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Sino AG Annual Report 2010

Mar 14, 2011

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Annual Report

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sino Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009/2010

Inhalt:

A.

Konjunkturelle Entwicklung

I. Gesamtwirtschaft
II. Wertpapiermärkte

B.

Entwicklung der Gesellschaft

I. Geschäftsverlauf
II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht
III. Kundenzahl und Ordervolumen
IV. Verbundene Unternehmen
V. Investitionen und Produktinnovationen
VI. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

C.

Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage
II. Vermögenslage
III. Finanzlage

D.

Nachtragsbericht

Erweiterung der Geschäftsleitung

E.

RisikoberichtI.

Allgemeines

II.

Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

III.

Unternehmensbezogene Risiken

1. Risiken der System- und Softwaresicherheit
2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
3. EDW- Beiträge
4. Sonstige unternehmensbezogene Risiken

F.

Ausblick

G.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

H.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

I.

Schlusswort

A. Konjunkturelle Entwicklung

I. Gesamtwirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, geht in seiner Pressemeldung vom 28.09.2010 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Kalenderjahr 2010 voraussichtlich um etwa 3,4 % gegenüber dem Vorjahr wächst. Bis Mitte des Jahres rechnete das DIW noch mit einem geringeren Wachstum von 1,9 %, nachdem für das Jahr 2009 ein Rückgang von 4,9 % zu verzeichnen war. Nach der schweren Rezession scheint sich damit eine kräftige konjunkturelle Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 abzuzeichnen. Auch wenn das DIW in seinem Gutachten im September davon ausgeht, dass sich die kräftige Aufwärtsbewegung der ersten Jahreshälfte 2010 abschwächen wird, wird dennoch auch für das Jahr 2011 ein Wachstum von 2,0 % prognostiziert. Insbesondere die Konsumausgaben, aber auch Investitionen und steigende Exporte trugen zum starken Wachstum in der ersten Jahreshälfte bei. Doch außerhalb des Euroraums hat sich das Wirtschaftswachstum bereits im zweiten Quartal des Jahres 2010 stark abgeschwächt, so dass das DIW auch für Deutschland in der zweiten Jahreshälfte von deutlich geringeren Wachstumsraten ausgeht.

Laut WTO hat China im Jahr 2009 Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Doch auch die deutsche Exportwirtschaft scheint die Krise überstanden zu haben. Im Jahr 2009 musste die deutsche Industrie laut BDI noch einen Einbruch von knapp 18 % hinnehmen, doch im zweiten Quartal 2010 wurden bereits wieder deutlich positive Wachstumsraten von 8 % verzeichnet. Das DIW rechnet bereits im vierten Quartal wieder mit dem Erreichen des Vorkrisenniveaus und für das Kalenderjahr 2010 mit einem Wachstum von knapp 15 %.

II. Wertpapiermärkte

Obwohl der DAX bereits seit März 2009 um rund 50 % zugelegt hatte, stieg er auch zu Beginn des Geschäftsjahres weiter, ebenso wie die anderen europäischen und amerikanischen Indizes. Die Nervosität des Marktes zeigte sich aber bereits Ende November 2009, als Kreditprobleme in Dubai für Verunsicherung und eine Talfahrt an den europäischen Märkten sorgten. Doch schon im Dezember 2009 schien sich die Stimmung zu drehen. Zwar verunsicherten zunehmend die Kreditprobleme Griechenlands und auch Spaniens die Anleger, doch diese konnten die Jahresendrallye des DAX nur kurzfristig stoppen. Am 28. Dezember 2009 übersprang der DAX sogar die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres sorgten schlechte Nachrichten von JPMorgan Chase und der Bank of America sowie die PIIGS-Krise für weitere Verunsicherung an den Märkten. Dennoch endete das Quartal über der 6.000 Punkte-Marke, nachdem am 25. März 2010 das 18-Monats-Hoch, dank guter US-Daten und der Bestätigung des Rankings für Griechenland durch Standard & Poor’s erreicht wurde.

Doch bereits im dritten Quartal musste Griechenland die EU offiziell um Finanzhilfen bitten, um eine Staatspleite abzuwenden. Am 07. Mai 2010 musste der Dow Jones dann den verlustreichsten Tag in seiner Geschichte verzeichnen – zeitweise verlor der Index über 1.000 Punkte. In den darauffolgenden Monaten führten Meldungen über die Finanzkrise in Südeuropa, das Verbot der Bundesregierung von Leerverkäufen, positive als auch negative Konjunkturzahlen und das Euro-Rettungspaket zu abwechselnd steigenden und wieder fallenden Kursen.

Unter dem Strich schaffte der DAX vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010 ein Plus von knapp 12 % und schloss Ende September bei 6.229 Punkten. Insgesamt war das Geschäftsjahr jedoch von sehr niedrigen Börsenumsätzen geprägt.

B. Entwicklung der Gesellschaft

I. Geschäftsverlauf

Die sino AG ist der einzige deutsche Online Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dies umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.

Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zurückgegeben.

Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 war vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Auswirkungen der Finanzkrise und damit einhergehend anhaltend niedriger Börsenumsätze sehr schwierig, so dass der Jahresüberschuss der sino AG mit TEUR 541 um 75,5 % gegenüber dem letzten Geschäftsjahr gesunken ist. Im Geschäftsjahr gingen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 23,02 % von TEUR 11.655 im Vorjahreszeitraum auf TEUR 8.972 zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei TEUR 772 nach TEUR 3.143 im Vorjahr.

Das Ergebnis enthält den Sonderbeitrag an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) in Höhe von TEUR 542.

Die sino AG schreibt auch mit dem Jahresergebnis 2009/2010 seit nunmehr zwölf Jahren kontinuierlich schwarze Zahlen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:

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Geschäftsjahr 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 2009/2010
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4,4 Mio. EUR 5,0 Mio. EUR 3,8 Mio EUR 3,1 Mio. EUR 0,8 Mio. EUR

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die sino AG auch weiterhin von ihrem Status als börsennotierter Online-Broker profitieren und hat ein weitreichendes und regelmäßig positives Medienecho erfahren. Beachtung findet weiterhin auch die monatliche Veröffentlichung unserer Tradezahlen, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank AG, Quickborn, über ihre abgewickelten Orders stattfindet. In der Presse wurde außerdem die hervorragende Produkt- und Servicequalität der sino AG gewürdigt; so belegte die Gesellschaft Mitte August im Test der Zeitschrift „Euro am Sonntag“ erneut den 1. Platz in der Kategorie „Online-Broker für Heavy Trader“. Auch beim Wettbewerb „Online-Broker des Jahres“ der Zeitschrift Börse-Online erzielte die sino AG zum dritten Mal in Folge Bestwerte und wurde im Ergebnis erneut besser bewertet als der offizielle „Broker des Jahres“.

»The GRID«, das Handelstool für Futures und andere hochliquide Instrumente im sino MX-PRO, wurde im Verlauf des gesamten Geschäftsjahres noch stärker von sino Kunden genutzt. Seit Januar 2010 weisen wir daher, entsprechend unserem Bekenntnis zu transparenter Kommunikationspolitik, in unseren Pressemitteilungen neben den gesamten Tradezahlen auch die Zahl der Futures-Geschäfte aus. Zwar bringen die Futures-Geschäfte eine deutlich geringere Marge als andere Geschäftsarten mit sich, dennoch freuen wir uns mit unserem Futures-Modul „The GRID“ im Rahmen unserer Handelsplattform sino MX-PRO die gestiegene Nachfrage in diesem Bereich kompetent bedienen zu können.

Wie in den vergangenen Jahren hatten auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller sino Mitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf (tick-TS AG) und Trade Haven GmbH, Düsseldorf, wesentlichen Anteil an dem trotz des schwierigen Marktumfeldes guten Ergebnis.

II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht

Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und zwei Auszubildenden, 25 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Neueinstellungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen die Abteilungen Handel und Backoffice.

Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.

Vor dem Hintergrund des stetig erweiterten Produktangebotes (z.B. Anbindung neuer Börsenplätze, Planung einer Zweigniederlassung in den Niederlanden und neue Releases der Handelsplattform sino MX-PRO) bewegen sich die Anforderungen an die Mitarbeiter kontinuierlich auf hohem Niveau und haben auch in diesem Jahr noch teilweise zugenommen. Das Unternehmen trägt diesen gehobenen Anforderungen weiterhin durch stetige Mitarbeiterschulungen sowohl intern als auch extern Rechnung, die von den Mitarbeitern gerne angenommen werden. Regelmäßig durchgeführte Leistungskontrollen bestätigen dies. Zudem nahmen Mitarbeiter an Seminaren zum Thema Interne Revision, zum Steuerrecht und zu anderen rechtlichen Neuerungen teil.

Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.

Die Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte.

Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 485 (Ingo Hillen TEUR 239 / Matthias Hocke TEUR 246). Es handelt sich hierbei lediglich um laufende Bezüge, eine Ergebnisabhängige Tantiemezahlung ist in diesem Jahr nicht zum Tragen gekommen. Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Der Buchwert der Wertpapiere betrug zum 30.09.2010 TEUR 553, die Rückstellungen TEUR 601.

Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags aus dem Jahre 2007 war die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen hatten die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von EUR 15,00 je Aktie zu erwerben. Dieser Preis je Aktie entsprach dem von einem unabhängigen Gutachter im Geschäftsjahr ermittelten Marktwert der tick Trading Software AG. Die Optionen wurden innerhalb der Sperrfrist nicht wahrgenommen und sind entsprechend wertlos verfallen.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf TEUR 47. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 TEUR 20 auf Herrn Dr. Robert Manger, TEUR 15 auf Herrn Hans-Hugo Hocke sowie TEUR 12 auf Herrn Gerd Goetz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Vorschüsse in Höhe von insgesamt 21 TEUR (Ingo Hillen: 12 TEUR, Matthias Hocke: 9 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 0 TEUR offen.

III. Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch unsere Kunden verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2010 blieb mit 613 gegenüber dem Vorjahr (614 Depots) nahezu unverändert – dabei wurden insgesamt 101 neue Depots eröffnet und rund 100 inaktive Depots geschlossen. Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr von 1,28 Mio auf 1,40 Mio angestiegen.

IV. Verbundene Unternehmen

Die sino AG hält unverändert 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf, und 46,25 % des Grundkapitals der Trade Haven GmbH, Düsseldorf. Zudem besteht eine Beteiligung von 100 % an der neu gegründeten sino institutional GmbH, einer Wertpapierhandelsbank, Düsseldorf. Diese Gesellschaft ist zum Stichtag 30.9.2010 noch nicht aktiv gewesen.

Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.

Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft tick–TS AG verlief auch in diesem Jahr sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten. In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Herrn Oliver Wagner zum 30.09.2010 zwölf Mitarbeiter angestellt; zwei der Mitarbeiter übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Herrn Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben. Oliver Wagner, Matthias Hocke und Ingo Hillen sind Vorstände der tick-TS AG.

Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG betreut die tick-TS AG unter anderem das Bankhaus MM Warburg & CO KGaA, Hamburg, als Kunden. Weiterhin bestehen Vertriebskooperationen der Unicredit Group sowie ABN AMRO Clearing Bank.

Es ist beabsichtigt, den Gewinn der tick-TS AG für das Geschäftsjahr 2009/2010 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten; hieraus erwartet die sino AG einen Beteiligungsertrag in Höhe von rund TEUR 340 bzw. 0,79 Euro pro Aktie.

Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Trade Haven GmbH im Geschäftsjahr 2009/2010 betrug TEUR 120 und lag damit erneut im positiven Bereich. Damit beträgt der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag TEUR 82.

Zur Vermeidung einer Überschuldung der Trade Haven GmbH und zur Sicherstellung der Liquidität hat die sino AG gegenüber der Gesellschaft eine Rangrücktritts- (TEUR 179) und eine harte Patronatserklärung (TEUR 75) mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2011 abgegeben, so dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft sichergestellt ist. Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir planmäßig eine erneute Ergebnisverbesserung.

Aufgrund der hohen Bedeutung der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH sowie der bestehenden einheitlichen Leitung durch die sino AG wurde auch für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt, in dem die Jahresabschlüsse der sino AG, der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH konsolidiert wurden. Die im Vorjahr neu gegründete, aber noch nicht operativ tätige sino institutional GmbH wurde erstmals ebenfalls mit einbezogen.

Die sino institutional GmbH wurde im Juni 2009 mit einem Stammkapital von 25.000,00 Euro gegründet. Die Geschäftsführung setzt sich aus Herrn Matthias Hocke, Herrn Ingo Hillen und Herrn Dr. Joachim Schneider zusammen. Sämtliche Geschäftsanteile stehen im Eigentum der sino AG, Düsseldorf. Das Stammkapital der Gesellschaft wurde im September 2009 auf 730.000,00 Euro erhöht und das satzungsmäßige Geschäftsjahr im Februar 2010 entsprechend der Gegebenheiten in sino-Konzern auf den 30.09.2010 festgelegt.

Die Absicht der Gesellschaft war es, nach Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Geschäftsbetriebsaufnahme für institutionelle Marktteilnehmer die Orderausführung zu betreiben. Dies als Zwischenkommissionärin und über eine unmittelbare Orderausführung an den deutschen Börsen.

Auf den am 19. Juni 2009 gestellten Zulassungsantrag bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde am 25. Februar 2010 die Erlaubnis zum Betreiben des Finanzkommissionsgeschäftes, der Anlagevermittlung, der Abschlussvermittlung, der Anlageberatung und des Platzierungsgeschäftes erteilt. Der satzungsmäßige Geschäftszweck wurde entsprechend angepasst.

Ab Zugang des Zulassungsbescheides der BaFin wurde die Geschäftsbetriebsaufnahme vorbereitet. Hierzu waren umfangreiche Vorarbeiten insbesondere im Bereich des bankaufsichtsrechtlichen Meldewesens notwendig. So musste neben den Meldungen nach Solvabilitätsverordnung, Groß- und Millionenkreditverordnung und Liquiditätsverordnung der sino institutional GmbH für entsprechende Meldungen des sino-Konzerns gesorgt werden. Dies und andere Vorbereitungsmaßnahmen nahmen den Zeitraum bis zum Schluss des Geschäftsjahres 2009/2010 ein.

Am 04. Oktober 2010 nahm die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb auf und erstattete entsprechende Anzeige bei der BaFin.

V. Investitionen und Produktinnovationen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert.

Der sino MX-PRO wurde von der tick-TS AG laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates den sino Kunden zur Verfügung gestellt.

Die Futures-Handelsoberfläche »The Grid« des sino MX-PRO wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stark beworben und erfreut sich bei Kunden und Interessenten nach wie vor wachsender Beliebtheit.

Unsere Seminarreihe ‚sino Akademie’, mit der wir gezielt bestehende Kunden und Interessenten ansprechen, wurde erfolgreich fortgesetzt. Ergänzt wird diese Veranstaltung nunmehr mit an die Akademien anschließenden Stammtischen, zu denen Kunden und Interessenten zum Erfahrungsaustausch mit Kundenbetreuern der sino AG eingeladen sind. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MX-PRO vorgestellt und rechtliche Aspekte des Wertpapierhandels von einem Rechtsanwalt erläutert. Wir haben mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen Städten in ganz Deutschland stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können. Neu eingeführt wurde zudem ein sogenannter Newsletter, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf der rechtliche Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.

VI. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das gesamte gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft.

Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.

Zum Ende des Geschäftsjahres 30.09.2010 bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13 % der Stimmrechte (laut Mitteilung vom 03. April 2007); diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung fort.

Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es bestehen keine besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt.

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Dem entsprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen.

Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. März 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates nach Maßgabe der näheren Regelungen des § 4 Absatz 5 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, z.B. soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Ebenso wurden keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

C. Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die Provisionserlöse der sino AG gingen bedingt durch die anhaltend schwachen Börsenumsätze im Geschäftsjahr um 17,9 % auf TEUR 8.242 (Vorjahr TEUR 10.033) zurück. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von TEUR 9.740 (Vorjahr TEUR 11.771) gemindert um Kommissionserstattungen von TEUR 1.499 (Vorjahr TEUR 1.739) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 409.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr leicht von TEUR 7.767 auf TEUR 7.731 zurück. Zwar konnte der Personalaufwand leicht reduziert werden, jedoch erhöhten sich die anderen Verwaltungsaufwendungen von TEUR 5.521 auf TEUR 5.912, vor allem bedingt durch die Sonderbeiträge für die EDW in Höhe von TEUR 542.

Nach Abzug der Aufwendungen weisen wir für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 772 (Vorjahr TEUR 3.143) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 541 (Vorjahr TEUR 2.213) aus.

Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ durch „Netto-Provisionserlöse“, liegt bei 0,94, nach 0,77 im Vorjahr.

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 6.648. Bei einem Eigenkapital von TEUR 4.395 liegt die Eigenkapitalquote bei 66,1 %. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten in Form von negativen Bankbeständen.

Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 3.230 TEUR rund 48,58 % aller Aktivposten ausmachen, die jedoch entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet sind.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von TEUR 553 dienen der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 1.256 gleich geblieben.

Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände auf TEUR 629 resultiert vor allem aus Steuerüberzahlungen (TEUR 178).

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungsbeträgen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten der Vorstände (TEUR 601), aus Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 135), aus zu erwartenden EDW Beiträgen (TEUR 123), Gehaltsverpflichtungen für noch nicht genommenen Urlaub der Mitarbeiter (TEUR 41), sowie zu erwartende ausstehende Rechnungen, welche am Bilanzstichtag noch nicht vorlagen.

Eine weitere Rückstellung für Settlementrisiken konnte um TEUR 11 auf nunmehr TEUR 214 reduziert werden, da in Höhe der Auflösung nicht mehr mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

III. Finanzlage

Einen Überblick über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow gibt die nachfolgende Berechnung:

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2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Jahresüberschuss 541 2.213
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 269 312
- Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 - 30
- Abnahme der Rückstellungen - 248 - 729
\= Cashflow 562 1.766

Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Eigenkapitalquote sowie der weiterhin positiven Ertrags- und Finanzlage, ist die Lage der sino AG weiterhin als zufriedenstellend zu bewerten.

D. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Erweiterung der Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung der sino AG wurde zum 01.11.2010 um Dirk Piethe (47) erweitert. Dirk Piethe verfügt über langjährige Erfahrung im Wertpapierhandel in Deutschland und insbesondere im europäischen Ausland.

Dirk Piethe hat seine exzellente Branchenkenntnis und seine unternehmerischen Qualitäten bereits als Geschäftsleiter bei E*Trade Deutschland unter Beweis gestellt, wo er seit Gründung 1999 tätig war. Den Markteintritt des Unternehmens in Italien und in den Benelux-Ländern hat er ebenfalls erfolgreich unterstützt. Als Vorstandsvorsitzender des marktführenden Onlinebrokerage-Portals brokerjet in Österreich, das zu 100 % im Besitz der ERSTE Bank Group ist, hat Dirk Piethe u.a. seit Ende 2007 auch die Expansion in Osteuropa für rund 3 Jahre mitverantwortet. Seit November 2010 verstärkt er die sino Geschäftsleitung mit dem Fokus auf Evaluierung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und möglicher Auslandsaktivitäten.

E. Risikobericht

I. Allgemeines

Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern. Zu den Risikomanagement-Systemen der sino AG zählt ein umfangreiches, täglich aktualisiertes Analyseprogramm, das sämtliche Erlöse der Gesellschaft erfasst.

Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.

Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. EUR 1,0 Mio. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2005/2006 gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt 225 TEUR nach Erledigung einer Angelegenheit um TEUR 11 Euro auf nunmehr TEUR 214 Euro reduziert.

Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der sino AG gefährden könnten.

II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist nach wie vor äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend könnte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen führen. Einige der Wettbewerber verfügen über längere Geschäftserfahrung und bedeutend umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, umfassendere und kostenintensivere Vermarktungsaktivitäten und eine aggressivere Preispolitik zu betreiben sowie den Kunden attraktivere Bedingungen zu bieten als die Gesellschaft.

Darüber hinaus können weitere nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Börsenumsatzsteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können.

Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.

III. Unternehmensbezogene Risiken

1. Risiken der System- und Softwaresicherheit

Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel.

Die bei der Trade Haven GmbH unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter und sonstige Störungen, etwa durch Computerviren oder durch Ausfälle von Servern, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die Trade Haven GmbH, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der Trade Haven GmbH redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die Trade Haven GmbH über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ab. Die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG beschränkt sich dabei auf „execution – only“. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).

Für Day Trading gewährt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG im Geschäftsjahr weiter intensiviert und verbessert.

Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken gewährleistet ist.

3. EDW-Beiträge

Es können künftig umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zukommen.

Die EDW sieht sich verpflichtet, Auszahlungen an die Anleger der Phönix Kapitaldienst GmbH zu leisten. Das Mittelaufkommen durch die Jahresbeiträge der zugeordneten Institute reicht bei weitem nicht aus für die Anlegerentschädigung. Nachdem eine Sonderbeitragserhebung der EDW des Jahres 2007 durch das Verwaltungsgericht Berlin für rechtswidrig erklärt wurde, hat die EDW auskunftsgemäß bei der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2009 einen verzinslichen Kredit in mehreren abrufbaren Tranchen in Höhe von insgesamt 128 Mio Euro aufgenommen, welcher bei Vollabruf in 5 Jahren zu jährlichen Tranchen von 26,6 Mio Euro zurückzuzahlen ist. Von diesem Kredit hat die EDW per Stand Juni 2010 73,1 Mio Euro abgerufen. Zum August 2010 hat die EDW rund 86 Mio Euro an die Anleger ausgezahlt und rechnet gemäß Stand November 2010 mit dem Abschluss aller Entschädigungsverfahren im Mai 2011 (Verlautbarungen auf der Homepage www.e-d-w.de).

Parallel dazu ist die EDW-Beitragsverordnung geändert worden. Diese Änderung führt grundsätzlich etwa zu einer Verdreieinhalbfachung der bisherigen Jahresbeiträge. Der Jahresbeitrag der sino AG für das Beitragsjahr vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 betrug demgemäß laut Bescheid vom 15. April 2010 148.122,73 Euro. Hiergegen ist Klage erhoben worden.

Weiterhin erging an die sino AG am 30.08.2010 ein Sonderbeitragsbescheid in Höhe von 541.549,77 Euro. Gemäß diesem Bescheid hat die EDW zu diesem Zeitpunkt einen Finanzbedarf von 27.033.788,41 Euro wegen der Rückzahlungsrate des von der EDW aufgenommenen Kredits. Von diesen 27,03 Millionen Euro hat gemäß der Gewichtung aller Jahresbeitragsbescheide der Institute die sino AG rund 2 % zu leisten. Hiergegen ist fristgerecht Widerspruch eingelegt und Aussetzungsantrag gestellt worden.

Weiterhin hat die EDW am 04.11.2010 den Jahresbeitragsbescheid für das Abrechnungsjahr vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 in Höhe von 123.404,94 Euro erlassen. Hiergegen wurde fristgerecht Widerspruch eingelegt und Aussetzungsantrag erhoben.

Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft bei weiteren Auszahlungen an die Phönix-Anleger und Ausschöpfung aller Kredittranchen durch die EDW im Umfang von 128 Mio. Euro für die nächsten vier Jahre Sonderbeiträge seitens der EDW angefordert werden. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf vier Jahre Belastungen im Umfang von rund 2,2 Mio EUR entfallen. Die jeweilige Sonderbeitragszahlung zusammen mit dem jeweiligen Jahresbeitrag ist auf 45 % des letzten ausgewiesenen Jahresgewinnes gekappt. Ein genauer Betrag lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen und letztlich, ob die 128 Mio Euro zur Entschädigung aller Phönixanleger hinreichend sind. Weiterhin hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit Schreiben vom 19.11.2010 für die sino AG überraschenderweise mitgeteilt, dass durch die Führung von Lebensarbeitszeitkonten in Form von vergleichweise geringfügigen Anlagen in Fondsanteile das Eigengeschäft im Sinne von § 1 Absatz 1a Satz 3 KWG betrieben wurde. Dies kann grundsätzlich Auswirkungen haben auf die Jahresbeitragsbescheide für die Abrechnungsjahre vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 und 01.10.2009 bis 30.09.2010 sowie für den Sonderbeitragsbescheid haben. Denn die sino AG hatte ihre zwangszugebuchte Erlaubnis zur Tätigung des Eigengeschäftes am 27.03.2009 zurückgegeben. Der Jahresbeitragssatz zur EDW betrug ohne das Eigengeschäft 1,23 % der Bruttoprovisionen, der Beitragssatz mit Eigengeschäft beträgt hingegen 7,7 %, was wiederum Auswirkungen auf die Anteile der Institute am Gesamtjahresbeitrag und mithin auf die Höhe der Sonderbeiträge hat. Allerdings hat die sino AG hinsichtlich des Abrechnungszeitraumes vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 am 11.3.2009 und hinsichtlich des Abrechnungszeitraumes vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 am 23.6.2010 vorsorglich bei der EDW gerade für den Fall eines tatsächlich betriebenen Eigengeschäfts den in der EDW-Beitragsverordnung vorgesehenen Antrag auf Rückgruppierung wegen Geringfügigkeit des beitragssatzerhöhenden Eigengeschäftes (kleiner als 10 % der Gesamterträge) gestellt und eine Wirtschaftsprüferbestätigung diesbezüglich eingereicht. Insofern geht die sino AG davon aus, dass der Bescheid der BaFin vom 19.11.2010 auch und insbesondere aus diesem Grunde keine rückwirkenden beitragssatzerhöhenden Auswirkungen auf die beiden genannten Jahresbeitragsbescheide und den Sonderbeitragsbescheid hat. Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EDW Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und wird rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, dagegen vorzugehen.

4. Sonstige unternehmensbezogene Risiken

Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2010 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2010 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.

Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.

Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur / Systemarchitektur / Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.

F. Ausblick

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind jedoch gerade in der aktuellen Marktsituation mit großen Unsicherheiten behaftet. Die tatsächliche Entwicklung des Marktumfelds oder der sino AG kann vor diesem Hintergrund deutlich von den getroffenen Erwartungen abweichen. Die nur schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes macht insoweit - aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Finanzkrise - eine Ergebnisprognose für dieses Jahr sehr schwierig.

Bereits Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 war eine erste Belebung der Konjunktur erkennbar. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das Kalenderjahr 2010 bereits wieder von einer positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes aus. So rechnet zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Wachstum von 1,3 %.

Die meisten Banken erwarten eine positive Aktienmarktentwicklung in 2011 - dabei werden teilweise neue Höchststände für den Deutschen Aktienindex DAX erwartet und Kursziele bis zu 9500 Punkten genannt. Demgegenüber bestehen nach wie vor nicht geringe Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Peripherie-Staaten in Europa, die allgemein stark gestiegene Verschuldung der Staaten und die weitere Währungsentwicklung. Diese Informationen lassen keinen klaren Trend für die zukünftige Entwicklung von Kursen und insbesondere Umsätzen an den nationalen und internationalen Börsenplätzen erkennen.

Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Da der Erfolg der sino AG dementsprechend maßgeblich von den Umsätzen an den Börsen abhängt, ist es in der aktuellen Situation ausgesprochen schwierig, eine seriöse Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2010/2011 aufzustellen.

Dennoch gehen wir davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität darzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.

Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir auch dieses Jahr zunächst auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose. Wir sind vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2010/2011 und - bei sich weiter positiv entwickelnden Rahmenbedingungen – auch für das Folgejahr, insbesondere durch die Aufnahme von Dirk Piethe, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von brokerjet in Österreich in die Geschäftsleitung der zukünftig aktiv weitere Geschäftsmodelle sowie Expansionen verfolgen soll. Wir sehen uns daher sehr gut aufgestellt, um auch weiterhin erfolgreich zu bleiben.

G. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der sino AG besteht aus Instrumenten und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Erkennung und Beseitigung von Risiken. Die Umsetzung erfolgt überwiegend durch das zentrale Rechnungswesen der sino AG im Verantwortungsbereich des Vorstandes I. Hillen.

Die Verantwortung für die Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses der sino AG liegt beim Vorstand der sino AG. Anschließend unterliegen Jahres- und Konzernabschluss der gesetzlichen Abschlussprüfung. Nach Erteilung des Bestätigungsvermerks findet die Erörterung und Prüfung durch den Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers statt. Sofern keine Einwendungen zu erheben sind, billigt der Aufsichtsrat die Abschlüsse.

Der Jahresabschluss der sino AG wird nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die einheitliche Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften ist durch die alleinige Zuständigkeit des zentralen Rechnungswesens der sino AG sichergestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses nimmt die sino AG Unterstützung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anspruch.

Die laufende Verbuchung von Geschäftsvorfällen und die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt mittels der DATEV-Buchhaltungssoftware durch Mitarbeiter der sino AG nach einem Standardkontenplan. Ergänzend wird die Anlagenbuchhaltung der DATEV e.G. genutzt.

Dem Risiko der Verletzung von Bilanzierungsregeln begegnet die sino AG durch den Einsatz qualifizierten Personals einschließlich weiterer Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen, eine angemessene Funktionstrennung und den Einsatz fachkundiger Berater. Verbleibenden Risiken wirkt die Jahresabschlussprüfung entgegen. Zur Vermeidung der Risiken aus der Nichteinhaltung von Fristen und Terminen dient eine Ablauf- und Zeitplanung für die Abschlusserstellung. Während der Erstellung des Jahresabschlusses erfolgen Soll-Ist- und Zeitvergleiche und Analysen der inhaltlichen Zusammensetzung der Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit erfolgt eine restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen. Unterjährig erfolgt eine prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses.

H. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB abgegeben. Diese ist im Internet unter www.sino.de, Investor Relations, Corporate Governance einsehbar.

I. Schlusswort

Neben Kunden, Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daran setzen werden, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch zukünftig und trotz des aktuell schwierigen Marktumfeldes zu einer Erfolgsgeschichte der Aktie zu machen.

Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell sehr anspruchsvollen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns, langfristig deutlich besser zu entwickeln als die Wettbewerber.

Düsseldorf, 30. Dezember 2010

Ingo Hillen

Matthias Hocke

BILANZ zum 30. September 2010

sino AG, Düsseldorf

AKTIVA

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Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 5.841,71 5.873,56
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 813.137,94 1.676.164,02
b) andere Forderungen 2.410.882,77 3.224.020,71 2.986.361,40
3. Forderungen an Kunden 246.473,97 553.788,48
-darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 235.343,00(Euro 510.912,13)
4. Aktien und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 553.405,01 581.427,45
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.255.582,57 1.255.583,57
6. Immaterielle Anlagewerte 116.547,00 145.816,50
7. Sachanlagen 512.775,61 616.791,01
8. Sonstige Vermögensgegenstände 629.090,83 530.292,44
9. Rechnungsabgrenzungsposten 104.527,44 105.359,77
6.648.264,85 8.457.458,20
PASSIVA
Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 122.738,42 111.004,80
2. Sonstige Verbindlichkeiten 771.911,24 1.015.744,53
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 76.403,00 0,00
b) andere Rückstellungen 1.282.518,84 1.358.921,84 1.607.236,03
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 199.375,00 199.375,00
cb) andere Gewinnrücklagen 2.897,99 202.272,99 2.897,99
d) Bilanzgewinn 1.820.545,36 3.149.324,85
6.648.264,85 8.457.458,20
Eventualverbindllichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen EUR 75.000,00 (EUR 75.000,00)
b) Haftung aus Bestellung von
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten EUR 118.259,81 (EUR 116.238,16)

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01. Oktober 2009 bis 30. September 2010

sino AG, Düsseldorf

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Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 21.080,18 64.045,18
2. Zinsaufwendungen 24.828,02 21,79
- 3.747,84 64.023,39
3. Laufende Erträge aus
a) Anteilen an verbundenen Unternehmen 298.080,00 311.040,00
4. Provisionserträge 8.241.580,65 10.032.922,25
5. Sonstige betriebliche Erträge 409.170,31 1.214.574,65
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.619.384,23 2.051.334,89
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 199.622,38 1.819.006,61 195.383,83
-darunter: für Altersversorgung Euro 14.563,04 (Euro 14.839,14)
andere Verwaltungsaufwendungen
b) andere Verwaltungsaufwendungen - 5.912.024,53 - 5.520.606,71
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen - 269.193,22 - 284.324,57
8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen - 143.584,51 - 430.571,53
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft - 30.605,55 - 1.573,72
10. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.669,93 1.890,28
11. Abschreibung und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 - 27.499,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten
Werten 0,00 30.323,89
13. Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit 772.338,63 3.143.480,21
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 229.028,52 - 914.505,33
15. Sonstige Steuern - 2.089,60 - 16.208,39
16. Jahresüberschuß 541.220,51 2.212.766,49
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.279.324,85 936.558,36
18. Bilanzgewinn 1.820.545,36 3.149.324,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2009/2010

Allgemeine Angaben

Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 02.09.1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung und für das Eigengeschäft seit dem 01.11.2007 als erteilt. Die sino AG hat mit Schreiben an die BaFin vom 29.07.2009 auf die Erlaubnis zur Tätigung von Eigengeschäften verzichtet.

Die Aktien der sino AG sind zum Handel im regulierten Markt in Düsseldorf zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt.

Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für die Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird entsprechend zugeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 01.01.2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 150,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 151,00 und EUR 1.000,00 sind aufgrund der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden, die nicht wie Anlagevermögen behandelt werden, werden mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Einzelangaben zur Bilanz

Aktiva

Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (2.418 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig TEUR 2.367, TEUR 51 sind innerhalb von einem bis fünf Jahren fällig. Bei der Forderung über TEUR 51 handelt es sich um eine Forderung gegenüber der sino institutional GmbH, die ein verbundenes Unternehmen darstellt.

Insgesamt sind 1.675 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.

Die Forderungen an Kunden sind in Höhe von 246 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 147 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit.

Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 235 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von 553 TEUR sind nicht börsennotierte und nicht börsenfähige Investmentfondsanteile, die der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten dienen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital (in %) Eigenkapital

(in TEUR)
Jahresüberschuss/

-fehlbetrag

(in TEUR)
tick Trading Software AG, Düsseldorf (30.09.2010) 43,20 1.928 788
Trade Haven GmbH, Düsseldorf (30.09.2010) 46,25 - 82 120
sino institutional GmbH, Düsseldorf (30.09.2010) 100,00 681 - 48

Aufgrund der abgeschlossenen Liquidation der sino Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Düsseldorf, erfolgte ein Abgang der Anteile aus dem Finanzanlagevermögen (EUR 1,00).

Die im Vorjahr gegründete sino institutional GmbH, Düsseldorf, hat ihre Tätigkeit zum Bilanzstichtag noch nicht aktiv aufgenommen.

Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 179 229
Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuerüberzahlungen und Körperschaftsteuerguthaben 371 189
Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter 20 55
Mietkautionen 43 43
Übrige 16 14
629 530

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Trade Haven GmbH, Düsseldorf. Gemäß der gegenüber der Trade Haven GmbH ausgesprochenen Rangrücktrittserklärung ist die sino AG mit der Darlehensforderung in Höhe von 179 TEUR einschließlich aller daraus resultierender Zinsansprüche in der Weise hinter die Forderungen aller Gläubiger der Trade Haven GmbH zurückgetreten, dass ihre Forderungen nur aus Liquidationsüberschüssen oder aus weiteren die sonstigen Schulden der Gesellschaft übersteigenden Aktivvermögen zu begleichen sind. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 162 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Verbindlichkeiten aus Einzahlungsverpflichtungen 0 730
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122 169
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen 61 65
Aufsichtsratsvergütungen 47 47
Übrige 542 5
772 1.016

Die im Vorjahr aus der Neugründung der sino institutional GmbH und der hieraus entstandenen Kapitaleinzahlungsverpflichtung resultierende Verbindlichkeit von insgesamt 730 TEUR wurde im abgelaufenen Wirtschaftjahr, wie im Vorjahr bereits angekündigt, beglichen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, (81 TEUR) sowie Trade Haven GmbH, Düsseldorf, (1 TEUR) enthalten.

In den übrigen Verbindlichkeiten ist ausschließlich die Verbindlichkeit aus einem von der EDW erhobenen Sonderbeitrag in Höhe von 542 TEUR enthalten. Gegen die Beitragserhebung wurde seitens der Gesellschaft Klage erhoben.

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb von drei Monaten fällig.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Lebensarbeitzeitkonten (TEUR 601), Settlementrisiken (TEUR 214) und Beitragsverpflichtungen an die EDW (TEUR 123). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub, Jahresabschluss- und Beratungskosten und für ausstehende Rechnungen gebildet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:

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(in TEUR) Grundkapital Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital
Stand 01.10.2010 2.337 34 199 3 3.150 5.723
Ausschüttung - 1.870 - 1.870
Jahresüberschuss 2009/2010 556 556
Stand 30.09.2010 2.337 34 199 3 1.836 4.409

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.337.500,00. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 1,00 ausgegeben.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert EUR 34.375,00. Die gesetzliche Rücklage beträgt EUR 199.375,00. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 2.897,99 bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 3.149.324,85 wurden im Geschäftsjahr EUR 1.870.000,00 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 1.279.324,85 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erhöhung der Zinsaufwendungen ist darauf zurück zu führen, dass ab dem abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen und Erträge aus Kursdifferenzen im Zusammenhang mit dem bestehenden USD Konto saldiert unter dieser Position ausgewiesen werden. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis getrennt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. anderen Verwaltungsaufwendungen.

Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2008/2009 der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.

Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (9.740 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (1.499 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus nachträglich abziehbaren Vorsteuerbeträgen (32 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (44 TEUR), Erträge aus Anlageverkäufen sowie Erlöse aus Sachbezügen und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte sowie um Beiträge, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von TEUR 251 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Mehraufwendungen für Beiträge an die EDW (113 TEUR), Nachberechnungen für Ticket fees der tick TS AG (37 TEUR), sowie Mehraufwendungen für Prüfungstätigkeiten (TEUR 39).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Buchverluste), Aufwendungen aus der Leistungsweiterverrechnung mit verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 41 TEUR sowie sonstige Kostenerstattungen in Höhe von 76 TEUR.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 83 TEUR, in den anderen Verwaltungsaufwendungen 855 TEUR und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 33 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft tick Trading Software AG, Düsseldorf, zurückzuführen sind.

Aus Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft Trade Haven GmbH, Düsseldorf, sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 4 TEUR, in den anderen Verwaltungsaufwendungen 919 TEUR und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 8 TEUR enthalten. Aus der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Darlehensforderung an die Trade Haven GmbH sind Zinserträge in Höhe von 10 TEUR entstanden.

Ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind 1 TEUR aus Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft sino institutional GmbH. Aus der unter anderen Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesenen Darlehensforderung an die sino institutional GmbH sind 1 TEUR an Zinserträgen entstanden.

Eventualverbindlichkeiten

Gegenüber der Trade Haven GmbH besteht weiterhin eine Liquiditätszusage in Höhe von 75 TEUR (harte Patronatserklärung) mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2011.

Im Zusammenhang mit den von Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften wurde ein Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet. Die Verpfändung dient bis zu einer Höhe von maximal TEUR 175 der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30.09.2010 mit TEUR 169; davon kann die sino AG mit maximal 70 % in Anspruch genommen werden (zum 30.09.2010 TEUR 118). Ein weiterer Anspruch auf Verpfändung besteht seitens HSBC noch in Höhe von 250 TEUR, das Festgeld ist noch nicht hinterlegt, dient aber ebenfalls der Absicherung von an Kunden durch HSBC ausgelegte Kontorkorrentkredite.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB betreffen im Wesentlichen den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv und Lagerräume sowie Garagenstellplätze für die restliche Mietlaufzeit der ersten Mietperiode, die zum 31. Mai 2011 endet. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattung- sowie einem PKW-Leasingvertrag.

Aus Sonderbeitragsverpflichtungen gegenüber der EDW können voraussichtlich in den nächsten weiteren vier Wirtschaftsjahren Belastungen von insgesamt ca. TEUR 2.200 (550 TEUR pro Jahr) resultieren. Des weiteren verweisen wir auf die Ausführungen zum EDW im Lagebericht.

Insgesamt ergeben sich hiernach zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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Sonstige finanzielle Verpflichtungen TEUR
Verpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 795
Verpflichtungen mit einer Laufzeit von einem Jahr bis zu fünf Jahren 1.814
Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über fünf Jahren 0
2.609

Aus unbefristeten Verträgen mit dem verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, bestehen Verpflichtungen in Höhe von 157 TEUR (p.a.).

Genehmigtes Kapital

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 9. März 2010 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. März 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Zusatzangaben

Organe:

Der Vorstand besteht aus zwei Personen.

Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: Finanzen und Handel)
Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: Technik und Marketing)

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen.

Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei McDermott Will & Emery, Düsseldorf
Hans Hugo Hocke (stellvertretender Vorsitzender), Kaufmann, Mönchengladbach
Gerd Goetz, Bankangestellter bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Hans Hugo Hocke sowie Herr Gerd Goetz sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 485 (Ingo Hillen TEUR 239 / Matthias Hocke TEUR 246). Es handelt sich hierbei um laufende Bezüge.

Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands jeweils in gleicher Höhe aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Die Wertpapiere sind mit 553 TEUR ausgewiesen, die entsprechenden Rückstellungen valutierten zum 30.09.2010 mit 601 TEUR.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Vorschüsse in Höhe von insgesamt 21 TEUR (Ingo Hillen: 12 TEUR, Matthias Hocke: 9 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 0 TEUR offen.

Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags ist die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen hatten die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von EUR 15,00 je Aktie zu erwerben. Die Option ist wertlos verfallen.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 47 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 20 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 15 TEUR auf Herrn Hans Hugo Hocke und 12 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

Honorar des Abschlussprüfers:

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die entsprechende Angabe im Konzernabschluss der sino AG diese mit einschließt.

Arbeitnehmer:

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 21 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2010 beschäftigten 23 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

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Bereich Handel Technik Backoffice Controlling Buchhaltung Rechtsabteilung Sonstige Summe
Mitarbeiteranzahl 8 4 4 2 2 1 2 23

Mitteilung bestehender Beteiligungen:

Der Gesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Bank plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 6,36 %.

Der Gesellschaft wurden von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 5,96 %.

Erklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben die jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Homepage der sino Aktiengesellschaft (www.sino.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

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EUR
Jahresüberschuss 541.220,51
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.279.324,85
Bilanzgewinn 1.820.545,36

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn zum 30.09.2010 in Höhe von 1.820.545,36 EUR werden 233.750,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Daraus ergibt sich eine Dividende von 0,10 EUR pro Aktie. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.586.795,36 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Düsseldorf

Ingo Hillen

Matthias Hocke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gummersbach, 10. Januar 2011

**NEXIA - DHPG GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

A. Stamm, Wirtschaftsprüfer

A. Giorgini, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der sino Aktiengesellschaft

über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichtes und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2010 geendete Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 (nachfolgend das „Geschäftsjahr 2009/2010“) vorzunehmenden Prüfungen.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2009/2010 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der mit der sino AG verbundenen Unternehmen unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.

Während des Berichtszeitraumes hatte der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend unterrichtet. Insbesondere vor dem Hintergrund der nach wie vor zu spürenden Auswirkungen der Finanzkrise war die Unterrichtung sehr umfangreich und eng abgestimmt. Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die fortlaufende Erweiterung des Dienstleistungsangebotes an die Kunden, mögliche Expansionen der Gesellschaft im Ausland sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens in der Zukunft, auch in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld.

Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden sechs Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates in Düsseldorf statt, am 18.11.2009, 02.12.2009, am 13.01.2010, 29.04.2010 und am 31.05.2010 sowie am 07.07.2010. In der Aufsichtsratssitzung am 07.07.2010 hat sich der Aufsichtsrat mit der Erweiterung der Geschäftsleitung um Herrn Dirk Piethe, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von brokerjet in Österreich, im Zusammenhang mit der Entwicklung weiterer Geschäftsmöglichkeiten und der geographischen Expansion beschäftigt. Weiterhin gab es eine Aufsichtsratssitzung am 11.11.2010 in der sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Frage der Eigenkapitalzuführung in der Tochtergesellschaft sino institutional beschäftigte. Ausschüsse hat der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet. Auch im Geschäftsjahr 2009/2010 hat sich die Gesellschaft dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Stand: 26.05.2010) unterworfen und die „Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG“ entsprechend abgegeben.

Der vom Vorstand für das zum 30. September 2010 geendete Geschäftsjahr aufgestellte Jahresabschluss sowie der aufgestellte Konzernabschluss und der Lage- sowie der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Nexia DHPG GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht der sino AG, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die Nexia DHPG, Gummersbach, stimmen wir zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2009/2010. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, 17. Januar 2011

Dr. Robert Manger, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben wird.

Düsseldorf, 30. Dezember 2010

sino AG

Ingo Hillen, Vorstand

Matthias Hocke, Vorstand

Corporate Governance Bericht

der sino AG 2011 und Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB

Gemäß § 289a HGB haben börsennotierte Gesellschaften eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die u.a. die Wiedergabe der Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG umfasst. Über wesentliche Aspekte der Corporate Governance des Unternehmens ist zudem im Corporate Governance Bericht gem. Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) zu berichten. Aufgrund dieser starken inhaltlichen Überschneidungen werden Corporate Governance Bericht und Unternehmensführungserklärung nachfolgend zusammengefasst, die Entsprechenserklärung vom 17.1.2011 ist am Schluss wiedergegeben.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex kommentiert die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften des deutschen Aktienrechts zur Leitung und Überwachung börsennotierter Aktiengesellschaften und enthält zusätzlich eine Reihe weiterer Verhaltensempfehlungen. Diese Verhaltenspflichten betreffen vor allem die Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat, deren Zusammenwirken, die Transparenz im Unternehmen sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Die sino AG entspricht dem Gesetz und folgt − bis auf wenige Ausnahmen − den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Corporate Governance bei sino

Die sino AG (im folgenden auch nur „sino“) bekennt sich zu einer verantwortungsvollen Unternehmenspolitik. Die Belange der Mitarbeiter sollen ebenso berücksichtigt werden wie die Interessen der Aktionäre an einer angemessenen Steigerung des Unternehmenswertes. Vor diesem Hintergrund versteht die sino AG eine effiziente Corporate Governance als einen wesentlichen Bestandteil ihres Erfolges und begreift sie als einen Anspruch, der alle Bereiche des Unternehmens und seiner Tätigkeiten umfasst. Auch im vergangenen Jahr hat sich die sino AG verstärkt mit der Fortentwicklung ihrer Corporate Governance befasst. Hierbei wurden insbesondere die weiteren Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umgesetzt. Die aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat am 17.01.2011 unterzeichnet.

Aktionäre und Hauptversammlung bei sino

Die Aktionäre der sino AG üben ihre Rechte grundsätzlich im Rahmen der Hauptversammlung aus. Dabei entscheiden sie insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, Änderungen der Satzung und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der sino AG am 09.03.2010 in Düsseldorf wurden der festgestellte Jahresabschluss zum 30. September 2009 mit dem Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2008/2009 und der gebilligte Konzernabschluss zum 30. September 2009 mit dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008/2009 sowie der Bericht des Aufsichtsrates vorgelegt und von der Hauptversammlung ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.

Der Vorstand der sino

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Er strebt eine möglichst hohe Verzinsung des eingesetzten Kapitals im Rahmen des Unternehmenszwecks an. Zu seinen Aufgaben gehört die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat.

Der Vorstand der sino AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes haften der Gesellschaft für etwaige Pflichtverletzungen. Herr Ingo Hillen ist u.a. zuständig für das Ressort Finanzen und Handel, Herr Matthias Hocke u.a. für den Bereich Technik und Marketing.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der sino AG wird in deren Anstellungsverträgen festgelegt. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes werden auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht näher beschrieben.

Der Aufsichtsrat der sino

Die Aufgabe des Aufsichtsrates der sino AG liegt darin, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu beraten und zu überwachen. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wird der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus bestellt und entlässt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstandes.

Bei der sino AG arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte.

Der Aufsichtsrat der sino AG besteht aus 3 fachlich qualifizierten und unabhängigen Mitgliedern. Diese Qualifikation ist die Basis für eine effiziente Aufsichtsratsarbeit.

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009/2010 waren Herr Dr. Robert Manger, Rechtsanwalt in Düsseldorf, Herr Hans-Hugo Hocke, Diplom-Betriebswirt aus Mönchengladbach und Herr Gerd Goetz, Bankangestellter, Geschäftsbereichsleiter Wertpapierdienstleistungen der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG aus Düsseldorf. Herr Dr. Manger war Aufsichtsratsvorsitzender.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Bezüge jedes einzelnen Aufsichtsratsmitgliedes sind auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht dargestellt. Über Einzelheiten seiner Tätigkeit und seiner Entscheidungen im Geschäftsjahr 2009/2010 informiert der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung gesondert. Dem Aufsichtsrat sind weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte mitgeteilt worden.

Gemäß § 7 Ziffer 2 der Satzung der sino AG endet die Amtszeit des Aufsichtsrates mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009/2010 beschließt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17.1.2011 folgende konkrete Zielsetzungen für die künftige Besetzung des Aufsichtsrats festgelegt:

Der Aufsichtsrat soll sich bei künftigen Vorschlägen für die Wahlen zum Aufsichtsrat gem. § 124 Abs. 3 AktG vornehmlich von folgenden Kriterien leiten lassen:

Unabdingbare Voraussetzung für jeden zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten ist die fachliche Qualifikation, die den Kandidaten befähigt, die Geschäfte des Unternehmens nachzuvollziehen, zu analysieren und zu bewerten und die hierzu vorgelegten Berichte, Informationen und Erläuterungen verständig zu würdigen;
alle Kandidaten müssen über die für Mitglieder von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen von Instituten gem. § 36 Abs. 3 KWG erforderliche Zuverlässigkeit und Sachkunde verfügen oder bereit sein, etwaige zum Zeitpunkt der Wahl fehlende Voraussetzungen durch zeitnahe Durchführung von geeigneten Fortbildungsmaßnahmen nachträglich zu erfüllen.
zumindest ein Mitglied des Aufsichtsrats soll über die in § 100 Abs. 5 AktG beschriebene Sachkunde verfügen (Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung);
Aufsichtsratsmitglieder sollen im Regelfall zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben;
Vielfalt (Diversity) und Internationalität der Kandidaten sollen bei der Auswahl berücksichtigt werden;
die Wahlvorschläge sollen das Ziel einer angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtrat berücksichtigen.

Bereits bei der Beratung und Beschlussfassung über den an die Hauptversammlung vom 30.03.2011 gerichteten Beschlussvorschlag zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder für die dann folgende Amtsperiode hat sich der Aufsichtsrat von den vorstehenden Kriterien leiten lassen. Dabei konnte eine weitgehende Umsetzung der Ziele erreicht werden, nicht jedoch eine vollständige Realisierung aller Zielvorgaben (so etwa bezüglich der wünschenswerten Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat).

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat bei der sino AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben unterschiedliche Aufgaben. Ein Mitglied des Vorstandes kann nicht zugleich Mitglied des Aufsichtsrates sein.

Zur Wahrnehmung ihrer Führungs- und Kontrollaufgaben stehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, um eine erfolgreiche Corporate Governance bei der sino AG zu gewährleisten.

Die Tätigkeit des Aufsichtsrates wird unter anderem sichergestellt durch:

die Verpflichtung des Vorstandes zu regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Berichterstattung an den Aufsichtsrat,
die regelmäßige Erörterung der Planung, der Geschäftsentwicklung und der Strategie mit dem Vorstand sowie
die Festlegung von Geschäften und Maßnahmen des Vorstandes, die nur mit Zustimmung des Aufsichtsrates vorgenommen werden dürfen.

Der Vorstand bedient sich unter anderem folgender Führungs- und Kontrollinstrumente:

Festlegung von Strategien und Grundsätzen für die Führung des Unternehmens;
Aufstellung einer strategischen Planung für alle Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder sowie ihre regelmäßige Aktualisierung und Erfolgskontrolle;
regelmäßige Prüfungen und Sonderprüfungen durch eine interne Revision;
Einrichtung und kontinuierliche Aktualisierung eines konzernweiten Überwachungssystems zur Risikofrüherkennung (Risikomanagement);
Einrichtung eines Compliance-Bereiches, der durch einen Compliance-Beauftragten geleitet wird;
Vereinbarung von Zielen und eines erfolgsorientierten Anteils bei der Vergütung von leitenden Angestellten.

Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2009/2010 in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat insbesondere die strategische Ausrichtung des sino-Konzerns fortentwickelt und optimiert. Er hat darauf aufbauend Maßnahmen zur Umsetzung der strategischen Ziele eingeleitet und fortgeführt. Durch regelmäßige Plan-Ist-Vergleiche der wirtschaftlichen Kennzahlen der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wurde deren Entwicklung vom Vorstand zeitnah überwacht, in Controllinggesprächen mit dem Management der Konzerngesellschaften quartalsweise beraten und bei Bedarf korrigiert.

Transparenz der sino AG

Die sino AG legt großen Wert auf Transparenz und zeitnahe Information ihrer Aktionäre und Anleger über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Unternehmen. Die sino AG stellt Aktionären, Anlegern sowie weiteren interessierten Personen Pressemitteilungen sowie weitere für die Beurteilung des Unternehmens relevante Informationen auf ihrer Internetseite www.sino.de zur Verfügung.

Darüber hinaus legt die sino AG großen Wert auf die Einhaltung der sog. Ad-hoc-Publizität (§ 15 WpHG).

Über den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der sino AG durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft oder sonstige Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen befugt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen sind der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009/2010 die aus der Anlage ersichtlichen Mitteilungen zugegangen

Die Anlage enthält auch die Angabe der von Vorstands- und/oder Aufsichtsratsmitgliedern direkt oder indirekt gehaltenen Anteile von mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft.

Derzeit sind keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der sino AG implementiert.

Weitergehende Unternehmensführungspraktiken

Die sino Aktiengesellschaft unterliegt in ihrer Geschäftstätigkeit zahlreichen spezialgesetzlichen Regelungen wie etwa dem Geldwäschegesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Darüberhinausgehende und konkretere Verhaltensvorgaben sind in einer umfassenden internen Richtlinie betreffend Compliance, Mitarbeitergeschäfte, Geldwäsche und Korruptionsgefahr vom September 2009 enthalten. Diese Richtlinie ist aufgrund ihres hohen Detaillierungsgrades nur für Mitarbeiter der Gesellschaft bestimmt und nicht öffentlich zugänglich.

Entsprechenserklärung 2011

Die sino Aktiengesellschaft entsprach den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 01.07.2010 geltenden Fassung (Stand vom 26. Mai 2010) und wird den Empfehlungen weiterhin entsprechen, jeweils mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:

Ziffern 2.3.1 u. 2.3.3 Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Briefwahl durchzuführen. Die Satzung der Gesellschaft sieht eine Briefwahl nicht vor. Beide Methoden einer mittelbaren Mitwirkung an der Abstimmung sind im Wesentlichen gleichwertig; deutliche Vorteile der Briefwahl sind nicht erkennbar. Die Einführung der Briefwahl führte zu weiterem Aufwand bei der Formularerstellung und der Abstimmungsauswertung.

Ziffer 2.3.4. Die Verfolgung der Hauptversammlung mittels Internet ist aufgrund der Aktionärsstruktur der Gesellschaft entbehrlich. Interessierte Aktionäre nehmen regelmäßig in persona an der Hauptversammlung teil. Die Gesellschaft ist nicht von einer Größenordnung, die es angebracht erscheinen lässt, die Hauptversammlung über das Internet öffentlich zu machen. Die damit verbundenen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem erstrebten Nutzen.

Ziffer 3.8 Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Verträge über D&O Versicherungen sehen für den Aufsichtsrat keinen Selbstbehalt vor, da die Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zu einer wesentlichen Reduzierung der Versicherungsprämien führt. Vorstand und Aufsichtsrat handeln ferner bereits aufgrund der ihnen nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten verantwortungsvoll und im besten Interesse der Gesellschaft. Sie halten einen Selbstbehalt nicht für geeignet, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der Mitglieder des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu erhöhen.

Ziffer 4.2.1 Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher. Der Vorstand der sino Aktiengesellschaft besteht aus zwei gleichberechtigten Mitgliedern. Die Ernennung eines Vorsitzenden oder Sprechers ist derzeit nicht vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt über eine Geschäftsordnung für den Vorstand.

Ziffer 4.2.3 Die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands werden auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht erläutert. Ein Aktienoptionsplan oder eine vergleichbare Gestaltung für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter bestehen nicht. Eine weitergehende Differenzierung der Vergütung des Vorstandes der Gesellschaft besteht nicht. Eine dementsprechende, aufwendige Vertragsgestaltung sowie der damit verbundene administrative Aufwand erscheinen derzeit nicht verhältnismäßig.

Ziffer 4.2.5 Die Vergütung des Vorstandes wird – wie soeben bereits dargetan - auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht erläutert. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind bei der Gesellschaft ebensowenig vorgesehen wie Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied. Daher erscheint die Anfertigung eines weiteren Vergütungsberichtes entbehrlich.

Ziffer 5.1.2 Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass das Alter eines Organmitglieds für dessen Qualifikation nicht entscheidend ist. Deshalb hat sie keine Altersgrenzen für Vorstandsmitglieder festgelegt.

Ziffer 5.3.1 Der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft verfügt nur über drei Mitglieder. Deshalb bildet der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft keine Ausschüsse.

Ziffer 5.3.2 Insbesondere die Bildung eines separaten Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist nach Ansicht der Gesellschaft aufgrund des überschaubaren Umfangs der Rechnungslegung und des Risikomanagements sowie des Umstandes, dass der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft nur über drei Mitglieder verfügt, entbehrlich. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats verschaffen sich ein Bild über die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer; der Prüfungsauftrag wird vom gesamten Aufsichtsrat erteilt, der sich auch die Prüfungsschwerpunkte festlegt und sich mit der Honorarvereinbarung befasst.

Ziffer 5.3.3. Die Bildung eines Nominierungsausschusses ist aufgrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der heterogenen Zusammensetzung des Aufsichtsrates entbehrlich.

Ziffer 5.4.2 Dem Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft gehören Personen an, die zu einem Vorstandsmitglied in verwandtschaftlicher Beziehung stehen und/oder Kunden der Gesellschaft sind und/oder der Gesellschaft beratend zur Seite stehen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind verpflichtet, Fälle von Interessenkonflikten unverzüglich offen zu legen. Bei etwaigen Interessenkonflikten werden Vorstand und Aufsichtsrat geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Interessenkonflikt zu Gunsten der Gesellschaft aufzulösen. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass hierdurch eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat sichergestellt wird.

Ziffer 5.4.3 Aus Praktikabilitätsgründen sollen Wahlen zum Aufsichtsrat nicht nur als Einzelwahl durchgeführt werden. Da der Vorsitzende des Aufsichtsrates in erster Linie die Arbeit des Aufsichtsrates koordinieren soll, muss dieser vor allem das Vertrauen und die Akzeptanz der übrigen Aufsichtsratsmitglieder genießen. Es erscheint daher entbehrlich, den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt zu geben.

Ziffer 5.4.6 Eine erfolgsorientierte Vergütung neben der festen Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit nicht vorgesehen. Vergütungen oder gewährte Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern (Beratungs- oder Vermittlungsleistungen) erfolgen, wenn sie überhaupt anfallen, zu marktüblichen Konditionen und werden im Rahmen des Rechnungswesens abgerechnet und aufgezeichnet. Eine individualisierte Angabe im Corporate Governance Bericht erscheint vor diesem Hintergrund entbehrlich.

Ziffer 7.1.2 Die Gesellschaft veröffentlicht den Geschäftsbericht binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums. Diese Fristen können im Einzelfall geringfügig überschritten werden. Die zu veröffentlichenden Zahlen der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden dem Aufsichtsrat regelmäßig im Vorfeld durch den Vorstand vorgelegt und erörtert.

Düsseldorf, 17.01.2011

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

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Anlage 1: Directors Dealings:
27.01.2010

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Hocke
Vorname: Hans Hugo
Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 26.01.2010
Kurs/Preis: 10,78
Währung: EUR
Stückzahl: 1.000
Gesamtvolumen: 10.780
Ort: Xetra

Zu veröffentlichende Erläuterung:

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Verkauf: 532 Stück a 10,70 Euro
Verkauf: 250 Stück a 10,83 Euro
Verkauf: 218 Stück a 10,90 Euro

02.02.10

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Hocke
Vorname: Hans Hugo
Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 01.02.2010
Kurs/Preis: 10,78
Währung: EUR
Stückzahl: 1.000
Gesamtvolumen: 10.780
Ort: Xetra

Zu veröffentlichende Erläuterung:

Schnittkurs
Verkauf 20 Stück a 10,60
Verkauf 80 Stück a 10,85
Verkauf 900 Stück a 10,78

08.03.10

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Hillen
Vorname: Ingo
Firma: sino AG
Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 08.03.2010
Kurs/Preis: 11,25
Währung: EUR
Stückzahl: 29.878
Gesamtvolumen: 336.127,50
Ort: außerbörslich

08.03.10

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Hillen
Vorname: Ingo
Firma: sino AG
Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 08.03.2010
Kurs/Preis: 11,25
Währung: EUR
Stückzahl: 5.000
Gesamtvolumen: 56.250
Ort: außerbörslich

08.03.10

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Hocke
Vorname: Matthias
Firma: sino AG
Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 08.03.2010
Kurs/Preis: 11,25
Währung: EUR
Stückzahl: 25.679
Gesamtvolumen: 288.888,75
Ort: außerbörslich

08.03.10

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Firma: MMI Leisure + Capital Management GmbH

Person mit Führungsaufgabe welche die Mitteilungspflicht der juristischen Person auslöst

Angaben zur Person mit Führungsaufgaben

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Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 08.03.2010
Kurs/Preis: 11,25
Währung: EUR
Stückzahl: 17.000
Gesamtvolumen: 191.250
Ort: außerbörslich

08.03.10

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Firma: Gladstone Capital GmbH

Person mit Führungsaufgabe welche die Mitteilungspflicht der juristischen Person auslöst

Angaben zur Person mit Führungsaufgaben

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Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

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Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 08.03.2010
Kurs/Preis: 11,25
Währung: EUR
Stückzahl: 15.000
Gesamtvolumen: 168.750
Ort: außerbörslich

Angaben gem. Ziffer 6.6 des Corporate Governance Codex:

Der Mitglieder des Vorstands, Ingo Hillen und Matthias Hocke halten mittelbar bzw. unmittelbar jeweils mehr als 1 % der Aktien. Auf Herrn Hillen entfallen 6,36 %, auf Herrn Hocke 5,96 % der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft.