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Softing AG Annual Report 2021

Apr 27, 2022

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Annual Report

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Publication

Softing AG

Haar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Kennzahlen Konzern

2021 2020 2019 2018 2017
Auftragseingang (Mio. EUR) 104,8 72,8 95,6 88,1 78,0
Umsatzerlöse (Mio. EUR) 84,7 77,6 91,1 83,9 78,7
EBIT (operativ) (Mio. EUR) 3,0 1,6 4,1 3,5 1,1
EBITDA (IFRS) (Mio. EUR) 9,1 7,8 12,1 9,0 6,8
EBIT (IFRS) (Mio. EUR) -0,5 -3,9 4,3 4,1 2,3
Konzernergebnis (IFRS) (Mio. EUR) -0,1 -4,6 2,9 3,3 0,7
Ergebnis je Aktie (IFRS) (EUR) -0,01 -0,50 0,31 0,38 0,10
Langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) 62,5 64,3 70,6 63,0 45,9
Kurzfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) 40,8 40,9 46,1 36,8 34,8
Eigenkapital (Mio. EUR) 63,5 63,0 69,6 68,4 52,3
Eigenkapitalquote (in %) 61,5 59,9 59,6 68,5 65,0
Zahlungsmittel/-äquivalente (Mio. EUR) 9,6 10,2 14,9 9,7 10,3
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 388 397 404 404 415

LIEBE AKTIONÄRE, MITARBEITER, PARTNER UND FREUNDE VON SOFTING,

es freut uns sehr, Ihnen für das Geschäftsjahr 2021 trotz anhaltend schwieriger epidemischer Lage in diesem Zeitraum eine operative Wende mit deutlicher Erholung verkünden zu können.

Wir haben den Umsatz um gut 9% auf knapp 85 Mio. EUR (Vorjahr: ca. 77 Mio. EUR) gesteigert. Das operative EBIT, unsere zentrale Steuergröße, wurde wie geplant mit 3,0 Mio. EUR nahezu verdoppelt (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Der Auftragsbestand zum 31.12.2021, gewissermaßen die Absprungbasis für die Umsätze im Jahr 2022, betrug 33,6 Mio. EUR, was gegenüber dem Vorjahresultimo von 15,0 Mio. EUR mehr als eine Verdopplung darstellt.

Das operative Ergebnis ist trotz prozentual großer Verbesserung absolut gesehen immer noch deutlich von dem entfernt, was wir für uns als mittelfristiges Ziel definiert haben. Es zeigt aber den Weg auf. Noch klarer wird dies, wenn man den Auftragseingang betrachtet. Dieser schnellte auf einen historischen Höchstwert von rund 105 Mio. EUR (Vorjahr: rund 73 Mio. EUR) und damit 44% nach oben. Die sich abzeichnende Dynamik bei GlobalmatiX und das Wiedererstarken der Softing Automotive ist darin noch gar nicht enthalten. Wir blicken daher sehr optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr.

Wir haben in den vergangenen Jahren lernen müsse, mit externen Faktoren umzugehen, die völlig unerwartet auf uns einwirken und die wir nicht ansatzweise für möglich gehalten hätten. Nun werden wir alle, persönlich und geschäftlich, erneut auf die Probe gestellt zu einem Zeitpunkt, zu dem Covid seinen großen Schrecken glücklicherweise verloren hat und wir durchstarten wollten: Es herrscht wieder Krieg in Europa. Nackte, rohe Gewalt gegen Menschen, die niemanden je bedroht haben. Der brutale Überfall Russlands auf die Ukraine liefert Bilder und Meldungen, bei denen auch der letzte Putin-Lobbyist in der deutschen Parteien- und Presselandschaft die Kriegsverbrechen seines Sponsors nicht mehr zu leugnen vermag. Dies ist nicht nur emotional schwer zu ertragen. Es zeigt uns, welchen Illusionen viele in den letzten Jahren erlegen sind und wie totalitäre Gewaltherrscher wie Putin denken und handeln. Für uns ist es ein Teil unserer sozialen Verantwortung auch als Unternehmen unmissverständlich zu sagen: Unsere Sympathie und Bewunderung gelten dem ukrainischen Volk, das sich mit unglaublichem Freiheitswillen, Kampf- und Opferbereitschaft der russischen Unterwerfung widersetzt. Unsere Anteilnahme gehört den Opfern, ihren Familien und den Kindern, die Eltern und/oder Geschwister verloren haben.

Es bedarf keine seherischen Fähigkeiten vorherzusagen, dass der russische Markt bzw. die russische Wirtschaft implodieren wird. Direkt ist Softing kaum davon betroffen. Ungewollt und mit bitterem Nachgeschmack könnten wir sogar Profiteure dieses Krieges sein. Die extrem gestiegenen Öl- und Gaspreise und der Zwang zur Substitution russischer Öl- und Gaslieferungen haben zur Folge, dass die Öl- und Gasindustrie außerhalb Russlands verstärkt in ihre Anlagen investieren wird. Das wird die Umsätze in unserem Geschäftssegment "Industrial Automation" treiben. Indirekt gibt es sicher Belastungen auch für unser Unternehmen und unsere Kunden. Diese können wir aber nicht quantifizieren.

Das Segment "Industrial Automation" wird im laufenden Jahr mehrere neue Produkte für die Prozessindustrie an den Markt bringen. So steht neben neuen Varianten unserer Gateways mit einem Switch für Zweidraht-Datenleitungen in explosionsgefährdeten Zonen ein komplett neues Produkt am Start. Die verbaute APL-Technologie ist der derzeit modernste Standard und bringt unseren Kunden erhebliche Vorteile. Wir drängen damit verstärkt in den Markt für Infrastrukturkomponenten der Prozessindustrie. Für unsere Kunden in der Fertigungsindustrie setzen wir Schwerpunkte im Funktionsausbau der bereits am Markt führenden OPC-UA Software und der Ausweitung unseres Angebots an Edge-Konnektoren zur Vernetzung bestehender Anlagen. Sehr erfreulich entwickelt sich auch die Konzerntochter Softing Italia. Nach einer Umsatzsteigerung um mehr als 20% auf 12 Mio. Euro im Jahr 2021 rückt für das laufende Jahr ein Umsatz von 15 Mio. EUR für unsere italienische Tochter in greifbare Nähe.

Für das Segment "Automotive" hatten wir den Eingang eines neuen Großauftrags über mehr als 12 Mio. Euro bereits publiziert. Schwerpunkte der Automotive liegen beim Funktionsausbau unseren großen Softwarepakete DTS und TDX. Neben dem Tagesgeschäft stehen dieses Jahr für diese Produkte auch Entscheidung internationaler Kunden für die Softing Lösungen an, was für die Folgejahre deutlich siebenstellige Umsätze bringen wird. Ebenfalls gut positioniert sehen wir uns für die Vergabe eines Großprojekts in Deutschland zur extrem schnellen Bedatung von Fahrzeugen, d.h. dem Aufspielen einer fahrzeugindividualisierten Software während der Fertigung für den kompletten Produktionsverbund (alle Werke) eines führenden Herstellers. Hier ergänzt sich das Know-how im Konzern beim ultraschnellen WiFi und bei der 5G-Funkttechnologie der Konzerntochter GlobalmatiX.

Nach einem in erster Linie durch den Einfluss von Covid-19 auf den Flottenmarkt verzögerten Start entwickelt sich auch GlobalmatiX sehr erfreulich. Während deren Umsatz im Jahr 2020 nur wenige hunderttausend Euro betrug, konnten im Jahr 2021 schon Erlöse von rund einer Mio. Euro realisiert werden. Diesen Betrag werden wir im laufenden Jahr bereits im ersten Quartal verbuchen. Die Möglichkeit, mit einer einzigen Hardware Diagnosedaten, Positionsdaten, Unfallanalyse samt Schadengutachten und schlüsselloses Türöffnen darzustellen, überzeugt immer mehr Kunden. So kann GlobalmatiX als Mobilfunkbetreiber auch die Datenübertragung zwischen Fahrzeug und Cloud und damit alles Services aus einer Hand anbieten.

Die Ausrüstung der gesamte Camper-Flotte des rasant wachsenden Startups "roadsurfer", die in diesem Jahr bereits über 5.000 Fahrzeuge umfassen wird, mit der GlobalmatiX Hardware ermöglicht roadsurfer das kontakt- und stationslose Flottenmanagement samt Diebstahlschutz, Unfallerkennung und -bewertung. Wir vermarkten dies als Car-to-Cloud-to-Company-Management (C3M) und freuen uns über das große Interesse der Kunden. Um das Wachstum auch organisatorisch abzusichern haben wir die GlobalmatiX klarer in Entwicklung, Service und Vertrieb gegliedert. Zum 1. April 2022 übernimmt ein neuer Geschäftsführer mit umfassender Erfahrung aus dem Vermietgeschäft die Geschäftsführung der neu gegründeten Vertriebsgesellschaft. Flankiert wird dies durch die für das laufende Jahr gesicherte Produktion von mindestens 20.000 Telematikboxen, deren Verbau in den Fahrzeugen Voraussetzung für die Dienste von GlobalmatiX sind. Ein im vergangenen Jahr akquirierter Auftrag zum Aufbau eines 5G Campus-Funknetzwerkes wird ebenfalls in 2022 realisiert werden.

Das Segment "IT Networks" war überaus erfolgreich und konnte seinen Umsatz im Vorjahresvergleich um mehr als 20% auf über 7 Mio. Euro ausbauen. Klares Ziel ist das Überschreiten der 10 Mio. Euro Umsatzlinie, spätestens in 2023. IT Networks befindet sich noch stark in der Investitionsphase und wird bis Mitte 2022 vier neue Geräte an den Markt bringen. Die ersten Präsentationen auf Messen und bei Vertriebspartnern waren derart erfolgreich, dass wir bei den beiden Hauptgeräten dieser Serie die Produktionsplanung von ursprünglich 2.000 auf 4.000 Stück in diesem Jahr ausgeweitet haben. Das Flaggschiff der IT Networks, der Kabelzertifizierer WireXpert, wird in diesem Jahr vermutlich einen erneuten Absatzrekord einfahren. Hierbei profitieren wir davon, dass es dem Hersteller des Produkts, unserer Konzerntochter Softing Singapore, gelungen ist, die Produktionskapazitäten auch unter großen Schwierigkeiten bei der Beschaffung elektronischer Bauteile zu steigern. Nachdem produktseitig die Voraussetzungen für ein zweistelliges Wachstum gelegt wurden, verschiebt sich der strategische Fokus auf den Ausbau der Vermarktungsleistung. Hierzu werden wir im laufenden Jahr die Anzahl der Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing um 50% erhöhen.

Die größte Bedrohung und damit auch die höchste Volatilität sehen wir in der unverändert schwierigen Versorgung mit elektronischen Bauteilen, die für viele unserer Produkte unerlässlich sind. Der Aufwand zur nahezu täglichen Prüfung der Verfügbarkeit von Bauteilen oder der Änderung von Schaltplänen zur Verwendung alternativer Bauteile ist enorm. Dies alles verzögert die Produktion und Auslieferung bestehender Aufträge. Allein bei unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft Online Development Inc. (OLDI) hat sich aktuell ein Orderbestand von rund 18 Mio. Dollar aufgestaut, von dem wir derzeit nicht sagen können, wie schnell er abgebaut werden kann. Das entspricht mehr als einem halben Jahresumsatz von OLDI. Positiv ist, dass von Seiten der Kunden alle Auftragsbestände bestehen bleiben. Die Kunden sind teilweise bereit deutlich höhere Preise zu zahlen, wenn schnell geliefert werden kann. Hier sehen wir gleichermaßen Chancen für das Übertreffen und Risiken für das Erreichen unser Umsatzziele.

Konzernweit legte das operative Ergebnis EBITDA im Jahre 2021 um knapp 17% auf 9,1 Mio. EUR zu (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR), dies entspricht einer leicht verbesserten EBITDA-Marge von 10,6% (Vorjahr: 10,0%). Das um rund 3,4 Mio. EUR stark verbesserte EBIT von -0,5 Mio. EUR (Vorjahr: -3,9 Mio. EUR) resultiert in einem um rund 4,5 Mio. EUR deutlich verbesserten und nahezu ausgeglichenen Konzernergebnis von -0,1 Mio. EUR nach -4,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die dem Konzern direkt zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel lagen trotz hoher Tilgungsleistungen und umfassenden Vorabkäufen elektronischer Bauteile nahezu unverändert bei 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR). Angesichts der sehr positiven Entwicklung des Konzerns insgesamt und der positiven Prognose für das laufende Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 0,10 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,04 EUR je Aktie) vor.

Aufgrund der Ausrichtung des Softing-Konzerns, Rückmeldungen unserer Kunden und des hohen Auftragsbestands aus dem Vorjahr sehen wir für 2022 gute Chancen für eine weitere Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Der Vorstand geht dabei von einem abflauenden Pandemiegeschehen und einer Entspannung bei der Beschaffung von elektronischen Bauteilen im zweiten Halbjahr aus. Auf Segmentebene erwarten wir in den jeweiligen Segmenten einen Anstieg der Umsätze zwischen 7% und 40%. Unter den vorstehenden Annahmen prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2022 einen Konzernumsatz von mehr als 90 Mio. EUR. Softing legt derzeit noch einen klaren Schwerpunkt auf das Wachstum unter Inkaufnahme eines schwächeren Ergebnisses. Dennoch erwarten wir einen Anstieg des operativen EBIT im Konzern auf mehr als 4,0 Mio. EUR.

Sollte wider Erwarten eine anhaltende oder weitere Verschärfung der Beschaffungskrise bei den elektronischen Bauteilen eintreten, rechnen wir mit einem vergleichbaren Geschäftsverlauf und einem operativen EBIT auf dem Niveau von 2021 als untere Auffanglinie.

Trotz aller Bedrohungen liegen in Situationen, wie bedrohlich diese auch wirken mögen, Chancen verborgen. Softing hat diese Chancen fest im Blick und greift sie konsequent auf. Wir laden Sie ein, mit Softing daran Teil zu haben. Kommen Sie gesund und trotz aller Belastungen mit einer Portion frohen Mutes durch diese Zeit!

Herzlichst

Dr. Wolfgang Trier, Vorstandsvorsitzender

Softing-Aktie

STAMMDATEN DER SOFTING-AKTIE

ISIN / WKN DE0005178008 / 517800
Supersektor Information Technology (IT)
Sektor Software
Subsektor IT-Services
Börsenkürzel SYT
Bloomberg / Reuters SYT GR / SYTG
Handelssegment Prime Standard, Amtlicher Handel, EU-regulierter Markt
Börsenplätze XETRA, Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin-Bremen, Tradegate
Erstnotiz (IPO) 16. Mai 2000
Indizes Prime All Share Performance Index
Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktie mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Stückaktie
Grundkapital EUR 9.105.381
Genehmigtes Kapital EUR 4.552.690 bis zum 8. Mai 2023
Bedingtes Kapital EUR 4.552.690 bis zum 8. Mai 2023
Designated Sponsoren ICF Bank AG Wertpapierhandelsbank
M.M. Warburg & CO (AG & CO.) KGaA
Research Coverage Warburg Research

AKTIENMARKT REAGIERT WEITERHIN NEGATIV AUF DIE CORONA-PANDEMIE

Die Softing-Aktie begann das Jahr mit einem Kurs von EUR 5,48 und erreichte ein erstes Zwischenhoch von EUR 6,36 am 17. Februar 2021, gab danach mit dem Anschwellen der dritten Welle der Corona-Pandemie im März und April auf ein Niveau um EUR 5,20 nach. Relativ schnell erklomm die Aktie ein weiteres Zwischenhoch von EUR 6,30 Ende Mai, um dann rasant den Jahreshöchststand von EUR 7,96 am 11. Juni zu erklimmen. Anfang Oktober und Mitte Dezember testete die Aktie noch einmal die unteren Widerstandslinien bei EUR 6,10 und EUR 6,00, legte aber bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember, dank zahlreicher operativer Erfolge des Bereichs Automotive und insbesondere der GobalmatiX, wieder zu auf EUR 6,80. Die Marktkapitalisierung der Softing AG lag zum Jahresende 2021 somit bei 61,9 Mio. EUR deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert von 45,9 Mio. EUR. Das Grundkapital der Softing AG beträgt unverändert 9.105.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Aktuell (9. März 2022) notiert die Softing-Aktie, bedingt durch die extremen Verunsicherungen und Verwerfungen der Aktienmärkte nach dem Angriffskrieg des russischen Militärs gegen die Ukraine, auf einem stark reduzierten Niveau um EUR 5,60.

Im Berichtszeitraum lag der durchschnittliche Tagesumsatz der Softing-Aktie mit 5.130 Stücken (Xetra + Parkett) gut 9,5% über dem Vorjahreswert von 4.683 Stücken. Softing unterstützt die Handelbarkeit der Aktie durch zwei Designated Sponsoren, die ICF Bank AG Wertpapierhandelsbank und die M.M. Warburg & CO (AG & CO.) KGaA.

ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie (EPS) verbesserte sich im Jahr 2021 um 0,49 EUR auf -0,01 EUR nach -0,50 EUR im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie berechnet die Softing AG gemäß IAS 33 auf Basis der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.

HAUPTVERSAMMLUNG BESCHLOSS EINE DIVIDENDE AUSZUSCHÜTTEN

Die Hauptversammlung der Softing AG beschloss am 5. Mai 2021 trotz der Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2020 wie im Vorjahr eine Dividende von EUR 0,04 je Stückaktie auszuschütten.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Die größte Einzelposition der 9.105.381 Softing-Aktien wird nach Kenntnis der Gesellschaft mit 2.043.221 Aktien (22,4%) unverändert von der Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien gehalten. Dem folgt als weiterer Großaktionär Herr Alois Widmann, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, der 1.450.000 Aktien (15,9%) hält, gefolgt von einer Reihe von institutionellen Investoren sowie einigen privaten Ankerinvestoren. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

ANALYSTENEMPFEHLUNGEN

Warburg Research analysiert die Softing-Aktie seit Jahren regelmäßig in Research-Berichten und veröffentlichte 2021 fünf Studien und Updates zur Aktie. Das aktuelle Update vom 19. Januar 2022 spricht unverändert eine Buy-Empfehlung aus und nennt ein angehobenes Kursziel von EUR 8,70 (zuvor EUR 8,00). Warburg Research sieht gute Aussichten für GlobalmatiX, eine erfolgreiche Digitalisierung des IT-Networks-Geschäfts von Softing und Erholungspotenzial der Automotive-Segmente nach der CoVid-19-Pandemie.

HANDELSVOLUMINA DER SOFTING-AKTIE 2021 IN EUR

Analysteneinschätzungen zur Softing-Aktie stehen unter www.softing.com im Bereich Investor Relations - News & Veröffentlichungen - Analysten & Research zur Information bereit. Im Bereich Presse und Interviews sind die Wachstumsaussichten des Softing-Konzerns, die in den verschiedensten Finanznachrichten wie etwa 4investors, boersen-gefluester.de, BOERSE-ONLINE.DE, DER AKTIONÄR ONLINE, Effecten-Spiegel, FOCUS-MONEY, Nebenwerte Journal, Nebenwerte Magazin, Plusvisionen oder anderen veröffentlicht wurden, zu finden.

KAPITALMARKTKOMMUNIKATION

Investor Relations ist eine zentrale Aufgabe des Konzerns. Im Jahr 2021 war die Kapitalmarktkommunikation mit diversen Roadshows und zahlreichen CoVid-19-Pandemie bedingten virtuellen Investoren- und Analystenveranstaltungen gefordert, um die notwendige Aufmerksamkeit und Attraktivität am Kapitalmarkt kontinuierlich sicherzustellen. Weiterhin war Softing auf ausgewählten virtuellen Investorenkonferenzen wie dem Deutschen Eigenkapitalforum im November in Frankfurt am Main, der Münchner Kapitalmarktkonferenz (MKK) sowie der Zürcher Kapitalmarktkonferenz vertreten. Im laufenden Jahr 2022 haben wir uns vorgenommen, Präsenz und Visibilität zur kontinuierlichen Betreuung der bestehenden sowie der neu gewonnenen Investoren noch einmal zu steigern.

Die Aktivitäten in der Finanzkommunikation wurden durch zahlreiche Gespräche mit institutionellen und privaten Investoren sowie mit Vertretern der Presse ergänzt. Auf der Unternehmenswebsite finden Anleger relevante Informationen zur Softing-Aktie (Bereich Investor Relations) sowie zum Unternehmen.

KURS DER SOFTING-AKTIE VOM 4.1.2021 BIS 31.12.2021 (XETRA)

Verantwortung übernehmen und tragen -Corporate Social Responsibility (CSR) bei Softing

Wir sind der festen Überzeugung, dass nachhaltiges Handeln unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Dauer fördert und ein solches Vorgehen auch im Interesse unserer Stakeholder liegt. Softing verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um ökonomische, ökologische und soziale Interessen in Einklang zu bringen.

Die Festlegung der Ziele und die Verantwortlichkeit für die Durchführung der Maßnahmen liegen bei der Geschäftsführung. Alle Mitarbeiter werden an dem Prozess der Zielfindung und -umsetzung beteiligt. Dies stellt sicher, dass die Nachhaltigkeit in alle Geschäftsbereiche integriert wird und ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie von Softing ist - und bleibt.

Zur Verbesserung der Leistungen im ökologischen Bereich wurde neben dem Umweltschutz ein Energiemanagement aufgebaut. Die Systeme werden fortlaufend optimiert, einschließlich der benötigten Prozesse und ihrer Wechselwirkungen. Die Prozesse regeln die Abläufe im Unternehmen und sind für alle Mitarbeiter transparent und bindend. Über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Auflagen zum Umweltschutz und Energiemanagement hinaus sind wir bemüht, beides aktiv und langfristig weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, Umweltbelastungen zu verringern oder bestenfalls gänzlich zu vermeiden. Quantitative und qualitative Ziele haben wir nicht gesetzt. Die Einsparung erfolgt durch aktiv gelebte Praxis.

Für Softing bedeutet Compliance die Einhaltung sämtlicher für das Unternehmen relevante gesetzliche Pflichten, Vorschriften, Regeln, fachliche Kompetenz und persönliche Verantwortung im Umgang mit externen Regeln, internen Regeln und Vorgaben der Gesellschafter und Vertragspartner.

Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit die Regeln der Informationssicherheit und die Vorgaben des Datenschutzes einzuhalten.

Die Softing AG und ihre Gesellschaften nehmen am Informationsschutz Prüfverfahren des VDA teil. Das bestehende Label wurde nicht nur erneuert, sondern für eine höhere Sicherheitsstufe erfolgreich erworben. Die Freigaben sind auf der dafür vorgesehenen Plattform www.enx.com hinterlegt. Durch den "Code of Conduct" und verschiedene, themenspezifische Richtlinien (z. B. Lieferantenmanagement, Risiko- und Chancenmanagement, Informationssicherheit) werden die Mitarbeiter geleitet. Die Einhaltung der Regelungen und Prozesse werden regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft.

Mit allen Mitarbeitern finden mindestens jährlich Mitarbeitergespräche statt, in denen individuelle Entwicklungen besprochen werden. Abhängig vom Aufgabengebiet der Mitarbeiter werden zusätzlich für das laufende Jahr individuelle Zielvereinbarungen festgelegt, wobei neben Umsatzzielen auch die Weiterentwicklung des jeweiligen Aufgabenbereichs wesentlicher Bestandteil sind. Die Erreichung dieser Ziele wird durch die Geschäftsführer im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche überprüft.

Die Stakeholder werden im Rahmen der ISO9001 Zertifizierung definiert, betrachtet und bewertet. Hierzu zählen Personen, Gruppen und Organisationen, welche direkten oder indirekten Einfluss auf das Unternehmen Softing haben können. Die Kommunikationswege sind ebenfalls definiert und als ein fester Bestandteil im Qualitätsmanagement verankert.

Nachhaltigkeit bezogen auf unsere Produkte bedeutet, wir setzen die für uns relevanten Umweltanforderungen um und überprüfen kontinuierlich die Anforderungen.

Softing als Software- und Dienstleistungsunternehmen verbraucht in Relation zur produzierenden Industrie vergleichsweise wenig natürliche Ressourcen. Trotzdem möchten wir die immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen so effizient wie möglich nutzen und ihren Verbrauch dauerhaft niedrig halten bzw. Einsparpotenziale realisieren. In unserer jährlichen Umweltbilanz im Managementreview wird die Inanspruchnahme der natürlichen Ressourcen (Papier, Wasser, Abfall sowie Energieverbrauch an Strom) nachverfolgt.

Unser wesentliches Kapital steckt in unseren Mitarbeitern. Aufwendungen, unseren Mitarbeitern ein Umfeld zu schaffen, in dem Arbeiten Spaß macht und das sie sozial absichert, folgen daher sowohl moralischem Anspruch als auch unternehmerischer Vernunft. Durch wettbewerbsfähige Löhne in Verbindung mit einer hohen Arbeitsplatzsicherheit bieten wir die nötige Sicherheit für die hinter unseren Mitarbeitern stehenden Familien. So bietet Softing schon seit vielen Jahren fast ausschließlich unbefristete Arbeitsverträge an. Ausnahmen davon gibt es nur für Vertretungen wie etwa beim Mutterschutz. Technisch und organisatorisch anspruchsvolle Aufgaben, entspannte Umgangsformen und eine faire Behandlung auch in Konfliktfällen schaffen das positive Betriebsklima von Softing. In Summe führt dies zu einer ungewöhnlich niedrigen Fluktuation und zu einem stetigen Aufbau des individuellen und kollektiven Know-hows. Die Gestaltung einer solchen Softing-Kultur betreiben wir aktiv auch bei sämtlichen Tochtergesellschaften in Europa, Nordamerika und Asien.

Softing fördert Studenten, etwa durch einzelne Programme für die jeweils Jahrgangsbesten in Zusammenarbeit mit den Universitäten, wie auch durch die großzügige Bereitstellung von Praktikumsplätzen. Alle technischen Abteilungen bieten in Abstimmung mit Hochschulinstituten Themen und Arbeitsplätze für Bachelor und Masterarbeiten. Davon wird in einer deutlich zweistelligen Anzahl jährlich Gebrauch gemacht. Nicht wenige unserer Mitarbeiter haben so ihren Weg zu Softing gefunden.

Dazu gehört auch, das Wissen der Mitarbeiter zu fördern. Durch ein festgelegtes und gelebtes Wissensmanagement kann jeder Mitarbeiter gefördert und sein Wissen weiterentwickelt werden. Unsere erfahrensten Mitarbeiter können teilweise auf über 25 Jahre Berufserfahrung und Firmenzugehörigkeit zurückblicken und freuen sich darüber, ihr Wissen weiterzugeben.

Wir sind ein international ausgerichteter Konzern mit zum Teil stark diversifizierten Leistungen. Daher setzen wir auf Mitarbeiter, die unterschiedliche Erfahrungen, Qualifikationen und Sichtweisen mitbringen und uns mit ihren individuellen Kompetenzen dabei unterstützen, sich ergebende Marktchancen erfolgreich zu nutzen. Die Wahrung von Chancengleichheit und Vielfalt ist daher ein zentrales Anliegen unserer Personalpolitik. Wir achten darauf, dass bei der Vergütung keine Ungerechtigkeiten, beispielsweise aufgrund des Geschlechts oder Alters, entstehen.

Führungskräften und Mitarbeitern auf Schlüsselpositionen wird üblicherweise neben dem Grundgehalt ein variabler Gehaltsbestandteil gezahlt, um ihren überdurchschnittlichen Einsatz zu honorieren. Der variable Bestandteil orientiert sich an der Unternehmensentwicklung, an betriebswirtschaftlichen Ergebniskennzahlen und am Beitrag des Mitarbeiters zur Realisierung vereinbarter Ziele.

Softing ist als weltweit agierende Unternehmensgruppe vielfältigen Rechtsordnungen unterworfen. Wir respektieren das geltende Recht und verlangen das gleiche von allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

Softing bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung aller erforderlichen Informationsquellen und die Beratungsleistung der Rechtsabteilung an, um Gesetzesverstöße zu vermeiden. Wir bieten unseren Mitarbeitern auch Schutz bei unberechtigten Aktionen durch Behörden. Gesetzesverstöße werden jedoch nicht hingenommen. Softing setzt die Beachtung der vorstehenden Regeln durch.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen mit Sitz in Haar. Wir leben und erleben tagtäglich eine enge vernetzte Welt. Auch wenn ein Unternehmen in unserer Größe seinen Beitrag in erster Linie auf das lokale Umfeld fokussieren muss, nehmen wir unsere Verantwortung auch global wahr.

Als nachhaltig wirtschaftendes und gesundes Unternehmen haben wir die finanzielle Freiheit, unseren Erfolg mit der Gemeinschaft, in der wir arbeiten, teilen zu können. Dies nehmen wir ebenso wahr.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden sie ab dem 3. Quartal 2022 auf unserer Homepage softing.com

ORGANE DER GESELLSCHAFT UND WERTPAPIERBESITZ

Organe Aktien Optionen
30.06.2021 Stück 31.12.2021 Stück 30.06.2021 Stück 31.12.2021 Stück
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Aufsichtsrat
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Rechtsanwalt, München - - - -
Dr. Klaus Fuchs (Aufsichtsrat), Dipl.-Informatiker/Dipl.-Ingenieur, Helfant 278.820 278.820 - -
Andreas Kratzer (Aufsichtsrat), Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz 10.155 10.155 - -
Vorstand
Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München 163.234 163.234 - -
Ernst Homolka, München 9.400 9.400 - -

FINANZKALENDER

29.03.2022 Konzernjahresabschluss / GB 2021
03.05.2022 Zwischenmitteilung Q1/3M 2022
06.05.2022 Hauptversammlung 2022
12.08.2022 Zwischenbericht Q2/6M 2022
15.11.2022 Zwischenmitteilung Q3/9M 2022
28. - 30.11.2022 Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Softing AG sowie des Softing-Konzerns

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL

Geschäftsmodell des Softing-Konzerns

Der Softing-Konzern ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial, Automotive und IT Networks international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrieller Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen des Segments Automotive von Softing stehen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z.B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort. Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO. Das Thema Datenfernübertragung hat mit der Akquisition der GlobalmatiX AG eine neue Dimension im Jahr 2018 erfahren und wurde im Jahr 2019 zur Marktreife gebracht. 2020 erfolgte der Start der Vermarktung, 2021 erzielte die GlobalmatiX erste große Vermarktungserfolge.

Das Segment IT Networks steht für das Testen, Qualifizieren und Zertifizieren von Verkabelungen in IT-Systemen, basierend auf weltweiten technologischen Standards. Die Kunden optimieren mit den Messgeräten von IT Networks für Kupfer- und Glasfasernetze ihre täglichen Arbeitsabläufe und schaffen Sicherheit im Datenaustausch.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in allen drei Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive, Industrial und IT Networks aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

Geschäftsmodell des Konzerns

Segment Industrial

Softing Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Weit mehr als 30 Jahre Wissens- und Erfahrungsaufbau in Software und Embedded Engineering prägen das Unternehmen und seine Mitarbeiter mit einem starken "Softing Brand", bekannt speziell für exzellente industrielle Kommunikationslösungen.

Der deutlich verstärkte Trend hin zu flächiger Digitalisierung, mit der Ausprägung hin zu IoT sowie IIoT ("industrial internet of things") Lösungen verstärken diese Marktposition von Softing und bewirken eine solide Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten des Unternehmens für Anwendungen in bestehenden Industrieanlagen als auch in neuen Produktionsstätten.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia ist organisatorisch eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH. Softing Italia in Mailand betreut Kunden in Italien direkt vor Ort.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee, sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport, Massachusetts, sind organisatorisch Töchter der Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Delaware. OLDI ist seit fast 30 Jahren ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDIs tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markteinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort.

Segment IT Networks

Softing IT Networks GmbH und Softing Singapore Pte. Ltd.

Softing IT Networks GmbH mit Sitz in Haar, München, ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore mit Sitz in Singapur entwickelt und liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte.

Segment Automotive

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing. Darüber hinaus deckt SMT (Softing Mess-Technik) den gesamten Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung ab.

Softing Engineering & Solutions GmbH

Die Softing Engineering & Solutions GmbH ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Softing ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen der Fahrzeugelektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Engineering & Solutions GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblichen Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Engineering & Solutions GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

Softing Automotive Electronics Kirchentellinsfurt GmbH

Die Softing Automotive Electronics Kirchentellinsfurt GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.

GlobalmatiX AG und GlobalmatiX Inc.

Die GlobalmatiX AG mit Sitz in Liechtenstein ist ein Mobile Virtual Network Operator (MVNO) der in Europa und Nordamerika mobile Datenkommunikation für Fahrzeuge und Maschinen anbietet, wie diese in den Bereichen (teil-)autonomes Fahren wie auch bei anderen "Connected Services" von Fahrzeugen und Maschinen benötigt werden. Softing weitet mit dieser Akquisition ihre Kompetenzen im Bereich der Megatrends Digitalisierung und Industrie 4.0 massiv aus und legt damit die Basis zu neuen serviceorientierten Umsätzen. Die GlobalmatiX Inc. hat die Vermarktung der Produkte der GlobalmatiX AG in Nordamerika übernommen. Diese Gesellschaften haben trotz coronabedingter Einschränkungen den Aufbau des Vertriebes im Jahr 2021 vorangetrieben. Die im Jahr 2020 geschaffenen Vertriebskontakte bildeten eine solide Basis für den Vertriebserfolg im Jahr 2021 und den kommenden Jahren. Erste große Aufträge, in signifikanten Stückzahlen, wurden im Jahr 2021 abgeschlossen. Der sich kumulierende Aufbau von Serviceumsätzen in den kommenden Jahren bildet die Basis für eine ertragreiche Zukunft.

Sonstige Gesellschaften

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien, fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und ist ein strategisch wichtiges Mitglied des Softing-Konzerns.

Softing S.A.R.L.

Die Softing S.A.R.L. mit Sitz in Paris, Frankreich, stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd.

Die Softing Services GmbH und die Firma Beijing Windhill Technology Co., Ltd. betreiben ein Joint Venture für die Vermarktung der Produkte aus dem Softing-Konzern im chinesischen Markt.

Softing North America Holding Inc., Delaware/USA

Die Softing North America Holding Inc. ist die zentrale Holdinggesellschaft für die nordamerikanischen Tochtergesellschaften.

Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

STEUERUNGSSYSTEM

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung). Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über ausgewählte Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bezüglich der Corporate Social Responsibility (CSR) wird auf die Anmerkungen im Geschäftsbericht verwiesen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und in regelmäßigen Abständen auf nicht mehr benötigte Teile durchgesehen und bei Bedarf abgewertet. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können. Während der COVID-19-Pandemie und der Beschaffungskrise gab es Verzögerungen in der Lieferfähigkeit.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden stringent nachverfolgt.

Es kam zu keinen erhöhten Forderungsausfällen während der COVID-19-Pandemie.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Grundlage der Steuerung sind für die Softing AG aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden von Konzerngesellschaften. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat der Softing Konzern 17,0 Mio. EUR (Vj. 15,7 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer, sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 20,0% (Vj. 20,3%). Von den Forschungs- und Entwicklungskosten hat der Softing Konzern 21,5% (Vj. 23,3%) aktiviert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR). Es ergaben sich keine Wertminderungen (Vj. 3,5 Mio. EUR).

Zum Jahresende waren 217 (Vj. 216) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt, wie nachfolgend dargestellt.

Softing Industrial

Im Mittelpunkt der Entwicklung stand im Jahr 2021 die neue Ethernet-Kommunikationstechnologie (APL), die speziell für die Anforderungen der Prozessindustrie entwickelt wurde. Neben der Erweiterung des Angebots für Technologie-Integration verspricht sich die Gesellschaft insbesondere durch eine komplett neue Produktfamilie, den APL-Switches, neues Wachstum.

Softing IT Networks

COVID-19 hat die Markteinführung von neu entwickelten Produkten wie die neue CableMaster Serie weiterhin verzögert. Die für Ende 2021 geplanten Produkteinführungen mussten nochmals verschoben werden und werden jetzt sicher im 1. Halbjahr 2022 zur Verfügung stehen. Produktserien wie der WireXpert wurden im Jahr 2021 soft- und hardwaretechnisch auf ein erweitertes Niveau gehoben.

Softing Automotive

Im Segment Automotive konzentrierte sich die Softing AG auf zwei Kernthemen.

Zum einen fokussierte sie Ihre Entwicklung auf die Umsetzung neuer Funktionalitäten rund um die flexible und skalierbare Ferndiagnose, da diese mit der COVID 19 Pandemie weiter an Bedeutung gewonnen haben. Trotz der weiterhin angespannten Lage konnten im Produktsegment Diagnose-Software eine Reihe attraktiver Anfragen generiert und Neukunden gewonnen werden. Die Kombination von Software- und Hardware-Produkten als effiziente Lösung für Test- und Flashanwendungen stößt weiterhin weltweit auf großes Interesse. Das klassische Diagnosewerkzeug VIN|ING 2000 konnte im Jahr 2021 weiter erfolgreich in den Märkten positioniert werden. Um den Kunden noch größere Effizienzhebel bieten zu können, wurde 2021 die Integration der verschiedenen Produktsegmente in übergreifende Kundenlösungen vorangetrieben und Produkt-Markt-Teams initiiert. Bei der flexiblen Integration von Datenbanksystemen sowie dem Einsatz von skalierbaren Cloud-Technologien arbeitet Softing an der nächsten Produktgeneration.

Zum anderen finalisierte der Softing Konzern (Globalmatix AG) im Jahr 2021 die Entwicklung der zentralen Plattform (Cloud-Plattform) für die Erbringung von "Connected Caffi-Anwendungen durch "GPS Telematixbox" mit integriertem CAN Datenlogger für hohe Datenauflösung und Zugang zu Fahrzeugsignalen in Echtzeit für nahezu alle Marken. Diese ermöglicht neue "Connected Caffi-Anwendungen, die sich für unsere Kunden in messbaren Vereinfachungen und Einsparungen niederschlagen; dies sind die Treiber für die schnelle Digitalisierung von Fahrzeugflotten aller Marken und Modelle. Dabei sticht besonders eine Anwendung hervor, die es erlaubt, Kleinkollisionen (Bagatellschäden unterhalb von 10 km/h Geschwindigkeit) digital abzurechnen. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz wird der Schaden in annähernder Echtzeit ermittelt und die Schadenmappe mittels einem zertifizierten, virtuellem Gutachterverfahren erstellt, mit präzisem Kostenvoranschlag für die voraussichtliche Reparatur des Schadens in einer Werkstatt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Erholung der Weltwirtschaft hat laut Institut für Weltwirtschaft (IfW) nach der Jahresmitte an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Corona-Infektionen die wirtschaftliche Aktivität, Lieferengpässe behinderten den Aufschwung der Industrieproduktion, und die chinesische Wirtschaft scheint aus dem Tritt geraten zu sein. Die Unsicherheit über die Auswirkungen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus auf die Konjunktur sind groß. Das IfW rechnet damit, dass die wirtschaftliche Aktivität in den nächsten Monaten merklich gedämpft wird, im weiteren Verlauf des Jahres 2022 die weltwirtschaftliche Erholung sich aber wieder durchsetzt. Für das kommende Jahr wird ein Zuwachs der Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) um 4,5 Prozent erwartet, nach einem Zuwachs um 5,7 Prozent in diesem Jahr. Damit hat sich die IfW-Prognose für 2022 um 0,5 Prozentpunkte reduziert. Für das Jahr 2023 wird die Erwartung leicht von 3,8 auf 4 Prozent angehoben. Die Inflation dürfte derzeit ihren Höhepunkt erreicht haben und im Prognosezeitraum deutlich zurückgehen, was vor allem an der Energiepreiskomponente liegt. Der zugrundeliegende Preisauftrieb dürfte über den gesamten Prognosezeitraum deutlich höher bleiben als vor der Krise. (Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte Welt, Nr. 85, 2021/Q4, www.ifw-kiel.de)

Nach Meinung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA zeigen die konjunkturellen Frühindikatoren weiter eine robuste Stimmungslage in den Maschinenbau-Unternehmen. So notierte zum Beispiel der globale Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zum dritten Mal in Folge bei 54,2 Indexpunkten. Die Stimmungslage in den Euro-Ländern ist mit 58 Punkten weiter über dem Welt-Durchschnitt. Gestörte Lieferketten, die Corona-Pandemie sowie höhere Inflationsraten sind die wesentlichen Abwärtsrisiken der aktuellen Basis-Prognose von Oxford Economics. Für den Maschinenbau würde im Falle des Negativ-Szenarios "Langwierige Corona-Periode" das globale Umsatzwachstum kurzfristig am geringsten ausfallen. Im Jahr 2022 wäre die Wachstumsrate bei durchschnittlich 2 Prozent anzusiedeln statt der 5 Prozent, die im Basis-Szenario modelliert wurden. Gestörte Lieferketten könnten die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe das gesamte Jahr 2022 beschäftigen und sich erst 2023 auflösen, so das Ergebnis einer Kundenbefragung von Oxford Economics. Darüber hinaus erweist sich der Arbeitskräftemangel mehr und mehr als ein wesentliches Hindernis für den aktuellen Aufschwung. (Quelle: VDMA, Konjunkturbulletin international, 10.01.2022, www.vdma.org)

Das Jahr 2021 ist für die Elektro- und Digitalindustrie insgesamt sehr erfolgreich gewesen, stellt der Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) fest. Die Produktion stieg zwischen Januar und November 2021 um gut 9 Prozent, die nominalen Erlöse legten im gleichen Zeitraum um knapp 10 Prozent zu. Auf das gesamte vergangene Jahr hochgerechnet hat der Umsatz erstmals knapp die 200-Milliarden-Euro-Marke erreicht. Nahezu alle Teilbranchen zeigten eine positive Entwicklung. Die Beschäftigtenzahl legte um mehr als 5.000 auf 877.000 zu, während die Kurzarbeit deutlich auf 15.000 zurückging. Zu schaffen macht der Branche die anhaltende Materialknappheit. Ohne die vorhandenen Lieferengpässe hätte der Umsatz 2021 deutlich höher ausfallen und die 200-Milliarden-Euro Marke geknackt werden können. Der ZVEI erwartet frühestens ab Jahresmitte eine Besserung der Lage. Mit Blick auf die unter Druck stehenden globalen Lieferketten und die Vernetzung der Branche mahnt der ZVEI, die technologische Souveränität und Resilienz Europas dringend zu stärken. "Europa kann nur aus einer starken Position heraus seine Wirtschaftsinteressen gegenüber China und den USA selbstbewusst vertreten. Hierfür darf es keine einseitigen Abhängigkeiten geben, weder bei Spitzentechnologien wie Halbleiter noch in der Spitzenforschung", so der ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel. Europa müsse mit eigenen Kompetenzen stark und souverän agieren können, ohne protektionistisch zu sein. Dazu müsse beispielsweise die EU das zweite IPCEI (Important Project of Common European Interest) für Mikroelektronik jetzt schnell auf den Weg bringen. Dr. Kegel: "Wenn anderswo Milliarden-Förderungen erfolgen, darf Europa nicht zurückstehen." Auch für das Jahr 2022 ist der Verband zuversichtlich, weist aber auf große Unsicherheiten bei der diesjährigen Prognose hin. "Stand heute gehen wir von einem Produktionsplus von 4 Prozent aus", so der ZVEI-Präsident. (Quelle: Vier Prozent Produktionswachstum: Elektro- und Digitalindustrie blickt optimistisch ins Jahr 2022, 24.01.2022, www.zvei. org)

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Softing Konzern konnte im Geschäftsjahr 2021 die operative Wende einleiten und einen großen Teil der Corona-Verluste im Umsatzbereich und im EBIT wieder wettmachen. Dies zeigt sich in dem um 9,1% gestiegenen Umsätzen, dem um 44% gestiegenen Auftragseingang und dem auf 9,1 Mio. EUR gestiegenen EBITDA.

Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr von 72,8 Mio. EUR auf 104,8 Mio. EUR gestiegen, dies markiert einen Höchstwert in der Geschichte des Softing Konzerns. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 33,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021 (Vj 15,0 Mio. EUR). Alle Segmente konnten einen signifikanten Zuwachs in den Auftragseingängen und dem Bestand verbuchen.

Dem gestiegenen Auftragseingang folgend waren für den Softing-Konzern in allen Umsatzbereichen, in allen Märkten und in allen Segmenten Umsatzsteigerungen zur verzeichnen. 2021 lag der Umsatz mit 84,7 Mio. EUR (Vj. 77,6 Mio. EUR) um 7,1 Mio. EUR (9,2%) über dem Vorjahresniveau, eine Prognose war durch die Pandemie und die Beschaffungskrise sehr schwierig. Softing hat aber die Umsatzprognose für das Jahr 2021 fast erreicht. Wären aufgrund der Beschaffungskrise nicht erhebliche Verzögerungen in der Auslieferung eingetreten, wäre die Prognose weit übertroffen worden, dies bestätigt der Auftragseingang von über 100 Mio. EUR.

Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 9,1 Mio. EUR (Vj. 7,8 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 10,6% (Vj. 10%). Das operative EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 3,7 Mio. EUR und deren Abschreibungen von 4,6 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung 2,6 Mio. EUR) beträgt 2021 3,0 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR).

Das EBIT 2021 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr 2020, trotz zusätzlicher Wertminderungen des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von 1,0 Mio. EUR, von -3,9 Mio. EUR auf -0,5 Mio. EUR. In diesen Bereich wurde die Prognose unterjährig bereits angepasst, liegt aber aufgrund der oben beschriebenen Gründe darunter. In Summe resultierte daraus ein Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern von -0,1 Mio. EUR nach -4,6 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Entwicklung in den Segmenten verlief dabei wie folgt.

Softing Industrial

Die Nachfrage nach industriellen Produkten entwickelte sich im Zuge der Erholung nach der Corona-Krise dynamisch und wurde durch die positive Wechselkursentwicklung im zweiten Halbjahr weiter gestützt.

Das Segment Industrial erzielte einen Umsatz von 61,0 Mio. EUR (Vj. 57,2 Mio. EUR). Das EBITDA betrug 7,3 Mio. EUR (Vj. 7,7 Mio. EUR). Das EBIT sank leicht aufgrund höherer Kosten von im Vorjahr 4,5 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR.

Softing Automotive

Trotz der weiterhin angespannten Lage konnten im Produktsegment Diagnose-Software eine Reihe attraktiver Anfragen generiert und Neukunden gewonnen werden. Die Kombination von Software- und Hardware-Produkten als effiziente Lösung für Test- und Flashanwendungen stößt weiterhin weltweit auf großes Interesse. Das klassische Diagnosewerkzeug VIN|ING 2000 konnte im Jahr 2021 weiter erfolgreich in den Märkten positioniert werden. Um den Kunden noch größere Effizienzhebel bieten zu können, wurde 2021 die Integration der verschiedenen Produktsegmente in übergreifende Kundenlösungen vorangetrieben und ProduktMarkt-Teams initiiert. Bei der flexiblen Integration von Datenbanksystemen sowie dem Einsatz von skalierbaren Cloud-Technologien arbeitet Softing an der nächsten Produktgeneration.

Die Softing Automotive Electronics GmbH (SAE) konnte dennoch ihre Kundenbasis für Diagnose- und Testlösungen erweitern. Es wurden weitere wichtige Kunden für neue Lösungen gewonnen, wodurch der Anteil der Software-Mietmodelle insgesamt weiter anstieg. Das Erschließen neuer Zielkunden im erweiterten Bereich der Automobilhersteller schritt voran und führte zu ersten gewünschten Erfolgen.

Im Zuge der Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten für die, dem Automotive Segment zugehörige Gesellschaft, Softing Engineering & Solutions GmbH, Kirchentellinsfurt wurde ein Abwertungsbedarf in Höhe von 1,0 Mio. EUR festgestellt und ertragswirksam auf Konzernebene abgeschrieben. Bei der Überprüfung aktivierter Vermögenswerte zeichnete sich im zweiten Halbjahr 2020 für ein Produkt im Segment Automotive Electronics ein Korrekturbedarf ab. Das bei der Entwicklung von Verbrennungsmotoren eingesetzte Produkt wird seine Planerwartungen aufgrund veränderter Entwicklungspolitik der Fahrzeughersteller nicht erreichen. Softing fokussiert daher seine Entwicklungsschwerpunkte auf Produkte verstärkt für hybride und elektrische Antriebe sowie für autonomes Fahren. Die Korrektur hat das Konzern-EBIT und das Konzern-Jahresergebnis 2020 einmalig mit ca. 3,6 Mio. EUR belastet.

Im Telematik-Bereich kommen der Flottenmarkt, die Autovermietungen und die Mobility-Branche nach der Corona-Zeit wieder spürbar in Gang. Die systematischen Weiterentwicklungen unserer Produkte und Dienstleistungen im vergangenen Jahr zahlen sich erkennbar aus. Unsere Lösungen skalieren in einem breiten und internationaler werdenden Markt. So konnten erste Kunden gewonnen werden und erste Umsätze ausgeliefert werden. Der EBIT Beitrag bleibt jedoch negativ aufgrund der weiterhin hohen Ausgaben für die Markteinführung.

Der Umsatz von Automotive stieg um 18% von 13,5 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR, daraus resultierte ein EBITDA von 1,9 Mio. EUR nach -0,5 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT stieg stark aufgrund verminderter Abschreibung von -7,2 Mio. EUR auf -2,6 Mio. EUR. Aufgrund der hohen Markteintrittsinvestitionen im Bereich der Telematik-Dienstleistungen ist das EBIT noch negativ.

Segment IT Networks

Der Mix aus bewährter und neuer Hardwaretechnologie, gepaart mit innovativer Software, hat sehr viele Nutzer überzeugt. Auf die Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten wurde von Seiten IT Networks sehr schnell mit einer noch nie da gewesenen Anzahl von webbasierten Seminaren geantwortet. 2021 wurden die technisch hochwertigen virtuellen Seminare sehr gut vom Markt angenommen und es konnten mit vielen Interessenten und Anwendern die Kontakte ausgebaut und vertieft werden. Dadurch gelang es, die Umsätze deutlich zu steigern, während das EBIT aufgrund von Investitionen in neue Produkte noch leicht negativ abschloss. Der Haupt-Fokus des europäischen Teams in den letzten zwei Jahren war auf die Märkte DACH, Frankreich, Italien, Spanien und Osteuropa gesetzt. Die Märkte in Spanien, Griechenland und Osteuropa verzeichneten 2021 ebenfalls ein Wachstum mit einer starken Nachfrage. Dennoch konnten die Umsatzsteigerungen aufgrund gestiegener IT- und sonstiger Kosten noch nicht in ein positives EBIT gewandelt werden.

Im Segment IT Networks stieg der Umsatz um 19% von 7,1 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR und es wurde ein EBITDA von 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) sowie ein EBIT von -0,8 Mio. EUR (Vj. -0,6 Mio. EUR) erzielt.

Geschäftsverlauf der Softing AG

Der Gewinn der Konzernmutter, Softing AG, stieg aufgrund gesteigerter Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften von -1,5 Mio. EUR im Jahr 2020 um 1,9 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR im Jahr 2021.

ERTRAGSLAGE

Ertragslage Softing-Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.

Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz um 9,1% auf 84,7 Mio. EUR. Das Segment Industrial zeigte hierbei einen Anstieg in den Umsatzerlösen von 3,8 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 3,7 Mio. EUR und lagen auf dem Vorjahresniveau. Der Anteil der aktivierten Eigenleistungen im Verhältnis zum Gesamtumsatz sank im Geschäftsjahr 2021 von 4,7% auf 4,3%. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,8 Mio. EUR wurden stark durch Erträge aus Kurdifferenzen von 0,9 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) sowie die Teilnahme an einem Forschungsprogramm von 0,3 Mio. EUR) geprägt. Die Erträge für Entschädigungsleistungen aus Versicherungen lagen über dem Niveau des Vorjahres mit 0,9 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR). Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge 1,7 Mio. EUR.

Die Aufwandspositionen im Konzern entwickelten sich folgendermaßen: 2021

Mio. EUR
2020

Mio. EUR
Materialaufwand 39,1 35,1
Zuwendungen an Arbeitnehmer 33,6 31,7
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 9,5 11,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,5 8,4
Betriebliche Aufwendungen 91,7 86,9

Der Materialaufwand stieg aufgrund der Umsatzsteigerungen um 4,0 Mio. EUR auf 39,1 Mio. EUR oder 11,2%. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in den Umsatzsteigerungen in den Segmenten und erhöhten Aufwendungen für die Materialbeschaffung aufgrund des Bauteilemangels, mit dementsprechenden Wareneinständen für Eigen- und Fremdprodukte im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 46,1% (Vj. 45,3%) und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) stieg proportional von 42,5 Mio. EUR auf 45,6 Mio. EUR.

Der Personalaufwand stieg aufgrund einer Normalisierung (Rückgang der Kurzarbeit, Anstieg der variablen Vergütung und Normalisierung des Urlaubslevel) in der Corona Pandemie um 6,1% auf 33,6 Mio. EUR. Zum Stichtag waren 388 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt (Vj. 397).

Dämpfend wirkte die Vereinnahmung von staatlichen Coronazuschüssen in den USA in Höhe von 0,9 Mio. EUR, die zu einem großen Teil mit Personalaufwendungen verrechnet wurden.

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen/ Nutzungsrechte sank von 11,7 auf 9,5 Mio. EUR, diese Abschreibungen beinhalten eine Wertberichtigung von 1,0 Mio. EUR auf Firmenwerte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1,0 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist der Normalisierung nach der Corona-Krise geschuldet, in der vermehrte Vertriebsaktivitäten und Reisetätigkeiten durchgeführt wurden. Auch erhöhte Ausgaben für die IT-Sicherheit fielen an.

Eine zentrale Größe für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -0,5 Mio. EUR (Vj. -3,9 Mio. EUR) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT von 3,0 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR).

Das Zinsergebnis und die übrigen Finanzaufwendungen beliefen sich auf 0,8 Mio. EUR (Vj. -1,5 Mio. EUR). Bei den übrigen Finanzerträgen/Finanzaufwendungen von 1,1 Mio. EUR (Vj. -1,2 Mio. EUR) handelt es sich um Währungsschwankungen eines USD Darlehens an die amerikanische Holdinggesellschaft, das mit einer laufenden Rückzahlungsvereinbarung unterlegt ist.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte daraus ein Konzernergebnis von -0,1 Mio. EUR (Vj. -4,6 Mio. EUR).

Ertragslage Softing AG

Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen. Ergebnisabführungsverträge bestehen mit folgenden Tochtergesellschaften:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH
Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Services GmbH
Softing IT Networks GmbH

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Engineering & Solutions GmbH

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführungen sind die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr veränderten sich diese von -1,2 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR. Aufgrund der pandemiebedingten Einflüsse war eine Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2021 nicht möglich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,3 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR gestiegen aufgrund des Anstiegs von Wechselkursgewinnen.

Der Personalaufwand stieg von 2,2 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR aufgrund gestiegener variabler Gehaltskomponenten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bleiben auf dem Niveau des Vorjahres von 0,5 Mio. EUR.

Aufgrund gestiegener Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften ergab sich für 2021 eine Steigerung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 2,7 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR.

Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer abgelaufener Geschäftsjahre wurden im Geschäftsjahr Steuerrückstellungen in Höhe von 0,0 Mio. EUR gebildet, für das Geschäftsjahr selbst waren keine Steuerrückstellungen zu bilden.

Der Jahresüberschuss beträgt 0,4 Mio. EUR (im Vj. Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,5 Mio. EUR).

FINANZLAGE

Finanzlage Softing-Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, das die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungsgesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2021 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 63,5 Mio. EUR (Vj. 63,0 Mio. EUR).

Die Eigenkapitalquote erreichte 61,5% (Vj. 59,9%).

Die langfristigen Schulden beliefen sich auf 17,0 Mio. EUR (Vj. 21,2 Mio. EUR). Die Verminderung resultiert aus dem Rückgang passiver latenter Steuern und der Tilgung/Umgliederung von Darlehensverbindlichkeiten in kurzfristige Finanzschulden.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 1,8 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Schulden aus Lieferungen und Leistungen.

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,8 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR) in selbsterstellte und fremderstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Jahr 2021 1,5 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR). Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg ergebnisbedingt um 6,1 Mio. EUR von 4,9 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 5,9 Mio. EUR (Vj. 8,5 Mio. EUR), größtenteils geprägt durch die Investitionen in Produktneuentwicklungen und Ersatzbeschaffungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -5,9 Mio. EUR (Vj. -1,1 Mio. EUR) es erfolgten Rückzahlungen von kurz und langfristigen Bankdarlehen in Höhe von 4,0 Mio. EUR.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel standen zum Jahresende bei 9,6 Mio. EUR (Vj. 10,2 Mio. EUR).

Finanzlage Softing AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital bleibt, im Vergleich zum Vorjahr gleich, zum 31. Dezember 2021 belief sich das Eigenkapital auf 47,6 Mio. EUR.

Die Eigenkapitalquote betrug 68,7% (Vj. 66,8%).

Die Erhöhung der Rückstellungen von 2,7 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR basiert größtenteils auf Veränderungen in den Personalrückstellungen, im Bereich der variablen Vergütung und Veränderungen in den Pensionsrückstellungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 2,3 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR wesentlich begründet durch den Aufbau von variablen Vergütungsansprüchen, da diese nicht ausbezahlt wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 3,8 Mio. EUR, aufgrund der Rückzahlung genutzter Kreditlinien und planmäßigen Tilgungen langfristiger Kredite.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigene, operative Geldzuflüsse für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hatte die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2019 noch mit 0,0 Mio. EUR. Zur Rückführung dieser Darlehen, der Finanzierung der GlobalmatiX AG und von Produktinnovationen hat die Softing AG 2019 insgesamt Darlehen in Höhe von 14,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen, die am 31.12.2021 mit 12,3 Mio. EUR valutieren.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 4,6 Mio. EUR (Vj. 6,4 Mio. EUR). Es bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 5,2 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Vermögenslage Softing-Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und repräsentierten Ende 2021 einen Anteil von 60,5% der Bilanzsumme (Vj. 61,2%). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von zusammen 77,9% (Vj. 80,0%) in der Bilanz.

Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 1,8 Mio. EUR auf 62,5 Mio. EUR. Die Gründe lagen zum größten Teil in der Abschreibung der Produktentwicklungen und einer Anpassung des Firmenwertes in einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte blieben gleich in Höhe von 40,8 Mio. EUR.

Die Bilanzsumme sank im Geschäftsjahr auf 103,4 Mio. EUR (Vj. 105,2 Mio. EUR).

Vermögenslage Softing AG

Die Bilanzsumme der Softing AG verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. EUR auf 69,3 Mio. EUR (Vj. 71,2 Mio. EUR).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen blieben unverändert zum Vorjahr bei 31,1 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden kurzfristige Darlehen in Höhe von 3,8 Mio. EUR getilgt.

Im Jahr 2019 wurden die langfristigen Darlehen neu mit den Hausbanken verhandelt, die Altschulden in Höhe von TEUR 1.740 wurden komplett getilgt und Darlehen in Höhe von TEUR 14.000 neu aufgenommen. Diese Darlehen wurden für 2 Jahre tilgungsfrei gestellt, die Rückzahlung erfolgt danach innerhalb von 5 Jahren linear/quartalsweise. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades bezogen auf den Konzern. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrad problemlos erfüllt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sanken um 0,8 Mio. EUR auf 16,8 Mio. EUR aufgrund von Tilgungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln sank auf 4,6 Mio. EUR bedingt durch Darlehensrückzahlungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von 14,4 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferung und Leistung und Ergebnisabführung.

BERICHTERSTATTUNG ZU NICHT FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN

Als Technologie- und Entwicklungsunternehmen ist das Know-How, die Qualifikation sowie die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter eine der wichtigsten Ressourcen für den nachhaltigen Unternehmenserfolg des Softing-Konzerns. Der Konzern misst daher den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essenziell für den bisherigen und weiteren Erfolg des Softing-Konzerns. Der Konzern sieht daher die Mitarbeiterfluktuation als einen wichtigen nicht-finanziellen Leistungsindikator und bemüht sich die Fluktuation möglichst unter 10% zu halten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg die Mitarbeiterfluktuation in den deutschen Gesellschaften von 6,4% auf 9,8%. Die ausländischen Niederlassungen zeigten eine ähnlich niedrige Mitarbeiterfluktuation.

GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES SOFTING-KONZERNS UND DER SOFTING AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Softing-Konzerns als auch der Softing AG hat sich in den noch nicht überwundenen Krisen bisher als stabil erwiesen. Die Finanz- und Vermögenslage hat sich im Jahr 2021 mit der Abschwächung der Coronakrise gegenüber dem Vorjahr verbessert. So konnten die Umsätze gesteigert werden, die Auftragslage deutlich verbessert werden und die Verluste reduziert werden. Zwar hat die Gesamtlage noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht, die Gesamtlage ist aber weiterhin solide und bietet dadurch die Basis vieler neuer Geschäftsmöglichkeiten nach der Krise.

BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN

CHANCENBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Softing-Konzern als auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Softing Industrial

Der Trend zur Mikroelektronik, die stark ansteigende Anzahl kommunizierender Vernetzungspartner und Devices, der Kosten- sowie Technologiedruck der Industrie die Umfeldbedingungen präzise zu erfassen, um Daten dann architekturgerecht und richtig interpretiert zu kommunizieren, beschreiben das Wachstums-Umfeld, in dem sich das Unternehmen befindet.

Im Jahr 2022 wird Softing Industrial sich weiterhin auf wesentliche Wachstumstreiber rund um die industrielle Kommunikation konzentrieren. Dies beinhaltet die Entwicklung und Markteinführung einer neuen Ethernet-Kommunikationstechnologie (APL), die speziell für die Anforderungen der Prozessindustrie entwickelt wurde. Neben der Erweiterung des Angebots für Technologie-Integration verspricht sich die Gesellschaft insbesondere durch eine komplett neue Produktfamilie, den APL-Switches, erste Wachstumsimpulse gegen Ende des Jahres. Durch strategische Partnerschaften mit führenden Automationsanbietern wurde das Produktangebot rund um Datenkonnektivität zur Anlagenoptimierung erweitert und soll dieses Jahr verstärkt vermarktet werden und zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Ein wesentlicher Treiber für zusätzliches Wachstum liegt im Bereich OT/IT Konvergenz und dem strategischen Ausbau von Lösungen zur Cloud-Anbindung, sog. Produkte für Edge Connectivity. In diesem Bereich werden im Jahr 2022 eine Reihe von Produkten am Markt eingeführt. Eine strategische Partnerschaft mit Siemens wird hierbei sowohl bei Verbreitung als auch bei Akzeptanz helfen. Daneben liegt der Fokus auf einer Stärkung der Vertriebs- und Vermarktungsorganisation und einer engeren Integration der internationalen Softing-Niederlassungen. Eine neu geschaffene Service-Abteilung wird den stetig steigenden Beratungsbedarf der Automatisierungskunden decken.

Softing IT Networks GmbH

Der weitere Ausbau der Softing IT Networks Produktpalette mit Eigenprodukten, die Vorstellung von Marktneuheiten und die Mitarbeit in internationalen Normengremien festigt die Marke Softing als renommierten Messtechnik-Hersteller und steigert weiterhin den Bekanntheitsgrad. Mit der neuen LinkXpert-Serie wird das Marktsegment zwischen dem einzigartigen Qualifizierer Net-Xpert XG und der bewährten CableMaster-Serie erschlossen. Das moderne Design und die erweiterten Funktionalitäten schließen eine schon lange vorhandene Lücke im neuen Softing Portfolio. USA zeigte bereits in den letzten Jahren sehr gute Vertriebserfolge, welche weiterhin im Jahr 2022 ausgebaut werden können. Die starken Veränderungen im Absatzkanal des Handels hin zum OnlineHandel werden Softing IT Networks noch mehr Möglichkeiten erschließen, die Eigenprodukte in weiteren Märkten zu platzieren. In den Bereichen Zertifizierer, Qualifizierer und Verifizierer wird Softing durch weitere Produktneuvorstellungen seinen Anspruch als Technologieführer ausbauen. Neue Produktinnovationen werden in den Folgejahren zu wesentlichem Geschäft beitragen.

Das Team von Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. zeigt ebenfalls im Jahr 2021 weitere Erfolge bei der Etablierung im chinesischen Markt. Der Haupt-Fokus des europäischen Teams in den letzten zwei Jahren war auf die Märkte DACH, Frankreich, Italien, Spanien und Osteuropa gesetzt. Gerade Frankreich konnte durch eine Neuaufstellung im Jahr 2021 gut zulegen und wir erwarten hier weitere positive Impulse. Die Märkte in Spanien, Griechenland und Osteuropa verzeichneten 2021 ebenfalls ein gutes Wachstum mit einer starken Nachfrage. Wir sehen weiterhin große Chancen, neue Märkte durch die Digitalisierung der Verkaufsprozesse, aber auch durch intensivere persönliche Betreuung der Partner zu erschließen.

Softing Automotive

Softing kann mit seiner durchgängigen Integration aller Softwareschichten von der Applikation bis zu eingebundenen Lösungen inkl. "onboard" seinen Kunden modulare und auf Standards basierende Produkte sowie Integrationsprojekte anbieten. Diese erfolgreiche Positionierung am weltweiten Markt ermöglicht Softing eine steigende Nachfrage nach integrierten Lösungen rund um Test- und Flashanwendungen. Die Aufgabenstellung "HomeOffice bzw. Mobiles Arbeiten" bei unseren Kunden eröffnet Softing ein weiteres Marktfeld. Parallel, remote oder autark betriebene Lösungen finden immer mehr Bedeutung, da diese zur Effizienzsteigerung bei Herstellern dienen. Für ein stabiles profitables langfristiges Wachstum verfügt Softing über marktanerkannte Expertise in allen hierfür erforderlichen Kompetenzfeldern. Die Geschäftsentwicklung wird sich weiterhin auf die Generierung von Chancen und Opportunitäten bei Bestandskunden, strategischen Zielkunden sowie Neukunden konzentrieren. Viele Kunden suchen daher jetzt in den Themenbereichen "effizienzsteigernde Tools und Lösungen" nach strategischen Lieferanten, um die technologischen Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern zu können. In den kommenden Jahren werden insbesondere rund um die Themen Diagnose und Test an Fahrzeugen eine Vielzahl neuer Technologien und Vorgehensweisen eingeführt werden, so dass die Softing Automotive Electronics GmbH mit ihrem Produktportfolio Chancen sieht das bestehende Geschäft weiter auszubauen. Da der Bedarf sich voraussichtlich noch verstärken wird, ergeben sich für Softing neue Chancen, so dass wir mittel- und langfristig unverändert ein Wachstum erwarten.

Der Einsatz in unterschiedlichen Fahrzeugen und Marken, die modularen und maßgeschneiderten Anwendungen für alle Fahrzeuge, die Mobilfunktechnologie "over-the-air", die hohe Datenauflösung, sowie die Breite der Anwendungen über nur ein Endgerät waren ausschlaggebend für weitere Großaufträge. Mit dem Einsatz der GlobalmatiX-Telematiklösungen werden die Voraussetzungen geschaffen für die vollständige Digitalisierung eines Connected-Car-Konzeptes (Verbindung des Fahrzeugs mit den Möglichkeiten der Cloud-Technologien). Damit werden aufwändige Rückgabeprozesse für Autovermietung, Carsharing und Abo-Betreiber kundenfreundlich vereinfacht und kostengünstiger gestaltet. Der Aufbau einer Fahrzeug-Lebenslaufakte erhöht den Wiederverkaufswert von Fahrzeugen. Ferner erlaubt der schlüssellose Zugang zum Fahrzeug die Vermietung mit vermindertem Aufwand in den Stationen der Fahrzeugvermieter. Die Auswertung von großen Datenmengen aus Fahrzeugflotten in Echtzeit erfordert zunehmend "Cloud-basierte Plattformen". Als Service-Dienstleistungen werden solche Daten zwischenzeitlich auch von Fahrzeugherstellern und deren Zulieferern angefragt. Dabei wird das Telematik-Interface der GlobalmatiX zunehmend als verbundener Datensammler in der Entwicklung von Fahrzeugen eingesetzt. Zudem hat GlobalmatiX das auf "Design by Security" basierende Sicherheitssystem für die Verbindung in Fahrzeuge erfolgreich patentiert und weltweit geschützt. GlobalmatiX bietet derzeit das breiteste Spektrum an Datenerfassung und Datendichte, Transfersicherheit und Software-Lösungen beim Management von markenunabhängigen Großflotten, gepaart mit eigener Mobilfunktechnologie.

Die bereits gewonnen Kunden verfolgen zudem ambitionierte Expansionsziele über Deutschland hinaus. Unser "Car-to-Cloud-to-Company-Management" bietet eine ganzheitliche Lösung, um eine große Flotte von Fahrzeugen über Landesgrenzen zu digitalisieren und über große Entfernungen immer detailliert im Blick zu haben. In dieser Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg, beweist GlobalmatiX seine Leistungsfähigkeit mit nur einem einzigen, schnell nachrüstbaren Kommunikationsgerät pro Fahrzeug und unterschiedlichen Anwendungen, die problemlos und kostengünstig über die eigene 4G/5G Mobilfunktechnologie aktiviert werden können. Mit unserem Zugang zu 4G-und 5G-Mobilfunknetzwerken als Mobilfunkbetreiber (MVNO) in unseren Kernmärkten Nordamerika, Europa und Asien sind wir gut vorbereitet, das digitalisierte Geschäftsfeld der Softing Gruppe in den nächsten Jahren weiter auf- und auszubauen.

RISIKOBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Softing-Konzern als auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen alle Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik, der Fahrzeugelektronik und Netzwerkkommunikation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung, sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Die Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe der Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das RisikomanagementSystem des Softing-Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches das Unternehmen ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Es versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Deckungsmassen. Bei letzterem handelt es sich um betriebswirtschaftliche Kapazitäten der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche im Falle von Risikoeintritten zur Abfederung der Auswirkungen herangezogen werden. Ist dabei das Verhältnis von Deckungsmasse zu Gesamtrisiko nicht ausreichend, können Unternehmen im Falle des gleichzeitigen Eintritts unterschiedlicher Risiken in eine Bestandgefährdung geraten. Zum Ende des Geschäftsjahres geht der Vorstand von bestehenden kurzfristigen Deckungsmassen in Höhe von 9,6 Mio. EUR freien Zahlungsmitteln aus. Zudem bestehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 7,7 Mio. EUR sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die die Schulden aus Lieferungen und Leistungen um 6,8 Mio. EUR übersteigen.

Um die Risiken bewerten zu können, werden die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

a. Kleine Risiken (relative Risikowirkung bis 25%) sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. Dabei errechnet sich die relative Risikowirkung aus dem Verhältnis der Schadenshöhe multipliziert mit der Risiko-Eintrittswahrscheinlichkeit zum geplanten EBIT einer Konzerngesellschaft.

b. Mittlere Risiken (relative Risikowirkung bis 50%) bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.

c. Große Risiken (relative Risikowirkung über 50%) haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.

d. Bestandsgefährdende Risiken (relative Risikowirkung über 75%) können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Die Risiken werden als Bruttorisiken vor Risikobegrenzungsmaßnahmen bezeichnet.

Um die Risiken überwachen und steuern zu können, nutzt der Konzern eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung der Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum wurden auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei wurde auch abgeschätzt, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachtet werden.

Umfeld-Risiken

Die Administration informiert sich laufend über etwaige Änderungen in den Zollregularien und kann kurzfristige Maßnahmen bei Änderungen treffen.

Softing stellt sich den Herausforderungen aufgrund der Pandemie mit folgenden Maßnahmen, um das Risiko in diesen Zeiten so gut wie möglich beherrschbar zu machen.

Im zweiten Jahr der Pandemie hat die Softing AG die im Jahr 2020 eingerichteten Mitarbeiterschutzmaßnahmen weiter fortgeführt und den Betrieb aller betrieblichen Einrichtungen sichergestellt, so dass es zu keinen Betriebsunterbrechungen kam. Damit rückten im Jahr 2021 und vorausblickend die längerfristig wirkenden ökonomischen Verwerfungen in den Vordergrund, die sich durch die Pandemie ergaben. Hierzu zählt eine angespannte Lieferkette und damit in Verbindung stehend das Risiko möglicher Umsatzverschiebungen und -ausfälle sowie teilweise sprunghafte Preissteigerungen bei Lieferanten, mit denen die Softing AG umgehen muss.

Dem gestiegenen Risiko von Lieferverzögerungen begegnet die Softing AG teilweise mit neuen Lieferanten, dem Ersatz von bestimmten Teilen in Produkten und wo möglich mit erhöhten Sicherheitsbeständen. Trotz der Maßnahmen lassen sich die Risiken nicht vermeiden, die Möglichkeit von Umsatzverschiebungen in spätere Perioden besteht, einen Schaden durch möglichen Umsatzverschiebungen sehen wir nicht, da diese Produkte in den Wertschöpfungsketten der Kunden nicht einfach ersetzt werden können.

Dem Risiko sprunghafter Preissteigerungen bzw. steigender Beschaffungspreise bei Softing Produkten begegnet die Softing AG teilweise durch erhöhte Lagerbestände, langfristige Beschaffungsverträge und Vereinbarungen zur Kostenübernahme mit Kunden.

Des Weiteren nehmen die geopolitischen Unsicherheiten etwa durch den Ukraine-/ Russlandkonflikt seit dem letzten Quartal 2021 wieder deutlich zu. Dies könnte zu Sanktionen und einer schwächeren Nachfrage führen. Da der Softing Konzern seine Kunden im Wesentlichen auf den westlichen Raum konzentriert hat, sieht der Softing Konzern keine direkten Folgen für sich, jedoch könnte ein sich zuspitzender Konflikt etwa zu Energieknappheit und einem wirtschaftlichen Abschwung führen, von dem auch die Softing AG betroffen wäre.

Als generelle Vorsorge dagegen verfolgt die Softing AG ein Finanzierungs- und Kapitalmanagement, welches Puffer gegen unerwartete plötzliche Risiken vorsieht.

Zur Verbesserung der Liefersicherheit erhöhte Softing die Lagerbestände in den eigenen Gesellschaften sowie bei seinen Lieferanten, dies zeigt sich auch in einer Erhöhung des Bestellobligos.

Die Verknappung von elektronischen Bauteilen hat im zweiten Halbjahr 2021 zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Produkten geführt. Dies zeigt sich deutlich bei den Auftragseingängen von 104,8 Mio. EUR im Konzern, verglichen mit den realisierten Umsatzerlösen von 84,7 Mio. EUR. Die Lieferengpässe werden auch im Jahr 2022 weitgehend bestehen. Softing begegnet diesem Risiko mit einer verstärkten Lagerhaltung von verfügbaren Bauteilen, Vorfinanzierungen unserer Hersteller und verstärkten Anstrengungen der Einkaufsverantwortlichen. Durch Lieferengpässe ergeben sich auch bei Softing höhere Einstandspreise unserer Produkte, diese begegnen wir mit Preiserhöhungen und direkten Abstimmungen mit unseren Kunden zum Thema Preis versus Lieferzeit. Die damit einhergehende Inflation, durch stark steigende Energiepreise weiter geschürt, dürfte nach Schätzungen einiger Institutionen (EZB, Weltbank, IFO Institut, etc.) im Prognosezeitraum zurückgehen. Der zugrundeliegende Preisauftrieb wird jedoch über das gesamte Jahr 2022 höher bleiben als im Vorjahr. Dies bedeutet für die Risikosteuerung, dass die oben genannten Maßnahmen auch im Geschäftsjahr 2022 weiterhin bestehen bleiben.

Als weiteres, das Beschaffungsrisiko verstärkendes Risiko, sieht Softing ein Überschwappen der derzeitigen Omikron Welle nach Asien, speziell nach China. Ein rigoroser Shutdown und eine wie bisher in China praktizierten "No Covid Politik" würde die Beschaffungskrise in neue Dimensionen bringen, auf die Softing auch nur partiell reagieren könnte.

Um die Mitarbeiter während der COVID-19-Pandemie zu schützen, wurden kurzfristig Desinfektionsmittel an den Eingängen und in den Waschräumen zur Verfügung gestellt. Türklinken, Schreibtische usw. wurden durch die Gebäudereinigungsfirma regelmäßig desinfiziert. An die Mitarbeiter wurden Schutzmasken verteilt, Meetings mit ausreichendem Sicherheitsabstand und/oder als Videokonferenzen durchgeführt und Dienstreisen und Messen auf ein notwendiges Minimum beschränkt. Daneben wurden bedarfsgerechte Arbeitspläne je Gesellschaft erstellt (Home-Office, Urlaubs- und Überstundenabbau, Kurzarbeit), um die Anwesenheit zu reduzieren. Den Mitarbeitern wurden Notebooks und ein VPN-Zugang bereitgestellt. Im Mai wurde die Hauptversammlung virtuell ohne physische Präsenz von Aktionären und Aktionärsvertretern durchgeführt. Zur Verbesserung der Liefersicherheit erhöhte Softing die Lagerbestände in den eigenen Gesellschaften sowie bei seinen Lieferanten.

Um die wirtschaftlichen Risiken wie Umsatzverschiebungen/-ausfälle und Versorgungsengpässe durch den "Shutdown" bei Kunden und Lieferanten zu managen, wurden diverse Forecast-Szenarien bezüglich der Länge des Shutdowns erstellt. Durch Überstunden- und Urlaubsabbau sowie Kurzarbeit und die generelle Überprüfung von Anschaffungen und Investitionen konnten Kosteneinsparungen erzielt werden. Auch die Nutzung staatlicher Unterstützungen in In- und Ausland, z.B. JSS (Job Support Scheme) in Singapur, trug zur Minderung des wirtschaftlichen Risikos bei. Durch ständigen Informationsaustausch mit den Geschäftsführern erfolgten Risikoanalysen der durch Pandemie (z.B. Ausbreitung) und Maßnahmen (z.B. Shutdown, geplante Wirtschaftshilfen, Grenzöffnungen) unterschiedlich betroffenen Regionen/ Länder.

Ukraine-Krise

Der seit Ende Februar 2022 stattfindende Angriffskrieg von Russland und Weißrussland gegenüber der Ukraine sowie die gegen Russland und Weißrussland verhängten Sanktionen wirken sich, zum aktuellen Stand, so gut wie gar nicht auf die Geschäftstätigkeit des Softing-Konzern aus. Der Softing-Konzern unterhält kaum Kundenbeziehungen in die betroffenen Länder und tätigt auch keine Beschaffungen aus diesen Ländern. Gleichwohl beobachtet der Softing-Konzern die Entwicklungen laufend, da sich indirekte Effekte durch weiter ansteigende Inflation, eine Eintrübung des Wirtschaftsklimas sowie zusätzliche Verknappungen auf dem Beschaffungsmarkt ergeben könnten. Die Auswirkungen dieser Effekte hängen wesentlich von der Dauer der kriegerischen Auseinandersetzungen und der Dauer, der gegenüber Russland und Weißrussland verhängen Sanktionen ab und können derzeit nur schwer abgeschätzt werden.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz ist 2021 im Vergleich zu 2020 um 9,1% gestiegen. Grundsätzlich besteht jedoch immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Softing begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Softing reagiert auf dieses Risiko, indem es in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeitet. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten.

Insbesondere die Automobilzulieferindustrie befindet sich derzeit in einem länger anhaltenden Transformationsprozess und ist durch die COVID-19-Pandemie/Beschaffungskrise zusätzlich stark belastet. Der Konzern konnte sich dieser Entwicklung in den vergangenen Jahren und im aktuellen Berichtsjahr nicht entziehen und investiert daher weiterhin in neue Entwicklungen (insbesondere im Telematikbereich) und achtet auf das Kostenniveau, um mittel- und langfristig die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Sollte eine mittel- und langfristige Erholung in dem Bereich jedoch ausbleiben, würde dies das Ertragsniveau des Konzerns dauerhaft belasten und die Entwicklung des Softing Konzerns beeinträchtigen. Der Konzern sieht den Eintritt des Szenarios als nicht wahrscheinlich an. Bei Eintritt des Szenarios wären die finanziellen Auswirkungen jedoch groß für die Ertragslage der Gesellschaft.

In Teilen des Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch im Segment Automotive ist der Konzern in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Softing begegnet diesem Risiko dadurch, dass derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell geplant und der Projektfortschritt sorgfältig überwacht wird. Der Konzern investiert kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedient sich der Konzern in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß die eigenen Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Softing begegnet diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Der Konzern senkt das Risiko dadurch, dass die Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüft und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzt werden. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Ausfall oder Fehlfunktion könnte zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen führen. Softing senkt dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken werden durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch den restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennt der Konzern drohende Insolvenzfälle schneller und könnte rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2021, trotz erhöhter Risiken in der Coronakrise, keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die Kunden des Softing Konzerns sind zum großen Teil namhafte und führende Industrieunternehmen. Insgesamt wird dieses Risiko als kleineres Risiko eingeschätzt.

Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente nicht in Anspruch genommen. Der Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung einem Währungsrisiko ausgesetzt, bei dem insbesondere Währungsschwankungen des USD, des britischen Pfunds, des Schweizer Franken und des Singapur Dollars einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Ein Großteil der Transaktionen ist von Natur aus abgesichert, da die Transaktionen innerhalb des Währungsraums durch die amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt werden. Die Restrisiken aus Transaktionen in Fremdwährung hält der Konzern für vertretbar, so dass bewusst keine Währungssicherungsinstrumente eingesetzt werden. Bei Sonderfällen kann der Konzern im Ausnahmefall Absicherungen z. B. über kurzlaufende Devisentermingeschäfte vornehmen. Zum Jahresende bestand ein Devisentermingeschäft zur Absicherung von GBP-Währungsrisiken mit einem Volumen von ca. 1 Mio. EUR. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Zur Absicherung der Finanzierung setzt der Konzern auf feste Kreditzinsen für langfristige Darlehen. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart. Eine Absicherung gegen Schwankungen des Zinsniveaus findet über die Vereinbarung von Festzinskrediten nicht statt.

Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen gering. Zur weiteren Erhöhung der Liquidität nimmt der Konzern an einem Reverse-Facotring Programm eines Großkunden in den USA teil. Dabei werden Forderungen an eine namhafte Bank veräußert und der Konzern erhält unmittelbar nach Ankauf die Zahlungen.

Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält die Gesellschaft keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wesentlich sind.

Sonstige Risiken

IT Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen wurde die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit der Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar eingeschätzt. Wie in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf erläutert, hat der Cyberangriff auf die deutsche Infrastruktur von Softing gezeigt, dass sich die Risiken Opfer eines Cyberangriffs zu werden im letzten Jahr stark erhöht haben. Insgesamt griffen die im Vorfeld getroffenen Maßnahmen, zur Beherrschung dieses Risikos, die Arbeitsfähigkeit in den Unternehmen kurzfristig wieder herzustellen. Ein finanzieller Schaden konnte durch eine kluge Absicherung mit einer Cyberversicherung fast auf null reduziert werden. Dieses Risiko wird zukünftig als sehr hohes Risiko bewertet.

Mitarbeiter-Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg des Softing-Konzerns beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung des Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb ist Softing bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Den Mitarbeitern werden neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildungen angeboten. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnte. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

Rechtliche Risiken

Bisher ist kein Compliance-Fall bei Softing aufgetreten. Trotzdem nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellt der Konzern sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und diese auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt wird dieses Risiko als geringes Risiko eingeschätzt.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach Einschätzung des Managements derzeit nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken wird die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar erachtet. Aufgrund der guten, trotz einer Corona-bedingten Verschlechterung der Finanz- und Vermögenslage und sich einer wieder voraussichtlich verbessernden Ertragslage im Jahre 2022, ist der Vorstand der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

PROGNOSEBERICHT

Der Aufschwung bleibt moderat

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet damit, dass die wirtschaftliche Aktivität Anfang 2022 noch merklich gedämpft wird, im weiteren Verlauf des Jahres sich die weltwirtschaftliche Erholung aber wieder durchsetzt. Für 2022 wird ein Zuwachs der Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) um 4,5 Prozent erwartet. Für das Jahr 2023 wird die Erwartung leicht von 3,8 auf 4 Prozent angehoben. Die Inflation dürfte derzeit ihren Höhepunkt erreicht haben und im Prognosezeitraum deutlich zurückgehen, was vor allem an der Energiepreiskomponente liegt. Der zugrundeliegende Preisauftrieb wird, auch weil die Lieferengpässe weiterhin die Herstellungskosten erhöhen und das Konsumgüterangebot verknappen, über den gesamten Prognosezeitraum deutlich höher bleiben als im Vorjahr. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte Welt, Nr. 85, 2021/Q4, www.ifw-kiel.de)

Softing Segment Industrial

Trotz des weiterhin volatilen Wirtschaftsumfelds sieht sich das Segment Industrial technologisch und angebotsseitig sehr gut aufgestellt, um die ambitionierten Wachstumsziele für 2022 zu erreichen. Durch strukturelle Veränderung und strategische Fokussierung im Bereich von Vertrieb und Vermarktung wird diese optimistische Einschätzung gestützt und durch die Schaffung weiterer Synergieeffekte innerhalb des Softing-Konzerns flankiert. Risiken resultieren aus dem weiterhin anhaltenden Fachkräftemangel sowie der zunehmenden Störung globaler Lieferketten.

Auf Basis messbarer Kundenakzeptanz und -nachfrage und konkret vorliegenden Kundenaufträgen und -projekten ist derzeit ein solider Jahresverlauf zu erwarten. Wenngleich die ausgeprägte und volatile Wirtschaftslage dieser Prognose auch durch die COVID-19-Pandemie/Beschaffungskrise bedingt entgegensteht, sehen wir einen positiven Ausblick auf die nächsten Quartale.

Im US-Markt ist die Online-Development Inc. tätig und erwartet im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Beschaffungskrise sowie einer zurückhalten Nachfrage seiner Großkunden für das Jahr 2022 einen Umsatzrückgang, der auch zu einem sinkenden EBIT führt.

Die Nachfrage nach Motoren und Getriebemotoren und Know-how in AC-, DC-, bürstenlosen, Induktions- und abgeschirmten Poltechnologie erscheint weiterhin robust.

In Summe rechnen wir daher im Segment Industrial mit steigenden Umsätzen und einem EBIT leicht unter Vorjahresniveau.

Softing Segment Automotive

Die COVID-19-Pandemie/Beschaffungskrise wird weiterhin die weltwirtschaftliche Entwicklung beeinflussen und Kunden werden vorsichtig agieren, um Risiken zu minimieren. Da Großaufträge aufgrund verzögerter Bauteilverfügbarkeit eventuell langsamer beliefert werden können, dürfte das gesamte Jahr 2022 zur Erholung dienen, sich aber in das zweite Halbjahr verlagern.

Im Bereich Telematik wird sich das Umsatzwachstum im Jahr 2022 erheblich beschleunigen. Die kommerzielle Verbreitung durch erteilte Großaufträge wurde noch im Jahr 2021 gestartet wie beispielsweise mit Fahrzeugvermietern im PKW und Transporter Bereich, aber auch in der Vermietung von Wohnmobilen oder die Kooperation mit Fahrzeuglogistikern und Aufbereitungs-Spezialisten im Bereich der Fahrzeugauslieferung. Die geplanten Liefer- und Installationsvolumina für 2022 umfassen fünfstellige Stückzahlen und werden im Segment Automotive zu einem zweistelligen Umsatzwachstum und einem positiven EBIT führen, dass maßgeblich getrieben ist durch den Telematiksektor.

Segment Softing IT-Networks

Die Konkurrenz-Situation im Bereich Zertifizierer wird 2022 speziell in Europa unverändert zu spüren sein, bis Softing den Nachfolger der WireXpert-Serie in diesem Jahr vorstellt. Die Märkte Nordamerika und Asien werden im Jahr 2022 weiterhin verstärkt vertrieblich gefordert sein, die neue Produktpalette verschafft aber Vorteile gegenüber Produkten der Mitbewerber. Die starken Veränderungen im Absatzkanal des Handels hin zum Online-Handel werden Softing IT Networks noch mehr Möglichkeiten erschließen, die Eigenprodukte in weiteren Märkten zu platzieren. In den Bereichen Zertifizierer, Qualifizierer und Verifizierer wird Softing durch weitere Produktneuvorstellungen seinen Anspruch als Technologieführer ausbauen. Neue Produktinnovationen werden 2022 als Technologietrend sichtbar werden und in den Folgejahren zu wesentlichem Geschäft beitragen. Die steigende Nachfrage sowie die neuen Produktgenerationen werden 2022 daher zu einem erhöhten Umsatz führen, der sich auch in einem verbesserten EBIT niederschlagen sollte, wenngleich dieses leicht negativ bleibt.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 des Softing-Konzerns

Erklärtes Ziel bleibt es, die operative Exzellenz des Konzerns durch die Optimierung einer regional balancierten und einer inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung weiter zu steigern. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2022, trotz pandemie-bedingter Einschränkungen und einer Krise in der Beschaffung von elektronischen Bauteilen, konsequent weiterverfolgt. Aufgrund der Ausrichtung des Softing-Konzerns, Rückmeldungen von Kunden und einem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr, sieht Softing für 2022 erneut Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem stehen auch im Jahr 2022 eine Reihe unvermeidbarer Unsicherheiten in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in Asien und in Nordamerika gegenüber. Anhaltenden Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in der Prognose als dämpfende Einflussfaktoren berücksichtigt.

Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss und wird Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels nimmt dabei in allen Segmenten weiter deutlich zu. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2022 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. 2022 wird in Summe tendenziell eine gleichbleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, aufgrund hoher Investitionen in neue Produkte, erwartet. Einige Produktlinien werden aufgrund der Fertigstellung abnehmende Investitionen erfahren, wo hingegen neue Zukunftstechnologien und -produkte angeschoben werden. Dem gegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft z.B. in der Prozess- und Fertigungsindustrie, bei Softing gebündelt im Segment Industrial. Aufgrund neuer Produkte erwarten wir weiter ein starkes Wachstum bei unseren hauseigenen Produkten im Segment IT Networks. Im Segment Automotive ist in erster Linie die Beauftragung von Neuprojekten durch Großkunden entscheidend, auch wenn diese im laufenden Jahr nur einen schwachen Einfluss auf den Umsatz haben werden. Es bleibt weiterhin bei der Einschränkung durch die bereits erwähnten Risiken. Die noch nicht abgeflaute COVID-19-Pandemie und die damit einhergehende Krise in der Beschaffung von elektronischen Bauteilen spielen weiterhin eine große Rolle in der Geschäftsentwicklung. Konjunkturelle Risiken sind aber auch langanhaltende inflationäre Tendenzen und politische Unsicherheiten bis hin zu den Kriegsgefahren.

Die Omikron-Corona-Welle durch die Virus-Mutation sowie der schleppend verlaufende Impffortschritt stellt eine zusätzliche Unsicherheitskomponente dar und die Auswirkungen sind derzeit nicht klar vorhersehbar. Die dadurch wieder aufflammende Unsicherheit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit wiederum schwer abschätzbaren Auswirkungen auf wichtige Kundensegmente der Softing AG resultieren in einer weiterhin besonders hohen Prognoseunsicherheit für den weiteren Verlauf der Geschäftsentwicklung und sie beeinträchtigen die Prognosefähigkeit wesentlich.

Diese spezifischen Rahmenbedingungen sind in Ergänzung zum Transformationsprozess in der Automobilindustrie zu sehen und erschweren eine zuverlässige und realistische Einschätzung der Prognose für das Geschäftsjahr 2022.

Der Vorstand geht von einem abflauenden Pandemiegeschehen und einer Entspannung bei der Beschaffung von elektronischen Bauteilen im zweiten Halbjahr aus.

Auf Segmentebene wird in den jeweiligen Segmenten ein Anstieg von Umsatz zwischen 7% und 40% erwartet. Getrieben durch das Automotive Segment erwarten wir ein steigendes EBIT und operatives EBIT im Konzern. Die weitere Normalisierung der Betriebskosten führt zu einer EBIT-Erwartung im Konzern im Bereich von 1,5 bis 2,0 Mio. EUR. Für das operative EBIT rechnet der Vorstand mit einer Steigerung auf 4,0 bis 4,8 Mio. EUR.

Sollte wider Erwarten eine anhaltende oder weitere Verschärfung der Beschaffungskrise bei elektronischen Bauteilen eintreten, dann rechnet der Vorstand mit einem 2021 vergleichbaren Geschäftsverlauf und einem unveränderten leicht negativen EBIT und operativen EBIT auf dem Niveau von 2021 im Konzern und den Segmenten. Die weiteren Auswirkungen auf die Materialbeschaffung aufgrund des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine sind derzeit nicht abschätzbar. Sanktionen und Gegensanktionen können die weltweiten Lieferketten noch zusätzlich negativ beeinflussen. Dies kann trotz einer verbesserten Auftragslage, wie bereits beschrieben, zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung im nächsten Geschäftsjahr 2023 und somit zu einer verminderten Ertragserwartung führen.

Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist geplant, das erreichte Niveau im Geschäftsjahr 2022 weiter zu halten.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 der Softing AG Erklärtes Ziel der Softing AG ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten, sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist aufgrund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer schnellen positiven Entwicklung der Weltwirtschaft nach der COVID-19-Pandemie abhängig. Auch ein Abflauen der Beschaffungskrise, mit der im zweiten Halbjahr gerechnet werden kann, wird die Entwicklung positiv beeinflussen. Durch diese, durch Softing, nicht beeinflussbaren Umstände, kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2022 geht die Softing AG aufgrund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen und Dividenden in Höhe von bis zu 1,7 Mio. EUR aus. Das geplante Ergebnis vor Steuern wird sich, die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen und Dividenden vorausgesetzt, zwischen 1,0 Mio. EUR und 1,5 Mio. EUR bewegen.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z.B. "Vier-Augen-Prinzip") sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein "Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken" gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt "Risikobericht" enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten, die in den Buchhaltungssystemen fehlerhaft abgebildet werden können. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sollten dennoch Fehler auftreten und erkannt werden, werden diese zeitnah korrigiert.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z.B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen worden.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung, die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten, sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

ANGABEN NACH § 289A HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2021 betrug 9.105.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte - gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Herr Hugh Alan Durell hat uns am 16.09.2020 mitgeteilt, dass alle Mitteilungen zu Schwellenberührungen am 01.12.2011 auf 24,03%, am 05.12.2011 auf 26,69% und am 26.03.2018 auf 22,43% von Hugh Alan Durell und Helm Trust Company Ltd. (zuletzt veröffentlicht am 19.07.2018) zurückgenommen werden. Diese Mitteilungen haben sich nachträglich als nicht erforderlich erwiesen, weil die Stimmrechte den Genannten nicht zuzurechnen waren.

Herr Dr. Dr. Wolfgang Trier hat uns am 24.11.2020 mitgeteilt, dass ihm seit 01.12.2011 von der Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG 24,03% der Stimmrechte zugerechnet werden.

Herr Dr. Dr. Wolfgang Trier hat uns am 24.11.2020 mitgeteilt, dass ihm seit 26.03.2018 von der Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG 22,43% der Stimmrechte zugerechnet werden.

Weiter hat uns Herr Dr. Dr. Wolfgang Trier am 27.11.2020 mitgeteilt, dass ihm seit 24.11.2020 keine Stimmrechte der Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG mehr zugerechnet werden, weil er die Gesellschaft nicht mehr kontrolliert. Die Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG hält zum 24.11.2020 weiterhin 22,43% der Stimmrechte und keine Finanzinstrumente.

Herr Gerhard Hönig hat uns am 04.12.2020 mitgeteilt, dass ihm seit dem 03.12.2020 22,43% der Stimmrechte zugerechnet werden. Die Kontrollstellung erlangte er durch die persönliche Übernahme der Leitungsfunktion bei der Trier Familienstiftung.

Die Zurechnung der Stimmrechte erfolgt über

Trier Familienstiftung
Trier Asset Management GmbH
Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

Herr Alois Widmann Vaduz/Liechtenstein hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28.03.2018 die Schwelle von 15% überschritten hat und zu diesem Tag 15,92% (1.450.000 Stimmrechte) betrug.

Davon sind 15,92% (1.450.000 Stimmrechte) nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Herrn Widmann zuzurechnen.

Im Jahr 2022 gab es keine Veränderung zu den oben genannten Stimmrechtsmitteilungen

4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.

5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.

6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 9.015.381 Aktien im Umlauf.

Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2018 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2023 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Das bestehende genehmigte Kapital (genehmigtes Kapital 2015) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 aufgehoben.

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 9.105.381 EUR (Vj. 9.105.381 EUR) und ist eingeteilt in 9.105.381 (Vj. 9.105.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von 1 EUR.

Das genehmigte Kapital 2018 betrug zum 31. Dezember 2021 4.552.690 EUR.

7. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 bis zum 8. Mai 2023 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Das bestehende bedingte Kapital (bedingtes Kapital 2013) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 aufgehoben.

8. Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Mai 2020 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2025 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10% über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10% beschränkt. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

9. Der Rückkauf diente dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2021 waren 90.000 eigenen Aktien im Bestand.

10. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung - zugleich für den Aufsichtsrat - gemäß Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß §§ 289f Abs. 1 und 315d HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist gleichermaßen für die Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Softing-Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link https://investor.softing.com/ de/corporate-governance/erklaerung-289-a-hgb.html auf unserer Homepage www.softing.com.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Softing-Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Softing-Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Softing-Konzerns und der Softing AG beschrieben sind."

Haar, den 18. März 2022

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anhang 01.01.21 - 31.12.21

TEUR
01.01.20 - 31.12.20

TEUR
Umsatzerlöse D1 84.690 77.597
Andere aktivierte Eigenleistungen D2 3.653 3.668
Sonstige betriebliche Erträge D3 2.848 1.703
Betriebliche Erträge 91.191 82.968
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen D4 -39.075 -35.130
Personalaufwand D5 -33.608 -31.684
Abschreibungen auf Sachanlagen, Nutzungsrechte und immaterielle Vermögenswerte D6 -9.547 -11.691
davon Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung/Firmenwert -2.593 -2.010
davon Abschreibungen aus Bilanzierung von Nutzungsrechten -1.248 -1.301
Sonstige betriebliche Aufwendungen D7 -9.437 -8.397
Betriebliche Aufwendungen -91.667 -86.902
Betriebsergebnis (EBIT) -476 -3.934
Zinserträge D8 26 53
Zinsaufwendungen D8 -252 -260
Zinsaufwendungen aus der Leasingbilanzierung -87 -121
Übrige Finanzerträge/Finanzaufwendungen D8 1.074 -1.158
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 285 -5.420
Steuern vom Einkommen und Ertrag D9 -353 839
Konzernergebnis -68 -4.581
Zurechnung Konzernergebnis
Aktionäre der Softing AG -255 -4.738
Nicht beherrschende Anteile 187 157
Konzernergebnis -68 -4.581
Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) -0,01 -0,50
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 9.015.381 9.080.751

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

01.01.21 - 31.12.21

TEUR
01.01.20 - 31.12.20

TEUR
Konzernergebnis -68 -4.581
Posten, die künftig nicht in das Konzerngesamtergebnis umgegliedert werden:
Neubewertungen Pensionen 396 -22
Steuereffekt -111 6
Neubewertungen aus Pensionen gesamt 285 -16
Posten, die künftig in das Konzerngesamtergebnis umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 527 -1.128
Steuereffekt 149 -23
Unterschiede aus der Währungsumrechnung gesamt 676 -1.151
Sonstiges Ergebnis 961 -1.167
Konzerngesamtergebnis der Periode 893 -5.748
Zurechnung Konzerngesamtergebnis der Periode
Aktionäre der Softing AG 706 -5.905
Nicht beherrschende Anteile 187 157
Konzerngesamtergebnis der Periode 893 -5.748

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Anhang 31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert C1/C2 17.064 17.500
Übrige Immaterielle Vermögenswerte C3/C4 38.770 39.324
Sonstige finanzielle Vermögenswerte C5 1.500 1.500
Sachanlagevermögen C6 4.758 5.506
Latente Steueransprüche D9 433 516
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 62.525 64.346
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte C7 13.409 13.671
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C8 14.066 14.321
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte C9 1.345 839
Vertragsvermögenswerte C10 307 442
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern C11 538 556
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C12 9.613 10.166
Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte C13 1.558 850
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 40.836 40.845
Aktiva, gesamt 103.361 105.191
Passiva
Anhang 31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C14 9.105 9.105
Kapitalrücklage C14 31.111 31.111
Eigene Anteile C14 -485 -485
Gewinnrücklagen C14 23.196 22.850
Eigenkapital, der Aktionäre der Softing AG 62.927 62.581
Nicht beherrschende Anteile C14 621 429
Eigenkapital, gesamt 63.548 63.010
Langfristige Schulden
Pensionen C15 2.605 3.060
Langfristige Finanzschulden C16 9.456 12.256
Sonstige langfristige finanzielle Schulden C16 1.074 1.519
Latente Steuerschulden D9 3.851 4.336
Langfristige Schulden, gesamt 16.986 21.171
Kurzfristige Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen C17 7.226 5.999
Vertragsschulden C10 3.471 2.717
Rückstellungen C18 164 103
Schulden aus Ertragsteuern C19 345 305
Kurzfristige Finanzschulden C20 3.510 4.678
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden C21 6.945 6.120
Kurzfristige nicht finanzielle Schulden C22 1.166 1.088
Kurzfristige Schulden, gesamt 22.827 21.010
Passiva, gesamt 103.361 105.191

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen
TEUR TEUR TEUR Bilanzgewinn und Andere

TEUR
Neubewertungen

TEUR
Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2021 9.105 31.111 -485 23.577 -2.029 1.301
Konzernergebnis 2021 -255
Sonstiges Ergebnis 2021 285 676
davon aus Neubewertungen 396
davon Währungsumrechnungen 527
davon Steuereffekt -111 149
Konzerngesamtergebnis der Periode -255 285 676
Dividendenausschüttung -361
Kauf eigener Aktien
Änderung Minderheiten
Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer -361
Stand am 31. Dezember 2021 9.105 31.111 -485 22.961 -1.744 1.977
Gewinnrücklagen Gesamt

TEUR
Eigenkapital der Aktionäre der Softing AG

TEUR
Nicht beherrschende Anteile

TEUR
Eigenkapital insgesamt

TEUR
Stand am 01. Januar 2021 22.850 62.581 429 63.010
Konzernergebnis 2021 -255 -255 187 -68
Sonstiges Ergebnis 2021 961 961 961
davon aus Neubewertungen 396 396 396
davon Währungsumrechnungen 527 527 527
davon Steuereffekt 38 38 38
Konzerngesamtergebnis der Periode 706 706 187 893
Dividendenausschüttung -361 -361 -361
Kauf eigener Aktien
Änderung Minderheiten 6 6
Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer -361 -361 6 -355
Stand am 31. Dezember 2021 23.195 62.926 622 63.548
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen
TEUR TEUR TEUR Bilanzgewinn und Andere

TEUR
Neubewertungen

TEUR
Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2020 9.105 31.111 0 28.679 -2.013 2.452
Konzernergebnis 2020 -4.738
Sonstiges Ergebnis 2020 -16 -1.151
davon aus Neubewertungen -22
davon Währungsumrechnungen -1.128
davon Steuereffekt 6 -23
Konzerngesamtergebnis der Periode -4.738 -16 -1.151
Dividendenausschüttung -364
Kauf eigener Aktien -485
Änderung Minderheiten
Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer -364
Stand am 31. Dezember 2020 9.105 31.111 -485 23.577 -2.029 1.301
Gewinnrücklagen Gesamt

TEUR
Eigenkapital der Aktionäre der Softing AG

TEUR
Nicht beherrschende Anteile

TEUR
Eigenkapital insgesamt

TEUR
Stand am 01. Januar 2020 29.119 69.335 269 69.604
Konzernergebnis 2020 -4.738 -4.738 157 -4.581
Sonstiges Ergebnis 2020 -1.167 -1.167 -1.167
davon aus Neubewertungen -22 -22 -22
davon Währungsumrechnungen -1.128 -1.128 -1.128
davon Steuereffekt -17 -17 -17
Konzerngesamtergebnis der Periode -5.905 -5.905 157 -5.748
Dividendenausschüttung -364 -364 -364
Kauf eigener Aktien -485 -485
Änderung Minderheiten 3 3
Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer -364 -849 3 -846
Stand am 31. Dezember 2020 22.850 62.581 429 63.010

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

01.01.21 - 31.12.21

TEUR
01.01.20 - 31.12.20

TEUR
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis (vor Steuern) 285 -5.420
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.547 11.691
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 100 89
Perioden Cashflow 9.932 6.360
Zinserträge/Finanzerträge -1.100 -53
Zinsaufwendungen/Finanzaufwendungen 294 1.539
Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden -109 -39
Änderung der Vorräte 262 -1.075
Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 388 1.150
Änderung finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte -1.112 302
Änderung Schulden aus Lieferungen und Leistungen 1.227 -477
Änderung der finanziellen und nicht finanziellen und sonstige Schulden 1.869 -3.255
Erhaltene Zinsen 26 53
Erhaltene Ertragsteuern 123 654
Gezahlte Ertragsteuern -746 -245
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.054 4.914
Auszahlung für Investitionen in Produktneuentwicklungen intern -3.653 -3.668
Auszahlung für Investitionen in Produktneuentwicklungen extern -1.156 -1.778
Auszahlungen für Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte -22 -145
Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen -1.080 -1.378
Auszahlung für den Erwerb von Beteiligung 0 -1.500
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.911 -8.469
Auszahlung aus Dividenden -361 -364
Tilgung Leasingverbindlichkeiten -1.227 -1.244
Einzahlung aus der Aufnahme kurzfristiger Banklinie 0 2.655
Auszahlung für den Erwerb eigener Aktien 0 -485
Auszahlungen für die Tilgung Bankdarlehen -3.968 -1.291
Zinsen Leasingbilanzierung -87 -121
Übrige gezahlte Zinsen -207 -260
Summe gezahlte Zinsen -294 -381
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.850 -1.110
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -709 -4.665
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 156 -86
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.166 14.917
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.613 10.166

Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer E3 verwiesen.

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021

TEUR
Zugänge

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
Anpassungen/ Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2021

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 17.796 564 18.360
Selbsterstellte Produktentwicklungen* 40.723 3.653 95 44.471
Fremderstellte Produktentwicklungen* 5.835 1.156 6.991
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 31.864 22 1.495 1 33.380
96.218 4.831 2.154 1 103.202
Beteiligungen 1.500 1.500
1.500 1.500
Sachanlagen
Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung 75 53 -9 36 83
Nutzungsrechte Gebäude 4.487 286 93 -10 455 4.401
Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge 492 63 -2 106 447
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.336 1.080 101 73 6.444
10.390 1.482 194 -21 670 11.375
108.108 6.313 2.348 -21 671 116.077
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahrs

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2021

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 1.000 1.296
Selbsterstellte Produktentwicklungen* 27.606 3.788 31.394
Fremderstellte Produktentwicklungen* 343 764 1.107
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 11.149 667 1.755 1 13.570
39.394 667 7.307 1 47.367
Beteiligungen
Sachanlagen
Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung 45 22 36 31
Nutzungsrechte Gebäude 2.206 49 1.074 455 2.874
Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge 245 152 106 291
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.388 68 993 27 3.422
4.884 117 2.241 624 6.618
44.278 784 9.548 625 53.985
Buchwerte
31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 17.064 17.500
Selbsterstellte Produktentwicklungen* 13.077 13.117
Fremderstellte Produktentwicklungen* 5.884 5.491
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.810 20.716
55.835 56.824
Beteiligungen 1.500 1.500
1.500 1.500
Sachanlagen
Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung 52 30
Nutzungsrechte Gebäude 1.527 2.281
Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge 156 247
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.022 2.948
4.757 5.506
62.092 63.830

im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020

TEUR
Zugänge

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
Anpassungen/ Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2020

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 18.420 -624 17.796
Selbsterstellte Produktentwicklungen* 37.310 3.668 -65 190 40.723
Fremderstellte Produktentwicklungen* 4.057 1.777 5.834
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 34.118 145 -1.660 738 31.865
93.905 5.590 -2.349 928 96.218
Beteiligungen 1.500 1.500
1.500 1.500
Sachanlagen
Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung 54 21 75
Nutzungsrechte Gebäude 4.331 -130 300 14 4.487
Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge 415 157 19 99 492
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.869 1.376 -113 1.796 5.336
10.669 1.533 -243 340 1.909 10.390
106.074 7.123 -2.592 340 2.837 108.108
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahrs

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2020

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 296
Selbsterstellte Produktentwicklungen* 20.744 7.052 190 27.606
Fremderstellte Produktentwicklungen* 163 180 343
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.287 -686 2.274 726 11.149
31.490 -686 9.506 916 39.394
Beteiligungen
Sachanlagen
Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung 23 22 45
Nutzungsrechte Gebäude 1.174 -54 1.100 14 2.206
Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge 168 178 101 245
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.356 -65 885 1.788 2.388
4.721 -119 2.185 1.903 4.884
36.211 -805 11.691 2.819 44.278
Buchwerte
31.12.2020

TEUR
31.12.2019

TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 17.500 18.124
Selbsterstellte Produktentwicklungen* 13.117 9.572
Fremderstellte Produktentwicklungen* 5.491 6.993
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 20.716 27.726
56.824 62.415
Beteiligungen 1.500 1.500
1.500 1.500
Sachanlagen
Nutzungsrechte Betriebs- und Geschäftsausstattung 30 21
Nutzungsrechte Gebäude 2.281 3.158
Nutzungsrechte Kraftfahrzeuge 247 247
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.948 2.513
5.506 5.939
63.830 69.854

* Die selbst- und fremderstellten immateriellen Produktentwicklungen sind im Vergleich zum Vorjahr zur besseren Verständlichkeit angepasst.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ergänzend wurden die gemäß § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Weiterhin unterscheidet die Konzernbilanz zwischen kurz- und langfristigen Schulden. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2021 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 18. März 2022 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. GEGENSTAND DES KONZERNS

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse "Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar" eingetragen. Die Softing AG ist gleichzeitig das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme sowie kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch den Softing-Konzern vertrieben werden.

3. AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSS UNTER FORTFÜHRUNGSPRÄMISSE

Der Vorstand bleibt bei seiner realistischen Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um seine Geschäftstätigkeit für mindestens zwölf weitere Monate fortzuführen und dass die Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung angemessen bleibt. Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie und die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in den meisten Ländern haben den Konzern beeinträchtigt. Infolge der Maßnahmen, die einen eingeschränkten Zugang zu unseren Kunden hervorgerufen haben, war Softing gezwungen, Vertriebsaktivitäten seit Beginn der Pandemie anzupassen. Das Geschäftsjahr hat aber gezeigt, dass die Anpassungen erfolgreich in Vertriebserfolg umgesetzt wurden. Eine Umsatzsteigerung von über 9% von 77,6 Mio. EUR im Jahr 2020 auf 84,7 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr waren das Ergebnis. Der Auftragseingang von 104,8 Mio. EUR gegenüber 72,8 Mio. EUR im Vorjahr, erreichte einen neuen Höchstwert in der Konzerngeschichte. Der in das neue Geschäftsjahr vorgetragene Auftragsbestand beträgt 33,6 Mio. EUR und bildet die Basis für ein solides Umsatzwachstum im Jahr 2022. Hieraus haben sich im Berichtsjahr positive Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns ergeben. Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr weist der Konzern ein negatives EBIT in Höhe von -0,5 Mio. EUR aus. Das operative EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 3,7 Mio. EUR und den Abschreibungen für selbsterstellte und fremderstellte Produktentwicklungen von 4,6 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung von 2,6 Mio. EUR) des Konzerns, lag trotz der Beschaffungskrise und der weiterhin vorhandenen COVID-19-Beeinträchtigungen bei positiven 3,0 Mio. EUR. Der Konzern verzeichnete zum 31. Dezember 2021 ein Nettoumlaufvermögen in Höhe von 18,0 Mio. EUR. Dem Softing-Konzern standen zum 31. Januar 2022 liquide Mittel von 10 Mio. EUR, kurzfristige Forderungen von 11,8 Mio. EUR und vereinbarte aber noch nicht genutzte Kreditlinien von rund 7,8 Mio. EUR zur Verfügung. Somit verfügt der Konzern über kurzfristig verfügbare liquiditätsnahe Mittel von bis zu 29,6 Mio. EUR zur Bewältigung der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in der Beschaffungskrise und den weiterhin vorhandenen COVID-19-Beeinträchtigungen.

4. NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS

Eine Reihe neuer Standards ist in der ersten Berichtsperiode eines nach dem 1. Januar 2021 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist; der Konzern hat jedoch die neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig angewendet Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16: Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Änderungen bieten den Anwendern temporäre Erleichterungsregelungen für die Auswirkungen, die sich aus der Ersetzung der Interbank Offered Rates (IBOR) durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze (risk-free rates [RFR]) auf die Finanzberichterstattung ergeben werden. Die Änderungen sehen die folgenden praktischen Behelfe vor:

einen praktischen Behelf, der es gestattet, Vertragsänderungen oder Änderungen der vertraglichen Cashflows, die sich unmittelbar aus der Reform ergeben
etwa Schwankungen eines Marktzinssatzes, als Änderungen eines variablen Zinssatzes zu behandeln einen praktischen Behelf, der Änderungen der Designation und der Dokumentation einer Sicherungsbeziehung, die durch die IBOR-Reform erforderlich sind, zulässt, ohne dass dies zur Einstellung des Hedge Accounting führt
eine vorübergehende Befreiung von der Vorschrift der separaten Identifizierbarkeit, wenn ein RFR-Instrument zur Absicherung einer Risikokomponente eingesetzt wird.

Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 16: Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19 nach dem 30. Juni 2021. Am 28. Mai 2020 hat das IASB Covid-19-Related Rent Concessions (Amendment to IFRS 16) (Änderungen an IFRS 16: Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19) veröffentlicht. Die Änderungen gewähren Leasingnehmern Erleichterungen bei der Anwendung der Regelungen in IFRS 16 zur Bilanzierung von Änderungen des Leasingvertrags (lease modifications) aufgrund von Mietzugeständnissen, die unmittelbar infolge der Corona-Pandemie gewährt wurden. Als praktischen Behelf kann sich ein Leasingnehmer dafür entscheiden, die Beurteilung, ob ein pandemiebedingtes Mietzugeständnis eines Leasinggebers eine Änderung des Leasingvertrags darstellt, auszusetzen. Ein Leasingnehmer, der diese Wahl trifft, bilanziert jede qualifizierte Änderung der Leasingzahlungen, die sich aus dem Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ergibt, auf dieselbe Weise, wie er die Änderung nach IFRS 16 bilanzieren würde, wenn sie keine lease modification wäre. Ursprünglich sollten diese Änderungen bis zum 30. Juni 2021 gelten. Da die Corona-Pandemie jedoch weiterhin anhält, verlängerte das IASB am 31. März 2021 den Anwendungszeitraum des praktischen Behelfs bis zum 30. Juni 2022.

Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen. Der Konzern hat bislang keine Mietzugeständnisse im Jahr 2021 Zusammenhang mit COVID-19 erhalten.

Zukünftige Anforderungen nach dem 31. Dezember 2021:

1. Januar 2022

Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung (Änderungen an IAS 37)

Die Änderungen präzisieren, welche Kosten ein Unternehmen bei der Bestimmung der Kosten für die Erfüllung eines Vertrags einbezieht, um zu beurteilen, ob der Vertrag belastend ist. Die Änderungen sind in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen, auf Verträge anzuwenden, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Änderungen bestehen. Zum Zeitpunkt der Erstanwendung wird der kumulative Effekt der Anwendung der Änderungen als Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte in den Gewinnrücklagen oder gegebenenfalls in anderen Eigenkapitalbestandteilen erfasst. Die Vergleichswerte werden nicht angepasst. Der Konzern hat ermittelt, dass sich derzeit keine Auswirkungen aus der Umstellung ergeben.

1 Januar 2022

Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2022

1. Januar 2022

Sachanlagen: Erträge vor der geplanten Nutzung (Änderungen IAS 16)

1. Januar 2022

Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3)

1. Januar 2023

Einstufung von Verbindlichkeiten als kurz- bzw. langfristig (Änderungen an IAS 1)

1. Januar 2023

IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge

1. Januar 2023

Angaben von Rechnungslegungsmethoden (Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2)

1. Januar 2023

Definition von Schätzungen (Änderungen IAS 8)

1. Januar 2023

Latente Steuern in Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion (Änderungen an IAS 12)

Der Konzern analysiert die neuen Standards fortlaufend und geht davon aus, dass die neuen Standards keinen wesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung des Konzerns haben werden.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. ERFASSUNG VON ERTRÄGEN

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung, abzüglich von Retouren sowie gewährten Preisnachlässen und Mengenrabatten erfasst. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse aus Verkäufen

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Übergang der Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter an den Kunden erfasst. Der Kunde muss somit die Fähigkeit haben, über die Nutzung zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus ziehen. Grundlage hierfür ist ein Vertrag zwischen Softing und dem Kunden. Dem Vertrag und den darin enthalten Vereinbarungen müssen die Parteien zugestimmt haben, die einzelnen Verpflichtungen der Parteien und die Zahlungsbedingungen müssen feststellbar sein, der Vertrag muss wirtschaftliche Substanz haben und Softing die Gegenleistung für die erbrachte Leistung wahrscheinlich erhalten. Der Transaktionspreis entspricht in der Regel dem Umsatzerlös. Zur Bestimmung des Übergangs der Verfügungsgewalt stellt Softing auf die vereinbarten Incoterms ab. Eine Forderung wird bei Versand der Güter ausgewiesen, weil zu diesem Zeitpunkt der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt ist, d.h. dass die Fälligkeit ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf eintritt. Wenn der Vertrag mehr als eine abgrenzbare Leistungsverpflichtung beinhaltet, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Sind keine Einzelveräußerungspreise beobachtbar, schätzt Softing diese. Die einzelnen identifizierten Leistungsverpflichtungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. Die Zahlungen werden in der Regel spätestens 30 Tage nach Versand an den Kunden fällig.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen kundenspezifische Softwareentwicklungen. Wenn die Kundenentwicklungen aufgrund ihrer Spezifikationen keinen alternativen Nutzen haben und gegenüber dem Kunden ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch mindestens in Höhe einer Erstattung der durch die bereits erbrachten Leistungen entstandenen Kosten einschließlich einer angemessenen Gewinnmarge besteht, erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung. Der Leistungsfortschritt wird mittels der cost-to-cost-Methode bestimmt, da die angefallenen Kosten den besten Indikator für die bereits erfüllte Leistungsverpflichtung darstellen. Die tatsächlich am Ende der Berichtsperiode erbrachten Leistungen werden im Verhältnis zu den insgesamt zu erbringenden Leistungen erfasst. Beinhalten Verträge die Installation von Hardware, wird der Umsatzerlös für die Hardware zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem sie ausgeliefert wurde, das Eigentum übergegangen ist und der Kunde die Hardware abgenommen hat. Schätzungen hinsichtlich der Erlöse, Kosten oder des Auftragsfortschritts werden korrigiert, wenn sich Umstände ändern. Etwaige daraus resultierende Erhöhungen oder Verminderungen der geschätzten Erlöse oder Kosten werden in der Periode im Gewinn oder Verlust abgebildet, in der die Umstände, die Anlass zur Korrektur geben, der Geschäftsleitung zur Kenntnis gelangen. Bei Festpreisverträgen zahlt der Kunde einen mittels Zahlungsplan festgelegten Betrag. Überschreiten die von der Softing erbrachten Dienstleistungen den zum jeweiligen Zeitpunkt bereits geleisteten Zahlungsbetrag, wird ein Vertragsvermögenswert erfasst. Liegen die bereits erhaltenen Zahlungen über dem Wert der erbrachten Dienstleistungen, wird eine Vertragsschuld ausgewiesen.

Erlöse aus der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen werden in der Berichtsperiode erfasst, in der die Dienstleistungen erbracht werden. Beinhaltet der Vertrag einen festen Stundensatz, werden die Erlöse in der Höhe erfasst, in der Softing einen Anspruch auf Rechnungstellung hat. Die Rechnungstellung erfolgt in der Regel monatlich oder quartalsweise und die Gegenleistung ist innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung zu zahlen.

Erträge aus Zinsen

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kon trolle/Beherrschung verfügt:

Softing-Konzern zum 31.12.2021 Kapitalanteil/Stimmrechtsanteil
2021

%
2020

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Engineering & Solutions GmbH, Kirchentellinsfurt, Deutschland, vormals Softing Messen und Testen GmbH 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc., Knoxville/USA 100 100
Softing North America Holding Inc., Delaware/USA 100 100
OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA 100 100
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Singapore Pte. Ltd., Singapur 100 100
Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich 100 100
Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai/China vormals Shanghai Softing software Co., Ltd. 50 50
Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH, Kirchentellinsfurt/ Deutschland vormals Softing Automotive Electronics Services GmbH 100 100
GlobalmatiX AG Vaduz/Liechtenstein 100 100
GlobalmatiX Inc., Knoxville/USA 100 100

Der Ergebnisanteil der Minderheiten bei der Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai/China vormals Shanghai Softing software Co., Ltd. betrug im Geschäftsjahr TEUR 78 (Vj. TEUR 69) und der Minderheitenanteil der Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich betrug TEUR 109 (Vj. TEUR 87).

Die Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. wird in den Kreis der vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen einbezogen, weil die wirtschaftliche und finanzielle Führung der Gesellschaft durch Softing erfolgt. Softing besetzt zwei der drei Verwaltungsratsmandate und die Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. ist von der Vermarktung von Softwareprodukten aus den Tochterunternehmen von Softing abhängig. Es wurden von der Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. und der Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich keine Dividenden ausbezahlt.

Bis zum 31. Dezember 2021 haben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2020 und 2019 ergeben.

Weiterhin ist der Konzern an der Yoma Solutions GmbH in Norderstedt mit 8,33% beteiligt. Das handelsrechtliche Eigenkapital 2021 betrug TEUR 0 und der Jahresverlust betrug TEUR 1.415 (Vj. TEUR 926).

Folgende Tochtergesellschaften machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Softing Industrial Automation GmbH (Haar)
Softing Automotive Electronics GmbH (Haar)
Softing Services GmbH (Haar)
Softing Engineering & Solutions GmbH (Kirchentellinsfurt)
Softing IT Networks GmbH (Haar)

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Voraussetzung zur Konsolidierung eines Unternehmens ist die Möglichkeit der Beherrschung. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Renditen sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechte oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beiden kann zu Verfügungsgewalt führen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr als 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegensprechen. Bei der Beurteilung der Beherrschungseigenschaft sind so genannte potenzielle Stimmrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Beteiligungsquote im Vergleich zu den übrigen Anteilseignern, zusammen mit dem auf Hauptversammlungen praktizierten Abstimmungsverhalten, zu berücksichtigen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, der durch den Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Tochterunternehmens übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Außerdem beinhaltet die übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus vereinbarten, bedingten Gegenleistungen resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Historisch gab es keine Anwendung der Full Goodwill Methode.

Etwaige durch den Konzern zu übertragende bedingte Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden nach IFRS 9 bewertet und im Gewinn oder Verlust erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen dem beizuliegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und aktivierte Entwicklungskosten. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung haben alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer.

5. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Entwicklungsaufwendungen für Neuentwicklungen und die wesentliche Weiterentwicklung eines Produkts oder Prozesses werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderung ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten die Lohnkosten sowie weitere direkt umlegbare Kosten, die für die Erstellung des Entwicklungsprojektes notwendig sind. Der Softing-Konzern schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig zwischen drei und fünf Jahren linear ab, wobei im Jahr der Fertigstellung zeitanteilig die Abschreibung erfolgt. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in dem Posten "Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

6. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich, sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen bei Softing den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen die Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen. Die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die Geschäfts- und Firmenwerte sind:

Softing Engineering & Solutions GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland
OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland & Softing Singapore Pte. Ltd., Singapore
GlobalmatiX AG Vaduz/Liechtenstein & GlobalmatiX Inc. Knoxville/USA

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der CGU ihren erzielbaren Betrag, wird die Differenz unmittelbar als Wertminderungsaufwand im Gewinn und Verlust erfasst. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht mit angemessenem Aufwand ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.

Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde wie folgt ermittelt: Aufgrund der Bottom-Up-Planung der nächsten vier Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden ist, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. (Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,0% (Vj. 1,0%) für die Folgejahre angesetzt wurde.) Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrundeliegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Der verwendete Diskontierungssatz ist ein Vorsteuerzinssatz, und basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC). Diese setzten sich zusammen aus den zu Marktwerten gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten werden jeweils nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt und setzen sich demnach aus dem risikolosen Zinssatz und einem Risikoaufschlag zusammen, der sich aus der Differenz der durchschnittlichen Marktrendite und dem risikolosen Zinssatz multipliziert mit dem unternehmensspezifischen Risiko (Beta-Faktor) ergibt. Der Beta-Faktor wird dafür von einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten setzten sich aus einem Basiszinssatz und einen spezifischen aus Kapitalmarktdaten abgeleiteten Bonitätsaufschlag zusammen. Bei der Nutzungswertermittlung werden je nach zahlungsmittelgenerierender Einheit Diskontierungszinssätze vor Steuern zugrunde gelegt.

Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt.

7. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Software und Technologie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei bis sieben Jahre linear abgeschrieben. Rechte und Geschäftsbeziehungen werden über fünf bis zwanzig Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in dem Posten "Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen.

8. SACHANLAGEN

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen, nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrags verteilt abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in dem Posten "Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden nur dann dem Buchwert des ursprünglichen Vermögenswertes zugeschlagen bzw. als separater Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen in Verbindung mit dem Vermögenswert zufließen wird und dieser Nutzen verlässlich ermittelt werden kann.

9. WERTMINDERUNGEN

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthält, wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Dies erfolgt auch für Entwicklungsprojekte, die sich in der Entwicklung befinden. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt bezogen auf den Geschäfts- oder Firmenwert keine Wertaufholung.

10. LEASINGVERHÄLTNISSE

Softing tritt ausschließlich als Leasingnehmer im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen auf. Hierbei folgt die bilanzielle Abbildung von Leasingverhältnissen seit dem 1. Januar 2019 den Vorgaben des IFRS 16.

Im Folgenden werden lediglich die für den Konzern relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus Sicht des Softing-Konzerns als Leasingnehmer dargestellt. Konzerninterne Leasingverhältnisse werden auch weiterhin der internen Berichterstattung folgend, wie vormalige operative Mietverhältnisse gem. IAS 17 dargestellt und für Zwecke des Konzernabschlusses eliminiert.

Für alle neuen Verträge, die am oder nach dem 1. Januar 2019 wirksam werden, prüft Softing, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Hierbei wendet der Konzern die Regelungen des IFRS 16 jedoch nicht auf Nutzungsrechte an immateriellen Vermögenswerten an.

Ein Leasingverhältnis ist definiert als ein Vertrag oder Teil eines Vertrages, der das Recht einräumt, einen Vermögenswert für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu nutzen. Zur Anwendung dieser Definition beurteilt der Konzern, ob der Vertrag die folgenden drei Voraussetzungen erfüllt:

Der Vertrag bezieht sich auf einen identifizierten Vermögenswert, der entweder im Vertrag ausdrücklich gekennzeichnet oder implizit spezifiziert wird und so als identifiziert gelten kann.
Der Konzern hat das Recht, im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Nutzung des identifizierten Vermögenswerts während der gesamten Nutzungsdauer unter Berücksichtigung seiner Rechte im Rahmen des definierten Vertragsumfangs zu ziehen.
Der Konzern hat das Recht, die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes während des gesamten Nutzungszeitraums zu bestimmen.

Bei Mehrkomponentenverträgen wird jede separate Leasingkomponente grundsätzlich getrennt bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Immobilienleasingverträge für einzelne Standorte. Hierbei werden, in Abhängigkeit von der jeweiligen Vertragsausgestaltung, Nutzungsüberlassungen von Büro- und Lagerflächen sowie Parkplätzen je Standort zusammengefasst als eine Leasingkomponente bilanziert. Nicht-Leasingkomponenten wie Service und Wartung, werden periodengerecht direkt im Aufwand erfasst.

Die Bestimmung der maßgeblichen Leasinglaufzeit beinhaltet die vertragliche Laufzeit, Verlängerungsoptionen und Kündigungsoptionen. Die Beurteilung, ob es hinreichend sicher ist, dass eine Kündigungs-, Verlängerungs- oder Kaufoption gezogen wird, obliegt im Softing-Konzern grundsätzlich der Geschäftsleitung der einzelnen Gesellschaft und wird umfassend unter Würdigung sämtlicher ökonomischer Vor- und Nachteile festgelegt und regelmäßig überprüft.

Zum Bereitstellungsdatum des Leasinggegenstandes erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit in der Bilanz. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts entsprechen im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit, berichtigt um die anfänglichen direkten Kosten des Konzerns, einer Schätzung der Kosten für die Demontage und den Ausbau des Vermögenswertes am Ende des Leasingverhältnisses sowie den vor Beginn des Leasingverhältnisses geleisteten Leasingzahlungen abzüglich etwaiger Leasinganreize. In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden, unter Anwendung des dem Leasingverhältnisses zugrunde liegenden Zinssatzes oder, wenn dieser nicht verfügbar ist, des Grenzfremdkapitalzinssatzes. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen setzen sich auf Basis des derzeitigen Vertragsbestandes bei Softing lediglich aus festen Zahlungen (einschließlich de facto festen Zahlungen) sowie variablen Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, zusammen.

Änderungen der Leasingverhältnisse und Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten werden grundsätzlich erfolgsneutral gegen das Nutzungsrecht erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfolgt, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf null reduziert ist oder diese aufgrund einer teilweisen Beendigung des Leasingverhältnisses resultiert.

Der Konzern schreibt die Nutzungsrechte i.d.R. vom Beginn des Leasingverhältnisses bis zu dem früheren Zeitpunkt aus dem Ende der Nutzungsdauer des Leasinggegenstands oder bis zum Ende der Vertragslaufzeit linear ab. Der Konzern führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren zudem Werthaltigkeitsprüfungen durch.

Bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (short-term-leases) und Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (low-value-leases) werden die zugehörigen Zahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

In der Bilanz werden Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten unter den Sachanlagen bzw. den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Schulden ausgewiesen.

11. VORRÄTE

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren/Fertigerzeugnisse werden grundsätzlich zu dem gewichteten Durchschnitt bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, z.B. aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

12. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE IFRS 9

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere:

Eigenkapitalinstrumente an anderen Unternehmen, die durch den Konzern gehalten werden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit des zugrundeliegenden Geschäftsmodells und des Zahlungsstromkriteriums, wonach die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswerts ausschließlich aus Zinsen und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag des Finanzinstruments bestehen dürfen. Die Prüfung des Zahlungsstromkriteriums erfolgt dabei immer auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments. Die Beurteilung des Geschäftsmodells bezieht sich auf die Frage, wie finanzielle Vermögenswerte zur Generierung von Zahlungsströmen gesteuert werden. Die Steuerung kann entweder auf ein Halten, Verkaufen oder eine Kombination aus beidem abzielen.

Der Konzern teilt finanzielle Vermögenswerte in eine der folgenden Kategorien ein:

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schuldinstrumente)
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral mit Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Schuldinstrumente)
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral ohne Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Eigenkapitalinstrumente)

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schuldinstrumente)

Die für den Konzern bedeutendste Kategorie finanzieller Vermögenswerte ist die Kategorie der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte in Bezug auf Schuldinstrumente. Die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, wenn die folgenden beiden Kriterien erfüllt sind:

Das Geschäftsmodell zur Steuerung dieser Finanzinstrumente ist auf deren Halten ausgerichtet, um die zugrundeliegenden vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen und die hieraus erzielten vertraglichen Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag.
Die Folgewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode und unterliegt den Vorschriften für Wertminderungen gem. IFRS 9.5.5ff. Im Konzern unterliegen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenwerte und Bankguthaben dieser Kategorie.

Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral mit Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Schuldinstrumente)

Die Bewertung erfolgsneutral mit Recycling zum beizulegenden Zeitwert für Schuldinstrumente erfolgt, wenn die folgenden beiden Kriterien erfüllt sind:

Das Geschäftsmodell zur Steuerung dieser Finanzinstrumente ist auf deren Halten, um die zugrundeliegenden vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen und auch auf den Verkauf ausgerichtet.
Die hieraus erzielten vertraglichen Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag.

Für diese finanziellen Vermögenswerte werden Zinsen, Fremdwährungsbewertungseffekte und Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Wertminderungen erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst. Die verbleibenden Änderungen werden in Übereinstimmung mit den Vorgaben des IFRS 9 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Abgang in den Gewinn oder Verlust umgegliedert (Recycling).

Im Konzern unterliegen aktuell keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertung.

Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Die Kategorie umfasst finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, Finanzinstrumente unter Anwendung der Fair Value-Option, finanzielle Vermögenswerte, für die eine verpflichtende Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgesehen ist und Eigenkapitalinstrumente, die nicht erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ein Handelszweck liegt vor, wenn ein kurzfristiger Kauf oder Verkauf vorgesehen ist. Derivate, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, werden immer zu Handelszwecken gehalten. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht das Zahlungsstromkriterium erfüllen, werden immer erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, unabhängig vom zugrundeliegenden Geschäftsmodell. Die gleiche Bewertung ergibt sich für Finanzinstrumente, die einem Geschäftsmodell "Verkaufen" unterliegen.

Die Fair-Value-Option für finanzielle Vermögenswerte kommt im Konzern nicht zum Einsatz.

Jegliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Instrumente werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Im Konzern unterliegt aktuell nur die Beteiligung an der YOMA Solutions GmbH, Norderstedt dieser Bewertung.

Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral ohne Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Eigenkapitalinstrumente)

Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinstruments hat der Konzern das unwiderrufliche Wahlrecht, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Voraussetzung ist, dass es sich um ein Eigenkapitalinstrument gem. IAS 32 handelt, welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird und es sich nicht um eine bedingte Gegenleistung i.S.v. IFRS 3 handelt. Das Wahlrecht wird für jedes Eigenkapitalinstrument gesondert ausgeübt.

Gewinne oder Verluste aus einem solchen finanziellen Vermögenswert werden bei Abgang nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert (kein Recycling). Dividenden aus solchen Instrumenten werden erfolgswirksam erfasst. Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterliegen nicht den Regelungen für Wertminderungen.

Im Konzern unterliegen aktuell keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertung.

Ausbuchung

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird hauptsächlich dann ausgebucht (d.h. aus der Konzernbilanz entfernt), wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt, ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.
Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer sog. Durchleitungsvereinbarung übernommen und dabei entweder

(a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder

(b) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Der Konzern nimmt an einem Reverse Factoring Programm eines Kunden teil und veräußert im Rahmen dessen bestehende Forderungen an ein Kreditinstitut. Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihm verbleiben.

Wenn der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach dem übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.

Im Rahmen des Factorings gehen die Chancen und Risiken auf den Vertragspartner über und die Forderungen werden zum Zeitpunkt der Veräußerung ausgebucht.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Vertragsvermögenswerte gem. IFRS 15, Leasingforderungen, Kreditzusagen sowie finanzielle Garantien unterliegen dem Wertminderungsmodell i.S.v. IFRS 9.5.5. Danach erfasst der Konzern für diese Vermögenswerte eine Wertminderung auf Basis der erwarteten Kreditverluste. Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen und den erwarteten Zahlungsströmen, bewertet zum Barwert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz. Die erwarteten Zahlungsströme beinhalten auch Erlöse aus Sicherungsverkäufen und sonstigen Kreditsicherheiten, die integraler Bestandteil des jeweiligen Vertrages sind.

Erwartete Kreditverluste werden in drei Stufen erfasst. Für finanzielle Vermögenswerte, für die sich keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz ergeben hat, wird die Wertberichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen (Stufe 1). Im Falle einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der erwartete Kreditverlust für die verbleibende Laufzeit des Vermögenswerts ermittelt (Stufe 2). Der Konzern unterstellt grundsätzlich, dass eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt, sofern eine Überfälligkeit von 30 Tagen vorliegt. Dieser Grundsatz kann widerlegt werden, wenn im jeweiligen Einzelfall belastbare und vertretbare Informationen darauf hinweisen, sich das Kreditrisiko nicht erhöht hat. Sofern objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind die zugrundeliegenden Vermögenswerte der Stufe 3 zuzuordnen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung werden bei einer Überfälligkeit von länger 90 Tagen unterstellt, außer, es liegen im jeweiligen Einzelfall belastbare und vertretbare Informationen vor, dass ein längerer Rückstand besser geeignet ist. Darüber hinaus werden eine Zahlungsverweigerung und Ähnliches als objektiver Hinweis angesehen.

Die für den Konzern relevante Klasse von Vermögenswerten für die Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte. Für diese wendet die Gruppe den vereinfachten Ansatz gem. IFRS 9.5.15 an. Danach wird die Wertberichtigung stets in Höhe, der über die Laufzeit zu erwartender Kreditverluste bemessen.

Für die übrigen Vermögenswerte, die im Anwendungsbereich des geänderten Wertminderungsmodells von IFRS 9 sind und die dem allgemeinen Ansatz unterliegen, werden zur Bemessung der erwarteten Verluste finanzielle Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale entsprechend zusammengefasst bzw. individuelle Ausfallinformationen herangezogen. Berechnungsgrundlage sind in jedem Fall aktuelle Ausfallwahrscheinlichkeiten zum jeweiligen Stichtag.

Softing unterstellt grundsätzlich einen Ausfall, wenn die vertraglichen Zahlungen um mehr als 360 Tage überfällig sind. Zusätzlich werden in Einzelfällen auch interne oder externe Informationen herangezogen, die darauf hindeuten, dass die vertraglichen Zahlungen nicht vollständig geleistet werden können. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründbare Erwartung über die zukünftige Zahlung besteht.

13. VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERTRAGSSCHULDEN

Vertragsvermögenswerte entstehen aus der Anwendung der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum. Dies ist bei Softing vor allem der Fall, wenn die Produkte aufgrund ihrer Spezifikationen keinen alternativen Nutzen haben und gegenüber dem Kunden ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch mindestens in Höhe einer Erstattung der durch die bereits erbrachten Leistungen entstandenen Kosten einschließlich einer angemessenen Gewinnmarge besteht (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag). In diesen Fällen realisiert Softing auf Basis der Inputorientierten Methode cost-to-cost Umsatzerlöse. Dabei werden die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad realisiert. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den Gesamtkosten des Auftrags.

Da die Umsatzrealisierung vor dem Zeitpunkt liegt, an dem Softing die volle Gegenleistung erhalten hat, wird ein Vertragsvermögenswert aktiviert.

Vertragsverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Anzahlungen von Kunden, wenn diese im Zusammenhang mit einem Kundenauftrag stehen und die Produkte noch nicht ausgeliefert bzw. die Leistung noch nicht erbracht ist.

Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten werden auf Vertragsebene saldiert. Die Vertragssalden bei Softing besitzen in der Regel eine kurzfristige Restlaufzeit.

Auf Vertragsvermögenswerte werden die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 angewendet.

14. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die kurzfristigen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

15. LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen.

Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden (oder in Kürze geltenden) Steuervorschriften der Länder, in denen Softing und ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuernde Einkommen erwirtschaften, berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuerforderungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen sowie eines Rechnungszinses, der sich aus der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen gleicher Fristigkeit ableitet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Der Barwert wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von hochwertigen Unternehmensanleihen abgezinst werden. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

17. RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken des Softing-Konzerns gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen den Barwert der zu erwartenden Ausgaben, inkl. einer etwaigen Aufzinsung bei langfristigen Rückstellungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

18. KURZFRISTIGE UND LANGFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN

Finanzielle Schulden begründen regelmäßig eine Rückgabeverpflichtung in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten oder einem sonstigen finanziellen Vermögenswert. Finanzielle Schulden werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Finanzielle Schulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst. Unter die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten fallen alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden. Hierunter fallen Derivate, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, sowie Finanzinstrumente, für die die Fair-Value-Option ausgeübt wurde. Aktuell verfügt Softing über keine solchen Finanzinstrumente.

Die Fair-Value-Option für Schuldinstrumente gemäß IFRS 9 kommt nicht zum Einsatz.

Die finanziellen Schulden setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: "kurzfristige und langfristige Finanzschulden", "Schulden aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden".

19. KURZFRISTIGE UND LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Kurzfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit bis zu einem Jahr. Langfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit über einem Jahr. Der erstmalige Ansatz von kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzschulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern Softing nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

20. KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE SCHULDEN

Die nicht finanziellen Schulden sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

21. ERMESSENSAUSÜBUNG UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen, die Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes für Leasingverhältnisse, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen und wesentliche Ermessensausübung bzgl. des erwarteten Eintrittszeitpunkts, der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens und der künftigen Steuerplanungsstrategien (steuerliche Planungsrechnung). Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Prognosen unterliegen einer natürlichen Unsicherheit und Schwierigkeit, besonders da sie in die Zukunft gerichtet sind. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstests zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze.

Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach der cost-to-cost Inputmethode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen.

Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien, sowie bei der Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze, besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, ob wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen, sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.

22. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, mit Ausnahme von Softing IT Networks in Singapur, hier ist die funktionale Währung der USD, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben. Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist im Wesentlichen auf die Währungen USD, RON und CHF beschränkt.

An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Kursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und in den Gewinnrücklagen angesammelt. Dabei erfolgt ein separater Ausweis als Währungsrücklage im Eigenkapitalspiegel.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von / an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung oder Rückführung von Darlehen vom Eigenkapital in den Gewinn und Verlust ungegliedert.

Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs oder der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus dem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert. Dabei werden folgende Transaktionen als Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs angesehen:

die Veräußerung des gesamten Konzernanteils oder die Teilveräußerung mit Verlust der Beherrschung oder Teil- oder Vollrückzahlungen von Darlehen, die ursprünglich als nicht rückzahlbar galten.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

USD /

EUR
RON /

EUR
CHF /

EUR
2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Stichtagskurs (31.12.) 1,13 1,23 4,95 4,87 1,03 1,08
Durchschnittskurs 1,18 1,14 4,92 4,84 1,12 1,13

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Währungsdifferenzen, die sich aus der Finanzierung ergeben, werden unter den Finanzerträgen / Finanzaufwendungen ausgewiesen.

C. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ

1. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Bis zum 31. Dezember 2021 haben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2020 und 2019 ergeben.

2. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Softing Engineering & Solutions GmbH 1.055 2.055
Softing Industrial Automation GmbH 384 384
Softing IT Networks GmbH (Psiber Data GmbH) 5.181 5.181
OLDI Online Development Inc. 7.327 6.763
GlobalmatiX AG 3.117 3.117
Geschäfts- oder Firmenwert 17.064 17.500

Aufgrund der Wechselkursänderung EUR zu USD hat sich der Geschäft- oder Firmenwert der OLDI Online Development Inc. 2021 um 564 TEUR erhöht.

Die Detailplanungsperiode 2022 wurde auf Basis der kurzfristigen Umsatz- und Margenerwartungen angepasst. Dabei ergaben sich in einigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Erhöhungen des geplanten Cash-Flows, während sich bei der Softing Engineering & Solutions GmbH aufgrund steigender Kosten eine Verschlechterung ergibt (siehe "Wertminderungen").

In der mittleren Sicht ab 2023 bis 2025 geht Softing davon aus, dass Covid-19 den Trend zu neuen Technologien eher beschleunigt und die Trends und Annahmen des Vorjahres für die Geschäftssegmente von Softing bestehen bleiben, da Softing in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig in neue Technologien (Digitalisierung, Datenanalyse etc.) investierte. Auch die Krise bei der Beschaffung von notwendigen Bauteilen wird nur kurzfristig berücksichtigt. Der Bauteilmarkt für elektronische Komponenten hat sich in der Vergangenheit auch zyklisch entwickelt, Softing geht im zweiten Halbjahr 2022 von einer Verbesserung der Situation aus. Dementsprechend nivellieren sich in der bestmöglichen Schätzung kurzfristig negative und längerfristig positive Effekte aus der Covid-19-Pandemie/Beschaffungskrise, so dass die Annahmen in der ewigen Rente zum 31. Dezember 2021 für drei CGUs leicht verbessert haben und für eine CGU verschlechtert haben (siehe Wertminderungen). Das Management beobachtet das weitere Marktumfeld und die Planungsparameter weiterhin aufmerksam, um daraus möglicherweise erforderliche Anpassungen in den Schätzungen vorzunehmen.

Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Der erzielbare Betrag der CGUs wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswertes der Gesellschaften ermittelt. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die folgenden Parameter verwendet:

Für Europa:

Diskontierungszinssätze (WACC) vor Steuern: 11% (Vj. 11,42%)
Risikoloser Zinssatz: 0,10% (Vj. -0,19%)
Marktrisikoprämie: 8,0% (Vj. 8,00%)
Beta-Faktor unlevered (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 1,19 (Vj. 1,27)

Für USA:

Diskontierungszinssätze (WACC) vor Steuern: 10% (Vj. 9,98%)
Risikoloser Zinssatz: 2,10% (Vj. 1,65%)
Marktrisikoprämie: 6,0% (Vj. 6,00%)
Beta-Faktor unlevered (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 1,19 (Vj. 1,27)

Der Zeitraum, für den das Management die Cashflows geplant hat, beträgt 4 Jahre (Vj. 4 Jahre), danach wurde zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen eine Wachstumsrate von 1,0% (Vj. 1,0%) angenommen.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der Softing AG, die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen als auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.

Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses.

Die Marge wird im Laufe des Budgetzeitraums an die erwarteten Entwicklungen des Marktumfelds angepasst.

Wertminderungen:

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Softing Engineering & Solutions GmbH wird auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von 4 Jahren genehmigten Finanzplänen basieren.

Die prognostizierten Cashflows wurden im Jahr 2021 aktualisiert, da sich zeigte, dass die zukünftigen Kosten für hochqualifiziertes Personal und IT-Sicherheit langfristig steigen werden und daher die erwarteten zukünftigen Cashflows geringer ausfallen werden als bislang erwartet. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 11% (2020: 11,4%). Cashflows nach dem Zeitraum von 4 Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,0% (2020: 1,0%) extrapoliert. Diese Wachstumsrate entspricht der angenommenen langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Messen und Testen Geschäftes. Die Überprüfung zeigte, dass der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegt. Infolge dieser Analyse wies der Vorstand im Geschäftsjahr einen Wertminderungsaufwand von TEUR 1.000 aus (Vj. TEUR 0). Der Wertminderungsaufwand wurde in der Gewinn- und Verlust-Rechnung unter den Abschreibungen erfasst.

Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte oder eine Verminderung des EBITs um 5% würde zu einem weiteren Absinken des Geschäfts- und Firmenwertes führen.

Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten EBITs um 5% würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Eine Ausnahme bildet der Firmenwert der Softing Engineering & Solutions GmbH, hier würde ein weiterer Abwertungsbedarf entstehen.

3. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 13.302 (Vj. TEUR 12.071).

Im Geschäftsjahr 2021 ergab die Überprüfung der aktivierten Vermögenswerte keinen Korrekturbedarf (Vj. TEUR 3.577).

In der folgenden Übersicht sind die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung dargestellt:

2021

TEUR
2020

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 3.653 3.668
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 13.302 12.071
16.955 15.739

4. ÜBRIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen außer beim Geschäfts- und Firmenwert vorgenommen.

5. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Softing beteiligte sich Ende Dezember 2019 im Wege einer Kapitalerhöhung an einem Startup-Unternehmen, welches dem Segment Automotive zuzuordnen ist. Die erworbene Beteiligungsquote liegt unter 10%. Im Rahmen der Beteiligungsvereinbarung wurde eine Zuzahlungsverpflichtung in die Kapitalrücklage der Beteiligungsgesellschaft i.H.v. TEUR 1.495 vereinbart, diese Zahlung ist Anfang 2020 geleistet worden. Der Konzern hat sich dazu entschieden für die Folgebewertung der Beteiligung Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung zu erfassen. Es ergaben sich keine Tatsachen, die eine Änderung des beizulegenden Zeitwertes ergeben würden.

6. SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dargestellt, welche als Anlage zum Konzernabschluss beigefügt ist. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen. Der Konzern hat mehrere Immobilien-Leasingverträge abgeschlossen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Büroflächen und im geringen Maße Lagerflächen. Zudem sind weitere Leasingverträge im Bereich KFZ-Leasing abgeschlossen. Mietverträge wurden mit Laufzeiten zwischen ein und fünf Jahren abgeschlossen und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen.

Die Nutzungsrechte an Kraftfahrzeugen umfassen den gemieteten Fuhrpark. Zum 31. Dezember 2021 waren rund 47 Mietverträge über Kraftfahrzeuge mit Restlaufzeiten von ein bis drei Jahren abgeschlossen.

Angaben zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten finden sich im Abschnitt C16.

7. VORRÄTE

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.386 3.974
Fertige Erzeugnisse und Waren 9.023 9.697
Vorräte 13.409 13.671

Die Höhe der erfassten Wertminderungen auf Vorräte beträgt 2021 TEUR 285 (Vj. TEUR 126). Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die eingekauften Vorräte stehen bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.

8. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Verträgen mit Kunden. Das Forderungsmanagement wird stärker als vor der Corona Krise überwacht, bisher konnte bei dem Zahlungsverhalten der Kunden keine Verschlechterung festgestellt werden. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Kunden von Softing weitgehend große internationale Konzerne mit ausreichend finanziellen Mitteln sind.

Softing erfasst Wertminderungen für allgemeine Kreditrisiken unter Anwendung des Modells der erwarteten Verluste gem. IFRS 9.5.5. Sie werden zunächst auf Wertberichtigungskonten erfasst, sofern nicht bereits bei Entstehung des Grundes für die Wertberichtigung angenommen werden kann, dass die Forderung vollständig oder teilweise uneinbringlich sein wird. In solchen Fällen wird der Buchwert der Forderungen direkt erfolgswirksam abgeschrieben.

31.12.2021 Buchwert

TEUR
Davon wertberichtigte Forderungen (Stufe 3)

TEUR
Davon weder überfällig noch wertberichtigt

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 14.322 236 12.148
Risikovorsorge (Stufe 2) -19 -12
Risikovorsorge (Stufe 3) -236 -236
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 14.066 0 12.136
Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2021 Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 1.870 67 0 0
Risikovorsorge (Stufe 2) -6 -1
Risikovorsorge (Stufe 3)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 1.864 66 0 0

Entwicklungen der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Stand am 01.01.2021

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.2021

TEUR
261 13 0 7 255
31.12.2020 Buchwert

TEUR
Davon wertberichtigte Forderungen (Stufe 3)

TEUR
Davon weder überfällig noch wertberichtigt

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 14.582 240 12.093
Risikovorsorge (Stufe 2) -21 -12
Risikovorsorge (Stufe 3) -240 -240
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 14.321 0 12.081
Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2020 Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 1.972 252 25 0
Risikovorsorge (Stufe 2) -7 -2
Risikovorsorge (Stufe 3)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 1.965 250 25 0

Entwicklungen der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Stand am 01.01.2020

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.2020

TEUR
250 35 0 46 261

9. KURZFRISTIGE SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Forderungen Versicherung 1.087 758
Ausleihungen Beteiligungsunternehmen 150 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 108 81
1.345 839

10. VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERTRAGSSCHULDEN

31.12.2021 Buchwert

TEUR
Davon weder überfällig noch wertberichtigt

TEUR
Vertragsvermögenswerte (brutto) 307 307
Risikovorsorge (Stufe 2) 0 0
Vertragsschulden 3.471 3.471
Verrechnungssaldo -3.164 -3.164
31.12.2020 Buchwert

TEUR
Davon weder überfällig noch wertberichtigt

TEUR
Vertragsvermögenswerte (brutto) 442 442
Risikovorsorge (Stufe 2) 0 0
Vertragsschulden 2.717 2.717
Verrechnungssaldo -2.275 -2.275

In Höhe von TEUR 2.338 (Vj. TEUR 2.261) wurden in der aktuellen Berichtsperiode Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden realisiert, die zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. Den zum Ende der Berichtsperiode ganz oder teilweise nichterfüllten Leistungsverpflichtungen ist insgesamt ein Transaktionspreis von TEUR 5.925 (Vj. TEUR 4.784) zugeordnet. Die Realisierung dieses Transaktionspreises wird von Softing in Höhe von TEUR 5.075 (Vj. TEUR 4.340) in der Folgeperiode und in Höhe von TEUR 850 (Vj. TEUR 444) in den darauffolgenden Perioden gerechnet. Bei den angegebenen Transaktionspreisen handelt es sich um Preise für Software, Wartungsverträge und kundenspezifische Ingenieursleistungen. Für Leistungsverpflichtungen mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr oder wenn mit festen Stundensätzen abgerechnet wird, wird in Einklang mit IFRS 15 auf die Angabe des Transaktionspreises verzichtet.

11. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE AUS ERTRAGSSTEUERN

Die laufenden Ertragssteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 538 (Vj. TEUR 556). Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

12. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.613 10.166

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen, diese Festgelder sind innerhalb von 3 Monaten liquidierbar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Eine Überprüfung des Ratings der Banken hat keine zusätzlichen Risiken für den Zahlungsmittelbestand ergeben. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

13. KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Forderungen an Mitarbeiter 25 24
USt Forderungen 302 77
Aktive Rechnungsabgrenzung/Vorauszahlungen 564 588
Geleistete Anzahlungen 581 58
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 86 103
1.558 850

14. EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 9.105.381 EUR (Vj. 9.105.381 EUR) und ist eingeteilt in 9.105.381 (Vj. 9.105.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von 1 EUR. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 9.015.381 (Vj. 9.080.751) Aktien im Umlauf. Die Softing AG hält einen Bestand an eigenen Aktien von 90.000 Stück (Vj. 90.000 Stück)

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2023 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen; wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden; wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauch machen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2021 4.552.690 EUR (Vj. 4.552.690 EUR).

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 bis zum 8. Mai 2023 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.

Eigene Anteile

Am 3. April 2020 hat die Softing AG per ad hoc-Mitteilung angekündigt ein Aktienrückkaufprogramm beginnend am 15. April 2020 zu starten, dieses Programm ist mit 28. Dezember 2020 vollumfänglich ausgeschöpft worden und damit beendet. Ein Kreditinstitut wurde beauftragt, maximal bis zu Stück 90.000 Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen, wobei jedoch der Rückkauf auf eine solche Anzahl von Aktien bzw. auf einen Gesamtkaufpreis von EUR 500.000 begrenzt war. Die erworbenen Aktien sollen vorrangig als Akquisitionswährung genutzt werden. Der Vorstand macht damit von der durch die ordentliche Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 eingeräumten Ermächtigung zum Rückerwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch.

Das Kreditinstitut wurde beauftragt, die Aktien ausschließlich an der Börse unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft zurückzukaufen. Das Recht der Gesellschaft, das Mandat mit dem Wertpapierhaus jederzeit zu beenden und ein anderes Wertpapierhaus oder eine Investmentbank zu beauftragen, bleibt unberührt. Der gebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) durfte den durchschnittlichen Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse an den zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

Der Rückkauf erfolgt unter Führung eines Kreditinstituts im Einklang mit der Marktmissbrauchsverordnung und Art. 2 bis 4 der delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für die auf Rückkaufprogramme und Stabilisierungsmaßnahmen anwendbaren Bedingungen. Das Kreditinstitut darf hiernach an einem Tag zusammen nicht mehr als 25% des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse, an der der jeweilige Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wurde berechnet auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens in den 20 Börsentagen vor dem Kauftermin.

Die Transaktionen wurden in einer den Anforderungen des Artikels 5 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und Rates vom 16. April 2014 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 und Abs. 3 der delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 entsprechenden Weise spätestens am Ende des 7. Handelstags nach deren Ausführung bekanntgegeben und unter anderem auf der Webseite der Gesellschaft unter investor.softing.com/de/aktie/aktienrueckkauf.html veröffentlicht.

Die Hauptversammlung hat am 6. Mai 2020 den Vorstand ermächtigt bis zum 5. Mai 2025 eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben und eigene Aktien in Pfand zu nehmen. Der Zukauf der eigenen Anteile im Jahr 2020 erfolgte noch unter der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016.

Anzahl Aktien Zeitpunkte der Transaktionen Anteiliger Betrag des Grundkapitals

TEUR
Anteil am Grundkapital

%
Anschaffungskosten

TEUR
Durchschnittliche Anschaffungskosten pro Aktie

EUR
Bestand 31.12.2019 0
Zugänge 2020 90.000 April-Dezember 2020 90 0,99 482 5,36
Bestand 31.12.2021 90.000 90 0,99 482

2021 wurden keine Geschäfte mit eigenen Aktien getätigt.

Zum Bilanzstichtag hatte die Softing AG 90.000 (Vj. 90.000) Aktien im Besitz. Softing bilanziert die eigenen Anteile nach der sogenannten cost method, wonach die Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals als Abzugsposten ausgewiesen werden.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals, inklusive der Veränderungen aus Unternehmenserwerben, sind in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" 2021/2020 dargestellt.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Im Geschäftsjahr 2021 wurde für das Jahr 2020 eine Dividende von 0,04 EUR je Aktie (Vj. 0,04 EUR) ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2021 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,10 EUR je Aktie vor. Dies entspricht einer Gesamtdividende von TEUR 902.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung und deren latente Steuern von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, sowie die erfolgsneutral erfassten Neubewertungen aus Pensionszusagen und deren latente Steuereffekte.

Im aktuellen Jahr wurden TEUR 531 (Vj. TEUR 82) aus der teilweisen Auflösung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb im Zusammenhang mit einer Teiltilgung eines Darlehens aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert. Dementsprechend erfolgte auch die Umgliederung der aufzulösenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 148 (Vj. TEUR 23) aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung. Das sonstige Ergebnis ist in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 621 (Vj. TEUR 429) betreffen andere Gesellschafter in Österreich und China.

15. PENSIONEN

Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von lebenslangen Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 3.430 (Vj. TEUR 3.318) wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden nach IAS 19.120 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betrugen zum 31. Dezember 2021 TEUR -1.743 (Vj. TEUR -2.040).

Die Renten aus variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des Verbraucherindexes für Deutschland (Grundlage 2015=100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2021 auf 2022 von 105,0 auf 110,5 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Berechnungsgrundlagen 31.12.2021

%
31.12.2020

%
Rechnungszins 1,15 0,75
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 1,1 1,1
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0,0 0,0
Biometrische Rechnungsgrundlage Richttafeln 2018 G / Prof. Dr. Heubeck
Entwicklung der Verpflichtung 2021

TEUR
2020

TEUR
DBO Stichtag 1. Januar 6.378 6.294
Dienstzeitaufwand 181 182
Zinsaufwand 47 56
Pensionsleistungen an Pensionäre -175 -176
Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember 6.431 6.356
Neubewertungen, davon -397 23
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses -396 156
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen 0 0
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen -1 -133
Tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember 6.034 6.379

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 15,8 Jahre (Vj. 18 Jahre).

Ermittlung des Jahresertrags und Jahresaufwands 2021

TEUR
2020

TEUR
Zinsertrag 25 29
Zinsaufwand -47 -56
Dienstzeitaufwand -181 -182
Jahresaufwand -203 -209
Entwicklung des Planvermögens 2021

TEUR
2020

TEUR
Stand Planvermögen 1. Januar 3.318 3.210
Auszahlung aus Planvermögen -75 -79
Einzahlung in Planvermögen des Arbeitgebers 107 107
Zinsertrag aus Planvermögen 25 29
Anpassung des Planvermögens 55 51
Planvermögen zum Stichtag 31. Dezember 3.430 3.318

Zur Absicherung eines Teils der Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zur zugrundeliegen den Pensionszusage. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen betragen im Jahr 2022 TEUR 107 (Vj. TEUR 107). In den Jahren bis 2025 wird ebenfalls mit jährlichen Einzahlungen in Höhe von TEUR 107 gerechnet.

Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis 31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 6.034 6.379
Zeitwert des externen Planvermögens 3.430 3.318
Rückstellung 2.605 3.060
Entwicklung der Rückstellung 2021

TEUR
2020

TEUR
Stand Rückstellung 1. Januar 3.060 3.085
Dienstzeitaufwand 181 182
Nettozinsaufwand 22 27
Neubewertungen -450 -29
Pensionszahlungen -175 -176
Leistungszahlung aus Planvermögen 75 79
Einzahlung in Planvermögen -107 -107
Rückstellung 31. Dezember 2.605 3.060

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme - Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2021 0,25 % Punkte 0,25% Punkte
4,0 % -3,8 %
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2020 0,25 % Punkte 0,25% Punkte
4,3 % -4,0 %
Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme - Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2021 0,25 % Punkte 0,25 % Punkte
-1,0 % 1,1%
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2020 0,25 % Punkte 0,25 % Punkte
-1,2 % 1,2%

Auf eine Darstellung der Sensitivität bezogen auf die Lebenserwartung wurde verzichtet, da sich der Kreis der maßgeblichen Personen lediglich auf drei ehemalige Berechtigte und einen aktiven Berechtigten bezieht.

Die Sensitivitäten wurden ermittelt mit der Veränderung eines Parameters und der Beibehaltung aller anderen Parameter.

Für das Geschäftsjahr 2022 werden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 175 (Vj. TEUR 175) erwartet. Die Beiträge zum Plan werden mit TEUR 107 (Vj. TEUR 107) und Zinserträge von TEUR 40 (Vj. TEUR 47) erwartet.

16. LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE SCHULDEN

Im Jahr 2019 wurden die langfristigen Finanzschulden neu mit den Hausbanken verhandelt, die langfristigen Altschulden wurden komplett getilgt und Darlehen in Höhe von TEUR 14.000 neu aufgenommen, diese Darlehen wurden für 2 Jahre tilgungsfrei gestellt, die Rückzahlung erfolgt danach innerhalb von 5 Jahren linear/quartalsweise. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades bezogen auf den Konzern. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrad problemlos erfüllt. Der langfristige Anteil dieser Darlehen beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 9.450 (Vj. TEUR 12.250).

Daneben bestehen langfristige Darlehen einer Tochtergesellschaft gegenüber einer Bank in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 6).

Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Leasing TEUR 1.900 (Vj. TEUR 2.691). Hiervon werden TEUR 1.066 (Vj. TEUR 1.490) langfristig und TEUR 834 (Vj. TEUR 1.201) als kurzfristig ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden sonstige finanzielle Schulden aus Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 1.227 (Vj. TEUR 1.244) getilgt sowie TEUR 87 (Vj. TEUR 121) an Zinsen für Leasing gezahlt. Der gesamte Zahlungsmittelabfluss aus Leasingverträgen inkl. variabler Leasingzahlungen und Zahlungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen, sowie Leasingverhältnissen, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 1.329 (Vj. TEUR 1.379). Zum Bilanzstichtag ergeben sich künftige Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 1.993 (Vj. TEUR 2.849).

Mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 1.241 (Vj. TEUR 1.366) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden. Zukünftige Zahlungsabflüsse aus Leasingverhältnissen, die der Softing-Konzern als Leasingnehmer zum Bilanzstichtag eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, ergeben sich zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 3.986 (Vj. TEUR 0).

Zum 31. Dezember 2021 war der Konzern zu kurzfristigen Leasingverträgen verpflichtet, für die das entsprechende Erleichterungswahlrecht in Anspruch genommen wurde. Die Gesamtverpflichtung zu diesem Zeitpunkt entspricht annähernd dem Aufwand des Geschäftsjahres.

Die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sind mit Buchwerten in Höhe von TEUR 1.736 (Vj. TEUR 2.557) in der Position Sachanlagen aktiviert.

Die Tilgungsmodalitäten für die Leasingverbindlichkeiten, die überwiegend aus Immobilien Leasingverträgen und KFZ-Leasingverträgen resultieren, werden monatlich ratierlich bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit getilgt.

Im Geschäftsjahr beträgt der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse, für die die Erleichterungsvorschriften in Anspruch genommen wurden, TEUR 15 (Vj. TEUR 14) und der Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert beträgt TEUR 0 (Vj. TEUR 1).

Der Aufwand für nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogene variable Leasingzahlungen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

17. SCHULDEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Schulden aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 7.226 (Vj. TEUR 5.999) betreffen ausschließlich kurzfristige Schulden gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen. Alle Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

18. RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken des Softing-Konzerns gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Stand am 01.01.2021

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.2021

TEUR
Gewährleistung 94 44 0 48 98
Sonstige 9 9 0 66 66
Gesamt 103 53 0 114 164

Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen mit einer geschätzten Fälligkeit innerhalb eines Jahres.

19. SCHULDEN AUS ERTRAGSTEUERN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 345 (Vj. TEUR 305) bilanziert. Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D9 dargestellt.

20. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Die kurzfristigen Finanzschulden betragen TEUR 3.510 (Vj. TEUR 4.678), hierbei handelt es sich im Geschäftsjahr um die Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen.

21. SONSTIGE KURZFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 5.830 3.821
Leasingverbindlichkeiten < 1 Jahr 834 1.201
PPP Überbrückungshilfen Corona USA, siehe Punkt 8 sonstige Angaben 0 856
Übrige 280 242
6.945 6.120

22. KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE SCHULDEN

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 392 363
Sonstige Steuerverbindlichkeiten (Umsatz- und Lohnsteuer) 614 633
Übrige 160 91
1.166 1.087

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG

1. UMSATZERLÖSE

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Gesichtspunkten: 2021

TEUR
2020

TEUR
Inland 25.150 22.617
USA 31.717 32.774
Restliches Ausland 27.823 22.206
84.690 77.597
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen: 2021

TEUR
2020

TEUR
Produkte 72.271 68.533
Dienstleistungen 12.419 9.064
84.690 77.597
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Zeitpunkt bzw. Zeitraum: 2021

TEUR
2020

TEUR
Zeitpunkt 72.271 68.533
Davon Produkte: 72.271 68.533
Davon Dienstleistungen: 0 0
Zeitraum 12.419 9.064
Davon Produkte: 0 0
Davon Dienstleistungen: 12.419 9.064
84.690 77.597

2021 überschritt ein Kunde mit 20% (Vj. 22%) und mit einem Betrag von TEUR 16.761 (Vj. TEUR 19.559) die Umsatzschwelle von 10%, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen im Segment Industrial.

Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (siehe Kapitel E1).

2. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten/Investitionen für die Entwicklung neuer Softwareprodukte. Es handelt sich zum größten Teil um Personalkosten der Entwicklungsabteilungen und damit einhergehender Kosten.

3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: 2021

TEUR
2020

TEUR
Erträge aus Kursdifferenzen 934 281
Erträge aus Versicherungsleistungen 925 849
Erlöse aus Herabsetzung von Wertberichtigungen 2 17
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 0 1
Weiterberechnete Kosten 1 5
Covid 19 Beihilfe Singapur 36 187
Forschungsbeihilfen 311 0
Erträge aus Provisionen 277 192
Übrige Erträge 362 171
2.848 1.703

4. MATERIALAUFWAND

2021

TEUR
2020

TEUR
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 38.075 34.298
Fremdleistungen 1.000 832
39.075 35.130

5. PERSONALAUFWAND

2021

TEUR
2020

TEUR
Laufende Gehälter 26.061 25.241
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 4.421 4.259
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 2.867 1.707
Kraftfahrzeug-Überlassung Arbeitnehmer -24 -14
Sonstige Aushilfslöhne 283 491
33.608 31.684

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen.

Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.428 (Vj. TEUR 1.348). Der Dienstzeitaufwand für die Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 181 (Vj. TEUR 182).

6. ABSCHREIBUNG UND WERTMINDERUNG AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN UND NUTZUNGSRECHTE

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. Im Geschäftsjahr 2021 wurden außerplanmäßige Wertminderungen beim Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.000 vorgenommen.

7. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: 2021

TEUR
2020

TEUR
Personalbezogene Kosten 177 229
Infrastrukturkosten 2.572 2.055
Vertriebskosten 2.041 1.927
Beratungskosten 1.135 930
Fremdleistungen 1.090 960
Kapitalmarktkosten 298 316
Beiträge und Gebühren 189 143
Betriebskosten 374 386
Kursdifferenzen 359 420
Sonstiger Aufwand der Produktentwicklung 391 475
Aufwendungen Cyberangriff 350 320
Sonstige Kosten 461 235
9.437 8.394

8. ZINSERTRÄGE/ZINSAUFWENDUNGEN

Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinsaufwendungen, Zinserträgen und übrigen Finanzerträge/Finanzaufwendungen zusammen.

Die gesamten Zinsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen: 2021

TEUR
2020

TEUR
Übrige Zinsaufwendungen
Zinsen aus der Aufzinsung Pensionsrückstellungen 47 55
Darlehenszinsen 193 193
Sonstige Zinsen 13 11
Summe übrige Zinsaufwendungen 253 259
Zinsen aus der Leasingbilanzierung IFRS 16 87 122
340 381
Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen: 2021

TEUR
2020

TEUR
Zinserträge aus Pensionsrückstellungen 25 29
Sonstige Zinsen 1 24
26 53

Bei den übrigen Finanzerträgen/Finanzaufwendungen von TEUR 1.074 (Vj. TEUR -1.158) handelt es sich um Währungsschwankungen eines USD Darlehens an die amerikanische Holdinggesellschaft, das mit einer laufenden Rückzahlungsvereinbarung unterlegt ist.

9. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2021

TEUR
2020

TEUR
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 260 1.293
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 67 201
Summe latenter Steueraufwand/Steuerertrag 327 1.494
Laufender Steueraufwand/Steuerertrag Geschäftsjahr -609
Laufender Steueraufwand/Steuerertrag aus Vorjahren -680 -46
Summe laufender Steueraufwand/Steuerertrag 0 -680 -655
-353 839
Effektiver Steuersatz 123,9 % 0,0 %

Aufgrund der Abschreibung eines Firmenwertes von TEUR 1.000 im laufenden Geschäftsjahr, der steuerlich nicht wirksam ist, beträgt der effektive Steuersatz 123,9%. Ohne diese Auswirkung läge der effektive Steuersatz bei 27,5%.

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:

2021

%
2020

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83 15,83
Gewerbesteuersatz 12,25 12,25
28,08 28,08

Die aktiven latenten Steuern auf in- und ausländische steuerliche Verlustvorträge wurden gebildet, da der Konzern aufgrund positiver steuerlicher Planungsrechnungen sowie zum Bilanzstichtag positiver Marktaussichten die Verlustvorträge in der bemessenen Höhe als werthaltig einschätzt.

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

31.12.2021

TEUR
31.12.2020

TEUR
Nutzbar bis
Softing AG (GewSt) 5.087 4.202 Unbefristet
Softing AG (KöSt) 3.981 3.083 Unbefristet
Softing Singapore 2.429 824 Unbefristet
Softing North America Holding (State) 968 859 Unbefristet
Buxbaum GmbH 0 64 genutzt
GlobalmatiX AG 3.539 2.106 Unbefristet

Von den insgesamt vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 16.004 (Vj. TEUR 11.092) wurden auf TEUR 12.070 (Vj. TEUR 10.062) aktive latente Steuern und auf TEUR 3.934 (Vj. TEUR 1.030) keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

2021

TEUR
2020

TEUR
Ergebnis vor Steuern 285 -5.420
Erwarteter Steuerertrag/Aufwand (28,08 %) 80 -1.522
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 312 100
Abschreibung Firmenwert -280 0
Abweichende Steuersätze 261 365
Sonstige nicht angesetzte Latente Steuern, temporäre Differenzen, Verlustvorträge -20 177
Steuern Vorjahre 0 41
Ausgewiesener laufender Steueraufwand It. Gewinn- und Verlust-Rechnung 353 -839

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

2021

TEUR
2020

TEUR
Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 0 5.061 36 5.262
Pensionsrückstellung 801 919
(Davon direkt im Eigenkapital erfasst) (680) (792)
Währungsumrechnung (Direkt im Eigenkapital erfasst) 583 594
Vertragsvermögenswerte/Schulden und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47 261 35 395
Sonstige Rückstellungen 97 123
Umlaufvermögen 73 9
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0 25
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 1.469 1.334
Saldierung -2.054 -2.054 -1.940 -1.940
Bruttobetrag/Bilanzansatz 433 3.851 516 4.336

E. SONSTIGE ANGABEN

1. GESCHÄFTSSEGMENTE NACH PRODUKTEN UND GESELLSCHAFTEN

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert, die sich primär in einzelnen Gesellschaften widerspiegeln und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:

Segment Industrial Automation

Das Segment umfasst die Gesellschaften Online Development Inc., Softing Inc., Softing Italia, Buxbaum Automation GmbH, und Holding Softing North America Inc., da diese Gesellschaften weitestgehend überwiegend die folgenden industriellen Produkte und Anwendungen entwickeln, herstellen und vertreiben:

Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -gerate, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET, EthernetIP, EtherCAT, Powerlink, Modbus, CAN, CANopen, DeviceNet, FOUNDATION Fieldbus, (Wireless) HART.

Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;

Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;

Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;

Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;

OPC-Server, OPC-Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und-Server (Toolkits);

Entwicklung und Import von Motoren und Getriebemotoren für verschiedene Anwendungen sowie spezielles Angebot von speziellem Know-how in AC-, DC-, bürstenlosen, Induktions- und abgeschirmten Poltechnologien.

Segment Automotive

Das Segment umfasst die Gesellschaften Softing Automotive Electronics GmbH, Softing Engineering & Solutions GmbH sowie Globalmatix AG und Globalmatix Inc., die die folgenden Automotive Produkte und Anwendungen herstellen und vertreiben:

Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces:

Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, Ethernet- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifische Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service.

Diagnosewerkzeuge:

Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse-Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.

Testautomatisierung:

Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kundenspezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flash-Programmierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.

Kundenspezifische Entwicklungen:

Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld "Datenkommunikation/Diagnose/Testsysteme" nach Kundenwunsch.

Resident Engineering:

Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.

Messtechnik:

Die Softing MessTechnik (SMT) stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich breite Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder "raue" mobile Anwendungen in der Fahrzeugerprobung. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt, sondern auch für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.

Telematikdienstleistungen zur Ferndiagnose:

Mit dem Einsatz der GlobalmatiX-Telematiklösungen werden die Voraussetzungen geschaffen für die vollständige Digitalisierung eines Connected-Car-Konzeptes (Verbindung des Fahrzeugs mit den Möglichkeiten der Cloud-Technologien). Damit werden aufwändige Rückgabeprozesse für Autovermietung, Carsharing und Abo-Betreiber kundenfreundlich vereinfacht und kostengünstiger gestaltet.

Segment IT Networks

Das Segment IT Networks umfasst die Tochtergesellschaften Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore und Softing France.

Das Produktportfolio umfasst Diagnosegeräte für Ethernet-Netzwerke in der Automatisierungsindustrie sowie Geräte zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen.

Segment Sonstige

Das Segment "Sonstige" Holding umfasst die Gesellschaften Softing Services GmbH, Softing Rumänien, Softing China und die Softing AG soweit diese nicht Dienstleistungen für andere Segmente erbringen und Kosten verrechnet werden.

2. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentierung folgt primär den Hauptproduktgruppen und Anwendungsfällen, wobei diese sich wesentlich in den Konzerngesellschaften widerspiegeln, die die jeweiligen Hauptprodukte herstellen und vertreiben. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management-Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.

Industrial Automotive IT Networks
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Erlöse mit Dritten 60.465 56.867 15.688 13.313 7.149 5.897
Erlöse mit anderen Segmenten 499 343 210 185 1.242 1.162
Umsatzerlöse total 60.964 57.210 15.897 13.499 8.391 7.059
Abschreibungen -3.051 -3.191 -3.430 -3.122 -1.120 -925
Wertminderungen von Vermögenswerten 0 0 -1.000 -3.577 0 0
Operatives Segmentergebnis 5.061 5.249 -1.734 -3.154 -662 -553
EBIT 4.204 4.489 -2.551 -7.168 -830 -648
Segmentvermögen 49.964 46.417 37.087 39.210 13.507 13.051
davon IFRS 16 674 957 385 554 186 149
Segmentschulden 16.172 14.806 9.066 8.430 2.725 2.517
davon IFRS 16 393 678 242 397 90 61
Investitionen 1.578 2.172 2.202 2.413 1.779 1.729
Sonstige Gesamtbetrag der Segmente sonstige Konsolidierung
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Erlöse mit Dritten 1.388 1.519 84.690 77.597 0 0
Erlöse mit anderen Segmenten 0 0 1.950 1.690 -1.950 -1.690
Umsatzerlöse total 1.388 1.519 86.640 79.287 -1.950 -1.690
Abschreibungen -949 -880 -8.551 -8.117 3 3
Wertminderungen von Vermögenswerten 0 0 -1.000 -3.577 0 0
Operatives Segmentergebnis 158 -162 2.823 1.380 194 304
EBIT 60 -182 883 -3.510 -1.357 -424
Segmentvermögen 21.931 23.150 122.489 121.828 -19.128 -16.638
davon IFRS 16 492 897 1.736 2.557 0 0
Segmentschulden 31.679 36.929 59.643 62.682 -19.830 -20.501
davon IFRS 16 341 354 1.066 1.490 0 0
Investitionen 753 812 6.313 7.125 0 0
Gesamt
2021

TEUR
2020

TEUR
--- --- ---
Erlöse mit Dritten 84.690 77.597
Erlöse mit anderen Segmenten 0 0
Umsatzerlöse total 84.690 77.597
Abschreibungen -8.547 -8.114
Wertminderungen von Vermögenswerten -1.000 -3.577
Operatives Segmentergebnis 3.017 1.684
EBIT -475 -3.934
Segmentvermögen 103.362 105.191
davon IFRS 16 1.736 2.557
Segmentschulden 39.813 42.181
davon IFRS 16 1.066 1.490
Investitionen 6.313 7.125
Zeitbezug der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Industrial Automotive IT Networks
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Zeitpunkt 56.190 53.267 7.559 7.849 7.134 5.897
Zeitraum 4.275 3.601 8.129 5.464 15 0
Gesamt 60.465 56.868 15.688 13.313 7.149 5.897
Zeitbezug der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Sonstige Gesamt
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
--- --- --- --- ---
Zeitpunkt 1.388 1.519 72.271 68.534
Zeitraum 0 0 12.419 9.063
Gesamt 1.388 1.519 84.690 77.597

Die Spalte "Sonstige" umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG sowie nicht den Segmenten zuordenbare Kosten. Der überwiegende Teil der Kosten der Softing AG wird verursachungsgerecht auf die operativen Segmente verrechnet.

Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und das davon abgeleitete operative EBIT TEUR 3.017 (Vj. TEUR 1.640). Letzteres entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung ausgewiesenen EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von TEUR 3.653 (Vj. TEUR 3.668) und Abschreibungen für selbsterstellte und fremderstellte Produktentwicklungen von TEUR 4.552 (Vj. TEUR 7.231) sowie Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung von TEUR 2.593 (Vj. TEUR 2.010). Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertrags- und Aufwandsposten aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten dargestellt.

Aufgliederung nach geographischen Segmenten Umsätze Anlagevermögen Zugänge Anlagevermögen
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
2021

TEUR
2020

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 25.150 22.617 24.600 27.688 3.961 5.406
USA 31.717 32.774 18.251 17.878 35 74
Restliches Ausland 27.823 22.206 19.240 18.264 2.317 1.645
Gesamt 84.690 77.597 62.092 63.830 6.313 7.125

Die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse erfolgt nach Kundenadresse.

Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet. Die Segmente werden anhand der operativen Ergebnisse beurteilt, dabei bleiben Finanzierung und Steuereffekte unberücksichtigt. Für eine Überleitung aus dem Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag verweisen wir daher auf die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung.

Im Hinblick zu Angaben auf wichtige Kunden verweisen wir auf die Erläuterungen unter D.1.

3. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde indirekt ermittelt.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Schulden aus Finanzierungstätigkeit umfassen bei Softing die separat in der Bilanz ausgewiesenen kurz- und langfristigen Finanzschulden und seit 2019 die kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16. Letztere werden innerhalb der Bilanzpositionen kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Für Zwecke der Überleitung der Veränderung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit teilt Softing die entsprechenden Beträge nicht nach Fristigkeit auf. Die Überleitung stellte sich wie folgt dar:

Veränderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit Finanzschulden

TEUR
Leasingverhältnisse

TEUR
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit per 1. Januar 2020 15.587 3.503
Zahlungsflüsse 1.363 -1.244
Erwerbe Leasingverhältnisse 157
Wechselkursänderungen -16 -64
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes 339
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit per 31. Dezember 2020 16.934 2.691
Zahlungsflüsse 3.968 -1.227
Erwerbe Leasingverhältnisse 403
Wechselkursänderungen 54
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes -21
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit per 31. Dezember 2021 12.966 1.900

Die Finanzschulden setzen sich aus kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 3.510 (Vj. TEUR 4.678) und langfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 9.456 (Vj. TEUR 12.256) zusammen.

Die Leasingverhältnisse setzen sich aus kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 835 (Vj. TEUR 1.201) und langfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 1.065 (Vj. TEUR 1.490) zusammen.

4. ERGEBNIS JE AKTIE IAS 33

2021 2020
Konzernergebnis der Aktionäre der Softing AG (unverwässertes = verwässertes Konzernergebnis) TEUR -256 -4.738
Nicht beherrschende Anteile TEUR 187 157
Konzernergebnis TEUR -69 -4.581
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
Unverwässert Stück 9.015.381 9.080.751
Verwässert Stück 9.015.381 9.080.751
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR -0,01 -0,50
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR -0,01 -0,50

Es bestehen zum 31. Dezember 2021 wie im Vorjahr keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

5. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats - entsprechend IAS 24 - des Softing-Konzerns als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Darüber hinaus ist nahestehende Person die Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, die mit 22,43% (2.042.302) an der Gesellschaft beteiligt ist. Die Stimmrechte werden seit 7. Dezember 2020 der Trier Asset Management GmbH, der Trier Familienstiftung und Herrn Gerhard Hönig zugerechnet.

Herr Alois Widmann Geschäftsleiter der GlobalmatiX AG hält im eigenen Besitz 1.450.000 (Vj. 1.450.000) Aktien, somit 15,92% der Softing Anteile.

Die Dividendenausschüttung an die maßgeblich beteiligte Aktionärin betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 140 (Vj. TEUR 140).

Das Management in Schlüsselposition gem. IAS 24 setzt sich bei Softing aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat sowie der Geschäftsführung der Globalmatix AG zusammen da die Geschäftsleitung 15,92% der Anteile an der Softing AG hält und des Weiteren wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Strategie hat. Bezüglich der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand verweisen wir auf die Kapitel E12 und E13.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31. Dezember 2021 163.234 (Vj. 163.234) Stück Aktien der Softing AG.

Der Vorstand Ernst Homolka hielt zum 31. Dezember 2021 9.400 (Vj. 5.900) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Fuchs hielt zum 31. Dezember 2021 278.820 (Vj. 278.820) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Andreas Kratzer hielt zum 31. Dezember 2021 10.155 (Vj. 10.155) Stück Aktien der Softing AG.

An das Management in Schlüsselposition wurden im Geschäftsjahr jeweils in Höhe ihres zum Zeitpunkt der Dividendenausschüttung maßgeblichen Anteilsbesitzes Dividenden in einer Gesamthöhe von TEUR 76 (Vj. TEUR 76) ausgeschüttet.

Die Gesamtvergütung der nahestehenden Personen mit Schlüsselposition beträgt TEUR 2.265 (Vorjahr TEUR 1.594).

Geschäfte mit nahestehenden Personen:

Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Koordination der Softing IT Networks hat das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von 51 TEUR (Vj. 59 TEUR) erhalten.

Sonstige Anteile von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen Unternehmensleitung:

Konzernunternehmen haben in den Geschäftsjahren 2021 und 2020 Vermögenswerte von der xTCU AG zu marktüblichen Konditionen erworben. Eine Person in einer Schlüsselposition des Konzerns ist beherrschender Anteilseigner der xTCU AG. Zwischen dem Konzern und der xTCU AG besteht ein Vertrag über die Lieferung von technischen Bauteilen und Entwicklungsdienstleistungen.

Die Transaktionen waren von folgendem Wert.

Wert der Geschäftsvorfälle

in TEUR
Salden ausstehend

TEUR
Kauf und Erwerb von Dienstleistungen 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Sonstige nahestehenden Personen 51 59 51 59
Unternehmen unter Kontrolle einer nahestehenden Person 322 835 -51 13
Verkauf von Waren und Bezug von Dienstleistungen
Unternehmen unter Kontrolle einer nahestehenden Person 420 6

6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum Bilanzstichtag sind Tochtergesellschaften Bürgschaften in Höhe von TEUR 14.710 (Vj. TEUR 14.710) zur Absicherung von Darlehen der Softing AG und Überziehungslinien der Softing AG eingegangen. Die Bürgschaften stehen zum großen Teil im Zusammenhang mit der im Jahr 2019 getätigten Refinanzierung.

7. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN/FORDERUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i.H.v. TEUR 8.858 (Vj. TEUR 2.376). Ein Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lag, wie im Vorjahr, zum Bilanzstichtag nicht vor. Es bestehen im Konzern noch Eventualverbindlichkeiten, aus einer Anfrage der BAFIN, bezüglich einer Ad Hoc Mitteilung. Der noch nicht zurück gestellte Anteil beträgt bis zu TEUR 200. Die Softing AG sieht sich nach Auskunft von Anwälten in diesem Fall im Recht, hat aber aufgrund kaufmännischer Vorsicht eine Rückstellung von TEUR 100 gebildet. Die Softing AG wird alle ihre zustehenden rechtlichen Möglichkeiten nutzen sich gegen diese Annahme zu schützen.

8. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

2021

TEUR
2020

TEUR
Stand 1. Januar 2020 0
Im Geschäftsjahr erhalten 1.303
davon ertragswirksam aufgelöst 443
Stand 31. Dezember 2020 860 860
davon kurzfristig 860 860
davon langfristig 0
Im Geschäftsjahr erhalten 604
insgesamt ertragswirksam aufgelöst 1.464
Stand 31. Dezember 2021 0

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden als Zuschüsse für laufende Aufwendungen in der COVID-19-Pandemie von staatlichen Stellen gewährt. TEUR 1.154 (Vj. TEUR 443) wurden direkt von den Personalaufwendungen in Abzug gebracht. Für einen Teil der erhaltenen Zuwendungen für unsere amerikanischen Töchter handelt es sich um sogenannte "PPP Loans" aus dem ersten staatlichen Unterstützungsprogramm. Der Konzern ging davon aus, dass die Bedingungen aufgrund einer besseren wirtschaftlichen Lage als erwartet nicht vollständig erfüllt wurden und hat die Zuwendungen 2020 als kurzfristig finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Im Jahr 2021 wurden die Zuschüsse dann aufgrund der Einhaltung staatlicher Vorgaben erfolgswirksam gegen Personalaufwendungen vereinnahmt. Weiterhin wurde Zuschüsse für ein Forschungsprojekt im Bereich autonomes Fahren, in Höhe von TEUR 310 (Vj. TEUR 0) vereinnahmt.

