Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Sino AG Annual Report 2010

Mar 27, 2011

5464_10-k_2011-03-27_a2fa183b-7e47-4cd7-83de-31d5f39ed9d5.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Heavy Trader

s ino AG H igh End Brokerage | Ges chäftsbericht 2009 / 2010 W KN 576550 | X T P

High End Brokerage High End Brokerage

Vorbilder für Heavy Trader gibt es seit über 2.500 Jahren. Einige der vielleicht Berühmtesten stellen wir im diesjährigen Geschäftsbericht vor. Gezeichnet wurden die Portraits von Noli Novak im klassischen Hedcut-Stil, wie er für das Wall Street Journal typisch ist. Die Portraits sind mit einem Kornraster (stipple method) angelegt und zitieren die Ästhetik alter Stiche, wie sie aus historischen Zeitungsdarstellungen bekannt sind. Das Wall Street Journal setzt diesen Stil seit 1979 ein und beschäftigt mehrere so genannte hedcut artists, von denen Noli Novak eine ist. Die Schreibweise des Wortes hedcut mag auf einen Ausdruck der Zeitungsleute zurückgehen, die hed als Kürzel für Headline verwenden.

Titelillustration: George Soros

Kennzahlen der sino AG 30.09.2010 30.09.2009 Veränderung

Ausgeführte Orders 1.400.000 1.288.404 8,66%
Depots per Geschäftsjahresende 613 614 -0,16%
Netto-Erlöse (in Tausend €) 8.972 11.655 -23,02%
Verwaltungsaufwendungen + Abschreibungen (in Tausend €) 8.000 8.052 -0,64%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (in Tausend €) 772 3.143 -75,44%
Jahresüberschuss (in Tausend €) 541 2.213 -75,55%
Anzahl der Aktien 2.337.500 2.337.500
Ergebnis je Aktie (in €) 0,23 0,95 -75,55%
Eigenkapital (in Tausend €) auf den jew. Stichtag 4.395 5.723 -23,21%
Eigenkapitalquote in % auf den jew. Stichtag 66,10 67,67 -2,33%
Cost-Income-Ratio in %* 0,94 0,77 21,17%

*Allgemeine Verwaltungsaufwendungen/Nettoprovisionserlöse

Heavy Trader

s ino AG H igh End Brokerage | Ges chäftsbericht 2009 / 2010 W KN 576550 | X T P

High End Brokerage

Innovationen für Heavy Trader

Die sino AG hat das zwölfte Geschäftsjahr (01.10.2009–30.09.2010) – wie alle anderen vorher – mit schwarzen Zahlen beendet: mit einem operativen Ergebnis von 1,31 Millionen Euro. Börsenumsätze weit unter dem langjährigen Durchschnitt haben das Geschäft ungünstig beeinflusst.

Zusätzlich belasten Sonderbeiträge von rund 540.000 € an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen. Insgesamt haben wir somit ein Ergebnis vor Steuern von 0,77 Millionen Euro gegenüber 3,1 Millionen Euro im Vorjahr zu verzeichnen. Das ist auch für uns nicht zufrieden stellend. Da wir alle sich bietenden Opportunitäten nutzen möchten, werden wir der Hauptversammlung vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 10 Cts. zu zahlen.

Gleichzeitig haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich weiter geschärft. HSBC Trinkaus – als konto- und depotführende Bank der sino Kunden – hat uns dabei unterstützt. Im Lauf des Jahres haben wir eine Serie von Innovationen für unsere Heavy Trader präsentiert: Wir haben ihnen als ersten den Handel an der europäischen Börse CHI-X ermöglicht und mit Investox.de einen Partner gefunden, der unseren Kunden hilft, noch mehr aus der Handelsplattform sino MX-PRO zu machen. In der neuesten Version haben wir mit einer »automatisierten Wertpapierleihe« wieder erfolgreich Pionierarbeit geleistet: Es ist nun wesentlich schneller möglich, Leerverkäufe im Einklang mit verschärften gesetzlichen Bestimmungen zu tätigen. Durch intensive Überzeugungsarbeit bei den Verantwortlichen haben wir außerdem vielleicht ein wenig dazu beigetragen, dass die Gesetzeslage nicht noch weiter verschärft wurde. Als Ergänzung zum sino MX-PRO bieten wir seit 2010 eine leistungsfähige mobile Handelsplattform an: den sino X2GO.

Wir haben den Newsletter »Update« ins Leben gerufen, der Heavy Tradern hilft, rechtliche Klippen zu umschiffen. Wir haben unseren Internet-Auftritt renoviert, so dass sich nun wesentlich zielstrebiger durch die zahlreichen Inhalte navigieren lässt, und wir haben einen viel versprechenden Start mit unserem neuen Messestand auf der »World of Trading« in Frankfurt erlebt.

Gegen Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres konnten wir Dirk Piethe als Mitglied der Geschäftsleitung gewinnen, dessen exzellente Branchenund Marktkenntnis uns unter anderem helfen werden, neue Märkte erfolgreich zu evaluieren. Seine unternehmerischen Qualitäten hat er zuletzt als Vorstandsvorsitzender von brokerjet, einem Unternehmen der ERSTE Bank Group (Österreich), unter Beweis gestellt, wo unter anderem die Expansion im osteuropäischen Online-Brokerage-Markt für rund 3 Jahre in seinem Verantwortungsbereich lag.

Zum Schluss möchten wir unsere Aktionäre schon hier zu unserer ordentlichen Hauptversammlung am 30.03.2011 nach Düsseldorf einladen. Wir freuen uns auf Sie.

Düsseldorf, im Januar 2011

Ingo Hillen Matthias Hocke

Vorstand sino AG Vorstand sino AG

Geschäftsbericht 01.10.2009—30.09.2010: Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort: Innovationen für Heavy Trader
  • Offener Brief
  • Portrait
  • Neuer Messestand
  • Chronik: Markt- und Geschäftsverlauf
  • Beteiligungsunternehmen: tick-TS AG
  • Investor Relations
  • Public Relations & Werbung
  • Ausblick
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate-Governance-Bericht
  • sino AG | Lagebericht
  • sino AG | Gewinn- und Verlustrechnung
  • sino AG | Bilanz
  • sino AG | Anhang
  • sino AG | Anlagespiegel
  • sino AG | Bestätigungsvermerk
  • sino AG | Erklärung der gesetzlichen Vertreter
  • sino Konzern | Lagebericht
  • sino Konzern | Bilanz
  • sino Konzern | Gewinn- und Verlustrechnung
  • sino Konzern | Kapitalflussrechnung
  • sino Konzern | Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • sino Konzern | Segmentberichterstattung
  • sino Konzern | Anhang
  • sino Konzern | Bestätigungsvermerk
  • sino Konzern | Erklärung der gesetzlichen Vertreter
  • Impressum

Thales von Milet

»Wann ist die Freude am größten? Wenn du das Gewünschte erreichst.«

Thales von Milet (* ca. 624 v.u. Z.; † ca. 547 v.u. Z.)

Das einzig gesicherte Datum aus Thales' Leben ist der 28. Mai 585 vor unserer Zeitrechnung. Der Philosoph und Astronom, dem man auch den berühmten »Satz des Thales« nachsagt, hatte für diesen Tag eine Sonnenfinsternis vorausgesagt, die moderne Astronomen im Nachhinein bestätigen können. Genau so richtig hatte Thales gelegen, als er eines Jahres auf Basis seiner Berechnungen eine besonders gute Olivenernte voraussagte und schon im Winter die verfügbaren Olivenmühlen im Umkreis von Milet und Chios zu vergleichsweise geringen Preisen aufkaufte. Zur Ernte konnte er sie mit beträchtlichen Gewinnen weiter vermarkten und hatte sich gleichzeitig den Respekt der thrakischen Mägde erobert, die den Gelehrten oft wegen seiner Weltfremdheit verspottet hatten.

An alle Bundestagsabgeordneten: Geplante Finanztransaktionssteuer ist kontraproduktiv

Privatanleger sollen die Kosten der 'Rettung' institutioneller Investoren bezahlen

19.05.2010 – Nach den Debatten um die Griechenlandkrise steht möglicherweise die Einführung einer Finanztransaktionssteuer bevor.

Der Vorstand der sino AG bittet die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dringend zu überdenken, ob die pauschale Besteuerung aller Privatanleger der geeignete Weg ist, die Milliarden zurückzuholen, die durch die Staatengemeinschaft zur 'Rettung' institutioneller Anleger wie Hedgefonds, (französischer) Banken und Versicherungen aufgewendet wurden.

Ökonomisch vernünftig wäre es gewesen, die großen Gläubiger Griechenlands in Anspruch zu nehmen, die in Erwartung europäischer Rettungsmaßnahmen in griechische Staatsanleihen investiert haben.

Eine Finanztransaktionssteuer ist aus Sicht der sino AG jedenfalls wirtschaftlich unvernünftig, träfe die Falschen und würde, wenn sie in Deutschland isoliert eingeführt wird, den Wirtschaftsstandort und Finanzplatz Deutschland schwächen.

»Dass die Politik einen Teil des Geldes zurückerhalten möchte, das jetzt, verursacht durch die schlechte Haushaltsführung in Griechenland und die mangelnde Kontrolle der EU, bereitgestellt wurde, ist nachvollziehbar. Eine Umsatzsteuer, die alle Privatanleger in Deutschland betrifft, ist sicherlich keine geeignete Lösung. Wer denkt, dass Spekulanten die Griechenlandkrise verursacht haben, wird auch glauben, dass Thermometer Hitzewellen auslösen«, so Ingo Hillen, Gründer und Vorstand der sino AG.

Die 1998 gegründete sino AG hat sich auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften für die aktivsten und anspruchsvollsten Privatkunden in Deutschland spezialisiert und entwickelte sich in kurzer Zeit zum Synonym für High End Brokerage. Die aktuell 24 Mitarbeiter betreuen derzeit rund 620 Depots mit einem durchschnittlichen Volumen von über 400.000 Euro. Aktionäre der sino AG sind unter anderem die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, eine 100 %ige Tochter der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, sowie die beiden Vorstände.

Nachlese:

In der Folge des Briefs ergeben sich konstruktive Gespräche zwischen dem Vorstand und einigen Mitgliedern des Deutschen Bundestages, in deren Verlauf die sino AG Argumente zur zukünftigen Entscheidungsfindung beitragen kann. Ein gutes halbes Jahr später ist die Forderung nach der Beteiligung auch institutioneller Investoren an den Verlusten von Staatsanleihen Allgemeingut.

In einem weiteren Brief an den Finanzausschuss des Bundestages plädierte der sino Vorstand gegen ein Verbot von Intraday-Leerverkäufen, da sie nicht nur der Spekulation dienen, sondern auch übertriebene Wertentwicklungen im Markt ausgleichen.

Neues Mitglied der Geschäftsleitung: Dirk Piethe (47)

Dirk Piethe

Dirk Piethe verfügt über rund dreißig Jahre Erfahrung im Bankwesen. Vor seinem Wechsel zur sino AG hat er zuletzt als Vorstandsvorsitzender das führende österreichische Online-Brokerage-Portal brokerjet.at verantwortet.

Im Brokerage-Business ist er mehr als zwölf Jahre zu Hause. Seine exzellente Branchenkenntnis und seine unternehmerischen Qualitäten hat Dirk Piethe bereits als Geschäftsleiter bei E*Trade Deutschland (jetzt ViTrade) unter Beweis gestellt, wo er seit 1999, dem Start von E*Trade in Deutschland, in verschiedenen Positionen erfolgreich tätig war. Außerdem war er dort Mitglied des Teams, das den Markteintritt in Italien und den Benelux-Ländern sichergestellt hat.

Als Vorstandsvorsitzender des Portals brokerjet.at, das zu 100 % im Besitz der ERSTE Bank Group ist, hat Dirk Piethe seit Ende 2007 für rund drei Jahre unter anderem die Expansion des Unternehmens in Osteuropa mitverantwortet.

Seine Erfahrungen mit internationalen Marken und Märkten will er jetzt für neue Perspektiven der sino AG kapitalisieren. Seit November 2010 verstärkt er die Geschäftsleitung des Unternehmens als Director Business Development. Der Schwerpunkt seiner Aktivitäten liegt auf der Evaluierung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und Auslandsaktivitäten, die er federführend entwickeln und zum Erfolg machen will.

Sein Motto: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Insofern passt Dirk Piethe auch menschlich hervorragend ins sino Management, das noch nie für zeitraubende Geduldsübungen zu haben war.

Privat ist Dirk Piethe engagierter Familienvater mit drei Töchtern. Die Jüngste ist erst im Jahr 2010 dazugekommen – sehr zu seinem eigenen Stolz und zu dem der ganzen Familie.

Sobald er Zeit für sich findet, widmet er sich mit Begeisterung verschiedenen Fitness-Sportarten. So ist er zum Beispiel ein ausdauernder Jogger. Mit immer neuen Trainingsmethoden hat er sich den Spaß am Laufen stets erhalten. Wenn sich die Trainingserfolge wie geplant entwickeln, freut er sich ab und zu auf ein sehr gutes Menü mit einem Wein, den er mit Kennerschaft auswählt – schließlich hat er eine Zeitlang als Hobby einen eigenen Weinhandel betrieben.

Premiere in Frankfurt: Erfolgreich auf der World of Trading

Das neue Standkonzept »High End Brokerage« hat seine Generalprobe auf der World of Trading am 19. und 20.11.2010 in Frankfurt bestanden. Mit zwei gestaffelten Bereichen lassen sich Besucher wie geplant nach »Heavy Trader« oder einfacher Interessent filtern, die sich gleich am Front Desk über das sino Angebot informieren möchten.

Heavy Trader werden vom sino Team auf einen Espresso in die Lounge gebeten, in der ruhigere, konzentrierte Gesprächsatmosphäre herrscht, in der man ungestört über Einsteigerpakete und Konditionen sprechen kann.

Vom 18.–20.03.2011 wird der Stand seinen offiziellen Launch in Stuttgart auf der Messe Invest erleben, die ja zugleich die größte Veranstaltung der Branche ist. Das sino Team freut sich schon auf neue Kunden.

Der sino Messestand – gesuchte Anlaufstelle für Kunden und Wettbewerb

Markt und Geschäftsverlauf: Schwarze Zahlen unter großen Herausforderungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr vom 01.10.2009– 30.09.2010 ist durch vier wesentliche Faktoren bestimmt:

Zum einen bleibt der von vielen erwartete Anstieg der Börsenumsätze aus. Die Volumina sinken zum Teil noch unter das niedrige Niveau der Vorjahre. Entsprechend zurückhaltend agiert die gesamte Community der deutschen Heavy Trader.

Zum anderen sinkt die durchschnittliche Provision pro Trade bei der sino AG im Gesamtjahr um ca. 24,6 Prozent, was hauptsächlich auf den gestiegenen Anteil der weniger einträglichen Future-Trades zurückzuführen ist, der im Berichtszeitraum bei rund 49 Prozent (32,2 Prozent im Vorjahr) liegt. Die absolute Zahl der Trades steigt mit rund 1,4 Millionen 9 Prozent über den Wert des Vorjahres.

Außerdem schlägt sich das allgemein niedrige Zinsniveau in einer niedrigeren Zinsmarge bei der depotführenden Bank nieder und bringt nochmals geringere Einnahmen.

Schließlich trägt zur Verringerung des Gewinns die außerordentliche Sonderbelastung von rund 542.000 Euro durch Pflichtbeiträge für die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierunternehmen (EdW) bei. Insgesamt beliefen sich die Beiträge der sino AG auf rund 780.000 Euro.

Die Kundenbasis ist mit 613 aktiven Kunden nahezu unverändert stabil; zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass insgesamt rund 100 meist inaktive Konten geschlossen wurden.

Magere Tradezahlen und schrumpfende Erlöse im ersten Quartal

Zu Beginn des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2009/2010, am 01.10.2009, hat der DAX bereits eine erstaunliche Kletterpartie hinter sich. Mancherorts wird schon das Ende der Finanzkrise beschworen. Am 14.10. schließt der Dow Jones seit einem Jahr erstmals wieder über 10.000 Punkten.

Dennoch fallen die Umsätze im Oktober 2009 an allen deutschen Börsen um 56 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat aus. Gegen den Trend steigen die Tradezahlen der sino AG, was der Vorstand aber auf einige sehr aktive Trader zurückführt, die das Unternehmen gewonnen hat.

Ab 23.10. bietet die sino AG als erster Broker in Deutschland den Handel über die paneuropäische Handelsplattform CHI-X Europe an. Damit können sino Kunden jetzt in mehr als 1.000 Gattungen, über 20 Indizes und an 14 europäischen Aktienmärkten handeln.

Im November 2009 wickelt das Unternehmen allein mehr als 100.000 EUREX Kontrakte ab – der zweithöchste Wert seit Oktober 2008. Gegen Ende des Monats lassen allerdings Kreditprobleme des Golfstaates Dubai die europäischen Märkte auf Talfahrt gehen.

Als nächstes macht die marode Finanzlage Griechenlands unschöne Schlagzeilen. Dennoch: Am 28.12. schließt der DAX erstmals seit 15 Monaten über der psychologisch wichtigen Marke von 6.000 Punkten.

Im ersten Quartal (01.10.–31.12.2009) des Geschäftsjahres 2009/2010 wickelt die sino AG lediglich 331.000 Trades ab – ein Rückgang von 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Zweites Quartal: wenig zufrieden stellend

Am ersten Handelstag des Jahres 2010 – zugleich der erste Handelstag des zweiten Quartals (01.01.– 31.03.2010), springt der DAX mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 6.048 Punkte. Unterstützung erhalten die Märkte von einem starken Euro und steigenden Rohstoffpreisen. Aber die Berichtssaison liefert in USA wie in Deutschland nur wenige attraktive Zahlen. Schon am Monatsende steht der deutsche Leitindex wieder bei 5.851 – die allseits erwartete Korrektur ist da.

Erst Mitte Februar strebt der DAX im Zeichen eines festeren Euros und guter Nachrichten aus dem Bankensektor wieder steigende Notierungen an.

e babilgangsalar
1919 S. Ibn Arth Wa
scientificate dans one away
605 Eval, camer are the
otra Jakaimia piaker
Ignuinet the deal
Birmen at Instantia
Ret Foll Flexibilized
Important adherizionist
with level UA 66 (LEFTIE FULL)
But admission listing Automotive
also Miseria collecti fusione -
scalarizari: 1 to the Tools FOR
ermarker scratch (post (a licitor)
was used. But propositionlight
Building Enumerous and door Nowa
In Personal Lis Into baldware Party.
auf antrymme in un
Gelle Brenner- (N. Arke
test Kigeries und ist might
and contracting to Clear authority
wrokers who last 200
Bright plotter per
also 3 High-bhill Blowness
Bland company the suff

Anzeige im Magazin Traders' August 2009

Wegen der Belastungen durch Griechenland sowie enttäuschender Stimmungsindikatoren aus USA und Deutschland bleibt eine anhaltende Erholung aus. Gerüchte über Finanzprobleme Spaniens und Italiens halten sich hartnäckig.

In der März-Ausgabe von »Börse Online« erreicht die sino AG bei der Wahl zum »Online-Broker des Jahres 2010« zum dritten Mal in Folge die mit Abstand beste Gesamtbewertung. Eine gute Vorlage für die ordentliche Hauptversammlung des Unternehmens am 09.03.2010, die in konzentrierter Routine verläuft.

Der März bringt gleichzeitig einen gelasseneren Blick der Märkte auf die griechische Schuldenkrise und erfreulichere Geschäftszahlen, die den DAX weiter vorantreiben. Am 25.03. geht der Index bei 6.100 Punkten mit einem 18-Monats-Hoch aus dem Handel – in etwa der Monatsendstand (6.154). Der Volatilitäts-Index des DAX bewegt sich dagegen auf ein Mehrjahrestief zu.

Im zweiten Quartal (01.01.2010–31.03.2010) hat das Unternehmen insgesamt 334.307 Trades abgewickelt: + 7,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen betreut am Stichtag 621 Depots: 1 % mehr als im Vorjahr. Insgesamt ist für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2009/2010 ein Ergebnis vor Steuern von 1,02 Millionen Euro zu verbuchen und ein Ergebnis pro Aktie von 0,33 Euro, gegenüber 2,36 Millionen Euro bzw. 0,72 Euro pro Aktie im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2009/2010 entspricht annähernd dem der vorausgegangenen sechs Monate (01.04.2009–30.09.2009) – minus 6 Prozent.

Das dritte Quartal – im Zeichen politischer Aktivitäten

Am ersten Tag des dritten Quartals (01.04.–30.06.2010) des Geschäftsjahres 2009/2010 schließt der DAX bei 6.235 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit der Insolvenz von Lehman Brothers im September 2008. Auch andere europäische Börsen und der Dow Jones legen aufgrund der guten Nachrichtenlage zu.

Allerdings bleiben die Marktbewegungen im dritten Quartal per Saldo eher richtungslos: Zwar steigen die Indizes im April deutlich, aber Griechenlandkrise und Euroschwäche machen der Rallye bald ein Ende. Die Tradezahlen der sino AG entwickeln sich entsprechend zurückhaltend.

Der 07.05.2010 wird in die Geschichte der internationalen Börsen eingehen. An diesem Tag verliert der Dow Jones zeitweise über 1.000 Punkte und erlebt den größten absoluten Verlust innerhalb eines Handelstages überhaupt. Im Nachhinein wird gemutmaßt, dass eine Überlastung der Börsensysteme den Crash begünstigt hat. – Die Systeme der sino AG liefen auch an diesem Abend ohne jegliche Störungen. Eine Woche später überspringt der Goldpreis erstmals die 1.000-Euro-Grenze.

Am 19.05. startet die Bundesregierung mit einem Verbot von Leerverkäufen einen Alleingang, der die Märkte verunsichert. Wieder sinkt der DAX unter die Grenze von 6.000 Punkten. Binnen zwei Handelstagen verliert das Börsenbarometer ganze 5 %.

Insgesamt präsentiert sich der Mai dennoch als starker Monat: allerdings mit wiederum hohen Anteilen von Future-Orders – zu den bereits angesprochenen geringeren Margen als im klassischen Aktienhandel. Zusätzlich belasten erhöhte EDW-Zwangsbeiträge das Quartalsergebnis.

Am ersten Handelstag im Juni fällt die 6.000er-Hürde wieder. Viele Aktienanleger müssen dennoch eine ernüchternde Halbjahresbilanz ziehen: Gerade acht Pünktchen hat der DAX von Januar bis Juni 2010 zugelegt. Das Quartal beendet der DAX wieder unter 6.000 Punkten.

Zur Betreuung von institutionellen Kunden wird die sino institutional GmbH gegründet. Zu ihren Kunden zählen Finanzdienstleister, Fonds, Versicherungen und Kapitalgesellschaften aus verschiedenen Branchen.

Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 (01.10.2009–30.06.2010) ergibt sich insgesamt ein Ergebnis vor Steuern von 1,3 Millionen Euro und ein Ergebnis pro Aktie von 0,41 Euro — gegenüber 2,58 Millionen Euro, beziehungsweise 0,79 Euro pro Aktie, im Vorjahreszeitraum.

Das starke Ergebnis des dritten Quartals des vorangegangenen Geschäftsjahres ist vor allem auf die Einbrüche an den internationalen Börsen im Oktober 2008 zurückzuführen, wodurch die sino AG ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielen konnte.

Die sino AG hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 (01.04.2010–30.06.2010) insgesamt 424.337 Trades abgewickelt. Das sind 38,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Per 30.06.2010 werden, nach Schließung inaktiver Depots, 619 Depotkunden betreut. Das sind 1,8 Prozent mehr als im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009.

(4) Du sollst das beste Handels-Tool haben!
Hours Tranks, the Top Kir Top
ing Statest in mine Rusking-
Russillone plegation, since sizes
pivish für Birk Solicitä bekennt
- be hopested: but bandeler
had man shiftch, wheel.
International and International
sales.
Bund assets Nahawi In Boxer
Bintachi crustinal cultrative cold
solement, Englacio anti siceri cono-
64-HNS entwickels, Inches.
longiture shown distinguish instruction silling
tune AG and shown furnaces in
sells brigainsantCommuni
anywhitered brings bugettive
posts do bide Bosetting
land, unstit Naty Today User
this Pressure and Minkell Mount
par link adm can alked.
Antique Brian Salimon Progressive
Intelligencer Associates
Eine Impoundul thorage for
sakine Sälle and usesngeate
Goleric, AVA Antique C activities
Monrarh, leisen das araujentes
Meldung baroom, Mael edit
wellen van de lisabel auto
last: Bol 605 Gallery Divis Ford
intra-I said jura danyial for
area benchinata Forman area
Stop-look-Works and planer
rama sus Porter faram dateaux
1-6 R. Ball Audithrong ones
inclus artist and presents archive
AutoMetropyrite John bulletien
tern seni, searra sint dravité
asiast Hill Will au Inprobasi.
rean bronder pentos shots
profeteb balleries fans pack
will, lease builder alla Mindrike
game dail retainment-amples
debars aud. Simplication subsects
indi and cost inside the
sales used their No shall nine. All:
Robert David, Porigo Sendide and
make you behind advant labor with
AND MIX ADEDITION STATISTICS, JAN
governme harvesterized month.
genauer for the Burletting
and purchased
BIGTI ANOTHIC GAT THE ARMY FROM
linger auffühlern prod inserteen
Individuals will properly burden.
Internet all As Politics
CEASE AFRICA' DI GARDINAL
EX/Sales until der linia die 1990 to
Ashametouk galibuhs, Voor
Annual official data index bases
Tubed wir unique mathe-
fullment the style side beneate must
ustrains Motiver Telephate den-
Artista, Minny Da darki school
molton, boller the cole art, masters
Tel: UPD cadal Stouts to char-
salahasi Astar
not because y.g., Alto derivationals-
and four authorities and the said
External spranger, Also such the
and sitgilarish, 22 hour-
work (the piplinite)
Insurant an illness artistications
I By talks also letterage-
Gittigd API ankinkee dog
Electronic schedules
Watport conventionation the falstern
www.sing.deman.
No drive Hampton
School and School amends
Restrained (inspirationally) 18.
Morrison and Antiquese Service
pact impt fed dressure
Administration Mechanismistics
We school in the weight boy-
gold bankbook, Allishow conc.
Business Earl Street-Letted AR
Hollow leads used resumested
area drops lank decaded to call
14 Millionkolden an die Etimo
in and their incorned request arm
Photo be in realized States may aris-
Runs steppe for call
bankreber shore (net den ding
103-1002 airca Martis artistische
andraged and abschlieder.
Sing exclose to assemble its win
just berkinsteraart, Hydratell
to access 150cc market in
langer Wenn unsere Europe.
a constitutions of the American
Down yours rett-mint Luxton From
sino

Anzeige im Magazin Traders' September 2010

Das vierte Quartal: Versöhnlicher Abschluss

Zu Beginn des vierten Quartals (01.07.–30.09.2010) bewegt sich der DAX immer noch an der 6.000er-Marke – sogar nach einem Anstieg von 2,2 Prozent am 06.07.2010.

Kurssprünge bei Autoaktien und ein guter Start der US-Bilanzsaison geben dem DAX eine Woche später deutlichen Schwung. Der Leitindex schließt am 13.07. dank der Kursrallye an der Wall Street nur knapp unter 6200 Zähler. Zwar geht es in den nächsten Tagen auch wieder deutlich bergab, aber langsam ziehen die Börsenumsätze stetig an. Ende des Monats springt der DAX am 22.07. nach guten Konjunktur- und Unternehmensnachrichten um 2,5 % oder 152 Punkte wieder auf einen Stand von 6.142 Zählern. Händler sprechen von marktbreiten Käufen in allen Branchen – ein

gutes Vorzeichen für eine Phase im Zeichen der Bullen – bei weiterhin steigenden Umsätzen. Die Marktdynamik gewinnt mit guten Unternehmenszahlen an Momentum. Der DAX klettert am 02.08. bis zum Handelsschluss auf XETRA um 2,3 Prozent auf 6.292 Punkte und rückt damit an das Zweijahreshoch von 6.341 Punkten heran. Der MDAX legt 2,5 Prozent zu, der TecDAX klettert um 1,7 Prozent. Und der Index steigt weiter Richtung seines Jahreshochs von 6.386 Punkten.

Am 10. und 11.08. geht der DAX nach verunsichernden Nachrichten von der Fed erst einmal wieder auf Tauchstation. Der schlechter werdende Ruf der irischen und spanischen Staatsanleihen belastet die Märkte ebenfalls und kann nicht durch das lebhafte Interesse an Rohstoffen neutralisiert werden. Im Gegenteil, schwache Konjunkturdaten und enttäuschende Arbeitslosenzahlen aus USA lassen den DAX am 19.08. zunächst auf 6.075 Zähler zurückfallen. Am 24.08. schicken irritierende Zahlen vom US-Häusermarkt den DAX wieder auf unter 6.000 Punkte.

Mit dem ersten Handelstag des letzten Monats des Geschäftsjahres hellt sich die konjunkturelle Lage in USA wieder auf und alle DAX-Werte schließen im Plus. Der Index selbst legt 2,68 Prozent zu und schließt bei 6.083. Im Laufe der ersten Monatshälfte erhöht die EU-Kommission ihre Wachstumsprognosen für den EU-Raum, und die Unternehmen kommen zu einer entspannteren Einstellung gegenüber »Basel III«. Die Märkte scheinen nur noch eine Richtung zu kennen: nach oben. Am 20.09. steht der DAX bei 6.295 Zählern. Aber so lange der obere Wert der Seitwärtsbewegung von 6.340/87 Punkten aus dem Mai nicht überwunden werde, sei nicht viel passiert, kommentieren Marktkenner.

In den letzten Monatstagen entwickeln sich verschiedene Indikatoren so positiv, dass die Märkte ihr Niveau mehr oder weniger halten können.

Aktienmärkte am Scheideweg

Der 28.09.2010 ist jedoch ein äußerst bemerkenswerter Tag: Der deutsche Leitindex fährt Achterbahn wie schon lange nicht mehr! Erst geht's fast 100 Punkte abwärts, dann mehr als 100 Punkte steil bergauf, dann saust er wieder 100 Punkte hinab und von diesem Tagestief bei 6.198 Punkten steigt er bis Handelsschluss wieder rund 80 Punkte an.

»Dienstag, der 28.09.2010 markiert wahrscheinlich den Endpunkt einer der unangenehmsten Seitwärtsphasen der jüngeren Börsengeschichte,« schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 01.10.2010 auf Seite 25. Gestützt wird diese Analyse auch von Charttechnikern, die sowohl im EuroStoxx50 als auch im Shanghai Composite ähnliche Tendenzen identifiziert

haben. Schon die ersten Tage des Oktobers sollten mehr Klarheit bringen, vermuten die Analysten. Was aus den hoffnungsfrohen Prognosen geworden ist, steht im Ausblick auf Seite 30. Die sino AG hat das Geschäftsjahr 2009/2010 (01.10.2009–30.09.2010) mit einem operativen Ergebnis von 1,31 Millionen Euro abgeschlossen. Damit beendet die Gesellschaft das elfte Geschäftsjahr in Folge mit schwarzen Zahlen. Das diesjährige Ergebnis stellt einen Rückgang von 58,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.

Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von 0,77 Millionen Euro gegenüber 3,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie beträgt 0,24 Euro. Im Vorjahr waren es 0,95 Euro. Die Gründe für den Ergebnisrückgang sind einleitend zu diesem Kapitel genannt.

DAX-Chart vom 28.09.2010

Anzeige im Magazin Traders' November 2010

AA-Rating haben!
STERN BOOTT PARK TANKS, BI
elman, alus Nanta and Blant
day shop Rondrom but allowed
mitglied der dreifundt gefähren
Sankstylingport (uld.) but 2000.
Rinskape - Arlundbank and 1980.
Auto de certeurio Michellullo
ASSENT ENRING GROUP DE
Lyhtioliudenn, brosil
mister formerger
setuden Einerpillen und
sent demand suit he teamer-
SILING
Eden 201-51 yrs 30 Aret
kurate untital selaska pa
Algirinan, iumerkkih rista
Aur is Stigen, Sulder hinas
Au Au Lideratore geletin
Lard Jole HTML Trestoppy arrus
North Schools For this partners
don rentgen Antital Ra sin,
seus franzits und Europeen
hangers barreltssaketjus ir teid att.
Inhänse ihad ingger säte, Aktio.
are automobilized tacher-
tions over one basic for areas
USA International Auto
Automatic printers and policy approximate
out that ind your lot alre touch
IN NAMES ON UNKNOWN
back FBPb, ladyof do shahari gond,
provinces and powers built-
Affing Issuestate and David Affine
seated [email protected]
determinant Sanct Sir as prior
also ha towers and rate
Why you preschot tride brickens
steated gentiled, victimes
toms Bergsparate Date
Automatics, Direct Scribal Interest
lati; san-tha dhi Hidhan dai
Topin programache Instituto
Bolo balcons beachilitigated un
sing juliandes Egrobames
sent docer area: Middaleki Goscial
STR. TURKAR DIA ASSAULT RINGS
as dan Kumbo, Abala üba ih;
Racolal Element The Upparents
perhase to tellure. So impose and
patrocréage la methologie use
PUL MARKING BY THE SERVICES
Hinger som Hakakim JAFI
$\frac{1}{2} \left( \frac{1}{2} \right) \left( \frac{1}{2} \right) \left( \frac{1}{2} \right)$
send strachards buffronts, \$90,000 life.
coll 35 dis are twitten beneficial
prinské filozofiežkeho se iz:
Maria Antonin, jednosti zlat
Rainbaud Auf school Restrains
attres inexpensions distribution
silet Greingramphs (dominal)
de gestaliden Regulas Miges
pains annum qualque, tubul
No anal germinati, member Service
telected in the bibliotec Dig-
Rive progressioned foreign
Holartman kelirik (SA) (HOM)
employe, basic secure formar
plant and ride, freelage interest
(2) So with stark books
The Internation manufacturing to the first the American States.
Antiquity is an international construct.
asked at soft jet benefaunk wer
arrang Besiry Books purchasy
Mottomark antice two grillines
Mistravarramentalist to Seco
luxer contemporation, dhe store
ance) (Maji) Soni (Incentivage
Manus (Incentiva Co. ancie)
Box & Series allor Seriescore in
University Seconds
anismi Mi-Rohngz was Pitch
ABIa/A feat adapt Parkdool

Gemäß Jahresabschluss sind im abgelaufenen Geschäftsjahr die Gesamterlöse der sino AG um 23,3 % von 11,7 auf 8,9 Millionen Euro zurückgegangen. Die Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen sanken um 10,2 Prozent auf 7,6 Millionen Euro – ohne Berücksichtigung des EDW-Sonderbeitrags.

Die sino AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 101 neue Depots eröffnet; etwa die gleiche Anzahl von – in der Regel inaktiven – Depots wurde geschlossen. Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2010 bleibt so mit 613 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Anzahl der abgewickelten Wertpapier- und Future-Orders ist von 1,28 Millionen auf 1,40 Millionen gestiegen.

Rembrandt van Rijn

»Aufrichtigkeit ist die eventuelle Täuschung aller großen Männer.«

Rembrandt van Rijn (* 15. Juli 1606, † 04. Oktober 1669)

Schon im 13. Jahrhundert trafen sich die Kaufleute von Brügge regelmäßig vor dem Haus der vermögenden Familie van der Burse – von »beurs« für Geldbörse. Irgendwann hießen diese Treffen einfach nur noch »Börse«. Ende des 16. Jahrhunderts begannen die Börsianer, sich auch für Tulpen zu interessieren: Je ausgefallener, je lieber – und teurer. Tulpen wurden Spekulationsobjekt. Wie bei Futures und Optionen heutzutage gab es Blumenkontrakte mit beträchtlicher Hebelwirkung, so dass sich das eingesetzte Kapital in wenigen Wochen vervielfachen ließ.

Zu den Tradern gehörte auch der erfolgreiche Maler »Rembrandt« Harmenszoon van Rijn. Er litt am Ende doppelt unter dem Crash vom Februar 1637: Seine Kontrakte wurden wertlos und seine Werkstatt bekam in den folgenden Depressionsjahren immer weniger Aufträge.

tick Trading Software AG: Neue Märkte, neue Partner, neue Erfolge

Die Gesellschaft wurde 2002 von CEO Oliver Wagner in Partnerschaft mit der sino AG gegründet. Die Software-Experten der tick Trading Software AG (tick-TS AG) haben das Ziel, weltweit das beste Lösungspaket für professionellen Wertpapierhandel in allen Gattungen auf den Markt zu bringen. Die sino AG hält 43,2 Prozent des Unternehmens.

Der zentrale Produktbaustein – das TradeBase-MX-System – wird erfolgreich von renommierten Kunden und Partnern wie ABN Amro Clearing Bank, Unicredit, HSBC Trinkaus und vielen anderen genutzt. Mit rund 2.000 Installationen und

Liste der mit TradeBase MX erreichbaren Börsen in Europa

XETRA FRA – Frankfurt Deutsche Regionalbörsen EUWAX EUREX (Futures, Optionen) FOREX EURONEXT Europäisches Parkett AMS – Amsterdam BRU – Brüssel BVL – Lissabon HEX – Helsinki KFX – Kopenhagen LSE – London MAD – Madrid MIB – Mailand OBX – Oslo PAR – Paris SAX – Stockholm SWX – Schweiz VTX – Schweiz VIE – Wien

Millionen von Transaktionen pro Tag hat sich Trade-Base MX als stabile Trading- und Order-Routing-Plattform auf dem neuesten Stand der Technik etabliert.

Außerdem liefert die tick-TS AG maßgeschneiderte Lösungen von der Entwicklung über die Implementierung bis zum Betrieb von handelsnahen Systemen.

Beständiges Ziel der Gesellschaft ist es, immer wieder innovative Tools zu entwickeln, wie zum Beispiel die hochgeschätzte GRID-View in der Handelsoberfläche sino MX-PRO, die zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Future-Tradern konzipiert wurde.

Ebenfalls realisiert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine »elektronische Wertpapierleihe«: Mit dieser Pionieranwendung ist es sino Heavy Tradern nun wesentlich schneller und bequemer möglich, Leerverkäufe im Einklang mit den verschärften gesetzlichen Bestimmungen zu tätigen.

Auf der Agenda der tick-TS steht natürlich auch der Anschluss weiterer Handelsplätze, wie zum Beispiel Euronext LIFFE. Ein Gesamtüberblick über die an TradeBase MX angeschlossenen weltweiten Märkte befindet sich auf www.tick-TS.de/mmatrix/

Die tick-TS AG beendet ihr – im Hinblick auf das Marktumfeld – sehr gutes Geschäftsjahr (01.10.2009– 30.09.2010) mit einem Ergebnis von 1,2 Millionen Euro vor Steuern: 15 Prozent über dem Vorjahr. Die Dividende, die der sino AG aus ihrem 43,2prozentigen Anteil an der tick-TS zufließt, beläuft sich auf 298 TEuro. Auch die von der sino AG gemeinsam mit der tick-TS AG gegründete und auf High-End-Hosting von börsennahen Systemen spezialisierte Trade Haven GmbH legt mit einem Ergebnis von 122 TEuro vor Steuern ein gutes Geschäftsergebnis vor.

Kommunikation mit Investoren: Neue Tradezahlen-Statistik

Mit der Börsennotierung vom 24.09.2004 hat sich die sino AG zu Transparenz und Offenheit verpflichtet. Dazu gehört selbstverständlich ein gutes Verhältnis zu Kunden und Interessenten sowie zu Aktionären, Journalisten und Analysten. Der Vorstand nimmt in diesem Rahmen auch immer wieder die Gelegenheit wahr, die Vorteile von »High End Brokerage« in Interviews, bei Podiumsdiskussionen und während Messeauftritten bei den Zielgruppen ins Gespräch zu bringen.

Unsere Aktionäre laden wir jährlich zu unserer ordentlichen Hauptversammlung nach Düsseldorf ein, wo es ausreichend Gelegenheit zu persönlichem Kontakt und zu einer offenen Aussprache gibt.

Gestiegene Bedeutung des Future-Handels

Jeweils am fünften Bankarbeitstag des folgenden Monats veröffentlicht die sino AG die Tradezahlen des vergangenen Monats. Aufgrund der gestiegenen Bedeutung des Future-Geschäfts und der marktüblich deutlich geringeren Margen aus diesem Segment gegenüber allen anderen Geschäftsarten werden seit Februar 2010 die Zahl der Future-Orders und die Zahl der abgewickelten Future-Kontrakte in den dazugehörigen Pressemitteilungen und auf der Website separat ausgewiesen: www.sino.de/investor-relations/Tradezahlenstatistik.php

Für Investoren analysiert und kommentiert unseren Geschäftsverlauf seit Jahren das Unternehmen SES Research, eine Gesellschaft der M. M. Warburg Gruppe. Mittlerweile veröffentlicht das Unternehmen seine Comments unter dem Namen »Warburg Research«. Die Dokumente sind ebenfalls über unsere Website zu erreichen: www.sino.de/investor-relations/studien.php

Außerdem wird die Gesellschaft auch noch von anderen Analystenhäusern beobachtet, die sich zum Beispiel auf Nebenwerte oder Online-Broker spezialisiert haben.

Der jeweilige Kurs der sino Aktie (XTP) ist tagesaktuell auf der Homepage zu erfahren, inklusive verschiedener Analysemöglichkeiten.

28 sino ag | geschäftsbericht 2009/2010 Public Relations und Werbung

Unternehmenskommunikation: Fakten und Informationen

Im März 2010 kann die sino AG in ihrer PR-Arbeit einen ungewöhnlichen Hattrick nutzen: Zum dritten Mal in Folge erreicht sie die mit Abstand beste Gesamtbewertung durch die Leser des Fachmagazins Börse-Online bei der Wahl zum »Online-Broker des Jahres«. In der Ausgabe vom 18.03. werden insbesondere die Ergebnisse in den Kategorien »Erreichbarkeit« und »Orderabwicklung« ausgezeichnet. Hier wird das Unternehmen mit den Noten 1,11 bzw. 1,15 jeweils weit besser als alle anderen Online-Broker bewertet.

Im Frühjahr 2010 verstärken sich die Debatten um die Griechenlandkrise, in denen immer öfter die Einführung einer Finanztransaktionssteuer gefordert wird. Da von einer solchen Steuer nicht nur die gesamte Finanzindustrie, sondern vor allem Heavy Trader betroffen wären, schreibt der Vorstand einen offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, aus dem sich weiterführende Gespräche mit Abgeordneten und Vertretern der Parteien ergeben. Der Brief ist auf Seite 15 des vorliegenden Geschäftsberichts vollständig abgedruckt. Zu diesem Thema erhielt der Vorstand auch bei n-tv das Wort.

Aufklärungskampagne gegen Spekulantenschelte

Ab Frühsommer 2010 sind weite Teile der öffentlichen Diskussion im Anschluss an die Finanzkrise von Fachbegriffen aus der Börsenwelt geprägt: Es fängt an mit dem Stichwort »Leerverkäufe«, die durch Neuregelungen bei der Abgeltungssteuer für eine Vielzahl von Heavy Tradern interessanter geworden sind, es geht weiter mit der so genannten »Finanztransaktionssteuer«, beziehungsweise einer »Finanzaktivitätssteuer«, und endet mit populistischer Spekulantenschelte. Das nimmt der Vorstand zum Anlass, eine umfangreiche Aufklärungskampagne zu starten.

Um für Kunden, Interessenten und die interessierte Öffentlichkeit mehr Licht in die nicht immer kenntnisreich geführte Debatte zu bringen, hat das Unternehmen seine laufende Anzeigenkampagne Mitte des Jahres mit einer Serie von quasi redaktionellen Veröffentlichungen unterbrochen.

Monat für Monat werden seit Juli 2010 auch aktuelle Themen genauer unter die Lupe genommen, als das in der Werbung üblich ist. Begriffe wie Leerverkäufe, automatisierte Wertpapierleihe und der dahinter stehende Aufwand bei der Depotbank werden in ganzseitigen Anzeigen behandelt. Die Serie wird fortgeführt.

In einem Vergleichstest der Zeitschrift Euro am Sonntag wird die sino AG am 22.08.2010 – wie bereits in den beiden Jahren zuvor – zum »Top-Anbieter« für Heavy Trader gekürt, auch hier ein Hattrick. Das Unternehmen erreichte als einziger Anbieter 30 von 30 möglichen Punkten. Euro am Sonntag schreibt: »Das Handelssystem der Rheinländer bietet alles, wovon Händler träumen: Neben einer langen Reihe an Börsenplätzen, wo zu Realtime-Kursen gehandelt werden kann, sind das Profiwerkzeuge beim Ordern wie Iceberg-Orders, diverse Limit-Zusätze oder One-Click-Trading, das die sekundenschnelle Ausführung vieler Orders zu unterschiedlichen Preisen ermöglicht.«

Kurse und Trades, auch unterwegs: der sino X2GO

Der Messeauftritt des Unternehmens steht 2010 ganz im Zeichen mobilen Handelns: Die Handelsplattform sino X2GO ist dezidiert für den Einsatz auf Smartphones entwickelt.

Programme wie JAVA, Shockwave oder Flash werden nicht benötigt. Die erforderliche Bandbreite entspricht den gängigen Standards – GSM (2G) oder UMTS (3G). Alle wichtigen Daten werden verschlüs-

Neuer Internet-Auftritt www.sino.de

selt übertragen. Marktinformationen wie zum Beispiel Kurse und News sind ebenso bequem abzurufen wie Orderbuch, Ordereingabe und Positions (Profit/Loss-Bewertung). Das Quote-Sheet lässt sich auch mit dem sino MX-PRO einrichten. Durch das zweistufige LogIn ist aus Sicherheitsgründen ein separater Zugang zu Marktinformationen und Handel vorgesehen.

Neuer Internet-Auftritt

In der zweiten Jahreshälfte geht auch eine neue Website unter sino.de online. Großzügiger Newsfeed, umfangreiche Archive und automatisierte Konto-Eröffnung sind die Highlights der neuen Homepage.

Alle Pressemitteilungen des Unternehmens, wichtigere Pressenotizen über das Unternehmen, alle Finanz- und Geschäftsberichte und auch ein umfangreicher Bestand von Werbe- und Informationsschriften sind jetzt online erreichbar und werden größtenteils zum Download angeboten.

Im Rahmen der neuen sino Website findet auch die seit Jahren erfolgreiche sino Akademie ein Online-Pendant. Im Rahmen einer so genannten »Video-Tour« können Interessierte in Bild und Ton erfahren, wie komfortabel sich einfache Kaufund Verkauforders oder anspruchsvollere kombinierte Orders, mit der von Heavy Tradern oft gelobten Handelssoftware sino MX-PRO einstellen lassen: www.sino.de/akademie/online-training.php

Die Veranstaltungsreihe sino Akademie wird auch »in real life« erfolgreich fortgesetzt. Es finden sich regelmäßig kleinere Runden von Heavy Tradern noch im Anschluss an die Seminare zusammen und führen den Austausch mit dem sino Team in einem informellen Rahmen fort, z. B. bei einem Glas Apfelwein in Frankfurt.

sino Newsletter »Update«

Seit dem 2. Quartal des Geschäftsjahres gibt die sino AG in lockeren Abständen den Newsletter »Update« heraus, der sich mit rechtlichen Fragen für Heavy Trader befasst. Verfasser ist Dr. Joachim Schneider, der seit vielen Jahren als Rechtsanwalt im Wertpapierhandels- und Bankaufsichtsrecht tätig ist. Mit dem Newsletter wird anhand von Fällen aus der Verfolgungspraxis von Handelsüberwachungsstelle, BaFin und den Staatsanwaltschaften versucht, Heavy Tradern einen Überblick über gesetzliche Regelungen bei bestimmten Handelssituationen zu verschaffen. Der Newsletter kann über www.sino.de kostenlos abonniert werden.

Neukundenansprache gemeinsam mit Investox

Seit Oktober spricht die sino AG neue Kunden auch gemeinsam mit Investox.de an. So bietet das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit, zwei Hochleistungsplattformen miteinander zu verbinden: Investox für die Entwicklung von Handelsstrategien – den sino MX-PRO für die Abwicklung von Trades. »Für Anleger mit Profi-Ansprüchen gibt es keine bessere Wahl«, schreibt Börse-Online über Investox. Und das scheinen viele Heavy Trader zu verstehen. Denn von Oktober bis Dezember wurden erfreulich viele neue Kunden durch dieses kombi-

High End Brokerage

1
sino Update 1 2010
Sehr geehrte sino Kunden, liebe Heavy Trader, II. Der praktische Fall:
Börse ist ein ständiges Ringen um Kursgewinne. Als Heavy Trader stehen »links antäuschen, rechts vorbeiziehen«
Sie dabei in unmittelbarem Wettbewerb mit Banken, Marketmakern und
Skontroführern. Nun ist die Börse kein unregulierter Marktplatz, vielmehr
hat sich der Gesetzgeber unter anderem des Themas der Marktmani
pulation angenommen. Dies ist natürlich ein verständliches Anliegen,
und auf den ersten Blick erscheint das Markmanipulationsverbot eine
Selbstverständlichkeit, mit der Sie sich als Heavy Trader nicht weiter
befassen müssten. Aber: Der Gesetzgeber ist weit über das Ziel hinaus
Die Aktie wird auf Xetra 10,00 – 10,50 quotiert. Skontroführer im Parkett
stellt 10,00 – 10,50 zu hohem Mindestquotierungsvolumen. Heavy Trader
stellt Kauforder mit geringem Volumen zu 10,50 in Xetra ein, Kurs gewor
den, Xetraspread verändert sich auf 10,25 – 10,75, Parkettspread auf 10,25 –
10,75. Heavy Trader stellt auf dem Parkett Verkaufsorder zu 10,25 mit
großem Volumen ein und wird bedient.
geschossen, so dass Sie auch ohne schuldhaftes Verhalten in das Visier
der BaFin und der Staatsanwaltschaften geraten können. Dies umso
mehr, wenn sich die Handelsüberwachungsstellen als Börsenpolizei in
das Ringen um Kursgewinne zwischen Heavy Tradern und Börsen
mitgliedern einschalten. Mancher musste hier schon negative Erfahrungen
Kommentar: Klassischer Fall der so genannten »Referenzmarkt
manipulation«, der besonders schnell zu Anklageerhebung führt, da der
Skontroführer die Angelegenheit gut dokumentiert der Hüst meldet und
diese der BaFin, die die Unterlagen der Staatsanwaltschaft weiterreicht.
machen. Der viermal im Jahr erscheinende Newsletter soll dazu bei
tragen, Sie auf mögliche Gefahren hinzuweisen.
Mit dem Newsletter wird anhand von Fällen aus der Verfolgungspraxis
Ansatzpunkte zur Verteidigung: Täuschungseignung (Skontroführer hatten
grob unzureichende Quotemaschinen) und die allgemeine Strafzu
messung.
von Handelsüberwachungsstelle, BaFin und den Staatsanwaltschaften
versucht, Ihnen einen Überblick über den Straftatbestand und dessen
III. Ausblick auf die nächsten Ausgaben
Einschlägigkeit bei bestimmten Handelspraktiken zu verschaffen, um Sie
so möglichst vor unliebsamen Überraschungen zu bewahren.
Aus gegebenen Anlässen werden auch weitere Themen behandelt, wie
etwa »unerlaubte Finanzdienstleistungen« oder Mistraderegelungen.
In den nächsten Ausgaben werden unter anderem folgende weitere Fall
gestaltungen unter dem Stichwort »Insichgeschäft« und »Phantom
orders« behandelt: »Kampf um Stopps«, »Börsliche Blitzüberweisung«,
»Indikative Marktphase«, »Vergessene Orders«, »Leerverkaufs
Wir hoffen, Ihnen damit eine hilfreiche Information an die Hand zu
geben für einen weiterhin erfolgreichen, störungsfreien Handel.
verlängerung« und »Börslicher Depotübertrag«.
Karsten Müller
Dr. Joachim Schneider
Hinzu kommen jeweils Darstellungen zur Verfolgungspraxis, der Strafzu
messung und zum Einzug des Gewinnes.
Compliance Officer, sino AG Rechtsanwalt
I. Kurzbeschreibung Manipulationsverbot Verfasser und Disclaimer
Dr. Joachim Schneider ist, nach beruflichen Stationen als Assistent einer
Börsengeschäftsführung und Generalbevollmächtigter einer Wertpapierhandelsbank
Das Marktmanipulationsverbot sieht drei Tatbestände vor: Tat durch
falsche Information, durch Orders und durch sonstige Täuschungen.
als Rechtsanwalt in Düsseldorf im Bereich des Wertpapierhandels­ und des
Bankaufsichtsrechts tätig. Zu den Mandanten zählen Wertpapierhandelsbanken,
§ 20a (1) WpHG verbietet: Finanzdienstleistungsinstitute und Privatpersonen in Kapitalmarktfragen. Er leitet
eine Seminarreihe für Finanzdienstleistungsinstitute und berät ausländische
1. unrichtige oder irreführende Angaben über bewertungserhebliche
Umstände zu machen, wenn die Angaben geeignet sind, auf den inlän
dischen Börsen- oder Marktpreis einzuwirken [Tat durch Information],
2. Geschäfte vorzunehmen oder Kauf- oder Verkaufsaufträge zu erteilen,
die geeignet sind, falsche oder irreführende Signale für das Angebot,
die Nachfrage oder den Börsen- oder Marktpreis von
Kapitalmarktbehörden im Zuge der EU­Erweiterung und Entwicklungshilfe.
Kontakt: Dr. Joachim Schneider, Königstraße 5, 40212 Düsseldorf,
Telefon: 0211­210749­0, Fax: 0211­210749­20, email: kanzlei@schneider­rae.de
Finanzinstrumenten zu geben oder ein künstliches Preisniveau herbei
zuführen [Tat durch Handel] und
3. sonstige Täuschungshandlungen vorzunehmen, die geeignet sind,
auf den inländischen Börsen- oder Marktpreis eines Finanzinstruments
einzuwirken [Auffangtatbestand].
Das Manipulationsverbot findet in allen Marktsegmenten Anwendung,
auch im Freiverkehr. Eine Ordererteilung ist bereits dann manipulativ,
wenn sie »geeignet« ist den Markt zu täuschen. Ob tatsächlich jemand
getäuscht wurde ist unerheblich. Wird dabei der Kurs bewegt oder stabi
lisiert ist es eine Straftat, bleibt ein Kurs aus, kann eine
Ordnungswidrigkeit gegeben sein. Die Straftat ist mit Freiheitsstrafe bis
zu 5 Jahren oder Geldbuße belegt, die Ordnungswidrigkeit mit einer
Geldbuße bis zu 1 Million Euro.
Vieles ist an dem Tatbestand der Manipulation in Fachkreisen streitig.
Die Auslegungspraxis der BaFin und mancher Staatsanwaltschaften macht es
sich manchmal (zu) einfach, so dass der Schaden im Sinne einer Strafanzeige,
Hausdurchsuchung und Anklageerhebung schnell entstanden ist:
sino AG High End Brokerage
­ Geschäft/Order: steht fest
­ Täuschungseignung: steht mit Anzeige der Hüst oder der BaFin fest
Ernst­Schneider­Platz 1
40212 Düsseldorf

[email protected]

und ist bereits gegeben wenn überhaupt ein Kurs zustande kommt Vorsatz: billigende Inkaufnahme der Täuschungseignung und des Einwirkens leicht feststellbar

nierte Angebot überzeugt, das sich auch im neuen Jahr bewähren sollte.

sino Newsletter »Update«

Vorsichtiger Optimismus zum Start des neuen Geschäftsjahrs: 01.10.2010–31.12.2010

Die ersten Tage des ersten Quartals im neuen Geschäftsjahr (01.10.–31.12.2010) sind zwar von Kursrückgängen gekennzeichnet, aber dann geht es kräftig bergauf – und dauerhaft. Am 13.10. schließt der DAX mit einem Plus von 2,1 % bei 6.434 und bringt die Weltbörsen in Feierlaune: das ist Vor-Krisenniveau, wie man es aus Zeiten vor dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Bros. aus dem September 2008 kennt. Zwei Tage liegt der Schlusskurs knapp unter der 6.500er-Marke, am 21.10. klettert der DAX schon über 6.600 Punkte. International ziehen die Märkte mit und die Unternehmen liefern gute Nachrichten. Im In- und Ausland kehren Anleger an die Börsen zurück.

Am 04.11. bringen die lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed und erfreuliche Unternehmensbilanzen die Börsen international wieder in gute

Laune. Am deutschen Aktienmarkt knackt der DAX die Marke von 6.700 Punkten und steigt um 1,8 Prozent auf 6.734,69 Zähler – Spitze seit Juni 2008. Zwar birgt die Staatsverschuldung in Irland, Portugal oder Spanien mit ihren tiefroten Zahlen einiges an Verzögerungsmomenten, aber schon am 18.11. geht der DAX über 6.800 Punkte hinaus. Trotz kleinerer Korrekturen treiben gute Konjunkturdaten die Märkte weiter nach oben.

Die Hausse nährt die Hausse

Mit Beginn des letzten Monats des Jahres 2010 schließt der DAX am 02.12. weit über 6.900 Zählern und bricht am 07.12.2010 erstmals wieder in die 7.000er-Zone durch. Rückblickend kann man sagen, dass der DAX von Oktober bis Anfang Dezember knapp 1.000 Punkte gutgemacht hat. Und die Hausse nährt die Hausse – auch wenn

DAX

Hoch: 7.077,99 Tief: 6.134,21 Letzter: 6.914,19 der Grad des Optimismus inzwischen ein recht hohes Niveau erreicht hat.

Als im Dezember die ersten Prognosen für das neue Jahr veröffentlicht werden, wagt die Commerzbank für 2011 die Prognose, dass der DAX auf 8.200 Punkte klettert. Das schreibt die FAZ am 08.12.2010, Seite 19. Aber auch andere Institute sind optimistisch. Natürlich mangelt es ebenso wenig an Unkenrufen. Darunter auch radikale Skeptiker wie Robert Prechter, ein unabhängig arbeitender Charttechniker, den die FAZ ebenfalls zitiert: »Er sieht den Dow-Jones-Index für Industriewerte letztlich auf 1.000 Zähler abstürzen. Dies entspräche einem Stand des S & P 500 von etwa 100 Punkten.«

Für die letzten Wochen des Jahres wird jedenfalls saisonbedingt ein ruhiger Geschäftsverlauf vorhergesagt, da viele institutionelle Anleger bereits früh im Dezember ihre Bücher schließen. Finanzvorstand Gregor Pottmeyer der Deutschen Börse erwartet für 2011 außerdem steigende Handelsumsätze (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.12.2010, S. 53). Das alles sollte attraktive Chancen für kurzfristig agierende Investoren schaffen, wie zum Beispiel die sino Heavy Trader, die weder steigende oder fallende Kurse suchen, sondern vor allem hohe Volatilität und hohe Umsätze. Das könnte klappen ...

Der Dow-Jones-Index verbessert sich um rund 11,5 Prozent im letzten Börsenjahr und nach Angaben von Bloomberg schauen die Analysten der großen New Yorker Wertpapierhäuser auch optimistisch ins neue Jahr: »Als Triebfedern für das erwartete Umsatz- und Gewinnwachstum der amerikanischen Unternehmen gelten weiter steigende Rohstoffpreise sowie das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern«, kommentiert die FAZ die Lage zum Jahresschluss am 30.12.2010.

Allerdings beendet der DAX das alte Jahr knapp unter der 7.000er-Marke bei 6.914 Punkten – aber mit einem von vielen nicht erwarteten Jahresplus von rund 16 Prozent. Der M-DAX erhöhte sich sogar um die 35 Prozent; der S-DAX legte an die 46 Prozent zu.

Bericht des Aufsichtsrates der sino Aktiengesellschaft

Über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichtes und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30.09.2010 geendete Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010 (nachfolgend das »Geschäftsjahr 2009/2010«) vorzunehmenden Prüfungen.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2009/2010 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der mit der sino AG verbundenen Unternehmen unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.

Während des Berichtszeitraumes hatte der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend unterrichtet. Insbesondere vor dem Hintergrund der nach wie vor zu spürenden Auswirkungen der Finanzkrise war die Unterrichtung sehr umfangreich und eng abgestimmt. Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die fortlaufende Erweiterung des Dienstleistungsangebotes an die Kunden, mögliche Expansionen der Gesellschaft im Ausland sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens in der Zukunft, auch in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld.

Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden sechs Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates in Düsseldorf statt, am 18.11.2009, 02.12.2009, am 13.01.2010, 29.04.2010 und am 31.05.2010 sowie am 07.07.2010. In der Aufsichtsratssitzung am 07.07.2010 hat sich der Aufsichtsrat mit der Erweiterung der Geschäftsleitung um Herrn Dirk Piethe, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von brokerjet in Österreich, im Zusammenhang mit der Entwicklung weiterer Geschäftsmöglichkeiten und der geographischen Expansion beschäftigt. Weiterhin gab es eine Aufsichtsratssitzung am 11.11.2010, in der sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Frage der Eigenkapitalzuführung in der Tochtergesellschaft sino institutional beschäftigte. Ausschüsse hat der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet. Auch im Geschäftsjahr 2009/2010 hat sich die Gesellschaft dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Stand: 26.05.2010) unterworfen und die »Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG« entsprechend abgegeben.

Der vom Vorstand für das zum 30.09.2010 geendete Geschäftsjahr aufgestellte Jahresabschluss sowie der aufgestellte Konzernabschluss und der Lage- sowie der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Nexia DHPG GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht der sino AG, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und

angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die Nexia DHPG, Gummersbach, stimmen wir zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2009/2010. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, den 17.01.2011

Dr. Robert Manger Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht der sino AG 2011 und Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB

Gemäß § 289a HGB haben börsennotierte Gesellschaften eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die u.a. die Wiedergabe der Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG umfasst. Über wesentliche Aspekte der Corporate Governance des Unternehmens ist zudem im Corporate Governance Bericht gem. Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) zu berichten. Aufgrund dieser starken inhaltlichen Überschneidungen werden Corporate Governance Bericht und Unternehmensführungserklärung nachfolgend zusammengefasst, die Entsprechenserklärung vom 17.01.2011 ist am Schluss wiedergegeben.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex kommentiert die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften des deutschen Aktienrechts zur Leitung und Überwachung börsennotierter Aktiengesellschaften und enthält zusätzlich eine Reihe weiterer Verhaltensempfehlungen. Diese Verhaltenspflichten betreffen vor allem die Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat, deren Zusammenwirken, die Transparenz im Unternehmen sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Die sino AG entspricht dem Gesetz und folgt − bis auf wenige Ausnahmen − den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Corporate Governance bei sino

Die sino AG (im Folgenden auch nur »sino«) bekennt sich zu einer verantwortungsvollen Unternehmenspolitik. Die Belange der Mitarbeiter sollen ebenso berücksichtigt werden wie die Interessen der Aktionäre an einer angemessenen Steigerung des Unternehmenswertes. Vor diesem Hintergrund versteht die sino AG eine effiziente Corporate Governance als einen wesentlichen Bestandteil ihres Erfolges und begreift sie als einen Anspruch, der alle Bereiche des Unternehmens und seiner Tätigkeiten umfasst. Auch im vergangenen Jahr hat sich die sino AG verstärkt

mit der Fortentwicklung ihrer Corporate Governance befasst. Hierbei wurden insbesondere die weiteren Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umgesetzt. Die aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat am 17.01.2011 unterzeichnet.

Aktionäre und Hauptversammlung bei sino

Die Aktionäre der sino AG üben ihre Rechte grundsätzlich im Rahmen der Hauptversammlung aus. Dabei entscheiden sie insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, Änderungen der Satzung und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen.

In der ordentlichen Hauptversammlung der sino AG am 09.03.2010 in Düsseldorf wurden der festgestellte Jahresabschluss zum 30.09.2009 mit dem Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2008/2009 und der gebilligte Konzernabschluss zum 30.09.2009 mit dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008/2009 sowie der Bericht des Aufsichtsrates vorgelegt und von der Hauptversammlung ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.

Der Vorstand der sino

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Er strebt eine möglichst hohe Verzinsung des eingesetzten Kapitals im Rahmen des Unternehmenszwecks an. Zu seinen Aufgaben gehört die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat.

Der Vorstand der sino AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes haften der Gesellschaft für etwaige Pflichtverletzungen. Herr Ingo Hillen ist u.a. zuständig für das Ressort Finanzen und Handel, Herr Matthias Hocke u.a. für den Bereich Technik und Marketing.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der sino AG wird in deren Anstellungsverträgen festgelegt. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes werden auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht näher beschrieben.

Der Aufsichtsrat der sino

Die Aufgabe des Aufsichtsrates der sino AG liegt darin, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu beraten und zu überwachen. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wird der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus bestellt und entlässt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstandes.

Bei der sino AG arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte.

Der Aufsichtsrat der sino AG besteht aus drei fachlich qualifizierten und unabhängigen Mitgliedern. Diese Qualifikation ist die Basis für eine effiziente Aufsichtsratsarbeit.

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009/2010 waren Herr Dr. Robert Manger, Rechtsanwalt in Düsseldorf, Herr Hans-Hugo Hocke, Diplom-Betriebswirt aus Mönchengladbach, und Herr Gerd Goetz, Bankangestellter, Geschäftsbereichsleiter Wertpapierdienstleistungen der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG aus Düsseldorf. Herr Dr. Manger war Aufsichtsratsvorsitzender.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Bezüge jedes einzelnen Aufsichtsratsmitgliedes sind auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht dargestellt. Über Einzelheiten seiner Tätigkeit und seiner Entscheidungen im Geschäftsjahr 2009/2010 informiert der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung gesondert. Dem Aufsichtsrat sind weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte mitgeteilt worden.

Gemäß § 7 Ziffer 2 der Satzung der sino AG endet die Amtszeit des Aufsichtsrates mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009/2010 beschließt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17.01.2011 folgende konkrete Zielsetzungen für die künftige Besetzung des Aufsichtsrats festgelegt:

Der Aufsichtsrat soll sich bei künftigen Vorschlägen für die Wahlen zum Aufsichtsrat gem. § 124 Abs. 3 AktG vornehmlich von folgenden Kriterien leiten lassen:

  • • Unabdingbare Voraussetzung für jeden zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten ist die fachliche Qualifikation, die den Kandidaten befähigt, die Geschäfte des Unternehmens nachzuvollziehen, zu analysieren und zu bewerten und die hierzu vorgelegten Berichte, Informationen und Erläuterungen verständig zu würdigen;
  • • alle Kandidaten müssen über die für Mitglieder von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen von Instituten gem. § 36 Abs. 3 KWG erforderliche Zuverlässigkeit und Sachkunde verfügen oder bereit sein, etwaige zum Zeitpunkt der Wahl fehlende Voraussetzungen durch zeitnahe Durchführung von geeigneten Fortbildungsmaßnahmen nachträglich zu erfüllen;
  • • zumindest ein Mitglied des Aufsichtsrats soll über die in § 100 Abs. 5 AktG beschriebene

Sachkunde verfügen (Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung);

  • • Aufsichtsratsmitglieder sollen im Regelfall zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben;
  • • Vielfalt (Diversity) und Internationalität der Kandidaten sollen bei der Auswahl berücksichtigt werden;
  • • die Wahlvorschläge sollen das Ziel einer angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat berücksichtigen.

Bereits bei der Beratung und Beschlussfassung über den an die Hauptversammlung vom 30.03.2011 gerichteten Beschlussvorschlag zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder für die dann folgende Amtsperiode hat sich der Aufsichtsrat von den vorstehenden Kriterien leiten lassen. Dabei konnte eine weitgehende Umsetzung der Ziele erreicht werden, nicht jedoch eine vollständige Realisierung aller Zielvorgaben (so etwa bezüglich der wünschenswerten Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat).

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat bei der sino AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben unterschiedliche Aufgaben. Ein Mitglied des Vorstandes kann nicht zugleich Mitglied des Aufsichtsrates sein.

Zur Wahrnehmung ihrer Führungs- und Kontrollaufgaben stehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, um eine erfolgreiche Corporate Governance bei der sino AG zu gewährleisten.

Die Tätigkeit des Aufsichtsrates wird unter anderem sichergestellt durch:

• die Verpflichtung des Vorstandes zu regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Berichterstattung an den Aufsichtsrat,

  • • die regelmäßige Erörterung der Planung, der Geschäftsentwicklung und der Strategie mit dem Vorstand sowie
  • • die Festlegung von Geschäften und Maßnahmen des Vorstandes, die nur mit Zustimmung des Aufsichtsrates vorgenommen werden dürfen.

Der Vorstand bedient sich unter anderem folgender Führungs- und Kontrollinstrumente:

  • • Festlegung von Strategien und Grundsätzen für die Führung des Unternehmens;
  • • Aufstellung einer strategischen Planung für alle Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder sowie ihre regelmäßige Aktualisierung und Erfolgskontrolle;
  • • regelmäßige Prüfungen und Sonderprüfungen durch eine interne Revision;
  • • Einrichtung und kontinuierliche Aktualisierung eines konzernweiten Überwachungssystems zur Risikofrüherkennung (Risikomanagement);
  • • Einrichtung eines Compliance-Bereiches, der durch einen Compliance-Beauftragten geleitet wird;
  • • Vereinbarung von Zielen und eines erfolgsorientierten Anteils bei der Vergütung von leitenden Angestellten.

Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2009/2010 in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat insbesondere die strategische Ausrichtung des sino-Konzerns fortentwickelt und optimiert. Er hat darauf aufbauend Maßnahmen zur Umsetzung der strategischen Ziele eingeleitet und fortgeführt. Durch regelmäßige Plan-Ist-Vergleiche der wirtschaftlichen Kennzahlen der Tochterund Beteiligungsgesellschaften wurde deren Entwicklung vom Vorstand zeitnah überwacht, in Controllinggesprächen mit dem Management der Konzerngesellschaften quartalsweise beraten und bei Bedarf korrigiert.

Transparenz der sino AG

Die sino AG legt großen Wert auf Transparenz und zeitnahe Information ihrer Aktionäre und Anleger über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Unternehmen. Die sino AG stellt Aktionären, Anlegern sowie weiteren interessierten Personen Pressemitteilungen sowie weitere für die Beurteilung des Unternehmens relevante Informationen auf ihrer Internetseite www.sino.de zur Verfügung.

Darüber hinaus legt die sino AG großen Wert auf die Einhaltung der sog. Ad-hoc-Publizität (§ 15 WpHG). Über den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der sino AG durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft oder sonstige Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen befugt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen sind der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009/2010 die aus der Anlage ersichtlichen Mitteilungen zugegangen.

Die Anlage enthält auch die Angabe der von Vorstands- und/oder Aufsichtsratsmitgliedern direkt oder indirekt gehaltenen Anteile von mehr als 1 Prozent der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft.

Derzeit sind keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der sino AG implementiert.

Weitergehende Unternehmensführungspraktiken

Die sino Aktiengesellschaft unterliegt in ihrer Geschäftstätigkeit zahlreichen spezialgesetzlichen Regelungen, wie etwa dem Geldwäschegesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Darüberhinausgehende und konkretere Verhaltensvorgaben sind in einer umfassenden internen Richtlinie betreffend Compliance, Mitarbeitergeschäfte, Geldwäsche und Korruptionsgefahr vom September 2009 enthalten. Diese Richtlinie ist aufgrund ihres hohen Detaillierungsgrades nur für Mitarbeiter der Gesellschaft bestimmt und nicht öffentlich zugänglich.

Entsprechenserklärung 2011

Die sino Aktiengesellschaft entsprach den Empfehlungen der »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« in der seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 01.07.2010 geltenden Fassung (Stand vom 26.05.2010) und wird den Empfehlungen weiterhin entsprechen, jeweils mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:

Ziffern 2.3.1 u. 2.3.3 Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Briefwahl durchzuführen. Die Satzung der Gesellschaft sieht eine Briefwahl nicht vor. Beide Methoden einer mittelbaren Mitwirkung an der Abstimmung sind im Wesentlichen gleichwertig; deutliche Vorteile der Briefwahl sind nicht erkennbar. Die Einführung der Briefwahl führte zu weiterem Aufwand bei der Formularerstellung und der Abstimmungsauswertung.

Ziffer 2.3.4. Die Verfolgung der Hauptversammlung mittels Internet ist aufgrund der Aktionärsstruktur der Gesellschaft entbehrlich. Interessierte Aktionäre nehmen regelmäßig in persona an der Hauptversammlung teil. Die Gesellschaft ist nicht von einer Größenordnung, die es angebracht erscheinen lässt, die Hauptversammlung über das Internet öffentlich zu machen. Die damit verbundenen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem erstrebten Nutzen.

Ziffer 3.8 Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Verträge über D&O Versicherungen sehen für den Aufsichtsrat keinen Selbstbehalt vor, da die Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zu einer wesentlichen Reduzierung der Versicherungsprämien führt. Vorstand und Aufsichtsrat handeln ferner bereits aufgrund der ihnen nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten verantwortungsvoll und im besten Interesse der Gesellschaft. Sie halten einen Selbstbehalt nicht für geeignet, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der Mitglieder des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu erhöhen.

Ziffer 4.2.1 Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher. Der Vorstand der sino Aktiengesellschaft besteht aus zwei gleichberechtigten Mitgliedern. Die Ernennung eines Vorsitzenden oder Sprechers ist derzeit nicht vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt über eine Geschäftsordnung für den Vorstand.

Ziffer 4.2.3 Die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands werden auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht erläutert. Ein Aktienoptionsplan oder eine vergleichbare Gestaltung für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter bestehen nicht. Eine weitergehende Differenzierung der Vergütung des Vorstandes der Gesellschaft besteht nicht. Eine dementsprechende, aufwendige Vertragsgestaltung sowie der damit verbundene administrative Aufwand erscheinen derzeit nicht verhältnismäßig.

Ziffer 4.2.5 Die Vergütung des Vorstandes wird – wie soeben bereits dargetan – auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht erläutert. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind bei der Gesellschaft ebensowenig vorgesehen wie Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied. Daher erscheint die Anfertigung eines weiteren Vergütungsberichtes entbehrlich.

Ziffer 5.1.2 Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass das Alter eines Organmitglieds für dessen Qualifikation nicht entscheidend ist. Deshalb hat sie keine Altersgrenzen für Vorstandsmitglieder festgelegt.

Ziffer 5.3.1 Der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft verfügt nur über drei Mitglieder. Deshalb bildet der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft keine Ausschüsse.

Ziffer 5.3.2 Insbesondere die Bildung eines separaten Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist nach Ansicht der Gesellschaft aufgrund des überschaubaren Umfangs der Rechnungslegung und des Risikomanagements sowie des Umstandes, dass der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft nur über drei Mitglieder verfügt, entbehrlich. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats verschaffen sich ein Bild über die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer; der Prüfungsauftrag wird vom gesamten Aufsichtsrat erteilt, der sich auch die Prüfungsschwerpunkte festlegt und sich mit der Honorarvereinbarung befasst.

Ziffer 5.3.3 Die Bildung eines Nominierungsausschusses ist aufgrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der heterogenen Zusammensetzung des Aufsichtsrates entbehrlich.

Ziffer 5.4.2 Dem Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft gehören Personen an, die zu einem Vorstandsmitglied in verwandtschaftlicher Beziehung stehen und/oder Kunden der Gesellschaft sind und/oder der Gesellschaft beratend zur Seite stehen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind verpflichtet, Fälle von Interessenkonflikten unverzüglich offenzulegen. Bei etwaigen Interessenkonflikten werden Vorstand und Aufsichtsrat geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Interessenkonflikt zu Gunsten der Gesellschaft aufzulösen. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass hierdurch eine unabhängige Beratung und Über

wachung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat sichergestellt wird.

Ziffer 5.4.3 Aus Praktikabilitätsgründen sollen Wahlen zum Aufsichtsrat nicht nur als Einzelwahl durchgeführt werden. Da der Vorsitzende des Aufsichtsrates in erster Linie die Arbeit des Aufsichtsrates koordinieren soll, muss dieser vor allem das Vertrauen und die Akzeptanz der übrigen Aufsichtsratsmitglieder genießen. Es erscheint daher entbehrlich, den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt zu geben.

Ziffer 5.4.6 Eine erfolgsorientierte Vergütung neben der festen Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit nicht vorgesehen. Vergütungen oder gewährte Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern (Beratungs- oder Vermittlungsleistungen) erfolgen, wenn sie überhaupt anfallen, zu marktüblichen Konditionen und werden im Rahmen des Rechnungswesens abgerechnet und aufgezeichnet. Eine individualisierte Angabe im Corporate Governance Bericht erscheint vor diesem Hintergrund entbehrlich.

Ziffer 7.1.2 Die Gesellschaft veröffentlicht den Geschäftsbericht binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums. Diese Fristen können im Einzelfall geringfügig überschritten werden. Die zu veröffentlichenden Zahlen der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden dem Aufsichtsrat regelmäßig im Vorfeld durch den Vorstand vorgelegt und erörtert.

Düsseldorf, den 17.01.2011

Ingo Hillen Matthias Hocke

Vorstand sino AG Vorstand sino AG

Dr. Robert Manger Vorsitzender des Aufsichtsrats

27.01.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Hocke
Vorname: Hans Hugo
Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan

08.03.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Geschäftsart: Verkauf Datum: 08.03.2010 Kurs/Preis: 11,25 Währung: EUR Stückzahl: 29.878 Gesamtvolumen: 336.127,50 Ort: außerbörslich

Hillen
Ingo
sino AG
Geschäftsführendes Organ

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 26.01.2010
Kurs/Preis: 10,78
Währung: EUR
Stückzahl: 1.000
Gesamtvolumen: 10.780
Ort: Xetra

Zu veröffentlichende Erläuterung:

Verkauf: 532 Stück à 10,70 Euro
Verkauf: 250 Stück à 10,83 Euro
Verkauf: 218 Stück à 10,90 Euro

02.02.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Hocke
Vorname: Hans Hugo
Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507
Geschäftsart: Verkauf
Datum: 01.02.2010
Kurs/Preis: 10,78
Währung: EUR
Stückzahl: 1.000
Gesamtvolumen: 10.780
Ort: Xetra

Zu veröffentlichende Erläuterung:

20 Stück à 10,60
80 Stück à 10,85
900 Stück à 10,78

08.03.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Hillen
Vorname: Ingo
Firma: sino AG
Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507 Geschäftsart: Verkauf Datum: 08.03.2010 Kurs/Preis: 11,25 Währung: EUR Stückzahl: 5.000 Gesamtvolumen: 56.250 Ort: außerbörslich

08.03.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Hocke Vorname: Matthias Firma: sino AG Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507 Geschäftsart: Verkauf Datum: 08.03.2010 Kurs/Preis: 11,25 Währung: EUR Stückzahl: 25.679 Gesamtvolumen: 288.888,75 Ort: außerbörslich

08.03.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Firma: Gladstone Capital GmbH

Person mit Führungsaufgabe, welche die Mitteilungspflicht der juristischen Person auslöst

Angaben zur Person mit Führungsaufgaben

Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507 Geschäftsart: Verkauf Datum: 08.03.2010 Kurs/Preis: 11,25 Währung: EUR Stückzahl: 15.000 Gesamtvolumen: 168.750 Ort: außerbörslich

08.03.10 Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Firma: MMI Leisure + Capital Management GmbH

Person mit Führungsaufgabe, welche die Mitteilungspflicht der juristischen Person auslöst

Angaben zur Person mit Führungsaufgaben

Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: sino AG ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0005765507 Geschäftsart: Verkauf Datum: 08.03.2010 Kurs/Preis: 11,25 Währung: EUR Stückzahl: 17.000 Gesamtvolumen: 191.250 Ort: außerbörslich

Angaben gem. Ziffer 6.6 der Corporate Governance Codex:

Die Mitglieder des Vorstands, Ingo Hillen und Matthias Hocke, halten mittelbar bzw. unmittelbar jeweils mehr als 1 % der Aktien. Auf Herrn Hillen entfallen 6,36 %, auf Herrn Hocke 5,96 % der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft.

Sir Isaac Newton

»Ich kann zwar die Bewegungen der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.«

Sir Isaac Newton (* 4. Januar 1643; † 31. März 1727)

Die »South See Company« steht für einen Börsenrausch, der England 1719/1720 ergriff. Der Boom begann, als die Gesellschaft zum zweiten Mal Staatsschulden übernahm und durch neue Aktien finanzierte. Im Gegenzug erhielt sie das Monopol für Handelsgeschäfte mit Südamerika – das damals mit dem Begriff »South Sea« identifiziert wurde. Im August 1720 kletterten die Papiere des Unternehmens in der Spitze auf mehr als 1.000 Pfund – bei einem Nominalwert von 100 Pfund. Vier Wochen später gingen sie in freien Fall über. Zum Ende des Jahres stand der Wert wieder bei 120 Pfund. Der Markt war kollabiert. Eines der berühmtesten Opfer war der Physiker Isaac Newton. Zunächst hatte er wohl einen stattlichen Gewinn erzielt und darum nachgekauft, aber dann hat er im folgenden Kursdebakel 20.000 Pfund eingebüßt.

Lagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2009/2010

A. Konjunkturelle Entwicklung

I. Gesamtwirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, geht in seiner Pressemeldung vom 28.09.2010 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Kalenderjahr 2010 voraussichtlich um etwa 3,4 % gegenüber dem Vorjahr wächst. Bis Mitte des Jahres rechnete das DIW noch mit einem geringeren Wachstum von 1,9 %, nachdem für das Jahr 2009 ein Rückgang von 4,9 % zu verzeichnen war. Nach der schweren Rezession scheint sich damit eine kräftige konjunkturelle Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 abzuzeichnen. Auch wenn das DIW in seinem Gutachten im September davon ausgeht, dass sich die kräftige Aufwärtsbewegung der ersten Jahreshälfte 2010 abschwächen wird, wird dennoch auch für das Jahr 2011 ein Wachstum von 2,0 % prognostiziert. Insbesondere die Konsumausgaben, aber auch Investitionen und steigende Exporte trugen zum starken Wachstum in der ersten Jahreshälfte bei. Doch außerhalb des Euroraums hat sich das Wirtschaftswachstum bereits im zweiten Quartal des Jahres 2010 stark abgeschwächt, so dass das DIW auch für Deutschland in der zweiten Jahreshälfte von deutlich geringeren Wachstumsraten ausgeht.

Laut WTO hat China im Jahr 2009 Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Doch auch die deutsche Exportwirtschaft scheint die Krise überstanden zu haben. Im Jahr 2009 musste die deutsche Industrie laut BDI noch einen Einbruch von knapp 18 % hinnehmen, doch im zweiten Quartal 2010 wurden bereits wieder deutlich positive Wachstumsraten von 8 % verzeichnet. Das DIW rechnet bereits im vierten Quartal wieder mit dem Erreichen des Vorkrisenniveaus und für das Kalenderjahr 2010 mit einem Wachstum von knapp 15 %.

II. Wertpapiermärkte

Obwohl der DAX bereits seit März 2009 um rund 50 % zugelegt hatte, stieg er auch zu Beginn des Geschäftsjahres weiter, ebenso wie die anderen europäischen und amerikanischen Indizes. Die Nervosität des Marktes zeigte sich aber bereits Ende November 2009, als Kreditprobleme in Dubai für Verunsicherung und eine Talfahrt an den europäischen Märkten sorgten. Doch schon im Dezember 2009 schien sich die Stimmung zu drehen. Zwar verunsicherten zunehmend die Kreditprobleme Griechenlands und auch Spaniens die Anleger, doch diese konnten die Jahresendrallye des DAX nur kurzfristig stoppen. Am 28.12.2009 übersprang der DAX sogar die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres sorgten schlechte Nachrichten von JPMorgan Chase und der Bank of America sowie die PIIGS-Krise für weitere Verunsicherung an den Märkten. Dennoch endete das Quartal über der 6.000 Punkte-Marke, nachdem am 25.03.2010 das 18-Monats-Hoch, dank guter US-Daten und der Bestätigung des Rankings für Griechenland durch Standard & Poor's erreicht wurde.

Doch bereits im dritten Quartal musste Griechenland die EU offiziell um Finanzhilfen bitten, um eine Staatspleite abzuwenden. Am 07.05.2010 musste der Dow Jones dann den verlustreichsten Tag in seiner Geschichte verzeichnen – zeitweise verlor der Index über 1.000 Punkte. In den darauffolgenden Monaten führten Meldungen über die Finanzkrise in Südeuropa, das Verbot der Bundesregierung von Leerverkäufen, positive als auch negative Konjunkturzahlen und das Euro-Rettungspaket zu abwechselnd steigenden und wieder fallenden Kursen.

Unter dem Strich schaffte der DAX vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010 ein Plus von knapp 12 % und schloss Ende September bei 6.229 Punkten. Insgesamt war das Geschäftsjahr jedoch von sehr niedrigen Börsenumsätzen geprägt.

B. Entwicklung der Gesellschaft

I. Geschäftsverlauf

Die sino AG ist der einzige deutsche Online Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dies umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.

Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zurückgegeben.

Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 war vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Auswirkungen der Finanzkrise und damit einhergehend anhaltend niedriger Börsenumsätze sehr schwierig, so dass der Jahresüberschuss der sino AG mit 541 TEUR um 75,5 % gegenüber dem letzten Geschäftsjahr gesunken ist. Im Geschäftsjahr gingen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 23,02 % von 11.655 TEUR im Vorjahreszeitraum auf 8.972 TEUR zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei 772 TEUR nach 3.143 TEUR im Vorjahr.

Das Ergebnis enthält den Sonderbeitrag an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) in Höhe von 542 TEUR.

Die sino AG schreibt auch mit dem Jahresergebnis 2009/2010 seit nunmehr zwölf Jahren kontinuierlich schwarze Zahlen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:

Geschäftsjahr 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 2009/2010
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
4,4 Mio. EUR 5,0 Mio. EUR 3,8 Mio. EUR 3,1 Mio. EUR 0,8 Mio. EUR

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die sino AG auch weiterhin von Ihrem Status als börsennotierter Online-Broker profitieren und hat ein weitreichendes und regelmäßig positives Medienecho erfahren. Beachtung findet weiterhin auch die monatliche Veröffentlichung unserer Tradezahlen, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank AG, Quickborn, über ihre abgewickelten Orders stattfindet. In der Presse wurde außerdem die hervorragende Produktund Servicequalität der sino AG gewürdigt; so belegte die Gesellschaft Mitte August im Test der Zeitschrift Euro am Sonntag erneut den 1. Platz in der Kategorie »Online-Broker für Heavy Trader«. Auch beim Wettbewerb »Online-Broker des Jahres« der Zeitschrift Börse-Online erzielte die sino AG zum dritten Mal in Folge Bestwerte und wurde im Ergebnis erneut besser bewertet als der offizielle »Broker des Jahres«.

»The GRID«, das Handelstool für Futures und andere hochliquide Instrumente im sino MX-PRO, wurde im Verlauf des gesamten Geschäftsjahres noch stärker von sino Kunden genutzt. Seit Januar 2010 weisen wir daher, entsprechend unserem Bekenntnis zu transparenter Kommunikationspolitik, in unseren Pressemitteilungen neben den gesamten Tradezahlen auch die Zahl der Futures-Geschäfte aus. Zwar bringen die Futures-Geschäfte eine deutlich geringere Marge als andere Geschäftsarten mit sich, dennoch freuen wir uns, mit unserem Futures-Modul »The GRID« im Rahmen unserer Handelsplattform sino MX-PRO die gestiegene Nachfrage in diesem Bereich kompetent bedienen zu können.

Wie in den vergangenen Jahren hatten auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller sino Mitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf (tick-TS AG), und Trade Haven GmbH, Düsseldorf, wesentlichen Anteil an dem trotz des schwierigen Marktumfeldes guten Ergebnis.

II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht

Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und zwei Auszubildenden, 25 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Neueinstellungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen die Abteilungen Handel und Backoffice.

Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.

Vor dem Hintergrund des stetig erweiterten Produktangebotes (z. B. Anbindung neuer Börsenplätze, Planung einer Zweigniederlassung in den Niederlanden und neue Releases der Handelsplattform sino MX-PRO) bewegen sich die Anforderungen an die Mitarbeiter kontinuierlich auf hohem Niveau und haben auch in diesem Jahr noch teilweise zugenommen. Das Unternehmen trägt diesen gehobenen Anforderungen weiterhin durch stetige Mitarbeiterschulungen sowohl intern als auch extern Rechnung, die von den Mitarbeitern gerne angenommen werden. Regelmäßig durchgeführte Leistungskontrollen bestätigen dies. Zudem nahmen Mitarbeiter an Seminaren zum Thema Interne Revision, zum Steuerrecht und zu anderen rechtlichen Neuerungen teil.

Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.

Die Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte.

Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf 485 TEUR (Ingo Hillen 239 TEUR/ Matthias Hocke 246 TEUR). Es handelt sich hierbei lediglich um laufende Bezüge, eine ergebnisabhängige Tantiemezahlung ist in diesem Jahr nicht zum Tragen gekommen. Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Der Buchwert der Wertpapiere betrug zum 30.09.2010 553 TEUR, die Rückstellungen 601 TEUR.

Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags aus dem Jahre 2007 war die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen hatten die Vorstände der

sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von 15,00 EUR je Aktie zu erwerben. Dieser Preis je Aktie entsprach dem von einem unabhängigen Gutachter im Geschäftsjahr ermittelten Marktwert der tick Trading Software AG. Die Optionen wurden innerhalb der Sperrfrist nicht wahrgenommen und sind entsprechend wertlos verfallen.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 47 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 20 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 15 TEUR auf Herrn Hans-Hugo Hocke sowie 12 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Vorschüsse in Höhe von insgesamt 21 TEUR (Ingo Hillen: 12 TEUR, Matthias Hocke: 9 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 0 TEUR offen.

III.Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch unsere Kunden verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2010 blieb mit 613 gegenüber dem Vorjahr (614 Depots) nahezu unverändert – dabei wurden insgesamt 101 neue Depots eröffnet und rund 100 inaktive Depots geschlossen. Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr von 1,28 Mio. auf 1,40 Mio. angestiegen.

IV. Verbundene Unternehmen

Die sino AG hält unverändert 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf, und 46,25 % des Grundkapitals der Trade Haven GmbH, Düsseldorf. Zudem besteht eine Beteiligung von 100 % an der neu gegründeten sino institutional GmbH, einer Wertpapierhandelsbank, Düsseldorf. Diese Gesellschaft ist zum Stichtag 30.9.2010 noch nicht aktiv gewesen.

Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.

Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten. In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Herrn Oliver Wagner zum 30.09.2010 zwölf Mitarbeiter angestellt; zwei der Mitarbeiter übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Herrn Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben. Oliver Wagner, Matthias Hocke und Ingo Hillen sind Vorstände der tick-TS AG.

Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, konnte die tick-TS AG auch in diesem

Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG betreut die tick-TS AG unter anderem das Bankhaus MM Warburg & CO KGaA, Hamburg, als Kunden. Weiterhin bestehen Vertriebskooperationen der Unicredit Group sowie ABN AMRO Clearing Bank.

Es ist beabsichtigt, den Gewinn der tick-TS AG für das Geschäftsjahr 2009/2010 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten; hieraus erwartet die sino AG einen Beteiligungsertrag in Höhe von rund 340 TEUR bzw. 0,79 Euro pro Aktie.

Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Trade Haven GmbH im Geschäftsjahr 2009/2010 betrug 120 TEUR und lag damit erneut im positiven Bereich. Damit beträgt der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag 82 TEUR.

Zur Vermeidung einer Überschuldung der Trade Haven GmbH und zur Sicherstellung der Liquidität hat die sino AG gegenüber der Gesellschaft eine Rangrücktritts- (179 TEUR) und eine harte Patronatserklärung (75 TEUR) mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2011 abgegeben, so dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft sichergestellt ist. Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir planmäßig eine erneute Ergebnisverbesserung.

Aufgrund der hohen Bedeutung der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH sowie der bestehenden einheitlichen Leitung durch die sino AG wurde auch für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt, in dem die Jahresabschlüsse der sino AG, der tick-TS AG

und der Trade Haven GmbH konsolidiert wurden. Die im Vorjahr neu gegründete, aber noch nicht operativ tätige sino institutional GmbH wurde erstmals ebenfalls mit einbezogen.

Die sino institutional GmbH wurde im Juni 2009 mit einem Stammkapital von 25.000,00 Euro gegründet. Die Geschäftsführung setzt sich aus Herrn Matthias Hocke, Herrn Ingo Hillen und Herrn Dr. Joachim Schneider zusammen. Sämtliche Geschäftsanteile stehen im Eigentum der sino AG, Düsseldorf. Das Stammkapital der Gesellschaft wurde im September 2009 auf 730.000,00 Euro erhöht und das satzungsmäßige Geschäftsjahr im Februar 2010 entsprechend der Gegebenheiten in sino-Konzern auf den 30.09.2010 festgelegt.

Die Absicht der Gesellschaft war es, nach Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Geschäftsbetriebsaufnahme für institutionelle Marktteilnehmer die Orderausführung zu betreiben. Dies als Zwischenkommissionärin und über eine unmittelbare Orderausführung an den deutschen Börsen.

Auf den am 19.06.2009 gestellten Zulassungsantrag bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde am 25.02.2010 die Erlaubnis zum Betreiben des Finanzkommissionsgeschäftes, der Anlagevermittlung, der Abschlussvermittlung, der Anlageberatung und des Platzierungsgeschäftes erteilt. Der satzungsmäßige Geschäftszweck wurde entsprechend angepasst.

Ab Zugang des Zulassungsbescheides der BaFin wurde die Geschäftsbetriebsaufnahme vorbereitet. Hierzu waren umfangreiche Vorarbeiten insbesondere im Bereich des bankaufsichtsrechtlichen Meldewesens notwendig. So musste neben den Meldungen nach Solvabilitätsverordnung, Groß- und Millionenkreditverordnung und Liquiditätsverordnung der sino institutional GmbH für

entsprechende Meldungen des sino-Konzerns gesorgt werden. Dies und andere Vorbereitungsmaßnahmen nahmen den Zeitraum bis zum Schluss des Geschäftsjahres 2009/2010 ein. Am 04.10.2010 nahm die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb auf und erstattete entsprechende Anzeige bei der BaFin.

V. Investitionen und Produktinnovationen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert.

Der sino MX-PRO wurde von der tick-TS AG laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates den sino Kunden zur Verfügung gestellt.

Die Futures-Handelsoberfläche »The Grid« des sino MX-PRO wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stark beworben und erfreut sich bei Kunden und Interessenten nach wie vor wachsender Beliebtheit.

Unsere Seminarreihe 'sino Akademie', mit der wir gezielt bestehende Kunden und Interessenten ansprechen, wurde erfolgreich fortgesetzt. Ergänzt wird diese Veranstaltung nunmehr mit an die Akademien anschließenden Stammtischen, zu denen Kunden und Interessenten zum Erfahrungsaustausch mit Kundenbetreuern der sino AG eingeladen sind. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MX-PRO vorgestellt und rechtliche Aspekte des Wertpapierhandels von einem Rechtsanwalt erläutert. Wir haben mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen Städten in ganz Deutschland stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können. Neu eingeführt wurde zudem ein sogenannter Newsletter, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf rechtliche Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.

VI. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das gesamte gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft.

Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.

Zum Ende des Geschäftsjahres 30.09.2010 bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13 % der Stimmrechte (laut Mitteilung vom 03.04.2007); diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung fort.

Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es bestehen keine besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt.

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Dem entsprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen.

Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8.03.2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates nach Maßgabe der näheren Regelungen des § 4 Absatz 5 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, z. B. soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Ebenso wurden keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

C. Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die Provisionserlöse der sino AG gingen bedingt durch die anhaltend schwachen Börsenumsätze im Geschäftsjahr um 17,9 % auf 8.242 TEUR (Vorjahr 10.033 TEUR) zurück. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 9.740 TEUR (Vorjahr 11.771 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen von 1.499 TEUR (Vorjahr 1.739 TEUR) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 409 TEUR.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr leicht von 7.767 TEUR auf 7.731 TEUR zurück. Zwar konnte der Personalaufwand leicht reduziert werden, jedoch erhöhten sich die anderen Verwaltungsaufwendungen von 5.521 TEUR auf 5.912 TEUR, vor allem bedingt durch die Sonderbeiträge für die EDW in Höhe von 542 TEUR.

Nach Abzug der Aufwendungen weisen wir für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 772 TEUR (Vorjahr 3.143 TEUR) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von 541 TEUR (Vorjahr 2.213 TEUR) aus.

Die Cost-Income-Ratio, definiert als »Allgemeine Verwaltungsaufwendungen« durch »Netto-Provisionserlöse«, liegt bei 0,94, nach 0,77 im Vorjahr.

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 6.648 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 4.395 TEUR liegt die Eigenkapitalquote bei 66,1 %. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten in Form von negativen Bankbeständen.

Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 3.230 TEUR rund 48,58 % aller Aktivposten ausmachen, die jedoch entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet sind.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von 553 TEUR dienen der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr mit 1.256 TEUR gleich geblieben.

Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände auf 629 TEUR resultiert vor allem aus Steuerüberzahlungen (178 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungsbeträgen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten der Vorstände (601 TEUR), aus Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (135 TEUR), aus zu erwartenden EDW-Beiträgen (123 TEUR), Gehaltsverpflichtungen für noch nicht genommenen Urlaub der Mitarbeiter (41 TEUR), sowie zu erwartende ausstehende Rechnungen, welche am Bilanzstichtag noch nicht vorlagen.

Eine weitere Rückstellung für Settlementrisiken konnte um 11 TEUR auf nunmehr 214 TEUR reduziert werden, da in Höhe der Auflösung nicht mehr mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

III. Finanzlage

Einen Überblick über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow gibt die nachfolgende Berechnung:

2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Jahresüberschuss 541 2.213
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 269 312
- Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 -30
- Abnahme der Rückstellungen -248 -729
= Cashflow 562 1.766

Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Eigenkapitalquote

sowie der weiterhin positiven Ertrags- und Finanzlage, ist die Lage der sino AG weiterhin als zufriedenstellend zu bewerten.

D. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Erweiterung der Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung der sino AG wurde zum 01.11.2010 um Dirk Piethe (47) erweitert. Dirk Piethe verfügt über langjährige Erfahrung im Wertpapierhandel in Deutschland und insbesondere im europäischen Ausland.

Dirk Piethe hat seine exzellente Branchenkenntnis und seine unternehmerischen Qualitäten bereits als Geschäftsleiter bei E*Trade Deutschland unter Beweis gestellt, wo er seit Gründung 1999 tätig war. Den Markteintritt des Unternehmens in Italien und in den Benelux-Ländern hat er ebenfalls erfolgreich unterstützt. Als Vorstandsvorsitzender des marktführenden Onlinebrokerage-Portals brokerjet in Österreich, das zu 100 % im Besitz der ERSTE Bank Group ist, hat Dirk Piethe u. a. seit Ende 2007 auch die Expansion in Osteuropa für rund drei Jahre mitverantwortet. Seit November 2010 verstärkt er die sino Geschäftsleitung mit dem Fokus auf Evaluierung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und möglicher Auslandsaktivitäten.

E. Risikobericht

I. Allgemeines

Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern. Zu den Risikomanagement-Systemen der sino AG zählt ein umfangreiches, täglich aktualisiertes Analyseprogramm, das sämtliche Erlöse der Gesellschaft erfasst.

Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.

Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Marktund Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. 1,0 Mio. EUR. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2005/2006 gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt 225 TEUR nach Erledigung einer Angelegenheit um 11 TEUR Euro auf nunmehr 214 TEUR Euro reduziert.

Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der sino AG gefährden könnten.

II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist nach wie vor äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend könnte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen führen. Einige der Wettbewerber verfügen über längere Geschäftserfahrung und bedeutend umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, umfassendere und kostenintensivere Vermarktungsaktivitäten und eine aggressivere Preispolitik zu betreiben, sowie den Kunden attraktivere Bedingungen zu bieten als die Gesellschaft.

Darüber hinaus können weitere nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Börsenumsatzsteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können.

Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.

III.Unternehmensbezogene Risiken

1. Risiken der System- und Softwaresicherheit Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel.

Die bei der Trade Haven GmbH unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen

Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter und sonstige Störungen, etwa durch Computerviren oder durch Ausfälle von Servern, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die Trade Haven GmbH, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der Trade Haven GmbH redundant, d. h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die Trade Haven GmbH über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ab. Die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG beschränkt sich dabei auf »execution – only«. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem

Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).

Für Day Trading gewährt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG im Geschäftsjahr weiter intensiviert und verbessert.

Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken gewährleistet ist.

3. EDW-Beiträge

Es können künftig umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zukommen.

Die EDW sieht sich verpflichtet, Auszahlungen an die Anleger der Phönix Kapitaldienst GmbH zu leisten. Das Mittelaufkommen durch die Jahresbeiträge der zugeordneten Institute reicht bei weitem nicht aus für die Anlegerentschädigung. Nachdem eine Sonderbeitragserhebung der EDW des Jahres 2007 durch das Verwaltungsgericht Berlin für rechtswidrig erklärt wurde, hat die EDW auskunftsgemäß bei der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2009 einen verzinslichen Kredit in mehreren abrufbaren Tranchen in Höhe von insgesamt 128 Mio. Euro aufgenommen, welcher bei Vollabruf in 5 Jahren zu jährlichen Tranchen von 26,6 Mio. Euro zurückzuzahlen ist. Von diesem Kredit hat die EDW per Stand Juni 2010 73,1 Mio. Euro abgerufen. Zum August 2010 hat die EDW rund 86 Mio. Euro an die Anleger ausgezahlt und rechnet gemäß Stand November 2010 mit dem Abschluss aller Entschädigungsverfahren im Mai 2011 (Verlautbarungen auf der Homepage www.e-d-w.de).

Parallel dazu ist die EDW-Beitragsverordnung geändert worden. Diese Änderung führt grundsätzlich etwa zu einer Verdreieinhalbfachung der bisherigen Jahresbeiträge. Der Jahresbeitrag der sino AG für das Beitragsjahr vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 betrug demgemäß laut Bescheid vom 15.04.2010 148.122,73 Euro. Hiergegen ist Klage erhoben worden.

Weiterhin erging an die sino AG am 30.08.2010 ein Sonderbeitragsbescheid in Höhe von 541.549,77 Euro. Gemäß diesem Bescheid hat die EDW zu diesem Zeitpunkt einen Finanzbedarf von 27.033.788,41 Euro wegen der Rückzahlungsrate des von der EDW aufgenommenen Kredits. Von diesen 27,03 Millionen Euro hat gemäß der Gewichtung aller Jahresbeitragsbescheide der Institute die sino AG rund 2 % zu leisten. Hiergegen ist fristgerecht Widerspruch eingelegt und Aussetzungsantrag gestellt worden.

Weiterhin hat die EDW am 04.11.2010 den Jahresbeitragsbescheid für das Abrechnungsjahr vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 in Höhe von 123.404,94 Euro erlassen. Hiergegen wurde fristgerecht Widerspruch eingelegt und Aussetzungsantrag erhoben.

Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft bei weiteren Auszahlungen an die Phönix-Anleger und Ausschöpfung aller Kredittranchen durch die EDW im Umfang von 128 Mio. Euro für die nächsten vier Jahre Sonderbeiträge seitens der EDW angefordert werden. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf vier Jahre Belastungen im Umfang von rund 2,2 Mio. EUR entfallen. Die jeweilige Sonderbeitragszahlung zusammen mit dem jeweiligen Jahresbeitrag ist auf 45 % des letzten ausgewiesenen Jahresgewinnes gekappt. Ein genauer Betrag lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen und letztlich, ob die 128 Mio. Euro zur Entschädigung aller Phönixanleger hinreichend sind. Weiterhin hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit Schreiben vom 19.11.2010 für die sino AG überraschenderweise mitgeteilt, dass durch die Führung von Lebensarbeitszeitkonten in Form von vergleichweise geringfügigen Anlagen in Fondsanteile das Eigengeschäft im Sinne von § 1 Absatz 1a Satz 3 KWG betrieben wurde. Dies kann grundsätzlich Auswirkungen haben auf die Jahresbeitragsbescheide für die Abrechnungsjahre vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 und 01.10.2009 bis 30.09.2010 sowie für den Sonderbeitragsbescheid. Denn die sino AG hatte ihre zwangszugebuchte Erlaubnis zur Tätigung des Eigengeschäftes am 27.03.2009 zurückgegeben. Der Jahresbeitragssatz zur EDW betrug ohne das Eigengeschäft 1,23 % der Bruttoprovisionen, der Beitragssatz mit Eigengeschäft beträgt hingegen 7,7 %, was wiederum Auswirkungen auf die Anteile der Institute am Gesamtjahresbeitrag und mithin auf die Höhe der Sonderbeiträge hat. Allerdings hat die sino AG hinsichtlich des Abrechnungszeitraumes vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 am 11.03.2009 und hinsichtlich des Abrechnungszeitraumes vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 am 23.06.2010 vorsorglich bei der EDW gerade für den Fall eines tatsächlich betriebenen Eigengeschäfts den in der EDW-Beitragsverordnung vorgesehenen Antrag auf Rückgruppierung wegen Geringfügigkeit des beitragssatzerhöhenden Eigengeschäftes (kleiner als 10 % der Gesamterträge) gestellt und eine Wirtschaftsprüferbestätigung diesbezüglich eingereicht. Insofern geht die sino AG davon aus, dass der Bescheid der BaFin vom 19.11.2010 auch und insbesondere aus diesem Grunde keine rückwirkenden beitragssatzerhöhenden Auswirkungen auf die beiden genannten Jahresbeitragsbescheide und den Sonderbeitragsbescheid hat. Die sino AG bleibt bei Ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EDW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und wird rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, dagegen vorzugehen.

4. Sonstige unternehmensbezogene Risiken

Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2010 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2010 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.

Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.

Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.

F. Ausblick

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind jedoch gerade in der aktuellen Marktsituation mit großen Unsicherheiten behaftet. Die tatsächliche Entwicklung des Marktumfelds oder der sino AG kann vor diesem Hintergrund deutlich von den getroffenen Erwartungen abweichen. Die nur schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes macht insoweit – aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Finanzkrise – eine Ergebnisprognose für dieses Jahr sehr schwierig.

Bereits Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 war eine erste Belebung der Konjunktur erkennbar. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das Kalenderjahr 2010 bereits wieder von einer positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes aus. So rechnet zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Wachstum von 1,3 %.

Die meisten Banken erwarten eine positive Aktienmarktentwicklung in 2011 – dabei werden teilweise neue Höchststände für den Deutschen Aktienindex DAX erwartet und Kursziele bis zu 9.500 Punkten genannt. Demgegenüber bestehen nach wie vor nicht geringe Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Peripherie-Staaten in Europa, die allgemein stark gestiegene Verschuldung der Staaten und die weitere Währungsentwicklung. Diese Informationen lassen keinen klaren Trend für die zukünftige Entwicklung von Kursen und insbesondere Umsätzen an den nationalen und internationalen Börsenplätzen erkennen.

Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Da der Erfolg der sino AG dementsprechend maßgeblich von den Umsätzen an den Börsen abhängt, ist es in der aktuellen Situation ausgesprochen schwierig, eine seriöse Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2010/2011 aufzustellen.

Dennoch gehen wir davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität darzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.

Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir auch dieses Jahr zunächst auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose. Wir sind vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2010/2011 und – bei sich weiter positiv entwickelnden Rahmenbedingungen – auch für das Folgejahr, insbesondere durch die Aufnahme von Dirk Piethe, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von brokerjet in Österreich in die Geschäftsleitung, der zukünftig aktiv weitere Geschäftsmodelle sowie Expansionen verfolgen soll. Wir sehen uns daher sehr gut aufgestellt, um auch weiterhin erfolgreich zu bleiben.

G. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollund Risikomanagementsystem der sino AG besteht aus Instrumenten und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Erkennung und Beseitigung von Risiken. Die Umsetzung erfolgt überwiegend durch das zentrale Rechnungswesen der sino AG im Verantwortungsbereich des Vorstandes I. Hillen.

Die Verantwortung für die Aufstellung des Einzelund Konzernabschlusses der sino AG liegt beim Vorstand der sino AG. Anschließend unterliegen Jahres- und Konzernabschluss der gesetzlichen Abschlussprüfung. Nach Erteilung des Bestätigungsvermerks findet die Erörterung und Prüfung durch den Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers statt. Sofern keine Einwendungen zu erheben sind, billigt der Aufsichtsrat die Abschlüsse.

Der Jahresabschluss der sino AG wird nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die einheitliche Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften ist durch die alleinige Zuständigkeit des zentralen Rechnungswesens der sino AG sichergestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses nimmt die sino AG Unterstützung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anspruch.

Die laufende Verbuchung von Geschäftsvorfällen und die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt mittels der DATEV-Buchhaltungssoftware durch Mitarbeiter der sino AG nach einem Standardkontenplan. Ergänzend wird die Anlagenbuchhaltung der DATEV e. G. genutzt.

Dem Risiko der Verletzung von Bilanzierungsregeln begegnen die sino AG durch den Einsatz qualifizierten Personals einschließlich weiterer Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen, eine angemessene Funktionstrennung und den Einsatz fachkundiger Berater. Verbleibenden Risiken wirkt die Jahresabschlussprüfung entgegen. Zur Vermeidung der Risiken aus der Nichteinhaltung von Fristen und Terminen dient eine Ablauf- und Zeitplanung für die Abschlusserstellung. Während der Erstellung des Jahresabschlusses erfolgen Soll-Ist- und Zeitvergleiche und Analysen der inhaltlichen Zusammensetzung der Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit erfolgt eine restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen. Unterjährig erfolgt eine prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses.

60 sino ag | geschäftsbericht 2009/2010 Lagebericht der sino AG

H. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB abgegeben. Diese ist im Internet unter www.sino.de, Investor Relations, Corporate Governance einsehbar.

Schlusswort

Neben Kunden, Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daran setzen werden, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch zukünftig und trotz des aktuell schwierigen Marktumfeldes zu einer Erfolgsgeschichte der Aktie zu machen.

Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell sehr anspruchsvollen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns langfristig deutlich besser zu entwickeln als die Wettbewerber.

Düsseldorf, den 30.12.2010

Ingo Hillen Matthias Hocke

Sir John Maynard Keynes

»Das Verhältnis zwischen dem Aktionär und seiner Aktie sollte so sein wie das zwischen Ehefrau und Ehemann.« *

Sir John Maynard Keynes (* 5. Juni 1883; † 21. April 1946)

Der britische Ökonom John Maynard Keynes glaubte nicht an das Laissez-faire der Marktwirtschaft und begründete in den Jahren nach 1930 die Wirtschaftswissenschaften neu. In seinem Hauptwerk »Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes« formulierte er die berühmte »liquidity preference«: Sie kann in einer Krise so stark werden, dass Investitionen versiegen, die Wirtschaft schrumpft und der Staat die Konjunktur wieder beleben muss.Gleichzeitig war Keynes ein äußerst aktiver Trader an der Börse, der seine wechselnden Erfahrungen immer wieder in seine Theorien einfließen ließ. Das Vermögen seiner Universität »King's College« konnte Keynes zum Beispiel von 1920–1936 auf 200.000 Pfund versiebenfachen. Privat machte er zahlreiche gegenteilige Erfahrungen.

* Keynes' Biograph R. Skidelsky

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.2010

EUR 01.10.2009
– 30.09.2010
EUR
01.10.2008
– 30.09.2009
EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 21.080,18 64.045,18
2. Zinsaufwendungen 24.828,02 21,79
-3.747,84 64.023,39
3. Laufende Erträge aus
Anteilen an verbundenen Unternehmen 298.080,00 311.040,00
4. Provisionserträge 8.241.580,65 10.032.922,25
5. Sonstige betriebliche Erträge 409.170,31 1.214.574,65
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.619.384,23 2.051.334,89
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
– darunter für Altersversorgung:
14.563,04 EUR (i. V. 14.839,14 EUR) 199.622,38 1.819.006,61 195.383,83
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.912.024,53 5.520.606,71
7.731.031,14 7.767.325,43
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen
269.193,22 284.324,57
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 143.584,51 430.571,53
805.022,09 3.076.315,37
01.10.2009
– 30.09.2010
EUR
EUR
01.10.2008
– 30.09.2009
EUR
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft
30.605,55 1.573,72
10. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der
Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft
1.669,93 1.890,28
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 27.499,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren
0,00 30.323,89
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 772.338,63 3.143.480,21
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 229.028,52 914.505,33
15. Sonstige Steuern 2.089,60 16.208,39
16. Jahresüberschuss 541.220,51 2.212.766,49
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.279.324,85 936.558,36
18. Bilanzgewinn 1.820.545,36 3.149.324,85

Bilanz zum 30. September 2010

AKTIVA EUR Stand
30.09.2010
EUR
Stand
30.09.2009
EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 5.841,71 5.873,56
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 813.137,94 1.676.164,02
b) andere Forderungen 2.410.882,77 3.224.020,71 2.986.361,40
3. Forderungen an Kunden 246.473,97 553.788,48
darunter an Finanzdienstleistungsinstitute:
Euro 235.343,00 (Euro 510.912,13)
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 553.405,01 581.427,45
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.255.582,57 1.255.583,57
6. Immaterielle Anlagewerte 116.547,00 145.816,50
7. Sachanlagen 512.775,61 616.791,01
8. Sonstige Vermögensgegenstände 629.090,83 530.292,44
9. Rechnungsabgrenzungsposten 104.527,44 105.359,77

6.648.264,85 8.457.458,20

PASSIVA EUR Stand
30.09.2010
EUR
Stand
30.09.2009
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 122.738,42 111.004,80
2. Sonstige Verbindlichkeiten 771.911,24 1.015.744,53
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 76.403,00 0,00
b) andere Rückstellungen 1.282.518,84 1.358.921,84 1.607.236,03
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 199.375,00 199.375,00
cb) andere Gewinnrücklagen 2.897,99 202.272,99
2.897,99
d) Bilanzgewinn 1.820.545,36 3.149.324,85

6.648.264,85 8.457.458,20

Eventualverbindlichkeiten

a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährungsleistungsverträgen Euro 75.000,00 (Euro 75.000,00)

b) Haftung aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Euro 118.259,81 (Euro 116.238,16) sino ag | geschäftsbericht 2009/2010 Anhang der sino AG

Anhang für das Geschäftsjahr 2009/2010

Allgemeine Angaben

Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 02.09.1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung und für das Eigengeschäft seit dem 01.11.2007 als erteilt. Die sino AG hat mit Schreiben an die BaFin vom 29.07.2009 auf die Erlaubnis zur Tätigung von Eigengeschäften verzichtet. Die Aktien der sino AG sind zum Handel im regulierten Markt in Düsseldorf zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt.

Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kreditund Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für die Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird entsprechend zugeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter

Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 01.01.2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen 151,00 EUR und 1.000,00 EUR sind aufgrund der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden, die nicht wie Anlagevermögen behandelt werden, werden mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Einzelangaben zur Bilanz

Aktiva

Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (2.418 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig 2.367 TEUR, 51 TEUR sind innerhalb von einem bis fünf Jahren fällig. Bei der Forderung über 51 TEUR handelt es sich um eine Forderung gegenüber der sino institutional GmbH, die ein verbundenes Unternehmen darstellt. Insgesamt sind 1.675 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.

Die Forderungen an Kunden sind in Höhe von 246 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 147 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit.

Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 235 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebsund Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von 553 TEUR sind nicht börsennotierte und nicht börsenfähige Investmentfondsanteile, die der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten dienen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Name und Sitz Höhe des
Anteils am
Kapital (in%)
Eigenkapital
(in TEUR)
Jahresüber
schuss/
-fehlbetrag
(in TEUR)
tick Trading Software AG, Düsseldorf
(30.09.2010)
43,20 1.928 788
Trade Haven GmbH, Düsseldorf
(30.09.2010)
46,25 -82 120
sino institutional GmbH, Düsseldorf
(30.09.2010)
100,00 681 -48

Aufgrund der abgeschlossenen Liquidation der sino Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Düsseldorf, erfolgte ein Abgang der Anteile aus dem Finanzanlagevermögen (1,00 EUR). Die im Vorjahr gegründete sino institutional GmbH, Düsseldorf, hat ihre Tätigkeit zum Bilanzstichtag noch nicht aktiv aufgenommen.

Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2010
TEUR
30.09.2009
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 179 229
Forderungen gegen das Finanzamt aus
Steuerüberzahlungen und Körperschaftsteuerguthaben
371 189
Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter 20 55
Mietkautionen 43 43
Übrige 16 14
629 530

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Trade Haven GmbH, Düsseldorf. Gemäß der gegenüber der Trade Haven GmbH ausgesprochenen Rangrücktrittserklärung ist die sino AG mit der Darlehensforderung in Höhe von 179 TEUR einschließlich aller daraus resultierender Zinsansprüche in der Weise hinter die Forderungen aller Gläubiger der Trade Haven GmbH zurückgetreten, dass ihre Forderungen nur aus Liquidationsüberschüssen oder aus weiteren die sonstigen Schulden der Gesellschaft übersteigenden Aktivvermögen zu begleichen sind. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 162 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2010
TEUR
30.09.2009
TEUR
Verbindlichkeiten aus Einzahlungsverpflichtungen 0 730
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122 169
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie
aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen
61 65
Aufsichtsratsvergütungen 47 47
Übrige 542 5
772 1.016

Die im Vorjahr aus der Neugründung der sino institutional GmbH und der hieraus entstandenen Kapitaleinzahlungsverpflichtung resultierende Verbindlichkeit von insgesamt 730 TEUR wurde im abgelaufenen Wirtschaftjahr, wie im Vorjahr bereits angekündigt, beglichen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, (81 TEUR) sowie Trade Haven GmbH, Düsseldorf, (1 TEUR) enthalten.

In den übrigen Verbindlichkeiten ist ausschließlich die Verbindlichkeit aus einem von der EDW erhobenen Sonderbeitrag in Höhe von 542 TEUR enthalten. Gegen die Beitragserhebung wurde seitens der Gesellschaft Klage erhoben.

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb von drei Monaten fällig.

sino ag | geschäftsbericht 2009/2010 Anhang der sino AG

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Lebensarbeitzeitkonten (601 TEUR), Settlementrisiken (214 TEUR) und Beitragsverpflichtungen an die EDW (123 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub, Jahresabschluss- und Beratungskosten und für ausstehende Rechnungen gebildet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:

(in TEUR) Grund
kapital
Kapital
rücklage
gesetzliche
Rücklage
andere
Gewinn
rücklagen
Bilanz
gewinn
Eigen
kapital
Stand 01.10.2010 2.337 34 199 3 3.150 5.723
Ausschüttung 0 0 0 0 -1.870 -1.870
Jahresüberschuss 2009/2010 0 0 0 0 556 556
Stand 30.09.2010 2.337 34 199 3 1.836 4.409

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 EUR auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 3.149.324,85 EUR wurden im Geschäftsjahr 1.870.000,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.279.324,85 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erhöhung der Zinsaufwendungen ist darauf zurückzuführen, dass ab dem abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen und Erträge aus Kursdifferenzen im Zusammenhang mit dem bestehenden USD-Konto saldiert unter dieser Position ausgewiesen werden. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis getrennt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. anderen Verwaltungsaufwendungen.

Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2008/2009 der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.

Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (9.740 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (1.499 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus nachträglich abziehbaren Vorsteuerbeträgen (32 TEUR ), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (44 TEUR), Erträge aus Anlageverkäufen sowie Erlöse aus Sachbezügen und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte sowie um Beiträge, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 251 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Mehraufwendungen für Beiträge an die EDW (113 TEUR ), Nachberechnungen für Ticket fees der tick-TS AG (37 TEUR), sowie Mehraufwendungen für Prüfungstätigkeiten (39 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Buchverluste), Aufwendungen aus der Leistungsweiterverrechnung mit verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 41 TEUR sowie sonstige Kostenerstattungen in Höhe von 76 TEUR.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 83 TEUR, in den anderen Verwaltungsaufwendungen 855 TEUR und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 33 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft tick Trading Software AG, Düsseldorf, zurückzuführen sind.

Aus Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft Trade Haven GmbH, Düsseldorf, sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 4 TEUR, in den anderen Verwaltungsaufwendungen 919 TEUR und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 8 TEUR enthalten. Aus der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Darlehensforderung an die Trade Haven GmbH sind Zinserträge in Höhe von 10 TEUR entstanden.

Ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind 1 TEUR aus Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft sino institutional GmbH. Aus der unter anderen Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesenen Darlehensforderung an die sino institutional GmbH sind 1 TEUR an Zinserträgen entstanden.

Eventualverbindlichkeiten

Gegenüber der Trade Haven GmbH besteht weiterhin eine Liquiditätszusage in Höhe von 75 TEUR (harte Patronatserklärung) mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2011.

Im Zusammenhang mit den von Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften wurde ein Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet. Die Verpfändung dient bis zu einer Höhe von maximal 175 TEUR der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30.09.2010 mit 169 TEUR; davon kann die sino AG mit maximal 70 % in Anspruch genommen werden (zum 30.09.2010 118 TEUR). Ein weiterer Anspruch auf Verpfändung besteht seitens HSBC noch in Höhe von 250 TEUR, das Festgeld ist noch nicht hinterlegt, dient aber ebenfalls der Absicherung von an Kunden durch HSBC ausgelegte Kontokorrentkredite.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB betreffen im Wesentlichen den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze für die restliche Mietlaufzeit der ersten Mietperiode, die zum 31.05.2011 endet. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsowie einem PKW-Leasingvertrag.

Aus Sonderbeitragsverpflichtungen gegenüber der EDW können voraussichtlich in den nächsten weiteren vier Wirtschaftsjahren Belastungen von insgesamt ca. 2.200 TEUR (550 TEUR pro Jahr) resultieren. Des Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen zum EDW im Lagebericht.

Insgesamt ergeben sich hiernach zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
TEUR
Verpflichtungen mit einer 795
Laufzeit bis zu einem Jahr
Verpflichtungen mit einer Laufzeit von
einem Jahr bis zu fünf Jahren
1.814
Verpflichtungen mit einer Laufzeit von
über fünf Jahren
0
2.609

Aus unbefristeten Verträgen mit dem verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, bestehen Verpflichtungen in Höhe von 157 TEUR (p. a.).

Genehmigtes Kapital

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 09.03.2010 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 08.03.2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Zusatzangaben

Organe:

Der Vorstand besteht aus zwei Personen.

Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: u. a. Finanzen und Handel)

Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: u. a. Technik und Marketing)

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen.

Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei McDermott Will & Emery, Düsseldorf

Hans Hugo Hocke (stellvertretender Vorsitzender), Kaufmann, Mönchengladbach

Gerd Goetz, Bankangestellter bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Hans Hugo Hocke sowie Herr Gerd Goetz sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf 485 TEUR (Ingo Hillen 239 TEUR/ Matthias Hocke 246 TEUR). Es handelt sich hierbei um laufende Bezüge.

Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands jeweils in gleicher Höhe aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Die Wertpapiere

sind mit 553 TEUR ausgewiesen, die entsprechenden Rückstellungen valutierten zum 30.09.2010 mit 601 TEUR.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Vorschüsse in Höhe von insgesamt 21 TEUR (Ingo Hillen: 12 TEUR, Matthias Hocke: 9 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 0 TEUR offen.

Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags ist die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen hatten die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von 15,00 EUR je Aktie zu erwerben. Die Option ist wertlos verfallen.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 47 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 20 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 15 TEUR auf Herrn Hans Hugo Hocke und 12 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

Honorar des Abschlussprüfers:

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die entsprechende Angabe im Konzernabschluss der sino AG diese mit einschließt.

Arbeitnehmer:

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 21 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2010 beschäftigten 23 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

Bereich Mitarbeiter
Handel 8
Technik 4
Backoffice 4
Controlling 2
Buchhaltung 2
Rechtsabteilung 1
Sonstige 2
23

Mitteilung bestehender Beteiligungen:

Der Gesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Holding plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) »Deutsche Aktien Total Return«, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 6,36 %.

Der Gesellschaft wurden von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 5,96 %.

Erklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben die jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Homepage der sino Aktiengesellschaft (www.sino.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

EUR
Jahresüberschuss 541.220,51
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.279.324,85
Bilanzgewinn 1.820.545,36

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn zum 30.09.2010 in Höhe von 1.820.545,36 EUR werden 233.750,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Daraus ergibt sich eine Dividende von 0,10 EUR pro Aktie. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.586.795,36 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Düsseldorf, den 30.12.2010

Ingo Hillen Matthias Hocke

Entwicklung des Anlagevermögens Geschäftsjahr 2009/2010

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand
01.10.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand
30.09.2010
EUR
1. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
598.398,00 0,00 0,00 0,00 598.398,00
2. Anteile an verbundenen
Unternehmen
1.283.082,57 0,00 27.500,00 0,00 1.255.582,57
3. Immaterielle Anlagewerte
– Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
1.741.820,17 53.503,92 0,00 0,00 1.795.324,09
4. Sachanlagen
– Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
1.423.418,57 234.562,30 315.426,01 20.000,00 1.362.554,86
Geleistete Anzahlungen 20.000,00 496,60 -20.000,00 496,60
5.066.719,31 288.562,82 342.926,01 0,00 5.012.356,12
Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.10.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Zuschrei
bungen
EUR
Stand
30.09.2010
EUR
Stand
30.09.2010
EUR
Stand
30.09.2009
EUR
16.970,55 28.022,44 0,00 0,00 0,00 44.992,99 553.405,01 581.427,45
27.499,00 0,00 27.499,00 0,00 0,00 0,00 1.255.582,57 1.255.583,57
1.596.003,67 82.773,42 0,00 0,00 0,00 1.678.777,09 116.547,00 145.816,50
826.627,56 186.419,80 162.771,51 0,00 0,00 850.275,85 512.279,01 596.791,01
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 496,60 20.000,00
2.467.100,78 297.215,66 190.270,51 0,00 0,00 2.574.045,93 2.438.310,19 2.599.618,53

80 sino ag | geschäftsbericht 2009/2010 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.09.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gummersbach, den 10.01.2011

NEXIA – DHPG GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

A. Stamm A. Giorgini Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben werden.

Düsseldorf, den 30.12.2010

Ingo Hillen Matthias Hocke

George Soros

»Es ist sicherer, etwas zu riskieren, als passiv zu sein.«

George Soros (* 12. August 1930)

Die Basis seines Reichtums legte der vor dem kommunistischen Regime geflohene Ungar 1968 im Steuerparadies Curacao: mit den Quantum Funds. Geschick und Glück führten zu extremen Wertsteigerungen. Zum Mythos wurde sein Name am »Schwarzen Mittwoch« 1998. Soros wettete gegen das britische Pfund, das er für überbewertet hielt. Er brachte eine internationale Spekulationswelle ins Rollen und zwang die Bank von England zur Abwertung. Vorher hatte er sich Pfund geliehen und damit Dollar und D-Mark gekauft. Das brachte ihm Milliarden ein, die er zum Teil wieder verlor, als er 1999 gegen den Euro spekulierte. Neben seiner Fund Management LLC gründete er den Open Society Fund mit Büros in mehr als 60 Ländern, über den er seine weltweite private »Entwicklungshilfe« betreibt.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009/2010

A. Konjunkturelle Entwicklung

I. Gesamtwirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, geht in seiner Pressemeldung vom 28.09.2010 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Kalenderjahr 2010 voraussichtlich um etwa 3,4 % gegenüber dem Vorjahr wächst. Bis Mitte des Jahres rechnete das DIW noch mit einem geringeren Wachstum von 1,9 %, nachdem für das Jahr 2009 ein Rückgang von 4,9 % zu verzeichnen war. Nach der schweren Rezession scheint sich damit eine kräftige konjunkturelle Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 abzuzeichnen. Auch wenn das DIW in seinem Gutachten im September davon ausgeht, dass sich die kräftige Aufwärtsbewegung der ersten Jahreshälfte 2010 abschwächen wird, wird dennoch auch für das Jahr 2011 ein Wachstum von 2,0 % prognostiziert. Insbesondere die Konsumausgaben, aber auch Investitionen und steigende Exporte trugen zum starken Wachstum in der ersten Jahreshälfte bei. Doch außerhalb des Euroraums hat sich das Wirtschaftswachstum bereits im zweiten Quartal des Jahres 2010 stark abgeschwächt, so dass das DIW auch für Deutschland in der zweiten Jahreshälfte von deutlich geringeren Wachstumsraten ausgeht.

Laut WTO hat China im Jahr 2009 Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Doch auch die deutsche Exportwirtschaft scheint die Krise überstanden zu haben. Im Jahr 2009 musste die deutsche Industrie laut BDI noch einen Einbruch von knapp 18 % hinnehmen, doch im zweiten Quartal 2010 wurden bereits wieder deutlich positive Wachstumsraten von 8 % verzeichnet. Das DIW rechnet bereits im vierten Quartal wieder mit dem Erreichen des Vorkrisenniveaus und für das Kalenderjahr 2010 mit einem Wachstum von knapp 15 %.

II. Wertpapiermärkte

Obwohl der DAX bereits seit März 2009 um rund 50 % zugelegt hatte, stieg er auch zu Beginn des Geschäftsjahres weiter, ebenso wie die anderen europäischen und amerikanischen Indizes. Die Nervosität des Marktes zeigte sich aber bereits Ende November 2009, als Kreditprobleme in Dubai für Verunsicherung und eine Talfahrt an den europäischen Märkten sorgten. Doch schon im Dezember schien sich die Stimmung zu drehen. Zwar verunsicherten zunehmend die Kreditprobleme Griechenlands und auch Spaniens die Anleger, doch diese konnten die Jahresendrallye des DAX nur kurzfristig stoppen. Am 28.12.2009 übersprang der DAX sogar die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres sorgten schlechte Nachrichten von JPMorgan Chase und der Bank of America sowie die PIIGS-Krise für weitere Verunsicherung an den Märkten. Dennoch endete das Quartal über der 6.000 Punkte-Marke, nachdem am 25.03.2010 das 18-Monats-Hoch, dank guter US-Daten und der Bestätigung des Rankings für Griechenland durch Standard & Poor's erreicht wurde.

Doch bereits im dritten Quartal musste Griechenland die EU offiziell um Finanzhilfen bitten, um eine Staatspleite abzuwenden. Am 07.05.2010 musste der Dow Jones dann den verlustreichsten Tag in seiner Geschichte verzeichnen – zeitweise verlor der Index über 1.000 Punkte. In den darauffolgenden Monaten führten Meldungen über die Finanzkrise in Südeuropa, das Verbot der Bundesregierung von Leerverkäufen, positive als auch negative Konjunkturzahlen und das Euro-Rettungspaket zu abwechselnd steigenden und wieder fallenden Kursen.

Unter dem Strich schaffte der DAX vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010 ein Plus von knapp 12 % und schloss Ende September bei 6.229 Punkten. Insgesamt war das Geschäftsjahr jedoch von sehr niedrigen Börsenumsätzen geprägt.

B. Entwicklung des Konzerns

Die Darstellung der Entwicklung des Konzerns erfolgt differenziert nach Segmenten, soweit dies sinnvoll erschien. Die Segmentberichterstattung soll dazu dienen, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Weiterhin sollen Einblicke in die Risikostruktur gewährt werden. Die Segmentierung der Unternehmensbereiche folgt der Unterteilung in »Finanzdienstleistungen« (sino AG), »Software« (tick Trading Software AG (tick-TS AG)) sowie »Sonstige/Übrige« (Trade Haven GmbH und sino institutional GmbH).

I. Geschäftsverlauf

1. Finanzdienstleistungen

Die sino AG ist der einzige deutsche Online Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dies umfasst leistungsfähige und stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (kurz: HSBC).

Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) im Geschäftsjahr zurückgegeben.

Das Ergebnis enthält die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW). Waren im Vorjahr noch Sonderbeiträge zur EDW erstattet und Rückstellungen

aufgelöst worden (Ergebnisbeitrag im Vorjahr +557 TEUR), ergibt sich für 2009/2010 ein erheblicher Aufwand einschließlich der Bildung einer Rückstellung.

Weiterhin konnte der Konzern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Status der sino AG als börsennotiertem Online Broker profitieren und erneut ein weitreichendes und regelmäßig positives Medienecho erfahren. Beachtung findet auch die monatliche Veröffentlichung der Tradezahlen der sino AG, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank AG, Quickborn, über ihre abgewickelten Orders stattfindet.

In der Presse wurde außerdem die hervorragende Produkt- und Servicequalität der sino AG gewürdigt; so belegte die Gesellschaft Mitte August im Test der Zeitschrift Euro am Sonntag erneut den 1. Platz in der Kategorie »Online-Broker für Heavy Trader«. Auch beim Wettbewerb »Online-Broker des Jahres« der Zeitschrift Börse-Online erzielte die sino AG zum dritten Mal in Folge Bestwerte und wurde im Ergebnis erneut besser bewertet als der offizielle »Broker des Jahres«.

»The GRID«, das Handelstool für Futures und andere hochliquide Instrumente im sino MX-PRO, wurde im Verlauf des gesamten Geschäftsjahres noch stärker von sino Kunden genutzt. Seit Januar 2010 weisen wir daher, entsprechend unserem Bekenntnis zu transparenter Kommunikationspolitik, in unseren Pressemitteilungen neben den gesamten Tradezahlen auch die Zahl der Futures-Geschäfte aus. Zwar bringen die Futures-Geschäfte eine deutlich geringere Marge als andere Geschäftsarten mit sich, dennoch freuen wir uns, mit unserem Futures-Modul »The GRID« im Rahmen unserer Handelsplattform sino MX-PRO die gestiegene Nachfrage in diesem Bereich kompetent bedienen zu können.

2. Software

Die Entwicklung der tick Trading Software AG im Geschäftsjahr war, insbesondere vor dem Hintergrund der nach wie vor zu spürenden Auswirkungen der Finanzkrise und damit einhergehenden Erschütterungen im institutionellen Umfeld und anhaltend niedriger Börsenumsätze, weiterhin sehr erfreulich. Es ist dem Unternehmen gelungen, die Zahl der Kunden und einhergehend Umsatz und Gewinn leicht zu erhöhen.

Außerhalb der Kooperation mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG betreut die tick Trading Software AG weiterhin das Bankhaus MM Warburg & CO KGaA, Hamburg.

Weiterhin bestehen Vertriebskooperationen mit der ABN AMRO Clearing Bank, Amsterdam, und der Unicredit Group. Es laufen außerdem Kooperationsgespräche mit weiteren größeren Banken, auch im europäischen Ausland.

Per 30.09.2010 betreute die tick Trading Software AG rund 84 institutionelle Kunden und erwartet weiter steigende Kundenzahlen auch in den nächsten Jahren.

3. Sonstige/Übrige

Die Trade Haven GmbH, die Mitte 2007 ihre Geschäftstätigkeit erfolgreich aufgenommen hat, entwickelt sich weiter erfreulich. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Neben der sino AG und der tick Trading Software AG hat auch sie kontinuierlich weitere Kunden gewonnen.

Die sino institutional GmbH wurde im Juni 2009 mit einem Stammkapital von 25 TEUR gegründet. Die Geschäftsführung setzt sich aus Herrn Matthias Hocke, Herrn Ingo Hillen und Herrn Dr. Joachim Schneider zusammen. Sämtliche Geschäftsanteile stehen im Eigentum der sino AG, Düsseldorf. Das

Stammkapital der Gesellschaft wurde im September 2009 auf 730 TEUR erhöht und das satzungsmäßige Geschäftsjahr im Februar 2010 entsprechend der Gegebenheiten in sino-Konzern auf den 30.09.2010 festgelegt.

Die Absicht der Gesellschaft war es, nach Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Geschäftsbetriebsaufnahme für institutionelle Marktteilnehmer die Orderausführung zu betreiben. Dies als Zwischenkommissionärin und über eine unmittelbare Orderausführung an den deutschen Börsen.

Auf den am 19.06.2009 gestellten Zulassungsantrag bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde am 25.02.2010 die Erlaubnis zum Betreiben des Finanzkommissionsgeschäftes, der Anlagevermittlung, der Abschlussvermittlung, der Anlageberatung und des Platzierungsgeschäftes erteilt. Der satzungsmäßige Geschäftszweck wurde entsprechend angepasst.

Ab Zugang des Zulassungsbescheides der BaFin wurde die Geschäftsbetriebsaufnahme vorbereitet. Hierzu waren umfangreiche Vorarbeiten insbesondere im Bereich des bankaufsichtsrechtlichen Meldewesens notwendig. So musste neben den Meldungen nach Solvabilitätsverordnung, Großund Millionenkreditverordnung und Liquiditätsverordnung der sino institutional GmbH für entsprechende Meldungen des sino-Konzerns gesorgt werden. Dies und andere Vorbereitungsmaßnahmen nahmen den Zeitraum bis zum Schluss des Geschäftsjahres 2009/2010 ein.

Am 04.10.2010 nahm die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb auf und erstattete entsprechende Anzeige bei der BaFin.

4. Konzern

Der Konzern schreibt auch mit diesem Ergebnis seit Bestehen kontinuierlich schwarze Zahlen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:

Geschäftsjahr 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 2009/2010
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
4,7 Mio. EUR 5,4 Mio. EUR 4,7 Mio. EUR 4,0 Mio. EUR 1,7 Mio. EUR

Wie in den vergangenen Jahren hatten auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller Konzernmitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit der sino AG, der tick Trading Software AG und der Trade Haven GmbH untereinander wesentlichen Anteil daran.

II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht

Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und der Auszubildenden 42 Angestellte im Konzern beschäftigt. Neueinstellungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen u. a. die Technik und das Marketing.

1. Finanzdienstleistungen

Vor dem Hintergrund des stetig erweiterten Produktangebotes (z. B. Anbindung neuer Börsenplätze und neue Releases der Handelsplattform sino MX-PRO) bewegen sich die Anforderungen an die Mitarbeiter kontinuierlich auf hohem Niveau und haben auch in diesem Jahr teilweise zugenommen. Das Unternehmen trägt diesen gehobenen Anforderungen weiterhin durch stetige Mitarbeiterschulungen sowohl intern als auch extern Rechnung, die von den Mitarbeitern gerne angenommen werden. Regelmäßig durchgeführte Leistungskontrollen bestätigen dies. Zudem nahmen Mitarbeiter an Seminaren zur Internen Revision, zum Steuerrecht, zur Compliance- und Geldwäscheprävention sowie anderen rechtlichen Neuerungen teil.

Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.

Die Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte.

Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt.

Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf 485 TEUR (Ingo Hillen 239 TEUR/ Matthias Hocke 246 TEUR). Es handelt sich hierbei lediglich um laufende Bezüge, eine ergebnisabhängige Tantiemezahlung hat sich in diesem Jahr nicht ergeben. Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Die Wertpapiere sowie die in entsprechender Höhe gebildeten Rückstellungen valutierten zum 30.09.2010 in Höhe von 601 TEUR.

Im Rahmen eines bestehenden Optionsvertrags aus dem Jahre 2007 war die sino AG Stillhalter in Aktien der tick Trading Software AG. Gemäß den Vertragsbedingungen hatten die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von 15,00 EUR je Aktie zu erwerben. Dieser Preis je Aktie entsprach dem von einem unabhängigen Gutachter im Geschäftsjahr ermittelten Marktwert der tick Trading Software AG. Die Optionen wurden innerhalb der Sperrfrist nicht wahrgenommen und sind entsprechend wertlos verfallen.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 47 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 20 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 15 TEUR auf Herrn Hans-Hugo Hocke sowie 12 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände Vorschüsse in Höhe von insgesamt 21 TEUR (Ingo Hillen: 12 TEUR, Matthias Hocke: 9 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 0 TEUR offen.

Der Vorstand der sino AG ist gleichzeitig Vorstand der tick Trading Software AG. Die Bezüge des Vorstands in der sino AG werden auf die Bezüge in der tick Trading Software AG angerechnet. Der Vorstand der sino AG erhält aus diesem Grund in der tick Trading Software AG derzeit keine Bezüge.

2. Software

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der tick Trading Software AG besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen bestimmter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert. Die Vergütung von Ingo Hillen und Matthias Hocke als Vorstandsmitglieder der sino AG wird auf die Vergütung der beiden als Vorstandsmitglieder der tick Trading Software AG angerechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entstanden für die tick Trading Software AG damit für diese beiden Personen keine Gehaltsaufwendungen.

Mitarbeiter der tick Trading Software AG erhalten neben einem Fixgehalt auch einen leistungsbezogenen Bonus.

3. Sonstige/Übrige

Die Vergütung der Geschäftsführer der Trade Haven GmbH besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen bestimmter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert. Für Oliver Wagner entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr für die Trade Haven GmbH keine Gehaltsaufwendungen.

Mitarbeiter der Trade Haven GmbH erhalten neben einem Fixgehalt auch einen leistungsbezogenen Bonus.

III.Kundenzahl und Ordervolumen

1. Finanzdienstleistungen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2010 blieb mit 613 gegenüber dem Vorjahr (614 Depots) nahezu unverändert – dabei wurden insgesamt 101 neue Depots eröffnet und rund 102 inaktive Depots geschlossen. Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr von 1,28 Mio. auf 1,40 Mio. angestiegen.

2. Software

Die tick-TS AG betreute per 30.09.20010 mehr als 84 institutionelle Kunden und erwartet auch steigende Kundenzahlen in den nächsten Jahren.

3. Sonstige/Übrige

Die Trade Haven GmbH betreute per 30.09.2010 8 Kunden im Vergleich zu 5 Kunden im Vorjahr und erwartet auch weiterhin steigende Kundenzahlen in den nächsten Jahren.

Zum Bilanzstichtag hatte die sino institutional GmbH ihren Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen.

IV. Investitionen und Produktinnovationen

1. Finanzdienstleistungen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert. Der sino MX-PRO wurde laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates werden den sino Kunden zur Verfügung gestellt.

Die Futures-Handelsoberfläche »The Grid« des sino MX-PRO wird weiterhin stark beworben und erfreut sich bei Kunden und Interessenten großer Beliebtheit.

Unsere Seminarreihe 'sino Akademie', mit der wir gezielt bestehende Kunden und Interessenten ansprechen, wurde erfolgreich fortgesetzt. Ergänzt wird diese Veranstaltung nunmehr mit an die Akademien anschließenden Stammtischen, zu denen Kunden und Interessenten zum Erfahrungsaustausch mit Kundenbetreuern der sino AG eingeladen sind. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MX-PRO vorgestellt und rechtliche Aspekte des Wertpapierhandels von einem Rechtsanwalt erläutert. Wir haben mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen Städten in ganz Deutschland stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können. Neu eingeführt wurde zudem ein sogenannter Newsletter, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf rechtliche Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.

2. Software

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert. Die Handelsplattform TradeBase MX wurde laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates werden den Kunden zur Verfügung gestellt.

3. Sonstige/Übrige

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert, um erhöhte Bandbreiten entsprechend der Kundenwünsche zur Verfügung stellen zu können.

Die sino institutional hat am 21.07.2010 und 11.08.2010 insgesamt 551.250,00 Euro (44,10 Euro für 12.500 Fondsanteilsscheine) ihrer liquiden Mittel in Anteilsscheine eines Immobilienfonds angelegt. Die Kapitalanlagegesellschaft hatte die Rücknahme der Anteilsscheine bis längstens

30.10.2010 ausgesetzt. Der Anlageentscheidung lag der wirtschaftsprüfertestierte Nettoinventarwert je Anteilsschein zwischen 56,52 Euro und 61,23 Euro und eine Börsennotierung zwischen 43,12 Euro und 47,50 Euro sowie grundsätzlich die Langfristigkeit der Anlage, die Börsennotierung der Anteilsscheine, eigene umfangreiche Analysen und die von der KAG verlautbarten und gesetzlich vorgesehenen Wiederaufnahme der Rücknahme zum 30.10.2010 zum Nettoinventarwert zugrunde.

V. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das gesamte gezeichnete Kapital der sino AG besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft.

Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.

Zum Ende des Geschäftsjahres am 30.09.2010 bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13 % der Stimmrechte (laut Mitteilung vom 03.04.2007); diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung fort.

Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es bestehen keine besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die sino AG hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt.

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Dem entsprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft.

Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 08.03.2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen.

Wesentliche Vereinbarungen der sino AG, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Ebenso wurden keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

C. Lage des Konzerns

I. Ertragslage

1. Finanzdienstleistungen

Die Provisionserlöse des Segments Finanzdienstleistungen gingen bedingt durch die anhaltend schwachen Börsenumsätze im Geschäftsjahr um 17,9% auf 8.242 TEUR (Vorjahr 10.033 TEUR) zurück. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 9.740 TEUR (Vorjahr 11.771 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen von 1.499 TEUR (Vorjahr 1.739 TEUR) zusammen. Daneben werden sonstige betriebliche Erträge von 430 TEUR (Vorjahr 1.171 TEUR) erzielt, von denen 87 TEUR (Vorjahr 66 TEUR) konzerninterne Leistungen betreffen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf Sondereffekte des Vorjahres (Auflösung Rückstellung/ Erstattung von Beiträgen EDW) zurückzuführen. Die Summe der Segmenterlöse fiel von 11.204 TEUR um 2.532 TEUR (22,6 %) auf 8.672 TEUR.

Trotz der gesunkenen Provisionserträge sind die umsatz- und leistungsabhängigen Aufwendungen nicht im gleichen Umfang gesunken. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gingen um 4,5 % von 8.192 TEUR auf 7.825 TEUR zurück.

Nach Abzug der Kosten weist das Segment für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 507 TEUR (Vorjahr

2.873 TEUR) aus. Das Ergebnis enthält die Sonderbeiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) in Höhe von 542 TEUR.

Die Cost-Income-Ratio, definiert als »Allgemeine Verwaltungsaufwendungen« durch »Netto-Provisionserlöse«, beläuft sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 0,95 (Vorjahr 0,82).

2. Software

Die Erlöse des Segments Software sind um 19,2 % auf 2.675 TEUR (Vorjahr 2.245 TEUR) gestiegen. Davon entfallen 786 TEUR (Vorjahr 890 TEUR) auf konzerninterne Leistungen. Die externen Erlöse sind dabei um 39,4 % auf 1.889 TEUR (Vorjahr 1.355 TEUR) gestiegen.

Die umsatz- und leistungsabhängigen Aufwendungen des Segments sind ebenfalls gestiegen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 21,9% auf 1.449 TEUR (Vorjahr 1.189 TEUR) und damit noch etwas stärker als die Erlöse. Das Verhältnis der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen zu den Segmenterlösen hat sich mit 0,54 (Vorjahr 0,53) nur leicht verschlechtert. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist um 14,7 % auf 1.166 TEUR (Vorjahr 1.017 TEUR) gestiegen. Hiervon entfallen allerdings 56,8 % auf die Minderheitsgesellschafter des Konzerns.

3. Sonstige/Übrige

In diesen Bereich fallen überwiegend das Housing und Hosting von Softwareanwendungen und Daten sowie die Vorbereitungshandlungen der sino institutional GmbH. Die Segmenterlöse sind um 11,6 % auf 1.399 TEUR (Vorjahr 1.254 TEUR) gestiegen.

Damit einher ging ein Anstieg der umsatz- und leistungsbezogenen Aufwendungen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 16,4 % auf 1.206 TEUR (Vorjahr 1.036 TEUR).

Als Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbleiben 78 TEUR (Vorjahr 107 TEUR).

4. Gesamtkonzern

In ihrer konsolidierten Summe sind die Erlöse um 15,0 % auf 10.758 TEUR (Vorjahr 12.656 TEUR) gesunken. Die gestiegenen externen Erlöse des Segments Software konnten den Umsatzrückgang des Segments Finanzdienstleistungen nicht kompensieren.

Trotz des Rückgangs der Erlöse sind die Segmentaufwendungen insgesamt leicht um 2,4 % auf 8.985 TEUR (Vorjahr 8.774 TEUR) gestiegen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt 1.750 TEUR (Vorjahr 4.000 TEUR), der Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter 1.095 TEUR (Vorjahr 2.709 TEUR). Als Folge der unterschiedlichen Entwicklung der Segmente (s. o.) ist der Anteil anderer Gesellschafter am Gewinn von 393 TEUR (14,5 %) auf 446 TEUR (40,7 %) gestiegen.

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt 7.772 TEUR (Vorjahr 9.393 TEUR). Das entspricht einem Rückgang von 17,3 % bzw. 1.621 TEUR, der auf der Aktivseite vor allem auf die Forderungen an Kreditinstitute (-1.102 TEUR) entfällt. Dies entspricht, ebenso wie der Rückgang der Forderungen an Kunden (-240 TEUR), den gesunkenen Umsätzen und dem deutlichen Rückgang des Jahresüberschusses.

Wesentliche Posten der Aktivseite sind dennoch liquide oder liquiditätsähnliche Mittel wie Kontoguthaben und Festgelder, die mit 2.594 TEUR (Vorjahr 3.070 TEUR) rund 33,4 % (Vorjahr 32,7 %) aller Aktivposten ausmachen.

Weitere 1.019 TEUR (Vorjahr 1.166 TEUR) entfallen auf Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen. Der Rückgang um 12,6 % ist abschreibungsbedingt. An die Stelle der im Vorjahr ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (sino institutional GmbH, 731 TEUR) sind wegen der Einbeziehung in den Konzernabschluss deren Aktiva (nicht festverzinsliche Wertpapiere, 523 TEUR, Bankguthaben, 183 TEUR) getreten.

Bei den Passiva betrifft der Rückgang der Bilanzsumme zunächst das Eigenkapital, und die sonstigen Passiva (-544 TEUR).

Die im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Einzahlungsverpflichtung für die Gründung der sino institutional GmbH in Höhe von 730 TEUR wurde in voller Höhe beglichen. Der Anstieg der Rückstellungen ist insbesondere auf die Zuführung zur Rückstellung für Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zurückzuführen.

Bei einem um 16,8 % gesunkenen Eigenkapital von 5.761 TEUR (Vorjahr 6.921 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 74,1 % (Vorjahr 73,7 %).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Der Anteil Dritter am Eigenkapital beträgt nunmehr 19,0 % (Vorjahr 14,8 %).

III. Finanzlage

Einen Überblick über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow gibt die nachfolgende Berechnung:

2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.095 2.709
+
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
405 388
+/- Diverse Posten 359 1.380
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.859 4.477
– Cashflow aus der Investitionstätigkeit -803 -550
– Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.262 -2.279
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.206 1.648
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 730 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.070 1.422
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.594 3.070

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit entfällt überwiegend auf Zugänge zu den Sachanlagen und kurzfristige Finanzmittelanlagen, im Vorjahr war außerdem die Leistung der Einlage bei der sino institutional GmbH Teil dieser Position. Die Auszahlung von Dividenden an Aktionäre der sino AG und Minderheitsgesellschafter des Konzerns entspricht dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Wegen weiterer Details wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen.

Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds haben sich um 2.854 TEUR reduziert. Ausschlaggebend dafür war ganz überwiegend der Rückgang des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 2.618 TEUR. Davon wiederum entfielen 1.614 TEUR auf den verringerten Jahresüberschuss. Die verbleibenden 1.004 TEUR verteilen sich auf die Zunahme verschiedener Aktiva und die Abnahme verschiedener Passiva, die im Geschäftsjahr 2009/2010 überwiegend höher ausgefallen sind als im Vorjahr.

Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei der HSBC. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Eigenkapitalquote sowie der positiven Ertrags- und Finanzlage, ist die Lage im Konzern weiterhin als zufriedenstellend zu bewerten.

D. Nachtragsbericht

I. Anlage in Immobilienfonds bei der sino institutional GmbH

Bei den in der Bilanz zum 30.09.2010 ausgewiesenen Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere handelt es sich um Anteile an einem Immobilienfonds.

Diese wurden im laufenden Geschäftsjahr 2010 mit einem Verlust von 145 TEUR veräußert. Eine kurzfristige Veräußerung erfolgte aufgrund einer

Mitteilung vom 22.10.2010 der Kapitalanlagegesellschaft dahingehend, dass sie die Rücknahme der Anteilsscheine des Immobilienfonds nicht wie angekündigt zum 30.10.2010 zum Nettoinventarwert wieder aufnehmen wird, sondern die Immobilien verkaufen wird und den Anteilsscheininhabern sukzessive nach Verkauf der Immobilien den erzielten Verkaufserlös auszahlen wird. Dieser bisher in der Geschichte großer deutscher Immobilienfonds einmalige Vorgang stellte die Gesellschaft vor die Frage, ob sie die Anteilsscheine weiter halten soll und so langfristig sich die Aussicht auf den Erhalt des Nettoinventarwerts sichern soll oder aber die Anteilsscheine an der Börse mit einem Abschlag gegenüber dem Einstandspreis verkaufen soll. Die Gesellschaft hat intensive Recherchen dazu angestellt. Vor dem Hintergrund, dass nicht hinreichend klar ist, über welchen Zeitraum in welchem Umfang die Anteilscheininhaber ausgezahlt werden und dem Risiko des Verfalls des Nettoinventarwertes (Preisverfall aufgrund Verkaufsdruck bei der KAG) hat sich die Gesellschaft am 02.11.2010 entschieden, die Anteilsscheine an der Börse zu verkaufen.

II. Erweiterung der Geschäftsleitung bei der sino AG

Die Geschäftsleitung der sino AG wurde zum 01.11.2010 um Dirk Piethe (47) erweitert. Dirk Piethe verfügt über langjährige Erfahrung im Wertpapierhandel in Deutschland und insbesondere im europäischen Ausland.

Dirk Piethe hat seine exzellente Branchenkenntnis und seine unternehmerischen Qualitäten bereits als Geschäftsleiter bei E*Trade Deutschland unter Beweis gestellt, wo er seit Gründung 1999 tätig war. Den Markteintritt des Unternehmens in Italien und in den Benelux-Ländern hat er ebenfalls erfolgreich unterstützt. Als Vorstandsvorsitzender des marktführenden Onlinebrokerage-Portals brokerjet in Österreich, das zu 100 % im Besitz

der ERSTE Bank Group ist, hat Dirk Piethe u. a. seit Ende 2007 auch die Expansion in Osteuropa für rund 3 Jahre mitverantwortet. Ab November 2010 verstärkt er die sino Geschäftsleitung mit dem Fokus auf Evaluierung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und möglicher Auslandsaktivitäten.

E. Risikobericht

I. Allgemeines

Die tick-TS AG, die Trade Haven GmbH, die sino institutional GmbH und die sino AG unterliegen in Ihrem Geschäftsbetrieb unterschiedlichen Risiken.

1. sino AG (Segment »Finanzdienstleistungen«) Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.

Zu den Risikomanagement-Systemen der sino AG zählt ein umfangreiches, täglich aktualisiertes Analyseprogramm, das sämtliche Erlöse der Gesellschaft erfasst.

Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Bericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.

Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Marktund Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst darüber hinaus auch die laufende Kontrolle der Tochtergesellschaften tick-TS AG sowie der Trade Haven GmbH.

Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. 1,0 Mio. EUR. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2005/ 2006 gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt 225 TEUR nach Erledigung einer Angelegenheit um TEUR 11 auf nunmehr TEUR 214 reduziert.

2. tick-TS AG (Segment »Software«)

Die Risiken der tick-TS AG lassen sich in zwei Hauptfelder unterteilen. Hierbei sind zunächst die unternehmensbezogenen Risiken zu nennen, die sich aus der geringen Größe der Gesellschaft ergeben können. So ist die Abhängigkeit von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen deutlich größer. Zudem ergibt sich ein Risiko im Hinblick auf den hohen Umsatzanteil eines Produkts, des Trade-Base MX und der Abhängigkeit von wenigen Produkten des Unternehmens insgesamt – dies insbesondere vor dem Hintergrund der begrenzten Schutzfähigkeit geistigen Eigentums der Gesellschaft und der möglichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter. Zudem existieren marktbezogene Risiken im Zusammenhang mit dem schnellen technologischen Wandel in der Softwarebranche, die kleine Gesellschaften naturgemäß vor größere Probleme stellt. Letztlich ist allgemein die Abhängigkeit der Softwarebranche von der allgemeinen Marktentwicklung sowie von der allgemeinen konjunkturellen und wirtschaftlichen Entwicklung zu nennen. Risiken für die prognostizierte Umsatz- und Gewinnentwicklung können sich aus einem verschärften Margendruck im Zusammenhang mit weiteren neuen Anbietern von elektronischen Handelsplattformen ergeben. Außerdem können bestehende Konkurrenten ihre Preise erheblich senken.

3. Trade Haven GmbH und sino institutional GmbH (Segment »Sonstige/ Übrige«)

Die Risiken der Trade Haven GmbH umfassen insbesondere die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Services. Die Kapazitäten von Hardund Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Kunden- und Tradeanzahl, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt.

Die sino institutional hatte zum Bilanzstichtag ihren Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen. Die Gesellschaft hat sich für ihr Geschäftsfeld umfangreiche interne Richtlinien gegeben, die die Bereiche Risiko-Kontrolle und Risiko-Management, die Bereiche Compliance, interne Revision und Geldwäsche betreffen.

Zu den Vorbereitungshandlungen zur Geschäftsbetriebsaufnahme gehörte unter anderem die Einrichtung eines Risiko-Kontroll- und Risiko-Management-Verfahrens. Dies ist derart gestaltet, dass auf Basis der von der Geschäftsleitung vergebenen Limite täglich mehrere Meldungen an die Geschäftsleitung generiert werden, die den Umfang und den Ausführungsstatus von Orders institutioneller Kunden anzeigen.

Aus der geplanten Geschäftstätigkeit wurden folgende maßgebliche Risiken identifiziert und entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen eingerichtet: Bonitätsrisiko der institutionellen Kunden und operationales Risiko.

a) Kontrahentenrisiko betreffend der institutionellen Kunden

Sollte ein institutioneller Kunde seinen Verpflichtungen, die für ihn an der Börse erworbenen Finanzinstrumente zu bezahlen bzw. die für ihn an der Börse veräußerten Finanzinstrumente zu liefern, nicht nachkommen, so entsteht für die Gesellschaft daraus ein Haftungsrisiko.

In aller Regel werden aber die Aufträge der Kunden taggleich mit der Tätigung des Auftragsausführungsgeschäftes an der Börse durch »Zahlung gegen Lieferung« abgerechnet. Insoweit verbleibt lediglich ein Settlementrisiko.

Zur Begrenzung dieses verbleibenden Risikos sind Kundenorderlimite vergeben worden und tägliche Limitauslastungsmeldungen eingerichtet worden. Weiterhin erfolgt vor Geschäftsbeziehungsaufnahme mit dem institutionellen Kunden eine Prüfung des kapitalmarktaufsichtsrechtlichen Status des Kunden.

b) Operationales Risiko

Aufgrund der Tätigkeit als Wertpapierhandelsbank unterliegt die Gesellschaft umfangreichen Regelungen und der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Für die künftige Entwicklung der Gesellschaft sind gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen besonders relevant. Die Überwachung dieser Risiken erfolgt durch die Geschäftsleitung und entsprechend beauftragte Berater.

In diesem Zusammenhang zu nennen ist der Entschädigungsfall Phönix, zu dessen Finanzierung die EDW Sonderbeiträge erheben wird. Da die Sonderbeiträge sich an dem Verhältnis des EDW-Jahresbeitrages der sino institutional GmbH zum Gesamtjahresbeitragsaufkommen der EDW ausrichtet, der Jahresbeitrag der Gesellschaft wiederum auf 10 % des Jahresgewinnes beschränkt ist und aufgrund des Umstandes, dass sich die Gesellschaft weiter in der Aufbauphase mit entsprechend geringen Gewinnen befindet, dürfte die Belastung branchenvergleichsweise gering ausfallen. Weiterhin fällt unter das operationale Risiko das Risiko, dass Orders unzutreffend ausgeführt werden. Dieses Risiko wird durch Anstellung erfahrenen Personals, durch umfangreiche Orderdokumentationspflichten und -kontrollen sowie Bandmitschnitten angegangen.

Das operationale Risiko wird für die Risikotragfähigkeit in Anwendung des Basisindikatoransatzes (§§ 269 ff. SolvV) auf Basis der bei der BaFin eingereichten Planzahlen mit 40.000,00 Euro angesetzt.

4. Konzern

Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der Gesellschaften des Konzerns gefährden könnten.

II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Die Branche, in der der Konzern tätig ist, ist nach wie vor äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend könnte sich in Zukunft noch verstärken.

1. Finanzdienstleistungen

Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen führen. Einige der Wettbewerber verfügen über längere Geschäftserfahrung und bedeutend umfangreichere finanzielle Ressourcen als der Konzern. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, umfassendere und kostenintensivere Vermarktungsaktivitäten und eine aggressivere Preispolitik zu betreiben sowie den Kunden attraktivere Bedingungen zu bieten als die Gesellschaft.

Darüber hinaus können nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Börsenumsatzsteuer o.ä.) hervorgerufen werden und damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.

2. Software

Für die tick-TS AG ergibt sich ein Risiko im Hinblick auf den hohen Umsatzanteil eines Produkts, des Trade Base MX, und der Abhängigkeit von wenigen

Produkten des Unternehmens insgesamt – dies insbesondere vor dem Hintergrund der begrenzten Schutzfähigkeit geistigen Eigentums der Gesellschaft und der möglichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter. Zudem existieren marktbezogene Risiken im Zusammenhang mit dem schnellen technologischen Wandel in der Softwarebranche, die kleine Gesellschaften naturgemäß vor größere Probleme stellt.

3. Sonstige/Übrige

Bei der Trade Haven GmbH kommt zu den Risiken im Hinblick auf die geringe Größe der Gesellschaft noch hinzu, dass die Gesellschaft aufgrund der Kürze ihres Bestehens noch weithin unbekannt ist. Bei der sino institutional GmbH können wie bei der sino AG nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse an den Dienstleistungen der sino institutional GmbH führen. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Börsenumsatzsteuer) hervorgerufen werden und damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino institutional GmbH führen.

III.Unternehmensbezogene Risiken

1. Finanzdienstleistungen

a) Risiken der System- und Softwaresicherheit

Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel.

Die bei der Trade Haven GmbH unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Kundenund Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter und sonstige Störungen, etwa durch Computerviren oder durch Ausfälle von Servern, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die Trade Haven GmbH, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindung an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der Trade Haven GmbH redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die Trade Haven GmbH über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

b) Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von der HSBC vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit

der sino AG von der HSBC existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und der HSBC wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über die HSBC ab. HSBC beschränkt sich dabei auf »execution – only«. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an HSBC. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das sog. Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung). Für Day Trading gewährt die HSBC in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit der HSBC im Geschäftsjahr weiter intensiviert und verbessert.

Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG »realtime« die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt die HSBC eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen

des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken gewährleistet ist.

c) EDW

Es können künftig umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zukommen. Die EDW sieht sich verpflichtet, Auszahlungen an die Anleger der Phönix Kapitaldienst GmbH zu leisten. Das Mittelaufkommen durch die Jahresbeiträge der zugeordneten Institute reicht bei weitem nicht aus für die Anlegerentschädigung. Nachdem eine Sonderbeitragserhebung der EDW des Jahres 2007 durch das Verwaltungsgericht Berlin für rechtswidrig erklärt wurde, hat die EDW auskunftsgemäß bei der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2009 einen verzinslichen Kredit in mehreren abrufbaren Tranchen in Höhe von insgesamt 128 Mio. Euro aufgenommen, welcher bei Vollabruf in 5 Jahren zu jährlichen Tranchen von 26,6 Mio. Euro zurückzuzahlen ist. Von diesem Kredit hat die EDW per Stand Juni 2010 73,1 Mio. Euro abgerufen. Zum August 2010 hat die EDW rund 86 Mio. Euro an die Anleger ausgezahlt und rechnet gemäß Stand November 2010 mit dem Abschluss aller Entschädigungsverfahren im Mai 2011 (Verlautbarungen auf der Homepage www.e-d-w.de).

Parallel dazu ist die EDW-Beitragsverordnung geändert worden. Diese Änderung führt grundsätzlich etwa zu einer Verdreieinhalbfachung der bisherigen Jahresbeiträge. Der Jahresbeitrag der sino AG für das Beitragsjahr vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 betrug demgemäß laut Bescheid vom 15.04.2010 148.122,73 Euro. Hiergegen ist Klage erhoben worden.

Weiterhin erging an die sino AG am 30.08.2010 ein Sonderbeitragsbescheid in Höhe von 542 TEUR. Gemäß diesem Bescheid hat die EDW zu diesem

Zeitpunkt einen Finanzbedarf von 27.033.788,41 Euro wegen der Rückzahlungsrate des von der EDW aufgenommenen Kredits: Von diesen 27,03 Millionen Euro hat gemäß der Gewichtung aller Jahresbeitragsbescheide der Institute die sino AG rund 2 % zu leisten. Hiergegen ist fristgerecht Widerspruch eingelegt und Aussetzungsantrag gestellt worden.

Weiterhin hat die EDW am 04.11.2010 den Jahresbeitragsbescheid für das Abrechnungsjahr vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 in Höhe von 123 TEUR erlassen. Hiergegen wurde fristgerecht Widerspruch eingelegt und Aussetzungsantrag erhoben.

Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft bei weiteren Auszahlungen an die Phönix-Anleger und Ausschöpfung aller Kredittranchen durch die EDW im Umfang von 128 Mio. Euro für die nächsten vier Jahre Sonderbeiträge seitens der EDW angefordert werden. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf vier Jahre Belastungen im Umfang von rund 2,2 Mio. Euro zukommen. Die jeweilige Sonderbeitragszahlung zusammen mit dem jeweiligen Jahresbeitrag sind in Summe auf 45 % des letzten ausgewiesenen Jahresgewinnes gekappt. Ein genauer Betrag lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen und letztlich, ob die 128 Mio. Euro zur Entschädigung aller Phönixanleger hinreichend ist. Weiterhin hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit Schreiben vom 19.11.2010 für die sino AG überraschenderweise mitgeteilt, dass durch die Führung von Lebensarbeitszeitkonten in Form von vergleichsweise geringfügigen Anlagen in Fondsanteile das Eigengeschäft im Sinne von § 1 Absatz 1a Satz 3 KWG betrieben wurde. Dies kann grundsätzlich Auswirkungen haben auf die Jahresbeitragsbescheide für

die Abrechnungsjahre vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 und 01.10.2009 bis 30.09.2010 sowie für den Sonderbeitragsbescheid haben. Denn die sino AG hatte ihre zwangszugebuchte Erlaubnis zur Tätigung des Eigengeschäftes am 27.03.2009 zurückgegeben. Der Jahresbeitragssatz zur EDW betrug ohne das Eigengeschäft 1,23 % der Bruttoprovisionen, der Beitragssatz mit Eigengeschäft beträgt hingegen 7,7 %, was wiederum Auswirkungen auf die Anteile der Institute am Gesamtjahresbeitrag und mithin auf die Höhe der Sonderbeiträge hat. Allerdings hat die sino AG hinsichtlich des Abrechnungszeitraumes vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 am 11.03.2009 und hinsichtlich des Abrechnungszeitraumes vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 am 23.6.2010 vorsorglich bei der EDW gerade für den Fall eines tatsächlich betriebenen Eigengeschäfts den in der EDW-Beitragsverordnung vorgesehenen Antrag auf Rückgruppierung wegen Geringfügigkeit des beitragssatzerhöhenden Eigengeschäftes (kleiner als 10 % der Gesamterträge) gestellt und eine Wirtschaftsprüferbestätigung diesbezüglich eingereicht. Insofern geht die sino AG davon aus, dass der Bescheid der BaFin vom 19.11.2010 auch und insbesondere aus diesem Grunde keine rückwirkenden beitragssatzerhöhenden Auswirkungen auf die beiden genannten Jahresbeitragsbescheide und den Sonderbeitragsbescheid hat.

Die sino AG bleibt bei Ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EDW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und wird rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, dagegen vorzugehen.

d) Sonstige unternehmensbezogene Risiken

Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2010 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2010 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.

Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind. Auch in der sino institutional werden zukünftig keine Positionen, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind, mehr eingegangen.

Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur / Systemarchitektur / Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertragsund Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.

2. Software

Unternehmensbezogene Risiken ergeben sich zunächst aus der geringen Größe der Gesellschaft. Bei kleineren Unternehmen ist die Abhängigkeit von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen – insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung – deutlich größer. Sollten wichtige Mitarbeiter die tick-TS AG plötzlich verlassen und kein entsprechender Ersatz für sie gefunden werden, können die Geschäfte der Gesellschaft beeinträchtigt werden. Wir schätzen dieses Risiko aufgrund der Vergütungsstruktur und des bestehenden angenehmen Arbeitsklimas derzeit als eher unwahrscheinlich ein, auch wird der Personalbestand im Bereich Entwicklung und Support im kommenden Geschäftsjahr deutlich ausgebaut.

Zudem ergibt sich bei der tick-TS AG ein Risiko im Hinblick auf den hohen Umsatzanteil eines Produkts, des TradeBase MX und der Abhängigkeit

von wenigen Produkten des Unternehmens insgesamt – dies insbesondere vor dem Hintergrund der begrenzten Schutzfähigkeit geistigen Eigentums der Gesellschaft und der möglichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter.

Darüber hinaus besteht nach wie vor eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden (insbesondere von der sino AG), auch wenn die Anzahl weiterer Kunden stetig wächst, die dieses Risiko entsprechend reduzieren. Aus diesem Grunde ist auch die Geschäftsentwicklung dieser Großkunden für die tick-TS AG von Bedeutung, da die Lizenzgebühren überwiegend transaktionsabhängig gezahlt werden. Es konnten jedoch im Geschäftsjahr 2009/2010 neue Vertriebskooperationen abgeschlossen werden.

Zudem existieren marktbezogene Risiken im Zusammenhang mit dem schnellen technologischen Wandel in der Softwarebranche, die kleine Gesellschaften naturgemäß vor größere Probleme stellt. Letztlich ist allgemein die Abhängigkeit der Softwarebranche von der allgemeinen Marktentwicklung sowie von der allgemeinen konjunkturellen und wirtschaftlichen Entwicklung zu nennen.

Risiken für die prognostizierte Umsatz- und Gewinnentwicklung können sich aus einem verschärften Margendruck im Zusammenhang mit weiteren neuen Anbietern von elektronischen Handelsplattformen ergeben. Außerdem könnten bestehende Konkurrenten Ihre Preise erheblich senken. Die Gesellschaft sieht sich allerdings aufgrund des bisherigen Markterfolgs ihrer Software, insbesondere bei den sehr anspruchsvollen Kunden für diese möglichen Szenarien gerüstet. Darüber hinaus soll die laufende Neu- und Weiterentwicklung der angebotenen Software-Produkte sicherstellen, dass die Gesellschaft die dargestellten Risiken auch zukünftig begrenzen kann.

Der Vorstand ist für das interne Kontrollsystem verantwortlich und hat das System darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern, sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten, sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens liefern.

Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der tick-TS AG gefährden könnten.

3. Sonstige/Übrige

Unternehmensbezogene Risiken ergeben sich zunächst aus der geringen Größe der Gesellschaften. Bei kleineren Unternehmen ist die Abhängigkeit von Mitarbeitern deutlich größer. Sollten wichtige Mitarbeiter die Unternehmen plötzlich verlassen und kein entsprechender Ersatz für sie gefunden werden, können die Geschäfte der Gesellschaften beeinträchtigt werden. Wir schätzen dieses Risiko aufgrund der Vergütungsstruktur und des bestehenden angenehmen Arbeitsklimas derzeit als eher unwahrscheinlich ein.

F. Prognosebericht

1. Finanzdienstleistungen

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind jedoch gerade in der aktuellen Marktsituation mit großen Unsicherheiten behaftet. Die tatsächliche Entwicklung des Marktumfelds oder der sino AG kann vor diesem Hintergrund deutlich von den getroffenen Erwartungen abweichen. Die nur schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes

macht insoweit – aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Finanzkrise – eine Ergebnisprognose für dieses Jahr sehr schwierig.

Bereits Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 war eine erste Belebung der Konjunktur erkennbar. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das Kalenderjahr 2010 bereits wieder von einer positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes aus. So rechnet zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Wachstum von 1,3 %.

Die meisten Banken erwarten eine positive Aktienmarktentwicklung in 2011 – dabei werden teilweise neue Höchststände für den Deutschen Aktienindex DAX erwartet und Kursziele bis zu 9.500 Punkten genannt. Demgegenüber bestehen nach wie vor nicht geringe Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Peripherie-Staaten in Europa, die allgemein stark gestiegene Verschuldung der Staaten und die weitere Währungsentwicklung. Diese Informationen lassen keinen klaren Trend für die zukünftige Entwicklung von Kursen und insbesondere Umsätzen an den nationalen und internationalen Börsenplätzen erkennen.

Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Da der Erfolg der sino AG dementsprechend maßgeblich von den Umsätzen an den Börsen abhängt, ist es in der aktuellen Situation ausgesprochen schwierig, eine seriöse Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2010/2011 aufzustellen. Dennoch gehen wir davon aus, dass die Vermögensund Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität darzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten

zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.

Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir auch dieses Jahr zunächst auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose. Wir sind vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2010/2011 und – bei sich weiter positiv entwickelnden Rahmenbedingungen – auch für das Folgejahr, insbesondere durch die Aufnahme von Dirk Piethe, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Brokerjet in Österreich in die Geschäftsleitung, der zukünftig aktiv weitere Geschäftsmodelle sowie Expansionen verfolgen soll. Wir sehen uns daher sehr gut aufgestellt, um auch weiterhin erfolgreich zu bleiben.

2. Software

Die Erfahrungen der tick-TS AG aus den vergangenen Jahren haben deutlich gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der tick-TS AG sind. Da der Erfolg der tick-TS AG dementsprechend maßgeblich von den Umsätzen an den Börsen abhängt, ist es in der aktuellen Situation schwierig, eine aussagekräftige Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2011/2012 und das Folgejahr aufzustellen.

Dennoch gehen wir weiterhin davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität darzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten angelegt werden.

Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir auch dieses Jahr wieder auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose. Die Gesellschaft gewinnt nach wie vor Neukunden, die Abhängigkeit von der sino AG (als größtem Kunden) wird hierdurch (deutlich) geringer. Daher sind wir für das Geschäftsjahr 2010/2011 und – bei unterstellten sich positiv entwickelnden Rahmenbedingungen – auch für das Folgejahr optimistisch gestimmt.

Die tick-TS AG ist im aktuellen Marktumfeld sehr gut aufgestellt, was ihr helfen sollte, auch weiterhin erfolgreich zu bleiben.

3. Sonstige/Übrige

Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir für die sino institutional GmbH dieses Jahr auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose.

Die Geschäftsleitung ist mit der Umsatz- und Ertragsentwicklung nicht zufrieden. Gleichzeitig haben sich die Aussichten für die Zukunft eingetrübt. Wir überprüfen derzeit umfassend, ob die bei der Unternehmensgründung zugrunde gelegten Prämissen weiterhin Gültigkeit besitzen und welche Maßnahmen ggf. zu ergreifen sind.

Auch bei der Trade Haven GmbH rechnen wir mit einem leichten Kundenzuwachs. Daher sind wir für das Geschäftsjahr 2010/2011 und – bei unterstellten sich positiv entwickelnden Rahmenbedingungen – auch für das Folgejahr ebenfalls optimistisch gestimmt.

G. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollund Risikomanagementsystem der sino-Gruppe besteht aus Instrumenten und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Erkennung und Beseitigung von Risiken. Die Umsetzung erfolgt überwiegend durch das zentrale Rechnungswesen der sino AG im Verantwortungsbereich des Vorstandes I. Hillen.

Die Verantwortung für die Aufstellung des Einzelund Konzernabschlusses der sino AG liegt beim Vorstand der sino AG. Anschließend unterliegen Jahres- und Konzernabschluss der gesetzlichen Abschlussprüfung. Nach Erteilung des Bestätigungsvermerks findet die Erörterung und Prüfung durch den Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers statt. Sofern keine Einwendungen zu erheben sind, billigt der Aufsichtsrat die Abschlüsse.

Der Jahresabschluss der sino AG wird nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss der sino AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Die einheitliche Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften ist durch die alleinige Zuständigkeit des zentralen Rechnungswesens der sino AG sichergestellt. Die Aufstellung der Jahresabschlüsse der Unternehmen der Gruppe erfolgt nach dem HGB. Für Zwecke des Konzernabschlusses erfolgt anschließend eine Überleitung der Einzelabschlüsse auf IFRS. Bei der Erstellung der Einzel- und des Konzernabschlusses nimmt die sino AG Unterstützung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anspruch.

Die laufende Verbuchung von Geschäftsvorfällen und die Erstellung der Jahresabschlüsse erfolgt mittels der DATEV-Buchhaltungssoftware durch Mitarbeiter der sino AG nach weitgehend vereinheitlichten Kontenplänen. Ergänzend wird die Anlagenbuchhaltung der DATEV e. G. genutzt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses werden die Einzelabschlussdaten in die Konsolidierungssoftware IDL WinKons übertragen. Dort erfolgt die Überleitung auf IFRS und die notwendigen Konsolidierungsschritte.

Dem Risiko der Verletzung von Bilanzierungsregeln begegnet die sino AG durch den Einsatz qualifizierten Personals einschließlich weiterer Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen, eine angemessene Funktionstrennung und den Einsatz fachkundiger Berater. Verbleibenden Risiken wirkt die Jahresabschlussprüfung entgegen. Zur Vermeidung der Risiken aus der Nichteinhaltung von Fristen und Terminen dient eine Ablauf- und Zeitplanung für die Abschlusserstellung. Während der Erstellung des Jahres- und des Konzernabschlusses erfolgen Soll/Ist- und Zeitvergleiche und Analysen der inhaltlichen Zusammensetzung der Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit erfolgt eine restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen. Unterjährig erfolgt eine prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses.

H. Schlusswort

Neben Kunden, Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daran setzen werden, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch zukünftig und trotz des aktuell schwierigen Marktumfeldes zu einer Erfolgsgeschichte der Aktie zu machen.

Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell sehr anspruchsvollen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns langfristig deutlich besser zu entwickeln als die Wettbewerber.

Düsseldorf, den 30.12.2010

Richard Dennis

»Man kann Trader züchten wie Schildkröten in Singapur.«

Richard Dennis (* 09. Januar 1949)

Investor Richard Dennis, examinierter Philosoph, ging 1983 mit dem Mathematiker William Eckhardt eine Wette ein: Beide waren an der Börse reich geworden und Dennis wollte beweisen, dass man Trader züchten kann wie Schildkröten. Eckhardt hielt dagegen. Per Anzeige suchten sie Interessenten. Trainer der Auserwählten war der »Prince of the Pit« persönlich, wie Dennis genannt wurde, seit er 1972 mit Getreidegeschäften (Great Russian Grain Robbery) ein Vermögen gemacht hatte. Sein Prinzip: Hängt euch stets an die aktuellen Börsentrends, statt Wendepunkte zu suchen! Alle Kandidaten erhielten ein Handelskapital von 100.000 Dollar. Selbst der 19-jährige Curtis Faith hatte nach den ersten Wochen einen Kontostand von 178.000 Dollar. Aber das war in den 1980er Jahren ...

Konzernbilanz zum 30. September 2010

AKTIVA EUR Stand
30.09.2010
EUR
Stand
30.09.2009
EUR
1. Barreserve
Kassenbestand (1) 7.450,88 7.656,39
2. Forderungen an Kreditinstitute (2)
a) täglich fällig 2.586.310,55 3.062.049,59
b) andere Forderungen 2.360.149,95 4.946.460,50 2.986.361,40
3. Forderungen an Kunden (3) 546.181,81 785.503,18
darunter an
Finanzdienstleistungsinstitute:
235.343,00 EUR (i. V. 514.039,28 EUR)
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 522.625,40 0,00
5. Anteile an verbundenen Unternehmen (4) 0,00 730.581,87
6. Darlehensforderungen (5) 23.082,35 45.432,65
7. Immaterielle Anlagewerte (6) 211.721,50 244.168,00
8. Sachanlagen (7) 806.911,11 922.064,51
9. Ertragsteueransprüche aus laufenden Steuern (8) 376.269,18 186.504,06
10. Ertragsteueransprüche aus latenten Steuern (8) 106.000,00 129.406,81
11. Sonstige Aktiva (9) 225.058,36 293.633,01

7.771.761,09 9.393.361,47

PASSIVA EUR Stand
30.09.2010
EUR
Stand
30.09.2009
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig (10) 122.738,42 111.004,80
2. Sonstige Passiva (11) 1.373.058,14 2.025.371,45
3. Ertragsteuerverpflichtungen
aus laufenden Steuern
(12) 105.644,00 33.942,00
4. Ertragsteuerverpflichtungen
aus latenten Steuern
(12) 28.000,00 29.284,52
5. Rückstellungen (13) 381.285,16 273.088,27
6. Eigenkapital (14)
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage -131.357,38 -143.418,38
c) Neubewertungsrücklage -20.112,00 0,00
d) Gewinnrücklagen 2.480.002,40 3.702.020,66
e) Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.095.002,35 1.024.568,15
5.761.035,37 6.920.670,43

7.771.761,09 9.393.361,47

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.2010

EUR 01.10.2009
– 30.09.2010
EUR
01.10.2008
– 30.09.2009
EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften (16) 13.010,67 121.036,97
2. Zinsaufwendungen (16) -27.013,66 -14.002,99 -1.584,03
3. Provisionserträge (17) 8.241.580,65 10.032.922,25
4. Andere aktivierte Eigenleistungen (18) 8.423,00 7.033,00
5. Sonstige betriebliche Erträge (19) 2.508.527,12 2.616.966,07
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (20)
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -2.545.386,44 -2.887.280,60
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
– darunter für Altersversorgung:
-347.268,04 -323.304,83
33.274,92 EUR (i. V. 34.539,53 EUR) -2.892.654,48
b) andere Verwaltungsaufwendungen -5.599.974,39 -5.159.757,47
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
(21) -404.723,55 -388.333,99
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (22) -87.805,01 -16.019,18
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
(23) -11.282,93 -5.126,76
EUR 01.10.2009
– 30.09.2010
EUR
01.10.2008
– 30.09.2009
EUR
10. Erträge aus Zuschreibungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
(24) 1.669,93 443,82
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
(25) 0,00 -27.499,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Werte
0,00 30.323,89
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.749.757,35 3.999.820,14
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (26) -649.695,52 -1.284.110,39
15. Sonstige Steuern (27) -4.658,98 -6.867,65
16. Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.095.402,85 2.708.842,10
17. Veränderung der Neubewertungsrücklage (28) -20.112,00 0,00
18. Gesamtergebnis 1.075.290,85 2.708.842,10
19. Anderen Gesellschaftern
zustehender Anteil am Gewinn
-446.497,20 -393.016,79
20. Den Anteilseignern des Konzerns
zustehendes Ergebnis
628.793,65 2.315.825,31
21. Ergebnis je Aktie (29) 0,27 0,99

Konzernkapitalflussrechnung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.20109

01.10.2009
– 30.09.2010
EUR
01.10.2008
– 30.09.2009
EUR
Periodenergebnis nach Steuern
(einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)
1.095.402,85 2.708.842,10
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 404.723,55 388.333,99
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 27.499,00
+/- sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 27.918,00 18.506,00
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 108.196,89 -590.001,57
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 649.695,52 1.284.110,39
+/- Zinsaufwand/-ertrag 14.002,99 -119.452,94
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens -5.516,16 14.829,83
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen des Umlaufvermögens 0,00 209,97
- Auszahlung für Ertragsteuern -923.140,41 -1.479.134,60
+ Einzahlungen für Ertragsteuern 186.504,06 536.669,90
- Auszahlung für Zinsen -27.013,66 -23.786,30
+ Einzahlungen aus Zinsen 13.010,67 83.655,48
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden 239.321,37 -13.017,77
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute aus Retrozessionen/
Lieferungen und Leistungen
626.211,45 948.668,30
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Aktiva 69.155,52 -47.858,72
-/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
22.350,30 -12.639,84
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11.733,62 -2.165,84
+/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-653.240,47 753.648,53
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.859.316,09 4.476.915,91
01.10.2009
– 30.09.2010
EUR
01.10.2008
– 30.09.2009
EUR
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 166.117,66 65.659,67
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -383.035,85 -295.530,60
- Auszahlungen aus dem Erwerb eines (nicht-)konsolidierten Unternehmens 0,00 -730.580,87
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -34.688,30 -20.397,89
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der
kurzfristigen Finanzmitteldisposition
0,00 3.257.605,84
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der
kurzfristigen Finanzmitteldisposition
-551.737,40 -2.827.185,81
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -803.343,89 -550.429,66
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -2.261.920,00 -2.278.960,00
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.261.920,00 -2.278.960,00
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.205.947,80 1.647.526,25
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen
des Finanzmittelfonds
730.003,25 0,00
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.069.705,98 1.422.179,73
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.593.761,43 3.069.705,98

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.2010

Stand 01.10.2008 2.337.500,00
-151.412,97
3.256.195,35
0,00
1.029.999,95
6.472.282,33
------------------ -------------------------------------------------------------------------------------

Ausschüttung für Vorjahre 0,00 0,00 -1.870.000,00 0,00 -408.960,00 -2.278.960,00

Konzernjahresüberschuss 08/09 nach Minderheiten 0,00 0,00 2.315.825,31 0,00 0,00 2.315.825,31

Aktienoptionsprogramm einer Tochtergesellschaft 0,00 7.994,59 0,00 0,00 10.511,41 18.506,00

Zuweisung Minderheitenanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 393.016,79 393.016,79

Stand 30.09.2009 2.337.500,00 -143.418,38 3.702.020,66 0,00 1.024.568,15 6.920.670,43

Stand 01.10.2009 2.337.500,00 -143.418,38 3.702.020,66 0,00 1.024.568,15 6.920.670,43

Ausschüttung für Vorjahre 0,00 0,00 -1.870.000,00 0,00 -391.920,00 -2.261.920,00

Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 -923,91 0,00 0,00 -923,91

Marktbewertung finanz. Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00 -20.112,00 0,00 -20.112,00

Konzernjahresüberschuss 09/10 nach Minderheiten 0,00 0,00 648.905,65 0,00 0,00 648.905,65

Aktienoptionsprogramm einer Tochtergesellschaft 0,00 12.061,00 0,00 0,00 15.857,00 27.918,00

Zuweisung Minderheitenanteile am Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 446.497,20 446.497,20

Stand 30.09.2010 2.337.500,00 -131.357,38 2.480.002,40 -20.112,00 1.095.002,35 5.761.035,37

Eigenkapital
gesamt
Minderheits
gesellschafter
Marktbewertung
zur Veräußerung
gehaltener
finanzieller
Vermögenswerte
nach Steuern
Gewinn
rücklagen
Kapital
rücklage
Grundkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
6.472.282,33 1.029.999,95 0,00 3.256.195,35 -151.412,97 2.337.500,00
-2.278.960,00 -408.960,00 0,00 -1.870.000,00 0,00 0,00
2.315.825,31 0,00 0,00 2.315.825,31 0,00 0,00
18.506,00 10.511,41 0,00 0,00 7.994,59 0,00
393.016,79 393.016,79 0,00 0,00 0,00 0,00
6.920.670,43 1.024.568,15 0,00 3.702.020,66 -143.418,38 2.337.500,00
6.920.670,43 1.024.568,15 0,00 3.702.020,66 -143.418,38 2.337.500,00
-2.261.920,00 -391.920,00 0,00 -1.870.000,00 0,00 0,00
-923,91 0,00 0,00 -923,91 0,00 0,00
-20.112,00 0,00 -20.112,00 0,00 0,00 0,00
648.905,65 0,00 0,00 648.905,65 0,00 0,00
27.918,00 15.857,00 0,00 0,00 12.061,00 0,00
446.497,20 446.497,20 0,00 0,00 0,00 0,00
5.761.035,37 1.095.002,35 -20.112,00 2.480.002,40 -131.357,38 2.337.500,00

Konzern-Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.2010

Finanzdienstleistungen Software
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Segmentvermögen
Barreserve 7 6 1 2
Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig 813 1.676 1.445 1.266
andere Forderungen an Kreditinstitute 2.360 2.986 0 0
Forderungen an Kunden 476 554 574 546
Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Darlehnsforderungen 19 45 0 0
Immaterielle Anlagewerte 208 239 4 5
Sachanlagen 513 617 151 165
Ertragsteueransprüche aus laufenden Steuern 370 152 6 35
Ertragsteueransprüche aus latenten Steuern 0 0 0 0
sonstige Aktiva 166 463 29 58
Summe Segmentvermögen = Summe Aktiva 4.932 6.738 2.210 2.077
Konzern Konsolidierung Übrige/Sonstige
2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
8 8 0 0 0 0
3.062 2.586 0 0 120 328
2.986 2.360 0 0 0 0
786 546 -369 -543 55 39
0 523 0 0 0 523
731 0 0 0 731 0
45 23 0 0 0 4
244 212 0 0 0 0
922 807 0 0 140 143
187 376 0 0 0 0
129 106 0 0 129 106
293 225 -271 0 43 30
9.393 7.772 -640 -543 1.218 1.173

Konzern-Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.2010

Finanzdienstleistungen Software
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Segmentschulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 123 111 0 0
sonstige Passiva 1.103 1.770 316 335
Ertragsteuerverpflichtungen aus laufenden Steuern 46 0 59 34
Ertragsteuerverpflichtungen aus latenten Steuern 28 29 0 0
Rückstellungen 379 271 1 1
Summe Segmentschulden 1.679 2.181 376 370
Überleitung zur Summe Passiva
Eigenkapital
Segmenterlöse
extern
Provisionen 8.242 10.033 0 0
sonstige betriebliche Erträge 343 1.105 1.889 1.355
Summe 8.585 11.138 1.889 1.355
intern
sonstige betriebliche Erträge 87 66 778 883
andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 8 7
Summe Segmenterlöse 8.672 11.204 2.675 2.245
Übrige/Sonstige
Konsolidierung
2009/2010
2008/2009
2009/2010
2008/2009
2009/2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
0
0
0
0
123
497
560
-543
-640
1.373
0
0
0
0
106
0
0
0
0
28
1
1
0
0
381
498
561
-543
-640
2.011
5.761
7.772
0
0
0
0
8.242
277
156
0
0
2.509
277
156
0
0
10.751
1.123
1.098
-1.988
-2.047
0
0
0
0
0
8
1.400
1.254
-1.988
-2.047
10.759

Konzern-Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 01.10.2009 –30.09.2010

Finanzdienstleistungen Software
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Segmentaufwendungen
allgemeine Verwaltungsaufwendungen -7.825 -8.192 -1.449 -1.189
Abschreibungen -253 -239 -60 -60
sonstige betriebliche Aufwendungen -83 -16 -5 0
Summe Segmentaufwendungen -8.161 -8.447 -1.514 -1.249
weitere Posten
Zinserträge 21 118 11 26
Zinsaufwendungen -25 -2 0 0
Abschreibungen und Wert
berichtigungen auf Forderungen …
-3 0 -6 -5
Erträge aus Zuschreibungen
auf Forderungen …
2 0 0 0
Abschreibungen auf Anteile
an verbundenen Unternehmen
0 -27 0 0
Erträge aus Zuschreibungen
zu Beteiligungen
0 30 0 0
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
-243 -936 -375 -316
sonstige Steuern -2 -5 -2 -2
Jahresüberschuss vor Minderheiten 261 1.935 789 699

Konzernanhang der sino Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010

Grundlagen der Rechnungslegung

Allgemeine Angaben

Gegenstand der sino AG ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten in fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapitalund Personengesellschaften.

Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 02.09.1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung und für das Eigengeschäft seit dem 01.11.2007 als erteilt. Die sino AG hat mit Schreiben an die BaFin vom 29.07.2009 auf die Erlaubnis zur Tätigung von Eigengeschäften verzichtet.

Der Konzernabschluss der sino AG zum 30.09.2010 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie von der EU übernommen wurden, aufgestellt. Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden.

Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus den erstmals in 2009/2010 anzuwendenden IAS/IFRS-Vorschriften erwartet. Neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Kapitalflussrechnung sowie eine Segmentberichterstattung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Folgende neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 vom IASB bzw. IFRIC verabschiedet.

  • Änderungen zu:
  • IFRS Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung 2010
  • IFRS 1 (»Erstmalige Anwendung der IFRS«) • IFRS 3
    • (»Unternehmenszusammenschlüsse«)
  • IFRS 7 (»Finanzinstrumente: Angaben«)
  • IFRS 9 (»Finanzinstrumente«)
  • IAS 1 (»Darstellung des Abschlusses«)
  • IAS 27
  • (»Konzern- und separate Abschlüsse«)
  • IAS 32 (»Finanzinstrumente: Ausweis«)
  • IAS 34 (»Zwischenberichterstattung«)

Die meisten der überarbeiteten Standards und Interpretationen sind erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen.

Von den vom IASB bzw. IFRIC verabschiedeten Standards und Interpretationen wurden durch die Europäische Kommission im Geschäftsjahr 2009/2010 endorsed:

  • IFRS 1 Revised (»First Time Adoption of IFRS«)
  • IFRIC 17 (»Distribution of Non-Cash-Assets to Owners«)
  • Amendment to IFRS 7 (»Improving disclosures about financial instruments«)

  • IFRIC 18

  • (»Transfer of assets from customers«)
  • Amendments to IFRIC 9 and IAS 39 (»Embedded Derivatives«)
  • Amendments to IAS 32 Financial Instruments: Presentation: Classification of right Issues
  • Improvements to IFRSs (issued by the IASB in April 2009)
  • Amendments to IFRS 2 (»Group Cash-Settled Share-based Payment Transactions«)
  • Amendments to IFRS 1 (»Additional Exemptions for First-time Adopters«)
  • Amendments to IFRS 1 (»Limited Exemption from comparative IFRS 7 Disclosures for First-Time Adopters«)
  • Amendment to IFRIC 14 (»Prepayment of a Minimum Funding Requirement«)
  • Revised IAS 24 (»Related Party Disclosures«)
  • IFRIC 19 (»Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments«)

Diese werden im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2009/2010 von der sino AG beachtet, sofern sie zum 30.09.2010 verpflichtend anzuwenden sind.

Die im Geschäftsjahr veröffentlichten Rechnungslegungsvorschriften werden im Übrigen keinen wesentlichen Einfluss auf den sino Konzern haben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der sino AG und ihrer vollkonsolidierten Tochterunternehmen weicht vom Kalenderjahr ab und umfasst den Zeitraum vom

01.10.2009 bis zum 30.09.2010. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in diesem Anhang in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Aktien der sino AG sind zum Handel im regulierten Markt in Düsseldorf zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses der sino AG erfolgt mit dem Ziel, die Zulassungsbedingungen/folgepflichten (Prime Standard) der Deutschen Börse AG zu erfüllen und ist nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und nach den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Über die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung nach § 315 Abs. 1 HGB berichten wir im Risikobericht im Rahmen des Konzernlageberichts.

Ein geprüfter Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht der sino AG für den Zeitraum 01.10.2008 bis zum 30.09.2009 wurde am 28.01.2010 beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den Zeitraum 01.10.2008 bis zum 30.09.2009 am 13.01.2010 gebilligt und somit zur Veröffentlichung freigegeben. Die sino AG hat ihren Sitz in Düsseldorf (Deutschland), Ernst-Schneider-Platz 1.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen, der sino AG, drei Tochtergesellschaften, die tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf, die Trade Haven GmbH, Düsseldorf, und die im Geschäftsjahr erstmals in den Konzernabschluss einbezogene sino institutional GmbH, Düsseldorf.

Nr. Gesellschaft gehalten
von
Anteil am
Kapital/
Ergebnis
in%
Eigenkapital
(IFRS)
TEUR
Jahresüber
schuss/
-fehlbetrag
(IFRS)
TEUR
Mitarbeiter
(Durchschnitt)
01 sino AG 4.491 564 23
02 tick-TS AG 01 43,20 1.928 786 10
03 Trade Haven GmbH 01 46,25 0 72 4
03 Trade Haven GmbH 02 46,25
04 sino institutional GmbH 01 100,00 676 -33 0

Einen Überblick über die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gibt die nachfolgende Aufstellung:

Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 30.09.2010, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist.

Die sino AG hält nicht mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der tick-TS AG. Die tick-TS AG wird dennoch als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der sino AG einbezogen, da eine Beherrschung nach IAS 27.13 d) vorliegt.

Die Liquidation der nicht aktiven sino Verwaltungsgesellschaft mbH i. L. (vormals: sino institutional GmbH) ist abgeschlossen.

Die sino AG hält im aktuellen Geschäftsjahr 100 % an der im Vorjahr gegründeten sino institutional GmbH, Düsseldorf, (Anschaffungskosten 730 TEUR, Stammkapital der Gesellschaft 730 TEUR). Diese hat am 25.02.2010 die notwendige Erlaubnis der BaFin zur Erbringung des Finanzkommisionsgeschäfts (Bankgeschäft) sowie verschiedener Finanzdienstleistungen erhalten und wurde im Geschäftsjahr 2009/2010 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb einer Wertpapierhandelsbank. Die Gründung erfolgte als Bargründung. Neben den daraus resultierenden Bankguthaben von 730 TEUR wurden bei der erstmaligen Einbeziehung Schulden in Höhen von 1 TEUR übernommen. Obwohl die sino institutional GmbH die Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen hat, sind bis zum Bilanzstichtag bereits andere Verwaltungsaufwendungen, insbesondere Beratungskosten sowie Gebühren und Beiträge, in Höhe von 47 TEUR angefallen.

Konsolidierungsgrundsätze

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode durchgeführt (IFRS 3). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem neubewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten der sino AG und der tick-TS AG für die Trade Haven GmbH betrugen 186 TEUR. Die sino AG sowie die tick-TS AG halten jeweils einen prozentualen Anteil von 46,25 %.

Für das bereits vor dem 01.10.2004 in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen tick-TS AG wird von der Erleichterungsvorschrift des IFRS 1.15 Gebrauch gemacht, so dass der im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene Unterschiedsbetrag mit den Gewinnrücklagen verrechnet bleibt. Die Anschaffungskosten der sino AG für die sino institutional GmbH betrugen 730 TEUR, das Kapital im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 729 TEUR. Der Unterschiedsbetrag von 1 TEUR resultiert aus während der Konzernzugehörigkeit entstandenen Verlusten und wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von unterge-

Währungsumrechnung

ordneter Bedeutung sind.

Für alle einbezogenen Unternehmen stellt der EUR die funktionale Währung dar.

Zum Zweck der Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen in EUR werden unterjährig die jeweiligen Transaktionskurse zu Grunde gelegt. Zum Jahresende werden die offenen Fremdwährungssalden mit dem Stichtagskurs umgerechnet und die Währungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.

Der US-Dollar-Kurs hat sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

Wechselkurse Mittelkurs in EUR am Bilanzstichtag
30.09.2009 30.09.2010
USA 1 USD = 0,685 EUR 0,735 EUR
1 EUR = 1,459 USD 1,361 USD

Im Geschäftsjahr betrugen die Erträge aus Währungsumrechnung 23 TEUR, die Aufwendungen 43 TEUR.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften des IFRS bestimmt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Übereinstimmung mit der Verordnung über die Rechnungsle gung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und abweichend von der Gliederung nach Fristigkeit nach der Liquidität gemäß IAS 1.63.

Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu setzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten für den Erwerb bzw. den Zeitraum der Herstellung sind nicht angefallen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, selbsterstellte immaterielle Anlagewerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Werden die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt, so werden diese als laufender Aufwand behandelt.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

EDV-Software 3–10 Jahre
Gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 10 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 2–15 Jahre

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern nach den Kriterien des IAS 17 alle wesentlichen mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungs-Leasing), werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. gegebenenfalls über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert, wobei der zukünftige Zinsaufwand jedoch unberücksichtigt bleibt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie sonstige Aktiva werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wert-

papiere werden grundsätzlich der Kategorie »Fair Value through profit or loss« sowie »Available for Sale« zugeordnet. Die Bilanzierung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag zum Fair Value. Die Bewertungsergebnisse werden im Falle Kategorie »Fair Value through profit or loss« erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung und im Falle der Kategorie »Available for Sale« im sonstigen Ergebnis erfasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere bilanziert, die der Kategorie »Available for Sale« zuzuordnen waren. Die zum Bilanzstichtag eingetretene Wertminderung wurde unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.

Sicherungsderivate werden im sino Konzern ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Ihre Einbuchung erfolgt erstmalig am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Änderungen im Fair Value von derivativen Finanzinstrumenten, die der Konzern zur Absicherung bilanzierter Vermögenswerte einsetzt, werden erfolgswirksam erfasst. Aufgrund der erfolgswirksamen Erfassung der Wertänderungen des gegenläufigen Grundgeschäfts, ergeben sich die angestrebten kompensatorischen Effekte im Gewinnausweis. Hedge-Accounting wird im sino Konzern nicht durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Sicherungsderivate bilanziert.

Darlehnsforderungen werden der Kategorie »Held-to-Maturity« zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Pensionsverpflichtungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung basieren auf einem gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber, der grundsätzlich als leistungsorientierter Plan einzuordnen ist. Es stehen jedoch entsprechend IAS 19.29 und IAS 19.30 keine ausreichenden Informationen hinsichtlich des Anteils des sino Konzerns an der leistungsorientierten Verpflichtung, am Planvermögen und den mit dem Plan verbundenen Kosten zur Verfügung. Grund dafür ist die für die erforderlichen Angaben nicht ausreichende Mitteilung durch die bestehende Unterstützungskasse. Der gemeinschaftliche Plan mehrerer Arbeitgeber kann deshalb nicht wie ein leistungsorientierter Plan bilanziert werden, sondern wird nach IAS 19.30 (a) wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen; eine Rückstellung ist nicht zu bilden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen ist nicht zulässig. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zu Grunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Zu den Finanziellen Verbindlichkeiten zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Die Bewertung erfolgt zu Rückzahlungsbeträgen.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und

deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Temporäre Bewertungsunterschiede der Vergangenheit wurden auf den neuen Prozentsatz angepasst. Im aktuellen Geschäftsjahr wird für die inländischen Konzerngesellschaften mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einem aktuellen Hebesatz von 440 % (Vorjahr 440 %) gerechnet.

Zinserträge, Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die der jeweiligen Schätzung zu Grunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Barreserve

TEUR 30.09.2009 30.09.2010
Kassenbestand 8 7

Die Barreserve wird nicht verzinst und unterliegt daher keinem Zinsänderungsrisiko.

(2) Forderungen an Kreditinstitute

Bei den täglich fälligen Kontobeständen handelt es sich ausschließlich um die bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (kurz: HSBC) geführten, laufenden Bankkonten.

Die anderen Forderungen enthalten im Wesentlichen mit 1.675 TEUR (i. V. 2.176 TEUR) bei der HSBC angelegte kurzfristig kündbare Gelder. Außerdem bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen aus Dienstleistungen (insbesondere Retrozessionen) gegen HSBC (625 TEUR), Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank AG (23 TEUR), Royal Bank of Canada (40 TEUR) und Steubing AG (4 TEUR). Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von insgesamt 1.675 TEUR sind zu Gunsten der HSBC verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.

TEUR Restlauf
zeit bis
3 Monate
Restlauf
zeit über
1 Jahr
Gesamt
30.09.2009
Restlauf
zeit bis
3 Monate
Restlauf
zeit über
1 Jahr
Gesamt
30.09.2010
täglich fällig 3.062 0 3.062 2.586 0 2.586
andere Forderungen 2.986 0 2.986 2.360 0 2.360
6.048 0 6.048 4.946 0 4.946

(3) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind im Wesentlichen innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Im Posten Forderungen an Kunden sind in Höhe von 147 TEUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Forderungen an Kunden werden nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches

Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 235 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.

Insgesamt sind in den Forderungen an Kunden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4 TEUR (i. V. 9 TEUR) berücksichtigt, die in der Position »Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft« erfasst sind.

(4) Anteile an Verbundenen Unternehmen

Die im Vorjahr ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betrafen die Anteile (100 %) an der der sino Verwaltungsgesellschaft mbH i. L., deren Liquidation inzwischen abgeschlossen ist (Buchwert 1,00 EUR), und an der nunmehr in den Konzernabschluss einbezogenen sino institutional GmbH, Düsseldorf (Anschaffungskosten 730 TEUR).

(5) Darlehnsforderungen

Bei dieser Position handelt es sich um Darlehn in Höhe von 23 TEUR (i. V. 45 TEUR), die an Mitarbeiter gewährt wurden. Die Verzinsung erfolgt zu marktgerechten Konditionen.

(6) Immaterielle Anlagewerte

TEUR selbsterstellte
Software
erworbene
Software
Schutzrechte
und Lizenzen
Gesamt
2008/2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2008 477 811 42 1.330
Zugänge 7 13 0 20
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2009 484 824 42 1.350
Abschreibungen
Stand 01.10.2008 228 799 25 1.052
Zugänge 45 5 4 54
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2009 273 804 29 1.106
Buchwerte
Stand 30.09.2008 249 12 17 278
Stand 30.09.2009 211 20 13 244
TEUR selbsterstellte
Software
erworbene
Software
Schutzrechte
und Lizenzen
Gesamt
2009/2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2009 484 824 42 1.350
Zugänge 8 27 0 35
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2010 492 851 42 1.385
Abschreibungen
Stand 01.10.2009 273 803 29 1.105
Zugänge 45 19 4 68
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2010 318 822 33 1.173
Buchwerte
Stand 30.09.2009 211 20 13 244
Stand 30.09.2010 174 28 9 212

Die Abschreibung sämtlicher immaterieller Anlagewerte wird innerhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten »Abschreibungen« gezeigt. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr betragen 1.485 TEUR (i. V. 1.251 TEUR). Entwicklungskosten wurden in Höhe von 8 TEUR aktiviert (i. V. 7 TEUR).

Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

John Paulson

»Generally, while it is important to reduce exposure or close out the deal if the risk is serious, it is equally important not to panic.«

John Paulson (* 1955)

Seine Positionen gegen die Subprime-Blase sollen John Paulson den größten Jahresgewinn aller Zeiten eingebracht haben: 3,7 Milliarden Dollar. Er hatte lange recherchiert und war schließlich absolut überzeugt, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit der »Credit Default Swaps« ungemein höher war, als Rating-Agenturen glaubten. Lange liefen die Märkte gegen Paulson&Co. Doch am 31. Dezember 2007 hatte der ältere Fonds 590 Prozent gewonnen, der jüngere 350 Prozent. John Paulson wurde zum Star, der im Jahr darauf Alan Greenspan als Berater verpflichten konnte. Das standesgemäße fünfstöckige Haus in Manhattan hatte er schon früher erworben – bei einer Zwangsversteigerung. Im Oktober 2009 stiftete John Paulson 15 Millionen Dollar für eine Verbraucherschutzorganisation, die geschädigten Hausbesitzern hilft.

(7) Sachanlagen

Die Sachanlagen betreffen ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

TEUR 2008/2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2008 2.902
Zugänge 295
Abgänge -944
Stand 30.09.2009 2.253
Abschreibungen
Stand 01.10.2008 1.861
Zugänge 334
Abgänge -864
Stand 30.09.2009 1.331
Buchwerte
Stand 30.09.2008 1.041
Stand 30.09.2009 922
TEUR 2009/2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2009 2.253
Zugänge 402
Abgänge 351
Stand 30.09.2010 2.304
Abschreibungen
Stand 01.10.2009 1.331
Zugänge 337
Abgänge 171
Stand 30.09.2010 1.497
Buchwerte
Stand 30.09.2009 922
Stand 30.09.2010 807

Die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Operating Leasing

Die Vorjahreswerte setzten sich wie folgt zusammen:

TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr
bis 5 Jahre
ab 5 Jahre Gesamt
30.09.2009
Aufwand
2008/2009
Fahrzeuge 29 25 0 54 30
Büroausstattung 2 6 0 8 2
Immobilienverträge 258 239 0 497 258
289 270 0 559 289
TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr
bis 5 Jahre
ab 5 Jahre Gesamt
30.09.2010
Aufwand
2009/2010
Fahrzeuge 25 2 0 27 29
Büroausstattung 2 4 0 6 2
Immobilienverträge 263 69 0 332 265
290 75 0 365 296

Die Verträge aus Operating Leasing betreffen vor allem den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume für die restliche Mietlaufzeit der ersten Mietperiode, die zum 31.05.2011 endet. Der betreffende Vertrag verlängert sich um fünf Jahre, wenn er nicht gekündigt wird. Daneben bestehen auch für die von der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH genutzten Räume Mietverträge, die zum 31.08.2011 bzw. 31.07.2013 kündbar sind und sich ansonsten um jeweils ein bzw. fünf Jahre verlängern. Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen von 5 (i. V. 5) PKW-Leasingverträgen sowie bzgl. eines Kopierers.

(8) Ertragsteueransprüche

Die Vermögenswerte aus zukünftigen Ertragsteuerentlastungen umfassen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie die Steuerersparnisse aus als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen. Die laufenden sowie die latenten Ertragsteueransprüche werden unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag (Tz. 26) weitergehend erläutert. Von den Ertragsteueransprüchen aus laufenden Steuern haben 200 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 176 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Ertragsteueransprüche aus latenten Steuern haben eine

Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden saldiert, soweit die Voraussetzungen gegeben sind.

(9) Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva beinhalten im Wesentlichen Kautionsforderungen sowie vorausbezahlte Versicherungsprämien und Beiträge. Die Sonstigen Aktiva werden nicht verzinst und unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko.

(10) Verbindlichkeiten Gegenüber Kunden

Im Geschäftsjahr 2009/2010 lagen wie im vorigen Geschäftsjahr ausschließlich täglich fällige, unverzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kunden vor. Im Vorjahressaldo waren Schulden von 119 TEUR enthalten, die Lieferanten betrafen. Sie wurden in die sonstigen Passiva umgegliedert.

(11) Sonstige Passiva

In den Sonstigen Passiva sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt, Lohnund Kirchensteuer und Sozialversicherung enthalten. Die Sonstigen Passiva werden nicht verzinst. Sie unterliegen nur einem unwesentlichen Zinsänderungsrisiko. Der Vorjahresbetrag wurde neben der o. g. Umgliederung aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (119 TEUR) auch noch durch eine Umgliederung von 954 TEUR aus den Rückstellungen erhöht. Wegen näherer Erläuterung vgl. (13) Rückstellungen.

(12) Ertragsteuerverplichtungen

Die Ertragsteuerverpflichtungen aus laufenden Steuern haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie beinhalten ausschließlich die Steuern auf das laufende Ergebnis.

Die latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden saldiert, soweit die Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Die Ertragsteuerverpflichtungen aus latenten Steuern haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

TEUR Anfangsbestand 01.10.2009 Verbrauch Auflösung Zuführung Endbestand 30.09.2010 Settlement-Risiken 225 0 -11 0 214 EDW 35 -35 0 123 123 Sonstige 13 0 0 31 44 273 -35 -11 154 381

(13) Rückstellungen

In den Rückstellungen ist im Wesentlichen eine Rückstellung für von sino-Kunden getätigte Geschäfte in US-Wertpapieren (sogenannte Settlement-Risiken) enthalten. Die Settlement-Risiken resultieren daraus, dass sino-Kunden Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert haben. Dieses Risiko wird mit 214 TEUR berücksichtigt und hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig geändert.

Die Rückstellung für den Beitrag an die Entschädigungseinrichtung deutscher Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) betrifft den für das Geschäftsjahr 2009/2010 zu erwartenden Beitrag.

Teile der in den Rückstellungen des Vorjahres erfassten Schulden (Personalrückstellungen, ausstehende Kostenrechnungen einschließlich Abschluss- und Prüfungskosten etc., insgesamt 954 TEUR) wurden wegen der geringen Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunktes oder der Höhe der künftig erforderlichen Ausgaben in die sonstigen Passiva umgegliedert.

Die Restlaufzeit der Rückstellungen liegt jeweils unter einem Jahr. Ab- bzw. Aufzinsungen waren nicht vorzunehmen.

(14) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der sino AG beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 EUR auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.

Weitere Einstellungen in die gesetzlichen Rücklagen der sino AG waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits im Vorjahr erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren

Rücklagen erforderlich. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199 TEUR.

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 9.03.2010 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8.03.2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Die Kapitalrücklage betrifft sowohl bei Ausgabe von Anteilen der sino AG vereinnahmte Aufgelder (34 TEUR) und Beträge aus dem Aktienoptionsprogramm der tick-TS AG (20 TEUR) als auch die seinerzeit von der sino AG getragenen Kosten des Börsenganges ( -185 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 12 TEUR aus dem Aktienoptionsprogramm der tick-TS AG in die Kapitalrücklage eingestellt. In die Neubewertungsrücklage wurde die Wertminderung (20 TEUR) der als »available for sale« eingestuften Wertpapiere nach Abzug latenter Steuern (9 TEUR) eingestellt.

Die Gewinnrücklagen haben sich im Wesentlichen durch den Abfluss der Dividendenzahlung für das Vorjahr (1.870 TEUR) und die Einstellung des Jahresüberschusses (649 TEUR) von 3.702 TEUR auf 2.480 TEUR vermindert. Die ausgezahlte Dividende betrug 0,80 EUR je Aktie.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beträgt 1.095 TEUR (i. V. 1.025 TEUR). Trotz des Jahresüberschusses in Höhe von 72 TEUR bei der Trade Haven GmbH ergibt sich ein Eigenkapital und damit auch ein Minderheitenanteil von 0 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 1.095 TEUR betrifft ausschließlich die tick-TS AG und entfällt mit 446 TEUR auf den aktuellen Jahresüberschuss.

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleibt, um das Vertrauen der Investoren, Gläubiger und des Marktes aufrechtzuerhalten und die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig zu sichern. Von den Gesellschaften des Konzerns unterliegt nur die sino institutional GmbH als Kreditinstitut externen Mindestkapitalanforderungen. Es gab in der Berichtsperiode keine Änderung im Kapitalmanagementansatz des Konzerns.

(15) Sonstige Ansprüche Und Verpflichtungen sowie Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit den von einem Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften wurde ein Konto bei der HSBC verpfändet. Die Verpfändung dient bis zu einer Höhe von maximal 175 TEUR der Absicherung eines von der HSBC an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30.09.2010 mit 169 TEUR; davon kann die sino AG mit maximal 70 % in Anspruch genommen werden (zum 30.09.2010 118 TEUR). Ein weiterer Anspruch auf Verpfändung besteht seitens HSBC noch in Höhe von 250 TEUR; das Festgeld ist noch nicht hinterlegt, dient aber ebenfalls der Absicherung von an Kunden durch HSBC ausgelegte Kontokorrentkredite.

Aus Sonderbeitragsverpflichtungen gegenüber der EDW können voraussichtlich in den nächsten weiteren vier Wirtschaftsjahren Belastungen von insgesamt ca. 2.200 TEUR (550 TEUR p. a.) resultieren. Des Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen zum EDW im Konzernlagebericht.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

(16) Zinsüberschuss

TEUR 2008/2009 2009/2010
Zinserträge aus
Kredit- und Geld
marktgeschäften 121 13
Zinsaufwendungen 2 27
119 -14

Die Zinserträge resultieren aus den bei Kreditinstituten gehaltenen Guthaben der laufenden Bankkonten und der Tages-/Monatsgeldguthaben.

(17) Provisionserträge

Die Provisionserträge betragen im Berichtsjahr 8.242 TEUR (i. V. 10.033 TEUR) und setzen sich aus Retrozessionen (9.740 TEUR, i. V. 11.771 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (1.498 TEUR, i. V. 1.738 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.

(18) Andere Aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen entfallen ausschließlich auf die aktivierten Entwicklungskosten für selbsterstellte Software im sino Konzern.

(19) Sonstige Betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse der sino AG aus dem Softwarevertrieb an institutionelle Kunden (48 TEUR, i. V. 277 TEUR) und Erträge aus privater Kfz-Nutzung der Angestellten (112 TEUR, i. V. 146 TEUR). Im Übrigen werden die extern erzielten Erlöse der tick-TS AG für Softwarenutzung und -pflege (1.889 TEUR, i. V. 1.355 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die ebenfalls hier ausgewiesenen Gewinne aus Anlagenabgängen betragen 13 TEUR (Vorjahr 1 TEUR).

(20) Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Der in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthaltene Personalaufwand beträgt einschließlich der Sozialabgaben 2.893 TEUR (i. V. 3.210 TEUR). Davon entfallen 485 TEUR (i. V. 888 TEUR) auf die Tätigkeitsvergütung des Vorstandes der sino AG. In den Sozialabgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 33 TEUR (i. V. 35 TEUR) enthalten.

Die als Aufwand erfassten Leistungen an die Unterstützungskasse betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 13 TEUR (i. V. 13 TEUR). Sie sind Bestandteil der Aufwendungen für Altersversorgung. Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten insbesondere Kosten für Informationsdienste (1.332 TEUR, i. V. 1.440 TEUR), Kosten für Software (289 TEUR, i. V. 274 TEUR), Kosten für Onlinedienste und Standleitungen (413 TEUR, i. V. 540 TEUR), Werbekosten (408 TEUR, i. V. 487 TEUR), Kfz-Kosten (150 TEUR, i. V. 184 TEUR) sowie Raumkosten (480 TEUR, i. V. 432 TEUR).

Im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms wurde der Vorstand der tick-TS AG im Geschäftsjahr 2008/2009 ermächtigt, Aktienoptionen an Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands auszugeben. Zur Einführung dieses Aktienoptionsprogramms hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 21.01.2009 einen Beschluss zur Schaffung von Bedingtem Kapital I in Höhe von 15 TEUR gefasst. Das Aktienoptionsprogramm ermöglicht einen Erwerb von Aktien. Die Bezugsrechte haben eine Laufzeit von maximal fünf Jahren. Die Ausübung darf frühestens nach Ablauf von zwei Jahren erfolgen. Die Zusage an die Mitarbeiter erfolgte am 15.03.2009.

Bei dem Aktienoptionsprogramm handelt es sich um aktienbasierte Vergütungstransaktionen nach IFRS 2, die durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen werden.

TEUR Ausstehende
Optionen
Beginn des
Geschäfts
jahres
Gewäh
rung
Verfall Ausübung Ausstehende
Optionen
Ende des
Geschäfts
jahres
Ausübbare
Optionen
Ende des
Geschäfts
jahres
Ausübungs
kurs
EUR
Geschäftsjahr
2008/2009
0 15.000 0 0 15.000 0 15,00
Ausgabejahr
2009/2010
15.000 0 1.800 0 13.200 0 15,00

Die Bewertung der nach IFRS 2 zu bewertenden Aktienoptionen erfolgt durch ein Binomialmodell mittels eines externen Bewerters. Die Bewertung führt im Geschäftsjahr 2009/2010 zu einem Personalaufwand in Höhe von 28 TEUR. Ein entsprechender Betrag wurde in die Kapitalrücklage und die Anteile fremder Gesellschafter eingestellt.

(21) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.

Sowohl im Geschäftsjahr 2009/2010 als auch im Vergleichsjahr 2008/2009 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

(22) Sonstige Betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich zusammen aus Aufwendungen für Anlagenabgänge (Buchverluste, 7 TEUR, Vorjahr 16 TEUR), Erstattungen für fehlerhafte Order sowie sonstige betriebliche Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften.

(23) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von 11 TEUR (i. V. 5 TEUR) vorgenommen.

(24) Erträge aus Zuschreibungen Auf Forderungen und Bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Im Geschäftsjahr wurden lediglich Wertberichtigungen aufgelöst.

(25) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

Im Vorjahr wurden die Anteile an der sino Verwaltungsgesellschaft mbH i. L. mit 27 TEUR wertberichtigt.

(26) Steuern Vom Einkommen Und Ertrag

TEUR 2008/2009 2009/2010
Ertragsteueraufwand 1.253 604
Latenter
Steueraufwand
31 46
Tatsächlicher
Steueraufwand
1.284 650

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31,2 % (i. V. 31,2%) multipliziert. Dieser besteht für das Geschäftsjahr 2009/2010 aus einem Steuersatz von 15 % für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und einem Hebesatz von 440 % für Gewerbesteuer (i. V. 440 %). Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.

Überleitung des erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand:

TEUR 2008/2009 2009/2010
Ergebnis vor Steuern 3.993 1.745
Steuersatz im Konzern 31,2% 31,2%
Erwarteter Steueraufwand 1.246 545
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 39 75
Sonstige Steuereffekte -1 30
Tatsächlicher Steueraufwand 1.284 650
Effektiver Steuersatz 32,2% 37,3%

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die sino AG sowie die Trade Haven GmbH wurden 31,2 % (i. V. 31,2 %) als vorgegebener Ertragsteuersatz angesetzt. Für die tick-TS AG wurde ebenfalls mit einem Ertragsteuersatz von 31,2 % bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 440 % gerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

TEUR 2008/2009
aktiv
2008/2009
passiv
Steuerauf
wand
(-)/- Ertrag
2009/2010
aktiv
2009/2010
passiv
Verlustvorträge 129 0 -32 97 0
Immaterielle
Vermögenswerte
0 29 1 0 28
Neubewertung
Wertpapiere
0 0 0 9 0
Saldierung aktiv/passiv 0 0 0 0 0
129 29 -31 106 28

Latente Steueransprüche werden mit latenten Steuerschulden verrechnet, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Neben den genannten latenten Steueransprüchen aus Verlustvorträgen bestehen keine weiteren steuerlichen Verlustvorträge, die wegen mangelnder steuerlicher Verwertbarkeit nicht angesetzt werden konnten. Wertberichtigungen auf bilanzierte latente Steuern hat es im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht gegeben.

(27) SONSTIGE STEUERN

Die Sonstigen Steuern betragen im Berichtsjahr 5 TEUR (i. V. 7 TEUR).

(28) Angaben zu Finanzinstrumenten

Risikomanagement

Für die Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie ist bei der sino AG der Vorstand verantwortlich. Die Umsetzung erfolgt zum einen über das Risikomanagement und zum anderen über das Risikocontrolling. Aufgabe des Risikocontrolling ist die proaktive und bewusste Steuerung aller Risiken in den jeweiligen Geschäftsbereichen. Das Risikocontrolling hat die Aufgabe, Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und fortlaufend zu überwachen, sowie dem Vorstand regelmäßig über die jeweilige Risikolage Bericht zu erstatten.

Kreditrisiko

Unter Kreditrisiko wird die mögliche Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner nicht oder nur eingeschränkt in der Lage ist, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Überwachung der Adressenausfallrisiken erfolgt durch den Vorstand.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen für die einzelnen Kategorien:

TEUR 2008/2009 2009/2010
AKTIVA
Kredite und Forderungen
Forderungen an Kreditinstitute 6.048 4.946
Forderungen an Kunden 786 546
Fair Value through profit or loss
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0
Held-to-Maturity
Darlehensforderungen 45 23
zur Veräußerung verfügbar
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 523
Sonstige Aktiva 294 225
Gesamt 7.173 6.263
PASSIVA
zum Restbuchwert bewertet
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 111 123
Sonstige Passiva 2.025 1.373
Gesamt 2.136 1.496

Wesentliche Forderungsausfälle oder Verletzungen von Zahlungsvereinbarungen lagen in den letzten zwei Geschäftsjahren nicht vor.

Sämtliche der oben genannten Forderungen und Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Darlehnsforderungen, die marktüblich verzinst werden, sind unverzinslich. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen/Erträge aus Wertberichtigungen in nicht wesentlicher Höhe erfasst und unter den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen (11 TEUR, i. V. 5 TEUR) bzw. den Erträgen aus Zuschreibungen auf Forderungen (2 TEUR, i. V. 0 TEUR) ausgewiesen. Das maximale Kreditrisiko der bilanzierten Forderungen entspricht dem Buchwert.

Die Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren Aktien und anderen Wertpapiere erfolgte zum beizulegenden Zeitwert (unangepasster Börsenkurs zum Stichtag; Stufe 1). Die Anpassung (-20 TEUR) wurde, gemindert um korrespondierende latente Steuererträge von 9 TEUR, im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die ausgewiesenen Zinserträge stehen mit kurzfristig kündbaren Geldern (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten) in Verbindung.

Insgesamt ist von einem geringen Kreditrisiko auszugehen. Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden unterliegen einem allgemeinen Ausfallrisiko. Risiken hieraus werden, sofern zum Bilanzstichtag konkrete Hinweise auf Wertberichtigungsbedarf vorliegen, berücksichtigt.

Am Bilanzstichtag zeigt sich folgende Restlaufzeitengliederung:

TEUR 2008/2009
Gesamt
Täglich
fällig
bis
3 Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 Jahr
bis 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 6.048 3.062 2.986 0 0
Forderungen an Kunden 786 0 649 0 137
Darlehensforderungen 45 0 0 0 45
Sonstige Aktiva 294 0 294 0 0
Gesamt 7.173 3.062 3.929 0 182
Verbindlichkeiten an Kunden 111 111 0 0 0
Sonstige Passiva 2.025 0 2.025 0 0
Gesamt 2.136 111 2.025 0 0
TEUR 2009/2010
Gesamt
Täglich
fällig
bis
3 Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 Jahr
bis 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 4.946 2.586 2.360 0 0
Forderungen an Kunden 546 0 399 0 147
Darlehensforderungen 23 0 0 0 23
Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
523 523 0 0 0
Sonstige Aktiva 225 0 225 0 0
Gesamt 6.263 3.109 2.984 0 170
Verbindlichkeiten an Kunden 123 123 0 0 0
Sonstige Passiva 1.373 0 1.373 0 0
Gesamt 1.496 123 1.373 0 0

Liquiditätsrisiken

Die unter den Bilanzpositionen genannten Verbindlichkeiten resultieren aus Kundenverbindlichkeiten bzw. aus Zahlungen für Leistungen, die im Folgejahr erbracht werden. Die Laufzeit liegt unter einem Jahr. Die vorgehaltenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristig fälligen Forderungen reichen aus, diese Verbindlichkeiten zu begleichen. Ein wesentliches Liquiditätsrisiko ist nicht zu identifizieren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Unternehmen des sino Konzerns allen Verbindlichkeiten fristgerecht nachkommen.

Marktrisiken

Marktrisiken, insbesondere Zins-, Währungsrisiken oder Börsenkursrisiken sind zum Bilanzstichtag für den sino Konzern ohne Bedeutung.

(29) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der sino AG zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt 2.337.500 Stück.

2008/2009 2009/2010
Zustehendes Konzernjahresergebnis (in TEUR) 2.316 649
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 2.337.500 2.337.500
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,99 0,28

Ein Verwässerungseffekt, der sich aus sog. potentiellen Aktien ergeben könnte, ist weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr eingetreten.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

(30) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend der Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einflüsse von Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.

Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind Zinseinnahmen in Höhe von 13 TEUR (i. V. 84 TEUR) und Zinsausgaben in Höhe von 27 TEUR (i. V. 24 TEUR) enthalten. Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf 923 TEUR (i. V. 1.479 TEUR). Im aktuellen Geschäftsjahr wurden weiter Ertragsteuern in Höhe von 187 TEUR (i. V. 537 TEUR) erstattet.

Im Zusammenhang mit der erstmaligen Einbeziehung der sino institutional GmbH hat sich der Finanzmittelfonds um deren Bankguthaben i.H.v. 730 TEUR erhöht. Bzgl. der übernommenen Vermögenswerte und Schulden, die ausschließlich die laufende Geschäftstätigkeit betrafen, wird auf die Ausführungen zum Konsolidierungskreis verwiesen.

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand sowie den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 (Operating Segments) aufgestellt. Es wurden die berichtspflichtigen Segmente Finanzdienstleistungen und Softwareproduktion identifiziert. Diese entsprechen der sino AG bzw. der tick-TS AG. Die Trade Haven GmbH und die sino institutional

GmbH wurden zusammengefasst unter Übrige / Sonstige ausgewiesen. Anlass zu einer regionalen / geographischen Segmentierung bestand nicht. Aufgrund der Identität von Segmenten und Gesellschaften (s. o.) war es möglich, Vermögen und Schulden sowie Erlöse und Aufwendungen nahezu vollständig den Segmenten zuzuordnen. Dies entspricht auch der Art, wie der Konzern gesteuert wird.

Sonstige Erläuterungen

(31) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn der sino AG (Einzelabschluss nach HGB) zum 30.09.2010 in Höhe von 1.820.545,36 EUR werden 233.750,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Daraus ergibt sich eine Dividende von 0,10 EUR pro Aktie. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.586.795,36 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlage in Immobilienfonds bei der sino institutional GmbH

Bei den in der Bilanz zum 30.09.2010 ausgewiesenen Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere handelt es sich um Anteile an einem Immobilienfonds. Diese wurden im laufenden Geschäftsjahr 2010 mit einem Verlust von 145 TEUR veräußert. Eine kurzfristige Veräußerung erfolgte aufgrund einer Mitteilung vom 22.10.2010 der Kapitalanlagegesellschaft dahingehend, dass sie die Rücknahme der Anteilsscheine des Immobilienfonds nicht wie angekündigt zum 30.10.2010 zum Nettoinventarwert wieder aufnehmen wird, sondern die Immobilien verkaufen wird und den Anteilsscheininhabern sukzessive nach Verkauf der Immobilien den erzielten Verkaufserlös auszahlen wird. Dieser bisher in der Geschichte

großer deutscher Immobilienfonds einmalige Vorgang stellte die Gesellschaft vor die Frage, ob sie die Anteilsscheine weiter halten soll und so langfristig sich die Aussicht auf den Erhalt des Nettoinventarwerts sichern soll oder aber die Anteilsscheine an der Börse mit einem Abschlag gegenüber dem Einstandspreis verkaufen soll. Vor dem Hintergrund, dass nicht hinreichend klar ist, über welchen Zeitraum in welchem Umfang die Anteilscheininhaber ausgezahlt werden und dem Risiko des Verfalls des Nettoinventarwertes (Preisverfall aufgrund Verkaufsdruck bei der KAG) hat sich die Gesellschaft am 02.11.2010 entschieden, die Anteilsscheine an der Börse zu verkaufen.

Erweiterung der Geschäftsleitung bei der sino AG

Die Geschäftsleitung der sino AG wurde zum 01.11.2010 um Dirk Piethe (47) erweitert. Dirk Piethe verfügt über langjährige Erfahrung im Wertpapierhandel in Deutschland und insbesondere im europäischen Ausland.

Dirk Piethe hat seine exzellente Branchenkenntnis und seine unternehmerischen Qualitäten bereits als Geschäftsleiter bei E*Trade Deutschland unter Beweis gestellt, wo er seit Gründung 1999 tätig war. Den Markteintritt des Unternehmens in Italien und in den Benelux-Ländern hat er ebenfalls erfolgreich unterstützt. Als Vorstandsvorsitzender des marktführenden Onlinebrokerage-Portals brokerjet in Österreich, das zu 100 % im Besitz der ERSTE Bank Group ist, hat Dirk Piethe u. a. seit Ende 2007 auch die Expansion in Osteuropa für rund 3 Jahre mitverantwortet. Ab November 2010 verstärkt er die sino Geschäftsleitung mit dem Fokus auf Evaluierung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und möglicher Auslandsaktivitäten.

(32) Sicherungspolitik und Finanzderivate

Das operative Geschäft sowie Finanzierungstransaktionen des sino Konzerns unterliegen Finanzrisiken. Hierbei handelt es sich um Risiken, die sich insbesondere aus Kursschwankungen ergeben.

Entsprechend dem Risikomanagementsystem des sino Konzerns wird neben einer Identifizierung, Analyse und Bewertung dieser Risiken auch über den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten deren Begrenzung vorgenommen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine Sicherungsinstrumente eingesetzt. Ein Halten solcher Instrumente zu Spekulationszwecken ist nicht zulässig.

Geschäftspartner von Unternehmen des sino Konzerns bei Kontrakten über derivative Finanzinstrumente sind ausschließlich in- und ausländische Banken mit einwandfreier Bonität. Durch diese Kontrahenten-Anforderung werden Ausfallrisiken, die darin bestehen, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, minimiert.

(33) Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat haben die jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG abgegeben und auf der Homepage der sino Aktiengesellschaft (www.sino.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

(34) Organe

Der Vorstand besteht aus zwei Personen:

Ingo Hillen, Kaufmann, (Ressorts: u. a. Finanzen und Handel)

Matthias Hocke, Kaufmann, (Ressorts: u. a. Technik und Marketing) Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:

Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei McDermott Will & Emery, Düsseldorf

Hans Hugo Hocke (stellvertretender Vorsitzender), Kaufmann, Mönchengladbach

Gerd Goetz, Bankangestellter bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Hans Hugo Hocke sowie Herr Gerd Goetz sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick-TS AG, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf 485 TEUR (Ingo Hillen 239 TEUR/ Matthias Hocke 246 TEUR). Es handelt sich hierbei um laufende Bezüge.

Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Vorstands aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen sogenannte Lebensarbeitszeitkonten, deren Gegenwert von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist und dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden soll. Die Wertpapiere sowie die in entsprechender Höhe gebildeten Rückstellungen valutieren zum 30.09.2010 in Höhe von 601 TEUR und werden saldiert ausgewiesen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden den beiden Vorständen Vorschüsse in Höhe von insgesamt 21 TEUR (Ingo Hillen: 12 TEUR, Matthias Hocke: 9 TEUR) gewährt. Zum Bilanzstichtag waren hiervon noch 0 TEUR offen.

Im Rahmen eines Optionsvertrags aus dem Jahre 2007 war die sino AG Stillhalter in Aktien der tick-TS AG. Gemäß den Vertragsbedingungen hatten die Vorstände der sino AG das Recht, jeweils 2,16 % des Grundkapitals der tick-TS AG nach Ablauf der Sperrfrist am 30.07.2010 bis zum 15.08.2010 zu einem Preis von 15,00 EUR je Aktie zu erwerben. Dieser Preis je Aktie entsprach dem von einem unabhängigen Gutachter im Geschäftsjahr ermittelten Marktwert der tick-TS AG. Die Option ist wertlos verfallen.

Darüber hinaus bestehen zwei weitere Optionsverträge zugunsten der Vorstände der sino AG, wonach die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, insgesamt jeweils 9.000 Aktien der tick-TS AG entsprechend den Bedingungen im vorgenannten Optionsvertrag liefern muss (Kaufpreis je Aktie 15,00 EUR). Insgesamt handelt es sich um jeweils 0,9 % an der tick-TS AG. Auch diese Option ist wertlos verfallen.

Der Vorstand der sino AG ist gleichzeitig Vorstand der tick-TS AG. Die Bezüge des Vorstands in der sino AG werden auf die Bezüge in der tick-TS AG angerechnet. Der Vorstand der sino AG erhält aus diesem Grund in der tick-TS AG derzeit keine Bezüge.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 47 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 20 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 15 TEUR auf Herrn Hans Hugo Hocke und 12 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

(35) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 2008/2009 2009/2010
Abschlussprüfung 139 117
sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 34 38
Steuerberatungsleistungen 0 0
sonstige Leistungen 0 0
173 155

(36) Mitteilung bestehender Beteiligungen

Der Gesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu

diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London.

Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Holding plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) »Deutsche Aktien Total Return«, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).

Der Gesellschaft wurden von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 6,36 %.

Der Gesellschaft wurden von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 5,96 %.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der sino AG halten zum 30.09.2010 keine Anteile an der Gesellschaft.

(37) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Und Personen

Die Beziehungen zwischen der sino AG und dem Vorstand und Aufsichtsrat der sino AG als ihr nahestehende Personen werden unter Tz. (34) erläutert.

Die Gesellschaften des sino Konzerns erbringen im Übrigen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen. Auch erbringen die jeweiligen Konzernbeteiligungen im Rahmen ihres Geschäftszwecks Leistungen für die sino AG. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Aufgrund des unter Tz. (36) erläuterten Beteiligungsverhältnisses ist die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, (HSBC) als nahestehendes Unternehmen der sino AG i.S.v. IAS 24 anzusehen.

Die sino AG arbeitet seit Oktober 1998 mit der HSBC im Rahmen eines Kooperationsvertrages zusammen. Dieser legt fest, dass die Kunden der sino AG oder ein Teil dieser Kunden die Anlage in Finanzinstrumenten, insbesondere in Aktien und Derivaten, sowie den Handel mit diesen Finanzinstrumenten oder Währungen über die HSBC abwickeln. Die HSBC beschränkt sich ausschließlich auf die Abwicklung der von den Kunden beauftragten Transaktionen (»execution-only«). Dieser Kooperationsvertrag ist grundsätzlich unbefristet, eine Kündigung war frühestens zum 30.06.2010 möglich. Danach ist eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten möglich.

Die sino AG ist berechtigt, mit anderen Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten bei der Abwicklung von Währungsgeschäften, Derivategeschäften und Wertpapiergeschäften an deutschen und internationalen Börsen zusammenzuarbeiten, solange mindestens 50 % der Wertpapiertransaktionen der Kunden des Vertragspartners über die HSBC abgewickelt werden.

Die sino AG erhält unmittelbar von ihren Kunden für die Übermittlung von Kundenorders kein Entgelt. Vielmehr erhält die sino AG für die Übermittlung von Kundenorders von dem jeweiligen Kooperationspartner sog. Retrozessionen. Retrozessionen sind ein Anteil an denjenigen Provisionen, die der Kooperationspartner für die wertpapiertechnische Abwicklung und Ausführung der Kundenorders von den gemeinsamen Kunden erhält. Diese Retrozessionen bilden die wesentliche Einnahmequelle der sino AG.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 erhielt die sino AG von der HSBC Retrozessionen in Höhe von 7.211 TEUR (i. V. 9.373 TEUR).

Zum 30.09.2010 bestanden Forderungen aus Retrozessionen gegenüber HSBC in Höhe von 625 TEUR (i. V. 769 TEUR).

Im Rahmen eines weiteren Kooperationsvertrages zwischen HSBC und der sino AG und der tick-TS AG vom 06.02.2007/13.03.2007 wird das Verhältnis in Bezug auf Direktkunden geregelt. Dieser Kooperationsvertrag ist grundsätzlich ebenfalls unbefristet, eine Kündigung war frühestens zum 31.12.2009 möglich. Danach ist eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres möglich.

Auf der Basis dieses Vertrags nutzen Direktkunden von HSBC eine von der tick-TS AG entwickelte Software, die von der tick-TS AG bzw. der sino AG lizenziert ist sowie weitere Leistungen der sino AG, um Transaktionsaufträge an HSBC zu leiten. Die sino AG bzw. tick-TS AG werden Direktkunden die Orderroutingsoftware, die notwendigen Server zur Weiterleitung des Auftrags an HSBC sowie die Kursdaten der gehaltenen Wertpapiere gegen Berechnung eines festen und/oder variablen Mietentgelts zur Verfügung stellen.

Die sino AG hat weitere Erträge für die in dem Kooperationsvertrag genannten Direktkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 erzielt.

Darüber hinaus bestehen aus der Bereitstellung von Software der tick-TS AG und aus dem Angebot von Dienstleistungen für HSBC zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 138 TEUR (i. V. 90 TEUR). Die gesamten Erlöse im Geschäftsjahr 2009/2010 betrugen 532 TEUR (i. V. 670 TEUR).

Von der Berichtspflicht nach IAS 24 sind außerdem folgende Geschäftsbeziehungen von Organen der sino AG bzw. der tick-TS AG erfasst:

Der Aufsichtsratsvorsitzende der sino AG, Rechtsanwalt Dr. Robert Manger, berät die sino AG umfassend in Fragen des Kapitalmarktrechts. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der sino AG wurde der übrige Aufsichtsrat über diese beratende Tätigkeit informiert und die Zustimmung zur Weiterführung derselben eingeholt. Bei rechtlichen Fragen des Aufsichtrates werden regelmäßig externe Rechtsberater zu Rate gezogen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Der Gesamtbetrag der Beratungsaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 von McDermott, Will & Emery, Rechtsanwälte Steuerberater LLP betrug 32 TEUR (i. V. 68 TEUR). Offene Salden bestehen zum Bilanzstichtag nicht (i. V. 0 TEUR).

Der Aufsichtsratvorsitzende der tick-TS AG, Rechtsanwalt Dr. Joachim Schneider berät ebenfalls sowohl die sino AG als auch die tick-TS AG seit Jahren. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der tick-TS AG wurde der übrige Aufsichtsrat über seine beratende Tätigkeit informiert und die Zustimmung zur Weiterführung derselben eingeholt. Bei rechtlichen Fragen des Aufsichtsrates werden regelmäßig externe Rechtsberater zu Rate gezogen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Der Gesamtbetrag der Beratungsaufwendungen der Kanzlei Schneider Rechtsanwalt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 betrug 42 TEUR (i. V. 51 TEUR). Offene Salden bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 0 TEUR (i. V. 8 TEUR).

Weitere berichtspflichtige Beziehungen zu nahestehenden Personen i.S.v. IAS 24 liegen nicht vor.

Düsseldorf, den 30.12.2010

Ingo Hillen Matthias Hocke

156 sino ag | geschäftsbericht 2009/2010 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.09.2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gummersbach, den 10.01.2011

NEXIA – DHPG GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

A. Stamm A. Giorgini
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 30.12.2010

Ingo Hillen Matthias Hocke

Herausgeber: sino AG | High End Brokerage Der Vorstand: Ingo Hillen, Matthias Hocke Haus der Börse Ernst-Schneider-Platz 1 40212 Düsseldorf

www.sino.de | [email protected] Telefon +49 (0)211 3611-0 Telefax +49 (0)211 3611-1136 Creative Direction: Ulrich Leschak, Jörg Waschat Text: sino AG, NEXIA DPHG GmbH, leschak.com Illustrationen: Noli Novak, www.nolinovak.com Produktion: www.qualitaner.de