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Softing AG — Annual Report 2018
May 22, 2019
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Annual Report
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Softing AG
Haar
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Zusammengefasster Lagebericht sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018
der Softing AG
Grundlagen des Konzerns
GESCHÄFTSMODELL
Geschäftsmodell des Konzerns
Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial, Automotive und IT Networks international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.
Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.
Die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen des Segments Automotive von Softing stehen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort. Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO. Das Thema Datenfernübertragung hat mit der Akquisition der GlobalmatiX AG eine neue Dimension im Jahr 2018 erfahren.
Das Segment IT Networks steht für das Testen, Qualifizieren und Zertifizieren von Verkabelungen in IT-Systemen, basierend auf weltweiten technologischen Standards. Die Kunden optimieren mit den Messgeräten von IT Networks für Kupfer- und Glasfasernetze ihre täglichen Arbeitsabläufe und schaffen Sicherheit im Datenaustausch.
Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in allen drei Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.
Darstellung der Segmente
Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive, Industrial und IT Networks aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.
Softing AG
Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.
Segment Industrial
Industrial Automation GmbH
Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.
Softing Italia s.r.l.
Softing Italia ist organisatorisch eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH. Softing Italia in Mailand betreut Kunden in Italien direkt vor Ort. Im Jahr 2018 trug die Gesellschaft erneut positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee, sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport, Massachusetts, sind organisatorisch Töchter der Softing North America Holding Inc., OLDI ist seit fast 30 Jahren ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDIs tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markteinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. 2018 trugen die amerikanischen Gesellschaften insgesamt positiv zum Gesamterfolg des Softing-Konzerns bei.
Buxbaum Automation GmbH
Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug 2018 mit Ihren Verkäufen in den Segmenten Industrial und IT Networks wieder positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.
Segment IT Networks
Softing IT Networks GmbH und Softing Singapore Pte. Ltd.
Softing IT Networks GmbH mit Sitz in Haar, München, ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore mit Sitz in Singapur entwickelt und liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Die zwei Softing IT Networks-Gesellschaften tragen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten positiv zum internationalen Erfolg bei.
Segment Automotive
Softing Automotive Electronics GmbH
Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing. Darüber hinaus deckt SMT (Softing Mess-Technik) den gesamten Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung ab.
Softing Engineering & Solutions GmbH
Die Softing Project Services GmbH wurde mit Wirkung zum 1. August 2018 auf die Softing Messen & Testen GmbH verschmolzen. Gleichzeitig wurde die Softing Messen & Testen GmbH in Softing Engineering & Solutions GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt umbenannt.
Die Softing Engineering & Solutions GmbH ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Softing ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen der Fahrzeugelektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Engineering & Solutions GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblichen Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Engineering & Solutions GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.
Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH
Die Softing Automotive Electronics Services GmbH wurde mit Wirkung zum 1. August 2018 in Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH umbenannt. Sie fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.
GlobalmatiX AG und GlobalmatiX Inc.
Am 16. März 2018 hat die Softing AG 100 % der Anteile an der GlobalmatiX AG in Vaduz/Liechtenstein durch Sacheinlage erworben. Die GlobalmatiX AG ist ein Mobile Virtual Network Operator (MVNO) der in Europa und Nordamerika mobile Datenkommunikation für Fahrzeuge und Maschinen anbietet, wie diese in den Bereichen (teil-) autonomes Fahren wie auch bei anderen „Connected Services“ von Fahrzeugen und Maschinen benötigt werden. Softing weitet mit dieser Akquisition ihre Kompetenzen im Bereich der Megatrends Digitalisierung und Industrie 4.0 massiv aus und legt damit die Basis zu neuen service orientierten Umsätzen. Am 30. Oktober 2018 hat die Softing North America Holding Inc. die GlobalmatiX Inc., Knoxville/USA gegründet. Die GlobalmatiX Inc. wird die Vermarktung der Produkte der GlobalmatiX AG in Nordamerika übernehmen.
Softing Services GmbH
Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.
SoftingROM s.r.l.
Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien, fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und ist ein strategisch wichtiges Mitglied des Softing-Konzerns.
Softing S.A.R.L.
Die Softing S.A.R.L. mit Sitz in Paris, Frankreich, stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.
Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co., Ltd. (vormals Shanghai Softing software Co., Ltd.)
Am 10. Februar 2018 schloss die Softing Services GmbH einen Vertrag mit der Firma Beijing Windhill Technology Co., Ltd. über den Verkauf von 50 % der Anteile an der Shanghai Softing software Co., Ltd., Shanghai/China. Gleichzeitig beschlossen die Softing Services GmbH und die Beijing Windhill Technology Co., Ltd. eine Vereinbarung über ein zukünftiges Joint Venture für die Vermarktung der Produkte aus dem Softing Konzern im chinesischen Markt.
Softing North America Holding Inc., Delaware/USA
Die Softing North America Holding Inc. ist die zentrale Holdinggesellschaft für die nordamerikanischen Tochtergesellschaften.
Geschäftsmodell der Softing AG
Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, von Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.
Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
STEUERUNGSSYSTEM
Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung. Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über ausgewählte Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden stringent nachverfolgt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.
Grundlage der Steuerung sind für die Softing AG auf Grund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden von Konzerngesellschaften. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.
Forschung und Entwicklung
Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing 20,3 Mio. EUR (Vj. 23,2 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 24 % (Vj. 29 %).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR).
Zum Jahresende waren 232 (Vj. 251) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt.
Die Softing Industrial Automation hat 2018 rund 5,9 Mio. EUR in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
In der Geschäftseinheit Industrial Data Networks wurde die Produktpalette der Gateways um „Einstiegs-Varianten“ zur Anbindung von PROFIBUS DP Segmenten erweitert. Mit diesem Angebot werden gezielt stückzahlintensive Steuerungs- und Überwachungsanwendungen in der Fabrik und an der Schnittstelle zwischen kontinuierlicher und diskreter Produktion adressiert. Die speziell für die Prozessindustrie designten Gateway-Versionen zur Integration von PROFIBUS PA Geräten in traditionelle Modbus TCP oder moderne PROFINET-Architekturen wurden funktional erweitert und unterstützen nun auch Hochverfügbarkeitsanforderungen. Die Anzahl der Einsatzszenarien für diese Produkte wurden so nochmals erhöht. Die 3. Generation des Embedded Kommunikations-Moduls für die Integration von Feldbus-Kommunikation in Feldgeräte der Prozessautomation wurde durch die busseitige Unterstützung von PROFIBUS PA und durch eine geräteseitige Modbus-Schnittstelle fertiggestellt. Mit der Zertifizierung des uaToolkit Embedded durch die OPC Foundation verfügt Softing nun als erster Anbieter im Kreise seiner Hauptkonkurrenten über dieses Gütesiegel. Für 2019 stehen neben vier neuen Gateway-Produkten 16 Versions-Releases bereits bestehender Produkte mit deutlichen funktionalen Erweiterungen an. Dadurch wird das Spektrum der unterstützten Anwendungsszenarien nochmals verbreitert.
Die Geschäftseinheit Softing Industrial Data Intelligence erweitert sein Angebot in den Bereichen Edge Gateways sowie Infrastructure Software für sichere Kommunikation im Kontext Industrie 4.0. Die neuen Edge Gateways bieten eine schnelle und kostengünstige Alternative zur Kopplung bestehender, bisher aber nicht vernetzter Fertigungsinseln. Der 2018 eingeführte Secure Integration Server (SIS) setzt oberhalb dieser Geräteebene an, wo tausende von Geräten über OPC UA auch über Standortgrenzen hinweg verbunden werden. DataFEED SIS aggregiert die Daten und regelt über konfigurierbare Profile den sicheren Gerätezugriff.
Im Jahr 2018 wurde die Produktpalette des Geschäftsbereichs IT Networks kontinuierlich weiter durch Eigenentwicklungen ausgebaut. Im Bereich der Qualifizierungstester stellte Softing IT Networks mit der Entwicklung einer Modellreihe bis 10 Gigabit/s eine Weltneuheit in diesem Segment vor.
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Herstellern von High-End-Verkabelungssystemen hat sich auch der Ausbau der Kategorie 8-Messtechnik, welcher 2017 begonnen hat, 2018 weiter intensiviert und hat maßgeblich zu dem sehr guten Ergebnis bei Zertifizierern beigetragen. Das Produkt-Portfolio der WireXpert-Zertifizierer wurde erweitert mit einer speziellen Version und neuem Zubehör für Messungen an industriellen Verkabelungen. Zudem wurde 2018 eine innovative Cloud-Lösung entwickelt, welche die Anbindung der WireXpert-Messgeräte an eine Enterprise-Cloud direkt beim Kunden ermöglicht. Die Eigenentwicklung der WaveXpert-Serie positioniert sich als eine Weltneuheit im Bereich WLAN, für die WLAN Paketanalyse mit bis zu 4 x 1.7 Gigabit/s entwickelt.
Die Softing Automotive Electronics GmbH hat die Entwicklung seiner Produkte und Lösungen für Diagnose und Test gemeinsam mit internationalen Schlüsselkunden vorangetrieben. Im Portfolioelement „Applikationen“ wurde die erfolgreich am Markt eingeführte Produktfamilie Diagnostic Tool Set (DTS) in der Generation 8 weiterentwickelt. Parallel wurde die Markteinführung der neuen Produktgeneration DTS 9 in großen Schritten vorangetrieben. Das Werkstattsystem Softing TDX wurde ebenfalls weiterentwickelt und konnte erfolgreich bei Neukunden etabliert werden. Die Softwarepakete CAR ASYST und CA ANALYTICS wurden als mobile Expertenwerkzeuge für das Werkstattumfeld weiterentwickelt und auf den Einsatz in weiteren Anwendungsfeldern vorbereitet. Im Portfolioelement „Middleware“ wurde die Produktfamilie Softing MVCI-Server (COS) gemäß aktuellem internationalem Standard erweitert und angepasst. Das Softing Vehicle Communication Framework (VCF) wurde parallel zur VIN|ING-Familie weiterentwickelt. Die Weiterentwicklung bzw. Fertigstellung der VIN|ING-Familie stand zugleich im Portfolioelement „Embedded Solutions“ im Vordergrund. Während die Geräte der VIN|ING 3000/6000-Reihe auf die Markteinführung vorbereitet wurden, konnte das VIN|ING 2000 bereits erfolgreich an erste Kunden geliefert werden.
2018 stand unter den Vorbereitungen zum Markteintritt der GlobalmatiX mit einem einzigartigen Telematikangebot für gemischte, große Flottenkunden wie diese z. B. von Automobilherstellern betrieben werden. Unser Service ist innovativ und disruptiv zugleich und liefert neben der klassischen Telematik (Geodaten, Fahrverhalten), erstmals CAN Diagnosedaten für markengemischten Flotten aller Marken. Unsere disruptive Lösung erlaubt erstmals den Einsatz von Telematik flächendeckend über die ganze Flotte.
Wirtschaftsbericht
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Rückgang der Weltwirtschaft 2018
Die Weltkonjunktur hat nach Meinung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (ifw) im Verlauf des Jahres 2018 an Fahrt verloren. Die wirtschaftliche Stimmung hat sich nahezu überall deutlich eingetrübt. Hierzu hat neben einer Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte die Straffung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten beigetragen, in deren Folge es zu einem Umschwung bei den internationalen Kapitalströmen kam, der die wirtschaftliche Expansion in den Schwellenländern bremst. Die Weltproduktion wird in diesem Jahr wie im vergangenen Jahr um 3,7 % zunehmen, im kommenden Jahr dürfte die Zuwachsrate auf 3,4 % zurückgehen. Das ifw hat seine Prognose für 2018 und 2019 nochmals leicht - um jeweils 0,1 Prozentpunkte - reduziert. Für 2020 wird unverändert ein Zuwachs um abermals 3,4 % erwartet. Risiken bestehen insbesondere in einer weiteren Verschärfung der Handelskonflikte. In Europa könnten Sorgen um die Schuldentragfähigkeit in Italien, die Verzögerung von Reformen in Frankreich und nicht zuletzt ein möglicher ungeordneter Brexit dazu führen, dass sich die Konjunktur schwächer entwickelt als erwartet.
(Quelle: ifw, Kieler Konjunkturberichte Welt, Nr. 49 (2018|Q4))
Maschinen- und Anlagenbau: Aufschwung setzt sich 2018 weiter fort
Nach zehn Monaten des laufenden Jahres wies lt. dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) der Maschinenbau ein Produktionsplus von 3,7 % auf. Damit wird 2018 zum zweiten Wachstumsjahr in Folge. Die Auftragseingänge im Maschinenbau erreichten in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres ein Plus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Inland bis September um 34.000 auf 1,067 Millionen - ein Zuwachs von 3,4 %. Die Zahl der Erwerbstätigen im Maschinenbau liegt bei mehr als 1,3 Millionen Menschen, damit ist die Branche weiterhin größter industrieller Arbeitgeber im Land. Sorgen bereiten den Unternehmen allerdings Engpässe sowohl in den Lieferketten, als auch bei Fachkräften. Laut aktuellen Umfragen leiden 27 % der Maschinenbauer in Deutschland unter einem Mangel an Arbeitskräften, in 28 % der Unternehmen wird die Produktion aufgrund von Materialknappheit behindert. Die Exporte der Maschinenbauer aus Deutschland legten in den ersten neun Monaten 2018 um nominal 5,2 % auf 131,9 Mrd. EUR zu. China (plus 11,4 % auf 14,23 Mrd. EUR) und USA (plus 6,9 % auf 14,16 Mrd. EUR) lieferten sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz in der Exportrangliste, mit knappem Vorsprung für die Volksrepublik. Das Exportplus nach China in diesem Zeitraum wird allerdings getrübt von den Aussichten einer sich abschwächenden chinesischen Binnenkonjunktur, die auch unter den Strafzöllen der amerikanischen Regierung leidet. Zugleich steigen Arbeits- und Produktionskosten in China weiter an. Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten profitiert derzeit noch von abgesenkten Unternehmenssteuern, allerdings werden auch hier die Inlandsinvestitionen schon wieder schwächer. Der VDMA erwartet deshalb von der EU, dass sie die Verhandlungen sowohl über ein schlankes Freihandelsabkommen mit den USA als auch über ein Investitionsabkommen mit China energisch vorantreibt. Zudem sei die Europäische Union in der eigenen Region gefordert, gerade im Jahr der Europawahl für einen größeren Zusammenhalt der Mitgliedsländer zu sorgen. Um die Wirtschaft innerhalb der EU zu stärken, sei auch ein Abbau überbordender Bürokratie notwendig, welche insbesondere im Mittelstand enorme Zusatzkosten verursache, wie zum Beispiel die nationale Umsetzung der Entsenderichtlinie. Monteure oder Servicefachkräfte müssen häufig sehr kurzfristig zu Kunden innerhalb Europas reisen - dies wird durch die Regularien im Prinzip aber unmöglich gemacht.
(Quelle: VDMA,www.vdma.org)
Schwächerer Auftragseingang in der Elektroindustrie
Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie lagen Ende 2018 um 2,6 % unter ihrem Vorjahreswert. Aus dem Inland gingen 1,4 % mehr Bestellungen ein als im Vorjahr, aus dem Ausland dagegen 5,9 % weniger. Vor allem die Aufträge aus Ländern des Euroraums gaben stark nach (-8,9 %). Kunden aus der Nicht-Eurozone bestellten 3,9 % weniger. Damit sind die Auftragseingänge von Januar bis zum Jahresende nur leicht um 0,5 % gestiegen. Während die Inlandsorders um 2,5 % gegenüber Vorjahr fielen, legten die Auslandsbestellungen um 3,0 % zu. Sowohl Kunden aus dem Euroraum (+1,5 %) als auch aus Drittländern (+3,9 %) orderten mehr. Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektroindustrie ist im November 2018 um 3,0 % unter ihrem Vorjahresniveau geblieben. Für den Gesamtzeitraum Januar bis November 2018 ergibt sich soweit noch ein Zuwachs von 2,8 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Damit dürften die Erwartungen des ZVEI von +3 % für das Gesamtjahr voraussichtlich erfüllt werden. Ihre Produktionspläne haben die Unternehmen im Dezember - per saldo - den vierten Monat in Folge abwärts revidiert. Immerhin ist der Anteil derjenigen Firmen, die ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen wollen (23%), größer als der Anteil, der eine Produktionsdrosselung plant (15 %). Die Mehrheit will das derzeitige Produktionslevel beibehalten. Von Januar bis einschließlich November 2018 belief sich der aggregierte Elektroumsatz auf 179,8 Mrd. EUR und lag damit um 3,1 % höher als vor einem Jahr. Die Inlands- und Auslanderlöse erhöhten sich um 3,0 % (auf 85,8 Mrd. EUR) bzw. 3,3 % (auf 94,0 Mrd. EUR). Der Umsatz mit Kunden aus dem Euroraum (+5,4 % auf 34,9 Mrd. EUR) wuchs in den elf Monaten mehr als doppelt so stark wie der mit Geschäftspartnern aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (+2,0 % auf 59,1 Mrd. EUR). Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im Dezember 2018 den nunmehr dritten Monat in Folge gesunken. Diesmal verschlechterte sich die Beurteilung der aktuellen Lage, wohingegen die allgemeinen Geschäftserwartungen wieder etwas besser ausfielen. Allerdings bleiben letztere per saldo weiter deutlich unter der Nulllinie. Die Exporterwartungen gaben im Dezember ebenfalls weiter nach, und zwar zum vierten Mal hintereinander. Hier fiel der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber dem Vormonat von 9 auf 5 Prozentpunkte.
(Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer Januar 2019)
Internationale Automobilkonjunktur 2018 mit robuster Jahresbilanz
Weltweit haben sich die Automobilmärkte im Jahr 2018 unterschiedlich entwickelt. Der europäische Pkw-Markt konnte sein hohes Vorjahresniveau halten, die USA verzeichneten sogar ein leichtes Plus. Die Märkte in Brasilien und Russland überzeugten mit kräftigen Wachstumsraten. Indien legte ebenfalls zu. In China gab es erstmals einen Rückgang, allerdings ist das Marktvolumen weiterhin sehr hoch. In Europa wurden im Jahr 2018 insgesamt 15,6 Mio. Pkw neu zugelassen, so viele wie im Vorjahr. Im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa bei gut 1,0 Mio. Einheiten, ein Minus von 9 %. Der Dezember hatte in vielen Ländern weniger Arbeitstage als der Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr legten von den großen Volumenmärkten Frankreich (+3 %) und Spanien (+7 %) zu, Deutschland erreichte Vorjahresniveau. Italien (-3 %) und Großbritannien (-7 %) waren rückläufig. In den USA schloss der Markt für Light Vehicles das Jahr 2018 mit 17,2 Mio. verkauften Fahrzeugen ab, 78.800 Einheiten mehr als im Vorjahr (±0 %). Dabei ging der Absatz von Pkw um 13 % zurück, im Light-Truck-Segment hingegen stiegen die Verkäufe um 8 %. Im Dezember wurden 1,6 Mio. Light Vehicles verkauft (+1 %). In China sank das Volumen des Pkw-Marktes im Jahr 2018 um fast 4 % auf 23,3 Mio. Neufahrzeuge. Dies ist der erste Rückgang seit Jahrzehnten. Hier hat vor allem der Handelskonflikt mit den USA seine Spuren hinterlassen. Im Dezember lag das Absatzvolumen mit 2,4 Mio. Einheiten rund 16 % unter Vorjahresniveau. In Indien zog das Absatzvolumen 2018 um 5 % an. Es wurden 3,4 Mio. Einheiten verkauft. Im Dezember lag der Markt auf Vorjahresniveau (238.700 Einheiten). Das japanische Neuwagengeschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr solide: 4,4 Mio. verkaufte Pkw entsprechen dem Vorjahresergebnis. Mit 319.700 neu zugelassenen Pkw ging der Absatz im Dezember um 3 % zurück. Der Markt in Russland hat sich 2018 weiter erholt und lag mit 1,8 Mio. verkauften Neufahrzeugen 13 % über dem Volumen des Vorjahres. Mit 175.200 Light Vehicles stieg der Absatz im Dezember um 6 %. Der brasilianische Markt für Light Vehicles verbuchte im Gesamtjahr 2018 ein kräftiges Wachstum: Der Absatz von Neuwagen stieg um 14 % auf knapp 2,5 Mio. Fahrzeuge. Im Dezember betrug das Plus 10 % (225.400 Fahrzeuge). Das war der 20. Wachstumsmonat in Folge.
(Quelle: VDA, Pressemitteilung vom 16.01.2019, www.vda.de)
Geschäftsverlauf
Softing hat 2018 zur alten Umsatzstärke zurückgefunden, in allen Märkten und Segmenten konnten Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. 2018 lag der Umsatz mit 83,9 Mio. EUR (Vj. 78,7 Mio. EUR) um 5,2 Mio. EUR (6,6 %) über dem Vorjahresniveau, die Prognose von 80,0 Mio. EUR wurde um rund 3,9 Mio. EUR übertroffen. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 9,0 Mio. EUR (Vj. 6,8 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 10,8 % (Vj. 8,7 %). Das operative EBIT (dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von 4,4 Mio. EUR und deren Abschreibungen von 2,1 Mio. EUR sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung 1,8 Mio. EUR) beträgt 2018 3,6 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR), die Prognose von 3,7 Mio. EUR wurde somit fast erreicht. Das EBIT 2018 erreichte die mit 4,1 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR) die Prognose von 4,0 Mio. EUR, trotz Belastungen von rund 1,1 Mio. EUR aus der Akquisition GlobalmatiX.
Das Segment Industrial erzielte einen Umsatz von 52,8 Mio. EUR (Vj. 50,9 Mio. EUR). Das EBITDA betrug 5,3 Mio. EUR (Vj. 6,3 Mio. EUR). Das EBIT sank aufgrund von einem erhöhten Wareneinsatz von im Vorjahr 3,8 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR.
Der Umsatz von Automotive steigerte sich um 4,6 % von 17,4 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR, daraus resultierte ein EBITDA von 2,7 Mio. EUR nach 0,2 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT stieg entsprechend von -1,0 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR.
Das Segment IT Networks steigerte den Umsatz um starke 24,5 % von 10,4 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR und erzielte ein EBITDA von 0,7 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR) sowie ein EBIT von 0,2 Mio. EUR (Vj. -0,5 Mio. EUR).
Daraus resultierte ein Konzernergebnis von 3,3 Mio. EUR nach 0,7 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Verlust der Konzernmutter, Softing AG, sank auf Grund gestiegener Ergebnisabführung von -3,2 Mio. EUR im Jahr 2017 um 1,8 Mio. EUR auf -1,4 Mio. EUR im Jahr 2018.
Die Aufwandspositionen im Konzern entwickelten sich folgendermaßen:
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Materialaufwand | 36.471 | 32.247 |
| Zuwendungen an Arbeitnehmer | 33.440 | 33.031 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 4.937 | 4.494 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10.830 | 12.064 |
| Betriebliche Aufwendungen | 85.678 | 81.836 |
ERTRAGSLAGE
Ertragslage Konzern
Die finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.
Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz um 6,6 % auf 83,9 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 4,4 Mio. EUR und lagen um 0,2 Mio. EUR unter Vorjahresniveau (4,6 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen im Verhältnis zum Gesamtumsatz sank im Geschäftsjahr 2018. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,4 Mio. EUR wurden stark durch Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 0,9 Mio. EUR geprägt. Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge 0,9 Mio. EUR.
Der Materialaufwand erhöhte sich um 4,2 Mio. EUR oder 13,1 %. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der starken Umsatzsteigerung im Segment IT Networks mit dementsprechenden Wareneinständen für Eigen- und Fremdprodukte im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 43,5 % (Vj. 41 %) und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) stieg daher unterproportional von 46,5 Mio. EUR auf 47,4 Mio. EUR.
Der Personalaufwand stieg leicht um 1,2 % auf 33,4 Mio. EUR auf Grund von leicht erhöhten variablen Vergütungen und Gehaltssteigerungen, gegenläufig wirkte sich ein leicht reduzierter Personalstand aus. Zum Stichtag waren 402 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt (Vj. 411).
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen von 4,5 auf 4,9 Mio. EUR, bedingt durch die Erhöhung der Abschreibung aus der Kaufpreisallocation der GlobalmatiX.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken stark um 1,2 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR. Zum größten Teil aufgrund von verminderten externen Leistungen bei der Produktentwicklung.
Eine zentrale Größe für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,1 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT von 3,5 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR).
Das Zinsergebnis blieb unverändert bei -0,2 Mio. EUR und war auch 2018 durch die Zinsaufwendungen für die Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises der OLDI geprägt.
Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte daraus ein Konzernergebnis von 3,3 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR).
Ertragslage AG
Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.
Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen. Ergebnisabführungsverträge bestehen mit folgenden Tochtergesellschaften:
Unmittelbar:
| • | Softing Industrial Automation GmbH |
| • | Softing Automotive Electronics GmbH |
| • | Softing Services GmbH |
| • | Softing IT Networks GmbH |
Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):
| • | Softing Engineering & Solutions GmbH |
Die Ergebnisse aus Ergebnisabführungen sind die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr veränderten sich diese von -5,6 Mio. EUR auf -1,3 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2018 lag bei 0,5 bis 1,0 Mio. EUR. Die Prognose wurde insbesondere durch die Gesellschaften Softing Industrial Automation GmbH und Softing IT Networks GmbH verfehlt. Zum größten Teil aufgrund von verminderten externen Leistungen bei der Produktentwicklung.
Der Personalaufwand stieg von 2,0 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR auf Grund erhöhter Aufwendungen für Altersversorgung.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt von 0,7 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR.
Auf Grund geringerer Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften ergab sich für 2018 eine Verminderung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,0 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR.
Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer abgelaufener Geschäftsjahre (Betriebsprüfung der Jahre 2013 bis 2016) wurden Steuerrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (i. Vj. rund 0,0 Mio. EUR) gebildet, es besteht jedoch auch eine Rückforderung für das Jahr 2017 in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Diese Rückforderung entstand durch Ergebnisanpassungen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Jahresabschlüssen von Tochtergesellschaften mit Projektgeschäft sowie einem körperschaftssteuerlichen Verlustrücktrag.
Der Jahresfehlbetrag beträgt 1,4 Mio. EUR (im Vj. 3,2 Mio. EUR).
FINANZLAGE
Finanzlage Konzern
Finanzmanagement
Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, das die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.
Kapitalstruktur
Zum Jahresende 2018 stieg das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 68,4 Mio. EUR (Vj. 52,3 Mio. EUR). Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 (Genehmigtes Kapital 2015) erteilten Ermächtigung, erfolgte die Finanzierung des Kaufpreises der GlobalmatiX AG in Aktien der Softing AG, im Wert von 13,7 Mio. EUR (Fair Value zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS ist 13,4 Mio. EUR). Der Vorstand der Softing AG beschloss mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 16. März 2018, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 7.655.381 gegen Sacheinlagen um EUR 1.450.000 auf EUR 9.105.381 durch Ausgabe von 1.450.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zum Ausgabebetrag von 9,43 EUR zu erhöhen. Zur Zeichnung und Übernahme der neuen Aktien wurde Herr Alois Widmann, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, zugelassen. Herr Widmann bringt seine sämtlichen Aktien an der GlobalmatiX Aktiengesellschaft mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaft und Herr Widmann haben am 16. März 2018 den entsprechenden Einbringungsvertrag geschlossen.
Die Eigenkapitalquote erreichte 69 %, im Vorjahr 65 %.
Die langfristigen Schulden beliefen sich auf 9,4 Mio. EUR (VJ. 11,1 Mio. EUR). Die Reduktion resultierte insbesondere aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern innerhalb des Organkreises.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um 4,7 Mio. EUR auf 22,0 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der Schulden aus Lieferungen und Leistungen und die Erhöhung der kurzfristigen Finanzschulden.
Investitionen
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 6,4 Mio. EUR (Vj. 4,6 Mio. EUR) in selbst erstellte und fremderstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Jahr 2018 1,2 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR). Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.
Liquidität
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg ergebnisbedingt um 5,8 Mio. EUR von 3,6 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 7,7 Mio. EUR (Vj. 9,8 Mio. EUR), größtenteils geprägt durch die Investitionen in Neuentwicklungen und Ersatzbeschaffungen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -2,2 Mio. EUR und war geprägt durch Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 2,5 Mio. EUR, Aufnahme von kurzfristigen Darlehen in Höhe von 1,5 Mio. EUR sowie die Dividendenzahlung von 1,0 Mio. EUR.
Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel standen zum Jahresende bei 9,7 Mio. EUR (Vj. 10,3 Mio. EUR).
Finanzlage AG
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2018 von 37,0 Mio. EUR auf 48,3Mio. EUR. Die Veränderungen begründen sich in der Auszahlung der Dividende von -1,0 Mio. EUR, dem Jahresfehlbetrag von -1,4 Mio. EUR und der Kapitalerhöhung von 13,7 Mio. EUR.
Die Eigenkapitalquote betrug 76,7 % (Vj. 66,4 %).
Die Erhöhung der Rückstellungen von 1,7 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR basiert größtenteils auf Veränderungen in der Rückstellung für Pensionen und in den Personalrückstellungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 1,7 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR auf Grund der Nichtauszahlung von variablen Vergütungsansprüchen und erhöhter Umsatzsteuerzahllast.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 1,4 Mio. EUR auf Grund regelmäßiger Tilgungen der 2014 aufgenommenen Darlehen von 2,4 Mio. EUR und der gegenläufigen Aufnahme von kurzfristigen Betriebsmitteln von 1,0 Mio. EUR.
Liquidität
Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigene, operative Geldzuflüsse für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2018 noch mit 4,1 Mio. EUR.
Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 5,1 Mio. EUR (Vj. 7,1 Mio. EUR).Es bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vj. 5,0 Mio. EUR).
VERMÖGENSLAGE
Vermögenslage Konzern
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und repräsentierten Ende 2018 einen Anteil von 63,1 % der Bilanzsumme (Vj. 56,9 %). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 77,9 % (Vj. 78,6 %).
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 17,1 Mio. EUR auf 63,0 Mio. EUR. Die Gründe lagen zum größten Teil in der Akquisition der GlobalmatiX AG. Der Geschäfts- oder Firmenwert erhöhte sich um 3,4 Mio. EUR, die sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 14,6 Mio. EUR aufgrund der Aktivierung einer Mobilfunklizenz der GlobalmatiX AG in Höhe von 12,0 Mio. EUR, das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 0,3 Mio. EUR. Der Bestand an aktiven latenten Steuern von 0,8 Mio. EUR. (Vj. 2,1 Mio. EUR) verringerte sich aufgrund von Verrechnung mit passiven latenten Steuern innerhalb des deutschen Organkreises.
Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 34,8 Mio. EUR auf 36,8 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf einen Anstieg von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten um 3,1 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich um 0,6 Mio. EUR gesunkene Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente aus und der Rückgang von Steuerforderungen 0,3 Mio. EUR aus.
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 99,8 Mio. EUR (Vj. 80,7 Mio. EUR).
Vermögenslage AG
Die Bilanzsumme der Softing AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Mio. EUR auf 63,0 Mio. EUR (Vj. 55,8 Mio. EUR).
Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 14,0 Mio. EUR von 17,2 Mio. EUR auf 31,2 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf die Akquisition der GlobalmatiX AG zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 1,0 Mio. EUR an kurzfristigen Darlehen aufgenommen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sanken um 0,5 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR auf Grund von Rückzahlungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln sank auf 5,1 Mio. EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken von 15,4 Mio. EUR auf 12,0 Mio. EUR auf Grund gesunkener Forderungen aus dem Cashpooling.
GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES KONZERNS UND DER AG
Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr auf Grund der verbesserten Ertragssituation und geringerer Verlustsituation einiger Tochtergesellschaften, im Vergleich zum Vorjahr, stark verbessert.
Nachtragsbericht
Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.
Berichte zu Chancen, Risiken und Prognosen
Chancenbericht
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern als auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.
Softing Industrial GmbH
Nach der sehr erfolgreichen Markteinführung des mobiLink, dem weltweit ersten mobilen Interface für die Geräteparametrierung mit gleichzeitiger Unterstützung der drei wesentlichen Kommunikationsprotokolle in der Prozessautomation, erwartet die Geschäftseinheit Industrial Data Networks eine weitere, deutliche Steigerung der Verkäufe im Jahr 2019. Für die 2018 erstmals dem Markt vorgestellten Gateways zur Anbindung von PROFIBUS Geräten in moderne Industrial Ethernet Architekturen werden erste Design-Ins gesehen. Durch das revolutionär einfache Konzept des commKit zur Integration einer Kommunikations-Schnittstelle für FOUNDATION fieldbus oder PROFIBUS PA mittels gemeinsamer Hardware und Parametrier-Tool ermöglicht Softing größeren Anbietern interne Einsparungspotentiale und kleineren Anbietern die grundsätzliche Möglichkeit ein eigenes Angebot für diese wichtigen Nischentechnologien zu realisieren. Deswegen erwartet Industrial Data Networks hier Geschäfte durch Umstellung von bisherigen Design-Ins im Jahr 2019.
Durch die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette eröffnen sich für Softing ganz neue Businesspotentiale: Sondermaschinen, die nicht vernetzt in großen Stückzahlen in den Bereichen Kunststoff- oder Metallbearbeitung eingesetzt werden. Speziell auf diese Anforderung angepasste Gateways dataFEED uagates können diesen Markt schnell erschließen. Software as a Service: mit der dataFEED SIS haben Kunden erstmalig die Möglichkeit das Produkt über Jahres- oder Servicelizenzen zu beziehen und die Kosten damit kontinuierlich dem Nutzungsverhalten anzupassen. Cloud Plattformen: Data Intelligence forciert die Entwicklung von Hard- und Software Lösungen für die Cloud Kommunikation. In diesem Jahr haben wir bereits Lösungen zur Vernetzung mit den wichtigsten Cloud Plattformen wie Microsoft Azure, Amazon AWS oder Siemens Mindsphere vorgestellt.
Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd.
Für 2019 und 2020 sind zusätzliche Neuentwicklungen und Erweiterungen in den Bereichen Verifizierer, Qualifizierer und Zertifizierer von sowohl Kupfer- als auch Glasfaser-Verkabelungen geplant, welche die Produktpalette des IT Networks Geschäftsbereiches weiter ausbauen und stärken werden. Zusätzlich konnte auch ein neuer Partner für die Planung und Analyse von WLAN-Netzwerken gefunden werden, für den IT Networks die Distribution ab Ende 2018 übernommen hat. Mit den im Jahr 2017 und 2018 fertiggestellten Entwicklungen steht IT Networks somit ein weiterwachsendes Produktportfolio mit einigen „Industry-First“ Produkten zur Verfügung, mit welchen Softing 2019 weiter die Position als Technologieführer und Trendsetter ausbauen wird.
Online Development Inc. (OLDI)
OLDI ist ein führender Auftragsfertiger (Original Design Manufacturer, ODM) mit einer Bandbreite von Hardware und Software-Produkten, die zahlreiche Markenhersteller und industrielle Marktsegmente unterstützen. Die Kunden nutzen OLDI’s tiefgehende Kenntnisse der Datenverarbeitung und Kommunikation im Industriesegment, um die Einführungszeit ihrer neuen und bestehenden Produkte zu verkürzen. Mit dem strategischen Fokus auf Betriebssicherheit, Datensicherheit und skalierbarer Rechenleistung konnte OLDI sein Geschäft durch neue Kunden, Projekte und Technologien weiter ausbauen. Die durch diese Projekte aufgebaute Expertise lässt weitere Geschäftsmöglichkeiten in 2019 und darüber hinaus erwarten.
Softing Automotive Electronics GmbH
Das Produkt- und Leistungsportfolio der Automotive Electronics wurde 2018 weiter ausgebaut und insbesondere in den Portfolioelementen „Applikationen“ durch den Ausbau von Softing TDX und in den „Embedded Solutions“ durch die Markteinführung des VIN|ING 2000 gestärkt. Die bevorstehende Markteinführung von DTS 9 stößt bereits in der Beta-Phase auf hohes Marktinteresse, so dass Softing gute Chancen zum Ausbau seiner Marktposition sieht. Gestützt wird dies durch den bevorstehenden Gewinn weiterer Neukunden für Softing TDX sowie die Markteinführung der VIN|ING 3000/6000-Reihe. Auch die Softing Messtechnik (SMT) wird im Rahmen von mehrjährigen Verträgen stabile Umsätze erzielen. Auf dieser Basis sieht Softing eine solide Grundlage für langfristig anhaltendes Wachstum.
GlobalmatiX
GlobalmatiX konnte in der zweiten Hälfte 2018 einige detaillierte Pilotstellungen mit größeren OEMs starten. Erste Umsätze im Jahr 2019 sind in Aussicht. Zudem gründeten wir im 4. Quartal 2018 die GlobalmatiX Inc. in USA. Erste Testinstallationen mit einem weiteren OEM und einem Flottenbetreiber von Behördenfahrzeugen in USA sind ebenfalls angelaufen.
SoftingROM s.r.l.
Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.
RISIKOBERICHT
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern als auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen alle Segmente.
Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik, der Fahrzeugelektronik und Netzwerkkommunikation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Die Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe der Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.
Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.
Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.
Um die Risiken bewerten zu können, werden die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:
a. Kleine Risiken (relative Risikowirkung bis 25%) sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. Dabei errechnet sich die relative Risikowirkung aus dem Verhältnis der Schadenshöhe multipliziert mit der Risiko-Eintrittswahrscheinlichkeit zum geplanten EBIT einer Konzerngesellschaft.
b.Mittlere Risiken (relative Risikowirkung bis 50%) bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.
c.Große Risiken (relative Risikowirkung bis 50%) haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.
d.Bestandsgefährdende Risiken (relative Risikowirkung über 75%) können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.
Die Risiken werden als Bruttorisiken vor Risikobegrenzungsmaßnahmen genannt.
Um die Risiken überwachen und steuern zu können, nutzt der Konzern eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung der Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.
Im Berichtszeitraum wurden auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei wurde auch abgeschätzt, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.
Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachtet werden.
Umfeldrisiken
Die Beurteilung des Wechselkursrisikos gewinnt mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums eine höhere Bedeutung. Jährlich wird überprüft, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit den Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Der Umsatz ist 2018 im Vergleich zu 2017 um 6,6 % gestiegen. Grundsätzlich besteht immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Softing begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.
Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Softing reagiert auf dieses Risiko, indem es in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeitet. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.
In Teilen des Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch bei Automotive ist der Konzern in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Softing begegnet diesem Risiko dadurch, dass derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell geplant und der Projektfortschritt sorgfältig überwacht wird. Der Konzern investiert kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedient sich der Konzern in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß die eigenen Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Softing begegnet diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Der Konzern senkt das Risiko dadurch, dass die Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüft und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzt werden. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Ausfall oder Fehlfunktion könnte zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen führen. Softing senkt dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken werden durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch den restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennt der Konzern drohende Insolvenzfälle schneller und könnte rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2018 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt wird dieses Risiko als kleineres Risiko eingeschätzt.
Sonstige Risiken
Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen wird die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit der Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar eingeschätzt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Der wirtschaftliche Erfolg des Softing-Konzerns beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung des Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb ist Softing bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Den Mitarbeitern werden neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildungen angeboten. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnte. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.
Bisher ist kein Compliance-Fall bei Softing aufgetreten. Trotzdem nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellt der Konzern sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und diese auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt wird dieses Risiko als geringes Risiko eingeschätzt.
Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach Einschätzung des Managements nicht vor.
Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken wird die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar erachtet. Auf Grund der guten Finanz- und Vermögenslage und sich einer wieder verbessernden Ertragslage im Jahre 2018 ist der Vorstand der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.
Prognosebericht
Langsameres Weltwirtschaftswachstum für 2019 erwartet
Die Weltproduktion nimmt im Prognosezeitraum langsamer zu, die Zuwachsrate der Weltproduktion dürfte im kommenden Jahr von 3,7% auf 3,4 % zurückgehen. Das ifw Institut hat seine Prognose vom September damit für 2019 nochmals leicht - um 0,1 Prozentpunkte - reduziert. Für 2020 wird ein unveränderter Zuwachs um abermals 3,4 % erwartet. Bei einer solchen Expansionsrate kann nicht von einer ausgeprägten Konjunkturschwäche gesprochen werden, allerdings wird die Kapazitätsauslastung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften kaum noch zunehmen, und in vielen Schwellenländern wird die Produktion angesichts häufig ungünstiger wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen und eines schwierigen finanziellen Umfeldes nur in moderatem Tempo expandieren. Der Anstieg des Welthandels dürfte sich im Jahr 2018 deutlich auf 3,2 % verringern und in den kommenden beiden Jahren mit 2,3 bzw. 2,8% noch etwas darunter liegen. Auch dürfte das verschlechterte handelspolitische Umfeld dämpfend wirken. Für die Prognose unterstellt das ifw, dass die handelspolitischen Konflikte nach und nach geklärt werden, wodurch die hemmenden Wirkungen von dieser Seite mit der Zeit wieder geringer werden, sodass sich das Tempo der Welthandelsexpansion trotz einer gleichen Zunahme der Weltproduktion im Jahr 2020 wieder etwas erhöht.
(Quelle: ifw, Kieler Konjunkturberichte Welt, Nr. 49 (2018|Q4))
Softing Industrial für 2019 technologisch und angebotsseitig sehr gut aufgestellt
Trotz der erwarteten Abkühlung der Weltkonjunktur sieht sich Industrial Data Networks technologisch und angebotsseitig sehr gut aufgestellt, um die eingeleitete Fokussierung auf die Geschäftsfelder Prozessautomation und Netzdiagnose erfolgreich weiterzuführen und die gesetzten Geschäftsziele zu erreichen. Durch strukturelle Veränderungen und strategische Konzentration im Bereich des Vertriebs wird diese optimistische Einschätzung zusätzlich gestützt.
Getrieben durch die IT Branche und die großen Cloud Anbieter wird die Digitalisierung in der Automatisierung in diesem Jahr wieder das zentrale Thema sein. Auch wenn ein Wachstum der Weltwirtschaft nicht gesehen wird, werden Fertigungsunternehmen weiter stark in die Digitalisierung investieren. Durchgängiger Datenaustausch verbessert die Verfügbarkeit und Effizienz der Produktionsstätten global. Durch die Konzentration auf das Thema IoT in der Entwicklung und der Vermarktung ist Data Intelligence ein Keyplayer und wichtiger Partner für Endkunden, Systemintegratoren und Systemanbieter.
Softing Automotive
Der Fokus von Softing Automotive im kommenden Jahr wird auf den Markteinführungen von DTS 9 und der gesamten VIN|ING-Familie liegen. Daneben werden Weiterentwicklungen von TDX sowie der gesamten Middleware in den Märkten Europa, Nordamerika sowie China und Japan promoted. Über das in China bereits gegründete Joint Venture hinaus, wird Softing hierzu auch weitere strategische Partnerschaften schließen.
GlobalmatiX
GlobalmatiX bewegt sich im aktuell größten wachsenden Markt Connected Car und Internet of Things (IoT). Als Pionier für Ferndiagnose über CAN Daten adressieren wir Flottenkunden der Automobilhersteller, ihrer Zulieferer und die Bereiche Service, Transport, Leasing, Versicherung. Die Versorgung dieser Flotten mit unserer Telematik Lösung stehen im Zentrum der Vertriebsaktivitäten. Zudem erlaubt unsere Lösung aus Diagnose Fern-Diagnose zu machen und mittels Big Data Analytics daraus vorausschaubare und vorhersehbare Wartung zu ermöglich, wie dies in der Luftfahrtindustrie schon möglich ist. Mit unserem Zugang zur 4G und 5G Mobilfunktechnologie in unseren Softing Kernmärkten in Nordamerika, Europa und Asien sind wir dafür gut aufgestellt.
Softing IT Networks
Durch intensive Mitarbeit in internationalen Normengremien werden neue Technologien wie z.B. Ethernet-Übertragung über 2-Draht-Verkabelungen oder neue High-Speed-Anwendungen für Rechenzentren in den nächsten Jahren weiter in neue Messtechnik-Lösungen einfließen. Während IT Networks in West Europa historisch schon eine starke Vertriebspräsenz hat, steht der Fokus für 2019 und 2020 weiterhin im Ausbau der Märkte Nordamerika und Asien. In Asien wird der Schwerpunkt auf dem chinesischen Markt liegen. Das erweiterte Produktportfolio wird zudem Möglichkeiten eröffnen, um auch in den etablierten Märkten neue Kundensegmente zu erschließen.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 der Softing AG
Erklärtes Ziel der Softing AG ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.
Softing ist auf Grund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.
Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.
Für das Geschäftsjahr 2019 geht die Softing AG auf Grund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,0 Mio. EUR bis 1,4 Mio. EUR aus.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 des Softing-Konzerns
Erklärtes Ziel bleibt es, die operative Exzellenz des Konzerns durch die Optimierung einer regional balancierten und einer inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung weiter zu steigern. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2019 konsequent weiterverfolgt. Auf Grund der Ausrichtung des Konzerns und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2019 Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem stehen auch im Jahr 2019 eine Reihe unvermeidbarer Unsicherheiten in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in Asien und in Nordamerika gegenüber. Anhaltenden Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in der Prognose als dämpfende Einflussfaktoren berücksichtigt.
Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss und wird Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels nimmt dabei in allen Segmenten weiter deutlich zu. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2019 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. 2019 wird in Summe tendenziell eine gleichbleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, auf Grund hoher Investitionen in neue Produkte, erwartet. Einige Produktlinien werden auf Grund der Fertigstellung abnehmende Investitionen erfahren, wo hingegen neue Zukunftstechnologien und -produkte angeschoben werden. Dem gegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft z.B. in der Prozess- und Fertigungsindustrie, bei Softing gebündelt im Segment Industrial. Aufgrund neuer Produkte erwarten wir weiter starkes Wachstum bei unseren hauseigenen Produkten im Segment IT Networks. Im Segment Automotive ist in erster Linie die Beauftragung von Neuprojekten durch Großkunden entscheidend, auch wenn diese im laufenden Jahr nur einen schwachen Einfluss auf den Umsatz haben werden. Es bleibt bei der Überlagerung durch die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken und politischen Unsicherheiten.
In Summe wird von einer moderaten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs auf 88 Mio. EUR ausgegangen. Auf Grund der globalen Unsicherheiten gehen wir mit etwas Vorsicht von einem EBIT in Höhe von 4,0 Mio. EUR aus, das operative EBIT ist mit 3,7 Mio. EUR geplant. Bei günstiger Entwicklung hat besonders das EBIT Potenzial zur Steigerung darüber hinaus. Auf Segmentebene wird in allen Segmenten ein moderater Anstieg von Umsatz und ein stabiles EBIT und operativem EBIT erwartet. Aufgrund einer Reihe bereits vorliegender aber im zweiten Halbjahr erst auslieferungsfähiger Großaufträge, erwarten wir wie im Vorjahr, besonders beim EBIT, die größten Steigerungen im zweiten Halbjahr. Wir werden quartalsweise eine Präzisierung dieser Größen durchführen und dazu berichten.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGS -
LEGUNGSPROZESS
Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern
Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.
Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.
Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten, die in den Buchhaltungssystemen fehlerhaft abgebildet werden können. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sollten dennoch Fehler auftreten und erkannt werden, werden diese zeitnah korrigiert.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.
Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.
Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen worden.
Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.
Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.
Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht
| 1. | Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2018 betrug 9.105.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte - gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu. |
| 2. | Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. |
| 3. | Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet: Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Kanal Inseln hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28.03.2018 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 22,43 % (2.042.302 Stimmrechte) betrug. |
Davon sind 22,43 % (2.042.302 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen:
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihren kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
- Trier Familienstiftung
- Trier Asset Management GmbH
- Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
Herr Alois Widmann Vaduz/Liechtenstein hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28.03.2018 die Schwelle von 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 15,92 % (1.450.000 Stimmrechte) betrug.
Davon sind 15,92 % (1.450.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Herrn Widmann zuzurechnen.
| 4. | Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. |
| 5. | Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können. |
| 6. | Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. |
| Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig. | |
| Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 8.771.682 Aktien im Umlauf. | |
| Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2018 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2023 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Das bestehende genehmigte Kapital (genehmigtes Kapital 2015) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Mai 2018 aufgehoben. | |
| Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 9.105.381 EUR (Vj. 7.655.381 EUR) und ist eingeteilt in 9.105.381 (Vj. 7.655.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von 1 EUR. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 8.771.682 Aktien im Umlauf. | |
| Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 (Genehmigtes Kapital 2015) erteilten Ermächtigung, erfolgte die Finanzierung des Kaufpreises der GlobalmatiX AG in Aktien der Softing AG, im Wert von 13,7 Mio. EUR. Der Vorstand der Softing AG beschloss mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 16. März 2018, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 7.655.381 gegen Sacheinlagen um EUR 1.450.000 auf EUR 9.105.381 durch Ausgabe von 1.450.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zum Ausgabebetrag von 9,43 EUR zu erhöhen. Zur Zeichnung und Übernahme der neuen Aktien wurde Herr Alois Widmann, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, zugelassen. Herr Widmann bringt seine sämtlichen Aktien an der GlobalmatiX Aktiengesellschaft mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaft und Herr Widmann haben am 16. März 2018 den entsprechenden Einbringungsvertrag geschlossen. | |
| Das genehmigte Kapital 2018 betrug zum 31. Dezember 2018 4.552.690 EUR. |
| 7. | Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 8. Mai 2018 bis zum 8. Mai 2023 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Das bestehende bedingte Kapital (bedingtes Kapital 2013) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Mai 2018 aufgehoben. |
| 8. | Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. |
| 9. | Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2018 waren keine eigenen Aktien im Bestand. |
| 10. | Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. |
| 11. | Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu. |
Grundzüge des Vergütungssystems der Organe
Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung des Aktienkurses der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf eine Dienstwagenregelung. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.
Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2018 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.
Die Verträge der Mitglieder des Vorstands laufen bis 2021 bzw. 2023.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBIT vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung - zugleich für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß §§ 289f Abs. 1 und 315d HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist gleichermaßen für die Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link https://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-a-hgb.html auf unserer Homepage www.softing.com.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.“
Haar, den 22. März 2019
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Ernst Homolka
Bilanz zum 31. Dezember 2018
Aktiva
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 105.677,74 | 129.109,74 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.907,44 | 8.810,61 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.162.207,83 | 17.199.328,96 | ||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 14.375.401,43 | 14.827.981,30 | ||
| 45.537.609,26 | 32.027.310,26 | |||
| 45.652.194,44 | 32.165.230,61 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige | ||||
| Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 11.833.042,90 | 15.375.380,01 | ||
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 390.300,74 | 12.223.343,64 | 1.128.666,17 | 16.504.046,18 |
| II. Flüssige Mittel | 5.071.261,92 | 7.075.279,69 | ||
| 17.294.605,56 | 23.579.325,87 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 33.996,59 | 39.664,54 | ||
| 62.980.796,59 | 55.784.221,02 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2018 EUR |
31.12.2017 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 4.552.690 €) | 9.105.381,00 | 7.655.381,00 | ||
| 9.105.381,00 | 7.655.381,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 35.054.066,87 | 22.830.566,87 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| Andere Gewinnrücklagen | 1.283.570,82 | 1.283.570,82 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 2.899.233,65 | 5.263.330,57 | ||
| 48.342.252,34 | 37.032.849,26 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 1.143.032,00 | 787.139,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 82.660,41 | 0,00 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 927.446,64 | 893.253,44 | ||
| 2.153.139,05 | 1.680.392,44 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.108.666,58 | 8.477.407,34 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 138.109,72 | 43.998,16 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.819.570,34 | 6.816.716,37 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.394.184,89 | 1.707.983,78 | ||
| 12.460.531,53 | 17.046.105,65 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 24.873,67 | 24.873,67 | ||
| 62.980.796,59 | 55.784.221,02 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
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| 2018 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 2.877.921,58 | 2.958.391,21 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 634.248,35 | 47.893,53 | ||
| 3.512.169,93 | 3.006.284,74 | |||
| 3. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -600.662,46 | -786.947,05 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -1.733.676,72 | -1.719.444,63 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -559.650,44 | -2.293.327,16 | -324.914,38 | -2.044.359,01 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- | ||||
| stände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -29.609,10 | -30.417,18 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -839.705,00 | -745.868,27 | ||
| -251.133,79 | -601.306,77 | |||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 0,00 | 1.274.803,24 | ||
| 8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 1.040.890,73 | 709.263,19 | ||
| 9. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -2.350.463,35 | -6.355.480,45 | ||
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 479.247,75 | 474.573,55 | ||
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 20.904,00 | 0,00 | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -223.042,20 | -1.032.463,07 | -228.541,80 | -4.125.382,27 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -85.300,53 | 1.485.296,68 | ||
| 14. Ergebnis nach Steuern | -1.368.897,39 | -3.241.392,36 | ||
| 15. Jahresfehlbetrag -/überschuss | -1.368.897,39 | -3.241.392,36 | ||
| 16. Gewinnvortrag | 4.268.131,04 | 8.504.722,93 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 2.899.233,65 | 5.263.330,57 |
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB. Die Softing AG hat die Funktion einer strategischen konzernleitenden Management-Holding.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Softing AG hat ihren Sitz in Haar, Landkreis München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg.Nr. 127604).
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre und Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 410,00) werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben, Sammelposten (EUR 150,00 bis EUR 1.000,00) aus Vorjahren werden noch pro rata temporis abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt. Die sonstigen Finanzanlagen in Form von Ausleihungen sind mit dem Nominalwert, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Pensionsrückstellungen umfassen vertragliche Versorgungsansprüche ehemaliger und eines amtierenden Vorstands. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung einer Restlaufzeit von 15 Jahren.
Der Bewertung wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:
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| 31.12.2018 % |
31.12.2017 % |
|
|---|---|---|
| Zinssatz | 3,21 | 3,68 |
| Gehaltsdynamik allgemein | 0,00 | 0,00 |
| Rententrend p.a. | 1,10 - 2,50 | 1,10 - 2,50 |
| Fluktuation | 0,00 | 0,00 |
| Biometrische Rechnungsgrundlagen | Richttafeln 2018 G/Prof. Dr. Heubeck |
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wie bereits im Vorjahr unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2018 bei einer Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von T€ 591 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.
Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet (TEUR 3.099; i. Vj. TEUR 2.992). Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.
Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einzahlungen, welche in den Folgeperioden zu Ertrag führen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,250 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Der Anteilsbesitz stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital 31.12.2018 % |
Eigenkapital 31.12.2018 TEUR |
Ergebnis 2018 TEUR |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 3.928 | 0 1 |
| Softing Services GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 61 | 0 1 |
| Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 2.450 | 0 1 |
| Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich | 65 | -398 | 5 |
| Softing North America Holding Inc., Delaware/USA | 100 | 9.439 2 | 2.889 2 |
| Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 25 | 0 1 |
| Softing Singapore Pte Ltd/ Singapur | 46 | 950 2 | 326 2 |
| GlobalmatiX AG, Vaduz/Liechtenstein | 100 | -880 4 | -350 4 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Softing Italia s.r.l. Boscone/Italien über Softing Industrial Automation GmbH | 100 | 2.029 | 488 |
| Softing Inc. Newburyport/USA über Softing North America Holding Inc. | 100 | -668 2 | 552 2 |
| Online Development Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. | 100 | 3.631 2 | 2.233 2 |
| GlobalmatiX Inc. Knoxville/ USA über Softing North America Holding Inc. | 100 | -40 2 | -39 2 |
| Softing Engineering & Solutions GmbH, vormals Softing Messen und Testen GmbH Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 1.830 | 0 1 |
| SoftingROM s.r.l. Cluj/Rumänien über Softing Services GmbH | 100 | 326 3 | 112 3 |
| Softing Singapore Pte Ltd/ Singapur über Softing IT Networks GmbH | 54 | 1.114 2 | 384 2 |
| Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich über Softing Services GmbH | 100 | 88 | 26 |
| Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co.,Ltd. vormals Shanghai Softing software Co.,Ltd, Shanghai/China über Softing Services GmbH | 50 | 170 2 | -34 2 |
| Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH vormals Softing Automotive Electronics Services GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 91 | 62 |
1 nach Ergebnisabführung
2 in USD, Stichtagskurs 31.12.2018 = 1,145; Durchschnittskurs 2018 = 1,138
3 in RON, Stichtagskurs 31.12.2018 = 4,663; Durchschnittskurs 2018 = 4,653
4 in CHF, Stichtagskurs 31.12.2018 = 1,127; Durchschnittskurs 2018 = 1,129
Bis zum 31. Dezember 2018 haben sich folgende Änderungen in den Beteiligungen der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2017 ergeben:
| • | Verschmelzung der Softing Project Services GmbH mit der Softing Engineering & Solutions GmbH, vormals Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt, Deutschland |
| • | Kauf von 100% der Anteile an der GlobalmatiX AG, Vaduz, Liechtenstein |
| • | Gründung der GlobalmatiX Inc., Knoxville, USA |
| • | Joint Venture zwischen der Softing Electronic Science & Technology (Shanghai) Co.,Ltd. vormals Shanghai Softing software Co.,Ltd, Shanghai, China und der Beijing Windhill technology Co., Ltd., Peking, China durch Abgabe von 50% der Anteile |
| • | Umbenennung der Softing Automotive Electronics Services GmbH in Softing Automotive Electronics (Kirchentellinsfurt) GmbH |
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 11.833 | 15.375 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 390 | 1.129 |
| 12.223 | 16.504 |
Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 562 | 871 |
| Cash-Pooling | 9.703 | 13.540 |
| Gewinnabführung | 1.041 | 709 |
| Steuerliche Organschaft | 527 | 255 |
| 11.833 | 15.375 |
Die Zusammensetzung der Sonstigen Vermögensgegenstände ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Steuern des laufenden Jahres | 0 | 386 |
| Forderungen aus Steuern aus Vorjahren | 390 | 741 |
| Debitorische Kreditoren | 0 | 2 |
| 390 | 1.129 |
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 34 (i. Vj. TEUR 40) enthält im Wesentlichen vorausbezahlte Rechnungen für monatliche Dienstleistungen.
Latente Steuern
Aus der Anwendung des § 274 HGB ergaben sich zum 31. Dezember 2018 nur aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wurden. Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2018 betragen insgesamt TEUR 1.855 (i.Vj. TEUR 1.530) und resultieren aus Pensionsrückstellungen (Steuersatz 28,075 %), Verlustvorträgen auf die Gewerbesteuer (Steuersatz 12,25%) und Verlustvorträgen auf die Körperschaftsteuer (Steuersatz 15,83%).
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 9.105.381,00 (i. Vj. TEUR 7.655) und ist eingeteilt in 9.105.381 (i. Vj. 7.655.381) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von EUR 1. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 8.771.682 Aktien im Umlauf. Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 (Genehmigtes Kapital 2015) erteilten Ermächtigung, erfolgte die Finanzierung des Kaufpreises der GlobalmatiX AG in Aktien der Softing AG, im Wert von 13,7 Mio. EUR. Der Vorstand der Softing AG beschloss mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 16. März 2018, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 7.655.381 gegen Sacheinlagen um EUR 1.450.000 auf EUR 9.105.381 durch Ausgabe von 1.450.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zum Ausgabebetrag von 9,43 EUR zu erhöhen. Zur Zeichnung und Übernahme der neuen Aktien wurde Herr Alois Widmann, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, zugelassen. Herr Widmann bringt seine sämtlichen Aktien an der GlobalmatiX Aktiengesellschaft mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaft und Herr Widmann haben am 16. März 2018 den entsprechenden Einbringungsvertrag geschlossen. Das Bezugsrecht anderer Aktionäre wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen, da es sich um eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen handelte.
Die Stückaktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.
Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2023 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018).Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts auf Grund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2018 4.552.690 EUR (Vj. 2.783.776 EUR).
Das bestehende genehmigte Kapital (genehmigtes Kapital 2015) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Mai 2018 aufgehoben.
Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.
Bedingtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital um bis zu 4.552.690,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.552.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 8. Mai 2018 bis zum 8. Mai 2023 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Das bestehende bedingte Kapital (bedingtes Kapital 2013) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Mai 2018 aufgehoben.
Eigene Anteile
Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen vom 9. Mai 2008, 26. Mai 2009, 9. Mai 2012 und 4. Mai 2016 wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 insgesamt 532.602 eigene Aktien erworben. Im Jahr 2010 wurden 225.000 eigene Aktien, im Jahr 2013 193.250 Stück, im Jahr 2014 25.298 Stück und im Jahr 2015 89.054 Stück verkauft.
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| Datum | Stückzahl | Stückpreis EUR |
Verkaufspreis TEUR |
Betrag Grundkapital TEUR |
Anteil Grundkapital % |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 532.602 | 533 | 9,45 | ||
| 13.12.2010 | -225.000 | 2,36 | 531 | -225 | -3,99 |
| 31.12.2010 | 307.602 | 308 | 5,46 | ||
| 31.12.2011 | 307.602 | 308 | 5,46 | ||
| 31.12.2012 | 307.602 | 308 | 4,77 | ||
| 12.04.2013 | -193.250 | 6,78 | 1.310 | -193 | -3,00 |
| 31.12.2013 | 114.352 | 114 | 1,77 | ||
| 30.07.2014 | -25.298 | 17,93 | 454 | -25 | -0,36 |
| 31.12.2014 | 89.054 | 89 | 1,27 | ||
| 10.04.2015 | -89.054 | 12,10 | 1.078 | -89 | -1,27 |
| 31.12.2015 | 0 | 0 | 0 |
Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile in Vorjahren offen von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt. Seit dem Jahr 2015 werden keine eigenen Aktien mehr gehalten.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage umfasst Zuzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen, die den Nennwert der zusätzlich ausgegebenen Aktien übersteigen. Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 12.224 resultiert aus der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Rahmen des Erwerbs der GloblamatiX AG, die im März 2018 durchgeführt wurde.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 1.284.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 entwickelte sich wie folgt:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn 31. Dezember 2017 | 5.263 |
| Dividendenausschüttung | -995 |
| Jahresfehlbetrag 2018 | -1.369 |
| Bilanzgewinn 31. Dezember 2018 | 2.899 |
Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 enthält den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 4.268.
Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Barwert Pensionsverpflichtungen | 4.242 | 3.779 |
| Aktivwert Rückdeckungsversicherungen | -3.099 | -2.992 |
| 1.143 | 787 |
Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Sie sind zu Gunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.
Der Effekt (Unterschiedsbetrag) aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im operativen Ergebnis erfasst.
Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben und zehn Jahre beträgt zum 31. Dezember 2018 T€ 591 und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.
Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck.
Steuerrückstellungen
Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres waren aufgrund des Jahresfehlbetrages keine Steuerrückstellungen (i. Vj. TEUR 0) zu bilden, jedoch für Steuernachforderungen aus der steuerlichen Betriebsprüfung der Jahre 2013 bis 2016 in Höhe von TEUR 83. Der Verlustrücktrag des Jahres 2017 auf das Jahr 2016, der in den sonstigen Vermögensgegenständen eingestellt wurde, beträgt TEUR 390. Für die Position im Vorjahr in Höhe von TEUR 741 verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag.
Sonstige Rückstellungen
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalansprüche | 458 | 551 |
| Urlaub, Überstunden | 157 | 121 |
| Jahresabschluss | 115 | 70 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 139 | 104 |
| Ausstehende Rechnungen u. a. | 58 | 47 |
| 927 | 893 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind, sind in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Bürgschaften der verbundenen Unternehmen Softing Industrial Automotion GmbH und Softing Automotive Electronics GmbH abgesichert.
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr TEUR |
Mehr als ein Jahr TEUR |
Davon mehr als fünf Jahre TEUR |
bis ein Jahr TEUR |
Über ein Jahr TEUR |
Davon mehr als fünf Jahre TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.369 | 1.740 | 0 | 4.368 | 4.109 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 138 | 0 | 0 | 44 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.820 | 0 | 0 | 6.817 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.394 | 0 | 0 | 1.708 | 0 | 0 |
| 10.721 | 1.740 | 0 | 12.937 | 4.109 | 0 |
Der langfristige Betrag der Darlehen diente zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 1.740 (Vj. TEUR 4.109). Es besteht auch die Möglichkeit von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote und des maximalen Verschuldungsgrad erfüllt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 560 (i. Vj. TEUR 425), Ansprüche auf variable Vergütung des Vorstands aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1.479 (i. Vj. TEUR 916), sowie Darlehensverbindlichkeiten gegegenüber einem ehemaligen Gesellschafter eines Tochterunternehmens in Höhe von TEUR 354 (i. Vj. TEUR 364).
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr TEUR |
mehr als ein Jahr TEUR |
bis ein Jahr TEUR |
mehr als ein Jahr TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13 | 0 | 7 | 0 |
| Cash-Pooling | 129 | 0 | 227 | 0 |
| Verlustübernahme | 2.351 | 0 | 6.355 | 0 |
| Steuerliche Organschaft | 38 | 0 | 1 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 289 | 0 | 227 | 0 |
| 2.820 | 0 | 6.817 | 0 |
Passive Rechnungsabgrenzung
Bei der passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) handelt es sich um die Leistung einer Lebensversicherung, die dem Folgejahr zuzuordnen ist.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Softing AG hat als Konzernholdinggesellschaft im Geschäftsjahr 2018 lediglich Erlöse aus Dienstleistungen für Konzerntöchter.
Sonstige betriebliche Erträge
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Währungskursdifferenzen | 629 | 2 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 5 | 30 |
| Laufende betriebliche Erträge | 0 | 16 |
| 634 | 48 |
Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf TEUR 5 (i. Vj. TEUR 30) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Erträge aus Währungsdifferenzen resultieren überwiegend aus Tilgungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Fremdwährung.
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Die im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen stehenden Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 601 (i. Vj. TEUR 787) wurden im Materialaufwand ausgewiesen.
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 488 (i. Vj. TEUR 262).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 840 (i. Vj. TEUR 746). Darin enthalten sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 89).
Erträge aus Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.275). Davon stammen aus Beteiligungserträgen mit verbundenen Unternehmen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.275).
Erträge und Aufwendungen aus Ergebnis abführungsverträgen
Das Ergebnis aus Ergebnisabführungen im Geschäftsjahr 2017 war mit EUR 1,7 Mio. durch Aufwendungen für langfristige Fertigungsprojekte aus den Jahren 2015 und 2016 belastet, die zu Ergebniskorrekturen in den handelsrechtlichen Jahresabschlüsse von Projektgesellschaften geführt haben. Das Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen beträgt in 2018 TEUR -1.310 (i. Vj. TEUR -5.646).
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen TEUR 479 (i. Vj. TEUR 475).
Zinsen
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Sonstige Zinserträge | 21 | 0 |
| 21 | 0 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen | 88 | 80 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 135 | 149 |
| - davon mit verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| 223 | 229 |
Erträge in Höhe von TEUR 48 (i. Vj. TEUR 46) aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von TEUR 136 (i. Vj. TEUR 126) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 88 (i. Vj. TEUR 80) ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind erstattete Steuern in Höhe von TEUR 0 (VJ TEUR 899) enthalten. Diese betrafen im Vorjahr zum einen den Rücktrag von körperschaftsteuerlichen Verlusten aus dem Jahr 2017, welche zu einem entsprechenden Steuererstattungsanspruch führten. Darüber hinaus wurden die Steuererklärungen für die Jahre 2015 und 2016 angepasst. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen zu der Position "Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen" dieses Anhangs. Der Steueraufwand des Jahres 2018 in Höhe von TEUR 85 betrifft überwiegend Steuernachforderungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2013 bis 2016.
V. Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2018 bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Haftungsverhältnisse
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen | 762 | 359 |
Auf Grund der aktuellen Bonität der Schuldner wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften gerechnet.
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt des Jahres 2018 waren ohne Vorstände 4 Angestellte (i.Vj. 4) beschäftigt.
Honorare des Abschlussprüfers
Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PWC im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 185 | 191 |
| 185 | 191 |
Unternehmensverträge
Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit folgenden Gesellschaften:
Unmittelbar:
| • | Softing Industrial Automation GmbH, Haar |
| • | Softing Automotive Electronics GmbH, Haar |
| • | Softing Services GmbH, Haar |
| • | Softing IT Networks GmbH, Haar |
Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):
| • | Softing Engineering & Solutions GmbH vormals Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt |
Vorstand
Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:
| Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender | |
| Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal |
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge bis zum Jahr 2022. Für das Jahr 2018 erfolgt die Offenlegung nach der untenstehenden Tabelle:
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| Gewährte Bezüge | Gesamt | |
|---|---|---|
| TEUR | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Fixvergütung | 746 | 733 |
| Nebenleistungen | 32 | 32 |
| Summe | 778 | 765 |
| Einjährige variable Vergütung | 243 | 189 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 367 | 460 |
| Aktienbasierte Vergütung | 0 | 0 |
| Summe | 610 | 649 |
| Versorgungsaufwand | 63 | 42 |
| Gesamtvergütung | 1.451 | 1.456 |
Die Nebenleistungen beinhalten KFZ Pauschalen, Zuschüsse der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und Zuschüsse zur Altersversorgung.
Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 145 (i. Vj. TEUR 144) erfasst.
Es besteht für die Vorstände eine D&O Versicherung mit einem Eigenanteil von 10%.
Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.
Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2018 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.136 (i. Vj. TEUR 942) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 174 (i. Vj. TEUR 168).
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2018 die folgenden Herren an:
| Dr. Horst Schiessl, tätig als Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) | |
| Dr. Klaus Fuchs, tätig als freier Berater, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender) | |
| Andreas Kratzer, tätig als Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz |
Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:
| Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender) | |
| Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) | |
| Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats) | |
| Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats) | |
| Deutsche Mittelstandsservice AG (Vorsitzender) |
Herr Dr. Fuchs bekleidete kein weiteres Aufsichtsratsmandat.
Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:
| SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat) | |
| Mobil Power AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat) | |
| Lysys AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) | |
| Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) | |
| Biotensidon International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) | |
| Belano Residenz AG, Baar (Verwaltungsrat) |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern-EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.
Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Koordination der Softing IT Networks hat das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von TEUR 68 erhalten (Vj. TEUR 77).
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 139 (Vj. TEUR 99) und setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | Fix | Variabel | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) | 20 | 20 | 42 | 24 | 62 | 44 |
| Dr. Klaus Fuchs | 15 | 15 | 31 | 18 | 46 | 33 |
| Andreas Kratzer | 10 | 10 | 21 | 12 | 31 | 22 |
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand wird vorschlagen, einen Betrag in Höhe von EUR 1.183.699,53 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.715.534,12 auf neue Rechnung vorzutragen.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Der Softing AG wurden das Bestehen folgender Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Herr Alois Widmann, geb. 17.03.1960 hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 26.03.2018 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 26.03.2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 15,92 % (das entspricht 1.450.000 Stimmrechten) betrug. 15,92 % der Stimmrechte (das entspricht 1.450.000 Stimmrechten) sind Herrn Alois Widmann gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. 26,69 % der Stimmrechte (das entspricht 1.504.720 Stimmrechte) sind Helm Trust Company Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug.3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Taaleritehtaan Varainhoito Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug. 3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Varainhoito Oy gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Taaleritehdas Oyj, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug.3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehdas Oyj gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Konsolidierungskreis
Den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis stellt die Softing AG auf. Der Konzernabschluss der Softing AG ist am Sitz der Gesellschaft hinterlegt und steht auch im Internet zur Verfügung und www.industrial.softing.com.
Erklärung nach § 161 AktG
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG im Dezember 2018 abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Haar, den 22. März 2019
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Ernst Homolka
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2018 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2018 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 168.462,74 | 1.000,00 | 0,00 | 169.462,74 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.510,18 | 5.273,93 | 0,00 | 25.784,11 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.199.328,96 | 13.962.878,87 | 0,00 | 31.162.207,83 |
| 2. Ausleihungen an verbundene | ||||
| Unternehmen | 14.827.981,30 | 1.260.000,00 | 1.712.579,87 | 14.375.401,43 |
| 32.027.310,26 | 15.222.878,87 | 1.712.579,87 | 45.537.609,26 | |
| 32.216.283,18 | 15.229.152,80 | 1.712.579,87 | 45.732.856,11 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1.1.2018 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2018 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 39.353,00 | 24.432,00 | 0,00 | 63.785,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.699,57 | 5.177,10 | 0,00 | 16.876,67 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene | ||||
| Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 51.052,57 | 29.609,10 | 0,00 | 80.661,67 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2018 EUR |
31.12.2017 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 105.677,74 | 129.109,74 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.907,44 | 8.810,61 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.162.207,83 | 17.199.328,96 |
| 2. Ausleihungen an verbundene | ||
| Unternehmen | 14.375.401,43 | 14.827.981,30 |
| 45.537.609,26 | 32.027.310,26 | |
| 45.652.194,44 | 32.165.230,61 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Softing AG, Haar
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Softing AG, Haar, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Softing AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
(1) Bewertung von Finanzanlagen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen
(2) KapitalerhöhungausdemgenehmigtenKapitaldurchSacheinlage(EinbringungderGlobalmatiXAG)
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
(1) Bewertung von Finanzanlagen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen
① Sachverhalt undProblemstellung
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen“ Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 31,2 Mio und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 14,4 Mio (zusammen 72,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme je verbundenem Unternehmen, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Der so ermittelte Wert des jeweiligen verbundenen Unternehmens wird mit dem Beteiligungsbuchwert und dem Buchwert der Ausleihungen an dieses verbundene Unternehmen verglichen. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels eines Discounted-Cashflow-Modells unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der ermittelten Werte haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind in den Abschnitten II und III des Anhangs sowie dem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang enthalten.
(2) Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital durch Sacheinlage (Einbringung der Globalmatix AG)
① Sachverhalt undProblemstellung
Die Softing AG hat im Geschäftsjahr aus dem von der Hauptversammlung am 6. Mai 2015 genehmigten Kapital eine Kapitalerhöhung durch Sacheinlage (Einbringung der GlobalmatiX AG) durchgeführt. Daraus ergibt sich unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen“ ein Zugang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 13,7 Mio und unter dem Bilanzposten „Eigenkapital“ ein Anstieg des gezeichneten Kapitals um € 1,5 Mio sowie der Kapitalrücklagen um € 12,2 Mio.
Die handelsrechtliche Bewertung von Sacheinlagen in Form von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten. Als Anschaffungskosten der eingebrachten Vermögensgegenstände ist der im Kapitalerhöhungsbeschluss für die Begebung der Anteile festgesetzte Ausgabebetrag anzusetzen, sofern dieser durch den Zeitwert der eingebrachten Anteile gedeckt ist. Dieser wurde aus einer gutachterliche Stellungnahmen einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die zur Bestimmung des Unternehmswertes der GlobalmatiX AG zum Bewertungsstichtag vom Vorstand der Softing AG in Auftrag gegeben wurde, abgeleitet. Der so ermittelte Ausgabebetrag ist als Beteiligungsbuchwert anzusetzen. Im Bilanzposten „Eigenkapital“ ist der rechnerische Wert der Kapitalerhöhung dem gezeichneten Kapital und der übersteigende Betrag als Agio den Kapitalrücklagen zuzuführen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der GlobalmatiX AG erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus der von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnung ergeben, mittels Discounted-Cash-flow-Modellen. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Verständnis über die vertraglichen Bedingungen der Einbringung, der satzungsgemäßen und gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen, verschafft und auf Basis derer unter anderem die von der Gesellschaft vorgenommene bilanzielle Behandlung nachvollzogen. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die gutachterliche Stellungnahme und die durchgeführte Bewertung der Sacheinlage beurteilt. Hier haben wir uns insbesondere ein Verständnis über die der gutachterlichen Stellungnahme zugrundeliegenden Ausgangsdaten sowie der getroffenen bzw. verwendeten Annahmen und Methoden verschafft. Angesichts der spezifischen Besonderheiten der Ermittlung der Zinsparameter, der Bewertungsprämissen -und methoden und der Berechnung haben uns dabei unsere internen Spezialisten für Unternehmensbewertungen unterstützt. Die Verwertbarkeit des Gutachtens für unsere Prüfung haben wir unter anderem anhand der fachlichen Qualifikation des externen Gutachters sowie der verwendeten Bewertungsverfahren und Annahmen beurteilt. Wir haben die zugrundeliegenden Bewertungsverfahren, die Ableitung des Bewertungszinses sowie die sonstigen angewandten Bewertungsparameter nachvollzogen. Darüber hinaus wurde von uns die zugrundeliegende Planungsrechnung analysiert und plausibilisiert. Weiterhin haben wir die sachgerechte Ableitung des Zeitwertes aus dem Bewertungsgutachten beurteilt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt für eine sachgerechte Abbildung der im Wege der Sachkapitalerhöhung erworbenen Aktien an der GlobalmatiX AG geeignet.
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Eigenkapitaltransaktionen sind in den Abschnitten II und III des Anhangs sowie dem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| • | die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| • | den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2012 als Abschlussprüfer der Softing AG, Haar, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefano Mulas.
München, den 22. März 2019
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer
ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2018
Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.
Im Berichtsjahr 2018 haben 7 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden:
am 8. Februar, 15/16. März, 9. Mai, am 12. Juli, am 27. September und am 17. Dezember.
Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.
Schwerpunkte der Sitzungen
In der Aufsichtsratssitzung vom 8. Februar 2018 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Genehmigung des Joint Ventures mit der in Shanghai ansässigen Windhill Ltd. zur Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten in China.
In der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2018 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017 und den ersten Ergebnissen im Jahr 2018. Weiterer, wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2018.
In der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2018 genehmigte der Aufsichtsrat die Akquisition der GlobalmatiX AG Vaduz/Liechtenstein und die Zustimmung zur teilweisen Ausübung der Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital 2015.
In der Aufsichtsratssitzung am 9. Mai 2017, im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erfolgte eine Nachlese zur Hauptversammlung sowie die konstituierende Sitzung des neugewählten Aufsichtsrates in der bisherigen Konstellation. Ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick des operativen Geschäfts und der Finanzsituation kam danach. Darüber hinaus stellte der Vorstand den Risikobericht zum 31.März 2018 vor. Es schloss sich eine Diskussion über die Führungsfunktionen der Konzerngesellschaften an.
Am 12. Juli 2018 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten, weiterhin wurde die Entwicklung der GlobalmatiX AG vorgestellt. Themen waren auch die Besetzung von Geschäftsführungsstellen und die Optimierung der IT und Controlling mit neuen Systemen.
In der Sitzung vom 27. September 2018 präsentierte der Vorstand den Bericht über die Finanzergebnisse Januar bis August 2018. In einem Sonderbericht stellte Herr Widmann, Geschäftsführer der GlobalmatiX AG und der Vorstand die weitere Entwicklung und den Aufbau der GlobalmatiX AG vor.
In der Aufsichtsratssitzung am 17. Dezember 2018 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2018, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2019 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Der Bericht über die Entwicklung der Akquisition GlobalmatiX erfolgte danach. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung umfassend mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und dem Thema Diversity befasst.
Zu dem Zeitpunkt lagen keine Aktualisierungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vor, daher bestand für Softing auch kein Anpassungsbedarf. Der Aufsichtsrat fasste den hierzu erforderlichen Beschluss.
Der Aufsichtsrat billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2018 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.
Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Im Jahr 2018 erfolgte in der Hauptversammlung vom 7. Mai 2018 die Neuwahl des gesamten Aufsichtsrates, dieser wurde in unveränderter Form mehrheitlich von der Hauptversammlung bestätigt. Daher ergaben sich im Geschäftsjahr 2018 keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Dr. Klaus Fuchs (stellvertretender Vorsitzender) und Andreas Kratzer. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet. Alle Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.
Jahres- und Konzernabschluss
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 22. März 2019 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.
Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2018 in seiner Sitzung am 22. März 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Dank
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2018.
Haar, den 22. März 2019
Dr. Horst Schiessl
Vorsitzender