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Sino AG — Management Reports 2009
Mar 18, 2010
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Management Reports
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sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2008 bis zum 30.09.2009
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008/2009
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
A. Konjunkturelle Entwicklung
I. Gesamtwirtschaft
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, geht in seinem Herbstgutachten von Oktober 2009 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Kalenderjahr 2009 voraussichtlich um etwa 5,1% gegenüber dem Vorjahr sinken wird. Bis Mitte des Jahres rechnete das DIW noch mit einem Rückgang von 6,4%, nachdem die Bundesregierung bis Ende April noch ein Minus von 2,3% prognostiziert hatte. Der freie Fall der Wirtschaft wurde durch Leitzinsen nahe der Null-Prozent-Grenze, staatliche Liquiditätshilfen von mehreren hundert Millionen Dollar oder Euro sowie Teilverstaatlichung von Kreditinstituten versucht zu stoppen. Aber erst für das dritte Quartal 2009 zeichnete sich aus Sicht der Wirtschaftsforschungsinstitute eine erste Belebung der Konjunktur in Deutschland und der Welt ab. Auch für das Jahr 2010 sind die Experten mittlerweile optimistischer. Trotz der sich abzeichnenden Erholung ist jedoch zunächst von einer steigenden Arbeitslosenzahl in Deutschland auszugehen.
Obwohl Ende des Jahres 2008 der Außenhandel stark einbrach, wurde Deutschland laut Schätzungen der Welthandelsorganisation (WTO) zum sechsten Mal in Folge Exportweltmeister. Im ersten Halbjahr 2009 setzte sich der Rückgang der Ausfuhren allerdings unvermindert fort. Laut Statistischem Bundesamt sanken die Exporte von Januar bis Juni 2009 um 23,5%. Mit der Belebung der Konjunktur im dritten Quartal 2009 stiegen auch die Exporte wieder an. Nach Einschätzung der WTO wird China dieses Jahr dennoch Deutschland als Exportweltmeister ablösen.
II. Wertpapiermärkte
Die Lage am Aktienmarkt war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 stark von der Wirtschaftskrise geprägt. Zu Beginn des ersten Quartals unseres Geschäftsjahres zogen die Börsenumsätze deutlich an. Im Oktober explodierte der Kurs der ohnehin hoch bewerteten VW-Aktie von rund 200 Euro auf etwas über 1.000 Euro. So etwas hatten der DAX (seit 1988) und die meisten Händler noch nie erlebt. Während fast alle anderen Werte fielen, ließ die VW-Aktie den Deutschen Aktienindex (DAX) um ca. 12% steigen. Zum Jahresende 2008 brachen die Börsenumsätze jedoch zum Teil wieder drastisch ein. Auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 waren die Aktienmärkte sehr volatil. Der DAX verzeichnete abwechselnd Gewinne und Verluste bis zu 5,5%.
Am 23.02.2009 markierte der deutsche Leitindex dann den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren und schloss mit 3.936 Punkten. Im Verlauf der nächsten Wochen fiel der DAX sogar noch weiter auf 3.589 Punkte.
In den folgenden beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2008/2009 legte der deutsche Leitindex eine wahre Rallye hin und erholte sich von den Tiefstkursen mit einem deutlichen Kursanstieg. Mitte Juni 2009 erreichte der DAX zum ersten Mal seit Januar 2009 wieder die 5.000-Punkte-Marke, konnte diese aber nicht dauerhaft überwinden. Erst ab Mitte Juli 2009 schien dies von Dauer zu sein. Der DAX erreichte nun beinahe wöchentlich neue Jahreshöchststände. Die Hoffnung auf ein Ende der Rezession trieb den DAX am 28.09.2009 bis auf 5.736 Punkte. Unter dem Strich musste der DAX dennoch für den Zeitraum vom 01.10.2008 bis zum 30.09.2009 ein Minus von 2,3% hinnehmen.
Die Neuemissionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr war bei Aktien analog zu der schwachen Verfassung der Gesamtbörsen deutlich rückläufig, während bei Unternehmensanleihen im Jahr 2009 ein neuer Rekord erzielt werden konnte.
B. Entwicklung der Gesellschaft
I. Geschäftsverlauf
Die sino AG ist der einzige deutsche Online Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut.
Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dies umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) im Geschäftsjahr zurückgegeben.
Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2008/2009 war vor dem Hintergrund der Finanzkrise und damit einhergehend anhaltend niedriger Börsenumsätze schwierig, so dass der Jahresüberschuss der sino AG mit TEUR 2.213 um 20,8% gegenüber dem letzten Geschäftsjahr gesunken ist. Im Geschäftsjahr gingen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 11,7% von TEUR 13.199 im Vorjahreszeitraum auf TEUR 11.655 zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei TEUR 3.143 nach TEUR 3.792 im Vorjahr.
Das Ergebnis enthält die Rückerstattung des bereits gezahlten Sonderbeitrags an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Höhe von TEUR 277. Darüber hinaus konnten die im Vorjahr bestehenden Rückstellungen für mögliche weitere Sonderbeiträge der EdW in Höhe von TEUR 280 ergebniswirksam aufgelöst werden, so dass sich hieraus insgesamt ein Ergebnisbeitrag von TEUR 557 ergibt.
Die sino AG schreibt auch mit dem Jahresergebnis 2008/2009 seit nunmehr elf Jahren kontinuierlich schwarze Zahlen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
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| Geschäftsjahr | 2004/2005 | 2005/2006 | 2006/2007 | 2007/2008 | 2008/2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2,4 Mio EUR | 4,4 Mio. EUR | 5,0 Mio. EUR | 3,8 Mio EUR | 3,1 Mio. EUR |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die sino AG auch weiterhin von Ihrem Status als börsennotierter Online-Broker profitieren und hat ein weitreichendes und regelmäßig positives Medienecho erfahren. Beachtung findet weiterhin auch die monatliche Veröffentlichung unserer Tradezahlen, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank AG, Quickborn, über ihre abgewickelten Orders stattfindet. In der Presse wurde außerdem die hervorragende Produkt- und Servicequalität der sino AG gewürdigt; so belegte die Gesellschaft am 24.08.2009 im Test der Zeitschrift „Euro am Sonntag“ erneut den 1. Platz in der Kategorie „Online-Broker für Heavy Trader“. Auch beim Wettbewerb „Online-Broker des Jahres“ der Zeitschrift Börse-Online erzielte die sino AG erneut Bestwerte und wurde im Ergebnis sogar besser bewertet als der offizielle „Broker des Jahres“.
»The GRID«, das Handelstool für Futures und andere hochliquide Instrumente im sino MX-PRO, wurde im Verlauf des gesamten Geschäftsjahres immer stärker von sino Kunden genutzt. Um dieses Handelstool besser zu vermarkten, hat die Gesellschaft am 08.05.2009 erneut ein Börsenspiel durchgeführt, dessen Gewinner ein High-End-Wochenende für zwei Personen in New York gewonnen hat.
Wie in den vergangenen Jahren hatten auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller sino Mitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Beteiligungsunternehmen tick-Trading Software AG, Düsseldorf (tick-TS AG) und Trade Haven GmbH, Düsseldorf, wesentlichen Anteil an dem trotz des schwierigen Marktumfeldes guten Ergebnis.
II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht
Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und eines Auszubildenden, 24 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Neueinstellungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen nur die Abteilung Technik.
Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.
Vor dem Hintergrund des stetig erweiterten Produktangebotes (z.B. Anbindung neuer Börsenplätze und neue Releases der Handelsplattform sino MX-PRO) bewegen sich die Anforderungen an die Mitarbeiter kontinuierlich auf hohem Niveau und haben auch in diesem Jahr teilweise zugenommen. Das Unternehmen trägt diesen gehobenen Anforderungen weiterhin durch stetige Mitarbeiterschulungen sowohl intern als auch extern Rechnung, die von den Mitarbeitern gerne angenommen werden. Regelmäßig durchgeführte Leistungskontrollen bestätigen dies. Zudem nahmen Mitarbeiter an Seminaren zur Internen Revision, zum Steuerrecht und zu anderen rechtlichen Neuerungen teil.
Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.
Die Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte.
Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte, wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten, wie die soziale Kompetenz berücksichtigt.
Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 959. Die Vorstandsbezüge setzen sich aus laufenden Bezügen in Höhe von TEUR 517 (Ingo Hillen: TEUR 266, Matthias Hocke: TEUR 251) sowie gewinnabhängigen Bezügen in Höhe von TEUR 442 (Ingo Hillen: TEUR 221, Matthias Hocke: TEUR 221) zusammen.
Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Die Wertpapiere sowie die in entsprechender Höhe gebildeten Rückstellungen valutierten zum 30.09.2009 in Höhe von TEUR 581.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Darlehen und Vorschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 501 (Ingo Hillen: TEUR 268, Matthias Hocke: TEUR 233) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch TEUR 8 offen (Ingo Hillen: TEUR 4, Matthias Hocke: TEUR 4).
Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags ist die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen haben die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von EUR 15,00 je Aktie zu erwerben. Dieser Preis je Aktie entspricht dem von einem unabhängigen Gutachter im Geschäftsjahr ermittelten Marktwert der tick Trading Software AG.
Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf TEUR 47. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2008/2009 TEUR 20 auf Herrn Dr. Robert Manger, TEUR 15 auf Herrn Hans-Hugo Hocke sowie TEUR 12 auf Herrn Gerd Goetz.
III. Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch unsere Kunden verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99% aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2009 blieb mit 614 gegenüber dem Vorjahr (615 Depots) nahezu unverändert – dabei wurden insgesamt 135 neue Depots eröffnet und 136 inaktive Depots geschlossen. Die Anzahl der ausgeführten Orders ging gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr leicht von 1,30 Millionen auf 1,29 Millionen zurück.
IV. Verbundene Unternehmen
Die sino AG hält unverändert 43,2% des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf, und 46,25% des Grundkapitals der Trade Haven GmbH, Düsseldorf. Die Anteile an der nicht aktiv tätigen sino Verwaltungsgesellschaft mbH i.L. (vormals sino institutional GmbH), einer 100,0% Tochtergesellschaft der sino AG, wurden aufgrund der Liquidation im Geschäftsjahr abgeschrieben (TEUR 27). Aufgrund der Neugründung einer wiederum unter sino institutional GmbH, Düsseldorf, firmierenden Gesellschaft erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen (100%) um TEUR 730. Diese Gesellschaft ist derzeit noch nicht aktiv tätig.
Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handelsfrontend Tradebase MX zur Verfügung, dass die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.
Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft tick–TS AG verlief auch in diesem Jahr, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzkrise, sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten. In der Gesellschaft sind unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Herrn Oliver Wagner acht Mitarbeiter angestellt; zwei der Mitarbeiter übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Herrn Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben. Oliver Wagner, Matthias Hocke und Ingo Hillen sind Vorstände der tick-TS AG.
Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG betreut die tick-TS AG unter anderem das Bankhaus MM Warburg & CO KGaA, Hamburg, als Kunden. Weiterhin wurden Vertriebskooperationen mit der Fortis Bank Global Clearing und der Unicredit Group abgeschlossen. Kooperationsgespräche mit weiteren größeren Banken, auch im europäischen Ausland laufen und sind teilweise im fortgeschrittenen Stadium.
Es ist beabsichtigt, den Gewinn der tick-TS AG für das Geschäftsjahr 2008/2009 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten; hieraus erwartet die sino AG einen Beteiligungsertrag in Höhe von rund TEUR 300 bzw. 0,69 Euro pro Aktie.
Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Trade Haven GmbH im Geschäftsjahr 2008/2009 betrug TEUR 105 und lag damit erstmals im positiven Bereich. Damit beträgt der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag TEUR 202.
Zur Vermeidung einer Überschuldung der Trade Haven GmbH und zur Sicherstellung der Liquidität hat die sino AG gegenüber der Gesellschaft eine Rangrücktritts- (TEUR 229) und eine harte Patronatserklärung (TEUR 75) mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2011 abgegeben, so dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft sichergestellt ist. Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir planmäßig eine erhebliche Ergebnisverbesserung.
Aufgrund der hohen Bedeutung der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH sowie der bestehenden einheitlichen Leitung durch die sino AG wurde auch für das Geschäftsjahr 2008/2009 ein Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt, in dem die Jahresabschlüsse der sino AG, der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH konsolidiert wurden.
V. Investitionen und Produktinnovationen
Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert. Der sino MX-PRO wurde von der tick-TS AG laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates wurden den sino Kunden zur Verfügung gestellt.
Die Futures-Handelsoberfläche »The Grid« des sino MX-PRO wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stark beworben und erfreut sich bei Kunden und Interessenten großer Beliebtheit.
Unsere Seminarreihe ‚sino Akademie’, mit der wir gezielt bestehende Kunden und Interessenten ansprechen, wurde fortgesetzt. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MX-PRO vorgestellt und rechtliche Aspekte des Wertpapierhandels von einem Rechtsanwalt erläutert. Wir haben mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen Städten in ganz Deutschland stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können.
VI. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB
Das gesamte gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.
Zum Ende des Geschäftsjahres am 30.09.2009 bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13% der Stimmrechte; diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung fort.
Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Es bestehen keine besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt.
Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Dem entsprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft.
Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.
Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.
Ebenso wurden keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
C. Lage der Gesellschaft
I. Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG gingen bedingt durch die anhaltend schwachen Börsenumsätze im Geschäftsjahr um 16,7% auf TEUR 10.033 (Vorjahr TEUR 12.042) zurück. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von TEUR 11.771 (Vorjahr TEUR 14.218) gemindert um Kommissionserstattungen von TEUR 1.738 (Vorjahr TEUR 2.176) zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.215 enthalten insbesondere periodenfremde Erträge aus der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für mögliche Sonderbeiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (TEUR 280) sowie aus der Rückerstattung des im Geschäftsjahr 2007/2008 an die EdW gezahlten Sonderbeitrags (TEUR 277).
Vor dem Hintergrund niedriger Tradezahlen und der gesunkenen Provisionserträge sind insbesondere die umsatz- und leistungsabhängigen Aufwendungen gefallen, aber auch der Personalaufwand wurde durch den Weggang zweier Mitarbeiter reduziert. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen fielen jedoch im Vergleich zu den Provisionserträgen lediglich unterproportional von TEUR 8.837 auf TEUR 7.767.
Nach Abzug der Kosten weisen wir für das Geschäftsjahr 2008/2009 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 3.143 (Vorjahr TEUR 3.792) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.213 (Vorjahr TEUR 2.793) aus.
Die Cost-Income-Ratio definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ durch „Netto-Provisionserlöse“ liegt bei 0,77, nach 0,73 im Vorjahr.
II. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 8.457. Bei einem Eigenkapital von TEUR 5.723 liegt die Eigenkapitalquote bei 67,7%. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten.
Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit TEUR 4.668 rund 55,2% aller Aktivposten ausmachen, die jedoch entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet sind.
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von TEUR 581 dienen der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich aufgrund der Neugründung der sino institutional GmbH, Düsseldorf. Die entsprechende Einzahlungsverpflichtung ist mit TEUR 730 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen an das Finanzamt aus Steuervorauszahlungen wurden im Geschäftsjahr ausgeglichen bzw. verrechnet.
Die Reduzierung der anderen Rückstellungen ist insbesondere auf die Auflösung der Rückstellung für Sonderbeiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sowie auf gesunkene ergebnisabhängige Bonus- und Tantiemeleistungen zurückzuführen.
III. Finanzlage
Einen Überblick über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow gibt die nachfolgende Berechnung:
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| 2008/2009 TEUR |
2007/2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 2.213 | 2.793 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 312 | 422 |
| - Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | -30 | 0 |
| - Abnahme der Rückstellungen | -729 | -1.001 |
| \= Cashflow | 1.766 | 2.214 |
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei der HSBC Trinkaus& Burkhardt AG. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Eigenkapitalquote sowie der positiven Ertrags- und Finanzlage, ist die Lage der sino AG weiterhin als sehr zufriedenstellend zu bewerten.
D. Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
E. Risikobericht
I. Allgemeines
Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern. Zu den Risikomanagement-Systemen der sino AG zählt ein umfangreiches, täglich aktualisiertes Analyseprogramm, das sämtliche Erlöse der Gesellschaft erfasst.
Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.
Im Zusammenhang mit von sino-Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. EUR 1,0 Mio. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2005/2006 gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 225 weiterhin beibehalten.
Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der sino AG gefährden könnten.
II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist nach wie vor äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend könnte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen führen. Einige der Wettbewerber verfügen über längere Geschäftserfahrung und bedeutend umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, umfassendere und kostenintensivere Vermarktungsaktivitäten und eine aggressivere Preispolitik zu betreiben sowie den Kunden attraktivere Bedingungen zu bieten als die Gesellschaft.
Darüber hinaus können weitere nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Börsenumsatzsteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Börsenumsatzsteuer, um in der Lage zu sein, schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können.
Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.
III. Unternehmensbezogene Risiken
1. Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel.
Die bei der Trade Haven GmbH unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Kunden- und Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter und sonstige Störungen, etwa durch Computerviren oder durch Ausfälle von Servern, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die Trade Haven GmbH, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindung an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der Trade Haven GmbH redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die Trade Haven GmbH über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ab. Die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG beschränkt sich dabei auf „execution - only“. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das sog. Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung). Für Day Trading gewährt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG im Geschäftsjahr weiter intensiviert und verbessert.
Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG „realtime“ die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt die HSBC Trinkaus& Burkhardt AG eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken gewährleistet ist.
3. Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2009 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2009 ebenfalls nicht.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
F. Ausblick
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind jedoch gerade in der aktuellen Marktsituation mit großen Unsicherheiten behaftet. Die tatsächliche Entwicklung des Marktumfelds oder der sino AG kann vor diesem Hintergrund deutlich von den getroffenen Erwartungen abweichen. Die nur schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes macht insoweit - aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten durch die Finanzkrise - eine Ergebnisprognose für dieses Jahr sehr schwierig.
Bereits Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 war eine erste Belebung der Konjunktur erkennbar. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das Kalenderjahr 2010 bereits wieder von einer positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes aus. So rechnet zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Wachstum von 1,3 %.
Viele Börsenexperten prognostizieren für das Jahr 2010 aufgrund einer Erholung der Konjunktur und steigenden Erträgen der Unternehmen eine Belebung des Aktienmarktes mit Kursgewinnen und höheren Handelsumsätzen. Demgegenüber gibt es auch mahnende Stimmen, die eher von erneuten Rückschlägen an den Aktienmärkten ausgehen. Insgesamt lässt sich somit aus den derzeit am Markt verfügbaren Informationen kein einheitlicher Trend für die zukünftige Entwicklung von Kursen und Umsätzen an den nationalen und internationalen Börsenplätzen ableiten.
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Da der Erfolg der sino AG dementsprechend maßgeblich von den Umsätzen an den Börsen abhängt, ist es in der aktuellen Situation ausgesprochen schwierig, eine seriöse Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2009/2010 aufzustellen.
Dennoch gehen wir davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität darzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.
Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir auch dieses Jahr zunächst auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose. In der letzten Zeit konnten wir allerdings einige sehr gute Neukunden hinzugewinnen. Dies und die wieder anziehenden Tradezahlen der vergangenen Wochen stimmen uns vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2009/2010 und - bei sich weiter positiv entwickelnden Rahmenbedingungen - auch für das Folgejahr. Wir sehen uns daher sehr gut aufgestellt, um auch weiterhin erfolgreich zu bleiben.
G. Schlusswort
Neben Kunden, Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragend unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daran setzen werden, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch zukünftig und trotz des aktuell schwierigen Marktumfeldes zu einer Erfolgsgeschichte der Aktie zu machen.
Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell sehr anspruchsvollen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns, wie auch in den letzten Jahren, langfristig deutlich besser zu entwickeln als die Wettbewerber.
Düsseldorf, den 30. November 2009
Ingo Hillen
Matthias Hocke
Bilanz zum 30. September 2009
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
AKTIVA
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| Stand 30.9.2009 | Stand 30.9.2008 EUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Barreserve | ||||
| Kassenbestand | 5.873,56 | 1.788,95 | ||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | ||||
| a) täglich fällig | 1.676.164,02 | 94.359,39 | ||
| b) andere Forderungen | 2.986.361,40 | 4.662.525,42 | 3.935.029,70 | |
| 3. Forderungen an Kunden | 553.788,48 | 564.539,86 | ||
| - darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 510.912,13 (i.V. EUR 514.039,28) | ||||
| 4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 581.427,45 | 981.733,56 | ||
| 5. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.255.583,57 | 552.501,70 | ||
| 6. Immaterielle Anlagewerte | 145.816,50 | 217.611,50 | ||
| 7. Sachanlagen | 616.791,01 | 717.327,01 | ||
| 8. Sonstige Vermögensgegenstände | 530.292,44 | 1.026.238,61 | ||
| 9. Rechnungsabgrenzungsposten | 105.359,77 | 114.290,27 | ||
| 8.457.458,20 | 8.205.420,55 | |||
| PASSIVA | ||||
| 30.9.2009 | Stand 30.9.2008 EUR |
|||
| EUR | EUR | EUR | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ||||
| andere Verbindlichkeiten | ||||
| täglich fällig | 111.004,80 | 232.321,52 | ||
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.015.744,53 | 255.754,31 | ||
| 3. Rückstellungen | ||||
| a) Steuerrückstellungen | 0,00 | 166.474,00 | ||
| b) andere Rückstellungen | 1.607.236,03 | 1.607.236,03 | 2.170.164,37 | |
| 4. Eigenkapital | ||||
| a) gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 | ||
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 | ||
| c) Gewinnrücklagen | ||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 199.375,00 | 199.375,00 | ||
| cb) andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 | 202.272,99 | 2.897,99 | |
| d) Bilanzgewinn | 3.149.324,85 | 2.806.558,36 | ||
| 5.723.472,84 | 5.380.706,35 | |||
| 8.457.458,20 | 8.205.420,55 | |||
| Eventualverbindlichkeiten | ||||
| a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 75.000,00 | 75.000,00 | ||
| b) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 116.238,16 | 191.238,16 | 269.500,00 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
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| 01.10.2008 - 30.09.2009 | 2007/2008 EUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 64.045,18 | 75.259,90 | ||
| 2. Zinsaufwendungen | -21,79 | 64.023,39 | -24.768,80 | |
| 3. Laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 0,00 | 163.531,71 | ||
| b) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 311.040,00 | 311.040,00 | 203.040,00 | |
| 4. Provisionserträge | 10.032.922,25 | 12.042.498,71 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 1.214.574,65 | 619.447,44 | ||
| 6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | -2.051.334,89 | -2.353.720,84 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -195.383,83 | -193.195,50 | ||
| - darunter: für Alterversorgung EUR 14.839,14 (i.V. EUR 10.181,69) | ||||
| -2.246.718,72 | ||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -5.520.606,71 | -7.767.325,43 | -6.289.670,53 | |
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | -284.324,57 | -421.836,49 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -430.571,53 | -28.051,38 | ||
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | -1.573,72 | -95.382,71 | ||
| 10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 1.890,28 | 94.986,87 | ||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | -27.499,00 | 0,00 | ||
| 12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 30.323,89 | 0,00 | ||
| 13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 3.143.480,21 | 3.792.138,38 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -914.505,33 | -986.248,92 | ||
| 15. Sonstige Steuern | -16.208,39 | -12.975,77 | ||
| 16. Jahresüberschuss | 2.212.766,49 | 2.792.913,69 | ||
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 936.558,36 | 13.644,67 | ||
| 18. Bilanzgewinn | 3.149.324,85 | 2.806.558,36 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2008/2009
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Allgemeine Angaben
Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 02.09.1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung und für das Eigengeschäft seit dem 01.11.2007 als erteilt. Die sino AG hat mit Schreiben an die BaFin vom 29.07.2009 auf die Erlaubnis zur Tätigung von Eigengeschäften verzichtet.
Die Aktien der sino AG sind zum Handel im regulierten Markt in Düsseldorf zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt.
Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für die Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird entsprechend zugeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 01.01.2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 150,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 151,00 und EUR 1.000,00 sind aufgrund der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden, die nicht wie Anlagevermögen behandelt werden, werden mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Einzelangaben zur Bilanz
Aktiva
Die anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 2.986 TEUR sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Davon sind insgesamt 2.770 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden sind in Höhe von 417 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 137 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit.
Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 511 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt.
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von 581 TEUR sind nicht börsennotierte und nicht börsenfähige Investmentfondsanteile, die der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten dienen. Die diesbezüglichen Wertpapiere wurden aufgrund ihrer langfristigen Ausrichtung im Geschäftsjahr als Anlagevermögen qualifiziert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten den folgenden Anteilsbesitz:
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital (in %) |
Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| tick Trading Software AG, Düsseldorf (30.09.2009) | 43,20 | 1.802 | 692 |
| Trade Haven GmbH, Düsseldorf (30.09.2009) | 46,25 | -202 | 105 |
| sino Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Düsseldorf (31.12.2008) | 100,00 | -1 | -1 |
| sino institutional GmbH, Düsseldorf (30.09.2009) | 100,00 | 730 | 0 |
Die Anteile an der nicht aktiv tätigen sino Verwaltungsgesellschaft mbH i.L. (vormals sino institutional GmbH) wurden aufgrund der Liquidation im Geschäftsjahr abgeschrieben (TEUR 27). Aufgrund der Neugründung der wiederum unter sino institutional GmbH firmierenden Gesellschaft erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um TEUR 730. Die Gesellschaft ist derzeit noch nicht aktiv tätig. Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig aber nicht börsennotiert. Die übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2009 TEUR |
30.09.2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 229 | 254 |
| Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuerüberzahlungen und Körperschaftsteuerguthaben | 189 | 681 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 55 | 39 |
| Mietkautionen | 43 | 43 |
| Übrige | 14 | 9 |
| 530 | 1.026 |
Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Trade Haven GmbH, Düsseldorf. Gemäß der gegenüber der Trade Haven GmbH ausgesprochenen Rangrücktrittserklärung ist die sino AG mit der Darlehensforderung in Höhe von 229 TEUR einschließlich aller daraus resultierender Zinsansprüche in der Weise hinter die Forderungen aller Gläubiger der Trade Haven GmbH zurückgetreten, dass ihre Forderungen nur aus Liquidationsüberschüssen oder aus weiteren die sonstigen Schulden der Gesellschaft übersteigenden Aktivvermögen zu begleichen sind.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2009 TEUR |
30.09.2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Einzahlungsverpflichtungen | 730 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 169 | 146 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer | 65 | 67 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 47 | 34 |
| Übrige | 5 | 9 |
| 1.016 | 256 |
Aus der Neugründung der sino institutional GmbH und der hieraus entstandenen Kapitaleinzahlungsverpflichtung resultiert eine Verbindlichkeit von insgesamt 730 TEUR. Die Verbindlichkeit war zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung beglichen; das Kapital stand der neuen Gesellschaft zur freien Verfügung. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, (66 TEUR) sowie Trade Haven GmbH, Düsseldorf, (4 TEUR) enthalten.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Lebensarbeitzeitkonten (TEUR 581), Vorstandstantiemen (TEUR 443) und Settlementrisiken (TEUR 225). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub, Jahresabschluss- und Beratungskosten und für ausstehende Rechnungen gebildet. Die im Vorjahr für erwartete Sonderumlagen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Höhe von 280 TEUR bestehende Rückstellung konnte aufgrund der geänderten Rechtslage aufgelöst werden.
Eigenkapital
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
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| (in TEUR) | Grundkapital | Kapitalrücklage | gesetzliche Rücklage | andere Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2008 | 2.337 | 34 | 199 | 3 | 2.807 | 5.380 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.870 | -1.870 |
| Jahresüberschuss 2008/2009 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.213 | 2.213 |
| Stand 30.09.2009 | 2.337 | 34 | 199 | 3 | 3.150 | 5.723 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.337.500,00. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 1,00 ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert EUR 34.375,00. Die gesetzliche Rücklage beträgt EUR 199.375,00. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10% des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 2.897,99 bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 2.806.558,36 wurden im Geschäftsjahr EUR 1.870.000,00 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 936.558,36 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2007/2008 der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (11.771 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (1.738 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere periodenfremde Erträge aus der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für mögliche Sonderbeiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (280 TEUR) sowie aus der Rückerstattung des im Geschäftsjahr 2007/2008 an die EdW gezahlten Sonderbeitrags (277 TEUR). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin Erlöse aus Sachbezügen sowie aus Softwareüberlassung und -vertrieb ausgewiesen.
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte sowie um Beiträge, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Buchverluste). Außerdem wurden die im Vorjahr unter den anderen Verwaltungsaufwendungen dargestellten Aufwendungen aus der Leistungsweiterverrechnung mit verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 259 TEUR sowie sonstige Kostenerstattungen in Höhe von 125 TEUR aufgrund einer besseren Kostenabgrenzung erstmalig unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 66 TEUR, in den anderen Verwaltungsaufwendungen 779 TEUR und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 210 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft tick Trading Software AG, Düsseldorf, zurückzuführen sind.
Aus Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft Trade Haven GmbH, Düsseldorf, sind in den anderen Verwaltungsaufwendungen 950 TEUR und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 49 TEUR enthalten. Aus der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Darlehensforderung an die Trade Haven GmbH sind Zinserträge in Höhe von 12 TEUR entstanden.
Eventualverbindlichkeiten
Gegenüber der Trade Haven GmbH besteht weiterhin eine Liquiditätszusage in Höhe von 75 TEUR (harte Patronatserklärung) mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2011.
Im Zusammenhang mit den von einem Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften wurde ein Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet. Die Verpfändung dient bis zu einer Höhe von maximal TEUR 175 der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30.09.2009 mit TEUR 166; davon kann die sino AG mit maximal 70 % in Anspruch genommen werden (zum 30.09.2009 TEUR 116).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB betreffen im Wesentlichen den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv und Lagerräume sowie Garagenstellplätze für die restliche Mietlaufzeit der ersten Mietperiode, die zum 31. Mai 2011 endet. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattung- sowie PKW-Leasingverträgen. Insgesamt ergeben sich hiernach zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
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| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Verpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr | 245 |
| Verpflichtungen mit einer Laufzeit von einem Jahr bis zu fünf Jahren | 196 |
| Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über fünf Jahren | 0 |
| 441 |
Aus unbefristeten Verträgen mit dem verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, bestehen Verpflichtungen in Höhe von 180 TEUR (p.a.).
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 12. März 2009 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.
Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe:
Der Vorstand besteht aus zwei Personen.
| Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: Finanzen und Handel) | |
| Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: Technik und Marketing) |
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen.
| Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei McDermott Will & Emery, Düsseldorf | |
| Hans Hugo Hocke (stellvertretender Vorsitzender), Kaufmann | |
| Gerd Goetz, Bankangestellter bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf |
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Hans Hugo Hocke sowie Herr Gerd Goetz sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Düsseldorf.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf 959 TEUR. Die Vorstandsbezüge setzen sich aus laufenden Bezügen in Höhe von 517 TEUR (Ingo Hillen: 266 TEUR, Matthias Hocke: 251 TEUR) sowie gewinnabhängigen Bezügen in Höhe von 442 TEUR (Ingo Hillen: 221 TEUR, Matthias Hocke: 221 TEUR) zusammen.
Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Die Wertpapiere sowie die in entsprechender Höhe gebildeten Rückstellungen valutierten zum 30.09.2009 in Höhe von 581 TEUR.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Darlehen und Vorschüsse in Höhe von insgesamt 501 TEUR (Ingo Hillen: 268 TEUR, Matthias Hocke: 233 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 8 TEUR offen (Ingo Hillen: 4 TEUR, Matthias Hocke: 4 TEUR).
Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags ist die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen haben die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von EUR 15,00 je Aktie zu erwerben. Dieser Preis je Aktie entspricht dem von einem unabhängigen Gutachter im Geschäftsjahr ermittelten Marktwert der tick Trading Software AG.
Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 47 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2008/2009 20 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 15 TEUR auf Herrn Hans Hugo Hocke und 12 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.
Honorar des Abschlussprüfers:
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfung | 109 |
| sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 34 |
| Summe | 143 |
Arbeitnehmer:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 24 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2009 beschäftigten 22 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
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| Bereich | Handel | Technik | Back-office | Controlling | Buchhaltung | Rechtsabteilung | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 7 | 4 | 4 | 2 | 2 | 1 | 2 | 22 |
Mitteilung bestehender Beteiligungen:
Der Gesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
| Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf. | |
| Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04. 2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. | |
| Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London. | |
| Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London. | |
| Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Bank plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
| Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte). |
Der Gesellschaft wurden von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
| Der Stimmrechtsanteil von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 6,36 %. |
Der Gesellschaft wurden von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
| Der Stimmrechtsanteil von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 5,96 %. |
Erklärung gemäß § 161 AktG
Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex haben Vorstand und Aufsichtsrat der sino AG abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Ergebnisverwendungsvorschlag
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| EUR | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 2.212.766,49 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 936.558,36 |
| Bilanzgewinn | 3.149.324,85 |
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem Bilanzgewinn zum 30.09.2009 in Höhe von 3.149.324,85 EUR werden 1.870.000,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Daraus ergibt sich eine Dividende von 0,80 EUR pro Aktie. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.279.324,85 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, den 30. November 2009
Ingo Hillen
Matthias Hocke
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 13. Januar 2010
**Warth & Klein GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Thomas Senger, Wirtschaftsprüfer
Dirk Holzheimer, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
der sino Aktiengesellschaft
über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichtes und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2009 geendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 (nachfolgend das „Geschäftsjahr 2008/2009“) vorzunehmenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2008/2009 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der mit der sino AG verbundenen Unternehmen unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.
Während des Berichtszeitraumes hatte der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend unterrichtet. Insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise war die Unterrichtung dabei im ersten Halbjahr (01.10.2008-31.03.2009) sehr umfangreich und eng abgestimmt. Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die fortlaufende Erweiterung des Dienstleistungsangebotes an die Kunden der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens in der Zukunft, auch in einem turbulenten Marktumfeld.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden vier Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates - am 13.10.2008, am 12.01.2009, am 04.05.2009 und am 13.08.2009 - statt. Ausschüsse hat der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet. Auch im Geschäftsjahr 2008/2009 hat sich die Gesellschaft dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Stand: 06.06.2008 und 18.06.2009) unterworfen und die „Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG“ entsprechend abgegeben.
Der vom Vorstand für das zum 30. September 2009 geendete Geschäftsjahr aufgestellte Jahresabschluss sowie der aufgestellte Konzernabschluss und der Lage- sowie der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht der sino AG, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stimmen wir zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2008/2009. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Düsseldorf, den 13. Januar 2010
Dr. Robert Manger, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Gemeinsamer Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat
der sino AG zur Corporate Governance 2010
Corporate Governance Bericht der sino AG 2010
Der Deutsche Corporate Governance Kodex kommentiert die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften des deutschen Aktienrechts zur Leitung und Überwachung börsennotierter Aktiengesellschaften und enthält zusätzlich eine Reihe weiterer Verhaltensempfehlungen. Diese Verhaltenspflichten betreffen vor allem die Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat, deren Zusammenwirken, die Transparenz im Unternehmen sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Die sino AG entspricht dem Gesetz und folgt − bis auf wenige Ausnahmen − den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Corporate Governance bei sino
Die sino AG (im folgenden auch nur „sino“) bekennt sich zu einer verantwortungsvollen Unternehmenspolitik. Die Belange der Mitarbeiter sollen ebenso berücksichtigt werden wie die Interessen der Aktionäre an einer angemessenen Steigerung des Unternehmenswertes. Vor diesem Hintergrund versteht die sino AG eine effiziente Corporate Governance als einen wesentlichen Bestandteil ihres Erfolges und begreift sie als einen Anspruch, der alle Bereiche des Unternehmens und seiner Tätigkeiten umfasst. Auch im vergangenen Jahr hat sich die sino AG verstärkt mit der Fortentwicklung ihrer Corporate Governance befasst. Hierbei wurden insbesondere die weiteren Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umgesetzt. Die aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat am 13.01.2010 unterzeichnet.
Aktionäre und Hauptversammlung bei sino
Die Aktionäre der sino AG üben ihre Rechte grundsätzlich im Rahmen der Hauptversammlung aus. Dabei entscheiden sie insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, Änderungen der Satzung und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen.
In der ordentlichen Hauptversammlung der sino AG am 12.03.2009 in Düsseldorf wurden der festgestellte Jahresabschluss zum 30. September 2008 mit dem Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2007/2008 und der gebilligte Konzernabschluss zum 30. September 2008 mit dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007/2008 sowie der Bericht des Aufsichtsrates vorgelegt und von der Hauptversammlung ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.
Der Vorstand der sino
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Er strebt eine möglichst hohe Verzinsung des eingesetzten Kapitals im Rahmen des Unternehmenszwecks an. Zu seinen Aufgaben gehört die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat.
Der Vorstand der sino AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes haften der Gesellschaft für etwaige Pflichtverletzungen. Herr Ingo Hillen ist zuständig für das Ressort Finanzen und Handel, Herr Matthias Hocke für den Bereich Technik und Marketing.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der sino AG wird in deren Anstellungsverträgen festgelegt. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes werden auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht näher beschrieben.
Der Aufsichtsrat der sino
Die Aufgabe des Aufsichtsrates der sino AG liegt darin, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu beraten und zu überwachen. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wird der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus bestellt und entlässt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstandes.
Bei der sino AG arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte.
Der Aufsichtsrat der sino AG besteht aus 3 fachlich qualifizierten und unabhängigen Mitgliedern. Diese Qualifikation ist die Basis für eine effiziente Aufsichtsratsarbeit.
Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2008/2009 waren Herr Dr. Robert Manger, Rechtsanwalt in Düsseldorf, Herr Hans-Hugo Hocke, Diplom-Betriebswirt aus Mönchengladbach und Herr Gerd Goetz, Bankangestellter, Geschäftsbereichsleiter Wertpapierdienstleistungen der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG aus Düsseldorf. Herr Dr. Manger war Aufsichtsratsvorsitzender.
Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Bezüge jedes einzelnen Aufsichtsratsmitgliedes sind auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht dargestellt. Über Einzelheiten seiner Tätigkeit und seiner Entscheidungen im Geschäftsjahr 2008/2009 informiert der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung gesondert. Dem Aufsichtsrat sind weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte mitgeteilt worden.
Gemäß § 7 Ziffer 2 der Satzung der sino AG endet die Amtszeit des Aufsichtsrates mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009/2010 beschließt.
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat bei der sino AG
Vorstand und Aufsichtsrat haben unterschiedliche Aufgaben. Ein Mitglied des Vorstandes kann nicht zugleich Mitglied des Aufsichtsrates sein.
Zur Wahrnehmung ihrer Führungs- und Kontrollaufgaben stehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, um eine erfolgreiche Corporate Governance bei der sino AG zu gewährleisten.
Die Tätigkeit des Aufsichtsrates wird unter anderem sichergestellt durch:
| • | die Verpflichtung des Vorstandes zu regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Berichterstattung an den Aufsichtsrat, |
| • | die regelmäßige Erörterung der Planung, der Geschäftsentwicklung und der Strategie mit dem Vorstand sowie |
| • | die Festlegung von Geschäften und Maßnahmen des Vorstandes, die nur mit Zustimmung des Aufsichtsrates vorgenommen werden dürfen. |
Der Vorstand bedient sich unter anderem folgender Führungs- und Kontrollinstrumente:
| • | Festlegung von Strategien und Grundsätzen für die Führung des Unternehmens; |
| • | Aufstellung einer strategischen Planung für alle Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder sowie ihre regelmäßige Aktualisierung und Erfolgskontrolle; |
| • | regelmäßige Prüfungen und Sonderprüfungen durch eine interne Revision; |
| • | Einrichtung und kontinuierliche Aktualisierung eines konzernweiten Überwachungssystems zur Risikofrüherkennung (Risikomanagement); |
| • | Einrichtung eines Compliance-Bereiches, der durch einen Compliance-Beauftragten geleitet wird; |
| • | Vereinbarung von Zielen und eines erfolgsorientierten Anteils bei der Vergütung von leitenden Angestellten. |
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2008/2009 in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat insbesondere die strategische Ausrichtung des sino-Konzerns fortentwickelt und optimiert. Er hat darauf aufbauend eine Vielzahl von Maßnahmen zur Umsetzung der strategischen Ziele eingeleitet und fortgeführt. Durch regelmäßige Plan-Ist-Vergleiche der wirtschaftlichen Kennzahlen der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wurde deren Entwicklung vom Vorstand zeitnah überwacht, in Controllinggesprächen mit dem Management der Konzerngesellschaften quartalsweise beraten und bei Bedarf korrigiert.
Transparenz der sino AG
Die sino AG legt großen Wert auf Transparenz und zeitnahe Information ihrer Aktionäre und Anleger über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Unternehmen. Die sino AG stellt Aktionären, Anlegern sowie weiteren interessierten Personen Pressemitteilungen sowie weitere für die Beurteilung des Unternehmens relevante Informationen auf ihrer Internetseite www.sino.de zur Verfügung.
Darüber hinaus legt die sino AG großen Wert auf die Einhaltung der sog. Ad-hoc-Publizität (§ 15 WpHG).
Über den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der sino AG durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft oder sonstige Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen befugt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen sind der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008/2009 keine Mitteilungen zugegangen.
Derzeit sind keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der sino AG implementiert.
Entsprechenserklärung 2010
Die sino Aktiengesellschaft entsprach den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in den seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung geltenden Fassungen (Stand vom 06. Juni 2008 und vom 18. Juni 2009) und wird den Empfehlungen in der derzeit geltenden Fassung (Stand vom 18. Juni 2009) weiterhin entsprechen, jeweils mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:
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| Ziffer 2.3.4. | Die Verfolgung der Hauptversammlung mittels Internet ist aufgrund der Aktionärsstruktur der Gesellschaft entbehrlich. Interessierte Aktionäre nehmen regelmäßig in persona an der Hauptversammlung teil. Die Gesellschaft ist nicht von einer Größenordnung, die es angebracht erscheinen lässt, die Hauptversammlung über das Internet öffentlich zu machen. Die damit verbundenen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem erstrebten Nutzen. |
| Ziffer 3.8 | Die von der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossenen Verträge über D&O Versicherungen sehen keinen Selbstbehalt vor, da die Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zu einer wesentlichen Reduzierung der Versicherungsprämien führt. Vorstand und Aufsichtsrat handeln ferner bereits aufgrund der ihnen nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten verantwortungsvoll und im besten Interesse der Gesellschaft. Sie halten einen Selbstbehalt nicht für geeignet, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der Mitglieder der Organe der sino Aktiengesellschaft zu erhöhen. Künftige Anpassungen zumindest der zugunsten der Vorstandsmitglieder bestehenden Versicherungsverträge im Hinblick auf die Aufnahme eines Selbstbehalts werden nicht ausgeschlossen, sind aber zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Erklärung noch nicht konkret absehbar. |
| Ziffer 4.2.1 | Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher. Der Vorstand der sino Aktiengesellschaft besteht aus zwei gleichberechtigten Mitgliedern. Die Ernennung eines Vorsitzenden oder Sprechers ist derzeit nicht vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt über eine Geschäftsordnung für den Vorstand. |
| Ziffer 4.2.3 | Die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands werden auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht erläutert. Ein Aktienoptionsplan oder eine vergleichbare Gestaltung für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter bestehen nicht. Eine weitergehende Differenzierung der Vergütung des Vorstandes der Gesellschaft besteht nicht. Eine dementsprechende, aufwendige Vertragsgestaltung sowie der damit verbundene administrative Aufwand erscheinen derzeit nicht verhältnismäßig. |
| Ziffer 4.2.5 | Die Vergütung des Vorstandes wird - wie soeben bereits dargetan - auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht erläutert. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind bei der Gesellschaft ebensowenig vorgesehen wie Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied. Daher erscheint die Anfertigung eines weiteren Vergütungsberichtes entbehrlich. |
| Ziffer 5.1.2 | Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass das Alter eines Organmitglieds für dessen Qualifikation nicht entscheidend ist. Deshalb hat sie keine Altersgrenzen für Vorstandsmitglieder festgelegt. |
| Ziffer 5.3.1 | Der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft verfügt nur über drei Mitglieder. Deshalb bildet der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft keine Ausschüsse. |
| Ziffer 5.3.2 | Insbesondere die Bildung eines separaten Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist nach Ansicht der Gesellschaft aufgrund des überschaubaren Umfangs der Rechnungslegung und des Risikomanagements sowie des Umstandes, dass der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft nur über drei Mitglieder verfügt, entbehrlich. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats verschaffen sich ein Bild über die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer; der Prüfungsauftrag wird vom gesamten Aufsichtsrat erteilt, der sich auch die Prüfungsschwerpunkte festlegt und sich mit der Honorarvereinbarung befasst. |
| Ziffer 5.3.3. | Die Bildung eines Nominierungsausschusses ist aufgrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der heterogenen Zusammensetzung des Aufsichtsrates entbehrlich. |
| Ziffer 5.4.2 | Dem Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft gehören Personen an, die zu einem Vorstandsmitglied in verwandtschaftlicher Beziehung stehen und/oder Kunden der Gesellschaft sind und/oder der Gesellschaft beratend zur Seite stehen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind verpflichtet, Fälle von Interessenkonflikten unverzüglich offen zu legen. Bei etwaigen Interessenkonflikten werden Vorstand und Aufsichtsrat geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Interessenkonflikt zu Gunsten der Gesellschaft aufzulösen. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass hierdurch eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat sichergestellt wird. |
| Ziffer 5.4.3 | Aus Praktikabilitätsgründen sollen Wahlen zum Aufsichtsrat nicht nur als Einzelwahl durchgeführt werden. Da der Vorsitzende des Aufsichtsrates in erster Linie die Arbeit des Aufsichtsrates koordinieren soll, muss dieser vor allem das Vertrauen und die Akzeptanz der übrigen Aufsichtsratsmitglieder genießen. Es erscheint daher entbehrlich, den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt zu geben. |
| Ziffer 5.4.6 | Eine erfolgsorientierte Vergütung neben der festen Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit nicht vorgesehen. Vergütungen oder gewährte Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern (Beratungs- oder Vermittlungsleistungen) erfolgen, wenn sie überhaupt anfallen, zu marktüblichen Konditionen und werden im Rahmen des Rechnungswesens abgerechnet und aufgezeichnet. Eine individualisierte Angabe im Corporate Governance Bericht erscheint vor diesem Hintergrund entbehrlich. |
| Ziffer 7.1.2 | Die Gesellschaft veröffentlicht den Geschäftsbericht binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums. Diese Fristen können im Einzelfall geringfügig überschritten werden. Die zu veröffentlichenden Zahlen der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden dem Aufsichtsrat regelmäßig im Vorfeld durch den Vorstand vorgelegt und erörtert. |
Düsseldorf, den 13.01.2010
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand