AI assistant
Softing AG — Annual Report 2014
May 20, 2015
405_rns_2015-05-20_c8fd422c-0975-4be8-8ccc-3bca236ce618.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Softing AG
Haar
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Zusammengefasster Lagebericht
1. Grundlagen des Konzerns
1.1. Geschäftsmodell
1.1.1. Geschäftsmodell des Konzerns
Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial Automation und Automotive Electronics international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.
Im Segment Industrial Automation ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Prozess- und Fertigungsindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern und bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und ihre funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.
Mit den Kernthemen Diagnose, Messen und Testen steht das Segment Automotive Electronics von Softing für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort.
Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive Electronics setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.
Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch stark an Bedeutung.
Rechtliche Konzernstruktur

Der Softing-Konzern besteht aus der
| • | Softing AG mit Sitz in Haar bei München und folgenden Tochtergesellschaften: |
| • | Softing Industrial Automation GmbH mit Sitz in Haar bei München und Niederlassungen in Nürnberg und Erkrath |
| • | Softing North America Holding Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee (USA) |
| • | Buxbaum Automation GmbH mit Sitz in Eisenstadt (Österreich) |
| • | Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München |
| • | Softing Italia s.r.l. mit Sitz in Cesano Boscone (Italien) |
| • | Softing Inc. mit Sitz in Newburyport (USA) vormals Softing North America Inc., im Geschäftsjahr an die Softing North America Holding Inc. konzernintern veräußert. |
| • | Online Development Inc. (OLDI) mit Sitz in Knoxville, Tennessee (USA) |
| • | Psiber Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur |
| • | Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bei München |
| • | Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar bei München |
| • | samtec automotive software & electronics GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt |
| • | Softing Services GmbH mit Sitz in Haar bei München |
| • | Softing Messen & Testen GmbH in Kirchentellinsfurt |
| • | SoftingROM s.r.l. mit Sitz in Cluj-Napoca (Rumänien) |
Zu Darstellung der Segmente
Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive Electronics und Industrial Automation aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.
Softing AG
Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.
Industrial Automation GmbH
Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Prozess- als auch die Fertigungsindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.
Softing Italia s.r.l.
Softing Italia ist organisatorisch als Tochter der Softing Industrial Automation GmbH angehängt. Mit Softing Italia in Mailand werden Kunden in Italien direkt vor Ort betreut. Im Jahr 2014 trug die Gesellschaft positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.,
Online Development Inc. (OLDI) mit Sitz in Knoxville sowie die Vertriebsniederlassung Softing Inc. (Softing Inc.) mit Sitz in Newburyport (MA) sind organisatorisch der Softing North America Holding Inc. als Töchter angehängt.
Am 22. Mai 2014 erwarb die Softing AG sämtliche Geschäftsanteile an OLDI. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Schwerpunkt auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben. Die Gesellschaft ergänzt in idealer Weise das Produktportfolio von Softing im Kernbereich von Industrial Automation. Die Übernahme stärkt die Position von Softing in zwei der drei weltweit größten Automatisierungsmärkten, nämlich Europa und USA.
Softing North America bedient den nordamerikanischen Markt. Mit eigenen Kapazitäten bietet Softing North America Projektleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. Im Jahr 2014 trugen die amerikanischen Gesellschaften positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.
Buxbaum Automation GmbH
Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug mit einem leichten Verlust, anteilig zur Beteiligung zum Gesamtergebnis der Softing Gruppe bei.
Psiber Data GmbH und Psiber Data Pte. Ltd.
Die Softing AG hat zum 1. Januar 2014 die gesamten Gesellschaftsanteile der Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München übernommen. Zum 6. November 2014 hat Softing die restlichen Anteile der Psiber Data Pte. Ltd. in Singapur von den Minderheitsgesellschaftern erworben. Psiber Data ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von Ethernet-Verkabelungen, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Die beiden Unternehmen der Psiber Data sind profitable Unternehmen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten.
Softing Automotive Electronics GmbH
Die Softing Automotive Electronics GmbH bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation.
Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing.
Softing Messen & Testen GmbH
Die Softing Messen & Testen GmbH ist organisatorisch als Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH angehängt. Seit mehr als 20 Jahren ist Softing erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen von Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandenen Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. 2012 wurde der neue Bereich MESSEN bei der Softing Messen & Testen GmbH integriert.
Softing Services GmbH
Die Softing Services GmbH stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.
SoftingROM s.r.l.
Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj (Rumänien) fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. Sie ist mittlerweile auf über 60 Entwickler angewachsen. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und stellt ein strategisch wichtiges Mitglied in der Softing-Gruppe dar.
Softing Project Services GmbH
Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Gut ausgebildete Mitarbeiter arbeiten direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.
samtec automotive software & electronics GmbH
Die samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) ist seit über 25 Jahren als Spezialist für Fahrzeugdiagnose am Markt etabliert. samtec entwickelt Hard- und Software für die Kommunikation mit Fahrzeug-Steuergeräten auf allen relevanten Bus-Systemen. Die Familie der modernen HS-Interfaces ergänzt das Portfolio der Diagnose-Interfaces von Softing in idealer Weise.
Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
1.1.2. Geschäftsmodell der Softing AG
Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Umsatzerlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, die Unterstützung in Rechtsfragen und Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.
1.2. Steuerungssystem
Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und dem Konzern-Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), als auch dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden einer stringenten Nachverfolgung unterzogen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.
Für die Softing AG sind aufgrund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen die Grundlage für die Steuerung. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.
1.3. Forschung und Entwicklung
Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing 19.330 TEUR in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 26% (Vj. 30%).
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aktivierte Entwicklungskosten | 4.265 | 4.382 |
| Nicht aktivierungsfähige Ausgaben | 15.065 | 11.489 |
| 19.330 | 15.871 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2.631 TEUR (Vj. 2.349 TEUR)
Zum Jahresende waren 258 (Vj. 216) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt.
Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung.
Das Segment Industrial Automation tätigte im Geschäftsjahr 2014 Investitionen in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vj. 8,0 Mio. EUR). Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Zentral war der Entwicklungsabschluss und die erfolgreiche Markteinführung des neuen PROFIBUS Diagnose Testers BC-700. Im neuen BC-700 wird die Funktionalität des erfolgreichen BC-600 mit der Fähigkeit, PROFIBUS-Netzwerke physikalisch zu analysieren, in einem Gerät zusammengeführt. Zudem wurden Verbesserungen am Standalone-Modus, eine neue Bedienphilosophie über „Scrollrad“ und farbgraphischer Anzeige, sowie die Diagnose von Profibus-PA Netzwerken realisiert. Softing Industrial Automation hat damit das führende Gerät am Markt platziert.
Mit OPC-UA hat sich eine neue technologische Plattform als Wegbereiter für Industrie 4.0 etabliert. Das Ziel ist die intelligente Fabrik, die sich durch hohe Flexibilität und die Einbindung von Kunden und Lieferanten in die Wertschöpfungskette auszeichnet. Neben den OPC-UA-Toolkits als Entwicklungswerkzeuge bietet Softing seit 2014 mit dataFEED und echoCollect UA auch zwei neue Produkte an, mit denen der Anlagenbau seine weltweit ausgelieferten Maschinen über ein einheitliches Interface mit hoher Datensicherheit an die zentrale IT anbinden kann. Mit dataFEED werden „nicht Industrie 4.0 fähige“ Maschinen über eine PC-Software an die zentrale DV angebunden, während mit echoCollect UA auch Anlagen in den entlegensten Gegenden integriert werden können.
In allen Produktlinien von dataFeed, echoCollect UA und den verschiedenen OPC-UA-Toolkits hat Softing 2014 wesentliche funktionale Erweiterungen realisiert und im Markt eingeführt.
Zur Vertiefung und Absicherung der technologischen Kompetenz ist Softing Industrial Automation seit Jahren Mitglied der OPC Foundation und im Technical Steering Committee aktiv. Die Partnerschaft mit der OPC Foundation wurde 2014 mit einer weiteren Kooperationsvereinbarung vertieft, in der Softing Industrial Automation nun für die Wartung und Pflege aller OPC-Kommunikationsprotokolle und Zertifizierungstests verantwortlich ist.
