AI assistant
Sino AG — Management Reports 2016
Feb 10, 2017
5464_rns_2017-02-10_955dc47f-6ffe-4170-a544-2cfeb6b0c80c.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016
Lagebericht
Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
1. Wirtschaftsbericht
1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
1.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
1.3 Kundenzahl und Ordervolumen
2. Lage der Gesellschaft
2.1. Ertragslage
2.2 Vermögenslage
2.3 Finanzlage
3. Nachtragsbericht
4. Risikobericht
4.1 Allgemeines
4.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
4.3 Unternehmensbezogene Risiken
4.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
4.5 Haftendes Eigenkapital
5 Chancen und Prognosebericht
6 Sonstiges
6.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
6.2 Beteiligungen
6.3 Investitionen und Produktinnovationen
7 Schlusswort
Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
Die sino AG ist der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zurückgegeben.
Die sino AG hält, seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH, rund 43 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Sprockhövel. Die sino Beteiligungen GmbH, eine 100%–ige Tochter der sino AG, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet.
Zum 30.06.2016 ist Matthias Hocke aus dem Vorstand der sino AG ausgeschieden, um in den Vorstand der tick-TS AG zu wechseln. Dieser Schritt erfolgte in allerbestem Einvernehmen und mit einstimmiger Zustimmung der Organe beider Gesellschaften.
1. Wirtschaftsbericht
1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
Gesamtwirtschaft
Für das Jahr 2016 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und weitere Institute in ihrer Gemeinschaftsprognose mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 1,9 %, also mit einer noch etwas positiveren Entwicklung als im vergangenen Jahr (2015: 1,7 %). Nach moderaten +0,4 % im Schlussquartal 2015 begann das Jahr 2016 mit einem deutlichen Wachstum im ersten Quartal (+0,7 %), das dann allerdings im weiteren Verlauf etwas nachließ (+0,4 bzw. +0,2 %). Für das Schlussquartal des Kalenderjahres rechnet das DIW wieder mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (+0,4 %).
Der moderate Aufschwung in Deutschland wird wie in den letzten Jahren vor allem durch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und den daraus resultierenden privaten Konsum getragen, seit dem Jahr 2015 auch durch öffentliche Aufwendungen für die Integration von Flüchtlingen. Die Industrie steuert dagegen einen unterdurchschnittlichen positiven Beitrag bei. Risiken für die deutsche Konjunktur bestehen zurzeit vor allem in politischen Entwicklungen, die die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit in Frage stellen (z.B. Brexit). Diese können allgemein zu Verunsicherung führen und zudem die deutschen Exporte bremsen.
Auch in Europa setzt sich das moderate Wachstum zunächst fort. Für das Jahr 2016 rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem Wachstum von 1,6 % in Europa. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für 2016 ein globales Wachstum von 3,1 %. Es bestehen jedoch zahlreiche Risiken, die eine positive Entwicklung gefährden können, wie z.B. die noch schwer abzuschätzenden Konsequenzen des Brexit-Votums und die allgemein zu verzeichnenden protektionistischen Tendenzen, der weiterhin schwierige Transformationsprozess in China und mögliche Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten.
Für 2017 rechnen die Institute für Deutschland und Europa mit einem Wachstum auf einem etwas geringeren Niveau als in 2016 (Deutschland: 1,3 %, Euro-Raum: 1,5 %). Die Weltwirtschaft wird nach einem zuletzt verhaltenen Wachstum wahrscheinlich wieder etwas Fahrt aufnehmen, wobei die Prognosen aufgrund der oben beschriebenen Risiken mit Unsicherheit behaftet sind (Prognose des Internationalen Währungsfonds für 2017: 3,4 %).
Wertpapiermärkte
Vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 steigt der DAX von 9.509 auf 10.511 Punkte, ein Plus von 1.002 Punkten. Der höchste Schlusskurs des Jahres 2015 von 12.375 Punkten am 10. April 2015 geriet damit zum Bilanzstichtag zunächst außer Sicht.
Mit europaweit gefallenen Kursen beginnt der Oktober 2015. Billiges Geld der Notenbank stützt den deutschen Leitindex und am Ultimo ist der stärkste Börsenmonat seit 2009 zu verzeichnen: mit einem Plus von 12 Prozent bei 10.850 Punkten. Auch nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 behaupteten sich die Börsen und nach Draghis Ankündigungen vom 30. November erobert der DAX mit 11.382 Punkten einen Höchststand. Am 3. Dezember enttäuscht die EZB aber die Erwartungen. Irritationen aus China und fallende Ölpreise drücken den Leitindex am 14. Dezember auf 10.139 Punkte, von wo aus er bis zum Jahresende auf 10.743 klettert.
Im Januar geraten die chinesischen Börsen unter Druck, die Rohölpreise fallen weiter, die Konjunktur schwächelt und ein starker Euro dämpft die Stimmung, bis die Flucht aus Aktien in Gold oder Staatsanleihen am 11. Februar bei einem DAX-Stand von 8.753 Punkten endet. Sinkende Eurokurse und steigende Ölpreise drücken den Index am 22. Februar über die 9.500er-Marke. Aber vor Mitte März fällt die 10.000-Punkte-Hürde nicht – nicht zuletzt aus Furcht vor dem Brexit. Am 23. März, einen Tag nach den Brüsseler Anschlägen, zeigen sich die Börsen stabil und der DAX schließt bei 10.023 Punkten. Bis zum Quartalsende gibt er auf 9.966 Punkte nach.
Feste Börsen in Asien und den USA sowie steigende Ölpreise führen den DAX am 20. April auf 10.421 Punkte - nahezu 800 Punkte in acht Tagen. Fehlende Impulse der EZB und die Abgaskrise der Autobranche trüben die Anlegerlaune. Im Mai bleibt der Index im zähen Ringen mit der 10.000er-Marke meistens darunter. Ein Übernahmeangebot von Bayer an Monsanto drückt ebenfalls auf die Stimmung. Am 25. Mai entfalten ein neues Griechenlandpaket und ein verbessertes Ifo-Geschäftsklima kurz neuen Schwung für die Kurse. Ende Mai belastet der Brexit die Stimmung, bis am 14. Juni ein Dreimonatstief erreicht ist: 9.519. Mit den Siegeserwartungen der Bremain-Fraktion geht es zunächst aufwärts. Aber am 24. Juni überrascht der Brexit die Anleger zutiefst. Am Abend steht ein Minus von 6,82 Prozent auf der DAX-Anzeigetafel - 9.557 Punkte.
Mitte Juli entwickelt sich eine Seitwärtsbewegung oberhalb der 10.000-Punkte-Linie. Die Hoffnung auf weitere Lockerungen der FED treibt die Kurse am 27. Juli auf 10.320 DAX-Punkte, aber der starke Euro bremst. Am 3. August kostet das Papier der Deutschen Bank 11,20 € – wie vor 30 Jahren. Erst mit den positiven Zahlen von S- und MDAX kämpft sich der DAX am 11. auf ein neues Jahreshoch von 10.743, und ist damit wieder auf dem Schlussstand von 2015 angelangt. Der Dow Jones ersteigt am 18. August mit 18.615 Punkten ebenfalls ein Jahreshoch. Der EuroSTOXX 50 klettert am 2. September auf den höchsten Stand seit Ende Mai: 3.080 Punkte. Am 22. September markiert auch die NASDAQ Höchstwerte.
Der DAX schließt am Monatsultimo, dem letzten Tag des Geschäftsjahres 2015/2016 der sino AG, bei 10.511 Punkten. Damit hat er vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 um 10,5 Prozent zugelegt.
1.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
Das Marktumfeld für die Gesellschaft stellte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt deutlich schwieriger dar als im Vorjahr. Nach einem erfreulichen ersten Halbjahr gingen die Börsenumsätze im zweiten Halbjahr, speziell im vierten Quartal, deutlich zurück und in Einklang damit auch die Handelsaktivitäten der eigenen Kunden. Hier spielten wahrscheinlich neue regulatorische Maßnahmen, speziell die zum 3. Juli 2016 in Kraft getretene Marktmissbrauchsverordnung eine Rolle. Dies konnte in der Gesamtjahressicht auch durch kürzere hochaktive Handelsphasen wie um die Brexit-Entscheidung nicht ausgeglichen werden.
Die ordentliche Hauptversammlung der sino AG im Geschäftsjahr 2015/2016 fand am 14.04.2016 in Düsseldorf statt. Alle zur Abstimmung gebrachten Beschlüsse wurden angenommen. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014/2015 in Höhe von 3.881.122,91 EUR wurden insgesamt 1.145.375,00 EUR als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. 2.735.747,91 EUR wurden auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 sanken die Gesamterlöse der Gesellschaft um 12,34 % von 6,13 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 5,37 Mio. EUR (ohne außerordentliche Erträge).
Die gesamten Verwaltungsaufwendungen der sino AG inklusive Abschreibungen haben sich nach dem umfangreichen Kostensenkungsprogramm der letzten Geschäftsjahre auf niedrigem Niveau eingependelt und lagen, trotz der Mehrkosten durch erhöhte regulatorische Anforderungen, mit 5,35 Mio. EUR noch einmal um 3,2 % unter denen des Vorjahres (5,53 Mio. EUR).
Im Konzern (sino AG und sino Beteiligungen GmbH) wurde ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 0,6 Mio. EUR erzielt (im Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
scroll
| Geschäftsjahr | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (sino AG) | -0,17 | 0,17* | 0,037 | 0,580 | 0,019 |
| (3,3)** | |||||
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern: sino AG und sino Beteiligungen GmbH; tick-TS AG mit at-equity-Wert einbezogen) | -0,083 | 0,514 | 1,139 | 0,602 |
* bereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS AG-Beteiligung in die sino Beteiligungen GmbH
** unbereinigt um die Effekte aus der Einlage an der tick-TS AG-Beteiligung in die sino Beteiligungen GmbH
Durch die im zweiten Halbjahr deutlich zurückgegangenen Börsenumsätze konnte das Unternehmen das für das Geschäftsjahr 2015/2016 prognostizierte Gewinnziel von rund 1,0 Mio. EUR für den sino Konzern (ohne Sondereffekte, inkl. Erträge aus der at equity bewerteten Beteiligung) nicht erreichen. Das niedrigere Ergebnis ist auf die deutlich zurückgegangene Handelsaktivität der Kunden insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zurückzuführen. Lagen die Börsenumsätze von Oktober bis Dezember 2015 noch leicht über dem Vorjahreswert, so gingen sie im Zeitraum Januar bis September 2016 im Durchschnitt um mehr als 18 % gegenüber dem Vorjahr zurück (im vierten Quartal des Geschäftsjahres sogar um über 28 %).
Insgesamt schätzt der Vorstand der sino AG den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als nicht zufriedenstellend ein.
1.3 Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG verharrte auf unverändert hohem Niveau von rund 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2016 ist mit 423 gegenüber dem Vorjahr (452 Depots) um 6,4 % gesunken. 32 neue Depots wurden eröffnet.
Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 14,1 % von 0,78 Mio. auf 0,67 Mio. gesunken.
2. Lage der Gesellschaft
Wegen der Beteiligung an der sino Beteiligungen GmbH ist die sino AG verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wird und die Beteiligung an der tick Trading Software AG mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at equity) bilanziert wird.
Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 aufgestellt wird und dabei den deutschen Rechnungslegungsvorschriften folgt. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.
Da sich die Geschäftstätigkeit der sino Beteiligungen GmbH als einzige Tochtergesellschaft auf das Halten der Beteiligung an der tick-TS AG beschränkt, bestehen nur in einzelnen Positionen Abweichungen zwischen dem Jahres- und Konzernabschluss. Daher wird im Folgenden die Lage der sino AG erläutert und ggf. anschließend die davon abweichende Lage des Konzerns.
2.1 Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG sanken im Geschäftsverlauf um 17,25 % auf 4.647 TEUR (Vorjahr 5.616 TEUR). Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 5.521 TEUR (Vorjahr 6.548 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen in Höhe von 874 TEUR (Vorjahr 932 TEUR), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 721 TEUR (Vorjahr 513 TEUR), im Wesentlichen wegen um 194 TEUR gestiegener periodenfremder Erträge, resultierend insbesondere aus Abrechnungsdifferenzen mit der HSBC Trinkaus.
Die verbuchte Ausschüttung der Dividende der tick-TS AG in der sino Beteiligungen GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 557 TEUR.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr leicht von 5.375 TEUR auf 5.184 TEUR um 3,56 %. Die Personalaufwendungen stiegen dabei geringfügig von 1.627 TEUR auf 1.629 TEUR um 0,10 %. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken hingegen um 5,15 %. Dieser Rückgang resultiert unter anderem aus Einsparungen in Höhe von 95 TEUR im Bereich der Börsen- und Kursinformationsgebühren.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen von 157 TEUR auf 171 TEUR um 8,9 %. Im Geschäftsjahr wurde unter anderem in eine neue Software investiert, was sich in den verbuchten Abschreibungen niederschlägt.
Für das Geschäftsjahr 2015/2016 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 18 TEUR sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von 2 TEUR.
Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ durch „Netto-Provisionserlöse“, liegt bei 1,12 (im Vorjahr: 0,96).
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 578 TEUR (Vorjahr: 1.150 TEUR) aus. Hier wurden die laufenden Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen (im Wesentlichen der tick-TS AG) in Höhe von 583 TEUR erfasst. Weitere wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresergebnis der sino AG und des Konzerns ergaben sich nicht.
2.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 6.763 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 5.312 TEUR (im Vorjahr 6.455 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 78,54 %.
Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 2.011 TEUR rund 29,74 % aller Aktivposten ausmachen, jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 360 TEUR.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr auf die sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Die tick-TS AG Anteile der sino Beteiligungen GmbH sind ebenfalls im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet.
Die im Geschäftsjahr 2014/2015 aktivierte Forderung aus Nachbesserungsrechten im Zusammenhang mit Bayer Schering Aktien, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen war, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr an die sino AG ausgezahlt.
Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Rückstellungen für Personalkosten im Zusammenhang mit Urlaubsgewährung, Bonuszahlungen und Tantiemeverpflichtungen betragen 392 TEUR, noch zu erwartende EdW Beiträge sind mit 61 TEUR berücksichtigt worden. Das Absinken der Gesamtsumme der anderen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf den Wegfall des Rückstellungspostens für Settlementrisiken zurück zu führen. Im Wirtschaftsjahr konnte ein Vergleich geschlossen werden.
Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 5.162 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 77,76 % aus. Abweichend vom Jahresabschluss der sino AG werden im Konzernabschluss die Beteiligungen als Anteile an assoziierten Unternehmen nur in Höhe von 1.052 TEUR ausgewiesen. Die Abweichung resultiert aus der at equity Bewertung der entsprechenden Anteile und der Aufdeckung der stillen Reserven der tick-TS AG im Jahresabschluss. Zu den liquiden Mitteln trägt die sino Beteiligungen GmbH 1.106 TEUR bei.
2.3 Finanzlage
scroll
| sino Konzern | 2015/2016 TEUR |
2014/2015 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 968 | 933 | |
| + | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -156 | -85 |
| + | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.145 | -514 |
| \= | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -333 | -334 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.803 | 1.469 |
| \= | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1.470 | 1.803 |
Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr trotz des rückläufigen Ergebnisses ist insbesondere auf die Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen, deren Ausgleich und damit Rückgang zu Zahlungszuflüssen geführt hat.
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Vorjahr ein Sondereffekt aus einer Kapitalrückzahlung der ehem. Trade Haven GmbH i.L. enthalten. Insbesondere sein Wegfall führt zu der negativen Veränderung in diesem Geschäftsjahr. Im Übrigen ergeben sich die Auszahlungen vor allem aus Ersatzinvestitionen.
Der ebenfalls negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-1.145 TEUR) entspricht der Dividendenausschüttung der sino AG. Im Vorjahr wurde eine Ausschüttung von 514 TEUR vorgenommen.
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Trotz des nicht zufriedenstellenden Ergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres ist die Finanzlage der sino AG und des Konzerns vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Eigenkapitalquote weiterhin positiv zu bewerten.
3. Nachtragsbericht
Nachdem noch im Sommer 2016 die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene eher unwahrscheinlich erschien, haben sich im Oktober 2016 Deutschland und neun weitere EU-Länder im Rahmen der Sitzungen der europäischen Finanzminister in Luxemburg auf die Grundzüge einer solchen Steuer geeinigt. Nach Erarbeitung eines Gesetzestextes durch die EU-Kommission könnte ein Gesetzentwurf noch Ende 2016/Anfang 2017 gebilligt und die Abgabe womöglich ab 2018 erstmals erhoben werden. Die Auswirkungen auf das Handelsverhalten der Kunden hängen von der genauen Ausgestaltung ab und lassen sich zurzeit noch schwer abschätzen. Wahrscheinlich wird sich eine solche Steuer dämpfend auf die Börsenumsätze und damit auch die Handelsumsätze unserer Kunden auswirken.
4. Risikobericht
4.1 Allgemeines
Risikomanagement
Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.
Das Risikomanagementsystem der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet wird sowie quartalsweise Berichte an Vorstand und Aufsichtsrat verfasst werden. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Risikostruktur
Die Struktur der Risiken der sino AG (und damit auch der Risikobericht) zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden.
Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.
Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich keine erheblichen inhaltlichen Veränderungen; die Risikosituation des Unternehmens bleibt damit im Wesentlichen unverändert.
Zu den Risiken aus der Einführung einer Finanztransaktionssteuer verweisen wir auf den Abschnitt 3. Nachtragsbericht.
Durch eine Finanztransaktionssteuer und andere, im Risikohandbuch beschriebene Risiken, kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens entstehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens im Prognosezeitraum gefährden können.
4.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.
Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.
4.3 Unternehmensbezogene Risiken
Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick-TS AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die tick-TS AG hat das Geschäftsfeld Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel von der Trade Haven GmbH übernommen.
Die bei der tick-TS AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick-TS AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick-TS AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick-TS AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritische Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
Die tick-TS AG wird seit dem Jahr 2012 ISAE-zertifiziert (ISAE 3402). Die entsprechende Bescheinigung bzw. der Bericht der prüfenden Gesellschaft (dhpg IT Services GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) liegt der sino AG vor.
Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, sodass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf „execution – only“. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).
Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können.
Eine Mitarbeiterin ist für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, sodass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.
EdW Beiträge
Es können künftig auch weiterhin umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zukommen.
a) Sonderzahlungen wegen Phönix-Entschädigung
Die Phönix Kapitaldienst GmbH hat bei Anlegern einen von der EdW im Umfang von schätzungsweise 297,5 Mio. EUR zu tragenden Schaden angerichtet.
Die EdW hat mit der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2008 einen Darlehensvertrag in Höhe von 128 Mio. EUR (Darlehen I) und im Jahr 2011 einen weiteren Darlehensvertrag in Höhe von 141 Mio. EUR (Darlehen II) zur Finanzierung von Entschädigungszahlungen abgeschlossen. Das „Darlehen I“ wurde vollständig in Anspruch genommen, vom „Darlehen II“ wurden Mittel in Höhe von rund 131,7 Mio. EUR abgerufen (insgesamt somit rund 259,7 Mio. EUR). Für die abgerufenen Mittel (abzüglich Tilgungen) sind Zinsen in Höhe des jeweiligen gültigen Refinanzierungssatzes des Bundes zu zahlen.
Die Aufnahme des „Darlehen I“ führte zu einer Sonderzahlungserhebung gegenüber der sino AG im Jahre 2010 von 541.549,77 EUR. Der Betrag wurde geleistet. Am 9. September 2011 wurde Klage beim Verwaltungsgericht gegen diesen Sonderzahlungsbescheid erhoben, das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt und mit Urteil vom 8. Mai 2014 zurückgewiesen. Gegen die Nichtzulassung der Revision wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Diese wurde negativ beschieden, ebenso die hiergegen eingelegte Beschwerde. Die sino AG hat sich daraufhin entschieden, die Klage vor das Bundesverfassungsgericht zu tragen. Eine formale Annahmeentscheidung liegt noch nicht vor.
Die sino AG hatte außerdem Widerspruch gegen die Sonderzahlungsbescheide 2011 bis 2013 eingelegt. Da die BaFin zwischenzeitlich angedroht hat, die noch ausstehenden Widerspruchsverfahren gegen ausstehenden Sonderbeiträge abschließend zu bescheiden, wurden die eingelegten Widersprüche mit Ausnahme des Sonderbeitrags 2012 – gegen den Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben wurde - zurückgenommen.
Die Sonderzahlung 2016 betrug insgesamt 21.505,01 EUR. Für das Jahr 2017 rechnet die Gesellschaft mit einem Sonderbeitrag von ca. 1.050 EUR.
Nach Information der EdW resultieren aus dem aufgenommenen „Darlehen I“ keine weiteren Sonderbeiträge, da das Darlehen zwischenzeitlich weitestgehend zurückgeführt wurde.
Das „Darlehen II“ ist vertragsgemäß ab dem 30. September 2015 in sechs jährlichen Raten in Höhe von 23,5 Mio. EUR zu tilgen. Die vertragsgemäße letzte Tilgung wäre somit am 30. September 2020 vorgesehen. Die EdW war nach dem Darlehensvertrag aber dazu verpflichtet, die Rückzahlung aus der Insolvenzmasse Phönix ebenfalls unverzüglich und vollständig zur (Sonder-)Tilgung des „Darlehen II“ zu verwenden. Aus der Insolvenzausschüttung in Höhe von 103,4 Mio. EUR hat die EdW daher 73,8 Mio. EUR für eine Sondertilgung dieses Darlehens verwendet. Aktuell beträgt die Restschuld aus dem „Darlehen II“ noch 24,6 Mio. EUR.
b) Jahresbeiträge
Gegen den geleisteten Jahresbeitrag 2009 in Höhe von 148.122,73 EUR wurde am 15. August 2011 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin erhoben. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage zurück, das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 6. März 2014 ebenso die eingelegte Berufung. Zwischenzeitlich wurde auch die beim Bundesverwaltungsgericht eingereichte Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision negativ beschieden, sodass die sino AG entschieden hat, hiergegen Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht zu erheben. Über die Annahme der Beschwerde wurde bislang nicht entschieden.
Die sino AG hatte zudem Widerspruch gegen die Jahresbeitragsbescheide 2010 bis 2014 eingelegt. Da die BaFin zwischenzeitlich angedroht hat, die noch ausstehenden Widerspruchsverfahren abschließend zu bescheiden, wurden die Widersprüche gegen diese Jahresbeiträge zurückgenommen.
Der Jahresbeitrag 2016 betrug 61 TEUR, der Jahresbeitrag 2017 wird nach heutigem Stand bei rund 7 TEUR liegen.
c) Resümee
Insgesamt bedeutet dies, dass die EdW aus der Durchführung des Entschädigungsverfahrens Phoenix Kapitaldienst über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft Beiträge im Umfang von 24,6 Mio. EUR zzgl. der fälligen Zinsen durch sukzessive Sonderzahlungen einfordern wird. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf die künftigen Jahre Belastungen im Umfang von rund 22 TEUR entfallen. Die bisher geleisteten Sonderzahlungen belaufen sich auf 1,02 Mio. EUR.
Ein genauer Betrag für die zukünftigen Belastungen lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, sowie ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen. Insofern ergibt sich die Höhe des Sonderbeitrags letztlich immer auch aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EdW-Mitglieder zueinander. Zudem ist nicht vorhersehbar, ob zukünftig weitere Entschädigungsfälle auftreten, die zur Festsetzung von Sonderzahlungen durch die EdW führen können.
Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EdW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und behält sich weiter vor, sämtliche rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.
Die BaFin hatte nach ablehnender Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in den Musterklagen angedroht, die ruhenden Widersprüche gegen die anderen Jahresbeiträge/Sonderbeiträge kostenpflichtig (ggf. bis zu 10 % des Beitragsumfangs) zu bescheiden, so dass man dann gezwungen gewesen wäre, Klage vor dem Verwaltungsgericht zu erheben, um im Falle günstig ausgehender Verfassungsbeschwerden profitieren zu können.
Hier hat sino in Abwägung der Erfolgsaussichten und des Kostenrisikos von Widerspruchsbescheidung und Klage entschieden, betreffend eines einzelnen bedeutenden Sonderzahlungsbescheids Klage vor dem Verwaltungsgericht zu erheben und die anderen Widersprüche zurückzunehmen. Dieses verwaltungsgerichtliche Verfahren wurde vom Verwaltungsgericht nun seinerseits wegen der Verfassungsbeschwerden ruhend gestellt.
Die Widerspruchsrücknahme in den anderen Fällen bedeutet allerdings, dass selbst im Falle eines günstig ausgehenden Bundesverfassungsgerichtsverfahrens kein Anspruch auf Rückzahlung der Beträge besteht, für die man den Widerspruch zurückgenommen hat.
4.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2016 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2016 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität und der tick-TS Anteile zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
Die im Zusammenhang mit Settlementrisiken aus von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapiere gebildete Rückstellung in Höhe von 195 TEUR wurde im GJ 2015/2016 in Höhe von 158.752,24 EUR als Folge eines Vergleichs zwischen den betroffenen Parteien in Anspruch genommen. Die darüber hinausgehende Rückstellung in Höhe von 36.247,76 EUR wurde aufgelöst. Der Sachverhalt ist damit abgeschlossen.
4.5 Haftendes Eigenkapital
Das haftende Eigenkapital ist gemäß § 10 Abs. 2 Satz 2 KWG die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital abzüglich der Positionen des § 10 Abs. 6 Satz 1 KWG.
Das Kernkapital der Gesellschaft besteht gemäß § 10 Abs. 2a Nr. 2 KWG aus dem Kapital abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände:
scroll
| 30.09.2016 EUR |
|
|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 2.337.500,00 |
| + Kapitalrücklage | 34.375,00 |
| + gesetzliche Rücklage | 199.375,00 |
| + andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 |
| + Gewinnvortrag nach Verwendung | 2.735.747,91 |
| - Immaterielle Anlagewerte | -278.890,50 |
| Haftendes Eigenkapital | 5.031.005,40 |
Da der Jahresabschluss zum 30. September 2016 noch nicht festgestellt ist, wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 1.869,93 EUR bei der Ermittlung des haftenden Eigenkapitals zum 30. September 2016 nicht einbezogen.
Die immateriellen Anlagewerte wurden als Abzugsposition im Sinne des § 10 Abs. 2a Satz 2 KWG berücksichtigt.
5. Chancen- und Prognosebericht
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind im Hinblick auf das volatile und damit schwer einzuschätzende Marktgeschehen sowie gesetzgeberische Unwägbarkeiten (Finanztransaktionssteuer) und regulatorische Maßnahmen (BaFin) mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.
Chancen und künftige strategische Ausrichtung
Auch zukünftig sollen Neukunden durch attraktive Einstiegskonditionen und spezielle Aktionen hinzugewonnen werden. So gibt es noch bis Ende des Kalenderjahres 2016 ein attraktives Einführungsangebot im Rahmen der Anbindung von Gettex. Das Preisangebot für den sogenannten Mini-DAX-Futures der EUREX wurde unbefristet verlängert und wird weiter beworben.
Zudem bemüht sich die sino AG aktiv neue Zielgruppen zu erschließen. Insbesondere für Vermögensverwalter werden hierzu besondere Packages aufgelegt und sinnvolle Erweiterungen für den sino MX-PRO programmiert. Die sino AG ist optimistisch, neue Kunden in diesem Bereich gewinnen zu können.
Aktuell wurde ein Kooperationsvertrag mit Trading Technologies zur Anbindung des Futures Trading Tools X_Trader abgeschlossen. Der X_Trader ist die Plattform, über die weltweit die meisten Future-Trades abgewickelt werden. Die technische Umsetzung wird derzeit geprüft. Der X_Trader stellt eine gute Ergänzung der Handelsplattformen sino MX-PRO dar. Bei erfolgreicher Implementierung bestehen gute Chancen, Neukunden zu gewinnen und neues Geschäft bei den Bestandskunden zu generieren.
Aufgrund der verschlankten Kostenstruktur sieht sich das Unternehmen sehr gut aufgestellt, um von möglicherweise ansteigenden Börsenumsätzen überproportional zu profitieren.
Die sino AG wurde auch im vergangenen Geschäftsjahr erneut von Börse Online mit Bestnoten ausgezeichnet. Dies ist Ansporn für die sino AG, auch weiterhin der Online Broker für Heavy Trader zu sein.
Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Zurzeit ist ein Gesetzesentwurf durch die EU-Kommission in Vorbereitung, über den eventuell schon im Dezember 2016 abgestimmt wird.
Zurzeit erscheint es nach der Einigung Deutschlands mit neun EU-Ländern zu den Grundzügen einer Finanztransaktionssteuer als sehr wahrscheinlich, dass mittelfristig eine solche Steuer zur Anwendung kommt, fraglich ist allerdings, wie sie ausgestaltet sein wird.
Erwartete Geschäfts- und Ertragslage
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die aktuelle Situation, in der die Börsenumsätze erheblichen Schwankungen unterliegen, erschwert somit eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose. Die im Folgenden dargelegten Schätzungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2016/2017.
Die Marktentwicklung des vergangenen Jahres stimmt zurückhaltend. Der Start in das neue Geschäftsjahr war, trotz des Umsatzanstiegs nach der überraschenden Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA, verhalten.
Die Erträge aus der Beteiligung an der tick-TS AG und deren Entwicklung sind dagegen nach wie vor sehr erfreulich. Die sino AG rechnet im kommenden Geschäftsjahr mit etwa unveränderten Dividendenerträgen aus der Beteiligung an der tick-TS. Die Erträge aus der Beteiligung an der tick-TS AG sorgen somit nach wie vor für eine gewisse Planungssicherheit.
Wir gehen davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage der sino AG keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.
Soweit zusätzliche regulatorische Maßnahmen keine erheblichen Änderungen im Tagesgeschäft mit sich bringen, geht das Unternehmen insbesondere aufgrund der schwachen Börsenumsätze der letzten Monate davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2016/2017 eine verhaltene Entwicklung zu erwarten ist. Die Erträge sollten damit zwischen 4,5 und 5,1 Mio. EUR liegen.
Die allgemeinen Kosten sollten zwischen 4,9 und 5,1 Millionen EUR liegen, und damit unter dem Vorjahr (5,2 Millionen EUR), vor allem bedingt durch das Ausscheiden des zweiten Vorstandsmitglieds Matthias Hocke. Die Struktur der Aufwendungen wird dabei im Wesentlichen gleich bleiben. Der Cost-Income-Ratio wird sich entsprechend ebenfalls kaum verändern.
Weiterhin geht das Unternehmen davon aus, dass nach derzeitigem Stand die Erträge aus der at equity bewerteten Beteiligung (tick-TS AG) rund 540 TEUR betragen werden.
Der Vorstand ist somit optimistisch, im Geschäftsjahr 2016/2017 für den sino Konzern ein positives Ergebnis erreichen zu können, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern und sich weitere regulatorische Erfordernisse nicht negativ auf das Handelsverhalten der Kunden auswirken.
Der bisherige Verlauf des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres spricht für diese Annahme. Dieses war allerdings durch den überraschenden Ausgang der Präsidentenwahl in den USA geprägt und damit einhergehendem sehr aktivem Handelsverhalten der Kunden über einige Tage.
6. Sonstiges
6.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
Vergütung allgemein
Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.
Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.
Die Mitarbeiter der Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Gehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige jährliche Entgelte.
Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt und einem monatlichen variablen Gehaltsbestandteil einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter.
Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung als nicht risikoträchtig einzustufen ist, da sie keine eigenen Positionen für die sino AG eröffnen können und eine Beratung der Kunden (Anlageberatung) im Verhältnis zum Kunden vertraglich ausgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann die variable Vergütung bis auf Null reduziert werden. Die Vergütungssysteme laufen nicht der Überwachungsfunktion der Kontrolleinheiten zuwider.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht grundsätzlich aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens bzw. des Konzerns orientiert. Die Auszahlung der Tantieme erfolgt in vier Tranchen. Die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe eines Drittels der Tantieme erfolgt unmittelbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die verbleibenden Tranchen werden jeweils in den drei Folgejahren zu gleichen Teilen ausgezahlt. Für diese Tranchen besteht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung. Diese beinhaltet, dass die Tranchen nachhaltig gezahlt werden, d. h. bei der Auszahlung wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigt. Sollte der Gewinn unterhalb einer definierten Grenze bleiben, wird die Auszahlung der jährlichen Tranchen um ein Drittel reduziert, während für das jeweilige Geschäftsjahr gar keine Tantieme gewährt wird.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde als Bemessungsgrundlage der Jahresüberschuss des Konzerns herangezogen (soweit ein solcher besteht).
Vergütungen im Geschäftsjahr 2015/2016
Zum Bilanzstichtag waren einschließlich des Vorstands 20 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt.
Die Gesamtvergütungen der sino AG im Geschäftsjahr 2015/2016 betrugen 1.451.726,04 EUR, davon entfielen 1.128.199,88 EUR auf feste Vergütungen und 323.526,16 EUR auf variable Vergütungen. Der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile entspricht 22,29 % der Gesamtvergütungen der sino AG. Sieben Mitarbeiter - aus den Abteilungen Vorstand, erweiterte Geschäftsleitung und Handel/Customer Care - von insgesamt 20 Mitarbeitern, die zum Bilanzstichtag beschäftigt waren, erhielten im Geschäftsjahr variable Vergütungsbestandteile.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 495 TEUR (Ingo Hillen 295 TEUR, Matthias Hocke 200 TEUR). Davon sind insgesamt 110 TEUR gewinnabhängige Bezüge (Ingo Hillen 84 TEUR, Matthias Hocke 25 TEUR). In den vorgenannten Bezügen von Herrn Matthias Hocke ebenfalls enthalten ist eine einmalige Abfindungszahlung in Höhe von 100 TEUR für das Ausscheiden als Vorstandsmitglied.
Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 322 TEUR (Ingo Hillen 199 TEUR, Matthias Hocke 123 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2015/2016
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz von Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.
Die Bruttobezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 unverändert zum Vorjahr auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung 24 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 18 TEUR auf Herrn Gerd Goetz, sowie 12 TEUR auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz.
6.2 Beteiligungen
Die sino AG hält, seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH, rund 43 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Sprockhövel. Aufgrund eines geringfügigen Verkaufs von weniger als 1 % der gehaltenen Anteile und Änderungen in der Aktionärstruktur der tick TS AG beträgt der Anteil zum Bilanzstichtag 42,54 % (Vorjahr 43,2 %).
Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.
Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.
Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.
In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Matthias Hocke und von einem Azubi zum 30.09.2016 21 Mitarbeiter angestellt.
Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen anzubieten. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Zudem bestehen Vertriebskooperationen mit ausländischen Banken.
Daneben bietet die tick-TS auch Tools zur Risiko- und Handelsüberwachung an, unter anderem den in Deutschland einzigartigen ESMA Compliance Monitor. Dieser ermöglicht Finanzdienstleistern, sämtliche Geschäfte, die sie für sich oder Dritte ausführen, auf möglichen Marktmissbrauch elektronisch zu überwachen. Dazu ist jeder Finanzdienstleister in Deutschland seit dem 1. Juli 2016 verpflichtet. Für die sino AG hat die tick-TS AG zudem einen Handelsmonitor entwickelt, der es den Kunden selbst ermöglicht, ihr Handelsverhalten zu überwachen.
6.3 Investitionen und Produktinnovationen
Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.
Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben.
In Zusammenarbeit mit Teletrader wurde das gemeinsame Kursangebot weiter verbessert, COMEX (CME) und Wiener Börse sind nun für die Kunden verfügbar.
Im Bereich Direkthandel wurde die Börse Gettex angeschlossen, eine Handelsplattform der Bayerischen Börse AG in Kooperation mit der Baader Bank als Market Maker.
Seit dem Inkrafttreten der neuen Marktmissbrauchsverordnung im Juli 2016 bietet die sino ihren Kunden als exklusive Innovation einen von der tick-TS AG entwickelten Handelsmonitor an. Dieser analysiert in Realtime für jeden Kunden individuell alle Trades auf Indikationen für möglichen Marktmissbrauch und bietet so eine gute Möglichkeit, das eigene Handelsverhalten zu überprüfen.
Zudem wurden im Geschäftsjahr interne Tools zur Unterstützung der Compliance und zur Optimierung des Reportings und der internen Abrechnungsprozesse weiter verbessert.
Die Seminarreihe „sino Akademie“, ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen im vorigen Geschäftsjahr wurden die Veranstaltungen weiterhin als Webinare durchgeführt. Aktuelle Themen wie das Handeln mit dem neu eingeführten Mini-DAX-Future der EUREX oder die neue Marktmissbrauchsverordnung wurden in das Programm aufgenommen. Aufgrund der großen Nachfrage nach Informationen zum Thema wurde zur Marktmissbrauchsverordnung außerdem ein Seminar für Kunden in Düsseldorf durchgeführt. Neben dem regulären Webinarprogramm besteht ergänzend die Möglichkeit, Webinare für einzelne Kunden zu speziellen Anliegen wahrzunehmen.
Erfolgreich fortgeführt wurde zudem der Newsletter „Update“, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf die rechtlichen Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.
7. Schlusswort
Der Vorstand bedankt sich bei allen Beteiligten, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben: Dies gilt in besonderer Weise für unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner, hier insbesondere für die tick-TS AG, die für unsere Kunden wie in den Vorjahren die exzellente und außerordentlich stabile Handelsplattform sino MX-PRO kontinuierlich weiterentwickelt hat. Mit dieser Software werden sich auch zukünftig alle regulatorischen Anforderungen im Sinne des Gesetzgebers erfüllen lassen. Darüber hinaus danken wir herzlich unserem Aufsichtsrat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und unseren Aktionären für ihre Treue zum Unternehmen.
Allen Aktionären können wir versichern, dass wir auch weiterhin alles daran setzen werden, auf der Basis guter Geschäftsergebnisse eine attraktive Dividende ausschütten zu können.
Im Ergebnis ist der Vorstand optimistisch, unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Markt weiterhin erfolgreich zu sein.
Düsseldorf, den 29.12.2016
gez. Ingo Hillen
Bilanz
Aktiva
scroll
| 30.9.2016 EUR |
30.9.2015 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 3.296,71 | 5.521,96 |
| Kassenbestand | 3.296,71 | 5.521,96 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 3.117.361,35 | 3.590.739,65 |
| a) täglich fällig | 1.466.324,22 | 1.797.461,11 |
| b) andere Forderungen | 1.651.037,13 | 1.793.278,54 |
| 3. Forderungen an Kunden | 4.282,04 | 254.857,57 |
| darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute | 2.425,70 | 169.793,33 |
| 4. Anteile an assoziierten Unternehmen | 1.051.797,17 | 1.057.571,00 |
| 5. Immaterielle Anlagewerte | 278.890,50 | 270.573,00 |
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 278.890,50 | 270.573,00 |
| 6. Sachanlagen | 250.473,01 | 237.380,01 |
| 7. Sonstige Vermögensgegenstände | 405.933,24 | 523.042,78 |
| 8. Rechnungsabgrenzungsposten | 49.864,03 | 50.695,41 |
| Summe der Aktiva | 5.161.898,05 | 5.990.381,38 |
| Passiva | ||
| 30.9.2016 EUR |
30.9.2015 EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 30.017,26 | 71.287,66 |
| andere Verbindlichkeiten | 30.017,26 | 71.287,66 |
| täglich fällig | 30.017,26 | 71.287,66 |
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 351.076,28 | 367.277,95 |
| 3. Rückstellungen | 766.950,32 | 970.348,29 |
| a) Steuerrückstellungen | 105.783,98 | 89.395,86 |
| b) andere Rückstellungen | 661.166,34 | 880.952,43 |
| 4 Eigenkapital | 4.013.854,19 | 4.581.467,48 |
| a) gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 |
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 |
| c) Gewinnrücklagen | 202.272,99 | 202.272,99 |
| ca) gesetzliche Rücklage | 199.375,00 | 199.375,00 |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 | 2.897,99 |
| d) Bilanzgewinn | 1.439.706,20 | 2.007.319,49 |
| Summe der Passiva | 5.161.898,05 | 5.990.381,38 |
Gewinn- und Verlustrechnung
scroll
| 1.10.2015 - 30.9.2016 EUR |
1.10.2014 - 30.9.2015 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 8.585,84 | 3.223,42 |
| 2. Zinsaufwendungen | -823,58 | 2.314,24 |
| 3. Laufende Erträge | 582.706,17 | 557.677,36 |
| aus at equity bewerteten Beteiligungen | 582.706,17 | 557.677,36 |
| 4. Provisionserträge | 4.647.478,65 | 5.615.815,26 |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 721.791,03 | 518.806,20 |
| 6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 5.187.403,48 | 5.377.976,17 |
| a) Personalaufwand | 1.629.007,12 | 1.627.433,17 |
| aa) Löhne und Gehälter | 1.451.726,04 | 1.465.181,47 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 177.281,08 | 162.251,70 |
| darunter: für Altersversorgung | 9.515,38 | 9.515,38 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 3.558.396,36 | 3.750.543,00 |
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 170.573,90 | 156.637,39 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.422,29 | 19.642,47 |
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 4,69 | 234,12 |
| 10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 25,56 | 0,00 |
| 11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 602.006,47 | 1.138.717,85 |
| 12. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 109.870,25 |
| 13. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 109.870,25 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 31.807,76 | 97.126,61 |
| 15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8. ausgewiesen | -7.563,00 | 1.944,17 |
| 16. Jahresüberschuss | 577.761,71 | 1.149.517,32 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 861.944,49 | 857.802,17 |
| 18. Bilanzgewinn | 1.439.706,20 | 2.007.319,49 |
Kapitalflussrechnung
scroll
| 2015/2016 EUR |
2014/2015 EUR |
||
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten | 577.761,71 | 1.039.647,07 | |
| +/- | Abschreibungen, Wertberichtigungen/Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens | 170.553,03 | 156.871,51 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -219.786,09 | -64.195,38 |
| +/- | Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -561.088,06 | -447.807,11 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens | -26.842,89 | 4.978,87 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute | 142.241,41 | -70.435,51 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden | 250.596,40 | -31.393,67 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme anderer Aktiva aus lfd. Geschäftstätigkeit | 239.398,70 | -260.435,81 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0,00 | -38,01 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kunden | -41.270,40 | 33.154,82 |
| +/- | Zunahme/Abnahme anderer Passiva aus lfd. Geschäftstätigkeit | -16.201,67 | -57.605,60 |
| +/- | Zinsaufwendungen/Zinserträge | -9.409,42 | -909,18 |
| +/- | Ertragsteueraufwand/-ertrag | 31.807,76 | 97.126,61 |
| + | Erhaltene Zinszahlungen und Dividendenzahlungen | 565.865,84 | 506.147,78 |
| - | Gezahlte Zinsen | 823,58 | -2.314,24 |
| -/+ | Ertragsteuerzahlungen | -136.876,92 | 29.733,36 |
| \= | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 967.572,98 | 932.525,51 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 31.200,00 | 79.400,00 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 9.453,78 | 37.815,13 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -98.411,96 | -52.946,49 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagewerte | -97.801,94 | -148.813,05 |
| \= | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -155.560,12 | -84.544,41 |
| - | Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -1.145.375,00 | -514.250,00 |
| \= | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.145.375,00 | -514.250,00 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -333.362,14 | 333.731,10 | |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.802.983,07 | 1.469.251,97 |
| \= | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1.469.620,93 | 1.802.983,07 |
Eigenkapitalspiegel
scroll
| gezeichnetes Kapital EUR |
Kapitalrücklage EUR |
Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklagen EUR |
andere Gewinnrücklagen EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Oktober 2014 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 30. September 2015 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 |
| Stand am 1. Oktober 2015 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 30. September 2016 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 |
scroll
| Bilanzgewinn EUR |
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital EUR |
Eigenkapital EUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Oktober 2014 | 1.372.052,17 | 1.574.325,16 | 3.946.200,16 |
| Gezahlte Dividenden | -514.250,00 | -514.250,00 | -514.250,00 |
| Jahresüberschuss | 1.149.517,32 | 1.149.517,32 | 1.149.517,32 |
| Stand am 30. September 2015 | 2.007.319,49 | 2.209.592,48 | 4.581.467,48 |
| Stand am 1. Oktober 2015 | 2.007.319,49 | 2.209.592,48 | 4.581.467,48 |
| Gezahlte Dividenden | -1.145.375,00 | -1.145.375,00 | -1.145.375,00 |
| Jahresüberschuss | 577.761,71 | 577.761,71 | 577.761,71 |
| Stand am 30. September 2016 | 1.439.706,20 | 1.641.979,19 | 4.013.854,19 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Nach § 340i Abs. 1 HGB i. V. m. §§ 290 ff. HGB hat die sino AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen.
Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.
Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs, zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z.B.: Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern).
Der vorliegende Konzernabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Konsolidierungskreis
In den Konsolidierungskreis ist neben der sino AG als Mutterunternehmen die sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, als einziges Tochterunternehmen zu 100 % einbezogen worden.
Grundlage für den Konzernabschluss sind die auf den Stichtag zum 30. September 2016 aufgestellten Jahresabschlüsse der sino AG und der sino Beteiligungen GmbH, die nach den Vorschriften des HGB bzw. im Falle der Muttergesellschaft auch nach den weiteren o. g. Vorschriften aufgestellt wurden.
Die tick Trading Software AG, Sprockhövel, an der die sino AG zu 42,53 % beteiligt ist, ist als assoziiertes Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB „at Equity“ in den Konzernabschluss einbezogen worden.
Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital nach Neubewertung des in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Dabei ergaben sich keine Unterschiedsbeträge.
Der Jahresabschluss des einbezogenen Tochterunternehmens, das kein Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut ist, wurde auf die Gliederungsschemata der RechKredV-Formblätter übergeleitet.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit § 312 HGB (Buchwertmethode) einbezogen.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.
Zu eliminierende Zwischenergebnisse hat es nicht gegeben; demnach war § 304 Abs. 1 HGB nicht einschlägig.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge, einschließlich der Beteiligungserträge, zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und wurden auch bei der Aufstellung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmens angewandt.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.
Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.
Einzelangaben zur Konzernbilanz
Aktiva
Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (1.651 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 1.329 TEUR und 322 TEUR innerhalb von einem Jahr fällig. Insgesamt 25 TEUR der unter den anderen Forderungen an Kreditinstituten ausgewiesenen Gesamtsumme lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Insgesamt sind 1.150 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 4 TEUR sind in voller Höhe innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 2 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.
Als assoziiertes Unternehmen wird im Konzernabschluss nach der Equity-Methode die tick Trading Software AG, Sprockhövel, bilanziert.
Die Bilanzkennzahlen der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
scroll
| Name und Sitz | Vermögensgegenstände und ARAP (in TEUR) |
Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresüberschuss (in TEUR) |
Umsatzerlöse (in TEUR) |
|---|---|---|---|---|
| tick Trading Software AG, Sprockhövel | 3.332 | 2.473 | 1.277 | 4.776 |
Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 30.09.2016 TEUR |
30.09.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen das Finanzamt | 280 | 325 |
| Forderung aus Nachbesserung der Abfindungszahlung Bayer Schering | 0 | 110 |
| Mietkautionen | 43 | 47 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 25 | 13 |
| Übrige | 58 | 28 |
| 406 | 523 |
Die Forderung aus der Nachbesserung der Abfindungszahlung Bayer Schering im Vorjahr war auf die nachträgliche Erhöhung der Barabfindung (inkl. Zinsen) im Rahmen des im Jahre 2006 wirksam gewordenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und aufgrund des im Jahre 2008 wirksam gewordenen Squeeze-outs bei der ehemaligen Schering AG (bzw. bei der Bayer Schering Pharma AG). Der Ertrag hieraus wurde im Vorjahr als außerordentlicher Ertrag ausgewiesen.
Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren aus Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG (47 TEUR), Ertragsteuerforderungen für den Veranlagungszeitraum 2011 (92 TEUR) sowie im Übrigen aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer.
Die Forderungen aus Ertragsteuern für den Veranlagungszeitraum 2011 resultieren aus sog. finalen Verlusten aus einer niederländischen Betriebsstätte, die bislang keine Berücksichtigung bei der steuerlichen Veranlagung der Gesellschaft fanden. Ein Einspruchsverfahren ruht derzeit. Aufgrund der aktuellen Einschätzung zu den Erfolgsaussichten des Einspruchsverfahren wurden die zu erwartenden Steuererstattungen nebst Zinsen aktiviert.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 184 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 30.09.2016 TEUR |
30.09.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 239 | 234 |
| Vorstandstantieme aus Vorjahren | 67 | 56 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen | 40 | 48 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 0 | 24 |
| Übrige | 9 | 5 |
| 355 | 367 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG von 105 TEUR enthalten.
Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses der sino AG auszuzahlen.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantiemerückstellungen (366 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (97 TEUR) sowie erwartetem EdW Jahresbeitrag 2015/2016 (61 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (19 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (83 TEUR) gebildet.
Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.
Im Konzernbilanzgewinn von 1.440 TEUR ist ein Gewinnvortrag von 862 TEUR sowie der Konzernjahresüberschuss von 578 TEUR enthalten. An die Aktionäre der sino AG wurden aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn des Vorjahres 1.145 TEUR ausgeschüttet.
Einzelangaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Die laufenden Erträge aus at Equity bewerteten Beteiligungen betreffen den anteiligen Jahresüberschuss der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (5.521 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (932 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (80 TEUR), Erlöse aus Sachbezügen (56 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (310 TEUR). Darüber hinaus sind in diesem Jahr periodenfremde Erträge (226 TEUR) erfasst worden, welche hauptsächlich aus nachträglichen gutgeschriebenen Retrozessionsbeträgen von HSBC Trinkaus resultieren.
Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 23 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 42 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen nachträglich abgerechnete Kursgebühren sowie unvorhersehbare Mehraufwendungen für das Vorjahr, welche sich im Wesentlichen aus Einzeldifferenzen im Vergleich zu den gebildeten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ergeben haben.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 275,69 EUR (Vorjahr: 2.224,00 EUR).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 196 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.261 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.
Eventualverbindlichkeiten
Für eine Summe von 400 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wurde ein Tagesgeldkonto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2016 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 400 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2016 0 TEUR).
Die noch im Vorjahr bestehende Verpflichtung für Kontokorrentkredite eines weiteren Kunden wurde beendet und das in diesem Zusammenhang stehende Tagesgeldkonto wurde aufgelöst.
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der sino AG nicht vor.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 107 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2017/2018 von jährlich 218 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 3 TEUR. Für einen PKW-Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten belaufen sich die Kosten bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 auf rund 5 TEUR jährlich, und für einen weiteren Leasing PKW betragen die Kosten bis zum Geschäftsjahr 2017/2018 TEUR jährlich 20 TEUR, die Vertragslaufzeit ist ebenfalls 36 Monate. Für das dritte vorhandene Leasingfahrzeug endet der Vertrag im Januar 2017, hierfür sind noch rund 2 TEUR an Kosten für das nächste Wirtschaftsjahr zu erwarten.
Die sino AG ist Mitglied in der EdW. Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls „Phönix Kapitaldienst GmbH“ auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden.
Die Erhebung der Sonderbeiträge in Bezug auf den Entschädigungsfall „Phönix Kapitaldienst GmbH“ kann in der Zukunft noch zu finanziellen Belastungen bei der sino AG von rund 22 TEUR führen (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur der EdW), wobei sich die Höhe des jährlichen Sonderbeitrags letztlich aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EdW-Mitglieder zueinander und diverser Kappungsgrenzen in der EdW-Beitragsordnung ergibt.
Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EdW im Lagebericht (Abschnitt E. III Nr. 3 „EdW-Beiträge“).
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 19. März 2015 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. März 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung ausgegeben oder veräußert wurden.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe:
Herr Matthias Hocke ist per 30.06.2016 als Vorstand (Ressorts: Technik und Marketing) aus dem Unternehmen ausgeschieden. Herr Ingo Hillen war bis zum 30.06.2016 für die Ressorts Finanzen und Handel verantwortlich.
Der Vorstand des Mutterunternehmens besteht daher seit dem 01.07.2016 bis heute erstmals aus nur einer Person,
Herrn Ingo Hillen, Kaufmann.
Herr Ingo Hillen ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Sprockhövel.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:
| • | Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei PricewaterhouseCoopers Legal AG, Düsseldorf |
| • | Gerd Goetz (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer der HSBC Transaction Services GmbH, Düsseldorf |
| • | Dr. Marcus Krumbholz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath |
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Gerd Goetz ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Sprockhövel.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 495 TEUR (Ingo Hillen 295 TEUR, Matthias Hocke 200 TEUR). Davon sind insgesamt 110 TEUR gewinnabhängige Bezüge (Ingo Hillen 85 TEUR, Matthias Hocke 25 TEUR). 100 TEUR entfallen für Herrn Hocke auf eine Abfindung aufgrund seines Ausscheidens aus der Gesellschaft. Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 322 TEUR (Ingo Hillen 199 TEUR, Matthias Hocke 123 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015/2016 beliefen sich auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 18 TEUR sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 12 TEUR.
Honorar des Abschlussprüfers:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 66 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
scroll
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 44 |
| andere Bestätigungsleistungen | 22 |
| 66 |
Arbeitnehmer:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 19 Arbeitnehmer beschäftigt . Die zum 30.09.2016 beschäftigten 19 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
scroll
| Bereich | Handel | Technik | Backoffice | Controlling | Buchhaltung | Rechtsabteilung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 6 | 4 | 4 | 1 | 2 | 1 |
scroll
| Bereich | Sonstige | Summe |
|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 1 | 19 |
Anteilsbesitzliste
scroll
| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital (in %) |
|---|---|
| Konsolidierte Tochterunternehmen | |
| sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf | 100,00 |
| Assoziierte Unternehmen | |
| tick Trading Software AG, Sprockhövel | 42,53 |
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung:
Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute soweit diese primär dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Einzelnen setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:
scroll
| 30.09.2016 TEUR |
30.09.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand | 3 | 6 |
| Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute | 1.467 | 1.797 |
| 1.470 | 1.803 |
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem im Jahresabschluss der sino AG ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 30. September 2016 in Höhe von 2.737.617,84 EUR soll eine Dividende in Höhe von 0,24 EUR je Aktie, insgesamt 561.000,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag in Höhe von 2.176.617,84 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, den 29.12.2016
gez. Ingo Hillen
Anlagespiegel
scroll
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an assoziierten Unternehmen | 1.057.571,00 | 582.706,17 | 588.480,00 | 1.051.797,17 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.492.871,91 | 97.801,94 | 1.954,85 | 1.588.719,00 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 947.272,21 | 98.411,96 | 58.240,68 | 987.443,49 |
| 3.497.715,12 | 778.920,07 | 648.675,53 | 3.627.959,66 |
scroll
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an assoziierten Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.222.298,91 | 89.483,94 | 1.954,35 | 1.309.828,50 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 709.892,20 | 81.089,96 | 54.011,68 | 736.970,48 |
| 1.932.191,11 | 170.573,90 | 55.966,03 | 2.046.798,98 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 30.09.2016 EUR |
Stand 30.09.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Anteile an assoziierten Unternehmen | 1.051.797,17 | 1.057.571,00 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 278.890,50 | 270.573,00 |
| 3. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 250.473,01 | 237.380,01 |
| 1.581.160,68 | 1.565.524,01 |
Bericht des Aufsichtsrats
über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichts und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2016 geendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 (nachfolgend das „Geschäftsjahr 2015/2016") vorzunehmenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2015/2016 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.
Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.
In einem nach wie vor unberechenbaren Marktumfeld, das Monate mit sehr niedriger Handelsaktivität aufwies sowie Monate mit sehr hohem Handelsvolumen beinhaltete, war die Unterrichtung umfangreich und eng abgestimmt.
Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere die erfreuliche Entwicklung auf der Kostenseite sowie strategische Maßnahmen zur Neukundengewinnung für die sino AG.
Ferner war ein wesentlicher Schwerpunkt die Sicherung der Kontinuität in der tick-TS AG durch den Wechsel von Matthias Hocke aus dem Vorstand der sino AG in den Vorstand der tick-TS AG und die Situation nach dem tragischen Tod des Vorstandsmitglieds Oliver Wagner.
Weiterhin haben wir intensiv die Möglichkeiten zur Sicherung der Unabhängigkeit der sino AG analysiert und die aus den Veränderungen im Markt resultierenden Chancen für die sino AG diskutiert. Dies beinhaltet auch die Sondierung möglicher Alternativen im derzeitigen Abwicklungsgeschäft.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden sechs Präsenzsitzungen am 24.11.2015, am 19.01.2016, am 06.04.2016, am 14.04.2016, am 22.06.2016 sowie am 27.09.2016 in den Geschäftsräumen der sino AG statt. Zudem gab es eine telefonische Aufsichtsratssitzung am 01.06.2016
Der vom Vorstand für das zum 30. September 2016 endende Geschäftsjahr 2015/2016 aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß §171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stimmen wir zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2015/2016. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Düsseldorf, den 17. Januar 2017
gez. Dr. Robert Manger, Vorsitzender der Aufsichtsrates
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Billigung:
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss zum 30.09.2016 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 in der Aufsichtsratssitzung am 17. Januar 2017 gebilligt.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der sino Aktiengesellschaft, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gummersbach, den 5. Januar 2017
**dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer
gez. Brechtel, Wirtschaftsprüfer