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Softing AG Annual Report 2007

Mar 31, 2008

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2007

Profitabilität EBIT auf 2,3 Mio. EUR gesteigert

Wachstum Umsatz auf 29 Mio. EUR ausgebaut

Ausblick Softing wächst weiter

Kennzahlen Konzern

2007 2006 2005
Umsatzerlöse (Mio. EUR) 28,97 23,60 22,06
EBIT (Mio. EUR) 2,31 – 1,99 1,05
Konzernergebnis (Mio. EUR) 1,24 – 1,32 0,61
Langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) 8,10 9,61 11,42
Kurzfristige Vermögenwerte (Mio. EUR) 13,57 9,34 11,38
Eigenkapital (Mio. EUR) 13,86 12,48 13,75
Zahlungsmittel/-äquivalente (Mio. EUR) 4,93 2,74 4,73
Anzahl der Mitarbeiter
(Jahresdurchschnitt)
209 198 181
DVFA/SG-Ergebnis je Aktie (EUR) 0,22 – 0,25 0,11

Inhalt

  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Höhepunkte 2007
  • Die Aktie
  • Geschäftsstruktur und Geschäftsbereiche
  • Messebeteiligungen 2007 Messetermine 2008
  • Konzernlagebericht
  • Konzern-Jahresabschluss
  • Konzernanhang
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
  • Bestätigungsvermerk
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance Bericht

Dr. Wolfgang Trier Vorstandsvorsitzender

Liebe Aktionäre, Mitarbeiter, Partner und Freunde von Softing,

das Jahr 2007 ist für Softing das erfolgreichste in seiner knapp 30-jährigen Unternehmensgeschichte. Ein Satz, der all unser Engagement wie auch unseren Stolz zum Ausdruck bringt.

In den wesentlichen Kennzahlen Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis konnten wir uns deutlich steigern: Der Auftragseingang wuchs um ca. 20%, der Umsatz kletterte um 23% auf knapp 29 Mio. EUR. Das EBIT hat sich mit rund 2,3 Mio. EUR sogar um 4,4 Mio. EUR verbessert. Aber auch alle anderen Größen machen deutlich, dass sich Softing auf einem gesunden Wachstumskurs befindet. In der Übersichtstabelle im Umschlag dieses Geschäftsberichts finden Sie hierzu detailliert Auskunft.

Besonders freut es uns, dass im Jahr 2007 beide Geschäftsbereiche Industrial Automation und Automotive Electronics positiv zum Geschäftserfolg beitrugen. Dies ist das Resultat unserer Produktoffensiven, unserer Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, mit der wir uns gezielt auf besonders wachstumsstarke Leistungen und Produkte fokussiert haben, sowie der 2007 international stabilen Konjunkturlage. Darin spiegelt sich auch die erfolgreiche Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Automotive Electronics wider.

Und nicht zu vergessen: Ganz wesentlich basiert unser Erfolg auf den Fähigkeiten, der Kreativität und der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter. Ihnen allen danke ich im Namen der gesamten Geschäftsführung herzlich für ihren persönlichen Beitrag zum Gelingen des Geschäftsjahres 2007!

Ein Erfolg, der für uns Bestätigung und zugleich Ansporn ist, uns weiter zu verbessern und zu steigern. Die Börse hat im derzeitigen Klima die sichtbaren Erfolge von Softing bei weitem noch nicht so honoriert, wie wir das erwarten würden. Die Entwicklung des Aktienkurses bleibt somit ein Thema, auch wenn wir uns in erster Linie auf unsere operativen Leistungen konzentrieren werden.

Folgende Ziele haben wir uns 2008 gesetzt:

    • Wir wollen mit einem Umsatz von mehr als 30 Mio. EUR und mit einem Ergebnis von mehr als 2,6 Mio. EUR unserem Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge näher kommen.
    • Wir werden unser internes profitables Wachstum weiter forcieren und Chancen zum nicht-organischen Wachstum verfolgen mit dem Ziel, strategische Lücken zu schließen.
    • Wir wollen den Geschäftserfolg auch im Aktienkurs abgebildet sehen. Wir werden daher 2008 unser Engagement verstärken, der Finanzwelt auch in unruhigen Zeiten das Potenzial des Wachstumswertes Softing zu vermitteln.

Wir, Mitarbeiter und Geschäftsführung des Softing-Konzerns, werden alles daran setzen, aus der nunmehr erreichten Position der Stärke heraus unser Wachstum und unsere Schlagkraft konsequent auszubauen. Im Mittelpunkt unseres Denkens stehen dabei stets unsere Kunden. Deren Wettbewerbsfähigkeit durch unsere Produkte und Leistungen zu steigern, betrachten wir täglich als unsere Herausforderung.

Begleiten Sie uns auf diesem Weg. Es wird sich weiterhin lohnen!

Ihr

Dr. Wolfgang Trier

Höhepunkte 2007

Januar Markteinführung des neuen buscheck PROFIBUS Analyzers
März Softing und TraceTronic GmbH vereinbaren Partnerschaft
Markteinführung des Feldbus ASICs UFC100-F1 für Foundation fieldbus und PROFIBUS PA
April Vorstellung des buscheck PROFIBUS Analyzers für PROFIBUS PA
Mai Neuerscheinung des Fachbuches "Datenkommunikation im Automobil"
Juni Softing und IT-Designers GmbH haben eine Zusammenarbeit bei Werkzeugen für Entwicklung,
Produktion und Service im Bereich der Automobilelektronik vereinbart
3. OPC Anwenderforum, Karlsruhe
September Forum Fabrikautomation, Haar
Oktober Partnerschaft mit ILS Technology LLC im Umfeld OPC Unified Architecture
November Vorstellung einer FPGA-basierten Lösung für Real-Time-Ethernet
A&D Best Product Award für die OPC Easy Connect Suite
Dezember Markteinführung der neuen CAN PC-Interface Familie CAN OEM
Softing als Trainingslabor für PROFINET-Seminare akkreditiert und zertifiziert
Wind Hill Technologies Inc, China übernimmt Distribution für die Softing AG in China
Großauftrag eines deutschen Automobilherstellers für die Entwicklung und
Lieferung von Diagnosesoftware im Entwicklungs- und Werkstattbereich

Die Softing-Aktie im Jahr 2007

Recht viel versprechend begann das Börsenjahr für Softing. Die Aktie startete am 2. Januar mit einem Eröffnungskurs von 2,11 EUR, um in den folgenden Wochen von einem Höchststand zum nächsten zu klettern. Anfang März erreichte sie über 2,80 EUR. Die Aufwärtsbewegung erhielt im März kurzzeitig eine Delle, als die Aktie auf 2,42 EUR sank. Getragen von sehr positiven Unternehmenszahlen stieg der Kurs bis Oktober dann erneut kontinuierlich mit zwischenzeitlich leichten Korrekturen an, um schließlich ein neues Jahreshoch von 3,82 EUR zu erzielen. Die massiven Turbulenzen an den deutschen und internationalen Börsen infolge der US-amerikanischen "Sub-Prime"-Krise ließen allerdings auch die Softing-Aktie nicht unbeeindruckt, die bis Ende des Jahres einen großen Teil der Kursgewinne wieder einbüßte, sich aber auf einem Niveau von gut 3 EUR einpendeln konnte. Ende Dezember lag der Kurs bei 3,19 EUR und damit auch in einem widrigen Kapitalmarkt-Umfeld deutlich über dem Niveau zu Jahresbeginn. Trotz der Einbußen zu den Jahreshöchstkursen konnte sich Softing verglichen mit anderen aktiennotierten Gesellschaften von ähnlicher Qualität während der Kapitalmarktkrise akzeptabel behaupten. Neben unseren operativen Erfolgen führen wir dies zurück auf die intensive Kapitalmarktkommunikation sowie auf unsere Aktionäre, die auf die stabile und langfristige Entwicklung der Gesellschaft vertrauen. Dennoch halten wir die Aktie für signifikant unterbewertet und rechnen bei einer Normalisierung des Kapitalmarktes mit einem überproportional hohen Entwicklungspotenzial.

Investor Relations 2007

Etwa 80% der Softing-Aktien werden von privaten und institutionellen Anlegern gehalten. Das Interesse und das Vertrauen, das der Aktie und damit dem Unternehmen entgegengebracht wird, wollen wir durch einen offenen und informativen Dialog pflegen und weiter vertiefen. Auf der Internetseite von Softing finden Anleger und Interessenten umfangreiche Informationen zur Aktie, die Geschäftsberichte, Pressemitteilungen und Finanzberichte, Quartalszahlen und wichtige Termine (Finanzkalender siehe auch Corporate Governance Bericht auf Seite 67).

2007 hat Softing an folgenden Investorenkonferenzen teilgenommen, um vor institutionellen Anlegern das Potenzial und die Entwicklungsmöglichkeiten einer Investition in Softing zu erläutern und sichtbar zu machen:

    • September 2007: Investorenkonferenz der Rüttnauer Research GmbH
    • November 2007: Deutsches Eigenkapitalforum der Deutschen Börse AG

Folgend eine Liste aller Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG für das Geschäftsjahr 2007:

Die Aktie im Überblick

WKN/ISIN 517800/DE0005178008 Börsenkürzel: SYT Listing: Prime Standard Geregelter Markt Frankfurt, XETRA, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin-Bremen Marktkapitalisierung 31.12.2007: 17,98 Mio. EUR Ausgegebene Aktien: 5.637.198 Kurs Hoch/Tief (2007): 3,82 EUR/2,11 EUR Ergebnis je Aktie: 0,22 EUR

Aktionärsstruktur

Nach eigenen Informationen befinden sich die Aktien des Unternehmens zu 10% im Besitz der Unternehmensgründer, knapp 10% sind in Besitz eines Privatinvestors und 20% liegen bei institutionellen Investoren. Die verbleibenden 60% der Aktien befinden sich im Freefloat.

Datum Mitteilungs-
pflichtige Person
Grund der
Mitteilungspflicht
Führungsperson
und Aufgabenbereich
Art/Ort
des Geschäfts-
abschlusses
Währung/
Preis
Stück-
zahl
Gesamtvolumen
07.02.07 Dr. Manfred Patz Mitglied Dr. Manfred Patz Verkauf/ EUR 2,50 400.000 EUR 1.000.000,00
Aufsichtsrat Mitglied Aufsichtsrat außerbörslich
04.06.07 Dr. Wolfgang Trier Person mit Dr. Wolfgang Trier Kauf/Xetra EUR 2,61 10.000 EUR 26.100,00
Führungsaufgaben Vorstandsvorsitzender
02.08.07 Andreas Kratzer Mitglied Andreas Kratzer Kauf/Xetra EUR 2,90 2.852 EUR 8.270,80
Aufsichtsrat Mitglied Aufsichtsrat
07.08.07 Andreas Kratzer Mitglied Andreas Kratzer Kauf/Xetra EUR 3,20 5.148 EUR 16.473,60
Aufsichtsrat Mitglied Aufsichtsrat
14.11.07 Dr. Wolfgang Trier Person mit Dr. Wolfgang Trier Kauf/Xetra EUR 3,20 5.000 EUR 16.000,00
Führungsaufgaben Vorstandsvorsitzender

Geschäftsstruktur

Geschäftsbereiche

Messebeteiligungen 2007

Industrial Automation

13. – 15. Februar Embedded World, Nürnberg, Deutschland
22. – 23. Februar General Assembly Fieldbus Foundation, Houston (Texas), USA
14. – 16. März Automatisierungstreff, Böblingen, Deutschland
16. – 20. April Hannover Messe Industrie/INTERKAMA, Hannover, Deutschland
04. – 07. September go automation, Basel, Schweiz
27. – 29. November SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland

Messebeteiligungen 2007

Automotive Electronics

06. – 07. Februar Internationale CTI Fachkonferenz "Diagnosesysteme im Automobil", Sindelfingen,
Deutschland
13. – 14. Februar Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", München, Deutschland
13. – 15. Februar Embedded World 2007, Nürnberg, Deutschland
08. – 10. Mai Automotive Testing Expo Europe 2007, Stuttgart, Deutschland
15. Mai D&E Entwicklerforum "Kfz-Elektronik", Ludwigsburg, Deutschland
17. – 18. Juli Internationaler mic Fachkongress "Fortschritte in der Automobil-Elektronik", Stuttgart,
Deutschland
10. – 11. Oktober Internationaler VDI-Kongress und Ausstellung "Elektronik im Kraftfahrzeug", Baden-Baden,
Deutschland
29. November FlexRay Product Day, Fellbach, Deutschland

Messetermine 2008

Industrial Automation

27. – 29. Februar Fieldbus Foundation General Assembly, Antwerpen, Niederlande
11. – 13. März PROFINET Developers Conference, Tokio und Nagoya, Japan
12. – 14. März Automatisierungstreff, Böblingen, Deutschland
21. – 25. April Hannover Messe Industrie/INTERKAMA, Hannover, Deutschland
25. – 28. September Automation 2008, Mumbai, Indien
25. – 27. November SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland
10. – 13. Dezember Industrial Automation, Bangalore, Indien

Automotive Electronics

05. – 07. Februar Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", München, Deutschland
04. – 05. März Internationale CTI Fachkonferenz "Diagnosesysteme im Automobil", Stuttgart, Deutschland
06. – 08. Mai Automotive Testing Expo Europe 2008, Stuttgart, Deutschland
17. – 18. Juni Internationaler mic Fachkongress "Fortschritte in der Automobil-Elektronik", Ludwigsburg,
Deutschland
14. – 19. September FISITA 2008 World Automotive Congress, München, Deutschland
17. – 19. September Automotive Testing Expo China 2008, Shanghai, China
22. – 23. Oktober FKFS AutoTest Fachkonferenz "Test von Hard- und Software in der Automobilentwicklung",
Stuttgart, Deutschland
26. – 27. November FlexRay ProductDay, Fellbach, Deutschland

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007

Rechtliche Konzernstruktur und Geschäftsbereiche

Der Softing-Konzern besteht aus der Softing AG mit Sitz in Haar bei München, der Tochter hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH mit Sitz in Reutlingen, der Tochter Softing North America, Inc. (Softing North America) mit Sitz in Newburyport (MA), der Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Klausenburg (Rumänien) und einer Niederlassung in Ratingen bei Düsseldorf.

Die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH in Reutlingen ergänzt und verstärkt den Unternehmensbereich Automotive Electronics der Softing AG in der Marktpräsenz bei Prüfund Testsystemen für Steuergeräte in der Automobilfertigung. Softing North America, seit 2005 mit eigenen Entwicklungskapazitäten vor Ort, ist im amerikanischen Markt ein fest verankertes, Gewinn bringendes Mitglied der Softing-Gruppe. Im Jahr 2007 trug Softing North America mit einem deutlichen Umsatzzuwachs zum positiven Gesamtergebnis der Softing-Gruppe bei. Die rumänische Tochter für Entwicklungs- und Projektleistungen, im Jahr 2005 als SoftingROM gegründet, ist weiter gewachsen und stellt ein wertvolles Mitglied im Softing-Konzern dar: Als Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben sowie unter Wettbewerbsgesichtspunkten.

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Bereichen Industrial Automation und Automotive Electronics international präsent. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardwareprototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Bereich Industrial Automation ist Softing als Produktund Technologielieferant am Markt sehr gut positioniert. Die Schwerpunkte liegen auf Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie auf Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit dem Geschäftsbereich Automotive Electronics steht Softing als Systempartner Fahrzeugherstellern, System- und Steuergerätelieferanten mit leistungsfähigen Werkzeugen und Lösungen zur Seite. Softing ist der Spezialist für Fahrzeug-Kommunikation, Diagnose und Testsysteme.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftsbereichen das Leistungsangebot ab. Softing bietet seine Dienstleistungen und Produkte schwerpunktmäßig in Europa an, daneben werden bedeutende Umsätze in Nordamerika generiert.

Gesamtleistung

Für den Bezugszeitraum wurde der Konzernabschluss nach den Anforderungen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt.

Allgemeine Angaben

Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die deutsche Wirtschaft 2007 im zweiten Jahr in Folge kräftig gewachsen. Deutliche Wachstumsimpulse kamen im vergangenen Jahr nicht nur aus dem Ausland, auch die Inlandsnachfrage wuchs. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2007 lag im Jahresdurchschnitt um 2,5% über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben Unternehmen ihre Investitionen in Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr um 8,4% erhöht, private Haushalte hingegen haben sich beim Konsum deutlich zurückgehalten. Die Europäische Kommission hat für das Jahr 2007 in der Eurozone ein Wachstum von 2,6% vorausgesagt, für die USA rechnet die Kommission mit einem Wachstum von 2,1%.

Wachstumsträger der Elektronik- und Elektroindustrie in Deutschland war nach Angaben des Zentralverbandes der Elektroindustrie (ZVEI) im Jahr 2007 erneut die Automatisierungsbranche, die mit einem zweistelligen Umsatzwachstum von 10% bis 12% aufwarten konnte und etwa 188 Mrd. EUR (Vj. 177,9 Mrd. EUR) umsetzte. Damit lag das Wachstum sogar einen Prozentpunkt über dem des starken Jahres 2006. Der Bereich Automobilelektronik wuchs ebenfalls um gut 10%. Der Wertanteil der Elektronik am Produktionswert eines Autos beträgt nach Angaben des ZVEI bereits 22%.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2007 um 5,4 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung um 23%. Hierzu hat zum einen die gute Konjunkturlage in den für Softing relevanten Märkten beigetragen. Zum anderen konnten aber auch neue Produkte sowie verstärkt nachgefragte Projektleistungen zu diesem Anstieg beitragen.

Im Segment Industrial Automation konnte der Umsatz um 16% auf 14,6 Mio. EUR (Vj. 12,6 Mio. EUR) gesteigert werden. Hier waren neben der allgemein gestiegenen Nachfrage vor allem die neuen Produkte im Diagnosebereich sowie die OPC-Produkte verantwortlich.

Im Segment Automotive Electronics lag der Umsatzanstieg bei 30% auf 14,3 Mio. EUR (Vj. 11,0 Mio. EUR). Wesentliche Treiber waren hierbei die Umsätze mit neuen Produkten im Bereich der Funktechnologie sowie die gesteigerte Nachfrage nach Projektleistungen.

Aufgrund eines zum Vorjahr veränderten Produktmixes erhöhte sich der Materialaufwand von 23,6% auf 24,1% der Umsatzerlöse oder 1,4 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,3 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch gestiegene erfolgsabhängige Vergütungen, sowie einen Anstieg der Mitarbeiter von 195 Ende 2006 auf 214 Ende 2007.

Eigenkapital (in Mio. EUR)

Die Abschreibungen sanken deutlich um 2,1 Mio. EUR von 4,9 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR. Starken Einfluss auf die hohen Abschreibungen des Vorjahres hatten die darin enthaltenen Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,7 Mio. EUR. 2007 waren nur Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR notwendig.

Als Folge konnte 2007 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 4,3 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR verbessert werden.

Aufgrund der Änderungen der Unternehmenssteuern in Deutschland sind die Steueraufwendungen 2007 einmalig deutlich erhöht. Dies liegt daran, dass die Aktiven Latenten Steuern mit dem neuen gesunkenen Steuersatz neu bewertet werden mussten. Der Steuersatz wurde 2007 in Deutschland von über 37% auf unter 30% gesenkt.

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 liegt für das Jahr 2007 bei 0,22 EUR (Vj. – 0,25 EUR).

Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital des Softing-Konzerns beläuft sich zum Jahresende 2007 auf 13,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 12,4 Mio. EUR. Unsere langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die aktivierten eigenen Produktentwicklungen, latente Steueransprüche und den Firmenwert aus dem Erwerb der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH. Die langfristigen Vermögenswerte betragen 37% (Vj. 51%) der Bilanzsumme. Dem gegenüber stehen langfristige Schulden und Eigenkapital in Höhe von 73% (Vj. 80%) der Bilanzsumme.

Aufwendungen für Forschung

und Entwicklung (in Mio. EUR)

Die Finanzmittel (flüssige Mittel und Wertpapiere) betrugen zum Jahresende 2007 4,9 Mio. EUR und damit 2,2 Mio. EUR mehr als im Vorjahr (Vj. 2,7 Mio. EUR). Der im Jahresabschluss ausgewiesene Steueraufwand resultiert fast ausschließlich aus latenten Steueraufwendungen, so dass dieser 2007 im Wesentlichen zu keinem Abfluss an liquiden Mitteln geführt hat bzw. führen wird.

Der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit erhöhte sich überwiegend aufgrund des gestiegenen Konzernergebnisses um 2,8 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR. Nach Abzug der Mittelabflüsse aus Investitionen in Höhe von 2,9 Mio. EUR ergab sich eine Zunahme der Finanzmittel um 2,2 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR.

Forschung und Produktentwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren über 10% seines Produktumsatzes in Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungsaktivitäten werden in einem periodisch tagenden Technical Steering Committee koordiniert, um auf Trends und Chancen am Markt zu reagieren und neue, marktrelevante Produkte schnell zur Serienreife zu bringen.

Insgesamt hat Softing 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Die Finanzierung dieser Entwicklungskosten erfolgte wie in den Vorjahren ausschließlich aus Eigenmitteln.

Im Geschäftsbereich Industrial Automation wurden Investitionen in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR) getätigt. Im Vordergrund stand wiederum die Entwicklung von Neuprodukten sowie die weitere klare Ausrichtung aller Entwicklungen auf Ertragspotenzial. Wesentliche Investitionen flossen in die Entwicklung von Hard- und Softwareprodukten für die Prozessautomatisierung und für die Kommunikation mit PROFIBUS-Netzwerken. Entwicklungsschwerpunkt war die PROFIBUS Diagnose mit dem buscheck PROFIBUS Analyzer für die mobile Diagnose sowie zusätzlich eine stationäre Diagnoselösung. Zur Marktreife gelangten weitere Versionen der PROFINET Protokollsoftware. Ebenfalls verstärkt wurden die Entwicklungsleistungen für die OPC Connector Tools.

Im Bereich Automotive Electronics ist 2007 der Effekt der im Vorjahr eingeleiteten strategischen Neuausrichtung spürbar geworden. Mit Neuprodukten konnten erfreuliche Umsatzund Ergebnissteigerungen erreicht werden. Hierbei kommt vor allem der Funktechnologie wachsende Bedeutung zu. Im Mai 2007 wurde mit der Lieferung von Fahrzeug-Adaptern für den Werkstattbereich an einen bedeutenden europäischen Fahrzeughersteller begonnen. In diesem Produkt findet die so genannte Bluetooth-Technologie Anwendung. Bereits einen Monat später begann die Serienbelieferung eines europäischen Nutzfahrzeugherstellers mit neuen Fahrzeug-Adaptern – ebenfalls für den Kundendienstbereich. Auch hier erfolgt die Datenübertragung per Funk, in diesem Fall mittels WLAN-Technologie. Die Position, die sich Softing in diesem Bereich erarbeitet hat, wird sie durch eine Erweiterung ihrer Produktpalette künftig noch weiter ausbauen und verstärken.