Im Bereich der Kommunikationslösungen für die Fertigungstechnik wurde das Portfolio von FPGA-basierten Lösungen weiter ausgebaut. FPGAs sind programmierbare Hardwarebausteine, mit denen sich eine Vielzahl von Kommunikations- und Anwendungsfunktionen schneller und flexibler als in konventioneller Technik realisieren lassen. Gemeinsam mit Altera, einem weltweit führenden Anbieter von FPGAs, wurde bereits ein einfach zu integrierendes Portfolio für Industrial Ethernet geschaffen, das 2014 um das Kommunikationsprotokoll für PROFIBUS-DP ergänzt wurde. Damit können Kunden nun den Migrationspfad von PROFIBUS auf PROFINET mit nur einer Hardware / Software Plattform kostengünstig und zukunftssicher abbilden.
Auch das Portfolio der Kommunikationslösungen für die Prozessautomation wurde 2014 weiter abgerundet. Kernprodukt ist das Fieldbuskit (FKB), das nun für Foundation Fieldbus und PROFIBUS-PA jeweils als Master und Slave verfügbar ist. Mit der Registrierung des FBK basierten FFeasy – Integrationspakets wurde 2014 bereits das 1.000 Foundation Fieldbus Gerät registriert, in welchem zu mehr als 50% Technologie von Softing Industrial Automation verbaut ist.
Mit zwei neuen Geräten aus der Familie der Softing Industrial Automation Gateways wurde 2014 ein weiterer Schwerpunkt gesetzt. Gateways bilden bidirektionale Brücken zwischen unterschiedlichen Kommunikationsstandards und werden auf allen Ebenen der Automatisierungspyramide eingesetzt. Die Marktrelevanz von Gateways nimmt, bedingt auch durch die wachsende Anzahl von Kommunikationsstandards, kontinuierlich zu.
Durch seine technologische Verankerung sowohl in der Fertigungsautomation als auch in der Prozessautomation ist Industrial Automation bestens in der Lage, Gateways für „hybride“ Anforderungen zu liefern, also die Brücke zwischen Prozess- und Fertigungsinstallation in einer Anlage oder Maschine zu bilden, was zunehmend nachgefragt wird.
Mit dem FG-200 (Foundation Fieldbus Linking Device) und dem FG-260 (EthernetIP – PROFINET) wurden zwei neue Kompakt-Gateways auf neuester technologischer Basis entwickelt und stehen unmittelbar vor der Markteinführung.
Anfang 2014 hat Softing die gesamten Gesellschaftsanteile der Psiber Data GmbH mit Hauptsitz in Krailling bei München übernommen. Psiber ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von Ethernet-Verkabelungen, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie in Rechenzentren eingesetzt werden. Eine ausgezeichnete Ergänzung für Softing, denn für den stark wachsenden Markt der Ethernet-Netzwerke im Bereich der Industrieautomation hatte Softing bisher keine eigenen mobilen Produkte im Angebot.
Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) wurde zu Mitte des Jahres ein weiterer wesentlicher Schritt zur Stärkung des internationalen Angebots vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben und ergänzt ideal das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.
Im Segment Automotive Electronics wurden 2014 8,3 Mio. EUR (Vj. 7,9 Mio. EUR) Investitionen in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte getätigt. Mit Schwerpunkt auf folgenden Entwicklungen:
Das Hauptprodukt der Softing Automotive Electronics GmbH, das Diagnostic Tool Set (DTS), wurde weiterentwickelt. Ein deutscher Premiumhersteller hat sich für DTS als sein Entwicklungswerkzeug entschieden. Dieses kommt über seine gesamte Produktpalette von PKWs bis hin zu Nutzfahrzeugen exklusiv zum Einsatz. Auch die Verwendung von OTX (Open Test sequence eXchange format) wurde weiter vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wurde DTS-Monaco durch die OTX-Funktionalität erweitert. Auch Softing TDX, als flexible Lösung für Diagnose und Flash-Programmierung für den mobilen oder stationären Einsatz im Service und im Fahrversuch, basiert auf den OTX-Abläufen. Damit kann der Anwender nun OTX als Beschreibungsformat für die Erstellung, die Inbetriebnahme und das Debugging von Diagnose- und Testabläufen in einer Vielzahl von Lösungen über die gesamte Prozesskette hin verwenden.
Nicht nur auf der PC-Seite konnte eine Vielzahl von neuen Lösungen realisiert werden, auch im Bereich Smartphones ist Softing mit den ersten kundenspezifischen Apps aktiv.
Im vergangenen Jahr wurde zudem ein unfangreiches Trainingsangebot aufgebaut. Dieses reicht von Trainings rund um die wichtigsten Standards im Diagnoseumfeld hin zu Schulungen zu verschiedenen Produkten aus dem eigenen Haus. Diese Trainings finden in Haar bei München oder beim Kunden vor Ort statt.
Die SMT (Softing Messtechnik) wurde 2014 mit vielen funktionalen Erweiterungen ausgestattet. Diese umfassen neue Thermoelementtypen für Temperaturerfassung, zusätzliche analoge Eingänge, weitere gängige Sensorschnittstellen im Bereich des Mess I/O sowie PC-Anbindungen über USB 3.0 und Gigabit Ethernet. Darüber hinaus wurde neben den bisherigen Fahrzeugbussen CAN und LIN nun auch Flexray serienreif umgesetzt. Mit leichten mechanischen Anpassungen wurde durch unterschiedlichste Versuchsreihen eine absolute Crash-Tauglichkeit erreicht. Dies ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von SMT im Vergleich zum internationalen Wettbewerb.
Im Jahr 2015 werden Prüfstandnetzteile, intelligente Akku-Puffer-Module und weitere Komponenten speziell für den Bereich Prüfstandmesstechnik Serienreife erlangen.
Samtec hat im Geschäftsjahr 2014 mit der neuen Entwicklung der HSD VCI (Verhicle Communication Interface) Familie attraktive Produkte für Emerging Markets und preissensitive Anwender geschaffen. Die HSD-Produkte ersetzen durch modernste Komponenten im Volumengeschäft die Vorgänger HSLight II und HS+ und eignen sich besonders als Werktstatt- oder Servicetester VCI für OEM- und Tier1-Lieferanten.
Auch die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen durch den Einsatz der HSX VCI Familie mit drei namhaften Tier1-Lieferanten wurden ausgebaut. Dabei liegt der Entwicklungsfokus auf einer kontinuierlichen Verbesserung von Stabilität und Performance.
Die produktionsbewährte VCI Familie HSC ermöglicht die robuste Anwendung im Industrie 4.0-Umfeld und wurde durch erweiterte Implementierungen für den WLAN-Einsatz in der Produktionsinfrastruktur bei einem süddeutschen Sportwagenhersteller optimiert. Die technische Erweiterung des VCI auf das Segment Nutzfahrzeuge, mit deutlich größeren Anforderungen an Bus-Kanälen, wird voraussichtlich im Sommer 2015 erfolgen.
Mit der Weiterentwicklung des VCI Communication Framework (VFC) hin zu einer mächtigen, plattformunabhängigen Entwicklungsumgebung kann samtec effizient neue Kundenapplikationen erstellen und die eigene Produktpalette für Software schnell und qualitativ hochwertig aufbauen. Der Parallelbetrieb – ein Alleinstellungsmerkmal von samtec - ermöglicht es z.B., die Diagnose über LIN mit nur einem VCI zu steuern bei gleichzeitiger Ausführung weiterer Applikationen im EoL-Test-Prüfstand. Die zeitgleiche und nicht mehr sequentielle Nutzung von Applikationen, wie die Restbus-Simulation in Kombination mit einer Diagnose-Anwendung, stellt für den Kunden einen wesentlichen Mehrwert dar.
