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Softing AG Annual Report 2016

May 22, 2017

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Annual Report

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Softing AG

Haar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Softing AG sowie des Konzerns

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell

Geschäftsmodell des Konzerns

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial und Automotive international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs-und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit den Kernthemen Diagnose, Messen und Testen steht das Segment Automotive von Softing für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort.

Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und verstärkt den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

Überblick Konzernstruktur:

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Softing-Konzern zum 31.12.2016 Kapitalanteil
2016

%
2015

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
100 100
100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc. , Newburyport/USA (vormals Softing North America Inc.) 100 100
Softing North America Holding Inc. Delaware/USA 100 100
OLDI Online Development Inc. Knoxville/USA 100 100
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland (vormals Psiber Data GmbH) 100 100
Softing Singapore Pte. Ltd./Singapur (vormals Psiber Data Pte. Ltd.) 100 100
Softing S.A.R.L. Paris/Frankreich 100 100
Gegründete Unternehmen 2016
Shanghai Softing software Co., Ltd/China 100 0
Softing Automotive Electronics Services GmbH/Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 0
Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH/Kichentellinsfurt/Deutschland 100 0

* Die Softing Automotive Electronics GmbH hat zum Jahresende 2016 das operative Geschäft der samtec automotive software & electronics GmbH übernommen

Zur Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive und Industrial aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

Softing AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.

Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia ist organisatorisch als Tochter der Softing Industrial Automation GmbH angehängt. Mit Softing Italia in Mailand werden Kunden in Italien direkt vor Ort betreut. Im Jahr 2016 trug die Gesellschaft wieder positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport (Massachusetts) sind organisatorisch Töchter der der Softing North America Holding Inc. Seit fast 30 Jahren ist OLDI ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDI’s tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markeinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. 2016 trugen die amerikanischen Gesellschaften zusammen positiv zum Gesamterfolg des Softing-Konzerns bei.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug 2016 wieder positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.

Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd. und Shanghai Softing software Co., Ltd/China

Softing IT Networks GmbH (vormals Psiber Data GmbH) mit Sitz in Haar, München ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore (ehemals Psiber Data Pte. Ltd.) mit Sitz in Singapur liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Shanghai Softing software Co., Ltd mit Sitz in Shanghai, China wurde 2016 gegründet, um die Produktpalette von Softing Singapur auf dem chinesischen Festland zu vertreiben. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Die drei Softing IT Networks-Gesellschaften sind profitable Unternehmen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten.

Softing Automotive Electronics GmbH und samtec automotive software & electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Soft ware-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing. Die Softing Automotive Electronics GmbH hat zum Jahresende 2016 das operative Geschäft der samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) übernommen. Die samtec tritt seit diesem Zeitpunkt nicht mehr aktiv am Markt auf.

Softing Messen & Testen GmbH

Die Softing Messen & Testen GmbH mit Sitz in Haar ist organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Seit mehr als 20 Jahren ist Softing erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen von Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Darüber hinaus wird mit der SMT (Softing Mess-Technik) der gesamte Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung abgedeckt.

Softing Project Services GmbH

Die Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar ist seit 2015 organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Gut ausgebildete Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

Softing Automotive Electronics Services GmbH

Die Softing Automotive Electronics Services GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt, Deutschland ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH im Jahr 2016 gegründete Gesellschaft. Sie fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und stellt ein strategisch wichtiges Mitglied in der Softing-Gruppe dar.

Softing S.A.R.L

Die Softing S.A.R.L mit Sitz in Paris, Frankreich wurde im Jahr 2015 durch die Softing Services GmbH gegründet. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH

Die Automotive Communcations Kirchentellinsfurt GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt, Deutschland ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH 2016 gegründete Gesellschaft und soll zukünftig den restlichen Geschäftsbetrieb der samtec übernehmen und interne Dienstleistungen im Bereich Automotive Communications anbieten.

Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, die Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Steuerungssystem

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung. Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden einer stringenten Nachverfolgung unterzogen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Für die Softing AG sind aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen die Grundlage für die Steuerung. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing TEUR 23.971 (Vj. TEUR 21.686) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 30 % (Vj. 26 %).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2.699 TEUR (Vj. 2.981 TEUR).

Zum Jahresende waren 267 (Vj. 272) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt.

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2016

TEUR
2015

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 4.511 2.786
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 19.460 18.900
23.971 21.686

Die Softing Industrial Automation hat 2016 Investitionen von 8,4 Mio. EUR in die Entwicklung neuer, sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte getätigt. Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Allen skeptischen Stimmen zum Trotz sehen sich die Maschinen- und Anlagenbauer bei der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion (Industrie 4.0) international in der Vorreiterrolle. Eine neue Studie der IMPULS-Stiftung des VDMA zeige, dass das Thema in der Breite des Maschinen- und Anlagenbaus angekommen ist. Immer mehr Unternehmen verfolgten eine klare Digitalisierungsstrategie. Auch das Thema IT-Security benötige noch viele Anstrengungen. Der VDMA hat dazu jüngst ein Pilotprojekt mit auf den Weg gebracht, das Start-up „University4Industry“, das Online-Kurse zu Industrial Security anbietet und damit Know-how in einem ganz zentralen Teil der Digitalisierung aufbaut.

Das Thema Industrie 4.0 hat im letzten Jahr besonders auch im internationalen Umfeld an Bedeutung gewonnen. Gateways, die die Integration bestehender Fertigungsinseln in eine unternehmensweite Produktionsplanung ermöglichen, werden immer wichtiger für global agierende Kunden. Das neue dataFEED UA gate und die dataFEED OPC-UA Suite bieten jetzt - neben der in Deutschland favorisierten Technologie OPC-UA - die Möglichkeit, über MQTT auch Produktionsanlagen im amerikanischen Markt zu realisieren. Neben der hohen Datensicherheit erfordert das künftige Internet der Dinge (IoT) kompakte, sehr performante Softwarelösungen. Mit den neuen Stacks auf Basis des OPC Toolkits bietet Softing eine neue OPC-UA Integrationslösung, die auch prototypisch das neue Ethernet Protokoll TSN unterstützt. Das Time Sensitive Networking (TSN) Protokoll wird die Industrial Ethernet Standards ergänzen und für eine Durchgängigkeit von der IT zum Sensor bieten.

Eine große Investition in die Zukunft ist das Thema Industrial Data Intelligence, unter dem Softing die Entwicklung der neuen dataTHINK Produkte zur Datensammlung und –analyse kontextbezogener Informationen zusammenfasst. Da die Nutzung mobiler Geräte in der Prozess- und Fertigungsindustrie immer öfter favorisiert wird, werden die Softwarelösungen z. B. in der Ethernet Diagnose jetzt umgestellt auf HTML5 und auch durch mobile Apps ergänzt und damit Industrie 4.0 fähig. Softing Gateways für die Prozessindustrie wie das das neue FF/Modbus Gateway FG 200 bilden einen weiteren Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit. Softing verfügt über spezielles Knowhow zur Fertigung dieser EEx-i Gateways, die dann in explosionsgefährdenden Bereichen in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden und höchsten Sicherheitsstandards genügen.

