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Softing AG Annual Report 2011

Apr 11, 2012

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Annual Report

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Geschäftsbericht

  • Umsatz auf 41,1 Mio. EUR gesteigert
  • EBIT von 4,25 Mio. EUR markiert neue Bestmarke
  • Starke Ausgangslage für das Jahr 2012

Kennzahlen Konzern

2011 2010 2009
Umsatzerlöse (Mio. EUR) 41,15 31,67 23,66
EBIT (Mio. EUR) 4,25 1,53 – 2,46
Konzernergebnis (Mio. EUR) 3,05 0,99 – 1,85
Langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) 9,47 9,98 10,60
Kurzfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) 21,49 16,27 10,95
Eigenkapital (Mio. EUR) 17,20 14,96 13,62
Zahlungsmittel/-äquivalente (Mio. EUR) 8,54 6,14 4,17
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 258 224 227
DVFA/SG-Ergebnis je Aktie (EUR) 0,58 0,19 – 0,33

Inhalt

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 2
Konzernlagebericht 4
Konzern-Jahresabschluss 23
Konzernanhang 29
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 71
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen 72
Bestätigungsvermerk 74
Bericht des Aufsichtsrats 75
Corporate Governance Bericht 78

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Liebe Aktionäre, Mitarbeiter, Partner und Freunde von Softing,

ich kann mich kurz fassen: 2011 haben wir die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. War schon 2010 für Softing ein sehr gutes Jahr, so konnten wir diesen Erfolg 2011 nochmals deutlich übertreffen. Der Umsatz ist auf eine Rekordhöhe von 41,1 Mio. EUR geklettert, das Ergebnis von 4,25 Mio. EUR ist das Beste seit Bestehen von Softing.

Der leicht abflauenden Wirtschaftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte zum Trotz konnten wir alle wesentlichen Kennzahlen wie Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Der Auftragseingang wuchs um 33%, der Umsatz kletterte um ganze 30% auf 41,1 Mio. EUR. Das EBIT verbesserte sich um 177% auf 4,25 Mio. EUR. Damit haben wir weit früher als erwartet unser Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge erreicht. Auch alle anderen Kennzahlen belegen den Erfolg von Softing. Die Übersichtstabelle im Umschlag zeigt die Zahlen im Detail. Als Ergebnis dieses Erfolgs werden Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung eine attraktive Dividende vorschlagen.

Der Erfolg basiert auf unserer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie der letzten Jahre. Wir sind kontinuierlich dabei, den Nutzen unserer Produkte für unsere Kunden durch gezielte Analyse und innovative Ansätze weiter zu erhöhen. Darüber hinaus erschließen wir systematisch neue Kundengruppen.

Für die kommenden Jahre sehen wir uns gut gerüstet. Das sollten wir auch sein. Denn die wirtschaftliche Lage wird nicht einfacher werden. Von einer globalen Rezession zu sprechen wäre sicher zu drastisch, auch wenn sich viele Länder im Euro-Raum gegenwärtig in einer Rezession befinden und die Südländer den Weg aus der Schuldenkrise bei weitem noch nicht ausreichend aufgezeigt haben. In den Schwellenländern ist glücklicherweise ein immer noch anhaltender Aufwärtstrend zu beobachten. Auch die US-Wirtschaft zeigt erste Zeichen einer Erholung. Davon profitiert Softing mit seiner internationalen Ausrichtung und seinen Stärken in der Prozessindustrie.

Grundvoraussetzung ist jedoch, dass es nicht wieder zu einer Verschärfung der Staatsschuldenkrise kommt. Ansonsten droht ein schwerer Vertrauensverlust, der in der Realwirtschaft tiefe Spuren hinterlassen würde. Um dies zu verhindern, bedarf es eines beherzten Handelns der Politik, wenngleich man derzeit eher mit einer Mischung aus Ohnmacht und Ärger zusehen muss, wie die von uns in Deutschland erwirtschafteten Werte über EZB und Politik geradewegs in die Krisenstaaten gepumpt werden. Für die Entscheidungen der EZB haftet Deutschland am höchsten, hat aber faktisch keine relevante Präsenz mehr in den Entscheidungsgremien. Schlimmer noch ist, dass man die Krisenländer kurzfristig mit der Wegnahme des Leidensdrucks des einzig denkbaren Mittels zur innenpolitischen Durchsetzung überfälliger Korrektur beraubt. Die Kernprobleme drohen so weiter ungelöst zu bleiben.

Softing ist aufgrund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt. Wir sind damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen. Wir erwarten so auch für das Jahr 2012 weiter steigende Umsätze und Erträge für beide Segmente Automotive Electronics und Industrial Automation. Die im Jahr 2011 erfolgte Übernahme der samtec automotive software & electronics GmbH zeigt, dass wir unseren Weg systematisch in einer Kombination aus organischem und nicht-organischem Wachstum gehen.

Die gesunde Eigenkapitalbasis von Softing stellt einen unverändert hohen Wettbewerbsvorteil dar. Auch die gerade mit großem Erfolg durchgeführte Kapitalerhöhung ermöglicht uns 2012 die konkrete Wahrnehmung von Chancen für ein nicht-organisches Wachstum und die Verdrängung von Wettbewerbern durch den unverminderten Ausbau unseres Produktportfolios. Neben dem Dank an unsere Aktionäre für den gerade erst durch die große Überzeichnung der Kapitalerhöhung ausgesprochenen Vertrauensbeweis gilt mein besonderer Dank auch dieses Jahr unseren Mitarbeitern, die durch ihren Einsatz diese Ergebnisse ermöglicht haben.

Für 2012 haben wir zur weiteren Entwicklung folgende Kernziele definiert:

  • Ausbau des Umsatzes auf mehr als 45 Mio. Euro bei mehr als 4 Mio. Euro EBIT
  • Erneute Identifikation und Umsetzung von Chancen zum nicht-organischen Wachstum, national wie international
  • Ausbau des Aktienkurses durch den Geschäftserfolg und in Fortsetzung einer attraktiven Dividendenrendite zu Zeiten niedriger Zinsen.

Die Ziele sind ehrgeizig, aber von Samuel Goldwyn ist der Ausspruch bekannt: "The harder I work, the luckier I get." Dieses Glück des Erfolgreichen nehmen wir für uns in Anspruch. Genau in dem Sinne geht Softing mit einer in diesem Jahr in Richtung von rund 300 Mitarbeitern wachsende Belegschaft die zu Recht weiter steigenden Erwartungen mit Mut, Freude und Entschlossenheit an.

Herzlichst

Dr. Wolfgang Trier Vorstandsvorsitzender

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Geschäftsmodell

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial Automation und Automotive Electronics international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardwareprototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial Automation ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Prozess- und Fertigungsindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern und bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und ihre funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit den Kernthemen Diagnose, Messen und Testen steht das Segment Automotive Electronics von Softing für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z.B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort.

Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service.

Automotive Electronics setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen Markt; Nordamerika gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus wurden im Jahr 2011 vor allem die asiatischen Märkte, etwa China, Japan und Korea erschlossen.

Rechtliche Konzernstruktur

vorher INAT GmbH

*** am 2. Januar 2012 umfirmiert in Softing Messen & Testen GmbH

Der Softing-Konzern besteht aus der

  • Softing AG mit Sitz in Haar bei München und folgenden Tochtergesellschaften:
  • Softing Industrial Automation GmbH mit Sitz in Haar bei München
  • Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bei München
  • Softing Services GmbH mit Sitz in Haar bei München
  • Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar bei München
  • Softing Industrial Networks GmbH mit Sitz in Nürnberg und Niederlassungen in Ratingen bei Düsseldorf und in Karlsruhe
  • hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, jetzige Softing Messen & Testen GmbH in Reutlingen
  • samtec automotive software & electronics GmbH mit Sitz in Filderstadt

  • Softing Italia s.r.l. mit Sitz in Boscone (Italien)

  • SoftingROM s.r.l. mit Sitz in Klausenburg (Rumänien)
  • Softing North America Inc. mit Sitz in Newburyport (USA)
  • Buxbaum Automation GmbH mit Sitz in Eisenstadt (Österreich)

Zur Darstellung der Segmente

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive Electronics und Industrial Automation aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf den Punkt "Segmentberichterstattung" im Konzernanhang.

Softing AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.

Softing Italia s.r.l und Softing North America, Inc.

Die Softing AG hat im Jahr 2009 die Tochter OEM Automazione s.r.l. mit Sitz in Cesano Boscone (Italien) zu 100 Prozent erworben, die jetzt unter dem Namen Softing Italia s.r.l. firmiert und organisatorisch als Tochter der Softing Industrial Automation GmbH angehängt ist. Ebenso ist die Vertriebsniederlassung Softing North America, Inc. (Softing North America) mit Sitz in Newburyport (MA) eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH. Sie bedient den nordamerikanischen Markt. Der Schwerpunkt der amerikanischen Tochter liegt im Segment Industrial Automation. Mit eigenen Entwicklungskapazitäten bietet Softing North America Projektleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. Im Jahr 2011 trugen auch diese beiden Gesellschaften positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Softing Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Prozess- als auch für die Fertigungsindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Industrial Networks GmbH

Von der früheren INAT GmbH, die seit dem 2. März 2011 unter dem Namen Softing Industrial Networks GmbH firmiert, wurden im Januar 2011 auch die restlichen 12,5 Prozent Gesellschaftsanteile durch die Softing AG übernommen. Die Softing Industrial Networks ist nun seit 31. Dezember 2011 Tochter der Softing Industrial Automation. Die Produkte der Softing Industrial Networks GmbH sind in der Industrieautomatisierung gut platziert. Ihr Schwerpunkt liegt auf Produkten für die industrielle Kommunikation, auf OPC-Software und Netzwerkdiagnose in der Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Übernahme der zusätzlichen Gesellschaftsanteile der Softing Industrial Networks GmbH stärkt Softing weiter im Segment Industrial Automation. Gleichzeitig ergeben sich Synergien im Vertrieb beider Unternehmen. Im Jahr 2011 trug auch diese Gesellschafte positiv zum Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei.

Buxbaum Automation GmbH und Softing Italia s.r.l.

Durch die Vertriebsniederlassungen Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt und Softing Italia s.r.l. in Mailand können Kunden in Österreich und Italien direkt vor Ort betreut werden. Die verstärkte Vertriebspräsenz hat sich 2011 im Umsatz positiv bemerkbar gemacht.

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation.

Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hardware- und Software-Werkzeuge und -Lösungen von Softing.

hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, jetzige Softing Messen & Testen GmbH

Die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH wurde im Januar 2012 in die Softing Messen & Testen GmbH umfirmiert. Alle bisherigen Produkte und Dienstleistungen werden durch Softing weiter verfolgt und ausgebaut. Hinzu kommt der neue Bereich Messtechnik.

Seit über 20 Jahren ist Softing erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen von Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Klausenburg (Rumänien) fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. Sie ist mittlerweile auf über 30 Entwickler angewachsen. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben. Nicht zuletzt aus Wettbewerbsgründen stellt das Unternehmen ein strategisch wichtiges Mitglied in der Gruppe dar.

Softing Project Services GmbH

Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit klarem Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Gut ausgebildete Mitarbeiter arbeiten direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblichen Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

samtec automotive software & electronics GmbH

Die samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) ist seit über 25 Jahren als Spezialist für Fahrzeugdiagnose am Markt etabliert. samtec entwickelt Hard- und Software für die Kommunikation mit Fahrzeug-Steuergeräten auf allen relevanten Bus-Systemen. Nachdem Softing in früheren Geschäftsjahren bereits eine strategische Partnerschaft mit samtec eingegangen war, wurde samtec im Herbst 2011 zu 100 Prozent von der Softing AG übernommen. Die Familie der HS-Interfaces ergänzt das Portfolio der Diagnose-Interfaces von Softing. Erste Lösungen wie TestCUBE2 wurden bereits gemeinsam entwickelt.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Steuerung, Ziele und Strategie des Softing-Konzerns

Steuerung

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Umsatz und dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Forderungen werden üblicherweise durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen.

Ziele

Die Softing-Gruppe verfolgt das Ziel eines nachhaltigen profitablen Wachstums bei Umsatz und Gewinn. Dabei steht Profitabilität in der Priorität vor dem reinen Wachstum. Das langfristige und nachhaltige Ziel der Gesellschaft liegt bei einer Rendite vor Steuern und Zinsen von etwa 10 Prozent.

Strategie

Die strategischen Ziele des Softing-Konzerns für die nächsten 4 Jahre wurden vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand wird die operative Umsetzung der Strategie begleiten und laufend überwachen. Ein wesentliches Ziel ist der Ausbau der bestehenden Marktpositionen, indem vorhandene Kundenbeziehungen weiterentwickelt und konsequent neue Kunden gewonnen werden.

Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Weltkonjunktur 2011 geprägt von mehreren Schocks

Die Weltwirtschaft hatte im Jahr 2011 gleich mehrere Schocks zu verkraften. Im ersten Halbjahr war es vor allem die nachlassende Kaufkraft bei Haushalten und Unternehmen durch deutlich gestiegene Rohstoffpreise. In Folge der Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan kam es zu Störungen der internationalen Lieferketten, die wiederum zu einer Abschwächung der Weltkonjunktur beitrugen. Im zweiten Halbjahr eskalierte dann die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum, mit erheblichen Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten.

Die globale Wirtschaft wuchs insgesamt laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) nach dem sehr kräftigen Zuwachs von 5,1 Prozent im Jahr 2010 im abgelaufenen Jahr nur noch um 3,8 Prozent. Laut IfW betrug dabei das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 in der Eurozone 1,5 Prozent, in den USA 1,7 Prozent und in China 9,5 Prozent. Die konjunkturellen Risiken spiegelten sich an den Finanzmärkten wider. Die Aktienkurse gingen im Sommer weltweit auf Talfahrt, die Risikoprämien für Staatsanleihen von niedriger Bonität – nicht nur für Länder im Euroraum, sondern auch für Schwellenländer – zogen merklich an.

Die deutsche Wirtschaft hat ein gutes Jahr hinter sich

Höhere Investitionen, kräftige Exporte und kauffreudige Konsumenten verschafften der Bundesrepublik Deutschland das zweite Boomjahr in Folge. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt 2011 insgesamt um 3,0 Prozent. 2010 hatte es ein Plus von 3,7 Prozent gegeben. Erst zum Jahresende zeigte der weltweite Abschwung Bremswirkung auf die deutsche Wirtschaft. Im vierten Quartal schrumpfte das BIP erstmals seit der Finanzkrise wieder. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ging es von Oktober bis Dezember um etwa 0,25 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurück. Im dritten Quartal hatte es noch ein Wachstum von 0,5 Prozent gegeben.

Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung: Sie legten preisbereinigt mit 1,5 Prozent so stark zu wie zuletzt vor fünf Jahren. Der Außenhandel hatte zwar einen geringeren Anteil am BIP-Wachstum als die Binnennachfrage, zeigte sich aber weiterhin dynamisch: Deutschland exportierte 2011 preisbereinigt 8,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Durch den Aufschwung und die gleichzeitige Zurückhaltung bei den Staatsausgaben wurde das Staatsdefizit deutlich reduziert. Die Neuverschuldung lag 2011 bei 1 Prozent, womit die EU-Schuldengrenze erstmals seit drei Jahren wieder eingehalten wurde.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meldet für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ein Wachstum von über 14 Prozent für das Jahr 2011 und für elektrische Automation sogar 20 Prozent. Die Trendwende aus der Krise heraus hat sich für die elektrische Automation über 2010 hinaus nahezu ohne Unterbrechung bis Mitte 2011 fortgesetzt. Der Fachverband Robotik + Automation des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) prognostiziert für 2011 sogar einen Rekordumsatz von 10,3 Mrd. Euro. Damit wuchs die Branche um 37 Prozent gegenüber 2010. Alle drei Teilbranchen werden laut dem Fachverband das Jahr 2011 mit dem höchstem Umsatz aller Zeiten abschließen: Der Umsatz von Montage- und Handhabungstechnik soll 2011 6 Mrd. Euro überschreiten (plus 42 Prozent gegenüber 2010). Die Robotik wird der Prognose zufolge 2,7 Mrd. Euro (plus 38 Prozent) erreichen. Der Umsatz der Industriellen Bildverarbeitung soll 2011 um 20 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro steigen.

Laut ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems ist der deutsche Markt für elektronische Komponenten im Jahr 2011 um gut 7 Prozent auf ca. 18 Mrd. Euro gewachsen – hauptsächlich getrieben vom Automobilbau. In Europa stiegen 2011 die Umsätze für elektronische Komponenten auf US-Dollar Basis um knapp 6 Prozent auf über 66 Mrd. US-Dollar. Damit wurde das Vorkrisenniveau von 2007 wieder erreicht. Der Weltmarkt wuchs in diesem Zeitraum um gut 4 Prozent auf 475 Mrd. US- Dollar, so die Einschätzung der ZVEI-Marktexperten.

Die Ertragslage von Softing 2011: Rekord-EBIT von 4,25 Mio. EUR

Von der ausgesprochen stabilen und guten Konjunktur in Deutschland hat Softing 2011 deutlich profitiert. Nicht nur neu gewonnene Kunden, auch neue Produkte oder Produkte, die schon am Ende des Lebenszyklus stehen, haben für zusätzliche Umsatzsteigerungen gesorgt. Der Gesamtumsatz des Konzerns kletterte um 30 Prozent von 31,7 Mio. EUR auf 41,1 Mio. EUR.

Dieser Anstieg zeigte sich in beiden Segmenten. So stiegen die Umsätze in Industrial Automation um 14 Prozent von 20,2 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR und in Automotive Electronics sogar um 58 Prozent von 11,5 Mio. EUR auf 18,1 Mio. EUR. Softing konnte dabei von einer anziehenden Nachfrage bei Hard- und Software-Produkten profitieren. Im Segment Automotive Electronics war das Umsatzwachstum auch durch verstärkte Umsätze mit Produkten am Ende ihres Lebenszyklus bedingt.

Die sonstigen Erträge stiegen deutlich an. Dies lag zum einem an einer wieder aufgelebten Forderung in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie an höheren Erlösen aus geförderten Projekten.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 3,0 Mio. EUR, dies entspricht einer Steigerung um 33 Prozent. Maßgeblich hierfür ist der Anstieg der Umsatzerlöse um 30 Prozent. Trotz des steigenden Anteils der Produkterlöse an den Gesamterlösen konnte die Materialaufwandsquote aufgrund des höheren Softwareanteils nahezu konstant gehalten werden, die Umsätze mit Softwareerzeugnissen stellen unverändert den großen Umsatzanteil dar. Projekte weisen einen geringeren Wareneinsatz als Produktverkäufe auf. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) erhöhte sich nur geringfügig von 28,6 Prozent auf 29,3 Prozent.

Der Zuwendungen an Arbeitnehmer erhöhten sich um 3,3 Mio. EUR oder 20,8 Prozent. Hierfür gab es mehrere Gründe: Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Konzern ist im Geschäftsjahr von 224 um 15 Prozent auf 258 gestiegen. Neben den normalen Gehaltssteigerungen trugen auch die erfolgsabhängigen Vergütungen der Mitarbeiter wie auch des Vorstandes zum Anstieg bei. Diese sind wegen der verbesserten Ertragslage im Vergleich zu 2010 gestiegen.

Die Anderen Aufwendungen sind um 0,8 Mio. EUR gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch das weiter angestiegene Geschäftsvolumen bedingt.

Im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Gründe hat sich das EBIT sowie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 2,7 Mio. EUR von 1,5 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR erhöht.

Nach Abzug von Steuern und Zinsen verbleibt ein Konzernergebnis in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR). Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge handelt es sich bei den Steueraufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR im überwiegenden Maße um latente Steueraufwendungen, die künftig nur zu geringen Auszahlungen führen werden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital des Softing-Konzerns beläuft sich zum Jahresende 2011 auf 17,2 Mio. EUR (Vj. 15,0 Mio. EUR), ein Anstieg um 2,2 Mio. EUR oder 15 Prozent. Die Konzerneigenkapitalquote beträgt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme 56 Prozent (Vj. 57 Prozent).

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem die aktivierten eigenen Produktentwicklungen, latente Steueransprüche, Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte. Die langfristigen Vermögenswerte ergeben Ende 2011 einen Anteil von 30,8 Prozent der Bilanzsumme (Vj. 38,0 Prozent). Dem stehen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 63,1 Prozent (Vj. 71,3 Prozent) der Bilanzsumme gegenüber. Der Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von 4,7 Mio. Euro ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Zahlungsmittel um 3,0 Mio. EUR aufgrund des gestiegenen Ergebnisses bedingt.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende 7,3 Mio. EUR (Vj. 4,3 Mio. EUR). Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit stieg dank der guten Ertragslage um 87 Prozent von 3,4 Mio. EUR auf 6,3 Mio. EUR. Positiv wirkte sich hier das um 2,1 Mio. EUR höhere Konzernergebnis aus. Um schnell lieferfähig zu sein, haben sich aufgrund gestiegener Umsatzerlöse die Vorräte um 1,6 Mio. EUR erhöht. Dies wirkt sich negativ auf den operativen Cashflow aus. Die Forderungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen durch die gestiegenen Umsatzerlöse angewachsen. Die Nettoposition stieg um 0,4 Mio. EUR, was zu einem Abfluss an Zahlungsmitteln führte.

Der Mittelabfluss aus der langfristigen Investitionstätigkeit blieb mit 3,3 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die Aktivierung von eigenen Produktentwicklungen ist hierbei um 0,5 Mio. Euro zurückgegangen. Dies ist dadurch bedingt, dass eigene Produktentwicklungen verstärkt im Rahmen von konkreten Kundenprojekten realisiert wurden. Diese Aufwendungen führen nicht zu einer Aktivierung, sondern die entsprechenden Kosten gelangen sofort in den Aufwand. Gegenläufig wirken gestiegene Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung.

2012 haben wir unsere Büroräume in Haar bei München neu gestaltet. Hierbei wurde ein neues Kunden-Konferenzzentrum eingerichtet. Desweiteren haben wir intern die Büroräume so umgestaltet, dass die Zusammenarbeit der Mitarbeiter stärker gefördert wird.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Vermögens- Finanzlage weiterhin sehr solide darstellt und die Ertragslage sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter deutlich verbessert hat. Darüber hinaus gab es generell keine Ereignisse, insbesondere keine Risiken für die Gesellschaft, die von früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung wesentlich abgewichen wären.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing 2,3 Mio. EUR (Vj. 2,8 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Darüber hinaus wurden nicht aktivierungsfähige Ausgaben in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR) im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt.

Im Segment Industrial Automation wurden Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio. EUR) getätigt. Im Vordergrund standen Investitionen in Produkte mit kurz- und mittelfristigen Ertragspotenzialen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf funktionalen Erweiterungen und unterstützenden Werkzeugen für ausgewählte Produkte. Ausgewählte Beispiele werden nachfolgend dargestellt.

Beim PROFIBUS-Tester in der Version 4 handelt es sich um den Betrieb von Interface- und Messelektronik ohne angeschlossenen Computer: Der Nutzer erhält so eine deutlich verbesserte Mobilität vor Ort. Dieses Produkt wurde um die Funktionalität einer Langzeit-Datenaufzeichnung erweitert. Damit kann nun die Ursache sporadisch auftretender Fehler in PROFIBUS-Netzen aufgespürt werden.

Die Familie der OPC Development Toolkits wurde um eine ".NET" Variante für OPC Unified Architecture (UA) erweitert. Darüber hinaus wurden neue Versionen der OPC Classic Toolkits und der OPC UA C++ Toolkits dem Markt präsentiert. Die OPC Easy Connect Suite erhielt mit "StoreAndForward", OPC2File und OPC Server2Server weitere hochfunktionale Komponenten für eine sicherere und effizientere OPC-Kommunikation.

Mit dem FIM-110-FF steht Endanwendern und Anlagenbauern in der Prozessindustrie eine komplette Lösung für die Anbindung modernster FOUNDATION Fieldbus-Geräte an existierende Modbus-Netze zur Verfügung. Im Kern dieses Produkts befindet sich Softings Modbus-auf-FOUNDATION Fieldbus- Gateway FG-110-FF. Hiermit eröffnet sich Softing ein Zugang in die Installationen eines großen internationalen Steuerungs- und Geräteherstellers.

Im Geschäftssegment Automotive Electronics wurden im Jahr 2011 0,8 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR) investiert und damit die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte gegenüber dem Vorjahr verstärkt. Um marktgerechte Entwicklungen voranzutreiben und bei einer guten wirtschaftlichen Lage die passenden Lösungen bereitzuhalten, hat Softing Investitionen in Produktentwicklungen in enger Abstimmung mit potenziellen Kunden getätigt.

Die 2009 begonnene Konzentration auf die Kernkompetenzen (Diagnose, Buskommunikation und Testen) wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Gerade die Projekte DTS-Monaco und DTS-COS wurden 2011 erfolgreich umgesetzt und die Vermarktung gestartet. DTS-COS – gleichsam das Betriebssystem für alle Diagnoseanwendungen – erfüllt in der neuesten Version die Anforderungen der ISO 22900/22901. Damit ergeben sich zukünftige Chancen bei allen großen Herstellern von PKWs und Nutzfahrzeugen.

Softing Automotive Electronics hat sein bisheriges Leistungsportfolio durch den Bereich Messtechnik weiter ergänzt. Hierzu ist Softing eine strategische Partnerschaft mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG eingegangen. Bei der neuen Softing Messtechnik (SMT) handelt es sich um mobile und stationäre Messsysteme mit modularem Aufbau, verbunden durch einen seriellen Hochgeschwindigkeits-BUS. Ferner verfügt SMT über ein durchgängiges kalibrierbares Plug'n'Play-Konzept inklusive TEDS (Transducer Electronic Data Sheet).

Porsche unterstützt Softing im Zuge der strategischen Partnerschaft bei der Weiterentwicklung der unter höchsten Anforderungen erprobten Messtechnik. Softing übernimmt somit neben der gemeinsamen Weiterentwicklung auch den Produktions- und Vertriebspart im internationalen Markt. Die ersten Prototypen der neuen Softing Messtechnik SMT sind seit Oktober 2011 verfügbar. Der offizielle Verkaufsstart wird 2012 erfolgen.

Auch außerhalb des stärksten Marktsegments PKW wurden Lösungen realisiert, etwa für den Bereich der Nutzfahrzeuge. Hier sind insbesondere Test-Lösungen und End-of-Line-Prüfstände zu nennen. Wie bereits in den vergangenen Jahren fokussiert sich Automotive Electronics auf den Diagnosestandard ODX (Open Diagnostic Data Exchange). In diesem Umfeld bietet Softing die gesamte Produktpalette an, vom ODX-Editor DTS-Venice über das Testwerkzeug DTS-Monaco mit dem D-Server DTS-COS bis hin zu Testautomatisierungslösungen mit den Testwerkzeugen TestCASE und TestCUBE.

Softing-Mitarbeiter arbeiten in zahlreichen Standardisierungsgremien mit und treiben dort die Entwicklung aktiv voran. Durch die Umsetzung des ODX 2.2 Standards (ISO 22901) in den ersten Produkten hat sich die wichtige Gremienarbeit der letzten Jahre bezahlt gemacht. Dies garantiert den Softing-Kunden zum einen die Absicherung der getätigten Investitionen und zum anderen die Sicherheit, dass Softing auf Standards setzt und somit eine flexible Anbindung von Drittlösungen möglich macht.

Die gute Position im Segment der Fahrzeug-Interfaces zur Kommunikation mit der Fahrzeugelektronik oder mit einzelnen Steuergeräten wurde 2011 durch die Übernahme der samtec automotive software & electronics GmbH verstärkt. Die Familie der HS-Interfaces ergänzt das Portfolio der Diagnose-Interfaces von Softing, erste Lösungen wie TestCUBE2 wurden bereits gemeinsam entwickelt. Innovative Hard- und Softwarelösungen, die sich zur Zeit noch in Entwicklung befinden, werden zu einer weiteren Erhöhung des Kundennutzens beitragen.

Die 2007 mit dem SPICE-Projekt (SPICE = Software Process Improvement and Capability Determination) aufgesetzte Qualitätsinitiative wurde 2011 fortgeführt und hat zu einer weiteren Verbesserung der Entwicklungsprozesse und des Qualitätsniveaus beigetragen. Innovative Methoden im Bereich des Software-Engineering und der Software-Qualitätssicherung werden auch weiterhin eine besondere Bedeutung einnehmen.