9. ANGABE VON BUCHWERTEN DER EINZELNEN KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen weitestgehend den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der Zahlungsmittel) fast ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Es bestanden zum 31. Dezember 2021 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst wurden.

TEUR Kategorien gem. IFRS 9 Buchwert Bewertung gem. IFRS 9 Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse 31.12.2021 Fortgeführte AK Fair value OCI Fair Value PL 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen FVTPL 1.500 1.500 1.500
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 14.066 14.066 14.066
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte AC 1.344 1.344 1.344
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 9.613 9.613 9.613
Nicht als Sicherungsinstrument designiert Devisentermingeschäfte FVTPL 0 0 0
Finanzielle Schulden nach Klasse
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden FLAC 9.456 9.456 9.445
Sonstige langfristige finanzielle Schulden 1.074
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung n/a 1.065 n/a
davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung FLAC 9 9 9
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen FLAC 7.226 7.226 7.226
Kurzfristige Finanzschulden FLAC 3.510 3.510 3.510
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden 6.945
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung n/a 835 n/a
davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden FLAC 6.110 6.110 6.110
TEUR Hierarchie-Stufe
Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse
--- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen Stufe 3
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Stufe 2
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte Stufe 2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Stufe 2
Nicht als Sicherungsinstrument designiert Devisentermingeschäfte Stufe 2
Finanzielle Schulden nach Klasse
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden Stufe 2
Sonstige langfristige finanzielle Schulden
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung
davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen Stufe 2
Kurzfristige Finanzschulden Stufe 2
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung
davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden Stufe 2
Buchwerte nach Kategorie Kategorie 31.12.2021

TEUR
Finanzielle Vermögenswerte, die zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden AC 25.023
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlust-Rechnung bewertet werden FVTPL 1.500
Finanzielle Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden FLAC 26.311
TEUR Kategorien gem. IFRS 9 Buchwert Bewertung gem. IFRS 9 Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse 31.12.2020 Fortgeführte AK Fair value OCI Fair Value PL 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen FVTPL 1.500 1.500 1.500
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 14.321 14.321 14.321
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte AC 839 839 839
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 10.166 10.166 10.166
Finanzielle Schulden nach Klasse
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden FLAC 12.256 12.256 12.320
Sonstige langfristige finanzielle Schulden 1.519
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung n/a 1.490 n/a
davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung FLAC 29 29 29
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen FLAC 5.999 5.999 5.999
Kurzfristige Finanzschulden FLAC 4.678 4.678 4.699
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden 6.120
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung n/a 1.201 n/a
davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden FLAC 4.919 4.919 4.919
TEUR Hierarchie Stufe
Finanzielle Vermögenswerte nach Klasse
--- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen Stufe 3
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Stufe 2
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte Stufe 2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Stufe 2
Finanzielle Schulden nach Klasse
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden Stufe 2
Sonstige langfristige finanzielle Schulden
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung
davon langfristige Rückzahlungsverpflichtung
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen Stufe 2
Kurzfristige Finanzschulden Stufe 2
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden
davon Schulden aus der Leasingbilanzierung
davon übrige sonstige kurzfristige finanzielle Schulden Stufe 2
Buchwerte nach Kategorie Kategorie 31.12.2020

TEUR
Finanzielle Vermögenswerte, die zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden AC 25.326
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlust-Rechnung bewertet werden FVTPL 1.500
Finanzielle Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden FLAC 27.881
Finanzielle Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden FLAC 1.495

Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet:

Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Der Fair Value der Ende Dezember 2019 erworbenen Beteiligung spiegelt den entsprechenden Transaktionspreis zum Anschaffungszeitpunkt wider und basiert auf einem Unternehmenswertgutachten, welches der Stufe 3 zuzuordnen ist.

Für das Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft zur Bewertung ein Discounted Cash Flow Verfahren angewandt. Wesentliche Parameter sind der verwendete Abzinsungssatz sowie die Planungsrechnung der Gesellschaft. Die Berechnung führte nicht zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwertes. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dieser Beteiligung um ein Startup Unternehmen handelt, wurden Planungsabschläge von 52% vorgenommen.

Für den beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinvestments hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen. Eine Erhöhung / Verminderung der erwarteten Zahlungsströme um 5% würde zu einer erfolgswirksamen Erhöhung / Verminderung des Beteiligungsbuchwertes um dreistellige TEUR Beträge führen. Eine Veränderung des risikobereinigten Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte würde zu einer Erhöhung / Verminderung im unteren zweistelligen TEUR Bereich führen.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der festverzinslichen Darlehen, erfolgte auf Basis aktuell verfügbarer laufzeit-äquivalenter Euro-Swapsätze.

Der beizulegende Zeitwert der nicht als Sicherungsinstrument designierten Devisentermingeschäfte beträgt 0 TEUR.

Der Konzern schließt Devisentermingeschäfte nur mit Finanzinstituten mit hoher Bonität (Investment Grade) ab. Zu den am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören Forward-Preismodelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, z.B. Bonität der Geschäftspartner, Devisenkassa- und -terminkurse, Renditekurven ausgewählter Fremdwährungen, Währungsspreads zwischen ausgewählten Fremdwährungen, Zinsstrukturkurven und Forwardkurven der zugrunde liegenden Rohstoffe.

Zum 31. Dezember 2021 enthält die zum Marktwert bewertete Derivatposition (Markt-to-Market) keine Wertberichtigung für das Ausfallrisiko der Gegenseite des Derivats aufgrund der Kürze des Laufzeitzeitraums. Gewinne und Verluste aus den Devisentermingeschäften werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Zahlungsverpflichtung aus der unternehmenswertbasierten Vergütung 2021 ermittelt sich formelbasiert auf Basis eines Vergleichs der Marktkapitalisierung der Softing zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres und wird der Stufe 2 zugeordnet.

Die Nettoergebnisse der jeweiligen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 für 2021 und 2020 werden in der nachfolgenden Übersicht gezeigt:

Nettogewinne und -Verluste 2021

(TEUR)
Zinsen Wertberichtigung Währungsgewinne & Verluste Nettoergebnis
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten AC 1 2 1.649 1.653
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten FLAC -206 -206
Nettogewinne und -Verluste 2020

(TEUR)
Zinsen Wertberichtigung Währungsgewinne & Verluste Nettoergebnis
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten AC 24 17 -1.298 -1.256
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten FLAC -205 -205

Nettoergebnisse aus der Beteiligung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei die Zeitwertänderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden, ergaben sich nicht.

Die gesamten Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden belaufen sich in der aktuellen Periode auf TEUR 1 und Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden auf TEUR 206. Im Vorjahr betrugen die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen TEUR 24 und die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden TEUR 205.

10. ZIELSETZUNG UND METHODE DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2021 bzw. 31. Dezember 2020 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 61,5% (Vj. 59,9%).

Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, sowie den nicht beherrschenden Anteilen und entspricht folglich dem bilanzierten Eigenkapital zum Bilanzstichtag i.H.v. TEUR 63.584 (Vj. TEUR 63.010). Die Softing AG versucht soweit wie möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.

Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen und um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen bis auf die in D1. genannten Großkunden.

Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2021 und 31. Dezember 2020 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2021 betrugen TEUR 255 (Vj. TEUR 261).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.613 (Vj. TEUR 10.166) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,00% (Vj. 0,00%) verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.966 (Vj. TEUR 16.934) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken, da diese Darlehen von TEUR 12.256 aus Festzinsdarlehen bestehen.

Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der kurzfristigen Darlehen im Zinsaufwand mit TEUR 4 (Vj. TEUR 15) niederschlagen.

Wechselkursrisiko

Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist auf drei Währungen beschränkt, USD, CHF und RON. Dem Wechselkursrisiko im USD-Bereich liegt ein natürlicher Hedge zu Grunde, da in den USA und in Singapur (USD als funktionale Währung) Erträge und Aufwendungen für die Produkte anfallen. Bezüglich des rumänischen RON und CHF besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko, da diese an den Euro gebunden sind und die Vereinbarungen mit der rumänischen Tochter in EUR abgeschlossen sind.

Bezogen auf den Wechselkurs des USD ergeben sich folgende Sensitivitäten:

In TEUR/USD USD
Stichtagskurs: USD 1,23 1,25 +10% 1,02 -10% Abweichung Abweichung
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte/Schulden USD USD in EUR +10% -10%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.655 4.110 3.736 4.566 -374 457
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.105 14.220 12.927 15.800 -1.293 1.580
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 221 195 178 217 -18 22
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.047 4.456 4.051 4.951 -405 495
Kurzfristige Schulden -7.192 -6.350 -5.773 -7.056 577 -706
18.836 16.630 -1.512 1.848

Änderungen aus dem USD-Wechselkurs zum EUR würden sich teilweise im Eigenkapital des Softing-Konzerns und teilweise in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung niederschlagen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.

Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.658, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 9.613 (Vj. TEUR 10.166). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns betrug 9,3% (Vj. 10,0%).

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag und bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Bei den in der Tabelle aufgeführten Beträgen handelt es sich um nicht abgezinste Cashflows.

31.12.2021

(TEUR)
Bis 1 Jahr 2-5 Jahre Über 5 Jahre
Finanzielle Schulden
Darlehen 3.510 9.456
Leasingverbindlichkeiten 834 1.066
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 7.226
Sonstige finanzielle Schulden 6.945
31.12.2020

(TEUR)
Bis 1 Jahr 2-5 Jahre Über 5 Jahre
Finanzielle Schulden
Darlehen 4.896 11.578 1.055
Leasingverbindlichkeiten 1.280 1.569
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.999
Sonstige finanzielle Schulden 6.120 8

11. SICHERUNGSBEZIEHUNGEN UND DERIVATE

Der Softing Konzern ist durch seine internationale Tätigkeit im operativen Geschäftsbetrieb bestimmten Risiken ausgesetzt. Der Softing Konzern steuert dabei das Währungsrisiko auch durch den sporadischen Einsatz derivativer Finanzinstrumente.

Die Risikomanagementstrategie des Softing-Konzerns und ihre Umsetzung sind in Anhangs-Angabe E10 erläutert.

Nicht als Sicherungsinstrumente designierte Derivate

Der Softing-Konzern verwendet Devisenterminkontrakte, um sich gegen einen Teil der Transaktionsrisiken abzusichern. Die Devisenterminkontrakte werden nicht als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Cashflows designiert. Der Zeitraum, für den die Devisenterminkontrakte abgeschlossen werden, entspricht dem Zeitraum, in dem ein Fremdwährungsrisiko der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle besteht, in der Regel bis zu 3 Monaten. Dabei werden Devisenterminkontrakte auch revolvierend abgeschlossen.

12. BELEGSCHAFT

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

2021 2020
zum Bilanzstichtag 388 397
im Geschäftsjahresdurchschnitt 388 399
Marketing & Sales 115 126
Research & Development 217 221
Administration & General 45 42
Management 11 10

13. VORSTANDSVERGÜTUNG

Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr. Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, Grünwald, Vorstandsvorsitzender

Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal

Gewährte Bezüge Gesamt
TEUR 2021 2020
--- --- ---
Fixvergütung 787 738
Nebenleistungen 80 50
Summe 867 788
Ermessensprämie 100 25
Einjährige variable Vergütung 259 210
Mehrjährige variable Vergütung 399 469
Einjährige unternehmenswertbasierte Vergütung 534 0
Summe 1.292 704
Versorgungsaufwand 76 75
Gesamtvergütung 2.235 1.567

Alle Vergütungsbestandteile gelten als im Geschäftsjahr zugeflossen. Ein Teil der Gesamtvergütung, auch aus den Vorjahren, ist zum Stichtag i.H.v. TEUR 3.919 (Vj. TEUR 2.517) in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen.

Darüber hinaus wurden nicht beanspruchte Urlaubstage in Höhe von TEUR 16 im Geschäftsjahr aus dem Vorjahr abgegolten (Vj. TEUR 0).

Die Verpflichtungen aus nicht rückgedecktem Versorgungsaufwand für den Vorstand belaufen sich auf TEUR 1.115 (Vj. TEUR 1.354).

Die Nebenleistungen und der Versorgungsaufwand beinhalten KFZ-Pauschalen und die Zuschüsse der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und Zuschüsse zur Altersversorgung und Versorgungsaufwendungen.

Bei der unternehmenswertbasierten Vergütung handelt es sich um einen kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteil, welcher in bar abgegolten wird. Der Vorstand partizipiert hierbei anteilig an einer positiven Entwicklung der Marktkapitalisierung innerhalb des Geschäftsjahres der Softing AG. Die Vergütungskomponente wird jährlich neu festgelegt. Eine Zahlungsverpflichtung resultiert hieraus nur, soweit die Unternehmenswertsteigerung eine im Vorhinein festgelegte Steigerungsrate übertrifft. Bei sinkender Marktkapitalisierung oder einem Unterschreiten der Steigerungsrate verfällt der Anspruch ersatzlos. Die Zahlungsverpflichtung ermittelt sich formelbasiert auf Basis eines Vergleichs der Marktkapitalisierung der Softing zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres. In Höhe der zum Bilanzstichtag feststehenden Zahlungsverpflichtung wurde Personalaufwand erfasst. Die Verpflichtung wurde bis zum Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlt und wird in den finanziellen Schulden ausgewiesen.

Die Gesamtvergütung ist nach Maßgabe des IAS 24.17 als kurzfristig einzustufen.

Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 181 (Vj. TEUR 182) erfasst.

Es besteht für die Vorstände eine D&O Versicherung mit einem Eigenanteil von 10%.

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2021 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.773 (Vj. TEUR 3.031) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 175 (Vj. TEUR 182).

Alle weiteren Details sind im Vergütungsbericht nach § 162 AktG dargelegt.

14. AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2021 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)

Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zug, Schweiz (Stellv. Vorsitzender)

Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)

Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin

(Mitglied des Aufsichtsrats)

Dussmann Stiftung, Berlin

(Mitglied des Stiftungsrats)

Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin

(Mitglied des Beirats)

Deutsche Mittelstandsservice AG (Vorsitzender)

Herr Kratzer bekleidet kein weiteres Aufsichtsratsmandat

Herr Dr. Fuchs bekleidet kein weiteres Aufsichtsratsmandat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5% des Konzern-EBITs vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 45 (Vj. TEUR 45) und setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Fix Variabel Gesamt
2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 0 0 20 20
Andreas Kratzer 15 10 0 0 15 10
Dr. Klaus Fuchs 10 15 0 0 10 15
Gesamtvergütung 45 45 0 0 45 45

Die Gesamtvergütung ist zum Stichtag i.H.v. TEUR 45 (Vj. TEUR 45) in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen.

Die Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat beträgt TEUR 2.265 (Vj. TEUR 1.594).

15. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers 2021 Rödl & Partner GmbH Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

2021

TEUR
2020

TEUR
Abschlussprüfung 122 134
Sonstige Leistungen 71
193 134

16. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Ukraine-Krise

Der seit Ende Februar 2022 stattfindende Angriffskrieg von Russland und Weißrussland gegenüber der Ukraine sowie die gegen Russland und Weißrussland verhängten Sanktionen wirken sich, zum aktuellen Stand, so gut wie gar nicht auf die Geschäftstätigkeit des Softing-Konzern aus. Der Softing-Konzern unterhält kaum Kundenbeziehungen in die betroffenen Länder und tätigt auch keine Beschaffungen aus diesen Ländern. Gleichwohl beobachtet der Softing-Konzern die Entwicklungen laufend, da sich indirekte Effekte durch weiter ansteigende Inflation, eine Eintrübung des Wirtschaftsklimas sowie zusätzliche Verknappungen auf dem Beschaffungsmarkt ergeben könnten. Die Auswirkungen dieser Effekte hängen wesentlich von der Dauer der kriegerischen Auseinandersetzungen und der Dauer, der gegenüber Russland und Weißrussland verhängen Sanktionen ab und können derzeit nur schwer abgeschätzt werden.

Rückwirkend zum 1. Januar 2022 erfolgte die Verschmelzung der Softing Automotive Electronics Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt auf die Softing Automotive Electronics GmbH, Haar.

Im Januar 2022 gründete die Softing AG die GlobalmatiX GmbH mit Sitz in Haar, diese Gesellschaft wird zukünftig für die Koordination der Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Umfeld der GlobalmatiX Produkte tätig sein.

In der Berichtsperiode wurde ein neuer Immobilien Leasingvertrag abgeschlossen.

Dieser Immobilien Leasingvertrag betrifft die Zentrale in Haar ab 01.März 2022. Aufgrund eines Vermieterwechsels und der Tatsache, dass es sich um einen neuen, komplett eigenständigen Mietvertrag handelt, wird dieser erst ab dem ersten Quartal 2022 bilanziell erfasst.

17. ERKLÄRUNG NACH §§ 289F UND 315D HGB

Die Erklärung nach §§ 289f und 315d HGB wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 18. März 2022

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

AN DIE SOFTING AG, HAAR

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Softing AG, Haar, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Softing AG, Haar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter, den Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im zusammengefassten Lagebericht, den im Abschnitt "Steuerungssystem" im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Verweis auf die Corporate Social Responsibility Berichterstattung sowie den Abschnitt "Bericht des Aufsichtsrates", die zusammen Bestandteil des Geschäftsberichts sind, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

ZEITRAUMBEZOGENE ERTRAGSREALISIERUNG BEI KUNDENPROJEKTEN (DIENSTLEISTUNGSLÖSUNGEN)

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Im Konzernabschluss der Softing AG werden Umsatzerlöse aus zeitraumbezogener Erfüllung von Dienstleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 8.194 aus der Entwicklung von Kundenprojekten ausgewiesen. Die Bilanzierung der Umsatzerlöse erfolgt hierbei - soweit die Kriterien des IFRS 15 erfüllt sind - nach dem Leistungsfortschritt, wobei die Schätzung des Leistungsfortschritts nach dem Verhältnis der tatsächlich angefallenen Auftragskosten zu den geplanten Gesamtkosten ("Cost to cost Methode") gemessen wird. Insbesondere die Schätzung der geplanten Gesamtkosten sowie die sachgerechte Zuordnung vor allem der Personalkosten auf die Projekte erfordern Einschätzungen und das Treffen von Annahmen der gesetzlichen Vertreter.

Aufgrund der Komplexität der Bilanzierung, der Langfristigkeit der Aufträge sowie der daraus resultierenden Schätzunsicherheiten war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur zeitraumbezogenen Erfassung von Umsatzerlösen aus Kundenprojekten unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades beurteilt und getestet. Auf Basis von Stichproben haben wir Projekte auf das Vorliegen der Voraussetzungen zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach IFRS 15 geprüft. Ferner haben wir die Bestimmung des Fertigstellungsgrades der kundenspezifischen Fertigungsaufträge nach der "Cost-to-Cost-Methode" und die daraus abgeleitete anteilige Umsatz- und Gewinnrealisierung unter Berücksichtigung der Möglichkeit einer sofortigen Verlusterfassung gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir die Ermittlung sowohl der geplanten Gesamtkosten als auch der tatsächlich angefallenen Kosten nachvollzogen. Zudem haben wir Stetigkeit und Konsistenz der angewandten Verfahren zur Ermittlung der angefallenen Kosten beurteilt. Außerdem haben wir durch konzernweit konsistente Prüfungshandlungen sichergestellt, dem diesem Prüffeld inhärenten Prüfungsrisiko zu begegnen.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung sind in den Abschnitten B.1, B.13, C.10 und D.1 des Konzernanhangs enthalten.

WERTHALTIGKEIT VON GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt TEUR 17.064 (16,5% der Bilanzsumme bzw. 26,9% des Eigenkapitals) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde ein Wertminderungsbedarf bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Softing Engineering & Solutions GmbH in Höhe von TEUR 1.000 festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit der bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysten nachvollzogen.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest und zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind den Abschnitten B.6 und C.2 des Konzernanhangs enthalten.

ENTWICKLUNGSLEISTUNGEN FÜR SELBSTERSTELLTE PRODUKTENTWICKLUNGEN

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Übrige immaterielle Vermögenswerte" ein Betrag von TEUR 13.077 für selbsterstellte Produktentwicklungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Entwicklungsleistungen für Neuentwicklungen und wesentliche Weiterentwicklungen von Produkten (nachfolgend "Produktentwicklungen"), die nach den Vorschriften des IAS 38 aktiviert wurden. Die Entwicklungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten. Die Aktivierbarkeit von selbsterstellten Produktentwicklungen ist von den Kriterien des IAS 38.57 abhängig - insbesondere der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung, die Art und Weise wie der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen finanziellen Nutzen erzielen kann sowie verlässliche Bewertbarkeit - und beinhaltet erhebliche Ermessensspielräume. Ab der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts erfolgt die planmäßige Abschreibung i.d.R. über 5 Jahre. Im Geschäftsjahr trugen die aktivierten Eigenleistungen mit TEUR 3.653 zum Konzernergebnis bei. Gegenläufig wurden planmäßige Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte von TEUR 3.788 verbucht. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Aktivierung, Werthaltigkeit und Abschreibung von Entwicklungskosten in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen des Vorstands beruht und damit mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem die Voraussetzungen für die Aktivierbarkeit für einzelne Projekte anhand der Kriterien des IAS 38.57 gewürdigt.

Weiterhin haben wir das methodische Vorgehen zur Ermittlung der aktivierbaren Kosten nachvollzogen. Wir haben beurteilt, dass der Prozess zur Aktivierung von Entwicklungskosten angemessen ausgestaltet ist und eingerichtete Kontrollen sachgerecht implementiert sind. Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten und die Werthaltigkeit der Produktentwicklungen haben wir anhand geeigneter Nachweise (Absatzprognosen, Wertminderungstests) beurteilt. Dabei haben wir auch Einsicht in Projektunterlagen genommen, um uns von dem jeweiligen Projektfortschritt zu überzeugen.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in den Abschnitten B.5 und C.3 des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die Versicherungen nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4, 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht
den Bericht des Aufsichtsrats
die Ausführungen im Abschnitt "Corporate Responsibility Report" des Geschäftsberichts
die übrigen Teile des "Geschäftsberichts"
das uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellte Vorwort des Vorstands,
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei SOFTING_AG_KA+LB_ESEF_31-12-2021.zip (SHA256-Hashwert: 4d8574a2edaf-732fa5e60d9ad21e65a05a48c4800862608f78ad-830f6bb84ff0) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. November 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der Softing AG, Haar, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht -auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Felix Haendel.

München, den 18. März 2022

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Hager, Wirtschaftsprüfer

Haendel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2021

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Softing-Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Im Berichtsjahr 2021 haben 6 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden:

Am 19. März, 25. März, 5. Mai, 23. Juli, 28. Oktober und am 17. Dezember.

Weiterhin haben im Berichtsjahr 2021 2 Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden:

Am 1. März und am 28. Oktober.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Softing-Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit aufgrund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.

SCHWERPUNKTE DER SITZUNGEN

In der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 1. März 2021 informierte sich der Prüfungsausschuss über den Fortgang der Jahresabschlussprüfung 2020 und der zu erwartenden Ergebnisse.

In den Aufsichtsratssitzungen am 19. März 2021 und 25. März 2021 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 und den ersten Ergebnissen im Jahr 2021. Weiterer, wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2021. Aufgrund der Covid-19-Pandemie hat der Aufsichtsrat und der Vorstand beschlossen wieder eine virtuelle Hauptversammlung abzuhalten.

In der Aufsichtsratssitzung am 5. Mai 2021, im Anschluss an die ordentliche virtuelle Hauptversammlung, erfolgte eine Nachlese zur Hauptversammlung. Ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick der Strategie und des operativen Geschäfts und der Finanzsituation schlossen sich an.

Am 23. Juli 2021 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten, weiterhin wurde die Entwicklung der GlobalmatiX AG vorgestellt. Der Vorstand berichtete über den Status und die Maßnahmen in der Pandemie und dem geschätzten Impfstatus bei den Mitarbeitern. Es erfolgte auch die Verabschiedung des Risikoberichtes für das erste Halbjahr 2021. Weiterhin regte der Aufsichtsrat an, für jedes Segment, einen jeweils verantwortlichen Geschäftsführer zur Planungssitzung im Dezember einzuladen.

In der Sitzung vom 28. Oktober 2021 informierte der Vorstand detailliert über Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen der ersten 9 Monate 2021 und der Finanzplanung für den Rest des Jahres, weiterhin wurde die Entwicklung der GlobalmatiX AG vorgestellt, wie den aktuellen Stand der Kundenakquise, Umsatz- und Vertriebschancen. Das Thema Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkung auf die Lieferfähigkeit im Produktbereich war ein weiteres Thema. Der Vorstand berichtete auch über die Verhandlungen für den neuen Mietvertrag am Hauptstandort in Haar bei München. Der Vorstand strebt mit dem neuen Eigentümer der Immobilie einen Mietvertrag über sieben Jahre an. Diskussionen über die Portfolio-Strategie des Softing-Konzerns haben sich angeschlossen. In der anschließenden Sitzung des Prüfungsausschusses, unter der Teilnahme der zuständigen Wirtschaftsprüfer, wurden die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung 2021 festgelegt.

In der Aufsichtsratssitzung am 17. Dezember 2021 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2021, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2022 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Bei den Planungen für die Segmente waren teilweise, wie vom AR angeregt, Geschäftsführer anwesend. Der Bericht über die Entwicklung der Akquisition GlobalmatiX erfolgte danach. Herr Homolka stellte den Risikobericht für das zweite Halbjahr 2021 vor und beantwortete die Nachfragen des Aufsichtsrates. Es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand. Es folgte eine Diskussion über die weitere Portfolio Strategie und die strategische Ausrichtung der einzelnen Segmente.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2021 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit der Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.

ZUSAMMENSETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Andreas Kratzer (stellvertretender Vorsitzender) und Dr. Klaus Fuchs. Die Aufgaben des Prüfungsausschuss wurden von Herrn Dr. Schiessl und Herrn Kratzer wahrgenommen. Alle weiteren Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus den Herren Dr. Dr. Wolfgang Trier und Ernst Homolka.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft.

Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 18. März 2022 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.

Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2021 in seiner Sitzung am 18. März 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

DANK

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz für Softing im Laufe der Covid-19-Pandemie und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2021.

Haar, den 18. März 2022

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Softing AG

Richard-Reitzner-Allee 6

85540 Haar/Deutschland

Telefon +49 89 4 56 56-0

Fax +49 89 4 56 56-399

[email protected]

www.softing.com