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Sino AG — Interim / Quarterly Report 2013
May 28, 2014
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Interim / Quarterly Report
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sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013
Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012/2013
Inhalt
Vorwort
A.
Konjunkturelle Entwicklung
| I. | Gesamtwirtschaft |
| II. | Wertpapiermärkte |
B.
Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns
| I. | Geschäftsverlauf |
| II. | Mitarbeiter- und Vergütungsbericht |
| III. | Kundenzahl und Ordervolumen |
| IV. | Beteiligungen |
| V. | Investitionen und Produktinnovationen |
C.
Lage der Gesellschaft
| I. | Ertragslage |
| II. | Vermögenslage |
| III. | Finanzlage |
D.
Nachtragsbericht
E.
Risikobericht
| I. | Allgemeines |
| II. | Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken |
| III. | Unternehmensbezogene Risiken |
| 1. | Risiken der System- und Softwaresicherheit |
| 2. | Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter |
| 3. | EDW-Beiträge |
| 4. | Sonstige unternehmensbezogene Risiken |
F.
Ausblick
G.
Schlusswort
Vorwort
Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der sino AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2012/2013 folgt den Gliederungsempfehlungen des vom deutschen Standardisierungsrat erlassenen Rechnungslegungsstandard Nummer 15 "Lageberichterstattung".
A. Konjunkturelle Entwicklung
I. Gesamtwirtschaft
Für das Jahr 2013 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem schwachen Wachstum von nur 0,4 %. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im letzten Quartal 2012 und einer Stagnationsphase im ersten Quartal 2013, zog das deutsche Wirtschaftswachstum im weiteren Verlauf des Jahres wieder an. Getragen wurde diese positive Entwicklung weiterhin vor allem durch die Binnennachfrage, gestärkt durch positive Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und zu erwartende weitere Steigerungen des Einkommensniveaus. Zudem hat sich die Weltkonjunktur belebt, wovon der deutsche Export, vor allem in außereuropäische Länder, profitieren konnte. Insgesamt herrscht in den Unternehmen inzwischen wieder steigende Zuversicht, die neben den weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen zu verstärkten Investitionen beiträgt. Für die öffentlichen Haushalte ist ein strukturell ausgeglichenes Ergebnis zu erwarten.
In der weiteren Prognose sind DIW und auch der Internationale Währungsfonds (IWF) noch optimistischer: Für 2014 ist mit einem Wachstum zwischen 1,4 % (IWF) und 1,8 % (DIW) zu rechnen. Diese Prognosen sind allerdings durch verschiedene Risiken belastet: Trotz der Einigung im amerikanischen Haushaltsstreit im Oktober 2013, könnte es schon zu Beginn des Jahres 2014 wieder zu ähnlichen Problemen kommen, die einen belastenden Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft darstellen würden. Auch die europäische Finanzkrise könnte durchaus wieder aufleben, da zwar eine Stabilisierung der Finanzmärkte erreicht, aber keine dauerhafte Lösung für die zugrunde liegenden Probleme erzielt wurde. Die Wirtschaftspolitik der neuen großen Koalition in Deutschland und deren Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum sind zurzeit noch nicht konkret abzusehen – die Prognosen der Institute beruhen auf einer weitgehenden Fortführung der bisherigen Politik.
II. Wertpapiermärkte
Die Entwicklung des Deutsche Aktienindex war im Verlauf des Geschäftsjahres 2012/2013 auch von der (Kommunikations-)Politik der US-Notenbank und der EZB beeinflusst.
Zu Beginn des ersten Quartals schwankt der DAX, wie schon im Vormonat September, zwischen 7.200 und 7.400 Punkten, bis er nach kritischen Äußerungen des EZB-Präsidenten Draghi zur deutschen Konjunktur am 16. November bis unter 7.000 Punkte abrutscht. Daran schließt sich eine bis zum Jahresende dauernde Aufwärtsbewegung an, u.a. vor dem Hintergrund der Bewilligung weiterer Hilfskredite für Griechenland durch die Euro-Finanzminister. Mit 7.612 Punkten zum Jahresende hat der DAX im Kalenderjahr 2012 das größte Jahresplus seit 2003 erreicht (+ 29,1 %).
Nach einer eher seitwärts verlaufenden Bewegung zu Jahresbeginn folgt der DAX im März der Bewegung des Dow Jones: Dieser erreicht, gestützt durch die Geldpolitik der US-Notenbank und gute konjunkturelle Aussichten, sogar ein Allzeithoch von 14.286 Punkten – der DAX steigt ebenfalls und überschreitet am 8. März zum ersten Mal seit Ende 2007 wieder die 8.000er Marke, unter der er zum Ende des Quartals knapp schließt.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres kommt es am 17. April innerhalb weniger Minuten zu einem starken Absturz des DAX (auf 7.503 Punkte), ohne dass Wirtschaftsdaten oder andere Nachrichten der Hintergrund gewesen zu sein schienen. Erst nach einer Woche zieht der DAX wieder an, und bis Mitte Mai folgt nun, getragen von der Niedrigzinspolitik der EZB, ein Hoch nach dem anderen - bis zu einem Allzeithoch von 8.558 Punkten am 22. Mai. Vor allem sich mehrende Anzeichen, dass die US-Notenbank ihr Ankaufprogramm von Staatsanleihen mittelfristig deutlich drosseln könnte, führen nun aber zu einem Abwärtstrend, der den DAX am 24. Juni schließlich bis unter 7.700 Punkte sinken lässt.
Im vierten Quartal führen zu Beginn positiv aufgenommene Statements von US-Notenbankpräsident Bernanke und EZB-Präsident Draghi zu einer weitgehenden Erholung des DAX und einer Pendelbewegung um die 8.300 Punkte, bis Ende August Sorgen um einen Konflikt mit Syrien und der daraufhin steigende Ölpreis den Index am Monatsultimo auf 8.103 Punkte fallen lassen. Doch im September geht es wieder aufwärts: Einkaufsmanagerindizes aus China und Europa setzen optimistische Signale, die EZB verkündet, ihre Politik des billigen Gelds fortzusetzen, Syrien lenkt ein. Am 19. September erreicht der DAX ein neues Allzeithoch von 8.694 Punkten, gibt aber unter dem Eindruck des Haushaltsstreits in den USA und eines drohenden „Shut-Down“ bis Ende des Monats wieder etwas nach.
Der DAX schließt zum 30.09.2013 mit 8.594 Punkten und ist damit seit dem 01.10.2012 insgesamt um 18,9 % gestiegen.
B. Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns
Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt wird. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.
Da sich die Geschäftstätigkeit der sino Beteiligungen GmbH als einziger Tochtergesellschaft auf das Halten der Beteiligung an der tick-TS AG beschränkt, bestehen nur in einzelnen Positionen Abweichungen zwischen dem Einzel- und Konzernabschluss. Daher wird im Folgenden die Lage der sino AG erläutert und ggf. anschließend die davon abweichende Lage des Konzerns.
I. Geschäftsverlauf
Die sino AG ist der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zurückgegeben.
Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2012/2013 war weiterhin anspruchsvoll: Diese waren geprägt durch gestiegene regulatorische Anforderungen (EU-Leerverkaufsverbot, das die Möglichkeiten des intraday Shortens erheblich einschränkt, Regulierung des Hochfrequenzhandels und des sog. Algo-Tradings), die stets mit neuen Details diskutierte Finanztransaktionssteuer sowie die nach wie vor recht schwachen Börsenumsätze mit entsprechend niedrigen Tradezahlen, die sich allerdings stabilisierten und zum Ende des Geschäftsjahres leicht stiegen.
In der Binnensicht war das Ergebnis ganz wesentlich durch die Einlage der 43,2%-igen Beteiligung der sino AG an der tick-TS AG in die sino Beteiligungen GmbH geprägt. Ziel der Maßnahme war es, die Eigenkapitalbasis der sino AG beträchtlich zu stärken und in den nächsten Jahren erhebliche Kosten zu sparen. Bedingt durch diese Umstrukturierung ist die sino AG handelsrechtlich nun wieder Teil eines Konzerns. Das Unternehmen wirkte der schwierigen Marktlage zudem durch weitere umfangreiche Kostensparmaßnahmen entgegen. Die schnellstmögliche Wiedererlangung der Dividendenfähigkeit war dabei das wichtigste Ziel. So konnte die Summe der Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen (bereinigt um die Kosten aus der Ausgliederung der tick-TS Beteiligung und einer einmaligen Erhöhung der Rückstellung für Settlementrisiken) und sonstige betriebliche Aufwendungen nach 7,2 Millionen Euro im Vorjahr um 22,3 % auf 5,7 Millionen Euro (unbereinigt 5,9 Millionen Euro, -18,3 %) reduziert werden. Dieser Rückgang der Kosten liegt deutlich über den ursprünglichen Planungen und erfasst alle Bereiche des Unternehmens. Im Gegensatz zu den Vorjahren war das Ergebnis kaum durch den Jahres- bzw. Sonderbeitrag an die EDW belastet, denn durch das Greifen von Kappungsgrenzen und das negative Ergebnis des letzten Geschäftsjahres sanken diese auf 2.100 Euro.
So war es möglich, nach dem in 14 Jahren Unternehmensgeschichte erstmaligen Verlust im letzten Geschäftsjahr, wieder ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 sanken die Gesamterlöse der Gesellschaft (ohne Erträge aus der Einlage der tick-TS Beteiligung) um 18,0 % von 7,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,8 Millionen Euro (unbereinigt: 9,2 Millionen Euro). Das entsprechend bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei 174 TEUR (unbereinigt: 3,3 Millionen Euro) nach -167 TEUR im Vorjahr.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der sino AG entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
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| Geschäftsjahr | 2008/2009 | 2009/2010 | 2010/2011 | 2011/2012 | 2012/2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3,1 Mio. EUR | 0,8 Mio. EUR | 1,4 Mio. EUR | - 0,17 Mio. EUR | 0,17 Mio. EUR1 |
| (3,3 Mio. EUR)2 |
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fand die sino AG in den Medien Beachtung, insbesondere über die weiterhin monatlich erfolgende Veröffentlichung der Tradezahlen, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank AG, Quickborn, über ihre abgewickelten Orders stattfindet. Im März hat die sino AG bei der Wahl zum Online-Broker des Jahres bei der fünften Teilnahme zum fünften Mal das beste Gesamtergebnis erreicht: 1,17 (nach Schulnoten) – ein Zeichen dafür, dass es gelungen ist, bei allen Kostensenkungen nicht an der Qualität zu sparen.
Die sino AG ist zum 15. April 2013 aus dem geregelten Markt der Börse Düsseldorf in das Qualitätssegment "Primärmarkt" im Freiverkehr der Börse Düsseldorf gewechselt. Die sino AG verspricht sich hierdurch eine erhebliche Kostenreduktion durch den Wegfall der mit einer Notierung im geregelten Markt verbundenen Folgeverpflichtungen. Gleichwohl haben auch im Primärmarkt zahlreiche Transparenzvorschriften weiter Bestand, z.B. eine Quasi-Ad-hoc-Pflicht, die Pflicht zur Aufstellung eines Unternehmenskalenders und zur Veröffentlichung eines Halbjahres- und Jahresfinanzberichtes. Darüber hinaus wird die sino AG auch weiterhin monatlich ihre Tradezahlen veröffentlichen.
Wie in den vergangenen Jahren hatte auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller sino Mitarbeiter unter den für alle Beteiligten weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen wesentlichen Anteil an dem trotz des Marktumfeldes guten Ergebnis. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die sehr gute Zusammenarbeit mit unserem Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf (tick-TS AG) dafür gesorgt, dass wir unseren Kunden nicht nur weiterhin ein exzellentes, hochperformantes und außerordentlich stabiles Handelsfrontend zur Verfügung stellen konnten, sondern auch flexibel und mit gutem Erfolg auf die verschiedenen Regulierungsvorgaben reagieren konnten.
1 bereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS Beteiligung
2 unbereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS Beteiligung
Wegen der Beteiligung an der sino Beteiligungen GmbH ist die sino AG verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wird und die Beteiligungen an der tick Trading Software AG und der Trade Haven GmbH mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at Equity) bilanziert werden. Der Ertrag aus der Einbringung der Anteile an der tick Trading Software AG in die sino Beteiligungen GmbH war dabei als Zwischengewinn zu eliminieren.
Das anteilige Eigenkapital der assoziierten Unternehmen lag wegen thesaurierter Gewinne aus Vorjahren um TEUR 486 über den Anschaffungskosten der Beteiligungen. Der Differenzbetrag wurde erfolgsneutral in den Bilanzgewinn des Konzerns eingestellt.
II. Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
Vergütung allgemein
Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.
Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.
Die Mitarbeiter der Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung sowie Technik erhalten ein Gehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige jährliche Entgelte.
Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt und einem monatlichen variablen Gehaltsbestandteil einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung als nicht risikoträchtig einzustufen ist, da sie keine eigenen Positionen für die sino AG eröffnen können und eine Beratung der Kunden (Anlageberatung) im Verhältnis zum Kunden vertraglich ausgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann die variable Vergütung bis auf Null reduziert werden. Die Vergütungssysteme laufen nicht der Überwachungsfunktion der Kontrolleinheiten zuwider.
Das Vergütungssystem der Rechtsabteilung enthält ebenfalls einen maßvollen variablen Vergütungsbestandteil.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht grundsätzlich aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich im Wesentlichen am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert. Die Auszahlung der Tantieme erfolgt in vier Tranchen. Die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe eines Drittels der Tantieme erfolgt unmittelbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die verbleibenden Tranchen werden jeweils in den drei Folgejahren zu gleichen Teilen ausgezahlt. Für diese Tranchen besteht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung. Diese beinhaltet, dass die Tranchen nachhaltig gezahlt werden, d.h. bei der Auszahlung wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigt. Sollte der Gewinn unterhalb einer definierten Grenze bleiben, wird die Auszahlung der jährlichen Tranchen um ein Drittel reduziert, während für das jeweilige Geschäftsjahr gar keine Tantieme gewährt wird.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 führte die Einlage der Beteiligung an der tick-TS AG zu einem besonderen Ergebniseffekt. Abweichend von den Regelungen im Vorstandsdienstvertrag wurde – zu Gunsten der sino AG - zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der sino AG für das Geschäftsjahr 2012/2013 im Vorhinein eine spezielle Tantiemeregelung getroffen, die diesem Sondereffekt Rechnung trägt: Die Vorstände der sino AG erhalten für das Geschäftsjahr 2012/2013 eine Tantieme, die sich am zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der Umstrukturierung – Wertentwicklung der tick-TS AG und entstehende Kosteneinsparungen – orientiert. Diese Tantieme für das Geschäftsjahr 2012/2013 wird dabei je Vorstandsmitglied wird auf 100 TEUR begrenzt und liegt damit ganz erheblich unter dem Wert, der sich aus der ursprünglichen vertraglichen Vereinbarung für den Vorstand ergeben hätte. Mit dieser Ergänzung der Tantiemeregelung wird gleichzeitig ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 auf eine Konzerntantieme umgestellt, indem als Bemessungsgrundlage der Jahresüberschuss des Konzerns herangezogen wird (soweit ein solcher besteht).
Vergütungen im Geschäftsjahr 2012/2013
Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und zweier Auszubildender, 20 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt.
Die Gesamtvergütungen der sino AG im Geschäftsjahr 2012/2013 betrugen 1.514.876,57 EUR, davon entfielen 1.069.531,82 EUR auf feste Vergütungen und 445.344,75 EUR auf variable Vergütungen. Der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile entspricht 29,4 % der Gesamtvergütungen der sino AG. Neun Mitarbeiter - aus den Abteilungen Vorstand, Handel/Customer Care und Rechtsabteilung - von insgesamt 20 Mitarbeitern, die zum Bilanzstichtag beschäftigt waren, erhielten im Geschäftsjahr variable Vergütungsbestandteile.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 600 TEUR (Ingo Hillen 334 TEUR, Matthias Hocke 266 TEUR). Davon sind insgesamt 200 TEUR (jeweils 100 TEUR) gewinnabhängige Bezüge. Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 16 TEUR (Ingo Hillen 8,1 TEUR, Matthias Hocke 8,1 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung aus dem Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2012/2013
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz von Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.
Die Bruttobezüge des Aufsichtsrates beliefen sich Geschäftsjahr 2012/2013 unverändert zum Vorjahr auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung 24 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 18 TEUR auf Herrn Gerd Goetz, sowie 12 TEUR auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz.
III. Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch unsere Kunden verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2013 ist mit 545 gegenüber dem Vorjahr (575 Depots) deutlich gesunken. Dies ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die sino AG im Rahmen ihres Kosteneinsparprogramms wenig rentable Depots weiterhin konsequent geschlossen hat, um die laufenden Kosten zu reduzieren. 45 neue Depots wurden eröffnet.
Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 37,1 % von 1,19 Mio. auf 0,75 Mio. gesunken. Die Zahl der margenstarken Wertpapierorders sank allerdings nur um 17,8 %.
Zudem blieb die Entwicklung beim außerbörslichen Anleihehandel auch in der Gesamtjahressicht erfreulich: So hat sich die Anzahl der Anleihetrades im Vergleich zum Vorjahr um ca. ein Drittel erhöht, dabei hat sich das Volumen dieser Trades mehr als verdoppelt.
IV. Beteiligungen
Die sino AG hält, seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH (vormals unmittelbar), 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf.
Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient zukünftig als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.
Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.
Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.
In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Oliver Wagner und von drei Azubis zum 30.09.2013 21 Mitarbeiter angestellt; zwei der Mitarbeiter übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben.
Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Zudem bestehen Vertriebskooperationen mit ausländischen Banken.
Die tick-TS AG beabsichtigt, den Gewinn für das Geschäftsjahr 2012/2013 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten. Die Ausschüttung an die sino AG (bzw. sino Beteiligungen GmbH) wird sich voraussichtlich auf ca. TEUR 480 belaufen.
Die Trade Haven GmbH hat ihren Firmensitz im September 2012 von Düsseldorf nach Sprockhövel verlegt. Das Liquidationsverfahren ist eingeleitet und wird zum 21.10.2014 abgeschlossen sein.
V. Investitionen und Produktinnovationen
Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben.
So wurden zum 1. November 2012 durch das EU-Leerverkaufsverbot die Möglichkeiten des intraday Shortens erheblich eingeschränkt. Die sino AG hat daraufhin in Kooperation mit ihren Geschäftspartnern Lokalisierungsmaßnahmen getroffen, die es ermöglichen, auch weiterhin eine große Anzahl in Europa gehandelter Aktien mit einem Click intraday leerzuverkaufen. Dazu wird vor jedem intraday Leerverkauf die durch die Lokalisierungsmaßnahmen zur Verfügung stehende Stückzahl automatisiert mit der Kundenorder abgeglichen und, wenn die zur Verfügung stehende Stückzahl ausreicht, diese Kundenorder automatisch platziert. Die für intraday Leerverkäufe insgesamt zur Verfügung stehende Stückzahl wird täglich vor Börsenbeginn individuell pro Gattung ermittelt und während des Tages anhand der Leerverkaufsorders sowie der Eindeckungen von intraday Shortpositionen aller Kunden realtime aktualisiert. Daneben besteht weiterhin die Möglichkeit, telefonisch oder elektronisch über die sino AG eine Wertpapierleihe zu tätigen.
Seit Oktober 2012 läuft eine schrittweise Umstellung der Kursversorgung. Ziel der Umstellung ist, den Kunden mittelfristig eine Auswahl an mehreren verschiedenen Kursprovidern anzubieten, bei denen sie selbst zu einem Grundpaket an Kursen kostengünstig nach Bedarf weltweite Realtimekurse auch kurzfristig zusätzlich buchen oder wieder abbestellen können. Eine Abdeckung aller größeren Handelsplätze weltweit wird hierbei genauso angestrebt wie die mittelfristige Anbindung bestehender Kursprovider des Kunden. Per Plug-In laufen die Kursdaten wie bisher direkt in die Handelsplattform sino MX-PRO.
Zudem wurden im Geschäftsjahr weitere manuelle und damit fehleranfällige Prozesse im Bereich Abstimmung / Controlling durch elektronische Verfahren ersetzt, um damit die Zuverlässigkeit noch weiter zu steigern.
Die neue Kooperation mit Visual Chart soll den Kunden der sino AG neben der leistungsfähigen API (Application Programming Interface) des sino MX–PRO eine weitere Möglichkeit bieten, automatisiert Orders einzustellen. Visual Chart bietet dem Trader zahlreiche Informationsquellen, Charts, Analysetools und Methoden zur Erstellung eigener Handelsstrategien. Auch der Anwender, der keine Programmiersprachen beherrscht, kann seine Handelsstrategien damit intuitiv anhand von Flussdiagrammen oder durch Abwandlung von Strategiemodellen technisch umsetzen. Die technische Anbindung an den sino MX-PRO befindet sich noch in der Testphase und soll mit dem neuen Release von Visual Chart im kommenden Geschäftsjahr für die Kunde der sino AG nutzbar sein.
Die Seminarreihe „sino Akademie“, ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MX-PRO vorgestellt. Im Januar 2013 wurde eine Kundenbefragung durchgeführt und daraufhin die Organisation der Veranstaltungsreihe umgestellt. Die Seminare werden nun vorwiegend unter der Woche am späten Nachmittag als sog. „Webinare“ per Internetübertragung durchgeführt. Diese Umstellung hat zu einer deutlich höheren Teilnahme als im vorherigen Geschäftsjahr geführt. Nach der großen Resonanz im vorigen Geschäftsjahr wurde zudem erneut ein Seminar speziell zur API des sino MX-PRO angeboten, dieses Mal ebenfalls im Format „Webinar“. Die sino hat mit diesen Veranstaltungen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr viel Beachtung gefunden. Im nächsten Geschäftsjahr soll die Webinar-Reihe weiter ausgebaut werden, z.B. durch MX-PRO Seminare für „Professionals“.
Erfolgreich fortgeführt wurde zudem der Newsletter „Update“, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf die rechtlichen Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.
Als Maßnahme der Kundenbindung und des Marketings wurde im November 2012 die Facebook–Seite der sino AG freigeschaltet (www.sino.de/facebook). Inhaltlich stehen hier nicht Produkt- oder Marktinformationen im Vordergrund sondern der Blick hinter die Kulissen des Unternehmens.
Mit den Vorbereitungen für einen neuen Internetauftritt der sino AG wurden begonnen, dieser wird im neuen Geschäftsjahr online gehen.
C. Lage der Gesellschaft
I. Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG haben sich um 19,7 % auf TEUR 5.101 (Vorjahr TEUR 6.353) verringert. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von TEUR 5.688 (Vorjahr TEUR 7.210), gemindert um Kommissionserstattungen von TEUR 587 (Vorjahr TEUR 857), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 302 (Vorjahr TEUR 284).
Die laufenden Erträge aus Beteiligungen im Einzelabschluss der sino AG sind um 7,0 % von TEUR 441 auf TEUR 410 gesunken, hierbei handelt es sich um die Dividende der tick-TS AG.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (bereinigt um die Kosten aus der Ausgliederung der tick-TS Beteiligung von TEUR 200 und einer einmaligen Erhöhung der Rückstellung für Settlementrisiken um TEUR 90) sanken gegenüber dem Vorjahr von TEUR 7.070 auf TEUR 5.397 um 23,7 %. Die Personalaufwendungen (bereinigt um Kosten aus der Ausgliederung der tick-TS Beteiligung von TEUR 200) sanken dabei von TEUR 1.772 auf TEUR 1.477 um 16,6 %, die anderen bereinigten Verwaltungsaufwendungen um 26,0 %. Dieser Rückgang resultiert aus Einsparungen in praktisch allen Bereichen. So sanken z.B. die Werbekosten von TEUR 287 im Vorjahr um 50,9 % auf TEUR 141, Kosten im IT-Bereich von TEUR 1.774 im Vorjahr um 18,4 % auf TEUR 1.448. Zusätzlich sanken die Beiträge an die EDW deutlich auf einen Gesamtbetrag (Sonder- plus Jahresbeitrag) von nur noch TEUR 2 (im Vorjahr TEUR 359).
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sanken von TEUR 160 auf TEUR 143 um 10,6 % aufgrund der mittlerweile vollständigen Abschreibungen von Softwareprogrammen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesene Steuerertrag von TEUR 50 ist auf einen Verlustabzug nach § 10d Einkommensteuergesetz zurückzuführen.
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 ergibt sich ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 3.303 sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.352. Bereinigt um die Effekte aus der Ausgliederung der tick-TS Beteiligung (Ertrag aus der Einlage von TEUR 3.419 sowie damit zusammenhängende Kosten von TEUR 200) und einer einmaligen Erhöhung der Rückstellung für Settlementrisiken um TEUR 90 belaufen sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf TEUR 174 (Vorjahr TEUR -167) sowie der Jahresüberschuss auf TEUR 223 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von TEUR 82).
Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ durch „Netto-Provisionserlöse“, liegt bei 1,11 wie im Vorjahr.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresfehlbetrag von TEUR 35 aus, da der Ertrag aus der Einlage der tick-TS-Beteiligung zu eliminieren war und andere Verwaltungsaufwendungen von TEUR 8,5 angefallen sind. Weitere wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresergebnis der sino AG und des Konzerns ergaben sich nicht.
II. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 8.844. Bei einem Eigenkapital von TEUR 7.610 (im Vorjahr TEUR 4.259) liegt die Eigenkapitalquote bei 86,1 %. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der Ausgliederung der tick-TS AG Anteile in die sino Beteiligungen GmbH um 81,6 %, da nunmehr eine Bewertung der Anteile an der tick-TS AG zum realen Wert erfolgt. Bankverbindlichkeiten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.
Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit TEUR 3.741 rund 42,3 % aller Aktivposten ausmachen, die jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 1.681.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind auf die im Geschäftsjahr neu gegründete sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung wurden die Anteile an der tick-TS AG (Buchwert TEUR 432) in die Gesellschaft eingebracht, die Bewertung der eingebrachten Anteile erfolgte zum beizulegenden Wert, hierbei konnten stille Reserven von TEUR 3.419 aufgedeckt werden.
Die Steigerung der sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 462 auf TEUR 486 resultiert vor allem aus einer Rückforderung aus Körperschaft- und anrechenbarer Kapitalertragsteuer in Höhe von insgesamt TEUR 80, sowie aus Abgängen im Bereich Arbeitsnehmerdarlehen in Höhe von TEUR 55.
Steuerrückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer sind aufgrund der Geschäftsentwicklung nicht zu bilden, da der erwirtschaftete Ertrag zum Großteil steuerfrei ist.
Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Es besteht wie im Vorjahr weiterhin eine Rückstellung für Settlementrisiken, die von TEUR 200 im Vorjahr auf TEUR 290 aufgestockt wurde. Darüber hinaus enthalten die anderen Rückstellungen u.a.: Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 131), Rückstellungen für Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 107 bzw. im Konzern TEUR 114), Rückstellungen für Prozesskosten für das anhängige Klageverfahren gegen die EDW Jahres- und Sonderbeiträge in Höhe von TEUR 45 sowie sonstige Personalkosten (TEUR 252).
Der Anstieg der anderen Rückstellungen ist überwiegend auf die Bildung von Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen (TEUR 200) und die Aufstockung der Rückstellung für Settlementrisiken (TEUR 90) zurückzuführen.
Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von TEUR 5.951 bei einer Eigenkapitalquote von 79,2 % aus. Der fehlende Ertrag aus der Aufdeckung der stillen Reserven in der Beteiligung an der tick-TS AG wurde nur zum Teil kompensiert durch die Rücklagenzuführung wegen der thesaurierten Gewinne der assoziierten Unternehmen (TEUR + 486). Zu den liquiden Mitteln trägt die sino Beteiligungen GmbH TEUR 24 bei.
III. Finanzlage
Die im Geschäftsjahr im sino Konzern erwirtschafteten Cashflows gibt die nachfolgende Berechnung wieder:
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| 2012/2013 TEUR |
2011/2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.495 | - 154 |
| + Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 58 | - 160 |
| + Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | - 701 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.437 | - 1.015 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 273 | 1.288 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1.710 | 273 |
Die vollständige Ermittlung ist aus der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf den Jahresabschluss der sino AG.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt trotz der verhaltenen Geschäftsentwicklung auf einem deutlich verbesserten Niveau, die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist auf die Zunahme von Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie auf den Rückgang der nicht in den Finanzmittelfonds einbezogenen Forderungen an Kreditinstitute zurückzuführen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich wegen geringerer Investitionen verbessert.
Da im Geschäftsjahr keine Ausschüttung vorgenommen wurde, ist der im Vorjahr negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -701) entfallen.
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Eigenkapitalquote sowie der weiterhin positiven Finanzlage ist die Lage der sino AG trotz der zur Zeit unbefriedigenden operativen Ergebnisse als ausreichend zu bewerten.
D. Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.
E. Risikobericht
I. Allgemeines
Risikomanagement
Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.
Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Risikostruktur
Die Struktur der Risiken der sino AG (und damit auch der Risikobericht) zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.
Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich keine erheblichen inhaltlichen Veränderungen der Chancen und Risiken, die Risikosituation des Unternehmens bleibt damit im Wesentlichen unverändert. Das vom Bundestag am 28. Februar 2013 beschlossene Hochfrequenzhandelsgesetz soll zwar gemäß den Empfehlungen der CDU/CSU Bundestagsfraktion Privatanleger ausnehmen, die genaue Auslegung des Gesetzes durch die BaFin ist aber noch nicht gänzlich bekannt. Die sino AG ist gleichwohl zuversichtlich, dass die Auswirkungen des Gesetzes die Kunden nur in Ausnahmefällen betreffen. Die sino AG hat im Rahmen ihres Newsletters die Kunden über das Gesetz informiert und über die Folgen weitreichend informiert.
Das schon lange in Deutschland und der EU diskutierte Projekt einer Finanztransaktionssteuer ist als einer der ersten gemeinsamen Beschlüsse in den Verhandlungen der neuen deutschen großen Koalition gefasst worden. Angestrebt wird eine Einführung in mindestens 10 Ländern der EU. Dennoch ist aufgrund rechtlicher und Umsetzungsprobleme weiterhin unklar, ob diese Steuer wirklich eingeführt werden wird. Erst die konkrete Ausgestaltung der Steuer wird zeigen, ob und inwieweit die Kunden der sino AG und damit das Unternehmen selbst hiervon betroffen sein werden.
Durch eine Finanztransaktionssteuer und andere, im Risikohandbuch beschriebene Risiken, kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können.
II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungssteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.
Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.
III. Unternehmensbezogene Risiken
1. Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick-TS AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die tick-TS AG hat das Geschäftsfeld Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel von der Trade Haven GmbH übernommen.
Die bei der tick-TS AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick-TS AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick-TS AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick-TS AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf „execution – only“. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).
Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus im Geschäftsjahr noch weiter intensiviert und verbessert.
Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.
3. EDW-Beiträge
Es können künftig auch weiterhin umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zukommen.
a) Sonderbeiträge wegen Phönix-Entschädigung
Die Phönix Kapitaldienst GmbH hat bei Anlegern einen von der EDW im Umfang von schätzungsweise 297,5 Mio. EUR zu tragenden Schaden angerichtet.
Die EDW hatte im Dezember 2009 für eine Teilentschädigung der Phönix-Anleger bei der Bundesrepublik Deutschland einen verzinslichen Kredit in mehreren abrufbaren Tranchen in Höhe von insgesamt 128 Mio. EUR aufgenommen, welcher bei Vollabruf in fünf Jahren zu jährlichen Tranchen von 25,6 Mio. EUR zurückzuzahlen ist. Diese Kreditaufnahme führte zu einer Sonderbeitragserhebung gegenüber der sino AG im Jahre 2010 von EUR 541.549,77. Der Betrag wurde geleistet. Gegen diesen Bescheid wurde Eilantrag beim Verwaltungsgericht Berlin gestellt, der am 7. Juli 2011 abgelehnt wurde; das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Beschwerde eines anderen Institutes gegen die Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin im Dezember 2011 abgelehnt. Am 9. September 2011 wurde Klage beim Verwaltungsgericht gegen diesen Sonderbeitragsbescheid erhoben, das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt. Mit einer Entscheidung dürfte im Laufe des Jahres 2014 zu rechnen sein.
Weiterhin ergingen am 30. August 2011 ein Sonderbeitragsbescheid in Höhe von EUR 175.676,51, am 17. August 2012 ein Sonderbeitragsbescheid von EUR 276.712,61 und am 28. August 2013 ein Sonderbeitragsbescheid in Höhe von EUR 1.050,00, gegen die jeweils Widerspruch eingelegt wurde. Diese Widerspruchsverfahren ruhen mit Blick auf die „Musterklage“. Die Beträge wurden geleistet.
Die EDW hat im April 2011 von der Bundesrepublik Deutschland einen weiteren Kredit im Umfang von 141 Mio. EUR aufgenommen, um die Phönix-Anleger nunmehr voll zu entschädigen. Allerdings wurde aufgrund einer fehlerhaften Berechnung den Phönix-Anlegern zu wenig ausgezahlt, so dass sie im März 2012 einen erneuten Kredit über 28,5 Mio. EUR aufnehmen musste, womit sich derzeit die Kreditaufnahme insgesamt auf 297,5 Mio. EUR beläuft. Die EDW gibt an, dass sie Ende 2013/Anfang 2014 mit 88 Mio. EUR aus der Insolvenzmasse rechnet, womit sich die EDW-Sonderbeitragslast auf 209,5 Mio. EUR reduzieren würde.
Der Anteil der sino AG an der Auszahlung an die Phönix-Anleger beträgt (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und –struktur) aufgrund der EDW-Beitragsverordnung rund 1,5 %. Von den 119,5 Mio. EUR (209,5 Mio. EUR abzüglich rund 90 Mio. EUR Sonderzahlungen 2010-2013) müsste die sino AG also rund 1,79 Mio. EUR leisten.
Die bisher gezahlten Sonderbeiträge belaufen sich bisher auf rund TEUR 995. Bei der nächsten voraussichtlichen Sonderbeitragserhebung 2014 wird die Kappungsgrenze gem. § 8 Abs. 6 S. 6 EAEG „nach drei aufeinanderfolgenden Sonderbeiträgen darf der Sonderbeitrag das Doppelte des Jahresbeitrags nicht überschreiten“ greifen, noch vor den beiden weiteren Kappungsgrenzen „Aktueller Sonderbeitrag und letzter Jahresbeitrag dürfen zusammen nicht 45 % des Gewinns des Unternehmens überschreiten“ und „Sonderbeitrag darf das Fünffache des letzten Jahresbeitrags nicht überschreiten“. Der Sonderbeitrag 2014 wird sich deshalb nach heutigem Stand im Geschäftsjahr 2013/2014 wohl auf EUR 2.100 belaufen.
b) Jahresbeiträge 2010-2014
Am 19. November 2010 wurde Widerspruch gegen den Jahresbeitragsbescheid 2010 in Höhe von EUR 123.404,95 erhoben, gleiches gilt für den Jahresbeitragsbescheid 2011 in Höhe von EUR 66.462,50, den Jahresbeitragsbescheid 2012 in Höhe von EUR 82.342,35 und den Jahresbeitragsbescheid 2013 in Höhe des Mindestbeitrags von EUR 1.050. Die Beträge wurden geleistet.
Gegen den geleisteten Jahresbeitrag 2009 in Höhe von EUR 148.122,73 wurde am 15. August 2011 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin erhoben. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt. Mit einer Entscheidung dürfte im Laufe des Jahres 2014 zu rechnen sein. Die Widerspruchsverfahren gegen die Jahresbeitragsbescheide 2010-2013 wurden vor dem Hintergrund des „Musterverfahrens“ ruhend gestellt.
Der Jahresbeitrag 2014 wird nach heutigem Stand beim Beitrag von rund TEUR 63 liegen.
c) Resümee
Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft die EDW im Umfang von mindestens noch 119,5 Mio. EUR (209,5 Mio. EUR abzüglich rund 90 Mio. EUR Sonderzahlungen 2010-2013) durch sukzessive Sonderbeiträge einfordern wird. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf die künftigen Jahre Belastungen im Umfang von rund 1,79 Mio. EUR entfallen. Ein genauer Betrag lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen. Es sieht derzeit auch so aus, als ob rund 5 Mio. EUR der jährlich von den EDW-Mitgliedern angeforderten rund 27 Mio. EUR aufgrund Einsetzen der Kappungsgrenze bei manchen Instituten nicht einzubringen sind, so dass dieser Restbetrag sodann der nächsten Sonderbeitragstranche hinzugerechnet wird. Insofern ergibt sich die Höhe des Sonderbeitrags letztlich immer auch aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EDW-Mitglieder zueinander. Auch ob die Prognose der EDW stimmt, dass der Phönix-Insolvenzverwalter 88 Mio. EUR an die EDW auszahlen wird, ist unklar.
Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EDW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und wird sämtliche rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, dagegen vorzugehen. Die sino AG hatte sich weiterhin die Frage gestellt, ob im Falle des günstigen Klageausgangs die Rückzahlung der geleisteten Sonderbeiträge durch die EDW hinreichend gesichert erscheint. Da die EDW und auch das Verwaltungsgericht Berlin sowie das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Eilanträge (auch) gerade mit der Begründung zurückweisen, dass aufgrund der Haftung der Bundesrepublik Deutschland kein Insolvenzrisiko der EDW und mithin kein Aussetzungsbedürfnis bei den EDW-Beiträgen besteht, hat die sino AG die Beiträge geleistet. Dies auch vor dem Hintergrund, dass im Falle eines ungünstigen Klageausgangs unter Umständen Zins- und Verzugskosten auf die sino AG zukommen könnten, die angesichts der Summen und der in Rede stehenden Zins- und Verzugssätzen nicht unerheblich sind.
4. Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2013 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2013 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur / Systemarchitektur / Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Der Gesamtschaden bei HSBC Trinkaus beläuft sich auf ca. 1,0 Mio. Euro. Die hiergegen gerichtete Klage wurde überraschend abgewiesen. Auch wenn die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurde schon im Geschäftsjahr 2005/2006 eine Rückstellung für den durch die gemeinsamen Kunden entstandenen Schaden gebildet. Diese wurde für das Geschäftsjahr 2012/2013 von zuvor TEUR 200 abschließend auf TEUR 290 erhöht. Mit der Erhöhung dieser Rückstellung ist keinerlei Schuldanerkenntnis verbunden oder eine bindende Verpflichtung zur Zahlung gegenüber Dritten eingegangen wurden.
F. Ausblick
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind im Hinblick auf aktuelle und geplante regulatorische Hindernisse nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet.
In den Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU und der SPD wurde die Einführung einer Finanztransaktionssteuer beschlossen. Angedacht ist die gemeinsame Einführung in mindestens 10 weiteren Ländern der EU. Es wird sich zeigen, welche Länder sich ebenfalls für die Einführung der Steuer aussprechen, ebenso sind bislang keinerlei Details zur ihrer Ausgestaltung bekannt. Klar ist, dass die – wirtschaftlich umstrittene – Steuer erhebliche Auswirkungen haben kann. Sollte Großbritannien die Steuer wie absehbar nicht einführen, ist damit zu rechnen, dass Liquidität in den Finanzplatz London abwandert. Die sino AG wird wie schon im vergangen Jahr versuchen auf die Politik einzuwirken, die Steuer derart auszugestalten, dass es nicht die trifft, die am wenigsten zur Finanzkrise beigetragen haben – die Privatanleger.
Die Auswirkungen der Finanzkrise sind in der Euro-Zone nach wie vor spürbar. Die starke Verschuldung einiger Staaten ist nach wie vor Grund zur Sorge. Die Uneinigkeit innerhalb der EU bei der Bekämpfung der Staatsschulden verstärkt das Problem weiter.
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die sich im vergangenen Jahr bereits abzeichnende positive Marktentwicklung und immer neue Rekordstände beim DAX stimmen grundsätzlich positiv.
Die Beteiligung der sino AG an der tick-TS AG bedingt eine gewisse Planungssicherheit durch deren nach wie vor sehr gute Entwicklung und der entsprechenden Dividendenausschüttung. Die sino AG rechnet hier mit einer deutlich steigenden Dividende in den nächsten Jahren. Die Ausgliederung der Beteiligung in die Tochtergesellschaft sino Beteiligungen GmbH wird zudem mittelfristig für weitere spürbare Kostensenkungen sorgen. Überhaupt hat die Gesellschaft durch das ihr selbst auferlegte Kostensparprogramm die allgemeinen Verwaltungskosten erheblich senken können. Nachlaufeffekte dieser Maßnahmen werden teilweise noch im Geschäftsjahr 2013/2014 wirksam werden.
Die aktuelle Situation ermöglicht es erstmalig wieder, eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose für das kommende Geschäftsjahr abzugeben. Wir gehen dabei davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.
Soweit die regulatorischen Auswirkungen überschaubar bleiben – und bei sich nicht wieder negativ entwickelnden Rahmenbedingungen – ist der Vorstand vorsichtig optimistisch, für das Geschäftsjahr 2013/2014 und das Folgejahr für den Konzern ein Gewinnziel von 400.000 – 600.000 Euro nach Steuern erreichen zu können, für die sino AG ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis. Unter dieser Prämisse strebt der Vorstand eine Vollausschüttung des Konzerngewinns an, was – bis auf die letzten beiden Geschäftsjahre – stetige Geschäftspolitik des Unternehmens war. Diese entspräche einer Dividende von 17 bis 26 Cents pro Aktie.
Die sino AG wurde auch im vergangenen Geschäftsjahr erneut von Börse Online mit Bestnoten ausgezeichnet. Dies ist Ansporn für die sino AG auch weiterhin der Online Broker für Heavy Trader zu sein.
G. Schlusswort
Neben Kunden und Mitarbeitern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären sowie unseren Kooperationspartnern. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daran setzen werden, den positiven Trend des abgelaufenen Geschäftsjahres fortzusetzen, um wieder ein gutes Geschäftsergebnis zu erzielen und eine attraktive Dividende ausschütten zu können.
Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell schwierigen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen mittelfristig Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns besser entwickeln zu können als die unmittelbaren Wettbewerber.
Düsseldorf, 02. Dezember 2013
Ingo Hillen
Matthias Hocke
BILANZ zum 30. September 2013
AKTIVA
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| EUR | 01.10.2012 - 30.09.2013 EUR |
01.10.2011 - 30.09.2012 EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 4.777,55 | 5.316,24 | |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 1.681.107,63 | 1.197.639,92 | |
| b) andere Forderungen | 2.054.757,50 | 2.121.718,60 | |
| 3.735.865,13 | 3.319.358,52 | ||
| 3. Forderungen an Kunden | 181.712,15 | 193.087,72 | |
| - darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 169.793,33 (EUR 174.307,62) | |||
| 4. Beteiligungen | 75.000,00 | 504.501,70 | |
| 5. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.902.609,26 | 0,00 | |
| 6. Immaterielle Anlagewerte | |||
| a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 18.675,00 | 20.667,00 | |
| 7. Sachanlagen | 398.827,38 | 480.004,68 | |
| 8. Sonstige Vermögensgegenstände | 485.752,14 | 462.223,93 | |
| 9. Rechnungsabgrenzungsposten | 40.644,11 | 100.487,67 | |
| 8.843.862,72 | 5.085.647,46 | ||
| PASSIVA | |||
| EUR | 01.10.2012 - 30.09.2013 EUR |
01.10.2011 - 30.09.2012 EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 0,00 | 239,76 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||
| a) andere Verbindlichkeiten | |||
| aa) täglich fällig | 33.691,88 | 27.985,12 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 355.559,42 | 246.373,45 | |
| 4. Rückstellungen | |||
| a) andere Rückstellungen | 844.157,24 | 552.249,07 | |
| 5. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 | |
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 | |
| c) Gewinnrücklagen | |||
| ca) gesetzliche Rücklagen | 199.375,00 | 199.375,00 | |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 | 2.897,99 | |
| 202.272,99 | 202.272,99 | ||
| d) Bilanzgewinn | 5.036.306,19 | 1.684.652,07 | |
| 8.843.862,72 | 5.085.647,46 |
Eventualverbindlichkeiten
Haftung aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten EUR 0,00 (EUR 351.287,97)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013
scroll
| EUR | 01.10.2012 - 30.09.2013 EUR |
01.10.2011 - 30.09.2012 EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 8.029,06 | 28.280,11 | |
| 2. Zinsaufwendungen | 830,82 | 455,84 | |
| 7.198,24 | 27.824,27 | ||
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 410.400,00 | 440.640,00 | |
| 4. Provisionserträge | 5.100.878,47 | 6.352.894,34 | |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 302.411,34 | 283.813,50 | |
| 6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 1.514.876,57 | 1.574.197,21 | |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 161.839,18 | 197.485,39 | |
| 1.676.715,75 | 1.771.682,60 | ||
| - darunter: für Altersversorgung EUR 9.515,38 (EUR 10.941,41) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 4.010.386,42 | 5.298.636,50 | |
| 5.687.102,17 | 7.070.319,10 | ||
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 143.134,40 | 159.687,31 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 107.694,13 | 21.921,87 | |
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 2.348,05 | 652,00 | |
| 10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 1.025,17 | 757,76 | |
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteilligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 0,00 | 20.500,00 | |
| 12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 3.421.498,30 | 0,00 | |
| 13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 3.303.132,77 | - 167.150,41 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 50.327,22 | - 87.687,91 | |
| 15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen | 1.805,87 | 2.259,19 | |
| - 48.521,35 | - 85.428,72 | ||
| 16. Jahresüberschuß | 3.351.654,12 | - 81.721,69 | |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.684.652,07 | 1.766.373,76 | |
| 18. Bilanzgewinn | 5.036.306,19 | 1.684.652,07 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2012/2013
Allgemeine Angaben
Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.
Die Aktien der sino AG waren bis zum 12. April 2013 zum Handel im regulierten Markt in Düsseldorf zugelassen und wurden zudem im Freiverkehr an verschiedenen Börsen gehandelt. Per 15. April 2013 erfolgte ein Wechsel in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z.B.: Quasi-Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern). Die Gesellschaft wird die geänderten Anforderungen entsprechend umsetzen.
Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden, soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen am Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, höchstens bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.
Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.
Einzelangaben zur Bilanz
Aktiva
Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (2.055 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 2.039 TEUR und 16 TEUR innerhalb von einem Jahr fällig.
Insgesamt sind 1.750 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 182 TEUR sind in Höhe von 35 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 147 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit. Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 170 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.
Die Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital (in %) | Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresüberschuss (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| Trade Haven GmbH, Sprockhövel (Angaben zum 30.09.2013) | 46,25 % | 181 | - 8 |
Die Beteiligung an der Trade Haven GmbH nicht börsenfähig.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital (in %) | Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresüberschuss (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| sino Beteiligungen GmbH (gegründet am 04.09.2013; Angaben zum 30.09.2013) | 100 % | 3.868 | - 8 |
Der in Vorjahren gehaltene Anteil an der tick Trading Software AG in Höhe von 43,2% wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 in die im Geschäftsjahr neu gegründete sino Beteiligungen GmbH eingebracht. Der Anteil an der Gesellschaft ist in einem Gutachten der Kieffer Stübben & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft bewertet worden. Im Zuge der Ausgliederung wurden stille Reserven in Höhe von 3.419.000,00 aufgedeckt. Das Ergebnis der Einbringung wurde im Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Nr. 12 „Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren“ verbucht.
Die Eintragung der Kapitalerhöhung bei der sino Beteiligungen GmbH erfolgte am 4. Oktober 2013.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2013 TEUR |
30.09.2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer und anrechenbare Kapitalertragsteuer | 407 | 327 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 15 | 67 |
| Mietkautionen | 47 | 47 |
| Übrige | 17 | 21 |
| 486 | 462 |
Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren aus einen körperschaftsteuerlich möglichen Verlustrücktrag, Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG sowie aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern aus den Jahren 2012 und 2013.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 144 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2013 TEUR |
30.09.2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 236 | 106 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen | 51 | 61 |
| Vorstandstantieme aus dem Vorjahr | 14 | 17 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 54 | 45 |
| Übrige | 1 | 17 |
| 356 | 246 |
Der Anstieg der Verbindlichkeit aus Aufsichtsratsvergütungen ist auf die Erstattung der, auf die Vergütung entfallenden, Umsatzsteuer der Aufsichtsratsmitglieder zurückzuführen.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber der mittelbaren Beteiligung tick Trading Software AG von 104 TEUR enthalten.
Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses auszuzahlen.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Settlementrisiken (290 TEUR), Tantiemerückstellungen (200 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (107 TEUR) sowie erwartete Kosten für bestehende Klageverfahren im Zusammenhang mit EdW Beiträgen (45 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (28 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (131 TEUR) gebildet.
Eigenkapital
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
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| (in TEUR) | Grundkapital | Kapitalrücklage | gesetzliche Rücklage | andere Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2012 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 1.685 | 4.259 |
| Jahresüberschuss 2012/2013 | - | - | - | - | 3.351 | 3.351 |
| Stand 30.09.2013 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 5.036 | 7.610 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.
Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 1.684.652,07 EUR wurde komplett auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Ausschüttung an die Aktionäre ist für das Vorjahr nicht erfolgt.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die laufenden Erträge aus Beteiligungen betreffen die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2011/2012 der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (5.688 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (587 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (21 TEUR), Erlöse aus Sachbezügen (53 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (201 TEUR).
Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 1.659,65 EUR (Vorjahr: 10.572,59 EUR).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 29 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Mehraufwendungen aus nachträglich abgerechneten Gebühren der Nasdaq für den Zeitraum Oktober 2009 bis September 2012 (7 TEUR), aus BaFin Umlagen für die verschmolzene sino institutional GmbH (4 TEUR), sowie unvorhersehbaren Mehraufwendungen für das Vorjahr, welche sich im Wesentlichen aus vielen Einzeldifferenzen im Vergleich zu den gebildeten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ergeben haben.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen überwiegend sonstige Kostenerstattungen von 92 TEUR und Verluste aus Anlagenabgängen (Buchverluste) von 6 TEUR.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 9.104,52 EUR (Vorjahr: 5.780,53 EUR).
Die unter dem Posten Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren erfassten Erträge betreffen mit 3.419 TEUR aufgedeckte stille Reserven im Rahmen der Einbringung der Anteile an der tick Trading Software AG in die sino Beteiligungen GmbH daneben sind 2 TEUR auf die Zuschreibung auf die Beteiligung an der Trade Haven GmbH aufgrund einer Wertaufholung zurückzuführen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 97 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.316 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem mittelbaren Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.
Eventualverbindlichkeiten
Im Zusammenhang mit den von einem Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften ist ein Konto bei der HSBC Trinkaus und Burkhardt AG verpfändet. Das Tagesgeldkonto über 250 TEUR dient der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30. September 2013 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 250 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2013 0 TEUR).
Für eine weitere Summe von 75 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wird kein Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2013 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 75 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2013 0 TEUR).
Weiter hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen weiteren Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wird ebenfalls kein weiteres Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2013 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 100 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2013 0 TEUR).
Letztlich besteht noch eine weitere Eventualverbindlichkeit in Höhe von 25 TEUR für welche die sino AG im Falle eines Ausfalls die Verpflichtung zur Zahlung übernommen hat, auch hierfür wurde kein weiteres Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30.09.2013 mit 0 TEUR, davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis 25 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2013 0 TEUR).
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der sino AG nicht vor.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 157 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2016/2017 von jährlich 218 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten. Der bestehende PKW-Leasingvertrag wird im kommenden Geschäftsjahr auslaufen, die restlichen Kosten belaufen sich auf 1 TEUR. Für zwei neue PKW-Leasingverträge (Bestellung September 2013) ist der Liefertermin noch nicht bekannt, der Aufwand für das nächste Geschäftsjahr ist abhängig vom endgültigen Leasingbeginn. Die erwarteten Kosten für 12 Monate belaufen sich je PKW auf 5 TEUR bei einer Laufzeit von 36 Monate.
Die sino AG ist Mitglied in der EDW. Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls „Phönix Kapitaldienst GmbH“ auch Sonderbeiträge von der EDW erhoben werden. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine Sonderbeitragserhebung in Höhe von 2 TEUR und ein Jahresbeitrag in Höhe von 63 TEUR erwartet.
Die Erhebung der Sonderbeiträge können in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der sino AG von bis zu 1,79 Mio. EUR führen (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur der EDW), wobei sich die Höhe des jährlichen Sonderbeitrags letztlich aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EDW-Mitglieder zueinander und diverser Kappungsgrenzen in der EDW-Beitragsordnung ergibt. Hierdurch kann die Bandbreite der tatsächlich zu leistenden jährlichen Sonderbeiträge zwischen Null und mehreren Hunderttausend Euro liegen.
Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EDW im Lagebericht (Abschnitt E. III Nr. 3 „EDW-Beiträge“).
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 20. März 2013 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. März 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.
Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn von Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe:
Der Vorstand besteht aus zwei Personen:
| Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: Finanzen und Handel) | |
| Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: Technik und Marketing) |
Die Vorstände Herr Ingo Hillen und Herr Matthias Hocke sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Düsseldorf.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:
| • | Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei PricewaterhouseCoopers Legal AG, Düsseldorf |
| • | Gerd Goetz (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer der HSBC Transaction Services GmbH, Düsseldorf |
| • | Dr. Marcus Krumbholz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath |
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Gerd Goetz ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 600 TEUR (Ingo Hillen 334 TEUR, Matthias Hocke 266 TEUR). Davon sind insgesamt 200 TEUR (jeweils 100 TEUR) gewinnabhängige Bezüge. Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 16 TEUR (Ingo Hillen 8,1 TEUR, Matthias Hocke 8,1 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung aus dem Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände keine Vorschusszahlungen gewährt.
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012/2013 beliefen sich auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 18 TEUR, sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 12 TEUR.
Honorar des Abschlussprüfers:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB beträgt 66 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
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| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 49 |
| andere Bestätigungsleistungen | 17 |
| 66 |
Arbeitnehmer:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 18 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2013 beschäftigten 16 Mitarbeiter (ohne Azubis und Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
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| Bereich | Handel | Technik | Backoffice | Controlling | Buchhaltung | Rechtsabteilung | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 6 | 2 | 3 | 1 | 2 | 1 | 1 | 16 |
Mitteilung bestehender Beteiligungen:
Der Gesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Holdings plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Bank plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).
Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 08.11.2011 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.01.2010 die Schwelle von 5 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,98 % (116.500 Stimmrechte).
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 03.03.2010 die Schwelle von 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,82 % (66.000 Stimmrechte).
Der Gesellschaft wurden von der MMI Leisure + Capital Management GmbH, gemäß Mitteilung vom 19.03.2013 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der MMI Leisure + Capital Management GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 21.05.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten und beträgt nunmehr 7,2 %
(Die Anteile an der Gesellschaft gehören zu 100 % Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, der die Aktien vorher selbst hielt. Die Aktienübertragung bedeutet lediglich einen Wechsel von einer unmittelbaren zu einer mittelbaren Beteiligung; die Stimmrechte werden ihm zugerechnet, weshalb für Herrn Hillen keine Stimmrechtsmitteilung erfolgt ist.)
Der Gesellschaft wurden von der Gladstone Capital GmbH, gemäß Mitteilung vom 18.03.2013 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Gladstone Capital GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 23.05.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten und beträgt nunmehr 6,3 %
(Die Anteile an der Gesellschaft gehören zu 100 % Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, der die Aktien vorher selbst hielt. Die Aktienübertragung bedeutet lediglich einen Wechsel von einer unmittelbaren zu einer mittelbaren Beteiligung; die Stimmrechte werden ihm zugerechnet, weshalb für Herrn Hocke keine Stimmrechtsmitteilung erfolgt ist.)
Ergebnisverwendungsvorschlag
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| EUR | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 3.351.654,12 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.684.652,07 |
| Bilanzgewinn | 5.036.306,19 |
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem Bilanzgewinn zum 30. September 2013 in Höhe von 5.036.306,19 EUR soll eine Dividende in Höhe von 0,55 EUR je Aktie, insgesamt 1.285.625,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Mit diesem Dividendenvorschlag ist es beabsichtigt die Aktionäre an der Ausgliederung der tick Trading Software AG zu beteiligen. Der verbleibende Betrag in Höhe von 3.750.681,19 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, 02. Dezember 2013
Ingo Hillen
Matthias Hocke
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012/2013
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2012 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Stand 30.09.2013 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Beteiligungen | 525.001,70 | 0,00 | 432.000,00 | 93.001,70 |
| 2. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 3.902.609,26 | 0,00 | 3.902.609,26 |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.757.914,88 | 13.027,17 | 582.858,30 | 1.188.083,75 |
| 4. Sachanlagen | ||||
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.455.540,22 | 51.618,06 | 260.292,44 | 1.246.865,84 |
| - Geleistete Anzahlungen | 10.936,17 | 5.625,37 | 10.936,17 | 5.625,37 |
| 1.466.476,39 | 57.243,43 | 271.228,61 | 1.252.491,21 | |
| 3.749.392,97 | 3.972.879,86 | 1.286.086,91 | 6.436.185,92 |
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| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2012 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Zuschreibungen Euro |
Stand 30.09.2013 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Beteiligungen | 20.500,00 | 0,00 | 0,00 | 2.498,30 | 18.001,70 |
| 2. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.737.247,88 | 15.008,17 | 582.847,30 | 0,00 | 1.169.408,75 |
| 4. Sachanlagen | |||||
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 986.471,71 | 117.190,06 | 249.997,94 | 0,00 | 853.663,83 |
| - Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 10.936,17 | 10.936,17 | 0,00 | 0,00 |
| 986.471,71 | 128.126,23 | 260.934,11 | 0,00 | 853.663,83 | |
| 2.744.219,59 | 143.134,40 | 843.781,41 | 2.498,30 | 2.041.074,28 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 30.09.2013 Euro |
Stand 30.09.2012 Euro |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Beteiligungen | 75.000,00 | 504.501,70 |
| 2. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.902.609,26 | 0,00 |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||
| - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 18.675,00 | 20.667,00 |
| 4. Sachanlagen | ||
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 393.202,01 | 469.068,51 |
| - Geleistete Anzahlungen | 5.625,37 | 10.936,17 |
| 398.827,38 | 480.004,68 | |
| 4.395.111,64 | 1.005.173,38 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gummersbach, 12. Dezember 2013
**DHPG AUDIT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Stamm, Wirtschaftsprüfer
Giorgini, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
der sino Aktiengesellschaft
über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses, des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2013 geendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 (nachfolgend das „Geschäftsjahr 2012/2013“) vorzunehmenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2012/2013 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.
Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.
Insbesondere vor dem Hintergrund der zu Beginn des Geschäftsjahres schwierigen Situation und den daraus resultierenden Konsequenzen für die sino AG war die Unterrichtung umfangreich und eng abgestimmt. Insbesondere über die erzielten Einsparungen durch das selbst auferlegte Kostensparprogramm wurde der Aufsichtsrat kontinuierlich informiert
Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Einlage der 43,2-%igen Beteiligung an dem Beteiligungsunternehmen tick-TS AG in die dafür gegründete 100-%ige Tochter der sino AG, die sino Beteiligungen GmbH. Die Eigenkapitalbasis der sino AG wurde durch diese Transaktion erheblich gestärkt.
Vorstand und Aufsichtsrat versprechen sich hiervon außerdem die Möglichkeit erheblicher Kosteneinsparungen in den nächsten Jahren. Im Zusammenhang mit dem entstandenen Konzern wurden die Vorstandsverträge angepasst. Die erfolgsabhängige Tantieme wird zukünftig auf Basis des Konzernjahresüberschusses und der Wertentwicklung der tick TS berechnet.
Der im Vorfeld intensiv besprochene und zum 15.04.2013 durchgeführte Börsensegmentwechsel der sino AG vom regulierten Markt der Börse Düsseldorf in ein Qualitätssegment des Freiverkehrs der Börse Düsseldorf (Primärmarkt) verlief reibungslos.
Die rechtlichen Auswirkungen des am 01.01.2014 in Kraft getretenen § 25 a Abs. 5 KWG wurden intensiv besprochen. Danach gilt eine Tantiemekappung, welche die variable Vergütung von Geschäftsleitern und Mitarbeitern auf 100 % (bzw. 200 % bei Vorliegen eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung) ihrer Fixbezüge begrenzt. Konkretisiert wird dies durch § 14 der InstitutsVergV n. F..
Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft noch einmal die Frage klären lassen, ob der Aufsichtsrat die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um auf eine Anpassung der bestehenden Vorstandsverträge an die im Zeitpunkt des Abschlusses der Ergänzungsvereinbarungen geltende Rechtslage sowie die geänderte Rechtslage ab dem 01.01.2014 hinzuwirken. Sowohl ein arbeitsrechtliches als auch ein aufsichtsrechtliches Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat die ihm nach § 14 InstitutsVergV n. F. obliegenden Pflichten erfüllt hat.
Schließlich umfasste die Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens, in einem nunmehr freundlicheren Marktumfeld.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden sieben Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates in den Geschäftsräumen der sino AG, am 25.10.2012, am 09.01.2013, am 17.05.2013, am 11.07.2013, am 04.09.2013, am 16.09.2013 sowie am 23.09.2013, statt. Weiterhin gab es vier telefonische Aufsichtsratssitzungen, am 05.11.2012, am 21.08.2013, am 18.09.2013 sowie am 26.09.2013. Ausschüsse hat der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30.09.2013 mit dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DHPG Audit GmbH, Bonn, stimmen wir zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Düsseldorf, 13. Januar 2014
Dr. Robert Manger, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Datum der Feststellung des Jahresabschlusses / Konzernjahresabschluss:
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernjahresabschluss zum 30.09.2013 in der Aufsichtsratssitzung am 13. Januar 2014 festgestellt.