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Sino AG Audit Report / Information 2023

Nov 19, 2024

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Audit Report / Information

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Finanzbericht: 35091178

sino Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/​2023

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

1. Grundlagen zur sino AG und zum Konzern

1.1 Geschäftsmodell

Die sino AG | High End Brokerage wurde 1998 gegründet und ist der Broker für Heavy-Trader in Deutschland. Sie hat sich auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften für die aktivsten und anspruchsvollsten Trader in Deutschland spezialisiert und entwickelte sich in kurzer Zeit zum Synonym für High End Brokerage. Mit dem konsequenten Fokus auf die anspruchsvollsten und aktivsten Trader verfolgt die sino eine klare Strategie. Diesen sehr aktiven Kunden bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, ein faires und attraktives Gebührenmodell, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die Baader Bank AG, Unterschleißheim.

Die ursprüngliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 6. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG galt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt, auf die seinerzeit ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde im Nachgang verzichtet. Mit Inkrafttreten des WpIG galt die vormals erteilte Erlaubnis nach § 32 KWG am 25.06.2021 als erloschen und mit gleichem Datum die zur Erbringung der Abschlussvermittlung, Anlageberatung und Anlagevermittlung notwendige Erlaubnis nach § 15 WpIG nach § 86 Abs. 1 WpIG als erteilt.

Die sino Beteiligungen GmbH, ein 100%-iges Tochterunternehmen der sino AG, dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen.

1.2 Investitionen

Im Bereich der Sachanlagen wurde in der sino AG, wie in jedem Wirtschaftsjahr, kontinuierlich in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Darüber hinaus wurden bei den immateriellen Anlagewerten vor allem Investitionen im Bereich Software getätigt, hier vorrangig für die Anbindung der Baader Bank als Kooperationspartner.

Die Seminarreihe "sino Akademie", mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde in diesem Jahr erstmals wieder durchgeführt und fand einen guten Anklang.

1.3 Beteiligungen

Die sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.

Die sino AG hält zum Bilanzstichtag noch rund 1 % bzw. insgesamt 21.186 Aktien an der tick Trading Software AG, Düsseldorf. Die tick Trading Software AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion.

Im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2021/​2022 hat die tick-TS AG, zusammen mit der sino AG und der Baader Bank AG, die technische Anbindung von TradeBase MX an das von der Baader Bank AG betriebene System "DECIDE" erfolgreich abgeschlossen. Die neue Anbindung ermöglicht der sino AG und potenziellen anderen Kunden, eine Nutzung des TBMX Frontends gegen das Order Routing System der Baader Bank AG.

Das Beteiligungsunternehmen Trade Republic Bank GmbH, Berlin (vormals: 20.1797 Neon GmbH, München, kurz Trade Republic), bietet als Deutschlands erster mobiler und provisionsfreier Broker Aktien, ETFs und Derivate für eine Fremdkostenpauschale von 1,00 EUR an. Dabei bietet Trade Republic ihren Kunden Funktionen und Dienstleistungen eines klassischen Online-Brokers - von der Depoteröffnung, über den Wertpapierhandel bis hin zu Postbox-Nachrichten - auf einer mobilen Applikation für das Mobiltelefon. Die mobile App ermöglicht zu Echt-Kursdaten Aktien und ETFs über das an der Börse Hamburg betriebene elektronische Handelssystem LS Exchange zu handeln. Derivate werden außerbörslich über die HSBC gehandelt.

Die Beteiligung beträgt zum Bilanzstichtag noch rund 7,78 % (rechtlicher Anteil unter Berücksichtigung einer Treuhandvereinbarung 2,47 %). Die Trade Republic ist eine CRR-Wertpapierfirma nach § 1 Absatz 3d Satz 2 KWG i.V.m. Artikel 4 Absatz 1 Nr. 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/​2013 in der Form des Wertpapierhandelsunternehmens und der Wertpapierhandelsbank nach § 1 Absatz 3d Satz 4 und 5 KWG sowie Kreditinstitut nach § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 4 und 5 KWG aber kein CRR-Kreditinstitut mangels Kredit- und Einlagengeschäft.

Die operative Geschäftstätigkeit der Trade Republic wurde im Januar 2019 aufgenommen und hat sich seitdem kontinuierlich äußerst positiv entwickelt. Trade Republic war von Beginn an ein europäisches Projekt und so wird nach dem erfolgreichen Start in Deutschland die Ausweitung des Angebots auf weitere europäische Märkte konsequent vorangetrieben. Mit dem Markteintritt in Österreich Ende 2020 und Frankreich Anfang 2021 legte der Neo-Broker den Grundstein für seine internationale Expansion. Im Oktober 2021 folgte der Start in Spanien sowie die Einrichtung der Wartelisten in Italien und den Niederlanden. Weitere Länder der Eurozone sollen folgen.

Seit Herbst 2020 hat Trade Republic das größte Angebot an kostenfreien Aktien-Sparplänen in Deutschland. Dieses Angebot wurde nun nochmals ausgebaut. Insgesamt können nun über 2.500 Aktien kostenfrei bespart werden. Dabei ist es bei Trade Republic möglich, auch in Bruchteilen von Anteilen zu sparen. So können Anleger bereits ab einem Mindestbetrag von nur 10 Euro eine Beteiligung an einigen der wichtigsten Unternehmen der Welt erwerben. Trade Republic entwickelt sich nach nur zwei Jahren am Markt zum größten Anbieter von kostenfreien ETF- und Aktien-Sparplänen in Deutschland und baut seine Position als Sparplattform weiter aus. Bei dieser Art des langfristigen Vermögensaufbaus haben Kosten eine besonders hohe Relevanz, da sie langfristig die Rendite schmälern. Bei Trade Republic sind alle Aktien- und ETF-Sparpläne kostenfrei. Der Neo-Broker ermöglicht damit allen Menschen den freien Zugang zum Kapitalmarkt.

Nachdem im Juni 2022 das Ontario Teachers' Pension Plan Board, die erweiterte Series C Finanzierungsrunde von 250 Mio. EUR angeführt hat, bei einer Bewertung von 5 Mrd. EUR, folgten weitere wichtige Milestones zur Weiterentwicklung des Unternehmens. Im Oktober 2022 ermöglicht Trade Republic seinen Anlegern einen verbesserten Zugang zum Kapitalmarkt. Erstmals ist der Handel mit Aktienbruchteilen oder ETF-Bruchteilen möglich.

Im Januar 2023 veröffentlicht Trade Republic die News, ab sofort 2 Prozent Zinsen auf das Guthaben des Verrechnungskontos zu zahlen. Zu diesem Zeitpunkt ist es in Deutschland der höchste effektive Jahreszins ohne zeitlich begrenztes Angebot.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres der sino AG gab es weitere, ausgezeichnete Neuerungen bei der Trade Republic. Im Oktober 2023 hat Trade Republic die Zinsen auf 4 % angehoben. Im Dezember 2023 hat das Unternehmen mitgeteilt, dass es die Vollbanklizenz erhalten hat. Im Januar 2024 kam die Mitteilung über die Einführung einer neuen Debit-Karte, die zusätzlich 1 % Saveback verspricht. Der Vorstand der sino schätzt den Geschäftsverlauf der Trade Republic im zurückliegenden Geschäftsjahr und bis heute unverändert als sehr gut ein und ist sehr optimistisch.

Die Anteile an der Trade Republic Bank GmbH, werden zum 30. September 2023 als Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die zum Stichtag 30.09.2023 noch vorhandenen Anteile an der tick TS AG wurden auf den niedrigeren Kurs zum Stichtag abgeschrieben.

Die Gesellschaft hält über die sino Beteiligungen GmbH weitere Minderheitsbeteiligungen: an der QUIN Technologies GmbH (Buchwert 1.251 TEUR), der CAPTIQ GmbH (Buchwert 348 TEUR) und der Sub Capitals GmbH (Buchwert 407 TEUR).

Die QUIN Technologies GmbH betreibt getquin - eine kostenlose und sichere Plattform für alles, was mit Investitionen zu tun hat. Die sino ist mit rund 11 % an dem Unternehmen beteiligt. Die letzte Finanzierungsrunde des Unternehmens hat bei einer Bewertung von ca. 40 Mio. EUR stattgefunden.

Captiq ist eine Plattform, die die Vergabe von Darlehen an Kammerberufler digital deutlich vereinfacht und beschleunigt. Mit rund 4,3 % ist die sino an der Captiq GmbH beteiligt. Im September 2023 hat das Unternehmen eine Kooperation mit der Anadi Bank geschlossen, das sollte sich auf die aktuell herausfordernde Lage positiv auswirken.

Sub Capitals ist ein Unternehmen, das künstliche Intelligenz für die Geldanlage für Privatanleger demokratisiert. Über ein Wandeldarlehen welches im Geschäftsjahr in eine Beteiligung um gewandelt wurde hält die sino 7,68 % am Stammkapital der Sub Capitals GmbH. Im April 2023 hat das Unternehmen ein Zertifikat für Privatanleger in Kooperation mit der UBS gelauncht. Das Unternehmen ist vielfältig aktiv in der Gewinnung von B2B Kunden. Das Thema KI ist ein Zukunftsthema.

Weiterhin hat die sino Beteiligungen im Rahmen von Wandeldarlehen in die App Beatvest investiert.

Beatvest ist eine Investment-App für Anfänger mit der Perspektive, über die App Geld am Kapitalmarkt anzulegen, die von dem Unternehmen wisefolio GmbH angeboten wird. Im Juni 2022 hat sich die sino in Form eines Wandeldarlehens mit 200.000 EUR an dem Unternehmen beteiligt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die sino sich erneut beteiligt. Neuerdings ist der direkte Handel in Kooperation mit Lemon Markets möglich und erweitert die Entwicklungsphantasie von Beatvest.

Zusätzlich hält die sino Beteiligungen 24.495 Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten, abzgl. Wertberichtigungen, zum erwarteten inneren Wert des Unternehmens angesetzt wurden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte

2.1.1 Gesamtwirtschaft

Das vierte Quartal des Jahres 2022 und damit das erste Quartal des Geschäftshalbjahres der sino AG konnte die positive Dynamik der ersten drei Quartale des Jahres 2022 leider nicht fortsetzen. Aufgrund der steigenden Inflation hat die Kaufkraft der Verbraucher nachgelassen. Steigende Preise, insbesondere bei Nahrungsmitteln und der Energie, beeinflussten den Konsum und die Investitionen bemerkenswert. Die Bruttowertschöpfung sank im vierten Quartal 2022 um 1,4 % gegenüber dem Vorquartal.

Das erste Quartal des Jahres 2023, also das 2. Quartal des Geschäftshalbjahres der sino AG, startete erneut mit einer Minderung des BIP zum Vorquartal um 0,3 %. Die hohe Inflation und weiterhin hohe Preissteigerungen belasten die privaten Haushalte und bremsen die Konsumausgaben deutlich. Die Energiemärkte konnten sich etwas entspannen und die Lieferengpässe nachlassen. Aus diesem Grund ist eine langfristige Rezession nicht zu erwarten.

Das dritte Quartal des Geschäftsjahres der sino war gesamtwirtschaftlich betrachtet, stabil. Das BIP blieb konstant und trotz inflationsbedingter Kaufkraftverluste konnten sich die Konsumausgaben der Privatpersonen stabilisieren. Am Arbeitsmarkt war ein historisch hohes Niveau der Erwerbstätigen zu sehen. Doch trotz stagnierender Werte weisen die Konjunkturdaten auch auf ein schwächeres drittes Quartal 2023, also ein schwächeres letztes Quartal im sino Geschäftsjahr 22/​23 hin.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres der sino, vom 01.07.2023 - 30.09.2023, berichtet das Statistische Bundesamt erneut von einem leicht gesunkenen BIP. Leider weisen einige Indikatoren darauf hin, dass die Entwicklung weiterhin schwach bleibt. Eine geringfügige Erhöhung der Bruttowertschöpfung - insbesondere in den Dienstleistungsbereichen - und positive Impulse bei den Investitionen lassen hinsichtlich der kommenden Monate auf positivere Ausblicke hoffen.

2.1.2 Wertpapiermärkte

Auch an den Wertpapiermärkten war das vierte Quartal des Kalenderjahres 2022 geprägt von der stark wachsenden Inflation im Kalenderjahr. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die steigende Inflation und die hohen Preise für Energie sind in der Entwicklung der deutschen Indizes deutlich zu erkennen. Bei 13.923,59 Punkten beendete der deutsche Leitindex den Handel für das Börsenjahr, dies entspricht einem Minus von 12,35 %. Der MDAX beendete das Börsenjahr 2022 mit einem Minus von 28,49 %, der SDAX mit einem Minus von 27,35 % und der TecDax mit -25,48 %.

Mit dem Start des neuen Jahres 2023 erholten sich auch prompt die Aktienmärkte wieder. Im ersten Quartal 2023, also im zweiten Quartal des Geschäftsjahres der sino AG, konnten alle Märkte einen Zuwachs verzeichnen. Trotz weiterhin hoher Inflation und dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank, der Signature Bank und dem Scheitern der Credit Suisse, können die deutschen Leitindizes weiterhin eine positive Entwicklung im ersten Quartal 2023 nachweisen. Der DAX beendete das 1. Quartal 2023 mit 15.628,84 Punkten, ein Plus von 12,25 %. Der MDAX beendete das Quartal mit einem Plus von 10,13 %, der SDAX mit einem Plus von 10,31 % und der TecDax mit +13,43 %.

Mit viel Elan starteten die Märkte in das zweite Quartal 2023 (das dritte Quartal des Geschäftsjahres der sino AG) und unterlagen im Laufe des Quartals großen Schwankungen, nicht zuletzt aufgrund der starken Zinserhöhungen mehrerer Banken. Die EZB drehte an der Zinsschraube, so dass der Leitzins um 25 Basispunkte anstieg. Mit 16.147,90 Punkten beendete der Leitindex DAX das Quartal mit einem Plus von 3,32 %; der MDAX verlor mit einem leichten Minus von 0,19 % bei 27.610,50 Punkten. Der SDAX beendete das Quartal mit 13.401,24 Punkten, was einem Plus von 1,87 Prozent entspricht.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres der sino AG drückten Zinserhöhungen und Konjunktureinbrüche die Stimmung, obwohl der DAX einige Allzeithochs zu verzeichnen hatte. Die Konjunkturlage wirkte sich zudem negativ auf die Energiepreise aus. Mit Wirkung zum 20. September 2023 wurde der Leitzinssatz der EZB auf 4,50 % angehoben. Ende Q3 endete der DAX mit 15.386,58 Punkten mit einem Minus von 4,71 Prozent. Auch der MDAX fiel um 5,56 % auf 26.075,11 Punkten; der SDAX beendete das Quartal Q 3 ebenfalls mit einem Minus von 3,92 % mit 12875,77 Punkten.

2.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns

Das Jahresergebnis wurde, wie unter anderem auf der Hauptversammlung am 11.05.2023 kommuniziert und aus den laufenden monatlichen Tradezahlenmitteilungen sowie den Quartalsmitteilungen ersichtlich, durch einen deutlichen Rückgang der Tradezahlen sowie geplante Mehraufwendungen im Rahmen der Migration der Kundenbeziehungen der sino AG zur Baader Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr belastet.

Durch die Migration des Geschäfts der sino AG zur Baader Bank, die mit der Migration der letzten Kunden im November 2022 abgeschlossen wurde, sieht sich die sino im Geschäftsjahr 2022/​2023 in einer Übergangsphase. Prozesse wurden laufend und bis ins kleinste Detail optimiert, um den Kunden auch weiterhin den bestmöglichen Service für Heavy Trader bieten zu können.

Inaktive und unrentable Depots wurden im Rahmen des Depotbankwechsels bei Unrentabilität konsequent geschlossen. Die Zahl der Depots per 31.03.2023 ist mit 255 gegenüber dem Vorjahr (314 Depots) um 18,79 % gesunken. Die Anzahl der ausgeführten Orders im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 50,45 % von 531.996 auf 263.617 gesunken.

Die ordentliche Hauptversammlung der sino AG im Geschäftsjahr 2022/​2023 fand am 11.05.2023 in Düsseldorf als virtuelle Hauptversammlung statt. Es wurde eine Dividende in Höhe von 2,80 EUR je Aktie, insgesamt 6.545.000,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von 3.111.863,66 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der sino Aktienkurs lag am Tag der Hauptversammlung bei rund 29,80 EUR.

Im Geschäftsjahr 2022/​2023 sanken die Gesamterlöse (einschließlich der Erträge aus Beteiligungen) der sino AG um mehr als 34,05 % von 8,36 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 5,52 Mio. EUR. In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Dividendenzahlungen der tick Trading Software AG in Höhe von 80 TEUR enthalten.

Die gesamten Verwaltungsaufwendungen der sino AG inklusive Abschreibungen sind gesunken und lagen mit 7,41 Mio. EUR um 7,04 % unter denen des Vorjahres (7,97 Mio. EUR). Die sino AG schließt das Geschäftsjahr 2022/​2023 mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von - 1.842 TEUR (Vorjahr: 347 TEUR) ab.

Im Konzern wurde ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von -1.484 TEUR erzielt (Vorjahr: +947 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern beläuft sich der Jahresfehlbetrag des Konzerns auf 1.003 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss: 952 TEUR).

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:

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Geschäftsjahr 2018/​19 2019/​20 2020/​21 2021/​22 2022/​23
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (sino AG) -0,122 10,24 142,06 0,347 -1,84
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern) -2,481 14,61 143,02 0,947 -1,48

Der Konzernjahresfehlbetrag liegt bei 1.003 TEUR. Das Ergebnis ist vollständig den sino Aktionären zuzurechnen. Das Ergebnis liegt damit in der Bandbreite der vom Vorstand zuletzt am 31.08.2023 bestätigten Prognose zwischen -0,2 und -1,2 Mio. EUR.

Insgesamt schätzt der Vorstand den Geschäftsverlauf der sino AG im abgelaufenen Geschäftsjahr in Anbetracht der genannten Belastungen im Rahmen der Migration zur Baader Bank als zufriedenstellend ein.

2.2.1 Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG blieb auch in diesem Wirtschaftsjahr auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die Anzahl der Depots per 30.09.2023 ist mit 250 gegenüber dem Vorjahr (305 Depots) um 18 % gesunken. Die deutliche Reduzierung der Zahl der betreuten Depots ergibt sich aus Schließungen inaktiver Kundenverbindungen im Rahmen der Migration zur Baader Bank.

Die Anzahl der abgewickelten Orders ist gefallen. So sanken die Wertpapierorders gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 338.350, von 849.848 auf 511.498 bzw. um 39,8 %.

3. Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Die sino AG ist verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wurde.

Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt wird. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.

Im Folgenden wird zunächst die Lage der sino AG erläutert und anschließend die ggf. davon abweichende Lage des Konzerns.

3.1 Ertragslage

Die Provisionserlöse der sino AG sanken im Geschäftsverlauf um 36,09 % auf 5.304 TEUR (Vorjahr 8.299 TEUR). Die ausgewiesenen Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus Retrozessionen/​ Erträgen aus Tradeabwicklung in Höhe von 4.527 TEUR (Vorjahr 8.310 TEUR). Daneben entstanden Provisionsaufwendungen durch Retroerstattungen und Settlement Gebühren in Höhe von 182 TEUR (Vorjahr 684 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 34,92 % auf 315 TEUR (Vorjahr 484 TEUR).

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr in der sino AG verbuchte Ausschüttung der Dividende der tick Trading Software AG betrug 80 TEUR.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 12,60 % von 7.689 TEUR auf 6.720 TEUR. Die Personalaufwendungen sanken dabei von 2.783 TEUR auf 2.274 TEUR um 18,26 %, im Wesentlichen aufgrund von niedrigeren variablen Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken um 9,39 %. Die Cost-Income-Ratio, definiert als "Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" durch "Netto-Provisionserlöse", liegt bei 1,31 (im Vorjahr: 1,01).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sanken von 276 TEUR auf 269 TEUR um 2,67 %.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten wie im Vorjahr Forderungsverluste und sind in diesem Jahr in Höhe von 2 TEUR verbucht (Vorjahr 1 TEUR).

Die im Jahresabschluss der sino AG ausgewiesenen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere in Höhe von 414 TEUR betreffen den Teilverkauf und Wertminderung des Restbestandes der tick Trading Software AG Anteile.

Für das Geschäftsjahr 2022/​2023 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von -1.842 TEUR sowie ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.416 TEUR.

Im Konzernabschluss wurden Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren in Höhe von 627 TEUR (im Vorjahr 1,2 Mio. EUR) realisiert. Diese entfallen wie auch im Vorjahr auf die Veräußerung von Anteilen an der tick Trading Software AG.

Für das Geschäftsjahr 2022/​2023 ergibt sich für den sino Konzern ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von -1.484 TEUR sowie ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 1.003 TEUR.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der sino AG beträgt zum Abschlussstichtag 7.952 TEUR (Vorjahr 15.838 TEUR). Bei einem Eigenkapital von 5.438 TEUR (Vorjahr 13.400 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 68,39 % gegenüber 84,61 % im Vorjahr.

Wesentliche Posten der Aktivseite, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 5.053 TEUR rund 63,54 % der Bilanzsumme ausmachen, jedoch teilweise entsprechend den Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko als Sicherheit bei der Baader Bank hinterlegt sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 1.446 TEUR (Vorjahr 3.307 TEUR).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind unverändert auf die sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen mit 231 TEUR (Vorjahr 84 TEUR) Forderungen an Finanzbehörden, sowie Ausleihungen der sino AG innerhalb des Konzerns an die sino Beteiligungen GmbH, die zum Stichtag mit 1.135 TEUR valutieren (Vorjahr 628 TEUR). Der Ausweis im Konzernabschluss beinhaltet zusätzlich Forderungen an Finanzbehörden aus der sino Beteiligungen GmbH sowie ein Wandeldarlehen an die Beatvest - Wisefolio GmbH (207 TEUR).

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantieme (652 TEUR), ausstehende Bonuszahlungen (12 TEUR) sowie Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (95 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (84 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (315 TEUR) gebildet.

Die gesunkene Gesamtsumme der anderen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der aufgrund des negativen Ergebnisses nicht mehr erforderlichen Anpassung von Rückstellungen für Tantieme Verpflichtungen (insgesamt -470 TEUR) und der aufgelösten Rückstellung für Prozesskosten (-45 TEUR).

Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 13.911 TEUR (Vorjahr 21.603 TEUR) bei einer Eigenkapitalquote von 84,84 % (Vorjahr 87,63 %) aus.

3.3 Finanzlage

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sino Konzern 2022/​2023

TEUR
2021/​2022

TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.941 30.088
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit 998 -1.082
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.545 -130.900
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.606 -101.894
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.380 105.274
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.774 3.380

Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch den Abbau von anderen Forderungen an Kreditinstitute sowie durch die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bedingt. Gegenläufig wirkten sich vor allem das negative Konzernjahresergebnis sowie Bereinigungen um nicht zahlungswirksame Effekte (z.B. Aktivierung latenter Steuern) und Umgliederungen in den Cashflow aus Investitionstätigkeit (Veräußerungsgewinne) aus.

Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an der tick TS.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt erneut die Auszahlung der Dividende an die Gesellschafter der sino AG.

4. Risikobericht

4.1 Allgemeines

Risikomanagement

Im Rahmen ihrer Tätigkeit sind die sino AG, das verbundene Unternehmen sino Beteiligungen GmbH sowie die weiteren Beteiligungen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Management von Chancen und Risiken ist in alle Geschäftsprozesse integriert. Chancen und Risiken werden frühzeitig identifiziert, proaktiv gesteuert und überwacht.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des sino Konzerns verantwortlich. Unabhängig von den internen Zuständigkeitsregelungen ist der Vorstand für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst die Festlegung angemessener Strategien, die Risikotragfähigkeit, die Festlegung von Verfahren und Prozessen zur Identifikation, Steuerung, Kontrolle und Kommunikation von wesentlichen Risiken, die Einrichtung von angemessenen internen Kontrollverfahren und somit die Verantwortung für alle wesentlichen Elemente der Risikomanagements.

Das Risikocontrolling der sino AG ist für die Identifikation, Messung und Bewertung von Risiken im Unternehmen verantwortlich. Dies schließen die Früherkennung, möglichst vollständige Erfassung und interne Überwachung aller wesentlichen Risiken ein. Darüber hinaus berichtet das Risikocontrolling die Risiken an den Vorstand und die Steuerungseinheiten.

Die Risk Owner sind für die Umsetzung des bereichsbezogenen Risikomanagements zuständig. Es gehört mit zu den elementaren Aufgaben, Risiken zu erkennen, zu bewerten zu überwachen und zu steuern.

Die Interne Revision führt unternehmensinterne, unabhängige Systemüberprüfungen mit Fokus auf Wirksamkeit, Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit des praktizierten Risikomanagement-Systems durch.

Die sino AG unterscheidet bei der Bewertung von Risiken methodisch qualitative und quantitative Risiken. Zur Beurteilung der Einzelrisiken werden diese in A-, B-, C-, D- oder sonstige Risiken klassifiziert.

Zur Risikoanalyse, -überwachung und -steuerung betreibt die sino AG ein ganzheitliches Monitoring der aktuellen Entwicklungen, die Auswirkung auf das Unternehmen haben könnten. Dabei geht es um schnellstmögliches Reagieren als auch um das Antizipieren möglicher Risiken und das Ergreifen effektiver Maßnahmen im Vorfeld. Die sino AG erstellt fortlaufend umfassende Analysen, um Entwicklungen bereits im Vorfeld einzuschätzen und Präventivszenarien für den Fall etwaiger Beeinträchtigungen zu entwerfen. Notwendige Maßnahmen richten sich hierbei nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen eines Schadensereignisses.

4.2 Risikostruktur der sino AG sowie des Konzerns

Die Struktur der Risiken der sino AG und des Konzerns zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die sino AG unterscheidet bei der Bewertung von Risiken methodisch qualitative und quantitative Risiken.

Bei qualitativen Risiken handelt es sich meist um langfristige Entwicklungen mit potenziell nachteiliger Auswirkung auf die sino AG. Aufgrund noch unkonkreter Informationslage lassen sich diese Risiken nicht oder noch nicht quantifizieren. Im Kontext von qualitativen Risiken erfolgt das Risikomanagement im Sinne eines strategischen Umgangs mit Unsicherheiten.

Um qualitative Risiken systematisch einschätzen zu können, werden diese einer Bewertung unterzogen, eingeteilt in Bedeutungsgrad und Ausprägungsform. Der Bedeutungsgrad beschreibt den möglichen Einfluss des Einzelrisikos, beispielsweise auf die Reputation, das Geschäftsmodell oder das Ergebnis. Bei der Ausprägungsform wird beurteilt, wie ausgeprägt oder verdichtet die Informationen sind, die auf das potenzielle Risiko der sino AG hinweisen.

Bei quantitativen Risiken handelt es sich um Risiken, deren potenzielle Ergebniswirkung abgeschätzt werden kann. Dabei wird zwischen unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten differenziert. Diese bezieht sich je nach Art des Risikos auf selten eintretenden Eventrisiken. Quantitative Risiken bilden damit die Grundlage für die übergreifende Verifizierung potenzieller Plan- und Prognoseabweichungen.

Zur wesentlichen Beurteilung der qualitativen und quantitativen Einzelrisiken werden diese in A-, B-, C-, D- oder sonstige Risiken klassifiziert.

4.3 Quantitative Risiken

Einschränkung der Handelsmöglichkeiten von Kunden durch regulatorische Vorgaben

Beschreibung des Risikos:

Unter Finanzmarktregulierung fallen Regelwerke für Finanzinstitutionen, um das Marktgeschehen zu beaufsichtigen und zu kontrollieren. Es soll die Anleger vor Ausfallrisiken schützen, Liquiditäts- und systemische Risiken reduzieren und Preisstabilitäten gewährleisten. Die Finanzmarktregulierung erstreckt sich auf alle drei Bereiche des Finanzmarktes: Banken, Versicherungen und Wertpapierhandel. Regularien werden zum Beispiel von der Bankenaufsicht, div. Regulierungsbehörden oder auch durch den Kooperationspartner, beschlossen.

Durch diese Vorgaben kann das Handelsverhalten der Kunden stark beeinträchtigt werden.

Maßnahmen:

Dieses Risiko gehört zu der Art von Risiken, auf die die sino keinerlei Einfluss nehmen kann.

An dieser Stelle bleibt nur aufmerksam Beobachten und bereit sein, um auf aktuelle regulatorische Vorgaben frühzeitig zu reagieren, um dann gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, um möglichen Schaden abzuwenden.

Risikoeinstufung:

Dieses Risiko stuft die sino AG, mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % und einer geschätzten Schadenshöhe von bis zum 750 TEUR als ein A-Risiko ein.

Anhaltende Seitwärtsbewegung, drastische sinkende Börsenumsätze

Beschreibung des Risikos:

Sollte sich die Weltwirtschaft besser als prognostiziert entwickeln, wird diese die Geschäftsentwicklung der sino AG voraussichtlich positiv beeinflussen. Zukünftige Umsätze und Ergebnisse der sino AG könnten in diesem Fall die aktuelle Prognose übertreffen. Die sino AG kann diesbezüglich auch von positiven Entwicklungen außerhalb des eigenen Kernmarktes profitieren. Gleiches gilt für eine Entwicklung der Weltwirtschaft und der einzelnen für die sino AG relevanten Märkte, die schlechter als erwartet ausfällt.

Risiken mit potenzieller Auswirkung auf die Weltwirtschaft und damit auf den Umsatz der sino AG entstehen insbesondere durch eine zunehmende Verunsicherung über politische Entwicklung, wie beispielsweise die Wirtschaftspolitik der USA. Große Planungsunsicherheit besteht weiterhin auch hinsichtlich der zunehmenden Bevormundung der EU der einzelnen Länder, durch neue und insbesondere steuerrechtliche Gesetze.

Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein langanhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren.

Da die Erlöse aus Trades die Haupteinnahmequelle der Gesellschaft darstellen, könnte sich derartige Szenarien negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Maßnahmen:

Maßnahmen können auch hier nicht getroffen werde, da die sino auf die Wirtschaft keinen Einfluss hat.

Risikoeinstufung:

Daraus ergibt sich ein Risiko der Kategorie A, bei einer Wahrscheinlichkeit von 40 % und einer geschätzten Verlustobergrenze von 750 TEUR.

Verlust mehrerer sehr guter Kunden

Beschreibung des Risikos:

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken.

Einige der Wettbewerber verfügen über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten als auch in der Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.

Dieser Wettbewerbsdruck kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage daher negativ beeinflussen.

Maßnahmen:

Hier setzt die sino ganz klar auf eine starke Kundenbindung. Seit Jahrzehnten pflegt die sino besonders intensive Kundenbeziehungen. Jeder Kunde hat einen persönlichen Kundenbetreuer, der sich um dessen Belange kümmert. Die letzten Umfragen, hat eine hohe Kundenzufriedenheit ergeben.

Zudem bietet die sino Kursversorgungsparkte und die Möglichkeit von News-readern und Lettern.

Gleichzeit entwickelt die sino AG ihr Angebot stetig weiter, erschließt neue Märkte und erarbeitet neue Konzepte.

Risikoeinstufung:

Das Risiko wird mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 20 % angesetzt, jedoch bewirkt die mögliche Schadenshöhe die Einstufung als A-Risiko.

Für einen möglichen relevanten Kundenverlust dient ein Drittel der Retrozessionen der Top 10 Kunden als Verlustobergrenze. Diese betrug im Geschäftsjahr 2022/​2023

1,7 Mio. EUR, daraus ergibt sich ein Wert 561 TEUR.

4.4 Qualitative Risiken

Finanztransaktionssteuer

Beschreibung des Risikos:

Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung, z.B. der Einführung einer Finanztransaktionssteuer hervorgerufen werden.

Maßnahmen:

Dieses Risiko gehört zu der Art von Risiken, auf die die sino keinerlei Einfluss nehmen kann.

An dieser Stelle bleibt nur aufmerksam Beobachten und bereit sein, um auf aktuelle regulatorische Vorgaben frühzeitig zu reagieren, um dann gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, um möglichen Schaden abzuwenden.

Risikoeinstufung:

Dieses kann die Ertragslage der sino AG stark beeinflussen und könnte eine Schadenshöhe von 650 TEUR mit sich bringen. Somit ist sie auch als ein A-Risiko einzustufen.

Adressausfallrisiko (AT 2.2.1. MaRisk) /​ Haftung für Kundenausfälle

Beschreibung des Risikos:

Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass einen Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder eine Konzerngesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zur Leistung verpflichtet ist.

Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken:

Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.

Kreditrisiken betreffen bilanzielle derivative und außerbilanzielle Risiken sowie adressenausfallbezogene Nachhaltigkeitsrisiken. Von grundsätzlich geringerer Bedeutung sind Kontrahentenrisiko als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden. Sämtliche Handelsgeschäfte werden mit regulierten Instituten abgeschlossen und mit diesen abgewickelt oder an Börsengetätigt und über die Börsensysteme abgewickelt.

Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet.

Ein direktes Adressenausfallrisiko im Sinne der MaRisk besteht bei der sino AG nicht.

Die Kunden der sino AG, die zuvor über einen Antrag bei den Kooperationspartnern nach MiFID II als "professionell" eingestuft worden sind, können intraday für bestimmte Werte, ein virtuelles Cash überziehen. Hier besteht ein indirektes Adressenausfallrisiko. Die Einhaltung dieser Kreditlinie wird streng durch den Chefhändler, Compliance und der Baader Bank überwacht.

Dieses Risiko, stuft das Unternehmen bedingt durch die Schadenshöhe als kritisch ein, jedoch mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit. Die sino AG trägt, gemäß der Kooperationsverträge mit den Depotbanken, für diese bestimmten Fälle ganz oder teilweise ein Dispositions- und Ausfallrisiko, welches durch eine Einlagensicherung bei den Kooperationspartnern abgedeckt ist.

Maßnahmen:

Vor jeder Buchung prüft der Kundenbetreuer, ob folgende Parameter eingehalten werden:

- XEU entspricht maximal dem bei Baader unterhaltenen Gesamtvermögen des Kunden

- Pro Kunde maximal 20 % vom Gesamtkapital (7,5 Mio. EUR XEU)

Strenges, tägliches, wenn nötig auch untertägiges Monitoring durch die sino AG und der Baader Bank zur Einhaltung der Bedingungen.

Risikoeinstufung:

Die Summe aller Zahlungen, die die sino AG aufgrund von Ausfallgarantien zahlen muss, ist auf den Maximalbetrag von 7,5 Mio. EUR begrenzt. Der Betrag ist somit gleichzeitig die Verlustobergrenze.

Die sino AG hat insgesamt 3 Mio. EUR bei der Baader Bank auf ein separates Konto angelegt. Diese dient der Sicherung von bestehenden und bedingten Ansprüche aus und im Zusammenhang mit dem Kooperationsvertrag.

Die Bedingungen an die Inanspruchnahme des virtuellen Cashs, sorgen dafür, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Maximalverlustes unter einem Prozent liegt. Wenn man von 1 % ausgeht, ergibt sich eine Risikoauslastung von 75 TEUR, aus Sicherheitsgründen werden aber pauschalisiert 500 TEUR als Risikoauslastung für die Berechnung zugrunde gelegt.

Marktpreisrisiko (AT 2.2.2. MaRisk)

Beschreibung des Risikos:

Das Marktpreisrisiko des Sektors Finanzinstitute, setzt sich aus dem Marktpreisrisiko im engeren Sinne und dem Marktliquiditätsrisiko zusammen.

Das Marktpreisrisiko im engeren Sinne ist die Gefahr eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern auftreten kann. Unter das Markpreisrisiko werden insbesondere Zinsrisiko und Migrationsrisiko, Währungsrisiko, Aktienrisiko, Fondspreisrisiko, Rohwarenrisiko und Asset-Management-Risiko subsumiert.

Das Marktliquiditätsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität eintreten kann, so dass Vermögenswerte nur mit Abschlägen am Markt liquidierbar sind und ein aktives Risikomanagement nur eingeschränkt möglich ist.

Fazit:

Das Geschäftsmodell der sino AG basiert auf der Anlagen- und Abschlussvermittlung, somit entsteht ihr kein Marktpreisrisiko.

Ein Fremdwährungsrisiko ist in der sino AG nicht zu berücksichtigen, da dieses Risiko direkt bei den Kunden der sino AG liegt. Zusätzliche Gebühren, die durch ausländische Broker entstehen können, trägt der Kunde direkt entweder über sein Fremdwährungskonto oder über die Kundenabrechnung zum aktuellen Kurswert. Ein Marktpreisrisiko besteht nicht.

Liquiditätsrisiko (AT 2.2.3. MaRisk)

Beschreibung des Risikos:

Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für den Konzern der sino AG grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Jedoch aufgrund der Finanzausstattung des Konzerns werden solche Risiken als sehr gering angesehen.

Die Liquiditätslage wird täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht und mögliche Abweichung unverzüglich dem Vorstand gemeldet.

Die Geschäftsperformance wird mittels monatlichen BWAs durch den Vorstand überwacht, sowie Quartalabschlüsse, die von der Buchhaltung über das DATEV-Programm generiert und vom Steuerberater quartalsmäßig geprüft werden.

Die Eigenmittel- und Liquiditätsanforderung (Art. 17 WpIG) werden jährlich übertroffen.

Zudem erfolgen jährliche Stresstests durch das Risikomanagement, wodurch mögliche Szenarien regelmäßig mit der aktuellen Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft ins Verhältnis gesetzt werden.

Fazit:

Bislang zeichnet sich kein Liquiditätsrisiko ab und wird somit auch nicht im Risikotragfähigkeitskonzept berücksichtigt.

Operationelle Risiken (AT 2.2.4. MaRisk)

Die bankenaufsichtsrechtliche Definition von operationellen Risiken, befasst sich mit der Gefahr von Verlusten, die durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen oder externen Ereignissen hervorgerufen werden.

Zur Ermittlung des Risikokapitalbedarfs für operationelle Risiken wird ein internes Portfoliomodell verwendet. Innerhalb des Portfoliomodells werden die Verteilungen von Verlusthäufigkeiten und-höhe zusammengeführt. Dabei wird ermittelt, welche potenzielle Verluste über ein Zeithorizont von einem Jahr entstehen könnten. Die Ergebnisse werden in Kombination mit den zur Risikoidentifizierung eingesetzten Methoden zur zentralen Steuerung operationeller Risiken herangezogen.

Zusätzlich werden Risikokonzentrationen unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Ereigniskategorien identifiziert.

Die Überwachung des Risikokapitalbedarfs erfolgt auf Basis der Limite für operationelle Risiken.

Die Minderung operationeller Risiken soll unter anderem durch die fortlaufende Verbesserung der Geschäftsprozesse erreicht werden. Eine weitere Sicherungsmaßnahme ist der Risikotransfer durch Versicherungen oder Auslagerungen.

Eine Vermeidung von operationellen Risiken kann durch Verzicht auf risikoträchtige Produkte erreicht werden, die über den Neu-Produkt-Prozess identifiziert werden.

Compliance-Risiko

Beschreibung des Risikos:

Wenn die implementierten Compliance- und Risikomanagementsystemen nicht ausreichen, um Verstöße gegen Verpflichtungen im Außenverhältnis zu verhindern beziehungsweise aufzudecken, können Compliance Risiken entstehen. Unter solchen Verpflichtungen werden Rechtsvorschriften, sowie unternehmensexterne und -interne Vereinbarungen verstanden. Darunter fallen der Missbrauch von vertraulichen Informationen, Datenschutzverstöße oder Beihilfe zur Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbare Handlungen. Auch das Fehlverhalten von Mitarbeitern ist Teil des Compliance-Risikos.

Verstöße gegen interne oder gesetzliche Bestimmungen können die Nichtigkeit von Verträgen zur Folge haben und rechtliche Konsequenzen mit sich bringen.

Die kann Geldbußen und Strafen, Steuernachzahlungen oder Schadensansprüche Dritter nach sich ziehen.

Zudem kann auch die Reputation hierrunter leiden.

Maßnahmen:

Die für die sino AG geltenden Grundsätze werden im Compliance-Bericht dargestellt. Dort werden die getroffenen Datenschutzvorkehrungen und die Verhaltensgrundsätze erläutert. Durch die Maßnahmen wie eine strenge Funktionstrennung, Schulungen der Mitarbeiter, die Einhaltung des 4-Augen-Prinzips, die Einschränkung von IT-Berechtigungen und Zutrittsberechtigungen der Büroräume sowie ein an Nachhaltigkeit orientiertes Vergütungskonzept sollen Risiken aufgrund interner Betrugsgefahr eingrenzen.

Risikoeinstufung:

Die sino AG setzt auf Grund ihrer Erfahrungen eine Verlustobergrenze von 500 TEUR an. In Verbindung mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, daraus resultiert ein überschaubares C-Risiko.

Personalrisiken

Beschreibung des Risikos:

Die sino AG ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen.

Das Unternehmen ist intern bestrebt, alle Mitarbeiter weiterzubilden, um jederzeit auf qualifiziertes Fachpersonal zugreifen zu können.

Maßnahmen:

Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann der Gesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen.

Dem wird so weit wie möglich entgegengewirkt, z. B. durch entsprechende Stellvertreter in den Abteilungen.

Zusätzlich strebt die sino ein angenehmes Arbeitsklima an, welches durch Mitarbeiterumfragen, Teambuildingmaßnahmen, Firmenfeiern und zusätzliche freiwillige Leistungen stetig verbessert und sehr geschätzt wird.

Risikoeinstufung:

Hier setzt die sino eine maximalen Schadenshöhe von 400 TEUR mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit an.

IT-Risiken

Beschreibung des Risikos:

Informationsrisiken entstehen aufgrund einer Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit oder Authentizität von Informationswerten. Besteht das Risiko im Zusammenhang mit der Verwendung von informations- oder kommunikationstechnischen Mitteln, wird es als IT-Risiko bezeichnet. Dies beinhaltet auch Cyber-Risiken.

Beim Auftreten von Informationsrisiken kann es durch die Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit oder Authentizität von Informationswerten zu Fehlfunktionen oder Störungen von IT-Systemen sowie zu missbräuchlicher oder manipulativer Nutzung von IT-Systemen kommen. Dies könnte die für die Durchführung der Geschäftstätigkeiten notwendigen Prozesse beeinträchtigen. Zudem könnten solche Fehlfunktionen oder Störungen zum vorübergehenden oder dauerhaften Verlust oder zur unberechtigten Veränderung, Einsichtnahme oder Veröffentlichung von Informationen führen. Auch in diesen Fällen wäre Einschränkung der Geschäftstätigkeit eine mögliche Folge, was auch zu negativen Reputationseffekten führen kann.

Die für die sino AG geltenden Grundsätze für die Informationssicherheit sind in der IT-Strategie definiert und wird von der Geschäftsstrategie abgeleitet.

Die sino AG ist im hohen Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten entweder redundant ausgestaltet oder ausgelagert.

Im Hinblick auf die Auslastung der Systeme und Datenbanken wird zudem auf ausreichende Kapazitäten geachtet, sodass auch über das normale Maß hinausgehende, extreme Auslastung nicht zu einem nachhaltigen Ausfall der Systeme und Datenbanken, die unmittelbar mit den Kernfunktionen der geschäftlichen Tätigkeiten zusammenhängen, führen.

Maßnahmen:

Die sino AG ist gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels eines zeitlich beschränkten Notstromaggregats abgesichert und verfügt über einen Notfallplan.

Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme, welche nicht ausgelagert sind, sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereiches verfügbar.

Darunter fallen die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon. Im Falle einer Nicht-Erreichbarkeit, kann es zu Kostenerstattungen an die Kunden kommen.

Gemäß der aktuellen Fassung der Mindestanforderung an das Risikomanagement (MaRisk) zum 27. Oktober 2017 (Rundschreiben 09/​2017) ergeben sich aus AT 4.2 Anforderungen an Strategien und damit auch an die IT-Strategie.

Im Rahmen der nachhaltigen strategischen Planung überprüft die Geschäftsleitung der sino AG kontinuierlich die Ziele der Gesellschaft sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.

Für die Kunden der sino AG ist die Stabilität der IT-Systeme von maßgeblicher Bedeutung. Um diese dauerhaft zu gewährleisten, hat die sino AG ein Outsourcing sämtlicher verbliebener IT-Systeme beschlossen und die tick Trading Software AG mit der Aufsetzung und der Implementierung dieses Projektes beauftragt.

Die Entscheidung zum Outsourcing des Hostings und Housings und damit zur Übertragung aller relevanten Server sowie des Client-Support an die tick-TS basiert auf der Evaluierung externer Einflussfaktoren (z.B. Marktentwicklung, Wettbewerbssituation, regulatorisches Umfeld) und interner Einflussfaktoren (z.B. Risikotragfähigkeit, Liquidität, Ertragslage, personelle und technisch-organisatorische Ressourcen) sowie auf zukunftsgerichteten Annahmen zur Schätzung zukünftiger Einflussfaktoren, insbesondere unter der Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit.

Die Auslagerung unterliegt den Regulierungen vom MiFID II (Märkte für Finanzinstrumente der Richtlinie 2014/​65/​U des EU-Parlamentes und des Rates vom 15. Mai 2014), MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 des EU-Parlamentes und des Rates vom 16. April 2014) und GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff 2014/​0353090). Dazu zählt auch der Support der Systeme.

Die technische Infrastruktur der sino AG verfügt über zwei Rechenzentren, die beide im Parallelbetrieb (24/​7 Stunden) live sind, eines im Proximity-Bereich der Börse Frankfurt. Sämtliche kritische Systeme sind mindestens zweifach vorhanden. Insgesamt sechs verschiedene Provider werden für die Internetverbindung zu unseren Kunden mit einer Bandbreite von mehr als 3 Gigabit genutzt.

Die sino AG hat sich dazu entschlossen die Stelle des Chief of Information Security Officer (CISO) zukünftig intern zu besetzten. Hierzu wurde ein Mitarbeiter geschult und zertifiziert.

Die Übergangs- und Einarbeitungsphase wird vom vorigen externen Anbieter der OK Legal IT GmbH begleitet.

Risikoeinstufung:

Für den Ausfall der internen IT-Infrastruktur legt die sino die Verlustobergrenze auf 500 TEUR fest, mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 %, somit ergibt sich hier ein C-Risiko, dieses Risko fließt in die Berechnung von IT-Eingriffe und Settlement-Risiken mit ein.

Massiver Error

Beschreibung des Risikos:

Durch den besonderen Service, welchen die sino AG ihren Kunden bietet, entsteht ein Risiko, dass ein großer Verlust entstehen könnte, den die sino auszugleichen hätte. Durch Aufträge, die von den Kunden telefonisch erteilt werden, könnte es zu missverstandenen Orders kommen. Hier wäre die sino AG zu Schadensersatzzahlungen verpflichtet.

Maßnahmen:

Elektronischer Devisenhandel wurde eingeführt.

Kontrollprozesse intern.

Bestätigungsverfahren über Baader.

Kunden sind vertraglich verpflichtet Trades zu prüfen.

Risikoeinstufung:

Für Schadensersatz und etwaige Kosten, für IT-Eingriffe und Settlement-Risiken setzt die sino AG auf Grund ihrer Erfahrung der letzten 25 Jahre eine Verlustobergrenze von 150 TEUR mit einer 25 % Eintrittswahrscheinlichkeit an. Daraus ergibt sich ein C-Risiko für das Unternehmen. Dieses Risiko fließt in die Berechnung von IT-Eingriffe und Settlement-Risiken mit ein.

Interner Cyber-Angriff, z.B. falsche Orders (Vielzahl von betroffenen Kunden)

Beschreibung des Risikos:

Durch unbefugten Zugriff Dritter oder sonstigen Störungen, kann ein Ausfall des Servers, nicht vollständig ausgeschlossen werden. Falls es Dritten gelingt, unbefugt in das System der Gesellschaft einzudringen, könnten geschützte Informationen in den Datenbanken der sino AG manipuliert, gestohlen, missbraucht, deren Übertragung gefährdet, nicht genehmigte oder in betrügerischer Absicht übermittelte Aufträge ausgeführt oder sonstige Störungen verursacht werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass es bei der von der sino AG eingesetzten Hard- und/​oder Software zu technischen Ausfällen kommt. Die Behebung solcher Störungen der Hard- und Software, die Wiederherstellung verlorengegangener Datenbestände und die weiteren Aufwendungen zum Schutz vor Übergriffen Dritter können den Einsatz erheblicher finanzieller und sonstiger Ressourcen der Gesellschaft erfordern. Diese Aufwendungen können die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinträchtigen. Ferner können Zweifel vorhandener und potenzieller Kunden der sino AG an der Sicherheit der Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft das von der Gesellschaft angestrebte Wachstum und ihre Umsätze erheblich negativ beeinträchtigen.

Maßnahmen:

Durch das Outsourcing der IT-Systeme an die tick-TS AG und das damit verbundene Auslagern in Rechenzentren mit Sicherheitssystemen und Zugriffskontrolle, erhöht sich der Sicherheitsstandard der sino AG. Das Risiko ist schwer abschätzbar und wird in etwa gleichgesetzt mit einem massiven Error.

Auch dieses Risko fließt in die Berechnung von IT-Eingriffe und Settlement-Risiken mit ein.

Risikoeinstufung:

Für Schadensersatz und etwaige Kosten, für IT-Eingriffe und Settlement-Risiken setzt die sino AG eine Verlustobergrenze von 300 TEUR und mit einer 25 % Eintrittswahrscheinlichkeit an. Daraus ergibt sich ein C-Risiko für das Unternehmen.

Dieses Risko fließt ebenfalls in die Berechnung von IT-Eingriffe und Settlement-Risiken mit ein.

Auslagerungsrisiko

Beschreibung des Risikos:

Auslagerungsrisiken können entstehen, wenn bei der Durchführung ausgelagerter Leistungen die festgelegten verfolgten strategischen Grundsätze nicht beachtet oder operative Vorgaben verletzt werden.

Folgende Ursachen gehören zu den Risikofaktoren:

- Nichtbeachtung aufsichtsrechtlicher Anforderungen

- Fehlende Transparenz über die Erbringung der Dienstleistung

- Hohe Komplexität ausgelagerter Prozesse

- Notwendigkeit der Auslagerung von Kernkompetenzen

- Leistungsstörungen

- Unzureichende Steuerung oder Überwachung von Dienstleistern

Sofern diese Risikofaktoren eintreten, könnte es Ausfällen und Schadenersatzforderungen von Kunden kommen. Zudem könnten negative Reputationseffekte auftreten.

Die für die sino AG gelten Grundsätze zum Auslagerungsmanagement werden in der Auslagerungsstrategie definiert.

Zur Reduzierung von Auslagerungsrisiken bestehen Notfallpläne, explizite vertragliche Haftungsregelung und Exit-Strategien.

Maßnahmen:

- Sorgfältige Auswahl des Outsourcers

- sachgerechte Überwachung,

- Auslagerungsmanagement,

- Cyber-Versicherung,

- Schulung Mitarbeiter.

Risikoeinstufung:

Für Schadensersatz und etwaige Kosten, für IT-Eingriffe und Settlement-Risiken setzt die sino AG eine Verlustobergrenze von 800 TEUR und mit einer 10 % Eintrittswahrscheinlichkeit an. Daraus ergibt sich durch die mögliche Schadenshöhe ein A-Risiko für das Unternehmen.

Dieses Risko fließt ebenfalls in die Berechnung von IT-Eingriffe und Settlement-Risiken mit ein.

Risiken aus Verstößen gegen Datenschutzvorschriften

Beschreibung des Risikos:

Die Wahrung der Persönlichkeitsrechte ihrer Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Lieferanten ist schon immer ein wichtiges und selbstverständliches Anliegen der sino AG gewesen. Um die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen, potenzielle Risiken durch Verstöße gegen die umfangreichen gesetzlichen Vorgaben zu erkennen und zu steuern.

Risiken des Datenaustauschs konnten auch hier bisher durch externe Berater der OK Legal IT GmbH und jetzt durch einen internen CISO minimiert werden.

Maßnahmen:

- Schulung der Mitarbeiter,

- professionelle IT-Administration

- interne Besetzung des CISOs

Risikoeinstufung:

Auf Grund der Erfahrungen setzt die sino eine Verlustobergrenze von 500 TEUR an. In Verbindung mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, daraus resultiert ein überschaubares C-Risiko.

Reputationsrisiko

Beschreibung des Risikos:

Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in das Unternehmen oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Aktionären, Mitarbeitern, in der Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigt. Reputationsrisiken können als eigenständiges Risiko auftreten oder entstehen als mittelbare oder unmittelbare Folge anderer Risikoarten.

In der Risikostrategie definiert die sino AG ihre Zielbilder wie folgt:

Vermeidung von Schäden aus Reputationsereignissen durch Präventivmaßnahmen

Verringerung von Reputationsrisiken durch präventive und reaktive Maßnahmen

Stärkung des Bewusstseins für Reputationsrisiken

Bei einer negativen Reputation besteht die Gefahr, dass besehende oder potenzielle Kunden verunsichert werden, wodurch bestehende Kundenbeziehungen gekündigt oder Kontoeröffnungen nicht realisiert werden könnten.

Maßnahmen:

Um frühzeitig Reputationsschäden zuerkennen und gegenzusteuern, setzt die sino auf eine gute Kundenbeziehung und der dazugehörigen Kommunikation und Interaktion mit den Kunden. Dazu gehören unter andrem Kundenevents oder Umfragen.

Risikoeinstufung:

Diese Art von Risiken sind schwer abschätzbar, um das Reputationsrisiko nicht zu unterschätzen stuft die Gesellschaft es als wesentlich, jedoch basierend auf langjähriger Erfahrung und engem Kundenkontakt mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, ein. Durch die Einstufung wesentlich erhält das Reputationsrisiko den Charakter eines B-Risikos und wird somit streng überwacht.

Beteiligungsrisiken

Beteiligungsrisiken sind mögliche Verluste, die durch einen Kursverfall der Beteiligung unter Buchwert auftreten können. Dies betrifft Beteiligungen, die die sino Beteiligungen GmbH aus strategischen Gründen langfristig an Unternehmen hält.

Eine direkte Beteiligung hält die sino AG zum Bilanzstichtag an der tick Trading Software AG. Die tick Trading Software AG (tick-TS) ist im Bereich der Programmierung von EDV-Software tätig, hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Programmierung von EDV-Software im Bereich der Finanzdienstleistungen. Darüber hinaus bietet sie das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel an.

Die sino AG ist zum Bilanzstichtag mit 1,05 % an der tick Trading Software AG beteiligt.

Aus Vorsichtsgründen wird jedoch eine Wertänderung von 10 % des Buchwertes an der tick-TS AG berücksichtigt, dadurch ergibt sich ein doch überschaubarerer Wert von 17 TEUR und ist somit nur noch ein D-Risiko für die AG.

Die sino Beteiligungen GmbH, welche eine 100%ige Tochter der sino AG ist, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.

Die sino Beteiligungen GmbH hält wirtschaftlich, unter Berücksichtigung sämtlicher (virtueller) Beteiligungsprogramme der Trade Republic selber ("fully diluted"), 2,26 % des Grundkapitals der Trade Republic Bank GmbH, diese Beteiligung ist lediglich at equity zu bewerten.

Ein Ausfallwahrscheinlichkeit der Beteilung läuft gegen 0. Die sino AG berücksichtigt dennoch auch hier aus reinen Vorsichtsgründen eine Risikoauslastung von 10 % vom Buchwert für die Beteiligung an der Trade Republic Bank.

Des Weiteren hält die sino Beteiligungen GmbH unmittelbar oder durch Wandelschuldverschreibungen 3,96 % an der Captiq GmbH, 7,69 % an Sub Capitals GmbH und 11,13 % an der Quin Technologies GmbH.

4.5 Zusammensetzung der Eigenmittel

Die Eigenmittel der Gesellschaft setzen sich zum 30.09.2023 wie folgt zusammen:

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30.09.2023

EUR
Eingezahltes Kapital 2.337.500,00
+ Kapitalrücklage 34.375,00
+ gesetzliche Rücklage 199.375,00
+ andere Gewinnrücklagen 1.171.647,99
+ Gewinnvortrag nach Verwendung 3.111.863,66
- Immaterielle Anlagewerte -460.239,78
- Verluste des laufenden Geschäftsjahres -1.416.257,96
- latente Steuern -218.840,16
Haftendes Eigenkapital 4.759.423,75

4.6 Chancen- und Prognosebericht

Die sino AG hat das Geschäftsjahr 2022/​2023 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Das Ergebnis wurde, wie aus den laufenden monatlichen Tradezahlenmitteilungen ersichtlich, durch einen deutlichen Rückgang der Tradezahlen sowie geplante Mehraufwendungen im Rahmen der Migration des Geschäfts der sino AG zur Baader Bank im Berichtszeitraum belastet. In den nächsten Quartalen erwartet die sino AG eine Verbesserung der Ergebnisse und strebt an, schnellstmöglich wieder nachhaltig profitabel zu werden. Die sino erwartet diese Ergebnisverbesserung durch die geplante Intensivierung der Kundenakquisition und durch kontinuierliche Erweiterung und Verbesserung des Produktangebots. Beides soll die Kundenanzahl, die Zahl der Trades und damit die Erlöse der Gesellschaft erhöhen.

Darüber hinaus blickt die Gesellschaft nach einer erfolgreichen Migration zur Baader Bank zuversichtlich und mit großem Tatendrang in die Zukunft.

Beide Kooperationspartner arbeiten vereint kontinuierlich daran, ihr Angebot zu verbessern und auszubauen.

Chancen und zukünftige strategische Ausrichtung

Die sino AG steht neuen Herausforderungen gegenüber. Die rapide Entwicklung des mobile Brokerage Business, Deregulierung, neue Marktsegmente, Kundenerwartungen, Finanzmarktregulierung sind nur einige der Einflussfaktoren, die den Strukturwandel in der sino bestimmen und aber auch zugleich beschleunigen.

Eine zukunftsorientierte strategische Positionierung gewinnt daher eine immer größere Bedeutung. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, hat die sino mehrere in der Umsetzung befindlicher Projekte bereits initiiert. Die vorhandenen Projekte reichen von Produktentwicklungs- und -einführungsprojekten, bis zu Markterschließungs- und Organisationsprojekten. Die Projekte haben neben den kurzfristigen und mittelfristigen Laufzeiten eine hohe Anzahl an beteiligten Projektmitgliedern und Abteilungen. Insgesamt sind durchgängig rund ein Drittel aller Mitarbeiter im Unternehmen mit der Arbeit in verschiedenen Vorhaben beschäftigt.

Krypto

Die sino AG erweitert ihre Handelsangebot um eine weitere Sparte. Für voraussichtlich das dritte Quartal 2024 ist geplant, direkt über den MX-Pro, den Kryptohandel zu realisieren. sino Kunden können dann eine große Auswahl an Krypto-Assets Handeln. Derzeit befindet sich das Projekt in der technischen Umsetzung mit den Kooperationspartnern.

Eine Auszahlung von Kryptowährung auf ein externes Wallet ist nicht möglich. Der private Schlüssel, der den exklusiven Zugang zum Lagerort der Kryptocoins gewährt, bleibt in den Händen einer auswärtigen Verwahrstelle. Damit lassen sich zum Beispiel Bitcoins oder Ether nicht als Zahlungsmittel einsetzen, sondern dienen als reine Anlage oder Spekulationsobjekt.

Kooperation mit Stock3

Die sino AG kooperiert mit stock3 und bietet damit ihren Kunden die Möglichkeit, von überall aus zu handeln, ihre Positionen zu checken, Informationen einzuholen und eigene Analysen durchzuführen.

Als sino Kunden erhält man über die App, Trading-Setups, exklusive Wissensartikel, hochwertige Analysen zu aktuellen kapitalmarktrelevanten Themen sowie E-Mail und Push-Notifications auf das Handy.

Nicht nur sino Kunden profitieren von dieser Kooperation, auch stock3 User können über sino erstmalig auch Futures und Optionen handeln.

Darüber hinaus ist diese Kooperation eine Säule des Neukundenkonzeptes.

Neukundengewinnung

Zukünftig sollen Neukunden durch attraktive Einstiegskonditionen und spezielle Aktionen hinzugewonnen werden. Die sino AG setzt sich das Ziel, die Kundenanzahl in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, startet die sino im Jahr 2024 eine Marketingkampagne und neuen Kooperationen, wie mit stock3 oder Peketec. Dazu gehört ebenfalls, dass die Einlage für Neukunden bis auf weiteres auf 25.000 EUR gesenkt wurde. Der Bereich Kundenservice wird mit neuen News- und Kursversorgungsanbietern erweitert. Da die World of Trading sich im letzten Jahr bewährt hat, wird die sino auch in diesem Jahr hier wieder vertreten sein.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Gegenwärtig wird über das wahrscheinliche Ausmaß und den Zeitpunkt künftiger geldpolitischer Lockerungen debattiert. Auf sich diesbezüglich ändernde An- und Aussichten dürften die Märkte auch künftig deutlich reagieren. Allerdings bleibt es wichtig, über die unmittelbaren Marktentwicklungen hinaus auch auf die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen zu blicken - und zu antizipieren, welche Auswirkungen diese bezüglich ihrer Marktbewertungen haben könnten. Im Fokus steht 2024 das Thema Wirtschaftswachstum. Die US-Bank halten einige vielversprechende Vorhersagen bereit. Für 2024 werde zum Beispiel ein weltweites BIP-Wachstum von 2,6 Prozent prognostiziert. Zinssenkungen sind in den USA aller Voraussicht denkbar. Auch im Euroraum dürfte der Leitzins Ende 2024 ein niedrigeres Niveau aufweisen als derzeit. Und daher blickt die sino optimistisch auf das Börsenjahr 2024.

Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind.

Die Erträge in der sino AG sollten in einer Bandbreite zwischen 5,9 und 7,0 Millionen EUR liegen. Die allgemeinen Kosten sollten zwischen 6,8 und 7,6 Millionen EUR liegen. Die Gesellschaft wird im Jahr 2023/​2024 deutlich in Marketing investieren, was die Kosten erhöht. Ansonsten wird die Struktur der Aufwendungen im Wesentlichen gleichbleiben. Die Cost-Income Ratio sollte zwischen 0,97 und 1,29 liegen.

Auf Ebene der sino Beteiligungen GmbH wird, unter der Annahme, dass es zu keinen (Teil-)Verkäufen von Beteiligungen kommt, ein negatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023/​2024 im Bereich von -0,3 bis -0,5 Mio. Euro nach Steuern erwartet.

Es wird aus heutiger Sicht schwierig, im laufenden Geschäftsjahr ein positives Ergebnis nach Steuern im Konzern zu erzielen, im Wesentlichen aufgrund der geplanten verstärkten Marketingmaßnahmen im Kalenderjahr 2024. Die Ergebnisschätzung für den Konzern für das Geschäftsjahr 2023/​2024 liegt zwischen 0 und -1,4 Millionen Euro nach Steuern.

Gegenwärtig sieht der Vorstand der sino AG den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Er geht davon aus, dass das Unternehmen sich bietende Chancen auch zukünftig nutzen kann, ohne dabei unvertretbare hohe Risiken eingehen zu müssen.

5. Schlusswort

Der Vorstand bedankt sich bei allen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Erfolg unseres Unternehmens beigetragen haben: Dies gilt in besonderer Weise für unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner. Wir danken auch herzlich unserem Aufsichtsrat für die sehr gute konstruktive und intensive Zusammenarbeit.

Düsseldorf, den 8. Februar 2024

Ingo Hillen

Karsten Müller

Bilanz

Aktiva

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30.9.2023

EUR
30.9.2022

EUR
1. Barreserve 3.242,64 12.368,70
a) Kassenbestand 3.242,64 12.368,70
3. Forderungen an Kreditinstitute 5.117.578,75 12.417.543,83
a) täglich fällig 1.770.459,44 3.367.300,31
b) andere Forderungen 3.347.119,31 9.050.243,52
4. Forderungen an Kunden 325,00 20.826,88
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 332.316,91 494.816,91
7. Beteiligungen 6.707.798,84 6.679.165,17
11. Immaterielle Anlagewerte 461.360,42 640.659,42
12. Sachanlagen 363.311,04 372.376,04
14. Sonstige Vermögensgegenstände 526.499,20 841.253,35
15. Rechnungsabgrenzungsposten 139.971,82 110.215,12
16. Aktive latente Steuern 258.168,40 13.906,33
Summe der Aktiva 13.910.573,02 21.603.131,75
Passiva
30.9.2023

EUR
30.9.2022

EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.000.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.897,02 34.007,86
5. Sonstige Verbindlichkeiten 337.725,23 790.027,63
7. Rückstellungen 1.179.882,04 1.847.319,51
b) Steuerrückstellungen 1.179.882,04 1.622.977,07
a) Gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
c) Gewinnrücklagen 1.371.022,99 1.371.022,99
ca) gesetzliche Rücklage 199.375,00 199.375,00
cd) andere Gewinnrücklagen 1.171.647,99 1.171.647,99
d) Bilanzgewinn 7.641.170,74 15.188.878,76
Summe der Passiva 13.910.573,02 21.603.131,75

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.10.2022 - 30.9.2023

EUR
1.10.2021 - 30.9.2022

EUR
1. Zinserträge 51.298,99 15.307,80
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 51.298,99 15.270,91
b) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 51.298,99 15.270,91
2. Zinsaufwendungen 24.130,91 558.665,30
Ergebnis 1. - 2. 51.298,99 15.307,80
3. Laufende Erträge 93.292,20 295.508,85
b) aus Beteiligungen 93.292,20 295.508,85
5. Provisionserträge 5.303.905,30 8.299.403,27
6. Provisionsaufwendungen 181.763,20 684.328,72
Ergebnis 5. - 6. 5.122.142,10 7.615.074,55
8. Sonstige betriebliche Erträge 270.574,62 483.902,54
a) Personalaufwand 2.276.451,99 2.788.319,29
aa) Löhne und Gehälter 1.964.867,81 2.513.680,78
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.276.451,99 2.788.319,29
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.579.212,17 4.992.457,15
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 268.586,66 275.957,64
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.065,83 4.394,55
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.907,40 1.070,84
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.394,48 0,00
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 494.500,00 0,00
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 627.412,54 1.158.299,25
Ergebnis -15. + 16. 627.412,54 1.158.299,25
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.483.740,03 947.228,22
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -482.069,61 -14.523,42
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 1.037,60 10.119,86
Ergebnis 23. + 24. -481.032,01 -4.403,56
27. Jahresfehlbetrag 1.002.708,02 -951.631,78
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.188.878,76 14.237.246,98
Ergebnis 27. + 28. -1.002.708,02 951.631,78
Ergebnis 27. + 28. + 29. -1.002.708,02 951.631,78
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. -1.002.708,02 951.631,78
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. -1.002.708,02 951.631,78
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. + 32. -1.002.708,02 951.631,78
34. Bilanzgewinn 7.641.170,74 15.188.878,76

Kapitalflussrechnung

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1.10.2022-30.09.2023

EUR
1.10.2021-30.09.2022

EUR
Konzernjahresfehlbetrag (VJ -überschuss) -1.002.708,02 951.631,78
Abschreibungen, Wertberichtigungen/​Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens 763.086,66 275.957,64
Beteiligungserträge -93.292,20 -295.508,85
Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen -443.095,03 -367.908,25
Gewinn/​Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens -963.705,63 -1.158.132,75
sonstige Anpassungen (Saldo) 0,00 0,00
Zunahme/​Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute 5.703.124,21 -5.120.571,61
Zunahme/​Abnahme der Forderungen an Kunden 20.501,88 211.289,86
Zunahme/​Abnahme anderer Aktiva aus lfd. Geschäftstätigkeit -26.179,95 516.452,80
Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.000.000,00 0,00
Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kunden -25.110,84 34.007,86
Zunahme/​Abnahme anderer Passiva aus lfd. Geschäftstätigkeit -452.302,40 306.596,09
Zinsaufwendungen/​Zinserträge -27.168,08 543.357,50
Ertragsteueraufwand/​-ertrag -482.069,61 -14.523,42
Erhaltene Zinsen und Dividenden 144.591,19 310.816,65
Gezahlte Zinsen -24.130,91 -558.665,30
Ertragsteuerzahlungen -150.357,50 34.452.869,04
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.941.183,77 30.087.669,04
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 1.176.037,50 1.313.597,89
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -112.332,44 -1.745.850,91
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 18.487,40 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -70.716,60 -104.758,11
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagewerte -13.626,56 -545.081,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 997.849,30 -1.082.092,13
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.545.000,00 -130.900.000,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.545.000,00 -130.900.000,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.605.966,93 -101.894.423,09
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.379.669,01 105.274.092,10
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.773.702,08 3.379.669,01

Eigenkapitalspiegel

Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2023 sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

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Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklage

EUR
andere Gewinnrücklagen

EUR
Stand am 1. Oktober 2021 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 1.171.647,99
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 30. September 2022 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 1.171.647,99
Stand am 1. Oktober 2022 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 1.171.647,99
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 30. September 2023 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 1.171.647,99

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Bilanzgewinn

EUR
Erwirtschaftes Eigenkapital

EUR
Konzern Eigenkapital

EUR
Stand am 1. Oktober 2021 145.137.246,98 146.508.269,97 148.880.144,97
Gezahlte Dividenden -130.900.000,00 -130.900.000,00 -130.900.000,00
Konzernjahresüberschuss 951.631,78 951631,78 951.631,78
Stand am 30. September 2022 15.188.878,76 16.559.901,75 18.931.776,75
Stand am 1. Oktober 2022 15.188.878,76 16.559.901,75 18.931.776,75
Gezahlte Dividenden -6.545.000,00 -6.545.000,00 -6.545.000,00
Konzernjahresfehlbetrag -1.002.708,02 -1.002.708,02 -1.002.708,02
Stand am 30. September 2023 7.641.170,74 9.012.193,73 11.384.068,73

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/​2023

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die sino Aktiengesellschaft (sino AG) mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 39572 eingetragen. Nach § 340i Abs. 1 HGB i. V. m. §§ 290 ff. HGB hat die sino AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Gegenstand der sino AG ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Die ursprüngliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am

6. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG galt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem

1. November 2007 als erteilt, auf die seinerzeit ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde im Nachgang verzichtet. Mit Inkrafttreten des WpIG galt die vormals erteilte Erlaubnis nach § 32 KWG am 25.06.2021 als erloschen und mit gleichem Erteilungsdatum die zur Erbringung der Abschlussvermittlung, Anlageberatung und Anlagevermittlung notwendige Erlaubnis nach § 15 WpIG nach § 86 Abs. 1 WpIG als erteilt.

Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs, zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z.B.: Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern).

Der vorliegende Konzernabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Konsolidierungskreis und dessen Änderung

In den Konsolidierungskreis ist neben der sino AG als Mutterunternehmen die sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, an deren Kapital die sino AG zu 100 % beteiligt ist, vollständig einbezogen worden. Der Konsolidierungskreis hat sich insofern gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die auf den Stichtag zum 30.09.2023 aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen, die nach den Vorschriften des HGB bzw. im Falle der Muttergesellschaft auch nach den weiteren o. g. Vorschriften aufgestellt wurden.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital nach Neubewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Der Jahresabschluss des einbezogenen Tochterunternehmens wurde auf das Gliederungsschemata der RechKredV-Formblätter übergeleitet, da es kein Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut ist.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge, einschließlich der Beteiligungserträge, zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und wurden auch bei der Aufstellung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmens angewandt.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere und die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder - im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung - gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 4 Jahre. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Für ab dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Der den aktiven latenten Steuern zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 15,83 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 15,4 % für Gewerbesteuer.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den entsprechenden von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.

Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.

Einzelangaben zur Konzernbilanz

Aktiva

Alle anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 3.347 TEUR (Vorjahr 9.050 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig.

Die im Vorjahr ausgewiesene Verpfändung zugunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (Vorjahr 3.000 TEUR), wurde aufgrund der Beendigung der Geschäftsbeziehung im Oktober 2022 aufgelöst.

Der zugunsten der Baader Bank AG zur Sicherung der Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag hinterlegte Betrag beträgt am Abschlussstichtag 3.023 TEUR (Vorjahr 5.000 TEUR).

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 325,00 EUR (Vorjahr 21 TEUR) sind in voller Höhe innerhalb der nächsten drei Monate fällig.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.

Die Anteilsbesitzliste zum 30. September 2023 ist am Ende des Anhangs angegeben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2023

TEUR
30.09.2022

TEUR
Forderungen gegen das Finanzamt 263 100
Darlehen an Dritte 207 686
Mietkautionen 44 44
Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter 3 2
Übrige 9 9
526 841

Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus dem verbuchten Körperschaftsteueranspruch für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 sowie einer nachträglichen Forderung aus Körperschaftsteuer wegen Verlustrücktrag auf das Jahr 2021.

Die Darlehen an Dritte entfallen mit 207 TEUR an die Beatvest - Wisefolio GmbH.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 251 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die aktiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 1.613 TEUR sowie daneben auf temporäre Differenzen, u.a. aus der Zwischenergebniseliminierung.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2023

TEUR
30.09.2022

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243 717
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen 31 29
Verbindlichkeiten aus Steuern 3 13
Übrige 61 31
338 790

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG von 99 TEUR enthalten.

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sind innerhalb von drei Monaten fällig.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind als Kreditlinie gewährt, diese entfällt zum 30.04.2024, der dann noch bestehende Restbetrag ist dann zur Rückzahlung fällig.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantieme (652 TEUR), ausstehende Bonuszahlungen (12 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (100 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (84 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (315 TEUR) gebildet.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen wurden in Vorjahren erhöht und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.171.647,99 EUR.

Im Konzernbilanzgewinn von 7.641 TEUR ist ein Gewinnvortrag von 15.189 TEUR sowie der Konzernjahresfehlbetrag, welcher auf die Anteilseigner der sino AG entfällt, von 1.003 TEUR enthalten. An die Aktionäre der sino AG wurden aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn des Vorjahres 6.545 TEUR ausgeschüttet.

Es besteht gem. § 268 Abs. 8 HGB in höhe der gebildeten aktiven latenten Steuern eine ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von T€ 218.

Einzelangaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die ausgewiesenen Provisionserträge in Höhe von 5.304 TEUR (Vorjahr 8.299 TEUR) aus Retrozessionen werden im Inland erzielt, die Provisionsaufwendungen betragen 182 TEUR (Vorjahr 684 TEUR).

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind 1.436 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Beratung der Gesellschaft.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 4 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR). Weiterhin sind hier Erstattungen an Kunden in Höhe von 1 TEUR verbucht (Vorjahr: 1 TEUR).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten lediglich Forderungsverluste in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 1 TEUR).

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf die Veräußerung von Anteilen an der tick Trading Software AG.

Die im Vorjahresabschluss ausgewiesenen negativen Zinsen in Höhe von 559 TEUR werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen der Anpassung an die RechKredV als Zinsaufwand ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 56 TEUR und den mit der IHK zu Düsseldorf abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2025/​2026 von jährlich 188 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 3 TEUR. Die Gesellschaft hat insgesamt 4 Leasingverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten zwischen 36 und 48 Monaten und unterschiedlichen Raten, die Kosten für das nächste Geschäftsjahr belaufen sich hierfür auf insgesamt 28 TEUR.

Die sino AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund von möglichen Entschädigungsfällen Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Der verbuchte Jahresbeitrag 2023 belief sich auf rund 25 TEUR.

Genehmigtes Kapital

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 11.05.2023 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26.05.2025 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 584.375,00 EUR gegen Bareinlagen und/​oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn von hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung ausgegeben oder veräußert wurden.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Zusatzangaben

Der Vorstand besteht aus zwei Personen:

Herrn Ingo Hillen, Kaufmann (Vorsitzender)

Herrn Karsten Müller, Rechtsanwalt

Herr Ingo Hillen ist darüber hinaus als Geschäftsführer der sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, und der MMI Leisure and Capital Management GmbH, Düsseldorf, tätig.

Herr Karsten Müller ist zusätzlich als Geschäftsführer der MüMe Ventures UG (haftungsbeschränkt), Mettmann, sowie seit dem 30.03.2022 ebenfalls als Geschäftsführer der sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, eingetragen.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:

• Herrn Dr. Marcus Krumbholz (Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath

• Herrn Thomas Dierkes (stellvertretender Vorsitzender), Rechtsanwalt, Grevenbroich

• Herrn Dr. Detlef Irmen, General Counsel (Chefjustitiar) und Company Secretary HSBC Deutschland, Mönchengladbach

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 406 TEUR.

Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2022/​2023 beliefen sich auf rd. 80 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 36 TEUR, auf Herrn Thomas Dierkes 27 TEUR, auf Herrn Dr. Detlef Irmen 18 TEUR.

Honorar des Abschlussprüfers:

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB beträgt 71 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 40
andere Bestätigungsleistungen 20
Sonstige Leistungen 11
71

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 21 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2023 beschäftigten 25 Mitarbeiter (ohne Vorstand und Auszubildende) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

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Bereich Handel Technik Back-office Controlling/​ Revision Buchhaltung Rechtsabteilung
Mitarbeiteranzahl 8 5 4 2 1 2

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Bereich Sonstige
Mitarbeiteranzahl 3

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Bereich Summe
Mitarbeiteranzahl 25

Anteilsbesitzliste

Die Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (weder börsenfähig, noch börsennotiert) und Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:

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Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital

(in TEUR)
Jahresüberschuss/​ -fehlbetrag

(in TEUR)
sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf (30.09.2023) 100,00 % 2.450 -617
Trade Republic Bank GmbH, Berlin (vormals: Düsseldorf) (30.09.2022) 7,78 % 388.767 -195.245
tick Trading Software AG, Düsseldorf (vorläufige Zahlen 30.09.2023 aus Pressemitteilung 03.11.2023) 1,05 % 3.946 900

Von den Anteilen an der Trade Republic Bank GmbH wurden 24.000 Anteile im Rahmen eines Treuhandverhältnisses an einen Treuhänder übertragen. Das wirtschaftliche Eigentum verbleibt bei der sino Beteiligungen GmbH. Die Anteile werden daher unverändert bei der Gesellschaft bilanziert. Der rechtliche Anteil am Kapital betrug 2,47 % zum 30. September 2023.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute soweit diese primär dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Einzelnen setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:

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30.09.2023

TEUR
30.09.2022

TEUR
Kassenbestand 3 12
Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute 1.770 3.367
1.773 3.379

Nachtragsbericht

Nach Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem im Jahresabschluss der sino AG ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 30.09.2023 in Höhe von 1.695.605,70 EUR soll, unter Berücksichtigung der von der BaFin geforderten Eigenmittelausstattung und dem im Wirtschaftsjahr erwirtschafteten Jahresfehlbetrag, in diesem Jahr, bei einer bis zum Tag der Hauptversammlung im wesentlichen unveränderten Liquiditätslage im Konzern, keine Dividendenzahlung an die Aktionäre vorgenommen werden. Der Betrag soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Düsseldorf, den 8. Februar 2024

Ingo Hillen

Karsten Müller

Bitte beachten Sie, dass der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses oder der Beschluss über seine Verwendung seit dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG; gültig für Geschäftsjahre mit Beginn ab 1.1.2016) Bestandteil des Anhangs ist.

Eine Übernahme aus Bilanzbericht/​Abschlussprüfung ist für Geschäftsjahre mit Beginn ab 1.1.2016 an dieser Stelle nicht mehr möglich. Für Fälle, in welchen die Ergebnisverwendung in dieser Tabe erfasst wurde, erfolgt eine systemische Umleitung des Vorschlags für die Verwendung des Ergebnisses oder der Beschluss über seine Verwendung in den Anhang.

Wenn diese Dokumente nicht in Ihrem Anhang enthalten sind, dann fügen Sie diese bitte an dortiger Stelle ein.

Anlagespiegel

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Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.10.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand 30.09.2023

EUR
--- --- --- --- ---
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 494.816,91 494.816,91
2. Beteiligungen 6.679.165,17 587.332,44 226.698,77 7.039.798,84
3. mmaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.885.433,52 13.626,56 258.283,75 2.640.776,33
4. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.248.299,45 70.716,60 75.260,80 1.243.755,25
b) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.248.299,45 70.716,60 75.260,80 1.243.755,25
Gesamt 11.307.715,05 671.675,60 560.243,32 11.419.147,33

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Abschreibungen
Stand 01.10.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand 30.09.2023

EUR
--- --- --- --- ---
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 162.500,00 0,00 162.500,00
2. Beteiligungen 0,00 332.000,00 0,00 332.000,00
3. mmaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.244.774,10 192.923,56 258.281,75 2.179.415,91
4. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 875.923,41 75.663,10 71.142,30 880.444,21
b) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
875.923,41 75.663,10 71.142,30 880.444,21
Gesamt 3.120.697,51 763.086,66 329.424,05 3.554.360,12

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Buchwerte
Stand 30.09.2023

EUR
Stand 30.09.2022

EUR
--- --- ---
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 332.316,91 494.816,91
2. Beteiligungen 6.707.798,84 6.679.165,17
3. mmaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 461.360,42 640.659,42
4. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.311,04 372.376,04
b) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
363.311,04 372.376,04
Gesamt 7.864.787,21 8.187.017,54

Bericht des Aufsichtsrats

Die Pflicht zur Offenlegung des Berichts des Aufsichtsrats besteht nur, sofern dessen Erstellung auf einer gesetzlichen Verpflichtung beruht. Dies gilt stets für die AG (§ 171 Abs. 2 AktG) sowie ausnahmsweise auch für die KGaA (§ 278 Abs. 2 AktG). Für die GmbH kann sich die Verpflichtung zur Erstellung eines Bericht des AR dann ergeben, wenn dessen Berichtspflicht gesetzlich vorgeschrieben ist und eine Berichtspflicht des AR vorsieht (z.B. § 77 Abs. 1 BetrVG, § 25 Abs. 1 Nr. 2 MitbestG, § 3 Montan-MitbestG oder § 1 abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, die alle auf § 171 AktG verweisen).

Bericht des Aufsichtsrats über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichts und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2023 beendete Geschäftsjahr.

der sino Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 (nachfolgend das "Geschäftsjahr 2022/​2023") vorzunehmenden Prüfungen.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2022/​2023 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten. Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.

Das Geschäftsjahr 2022/​2023 war gekennzeichnet durch die vollständige Migration des Kundengeschäftes beim neuen Kooperationspartner, der Baader Bank AG, und den daraus resultierenden Sondereffekten im Jahresergebnis der sino AG und des Konzerns. Einen Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildete im abgelaufenen Geschäftsjahr infolgedessen die Migration des Kundengeschäfts, die im November 2022 erfolgreich abgeschlossen worden ist. Hiervon versprechen sich Vorstand und Aufsichtsrat ein deutliches Kundenwachstum und eine Erweiterung des Produktportfolios. Gegenstand der Beratung war zudem die Entwicklung eines Marketing- und Vertriebskonzeptes zur Gewinnung neuer Kunden. Die Entwicklung der einzelnen Beteiligungen war ebenfalls ein Bestandteil detaillierter Besprechungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.

Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend sehr intensiv mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates an folgenden Terminen statt: 29.11.2022, 27.01.2023 sowie am 11.08.2023. Zusätzlich gab es virtuelle Sitzungen am 16.12.2022, 27.02.2023, 9.05.2023, 26.05.2023, 12.06.2023 und am 3.07.2023.

Der vom Vorstand für das zum 30. September 2023 beendete Geschäftsjahr 2022/​2023 aufgestellte Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DWP - Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Aufsichtsratssitzung vom 23.02.2024 den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DWP - Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, stimmen wir zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2022/​2023 gebilligt. Der Jahresabschluss wurde somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schloss sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Düsseldorf, den 23. Februar 2024

Dr. Marcus Krumbholz, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die sino Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der sino Aktiengesellschaft GmbH und ihrer Tochtergesellschaft (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernanhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hin aus haben wir den Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der bei gefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023.

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen er füllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschluss es zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, an zu geben. Darüber hin aus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tat sächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der ins gesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig er achtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu er möglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Be langen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch geführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftig erweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins gesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter

https:/​/​www.idw.de/​idw/​verlautbarungen/​bestaetigungsvermerk/​hgb-konzern-non-pie eine weiter gehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

Düsseldorf, 8. Februar 2024

DWP Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Wagner, Wirtschaftsprüfer

Jochen König, Wirtschaftsprüfer