Durch die Konzentration auf Kernkompetenzen konnte auch 2011 das Profil von Softing weiter geschärft werden. So wurde der Markt durch Partnerschaften erschlossen, in denen gezielt das Leistungsportfolio von Softing mit den Leistungen der jeweiligen Partner kombiniert bzw. erweitert wurde. Hier kann direkt auf die Erweiterung des Portfolios um das Produkt CanEasy von der Schleißheimer GmbH hingewiesen werden. CanEasy ist eine windows-basierte, automatisch konfigurierte Simulations-, Analyse- und Testumgebung, die alle Anwendungsfälle in der Steuergeräteentwicklung hervorragend unterstützt: Komplexe Bus-Systeme simulieren, Kommunikation vielfältig analysieren - und das bei von Anfang an hoher Produktivität durch die Automatisierung bei gleichzeitig enormer Flexibilität.

Auch für Softing gilt: Die gute Konjunktur der Jahre 2010 und 2011 hat gerade im Segment Automotive Electronics das Geschäft erfolgreich stabilisiert und die Grundlage für den Ausbau 2011 gelegt. Rückblickend gesehen hat die Konzentration auf die heute verfolgten Geschäfte wesentlich dazu beigetragen, wichtige Projekte bei führenden Unternehmen zu gewinnen. Dies belegt, dass sich Softing gerade im Diagnosebereich in der Gruppe der Marktführer weiter etabliert hat. Durch technologische Kooperationen, die Mitwirkung in wichtigen Standardisierungsgremien und die Beteiligung an innovativen Forschungsprojekten stellt der Softing-Konzern seine technologische Marktführerschaft auch weiterhin sicher. Der Softing-Konzern wird im Jahr 2012 in die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte in ungefähr gleicher Höhe wie 2010 investieren.

Mitarbeiter

Der Softing-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2011 insgesamt 293 festangestellte Mitarbeiter (Vj. 233). Davon waren 182 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung tätig (Vj. 143), 60 in Marketing und Vertrieb (Vj. 60).

2011 hat Softing wie immer in die Ausbildung der Mitarbeiter investiert. Neben der Stärkung von Vertriebskompetenzen lag das Augenmerk vor allem auf dem Ausbau der Führungskompetenzen von Mitarbeitern. Zur Sicherung der Qualität von Entwicklungsprozessen wird jährlich ein externes Audit zur ISO-Zertifizierung durchgeführt. Softing hat auch dieses Audit mit Erfolg bestanden.

Durch gezielte Werbemaßnahmen konnte im letzten Jahr der Bekanntheitsgrad von Softing auch bei der Gruppe der Studenten deutlich gesteigert werden. Dies stellt gerade für das neu belebte Resident-Engineering-Geschäft einen wichtigen Pfeiler dar. So konnte 2011 das Geschäft weiter ausgebaut werden. Eine der großen Herausforderungen besteht in der Akquise neuer Mitarbeiter mit einem entsprechenden Qualifikationsprofil.

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Softing AG – Positionierung der Geschäftssegmente

Die Softing-Gruppe umfasst neben den vier Kerngesellschaften am Standort Haar sieben Tochterunternehmen. Nachdem Softing bereits eine strategische Partnerschaft mit samtec automotive software & electronics GmbH eingegangen war, wurde samtec im Herbst 2011 zu 100 Prozent von der Softing AG übernommen. Von der früheren INAT GmbH, die seit dem 2. März 2011 unter dem Namen Softing Industrial Networks GmbH firmiert, wurden im Januar 2011 auch die restlichen 12,5 Prozent Gesellschaftsanteile durch die Softing AG erworben. Softing Industrial Networks ist nun organisatorisch Tochter von Softing Industrial Automation. Durch die neue Struktur erfolgt eine klare Zuordnung der Töchter, wodurch weiteres Wachstum einfacher generiert werden kann.

Weitere Fokussierung bei Automotive Electronics

Die bereits 2009 begonnene Konzentration auf die Kernkompetenzen Datenkommunikation, Diagnose und Testsysteme wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt und um die Kernkompetenz Messen erweitert. Die damit erzielte Steigerung der Produktivität bietet zusammen mit den unverändert fortgeführten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung eine gute Basis für eine weitere wirtschaftliche Ergebnisverbesserung. Zudem konnten Ende 2011 mehrere strategisch relevante Abschlüsse getätigt werden. Damit hat sich das Geschäftssegment bei Schlüsselkunden langfristig verankert. Darüber hinaus hat Softing Automotive Electronics sein bisheriges Leistungsportfolio durch den Bereich Messtechnik ergänzt.

Produktpalette im Segment Industrial Automation

Softing hat im Segment Industrial Automation in den vergangenen Jahren mehrere organisatorische und operative Weichenstellungen vorgenommen, darunter die Neuausrichtung hin zu noch mehr Marktorientierung: Weg von Produkten mit rein technisch ausgerichteten Lösungen hin zu Produkten mit strategisch marktorientierten Komponenten mit unmittelbarem Kundennutzen. Diese Ausrichtung soll 2012 weiter verfolgt werden. 2011 stand die weitere Überarbeitung des Portfolios mit Fokussierung auf die Kernmärkte (Fertigungsautomatisierung und Prozessautomatisierung) und die Harmonisierung der Produkte über die einzelnen Technologien im Vordergrund der Investitionen. Die Resonanz am Markt für diese Softing-Lösungen ist ausgezeichnet. Softing rechnet auch deshalb mit weiterem Umsatzwachstum in diesem Bereich.

Neue Technologien

Softing setzt mit der Weiterentwicklung von Wireless-Technologien sowie mit der Entwicklung von Kommunikationsgeräten für extreme Anwendungsfälle den Ausbau neuer Technologien fort. 2011 wurde die Entwicklung eines komplexen Kommunikationssystems für die Öl- und Gas-Industrie begonnen. Besonderheiten des Systems sind die Zertifizierung für den Einsatz in stark explosionsgefährdeten Einsatzorten sowie ein neues Zeitverhalten, das für den Nutzer völlig neue Anwendungen erschließt. Erste Lieferungen des Systems sind für 2012 geplant.

Softing Industrial Networks GmbH

Im April 2008 hat Softing durch den Erwerb der Mehrheit an der Nürnberger INAT GmbH die strategischen Kernelemente des Segments Industrial Automation an mehreren Stellen gezielt verstärkt. Mittlerweile wurden sämtliche Geschäftsanteile an INAT erworben. Im März des Jahres 2011 wurde die INAT GmbH in die Softing Industrial Networks GmbH umfirmiert. Softing Industrial Networks ist in der Industrieautomatisierung mit Fokus auf die Fertigungs- und Prozessindustrie tätig. Das Unternehmen bietet ein attraktives Produktportfolio mit OPC-Software, Produkten zur Ethernet- Netzwerkdiagnose sowie zur Leistungssteigerung von Industriesteuerungen.

Tochtergesellschaft SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, d.h. dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da es vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung. Für 2012 wird eine deutliche Ausweitung der Belegschaft erwartet. Die rumänische Tochter wird damit zu einem wichtigen Standbein von Softing heranwachsen.

Tochtergesellschaft Softing North America, Inc.

Softing North America hat 2011 ein deutlich positives Ergebnis abgeliefert. Das Produktgeschäft ist mittlerweile im US-Markt etabliert. Wir sehen für 2012 besondere Chancen zur Umsatzsteigerung. Neue Produkte werden diese Entwicklung mittel- und langfristig unterstützen. Die Chancen stehen gut, durch geschickte Allianzen und eine passende Produktpolitik Marktanteile von Wettbewerbern hinzuzugewinnen.

Risikomanagement und einzelne Risiken

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum haben wir auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Geschäftsrisiken

Umsatz und Ertrag konnten 2011 im Vergleich zu 2010 nochmals erheblich verbessert werden. Insbesondere im vierten Quartal war die Steigerung überdurchschnittlich.

Trotzdem besteht allgemein das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell Nachfrageänderungen anpassen zu können.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten.

Operative Risiken

In Teilen unseres Geschäfts sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen. Wir investieren kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern.

Schadenrisiken

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt.

Kreditrisiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch unseren restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennen wir drohende Insolvenzfälle schneller und können rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2011 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Wechselkursrisiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Im Berichtszeitraum haben wir die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit unserer Tochtergesellschaft in den USA größtenteils abgesichert. Softing hat im Geschäftsjahr 2011 unterjährig die erwarteten Zahlungsströme von Softing North America und SoftingROM mit Hilfe klassischer Devisentermingeschäfte abgesichert.

Lieferantenrisiken

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, indem wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen.

Risiken bezüglich des Bestandes der IT-Infrastruktur

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Wir sind diesen Risiken durch eine systematische Risikoanalyse im Jahr 2010 begegnet, aus der eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen, die vor allem die kurzfristige Wiederherstellung aller Datenbestände beinhaltet, abgeleitet und umgesetzt wurde. Darüber hinaus wurden IT- Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände oder der Informationssysteme als gering ein.

Personalrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Softing-Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb sind wir bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Unseren Mitarbeitern bieten wir neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildung. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann.

Compliance

In 2011 wurde eine breit angelegte Analyse denkbarer Compliance Risiken durchgeführt. Derzeit werden die identifizierten Risiken aus Sicht von Softing bewertet. Auch wenn keinerlei Compliance- relevante Vorkommnisse vorlagen, folgt Softing mit diesem Schritt der zunehmenden Sensibilität zu diesem Thema.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Risikoanalyse und Risikobewertung

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Aus der Umfirmierung von hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH ging im Januar 2012 die Softing Messen & Testen GmbH hervor. Zum bisherigen Produktportfolio ist der Bereich Messtechnik neu hinzugekommen.

Der Vorstand der Softing AG hat am 5. März 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 5.637.198,00 um bis zu EUR 805.314,00 auf bis zu EUR 6.442.512,00 durch Ausgabe von bis zu 805.314 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 gegen Bareinlagen zum

Bezugspreis von EUR 4,40 zu erhöhen. Den Aktionären wird das gesetzliche Bezugsrecht gewährt. Das Bezugsverhältnis beträgt 7:1. Von den Aktionären nicht bezogene Aktien werden ausschließlich wieder Aktionären der Gesellschaft zum Bezug angeboten (Mehrbezug). Ein Bezugsrechtshandel wird nicht angeboten. Die Bezugsfrist beträgt zwei Wochen.

Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Konjunkturforscher erwarten unterschiedliche Wachstumsraten

Von einer globalen Rezession zu sprechen wäre sicher zu drastisch, auch wenn sich einzelne Länder im Euro-Raum gegenwärtig in einer Rezession befinden. Denn in den Schwellenländern ist nach wie vor ein Aufwärtstrend zu beobachten und auch die US-Wirtschaft konnte zuletzt positiv überraschen, obwohl die Lage auf dem Arbeitsmarkt und im öffentlichen Sektor schwierig bleibt. Insgesamt wird die Weltwirtschaft nach der derzeitigen Wachstumspause im Verlauf von 2012 zu einer moderaten wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung zurückfinden. Der Euro-Raum dürfte um bescheidene 0,6 Prozent wachsen, nach 1,5 Prozent im Jahr 2011. Die deutsche Wirtschaft wird dank der robusten Binnennachfrage, des stabilen Arbeitsmarkts und des vergleichsweise geringen Konsolidierungsbedarfs bei den Staatsfinanzen wohl auch 2012 mit einem Plus von einem Prozent stärker als der EU- Durchschnitt wachsen, nach einem deutlichen Anstieg um drei Prozent im Jahr 2011.

Grundvoraussetzung ist jedoch, dass es zu keiner weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise kommt. Ansonsten droht ein schwerer Vertrauensverlust, der in der Realwirtschaft tiefe Spuren hinterlassen würde. Um dies zu verhindern, bedarf es eines beherzten Handelns der Politik. Elementar ist ein breiter politischer Konsens zur Sanierung der Staatsfinanzen in den hochverschuldeten Ländern der europäischen Währungsunion.

Laut IfW soll das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2012 in der Eurozone -0,1 Prozent, in den USA 1,9 Prozent und in China 8,0 Prozent betragen. Zuverlässige Konjunkturprognosen sind angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen – sprich der Euro- Schuldenkrise – derzeit kaum möglich. Dennoch gehen Maschinenbau und Elektroindustrie nach einem wachstumsstarken Jahr 2011 durchaus optimistisch ins Jahr 2012. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer blicken vorsichtiger als zuletzt nach vorne, setzen aber weiterhin auf Wachstum. Thomas Lindner, Präsident des Branchenverbandes VDMA, rechnet mit einem Produktionswachstum für 2012 von 4 Prozent, ergänzt aber, dass Korrekturen der Prognose nicht ausgeschlossen seien. Die deutsche Autoindustrie hat 2011 mehr Autos hergestellt und exportiert als jemals zuvor. Der VDA rechnet mit einem Wachstum des Weltautomobilmarktes um ebenfalls etwa 4 Prozent.

Softing für 2012 technologisch hervorragend aufgestellt

Mit seinen Produkten für die industrielle Kommunikation und Datenintegration hat sich das Softing-Segment Industrial Automation als verlässlicher und kompetenter Partner etabliert. Basierend auf einer breiten, technologieübergreifenden Expertise entwickelt Softing Hard- und Softwareprodukte für die Anbindung, Vernetzung und Diagnose von Geräten und Systemen in Industrial Ethernet- und Feldbusarchitekturen.

Die Bereitschaft, in leistungsfähige Kommunikationslösungen zu investieren, ist industrie- und branchenübergreifend unverändert hoch. Mit seinem Angebot, das die etablierten Feldbusse als auch die bedeutenden, modernen Industrial Ethernet- und Wireless-Technologien für die Fabrik- und die Prozessautomation abdeckt, ist Softing Industrial Automation hervorragend aufgestellt, um an diesem ungebrochenen Wachstum weiterhin zu partizipieren.

Durch aktive Gremienarbeit in den relevanten Technologieorganisationen werden Spezifikationserweiterungen früh identifiziert, so dass die erforderlichen Investitionsentscheidungen rechtzeitig getroffen werden können.

2011 hat Softing auf der Geräteseite das Angebot für die Integration von WirelessHART vervollständigt. Systemseitig wurde die Produktpalette für FPGA-basierte Plattformen um den PROFIBUS-Master erweitert. Die Marktführerschaft im Bereich mobile PROFIBUS-Diagnose wurde weiter ausgebaut. Softing Industrial Automation wird die eigene Marktposition im Bereich Netz-Diagnose technologieübergreifend gezielt weiterentwickeln.

Das Segment Automotive Electronics blickt ebenfalls zuversichtlich in das Jahr 2012. Die Umsetzung wichtiger Kundenprojekte, der Ausbau des Resident-Geschäfts und die Entwicklung neuer sowie die Erweiterung bestehender Produkte werden das Geschäftsjahr prägen. Softing Automotive Electronics ist mit seiner Kernkompetenz in den Arbeitsfeldern Datenkommunikation, Diagnose und Testsysteme sehr gut positioniert.

Die in den letzten Jahren erfolgte weltweite Standardisierung von ODX (ISO 22901) und die globale Harmonisierung des "Modular Vehicle Communication Interface" (ISO 22900) lassen in den folgenden Jahren nachhaltigen Rückfluss auf bereits getätigte und zukünftig fortgeführte Investitionen erwarten. Wichtige Projekte mit Großkunden befinden sich mittlerweile in der Vermarktungsphase. Auch im asiatischen Markt (besonders Süd-Korea, Indien und China) hat dieses Thema an Bedeutung gewonnen und wird konsequent von Softing weiter verfolgt.

Anfang 2012 wird DTS in der bereits achten Hauptversion veröffentlicht werden. Auch die neueste Version wird wieder aus dem ODX-Dateneditor DTS-Venice, dem Entwicklungstester DTS-Monaco und dem ASAM MCD-3D Server DTS-COS bestehen. Die Datenversorgung wird durch OTX erfolgen, CANdb-Daten können für die Restbus-Simulation und zum Messen in das System integriert werden.

Auch zukünftig wird sich die Softing Automotive Electronics GmbH an internationalen Arbeitsgremien für Datenkommunikation und Diagnose beteiligen, neue Ideen einbringen und von erarbeiteten zukunftsträchtigen Konzepten profitieren.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012

Aufgrund des weiterhin stabilen Konjunkturklimas, einer verstärkten Marktdurchdringung als auch auf Grundlage der Einschätzungen unserer Kunden geht Softing für das Gesamtjahr 2012 von einer weiteren Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. Dabei erwartet Softing für 2012 eine mehr als 10 prozentige Umsatzsteigerung und ein EBIT auf aktuellem Niveau in Höhe von ca. 4 Mio. EUR. Das Wachstumsziel im Umsatz wird für beide Segmente prognostiziert. Für 2013 gehen wir von einem anhaltenden Umsatzwachstum und einem steigenden EBIT aus.

Unsere erklärte Strategie ist es, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz von Softing weltweit systematisch auszubauen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2012 erwarten wir auch beim Thema des nicht-organischen Wachstums neue Chancen. Dabei wird Softing seine Aktionärsstruktur, seine Unabhängigkeit und seine solide Finanzposition gezielt einsetzen.

Softing ist aufgrund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Natürlich ist die weitere Entwicklung von Softing im Wesentlichen von einer weiterhin positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

  1. Das Grundkapital der Softing AG betrug im Jahr 2011 5.637.198 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

  2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 Prozent (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 26,69 Prozent (1.504.720 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten:

  • Trier Familienstiftung
  • Trier Asset Management GmbH
  • Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

  • Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.

  • Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

  • Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl.

Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

  1. Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2010 ermächtigt, bis zum 30. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.799.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Barund/oder Sacheinlage zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2010 ermächtigt, bis zum 30. Mai 2015 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10 Prozent über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben. Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-

Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 Prozent beschränkt. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2011 sind insgesamt 307.602 eigene Aktien im Bestand.

  1. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

  2. Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstandsvorsitzenden eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Grundzüge des Vergütungssystems der Organe

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftssegmente des abgelaufenen Geschäftsjahres und persönlichen Bemessungsfaktoren. Ebenso ist die Entwicklung der Marktkapitalisierung der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf einen Dienstwagen. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 Prozent des Konzern-EBITs vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal EUR 200.000 je Geschäftsjahr begrenzt.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen

Überwachungssystem. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z.B. "Vier-Augen-Prinzip") sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet eine prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein "Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken" gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt "Risikomanagement und einzelne Risiken" enthalten.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Das von der Softing AG selbst entwickelte Konsolidierungssystem basiert auf einem Datenbanksystem von Microsoft und wird bereits langjährig zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG eingesetzt Durch den Konzernabschlussprüfer der Softing AG werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen dem Berichtssystem und dem Konsolidierungssystem sowie die Überleitungen geprüft. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und

Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z.B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalfluss-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

Haar, den 19. März 2012

Softing AG Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

A k t i v a

Anhang 31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder Firmenwert
C1 2.438.951,51 2.438.951,51
2.
Entwicklungskosten
C2 3.569.823,74 3.665.725,31
Sonstige immaterielle
3.
Vermögenswerte
C3 726.858,78 6.735.634,03 966.607,10 7.071.283,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung C4 1.125.472,90 611.257,57
III. Sonstige finanzielle Forderungen C9 875.000,00 875.000,00
IV. Latente Steueransprüche D9 730.034,31
9.466.141,24
1.425.622,31
9.983.163,80
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte C6
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
575.295,02 484.707,40
2.
Fertige Erzeugnisse und Waren
3.067.022,46 3.642.317,48 1.548.059,56 2.032.766,96
Forderungen aus Lieferungen
II. und
Leistungen
1.
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen C7 7.417.704,15 6.377.976,20
Forderungen aus
2.
kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen C8 877.054,76 8.294.758,91 422.810,76 6.800.786,96
III. Sonstige finanzielle Forderungen C9 338.855,47 997.886,53
IV. Steueransprüche C11 95.629,38 116.529,17
V. Kurzfristige Wertpapiere C12 1.241.780,00 1.864.780,00
VI. Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente C12 7.300.619,30 4.274.683,68
VII. Sonstige Vermögenswerte C10 571.609,54 185.217,00
21.485.570,08 16.272.650,30
30.951.711,32 26.255.814,10
Anhang 31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital C13 5.637.198,00 5.637.198,00
II. Kapitalrücklage C13 1.683.819,62 1.683.819,62
III. Gewinnrücklage C13 10.639.511,43 8.323.112,43
IV. Eigene Anteile C13 -771.735,29 -771.735,29
Anteil der Aktionäre der Softing AG 17.188.793,76 14.872.394,76
V. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter C13 10.114,51 90.323,73
17.198.908,27 14.962.718,49
B. Langfristige Schulden
1. Leistungen an Arbeitnehmer C14 1.021.966,66 1.146.033,65
2. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten C15 107.694,81 1.257.177,31
3. Latente Steuerschulden D9 1.189.591,62 1.355.210,53
2.319.253,09 3.758.421,49
C. Kurzfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen C16 281.009,00 113.014,00
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
C17 2.668.814,66 1.579.254,68
2.
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen C8 187.179,63 165.130,85
III. Sonstige Finanzschulden C18 1.655.577,49 392.400,43
IV. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten C19 5.295.811,10 4.667.726,60
V. Steuerschulden C20 430.953,00 50.000,00
VI. Sonstige Schulden C21 914.205,08 567.147,56
11.433.549,96 7.534.674,12

30.951.711,32 26.255.814,10

Konzerngewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Anhang 2011 2010
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse D1 41.147.914,34 31.673.830,92
2. Andere aktivierte Eigenleistungen D2 2.046.325,56 2.709.201,57
3. Sonstige Erträge D3 1.735.828,13 817.916,20
44.930.068,03 35.200.948,69
4. Materialaufwand D4
a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.217.653,97 -8.373.034,96
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
-854.741,01 -12.072.394,98 -679.368,37 -9.052.403,33
5. Zuwendungen an Arbeitnehmer D5
a)
Löhne und Gehälter
-16.125.503,72 -13.752.467,56
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung -3.288.428,16 -19.413.931,88 -2.325.067,06 -16.077.534,62
6. Abschreibungen und Wertminderungen auf
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen D6 -3.130.548,02 -3.313.453,65
7. Andere Aufwendungen D7 -6.066.185,50 -5.224.052,83
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.247.007,65 1.533.504,26
vor Steuern und Zinsen (EBIT)
9. Finanzerträge D8 254.788,49 108.579,80
10. Finanzierungsaufwendungen D8 -253.308,86 1.479,63 -288.191,14 -179.611,34
11. Ergebnis vor Steueraufwendungen (EBT) 4.248.487,28 1.353.892,92
12. Steueraufwand D9 -1.194.168,64 -368.117,21
13. Konzernergebnis 3.054.318,64 985.775,71
Aufteilung des Konzernergebnisses
Verluste, die den Anteilen nicht beherrschender
Gesellschafter zuzurechnen sind -13.014,39 -1.368,51
Gewinne, die den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuzurechnen sind 3.067.333,03 987.144,22
3.054.318,64 985.775,71

|--|

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Anhang 2011 2010
TEUR TEUR
Konzernergebnis 3.054 986
Unterschiede aus Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 6 -31
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste C14 -22 -146
Steuereffekt 1 17
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen gesamt -21 -129
Verluste aus der Bewertung von Wertpapieren
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste -14 -11
Sonstige Veränderungen 1 0
Sonstiges Ergebnis -28 -171
Verluste aus dem Verkauf eigener Anteile 0 -34
Konzern-Gesamtergebnis 3.026 781
Nicht beherrschende Anteile -13 -1
Anteil der Aktionäre der Softing AG 3.039 782
Konzern-Gesamtergebnis 3.026 781

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2011

Zur Veräußerung
Versicherungs-
verfügbare
mathematische
finanzielle
Gewinn-
Gewinne und
Währungs-
Vermögenswerte
rücklage
Verluste Gesamt umrechnung
Gesamt
Stück
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
31. Dezember 2009/1. Januar 2010
5.637.198
5.637
1.684
37
-217
-180
-73
7.795
7.722
-1.336
13.527
91
Veränderungen im Eigenkapital 2010
Konzernergebnis 2010
0
0
0
987
0
987
0
0
0
0
987
0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
0
0
0
0
-146
-146
0
0
0
0
-146
0
Steuereffekt
0
0
0
0
17
17
0
0
0
0
17
0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
0
0
0
0
0
0
0
-11
-11
0
-11
0
Vermögenswerte
Währungsumrechnung
0
0
0
0
0
0
-31
0
-31
0
-31
-1
Sonstiges Ergebnis
0
0
0
0
-129
-129
-31
-11
-42
0
-171
-1
0
0
0
987
-129
858
-31
-11
-42
0
816
-1
Gesamtergebnis
Verkauf eigener Anteile
0
0
0
-34
0
-34
0
0
0
564
530
0
0
0
0
953
-129
824
-31
-11
-42
564
1.346
-1
5.637.198
5.637
1.684
990
-346
644
-104
7.784
7.680
-772
14.873
90
31. Dezember 2010
Veränderungen im Eigenkapital 2011
Konzernergebnis 2011
0
0
0
3.067
0
3.067
0
0
0
0
3.067
-13
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
0
0
0
0
-22
-22
0
0
0
0
-22
0
Steuereffekt
0
0
0
0
1
1
0
0
0
0
1
0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
0
0
0
0
0
0
0
-14
-14
0
-14
0
Vermögenswerte
Währungsumrechnung
0
0
0
0
1
1
6
0
6
0
7
0
Sonstiges Ergebnis
0
0
0
0
20
20
6
-14
-8
0
-28
0
Gesamtergebnis
0
0
0
3.067
-20
3.047
6
-14
-8
0
3.039
-13
Veränderung Anteile nicht beherrschender
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
-67
Gesellschafter
Dividendenzahlung
0
0
0
-620
0
-620
0
0
0
0
-620
0
Zuführung aus Veränderung Anteile
0
0
0
-103
0
-103
0
0
0
0
-103
0
nichtbeherrschender Gesellschafter
0
0
0
2.344
-20
2.324
6
-14
-8
0
2.316
-80
Namenlose
Stückaktien
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinnrücklage Sonstiges Ergebnis Eigene Anteile Anteile der
Aktionäre der
Softing AG
Anteile
nicht
beherr
schender
Gesell
schafter
Eigen
kapital
insgesamt
TEUR
13.618
987
-146
17
-11
-32
-172
815
530
1.345
14.963
3.054
-22
1
-14
7
-28
3.026
-67
-620
-103
2.236
31. Dezember 2011 5.637.198 5.637 1.684 3.334 -366 2.968 -98 7.770 7.672 -772 17.189 10 17.199

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011

2011 2010
TEUR TEUR
Konzernergebnis 3.054 986
Anpassungen
Zinserträge -255 -109
Zinsaufwendungen 253 288
Ertragsteuern 1.194 368
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.131 3.313
Währungsdifferenzen 0 -1
Veränderungen der Rückstellungen 168 13
Veränderung der Vorräte -788 192
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten -202 -3.450
Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten und sonstigen Schulden -188 2.052
Erhaltene Zinsen 255 109
Gezahlte Zinsen -135 -165
Gezahlte Ertragsteuern -178 -217
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 6.309 3.379
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 2 11
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -700 -243
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -2.406 -2.909
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich Flüssiger Mittel 2 0
Cash Flow aus langfristiger Investitionstätigkeit -3.102 -3.141
Einzahlungen (i. Vj. Auszahlungen) aus dem Verkauf (i. Vj. Erwerb)
von kurzfristigen Wertpapieren 609 -1.265
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -2.493 -4.406
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien 0 530
Auszahlungen aus Dividenden -620 0
Auszahlung an Unternehmenseigner und nichtbeherrschende Gesellschafter -170 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzdarlehen 0 1.200
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -790 1.730
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 3.026 703
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 4.275 3.572
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 7.301 4.275

Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer E3 verwiesen.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011

A. Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IASs). Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Konzerngewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2011 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 19. März 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. Gegenstand des Konzerns

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse "Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar" eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme, kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch Softing vertrieben werden.

3. Neue und geänderte Standards

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen Im Geschäftsjahr 2011 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder vor dem 1. Januar 2011 beginnen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) werden in der Form angewendet, wie sie im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Europäische Kommission in nationales Recht umgesetzt wurden. Von diesen Standards und Interpretationen wurden – soweit für die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens von Bedeutung – im Geschäftsjahr 2011 erstmals angewandt:

  • Improvements to IFRS 2010: Im Rahmen des annual improvement project wurden elf Amendments an sechs Standards und einer Interpretation vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz oder die Bewertung. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 27 (i.V.m. IAS 21, 28 und 31), IAS 34, IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7 und die Interpretation IFRIC 13.
  • IAS 24 Related Party Disclosures (revised 2009): Der geänderte IAS 24 hat ein Befreiungswahlrecht zur Angabe von Transaktionen mit bestimmten nahe stehenden Unternehmen eingeführt. Betroffen von diesem Wahlrecht sind alle Transaktionen mit öffentlichen Stellen, die das berichtende Unternehmen beherrschen, gemeinschaftlich führen oder maßgeblich beeinflussen können sowie Transaktionen mit Unternehmen, die von der gleichen öffentlichen Stelle beherrscht werden, gemeinschaftlich geführt werden oder maßgeblich beeinflusst werden können. Durch die Änderung sind detaillierte Angaben nur noch zu einzelnen wesentlichen Transaktionen vorzunehmen. Für einzeln nicht wesentliche, aber insgesamt wesentliche Transkationen brauchen nur noch quantitative oder qualitative Indikationen zu deren Auswirkungen angegeben zu werden.

Weiterhin wurde durch die Änderung des IAS 24 die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person in dem Sinne geändert, dass nunmehr eine Symmetrie erreicht wird: Zwei Unternehmen, die aus der Sicht des einen Unternehmens zueinander nahe stehend sind, sind nunmehr auch aus der Sicht des anderen Unternehmens zueinander nahe stehend.

• Amendments to IAS 32 - Financial Instruments Presentation - Classification of Rights Issues: Mit der Änderung des IAS 32 wird die bilanzielle Behandlung von Bezugsrechten, Optionen oder Optionsscheinen geregelt, die anteilsgemäß allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse von nicht-derivativen Eigenkapitalinstrumenten angeboten werden und die zum Erwerb oder Erhalt einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten im Austausch gegen flüssige Mittel in jeder Währung berechtigen.

Hiernach wird gem. IAS 32.11(b)(ii) bzw. IAS 32.16(b)(ii) unter den genannten Voraussetzungen keine Unterscheidung mehr notwendig, ob die Ausübung in einer anderen Währung als der funktionalen Währung erfolgt oder nicht. Bis zur Änderung waren Bezugsrechte in einer anderen als der funktionalen Währung als finanzielle Verbindlichkeit auszuweisen und zu bewerten, während sie nunmehr als Eigenkapital auszuweisen sind. Die Änderung wurde zum Dezember 2009 in europäisches Recht übernommen. Eine rückwirkende Anwendung ist vorgeschrieben.

• Amendments to IFRIC 14 - Prepayments of a Minimum Funding Requirement: Diese Verlautbarung modifiziert IFRIC 14: IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkungen. IFRIC 14 enthält Regelungen für die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionspläne in Fällen, in denen ein vorhandenes Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt. Die Änderung ist in den Fällen relevant, in denen ein Unternehmen Mindestdotierungspflichten unterliegt und Beitragsvorauszahlungen leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderung erlaubt es in diesen Fällen nunmehr, einen wirtschaftlichen Nutzen aus Vorauszahlungen auf Mindestdotierungsverpflichtungen bilanziell zu berücksichtigen. Die Änderung wurde im Juli 2010 in europäisches Recht übernommen.

• IFRIC 19 - Extinguishing Financial Liabilities wih Equity Instruments: IFRIC 19 erläutert die Bilanzierung einer teilweisen oder vollständigen Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten. Die Interpretation stellt klar, dass die zur Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit an einen Gläubiger ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente Bestandteil des "gezahlten Entgelts" im Sinne von IAS 39.41 sind. Die entsprechenden Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten. Sofern dieser nicht verlässlich ermittelbar ist, sind die Eigenkapital- instrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit zu bewerten. Die Differenz zwischen dem Buchwert der auszubuchenden finanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Wertansatz der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Interpretation wurde im Juli 2010 in europäisches Recht übernommen.

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Softing AG.

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Für die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant der Softing-Konzern keine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Softing- Konzernabschluss derzeit geprüft.

a) EU Endorsement ist bereits erfolgt

• Amendments to IFRS 7 - Disclosures - Transfers of Financial Assets: Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Damit sollen die Beziehungen zwischen finanziellen Vermögenswerten, die nicht vollständig auszubuchen sind, und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten verständlicher werden. Weiterhin sollen die Art sowie insbesondere die Risiken eines anhaltenden Engagements (continuing involvement) bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten besser beurteilt werden können. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungen mit continuing involvement z.B. rund um das Ende einer Berichtsperiode auftritt. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.

b) EU Endorsement ist noch ausstehend

  • Amendments to IAS 1 Presentation of Items of Other Comprehensive Income: Dieses Amendment ändert die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Die Änderung ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
  • Amendments to IAS 12 Deferred Tax on Investment Property: Bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist es oftmals schwierig zu beurteilen, ob sich bestehende temporäre steuerliche Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren. Mit der Änderung des IAS 12 wird nun klargestellt, dass die Bewertung der latenten Steuern auf Basis der widerlegbaren Vermutung zu erfolgen hat, dass die Umkehrung durch Veräußerung erfolgt. Die Änderung ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen.

  • IAS 19 Employee Benefits (revised 2011): Neben umfangreicheren Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer ergeben sich insbesondere folgende Änderungen aus dem überarbeiteten Standard: Derzeit gibt es ein Wahlrecht, wie unerwartete Schwankungen der Pensionsverpflichtungen, die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, im Abschluss dargestellt werden können. Diese können entweder (a) ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, (b) im sonstigen Ergebnis (OCI) oder (c) zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode erfasst werden. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft, so dass künftig nur noch eine unmittelbare Erfassung im sonstigen Ergebnis zulässig ist. Zudem werden derzeit die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig. Die Änderung ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

  • Amendments to IAS 27 Separate Financial Statements: Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 10 Consolidated Financial Statements werden die Regelungen für das Kontrollprinzip und die Anforderungen an die Erstellung von Konzernabschlüssen aus dem IAS 27 ausgelagert und abschließend im IFRS 10 behandelt (siehe Ausführungen zu IFRS 10). Im Ergebnis enthält IAS 27 künftig nur die Regelungen zur Bilanzierung von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in IFRS-Einzelabschlüssen. Die Änderung ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • Amendments to IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures: Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 Joint Arrangements erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt – wie bislang auch – die Anwendung der Equity-Methode. Allerdings wird der Anwendungsbereich durch die Verabschiedung des IFRS 11 erheblich erweitert, da zukünftig nicht nur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondern auch an Joint Ventures (siehe IFRS 11) nach der Equity-Methode bewertet werden müssen. Die Anwendung der quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen entfällt mithin. Die Änderung ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • Amendments to IAS 32 und IFRS 7 Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities: Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können. Einhergehend mit diesen Klarstellungen wurden auch die Vorschriften zu den Anhangangaben im IFRS 7 erweitert. Die Änderung des IAS 32 ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU- Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderung des IFRS 7 ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • Amendments to IFRS 1 Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-time Adopters: Durch diese Änderung des IFRS 1 werden die bislang verwendeten Verweise auf das Datum 1. Januar 2004 als fester Umstellungszeitpunkt durch "Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS" ersetzt. Darüber hinaus werden nun in IFRS 1 Regelungen für die Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung einer Hyperinflation unterlag. Die Änderung ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
  • IFRS 9 Financial Instruments: Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen. Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: Zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von

Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe zum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie – wie bisher – eine Designation zur Kategorie zum Fair Value (Fair Value Option) vorgenommen werden. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente jedoch kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichste Unterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Zukünftig sind diese aufzuteilen: der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen. IFRS 9 ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.

  • IFRS 10 Consolidated Financial Statements: Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung (control) neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen inne hat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Aus diesem neuen Standard können Auswirkungen auf den Umfang des Konsolidierungskreises, u.a. für Zweckgesellschaften, entstehen. Der neue Standard ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Wenn für ein Investment die Qualifizierung als Tochterunternehmen zwischen IAS 27/SIC-12 und IFRS 10 abweichend festgestellt wird, ist IFRS 10 retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 11 und IFRS 12 sowie mit den 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig.
  • IFRS 11 Joint Arrangements: Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten haben. Die einzelnen Rechte und Verpflichtungen werden anteilig im Konzernabschluss bilanziert. In einem Gemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien dagegen Rechte am Reinvermögensüberschuss. Dieses Recht wird durch Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit. Der neue Standard ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Für den Übergang z.B. von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode bestehen spezifische Übergangsvorschriften. Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 10 und IFRS 12 sowie mit den 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig.
  • IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities: Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher in IAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben. Der neue Standard ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • IFRS 13 Fair Value Measurement: Mit diesem Standard wird die Fair-Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair-Value- Bewertungen haben zukünftig den einheitlichen Vorgaben des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, d.h. als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf eines Ver- mögenswertes bzw. als Preis, der gezahlt werden müsste, um

eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit aus der Fair-Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein dreistufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die neue Fair Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen. Der neue Standard ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

• IFRIC 20 - Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine: Mit dieser Interpretation soll die Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebergbau vereinheitlicht werden. Wenn erwartungsgemäß aus der weiteren Nutzung von Abraum Erlöse realisiert werden, sind die zuordenbaren Kosten der Abraumbeseitigung als Vorrat gemäß IAS 2 zu bilanzieren. Daneben entsteht ein immaterieller Vermögenswert, der zusammen mit dem Vermögenswert Tagebergbau zu aktivieren ist, wenn der Zugang zu weiteren Bodenschätzen verbessert wird und die in der Interpretation definierten Voraussetzungen erfüllt sind. Dieser Vermögenswert ist über die erwartete Nutzungsdauer abzuschreiben. IFRIC 20 ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. Erfassung von Erträgen

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode realisiert. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde.

Sonstige Erträge

Sonstige betriebliche Erträge wurden mit der Erbringung der Leistung ergebniswirksam.

Erträge aus Zinsen

Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kontrolle/Beherrschung verfügt:

Softing-Konzern Kapitalanteil
2011 2010
% %
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing North America Inc., Newburyport/USA 100 100
hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, Reutlingen/Deutschland 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Softing Industrial Networks GmbH, Nürnberg/Deutschland 1 100 87,75
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
samtec automotive software & electronics GmbH, Filderstadt/Deutschland 100 0
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 2 100 100

Die Softing AG hat am 28. Oktober 2011 100 Prozent der Anteile an der samtec automotive software & electronics GmbH (samtec) in Filderstadt/Deutschland übernommen. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Oktober 2011.

Samtec bietet Entwicklungen auf dem Gebiet der Microcomputer- und Steuerungstechnik sowie Planung und Durchführung aller technischen Anwendungen auf diesem Gebiet. Durch diesen Zusammenschluss erwartet sich Softing Synergien durch das Zusammenführen von Ent- wicklungs- und Vertriebsaktivitäten im Segment Automotive Electronics.

Zum Erwerbszeit betrug der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung TEUR 756. Dieser setzt sich neben Barmitteln zusammen aus durch die Akquisition abgewickelter, vorher bestehender Beziehungen zwischen Softing und samtec in Höhe von TEUR 680 sowie einem sonstigen finanziellen Vermögenswert in Höhe von TEUR 76.

1 früher INAT GmbH

2 früher OEM Automazione s.r.l.

Angesetzte Beträge Buchwert
TEUR TEUR
Im Rahmen der Kaufpreisverteilung aktivierte immate- rielle
Vermögenswerte
62 0
Im Rahmen der Kaufpreisverteilung passivierte Ver- bindlichkeit 365 0
Im Rahmen der Kaufpreisverteilung aktivierte latente
Steuern
102 0
Im Rahmen der Kaufpreisverteilung passivierte latente Steuern 17 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 144 144
Kurzfristige Vermögenswerte 1.911 1.911
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.761 1.761

Der Erwerb hatte unmittelbar vor der erstmaligen Einbeziehung in den Softing-Konzern die folgenden Auswirkungen auf die Vermögenslage:

Bei der angesetzten Verbindlichkeit handelt es sich um eine Darlehensverbindlichkeit, auf die die Gesellschafter im Jahre 2008 mit Besserungsschein verzichtet hatten. Aufgrund der aktuellen Ertragssituation und der positiven Erwartungen für den zusammengeschlossenen Geschäftsbereich wurde das Aufleben der Verbindlichkeit als höchst wahrscheinlich eingeschätzt.

Im Rahmen der Transaktion wurden Forderungen in Höhe von 1.073 erworben. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen entspricht dem Buchwert, da es sich um kurzfristige Forderungen gegen Kunden mit sehr guten Bonitäten handelt. Als uneinbringlich sind keine der Forderungen klassifiziert worden.

Zum Erwerbszeitpunkt hatte Softing der Samtec Darlehen in Höhe von TEUR 675 gewährt sowie Forderungen in Höhe von TEUR 5. Diese Transaktionen wurden getrennt vom Unternehmenszusammenschluss ausgewiesen und sind in die Gegenleistung eingeflossen.

Samtec hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Konzernumsatz mit TEUR 1.629 sowie mit einem Verlust in Höhe von TEUR 20 zum EBIT beigetragen. Unter der Fiktion, dass der Zusammenschluss der Unternehmen zum 1. Januar 2011 stattgefunden hätte, würde der Softing-Konzern einen Umsatz von TEUR 45.791 und einem EBIT in Höhe von TEUR 4.337 ausweisen.

Im Januar 2011 wurden außerdem sämtliche nicht beherrschende Anteile der Softing Industrial Networks GmbH in Höhe von 12,25 Prozent von Softing erworben.

In der Hauptversammlung am 31. Mai 2010 ist die Ausgliederung der operativen Geschäftsbereiche sowie der damit verbundenen Dienstleistungen der Softing AG auf vier im Geschäftsjahr 2010 gegründeten deutschen Tochtergesellschaften beschlossen worden. Gemäß dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 31. Mai 2010 wurden die den Geschäftsbereichen zuzurechnenden Vermögensgegenstände und Schulden zum 1. Juli 2010 auf die vier Tochtergesellschaften übertragen.

Folgende Tochtergesellschaften sind gem. § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufzustellen und offen zu legen, befreit:

  • Softing Industrial Automation GmbH
  • Softing Automotive Electronics GmbH

  • Softing Services GmbH

  • hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH (ab 2012 Softing Messen & Testen GmbH)

3. Konsolidierungsgrundsätze

Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode zu bilanzieren, d.h. die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Prüfung auf dessen Werthaltigkeit unterzogen. Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen aktivierte Entwicklungskosten, den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibung in Folgeperioden.

Entwicklungskosten

Entwicklungsaufwendungen, die auf wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Softing schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen über drei Jahre linear ab, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird.

Geschäfts- oder Firmenwert

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen grundsätzlich den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen die Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen.

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Da der beizulegende Zeitwert nicht ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.

Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde demnach wie folgt ermittelt: Aufgrund der bottom-up-Planungen der nächsten 4 Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden sind, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (nach Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Bezüglich der Annahmen verweisen wir auf den Lagebericht-"Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft". Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,5 Prozent (Vj. 1,5 Prozent) für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrundeliegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Im Konzern existieren zwei Firmenwerte, die der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH sowie der INAT Industrielle Netze für Automatisierungstechnik GmbH (nun Softing Industrial Networks GmbH) zuzuordnen sind. Die Zahlungsmittelrückflüsse wurden mit 9,58 Prozent (Vj. 7,42 Prozent) nach Steuern diskontiert. Der Diskontierungssatz ergibt sich aus Vergleichswerten einer Peer group.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben.

5. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange in der Darstellung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.

6. Wertminderungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert des erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz nach Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer

Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste indentifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrages. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenenWertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.

7. Leasingverträge

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die Leasingraten werden als Aufwand linear über die Laufzeit erfasst. Finanzierungsleasingverträge, die nach IAS 17 zu aktivieren sind, liegen nicht vor.

8. Vorräte

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

9. Finanzielle Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Kategorien unterteilt: "bis zur Endfälligkeit gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "Kredite und Forderungen". Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Bis zur Endfälligkeit gehalten" und "Kredite und Forderungen" werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne oder Verluste werden dann ergebniswirksam erfasst, wenn der finanzielle Vermögenswert ausgebucht oder wertgemindert ist sowie im Rahmen von Amortisationen. Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen. Objektive Hinweise sind beispielsweise eine erhebliche oder langfristige Abnahme des beizulegenden Zeitwertes eines finanziellen Vermögenswertes unter seinen Buchwert, eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder eines sonstigen Sanierungsfalles oder ein Vertragsbruch durch den Emittenten, beispielsweise erhebliche Zahlungsverzögerungen.

Sofern es sich um "zur Veräußerung verfügbare" finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im sonstigem Ergebnis unter Beachtung latenter Steuern ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Fallen die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise vor, dass der Vermögenswert im Wert gemindert ist, löst Softing den im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Verlust auf und berücksichtigt ihn in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen ein, wie Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20 Prozent der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Softing dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Wertaufholung eines Wertminderungsaufwands nimmt Softing in den Folgeperioden vor, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als "Kredite und Forderungen" kategorisiert und entsprechend bewertet.

Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den Bewertungsrücklagen innerhalb des sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung werden die Bewertungsrücklagen um den Wertminderungsbetrag angepasst und der entsprechende Betrag unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

Klassen von Finanzinstrumenten

Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Forderungen (> 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen
Forderungen aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen
Kredite und Forderungen
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Finanzielle Forderungen (< 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Kurzfristige Wertpapiere Zur Veräußerung verfügbare kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (> 1 Jahr) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Ferti
gungsaufträgen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstige Finanzschulden Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (< 1 Jahr) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Übrige Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

10. Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Dabei werden als Auftragserlöse die in Festpreisverträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten (Cost- to-Cost-Methode). Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Leistungsstand der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den "Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen". Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, so wird dieser passivisch unter den "Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.

11. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

12. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

13. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit be- steht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

15. Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. In den Folgejahren werden alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige Finanzschulden" sowie "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten".

16. Sonstige Finanzschulden

Sonstige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit. Der erstmalige Ansatz von sonstigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

17. Sonstige Schulden

Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

18. Ermessensausübung und Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene andere Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Einschätzung zukünftiger Nutzungsmöglichkeiten steuerlicher Verlustvorträge und der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstest zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze. Bei der Umsatzlegung nach der Percentage-of-completion Methode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen. Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien sowie die Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.

19. Währungsumrechnung

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben.

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

USD / EUR RON / EUR
2011 2010 2011 2010
Stichtagskurs (31.12.) 1,29 1,33 4,31 4,27
Durchschnittskurs 1,40 1,32 4,23 4,20

C. Angaben zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.439 (Vj. TEUR 2.439) resultiert in Höhe von TEUR 2.351 aus dem Erwerb sämtlicher Anteile der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH zum 1. Juli 2005. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 296 auf den Firmenwert der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH vorgenommen. Im Jahr 2008 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert durch den Erwerb von 51 Prozent der Anteile der INAT Industrielle Netze für Automatisierungstechnik GmbH (nun: Softing Industrial Networks GmbH) um TEUR 384 erhöht. Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Basis des Nutzungswertes der Gesellschaften durchgeführt. Der Werthaltigkeitstest ergab keine Notwendigkeit zur Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Eine Änderung des Zinssatzes nach Steuern um 100 Basispunkte würde zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten Umsatzerlöse um 5 Prozent würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der Softing AG, die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Zu den der Planung zugrunde gelegten Annahmen verweisen wir auf den Konzernlagebericht der Softing AG. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen als auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.

Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses. Die Marge wird im Laufe des Budgetzeitraums an die erwarteten Entwicklungen des Marktumfelds angepasst.

2. Entwicklungskosten

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.497 (Vj. TEUR 608).

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2011 Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß dem Förderprogramm "Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen" in Höhe von TEUR 209 (Vj. TEUR 120) erhalten. Diese werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der aktivierten Entwicklungskosten abgesetzt. Weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden nicht beantragt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

4. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

5. Leasingverträge

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet-Leasingaufwendungen für Gebäude und PKWs in Höhe von TEUR 964 (Vj. TEUR 1.104) enthalten.

6. Vorräte

Die Vorräte wurden 2011 in Höhe von TEUR 304 (Vj. TEUR 190) wertberichtigt. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.418 6.378
davon:
Noch nicht abgerechnete Leistungen 0 95

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen

Davon
weder
überfällig
noch
wert
Davon nicht wertberichtigt und in den folgen
Buchwert berichtigt den Zeitbändern überfällig
31.12.2011 unter 11
Tagen
11 bis 60
Tage
61 bis 90
Tage
Über 90
Tage
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
7.418 6.712 481 177 9 39
Forderungen aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen
877 877 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Forderungen 339 339 0 0 0 0
Sonstige Vermögenswerte 572 572 0 0 0 0
9.206 8.500 481 177 9 39
31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
6.378 3.796 1.733 541 14 294
Forderungen aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen
423 423 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Forderungen 998 998 0 0 0 0
Sonstige Vermögenswerte 185 185 0 0 0 0
7.984 5.402 1.733 541 14 294

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen. Die ausgewiesenen Forderungen sind in Summe fällig und voll werthaltig.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand am
1.1.
Ver
brauch
Auflösung Zuführung Stand am
31.12.
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
2011 83 0 22 41 102
2010 96 7 13 7 83

Die Wertberichtigungen erfolgten ausschließlich auf überfällige Forderungen.

8. Forderungen und Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

31.12.2011 31.12.2010
Gesamtbetrag der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge 1.773 1.458
Ab: Erhaltene Anzahlungen -1.083 -1.200
Verrechnungssaldo 690 258
davon ausgewiesen unter:
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 877 423
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen -187 -165

Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Abwertungen bzw. Rückstellungen gedeckt; sie werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt. Der Gesamtbetrag der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge enthält Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.677 (Vj. TEUR 1.168) sowie ein Ergebnis in Höhe von TEUR 96 (Vj. TEUR 290). Die ausgewiesenen Forderungen sind in Summe fällig und voll werthaltig.

9. Sonstige finanzielle Forderungen

31.12.2011 31.12.2010
Forderungen an Mitarbeiter 40 36
Übrige Forderungen 299 962
339 998
Langfristige Forderungen 875 875
1.214 1.873

Die langfristigen Forderungen betreffen ein verzinstes Darlehen, welches einem Vorstand gewährt wurde und durch Aktien besichert ist. Die ausgewiesenen Forderungen sind in Summe fällig und voll werthaltig. Eine Ausnahme bilden die langfristigen finanziellen Forderungen, die zum 31. Dezember 2016 endfällig sind.

10. Sonstige Vermögenswerte

31.12.2011 31.12.2010
Rechnungsabgrenzung 262 131
Übrige 310 54
572 185

11. Laufende Ertragsteueransprüche

Die laufenden Ertragssteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 96 (Vj. TEUR 117).

12. Kurzfristige Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2011 31.12.2010
Kurzfristige Wertpapiere 1.242 1.865
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.301 4.275
8.543 6.140

Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristig veräußerbare Unternehmensanleihen, welche an der deutschen Börse gehandelt werden.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

13. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.637.198,00 und ist eingeteilt in 5.637.198 Inhaber-Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Im Geschäftsjahr waren unverändert 5.329.596 Aktien im Umlauf.

Das Grundkapital der Softing AG betrug im Jahr 2011 5.637.198 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 56 Prozent (Vj. 57 Prozent)

Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, den eigenen Anteilen sowie den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter. Die Softing AG versucht soweit möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 2.799.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.799.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen

  • soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
  • wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
  • wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapital nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2011 EUR 2.799.000.

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus beinhaltet diese Position die Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste von Pensionsrückstellungen.

Es besteht nach § 150 AktG eine Ausschüttungssperre für die Rücklagen bis zum zehnten Teil des gezeichneten Kapitals.

Sonstiges Ergebnis

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten sowie die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen. Das sonstige Ergebnis ist in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 90) betreffen andere Gesellschafter in Österreich (Vj. und der INAT GmbH, nun: Softing Industrial Networks GmbH).

Eigene Anteile

Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen wurden eigene Aktien in folgendem Umfang erworben:

Kaufdatum Stückzahl Stückpreis
(EUR)
Kaufpreis
(TEUR)
14. November 2007 5.000 3,2000 16
17. Dezember 2007 100.000 2,9837 298
105.000 314
2. Januar 2008 50.000 3,08000 154
21. Mai 2008 76.700 2,74815 211
10. September 2008 34.723 2,63263 91
16. September 2008 20.000 2,68000 53
10. Oktober 2008 65.000 2,39300 156
6. November 2008 22.300 2,22300 50
22. Dezember 2008 27.329 2,03650 56
296.052 771
19. Februar 2009 25.500 1,92192 49
16. März 2009 125.000 2,05 256
02. April 2009 11.050 1,94094 21
16. Juni 2009 -30.000 2,51 -75
131.550 251
13. Dezember 2010 -225.000 2,51 -564
31. Dezember 2010 307.602 772
- - -
31. Dezember 2011 307.602 772

Zum Bilanzstichtag betrug der Kurswert der eigenen Aktien TEUR 1.403 und lag um TEUR 631 über den Anschaffungskosten.

Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.

14. Leistungen an Arbeitnehmer

Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2.285 (Vj. TEUR 1.533) wurde nach IAS 19.54 mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach IAS 19.93D erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR -469 (Vj. TEUR -448).

Die variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des "Verbraucherindex für Deutschland" (Grundlage 2005 = 100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2010 auf 2011 von 108,5 auf 110,5 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Berechnungsgrundlagen

31.12.2011 31.12.2010
% %
Rechnungszins 4,50 4,50
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 2,0-2,5 2,0
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0,0 0,0
Biometrische Rechnungsgrundlage Dr. Heubeck Richttafeln 2005 G / Prof.

Entwicklung

2011 2010
DBO Stichtag 1. Januar 2.679 2.512
Dienstzeitaufwand 611 0
Zinsaufwand 118 123
Pensionsleistungen an Pensionäre -123 -102
Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember 3.285 2.533
tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember 3.307 2.679
Verlust / (-) Gewinne , davon 22 146
Effekte aus der Anpassung der aktuariellen Annahmen 0 153
erfahrungsbedingte Annahmen 22 -7

Ermittlung des Jahresaufwandes

2011 2010
Zinsaufwand 118 123
Dienstzeitaufwand 611 0
Jahresaufwand 729 123
Entwicklung der Pensionsrückstellung
2011 2010
Stand DBO 1. Januar 2.679 2.512
Jahresaufwand 729 123
Pensionsleistungen an Pensionäre -123 -102
Versicherungsmathematische Verluste 22 146
Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember 3.307 2.679
Entwicklung
2011 2010
DBO Stichtag 1. Januar 2.679 2.512
Dienstzeitaufwand 611 0
Aufwand/Ertrag aus Planvermögen -752 -13
Zinsaufwand 118 123
Versicherungsmathematische Verluste 22 146
Pensionsleistungen an Pensionäre -123 -102
Zeitwert des externen Planvermögens zum 1. Januar -1.533 -1.520
Stichtag 31. Dezember 1.022 1.146

Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis

31.12.2011 31.12.2010
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 3.307 2.679
Zeitwert des externen Planvermögens zum 31. Dezember 2011 -2.285 -1.533
1.022 1.146

Der Barwert der DBO und der Zeitwert des externen Planvermögens haben sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:

Barwert der leistungsorientierten
Verpflichtungen (DBO)
Zeitwert des externen Planvermögens
31.12.2007 2.336 1.522
31.12.2008 2.142 1.541
31.12.2009 2.512 1.520
31.12.2010 2.679 1.533
31.12.2011 3.307 2.285

Für das Geschäftsjahr 2012 wird ein Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 332 erwartet.

15. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten langfristig

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten finanzielle Verpflichtungen mit einer Fälligkeit von über einem Jahr.

16. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Stand am
1.1.2011
Ver
brauch
Auflösung Zuführung Stand am
31.12.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Betriebliche Rückstellungen 112 112 278 278
Drohverlust 1 0 -1 3 3
113 112 -1 281 281

Die betrieblichen Rückstellungen umfassen die Vorsorgen für Garantieverpflichtungen, welche unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten ermittelt wurden. Die Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

17. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen.

18. Sonstige Finanzschulden

Bei den sonstigen Finanzschulden handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten von ausländischen und den 2011 erworbenen deutschen Tochterunternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 456 (Vj.TEUR 392). Darüber hinaus beinhalten die Sonstigen Finanzschulden ein mit 4,05 Prozent zu verzinsendes Darlehen bei der Postbank AG (TEUR 1.200; Vj. TEUR 1.200). Dieses Darlehen hat eine Laufzeit und Zinsbindung bis zum 30. Dezember 2012.

19. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 36 58
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 2.756 2.317
Übrige 2.504 2.293
5.296 4.668

20. Steuerschulden

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 431 (Vj. TEUR 50) bilanziert.

21. Sonstige Schulden

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 914 567

Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten enthalten vor allem die Umsatz- und Lohnsteuer.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Gesichtspunkten:

2011 2010
Inland 24.742 18.413
Ausland 16.406 13.261
41.148 31.674

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen:

2011 2010
Produkte 34.231 25.171
Dienstleistungen 6.917 6.503
41.148 31.674

Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. Sonstige Erträge

2011 2010
Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten 148 250
Sonstige periodenfremde Erträge 29 3
177 253
Erträge aus Kursdifferenzen 220 88
Erlöse Kraftfahrzeug-Überlassung 154 156
Erlöse aus wiederaufgelebter Forderung 294 0
Erlöse geförderte Projekte 209 120
Erträge aus Nachforderungen 163 0
Einzahlungen aus Rückdeckungsversicherung 70 65
Übrige Erträge 449 136
1.559 565
1.736 818

4. Materialaufwand

2011 2010
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 11.217 8.373
Fremdleistungen 855 679
12.072 9.052

5. Arbeitnehmer

2011 2010
Laufende Gehälter 12.977 11.830
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 3.288 2.324
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 2.928 1.503
Kfz-Überlassung Arbeitnehmer 146 153
Aushilfslöhne 53 64
Sonstige 22 204
19.414 16.078

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.038 (Vj. TEUR 929).

6. Abschreibung und Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. Wertminderungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

7. Andere Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2011 2010
Betriebsaufwendungen 2.521 1.979
Vertriebsaufwendungen 1.457 1.319
Verwaltungsaufwendungen 877 653
Aufwand aus Kursdifferenzen 132 158
Leasingkosten 964 1.104
Periodenfremde Aufwendungen 115 11
6.066 5.224

8. Finanzerträge/Finanzierungsaufwendungen

Das Finanzergebnis setzt sich aus Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträgen zusammen.

Die Finanzierungsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

2011 2010
Pensionsrückstellungen 118 123
Abzinsung Körperschaftsteuererhöhungsbetrag 1 17
Sonstige Zinsen 134 148
253 288

Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

2011 2010
Zinserträge aus Wertpapieren 6 5
Zinserträge aus Unternehmensanleihen 109 4
Zinserträge aus Steuern 4 0
Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 34 32
Sonstige Zinsen 102 68
255 109

9. Steueraufwendungen

2011 2010
Latente Steuern auf temporäre Differenzen -287 -47
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 904 433
617 386
Steueraufwand Geschäftsjahr 586 112
Steuerertrag aus Vorjahren -9 -130
Steueraufwand (Vj. Steuerertrag) 577 -18
1.194 368
Effektiver Steuersatz 28,10 % 27,19 %

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:

2011
%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83
Gewerbeertragsteuersatz 12,25
28,08

Für die Softing Industrial Networks GmbH wurde ein Steuersatz von 31,47 Prozent zugrunde gelegt. Für die samtec automotive software & electronics GmbH wurde ein Steuersatz von 29,65 Prozent zugrunde gelegt.

Die Steuersätze liegen für Softing North America bei 25,76 Prozent und für Softing ROM s.r.l. bei 16,0 Prozent. Die Steuersätze für die weiteren europäischen Gesellschaften liegen für Buxbaum Automation GmbH/Österreich bei 25,0 Prozent und für Softing Italy s.r.l./Italien bei 31.40 Prozent.

Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem wahrscheinlich angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Die Planungsrechnungen der steuerlichen Ergebnisse lassen eine Realisierung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren erkennen. Steuerliche Verlustvorträge, die bei der Ermittlung der latenten Steuern vollständig berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von TEUR 963 (Vj. TEUR 4.195).

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

31.12.2011 31.12.2010 Nutzbar bis
Softing AG Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag 717 3.582 Unbefristet
Softing AG Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag 778 3.712 Unbefristet
Buxbaum Automation GmbH Verlustvortrag 215 197 Unbefristet
Softing Projects Services GmbH Gewerbesteuerlicher
Verlustvortrag
0 34 Unbefristet
Softing Projects Services GmbH
Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag
0 34 Unbefristet
INAT GmbH Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag 0 352 Unbefristet
INAT GmbH Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag 0 283 Unbefristet

Aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge im Geschäftsjahr aktiviert. Aufgrund von steuerlichen Gewinnen in der Softing AG konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 2.976 (Körperschaftsteuer) bzw. TEUR 3.023 (Gewerbesteuer) der steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden. Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

2011 2010
Ergebnis vor Steuern 4.249 1.354
Erwarteter Steueraufwand (28,08 %) 1.192 380
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 51 84
Abweichende Steuersätze 8 -6
Nichtansatz latente Steuern auf permanente Differenz Konzern -68 0
Steuern Vorjahre -9 -87
Sonstiges 20 -3
Ausgewiesener Steueraufwand (Vj. Ertrag) lt. Gewinn- u. Verlustrechnung 1.194 368

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

Latente Steueransprüche 31.12.2011 31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte 23 28
Sachanlagevermögen 0 17
Pensionsrückstellung 393 192
(Davon direkt im Eigenkapital erfasst 127 128)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 9
Sonstige Rückstellungen 0 0
Umlaufvermögen 14 11
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 35 0
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 264 1.168
Sonstiges 1 1
730 1.426
Latente Steuerverbindlichkeiten 31.12.2011 31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte 1.071 1.151
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106 200
Sonstiges 12 5
1.189 1.356

Auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.277 wurden keine latenten Steuern gebildet.

E. Sonstige Angaben

1. Segmentberichterstattung

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichtsund Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder.

Auf die Darstellung nach Regionen wurde verzichtet, da nicht mehr als ein angabepflichtiges Segment (Europäische Union) vorhanden ist. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.

Aufgliederung nach
Segmenten
Industrial
Automation
Automotive
Electronics
Holding, sonstige
Konsolidierung
Gesamt
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Außenumsatzerlöse 22.996 20.194 18.152 11.451 0 29 41.148 31.674
Abschreibungen 2.296 2.357 714 859 121 97 3.131 3.313
Segmentergebnis (EBIT) 1.663 1.382 2.585 744 0 -593 4.248 1.533
Segmentvermögen 10.243 10.088 12.152 8.768 8.557 7.400 30.952 26.256
Segmentschulden 4.075 4.429 4.842 2.411 4.836 4.453 13.753 11.293
Investitionen 1.722 1.876 892 1.135 493 140 3.107 3.151

Die Spalte "Holding, Sonstige Konsolidierung" umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG. Deren Kosten werden verursachungsgerecht auf die operativen Segmente belastet.

Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und die Umsatzerlöse. Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertragsund Aufwandsposten aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten aufgeteilt.

Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet.

2. Gliederung der Produkte nach Segmenten

Industrial Automation

Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -geräte, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET, CAN, CANopen, DeviceNet, FOUNDATION Fieldbus, HART;

Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;

Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;

Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;

Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;

OPC-Server, OPC Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und -Server (Tool- kits).

Automotive Electronics

Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces:

Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, MOST- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie z. B. USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifischen Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service;

Diagnosewerkzeuge:

Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse- Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.

Testautomatisierung:

Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kundenspezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flash- Programmierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.

Kundenspezifische Entwicklungen:

Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld Datenkommunikation/DiagnoseTestsysteme nach Kundenwunsch.

Resident Engineering:

Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.

Messtechnik:

Die Softing MessTechnik stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich sehr viele Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder "raue" mobile Anwendungen. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt; sie ist vielmehr für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.

3. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Ergebnis je Aktie IAS 33

2011 2010
Konzernergebnis TEUR 3.054 986
Anteile Fremder TEUR -13 -1
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR 3.067 987
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
Unverwässert Stück 5.329.596 5.115.693
potenzielle Stock Options Stück 0 0
Verwässert Stück 5.329.596 5.115.693
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,58 0,19
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,58 0,19

Die aus dem Verkauf eigener Aktien resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2011 keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

5. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing-Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Einem Vorstand wurde im Jahr 2007 ein mit 4,1 Prozent (bis 31. Dezember 2010 3,0 Prozent) verzinstes endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 875 gewährt (Laufzeit bis 31. Dezember 2016; Besicherung durch Aktien). Der darauf angefallene Zins beträgt im Jahr 2011 TEUR 37 (Vj. TEUR 29).

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31.12.2011 4.528 (Vj. 0) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Dr. Fuchs hielt zum 31.12.2011 225.000 (Vj. 225.000) Stück Aktien der Softing AG.

Ein Aufsichtsrat hat Steuerberatungs- und Buchhaltungsleistungen für die samtec GmbH erbracht.

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

6. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag ist die Softing AG Bürgschaften in Höhe von TEUR 140 zur Absicherung von Bankkontokorrentverbindlichkeiten eingegangen. Ein Mittelabfluss aufgrund der Bürgschaften wird als unwahrscheinlich eingeschätzt.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i.H.v. TEUR 3.253 (Vj. TEUR 2.094).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, PKWs und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

2011 2010
< 1 Jahr 831 910
1 – 5 Jahre 1.936 2.109
> 5 Jahre 1.476 180
Gesamt 4.243 3.199

8. Angabe von Buchwerten der einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallender Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der kurzfristigen Wertpapiere und Zahlungsmittel) ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Wertpapiere wurden anhand der Kurswerte (Stufe 1) quotierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte ermittelt. Es bestehen zum 31. Dezember 2011 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst werden.

31.12.2011 31.12.2010
Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle Forderungen 875 875 875 875
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.418 7.418 6. 378 6. 378
Forderungen aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen
877 877 423 423
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Forderungen 339 339 998 998
Kurzfristige Wertpapiere 1.242 1.242 1.865 1.865
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.301 7.301 4.275 4.275
Gesamt 17.177 17.177 14.814 14.814
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 108 108 1.257 1.257
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.669 2.669 1.579 1.579
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen
187 187 165 165
Sonstige Finanzschulden 1.656 1.656 392 392
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.296 5.296 4.668 4.668
Gesamt 9.916 9.916 8.061 8.061

Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

9. Zielsetzung und Methode des Finanzrisikomanagements

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist da- her, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.

Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen, um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der quantitativen Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der Finanzrisiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Desweiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2011 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2011 belaufen sich auf TEUR 102 (Vj. TEUR 83).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, sowie kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.301 (Vj. 4.275 TEUR) und Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.242 (Vj. 1.865 TEUR) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,0 % -1,25 % (Vj. 0,0% - 0,25%), beziehungsweise 0,987 % - 9,5 % (Vj. 0,4 % - 7,8 %) verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Tochterfirmen in Höhe von TEUR 456 (Vj. 392 TEUR) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken. Das Darlehen in Höhe von TEUR 1.200 bei der Postbank hat einen Nominalzins von 4,05 % und eine Zinsbindung bis zum 30. Dezember 2012.

Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der Sonstigen Finanzschulden im Zinsaufwand mit TEUR 8 niederschlagen.

Wechselkursrisiko

Die Währungsrisiken des Konzerns beschränken sich auf den US-Dollar, da mit Ausnahme der USA nahezu alle übrigen Erlöse in EURO fakturiert werden. Der Einkauf erfolgt ebenfalls fast ausschließlich in EURO. Der Konzern schließt zur Steuerung des USD-Wechselkursrisikos, resultierend aus den Geschäftsaktivitäten mit den USA, unterjährig Devisentermingeschäfte ab. Zum Bilanzstichtag bestanden, wie in den Vorjahren, keine Devisentermingeschäfte.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.

Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und Kreditlinien, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 7.301 (Vj. TEUR 4.275). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 23,3 Prozent (Vj. 16,3 Prozent). Das im Geschäftsjahr 2010 zur Sicherung der langfristigen Finanzierung aufgenommene Darlehen in Höhe von TEUR 1.200 wurde vollständig in kurzfristige Wertpapiere reinvestiert. Der Anteil der kurzfristigen Wertpapiere am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 4,0 Prozent (Vj. 7,1 Prozent).

10. Belegschaft

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

2011 2010
zum Bilanzstichtag 293 233
im Geschäftsjahresdurchschnitt 258 224

11. Vorstand

Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München Herr Dr.-Ing. Michael Siedentop, Neutraubling (bis zum 31. Januar 2011) Herr Maximilian Prinz zu Hohenlohe- Waldenburg, Pfaffenhofen (ab dem 2. August 2011)

Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 1.836 (Vj. TEUR 1.254). Davon entfallen etwa ein Drittel auf feste und zwei Drittel auf variable Bezüge. In der Summe ist auch eine einmalige Antrittsprämie für einen Vorstand enthalten. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2007 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge. Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen.

Die Vorstände bekleiden zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Einem Vorstand wurde im Jahr 2007 ein mit 4,1 % (bis 31. Dezember 2010: 3,0 %) verzinstes endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 875 gewährt (Laufzeit bis 31. Dezember 2016; Besicherung durch Aktien). Der darauf angefallene Zins beträgt im Jahr 2011 TEUR 37 (Vj. TEUR 29).

Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstandsvorsitzenden eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder sowie ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31. Dezember 2011 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.022 (Vj. TEUR 1.146) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 123 (Vj. TEUR 102).

12. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2011 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, München (stellv. Vorsitzender) Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei: Baader Wertpapierhandelsgesellschaft AG, Unterschleißheim (Vorsitzender) Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats) Dussmann Stiftung &Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats) TRION Pharma GmbH, München (Vorsitzender des Beirats)

Herr Wilhelm bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing Kontron AG, Eching (bis 30.06.2011)

Herr Dr. Fuchs bekleidet keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 Prozent des Konzern-EBIT vor Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 140 (Vj. TEUR 81) und setzen sich wie folgt zusammen:

Fix Variabel Gesamt
2011 2010 2011 2010 2011 2010
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 42 16 62 36
Michael Wilhelm (stellv. Vorsitzender) 15 15 32 12 47 27
Dr. Klaus Fuchs 10 0 21 0 31 0
Andreas Kratzer 0 10 0 8 0 18

13. Honorare des Abschlussprüfers

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

2011 2010
TEUR TEUR
Abschlussprüfung 70 62
Sonstige Bestätigungsleistungen 25 24
Steuerberatungsleistungen 14 19
109 105

14. Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 19. März 2012

Softing AG Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg

Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards zum 31. Dezember 2011 und Konzernlagebericht

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Haar, den 19. März 2012

Softing AG Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2011

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Erwerbe aus
Unternehmens- Währungs
1.1.2011 zusammenschlüssen Zugänge differenzen Abgänge 31.12.2011
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.734.952 0 0 0 0 2.734.952
2. Entwicklungskosten
3. Sonstige immaterielle
47.652.270 0 2.264.205 0 0 49.916.475
Vermögenswerte 4.771.617 61.780 142.485 -90 580 4.975.212
55.158.839 61.780 2.406.690 -90 580 57.626.639
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 4.901.256 143.797 700.192 90 8.276 5.737.059
60.060.095 205.577 3.106.882 0 8.856 63.363.698

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Erwerbe aus
Unternehmens- Währungs
1.1.2010 zusammenschlüssen Zugänge differenzen Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.734.952 0 0 0 0 2.734.952
2. Entwicklungskosten
3. Sonstige immaterielle
44.809.150 0 2.843.120 0 0 47.652.270
Vermögenswerte 4.708.589 0 65.589 487 -3.048 4.771.617
52.252.691 0 2.908.709 487 -3.048 55.158.839
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 4.663.788 0 242.668 3.054 -8.254 4.901.256
56.916.479 0 3.151.377 3.541 -11.302 60.060.095
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Erwerbe aus Abschreibungen
Unternehmens-
Währungs-
des
1.1.2011 zusammenschlüssen differenzen Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
296.000 0 0 0 0 296.000 2.438.952 2.438.952
43.986.545 0 0 2.360.107 0 46.346.652 3.569.823 3.665.725
3.805.010 0 33 443.259 -50 4.248.352 726.860 966.607
48.087.555 0 33 2.803.366 -50 50.891.004 6.735.635 7.071.284
4.289.999 0 163 327.183 5.759 4.611.586 1.125.473 611.257
52.377.554 0 196 3.130.549 5.709 55.502.590 7.861.108 7.682.541
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Erwerbe aus Abschreibungen
Unternehmens- Währungs- des
1.1.2010 zusammenschlüssen differenzen Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
296.000 0 0 0 0 296.000 2.438.952 2.438.952
41.407.710 0 0 2.578.835 0 43.986.545 3.665.725 3.401.440
3.365.932 0 -2.411 441.489 0 3.805.010 966.607 1.342.657
45.069.642 0 -2.411 3.020.324 0 48.087.555 7.071.284 7.183.049
3.992.915 0 3.954 293.130 0 4.289.999 611.257 670.873
49.062.557 0 1.543 3.313.454 0 52.377.554 7.682.541 7.853.922

Bestätigungsvermerk

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinnund-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 19. März 2012

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Waubke Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2011

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Im Berichtsjahr 2011 haben sechs Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden: am 14. März 2011, 23. März 2011, 20. Mai 2011, 2. August 2011, 23. September 2011 und 16. Dezember 2011.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit aufgrund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.

Schwerpunkte der Sitzungen

Ein zentrales Thema der Tätigkeit des Aufsichtsrats 2011 war die Begleitung des Vorstands beim Umbau der Konzernstruktur. Von der früheren INAT GmbH, die seit dem 1. Dezember 2011 unter dem Namen Softing Industrial Networks GmbH firmiert, wurden die zur Erreichung von 100 % noch fehlenden Gesellschaftsanteile von der Softing AG erworben. Softing Industrial Networks ist damit nun rechtlich und organisatorisch als Tochtergesellschaft von Softing Industrial Automation zugeordnet. Nachdem Softing bereits seit längerem eine strategische Partnerschaft mit der samtec automotive software & electronics GmbH eingegangen war, übernahm Softing Ende Oktober 2011 deren sämtliche Geschäftsanteile.

Die Softing-Gruppe umfasst nun neben den vier Kerngesellschaften am Standort Haar sieben Tochterunternehmen. Durch die neue Struktur erfolgt eine klare Zuordnung der Töchter, wodurch weiteres Wachstum wirksamer und nachhaltiger generiert werden kann.

In der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2011 befasste sich der Aufsichtsrat unter Vortrag des Abschlussprüfers mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2010, mit Risiken, etwa beim Ausfall von Schlüssellieferanten und -kunden sowie mit der Geschäftsentwicklung der ersten Monate 2011.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 23. März 2011 war die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2011.

In der Aufsichtsratssitzung vom 20. Mai 2011 standen Status und Ausblick des operativen Geschäfts im Mittelpunkt der Beratungen.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 2. August 2011 war neben einer ausführlichen Präsentation des Geschäfts im ersten Halbjahr die Bestellung von Herrn zu Hohenlohe zum Vorstand.

In der Aufsichtsratssitzung vom 23. September 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Finanz- und Geschäftsbericht des Vorstands, den Investitionen der Gesellschaft in Infrastruktur und EDV-Systemen.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2011 waren u.a. die Einhaltung und die unternehmensspezifischen Anwendungen der allgemeinen Compliance-Regeln sowie die Angemessenheit der Vorstandsvergütungen. Dabei wurden die vollständige Einhaltung der Compliance sowie die Angemessenheit der Vorstandsbezüge festgestellt. Die vom Vorstand vorgestellte Geschäftsplanung für das Jahr 2012 sowie die Mehrjahresplanung wurden in dieser Sitzung vom Aufsichtsrat geprüft und abschließend beschlossen.

Corporate Governance

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Jahr 2011 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.

Der Aufsichtsrat hat sich in der Sitzung vom 16. Dezember 2011 umfassend mit der Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Er billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 14. März 2011 die im Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen und die Erfüllung aller für die Effizienz seiner Tätigkeit erforderlichen Kriterien festgestellt.

Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Ausschüsse wurden auch 2011 keine gebildet.

Es gab im Geschäftsjahr 2011 personelle Veränderungen im Aufsichtsrat. Herr Andreas Kratzer ist zum 31. Januar 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Dr. Klaus Fuchs wurde auf Antrag des Vorstands mit Beschluss des Registergerichts München vom 3. Februar 2011 zum Aufsichtsrat bestellt. Die Hauptversammlung vom 20. Mai 2011 hat Herrn Dr. Klaus Fuchs zum Aufsichtsrat gewählt.

Das Vorstandsmitglied Herr Dr. Michael Siedentop ist nach regulärem Auslaufen seines Vorstandsvertrages zum 1. Februar 2011 aus der Softing AG ausgeschieden.

Herr Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg ist seit 2. August 2011 neues Vorstandsmitglied und verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Personal.

Herr Dr. Wolfgang Trier verantwortet derzeit die operativen Segmente Industrial Automation und Automotive Electronics sowie Investor Relations.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2011 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 26. März 2012 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen. Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2011 in seiner Sitzung am 26. März 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und äußerst erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat würdigt im besonderen Maße, wie schnell das Management durch sein konsequentes Handeln im bzw. nach dem Krisenjahr 2009 den gesamten Konzern schon 2011 wieder zu einem derartigen Wachstum führen und ein Rekordergebnis erzielen konnte.

Haar, den 26. März 2012

Dr. Horst Schiessl Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG befürworten zahlreiche Anregungen und Regeln des deutschen Corporate Governance Kodexes und erklären, dass den darin enthaltenen Verhaltensempfehlungen in der jeweils gültigen Fassung unter Berücksichtigung der aufgeführten Ausnahmen bzw. Kommentierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 16. Dezember 2011 die Entsprechenserklärung abgegeben. Abweichungen sind von Vorstand und Aufsichtsrat kommentiert und nachfolgend offengelegt. Den vollständigen Kodex finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.

a. Die Gesellschaft unterstützt die Aktionäre nicht durch Briefwahl (Kodex Ziff. 2.3.3 Satz 2).

Die Satzung der Gesellschaft sieht zwar die Möglichkeit der Briefwahl vor. Die Gesellschaft bietet den Aktionären bereits die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen, so dass die Wahrnehmung der Aktionärsrechte durch die zusätzliche Möglichkeit einer Briefwahl im Ergebnis nicht erleichtert würde.

b. Die Gesellschaft hat derzeit für die Mitglieder des Aufsichtsrats keinen Selbstbehalt bezüglich der D&O Versicherung vereinbart (Kodex Ziff. 3.8 Abs. 3).

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgabe wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden könnte.

c. Die Gesellschaft hält nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen zum Kodex nicht fünf Jahre lang auf ihrer Internetseite zugänglich (Kodex Ziff. 3.10 S. 4).

Die Gesellschaft hält es für nicht erforderlich, dass nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen zum Kodex ganze fünf Jahre lang auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich sind. Eine solche Veröffentlichung führt nicht zu neuen kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen.

d. Abfindungs-Cap (Kodex Ziff. 4.2.3 Abs. 4, Abs. 5)

Ein Abfindungs-Cap ist nicht vorgesehen. Die bestehenden Regelungen in den Vorstandsverträgen entsprechen aus Sicht des Aufsichtsrats jedoch dem Gebot der Angemessenheit, so dass keine Notwendigkeit zur Änderung gesehen wird. Die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps widerspricht auch dem Grundverständnis des regelmäßig auf die Dauer der Bestellperiode abgeschlossenen und im Grundsatz nicht ordentlich kündbaren Vorstandsvertrags. Eine vorzeitige Beendigung des Anstellungsvertrags ohne wichtigen Grund setzt eine einvernehmliche Aufhebung voraus. Selbst wenn Abfindungs-Caps vereinbart sind, ist damit nicht ausgeschlossen, dass beim Ausscheiden über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird. Bei Abschluss von Vorstandsverträgen wird der Aufsichtsrat weiterhin eine Umsetzung der Empfehlung prüfen.

e. Die Gesellschaft erstellt keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziff. 4.2.5).

Die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß Ziff. 4.2.5 des Kodex im Vergütungsbericht unterbleibt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. August 2007 einen entsprechenden Beschluss für die Dauer von fünf Jahren gefasst hat.

f. Vielfalt im Vorstand (Kodex Ziff. 5.1.2 Abs. 1 S. 2)

Der Aufsichtsrat kann bei der Zusammensetzung des Vorstands nicht auch auf Vielfalt ("Diversity") achten, da die Gesellschaft nur zwei Vorstände hat. Angesichts einer Anzahl von zwei Vorstandsmitgliedern, die für die Gesellschaft derzeit als ausreichend erachtet werden und deren Positionen auf absehbare Zeit besetzt sind, erscheint in näherer Zukunft das vom Kodexgeber empfohlene Anstreben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen als nicht durchführbar.

g. Der Aufsichtsrat bildet keine Ausschüsse (Kodex Ziff. 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3).

Im Hinblick auf die Größe des Aufsichtsrats (drei Mitglieder) wird die Bildung von Ausschüssen für nicht erforderlich gehalten.

h. Eine Altersgrenze für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder wird nicht festgelegt (Kodex Ziff. 5.1.2 Abs. 2 und 5.4.1 Abs. 2).

Eine festgelegte Altersgrenze könnte ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder sein.

i. Festlegung konkreter Ziele für Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Kodex Ziff. 5.4.1 Abs. 2, Abs. 3)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft benennt keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung. Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen mit dem Ziel, den Aufsichtsrat so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dieses Vorgehen hat sich nach Überzeugung des Aufsichtsrats bewährt. Deshalb wird keine Notwendigkeit gesehen, diese Praxis zu ändern. Folglich kann auch den hierauf basierenden Empfehlungen gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 3 nicht gefolgt werden.

j. Wahlen zum Aufsichtsrat werden nicht als Einzelwahl durchgeführt. Die gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds wird nicht bis zur nächsten Hauptversammlung befristet (Kodex Ziff. 5.4.3).

Die Gesellschaft behält sich vor, den Aufsichtsrat als Gesamtorgan wählen zu lassen. Pauschale zeitliche Beschränkungen bei zwingend notwendigen Neu- oder Nachbesetzungen des Aufsichtsrats hält die Gesellschaft nicht für notwendig.

k. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Aufsichtsrat vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand nicht erörtert (Kodex Ziff. 7.1.2 S. 2).

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass eine gesonderte Erörterung der Berichte nicht notwendig ist, da der Aufsichtsrat ohnehin regelmäßig über Geschäftsvorgänge informiert wird.

Die Softing AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der letzten Entsprechenserklärung von Dezember 2010 grundsätzlich entsprochen. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 2.3.3 Satz 2, 3.8 Abs. 3, 4.2.1 Satz 1, 4.2.3 Abs. 4 und 5, 4.2.5, 5.1.2 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 S. 3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3, 5.4.1 Abs. 2, Abs. 3, 5.4.3 und 7.1.2 S. 2.

Wegen des Ausscheidens des Vorstandsmitglieds Michael Siedentop bestand der Vorstand der Softing AG im Zeitraum vom 1. Februar 2011 bis zur Bestellung von Herrn Maximilian Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg am 2. August 2011 nur aus einem Vorstandsmitglied. Der Aufsichtsrat musste in dem vorgenannten Zeitraum einen Nachfolger suchen. Insoweit lag für diesen Zeitraum eine Abweichung von der Empfehlung in Ziffer 4.2.1 Satz 1 vor. Seit dem 2. August 2011 besteht der Vorstand der Softing AG wieder aus mehreren Personen.

Zu den Gründen der übrigen unter dieser Nr. 2 genannten Abweichungen von den Kodexempfehlungen siehe Erläuterungen unter Nr. 1.

Die Vergütungen für aktive Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2011 finden Sie im Anhang des Geschäftsberichts 2011 auf Seite 70.

Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.

Organe der Gesellschaft und Wertpapierbesitz

Organe Aktien Optionen
30.09.2011 31.12.2012 30.09.2011 31.12.2012
Stück Stück Stück Stück
Aufsichtsrat
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Rechtsanwalt, München
Michael Wilhelm (stellv. Vorsitzender) Wirtschaftsprüfer/
- - - -
Steuerberater, München - - - -
Dr. Klaus Fuchs (Aufsichtsrat), Dipl.-Informatiker/ Dipl.-
Ingenieur, Helfant
225.000 225.000 - -
Vorstand
Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier München 4528 20.328 - -
Dr.-Ing Michael Siedentop, Neutraubling (bis 1.2.2011) - - - -
Maximilian zu Hohenlohe, Pfaffenhofen (seit 2.8.2011) - - - -

Ressortverteilung Vorstand (bis 1.2.2011) Ressortverteilung Vorstand (ab 1.2.2011)

Dr. Wolfgang Trier Industrial Automation
Finanzen, Personal
Investor Relations
Automotive Electronics
Dr. Wolfgang Trier Industrial Automation
Automotive Electronics
Investor Relations
Dr. Michael Siedentop Qualitätsmanagement Maximilian zu Hohenlohe Finanzen, Personal

Finanzkalender

30.03.2012 Geschäftsbericht 2011
09.05.2012 Hauptversammlung in München
15.05.2012 Quartalsfinanzbericht 1/2012
14.08.2012 Quartalsfinanzbericht 2/2012
15.11.2012 Quartalsfinanzbericht 3/2012
12.-14.11.2012 Deutsches Eigenkapitalforum in Frankfurt am Main

Softing AG Richard-Reitzner-Allee 6 85540 Haar/Deutschland

Telefon +49 89 4 56 56-0 Fax +49 89 4 56 56-399 [email protected] www.softing.com