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Sino AG Interim / Quarterly Report 2011

Aug 26, 2011

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Interim / Quarterly Report

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sino AG | High End Brokerage

Quartalsbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2011 ---------------------------------------------------------------

High End Brokerage

Vorwort zum Bericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2011

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die sino AG | High End Brokerage sah sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 mit wenig veränderten Bedingungen auf den Kapitalmärkten konfrontiert. Der Beginn des Jahres 2011 war erneut geprägt von äußerst umsatzschwachen Perioden. Dennoch konnten wir das Quartal am Ende besser als zunächst erwartet abschließen.

Die dramatischen Ereignisse vom 11. März im japanischen Tohoku brachten durch die bestürzenden Nachrichten über die havarierten Kernkraftwerke in Fukushima auch erhebliche Bewegung in die weltweiten Kapitalmärkte. Das machte sich auch in verstärkter Volatilität und erhöhten Umsätzen bemerkbar: ein günstiges Umfeld für unsere Heavy Trader. Wir registrierten in der zweiten Märzhälfte dementsprechend anziehende Tradezahlen.

Mit einem operativen Ergebnis von 571.000 Euro ist das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres so insgesamt zufriedenstellend zu Ende gegangen.

Das Ergebnis vor Steuern wurde allerdings durch Abschreibungen belastet. Zusätzlich waren wieder Sonderbeiträge für die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen zu entrichten. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich insgesamt auf 218.000 Euro, beziehungsweise auf 0,09 Euro pro Aktie – nach 0,18 Euro im Vorjahreszeitraum.

Am 14. April 2011 konnten wir dem österreichischen Branchenpublikum und der Fachpresse des Landes unsere neue Niederlassung Austria, Wien, vorstellen. Unsere Händler waren in den vergangenen Monaten verschiedentlich von Kunden aus dem Alpenland angesprochen worden, die sich für eine ausländische Abwicklungsstelle interessierten. Unser Heavy Trader Package stößt bei ihnen auf reges Interesse, zumal wir in Österreich wenig bekannte Services anbieten, wie zum Beispiel Short-Sales und Cross-Border-Geschäfte über USA. Außerdem können wir durch die beispielhaft transparente Gebührenregelung überzeugen.

Wenn wir unsere Mitbewerber analysieren, müssen wir sehen, dass die gesamte Branche mit den weitestgehend trägen Märkten zu kämpfen hat. Wir stellen aber nach wie vor fest, dass die sino AG | High End Brokerage unangefochten der Anbieter für Heavy Trader im deutschsprachigen Raum ist.

Mit einem herzlichen Gruß aus Düsseldorf !

Ingo Hillen Matthias Hocke

Vorstand sino AG Vorstand sino AG

Quartalszahlen der sino AG 1. Januar bis 31. März 2011 (Q2)


Q2 Q1 Vorjahresperiode
01.01.11
– 31.03.11
01.10.10
- 31.12.10
01.10.10
– 31.03.11
01.10.09
– 31.03.10
Veränderung
Allgemeine Kennzahlen
Ausgeführte Orders 371.779 347.542 719.321 665.003 8,17%
Durchschnittliche
Orderhäufigkeit/Depot
611 572 1.183 1.071 10,46%
Abgewickeltes
Wertpapiervolumen (in Mio. Euro)
5.496 5.384 10.880 10.954 -0,68%
Depots per Quartalsende 608 608 608 621 -2,09%
Ergebniskennzahlen
Netto-Erlöse (in Tausend Euro) 2.792 2.121 4.913 4.846 1,38%
Verwaltungsaufwendungen +
Abschreibungen (in Tausend Euro)
2.240 1.950 4.190 3.823 9,60%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(in Tausend Euro)
340 187 527 1.022 -48,43%
Jahresüberschuss (in Tausend Euro) 218 109 327 776 -57,86%
Anzahl der Aktien 2.337.500 2.337.500 2.337.500 2.337.500 -
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,09 0,05 0,14 0,33 -57,58%
Finanzkennzahlen
Eigenkapital (in Tausend Euro) auf den
jeweiligen Stichtag
4.488 4.504 4.488 4.630 -3,07%
Eigenkapitalquote in % auf den jeweiligen
Stichtag
67,76% 68,30% 67,76% 66,63% 1,70%
Cost-Income-Ratio in %* 80,23% 91,94% 85,28% 79,41% 7,40%

* Gesamte Verwaltungsaufwendungen/Nettoerlöse

Das Unternehmen

Futures-Trading ist ein wichtiger Teil des Geschäfts der sino AG geworden. Gleich zu Anfang des Jahres werden dementsprechend weitere Verbesserungen in der Futures-Handelsoberfläche »The GRID« eingeführt.

Als Aktion zur Neukundenansprache auf der Messe Invest in Stuttgart versteigert die sino AG publikumswirksam 1.000 Trades: Startpreis 1,00 € – für alle Trades. Die 1.000 Trades gehen am 19. März 2011 für 4.898,- Euro an einen neuen sino Kunden – ein Ergebnis, mit dem beide Seiten zufrieden sein können. Ab 14. April bietet die sino AG ihren individuellen Service für aktive Trader auch über ihre neue Niederlassung in Wien an. Niederlassungsleiter Hakan Özal steht allen Interessenten persönlich zur Verfügung. Details unter www.sino.at.

Die Gründer und Vorstände der sino AG, Matthias Hocke und Ingo Hillen, sind aus dem Vorstand des Beteiligungsunternehmens tick–TS AG ausgeschieden und in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewechselt. Dadurch hat die sino AG nach den Grundsätzen der IFRS die Beherrschung über die tick–TS AG verloren. Der Geschäftsverlauf des Unternehmens stellt sich durch attraktive Projekte für ABN Amro, HSBC Trinkaus und zahlreiche weitere internationale Banken und Broker, mit einem Schwerpunkt in Russland, weiterhin sehr zufriedenstellend dar.

Die Geschäftsentwicklung

Parallel zu steigenden Orderbuchumsätzen auf Xetra und dem Parkett der Börse Frankfurt entwickeln sich die Tradezahlen der sino AG im Januar positiv. Das Unternehmen führt 117.494 Orders aus. Dies ist ein Anstieg von 27,3 Prozent gegenüber dem Vormonat (+11,5 Prozent im Verhältnis zum Januar 2010). Im Februar kann das Unternehmen nicht von der positiven Entwicklung der Orderbuchumsätze auf XETRA und dem Parkett der Börse Frankfurt profitieren. Die sino AG führt 110.197 Orders aus – ein Rückgang von 6,2 Prozent gegenüber dem Vormonat (–6,0 Prozent gegenüber Februar 2010).

Der März ist der mit Abstand beste Monat des Quartals: mit 144.088 Orders kann die sino AG die Tradezahlen um 30,7 Prozent gegenüber dem Vormonat steigern und um 28,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die sino AG hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (01.01.2011–31.03.2011) ein operatives Ergebnis von 571.000 Euro erzielt. Das Ergebnis vor Steuern wird durch Abschreibungen auf die sino institutional GmbH in Höhe von 231.000 Euro belastet und beläuft sich auf 340.000 Euro nach 503.000 Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind 113.000 Euro Sonderbeiträge für die EDW. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 218.000 Euro (nach 427.000 im Vorjahr), beziehungsweise 0,09 Euro pro Aktie (0,18 Euro). Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ergibt sich ein EBT von 528.000 (im Vorjahr 1.022.000 Euro), ein Ergebnis nach Steuern von 327.000 Euro (im Vorjahr 776 Teuro) und ein Ergebnis pro Aktie von 0,14 Euro (0,33 Euro). Per 31.03.2011 wurden, nach Schließung von elf inaktiven Depots, 608 Depotkunden betreut, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das Konzernergebnis wird durch die einmalige, notwendige Bewertungsänderung der tick–TS Anteile nach dem Ausscheiden der Vorstände Hillen und Hocke wesentlich beeinflusst und beträgt im ersten Halbjahr nach Steuern 4,13 Millionen Euro.

Der Markt

Der Start ins neue Jahr ist zunächst ermutigend. Hatte der DAX 2010 rund 16 Prozent zugelegt, so geht der Aufstieg 2011 weiter. Aber schon bald trüben Nachrichten über die Schuldenkrise in Südeuropa die Aussichten. Unter Druck stehen vor allem Bankentitel.

Am 11. Januar geben erfreuliche Unternehmensberichte und optimistische Zahlen aus USA den Märkten neuen Auftrieb. Vor allem Autowerte sind gefragt. Am nächsten Tag geht auch die Auktion portugiesischer Anleihen unerwartet problemlos vonstatten; der DAX baut seine Gewinne aus und schließt bei 7.068 Zählern. Am 18. des Monats erklimmt der Index ein 18-Monats-Hoch: 7.143.

Gegen Ende Januar drücken China-Sorgen auf das Stimmungsbarometer. Der positive ifo-Geschäftsklima-Index vom 21. Januar und sinkende Risikoaufschläge für Bankanleihen lassen alsbald dennoch Hoffnungen für ein neues Jahreshoch reifen. Wiederum sind es Autoaktien, die den Optimismus nähren. Am 28. Januar machen die Ereignisse von Kairo die Anleger weltweit nervös. Gewinnmitnahmen sind die Folge. Aber schon am 1. Februar ist davon nicht mehr die Rede. Ermutigende Nachrichten aus der Euro-Zone und steigende US-Börsen machen den Weg für ein neues Jahreshoch frei: 7.184. Eine knappe Woche später klettert der DAX auf ein Dreijahreshoch (7.278) und die NASDAQ kann ein Zehnjahreshoch feiern (2.344,69). Als ein Kurstreiber erweist sich das Gerücht von der Fusion der Deutschen Börse und der NYSE. In der zweiten Februarhälfte gewinnt der arabische Frühling Momentum. Auch in Libyen gehen die Menschen auf die Straße. Der Ölpreis steigt auf ein 30-Monats-Hoch; die Aktienmärkte tendieren negativ. Die Anleger fürchten, dass der Funke auf andere arabische Länder überspringt. Die Märkte laufen weiter südwärts. Öl (Brent) liegt bei 110 Dollar. In der Osterwoche verliert der DAX zeitweise an die fünf Prozent. Zeit, den Aktien den Rücken zu kehren? Wohl kaum, die Indizes steigen schon wieder.

Ab 11. März schicken allerdings die erstarkenden Volksbewegungen in den arabischen Ländern und das verheerende Erdbeben in Japan die Märkte weltweit auf den Stand vom Jahresanfang zurück. Die Tokioter Börse muss den Handel unterbrechen. Der Nikkei gibt streckenweise um zweistellige Prozentwerte nach. Der DAX – mittlerweile gestiegen auf bis zu 7.441 Punkte – stürzt auf 6.981 Punkte zurück: Erstmals seit Januar notiert er wieder unter die 7.000er-Marke.

Durch die berührenden Nachrichten aus Japan und dem Nahen Osten tritt auch die Schuldenkrise im Euro-Raum wieder stärker in den Fokus. Weitere Kursabschläge zeichnen sich ab: Bis auf 6.647 verliert der DAX an Boden.

Nach sechs Verlusttagen in Folge helfen dem deutschen Leitindex am 17. März US-Konjunkturdaten wieder auf die Beine. Die aufkeimende Diskussion über eine Energiewende drückt dagegen zwar bei E.on und RWE auf den Kurs. Aber die Deutsche Telekom beflügelt den DAX, der am 21. März um 2,3 Prozent auf 6.816 steigt. Im Verlauf der Woche steigt der Index wieder über 7.000 Punkte. Einmal mehr spielen Autowerte das Zugpferd.

Auch Warren Buffet ist in den letzten Märztagen wieder etwas reicher geworden. In den schlimmsten Zeiten der Finanzkrise hatte er der US-Großbank Goldman Sachs enorme Kredite eingeräumt, die sie jetzt mit »sattem Aufschlag« (manager magazin) zurückzahlt. Beziffert wird der Aufschlag mit 3,7 Milliarden Dollar (manager-magazin.de, 20. März 2011).


Leicht verbesserte Börsenumsätze anziehende Tradezahlen

P A S S I V A

0,29 106.812,67
140.183,54 150.805,33
1.047.829,79 698.635,97
- 7.537,83
946.990,59 1.354.923,22
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
Gewinnrücklagen - -
Gesetzliche Rücklagen 199.375,00 199.375,00
Andere Gewinnrücklagen 2.897,99 2.897,99
Gewinnvortrag 1.586.795,36 1.279.324,85
Jahresüberschuss 327.226,13 776.226,37

Summe Passiva 6.623.173,69 6.948.414,23

Bilanz
A K T I V A 01.10.10
–31.03.11
01.10.09
–31.03.10
Barreserve 2.954,22 5.056,90
Forderungen an Kreditinstitute 4.049.522,11 3.353.655,11
Forderungen an Kunden 255.236,15 278.897,05
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 222,82 598.169,55
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.225.001,70 1.255.583,57
Immaterielle Anlagewerte 88.209,84 113.358,74
Sachanlagen 488.104,43 569.681,93
Sonstige Vermögensgegenstände 342.808,09 664.690,13
Rechnungsabgrenzungsposten 171.114,33 109.321,25
Sonstige Aktiva - -
Summe Aktiva 6.623.173,69 6.948.414,23
Gewinn- und Verlustrechnung 1.Hj 11 1.Hj 10
01.01.11
– 31.03.11
01.10.10
– 31.12.10
01.10.10
–31.03.11
01.10.09
–31.03.10
Zinserträge 10.427,94 4.614,05 15.041,99 1.438,29
Zinsaufwand 6.999,42 1.308,53 8.307,95 285,73
Zinsüberschuss 3.428,52 3.305,52 6.734,04 1.152,56
Laufende Erträge aus Anteilen an verb. Unternehmen 336.960,00 - 336.960,00 298.080,00
Laufende Erträge aus Aktien und
anderen nicht festverz. Wertpapieren
- - - -
Provisionserträge 2.347.090,70 2.015.043,95 4.362.134,65 4.256.407,65
Sonstige betriebliche Erträge 104.450,32 102.886,05 207.336,37 273.128,59
Verwaltungsaufwendungen 2.156.880,69 1.868.175,18 4.025.055,87 3.587.469,07
Abschreibungen 62.776,46 64.639,50 127.415,96 133.474,43
Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.743,11 17.380,54 38.123,65 100.778,30
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft
- - - 1.454,92
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
19.226,65 - 19.226,65 -
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, 230.580,87
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlage
vermögen behandelte Wertpapiere
- 230.580,87 -
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen
an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelte Werte
- 16.367,41 16.367,41 16.742,10
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 340.175,06 187.407,71 527.582,77 1.022.334,18
Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern 121.932,55 78.424,09 200.356,64 246.107,81
Einstellung in die gesetzliche Rücklage - - - -
Jahresüberschuss 218.242,51 108.983,62 327.226,13 776.226,37
Cashflow 01.10.10
–31.03.11
01.10.09
–31.03.10
Bilanzgewinn/Jahresüberschuss 327.226,13 776.226,37
+/–Veränderung der Rücklagen - -
+ Abschreibungen 127.415,96 133.474,43
= Cashflow im engeren Sinne 454.642,09 909.700,80
Jahresüberschuss 327.226,13 776.226,37
– enthaltener Gewinnvortrag - -
+ Erhöhung der Rücklagen - -
– Auflösung der Rücklagen - -
+ Abschreibungen 127.415,96 133.474,43
+ AO Aufwand/betriebs- und periodenfremder Aufwand 28.428,33 117.835,55
– AO Ertrag/betriebs- und periodenfremder Ertrag 26.989,31 59.150,42
= Cashflow im weiteren Sinne 456.081,11 968.385,93

sino AG | High End Brokerage Ernst-Schneider-Platz 1 40212 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 36 11-0 Fax +49 (0)211 3611-1136 www.sino.de/IR [email protected]