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Sino AG Annual Report 2014

Jun 10, 2015

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Annual Report

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sino Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014

Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 201312014

Inhalt

Vorbemerkung

1.

Grundlagen zur sino AG und zum Konzern

2.

Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
2.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
2.3 Kundenzahl und Ordervolumen

3.

Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage
3.2 Vermögenslage
3.3 Finanzlage

4.

Nachtragsbericht

5.

Risikobericht

5.1 Allgemeines
5.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
5.3 Unternehmensbezogene Risiken
5.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
5.5 Haftendes Eigenkapital.

6.

Chancen- und Prognosebericht

7.

Sonstiges

7.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
7.2 Beteiligungen
7.3 Investitionen und Produktinnovationen

8.

Schlusswort

Vorbemerkung

Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der sino AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde in Inhalt und Form gegenüber dem Vorjahr geändert. Die Anpassungen sind aufgrund des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 20 (DRS 20) - Konzernlagebericht - notwendig.

1. Grundlagen zur sino AG und zum Konzern

Die sino AG ist der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).

Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zurückgegeben.

Die sino AG hält seit dem 26.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Sprockhövel. Die sino Beteiligungen GmbH, eine 100%-ige Tochter der sino AG, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte

Gesamtwirtschaft

Für das Jahr 2014 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 1,3 %. Dies ist zwar eine deutliche Steigerung gegenüber den beiden wachstumsschwachen Vorjahren, die Prognose vom Frühjahr 2014 (1,9 %) musste aber deutlich nach unten korrigiert werden. Nach einem mäßigen Wachstum im Schlussquartal 2013 (+0,3 %) zeigte sich im ersten Vierteljahr 2014 ein stärkerer Aufwärtstrend (+ 0,7 %). Dann aber brach das Wachstum im zweiten Quartal ein (- 0,2 %). Das Jahr 2014 sollte, nach Stagnation im dritten Quartal, mit einem leichten Wachstum abschließen. Entgegen der Erwartungen waren trotz der relativ günstigen Rahmenbedingungen die Investitionen nicht entsprechend gestiegen, wohl aufgrund eines ebenfalls unter den Erwartungen liegenden globalen Wachstums. Speziell der Euroraum zeigte sich weiterhin schwach (DIW und IWF Prognose für 2014 0,8 %). Dazu kamen negative Auswirkungen der diversen internationalen Krisen (Ukraine, Nahost, Syrien und Irak). Auch die zuletzt für das deutsche Wirtschaftswachstum eine tragende Rolle spielende Binnennachfrage zeigte deutliche Schwächen.

Für 2015 rechnen die Institute mit einem Wachstum auf einem ähnlichen Niveau in Deutschland: 1,5 % (IWF) bzw. 1,2 % (DIW). Global betrachtet warnt der International Währungsfonds IWF inzwischen vor der Gefahr einer neuen globalen Wirtschaftskrise aufgrund niedriger Investitionen, noch nicht umgesetzter Strukturreformen, einer möglichen Überhitzung der Finanzmärkte und den weiterhin ungelösten geopolitischen Krisen.

Wertpapiermärkte

Das erste Quartal des Geschäftsjahres führt den DAX am 29. Oktober 2013 erstmals über die Marke von 9.000 Punkten. Gute Nachrichten aus China, die lockere Geldpolitik, die zügige Bildung der neuen Großen Koalition in Berlin sowie insgesamt gute konjunkturelle Aussichten bringen das deutsche Wirtschaftsbarometer am 27. Dezember 2013 auf 9.589 Punkte - ein Plus von 25 Prozent im Laufe des Kalenderjahres. Auch der Dow Jones erreicht im Dezember neue Rekordwerte.

Zu Beginn 2014 lassen Wachstumssorgen, Deflationsängste und abnehmendes Vertrauen in die Schwellenländer die Märkte weltweit ins Minus drehen. Im Februar gibt unter anderem eine erfreuliche Berichtssaison dem deutschen Aktienmarkt neuen Auftrieb. Die Annexion der Krim durch Moskau konterkariert diese Entwicklung, zeigt aber keine nachhaltige Wirkung. Am Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres steht der DAX mit 9.556 Punkten fast da, wo er am Anfang stand.

Am 11. April 2014 erlebt die NASDAQ den schwärzesten Tag seit 2011 und rutscht auf 4.000 Punkte ab. In Europa ist es einmal mehr EZB-Präsident Draghi, der die Stimmung aufhellt: Am 12. Mai überwindet der DAX wieder die 9.700er-Marke. Auch Dow Jones und S&P-Index liefern neue Rekorde. Am 9. Juni schließt der deutsche Leitindex erstmals über 10.000 Punkten.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres geht die Rekordjagd weiter: Der Dow Jones erreicht am 3. Juli ein Allzeithoch von über 17.000 Punkten. Wirtschaftssanktionen gegen Russland mit Blick auf Krim und Ukraine trüben allerdings die Stimmung wieder ein. Dazu kommt die Argentinien-Pleite. Am 8. August fällt der DAX auf 8.903 Punkte. In China glückt der Handelsplattform Alibaba am 19. September der größte Börsengang aller Zeiten. Zum Ende des Geschäftsjahres erholt sich der DAX wieder bis auf 9.474 Punkte und ist damit seit dem 1.10.2013 insgesamt um 9,9 % gestiegen.

2.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns

Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2013/2014 war weiterhin anspruchsvoll: Diese waren geprägt durch gestiegene regulatorische Anforderungen (z.B. bezüglich des sog. Algorithmushandels), die weiterhin diskutierte Finanztransaktionssteuer sowie die nach verheißungsvollem Start im Geschäftsjahr wieder deutlich abgeschwächten Börsenumsätze mit entsprechend niedrigen Tradezahlen.

Die ordentliche Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2013/2014 fand am 20.03.2014 in Düsseldorf statt. Alle zur Abstimmung gebrachten Beschlüsse wurden angenommen. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012/2013 in Höhe von 5.036.306,19 Euro wurden insgesamt 1.285.625,00 Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. 3.750.681,19 Euro wurden auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Geschäftsjahr 201312014. stiegen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 2,38 % von 5,41 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum (ohne Erträge aus der Einlage der tick-TS Beteiligung und Dividendenerträge, welche aktuell in die sino Beteiligungen GmbH einfließen) auf 5,54 Millionen Euro.

Die Kosten haben sich nach dem umfangreichen Kostensenkungsprogramm der letzten beiden Geschäftsjahre auf niedrigem Niveau eingependelt und liegen nun rund ein Drittel unter dem Stand von vor drei Jahren.

Im Konzern (sino AG und sino Beteiligungen GmbH) wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,51 Millionen Euro erzielt (im Vorjahr: -0,083 Millionen Euro).

Aufgrund der Umstrukturierung und der damit verbunden Aufdeckung der stillen Reserven kam es im letzten Geschäftsjahr (2012/2013) zu einer Reihe von Sondereffekten, die im bereinigten Ergebnis der sino AG herausgerechnet wurden. Bezogen auf das Jahresergebnis der sino AG ist für das Geschäftsjahr 2013/2014 aufgrund der Umstrukturierung eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt gegeben. Stattdessen muss als Vergleichszahl das Konzernergebnis herangezogen werden, welches die Erträge aus den at equity bewerteten Beteiligungsunternehmen (im Wesentlichen der tick-TS AG) enthält.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:

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Geschäftsjahr 2009/2010 2010/2011 2011/2012 201212013 2013/2014
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Mio. 0,8 1,4 -0,17 0,171 0,037
EUR (sino AG) (3,3) 2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern: sino AG und sino Beteiligungen GmbH) -0,083 0,51

Die aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs des ersten Halbjahres im März 2014 erhöhte Gewinnprognose von 0,70 - 1,0 Millionen Euro Jahresüberschuss im Konzern wurde somit, aufgrund des eingetrübten Geschäftsverlaufs im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres, verfehlt.

