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Sino AG Annual Report 2015

Mar 18, 2016

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Annual Report

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sino Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015

Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014/2015

Inhalt

Grundlagen zur sino AG und zum Konzern1.

Wirtschaftsbericht

1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
1.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
1.3 Kundenzahl und Ordervolumen

2.

Lage der Gesellschaft

2.1 Ertragslage
2.2 Vermögenslage
2.3 Finanzlage

3.

Nachtragsbericht

4.

Risikobericht

4.1 Allgemeines
4.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
4.3 Unternehmensbezogene Risiken
4.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
4.5 Haftendes Eigenkapital

5.

Chancen- und Prognosebericht

6.

Sonstiges

6.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
6.2 Beteiligungen
6.3 Investitionen und Produktinnovationen

7.

Schlusswort

Grundlagen zur sino AG und zum Konzern

Die sino AG ist der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).

Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zurückgegeben.

Die sino AG hält, seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH, 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Sprockhövel. Die sino Beteiligungen GmbH, eine 100 %-ige Tochter der sino AG, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet.

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte

Gesamtwirtschaft

Für das Jahr 2015 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 1,7 %, also mit einer noch etwas positiveren Entwicklung als im vergangenen Jahr (2014: 1,6 %). Nach einem deutlichen Wachstum im Schlussquartal 2014 (+0,6 %) zeigte sich im Jahr 2015 das Wachstum auf einem mäßigen aber stetigen Niveau bei jeweils 0,3 bis 0,4 % pro Quartal (Anmerkung: Die rechnerische Abweichung gegenüber der Gesamtprognose von 1,7 % beruht auf Kalendereffekten).

Der Aufschwung in Deutschland speist sich weiterhin vor allem aus dem privaten Konsum, der von der positiven Lage am Arbeitsmarkt profitiert und durch Sondereffekte wie den niedrigen Ölpreis und die Ausgaben für Flüchtlinge verstärkt wird. Der Außenhandel zeigt per Saldo weniger Einfluss auf das Wirtschaftswachstum. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen steigt weiterhin nur verhalten an.

Die Situation im Euroraum weist eine moderate Erholung auf. Für das Jahr 2015 rechnet die EU-Kommission mit einem Wachstum von 1,6 %. Risiken bleiben jedoch bestehen aufgrund diverser internationaler Entwicklungen, hier sind vor allem die Umstellung der chinesischen Wirtschaft zu einer stärkeren Binnennachfrage, niedrige Rohstoffpreise und die Zinswende in den USA zu nennen. Das DIW prognostiziert für 2015 ein globales Wachstum von 3,4 %.

Für 2016 rechnen die Institute für Deutschland und Europa mit einem Wachstum auf einem ähnlichen bis etwas höheren Niveau wie im Vorjahr (DIW: 1,7 %, Bundesbank: 1,8 %). Die Lage der Weltwirtschaft wird sich wohl langsam weiter aufhellen, wobei die Gefahr besteht, dass die oben beschriebenen Risiken die wirtschaftliche Entwicklung stärker belasten als angenommen (Prognose DIW und IWF für 2016: 3,6 %).

Wertpapiermärkte

Zu Beginn des ersten Quartals des Geschäftsjahres belasten Konjunktursorgen, Befürchtungen wegen einer neuen Finanzkrise und nicht zuletzt der schlechte Start der Zalando-Aktie den DAX. Auch NASDAQ und Dow Jones verlieren. Am 16. Oktober fällt der DAX sogar auf ein Jahrestief von 8.355 Punkten. Der weitere Kursverlauf bleibt wechselhaft. Erst Mitte November bringen günstige europäische Konjunkturdaten und die Kauflust amerikanischer Investoren neue Impulse. Ende November verfehlt der DAX knapp die 10.000er-Marke.

Erst als sich die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar vom Mindestkurs des Franken verabschiedet entsteht im zweiten Quartal eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Gegen Ende des Monats trägt ein neues EZB-Kaufprogramm den Index von Rekordhoch zu Rekordhoch. Trotz Griechenlandsorgen und Ukrainekonflikt nimm der DAX am 13. Februar die 11.000-Punkte-Hürde. Auch die NASDAQ meldet Höchststände. Der DAX steigt im zweiten Quartal des Geschäftsjahres um 23,6 Prozent (12.086 am 30. März).

Zu Beginn des dritten Quartals hält die Aufwärtsbewegung noch an: Am 10. April markieren DAX, MDAX und SDAX neue Rekorde - der DAX bei 12.391 Punkten. Konjunktursorgen, Gewinnmitnahmen, ein starker Euro und steigende Zinsen lassen den DAX am 5. Mai dann aber bis auf 11.328 fallen. Ein Anleihecrash mit rapide sinkenden Kursen und die anhaltende Krise in Griechenland zwingen den DAX weiter in die Knie. Am 30. Juni steht der deutsche Leitindex bei 10.945 Punkten.

Das vierte Quartal beginnt mit dem griechischen Referendum, dessen Ausgang allein zwar die Märkte nicht einbrechen lässt. Doch die zusätzliche Talfahrt der chinesischen Wirtschaft führt Anfang Juli zu einem Verlust von rund sechs Prozent im DAX. Mitte Juli zeichnet sich schließlich ein Arrangement mit der Regierung Tsipras ab, zudem verzeichnet die Google-Aktie einen Rekordanstieg. Am 17. Juli steht der DAX noch bei 11.673. Aber weltweit geraten die Börsen nun angesichts des sinkenden Ölpreises und der chinesischen Wirtschaftsprobleme ins Wanken. Am 24. August fällt der DAX unter 10.000 Punkte. Danach erweist sich die Wall Street wieder einmal als Zugpferd. Als aber am 21. September die VW-Aktie aufgrund des Abgaswerte-Skandals um mehr als 20 Prozent einbricht, ist die 10.000er-Marke bis zum Quartalsschluss nicht zu halten.

Zum Ende des Geschäftsjahres steht der DAX bei 9.660 Punkten und ist damit seit dem 01.10.2014 insgesamt um 2,2 Prozent gestiegen.

1.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns

Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten war - auch bedingt durch die Nullzinspolitik der Notenbanken - von deutlich mehr Optimismus geprägt: So war nach einem gemäßigten Start insbesondere der Verlauf des zweiten und dritten Quartals mehr als erfreulich.

Die ordentliche Hauptversammlung der sino AG im Geschäftsjahr 2014/2015 fand am 19.03.2015 in Düsseldorf statt. Alle zur Abstimmung gebrachten Beschlüsse wurden angenommen. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013/2014 in Höhe von 3.797.084,92 Euro wurden insgesamt 514.250,00 Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. 3.282.834,92 Euro wurden auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 stiegen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 10,65 % von 5,54 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 6,13 Millionen Euro (ohne außerordentliche Erträge).

Die operativen Kosten haben sich nach dem umfangreichen Kostensenkungsprogramm der letzten Geschäftsjahre auf niedrigem Niveau eingependelt und liegen nun rund ein Drittel unter dem Stand des Referenzgeschäftsjahres 2010/2011 (-0,46 % im Vergleich zum Vorjahr).

Im Konzern (sino AG und sino Beteiligungen GmbH) wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Millionen Euro erzielt (im Vorjahr: 0,51 Millionen Euro).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten sechs Jahren wie folgt:

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Geschäftsjahr 2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015
Ergebnis der gewöhnlichen 0,8 1,4 - 0,17 0,171 0,037 0,580
Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (sino AG) (3,3)2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern: sino AG und sino Beteiligungen GmbH) - 0,083 0,514 1,139

1 bereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS Beteiligung

2 unbereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS Beteiligung

Das Unternehmen konnte das für das Geschäftsjahr 2014/2015 durch den Vorstand prognostizierte Gewinnziel von ca. 0,52 Millionen Euro nach Steuern für den Konzern und ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis für die sino AG deutlich übertreffen. Dies lag an der über das gesamte Geschäftsjahr durchgängig guten Entwicklung, insbesondere in den letzten beiden Monaten des Geschäftsjahres, sowie an der Zahlung aus Nachbesserungen auf bereits erhaltene Abfindungszahlungen im Rahmen des Spruchstellenverfahren zum Squeeze-out Bayer Schering in Höhe von 110 TEUR.

Insgesamt schätzt der Vorstand der sino AG den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr zufriedenstellend ein.

1.3 Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2015 ist mit 452 gegenüber dem Vorjahr (443 Depots) leicht, um 2,0 %, gestiegen. 56 neue Depots wurden eröffnet.

Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 7,1 % von 0,73 Mio. auf 0,78 Mio. gestiegen. Die Zahl der margenstarken Wertpapierorders stieg dabei um 8,8 %.

2. Lage der Gesellschaft

Wegen der Beteiligung an der sino Beteiligungen GmbH ist die sino AG verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wird und die Beteiligung an der tick Trading Software AG mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at equity) bilanziert werden. Die Auszahlung des Liquidationserlöses der Trade Haven GmbH ist im Geschäftsjahr 2014/2015 erfolgt, somit ist die Gesellschaft auch monetär vollständig abgewickelt.

Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 aufgestellt wird und dabei den deutschen Rechnungslegungsvorschriften folgt. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.

Da sich die Geschäftstätigkeit der sino Beteiligungen GmbH als einziger Tochtergesellschaft auf das Halten der Beteiligung an der tick-TS AG beschränkt, bestehen nur in einzelnen Positionen Abweichungen zwischen dem Einzel- und Konzernabschluss. Daher wird im Folgenden die Lage der sino AG erläutert und ggf. anschließend die davon abweichende Lage des Konzerns.

2.1 Ertragslage

Die Provisionserlöse der sino AG sind, bedingt durch den guten Geschäftsverlauf, um 9,5 % auf 5.616 TEUR (Vorjahr 5.127 TEUR) angestiegen. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 6.548 TEUR (Vorjahr 5.775 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen in Höhe von 932 TEUR (Vorjahr 648 TEUR) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 513 TEUR (Vorjahr 403 TEUR), im Wesentlichen wegen um 35 TEUR gestiegener Erlöse mit der tick-TS AG.

Die verbuchte Ausschüttung der Dividende der tick-TS AG in der sino Beteiligungen GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 501 TEUR.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr lediglich von 5.372 TEUR auf 5.375 TEUR um 0,05 %. Die Personalaufwendungen stiegen dabei von 1.548 TEUR auf 1.627 TEUR um 5,14 %, vor allem aufgrund höherer erfolgsabhängiger Vergütung. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken um 2,01 %. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Einsparungen in Höhe von 129 TEUR im Bereich der Börsen- und Kursinformationsgebühren.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen von 129 TEUR auf 157 TEUR um 21,65 %. Im Wirtschaftsjahr wurde unter anderem in eine neue Website investiert, was sich in den verbuchten Abschreibungen niederschlägt.

Für das Geschäftsjahr 2014/2015 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 580 TEUR sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von 598 TEUR. Im Jahresüberschuss enthalten ist ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 110 TEUR aus Nachbesserungen auf bereits erhaltene Abfindungszahlungen im Rahmen des Spruchstellenverfahrens zum Squeeze-out Bayer Schering.

Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" durch „Netto-Provisionserlöse", liegt aufgrund gestiegener Provisionserträge bei 0,96 (im Vorjahr: 1,05).

Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 1.150 TEUR aus. Hier wurden die laufenden Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen (im Wesentlichen der tick-TS AG) in Höhe von 558 TEUR erfasst. Weitere wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresergebnis der sino AG und des Konzerns ergaben sich nicht.

2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 7.858 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 6.455 TEUR (im Vorjahr 6.371 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 82,14 %.

Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 2.868 TEUR rund 36,49 % aller Aktivposten ausmachen, jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 1.075 TEUR.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr auf die sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Die tick-TS AG Anteile der sino Beteiligungen GmbH sind ebenfalls im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände von 180 TEUR auf 269 TEUR resultiert vor allem aus der im Geschäftsjahr aktivierten Forderung aus Nachbesserungsrechten im Zusammenhang mit Bayer Schering Aktien. Die Auszahlung erfolgt im Geschäftsjahr 2015/2016.

Steuerrückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer sind auf Grund des guten Ergebnisses und unter Berücksichtigung bestehender Verlustvorträge in Höhe von 85 TEUR verbucht.

Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Rückstellungen für Personalkosten im Zusammenhang mit Urlaubsgewährung, Bonuszahlungen und Tantiemeverpflichtungen betragen 432 TEUR, noch zu erwartende EdW Beiträge sind mit 11 TEUR erfasst und die Rückstellung für Settlementrisiken beträgt 195 TEUR. Der Anstieg der anderen Rückstellungen ist überwiegend auf die Bildung von Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen (+141 TEUR) zurückzuführen.

Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 5.990 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 76,48 % aus. Abweichend vom Einzelabschluss der sino AG werden im Konzernabschluss die Beteiligungen als Anteile an assoziierten Unternehmen nur in Höhe von 1.058 TEUR erfasst. Die Abweichung resultiert aus der at equity Bewertung der entsprechenden Anteile und der Aufdeckung der stillen Reserven der tick-TS AG im Einzelabschluss. Zu den liquiden Mitteln trägt die sino Beteiligungen GmbH 723 TEUR bei.

2.3 Finanzlage

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2014/2015

TEUR
2013/2014

TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 933 1.251
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 85 - 206
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 514 - 1.286
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 334 - 241
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.469 1.710
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.803 1.469

Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auf niedrigere Steuererstattungen zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich wegen niedrigeren Investitionen sowie der Kapitalrückzahlung der Trade Haven GmbH i.L. verbessert. Die Investitionen resultieren vor allem aus dem Erwerb von Software sowie einer neuen Internetpräsenz.

Der ebenfalls negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-514 TEUR) entspricht der Dividendenausschüttung der sino AG. Im Vorjahr wurde eine Ausschüttung von 1.286 TEUR vorgenommen.

Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Eigenkapitalquote ist die Finanzlage der sino AG weiterhin positiv zu bewerten.

3. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.

4. Risikobericht

4.1 Allgemeines

Risikomanagement

Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.

Das Risikomanagementsystem der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.

Risikostruktur

Die Struktur der Risiken der sino AG (und damit auch der Risikobericht) zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden.

Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich keine erheblichen inhaltlichen Veränderungen; die Risikosituation des Unternehmens bleibt damit im Wesentlichen unverändert.

Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist nach wie vor unsicher. Bis zuletzt konnten sich die maßgeblichen EU-Staaten nicht endgültig auf eine gemeinsame Steuer auf Finanztransaktionen einigen. Damit steht derzeit weder fest, ob eine Finanztransaktionssteuer eingeführt wird, noch wie sie ausgestaltet wäre. Damit lassen sich die Auswirkungen auf das Handelsverhalten der Kunden nur schwer abschätzen.

Durch eine Finanztransaktionssteuer und andere, im Risikohandbuch beschriebene Risiken, kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens entstehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können.

4.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungssteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.

Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.

4.3 Unternehmensbezogene Risiken

Risiken der System- und Softwaresicherheit

Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick-TS AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die tick-TS AG hat das Geschäftsfeld Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel von der Trade Haven GmbH übernommen.

Die bei der tick-TS AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick-TS AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick-TS AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick-TS AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritische Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

Die tick-TS AG wird seit dem Jahr 2012 ISAE-zertifiziert (ISAE 3402). Die entsprechende Bescheinigung bzw. der Bericht der prüfenden Gesellschaft (DHPG IT SERVICES GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) liegt der sino AG vor.

Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf „execution - only". Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).

Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus im Geschäftsjahr noch weiter intensiviert und verbessert.

Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können.

Eine Mitarbeiterin ist für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.

EdW Beiträge

Es können künftig auch weiterhin umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderzahlungsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zukommen.

a) Sonderzahlungen wegen Phönix-Entschädigung

Die Phönix Kapitaldienst GmbH hat bei Anlegern einen von der EdW im Umfang von schätzungsweise 297,5 Mio. Euro zu tragenden Schaden angerichtet.

Die EdW hat mit der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2008 einen Darlehensvertrag in Höhe von 128Mio. Euro (Darlehen I) und im Jahr 2011 einen weiteren Darlehensvertrag in Höhe von 141 Mio. Euro (Darlehen II) zur Finanzierung von Entschädigungszahlungen abgeschlossen. Das „Darlehen I" wurde vollständig in Anspruch genommen, vom „Darlehen II" wurden Mittel in Höhe von rund 131,7 Mio. Euro abgerufen (insgesamt somit rund 259,7 Mio. Euro). Für die abgerufenen Mittel (abzüglich Tilgungen) sind Zinsen in Höhe des jeweiligen gültigen Refinanzierungssatzes des Bundes zu zahlen.

Die Aufnahme des „Darlehen I" führte zu einer Sonderzahlungserhebung gegenüber der sino AG im Jahre 2010 von 541.549,77 Euro. Der Betrag wurde geleistet.

Am 9. September 2011 wurde Klage beim Verwaltungsgericht gegen diesen Sonderzahlungsbescheid erhoben, das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt und mit Urteil vom 8. Mai 2014 zurückgewiesen. Gegen die Nichtzulassung der Revision wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Diese wurde negativ beschieden, ebenso die hiergegen eingelegte Beschwerde.

Da das Bundesverwaltungsgericht die Revision nicht zugelassen hat, hat die sino AG entschieden, die Klage vor das Bundesverfassungsgericht zu tragen. Mit einer Entscheidung über die Zulassung der Verfassungsbeschwerde rechnet die sino AG frühestens im Verlauf des Jahres 2016.

Weiterhin erging für 2011 ein Sonderzahlungsbescheid in Höhe von 175.676,51 Euro, für 2012 in Höhe von 276.712,61 Euro, für die Jahre 2013 bis 2015 aufgrund von Kappungsgrenzen Sonderzahlungsbescheide in Höhe von 1.050,00, 2.100,00 bzw. 1.050,00 Euro. Die Widerspruchsverfahren betreffend die Jahre 2011 bis 2013 ruhen mit Blick auf die „Musterklage" und die Beträge wurden geleistet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann allerdings jederzeit die ruhenden Widersprüche bescheiden, so dass die sino AG zur Aufrechterhaltung ihrer Rechtsposition gezwungen ist, über eine Klageerhebung zu entscheiden; hier gilt es die Prozesskosten gegen die Erfolgsaussichten der „Musterklage" bzw. Verfassungsgerichtsklage abzuwägen.

Nach Information der EdW resultieren aus dem aufgenommenen „Darlehen I" keine weiteren Sonderbeiträge, da das Darlehen zwischenzeitlich weitestgehend zurückgeführt wurde.

Das „Darlehen II" ist vertragsgemäß ab dem 30. September 2015 in sechs jährlichen Raten in Höhe von 23,5 Mio. Euro zu tilgen. Die vertragsgemäße letzte Tilgung wäre somit am 30. September 2020 vorgesehen. Die EdW war nach dem Darlehensvertrag aber dazu verpflichtet, die Rückzahlung aus der Insolvenzmasse Phönix ebenfalls unverzüglich und vollständig zur (Sonder-)Tilgung des „Darlehen II" zu verwenden. Aus der Insolvenzausschüttung in Höhe von 103,4 Mio. Euro hat die EdW daher 73,8 Mio.

Euro für eine Sondertilgung dieses Darlehens verwendet. Hiernach beträgt die Restschuld aus dem „Darlehen II" aktuell noch 57,9 Mio. Euro.

Nach Angabe der EdW sind für die vollständige Rückführung des „Darlehen II" jährliche Sonderzahlungen bis einschließlich zum Jahr 2018 wahrscheinlich.

Bei der nächsten voraussichtlichen Sonderzahlungserhebung 2016 wird die Kappungsgrenze gem. § 8 Abs. 6 S. 6 EAEG „nach drei aufeinanderfolgenden Sonderbeiträgen darf der Sonderbeitrag das Doppelte des Jahresbeitrags nicht überschreiten" noch vor den beiden weiteren Kappungsgrenzen „Aktueller Sonderbeitrag und letzter Jahresbeitrag dürfen zusammen nicht 45 % des Gewinns des Unternehmens überschreiten" und „Sonderbeitrag darf das Fünffache des letzten Jahresbeitrags nicht überschreiten" greifen.

Die Sonderzahlung 2016 wird sich deshalb nach heutigem Stand im Geschäftsjahr 2015/2016 wohl auf den doppelten Jahresbeitrag des Vorjahres in Höhe von insgesamt 22 TEUR belaufen.

b) Jahresbeiträge 2010 - 2014

Am 19. November 2010 wurde Widerspruch gegen den Jahresbeitragsbescheid 2010 in Höhe von 123.404,95 Euro erhoben, ebenso wurde gegen die Jahresbeitragsbescheide 2011 bis 2014 Widerspruch eingelegt. Da die BaFin zwischenzeitlich angedroht hat, die noch ausstehenden Widerspruchsverfahren gegen die Jahresbeiträge 2011, 2012, 2013 und 2014 abschließend zu bescheiden, was mit nicht unerheblichen Kosten bei unklarer Erfolgsaussicht verbunden wäre, wurden diese Widersprüche am 31. August 2015 zurückgenommen.

Gegen den geleisteten Jahresbeitrag 2009 in Höhe von 148.122,73 Euro wurde am 15. August 2011 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin erhoben.

Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage zurück, das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 6. März 2014 ebenso die eingelegte Berufung. Zwischenzeitlich wurde auch die beim Bundesverwaltungsgericht eingereichte Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision negativ beschieden, so dass die sino AG entschieden hat hiergegen Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht zu erheben. Über die Annahme der Beschwerde wurde bislang nicht entschieden.

Der Jahresbeitrag 2016 wird nach heutigem Stand bei rund 62 TEUR liegen.

c) Resümee

Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft die EdW Beiträge im Umfang von 57,9 Mio. Euro zzgl. der fälligen Zinsen durch sukzessive Sonderzahlungen einfordern wird. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf die künftigen Jahre Belastungen im Umfang von rund 900 TEUR entfallen. Die bisher gezahlten Sonderzahlungen belaufen sich auf 998 TEUR.

Ein genauer Betrag für die zukünftigen Belastungen lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen. Insofern ergibt sich die Höhe des Sonderbeitrags letztlich immer auch aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EdW-Mitglieder zueinander.

Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EdW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und behält sich weiter vor, sämtliche rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

4.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken

Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2015 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2015 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität und der tick-TS Anteile zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.

Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.

Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.

Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden.

Da hier zwischenzeitlich eine Lösung gefunden werden konnte, wurde die im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 290 TEUR erhöhte Rückstellung nunmehr um weitere 95 TEUR reduziert.

Die sino AG ist zuversichtlich, die Angelegenheit im Geschäftsjahr 2015/2016 abschließen zu können.

4.5 Haftendes Eigenkapital

Das haftende Eigenkapital ist gemäß § 10 Abs. 2 Satz 2 KWG die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital abzüglich der Positionen des § 10 Abs. 6 Satz 1 KWG.

Das Kernkapital der Gesellschaft besteht gemäß § 10 Abs. 2a Nr. 2 KWG aus dem Kapital abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände:

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30.09.2015

Eingezahltes Kapital 2.337.500,00
+ Kapitalrücklage 34.375,00
+ gesetzliche Rücklage 199.375,00
+ andere Gewinnrücklagen 2.897,99
+ Gewinnvortrag nach Verwendung 3.282.834,92
- Immaterielle Anlagewerte - 270.573,00
Haftendes Eigenkapital 5.586.409,91

Da der Jahresabschluss zum 30. September 2015 noch nicht festgestellt ist, wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 598.287,99 € bei der Ermittlung des haftenden Eigenkapitals zum 30. September 2015 nicht einbezogen.

Die immateriellen Anlagewerte wurden als Abzugsposition im Sinne des § 10 Abs. 2a Satz 2 KWG berücksichtigt.

5. Chancen- und Prognosebericht

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind im Hinblick auf das volatile und damit schwer einzuschätzende Marktgeschehen sowie gesetzgeberische Unwägbarkeiten (Finanztransaktionssteuer) und regulatorische Maßnahmen (BaFin) mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.

Chancen und künftige strategische Ausrichtung

Auch zukünftig sollen Neukunden verstärkt durch attraktive

Einstiegskonditionen/Aktionen hinzugewonnen werden. Zuletzt durch ein besonders attraktives Angebot für Kunden und Neukunden zur Einführung des sogenannten Mini-Dax-Futures der EUREX.

Ein Mitbewerber hat zum Ende des Jahres 2015 den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken verlassen, welcher die Einlagen der Kunden im Insolvenzfall absichert. Die sino könnte hiervon profitieren, da für Kunden mit größerem Vermögen eine Absicherung ihrer Einlagen von besonderer Relevanz ist. Geplant ist auf diesen Umstand, und insbesondere auf die sehr hohe Absicherung der Einlagen bei HSBC Trinkaus, im Rahmen einer kleinen Marketingkampagne aufmerksam zu machen.

Aufgrund der verschlankten Kostenstruktur sieht sich das Unternehmen sehr gut aufgestellt, um von ansteigenden Börsenumsätzen überproportional zu profitieren.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Zuletzt im Dezember 2015 wurde - unter Berufung auf Diplomatenkreise -vermeldet, dass es Deutschland, Frankreich und neun weiteren EU-Staaten nach wie vor nicht gelungen ist, sich endgültig auf eine gemeinsame Steuer auf Finanztransaktionen zu einigen, da noch zahlreiche technische Fragen zu klären seien.

Damit steht derzeit weder fest, ob eine Finanztransaktionssteuer eingeführt wird, noch wie sie ausgestaltet wäre.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die aktuelle Situation, in der die Börsenumsätze erheblichen Schwankungen unterliegen, erschwert somit eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose. Die im Folgenden dargelegten Schätzungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2015/2016.

Die positive Marktentwicklung des vergangenen Jahres stimmt grundsätzlich positiv. Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief gut.

Die Erträge aus der Beteiligung an der tick-TS AG sind nach wie vor sehr erfreulich. Die sino AG rechnet im kommenden Geschäftsjahr mit leicht steigenden Dividendenerträgen aus der Beteiligung an der tick-TS.

Wir gehen davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.

Soweit zusätzliche regulatorischen Maßnahmen keine erheblichen Änderungen im Tagesgeschäft mit sich bringen geht das Unternehmen davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2015/2016 ein nahezu ähnlich gutes operatives Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet werden kann.

Die allgemeinen Kosten sollten zwischen 5,0 und 5,8 Millionen Euro liegen, und damit ebenfalls im Bereich des Vorjahres (5,3 Millionen Euro). Die Struktur der Aufwendungen wird dabei im Wesentlichen gleich bleiben. Der Cost-Income-Ratio wird sich entsprechend ebenfalls kaum verändern.

Weiterhin geht das Unternehmen davon aus, dass nach derzeitigem Stand die Erträge aus der at equity bewerteten Beteiligung (tick-TS AG) rund 580 TEUR betragen werden

Der Vorstand ist somit vorsichtig optimistisch, für das Geschäftsjahr 2015/2016 für den sino Konzern ein operatives Ergebnis etwa in Vorjahreshöhe (rund 1,0 Mio. Euro, ohne Sondereffekte, inkl. Erträge aus der at equity bewerteten Beteiligung) erreichen zu können.

Der bisherige Verlauf des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres spricht für diese Annahme.

6. Sonstiges

6.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht

Vergütung allgemein

Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.

Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.

Die Mitarbeiter der Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Gehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige jährliche Entgelte.

Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt und einem monatlichen variablen Gehaltsbestandteil einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter.

Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung als nicht risikoträchtig einzustufen ist, da sie keine eigenen Positionen für die sino AG eröffnen können und eine Beratung der Kunden (Anlageberatung) im Verhältnis zum Kunden vertraglich ausgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann die variable Vergütung bis auf Null reduziert werden. Die Vergütungssysteme laufen nicht der Überwachungsfunktion der Kontrolleinheiten zuwider.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht grundsätzlich aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens bzw. des Konzerns orientiert. Die Auszahlung der Tantieme erfolgt in vier Tranchen. Die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe eines Drittels der Tantieme erfolgt unmittelbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die verbleibenden Tranchen werden jeweils in den drei Folgejahren (erstmalig im GJ 2012/2013) zu gleichen Teilen ausgezahlt. Für diese Tranchen besteht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung. Diese beinhaltet, dass die Tranchen nachhaltig gezahlt werden, d. h. bei der Auszahlung wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigt. Sollte der Gewinn unterhalb einer definierten Grenze bleiben, wird die Auszahlung der jährlichen Tranchen um ein Drittel reduziert, während für das jeweilige Geschäftsjahr gar keine Tantieme gewährt wird.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde als Bemessungsgrundlage der Jahresüberschuss des Konzerns herangezogen (soweit ein solcher besteht).

Vergütungen im Geschäftsjahr 2014/2015

Zum Bilanzstichtag waren einschließlich des Vorstands 19 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt.

Die Gesamtvergütungen der sino AG im Geschäftsjahr 2014/2015 betrugen 1.465.181,47 Euro, davon entfielen 964.994,19 Euro auf feste Vergütungen und 500.187,28 Euro auf variable Vergütungen. Der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile entspricht 34,14 % der Gesamtvergütungen der sino AG. Acht Mitarbeiter - aus den Abteilungen Vorstand, erweiterte Geschäftsleitung und Handel/Customer Care - von insgesamt 19 Mitarbeitern, die zum Bilanzstichtag beschäftigt waren, erhielten im Geschäftsjahr variable Vergütungsbestandteile.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 547 TEUR (Ingo Hillen 370 TEUR, Matthias Hocke 177 TEUR). Davon sind insgesamt 241 TEUR gewinnabhängige Bezüge (Ingo Hillen 172 TEUR, Matthias Hocke 69 TEUR).

Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 203 TEUR (Ingo Hillen 107 TEUR, Matthias Hocke 96 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.

Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2014/2015

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz von Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.

Die Bruttobezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 unverändert zum Vorjahr auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung 24 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 18 TEUR auf Herrn Gerd Goetz, sowie 12 TEUR auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz.

6.2 Beteiligungen

Die sino AG hält, seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH, 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Sprockhövel.

Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.

Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.

Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.

In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Oliver Wagner und von drei Azubis zum 30.09.2015 20 Mitarbeiter angestellt.

Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Zudem bestehen Vertriebskooperationen mit ausländischen Banken.

Die Liquidation der Trade Haven GmbH wurde zum 21.10.2014 durchgeführt, der Liquidationserlös in Höhe von 81 TEUR wurde zum 29.09.2015 ausgezahlt. Die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister soll im Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgen.

6.3 Investitionen und Produktinnovationen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben.

Das nächste grundlegende Release des sino MX-PRO, wurde allerdings aufgrund neuer Priorisierungen im Projektmanagement auf das Geschäftsjahr 2015/2016 verschoben.

Zum Beginn des Jahres 2015 wurde die neu designte sino Homepage online genommen. Im April folgte dann der Launch des nun als App konzipierten sino X2GO.

Eine stärkere Einbindung von Kundenfeedback führte einerseits durch die „Silberdollar"-Aktion zu für Kunden relevanten Verbesserungen am Handelssystem. Außerdem wurde mit dem Forum „sino Info Exchange" eine neue Anlaufstelle für die Kommunikation mit Kunden gelauncht.

Die seit Oktober 2012 laufende schrittweise Umstellung der Kursversorgung ist seit Anfang 2015 umgesetzt. Die Kunden können nun die Kursdaten für den MX-PRO direkt bei verschiedenen Kursprovidern nach ihren individuellen Bedürfnissen, auch kurzfristig, konfigurieren. Die Anbindung weitere Kursprovider ist abhängig vom Kundeninteresse geplant, die Anbindung an bestehende Kursprovider wurde durch Kundefeedback kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Bereich Direkthandel und Emittenten wurde Timber Hill zum Handeln angeschlossen. Für die bestehenden Anbindungen zu Commerzbank und Citibank wurden deutlich leitungsfähigere Kursfeeds angebunden. Der bestehende Kursfeed zu Tradegate wurde durch eine modernisierte Architektur ersetzt, durch die Kunden mehr Zusatzinformationen im MX-PRO erhalten können.

Zudem wurden im Geschäftsjahr weitere Tools für die Unterstützung der Compliance und die Optimierung des Reportings und der internen Abrechnungsprozesse eingeführt.

Die Seminarreihe „sino Akademie", ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen im vorigen Geschäftsjahr wurden die Veranstaltungen weiterhin als Webinare durchgeführt. Neben dem regulären Webinarprogramm besteht ergänzend die Möglichkeit, Webinare für einzelne Kunden zu speziellen Anliegen wahrzunehmen.

Erfolgreich fortgeführt wurde zudem der Newsletter „Update", der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf die rechtlichen Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.

7. Schlusswort

Der Vorstand bedankt sich bei allen Beteiligten, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben: Dies gilt in besonderer Weise für unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner, hier insbesondere für die tick-TS AG, die für unsere Kunden wie in den Vorjahren die exzellente und außerordentlich stabile Handelsplattform sino MX-PRO kontinuierlich weiterentwickelt hat. Mit dieser Software werden sich auch zukünftig alle regulatorischen Anforderungen im Sinne des Gesetzgebers erfüllen lassen. Darüber hinaus danken wir herzlich unserem Aufsichtsrat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und unseren Aktionären für ihre Treue zum Unternehmen.

Allen Aktionären können wir versichern, dass wir auch weiterhin alles daran setzen werden, auf der Basis guter Geschäftsergebnisse eine attraktive Dividende ausschütten zu können.

Im Ergebnis ist der Vorstand optimistisch, unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Markt weiterhin erfolgreich zu sein.

Düsseldorf, 04.01.2016

gez. Ingo Hillen

gez. Matthias Hocke

KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2015

AKTIVA

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30.09.2015

30.09.2014

1. Barreserve
Kassenbestand 5.521,96 2.460,35
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.797.461,11 1.466.791,62
b) andere Forderungen 1.793.278,54 1.722.843,03
3.590.739,65 3.189.634,65
3. Forderungen an Kunden 254.857,57 223.698,02
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute € 158.200,00 (im Vorjahr € 169.793,33)
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.057.571,00 1.082.218,00
5. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.573,00 178.888,50
6. Sachanlagen 237.380,01 326.736,36
7. Sonstige Vermögensgegenstände 523.042,78 306.111,32
8. Rechnungsabgrenzungsposten 50.695,41 44.655,17
5.990.381,38 5.354.402,37
PASSIVA
30.09.2015

30.09.2014

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 0,00 38,01
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 71.287,66 38.132,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 367.277,95 424.883,55
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 89.395,86 0,00
b) andere Rückstellungen 880.952,43 945.147,81
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 199.375,00 199.375,00
cb) andere Gewinnrücklagen 2.897,99 2.897,99
202.272,99 202.272,99
d) Bilanzgewinn 2.007.319,49 1.372.052,17
5.990.381,38 5.354.402,37

Eventualverbindlichkeiten

Haftung aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 € (im Vorjahr 139.277,28 €)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für den Zeitraum vom 01. Oktober 2014 bis 30. September 2015

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EUR Geschäftsjahr

EUR
Vorjahr

EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.223,42 12.508,91
2. Zinsaufwendungen 2.314,24 1.740,01
909,18 10.768,90
3. Laufende Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen 557.677,36 500.978,00
4. Provisionserträge 5.615.815,26 5.127.412,74
5. Sonstige betriebliche Erträge 518.806,20 403.473,26
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.465.181,47 1.387.727,83
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 162.251,70 160.174,84
1.627.433,17 1.547.902,67
- darunter: für Altersversorgung € 9.515,38 (im Vorjahr € 9.515,38)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.750.543,00 3.845.905,66
5.377.976,17 5.393.808,33
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 156.637,39 128.758,88
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.642,47 4.905,79
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 234,12 1.434,10
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.138.717,85 513.725,80
11. Außerordentliche Erträge 109.870,25 0,00
12. Außerordentliches Ergebnis 109.870,25 0,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 97.126,61 - 1.136,57
14. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 9. ausgewiesen 1.944,17 - 6.825,20
99.070,78 - 7.961,77
15. Jahresüberschuss 1.149.517,32 521.687,57
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 857.802,17 850.364,60
17. Bilanzgewinn 2.007.319,49 1.372.052,17

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014/2015

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Nach § 340i Abs. 1 HGB i.V.m. § 290 ff. HGB hat die sino AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.

Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs, zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z.B.: Quasi-Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern).

Der vorliegende Konzernabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Konzernbilanz und die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis ist neben der sino AG als Mutterunternehmen die sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, als einziges Tochterunternehmen zu 100 % einbezogen worden.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die auf den Stichtag zum 30. September 2015 erstellten Jahresabschlüsse der sino AG und der sino Beteiligungen GmbH, die nach den Vorschriften des HGB bzw. im Falle der Muttergesellschaft auch nach den weiteren o.g. Vorschriften aufgestellt wurden.

Die tick Trading Software AG, Sprockhövel, ist als assoziierte Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB at Equity in den Konzernabschluss einbezogen worden. Abweichend zum Vorjahr wurde die Trade Haven GmbH i.L., Sprockhövel zum 30. September 2015, nicht mehr at Equity in den Konzernabschluss einbezogen, da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 204/2015 liquidiert und das Stammkapital zurückbezahlt wurde. Die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister soll im Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgen.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital nach Neubewertung des in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Gründung. Dabei ergaben sich keine Unterschiedsbeträge.

Der Jahresabschluss des einbezogenen Tochterunternehmens, das kein Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut ist, ist auf die Gliederungsschemata der RechKredV-Formblätter übergeleitet.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit § 312 HGB (Buchwertmethode) einbezogen.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Die Zwischengewinneliminierung wurde gemäß § 304 Abs. 1 HGB durchgeführt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge, einschließlich der Beteiligungserträge, zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und wurden auch bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Tochtergesellschaft angewandt.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.

Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.

Einzelangaben zur Konzernbilanz

Aktiva

Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (1.793 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 1.590 TEUR und 203 TEUR innerhalb von einem Jahr fällig. Insgesamt 12 TEUR der unter den anderen Forderungen an Kreditinstituten ausgewiesenen Gesamtsumme lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Insgesamt sind 1.400 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 255 TEUR sind in Höhe von 96 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 159 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit. Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 169 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.

Als assoziierten Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode die tick Trading Software AG, Sprockhövel, bilanziert.

Die Bilanzkennzahlen der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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Name und Sitz Vermögensgegenstände

(in TEUR)
Verbindlichkeiten

(in TEUR)
Jahresüberschuss/- fehlbetrag

(in TEUR)
Umsatzerlöse

(in TEUR)
tick Trading Software AG, Sprockhövel 3.141 192 1.293 4.650
Trade Haven GmbH, Sprockhövel 82 81 - 1 0

Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die Anteile an der Trade Haven GmbH sind nicht börsenfähig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2015

TEUR
30.09.2014

TEUR
Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer und anrechenbare Kapitalertragsteuer 325 218
Forderung aus Nachbesserung der Abfindungszahlung Bayer Schering 110 0
Mietkautionen 47 47
Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter 13 15
Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlungen 0 16
Übrige 28 10
523 306

Die Forderung aus der Nachbesserungen der Abfindungszahlung Bayer Schering ist auf die nachträgliche Erhöhung der Barabfindung (inkl. Zinsen) im Rahmen des im Jahre 2006 wirksam gewordenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und aufgrund des im Jahre 2008 wirksam gewordenen Squeeze-outs bei der ehemaligen Schering AG (bzw. bei der Bayer Schering Pharma AG).

Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren aus Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG sowie aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 104 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2015

TEUR
30.09.2014

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 234 333
Vorstandstantieme aus dem Vorjahr 56 21
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen 48 44
Aufsichtsratsvergütungen 24 24
Übrige 5 3
367 425

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG von 100 TEUR enthalten.

Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses der sino AG auszuzahlen.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantiemerückstellungen (388 TEUR), Verpflichtungen im Zusammenhang mit Settlementrisiken (195 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (101 TEUR), erwarteter EdW Jahresbeitrag 2014/2015 (11 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (26 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (82 TEUR) gebildet.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.

Im Konzernbilanzgewinn von 2.007 TEUR ist ein Vortrag von 858 TEUR, sowie der Konzernjahresüberschuss von 1.149 TEUR berücksichtigt. An die Aktionäre der sino AG wurden 514 TEUR ausgeschüttet.

Einzelangaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

Die laufenden Erträge aus at Equity bewerteten Beteiligungen betreffen den anteiligen Jahresüberschuss der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.

Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (6.548 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (932 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (127 TEUR), Erlöse aus Sachbezügen (54 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (286 TEUR). Darüber hinaus sind in diesem Jahr periodenfremde Erträge (32 TEUR) erfasst worden welche hauptsächlich aus einer Umlageerstattung der BaFin resultieren (16 TEUR).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 1.340,85 EUR (Vorjahr: 3.604,27 EUR).

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 97 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen nachträglich abgerechnete Kursgebühren sowie unvorhersehbaren Mehraufwendungen für das Vorjahr, welche sich im Wesentlichen aus Einzeldifferenzen im Vergleich zu den gebildeten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ergeben haben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen überwiegend sonstige Kostenerstattungen von 12 TEUR.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 2.224,00 EUR (Vorjahr: 935,79 EUR).

Die außerordentliche Erträge bzw. das außerordentliche Ergebnis ist auf eine nachträgliche Erhöhung der Barabfindung (inkl. Zinsen) im Rahmen des im Jahre 2006 wirksam gewordenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und aufgrund des im Jahre 2008 wirksam gewordenen Squeeze-outs bei der ehemaligen Schering AG (bzw. bei der Bayer Schering Pharma AG) zurückzuführen. Auf das außerordentliche Ergebnis entfallen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 4 TEUR.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 183 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.359 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.

Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit den von einem Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften ist ein Konto bei der HSBC Trinkaus und Burkhardt AG verpfändet. Das Tagesgeldkonto über 250 TEUR dient der Teilabsicherung eines von der HSBC Trinkaus an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30. September 2015 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 500 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2015 0 TEUR).

Für eine weitere Summe von 400 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wurde ebenfalls ein Tagesgeldkonto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2015 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 400 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2015 0 TEUR).

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Nr. 2a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 157 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2016/2017 von jährlich 218 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 3 TEUR. Für zwei PKW-Leasingverträge mit einer Laufzeit von 36 Monaten belaufen sich die Kosten auf jeweils rund 5 TEUR jährlich, für einen weiteren neu hinzu gekommener Leasing PKW betragen die Kosten 17 TEUR jährlich, die Vertragslaufzeit ist ebenfalls 36 Monate.

Die sino AG ist Mitglied in der EdW. Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls „Phönix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden.

Die Erhebung der Sonderbeiträge kann in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der sino AG von bis zu 0,9 Mio. EUR führen (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur der EdW), wobei sich die Höhe des jährlichen Sonderbeitrags letztlich aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EdW-Mitglieder zueinander und diverser Kappungsgrenzen in der EdW-Beitragsordnung ergibt. Hierdurch kann die Bandbreite der tatsächlich zu leistenden jährlichen Sonderbeiträge zwischen Null und mehreren Hunderttausend Euro liegen.

Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EdW im Lagebericht (Abschnitt 4.3 „EdW-Beiträge").

Genehmigtes Kapital

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 19. März 2015 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. März 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung ausgegeben oder veräußert wurden.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Zusatzangaben

Organe:

Der Vorstand der Muttergesellschaft besteht aus zwei Personen:

Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: Finanzen und Handel)
Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: Technik und Marketing)

Die Vorstände Herr Ingo Hillen und Herr Matthias Hocke sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Sprockhövel.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:

Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei PricewaterhouseCoopers Legal AG, Düsseldorf
Gerd Goetz (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer der HSBC Transaction Services GmbH, Düsseldorf
Dr. Marcus Krumbholz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Gerd Goetz ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Sprockhövel.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 547 TEUR (Ingo Hillen 370 TEUR, Matthias Hocke 177 TEUR). Davon sind insgesamt 241 TEUR gewinnabhängige Bezüge (Ingo Hillen 172 TEUR, Matthias Hocke 69 TEUR). Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 203 TEUR (Ingo Hillen 107 TEUR, Matthias Hocke 96 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014/2015 beliefen sich auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 18 TEUR sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 12 TEUR.

Honorar des Abschlussprüfers:

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 71 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 54
andere Bestätigungsleistungen 17
71

Arbeitnehmer:

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 18 Arbeitnehmer beschäftigt. Die zum 30.09.2015 beschäftigten 17 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

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Bereich Handel Technik Back-office Controlling Buchhaltung Rechtsabteilung Sonstige Summe
Mitarbeiteranzahl 6 3 2 1 2 1 2 17

Anteilsbesitzliste

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Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital

(in %)
Konsolidierte Tochterunternehmen sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf 100,00
Assoziierte Unternehmen tick Trading Software AG, Sprockhövel 43,20
Sonstige Unternehmen Trade Haven GmbH i.L., Sprockhövel 46,25

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung:

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute soweit diese primär dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Einzelnen setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:

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30.09.2015

TEUR
30.09.2014

TEUR
Kassenbestand 6 2
Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute 1.797 1.467
1.803 1.469

Gemäß DRS 20-10 werden die Zins-, Dividenden- sowie Steuerzahlungen separat aufgeführt, sodass der Jahresüberschuss in der Position „Sonstige Anpassungen" um das Zinsergebnis sowie erfolgswirksam erfasste Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bereinigt wird.

Mitteilung bestehender Beteiligungen:

Der sino AG wurde von der HSBC Holdings plc, London, am 04.08.2015 nebst Ergänzung vom 04.01.2016 gemäß § 20 Abs. 5, 3 und 1 AktG mitgeteilt:

Die Beteiligung der HSBC Holdings plc, London, an der sino AG besteht ab dem 06.08.2015 nicht mehr in der nach § 20 Abs. 1 und 3 AktG mitteilungspflichtigen Höhe.

Der sino AG wurde von der HSBC Bank plc, London, am 04.08.2015 nebst Ergänzung vom 04.01.2016 gemäß § 20 Abs. 5, 3 und 1 AktG mitgeteilt:

Die Beteiligung der HSBC Bank plc, London, an der sino AG besteht ab dem 06.08.2015 nicht mehr in der nach § 20 Abs. 1 und 3 AktG mitteilungspflichtigen Höhe.

Der sino AG wurde von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, am 04.08.2015 nebst Ergänzung vom 04.01.2016 gemäß § 20 Abs. 5, 3 und 1 AktG mitgeteilt:

Die Beteiligung der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG besteht ab dem 06.08.2015 nicht mehr in der nach § 20 Abs. 1 und 3 AktG mitteilungspflichtigen Höhe.

Der sino AG wurde von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, am 04.08.2015 nebst Ergänzung vom 04.01.2016 gemäß § 20 Abs. 5, 3 und 1 sowie § 21 Abs. 3 und 1 AktG mitgeteilt:

Die Beteiligung der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG besteht ab dem 06.08.2015 nicht mehr in der nach § 20 Abs. 1 und 3 sowie § 21 Abs. 1 AktG mitteilungspflichtigen Höhe.

Der sino AG wurde von der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, am 04.08.2015 nebst Ergänzung vom 04.01.2016 gemäß § 20 Abs. 5, 3 und 1 AktG mitgeteilt:

Die Beteiligung der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG besteht ab dem 06.08.2015 nicht mehr in der nach § 20 Abs. 1 und 3 AktG mitteilungspflichtigen Höhe.

Von allen nachfolgend aufgeführten Gesellschaftern liegen der Gesellschaft keine neuen Mitteilungen über bestehende Beteiligungen vor. Der letzte Stand der gemeldeten Beteiligungen ist im Folgenden aufgeführt:

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return", Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 08.11.2011 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return", Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.01.2010 die Schwelle von 5 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,98 % (116.500 Stimmrechte).
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return", Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 03.03.2010 die Schwelle von 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,82 % (66.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von der MMI Leisure + Capital Management GmbH, gemäß Mitteilung vom 18.03.2013 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der MMI Leisure + Capital Management GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 21.05.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten und beträgt nunmehr 7,2 %.
(Die Anteile an der Gesellschaft gehören zu 100 % Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, der die Aktien vorher selbst hielt. Die Aktienübertragung bedeutet lediglich einen Wechsel von einer unmittelbaren zu einer mittelbaren Beteiligung; die Stimmrechte werden ihm zugerechnet, weshalb für Herrn Hillen keine Stimmrechtsmitteilung erfolgt ist.)

Der Gesellschaft wurden von der Gladstone Capital GmbH, gemäß Mitteilung vom 18.03.2013 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Gladstone Capital GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 23.05.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten und beträgt nunmehr 6,03 %.
(Die Anteile an der Gesellschaft gehören zu 100 % Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, der die Aktien vorher selbst hielt. Die Aktienübertragung bedeutet lediglich einen Wechsel von einer unmittelbaren zu einer mittelbaren Beteiligung; die Stimmrechte werden ihm zugerechnet, weshalb für Herrn Hocke keine Stimmrechtsmitteilung erfolgt ist.)

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn der sino AG zum 30. September 2015 in Höhe von 3.881.122,91 EUR soll eine Dividende in Höhe von 0,49 EUR je Aktie, insgesamt 1.145.375,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag in Höhe von 2.735.747,91 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Düsseldorf, 04.01.2016

Gez. Ingo Hillen

Gez. Matthias Hocke

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/2015

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Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.10.2014

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 30.09.2015

Euro
--- --- --- --- ---
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.082.218,00 557.677,36 582.324,36 1.057.571,00
2. Immaterielle Anlagewerte
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.369.193,97 159.100,90 35.422,96 1.492.871,91
3. Sachanlagen
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.227.728,29 52.946,49 333.402,57 947.272,21
- Geleistete Anzahlungen 10.287,85 0,00 10.287,85 0,00
1.238.016,14 52.946,49 343.690,42 947.272,21
3.689.428,11 769.724,75 961.437,74 3.497.715,12

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Abschreibungen
Stand 01.10.2014

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 30.09.2015

Euro
--- --- --- --- ---
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Immaterielle Anlagewerte
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.190.305,47 67.412,90 35.419,46 1.222.298,91
3. Sachanlagen
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 911.279,78 89.224,49 290.612,07 709.892,20
- Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
911.279,78 89.224,49 290.612,07 709.892,20
2.101.585,25 156.637,39 326.031,53 1.932.191,11

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Buchwerte
Stand 30.09.2015

Euro
Stand 30.09.2014

Euro
--- --- ---
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.057.571,00 1.082.218,00
2. Immaterielle Anlagewerte
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.573,00 178.888,50
3. Sachanlagen
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.380,01 316.448,51
- Geleistete Anzahlungen 0,00 10.287,85
237.380,01 326.736,36
1.565.524,01 1.587.842,86

Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2015

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gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklagen

EUR
andere Gewinnrücklagen

EUR
--- --- --- --- ---
Stand am 1. Oktober 2013 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 30. September 2014 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99
Stand am 1. Oktober 2014 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 30. September 2015 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99

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Bilanzgewinn

EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

EUR
Eigenkapital

EUR
--- --- --- ---
Stand am 1. Oktober 2013 2.135.989,60 2.338.262,59 4.710.137,59
Gezahlte Dividenden - 1.285.625,00 - 1.285.625,00 - 1.285.625,00
Jahresfehlbetrag 521.687,57 521.687,57 521.687,57
Stand am 30. September 2014 1.372.052,17 1.574.325,16 3.946.200,16
Stand am 1. Oktober 2014 1.372.052,17 1.574.325,16 3.946.200,16
Gezahlte Dividenden - 514.250,00 - 514.250,00 - 514.250,00
Jahresüberschuss 1.149.517,32 1.149.517,32 1.149.517,32
Stand am 30. September 2015 2.007.319,49 2.209.592,48 4.581.467,48

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014/2015

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2014/2015

2013/2014

Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 1.039.647,07 521.687,57
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitungen auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+/- Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sachanlagen, immateriellen Anlagewerten und Finanzanlagen 156.871,51 130.192,98
+/- Zunahme/Abnahme der anderen Rückstellungen - 64.195,38 93.490,57
+/- Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge - 447.807,11 - 500.978,00
- /+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Anlagewerten 4.978,87 - 10.422,68
- /+ Sonstige Anpassungen (Saldo) 96.217,43 - 11.905,47
\= Zwischensumme 785.712,39 222.064,97
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit Forderungen
- /+ - an Kreditinstitute - 70.435,51 331.914,47
- /+ - an Kunden - 31.393,67 - 43.419,97
- /+ Andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit - 260.435,81 - 122.919,25
Verbindlichkeiten
+/- - gegenüber Kreditinstitute - 38,01 38,01
+/- - gegenüber Kunden 33.154,82 4.440,96
+/- Andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit - 57.605,60 69.324,13
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 506.147,78 492.028,91
- Gezahlte Zinsen - 2.314,24 - 1.740,01
- Ertragsteuerzahlungen 29.733,36 299.685,58
\= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 932.525,51 1.251.417,80
+ Einzahlungen aus Abgängen von assoziierten Unternehmen 79.400,00 0,00
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 37.815,13 15.462,18
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 52.946,49 - 40.810,64
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 148.813,05 - 181.110,22
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 84.544,41 - 206.458,68
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividenden) - 514.250,00 - 1.285.625,00
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 514.250,00 - 1.285.625,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 333.731,10 - 240.665,88
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.469.251,97 1.709.917,85
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.802.983,07 1.469.251,97

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der sino Aktiengesellschaft, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gummersbach, 4. Januar 2016

**DHPG AUDIT GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer

gez. Giorgini, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der sino Aktiengesellschaft

über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage-sowie des Konzernlageberichts und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2015 geendete Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 (nachfolgend das „Geschäftsjahr 2014/2015") vorzunehmenden Prüfungen.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2014/2015 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.

Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.

Insbesondere vor dem Hintergrund eines insgesamt erfreulichen aber unberechenbaren Marktumfeldes, das erneut Monate mit niedrigen Handelsaktivitäten sowie Monate mit sehr hohem Handelsvolumen verursachte, war die Unterrichtung umfangreich und eng abgestimmt.

Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere die erfreuliche Ergebnisentwicklung sowie Werbemaßnahmen und die daraus resultierende Kundenentwicklung für die sino AG.

Weiterhin haben wir intensiv die Entwicklung der Mitbewerber analysiert und die sich daraus resultierenden Veränderungen im Markt als Chance für die sino AG diskutiert.

Dabei wurden zum Ende des Geschäftsjahres auch unter dem Gesichtspunkt der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der sino AG verschiedenste strategische Szenarien besprochen, um dem Anspruch der Anbieter für Heavy Trader zu sein gerecht zu werden.

Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden sechs Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates in den Geschäftsräumen der sino AG - am 27.10.2014, am 02.12.2014, am 14.01.2015, am 09.03.2015, am 01.06.2015, sowie am 22.09.2015 - statt.

Der vom Vorstand für das zum 30. September 2015 endende Geschäftsjahr 2014/2015 aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß §171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stimmen wir zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2014/2015. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, 19. Januar 2016

Dr. Robert Manger, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Datum der Billigung des Konzernabschlusses:

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss zum 30.09.2015 in der Aufsichtsratssitzung am 19. Januar 2016 gebilligt.