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Sino AG Director's Dealing 2007

Apr 23, 2007

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Director's Dealing

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TradeCentre Börsenbrief

Exklusive und unabhängige Berichterstattung für Ihren Informationsvorsprung

www.tradecentre.de Nr. 271 vom 23.04.2007

Wir verfügen über exzellente Kontakte in der Wirtschaft und können auf eine Vielzahl gut informierter Quellen zurückgreifen. Profitieren Sie von unseren Informationen aus der ersten Liga der Wirtschaft, um an der Börse eine gute Rendite zu erzielen.

Kommentar & Strategie Inhalt

Liebe Leser,

was sich bei Pixelpark zugetragen hat, ist ein Skandal der seinesgleichen sucht. Was muss im Kopf dieses Vorstandes vorgehen, wenn er dieses destruktive Signal an den Kapitalmarkt sendet? Vermutlich hat die persönliche Raffgier jegliches moralische Handeln in den Hintergrund gedrängt. Mir auf jeden Fall machen solche Leute sämtlichen Spass an meiner Branche zunichte. Was war passiert? Der Vorstand von Pixelpark zeichnet gegenüber uns und gegenüber weiteren Finanzpublikationen eine rosige Unternehmenszukunft. Wir stufen die Aktie von Pixelpark darauf hin als sehr aussichtsreich ein und kaufen sie für unser Musterdepot. Wenig später ist einer Pflichtmitteilung zu entnehmen, dass Herr Riese am gleichen Tag eine beträchtliche Anzahl an Aktien aus seinem eigenen Bestand verkauft hat.

Damit sind wird dort angelangt was man innerhalb der Wirtschaftswissenschaften als "Moral Hazard" bezeichnet. Das Vertrauensverhältnis zwischen Prinzipal und Agent hat schweren Schaden genommen. Die Aktionäre können als Eigentümer des Unternehmens verlangen, dass der als Agent agierende Vorstand, die Eigeninteressen zurückstellt und die Ziele des Prinzipals verfolgt. Das ist der grundlegende Vertrauensbaustein jeder modernen Unternehmenstheorie. Die Aktionäre fragen sich jetzt natürlich, ob der Insiderverkauf auf asymetrischer Information beruht. Die Refinanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens durch die Aufnahme von Eigenkapital sind bei einem solchen Misstrauensverhältnis stark beschädigt.

Ich werde einen offenen Brief an die Aufsichtsratsmitglieder vorbereiten und diesen das aus meiner Sicht unakzeptable Verhalten von Herrn Riese schildern. Wenn Sie, liebe Abonnenten, ebenfalls Pixelpark-Aktionär sind, bitte ich Sie diesen Brief zu gegebener Zeit ebenfalls zu unterzeichnen und abzuschicken. Weiter werde ich mir ein Aktienpaket von Pixelpark kaufen, damit das schäbige Verhalten des Vorstandes auf der nächsten Hauptversammlung zur Sprache kommt. Zuletzt noch meine Einschätzung der Pixelpark-Aktie: Ich halte das Unternehmen zu aktuellen Kursen weiterhin attraktiv bewertet und gehe davon aus, dass sich nach Quartalszahlen eine Aufwärtsentwicklung einstellen wird.

Viele Grüße Simon Betschinger

  • Editorial
  • Exklusiv-Depot
  • D.Logistics bricht aus!
  • Integralis: EBIT-Marge von bis zu 8%!
  • Tipp24 strebt EBIT-Margen von 30% an
  • SINO AG erzielt Rekordquartal!
  • Catalis: Werden die Planzahlen erhöht?
  • TradeCentre-Ticker

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Regeln: Depotänderungen erhalten Sie vor Börseneröffnung per Email und SMS. Wir ordern mit Limit.

Nordex
Pixelpark
Schmack Biogas
Pixelpark
Analytik Jena
Repower
22%
-8%
24%
7%
15%
197%
Startkapital am 15.04.2001 10.000,00
Aktienbestand 50.922,00
Cash 37.217,60
Depotwert 88.139,60
Entwicklung seit 01.01.2007 (73.469 €) 22,2%
Depotentwicklung seit 15. April 03 797,4%

Pixelpark hat belastend auf die Depotperformance bewirkt. Mit Bekanntwerden der Insiderverkäufe sackte der Kurs ab. Bei Nordex dagegen hat unsere Spekulationsidee funktioniert. Der Windanlagenbauer möchte innerhalb der nächsten beiden Jahre seine Umsätze erneut verdoppeln. Die Übernahmespekulationen in der Branche kochen nahezu täglich hoch. Wir sehen deshalb gute Chancen, dass bei Nordex schon bald Kurse über 35 Euro über den Ticker laufen!

Impressum und Haftungsausschluss:

Chefredakteur: Simon Betschinger Stellvertretender Chefredakteur: Volker Glaser Leiter Redaktion: Christian Lang Kontakt: [email protected]

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Mitarbeiter von TradeCentre, die an der Erstellung dieses Börsenbriefes beteiligt sind, besitzen Anteilsscheine an folgenden Aktien, die in dieser Ausgabe besprochen werden Schmack Biogas

Die Empfehlungen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Allen Informationen liegen Quellen zugrunde, die wir für vertraulich erachten. Für eine Richtigkeit der hier dargelegten Informationen können wir dennoch keine Garantie übernehmen. Eine Haftung für eventuelle Verluste und Schäden ist ausgeschlossen. Nachdruck oder Kopie ist nur mit Verweis auf www.tradecentre.de erlaubt. :

SINO AG erzielt Rekordquartal! Unser Urteil: Kurz- mittelfristig kaufenswert!

Über ein sehr starkes Quartal konnten sich die Anteilseigner der SINO AG freuen. Die Düsseldorfer wickelten in der Zeit von Januar bis März fast 390.000 Orders ab. Das ist der zweithöchste Wert in der Geschichte des Unternehmens. Wie uns Vorstandsmitglied Ingo Hillen im Hintergrundgespräch erläutert, sind die Margen pro Trades allerdings inzwischen höher als noch vor einem Jahr.

Nicht überraschend, dass das Unternehmen ein Rekordqua rt a l e r z i e lt e . Im St a rtqua rt a l de s Wirtschaftsjahres 2006/07 per Ende September, also die Zeit von Oktober bis Dezember, erzielte die Gesellschaft einen Gewinn vor Steuern von knapp einer Million Euro. Im zweiten Quartal wurde ein EBT von 1,84 Millionen Euro erzielt, was einer neuen Bestmarke entspricht. "Q2 ist hervorragend gelaufen", sagt Hillen. "Wir sind nicht unbedingt von steigenden Aktienmärkten abhängig. Bei einer hohen Schwankungsbreite profitieren wir am meisten, da unsere Kunden dann sehr viel handeln. Eine hohe Volatilität ist für uns das Allerbeste", erläutert der Vorstand. Im ersten Halbjahr hat SINO vor dem Zugriff des Fiskus sodann knapp drei MillionenEuro verdient.

Vor diesem Hintergrund wundert es uns nicht, dass der Vorstand die Gewinnprognose für dieses Jahr bereits nach oben revidiert hat. Hillen rechnet in 2006/07 mit einem EBTvon vier bis fünf Millionen Euro. Wir schätzen, dass die Firma die obere Range der Prognose erreichen wird. Bei einer Steuerquote von rund 40 Prozent wird unterm Strich ein Gewinn von bis zu drei Millionen Euro hängen bleiben oder ein Ergebnis je Aktie von bis zu 1,28 Euro. Der Gewinn soll erneut komplett an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Bei einem Kurs von Kurs von 19 Euro errechnet sich eine knackige Dividendenrendite von fast sieben Prozent!

Eine Prognose für das Wirtschaftsjahr 2007/08 wollte Hillen nicht machen. Er verwies allerdings darauf, dass SINO in den letzten Jahren kontinuierlich stärker gewachsen ist als die Wettbewerber. "Das ist auch unser Ziel für die nächsten Jahre". Sollte Finanzminister Peer Steinbrück seine geplante Steuerreform durchsetzen, ist sicher planbar, dass SINO davon massiv profitiert. Das Unternehmen drückt derzeit 40 Prozent des Gewinns an den Fiskus ab. Die Steuerquote fällt nach einer ersten Indikation auf circa 32 Prozent. Durch diesen Effekt steigt der Gewinn der Düsseldorfer quasi schon alleine um knapp 15 Prozent. "Wir sind einer der großen Profiteure der Steuerreform, da wir von den Gegenfinanzierungsmaßnahmen fast nicht betroffen sind", freut sich Hillen.

Vor kurzem hat HSBC Trinkaus & Burkhardt ihren Anteil an der SINO AG von 15 auf über 25 Prozent ausgebaut und hat sich damit Sperrminorität gesichert. Bezahlt wurde ein Preis von 25 Euro je Aktie. Aktuell notiert der Titel bei 19 Euro. Wir schätzen, dass Trinkaus & Burkhardt den Anteil erhöht hat, da es vermutlich Absichten seitens Wettbewerber gab, SINO zu übernehmen. T&B ist aber die Abwicklungsbank für SINO und verdient damit sicher

Ingo Hillen, Vorstand SINO AG

mehrere Millionen Euro. Dies wollte sich der Großaktionär wohl nicht durch die Lappen gehen lassen, falls ein neuer Eigentümer die Depots bei T&B abzieht. Von daher ist der Ausbau des Engagements eine logische Konsequenz. Durch den Ausbau des Anteils ist allerdings auch die ständige Übernahmefantasie bei SINO erheblich gesunken, weshalb sich jüngst wohl viele Investoren von der Aktie verabschiedet haben.

Das Gute an dem jüngst fallenden Aktienkurs: Die aktuell zu 19 Euro gehandelte Aktie ist nunmehr zu billig. Mit einem KGV von 15 und einer super Dividende ist das Papier nunmehr wieder kaufenswert.