Die VCF-Entwicklungsumgebung bietet ein Maximum an Anwendungen bei gleichzeitig geringerem Entwicklungsaufwand - sowohl kundenseitig als auch im Softing-Konzern - und wurde für alle gängigen Plattformen (Windows / Linux / Android / iOS) entwickelt. Die VCF bildet somit eine einheitliche, moderne und damit effiziente Grundlage als konzernweite Entwicklungsplattform im Softing Automotive Segment.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Moderates Wachstum der Weltwirtschaft, schwächere Entwicklung im Euroraum
Für 2014 stellt das Institut für Weltwirtschaft (ifw) eine verstärkte weltwirtschaftliche Expansion fest. Sowohl das globale Bruttoinlandsprodukt als auch der Welthandel legten nach einer verhaltenen Zunahme im ersten Halbjahr ab dem dritten Quartal spürbar zu. Die Zuwachsrate der Weltproduktion bleibt 2014 mit 3,4% allerdings moderat (Vorjahr: 2,9 %). Überdurchschnittlich entwickelte sich die Konjunktur in den USA und Großbritannien, während die wirtschaftliche Aktivität im Euroraum im Sommer nur geringfügig zunahm und Japan sogar in eine erneute Rezession rutschte. In den Schwellenländern China und Indien beschleunigte sich die Konjunktur mit moderaten Expansionsraten. (ifw, Weltkonjunktur im Winter, vom 17.12.2014)
Die Wirtschaft im Euroraum wuchs 2014 nach zwei Rezessionsjahren erstmals wieder, das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,8%. Damit ist die Wirtschaftskrise aber keineswegs überwunden. Schwaches Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende Einkommensungleichheit und Armut werden die wirtschaftliche, soziale und politische Situation in vielen EU- und Euro-Ländern weiterhin belasten.
Produktionsrekord im Maschinenbau
2014 konnten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ihre Wachstumsprognose von 1% mit einem Umsatz von 212 Mrd. EUR und einem Produktionsvolumen von 199 Mrd. EUR bestätigen, meldet der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). Die Exporte lagen mit 0,5% leicht über Vorjahresniveau. Positiv entwickelten sich die großen Märkte Europas (5%), die USA (6%), Südostasien (9%). (www.vdma.org/article/-/articleview/6436041 vom 18.12.2014)
Exporte der Elektroindustrie auf Wachstumskurs
Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie sind 2014 um 3,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, berichtet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Dabei lagen die Exporte in den Euroraum mit einer Zunahme von 3,6% auf 43,2 Mrd. EUR leicht unter dem Durchschnitt, wogegen die Ausfuhren in Drittländer um 4,1% auf 93,6 Mrd. EUR anzogen. Hauptabnehmer waren China und USA, Zuwächse gab es auch bei den Exporten nach Polen, Ungarn und Südkorea. (www.zvei.org/Presse/Presseinformationen/Seiten/Exporte-der-Elektroindustrie-auf-Rekordhochim-Oktober.aspx vom 22.12.2014)
2.2. Geschäftsverlauf
Trotz der im Euroraum schwächeren Konjunktur konnte Softing 2014 durch weitere Investitionen in die Wachstumsmärkte USA und Asien ihren Umsatz im Bestandsbereich halten. Der Gesamtumsatz des Konzerns wuchs um 42% auf 74,5 Mio. EUR bei einem EBITDA von 10,1 Mio. EUR bzw. einer EBITDA-Marge von 14%. Dies ist auch dem guten Beitrag der Akquisitionen schon im ersten Jahr zu verdanken. Damit wurde die Umsatzerwartung im Prognosebericht 2013 von 60 Mio. EUR deutlich übertroffen. Das EBIT erreichte mit 5,6 Mio. EUR die Prognose in Höhe von 7,0 Mio EUR aus dem Jahr 2013 nicht, was in erster Linie in Einmalkosten im Geschäftsjahr 2014 begründet liegt und in erhöhten Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung der Akquisitionen. Aufgrund der erhöhten Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung wird zukünftig auch das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) die Kenngröße bei der Steuerung der Geschäftsaktivitäten sein.
Im Segment Industrial Automation stieg der Umsatz, getrieben von den Akquisitionen von Psiber Data und OLDI, von 26,5 Mio. EUR auf 46,9 Mio. EUR. Der Umsatz von Automotive Electronics konnte von 26,1 Mio. EUR auf 27,6 Mio. EUR zulegen. Sowohl das Segment Industrial Automation (akquisitionsbedingt) als auch das Segment Automotive Electronics konnten wie 2013 prognostiziert im Umsatz zulegen.
Im Segment Industrial Automation stieg das EBITDA von 4,1 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR, das Segment Automotive Electronics übertraf mit einem EBITDA von 5,3 Mio. EUR das Vorjahr um 6%. Das EBIT im Segment Industrial Automationsank von 2,3 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR, bedingt durch die Belastungen aus Abschreibungen der Kaufpreisallokation. Im Segment Automotive Electronicsstieg das EBIT von 3,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR.
Insgesamt konnte der Softing Konzern das EBITDA im Geschäftsjahr um 8% auf 10,1 Mio. EUR steigern.
In der Softing AG konnte trotz gestiegener Kosten, vor allem auf Grund der getätigten Akquisitionen, der Jahresüberschuss von 1,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR um 2,4 Mio. EUR, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ausschlaggebend waren insbesondere die guten Ergebnisse der Tochterunternehmen, die sich auch in dem von 3,6 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR gestiegenen Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen niedergeschlagen haben. Damit wurde die Prognose aus dem Vorjahr von 4,8 Mio. EUR übertroffen. Die Geschäftsentwicklungen sowohl des Softing Konzerns als auch der Softing AG waren günstig.
2.3. Ertragslage
2.3.1. Ertragslage Konzern
Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das EBITDA und das erzielte Ergebnis (EBIT).
Im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Konzernumsatz um 42% auf 74,5 Mio. EUR gesteigert. Davon entfallen 21,7 Mio. EUR auf Akquisitionen. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) sind mit 3,9 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (4,0 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen ist im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge wuchsen durch Erträge aus Währungsdifferenzen und Auflösung von Rückstellungen von 0,7 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR.
Die Aufwandspositionen entwickelten sich folgendermaßen:
scroll
| TEUR 2014 | TEUR 2013 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 27.369 | 15.181 |
| Personalaufwand | 32.086 | 25.833 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 4.212 | 3.160 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 9.672 | 6.830 |
| Betriebliche Aufwendungen | 73.339 | 51.004 |
Der Materialaufwand erhöhte sich um 12,2 Mio. EUR oder 80% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs resultiert aus den Neuakquisitionen (12,7 Mio. EUR), während der Wert in den Altgesellschaften rückläufig war (0,5 Mio. EUR). Insgesamt stieg die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) von 28,9% auf 36,7% und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) legte von 37,4 Mio. EUR auf 47,2 Mio. EUR zu.
Der Personalaufwand erhöhte sich um 24% auf 32,1 Mio. EUR, vor allem aufgrund der Zugänge von Psiber Data und OLDI von durchschnittlich 337 auf 419 Personen sowie durch Gehaltssteigerungen. Zum Stichtag sind 411 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.
Der Anstieg der Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist bedingt durch der Erhöhung auf Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftgüter und den Zugang zum Anlagevermögen aus der Akquisitionstätigkeit/Kaufpreisverteilung.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,8 Mio. EUR. Davon entfielen 2,1 Mio. EUR auf die neu erworbenen Gesellschaften und weitere 0,3 Mio. EUR auf direkte Akquisitionskosten für diese Unternehmen. Der restliche Kostenanstieg resultiert u.a. aus dem Umzug zweier Gesellschaften in gemeinsame Geschäftsräume sowie aus organisatorischen Strukturmaßnahmen.
Das EBITDA wuchs um 0,7 Mio. EUR von 9,4 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR. Die Umsatzrendite (EBITDA im Verhältnis zum Umsatz) sank im Segment Industrial Automation von 16% auf 10% wegen Akquisitionskosten/Integrationskosten und einer schwächeren Geschäftsentwicklung in Europa. Im Segment Automotive Electronics erreichte die Umsatzrendite durch den Verkauf ergebnisstarker Produkte den Vorjahreswert von 19%.
Aufgrund eines erhöhten Zinsaufwandes, im Zusammenhang mit der Darlehensaufnahme zur Finanzierung der OLDI verschlechterte sich das Finanzergebnis um 0,2 Mio. EUR. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, verbleibt ein Konzernergebnis von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).
2.3.2 Ertragslage AG
Als Management-Holding erzielt die Softing AG Umsatzerlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestehen diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie die Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten werden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet werden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.
Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.
Mit folgenden Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:
| Softing Industrial Automation GmbH | |
| Softing Automotive Electronics GmbH | |
| Softing Services GmbH | |
| Softing Messen & Testen GmbH |
Die Ergebnisse aus Ergebnisabführung sind die wesentliche Steuergröße für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen diese aufgrund der deutlich angestiegenen Gewinnabführung der Industrial Automation GmbH und der Automotive Electronics GmbH von 3,6 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR.
Der Personalaufwand sank von 2,9 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich durch Kosten im Zusammenhang mit den Akquisitionen von Psiber Data und OLDI von 1,2 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR.
