch unter der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016.
| Anzahl Aktien | Zeitpunkte der Transaktionen | Anteiliger Betrag des Grundkapitals TEUR |
Anteil am Grundkapital % |
Anschaffungskosten TEUR |
Durchschnittliche Anschaffungskosten pro Aktie EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestand 31.12.2021 | 90.000 | 90 | 0,99 | 482 | ||
| Bestand 31.12.2022 | 90.000 | 90 | 0,99 | 482 |
2022 wurden keine Geschäfte mit eigenen Aktien getätigt.
Zum Bilanzstichtag hatte die Softing AG 90.000 (Vj. 90.000) Aktien im Besitz. Softing bilanziert die eigenen Anteile nach der sogenannten cost method, wonach die Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals als Abzugsposten ausgewiesen werden.
Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals, inklusive der Veränderungen aus Unternehmenserwerben, sind in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" 2022/2021 dargestellt.
Gewinnrücklage
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Im Geschäftsjahr 2022 wurde für das Jahr 2021 eine Dividende von 0,10 EUR je Aktie (Vj. 0,04 EUR) ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2022 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,10 EUR je Aktie vor. Dies entspricht einer Gesamtdividende von TEUR 901.
Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung und deren latente Steuern von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, sowie die erfolgsneutral erfassten Neubewertungen aus Pensionszusagen und deren latente Steuereffekte.
Im aktuellen Jahr wurden TEUR 1.983 (Vj. TEUR 531) aus der Auflösung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb im Zusammenhang mit einer Teiltilgung eines Darlehens aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert. Dementsprechend erfolgte auch die Umgliederung der aufzulösenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 555 (Vj. TEUR 148) aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung. Das sonstige Ergebnis ist in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Nicht beherrschende Anteile
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 839 (Vj. TEUR 621) betreffen andere Gesellschafter in Österreich und China.
15. PENSIONEN
Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von lebenslangen Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 3.544 (Vj. TEUR 3.430) wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden nach IAS 19.120 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betrugen zum 31. Dezember 2022 TEUR -674 (Vj. TEUR -1.743).
Die Renten aus variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des Verbraucherindexes für Deutschland (Grundlage 2015=100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2022 auf 2023 von 110,5 auf 121,6 Punkte gestiegen.
Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Berechnungsgrundlagen | 31.12.2022 % |
31.12.2021 % |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 3,2 | 1,15 |
| Gehaltstrend | 0,0 | 0,0 |
| Rentenanpassung | 1,1 | 1,1 |
| Fluktuationswahrscheinlichkeit | 0,0 | 0,0 |
| Entwicklung der Verpflichtung | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| DBO Stichtag 1. Januar | 6.034 | 6.378 |
| Dienstzeitaufwand | 169 | 181 |
| Zinsaufwand | 68 | 47 |
| Pensionsleistungen an Pensionäre | -181 | -175 |
| Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember | 6.090 | 6.431 |
| Neubewertungen, davon | -397 | |
| Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses | -1.424 | -396 |
| Effekte aus der Änderung der Trendannahmen | 0 | 0 |
| Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 0 | -1 |
| Tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember | 4.666 | 6.034 |
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 13,15 Jahre (Vj. 15,8 Jahre).
| Ermittlung des Jahresertrags und Jahresaufwands | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 40 | 25 |
| Zinsaufwand | -68 | -47 |
| Dienstzeitaufwand | -169 | -181 |
| Jahresaufwand | -197 | -203 |
| Entwicklung des Planvermögens | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Stand Planvermögen 1. Januar | 3.430 | 3.318 |
| Auszahlung aus Planvermögen | -93 | -75 |
| Einzahlung in Planvermögen des Arbeitgebers | 107 | 107 |
| Zinsertrag aus Planvermögen | 40 | 25 |
| Anpassung des Planvermögens | 61 | 55 |
| Planvermögen zum Stichtag 31. Dezember | 3.544 | 3.430 |
Zur Absicherung eines Teils der Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zur zugrundeliegenden Pensionszusage. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen betragen im Jahr 2023 TEUR 107 (Vj. TEUR 107). In den Jahren bis 2025 wird ebenfalls mit jährlichen Einzahlungen in Höhe von TEUR 107 gerechnet.
| Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis | 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) | 4.665 | 6.034 |
| Zeitwert des externen Planvermögens | 3.544 | 3.430 |
| Rückstellung | 1.121 | 2.605 |
| Entwicklung der Rückstellung | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Stand Rückstellung 1. Januar | 2.605 | 3.060 |
| Dienstzeitaufwand | 168 | 181 |
| Nettozinsaufwand | 29 | 22 |
| Neubewertungen | -1.485 | -450 |
| Pensionszahlungen | -181 | -175 |
| Leistungszahlung aus Planvermögen | 93 | 75 |
| Einzahlung in Planvermögen | -107 | -107 |
| Rückstellung 31. Dezember | 1.121 | 2.605 |
Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
| Auswirkung auf die Verpflichtung | ||
|---|---|---|
| Veränderung Annahme - | Veränderung Annahme + | |
| --- | --- | --- |
| Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2022 | 0,25% Punkte 3,3% | 0,25% Punkte -3,1 % |
| Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2021 | 0,25% Punkte 4,0% | 0,25% Punkte -3,8 % |
| Auswirkung auf die Verpflichtung | ||
|---|---|---|
| Veränderung Annahme - | Veränderung Annahme + | |
| --- | --- | --- |
| Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2022 | 0,25% Punkte -1,0 % | 0,25% Punkte 1,0% |
| Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2021 | 0,25% Punkte -1,0 % | 0,25% Punkte 1,1% |
Auf eine Darstellung der Sensitivität bezogen auf die Lebenserwartung wurde verzichtet, da sich der Kreis der maßgeblichen Personen lediglich auf drei ehemalige Berechtigte und einen aktiven Berechtigten bezieht.
Die Sensitivitäten wurden ermittelt mit der Veränderung eines Parameters und der Beibehaltung aller anderen Parameter.
Für das Geschäftsjahr 2023 werden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 175) erwartet. Die Beiträge zum Plan werden mit TEUR 107 (Vj. TEUR 107) und Zinserträge von TEUR 114 (Vj. TEUR 40) erwartet.
16. LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN
Im Jahr 2019 wurden die langfristigen Finanzschulden neu mit den Hausbanken verhandelt, die langfristigen Altschulden wurden komplett getilgt und Darlehen in Höhe von TEUR 14.000 neu aufgenommen, diese Darlehen wurden für 2 Jahre tilgungsfrei gestellt, die Rückzahlung erfolgt danach innerhalb von 5 Jahren linear/quartalsweise. Weiterhin hat die Softing AG ein Darlehen von TEUR 2.500 im Jahr 2022 erhalten, dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 5 Jahren und ist endfällig. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades bezogen auf den Konzern. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrad problemlos erfüllt. Der langfristige Anteil dieser Darlehen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 9.150 (Vj. TEUR 9.450).
Daneben bestehen langfristige Darlehen einer Tochtergesellschaft gegenüber einer Bank in Höhe von TEUR 108 (Vj. TEUR 6).
Teile der Vergütungen des Vorstandsvorsitzenden wurden in den letzten Jahren aufgrund der Krisensituation Covid, Angriffskrieg Russlands und der damit einhergehenden Beschaffungskrise für elektronische Bauteile nicht ausbezahlt und sind bis Ende 2024 gestundet. Daher sind TEUR 4.451 (Vj. TEUR 3.790) in den sonstigen langfristigen Schulden enthalten. Der durch den Verzicht verstärkte Cashflow wurde zur Unterstützung von Lohnfertigern und dem damit einhergehenden Aufbau der Vorräte verwendet.
Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Leasing TEUR 5.019 (Vj. TEUR 1.900). Hiervon werden TEUR 3.737 (Vj. TEUR 1.066) als langfristig und TEUR 1.282 (Vj. TEUR 834) als kurzfristig ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden sonstige finanzielle Schulden aus Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 1.227 (Vj. TEUR 1.227) getilgt sowie TEUR 128 (Vj. TEUR 87) an Zinsen für Leasing gezahlt. Der gesamte Zahlungsmittelabfluss aus Leasingverträgen inkl. variabler Leasingzahlungen und Zahlungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen, sowie Leasingverhältnissen, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 1.374 (Vj. TEUR 1.329). Zum Bilanzstichtag ergeben sich künftige Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 5.313 (Vj. TEUR 1.993).
Mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 911 (Vj. TEUR 1.241) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden. Zukünftige Zahlungsabflüsse aus Leasingverhältnissen, die der Softing-Konzern als Leasingnehmer zum Bilanzstichtag eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, ergeben sich zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 387 (Vj. TEUR 3.986).
Zum 31. Dezember 2022 war der Konzern zu kurzfristigen Leasingverträgen verpflichtet, für die das entsprechende Erleichterungswahlrecht in Anspruch genommen wurde. Die Gesamtverpflichtung zu diesem Zeitpunkt entspricht annähernd dem Aufwand des Geschäftsjahres.
Die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sind mit Buchwerten in Höhe von TEUR 4.764 (Vj. TEUR 1.736) in der Position Sachanlagen aktiviert.
Die Tilgungsmodalitäten für die Leasingverbindlichkeiten, die überwiegend aus Immobilien Leasingverträgen und KFZ-Leasingverträgen resultieren, werden monatlich ratierlich bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit getilgt.
Im Geschäftsjahr beträgt der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse, für die die Erleichterungsvorschriften in Anspruch genommen wurden, TEUR 19 (Vj. TEUR 15) und der Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert beträgt TEUR 0 (Vj. TEUR 0).
Der Aufwand für nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogene variable Leasingzahlungen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vj. TEUR 0).
17. SCHULDEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Schulden aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 9.267 (Vj. TEUR 7.226) betreffen ausschließlich kurzfristige Schulden gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen. Alle Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
18. RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken des Softing-Konzerns gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.
| Stand am 01.01.2022 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
Stand am 31.12.2022 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 98 | 50 | 0 | 4 | 52 |
| Sonstige | 66 | 66 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 164 | 116 | 0 | 4 | 52 |
Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen mit einer geschätzten Fälligkeit innerhalb eines Jahres.
19. SCHULDEN AUS ERTRAGSTEUERN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 334 (Vj. TEUR 345) bilanziert. Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D9 dargestellt.
20. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Die kurzfristigen Finanzschulden betragen TEUR 5.477 (Vj. TEUR 3.510), hierbei handelt es sich im Geschäftsjahr um die Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen.
21. SONSTIGE KURZFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten | 2.376 | 5.830 |
| Leasingverbindlichkeiten < 1 Jahr | 1.282 | 834 |
| Übrige | 499 | 280 |
| 4.157 | 6.945 |
22. KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE SCHULDEN
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 94 | 392 |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten (Umsatz- und Lohnsteuer) | 849 | 614 |
| Übrige | 182 | 160 |
| 1.125 | 1.166 |
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG
1. UMSATZERLÖSE
| Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Gesichtspunkten: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 28.589 | 25.150 |
| USA | 35.074 | 31.717 |
| Restliches Ausland | 34.648 | 27.823 |
| 98.311 | 84.690 |
| Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Produkte | 86.119 | 72.271 |
| Dienstleistungen | 12.192 | 12.419 |
| 98.311 | 84.690 |
| Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Zeitpunkt bzw. Zeitraum: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Zeitpunkt | 86.119 | 72.271 |
| Davon Produkte: | 86.119 | 72.271 |
| Davon Dienstleistungen: | 0 | 0 |
| Zeitraum | 12.192 | 12.419 |
| Davon Produkte: | 0 | 0 |
| Davon Dienstleistungen: | 12.192 | 12.419 |
| 98.311 | 84.690 |
2022 überschritt ein Kunde mit 18% (Vj. 20%) und mit einem Betrag von TEUR 17.790 (Vj. TEUR 16.761) die Umsatzschwelle von 10%, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen im Segment Industrial Automation.
Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (siehe Kapitel E1).
2. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten/Investitionen für die Entwicklung neuer Softwareprodukte. Es handelt sich zum größten Teil um Personalkosten der Entwicklungsabteilungen und damit einhergehender Kosten.
3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
| Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Erträge aus Kursdifferenzen | 3.110 | 934 |
| Erträge aus Versicherungsleistungen | 17 | 925 |
| Erlöse aus Herabsetzung von Wertberichtigungen | 6 | 2 |
| Weiterberechnete Kosten | 1 | 1 |
| Covid 19 Beihilfe Singapur | 0 | 36 |
| Forschungsbeihilfen | 177 | 311 |
| Erträge aus Provisionen | 199 | 277 |
| Übrige Erträge | 182 | 362 |
| 3.692 | 2.848 |
4. MATERIALAUFWAND
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Wareneinkauf Produkte und Bauteile | 46.922 | 38.075 |
| Fremdleistungen | 1.389 | 1.000 |
| 48.311 | 39.075 |
5. PERSONALAUFWAND
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Laufende Gehälter | 28.628 | 26.061 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung | 4.706 | 4.421 |
| Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen | 2.399 | 2.867 |
| Kraftfahrzeug-Überlassung Arbeitnehmer | 10 | -24 |
| Sonstige Aushilfslöhne | 243 | 283 |
| 35.986 | 33.608 |
Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen.
Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.432 (Vj. TEUR 1.428) Der Dienstzeitaufwand für die Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 168 (Vj. TEUR 181).
6. ABSCHREIBUNG UND WERTMINDERUNG AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN UND NUTZUNGSRECHTE
Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Wertminderungen beim Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 120 vorgenommen.
7. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Personalbezogene Kosten | 305 | 177 |
| Infrastrukturkosten | 2.938 | 2.572 |
| Vertriebskosten | 2.936 | 2.041 |
| Beratungskosten | 1.282 | 1.135 |
| Fremdleistungen | 1.819 | 1.090 |
| Kapitalmarktkosten | 321 | 298 |
| Beiträge und Gebühren | 162 | 189 |
| Betriebskosten | 386 | 374 |
| Kursdifferenzen | 856 | 359 |
| Sonstiger Aufwand der Produktentwicklung | 476 | 391 |
| Aufwendungen Cyberangriff | 0 | 350 |
| Sonstige Kosten | 444 | 461 |
| 11.925 | 9.437 |
8. ZINSERTRÄGE/ZINSAUFWENDUNGEN
Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinsaufwendungen, Zinserträgen und übrigen Finanzerträge/ Finanzaufwendungen zusammen.
| Die gesamten Zinsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Übrige Zinsaufwendungen | ||
| Zinsen aus der Aufzinsung Pensionsrückstellungen | 68 | 47 |
| Darlehenszinsen | 184 | 193 |
| Sonstige Zinsen | 29 | 13 |
| Summe übrige Zinsaufwendungen | 281 | 253 |
| Zinsen aus der Leasingbilanzierung IFRS 16 | 128 | 87 |
| 409 | 340 |
| Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Pensionsrückstellungen | 39 | 25 |
| Sonstige Zinsen | 10 | 1 |
| 49 | 26 |
Bei den übrigen Finanzerträgen/Finanzaufwendungen von TEUR -964 (Vj. TEUR 1.074) handelt es sich um Währungsschwankungen eines USD-Darlehens an die amerikanische Holdinggesellschaft in Höhe von TEUR 100. Darüber hinaus ist der Verlust in Höhe von TEUR 1.064, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten enthalten.
9. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
| Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: | 2022 TEUR |
2021 TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen | 389 | 260 | ||
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | -391 | 67 | ||
| Summe latenter Steueraufwand/Steuerertrag | -2 | 327 | ||
| Laufender Steueraufwand/Steuerertrag Geschäftsjahr | -541 | -680 | ||
| Laufender Steueraufwand/Steuerertrag aus Vorjahren | -73 | 0 | ||
| Summe laufender Steueraufwand/Steuerertrag | -614 | 0 | -680 | |
| -616 | -353 | |||
| Effektiver Steuersatz | 109,4% | 123,9% |
Der Verlust in Höhe von TEUR 1.064, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten und einer Firmenwertabschreibung in Höhe von TEUR 120, ist steuerlich nicht wirksam, somit beträgt der effektive Steuersatz 109,4%. Aufgrund der Abschreibung eines Firmenwertes von TEUR 1.000 im Geschäftsjahr 2021 der steuerlich nicht wirksam war, beträgt der effektive Steuersatz 123,9%.
Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:
| 2022 % |
2021 % |
|
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag | 15,83 | 15,83 |
| Gewerbesteuersatz | 12,25 | 12,25 |
| 28,08 | 28,08 |
Die aktiven latenten Steuern auf in- und ausländische steuerliche Verlustvorträge wurden gebildet, da der Konzern aufgrund positiver steuerlicher Planungsrechnungen sowie zum Bilanzstichtag positiver Marktaussichten die Verlustvorträge in der bemessenen Höhe als werthaltig einschätzt.
Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
Nutzbar bis | |
|---|---|---|---|
| Softing AG (GewSt) | 3.673 | 5.087 | Unbefristet |
| Softing AG (KöSt) | 2.604 | 3.981 | Unbefristet |
| Softing Singapore | 3.442 | 2.429 | Unbefristet |
| Softing North America Holding (State) | 1.109 | 968 | Unbefristet |
| GlobalmatiX AG | 6.230 | 3.539 | Unbefristet |
Von den insgesamt vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 17.058 (Vj. TEUR 16.004) wurden auf TEUR 8.333 (Vj. TEUR 12.070) aktive latente Steuern und auf TEUR 8.725 (Vj. TEUR 3.934) keine aktiven latenten Steuern angesetzt.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -563 | 285 |
| Erwarteter Steuerertrag/Aufwand (28,08 %) | -158 | 80 |
| Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen | 52 | 312 |
| Abschreibung Firmenwert | 34 | -280 |
| Abweichende Steuersätze | 341 | 261 |
| Sonstige nicht angesetzte Latente Steuern, temporäre Differenzen, Verlustvorträge | 270 | -20 |
| Steuern Vorjahre/Quellensteuer/Sonstiges | 77 | 0 |
| Ausgewiesener laufender Steueraufwand It. Gewinn- und Verlust-Rechnung | 616 | 353 |
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| Aktivisch | Passivisch | Aktivisch | Passivisch | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.068 | 0 | 5.061 | |
| Pensionsrückstellung | 377 | 801 | ||
| (Davon direkt im Eigenkapital erfasst) | (263) | (680) | ||
| Währungsumrechnung (Direkt im Eigenkapital erfasst) | 0 | 583 | ||
| Vertragsvermögenswerte/Schulden und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 60 | 331 | 47 | 261 |
| Sonstige Rückstellungen | 71 | 97 | ||
| Umlaufvermögen | 11 | 73 | ||
| Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen | 1.096 | 1.469 | ||
| Saldierung | -862 | -862 | -2.054 | -2.054 |
| Bruttobetrag/Bilanzansatz | 753 | 4.537 | 433 | 3.851 |
E. SONSTIGE ANGABEN
1. GESCHÄFTSSEGMENTE NACH PRODUKTEN UND GESELLSCHAFTEN
Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert, die sich primär in einzelnen Gesellschaften widerspiegeln und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
Segment Industrial Automation
Das Segment umfasst die Gesellschaften Softing Industrial Automation GmbH, Online Development Inc., Softing Inc., Softing Italia, Buxbaum Automation GmbH und Holding Softing North America Inc., da diese Gesellschaften weitestgehend überwiegend die folgenden industriellen Produkte und Anwendungen entwickeln, herstellen und vertreiben:
Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -geräte, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET, EthernetIP, EtherCAT, Powerlink, Modbus, CAN, CANopen, DeviceNet, FOUNDATION Fieldbus und (Wireless) HART;
Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;
Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;
Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;
Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;
OPC-Server, OPC-Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und -Server (Toolkits); Entwicklung und Import von Motoren und Getriebemotoren für verschiedene Anwendungen sowie spezielles Angebot von speziellem Knowhow in AC-, DC-, bürstenlosen, Induktions- und abgeschirmten Poltechnologien.
Segment Automotive
Das Segment umfasst die Gesellschaften Softing Automotive Electronics GmbH, Softing Engineering & Solutions GmbH, GlobalmatiX AG sowie GlobalmatiX Inc. und GlobalmatiX GmbH, die die folgenden Automotive Produkte und Anwendungen herstellen und vertreiben:
Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces: Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, Ethernet- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifische Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service.
Diagnosewerkzeuge:
Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse-Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.
Testautomatisierung:
Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kundenspezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flashprogrammierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.
Kundenspezifische Entwicklungen:
Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld "Datenkommunikation/Diagnose/Testsysteme" nach Kundenwunsch.
Resident Engineering:
Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.
Messtechnik:
Die Softing MessTechnik (SMT) stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich breite Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder "raue" mobile Anwendungen in der Fahrzeugerprobung. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt, sondern auch für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.
Telematikdienstleistungen zur Ferndiagnose:
Mit dem Einsatz der GlobalmatiX-Telematiklösungen werden die Voraussetzungen geschaffen für die vollständige Digitalisierung eines Connected-Car-Konzeptes (Verbindung des Fahrzeugs mit den Möglichkeiten der Cloud-Technologien). Damit werden aufwändige Rückgabeprozesse für Autovermietung, Carsharing und Abo-Betreiber kundenfreundlich vereinfacht und kostengünstiger gestaltet.
Segment IT Networks
Das Segment IT Networks umfasst die Tochtergesellschaften Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore und Softing France.
Das Produktportfolio umfasst Diagnosegeräte für Ethernet-Netzwerke in der Automatisierungsindustrie sowie Geräte zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen.
Segment Sonstige
Das Segment "Sonstige" Holding umfasst die Gesellschaften Softing Services GmbH, Softing Rumänien, Softing China und die Softing AG, soweit diese nicht Dienstleistungen für andere Segmente erbringen und Kosten verrechnet werden.
2. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Segmentierung folgt primär den Hauptproduktgruppen und Anwendungsfällen, wobei diese sich wesentlich in den Konzerngesellschaften widerspiegeln, die die jeweiligen Hauptprodukte herstellen und vertreiben. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management-Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.
| Industrial | Automotive | IT Networks | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erlöse mit Dritten | 71.290 | 60.465 | 18.957 | 15.688 | 6.198 | 7.149 |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 639 | 499 | 312 | 210 | 1.543 | 1.242 |
| Umsatzerlöse total | 71.929 | 60.964 | 19.270 | 15.897 | 7.741 | 8.391 |
| Abschreibungen | -3.112 | -3.051 | -3.712 | -3.430 | -901 | -1.120 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 | -1.000 | -120 | 0 |
| Operatives Segmentergebnis | 4.914 | 5.061 | -1.893 | -1.734 | -2.353 | -662 |
| EBIT | 4.107 | 4.204 | -2.445 | -2.551 | -2.266 | -830 |
| Segmentvermögen | 54.510 | 49.964 | 37.802 | 37.087 | 15.299 | 13.507 |
| davon IFRS 16 | 748 | 674 | 257 | 385 | 109 | 186 |
| Segmentschulden | 18.851 | 16.172 | 14.032 | 9.066 | 6.991 | 2.725 |
| davon IFRS 16 | 464 | 393 | 113 | 242 | 7 | 90 |
| Investitionen | 1.637 | 1.578 | 2.857 | 2.202 | 1.291 | 1.779 |
| Sonstige | Gesamtbetrag der Segmente | sonstige Konsolidierung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erlöse mit Dritten | 1.865 | 1.388 | 98.331 | 84.690 | 0 | 0 |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 7 | 0 | 2.501 | 1.950 | -2.501 | -1.950 |
| Umsatzerlöse total | 1.872 | 1.388 | 100.812 | 86.640 | -2.501 | -1.950 |
| Abschreibungen | -1.125 | -949 | -8.850 | -8.551 | 3 | 3 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten | 0 | 0 | -120 | -1.000 | 0 | 0 |
| Operatives Segmentergebnis | 551 | 158 | 1.218 | 2.823 | 2.054 | 194 |
| EBIT | 1.834 | 60 | 1.350 | 883 | -468 | -1.357 |
| Segmentvermögen | 14.190 | 21.931 | 121.801 | 122.489 | -11.353 | -19.128 |
| davon IFRS 16 | 3.649 | 492 | 4.763 | 1.736 | 0 | 0 |
| Segmentschulden | 42.529 | 31.679 | 82.403 | 59.643 | -33.791 | -19.830 |
| davon IFRS 16 | 3.153 | 341 | 3.737 | 1.066 | 0 | 0 |
| Investitionen | 4.224 | 753 | 10.009 | 6.313 | -50 | 0 |
| Gesamt | ||
|---|---|---|
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Erlöse mit Dritten | 98.331 | 84.690 |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse total | 98.311 | 84.690 |
| Abschreibungen | -8.847 | -8.547 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten | -120 | -1.000 |
| Operatives Segmentergebnis | 3.273 | 3.017 |
| EBIT | 762 | -475 |
| Segmentvermögen | 110.447 | 103.362 |
| davon IFRS 16 | 4.763 | 1.736 |
| Segmentschulden | 48.612 | 39.813 |
| davon IFRS 16 | 3.737 | 1.066 |
| Investitionen | 9.959 | 6.313 |
| Zeitbezug der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | Industrial | Automotive | IT Networks | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zeitpunkt | 69.359 | 56.190 | 8.887 | 7.559 | 6.008 | 7.134 |
| Zeitraum | 1.932 | 4.275 | 10.070 | 8.129 | 190 | 15 |
| Gesamt | 71.291 | 60.465 | 18.957 | 15.688 | 6.198 | 7.149 |
| Zeitbezug der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | Sonstige | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zeitpunkt | 1.865 | 1.388 | 86.119 | 72.271 |
| Zeitraum | 0 | 0 | 12.192 | 12.419 |
| Gesamt | 1.865 | 1.388 | 98.311 | 84.690 |
Die Spalte "Sonstige" umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG sowie nicht den Segmenten zuordenbare Kosten. Der überwiegende Teil der Kosten der Softing AG wird verursachungsgerecht auf die operativen Segmente verrechnet.
Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und das davon abgeleitete operative EBIT TEUR 3.273 (Vj. TEUR 3.017). Letzteres entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung ausgewiesenen EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von TEUR 3.948 (Vj. TEUR 3.653) und Abschreibungen für selbsterstellte und fremderstellte Produktentwicklungen von TEUR 4.649 (Vj. TEUR 4.552) sowie Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung von TEUR 1.810 (Vj. TEUR 2.593). Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertrags- und Aufwandsposten aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten dargestellt.
| Aufgliederung nach geographischen Segmenten | Umsätze | Anlagevermögen | Zugänge Anlagevermögen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 28.589 | 25.150 | 25.779 | 24.600 | 7.802 | 3.961 |
| USA | 35.074 | 31.717 | 18.218 | 18.251 | 24 | 35 |
| Restliches Ausland | 34.648 | 27.823 | 19.741 | 19.240 | 2.133 | 2.317 |
| Gesamt | 98.311 | 84.690 | 63.738 | 62.092 | 9.959 | 6.313 |
Die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse erfolgt nach Kundenadresse.
Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet. Die Segmente werden anhand der operativen Ergebnisse beurteilt, dabei bleiben Finanzierung und Steuereffekte unberücksichtigt. Für eine Überleitung aus dem Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag verweisen wir daher auf die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung.
Im Hinblick zu Angaben auf wichtige Kunden verweisen wir auf die Erläuterungen unter D.1.
3. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde indirekt ermittelt.
Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Schulden aus Finanzierungstätigkeit umfassen bei Softing die separat in der Bilanz ausgewiesenen kurz- und langfristigen Finanzschulden und seit 2019 die kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16. Letztere werden innerhalb der Bilanzpositionen kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Für Zwecke der Überleitung der Veränderung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit teilt Softing die entsprechenden Beträge nicht nach Fristigkeit auf. Die Überleitung stellte sich wie folgt dar:
| Veränderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit | TEUR Finanzschulden |
TEUR Leasingverhältnisse |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit per 1. Januar 2021 | 16.934 | 2.691 |
| Zahlungsflüsse | 3.968 | -1.227 |
| Erwerbe Leasingverhältnisse | 403 | |
| Wechselkursänderungen | 54 | |
| Änderungen des beizulegenden Zeitwertes | -21 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit per 31. Dezember 2021 | 12.966 | 1.900 |
| Zahlungsflüsse | 1.769 | -1.335 |
| Erwerbe Leasingverhältnisse | 3.892 | |
| Wechselkursänderungen | 147 | |
| Änderungen des beizulegenden Zeitwertes | 415 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit per 31. Dezember 2022 | 14.735 | 5.019 |
Die Finanzschulden setzen sich aus kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 5.477 (Vj. TEUR 3.510) und langfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 9.258 (Vj. TEUR 9.456) zusammen.
Die Leasingverhältnisse setzen sich aus kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.282 (Vj. TEUR 835) und langfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 3.737 (Vj. TEUR 1.065) zusammen.
4. ERGEBNIS JE AKTIE IAS 33
| 2022 | 2021 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis der Aktionäre der Softing AG (unverwässertes = verwässertes Konzernergebnis) | TEUR | -1.397 | -256 |
| Nicht beherrschende Anteile | TEUR | 218 | 187 |
| Konzernergebnis | TEUR | -1.179 | -69 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien | |||
| Unverwässert | Stück | 9.015.381 | 9.015.381 |
| Verwässert | Stück | 9.015.381 | 9.015.381 |
| Unverwässertes Ergebnis pro Aktie | EUR | -0,13 | -0,01 |
| Verwässertes Ergebnis pro Aktie | EUR | -0,13 | -0,01 |
Es bestehen zum 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.
5. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats - entsprechend IAS 24 - des Softing-Konzerns als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.
Darüber hinaus ist nahestehende Person die Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, die mit 22,43% (2.042.302) an der Gesellschaft beteiligt ist. Die Stimmrechte werden seit 7. Dezember 2020 der Trier Asset Management GmbH, der Trier Familienstiftung und Herrn Gerhard Hönig zugerechnet.
Herr Alois Widmann, Geschäftsleiter der GlobalmatiX AG, hält im eigenen Besitz 1.450.000 (Vj. 1.450.000) Aktien, somit 15,92% der Softing Anteile.
Die Dividendenausschüttung an die maßgeblich beteiligte Aktionärin betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 349 (Vj. TEUR 140).
Das Management in Schlüsselposition gem. IAS 24 setzt sich bei Softing aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat sowie der Geschäftsführung der GlobalmatiX AG zusammen da die Geschäftsleitung 15,92% der Anteile an der Softing AG hält und des Weiteren wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Strategie hat. Bezüglich der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand verweisen wir auf die Kapitel E12 und E13.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31. Dezember 2022 163.234 (Vj. 163.234) Stück Aktien der Softing AG.
Der Vorstand Ernst Homolka hielt zum 31. Dezember 2022 10.900 (Vj. 9.400) Stück Aktien der Softing AG.
Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Fuchs hielt zum 31. Dezember 2022 278.820 (Vj. 278.820) Stück Aktien der Softing AG.
Der Aufsichtsrat Andreas Kratzer hielt zum 31. Dezember 2022 10.155 (Vj. 10.155) Stück Aktien der Softing AG.
Der Geschäftsführer der GlobalmatiX AG hielt zum 31. Dezember 2022 1.450.000 (Vj. 1.450.000) Stück Aktien der Softing AG.
An das Management in Schlüsselposition wurden im Geschäftsjahr jeweils in Höhe ihres zum Zeitpunkt der Dividendenausschüttung maßgeblichen Anteilsbesitzes Dividenden in einer Gesamthöhe von TEUR 191 (Vj. TEUR 76) ausgeschüttet.
Die Gesamtvergütung der nahestehenden Personen mit Schlüsselposition beträgt TEUR 1.887 (Vorjahr TEUR 2.265).
Geschäfte mit nahestehenden Personen:
Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Koordination der Softing IT Networks hat das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von 59 TEUR (Vj. 51 TEUR) erhalten.
Konditionen der Geschäfte mit nahestehenden Personen
Konzernunternehmen haben in den Geschäftsjahren 2022 und 2021 Vermögenswerte von der xTCU AG zu marktüblichen Konditionen erworben. Eine Person in einer Schlüsselposition des Konzerns ist beherrschender Anteilseigner der xTCU AG. Zwischen dem Konzern und der xTCU AG besteht ein Vertrag über die Lieferung von technischen Bauteilen und Entwicklungsdienstleistungen.
Daneben werden Büro- und Buchhaltungsleistungen von einer nahestehenden Person bezogen.
Die Transaktionen waren von folgendem Wert:
| Wert der Geschäftsvorfälle in TEUR |
Salden ausstehend TEUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| Kauf und Erwerb von Dienstleistungen | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige nahestehenden Personen | 137 | 51 | 83 | 51 |
| Unternehmen unter Kontrolle einer nahestehenden Person | 406 | 322 | 86 | -51 |
| Verkauf von Waren und Bezug von Dienstleistungen | ||||
| Unternehmen unter Kontrolle einer nahestehenden Person | 0 | 420 | 0 | 6 |
6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Zum Bilanzstichtag sind Tochtergesellschaften Bürgschaften in Höhe von TEUR 14.794 (Vj. TEUR 14.710) zur Absicherung von Darlehen der Softing AG und Überziehungslinien der Softing AG eingegangen. Die Bürgschaften stehen zum großen Teil im Zusammenhang mit der im Jahr 2019 getätigten Refinanzierung.
7. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN/FORDERUNGEN
Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i.H.v. TEUR 16.702 (Vj. TEUR 8.858). Ein Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lag, wie im Vorjahr, zum Bilanzstichtag nicht vor. Es bestanden 2021 im Konzern noch Eventualverbindlichkeiten, aus einer Anfrage der BAFIN, bezüglich einer Ad Hoc Mitteilung. Der noch nicht zurück gestellte Anteil betrug bis zu TEUR 200. Die Softing AG sah sich nach Auskunft von Anwälten in diesem Fall im Recht, hatte aber aufgrund kaufmännischer Vorsicht eine Rückstellung von TEUR 100 gebildet. Die Softing AG hat in der Zwischenzeit den Betrag von TEUR 150 an die BAFIN bezahlt, nutzt aber weiterhin alle ihre zustehenden rechtlichen Möglichkeiten sich gegen diese Annahme zu wehren.
8. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2022 | 0 | 860 |
| Im Geschäftsjahr erhalten | 185 | 604 |
| davon ertragswirksam aufgelöst | 185 | 1.464 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 0 | 0 |
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden als Zuschüsse für laufende Aufwendungen in der COVID-19-Pandemie von staatlichen Stellen gewährt (Kurzarbeitergeld). TEUR 8 (Vj. TEUR 1.154) wurden direkt von den Personalaufwendungen in Abzug gebracht. Weiterhin wurden Zuschüsse für ein Forschungsprojekt im Bereich autonomes Fahren, in Höhe von TEUR 177 (Vj. TEUR 310) vereinnahmt.
Im Vorjahr wurden bei den amerikanischen Töchtern sogenannte "PPP Loans" aus dem ersten staatlichen Unterstützungsprogramm im Rahmen der COVID 19 Krise vereinnahmt aufgrund der Einhaltung der Förderbedingungen.
9. ANGABE VON BUCHWERTEN DER EINZELNEN KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7
Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen weitestgehend den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der Zahlungsmittel) fast ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Es bestanden zum 31. Dezember 2022 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst wurden.
| TEUR Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse | Kategorien gem. IFRS 9 | Buchwert 31.12.2022 | Bewertung gem. IFRS 9 Fortgeführte AK | Fair value OCI | Fair Value PL | Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVTPL | 435 | 435 | 435 | ||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 16.765 | 16.765 | 16.765 | ||
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 318 | 318 | 318 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 6.801 | 6.801 | 6.801 | ||
| Finanzielle Schulden nach Klasse | ||||||
| Langfristige finanzielle Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzschulden | FLAC | 9.258 | 9.258 | 8.464 | ||
| Sonstige langfristige finanzielle Schulden | 8.287 | |||||
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | n/a | 3.737 | n/a | |||
| davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung | FLAC | 4.550 | 4.550 | 4.550 | ||
| Kurzfristige finanzielle Schulden | ||||||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 9.267 | 9.267 | 9.267 | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | FLAC | 5.477 | 5.477 | 5.328 | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | 4.157 | |||||
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | n/a | 1.282 | n/a | |||
| davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | FLAC | 2.875 | 4.000 | 2.875 |
| TEUR | Hierarchie-Stufe |
|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse | |
| --- | --- |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |
| Beteiligungen | Stufe 3 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Stufe 2 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | Stufe 2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Stufe 2 |
| Finanzielle Schulden nach Klasse | |
| Langfristige finanzielle Schulden | |
| Langfristige Finanzschulden | Stufe 2 |
| Sonstige langfristige finanzielle Schulden | |
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | |
| davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung | |
| Kurzfristige finanzielle Schulden | |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | Stufe 2 |
| Kurzfristige Finanzschulden | Stufe 2 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | |
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | |
| davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | Stufe 2 |
| Buchwerte nach Kategorie | Kategorie | 31.12.2022 TEUR |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | AC | 23.884 |
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlust-Rechnung bewertet werden | FVTPL | 435 |
| Finanzielle Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | FLAC | 32.552 |
| TEUR Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse | Kategorien gem. IFRS 9 | Buchwert 31.12.2021 | Bewertung gem. IFRS 9 Fortgeführte AK | Fair value OCI | Fair Value PL | Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVTPL | 1.500 | 1.500 | 1.500 | ||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 14.066 | 14.066 | 14.066 | ||
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 1.344 | 1.344 | 1.344 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 9.613 | 9.613 | 9.613 | ||
| 0 | 0 | 0 | ||||
| Finanzielle Schulden nach Klasse | ||||||
| Langfristige finanzielle Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzschulden | FLAC | 9.456 | 9.456 | 9.445 | ||
| Sonstige langfristige finanzielle Schulden | 1.074 | |||||
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | n/a | 1.065 | n/a | |||
| davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung | FLAC | 9 | 9 | 9 | ||
| Kurzfristige finanzielle Schulden | ||||||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 7.226 | 7.226 | 7.226 | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | FLAC | 3.510 | 3.510 | 3.510 | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | 6.945 | |||||
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | n/a | 835 | n/a | |||
| davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | FLAC | 6.110 | 6.110 | 6.110 |
| TEUR | Hierarchie Stufe |
|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse | |
| --- | --- |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |
| Beteiligungen | Stufe 3 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Stufe 2 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | Stufe 2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Stufe 2 |
| Stufe 2 | |
| Finanzielle Schulden nach Klasse | |
| Langfristige finanzielle Schulden | |
| Langfristige Finanzschulden | Stufe 2 |
| Sonstige langfristige finanzielle Schulden | |
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | |
| davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung | |
| Kurzfristige finanzielle Schulden | |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | Stufe 2 |
| Kurzfristige Finanzschulden | Stufe 2 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | |
| davon Schulden aus der Leasingbilanzierung | |
| davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | Stufe 2 |
| Buchwerte nach Kategorie | Kategorie | 31.12.2021 TEUR |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | AC | 25.023 |
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlust-Rechnung bewertet werden | FVTPL | 1.500 |
| Finanzielle Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | FLAC | 26.311 |
Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet:
| ― | Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1) |
| ― | Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2) |
| ― | Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3) |
Der beizulegende Zeitwert der nicht notierten Eigenkapitalinstrumente (Beteiligung an der YOMA) lag im Jahr 2022 bei 435 TEUR. Die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren sind die Wachstumsrate (1% in der ewigen Rente) und der risikoadjustiere Abzinsungssatz (zwischen 11% und 13%), welches der Stufe 3 zuzuordnen ist. Im Jahr 2022 ergab eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern sowie die Bewertung zum Jahresende eine Wertänderung in Höhe von -1.064 TEUR.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der festverzinslichen Darlehen, erfolgte auf Basis aktuell verfügbarer Laufzeit- äquivalenter Euro-Swapsätze.
Der Konzern kann Devisentermingeschäfte nur mit Finanzinstituten mit hoher Bonität (Investment Grade) abschließen. Zu den am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören Forward-Preismodelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, z.B. Bonität der Geschäftspartner, Devisenkassa- und -terminkurse, Renditekurven ausgewählter Fremdwährungen, Währungsspreads zwischen ausgewählten Fremdwährungen, Zinsstrukturkurven und Forwardkurven der zugrunde liegenden Rohstoffe.
Die Zahlungsverpflichtung aus der unternehmenswertbasierten Vergütung 2022 ermittelt sich formelbasiert auf Basis eines Vergleichs der Marktkapitalisierung der Softing zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres und wird der Stufe 2 zugeordnet.
Die Nettoergebnisse der jeweiligen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 für 2022 und 2021 werden in der nachfolgenden Übersicht gezeigt:
| Nettogewinne und -verluste 2022 (TEUR) |
Zinsen | Wertberichtigung | Währungsgewinne & Verluste | Nettoergebnis | |
|---|---|---|---|---|---|
| aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | AC | 10 | 6 | 2.355 | 2.370 |
| aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | FLAC | -213 | -213 |
| Nettogewinne und -verluste 2021 (TEUR) |
Zinsen | Wertberichtigung | Währungsgewinne & Verluste | Nettoergebnis | |
|---|---|---|---|---|---|
| aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | AC | 1 | 2 | 1.649 | 1.653 |
| aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | FLAC | -206 | -206 |
Nettoergebnisse aus der Beteiligung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei die Zeitwertänderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden, ergaben sich nicht.
Die gesamten Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden belaufen sich in der aktuellen Periode auf TEUR 10 und Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden auf TEUR 213. Im Vorjahr betrugen die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen TEUR 1 und die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden TEUR 206.
10. ZIELSETZUNG UND METHODE DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.
Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 56,0% (Vj. 61,5%).
Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, sowie den nicht beherrschenden Anteilen und entspricht folglich dem bilanzierten Eigenkapital zum Bilanzstichtag i.H.v. TEUR 61.835 (Vj. TEUR 63.548). Die Softing AG versucht soweit wie möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.
Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.
Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen und um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen.
Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.
Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen bis auf die in D1. genannten Großkunden.
Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.
Ausfallrisiken
Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.
Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2022 betrugen TEUR 276 (Vj. TEUR 255).
Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Zinsrisiken
Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.801 (Vj. TEUR 9.613) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,00% (Vj. 0,00%) verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 14.735 (Vj. TEUR 12.966) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken, da diese Darlehen in Höhe von TEUR 11.950 aus Festzinsdarlehen bestehen.
Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der kurzfristigen Darlehen im Zinsaufwand mit TEUR 14 (Vj. TEUR 4) niederschlagen.
Wechselkursrisiko
Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist auf drei Währungen beschränkt, USD, CHF und RON. Dem Wechselkursrisiko im USD-Bereich liegt ein natürlicher Hedge zu Grunde, da in den USA und in Singapur (USD als funktionale Währung) Erträge und Aufwendungen für die Produkte anfallen. Bezüglich des rumänischen RON und CHF besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko, da diese an den Euro gebunden sind und die Vereinbarungen mit der rumänischen Tochter in EUR abgeschlossen sind.
Bezogen auf den Wechselkurs des USD ergeben sich folgende Sensitivitäten:
| In TEUR/USD | USD | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stichtagskurs: USD 1,066 | 1,17 +10% | 0,96 -10% | Abweichung | Abweichung | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte/Schulden | USD | USD in EUR | +10% | -10% | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.954 | 4.645 | 4.223 | 5.161 | -422 | 516 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 13.438 | 12.599 | 11.453 | 13.999 | -1.145 | 1.400 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 496 | 465 | 423 | 517 | -42 | 52 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.025 | 2.836 | 2.578 | 3.151 | -258 | 315 |
| Kurzfristige Schulden | -7.380 | -6.920 | -6.291 | -7.688 | 629 | -769 |
| 14.532 | 13.625 | -1.239 | 1.514 |
Änderungen aus dem USD-Wechselkurs zum EUR würden sich teilweise im Eigenkapital des Softing-Konzerns und teilweise in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung niederschlagen.
Liquiditätsrisiko
Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.
Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 6.421, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.
Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 6.801 (Vj. TEUR 9.613). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns betrug 6,2% (Vj. 9,3%).
Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag und bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Bei den in der Tabelle aufgeführten Beträgen handelt es sich um nicht abgezinste Cashflows.
| 31.12.2022 (TEUR) |
Bis 1 Jahr | 2-5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe vertragliche CF | Summe Buchwerte/Bilanz |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Schulden | |||||
| Darlehen | 5.699 | 9.501 | 15.200 | 14.735 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.281 | 3.008 | 729 | 5.018 | 5.018 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 9.267 | 9.257 | 9.257 | ||
| Sonstige finanzielle Schulden | 4.154 | 4.550 | 8.704 | 8.704 |
| 31.12.2021 (TEUR) |
Bis 1 Jahr | 2-5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe vertragliche CF | Summe Buchwerte/Bilanz |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Schulden | |||||
| Darlehen | 3.661 | 9.688 | 13.492 | 12.966 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 834 | 1.066 | 1.900 | 1.900 | |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 7.226 | 7.226 | 7.226 | ||
| Sonstige finanzielle Schulden | 6.945 | 6.945 | 6.945 |
11. SICHERUNGSBEZIEHUNGEN UND DERIVATE
Der Softing Konzern ist durch seine internationale Tätigkeit im operativen Geschäftsbetrieb bestimmten Risiken ausgesetzt. Der Softing Konzern steuert dabei das Währungsrisiko auch durch den sporadischen Einsatz derivativer Finanzinstrumente.
Die Risikomanagementstrategie des Softing-Konzerns und ihre Umsetzung sind in Anhangs-Angabe E10 erläutert.
Nicht als Sicherungsinstrumente designierte Derivate
Der Softing-Konzern verwendet Devisenterminkontrakte, um sich gegen einen Teil der Transaktionsrisiken abzusichern. Die Devisenterminkontrakte werden nicht als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Cashflows designiert. Der Zeitraum, für den die Devisenterminkontrakte abgeschlossen werden, entspricht dem Zeitraum, in dem ein Fremdwährungsrisiko der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle besteht, in der Regel bis zu 3 Monaten. Dabei werden Devisenterminkontrakte auch revolvierend abgeschlossen.
12. BELEGSCHAFT
Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| zum Bilanzstichtag | 395 | 388 |
| im Geschäftsjahresdurchschnitt | 388 | 388 |
| Marketing & Sales | 109 | 115 |
| Research & Development | 220 | 217 |
| Administration & General | 46 | 45 |
| Management | 13 | 11 |
13. GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS
Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgen- Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen den Herren im Berichtszeitraum an: und Personal Herr Dr. Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender
| Gewährte Bezüge | Gesamt | |
|---|---|---|
| TEUR | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- |
| Fixvergütung | 833 | 787 |
| Nebenleistungen | 48 | 80 |
| Summe | 881 | 867 |
| Ermessensprämie | 0 | 100 |
| Einjährige variable Vergütung | 601 | 259 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 78 | 399 |
| Einjährige unternehmenswertbasierte Vergütung | 0 | 534 |
| Summe | 679 | 1.292 |
| Versorgungsaufwand | 76 | 76 |
| Gesamtvergütung | 1.636 | 2.235 |
Alle Vergütungsbestandteile gelten als im Geschäftsjahr erdient. Ein Teil der Gesamtvergütung, auch aus den Vorjahren, ist zum Stichtag i.H.v. TEUR 4.451 (Vj. TEUR 3.919) in den sonstigen langfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen.
Darüber hinaus wurden nicht beanspruchte Urlaubstage in Höhe von TEUR 10 im Geschäftsjahr aus dem Vorjahr abgegolten (Vj. TEUR 16).
Die Verpflichtungen aus nicht rückgedecktem Versorgungsaufwand für den Vorstand belaufen sich auf TEUR 80 (Vj. TEUR 1.115).
Die Nebenleistungen und der Versorgungsaufwand beinhalten KFZ-Pauschalen und die Zuschüsse der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie Zuschüsse zur Altersversorgung und Versorgungsaufwendungen.
Bei der unternehmenswertbasierten Vergütung handelt es sich um einen kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteil, welcher in bar abgegolten wird. Der Vorstand partizipiert hierbei anteilig an einer positiven Entwicklung der Marktkapitalisierung innerhalb des Geschäftsjahres der Softing AG. Die Vergütungskomponente wird jährlich neu festgelegt. Eine Zahlungsverpflichtung resultiert hieraus nur, soweit die Unternehmenswertsteigerung eine im Vorhinein festgelegte Steigerungsrate übertrifft. Bei sinkender Marktkapitalisierung oder einem Unterschreiten der Steigerungsrate verfällt der Anspruch ersatzlos. Die Zahlungsverpflichtung ermittelt sich formelbasiert auf Basis eines Vergleichs der Marktkapitalisierung der Softing zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres. In Höhe der zum Bilanzstichtag feststehenden Zahlungsverpflichtung wurde Personalaufwand erfasst. Die Verpflichtung wurde bis zum Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlt und wird in den finanziellen Schulden ausgewiesen.
Die Gesamtvergütung ist nach Maßgabe des IAS 24.17 als kurzfristig einzustufen.
Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 181) erfasst.
Es besteht für die Vorstände eine D&O Versicherung mit einem Eigenanteil von 10%.
Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2022 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.285 (Vj. TEUR 2.773) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 182 (Vj. TEUR 175).
Alle weiteren Details sind im Vergütungsbericht nach § 162 AktG dargelegt.
14. GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRAT
Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2022 die folgenden Herren an:
Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender, bis 6.5.2022)
Matthias Weber, Dipl. Kaufmann, Baierbrunn (Vorsitzender, ab 6.5.2022)
Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Neuheim, Schweiz (Stellv. Vorsitzender)
Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant
Herr Dr. Schiessl bekleidete weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:
Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)
Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)
Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats)
Deutsche Mittelstandsservice AG (Vorsitzender)
Herr Matthias Weber, bekleidete weitere Aufsichtsratsmandate bei:
Salutas Pharma GmbH, Barleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Lek d.d., Ljublijana, Slovenien, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sandoz GmbH, Kundl, Österreich, Mitglied des Aufsichtsrats
Rowex Ltd, Bantry /Irland, Mitglied des Aufsichtsrates
Herr Andreas Kratzer bekleidet ein weiteres Aufsichtsratsmandat:
Fox e-mobility AG, München
Herr Dr. Klaus Fuchs bekleidet kein weiteres Aufsichtsratsmandat.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5% des Konzern-EBITs vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.
Die Gesamtvergütung ist zum Stichtag i.H.v. TEUR 62 (Vj. TEUR 45) in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen. Die Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat beträgt TEUR 1.698 (Vj. TEUR 2.265).
15. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers 2022 Rödl & Partner GmbH Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 159 | 122 |
| Sonstige Leistungen | 4 | 71 |
| 163 | 193 |
16. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.
17. ERKLÄRUNG NACH §§ 289F UND 315D HGB
Die Erklärung nach §§ 289f und 315d HGB wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Haar, den 24. März 2023
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Ernst Homolka
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
AN DIE SOFTING AG, HAAR
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Softing AG, Haar, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Softing AG, Haar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen Angaben sowie den "Nachhaltigkeitsbericht, auf den die Gesellschaft im Abschnitt Steuerungssystem verweist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
ZEITRAUMBEZOGENE ERTRAGSREALISIERUNG BEI KUNDENPROJEKTEN (DIENSTLEISTUNGSLÖSUNGEN)
| ― | Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt |
Im Konzernabschluss der Softing AG werden Umsatzerlöse aus zeitraumbezogener Erfüllung von Dienstleistungsverpflichtungen in Höhe von 5.290 TEUR aus der Entwicklung von Kundenprojekten ausgewiesen. Die Bilanzierung der Umsatzerlöse erfolgt hierbei - soweit die Kriterien des IFRS 15 erfüllt sind - nach dem Leistungsfortschritt, wobei die Schätzung des Leistungsfortschritts nach dem Verhältnis der tatsächlich angefallenen Auftragskosten zu den geplanten Gesamtkosten ("Cost to Cost Methode") gemessen wird. Insbesondere die Schätzung der geplanten Gesamtkosten sowie die sachgerechte Zuordnung vor allem der Personalkosten auf die Projekte erfordern Einschätzungen und das Treffen von Annahmen der gesetzlichen Vertreter.
Aufgrund der Komplexität der Bilanzierung, der Langfristigkeit der Aufträge sowie der daraus resultierenden Schätzunsicherheiten war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
| ― | Unsere Vorgehensweise in der Prüfung |
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur zeitraumbezogenen Erfassung von Umsatzerlösen aus Kundenprojekten unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades beurteilt und gewürdigt. Auf Basis von Stichproben haben wir Projekte auf das Vorliegen der Voraussetzungen zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach IFRS 15 geprüft. Ferner haben wir die Bestimmung des Fertigstellungsgrades der kundenspezifischen Fertigungsaufträge nach der "Cost-to-Cost-Methode" und die daraus abgeleitete anteilige Umsatz- und Gewinnrealisierung unter Berücksichtigung der Möglichkeit einer sofortigen Verlusterfassung gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir die Ermittlung sowohl der geplanten Gesamtkosten als auch der tatsächlich angefallenen Kosten nachvollzogen. Zudem haben wir Stetigkeit und Konsistenz der angewandten Verfahren zur Ermittlung der angefallenen Kosten beurteilt. Außerdem haben wir durch konzernweit konsistente Prüfungshandlungen sichergestellt, dem diesem Prüffeld inhärenten Prüfungsrisiko zu begegnen.
| ― | Verweis auf zugehörige Angaben |
Die Angaben der Gesellschaft zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung sind in den Abschnitten B.1, B.13, C.10 und D.1 des Konzernanhangs enthalten.
WERTHALTIGKEIT VON GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN
| ― | Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt |
In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt 17.398 TEUR (15,8% der Bilanzsumme bzw. 28,1% des Eigenkapitals) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 120 TEUR identifiziert.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
| ― | Unsere Vorgehensweise in der Prüfung |
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit der bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen.
| ― | Verweis auf zugehörige Angaben |
Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest und zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten B.6 und C.2 des Konzernanhangs enthalten.
ENTWICKLUNGSLEISTUNGEN FÜR SELBSTERSTELLTE PRODUKTENTWICKLUNGEN
| ― | Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt |
In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Übrige immaterielle Vermögenswerte" ein Betrag von 17.089 TEUR für selbsterstellte Produktentwicklungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Entwicklungsleistungen für Neuentwicklungen und wesentliche Weiterentwicklungen von Produkten (nachfolgend "Produktentwicklungen"), die nach den Vorschriften des IAS 38 aktiviert wurden. Die Entwicklungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten. Die Aktivierbarkeit von selbsterstellten Produktentwicklungen ist von den Kriterien des IAS 38.57 abhängig - insbesondere der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung, der Art und Weise wie der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen finanziellen Nutzen erzielen kann sowie der verlässlichen Bewertbarkeit - und beinhaltet erhebliche Ermessensspielräume. Ab der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts erfolgt die planmäßige Abschreibung i.d.R. über 5 Jahre. Im Geschäftsjahr trugen die aktivierten Eigenleistungen mit TEUR 3.653 zum Konzernergebnis bei. Gegenläufig wurden planmäßige Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte von TEUR 3.788 verbucht. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Aktivierung, Werthaltigkeit und Abschreibung von Entwicklungskosten in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen des Vorstands beruht und damit mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist.
| ― | Unsere Vorgehensweise in der Prüfung |
Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem die Voraussetzungen für die Aktivierbarkeit für einzelne Projekte anhand der Kriterien des IAS 38.57 gewürdigt.
Weiterhin haben wir das methodische Vorgehen zur Ermittlung der aktivierbaren Kosten nachvollzogen. Wir haben beurteilt, dass der Prozess zur Aktivierung von Entwicklungskosten angemessen ausgestaltet ist und haben eingerichtete Kontrollen gewürdigt. Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten und die Werthaltigkeit der Produktentwicklungen haben wir anhand geeigneter Nachweise (Absatzprognosen, Wertminderungstests) beurteilt. Dabei haben wir auch Einsicht in Projektunterlagen genommen und Interviews mit den technischen Projektleitern geführt, um uns von dem jeweiligen Projektfortschritt zu überzeugen.
| ― | Verweis auf zugehörige Angaben |
Die Angaben der Gesellschaft zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in den Abschnitten B.5 und C.3 des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die Versicherungen nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4, 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht |
| ― | den "Bericht des Aufsichtsrats", das "Vorwort des Vorstands" |
| ― | die übrigen Teile des "Geschäftsberichts" |
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Der Aufsichtsrat ist für den "Bericht des Aufsichtsrats" verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei SOFTING_AG_KA+LB_ESEF_31-12-2022.zip (SHA 256-Hashwert: 3d410dca5f-17d157264a0ba5ec70c7e2d92bb34df872193f-e0f64af974f3e1f6) und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss ist aufgrund des von der Gesellschaft gewählten Konvertierungsprozesses hinsichtlich der Konzernanhanginformationen im iXBRL-Format ("Blocktagging") nicht vollumfänglich sinnvoll maschinelle auswertbar. Die Rechtskonformität der Auslegung der gesetzlichen Vertreter, dass eine sinnvolle maschinelle Auswertbarkeit der strukturierten Konzernanhanginformationen von der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 beim Blocktagging des Konzernanhangs nicht explizit gefordert wird, unterliegt einer bedeutsamen Rechtsunsicherheit, die damit auch eine inhärente Unsicherheit unserer Prüfung darstellt.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei SOFTING_AG_KA+ LB_ESEF_31-12-2022.zip (SHA 256-Hashwert: 3d410dca5f17d157264a0ba5ec70c7e2d92bb-34df872193fe0f64af974f3e1f6) die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― | beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen. |
| ― | beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Mai 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. November 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der Softing AG, Haar, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Felix Haendel.
München, den 24. März 2023
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Hager, Wirtschaftsprüfer
Haendel, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2022
Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Softing-Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.
Im Berichtsjahr 2022 haben 6 Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden:
Am 18. März, 6. Mai, 20. Juni, 29. Juli, 23. September und am 19. Dezember.
Der Prüfungsausschuss umfasst bei einem dreiköpfigen Aufsichtsrat den gesamten Aufsichtsrat, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist Herr Andreas Kratzer. Im Berichtsjahr 2022 haben 2 Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden:
Am 23. September und 14. Dezember.
Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Softing-Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit aufgrund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.
ZUSAMMENSETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) bis 6. Mai 2022, Herrn Matthias Weber (Vorsitzender) ab 6. Mai 2022, Andreas Kratzer (stellvertretender Vorsitzender) und Dr. Klaus Fuchs.
Die Aufgaben des Prüfungsausschusses wurden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen, den Vorsitz hatte Herr Andreas Kratzer inne. Alle weiteren Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus den Herren Dr. Dr. Wolfgang Trier und Ernst Homolka.
SCHWERPUNKTE DER SITZUNGEN
Teile der Sitzungen fanden unter Ausschluss des Vorstands statt und dienten zur internen Abstimmung innerhalb des Aufsichtsrates.
Der Prüfungsausschuss informierte sich während der Erstellung laufend über den Fortgang der Arbeiten und die Ergebnisse, sowohl in der Organisation als auch in direkten Gesprächen mit den Wirtschaftsprüfern.
In der Aufsichtsratssitzung am 18. März 2022 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021 und den ersten Ergebnissen im Jahr 2022. Weiterer, wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hatte. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2022. Aufgrund der Covid-19-Pandemie hatten der Aufsichtsrat und der Vorstand beschlossen, wieder eine virtuelle Hauptversammlung abzuhalten. Ferner beschlossen Aufsichtsrat und Vorstand die Aktualisierung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und die Aktualisierung der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB. Im März 2022 erstellten der Aufsichtsrat und der Vorstand in vertrauensvoller Zusammenarbeit erstmals einen Vergütungsbericht nach § 162 AktG unter Beachtung des von der Hauptversammlung am 5. Mai 2021 beschlossenen Vergütungssystems. Zudem wurde der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Vergütungsberichts beauftragt. Die Prüfung führte zu "keinen Beanstandungen."
In der Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2022, im Anschluss an die ordentliche virtuelle Hauptversammlung, erfolgte eine Nachlese zur Hauptversammlung. Die konstituierende Sitzung aufgrund der Neuwahl von Herrn Matthias Weber schloss sich an. In dieser konstituierenden Sitzung wurde Herr Matthias Weber zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick der Strategie, des operativen Geschäfts und der Finanzsituation bildeten den Abschluss der Sitzung.
Am 20. Juni 2022 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen der ersten 5 Monate und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten, weiterhin wurde die Entwicklung der GlobalmatiX AG durch die Geschäftsleitung vorgestellt.
In der Sitzung vom 29. Juli 2022 informierte der Vorstand detailliert über Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen der ersten 6 Monate 2022 und über die Finanzplanung für den Rest des Jahres. Es schlossen sich Diskussionen über die veränderte Zinssituation und über die weitere Liquiditätsplanung an. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Auswirkung der Knappheit von elektronischen Bauteilen im Produktbereich war ein weiteres Thema. Weitere Tagesordnungspunkte waren der aktualisierte Forecast für das zweite Halbjahr 2022 und die Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Ernst Homolka bis zum 30. April 2026. Die Vertragsverlängerung ging einher mit der Anpassung des Vertrages auf das von der Hauptversammlung 2021 verabschiedete Vergütungssystem für den Vorstand.
Die Sitzung vom 24. Oktober 2022 fand bei der Softing Automotive in Kirchentellinsfurt statt und wurde mit einem Austausch mit der lokalen Geschäftsführung sowie einer Betriebsbesichtigung verbunden. In dieser Sitzung gedachten Vorstand und Aufsichtsrat dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Horst Schiessl, der nach schwerer Krankheit im August 2022 verstorben ist. Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte der Vorstand detailliert über Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen der ersten 9 Monate 2022 und der Finanzplanung für den Rest des Jahres. Es schloss sich ein Statusbericht über die aktuellen Geschäfte und Perspektiven der GlobalmatiX AG an.
In der Aufsichtsratssitzung am 19. Dezember 2022 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2022, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2023, sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Der Bericht über die Entwicklung der Akquisition GlobalmatiX erfolgte danach in Anwesenheit der Mitglieder der GlobalmatiX AG. Herr Homolka stellte den Risikobericht für das zweite Halbjahr 2022 vor und beantwortete die Nachfragen des Aufsichtsrates. Es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand. Es folgte eine Diskussion über die weitere Portfolio-Strategie und die strategische Ausrichtung der einzelnen Segmente. In dieser Sitzung erfolgte auch die interne Effizienzprüfung des Aufsichtsrates und die Beschlussfassung über die Ergänzung des Kompetenzprofils im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte.
In den Sitzungen des Prüfungsausschusses vom 23. September 2022 und 14. Dezember 2022 wurde der Prüfungsauftrag, an die in der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner vergeben. Weiterhin wurden die Prüfungsschwerpunkte für die Vor- und Hauptprüfung festgelegt. Es wurde auch das Vorgehen des Aufsichtsrates für die Qualitätsbeurteilung der Wirtschaftsprüfer festgelegt.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2022 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen persönlich teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit der Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft.
Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 24. März 2023 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.
Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2022 in seiner Sitzung am 24. März 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
DANK
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz für Softing, im schwierigen, durch das Weltgeschehen geprägten Jahr 2022 und für ihre Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.
Haar, den 24. März 2023
Matthias Weber, Vorsitzender
Softing AG
Richard-Reitzner-Allee 6
85540 Haar/Deutschland
Telefon +49 89 4 56 56-0
Fax +49 89 4 56 56-399
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