Die steigende Verbreitung des Diagnosestandards ODX (Open Diagnostic Data Exchange) in der Automobilindustrie wirkt sich sehr positiv auf das Software-Produktgeschäft von Softing aus. Hier ist eine Belebung bei Diagnose-Tools, so genannten Diagnose-Servern und Werkzeugen zur Datengenerierung spürbar. Softing trägt dieser Entwicklung mit marktrelevanten Innovationen Rechnung. Besonders hervorzuheben ist, dass unsere Kunden zunehmend unsere standardisierten Diagnose-Server aus den Bereichen Testtechnologie und Produktion in ihre eigenen Produkte integrieren. Dabei unterstützt Softing-Technologie auch die relativ neuen Datenbus-Systeme MOST und FlexRay.

Einen weiteren Schwerpunkt werden künftig Testsysteme darstellen. Den Kern bilden die Aktivitäten des Tochterunternehmens hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH. Durch den Vertrieb des Testwerkzeuges TESTCASE ergeben sich zusätzliche Marktchancen.

Neben dem reinen Produktgeschäft spielt die Entwicklungsdienstleistung für den Bereich Automotive Electronics eine wichtige Rolle. Dem Wunsch der Automobilhersteller nach unterstützender Entwicklungsleistung vor Ort ("Resident Engineering") ist Softing in verstärktem Maße nachgekommen: Zugunsten einer noch größeren Nähe zum Kunden.

Um die Software-Entwicklungsqualität besser bewerten und in Folge weiter optimieren zu können, ist ein umfangreiches internes Projekt aufgesetzt worden (SPICE = Software Process Improvement and Capability Determination). Ziel ist nicht nur eine Verbesserung der Software-Qualität, sondern gleichzeitig eine spürbare Verkürzung der Entwicklungsprozesse und damit verbunden eine deutliche Reduzierung der Entwicklungskosten. Softing hat 2007 im Bereich Automotive Electronics Investitionen in neue Produkte im Wert von 0,9 Mio. EUR getätigt (Vj. 1,3 Mio. EUR).

Mitarbeiter

Der Softing-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2007 insgesamt 214 fest angestellte Mitarbeiter (Vj. 195). Davon waren 145 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung tätig (Vj. 129) sowie 47 in Marketing und Vertrieb (Vj. 42).

2007 hat Softing wieder kräftig in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter investiert. Neben der Stärkung von Vertriebskompetenzen lag das Augenmerk vor allem auf dem Ausbau der Führungskompetenzen der Mitarbeiter. Zur Qualitätssicherung der Entwicklungsprozesse wird jährlich ein externes Audit zur ISO-Zertifizierung durchgeführt. Softing hat dieses Audit mit Erfolg bestanden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Aktienoptionen an die Mitarbeiter ausgegeben.

Angaben nach § 315 Abs. 4

    1. Das Grundkapital der Softing AG betrug 2007 5.637.198 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
    1. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

    1. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, bestehen nach unseren Kenntnissen zum Bilanzstichtag nicht.
    1. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.
    1. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.
    1. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

  1. Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im August 2007 ermächtigt, bis zum 23. August 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.799.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im August 2007 ermächtigt, bis zum 23. Februar 2009 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10% überbzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben. Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10% beschränkt. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Der Vorstand beschloss am 8.11.2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zu 280.000 Stück Aktien der Softing AG über die Börse zu kaufen. Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair-Value liegen. Bis zum 31.12.2007 wurden hieraus insgesamt 105.000 eigene Aktien erworben.

    1. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
    1. Mit dem Vorstandsvorsitzenden besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn ein Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe mehr als 25% der Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechtes steht dem Vorstandsvorsitzenden eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. 2 Jahresgehältern zu.

Grundzüge des Vergütungssystems der Organe

Die Bezüge des Vorstandes teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile orientieren sich an im Voraus festgelegten Zielen. Außerdem nahm der Vorstand 2007 an dem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. (weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen siehe Konzernanhang). Das Aktienoptionsprogramm ist mittlerweile ausgelaufen. Ein neues Programm liegt nicht vor.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 7.500 EUR pro angefangene Million EUR EBIT im Konzernabschluss. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen, als auch der variablen Vergütung.

Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Leichter Konjunkturrückgang bei gleichzeitigem Marktwachstum

Für das Jahr 2008 wird eine leichte Abschwächung des nationalen konjunkturellen Umfeldes erwartet. Laut Prognosen wird das Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik Deutschland bei ca. 1,9% liegen. Die Deutsche Bundesbank und das Kieler Institut für Weltwirtschaft IfW gehen für 2008 von einem Wirtschaftswachstum von 1,9%, OECD und Bundesregierung von 1,8% aus. Zur Begründung für den Rückgang gegenüber 2007 verweisen die Institute neben der schwachen US-Wirtschaft insbesondere auf weiterhin steigende Rohstoff- und Energiepreise.

Prognosen des Zentralverbandes für Elektroindustrie (ZVEI) legen nahe, dass alle Teilsegmente der Automatisierung weiterhin überdurchschnittlich wachsen werden und rechnen im langfristigen Mittel mit einem Wachstum auf dem Weltmarkt der Automatisierungstechnik um 6% bis 8% pro Jahr. Für die Fortsetzung dieser Entwicklung sprechen laut ZVEI sowohl die aktuellen Auftragseingänge als auch positive Nachrichten aus wichtigen Abnehmerbranchen im In- und Ausland.

Das Wachstumspotenzial bei Feldbussystemen wird weiterhin als überdurchschnittlich prognostiziert: Für die nächsten Jahre werden über 10% Wachstum erwartet. Im Bereich von Industrial Automation hat sich Softing bei seinen Kunden als kompetenter Partner etabliert: mit Produkten zur Vernetzung von Anlagen auf Basis relevanter Feldbussysteme. Basierend auf dem Know-how bei Feldbussen entwickelt Softing Hard- und Softwareprodukte, die innerhalb der einzelnen Feldbuswelten, aber auch in der Verbindung dieser Welten wichtiger Bestandteil einer zuverlässigen Industrieautomatisierung sind.

Unverändert gilt, dass der Einsatz von Feldbussystemen in Produktionsprozessen mittlerweile ein hohes Niveau erreicht hat und in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Durch den langjährigen Einsatz altern die Feldbusse bestehender Anlagen. Dies wird sich in zunehmenden Ausfällen und sinkenden Leistungsdaten bemerkbar machen. Somit ist die Bereitstellung von Diagnosewerkzeugen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit in der Industrie ein profitabler Wachstumsmarkt.

Im Jahr 2007 konnten wir unsere Produktpalette rund um die mobile und stationäre Diagnose von Feldbussystemen weiter ausbauen. Das erklärte Ziel ist die klare Marktführerschaft in der Feldbusdiagnose. Aufgrund der wirtschaftlichen Relevanz und des Umfangs der Arbeiten bei der Definition, Ausgestaltung und Pflege der buscheck-Familie wurde das Produktmanagement um einen erfahrenen Produktmanager erweitert und das Entwicklungsteam weiter ausgebaut. Die 2007 verstärkten Arbeiten werden 2008 zu weiteren Produkten und Produktvarianten der buscheck-Familie führen. Dieses Segment wird einen mehr als siebenstelligen Beitrag zum Umsatz leisten.

Softing hat 2007 die Produktpalette rund um das Thema "Real-Time-Ethernet" (RTE) um Interfaces, Gateways sowie um Anschaltungen für unsere Kunden erweitert. Die bei Softing entwickelte Technologie basiert auf dem Einsatz von FPGA (Flexible Programmable Gate Arrays) und bietet dem Kunden ganz wesentliche Vorteile. Die Resonanz am Markt für die Softing-Lösung ist ausgezeichnet. Es konnten bereits eine Reihe von Kunden gewonnen werden. Softing wird seine Sichtbarkeit im Markt bei RTE weiter ausbauen. Die Liste der Interessenten ist weiter gut gefüllt.

Diverse Neuprodukte bzw. neue "Releases" bei Foundation Fieldbus (FF) Stacks, Kommunikations-Hardware (FBK) sowie Gateways wie dem FG100-Asset als FDT-basiertem Asset Management Zugang zu FF-Geräten haben die traditionell starke Stellung von Softing in der Prozessindustrie ausgebaut. So konnte auch vertrieblich die Bindung zu einigen Schlüsselkunden aus der Systemtechnik erfolgreich ausgeweitet werden.

Softing entwickelt Protokolle und Lösungen für die drahtlose Kommunikation (Wireless Technologie) weiter. Die im Prozessumfeld nötige Technologie ist nicht mit der bei PCs (Wireless LAN) oder den anderen in der "Consumer Electronic" verwendeten Standards vergleichbar. Hier gelten sehr viel striktere Auflagen bezüglich Stromverbrauch, Reichweite, Störfreiheit etc. Damit wird nicht nur das Portfolio von Softing gegenüber seinen Kunden in der Prozessindustrie um neue Leistungen mit hohen Wachstumsraten erweitert, Softing sichert hiermit auch das laufende Geschäft mit drahtgebundener Kommunikation ab.

Die neue OPC Technologie "OPC Unified Architecture" wird Softing dabei unterstützen, seine Position als anerkannter OPC-Experte auszubauen. Neue Produkte zielen insbesondere auf den Bereich von so genannten "Embedded" Lösungen.

Der Geschäftsbereich Automotive Electronics profitiert von der weiterhin dynamischen Zunahme der Elektronik im Automobil und der hohen Innovationsgeschwindigkeit. Softing fokussiert sich in diesem Gesamtmarkt auf die Schwerpunkte Datenkommunikation, Diagnose und Testsysteme. Angeboten werden Entwicklungsleistungen sowie Produkte für Entwicklung, Versuch, Produktion und Service.

Die Kompetenz in der Datenkommunikation erstreckt sich über alle eingesetzten Systeme, von LIN über CAN bis zu MOST und FlexRay. Softing beteiligt sich aktiv an Arbeitsgruppen und in Standardisierungsgremien und ist daher über zukünftige Entwicklungen bereits heute im Bilde.

Durch die zunehmende Verwendung neuer Standards befindet sich die Fahrzeug-Diagnose in einem gewissen Umbruch. Im Jahr 2008 ist mit der Veröffentlichung teilweise bereits jetzt verwendeter Standards als internationaler ISO-Normen zu rechnen, was eine weitere Verbreitung fördern dürfte. Schon sehr früh hat Softing auf den Standard ODX (Open Diagnostic Data Exchange, ISO 22901) gesetzt und ist in der Lage, qualifizierte Dienstleistungen und Produkte anzubieten. Desgleichen hat Softing die Bestrebungen zur Standardisierung von Fahrzeug-Adaptern für Entwicklung, Produktion und Service aktiv begleitet und ist daher bereits jetzt fähig, Produkte anzubieten, die dem zukünftigen Standard MVCI (Modular Vehicle Communication Interface, ISO 22900) entsprechen.

Zunehmende Bedeutung gewinnt auch das automatisierte Testen elektronischer Steuergeräte. Softing will hier mit Produkten der Tochter hard&soft sowie mit dem Testwerkzeug TESTCASE neue Kunden gewinnen.

Die aktuelle Marktsituation ist für den Geschäftsbereich Automotive Electronics günstig, die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sind klar definiert: Eine weitere positive Entwicklung darf daher erwartet werden.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2008

Softing geht für 2008 von einer Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. Wir erwarten einen Umsatz von über 30 Mio. EUR und rechnen mit einem EBIT von mehr als 2,5 Mio. EUR. Dabei gehen wir bei den beiden Segmenten Industrial Automation und Automotive Electronics von einem Wachstum in Umsatz und Ergebnis aus und erwarten, dass sich diese positive Entwicklung auch 2009 fortsetzen wird.

Nicht nur in Europa, auch in den USA wollen wir wachsen. Die geschäftlichen Aktivitäten entwickeln sich viel versprechend. Für Softing North America erwarten wir weiteres Umsatzwachstum und eine kontinuierliche Steigerung des EBIT.

Für die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH ist ein Umsatz von rund 4,0 Mio. EUR bei einem deutlich positiven EBIT geplant.

Im laufenden Geschäftsjahr wird auch das Thema des nichtorganischen Wachstums eine zentrale Rolle spielen.

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Neupositionierung Automotive Electronics

2007 war ein erfolgreiches Jahr für den Geschäftsbereich Automotive Electronics. Die Maßnahmen, die 2006 zur strategischen Neuausrichtung des Bereichs eingeleitet worden waren, haben messbar Wirkung gezeigt. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs wurde 2007 fortgeführt, so dass für das Jahr 2008 mit weiteren Zuwächsen in Umsatz und EBIT zu rechnen ist. Parallel zu den Maßnahmen zur wirtschaftlichen Ergebnisverbesserung haben wir Anfang 2007 ein ehrgeiziges Qualitätsprojekt gestartet. Dieses wird unsere Softwareentwicklungsprozesse und -produkte weiterhin deutlich verbessern.

Einstieg in neue Technologien

Für das in Europa bei weitem dominierende Feldbusprotokoll PROFIBUS haben im Jahr 2007 weitere Kunden ihre Geräte und Anlagen auf die Nachfolgetechnologien (Echtzeit-Ethernet-Protokolle) vorbereitet. Softing hat 2007 weitere von ihrer Signalwirkung her strategische Kunden gewinnen können. Für das Jahr 2008 erwarten wir hier weiter deutliche Wachstumsraten.

Tochtergesellschaft SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, d.h. dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen. Vor Ort stehen gut ausgebildete junge Ingenieure und Informatiker zur Verfügung. Die rumänische Tochter ist damit zu einer Technologieschmiede von Softing herangewachsen. 2007 zog die Belegschaft aufgrund des gestiegenen Raumbedarfs abermals in ein neues Gebäude. Damit stehen wieder Kapazitäten für einen weiteren Ausbau der Entwicklungs- und Projektkapazitäten zur Verfügung.

Softing North America, Inc.

Softing North America ist 2007 gewachsen und hat eine positive Gewinnentwicklung gezeigt. Insbesondere die Vertriebs- und Projektkapazitäten wurden vor Ort weiter verstärkt. Das Produktgeschäft ist mittlerweile im US-Markt etabliert. Wir erwarten deutliche Steigerungsraten im Umsatz bei gleichzeitig steigendem Ergebnis. Einige im Jahr 2007 entwickelten Neuprodukte werden diese Entwicklung mittelund langfristig nachhaltig unterstützen. Es bestehen gute Chancen, 2008 durch geschickte Allianzen und Produktpolitik Wettbewerber weiter zu überflügeln und im Bereich der industriellen Kommunikation zum de-Facto-Standard in der Prozessindustrie aufzusteigen.

hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH

Die im Jahr 2005 erworbene hard&soft stellt eine wertvolle Ergänzung im Bereich der Testsysteme dar und trägt auch erwartungsgemäß zu Umsatz und Ergebnis bei. Über die Nutzung der durch Softing erweiterten Vertriebsstrukturen ergeben sich spürbare Synergien, d.h. zusätzliche Kundenkontakte für hard&soft. Umgekehrt profitiert Softing vom Zugang in den Automobil-Fertigungssektor, der durch hard&soft erleichtert wird.

Risikomanagement und einzelne Risiken

Softing ist ein internationales Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Es ist aber auch Teil unserer Risikopolitik, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig.

Im Berichtszeitraum haben wir die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Geschäftsrisiken

Im Berichtsjahr konnten wird den Umsatz gegenüber dem Vorjahr erheblich steigern. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) konnte durch die erhöhten Umsätze deutlich in die Gewinnzone zurückkehren. Die Geschäfte von Industrial Automation liefen sehr erfreulich, im Bereich Automotive Electronics zeigte die eingeleitete Neuausrichtung deutlich Wirkung. Allgemein besteht das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell Nachfrageänderungen anpassen zu können.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten.

Operative Risiken

In Teilen unseres Geschäfts sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen.

Schadenrisiken

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt.

Kreditrisiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt, da unsere Kunden überwiegend finanzkräftige Großunternehmen waren. Die zunehmende Verbreiterung unseres Geschäfts, insbesondere im internationalen Umfeld, und die damit einhergehende Gewinnung von Klein- und mittelständischen Unternehmen kann zu einer Risikoausweitung führen. Wir haben diesem Umstand Rechnung getragen, indem wir der Kreditprüfung und dem Forderungsmanagement ein starkes Gewicht gegeben haben.

Wechselkursrisiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Im Berichtszeitraum haben wir die Wechselkursrisiken mit unserer Tochtergesellschaft in den USA abgesichert. Softing hat im Geschäftsjahr 2007 unterjährig die erwarteten Zahlungsströme der Softing North America mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften abgesichert.

Lieferantenrisiken

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen.

Risiken bezüglich des Bestandes der IT-Infrastruktur

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Wir sind diesen Risiken mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen begegnet, die insbesondere die kurzfristige Wiederherstellung aller Datenbestände beinhaltet. Darüber hinaus wurden eine Reihe von IT-Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben.

Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.

Haar, den 18. Februar 2008

Softing AG

Dr. Wolfgang Trier (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Michael Siedentop (Vorstand)

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2007

Aktiva
Anhang
31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert C1 2.351.125 2.351.125
2. Entwicklungskosten C2 2.564.807 2.618.634
3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte C3 791.379 1.044.761
5.707.311 6.014.520
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung C5 583.050 538.000
III. Latente Steueransprüche D8 1.811.276 3.059.258
8.101.637 9.611.778
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte C7
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 527.696 548.892
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.361.728 1.046.998
1.889.424 1.595.890
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C8 4.000.424 4.001.071
2. Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C9 1.546.483 658.430
5.546.907 4.659.501
III. Sonstige finanzielle Forderungen C10 986.082 39.184
IV. Steueransprüche C12 51.983 24.003
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C13 4.926.916 2.740.037
VI. Sonstige Vermögenswerte C11 164.694 280.047
13.566.006 9.338.662
21.667.643 18.950.440
Passiva Anhang 31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.637.198 5.599.998
II. Kapitalrücklage 1.683.820 1.682.707
III. Gewinnrücklage 6.850.876 5.437.737
IV. Eigene Anteile – 314.370 – 273.375
C14 13.857.524 12.447.067
B. Langfristige Schulden
1. Leistungen an Arbeitnehmer C15 813.835 1.138.073
2. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten C16 0 348.728
3. Latente Steuerschulden D8 1.097.884 1.281.129
1.911.719 2.767.930
C. Kurzfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen C16 115.043 142.610
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen C17 973.999 718.038
2. Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C9 274.962 162.298
III. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten C18 3.993.164 2.217.899
IV. Steuerschulden C20 99.822 0
V. Sonstige Schulden C19 441.410 494.598
5.898.400 3.735.443
21.667.643 18.950.440

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2007

Anhang 2007
EUR
2006
EUR
1. Umsatzerlöse D1 28.968.394 23.595.788
2. Andere aktivierte Eigenleistungen D2 1.826.724 2.178.553
3. Sonstige Erträge D3 314.297 367.211
31.109.415 26.141.552
4. Materialaufwand D4
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren – 6.138.395 – 4.942.645
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen – 856.998 – 622.229
– 6.995.393 – 5.564.874
5. Zuwendungen an Arbeitnehmer D5
a) Löhne und Gehälter – 13.073.519 – 11.778.243
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung – 1.910.494 – 1.950.288
– 14.984.013 –13.728.531
6. Abschreibungen und Wertminderungen auf
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen C4 – 2.835.345 – 4.932.096
7. Andere Aufwendungen D6 – 3.981.647 – 3.907.396
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
vor Steuern und Zinsen (EBIT) 2.313.017 – 1.991.345
9. Finanzerträge D7 121.240 87.488
10. Finanzierungsaufwendungen D7 – 140.204 – 226.045
– 18.964 – 138.557
11. Ergebnis vor Steueraufwendungen (EBT) 2.294.053 – 2.129.902
12. Steueraufwendungen (i. Vj. Steuererträge) D8 – 1.057.115 767.491
13. Konzernergebnis (= den Anteilseignern
des Mutterunternehmens zuzurechnen) 1.236.938 – 1.362.411
Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) E5 0,22 – 0,25

Konzern-Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr 2007

2007
TEUR
2006
TEUR
Konzernergebnis 1.237 – 1.362
Anpassungen
Zinserträge – 97 – 87
Zinsaufwendungen 140 226
Ertragsteuern 1.057 – 767
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.835 4.932
Währungsdifferenzen 4 25
Veränderung der Rückstellungen – 28 31
Veränderung der Vorräte – 294 104
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten – 1.719 – 316
Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten und sonstigen Schulden 1.926 – 406
Erhaltene Zinsen 97 87
Gezahlte Zinsen – 35 – 11
Erstattete Ertragsteuern 0 205
Gezahlte Ertragsteuern – 30 – 326
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 5.093 2.335
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 44 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen – 360 – 215
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 2.260 – 2.851
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen – 375 – 971
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit – 2.951 – 4.037
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 38 0
Einzahlung aus Erwerb eigener Aktien 321 0
Auszahlung aus Erwerb eigener Aktien – 314 – 273
Auszahlung Kapitalkosten aus Kapitalerhöhung 0 – 14
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 45 – 287
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.187 – 1.989
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 2.740 4.729
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 4.927 2.740

Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer D3 verwiesen.

Konzernaufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

für das Geschäftsjahr 2007

2007 2006
TEUR TEUR
Unterschiede aus Währungsumrechnung
(Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste) 2 25
Ertrag aus dem Verkauf eigener Anteile 47 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 238 8
287 33
Steuereffekte – 110 – 3
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) 177 30
Konzernjahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag) 1.237 – 1.362
Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen 1.414 – 1.332
(= den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen)

Konzernanhang

für das Geschäftsjahr 2007

A. Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2007 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 18. Februar 2008 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. Gegenstand des Konzerns

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse "Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar" eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftliche Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme, kommerzielle EDV-Anwendungen.

3. Neue und geänderte Standards

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen.

Von diesen Standards und Interpretationen wurden – soweit für die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens von Bedeutung – im Geschäftsjahr 2007 erstmals angewandt:

  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses Angaben zum Kapital"
  • IAS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Das IASB ("International Accounting Standards Board") und das IFRIC ("International Financial Reporting Interpretations Committee") haben die nachfolgend skizzierten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung allerdings noch nicht verpflichtend ist und die durch den Softing-Konzern auch nicht vorzeitig angewendet werden:

IFRS 8 ("Operating Segments") wurde im November 2006 veröffentlicht. Die Anerkennung von IFRS 8 durch die Europäische Union erfolgte im November 2007. Eine verpflichtende Anwendung des Standards ist für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Durch IFRS 8 ergeben sich im Bereich der Segmentberichterstattung Änderungen hinsichtlich der Segmentidentifikation. So wird mit IFRS 8

der Wechsel vom sogenannten "risk and reward approach" zum "management approach" vollzogen. Ferner wird in diesem Zuge die Bewertung der Segmente vom "financial accounting approach" auf den "management approach" umgestellt. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die zukünftigen Konzernabschlüsse des Softing-Konzerns ergeben.

IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"

  • IFRIC 9 "Bilanzierung von eingebetteten Derivaten"
  • IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Erfassung von Wertminderungen in Bezug auf den Goodwill und in Bezug auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte"

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Softing AG.

Am 6. September 2007 hat das IASB IAS 1 ("Presentation of Financial Statements: A Revised Presentation") in geänderter Fassung veröffentlicht. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen; der Standard wurde bis dato noch nicht von der Europäischen Union übernommen. Grundlegendes Ziel der Überarbeitung ist die Verbesserung der Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten der in

Abschlüssen dargestellten Informationen für die Adressaten. Dabei sollen Veränderungen des Nettovermögens, die aus Transaktionen mit Anteilseignern (in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner) resultieren, von anderen Veränderungen des Nettovermögens getrennt werden. Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss des Softing-Konzerns werden geprüft.

Im März 2007 hat das IASB IAS 23 ("Borrowing Costs") in überarbeiteter Fassung veröffentlicht. Eine verpflichtende Anwendung des geänderten Standards ist für Geschäftsjahre vorgeschrieben, die am 1. Januar 2009 beginnen. Anstelle des bisherigen Wahlrechts, Fremdkapitalkosten aufwandswirksam zu erfassen (benchmark treatment) oder bei Vorliegen eines sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts ihre Aktivierung zuzulassen

(alternative treatment), ist künftig eine Aktivierungspflicht für Fremdkapitalzinsen vorgesehen. Gleichzeitig wurde die Definition des qualifizierten Vermögenswerts enger gefasst. Die Anwendung des geänderten Standards wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse des Softing-Konzerns haben.

IFRIC 11 ("IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions") thematisiert die Bilanzierung konzernweiter aktienbasierter Vergütungen, klärt die Frage, welche Konsequenzen Mitarbeiterwechsel innerhalb des Konzerns haben und wie aktienbasierte Vergütungen zu behandeln sind, bei denen das Unternehmen eigene Aktien ausgibt oder Aktien von einem Dritten erwerben muss. Die Interpretation wurde

Ende 2006 veröffentlicht und ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. Die Anerkennung von IFRIC 11 durch die Europäische Union erfolgte im Juni 2007. Auf die zukünftigen Konzernabschlüsse des Softing-Konzerns hat die Anwendung des IFRIC 11 nach derzeitigem Kenntnisstand keine Auswirkungen.

Ende 2006 wurde IFRIC 12 ("Service Concession Arrangements") veröffentlicht. Die Interpretation thematisiert die bilanzielle Behandlung von Infrastrukturleistungen durch private Unternehmen. Eine verpflichtende Anwendung von IFRIC 12 ist für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Interpretation wurde bis dato noch nicht durch die Europäische Union anerkannt. Es wird derzeit nicht erwartet, dass sich aus der erstmaligen Anwendung des IFRIC 12 Konsequenzen für die zukünftigen Konzernabschlüsse des Softing-Konzerns ergeben werden.

Im Juni 2007 veröffentlichte das IASB IFRIC 13 ("Customer Loyalty Programmes"). Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Kundenbonusprogrammen, die von Herstellern bzw. Dienstleistungsanbietern selbst oder durch Dritte betrieben werden. IFRIC 13 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Die Anerkennung durch die Europäische Union steht bis dato noch aus. Auf die zukünftigen Konzernabschlüsse des Softing-Konzerns hat die Anwendung des IFRIC 13 nach derzeitigem Kenntnisstand keine Auswirkungen.

Im Juli 2007 veröffentlichte das IASB IFRIC 14 ("The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction"). Die Interpretation befasst sich im Wesentlichen mit dem Zusammenwirken einer zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung, zusätzliche Beträge in einen Pensionsplan einzuzahlen, und den einschlägigen Regelungen in IAS 19 zur Wertobergrenze eines positiven

Saldos zwischen Planvermögen und leistungsorientierter Verpflichtung. IFRIC 14 ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Die Europäische Union hat IFRIC 14 noch nicht anerkannt. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRIC 14 sind keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des Softing-Konzerns zu erwarten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. Erfassung von Erträgen

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist

und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage –of–Completion–Methode realisiert. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer

Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage–of–Completion–Methode erfasst.

Erträge aus Zinsen

Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt.

Softing-Konzern Kapitalanteil

2007
%
2006
%
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing North America, Inc., Newburyport/USA 100 100
hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, Reutlingen/Deutschland 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100

Die deutsche Tochtergesellschaft hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, Reutlingen ist gem. § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufzustellen und offen zu legen befreit.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode zu bilanzieren, d. h. die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Prüfung auf dessen Werthaltigkeit unterzogen. Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen aktivierte Entwicklungskosten, den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Entwicklungskosten

Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst. Die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden ab dem Zeitpunkt, zu dem die technologische Durchführbarkeit feststeht, als Entwicklungskosten aktiviert. Gemäß IAS 38 aktiviert die Gesellschaft eigene Entwicklungskosten für die selbsterstellten Produkte, sofern die anfallenden Entwicklungskosten zu marktfähigen Produkten führen und entsprechende Umsatzerlöse für die Vergangenheit nachgewiesen werden konnten bzw. die geplanten oder erwarteten Deckungsbeiträge die

aktivierten Aufwendungen übersteigen. Die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen werden auf drei Jahre linear abgeschrieben, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Noch nicht abgeschlossene und aktivierte Entwicklungsprojekte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierbei werden Einflüsse aus der künftigen Marktentwicklung angemessen berücksichtigt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen grundsätzlich den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen die Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen.

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzwert. Da der beizulegende Zeitwert nicht ermittelt werden kann, wird der Nutzwert zugrunde gelegt.

Der Nutzwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde demnach wie folgt ermittelt:

Aufgrund der Planungen der nächsten 3 Geschäftsjahre wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem kein Wachstum für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzwert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Die Zahlungsmittelrückflüsse wurden mit 7% diskontiert.

Im Berichtsjahr ergab sich keine Wertminderung.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert worden.

5. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsoder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange in der Darstellung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.

6. Wertminderungen

Sollten sich aufgrund von Tatsachen oder Umständen Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen ergeben, so wird ihr jeweiliger erzielbarer Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert. Falls der erzielbare Betrag unter dem Bilanzwert liegt, wird eine Wertminderung erfasst, die die betreffenden Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag reduziert.

7. Leasingverträge

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die zu zahlenden Leasingraten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Finanzierungsleasingverträge, die nach IAS 17 zu aktivieren sind, liegen nicht vor.

8. Vorräte

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten.

Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

9. Finanzielle Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cash Flows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Kategorien unterteilt: "bis zur Endfälligkeit gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "Kredite und Forderungen". Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Bis zur Endfälligkeit gehalten" und "Kredite und Forderungen" werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne oder Verluste werden dann ergebniswirksam erfasst, wenn der finanzielle Vermögenswert ausgebucht oder wertgemindert ist sowie im Rahmen von Amortisationen. Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows vorgenommen.

Sofern es sich um "zur Veräußerung verfügbare" finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im Eigenkapital unter Beachtung latenter Steuern ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im Eigenkapital kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als "Kredite und Forderungen" kategorisiert und entsprechend bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere und werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und demzufolge zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.

10.Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Dabei werden als Auftragserlöse die in Festpreisverträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten (Cost-to-CostMethode). Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Leistungsstand der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzellfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den "Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen". Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, so wird dieser passivisch unter den "Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.

11.Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

12.Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

13.Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

14.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht,

eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

15.Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d. h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. In den Folgejahren werden alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten".

16.Sonstige Schulden

Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

17.Ermessensausübung und Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene andere Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Einschätzung zukünftiger Nutzungsmöglichkeiten steuerlicher Verlustvorträge und der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäftsoder Firmenwertes.

18.Währungsumrechnung

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben.

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in Euro berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

USD/EUR USD/EUR RON/EUR RON/EUR
2007 2006 2007 2006
Stichtagskurs (31.12.) 1,47 1,32 3,60 3,38
Durchschnittskurs 1,38 1,26 3,34 3,51

C. Angaben zur Konzern-Bilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.351 resultiert aus dem Erwerb sämtlicher Anteile der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH zum 1. Juli 2005. Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die CGU der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, der der Geschäftsoder Firmenwert vollständig zuzuordnen ist, auf Basis des Nutzungswertes durchgeführt.

2. Entwicklungskosten

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 934 (Vj. TEUR 960).

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2007 Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß dem Förderprogramm "Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen" in Höhe von TEUR 92 (Vj. TEUR 117) erhalten. Diese werden von den Anschaffungsoder Herstellungskosten der aktivierten Entwicklungskosten abgesetzt. Weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden nicht beantragt.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

4. Wertminderungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt TEUR 185 (Vj. TEUR 1.684) in der Gewinn und Verlustrechnung unter dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfasst worden.

Dabei handelt es sich um eine Wireless-Lizenz für das Segment Industrial Automation.

5. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

6. Leasingverträge

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 127 (Vj. TEUR 123) enthalten.

7. Vorräte

Die Vorräte wurden 2007 in Höhe von TEUR 166 (Vj. TEUR 170) wertberichtigt. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2007 wurden Wertberichtigungen für als zweifelhaft anzusehende Forderungen in Höhe von TEUR 152 (Vj. TEUR 117) vorgenommen.

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.000 4.001
davon: Noch nicht abgerechnete Leistungen 31 38

9. Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Gesamtbetrag der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge 2.617 1.628
Ab: Erhaltene Anzahlungen – 1.345 – 1.132
Verrechnungssaldo 1.272 496
davon ausgewiesen unter:
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 1.547 658
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen – 275 – 162

Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Abwertungen bzw. Rückstellungen gedeckt; sie werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt. Der Gesamtbetrag

der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge enthält Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.822 (Vj. TEUR 1.269) sowie einen Gewinnanteil in Höhe von TEUR 795 (Vj. TEUR 359).

10.Sonstige finanzielle Vermögenswerte

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
Forderungen an Mitarbeiter 899 4
Übrige 87 35
986 39

Bei den Forderungen an Mitarbeiter handelt es sich im Wesentlichen um ein mit 5% verzinstes Darlehen i.H.v. TEUR 875, welches einem Vorstand gemäß dem Vertrag vom 22. Juni 2007 gewährt wurde. Der darauf angefallene Zins beträgt TEUR 19.

11.Sonstige Vermögenswerte

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Sonstige Steuererstattungsansprüche 0 1
Anzahlung Sachanlagen 0 39
Rechnungsabgrenzung 69 108
Übrige 96 132
165 280

12.Laufende Ertragsteueransprüche

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen.

13.Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
Wertpapiere 632 632
Flüssige Mittel 4.295 2.108
4.927 2.740

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht von ausländischen Währungen beeinflusst.

Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristig veräußerbare, festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen eines inländischen Kreditinstitutes, die am 17. April 2009 fällig werden. Der letzte Zinssatz betrug 4,659% (Vj. 3,499%), wobei alle drei Monate eine Zinsanpassung an den Marktzins durch den Emittenten erfolgt.

Flüssige Mittel beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen.

14.Eigenkapital

Namenlose
Stückaktien
Gezeich-
netes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinnrücklagen Eigene
Anteile
Gesamt
Eigen
kapital
tungs- Bewer- Währungs-
umrech
andere Summe
rücklagen nungen
Stück TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
31. Dezember 2005/
1. Januar 2006 5.499.998 5.500 1.476 – 298 – 56 7.123 6.769 0 13.745
Veränderungen
im Eigenkapital 2006
Erfolgsneutrale Erträge
und Aufwendungen 0 0 0 5 25 0 30 0 30
Konzernergebnis 2006 0 0 0 0 0 – 1.362 – 1.362 0 – 1.362
Verrechnung Kosten
Börsengang (Rück
vergütung für Vorjahre) 0 0 36 0 0 0 0 0 36
Erwerb eigener Anteile 0 0 0 0 0 0 0 – 273 – 273
Zuführung aus
Kapitalerhöhung 100.000 100 179 0 0 0 0 0 279
Verrechnung
Transaktionskosten
Kapitalerhöhung 0 0 – 14 0 0 0 0 0 – 14
Erfolgsneutrale Veränderung
der latenten Steuern 0 0 6 0 0 0 0 0 6
31. Dezember 2006/
1. Januar 2007 5.599.998 5.600 1.683 – 293 – 31 5.761 5.437 – 273 12.447
Veränderungen
im Eigenkapital 2007
Erfolgsneutrale Erträge
und Aufwendungen 0 0 0 238 0 0 238 0 238
Konzernergebnis 2007 0 0 0 0 0 1.237 1.237 0 1.237
Erwerb/Verkauf eigener Anteile 0 0 0 47 0 0 47 – 41 6
Zuführung aus
Kapitalerhöhung 37.200 37 1 0 0 0 0 0 38
Währungsveränderungen 0 0 0 0 2 0 2 0 2
Erfolgsneutrale Veränderung
der latenten Steuern 0 0 0 – 110 0 0 – 110 0 – 110
31. Dezember 2007 5.637.198 5.637 1.684 – 118 – 29 6.998 6.851 – 314 13.858

Gezeichnetes Kapital

Zum 14. Juni 2007 wurde das gezeichnete Kapital im Rahmen einer Ausübung eines Bezugsrechts aus dem Aktienoptionsplan um EUR 32.700 bzw. 32.700 Aktien erhöht. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag

EUR 5.637.198,00 und ist eingeteilt in 5.637.198 namenlose Stückaktien. Daneben besteht bedingtes Kapital in Höhe von EUR 222.800,00 aus einem Aktienoptionsprogramm, das nicht mehr genutzt werden kann.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 23. August 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 2.799.000 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden:

  • zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen;

wenn im Falle einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage die aufgrund dieser Ermächtigung beschlossenen Kapitalerhöhungen insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten und der Ausgabebetrag der Aktie den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2007 EUR 2.799.000.

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten. Zum 14. Juni 2007 wurde der Kapitalrücklage im Rahmen einer Kapitalerhöhung TEUR 1 zugeführt.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten sowie die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, sowie der erfolgsneutrale Verkauf von eigenen Aktien von TEUR 47 (Vj. TEUR 0) im Jahr 2007.

In Höhe der gesetzlichen Rücklage nach § 150 AktG besteht eine Ausschüttungssperre für die Rücklagen bis zum zehnten Teil des gezeichneten Kapitals.

Eigene Anteile

Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 24. August 2007 und des Beschlusses des Vorstands vom 8. November 2007 wurden eigene Aktien erworben:

Kaufdatum Stückzahl Stückpreis
(EUR)
Kaufpreis
(TEUR)
14. November 2007 5.000 3,2000 16
17. Dezember 2007 100.000 2,9837 298
314

Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.

15.Leistungen an Arbeitnehmer

Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1.522 (Vj. TEUR 1.354) wurde nach IAS 19.116 mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach IAS 19.93D erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des "Verbraucherindex für Deutschland". Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2006 auf 2007 von 110,2 auf 113,6 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

31.12.2007 31.12.2006
Berechnungsgrundlagen % %
Rechnungszins 5,25 4,25
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 2,0 1,75
2007 2006
Entwicklung TEUR TEUR
DBO Stichtag 1. Januar 2.492 2.426
Dienstzeitaufwand
Erträge aus Planvermögen – 134 – 145
Zinsaufwand 105 96
Zinsertrag aus Planvermögen – 34 – 6
Finanzmathematische Verluste – 239 – 8
Pensionsleistungen an Pensionäre – 23 – 23
Zeitwert des externen Planvermögens zum 1. Januar – 1.354 – 1.202
Rundungsdifferenz 1
Stichtag 31. Dezember 814 1.138
31.12.2007 31.12.2006
Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis TEUR TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 2.336 2.492
Zeitwert des externen Planvermögens zum 31. Dezember 2007 – 1.522 – 1.354
814 1.138

Der Barwert der DBO und der Zeitwert des externen Planvermögens haben sich in den letzten 4 Jahren wie folgt entwickelt:

Barwert der Zeitwert des
leistungsorientierten externen
Verpflichtungen Planvermögens
(DBO)
31.12.2003 1.692 869
31.12.2004 1.962 1.061
31.12.2005 2.426 1.202
31.12.2006 2.492 1.354
31.12.2007 2.336 1.522

2007 ergab sich ein Aufwand aus der Altersversorgung von TEUR 57 (Vj. TEUR 29).

31.12.2007 31.12.2006
Pensionsleistungen an Pensionäre 23 23
Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung 105 96
Abzüglich
enthaltener Zinsaufwand (saldiert mit Zinserträgen aus
Planvermögen in Höhe von TEUR 34; Vj. TEUR 6) – 71 – 90
57 29

Aufgrund der konservativen und sicheren Anlageform der Rückdeckungsversicherung rechnen wir auch in Zukunft mit einer geringen Verzinsung der eingezahlten Beiträge. Die Verzinsung des Planvermögens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,5% (Vj. 0,5%).

Der Dienstzeit- und Zinsaufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung ist mit dem Ertrag aus dem Planvermögen nach IAS 19 saldiert. Der verbleibende Zinsaufwand wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 121 erwartet.

16.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die

Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Stand am Verbrauch Auflösung Zuführung Stand am
01.01.2007 31.12.2007
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Betriebliche Rückstellungen 94 94
Drohverlust 49 36 11 19 21
143 36 11 19 115

Die betrieblichen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Vorsorgen für Garantieverpflichtungen, welche unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten ermittelt wurden. Die Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

17.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 275 (Vj. TEUR 162) resultieren aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (Vergleiche Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen).

18.Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 40 116
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 2.812 1.239
Übrige 1.141 863
3.993 2.218

In den übrigen Verbindlichkeiten ist eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 375 im Zusammenhang mit dem Erwerb der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH enthalten. Diese wird mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode (5,6%) angesetzt.

19.Sonstige Schulden

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 441 494

Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten enthalten vor allem die Umsatz- und Lohnsteuer.

20.Steuerschulden

Diese Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den in diesem Jahr erwirtschafteten Gewinn der Softing AG und der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich 2007 auf TEUR 2.450 (Vj. TEUR 1.437).

2007 2006
Aufgliederung nach geographischen Gesichtspunkten TEUR TEUR
Inland 18.695 16.106
Ausland 10.273 7.490
28.968 23.596
2007 2006
Aufgliederung nach Produkten und Dienstleistungen TEUR TEUR
Produkte 19.105 15.310
Dienstleistungen 9.863 8.286
28.968 23.596

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen

2007 2006
TEUR TEUR
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 0 45
Auflösung von Rückstellungen 11 13
Sonstige periodenfremde Erträge 0 5
11 63
Erträge aus Kursdifferenzen 4 24
Erlöse Kraftfahrzeug-Überlassung 111 112
Erlöse geförderte Projekte 92 117
Übrige Erträge 96 51
314 367

4. Materialaufwand

6.995 5.565
Fremdleistungen 857 622
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 6.138 4.943
TEUR TEUR
2007 2006

5. Zuwendungen an Arbeitnehmer

2007 2006
TEUR TEUR
Laufende Gehälter 10.186 10.061
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 1.910 1.950
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 2.543 1.165
Kfz-Überlassung Arbeitnehmer 114 118
Abfindungen 21 0
Aushilfslöhne 31 50
Sonstige 179 385
14.984 13.729

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt

TEUR 870 (Vj. TEUR 855). Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 57 (Vj. TEUR 29).

6. Andere Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2007
TEUR
2006
TEUR
Betriebsaufwendungen 2.023 1.811
Vertriebsaufwendungen 1.095 1.253
Verwaltungsaufwendungen 769 720
Aufwand aus Kursdifferenzen 62 96
Periodenfremde Aufwendungen 33 27
3.982 3.907

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt auf:

2007 2006
TEUR TEUR
Abschlussprüfung 53 52
Steuerberatungsleistungen 21 18
Sonstige Leistungen 6 12
80 82

7. Finanzerträge/Finanzierungsaufwendungen

Die Erträge aus den zur Rückdeckung der Pensionszusagen an die Vorstände abgeschlossenen Lebensversicherungen wurden im Berichtsjahr nach IAS 19 mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung verrechnet.

8. Steueraufwendungen (i. Vj. Steuererträge)

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Latente Steuern auf temporäre Differenzen – 126 – 770
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 1.078 – 45
Steuerertrag/-aufwand 105 48
1.057 – 767
davon periodenfremde tatsächliche Ertragsteuer 0 42

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte Steuersatz für das Inland hat sich geändert und bestimmt sich wie folgt:

2007
%
2008
%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 26,38 15,83
Gewerbeertragsteuersatz 14,89 12,25
Minderung Körperschaftsteuer durch Anrechnung Gewerbeertragsteuer – 3,93 0,0
37,34 28,08

Die Reduzierung des Steuersatzes beruht auf der deutschen Unternehmenssteuerreform für 2008. Die Steuersatzänderung wurde bei der Ermittlung der latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften berücksichtigt, da diese bereits am Bilanzstichtag beschlossen war.

Die Steuersätze liegen für Softing North America bei 24,5% und für Softing ROM s.r.l. bei 16% unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem wahrscheinlich angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Die Planungsrechnungen der steuerlichen Ergebnisse lassen eine Realisierung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren erkennen. Steuerliche Verlustvorträge, die bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von TEUR 5.811 (Vj. TEUR 7.352).

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

31.12.2007 Nutzbar bis
Softing AG Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag 5.905 Unbefristet
Softing AG Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag 5.712 Unbefristet
Softing North America, Inc. 2 2010/2025

Es konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr steuerliche Verlustvorträge durch die Softing AG in Höhe von TEUR 1.340 unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung genutzt werden. Auch die Softing North America nutzte Verlustvorträge in Höhe von umgerechnet rund TEUR 235 bei der Federal und State Tax.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

2007
TEUR
2006
TEUR
Ergebnis vor Steuern 2.294 – 2.130
Erwarteter Steueraufwand (37,34%) 857 – 795
Nichtansatz latenter Steuern auf temporäre Differenzen 0 32
Nichtansatz latenter Steuern auf steuerliche Verluste 0 – 14
Wertaufholung latenter Steuern auf steuerliche Verluste 0 – 23
Nichtansatz latenter Steuern in Vorjahren
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen – 9 19
Abweichende Steuersätze Ausland – 38 – 25
Auswirkung von gesetzlichen Steuersatzänderungen 214 0
Nichtansatz latente Steuern auf temporäre Differenzen Konzern 27 – 1
Laufende Steuern Vorjahre 0 42
Sonstiges 6 – 2
Ausgewiesener Steueraufwand lt. Gewinn- u. Verlustrechnung 1.057 – 767

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

Latente Steueransprüche 31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Eigenkapital 7 6
Pensionsrückstellung 166 312
Sonstige Rückstellungen 6 18
Sonstige Verbindlichkeiten 0 10
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 1.632 2.713
1.811 3.059
Latente Steuerverbindlichkeiten 31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 348 257
Immaterielle Vermögenswerte 720 978
Sachanlagen 22 31
Eigenkapital 5 15
Sonstige Verbindlichkeiten 3 0
1.098 1.281

E. Sonstige Angaben

1. Segmentberichterstattung

Auf die Darstellung geographischer Segmente wurde verzichtet, da nicht mehr als ein angabepflichtiges Segment (Europäische Union) vorhanden ist. Die Aufgliederung

nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IAS 14 in der folgenden Übersicht dargestellt.

Aufgliederung
nach Segmenten
Industrial
Automation
Automotive
Electronics
nicht verteilt Gesamt
2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Außenumsatzerlöse 14.634 12.611 14.334 10.985 28.968 23.596
Abschreibungen 1.333 1.284 1.317 1.964 2.650 3.248
Wertminderungen 185 203 0 1.481 185 1.684
Segmentergebnis (EBIT) 1.630 890 683 – 2.881 2.313 – 1.991
Segmentvermögen 6.520 6.149 7.140 6.681 8.008 6.120 21.668 18.950
Segmentschulden 3.117 2.169 3.495 3.054 1.198 1.280 7.810 6.503
Investitionen 1.462 1.563 1.067 1.448 91 55 2.620 3.066

2. Gliederung der Produkte nach Segmenten

Industrial Automation

Interface-Karten (PROFIBUS, PROFINET, CAN, CANopen, DeviceNet), Integrationsmodule (Fieldbuskit) und Chiplösungen (Foundation Fieldbus, PROFINET) für Busanschaltungen der Prozess- und Fertigungstechnik

Kommunikations-Gateways (PROFIBUS, Foundation Fieldbus) und Netzwerk-Konfiguratoren

Werke zur physikalischen Diagnose und Protokoll-Analyse industrieller Netzwerke (PROFIBUS, PROFINET, CAN)

OPC Server (OPC, PROFIBUS, CANopen, Modbus), OPC Middle Ware (Connector Tools) und Server/Client-Entwicklungs-Werkzeuge (Toolkits)

Automatisierungssystem 4CONTROL, Technologie-Bibliotheken, Kommunikationsanbindungen (PROFIBUS, Modbus, M-Bus, BACnet), Steuerungshardware (PanelPC, FieldController)

Kundenspezifische Hardware und kundenindividuelle Software, Entwicklungs-/Portierungs-/ Integrationsdienstleistungen, Systemlösungen und Schulungen

Automotive Electronics

Analysewerkzeuge für die Fahrzeugkommunikation (Diagnostic Tool Set (DTS), CANalyzer, MOST Aktivitäten)

Datenlogger (EDICmobil)

EDIC- und CAN-Produkte (Schnittstellenhardware) mit Protokollsoftware zur (Diagnose-) Kommunikation, DTS Base System API und Elektronik-Diagnose-Interfacesystem als Diagnosekommunikationsplattform z.B. für Werkstatttester, Produktionssysteme in der Fahrzeugherstellung mit Verbindung zu den Fahrzeugsteuergeräten und Endanwenderprojekten (z.B. Prüfsysteme für Steuergeräte wie Schnittstellenkonverter)

Kundenspezifische Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugkommunikation: Test der Fahrzeugelektronik (ELDI, Prüfsysteme), Bandendecodierung und -programmierung von Steuergeräten

Entwicklung von Steuergeräte-Kommunikationssoftware

3. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente" und umfasst Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere, da diese jederzeit zu dem in der Bilanz erfassten Wert veräußert werden können.

4. Aktienoptionsprogramm

In der Hauptversammlung der Softing AG am 17. März 2000 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 260.000,00 durch Ausgabe von bis zu 260.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten (Ausgabe Eigenkapitalinstrumente) an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Bezugsrecht gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG Gebrauch machen. Die Bezugsrechte können frühestens zwei Jahre

(50%) bzw. 3 Jahre (50%) nach der Ausgabe ausgeübt werden. Die Optionsrechte haben eine Laufzeit von 6 Jahren ab Ausgabe an den Berechtigten. Die letzten noch nicht verfallenen Optionsrechte wurden im Geschäftsjahr 2007 ausgeübt (37.200). Das bedingte Kapital i.H.v. EUR 260.000,00 hat sich dementsprechend gemindert. Da die maximale Frist zur Gewährung neuer Optionen am 16. März 2005 endete, ist eine Ausgabe von neuen Optionsrechten auf Basis des Optionsplans vom 17. März 2000 nicht mehr möglich.

2007 2006
Stück Stück
Stand 1. Januar 87.200 89.100
Neu gewährte Optionsrechte
Ausgeübte Optionen – 37.200
Verfallene Optionsrechte – 50.000 – 1.900
Stand 31. Dezember 0 87.200
Davon ausübbare Optionen 0 37.200

Die Ausübung der Bezugsrechte des Aktienoptionsprogramms ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Der Bezug der Aktien ist nur dann möglich, wenn die Wertentwicklung der Softing-Anteile die Wertentwicklung des CDAX-Technologie-Indexes der Deutschen Börse AG in dem zugrunde liegenden Zeitabschnitt übersteigt.

Die gewichteten Durchschnitte der Ausübungspreise stellen sich wie folgt dar:

2007 2006
EUR EUR
Stand 1. Januar 2,27 2,51
Verfallene Optionsrechte 3,19 13,66
Stand 31. Dezember 2,27
Davon ausübbare Optionen 1,03

5. Ergebnis je Aktie IAS 33

2007 2006
Konzernergebnis TEUR 1.237 – 1.362
Anteile Fremder TEUR 0 0
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR 1.237 – 1.362
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
unverwässert Stück 5.549.702 5.475.669
potenzielle Stock Options Stück 0 21.101
verwässert Stück 5.549.702 5.496.770
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,22 – 0,25
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,22 – 0,25

Die aus der Kapitalerhöhung und dem Erwerb eigener Aktien resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2007 keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

6. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing-Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Einem Vorstand wurde ein mit 5 % verzinstes Darlehen in Höhe von TEUR 875 gewährt. Der darauf angefallene Zins beträgt im Jahr 2007 TEUR 19.

Außerdem besteht ein Beratervertrag mit Herrn Dr. Patz zur Erbringung von Unterstützungsleistungen. Im Jahr 2007 fielen hierbei Aufwendungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 23) an.

7. Haftungsverhältnisse

Im Berichtsjahr 2007 bestanden keine Haftungsverhältnisse.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i.H.v. TEUR 1.609 (Vj. TEUR 1.133).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkws und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Gesamt 2.389 2.884
> 5 Jahre 244 244
1 – 5 Jahre 1.459 1.959
< 1 Jahr 686 681
TEUR TEUR
2007 2006

9. Angabe von Buchwerten der einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Bewertung:
Bilanzposten
Bewertungskategorie:
2007
Klasse:
Aktiva
Nominalwert
Barreserve
zu fortgeführten Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen
nicht aus Finanzdienstleistungen
Summe
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Wertpapiere 632 632 632 632
Flüssige Mittel 4.295 4.295 4.295 4.295
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 4.000 4.000 4.000 4.000
Forderungen aus kunden
spezifischen Fertigungsaufträgen 1.546 1.546 1.546 1.546
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte 986 986 986 986
Sonstige Vermögenswerte 165 165 165 165
Summe Aktiva 4.927 4.927 6.697 6.697 11.624 11.624
Bewertung:
Passiva
zu fortgeführten Anschaffungskosten Summe
Bewertungskategorie: Andere Verbindlichkeiten
Klasse: nicht aus Finanzdienstleistungen
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 974 974 974 974
Verbindlichkeiten aus kunden
spezifischen Fertigungsaufträgen 275 275 275 275
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 3.993 3.993 3.993 3.993
Sonstige Schulden 441 441 441 441
Summe Passiva 5.683 5.683 5.683 5.683
Bewertung:
Nominalwert
zu fortgeführten Anschaffungskosten
Bilanzposten
Summe
2006 Bewertungskategorie: Barreserve Kredite und Forderungen
Aktiva Klasse: nicht aus Finanzdienstleistungen
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Wertpapiere 632 632 632 632
Flüssige Mittel 1.249 1.249 1.249 1.249
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 4.001 4.001 4.001 4.001
Forderungen aus kunden
spezifischen Fertigungsaufträgen 658 658 658 658
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte 39 39 39 39
Sonstige Vermögenswerte 280 280 280 280
Summe Aktiva 1.881 1.881 4.978 4.978 6.859 6.859
Passiva Bewertung: zu fortgeführten Anschaffungskosten Summe
Bewertungskategorie: Andere Verbindlichkeiten
Klasse: nicht aus Finanzdienstleistungen
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 718 718 718 718
Verbindlichkeiten aus kunden
spezifischen Fertigungsaufträgen 162 162 162 162
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 2.218 2.218 2.218 2.218
Sonstige Schulden 495 495 495 495
Summe Passiva 3.593 3.593 3.593 3.593

Die weiteren Kategorien gemäß IFRS 7:

Für finanzielle Vermögenswerte

  • -Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
    • Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
  • -Fair Value Optionen
  • -Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
  • -Hedging Derivate nach IAS 39

Für finanzielle Verbindlichkeiten

    • Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten
  • -Fair Value Optionen
  • -Hedging Derivate nach IAS 39

treffen im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht zu.

10.Belegschaft

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

2007 2006
zum Bilanzstichtag 214 195
im Geschäftsjahresdurchschnitt 209 198

11.Vorstand

Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München Herr Dr.-Ing. Michael Siedentop, Neutraubling

Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen.

Die Bezüge des Vorstandes betragen TEUR 1.320 (Vj. TEUR 669). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2007 unterbleiben die in § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5 bis 9 verlangten Angaben (§ 314 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 5 HGB). Aufgrund der Größe des Unternehmens bekleiden die beiden Vorstände zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Die erfolgsabhängigen variablen Gehaltsbestandteile orientieren sich an im Voraus festgelegten erfolgsabhängigen Zielen. Außerdem nimmt der Vorstand an dem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. Das Aktienoptionsprogramm ist mit dem Jahr 2007 ausgelaufen.

Einem Vorstand wurde ein mit 5 % verzinstes Darlehen in Höhe von TEUR 875 gewährt. Der darauf angefallene Zins beträgt im Jahr 2007 TEUR 19.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsverpflichtungen gebildet, die sich per 31. Dezember 2007 auf TEUR 814 (Vj. TEUR 1.138) belaufen.

12.Zielsetzung und Methode des Finanzrisikomanagements

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen. Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen, um zinsbedingte Cash

Flow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2006 und 31. Dezember 2007 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2007 belaufen sich auf TEUR 152 (Vj. TEUR 117).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva und Passiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Guthaben von Softing in Höhe von TEUR 4.295

(Vj. 2.108 TEUR) und Wertpapiere in Höhe von TEUR 632 (Vj. 632 TEUR) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 2,25% – 2,5% (Vj. 1,75% – 2,9%), beziehungsweise 4,5% (Vj. 3,5%) verzinst.

13.Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG am 27. Februar 2007 abgegeben und den

Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

14.Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahre 2007 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) Karlheinz Butscher, Dipl.-Ingenieur, Langenargen (stellv. Vorsitzender) Dr. Manfred Patz, Dipl.-Ingenieur, Vaterstetten (ausgeschieden am 29. Januar 2007) Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich (Schweiz) (bestellt zum 1. Februar 2007)

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: Baader Wertpapierhandelsgesellschaft AG, Unterschleißheim (Vorsitzender) SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG,

Mörfelden-Walldorf (stellv. Vorsitzender) Dussmann AG & Co. KGaA, Berlin Systems Consult AG, München (bis Anfang 2007)

Herr Dr. Schiessl bekleidet ein Beiratsmandat bei: TRION Pharma GmbH, München (Vorsitzender)

Herr Butscher bekleidet keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Herr Kratzer bekleidet folgende Verwaltungsratsmandate bei:

SE Swiss Estates AG, Zug (Schweiz) (bis 20. Dezember 2007) Swiss FE Steel Group AG, Baar (Schweiz) (bis 14. Juni 2007) Thor Immobilien AG, Zürich (Schweiz) azemos partner AG, Zürich (Schweiz)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 5.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 7.500 pro angefangene Mio. EUR EBIT im Konzernabschluss. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 124 (Vj. TEUR 23) und setzen sich wie folgt zusammen:

Fix Variabel Gesamt
TEUR
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 10 45 55
Karlheinz Butscher (stellv. Vorsitzender) 8 33 41
Andreas Kratzer 5 20 25
Dr. Manfred Patz 3 0 3

Haar, den 18. Februar 2008

Der Vorstand der Softing AG

Dr. Wolfgang Trier Dr. Michael Siedentop

Softing AG, Haar

Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards zum 31. Dezember 2007 und Konzernlagebericht

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der vorausichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Haar, den 18. Februar 2008

Softing AG

Dr. Wolfgang Trier (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Michael Siedentop (Vorstand)

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen

im Geschäftsjahr 2007

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2007 Veränderung Zugänge Währungs- Abgänge 31.12.2007
Konsoli- differenzen
dierungs
kreis
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.351.125 0 0 0 0 2.351.125
2. Entwicklungskosten 38.140.341 0 2.083.393 0 76.445 40.147.289
3. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte 3.308.989 0 176.393 – 1.826 6.016 3.477.540
43.800.455 0 2.259.786 – 1.826 82.461 45.975.954
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 3.388.881 0 309.484 – 6.037 28.331 3.663.997
Geringwertige
Wirtschaftsgüter 150.036 0 50.949 0 45.234 155.751
3.538.917 0 360.433 – 6.037 73.565 3.819.748
47.339.372 0 2.620.219 – 7.863 156.026 49.795.702
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2007 Veränderung Währungs- Abschrei- Wert- Abgänge 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006
Konsoli- differenzen bungen des minderungs
dierungs- Geschäfts- aufwand
kreis jahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
0 0 0 0 0 0 0 2.351.125 2.351.125
35.521.707 0 0 2.095.917 0 35.142 37.582.482 2.564.807 2.618.634
2.264.228 0 – 1.341 238.136 185.138 0 2.686.161 791.379 1.044.761
37.785.935 0 – 1.341 2.334.053 185.138 35.142 40.268.643 5.707.311 6.014.520
2.932.785 0 – 3.493 265.193 0 34.612 3.159.873 504.124 456.096
68.132 0 0 50.961 0 42.268 76.825 78.926 81.904
3.000.917 0 – 3.493 316.154 0 76.880 3.236.698 583.050 538.000
40.786.852 0 – 4.834 2.650.207 185.138 112.022 43.505.341 6.290.361 6.552.520

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen

im Geschäftsjahr 2006

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2006 Veränderung Zugänge Währungs- Abgänge 31.12.2006
Konsoli- differenzen
dierungs
kreis
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.351.125 0 0 0 0 2.351.125
2. Entwicklungskosten 35.600.779 0 2.539.562 0 0 38.140.341
3. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte 2.997.321 0 312.021 – 353 0 3.308.989
40.949.225 0 2.851.583 – 353 0 43.800.455
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 3.250.170 0 159.127 – 1.250 19.166 3.388.881
Geringwertige
Wirtschaftsgüter 123.078 0 56.030 0 29.072 150.036
3.373.248 0 215.157 – 1.250 48.238 3.538.917
44.322.473 0 3.066.740 – 1.603 48.238 47.339.372
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2006 Veränderung Währungs- Abschrei- Wert- Abgänge 31.12.2006 31.12.2006 31.12.2005
Konsoli- differenzen bungen des minderungs
dierungs- Geschäfts- aufwand
kreis jahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
0 0 0 0 0 0 0 2.351.125 2.351.125
31.490.392 0 0 2.683.690 1.347.625 0 35.521.707 2.618.634 4.110.387
1.648.198 0 – 636 280.001 336.665 0 2.264.228 1.044.761 1.349.123
33.138.590 0 – 636 2.963.691 1.684.290 0 37.785.935 6.014.520 7.810.635
2.712.760 0 – 756 238.867 0 18.086 2.932.785 456.096 537.410
51.955 0 0 45.248 0 29.071 68.132 81.904 71.123
2.764.715 0 – 756 284.115 0 47.157 3.000.917 538.000 608.533
35.903.305 0 – 1.392 3.247.806 1.684.290 47.157 40.786.852 6.552.520 8.419.168

Bestätigungsvermerk

des Abschlussprüfers

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 18. Februar 2008

Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Huber Waubke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

über das Geschäftsjahr 2007

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden: 27.02.07, 16.04.07, 22.06.07, 18.10.07, 13.12.07. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren.

Die strategische Ausrichtung des Bereichs Automotive Electronics mit dem Ziel zusätzliche Erträge zu generieren und die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zentral war, neben einer Kostenreduzierung eine solide Basis für weiteres Umsatzwachstum zu schaffen. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung der Softing AG. Soweit aufgrund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Aufsichtsrat behandelte regelmäßig das Thema Corporate Governance. Der Aufsichtsrat hat die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes grundsätzlich anerkannt. Corporate Governance hat bei der Softing AG eine hohe Priorität als Grundlage für Entscheidungs- und Kontrollprozesse einer an langfristiger Wertsteigerung orientierten Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat hat am 27.02.2008 gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes erläutert. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht sowie auf die Internetseiten der Softing AG.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 10.03.2008 eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit mit positivem Ergebnis durchgeführt. Der Aufsichtsrat hat sich auch davon überzeugt, dass die Softing AG im abgelaufenen Geschäftsjahr die Empfehlungen des Corporate Governance Kodexes gemäß ihrer Entsprechenserklärung erfüllt hat. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht der Softing AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2007 zusammen mit dem Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde nach den International Accounting Standards/International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) aufgestellt und vom Abschlussprüfer

nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßer Abschlussprüfung geprüft. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis 31.12.2007 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss unter Einbeziehung des Prüfungsberichts geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen. Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der

Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresund Konzernabschluss 2007 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2007 ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und sehr erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Haar, den 10.03.2008

Dr. Horst Schiessl Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG befürworten zahlreiche Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodexes und erklären, dass den darin enthaltenen Verhaltensempfehlungen in der jeweils gültigen Fassung unter Berücksichtigung der aufgeführten Ausnahmen bzw. Kommentierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen werden soll. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 27. Februar 2008 die Entsprechenserklärung abgegeben. Abweichungen sind von Vorstand und Aufsichtsrat kommentiert und nachfolgend offen gelegt. Den vollständigen Kodex finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.

a. Die Gesellschaft hat derzeit für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats keinen Selbstbehalt bezüglich der D&O-Versicherung vereinbart (Kodex Ziff. 3.8 Abs. 2).

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts aufgrund des Vergütungsschemas der Gesellschaft zur Zeit nicht erforderlich ist.

b. Der Aufsichtsrat bildet keine Ausschüsse (Kodex Ziff. 4.2.2, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3).

Im Hinblick auf die Größe des Aufsichtsrats (drei Mitglieder) wird die Bildung von Ausschüssen nicht für erforderlich gehalten.

c. Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen im Rahmen der variablen Vorstandsvergütung ist keine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) vereinbart (Kodex Ziff. 4.2.3 Abs. 3 S. 3).

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass eine solche Begrenzung zur Zeit nicht erforderlich ist.

d. Die Gesellschaft erstellt keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffer 4.2.5).

Die Hauptversammlung hat beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht offenzulegen.

e. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird nicht festgelegt (Kodex Ziff. 5.4.1 S. 2).

Eine festgelegte Altersgrenze könnte ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Aufsichtsratsmitglieder sein.

f. Die gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds wird nicht bis zur nächsten Hauptversammlung befristet (Kodex Ziff. 5.4.3 S. 2).

Pauschale zeitliche Beschränkungen bei zwingend notwendigen Neu- oder Nachbesetzungen des Aufsichtsrats hält die Gesellschaft nicht für notwendig.

Die Vergütungen für aktive Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2007 finden Sie im Anhang auf Seite 58 dieses Geschäftsberichts.

Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG finden Sie auf Seite 5 dieses Geschäftsberichts und unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.

Konkrete Angaben zum Aktienoptionsprogramm von Softing finden Sie im Anhang auf Seite 51 dieses Geschäftsberichts.

Organe der Gesellschaft und Wertpapierbesitz

Organe Aktien Optionen
30.09.2007 31.12.2007 30.09.2007 31.12.2007
Stück Stück Stück Stück
Aufsichtsrat
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Rechtsanwalt, München
Dipl.-Ing. Karlheinz Butscher (stellv. Vorsitzender), Langenargen
Andreas Kratzer (Aufsichtsrat) 8.000 8.000
Vorstand
Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München 157.200 162.200
Dr.-Ing. Michael Siedentop, Neutraubling

Ressortverteilung Vorstand

Dr. Wolfgang Trier Vorsitz
Industrial Automation
Finanzen, Personal
Investor Relations
Dr. Michael Siedentop Automotive Electronics

Finanzkalender

31.03.2008 Geschäftsbericht 2007
09.05.2008 Hauptversammlung in München
14.05.2008 Quartalsbericht 1/2008
14.08.2008 Quartalsbericht 2/2008
14.11.2008 Quartalsbericht 3/2008

Softing AG

Richard-Reitzner-Allee 6 D-85540 Haar Telefon +49 (89) 4 56 56-0 Fax +49 (89) 4 56 56-399 www.softing.com