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Softing AG Annual Report 2019

May 5, 2020

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Annual Report

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Softing AG

Haar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Zusammengefasster Lagebericht sowie des Softing-Konzerns für das Geschäftsjahr 2019

der Softing AG

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL

Geschäftsmodell des Softing-Konzerns

Der Softing-Konzern ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial, Automotive und IT Networks international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen des Segments Automotive von Softing stehen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort. Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO. Das Thema Datenfernübertragung hat mit der Akquisition der GlobalmatiX AG eine neue Dimension im Jahr 2018 erfahren und wurde im Jahr 2019 zur Marktreife gebracht.

Das Segment IT Networks steht für das Testen, Qualifizieren und Zertifizieren von Verkabelungen in IT-Systemen, basierend auf weltweiten technologischen Standards. Die Kunden optimieren mit den Messgeräten von IT Networks für Kupfer- und Glasfasernetze ihre täglichen Arbeitsabläufe und schaffen Sicherheit im Datenaustausch.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in allen drei Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive, Industrial und IT Networks aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

Softing AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Softing-Konzerns.

Segment Industrial

Softing Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia s.r.l. ist organisatorisch eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH. Softing Italia s.r.l. in Mailand betreut Kunden in Italien direkt vor Ort. Im Jahr 2019 trug die Gesellschaft erneut positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee, sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport, Massachusetts, sind organisatorisch Töchter der Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Delaware. OLDI ist seit fast 30 Jahren ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDIs tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markteinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. 2019 trugen die amerikanischen Gesellschaften insgesamt positiv zum Gesamterfolg des Softing-Konzerns bei.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug 2019 mit Ihren Verkäufen in den Segmenten Industrial und IT Networks wieder positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.

Segment IT Networks

Softing IT Networks GmbH und Softing Singapore Pte. Ltd.

Softing IT Networks GmbH mit Sitz in Haar, München, ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur entwickelt und liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Die zwei Softing IT Networks-Gesellschaften tragen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten positiv zum internationalen Erfolg bei.

Softing S.A.R.L.

Die Softing S.A.R.L. mit Sitz in Paris, Frankreich, stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd.

Die Softing Services GmbH und die Firma Beijing Windhill Technology Co., Ltd. betreiben ein Joint Venture für die Vermarktung der Produkte aus dem Softing-Konzern im chinesischen Markt.

Segment Automotive

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing. Darüber hinaus deckt SMT (Softing Mess-Technik) den gesamten Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung ab.

Softing Engineering & Solutions GmbH

Die Softing Engineering & Solutions GmbH ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Softing ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen der Fahrzeugelektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Engineering & Solutions GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblichen Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Engineering & Solutions GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.

GlobalmatiX AG und GlobalmatiX Inc.

Die GlobalmatiX AG mit Sitz in Liechtenstein ist ein Mobile Virtual Network Operator (MVNO) der in Europa und Nordamerika mobile Datenkommunikation für Fahrzeuge und Maschinen anbietet, wie diese in den Bereichen (teil-)autonomes Fahren wie auch bei anderen "Connected Services" von Fahrzeugen und Maschinen benötigt werden. Softing weitete mit dieser Akquisition ihre Kompetenzen im Bereich der Megatrends Digitalisierung und Industrie 4.0 massiv aus und legt damit die Basis zu neuen serviceorientierten Umsätzen. Die GlobalmatiX Inc. hat die Vermarktung der Produkte der GlobalmatiX AG in Nordamerika übernommen.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien, fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und ist ein strategisch wichtiges Mitglied des Softing-Konzerns.

Softing North America Holding Inc.

Die Softing North America Holding Inc. ist die zentrale Holdinggesellschaft für die nordamerikanischen Tochtergesellschaften.

Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, von Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

STEUERUNGSSYSTEM

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT (EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung). Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über ausgewählte Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bezüglich der Corporate Social Responsibility (CSR) wird auf die CSR Berichterstattung im Geschäftsbericht verwiesen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden stringent nachverfolgt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Grundlage der Steuerung sind für die Softing AG aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden von Konzerngesellschaften. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat der Softing Konzern 20,6 Mio. EUR (Vj. 20,3 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 22,6% (Vj. 24,2%), davon hat der Softing Konzern 26,7% (Vj. 21,7%) aktiviert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR).

Zum Jahresende waren 226 (Vj. 232) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt, wie nachfolgend dargestellt.

Grundlage des jahrelangen Geschäftserfolges der Softing Industrial Automation GmbH, ist das durch Software und Hardwareentwicklung geprägte Wissen und die Kompetenz für exzellentes embedded Engineering/Systems Engineering. Die zunehmende Verlagerung von Hardwareentwicklungsanteilen in die Softwareentwicklung trägt grundsätzlich dazu bei, dass die Gesellschaft in deutlich zunehmendem Maße technologisch gefragt ist. Der Megatrend Digitalisierung / IoT / IIoT / Industrie 4.0 bewirkt eine deutlich gestiegene Nachfrage nach jeglicher Technologie des Unternehmens aus allen Bedarfsbereichen industrieller Kommunikation.

Im Geschäftsjahr 2019 konnte Softing IT Networks im Bereich Zertifizierung und Qualifizierung der Verkabelung weitere Neuentwicklungen auf den Markt bringen. Zum einen wurde in Zusammenarbeit mit einem externen Entwicklungspartner eine neue Geräteserie NetXpert XG für die Qualifizierung von Verkabelungen bis 10G Ethernet vorgestellt. Mit dieser Serie konnte Softing eine Weltneuheit vorstellen, da bis dato nur Qualifizierer bis 1G Ethernet auf dem Markt erhältlich waren. Zum anderen wurde die WireXpert-Serie mit einer Cloud-Anbindung ausgestattet, um für größere Installationsunternehmen das verteilte Arbeiten mit mehreren Teams zu erleichtern.

Im Bereich Wireless LAN hat Softing IT Networks 2019 mit dem WaveXpert das erste Wireless-Produkt unter der Marke Softing fertiggestellt. Der WaveXpert ermöglicht die detaillierte Paketanalyse in drahtlosen Netzwerken. Im Bereich Kabelverifizierer wurde ein Entwicklungspartner mit der Neuentwicklung einer kompletten Geräteserie bestehend aus 4 Geräten beauftragt, um die bestehende Cablemaster-Serie im Jahr 2020 ablösen zu können. Auch diese Produktfamilie wird unter der Softing Marke auf den Markt gebracht werden, was wiederum den Anteil der Softing-Eigenprodukte im Produktportfolio steigern wird.

Durch die Arbeiten in internationalen Normungsgremien arbeitet Softing aktiv an der Messtechnik für neue Ethernet Technologien, hauptsächlich für industrielle Anwendungen, mit. Softing hat in diesem Bereich Ende 2019 den Verein "SPE Partner Netzwerk" mitbegründet, um die Technologie Single Pair Ethernet (SPE) mitzugestalten und aktiv zu vermarkten.

Die Softing Automotive Electronics GmbH (SAE) hat im Jahr 2019 die neue Produktgeneration ihres Diagnose Tool Sets DTS9 erfolgreich beim Pilotkunden Daimler im Rahmen eines 3-Jahresvertrages platziert. Hierbei ist insbesondere relevant, dass es sich um ein reines Software-Mietmodell handelt und damit die Jahresumsätze der Folgejahre planbar sind. Der weltweite Rollout bei Daimler hat bereits 2019 begonnen und führt nun zu Nachfrage im Bereich der Tier 1/2 Lieferanten. Daher wird 2020 die Migration der Tier 1/2 Lieferanten auf DTS9 große Bedeutung haben. Auch hier wird -vor alledem bei größeren Tier 1 Lieferanten - angestrebt, auf Mietmodelle umzustellen. Mit der Standardproduktvariante DTS9 werden ab dem zweiten Quartal 2020 OEM und Tier 1/2 Lieferanten im Marktsegment, "Passenger Car" weltweit angesprochen. Entsprechende Gespräche mit strategischen Zielkunden laufen bereits. Im dritten Quartal 2020 werden schrittweise neue Funktionalitäten, insbesondere im Anwendungsfeld "remote" sowie rund um Security-Aspekte eingeführt. Die DTS9 Diagnose-Middleware "SDE" (Smart Diagnostic Engine, ehem. "COS") ist hierfür treibend. Sie ist als eigenständiges Produkt seit 2019 ebenfalls an die Hauptkunden Cummins und Daimler verkauft worden und bei Cummins bereits weltweit erfolgreich im Einsatz. Im Jahr 2020 sollen weitere Kunden gewonnen werden. Ebenfalls im Jahr 2019 wurde die neue Produktgeneration des Servicetesters TDX erfolgreich im Markt eingeführt. Mit den Firmen BoschRexroth und ABT verlassen sich gleich zwei neue Kunden auf die Softing-Lösung. 2020 steht der Gewinn weiterer Kunden im Fokus. Parallel werden auf der Entwicklungsseite insbesondere der Ausbau von mobilen Plattformen, die flexible Integration mit Datenbanksystemen sowie der Einsatz von skalierbaren Cloud-Technologien im Vordergrund stehen. Im Produktsegment Vehicle Communication Interfaces (VCI) konnte im Jahr 2019 das VIN | ING 2000 beim Leadkunden Porsche erfolgreich platziert werden. Dort löst es schrittweise das Vorgängerprodukt HSC in der Fahrzeugproduktion ab. Für 2020 ist das Hauptziel, die Produktversion erfolgreich bei weiteren internationalen Kunden zu verkaufen. Diverse - z.T. fortgeschrittene Gespräche - mit Kunden weltweit laufen bereits. Auf Entwicklungsseite bilden der Ausbau von Mechanismen zum performanten, sicheren und flexiblen Konfigurieren sowie das weitere Optimieren der Verfügbarkeit der Geräte die Schwerpunkte im Jahr 2020. Nachdem 2019 das VIN | ING 6000 beim Pilotkunden FPT erfolgreich gelauncht wurde, stehen für die Geräte der VIN | ING 3000- & VIN | ING 6000-Reihe im Jahr 2020 entwicklungsseitig die Fertigstellung der Marktversion und darin insbesondere der Test-Middleware "VCF" (Vehicle Communication Framework) im Vordergrund. Die Softing Messtechnik (SMT) wird seit 2019 nur noch im Auftrag der Porsche AG weiterentwickelt. Diese Entwicklungsleistungen werden auch von Porsche bezahlt. Bei Porsche wird die SMT in den nächsten 10 Jahren im mobilen Bereich abgelöst, im stationären Bereich (Prüfstände) in den nächsten 20 Jahren. Es werden daher immer wieder neue Technologien entwickelt, z.B. im Jahr 2019/2020 ein neuer RGC-PC.3, welcher das Herzstück der SMT-Systematik darstellt.