Das Unternehmen konnte aber das für das Geschäftsjahr 2013/2014 ursprünglich prognostizierte Gewinnziel von 0,4 - 0,6 Millionen Euro nach Steuern für den Konzern und ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis für die sino AG voll erreichen.

Insgesamt schätzt der Vorstand der sino AG den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als noch zufriedenstellend ein.

1 bereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS Beteiligung

2 unbereinigt um die Effekte aus der Einlage der tick-TS Beteiligung

2.3 Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2014 ist mit 443 gegenüber dem Vorjahr (545 Depots) deutlich gesunken (15 Depots befanden sich bei Geschäftsjahresende noch in Kündigung und wurden schon nicht mehr als Kunden gerechnet). Diese Verringerung ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die sino AG im Rahmen ihres Kosteneinsparprogramms wenig rentable Depots weiterhin konsequent geschlossen hat, um die laufenden Kosten zu reduzieren und die strategische Fokussierung auf die Zielgruppe Heavy Trader umzusetzen. Zusammengenommen erbrachten diese Konten im letzten Geschäftsjahr insgesamt lediglich 0,1 % der Provisionen. 28 neue Depots wurden eröffnet.

Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 2,6 % von 0,75 Mio. auf 0,73 Mio. gesunken. Die Zahl der margenstarken Wertpapierorders dagegen stieg um 12,7 %.

3. Lage der Gesellschaft

Wegen der Beteiligung an der sino Beteiligungen GmbH ist die sino AG verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wird und die Beteiligungen an der tick Trading Software AG und der Trade Haven GmbH mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at equity) bilanziert werden.

Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 201212013 nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt wird. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.

Da sich die Geschäftstätigkeit der sino Beteiligungen GmbH als einziger Tochtergesellschaft auf das Halten der Beteiligung an der tick-TS AG beschränkt, bestehen nur in einzelnen Positionen Abweichungen zwischen dem Einzel- und Konzernabschluss. Daher wird im Folgenden die Lage der sino AG erläutert und ggf. anschließend die davon abweichende Lage des Konzerns.

3.1 Ertragslage

Die Provisionserlöse der sino AG sind um 0,52 % auf 5.127 TEUR (Vorjahr 5.101 TEUR) angestiegen. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 5.775 TEUR (Vorjahr 5.688 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen von 648 TEUR (Vorjahr 587 TEUR), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 403 TEUR (Vorjahr 302 TEUR), im Wesentlichen wegen einer gebuchten Forderung in einem Rechtsstreit in Höhe von 59 TEUR und wegen gestiegener Erlöse mit der tick-TS AG um 51 TEUR.

Durch die Umschichtung der Anteile an der tick-TS AG in die sino Beteiligungen GmbH entfallen im Einzelabschluss die laufenden Erträge aus Beteiligungen (die Dividende der tick-TS AG; im Vorjahr betrug diese 410 TEUR).

Die verbuchte Ausschüttung der Dividende in der sino Beteiligungen GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 480 TEUR.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr von 5.397 TEUR auf 5.372 TEUR um 0,43 % (Vorjahreswert bereinigt um die Kosten aus der Ausgliederung der tick-TS Beteiligung von 200 TEUR und einer einmaligen Erhöhung der Rückstellung für Settlementrisiken um 90 TEUR). Die Personalaufwendungen stiegen dabei von 1.477 TEUR auf 1.548 TEUR um 4,82 % (Vorjahreswert bereinigt um Kosten aus der Ausgliederung der tick-TS Beteiligung von 200 TEUR), vor allem aufgrund höherer erfolgsabhängiger Vergütung. Die anderen bereinigten Verwaltungsaufwendungen sanken um 2,44 %. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Einsparungen in Höhe von 186 TEUR im Bereich der Börsen und Kursinformationsgebühren.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sanken von 143 TEUR auf 129 TEUR um 10,0 % aufgrund der mittlerweile vollständigen Abschreibungen von Softwareprogrammen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Für das Geschäftsjahr 201312014 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 37 TEUR sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von 46 TEUR.

Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" durch „Netto-Provisionserlöse", liegt bei 1,05 (im Vorjahr: 1,11}.

Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 522 TEUR aus. Hier wurden die laufenden Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen (im Wesentlichen der tick-TS AG) in Höhe von 501 TEUR erfasst. Weitere wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresergebnis der sino AG und des Konzerns ergaben sich nicht.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 7.771 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 6.371 TEUR (im Vorjahr 7.610 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 81,99 %.

Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 2.832 TEUR rund 36,45 % aller Aktivposten ausmachen, jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 1.109 TEUR.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind auf die im Vorjahr gegründete sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Die tick-TS AG Anteile der sino Beteiligungen GmbH sind ebenfalls im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet.

Die Verringerung der sonstigen Vermögensgegenstände von 486 TEUR auf 180 TEUR resultiert vor allem aus der im Geschäftsjahr geflossenen Rückforderung aus Körperschaft- und anrechenbarer Kapitalertragsteuer in Höhe von insgesamt 297 TEUR.

Steuerrückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer sind nicht zu bilden.

Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Rückstellungen für Personalkosten im Zusammenhang mit Urlaubsgewährung, Bonuszahlungen und Tantiemeverpflichtungen betragen 301 TEUR, für ausstehende Anwalts- und Prozesskosten wurde ein Betrag von 72 TEUR eingestellt, zu erwartende EDW Beiträge sind mit 63 TEUR erfasst und die im Vorjahr angepasste Rückstellung für Settlementrisiken beträgt weiter 290 TEUR. Abschluss- und Prüfungskosten wurden in Höhe von 86 TEUR und für zu erwartende Betriebsprüfungen sowie Aufbewahrungspflichten sind insgesamt 25 TEUR verbucht. Alle weiteren ausstehenden Rechnungen sind mit einer Summe von 96 TEUR erfasst. Der Anstieg der anderen Rückstellungen ist überwiegend auf die Bildung von Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen (103 TEUR) zurückzuführen.

Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 5.354. TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 73,7 % aus. Abweichend vom Einzelabschluss der sino AG werden im Konzernabschluss die Beteiligungen als Anteile an assoziierten Unternehmen nur in Höhe von 1.082 TEUR erfasst. Die Abweichung resultiert aus der at equity Bewertung der entsprechenden Anteile und der Aufdeckung der stillen Reserven der tick-TS AG im Einzelabschluss. Zu den liquiden Mitteln trägt die sino Beteiligungen GmbH 357 TEUR bei.

3.3 Finanzlage

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2013/2014

TEUR
2012/2013

TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.251 1.495
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit -206 -58
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.286 0
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -241 1.437
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.710 273
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.469 1.710

Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist leicht rückläufig. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die Abnahme der nicht in den Finanzmittelfonds einbezogenen Forderungen an Kreditinstitute zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich wegen höherer Investitionen ebenfalls verringert. Die erhöhten Investitionen resultieren vor allem aus dem Erwerb von Software.

Der ebenfalls negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-1.286 TEUR) entspricht der Dividendenausschüttung der sino AG. Im Vorjahr wurde keine Ausschüttung vorgenommen.

Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Eigenkapitalquote ist die Finanzlage der sino AG weiterhin positiv zu bewerten.

4. Nachtragsbericht

Mit Beschluss vom 27.10.2014 hat der Aufsichtsrat der sino AG die Dienstverträge beider Vorstände vorzeitig verlängert. Ingo Hillen ist damit nunmehr bis zum 31.12.2018 als Vorstand des Unternehmens bestellt, Matthias Hocke bis zum 31.12.2017. Dabei wurde im sinne des allgemeinen Kostensparprogramms des Unternehmens eine deutliche Reduzierung der jeweiligen Grundgehälter vereinbart, gleichzeitig eine höhere prozentuale Beteiligung am Unternehmensgewinn.

Weitere wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.

5. Risikobericht

5.1 Allgemeines Risikomanagement

Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.

Das Risikomanagementsystem der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.

Risikostruktur

Die Struktur der Risiken der sino AG (und damit auch der Risikobericht) zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich keine erheblichen inhaltlichen Veränderungen; die Risikosituation des Unternehmens bleibt damit im Wesentlichen unverändert.

Das im letzten Jahr in Kraft getretene Gesetz zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel (Hochfrequenzhandelsgesetz) hat auch Auswirkungen auf das Geschäft der sino AG. Zwar finden die Vorschriften für den reinen Hochfrequenzhandel keine Anwendung auf die sino AG und deren Kunden, gleichwohl gelten zahlreiche Regelungen den algorithmischen Handel betreffend. Darunter versteht man die computerbasierte Eingabe, Änderung und Löschung von Aufträgen. In Zusammenarbeit mit der Depotbank HSBC Trinkaus & Burkhardt versucht die sino AG, den regulatorischen Eingriff für die Kunden der sino AG - alles erfahrene Heavy Trader - so anwendungsfreundlich wie möglich zu gestalten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weitere regulatorische Maßnahmen z.B. bezüglich der Nutzung der API (Programmierschnittstelle) für erforderlich hält. Das kann zur Folge haben, dass Kunden weniger handeln können, da in automatisierte Prozesse eingegriffen wird.

Einschnitte in das Handelsverhalten der Kunden könnte ebenfalls eine Finanztransaktionssteuer verursachen, zu deren Einführung sich elf Euro-Staaten vor mehr als zwei Jahren bekannt hatten, und die je nach Ausgestaltung erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft der sino AG haben kann. Zunächst war eine Abgabe auf alle Finanzprodukte geplant, die alle Akteure trifft. Doch im Laufe der Verhandlungen haben verschiedene Regierungen immer wieder für verschiedene Finanzprodukte Ausnahmen gefordert. So war zuletzt nur noch von einer erweiterten Aktiensteuer die Rede. Auf die Besteuerung von Derivaten, die den Großteil der erwarteten Einnahmen hätten bringen sollen, wollen sich die Länder erst zu einem späteren Zeitpunkt einigen. Bisher war geplant, die Steuer 2016 einzuführen - doch auch dieser Zeitpunkt wird kaum zu halten sein. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll die Arbeit an der Steuer im kommenden Halbjahr weitergehen.

Durch eine Finanztransaktionssteuer und andere, im Risikohandbuch beschriebene Risiken, kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können.

5.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungssteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.

Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.

5.3 Unternehmensbezogene Risiken

Risiken der System- und Softwaresicherheit

Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick-TS AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die tick-TS AG hat das Geschäftsfeld Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel von der Trade Haven GmbH übernommen.

Die bei der tick-TS AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick-TS AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick-TS AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick-TS AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritische Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf „execution - only". Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).

Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus im Geschäftsjahr noch weiter intensiviert und verbessert.

Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.

EDW Beiträge

Es können künftig auch weiterhin umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderzahlungsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zukommen.

a) Sonderzahlungen wegen Phönix-Entschädigung

Die Phönix Kapitaldienst GmbH hat bei Anlegern einen von der EDW im Umfang von schätzungsweise 297,5 Mio. Euro zu tragenden Schaden angerichtet.

Die EDW hatte im Dezember 2009 für eine Teilentschädigung der Phönix-Anleger bei der Bundesrepublik Deutschland einen verzinslichen Kredit in mehreren abrufbaren Tranchen in Höhe von insgesamt 128 Mio. Euro aufgenommen, welcher bei Vollabruf in fünf Jahren zu jährlichen Tranchen von 25,6 Mio. Euro zurückzuzahlen ist. Diese Kreditaufnahme führte zu einer Sonderzahlungserhebung gegenüber der sino AG im Jahre 2010 von 541.549.77 Euro. Der Betrag wurde geleistet. Am 9. September 2011 wurde Klage beim Verwaltungsgericht gegen diesen Sonderzahlungsbescheid erhoben, das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt und mit Urteil vom 8. Mai 2014 zurückgewiesen. Gegen die Nichtzulassung der Revision wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Mit einer Entscheidung ist Ende 2014/Anfang 2015 zu rechnen. Sollte das Bundesverwaltungsgericht die Revision nicht zulassen, wäre zu entscheiden, ob Klage beim Bundesverfassungsgericht erhoben wird.

Weiterhin ergingen für 2011 ein Sonderzahlungsbescheide in Höhe von 175.676,51 Euro, für 2012 in Höhe von 276.712,61 Euro, für 2013 und 2014 ein Sonderzahlungsbescheid in Höhe von 1.050,00 Euro bzw. 2.100,00 Euro. Die Widerspruchsverfahren betreffend die Jahre 2011 bis 2013 ruhen mit Blick auf die „Musterklage" und die Beträge wurden geleistet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann allerdings jederzeit die ruhenden Widersprüche bescheiden, so dass das Unternehmen zur Aufrechterhaltung seiner Rechtsposition gezwungen ist, über eine Klageerhebung zu entscheiden; hier gilt es die Prozesskosten gegen die Erfolgsaussichten der „Musterklage" bzw. Verfassungsgerichtsklage abzuwägen.

Die EDW hat im April 2011 von der Bundesrepublik Deutschland einen weiteren Kredit im Umfang von 141 Mio. Euro aufgenommen, um die Phönix-Anleger nunmehr voll zu entschädigen. Allerdings wurde aufgrund einer fehlerhaften Berechnung den Phönix-Anlegern zu wenig ausgezahlt, so dass sie im März 2012 einen erneuten Kredit über 28,5 Mio. Euro aufnehmen musste, womit sich derzeit die Kreditaufnahme insgesamt auf 297,5 Mio. Euro beläuft. Die EDW hat angegeben, dass sie mit 88 Mio. Euro aus der Insolvenzmasse rechnet, womit sich die EDW Sonderzahlungslast auf rund 210 Mio. Euro reduzieren würde. Nach aktuellen Informationen ist aber erst im Jahr 2015 mit einem Insolvenzschlusstermin zu rechnen.

Der Anteil der sino AG an der Auszahlung an die Phönix-Anleger beträgt (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur) aufgrund der EDW Beitragsverordnung etwa 1,0 - 1,5 %. Von den 100 Mio. Euro (210 Mio. Euro abzüglich rund 110 Mio. Euro Sonderzahlungen 2010 - 2014) müsste die sino AG also rund 1,0 - 1,5 Mio. Euro leisten. Die bisher gezahlten Sonderzahlungen belaufen sich auf rund 997 TEUR.

Bei der nächsten voraussichtlichen Sonderzahlungserhebung 2015 wird die Kappungsgrenze gem. § 8 Abs. 6 S. 6 EAEG „Aktueller Sonderbeitrag und letzter Jahresbeitrag dürfen zusammen nicht 45 % des Gewinns des Unternehmens überschreiten" greifen, noch vor den beiden weiteren Kappungsgrenzen „nach drei aufeinanderfolgenden Sonderbeiträgen darf der Sonderbeitrag das Doppelte des Jahresbeitrags nicht überschreiten" und „Sonderbeitrag darf das Fünffache des letzten Jahresbeitrags nicht überschreiten". Die Sonderzahlung 2015 wird sich deshalb nach heutigem Stand im Geschäftsjahr 2014/2015 wohl auf den Mindestbeitrag von 1.050 Euro belaufen.

Allerdings ist mitzuteilen, dass aufgrund der geplanten Novellierung des Anlegerentschädigungsrechts eine neue EDW BeitragsVO erlassen wird, die zu von der Prognose abweichenden Zahlungen führen kann.

b) Jahresbeiträge 2010-2014

Am 19. November 2010 wurde Widerspruch gegen den Jahresbeitragsbescheid 2010 in Höhe von 123.404,95 Euro erhoben, gleiches gilt für den Jahresbeitragsbescheid 2011 in Höhe von 66.462,50 Euro, den Jahresbeitragsbescheid 2012 in Höhe von 82.342,35 Euro und den Jahresbeitragsbescheid 2013 in Höhe des Mindestbeitrags von 1.050,00 Euro. Die Beträge wurden geleistet. Der Jahresbeitragsbescheid 2014 beträgt 62.740,81 Euro.

Gegen den geleisteten Jahresbeitrag 2009 in Höhe von 148.122,73 Euro wurde am 15. August 2011 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin erhoben. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage zurück, das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 6. März 2014 ebenso die eingelegte Berufung. Mit einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision dürfte Ende 2014/Anfang 2015 zu rechnen sein. Sollte das Bundesverwaltungsgericht die Revision nicht zulassen, wäre zu entscheiden, ob Klage beim Bundesverfassungsgericht erhoben wird.

Die Widerspruchsverfahren gegen die Jahresbeitragsbescheide 2010-2013 wurden vor dem Hintergrund des „Musterverfahrens" ruhend gestellt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann allerdings jederzeit die ruhenden Widersprüche bescheiden, so dass das Unternehmen zur Aufrechterhaltung seiner Rechtsposition gezwungen ist, über eine Klageerhebung zu entscheiden; hier gilt es die Prozesskosten gegen die Erfolgsaussichten der „Musterklage" bzw. Verfassungsgerichtsklage abzuwägen.

Der Jahresbeitrag 2015 wird nach heutigem Stand bei rund 11 TEUR liegen.

c) Resümee

Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft die EDW im Umfang von mindestens noch 110 Mio. Euro durch sukzessive Sonderzahlungen einfordern wird. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf die künftigen Jahre Belastungen im Umfang von 1,0 - 1,5 Mio. Euro entfallen. Ein genauer Betrag lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen. Es sieht derzeit auch so aus, als ob rund 5 Mio. Euro der jährlich von den EDW Mitgliedern angeforderten rund 27 Mio. Euro aufgrund Einsetzen der Kappungsgrenze bei manchen Instituten nicht einzubringen sind, so dass dieser Restbetrag sodann der nächsten Sonderbeitragstranche hinzugerechnet wird. Insofern ergibt sich die Höhe des Sonderbeitrags letztlich immer auch aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EDW Mitglieder zueinander. Auch ob die Prognose der EDW stimmt, dass der Phönix-Insolvenzverwalter 88 Mio. Euro an die EDW auszahlen wird, ist unklar.

Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EDW Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und behält sich weiter vor, sämtliche rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen.

5.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken

Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2014 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2014 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität und der tick-TS Anteile zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.

Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.

Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.

Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Der Gesamtschaden bei HSBC Trinkaus beläuft sich auf ca. 1,0 Mio. Euro. Die hiergegen gerichtete Klage wurde überraschend abgewiesen. Auch wenn die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurde schon im Geschäftsjahr 2005/200 6 eine Rückstellung für den durch die gemeinsamen Kunden entstandenen Schaden gebildet. Diese wurde für das Geschäftsjahr 2012/2013 von zuvor 200 TEUR abschließend auf 290 TEUR erhöht. Mit der Erhöhung dieser Rückstellung ist keinerlei Schuldanerkenntnis verbunden oder eine bindende Verpflichtung zur Zahlung gegenüber Dritten eingegangen worden.

5.5 Haftendes Eigenkapital

Das haftende Eigenkapital ist gemäß 5 10 Abs. 2 Satz 2 KWG die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital abzüglich der Positionen des § 10 Abs. 6 Satz 1 KWG.

Das Kernkapital der Gesellschaft besteht gemäß 5 10 Abs. 2a Nr. 2 KWG aus dem Kapital abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände:

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30.09.2014

Eingezahltes Kapital 2.337.500,00
+ Kapitalrücklage 34.375,00
+ gesetzliche Rücklage 199.375,00
+ andere Gewinnrücklagen 2.897,99
+ Gewinnvortrag nach Verwendung 3.750.681,19
- Immaterielle Anlagewerte -178.888,50
Haftendes Eigenkapital 6.145.940,68

Da der Jahresabschluss zum 30. September 2011. noch nicht festgestellt ist, wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 46.403,73 € bei der Ermittlung des haftenden Eigenkapitals zum 30. September 2014 nicht einbezogen.

Die immateriellen Anlagewerte wurden als Abzugsposition im sinne des §10 Abs. zag Satz 2 KWG berücksichtigt.

6. Chancen- und Prognosebericht

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind im Hinblick auf aktuelle und geplante regulatorische Hindernisse nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet.

Chancen und künftige strategische Ausrichtung

Die sino AG wird den nach wie vor festzustellenden Trend hin zum Online-Wertpapierhandel durch einen konsequenten Ausbau seiner Produktpalette nutzen. So konnte die sino AG im Bereich Anleihen gute Erlöse generieren. Weiter wurde der Handel mit Neuemissionen forciert. Hierzu bietet sino ihren Kunden an, über anstehende Neuemissionen elektronisch in Kenntnis gesetzt zu werden. Dabei kann die sino AG auf eine Handelsplattform zurückgreifen, die zu den schnellsten und komfortabelsten im Markt gehört und bei Umfragen regelmäßig Top-Noten erhält.

Zudem sollen Neukunden verstärkt durch attraktive Einstiegskonditionen hinzugewonnen werden. Die Neukonzeption der Unternehmenshomepage mit einem zeitgemäßen Design und neuer Struktur und damit verbesserter Übersichtlichkeit und die Nutzung neuer Online-Werbeformen wird ebenfalls der Neukundenakquise dienen, wie auch die Weiterentwicklung der mobilen Version der Handelsplattform (sino X2GO).

Mit der deutlich verschlankten Kostenstruktur sieht sich das Unternehmen optimal aufgestellt, um von ansteigenden Börsenumsätzen überproportional zu profitieren.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer steht nach wie vor im Raume. Fakt ist zwischenzeitlich, dass, sollte sie eingeführt werden, dies nur im Verbund mit weiteren EU-Partnern geschehen wird. Von erheblicher Bedeutung wird dabei sein, welche EU-Länder hier mitziehen werden. Verlässliche Details zur möglichen Ausgestaltung sind bislang nicht bekannt, diese sind jedoch ausschlaggebend für eine Abschätzung möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen. Sollte Großbritannien die Steuer wie absehbar nicht einführen, ist damit zu rechnen, dass Liquidität in den Finanzplatz London abwandert.

Die Auswirkungen der Finanzkrise sind in der Euro-Zone nach wie vor spürbar. Die starke Verschuldung einiger Staaten ist nach wie vor Grund zur Sorge. Die Uneinigkeit innerhalb der EU bei der Bekämpfung der Staatsschulden verstärkt das Problem weiter. Für Deutschland rechnen die Institute für 2015 weiterhin mit einem moderaten Wachstum: 1,5 % (IWF) bzw. 1,2 % (DIW). Global betrachtet warnt der Internationale Währungsfonds IWF allerdings vor der Gefahr einer neuen globalen Wirtschaftskrise.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die aktuelle Situation, in der die Börsenumsätze erheblichen Schwankungen unterliegen, erschwert somit eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose. Die im Folgenden dargelegten Schätzungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2014/2015.

Die sich im vergangenen Jahr bereits abzeichnende positive Marktentwicklung und immer neue Rekordstände beim DAX stimmen grundsätzlich positiv. Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief gut.

Die Erträge aus der Beteiligung an der tick-TS AG sorgen nach wie vor für eine gewisse Planungssicherheit durch die sehr gute Entwicklung der tick-TS AG und der bisher praktizierten Politik der Vollausschüttung des Unternehmensgewinns. Zudem konnte das Unternehmen eine weitere Großbank als strategischen Partner gewinnen, der auf die Software des Unternehmens setzt. Die sino AG rechnet daher mit einer stabilen bis leicht steigenden Dividende der tick-TS AG in den nächsten Jahren.

Die Ausgliederung der Beteiligung an der tick TS AG in die 100%-ige Tochtergesellschaft sino Beteiligungen GmbH führt zu den erwarteten Kostensenkungen. Darüber hinaus wurden ebenfalls weiter konsequent Kosten eingespart, so dass die allgemeinen Verwaltungskosten rund ein Drittel unter dem Stand von vor drei Jahren liegen.

Wir gehen davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Oberschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.

Soweit die regulatorischen Auswirkungen keine erheblichen Änderungen im Tagesgeschäft mit sich bringen - und bei sich nicht wieder negativ entwickelnden Rahmenbedingungen - geht das Unternehmen davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2014/2015 ein ähnliches Ergebnis im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet werden kann. Bei vergleichbarer Kundenbasis sollten sich die Gesamterträge wie im Geschäftsjahr 2013/2014 im Bereich von 5,5 Millionen Euro bewegen, dabei gehen wir von einer Erlösspanne zwischen 5 und 5,8 Millionen Euro aus. Die allgemeinen Kosten sollten ebenfalls im Bereich des Vorjahres (5,4 Millionen Euro) liegen, zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Euro. Die Struktur der Aufwendungen wird dabei im Wesentlichen gleich bleiben. Der Cost-Income-Ratio wird sich entsprechend ebenfalls kaum verändern.

Weiterhin geht das Unternehmen davon aus, dass nach derzeitigem Stand die Erträge aus den at equity bewerteten Beteiligungen (im Wesentlichen tick-TS AG) rund 500 TEUR betragen werden.

Der Vorstand ist somit optimistisch, für das Geschäftsjahr 2014/2015 für die sino AG ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis und für den Konzern einen Gewinn etwa in der Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres erreichen zu können (rund 520 TEUR).

Unter dieser Prämisse strebt der Vorstand auch wieder eine hohe Dividende von ca. 0,25 Euro pro Aktie an.

Der bisherige Verlauf des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres bestätigt diese vorsichtig optimistische Prognose.

7. Sonstiges

7.1 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht

Vergütung allgemein

Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.

Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.

Die Mitarbeiter der Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Gehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige jährliche Entgelte.

Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt und einem monatlichen variablen Gehaltsbestandteil einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung als nicht risikoträchtig einzustufen ist, da sie keine eigenen Positionen für die sino AG eröffnen können und eine Beratung der Kunden (Anlageberatung) im Verhältnis zum Kunden vertraglich ausgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann die variable Vergütung bis auf Null reduziert werden. Die Vergütungssysteme laufen nicht der Überwachungsfunktion der Kontrolleinheiten zuwider.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht grundsätzlich aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens bzw. des Konzerns orientiert. Die Auszahlung der Tantieme erfolgt in vier Tranchen. Die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe eines Drittels der Tantieme erfolgt unmittelbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die verbleibenden Tranchen werden jeweils in den drei Folgejahren (erstmalig im GJ 2012/2013) zu gleichen Teilen ausgezahlt. Für diese Tranchen besteht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung. Diese beinhaltet, dass die Tranchen nachhaltig gezahlt werden, d. h. bei der Auszahlung wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigt. Sollte der Gewinn unterhalb einer definierten Grenze bleiben, wird die Auszahlung der jährlichen Tranchen um ein Drittel reduziert, während für das jeweilige Geschäftsjahr gar keine Tantieme gewährt wird.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 201312014 wurde als Bemessungsgrundlage der Jahresüberschuss des Konzerns herangezogen (soweit ein solcher besteht).

Vergütungen im Geschäftsjahr 2013/2014

Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und eines Auszubildenden, 21 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt (ein Mitarbeiter hat seine Ausbildung im abgelaufenen Geschäftsjahr beendet und wurde in ein laufendes Beschäftigungsverhältnis übernommen).

Die Gesamtvergütungen der sino AG im Geschäftsjahr 2013/2014 betrugen 1.387.727,83 Euro, davon entfielen 1.044.581,02 Euro auf feste Vergütungen und 343.146,81 Euro auf variable Vergütungen. Der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile entspricht 24,73 % der Gesamtvergütungen der sino AG. Neun Mitarbeiter - aus den Abteilungen Vorstand, erweiterte Geschäftsleitung und Handel/Customer Care - von insgesamt 21 Mitarbeitern, die zum Bilanzstichtag beschäftigt waren, erhielten im Geschäftsjahr variable Vergütungsbestandteile.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 504 TEUR (Ingo Hillen 292 TEUR, Matthias Hocke 212 TEUR). Davon sind insgesamt 103 TEUR (jeweils 51,5 TEUR) gewinnabhängige Bezüge. Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 175 TEUR (Ingo Hillen 87,5 TEUR, Matthias Hocke 87,5 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung aus dem Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses.

Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2013/2014

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz von Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.

Die Bruttobezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 unverändert zum Vorjahr auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung 24 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 18 TEUR auf Herrn Gerd Goetz, sowie 12 TEUR auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz.

7.2 Beteiligungen

Die sino AG hält seit dem 25.09.2013 mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH, 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Sprockhövel.

Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.

Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.

Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.

In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Oliver Wagner und von drei Azubis zum 30.09.2014 22 Mitarbeiter angestellt.

Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Zudem bestehen Vertriebskooperationen mit ausländischen Banken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die tick-TS AG einen neuen Großkunden gewinnen. Diese auf mehrere Jahre angelegte Kooperation wird die positive Entwicklung der tick-TS AG substanziell unterstützen.

Die tick-TS AG wird den Gewinn für das Geschäftsjahr 2013/2014 vollständig an die Gesellschafter ausschütten. Die Dividende an die sino Beteiligungen GmbH wird sich damit auf 501 TEUR belaufen.

Die Liquidation der Trade Haven GmbH wurde zum 21.10.2014 beendet. Der Liquidationserlös entspricht in etwa dem Beteiligungsbuchwert von 79 TEUR.

7.3 Investitionen und Produktinnovationen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben. So wurden die Anforderungen an das Algotrading aus dem Hochfrequenzhandelsgesetz technisch umgesetzt (Flagging von Algotrading-Orders). Das nächste grundlegende Release des sino MX-PRO, das auch eine Überarbeitung der Benutzeroberfläche in zeitgemäßem Design umfasst, wurde vorbereitet und ist für den Anfang 2015 geplant. Ebenso steht eine sino App (als Ersatz für die bisherige Webapplikation sino X2GO) und die neu konzipierte sino Homepage kurz vor dem Launch.

Die seit Oktober 2012 laufende schrittweise Umstellung der Kursversorgung ist weitestgehend umgesetzt. Ziel der Umstellung war es, den Kunden eine Auswahl an mehreren verschiedenen Kursprovidern anzubieten, bei denen sie selbst zu einem Grundpaket an Kursen kostengünstig nach Bedarf weltweite Realtimekurse auch kurzfristig zusätzlich buchen oder wieder abbestellen können. Eine Abdeckung aller größeren Handelsplätze weltweit wurde hierbei umgesetzt, die mittelfristige Anbindung bestehender Kursprovider des Kunden ist angestrebt. Per Plug-In laufen die Kursdaten wie bisher direkt in die Handelsplattform MX-PRO.

Zudem wurden im Geschäftsjahr weitere Tools für die Unterstützung der Compliance und die Optimierung des Reportings eingeführt.

Die Seminarreihe „sino Akademie", ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen im vorigen Geschäftsjahr wurden die Veranstaltungen weiterhin als Webinare durchgeführt. Das Webinarprogramm wurde durch Veranstaltungen zum sino MX-PRO mit Themen für „Professionals" weiter differenziert. Zudem wurde wiederum ein Webinar speziell zur API des MX-PRO und ergänzend die Möglichkeit von Webinaren für einzelne Kunden zu speziellen Anliegen angeboten.

Erfolgreich fortgeführt wurde zudem der Newsletter „Update", der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf die rechtlichen Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.

8. Schlusswort

Schließlich wollen wir uns bei allen bedanken, die in herausfordernden Zeiten zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben: In erster Linie bei unseren Mitarbeitern und Kooperationspartnern, allen voran bei der tick-TS AG, die für unsere Kunden wie in den Vorjahren die exzellente und außerordentlich stabile Handelsplattform sino MX-PRO weiter entwickelt hat. Mit dieser Software können wir nicht nur alle regulatorischen Anforderungen im sinne des Gesetzgebers erfüllen, sondern auch den Wunsch unserer Kunden nach einer möglichst einfachen Lösung. Darüber hinaus danken wir herzlich unserem Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit und unseren Aktionären für ihre Treue zum Unternehmen.

Allen Aktionären können wir versichern, dass wir auch weiterhin alles daran setzen werden, auf der Basis guter Geschäftsergebnisse eine attraktive Dividende ausschütten zu können. Die konsequenten Maßnahmen zur Kostenreduzierung der letzten drei Jahre waren für alle Stakeholder sicher nicht immer angenehm.

Im Ergebnis ist das Unternehmen aber besser denn je gerüstet, um auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Markt erfolgreich zu sein. Wir sind sicher, dass sich die sino AG | High End Brokerage so aufgestellt in Zukunft erfolgreicher als der Wettbewerb entwickeln kann.

Düsseldorf, den 22.12.2104

Ingo Hillen

Matthias Hocke

Konzernbilanz zum 30. September 2014

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

AKTIVA

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30.09.2014

30.09.2013

1. Barreserve
Kassenbestand 2.460,35 4.777,55
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.466.791,62 1.705.140,30
b) andere Forderungen 1.722.843,03 2.054.757,50
3.189.634,65 3.759.897,80
3. Forderungen an Kunden 223.698,02 181.712,15
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute € 158.200,00 (im Vorjahr € 169.793,33)
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.082.218,00 1.060.760,00
5. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.888,50 18.675,00
6. Sachanlagen 326.736,36 398.827,38
7. Sonstige Vermögensgegenstände 306.111,32 485.752,14
8. Rechnungsabgrenzungsposten 44.655,17 40.644,11
5.354.402,37 5.951.046,13
PASSIVA
30.09.2014

30.09.2013

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 38,01 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 38.132,84 33.691,88
3. Sonstige Verbindlichkeiten 424.883,55 355.559,42
4. Rückstellungen
andere Rückstellungen 945.147,81 851.657,24
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 199.375,00 199.375,00
cb) andere Gewinnrücklagen 2.897,99 2.897,99
202.272,99 202.272,99
d) Bilanzgewinn 1.372.052,17 2.135.989,60
5.354.402,37 5.951.046,13

Eventualverbindlichkeiten

Haftung aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 139.277,28 € (im Vorjahr 0,00 €)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

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EUR Geschäftsjahr

EUR
Vorjahr

EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 12.508,91 8.029,06
2. Zinsaufwendungen 1.740,01 830,82
10.768,90 7.198,24
3. Laufende Erträge aus
at equity bewerteten Beteiligungen 500.978,00 480.421,30
4. Provisionserträge 5.127.412,74 5.100.878,47
5. Sonstige betriebliche Erträge 403.473,26 302.411,34
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.387.727,83 1.514.876,57
ad) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 160.174,84 161.839,18
1.547.902,67 1.676.715,75
- darunter: für Altersversorgung € 9.515,38 (im Vorjahr € 9.515,38)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.845.905,66 4.045.463,01
5.393.808,33 5.722.178,76
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 128.758,88 143.134,40
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.905,79 107.694,13
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.434,10 2.348,05
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 1.025,17
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 513.725,80 -83.420,82
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.136,57 -50.327,22
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8. ausgewiesen -6.825,20 1.805,87
-7.961,77 -48.521,35
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 521.687,57 -34.899,47

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

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2013/2014

2012/2013

Periodenergebnis 521.687,57 -34.899,47
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitungen auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+/- Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sachanlagen, immateriellen Anlagewerten und Finanzanlagen 130.192,98 144.457,28
+/- Zunahme/Abnahme der anderen Rückstellungen 93.490,57 299.408,17
+/- Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -500.978,00 -480.421,30
-/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Anlagewerten -10.422,68 -1.797,34
4+ Sonstige Anpassungen (Saldo) -11.905,47 -57.523,46
\= Zwischensumme 222.064,97 -130.776,12
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit
Forderungen
4+ - an Kreditinstitute 331.914,47 997.176,57
-1+ - an Kunden -43.419,97 10.052,69
4+ Andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -122.919,25 116.522,31
Verbindlichkeiten
+/- - gegenüber Kreditinstitute 38,01 -239,76
+/- - gegenüber Kunden 4.440,96 5.706,76
+/- Andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit 69.324,13 109.185,97
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 492.028,91 418.429,06
- Gezahlte Zinsen -1.740,01 -830,82
- Ertragsteuerzahlungen 299.685,58 -29.879,74
\= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.251.417,80 1.495.346,92
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 15.462,18 12.100,84
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -40.810,64 -57.243,43
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -181.110,22 -13.027,17
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -206.458,68 -58.169,76
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividenden) -1.285.625,00 0,00
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.285.625,00 0,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -240.665,88 1.437.177,16
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.709.917,85 272.740,69
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.469.251,97 1.709.917,85

Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2014

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

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Gewinnrücklagen
gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
gesetzliche Rücklagen

EUR
andere Gewinnrücklagen

EUR
--- --- --- --- ---
Stand am 1. Oktober 2012 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99
Erfolgsneutrale Erfassung thesaurierter Gewinne aufgrund erstmaliger Anwendung at equity- Methode 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 30. September 2013 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99
Stand am 1. Oktober 2013 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 30. September 2014 2.337.500,00 34.375,00 199.375,00 2.897,99

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Bilanzgewinn

EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

EUR
Eigenkapital

EUR
--- --- --- ---
Stand am 1. Oktober 2012 1.684.652,07 1.886.925,06 4.258.800,06
Erfolgsneutrale Erfassung thesaurierter Gewinne aufgrund erstmaliger Anwendung at equity- Methode 486.237,00 486.237,00 486.237,00
Jahresfehlbetrag -34.899,47 -34.899,47 -34.899,47
Stand am 30. September 2013 2.135.989,60 2.338.262,59 4.710.137,59
Stand am 1. Oktober 2013 2.135.989,60 2.338.262,59 4.710.137,59
Gezahlte Dividenden -1.285.625,00 -1.285.625,00 -1.285.625,00
Jahresüberschuss 521.687,57 521.687,57 521.687,57
Stand am 30. September 2014 1.372.052,17 1.574.325,16 3.946.200,16

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 201312014

sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf

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Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen
Stand 01.10.2013

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 30.09.2014

Euro
Stand 01.10.2013

Euro
--- --- --- --- --- ---
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.060.760,00 500.978,00 479.520,00 1.082.218,00 0,00
2. Immaterielle Anlagewerte
· entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.188.083,75 181.110,22 0,00 1.369.193,97 1.169.408,75
3. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.246.865,84 36.148,16 55.285,71 1.227.728,29 853.663,83
Geleistete Anzahlungen 5.625,37 4.662,48 0,00 10.287,85 0,00
1.252491,21 40.610,64 55.285,71 1.238.016,14 853863,63
3.501.334,96 722.898,86 534.805,71 3.689.428,11 2.023.072,58

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Abschreibungen
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Zuschreibungen Stand 30.09.2014

Euro
--- --- --- --- ---
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Immaterielle Anlagewerte
· entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.896,72 0,00 0,00 1.190.305,47
3. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.862,16 50.246,21 0,00 911.279,78
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
107.862,16 50.246,21 0,00 911.279,78
128.758,88 50.246,21 0,00 2.101.585,25

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Buchwerte
Stand 30.09.2014

Euro
Stand 30.09.2013

Euro
--- --- ---
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.082.218,00 1.060.760,00
2. Immaterielle Anlagewerte
· entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.888,50 18.675,00
3. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 316.448,51 393.202,01
Geleistete Anzahlungen 10.287,85 5.625,37
326.736,36 398.827,38
1.587.842,86 1.478.262,38

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 201312014

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Nach § 340i Abs. 1 HGB i.V.m. § 290 ff. HGB hat die sino AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.

Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z.B.: Quasi-Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern).

Der vorliegende Konzernabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Konzernbilanz und die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis ist neben der sino AG als Mutterunternehmen die sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, als einziges Tochterunternehmen zu 100% einbezogen worden.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die auf den Stichtag zum 30. September 2014 erstellten Jahresabschlüsse der sino AG und der sino Beteiligungen GmbH, die nach den Vorschriften des HGB bzw. im Falle der Muttergesellschaft auch nach den weiteren o.g. Vorschriften aufgestellt wurden.

Die Trade Haven GmbH, Sprockhövel, und die tick Trading Software AG, Sprockhövel, sind als assoziierte Unternehmen gemäß § 312 Abs. i HGB at Equity in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital nach Neubewertung des in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Gründung. Dabei ergaben sich keine Unterschiedsbeträge.

Der Jahresabschluss des einbezogenen Tochterunternehmens, das kein Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut ist, ist auf die Gliederungsschemata der RechKredV-Formblätter übergeleitet.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit § 312 HGB (Buchwertmethode) einbezogen.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Die Zwischengewinneliminierung wurde gemäß § 304 Abs. i HGB durchgeführt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge, einschließlich der Beteiligungserträge, zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögensund Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und wurden auch bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Tochtergesellschaft angewandt.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.

Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und ­verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.

Einzelangaben zur Konzernbilanz

Aktiva

Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (1.723 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 1.548 TEUR und 175 TEUR innerhalb von einem Jahr fällig. Insgesamt 30 TEUR der unter den anderen Forderungen an Kreditinstituten ausgewiesenen Gesamtsumme lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Insgesamt sind 1.400 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 224 TEUR sind in Höhe von 66 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 147 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit. Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 158 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.

Als assoziierten Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode die tick Trading Software AG, Sprockhövel, (1.000 TEUR) und die Trade Haven GmbH, Sprockhövel, (82 TEUR} bilanziert.

Die Bilanzkennzahlen der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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Name und Sitz Vermögensgegenstände

(in TEUR)
Verbindlichkeiten

(in TEUR)
Jahresüberschuss/- fehlbetrag

(in TEUR)
tick Trading Software AG, Düsseldorf 2.924 212 1.163
Trade Haven GmbH, Sprockhövel 178 0 -3

Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die Anteile an der Trade Haven GmbH sind nicht börsenfähig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2014

TEUR
30.09.2013

TEUR
Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer und anrechenbare Kapitalertragsteuer 218 407
Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlungen 16 o
Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter 15 15
Mietkautionen 47 47
Übrige 10 17
306 486

Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren aus Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG sowie aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern, sowie im Vorjahr zusätzlich aus einen körperschaftsteuerlich möglichen Verlustrücktrag.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 128 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2014

TEUR
30.09.2013

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 333 236
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen 44 51
Vorstandstantieme aus dem Vorjahr 21 14
Aufsichtsratsvergütungen 24 54
Übrige 3 1
425 356

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG von 242 TEUR enthalten.

Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses der sino AG auszuzahlen.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Settlementrisiken (290 TEUR), Tantiemerückstellungen (257 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (108 TEUR), erwarteter EDW­Jahresbeitrag 2013/2014 (63 TEUR) sowie erwartete Kosten für bestehende Klageverfahren im Zusammenhang mit EdW Beiträgen (61 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (34 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (96 TEUR) gebildet.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.

Im Konzernbilanzgewinn von 1.372 TEUR ist ein Vortrag von 850 TEUR, sowie der Konzernjahresüberschuss von 522 TEUR berücksichtigt. An die Aktionäre der sino AG wurden 1.286 TEUR ausgeschüttet.

Einzelangaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

Die laufenden Erträge aus at Equity bewerteten Beteiligungen betreffen den anteiligen Jahresüberschuss der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft (502 TEUR) sowie den anteiligen Jahresfehlbetrag der Trade Haven GmbH Ei TEUR).

Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (5.755 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (648 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (21 TEUR), Erlöse aus Sachbezügen (51 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (233 TEUR).

Darüber hinaus sind Erträge aus einem gewonnenen Gerichtsprozess (59 TEUR) sowie weitere periodenfremde Erträge (11 TEUR) erfasst worden.

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 3.604,27 EUR (Vorjahr: 1.659,65 EUR).

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 30 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Mehraufwendungen aus einer Beratungsrechnung (13 TEUR) und nachträglich abgerechneten Gebühren der Deutschen Börse für Zeiträume bis 2011 (4 TEUR) und der Börse Stuttgart für April 2013 (3 TEUR), sowie unvorhersehbaren Mehraufwendungen für das Vorjahr, welche sich im Wesentlichen aus Einzeldifferenzen im Vergleich zu den gebildeten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ergeben haben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen überwiegend Kosten für Errorerstattungen von 4 TEUR.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 935,79 EUR (Vorjahr: 9.104,52 EUR).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 148 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.293 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.

Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit den von einem Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften ist ein Konto bei der HSBC Trinkaus und Burkhardt AG verpfändet. Das Tagesgeldkonto über 250 TEUR dient der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30. September 2014 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 250 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2014 0 TEUR).

Für eine weitere Summe von 400 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wird ebenfalls ein Tagesgeldkonto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2014 mit 139 TEUR; davon kann die sino AG mit wo % aber maximal bis zu 400 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2014 139 TEUR).

Weiter hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen weiteren Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wird kein weiteres Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2013 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit wo % aber maximal bis zu 100 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2014 0 TEUR).

Letztlich besteht noch eine weitere Eventualverbindlichkeit in Höhe von 25 TEUR für welche die sino AG im Falle eines Ausfalls die Verpflichtung zur Zahlung übernommen hat, auch hierfür wurde kein weiteres Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30.09.2014 mit 0 TEUR, davon kann die sino AG mit 100% aber maximal bis 25 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2014 0 TEUR).

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 157 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2016/2017 von jährlich 218 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 3 TEUR. Für zwei neue PKW-Leasingverträge mit einer Laufzeit von 36 Monaten belaufen sich die Kosten auf jeweils rund 5 TEUR jährlich.

Die sino AG ist Mitglied in der EDW. Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls „Phönix Kapitaldienst GmbH" auch Sonderbeiträge von der EDW erhoben werden.

Die Erhebung der Sonderbeiträge kann in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der sino AG von bis zu 1,5 Mio. EUR führen (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur der EDW), wobei sich die Höhe des jährlichen Sonderbeitrags letztlich aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EDW-Mitglieder zueinander und diverser Kappungsgrenzen in der EDW-Beitragsordnung ergibt.

Hierdurch kann die Bandbreite der tatsächlich zu leistenden jährlichen Sonderbeiträge zwischen Null und mehreren Hunderttausend Euro liegen.

Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EDW im Lagebericht (Abschnitt E. III Nr. 3 „EDW-Beiträge").

Genehmigtes Kapital

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 20. März 2013 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. März 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kredit-wesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Zusatzangaben

Organe:

Der Vorstand der Muttergesellschaft besteht aus zwei Personen:

Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: Finanzen und Handel)
Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: Technik und Marketing)

Die Vorstände Herr Ingo Hillen und Herr Matthias Hocke sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Düsseldorf.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:

Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei PricewaterhouseCoopers Legal AG, Düsseldorf
Gerd Goetz (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer der HSBC Transaction Services GmbH, Düsseldorf
Dr. Marcus Krumbholz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Gerd Goetz ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 504 TEUR (Ingo Hillen 292 TEUR, Matthias Hocke 212 TEUR). Davon sind insgesamt 103 TEUR (jeweils 51,5 TEUR) gewinnabhängige Bezüge. Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 175 TEUR (Ingo Hillen 87,5 TEUR, Matthias Hocke 87,5 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung aus dem Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses.

Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2013/2014 beliefen sich auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 18 TEUR sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 12 TEUR.

Honorar des Abschlussprüfers:

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 71 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 54
andere Bestätigungsleistungen 17
71

Arbeitnehmer:

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 18 Arbeitnehmer beschäftigt. Die zum 30.09.2014 beschäftigten 18 Mitarbeiter (ohne Azubis und Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

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Bereich Handel Technik Backoffice Controlling Buchhaltung Rechtsabteilung Sonstige Summe
Mitarbeiteranzahl 6 3 4 1 2 1 1 18

Anteilsbesitzliste

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Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital

(in %)
Konsolidierte Tochterunternehmen
sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf 100,00
Assoziierte Unternehmen
Trade Haven GmbH, Sprockhövel 46,25
Tick Trading Software AG, Düsseldorf 43,20

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung:

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute soweit diese primär dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Einzelnen setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:

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30.09.2013

TEUR
30.09.2013

TEUR
Kassenbestand 2 5
Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute 1.467 1.705
1.469 1.710

Gemäß DRS 20-10 werden die Zins-, Dividenden- sowie Steuerzahlungen separat aufgeführt, sodass der Jahresüberschuss in der Position „Sonstige Anpassungen" um das Zinsergebnis sowie erfolgswirksam erfasste Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bereinigt wird.

Mitteilung bestehender Beteiligungen:

Für das Geschäftsjahr liegen der Gesellschaft keine neue Mitteilungen über bestehende Beteiligungen vor.

Der Muttergesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine wo %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Holdings plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Bank plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return", Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 08.11.2011 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return", Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.01.2010 die Schwelle von 5 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,98 % (116.500 Stimmrechte).
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return", Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 03.03.2010 die Schwelle von 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,82 % (66.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von der MMI Leisure + Capital Management GmbH, gemäß Mitteilung vom 18.03.2013 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der MMI Leisure + Capital Management GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 21.05.2012 die Schwelle von 3% und 5 % überschritten und beträgt nunmehr 7,2 %
(Die Anteile an der Gesellschaft gehören zu 100% Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, der die Aktien vorher selbst hielt. Die Aktienübertragung bedeutet lediglich einen Wechsel von einer unmittelbaren zu einer mittelbaren Beteiligung; die Stimmrechte werden ihm zugerechnet, weshalb für Herrn Hillen keine Stimmrechtsmitteilung erfolgt ist.)

Der Gesellschaft wurden von der Gladstone Capital GmbH, gemäß Mitteilung vom 18.03.2013 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Gladstone Capital GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 23.05.2012 die Schwelle von 3% und 5 % überschritten und beträgt nunmehr 6,03 %
(Die Anteile an der Gesellschaft gehören zu 100% Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, der die Aktien vorher selbst hielt. Die Aktienübertragung bedeutet lediglich einen Wechsel von einer unmittelbaren zu einer mittelbaren Beteiligung; die Stimmrechte werden ihm zugerechnet, weshalb für Herrn Hocke keine Stimmrechtsmitteilung erfolgt ist.)

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn der sino AG zum 30. September 2014 in Höhe von 3.797.084,92 EUR soll eine Dividende in Höhe von 0,22 EUR je Aktie, insgesamt 514.250,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Düsseldorf, den 22. Dezember 2014

Ingo Hillen

Matthias Hocke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der sino Aktiengesellschaft, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gummersbach, den 5. Januar 2015

**DHPG AUDIT GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Stamm, Wirtschaftsprüfer

Giorgini, Wirtschaftsprüfer