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SLEEPZ AG Annual Report 2015

Jul 6, 2016

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Annual Report

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bmp Holding AG (vormals: bmp media investors AG)

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der bmp Holding AG

Geschäftszweck

Vorstand und Aufsichtsrat haben den Aktionären auf der Hauptversammlung am 17.06.2015 eine Änderung des Geschäftszwecks vorgeschlagen, die mit einer Mehrheit von 99,99% angenommen wurde:

Die bmp Holding AG gründet eigene Tochtergesellschaften und erwirbt als operativ tätige Holdinggesellschaft Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen mit dem Ziel, eine führende eCommerce-Unternehmensgruppe im Bereich Schlafwelten in Deutschland aufzubauen.

Die nicht zur zukünftigen Ausrichtung passenden Beteiligungen sollen mittelfristig veräußert werden.

Aufgegebener Geschäftsbereich „Venture Capital Direktbeteiligungen“

Das Venture Capital Beteiligungsportfolio belief sich zum 31.12.2015 auf ein Investitionsvolumen von 16,5 Mio. € und umfasste 13 Beteiligungsunternehmen. 12 Beteiligungen stammen aus Deutschland, eine Beteiligung aus Polen.

Neuinvestitionen wurden seit Juni 2014 nicht mehr getätigt, lediglich kleinere substanzwahrende Folgeinvestments in bestehende Beteiligungen wurden umgesetzt.

Struktur des Jahresabschlusses

Die Aktivseite der Bilanz hat sich durch die Akquisitionen der sleepz GmbH und der Matratzen Union Gruppe wesentlich verändert. Waren zum Jahresende 2014 noch über 99% der Bilanzsumme in Beteiligungen und Ausleihungen gebunden, sind es zum Berichtsstichtag im aufgegebenen Geschäftsbereich nur noch knapp 63%, wobei mit einem weiteren Abschmelzen zu rechnen ist, da das Venture Capital Restportfolio vollständig verkauft werden soll. Das Umlaufvermögen, das in den vergangenen Jahren keine wesentliche Rolle gespielt hat, ist durch die operativen Tochtergesellschaften mit Warenbeständen und Forderungen geprägt.

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Beteiligungen & Ausleihungen (incl. Börsennotierte Werte) 62,82%
Vorräte 5,75%
Forderungen 3,94%
Bankguthaben 7,47%
Sonstiges 20,02%
Summe 100,00%

Die Passivseite hingegen, die im Vorjahr zum größten Teil aus Eigenkapital bestand, hat sich durch die Akquisitionen und eine Darlehensaufnahme verlängert. Das Eigenkapital ist absolut und in der prozentualen Höhe zurückgegangen.

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Eigenkapital 64,9%
Verbindlichkeiten 35,1%
Summe 100,00%

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Ergebnisse aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich in einer Position ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse beliefen sich in 2015 auf 4.754 T€ (Vorjahr 0 T€), der Wareneinsatz betrug 3.173 T€ (Vorjahr 0 T€), so dass sich der Rohertrag auf 1.581 T€ (Vorjahr 0 T€) belief. Im Vorjahr waren unter den Umsätzen noch die Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren ausgewiesen, die in 2015 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert worden sind.

Die bmp Holding AG hat im Geschäftsjahr 2015 ein Ergebnis nach IFRS von -3.442 T€ (Vorjahr -289 T€) erzielt. Das Eigenkapital ist von 19,9 Mio. € auf 16,9 Mio. € gesunken. Die Eigenkapitalquote sank von 94,3% auf nunmehr 64,9%.

Zum 31.12.2015 wurden kurzfristige Bankkredite von 1,5 Mio. € sowie Akquisitionsdarlehen von 3,0 Mio. € in Anspruch genommen, Bankguthaben wurden über 1,9 Mio. € vorgehalten.

Marktentwicklung und Marktposition:

Verbände und Branchenstudien verzeichnen für das Marktvolumen des Möbelhandels in Deutschland insgesamt in den letzten Jahren kaum Veränderungen; so hat z.B. das EHI Retail Institute (EHI) in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) über einen Zeitraum von 2002-2014 einen mehr oder weniger gleichbleibenden Bruttoumsatz im Möbelhandel von um die 30 Mrd. € p.a. ermittelt. Dennoch befindet sich der Markt im Umbruch; dies gilt insbesondere auch für den Bereich Schlafraummöbel inkl. Matratzen/Lattenroste.

Ursache ist zum einen die sich allgemein ändernde Bedeutung des Schlafzimmers für den Verbraucher.

Bereits in einer im Jahr 2010 von www.moebel.de durchgeführten und in der Tietze Schlafraumstudie 2014 zitierten Umfrage gaben 54% der befragten Verbraucher an, ihr Bett als „Wellnessoase“ zu definieren, und mehr als 15% der Verbraucher waren bereit, ihr Schlafzimmer regelmäßig zu optimieren. Ein höheres Gesundheitsbewusstsein und eine steigende Lebenserwartung führen zudem dazu, dass die Qualitätsanforderungen an bestimmte Produkte des Segments Schlafraummöbel, insbesondere an Betten und Matratzen, steigen. Selbst bei einem gleichbleibenden Gesamt-Marktvolumen im Möbelhandel kann daher davon ausgegangen werden, dass der Anteil des Segments Schlafraummöbel steigt. Schätzungen von Statista/GfK gehen für 2020 von einem Marktvolumen im Bereich Schlafwelten von über 50 Mrd. € in ganz Europa aus, hiervon dürften ca. 10 Mrd. € auf den deutschen Markt entfallen.

Dabei ist zum anderen die Online-Penetration des gesamten Möbelmarkts in Deutschland mit rund 5% derzeit noch recht gering. Dies liegt sowohl an den besonderen technischen und logistischen Herausforderungen, die Onlinehandel mit sich bringt, als auch an nach wie vor vorhandenen Kaufbarrieren der Kunden, die beispielsweise aus hohen Versandkosten, eingeschränkten Rückgabemöglichkeiten oder langen Lieferzeiten resultieren.

Dennoch begrüßen über 60% der Verbraucher Onlinehandel auch im Bereich Möbel (s. Otto Wohnraumstudie 2015), und nach einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung, Köln, die im Rahmen einer Kurzstudie von Deloitte und Touche aus dem Jahr 2016 zitiert wird, hält ein gleicher Prozentsatz die Aussage bereits heute „voll und ganz“ oder zumindest „eher“ für zutreffend, der Onlinekauf von Möbeln werde so alltäglich sein wie heute bei Schuhen oder Kleidern.

Vor diesem Hintergrund halten wir die Angabe des Digitalverband Deutschlands BITKOM (diese zitiert nach einer von dem Beratungsunternehmen eTribes in 2015 veröffentlichten Studie), nach der jeder vierte Internetnutzer bereits online Möbel gekauft hat, und die vom BITKOM ausgewiesenen aktuellen Wachstumsraten von über 52% in diesem Bereich für durchaus realistisch.

Aber selbst bei einer zurückhaltenderen Schätzung der Online-Wachstumsraten von 40-50% p.a und unter der Annahme eines Gesamtmarktvolumens im Bereich Schlafwelten von ca. 10 Mrd. € in Deutschland bedeutet dies, dass das Online-Marktvolumen bereits im Jahr 2018 eine Höhe von über 1 Mrd. € pro Jahr erreichen wird.

Von besonderem Interesse wird dabei sein, welche Marktteilnehmer von der Entwicklung in welchem Maße profitieren werden.

Bislang hat sich im Bereich Onlinehandel im Marktsegment Schlafraummöbel, Matratzen, Lattenroste noch kein klarer Marktführer herauskristallisiert; der Markt ist vielmehr stark fragmentiert. Es existieren die große Möbelhandelsketten wie IKEA, die nicht wirklich daran interessiert sind, vorhandene stationäre Kunden in ihren Online-Shop zu kanalisieren, neben großen Generalisten wie Amazon, denen es jedoch an Produktkompetenz mangelt.

Hier sind die kleineren Spezialisten zwar klar im Vorteil, dafür sind sie aber in ihrer Produktpalette häufig eingeschränkt bzw. vertreiben gar nur ein Produkt. Die Schwierigkeiten, die sich hieraus ergeben können, verdeutlichen sich in der Aussage des EHI, nach der 20% der Möbelhändler 50% und mehr Umsatz mit ihren Randsortimenten erzielen.

Hier wiederum haben schon vorhandene, spezialisierte Onlinehändler teilweise Wettbewerbsvorteile. Unabhängig von ihrer genauen Ausrichtung ist bei ihnen aber häufig beobachtbar, dass sie den ständig steigenden technischen Anforderungen an Online- und Mobilehandel nicht gewachsen sind.

Vom wachsenden eCommerce profitieren werden daher vor allem die spezialisierten Unternehmen, die die Nachteile in der Beratung gegenüber dem stationären Handel durch intelligente Konzepte und Produktdarstellungen kompensieren können.

Geschäftsentwicklung:

Schlafwelten

Nach der Entscheidung im Februar 2015, das Venture Capital Geschäft aufzugeben und sich als operativ tätige Holdinggesellschaft neu zu positionieren, hat sich die bmp im Frühling dazu entschieden, eine eCommerce Unternehmensgruppe im Bereich Schlafwelten aufzubauen. Hierzu wurde zum 1. Mai 2015 die bisherige Venture Capital Beteiligung sleepz GmbH, an der bmp 16,06% hielt, mehrheitlich im Rahmen einer Kapitalerhöhung und eines Anteilserwerbs übernommen. sleepz hat sich in 2015 etwas schlechter als geplant entwickelt, was zum einen daran lag, dass die Marktplatzanbindung (Amazon, eBay, etc.) sich technisch nicht so umsetzen ließ wie erwartet und damit Umsätze verloren gingen. Zum anderen hat sich sleepz im Preiswettkampf zunehmend zurückgehalten und sich auf Produkte mit einer höheren Rohertragsmarge fokussiert. Auch dies hat zu leichten Umsatzverlusten gegenüber der Planung geführt, wohingegen die Rohertragsmarge verbessert werden konnte.

Im Sommer folgte dann die Neugründung der 100% Tochtergesellschaft Grafenfels Manufaktur GmbH, die sich das Ziel gesetzt hat, eine neue Matratzenmarke in Deutschland zu etablieren. Der Markteintritt sollte ursprünglich im 4. Quartal 2015 erfolgen. Jedoch hat der im September 2015 neu gewonnene Geschäftsführer Stefan Müller entschieden, das gesamte Sortiment der fünf unterschiedlichen Matratzentypen nochmals zu optimieren, so dass sich die Markteinführung auf das 1. Quartal 2016 verschob. Jedoch sind wir davon überzeugt, nun ein ausgezeichnetes Produktsortiment entwickelt zu haben, welches mittelfristig am Markt noch höhere Chancen auf einen durchschlagenden Erfolg haben wird.

Im November 2015 erfolgte dann die Mehrheitsübernahme der Matratzen Union Gruppe, die erstmals im Dezember 2015 konsolidiert wurde. Aufgrund der Kürze der Gruppenzugehörigkeit waren hier keine Planabweichungen festzustellen.

Insgesamt konnten die Tochterunternehmen der bmp Holding AG im Geschäftsjahr 2015 bereits einen Konzernumsatz von 4,8 Mio. EUR erzielen.

Venture Capital Direktbeteiligungen

Das Portfolio beläuft sich auf 13 Venture Capital Beteiligungen zum Jahresende 2015. Mit Freshmilk NetTV, Instream Media, vertical techmedia, K2 Internet und Heliocentris Energy Solutions konnten nach der Entscheidung zur Neuausrichtung bereits die ersten fünf Beteiligungen in 2015 veräußert werden. sleepz ist durch die Mehrheitsübernahme auf den neuen Geschäftsbereich übertragen worden. Bei der European Telecommunication Holding kam es zu einem Management Buy-Back an den Vorstand der Gesellschaft, der aber von seinem Kaufvertrag zurückgetreten ist, so dass die Beteiligung wieder auf die bmp Holding AG überging.

Die Beteiligungen sollen schrittweise verkauft werden. Ziel ist es, das verbleibende Portfolio von 13 Unternehmen bis Ende 2017 vollständig veräußert zu haben.

Organisation und Mitarbeiter

Zum Stichtag arbeiteten in der Gruppe neben dem Vorstand 49 Mitarbeiter. Die Tochtergesellschafter werden von Ihren verantwortlichen Geschäftsführern geleitet, es besteht keine Personenidentität in der Leitung der Holding und der Tochtergesellschaften.

Finanzwirtschaftliche Situation:

Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2015 ein Jahresergebnis von -3.442 T€ aus. Das Ergebnis ist damit im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, in dem ein Jahresfehlbetrag von -289 T€ ausgewiesen worden war. Die beiden Perioden sind durch den Wechsel des Geschäftszwecks und die getätigten Akquisitionen nur sehr eingeschränkt vergleichbar.

Die Umsatzerlöse beliefen sich in 2015 auf 4.754 T€ (Vorjahr 0 T€), der Wareneinsatz betrug 3.173 T€ (Vorjahr 0 T€), so dass sich der Rohertrag auf 1.581 T€ (Vorjahr 0 T€) belief. Im Vorjahr waren unter den Umsätzen noch die Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren ausgewiesen, die in 2015 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert worden sind.

Die Eigenkapitalrendite, gemessen am Jahresüberschuss des Geschäftsjahres und bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital, beläuft sich auf -18,7%.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten hauptsächlich die Firmenwerte aus den Akquisitionen über insgesamt 4.685 T€. Die Sachanlagen stellen hauptsächlich Betriebsausstattungen und Einbauten in fremde Gebäude dar.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen erheblich von 2.620 T€ auf 20.796 T€, bedingt durch die Umgliederung des aufgegebenen Geschäftsbereich, der im Vorjahr noch zum weit überwiegenden Teil in den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen wurde. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 2015 1.943 T€ nach 19 T€ im Vorjahr. Die Bilanzsumme hat sich von 21,1 Mio. € auf 26,1 Mio. € erhöht.

Das Eigenkapital ist von 19,9 Mio. € auf 16,9 Mio. € gesunken. Die Eigenkapitalquote sank von 94,3% auf nunmehr 64,9%.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Risikomanagement:

Risiken Geschäftsbereich „Schlafen“:

Markt

Der Onlinemarkt im Schlafbereich ist im Wandel. Viele Möbelfirmen und größere stationäre Händler entdecken den Online-Markt, es ist mit mehr Wettbewerb zu rechnen. Gleichzeitig weist der Markt eine hohe Wachstumsdynamik auf.

Wettbewerb

Mit Schlafwelt.de (Otto-Gruppe) u.a. hat der deutsche Markt zwar einige größere Online-Player, aber keinen Wettbewerber, der den Markt signifikant beherrscht. Angesichts der nicht vorhandenen beherrschenden Rolle eines einzigen oder weniger Wettbewerber versuchen sehr viele Firmen, diesen Markt für sich zu erschließen. Mehrere neue Onlinefirmen verlangen einen höheren Servicelevel als Standard und sorgen für einen größeren Wettbewerb im Preisbereich. Hierdurch kann das Risiko eines Margenverfalls entstehen.

Technologie

eCommerce wird immer komplizierter und zunehmend technischer. Um dem standzuhalten, ist es wichtig, immer die neuesten Technologien zu nutzen, so z.B. das mobile Shopping. Das mobile Internet und weitere technische Errungenschaften erfordern gute externe Dienstleister oder eine starke interne Technikabteilung. Die Abhängigkeit von externen Dienstleistern stellt eine nicht unbedeutende Gefahr dar. Gleichzeitig sind Entwickler aktuell sehr gefragt, wodurch die Personalsuche für die interne Technikabteilung zunehmend schwieriger wird und das Risiko gute Mitarbeiter zu verlieren, hoch ist.

Personal

Speziell am Standort Berlin, bedingt durch die vielen eCommerce Unternehmen, gestaltet sich das Rekrutieren von guten Mitarbeitern in allen Bereichen als schwierig. Besonders auf Führungsebene müssen Unternehmen mehr bieten, damit sie interessant sind. Eine mögliche Kostensteigerung im Personalbereich kann eine Folge der größeren Nachfrage sein.

Rechtsrisiken

Abmahnung und Rechtsfallen sind seit Jahren ein fester Bestandsteil des Handels im Onlinebereich. Dem entgegenzuwirken bedeutet einen höheren Aufwand für Prävention im Rechtsbereich. Das gilt für alle Prozesse und Bereiche auf den Domains. Kosten für Rechtsberatung und Rückstellungen bei Rechtsstreitigkeiten steigen.

Lieferantenrisiko

Trotz der großen Chance, dass viele Lieferanten den Handel im Netz neu entdecken und damit Onlinehändler immer mehr Produkte angeboten bekommen, sichern sich viele Hersteller auch vertraglich gegen Missbrauch und Strategieänderungen ab. Eine mögliche abrupte Beendigung von Geschäftsbeziehungen ist immer möglich. Dadurch kann sich das Angebot verändern und Umsätze können sich verlagern bzw. im schlimmsten Fall auch ausbleiben.

Gewährleistung/Produkthaftung

Das Thema Gewährleistung stellt kaum Probleme dar, weil das Risiko in erster Linie durch den Hersteller getragen wird. Für importierte Produkte trägt allerdings der Importeur das Risiko einer Produkthaftung. Dadurch müssen die Qualitätsstandards für Produktprüfung sehr hoch angesetzt werden. Trotz solcher Qualitätsstandards kann das Angebot importierter Produkte die Gefahr einer Produkthaftung und daraus resultierender Kosten mit sich ziehen.

Image

Das Netz ist immer transparenter und die Meinung von Verbrauchern, Verbänden und Meinungsführern (z.B. Stiftung Warentest) wird immer wichtiger. Das stellt eine große Chance, sich im Wettbewerb abzuheben, aber gleichzeitig auch eine große Gefahr dar, schnell eine Rufschädigung zu erleiden.

Produkte

Im Bereich der Schlafwelten ist der Lebenszyklus von Matratzen, Lattenrosten und Betten sehr lang, wodurch das Sortiment über Jahre gut aufeinander abgestimmt werden kann. Anders ist dies im modischen Bereich, wie z.B. bei Bettwäsche. Hier ist ein schneller Abverkauf wichtig, da ansonsten Wertanpassungen bei Ladenhütern erfolgen müssen.

Finanzierungsrisiko

Bei den Tochtergesellschaften besteht generell das Risiko, dass sie ihren Finanzierungsbedarf nicht vollständig durch Banken decken können.

Durch die Ertragssituation und das Unternehmensalter, vor allem der sleepz GmbH und der Grafenfels Manufaktur GmbH, sind die Tochtergesellschaften auf Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Der laufende Liquiditätsbedarf muss durch die bmp Holding AG und die gegebenenfalls bestehenden Gesellschafter gedeckt werden. Weiterhin kann die bmp Holding AG durch Banken zur Kreditbesicherung herangezogen werden.

Forderungsausfallrisiko

Beim direkten Verkauf an Verbraucher besteht aufgrund der Zahlungsmodalitäten ein sehr geringes Forderungsausfallrisiko. Bei dem Verkauf über Plattformen, die gleichzeitig die Inkassofunktion übernehmen, besteht ein entsprechendes Risiko. Dieses Risiko wird fortlaufend durch die Geschäftsleitung überwacht.

Risiken aufgegebener Geschäftsbereich Direktinvestments

Risiko des Geschäftsmodells Venture Capital

Venture Capital ist Wagnis- oder Risikokapital, dessen Gewährung das Ziel verfolgt, hohe Renditen zu erlangen. Im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen beinhaltet Venture Capital gleichzeitig auch ein deutlich höheres Risikopotenzial und erfordert eine hohe Betreuungsintensität.

Zeitpunkt der Veräußerung und erzielbarer Veräußerungserlös

Die bmp Holding AG realisiert Erträge durch die Veräußerung von Beteiligungen an einen institutionellen oder industriellen Investor (Trade Sale), einen Verkauf an das Management oder im Rahmen eines Börsengangs. Durch die Änderung des Geschäftszwecks und dem damit einhergehenden Abverkauf der Minderheitsbeteiligungen kommt es zu einer Begrenzung des Ertragspotentials, da nicht mehr auf den optimalen Zeitpunkt der Veräußerung abgestellt werden kann.

Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Portfoliounternehmen

Abschreibungen auf Beteiligungen bis hin zum Totalverlust durch Insolvenz lassen sich trotz langjähriger Geschäftserfahrungen und intensivem Beteiligungscontrolling nicht vermeiden und sind insbesondere bei Frühphasenfinanzierungen nicht ungewöhnlich. Die bmp Holding AG wirkt den finanziellen Auswirkungen eines Wertverfalls von Beteiligungen durch frühzeitige Unterstützungs- und Gegensteuerungsmaßnahmen, durch Beteiligungscontrolling sowie durch entsprechende Risikovorsorge (Bildung von Wertberichtigungen) in ihrer bilanziellen Bewertung entgegen.

Bei insgesamt neun Beteiligungen mit einem kumulierten Buchwert von 12,4 Mio. € werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 31.12.2016 weitere Finanzierungsmaßnahmen notwendig sein. Da bmp durch den geänderten Geschäftszweck nicht mehr als Investor zur Verfügung steht, besteht einerseits die Gefahr, dass diese Beteiligungen den Liquiditätsbedarf durch Finanzierungen mit anderen Gesellschaftern bestreiten und dadurch bmp verwässern anderseits keine Finanzierung am Kapitalmarkt finden und starke Wertverluste bis hin zum Ausfall hinnehmen müssen.

Bei einer Beteiligung mit einem Buchwert von rund 2 Mio. EUR werden derzeit Verhandlungen über den Einstieg weiterer Investoren geführt. Sollten sich diese Investoren nicht zu einer Finanzierung entschließen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Investment im 1. Halbjahr 2016 ausfällt. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass die Finanzierung aufgrund der hohen Attraktivität der Beteiligung zustande kommt.

Klumpenrisiken

Die drei größten Beteiligungen vereinen rund 56% des Buchwertes des bilanzierten aufgegebenen Geschäftsbereichs auf sich. Die Buchwerte der dailyme TV GmbH, der brand eins Medien AG und der castaclip GmbH bewegen sich in einer Spanne von 2,2 Mio. € bis

3,5 Mio. €.

Risiko aus Auslandsgeschäften

Die Beteiligung, die bmp im Ausland hält, unterliegt dem landesspezifischen Recht. Zudem unterliegen einzelne Verträge dem landesspezifischen Recht. Die Gesellschaft ist somit den üblichen Gefahren und Risiken einer ausländischen Rechtsordnung ausgesetzt.

Haftung bei der Veräußerung von Beteiligungen

Im Rahmen des Verkaufs von Beteiligungen kann es sein, dass die bmp Holding AG als Verkäuferin Garantien insbesondere in Bezug auf Steuerverbindlichkeiten zugunsten des oder der Käufer abgeben muss. Die bmp Holding AG ist bestrebt, sofern überhaupt Garantien übernommen werden, die Haftung aus solchen Garantien und Freistellungen auf einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises zu beschränken. Die bmp Holding AG kann nicht ausschließen, dass sich in Einzelfällen eine solche Haftung realisiert.

Bereichsübergreifende Risiken:

Währungsrisiken

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit verschiedentlich bei Erwerb einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung bezahlt bzw. bei der Veräußerung einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung erhalten. Nach Veräußerung der Beteiligung kann sich zusätzlich zu einem Veräußerungsgewinn bzw. -verlust ein Kursgewinn oder -verlust realisieren. Hinzu kommt das Risiko, dass die Gesellschaft Kursverluste aus Fremdwährungsguthaben hinnehmen muss, falls keine Sicherungsgeschäfte bestehen.

Auf der Beschaffungsseite besteht das Risiko, dass sich der Wareneinkauf verteuern kann.

Abhängigkeit der Gesellschaft von konjunkturellen Einflüssen und Finanzmärkten

Der wirtschaftliche Erfolg der bmp Holding AG ist in hohem Maße abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Branchen, in die die bmp Holding investiert hat, und der Entwicklung der Finanzmärkte.

Zinsänderungsrisiken

Die Verbindlichkeiten weisen keine Zinsänderungsrisiken auf. Alle kurzfristigen Geldanlagen und Kredite sind variabel verzinst.

Risiken aus Vertragsverhältnissen

Es besteht mit der bmp Beteiligungsmanagement AG ein Anlageberatungsvertrag, der eine feste Laufzeit bis zum 31.12.2021 hat. Da im Rahmen der Änderung des Geschäftsmodells die vertragliche Leistung ganz oder teilweise nicht mehr benötigt wird, besteht das Risiko, dass zu einer vorfristigen Vertragsbeendigung eine Ausgleichszahlung geleistet werden muss. Wir verweise dazu auf „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“.

Gesamteinschätzung und

Risikomanagement

Für alle erkennbaren Einzelrisiken hat die bmp Holding AG im Jahresabschluss vom 31.12.2015 umfangreich Vorsorge getroffen.

Auf Ebene der Holding kontrolliert und begleitet der Vorstand die Entwicklung der Tochtergesellschaften persönlich. Er steht mit der Geschäftsleitung verbundener Unternehmen in enger Verbindung und ist in die Entscheidungsfindung zu Geschäftsvorfällen, die nicht dem Tagesgeschäft zuzurechnen sind, eingebunden.

Der Vorstand hat das Beteiligungsmanagement für die Venture Capital Beteiligungen an die bmp Beteiligungsmanagement AG ausgegliedert. Er kontrolliert in regelmäßigen Abständen die Arbeit dieses Dienstleisters durch Stichproben sowohl auf Ebene der Beteiligungen als auch auf Ebene der Gesellschaft. Es existiert ein Qualitätshandbuch.

Der Dienstleister des Anlageberatungsvertrages, die bmp Beteiligungsmanagement AG, hat ein integriertes Beteiligungscontrolling entwickelt, das eine Quantifizierung und Qualifizierung der Risiken aus dem Beteiligungsgeschäft ermöglicht. Neben einem Abgleich der Soll- und Ist-Daten, sowohl auf Beteiligungs- als auch auf Gesellschaftsebene, ermöglicht das System ein lückenloses Reporting und erfüllt zugleich den Zweck eines Managementinformationssystems.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Venture Capital Beteiligungen wird durch die bmp Beteiligungsmanagement AG überwacht. Die Wertansätze und die Wertentwicklung der Beteiligungsunternehmen werden quartalsweise mit geeigneten finanzmathematischen Modellen geprüft. Je nach Art und Entwicklungsgrad des Beteiligungsunternehmens werden verschiedene Bewertungsmodelle für die Evaluierung herangezogen, um zu überprüfen, ob der beizulegende Zeitwert oberhalb der fortgeschriebenen Anschaffungskosten liegt.

Die aktuelle Liquidität der bmp Holding ist für das bestehende Geschäft ausreichend, alle Verpflichtungen zu erfüllen. Aus heutiger Sicht stellt das einzelne oder kumulierte Eintreten der beschriebenen Risiken keine Gefahr für den Fortbestand der bmp Holding AG dar. Die Existenzfähigkeit der bmp Holding ist aus Sicht des Vorstandes nachhaltig und langfristig gegeben.

Integriertes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das für die Abschlüsse der bmp Holding AG maßgebliche rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem umfasst Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung solcher Informationen gewährleisten sollen, die für die Aufstellung des Jahresabschlusses der bmp Holding AG sowie des Lageberichts notwendig sind. Diese Maßnahmen sollen das Risiko einer materiellen Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung minimieren.

Das Rechnungswesen ist zentral organisiert. Alle Dienstleistungen rund um das Rechnungswesen und das Controlling der Tochtergesellschaften und der Beteiligungen werden am Sitz der Gesellschaft durch die bmp Beteiligungsmanagement AG erbracht.

Die erworbenen Tochtergesellschaften führen ihre Bücher nach HGB selbst.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Homepage www.bmp-holding.de unter „Investor Relations/Corporate Governance“ veröffentlicht.

Vergütungssystem

Seit dem 01.Juli 2011 erhält der Vorstand keine Bezüge seitens der Gesellschaft; Herr Borrmann wird bei der bmp Beteiligungsmanagement AG vergütet, mit der ein Anlageberatungsvertrag besteht.

Gemäß unserer Satzung haben die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einem Anspruch auf Ersatz ihrer Auslagen auch einen Anspruch auf Vergütung.

Die Vergütung des Aufsichtsrats, wie sie zuletzt von der Hauptversammlung im Jahr 2013 beschlossen wurde, beinhaltet im Einzelnen eine jährliche Basisvergütung in Höhe von 10 T€ für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. 5 T€ für die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats und eine Vergütung pro Sitzungstag in Höhe von 2,5 T€ für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. 1,5 T€ für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. 1 T€ für das einfache Mitglied des Aufsichtsrats.

Schließlich hat die Gesellschaft eine D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats abgeschlossen.

Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der bmp Holding AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung.

Der Vorstand wird gem. § 84 AktG vom Aufsichtsrat der Gesellschaft für eine Dauer von bis zu fünf Jahren bestellt. Lediglich in Ausnahmefällen kann ein Vorstandsmitglied gem. § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden.

Der Vorstand der bmp Holding AG besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes kann der Aufsichtsrat diese Ernennung - ebenso wie die generelle Bestellung zum Vorstand – widerrufen.

Gem. § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Änderung der Satzung grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Lediglich in den Fällen, in denen Änderungen der Satzung nur ihre Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen übertragen. Eine generelle Ermächtigung findet sich in § 17 der Satzung.

Der Beschluss über eine Satzungsänderung bedarf gem. § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Ansonsten werden Beschlüsse gem. § 133 AktG der Hauptversammlung gem. § 22 der Satzung der bmp Holding AG mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Stimmenmehrheit erforderlich ist.

Aktien und Kapital:

Grundkapital

Zum Bilanzstichtag beträgt das voll eingezahlte Grundkapital 20.701.174 €. Es ist eingeteilt in 20,7 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 27. Juni 2014 wurden die Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals und die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juni 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um insgesamt bis zu 10.350.587,00 € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I).

Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden:

a) zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen gegen Gewährung von Aktien der Gesellschaft,

b) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreitet und der Ausgabepreis der Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet,

c) zur Ausgabe an strategische Partner,

d) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 27. Juni 2014 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 26. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 30 Millionen Euro mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu 10.350.587 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen (Anleihebedingungen) zu gewähren. Hierzu hat die Hauptversammlung vom 27. Juni 2014 ein bedingtes Kapital zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- bzw. Wandlungsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juni 2014 von der Gesellschaft begeben werden, geschaffen. Das bedingte Kapital belief sich auf bis zu 50% des Grundkapitals, d. h. auf bis zu 10.350.587,00 € (Bedingtes Kapital 2014/I). Der Beschluss der Hauptversammlung und die entsprechende Neufassung der Satzung wurden am 02. Juli 2014 in das Handelsregister eingetragen. Von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juni 2014 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Das Bedingte Kapital 2014/I wurde im Hinblick auf das neue bedingte Kapital 2015/I, welches zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Aktienoptionen vorgesehen ist, reduziert.

Der Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2014 wurde auf der Hauptversammlung vom 17. Juni 2015 dahingehend geändert, dass der Vorstand ermächtigt wird, bis zum 26. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 30 Mio. € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu 8.280.470 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen (Anleihebedingungen) zu gewähren.

Das Bedingte Kapital 2014/I wurde in Höhe von 2.070.117,00 € aufgehoben und damit von 10.350.587,00 € um 2.070.117,00 € auf 8.280.470,00 € reduziert.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gem. § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG um bis zu 2.070.117,00 € durch Ausgabe von bis zu 2.070.117 auf den Inhaber lautender Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 1,00 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient zur Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, Mitglieder der Geschäftsführungen mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen, Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 22.12.2015 ein entsprechendes Aktienoptionsprogramm beschlossen und am selben Tag insgesamt 615.000 Optionen wie folgt ausgegeben:

200.000 Optionen an Mitglieder des Vorstands

370.000 Optionen an Mitglieder der Geschäftsführung von Tochterunternehmen

25.000 Optionen an Mitarbeiter der Gesellschaft

20.000 Optionen an Mitarbeiter von Tochterunternehmen

Der Ausübungspreis wurde mit 1,00 €/Aktie festgelegt.

Bezüglich §289 Abs.4 Nr.3 verweisen wir auf den Anhang, weitere Angaben nach § 289 Abs.4 HGB sind nicht zu machen.

Prognosebericht:

Marktumfeld

Die bmp Holding AG fokussiert sich auf das Marktsegment „Schlafwelten“, hier schwerpunktmäßig auf den Onlinehandel (eCommerce). Das Segment Schlafwelten umfasst u.a. Betten, Matratzen, Bettwaren, Schlafzimmermöbel bis hin zu Accessoires. Der Onlinehandel entwickelt sich in diesem Segment positiv, er gewinnt weiterhin Marktanteile. Aufgrund der positiven Entwicklung treten immer mehr Wettbewerber mit in den Markt ein, was aufgrund der Marktgröße aber noch unproblematisch ist. Konsolidierungstendenzen sind noch nicht auszumachen, aber zu erwarten.

Investitionstätigkeit

Ende Juni 2015 hat die bmp Holding AG mit der Grafenfels Manufaktur GmbH eine 100% Tochtergesellschaft gegründet, die unter der Marke „Grafenfels“ eine Produktlinie im Bereich Matratzen in den Markt bringen wird. Die Markteinführung war für Dezember 2015 geplant, hat sich dann jedoch auf das erste Quartal 2016 verschoben. Nach der Akquisition der Matratzen Union Gruppe im November rechnet bmp für 2016 mit ein bis zwei weiteren Akquisitionen aus dem Segment Schlafwelten. Diese stehen in direkter Abhängigkeit von weiteren Beteiligungsverkäufen aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich.

Erwartete Ertragslage

bmp geht aus heutiger Sicht nicht davon aus, das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gewinn abzuschließen. Für 2016 plant der Vorstand einen Konzernumsatz von über 20 Mio. EUR und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen minus 1-2 Mio. € ohne mögliche weitere Akquisitionen.

Das Ergebnis kann durch Aufwendungen und Erträge aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich beeinflusst werden.

Wesentliche Ereignisse nach dem Berichtszeitraum

Im Januar wurde der bestehende Anlageberatungsvertrag geändert, die Höhe der Vergütung wurde an das geänderte Geschäftsmodell angepasst. Die Bemessung erfolgt nicht mehr auf Basis des IFRS-Konzerneigenkapitals, sondern nach dem IFRS-Buchwert des aufgebenen Geschäftsbereichs in der IFRS-Konzernbilanz. Weiterhin wurde ein neuer Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, der die Vergütung für die operative Unterstützung der Holdingtätigkeiten regelt. Derzeit verhandelt der Vorstand über eine erneute Anpassung des Anlageberatungsvertrages, der den geplanten Verkauf aller Venture Capital Beteiligungen bis zum 31.12.2017 besser reflektiert.

Chancenbericht

Ziel des Geschäftsjahres 2016 wird es sein, weitere Beteiligungen aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich zu veräußern, um damit Mittel freizusetzen, die in den Ausbau des neuen Geschäftsmodells investiert werden können. Damit soll es gelingen, einen Umsatz von deutlich über 20 Mio. EUR in der Gruppe zu erzielen. Auf Ebene der operativen Tochtergesellschaften wird dabei ein nur noch leicht negatives Ergebnis angestrebt.

Berlin, den 18. April 2016

Oliver Borrmann

Bilanz zum 31.12.2015

AKTIVA

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Anhang 2015

2014

T€
langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögensgegenstände 24,25 4.898.777,79 7
Sachanlagen 26 297.250,59 0
Offene Beteiligungen 13 0,00 17.672
Darlehen 15 0,00 766
Wertpapiere des Anlagevermögens 8.666,00 0
5.204.694,38
kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 27 1.495.339,98 0
Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte aus aufgegebenem Geschäftsbereich 23 16.334.340,53 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 28 274.262,84 59
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 749.425,54 4
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 0,00 2.538
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 30 1.942.550,21 19
20.795.919,10
Summe Aktiva 26.000.613,48 21.065
PASSIVA
Anhang 2015

2014

T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31 20.701.174,00 20.701
Kapitalrücklage 33 992.711,66 993
Andere Gewinnrücklagen 782.735,45 972
Bilanzergebnis -5.616.566,93 -2.810
Anteile fremder Gesellschafter 6.380,95 0
16.866.435,13
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.3 29.326,61 0
Langfristige Rückstellungen 0,00 837
Darlehen 36,45.3 1.012.118,01 0
1.041.444,62
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.3 1.550.230,04 36
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.3 1.440.485,20 199
Erhaltene Anzahlungen 249.108,08 0
Sonstige Verbindlichkeiten 38,45.3 4.311.780,01 136
Rückstellungen 37.060,00 0
Verbindlichkeiten aufgegebener Geschäftsbereich 23 504.070,40 0
8.092.733,73
Summe Passiva 26.000.613,48 21.065

Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12. 2015

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Anhang 2015

2014

T€
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse 4.754.026,90 0
Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Erträge 39 181.415,71 19
Beratungs- und Provisionserlöse 734.096,42 718
Materialaufwand
Wareneinsatz und bezogene Leistungen 40 -3.172.922,18 0
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 41 -647.504,36 -52
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -132.237,46 -11
Abschreibungen
auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -102.458,09 -3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 42 -3.473.446,40 -1.127
Betriebsergebnis -1.859.029,46 -456
Erträge aus Beteiligungen 0,00 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.848,17 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -128.621,57 -3
Steuern vom Einkommen und Ertrag 43 -9.005,26 0
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen -1.994.808,12 -454
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 23 -1.447.006,97 165
Konzernjahresergebnis -3.441.815,09 -289
Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter 635.612,23 0
auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallender Periodenbetrag -2.806.202,86 -289
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (verwässert und unverwässert) 50 -0,07 -0,02
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (verwässert und unverwässert) 50 -0,07 0,01
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 50 -0,14 -0,01
Jahresergebnis -3.441.815,09 -289
sonstiges Gesamtergebnis 0,00 0
Gesamtergebnis -3.441.815,09 -289

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12. 2015

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Anhang 2015

T€
2014

T€
Betriebliche Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis -3.442 -289
Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs 23 1.447 -165
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 103 3
Ergebnisanteil Fremder Gesellschafter 636 0
Abnahme/(-) Zunahme der Aktiva und Zunahme/(-) Abnahme der Passiva
Forderungen und sonstige Vermögenswerte -900 74
Vorräte -1.495 0
Sonstige Verbindlichkeiten 45.3 2.939 73
Rückstellungen 37 -35
Nettoeinnahmen/-ausgaben für die betriebliche Tätigkeit -675 -339
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Zugang Wertpapiere des Anlagevermögens -9 0
Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -612 -4
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -5.591 0
Aufstockung Anteil Tochtergesellschaften -189 0
Summe Investitionsbereich -6.401 -4
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 45.3 1.271 199
Kapitalerhöhung 0 1.816
Anteil fremder Gesellschafter 6 0
Darlehen 45.3 4.012 0
Summe Finanzierungsbereich 5.289 2.015
Veränderung liquide Mittel -1.787 1.672
Übernommene Zahlungsmittel 1.596 0
Cashflow aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich 23 2.115 -2.472
Summe Veränderung liquide Mittel 1.924 -800
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 19 819
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 1.943 19

Eigenkapitalspiegel

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Angaben in T€(Anhang) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Minderheitenanteile Gewinnvortrag/Verlustvortrag Total
Eigenkapital zum 01.01.2015 (31,33) 20.701 994 972 0 -2.811 19.856
Konzern-Ergebnis -636 -2.806 -3.442
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -190 -190
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 642 642
Eigenkapital zum 31.12.2015 (31,33) 20.701 994 782 6 -5.617 16.866
Eigenkapital zum 01.01.2014 (31,33) 18.819 1.059 972 0 -2.521 18.329
Konzern-Ergebnis -290 -290
Kapitalerhöhung 1.882 -65 1.817
Eigenkapital zum 31.12.2014 (31,33) 20.701 994 972 0 -2.811 19.856

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

der bmp Holding AG

I. Allgemeine Angaben

1. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 17.06.2015 hat die bmp Holding AG ihren Geschäftszweck geändert.

Gegenstand des Unternehmens ist nun die Entwicklung und die Produktion von Wirtschaftsgütern sowie der Handel mit solchen insbesondere im Konsumgüterbereich, einschließlich über Tochterunternehmen, verbundene Unternehmen und Beteiligungen sowie das Erbringen von Beratungsleistungen für Unternehmen, insbesondere Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensberatung, soweit sie keiner gesetzlichen Erlaubnis bedürfen.

Der Sitz der bmp Holding AG befindet sich in der Schlüterstraße 38, D-10629 Berlin. Die bmp Holding AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts von Berlin-Charlottenburg, Bundesrepublik Deutschland, unter der Nummer HR-B 64 077 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Kapitalflüsse den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dar. Die Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge kaufmännisch gerundet in Tausend Euro (T€ oder TEUR) angegeben. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis fortgeführter Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Der Jahresabschluss wurde von der Gesellschaft am 18. April 2016 aufgestellt. Wertaufhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zu diesem Tag berücksichtigt.

3. Konsolidierungskreis

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Name Haupttätigkeit Sitz Kapital- und Stimmrechtsanteil 2015 Kapital- und Stimmrechtsanteil 2014
sleepz GmbH Betreiben und Weiterentwickeln von Online-Shops sowie der Vertrieb insbesondere von Bettwaren und Möbeln jeder Art über Multi-Channel Ludwigsfelde, Deutschland 60,08% 16,06%
Matratzen Union GmbH Einkauf und Vertrieb von Matratzen, Bettwaren und Schlafsystemen Volkmarsen, Deutschland 60,00% 0%
Markenschlaf GmbH Handel mit Waren jeglicher Art, insbesondere aus dem Bereich Schlaf-, Einrichtungs- und Wohnbedarf sowie vergleichbare Konsumgüter Volkmarsen, Deutschland 60,00% 0%
Ecom Union GmbH Handel mit Waren jeglicher Art, insbesondere aus dem Bereich Schlaf-, Einrichtungs- und Wohnbedarf sowie vergleichbare Konsumgüter Volkmarsen, Deutschland 60,00% 0%
Denkvertrieb GmbH Entwicklung von Marketingstrategien, grafischer Gestaltung und Umsetzung, textlicher Gestaltung sowie der Vertrieb und Handel über Internetplattformen, Entwicklung von Vertriebsstrategien, Gestaltung und Optimierung von Internetseiten Volkmarsen, Deutschland 60,00% 0%
Grafenfels Manufaktur GmbH Konzeption, Herstellung und der Vertrieb von Matratzen, Bettwaren, Bettwäsche sowie von sämtlichen anderen Produkten rund um das Thema „schlafen“ Berlin, Deutschland 100 % 0%
ReFer GmbH Erwerb und Halten von Beteiligungen Berlin, Deutschland 100 % 0%

4. Schätzungen und Ermessungsausübungen bei Unternehmenserwerben

Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die einer Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert am Zeitpunkt des Erwerbs vorsieht.

Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattungen werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachter bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes entweder auf unabhängige Gutachten zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash-Flows ist. Die Bewertungen basieren auf den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes.

Jene im Rahmen der Kaufpreisaufteilung vorgenommenen Schätzungen können die zukünftigen Konzernergebnisse signifikant beeinflussen.

5. Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen

Unternehmenszusammenschlüsse in 2015 werden nach der Akquisitionsmethode unter Nutzung der Purchase-Goodwill-Methode gemäß IFRS 3 bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerten und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich bedingter Verbindlichkeiten) werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, sind erfolgswirksam zu erfassen. Die Bewertung nicht beherrschender Anteile erfolgt zum anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativ-Saldo bei einem nicht beherrschenden Anteil entstehen kann. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorzunehmen. Eine mehrheitswahrende Aufstockung von Anteilen an einem vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird gemäß IFRS 10.23 als Kapitalvorgang zwischen Gesellschaftern behandelt.

Die im Jahr 2015 akquirierten Unternehmen haben zu den Konsolidierungszeitpunkten keine vollständigen Zwischenabschlüsse aufgestellt, so dass die bmp Holding AG bei der Konsolidierung teilweise auf Schätzungen zurückgegriffen hat.

5.1. Akquisition der sleepz GmbH

Mit Wirkung zum 01.05.2015 hat die bmp Holding AG die Mehrheit der Stimmrechte an der sleepz GmbH, Ludwigsfelde übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von innovativen Softwaretools für E-Commerce Anwendungen sowie das Aufbauen, Betreiben und Weiterentwickeln von Online-Shops sowie der Vertrieb insbesondere von Bettwaren und Möbeln jeder Art über Multi-Channel. Zum 31.12.2015 hielt die bmp Holding AG 60,08% der Stimmen und Kapitalanteile der sleepz GmbH.

bmp war bereits zum Jahresanfang 2015 mit 16,06% an sleepz beteiligt. Im Laufe der Transaktion zur Mehrheitsübernahme zum 01.05.2015 hat bmp 2,11% der sleepz-Anteile per Kauf erworben und außerdem den Bestand an Geschäftsanteilen per Kapitalerhöhung auf 52,73% erhöht. In einer weiteren Kauftransaktion im 4.Quartal 2015 wurde der Anteil auf 60,08% zum Bilanzstichtag erhöht. Der Fair Value der 16,06% betrug 943 T€.

Der mehrheitliche Unternehmenserwerb wurde über den Kauf von Anteilen und über einen Stimmrechtsbindungsvertrag mit den Altgesellschaftern erreicht, der Stimmrechtsbindungsvertrag wurde mit Eintragung der Kapitalerhöhung und der damit verbundenen Erlangung der Mehrheit der Kapitalanteile und Stimmrechte wieder aufgehoben. Insgesamt wurden zum Erwerbszeitpunkt neben dem oben angegebenen Fair Value von 943 T€ der bestehenden Geschäftsanteile 2.158 T€ Zahlungsmittel als Gegenleistung aufgewendet. Diese Barkomponente wurde teilweise in Raten erbracht und war teilweise von der Erreichung bestimmter Ziele abhängig. Zum 31.12.2015 waren 1.733 T€ erbracht und 425 T€ noch zu leisten, wobei diese auf eine zielabhängige Gegenleistung entfallen, die zum Erwerbszeitpunkt mit 0 T€ erfasst wurden, weil die Erreichung der Ziele unwahrscheinlich war. Die zielabhängige Gegenleistung war zu erbringen, wenn vereinbarte Umsatz- und Ertragsziele erreicht wurden. Die Bandbreite betrug Null bis 425 T€. Die Ziele wurden verfehlt, die bmp Holding AG ist per 31.12.2015 von der Leistung frei.

Es wurden vertragliche Forderungen aus Lieferung und Leistung über 900 T€, sonstige Forderungen über 79 T€ und Steuerforderungen über 21 T€ erworben. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferung und Leistung betrug 731 T€, keine Forderung wird als uneinbringlich eingestuft.

Der Kaufpreis für die Anteile an der sleepz GmbH kann den erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet werden und führte unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Nettoabfluss:

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In € Erworbene Vermögenswerte und Schulden Buchwert zum Zeitpunkt Erstkonsolidierung
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 215.683,36
Sachanlagen 97.789,83
Vorräte 453.862,33
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 831.472,98
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 74.003,25
Andere Rückstellungen -115.499,98
Finanzverbindlichkeiten -1.203.333,35
Sonstige Verbindlichkeiten -1.370.004,78
Nettovermögen -1.016.026,36
Nicht beherrschende Anteile -480.275,66
Beizulegender Zeitwert der Gegenleistungen 2.676.527,18
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -74.003,25
Nettoabfluss aus den Akquisitionen 2.602.523,93

Mit dem Anpassungsbetrag (Fair-Value-Anpassung) werden die Differenzen zwischen den Restbuchwerten und den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt beim Käufer berücksichtigt.

Die Kaufpreis-Allokation berücksichtigt alle auf den Akquisitions-Zeitpunkt bezogenen Wertaufhellungserkenntnisse, ist allerdings derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Der Erwerb der mehrheitlichen Anteile an der sleepz GmbH war der erste Schritt in der Umsetzung der Strategie, sich als operativ tätige Holdinggesellschaft im Bereich Schlafwelten zu positionieren. Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Bereichen Finanzen, Marketing und Organisation. Der Goodwill wurde auch aufgrund der Erwartung an die zukünftige Ertragsstärke basierend auf der Marktstellung und der Wachstumsdynamik bezahlt. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

Im Berichtsjahr trug die sleepz GmbH mit 4.136 T€ zum Umsatz des bmp Holding-Konzerns bei, während im operativen Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres die sleepz GmbH mit -1.383 T€ enthalten ist. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis des erworbenen Geschäfts nach Steuern betrug -1.436 T€.

Wäre die sleepz GmbH bereits zum 1.1.2015 erworben worden, so würde der bmp Holding-Konzern im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 7.058 T€ ausweisen und das Ergebnis nach Steuern würde -3.697 T€ betragen. Ein Erwerb der sleepz GmbH zum Jahresbeginn hätte keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis pro Aktie gehabt.

5.2. Akquisition der Matratzen Union GmbH

Am 5. November 2015 hat die bmp Holding AG den Erwerb 60%-Anteile an der Matratzen Union GmbH abgeschlossen. Die Mehrheit der Stimmrechte wurde nach Ablauf eines Stimmbindungsvertrags am 01.12.2015 erlangt. Die Matratzen Union GmbH ist im Bereich Vertrieb von Matratzen, Bettwaren und Schlafsystemen tätig. Durch den Erwerb werden die Geschäftsfelder und Vertriebs-kanäle der sleepz GmbH ergänzt.

Im Berichtsjahr trug die Matratzen Union GmbH mit 366 T€ zum Umsatz des bmp Holding-Konzerns bei, während im operativen Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres die Matratzen Union GmbH mit -28 T€ enthalten ist. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis des erworbenen Geschäfts nach Steuern betrug -28 T€.

Wäre die Matratzen Union GmbH bereits zum 1.1.2015 erworben worden, so würde der bmp Holding-Konzern im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 8.268 T€ ausweisen und das Ergebnis nach Steuern würde -3.373 T€ betragen. Ein Erwerb der Matratzen Union GmbH zum Jahresbeginn 2015 hätte keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis pro Aktie gehabt.

Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (Kaufpreis) setzt sich aus den geleisteten Zahlungsmitteln in Höhe von 1,7 Mio. € zusammen. Der Kaufpreis für die 60% Anteile an der Matratzen Union GmbH kann den erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet werden und führte unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Nettoabfluss:

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in € Erworbene Vermögenswerte und Schulden Buchwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Sachanlagen 20.153,20 €
Finanzanlagen 3.333,00 €
Vorräte 535.000,00 €
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.285.021,50 €
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 598.178,55 €
Andere Rückstellungen -54.822,83
Finanzverbindlichkeiten -379.616,44 €
Sonstige Verbindlichkeiten -1.642.166,56 €
Nettovermögen 365.080,42 €
Nicht beherrschende Anteile 146.032,17 €
Beizulegender Zeitwert der Gegenleistungen 1.700.000,00 €
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -598.178,55 €
Nettoabfluss aus den Akquisitionen 1.101.821,45 €

Mit dem Anpassungsbetrag (Fair-Value-Anpassung) werden die Differenzen zwischen den Restbuchwerten und den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt beim Käufer berücksichtigt.

Die Kaufpreis-Allokation berücksichtigt alle auf den Akquisitions-Zeitpunkt bezogenen Wertaufhellungserkenntnisse, ist allerdings derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Bereichen Finanzen, Marketing und Organisation. Darüber hinaus führt die Akquisition zu einer Stärkung der Marktposition des bmp Holding-Konzerns im Bereich Schlafwelten. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

In den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sind erworbene Forderungen in Höhe von 959 T€ enthalten. Die Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen betragen 959 T€, davon sind 0 T€ voraussichtlich uneinbringlich.

5.3. Akquisition der Markenschlaf GmbH

Am 5. November 2015 hat die bmp Holding AG den Erwerb 60%-Anteile an der Markenschlaf GmbH abgeschlossen. Die Mehrheit der Stimmrechte wurde nach Ablauf eines Stimmbindungsvertrags am 01.12.2015 erlangt. Die Markenschlaf GmbH ist im Bereich Vertrieb von Matratzen, Bettwaren und Schlafsystemen tätig. Durch den Erwerb werden die Geschäftsfelder und Vertriebskanäle der sleepz GmbH ergänzt.

Im Berichtsjahr trug die Markenschlaf GmbH mit 176 T€ zum Umsatz des bmp Holding-Konzerns bei, während im operativen Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres Markenschlaf GmbH mit 12 T€ enthalten ist. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis des erworbenen Geschäfts nach Steuern betrug 11 T€.

Wäre die Markenschlaf GmbH bereits zum 1.1.2015 erworben worden, so würde der bmp Holding-Konzern im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 6.239 T€ ausweisen und das Ergebnis nach Steuern würde -3.399 T€ betragen. Ein Erwerb der Markenschlaf GmbH zum Jahresbeginn 2015 hätte keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis pro Aktie gehabt.

Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (Kaufpreis) setzt sich aus den geleisteten Zahlungsmitteln in Höhe von 700 T€ zusammen. Der Kaufpreis für die 60% Anteile an der Markenschlaf GmbH kann den erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet werden und führte unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Nettoabfluss:

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in € Erworbene Vermögenswerte und Schulden Buchwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Sachanlagen 33.594,10
Finanzanlagen 2.000,00
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 261.888,87
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 632.952,14
Andere Rückstellungen -4.958,33
Sonstige Verbindlichkeiten -861.730,30
Nettovermögen 63.746,48
Nicht beherrschende Anteile 25.498,59
Beizulegender Zeitwert der Gegenleistungen 700.000,00
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -632.952,14
Nettoabfluss aus den Akquisitionen -67.047,86

Mit dem Anpassungsbetrag (Fair-Value-Anpassung) werden die Differenzen zwischen den Restbuchwerten und den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt beim Käufer berücksichtigt.

Die Kaufpreis-Allokation berücksichtigt alle auf den Akquisitions-Zeitpunkt bezogenen Wertaufhellungserkenntnisse, ist allerdings derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Bereichen Finanzen, Marketing und Organisation. Darüber hinaus führt die Akquisition zu einer Stärkung der Marktposition des bmp Holding-Konzerns im Bereich Schlafwelten. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

In den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sind erworbene Forderungen in Höhe von 173 T€ enthalten. Die Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen betragen 174 T€, davon sind 1 T€ voraussichtlich uneinbringlich.

5.4. Akquisition der Ecom Union GmbH

Am 5. November 2015 hat die bmp Holding AG den Erwerb 60%-Anteile an der Ecom Union GmbH abgeschlossen. Die Mehrheit der Stimmrechte wurde nach Ablauf eines Stimmbindungsvertrags am 01.12.2015 erlangt. Die Ecom Union ist im Handel mit Waren jeglicher Art, insbesondere aus dem Bereich Schlaf-, Einrichtungs- und Wohnbedarf sowie vergleichbaren Konsumgüter tätig. Durch den Erwerb werden die Geschäftsfelder und Vertriebskanäle der sleepz GmbH ergänzt.

Im Berichtsjahr trug die Ecom Union mit 143 T€ zum Umsatz des bmp Holding-Konzerns bei, während im operativen Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres Ecom Union mit 32 T€ enthalten ist. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis des erworbenen Geschäfts nach Steuern betrug 23 T€.

Wäre die Ecom Union bereits zum 1.1.2015 erworben worden, so würde der bmp Holding-Konzern im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 5.948 € ausweisen und das Ergebnis nach Steuern würde -3.355 T€ betragen. Ein Erwerb der Ecom Union GmbH zum Jahresbeginn 2015 hätte keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis pro Aktie gehabt.

Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (Kaufpreis) setzt sich aus den geleisteten Zahlungsmitteln in Höhe von 355 T€ zusammen. Der Kaufpreis für die 60% Anteile an der Ecom Union GmbH kann den erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet werden und führte unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Nettoabfluss:

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in € Erworbene Vermögenswerte und Schulden Buchwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Sachanlagen 768,75 €
Finanzanlagen 3.333,00 €
Vorräte 49.500,94 €
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 145.476,90 €
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 258.260,94 €
Andere Rückstellungen -5.133,33 €
Sonstige Verbindlichkeiten -332.483,71 €
Nettovermögen 119.723,49 €
Nicht beherrschende Anteile 47.889,40 €
Beizulegender Zeitwert der Gegenleistungen 355.000,00 €
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -258.260,94 €
Nettoabfluss aus den Akquisitionen 96.739,06 €

Mit dem Anpassungsbetrag (Fair-Value-Anpassung) werden die Differenzen zwischen den Restbuchwerten und den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt beim Käufer berücksichtigt.

Die Kaufpreis-Allokation berücksichtigt alle auf den Akquisitions-Zeitpunkt bezogenen Wertaufhellungserkenntnisse, ist allerdings derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Bereichen Finanzen, Marketing und Organisation. Darüber hinaus führt die Akquisition zu einer Stärkung der Marktposition des bmp Holding-Konzerns im Bereich Schlafwelten. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

In den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sind erworbene Forderungen in Höhe von 127 T€ enthalten. Die Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen betragen 127 T€, davon sind 0 T€ voraussichtlich uneinbringlich.

5.5. Akquisition der Denkvertrieb GmbH

Am 5. November 2015 hat die bmp Holding AG den Erwerb 60%-Anteile an der Denkvertrieb GmbH abgeschlossen. Die Mehrheit der Stimmrechte wurde nach Ablauf eines Stimmbindungsvertrags am 01.12.2015 erlangt. Die Denkvertrieb GmbH ist in der Entwicklung von Marketingstrategien, grafischer Gestaltung und Umsetzung, textlicher Gestaltung sowie der Vertrieb und Handel über Internetplattformen, Entwicklung von Vertriebsstrategien, Gestaltung und Optimierung von Internetseiten tätig. Durch den Erwerb werden die Tätigkeiten der Matratzen Union GmbH, der Markenschlaf GmbH und der Ecom Union GmbH unterstützt.

Im Berichtsjahr trug die Denkvertrieb GmbH mit 0 T€ zum Umsatz des bmp Holding-Konzerns bei, während im operativen Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres Denkvertrieb GmbH mit 2 T€ enthalten ist. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis des erworbenen Geschäfts nach Steuern betrug 2 T€.

Wäre die Denkvertrieb GmbH bereits zum 1.1.2015 erworben worden, so würde der bmp Holding-Konzern im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 4.762 € ausweisen und das Ergebnis nach Steuern würde -3.464 T€ betragen. Hierin sind Ergebniseffekte aus der Neubewertung übernommener Vermögenswerte sowie Finanzierungskosten für das Gesamtjahr enthalten. Ein Erwerb der Denkvertrieb GmbH zum Jahresbeginn 2015 hätte keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis pro Aktie gehabt.

Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (Kaufpreis) setzt sich aus den geleisteten Zahlungsmitteln in Höhe von 45 T€ zusammen. Der Kaufpreis für die 60% Anteile an der Denkvertrieb GmbH kann den erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet werden und führte unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Nettoabfluss:

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in € Erworbene Vermögenswerte und Schulden Buchwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Sachanlagen 168,17
Finanzanlagen 0,00
Vorräte 0,00
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 14.432,26
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.067,15
Andere Rückstellungen 0,00
Finanzverbindlichkeiten 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten -49.465,34
Nettovermögen -1.797,76
Nicht beherrschende Anteile -719,10
Beizulegender Zeitwert der Gegenleistungen 45.000,00
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -33.067,15
Nettoabfluss aus den Akquisitionen 11.932,85

Mit dem Anpassungsbetrag (Fair-Value-Anpassung) werden die Differenzen zwischen den Restbuchwerten und den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt beim Käufer berücksichtigt.

Die Kaufpreis-Allokation berücksichtigt alle auf den Akquisitions-Zeitpunkt bezogenen Wertaufhellungserkenntnisse, ist allerdings derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben.

Der nach der Kaufpreis-Allokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Bereichen Finanzen, Marketing und Organisation. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

In den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sind erworbene Forderungen in Höhe von 12 T€ enthalten. Die Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen betragen 12 T€, davon sind 0 T€ voraussichtlich uneinbringlich.

6. Grundlagen des Jahresabschlusses

Die bmp Holding AG stellt als kapitalmarktorientiertes Unternehmen einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie die Europäische Union fordert. Der vorliegende Konzernabschluss steht im Einklang mit den IFRS und berücksichtigte alle für am 1.1.2015 oder danach beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht gemäß § 315 HGB sowie um zusätzliche Erläuterungen gemäß § 315a HGB ergänzt.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften hat die bmp Holding AG in 2015 erstmalig – sofern relevant - angewandt:

Im Mai 2013 wurde IFRIC 21 „Levies“ neu erlassen. Die Interpretation bietet Leitlinien, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2014 beginnen. Das EU-Endorsement erfolgte im Juni 2014. Im Rahmen des EU-Endorsements wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17.06.2014 beginnen, verschoben. Für die bmp Holding AG hat die Interpretation keine Relevanz.

Der IASB hat im Dezember 2013 das Annual Improvements Projects 2011-2013 verabschiedet. Der Sammel-Änderungsstandard betrifft folgende Standards: IFRS 3 – Scope exceptions for joint ventures; IFRS 13 – Scope of paragraph 52 - portfolio exception und IAS 40 – Clarifying the interrelationship of IFRS 3 and IAS 40 when classifying property as investment property or owner-occupied property. Sämtliche Änderungen sind ab 01.07.2014 verpflichtend und nur prospektiv anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2014. Im Rahmen des EU-Endorsements wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2015 beginnen, verschoben. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp Holding AG.

7. Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS

Der IASB hat im Dezember 2013 das Annual Improvements Projects 2010-2012 verabschiedet. Der Sammel-Änderungsstandard betrifft folgende Standards: IFRS 2 – Definition of ‚vesting condition‘; IFRS 3 – Accounting for contingent consideration in a business combination; IFRS 8 – Aggregation of operating segments; IFRS 8 – Reconciliation of the total of the reportable segments‘ assets to the entity‘s assets; IFRS 13 – Short-term receivables and payables; IAS 16/IAS 38 – Revaluation method—proportionate restatement of accumulated depreciation und IAS 24 – Key management personnel. Sämtliche Änderungen sind ab 01.07.2014 verpflichtend und nur prospektiv anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2014. Im Rahmen des EU-Endorsements wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.02.2015 beginnen, verschoben. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der IASB hat im November 2013 Änderungen zum IAS 19 erlassen. Mit dieser Änderung stellt der IASB den Unternehmen eine Erleichterung für die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan bereit. Diese Änderungen sind auf Geschäftsjahre, die am oder nachdem 01.07.2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2014. Im Rahmen des EU-Endorsements wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.02.2015 beginnen, verschoben. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Januar 2014 hat der IASB IFRS 14 „Regulatory Deferral Accounts“ veröffentlicht. Der neue Standard führt eine optionale Erleichterung für Erstanwender nach IFRS 1 ein, mit der unter restriktiven Voraussetzungen diese Unternehmen die Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten aus einer Preisregulierung nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften fortsetzen können. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die EU hat entschiedenen diesen Interims-Standard nicht anzuerkennen und stattdessen den finalen Standard abzuwarten. Für die bmp Holding AG ist der neue Standard derzeit nicht relevant.

Im Mai 2014 hat das IASB Ergänzungen zu IFRS 11 „Joint Arrangements“ veröffentlicht. Hierdurch wird klargestellt, dass sowohl der erstmalige Erwerb als auch der Hinzuerwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren ist, es sei denn, diese stehen im Widerspruch zu Regelungen des IFRS 11. Zudem sind auch die Angabepflichten des IFRS 3 zu erfüllen. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im November 2015. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Mai 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 veröffentlicht. Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Demnach sind umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen sachgerecht. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2015. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Mai 2014 hat der IASB IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers“ veröffentlicht. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden abbilden mit dem Betrag, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält ferner Vorgaben zum Ausweis der auf Vertragsebene bestehenden Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen. Dies sind Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen, die sich abhängig vom Verhältnis der vom Unternehmen erbrachten Leistung und der Zahlung des Kunden ergeben. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt IAS 11, Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie die dazugehörigen Interpretationen. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2017 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement steht zum Bilanzstichtag noch aus. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Juni 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 veröffentlicht. Hieraus ergaben sich Änderungen in der Bilanzierung von fruchttragenden Pflanzen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im November 2015. Für die bmp Holding AG ist der neue Standard derzeit nicht relevant.

Das IASB schloss im Juli 2014 sein Projekt zur Ersetzung des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, durch die Veröffentlichung der finalen Version des IFRS 9, Finanzinstrumente, ab. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement steht zum Bilanzstichtag noch aus. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im August 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 27 veröffentlicht. Hieraus ergeben sich Änderungen für den Einzelabschluss. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2015. Für den Konzernabschluss der bmp Holding AG ist der neue Standard nicht relevant.

Im September 2014 hat das IASB Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 veröffentlicht. Mit den Änderungen wird eine zwischen IFRS 10 und IAS 28 (2011) bestehende Inkonsistenz beseitigt. Es erfolgt eine Klarstellung in Bezug auf die Erfassung nicht realisierter Erfolge aus Transaktionen zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture. Sofern die Transaktion einen Geschäftsbetrieb (entsprechend IFRS 3) betrifft, hat eine vollständige Erlöserfassung beim Investor zu erfolgen. Betrifft die Transaktion nur die Veräußerung von Vermögenswerten, welche keinen Geschäftsbetrieb darstellen, so ist eine Teilerfolgserfassung vorzunehmen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement steht zum Bilanzstichtag noch aus, da die EU hierzu weitere Entwicklungen vom IASB abwartet. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der IASB hat im September 2014 das Annual Improvements Projects 2012-2014 verabschiedet. Der Sammel-Änderungsstandard betrifft folgende Standards: IFRS 5 – Held for sale and discontinued operations – changes in methods of disposals; IFRS 7 – Transfer Disclosures for Servicing Contracts; IFRS 7 – Applicability of amendments to condensed interim financial statements; IAS 19 – Discount rate: regional market issued; IAS 34 – Disclosure of information elsewhere in the interim report. Sämtliche Änderungen sind ab 01.01.2016 verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2015. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Dezember 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 1 veröffentlicht. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Abschlussangaben; der Darstellung von zusätzlichen Abschlussposten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung; der Darstellung des sonstigen Ergebnisses, das auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt, die nach der Equity- Methode bilanziert werden; der Struktur von Anhangangaben und der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2015. Die bmp Holding AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Dezember 2014 hat das IASB Änderungen zu IFRS 10, 12 und IAS 1 veröffentlicht. Die Änderungen dienen zur Klärung von drei Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften, welche ihre Tochterunternehmen stattdessen zum Fair Value bilanziell abbilden. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2016 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement steht zum Bilanzstichtag noch aus. Für den Konzernabschluss der bmp Holding AG ist der neue Standard nicht relevant.

8. Ertragserfassung

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren und Fertigerzeugnissen werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden erfasst, sofern die Leistungen erbracht sind, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Bei Rahmenverträgen über Serviceleistungen werden erbrachte Leistungen regelmäßig, in der Regel quartalsweise, abgerechnet. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatten oder sonstigen Preisnachlässen ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren werden im aufgegebenen Geschäftsbereich ausgewiesen und werden mit dem Eigentumsübergang an den Erwerber erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist.

Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

9. Wertberichtigungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer (incl. Goodwill) sowie für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte wird der erzielbare Betrag unabhängig von Anhaltspunkten einmal jährlich ermittelt. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert, wobei der höhere der beiden Werte maßgeblich ist. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Units) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierenden Goodwills werden den Cash Generating Units zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Cash Generating Units stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Goodwills durch das Management für interne Zwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Goodwill enthält, wird regelmäßig jährlich zum Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Wertberichtigung. Wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis von Cash Generating Units ermittelt, die einen Goodwill enthalten, werden zunächst die Goodwills wertgemindert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Goodwills wird der Rest proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die sich ohne die Wertberichtigungen in der Vergangenheit ergeben hätten. Wertaufholungen auf Goodwills sind nicht zulässig.

Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam in den Abschreibungen, Werterhöhungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

10. Ertragssteuern

Die Berechnung der latenten und laufenden Steuern erfolgt nach IAS 12. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRS- und Steuerbilanz und auf realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde, die zum Bilanzstichtag gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit die damit verbundenen Steuerforderungen wahrscheinlich genutzt werden. Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung einbezogen, soweit sie wahrscheinlich realisierbar sind.

Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. –ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

11. Goodwill

Goodwills werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

12. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Die Gesellschaft hat Leistungsbeziehungen zum Vorstand und Aufsichtsrat unterhalten. Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Punkt 55 beschrieben, einen darüber hinausgehenden Leistungsaustausch gab es nicht.

Der Vorstand Oliver Borrmann ist minderheitlich an der bmp Beteiligungsmanagement AG beteiligt, mit der ein Anlageberatungsvertrag besteht. Dieser Anlageberatungsvertrag sieht eine Vergütung von 2,5% p.a. zzgl. USt. auf das durchschnittliche Eigenkapital der bmp Holding AG nach IFRS und gegebenfalls eine 15%ige Erfolgsbeteiligung vor.

13. Offene Beteiligungen

Die offenen Beteiligungen wurden durch die Entscheidung der Geschäftsleitung, das Venture Capital Geschäfts aufzugeben in die Position „aufgegebener Geschäftsbereich“ umgegliedert. Die offenen Betreiligungen am Kapital der Portfoliounternehmen sind der Bewertungskategorie „Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss“ zugeordnet. Die Zugangs- und Folgebewertung von Finanzinstrumenten dieser Kategorie erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39 grundsätzlich zum Fair Value. Wertänderungen zwischen der Zugangs- und Folgebewertung sowie zwischen den nachfolgenden Zeitpunkten werden gesondert unter Erträge aus Neubewertung oder unter Aufwendungen aus Neubewertung ausgewiesen.

Zur Umsetzung der Fair Value-Bilanzierung der Beteiligungen wurde eine Bewertungsrichtlinie erarbeitet. Danach werden Anteile an börsennotierten Gesellschaften, für die ein aktiver Markt besteht, mit ihrem Börsenkurs am jeweils liquidesten Börsenplatz zum Bewertungsstichtag bewertet. Unterliegen die Aktien einer Lock-Up Beschränkung, werden Abschläge von bis zu 20%, abhängig von der Frist der Handelsbeschränkung, auf den Stichtagskurs angesetzt. Für alle übrigen Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht, wird der Fair Value anhand allgemein anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt, wobei die Schwankungsbreite der Ergebnisse verschiedener Verfahren für die gleiche Beteiligung in einem vertretbaren Rahmen liegen muss. Zu den Bewertungsverfahren gehört – sofern verfügbar – der Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern. Diese sogenannten Dritttransaktionen müssen nach internen Richtlinien der Gesellschaft bestimmte Kriterien erfüllen, die sich vornehmlich am Volumen und dem zeitlichen Bezug der Transaktion orientieren.

Zu den weiteren Bewertungsverfahren gehören insbesondere der Peergroupvergleich sowie die Discounted Cashflow-Methode. Beim Peergroupvergleich wird der Unternehmenswert auf Basis von Multiplikatoren einer Gruppe von vergleichbaren Unternehmen errechnet. Die wesentliche Voraussetzung für die Anwendung dieser Methode ist die Identifikation von mindestens drei vergleichbaren Unternehmen. Sollte dies nicht möglich sein, können geeignete Branchenmultiplikatoren herangezogen werden, wenn hierbei verlässliche Daten zur Verfügung stehen und eine weitgehende Branchenzuordnung gewährleistet ist. Wegen des Vergleiches eines nicht börsennotierten Bewertungsobjektes mit einer Gruppe aus börsennotierten Vergleichsunternehmen sind Bewertungsabschläge wegen Illiquidität auf die ermittelten Werte anzusetzen. Weiterhin können unternehmensspezifische Faktoren diesen Abschlag vermindern oder erhöhen. In der Regel beträgt der Gesamtabschlag zwischen 30% und 50%. Bei der Discounted Cashflow-Methode werden zukünftige Cashflows diskontiert; für den darauf folgenden Zeitraum wird der Barwert einer ewigen Rente berechnet.

Die Bewertungsmethoden entsprechen den Empfehlungen der IPEV (International Private Equity and Venture Capital Valuation Guidelines) und NACVA (National Association of Certified Valuation Analysts).

14. Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Hierzu gehören grundsätzlich einerseits originäre Finanzinstrumente und andererseits derivative Finanzinstrumente. Die Gesellschaft hat in 2015 und 2014 keine derivativen Finanzinstrumente - weder mit noch ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - gehalten.

15. Darlehen

Die Position „Darlehen“ umfasst langfristige Ausleihungen mit fester Laufzeit, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Vorsorge berücksichtigt.

Die Darlehen an Beteiligungen sind im aufgegebenenen Geschäftsbereich ausgewiesen.

16. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte haben wir zu Anschaffungskosten abzüglich ku¬mu-lierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibun¬gen werden planmäßig entsprech¬end der linearen Methode vorgenommen.

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverpflichtungen für PKWs und Kopierer.

Die Verträge haben Laufzeiten 1 bis zu 5 Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Untermietverhältnisse wurden nicht vereinbart.

Die nominale Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Mietverträgen und Operating-Leasingverhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Fällig innerhalb eines Jahres 302 0
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 904 0
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0
Summe 1.206 0

18. Rückstellungen

Rückstellungen dürfen nur passiviert werden, wenn eine Verpflichtung besteht und eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Langfristige Rückstellungen sind abzuzinsen, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.

19. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind u.a. als kurzfristig auszuweisen, wenn die Schuld innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig wird. Daher erfolgt in der Bilanz eine Unterteilung zwischen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.

20. Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passive Rechnungsabgrenzung erfolgt für Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

21. Schätzungen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und ggf. angepasst.

Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zu Grunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Jahresabschluss haben könnten:

Nutzungsdauern von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten

Die Gesellschaft überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten. Schätzungsänderungen waren in 2015 und 2014 nicht notwendig.

Beteiligungen

Die Position „offene Beteiligungen“ im aufgegebenen Geschäftsbereich beinhaltet die Gesellschaftsanteile an den Venture Capital Beteiligungen. Der Wertansatz dieser Beteiligungen ist zu einem sehr großen Teil von Schätzungen in den unterschiedlichsten Bereichen abhängig. Über die Prognose von volkswirtschaftlichen Rahmendaten, Entwicklungen von Märkten und Marktsegmenten, wirtschaftlichen Prognosen auf Basis der Beteiligungen an sich hin zu Kapitalisierungszinsfüßen, Inflationsraten und Wechselkursen ist der ganze Bewertungsbereich von Annahmen und Schätzungen überzogen, die den Wert der Position „offene Beteiligungen“ beeinflussen. Der Buchwertansatz der durch Schätzungen beeinflussten Vermögenswerte beträgt 3.688 T€.

Werthaltigkeit der Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag hat die Gesellschaft einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage oder eines sonstigen immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cash-Flows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cash-Flows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen, in denen der Konzern tätig ist und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cash-Flows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Goodwill

Der Konzern prüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Goodwills eingetreten ist. Dafür ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cash-Flows. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Der Buchwert des Goodwill beträgt zum Bilanzstichtag 4.685 T€.

Rechtliche Risiken

Die bmp Holding AG und ihre Töchter sind per 31. Dezember 2015 in Rechtsstreitigkeiten involviert, für die Rückstellungen oder Verbindlichkeiten über 20 T€ zu passivieren waren. (Vorjahr: 0 T€).

22. Verbrauchsfolgeverfahren

Sowohl das Vorratsvermögen als auch Beteiligungen und Wertpapiere werden nach der Durchschnittsmethode bewertet und bei Teilverkäufen entsprechend als Buchwertabgang von Beteiligungen und Wertpapieren berücksichtigt.

23. Erläuterungen zum aufgegebenen Geschäftsbereich

Durch Beschluss des Vorstands und Aufsichtsrat vom 04.02.2015 sollen die nicht zur zukünftigen Ausrichtung passenden Beteiligungen veräußert werden. Dieser aufgegebene Geschäftsbereich ist in Bilanz und Gesamtergebnisrechnung gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Der aufgegebene Geschäftsbereich beinhaltet das ehemalige Beteiligungsgeschäft der bmp Holding AG.

Ergebnisse des aufgegebenen Geschäftsbereichs:

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In T€ 2015 2014
Erträge 4.635 219
Aufwendungen 4.488 937
Bewertungsergebnis -1.594 883
Ergebnis vor Steuern -1.447 165
Ergebnis nach Steuern -1.447 165

Cashflows des aufgegebenen Geschäftsbereichs:

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In T€ 2015 2014
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -476 -521
Cashflow aus Investitionen 2.591 -1.951
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich 0 0

Die Aktiva des aufgegebenen Geschäftsbereichs teilen sich wie folgt auf:

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2015
offene Beteiligungen 15.282
Darlehen gegenüber Beteiligungen 1.004
Wertpapiere des Umlaufvermögens 2
Forderungen gegenüber Beteiligungen 46
Summe 16.334

In den Passiva sind im aufgegebenen Geschäftsbereich nur Rückstellungen über 504 T€ für die erfolgsabhängige Vergütung enthalten.

II. Erläuterung Bilanz

24. Immaterielle Vermögenswerte

In dieser Position sind immaterielle Vermögenswerte und Goodwills enthalten, zur Zusammensetzung und Entwicklung siehe folgende Tabellen.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung ein künftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis sechs Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Alle entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer.

Abgrenzbare selbst erstellte Produktinnovationen werden aktiviert, sobald die in IAS 38.57 geforderten Ansatzvoraussetzungen kumulativ erfüllt sind. Ab diesem Zeitpunkt werden die einzelnen Produktinnovationen direkt zurechenbaren Entwicklungs- respektive Herstellungskosten (im Wesentlichen Personalkosten) einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten aktiviert. Die aktivierten selbst erstellten Produktinnovationen werden ab dem Zeitpunkt, ab dem sie zur Verwertung zur Verfügung stehen, planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer. Sie werden über den erwarteten Produktlebenszyklus von bis zu acht Jahren linear abgeschrieben.

Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen. Noch in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

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In T€ 01.01.2015 Abgang Übernahme zu Nettobuchwerten Zugang 31.12.2015 01.01.2014 Abgang Zugang 31.12.2014
Anschaffungskosten 20 0 216 46 282 16 0 4 20
Abschreibungen 13 0 - 56 69 10 0 3 13
Buchwert 7 - - - 213 6 - - 7

25. Goodwills

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In T€ 01.01.2015 Abgang Zugang 31.12.2015 01.01.2014 Abgang Zugang 31.12.2014
Anschaffungskosten 0 0 4.685 4.685 0 0 0 0
Abschreibungen 0 0 0 0 0 0 0 0
Buchwert 0 - - 4.685 0 - - 0

Die Goodwills sind fünf Cash Generating Units (CGU) zugeordnet, wobei die CGU auf Basis der Produktlinien der bmp Holding-Gruppe gebildet werden. Der Impairment Test des Goodwills erfolgt einerseits durch Ermittlung der Nutzungswerte mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode, anderseits durch Vergleich der Parameter bei Erwerb und zum Bilanzstichtag (Kalibrierung). Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cash-Flows aus der bottom-up erstellten und vom Management der bmp Holding AG genehmigten Dreijahresplanung der CGU verwendet. Die Cash-Flows jenseits der Dreijahresperiode werden auf Basis des Terminal Value ermittelt. Die angenommene Wachstumsrate zur Extrapolation der Cash-Flows beträgt 3,00% p.a. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,00% p.a. sowie auf Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital von 5,50% bzw. 4,50%-Punkten p.a. Darüber hinaus werden jeweils individuell für jede CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Steuersatz sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zur Diskontierung der Cash-Flows wurden für die fünf CGUs Nach-Steuer-Diskontierungszinssätze zwischen 10,25% p.a. und 10,28% p.a. zu Grunde gelegt.

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In T€ Goodwill %
sleepz GmbH 2.204 47,0%
Markenschlaf GmbH 664 14,2%
Matratzen Union GmbH 1.487 31,7%
Ecom Uniom GmbH 284 6,1%
Denkvertrieb GmbH 46 1,0%
Summe 4.685 100,0%

Die erzielbaren Beträge der CGUs wurden als Nutzungswert ermittelt. Die Ermittlung des Nutzungswerts für die CGUs erfolgt generell auf Basis der geschätzten Umsatzwachstumsraten. Zu ihrer Ermittlung wurden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen (insb. externe Marktstudien) überein. Ein Impairment des Goodwills wurde nicht festgestellt.

26. Sachanlagen

Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt der betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungskosten – sofern abnutzbar - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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In Jahren Nutzungsdauer
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13

Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlicher Nutzungsdauer bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

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In T€ 01.01.2015 Abgang Übernahme zu Nettobuchwerten Zugang 31.12.2015 01.01.2014 Abgang Zugang 31.12.2014
Anschaffungskosten 0 0 152 191 343 0 0 0 0
Abschreibungen 0 0 - 46 46 0 0 0 0
Buchwert 0 - - - 297 0 - - 0

27. Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten werden gemäß IAS 2 als Vollkosten (bestehend aus Einzel- und angemessenen Gemeinkosten einschließlich fertigungsbezogener Verwaltungskosten) nach der Standardkostenmethode ermittelt. Die Anschaffungskosten werden in der Regel nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert (net realisable value) entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungskosten und Vertriebskosten.

28. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten einzeln unter Berücksichtigung der Rückzahlungswahrscheinlichkeit bewertet.

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In T€ 2015 2014
Aktive Rechnungsabgrenzung 30 7
Forderungen gegen Beteiligungen 0 40
Steuerforderungen 153 12
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 91 0
Summe Forderungen 274 59

29. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind der Bewertungskategorie „Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss“ zugeordnet.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte umfassen die Beteiligungen am Kapital der Portfoliounternehmen. Diese werden entweder unter „Offene Beteiligungen“ unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen oder als „Wertpapiere“ unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Soweit für diese Beteiligungen kein aktiver Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Sollten sich die Fair Values der einzelnen Beteiligungen nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bilanziert. Soweit Hinweise auf niedrigere Fair Values bestehen, werden diese angesetzt.

Die Bewertung wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten, vor allem der Stufe 2 und 3, wird auf Basis der bmp-internen „Best Practices der Bewertung“ im Controlling durchgeführt.

Eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten enthalten die folgenden Tabellen:

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in T€ Zeitwert zum 31.12.2015 Zeitwert zum 31.12.2014
Stufe I 0 860
Stufe II 3.576 10.902
Stufe III 11.706 5.910
Summe offene Beteiligungen 15.282 17.672

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in T€ Zeitwert zum 31.12.2015 Zeitwert zum 31.12.2014
Stufe I 2 2.939
Summe zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 2 2.939

Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. In Stufe 1 werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Marktpreis direkt ermittelt werden kann. Darunter fallen ausschließlich börsengängige Wertpapiere.

Fair Values in Stufe 2 werden auf Basis von Marktdaten wie Preisen identischer Güter auf einem nicht aktiven Markt ermittelt. Darunter ist in der Regel ein zeitnaher Transaktionspreis in der Beteiligung zu verstehen. Stufe 3 Fair Values errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden.

Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzpositionen basierend auf Stufe 3

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2015 2014
Zeitwert zum 01.01.2015 5.910 6.454
Erträge aus Neubewertung 69 888
Aufwand aus Neubewertung -962 -895
Zugang 1.908 0
Abgang -1.355 0
Umgruppierungen in Stufe III 6.829 2.110
Umgruppierungen aus Stufe III -692 -2.647
Zeitwert zum 31.12.2015 11.707 5.910

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Erfolgswirksam realisierte Ergebnisse auf Stufe III 2015 2014
realisierte Gewinne 22 0
realisierte Verluste 13 0

Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgruppierung aus Stufe 2 in Stufe 3 beinhaltet drei Beteiligungen, für die kein zeitnaher Transaktionspreis mehr als Bewertungsmethode zur Verfügung stand. Weiterhin bestanden Hinweise auf einen niedrigeren Fair Value, so dass eine Einzelwertberichtigung gebildet wurde.

Die folgende Tabelle zeigt die angewendeten Bewertungsverfahren und -parameter in Stufe 3.

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beizulegender Zeitwert zum 31.12.2015

in T€
Bewertungsmodell-/Verfahren Nicht-beobachtbare Parameter Bandbreite (arithmetischer Mittelwert)*
3.566 Multiplikatorverfahren Ergebnis-Multiplikator 7,91-16,04 (10,96)
Umsatz-Multiplikator 0,60-2,38 (1,43)
Abschlag für fehlende Marktgängigkeit 30%-60% (44%)
8.018 Transaktionspreis ein Jahr oder älter N/A N/A
122 Discounted Cashflow / write off Gewogene durchschnittliche Kapitalkosten 11,25%-11,25% (11,25%)
Langfristige Wachstumsrate des Umsatzes 3,00%-3,00% (3,00%)
Langfristige EBITDA-Marge 15,00%-15,00% (15,00%)

*Nach Abschlag wegen fehlender Marktgängigkeit

Für den Fair Value der Beteiligungen ist der Unternehmenswert die wesentliche Risikovariable.

Mittels Sensitivitätsanalyse in Stufe 3 wird der Effekt von Änderungen von nicht-beobachtbaren Bewertungsparametern des Unternehmenswertes auf das Ergebnis und das Eigenkapital dargestellt. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte um 10 % höher wären, würde das Ergebnis und das Eigenkapital um 304 T€ höher ausfallen. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte um 10 % niedriger wären, würde das Ergebnis und das Eigenkapital um 246 T€ niedriger ausfallen.

30. Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand

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In T€ 2015 2014
Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand 1.943 19

Bezüglich der Verwendung der liquiden Mittel verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

31. Eigenkapital und Aktien

Alle Aktien der bmp sind auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00. Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Alle Aktien sind voll eingezahlt. Die Aktienanzahl betrug in 2014 20,7 Mio. und in 2015 ebenfalls 20,7 Mio.

32. Börsenzulassung

Die Aktien sind in Deutschland zum Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse unter gleichzeitiger Zulassung zum Prime Standard zugelassen. Daneben werden die Aktien in den Freiverkehr der Wertpapierbörsen von Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart einbezogen. Weiterhin sind die Aktien an der Warschauer Wertpapierbörse notiert.

33. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage umfasst Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag erzielt worden sind. Sie betrug im 2015 993 T€ (Vorjahr 993 T€).

34. Veränderung im Eigenkapital

Bezüglich der Veränderungen im Eigenkapital verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

35. Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital betrug zum 31. Dezember 2015 10.350.587 €. Die Laufzeit des genehmigten Kapitals endet am 26. Juni 2019.

36. Darlehen langfristig

Die Darlehen wurden durch fremde Gesellschafter der sleepz GmbH gewährt.

37. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft die eingeräumte Kreditlinie von 2 Mio. € mit 1.090 T€ in Anspruch genommen (Vorjahr: 199 €). Die Kreditlinie ist nicht durch die Gesellschaft besichert. In Höhe von 350 T€ wurde eine Bonifikationsvorfinanzierung in Anspruch genommen, die mit der Abtretung der Bonusansprüche besichert ist.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über TEUR 29 sind mit einer Sicherungsübereignung des Warenlagers der Matratzen Union GmbH besichert.

38. Sonstige Verbindlichkeiten

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In T€ 2015 2014
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 65 5
Verbindlichkeiten gegenüber fremden Gesellschaftern 940 0
Darlehen 3.000 0
Ausstehende Rechnungen 5 54
Verbindlichkeiten Abschluss- und Prüfung 116 74
Sonstige Verbindlichkeiten 186 3
Summe 4.312 136

Das Darlehen über 3.000 T€, das durch eine Aktionärin gewährt wurde, ist mit einer Verpfändung der an der Brand eins AG gehaltenen Aktien besichert.

III. Erläuterung zur Gesamtergebnisrechnung

39. sonstige betriebliche Erträge

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In T€ 2015 2014
Sonstige betriebliche Erträge 11 1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8 17
Wechselkursgewinne 3 0
Bewertung sleepz vor Konsolidierung 149 0
Versicherungsentschädigungen 10 0
Summe Sonstige betriebliche Erträge 181 18

40. Materialaufwand

Der Materialaufwand zeigt den zu den Erlösen aus Handelstätigkeit korrespondierenden Buchwertabgang der Vorräte.

41. Personalaufwand

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2015 2014
Produktion/Lager 4 0
Vertrieb 2,6 0
Verwaltung/Kundenservice 17,6 1
Summe 24,2 1

Im Durchschnitt wurden im Jahr 2015 24 Mitarbeiter (Vorjahr 1) beschäftigt.

Die Aufwendungen von 1 T€ aus dem 22.12.2015 begebenem Aktienoptionsprogram wurden nach Black-Scholes berechnet und wegen untergeordneter Bedeutung nicht berücksichtigt.

42. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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In T€ 2015 2014
Forderungsverluste und Einstellungen in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen 139 0
Fremdarbeiten und Fremdleistungen 383 17
Kosten Hauptversammlung 56 56
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 44 31
Werbe-, Reise- und Börsenkosten 390 133
Aufwendungen aus Fondsverwaltung 700 700
Aufwand aus Kursverlusten Fremdwährung 12 4
Abschluss- und Prüfungskosten 110 64
Kosten des Aufsichtsrats 41 51
Kosten Zahlungsabwicklung 45 0
Rechts- und Beratungskosten 57 25
Frachten und Verpackung 432 0
Verkaufsprovisionen und -gebühren 693 0
Miete und Raumkosten 155 0
Fahrzeugkosten 32 0
Wartung Hard- und Software 66 0
Verschiedene betriebliche Kosten 118 46
Summe 3.473 1.127

43. Ertragssteuern

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in T€ 2015 2014
tatsächliche Steueraufwendungen 9 0
davon tatsächliche Ertragsteueraufwendungen der Periode 9 0
Summe 9 0

Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wird auf ausgeschüttete und einbehaltene Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15% (Vorjahr: 15%) und darauf ein Solidaritätssatz von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Unter Berücksichtigung der Nichtabzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ergibt sich für die Gewerbesteuer ein durchschnittlicher Steuersatz von 15% (Vorjahr: 15%), sodass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von 30,2% (Vorjahr: 30,2%) resultiert.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung der Ansprüche bzw. Erfüllung der Verbindlichkeiten gültig sind.

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich durch zukünftige Entwicklungen verändern. Zum 31. Dezember 2015 werden für im Konzern bestehende körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 80,7 Mio. € und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 85,8 Mio. € keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Die steuerlichen Verlustvorträge bei den Akquisitionen sind entweder im Rahmen des Gesellschafterwechsels untergegangen oder werden vom Management zur Zeit als noch nicht realisierbar eingestuft.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie künftigen Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind.

Der Unterschied zwischen dem erwarteten (bei Anwendung des für die bmp Holding AG gültigen Steuersatzes) und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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in € 2015 2014
Ergebnis vor Steuern -3.432 -289
Erwarteter Steueraufwand (-)/-erstattung (+) 1.036 87
davon auf nicht steuerpflichtige Beteiligungserlöse entfallend 454 0
Auf Konzerngesellschaften ohne Steuererstattungsanpruch entfallender Anteil -1490 -87
Auf Konzerngesellschaften ohne Verlustvorträge entfallender Steueraufwand 9 0
Ausgewiesener Steueraufwand 9 0

IV. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung

44. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden gemäß IAS 7 Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform angewendet.

44.1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel am Anfang und am Ende der Periode bestanden in Form von Bankguthaben.

44.2. Cashflow aus Zinsen

Es wurden folgende Zinsen vereinnahmt bzw. gezahlt:

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In T€ 2015 2014
Gezahlte Zinsen 129 3
Erhaltene Darlehenszinsen 2 0
Von Banken und sonstigen Institutionen erhaltene Zinsen 0 4

V. Sonstige Angaben

45. Risiken und Risikomanagement

45.1. Risiken Geschäftsbereich „Schlafen“

Markt

Der Onlinemarkt im Schlafbereich ist im Wandel. Viele Möbelfirmen und größere stationäre Händler entdecken den Online-Markt, es ist mit mehr Wettbewerb zu rechnen. Gleichzeitig weist der Markt eine hohe Wachstumsdynamik auf.

Wettbewerb

Mit Schlafwelt.de (Otto-Gruppe) u.a. hat der deutsche Markt zwar einige größere Online-Player, aber keinen Wettbewerber, der den Markt signifikant beherrscht. Angesichts der nicht vorhandenen beherrschenden Rolle eines einzigen oder weniger Wettbewerber versuchen sehr viele Firmen, diesen Markt für sich zu erschließen. Mehrere neue Onlinefirmen verlangen einen höheren Servicelevel als Standard und sorgen für einen größeren Wettbewerb im Preisbereich. Hierdurch kann das Risiko eines Margenverfalls entstehen.

Technologie

eCommerce wird immer komplizierter und zunehmend technischer. Um dem standzuhalten, ist es wichtig, immer die neuesten Technologien zu nutzen, so z.B. das mobile Shopping. Das mobile Internet und weitere technische Errungenschaften erfordern gute externe Dienstleister oder eine starke interne Technikabteilung. Die Abhängigkeit von externen Dienstleistern stellt eine nicht unbedeutende Gefahr dar. Gleichzeitig sind Entwickler aktuell sehr gefragt, wodurch die Personalsuche für die interne Technikabteilung zunehmend schwieriger wird und das Risiko gute Mitarbeiter zu verlieren, hoch ist.

Personal

Speziell am Standort Berlin, bedingt durch die vielen eCommerce Unternehmen, gestaltet sich das Rekrutieren von guten Mitarbeitern in allen Bereichen als schwierig. Besonders auf Führungsebene müssen Unternehmen mehr bieten, damit sie interessant sind. Eine mögliche Kostensteigerung im Personalbereich kann eine Folge der größeren Nachfrage sein.

Rechtsrisiken

Abmahnung und Rechtsfallen sind seit Jahren ein fester Bestandsteil des Handels im Onlinebereich. Dem entgegenzuwirken bedeutet einen höheren Aufwand für Prävention im Rechtsbereich. Das gilt für alle Prozesse und Bereiche auf den Domains. Kosten für Rechtsberatung und Rückstellungen bei Rechtsstreitigkeiten steigen.

Lieferantenrisiko

Trotz der großen Chance, dass viele Lieferanten den Handel im Netz neu entdecken und damit Onlinehändler immer mehr Produkte angeboten bekommen, sichern sich viele Hersteller auch vertraglich gegen Missbrauch und Strategieänderungen ab. Eine mögliche abrupte Beendigung von Geschäftsbeziehungen ist immer möglich. Dadurch kann sich das Angebot verändern und Umsätze können sich verlagern bzw. im schlimmsten Fall auch ausbleiben.

Gewährleistung/Produkthaftung

Das Thema Gewährleistung stellt kaum Probleme dar, weil das Risiko in erster Linie durch den Hersteller getragen wird. Für importierte Produkte trägt allerdings der Importeur das Risiko einer Produkthaftung. Dadurch müssen die Qualitätsstandards für Produktprüfung sehr hoch angesetzt werden. Trotz solcher Qualitätsstandards kann das Angebot importierter Produkte die Gefahr einer Produkthaftung und daraus resultierender Kosten mit sich ziehen.

Konjunktur

Der wirtschaftliche Erfolg der bmp Holding AG und vor allem ihrer Tochtergesellschaften ist in einem gewissen Maße vom Konsumklima abhängig. Damit ist der wirtschaftliche Erfolg der bmp Holding abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der Branche, in denen die Tochtergesellschaften der bmp Holding tätig sind.

Image

Das Netz ist immer transparenter und die Meinung von Verbrauchern, Verbänden und Meinungsführern (z.B. Stiftung Warentest) wird immer wichtiger. Das stellt eine große Chance, sich im Wettbewerb abzuheben, aber gleichzeitig auch eine große Gefahr dar, schnell eine Rufschädigung zu erleiden.

Produkte

Im Bereich der Schlafwelten ist der Lebenszyklus von Matratzen, Lattenrosten und Betten sehr lang, wodurch das Sortiment über Jahre gut aufeinander abgestimmt werden kann. Anders ist dies im modischen Bereich, wie z.B. bei Bettwäsche. Hier ist ein schneller Abverkauf wichtig, da ansonsten Wertanpassungen bei Ladenhütern erfolgen müssen.

Forderungsausfallrisiko

Beim direkten Verkauf an Verbraucher besteht aufgrund der Zahlungsmodalitäten ein sehr geringes Forderungsausfallrisiko. Bei dem Verkauf über Plattformen, die gleichzeitig die Inkassofunktion übernehmen, besteht ein entsprechendes Risiko. Dieses Risiko wird fortlaufend durch die Geschäftsleitung überwacht.

45.2. Risiken aufgegebener Geschäftsbereich

Venture Capital ist Wagnis- oder Risikokapital, dessen Gewährung die Erlangung hoher Renditen zum Ziel hat. Venture Capital beinhaltet gleichzeitig im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen auch ein deutlich höheres Risikopotential. Da die Unternehmen bei Beteiligungseingang teilweise weder Erträge erwirtschaften noch von einem Erfolg bei der Durchsetzung einer Geschäftsidee zu diesem Zeitpunkt ausgegangen werden kann, ergeben sich hohe Risiken für die Gesellschaft. Dieses Risiko steigt grundsätzlich mit zunehmender Nähe zur Unternehmensgründung signifikant an.

Zeitpunkt der Veräußerung und erzielbarer Veräußerungserlös

Die bmp Holding realisiert heute Erträge vornehmlich durch die Veräußerung von Beteiligungen an einen institutionellen oder industriellen Investor (Trade Sale) oder im Rahmen eines Börsengangs. Weiterhin werden einige Beteiligungen als Management Buy-Back an die Gründer oder Mitgesellschafter verkauft. Diese Veräußerungsmöglichkeiten werden auch als Exit-Kanäle bezeichnet. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür übernehmen, dass sich die Veräußerung einer Beteiligung überhaupt bzw. zu einer bestimmten Rendite realisieren lässt. Gerade bei schwachen Kapitalmärkten werden Beteiligungsverkäufe schwieriger und können damit zu negativen Ergebnissen der Gesellschaft führen.

Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Portfoliounternehmen

Abschreibungen auf Beteiligungen bis hin zum Totalverlust von Beteiligungen durch Insolvenz lassen sich trotz langjähriger Geschäftserfahrungen und intensivem Beteiligungscontrolling nicht vermeiden und sind insbesondere bei Frühphasenfinanzierungen nicht ungewöhnlich. Die Gesellschaft wirkt den finanziellen Auswirkungen eines Wertverfalls von Beteiligungen durch frühzeitige Unterstützungs- und Gegensteuerungsmaßnahmen, durch kontinuierliche Verbesserung der Due Diligence und des Beteiligungscontrollings sowie entsprechende Risikovorsorge (Bildung von Wertberichtigungen) in ihrer bilanziellen Bewertung entgegen.

Risiko aus Auslandsgeschäften

Die Beteiligungen, die bmp im Ausland hält, unterliegen dem jeweilig landesspezifischen Recht. Zudem unterliegen einzelne von bmp geschlossene Verträge dem jeweilig landesspezifischen Recht. Die Gesellschaft ist somit den üblichen Gefahren und Risiken einer ausländischen Rechtsordnung ausgesetzt. Die Anwendung ausländischen Rechts sowie die landesspezifischen Gegebenheiten können so zu unvorhergesehenen Risiken führen.

Abhängigkeit der Gesellschaft von konjunkturellen Einflüssen und Finanzmärkten

Der wirtschaftliche Erfolg der bmp Holding AG ist im Direktbeteiligungsgeschäft in erster Linie von der Höhe des Preises, zu dem sie die Beteiligungen erwerben kann, der positiven Entwicklung der Portfoliounternehmen und dem bei einem Verkauf erzielten Veräußerungserlös abhängig. Eine negative wirtschaftliche Entwicklung aller, mehrerer oder einzelner Portfoliounternehmen kann durch verschiedene äußere oder innere Faktoren, auf welche die Gesellschaft unter Umständen keinen Einfluss nehmen kann, verursacht werden. Damit ist der wirtschaftliche Erfolg der bmp Holding bei der Veräußerung der Beteiligungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs in hohem Maße abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Branchen, in denen die bmp Holding investiert hat, und der Entwicklung der Finanzmärkte.

Haftung bei der Veräußerung von Beteiligungen

Im Rahmen des Verkaufs von Beteiligungen – unter Umständen aber auch bei der Beteiligung weiterer Investoren – kann es sein, dass die bmp Holding AG als Verkäufer oder als Gesellschafterin weitreichende Garantien insbesondere in Bezug auf Steuerverbindlichkeiten zugunsten des oder der Käufer abgeben muss. Daneben kann bmp gezwungen sein, auch Freistellungen für bestimmte, unternehmensspezifische Risiken abzugeben. Die Gesellschaft ist bestrebt, die Haftung aus solchen Garantien und Freistellungen auf einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises zu beschränken. Die bmp Holding AG kann nicht ausschließen, dass sich in Einzelfällen eine solche Haftung realisiert.

45.3. Bereichsübergreifende Risiken

Zinsänderungsrisiken

Bei allen ausgereichten Krediten und Darlehen wurden Festzinssätze für die gesamte Laufzeit vereinbart. Sie weisen damit keinerlei Zinsänderungsrisiko auf. Alle kurzfristigen Geldanlagen hingegen sind variabel verzinst. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind variabel verzinst.

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sowie Vermögenswerte und die gewichteten durchschnittlichen Effektivzinssätze unter Einbeziehung des aufgegebenen Geschäftsbereiches:

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2015 2014
Restlaufzeit Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
T€ Zinssatz

in %
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Insgesamt Zinssatz

in %
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Insgesamt
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich 1.550 0 0 1.550 unverzinslich 36 0 0 36
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2,83% 1.440 29 0 1.469 6,43% 199 0 0 199
Sonstige Verbindlichkeiten & Rückstellungen unverzinslich 136 837 0 973
Darlehen 8,80% 0 1.012 0 1.012
Sonstige Verbindlichkeiten 7,45% 3.750 0 0 3.750
Sonstige Verbindlichkeiten unverzinslich 811 0 0 811
Rückstellungen unverzinslich 37 0 0 37
Summe 7.588 1.041 0 8.629 371 837 0 1.208

Das Management erwartet, dass die Gesellschaft Ihre sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cash Flows, dem Zufluss von Beteiligungsverkäufen sowie aus fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

Währungsrisiken

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit verschiedentlich für den Erwerb einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung bezahlt bzw. bei der Veräußerung einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung erhalten. Je nach Zeitpunkt der Investition und der Veräußerung derselben Beteiligung kann sich zusätzlich zu einem Veräußerungsgewinn bzw. -verlust ein Kursgewinn oder -verlust realisieren. Hinzu kommt das Risiko, dass die Gesellschaft Kursverluste aus Fremdwährungsguthaben hinnehmen muss, falls keine Sicherungsgeschäfte bestehen.

Im Geschäftsbereich „Schlafen“ werden alle Geschäfte in Euro abgewickelt.

Das Währungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus offenen Beteiligungen, Wertpapieren und Fremdwährungsguthaben, die im Zloty-Währungsraum gehalten werden. Währungssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Wenn zum Bilanzstichtag der Zloty gegenüber dem Euro 10% höher bewertet worden wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 66 T€ (Vorjahr 129 T€) gestiegen. Wenn zum Bilanzstichtag der Zloty gegenüber dem Euro 10% niedriger bewertet worden wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 56 T€ (Vorjahr 105 T€) niedriger ausgewiesen worden.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert aus der Änderung der Marktzinssätze, einerseits bei variabel verzinsten Geldanlagen, andererseits durch Änderungen des risikolosen Zins im Kapitalisierungszinsfuß der Discounted cashfow Berechnungen. Zinssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 61 T€ (Vorjahr 2 T€) gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte tiefer gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 61 T€ (Vorjahr 2 T€) niedriger ausgewiesen worden.

Preisrisiko

Das Preisrisiko resultiert aus der Veränderung der Aktienpreisindizes, was einerseits direkten Einfluss auf die Bewertung der börsennotierten Beteiligungen, andererseits indirekten Einfluss auf die Bewertung der börsennotierten Vergleichsgruppe der Beteiligungen, die nach Multiplikatorverfahren bewertet wurden, hat. Kurssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt.

Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der Volatilitäten der Beteiligungen bzw. der börsennotierten Vergleichsgruppe gegenüber dem jeweils relevanten Index durchgeführt.

Wenn der relevante Aktienindex um 10% höher gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 305 T€ (Vorjahr 1.175 T€) gestiegen. Wenn der relevante Aktienindex um 10% niedriger gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 247 T€ (Vorjahr 1.175 T€) niedriger ausgewiesen worden.

Gesamteinschätzung und Risikomanagement

Für alle erkennbaren Einzelrisiken hat bmp im Jahresabschluss 2015 umfangreich Vorsorge getroffen. Die Aktivitäten im Bereich Risikomanagement wurden im Jahr 2015 weiter ausgebaut. Es existiert ein Qualitätshandbuch. bmp hat ein integriertes Beteiligungscontrolling entwickelt, das eine Quantifizierung und Qualifizierung der Risiken ermöglicht. Neben einem Abgleich der Soll- und Ist-Daten, sowohl auf Ebene der Tochtergesellschaften, der Beteiligungsunternehmen des aufgegebenen Geschäftsbereichs als auch auf Gesellschaftsebene, ermöglicht das System ein lückenloses Reporting und erfüllt zugleich den Zweck eines Managementinformationssystems.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen wird durch einen intensiven Kontakt zu den Tochtergesellschaften und Beteiligungen überwacht. Die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften wird fortlaufend überwacht. Der Vorstand steht mit allen Geschäftsführern in engem Kontakt und hat laufenden Zugriff auf die Vertriebsdaten der Tochtergesellschaften. Die Wertansätze und die Wertentwicklung der Beteiligungsunternehmen des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden quartalsweise mit geeigneten finanzmathematischen Modellen geprüft. Je nach Art und Entwicklungsgrad des Beteiligungsunternehmens werden verschiedene Bewertungsmodelle für die Evaluierung herangezogen. Durch die kontinuierliche Erfassung der beizulegenden Zeitwerte und durch das Beteiligungscontrolling wird die Möglichkeit geschaffen, Fehlentwicklungen in den Beteiligungen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.

46. Angaben zu Finanzinstrumenten

Um die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Finanzlage und die Ertragskraft der bmp Holding AG und die Wesensart und das Ausmaß der Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben, denen die Gesellschaft während des Berichtszeitraums und zum Berichtszeitpunkt ausgesetzt ist, darzustellen, sind gemäß IFRS 7 ergänzende Angaben zu machen.

Im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist bmp unterschiedlichen o.g. Risiken ausgesetzt. Es ist Unternehmenspolitik, diese Risiken durch Wahl der geeigneten Mittel zu messen, zu kontrollieren und gegebenenfalls zu begrenzen. bmp hat ein integriertes Beteiligungscontrolling entwickelt, das eine Quantifizierung und Qualifizierung der Risiken aus dem Beteiligungsgeschäft ermöglicht. Neben einem Abgleich der Soll- und Ist-Daten, sowohl auf Beteiligungs- als auch auf Gesellschaftsebene, ermöglicht das System ein lückenloses Reporting. Über die Veränderung der Wertansätze der Beteiligungen an den Portfoliounternehmen wird der Wertentwicklung Rechnung getragen.

Zur Ermittlung und Darstellung von Risiken aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7 wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Im Rahmen der Analyse wurde durch Variation der Risikovariablen innerhalb der jeweiligen Marktpreisrisiken der Effekt auf Eigenkapital und Ergebnis ermittelt. Sämtliche im Folgenden dargestellte Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung wirken sich in gleicher Weise auf das Eigenkapital aus, da die Finanzinstrumente entweder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert oder mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden.

Die Finanzinstrumente werden in folgende Klassen eingeteilt:

zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Nettogewinne oder –verluste der Finanzinstrumente werden in der folgenden Tabelle gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

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In T€ 2015 2014
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten -1.550 874
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 2 116
Ergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden -129 -3

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, dem Bewertungsergebnis sowie Wertberichtigungen und Abgangserfolgen.

47. Überleitung der Bilanzpositionen zu den Klassen der Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle werden die Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values, zur Bilanz übergeleitet.

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2015
zum Fair Value bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Bilanzposten zum 31.12.15
--- --- --- ---
T€ Buchwert Buchwert
langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere des Anlagevermögens 8 8
kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 749 749
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 274 274
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.943 1.943
Vermögenswerte im aufgegebenen Geschäftsbereich 16.288 46 16.334
Summe 16.288 3.020 19.308
langfristige Verbindlichkeiten
Darlehen 1.012 1.012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29 29
kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.550 1.550
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.440 1.440
Sonstige Verbindlichkeiten 4.561 4.561
Summe 0 8.592 8.592

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2014
zum Fair Value bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Bilanzposten zum 31.12.14
--- --- --- ---
T€ Buchwert Buchwert
langfristige Vermögenswerte
Offene Beteiligungen 17.672 17.672
Darlehen 766 766
kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 59 59
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 2.538 2.538
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 19 19
Summe 20.210 848 21.058
kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36 36
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditistituten 199 199
Sonstige Verbindlichkeiten 136 136
Summe 0 371 371

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie flüssige Mittel entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

48. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen des Verkaufs von Anteilen an Beteiligungsunternehmen ist es üblich, dass auch Finanzinvestoren den Käufern Garantien und Gewährleistungen geben müssen. Die bmp Holding AG hat bei Anteilsverkäufen umfangreiche branchenübliche Garantien und Gewährleistungen übernommen. Derzeit sind keine Ansprüche aus Garantien bekannt.

49. Aktienoptionsprogramm

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 22.12.2015 ein Aktienoptionsprogramm beschlossen und am selben Tag insgesamt 615.000 Optionen wie folgt ausgegeben:

200.000 Optionen an Mitglieder des Vorstands

370.000 Optionen an Mitglieder der Geschäftsführung von Tochterunternehmen

25.000 Optionen an Mitarbeiter der Gesellschaft

20.000 Optionen an Mitarbeiter von Tochterunternehmen

Der Ausübungspreis wurde mit 1,00 EUR/Aktie festgelegt.

50. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des auf die Gesellschafter der bmp Holding AG entfallenden Anteils am Periodengewinn/-verlust durch die gewichtete durchschnittliche Zahl der ausstehenden Aktien errechnet. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Nicht berücksichtigt wurden die potenziellen Aktien im Zusammenhang dem in 2015 aufgelegten Aktienoptionsprogramm, da der Ausübungspreis der Optionen über dem durchschnittlichen Marktpreis der Stammaktien lag und eine Einbeziehung somit nicht verwässernd gewirkt hätte.

51. Kapitalmanagement

Die bmp Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr geändert. Während die Fremdfinanzierung von Venture Capital Beteiligungen vom Vorstand nicht gewünscht war und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung nur von untergeordneter Bedeutung waren, hat sich durch die Konsolidierung des operativen Geschäftes die Eigenkapitalstruktur im Konzern wesentlich geändert. Einerseits kommt der Finanzierung vor allem von Working Capital eine große Bedeutung zu, andererseits spielen Akquisitionsfinanzierung sowohl zum Bilanzstichtag als auch bei künftigen Akquisitionen eine große Rolle.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und -möglichkeiten überprüft. Der Zielverschuldungsgrad erhöhte sich von 3-5% auf 37% zum 31.12.2016.

Die Kapitalstruktur hat sich in den beiden Berichtsjahren wie folgt geändert:

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31.12.2015 31.12.2014 Änderung

in %
Eigenkapital in T€ 16.866 19.856 -15%
als % der Bilanzsumme 64,9% 94,3% -31%
Schulden in T€ 9.135 1.209 1.121%
als % der Bilanzsumme 35,1% 5,7% 512%
Kurzfristige Schulden und Rückstellungen in T€ 8.093 372 2.076%
als % der Bilanzsumme 31,1% 1,8% 1.663%
langfristige Schulden und Rückstellungen in T€ 1.041 837 24%
als % der Bilanzsumme 4,0% 4,0% 1%
Verschuldungsgrad 54,2% 3,8% 1.338%

Das Ziel des Managements des bilanziellen Eigenkapitals von 16,9 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €) ist es, sicherzustellen, dass die Gesellschaft ihre Ziele und Strategien im Interesse der Anteilseigner und der übrigen Stakeholder erreichen kann. Insbesondere steht das Erreichen einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals im Fokus des Vorstands.

Das finanzielle Zielsystem von bmp ist auf die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Wertes der Tochtergesellschaften, Beteiligungen und des Unternehmenswertes ausgerichtet. Um den Erfolg der einzelnen Unternehmen und Investments zu messen, benutzen wir seit Jahren branchenübliche Messverfahren und Kennziffern.

52. Auszahlungsverpflichtungen

Es bestehen gegenüber Beteiligungen keine Auszahlungsverpflichtungen (Vorjahr 0 T€).

53. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der bmp Holding AG haben die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf den Internetseiten der bmp Holding AG zugänglich gemacht.

54. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Honorare des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfasst:

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In T€ 2015 2014
Honorar für Abschluss und Prüfung 72 50
Steuerberatungshonorare 10 12
Sonstige Leistungen 3 0
Summe 85 62

55. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

55.1. Vorstand

Mitglieder des Vorstandes der bmp Holding AG waren im Geschäftsjahr 2015:

Oliver Borrmann, Kaufmann

Herr Jens Spyrka, Kaufmann, bis zum 07.09.2015

55.2. Vorstandsvergütung

Die Vorstandsmitglieder der bmp Holding AG erhielten im Geschäftsjahr keine Vergütung, die Herren wurden bei der bmp Beteiligungsmanagement AG vergütet, mit der ein Anlageberatungsvertrag besteht. Herr Borrmann hat aus dem am 22.12.2015 begebenen Optionsprogramm 200.000 Optionen erhalten, der zeitanteilige Wert der Optionen betrug rund 0,3 T€. Weiterhin bestand eine D&O-Versicherung.

55.3. Weitere Mandate der Vorstände

Herr Borrmann ist bei folgenden Gesellschaften Mitglied des Aufsichtsrates:

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brand eins Medien AG (Vorsitz) Ganzjährig
Heliocentris Energy Solutions AG (Vorsitz) Ganzjährig

Weiterhin ist Herr Borrmann zum 31. Dezember 2015 Geschäftsführer der König & Cie. Private Equity Management GmbH, der König & Cie. II. Private Equity Beteiligungs- und Treuhand GmbH, der Cavy Capital GmbH sowie Vorstand der bmp Beteiligungsmanagement AG.

55.4. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der bmp Holding AG gehörten im Geschäftsjahr an:

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Gerd Schmitz-Morkramer, München Rechtsanwalt
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Bernd Brunke, Berlin Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Michael Stammler, Lutzenberg (CH) Kaufmann
Mitglied des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der bmp Holding AG betrugen im Geschäftsjahr 2015 40 T€ (Vorjahr: 46 T€). Im Einzelnen standen den Aufsichtsräten folgende Vergütungen zu:

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2015 2014
Gerd Schmitz-Morkramer 20 24
Bernd Brunke 11 11
Michael Stammler 9 11
Summe 40 46

Herr Stammler ist bei folgenden Gesellschaften Mitglied des Aufsichtsrates:

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eCAPITAL entrepreneurial Partners AG, Münster Mitglied des Aufsichtsrates ganzjährig
WM Treuhand und Steuerberatungsgesellschaft AG, Limburg Mitglied des Aufsichtsrates ganzjährig
Heliocentris Energy Solutions AG, Berlin Mitglied des Aufsichtsrates ganzjährig
Taunus Trust Group AG, Wolfhalden, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats ganzjährig

Herr Schmitz-Morkramer und Herr Brunke nahmen keine weiteren Mandate in Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien wahr.

55.5. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2015

Mitglieder des Vorstandes hielten 3.167.956 Aktien, die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 695.000 Aktien.

56. Risikomanagement und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zu den Risikomanagementzielen und -methoden sowie zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen.

57. Meldungen nach §26 Abs.1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2015 gab es folgende Meldungen gemäß §26 Abs. 1 WpHG:

„Herr Peter R. Ackermann, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.01.2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der bmp media investors AG, Berlin, Deutschland am 13.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte erreicht hat (dies entspricht 621036 Stimmrechten).“

„Korrektur der Veröffentlichung vom 23.01.2015, 16:30 Uhr MEZ

Herr Peter R. Ackermann, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26.01.2015 mitgeteilt. dass sein Stimmrechtsanteil an der bmp media investors AG, Berlin, Deutschland am 14.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,0000037% (das entspricht 621036 Stimmrechten) betragen hat.“

„Frau Carin Pepper, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.08.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der bmp Holding AG, Berlin, Deutschland am 31.07.2015 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,04% (das entspricht 2078070 Stimmrechten) betragen hat.“

„Herr Michael Stammler, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der bmp Holding AG, Berlin, Deutschland am 17.11.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,24% (das entspricht 670000 Stimmrechten) betragen hat.“

58. Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

59. Anteilbesitz

Unternehmen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar i. S. von § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB beteiligt ist:

Tochtergesellschaften:

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Firma Anteil

in %
Eigenkapital 31.12.2015

in T€
Jahresergebnis 2015

in T€
ReFer GmbH, Berlin 100,00% 2.393 -1
Grafenfels Manufaktur GmbH, Berlin 100,00% -174 -199
sleepz GmbH, Ludwigsfelde 60,08% -540 -1.773
Matratzen Union GmbH, Volkmarsen 60,00% 337 69
Markenschlaf GmbH, Volkmarsen 60,00% 75 43
Ecom Union GmbH, Volkmarsen 60,00% 143 87
Denkvertrieb GmbH, Volkmarsen 60,00% 0 -22

Beteiligungen:

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Firma Anteil

in %
Eigenkapital 31.12.2014

in T€
Jahresergebnis 2014

in T€
Xamine GmbH, München 46,34% 172 228
dailyme TV GmbH, Berlin 45,03% 58 -926
department one GmbH, Berlin 45,00% 377 39
Retresco GmbH, Berlin 40,56% 282 131
brand eins Medien AG, Hamburg 35,36% 1.400 264
Ubertweek GmbH, Berlin 34,85% -187 -238
ferret go GmbH. Bernau 24,82% -1.355 -499
betegy sp. z o.o., Warschau/Polen 24,71% -622 TPLN -1.236 TPLN
castaclip GmbH, Potsdam 23,91% 3.394 -436
iversity GmbH, Bernau 23,87% 432 -1.744

18. April 2016

Oliver Borrmann, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der bmp Holding AG aufgestellten IFRS-Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung des Konzerns, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang sowie den Konzernlagebericht - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den IFRS-Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den IFRS-Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des IFRS-Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der IFRS-Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem IFRS-Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht hin. Dort wird angemerkt, dass der Fortbestand der Tochtergesellschaften sleepz GmbH und Grafenfels Manufaktur GmbH von der Zuführung zusätzlichen Kapitals und zusätzlicher Liquidität durch die Gesellschafter abhängig ist.

Berlin, den 18. April 2016

**RSM Verhülsdonk GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Konrad Pochhammer, Wirtschaftsprüfer

Dr. Thomas Beckmann, Wirtschaftsporüfer

Jährliche Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben zuletzt am 16.12.2015 folgende Erklärung gem. § 161 AktG abgegeben:

„Vorstand und Aufsichtsrat der bmp Holding AG sind verpflichtet, mindestens einmal jährlich eine Erklärung darüber abzugeben, inwieweit die Gesellschaft im Berichtszeitraum den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der jeweils gültigen Fassung gefolgt ist und zukünftig folgen wird (Entsprechenserklärung).

Unter Bezugnahme auf ihre zuletzt am 03. Dezember 2014 abgegebene Erklärung sowie auf vorangegangene Erklärungen erklären Vorstand und Aufsichtsrat der bmp Holding AG gem. § 161 AktG, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (Fassung vom 05. Mai 2015; vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemacht am 12. Juni 2015) mit den nachstehenden Einschränkungen entsprochen wurde und wird:

Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen (Ziff. 3.8) Der Kodex empfiehlt, im Fall einer D&O-Versicherung für die Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen, wie er für die Mitglieder des Vorstands gem. § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG gesetzlich vorgegeben ist. Die Maßnahme erscheint der bmp Holding AG weder als geeignet, Motivation und Verantwortungsbewusstsein der Aufsichtsratsmitglieder zu steigern, noch als angemessen angesichts der geringen Höhe der Aufsichtsratsvergütung, die die Aufsichtsratsmitglieder der bmp Holding erhalten.

Diversity bei der Besetzung von Führungspositionen (Ziff. 4.1.5) Der Kodex empfiehlt, bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Die bmp Holding AG beschäftigt derzeit eine Arbeitnehmerin, deren Position als Stabstelle ohne Führungsverantwortung einzustufen ist. Vor diesem Hintergrund wurde und wird der Empfehlung zukünftig nicht gefolgt.

Zusammensetzung des Vorstands (Ziff. 4.2.1)/Diversity bei der Besetzung des Vorstands (Ziff. 5.1.2) Der Kodex empfiehlt, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll. Im Rahmen einer Geschäftsordnung sollen zudem Ressortzuständigkeiten geregelt werden. Außerdem soll der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Der Vorstand der bmp Holding AG bestand bis zum 07. September 2015 aus zwei Mitgliedern, die die gleichen Aufgabenfelder zu verantworten hatten. Zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Erklärung besteht der Vorstand aus einer Person. Die Ernennung des Vorstandmitglieds zum Vorsitzenden sowie die Formulierung von Ressortzuständigkeiten entfällt vor diesem Hintergrund. Dies gilt auch für die Heranziehung von Eigenschaften bei der Suche nach geeigneten Vorstandskandidaten, die über die Kriterien „Sachverstand“ und „Kompetenz“ hinausgehen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziff. 5.4.1 - 5.4.2) Der Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziff. 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die Ziele hat der Aufsichtsrat bei seinen Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien zu berücksichtigen, und gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat über den Stand der Umsetzung dieser Ziele im Rahmen des Corporate Governance Bericht zu veröffentlichen. Außerdem soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die persönlichen und die geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen. Der Aufsichtsrat der bmp Holding besteht angesichts der Unternehmensgröße lediglich aus drei Mitgliedern. Die Heranziehung von Kriterien bei der Auswahl von Aufsichtsratskandidaten, die über die des „Sachverstands“ und „Kompetenz“ hinausgehen, hält der Aufsichtsrat vor diesem Hintergrund als nicht geeignet. Er hat sich dementsprechend auch keine diesbezügliche Zielsetzung gegeben. Dies gilt auch für die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne der Ziff. 5.4.2 des Kodex. Insofern erfolgt auch keine entsprechende Berücksichtigung bei den Vorschlägen an die Wahlgremien und keine diesbezügliche Berichterstattung. Darüber hinaus ist die Formulierung des Kodex in Bezug auf die offenzulegenden persönlichen und geschäftlichen Beziehungen des Aufsichtsrats nach Auffassung der bmp Holding AG unbestimmt und in ihrer Abgrenzung unklar. Im Interesse der Rechtssicherheit künftiger Wahlen zum Aufsichtsrat haben Vorstand und Aufsichtsrat der bmp Holding AG entschieden, eine Abweichung von dieser Empfehlung zu erklären.

Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bei Wahlen zum Aufsichtsrat (Ziff. 5.4.3) Der Kodex empfiehlt, den Aktionären bei Wahlen zum Aufsichtsrat Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt zu machen. Eine solche Bekanntmachung setzt jedoch voraus, dass der vorgeschlagene Kandidat zunächst überhaupt durch die Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wird. Erst danach wird über den Aufsichtsratsvorsitz entschieden und zwar gem. § 11 Abs. 1 der Satzung der bmp Holding AG i.V.m. § 107 Abs. 1 AktG in der ersten Sitzung des Aufsichtsrats nach seiner Wahl und in der Form, dass der dann neue Aufsichtsrat den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter aus seiner Mitte bestimmt. Die Festlegung eines Kandidatenvorschlags für den Aufsichtsratsvorsitz stellt insofern eine Einschränkung des Rechts des Aufsichtsrats dar, hierüber frei zu entscheiden. Der Empfehlung wurde und wird daher nicht gefolgt.

Veröffentlichung der Finanzberichte (Ziff. 7.1.2) Der Kodex empfiehlt, den Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen. Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Finanzberichte innerhalb der gesetzlich vorgegebenen i.V.m. den sich aus der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse ergebenen Fristen, da die Kosten für eine schnellere Erstellung und Veröffentlichung in keinem Verhältnis zum Informationsgewinn der Aktionäre stehen.

Der Vorstand der bmp Holding AG erhält keine Vergütung. Außerdem verzichtet der Aufsichtsrat der bmp Holding AG angesichts seiner Größe auf die Bildung von Ausschüssen. Die Empfehlungen unter Ziff. 4.2.2 - 4.2.5 (Vorstandvergütung) bzw. unter Ziff. 5.2 Abs. 2, Ziff. 5.3 (Bildung von Ausschüssen) des Kodex kommen daher nicht zum Tragen.

Berlin, den 16. Dezember 2015

Bericht des Aufsichtsrats

der bmp Holding AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

gemeinsam mit Ihnen blicken wir auf ein herausforderndes Jahr zurück. Im Februar 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, das bisherige Venture Capital Geschäft einzustellen und die Gesellschaft in eine operativ tätige Industrieholding umzuwandeln sowie der Hauptversammlung vorzuschlagen, einer entsprechenden Änderung des Geschäftszwecks zuzustimmen. Außerdem haben Sie im Juni 2015 der Gesellschaft im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung mit „bmp Holding AG“ einen neuen Namen gegeben. Die bmp Holding AG entwickelt sich nun mit viel Dynamik zu einer eCommerce Unternehmensgruppe im Bereich Schlafwelten (u.a. Betten, Matratzen, Bettwaren, Schlafraummöbel). Wir sind sicher, mit Ihnen gemeinsam die richtige Entscheidung getroffen und unserer Gesellschaft den Weg in eine erfolgreiche Zukunft geebnet zu haben.

Unsere Aufgabe als Aufsichtsrat war es, den Vorstand in diesem Prozess - ebenso wie in Bezug auf alle anderen Maßnahmen - und bei seiner Unternehmensleitung kontinuierlich zu überwachen und beratend zur Seite zu stehen. Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, ist die regelmäßige und vollumfassende Berichterstattung durch den Vorstand zwingend erforderlich. Wesentlich ist zudem der vertrauensvolle Diskurs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.

Der Vorstand berichtet uns regelmäßig im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen, die wir auch zur Erörterung von Fragen der strategischen Ausrichtung und wesentlicher Einzelmaßnahmen nutzen.

In Monaten, in denen weder eine Aufsichtsratssitzung noch die Erörterung eines Finanzberichts stattfindet, erhalten wir vom Vorstand einen schriftlichen Bericht über die wesentlichen Ereignisse des vorherigen Monats, über Finanzdaten, Risiken und Chancen und wesentliche Einzelthemen. Außerdem stehen wir mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt, sei es persönlich, per email und/oder Telefon.

Alle zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäfte wurden uns zur Entscheidung vorgelegt. Die für unsere Entscheidungsfindung jeweils erforderlichen Informationen und Beschlussvorlagen haben wir mit zeitlich ausreichendem Vorlauf sowie in angemessenem Umfang und Güte vom Vorstand erhalten.

Wir hatten jederzeit ein vollumfassendes Bild über die Lage der Gesellschaft, den Status einzelner Projekte sowie auch über die Finanz- und Risikosituation. Von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsleitung haben wir uns überzeugt. Den uns qua Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen sind wir im Geschäftsjahr 2015 verantwortungsvoll, umfassend und sorgfältig nachgekommen.

Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats

Wir haben uns unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben im Geschäftsjahr 2015 zu vier Präsenzsitzungen zusammengefunden, an denen auch der Vorstand teilnahm. Außerdem haben wir vier Telefonkonferenzen durchgeführt, in deren Rahmen es zu Beschlussfassungen kam bzw. die unterjährigen Finanzberichte erörtert wurden. Darüber hinaus haben wir uns mehrmals im Rahmen persönlicher und/oder telefonischer Gespräche mit dem Vorstand zu wesentlichen anstehenden Themen ausgetauscht.

Lage, Entwicklung und strategische Ausrichtung des Unternehmens

Der Vorstand berichtete uns regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage und seine Einschätzung zur Unternehmensentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle, den Status bei den noch vorhandenen Minderheitsbeteiligungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs sowie über zentrale Finanzkennzahlen.

In der Sitzung vom 16.12.2015 haben wir die Jahresplanung 2016 verabschiedet. Außerdem haben wir im Jahr 2015 der Aufnahme einer Kontokorrentlinie sowie von Darlehen zum Zwecke der Akquisitionsfinanzierung zugestimmt.

Da wir keine Ausschüsse gebildet haben, beschäftigen wir uns als Gesamtgremium auch mit Fragen der Risikolage bzw. des Risikomanagements, der Compliance und der Rechnungslegung sowie mit Personalangelegenheiten des Vorstands.

Wie eingangs angesprochen, lag die wesentliche Herausforderung des vergangenen Jahres jedoch in der Umstrukturierung unseres Unternehmens hin zu einer eCommerce Unternehmensgruppe im Bereich Schlafwelten. Entsprechend intensiv haben wir uns im Geschäftsjahr 2015 diesem Thema gewidmet, nachdem wir bereits 2014 mit dem Vorstand erste strategische Alternativen für die Gesellschaft erörtert hatten.

Im Februar 2015 war dann der Zeitpunkt gekommen, die entsprechende strategische Grundsatzentscheidung zu treffen und die Neuausrichtung unserer Gesellschaft aktiv umzusetzen. Um dabei nicht nur den ökonomischen, sondern auch den vorhandenen rechtlichen Herausforderungen angemessen gerecht zu werden, hatten wir uns während des gesamten Prozesses von einer renommierten Kanzlei begleiten lassen.

Ende April übernahm bmp dann die Mehrheit an ihrer zu diesem Zeitpunkt bereits bis dahin gehaltenen Minderheitsbeteiligung sleepz GmbH, die über mehrere Webshops als Online-Händler im Bereich Schlafwelten aktiv ist. Zuvor hatten wir uns umfassend mit den Chancen und Risiken sowohl des Unternehmens als auch des Markts beschäftigt. Dies schloss auch die Frage ein, ob andere Optionen eines Mehrheitserwerbs bessere Chancen für die Zukunft von bmp hätten bieten können.

Wir waren und sind gemeinsam mit dem Vorstand der Überzeugung, dass der Bereich eCommerce Schlafwelten ein zukunftsträchtiger Markt ist, der ein großes Potenzial für die weitere Entwicklung der Gesellschaft bietet. Entsprechend haben wir auch die sich anschließenden Aktivitäten des Vorstands in Form der Gründung der Grafenfels Manufaktur GmbH Ende Juni und der Anteilsaufstockung an sleepz im Oktober sowie insbesondere der im November durchgeführten Mehrheitsübernahme der vier Unternehmen der Matratzen Union-Gruppe aktiv begleitet und unterstützt. Die erforderlichen Zustimmungen haben wir jeweils erteilt.

Personalthemen

Mit Wirkung zum Ablauf des 07.09.2015 hat das Vorstandsmitglied Jens Spyrka sein Mandat niedergelegt, was wir sehr bedauern. Er wird jedoch die von ihm betreuten Minderheitsbeteiligungen auch weiterhin aktiv begleiten.

Einziges Vorstandsmitglied seit dem Ausscheiden von Herrn Spyrka ist somit Oliver Borrmann.

Vor dem Hintergrund des Ausscheidens von Herrn Spyrka und dem geänderten Geschäftszweck der Gesellschaft haben wir Ende September die Geschäftsordnung für den Vorstand und die des Aufsichtsrats angepasst.

Vorstandvergütung

Die Gesellschaft hat im Jahr 2015 keine Dienstverträge mit Mitgliedern des Vorstands abgeschlossen. Der Vorstand bekam somit im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich die ihm im Rahmen seiner Tätigkeit für die bmp Holding AG entstandenen Auslagen erstattet. Außerdem hat die Gesellschaft eine D&O-Versicherung für den Vorstand abgeschlossen.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Die Hauptversammlung vom 17.06.2015 hat den Vorstand und, soweit Mitglieder des Vorstands betroffen sind, uns ermächtigt, einen Aktienoptionsplan aufzulegen und bis zum 16.06.2020 Bezugsrechte auf bis zu 2.070.117 Aktien der Gesellschaft an Vorstände, Mitglieder der Geschäftsführung von Tochterunternehmen, ausgewählte Mitarbeiter der Gesellschaft sowie der Tochternehmen auszugeben.

Am 22.12.2015 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand beschlossen, ein entsprechendes Aktienoptionsprogramm aufzulegen sowie erstmals insgesamt 615.000 Optionen auszugeben. Am selben Tag beschlossen wir zudem die Zuteilung von 200.000 Stück dieser Optionen an den Vorstand Oliver Borrmann.

Wir betrachten die Begabe der Optionen als optimale Möglichkeit, die Begünstigten für ein überdurchschnittliches Engagement zu motivieren, was ihnen der weitere Auf- und Ausbau unserer Unternehmensgruppe zweifelsohne abverlangen wird.

Corporate Governance

Die Einhaltung einer guten Unternehmensführung ist für uns ein wichtiges Anliegen. Wir befassen uns regelmäßig mit den Corporate Governance Standards, die die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex vorgibt, und ihrer Umsetzung bei bmp.

Aufgrund der Parallelnotierung der bmp-Aktie im regulierten Markt der Warschauer Wertpapierbörse haben wir auch den dort geltenden Grundsätzen guter Unternehmensführung Folge zu leisten.

Entsprechenserklärung 2015/Corporate Governance Bericht

Der Corporate Governance Kodex gibt uns Empfehlungen für eine gute Unternehmensführung vor. Als relativ kleines und vor allem schlank organisiertes Unternehmen ist es jedoch nicht möglich, allen diesen Empfehlungen zu folgen. Wir haben uns daher zusammen mit dem Vorstand entschieden, in der Entsprechenserklärung 2015 weiterhin einige Abweichungen zu erklären. Diese haben wir ausführlich im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 16.12.2015 erörtert und im Rahmen unserer Entsprechenserklärung offengelegt. Die aktuelle Entsprechenserklärung und die der Vorjahre sind auf der Internet-Seite der Gesellschaft veröffentlicht.

Außerdem erstatten wir gemeinsam mit dem Vorstand einen ausführlichen Bericht über die Corporate Governance bei bmp. Dieser Bericht ist im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ebenfalls auf unserer Internet-Seite veröffentlicht.

Auch zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung nach den polnischen Vorgaben erklärt sich der Vorstand einmal jährlich und erstattet einen umfassenden Bericht. Auch diese Informationen finden Sie auf unserer Internet-Seite.

Diversity/Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat

Der Corporate Governance Kodex sieht vor, dass – unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Gegebenheiten und Interessen - bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity), insbesondere auch auf den Frauenanteil zu achten ist. Außerdem hatten wir erstmals zum 30.09.2015 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand sowie Fristen festzulegen, innerhalb derer diese Zielgrößen zu erreichen sind.

In unserer Sitzung am 07.09.2015 haben wir uns intensiv mit der Thematik beschäftig. Der Vorstand bestand mit Wirkung zum Ablauf dieses Tages aus einer Person. Auch das Aufsichtsratsgremium ist mit drei Mitgliedern lediglich mit der gesetzlich vorgegebenen Mindestanzahl an Mitgliedern besetzt. Der Frauenanteil in beiden Gremien betrug 0%.

Mittelfristig und in Abhängigkeit zum Wachstum der Unternehmensgröße kann es ggf. zur Erweiterung des Vorstands kommen. Am Tag unserer Entscheidung stand jedoch noch nicht fest, wann dies ggf. geschieht und welche Position ggf. zu besetzen sein wird. Wir haben daher in Bezug auf die Zielgröße für den Vorstand im Rahmen der Sitzung beschlossen, dass die zum 30.06.2017 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand 0% beträgt.

Auch für den Frauenanteil im Aufsichtsrat haben wir entschieden, bis zum 30.06.2017 eine Zielgröße von 0% festzulegen. Hintergrund für unsere Entscheidung war - neben der Größe des Gremiums -, dass wir uns bei der Auswahl etwaiger Aufsichtsratskandidaten zunächst auf die Kriterien Sachverstand und Kompetenz fokussieren müssen. Die Definition von weiteren Zielen würde uns insofern einschränken. Sie wäre daher nicht im Interesse der Gesellschaft und angesichts des weiteren Wachstums der Unternehmensgruppe auch nicht zielführend.

Alternativ das Aufsichtsratsgremium nur deshalb zu erweitern, um so Ziele bei der Zusammensetzung des Gremiums abbilden zu können, erachten wir ebenfalls nicht als sinnvoll.

Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit

Der Corporate Governance Kodex sieht vor, dass der Aufsichtsrat regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit überprüfen soll. In unserer Sitzung am 07.09.2015 haben wir uns hiermit intensiv befasst. Zur Vorbereitung hatten wir uns zunächst mit einem Fragebogen auseinandergesetzt, der standardisierte Aussagen zur Aufsichtsratstätigkeit umfasst. Wir haben dann jeweils einzeln beurteilt, inwieweit die Aussagen auf unsere Tätigkeit zutreffen. Die Fragestellungen ebenso wie unsere jeweils individuellen Einschätzungen haben wir dann im Rahmen der Sitzung erörtert. Wir haben keinen Änderungsbedarf für unsere interne Organisation und Zusammenarbeit festgestellt.

Mögliche Interessenkonflikte

Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr 2015 nicht aufgetreten. Auf folgende Sachverhalte möchten wir aber hinweisen:

Der Vorstand ist zugleich Vorstand der bmp Beteiligungsmanagement AG, mit der unsere Gesellschaft einen Anlageberatungsvertrag abgeschlossen hat. Hieraus können Interessenkonflikte resultieren. Diesem Sachverhalt haben wir insofern Rechnung getragen, als dass Geschäfte zwischen den Gesellschaften unserem Zustimmungsvorbehalt unterliegen.

Der Corporate Governance Kodex sieht zudem vor, dass Mitglieder des Vorstands vor der Übernahme externer Aufsichtsratsmandate die Zustimmung des Aufsichtsrats einholen müssen. Unsere Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2015 Aufsichtsratsmandate bei solchen Unternehmen inne, die Minderheitsbeteiligungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs waren. Auch nach der Veräußerung unserer Anteile an der Heliocentris Energy Solutions AG ist Oliver Borrmann derzeit noch Aufsichtsratsvorsitzender dieses Unternehmens.

Jahres- und Konzernabschluss 2015

Die RSM Verhülsdonk Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, Niederlassung Berlin“ hat den Jahresabschluss der bmp Holding AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2015 sowie die Lageberichte der bmp Holding AG und des bmp-Konzerns geprüft.

Bei seiner Prüfung legte der Abschlussprüfer ein besonderes Augenmerk auf die Bewertung der Portfoliounternehmen, die Prüfung der Firmenwerte, die Konsolidierung und die Prüfung des Vorratsvermögens. Der Abschlussprüfer hat den Jahres- und den Konzernabschluss 2015 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss, die Lageberichte sowie die Berichte der RSM Verhülsdonk über die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte wurden im Rahmen unserer Bilanzaufsichtsratssitzung am 21.04.2016 vom Abschlussprüfer erläutert und ausführlich erörtert.

Der Vorstand hatte uns die Abschlussunterlagen vor der Sitzung mit ausreichendem Vorlauf übermittelt. Wir waren damit in der Lage, uns ein unabhängiges Bild zu machen, und haben die Unterlagen insbesondere mit Blick auf die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft.

Wir erheben keine Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung des Abschlussprüfers. Wir haben dem Ergebnis der Abschlussprüfung daher am 21.04.2016 unsere Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss der bmp Holding AG und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des bmp-Konzerns für ihren großartigen Einsatz und die hervorragenden Leistungen im Geschäftsjahr.

Berlin, den 21.04.2016

Gerd Schmitz-Morkramer, Vorsitzender des Aufsichtsrats