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Sino AG — Annual Report 2017
Oct 15, 2018
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Annual Report
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sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017
Lagebericht
Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
1. Wirtschaftsbericht
1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
1.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
1.3 Kundenzahl und Ordervolumen
2. Lage der Gesellschaft
2.1 Ertragslage
2.2 Vermögenslage
2.3 Finanzlage
3. Risikobericht
3.1 Allgemeines
3.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
3.3 Unternehmensbezogene Risiken
3.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
3.5 Haftendes Eigenkapital
4. Chancen- und Prognosebericht
5. Sonstiges
5.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
5.2 Beteiligungen
5.3 Investitionen und Produktinnovationen
6. Schlusswort
Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
Die sino AG ist der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zurückgegeben.
Die sino AG hat am 27.04.2017 einen Teil der von ihr seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH gehaltenen Anteile veräußert und hält zum Bilanzstichtag noch rund 25 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf. Die sino Beteiligungen GmbH, eine 100%–ige Tochter der sino AG, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet.
1. Wirtschaftsbericht
1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
Gesamtwirtschaft
In der sogenannten Gemeinschaftsdiagnose vom 28. September 2017 berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsforschungsinstituten, dass der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland an Stärke und Breite gewinnt. Neben Ausgaben für den Konsum tragen in der zweiten Jahreshälfte auch Exporte und Investitionen positiv zur Entwicklung der Wirtschaft bei.
Der Sachverständigenrat stellt am 8. November 2017 in seinem Jahresgutachten 2017/2018 außerdem eine deutlich gestiegene Beschäftigung fest und prognostiziert einen damit einhergehenden Zuwachs der Reallöhne. Der Rat rechnet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 Prozent im Jahr 2017. Die Gemeinschaftsdiagnose notiert 1,9 bis 2,0 Prozent.
Die Europäische Kommission erkennt in ihrem Jahreswachstumsbericht 2018 vom 22. November 2017 positivere Perspektiven als im Frühjahr zu erwarten war: stärkeres Wachstum, sinkende Arbeitslosigkeit, steigende Investitionen und eine Erholung der öffentlichen Finanzen. In ihrer Pressemitteilung zur Herbstprognose 2017 vom 9. November erklärt sie, die Wirtschaft im Euroraum dürfte in diesem Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von voraussichtlich 2,2 Prozent ihr stärkstes Wachstum seit zehn Jahren verzeichnen.
In den USA, in Japan und im Euroraum erwartet das DIW für 2017 und 2018 eine Expansionsrate von 3,1 Prozent: 0,1 Prozentpunkte (2017) mehr als im Frühjahrsgutachten. Andererseits bestehen geopolitische Risiken weiter fort, darunter vor allem der Nordkorea-Konflikt. Hinsichtlich der protektionistischen Ankündigungen von US-Präsident Trump scheinen sich die größten Befürchtungen jedoch nicht zu erfüllen.
Wertpapiermärkte
Vom 3. Oktober 2016 bis zum 29. September 2017 steigt der DAX von 10.620 auf 12.829 Punkte, ein Plus von 2.209 Punkten. Ein Anstieg von gut 20 Prozent.
Im Oktober 2016 verläuft der deutsche Leitindex weitgehend seitwärts, doch ab Monatsende belastet der US-Wahlkampf. Trotz aller Befürchtungen schließen die Börsen nach Trumps Wahl weltweit im Plus. Am 9. November legt der deutsche Leitindex 1,6 Prozent zu und am 10. November verzeichnet der Dow-Jones-Index ein All-Time-High, das er im Laufe des Quartals immer wieder überbietet. Der DAX bewegt sich wie seit August des Jahres zwischen 10.200 und 10.800 Punkten. Erst die offensivere Zinspolitik von EZB und FED hievt den DAX im Dezember über die 11.000er-Marke. Zusätzlich fällt der Euro am 20. Dezember auf 1,0352 Dollar – ein 14-Jahres-Tief gegenüber dem Dollar. Nach einem turbulenten Börsenjahr landet der DAX am 30. Dezember auf dem höchsten Schlusskurs des Jahres bei 11.482 Punkten. Auch der MDAX zeigt eine positive Bilanz, nur der TecDAX kommt nicht voran.
Am ersten Handelstag des Jahres 2017 schließt der DAX bei 11.598 – der höchste Stand seit Sommer 2015. MDAX wie SDAX steigen ebenfalls auf Rekordwerte. Danach pendelt der Leitindex im Januar zwischen 11.400 und knapp 11.700 Punkten. BREXIT-Sorgen und die durch Präsident Trump angedrohten Strafzölle verhindern mehr Dynamik. Am 25. Januar durchbricht der Dow Jones zum ersten Mal in seiner 132-jährigen Geschichte die Marke von 20.000 Punkten und zieht den DAX mit: auf 11.806 Punkte. Aber politische Themen trüben die Stimmung ein. Erst am 1. März, nach einer erfolgreichen Premiere Trumps vor dem Kongress, verbessert sich der Dow Jones auf 21.000 Punkte. In der Folge klettert der DAX auf über 12.000 Punkte. Bis Monatsende pendelt das Börsenbarometer um diesen Wert und beendet das Quartal bei 12.313 – der höchste Stand seit fast zwei Jahren.