OLDI und die Softing Industrial Automation GmbH arbeiteten 2016 gemeinsam an der Entwicklung eines OPC UA Moduls, das den Anforderungen der Unterwasser-Ölförderung gemäß der MDIS Spezifikationen genügt.

Durch die konsequente Erweiterung der Xpert-Produktserie konnte die Softing IT Networks GmbH ihre Vorreiterrolle in der Messtechnik für strukturierte Gebäudeverkabelung und Rechenzentren im Jahr 2016 weiter manifestieren. Neben der Messtechnik für Kupferverkabelungen über den kürzlich verabschiedeten Kategorie 8 Standard hinaus bietet Softing IT Networks auch Messtechnik für Glasfaserverkabelung und WLAN-Planung an. Im Berichtsjahr wurden zudem die Grundlagen für weitere eigenentwickelte Produkte geschaffen.

Softing Automotive Electronics GmbH hat rundum die Standards ODX und OTX sowohl ihr Produktportfolio erweitert als auch die Marktdurchdringung verbessert. Für die Standards notwendige Laufzeitumgebung, eine Art Diagnosebetriebssystem wurde im Jahr 2016 auch auf das Betriebssystem iOS portiert. Dadurch sind jetzt beliebige Diagnoseanwendungen möglich, die wahlweise auf einem Windows-PC im Labor oder Testfeld, auf einem Embedded-Gerät im Fahrversuch oder auf einem Smartphone im mobilen Einsatz oder in der Werkstatt verwendet werden. Für jeden der genannten Einsatzfälle konnten bereits Kunden gewonnen werden. Die auf dieser Laufzeitumgebung basierenden Werkzeuge für Entwicklung, Produktion und Service wurden umfangreich erweitert, so dass weitere Anwendungsfälle adressiert werden können. Beispielsweise wurde der in sehr großen Stückzahlen verkaufte Entwicklungstester DTS Monaco um weitere Anwenderoberflächen erweitert. Das Diagnoseablaufsystem mit der Entwicklungsumgebung OTX Studio wurde bereits an den kommenden neuen OTX Standard angepasst.

Das Softing Produkt CAR ASYST als mobiles Tool für Werkstatt und Service erlebte Ende April 2016 seinen Go-Live. Es wurde im Android Playstore freigeschaltet, die produktspezifische Webseite wurde online gestellt. Die erfolgreiche Internationalisierung des Geschäfts von Softing Automotive Electronics zeigt sich insbesondere an neuen Geschäftsabschlüssen mit Herstellern in den USA und Japan, bei denen ebenfalls der konsequente Einsatz von Standards der Schlüssel zum Erfolg war.

Das von der samtec automotive software & electronics GmbH übernommene Produktportfolio wurde in den letzten zwei Jahren grundlegend erneuert, sowohl in der HW- als auch SW-Architektur. Diese Entwicklung wird 2017 abgeschlossen sein und die Markteinführung neuer Produkte ermöglichen. Die neue VIN|ING HW-Familie hat dabei im Premiumbereich einen Technologiesprung vollzogen, um auf FPGA-Basis möglichst früh am Markt agieren zu können, sobald sich die Feldbustechnologien im Automobilbereich weiterentwickeln.

Die Softing Messen und Testen GmbH konnte die Umsatzprognosen im Bereich Messtechnik übertreffen. Grund hierfür war unter anderem, dass ein Premiumhersteller bei der Instrumentierung seines neuen Motorenprüfgebäudes komplett auf die Softing Messtechnik zurückgegriffen hat. Außerdem wurde die SMT über EtherCAT in die Prüfstandsystematik des Weltmarkführers im Bereich Straßensimulationsprüfstände integriert und bei einem weiteren Premiumhersteller erfolgreich zum Einsatz gebracht. Auch die Messräder eines anderen Weltmarkführers können seit 2016 als integraler Bestandteil der SMT betrieben werden. Sämtliche Kundenerprobungen auf internationalen Teststrecken konnten erfolgreich umgesetzt werden. Mit der HiL-Systematik im Bereich TESTEN konnten mehrere Prüfstände, welche für Elektro-, bzw. Hybrid-Fahrzeuge konzipiert wurden umgesetzt werden. Des Weiteren konnte die Projektierung und Angebotsphase für ein umfassendes Cluster-HiL-Prüffeldes abgeschlossen werden. Eine Beauftragung Anfang 2017 ist sehr wahrscheinlich. Für ein Rennfahrzeug, welches 2017 bei den 24h von Le Mans zum Einsatz kommen wird, wurde die komplette Elektronik in Form eines „CAN-Mobils“ aufgebaut, um die Entwicklungszeiten zu reduzieren. Dazu kommen Produkte wie das Transmissionsmessgerät LTW-1 und HV-Komponenten, welche bereits weltweit im Einsatz sind und kontinuierlich nachgeordert werden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Expansion der Weltwirtschaft 2016 schwach, zuletzt wieder Anzeichen der Erholung

Die Weltkonjunktur, die im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, gewann nach der Jahresmitte merklich an Fahrt. Sowohl das globale Bruttoinlandsprodukt als auch der Welthandel legten nach einer verhaltenen Zunahme im ersten Halbjahr ab dem dritten Quartal spürbar zu. Für das Jahr 2016 insgesamt ist lediglich mit einem Zuwachs der Weltproduktion von 3,1 % zu rechnen. Dieser Werte ist nochmals etwas niedriger als der im bereits schwachen Vorjahr 2015. Das Konjunkturwachstum in den USA lag 2016 bei 1,6 %. Die inzwischen drei Jahre dauernde moderate konjunkturelle Expansion im Euroraum war auch 2016 zu beobachten und lag bei 1,7 %. In den Schwellenländern verbesserte sich die Lage merklich. So expandierte die chinesische Wirtschaft mit 6,6% kräftig, während Im Japan das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 1 % zulegte. Das Tempo des Rückgangs der Produktion in Russland schwächte sich merklich ab, jedoch wird für 2016 ein negatives Wachstum von -0,6 % prognostiziert (Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte Nr. 25, 2016|Q4)

Maschinenbau: Stagnation der Produktion im Vergleich zum Vorjahr

In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres sank die Produktion im Maschinenbau preisbereinigt um 0,7 %. Dieses Minus ging im Wesentlichen auf Arbeitstageeffekte zurück, weshalb die VDMA-Volkswirte zuversichtlich sind, dass das Minus bis Jahresende wieder ausgeglichen werden kann. Seit 2012 kommt die Produktion kaum vom Fleck. Die Kapazitätsauslastung im Maschinen- und Anlagenbau lag im Oktober bei 84,6 % und damit unterhalb des langjährigen mittleren Werts der Maschinenbauindustrie (85,9 %). Mehr als ein Viertel der Unternehmen (26 %) klagten im Oktober über Produktionsbehinderungen, die von einem Mangel an Aufträgen verursacht wurden. Auch der Weltumsatz mit Maschinen stagniert.

Elektroindustrie: Schwankungen bei Produktion setzen sich fort

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektrounternehmen ist im Oktober 2016 um 5,3 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gesunken. Damit hat sich der ständige Wechsel von positiven und negativen monatlichen Einzelergebnissen im laufenden Jahr fortgesetzt. Bis einschließlich Oktober gab es nunmehr sechs Produktionsmonate mit Plus- und vier Monate mit Minusraten. Kumuliert von Januar bis Oktober konnte der Branchenoutput aber um 1,0 % gegenüber Vorjahr zulegen.

In den ersten zehn Monaten 2016 beliefen sich die Branchenerlöse auf 146,2 Milliarden Euro. Damit übertrafen sie den entsprechenden Vorjahreswert leicht um 0,4 %. Hier entwickelten sich Inlandsumsatz (+0,5 % auf 71,1 Mrd. EUR) und Auslandsumsatz (+0,3 % auf 75,1 Mrd. EUR) ähnlich moderat. (Quelle: ZVEI Presseinformationen 99/2016 vom 08.12.2016)

Automobilindustrie: Weiterhin hohe Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen

Nach Angaben der Europäischen Kommission stemmt die deutsche Automobilindustrie ein Drittel der gesamten weltweiten F&E-Ausgaben der Automobilbranche. Damit ist sie weltweit die Nummer eins – noch vor den japanischen und amerikanischen Unternehmen.

Darüber hinaus sind vier der sechs größten F&E-Investoren aus der Europäischen Union Unternehmen der deutschen Automobilindustrie. Nahezu drei Viertel (74 %) der gesamten globalen F&E-Ausgaben von in der EU ansässigen Automobilfirmen entfallen auf deutsche Firmen.

Die inländischen Ausgaben der deutschen Automobilindustrie für Forschung und Entwicklung wurden um mehr als 10 % auf 21,7 Mrd. Euro erhöht. Etwa zwei Drittel der F&E-Ausgaben erfolgten durch die Automobilhersteller, ein weiteres Drittel durch die Zulieferer. Damit erreichte die deutsche Automobilindustrie in der deutschen Wirtschaft erneut den höchsten F&E-Anteil mit rund 35 %. Mit deutlichem Abstand folgten Elektrotechnik und Maschinenbau. (Quelle: Verband der Automobilindustrie, https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen, Pressemeldung vom 22.12.2016)

Geschäftsverlauf

Softing hat 2016 die schwächeren Umsätze im amerikanischen und im deutschen Markt trotz deutlichem Wachstum des Geschäfts im restlichen Europa und Asien nicht vollkommen kompensieren können. 2016 lag der Umsatz mit 80,4 Mio. EUR (Vj. 82,3 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahresniveau, die Prognose von 85 Mio. EUR wurde aufgrund der Schwäche im amerikanischen Markt verfehlt. Im operativen EBIT von 6,7 Mio. EUR machte sich das Ausbleiben extrem margenstarker Entwicklungsaufträge im US-Markt trotz guter Ertragsqualität in den anderen Regionen wie erwartet bemerkbar, aus diesem Grund wurde die Prognose von 7,5 Mio. EUR verfehlt. Das EBIT betrug 2016 7,2 Mio. EUR (Vj. 5,5 Mio. EUR), wobei sich ein Einmaleffekt aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI mit 4,1 Mio. EUR niedergeschlagen hat. Der in den USA durch die politische Unsicherheit geprägte schwächere Konjunkturverlauf hat sich im 4 Quartal wieder stabilisiert. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 12,3 Mio. EUR (Vj. 10,8 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 15 % (Vj. 13%).

Im Segment Industrial belief sich der Umsatz auf 57,6 Mio. EUR (Vj. 58,7 Mio. EUR), die Schwäche im amerikanischen Markt konnte insgesamt nicht voll kompensiert werden. Der Umsatz von Automotive blieb trotz endgültig auslaufender Produktlinien mit 22,8 Mio. EUR (Vj. 23,6 Mio. EUR) nahezu konstant.

Im Segment Industrial stieg das EBIT aufgrund des positiven Einmaleffektes aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI von 2,2 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Im Segment Automotive sank das EBIT leicht von 3,3 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. Das EBITDA im Segment Industrial stieg von 6,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,6 Mio. EUR, im Segment Automotive betrug das EBITDA 4,3 Mio. EUR (VJ. Mio. EUR 4,5).

Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 5,7 Mio. EUR nach 4,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss der Konzernmutter, Softing AG, stieg aufgrund höherer Gewinnabführung von 2,5 Mio. EUR im Jahr 2015 um 0,4 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR im Jahr 2016. Dieses Ergebnis lag im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr.

Ertragslage

Ertragslage Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Konzernumsatz um 2,3 % auf 80,4 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 4,5 Mio. EUR und lagen um 1,7 Mio. EUR über Vorjahresniveau (2,8 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen stieg im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2016 an. Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden stark durch die Veränderung des variablen Kaufpreises der OLDI von 4,1 Mio. EUR und einmalige Versicherungsleistungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR, im Zusammenhang mit dem Brand bei der Tochtergesellschaft Messen und Testen GmbH beeinflusst.

Die Aufwandspositionen entwickelten sich folgendermaßen:

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2016

TEUR
2015

TEUR
Materialaufwand 31.353 31.879
Zuwendungen an Arbeitnehmer 35.122 33.554
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.100 5.282
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.538 11.742
Betriebliche Aufwendungen 83. 1 13 82.457

Der Materialaufwand sank aufgrund verminderter Umsätze um 0,5 Mio. EUR oder 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) wie im Vorjahr 39 % und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) sank von 50,4 Mio. EUR auf 49,1 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 5 % auf 35,1 Mio. EUR, vor allem auf Grund von Gehaltssteigerungen, neuen Mitarbeitern und variablen Vergütungen. Zum Stichtag waren 435 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt.

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken leicht von 5,3 auf 5,1 Mio. EUR bedingt durch die Verminderung der Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken leicht 0,2 Mio. EUR.

Das EBIT stieg von 5,5 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR begünstigt durch den Einmaleffekt aus der Verminderung des variablen Kaufpreises für OLDI.

Das Zinsergebnis stieg von -0,3 Mio. EUR auf -0,2 Mio. EUR und war auch 2016 geprägt durch die Zinsaufwendungen für die Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises von OLDI.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, lag das Konzernergebnis bei 5,7 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR).

Ertragslage AG

Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.

Mit folgenden Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH
Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Services GmbH

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Messen & Testen GmbH via Softing Automotive Electronics GmbH
samtec automotive software & electronics GmbH via Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Project Services GmbH via Softing Automotive Electronics GmbH

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführung sind die wesentliche Steuergröße für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen diese auf Grund der gestiegenen Gewinnabführung der Softing Industrial Automation und Softing Services von 3,3 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2016 lag bei 3,0 – 3,5 Mio. EUR. Die Prognose wurde insbesondere durch die höhere Ergebnisabführung der Softing Industrial Automation übertroffen.

Der Personalaufwand stieg von 2,3 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. auf Grund höherer variabler Vergütungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen insgesamt leicht von 0,7 Mio. EUR (inkl. der Umgliederung der Aufwendungen für bezogene Leistungen nach BilRUG) auf 0,5 Mio. EUR zurück.

Auf Grund erhöhter Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften, ergab sich für 2016 eine Steigerung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,2 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR.

Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag stiegen auf Grund des besseren Ergebnisses vor Steuern um 0,2 Mio. EUR. auf 1,2 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss stieg von 2,5 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR, begründet durch die höhere Verrechnung an Tochtergesellschaften und eine erhöhte Gewinnabführung.

Finanzlage

Finanzlage Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, welches die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfteabgesichert. Im letzten Geschäftsjahrwurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2016 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 47,6 Mio. EUR (Vj. 42,3 Mio. EUR), ein Anstieg um 12 % bzw. 5,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug 57 %, im Vorjahr 51 %.

Die langfristigen Schulden verminderten sich von 21,9 Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR, auf Grund niedrigerer variabler Kaufpreisverpflichtung aus der OLDI Akquisition, Darlehenstilgung und Umgliederungen in die kurzfristigen Schulden, gegenläufig erhöhten sich die passiven latenten Steuern um 0,5 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 3,3 Mio. EUR auf 21,6 Mio. EUR bedingt im Wesentlichen durch die Umgliederung des restlichen variablen Kaufpreisanteils der OLDI, welcher in 2017 zur Zahlung fällig ist.

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,5 Mio. EUR in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Vorjahr 1,7 Mio. EUR, im Jahr 2016 1,1 Mio. EUR. Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wuchs um 9 % von 8,6 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR, begründet durch einen erhöhten Perioden-Cashflow und ein verbessertes Forderungsmanagement.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 6,5 Mio. EUR, großenteils geprägt durch die Aktivierung von Entwicklungsleistungen und Ersatzbeschaffungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 1,4 Mio. EUR und war geprägt durch die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 1,2 Mio. EUR, die Dividendenzahlung von 1,0 Mio. EUR und gegenläufigen Einzahlungen aus einer kurzfristigen Banklinie von 1,0 Mio. EUR.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel beliefen sich zum Jahresende auf 10,9 Mio. EUR (Vj. 9,2 Mio. EUR).

Finanzlage AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2016 von 31,9 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss 2016 in Höhe von 2,9 Mio. EUR konnte die Dividende in Höhe von 1,0 Mio. EUR für das Jahr 2015 kompensieren.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 66% auf starke 70% im Jahr 2016.

Die Veränderung der Rückstellungen von 2,5 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR ist größtenteils auf die Veränderung in der Rückstellung für variable Vergütung und erhöhte Steuerrückstellungen zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von 2,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR auf Grund variabler Kaufpreiszahlungen für die 2014 getätigten Akquisitionen in Höhe von 0,9 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich leicht um 0,2 Mio. EUR auf Grund regelmäßiger Tilgungen der 2014 aufgenommenen Darlehen von 1,2 Mio. EUR. und der gegenläufigen Aufnahme von kurzfristigen Betriebsmitteln von 1,0 Mio. EUR.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigenen operativen Geldzuflüssen für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von einigen Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2016 noch mit 7,7 Mio. EUR.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 3,0 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR).

Vermögenslage

Vermögenslage Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und bildeten Ende 2016 einen Anteil von 59,0 % der Bilanzsumme (Vj. 57,1 %). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 74,0 % (Vj. 77,9 %).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1,8 Mio. EUR auf 48,9 Mio. EUR. Die Gründe lagen in der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch einen veränderten Kurs des USD (0,3 Mio. EUR), eines Anstiegs der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (1,1 Mio. EUR) und des gewachsenen Bestands an aktiven latenten Steuern (0,5Mio. Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich von 35,3 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf einen Abbau von Forderungen aus Lieferung und Leistung und Forderungen aus kundenspezifischen Feritgungsaufträgen um 3,2 Mio. EUR EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich um 1,7 Mio. EUR gestiegene Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente aus.

Die Bilanzsumme betrug im Geschäftsjahr 82,9 Mio. EUR (Vj. 82,5 Mio. EUR).

Zum Jahresende betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10,9 Mio. EUR (Vj. 9,2 Mio. EUR).

Vermögenslage AG

Die Bilanzsumme der Softing AG blieb gegenüber dem Vorjahr stabil mit 48,3 Mio. EUR (Vj. 48,4 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2016 wurde 1,4 Mio. EUR an kurzfristigen Darlehen aufgenommen. Die Softing AG erhielt 2015 Mittel in Höhe von 1,1 Mio. EUR aus dem Verkauf eigener Aktien.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bleiben stabil bei 15,2 Mio. EUR. Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich auf 3,0 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 1,2 Mio. EUR auf Grund erhöhter Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns und der AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, auch die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr solide gestaltet.

Darüber hinaus gab es keine Ereignisse oder Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden hätten.

NACHTRAGSBERICHT

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN

Chancenbericht

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Fokussi erung bei Automotive

Die Konzentration im Bereich Automotive Electronics auf die Kernkompetenzen Diagnose, Messen und Testen wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Die damit erzielte Steigerung der Produktivität bietet zusammen mit den unverändert fortgeführten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung eine gute Basis für den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts. Damit hat sich das Geschäftssegment Automotive Electronics bei Schlüsselkunden langfristig verankert.

Softing Automotive Electronics

Das von der Samtec übernommene neu entwickelte und geplante VCI-Produktportfolio sowie das neue VCF stoßen bei Bestands- und Neukunden auf starkes Interesse. Die Auftragsbücher für diese Produkte sind bereits gut gefüllt, was einerseits der Fachkompetenz langjähriger Mitarbeiter, andererseits der Weiterentwicklung der VCI-Software- und Hardware-Produkte zuzuschreiben ist.

Softing Messen & Testen GmbH

Die SMT (Softing Mess Technik) konnte 2015 bei einem weiteren Premiumhersteller platziert werden. 2016 wurden weitere Nachbestellungen getätigt. Im Bereich TESTEN liegen umfangreiche Aufträge zur HIL-Systematik von großen Entwicklungsdienstleistern vor. 2016 erfolgte ein weiterer Ausbau der Vertriebsaktivitäten und zeigt gute Ergebnisse.

Internationalisierung schreitet im Segment Industrial voran

Das Segment Industrial Automation entwickelte seine strategische Ausrichtung auf marktorientierte Produkte mit unmittelbarem Kundennutzen weiter und hat neue Produkte in den Markt eingeführt. Der dabei zunehmende Anteil an Software-Produkten wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus.

Mit dieser Ausrichtung, eingeführten Produkten und langjähriger Netzwerkarbeit, z. B. in Gremien, ist Softing Industrial Automation bereits an den Umsetzungsprojekten der globalen Industrie-4.0-Initiative beteiligt und wird weiter zunehmend davon profitieren.

Um sich im Umfeld von Industrie 4.0 noch besser zu positionieren, wurde mit „Industrial Data Intelligence“ eine neue Geschäftsaktivität initiiert, die Maschinen- oder Anlagenbauern oder produzierenden Unternehmen die Nutzung ihrer Produktionsdaten z. B. für Optimierung oder vorausschauende Wartung ermöglicht. Als Spezialist für Datenakquisition hat Softing Industrial Automation beste Voraussetzungen, mit diesem neuen Angebot an dem hoch dynamisch wachsenden Markt zu partizipieren.

Im Bereich der Kommunikationslösungen für die Fertigungstechnik wurde das Portfolio von FPGA basierten Lösungen weiter ausgebaut. Mit der Umsetzung der PROFINET Spezifikation 2.3 und der damit ermöglichten Performance bietet die Industrial Ethernet Lösung von Softing jetzt auch die ideale Kopplung für schnelle Antriebstechnik.

Online Development Inc. (OLDI)

Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) 2014 hat Softing einen weiteren wesentlichen Schritt zur Stärkung des internationalen Angebotes vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben und ergänzt das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.

Insbesondere durch die Mitgliedschaften im Rockwell Automation Global Encompass Partner Programm, in der Control System Integrator Association (CSIA), ODVA und als Teilnehmer in Programmen von IBM, Microsoft und Oracle schafft OLDI Synergiepotenziale für weitere Softing-Produkte in diesen Kanälen.

Die Kompetenzen und Technologien von OLDI und Softing Industrial Automation ergänzen sich derart, dass den Kunden der Fertigungs- und Prozessautomation nun über alle Ebenen hinweg Kommunikationslösungen angeboten werden können. Die Synergiepotenziale werden auch 2017 zu weiteren neuen Produkten führen.

Softing IT Networks GmbH (vormals Psiber Data GmbH)

Durch die vollständige Übernahme der Psiber Data GmbH schloss Softing die strategische Lücke bei mobilen Geräten zur Diagnose von Ethernet-Netzwerken und trat in den ebenfalls stark wachsenden, aber technisch anspruchsvollen Markt zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen ein.

Mit der neuesten Gerätegeneration ist IT Networks in diesem Markt Technologieführer und kann als einziger Gerätehersteller Kabel bis hin zur CAT 8 Spezifikation messen. Dadurch wird speziell für Kunden im Bereich der Erstausrüstung von Netzwerken Nachfrage geschaffen. Der Bereich der kabellosen Kommunikation spielte in 2016 eine immer größer werdende Rolle und wird in Zukunft neue erweiterte Marktchancen eröffnen.

SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.

Shanghai Softing software Co., Ltd/China

Shanghai Softing software Co., Ltd mit Sitz in Shanghai, China wurde 2016 gegründet, um die Produktpalette von Softing Singapur auf dem chinesischen Festland zu vertreiben. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Damit ist ein wichtiger Schritt vollzogen, um den chinesischen Markt vor Ort besser bedienen zu können

Risikobericht

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen beide Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancenbestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Um die Risiken bewerten zu können, haben wir die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

Kleine Risiken

Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren.

Mittlere Risiken

Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.

Große Risiken

Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestandeiner Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum haben wir auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnisstark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Umfeldrisiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Jährlich überprüfen wir, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit unseren Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz ist 2016 im Vergleich zu 2015 leicht gesunken. Trotz weiterhin hoher Investitionen in Technologie und Märkte konnte das Ergebnisniveau nahezu gehalten werden. Hierzu haben auch wieder ein besonders starkes drittes und viertes Quartal beigetragen.

Trotzdem besteht grundsätzlich immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

In Teilen unseres Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch bei Automotive sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen. Wir investieren kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachenkommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweckabgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch unseren restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennen wir drohende Insolvenzfälle schneller und können rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmenwaren auch 2016 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittlerweile als kleineres Risiko ein.

Sonstige Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar ein. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Der wirtschaftliche Erfolg der Softing-Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb sind wir bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Unseren Mitarbeitern bieten wir neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildung. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Auch wenn bisher trotz Aufmerksamkeit seitens Controlling und Vorstand kein einziger Compliance-Fall bei Softing aufgetreten ist, nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellen wir sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und dies auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als geringes Risiko ein.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken erachten wir die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar. Auf Grund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

Prognosebericht

Moderate Wachstumsraten für die nächsten beiden Jahre

Die deutsche Konjunktur bleibt in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 Jahr um 2,0% zulegen wird. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Die langfristigen Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und des Verfassungs-Referendums in Italien sind derzeit nur schwer absehbar, kurzfristig dürften die Folgen begrenzt sein.

Die Expansion im Euroraum bleibt mit Zuwachsraten von jeweils 1,7 % in den beiden nächsten Jahren moderat. Da es im Jahr 2017 voraussichtlich zu Parlamentswahlen in vier der größten fünf Mitgliedsstaaten des Euroraums kommt (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande), sind die Unsicherheiten über die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik beträchtlich. Bei alledem wird erwartet, dass das moderate Expansionstempo in der Grundtendenz beibehalten wird. Der Anstieg der Weltproduktion wird sich auf 3,5% im Jahr 2017 bzw. 3,6% im Jahr 2018 erhöhen. Vor dem Hintergrund einer insgesamt weiter expansiven Geldpolitik, zunehmender Anregungen vonseiten der Finanzpolitik und einer wieder etwas kräftiger steigenden Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern erwarten die Experten des IfW, dass sich der Produktionsanstieg in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den kommenden beiden Jahren etwas beschleunigt. Ein kräftiger Konjunkturaufschwung ist allerdings nicht in Sicht. Für die Ländergruppe insgesamt rechnet das IfW mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,1 % in den kommenden beiden Jahren, nach 1,7 % im laufenden Jahr. Für die Vereinigten Staaten rechnen das IfW mit einem Produktionsanstieg um 2,5% bzw. 2,7 % im nächsten und im übernächsten Jahr. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte Nr. 25, 2016|Q4).

Softing für 2017 gut positioniert und technologisch weiterhin hervorragend aufgestellt

Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.

Durch die Akquisitionen 2014 verbesserte sich das Portfolio-Spektrum weiter signifikant und das Technologie-Know-how wurde vertieft. Softing Industrial ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.

Im Jahr 2017 wird Industrial das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u. a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei weiterhin ein zentraler Schwerpunkt sein.

Bei Automotive stehen im kommenden Jahr wiederum die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, μ-Serie) sowie SoftingTDX im Hauptfokus.

2017 wird das Segment Automotive, mit den seit 2015 neu entwickelten VCI Familie VIN|ING 600 -6000 in der Vermarktung weiter voranschreiten. Darüber hinaus ist geplant, die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten, weitere erfolgversprechende Kontakte in Asien erfolgten, um Kunden mit dem VCI´s in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu gewinnen. Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der VCI Produktfamilie werden weiter aktiv ausgebaut.

Das Segment Automotive wird die 2016 im Bereich Messtechnik erweiterte Produktpalette verstärkt vermarkten. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik; basierend auf diesem Erfolg erfolgt der Vermarktungsansatz bei weiteren OEMs und Tier-1-Lieferanten.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 der Softing AG

Erklärtes Ziel von Softing ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten, sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist auf Grund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir auf Grund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 3,5 Mio. EUR bis 4,0 Mio. EUR. aus.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 des Softing-Konzerns

Erklärtes Ziel war und ist es, Softing basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung zu einem dynamischen und weltweit agierenden Unternehmen zu formen. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2017 konsequent weiterverfolgt. Auf Grund der Ausrichtung der Unternehmensgruppe und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2017 Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem steht jedoch eine enorm gewachsene Unsicherheit in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa, und Asien als auch in Nordamerika gegenüber. Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in unserer Prognose als dämpfender Einflussfaktor berücksichtigt.

Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels hat in allen Segmenten massiv zugenommen. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2017 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. Für 2017 erwarten wir tendenziell eine gleich bleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, aufgrund gesteigerter Investitionen in neue Produkte. Demgegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft und die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken. In Summe dieser Einflüsse gehen wir von einer leichten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs auf 82 Mio. EUR aus. Das EBIT erwarten wir unter Berücksichtigung, des nicht wiederkehrenden Einmaleffektes aus der Übernahme der OLDI, in Höhe von 5,7 Mio. EUR., das operative EBIT ist mit 5,0 Mio. EUR geplant. Auf Segmentebene wir im Segment Industrial ein leichter Anstieg und im Segment Automotive eine leicht Verminderung von Umsatz, EBIT und operativem EBIT erwartet. Wir werden ab Jahresmitte quartalsweise über eine Präzisierung dieser Größen berichten.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schuldeneingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellensicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalfluss-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystemermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

ANGABEN NACH §§ 289 ABS . 4 UND 315 ABS .4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2016 betrug 6.959.438 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. Davon sind 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte)nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen: Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

- Trier Familienstiftung

- Trier Asset Management GmbH

- Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.

Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.

Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.959.438 Aktien im Umlauf.

Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2015 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.479.719,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Von dieser Ermächtigung wurde 2016 kein Gebrauch gemacht.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2016 3.479.719,00 EUR.

Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7.Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktiennehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2016 sind keine eigenen Aktien im Bestand.

Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung der Aktienentwicklung der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf einen Dienstwagen. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.

Die Verträge des Vorstands laufen bis 2018 bzw. 2021.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBITs vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung– zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist zu gleichermaßen für Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link http://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-ahgb auf unserer Homepage www.softing.com.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.

Haar, den 16. März 2017

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.550,99 139.377,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.701,84 14.380,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.199.328,96 17.331.628,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.192.328,97 15.192.328,97
32.391.657,93 32.523.957,93
32.555.910,76 32.677.716,15
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.665.863,10 11.439.149,98
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.494,09 12.668.357,19 3.434,70 11.442.584,68
II. Flüssige Mittel 3.016.232,53 4.198.902,35
15.684.589,72 15.641.487,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.581,20 77.504,25
48.286.081,68 48.396.707,43
Passiva
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.959.438,00 6.959.438,00
6.959.438,00 6.959.438,00
II. Kapitalrücklage 15.662.353,97 14.788.621,62
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.283.570,82 2.157.303,17
IV. Bilanzgewinn 9.896.610,53 7.998.574,99
33.801.973,32 31.903.937,78
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 649.323,40 770.907,92
2. Steuerrückstellungen 1.966.372,00 1.196.527,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.409.553,47 484.833,38
4.025.248,87 2.452.268,30
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.718.148,10 8.958.888,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.337,32 18.821,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 529.112,85 2.735.929,17
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.174.387,55 2.300.366,56
10.433.985,82 14.014.006,31
D. Rechnungsabgrenzungsposten 24.873,67 26.495,04
48.286.081,68 48.396.707,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016 2015
EUR EUR EUR EUR
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1. Umsatzerlöse 3.665.226,84 3.208.350,44
2. Sonstige betriebliche Erträge 160.349,98 95.693,29
3.825.576,82 3.304.043,73
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -726.806,02 -195.400,16
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.848.192,63 -2.003.495,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -134.343,21 -2.982.535,84 -344.967,59 -2.348.463,46
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -23.676,62 -9.375,24
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -520.071,99 -1.330.976,59
-427.513,65 -580.171,72
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 500.000,00
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.195.999,40 3.310.629,15
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 547.711,30 543.034,78
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 533,38 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -157.865,90 4.586.378,18 -304.710,12 4.048.953,81
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.216.913,29 -988.406,94
13. Ergebnis nach Steuern 2.941.951,24 2.480.375,15
14. Jahresüberschuss 2.941.951,24 2.480.375,15
15. Gewinnvortrag 6.954.659,29 5.518.199,84
16. Bilanzgewinn 9.896.610,53 7.998.574,99

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB. Die Softing AG hat die Funktion einer strategischen konzernleitenden Management-Holding.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Softing AG hat ihren Sitz in Haar, Landkreis München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg.Nr. 127604).

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre und Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 410,00) werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben, Sammelposten (EUR 150,00 bis EUR 1.000,00) aus Vorjahren werden noch pro rata temporis abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt. Die sonstigen Finanzanlagen in Form von Ausleihungen sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen umfassen vertragliche Versorgungsansprüche ehemaliger und eines amtierenden Vorstands. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung einer Restlaufzeit von 15 Jahren.

Der Bewertung wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

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31.12.2016

%
31.12.2015

%
Zinssatz 4,01 3,94
Gehaltsdynamik allgemein 0,00 0,00
Rententrend p.a. 1,10 – 2,50 1,10 – 2,50
Fluktuation 0,00 0,00
Biometrische Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2005 G/Prof. Dr. Heubeck

Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) bewertet worden. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2016 in Höhe von T€ 386 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet (TEUR 2.887; i. Vj. TEUR 2.778). Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfül-lungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einzahlungen, welche in den Folgeperioden zu Ertrag führen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,250 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.

Durch das BilRUG wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung das Zwischenergebnis „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ gestrichen. Eine weitere Änderung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses „Ergebnis nach Steuern“ zwischen dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ und dem Posten „sonstige Steuern“.

Die Umsatzerlöse der Softing AG haben sich aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) nicht verändert, da bereits bisher Konzernumlagen in den Umsatzerlösen ausgewiesen wurden.

Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse haben sich die Zusammenstellungen der Positionen „Aufwendungen für bezogenen Leistungen“ und „sonstige betriebliche Aufwendungen“ geändert, da zu den Umsatzerlösen korrespondierende Kosten im Berichtsjahr umgegliedert wurden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Der Anteilsbesitzstellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital 31.12.2016

%
Eigenkapital 31.12.2016

TEUR
Ergebnis 2016

TEUR
Unmittelbare Beteiligungen
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 3.634 0 1
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 61 0 1
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 2.450 0 1
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 -356 38
Softing North America Holding Inc., Delaware/USA 100 2.474 2 712 2
Softing IT Networks GmbH vormals Psiber Data GmbH, Haar/Deutschland 100 -82 -735
Softing Singapore Pte Ltd vormals Psiber Data Pte. Ltd./Singapur 46 1.328 2 327 2
Mittelbare Beteiligungen
Softing Italia s.r.l. Boscone/Italien über Softing Industrial Automation GmbH 100 1.147 374
Softing Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. 100 -1.688 2 -388 2
Online Development Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. 100 8.853 2 1.251 2
Softing Messen und Testen GmbH Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 1.529 0 1
Samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 906 0 1
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 300 0 1
SoftingROM s.r.l. Cluj/Rumänien über Softing Services GmbH 100 386 3 109 3
Softing Singapore Pte Ltd vormals Psiber Data Pte. Ltd./Singapur über Softing IT Networks GmbH vormals Psiber Data GmbH 54 1.559 2 384 2
Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich über Softing Services GmbH 100 42 23
Shanghai Softing software Co.,Ltd, Shanghai/China über Softing Services GmbH 100 16 -119
Softing Automotive Electronics Services GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 25 0
Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH 100 25 0

1 nach Ergebnisabführung

2 in USD, Stichtagskurs 31.12.2016 = 1,05; Durchschnittskurs 2016 = 1,11

3 in RON, Stichtagskurs 31.12.2016 = 4,54; Durchschnittskurs 2016 = 4,49

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 12.666 11.439
Sonstige Vermögensgegenstände 2 3
12.668 11.442

Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.196 966
Cash-Pooling 6.809 6.673
Gewinnabführung 4.196 3.311
Steuerliche Organschaft 465 489
12.666 11.439

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 46 enthält im Wesentlichen vorausbezahlte Rechnungen für monatliche Dienstleistungen.

Latente Steuern

Aus der Anwendung des § 274 HGB ergaben sich zum 31. Dezember 2016 nur aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wurden. Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 betragen insgesamt TEUR 697 (i. Vj. TEUR 576) und resultieren aus Pensionsrückstellungen (Steuersatz 28,075 %).

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 6.959.438 (i. Vj. TEUR 6.959) und ist eingeteilt in 6.959.438 (i. Vj. 6.959.438) auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 05. Mai 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.479.719,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2013/I).

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2016 EUR 3.479.719,00 (Vj. EUR 3.479.719)

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital wird um bis zu € 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw, Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht

Eigene Anteile

Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen vom 9. Mai 2008, 26. Mai 2009, 09. Mai 2012 und 04. Mai 2016 wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 insgesamt 532.602 eigene Aktien erworben. Im Jahr 2010 wurden 225.000 eigene Aktien, im Jahr 2013 193.250 Stück, im Jahr 2014 25.298 Stück und im Jahr 2015 89.054 Stück verkauft. Seit dem Jahr 2016 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien mehr.

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Datum Stückzahl Stückpreis

EUR
Verkaufs-preis

TEUR
Betrag Grundkapital

TEUR
Anteil Grundkapital

%
31.12.2009 532.602 533 9,45
13.12.2010 -225.000 2,36 531 -225 -3,99
31.12.2010 307.602 308 5,46
31.12.2011 307.602 308 5,46
31.12.2012 307.602 308 4,77
12.04.2013 -193.250 6,78 1.310 -193 -3,00
31.12.2013 114.352 114 1,77
30.07.2014 -25.298 17,93 454 -25 -0,36
31.12.2014 89.054 89 1,27
10.04.2015 -89.054 12,10 1.078 -89 -1,27
31.12.2015 0 0 0
31.12.2016 0 0 0

Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.

Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile in Vorjahren offen von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage umfasst Zuzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen, die den Nennwert der zusätzlich ausgegebenen Aktien übersteigen. Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 873 resultiert aus dem gem. § 272 Nr. 1a HGB über den mit den freien Rücklagen zu verrechnenden Betrag hinaus gehenden Differenzbetrag aus der Veräußerung von eigenen Aktien des Vorjahres. Hier erfolgte in laufender Rechnung eine Umgliederung aus den Gewinnrücklagen des Vorjahres.

Gewinnrücklagen

Die Verminderung der anderen Gewinnrücklagen von TEUR 2.157 auf TEUR 1.284 resultiert aus einer in laufender Rechnung erfolgten Umgliederung des gem. § 272 Nr. 1a HGB über den mit den freien Rücklagen zu verrechnenden Betrages hinaus gehenden Differenzbetrag aus der Veräußerung von eigenen Aktien des Vorjahres in die Kapitalrücklage.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 entwickelte sich wie folgt:

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TEUR
Bilanzgewinn 31. Dezember 2015 7.999
Dividendenausschüttung -1.044
Jahresüberschuss 2016 2.942
Bilanzgewinn 31. Dezember 2016 9.897

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Barwert Pensionsverpflichtungen 3.536 3.549
Aktivwert Rückdeckungsversicherungen -2.887 -2.778
649 771

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Sie sind zu Gunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.

Der Effekt (Unterschiedsbetrag) aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im operativen Ergebnis erfasst.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2016 in Höhe von T€ 386 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.

Steuerrückstellungen

Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.966 (i. Vj. TEUR 1.197) gebildet.

Sonstige Rückstellungen

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Personalansprüche 965 122
Urlaub, Überstunden 119 87
Jahresabschluss 85 55
Aufsichtsratsvergütungen 200 175
Ausstehende Rechnungen u. a. 41 46
1.410 485

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind, sind in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Bürgschaften der verbundenen Unternehmen Softing Industrial Automotion GmbH und Softing Automotive Elektronics GmbH abgesichert

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31.12.2016 31.12.2015
bis ein Jahr

TEUR
mehr als ein Jahr

TEUR
davon mehr als fünf Jahre

TEUR
bis ein Jahr

TEUR
über ein Jahr

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.241 6.477 0 1.671 7.288
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 0 0 19 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 529 0 0 2.736 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.175 0 0 2.300 0
3.957 6.477 0 6.726 7.288

Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 6.477 (Vj. TEUR 7.288), es besteht die Möglichkeit auch von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und einem maximalen Verschuldungsgrad. Im Geschäftsjahr hat die Softing beide Kriterien problemlos erfüllt und auch die langfristigen Planungen zeigen keine Verschlechterung der Financial Covenants.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

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31.12.2016 31.12.2015
bis ein Jahr

TEUR
mehr als ein Jahr

TEUR
bis ein Jahr

TEUR
ein bis fünf Jahre

TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2 0 146 0
Cash-Pooling 404 0 2.317 0
Steuerliche Organschaft 31 0 32 0
Sonstige Verbindlichkeiten 92 0 241 0
529 0 2.736 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 819 (i. Vj. TEUR 898) sowie Darlehensverbindlichkeiten eines ehemaligen Gesellschafters eines Tochterunternehmens in Höhe von TEUR 354 (i. Vj. TEUR 1.400).

Passive Rechnungsabgrenzung

Bei der passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 26) handelt es sich um die Leistung einer Lebensversicherung, die dem Folgejahr zuzuordnen ist.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Softing AG hat als Konzernholdinggesellschaft bedingt durch die Ausgliederung des operativen Geschäfts zum 1. Juli 2010, im Geschäftsjahr 2016 lediglich Erlöse aus Dienstleistungen für Konzerntöchter.

Sonstige betriebliche Erträge

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2016

TEUR
2015

TEUR
Erträge aus Währungskursdifferenzen 89 47
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 71 49
Laufende betriebliche Erträge 2 0
162 96

Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf TEUR 71 (i. VJ. TEUR 49).

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Im Zuge der Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG werden in Zusammenhang mit den Umsatzerlösen stehende Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 727 erstmalig ausgewiesen. Bei Anwendung des BilRUG im Vorjahr hätte sich ein Betrag von TEUR 793 ergeben.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 58 (i. Vj. TEUR 270).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2016

TEUR
2015

TEUR
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 21 113
Laufende betriebliche Aufwendungen 501 1.218
522 1.331

Bezüglich der Änderungen in der Zusammenstellung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch die Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Aufwendungen für bezogene Leistungen“ verwiesen. Der Vorjahresbetrag unter Anwendung der BilRUG hätte sich auf TEUR 733 belaufen.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus verbundenen Unternehmen betragen TEUR 548 (i. Vj. TEUR 543).

Zinsen

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2016

TEUR
2015

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Sonstige Zinserträge 1 0
549 543
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen 18 93
Sonstige Zinsaufwendungen 140 212
- davon mit verbundenen Unternehmen 0 6
158 305

Erträge in Höhe von TEUR 60 (Vj. TEUR 54) aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von TEUR 78 (Vj. TEUR 147) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 18 (Vj. TEUR 93) ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 17 (i. VJ TEUR 15) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2016 bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Haftungsverhältnisse

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2016

TEUR
2015

TEUR
Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen 359 330

Auf Grund der aktuellen Bonität der Schuldner wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften gerechnet.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt des Jahres 2016 waren ohne Vorstände 4 Angestellte (i. Vj. 4) beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PwC im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

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2016

TEUR
2015

TEUR
Abschlussprüfung 119 110
119 110

Unternehmensverträge

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit folgenden Gesellschaften:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH, Haar
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar
Softing Services GmbH, Haar

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt
samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt
Softing Project Services GmbH, Haar

Vorstand

Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender
Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal

Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 2.513 (Vj. TEUR 1.533). Davon entfallen etwa ein Drittel auf feste und zwei Drittel auf variable Bezüge. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge. Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 125 (Vj. TEUR 125) erfasst.

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Mit dem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2016 Pensionsrückstellungenen in Höhe von TEUR 2.369 (Vj. TEUR 2.469) gebildet. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 168 (Vj. TEUR 168).

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2016 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, tätig als Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)
Dr. Klaus Fuchs, tätig als freier Berater, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender)
Andreas Kratzer, tätig als Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)
Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)
Dussmann Stiftung &Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats)
Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender)

Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:

Accu Holding AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)
Oerlikon Stationär Batterien AG, Emmen, Schweiz (Verwaltungsrat)
RCT Hydraulic-Tooling AG, Klus, Schweiz (Verwaltungsrat)
SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat)
Apollo Consulting & Trading AG, Zollikon, Schweiz (Verwaltungsrat)
Mobil Power AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)
Bubo-Immobilien AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)
Lysys AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
DGG International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Biotensidon International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Weinmann Invest AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 200 (Vj. TEUR 180) und setzen sich wie folgt zusammen:

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Fix Variabel Gesamt
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 69 60 89 80
Dr. Klaus Fuchs 15 15 52 45 67 60
Andreas Kratzer 10 10 34 30 44 40

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird vorschlagen, einen Betrag in Höhe von T€ 1.391.887,60 auszuschütten. Der sich aus dem Gewinnvortrag (T€ 7.998.574,99) zuzüglich Jahresüberschuss 2016 (T€ 2.941.951,24) abzüglich Ausschüttung (T€ 1.043.915,70) ergebende Betrag von T€ 8.504.722,93 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Der Softing AG wurden das Bestehen folgender Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Die Grandeur Peak Global Advisors, LLC, Salt Lake City, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.12.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 18.12.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 209290 Stimmrechten) betragen hat. 2,98% der Stimmrechte (das entspricht 209290 Stimmrechten) sind der

Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

FIL Investments International, Hildenborough, United Kingdom, hat uns am 01.09.2015 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 26.08.2015 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,96 % (206297 Stimmrechte) beträgt.

Sämtliche vorgenannten Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, United Kingdom, hat uns am 01.09.2015 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 26.08.2015 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,96 % (206297 Stimmrechte) beträgt.

Sämtliche vorgenannten Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

FIL Limited, Hamilton, Bermuda, hat uns am 01.09.2015 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 26.08.2015 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,96% (206297 Stimmrechte) beträgt.

Sämtliche vorgenannten Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Fidelity Funds SICAV, Luxembourg, Luxembourg, hat uns am 01.09.2015 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 26.08.2015 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,96% (206297 Stimmrechte) beträgt.

Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug.

3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Taaleritehtaan Varainhoito Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug. 3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Varainhoito Oy gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Taaleritehdas Oyj, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug.

3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehdas Oyj gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

In 2016 wurden uns keine Veränderungen zu den oben genannten Angaben mitgeteilt.

Erklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG im Dezember 2016 abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 16. März 2017

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
--- --- --- --- ---
1.1.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.113,39 29.055,17 0,00 173.168,56
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.466,65 5.116,06 7.020,48 35.562,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.331.628,96 0,00 132.300,00 17.199.328,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.192.328,97 0,00 0,00 15.192.328,97
32.523.957,93 0,00 132.300,00 32.391.657,93
32.705.537,97 34.171,23 139.320,48 32.600.388,72

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Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen des Geschäftsjahres
--- --- --- --- ---
1.1.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge 31.12.2016

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.735,54 14.882,03 0,00 19.617,57
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.086,28 8.794,59 7.020,48 24.860,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
27.821,82 23.676,62 7.020,48 44.477,96

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Buchwerte
--- --- ---
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.550,99 139.377,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.701,84 14.380,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.199.328,96 17.331.628,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.192.328,97 15.192.328,97
32.391.657,93 32.523.957,93
32.555.910,76 32.677.716,15

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Softing AG, München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 16. März 2017

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 16.03.2017 festgestellt.

ISIN DE0005178008

Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2016

Die ordentliche Hauptversammlung am 3. Mai 2017 hat beschlossen, vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 9.896.610,53

a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1.391.887,60 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden

und

b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 8.504.722,93 auf neue Rechnung vorzutragen.

Gemäß § 58 Abs. 4 Satz 2 AktG in der seit dem 1. Januar 2017 geltenden Fassung ist der Anspruch auf die Dividende am dritten auf den Hautversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag, das heißt am 08. Mai 2017, fällig.

Haar, im Mai 2017

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2016

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Im Berichtsjahr 2016 haben 4 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden: am 17. März, am 4. Mai, am 28. September und am 21. Dezember.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.

Schwerpunkte der Sitzungen

In der Aufsichtsratssitzung am 17. März 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015 und mit Risiken, etwa beim Ausfall von Schlüssellieferanten und -kunden. Ein wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war des Weiteren die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2016.

In der Aufsichtsratssitzung am 4. Mai 2016 im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erfolgten eine Nachlese zur Hauptversammlung sowie ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick des operativen Geschäfts. Darüber hinaus berichtete Herr Dr. Fuchs über den Status bei der Softing Singapore Pte. Ltd., weiterhin stellte der Vorstand den Risikobericht zum 31.03.2016 vor.

Am 28. September 2016 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten. Der Vorstand stellte mögliche Wege zur Integration des operativen Geschäfts der Samtec im Segment Automotive vor. Weiterhin wurde über Möglichkeit von zukünftigen Akquisitionen diskutiert.

In der Aufsichtsratssitzung am 21. Dezember 2016 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2016, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2017 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung umfassend mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und mit dem Thema Diversity befasst. Der Aufsichtsrat fasste den hierzu erforderlichen Beschluss. Der Aufsichtsrat billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Der Vorstand stellte den halbjährlichen Risikobericht zum 30.09.2016 vor und es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2016 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.

Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Dr. Klaus Fuchs (stellvertretender Vorsitzender) und Andreas Kratzer. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet. Alle Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriff en hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 16. März 2017 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.

Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2016 in seiner Sitzung am 16. März 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre hervorragende Leistung.

Haar, den 16. März 2017

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender