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Softing AG Annual Report 2005

Apr 10, 2006

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2005

EBIT über 1 Million EUR gesteigert

Wachstum weiter über Marktdurchschnitt

hard&soft erfolgreich integriert

Kennzahlen Konzern

2005 2004 2003
Umsatzerlöse (Mio. EUR) 22,06 20,38 20,34
EBIT (Mio. EUR) 1,05 0,76 – 0,37
Konzernergebnis (Mio. EUR) 0,61 0,46 – 0,50
Langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) 11,24 7,60 7,96
Kurzfristige Vermögenwerte (Mio. EUR) 11,38 11,32 10,46
Eigenkapital (Mio. EUR) 13,57 12,32 11,94
Zahlungsmittel/-äquivalente (Mio. EUR) 4,73 6,34 6,03
Anzahl der Mitarbeiter
(Jahresdurchschnitt)
181 156 148
DVFA/SG-Ergebnis je Aktie (EUR) 0,11 0,09 – 0,10

Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort des Vorstands
  • Höhepunkte 2005
  • Neuer Vorstand: Dr. Michael Siedentop
  • Leistungsübersicht Softing, Ihre Verbindung zur Zukunft
  • Messebeteiligungen 2005 und Messetermine 2006
  • Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2005
  • Konzern-Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2005
  • Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2005
  • Bestätigungsvermerk der Konzernabschlussprüfer
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance Bericht
  • Glossar
  • Geschäftsstruktur und Geschäftsbereiche

Liebe Aktionäre, liebe Mitarbeiter, Partner und Freunde von Softing,

das abgelaufene Geschäftsjahr war für Softing ein erfolgreiches Jahr, in dem wir uns in allen bedeutenden Kerngrößen weiter verbessert haben. So stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum der Umsatz um knapp 10 Prozent auf über 22 Mio. EUR. Trotz Integrationsaufwand für unsere Neuerwerbungen ist das Betriebsergebnis mit rund 1 Mio. EUR um 30 Prozent gewachsen.

"Eine Bilanz ist nicht das, was ist – sondern das, was gemacht wird." Das Entscheidende sind also nicht allein die nüchternen Zahlen, vielmehr das, was an neuen Ideen und Plänen für zukünftiges Geschäft im Laufe eines Jahres umgesetzt wurde.

So haben wir im Juli die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH in Reutlingen zu 100% in die Softing-Gruppe aufgenommen. Damit verstärken und ergänzen wir den Unternehmensbereich "Automotive Electronics" bei Prüf- und Testsystemen für Steuergeräte rund um die Automobilfertigung. Denn das Marktpotenzial von Automotive Electronics hat Softing in den letzten Jahren bei weitem noch nicht optimal für sich genutzt. Mit hard&soft hat Softing ein gut positioniertes und profitables Unternehmen mit einem bewährten Stamm von Mitarbeitern erworben. Softing wird

die Gesellschaft in enger Einbindung des hard&soft Führungsteams als eigenständige Gesellschaft am Markt weiterentwickeln. Durch die 2005 erfolgte Integration von Softing-Technologien ergibt sich für 2006 und die Folgejahre ein breites Synergiepotenzial für hard&soft bei der Erschließung neuer Kunden.

Ein beherrschendes Thema im Bereich der Automobilelektronik ist die AUTOSAR Initiative (AUTomotive Open System ARchitecture) der großen Hersteller und Zulieferer. Das Ziel von AUTOSAR ist die Etablierung eines offenen Standards für Automobil-Elektrik-/Elektronik-Architekturen. Softing wird sich daher in Abstimmung mit unseren Kunden verstärkt der Programmierung elektronischer Steuergeräte zuwenden. Dazu wurden wichtige strategische und operative Grundlagen für das organische Wachstum des Unternehmensbereichs "Automotive Electronics" gelegt.

Im Oktober haben wir vollständig Rechte und Know-how eines führenden Herstellers von Diagnosekomponenten übernommen. Damit konnten wir im Unternehmensbereich "Industrielle Automatisierung" den Weg zu einem vollständigen Portfolio von Diagnosewerkzeugen drastisch verkürzen. Bei der Nachfrage von Diagnosewerkzeugen ist in den nächsten Jahren ein deutlicher Schub zu erwarten. Die Vorbereitung einer neuen Richtlinie zum Nachweis turnusmäßiger Prüfung von Feldbusnetzwerken und die daraus folgenden Normen ergeben in den nächsten Jahren einen gesteigerten Bedarf an Diagnosewerkzeugen. Softing verlangt hier nicht mehr als die klare Marktführerschaft für Produkte zur Feldbusdiagnose. Mit dem Ausbau eigener Präsenz und durch geeignete Partnerschaften werden wir diesen Markt aktiv mitgestalten.

Die 2005 gegründete Tochtergesellschaft SoftingROM trägt als Zentrum für Entwicklungs- und Projektleistungen erheblich zu den Leistungen von Softing bei. SoftingROM ist ein weiteres wertvolles Mitglied im Softing-Konzern: als Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben, aber auch unter Kostengesichtspunkten.

Weitere Höhepunkte des Jahres 2005 finden Sie direkt auf der nächsten Seite. Dem folgen Informationen zu unseren Produkten, Neuentwicklungen und Dienstleistungen. Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Homepage www.softing.com, die sich zur Hannovermesse im April neu präsentieren wird.

Tagesabschlusskurs Softing Aktie Xetra

2005 haben wir viel bewegt und erfolgreich Weichen gestellt. Die Umsatz- und Ertragsauswirkungen werden durch unsere Neuprodukte sichtbar. Die laufenden Entwicklungen und die Ideen, die wir auch dieses Jahr wieder in Neuprodukte investiert haben, bilden die Grundlage unseres Wachstums in den nächsten Jahren. Wir gehen für 2006 von einer anhaltenden Umsatzsteigerung um mehr als 10 Prozent auf gut 24 Mio. EUR aus und erwarten dabei ein Betriebsergebnis von über 1,5 Mio. EUR.

Anfang 2006 haben wir meinen neuen Vorstandskollegen, Herrn Dr.-Ing. Michael Siedentop, bei Softing willkommen geheißen. Herr Dr. Siedentop leitet seit Februar den Bereich Automotive Electronics der Softing AG. Nach dem Studium der Elektrotechnik und anschließender Promotion war Herr Dr. Siedentop bei einem führenden Zulieferer für Automobilelektronik tätig. Danach leitete er als Geschäftsführer der TÜV SÜD Gruppe zunächst die TÜV Automotive GmbH und ab 2002 die TÜV Product Service GmbH. Ein großer Gewinn für Softing: Herr Dr. Siedentop wird umfangreiche technische Kenntnisse und Erfahrungen im Vertrieb sowie weitreichende Kontakte einbringen.

Sein Vorgänger, Herr Bernd Häußler, vereinbarte mit dem Aufsichtsrat in beiderseitigem Einvernehmen, ihn von seinen Verpflichtungen als Vorstand sowie als Leiter des Bereichs Automotive Electronics zu entbinden. Wir danken Herrn Häußler für seinen Einsatz bei Softing und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.

Softing zeigt sich finanziell in guter Verfassung. Wir werden nicht nur unser internes Wachstum weiter forcieren, sondern auch das nicht-organische Wachstum weiter verfolgen. Dies jedoch nur in einem klar definierten Korridor: Voraussetzungen für einen weiteren Zukauf sind unter anderem, dass unsere Akquisitionsziele in einer strategischen Lücke und im Kerngeschäft von Softing tätig sind, ein stabiles, nachgewiesenes Geschäft aufzeigen sowie in der Art und Größe leicht integrierbar sind.

Der Erfolgsgarant für das Vorankommen des Softing-Konzerns sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Engagement und ihr Einsatzwille sind die entscheidenden Faktoren bei der Umsetzung unserer Ziele. Dafür bedanken wir uns auch auf diesem Weg sehr herzlich.

Die Entwicklung des Aktienkurses 2005 war über das Jahr gesehen eine Seitwärtsbewegung, mit der wir nicht zufrieden sind. Die Gründe hierfür liegen nicht im Geschäftsmodell von Softing, sondern vielmehr daran, dass Alt und Neu nicht immer die gleiche Richtung und Geschwindigkeit bei Veränderungen einschlagen. So kam es zum Verkauf größerer Stückzahlen von Softingaktien über die Börse. Wir haben reagiert und mittlerweile weitere wesentliche Aktionäre gewonnen. Diese werden uns helfen, in Zukunft eine kontinuierlichere Kursentwicklung einzuschlagen.

Wir danken Ihnen herzlich für das Vertrauen, das Sie uns schenken. Wir sind überzeugt, mit unseren Leistungen 2005 die Grundlage für eine langfristige und weit überdurchschnittliche Wertsteigerung des Unternehmens gelegt zu haben.

Wir, Vorstand und Mitarbeiter, werden alles daran setzen, um Softing zu einem noch erfolgreicheren Unternehmen auszubauen. Begleiten Sie uns dabei. Wir heißen Sie herzlich willkommen.

Dr. Wolfgang Trier Vorstandsvorsitzender

Höhepunkte 2005

Februar Markteinführung der neuen Version 2.1 des 4CONTROL FieldControllers
Gründung der rumänischen Tocher SoftingROM s.r.l. für Entwicklungs- und Projektleistungen
März Markteinführung der neuen Version PB-T3 des PROFIBUS Testers
April Vorstellung der neuen Produktfamilie OPC Connector Tools
Mai Erweiterung der EDIC-Hardware-Interfaces um zwei neue Produkte für USB- und Bluetooth-Schnittstellen
Juni Softing Industrial Automation ist in Brasilien vertreten
Juli Aufnahme der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH in Reutlingen zu 100 % in die Softing Gruppe
Markteinführung von DTS-Flash für die einfache Programmierung von Steuergeräten in der Entwicklung
und in nachgelagerten (Re-)Programmierbereichen
August Markteinführung PROFIusb, eines PROFIBUS-Interfaces für USB-Schnittstellen
EDICnet wird bei einem großen deutschen Automobilhersteller für die drahtlose Programmierung von
Steuergeräten und die Grundeinstellung von Fahrzeugteilsystemen in der Endmontage eingesetzt
September Softing gewinnt von Volkswagen den Auftrag für ein konzernweites ODX-Diagnose-Basissystem
Test- und Abnahmetool von VAS 5163 von Volkswagen wird durch EDICblue und EDICusb unterstützt
Oktober Investition in Feldbusdiagnose: Übernahme von Rechten und Know-how eines führenden Herstellers
von Diagnosekomponenten
2. Softing OPC Forum in Haar
Offizielle Zertifizierung des PROFIdtm von Softing durch die FDT Group
Softing spezifiziert für großen Automobilhersteller neues Diagnosekonzept für MOST
November Vorstellung NETLink PRO, eines Interfaces zum direkten Zugang zu SPS-Steuerungen
Vorstellung der PROFINET Controller Protokollsoftware
Vorstellung des 4CONTROL Building Controllers, einer Steuerung für die Gebäudeautomatisierung
Softing liefert für Proof of Concept Steuergeräte-Basissoftware an das AUTOSAR-Consortium
Dezember Markteinführung des FBKs, der FF/PA-Anschaltung für HART-Feldgeräte
DTS unterstützt die Diagnose für das neue Bussystem FlexRay

Liebe Leser des Geschäftsberichtes 2005,

seit Anfang Februar 2006 bin ich neuer Vorstand bei Softing und für den Bereich Automotive Electronics zuständig.

Lassen Sie mich Ihnen kurz vorstellen: Mein Name ist Michael Siedentop, ich bin verheiratet und habe 3 Kinder. Nach meinem Studium der Elektrotechnik und anschließender Promotion war ich von 1987 bis 1999 bei einem führenden Zulieferer für Automobilelektronik tätig. In dieser Zeit hatte ich die weltweite Verantwortung für den Vertrieb von Karosserieelektronik sowie für Entwicklung und Vertrieb von Bordnetz-Systemen. Seit 1999 war ich Geschäftsführer der TÜV SÜD Gruppe, führte zunächst die TÜV Automotive GmbH und ab 2002 die TÜV Product Service GmbH. Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben bei der Softing AG, einem innovativen mittelständischen und im Markt sehr gut positionierten Unternehmen mit großen Zukunftsperspektiven.

In der Vergangenheit hat sich Softing eine sehr gute Position im Bereich der Kfz-Diagnose erarbeitet. Durch Mitarbeit in Gremien wie ASAM (Association for Standardisation of Automation and Measuring Systems) wurde maßgeblich zur Schaffung internationaler Normen beigetragen. Als erster Anbieter weltweit unterstützt Softing den Standard ODX (Open Diagnostic Data Exchance) mit einem kompletten Portfolio von Hard- und Software-Produkten. ODX bietet den Entwicklungs-, Test-, Produktions- und Serviceabteilungen von Fahrzeugherstellern und Zulieferern deutlich vereinfachte Prozesse und trägt somit spürbar zu Qualitätsverbesserung und Kostenreduzierung bei. Die Softing-Produkte der DTS-Familie sind die geeigneten Software-Werkzeuge – von der Diagnose bis zur Programmierung von Steuergeräten.

Für 2006 ist daher in diesem Bereich ein deutliches Umsatzwachstum zu erwarten. Auch in Zukunft wird Softing neue innovative Fahrzeug-Elektroniksysteme unterstützen und unseren Kunden zukunftssichere Lösungen bieten.

Im Kfz-Entstehungsprozess werden zukünftig einheitliche Datenstrukturen in elektronischen Steuergeräten von der Entwicklung bis hin zum Service eine wichtige Rolle spielen. Daher werden insbesondere die Bereiche Produktion und Aftersales für Softing an Bedeutung gewinnen. Vor diesem Hintergrund ist auch die letztjährige Akquisition der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH zu betrachten, die im Jahr 2006 erstmals spürbar zu Umsatz und Ergebnis beitragen wird.

Neben weitgehend standardisierten Produkten sind kundenspezifische Entwicklungsprojekte für Softing ein wichtiges Standbein. Softing hat sich im Bereich innovativer Kfz-Bussysteme (z.B. Flexray®, LIN®, Most®) gut positioniert und wird ihr umfangreiches Wissen nutzbringend in Kundenprojekte einbringen. Aufgrund der anerkannten Kompetenz ist die Auftragslage stabil, so dass trotz der noch immer angespannten Situation in der Automobilindustrie hier mit einem zufrieden stellenden Geschäftsverlauf gerechnet werden kann.

Zur Zukunftssicherung engagiert sich Softing im AUTOSAR-Konsortium (AUTomotive Open System ARchitecture). Unser Ziel ist es, aus dem erarbeiteten Know-how Dienstleistungen und Produkte für die nächsten Jahre zu entwickeln, damit es auch in Zukunft ein Synonym für die Diagnose von Kfz-Steuergeräten gibt: Softing.

Liebe Aktionäre, Mitarbeiter und Freunde von Softing, vor uns liegt ein Jahr mit guten Erfolgschancen, zukunftsweisenden Themen – und einer Menge harter Arbeit. Ich freue mich auf das Jahr 2006 bei Softing: Darauf, meinen Teil zum Unternehmenserfolg beizutragen und darauf, Sie gewinnbringend daran teilhaben zu lassen.

Dr. Michael Siedentop

Softing – Ihre Verbindung zur Zukunft

Softing ist ein erfolgreicher, unabhängiger und weltweit agierender Anbieter von Hard- und Software für industrielle Automatisierung und Fahrzeugelektronik. Mit über 180 Mitarbeitern erwirtschaftet der Softing-Konzern heute einen Jahresumsatz von mehr als 22 Mio. EUR. Entwicklungen, die Softing seit seiner Gründung 1979 auf den Weg gebracht hat, sind heute weltweit gültiger Standard.

In mehr als 25 Jahren haben wir Fachkompetenz erworben, die uns die Möglichkeit gibt, offene Technologiestandards selbst aktiv mitzugestalten und damit stets an der Spitze der Innovation zu stehen. Zum Vorteil unserer Kunden. Die Beziehung zu unseren Kunden ist täglicher Auftrag: Aufmerksamkeit und Verständnis für die Wünsche unserer Kunden, um daraus in enger Zusammenarbeit technologisch hochwertige Ergebnisse zu realisieren. Dadurch entstehen individuelle Lösungen auf der Basis von ausgefeilten Standardprodukten. Oberstes Ziel ist, neue Ideen konsequent in moderne, leistungsstarke und zugleich ökonomisch überzeugende Komponenten umzusetzen. Professioneller und praxisgerechter Service versteht sich dabei von selbst. So wachsen und vertiefen sich Partnerschaften. Langjährige erfolgreiche Geschäftsbeziehungen zeigen es.

Industrielle Automatisierung

Im Geschäftsbereich Industrielle Automatisierung hat sich Softing als Produkt- und Technologielieferant klar positioniert. Wir sind Spezialist für Feldbustechnologie und als kompetenter Partner für die Vernetzung von Automatisierungssystemen sowie für Steuerungslösungen etabliert. Lernen Sie einige unserer Produktgruppen kennen.

Kursiv gedruckte Wörter haben wir im Glossar auf den letzten Seiten des Geschäftsberichtes erklärt.

CAN – der Profi auf der Kurzstrecke

CAN ist ein kostengünstiges Kommunikationsnetzwerk zur schnellen und zuverlässigen Übertragung von Maschinenund Gerätedaten über kurze Strecken. Es wird vorwiegend innerhalb von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten eingesetzt, etwa in medizinischen Apparaten. Mit unseren "CAN Interface-Karten" steht Ihnen eine große Familie an leistungsstarken Zugängen zu CAN-, CANopen- und DeviceNet-Netzwerken zur Verfügung. Unsere "CAN Tools" geben Entwicklern von Geräten und Systemen sowie Anwendern die notwendige Hilfestellung bei der Lösung ihrer Aufgaben, z.B. bei Schnittstellenentwicklung, Netzwerk-Analyse, Konfiguration und Steuerung. Durch die aktive Mitarbeit in den einschlägigen Organisationen – "CAN in Automation e.V." und "Open DeviceNet Vendor Association" – stellen wir sicher, dass Softings CAN-Produkte stets konform mit den neuesten internationalen Standards sind.

PROFIBUS-Produkte – wir setzen die Standards

PROFIBUS dient der Vernetzung fertigungs- und prozesstechnischer Anlagen. PROFIBUS ist in Europa der wichtigste Feldbus für die Automatisierungstechnik. Softing arbeitete bereits bei der Erstellung der ersten PROFIBUS-Spezifikation aktiv mit. Schon 1988 übernahm Softing im Auftrag der PROFIBUS Nutzerorganisation (PNO) die erste Protokoll-Implementierung. Seither erweitern wir kontinuierlich unser Portfolio an Produkten rund um PROFIBUS. Wir bieten Ihnen

Leistungsfähiges Interfaceboard für die Anbindung von Steuerungen

für den Aufbau und Betrieb von PROFIBUS-Netzen ein umfangreiches Spektrum an Hardware- und Software-Komponenten: Interfaces, Gateways, Konfiguratoren und Diagnose-Tools. Getreu der Unternehmensphilosophie von Softing legen wir bei unseren Produkten größten Wert auf funktionale Vollständigkeit, Leistungsstärke und hohe Qualität. Schließlich verlassen sich namhafte Hersteller und Anwender in Europa, USA und Japan täglich auf PROFIBUS-Produkte von Softing. Mehrere zehntausend installierte Interface-Karten, unzählige mit Softing-Technologie ausgestattete Kundensysteme und unsere Zertifizierung als PROFI-BUS Competence Center sind der Beleg.

Real-Time-Ethernet – die Kommunikationstechnologie der Zukunft

Ethernet hat sich mittlerweile als Kommunikations-Standard in der Informationstechnologie weltweit durchgesetzt. Die Erweiterung des Standards für den Einsatz in industriellen Anwendungen heißt Real-Time-Ethernet. Die Fähigkeit, Informationen in Echtzeit (Real-Time) zu übertragen, stellt eine der wesentlichsten Anforderungen hierbei dar. Dafür gibt es mehrere technische Lösungsansätze, die von verschiedenen Konsortien und Herstellern ausgearbeitet und vermarktet werden. Schon früh haben wir uns aktiv in die Spezifikation von PROFINET, einem der erfolgversprechendsten technischen Lösungsansätze, eingebracht. Die zu erwartenden Marktanteile sprechen für eine ähnlich große Verbreitung wie sie PROFIBUS erreicht hat und noch ausbaut. Daher werden wir unseren Kunden auch für PROFINET ein Portfolio zur Verfügung stellen, das von Seminaren, Protokollsoftware, Interfaces und Gateways bis hin zu Diagnosewerkzeugen reicht: Produkte und Lösungen für Geräte- und Steuerungshersteller sowie für Systemintegratoren und Anlagenbetreiber. Unser ausgeprägtes Know-how in diesem Bereich wurde uns durch die Anerkennung als PROFINET COMPETENCE CENTER bereits bestätigt.

Auch für die wichtigsten weiteren technischen Lösungsansätze für die Real-Time-Ethernet Kommunikation, wie z.B. Ethernet IP und EtherCAT, werden wir unseren Kunden eine einheitliche Integrationsplattform anbieten, die seine Geräte möglichst einfach für alle Real-Time-Ethernet Ansätze einsatzfähig machen. Diese Integrationsplattform besteht hauptsächlich aus verschiedenen, in ihrer Leistung und den Funktionen skalierbaren Prozessoren sowie der Protokollsoftware: Variable Lösungen für die Kommunikation von morgen.

FOUNDATION fieldbus (FF) – Softing setzt die Standards

Weltweit ist eine starke Zunahme an FF-Projekten zu registrieren. In den Branchen Öl und Gas, Chemie und Pharma wird immer häufiger die traditionelle Verdrahtung durch den offenen, digitalen Feldbus ersetzt. Wir sind seit den Anfängen Mitglied der Fieldbus Foundation. In den Arbeitsgruppen gestalten wir die Standards aktiv mit. Softing ist Mitglied des FF Technical Steering Committees und des amerikanischen, europäischen und chinesischen Marketing Committees. Mehr als die Hälfte aller weltweit zertifizierten Hosts und Feldgeräte basieren auf Softing FF-Technologie.

Fieldbus Integration Kit: Kompaktes FF Interface für HART Geräte

Damit sind wir als technologischer Marktführer klar positioniert. Verstärkt wird dieser Status durch unsere Produkte: Gateways, Geräte-Interfaces und Konfiguratoren.

OPC – lassen Sie andere für sich arbeiten

OPC (Openess, Productivity & Collaboration) verbindet Softwarekomponenten wie Visualisierung, Datenerfassung oder Steuerung. OPC ermöglicht den schnellen und sicheren Zugriff von der Softwareumgebung auf Daten und Informationen in der Fabrik. OPC minimiert als branchenübergreifende, herstellerunabhängige Software-Schnittstelle entscheidend den Erstellungs- und Pflegeaufwand für die Verbindung zwischen den Softwarekomponenten. Wir entlasten Sie mit OPC bei Engineering und Inbetriebnahme und halten Ihnen

so den Rücken frei für Ihre Kernaufgaben. Wir verfügen auch hier über langjährige Erfahrung in der Entwicklung Softingeigener und kundenspezifischer OPC-Produkte. Unsere OPC-Toolkits für Hersteller wie auch unsere OPC Server und OPC-Connector Tools setzen weltweit Standards. Den Nutzen aus unserem Wissen geben wir in unseren Seminaren und in Fachbüchern an unsere Kunden weiter.

Industrielle Steuerungstechnik – 4CONTROL

Allgemeine technische Prozesse der Fertigungs- und Verfahrenstechnik sowie der Gebäudeautomatisierung sind heute ohne industrielle Steuerungstechnik nicht mehr denkbar. Bei Softing steht Steuerungstechnik nicht nur für Steuerung, sondern auch für Programmierung nach IEC 61131-3, Bedienung, Beobachtung und Diagnose. Neben den existierenden, herstellerspezifischen SPS-Steuerungen etabliert sich der PC in der Welt der Automatisierungstechnik immer mehr. Vorrangig werden die Eigenschaften Rechen- und Speicherleistung, standardisierte Softwareschnittstellen, die Anbindung zu verschiedenen Kommunikationssystemen (z.B. zu Bussystemen) und leistungsfähige Betriebssysteme genutzt. Auf Basis dieser PC-Technologie bieten wir Ihnen ein offenes, modulares und flexibles Automatisierungssystem an: 4CONTROL. Ergänzt wird das Produktportfolio um optimal aufeinander abgestimmte Hardware-Plattformen.

Fahrzeugelektronik – On- und Offboard-Kommunikation

Bereits 40 Prozent der Wertschöpfung im Automobilbau basieren heute auf elektronischen Bauteilen und Software. Aufgrund der Komplexität der Elektroniknetzwerke ist die Diagnose, also der Zugang zu den Elektroniksteuergeräten (Offboard-Kommunikation) und die Analyse des Datenverkehrs zwischen diesen Steuergeräten im Fahrzeug (Onboard-Kommunikation) eine der Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik. Mit dem Geschäftsbereich Automotive Electronics steht Softing als Systempartner seit mehr als 15 Jahren Fahrzeugherstellern, System- und Steuergerätelieferanten mit leistungsfähigen Werkzeugen und Lösungen zur Seite. Mit rund 50.000 Installationen von Test- und Diagnosesystemen in der Automobilelektronik sind wir der maßgebliche Anbieter im Wachstumsmarkt für Steuergerätekommunikation und Fahrzeugdiagnose. Wir sind der Spezialist für die On- und Offboard-Kommunikation im Fahrzeug. Die führenden Automobilhersteller zählen zu unseren langjährigen Kunden.

DTS – die Diagnose-Produktfamilie –

Kommunikationsproblemen auf den Grund gehen

Softings Antwort auf die zunehmende Vielfalt und Komplexität der Fahrzeugkommunikation ist DTS. Mit DTS setzen unsere Kunden auf standardisierte Schnittstellen und offene Austauschformate. Die DTS-Produktfamilie ist die Einzige, die mit ihren einzelnen Ausbaustufen die gesamte Prozesskette von der Entwicklung bis zur Betreuung der Kundenfahrzeuge abdeckt. Durch unsere langjährige Erfahrung in Standardisierungsgremien, speziell im ASAM e.V., fließen die neuesten Erkenntnisse umgehend in die Produktfamilie ein. Somit war Softing der erste Anbieter am Markt, der ein ASAM-fähiges Laufzeitsystem zur Verfügung stellte. Auch dem (Nachfolge-)Standard ASAM-ODX hat sich Softing verschrieben – mit ODX-fähigen Werkzeugen für die gesamte Prozesskette.

DTS-Venice – ein Werkzeug für die gesamte Fahrzeugkommunikation

Diagnosekommunikation und fahrzeuginterne Kommunikation sind keine getrennten Welten mehr. Zwischen beiden Kommunikationsformen gibt es große Überschneidungen. Viele Parameter, Messwerte, Umgebungsvariablen werden sowohl für die Diagnosekommunikation als auch für die fahrzeuginterne Kommunikation verwendet. Anstatt die Daten mehrmals in voneinander getrennten Werkzeugen zu definieren, werden sie mit unserem Produkt DTS-Venice einmal für alle Anwendungsfälle spezifiziert. DTS-Venice stellt die Konsistenz von Datenbeschreibungen sicher, bietet eine nach Aufgaben abgestufte Benutzerführung und garantiert eine konsequente und frühzeitige Fehlererkennung.

DTS-Flash – zuverlässig, flexibel, einfach

In der Automobilindustrie ist es mittlerweile Alltag, bei Steuergeräten den Code oder die Daten einfach über bereits vorhandene Bussysteme (K-Leitung oder CAN) auszutauschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Programmierung in der Entwicklung oder im Versuch, beim Steuergerätelieferanten oder Fahrzeughersteller erfolgt: In jedem Fall wird ein einfach zu bedienendes Werkzeug benötigt, das seine Aufgabe schnell und zuverlässig erledigt. Die Flashdaten sind entweder in einer zentralen Datenbasis abgelegt oder werden direkt von einem Entwicklungswerkzeug erzeugt. Ob die Daten in einem standardisierten oder proprietären Datenformat vorliegen, ist dabei zweitrangig. Entscheidend ist, dass Anwender die Daten problemlos in das Steuergerät programmieren und die anschließenden Testabläufe sofort gestartet werden können. Für alle Bereiche der Flashprogrammierung ist unser DTS-Flash hervorragend geeignet – also immer dann, wenn Daten oder Code im Steuergerät

Ein Flash-Werkzeug für alle – sei es für Anwender von Flashprogrammierung oder Entwickler von Flashabläufen

ausgetauscht werden müssen. DTS-Flash kann durch seine Vielseitigkeit sowohl individuelle Programmieraufgaben lösen, als auch aufgabenübergreifend zur Flashprogrammierung verwendet werden. Anwender sparen bares Geld, indem sie nur auf ein Werkzeug setzen.

DTS unterstützt Diagnose über Flexray

Am Markt etabliert sich derzeit ein neues Bussystem – FlexRayTM. Es handelt sich dabei um ein flexibles Hochgeschwindigkeits-Kommunikationssystem, das auf die wachsenden technischen Anforderungen im Automobil zugeschnitten ist. Dieses Kommunikationssystem ermöglicht Anwendungen für echtzeitfähige Datenübertragung in verteilten Systemen wie z.B. X-by-Wire. Elektronische Systeme können mit Hilfe des deterministischen und fehlertoleranten Kommunikationssystems mechanische/hydraulische Teile ersetzen, d.h. auch nach Ausfall von einzelnen Komponenten ist der zuverlässige Weiterbetrieb des verbleibenden Kommunikationssystems gewährleistet. Dadurch können neuartige, intelligente Fahrerassistenz-Systeme für mehr aktive Sicherheit und besseren Komfort im Automobil sorgen. Wir haben die DTS-Produktfamilie für die Diagnose von FlexRay-Bussystemen erweitet. Dies ermöglicht den Zugriff auf die Daten des FlexRayTM-Steuergerätes und insbesondere auch das Testen von Gateways (CAN/FlexRayTM). Durch die Erweiterung unserer DTS-Produktfamilie können Kunden an jeder Stelle der Prozesskette auf FlexRayTM-Steuergeräte zugreifen, wie sie es von DTS schon bei anderen Bussystemen kennen.

ODX – Standard spart

Das Datenaustauschformat ODX (Open Diagnostic Data Exchange) ermöglicht optimierte Arbeitsabläufe zwischen OEM und Steuergerätelieferant. Mit ODX können standardisierte Diagnosedaten zwischen und innerhalb von Fahrzeugherstellern und Steuergerätelieferanten ausgetauscht werden. Abstimmungsprozesse können mit wenig Aufwand synchronisiert werden, da Fahrzeugprojekte in einer Werkzeuglandschaft realisiert werden, die auf einem einheitlichen Datenaustauschformat basiert. Durch ODX müssen Diagnoseinformationen für die Entwicklungs-, Test-, Produktions- und Serviceabteilung nur einmal erstellt und beschrieben werden, denn die Dokumentation des Steuergeräts entspricht quasi automatisch der Implementierung. Die Zeit- und Kostenvorteile sind immens. Auch die Qualität der Diagnose steigt, denn durch die direkte Verwendung der ODX-Dokumentation als ODX-Testdaten kann eine wesentlich höhere Testabdeckung der Steuergerätediagnose erlangt werden. Der gesamte Datenaustauschprozess wird zuverlässiger. Softing bietet mit der DTS-Produktfamilie ODX-Werkzeuge für die gesamte Diagnoseprozesskette.

EDIC®-Produktfamilie – eine stabile Verbindung für die Kommunikation

Die Echtzeit-Anforderungen in der Fahrzeugkommunikation setzen leistungsfähige, auf Mikrocontrollern basierende Schnittstellenkarten voraus. Unser Spektrum an Schnittstellenkarten der EDIC®-Produktfamilie unterstützt die gängigen Bussysteme wie CAN, K-Leitung, LIN, J1850 sowie Ein- und Ausgänge für analoge und digitale Daten. Da die Kommunikationsprotokolle direkt auf der Schnittstellenkarte abgearbeitet werden, ist eine stabile Kommunikationsverbindung zwischen elektronischen Steuergeräten (ECUs) und PCs gewährleistet. EDIC®-Produkte stehen in unterschiedlichen Formfaktoren zur Verfügung und bilden somit die Basis für unsere Softwareprodukte wie DTS sowie für kundenspezifische Lösungen.

EDICnet mit Funk- oder Drahtkopplung ist besonders geeignet für einen flexiblen Einsatz im Versuch sowie im Produktions- und Kundendienstbereich, wo grössere Entfernungen zwischen Applikationsrechner und Fahrzeugdiagnoseschnittstelle zu überbrücken sind. Seit einem halben Jahr arbeitet EDICnet erfolgreich auch bei einem führenden deutschen Fahrzeughersteller. Während des laufenden Montageprozesses wird fahrzeugrelevante Software mit einem Funkdiagnosekopf drahtlos übertragen.

EDICmobil – damit Sie jederzeit im Bilde sind

Mit dem kompakten Datenlogger EDICmobil steht der Automobilindustrie ein leistungsfähiges Werkzeug zur Erfassung und Visualisierung von Messdaten zur Verfügung. Die EDICmobil-Software-V3 ermöglicht das gezielte Auslesen von Informationen mit CAN-und K-Leitungsprotokollen aus dem Steuergerät. Das Gerät kann während einer Messung mit mehreren Steuergeräten kommunizieren und neben den vielfältigen Aufgaben aus dem Bereich Messdatenerfassung auch spezialisierte Aufgaben aus dem Bereich Diagnose lösen. Die Datenaufzeichnung kann automatisch ausgelöst werden und es ist sogar möglich auf andere Messkonfigurationen umzuschalten, mit denen Spezialaufgaben ausgeführt werden. Aufgrund seiner flexiblen Anwendungsmöglichkeiten wird EDICmobil bereits von vielen Fahrzeugherstellern und Zulieferern in den unterschiedlichsten Ländern genutzt. Das Einsatzspektrum reicht dabei von der reinen Laboranwendung bis zum Flotteneinsatz im Rahmen der Sommerund Wintererprobung.

osCAR – Qualität rauf, Kosten runter

Mit osCAR leistet Softing einen bedeutenden Beitrag zur Qualitätssicherung und Kostenreduktion in der Kfz-und Steuergeräteproduktion. Durch osCAR steht erstmals eine

osCAR: Einsatz in Test und Produktion

integrierte standard-basierte Plattform für die Testautomatisierung von mechatronischen Komponenten und Steuergeräten zur Verfügung. Die Lösung vermeidet proprietäre Datenformate und ermöglicht dadurch, dass die Prüfsysteme schnell auf unterschiedliche Fahrzeuge, Subsysteme oder Steuergeräte umgestellt werden können. osCAR zielt auf den Einsatz einer homogenen Rechnerstruktur und verringert die Anzahl der Systemschnittstellen. Die Qualität des Prüfaufbaus und -ablaufs wird verbessert und die Kosten werden entsprechend reduziert. Ethernet- und web-basierte Bedien- und Engineering-Werkzeuge ermöglichen die netzwerkweite Wartung eines Prüfstands – bis hin zur präventiven Instandhaltung und internetbasierten Fernwartung.

Softing – zuverlässige Unterstützung in Ihrer Sprache

Unsere Kunden profitieren nicht nur von den herausragenden technischen Eigenschaften unserer Produkte, sondern auch von einem umfassenden Angebot an Supportleistungen in ihrem Umfeld. Erfahrene und hochqualifizierte Experten stehen ohne zusätzliche Kosten zu Ihrer Verfügung. Sie klären auftretende Detailfragen persönlich und sprechen nicht nur fachlich Ihre Sprache. Die Kommunikation erfolgt fließend in einer von zehn Landessprachen und orientiert sich strikt an Ihrem Einzelfall. Die Unterstützung geht weit über reine Installationsaspekte hinaus. Sie endet für uns erst, wenn das Produkt seine Aufgabe in Ihrer Architektur erfüllt. Umfassende Produktunterstützung – darauf legt Softing Wert. "Sie haben mir sehr geholfen. Wie immer", Jörg Vogelsang, Projektleiter bei ABB Deutschland.

Messebeteiligungen 2005

Industrial Automation

22. – 24. Februar Embedded World, Nürnberg, Deutschland
23. – 24. Februar General Assembly Fieldbus Foundation, Wien, Österreich
11. – 15. April Hannover Messe Industrie/INTERKAMA, Hannover, Deutschland
12. – 14. April Fieldbus/IA 2005, Beijing, China
25. – 27. Oktober ISA Expo 2005, Chicago, USA
09. – 11. November Measurement & Control Show, Tokyo, Japan
15. – 18. November System Control Fair, Tokyo, Japan
22. – 24. November SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland

Automotive Electronics

31. Januar – 03. Februar Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", München, Deutschland
22. – 24. Februar Embedded World, Nürnberg, Deutschland
01. – 03. März IIR Fachkonferenz "Diagnosesysteme im Automobil", Sindelfingen, Deutschland
02. – 04. Mai Euroforum Fachkonferenz "Software im Automobil", Stuttgart, Deutschland
11. Mai Entwicklerforum "Kfz-Elektronik", Ludwigsburg, Deutschland
18. – 20. Mai JSAE Annual Congress, Yokohama, Japan
31. Mai – 02. Juni Testing Expo, Stuttgart, Deutschland
21. – 22. Juni 9. Int. Fachkongress "Fortschritte in der Automobil-Elektronik", Ludwigsburg, Deutschland
06. – 07. Oktober VDI-Kongress "Elektronik im Kraftfahrzeug", Baden-Baden, Deutschland

Messetermine 2006

Industrial Automation

14. – 16. Februar Embedded World, Nürnberg, Deutschland
28. Februar – 01. März General Assembly Fieldbus Foundation, Shanghai, China
23. – 27. April light + building, Frankfurt am Main, Deutschland
24. – 28. April Hannover Messe Industrie/INTERKAMA, Hannover, Deutschland
15. – 19. Mai ACHEMA, Frankfurt am Main, Deutschland
16. – 18. Mai Wärmetechnik 2006, München, Deutschland
28. – 30. November SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland

Automotive Electronics

07. – 08. Februar Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", München, Deutschland
14. – 16. Februar Embedded World, Nürnberg, Deutschland
09. – 11. Mai Testing Expo, Stuttgart, Deutschland
24. – 26. Mai Automotive Engineering Exposition, Yokohama, Japan
22. – 24. Juni KSAE, Jeju Island, Korea
20. – 21. September 10. Int. Fachkongress "Fortschritte in der Automobil-Elektronik", Ludwigsburg, Deutschland
16. – 18. Oktober Convergence, Detroit, USA

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2005

Das Unternehmen

Der Softing-Konzern besteht aus der Softing AG mit Sitz in Haar bei München, der Tochter Softing North America, Inc. (Softing North America) mit Sitz in Newburyport (MA) und einer Niederlassung in Ratingen bei Düsseldorf. Softing North America hat seit 2005 eigene Entwicklungskapazitäten vor Ort und ist damit über eine reine Vertriebstochter hinausgewachsen. Im Februar hat Softing die rumänische Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) für Entwicklungsund Projektleistungen gegründet. Bis Jahresende ist sie auf 15 Entwickler angewachsen. SoftingROM stellt ein weiteres wertvolles Mitglied im Softing-Konzern dar: Unter Wettbewerbsgesichtspunkten, aber auch als Pool von IT-Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben.

Im Juli dieses Jahres wurde die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH in Reutlingen zu 100 % in die Softing Gruppe aufgenommen. Der Unternehmensbereich "Automotive Electronics" der Softing AG ergänzt und verstärkt damit seine Marktpräsenz bei Prüf- und Testsystemen für Steuergeräte in der Automobilfertigung.

Zum Ende des Jahres 2005 wurde die Vertriebstochter Softing Industrial Solutions Italia aufgelöst. Die Kunden in Italien werden nun vollständig über die Muttergesellschaft in Haar sowie in Zusammenarbeit mit Distributoren vor Ort betreut.

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Bereichen Industrielle Automatisierung und Automotive Electronics international präsent. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardwareprototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Bereich Industrielle Automatisierung ist Softing als Produkt- und Technologielieferant am Markt gut positioniert. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Mit dem Geschäftsbereich Automotive Electronics steht Softing seit mehr als 15 Jahren als Systempartner Fahrzeugherstellern, System- und Steuergerätelieferanten mit leistungsfähigen Werkzeugen und Lösungen zur Seite. Softing ist der Spezialist für die on- und off-board-Kommunikation im Fahrzeug.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in beiden Geschäftsbereichen das Leistungsangebot ab.

Schwerpunktmäßig bietet Softing seine Dienstleistungen und Produkte in Europa an. 2005 trug besonders die Softing North America mit deutlichen Zuwächsen im Umsatz zum Gesamtergebnis bei.

Das Grundkapital der Softing AG beträgt 5.499.998 Mio. EUR und ist eingeteilt in 5.499.998 Stückaktien. Der Vorstand der Softing hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Februar beschlossen, das genehmigte Kapital gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung auszunutzen und eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts um 499.998 Aktien durchzuführen. Die Aktien wurden bei institutionellen Investoren zu einem Preis von EUR 2,22 je Stückaktie platziert. Die Kapitalerhöhung wurde in das Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

Für den Berichtszeitraum wurden die Konzernabschlüsse nach den Anforderungen des Internationalen Accounting Standards Committee (IASC) erstellt.

Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2005 verglichen mit dem Vorjahr preisbereinigt um 0,9 % erhöht. Damit hat sich die wirtschaftliche Belebung des Jahres 2004 (+ 1,6 %) etwas abgeschwächt. Die deutsche Automatisierungsbranche inklusive Dienstleistungen ist nach Schätzungen im Jahr 2005 um etwa 5 % gewachsen. Die Märkte von Softing waren auch im vergangenen Jahr von konjunkturell bedingter Investitionszurückhaltung in der Industrie geprägt. Dies war vor allem im Bereich Automotive Electronics zu spüren.

Ertragslage

Trotz abermals schwacher konjunktureller Vorgaben konnte der Softing-Konzern seinen Umsatz um 8 Prozent auf 22,1 Mio. EUR (Vj.: 20,4 Mio. EUR) steigern. Aufgeteilt auf die Geschäftsbereiche von Softing heißt das: Industrial Automation 11,3 Mio. EUR (Vj.: 10,8 Mio. EUR) und Automotive Electronics 10,8 Mio. EUR (Vj.: 9,6 Mio. EUR) Umsatz.

Die Gesamtleistung des Softing-Konzerns (Umsatzerlöse und aktivierte Eigenleistungen) lag bei 24,4 Mio EUR, und somit um 1,4 Mio. EUR höher gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das EBIT (Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) stieg ebenfalls um 37,8 % auf 1,1 Mio. EUR (Vj.: 0,8 Mio. EUR). Auch konnte das Konzernergebnis von 0,6 Mio. EUR (Vj.: 0,4 Mio. EUR) stark verbessert werden. Der Auftragseingang des Softing-Konzerns lag bei 21,7 Mio. EUR (Vj.: 20,6 Mio. EUR).

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Der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung verminderte sich von 51,8 % auf 50,6 %. Dies zeigt deutlich, dass die Mitarbeiter weiterhin die wichtigste Ressource im Softing-Konzern sind.

Softing North America verbuchte 1,8 Mio. US\$ Umsatz (Vj.: 1,1 Mio. US\$), bei einem EBIT von 0,1 Mio. US\$ (Vj.: – 0,2 Mio. US\$).

Die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH trug im zweiten Halbjahr 2005 1,5 Mio. EUR zum Umsatz und 0,2 Mio. EUR zum EBIT des Softing-Konzerns bei.

Die im Februar gegründete rumänische Tochter SoftingROM erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 0,1 Mio. EUR. SoftingROM wurde gegründet, um wettbewerbsfähig Entwicklungsaufgaben und Projektleistungen für die Softing AG durchzuführen.

Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie liegt für das Jahr 2005 bei 0,11 EUR (Vj.: 0,09 EUR).

Vermögens- und Finanzlage

Konzernergebnis

Das Eigenkapital des Softing-Konzerns beläuft sich zum Jahresende 2005 auf 13,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 12,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite (Konzernergebnis zu Eigenkapital) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte oder 18,4 % auf 4,5 %.

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verminderte sich um 0,6 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR (Vj: 3,4 Mio. EUR). Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Verhältnis zu den Umsatzerlösen lag bei 12,6 % und damit um 4 %-Punkte unter dem Vorjahreswert. Dies lag im Wesentlichen an der Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzmittel (flüssige Mittel und Wertpapiere) betrugen zum Jahresende 2005 4,7 Mio. EUR (Vj: 6,3 Mio. EUR).

Forschung und Produktentwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren über 10 % seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungsaktivitäten werden in einem periodisch tagenden Technical Steering Committee koordiniert, um auf Trends und Chancen am Markt zu reagieren und neue, marktrelevante Produkte schnell zur Serienreife zu bringen.

Insgesamt hat Softing 2,7 Mio. EUR (Vj: 2,8 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Die Finanzierung dieser Entwicklungskosten erfolgte wie in den Vorjahren ausschließlich aus Eigenmitteln.

Im Geschäftsbereich Industrial Automation wurden Investitionen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj.: 1,1 Mio. EUR) getätigt. Im Vordergrund stand die Entwicklung von Neuprodukten sowie die klare Ausrichtung aller Entwicklungen auf Ertragspotenzial. Wesentliche Investitionen flossen in die Entwicklung von Hard- und Softwareprodukten für die Prozessautomatisierung und für die Kommunikation mit PROFIBUS-Netzwerken. Gleichzeitig legte Softing mit dem

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (in Mio. EUR)

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Start der Entwicklung von Ethernet-basierter Protokollsoftware den Grundstein für den Einstieg in einen Markt, der von allen Experten als der Wachstumsmarkt des nächsten Jahrzehnts angesehen wird. Produktneuheiten in allen führenden Segmenten wie CAN, PROFIBUS, PROFINET und OPC wurden im November auf der SPS/IPC/Drives, der bedeutendsten Automatisierungsmesse im europäischen Raum, erfolgreich vorgestellt oder im Markt eingeführt.

Im Bereich Automotive Electronics hat Softing 2005 die Familie Diagnostic Tool Set (DTS) um neue Produkte und Funktionen erweitert. Dies sind im Wesentlichen: die vollständige und über die gesamte Diagnoseprozesskette durchgängige Bereitstellung des neuen Diagnosestandards ODX, die Unterstützung des neuen Bussystems FlexRay für Diagnoseanwendungen sowie die Markteinführung des neuen Produktes für Flashprogrammierung – DTS-Flash. Ebenso wurde das Hardwareportfolio hinsichtlich einfacherer Handhabung und Integration aktueller Schnittstellen der PC-Technik ausgebaut. Softing hat im Bereich Automotive Electronics insgesamt 1,7 Mio. EUR investiert. (Vj. 1,7 Mio. EUR).

Mitarbeiter

Der Softing-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2005 insgesamt 199 fest angestellte Mitarbeiter (Vj. 157). Davon waren 130 Mitarbeiter in Produkt- und Projektentwicklung tätig (Vj.: 96), 48 in Marketing und Vertrieb (Vj.: 38).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Aktienoptionen an die Mitarbeiter ausgegeben.

Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Konjunkturbelebung und Marktwachstum

Für das Jahr 2006 wird eine Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes erwartet. Auf Grund von Marktstudien und eigenen Einschätzungen gehen wir davon aus, dass 2006 ein wirtschaftliches Wachstum von ca. 1,6 Prozent für die Bundesrepublik Deutschland möglich ist. Für den Euroraum rechnen wir sogar mit einem höheren Wert. Prognosen des Zentralverbandes für Elektroindustrie legen nahe, dass alle Teilsegmente der Automatisierung am Wachstum partizipieren dürften und rechnet im langfristigen Mittel mit einem Wachstum auf dem Weltmarkt der Automatisierungstechnik um sechs bis acht Prozent pro Jahr.

Das Wachstumspotenzial bei Feldbussystemen wird weiterhin als überdurchschnittlich prognostiziert: Für die nächsten Jahre werden über 10 Prozent geschätzt. Im Bereich der Industriellen Automatisierung hat sich Softing bei seinen Kunden als kompetenter Partner etabliert: mit Produkten zur Vernetzung von Anlagen auf Basis relevanter Feldbussysteme sowie mit innovativen Steuerungen rund um 4CONTROL. Basierend auf dem Know-how bei Feldbussen entwickelt Softing Hard- und Softwareprodukte, die innerhalb der einzelnen Feldbuswelten, aber auch in der Verbindung dieser Welten wichtiger Bestandteil einer zuverlässigen Industrieautomatisierung sind.

Im Jahr 2005 konnten wir unsere Produktpalette rund um die mobile und stationäre Diagnose von Feldbussystemen massiv ausbauen. Durch die im Oktober realisierte Übernah-

me von Rechten und Know-how eines führenden Herstellers von Diagnosekomponenten können wir 2006 den Weg zu neuen Produkten für die Feldbusdiagnose deutlich beschleunigen. Damit verstärkt sich Softing in einem der Kernsegmente des Bereiches Industrieller Automatisierung. Das erklärte Ziel ist die Marktführerschaft in der Feldbusdiagnose.

Die Verbreitung von Feldbussystemen in Produktionsprozessen wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Daher ist die Bereitstellung von Diagnosewerkzeugen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit in der Industrie auch künftig ein profitabler Wachstumsmarkt. Durch die Übernahme erwartet Softing ab Mitte des nächsten Jahres eine erhebliche Steigerung des Umsatzes mit Diagnosewerkzeugen. Damit wird dieses Segment einen mehr als siebenstelligen Beitrag zum Umsatz leisten und Softing als einen führenden Produkt- und Technologielieferanten für Feldbustechnologie und Steuerungssysteme noch deutlicher als bisher positionieren.

Im Geschäftsbereich Automotive Electronics ist Softing Partner der Automobilindustrie für die Vernetzung der Fahrzeugelektronik. Die Elektronik in Personenwagen und Nutzfahrzeugen macht derzeit – abhängig von der Fahrzeugklasse – bis zu 25 Prozent der Wertschöpfung in einem Fahrzeug aus. Gleichzeitig haben Fahrzeughersteller mit erheblichen Qualitätsproblemen in der komplexen Fahrzeugelektronik zu kämpfen. Damit rückt die Diagnose, also der Zugang zu den Steuergeräten und die Analyse des Datenverkehrs, zunehmend in den Fokus. Dies gilt für die gesamte Prozesskette von der Entwicklung bis zur Betreuung der Kundenfahrzeuge. Eine Lösung liegt im Einsatz von neuen Softwaremodellen, kombiniert mit Werkzeugen, die über standardisierte Schnittstellen verfügen. Marktbeobachter sagen voraus, dass der Markt für Fahrzeugelektronik im Jahr 2006 um 8 bis 10 Prozent wachsen wird.

Die im Juli übernommene hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH in Reutlingen ergänzt und unterstützt die Präsenz des Unternehmensbereiches Automotive Electronics bei Prüfund Testsystemen für Steuergeräte in der Automobilfertigung. Die strategische Verstärkung im Bereich Produktion, die enge Einbindung des Managements von hard&soft und der Fortbestand als eigenständige Gesellschaft beinhalten ein großes Potenzial für weiteres gemeinsames Wachstum von hard&soft und Softing.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2006

Softing geht für 2006 von einer Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. Wir erwarten einen Umsatz von über 24 Mio. EUR, also 9 % mehr als im Vorjahr. Dieser Umsatzanstieg soll in beiden Geschäftsfeldern erreicht werden. Wir rechnen dabei mit einem EBIT von mehr als 1,5 Mio. EUR.

Für das Jahr 2007 erwarten wir deutliche Steigerungsraten im Umsatz, vor allem aber im Ergebnis.

Nicht nur in Europa, auch in den USA wollen wir wachsen. Die geschäftlichen Aktivitäten entwickeln sich gut. Für Softing North America erwarten wir ein weiteres Umsatzwachstum und eine kontinuierliche Verbesserung des EBIT.

Für die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH ist ein Umsatz von rund 3 Mio. EUR bei einem deutlich positiven EBIT geplant.

Im laufenden Geschäftsjahr wird auch das Thema des nichtorganischen Wachstums eine zentrale Rolle spielen.

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Einstieg in neue Technologien

Für das in Europa bei weitem dominierende Feldbusprotokoll PROFIBUS werden ab 2006 die ersten Kunden ihre Geräte und Anlagen auf die Nachfolgetechnologien (Echtzeit-Ethernet-Protokolle) vorbereiten. Softing ist mit einigen strategischen Kunden bereits im Gespräch und wird 2006 erste Protokoll-Stacks bei Kunden platziert haben. Unterstützt wird die Technologie durch den Einstieg in das Geschäft mit integrierten Chip-Lösungen (siehe nachfolgend).

Real-Time Ethernet Alliance

Die Ende des Jahres 2005 realisierte Partnerschaft mit einem Chiphersteller ebnet Softing den Zugang zum Massenmarkt von Ethernet-Feldbusanschaltungen. Besonderer Vorteil der Lösung für den Kunden ist der Einsatz eines vorhandenen und bereits erprobten Chips und somit einer sofortigen Lieferfähigkeit. Diese zusätzlichen Leistungen zielen genau auf den von Softing fokusierten Kundenkreis, womit sich in den Folgejahren weitere verstärkende Effekte für Umsatz und Ertrag ergeben sollten.

Tochtergesellschaft SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, d.h. dem Rückgang im Umsatz mit alten Technologien zu begegnen und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. In diesem Sinne übernimmt die rumänische Tochtergesellschaft SoftingROM die Aufgabe, die hierzu nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Rumänien ist für Softing ein idealer, da schnell und kostengünstig von München aus erreichbarer Standort. Vor Ort stehen gut ausgebildete junge Ingenieure und Informatiker zur Verfügung. In weniger als einem Jahr ist die rumänische Tochter zu einer Technologieschmiede von Softing mit 15 Mitarbeitern herangewachsen. 2006 wird SoftingROM in ein neues Gebäude umziehen und damit die räumlichen Kapazitäten für einen weiteren Ausbau der Entwicklungs- und Projektkapazitäten zur Verfügung stellen.

Ausbau Portfolio Prozessindustrie

Durch den erfolgreichen Einstieg in eine modulare explosionsgeschützte Hardware hat Softing das Angebot für die Datenkommunikation in der Prozessindustrie an einer entscheidenden Stelle ausgeweitet. Mit dieser Hardware öffnet Softing einem breiten Kundenkreis den Zugang zur Feldbustechnologie und damit zu neuen Märkten für ihre Endkunden. Das neue Hard- und Softwarekonzept verkürzt die "Time-to-Market" für diese Kunden von meist einem Jahr auf 2-3 Monate. Für Softing öffnet sich hier ein bisher nicht zugänglicher Kundenkreis.

Softing North America, Inc.

Softing North America ist 2005 deutlich gewachsen und hat damit die Gewinnschwelle klar überschritten. Das Produktgeschäft ist mittlerweile im US-Markt etabliert. Für 2006 ist ein weiterer Ausbau der Vertriebs- und Projektkapazität vor Ort geplant. Dadurch erwarten wir weitere deutliche Steigerungsraten im Umsatz bei gleichzeitig steigendem Ergebnis. Einige im Jahr 2006 anstehenden Neuprodukte werden diese Entwicklung mittel- und langfristig nachhaltig unterstützen. Es bestehen gute Chancen, durch geschickte Allianzen und Produktpolitik 2006 Wettbewerber zu verdrängen und im Bereich der industriellen Kommunikation zum de-Facto-Standard in der Prozessindustrie zu werden.

hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH

Die organisatorische Integration der hard&soft wurde 2005 abgeschlossen. Über die Nutzung der Softing-Basis-Software, als auch über die durch Softing erweiterten Vertriebsstrukturen ergeben sich erhebliche Synergien, d.h. zusätzliche Kunden für hard&soft, die ohne Softing kaum zugänglich gewesen wären. Umgekehrt profitiert Softing vom Zugang in den Automobil-Fertigungssektor, der durch hard&soft deutlich erweitert wird.

Risikomanagement und einzelne Risiken

Softing ist ein internationales Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen, gehört zu unserer Risikopolitik. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig.

Im Berichtszeitraum haben wir die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei schätzten wir auch ab, ob Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko führen können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachten.

Geschäftsrisiken

Im Berichtsjahr konnten sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Situation in unseren Märkten war geprägt durch starke Schwankungen in der Nachfrage. Damit einher geht das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell Nachfrageänderungen anpassen zu können.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Wir reagieren auf dieses Risiko, indem wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten.

Operative Risiken

In Teilen unseres Geschäfts sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadensersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell planen und den Projektfortschritt sorgfältig überwachen.

Schadensrisiken

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken haben wir durch Versicherungsverträge gedeckt.

Kreditrisiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt, da unsere Kunden überwiegend finanzkräftige Großunternehmen waren. Die zunehmende Verbreiterung unseres Geschäfts, insbesondere im internationalen Umfeld, und die damit einhergehende Gewinnung von Kleinund mittelständischen Unternehmen kann zu einer Risikoausweitung führen. Wir haben diesem Umstand dadurch Rechnung getragen, dass wir die Kreditprüfung intensivierten und das Forderungsmanagement verstärkten.

Wechselkursrisiken

Mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums gewinnt die Beurteilung des Wechselkursrisikos eine höhere Bedeutung. Im Berichtszeitraum haben wir begonnen, die Wechselkursrisiken mit unserer Tochtergesellschaft in den USA abzusichern.

Lieferantenrisiken

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen.

Risiken bezüglich des Bestandes der IT-Infrastruktur

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Wir sind diesen Risiken mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen begegnet, die insbesondere die kurzfristige Wiederherstellung aller Datenbestände beinhaltet. Darüber hinaus wurden eine Reihe von IT-Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben.

Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Der Aufsichtsrat der Softing AG hat am 18.01.2006 Herrn Dr. Michael Siedentop als Vorstand für die Softing AG gewonnen. Herr Dr. Siedentop hat zum 01.02.2006 seine Aufgaben bei der Softing AG aufgenommen. Herr Bernd Häußler vereinbarte mit dem Aufsichtsrat in beiderseitigem Einvernehmen, ihn mit sofortiger Wirkung von seinen Verpflichtungen als Vorstand sowie als Leiter des Bereichs Automotive Electronics zu entbinden.

Haar, den 10. Februar 2006

Softing AG

Dr. Wolfgang Trier (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Michael Siedentop (Vorstand)

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2005

Aktiva Anhang 31.12.2005
EUR
31.12.2004
EUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert B1 2.351.125 0
2. Entwicklungskosten B2 4.110.387 3.991.938
3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte B3 1.349.123 218.291
7.810.635 4.210.229
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung B4 608.533 382.300
III. Latente Steueransprüche C8 2.820.072 3.005.364
11.239.240 7.597.893
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte B7
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Fertige Erzeugnisse und Waren
283.002
1.417.256
383.721
829.384
1.700.258 1.213.105
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen B8 3.448.454 3.046.722
2. Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen B9 947.179 467.347
4.395.633 3.514.069
III. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte B10 266.369 185.877
IV. Laufende Ertragsteueransprüche B11 286.835 70.450
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente B12 4.728.620 6.337.828
11.377.715 11.321.329
22.616.955 18.919.222
Passiva Anhang 31.12.2005
EUR
31.12.2004
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital B13 5.499.998 5.000.000
II. Kapitalrücklagen B14 1.475.728 879.197
III. Gewinnrücklagen B15 6.591.704 6.438.157
13.567.430 12.317.354
B. Langfristige Schulden
1. Pensionsverpflichtungen B16 1.223.871 901.540
2. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten B17 660.722 0
3. Latente Steuerverbindlichkeiten C8 2.030.808 1.792.000
3.915.401 2.693.540
C. Kurzfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen B18 111.800 308.695
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen B19 741.016 621.229
2. Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen B9 454.303 551.469
III. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten B20 3.621.598 2.426.935
IV. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten B21 205.407 0
5.134.124 3.908.328
22.616.955 18.919.222

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2005

2005 2004
Anhang EUR EUR
1. Umsatzerlöse
C1
22.063.060 20.376.101
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
C2
2.336.919 2.612.775
3. Sonstige betriebliche Erträge
C3
751.113 868.101
25.151.092 23.856.977
4. Materialaufwand
C4
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren – 4.007.756 – 3.802.541
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen – 649.531 – 735.378
– 4.657.287 – 4.537.919
5. Personalaufwand
C5
a) Löhne und Gehälter – 10.635.905 – 10.235.318
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung – 1.721.497 – 1.679.791
–12.357.402 –11.915.109
6. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen – 3.199.483 – 3.122.329
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
C6
– 3.886.563 – 3.525.969
8. EBIT 1.050.357 755.651
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
C7
102.417 99.860
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
C7
– 96.488 – 98.392
5.929 1.468
11. EBT 1.056.286 757.119
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
C8
– 450.790 – 292.619
13. Konzernergebnis (= den Anteilseignern
des Mutterunternehmens zuzurechnen) 605.496 464.500
Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) 0,11 0,09

Konzern-Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr 2005

2005
TEUR
2004
TEUR
Konzernergebnis 605 465
Anpassungen
Zinserträge – 102 – 100
Zinsaufwendungen 96 98
Ertragsteuern 451 293
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.199 3.122
Währungsdifferenzen – 56 0
Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 0 8
Veränderung der Rückstellungen – 477 – 164
Veränderung der Vorräte 224 – 147
Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte – 385 – 553
Veränderung der Verbindlichkeiten – 693 292
Erhaltene Zinsen 102 100
Gezahlte Ertragsteuern – 188 – 27
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 2.776 3.387
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 11 2
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen – 338 – 217
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 3.620 – 2.870
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen – 1.535 0
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Finanzinvestitionen 0 2
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit – 5.482 – 3.083
Einzahlung aus Kapitalerhöhung =
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 1.097 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds – 1.609 304
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.338 6.034
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.729 6.338

Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer D3 verwiesen.

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen

im Geschäftsjahr 2005

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2005 Veränderung Zugänge Kurswert- Abgänge 31.12.2005
Konsoli- änderungen
dierungs
kreis
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert 61.706 2.351.125 0 0 61.706 2.351.125
2. Entwicklungskosten 33.380.507 0 2.755.502 0 535.230 35.600.779
3. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte 1.546.404 585.834 864.408 675 0 2.997.321
34.988.617 2.936.959 3.619.910 675 596.936 40.949.225
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 2.791.805 254.041 286.120 -3.857 77.939 3.250.170
Geringwertige
Wirtschaftsgüter 104.734 14.455 51.478 0 47.589 123.078
2.896.539 268.496 337.598 -3.857 125.528 3.373.248
37.885.156 3.205.455 3.957.508 -3.182 722.464 44.322.473
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2004 Zugänge Abgänge 31.12.2004
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert 61.706 0 0 61.706
2. Entwicklungskosten 30.547.253 2.833.254 0 33.380.507
3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.513.531 36.720 3.847 1.546.404
32.122.490 2.869.974 3.847 34.988.617
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 2.645.647 172.083 25.925 2.791.805
Geringwertige Wirtschaftsgüter 116.331 45.235 56.832 104.734
2.761.978 217.318 82.757 2.896.539
34.884.468 3.087.292 86.604 37.885.156
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2005 Veränderung
Kurswert-
Abschrei-
31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004
Konsoli- änderungen bungen des
dierungs- Geschäfts
kreis jahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
61.706 0 0 0 61.706 0 2.351.125 0
29.388.569 0 0 2.637.053 535.230 31.490.392 4.110.387 3.991.938
1.328.113 9.162 – 276 311.199 0 1.648.198 1.349.123 218.291
30.778.388 9.162 – 276 2.948.252 596.936 33.138.590 7.810.635 4.210.229
2.469.216 103.545 – 2.176 211.165 68.990 2.712.760 537.410 322.589
45.023 14.454 0 40.066 47.588 51.955 71.123 59.711
2.514.239 117.999 – 2.176 251.231 116.578 2.764.715 608.533 382.300
33.292.627 127.161 – 2.452 3.199.483 713.514 35.903.305 8.419.168 4.592.529
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2004 Abschreibungen Abgänge 31.12.2004 31.12.2004 31.12.2003
des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
61.706 0 0 61.706 0 0
26.737.578 2.650.991 0 29.388.569 3.991.938 3.809.675
1.062.598 268.092 2.577 1.328.113 218.291 450.933
27.861.882 2.919.083 2.577 30.778.388 4.210.229 4.260.608
30.247.172 3.122.329 76.874 33.292.627 4.592.529 4.637.296
2.385.290 203.246 74.297 2.514.239 382.300 376.688
66.097 35.758 56.832 45.023 59.711 50.234
2.319.193 167.488 17.465 2.469.216 322.589 326.454

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für das Geschäftsjahr 2005

Gezeichnetes Gesamt
Kapital rücklage Eigen
kapital
Bewertungs-
rücklagen
Währungs-
umrech
nungen
andere Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anhang B13 B14 B15
31. Dezember 2003/1. Januar 2004 5.000 10.326 0 0 – 3.389 – 3.389 11.937
Veränderungen im Eigenkapital 2004
Verrechnung versicherungsmathematische Verluste 0 0 – 103 0 0 – 103 – 103
Bewertung Finanzinstrumente 0 0 18 0 0 18 18
Erfolgsneutrale Erträge und Aufwendungen 0 0 – 85 0 0 – 85 – 85
Konzernergebnis 2004 0 0 0 0 465 465 465
Gesamtertrag 0 0 – 85 0 465 380 380
Entnahme aus Kapitalrücklage 0 – 9.447 0 0 9.447 9.447 0
31. Dezember 2004/1. Januar 2005 5.000 879 – 85 0 6.523 6.438 12.317
Veränderungen im Eigenkapital 2005
Währungsänderungen 0 0 0 – 56 0 – 56 – 56
Verrechnung versicherungsmathematische Verluste 0 0 – 373 0 0 – 373 – 373
Bewertung Finanzinstrumente 0 0 – 18 0 0 – 18 – 18
Erfolgsneutrale Erträge und Aufwendungen 0 0 – 391 – 56 0 – 447 – 447
Konzernergebnis 2005 0 0 0 0 605 605 605
Gesamtertrag 0 0 – 391 – 56 605 158 158
Zuführung aus Kapitalerhöhung 500 610 0 0 0 0 1.110
Verrechnung Transaktionskosten
Kapitalerhöhung 0 – 13 0 0 0 0 – 13
Erfolgsneutrale Veränderung der latenten Steuern 0 0 0 0 – 5 – 5 – 5
31. Dezember 2005/1. Januar 2006 5.500 1.476 – 476 – 56 7.123 6.591 13.567
Aufstellung der insgesamt erfassten Erträge und Aufwendungen 2005 2004
TEUR TEUR
Verrechnung versicherungsmathematische Verluste – 373 – 103
Bewertung Finanzinstrumente – 18 18
Währungsänderungen – 56 0
Erfolgsneutrale Erträge und Aufwendungen – 447 – 85
Konzernergebnis 605 465
Gesamtertrag (= den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen) 158 380
Auswirkung aus Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
nach IAS 8 (= den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen) – 103

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2005

A. Allgemeine Erläuterungen

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2005 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden beim Handelsregister des Amtsgerichts München (HR B 127604) hinterlegt.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 10. Februar 2006 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

1. Gegenstand des Konzerns

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse "Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar" eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftliche Studien,

Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, Systemund Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme, kommerzielle EDV-Anwendungen.

2. Neue und geänderte Standards

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards

Im Geschäftsjahr 2005 wurden die IFRS zugrunde gelegt, welche die so genannte "stable platform" bilden und die verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2005 beginnen.

Von diesen Standards wurden – soweit für die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens von Bedeutung – im Geschäftsjahr 2005 erstmals angewandt:

IAS 1 Darstellung des Abschlusses
IAS 2 Vorräte
IAS 8 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
Änderungen von Schätzungen und Fehler
IAS 10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
IAS 16 Sachanlagen
IAS 17 Leasingverhältnisse
IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden
Unternehmen und Personen
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen
IAS 31 Anteile an Joint Ventures
IAS 32 Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung
IAS 33 Ergebnis je Aktie
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
IFRS 2 Aktienbasierte Vergütungen
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Ver
mögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Die Anwendung dieser Standards erfolgte in Übereinstimmung mit den jeweiligen Übergangsvorschriften. Soweit in einzelnen Standards nicht ausdrücklich geregelt und nachfolgend gesondert erläutert, erfolgte die Anwendung rückwirkend, d.h. die Darstellung erfolgte so, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bereits immer angewandt worden wären. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Einzelnen ergaben sich die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf die im Konzernabschluss 2005 dargestellten Perioden:

Die Konzernbilanz ist mit der Anwendung des geänderten Standards IAS 1 nach Fristigkeiten zu gliedern. Dazu sind die Vermögenswerte und Schulden getrennt nach kurz- und langfristigen Gliederungsgruppen darzustellen. Als kurzfristig stufen wir Posten ein, deren Realisierung oder Tilgung innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird.

In Anwendung des IAS 16 erfolgt die Darstellung des Anlagenspiegels auch für das Vorjahr.

Die Anwendung der sonstigen, seit 1. Januar 2005 gültigen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns.

Vorzeitig angewandte Standards

Das IASB hat im Dezember 2004 eine Änderung des IAS 19 veröffentlicht. Die Änderung für die Softing Gruppe betrifft im Wesentlichen die folgenden Aspekte:

  • Erweiterung der Erfassungsalternativen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste um eine optionale erfolgsneutrale Erfassung der in der Berichtsperiode entstandenen Beträge im Eigenkapital
  • Änderung von Anhangangaben zu leistungsorientierten Pensionsplänen.

Die Änderungen des IAS 19 sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnen. Die Gesellschaft hat diesen Standard bereits vorzeitig im Berichtsjahr angewandt und von dem Wahlrecht nach IAS 19.93D Gebrauch gemacht, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nicht mehr wie in den Vorjahren nach der Korridormethode, sondern erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen.

Die vorzeitige Anwendung des IAS 19 erfolgte retrograd nach IAS 8 auch für das Vorjahr. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Die Auswirkungen nach IAS 8.28 sind bei den entsprechenden Bilanzposten erläutert.

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die von der Softing AG auch nicht vorzeitig angewandt wurden:

  • IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen"
  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"
  • IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält"
  • IFRIC 5 "Rechte auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung"
  • IFRIC 6 "Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifischen Markt ergeben – Elektro- und Elektronik-Altgeräte"
  • IFRIC 7 "Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
  • IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"
  • Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" Angaben zum Kapital
  • Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" – Bilanzierung von Cashflow-Sicherungsbeziehungen bei künftigen konzerninternen Transaktionen
  • Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" – Bestimmungen über die Verwendung der Fair Value Option
  • Änderung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 4 "Versicherungsverträge" – Finanzgarantien

Die Anwendung der neuen Standards wird bei der erstmaligen Anwendung zu erweiterten Angaben führen. Die Auswirkungen einer Anwendung der neuen Standards bzw. der neuen Interpretation auf den Abschluss des Unternehmens in der Periode der erstmaligen Anwendung werden dabei als nicht wesentlich eingeschätzt.

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt:

Softing-Konzern 2005 2004
Kapitalanteil % %
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing North America Inc., Newburyport/USA 100 100
hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, Reutlingen/Deutschland 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100
Softing Industrial Solutions Italia s.r.l., Bozen/Italien 100

Die SoftingROM s.r.l. wurde am 18.02.2005 gegründet.

Die Softing Industrial Solutions Italia s.r.l. wurde zum 20.12.2005 liquidiert.

Die Softing AG hat am 8. Juli 2005 100 % der Anteile an der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH übernommen. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Juli 2005. Die hard&soft Salwetter-Rottenberger ist mit Prüf- und Testsystemen für Steuergeräte im Umfeld der Automobilfertigung tätig und stärkt damit die Präsenz in diesem Bereich. Die Anschaffungskosten betrugen TEUR 3.848. Sie setzten sich aus einem fixen Bestandteil in Höhe von TEUR 3.250 und einem variablen Bestandteil in Höhe von TEUR 750 zusammen. Der

variable Bestandteil ist an die in den Jahren 2005 bis 2007 erzielten Roherträge gekoppelt. Auf der Grundlage der Vorjahresergebnisse wird erwartet, dass die Rohertragsziele erreicht werden. Die Diskontierung der Kaufpreisverpflichtung erfolgt mit einem Zinssatz von 5,6 %.

Der Erwerb hatte unmittelbar vor der erstmaligen Einbeziehung zum 1. Juli 2005 in den Softing-Konzern die folgenden Auswirkungen auf die Vermögenslage:

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 2.351
Kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte 180
Sonstige langfristige Vermögenswerte 547
Kurzfristige Vermögenswerte 1.306
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 465
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.000

Der Anteil der Gesellschaft am Konzernergebnis beträgt TEUR 137. Unter der Fiktion, dass der Zusammenschluss zum 1. Januar 2005 stattgefunden hätte, würde der

Softing-Konzern einen Umsatz von TEUR 22.801 und ein EBIT von TEUR 766 ausweisen.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Für die Erstkonsolidierung wurde auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile beziehungsweise der Gründung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abgestellt. Dabei erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem neu bewerteten anteiligen Nettovermögen der Tochterunternehmen. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der Tochterunternehmen werden

dabei mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäftsoder Firmenwert aktiviert.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

5. Bewertungsgrundsätze

Als Bewertungsbasis dienen die Anschaffungs- und Herstellungskosten. Für alle finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der beizulegende

Zeitwert dem Buchwert in der Bilanz. Die Bewertungsmethoden werden bei den entsprechenden Bilanzposten erläutert.

6. Ermessensausübung und Schätzungsunsicherheiten

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, Schätzungen und Annahmen zu machen, die sich auf ausgewiesene Jahresabschlussposten in der Konzernbilanz/Konzerngewinn- und -verlustrechnung auswirken. Die tatsächlichen Werte können von den ausgewiesenen Werten

abweichen. Die wichtigsten Positionen in Bezug auf Schätzungen und Annahmen sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, der Geschäfts- oder Firmenwert und die Pensionsverpflichtungen.

7. Währungsumrechnung

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben.

Die Softing North America hat seit 2005 eigene Entwicklungskapazitäten vor Ort und ist damit über eine reine Vertriebstochter hinausgewachsen. Daher erfolgte ein Wechsel der funktionalen Währung in die Landeswährung.

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

USD/EUR USD/EUR RON/EUR RON/EUR
2005 2004 2005 2004
Stichtagskurs (31.12.) 1,18 1,36 3,69
Durchschnittskurs 1,24 1,25 3,60

B. Angaben zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwert

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet.

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzwert. Da der beizulegende Zeitwert nicht ermittelt werden kann, wird der Nutzwert zugrunde gelegt.

Der Nutzwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde demnach wie folgt ermittelt:

Aufgrund der Planungen der nächsten 3 Geschäftsjahre wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem kein Wachstum für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzwert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Die Zahlungsmittelrückflüsse wurden mit 7 % diskontiert.

Der ermittelte Nutzwert wurde dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gegenübergestellt und so die Werthaltigkeit beurteilt. Im Geschäftsjahr 2005 wurden daraufhin keine Wertminderungen festgestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Übernahme der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH.

2. Entwicklungskosten

Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst. Die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden ab dem Zeitpunkt, zu dem die technologische Durchführbarkeit feststeht, als Entwicklungskosten aktiviert. Gemäß IAS 38 aktiviert die Gesellschaft eigene Entwicklungskosten für die selbsterstellten Produkte, sofern die anfallenden Entwicklungskosten zu marktfähigen Produkten führen und entsprechende Umsatzerlöse für die Vergangenheit nachgewiesen werden konnten bzw. die geplanten oder erwarteten Umsatzerlöse die aktivierten Aufwendungen übersteigen. Die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen werden auf

drei Jahre linear abgeschrieben, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten. Noch nicht abgeschlossene und aktivierte Entwicklungsprojekte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierbei werden Einflüsse aus der künftigen Marktentwicklung angemessen berücksichtigt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.370.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Die im Jahr 2005

erworbenen Rechte im Bereich der Diagnosewerkzeuge für Feldbussysteme werden über acht Jahre abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert worden.

4. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsund Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.

5. Wertminderungen

Sollten sich aufgrund von Tatsachen oder Umständen Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung von Vermögenswerten ergeben, so wird ihr jeweiliger erzielbarer Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert. Falls der erzielbare Betrag unter dem Bilanzwert liegt, wird eine Wertminderung

erfasst, die die betreffenden Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag reduziert.

Es waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten notwendig. Die Wertminderungen von kurzfristigen Vermögenswerten werden bei den entsprechenden Bilanzposten aufgeführt.

6. Leasingverträge

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Finanzierungsleasingverträge, die nach IAS 17 zu aktivieren sind, liegen nicht vor. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 151 (Vj. TEUR 185) enthalten.

7. Vorräte

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten, zum Beispiel aufgrund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. 2005 wurden die Vorräte in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 58) wertberichtigt. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

Der Gesamtbuchwert der Vorräte entspricht dem Bilanzansatz. Zum Nettoveräußerungswert bilanzierte Vorräte liegen wie im Vorjahr nicht vor.

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei erstmaliger Bewertung mit den Anschaffungskosten und bei der Folgebewertung mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. 2005 wurden Wertberichtungen für als zweifelhaft anzusehende Forderungen in Höhe von TEUR 95 (Vj. TEUR 115) vorgenommen.

31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.448 3.047
davon: Noch nicht abgerechnete Leistungen 60 36

9. Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert. Dabei werden als Auftragserlöse die in Festpreisverträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad der Leistungen wird durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt (Cost-to-Cost-Methode). Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Leistungsstand der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den "Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen". Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, so wird dieser passivisch unter den "Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.

31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Gesamtbetrag der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge 2.188 1.452
Ab: Erhaltene Anzahlungen – 1.695 – 1.536
Verrechnungssaldo 493 – 84
davon ausgewiesen unter:
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 947 467
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen – 454 – 551

Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Abwertungen bzw. Rückstellungen gedeckt; sie werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt. Der Gesamtbetrag

der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge enthält Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.737 (Vj. TEUR 1.060) sowie einen Gewinnanteil in Höhe von TEUR 451 (Vj. TEUR 392).

10.Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente bei der erstmaligen Bewertung mit den Anschaffungskosten und bei der Folgebewertung mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Die Marktwertveränderungen wurden direkt im Eigenkapital erfasst, da ein Hedge-Accounting zur Anwendung kam. Das Hedge-Accounting diente der Absicherung von Zahlungsströmen.

31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Sonstige Steuererstattungsansprüche 66 26
Derivative Finanzinstrumente 18
Forderungen an Mitarbeiter 22 2
Übrige 178 140
266 186

Die sonstigen Steuererstattungsansprüche bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuer-Guthaben.

Bei den Forderungen an Mitarbeiter handelt es sich um unverzinsliche Darlehen.

11.Laufende Ertragsteueransprüche

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen Körperschaftsteuer- und Gewerbeertragsteuerforderungen.

12.Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Wertpapiere 1.855 2.804
Flüssige Mittel 2.874 3.534
4.729 6.338

Bei den Wertpapieren handelt es sich um kurzfristig veräußerbare, festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen eines inländischen Kreditinstitutes, die am 17. April 2009 fällig werden. Der letzte Zinssatz betrug 2,185 %, wobei alle drei Monate eine Zinsanpassung an den Marktzins durch den Emittenten erfolgt. Die Wertpapiere werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden

Zeitwert, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im Eigenkapital ausgewiesen werden.

Flüssige Mittel beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen.

13.Gezeichnetes Kapital

Zum 11. Februar 2005 wurde das gezeichnete Kapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung um TEUR 500 erhöht. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.499.998,00 und ist eingeteilt in 5.499.998 nennwertlose Stückaktien. Daneben besteht bedingtes Kapital in Höhe von EUR 260.000,00 aus einem Aktienoptionsprogramm.

Die Anzahl der Aktien hat sich im Berichtsjahr durch die Kapitalerhöhung um 499.998 Aktien von 5.000.000 Aktien auf 5.499.998 Aktien erhöht.

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

14.Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten. Zum 11. Februar 2005 wurde der Kapitalrücklage im Rahmen einer Kapitalerhöhung TEUR 610 zugeführt.

15.Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten

sowie die erfolgsneutralen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.

In Höhe der gesetzlichen Rücklage nach § 150 AktG besteht eine Ausschüttungssperre für die Rücklagen bis zum zehnten Teil des gezeichneten Kapitals.

16.Pensionsverpflichtungen

Der Ausweis betrifft die den drei ausgeschiedenen Vorständen gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen TEUR 1.202 (Vj. TEUR 1.061) wurde im Berichtsjahr nach IAS 19.116 mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach IAS 19.93D erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des "Verbraucherindex für Deutschland". Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2004 auf 2005 von 106,2 auf 108,3 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

31.12.2005 31.12.2004
Berechnungsgrundlagen % %
Rechnungszins 4,0 4,9
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 1,5 1,5
Entwicklung 2005
TEUR
2004
TEUR
DBO Stichtag 1. Januar 1.962 1.692
Dienstzeitaufwand 76
Erträge aus Planvermögen – 127 – 191
Zinsaufwand 96 91
Zinsertrag aus Planvermögen – 14
Finanzmathematische Verluste 373 102
Pensionsleistungen an Pensionäre – 5
Zeitwert des externen Planvermögens zum 1. Januar – 1.061 – 869
Stichtag 31. Dezember 1.224 901

Die erstmalige Berücksichtigung der finanzmathematischen Verluste gemäß IAS 19.93D erhöht die Pensionsverpflichtung 2005 um TEUR 373. Das Vorjahr wurde entsprechend um TEUR 102 angepasst.

31.12.2005 31.12.2004
Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis TEUR TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 2.426 1.962
Zeitwert des externen Planvermögens zum 31. Dezember 2005 1.202 – 1.061
1.224 901

Der Barwert der DBO und der Zeitwert des externen Planvermögens haben sich in den letzten 4 Jahren wie folgt entwickelt:

Barwert der Zeitwert des
leistungsorientierten externen
Verpflichtungen Planvermögens
(DBO)
31.12.2001 767 268
31.12.2002 1.150 659
31.12.2003 1.692 869
31.12.2004 1.962 1.061
31.12.2005 2.426 1.202

Aufgrund der konservativen und sicheren Anlageform der Rückdeckungsversicherung rechnen wir auch in Zukunft mit einer geringen Verzinsung der eingezahlten Beiträge. Die Verzinsung des Planvermögens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,3 % (Vj. 0,0 %).

Der Dienstzeit- und Zinsaufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung ist mit dem Ertrag aus dem Planvermögen nach IAS 19 saldiert. Der verbleibende Zinsaufwand wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 96 erwartet.

17.Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

18.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Vorraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die

Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Stand am Verbrauch Auflösung Zuführung Stand am
01.01.2005 31.12.2005
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Betriebliche Rückstellungen 272 193 79 112 112
Personalrückstellungen 37 15 22 0
309 208 101 112 112

Die betrieblichen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Vorsorgen für Garantieverpflichtungen, welche unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten ermittelt wurden.

19.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten und in den Folgejahren mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

20.Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten und in den Folgejahren mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 400 490
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 275 224
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 1.161 1.414
Übrige 1.785 299
3.621 2.427

Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten enthalten vor allem die Umsatz- und Kfz-Steuer.

In den übrigen Verbindlichkeiten stehen TEUR 1.088 im Zusammenhang mit dem Erwerb der hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt sind.

21.Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

Diese Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die hard&soft Salwetter-Rottenberger GmbH.

C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs erfasst. Umsatzerlöse aus Verkäufen von Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentageof-Completion-Methode realisiert. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung

stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst.

Die Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich 2005 auf TEUR 736 (Vj. TEUR 668).

2005 2004
Aufgliederung nach geographischen Gesichtspunkten TEUR TEUR
Inland 14.831 13.174
Ausland 7.232 7.202
22.063 20.376
2005 2004
Aufgliederung nach Produkten und Dienstleistungen TEUR TEUR
Produkte 14.531 13.983
Dienstleistungen 7.532 6.393
22.063 20.376

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2005 2004
TEUR TEUR
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 82 214
Auflösung von Rückstellungen 101 198
Sonstige periodenfremde Erträge 63 18
246 430
Erträge aus Kursdifferenzen 117 4
Erlöse Kraftfahrzeug-Überlassung 100 119
Erlöse geförderte Projekte 199 177
Übrige Erträge 89 138
751 868

4. Materialaufwand

2005 2004
TEUR TEUR
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 3.895 3.803
Fremdleistungen 656 473
Honorare freie Mitarbeiter 106 262
4.657 4.538

5. Personalaufwand

2005
TEUR
2004
TEUR
Gehälter 9.230 8.778
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 1.845 1.680
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 991 947
Kfz-Überlassung Arbeitnehmer 110 134
Abfindungen 16 170
Aushilfslöhne 65 108
Sonstige 100 98
12.357 11.915

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung betreffen TEUR 801 (Vj. TEUR 759) Aufwendungen für die gesetzliche Rentenversicherung.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2005 2004
TEUR TEUR
Betriebsaufwendungen 2.180 1.812
Vertriebsaufwendungen 1.156 1.171
Verwaltungsaufwendungen 515 532
Aufwand aus Kursdifferenzen 29 3
Periodenfremde Aufwendungen 7 8
3.887 3.526

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt auf:

2005
TEUR
Abschlussprüfung 60
Steuerberatungsleistungen 19
Sonstige Leistungen 7
86

7. Zinserträge/-aufwendungen

Die Erträge aus den zur Rückdeckung der Pensionszusagen an die Vorstände abgeschlossenen Lebensversicherungen

wurden im Berichtsjahr nach IAS 19 mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung verrechnet.

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2005 2004
TEUR TEUR
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 175 – 11
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 192 301
Steuerertrag/-aufwand 84 2
451 292
davon periodenfremde tatsächliche Ertragsteuer 1

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der zugrunde gelegte Steuersatz bestimmt sich im Inland wie folgt:

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 26,38
Gewerbeertragsteuersatz 14,89
Minderung Körperschaftsteuer durch Anrechnung Gewerbeertragsteuer – 3,93
37,34

Die Steuerbelastung wurde für Softing Italia einschließlich der regionalen ERAP mit 36 %, für Softing North America mit 24,5 % und für SoftingROM s.r.l. mit 16 % errechnet. Am Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind berücksichtigt.

Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem wahrscheinlich angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Die Planungsrechnungen der steuerlichen Ergebnisse lassen eine Realisierung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren erkennen. Steuerliche Verlustvorträge, die bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von TEUR 7.424.

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

31.12.2005 Nutzbar bis
Softing AG Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag 7.062 Unbefristet
Softing AG Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag 6.908 Unbefristet
Softing North America, Inc. 439 2010/2025

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der Softing North America, Inc. wurden bezüglich der State Tax nicht aktiviert. Aufgrund von steuerlichen Gewinnen in der Softing AG konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 468 des Verlustvortrages genutzt werden.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Hierbei wird für den Konzern der Steuersatz der Softing AG verwendet, da diese Gesellschaft den wesentlichen Anteil des Geschäftes tätigt.

2005
TEUR
2004
TEUR
Ergebnis vor Steuern 1.056 764
Erwarteter Steueraufwand (37,34 %) 394 286
Nichtansatz latenter Steuern auf temporäre Differenzen 41 – 42
Nichtansatz latenter Steuern auf steuerliche Verluste 7 – 17
Nichtansatz latenter Steuern in Vorjahren – 12 41
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 18 7
Abweichende Steuersätze – 15 19
Nichtansatz latente Steuern auf temporäre Differenzen Konzern 14
Laufende Steuern Vorjahre 1
Sonstiges 3 –2
Ausgewiesener Steueraufwand lt. GuV 451 292

Die in den aktiven und passiven latenten Steuern ausgewiesenen Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Steueransprüche 31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Pensionsrückstellung 146 150
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 2.674 2.855
2.820 3.005
Latente Steuerverbindlichkeiten 31.12.2005 31.12.2004
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 412 279
Immaterielle Vermögenswerte 1.577 1.491
Sachanlagen 26 22
Eigenkapital 5
Sonstige Verbindlichkeiten 10
2.030 1.792

D. Sonstige Angaben

1. Segmentberichterstattung

Auf die Darstellung geographischer Segmente wurde verzichtet, da nicht mehr als ein angabepflichtiges Segment (Europäische Union) vorhanden ist. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IAS 14 in der folgenden Übersicht dargestellt.

Aufgliederung nach Segmenten:

Industrial
Automation
Automotive
Electronics
nicht verteilt Gesamt
2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Außenumsatzerlöse 11.250 10.785 10.813 9.591 22.063 20.376
Abschreibungen 1.196 1.305 2.003 1.817 3.199 3.122
Segmentergebnis (EBIT) 1.147 647 – 97 109 1.050 756
Segmentvermögen 5.692 4.236 8.719 4.899 8.206 9.784 22.617 18.919
Segmentschulden 2.895 2.336 3.919 2.473 2.236 1.792 9.050 6.601
Investitionen 1.987 1.148 1.856 1.847 114 92 3.957 3.087

2. Gliederung der Produkte nach Segmenten

Industrial Automation

Automatisierungssoftware 4CONTROL (Embedded und PC-based), Steuerungssoftware (plattformunabhängig), Visualisierungssoftware, Analysesoftware (4CONTROL Analyzer), Optimierungssoftware (4CONTROL Energiser), Bibliotheken (Technologie-Software, alle 4CONTROL Libs)

Steuerungshardware (kundenspezifisch und standardisiert), 4CONTROL PanelPC, 4CONTROL FieldPC, 4CONTROL Ethernet Controller

Automotive Electronics

Analysewerkzeuge für die Fahrzeugkommunikation (Diagnostic Tool Set (DTS), CANalyzer, MOST Aktivitäten)

Datenlogger (EDICmobil)

EDIC- und CAN-Produkte (Schnittstellenhardware) mit Protokollsoftware zur (Diagnose-)Kommunikation, DTS Base System API und Elektronik-Diagnose-Interfacesystem als Diagnosekommunikationsplattform z.B. für Werkstatttester, Produktionssysteme in der Fahrzeugherstellung mit

Interface-Karten (PROFIBUS, CAN, CANopen, DeviceNet), Gateways (PROFIBUS, FF), Tools (Konfiguratoren, Analyzer (PROFIBUS, CAN)), Server (OPC, PROFIBUS, CANopen), Entwicklungsplattformen (OPC-Toolkits)

Kundenspezifische Hardware und kundenindividuelle Software, Entwicklungs-/Portierungs-/Integrationsdienstleistung, Systemlösungen und Schulungen

Verbindung zu den Fahrzeugsteuergeräten und Endanwenderprojekten (z.B. Prüfsysteme für Steuergeräte wie Schnittstellenkonverter)

Kundenspezifische Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugkommunikation: Test der Fahrzeugelektronik (ELDI, Prüfsysteme), Bandendecodierung und -programmierung von Steuergeräten

Steuergeräte-Kommunikationssoftwareentwicklung

3. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und umfasst Kassenbestände,

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere, da diese jederzeit zu dem in der Bilanz erfassten Wert veräußert werden können.

4. Aktienoptionsprogramm

In der Hauptversammlung der Softing AG am 17. März 2000 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 260.000,00 durch Ausgabe von bis zu 260.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten (Ausgabe Eigenkapitalinstrumente) an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem

Bezugsrecht gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG Gebrauch machen. Die Bezugsrechte können frühestens zwei Jahre (50 %) bzw. 3 Jahre (50 %) nach der Ausgabe ausgeübt werden. Die Optionsrechte haben eine Laufzeit von 6 Jahren ab Ausgabe an den Berechtigten. Nach Beendigung der Laufzeit verfallen die jeweiligen Optionsrechte ersatzlos.

Im Geschäftsjahr 2005 wurden keine Bezugsrechte neu gewährt.

2005 2004
Stück Stück
Stand 1. Januar 93.800 101.900
Neu gewährte Optionsrechte
Verfallene Optionsrechte – 4.700 – 8.100
Stand 31. Dezember 89.100 93.800
davon ausübbare Optionen 37.200 37.200

Die Ausübung der Bezugsrechte des Aktienoptionsprogramms ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Der Bezug der Aktien ist nur dann möglich, wenn die Wertentwicklung der Softing-Anteile die Wertentwicklung des CDAX-Technologie-Indexes der Deutschen Börse AG in dem zugrunde liegenden Zeitabschnitt übersteigt.

Die gewichteten Durchschnitte der Ausübungspreise stellen sich wie folgt dar:

2005
EUR
Stand 1. Januar 2,55
Verfallene Optionsrechte 3,19
Stand 31. Dezember 2,51

5. Ergebnis je Aktie IAS 33

2005 2004
Konzernergebnis
TEUR
605 465
Anteile Fremder
TEUR
0 0
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis)
TEUR
605 465
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
unverwässert
Stück
5.442.464 5.000.000
potenzielle Stock Options
Stück
24.342 19.126
verwässert
Stück
5.466.806 5.019.126
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie
EUR
0,11 0,09
Verwässertes Ergebnis pro Aktie
EUR
0,11 0,09

Außerdem bestehen 51.900 Optionsrechte, deren Ausübungspreise zum Bilanzstichtag den Aktienkurs (Durchschnitt 100 Tage) überschreiten und in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

6. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen – entsprechend IAS 24 – der Softing Gruppe nahe:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, Aktionär, Vorstand Herr Dipl.-Ing. Bernd Häußler, Aktionär, Vorstand (ausgeschieden am 11.01.2006)

Außerdem wurde ein Beratervertrag mit Herrn Dr. Manfred Patz zur Erbringung von Unterstützungsleistungen geschlossen. Im Jahr 2005 fielen hierbei Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 an.

Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung in Verbindung mit dem Rechtsverlust bei der Abstimmung zur Hauptversammlung vom 16. April 2004 erhielt Herr Dr. Manfred Patz TEUR 9 zugesprochen.

7. Beteiligungen an der Softing AG

Der Softing AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

MS-ONE Holding AG, Zürich/Schweiz, hat uns mit Schreiben vom 25.02.2005 angezeigt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG auf Grund der Eintragung der Kapitalerhöhung der Gesellschaft in das Handelsregister die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,55 % beträgt. Diese Stimmrechte werden von MS-ONE Holding AG direkt gehalten.

Herr Hans-Peter Schmidt, Reutlingen/Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 25.02.2005 angezeigt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Softing AG auf Grund der Eintragung der Kapitalerhöhung der Gesellschaft in das Handelsregister die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,55 % beträgt. Diese Stimmrechte werden Herrn Hans-Peter Schmidt über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Frau Gabriele Müller, Reutlingen/Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 25.02.2005 angezeigt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG auf Grund der Eintragung der Kapitalerhöhung der Gesellschaft in das Handelsregister die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,55 % beträgt. Diese Stimmrechte werden Frau Gabriele Müller über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die MS-One Holding AG, Zürich/Schweiz, Herr Hans-Peter Schmidt, Reutlingen/Deutschland, sowie Frau Gabriele Müller, Reutlingen/Deutschland, haben uns in Korrektur zur Mitteilung vom 25.02.2005 mitgeteilt, dass die Schwellenunterschreitung bedingt durch die Erhöhung des Kapitals nicht am 25.02.05, sondern bereits am 18.02.05 erfolgte.

Die U.C.A. AG, München/Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 01.09.2005 angezeigt, dass ihr Stimmrechtsanteil an

der Softing AG auf Grund von Aktienverkäufen die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,96 % beträgt.

Frau Brigitte Mittmann, München/Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 06.09.2005 angezeigt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG auf Grund von Aktienverkäufen die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,50 % beträgt.

8. Haftungsverhältnisse

Es bestanden und bestehen keine Haftungsverhältnisse.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i.H.v. TEUR 576 (Vj. TEUR 806).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkw und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Gesamt 3.469 1.165
> 5 Jahre 506 0
1 – 5 Jahre 2.264 352
< 1 Jahr 699 813
TEUR TEUR
2005 2004

10.Belegschaft

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug ohne Vorstand:

2005 2004
zum Bilanzstichtag 199 157
im Geschäftsjahresdurchschnitt 181 156

11.Vorstand

Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, Grünwald Herr Dipl.-Ing. Bernd Häußler, Falkensee (ausgeschieden am 11.01.2006) Herr Dr.-Ing. Michael Siedentop, Neutraubling (bestellt ab 01.02.2006)

Die Bezüge des Vorstands betrugen im Berichtsjahr TEUR 720 (Vj. TEUR 970). Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen.

Die Bezüge teilen sich in fixe (TEUR 486) und erfolgsabhängige variable (TEUR 234) Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen variablen Gehaltsbestandteile orientieren sich an im Voraus festgelegten Zielen. Außerdem nimmt der Vorstand an dem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsverpflichtungen gebildet, die sich per 31. Dezember 2005 auf TEUR 1.224 belaufen.

Die Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2005 TEUR 5.

12.Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen

Das Finanzrisikomanagement soll den Softing-Konzern in die Lage versetzen, alle wesentlichen Risiken, denen er potenziell ausgesetzt ist, frühzeitig zu erkennen und geeignete Abwehrmaßnahmen zu ergreifen.

Im Rahmen des Managements des Liquiditätsrisikos wird darauf geachtet, dass laufend ausreichende flüssige Mittel bzw. Kreditlinien zur Verfügung stehen. Im Rahmen der installierten Führungsmechanismen werden die monatlichen Finanzplanungen auf Ebene der Unternehmensleitung überwacht.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Erlöse werden im Wesentlichen innerhalb der Eurozone-Länder

erzielt. Die Lieferungen und Leistungen auf der Aktiv- und Passivseite notieren im Wesentlichen in EUR. Im laufenden Berichtszeitraum haben wir damit begonnen, die Wechselkursrisiken mit unserer Tochtergesellschaft in den USA abzusichern.

Die Erträge bzw. operativen Cash Flows des Konzerns sind weitgehend keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Veranlagung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erfolgt kurzfristig.

Hinsichtlich des Kreditrisikos (Ausfallrisikos) bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen auf einzelne Kunden. Geschäfte werden unter Berücksichtigung der Bonität der Geschäftspartner abgeschlossen.

13.Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG am 4. März 2005 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zugänglich gemacht.

14.Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehören im Jahre 2005 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) Karlheinz Butscher, Dipl.-Ingenieur, Langenargen (stellv. Vorsitzender) Dr. Manfred Patz, Dipl.-Ingenieur, Vaterstetten

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: Baader Wertpapierhandelsgesellschaft AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)

SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG, Mörfelden-Walldorf (stellv. Vorsitzender) Dussmann AG & Co. KGaA, Berlin

Herr Dr. Schiessl bekleidet ein Beiratsmandat bei: TRION Pharma GmbH, München (Vorsitzender)

Herr Butscher bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: Shanghai SIM-TEMIC Electronics CO. Ltd. (ausgeschieden am 31.07.2005) TEMIC Automotive Philippines Inc. (ausgeschieden am 31.07.2005) TEMIC Telefunken microelectronic Hungary Kft. (ausgeschieden am 31.07.2005) Continental Automotive Mexicana S.S. de C.V. (ausgeschieden am 31.07.2005)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 5.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 7.500 pro angefangene Mio. EUR EBIT im Konzernabschluss. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Die Vergütungen für aktive Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2005 verteilten sich wie folgt:

Fix Variabel Gesamt
TEUR
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 10 30 40
Karlheinz Butscher (stellv. Vorsitzender) 8 22 30
Dr. Manfred Patz 5 15 20

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 90.

Haar, den 10. Februar 2006

Softing AG

Dr. Wolfgang Trier Dr. Michael Siedentop

Bestätigungsvermerk

des Abschlussprüfers

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das

wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 15. Februar 2006

Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Huber Pieper Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

über das Geschäftsjahr 2005

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Im Berichtsjahr haben sieben Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden (11.02., 04.03., 09.05., 07.07., 16.09., 06.11., 21.12.). Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren.

Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel zusätzliche Erträge zu generieren, die Neustrukturierung von bestehenden Geschäftsfeldern und die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung der Softing AG. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen.

Der Aufsichtsrat behandelte regelmäßig das Thema Corporate Governance. Der Aufsichtsrat hat die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex grundsätzlich anerkannt. Er hat in seiner Sitzung am 13.03.2006 gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erläutert. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht der Softing AG.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13.03.2006 eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit mit positivem Ergebnis durchgeführt. Der Aufsichtsrat hat sich auch davon überzeugt, dass die Softing AG im abgelaufenen Geschäftsjahr die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung erfüllt hat. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2005 mit dem Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde nach den International Accounting Standards/International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) aufgestellt und vom Abschlussprüfer nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßer Abschlussprüfung geprüft. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2005 bis 31.12.2005 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllt.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Die Abschlussprüfer Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft haben den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen. Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresund Konzernabschluss 2005 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2005 ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Haar, den 13.03.2006

Der Aufsichtsrat

Dr. Horst Schiessl Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG befürworten zahlreiche Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodexes und erklären, dass den darin enthaltenen Verhaltensempfehlungen in der jeweils gültigen Fassung unter Berücksichtigung der aufgeführten Ausnahmen bzw. Kommentierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen werden soll. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 13. März 2006 die Entsprechenserklärung abgegeben. Abweichungen sind von Vorstand und Aufsichtsrat kommentiert und nachfolgend offen gelegt. Den vollständigen Kodex finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.

2.2.2

§4 Ziffer 5 der Satzung der Softing AG schließt das Bezugsrecht für das bedingte Kapital zur Bedienung des Aktienoptionsplanes durch Ausgabe von bis zu 260.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien aus.

2.3.4

Grundsätzlich befürworten Vorstand und Aufsichtsrat die Übertragung der vollständigen Hauptversammlung, jedoch stehen Kosten für die Gesellschaft bei der Größe von Softing und Nutzen für die Aktionäre in einem ungünstigen Verhältnis und rechtfertigen nicht die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien.

3.8

Eine seit 2001 bestehende D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat sieht derzeit keinen Selbstbehalt vor.

4.2.2

Derzeit besteht der Aufsichtsrat der Softing AG aus drei Mitgliedern, wir halten deshalb die Bildung von Ausschüssen für nicht sinnvoll.

4.2.3

Die derzeit gültigen Vorstandsverträge sehen keine Erfolgsbegrenzungen vor. Ansonsten ist die Vorschrift erfüllt. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Geschäftsbericht 2005 auf Seite 51 dargestellt. Es werden auch Angaben – wie bereits in vergangenen Jahren – zum Aktienoptionsplan 2000 der Firma gemacht.

4.2.4

Angaben werden in der vorgeschriebenen Form gemacht, jedoch nicht individualisiert.

5.3.1, 5.3.4, 5.3.5

Derzeit besteht der Aufsichtsrat der Softing AG aus drei Mitgliedern, wir halten deshalb die Bildung von Ausschüssen für nicht sinnvoll.

5.4.1

Die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern obliegt ausschließlich der Hauptversammlung und nicht dem Vorstand und Aufsichtsrat. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich bei Softing an den oben genannten Kriterien und an den Empfehlungen größerer Aktionäre. Eine festgelegte Altersgrenze könnte hierbei ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Aufsichtsratsmitglieder sein.

5.4.3

Pauschale zeitliche Beschränkungen bei zwingend notwendigen Neu- oder Nachbesetzungen des Aufsichtsrats hält Softing nicht für zweckmäßig.

Die Vergütungen für aktive Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2005 finden Sie im Anhang auf Seite 52 dieses Geschäftsberichts.

Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.

Konkrete Angaben zum Aktienoptionsprogramm von Softing finden Sie im Anhang auf Seite 48 dieses Geschäftsberichts.

Organe der Gesellschaft und Wertpapierbesitz

Aktien
Optionen
30.09.2005
Stück
31.12.2005
Stück
30.09.2005
Stück
31.12.2005
Stück


405.750


404.250




44.753
12.000
44.753
12.000
37.200
37.200

Ressortverteilung Vorstand

Dr. Wolfgang Trier: Vorsitz,
Industrial Automation,
Finanzen, Personal,
Investor Relations
Bernd Häußler (bis 01.2006): Automotive Electronics
Dr. Michael Siedentop (ab 02.2006) Automotive Electronics

Finanzkalender

31.03.2006 Jahresabschluss 2005
12.05.2006 Quartalsbericht 1/2006
26.07.2006 Hauptversammlung in München
11.08.2006 Quartalsbericht 2/2006
14.11.2006 Quartalsbericht 3/2006
27. – 29.11.2006 Deutsches Eigenkapitalforum,
Frankfurt

Glossar

Arbitration Unit In Multi-Master-Systemen bezeichnet die Arbitration Unit diejenige Komponente, die die Zugriffe
gleichzeitig um die Vergabe einer Ressource nachsuchender Einheiten priorisiert und die Ressource
zeitlich nacheinander an alle diese Einheiten vergibt.
ASAM Association for Standardisation of Automation and Measuring Systems. Initiative zur internationalen
Standardisierung der Fahrzeugelektronik, z.B. im Bereich Messen, Kalibrieren und Diagnose
(www.asam.de).
CAN Controller Area Network, serielles Bussystem für Automobilbau und industrielle Steuergeräte. Auf
bau nach ISO 11898. Gute Übertragungseigenschaften im Kurzstreckenbereich unterhalb 40 Meter
bei 1MBit/s Datenübertragungsrate. Maximale Anzahl der Teilnehmer: theoretisch unbegrenzt,
praktisch bis zu 64 echtzeitfähig.
CAN in Automation
e.V
Firmenkonsortium zur Definition des CAN-Standards sowie zur Platzierung von CAN im Auto
matisierungsmarkt.
CPU Central Processing Unit, zentrale Verarbeitungseinheit, zentrales Steuer- und Rechenwerk eines
Computers.
Echtzeit Ein System arbeitet in Echtzeit, wenn es ausreichend schnell reagiert, so dass Ereignisse in einer
vorher definierten Zeitspanne bearbeitet und vor allem in der Reihenfolge, in der sie auftreten,
registriert werden. Bei Maschinensteuerungssystemen handelt es sich hierbei üblicherweise um
Reaktionszeiten von 1 bis 50 Millisekunden, bei Prozess-Steuerungen von 50 Millisekunden bis zu
einigen Sekunden.
EDIC® Electronic Diagnostic Interface Computer: Softing-Produktfamilie, die unterschiedlichste Schnitt
stellen zur Fahrzeugelektronik bietet.
Embedded
Plattformen
Kunden- und anwendungsspezifische Hard- und Software-Umgebungen.
Ethernet Ein Kommunikationssystem gemäß IEEE 802.2, das sich vor allem bei Office-Computernetzwerken
als Standard durchgesetzt hat und nun auch in industrielle Systeme vordringt.
Feldbus Ein industrielles Kommunikationsnetzwerk zum digitalen Austausch von Daten und Informationen,
das Steuerungssysteme und verteilte Feldgeräte in Echtzeit untereinander verbindet.
FlexRayTM FlexRay™ ist ein schnelles, deterministisches und fehlertolerantes Bussystem für den Einsatz im
Automobil. Die Einsatzfälle reichen von Anwendungen mit höherer Bandbreite (10Mbit/s) bis zu
redundant ausgelegten Systemen für sicherheitskritische Anwendungen (z.B. X-by-Wire).
FF – FOUNDATIONTM
fieldbus
Der FOUNDATIONTM fieldbus ist ein primär auf die Anforderungen der Prozessautomatisierung aus
gerichteter Feldbus-Standard und stellt die funktional vollständigste Feldbuslösung für diesen An
wendungsbereich dar. Die Spezifikation "High Speed Ethernet" (HSE) erweitert den FOUNDATIONTM
fieldbus um eine sich harmonisch in die Gesamtarchitektur integrierende, Ethernet-basierende
Protokollvariante.
Gateway Kommunikationsbrücke zwischen zwei unterschiedlichen Kommunikationssystemen oder -netzen
wie PROFIBUS und Ethernet.
Host Eigentlich Gastgeber, Wirt; bei Computersystemen, die über mehrere CPUs und Bus Master verfügen,
versteht man darunter diejenige Einheit, die über die Arbitration Unit und die Host-CPU verfügt
oder die die Kontrolle über das Gesamtsystem besitzt. Im Zusammenhang mit dem Internet wird
ein ständig verfügbarer Netzserver als Host bezeichnet.
IEC 61131-3 Die IEC (International Electrotechnical Commission) beschäftigt sich unter anderem mit der Fest
setzung von weltweiten Standards und Normen im Bereich der Elektrotechnik. Beim Standard
61131-3 handelt es sich um einen internationalen Sprachstandard zur Programmierung von
speicherprogrammierbaren Steuerungen. Er enthält grafische und textuelle Varianten.
Interface Die Verbindung zwischen zwei Systemen oder Komponenten, über die Informationen ausgetauscht
werden.
LIN Local Interconnect Network, serieller Low-Cost-Bus (< 20 kBit/s) für die Vernetzung von einfachen
Steuergeräten, typisch im Body-Bereich (Karosserie).
LWL Lichtwellenleiter, Leiter auf Glasfaser- oder Kunststofffaserbasis; unempfindlich gegenüber elektro
magnetischen Störbeeinflussungen; große Bedeutung als Übertragungsmedium in lokalen Netzen.
MOST® Media Oriented Systems Transfer ist ein serielles Kommunikationssystem zur Übertragung von
Audio- und Video-, Sprach- und Steuerdaten über Lichtwellenleiter im Fahrzeug.
ODX Open Diagnostic Data Exchange. ODX stellt einen Beschreibungsstandard für alle Informationen
zur Verfügung, die in der Diagnosekommunikation relevant sind. Das ODX-Format reduziert
den Abstimmungsaufwand bei allen Austauschprozessen von Diagnosedaten zwischen Automobil
herstellern, Systemlieferanten und Steuergerätelieferanten.
OLE Object Linking and Embedding, Protokoll für verteilte Objekte von Microsoft. Es ermöglicht die Ein
bettung von Objekten, d.h. Daten eines beliebigen Formats wie Textdateien, Kalkulationstabellen,
Grafiken oder auch nur Teilen davon in andere Dokumente. Mit einem Doppelklick auf das im
Zieldokument eingebettete Objekt kann die Quellanwendung wieder geöffnet und das Objekt
bearbeitet werden.
OPC Ehemals OLE for Process Control, heute Openess Productivity Collaboration. Ziel der OPC-Entwick
lung ist es, eine offene Schnittstelle bereit zu stellen, die einen problemlosen standardisierten
Datenaustausch zwischen Steuerungen, Bedien- und Beobachtungssystemen, Feldgeräten und
Büroanwendungen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht.

Glossar

Open DeviceNet
Vendor Association
Firmenkonsortium zur Definition des DeviceNet-Standards sowie zur Platzierung von DeviceNet im
Automatisierungsmarkt.
PNO PROFIBUS Nutzer Organisation: Firmenkonsortium zur Definition des PROFIBUS-Standards sowie zur
Platzierung von PROFIBUS im Automatisierungsmarkt (www.profibus.com).
PROFIBUS PROFIBUS wurde von einem deutschen Konsortium spezifiziert und zunächst als deutscher Standard,
später als Teil der EN 50170 standardisiert. Seit 1999 ist PROFIBUS Teil der Norm IEC 61158.
Für PROFIBUS gibt es eine Reihe von technischen Varianten, die am weitesten verbreitete ist
PROFIBUS DP für die schnelle Kommunikation zu dezentralen Ein- und Ausgabebaugruppen sowie
PROFIBUS PA für den Einsatz in der Prozessindustrie.
PROFINET Offenes, komponentenbasiertes, industrielles Kommunikationssystem auf Ethernet-Basis für verteilte
Automatisierungssysteme.
Real-Time-Ethernet Ein Kommunikationssystem, das Echtzeit-Kommunikation ermöglicht und auf ISO/IEC 8802-3
(Ethernet-)Standard basiert.
Schnittstelle oder
Interface
Die Verbindung zwischen zwei Systemen oder Komponenten, über die Informationen ausgetauscht
werden.
SPS Speicherprogrammierbare Steuerung. Ein digital arbeitendes, elektronisches System mit einem
programmierbaren Speicher zur internen Speicherung der anwenderorientierten Steuerungsan
weisungen, um durch digitale oder analoge Eingangs- und Ausgangssignale verschiedene Arten
von Maschinen und Prozessen zu steuern. Speicherprogrammierbare Steuerungen werden in fast
allen industriellen Bereichen zur Steuerung technischer Prozesse eingesetzt.
TCP/IP Transmission Control Protocol/Internet Suit of Protocols, Netzwerkprotokoll, allgemein anerkannter
Standard für den Datenaustausch in heterogenen Netzen. TCP/IP wird in lokalen Netzen zur Kom
munikation verschiedenartiger Rechner untereinander eingesetzt.

Geschäftsstruktur

Geschäftsbereiche

Softing AG

Richard-Reitzner-Allee 6 D-85540 Haar Telefon +49 (89) 4 56 56-0 Fax +49 (89) 4 56 56-399 www.softing.com