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Softing AG — Annual Report 2006
Apr 9, 2007
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2006
Industrial Automation mit bestem Jahr seit Gründung
Neupositionierung Automotive Electronics
Softing für 2007 erfolgversprechend aufgestellt
Kennzahlen Konzern
| 2006 | 2005 | 2004 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (Mio. EUR) | 23,60 | 22,06 | 20,38 |
| EBIT | (Mio. EUR) | – 1,99 | 1,05 | 0,76 |
| Konzernergebnis | (Mio. EUR) | – 1,32 | 0,61 | 0,46 |
| Langfristige Vermögenswerte | (Mio. EUR) | 9,61 | 11,42 | 7,60 |
| Kurzfristige Vermögenwerte | (Mio. EUR) | 9,34 | 11,38 | 11,32 |
| Eigenkapital | (Mio. EUR) | 12,48 | 13,75 | 12,32 |
| Zahlungsmittel/-äquivalente | (Mio. EUR) | 2,74 | 4,73 | 6,34 |
| Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) |
198 | 181 | 156 | |
| DVFA/SG-Ergebnis je Aktie | (EUR) | – 0,25 | 0,11 | 0,09 |
Dr. Wolfgang Trier Vorstandsvorsitzender
Liebe Aktionäre, Mitarbeiter, Partner und Freunde von Softing,
ohne Umschweife – das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2006 lässt einen auf den ersten Blick aufschrecken. Es ist schlicht unbefriedigend in Anbetracht der Ziele, die wir uns gesetzt hatten. Jedoch ergibt sich bei näherer Betrachtung ein deutlich differenzierteres Bild. Die Verluste stammen aus operativen Schwächen sowie bilanziellen Korrekturen im Unternehmensbereich Automotive Electronics. Die bilanzielle, also nicht cash-wirksame Korrektur, erfolgte in Höhe von 1,7 Mio. Euro als sogenannter Wertminderungsaufwand. Der Unternehmensbereich Industrial Automation hingegen hat gestärkt durch neue Produkte das beste Jahr seit Gründung von Softing erlebt. Industrial Automation trägt mit 0,9 Mio. Euro Gewinn zum Jahresergebnis bei.
Die im Jahr 2006 verstärkt sichtbaren Erfolge bei Industrial Automation sind zurückzuführen auf eine entschlossene Neupositionierung des Unternehmensbereichs seit 2004. Diese beinhaltete damals die Neubesetzung der Vorstandsverantwortung, die personelle Stärkung des operativen Teams, eine klare Ausrichtung der Produkte mit zahlreichen Neuentwicklungen sowie die Durchführung notwendiger bilanzieller Korrekturen.
Die Entscheidung zur entschlossenen Neuausrichtung von Automotive Electronics orientiert sich am Erfolg des damaligen Vorgehens bei Industrial Automation. So wurde auch bei Automotive Electronics der Vorstand mit einem kompetenten Vorstandskollegen neu besetzt, der die Ausrichtung des Unternehmensbereichs mit einer Kombination aus Neubesetzung der Schlüsselfunktionen und klarem Fokus auf die Kunden- und Produktseite verfolgt. Das Vorgehen zielt auf eine Begrenzung der daraus resultierenden Belastungen auf das Jahr 2006 ab, auch wenn dadurch das Ergebnis des Jahres empfindlich leidet.
Mein Kollege, Dr. Michael Siedentop ist ein erfahrener Automobilmanager und seit seiner Berufung im Februar 2006 bei uns tätig. Er wird Ihnen auf den nachfolgenden Seiten seinen Weg mit dem Bereich Automotive Electronics im Jahr 2007 erläutern.
Im Bereich Industrial Automation gibt es neben dem erfreulichen Umsatz von 12,6 Mio. EUR – eine Steigerung um über 10% gegenüber dem Vorjahr – durchweg Gutes zu berichten. 2006 stand die erfolgreiche Platzierung von Neuprodukten am Markt im Vordergrund. Nach den besonderen Anstrengungen der vergangenen Jahre verfügen die wesentlichen Produkte wieder über einen Entwicklungsstand im ersten Drittel des Produktlebenszyklus. Somit ist kurz- und mittelfristig der Ertrag aus den Hauptumsatzträgern wieder gesichert. Über die Platzierung neuer Technologien wie Real-Time-Ethernet oder Wireless Communications sichern wir gleichzeitig die Produkt-Pipeline langfristig in die Zukunft ab.
Tagesabschlusskurs Softing Aktie Xetra
Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Bereiches Industrial Automation 2006 lief einher mit meinem direkten persönlichen Engagement – bis in das Tagesgeschäft hinein. Es war an der Zeit, dies in einen selbsttragenden Prozess zu überführen. So habe ich die operative Leitung des Bereichs zum 01.01.2007 Herrn Achim Liebl, langjähriger Mitarbeiter und Leiter der Entwicklungsabteilung, als Bereichsleiter für Industrial Automation übertragen. In einem Interview auf Seite 10 stellen wir Ihnen Herrn Liebl und die weitere Ausrichtung des Bereiches vor.
Unsere Ziele für den Softing-Konzern im Jahr 2007 haben wir klar festgelegt: Wir wollen aus organischem Wachstum heraus im Umsatz auf rund 25 Mio. EUR bei einem EBIT von mehr als 1,5 Mio. EUR zulegen. Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen eine nachhaltige Ausrichtung des Konzernwachstums sowie eine weitere Annäherung an die 10%ige EBIT-Marge. Dem Renditeziel wird Vorrang vor dem Umsatzziel eingeräumt. Wichtiger Bestandteil der zukünftigen Ausrichtung ist aber auch die Kombination aus organischem und nicht-organischem Wachstum. Zukäufe werden jedoch nur im Rahmen eng definierter Vorgaben erfolgen. Klare Voraussetzungen für einen Zukauf sind unter anderem, dass unser Akquisitionsziel sowohl in einer strategischen Lücke als auch im Kerngeschäft von Softing tätig ist, ein stabiles, nachgewiesenes Geschäft aufzeigt und in Art und Größe leicht integrierbar ist.
Unseren Anlegern können wir mitteilen, dass wir die uns gestellten Herausforderungen im Rahmen einer offen kommunizierten Unternehmensstrategie nachvollziehbar meistern werden. Wir sind daher überzeugt, dass sich der Aktienkurs angesichts der vor uns liegenden Chancen und deren konsequenter Realisierung schon sehr bald erfreulich entwickeln wird.
Die Grundlage unseres Erfolgs sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Softing. Für ihr Engagement und ihr Interesse am Erfolg unseres Unternehmens bedanken wir uns auch auf diesem Weg sehr herzlich. Sie haben in einem Umfeld gestiegener Belastungen hervorragende Arbeit geleistet.
Wir, Vorstand und Mitarbeiter von Softing, werden alles daran setzen, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Begleiten Sie uns weiter dabei.
Ihr
Dr. Wolfgang Trier Vorstandsvorsitzender
Dr. Michael Siedentop Vorstand
Sehr geehrte Damen und Herren,
das abgelaufene Jahr erwies sich für den Geschäftsbereich Automotive Electronics als zwiespältig. Während diejenigen Abteilungen, die überwiegend im Projektgeschäft tätig sind, über gut gefüllte Auftragsbücher und sogar eine Übererfüllung der Umsatz- und Ergebnisziele berichten können, blieb das Produktgeschäft deutlich hinter den Erwartungen zurück. Doch ist auch hier noch einmal zu differenzieren: Das Geschäft mit Soft- und Hardwarekomponenten für Werkstatt-Tester entwickelte sich ebenfalls überplanmäßig, hingegen erfüllte der Absatz von Diagnose-Softwarewerkzeugen (DTS-Produktfamilie) und Softwarekomponenten für AUTOSAR (AUTomotive Open System ARchitecture) unsere Erwartungen nicht. Eine Ursache liegt sicher darin, dass eine flächendeckende Einführung von neuen Standards – und hier ist neben AUTOSAR auch ODX (Open Diagnostic Data Exchange) zu erwähnen – deutlich langsamer erfolgt als erwartet.
Sicher ist: Den neuen Technologien AUTOSAR und ODX gehört die Zukunft. Der enttäuschende Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr macht für Softing dennoch ein schnelles Umsteuern und eine klare Neupositionierung erforderlich.
Innerhalb des weiten Feldes der Automobilelektronik wird an der horizontalen Fokussierung auf die Geschäftsfelder Kommunikation – Diagnose – Testsysteme festgehalten. Gerade in diesem Segment ist in vertikaler Richtung eine herausragende, durchgängige Kompetenz vorhanden, die eine solide Geschäftsbasis bildet und auch zukünftig ausgebaut werden wird.
Das Know-how reicht von so genannter "Embedded Software" in den Fahrzeugsteuergeräten über Schnittstellengeräte zur Kommunikation mit dem Fahrzeug ("Vehicle Communication Interfaces") bis hin zu Anwendungsprogrammen auf Computern, die diese Daten anzeigen, verändern oder für andere Anwendungen zur Verfügung stellen können.
Das Einsatzspektrum umfasst durchgängig Fahrzeughersteller und Zulieferer in den jeweiligen Bereichen Entwicklung, Versuch, Produktion und Service. Durchgängig ist zukünftig auch der angebotene Leistungskatalog. Kunden können wählen aus einem Portfolio an Produkten und spezifischer Projektarbeit sowie aus beliebigen Kombinationen aus beiden.
Der Umsatzrückgang 2006 hat deutliche Maßnahmen zur Neupositionierung des Bereichs nötig gemacht. Zentral war, neben einer spürbaren Kostenreduzierung eine solide Basis für künftiges Umsatzwachstum zu schaffen. Damit wurde eine Personalanpassung am Standort München-Haar unumgänglich. Insbesondere die Bereiche Entwicklung und Marketing waren hiervon betroffen. Entwicklungstätigkeiten
für Software-Standardprodukte wurden zur Entwicklungstochter nach Rumänien verlagert. Umstrukturiert und unter neue Verantwortung gestellt wurde auch der Vertrieb, um künftig Schlüsselkunden noch enger zu betreuen. Insgesamt stellt eine unbedingte Kundenorientierung ein wesentliches Element der Neuausrichtung dar. Dieses gilt für die Produktentwicklung genauso wie für die Projektbearbeitung, die in zunehmendem Maße durch so genannte "Resident Engineers" direkt beim Kunden erfolgt.
Ein weiteres wesentliches Element der Neupositionierung im Produktbereich ist das Aufbrechen kompakter Softwareprodukte und die Freigabe von Schnittstellen, um Kunden ein einfacheres Anbinden eigener Applikationen zu ermöglichen. Gleichzeitig eröffnen sich attraktive Kombinationsmöglichkeiten mit Softwareprodukten von Drittanbietern, die zukünftig in das Softing-Vertriebsportfolio übernommen werden sollen.
Auch bei Kundenprojekten im Bereich Diagnose/Kommunikation (CAN, FlexRay, MOST, LIN) wird Softing-Kompetenz bei Entwicklung, Versuch, Produktion und Service weiterhin sehr gefragt sein. 2007 werden in enger Entwicklungsgemeinschaft mit unseren Kunden neue Softing-Produkte auf den Markt kommen. Dies sowohl im Bereich von Werkstatt-Tester-Komponenten und Embedded-Software als auch bei Software-Werkzeugen zur Bearbeitung und Analyse von
Diagnosedaten sowie zur Re-Programmierung von elektronischen Steuergeräten. In diesem Zusammenhang ist auch die technologische und strategische Integration der im Jahre 2005 erworbenen hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH zu erwähnen, die nicht nur eine sinnvolle Ergänzung im Bereich der Testsysteme darstellt, sondern auch erwartungsgemäß zu Umsatz und Ergebnis beiträgt. Insbesondere vertriebliche Synergien zwischen hard&soft und Softing kommen zunehmend zum Tragen.
2006 war trotz des zufriedenstellenden Projektgeschäftes, aufgrund der Schwächen im Standardproduktgeschäft kein angenehmes Jahr für den Geschäftsbereich Automotive Electronics. Erfreulicherweise zeigen die ergriffenen Maßnahmen messbar Wirkung. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs wird 2007 fortgeführt werden, so dass zum Jahresende für diesen Geschäftsbereich ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwarten sein wird. Parallel zu den Maßnahmen zur wirtschaftlichen Ergebnisverbesserung haben wir Anfang dieses Jahres ein ehrgeiziges Qualitätsprojekt gestartet. Dieses soll die Qualität unserer Software-Entwicklungsprozesse und - Produkte weiter deutlich verbessern. Den Erfolg des Projektes misst Softing nach den so genannten SPICE-Metriken (Software Process Improvement Capability Determination).
Mit einer schlanken Organisation, unbedingter Kundenorientierung und höchsten Ansprüchen an die Qualität unserer Prozesse und Produkte wird der Bereich Automotive Electronics wieder seinen Anteil zum Unternehmenserfolg von Softing beitragen – ganz so wie Sie, liebe Aktionäre, Mitarbeiter, Partner und Freunde von Softing, es erwarten dürfen.
Dr. Michael Siedentop Vorstand
Kommunikation braucht Sorgfalt – erst recht zwischen Maschinen
Jeder von uns kommuniziert. Wo zwei Menschen zusammen sind, gibt es einen Sender und einen Empfänger. Kommuniziert wird mit Worten, Mimik, Gestik. Damit werden die Botschaften zwischen Sender und Empfänger hin- und her transportiert. Am Ende versteht jeder, was der andere meint und sagen will – oder doch nicht? Ist es nicht oft so, dass der Empfänger etwas missverstanden hat, etwa weil der Sender sich unklar ausgedrückt hat, und so die Kommunikation nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt. Kurz: Man hat nicht die gleiche Sprache gesprochen.
Kommunikation zwischen Maschinen funktioniert im Grunde genommen nach den gleichen Regeln. Eine Maschine reicht der anderen Botschaften weiter. Die empfangende Maschine führt den Inhalt der Botschaft aus. So weit so gut. Nur wie sind wir uns sicher, dass diese Maschine auch wirklich das tut, was die erste Maschine von ihr wollte? Vielleicht hat sie
einen Befehl schlicht missverstanden? Die Kommunikation zwischen Maschinen benötigt also Überprüfung, die Möglichkeit eines Einblicks in den Ablauf zwischen kommunizierenden Maschinen, um zu erkennen, wenn Kommunikation mal nicht funktioniert und woran es liegt. Damit am Ende das herauskommt, was wir erwarten. Genau da setzt Softing an.
Denn Softing bietet Hard- und Softwarelösungen für die Überwachung und Steuerung der Kommunikation zwischen den Maschinen: Feldbustechnologien zur Verbindung von unterschiedlichen Kommunikationsnetzwerken sowie für Steuerungs- und Diagnosesysteme.
Wo automatisiert wird, steckt häufig auch Softing drin:
- -Fertigungsautomatisierung (z.B. Automobilbau)
- -Prozessautomatisierung (z.B. petrochemische Anlagen)
-
- Gebäudeautomatisierung (z.B. Haustechnik, Sicherheitstechnik)
- -Bahntechnik (z.B. Zugleitsysteme)
- -Schiffsbau (Kommunikations- und Sicherheitssysteme)
-
- Medizintechnik (Sicherheit bei Diagnose und Überwachung)
Gut, schnell und günstig Softing optimiert die Stellschrauben der Produktentwicklung
Ein rauer Wind weht in der weltweiten industriellen Produktion. Ob Automobil oder Anti-Aging-Creme, Benzin oder Babywindel, Zahnriemen oder Zahnbürste – wer am schnellsten und günstigsten das bessere Produkt herstellt, gewinnt. Geschwindigkeit, Preis und Qualität sind die Erfolgskriterien im globalisierten Fertigungsprozess.
Softing liefert die Systeme, die für den Erfolg nötig sind:
-
- CAN: Ein kostengünstiges Kommunikationsnetzwerk zur schnellen und zuverlässigen Übertragung von Maschinenund Gerätedaten über kurze Strecken. Es wird vorwiegend innerhalb von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten eingesetzt, etwa in medizinischen Apparaten
-
- PROFIBUS: Es dient der Vernetzung fertigungs- und prozesstechnischer Anlagen und ist in Europa der wichtigste Feldbus für die Automatisierungstechnik
-
- PROFINET: Ethernet hat sich mittlerweile als Kommunikations-Standard in der Informationstechnologie weltweit durchgesetzt. Die Erweiterung des Standards für den Einsatz in industriellen Anwendungen heißt Real-Time-Ethernet. Softing ist an der Spezifikation von PROFINET, einem der erfolgversprechendsten technischen Lösungen beteiligt
-
- OPC: Die Software-Schnittstelle verbindet Softwarekomponenten wie Visualisierung, Datenerfassung oder Steuerung. OPC ermöglicht den schnellen und sicheren Zugriff von der Softwareumgebung auf Daten und Informationen in der Fabrik
-
FOUNDATION fieldbus: Vor allem in den Branchen Öl und Gas, Chemie und Pharma wird immer häufiger die traditionelle Einzelverdrahtung durch den offenen, digitalen Feldbus ersetzt.
Dabei kommen die Lösungen von Softing schon zum Einsatz, bevor der eigentliche Fertigungsprozess beginnt: bei den Herstellern von Steuerungen und Antrieben, von Sensoren und Messgeräten, die in Maschinen und Anlagen aller Art, z.B. in der Verkehrs- und Medizintechnik, in Raffinerien,
Bergwerken oder Kläranlagen eingebaut werden. Softing als Spezialist für Feldbustechnologie sorgt für die zuverlässige Vernetzung und das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Systeme und Prozesse.
Weil wir die gleiche Sprache sprechen Softing – der Partner für Spezialisten
Softing entwickelt Soft- und Hardware für hochqualifizierte Spezialisten: intelligente elektronische Geräte und Maschinen, die untereinander kommunizieren können. So stellt Softing zum Beispiel PC-Interface-Karten und Gateways her, die Geräten den Zugang zu industriellen Kommunikationsnetzwerken, sprich den heute eingesetzten Feldbussystemen, ermöglichen.
Für eines der wichtigsten Feldbussysteme – PROFIBUS – ist Softing ganz klar der Anbieter mit der größten Erfahrung und hat zahlreiche Standards gesetzt. Auch bei der Diagnose von PROFIBUS-Netzwerken ist Softing Marktführer.
Beim Einsatz von Ethernet-Technologie in industriellen Anwendungen ist Softing mit Prozessoren und Protokollsoftware als einer der ersten Anbieter mit dabei. Andere Produkte von Softing ermöglichen die Integration verschiedener Software-Ebenen wie zum Beispiel Datenerfassung, Visualisierung oder Steuerung, Fernparametrierung oder -wartung.
Wer einmal erfahren hat, was "Excellence" bedeutet, der bleibt dabei
Your Connection to Excellence – das ist unser Anspruch. Ein Versprechen an unsere Kunden, das wir jeden Tag aufs Neue einlösen wollen. Und zwar in Form hervorragender Qualität. Womit wir nicht nur die technische Qualität unserer Produkte meinen. Auch die Qualität unserer Dienstleistungen und unserer Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern steht bei Softing an erster Stelle.
Qualität fängt bei unseren Mitarbeitern an. Mitarbeiter von Softing zu sein heißt: unseren hohen Ansprüchen an Knowhow, Kompetenz und Kreativität gerecht zu werden. Und immer im Blick zu haben, Produkte und Lösungen zu entwickeln, die unsere Kunden weiter und schneller in den Markt bringen. Dazu gehört ein fundiertes Qualitätsmanagement ebenso wie die Kompetenz, Kunden bei der Entwicklung ihrer Produkte zu begleiten oder die Produktentwicklung und -pflege komplett zu übernehmen.
Eigene Entwicklungslabors ermöglichen eine Produktentwicklung auf höchstem Niveau und erlauben uns, kundenorientiert und flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren. Wir nehmen uns Zeit für unsere Kunden. Nur so erreichen wir eine schnelle Entwicklung von Lösungen gepaart mit höchster Qualität. So sichern wir unseren Kunden den Vorsprung im Markt.
Wohin geht die Reise? Softing schreibt die Richtung mit und begleitet die Kunden auf dem Weg nach vorn
Zahlreiche Produkte und Lösungen, die seit Gründung 1979 bei Softing entwickelt bzw. mitentwickelt wurden, sind heute weltweit gültiger Standard. Technologische und unternehmerische Kompetenz, die frühe aktive Mitarbeit in Standardisierungsgremien haben das Unternehmen zu einem weltweit anerkannten Spezialisten in der industriellen Kommunikation gemacht. Und in einigen Bereichen zum Technologieführer. Daran wollen wir weiter arbeiten: Durch den Ausbau unseres technologischen Know-hows und durch die systematische Erweiterung unserer Kernkompetenzen, was auch durch Akquisitionen geschieht.
Beides ist dem Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit gut gelungen. Wir haben viel bewegt und erfolgreich Weichen gestellt. Und wir werden kontinuierlich neue Produkte am Markt platzieren, unser Profil weiter schärfen und auch in Zukunft immer einen Schritt vorausgehen.
Höhepunkte 2006
| Februar | Markteinführung NETLink PRO, eines Interfaces für den direkten Zugang zu SPS-Steuerungen |
|---|---|
| April | Neuer Webauftritt |
| Vorstellung der Real-Time-Ethernet-Aktivitäten | |
| Mai | Erste Anwendung der PROFIBUS Diagnose Schnittstelle zur Prozessanalyse |
| Juni | Markteinführung der um zwei neue Mitglieder ausgebauten Version der OPC Connector Tools |
| Juli | SMSC lizenziert MediaLB-Technologie an Softing |
| Markteinführung Modbus/OPC Server | |
| August | Neue Treiber für CAN und PROFIBUS PC-Interfaces |
| September | Markteinführung der neuen PROFBIBUS PC-Interface Familie PBpro |
| Ein deutscher Automobilhersteller stellt auf der Automechanika den Prototyp des gemeinsam mit Softing entwickelten Diagnose-Testers auf PDA-Basis vor |
|
| Vereinbarung mit einem deutschen Fahrzeughersteller über einen Bluetooth-basierten Fahrzeug-Kommunikationsadapter |
|
| Oktober | Start der Softing "Webinar"-Reihe als Online-Seminare zu Themen der industriellen Automation |
| Vorstellung der OPC Unified Architecture Roadmap | |
| PROFINET Developer Workshop, Chicago, USA | |
| Präsentation von DTS-Venice als komfortablem Autorensystem für ODX-Bedatungen bei Schlüsselkunden |
|
| Markteinführung der aktuellen Version des "Diagnostic Tool Set (DTS)" mit verbesserter Bedienbarkeit, OBD- und Onboard-Erweiterung sowie FlexRay-Anbindung |
|
| November | Vorstellung des neuen buscheck PROFIBUS Analyzers |
| Markteinführung der PROFINET Controller Protokollsoftware | |
| Vorstellung einer Chip-Lösung für Real-Time-Ethernet | |
| Entwicklungs- und Serienauftrag von einem internationalen NFZ-Hersteller für einen neuen Fahrzeug Kommunikationsadapter in WLAN-Technologie |
|
| Dezember | Vorstellung des Feldbus ASICs UFC100-F1 für FOUNDATION fieldbus und PROFIBUS PA |
| Markteinführung des 4CONTROL BuildingControllers mit GA Knoten Funktionalität | |
| Ein internationaler Automobilzulieferer erwirbt firmenweites Update auf DTS V7 und verschafft sich durch den in das Werkzeug integrierten neuen Steuergeräte-Programmierprozess deutliche Kostenvorteile |
|
| Softing startet Software-Qualitätsoffensive (SPICE-Projekt) |
Herr Liebl, Sie sind seit Anfang des Jahres Bereichsleiter von Industrial Automation. In dieser Funktion arbeiten Sie eng mit Herrn Dr. Trier, dem Vorstandsvorsitzenden von Softing zusammen. Wie kann man sich diese Zusammenarbeit vorstellen? Wer hat welche Aufgaben inne?
Achim Liebl: Die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Trier hat natürlich nicht erst am 1. Januar begonnen. Wir haben uns schon in den vergangenen Jahren sehr eng abgestimmt. Seit Januar liegt nun die operative Verantwortung des Bereiches bei mir, während sich Herr Dr. Trier schwerpunktmäßig um Schlüsselkunden und um den Gesamtkonzern kümmert. Die Zusammenarbeit ist zunächst einmal durch klare Zielvorgaben des Vorstandes an den Bereich gekennzeichnet. Im Tagesgeschäft erfolgt ein regelmäßiger Informationsaustausch, geprägt durch ein gutes kollegiales Verhältnis, das zu einer kurzen und schnellen Kommunikation führt.
Industrial Automation kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2006 zurückblicken. Worauf führen Sie den großen Erfolg zurück?
Achim Liebl: Wir haben bereits in den letzten Jahren große Anstrengungen im Bereich Industrial Automation zur Verbesserung unseres Produktportfolios und unserer allgemeinen Leistungsfähigkeit aufgewendet und eine klare Fokussierung auf die Zielkunden vorgenommen, so dass wir im Jahr 2006, gepaart mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung, die Ernte einfahren konnten. Diese Ausrichtung beinhaltete viele Maßnahmen, ich möchte hier nur ein Beispiel aufgreifen: Das Thema Diagnose. Wir haben im Jahr 2005 durch Zukauf ein neues Produkt in unser Portfolio aufgenommen und dadurch die Entwicklung einer ganzen Familie von Diagnoseprodukten angestoßen. Damit erreichten wir 2006 einen deutlichen Schub nach vorne, der sich in Zukunft noch verstärken wird. Auch in anderen Bereichen haben wir große Investitionen getätigt: In Foundation Fieldbus, also im Kommunikationsbereich der Prozesstechnik, haben wir unser Produktportfolio durch Komponenten weiterentwickelt: Zum Beispiel mit dem Fieldbus Kit, einem kleinen Hardwaremodul, mit dem man Gerätehersteller sehr schnell an einen prozesstechnischen Kommunikationsbus heranführen kann. Auch da sind im Jahr 2006 die ersten Kunden mit signifikanten Stückzahlen vorstellig geworden. So gibt es mehrere Elemente, die uns im letzten Jahr einen robusten Wachstumsimpuls gegeben haben.
Achim Liebl
Achim Liebl, Jahrgang 59, ist seit 17 Jahren bei Softing. Nach seinem Studium der Informatik war Achim Liebl mehrere Jahre als wissenschaftlicher Assistent mit Schwerpunkt Compilerbau an der TU München tätig, bevor er 1990 bei Softing in der Software-Entwicklung begann. Die technische und kommerziel-
le Betreuung des Kunden Hartmann&Braun (heute ABB) stellten in der ersten Zeit den Schwerpunkt seiner Tätigkeit dar. Ab 1995 wirkte er als Gruppenleiter in der Entwicklung u. a. maßgeblich an der Definition, Entwicklung und Markteinführung des Produktes 4CONTROL mit. In der Folgezeit leitete er mehrere Business Units, z.B. "Software Dienstleistung", bevor er ab 2002 die Entwicklungsleitung des Geschäftsbereiches Softing Industrial Automation übernahm.
Neben den verschiedenen Leitungsfunktionen bei Softing hat Achim Liebl regelmäßig Kunden in technischen und strategischen Fragen beraten. Außerdem liegen seit 2005 der Aufbau und die Steuerung des Entwicklungsstandortes in Rumänien in seinen Händen. Seit Januar 2007 verantwortet Achim Liebl nun den gesamten Bereich Softing Industrial Automation.
Achim Liebl ist verheiratet und hat zwei Töchter im Alter von 12 und 14 Jahren. Er lebt mit seiner Familie in Dachau. In seiner Freizeit widmet er sich gerne seinen Hobbys wie Saxophon spielen, Lesen, Radfahren – und der Kunst des Bierbrauens.
Hier schließt sich die Frage an: Wo sehen Sie die Potenziale und Wachstumsmöglichkeiten von Industrial Automation für die Zukunft?
Achim Liebl: Es sind im Wesentlichen die genannten Bereiche, also Kommunikationstechnik für Prozessindustrie und Fertigungstechnik, Diagnose und auch das Thema OPC. In allen vier Technologien sind wir hervorragend positioniert, haben mit entsprechenden Produktinvestitionen die Grundlagen für die Zukunft gelegt und sind vertrieblich gut aufgestellt. Damit erwarten wir ein deutliches Wachstum auch in den nächsten Jahren.
Welches Thema liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen?
Ende 2006 haben wir eine für Softing neue Technologie im Bereich Kommunikation dazu gekauft, nämlich "wireless" Kommunikation. Wir sehen dort sehr gute Chancen, uns in der Zukunft in unserem bestehenden Kundenkreis, aber auch darüber hinaus platzieren zu können. Das ist sicher ein Hauptthema für 2007 mit einem enormen Wachstumspotenzial für die Zukunft. Daher haben wir "wireless" Kommunikation aufgegriffen und bereits erste Ansätze umgesetzt.
Mit welchen Margen und Wachstumsraten rechnen Sie 2007?
Achim Liebl: Was Margen anbelangt, so haben wir bereits 2006 ein Niveau erreicht, das es zunächst einmal zu verteidigen gilt. Bei den Wachstumsraten ebenso: Wir sind im Jahr 2006 in der Größenordnung von etwa 10% gewachsen. Ein ähnliches Wachstum sollte 2007 möglich sein.
Was glauben Sie schätzen die Kunden am meisten an Softing?
Achim Liebl: Softing ist als führender Technologielieferant im Markt und bei unseren Kunden sehr präsent. Das heißt, unsere Kunden erwarten von Softing und speziell von Industrieautomation sehr gute Technologie zu wettbewerbsfähigen Preisen. Es zeigt sich, dass wir dies liefern können, da unsere Kunden in
entsprechenden Stückzahlen bestellen und uns über lange Zeit die Treue halten. Wir begleiten unsere Kunden teilweise schon viele Jahre. Außerdem reagieren wir schnell auf die
Anforderungen des Marktes, so dass sich unsere Kunden mit unserer Hilfe in diesen doch recht dynamischen Märkten selbst schnell und gut positionieren können.
Softing besitzt eine Niederlassung in den USA. Wie sieht dort die Strategie aus und welche Wachstumsziele sind für den Standort vorgesehen?
Achim Liebl: Softing North America ist ein wichtiger Vertriebskanal für Industrieautomation, d. h. unsere Produkte und Leistungen, die wir in Deutschland produzieren, werden von unserer amerikanischen Tochter in den amerikanischen Markt getragen. Aber nicht nur: Softing North America hat auch ein eigenes Projektvolumen mit Top-Entwicklern vor Ort. Aus Sicht von Industrial Automation sind die strategischen Schwerpunktthemen in den USA Kommunikationstechnik im Bereich der Prozesstechnik, FOUNDATION fieldbus und Kommunikationstechnik im Bereich CAN. Herr Dr. Trier wird sich weiterhin direkt um die Niederlassung in den USA kümmern, um die primär von ihm geschaffenen Kontakte weiter auszubauen.
Eine letzte Frage: Warum sollte man aus Ihrer Sicht Aktien von Softing besitzen?
Achim Liebl: Ich halte Softing-Aktien durchaus für empfehlenswert. Einmal weil Softing ein solides und wertbeständiges Unternehmen ist. Zum anderen werden wir in den nächsten Jahren entsprechende Umsatz- und Ergebnissteigerungen schaffen, die der Aktie sehr gute Perspektiven geben sollten.
Herr Liebl, ich bedanke mich herzlich für das Gespräch.
Das Interview führte Dr. Stephan Fickel, Investor Relations Manager.
Geschäftsstruktur
Geschäftsbereiche
Messebeteiligungen 2006
Industrial Automation
| 22. – 24. Februar | Embedded World, Nürnberg, Deutschland |
|---|---|
| 23. – 24. Februar | General Assembly Fieldbus Foundation, Wien, Österreich |
| 11. – 15. April | Hannover Messe Industrie/INTERKAMA, Hannover, Deutschland |
| 12. – 14. April | Fieldbus/IA 2005, Beijing, China |
| 25. – 27. Oktober | ISA Expo 2005, Chicago, USA |
| 09. – 11. November | Measurement & Control Show, Tokyo, Japan |
| 15. – 18. November | System Control Fair, Tokyo, Japan |
| 22. – 24. November | SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland |
Messebeteiligungen 2006
Automotive Electronics
| 01. Februar | 6. Internationales CAR-Symposium, Bochum, Deutschland |
|---|---|
| 07. – 08. Februar | Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", München, Deutschland |
| 14. – 16. Februar | Embedded World 2006, Nürnberg, Deutschland |
| 21. – 22. Februar | Internationale CTI Fachkonferenz "Diagnosesysteme im Automobil", Stuttgart, Deutschland |
| 04. – 06. April | Steinbeis-Symposium "Elektronik im Kfz-Wesen", Stuttgart, Deutschland |
| 24. – 25. April | CTI Fachkonferenz "Flashen im Automobil", Stuttgart, Deutschland |
| 03. – 04. Mai | Euroforum Jahrestagung "SW im Automobil", Stuttgart, Deutschland |
| 09. – 11. Mai | Automotive Testing Expo Europe 2006, Stuttgart, Deutschland |
| 16. Mai | D&E Entwicklerforum "Kfz-Elektronik", Ludwigsburg, Deutschland |
| 24. – 26. Mai | JSAE Automotive Engineering Exposition, Yokohama, Japan |
| 20. – 21. September | Internationaler mic Fachkongress "Fortschritte in der Automobil-Elektronik", Ludwigsburg |
| 11. – 13. Oktober | Internationale Zulieferbörse 2006, Wolfsburg, Deutschland |
| 25. – 26. Oktober | FKFS AutoTest Fachkonferenz "Test und Diagnose von HW und SW |
| in der Automobilentwicklung", Stuttgart, Deutschland | |
| 30. November | FlexRay Product Day, Böblingen, Deutschland |
Messetermine 2007
Industrial Automation
| 13. – 15. Februar | Embedded World, Nürnberg, Deutschland |
|---|---|
| 22. – 23. Februar | General Assembly Fieldbus Foundation, Houston (Texas), USA |
| 14. – 16. März | Automatisierungstreff, Böblingen, Deutschland |
| 16. – 20. April | Hannover Messe Industrie/INTERKAMA, Hannover, Deutschland |
| 04. – 07. September | go automation, Basel, Schweiz |
| 27. – 29. November | SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland |
Automotive Electronics
| Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", München, Deutschland |
|---|
| Internationale CTI Fachkonferenz "Diagnosesysteme im Automobil", Sindelfingen, |
| Deutschland |
| Embedded World 2007, Nürnberg, Deutschland |
| Automotive Testing Expo Europe 2007, Stuttgart, Deutschland |
| D&E Entwicklerforum "Kfz-Elektronik", Ludwigsburg, Deutschland |
| Internationaler mic Fachkongress "Fortschritte in der Automobil-Elektronik", Stuttgart, |
| Deutschland |
| Internationale VDI-Kongress und Ausstellung "Elektronik im Kraftfahrzeug", Baden-Baden, |
| Deutschland |
| FlexRay Product Day, Fellbach, Deutschland |
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2006
Das Unternehmen
Der Softing-Konzern besteht aus der Softing AG mit Sitz in Haar bei München, der Tochter hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH mit Sitz in Reutlingen, der Tochter Softing North America, Inc. (Softing North America) mit Sitz in Newburyport (MA), der Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Klausenburg (Rumänien) und einer Niederlassung in Ratingen bei Düsseldorf.
Die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH in Reutlingen wurde im Juli 2005 zu 100% in die Softing Gruppe aufgenommen. Der Unternehmensbereich Automotive Electronics der Softing AG ergänzt und verstärkt damit seine Marktpräsenz bei Prüf- und Testsystemen für Steuergeräte in der Automobilfertigung. Softing North America hat seit 2005 eigene Entwicklungskapazitäten vor Ort und ist damit über eine reine Vertriebstochter hinausgewachsen. Im Februar 2005 hat Softing die rumänische Tochter für Entwicklungsund Projektleistungen gegründet. Mittlerweile ist SoftingROM auf über 20 Entwickler angewachsen und stellt ein weiteres wertvolles Mitglied im Softing-Konzern dar: Unter Wettbewerbsgesichtspunkten, aber auch als Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben.
Softing ist als Software- und Systemhaus in den Bereichen Industrielle Automatisierung und Automotive Electronics international präsent. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardwareprototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.
Im Bereich Industrielle Automatisierung ist Softing als Produkt- und Technologielieferant am Markt gut positioniert. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.
Mit dem Geschäftsbereich Automotive Electronics steht Softing seit mehr als 15 Jahren als Systempartner Fahrzeugherstellern, System- und Steuergerätelieferanten mit leistungsfähigen Werkzeugen und Lösungen zur Seite. Softing ist der Spezialist für Fahrzeug-Kommunikation, Diagnose und Testsysteme.
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Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftsbereichen das Leistungsangebot ab.
Softing bietet seine Dienstleistungen und Produkte schwerpunktmäßig in Europa an. 2006 trug die Softing North America mit leichten Zuwächsen im Umsatz zum Gesamtergebnis bei.
Für den Berichtszeitraum wurde der Konzernabschluss nach den Anforderungen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt.
Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.
Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.
Das Grundkapital der Softing AG betrug bislang 5.499.998 EUR. Im Dezember 2006 wurden nach einer Sachkapitalerhöhung weitere 100.000 Aktien ausgegeben, die mittlerweile zum Handel zugelassen sind. Im Rahmen dieser Sachkapitalerhöhung wurden 179.000 EUR in die Kapitalrücklage ein-
3,0 1,5 0 – 1,5 – 3,0 EBIT (in Mio. EUR) – 2,0 1,1 gestellt. Das Grundkapital der Softing AG beträgt nun 5.599.998 EUR und ist eingeteilt in 5.599.998 Stückaktien. Die mit der Aktien verbundenen Rechte und Pflichten bestimmen sich nach den gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes. Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Juli 2006 ermächtigt, bis zum 25. Juli 2011 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.000.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Das vorhandene, bereits ausgelaufene genehmigte Kapital wurde aufgehoben.
Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Juli 2006 ermächtigt, bis zum 25. Januar 2008 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10% über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben. Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10% beschränkt. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen
Eigenkapital (in Mio. EUR)
eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
Angaben betreffend möglicher Übernahmeangebote Der Stimmrechtsanteil der Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer, Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart, beträgt 10,04%.
Der Stimmrechtsanteil der Steinbeisstiftung für Wirtschaftsförderung, Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart beträgt 10,04%. Diese Stimmrechte sind der Steinbeisstiftung für Wirtschaftsförderung in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der Steinbeis Verwaltungs-GmbH, Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart beträgt 10,04%. Diese Stimmrechte sind der Steinbeis Verwaltungs-GmbH in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Allgemeine Angaben
Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf
Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2006 im Jahresdurchschnitt um real + 2,5% über dem Vorjahresniveau. Kalenderbereinigt betrug die Zunahme sogar + 2,7%. Dies war das höchste Wachstum seit dem Jahr 2000. Nach einer langen Schwächephase kann 2006 als ein Jahr des Aufschwungs bezeichnet werden. Diese Entwicklung stellt eine solide Basis für die Fortsetzung des Aufschwungs im Jahre 2007 dar.
Die Konjunktur der Automatisierungsbranche wurde erstmals seit Jahren von einem deutlichen Zuwachs bei der Inlandsnachfrage (10,6% im ersten Halbjahr) angekurbelt. Die vom Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) gestellte mittelfristige Prognose von weltweit 6% bis 8% jährlichem Wachstum hat sich auch in diesem Jahr bewahrheitet. Aktuell schätzt der Verband den internationalen Automatisierungsumsatz für 2006 auf 228 Mrd. EUR nach 214 Mrd. EUR im vergangenen Jahr. 13% der weltweiten Produktion fand im vergangenen Jahr in Deutschland statt. Die Geschäfte in der Branche Prozessindustrie liefen besonders gut, der Bereich Automobil-Elektronik legte zweistellig zu.
Ertragslage
Auch aufgrund guter konjunktureller Vorgaben konnte der Softing-Konzern im Geschäftsbereich Industrial Automation seinen Umsatz auf 12,6 Mio. EUR (Vj. 11,3 Mio. EUR) steigern. Im Bereich Automotive Electronics hingegen lag der Umsatz bei nur 11,0 Mio. EUR (Vj. 10,8 Mio. EUR). Der Gesamtumsatz des Softing-Konzerns betrug damit 23,6 Mio. EUR (Vj. 22,1 Mio. EUR). Dies entspricht einer Steigerung um 6,9%.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (in Mio. EUR)
Die Gesamtleistung des Softing-Konzerns (Umsatzerlöse und aktivierte Eigenleistungen) lag bei 25,8 Mio. EUR und somit um 1,4 Mio. EUR höher als im Vorjahreszeitraum.
Das EBIT sank auf – 2,0 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind 1,7 Mio. EUR Wertminderungsaufwand. Der Betrag stammt im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich Automotive Electronics. Die wesentlichen Gründe hierfür waren die Neupositionierung des Bereiches Automotive, sowie der Verlust eines Großkunden für die Standardprodukte. Der Jahresfehlbetrag lag bei – 1,4 Mio. EUR (Vj. Jahresüberschuss 0,6 Mio. EUR), der Auftragseingang des Softing-Konzerns bei 25,2 Mio. EUR (Vj. 21,7 Mio. EUR).
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 11,1% resultiert vor allem aus der um 9,4% erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.
Der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung stieg von 50,6% auf 53,5%. Dies zeigt wiederum deutlich, dass die Mitarbeiter die wichtigste Ressource im Softing-Konzern sind.
Softing North America verbuchte 2,0 Mio. US\$ Umsatz (Vj. 1,8 Mio. US\$), bei einem EBIT von 0,2 Mio. US\$ (Vj. 0,1 Mio. US\$).
Mitarbeiter
(Jahresdurchschnitt)
Die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH trug im Jahr 2006 3,1 Mio. EUR zum Umsatz des Softing-Konzerns bei.
Die rumänische Tochter SoftingROM erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 0,4 Mio. EUR. (Vj. 0,1 Mio. EUR). SoftingROM wurde gegründet, um wettbewerbsfähig Entwicklungsaufgaben und Projektleistungen für die Softing AG durchzuführen.
Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 liegt für das Jahr 2006 bei – 0,25 EUR (Vj. 0,11 EUR).
Vermögens- und Finanzlage
Das Eigenkapital des Softing-Konzerns beläuft sich zum Jahresende 2006 auf 12,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 13,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite (Konzernergebnis zu Eigenkapital) lag im Jahr 2005 noch bei 4,4%, 2006 liegt die Eigenkapitalrendite bei – 10,9%. Unsere langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die aktivierten eigenen Produktentwicklungen, latente Steueransprüche und den Firmenwert aus dem Erwerb der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH. Die langfristigen Vermögenswerte betragen 50,7% der Bilanzsumme. Dem gegenüber stehen langfristige Schulden und Eigenkapital in Höhe von 80,3% der Bilanzsumme.
Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verminderte sich um 0,5 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR (Vj. 2,8 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Verhältnis zu den Umsatzerlösen lag bei 9,7% und damit um 2,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die Finanzmittel (flüssige Mittel und Wertpapiere) betrugen zum Jahresende 2006 2,7 Mio. EUR (Vj. 4,7 Mio. EUR).
Forschung und Produktentwicklung
Der Softing-Konzern investiert seit Jahren über 10% seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungsaktivitäten werden in einem periodisch tagenden Technical Steering Committee koordiniert, um auf Trends und Chancen am Markt zu reagieren und neue, marktrelevante Produkte schnell zur Serienreife zu bringen.
Insgesamt hat Softing 2,5 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Die Finanzierung dieser Entwicklungskosten erfolgte wie in den Vorjahren ausschließlich aus Eigenmitteln.
Im Geschäftsbereich Industrial Automation wurden Investitionen für Produktentwicklungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) getätigt. Im Vordergrund stand die Entwicklung von Neuprodukten sowie die weitere klare Ausrichtung aller Entwicklungen auf Ertragspotenzial. Wesentliche Investitionen flossen in die Entwicklung von Hard- und Softwareprodukten für die Prozessautomatisierung und für die Kommunikation mit PROFIBUS-Netzwerken. Entwicklungsschwerpunkte waren sowohl die PROFIBUS Diagnose mit dem bus-check PROFIBUS Analyzer für die mobile Diagnose sowie zusätzlich einer stationären Diagnoselösung, als auch die neue Linie von PROFIBUS PC-Interfaces PBpro mit Unterstützung der 3,3V Technologie und dem Schnittstellenstandard PC/10plus. Zur Marktreife gelangten auch erste Versionen der PROFINET Protokollsoftware, ein neuer OPC Systemserver (Modbus/OPC Server) und die ausgebauten OPC Connector Tools. Bei den Steuerungen wurde die 4CONTROL Produktpalette für den Einsatz im Bereich der Gebäudeautomation erweitert.
Im Bereich Automotive Electronics hat das geringe Umsatzwachstum 2006 taktische Maßnahmen zur Neupositionierung des Bereichs nötig gemacht. Zentral war, neben einer spürbaren Kostenreduzierung eine solide Basis für künftiges Umsatzwachstum zu schaffen. Entwicklungstätigkeiten für Software-Standardprodukte wurden nach Rumänien verlagert. Insgesamt stellt eine unbedingte Kundenorientierung ein zentrales Element der Neuausrichtung dar. Dieses gilt für die Produktentwicklung ebenso wie für die Projektbearbeitung, die in zunehmendem Maße durch so genannte "Resident Engineers" direkt beim Kunden erfolgt.
Eine wesentliche Maßnahme der Neupositionierung im Produktbereich war 2006 das Aufbrechen kompakter Softwareprodukte und die Freigabe von Schnittstellen, um Kunden ein einfacheres Aufsetzen eigener Applikationen zu ermöglichen. Gleichzeitig eröffnen sich attraktive Kombinationsmöglichkeiten mit Softwareprodukten von Drittanbietern, die zukünftig in das Softing-Vertriebsportfolio übernommen werden sollen. Auch im Bereich Diagnose/Kommunikation (CAN, FlexRay, MOST, LIN) wurde 2006 signifikant investiert. Softing hat somit im Bereich Automotive Electronics 1,3 Mio. EUR an Investitionen für Produktentwicklungen getätigt (Vj. 1,7 Mio. EUR).
Mitarbeiter
Der Softing-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2006 insgesamt 195 fest angestellte Mitarbeiter (Vj. 199). Davon waren 129 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung tätig (Vj. 130), 28 in Marketing und Vertrieb (Vj. 48).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Aktienoptionen an die Mitarbeiter ausgegeben. Im Jahr 2006 haben wir wieder in die Ausbildung unserer Mitarbeiter investiert. Schwerpunkte waren neben der Stärkung der Vertriebskompetenzen auch der Ausbau von Führungskompetenzen unserer Mitarbeiter. Jährlich wird zur Sicherung der Qualität unserer Prozesse ein externes Audit zur ISO-Zertifizierung durchgeführt. Wir haben dieses Audit mit Erfolg bestanden.
Grundzüge des Vergütungssystems der Organe
Die Bezüge des Vorstandes teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen variablen Gehaltsbestandteile orientieren sich an im Voraus festgelegten erfolgsabhängigen Zielen. Außerdem nimmt der Vorstand an dem Aktienprogramm der Gesellschaft teil (weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen siehe Konzernanhang).
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 7.500 EUR pro angefangene Million EUR EBIT im Konzernabschluss. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.
Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft
Leichter Konjunkturrückgang bei gleichzeitigem Marktwachstum
Für das Jahr 2007 wird eine Abschwächung des nationalen konjunkturellen Umfeldes erwartet. Laut Prognosen wird sich das Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik Deutschland nahezu halbieren und auf 1,4 bis 1,6 Prozent sinken. Zur Begründung verweisen die Institute neben der leichten Abkühlung der Weltkonjunktur insbesondere auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer und den insgesamt "merklich restriktiveren Kurs" der Finanzpolitik der Bundesregierung. Für den Euroraum hingegen wird eine Erhöhung des Wirtschaftswachstums erwartet.
Prognosen des Zentralverbandes für Elektroindustrie (ZVEI) legen nahe, dass alle Teilsegmente der Automatisierung am internationalen Wachstum partizipieren dürften und rechnen im langfristigen Mittel mit einem Wachstum auf dem Weltmarkt der Automatisierungstechnik um sechs bis acht Prozent pro Jahr. Für die Fortsetzung dieser Entwicklung sprechen laut ZVEI sowohl die aktuellen Auftragseingänge als auch positive Nachrichten aus wichtigen Abnehmerbranchen im In- und Ausland.
Das Wachstumspotenzial bei Feldbussystemen wird weiterhin als überdurchschnittlich prognostiziert: Für die nächsten Jahre werden über 10 Prozent Wachstum erwartet. Im Bereich der Industriellen Automatisierung hat sich Softing bei seinen Kunden als kompetenter Partner etabliert: mit Produkten zur Vernetzung von Anlagen auf Basis relevanter Feldbussysteme sowie mit innovativen Steuerungen rund um 4CONTROL. Basierend auf dem Know-how bei Feldbussen entwickelt Softing Hard- und Softwareprodukte, die innerhalb der einzelnen Feldbuswelten, aber auch in der Verbindung dieser Welten wichtiger Bestandteil einer zuverlässigen Industrieautomatisierung sind.
Der Einsatz von Feldbussystemen in Produktionsprozessen hat mittlerweile ein hohes Niveau erreicht und wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Durch den langjährigen Einsatz altern auch die Feldbusse dieser Anlagen. Dies wird sich in zunehmenden Ausfällen und sinkenden Leistungsdaten bemerkbar machen. Somit ist die Bereitstellung von Diagnosewerkzeugen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit in der Industrie ein profitabler Wachstumsmarkt.
Im Jahr 2006 konnten wir unsere Produktpalette rund um die mobile und stationäre Diagnose von Feldbussystemen weiter ausbauen. Durch die im Oktober realisierte Übernahme von Rechten und Know-how eines führenden Herstellers von Diagnosekomponenten können wir 2007 den Weg zu neuen Produkten für die Feldbusdiagnose deutlich beschleunigen. Damit verstärkt sich Softing in einem der Kernsegmente des Bereiches Industrieller Automatisierung. Das erklärte Ziel ist die klare Marktführerschaft in der Feldbusdiagnose. In diesem Sinne wurde die Familie der bus-check Produkte geschaffen, von der in 2007 weitere Produkte auf den Markt kommen werden. Dieses Segment wird einen mehr als siebenstelligen Beitrag zum Umsatz leisten und Softing als einen führenden Produkt- und Technologielieferanten für Feldbustechnologie und Steuerungssysteme noch deutlicher als bisher positionieren.
Softing wird in 2007 die Produktpalette rund um das Thema "Real-Time-Ethernet" um Interfaces, Gateways sowie um Anschaltungen für unsere Kunden erweitern. Die wirtschaftliche Relevanz dieses Themas wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Da dies jedoch einmal ein dominierendes Thema in der Automatierungstechnik werden wird, ist für die Zukunft mit einem scharfen Wettbewerb zu rechnen. Softing muss auch deshalb als Technologielieferant seiner Kunden hier früh den Markt besetzen.
Im Hinblick auf die führende Position von Softing bei Feldbussystemen in der Prozessindustrie haben die Entwicklungen in 2006 dazu geführt, dass in 2007 neue Produkte mit unverkennbaren Alleinstellungsmerkmalen für unsere Kunden verfügbar sein werden. Alle Neuprodukte sind konsequent darauf ausgerichtet, unseren Kunden Vorteile durch höhere Leistungen und niedrigere einmalige sowie laufende Kosten zu schaffen. Hierzu bietet Softing in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner erstmals auch einen sogenannten ASIC Chip, den UFC-100, für den FOUNDATION fieldbus sowie für PROFIBUS PA an. Dieser kann gleichermaßen in bestehenden Geräten als pin-kompatibler Ersatz einer Altlösung genutzt werden, oder in Neuentwicklungen unserer Kunden bei ebenfalls geringeren Kosten zu einer deutlichen Leistungssteigerung der Geräte beitragen. Der UFC-100 ist ausschließlich über Softing zu beziehen.
Softing ist zunächst mit Schwerpunkt auf den Einsatz in der Prozesstechnik in die Entwicklung von drahtloser Kommunikation (Wireless Technology) eingestiegen. Die im Prozessumfeld nötige Technologie ist nicht mit der bei PCs (Wireless LAN) oder den anderen in der "Consumer Electronic" verwendeten Standards vergleichbar. Hier gelten sehr viel striktere Auflagen bezüglich Stromverbrauch, Reichweite, Störfreiheit etc.
Damit wird nicht nur das Leistungsportfolio von Softing gegenüber seinen Kunden in der Prozessindustrie um neue Leistungen mit hohen Wachstumsraten erweitert. Softing sichert hiermit auch das laufende Geschäft mit drahtgebundener Kommunikation ab.
Die neue OPC Technologie "OPC Unified Architecture" wird Softing helfen, seine Position als anerkannter OPC Experte auszubauen. Neue Produkte zielen insbesondere auf den Bereich von sogenannten "Embedded" Lösungen.
Im Geschäftsbereich Automotive Electronics ist Softing Partner der Automobilindustrie für die Vernetzung der Fahrzeugelektronik. Die Elektronik in Personenwagen und Nutzfahrzeugen macht derzeit – abhängig von der Fahrzeugklasse – bis zu 25 Prozent der Wertschöpfung in einem Fahrzeug aus. Gleichzeitig haben Fahrzeughersteller mit erheblichen Qualitätsproblemen in der komplexen Fahrzeugelektronik zu kämpfen. Damit rückt die Diagnose, also der Zugang zu den Steuergeräten und die Analyse des Datenverkehrs, zunehmend in den Fokus. Dies gilt für die gesamte Prozesskette von der Entwicklung bis zur Betreuung der Kundenfahrzeuge. Eine Lösung liegt im Einsatz von neuen Softwaremodellen, kombiniert mit Werkzeugen, die über standardisierte Schnittstellen verfügen. Marktbeobachter erwarten für 2007, dass der Markt für Fahrzeugelektronik wieder mit einem deutlichen Wachstum von rund sieben Prozent aufwarten wird.
In Kundenprojekten im Bereich Diagnose/Kommunikation (CAN, FlexRay, MOST, LIN) wird Softing-Kompetenz weiterhin sehr gefragt sein. 2007 werden in enger Entwicklungsgemeinschaft mit unseren Kunden neue Softing-Produkte auf den Markt kommen. Dies sowohl im Bereich von Werkstatt-Tester-Komponenten und Embedded Software als auch bei Software-Werkzeugen zur Bearbeitung und Analyse von Diagnosedaten sowie zur Re-Programmierung von elektronischen Steuergeräten. In diesem Zusammenhang ist auch die technologische und strategische Integration der im Jahre 2005 erworbenen hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH zu erwähnen, die nicht nur eine sinnvolle Ergänzung im Bereich der Testsysteme darstellt, sondern auch erwartungsgemäß zu Umsatz und Ergebnis beiträgt. Insbesondere vertriebliche Synergien zwischen hard&soft und Softing kommen zunehmend zum Tragen.
Anfang 2007 hat Softing ein ehrgeiziges Projekt mit dem Ziel gestartet, die Qualität ihrer Softwareentwicklungsprozesse und -produkte deutlich zu verbessern. Den Erfolg des Projektes misst Softing nach den sogenannten SPICE-Metriken (Software Process Improvement Capability Determination).
Ausblick für das Geschäftsjahr 2007
Softing geht für 2007 von einer Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. Wir erwarten einen Umsatz von rund 25 Mio. EUR, also 6% mehr als im Vorjahr. Dabei rechnen wir mit einem deutlich positiven EBIT und höheren Umsatzerlösen. Sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis erwarten wir in beiden Segmenten einen Anstieg. Wir erwarten, dass sich diese positive Entwicklung auch im Folgejahr fortsetzen wird.
Nicht nur in Europa, auch in den USA wollen wir wachsen. Die geschäftlichen Aktivitäten entwickeln sich viel versprechend. Besonders für Softing North America erwarten wir weiteres Umsatzwachstum und eine kontinuierliche Verbesserung des EBIT.
Für die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH ist ein Umsatz von rund 3,3 Mio. EUR bei einem deutlich positiven EBIT geplant.
Im laufenden Geschäftsjahr wird auch das Thema des nichtorganischen Wachstums eine zentrale Rolle spielen.
Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft
Neupositionierung Automotive Electronics
2006 war trotz des zufrieden stellenden Projektgeschäftes aufgrund der Schwächen im Standardproduktgeschäft kein gutes Jahr für den Geschäftsbereich Automotive Electronics. Erfreulicherweise zeigen die ergriffenen Maßnahmen messbar Wirkung. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs wird 2007 fortgeführt werden, so dass zum Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis in diesem Geschäftsbereich zu erwarten sein wird. Parallel zu den Maßnahmen zur wirtschaftlichen Ergebnisverbesserung haben wir Anfang dieses Jahres ein ehrgeiziges Qualitätsprojekt gestartet. Dieses soll die Qualität unserer Softwareentwicklungsprozesse und -produkte deutlich verbessern.
Einstieg in neue Technologien
Für das in Europa bei weitem dominierende Feldbusprotokoll PROFIBUS haben im Jahr 2006 die ersten Kunden ihre Geräte und Anlagen auf die Nachfolgetechnologien (Echtzeit-Ethernet-Protokolle) vorbereitet. Softing ist mit einigen strategischen Kunden bereits im Geschäft und hat erste Protokoll-Stacks bei Kunden platziert. Für das Jahr 2007 erwarten wir hier deutliche Wachstumsraten. Unterstützt wird die Durchsetzung dieser Technologie durch den Einstieg in das Geschäft mit integrierten Chip-Lösungen (siehe nachfolgend).
Realtime Ethernet Alliance
Die Ende des Jahres 2005 realisierte Partnerschaft mit einem Chiphersteller ebnet Softing den Zugang zum Massenmarkt von Ethernet-Feldbusanschaltungen. Besonderer Vorteil der Lösung für den Kunden ist der Einsatz eines vorhandenen und bereits erprobten Chips und somit einer sofortigen Lieferfähigkeit. Diese zusätzlichen Leistungen zielen genau auf den von Softing fokussierten Kundenkreis, womit sich 2007 und in den Folgejahren weitere verstärkende Effekte für Umsatz und Ertrag ergeben werden.
Tochtergesellschaft SoftingROM
Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, d.h. dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen. Vor Ort stehen gut ausgebildete junge Ingenieure und Informatiker zur Verfügung. Die rumänische Tochter ist damit zu einer Technologieschmiede von Softing herangewachsen. 2006 zog die Belegschaft, die mittlerweile mehr als 20 Mitarbeiter zählt, in ein neues Gebäude. Damit stehen wieder Kapazitäten für einen weiteren Ausbau der Entwicklungs- und Projektkapazitäten zur Verfügung.
Ausbau Portfolio Prozessindustrie
Durch den erfolgreichen Einstieg in eine modulare explosionsgeschützte Hardware hat Softing das Angebot für die Datenkommunikation in der Prozessindustrie an einer entscheidenden Stelle ausgeweitet. Mit dieser Hardware öffnet Softing einem breiten Kundenkreis den Zugang zur Feldbustechnologie und damit zu neuen Märkten für ihre Endkunden. Das neue Hard- und Softwarekonzept verkürzt die "Time-to-Market" für diese Kunden von meist einem Jahr auf 2-3 Monate. Damit öffnet sich für Softing ein bisher nicht zugänglicher Kundenkreis.
Softing North America, Inc.
Softing North America ist 2006 leicht gewachsen und hat eine positive Gewinnentwicklung gezeigt. Insbesondere die Vertriebs- und Projektkapazitäten wurden vor Ort weiter ausgebaut. Das Produktgeschäft ist mittlerweile im US-Markt etabliert. Wir erwarten deutliche Steigerungsraten im Umsatz bei gleichzeitig steigendem Ergebnis. Einige im Jahr 2006 entwickelten Neuprodukte werden diese Entwicklung mittel- und langfristig nachhaltig unterstützen. Es bestehen gute Chancen, durch geschickte Allianzen und Produktpolitik 2007 Wettbewerber weiter zu überflügeln und im Bereich der industriellen Kommunikation zum de-facto Standard in der Prozessindustrie aufzusteigen.
hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH
Die im Jahr 2005 erworbene hard&soft stellt eine wertvolle Ergänzung im Bereich der Testsysteme dar und trägt auch erwartungsgemäß zu Umsatz und Ergebnis bei. Über die Nutzung der durch Softing erweiterten Vertriebsstrukturen ergeben sich spürbare Synergien, d. h. zusätzliche Kunden für hard&soft, die ohne Softing kaum zugänglich gewesen wären. Umgekehrt profitiert Softing vom Zugang in den Automobil-Fertigungssektor, der durch hard&soft erweitert wird.
Risikomanagement und einzelne Risiken
Softing ist ein internationales Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen, ist Teil unserer Risikopolitik. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.
Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.
Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig.
Im Berichtszeitraum haben wir die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.
Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.
Geschäftsrisiken
Im Berichtsjahr konnte zwar der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, das Ergebnis – im Wesentlichen bedingt durch die Kosten der Neupositionierung des Bereichs "Automotive Electronics" und des damit verbundenen Wertminderungsaufwandes – war deutlich negativ. Die Geschäfte von Industrial Automation liefen sehr erfreulich, im Bereich Automotive Electronics konnte die begonnene Neuausrichtung nur beschränkt Wirksamkeit zeigen. Damit einher geht das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell Nachfrageänderungen anpassen zu können.
Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten.
Operative Risiken
In Teilen unseres Geschäfts sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen.
Schadenrisiken
Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt.
Kreditrisiken
Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt, da unsere Kunden überwiegend finanzkräftige Großunternehmen waren. Die zunehmende Verbreiterung unseres Geschäfts, insbesondere im internationalen Umfeld, und die damit einhergehende Gewinnung von Klein- und mittelständischen Unternehmen kann zu einer Risikoausweitung führen. Wir haben diesem Umstand Rechnung getragen, indem wir die Kreditprüfung intensivierten und das Forderungsmanagement verstärkten.
Wechselkursrisiken
Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Im Berichtszeitraum haben wir begonnen, die Wechselkursrisiken mit unserer Tochtergesellschaft in den USA abzusichern. Softing hat im Jahr 2006 die erwarteten Zahlungsströme der Softing North America mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften abgesichert. Für das Jahr 2007 erfolgte dies im Januar 2007.
Lieferantenrisiken
Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen.
Risiken bezüglich des Bestandes der IT-Infrastruktur
Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden an der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Wir sind diesen Risiken mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen begegnet, die insbesondere die kurzfristige Wiederherstellung aller Datenbestände beinhaltet. Darüber hinaus wurden eine Reihe von IT-Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben.
Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.
Haar, den 12. Februar 2007
Softing AG
Dr. Wolfgang Trier (Vorstandsvorsitzender)
Dr. Michael Siedentop (Vorstand)
Konzern-Bilanz
zum 31. Dezember 2006
| Aktiva Anhang |
31.12.2006 EUR |
31.12.2005 EUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. | Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | C1 | 2.351.125 | 2.351.125 | |
| 2. Entwicklungskosten | C2 | 2.618.634 | 4.110.387 | |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | C3 | 1.044.761 | 1.349.123 | |
| 6.014.520 | 7.810.635 | |||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | C5 | 538.000 | 608.533 | |
| III. Latente Steueransprüche | D8 | 3.059.258 | 2.997.809 | |
| 9.611.778 | 11.416.977 | |||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Vorräte | C7 | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 548.892 | 283.002 | ||
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.046.998 | 1.417.256 | ||
| 1.595.890 | 1.700.258 | |||
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | C8 | 4.001.071 | 3.448.454 | |
| 2. Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | C9 | 658.430 | 947.179 | |
| 4.659.501 | 4.395.633 | |||
| III. Sonstige finanzielle Forderungen | C10 | 39.184 | 98.945 | |
| IV. Laufende Ertragsteueransprüche | C12 | 24.003 | 286.835 | |
| V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | C13 | 2.740.037 | 4.728.620 | |
| VI. Sonstige Vermögenswerte | C11 | 280.047 | 167.424 | |
| 9.338.662 | 11.377.715 | |||
| 18.950.440 | 22.794.692 |
| Passiva Anhang |
31.12.2006 EUR |
31.12.2005 EUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.599.998 | 5.499.998 | ||
| II. Kapitalrücklage | 1.682.707 | 1.475.728 | ||
| III. Gewinnrücklage | 5.437.737 | 6.769.441 | ||
| IV. Eigene Anteile | – 273.375 | 0 | ||
| C14 | 12.447.067 | 13.745.167 | ||
| B. | Langfristige Schulden | |||
| 1. Pensionsrückstellungen | C15 | 1.138.073 | 1.223.871 | |
| 2. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | C16 | 348.728 | 660.722 | |
| 3. Latente Steuerverbindlichkeiten | D8 | 1.281.129 | 2.030.808 | |
| 2.767.930 | 3.915.401 | |||
| C. | Kurzfristige Schulden | |||
| I. Sonstige Rückstellungen | C17 | 142.610 | 111.800 | |
| II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | C18 | 718.038 | 822.116 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | C9 | 162.298 | 454.303 | |
| III. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | C19 | 2.217.899 | 3.142.046 | |
| IV. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | C21 | 0 | 205.407 | |
| V. Sonstige Schulden | C20 | 494.598 | 398.452 | |
| 3.735.443 | 5.134.124 | |||
| 18.950.440 | 22.794.692 | |||
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2006
| 2006 | 2005 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anhang | EUR | EUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | D1 | 23.595.788 | 22.063.060 |
| 2. | Andere aktivierte Eigenleistungen | D2 | 2.178.553 | 2.336.919 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | D3 | 367.211 | 751.113 |
| 26.141.552 | 25.151.092 | |||
| 4. | Materialaufwand | D4 | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und | ||||
| Betriebsstoffe und für bezogene Waren | – 4.942.645 | – 4.007.756 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | – 622.229 | – 649.531 | ||
| – 5.564.874 | – 4.657.287 | |||
| 5. | Personalaufwand | D5 | ||
| a) Löhne und Gehälter | – 11.778.243 | – 10.635.905 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für | ||||
| Altersversorgung | – 1.950.288 | – 1.721.497 | ||
| –13.728.531 | –12.357.402 | |||
| 6. | Abschreibungen und Wertminderungen auf | |||
| immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | C4 | – 4.932.096 | – 3.199.483 | |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | D6 | – 3.907.396 | – 3.886.563 |
| 8. | Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) | – 1.991.345 | 1.050.357 | |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | D7 | 87.488 | 102.417 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | D7 | – 226.045 | – 96.488 | |
| – 138.557 | 5.929 | |||
| 11. Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) | – 2.129.902 | 1.056.286 | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | D8 | 767.491 | – 450.790 | |
| 13. Konzernergebnis (= den Anteilseignern | ||||
| des Mutterunternehmens zuzurechnen) | – 1.362.411 | 605.496 | ||
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) | – 0,25 | 0,11 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr 2006
| 2006 TEUR |
2005 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis | – 1.362 | 605 |
| Anpassungen | ||
| Zinserträge | – 87 | – 102 |
| Zinsaufwendungen | 226 | 96 |
| Ertragsteuern | – 767 | 451 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 4.932 | 3.199 |
| Währungsdifferenzen | 25 | – 56 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 31 | – 477 |
| Veränderung der Vorräte | 104 | 224 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, | ||
| finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | – 316 | – 385 |
| Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten und sonstigen Schulden | – 406 | – 693 |
| Erhaltene Zinsen | 87 | 102 |
| Gezahlte Zinsen | – 11 | 0 |
| Erstattete Ertragsteuern | 205 | 0 |
| Gezahlte Ertragsteuern | – 326 | – 188 |
| Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 2.335 | 2.776 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | ||
| und Sachanlagen | 0 | 11 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | – 215 | – 338 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | – 2.851 | – 3.620 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen | – 971 | – 1.535 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | – 4.037 | – 5.482 |
| Einzahlung aus Kapitalerhöhung | 0 | 1.097 |
| Auszahlung aus Erwerb eigener Aktien | – 273 | 0 |
| Auszahlung Kapitalkosten aus Kapitalerhöhung | – 14 | 0 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | – 287 | 1.097 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | – 1.989 | – 1.609 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.729 | 6.338 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.740 | 4.729 |
Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer D3 verwiesen.
Konzernaufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
für das Geschäftsjahr 2006
| 2006 TEUR |
2005 TEUR |
|
|---|---|---|
| Unterschiede aus Währungsumrechnung | ||
| (Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste) | 25 | – 56 |
| Veränderung aus der Bewertung von Finanzinstrumenten | 0 | – 18 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | ||
| aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 8 | – 373 |
| 33 | – 447 | |
| Steuereffekte | – 3 | 139 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) | 30 | – 308 |
| Jahresüberschuss | – 1.362 | 605 |
| Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen | – 1.332 | 297 |
| (= den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen) | ||
| Auswirkungen aus Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | ||
| nach IAS 8 (= den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen) | 0 | – 139 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2006
A. Allgemeine Erläuterungen
1. Grundlagen
Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.
Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2006 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 12. Februar 2007 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
2. Gegenstand des Konzerns
Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse "Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar" eingetragen.
Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftliche Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme, kommerzielle EDV-Anwendungen.
3. Neue und geänderte Standards
Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen
Im Geschäftsjahr 2006 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnen.
Von diesen Standards und Interpretationen wurden – soweit für die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens von Bedeutung – im Geschäftsjahr 2006 erstmals angewandt:
- IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"
- IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse"
- IAS 24 "Angabe über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen"
- IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"
- IFRS 4 "Versicherungsverträge"
| IFRS 6 | "Exploration und Evaluierung von mineralischen |
|---|---|
| Ressourcen" | |
| IFRIC 4 | "Feststellung, ob eine Leistung ein Leasing |
| verhältnis enthält" | |
| IFRIC 5 | "Rechte auf Anteile an Fonds für Entsorgung, |
| Wiederherstellung und Umweltsanierung" | |
| IFRIC 6 | "Verbindlichkeiten, die sich aus der Teilnahme |
an einem spezifischen Markt ergeben – Elektro- und Elektronik-Altgeräte"
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Softing AG.
Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen
Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die von der Softing AG auch nicht vorzeitig angewandt wurden:
- IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"
- IFRS 7 "Finanzinstrumente Angaben"
- IFRS 8 "Änderung IAS 14 Segmentberichterstattung"
- IFRIC 7 "Anwendungen des Restatement-Ansatzes nach IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
- IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"
- IFRIC 9 "Bilanzierung von eingebetteten Derivaten"
-
IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Erfassung von Wertminderungen in Bezug auf den Goodwill und in Bezug auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte"
-
IFRIC 11 "Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen, bei denen Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens oder Eigenkapitalinstrumente einer anderen Gesellschaft innerhalb des Konzerns gewährt werden"
- IFRIC 12 "Bilanzierung von Dienstleistungsvereinbarungen bei Unternehmen, die im Auftrag von Gebietskörperschaften öffentliche Leistungen anbieten"
Im Einzelnen ergeben sich für Softing die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"
Das IASB hat im August 2005 IFRS 7 veröffentlicht. In diesem Standard wurden die Angaben zu Finanzinstrumenten zusammengefasst, die bislang in IAS 30 "Angaben im Abschluss von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" geregelt
waren. Dabei wurden einzelne Angabepflichten geändert bzw. ergänzt. IFRS 7 ist verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen.
Der Standard, der von allen Unternehmen anzuwenden ist, wird bei der erstmaligen Anwendung durch Softing im Geschäftsjahr 2007 zu erweiterten Angaben zu Finanzinstrumenten führen.
Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" – Angaben zum Kapital
Das IASB hat im August 2005 im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" eine Änderung des IAS 1 bekannt gemacht. Danach sind im Abschluss Informationen zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten eine Bewertung der Ziele, Methoden und Prozesse beim Kapitalmanagement ermöglichen. Die
Änderung des IAS 1 ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderung des IAS 1 durch Softing im Geschäftsjahr 2007 wird zu erweiterten Anhangsangaben führen.
IFRS 8 "Änderung des IAS 14 – Anwendung des "management approach" zur Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung der Segmente"
Das IASB hat im November 2006 IFRS 8 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt den IAS 14 und sieht insbesondere die Anwendung des "management approach" zur Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung der Segmente vor. Operative Segmente sind Teile einer Unternehmung, deren operatives Ergebnis von einem zentralen Entscheidungsträger regelmäßig überwacht wird und als Entscheidungsgrundlage für die Ressourcenallokation und für die Erfolgskontrolle dient und für die gesonderte Finanzinformationen
zur Verfügung stehen. Dabei wurden einzelne Anhangsangaben erweitert. Der Standard, der von Unternehmen anzuwenden ist, deren Eigen- oder Fremdkapitaltitel öffentlich gehandelt werden, ist verpflichtend auf alle Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die erstmalige Anwendung dieses Standards wird zu keiner Änderung der Segmentierung der Berichterstattung führen. Die Anhangsangaben zu den Segmenten werden jedoch erweitert.
IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Impairment"
Die Interpretation IFRIC 10 wurde vom IASB im Juli 2006 veröffentlicht. IFRIC 10 befasst sich mit dem Zusammenspiel der Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung und den Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen in Bezug auf den Goodwill (in IAS 36) und in Bezug auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte (in IAS 39). IFRIC 10 stellt fest, dass Wertminderungen, die im Zwischenabschluss erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein Wertaufholungsverbot gilt, in folgenden Zwischenabschlüssen
oder Jahres- bzw. Konzernabschlüssen nicht rückgängig gemacht werden dürfen. Das IFRIC stellt explizit klar, dass die Interpretation nicht analog auf ähnliche Sachverhalte angewendet werden darf. IFRIC 10 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. November 2006 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. Die erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2007 kann zu Änderungen in der Bilanzierung führen, sofern in Zwischenabschlüssen Wertminderungen vorgenommen werden.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.
1. Erfassung von Erträgen
Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage–of–Completion–Methode realisiert. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage–of–Completion-Methode erfasst.
Erträge aus Zinsen
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der
wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt:
| Softing-Konzern | Kapitalanteil | ||
|---|---|---|---|
| 2006 | 2005 | ||
| % | % | ||
| Softing AG, Haar/Deutschland | |||
| Softing North America Inc., Newburyport/USA | 100 | 100 | |
| hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, Reutlingen/Deutschland | 100 | 100 | |
| SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien | 100 | 100 | |
3. Konsolidierungsgrundsätze
Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode zu bilanzieren, d. h. die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Prüfung auf dessen Werthaltigkeit unterzogen.
Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
4. Anpassungen von Vorjahreswerten nach IAS 8
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden 2005 nach IAS 19.93D erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Verrechnung erfolgte 2005 ohne Berücksichtigung der damit verbundenen Ertragsteuervorteile.
Die Auswirkung der Berücksichtigung der damit verbundenen Ertragsteuervorteile stellt sich bei folgenden Bilanzpositionen wie folgt dar (Angaben in EUR):
| 31.12.2004 | Korrektur | 31.12.2004 | |
|---|---|---|---|
| alt | nach IAS 8 | neu | |
| Latente Steueransprüche | 3.005.364 | 38.315 | 3.043.679 |
| Gewinnrücklagen | 6.438.157 | 38.315 | 6.476.472 |
| 31.12.2005 | Korrektur | 31.12.2005 | |
|---|---|---|---|
| alt | nach IAS 8 | neu | |
| Latente Steueransprüche | 2.820.072 | 177.737 | 2.997.809 |
| Gewinnrücklagen | 6.591.704 | 177.737 | 6.769.441 |
5. Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen aktivierte Entwicklungskosten, den Geschäfts- oder Firmenwert aus der
Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte.
Entwicklungskosten
Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst. Die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden ab dem Zeitpunkt, zu dem die technologische Durchführbarkeit feststeht, als Entwicklungskosten aktiviert. Gemäß IAS 38 aktiviert die Gesellschaft eigene Entwicklungskosten für die selbsterstellten Produkte, sofern die anfallenden Entwicklungskosten zu marktfähigen Produkten führen und entsprechende Umsatzerlöse für die Vergangenheit nachgewiesen werden konnten bzw. die geplanten oder erwarteten Deckungsbeiträge die aktivierten Aufwendungen übersteigen. Die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen werden auf drei Jahre linear abgeschrieben, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Noch nicht abgeschlossene und aktivierte Entwicklungsprojekte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierbei werden Einflüsse aus der künftigen Marktentwicklung angemessen berücksichtigt.
Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Geschäfts- oder Firmenwert
Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen grundsätzlich den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen die Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen.
Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzwert. Da der beizulegende Zeitwert nicht ermittelt werden kann, wird der Nutzwert zugrunde gelegt.
Der Nutzwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde demnach wie folgt ermittelt:
Aufgrund der Planungen der nächsten 3 Geschäftsjahre wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem kein Wachstum für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzwert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Die Zahlungsmittelrückflüsse wurden mit 7% diskontiert.
Im Berichtsjahr ergab sich keine Wertminderung.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.
Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert worden.
6. Sachanlagen
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsoder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.
Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange in der Darstellung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.
Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.
7. Wertminderungen
Sollten sich aufgrund von Tatsachen oder Umständen Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen ergeben, so wird ihr jeweiliger erzielbarer Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert. Falls der erzielbare Betrag unter dem Bilanzwert liegt, wird eine Wertminderung erfasst, die die betreffenden Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag reduziert.
8. Leasingverträge
Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die zu zahlenden Leasingraten werden im Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Finanzierungsleasingverträge, die nach IAS 17 zu aktivieren sind, liegen nicht vor.
9. Vorräte
Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.
Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
10.Finanzielle Vermögenswerte
Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cash Flows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Kategorien unterteilt: "bis zur Endfälligkeit gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "Kredite und Forderungen". Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Bis zur Endfälligkeit gehalten" und "Kredite und Forderungen" werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne oder Verluste werden dann ergebniswirksam erfasst, wenn der finanzielle Vermögenswert ausgebucht oder wertgemindert ist sowie im Rahmen von Amortisationen. Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows vorgenommen.
Sofern es sich um "zur Veräußerung verfügbare" finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im Eigenkapital unter Beachtung latenter Steuern ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im Eigenkapital kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst.
Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstige finanzielle Forderungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen
Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als "Kredite und Forderungen" kategorisiert und entsprechend bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere und werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und demzufolge zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.
11.Kundenspezifische Fertigungsaufträge
Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert. Dabei werden als Auftragserlöse die in Festpreisverträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad der Leistungen wird durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt (Cost-to-Cost-Methode). Die erhaltenen Anzahlungen
werden mit dem Leistungsstand der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den "Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen". Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, so wird dieser passivisch unter den "Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.
12.Sonstige Vermögenswerte
Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
13.Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten
Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.
14.Pensionsrückstellungen
Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
15.Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht,
eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.
16.Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. In den Folgejahren werden alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus den Bilanzposten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" sowie "sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" zusammen.
17.Sonstige Schulden
Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
18.Ermessensausübung und Schätzungsunsicherheiten
Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauer, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene andere Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die
Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Einschätzung zukünftiger Nutzungsmöglichkeiten steuerlicher Verlustvorträge und der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäftsoder Firmenwertes.
19.Währungsumrechnung
Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben.
Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.
Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:
| USD/EUR | USD/EUR | RON/EUR | RON/EUR | |
|---|---|---|---|---|
| 2006 | 2005 | 2006 | 2005 | |
| Stichtagskurs (31.12.) | 1,32 | 1,18 | 3,38 | 3,69 |
| Durchschnittskurs | 1,26 | 1,24 | 3,51 | 3,60 |
C. Angaben zur Konzern-Bilanz
1. Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.351 resultiert aus dem Erwerb sämtlicher Anteile der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH zum 1. Juli 2005.
2. Entwicklungskosten
Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 960 (Vj. TEUR 1.370).
Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2006 Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß dem Förderprogramm "Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen" in Höhe von TEUR 117 (Vj. TEUR 199) erhalten. Diese werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der aktivierten Entwicklungskosten abgesetzt.
3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
4. Wertminderungen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt TEUR 1.684 (Vj. TEUR 0) in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfasst worden.
Diese verteilen sich auf die Segmente Automotive Electronics TEUR 1.481 und Industrial Automation TEUR 203.
Basierend auf der eingeleiteten Neuausrichtung im Segment Automotive Electronics wurde in der Produktgruppe "Standard Produkte Automotive" aufgrund gesunkener Ertragserwartungen ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 1.145 ermittelt. In der hard&soft Salwetter Rottenberger GmbH, die Teil des Segments Automotive Electronics ist, wurde für eine in 2005 erworbene Lizenz aufgrund von geänderten Marktgegebenheiten ein gesunkener Nutzwert ermittelt. Hierdurch ergab sich ein Wertminderungsaufwand von TEUR 336.
Im Segment Industrial Automation wurde für die CGU 4CONTROL, die alle Aktivitäten im Rahmen der Produktgruppe 4CONTROL umfasst, im Rahmen der Werthaltigkeitstests wegen gesunkener Ertragserwartungen ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 203 festgestellt.
Als Diskontierungssatz im Rahmen der Ermittlung der Nutzwerte wurden 7% angesetzt. Alle erzielbaren Beträge wurden durch Berechnung der Nutzwerte ermittelt.
5. Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
6. Leasingverträge
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 123 (Vj. TEUR 151) enthalten.
7. Vorräte
Die Vorräte wurden 2006 in Höhe von TEUR 170 (Vj. TEUR 16) wertberichtigt. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.
8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2006 wurden Wertberichtigungen für als zweifelhaft anzusehende Forderungen in Höhe von TEUR 117 (Vj. TEUR 95) vorgenommen.
| 31.12.2006 TEUR |
31.12.2005 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen davon: Noch nicht abgerechnete Leistungen |
4.001 38 |
3.448 60 |
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Gesamtbetrag der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge | 1.628 | 2.188 |
| Ab: Erhaltene Anzahlungen | – 1.132 | – 1.695 |
| Verrechnungssaldo | 496 | 493 |
| davon ausgewiesen unter: | ||
| Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | 658 | 947 |
| Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | – 162 | – 454 |
9. Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen
Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Abwertungen bzw. Rückstellungen gedeckt; sie werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt. Der Gesamtbetrag
der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge enthält Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.269 (Vj. TEUR 1.737) sowie einen Gewinnanteil in Höhe von TEUR 359 (Vj. TEUR 451).
10.Sonstige finanzielle Forderungen
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen an Mitarbeiter | 4 | 22 |
| Übrige | 35 | 77 |
| 39 | 99 | |
Bei den Forderungen an Mitarbeiter handelt es sich um unverzinsliche Darlehen.
11.Sonstige Vermögenswerte
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 1 | 66 |
| Anzahlung Sachanlagen | 39 | 0 |
| Rechnungsabgrenzung | 108 | 65 |
| Übrige | 132 | 36 |
| 280 | 167 | |
Die sonstigen Steuererstattungsansprüche bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuer-Guthaben.
12.Laufende Ertragsteueransprüche
Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen.
13.Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Wertpapiere | 632 | 1.855 |
| Flüssige Mittel | 2.108 | 2.874 |
| 2.740 | 4.729 | |
Bei den Wertpapieren handelt es sich um kurzfristig veräußerbare, festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen eines inländischen Kreditinstitutes, die am 17. April 2009 fällig werden. Der letzte Zinssatz betrug 3,499 % (Vj. 2,185 %), wobei alle drei Monate eine Zinsanpassung an den Marktzins durch den Emittenten erfolgt.
Flüssige Mittel beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen.
14.Eigenkapital
| Ausstehende | Gezeich- | Kapital- | Gewinnrücklagen | Eigene | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktien | netes Kapital |
rücklage | Anteile | Eigen kapital |
|||||
| Bewer- Währungs- | andere | Summe | |||||||
| tungs- | umrech | ||||||||
| Stück | TEUR | TEUR | rücklagen TEUR |
nungen TEUR |
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 31. Dezember 2004/ | |||||||||
| 1. Januar 2005 | 5.000.000 | 5.000 | 879 | – 47 | 0 | 6.523 | 6.476 | 0 | 12.355 |
| Veränderungen im | |||||||||
| Eigenkapital 2005 | |||||||||
| Erfolgsneutrale Erträge | |||||||||
| und Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | – 251 | – 56 | 0 | – 307 | 0 | – 307 |
| Konzernergebnis 2005 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 605 | 605 | 0 | 605 |
| Zuführung aus | |||||||||
| Kapitalerhöhung | 499.998 | 500 | 610 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.110 |
| Verrechnung | |||||||||
| Transaktionskosten | |||||||||
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | – 13 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 13 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | |||||||||
| der latenten Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 5 | – 5 | 0 | – 5 |
| 31. Dezember 2005/ | |||||||||
| 1. Januar 2006 | 5.499.998 | 5.500 | 1.476 | – 298 | – 56 | 7.123 | 6.769 | 0 | 13.745 |
| Veränderungen | |||||||||
| im Eigenkapital 2006 | |||||||||
| Erfolgsneutrale Erträge | |||||||||
| und Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 5 | 25 | 0 | 30 | 0 | 30 |
| Konzernergebnis 2006 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 1.362 | – 1.362 | 0 | – 1.362 |
| Verrechnung Kosten | |||||||||
| Börsengang (Rück | |||||||||
| vergütung für Vorjahre) | 0 | 0 | 36 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 36 |
| Erwerb eigener Anteile | – 100.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 273 | – 273 |
| Zuführung aus | |||||||||
| Kapitalerhöhung | 100.000 | 100 | 179 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 279 |
| Verrechnung | |||||||||
| Transaktionskosten | |||||||||
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | – 14 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 14 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | |||||||||
| der latenten Steuern | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| 31. Dezember 2006 | 5.499.998 | 5.600 | 1.683 | – 293 | – 31 | 5.761 | 5.437 | – 273 | 12.447 |
Gezeichnetes Kapital
Zum 19. Dezember 2006 wurde das gezeichnete Kapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital um TEUR 100 bzw. 100.000 Aktien erhöht. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag
EUR 5.599.998,00 und ist eingeteilt in 5.599.998 nennwertlose Stückaktien. Daneben besteht bedingtes Kapital in Höhe von EUR 260.000,00 aus einem Aktienoptionsprogramm.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 25. Juli 2011 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 2.000.000 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden:
- zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
- zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen;
- wenn im Falle einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage die aufgrund dieser Ermächtigung beschlossenen Kapital-
erhöhungen insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten und der Ausgabebetrag der Aktie den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2006 EUR 1.900.000,00.
Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten. Zum 19. Dezember 2006 wurde der Kapitalrücklage im Rahmen einer Kapitalerhöhung TEUR 179 zugeführt.
Im Geschäftsjahr wurden Transaktionskosten aus dem Börsengang in Höhe von TEUR – 36 und aus der Kapitalerhöhung 2006 in Höhe von TEUR 8 mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Gewinnrücklage
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten
sowie die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.
In Höhe der gesetzlichen Rücklage nach § 150 AktG besteht eine Ausschüttungssperre für die Rücklagen bis zum zehnten Teil des gezeichneten Kapitals.
Eigene Anteile
Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 26. Juli 2006 und dem Beschluss des Vorstands vom 21. August 2006 wurden eigene Aktien erworben:
| Kaufdatum | Stückzahl | Stückpreis | Kaufpreis |
|---|---|---|---|
| (EUR) | (TEUR) | ||
| 01. September 2006 | 35.000 | 2,6900 | 94 |
| 18. September 2006 | 25.000 | 2,7600 | 69 |
| 29. September 2006 | 25.000 | 2,7950 | 70 |
| 24. Oktober 2006 | 15.000 | 2,6900 | 40 |
| 273 |
Die Aktien wurden erworben, um die Aktien Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen im Wege von share oder asset deals oder beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen als Gegenleistung anzubieten.
15.Pensionsrückstellungen
Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen TEUR 1.536 (Vj. TEUR 1.202) wurde nach IAS 19.116 mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach IAS 19.93D erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des "Verbraucherindex für Deutschland". Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2005 auf 2006 von 108,6 auf 110,2 Punkte gestiegen.
Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| Berechnungsgrundlagen | % | % |
| Rechnungszins | 4,25 | 4,0 |
| Gehaltstrend | 0,0 | 0,0 |
| Rentenanpassung | 1,75 | 1,5 |
| Entwicklung | 2006 TEUR |
2005 TEUR |
|---|---|---|
| DBO Stichtag 1. Januar | 2.426 | 1.962 |
| Dienstzeitaufwand | – | – |
| Erträge aus Planvermögen | – 145 | – 127 |
| Zinsaufwand | 96 | 96 |
| Zinsertrag aus Planvermögen | – 6 | – 14 |
| Finanzmathematische Verluste | – 8 | 373 |
| Pensionsleistungen an Pensionäre | – 23 | – 5 |
| Zeitwert des externen Planvermögens zum 1. Januar | – 1.202 | – 1.061 |
| Stichtag 31. Dezember | 1.138 | 1.224 |
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis | TEUR | TEUR |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) | 2.492 | 2.426 |
| Zeitwert des externen Planvermögens zum 31. Dezember 2006 | – 1.354 | – 1.202 |
| 1.138 | 1.224 |
Der Barwert der DBO und der Zeitwert des externen Planvermögens haben sich in den letzten 4 Jahren wie folgt entwickelt:
| Barwert der | Zeitwert des | |
|---|---|---|
| leistungsorientierten | externen | |
| Verpflichtungen | Planvermögens | |
| (DBO) | ||
| 31.12.2002 | 1.150 | 659 |
| 31.12.2003 | 1.692 | 869 |
| 31.12.2004 | 1.962 | 1.061 |
| 31.12.2005 | 2.426 | 1.202 |
| 31.12.2006 | 2.492 | 1.354 |
2006 ergab sich ein Aufwand aus der Altersversorgung von TEUR 29 (Vj. TEUR 19).
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| Pensionsleistungen an Pensionäre | 23 | 5 |
| Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung | 96 | 96 |
| Abzüglich | ||
| enthaltener Zinsaufwand (saldiert mit Zinserträgen | ||
| aus Planvermögen in Höhe von TEUR 6; (Vj. TEUR 14) | – 90 | – 82 |
| 29 | 19 | |
Aufgrund der konservativen und sicheren Anlageform der Rückdeckungsversicherung rechnen wir auch in Zukunft mit einer geringen Verzinsung der eingezahlten Beiträge. Die Verzinsung des Planvermögens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,5% (Vj. 1,3%).
Der Dienstzeit- und Zinsaufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung ist mit dem Ertrag aus dem Planvermögen
nach IAS 19 saldiert. Der verbleibende Zinsaufwand wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 105 erwartet.
16.Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig)
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode (5,6%) angesetzt.
17.Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Vorraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die
Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.
| Stand am | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand am |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2006 | 31.12.2006 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| 112 | 5 | 13 | – | 94 |
| 0 | – | – | 49 | 49 |
| 112 | 5 | 13 | 49 | 143 |
Die betrieblichen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Vorsorgen für Garantieverpflichtungen, welche unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten ermittelt wurden. Die Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
18.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 162 resultieren aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (Vergleiche Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen).
19.Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 116 | 275 |
| Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten | 1.239 | 1.161 |
| Übrige | 863 | 1.706 |
| 2.218 | 3.142 | |
20.Sonstige Schulden
| 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 494 | 398 |
Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten enthalten vor allem die Umsatz- und Lohnsteuer.
21.Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
Diese Ertragsteuerverbindlichkeiten betrafen im Vorjahr im Wesentlichen die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH.
D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich 2006 auf TEUR 1.437 (Vj. TEUR 1.757).
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach geographischen Gesichtspunkten | TEUR | TEUR |
| Inland | 16.106 | 14.831 |
| Ausland | 7.490 | 7.232 |
| 23.596 | 22.063 | |
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Produkten und Dienstleistungen | TEUR | TEUR |
| Produkte | 15.310 | 14.531 |
| Dienstleistungen | 8.286 | 7.532 |
| 23.596 | 22.063 | |
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.
3. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 45 | 82 |
| Auflösung von Rückstellungen | 13 | 101 |
| Sonstige periodenfremde Erträge | 5 | 63 |
| 63 | 246 | |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 24 | 117 |
| Erlöse Kraftfahrzeug-Überlassung | 112 | 100 |
| Erlöse geförderte Projekte | 117 | 199 |
| Übrige Erträge | 51 | 89 |
| 367 | 751 | |
4. Materialaufwand
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Wareneinkauf Produkte und Bauteile | 4.943 | 4.008 |
| Fremdleistungen | 622 | 649 |
| 5.565 | 4.657 | |
5. Personalaufwand
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Laufende Gehälter | 10.061 | 9.354 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung | 1.950 | 1.721 |
| Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen | 1.165 | 991 |
| Kfz-Überlassung Arbeitnehmer | 118 | 110 |
| Aushilfslöhne | 50 | 65 |
| Sonstige | 385 | 116 |
| 13.729 | 12.357 |
Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 855 (Vj. TEUR 801).
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Betriebsaufwendungen | 1.811 | 2.180 |
| Vertriebsaufwendungen | 1.253 | 1.156 |
| Verwaltungsaufwendungen | 720 | 515 |
| Aufwand aus Kursdifferenzen | 96 | 29 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 27 | 7 |
| 3.907 | 3.887 | |
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt auf:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Abschlussprüfung | 52 | 60 |
| Steuerberatungsleistungen | 18 | 19 |
| Sonstige Leistungen | 12 | 7 |
| 82 | 86 | |
7. Zinserträge/-aufwendungen
Die Erträge aus den zur Rückdeckung der Pensionszusagen an die Vorstände abgeschlossenen Lebensversicherungen wurden im Berichtsjahr nach IAS 19 mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung verrechnet.
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen | – 770 | 175 |
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | – 45 | 192 |
| Steuerertrag/-aufwand | 48 | 84 |
| – 767 | 451 | |
| davon periodenfremde tatsächliche Ertragsteuer | 42 | 1 |
Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der zugrunde gelegte Steuersatz bestimmt sich im Inland wie folgt:
| % | |
|---|---|
| Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag | 26,38 |
| Gewerbeertragsteuersatz | 14,89 |
| Minderung Körperschaftsteuer durch Anrechnung Gewerbeertragsteuer | – 3,93 |
| 37,34 |
Die Steuerbelastung wurde für Softing North America mit 24,5% und für SoftingROM s.r.l. mit 16% errechnet. Am Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind berücksichtigt.
Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem wahrscheinlich angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Die Planungsrechnungen der steuerlichen Ergebnisse lassen eine Realisierung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren erkennen. Steuerliche Verlustvorträge, die bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von TEUR 7.352.
Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:
| 31.12.2006 | Nutzbar bis | |
|---|---|---|
| Softing AG Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag | 7.179 | Unbefristet |
| Softing AG Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag | 7.026 | Unbefristet |
| Softing North America, Inc. | 250 | 2010/2025 |
Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der Softing North America, Inc. wurden bezüglich der State Tax und erstmals wieder bezüglich der Federal Tax aktiviert. Dadurch kommt es zu einer Minderung des latenten Steueraufwands von TEUR 23 bedingt durch die Aufwertung der steuerlichen Verluste und zu einer Minderung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands von TEUR 14 aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter Verluste.
Steuerliche Verluste in der Softing AG konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht genutzt werden.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Hierbei wird für den Konzern der Steuersatz der Softing AG verwendet, da diese Gesellschaft den wesentlichen Anteil des Geschäftes tätigt.
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | – 2.130 | 1.056 |
| Erwarteter Steueraufwand (37,34%) | – 795 | 394 |
| Nichtansatz latenter Steuern auf temporäre Differenzen | 32 | 41 |
| Nichtansatz latenter Steuern auf steuerliche Verluste | – 14 | 7 |
| Wertaufholung latenter Steuern auf steuerliche Verluste | – 23 | – |
| Nichtansatz latenter Steuern in Vorjahren | – | – 12 |
| Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen | 19 | 18 |
| Abweichende Steuersätze | – 25 | – 15 |
| Nichtansatz latente Steuern auf temporäre Differenzen Konzern | – 1 | 14 |
| Laufende Steuern Vorjahre | 42 | 1 |
| Sonstiges | – 2 | 3 |
| Ausgewiesener Steueraufwand lt. Gewinn- und Verlustrechnung | – 767 | 451 |
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:
| Latente Steueransprüche | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Eigenkapital | 6 | – |
| Pensionsrückstellung | 312 | 324 |
| Sonstige Rückstellungen | 18 | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10 | – |
| Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen | 2.713 | 2.674 |
| 3.059 | 2.998 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 257 | 412 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 978 | 1.577 |
| Sachanlagen | 31 | 26 |
| Eigenkapital | 15 | 5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 10 |
| 1.281 | 2.030 | |
E. Sonstige Angaben
1. Segmentberichterstattung
Auf die Darstellung geographischer Segmente wurde verzichtet, da nicht mehr als ein angabepflichtiges Segment (Europäische Union) vorhanden ist. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IAS 14 in der folgenden Übersicht dargestellt.
Aufgliederung nach Segmenten:
| Industrial Automation |
Automotive Electronics |
nicht verteilt | Gesamt | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2006 2005 |
2006 2005 |
2006 2005 |
2006 | 2005 | |||||||||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||||||||
| Außenumsatzerlöse | 12.611 | 11.250 | 10.985 | 10.813 | – | – | 23.596 | 22.063 | |||||||
| Abschreibungen | 1.284 | 1.196 | 1.964 | 2.003 | – | – | 3.248 | 3.199 | |||||||
| Wertminderungen | 203 | – | 1.481 | – | – | – | 1.684 | – | |||||||
| Segmentergebnis (EBIT) | 890 | 1.147 | – 2.881 | – 97 | – | – | – 1.991 | 1.050 | |||||||
| Segmentvermögen | 6.149 | 5.692 | 6.681 | 8.719 | 6.120 | 8.384 | 18.950 | 22.795 | |||||||
| Segmentschulden | 2.169 | 2.895 | 3.054 | 3.919 | 1.280 | 2.236 | 6.503 | 9.050 | |||||||
| Investitionen | 1.563 | 1.987 | 1.448 | 1.856 | 55 | 114 | 3.066 | 3.957 | |||||||
2. Gliederung der Produkte nach Segmenten
Industrial Automation
Interface-Karten (PROFIBUS, PROFINET, CAN, CANopen, DeviceNet), Integrationsmodule (Fieldbuskit) und Chiplösungen (FOUNDATION fieldbus, PROFINET) für Busanschaltungen der Prozess- und Fertigungstechnik
Kommunikations-Gateways (PROFIBUS, FOUNDATION fieldbus) und Netzwerk-Konfiguratoren
Werke zur physikalischen Diagnose und Protokoll Analyse industrieller Netzwerke (PROFIBUS, PROFINET, CAN)
OPC Server (OPC, PROFIBUS, CANopen, Modbus), OPC Middle-Ware (Connector Tools) und Server/Client-Entwicklungs-Werkzeuge (Toolkits)
Automatisierungssystem 4CONTROL, Technologie Bibliotheken, Kommunikationsanbindungen (PROFIBUS, Modbus, M-Bus, BACnet), Steuerungshardware (PanelPC, FieldController)
Kundenspezifische Hardware und kundenindividuelle Software, Entwicklungs-/Portierungs-/Integrationsdienstleistung, Systemlösungen und Schulungen
Automotive Electronics
Analysewerkzeuge für die Fahrzeugkommunikation (Diagnostic Tool Set (DTS), CANalyzer, MOST Aktivitäten)
Datenlogger (EDICmobil)
EDIC- und CAN-Produkte (Schnittstellenhardware) mit Protokollsoftware zur (Diagnose-) Kommunikation, DTS Base System API und Elektronik-Diagnose-Interfacesystem als Diagnosekommunikationsplattform z.B. für Werkstatttester, Produktionssysteme in der Fahrzeugherstellung mit Verbindung zu den Fahrzeugsteuergeräten und Endanwenderprojekten (z.B. Prüfsysteme für Steuergeräte wie Schnittstellenkonverter)
Kundenspezifische Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugkommunikation: Test der Fahrzeugelektronik (ELDI, Prüfsysteme), Bandendecodierung und -programmierung von Steuergeräten
Entwicklung von Steuergeräte-Kommunikationssoftware
3. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und umfasst Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere, da diese jederzeit zu dem in der Bilanz erfassten Wert veräußert werden können.
4. Aktienoptionsprogramm
In der Hauptversammlung der Softing AG am 17. März 2000 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 260.000,00 durch Ausgabe von bis zu 260.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten (Ausgabe Eigenkapitalinstrumente) an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Bezugsrecht gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG Gebrauch machen. Die Bezugsrechte können frühestens zwei Jahre (50%) bzw. 3 Jahre (50%) nach der Ausgabe ausgeübt werden. Die Optionsrechte haben eine Laufzeit von 6 Jahren ab Ausgabe an den Berechtigten. Nach Beendigung der Laufzeit verfallen die jeweiligen Optionsrechte ersatzlos.
Im Geschäftsjahr 2006 wurden keine Bezugsrechte neu gewährt.
| 2006 Stück |
2005 Stück |
|
|---|---|---|
| Stand 1. Januar Neu gewährte Optionsrechte |
89.100 – |
93.800 – |
| Verfallene Optionsrechte | – 1.900 | – 4.700 |
| Stand 31. Dezember | 87.200 | 89.100 |
| Davon ausübbare Optionen | 37.200 | 37.200 |
Die Ausübung der Bezugsrechte des Aktienoptionsprogramms ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Der Bezug der Aktien ist nur dann möglich, wenn die Wertentwicklung der Softing-Anteile die Wertentwicklung des CDAX-Technologie-Index der Deutschen Börse AG in dem zugrunde liegenden Zeitabschnitt übersteigt.
Die gewichteten Durchschnitte der Ausübungspreise stellen sich wie folgt dar:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Stand 1. Januar | 2,51 | 2,55 |
| Verfallene Optionsrechte | 13,66 | 3,19 |
| Stand 31. Dezember | 2,27 | 2,51 |
| Davon ausübbare Optionen | 1,03 | 1,03 |
5. Ergebnis je Aktie IAS 33
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis TEUR |
– 1.362 | 605 |
| Anteile Fremder TEUR |
0 | 0 |
| Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR |
– 1.362 | 605 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien | ||
| unverwässert Stück |
5.475.669 | 5.442.464 |
| potenzielle Stock Options Stück |
21.101 | 24.342 |
| verwässert Stück |
5.496.770 | 5.466.806 |
| Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR |
– 0,25 | 0,11 |
| Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR |
– 0,25 | 0,11 |
Die aus der Kapitalerhöhung und dem Erwerb eigener Aktien resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.
Es bestehen 50.000 Optionsrechte, deren Ausübungspreise zum Bilanzstichtag den Aktienkurs (Durchschnitt 100 Tage) überschreiten und in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.
6. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.
Außerdem wurde ein Beratervertrag mit Herrn Dr. Manfred Patz zur Erbringung von Unterstützungsleistungen geschlossen. Im Jahr 2006 fielen hierbei Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 an.
7. Haftungsverhältnisse
Es bestanden und bestehen keine Haftungsverhältnisse.
8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i. H. v. TEUR 1.133 (Vj. TEUR 576).
Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkw und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| < 1 Jahr | 681 | 699 |
| 1 – 5 Jahre | 1.959 | 2.264 |
| > 5 Jahre | 244 | 506 |
| Gesamt | 2.884 | 3.469 |
9. Belegschaft
Die Anzahl der Mitarbeiter betrug ohne Vorstand:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| zum Bilanzstichtag | 195 | 199 |
| im Geschäftsjahresdurchschnitt | 198 | 181 |
10.Vorstand
Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren an:
Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München Herr Dipl.-Ing. Bernd Häußler, Falkensee (ausgeschieden am 11.01.2006) Herr Dr.-Ing. Michael Siedentop, Neutraubling (bestellt ab 01.02.2006)
Bei den Bezügen des Vorstands handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen.
Die Bezüge des Vorstandes betragen (EUR):
| 2006 | 2006 | 2006 | |
|---|---|---|---|
| Fix | Variabel | Summe | |
| Dr. Trier | 335.345,98 | 90.000,00 | 425.345,98 |
| Dr. Siedentop | 163.079,71 | 55.000,00 | 218.079,71 |
| B. Häußler | 4.166,67 | 21.388,89 | 25.555,56 |
| 502.592,36 | 166.388,89 | 668.981,25 | |
Leistungen für ein früheres Vorstandsmitglied aufgrund Beendigung seiner Tätigkeit im Jahr des Ausscheidens (EUR):
| Fix | Variabel | Abfindungen | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| B. Häußler | 108.754,48 | 36.111,14 | 24.998,00 | 169.863,62 |
Die erfolgsabhängigen variablen Gehaltsbestandteile orientieren sich an im Voraus festgelegten erfolgsabhängigen Zielen. Außerdem nimmt der Vorstand an dem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsverpflichtungen gebildet, die sich per 31. Dezember 2006 auf TEUR 1.138 (Vj. TEUR 1.224) belaufen.
11.Zielsetzung und Methode des Finanzrisikomanagements
Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.
Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die auf Grund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden
Wertes eines Finanzinstruments führen, um zinsbedingte Cash Flow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cash Flows eines Finanzinstruments auf Grund sich ändernden Marktzinssätzen führen.
Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken
dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.
Ausfallrisiken
Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2006 und 31. Dezember 2005 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.
Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2006 belaufen sich auf TEUR 117 (Vj. TEUR 95).
Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Zinsrisiken
Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva und Passiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Guthaben von Softing in Höhe von TEUR 1.684
(Vj. TEUR 2.486) und Wertpapiere in Höhe von TEUR 632 (Vj. TEUR 1.855) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 1,75% - 2,9% (Vj. 1,5% - 2,1%), beziehungsweise 3,5% (Vj. 2,2%) verzinst.
Beizulegende Zeitwerte
Die beizulegenden Zeitwerte im Vergleich zu den Buchwerten stellen sich für die finanziellen Vermögenswerte und Schulden wie folgt dar:
| 31.12.2006 | 31.12.2006 | 31.12.2005 | 31.12.2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.660 | 4.660 | 4.396 | 4.396 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 39 | 39 | 99 | 99 |
| Sonstige Vermögenswerte | 280 | 280 | 167 | 167 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||
| Flüssige Mittel | 2.108 | 2.108 | 2.874 | 2.874 |
| Wertpapiere | 632 | 632 | 1.855 | 1.855 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 880 | 880 | 1.276 | 1.276 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.218 | 2.218 | 3.142 | 3.142 |
| Sonstige Schulden | 495 | 495 | 399 | 399 |
Die ausgewiesenen Werte bei den als Zahlungsmitteläquivalenten erfassten Wertpapieren entsprechen den am Bilanzstichtag vorliegenden notierten Marktpreisen.
Die Buchwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten stellen einen angemessenen Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte dar.
12.Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG am 4. März 2005 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
13.Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehören im Jahre 2006 die folgenden Herren an:
Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) Karlheinz Butscher, Dipl.-Ingenieur, Langenargen (stellv. Vorsitzender) Dr. Manfred Patz, Dipl.-Ingenieur, Vaterstetten (ausgeschieden am 29. Januar 2007) Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich (Schweiz) (bestellt zum 1. Februar 2007)
Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: Baader Wertpapierhandelsgesellschaft AG, Unterschleißheim (Vorsitzender) SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG,
Mörfelden-Walldorf (stellv. Vorsitzender) Dussmann AG & Co. KGaA, Berlin Systems Consult AG, München
Herr Dr. Schiessl bekleidet ein Beiratsmandat bei: TRION Pharma GmbH, München (Vorsitzender)
Herr Butscher bekleidet keine weiteren Aufsichtsratsmandate.
Herr Kratzer bekleidet folgende Verwaltungsratsmandate bei: SE Swiss Estates AG, Zug (Schweiz) Swiss FE Steel Group AG, Baar (Schweiz) Thor Immobilien AG, Zürich (Schweiz) azemos partner AG, Zürich (Schweiz)
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 5.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 7.500 pro angefangene Million EUR EBIT im Konzernabschluss. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 23 und setzen sich wie folgt zusammen:
| Fix | Variabel | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| TEUR | |||
| Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) | 10 | 0 | 10 |
| Karlheinz Butscher (stellv. Vorsitzender) | 8 | 0 | 8 |
| Dr. Manfred Patz | 5 | 0 | 5 |
Haar, den 12. Februar 2007
Der Vorstand der Softing AG
Dr. Wolfgang Trier Dr. Michael Siedentop
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
im Geschäftsjahr 2006
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2006 | Veränderung | Zugänge | Kurswert- | Abgänge | 31.12.2006 | ||||
| Konsoli- | änderungen | ||||||||
| dierungs | |||||||||
| kreis | |||||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.351.125 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.351.125 | |||
| 2. Entwicklungskosten | 35.600.779 | 0 | 2.539.562 | 0 | 0 | 38.140.341 | |||
| 3. Sonstige immaterielle | |||||||||
| Vermögenswerte | 2.997.321 | 0 | 312.021 | – 353 | 0 | 3.308.989 | |||
| 40.949.225 | 0 | 2.851.583 | – 353 | 0 | 43.800.455 | ||||
| II. Sachanlagen | |||||||||
| Andere Anlagen, Betriebs | |||||||||
| und Geschäftsausstattung | |||||||||
| Geschäftsausstattung | 3.250.170 | 0 | 159.127 | – 1.250 | 19.166 | 3.388.881 | |||
| Geringwertige | |||||||||
| Wirtschaftsgüter | 123.078 | 0 | 56.030 | 0 | 29.072 | 150.036 | |||
| 3.373.248 | 0 | 215.157 | – 1.250 | 48.238 | 3.538.917 | ||||
| 44.322.473 | 0 | 3.066.740 | – 1.603 | 48.238 | 47.339.372 |
| Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2006 | Veränderung | Kurswert- | Abschrei- | Wert- | Abgänge | 31.12.2006 | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
| Konsoli- | änderungen | bungen des minderungs | ||||||
| dierungs- | Geschäfts- | aufwand | ||||||
| kreis | jahres | |||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.351.125 | 2.351.125 |
| 31.490.392 | 0 | 0 | 2.683.690 | 1.347.625 | 0 | 35.521.707 | 2.618.634 | 4.110.387 |
| 1.648.198 | 0 | – 636 | 280.001 | 336.665 | 0 | 2.264.228 | 1.044.761 | 1.349.123 |
| 33.138.590 | 0 | – 636 | 2.963.691 | 1.684.290 | 0 | 37.785.935 | 6.014.520 | 7.810.635 |
| 2.712.760 | 0 | – 756 | 238.867 | 0 | 18.086 | 2.932.785 | 456.096 | 537.410 |
| 51.955 | 0 | 0 | 45.248 | 0 | 29.071 | 68.132 | 81.904 | 71.123 |
| 2.764.715 | 0 | – 756 | 284.115 | 0 | 47.157 | 3.000.917 | 538.000 | 608.533 |
| 35.903.305 | 0 | – 1.392 | 3.247.806 | 1.684.290 | 47.157 | 40.786.852 | 6.552.520 | 8.419.168 |
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
im Geschäftsjahr 2005
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2005 | Veränderung | Zugänge | Kurswert- | Abgänge | 31.12.2005 | ||
| Konsoli- | änderungen | ||||||
| dierungs | |||||||
| kreis | |||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 61.706 | 2.351.125 | 0 | 0 | 61.706 | 2.351.125 | |
| 2. Entwicklungskosten | 33.380.507 | 0 | 2.755.502 | 0 | 535.230 | 35.600.779 | |
| 3. Sonstige immaterielle | |||||||
| Vermögenswerte | 1.546.404 | 585.834 | 864.408 | 675 | 0 | 2.997.321 | |
| 34.988.617 | 2.936.959 | 3.619.910 | 675 | 596.936 | 40.949.225 | ||
| II. Sachanlagen | |||||||
| Andere Anlagen, Betriebs | |||||||
| und Geschäftsausstattung | |||||||
| Geschäftsausstattung | 2.791.805 | 254.041 | 286.120 | – 3.857 | 77.939 | 3.250.170 | |
| Geringwertige | |||||||
| Wirtschaftsgüter | 104.734 | 14.455 | 51.478 | 0 | 47.589 | 123.078 | |
| 2.896.539 | 268.496 | 337.598 | – 3.857 | 125.528 | 3.373.248 | ||
| 37.885.156 | 3.205.455 | 3.957.508 | – 3.182 | 722.464 | 44.322.473 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2005 | Veränderung | Kurswert- | Abschrei- | Abgänge | 31.12.2005 | 31.12.2005 | 31.12.2004 |
| Konsoli- | änderungen | bungen des | |||||
| dierungs- | Geschäfts | ||||||
| kreis | jahres | ||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 61.706 | 0 | 0 | 0 | 61.706 | 0 | 2.351.125 | 0 |
| 29.388.569 | 0 | 0 | 2.637.053 | 535.230 | 31.490.392 | 4.110.387 | 3.991.938 |
| 1.328.113 | 9.162 | – 276 | 311.199 | 0 | 1.648.198 | 1.349.123 | 218.291 |
| 30.778.388 | 9.162 | – 276 | 2.948.252 | 596.936 | 33.138.590 | 7.810.635 | 4.210.229 |
| 2.469.216 | 103.545 | – 2.176 | 211.165 | 68.990 | 2.712.760 | 537.410 | 322.589 |
| 45.023 | 14.454 | 0 | 40.066 | 47.588 | 51.955 | 71.123 | 59.711 |
| 2.514.239 | 117.999 | – 2.176 | 251.231 | 116.578 | 2.764.715 | 608.533 | 382.300 |
| 33.292.627 | 127.161 | – 2.452 | 3.199.483 | 713.514 | 35.903.305 | 8.419.168 | 4.592.529 |
Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 15. Februar 2007
Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Huber Pieper
Bericht des Aufsichtsrats
über das Geschäftsjahr 2006
Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.
Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden (11. Januar, 13. März, 19. Mai, 25.Oktober, 14. Dezember). Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren.
Der Aufsichtsrat hat auf die Schwierigkeiten im Bereich Automotive Electronics mit der Entscheidung gehandelt, die operative Führung des Bereiches mit der Berufung von Herrn Dr. Michael Siedentop Anfang 2006 in neue und kompetente Hände zu legen. Herr Dr. Siedentop, ein Mann mit besonderer Erfahrung im Bereich der Automobilelektronik, hat die Lage schnell analysiert und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat einen Katalog von Maßnahmen erarbeitet. Wesentlich war hierbei, neben einer spürbaren Kostenreduzierung eine solide Basis für künftiges Umsatzwachstum zu schaffen. Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel, zusätzliche Erträge zu generieren und die damit verbundene Neustrukturierung wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung der Softing AG. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Der Aufsichtsrat behandelte regelmäßig das Thema Corporate Governance. Der Aufsichtsrat hat die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex grundsätzlich anerkannt. Er hat in seiner Sitzung am 28.02.2007 gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erläutert. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht der Softing AG.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 28.02.2007 eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit mit positivem Ergebnis durchgeführt. Der Aufsichtsrat hat sich auch davon überzeugt, dass die Softing AG im abgelaufenen Geschäftsjahr die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung erfüllt hat. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Der Jahresabschluss, der Lagebericht der Softing AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2006 zusammen mit dem Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde nach den International Accounting Standards/International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) aufgestellt und vom Abschlussprüfer nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßer Abschlussprüfung geprüft. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2006 bis 31.12.2006 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllt.
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 28.02.2007 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss unter Einbeziehung des Prüfungsberichts geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen. Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresund Konzernabschluss 2006 in seiner Sitzung vom 28.02.2007 gebilligt. Der Jahresabschluss 2006 ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Haar, den 28.02.2007
Dr. Horst Schiessl Vorsitzender
Corporate Governance Bericht
Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG befürworten zahlreiche Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodexes und erklären, dass den darin enthaltenen Verhaltensempfehlungen in der jeweils gültigen Fassung unter Berücksichtigung der aufgeführten Ausnahmen bzw. Kommentierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen werden soll. Vorstand und Aufsichtrat haben am 27. Februar 2007 die Entsprechenserklärung abgegeben. Abweichungen sind von Vorstand und Aufsichtsrat kommentiert und nachfolgend offen gelegt.
2.2.2
§4 Ziffer 5 der Satzung der Softing AG schließt das Bezugsrecht für das bedingte Kapital zur Bedienung des Aktienoptionsplanes durch Ausgabe von bis zu 260.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien aus.
2.3.4
Grundsätzlich befürworten Vorstand und Aufsichtsrat die Übertragung der vollständigen Hauptversammlung, jedoch stehen Kosten für die Gesellschaft bei der Größe von Softing und Nutzen für die Aktionäre in einem ungünstigen Verhältnis und rechtfertigen nicht die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien.
3.8
Eine seit 2001 bestehende D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat sieht derzeit keinen Selbstbehalt vor.
4.2.3
Die derzeit gültigen Vorstandsverträge sehen keine Erfolgsbegrenzungen vor. Ansonsten ist die Vorschrift erfüllt. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Geschäftsbericht 2006 auf Seite 60 dargestellt. Es werden auch Angaben – wie bereits in vergangenen Jahren – zum Aktienoptionsplan 2000 der Firma gemacht.
Punkt 4.2.5
Die Offenlegungen werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben erfüllt.
5.3.1, 5.3.4, 5.3.5
Derzeit besteht der Aufsichtsrat der Softing AG aus drei Mitgliedern, wir halten deshalb die Bildung von Ausschüssen für nicht sinnvoll.
5.4.1
Die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern obliegt ausschließlich der Hauptversammlung und nicht dem Vorstand und Aufsichtsrat. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich bei Softing an den oben genannten Kriterien und an den Empfehlungen größerer Aktionäre. Eine festgelegte Altersgrenze könnte hierbei ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Aufsichtsratsmitglieder sein.
5.4.3
Pauschale zeitliche Beschränkungen bei zwingend notwendigen Neu- oder Nachbesetzungen des Aufsichtsrats hält Softing nicht für zweckmäßig.
Die Vergütungen für aktive Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2006 finden Sie im Anhang auf Seite 63 dieses Geschäftsberichts.
Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.
Konkrete Angaben zum Aktienoptionsprogramm von Softing finden Sie im Anhang auf Seite 57 dieses Geschäftsberichts.
Organe der Gesellschaft und Wertpapierbesitz
| Organe | Aktien | Optionen | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2006 | 31.12.2006 | 30.09.2006 | 31.12.2006 | ||
| Stück | Stück | Stück | Stück | ||
| Aufsichtsrat | |||||
| Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Rechtsanwalt, München | – | – | – | – | |
| Dipl.-Ing. Karlheinz Butscher (stellv. Vorsitzender), Langenargen | – | – | – | – | |
| Dr. Dipl.-Ing. Manfred Patz, Vaterstetten | 404.250 | 401.950 | – | – | |
| Vorstand | |||||
| Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, Grünwald | 110.000 | 110.000 | 37.200 | 37.200 | |
| Herr Dr.-Ing. Michael Siedentop, Neutraubling | – | – | – | – | |
Ressortverteilung Vorstand
| Dr. Wolfgang Trier: | Vorsitz |
|---|---|
| Industrial Automation | |
| Finanzen, Personal | |
| Investor Relations | |
| Dr. Michael Siedentop | Automotive Electronics |
Finanzkalender
| 30.03.2007 | Jahresabschluss 2006 |
|---|---|
| 14.05.2007 | Quartalsbericht 1/2007 |
| 14.08.2007 | Quartalsbericht 2/2007 |
| 24.08.2007 | Hauptversammlung in München |
| 14.11.2007 | Quartalsbericht 3/2007 |
Glossar
| Arbitration Unit | In Multi-Master-Systemen bezeichnet die Arbitration Unit diejenige Komponente, die die Zugriffe gleichzeitig um die Vergabe einer Ressource nachsuchender Einheiten priorisiert und die Ressource zeitlich nacheinander an alle diese Einheiten vergibt. |
|---|---|
| ASAM | Association for Standardisation of Automation and Measuring Systems. Initiative zur internationalen Standardisierung der Fahrzeugelektronik, z.B. im Bereich Messen, Kalibrieren und Diagnose (www.asam.de). |
| CAN | Controller Area Network, serielles Bussystem für Automobilbau und industrielle Steuergeräte. Auf bau nach ISO 11898. Gute Übertragungseigenschaften im Kurzstreckenbereich unterhalb 40 Meter bei 1MBit/s Datenübertragungsrate. Maximale Anzahl der Teilnehmer: theoretisch unbegrenzt, praktisch bis zu 64 echtzeitfähig. |
| CAN in Automation e.V |
Firmenkonsortium zur Definition des CAN-Standards sowie zur Platzierung von CAN im Auto matisierungsmarkt. |
| CPU | Central Processing Unit, zentrale Verarbeitungseinheit, zentrales Steuer- und Rechenwerk eines Computers. |
| Echtzeit | Ein System arbeitet in Echtzeit, wenn es ausreichend schnell reagiert, so dass Ereignisse in einer vorher definierten Zeitspanne bearbeitet und vor allem in der Reihenfolge, in der sie auftreten, registriert werden. Bei Maschinensteuerungssystemen handelt es sich hierbei üblicherweise um Reaktionszeiten von 1 bis 50 Millisekunden, bei Prozess-Steuerungen von 50 Millisekunden bis zu einigen Sekunden. |
| EDIC® | Electronic Diagnostic Interface Computer: Softing-Produktfamilie, die unterschiedlichste Schnitt stellen zur Fahrzeugelektronik bietet. |
| Embedded Plattformen |
Kunden- und anwendungsspezifische Hard- und Software-Umgebungen. |
| Ethernet | Ein Kommunikationssystem gemäß IEEE 802.2, das sich vor allem bei Office-Computernetzwerken als Standard durchgesetzt hat und nun auch in industrielle Systeme vordringt. |
| Feldbus | Ein industrielles Kommunikationsnetzwerk zum digitalen Austausch von Daten und Informationen, das Steuerungssysteme und verteilte Feldgeräte in Echtzeit untereinander verbindet. |
| FlexRayTM | FlexRay™ ist ein schnelles, deterministisches und fehlertolerantes Bussystem für den Einsatz im Automobil. Die Einsatzfälle reichen von Anwendungen mit höherer Bandbreite (10Mbit/s) bis zu redundant ausgelegten Systemen für sicherheitskritische Anwendungen (z.B. X-by-Wire). |
| FF – FOUNDATIONTM fieldbus |
Der FOUNDATIONTM fieldbus ist ein primär auf die Anforderungen der Prozessautomatisierung aus gerichteter Feldbus-Standard und stellt die funktional vollständigste Feldbuslösung für diesen An wendungsbereich dar. Die Spezifikation "High Speed Ethernet" (HSE) erweitert den FOUNDATIONTM fieldbus um eine sich harmonisch in die Gesamtarchitektur integrierende, Ethernet-basierende Protokollvariante. |
|---|---|
| Gateway | Kommunikationsbrücke zwischen zwei unterschiedlichen Kommunikationssystemen oder -netzen wie PROFIBUS und Ethernet. |
| Host | Eigentlich Gastgeber, Wirt; bei Computersystemen, die über mehrere CPUs und Bus Master verfügen, versteht man darunter diejenige Einheit, die über die Arbitration Unit und die Host-CPU verfügt oder die die Kontrolle über das Gesamtsystem besitzt. Im Zusammenhang mit dem Internet wird ein ständig verfügbarer Netzserver als Host bezeichnet. |
| IEC 61131-3 | Die IEC (International Electrotechnical Commission) beschäftigt sich unter anderem mit der Fest setzung von weltweiten Standards und Normen im Bereich der Elektrotechnik. Beim Standard 61131-3 handelt es sich um einen internationalen Sprachstandard zur Programmierung von speicherprogrammierbaren Steuerungen. Er enthält grafische und textuelle Varianten. |
| Interface | Die Verbindung zwischen zwei Systemen oder Komponenten, über die Informationen ausgetauscht werden. |
| LIN | Local Interconnect Network, serieller Low-Cost-Bus (< 20 kBit/s) für die Vernetzung von einfachen Steuergeräten, typisch im Body-Bereich (Karosserie). |
| LWL | Lichtwellenleiter, Leiter auf Glasfaser- oder Kunststofffaserbasis; unempfindlich gegenüber elektro magnetischen Störbeeinflussungen; große Bedeutung als Übertragungsmedium in lokalen Netzen. |
| MOST® | Media Oriented Systems Transfer ist ein serielles Kommunikationssystem zur Übertragung von Audio- und Video-, Sprach- und Steuerdaten über Lichtwellenleiter im Fahrzeug. |
| ODX | Open Diagnostic Data Exchange. ODX stellt einen Beschreibungsstandard für alle Informationen zur Verfügung, die in der Diagnosekommunikation relevant sind. Das ODX-Format reduziert den Abstimmungsaufwand bei allen Austauschprozessen von Diagnosedaten zwischen Automobil herstellern, Systemlieferanten und Steuergerätelieferanten. |
| OLE | Object Linking and Embedding, Protokoll für verteilte Objekte von Microsoft. Es ermöglicht die Ein bettung von Objekten, d.h. Daten eines beliebigen Formats wie Textdateien, Kalkulationstabellen, Grafiken oder auch nur Teilen davon in andere Dokumente. Mit einem Doppelklick auf das im Zieldokument eingebettete Objekt kann die Quellanwendung wieder geöffnet und das Objekt bearbeitet werden. |
| OPC | Ehemals OLE for Process Control, heute Openess Productivity Collaboration. Ziel der OPC-Entwick lung ist es, eine offene Schnittstelle bereit zu stellen, die einen problemlosen standardisierten Datenaustausch zwischen Steuerungen, Bedien- und Beobachtungssystemen, Feldgeräten und Büroanwendungen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht. |
| Open DeviceNet Vendor Association |
Firmenkonsortium zur Definition des DeviceNet-Standards sowie zur Platzierung von DeviceNet im Automatisierungsmarkt. |
|---|---|
| PNO | PROFIBUS Nutzer Organisation: Firmenkonsortium zur Definition des PROFIBUS-Standards sowie zur Platzierung von PROFIBUS im Automatisierungsmarkt (www.profibus.com). |
| PROFIBUS | PROFIBUS wurde von einem deutschen Konsortium spezifiziert und zunächst als deutscher Standard, später als Teil der EN 50170 standardisiert. Seit 1999 ist PROFIBUS Teil der Norm IEC 61158. Für PROFIBUS gibt es eine Reihe von technischen Varianten, die am weitesten verbreitete ist PROFIBUS DP für die schnelle Kommunikation zu dezentralen Ein- und Ausgabebaugruppen sowie PROFIBUS PA für den Einsatz in der Prozessindustrie. |
| PROFINET | Offenes, komponentenbasiertes, industrielles Kommunikationssystem auf Ethernet-Basis für verteilte Automatisierungssysteme. |
| Real-Time-Ethernet | Ein Kommunikationssystem, das Echtzeit-Kommunikation ermöglicht und auf ISO/IEC 8802-3 (Ethernet-)Standard basiert. |
| Schnittstelle oder Interface |
Die Verbindung zwischen zwei Systemen oder Komponenten, über die Informationen ausgetauscht werden. |
| SPS | Speicherprogrammierbare Steuerung. Ein digital arbeitendes, elektronisches System mit einem programmierbaren Speicher zur internen Speicherung der anwenderorientierten Steuerungsan weisungen, um durch digitale oder analoge Eingangs- und Ausgangssignale verschiedene Arten von Maschinen und Prozessen zu steuern. Speicherprogrammierbare Steuerungen werden in fast allen industriellen Bereichen zur Steuerung technischer Prozesse eingesetzt. |
| TCP/IP | Transmission Control Protocol/Internet Suit of Protocols, Netzwerkprotokoll, allgemein anerkannter Standard für den Datenaustausch in heterogenen Netzen. TCP/IP wird in lokalen Netzen zur Kom munikation verschiedenartiger Rechner untereinander eingesetzt. |
Softing AG
Richard-Reitzner-Allee 6 D-85540 Haar Telefon +49 (89) 4 56 56-0 Fax +49 (89) 4 56 56-399 www.softing.com