Nach Abschluss des ersten Vertrages mit einem großen Automobilhersteller aus Deutschland zur Mitte des Jahres konnte GlobalmatiX AG den gemeinsamen Markteintritt vorbereiten. Der Automobilhersteller plant Anfang 2020 als neuer Telematikanbieter zunächst in den europäischen Markt einzusteigen und hat dafür eine eigene Flottensteuerung für kommerziell genutzte Fahrzeuge aller Marken entwickelt. Die Innovation liegt dabei auf Fern-Diagnosedaten und Wartungsdaten in Echtzeit für markengemischte Fahrzeuge. Die Lösung (Platform-as-a-Service) GlobalmatiX wurde nach ausführlichen Feldtests ausgewählt. Die einzigartige Sicherheit in der "Connected Car2Cloud" der GlobalmatiX, also die Absicherung jeder Transaktion vom "Car" über den Hardware-basierenden eSIM "Chip" in die "Cloud", ermöglicht dem Automobilhersteller damit auch sicherheitsrelevante Flottenbetreiber zu akquirieren.

Diese besondere Sicherheitsanforderung wurde von GlobalmatiX entwickelt, als Patent beantragt und vom Automobilhersteller in intensiven Penetrations- und Hacking-Tests überprüft, als bestanden erklärt und schließlich vom TÜV Nord bestätigt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Weitere Abschwächung der Weltkonjunktur 2019

Die Expansion der Weltwirtschaft hat nach Meinung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) im Jahr 2019 weiter an Fahrt verloren. Die Weltkonjunktur hat sich im zu Ende gehenden Jahr in der Grundtendenz weiter abgeschwächt. Im dritten Quartal legte die globale Produktion lediglich mit einer Rate von 0,8% zu, und für das letzte Vierteljahr signalisiert der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, eine weitere Verlangsamung. Dabei hat sich die Konjunktur insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter verschlechtert, während sich die wirtschaftliche Dynamik in vielen Schwellenländern stabilisiert hat und zuletzt sogar wieder etwas nach oben zeigte. Für das Jahr 2019 insgesamt rechnet das IfW nun mit einem Anstieg der Weltproduktion um nur noch 3,0%, nach 3,7% im Jahr 2018. Dies bedeutet eine Abwärtsrevision um 0,1 Prozentpunkte von der Septemberprognose und ist um 0,4 Prozentpunkte weniger, als vor einem Jahr erwartet. Prägend ist nach wie vor die Schwäche in der Industrie und im Welthandel. Die Expansion der Industrieproduktion verlor ab dem Jahreswechsel 2017/18 zunehmend an Schwung und ist nach den Zahlen des CPB World Trade Monitor im Verlauf dieses Jahres vollständig zum Stillstand gekommen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften schrumpfte die industrielle Erzeugung zuletzt sogar; in den Schwellenländern stieg sie noch leicht, vor allem weil die Produktion in China trotz einer deutlichen Verlangsamung noch aufwärts gerichtet war. Diese Entwicklung ging einher mit einer ausgesprochen schwachen Entwicklung des Welthandels, der ab dem vierten Quartal 2018 drei Quartale in Folge rückläufig war. Zuletzt wurde zwar wieder ein leichter Anstieg im Vorquartalsvergleich verzeichnet, das Niveau von ein Jahr zuvor wurde aber immer noch deutlich unterschritten. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte Nr. 61, 2019|Q4, www.ifw-kiel.de)

Maschinenbau muss sich in schwierigem Umfeld behaupten

Die Maschinenbauer aus Deutschland müssen sich laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einem zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Das Jahr 2019 war geprägt von einer schwachen Weltkonjunktur, immer härteren Drohungen und Sanktionen in den globalen Handelsstreitigkeiten, sowie einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Autoindustrie. Diese drei Entwicklungen waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass Auftragseingänge und Produktion im Jahr 2019 deutlich unter das Vorjahresniveau gerutscht sind. Die Produktion im deutschen Maschinenbau sank in den ersten zehn Monaten des Jahres um real 1,8% zum Vorjahr, die Auftragseingänge gingen im selben Zeitraum um 9,0% zurück. Die Kapazitätsauslastung lag im Oktober mit 83,9% unter dem langjährigen Durchschnitt von 86,2%. Für das kommende Jahr rechnen die VDMA-Volkswirte nach wie vor mit einem weiteren Produktionsrückgang von real 25%. Eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Die Auftragsbücher werden sich, positivere Geschäftsklimadaten vorausgesetzt, erst im Laufe des Jahres wieder füllen. Aufgrund technisch bedingter Durchlaufzeiten werden diese Aufträge nicht vor dem zweiten Halbjahr wieder zu Produktionswachstum führen. Voraussetzung dafür ist, dass sich insbesondere der Handelskrieg zwischen den USA und China nicht weiter verschärft. Die aktuell zu beobachtende konjunkturelle Entspannung in Deutschland und auf wichtigen Auslandsmärkten ist nicht viel mehr als ein Ende des Abwärtsprozesses. Sie kann eine leichte Belebung im Jahresverlauf 2020 einleiten, für eine Entwarnung ist es aber zu früh, denn die weltwirtschaftliche Entwicklung wird nach wie vor durch ein hohes Maß an Unsicherheit belastet. (Quelle: VDMA, Maschinenbau muss sich in schwierigem Umfeld behaupten, www.vdma.org)

Weiter schwächerer Auftragseingang in der Elektroindustrie

Im Gesamtzeitraum von Januar bis einschließlich November 2019 verfehlten die Bestellungen ihren entsprechenden Vorjahreswert um 3,4%, berichtet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Dabei fielen die Inlandsaufträge um 4,4%, und die Auslandsbestellungen sanken um 2,8%. Die Nachfrage von Kunden aus der Eurozone war in den ersten elf Monaten um 4,3% geringer als im Vorjahr. Geschäftspartner aus Drittländern orderten 1,9% weniger. Von Januar bis November 2019 steht somit eine Reduktion des aggregierten Branchenoutputs um 4,2% gegenüber Vorjahr zu Buche. Die Produktionspläne der Elektrounternehmen haben sich im Dezember erholt, bleiben per Saldo aber negativ. 14% der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen, 22% drosseln. Der Rest plant mit einem unveränderten Produktionsniveau. Von Januar bis November 2019 kamen die aggregierten Branchenerlöse auf 175,2 Mrd. EUR. Das waren 1,4% weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2018. Der Inlandsumsatz gab um 2,1% auf 82,7 Mrd. EUR nach und der Auslandsumsatz um 0,7% auf 92,5 Mrd. EUR. Die Erlöse mit der Eurozone fielen zwischen Januar und November 2019 leicht um 0,7% (auf 34,1 Mrd. EUR). Auch das Geschäft mit Drittländern ging um 0,8% (auf 58,4 Mrd. EUR) zurück. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Dezember 2019 weiter verbessert und befindet sich jetzt auf dem höchsten Stand seit einem halben Jahr. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen zogen im Dezember an, letztere dabei stärker als erstere. Dennoch bleiben beide Merkmale immer noch unterhalb der Null-Linie und das Klima insgesamt damit negativ. 18% der Branchenunternehmen bewerten ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als gut, 63% als stabil und 19% als schlecht. Mit Blick auf die nächsten sechs Monate erwarten 22% der Firmen anziehende, 54% gleichbleibende und 24% rückläufige Geschäfte. Der Saldo aus positiven und negativen Exporterwartungen hat im Dezember 2019 erstmals seit einem halben Jahr wieder in den Plusbereich gedreht und liegt jetzt bei +6 Punkten. (Quelle: ZVEI, Konjunkturbarometer Januar 2020, www. zvei.org)

Herausforderndes Jahr 2019 für die Automobilmärkte

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtet von einem herausfordernden Jahr für die internationalen Automobilmärkte. Während der europäische Pkw-Markt sein Vorjahresniveau übertreffen konnte und die Nachfrage auch in Brasilien anzog, wurden in den USA weniger Light Vehicles verkauft als 2018. Die asiatischen Märkte entwickelten sich ebenfalls schwach: China, Japan und Indien lagen jeweils unter Vorjahresniveau. Auch der russische Markt war rückläufig. In Europa wurden im Jahr 2019 insgesamt 15,8 Mio. Pkw neu zugelassen, rund 1% mehr als im Vorjahr. Die großen Volumenmärkte entwickelten sich dabei unterschiedlich. Deutschland (+5%) und Frankreich (+2%) konnten ihr Marktvolumen ausbauen. In Italien blieben die Neuzulassungen auf Vorjahresniveau. Das Vereinigte Königreich (-2%) und Spanien (-5%) mussten hingegen Rückgänge verzeichnen. Von den rund 30 europäischen Märkten konnten 20 Länder das Jahr mit einer positiven Bilanz abschließen. Im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa mit knapp 1,3 Mio. Einheiten um 21% über dem Niveau des Vorjahresmonats. In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) das Jahr 2019 mit knapp 17,0 Mio. verkauften Fahrzeugen ab (-1%). Erstmals seit 2014 überschritt der US-Markt damit nicht mehr die 17-Millionen-Marke. Dabei ging der Absatz von Pkw um 11% zurück, während im Light-Truck-Segment, das mittlerweile 72% des Gesamtmarktes ausmacht, die Verkäufe um 3% stiegen. Im Dezember wurden 1,5 Mio. Light Vehicles verkauft (-6%). In China sank das Volumen des Pkw-Marktes im Jahr 2019 um fast 10% auf 21,0 Mio. Neufahrzeuge. Dies war, nach 2018, der zweite Rückgang in den vergangenen Jahrzehnten. Im Dezember lag das Absatzvolumen mit knapp 2,2 Mio. Einheiten 1% unter Vorjahresniveau. Das schwächere gesamtwirtschaftliche Wachstum Chinas spiegelt sich damit überproportional im Pkw-Markt wider. Der indische Pkw-Markt konnte 2019 nicht an das gute Vorjahr anknüpfen. Es wurden insgesamt 3,0 Mio. Einheiten verkauft, 13% weniger als 2018. Im Dezember lag die Nachfrage 1% unter Vorjahresniveau (235.800 Einheiten). Der japanische Neuwagenmarkt blieb 2019 mit 4,3 Mio. verkauften Pkw um 2% unter dem Vorjahresergebnis. Insbesondere seit der Erhöhung der Mehrwertsteuer im Oktober 2019 ging der Neuwagenabsatz zurück. Im Dezember lag das Verkaufsniveau bei 284.300 Einheiten, 11% weniger als im Vorjahresmonat. Nach zwei starken Wachstumsjahren hat der russische Light-Vehicle-Markt im vergangenen Jahr an Schwung verloren. Im Jahresverlauf lag das Absatzvolumen mit knapp 1,8 Mio. verkauften Neufahrzeugen 2% unter dem des Vorjahres. Mit 179.200 verkauften Light Vehicles stieg der Absatz im Dezember um 2%. Der brasilianische Markt für Light Vehicles verbuchte im Gesamtjahr 2019 ein stattliches Wachstum. Der Absatz von Neuwagen stieg um 8% auf 2,7 Mio. Fahrzeuge. Dies war das dritte Wachstumsjahr in Folge - nach einer langen Schwächephase. Im Dezember betrug das Plus 12% (252.000 Einheiten).(Quelle: VDA, Pressemitteilung vom 16.01.2020, www.vda.de)

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Softing-Konzern hat 2019 weiter zur alten Umsatzstärke zurückgefunden, in allen Märkten und in den Segmenten Industrial und Automotive konnten Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. 2019 lag der Umsatz mit 91,1 Mio. EUR (Vj. 83,9 Mio. EUR) um 7,2 Mio. EUR (8,6%) über dem Vorjahresniveau, die Prognose von 88,0 Mio. EUR wurde um 3,1 Mio. EUR übertroffen. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 12,1 Mio. EUR (Vj. 9,0 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 13,3% (Vj. 10,8%). Das operative EBIT (dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 5,5 Mio. EUR und deren Abschreibungen von 3,3 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung von 2,0 Mio. EUR) beträgt 2019 4,1 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR), die Prognose von 3,7 Mio. EUR wurde somit um 0,4 Mio. EUR übertroffen. Das EBIT 2019 übertraf mit 4,3 Mio. EUR (Vj. 4,1 Mio. EUR) die Prognose von 4,0 Mio. EUR, trotz Belastungen von rund 2,2 Mio. EUR aus dem Geschäftsaufbau der GlobalmatiX.

Die Aufwandspositionen im Konzern entwickelten sich folgendermaßen:

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2019

TEUR
2018

TEUR
Materialaufwand 39.311 36.471
Zuwendungen an Arbeitnehmer 35.441 33.440
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7.820 4.937
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.474 10.830
Betriebliche Aufwendungen 93.046 85.678

Das Segment Industrial erzielte einen Umsatz von 58,3 Mio. EUR (Vj. 52,8 Mio. EUR). Das EBITDA betrug 7,3 Mio. EUR (Vj. 5,3 Mio. EUR). Das EBIT stieg aufgrund des erhöhten Umsatzes von im Vorjahr 3,2 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR.

Der Umsatz von Automotive steigerte sich um 21% von 18,2 Mio. EUR auf 22,0 Mio. EUR, daraus resultierte ein EBITDA von 3,5 Mio. EUR nach 2,7 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT sank leicht aufgrund der Belastungen für der Geschäftsaufbau der GlobalmatiX von 0,6 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR.

Im Segment IT Networks sank der Umsatz um 16% von 12,9 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR und es wurde ein EBITDA von 0,4 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) sowie ein EBIT von -0,5 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR) erzielt.

Daraus resultierte ein Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern von 2,9 Mio. EUR nach 3,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Geschäftsverlauf der Softing AG

Der Gewinn der Konzernmutter, Softing AG, stieg aufgrund gestiegener Ergebnisabführung von -1,4 Mio. EUR im Jahr 2018 um 4,2 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR im Jahr 2019.

ERTRAGSLAGE

Ertragslage Softing-Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.

Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz um 8,6% auf 91,1 Mio. EUR. Allein das Segment Industrial trug zur Umsatzsteigerung mit 5,5 Mio. EUR bei. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 5,5 Mio. EUR und lagen um 1,1 Mio. EUR über Vorjahresniveau (4,4 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen im Verhältnis zum Gesamtumsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 leicht von 5,3% auf 6,1%. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 0,8 Mio. EUR wurden stark durch Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 0,4 Mio. EUR geprägt. Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge 1,4 Mio. EUR.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 2,8 Mio. EUR oder 7,8%. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der starken Umsatzsteigerung in den Segmenten mit dementsprechenden Wareneinständen für Eigen- und Fremdprodukte im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 43,2% (Vj. 43,5%) und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) stieg daher proportional von 47,4 Mio. EUR auf 51,8 Mio. EUR.

Der Personalaufwand stieg um 6,0% auf 35,4 Mio. EUR aufgrund von erhöhten variablen Vergütungen und Gehaltssteigerungen. Zum Stichtag waren 407 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt (Vj. 402).

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen/ Nutzungsrechte stiegen von 4,9 Mio. EUR auf 7,8 Mio. EUR, bedingt durch die Erhöhung der Abschreibung aus der Kaufpreisallokation der GlobalmatiX und der erstmaligen Bilanzierung des neuen Leasingstandards IFRS 16.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken leicht um 0,4 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR. Zum großen Teil aufgrund von verminderten externen Leistungen bei der Produktentwicklung.

Eine zentrale Größe für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,3 Mio. EUR (Vj. 4,1 Mio. EUR) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT von 4,1 Mio. EUR (Vj. 3,5 Mio. EUR).

Das Zinsergebnis fällt von -0,2 Mio. EUR auf -0,4 Mio. EUR zum einen bedingt aufgrund der Bilanzierung nach IFRS 16 und Zinsänderungen in den Pensionsrückstellungen.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte daraus ein Konzernergebnis von 2,9 Mio. EUR (Vj. 3,3 Mio. EUR).

Ertragslage Softing AG

Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen. Ergebnisabführungsverträge bestehen mit folgenden Tochtergesellschaften:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH
Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Services GmbH
Softing IT Networks GmbH

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Engineering & Solutions GmbH

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführungen sind die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr veränderten sich diese von -1,3 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2019 lag bei 1,0 Mio. EUR bis 1,4 Mio. EUR. und wurde somit übertroffen.

Der Personalaufwand stieg von 2,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR aufgrund erhöhter Aufwendungen für Altersversorgung und erhöhter variabler Gehaltskomponenten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt von 0,8 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR.

Aufgrund gestiegener Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften ergab sich für 2019 eine Erhöhung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 2,9 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR.

Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer abgelaufener Geschäftsjahre (Betriebsprüfung der Jahre 2013 bis 2016) wurden im Vorjahr Steuerrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR gebildet, die im aktuellen Geschäftsjahr ausgeglichen wurden. Es besteht jedoch auch eine Rückforderung für das Jahr 2017 in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Diese Rückforderung entstand durch Ergebnisanpassungen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Jahresabschlüssen von Tochtergesellschaften mit Projektgeschäft sowie einem körperschaftssteuerlichen Verlustrücktrag.

Der Jahresüberschuss beträgt 2,8 Mio. EUR (im Vj. Jahresfehlbetrag -1,4 Mio. EUR).

FINANZLAGE

Finanzlage Softing-Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, das die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungsgesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2019 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 69,6 Mio. EUR (Vj. 68,4 Mio. EUR).

Die Eigenkapitalquote erreichte 59,6%, im Vorjahr 68,5%.

Die langfristigen Schulden beliefen sich auf 25,5 Mio. EUR (VJ. 9,4 Mio. EUR). Die Steigerung resultiert aus der Aufnahme langfristiger Darlehen, der Erhöhung der Pensionsrückstellungen und der erstmaligen Bilanzierung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 0,3 Mio. EUR auf 21,7 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung kurzfristiger Darlehen.

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 7,7 Mio. EUR (Vj. 6,4 Mio. EUR) in selbsterstellte und fremderstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Der Konzern ist weiterhin zum Ende des Jahres eine Beteiligung <10% an einem Startup im Segment Automotive eingegangen. Die in diesem Zusammenhang erwachsene Zuzahlungsverpflichtung in die Kapitalrücklage der Beteiligungsgesellschaft i.H.v. 1,5 Mio. EUR wurde am 2. Januar 2020 geleistet. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Jahr 2019 1,2 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR). Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg ergebnisbedingt um 1,0 Mio. EUR von 9,4 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 8,5 Mio. EUR (Vj. 7,7 Mio. EUR), größtenteils geprägt durch die Investitionen in Neuentwicklungen und Ersatzbeschaffungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 3,4 Mio. EUR und war geprägt durch die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 7,5 Mio. EUR, die Aufnahme von langfristigen Darlehen in Höhe von 14,0 Mio. EUR sowie die Dividendenzahlung von 1,2 Mio. EUR.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel standen zum Jahresende bei 14,9 Mio. EUR (Vj. 9,7 Mio. EUR).

Finanzlage Softing AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2019 von 48,3 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR. Die Veränderungen begründen sich in der Auszahlung der Dividende von -1,2 Mio. EUR und dem Jahresüberschuss von 2,8 Mio. EUR.

Die Eigenkapitalquote betrug 68,8% (Vj. 76,7%).

Die Erhöhung der Rückstellungen von 2,2 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR basiert größtenteils auf Veränderungen in der Rückstellung für Pensionen und in den Personalrückstellungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 2,4 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR aufgrund der Auszahlung von variablen Vergütungsansprüchen, einer Kaufpreisverbindlichkeit für eine Beteiligung, erhöhter Lohnsteuerzahllast und gesunkener Umsatzsteuerzahllast.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 6,9 Mio. EUR aufgrund der kompletten Rückführung der bestehenden Darlehen (sowohl lang- als auch kurzfristige) von 7,1 Mio. EUR und der gegenläufigen Neuaufnahme von langfristigen Betriebsmitteln von 14,0 Mio. EUR.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigene, operative Geldzuflüsse für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2019 noch mit 0,0 Mio. EUR. Zur Rückführung dieser Darlehen, der Finanzierung der GlobalmatiX AG und von Produktinnovationen hat die Softing AG 2019 insgesamt Darlehen in Höhe von 14,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen, die am 31.12.2019 mit 14,0 Mio. EUR valutieren.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 12,6 Mio. EUR (Vj. 5,1 Mio. EUR). Es bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 7,4 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Vermögenslage Softing-Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und repräsentierten Ende 2019 einen Anteil von 60,5% der Bilanzsumme (Vj. 63,1%). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 81,4% (Vj. 77,9%).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 7,7 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR. Die Gründe lagen zum größten Teil in der Erstbilanzierung von Vermögenswerten aufgrund des neuen IFRS 16 Leasingstandards und der Konzern ist weiterhin zum Ende des Jahres eine Beteiligung <10% an einem Startup im Segment Automotive eingegangen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 36,8 Mio. EUR auf 46,1 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf einen Anstieg von Zahlungsmitteln von 5,2 Mio. EUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten um 3,7 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 116,8 Mio. EUR (Vj. 99,8 Mio. EUR).

Vermögenslage Softing AG

Die Bilanzsumme der Softing AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,0 Mio. EUR auf 72,5 Mio. EUR (Vj. 63,0 Mio. EUR).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen veränderten sich aufgrund einer Sonderabschreibung um 0,1 Mio. EUR auf 31,1 Mio. EUR (Vj. 31,2 Mio. EUR)

Im Geschäftsjahr 2019 wurden die kurzfristigen Darlehen vollständig zurückgeführt.

Im Jahr 2019 wurden die langfristigen Darlehen neu mit den Hausbanken verhandelt, die Altschulden in Höhe von 1,7 Mio. EUR wurden komplett getilgt und Darlehen in Höhe von 14 Mio. EUR neu aufgenommen, diese Darlehen wurden für 2 Jahre tilgungsfrei gestellt, die Rückzahlung erfolgt danach innerhalb von 5 Jahren linear/quartalsweise. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades bezogen auf den Konzern. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrad problemlos erfüllt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stiegen um 1,1 Mio. EUR auf 15,5 Mio. EUR aufgrund von Auszahlungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln stieg auf 12,6 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken von 11,8 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR aufgrund gesunkener Forderungen aus dem Cashpooling.

GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES SOFTING-KONZERNS UND DER SOFTING AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Softing-Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der verbesserten Ertragssituation und geringerer Verlustsituation einiger Tochtergesellschaften, im Vergleich zum Vorjahr, verbessert.

NACHTRAGSBERICHT

Der Softing-Konzern ist zum Ende des Jahres eine Beteiligung <10% an einem Startup im Segment Automotive eingegangen. Daraus erwächst zum Jahresanfang eine Agio Zahlung von 1,5 Mio. EUR.

BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN

CHANCENBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Softing-Konzern als auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Softing Industrial Automation GmbH

Die Gesellschaft bietet ein ausgesprochen breites Produktportfolio für alle Lösungsszenarien industrieller Kommunikation an. Dies bewirkt das Entstehen vielfältiger Geschäftschancen in allen Bereichen von denkbaren Brownfield/Greenfield Lösungsszenarien sowie generell die Nutzung dieser Kompetenzen und des Wissens in allen Bereichen allgemeiner industrieller Automatisierungstechnik. Die allgemein bekannte IT-Pyramide in Industrieunternehmen unterliegt seit Jahren einem stetigen Wandel. Die interaktive Vernetzung von Datenpunkten wurde bislang durch verschiedenste Technologieschichten erfolgreich realisiert. Dies bewirkte bislang aber auch stetig steigende Integrationskosten und eine stetig steigende Komplexität. SIA versteht es bereits heute exzellent, mit geeigneten Technologien hier den allgemeinen Kundennutzen deutlich zu erhöhen, aber auch durch den Einsatz von neuen Architekturelementen die Komplexität für Kunden und Lösungsnutzer deutlich zu reduzieren.

Das Zusammenwachsen und Syntegrieren von IT / IIoT Komponenten von den Cloud bis in die embedded Firmware von Automatisierungskomponenten bewirkt eine stetig steigende Konvergenz dieser doch historisch weit voneinander getrennten Technologiebereiche. SIA ist hier ideal aufgestellt, diese Konvergenzentwicklung in Geschäftschancen und Markterfolge zu wandeln. Generell chancenverstärkend muss erwähnt und wertend berücksichtigt werden, dass valide Studien vielfältiger namhafter Quellen eine deutlich steigende Anzahl vernetzter industrieller Kommunikationsknoten bzw. Kommunikationsteilnehmer glaubhaft ausweisen. Für SIA bedeutet dies deutlich steigende Bedarfe in Form von exzellenter Kundenberatung und dem Anstieg von absetzbaren Kommunikationsprodukten. SIA ist generell sehr gut aufgestellt, Kunden aller Marktbereiche bei Ihrer Aufgabe der digitalen Transformation wertsteigernd zu unterstützen und damit erfolgreicher zu machen.

Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd.

Der weitere Ausbau der Softing ITN Networks Produktpalette mit Eigenprodukten, die Vorstellung von Marktneuheiten und die Mitarbeit in internationalen Normengremien festigt die Marke Softing als renommierter Messtechnik-Hersteller und steigert weiterhin den Bekanntheitsgrad. Im Bereich Zertifizierer kam 2019 ein weiteres Konkurrenzprodukt zur WireXpert-Serie auf den Markt, welches speziell in Europa ein ernstzunehmender Gegner ist. Im Jahr 2019 und 2020 laufende Neuentwicklungen in diesem Bereich werden ausschlaggebend sein, um im Bereich Zertifizierer weiterhin als Technologie- und Trendsetter erfolgreich zu bleiben. Im Bereich Qualifizierer konnte Softing bereits im Jahr 2019 mit der Weltneuheit NetXpert XG Akzente setzen, was vertrieblich in 2020 weiter ausgebaut werden kann. Die Softing Inc. in USA zeigte bereits in den letzten Jahren sehr gute Erfolge, welche weiterhin im Jahr 2020 ausgebaut werden können. Das Team von Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. zeigt ebenfalls im Jahr 2019 erste Erfolge bei der Etablierung im chinesischen Markt. Der Haupt-Fokus des europäischen Teams in den letzten zwei Jahren war auf die Märkte DACH, Frankreich und Italien/Spanien gesetzt. Außerhalb dieser Märkte besteht weiteres Potential für Erweiterungen des Vertriebs. Neue Technologien für Ethernet in der Industrie (Single Pair Ethernet, SPE) werden in den folgenden Jahren komplett neue Anwendungsbereiche und Märkte für Messgeräte eröffnen.

Online Development Inc.

OLDI ist ein führender Auftragsfertiger (ODM), der mit seinem breiten Angebot von Hardware- und Software-Produkten zahlreiche Markenunternehmen und Marktsegmente in der Industrie unterstützt. Die Kunden nutzen OLDI's weitreichende Kompetenzen in EDV und Kommunikation, um die Markteinführung für neue und bestehende Technologien zu beschleunigen. Durch das Wissen und die Erfahrung in der Sicherheit und Skalierbarkeit von EDV-Anlagen erweitert OLDI sein Geschäft auch zukünftig auf neue Kunden, Projekte und Produkte.

Softing Automotive Electronics GmbH

Im Feld Diagnose-Software bestehen auf Basis der neuen Produktgenerationen und der aktuellen Roadmap-Planung gute bis sehr gute Chancen, weitere strategische Kunden zu gewinnen. Insbesondere der von Softing verfolgte modulare und auf Standards basierende Ansatz ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Vielzahl von Kunden weltweit. Ein neues und strategisch enorm wichtiges Feld stellt die Integration von Softing Middleware-Komponenten auf leistungsstarke onboard Steuergeräte dar. Bereits 2019 wurden erste Proof-of-Concept-Projekte initiiert, die 2020 gestartet werden. Hier erwartet die SAE wesentliche technologische Trends für die Weiterentwicklung seiner Toolchains. Entsprechend werden die Business Development- und Sales-Aktivitäten insbesondere die Vermarktung der neuen Software-Produkte vorantreiben und Opportunities bei Bestandskunden sowie auch bei strategischen Zielkunden erschließen. Hierüber soll eine weitere Verbreiterung der Kundenstruktur erreicht werden. Die Hardware ergänzt das Software-Portfolio und ist für Premiumkunden in den Bereichen "Manufacturing" und "After Sales & Service" ebenfalls attraktiv. Insbesondere im Produktsegment "VCI" wird Softing verstärkt an weltweiten Ausschreibungen teilnehmen und die Generierung der nächsten Leadkunden vorantreiben.

GlobalmatiX

Durch das Qualitätssiegel des TÜV Nord für die "Connected Car2CloudTM" Sicherheit und die "Connected Car"-Lösung konnte GlobalmatiX weitere Automobilhersteller gewinnen. Erste Feldtests sind angelaufen oder wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Daraus resultieren erste Beauftragungen in Europa und USA. So werden beispielsweise erste Großstadt-Busse in Bayern durch Einsatz der xTCU-Box der GlobalmatiX ausfallüberwacht und dies mittels intelligenter Analyse sogar vorausschauend.

SoftingROM s.r.l.

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.

RISIKOBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Softing-Konzern als auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen alle Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik, der Fahrzeugelektronik und Netzwerkkommunikation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Die Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe der Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Softing-Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Um die Risiken bewerten zu können, werden die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

a. Kleine Risiken (relative Risikowirkung bis 25%) sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. Dabei errechnet sich die relative Risikowirkung aus dem Verhältnis der Schadenshöhe multipliziert mit der Risiko-Eintrittswahrscheinlichkeit zum geplanten EBIT einer Konzerngesellschaft.

b. Mittlere Risiken (relative Risikowirkung bis 50%) bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.

c. Große Risiken (relative Risikowirkung über 50%) haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.

d. Bestandsgefährdende Risiken (relative Risikowirkung über 75%) können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Die Risiken werden als Bruttorisiken vor Risikobegrenzungsmaßnahmen genannt.

Um die Risiken überwachen und steuern zu können, nutzt der Konzern eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung der Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum wurden auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei wurde auch abgeschätzt, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachtet werden.

Umfeldrisiken

Die Beurteilung des Wechselkursrisikos gewinnt mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums eine höhere Bedeutung. Jährlich wird überprüft, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit den Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren ihre Abhängigkeit vom britischen Markt im Hinblick auf den Brexit untersucht. Folgende Risikopositionen wurden ermittelt und Maßnahmen zur Risikoreduzierung getroffen: eine Konzerngesellschaft bezieht aus dem britischen Markt Handelswaren in Höhe von rund 4,5 Mio. EUR, dieser Einkauf unterliegt wie in der Vergangenheit dem Währungsrisiko. Bei sich stark abzeichnenden Währungsabweichungen vom Plankurs werden Sicherungsmaßnahmen getroffen. Zum anderen ist bei einem Scheitern der Verhandlungen zu einem geregelten Brexit mit nicht unerheblichen Zollschranken zu rechnen, diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit alternativen Lieferanten aus der europäischen Union und Asien.

Verschiedene Konzerngesellschaften aus der europäischen Union liefern Produkte in den britischen Markt, im Jahr 2018 rund 1,0 Mio. EUR bei 83,9 Mio. EUR Konzernumsatz (1,2% vom Konzernumsatz) und 2019 rund 2,0 Mio. EUR bei 91,1 Mio. EUR Konzernumsatz (2,2% vom Konzernumsatz). Diese Lieferungen sind keinem Währungsrisiko unterworfen, da die Rechnungslegung in Euro erfolgt. Das Zollrisiko bei einem Scheitern der Brexit Verhandlungen bleibt bestehen und kann aber durch eine teilweise Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert werden.

Insgesamt ist das Risiko eines ungeregelten Brexits auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns als eher gering einzuschätzen, zumal bereits Maßnahmen zur Risikoreduzierung im Vorfeld getroffen wurden.

Die Administration informiert sich laufend über etwaige Änderungen in den Zollregularien und kann kurzfristige Maßnahmen bei Änderungen treffen.

Das Thema "Corona-Virus" kann sich auf die Softing AG und den Softing Konzern im Bereich der Hardware-Produkte auswirken, z.B. durch Lieferengpässe bei Elektronik- und Zubehörteilen aus den stark betroffenen asiatischen Ländern. Dies würde temporär zu Verzögerungen in der Produktion und in Folge bei der Umsatzrealisierung führen, allerdings gehen wir von einer Erholung im Jahresverlauf aus, analog zur ähnlichen Situation bei der Versorgung mit Microchips im Jahr 2018. Im Bereich der Software-Produkte besteht eine Gefahr von Lieferengpässen in dieser Form nicht, da die Programmierung durch eigene Mitarbeiter an den Standorten erfolgt.

Als risikomindernde Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter wurden - zusätzlich zu den in den Medien veröffentlichten Ratschlägen - an den Gebäudeeingangstüren Spender mit Desinfektionsmitteln aufgestellt sowie die Sanitärräume und Küchen mit viruziden Handwaschlotionen ausgestattet. Mitarbeitern in Schlüsselpositionen werden Notebooks und VPN-Zugänge zur Verfügung gestellt, um im Quarantänefall von zuhause aus arbeiten zu können. Dienstreisen in besonders betroffene Gebiete werden möglichst durch Web- und Videokonferenzen ersetzt und die Teilnahme an Messen und ähnlichen Veranstaltungen kritisch geprüft.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz ist 2019 im Vergleich zu 2018 um 8,6% gestiegen. Grundsätzlich besteht immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Softing begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Softing reagiert auf dieses Risiko, indem es in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeitet. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

In Teilen des Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch bei Automotive, ist der Konzern in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Softing begegnet diesem Risiko dadurch, dass derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell geplant und der Projektfortschritt sorgfältig überwacht wird. Der Konzern investiert kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedient sich der Konzern in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß die eigenen Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Softing begegnet diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Der Konzern senkt das Risiko dadurch, dass die Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüft und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzt werden. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Ausfall oder Fehlfunktion könnte zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen führen. Softing senkt dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken werden durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch den restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennt der Konzern drohende Insolvenzfälle schneller und könnte rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2019 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt wird dieses Risiko als kleineres Risiko eingeschätzt.

Sonstige Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen wird die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit der Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar eingeschätzt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Der wirtschaftliche Erfolg des Softing-Konzerns beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung des Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb ist Softing bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Den Mitarbeitern werden neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildungen angeboten. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach-oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnte. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

Bisher ist kein Compliance-Fall bei Softing aufgetreten. Trotzdem nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellt der Konzern sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und diese auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt wird dieses Risiko als geringes Risiko eingeschätzt.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach Einschätzung des Managements nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken wird die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar erachtet. Aufgrund der guten Finanz- und Vermögenslage und sich einer wieder verbessernden Ertragslage im Jahre 2019 ist der Vorstand der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

PROGNOSEBERICHT

Aufschwung frühestens 2021 in Sicht

Der Abschwung der deutschen Wirtschaft verlangsamt sich, mit einer spürbaren Belebung ist aber frühestens 2021 zu rechnen. Die Konjunkturforscher des IfW Kiel rechnen in ihrer jüngsten Prognose mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 1,1% im Jahr 2020 und 1,5% im Jahr 2021. Damit revidieren sie ihre Erwartungen leicht um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach oben. Durch eine hohe Anzahl an Werktagen ist die Zuwachsrate 2020 um 0,4 Prozentpunkte überzeichnet. 2021 dürfte der staatliche Haushaltssaldo erstmals wieder negativ sein.

Getrieben wird der Konjunkturabschwung in Deutschland durch die Rezession in der Industrie, die Normalauslastung wird dort mittlerweile unterschritten, dies belastet inzwischen auch die unternehmensnahen Dienstleistungen. Der Abwärtssog wird schwächer, im Auslandsgeschäft ist schon eine leichte Aufwärtstendenz erkennbar. Erfahrungsgemäß dauert es aber im Schnitt etwa fünf Quartale, bis die Industrie eine Rezession überwindet und die Kapazitätsauslastung wieder spürbar zulegt. Damit ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu rechnen.

Die Weltwirtschaft dürfte allmählich wieder Tritt fassen, in den Schwellenländern scheinen sich die Erwartungen bereits etwas aufzuhellen. Der Anstieg der Weltproduktion auf Basis von Kaufkraftparitäten dürfte 3,1% in 2020 und 3,4% im Jahr 2021 betragen. Eine ungünstigere Konjunkturentwicklung könnte eintreten, wenn sich die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel weiter verschlechtern und das Investitionsklima zusätzlich belastet wird, etwa durch eine Verschärfung der Krise bei der WTO. (Quelle: IfW, Konjunkturprognose, 12.12.2019)

Segment Industrial

Die 2019 festgestellte Abschwächung der Weltkonjunktur wirkt im Jahr 2020 nach. Nichts desto trotz kann die Gesellschaft mit einem leichten soliden Wachstum rechnen. 2020 ist unterstützend sicherlich zu prognostizieren, dass die angesprochene und beschriebene Marktentwicklung in den genannten Bereichen industrieller digitaler Kommunikation positiv unterstützend den Jahresgeschäftsverlauf der Gesellschaft erfolgreich begleiten wird.

Segment Automotive

Trotz des verstärkten Kostendrucks in der Automotive-Industrie werden die von Softing angebotenen Produkte und Leistungen weiterhin benötigt. Einige Kunden versuchen, Produktzyklen von Tools und Geräten aus Kostengründen länger zu strecken, doch aufgrund des sehr starken und schnellen technologischen Wandels ist dies nur eingeschränkt möglich. Allein aus funktionalen und technologischen Gründen ergibt sich die Notwendigkeit, auf neue Tools und Geräte zu migrieren. Insbesondere rund um die Diagnose und Wartung von Fahrzeugen werden in den kommenden Jahren eine Vielzahl neuer Technologien und Vorgehensweisen Einzug halten, so dass die SAE mit ihrem Produktportfolio gut positioniert ist. In dieser Situation wird bei vielen Kunden sogar verstärkt und systematisch nach "Buy" Optionen gesucht. Dies liegt insbesondere in dem Bedürfnis nach beherrschter und am Markt bewährter Technologie sowie an der time-to-market begründet. Hieraus ergeben sich auch in Zukunft weitere Chancen für die SAE, so dass wir mittel- und langfristig weiteres Wachstum erwarten.

GlobalmatiX

GlobalmatiX bewegt sich im aktuell am größten wachsenden Markt "Connected Car" und "Internet of Things" (IoT) mit disruptiver Technologie. Als Pionier für Ferndiagnose über CAN Daten adressieren wir Flottenkunden über Automobilhersteller, ihrer Zulieferer und die Bereiche Service, Transport, Leasing, Versicherung. Die Versorgung dieser Flotten mit unserer Telematik Lösung stehen im Zentrum der Vertriebsaktivitäten. Zudem erlaubt unsere Lösung aus Diagnose Fern-Diagnose zu machen und mittels Big Data Analytics daraus vorausschaubare und vorhersehbare Wartung zu ermöglichen, wie dies in der Luftfahrtindustrie schon möglich ist. Mit unserem Zugang zur 4G- und 5G-Mobilfunktechnologie als Mobilfunkbetreiber in unseren Softing Kernmärkten Nordamerika, Europa und Asien sind wir dafür gut vorbereitet, das digitalisierte Geschäftsfeld der Softing Gruppe als Disruptor aufzubauen.

Segment IT Networks

Die veränderte Konkurrenz-Situation im Bereich Zertifizierer wird 2020 speziell in Europa zu spüren sein, bis Softing einen Nachfolger der WireXpertSerie vorstellen kann. Dieser Effekt wird teilweise durch vertriebliche Maßnahmen kompensierbar sein. Die Märkte Nordamerika und Asien werden voraussichtlich weniger durch diese Konkurrenzsituation beeinflusst werden, da dieser Konkurrent in diesen Regionen wesentlich schwächer ist. In den Bereichen Qualifizierer und Verifizierer wird Softing durch weiteren Ausbau der NetXpert-Serie und Produktneuvorstellungen seinen Anspruch als Technologieführer ausbauen können. Neue Technologien wie SPE werden 2020 zwar als Technologie Trend sichtbar werden, aber erst in den Folgejahren zu wesentlichem Geschäft beitragen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 der Softing AG

Erklärtes Ziel der Softing AG ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten, sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist aufgrund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2020 geht die Softing AG aufgrund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,3 Mio. EUR bis 1,6 Mio. EUR aus.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 des Softing-Konzerns

Erklärtes Ziel bleibt es, die operative Exzellenz des Konzerns durch die Optimierung einer regional balancierten und einer inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung weiter zu steigern. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2020 konsequent weiterverfolgt. Aufgrund der Ausrichtung des Softing-Konzerns und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2020 Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem stehen auch im Jahr 2020 eine Reihe unvermeidbarer Unsicherheiten in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in Asien und in Nordamerika gegenüber. Anhaltenden Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken haben die Prognosen deutlich gedämpft.

Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss und wird Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels nimmt dabei in allen Segmenten weiter deutlich zu. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2020 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. 2020 wird in Summe tendenziell eine gleichbleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, aufgrund hoher Investitionen in neue Produkte, erwartet. Einige Produktlinien werden aufgrund der Fertigstellung abnehmende Investitionen erfahren, wo hingegen neue Zukunftstechnologien und -produkte angeschoben werden. Demgegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft z.B. in der Prozess-und Fertigungsindustrie, bei Softing gebündelt im Segment Industrial. Aufgrund neuer Produkte erwarten wir weiter starkes Wachstum bei unseren hauseigenen Produkten im Segment IT Networks. Im Segment Automotive ist in erster Linie die Beauftragung von Neuprojekten durch Großkunden entscheidend, auch wenn diese im laufenden Jahr nur einen schwachen Einfluss auf den Umsatz haben werden. Es bleibt bei der Überlagerung durch die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken und politischen Unsicherheiten.

In Summe wird von einer leichten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs ausgegangen. Aufgrund der globalen Unsicherheiten gehen wir mit etwas Vorsicht von einem EBIT und einem operativen EBIT in Höhe des Vorjahres aus. Auf Segmentebene wird in allen Segmenten ein Anstieg von Umsatz und ein stabiles oder leicht steigendes EBIT und operatives EBIT erwartet. Aufgrund der guten Auftragssituation aus 2019 und einer Reihe bereits vorliegender aber im zweiten Halbjahr erst auslieferungsfähiger Aufträge, erwarten wir wie im Vorjahr, besonders beim EBIT, die größten Erfolge im zweiten Halbjahr. Wir werden quartalsweise eine Präzisierung dieser Größen durchführen und dazu berichten.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. "Vier-Augen-Prinzip") sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -Überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein "Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken" gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt "Risikobericht" enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten, die in den Buchhaltungssystemen fehlerhaft abgebildet werden können. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.

Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sollten dennoch Fehler auftreten und erkannt werden, werden diese zeitnah korrigiert.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen worden.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten, sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

ANGABEN NACH §§ 289A HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2019 betrug 9.105.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte - gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Kanal Inseln hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28.03.2018 die Schwelle von 25% unterschritten hat und zu diesem Tag 22,43% (2.042.302 Stimmrechte) betrug.

Davon sind 22,43% (2.042.302 Stimmrechte) nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen:

Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihren kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Trier Familienstiftung
Trier Asset Management GmbH
Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

Herr Alois Widmann Vaduz/Liechtenstein hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28.03.2018 die Schwelle von 15% überschritten hat und zu diesem Tag 15,92% (1.450.000 Stimmrechte) betrug.

Davon sind 15,92% (1.450.000 Stimmrechte) nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Herrn Widmann zuzurechnen.

4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.

5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.

6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 9.105.381 Aktien im Umlauf.

Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2018 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2023 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar-und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Das bestehende genehmigte Kapital (genehmigtes Kapital 2015) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 aufgehoben.

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 9.105.381 EUR (Vj. 9.105.381 EUR) und ist eingeteilt in 9.105.381 (Vj. 9.105.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von 1 EUR. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 9.105.381 Aktien im Umlauf.

Das genehmigte Kapital 2018 betrug zum 31. Dezember 2019 4.552.690 EUR.

7. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 bis zum 8. Mai 2023 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options-bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Das bestehende bedingte Kapital (bedingtes Kapital 2013) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 aufgehoben.

8. Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10% über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10% beschränkt. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

9. Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2019 waren keine eigenen Aktien im Bestand.

10. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

11. Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung des Aktienkurses der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf eine Dienstwagenregelung. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31. Dezember 2019 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.

Die Verträge der Mitglieder des Vorstands laufen bis 2021 bzw. 2023.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5% des Konzern-EBIT vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung - zugleich für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß §§ 289f Abs. 1 und 315d HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist gleichermaßen für die Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Softing-Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link https://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-a-hgb.html auf unserer Homepage www.softing.com.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Softing-Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Softing-Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Softing-Konzerns und der Softing AG beschrieben sind."

Haar, den 18. März 2020

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

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31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.629,74 105.677,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.249,04 8.907,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.102.207,83 31.162.207,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.543.462,29 14.375.401,43
3. Beteiligungen 1.502.840,00 0,00
48.148.510,12 45.537.609,26
48.236.388,90 45.652.194,44
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.253.277,15 11.833.042,90
2. Sonstige Vermögensgegenstände 391.101,10 11.644.378,25 390.300,74 12.223.343,64
II. Flüssige Mittel 12.603.637,74 5.071.261,92
24.248.015,99 17.294.605,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.016,20 33.996,59
72.519.421,09 62.980.796,59
Passiva
31.12.2019

EUR
31.12.2018

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.105.381,00 9.105.381,00
9.105.381,00 9.105.381,00
II. Kapitalrücklage 35.054.066,87 35.054.066,87
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.283.570,82 1.283.570,82
IV. Bilanzgewinn 4.482.750,56 2.899.233,65
49.925.769,25 48.342.252,34
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.494.035,00 1.143.032,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 82.660,41
3. Sonstige Rückstellungen 1.725.723,47 927.446,64
3.219.758,47 2.153.139,05
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.000.000,00 7.108.666,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.666,54 138.109,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.970.068,78 2.819.570,34
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.323.776,42 2.394.184,89
19.347.511,74 12.460.531,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.381,63 24.873,67
72.519.421,09 62.980.796,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

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2019 2018
EUR EUR EUR EUR
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1. Umsatzerlöse 3.341.342,20 2.877.921,58
2. Sonstige betriebliche Erträge 212.628,25 634.248,35
3.553.970,45 3.512.169,93
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -553.254,16 -600.662,46
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.463.120,64 -1.733.676,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -637.389,75 -3.100.510,39 -559.650,44 -2.293.327,16
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -30.098,72 -29.609,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -883.926,16 -839.705,00
-1.013.818,98 -251.133,79
7. Erträge aus Beteiligungen 1.836.715,95 0,00
8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 2.688.021,97 1.040.890,73
9. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen -895.861,65 -2.350.463,35
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 468.054,55 479.247,75
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 20.904,00
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -60.000,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -242.325,96 3.794.604,86 -223.042,20 -1.032.463,07
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13.569,44 -85.300,53
15. Ergebnis nach Steuern 2.767.216,44 -1.368.897,39
16. Jahresfehlbetrag -/überschuss 2.767.216,44 -1.368.897,39
17. Gewinnvortrag 1.715.534,12 4.268.131,04
18. Bilanzgewinn 4.482.750,56 2.899.233,65

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. S S. 2 HGB. Die Softing AG hat die Funktion einer strategischen konzernleitenden Management-Holding.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Softing AG hat ihren Sitz in Haar, Landkreis München, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg.Nr. 127604).

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Softing AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie stellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und unter Beachtung der ergänzenden Angaben gemäß § 315e HGB auf.

Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über sieben bis acht Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre und Betriebsausstattung über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 800,00) werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben, Sammelposten (EUR 250,00 bis EUR 1.000,00) aus Vorjahren wurden pro rata temporis abgeschrieben, in 2019 waren jedoch keine mehr vorhanden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt. Die sonstigen Finanzanlagen in Form von Ausleihungen sind mit dem Nominalwert, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen umfassen vertragliche Versorgungsansprüche ehemaliger und eines amtierenden Vorstands. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung einer Restlaufzeit von 15 Jahren.

Der Bewertung wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

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31.12.2019

%
31.12.2018

%
Zinssatz 2,71 3,21
Gehaltsdynamik allgemein 0,00 0,00
Rententrend p.a. 0,00 1,10 - 2,50
Fluktuation 0,00 0,00
Biometrische Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2018 G/Prof. Dr. Heubeck

Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wie bereits im Vorjahr unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2019 bei einer Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von T€ 566 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet (TEUR 3.210; i. Vj. TEUR 3.099). Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einzahlungen, welche in den Folgeperioden zu Ertrag führen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,250 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Anteilsbesitz an verbundenen Unternehmen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital 31.12.2019

%
Eigenkapital 31.12.2019

TEUR
Ergebnis 2019

TEUR
Unmittelbare Beteiligungen
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 3.928 0 1
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 61 0 1
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 2.450 0 1
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 -345 31
Softing North America Holding Inc., Delaware/USA 100 10.597 2 2.785 2
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland 100 25 0 1
Softing Singapore Pte Ltd/ Singapur 46 1.450 2 484 2
GlobalmatiX AG, Vaduz/Liechtenstein 100 -2.021 4 -1.140 4
Mittelbare Beteiligungen
Softing Italia s.r.l. Boscone/Italien über Softing Industrial Automation GmbH 100 2.310 281
Softing Inc. Newburyport/USA über Softing North America Holding Inc. 100 -696 2 -15 2
Online Development Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. 100 2.820 2 2.242 2
GlobalmatiX Inc. Knoxville/ USA über Softing North America Holding Inc. 100 -296 2 -256 2
Softing Engineering & Solutions GmbH, vormals Softing Messen und Testen GmbH Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 1.830 0 1
SoftingROM s.r.l. Cluj/Rumänien über Softing Services GmbH 100 320 3 105 3
Softing Singapore Pte Ltd/ Singapur über Softing IT Networks GmbH 54 1.703 2 569 2
Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich über Softing Services GmbH 100 109 20
Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co.,Ltd. vormals Shanghai Softing software Co.,Ltd, Shanghai/China über Softing Services GmbH 50 393 2 220 2
Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH vormals Softing Automotive Electronics Services GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 79 48

1 nach Ergebnisabführung

2 in USD, Stichtagskurs 31.12.2019 = 1,123; Durchschnittskurs 2019 = 1,111

3 in RON, Stichtagskurs 31.12.2019 = 4,783; Durchschnittskurs 2019 = 4,778

4 in CHF, Stichtagskurs 31.12.2019 = 1,085; Durchschnittskurs 2019 = 1,092

Bis zum 31. Dezember 2019 haben sich folgende Änderungen in den Beteiligungen der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2018 ergeben:

YOMA Solutions GmbH, Norderstedt

Im Dezember 2019 wurden 4.687 Anteile, das entspricht 8,57%, an der YOMA Solutions GmbH, Norderstedt erworben.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

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31.12.2019

TEUR
31.12.2018

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.087 562
Cash-Pooling 7.073 9.703
Gewinnabführung 2.688 1.041
Steuerliche Organschaft 405 527
11.253 11.833

Die Zusammensetzung der Sonstigen Vermögensgegenstände ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

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31.12.2019

TEUR
31.12.2018

TEUR
Forderungen aus Steuern aus Vorjahren 390 390
Debitorische Kreditoren 1 0
391 390

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 34) enthält im Wesentlichen vorausbezahlte Rechnungen für monatliche Dienstleistungen.

Latente Steuern

Aus der Anwendung des § 274 HGB ergaben sich zum 31. Dezember 2019 nur aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wurden. Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2019 betragen insgesamt TEUR 1.524 (i.Vj. TEUR 1.855) und resultieren aus Pensionsrückstellungen (Steuersatz 28,075 %), Verlustvorträgen auf die Gewerbesteuer (Steuersatz 12,25%) und Verlustvorträgen auf die Körperschaftsteuer (Steuersatz 15,83%).

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 9.105.381,00 (i. Vj. TEUR 9.105) und ist eingeteilt in 9.105.381 (i. Vj. 9.105.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von EUR 1. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 9.105.381 Aktien im Umlauf. Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 (Genehmigtes Kapital 2015) erteilten Ermächtigung, erfolgte die Finanzierung des Kaufpreises der GlobalmatiX AG in Aktien der Softing AG, im Wert von 13,7 Mio. EUR. Der Vorstand der Softing AG beschloss mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 16. März 2018, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 7.655.381 gegen Sacheinlagen um EUR 1.450.000 auf EUR 9.105.381 durch Ausgabe von 1.450.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zum Ausgabebetrag von 9,43 EUR zu erhöhen. Zur Zeichnung und Übernahme der neuen Aktien wurde Herr Alois Widmann, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, zugelassen. Herr Widmann bringt seine sämtlichen Aktien an der GlobalmatiX Aktiengesellschaft mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaft und Herr Widmann haben am 16. März 2018 den entsprechenden Einbringungsvertrag geschlossen. Das Bezugsrecht anderer Aktionäre wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen, da es sich um eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen handelte.

Die Stückaktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2023 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet

(§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts auf Grund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2019 4.552.690 EUR (i. Vj. 4.552.690 EUR).

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 bis zum 8. Mai 2023 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Das bestehende bedingte Kapital (bedingtes Kapital 2013) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 aufgehoben.

Eigene Anteile

Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen vom 9. Mai 2008, 26. Mai 2009, 9. Mai 2012 und 4. Mai 2016 wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 insgesamt 532.602 eigene Aktien erworben. Im Jahr 2010 wurden 225.000 eigene Aktien, im Jahr 2013 193.250 Stück, im Jahr 2014 25.298 Stück und im Jahr 2015 89.054 Stück verkauft.

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Datum Stückzahl Stückpreis

EUR
Verkaufspreis

TEUR
Betrag Grundkapital

TEUR
Anteil Grundkapital

%
31.12.2009 532.602 533 9,45
13.12.2010 -225.000 2,36 531 -225 -3,99
31.12.2010 307.602 308 5,46
31.12.2011 307.602 308 5,46
31.12.2012 307.602 308 4,77
12.04.2013 -193.250 6,78 1.310 -193 -3,00
31.12.2013 114.352 114 1,77
30.07.2014 -25.298 17,93 454 -25 -0,36
31.12.2014 89.054 89 1,27
10.04.2015 -89.054 12,10 1.078 -89 -1,27
31.12.2015 0 0 0

Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile in Vorjahren offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Seit dem Jahr 2015 werden keine eigenen Aktien mehr gehalten.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage umfasst Zuzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen, die den Nennwert der zusätzlich ausgegebenen Aktien übersteigen.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 1.284.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 entwickelte sich wie folgt:

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TEUR
Bilanzgewinn 31. Dezember 2018 2.899
Dividendenausschüttung -1.183
Jahresüberschuss 2019 2.767
Bilanzgewinn 31. Dezember 2019 4.483

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 enthält den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 1.715.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2019

TEUR
31.12.2018

TEUR
Barwert Pensionsverpflichtungen 4.704 4.242
Aktivwert Rückdeckungsversicherungen -3.210 -3.099
1.494 1.143

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Sie sind zu Gunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.

Der Effekt (Unterschiedsbetrag) aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im operativen Ergebnis erfasst.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben und zehn Jahre beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 566 und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck.

Steuerrückstellungen

Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres waren aufgrund des Jahresüberschusses i.V.m. Verlustvorträgen aus Vorjahren keine Steuerrückstellungen (i. Vj. TEUR 83) zu bilden. Der Verlustrücktrag des Jahres 2017 auf das Jahr 2016, der in den sonstigen Vermögensgegenständen eingestellt wurde, beträgt TEUR 390 (i. Vj. TEUR 390).

Sonstige Rückstellungen

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31.12.2019

TEUR
31.12.2018

TEUR
Personalansprüche 1.320 458
Urlaub, Überstunden 82 157
Jahresabschluss 72 115
Aufsichtsratsvergütungen 144 139
Ausstehende Rechnungen u. a. 108 58
1.726 927

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Bürgschaften der verbundenen Unternehmen Softing Industrial Automotion GmbH und Softing Automotive Electronics GmbH abgesichert.

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31.12.2019 31.12.2018
bis ein Jahr

TEUR
mehr als ein Jahr

TEUR
davon mehr als fünf Jahre

TEUR
bis ein Jahr

TEUR
über ein Jahr

TEUR
davon mehr als fünf Jahre

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 12.95 1.050 5.369 1.740 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54 0 0 138 0 0
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.970 0 0 2.820 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.324 0 0 2.394 0 0
5.348 12.950 1.050 10.721 1.740 0

Der bisherige langfristige Betrag der Darlehen diente zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. und betrug im Vorjahr noch TEUR 1.740. Es bestand auch die Möglichkeit von kurzfristigen Tilgungen. Von dieser Möglichkeit wurde in 2019 Gebrauch gemacht, es wurden jedoch zur Finanzierung der Globalmatix AG und von Produktinnovationen zwei neue Darlehen von insgesamt TEUR 14.000 aufgenommen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrades erfüllt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis für die Beteiligung an der Yoma Solutions GmbH in Höhe von TEUR 1.495 (i. Vj. TEUR 0), Steuern in Höhe von TEUR 960 (i. Vj. TEUR 560), Ansprüche auf variable Vergütung des Vorstands aus Vorjahren in Höhe von TEUR 868 (i. Vj. TEUR 1.479), sowie Darlehensverbindlichkeiten gegenüber einem ehemaligen Gesellschafter eines Tochterunternehmens in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 354).

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

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31.12.2019 31.12.2018
bis ein Jahr

TEUR
mehr als ein Jahr

TEUR
bis ein Jahr

TEUR
mehr als ein Jahr

TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 0 13 0
Cash-Pooling 741 0 129 0
Verlustübernahme 896 0 2.351 0
Steuerliche Organschaft 32 0 38 0
Sonstige Verbindlichkeiten 289 0 289 0
1.970 0 2.820 0

Passive Rechnungsabgrenzung

Bei der passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 26 (i. Vj. TEUR 25) handelt es sich um die Leistung einer Lebensversicherung, die dem Folgejahr zuzuordnen ist.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Softing AG hat als Konzernholdinggesellschaft im Geschäftsjahr 2019 lediglich Erlöse aus Dienstleistungen für Konzerntöchter.

Sonstige betriebliche Erträge

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2019

TEUR
2018

TEUR
Erträge aus Währungskursdifferenzen 208 629
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5 5
213 634

Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf TEUR 5 (i. Vj. TEUR 5) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Erträge aus Währungsdifferenzen resultieren überwiegend aus Tilgungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Fremdwährung.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen stehenden Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 553 (i. Vj. TEUR 601) wurden im Materialaufwand ausgewiesen.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 562 (i. Vj. TEUR 488).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 884 (i. Vj. TEUR 840). Darin enthalten sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen von TEUR 124 (i. Vj. TEUR 5).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 1.837 (i. Vj. TEUR 0). Davon stammen aus Beteiligungserträgen mit verbundenen Unternehmen TEUR 1.837 (i. Vj. TEUR 0).

Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

Das Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen beträgt in 2019 TEUR 1.792 (i. Vj. TEUR -1.310).

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen TEUR 468 (i. Vj. TEUR 479).

Zinsen

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Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2019

TEUR
2018

TEUR
Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen 68 88
Sonstige Zinsaufwendungen 174 135
- davon mit verbundenen Unternehmen 0 0
242 223

Erträge in Höhe von TEUR 56 (i. Vj. TEUR 48) aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von TEUR 124 (i. Vj. TEUR 136) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 88) ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Abschreibung auf Finanzanlagen

Da bei den Finanzanlagen mit einer dauerhaften Wertminderung gerechnet wird, wurde eine Abschreibung in Höhe von TEUR 60 vorgenommen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind hauptsächlich für Vorjahre bezahlte Steuern in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Der gesamte Steueraufwand für das Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 14 (i. Vj. TEUR 85).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2019 bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Haftungsverhältnisse

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2019

TEUR
2018

TEUR
Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen 687 762

Auf Grund der aktuellen Bonität der Schuldner wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften gerechnet.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt des Jahres 2019 waren ohne Vorstände 4 Angestellte (i. Vj. 4) beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Höhe und der Aufteilung des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB verweisen wir auf die entsprechende Angabe im Konzernanhang.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Softing AG ist zum Ende des Jahres eine Beteiligung kleiner 10% an einem Startup-Unternehmen eingegangen. Die in diesem Zusammenhang erwachsene Zuzahlungsverpflichtung in die Kapitalrücklage der Beteiligungsgesellschaft i.H.v. TEUR 1.495 wurde am 2. Januar 2020 geleistet.

Unternehmensverträge

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit folgenden Gesellschaften:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH, Haar
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar
Softing Services GmbH, Haar
Softing IT Networks GmbH, Haar

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Engineering & Solutions GmbH (vormals: Softing Messen und Testen GmbH), Kirchentellinsfurt

Vorstand

Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender

Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal

Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge bis zum Jahr 2022. Für das Jahr 2019 erfolgt die Offenlegung nach der untenstehenden Tabelle:

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Gewährte Bezüge

TEUR
Gesamt
2019 2018
--- --- ---
Fixvergütung 764 746
Nebenleistungen 32 32
Summe 796 778
Einjährige variable Vergütung 382 243
Mehrjährige variable Vergütung 497 367
Aktienbasierte Vergütung 483 0
Summe 1.362 610
Versorgungsaufwand 75 63
Gesamtvergütung 2.233 1.451

Die Nebenleistungen beinhalten Kfz-Pauschalen, Zuschüsse der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und Zuschüsse zur Altersversorgung.

Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 143 (i. Vj. TEUR 145) erfasst.

Es besteht für die Vorstände eine D&O Versicherung mit einem Eigenanteil von 10%.

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2019 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.200 (i. Vj. TEUR 1.136) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 174 (i. Vj. TEUR 174).

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2019 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, tätig als Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)
Dr. Klaus Fuchs, tätig als freier Berater, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender)
Andreas Kratzer, tätig als Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)
Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)
Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats)
Deutsche Mittelstands-Service AG, Bruckmühl (Vorsitzender)

Herr Dr. Fuchs bekleidete kein Aufsichtsratsmandat.

Herr Andreas Kratzer bekleidet ein Verwaltungsratsmandat bei:

Lysys AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5% des Konzern-EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Koordination der Softing IT Networks hat das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von TEUR 66 erhalten (i. Vj. TEUR 68). Ferner erhielt das Aufsichtsratsmitglied Herr Kratzer für beratende Tätigkeit im Investor Relations-Bereich TEUR 20 (i. Vj. TEUR 0).

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 144 (Vj. TEUR 139) und setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR Fix Variabel Gesamt
2019 2018 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 44 42 64 62
Dr. Klaus Fuchs 15 15 33 31 48 46
Andreas Kratzer 10 10 22 21 32 31

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand wird vorschlagen, einen Betrag in Höhe von EUR 364.215,24 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.118.535,32 auf neue Rechnung vorzutragen.

Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre (1,97 %) zu einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (2,71 %) von TEUR 566.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der Softing AG wurden das Bestehen folgender Beteiligungen nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Herr Alois Widmann, geb. 17. März 1960 hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG am 26. März 2018 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 26. März 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 15,92 % (das entspricht 1.450.000 Stimmrechten) betrug. 15,92 % der Stimmrechte (das entspricht 1.450.000 Stimmrechten) sind Herrn Alois Widmann gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28. März 2018 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 22,43% (2.042.302 Stimmrechte) beträgt. 22,43 % der Stimmrechte (das entspricht 2.042.302 Stimmrechte) sind Helm Trust Company Limited gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy, Helsinki, Finnland hat uns § 33 Abs. 1 WpHG am 18. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05. November 2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,13% (das entspricht 218.000 Stimmrechte) betrug. 3,13% der Stimmrechte (das entspricht 218.000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Taaleritehtaan Varainhoito Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 18. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05. November 2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,13% (das entspricht 218.000 Stimmrechte) betrug. 3,13% der Stimmrechte (das entspricht 218.000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Varainhoito Oy gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Taaleritehdas Oyj, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 18. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05. November 2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,13% (das entspricht 218.000 Stimmrechte) betrug. 3,13% der Stimmrechte (das entspricht 218.000 Stimmrechten) sind Taaleritehdas Oyj gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Herr Peter Sem, Deutschland, hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG am 11. Dezember 2019 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 06. Dezember 2019 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,0048% (das entspricht 273.600 Stimmrechte) betrug. 3,0048% der Stimmrechte (das entspricht 273.600 Stimmrechten) sind Herrn Peter Sem gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Erklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG im Dezember 2019 abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 18. März 2020

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen des Geschäftsjahres
--- --- --- --- --- --- ---
1.1.2019

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2019

EUR
1.1.2019

EUR
Zugänge

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.462,74 0,00 0,00 169.462,74 63.785,00 24.048,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.784,11 3.392,32 0,00 29.176,43 16.876,67 6.050,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.162.207,83 0,00 0,00 31.162.207,83 0,00 60.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 14.375.401,43 2.400.000,00 1.231.939,14 15.543.462,29 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 1.502.840,00 0,00 1.502.840,00 0,00 0,00
45.537.609,26 3.902.840,00 1.231.939,14 48.208.510,12 0,00 60.000,00
45.732.856,11 3.906.232,32 1.231.939,14 48.407.149,29 80.661,67 90.098,72

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Kumulierte Abschreibungen Abschreibungen des Geschäftsjahres Buchwerte
Abgänge 31.12.2019

EUR
31.12.2019

EUR
31.12.2018

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 87.833,00 81.629,74 105.677,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 22.927,39 6.249,04 8.907,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 60.000,00 31.102.207,83 31.162.207,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 15.543.462,29 14.375.401,43
3. Beteiligungen 0,00 0,00 1.502.840,00 0,00
0,00 60.000,00 48.148.510,12 45.537.609,26
0,00 170.760,39 48.236.388,90 45.652.194,44

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Softing AG, Haar

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Softing AG, Haar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Softing AG, Haar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter, den Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im zusammengefassten Lagebericht, mit dem Verweis auf den Corporate Governance Bericht als Bestandteil des Geschäftsberichts und den im Abschnitt "Steuerungssystem" im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Verweis auf die Corporate Social Responsibility Berichterstattung, die Bestandteil des Geschäftsberichts ist, haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter, den Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" mit dem Verweis auf den Corporate Governance Bericht als Bestandteil des Geschäftsberichts und den im Abschnitt "Steuerungssystem" enthaltenen Verweis auf die Corporate Social Responsibility Berichterstattung, die Bestandteil des Geschäftsberichts ist, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war der im Folgenden dargestellte Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung am bedeutsamsten.

Bewertung von Finanzanlagen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Im Jahresabschluss der Softing AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 31.102 und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 15.543 ausgewiesen, die damit zusammen 64,3% der Bilanzsumme ausmachen.

Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Zur Ermittlung des beizulegenden Wertes ist die Sicht der die Beteiligung haltenden Gesellschaft einzunehmen. Grundlage der Bewertungen sind dabei die Barwerte der künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und länderspezifische Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Größen berücksichtigt. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Die Gesellschaft hat eigene Bewertungen vorgenommen. Der so ermittelte Wert des jeweiligen verbundenen Unternehmens wird mit dem Beteiligungsbuchwert und dem Buchwert der Ausleihungen an dieses verbundene Unternehmen verglichen. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr ein Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 60.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einschätzen und die jeweils verwendeten Diskontierungszinssätze und Wachstumsraten ableiten. Vor dem Hintergrund der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir den von den gesetzlichen Vertretern der Softing AG implementierten Prozess sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf mögliche Fehlerrisiken analysiert und uns ein Verständnis über die Prozessschritte und die implementierten internen Kontrollen verschafft. Wir haben das Vorgehen der Gesellschaft bei der Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie bei der Ableitung der Zukunftserfolge auf Vereinbarkeit mit handelsrechtlichen Vorschriften und berufsständischen Verlautbarungen gewürdigt. Die den Werthaltigkeitstests zugrundeliegenden Unternehmensplanungen haben wir analysiert. Die wesentlichen Annahmen zum Wachstum, zum geplanten Geschäftsverlauf und zur künftigen Rentabilität haben wir nachvollzogen sowie umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern, die den erwartete Zahlungsströmen zugrunde liegen, eingeholt. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentlichen Auswirkungen auf die Höhe der ermittelten Werte haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt, das Berechnungsschema nachvollzogen und die Diskontierungszinssätze mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind in den Abschnitten II und III des Anhangs sowie dem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss, nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB bzw. § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht,
die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m, § 315d HGB, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird,
die Corporate Social Responsibility Berichterstattung, auf die im Abschnitt "Steuerungssystem" im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird und
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und der inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammengefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. November 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der Softing AG, Haar, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Bastian Danesitz.

München, den 18. März 2020

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Hager, Wirtschaftsprüfer

Danesitz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2019

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Softing-Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Im Berichtsjahr 2019 haben 8 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden:

am 8. Februar, 22. März, 8. Mai, 15. Juli, 25. September, 30. Oktober, 2. Dezember und am 20. Dezember.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Softing-Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit aufgrund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.

SCHWERPUNKTE DER SITZUNGEN

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. Februar 2019 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Neuausschreibung der Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Softing AG und der Abschlüsse ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2019.

In der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2019 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 und den ersten Ergebnissen im Jahr 2019. Weiterer, wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2019. In diesem Zusammenhang schlägt der Aufsichtsrat vor, auf Basis der Ausschreibung und Präsentation, die Rödl & Partner, GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung München, der Hauptversammlung vorzuschlagen.

In der Aufsichtsratssitzung am 8. Mai 2019, im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erfolgte eine Nachlese zur Hauptversammlung. Ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick des operativen Geschäfts und der Finanzsituation kam danach. Darüber hinaus stellte der Vorstand den Risikobericht zum 31.März 2019 vor. Der Vorstand stellte auch das mittelfristige Finanzierungskonzept vor, der Aufsichtsrat genehmigte dies.

Am 15. Juli 2019 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten, weiterhin wurde die Entwicklung der GlobalmatiX AG vorgestellt. Thema war auch die Besetzung einer Geschäftsführungsposition in der Softing Industrial GmbH.

In der Sitzung vom 25. September 2019 präsentierte der Vorstand den Bericht über die Finanzergebnisse Januar bis August 2019. Weiterhin berichtete der Vorstand über die Entwicklung der GlobalmatiX AG. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über eine Strafzahlung an die Bafin wegen eines unterlassenen Bilanzeides im Halbjahresbericht 2016.

In der Sitzung vom 30. Oktober 2019 informierte der Vorstand detailliert über aktuellen Stand Kundenakquise, Umsätze und Vertriebschancen der GlobalmatiX AG. Außerdem wurde über das Für und Wider einer Minderheitsbeteiligung an einem Startup im Umfeld von Dienstleistungen bei der Fahrzeugauslieferung diskutiert.

In der Sitzung vom 2. Dezember 2019 genehmigte der Aufsichtsrat die Verträge im Zusammenhang einer Minderheitsbeteiligung an einem Startup im Umfeld von Dienstleistungen bei der Fahrzeugauslieferung.

In der Aufsichtsratssitzung am 20. Dezember 2019 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2019, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2020 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Der Bericht über die Entwicklung der Akquisition GlobalmatiX erfolgte danach. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung umfassend mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und dem Thema Diversity befasst.

Zu dem Zeitpunkt lagen keine Aktualisierungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vor, daher bestand für Softing auch kein Anpassungsbedarf. Der Aufsichtsrat fasste den hierzu erforderlichen Beschluss.

Der Aufsichtsrat billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems.

Es folgte die Vorstellung der neuen Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner und die Genehmigung der Beraterverträge für den Aufsichtsrat.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2019 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.

ZUSAMMENSETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Dr. Klaus Fuchs (stellvertretender Vorsitzender) und Andreas Kratzer. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet. Alle Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus den Herren Dr. Dr. Wolfgang Trier und Ernst Homolka.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2019 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 18. März 2020 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.

Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2019 in seiner Sitzung am 18. März 2020 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

DANK

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2019.

Haar, den 18. März 2020

Dr. Horst Schiessl Vorsitzender