Aufgrund geringerer Kosten im Zusammenhing mit der Steuerung der Tochtergesellschaften, ergibt sich für 2014 ein Rückgang der Umsatzerlöse von 3,4 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR.
Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich aufgrund des von 1,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR gestiegenen Jahresüberschusses um 0,6 Mio. EUR.
2.4. Finanzlage
2.4.1. Finanzlage Konzern
Finanzmanagement
Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, welches die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im letzten Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.
Kapitalstruktur
Zum Jahresende 2014 belief sich das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 37,0 Mio. EUR (Vorjahr 26,1 Mio. EUR), was einem Anstieg um 42% bzw. 10,9 Mio. EUR entspricht. Dieser Zuwachs resultiert aus der um 7,9 Mio. EUR erhöhten Kapitalrücklage, aus 2,3 Mio. EUR positivem Währungseffekt, der im Juli durchgeführten Kapitalerhöhung von 0,5 Mio. EUR, dem Konzerngesamtergebnis von 3,8 Mio. EUR sowie der Veränderung der eigenen Anteile von 0,5 Mio. EUR. Gegenläufig wirkt sich die Dividende 2014 in Höhe von 2,2 Mio. EUR, der Erwerb der Minderheiten der Psiber in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie die Neubewertungen der Pensionsrückstellungen (inkl. Steuereffekt) in Höhe von 0,5 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 48% (Vorjahr 65%).
Die langfristigen Schulden stiegen hauptsächlich bedingt durch die Akquisitionen von 3,7 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR. Diese beinhalten sowohl die langfristigen Darlehensanteile der OLDI-Akquisition als auch die geschätzten Verbindlichkeiten der variablen Kaufpreise der Akquisitionen. Die passiven latenten Steuern stiegen von 2,2 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Die Pensionsverpflichtungen wurden aufgrund einer zum Vorjahr veränderten Zinslandschaft um 0,7 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR angepasst.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um 6,8 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR bedingt im Wesentlichen durch den Anteil der kurzfristigen Bankdarlehen, die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten sowie durch Steuerverbindlichkeiten und bereits erhaltene Kundenzahlungen für erst im Jahr 2015 zu erbringende Leistungen. Zudem veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, akquisitionsbedingt, gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. EUR.
Investitionen
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,3 Mio. EUR in die Produktentwicklung. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen 1,6 Mio. EUR. Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.
Liquidität
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wuchs um 18% von 6,0 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR. Der Grund hierfür ist vor allem das erhöhte EBITDA
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit stieg um 21,8 Mio. EUR auf 26,7 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund des Erwerbs der Unternehmen OLDI und Psiber Data.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 16,8 Mio. EUR und resultiert aus der Neuaufnahme von Bankdarlehen über 11,0 Mio. EUR, der Einzahlung aus der Kapitalerhöhung von 7,5 Mio. EUR sowie dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Dem gegenüber steht die Dividendenzahlung von 1,3 Mio. EUR, Darlehenstilgungen von 0,4 Mio. EUR sowie gezahlte Zinsen in Höhe von 0,3 Mio. EUR.
2.4.2 Finanzlage AG
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2014 von 19,2 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss 2014 in Höhe von 4,2 Mio. EUR sowie die Effekte aus der Kapitalerhöhung von 8,5 Mio. EUR und dem Aktienverkauf von 0,5 Mio. EUR konnte die Dividende in Höhe von 2,2 Mio. EUR für das Jahr 2013 deutlich überkompensieren.
Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten und der damit im Zusammenhang stehenden gestiegenen Bilanzsumme durch den Erwerb neuer Tochtergesellschaften auf 57% gesunken (Vorjahr: 75%).
Die Veränderung der Rückstellungen von 1,8 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR ist größtenteils auf die Veränderungen der Steuerrückstellungen aufgrund der veränderten Ertragslage zurückzuführen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 1,2 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR aufgrund variabler Kaufpreise für die 2014 getätigten Akquisitionen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf aufgrund aufgenommener Darlehen auf 10,6 Mio. EUR erhöht.
Liquidität
Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigenen operativen Geldzuflüssen für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang werden separate Bankfinanzierungen von einigen Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI, hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Zu den erfolgten Kapitalerhöhungen nehmen wir unter Punkt 2.5.2 weiter Stellung.
Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 5,7 Mio. EUR (Vorjahr 10,7 Mio. EUR).
2.5. Vermögenslage
2.5.1. Vermögenslage Konzern
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und bildeten Ende 2014 einen Anteil von 57,8% der Bilanzsumme (Vorjahr 28,8%). Dem gegenüber stehen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 78,1% (Vorjahr 74,2%).
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 32,9 Mio. EUR auf 44,5 Mio. EUR aufgrund der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch die Neuakquisitionen (12,0 Mio. EUR), den Anstieg der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (19,2 Mio. EUR), den gewachsenen Bestand an Sachanlagen (0,5 Mio. EUR) sowie gestiegene latente Steueransprüche (1,1 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich von 28,6 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Vorräte um 4,1 Mio. EUR zurückzuführen. Diese resultiert einerseits aus dem Zugang der neu erworbenen Tochtergesellschaften und andererseits aus dem Aufbau von Lagerbeständen zur Erhaltung einer raschen Lieferfähigkeit.
Die Bilanzsumme steigt um 36,7 Mio. EUR hauptsächlich bedingt durch die Unternehmenszukäufe OLDI und Psiber Data, Entwicklungsinvestitionen und höhere Bevorratung.
Zum Jahresende betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8,8 Mio. EUR (Vorjahr 12,1 Mio. EUR).
Die langfristigen Schulden sind um 19,4 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR angestiegen. Die langfristigen Finanzschulden sind um 8,9 Mio. EUR angestiegen und resultieren aus der Darlehensaufnahme zur Finanzierung des Erwerbs der OLDI. Der Anstieg der sonstigen langfristigen Schulden um 8,9 Mio. EUR wird durch die noch ausstehenden variablen Kaufpreise begründet.
Die kurzfristigen Schulden sind um 6,5 Mio. EUR angestiegen. Dies geht insbesondere auf die Erhöhung der Schulden aus Lieferungen und Leistungen um 1,6 Mio. EUR, die Schulden aus Ertragsteuern um 0,9 Mio. EUR und die kurzfristigen finanziellen Schulden um 2,3 Mio. EUR zurück.
2.5.2 Vermögenslage AG
Die Bilanzsumme der Softing AG ist gegenüber dem Vorjahr um 26,9 Mio. EUR auf 52,6 Mio. EUR gestiegen. Die Softing AG hat 2014 Mittel in Höhe von 8,0 Mio. EUR aus Kapitalmaßnahmen und dem Verkauf eigener Aktien erhalten. Im Geschäftsjahr 2014 wurden langfristige Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR aufgenommen. Aus diesen Mitteln und nicht unerheblichen eigenen Mitteln der Softing AG erfolgte die Finanzierung des Kaufes von OLDI, Psiber Data sowie deren Minderheitsanteilen an der Tochter in Singapur. Aus diesem Grund haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag um 11,0 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 15,6 Mio. EUR auf 15,7 Mio. EUR erhöht.
Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich auf Grund der oben genannten Investitionen auf 5,7 Mio. EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 6,3 Mio. EUR aufgrund erhöhter Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.
Nach dem Verkauf sonstiger Wertpapiere in Höhe von 0,9 Mio. EUR verfügt die AG zum 31.12.2014 über keine Wertpapiere des Umlaufvermögens mehr.
2.6. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns und der AG
Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, und die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr stabil gestaltet.
Darüber hinaus gab es keine Ereignisse oder Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden wären.
3. Nachtragsbericht
Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.
4. Berichte zu Chancen, Risiken und Prognosen
4.1 Chancenbericht
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.
Fokussierung bei Automotive Electronics
Die Konzentration im Bereich Automotive Electronics auf die Kernkompetenzen Diagnose, Messen und Testen, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Die damit erzielte Steigerung der Produktivität bietet zusammen mit den unverändert fortgeführten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung eine gute Basis für den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts. Damit hat sich das Geschäftssegment Automotive Electronics bei Schlüsselkunden langfristig verankert.
Tochtergesellschaft samtec automotive software & electronics GmbH
Das aktuelle, neu entwickelte und geplante samtec VCI-Produktportfolio, sowie das neue VCF, stoßen bei Bestands- und Neukunden auf starkes Interesse. Die Auftragsbücher für diese Produkte sind bereits gut gefüllt, was einerseits der Fachkompetenz langjähriger Mitarbeiter andererseits der Weitentwicklung der VCI-Software- und Hardware-Produkte zuzuschreiben ist.
Tochtergesellschaft Softing Messen & Testen GmbH
Im Januar 2015 wurde ein Standortwechsel von Reutlingen ins nahe gelegene Kirchentellinsfurt vollzogen. Gemeinsam unter einem Dach mit der samtec GmbH ergeben sich zukünftig viele Synergien und Potenziale für gemeinsame Produkte und Projekte. Die SMT (Softing Mess Technik) konnte 2014 bei weiteren Premiumherstellern platziert werden. 2015 stehen weitere Nachbestellungen an. In einem konkreten Fall ging die SMT als Sieger eines umfänglichen Benchmarks hervor.
Im Bereich TESTEN liegen umfangreiche Bestellungen im Bereich HIL-Systematik von zwei großen Entwicklungsdienstleistern vor. Ein weiterer Ausbau der Vertriebsaktivitäten ist sehr wahrscheinlich. Bei einem Premiumhersteller konnte im Produktbereich Mechatroniktester ein etablierter Wettbewerber verdrängt werden, weitere Bestellungen wurden angekündigt.
Produktpalette im Segment Industrial Automation
Softing hat im Segment Industrial Automation in den vergangenen Jahren mehrere organisatorische und operative Weichenstellungen vorgenommen, darunter die Neuausrichtung hin zu noch mehr Marktorientierung: Weg von Produkten mit rein technisch ausgerichteten Lösungen hin zu Produkten mit strategisch marktorientierten Komponenten mit unmittelbarem Kundennutzen. Diese Ausrichtung soll auch 2015 weiter verfolgt werden. Softing rechnet auch deshalb mit weiterem Umsatzwachstum in diesem Bereich.
Übernahme des Geschäftsbereiches Industrial Communication der Trebing + Himstedt
Zum 1.Mai 2014 hat die Softing Industrial Automation den Geschäftsbereich Industrial Communication der Trebing+Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. KG (T+H) übernommen und damit das T+H-Produktportfolio im Bereich stationärer PROFINET und PROFIBUS Diagnose. Die damit erworbenen Produkte sind eine ideale Ergänzung und wurden bereits im Jahr 2014 sowohl technologisch als auch vertrieblich vollständig in das bei Softing Industrial Automation bestehende Diagnose-Portfolio integriert. Insbesondere im stark wachsenden Bereich der Industrial Ethernet Netzwerke sind damit nun Produkte im Softing-Angebot, die diese Netzwerke permanent überwachen, frühzeitig Probleme melden und damit Ausfallkosten vermeiden können. Die neuen Produkte haben bereits 2014 einen signifikanten Umsatzanteil erreicht, der im Jahr 2015 weiter ausgebaut werden soll.
Übernahme der Online Development Inc. (OLDI)
Mit der Übernahme der US-amerikanischen Online Development Inc. (OLDI) hat Softing Mitte des Jahres einen weiteren wesentlichen Schritt zur Stärkung des internationalen Angebotes vollzogen. Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert OLDI Produkte für die Fabrikautomatisierung mit Fokus auf Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben und ergänzt das Produktportfolio des Segments Industrial Automation.
Insbesondere durch die Mitgliedschaften im Rockwell Automation Global Encompass Partner Programm, in der Control System Integrator Association (CSIA) und ODVA und als Teilnehmer in Programmen von IBM, Microsoft und Oracle schafft OLDI Synergiepotenziale für andere Softing-Produkte in diesen Kanälen.
Die Kompetenzen und Technologien von OLDI und Softing Industrial Automation ergänzen sich derart, dass Kunden der Fertigungs- und Prozessautomation nun über alle Ebenen hinweg Kommunikationslösungen angeboten werden können. Die Synergiepotenziale werden 2015 zu weiteren neuen Produkten führen.
Tochtergesellschaft Psiber Data GmbH
Durch die vollständige Übernahme von Psiber Data schloss Softing die strategische Lücke bei mobilen Geräten zur Diagnose von Ethernet-Netzwerken und trat in den ebenfalls stark wachsenden, aber technisch anspruchsvollen Markt zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen ein.
Mit der neuesten Gerätegeneration ist Psiber in diesem Markt Technologieführer und kann als einziger Gerätehersteller Kabel bis hin zur CAT 8 Spezifikation messen. Dadurch wird speziell für Kunden im Bereich der Erstausrüstung von Netzwerken, Nachfrage geschaffen.
Tochtergesellschaft SoftingROM
Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Klausenburg in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung
Wir sehen die Chancen auf einer mittleren Stufe.
4.2. Risikobericht
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern wie auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen beide Segmente.
Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.
Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.
Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.
Um die Risiken kategorisieren zu können, haben wir die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:
| a) | Kleine Risiken Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. |
| b) | Mittlere Risiken Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen. |
| c) | Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden. |
| d) | Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten. |
Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.
Im Berichtszeitraum haben wir auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.
Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.
Umfeldrisiken
Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Jährlich überprüfen wir, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit unseren Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Der Umsatz konnte 2014 im Vergleich zu 2013 nochmals erheblich verbessert werden. Trotz hoher Investitionen in Technologie und Märkte konnte das Ergebnisniveau gehalten werden. Hierzu hat auch wieder ein besonders starkes drittes und viertes Quartal beigetragen.
Trotzdem besteht grundsätzlich immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
In Teilen unseres Geschäfts, sowohl im Segment Industrial Automation als auch Automotive Electronics sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen. Wir investieren kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, indem wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch unseren restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennen wir drohende Insolvenzfälle schneller und können rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2014 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Sonstige Risiken
Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände oder der Informationssysteme als gering ein. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Der wirtschaftliche Erfolg der Softing-Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht.
Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb sind wir bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Unseren Mitarbeitern bieten wir neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildung. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Auch wenn bisher trotz Aufmerksamkeit seitens Controlling und Vorstand kein einziger Compliance-Fall bei Softing aufgetreten ist, nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellen wir sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und dies auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als geringes Risiko ein.
Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.
Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken erachten wir die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar. Auf Grund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.
4.3. Prognosebericht
2015: Tiefer Ölpreis und niedrige Zinsen treiben Konjunktur an
Laut dem „Weltkonjunkturbericht im Winter 2014“ des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) verstärkt sich allmählich die Dynamik der Weltwirtschaft. Vor allem die insgesamt weiterhin sehr expansive Geldpolitik und der gesunkene Ölpreis beleben die Wirtschaftsaktivität im privaten Sektor. Für die Vereinigten Staaten ist in den nächsten beiden Jahren mit Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von 3,2 bzw. 3,5% zu rechnen. (ifw, Weltkonjunktur im Winter, vom 17.12.2014)
Der Produktionsanstieg im Euroraum wird sich allmählich und in Raten von 1,2% (2015) und 1,5% (2016) beschleunigen. Die Inflation wird durch den Ölpreisrückgang stark gedämpft und somit werden auch die Schwellenländer von der stärkeren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren. Die Zunahme der Weltproduktion dürfte nach den Experten des IfW im Jahr 2015 mit voraussichtlich 3,7% höher ausfallen als 2014 mit 3,4%.
Für Deutschland prognostiziert das IfW eine Expansion der Konjunktur. Auch dank des Ölpreis-Tiefs zieht die deutsche Konjunktur nach einer leichten Schwächephase in den vergangenen Monaten wieder an. Insbesondere der private Konsum sorgt für Dynamik, wie das IfW in seiner neuesten Schätzung für 2015 prognostiziert. Nach und nach werden auch die Investitionen der Unternehmen die Konjunktur antreiben, da bei anziehender Nachfrage die Zinsen immer noch niedrig bleiben. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird demnach heuer um 1,7% zunehmen – verglichen mit 1,5% im vergangenen Jahr.
Für das laufende Jahr rechnet der VDMA für den deutschen Maschinenbau mit einem Wachstum in der Größenordnung von 2%. Die deutschen Maschinenlieferungen in die USA und nach China, den beiden größten Exportmärkten der Branche, befinden sich bereits auf Wachstumskurs, so die VDMA-Volkswirte. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband ZVEI mit einem Anstieg der preisbereinigten Elektroproduktion um 1,5%, der Branchenumsatz soll entsprechend auf knapp 174 Mrd. Euro steigen. Damit ist der Verband nur verhalten optimistisch. In den ersten elf Monaten 2014 erhöhte die Elektroindustrie ihren Umsatz um 2,6%, für das Gesamtjahr 2014 rechnet der ZVEI mit einem Plus um 4 Mrd. Euro auf 171 Mrd. Euro.
Die allgemeine Entwicklung in Deutschland wie auch im Euroraum zeigt für Softing Tendenzen auf, inwieweit sich die Investitionsbereitschaft verändern könnte. Dies wiederum hat Einfluss auf den Absatz der Produkte von Softing, weil diese meist Investitionen für Kunden darstellen, beziehungsweise in Investitionsgüter der Kunden integriert werden. Die positive Wirtschaftsentwicklung wirkt sich zumeist positiv auf den Geschäftsverlauf des Softing-Konzerns und damit auf die Geschäftsentwicklung der Softing AG aus.
Softingfür 2015 gut positioniert und technologisch hervorragend aufgestellt
Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial Automation relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.
Durch die Akquisitionen von OLDI und Trebing+Himstedt Industrial Communication hat sich das Portfolio-Spektrum weiter signifikant verbessert und das Technologie-Know-how vertieft. Softing Industrial Automation ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend, als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.
Im Jahr 2015 wird Industrial Automation das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u.a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei ein zentraler Schwerpunkt sein.
Bei Automotive Electronics stehen im kommenden Jahr die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, µ-Serie) sowie Softing TDX im Hauptfokus.
2015 plant das Segment Automotive Electronics mit der VCI Familie HSD die Einführung eines neuen preisgünstigen VCIs für Standard-Diagnoseanwendungen als Nachfolger des HS light II und HS+. Im ersten Quartal 2015 beginnt das Roll-out mit einem namhaften Automobil-Zulieferer für einen neuen Service-Tester auf Basis der HSD-Technologie, der weltweit zum Einsatz kommen wird.
Darüber hinaus ist geplant die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten, um unsere Kunden mit dem HSD VCI in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu begeistern.
Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der HSX VCI Produktfamilie werden in Zusammenarbeit mit zwei bestehenden OEMs und drei neuen Tier1-Lieferanten aktiv ausgebaut.
Das Segment Automotive Electronics weitet 2015 im Bereich Messtechnik seine Produktpalette weiter aus. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 der Softing AG
Unser erklärtes Ziel ist es, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz von Softing weltweit systematisch auszubauen.
Softing ist aufgrund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.
Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiter positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.
Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir aufgrund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,7 Mio. EUR aus, bedingt durch eine geringere Ergebniserwartung der Tochter Softing Automotive Electronics.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 des Softing-Konzerns
Basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich verbesserten Marktdurchdringung durch unsere erfolgreiche Akquisitionsstrategie sowie gezielter Produktentwicklung und dem vollen Jahreseffekt der OLDI Akquisition, welche sich im Geschäftsjahr 2015 volle 12 Monate auf das EBIT / EBITDA auswirken wird, geht Softing für das Gesamtjahr 2015 von einer moderaten Steigerung im Auftragseingang und im Umsatz aus.
In der Kooperation von bestehendem und durch die Zukäufe neu hinzugewonnenem Know-how sind 2015 umfangreiche Produktneuentwicklungen und Produktweiterentwicklungen geplant. Tendenziell werden die daraus folgenden Aufwendungen zur Reduktion des Risikos stärker als bisher direkt in die Kosten eingehen. Dem gegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zu Anfang des Jahres jedoch nicht abschließend bewertet werden kann und daher aus Vorsicht noch nicht in die Prognose für das Geschäftsjahr 2015 eingeflossen ist. Daher gehen wir trotz moderat steigender Umsätze zunächst einmal von einem EBIT/EBITDA in der Höhe des Jahres 2014 aus.
Bezogen auf die Segmente erwarten wir, dass das Segment Industrial Automation insbesondere auf Grund des Jahreseffekts der Übernahme von OLDI in Umsatz und EBIT / EBITDA deutlich zulegen wird. Im Segment Automotive Electronics werden 2015 wegen turnusmäßig auslaufender Produkte, bis zum Erreichen der vollen Wirksamkeit neuer Produkte, zunächst sinkende Umsätze und EBIT/ EBITDA erwartet. So wird das Jahr 2015 für Softing in erster Linie durch Produktinnovationen geprägt sein, die ab 2016 die Triebfeder für ein kräftiges organisches Wachstum bei signifikanter Verbesserung der Ertragsqualität bilden werden.
5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechungslegungsprozess
Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern
Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.
Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.
Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.
Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.
Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalfluss-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.
Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.
Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.
6. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht
| 1. | Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2014 betrug 6.959.438 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu. |
| 2. | Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. |
| 3. | Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet: |
| Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 26,69% (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. | |
| Davon sind 26,69% (1.504.720 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen: | |
| Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: |
| ― | Trier Familienstiftung |
| ― | Trier Asset Management GmbH |
| ― | Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG |
| 4. | Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. |
| 5. | Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können. |
| 6. | Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig. |
| 7. | Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.599.746 Aktien im Umlauf. |
| Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2012 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.221.256 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Von dieser Ermächtigung wurde 2014 Gebrauch gemacht. | |
| Auf Grund der von der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Aktiendividende, in Höhe von EUR 65.926,00 durchgeführt und am 6. Juni 2014 im Handelsregister eingetragen. | |
| Auf Grund der von der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine weitere Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Bareinlage, in Höhe von EUR 451.000,00 durchgeführt und am 8. Juli 2014 im Handelsregister eingetragen. | |
| Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2014 EUR 2.704.330,00. |
| 8. | Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht |
| Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2012 ermächtigt, bis zum 8. Mai 2017 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10% über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10% beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. | |
| Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2014 sind insgesamt 89.054 eigene Aktien im Bestand. |
| 9. | Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. |
| 10. | Mit dem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstandsvorsitzenden eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu. |
7. Grundzüge des Vergütungssystems der Organe
Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung der Aktienentwicklung der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf einen Dienstwagen. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.
Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2014 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.
Die Laufzeit des Vertrages des Vorstands ist bis 2016.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5% des Konzern-EBIT vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.
8. Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link http://investor.softing.com/de/corporate-governance/erklaerung-289-a-hgb auf unserer Homepage www.softing.com.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.
Haar, den 16. März 2015
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Bilanz
Aktiva
scroll
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 707,28 | 1.326,51 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.653,11 | 13.146,34 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.620.007,83 | 6.594.589,08 | ||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 15.711.922,53 | 150.000,00 | ||
| 33.331.930,36 | 6.744.589,08 | |||
| 33.347.290,75 | 6.759.061,93 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,00 | 3.303,36 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 13.542.431,33 | 7.280.478,62 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 22.999,61 | 13.565.430,94 | 93.729,86 | 7.377.511,84 |
| II. Wertpapiere | ||||
| Sonstige Wertpapiere | 0,00 | 833.172,00 | ||
| III. Flüssige Mittel | 5.661.718,59 | 10.683.784,36 | ||
| 19.227.149,53 | 18.894.468,20 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 39.335,82 | 36.081,59 | ||
| 52.613.776,10 | 25.689.611,72 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2014 EUR |
31.12.2013 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Ausgegebenes Kapital | ||||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 6.959.438,00 | 6.442.512,00 | ||
| 2. Nennbetrag eigener Anteile | -89.054,00 | -114.352,00 | ||
| 6.870.384,00 | 6.328.160,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 14.788.621,62 | 6.460.410,81 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| Andere Gewinnrücklagen | 1.168.385,17 | 1.130.211,15 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 7.258.059,34 | 5.243.870,37 | ||
| 30.085.450,13 | 19.162.652,33 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 619.327,96 | 662.735,09 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 1.218.040,00 | 393.676,43 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 472.570,95 | 726.275,34 | ||
| 2.309.938,91 | 1.782.686,86 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 10.629.629,62 | 0,00 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 45.205,28 | 52.408,51 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.709.891,95 | 3.480.949,78 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.805.488,54 | 1.182.752,43 | ||
| 20.190.215,39 | 4.716.110,72 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 28.171,67 | 28.161,81 | ||
| 52.613.776,10 | 25.689.611,72 |
Gewinn- und Verlustrechnung
scroll
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 3.115.434,48 | 3.360.146,71 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 121.899,18 | 37.175,97 | ||
| 3.237.333,66 | 3.397.322,68 | |||
| 3. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -181.361,98 | -127.016,26 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -2.368.507,19 | -2.776.412,18 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -171.311,69 | -2.539.818,88 | -131.156,59 | -2.907.568,77 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -8.293,27 | -7.442,56 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.426.132,78 | -1.158.628,90 | ||
| -918.273,25 | -803.333,81 | |||
| 7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 266.932,12 | 19.751,74 | ||
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 6.921.745,01 | 3.560.019,24 | ||
| 9. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen | -391.087,78 | 0,00 | ||
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 46.496,03 | 102.994,71 | ||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | -30.586,00 | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -221.962,01 | 6.622.123,37 | -86.879,03 | 3.565.300,66 |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.703.850,12 | 2.761.966,85 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.474.805,15 | -898.541,67 | ||
| 15. Jahresüberschuss | 4.229.044,97 | 1.863.425,18 | ||
| 16. Gewinnvortrag | 3.029.014,37 | 3.380.445,19 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 7.258.059,34 | 5.243.870,37 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB. Die Softing AG hat die Funktion einer strategischen konzernleitenden Management-Holding.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre und Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00) werden in einen jährlichen Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt. Die sonstigen Finanzanlagen in Form von Ausleihungen sind mit dem Nominalwert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet, im Bedarfsfall mit dem niedrigeren Zeitwert zum Bilanzstichtag.
Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Pensionsrückstellungen umfassen vertragliche Versorgungsansprüche ehemaliger und eines amtierenden Vorstands. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode).
Der Bewertung wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:
scroll
| 31.12.2014 % |
31.12.2013 % |
|
|---|---|---|
| Zinssatz | 4,58 | 4,88 |
| Gehaltsdynamik allgemein | 0,00 | 0,00 |
| Rententrend p.a. | 1,50 – 2,50 | 2,00 - 2,50 |
| Fluktuation | 0,00 | 0,00 |
| Biometrische Rechnungsgrundlagen | Richttafeln 2005 G/Prof. Dr. Heubeck |
Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet (TEUR 2.675; i. Vj. TEUR 2.558). Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.
Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einzahlungen, welche in den Folgeperioden zu Ertrag führen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,250 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Der Anteilsbesitzstellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital 31.12.2014 % |
Eigenkapital 31.12.2014 TEUR |
Ergebnis 2014 TEUR |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 3.633 | 0 1 |
| Softing Services GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 61 | 0 1 |
| Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 800 | 303 |
| Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 2.450 | 0 1 |
| Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich | 65 | -399 | -32 |
| Softing North America Holding Inc., Delaware/USA | 100 | 704 2 | -302 2 |
| Psiber Data GmbH Krailling/Deutschland | 100 | 848 | 228 |
| Psiber Data Pte. Ltd. Singapur | 46 | 780 2 | 276 2 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Softing Italia s.r.l. Boscone/Italien über Softing Industrial Automation GmbH | 100 | 724 | 93 |
| Softing Inc. Knoxville/USA vormals Softing North America Inc. über Softing North America Holding Inc. | 100 | -278 2 | -776 2 |
| Online Development Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. | 100 | 4.353 2 | 1.592 2 |
| Softing Messen und Testen GmbH Reutlingen/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 1.529 | 0 1 |
| Samtec automotive software & electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/ Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 906 | 0 1 |
| SoftingROM s.r.l. Cluj/Rumänien über Softing Services GmbH | 100 | 301 3 | 89 3 |
| Psiber Data Pte. Ltd. Singapur über Psiber Data GmbH | 54 | 780 2 | 276 2 |
1 nach Ergebnisabführung
2 in USD, Stichtagskurs 31.12.2014 = 1,21; Durchschnittskurs 2014 = 1,33
3 in RON, Stichtagskurs 31.12.2014 = 4,48; Durchschnittskurs 2014 = 4,44
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 3 |
| Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | 13.542 | 7.280 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 23 | 94 |
| 13.565 | 7.377 |
Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 622 | 931 |
| Cash-Pooling | 3.733 | 1.955 |
| Darlehen | 1.740 | 200 |
| Gewinnabführung | 6.921 | 3.560 |
| Steuerliche Organschaft | 526 | 314 |
| Sonstige Forderungen | 0 | 320 |
| 13.542 | 7.280 |
Latente Steuern
Aus der Anwendung des § 274 HGB ergaben sich zum 31. Dezember 2014 nur aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurden. Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2014 betragen insgesamt TEUR 188 (i. Vj. TEUR 167) und resultieren aus Pensionsrückstellungen (Steuersatz 28,075 %).
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 6.959.438 (i. Vj. TEUR 6.443) und ist eingeteilt in 6.959.438 (i. Vj. 6.442.512) auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 09. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Aktiendividende, in Höhe von EUR 65.926,00 durchgeführt und am 06. Juni 2014 im Handelsregister eingetragen.
Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 09. Mai 2012 erteilten Ermächtigung wurde eine weitere Erhöhung des Grundkapitals, im Zuge einer Bareinlage, in Höhe von EUR 451.000,00 durchgeführt und am 08. Juli 2014 im Handelsregister eingetragen.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 06. Mai 2018 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.221.256,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2013/I).
Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2014 EUR 2.704.330 (Vj. EUR 3.221.256)
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital wird um bis zu € 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw, Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil, Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht
Eigene Anteile
Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen vom 9. Mai 2008 und 26. Mai 2009 wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 insgesamt 532.602 eigene Aktien erworben. Im Jahr 2010 wurden 225.000 eigene Aktien, im Jahr 2013 193.250 Stück und im Jahr 2014 25.298 Stück verkauft. Der Bestand hat sich in 2014 wie folgt entwickelt:
scroll
| Datum | Stückzahl | Stückpreis EUR |
Verkaufspreis TEUR |
Betrag Grundkapital TEUR |
Anteil Grundkapital % |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 532.602 | 533 | 9,45 | ||
| 13.12.2010 | -225.000 | 2,36 | 531 | -225 | -3,99 |
| 31.12.2010 | 307.602 | 308 | 5,46 | ||
| 31.12.2011 | 307.602 | 308 | 5,46 | ||
| 31.12.2012 | 307.602 | 308 | 4,77 | ||
| 12.04.2013 | -193.250 | 6,78 | 1.310 | -193 | -3,00 |
| 31.12.2013 | 114.352 | 114 | 1,77 | ||
| 30.07.2014 | -25.298 | 17,93 | 454 | -25 | -0,36 |
| 31.12.2014 | 89.054 | 89 | 1,27 |
Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.
Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile offen von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage umfasst Zuzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen, die den Nennwert der zusätzlich ausgegebenen Aktien übersteigen. Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr 2014 von TEUR 6.460 um TEUR 8.328 auf TEUR 14.789 erhöht.
Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2014 um den Betrag von TEUR 38 aus dem Verkauf eigener Anteile erhöht.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 entwickelte sich wie folgt:
scroll
| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn 31. Dezember 2013 | 5.244 |
| Dividendenausschüttung | -2.215 |
| Jahresüberschuss 2014 | 4.229 |
| Bilanzgewinn 31. Dezember 2014 | 7.258 |
Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Barwert Pensionsverpflichtungen | 3.294 | 3.221 |
| Aktivwert Rückdeckungsversicherungen | -2.675 | -2.558 |
| 619 | 663 |
Die Rückdeckungsversicherungen wurden mit ihren Aktivwerten (beizulegender Zeitwert) angesetzt. Sie sind zu Gunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.
Steuerrückstellungen
Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.218 (i. Vj. TEUR 394) gebildet.
Sonstige Rückstellungen
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalansprüche | 137 | 312 |
| Urlaub, Überstunden | 70 | 59 |
| Jahresabschluss | 42 | 59 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 200 | 175 |
| Ausstehende Rechnungen u. a. | 24 | 122 |
| 473 | 726 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
scroll
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr TEUR |
zwei bis fünf Jahre TEUR |
über fünf Jahre TEUR |
bis ein Jahr TEUR |
ein bis fünf Jahre TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.671 | 7.391 | 1.568 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 45 | 0 | 0 | 52 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.710 | 0 | 0 | 3.481 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.405 | 1.400 | 0 | 1.183 | 0 |
| 9.831 | 8.791 | 1.568 | 4.716 | 0 |
Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 8.959 (Vj. TEUR 0), es besteht die Möglichkeit auch von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und einem maximalen Verschuldungsgrad. Im Geschäftsjahr hat die Softing beide Kriterien problemlos erfüllt und auch die langfristigen Planungen zeigen keine Verschlechterung der Financial Covenants.
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
scroll
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr TEUR |
ein bis fünf Jahre TEUR |
bis ein Jahr TEUR |
ein bis fünf Jahre TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 244 | 0 | 9 | 0 |
| Cash-Pooling | 4.515 | 0 | 3.436 | 0 |
| Darlehen | 400 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinnabführung | 391 | 0 | 0 | 0 |
| Steuerliche Organschaft | 108 | 0 | 30 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 52 | 0 | 5 | 0 |
| 5.710 | 0 | 3.481 | 0 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.173 (i. Vj. TEUR 1.181) sowie Vernindlichkeiten aus variablen Kaufpreisbestandteilen aus den Beteiligungserwerben in Höhe von TEUR 2.627 (i. Vj. TEUR 0)
Passive Rechnungsabgrenzung
Bei der passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 28) handelt es sich um die Leistung einer Lebensversicherung, die dem Folgejahr zuzuordnen ist.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Softing AG hat als Konzernholdinggesellschaft bedingt durch die Ausgliederung des operativen Geschäfts zum 1. Juli 2010 im Geschäftsjahr 2014 nur noch Umsatzerlöse aus Dienstleistungen für Konzerntöchter.
Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Laufende betriebliche Erträge | 41 | 14 |
| Erträge aus Währungskursdifferenzen | 71 | 23 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 10 | 0 |
| 122 | 37 |
Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf TEUR 10 (i. VJ. TEUR 0)
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 88 (i. Vj. TEUR 71).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen | 5 | 139 |
| Laufende betriebliche Aufwendungen | 1.421 | 1.020 |
| 1.426 | 1.159 |
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus verbundenen Unternehmen betragen TEUR 267 (i. Vj. TEUR 20).
Zinsen
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Erträge aus verbundenen Unternehmen | 22 | 21 |
| Sonstige Zinserträge | 24 | 82 |
| 46 | 103 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen | 47 | 84 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 175 | 3 |
| - davon mit verbundenen Unternehmen | 7 | 0 |
| 222 | 87 |
Erträge in Höhe von TEUR 106 (Vj. TEUR 74) aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von TEUR 153 (Vj. TEUR 158) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 47 (Vj. TEUR 84) ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 25 (i. VJ TEUR 0) enthalten.
V. Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2014 bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Haftungsverhältnisse
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen | 344 | 150 |
Auf Grund der aktuellen Bonität der Schuldner wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften gerechnet.
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt des Jahres 2014 waren ohne Vorstände 4 Angestellte (i. Vj. 4) beschäftigt.
Honorare des Abschlussprüfers
Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PwC im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 107 | 116 |
| Sonstige Leistungen | 27 | 27 |
| 134 | 143 |
Unternehmensverträge
Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit folgenden Gesellschaften:
| • | Softing Industrial Automation GmbH, Haar |
| • | Softing Automotive Electronics GmbH, Haar |
| • | Softing Services GmbH, Haar |
| • | Softing Messen und Testen GmbH, Reutlingen |
Vorstand
Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:
| Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender Herr Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg, Pfaffenhofen, Vorstand Finanzen und Personal ist zum 31. Juli 2014 aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen. |
Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 2.297 (Vj. TEUR 2.602). Davon entfallen etwa ein Drittel auf feste und zwei Drittel auf variable Bezüge. Weiterhin beinhalten die Bezüge des Vorstands eine Abfindungsregelung für einen ausgeschiedenen Vorstand. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge. Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 94) erfasst.
Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.
Mit dem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,61 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2014 Pensionsrückstellungenen in Höhe von TEUR 2.461(Vj. TEUR 2.530) gebildet. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 167 (Vj. TEUR 136).
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2014 die folgenden Herren an:
| Dr. Horst Schiessl, tätig als Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) Dr. Klaus Fuchs, tätig als freier Berater, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender) Andreas Kratzer, tätig als Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz |
Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:
| Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender) Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats) Dussmann Stiftung &Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats) Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender) |
Herr Dr. Fuchs bekleidete in 2014 zeitweise ein weiteres Aufsichtsratsmandat bei ELUMIX AG, Augsburg.
Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:
| Cresta Hotel Holding, Zug Schweiz (Verwaltungsrat) Accu Holding AG, Emmen Schweiz (Verwaltungsrat) 1C Commercial Real Estate AG, Zug Schweiz (Verwaltungsrat) RCT Hydraulic-Tooling AG, Klus Schweiz (Verwaltungsrat) SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs Schweiz (Verwaltungsrat) Lysys AG Baar Schweiz (Verwaltungsrat) Immoselect AG, Baar Schweiz (Verwaltungsrat) |
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 182 (Vj. TEUR 175) und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| Fix | Variabel | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) | 20 | 20 | 61 | 58 | 81 | 78 |
| Dr. Klaus Fuchs | 15 | 13 | 46 | 38 | 61 | 51 |
| Andreas Kratzer | 10 | 7 | 33 | 19 | 40 | 26 |
| Michael Wilhelm (stellv. Vorsitzender) | 0 | 5 | 0 | 15 | 0 | 20 |
Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Der Softing AG wurden in 2014 das Bestehen folgende Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Die Grandeur Peak Global Advisors, LLC, Salt Lake City, Utah, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.10.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 08.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 207690 Stimmrechten) betragen hat. 2,98% der Stimmrechte (das entspricht 207690 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Grandeur Peak Global Advisors, LLC, Salt Lake City, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 01.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,002% (das entspricht 208948 Stimmrechten) betragen hat. 3,002% der Stimmrechte (das entspricht 208948 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Grandeur Peak Global Advisors, LLC, Salt Lake City, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 08.07.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,9% (das entspricht 201790 Stimmrechten) betragen hat. 2,9% der Stimmrechte (das entspricht 201790 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
1. FIL Investments International, Hildenborough, United Kingdom, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 9. Juli 2014 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,45 % (240.000 Stimmrechte) beträgt.
Sämtliche vorgenannten Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Softing AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV
2. FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, United Kingdom, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 9. Juli 2014 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,45 % (240.000 Stimmrechte) beträgt.
Sämtliche vorgenannten Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Softing AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV
3. FIL Limited, Hamilton, Bermuda, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 9. Juli 2014 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,45 % (240.000 Stimmrechte) beträgt.
Sämtliche vorgenannten Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Softing AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV
4. Fidelity Funds SICAV, Luxembourg, Luxembourg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 9. Juli 2014 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,45 % (240.000 Stimmrechte) beträgt.
Die GrandEUR Peak Global Advisors, LLC, Salt Lake City, Utah, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28.02.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 24.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03% (das entspricht 194951 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 3,03 % (das entspricht 194951 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Erklärung nach § 161 AktG
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG im Dezember 2014 abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Haar, den 16. März 2015
Softing AG
Dr. Wolfgang Trier
Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2014
Die Hauptversammlung der Softing AG am 6. Mai 2015 hat beschlossen, vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von EUR 7.258.059,34
| a) | einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1.739.859,50 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und |
| b) | den verbleibenden Teilbetrag von EUR 5.518.199,84 auf neue Rechnung vorzutragen. |
Die Ausschüttung der Dividende erfolgt ab dem 7. Mai 2015.
Haar, im Mai 2015
Der Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens
scroll
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.156,82 | 549,00 | 0,00 | 4.705,82 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 30.429,75 | 8.936,81 | 10.265,41 | 29.101,15 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.594.589,08 | 11.025.421,75 | 3,00 | 17.620.007,83 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 150.000,00 | 15.561.922,53 | 0,00 | 15.711.922,53 |
| 6.744.589,08 | 26.587.344,28 | 3,00 | 33.331.930,36 | |
| 6.779.175,65 | 26.596.830,09 | 10.268,41 | 33.365.737,33 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen des Geschäftsjahres | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge | 31.12.2014 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.830,31 | 1.168,23 | 0,00 | 3.998,54 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.283,41 | 7.125,04 | 9.960,41 | 14.448,04 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 20.113,72 | 8.293,27 | 9.960,41 | 18.446,58 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 707,28 | 1.326,51 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.653,11 | 13.146,34 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.620.007,83 | 6.594.589,08 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 15.711.922,53 | 150.000,00 |
| 33.331.930,36 | 6.744.589,08 | |
| 33.347.290,75 | 6.759.061,93 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Softing AG, München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 16. März 2015
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer
ppa. Peter Breitbeck, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 16. März 2015 festgestellt.