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Sino AG Interim / Quarterly Report 2011

Mar 3, 2012

5464_10-q_2012-03-03_ffbb6c0b-4796-436d-9032-f52f1cb71b38.pdf

Interim / Quarterly Report

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sino AG | High End Brokerage

Bericht über den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2011 ---------------------------------------------------------------

High End Brokerage

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das erste Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 (1.10.-31.12.2011) ist unbefriedigend verlaufen. Die Euro-Krise lässt die Börsen »flimmern« wie das manager-magazin schreibt - und viele unserer Kunden auch. Angesichts der vielfach »politischen« Kurse und der unübersichtlichen Nachrichtenlage in den europäischen Hauptstädten sind die Anleger verunsichert und die Börsenumsätze entsprechend niedrig. Zum Jahresende waren zudem die Bären an den Aktien-, Wertpapier-, Rohstoff- und Devisenbörsen auf dem Vormarsch.

Mit einem Ergebnis von 17.000 Euro vor Steuern und einem Quartalsergebnis nach Steuern von 20.000 Euro wollen wir allerdings auch unter diesen Umständen nicht zufrieden sein. Dass die Gesellschaft Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen allein im abgelaufenen Quartal um 100.000 Euro reduzieren konnte, reicht auch nicht aus, um das ohnehin bescheidene Ergebnisniveau der vergangenen Quartale zu halten.

Entscheidender Grund für den unerfreulichen Rückgang sind und bleiben die dramatisch niedrigen Börsenumsätze. So haben sich zum Beispiel die Volumina der TecDAX-Werte gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu halbiert.

Gleichwohl tun wir alles, um für die Tage vorbereitet zu sein, an denen die Börsenumsätze – wie auch von unseren Kunden erhofft – wieder steigen: Eine neue Version unserer Handelsplattform sino MX-PRO wird in diesen Tagen ausgeliefert und zusätzlich sind wir vielfach aktiv, um unsere Kunden mit bestem Know-how zu versorgen – wie zum Beispiel mit dem Vortrag von Professor Lars Feld, Wirtschaftsweiser der Bundesregierung.

Aktuellere Informationen werden wir Ihnen am 29. März 2012 anlässlich unserer ordentlichen Hauptversammlung geben. Dazu möchten wir Sie, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, schon heute herzlich nach Düsseldorf einladen*. Wir freuen uns auf Sie.

Mit einem herzlichen Gruß aus Düsseldorf !

Ingo Hillen Matthias Hocke Vorstand sino AG Vorstand sino AG

* http://www.sino.de/investor-relations/hv2012.php

Vorjahresperiode
01.10.11
– 31.12.11
01.10.10
– 31.12.10
Veränderung
Allgemeine Kennzahlen
Ausgeführte Orders 351.682 347.542 1,19 %
Durchschnittliche
Orderhäufigkeit/Depot
587 572 2,64 %
Abgewickeltes
Wertpapiervolumen (in Mio. Euro)
4.411 5.384 -18,07 %
Depots per Quartalsende 599 608 -1,48 %
Ergebniskennzahlen
Netto-Erlöse (in Tausend Euro) 1.871 2.121 -11,80 %
Verwaltungsaufwendungen +
Abschreibungen (in Tausend Euro)
1.854 1.950 -4,95 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(in Tausend Euro)
17 187 -90,75 %
Jahresüberschuss (in Tausend Euro) 20 109 -81,47 %
Anzahl der Aktien 2.337.500 2.337.500 0
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,01 0,05 -82,72 %
Finanzkennzahlen
Eigenkapital (in Tausend Euro) auf den
jeweiligen Stichtag
5.062 4.504 12,39 %
Eigenkapitalquote in Prozent auf den
jeweiligen Stichtag
80,78 % 68,30 % 18,28 %
Cost-Income-Ratio in Prozent* 99,08 91,94 7,76 %

* Gesamte Verwaltungsaufwendungen/Nettoerlöse

Vorwort zum Bericht für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2011

Quartalszahlen der sino AG 1. Oktober bis 31. Dezember 2011 (Q1)


Das Unternehmen

Im Urteil der Teilnehmer, unter ihnen auch Paul Hagen, Mitglied des Vorstands von HSBC Trinkaus (Depotbank der sino Kunden), ist gerade angesichts der zurzeit häufig politisch bedingten Kurse, solch eine fundierte volkswirtschaftliche Analyse wichtiger denn je.

Mehr Übersicht bei den Tradezahlen

Zur übersichtlicheren Differenzierung der Tradezahlen wird jetzt monatlich mit der Pressemitteilung eine Tabelle auf der entsprechenden Website des Unternehmens veröffentlicht, welche die weniger margenstarken Futures-Orders, die Zahl der Futures-Kontrakte und die Gesamtorderzahl des aktuellen Monats mit den Werten des Vormonats und des Vorjahresmonats in Beziehung setzt.

Die Geschäftsentwicklung

Nach dem starken September 2011 mit 159.161 Trades beginnt das neue Geschäftsjahr 2011/2012 mit rückläufigen Tradezahlen - allerdings auf relativ hohem Niveau: Mit 136.336 Orders ist der Oktober 2011 ordentlich zu nennen. Im November kann die sino AG mit 139.328 eine minimale Steigerung der Tradezahlen verzeichnen. Auch die für die Heavy Trader des Unternehmens so wichtigen Börsenumsätze in deutschen Aktien, Auslandsaktien und Nebenwerten verharren praktisch auf dem Niveau des Vormonats. Demgegenüber ist der Dezember deutlich schwächer und unbefriedigend. Mit lediglich 76.018 ist er innerhalb der vergangenen zwölf Monate mit Abstand der schwächste. Gegenüber dem November 2011 ist das ein Rückgang um 45 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat ein Rückgang von 17,6 Prozent. Die sino AG hat insgesamt im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1.10.2011–31.12.2011) ein Ergebnis von 17 TEUR vor Steuern erzielt (im Vorjahr 187 TEUR). Das Quartalsergebnis nach Steuern liegt bei 20 TEUR, beziehungsweise ein Cent pro Aktie (im Vorjahr 109 TEUR, beziehungsweise fünf Cents pro Aktie). Die operativen Erträge der Gesellschaft beliefen sich im abgelaufenen Quartal auf 1,87 Millionen Euro nach 2,12 Millionen Euro im Vorjahr (– 11,8 Prozent).

Insgesamt hat die sino AG hat im abgelaufenen Quartal 351.682 Trades abgewickelt (+1,19 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Per 31. Dezember 2011 betreut das Unternehmen, nach Schließung inaktiver Depots, 599 Depotkunden, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Markt

Das Geschäftsjahr 2011/2012 startet im ersten Quartal (1.10.-31.12.2011) wenig erfreulich: Die Wirtschaftsnachrichten aus China und Japan klingen verhalten. Die Hängepartie um Griechenland dämpft die Erwartungen zusätzlich. Manche Analysten sehen einen globalen Konjunkturabschwung heraufziehen.

Am 26. November, nur wenige Tage nach Fertigstellung des Gutachtens der Wirtschaftsweisen, begrüßen die Vorstände Ingo Hillen und Matthias Hocke vor rund 60 sino Kunden einen der Wirtschaftsweisen der Bundesregierung: Professor Lars Feld, Leiter des Walter Eucken Instituts und Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg. Nach einem von den Kunden hochgelobten Vortrag von Professor Feld über die aktuelle Schuldenkrise in Europa ergibt sich im Ernst-Schneider-Saal im Haus der Düsseldorfer Börse eine lebhafte Fragerunde und eine anhaltende Diskussion. Dabei werden nicht nur mögliche Wege zur Lösung der Euro-Krise erörtert. Es eröffnen sich auch zahlreiche interessante Einblicke in das Verhältnis von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Warten auf den Wirtschaftsweisen Feld

Der DAX verliert schon am 3. Oktober 2,3 Prozent und gleich am nächsten Tag weitere 3 Prozent: ein Sinkflug bis auf 5.217 Punkte - vor allem Bankenwerte geben nach. Ein Tag später – das Gegenteil: Eine Flut von politischen Rettungs-Bekundungen für die Griechen, den Euro und die Banken lassen die Märkte steigen. Zu Beginn der neuen Woche klettert der DAX bereits wieder auf 5.847 Punkte - der höchste Schlussstand seit drei Monaten. Marktbeobachter sprechen von einer »Eindeckungs-Panik« der Leerverkäufer, die den Index bis zum 14. Oktober auf fast 6.000 (5.967) Punkte treiben. Im weiteren Verlauf des Monats wächst der Optimismus nach einer EU-Gipfelserie sogar noch. Am 27. Oktober erlebt ganz Europa Kursgewinne - in Frankfurt steigt der DAX um über fünf Prozent auf 6.337 Punkte, kann das Niveau aber nicht halten.

Am ersten November – vor einem neuen EU-Krisentreffen in Cannes – notiert die Anzeige in Frankfurt bei Handelsschluss lediglich 5.834 Punkte. Das Auf und Ab geht weiter. Das Zitat vom »Börsenflimmern« (manager-magazin) macht die Runde: Die Finanznachrichten werden von politischen Nachrichten beherrscht: Am 9. November tritt Regierungschef Papandreou zurück, am 12. November gibt Ministerpräsident Berlusconi auf. Am 14. November beginnt eine verlustreiche Woche für die Märkte, und eine Woche später fällt der deutsche Leitindex auf 5.606 Punkte. Dann geht es weiter auf und ab. Eine dreitägige Rallye zum Monatsende bringt am 30. November einen ungeahnten Höhenrausch, als alle internationalen Notenbanken in einer konzertierten Aktion den Zinssatz senken, zu dem Finanzinstitute Dollar aufnehmen können; in Frankfurt geht es um knapp fünf Prozent hinauf – auf 6.089.

Keine guten Aussichten fürs neue Jahr - denkt man...

Zu Beginn des Monats Dezember verstetigt sich der Kursverlauf. Der neue italienische Ministerpräsident Monti macht den Investoren mit seinem Sparprogramm Mut. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy lassen die Hoffnung auf einen »Durchbruch« in der Euro-Schuldenkrise wachsen. Am Nikolaustag reagieren die Märkte angesichts der Drohung von Standard & Poor's, die Kreditwürdigkeit von 15 der 17 Mitglieder der Eurozone und der EFSF zu senken, noch verhalten. Am 8. Dezember bringt ein Stresstest der europäischen Bankenaufsicht, der Milliardenlücken bei Europas Geldhäusern offenbart, starke Verluste.

Nach einigem Hin und Her überspringt der DAX am 9. Dezember – trotz der Uneinigkeit auf dem EU-Gipfel – doch wieder die 6.000er-Marke. Am 19. Dezember irritiert wiederum die EZB mit dem Hinweis, dass die Finanzstabilität im Euroraum so stark gefährdet sei »wie nie seit der Lehman-Pleite im Herbst 2008« (manager-magazin). Das heißt für den Leitindex: runter auf 5.670 Punkte! Bei 5.898 Punkten steht der DAX am letzten Handelstag des Jahres - nach vielfach sehr geringen Umsätzen. Erstaunlich: Auch die Unze Gold fällt – innerhalb der letzten Woche um circa hundert Dollar, seit Anfang Dezember um über 250 Dollar. Ist die Blase geplatzt? Der Euro markiert am 30. Dezember 2011 sein Jahrestief: bei 1,2858 USD. Keine guten Aussichten fürs neue Jahr...


DAX verliert 2011 rund 15 Prozent: Die Politik lässt die Märkte »flimmern«

P A S S I V A

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 42.461,39 90.841,68
Sonstige Verbindlichkeiten 251.548,51 1.187.577,25
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Rückstellungen 910.118,92 825.598,14

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Gesetzliche Rücklagen 199.375,00 199.375,00
Andere Gewinnrücklagen 2.897,99 2.897,99
Gewinnvortrag 2.467.623,76 1.820.545,36
Jahresüberschuss 20.200,38 142.969,15

Summe Passiva 6.266.100,95 6.641.679,57

Bilanz

A K T I V A 01.10.11
–31.12.11
01.10.10
–31.12.10
Barreserve 6.535,50 5.351,05
Forderungen an Kreditinstitute 4.741.307,28 3.397.553,21
Forderungen an Kunden 167.374,68 287.070,93
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 342.106,52
Beteiligungen 525.001,70 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.455.582,57
Immaterielle Anlagewerte 40.729,39 98.530,70
Sachanlagen 471.175,40 560.555,73
Sonstige Vermögensgegenstände 233.984,62 421.829,17
Rechnungsabgrenzungsposten 79.992,38 73.099,69

A K T I V A 01.10.11 Summe Aktiva 6.266.100,95 6.641.679,57

sino ag | high end brokerage quartalsbericht q1 1. 10. – 31. 12. 2011 Bilanz

01.10.11
–31.12.11
01.10.10
–31.12.10
Zinserträge 4.430,49 4.614,05
Zinsaufwand 48,89 1.308,53
Zinsüberschuss 4.381,60 3.305,52
Laufende Erträge aus Anteilen an
verbundenen Unternehmen
0,00 0,00
Laufende Erträge aus Aktien und
anderen nicht festverz. Wertpapieren
0,00 0,00
Provisionserträge 1.786.480,82 2.015.043,95
Sonstige betriebliche Erträge 79.939,18 102.886,05
Verwaltungsaufwendungen 1.798.421,23 1.866.776,11
Abschreibungen 48.298,43 64.769,55
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.791,37 18.649,56
Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Forderungen u. bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 0,00
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren
sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 0,00
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 16.367,41
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 0,00
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 17.290,57 187.407,71
Außerordentliche Erträge 0,00 49.385,53
Außerordentlicher Aufwand 0,00 15.400,00
Außerordentliches Ergebnis 0,00 33.985,53
Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern -2.909,81 78.424,09
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
Jahresüberschuss 20.200,38 142.969,15
Cashflow 01.10.11
–31.12.11
01.10.10
–31.12.10
Bilanzgewinn/Jahresüberschuss 20.200,38 142.969,15
+/–Veränderung der Rücklagen 0,00 0,00
+ Abschreibungen 48.298,43 64.769,55
= Cashflow im engeren Sinne 68.498,81 207.738,70
Jahresüberschuss 20.200,38 142.969,15
– Gewinnvortrag 0,00 0,00
+ Erhöhung der Rücklagen 0,00 0,00
– Auflösung der Rücklagen 0,00 0,00
+ Abschreibungen 48.298,43 64.769,55
+ AO Aufwand/betriebs- und periodenfremder Aufwand 0,00 15.400,00
– AO Ertrag/betriebs- und periodenfremder Ertrag 0,00 49.385,53
= Cashflow im weiteren Sinne 68.498,81 173.753,17

Gewinn- und Verlustrechnung

sino AG | High End Brokerage Ernst-Schneider-Platz 1 40212 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 36 11-0 Fax +49 (0)211 3611-1136 www.sino.de/IR [email protected]