Die wichtigen Aktienindizes auf der Welt befinden sich weiterhin in den seit März 2009 laufenden technischen Hausse-Zyklen. Aber die Höchststände laden auch zu Gewinnmitnahmen ein, so dass die Kurse nicht nachhaltig haussieren. Der Wahlsieg des europafreundlichen Präsidenten Macron vom 23. April in Paris löst jedoch ein Kursfeuerwerk aus. Am Montag danach geht der DAX mit einem Aufschlag von 3,37 Prozent bei 12.455 Punkten aus dem Handel. Nach einer Verschnaufpause geht es am 15. Mai sogar hinauf auf 12.807 Punkte. Die unstete Politik von Donald Trump lässt die Gewinne aber schnell wieder schmelzen. S-, M- und Tec-DAX reüssieren dagegen. Im Verlauf des Juni kommt dann die 13.000er-Marke in Reichweite, aber am Ultimo steht der größte Wochenverlust des Jahres auf der Agenda: Der DAX schließt bei 12.325 Punkten
Zu Beginn des vierten Quartals des sino Geschäftsjahres 2016/2017 drückt der starke Euro auf die Kurse, wobei die EZB bei ihrer lockeren Geldpolitik bleibt. Am 21. Juli kündigt sich dann massiv die Automobilkrise an: Seit den Neunzigerjahren soll sich die Branche über Technik, Kosten, Zulieferer und vor allem über die Abgasreinigung ihrer Dieselmodelle abgesprochen haben. Enttäuschende Unternehmenszahlen verstärken den Negativtrend. In den USA dagegen treibt Apple den Dow Jones am 2. August auf über 22.000 Punkte. In Deutschland schwächt der Nordkorea-Konflikt die Börsen, so dass der DAX am 29. August unter 12.000 fällt. Anfang September setzt eine Erholungsphase ein. Am 7. des Monats schließt der TecDAX bei 2.341 Punkten mit dem höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren. Zum Finale dieses ungewöhnlich starken Septembers steigt der Leitindex auf 12.829 Punkte.
1.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
Das Geschäftsjahr 2016/2017 hatte sehr gute, aber auch nicht zufriedenstellende Aspekte:
Das operative Geschäft verlief bis zum Mai insgesamt unbefriedigend, belebte sich in den darauffolgenden Monaten allerdings deutlich.
Das Highlight im letzten Geschäftsjahr war sicherlich der Börsengang des Beteiligungsunternehmens tick-TS AG mit der erfolgreichen Platzierung von 175.000 tick-TS Aktien zu 15,00 Euro pro Aktie durch die sino Beteiligungen GmbH. Seit Gründung der tick-TS hat die sino mit ihrer Beteiligung einen Wertzuwachs von fast 7,0 Millionen Euro erzielt und mit dem Börsengang teilweise realisiert. Im Geschäftsjahr erhielt die sino AG eine Gewinnausschüttung von der sino Beteiligungen GmbH in Höhe von 335.000,00 EUR.
Die ordentliche Hauptversammlung der sino AG im Geschäftsjahr 2016/2017 fand am 27.04.2017 in Düsseldorf statt. Alle zur Abstimmung gebrachten Beschlüsse wurden angenommen. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015/2016 in Höhe von 2.737.617,84 EUR wurden insgesamt 561.000,00 EUR als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. 2.176.617,84 EUR wurden auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Geschäftsjahr 2016/2017 stiegen die Gesamterlöse der Gesellschaft geringfügig um 1,3 % von 5,37 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 5,44 Mio. EUR (ohne außerordentliche Erträge).
Die gesamten Verwaltungsaufwendungen der sino AG inklusive Abschreibungen haben sich trotz des umfangreichen Kostensenkungsprogramm der letzten Geschäftsjahre leicht erhöht und lagen mit 5,96 Mio. EUR um 11,4 % über denen des Vorjahres (5,35 Mio. EUR).
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
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| Geschäftsjahr | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (sino AG) | 0,17 *1 | 0,037 | 0,580 | 0,019 | 0,154 |
| (3,3) *2 | |||||
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern: sino AG und sino Beteiligungen GmbH; tick-TS AG mit at-equity-Wert einbezogen) | -0,083 | 0,514 | 1,139 | 0,602 | 2,299 |
*1 bereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS AG-Beteiligung in die sino Beteiligungen GmbH
*2 unbereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS AG-Beteiligung in die sino Beteilgiungen GmbH
Der weiterhin anhaltende Rückgang der Börsenumsätze führte vor allem im ersten Quartal zu einem deutlichen Rückgang der Erlöse und damit zu einem operativen Verlust. Im zweiten Quartal hat die sino AG ein Ergebnis von 71 TEUR vor Steuern erzielt, nach 99 TEUR im Vorjahresquartal, welches aber den Verlust des ersten Quartals nicht ausgleichen konnte.
Auch wenn sich ab Juni das operative Geschäft deutlich verbesserte, schätzt der Vorstand den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr, ohne die Sondereffekte aus dem Verkauf der tick TS Aktien, aufgrund der unbefriedigenden Monate Oktober bis Mai, als wenig befriedigend ein.
1.3 Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG verharrte auf unverändert hohem Niveau von rund 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2017 ist mit 417 gegenüber dem Vorjahr (423 Depots) um 1,4 % gesunken. 27 neue Depots wurden eröffnet.
Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 10,1 % von 0,67 Mio. auf 0,60 Mio. gesunken.
2. Lage der Gesellschaft
Wegen der Beteiligung an der sino Beteiligungen GmbH ist die sino AG verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wird und die Beteiligung an der tick Trading Software AG mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at equity) bilanziert wird. Die Anteile an einer neu erworbenen Gesellschaft werden zur Aufstellung des Konzernabschlusses voll konsolidiert. Auf weitere Angaben wird gemäß § 313 Abs. 3 HGB verzichtet.
Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 aufgestellt wird und dabei den deutschen Rechnungslegungsvorschriften folgt. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.
Da sich die Geschäftstätigkeit der sino Beteiligungen GmbH als einzige Tochtergesellschaft auf das Halten von verschiedenen Beteiligungen beschränkt, bestehen nur in einzelnen Positionen Abweichungen zwischen dem Jahres- und Konzernabschluss. Daher wird im Folgenden die Lage der sino AG erläutert und ggf. anschließend die davon abweichende Lage des Konzerns.
2.1 Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG stiegen im Geschäftsverlauf um 6,8 % auf 4.965 TEUR (Vorjahr 4.647 TEUR). Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 5.438 TEUR (Vorjahr 5.521 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen in Höhe von 472 TEUR (Vorjahr 874 TEUR), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 474 TEUR (Vorjahr 721 TEUR). Die im Vorjahr wegen Abrechnungsdifferenzen mit HSBC Trinkaus angefallenen vermehrten periodenfremden Erträge (194 TEUR) begründen hier den größten Teil des Unterschiedes zum Vorjahr.
Die verbuchte Ausschüttung der Dividende der tick-TS AG in der sino Beteiligungen GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 539 TEUR.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht von 5.184 TEUR auf 5.410 TEUR. Die Personalaufwendungen stiegen dabei von 1.629 TEUR auf 1.814 TEUR um 11,35 %. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen hingegen nur um 1,2 %. Der Anstieg in den Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den verbuchten gewinnabhängigen Bezügen des Vorstandes.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen von 171 TEUR auf 173 TEUR um 1,2 %.
Für das Geschäftsjahr 2016/2017 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 154 TEUR sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von 108 TEUR.
Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ durch „Netto-Provisionserlöse“, liegt bei 1,09 (im Vorjahr: 1,12).
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 2.243 TEUR (Vorjahr: 578 TEUR) aus. Hierin enthalten ist ein Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an der tick-TS AG in Höhe von 2,44 Mio. EUR. Außerdem wurden hier die laufenden Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen (im Wesentlichen der tick-TS AG) in Höhe von 238 TEUR erfasst. Weitere wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresergebnis der sino AG und des Konzerns ergaben sich nicht.
2.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 7.179 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 4.859 TEUR (im Vorjahr 5.312 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 67,68 %.
Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 2.450 TEUR rund 34,13 % aller Aktivposten ausmachen, jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 568 TEUR.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr auf die sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Die tick-TS AG Anteile der sino Beteiligungen GmbH sind ebenfalls im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet.
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantiemerückstellungen (474 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (93 TEUR), Anwalts- und Prozesskosten (17 TEUR) und dem erwarteten EdW Jahresbeitrag 2016/2017 (6 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (24 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (74 TEUR) gebildet.
Die Reduzierung der Gesamtsumme der anderen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf die gewinnabhängigen Bezüge des Vorstands zurückzuführen.
Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 7.031 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 81,51 % aus. Abweichend vom Jahresabschluss der sino AG werden im Konzernabschluss die Beteiligungen als Anteile an assoziierten Unternehmen nur in Höhe von 568 TEUR ausgewiesen. Die Abweichung resultiert aus der at equity Bewertung der entsprechenden Anteile und der Aufdeckung der stillen Reserven der tick-TS AG im Jahresabschluss. Zu den liquiden Mitteln trägt die sino Beteiligungen GmbH 2.000 TEUR bei.
2.3 Finanzlage
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| sino Konzern | 2016/2017 TEUR |
2015/2016 TEUR |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -644 | 968 |
| + Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 2.351 | -156 |
| + Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -561 | -1.145 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.146 | -333 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.470 | 1.803 |
| + Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 94 | 0 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.710 | 1.470 |
Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.
Der Anstieg des Cashflows aus der Investitionstätigkeit beruht im Wesentlichen auf Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an der tick-TS AG.
Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-561 TEUR) entspricht der Dividendenausschüttung der sino AG. Im Vorjahr wurde eine Ausschüttung von 1.145 TEUR vorgenommen.
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Die Finanzlage der sino AG und des Konzerns ist vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Eigenkapitalquote weiterhin positiv zu bewerten.
3. Risikobericht
3.1 Allgemeines
Risikomanagement
Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.
Das Risikomanagementsystem der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet wird sowie quartalsweise Berichte an Vorstand und Aufsichtsrat verfasst werden.
Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Risikostruktur der sino AG
Die Struktur der Risiken der sino AG (und damit auch der Risikobericht) zeigen sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden.
Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.
Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich keine erheblichen inhaltlichen Veränderungen; die Risikosituation des Unternehmens bleibt damit im Wesentlichen unverändert.
Durch die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer und andere, im Risikohandbuch beschriebene Risiken, kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens entstehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens im Prognosezeitraum gefährden können.
3.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.
Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen z. B. bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.
3.3 Unternehmensbezogene Risiken
Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick-TS AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die tick-TS AG hat das Geschäftsfeld Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel von der Trade Haven GmbH übernommen.
Die bei der tick-TS AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick-TS AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick-TS AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick-TS AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritische Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
Die tick-TS AG wird seit dem Jahr 2012 ISAE-zertifiziert (ISAE 3402). Die entsprechende Bescheinigung bzw. der Bericht der prüfenden Gesellschaft (dhpg IT Services GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) liegt der sino AG vor.
Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, sodass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Sollte HSBC Trinkaus in der Zukunft gewisse Dienstleistungen, Produkte, Börsenanbindungen o.ä. nicht oder nur in reduzierter Form - sei es in Interpretation gesetzlicher Vorgaben oder Umsetzung interner Konzernrichtlinien - für die gemeinsamen Kunden anbieten, könnte das zu Abwanderungen von Kunden führen, was die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, ggf. wesentlich, beeinträchtigen könnte. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf „execution – only“. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).
Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können.
Eine Mitarbeiterin ist für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, sodass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.
EdW Beiträge
Es können künftig auch weiterhin Belastungen auf die sino AG durch Jahresbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zukommen.
a) Sonderzahlungen wegen Phönix-Entschädigung
Die Phoenix Kapitaldienst GmbH hat bei Anlegern einen von der EdW im Umfang von schätzungsweise 297,5 Mio. EUR zu tragenden Schaden angerichtet.
Die EdW hat mit der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2008 einen Darlehensvertrag in Höhe von 128 Mio. EUR (Darlehen I) und im Jahr 2011 einen weiteren Darlehensvertrag in Höhe von 141 Mio. EUR (Darlehen II) zur Finanzierung von Entschädigungszahlungen abgeschlossen. Das „Darlehen I“ wurde vollständig in Anspruch genommen, vom „Darlehen II“ wurden Mittel in Höhe von rund 131,7 Mio. EUR abgerufen (insgesamt somit rund 259,7 Mio. EUR). Für die abgerufenen Mittel (abzüglich Tilgungen) sind Zinsen in Höhe des jeweiligen gültigen Refinanzierungssatzes des Bundes zu zahlen.
Die Aufnahme des „Darlehen I“ führte zu einer Sonderzahlungserhebung gegenüber der sino AG im Jahre 2010 von 541.549,77 EUR. Der Betrag wurde geleistet. Am 9. September 2011 wurde Klage beim Verwaltungsgericht gegen diesen Sonderzahlungsbescheid erhoben, das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt und mit Urteil vom 8. Mai 2014 zurückgewiesen. Gegen die Nichtzulassung der Revision wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Diese wurde negativ beschieden, ebenso die hiergegen eingelegte Beschwerde. Die sino AG hat sich daraufhin entschieden, die Klage vor das Bundesverfassungsgericht zu tragen. Eine formale Annahmeentscheidung liegt noch nicht vor.
Die sino AG hatte außerdem Widerspruch gegen die Sonderzahlungsbescheide 2011 bis 2013 eingelegt. Da die BaFin zwischenzeitlich angedroht hat, die noch ausstehenden Widerspruchsverfahren gegen ausstehenden Sonderbeiträge abschließend zu bescheiden, wurden die eingelegten Widersprüche mit Ausnahme des Sonderbeitrags 2012 – gegen den Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben wurde - zurückgenommen.
Nach Information der EdW vom 15. Dezember 2016 wurden die von der Bundesrepublik Deutschland gewährten „Darlehen I und II“ vollständig zurückgezahlt, sodass keine weitere Sonderzahlungserhebung erforderlich ist.
Die letzte Sonderzahlungserhebung erfolgte Anfang September 2016 und betrug insgesamt 21.505,01 EUR.
b) Jahresbeiträge
Gegen den geleisteten Jahresbeitrag 2009 in Höhe von 148.122,73 EUR wurde am 15. August 2011 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin erhoben. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage zurück, das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 6. März 2014 ebenso die eingelegte Berufung. Zwischenzeitlich wurde auch die beim Bundesverwaltungsgericht eingereichte Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision negativ beschieden, sodass die sino AG entschieden hat, hiergegen Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht zu erheben. Über die Annahme der Beschwerde wurde bislang nicht entschieden.
Die sino AG hatte zudem Widerspruch gegen die Jahresbeitragsbescheide 2010 bis 2014 eingelegt. Da die BaFin zwischenzeitlich angedroht hat, die noch ausstehenden Widerspruchsverfahren abschließend zu bescheiden, wurden die Widersprüche gegen diese Jahresbeiträge zurückgenommen.
Der Jahresbeitrag 2017 betrug 6 TEUR, der Jahresbeitrag 2018 wird nach heutigem Stand bei rund 11 TEUR liegen.
c) Resümee
Das Entschädigungsverfahren der EdW zum Schaden der Phoenix Kapitaldienst GmbH ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Die letzte Sonderbeitragserhebung erfolgte Anfang September 2016. Die von der sino AG geleisteten Sonderzahlungen belaufen sich auf 1,02 Mio. EUR.
Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EdW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und behält sich weiter vor, sämtliche rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen.
Die BaFin hatte nach ablehnender Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in den Musterklagen angedroht, die ruhenden Widersprüche gegen die anderen Jahresbeiträge/Sonderbeiträge kostenpflichtig (ggf. bis zu 10 % des Beitragsumfangs) zu bescheiden, so dass man dann gezwungen gewesen wäre, Klage vor dem Verwaltungsgericht zu erheben, um im Falle günstig ausgehender Verfassungsbeschwerden profitieren zu können
Hier hat sino in Abwägung der Erfolgsaussichten und des Kostenrisikos von Widerspruchsbescheidung und Klage entschieden, betreffend eines einzelnen bedeutenden Sonderzahlungsbescheids Klage vor dem Verwaltungsgericht zu erheben und die anderen Widersprüche zurückzunehmen. Dieses verwaltungsgerichtliche Verfahren wurde vom Verwaltungsgericht nun seinerseits wegen der Verfassungsbeschwerden ruhend gestellt.
Die Widerspruchsrücknahme in den anderen Fällen bedeutet allerdings, dass selbst im Falle eines günstig ausgehenden Bundesverfassungsgerichtsverfahrens kein Anspruch auf Rückzahlung der Beträge besteht, für die man den Widerspruch zurückgenommen hat.
3.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2017 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2017 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität und der tick-TS Anteile zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
3.5 Haftendes Eigenkapital
Das haftende Eigenkapital ist gemäß § 10 KWG die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital abzüglich der Positionen des § 10 Abs. 7 KWG.
Das Kernkapital der Gesellschaft besteht aus dem Kapital abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände:
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| 30.09.2017 EUR |
|
|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 2.337.500,00 |
| + Kapitalrücklage | 34.375,00 |
| + gesetzliche Rücklage | 199.375,00 |
| + andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 |
| + Gewinnvortrag nach Verwendung | 2.176.617,84 |
| - Immaterielle Anlagewerte | -186.117,78 |
| Haftendes Eigenkapital | 4.564.648,05 |
Da der Jahresabschluss zum 30. September 2017 noch nicht festgestellt ist, wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 107.785,03 EUR bei der Ermittlung des haftenden Eigenkapitals zum 30. September 2017 nicht einbezogen.
4. Chancen- und Prognosebericht
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind im Hinblick auf das volatile und damit schwer einzuschätzende Marktgeschehen sowie gesetzgeberische Unwägbarkeiten (Finanztransaktionssteuer) und regulatorische Maßnahmen (BaFin) mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.
Chancen und künftige strategische Ausrichtung der sino AG
Auch zukünftig sollen Neukunden durch attraktive Einstiegskonditionen und spezielle Aktionen hinzugewonnen werden. Neben einer attraktiven Provision für den sogenannten Mini-DAX-Futures der EUREX wurde eine verbesserte Preisstaffel für hochaktive Futures Trader eingeführt.
Durch eine Kooperation mit Trading Technologies kann die sino hochaktiven Futures Tradern das Trading Tool X_Trader zur Verfügung stellen. Der X_Trader ist die Plattform, über die weltweit die meisten Future-Trades abgewickelt werden. Der X_Trader stellt eine gute Ergänzung der Handelsplattformen sino MX-PRO dar. Aufgrund der weiterhin schlanken Kostenstruktur sieht sich das Unternehmen sehr gut aufgestellt, um von möglicherweise ansteigenden Börsenumsätzen überproportional zu profitieren.
Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Nach dem es zuletzt Anhaltspunkte dafür gab, das es insbesondere innerhalb der EU keinen Konsens für eine Einführung gibt, und die FDP im Rahmen der Jamaika-Sondierungsgespräche klar dafür eingetreten ist, eine entsprechende Steuer nicht einzuführen, ist dies im Fall der Bildung einer großen Koalition nicht sicher.
Sollte eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden, wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie diese ausgestaltet würde. Die Einführung einer solchen Steuer könnte sich allerdings erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der sino AG auswirken.
Erwartete Geschäfts- und Ertragslage
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die aktuelle Situation, in der die Börsenumsätze erheblichen Schwankungen unterliegen, erschwert somit eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose. Die im Folgenden dargelegten Schätzungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2017/2018.
Die Marktentwicklung ist aufgrund erheblicher Schwankungen im vergangenen Jahr schwer einzuschätzen. Wir gehen davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage der sino AG keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbare Vermögenswerte (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.
Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief sehr erfreulich. Insgesamt sind wir leicht optimistisch für das neue Geschäftsjahr. Die Erträge sollten in einer Bandbreite zwischen 5,8 und 6,4 Mio. EUR liegen.
Die allgemeinen Kosten sollten zwischen 5,4 und 5,8 Millionen EUR liegen, und damit etwa auf der Höhe des Vorjahrs (5,6 Millionen EUR). Die Struktur der Aufwendungen wird dabei im Wesentlichen gleich bleiben. Die Cost-Income Ratio wird relativ hoch sein und wohl über 0,9 liegen.
Weiterhin geht das Unternehmen davon aus, dass nach derzeitigem Stand die Erträge aus der at equity bewerteten Beteiligung (tick-TS AG) rund 298 TEUR betragen werden.
In der sino Beteiligungen GmbH rechnen wir mit einem saldierten Ergebnis aus Beteiligungen, welches den sino Aktionären zuzurechnen ist, von etwa -400 TEUR. Der Vorstand ist optimistisch, für die sino AG ein positives Jahresergebnis erreichen zu können, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern und sich weitere regulatorische Erfordernisse nicht negativ auf das Handelsverhalten der Kunden auswirken. Das Gesamtergebnis des sino Konzerns, welches den sino Aktionären zuzurechnen ist, wird leicht negativ erwartet.
Der bisherige Verlauf des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres spricht dafür, dass in der sino AG ein positives Ergebnis erreicht werden kann.
5. Sonstiges
5.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
Vergütung allgemein
Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.
Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.
Die Mitarbeiter der Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Gehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige jährliche Entgelte.
Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt und einem monatlichen variablen Gehaltsbestandteil einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter.
Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung als nicht risikoträchtig einzustufen ist, da sie keine eigenen Positionen für die sino AG eröffnen können und eine Beratung der Kunden (Anlageberatung) im Verhältnis zum Kunden vertraglich ausgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann die variable Vergütung bis auf Null reduziert werden. Die Vergütungssysteme laufen nicht der Überwachungsfunktion der Kontrolleinheiten zuwider.
Die Vergütung des Vorstandsmitglieds besteht grundsätzlich aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens bzw. des Konzerns orientiert. Die Auszahlung der Tantieme erfolgt in vier Tranchen. Die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe eines Drittels der Tantieme erfolgt unmittelbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die verbleibenden Tranchen werden jeweils in den drei Folgejahren zu gleichen Teilen ausgezahlt. Für diese Tranchen besteht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung. Diese beinhaltet, dass die Tranchen nachhaltig gezahlt werden, d. h. bei der Auszahlung wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigt. Sollte der Gewinn unterhalb einer definierten Grenze bleiben, wird die Auszahlung der jährlichen Tranchen um ein Drittel reduziert, während für das jeweilige Geschäftsjahr gar keine Tantieme gewährt wird.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde als Bemessungsgrundlage der Jahresüberschuss des Konzerns herangezogen (soweit ein solcher besteht).
Vergütungen im Geschäftsjahr 2016/2017
Zum Bilanzstichtag waren einschließlich des Vorstands 21 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt.
Die Gesamtvergütungen der sino AG im Geschäftsjahr 2016/2017 betrugen 1.627.131,07 EUR, davon entfielen 1.033.386,67 EUR auf feste Vergütungen und 593.744,40 EUR auf variable Vergütungen. Der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile entspricht 36,49 % der Gesamtvergütungen der sino AG. Sieben Mitarbeiter - aus den Abteilungen Vorstand, erweiterte Geschäftsleitung und Handel/Customer Care - von insgesamt 21 Mitarbeitern, die zum Bilanzstichtag beschäftigt waren, erhielten im Geschäftsjahr variable Vergütungsbestandteile.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 601 TEUR. Davon sind insgesamt 343 TEUR gewinnabhängige Bezüge.
Daneben haben Herr Ingo Hillen und das ausgeschiedene Mitglied des Vorstands Herr Matthias Hocke noch Ansprüche in Höhe von 200 TEUR (Ingo Hillen 145 TEUR, Matthias Hocke 55 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2016/2017
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz von Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.
Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016/2017 beliefen sich auf 53 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 6 TEUR, auf Herrn Götz Röhr 8 TEUR, sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 15 TEUR.
5.2 Beteiligungen
Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.
Die sino AG hat am 27.04.2017 einen Teil der von ihr seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH gehaltenen Anteile an der tick Trading Software AG veräußert und hält zum Bilanzstichtag noch rund 25 % (Vorjahr 42,54%) des Grundkapitals.
Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.
Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.
Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen anzubieten. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Zudem bestehen Vertriebskooperationen mit ausländischen Banken.
Daneben bietet die tick-TS auch Tools zur Risiko- und Handelsüberwachung an, unter anderem den in Deutschland einzigartigen ESMA Compliance Monitor. Dieser ermöglicht Finanzdienstleistern, sämtliche Geschäfte, die sie für sich oder Dritte ausführen, auf möglichen Marktmissbrauch elektronisch zu überwachen. Dazu ist jeder Finanzdienstleister in Deutschland seit dem 1. Juli 2016 verpflichtet. Für die sino AG hat die tick-TS AG zudem einen Handelsmonitor entwickelt, der es den Kunden selbst ermöglicht, ihr Handelsverhalten zu überwachen.
5.3 Investitionen und Produktinnovationen
Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.
Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben.
Seit dem Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung im Juli 2016 bietet die sino ihren Kunden als exklusive Innovation einen von der tick-TS AG entwickelten Handelsmonitor an. Dieser analysiert in Realtime für jeden Kunden individuell alle Trades auf Indikationen für möglichen Marktmissbrauch und bietet so eine gute Möglichkeit, das eigene Handelsverhalten zu überprüfen. Sowohl der Handelsmonitor als auch Funktionalitäten des ino X-PRO wurden im Geschäftsjahr weiterentwickelt.
Zudem wurden im Geschäftsjahr interne Tools zur Unterstützung der Compliance und zur Optimierung des Reportings und der internen Abrechnungsprozesse weiter verbessert.
Die Seminarreihe „sino Akademie“, ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt. Die Veranstaltungen werden weiterhin auch als Webinare durchgeführt. Aktuelle Themen wie das Handeln mit dem X_Trader von Trading Technologies wurden in das Programm aufgenommen. Neben dem regulären Webinarprogramm besteht ergänzend die Möglichkeit, Webinare für einzelne Kunden zu speziellen Anliegen wahrzunehmen.
Erfolgreich fortgeführt wurde zudem der Newsletter „Update“, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf die rechtlichen Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.
6. Schlusswort
Der Vorstand bedankt sich bei allen Beteiligten, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben: Dies gilt in besonderer Weise für unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner. Wir danken ganz herzlich unserem Aufsichtsrat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und unseren Aktionären für ihre Treue zum Unternehmen.
Allen Aktionären können wir versichern, dass wir auch weiterhin alles daran setzen werden, auf der Basis guter Geschäftsergebnisse die Ergebnisse mittelfristig deutlich zu steigern und eine attraktive Dividende ausschütten zu können.
Im Ergebnis ist der Vorstand optimistisch, dass sich die sino AG unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Markt weiterhin erfolgreich behaupten wird.
Düsseldorf, den 27.12.2017
gez.
Ingo Hillen
Bilanz
Aktiva
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| 30.9.2017 EUR |
30.9.2016 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 2.059,39 | 3.296,71 |
| Kassenbestand | 2.059,39 | 3.296,71 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 2.450.047,86 | 2.011.081,00 |
| a) täglich fällig | 568.050,75 | 360.043,87 |
| b) andere Forderungen | 1.881.997,11 | 1.651.037,13 |
| 3. Forderungen an Kunden | 10.046,10 | 4.282,04 |
| darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute | 0,00 | 2.425,70 |
| 4. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.902.609,26 | 3.902.609,26 |
| 5. Immaterielle Anlagewerte | 186.117,78 | 278.890,50 |
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 186.117,78 | 278.890,50 |
| 6. Sachanlagen | 310.210,09 | 250.473,01 |
| 7. Sonstige Vermögensgegenstände | 250.284,51 | 262.645,62 |
| 8. Rechnungsabgrenzungsposten | 67.465,15 | 49.832,03 |
| Summe der Aktiva | 7.178.840,14 | 6.763.110,17 |
| Passiva | ||
| 30.9.2017 EUR |
30.9.2016 EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 0,00 | 25.674,10 |
| andere Verbindlichkeiten | 0,00 | 25.674,10 |
| täglich fällig | 0,00 | 25.674,10 |
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.600.634,76 | 664.117,15 |
| 3. Rückstellungen | 719.654,52 | 761.553,09 |
| a) Steuerrückstellungen | 0,00 | 102.192,98 |
| b) andere Rückstellungen | 719.654,52 | 659.360,11 |
| 4. Eigenkapital | 4.858.550,86 | 5.311.765,83 |
| a) gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 |
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 |
| c) Gewinnrücklagen | 202.272,99 | 202.272,99 |
| ca) gesetzliche Rücklage | 199.375,00 | 199.375,00 |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 | 2.897,99 |
| d) Bilanzgewinn | 2.284.402,87 | 2.737.617,84 |
| Summe der Passiva | 7.178.840,14 | 6.763.110,17 |
Gewinn- und Verlustrechnung
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| 1.10.2016 - 30.9.2017 EUR |
1.10.2015 - 30.9.2016 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 1.466,94 | 6.188,84 |
| 2. Zinsaufwendungen | 23.539,33 | 874,13 |
| 3. Laufende Erträge | 335.000,00 | 0,00 |
| aus Beteiligungen | 335.000,00 | 0,00 |
| 4. Provisionserträge | 4.965.479,29 | 4.647.478,65 |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 474.014,78 | 721.173,97 |
| 6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 5.410.137,86 | 5.183.677,90 |
| a) Personalaufwand | 1.813.711,65 | 1.629.007,12 |
| aa) Löhne und Gehälter | 1.627.131,07 | 1.451.726,04 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 186.580,58 | 177.281,08 |
| darunter: für Altersversorgung | 7.772,87 | 9.515,35 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 3.596.426,21 | 3.554.670,78 |
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 172.691,88 | 170.573,90 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 15.662,00 | 1.422,29 |
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | 4,69 |
| 10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | 25,56 |
| 11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 153.929,94 | 18.314,11 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 69.931,28 | 24.007,18 |
| 13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8. ausgewiesen | -23.786,37 | -7.563,00 |
| 14. Jahresüberschuss | 107.785,03 | 1.869,93 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.176.617,84 | 2.735.747,91 |
| 16. Bilanzgewinn | 2.284.402,87 | 2.737.617,84 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Die sino Aktiengesellschaft (sino AG) mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 39572 eingetragen. Gegenstand der sino AG ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.
Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs, zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z. B.: Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzporträt (jährlich zu erneuern).
Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden, soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen am Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, höchstens bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt.
Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.
Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.
Einzelangaben zur Bilanz
Aktiva
Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (1.882 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 1.682 TEUR und 200 TEUR innerhalb von einem Jahr fällig. Insgesamt 36 TEUR der unter den anderen Forderungen an Kreditinstituten ausgewiesenen Gesamtsumme lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Insgesamt sind 1.150 TEUR zugunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 10 TEUR sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar (Angaben zum 30.09.2017):
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital | Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresüberschuss (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf | 100 % | 6.616 | 1.581 |
Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB wurde für weiteren Anteilsbesitz von der Vorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB Gebrauch gemacht.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2017 TEUR |
30.09.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer | 128 | 49 |
| Mietkautionen | 43 | 43 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 23 | 25 |
| Forderungen aus Ertragsteuern für den Veranlagungszeitraum 2011 | 0 | 92 |
| Übrige | 56 | 54 |
| Summe | 250 | 263 |
Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus dem verbuchten Körperschaftsteueranspruch für das Geschäftsjahr 2017 und dem restlichen noch verbleibenden Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG per 30.09.2017.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 59 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die im Vorjahr bilanzierten Forderungen aus Ertragsteuern für den Veranlagungszeitraum 2011 resultierend aus sog. finalen Verlusten aus einer niederländischen Betriebsstätte wurden gem. neuer Rechtsprechung ausgebucht.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2017 TEUR |
30.09.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen | 1.200 | 309 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 270 | 239 |
| Vorstandstantieme aus dem Vorjahr | 68 | 67 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen | 54 | 40 |
| Übrige | 9 | 9 |
| Summe | 1.601 | 664 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber der mittelbaren Beteiligung tick Trading Software AG von 78 TEUR enthalten.
Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr und den Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses auszuzahlen.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantieme (474 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (93 TEUR), Anwalts- und Prozesskosten (17 TEUR), erwarteten EdW-Jahresbeitrag 2016/2017 (6 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (24 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (74 TEUR) gebildet.
Eigenkapital
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
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| (in TEUR) | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | andere Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2016 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 2.738 | 5.312 |
| Jahresüberschuss 2016/2017 | 108 | 108 | ||||
| Ausschüttung | - | - | - | - | -561 | -561 |
| Stand 30.09.2017 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 2.285 | 4.859 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 2.737.617,84 EUR wurde eine Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von 561.000,00 EUR vorgenommen. Der verbleibende Betrag in Höhe von 2.176.617,84 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (5.438 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (472 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (17 TEUR), Erlöse aus Sachbezügen (61 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (334 TEUR).
Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 406,73 EUR (Vorjahr: 23.420,51 EUR).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 38 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen eine nachträglich abgerechnete Dienstleistung der tick Trading Software AG, sowie eine nacherhobene Umlage der BaFin für das Jahr 2015.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Spenden an politische Parteien in Höhe von 12 TEUR, Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen über 2 TEUR, sowie sonstige Kostenerstattungen in Höhe von 2 TEUR.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 339,40 EUR (Vorjahr: 275,69 EUR).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 204 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.240 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem mittelbaren Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.
Eventualverbindlichkeiten
Für eine Summe von 400 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wurde ein Tagesgeldkonto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2017 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 400 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2017 0 TEUR).
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der sino AG nicht vor.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 107 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 von jährlich 210 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 2 TEUR. Für einen PKW-Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten belaufen sich die Kosten bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 auf rund 5 TEUR jährlich, und für einen weiteren Leasing-PKW betragen die Kosten bis zum Leasingende im Geschäftsjahr 2018/2019 13 TEUR.
Die sino AG ist Mitglied in der EdW. Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls „Phönix Kapitaldienst GmbH“ auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden.
Die Erhebung der Sonderbeiträge in Bezug auf den Entschädigungsfall „Phönix Kapitaldienst GmbH“ kann in der Zukunft noch zu finanziellen Belastungen bei der sino AG von rund 22 TEUR führen (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur der EdW), wobei sich die Höhe des jährlichen Sonderbeitrags letztlich aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EdW-Mitglieder zueinander und diverser Kappungsgrenzen in der EdW-Beitragsordnung ergibt.
Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EdW im Lagebericht (Abschnitt E. III Nr. 3 „EdW-Beiträge“).
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 19. März 2015 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. März 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung ausgegeben oder veräußert wurden.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe:
Der Vorstand besteht seit dem 01.07.2016 aus nur einer Person,
Herrn Ingo Hillen, Kaufmann.
Herr Ingo Hillen ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf sowie Geschäftsführer der sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:
| • | Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei PricewaterhouseCoopers Legal AG, Düsseldorf |
| • | Gerd Goetz (stellvertretender Vorsitzender/ Mitglied des Aufsichtsrates bis Januar 2017), Geschäftsführer der HSBC Transaction Services GmbH, Düsseldorf |
| • | Götz Röhr (Mitglied des Aufsichtsrates seit Februar 2017), Chief Administrative Office der HSBC Securities Services Germany |
| • | Dr. Marcus Krumbholz (stellvertretender Vorsitzender seit April 2017), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath |
Das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Gerd Goetz war bis zum 31. Januar 2017 Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf, und ist seit dem 16. März 2017 Vorstand der tick Trading Software AG, Düsseldorf.
Herr Götz Röhr ist über die vorgenannte Tätigkeit hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der tick Trading Software AG, Düsseldorf, sowie der Theodor Fliendner-Heim gGmbH, Solingen.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 601 TEUR, davon sind insgesamt 343 TEUR gewinnabhängige Bezüge. Daneben haben Herr Ingo Hillen und das ausgeschiedene Mitglied des Vorstands Herr Matthias Hocke noch Ansprüche in Höhe von 200 TEUR (Ingo Hillen 145 TEUR, Matthias Hocke 55 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2016/2017 beliefen sich auf 53 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 6 TEUR, Herrn Götz Röhr 8 TEUR, sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 15 TEUR.
Honorar des Abschlussprüfers:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB beträgt 77 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
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| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 50 |
| andere Bestätigungsleistungen | 27 |
| Summe | 77 |
Arbeitnehmer:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 20 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2017 beschäftigten 20 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
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| Bereich | Handel | Technik | Backoffice | Controlling |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 6 | 3 | 4 | 1 |
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| Bereich | Buchhaltung | Rechtsabteilung | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 2 | 1 | 3 | 20 |
Ergebnisverwendungsvorschlag
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| EUR | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 107.785,03 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.176.617,84 |
| Bilanzgewinn | 2.284.402,87 |
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem Bilanzgewinn zum 30. September 2017 in Höhe von 2.284.402,87 EUR soll eine Dividende in Höhe von 0,10 EUR je Aktie, insgesamt 233.750,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag in Höhe von 2.050.652,87 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, den 27.12.2017
gez.
Ingo Hillen
Anlagespiegel
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2017 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.902.609,26 | 0,00 | 0,00 | 3.902.609,26 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.588.719,00 | 6.638,78 | 0,00 | 1.595.357,78 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 987.443,49 | 146.617,46 | 30.589,47 | 1.103.471,48 |
| 6.478.771,75 | 153.256,24 | 30.589,47 | 6.601.438,52 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2017 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.309.828,50 | 99.411,50 | 0,00 | 1.409.240,00 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 736.970,48 | 73.280,38 | 16.989,47 | 793.261,39 |
| 2.046.798,98 | 172.691,88 | 16.989,47 | 2.202.501,39 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 30.09.2017 EUR |
Stand 30.09.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.902.609,26 | 3.902.609,26 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 186.117,78 | 278.890,50 |
| 3. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 310.210,09 | 250.473,01 |
| 4.398.937,13 | 4.431.972,77 |
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrates
der
sino Aktiengesellschaft
über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichtes und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2017 geendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 01. Oktober bis zum 30. September 2017 (nachfolgend "Geschäftsjahr 2016/2017") vorzunhemenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2016/2017 in den Aufsichtsratsitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.
Während des Berichtzeitraums hat der Vorstand den Aufsichtsart über die geschäftliche sowie due wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.
In einem sehr volatilen Marktumfeld, das erneut Monate mit sehr niedriger Handelsaktivität aufweis sowie Monate mit sehr hohem Handelsvolumen beinhaltete, war die Unterrichtung umfangreich und eng abgestimmt.
Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im abgelaufenenGeschäftsjahr insbesondere die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens und Investitionen in die Zukunft.
Ferner war die Reduzierung des tick-TS Aktien-Anteils nach erfolgtem Börsengang ein weiterer Schwerpunkt.
Die Prüfung möglicher Alternativen im derzeitigen Abwicklungsgeschäft wurde weiter fortgeführt.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzeden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden fünf Präsenzsitzungen am 14.12.2016, am 17.01.2017, am 13.03.2017, am 27.06.2017 sowie am 21.08.2017 in den Geschäftsräumen der sino AG statt.
Der vom Vorstand für das zum 30. September 2017 endene Geschäftsjahr 2016/2017 aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stimmen wir zu.
Nach den abschließenden Ergebnis seiner Prüfung biligt der Aufsichtsrat den Jahresasbchluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2016/2017. Der Jahresabscluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Düsseldorf, den 16. Januar 2018
Der Aufsichtsrat
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 16.01.2018 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gummersbach, den 9. Januar 2018
**dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer
gez. Brechtel, Wirtschaftsprüfer