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SIMONA AG Management Reports 2018

May 23, 2019

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Management Reports

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn an der Nahe

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018

Jahresabschluss 2018

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Der vorliegende Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn (kurz SIMONA AG, SIMONA oder Gesellschaft) zusammen (§ 315 Abs. 3 i. V. m. § 298 Abs. 3 HGB). Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle eines Konzernlageberichts im Geschäftsbericht des SIMONA Konzerns veröffentlicht. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der SIMONA AG. Die Informationen zur SIMONA AG sind im Wirtschaftsbericht in einem eigenen Abschnitt mit Angaben nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) enthalten.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylent erephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE), Perfluoralkoxyl (PFA), Thermoplastische Olefine (TPO), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Wesentliche Absatzmärkte

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.

Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Geschäftssegmente sind geographisch nach den Regionen

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

in den Produktbereichen

Halbzeuge und Fertigteile
Rohre und Formteile

aufgestellt.

Produktions- und Vertriebsstandorte

Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China, Indien und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die SIMONA AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz, die am Konzernumsatz mit rund 3 Prozent beteiligt ist. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2018 in drei inländischen und vier ausländischen Werken produziert. In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. In Litvinov (Tschechien) werden Rohre und Platten produziert. In Jiangmen (China) werden Platten produziert. In Archbald (Pennsylvania, USA) produziert die SIMONA AMERICA Inc. vor allem Platten. Die Boltaron Inc. stellt in ihrem Werk in Newcomerstown (Ohio, USA) Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen und den Bereich Building her. Darüber hinaus produziert die im August 2018 erworbene SIMONA PMC, LLC in Findlay (Ohio, USA) Platten vor allem aus Thermoplastischen Olefinen (TPO) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) für Tiefziehanwendungen.

Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 08. Juni 2018 dem Vorschlag zur gesellschaftsrechtlichen Neustrukturierung der SIMONA AG zugestimmt. Die Produktion wird organisatorisch eindeutig von Verwaltung, Vertrieb und Logistik getrennt. Die Produktionen in Kirn und in Ringsheim sind mit Wirkung vom 01. Januar 2018 jeweils in eine GmbH & Co. KG als 100%ige Tochtergesellschaften der SIMONA AG übertragen und ausgegliedert worden.

Leitung und Kontrolle der SIMONA AG

Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorsitzender), Dirk Möller (stellvertretender Vorsitzender) und Fredy Hiltmann (bis 30. Juni 2018).

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler (Vorsitzender), Roland Frobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Roland Reber, Joachim Trapp (bis 31. Mai 2018), Martin Bücher (seit 08. Juni 2018) sowie als Arbeitnehmervertreter Andy Hohlreiter und Markus Stein.

1.2 Ziele und Strategien

Der SIMONA Konzern versteht sich als global agierender Lösungsanbieter für Kunststoffanwendungen, der sich stets am Nutzen für den Kunden orientiert. Der SIMONA Konzern will Umsatz und Ertrag kontinuierlich steigern, sein Wachstum selbst gestalten und unabhängig bleiben. Im Geschäftsjahr 2018 ist SIMONA dem strategischen Ziel "SIMONA500", einem jährlichen Konzernumsatz von 500 Mio. EUR, ein weiteres Stück nähergekommen. Das Umsatzwachstum soll organisch und über Akquisitionen erzielt werden. Eine EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent ist das langfristige Ziel für den Konzern.

SIMONA hat drei strategische Kernbereiche definiert, um die Umsatz- und Ergebnisziele langfristig zu erreichen:

Innovationskraft steigern
Stärkeres Wachstum in den Emerging Markets
Operative Exzellenz

Insbesondere im Kernmarkt Europa soll SIMONA in neuen Anwendungen und Märkten wachsen. In den Emerging Markets stellt SIMONA das Wachstum im Raum Asien-Pazifik in den Mittelpunkt der Aktivitäten, um in dieser Region eine signifikante Marktposition zu erreichen. Das Ziel der operativen Exzellenz versteht SIMONA als eine kontinuierliche Produktivitätssteigerung in allen Werken und allen Prozessen. In 2018 wurde die strategische Position der Division Rohre und Formteile detailliert untersucht. Es wurde ein Konzept entwickelt, um den Umsatz bis 2022 auf über 100 Mio. EUR zu steigern. Dazu wird in Fertigung, die Entwicklung neuer Produkte und Personal zur Marktbearbeitung investiert. In den USA wird die gesellschaftsrechtliche Struktur zum 01. Januar 2019 unter der neu gegründeten Gesellschaft SIMONA AMERICA Group, Inc., optimiert.

1.3 Steuerungssystem

Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Management-Systems und die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmensziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert.

Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA. Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen) ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT addiert werden.

Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens im Konzern jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (zum Capital Employed werden immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, finanzielle Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gerechnet).

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Belegschaft sowie das Qualitätsmanagement herangezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. In Innovationskreisen werden neue Produktideen mit Hilfe eines Stage-/Gate-Prozesses bewertet, priorisiert und zur Marktreife geführt. Kennzahl ist der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der in 2018 weiter erhöht werden konnte. Das ist vor allem durch neue Produktvarianten sowie durch eine Erweiterung des Formteilprogramms gelungen.

In der Verfahrensentwicklung und Produktion lag der Schwerpunkt auf der Modernisierung der Messtechnik und dem Ausbau von Kapazitäten. Im Technologiezentrum am Stammsitz in Kirn wurde die Trocknungs-, Förder- und Dosiertechnik modernisiert und auf alle Anlagen erweitert. Im US-amerikanischen Werk in Archbald wurde in die Erhöhung der Ausstoßleistung für spezielle Produktlinien und in Automatisierungstechnologien zur Vereinfachung des Handlings investiert. Des Weiteren wurde die Lagerkapazität erweitert. Im US-amerikanischen Werk in Newcomerstown wurde im dritten Quartal 2018 eine weitere Extrusionslinie in Betrieb genommen, um die hohe Nachfrage nach Produkten für die Flugzeuginnenausstattung bedienen zu können. Des Weiteren wurde eine vollautomatisierte Mischanlage in Betrieb genommen. Im chinesischen Werk in Jiangmen wurde ebenfalls eine neue Plattenextrusionslinie in Betrieb genommen, um die Kapazität zu erweitern. Außerdem wurden Investitionen in die Qualitätsverbesserung bei der Fertigung von Mehrschichtplatten für Automotive-Anwendungen getätigt.

Im Produktbereich Halbzeuge hat SIMONA mit der Einführung von Produkten aus FEP mit Glaskaschierung das Lieferprogramm für Auskleidungen im schweren Korrosionsschutz komplettiert und erste Projekte gewinnen können. SIMONA®FEP zeichnet sich durch besondere Antihafteigenschaften aus und trägt dazu bei, Zykluszeiten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Die Produktentwicklung der PVC-freien Variante einer Trägerplatte für Bodenbeläge wurde erfolgreich abgeschlossen.

Im Produktbereich Rohre und Formteile lag der Fokus auf Effizienzsteigerung durch Automatisierung und technologische Erneuerung. Dazu wurden die Fertigungsmöglichkeiten der Kunststoffwerkstatt in einer im Vorjahr errichteten Halle in Deutschland ausgebaut. Darüber hinaus wurden das Produktportfolio großer Formteile und die Maschinenkapazität im Spritzguss erweitert. Es wurden spezielle Rohrtypen auf Basis von neuen Rohrmaterialien entwickelt, um optimale Lösungen für verschiedene Anwendungsgebiete bieten zu können, wie beispielsweise PE Rohre mit höherer Temperaturdauerfestigkeit für die Verlegung von Hochspannungskabeln, PP Rohre mit hohem E-Modul für die Vortriebstechnik in der Sanierung sowie spezielle PA Rohre für den Gastransport bis 16 bar Druckbelastbarkeit.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 4.023 TEUR (Vorjahr 4.451 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird 2018 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 3,7 Prozent betragen, nach 3,8 Prozent im Vorjahr. Das Wachstum hatte sich in der zweiten Jahreshälfte in vielen Volkswirtschaften jedoch deutlich abgeschwächt.

Die deutsche Wirtschaft ist 2018 im neunten Jahr in Folge gewachsen, auch wenn der Aufschwung an Dynamik eingebüßt hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 1,4 Prozent (2017: 2,2 Prozent) gestiegen. Treiber waren vor allem der inländische Konsum sowie die Investitionen. In Ausrüstungen wurden 4,5 Prozent mehr investiert als im Vorjahr. Die Bauinvestitionen stiegen um 3 Prozent.

Nach einer ersten Schätzung der Europäischen Kommision, Eurostat, stieg das BIP im Euroraum 2018 um 1,8 Prozent und damit deutlich geringer als 2017 (2,5 Prozent).

Die Wirtschaft in den USA ist nach ersten Berechnungen um 2,9 Prozent gewachsen und damit deutlich höher als im Vorjahr (+2,3 Prozent). Getragen wurde das Wachstum vor allem vom privaten Konsum und einer deutlichen Ausweitung der Investitionen.

Die chinesische Wirtschaft ist um 6,6 Prozent gewachsen, nach 6,9 Prozent im Vorjahr. Damit liegt das Wachstum zwar im Rahmen der staatlichen Zielvorgabe von 6,5 Prozent, bedeutet aber gleichzeitig den schlechtesten Wert seit fast drei Jahrzehnten. Der drohende Handelskrieg mit den USA verbunden mit langfristigeren Faktoren, wie dem hohen Kreditwachstum, hat zunehmend für Zurückhaltung bei Verbrauchern und Unternehmen geführt.

Die Kunststoffverarbeitung in Deutschland blickt auf ein weiteres Wachstumsjahr zurück. 2018 sind die Umsatzerlöse nach Angaben des Branchenverbandes GKV um insgesamt 3,1 Prozent auf 65,7 Mrd. EUR (Vorjahr 63,7 Mrd. EUR) gestiegen. Damit ist die Kunststoff verarbeitende Industrie in etwa doppelt so stark gewachsen wie das BIP. Getrieben wurde das Wachstum von den Bereichen Bau, Konsum und Verpackung, während sich die technischen Teile aufgrund der schwächeren Automobilkonjunktur verhaltener entwickelten. Die Inlandsumsätze sind mit 2,4 Prozent in geringerem Maße gestiegen als die Auslandsumsätze (3,8 Prozent).

Von einem positiven Jahr 2018 für die chemisch-pharmazeutische Industrie berichtet der Branchenverband VCI. Sowohl Produktion (+3,6 Prozent) als auch Umsatz (+4,1 Prozent) legten zu. Allerdings hat sich die Stimmung im letzten Quartal deutlich abgekühlt.

Die Produktion im deutschen Maschinenbau ist 2018 deutlich unter den Erwartungen geblieben. Das Wachstum beträgt nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts 2 Prozent und liegt damit deutlich unter den vom Branchenverband VDMA angepeilten 5 Prozent. Eine negative Entwicklung im November und Dezember war dafür verantwortlich. Nach zehn Monaten hatte das Produktionsplus noch bei 3,7 Prozent gelegen.

Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie meldet für den Zeitraum Januar bis November 2018 ein Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 10,7 Prozent (nominal, Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten). Damit ist die starke Baukonjunktur ungebrochen bei einem nach wie vor hohen Auftragseingang.

Der weltweite Markt für Flugzeuginneneinrichtungen wächst nach Berechnungen der Market Intelligence Agentur Counterpoint jährlich um 5,6 Prozent. Eine nach wie vor starke Nachfrage nach neuen Flugzeugen, insbesondere in Asien, ist einer der großen Wachstumstreiber.

2.2 Geschäftsverlauf SIMONA Konzern

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umsatzerlöse von insgesamt 417,9 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 394,1 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 6,0 Prozent. Die Umsatzentwicklung war insbesondere geprägt von einem deutlichen Wachstum in den USA, zum einen durch eine gute Entwicklung in den Bereichen Aviation und Industrieprodukte und zum anderen durch die Akquisition des auf Tiefziehprodukte spezialisierten Unternehmens PMC. In Europa wurde insgesamt eine moderate Umsatzsteigerung erzielt. Während sich die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sehr positiv entwickelte, litt die Region Westeuropa unter einer schwachen Konjunktur in Italien und Frankreich. Asien entwickelte sich nach der deutlichen Umsatzsteigerung im Vorjahr stabil. Das Wettbewerbsumfeld blieb in allen Regionen und Produktgruppen unverändert intensiv. Die im Rahmen des Konzernlageberichtes des Vorjahres sowie des Halbjahresberichtes 2018 für das Geschäftsjahr 2018 abgegebene Umsatzprognose von 405 bis 410 Mio. EUR wurde akquisitionsbereinigt erreicht.

Vorbemerkung

Der SIMONA Konzern hat Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung bisher vollständig in den sonstigen Erträgen und Aufwendungen gezeigt. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden die Währungseffekte aus der Finanzierungstätigkeit zur besseren Darstellung des operativen Ergebnisses im Finanzergebnis ausgewiesen. Insofern sind die Vorjahreswerte, wie sie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 ausgewiesen wurden, nicht mit den diesjährigen Werten vergleichbar und wurden entsprechend angepasst (siehe Anhang zum Konzernabschluss Ziffer [2]).

Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern beträgt 33,2 Mio. EUR und liegt damit über dem Vorjahreswert von 31,1 Mio. EUR. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 8,0 Prozent (Vorjahr 7,9 Prozent). Die prognostizierte EBIT-Marge von 7 bis 9 Prozent wurde somit erreicht. Das EBITDA hat sich von 45,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 48,4 Mio. EUR verbessert. Damit ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte EBITDA-Marge von 11,6 Prozent.

EBIT

* siehe Vorbemerkung

Der Konzern-ROCE lag mit 10,9 Prozent am oberen Ende des Zielwertes, aber unter dem Vorjahreswert von 11,6 Prozent.

Europa

Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind um 1,6 Prozent auf 273,5 Mio. EUR (Vorjahr 269,2 Mio. EUR) gestiegen, hauptsächlich aufgrund einer guten Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile sowie einer Steigerung im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile in Zentraleuropa. In Deutschland lag der Umsatz mit 102,8 Mio. EUR leicht über Vorjahresniveau. In Westeuropa ist der Umsatz aufgrund eines geringeren Projektgeschäfts und einer schwachen Entwicklung in Frankreich und Italien zurückgegangen. In Osteuropa konnte ein Umsatzplus erzielt werden. Der Anteil der Region Europa am Gesamtumsatz hat sich aufgrund der Steigerung der Umsatzerlöse in der Region "Amerika" von 68,2 auf 65,4 Prozent weiter reduziert. Das EBIT im Segment "Europa" ist von 15,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 14,8 Mio. EUR leicht zurückgegangen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind durch die Akquisition der Tochtergesellschaft Premier Material Concepts und durch die gute Entwicklung im Aviation-Markt sowie der Industrieprodukte um insgesamt 20,6 Prozent auf 114,2 Mio. EUR deutlich gestiegen (Vorjahr 94,7 Mio. EUR). Ohne die Akquisition wären die Umsatzerlöse um rund 11 Prozent gestiegen. Die SIMONA AMERICA Inc. konnte im abgelaufenen Jahr die Marktanteile im Industriegeschäft weiter ausbauen und den Umsatz im Bereich Semicon deutlich steigern. Die Boltaron Inc. partizipierte vom weiterhin starken Aviation-Markt und steigerte den Umsatz im Segment "Aviation and Specialty Products". Insgesamt wurde das Umsatz- und Ergebnisziel für 2018 von beiden Gesellschaften übertroffen. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist von 24,0 auf 27,4 Prozent gestiegen. Das Segment "Amerika" hat ein EBIT von 17,9 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr 15,7 Mio. EUR). In den US-amerikanischen Werken wurde die Produktivität weiter verbessert.

Asien und Pazifik

Der Umsatz in der Region "Asien und Pazifik" stagnierte nach dem signifikanten Umsatzzuwachs im Vorjahr bei 30,2 Mio. EUR im Berichtsjahr (Vorjahr 30,2 Mio. EUR). Der Anteil der Region am Gesamtumsatz hat daher von 7,7 auf 7,2 Prozent abgenommen. Im Segment "Asien und Pazifik" wurde trotz negativer Währungseinflüsse (-0,2 Mio. EUR) ein EBIT von 0,8 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 0,0 Mio. EUR).

UMSATZ NACH REGIONEN

nach Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile knüpfte im Geschäftsjahr 2018 an die gute Entwicklung des Vorjahres an und erzielte ein Umsatzplus von 6,3 Prozent auf 333,7 Mio. EUR (Vorjahr 313,8 Mio. EUR). Das Umsatzwachstum war hauptsächlich getrieben vom Industrie- und Aviationgeschäft in Nordamerika. Der PVC-Schaumbereich litt unter der intensiven Wettbewerbssituation. Das Geschäft mit Voll- und Hohlstäben verzeichnete Umsatzzuwächse. Mit dem Ausbau des Produktprogramms an Fluorpolymeren konnte das Geschäft weiter zulegen.

Der Produktbereich Rohre und Formteile hat die Umsatzziele im Geschäftsjahr erreicht und ist um 4,9 Prozent auf 84,2 Mio. EUR (Vorjahr 80,3 Mio. EUR) gewachsen. Treiber waren eine positive globale Entwicklung im Industriegeschäft sowie im Infrastrukturgeschäft, primär in Deutschland und Osteuropa. Auch die Investitionen zur Programmerweiterung von Formteilen trugen bei international ausgerichteter Vermarktung dieser Produkte zum Wachstum des Produktbereichs bei.

UMSATZ NACH PRODUKTBEREICHEN (in Mio. EUR)

Auftragslage

Der Auftragswert beläuft sich im Konzern auf 51,0 Mio. EUR (Vorjahr 40,0 Mio. EUR); davon entfallen auf die SIMONA AG 24,1 Mio. EUR (Vorjahr 21,4 Mio. EUR).

2.3 Ertragslage

Ergebnis

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) ist um 6,8 Prozent von 31,1 Mio. EUR auf 33,2 Mio. EUR gestiegen. Die EBIT-Marge beträgt 8,0 Prozent und liegt damit leicht über dem Vorjahreswert von 7,9 Prozent.

Im Zuge des Umsatzwachstums hat sich das Rohergebnis 2018 (Umsatz, Sonstige Erträge, Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) um 10,8 Mio. EUR auf 197,1 Mio. EUR erhöht und entspricht 47,2 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 47,3 Prozent).

In die Ergebnisrechnung ist eine Bestandserhöhung von 7,3 Mio. EUR analog zum Vorjahr (7,2 Mio. EUR) eingeflossen.

Die Sonstigen Erträge betragen 4,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).

Die Rohstoffnotierungen sind im Laufe des Jahres 2018 weiter gestiegen, bevor sie zum Jahresende nachgaben. Der Materialaufwand beträgt 233,0 Mio. EUR (Vorjahr 219,3 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Umsatzanstieg proportional gestiegen. Die Kosten für Energie sind im Vorjahresvergleich weiter gestiegen.

Der Personalaufwand beträgt 78,8 Mio. EUR (Vorjahr 74,8 Mio. EUR) und hat sich um insgesamt 5,3 Prozent erhöht. Die Veränderung resultiert vor allem aus dem Personalaufbau bei Boltaron und der erstmaligen Konsolidierung der US-Akquisition von PMC.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 15,1 Mio. EUR (Vorjahr 14,4 Mio. EUR).

Die Sonstigen Aufwendungen sind um 6,0 Prozent auf 70,0 Mio. EUR (Vorjahr 66,0 Mio. EUR) gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Vertrieb, Ausgangsfrachten und Verwaltung.

Analog zum höheren Ergebnis vor Steuern (EBT) haben sich die Ertragsteuern von 7,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,0 Mio. EUR erhöht. Die Konzernsteuerquote liegt im Berichtsjahr bei 24,9 Prozent (Vorjahr 28,9 Prozent).

Segmentbezogene Angaben

Im Segment Europa haben die einzelnen Verkaufsgesellschaften positive Ergebnisse erwirtschaftet. Vor allem die Tochtergesellschaft in Spanien und die osteuropäischen Vertriebs- und Produktionsgesellschaften erzielten im Vorjahresvergleich teils deutlich höhere Ergebnisbeiträge. Der Materialaufwand ist analog zum Umsatzanstieg sowie insgesamt höheren Rohstoffkosten von 162,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 165,6 Mio. EUR angestiegen. Der Personalaufwand liegt mit 55,9 Mio. EUR 2,2 Prozent über Vorjahresniveau. Die Sonstigen Aufwendungen betragen 46,0 Mio. EUR (Vorjahr 44,9 Mio. EUR).

Im Segment Amerika haben die Tochtergesellschaften insgesamt einen deutlich gestiegenen Ergebnisbeitrag erzielt. Der Materialaufwand in Höhe von 53,6 Mio. EUR (Vorjahr 43,0 Mio. EUR) hat sich hauptsächlich durch die erstmalige Konsolidierung der Akquisition PMC und das gestiegene Absatzvolumen erhöht. Der Personalaufwand beträgt 19,7 Mio. EUR (Vorjahr 17,1 Mio. EUR). Die Sonstigen Aufwendungen in Höhe von 19,3 Mio. EUR liegen mit 2,1 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Das Segment Asien und Pazifik hat einen positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 0,8 Mio. EUR geleistet. Das Werk in China konnte das bereits im Vorjahr gute Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und EBITDA nochmals leicht steigern. Der Personalaufwand und die sonstigen Aufwendungen liegen über dem Vorjahr. Die Verkaufsgesellschaften im Segment Asien und Pazifik verzeichneten im Vorjahresvergleich Ergebnisrückgänge.

2.4 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2018 beträgt 400,9 Mio. EUR und liegt insbesondere durch den Unternehmenszukauf in den USA deutlich über dem Vorjahr (363,4 Mio. EUR).

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen die Geschäfts- und Firmenwerte aus den US-Akquisitionen. Sie sind, hauptsächlich durch den Unternehmenszukauf in den USA sowie die USD-Entwicklung, um insgesamt 9,7 Mio. EUR auf 39,1 Mio. EUR angestiegen.

Die Sachanlagen sind mit 129,1 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr 114,4 Mio. EUR). Im Anstieg von 14,7 Mio. EUR spiegelt sich hauptsächlich die US-Akquisition wider. Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 16,9 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 13,5 Mio. EUR.

Die Vorräte belaufen sich insgesamt auf 92,4 Mio. EUR (Vorjahr 78,0 Mio. EUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von 34,0 Mio. EUR liegen über dem Vorjahr (28,6 Mio. EUR). Die Fertigen Erzeugnisse und Waren sind überwiegend mengen- und preisbedingt von 48,1 Mio. EUR auf 56,5 Mio. EUR gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 7,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 64,0 Mio. EUR erhöht.

Die kurz- und langfristigen Sonstigen Vermögenswerte sowie Ertragsteuerforderungen betragen 10,7 Mio. EUR (Vorjahr 5,5 Mio. EUR).

Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte betragen 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR).

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist zum Bilanzstichtag durch ein im Vorjahresvergleich gestiegenes Eigenkapital sowie eine Erhöhung des lang- und kurzfristigen Fremdkapitals geprägt.

Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 220,7 Mio. EUR (Vorjahr 202,3 Mio. EUR) und konnte damit weiter ausgebaut werden. Darin enthalten sind im Wesentlichen ein Periodenergebnis 2018 in Höhe von 24,3 Mio. EUR und eine Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2018 von 7,2 Mio. EUR. Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des gefallenen Zeitwertes des Planvermögens wurde das Konzerneigenkapital erfolgsneutral um 4,1 Mio. EUR gemindert. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag aufgrund der überproportional angestiegenen Bilanzsumme von 56 Prozent auf 55 Prozent leicht zurückgegangen.

EIGENKAPITAL (in Mio. EUR)

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen sind mit 106,1 Mio. EUR höher dotiert (Vorjahr 99,2 Mio. EUR). Aufgrund des gefallenen Zeitwertes des Planvermögens bei gleichzeitig leicht angestiegenem IAS-Rechnungszins auf 1,90 Prozent (Vorjahr 1,80 Prozent) sind die Pensionsrückstellungen deutlich angestiegen.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 21,0 Mio. EUR und sind damit höher als im Vorjahr (11,1 Mio. EUR). Der Vorjahreswert liegt unter den üblichen Stichtagswerten, da zum Jahresende 2017 im Vorfeld der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung Lieferantenrechnungen vor Fälligkeit beglichen wurden.

Die lang- und kurzfristigen Sonstigen finanziellen Schulden betragen 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR).

Die Sonstigen Schulden liegen mit 15,7 Mio. EUR knapp über dem Vorjahr und umfassen im Wesentlichen Tantiemen und Mitarbeiterprämien sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften.

Die langfristigen (3,4 Mio. EUR) und kurzfristigen (2,0 Mio. EUR) Sonstigen Rückstellungen liegen auf Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 16,9 Mio. EUR (Vorjahr 15,3 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Produktionsstandorten in Deutschland, USA und Asien. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Sachanlageinvestitionen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR) getätigt.

2.5 Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das primäre Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Finanzkraft des SIMONA Konzerns. Als wichtigste Aufgabe wird die ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft sowie für Investitionen angesehen. Das Finanzmanagement ist zentral in der Muttergesellschaft organisiert. Den weltweiten Liquiditätsbedarf im Konzern deckt SIMONA überwiegend mittels konzerninterner Finanzierung über Ausleihungen oder Darlehen. Zudem bestehen fest zugesagte Kreditlinien. Liquiditätsüberschüsse werden risiko- und renditeoptimiert am Geld- oder Kapitalmarkt in Euro oder Fremdwährung angelegt.

Finanzierungsanalyse

Die langfristigen Finanzschulden betreffen KfW-Darlehen und sind aufgrund der planmäßigen Tilgung um 3,4 Mio. EUR auf 15,3 Mio. EUR zurückgegangen. Kurzfristige Finanzschulden bestanden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 3,4 Mio. EUR und umfassen den kurzfristigen Anteil der KfW-Darlehen.

Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine zu bilanzieren.

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 17,0 Mio. EUR (Vorjahr 18,6 Mio. EUR).

Cashflow

Im Geschäftsjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 34,8 Mio. EUR (Vorjahr 19,2 Mio. EUR). Der Anstieg des Mittelzuflusses resultiert saldiert im Wesentlichen aus dem höheren Vorsteuerergebnis, dem Aufbau von Vorräten und höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -39,8 Mio. EUR (Vorjahr -13,8 Mio. EUR) und enthält im Wesentlichen den Erwerb der neuen US-Tochtergesellschaft sowie Investitionen in Sachanlagen. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -10,9 Mio. EUR (Vorjahr -11,0 Mio. EUR) und ergibt sich hauptsächlich aus der planmäßigen Tilgung der KfW-Mittel sowie dem Abfluss der Dividende.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 52,5 Mio. EUR (Vorjahr 68,0 Mio. EUR) bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankeinlagen. Die Veränderung von -15,5 Mio. EUR (Vorjahr -6,7 Mio. EUR) resultiert aus dem Mittelzufluss der operativen Geschäftstätigkeit sowie hauptsächlich aus dem Mittelabfluss aus dem Unternehmenszukauf in USA und für Sachinvestitionen sowie der Finanzierungstätigkeit. Die Entwicklung ist im Detail in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Finanzielle Verpflichtungen

Kurzfristige Verpflichtungen entstehen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben in Höhe von 14,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,7 Mio. EUR) sowie aus Rohstoffbestellungen über 12,1 Mio. EUR (Vorjahr 14,2 Mio. EUR). Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,8 Mio. EUR) entstehen aus operativen Miet- und Leasingverträgen. Davon sind 0,9 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig.

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 1,9 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR ergibt sich für das Berichtsjahr insgesamt ein Finanzergebnis von -1,4 Mio. EUR (Vorjahr -6,7 Mio. EUR). Darin enthalten ist erstmalig im Geschäftsjahr 2018 das Ergebnis aus Währungsumrechnung (0,6 Mio. EUR, Vorjahr -4,6 Mio. EUR).

2.6 Geschäftsverlauf der SIMONA AG

Vorbemerkung

Durch Beschluss der Hauptversammlung der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, vom 08. Juni 2018 wurde der Betriebsteil Halbzeuge auf die SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn, sowie der Betriebsteil Rohre und Formteile auf die SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim, aufgrund Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 11. Juni 2018 im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG rückwirkend zum 01. Januar 2018 zu Buchwerten übertragen. Die Eintragung der Ausgliederung im Handelsregister erfolgte per 01. August 2018.

Aufgrund der Ausgliederung ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nicht gegeben. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurde in der Bilanz die Spalte "31.12.2018 vor Ausgliederung" sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung die Spalte "2018 vor Ausgliederung" zusätzlich aufgenommen. Aufrechnungseffekte wurden entsprechend eliminiert. Ungeachtet der Ist-Zahlen 2018 beziehen wir uns insofern auf die vergleichbaren Werte "vor Ausgliederung 2018". Die SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn, ist aufgrund der bereits Ende 2017 erfolgten Übertragung hierin nicht mehr enthalten.

Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG war hauptsächlich geprägt von einer deutlichen Steigerung des Geschäfts im Bereich Rohre und Formteile sowie einem verhaltenen Gesamtmarkt im Bereich Halbzeuge und Fertigteile.

Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 271,5 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 268,6 Mio. EUR). Das entspricht einem Umsatzanstieg von 1,1 Prozent. Das Umsatzziel von 272 Mio. EUR wurde damit fast erreicht.

Deutschland

Insbesondere aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 4,1 Prozent auf 97,5 Mio. EUR (Vorjahr 93,7 Mio. EUR) gestiegen.

Übriges Europa und Afrika

In der Region "Übriges Europa und Afrika" waren die Umsatzerlöse in Höhe von 151,6 Mio. EUR leicht rückläufig (Vorjahr 152,8 Mio. EUR).

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben sich auf 6,1 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 5,3 Mio. EUR).

Asien und Pazifik

Die Region "Asien & Pazifik" verzeichnete im Vorjahresvergleich einen leichten Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf 16,3 Mio. EUR.

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile verzeichnete ein Umsatzminus von 1,6 Prozent auf 188,0 Mio. EUR (Vorjahr 191,0 Mio. EUR). Im Produktbereich Rohre und Formteile dagegen hat der Umsatz von 75,4 Mio. EUR um 5,8 Prozent auf 79,8 Mio. EUR zugelegt.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis der SIMONA AG ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 2,8 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent) erwirtschaftet. Der Zielwert der EBIT-Marge (5 bis 6 Prozent) wurde damit nicht erreicht. Das EBITDA nach IFRS hat sich von 17,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 14,9 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge beträgt 5,5 Prozent nach 6,6 Prozent im Vorjahr (Zielwert 8 bis 9 Prozent). Der ROCE nach IFRS liegt mit 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 6,4 Prozent sowie unter dem Zielwert (6 bis 7 Prozent).

Das gesunkene EBIT und EBITDA ist auf höhere Aufwendungen für Vertrieb sowie gestiegene Personalkosten zurückzuführen. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 in Bezug auf Umsatz und Ergebnis nur bedingt zufriedenstellend.

Das EBIT der SIMONA AG leitet sich im Wesentlichen wie folgt von IFRS nach HGB über:

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in Mio. EUR 2018 2017
EBIT nach IFRS 7,7 9,1
Bestandsveränderung Vorräte 4,0 -1,6
Materialaufwand -11,3 0,9
Personalaufwand (Pensionen) 5,5 5,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1,4 1,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,9 3,0
Sonstige Veränderungen 1,8 -0,3
EBIT nach HGB 10,0 18,3

2.7 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der SIMONA AG (HGB)

Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt 103,8 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um 1,1 Prozent verringert. Die Rohertragsmarge ist von 39,1 Prozent im Vorjahr auf 38,2 Prozent gesunken. Der Materialaufwand hat sich insbesondere aufgrund verteuerter Rohstoff- und Energiekosten um 2,5 Prozent erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR).

Der Personalaufwand beträgt 44,5 Mio. EUR und ist damit im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent gestiegen. Während die Personalkosten um 3,5 Prozent angestiegen sind, liegen die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung unter dem Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 5,9 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 43,0 Mio. EUR im Vorjahresvergleich um 9,8 Prozent auf 47,2 Mio. EUR gestiegen. Insbesondere für die Miete von Betriebsgebäuden sowie Ausgangsfrachten und Verpackungsmaterial sind mehr Aufwendungen entstanden. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen 5,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,7 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen (5,2 Mio. EUR, Vorjahr 4,2 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) nach HGB von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr 18,3 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 3,7 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent) erwirtschaftet. Im Vorjahresergebnis war eine Sonderausschüttung in Höhe von 5,0 Mio. EUR aus der tschechischen Tochtergesellschaft SIMONA Plast-Technik enthalten. Das EBITDA beträgt 15,8 Mio. EUR (Vorjahr 25,1 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge beträgt 5,8 Prozent nach 9,4 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 10,4 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr war insbesondere geprägt durch eine verringerte Rohertragsmarge aufgrund höherer Materialaufwendungen sowie höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich um 9,6 Mio. EUR auf 284,3 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt 156,6 Mio. EUR und ist hauptsächlich durch die Ausleihungen zur Finanzierung der US-Akquisition um 20,4 Mio. EUR angestiegen.

Das Sachanlagevermögen hat sich um 2,6 Mio. EUR auf 40,6 Mio. EUR erhöht. Mit Wirkung vom 01. Januar 2018 wurde im Zuge der Ausgliederung der Produktion Sachanlagevermögen zum Buchwert von 30,7 Mio. EUR gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten übertragen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind auf Basis des Vorjahresvergleichs unverändert.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 42,1 Mio. EUR (Vorjahr 24,2 Mio. EUR) betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien. Die Tochtergesellschaft in Amerika hat im Berichtsjahr Finanzmittel zur Finanzierung der US-Akquisition von PMC in Höhe von 22,1 Mio. EUR erhalten sowie Darlehen in Höhe von 4,6 Mio. EUR zurückgezahlt.

Der Vorratsbestand hat um insgesamt 1,1 Mio. EUR auf 40,3 Mio. EUR zugenommen. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial (14,3 Mio. EUR), unfertigen Erzeugnissen (0,3 Mio. EUR) und Fertigerzeugnissen und Waren (25,6 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen und Waren haben sich im Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 1,0 Mio. auf 22,3 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Vorjahresvergleich um 4,8 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR zugenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 6,9 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR).

Insgesamt werden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 56,2 Mio. EUR zum Jahresende bilanziert und liegen damit um 8,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (48,2 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel sind um 20,2 Mio. EUR von 50,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 30,6 Mio. EUR zum Bilanzstichtag zurückgegangen. Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus dem Abfluss aus der Darlehensgewährung an die US-Tochter zur Finanzierung der US-Akquisition, aus der Tilgung von KfW-Darlehen sowie der Dividendenzahlung.

Finanzlage

Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vorjahresvergleich um 3,1 Mio. EUR auf 185,2 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 65 Prozent knapp unter dem Vorjahr (66 Prozent). Hauptgründe sind das im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Jahresergebnis sowie ein erhöhtes Fremdkapital.

Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung des IFRS-Konzernergebnisses und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.

Die Summe der Rückstellungen beträgt 59,2 Mio. EUR (Vorjahr 57,5 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich insgesamt mit 1,0 Mio. EUR höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 48,2 Mio. EUR. Der Abzinsungssatz hat sich auf 3,21 Prozent verringert (Vorjahr 3,68 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 10,8 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 9,6 Mio. EUR).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um 4,8 Mio. EUR auf insgesamt 39,8 Mio. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 10,8 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR). Der Vorjahreswert liegt unter den üblichen Stichtagswerten, da zum Jahresende 2017 im Vorfeld der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung Lieferantenrechnungen vor Fälligkeit beglichen wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit 6,9 Mio. EUR knapp über dem Vorjahreswert und betreffen hauptsächlich Warenlieferungen der Tochtergesellschaft in Tschechien.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 18,7 Mio. EUR (Vorjahr 22,1 Mio. EUR) und betreffen langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln. Vertragsgemäß wurden 3,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr zurückgezahlt. Zum Jahresende wurde die kurzfristige Rahmenkreditlinie wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Die KfW-Darlehen werden zu festen Zinssätzen verzinst und sind vertragsgemäß vierteljährlich zu tilgen. Die Mittelverwendung dient der Finanzierung von langfristigen Innovationsprogrammen im Inland. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.

Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht beanspruchte Rahmenkreditlinien in Höhe von 16,0 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der SIMONA AG betragen im Berichtsjahr 8,1 Mio. EUR (Vorjahr 7,1 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland. Insgesamt wurden Netto-Investitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR) getätigt.

Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen 11,7 Mio. EUR, aus Rohstoffbestellungen 4,4 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Liquiditätsanalyse

Die liquiden Mittel der SIMONA AG betragen am Bilanzstichtag 30,6 Mio. EUR (Vorjahr 50,8 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Die Abnahme ist hauptsächlich auf Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit (Darlehensgewährung an die US-Tochter zur Finanzierung der US-Akquisition, Tilgung von Darlehen und der Dividendenzahlung) zurückzuführen.

2.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

SIMONA misst die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen europaweiter Befragungen. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA.

Die letzte umfassende Kundenzufriedenheitsstudie in Europa fand in 2017 statt. Die Auswertung zeigte eine erneut hohe Gesamtzufriedenheit (86,1 Prozent) und Weiterempfehlungsrate (87,4 Prozent). Damit haben die Kunden das durch vorherige Befragungen erreichte Niveau bestätigt. Im Vergleich zur letzten Analyse konnten in allen Produktbereichen bessere Werte bei Serviceleistungen wie Innen- und Außendienst, kaufmännische Auftragsabwicklung, Lieferung und Versand sowie anwendungstechnischer Beratung erzielt werden. Weitere Verbesserungspotenziale sehen die Kunden in einigen Aspekten des SIMONA Schulungsprogramms, des Internetauftritts sowie der Reklamationsbearbeitung.

Mitarbeitende

Zum 31.12.2018 hat der SIMONA Konzern 1.413 (Vorjahr 1.289) Mitarbeitende beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeitenden ist vor allem in den USA gestiegen, zum einen aufgrund der Akquisition des Unternehmens PMC sowie Personaleinstellungen bei Boltaron und SIMONA AMERICA. In Deutschland ist die Zahl der Mitarbeitenden ebenfalls gestiegen. Im restlichen Europa liegt die Zahl der Beschäftigten in etwa auf Vorjahresniveau.

Die Beschäftigtenzahl in der SIMONA AG ist zum Jahresende auf 805 gestiegen (31.12.2017: 778). Die Anzahl der Beschäftigten in der SIMONA AG enthält für 2018 die Mitarbeitenden der neu gegründeten Produktionsgesellschaften in Kirn und Ringsheim.

Die Zahl der Auszubildenden ist 2018 deutlich gestiegen. 56 Jugendliche (Vorjahr 45) absolvierten (Stand Dezember 2018) eine Ausbildung in einem der elf technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. Zehn junge Menschen befanden sich 2018 in einem von SIMONA geförderten berufsintegrierten/dualen Studiengang oder einer geförderten Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Bachelor.

Schwerpunkte der Weiterbildungsaktivitäten für Mitarbeitende waren Schulungen für Maschineneinrichter sowie für die Bereiche Business Development und Produktmanagement. Darüber hinaus wurden an den Standorten Kirn und Ringsheim Mitarbeitende geschult, einen Schwerpunkt bildeten Business-Englisch-Kurse. Der dritte Jahrgang des Nachwuchsförderkreises (NFK) startete 2018 mit einem Assessment-Center. Der SIMONA NFK bereitet Mitarbeitende mit hohem Potenzial in einem zweijährigen, modular aufgebauten Schulungsprogramm auf Fach- und Führungsaufgaben vor. Es nehmen Mitarbeitende aus Europa, den USA und Asien an dem diesjährigen Programm teil. Die im Angestelltenbereich einheitlich eingeführten Mitarbeitenden-Zielgespräche werden nach einer Testphase in Teilen der Produktion für gewerbliche Mitarbeitende am Stammsitz in Kirn ausgeweitet. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements hat SIMONA Gesundheitstage am Standort Kirn durchgeführt, einen kostenloses Obstservice eingeführt und gewährt den Mitarbeitenden Zuschüsse für FitnessCenter. Bereits seit vielen Jahren bietet SIMONA Mitarbeitenden die Möglichkeit, aus dem Home-Office zu arbeiten. In 2018 wurde das in einer Betriebsvereinbarung einheitlich geregelt. SIMONA nutzt dieses Instrument aktiv, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Dabei setzt SIMONA nicht auf rein Home-office-basierte Arbeitsplätze, sondern ist überzeugt, dass ein regelmäßiger Austausch am betrieblichen Arbeitsplatz verbunden mit einer flexiblen und gelegentlichen Home-Office-Möglichkeit die beste Variante darstellt, um Beruf und Familie zu vereinbaren und gleichzeitig die betrieblichen Aufgaben optimal zu erfüllen. Für den Neu- bzw. Umbau des Verwaltungsgebäudes in Kirn wurden die Anforderungen auf Basis der zu erwartenden Entwicklungen in den Arbeitsprozessen der Zukunft unter Einbindung der Mitarbeitenden definiert und Machbarkeitsstudien für verschiedene Optionen erarbeitet.

Qualität

Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, deren ordnungsgemäße Umsetzung im Geschäftsjahr 2018 erneut durch erfolgreich absolvierte externe Überwachungsaudits unter Beweis gestellt wurde. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie auch schon in den Vorjahren, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.

Informationstechnologie

Im Bereich der IT-Infrastruktur lag der Fokus 2018 auf der weiteren Verbesserung der IT-Sicherheit, speziell bei Komponenten mit direktem Zugang zum Internet. Um hier zum einen proaktiv handeln zu können, zum anderen aber auch im Falle eines Angriffs schnell reagieren zu können, wurde eine Software implementiert, die es ermöglicht, alle ausgewählten Endgeräte automatisiert zu überwachen. Des Weiteren wurden zwei Niederlassungen in den USA an das SIMONA-Netzwerk angeschlossen, um den Austausch von Informationen zu vereinfachen und eine zentrale IT-Administration zu ermöglichen. Viele Clients konnten auf sogenannte Thin Clients im Verlaufe des Jahre 2018 umgestellt werden, was eine kostengünstige und vereinfachte Verwaltung der User ermöglicht.

Schwerpunkt der IT-Anwendungsentwicklung im Verlauf des vergangenen Jahres war weiterhin die Betreuung nach der Umstellung der produktiven Geschäftsprozesse der SIMONA Standorte in Deutschland aufgrund der organisatorisch eindeutigen Trennung der Produktionseinheiten von Verwaltung, Vertrieb und Logistik. Zum Jahresende wurde das SAP-System weltweit auf das neueste Release umgestellt. Die vorbereitenden Maßnahmen sowie die Umstellung zum Jahreswechsel wurden zusammen von den beiden Bereichen betreut, koordiniert und ausgeführt.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Abkühlung der Weltwirtschaft wird Auswirkungen auf die Entwicklung der von SIMONA bedienten Branchen und Anwendungen haben, insbesondere bei sich weiter verschlechternder Investitionstätigkeit. Das gilt vor allem für die exportabhängigen Branchen Chemie und Maschinenbau. Dagegen zeigen sich die Baukonjunktur (in Deutschland) sowie der Flugzeugmarkt weltweit weiterhin in sehr robuster Verfassung.

Chancen bieten in diesem schwieriger werdenden konjunkturellen Umfeld nach wie vor die hohe Nachfrage nach Kunststoffen mit individuellen Eigenschaftsprofilen sowie ein Ausbau des Materialportfolios. Die Strategie von SIMONA ist darauf ausgerichtet, in eigener Forschung & Entwicklung die Produkteigenschaften technologisch permanent weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Werkstoffvielfalt, zum Beispiel bei Hochleistungskunststoffen, wie FEP, zu erweitern.

In Europa sieht SIMONA Chancen, neue Anwendungsfelder, z. B. in der Energieversorgung und im Bausektor, zu erschließen. Dazu wurde unter anderem die Division Rohre und Formteile strategisch neu ausgerichtet und Investitionen getätigt. In den USA kann die Tochtergesellschaft Boltaron vom weiter wachsenden Markt für Flugzeuginneneinrichtungen profitieren. Im Industriegeschäft können durch den Kauf der SIMONA PMC und ihres spezialisierten Produktprogramms für Tiefziehanwendungen den Kunden ein erweitertes Produktprogramm geboten und damit die Marktposition gestärkt werden. In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA gute Chancen in den Schlüsseltechnologien Halbleiterindustrie, Umwelttechnik und chemische Prozessindustrie.

Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial auf einem nach wie vor guten Niveau, gegenüber dem Vorjahr haben sich die Chancen für das Geschäft von SIMONA jedoch leicht verschlechtert. Die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren haben sich aufgrund einer deutlichen Abkühlung der meisten Volkswirtschaften weltweit verschlechtert. Die mittelfristigen strukturellen Faktoren, insbesondere die für das Geschäft wichtige Investitionstätigkeit in der Industrie, haben sich dadurch ebenfalls leicht verschlechtert.

Risikomanagementsystem

Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gelten dabei ein Ereignis, eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierendes sorgfältiges Handeln. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA übernommen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.

Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft.

SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:

Marktumfeld- und Branchenrisiken
unternehmensstrategische Risiken
finanzwirtschaftliche Risiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Produktionsrisiken
Risiken durch Informationstechnologien

Marktumfeld- und Branchenrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der weitere Ausbau der Produktion in den USA durch den Unternehmenszukauf sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, eine hohe Flexibilität zu gewährleisten und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.

Die geopolitischen Risiken sind hoch. Im Segment Europa bestimmen die Unsicherheiten aus den Auswirkungen des Brexit, der nach wie vor drohende Handelskrieg mit den USA sowie die negative Entwicklung in Italien und Frankreich die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren die protektionistische Handelspolitik, die grundsätzliche politische Ausrichtung der USA und die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. Im Segment Asien und Pazifik erhöht die schwache konjunkturelle Entwicklung in China aufgrund des Handelsstreits mit den USA die Risiken. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten wird mit einem mittelfristigen Erwartungswert von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell unter 50 Prozent gerechnet. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken derzeit als gering erachtet.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Durch die Unternehmensakquisition von PMC in 2018 und den weiteren Ausbau der Produktion und Marktposition im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern weiter reduziert werden. Damit einhergehend ist das USD-Währungsrisiko für SIMONA nach wie vor hoch und wird mittelfristig auf 3,0 bis 6,0 Mio. EUR Ergebnisbe- bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Die Weltwirtschaft ist in 2018 geringer gewachsen als prognostiziert und für 2019 wird ebenso ein rückläufiges Wachstum erwartet. Die wirtschaftlichen Risiken einer nachlassenden Konjunktur und damit Investitionstätigkeit der Industrie sind damit deutlich gestiegen.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im süd- und osteuropäischen Markt weiterhin hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Zinsänderungsrisiken werden tendenziell als erhöht eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinste Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird aktuell nicht in Anspruch genommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3 bis 10 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren. Per Jahresende ist das Planvermögen durch den Kursrückgang der SIMONA AG Aktien um 3,5 Mio. EUR gesunken.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Wie im Vorjahr betreffen diese insbesondere potenzielle Ausfälle von Rohstoff- und Additivlieferanten sowie die volatile Rohstoffpreisentwicklung. Die Ölpreisentwicklung spiegelt nicht zwingend die Preisentwicklung der Vorprodukte (Naphtha, Propylen und Ethylen) der von uns eingesetzten Rohstoffe wider. Hauptsächlich bestimmen das entsprechende Nachfrage- und Angebotsverhältnis den Marktpreis. Die Rohstoffnotierungen sind im Laufe des Jahres 2018 weiter gestiegen, bevor sie zum Jahresende nachgaben. Wir gehen von einer stabilen Versorgung mit Rohstoffen und Additiven im Jahr 2019 aus. Mittel- und langfristig rechnen wir primär mit stabilen Rohstoffpreisen.

Produktionsrisiken

Produktionsrisiken umfassen insbesondere die Produktqualität, Kapazitätsauslastung, den Produktions- oder Maschinenausfall sowie die Energieversorgung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus Produktionsrisiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.

Risiken durch Informationstechnologien

Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme einschließlich des Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlusts sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige Investitionen in aktuelle Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf die zunehmenden Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählen hauptsächlich die Investition in aktuelle Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme hat sich weiter erhöht.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2018 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) - Bericht gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Die Zielsetzung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz möglicher Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.

Das IKS umfasst die rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Kontrollen, die für den Konzernabschluss wesentlich sind. Der SIMONA Konzern orientiert sich dabei an den entsprechenden Veröffentlichungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW). Zwischen dem Bilanzstichtag und der Lageberichterstattung gab es keine maßgeblichen Veränderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS.

Die Buchhaltungs- und Abschlusserstellung erfolgt überwiegend dezentral nach lokalen Standards. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Grundlage hierfür sind ein einheitlicher Konzern-Kontenrahmen sowie ein Accounting Manual. Die Muttergesellschaft unterstützt die Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung und steuert den Prozess der Konzernrechnungslegung. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Einbeziehung der Tochtergesellschaften erfolgt anhand von standardisierten Reporting Packages und mithilfe eines nach IDW PS 880 zertifizierten Systems. Die Konsolidierung erfolgt als mehrstufiger Prozess auf Ebene der Tochtergesellschaften, auf Ebene der Segmente und auf Konzernebene.

Die Plausibilität der Zahlen wird auf allen Ebenen durch systemtechnische Validierungen und durch manuelle Kontrollen sichergestellt. Eindeutige Verantwortlichkeiten und Zugriffsregelungen bei den abschlussrelevanten IT-Systemen sind dabei wichtige Elemente. Im Jahres- und Konzernabschluss werden grundsätzlich die Kontrollgrundsätze Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie Genehmigungs- und Freigabeverfahren im Abschlusserstellungsprozess angewendet. Die Gesamtverantwortung für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem trägt der Vorstand.

4. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft nach unten korrigiert. Aufgrund der schwachen Entwicklung im vierten Quartal 2018 und negativen Effekten wie Tariferhöhungen in den USA, dem Risiko der Eskalation von Handelskriegen, dem enger werdenden finanziellen Spielraum in einigen Volkswirtschaften sowie eines "No-Deal-Brexits" geht der IWF in seiner Januar-Prognose von einem Weltwirtschaftswachstum von 3,5 Prozent aus, 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Oktober 2018. Andere namhafte Institute haben jüngst ihre Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft weiter auf bis zu 3 Prozent gesenkt.

Den meisten etablierten Volkswirtschaften wird ein reduziertes Wachstum vorhergesagt. Für den Euroraum geht der IWF von einem Wachstum von 1,6 Prozent aus. Insbesondere für Deutschland und Italien hat der IWF seine Prognose nach unten revidiert. Für Deutschland geht der IWF von einem Wachstum von 1,3 Prozent (0,6 Prozent weniger als noch im Oktober 2018) aus, für Italien von 0,6 Prozent (0,4 Prozent weniger). Auch den USA (2,5 Prozent) sowie China (6,2 Prozent) wird ein schwächeres Wachstum als 2018 vorhergesagt.

Die chemische Industrie blickt nach dem sehr schwachen Dezember pessimistisch auf das Jahr 2019. Der Branchenverband VCI rechnet mit einem Produktionsrückgang von 2,5 Prozent. Die abgeschwächte Weltkonjunktur sowie politische Herausforderungen, wie Handelskonflikte und der Brexit, trüben den Ausblick. Für den Maschinen- und Anlagenbau hält der Branchenverband VDMA an seiner Prognose eines Produktionswachstums von 2 Prozent fest, auch wenn sich die konjunkturellen Perspektiven eher verschlechtert haben. Der Branchenverband der deutschen Bauindustrie erwartet, dass sich das Wachstum der Bautätigkeit 2019 auf hohem Niveau fortsetzen wird, und prognostiziert ein nominales Umsatzplus im Bauhauptgewerbe von 6 Prozent (alle Betriebe).

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Branchenverband GKV geht trotz schwieriger werdender konjunktureller Rahmenbedingungen von einem Wachstum von 2 Prozent in der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland aus. In der deutschsprachigen Kunststoffindustrie sind erste konjunkturelle Abkühlungen zu spüren. Die vom Branchenverband GKV regelmäßig durchgeführte Umfrage zeigt eine weniger optimistische Erwartung für 2019. 29 Prozent der Unternehmen erwarten für das erste Halbjahr eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 23 Prozent gehen von schwächeren Geschäften aus. Sorgen bereiten den Unternehmen vor allem die globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen, der Brexit und der US-Protektionismus. 62 Prozent der Unternehmen erwarten negative Einflüsse durch die amerikanische Handelspolitik. 49 Prozent der Unternehmen erwarten negative Einflüsse auf die eigene Geschäftsentwicklung durch den Brexit.

Künftige Entwicklung Konzern

Für das Geschäftsjahr 2019 geht SIMONA von einem Konzernumsatz von 435 bis 450 Mio. EUR, einer EBIT-Marge zwischen 6 und 8 Prozent sowie einer EBITDA-Marge von 10 bis 12 Prozent aus. Die Verzinsung des im Konzern eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2019 zwischen 8 und 10 Prozent erwartet.

Die geplante Umsatzsteigerung beruht im Wesentlichen auf der erstmalig ganzjährigen Konsolidierung der Akquisition SIMONA PMC, einer weiter positiven Entwicklung im Markt für Flugzeuginnenausstattung in den USA sowie einem Wachstum im Rohr- und Formteilgeschäft in Europa aufgrund der strategischen Neupositionierung.

Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der weiteren Entwicklung der abgeschwächten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen, die tendenziell zu einem höheren Margendruck führen kann. Darüber hinaus wird die Erreichung des Ergebnisses davon abhängen, ob das geplante Wachstum im Aviation-Geschäft und im Produktbereich Rohre und Formteile erreicht wird.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit aufgrund des Ausbaus der technischen Kompetenz und der Fokussierung auf neue Marktsegmente sowie den Kernmarkt Industrie auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.

Qualität

Im Rahmen der Maßnahmen im Qualitätsmanagement hat SIMONA die gleich hohen Ziele für Produktqualität wie im Vorjahr gesetzt und geht davon aus, dieses Niveau erreichen zu können.

Mitarbeitende

Die Anzahl der Mitarbeitenden des SIMONA Konzerns wird in 2019 voraussichtlich stabil bleiben. Die Zahl der Auszubildenden wird sich nach den bisher geschlossenen Ausbildungsverträgen voraussichtlich auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Künftige Entwicklung der SIMONA AG

Für das Geschäftsjahr 2019 geht SIMONA von einem Umsatz von 278 Mio. EUR, einer EBIT-Marge zwischen 3 und 3,5 Prozent sowie einer EBITDA-Marge zwischen 3,5 und 4 Prozent nach IFRS aus. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2019 zwischen 9 und 10 Prozent erwartet.

In der Verkaufsregion "Deutschland" soll durch den weiteren Ausbau des Industriegeschäfts ein leichtes Wachstum erzielt werden. In der Region "Übriges Europa und Afrika" wird ein deutliches Umsatzplus erwartet. Für die Regionen "Amerika" sowie "Asien und Pazifik" geht die SIMONA AG davon aus, das Niveau des Vorjahres halten zu können.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

5.2 Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütungskomponente wird jährlich überprüft und die fixe Komponente alle zwei Jahre. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung sind die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein langfristiges Anreiz-Programm (LAP). Für die Performanceperioden 2015 bis 2017 wird als maßgebliche Performancegröße der durchschnittliche NOPAT (Net Operating Profit After Tax) des Konzerns während einer dreijährigen Performanceperiode verwendet. Die erste Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die zweite Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 und die dritte Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2017 bis 2019. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Konzernabschlusses für das letzte Jahr der jeweiligen Performanceperiode. Die Vergütung des Vorstandes setzt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG DER VERGÜTUNG DES VORSTANDES

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in TEUR 2018 2017
Erfolgsunabhängige Vergütung
Fixgehalt und Nebenleistungen 890 924
Erfolgsabhängige Vergütung
Jahresbonus 1.064 1.030
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung
Periode 2015-2017, Auszahlung 2018 - 620
Periode 2016-2018, Auszahlung 2019 600 -
Gesamtvergütung 2.554 2.574

Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 10. Juni 2016 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2020. Die individualisierten Angaben gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 bzw. § 314 Abs.1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben insofern.

Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 301 TEUR (Vorjahr 420 TEUR). Die handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 12.478 TEUR (Vorjahr 11.863 TEUR). Die Pensionsrückstellungen nach IFRS für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 15.846 TEUR (Vorjahr 16.595 TEUR).

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der SIMONA AG erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 13.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 7.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern auf die Vergütung ersetzt.

Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der Hauptversammlung am 08. Juni 2018 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 162 TEUR (Vorjahr 167 TEUR), davon SIMONA AG 140 TEUR (Vorjahr 140 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

5.3 Angaben gemäß § 289a HGB und § 315a HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2018 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt.

31,19 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 15,04 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,25 Prozent Regine Tegtmeyer (Nebel), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,10 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 10,78 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 08. Juni 2018 insgesamt 70.826 Stück Aktien; dies entspricht 11,80 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten insgesamt 1.300 Stück Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 08. Juni 2018 an; dies entspricht 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.

Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

6. NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 289 B)-E) HGB

Kurzbeschreibung des Geschäftsmodells

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylent erephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE), Perfluoralkoxyl (PFA), Thermoplastische Olefine (TPO), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Energie-, Umwelt- und Sozialbelange sind für SIMONA zentrale Aspekte.

Umweltaspekte

Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach den Anforderungen der DIN EN ISO 14001 gehört zu den zentralen verfolgten Konzepten. Ziel der internationalen Norm des Umweltmanagementsystems ist es, dem zertifizierten Unternehmen einen Rahmen bereitzustellen, um die Umwelt zu schützen und auf sich ändernde Umweltzustände im Einklang mit sozioökonomischen Erfordernissen zu reagieren. Der systematische Ansatz stellt Informationen bereit, die den Erfolg langfristig fördern und Möglichkeiten eröffnen, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Das Umweltmanagementkonzept verfolgt SIMONA für die Standorte Kirn, Ringsheim und Litvinov (Tschechien). Die Anforderungen dieser Konzepte erfüllt SIMONA durch Überwachungsaudits und Rezertifizierungen.

Wesentliche Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit von SIMONA verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Umweltaspekte haben könnten, sind Boden-, Gewässer- und Luftverunreinigung durch Störfälle, Brand und Produktionsabfall.

SIMONA begegnet Risiken durch Brand mit vorbeugendem Brandschutz, regelmäßigen Wartungen der Löschanlagen, Begehungen mit dem Versicherer und der Feuerwehr, einer eigenen Brandschutzordnung sowie jährlichen Unterweisungen der Mitarbeitenden. Risiken durch Störfälle wird mit regelmäßigen Kontrollen und Wartungen der Anlagen, baulichen Maßnahmen wie Rückhaltebecken, Auffangwannen, versiegeltem Boden sowie der gesetzeskonformen Lagerung von Gefahrstoffen begegnet. SIMONA beachtet festgelegte Alarmpläne bei Störfällen, führt wöchentliche, halbjährliche und jährliche Wartungen sowie eine 5-jährliche Dichtigkeitsprüfung der Ölabscheideanlagen durch. Prüfintervalle werden eingehalten und Emissionsmessungen regelmäßig durchgeführt. SIMONA entsorgt Abfälle, die nicht wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden können, entsprechend den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Die Abfälle werden hauptsächlich intern verwertet oder an externe Verwerter weitergegeben. Alle Entsorger sind zertifizierte Unternehmen, die eine Zulassung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben haben. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig zur Abfallvermeidung sowie Abfallverwertung und -entsorgung geschult. Die Reduzierung der Abfallquote in Bezug auf die Produktionsmenge ist wesentliches Unternehmensziel.

Wesentliche Risiken, die mit den Geschäftsbeziehungen der Kapitalgesellschaft, ihren Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Umweltaspekte haben könnten, sind die Umweltbilanz der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe, die Entsorgung/Verwertung von Abfällen bei Kunden sowie die Nichteinhaltung von Produkteigenschaften in umweltkritischen und sicherheitsrelevanten Anwendungen.

SIMONA begegnet Risiken der Umweltbilanz ihrer eingesetzten Rohstoffe mit einer sorgfältigen Auswahl der Ressourcenlieferanten anhand bestehender Zertifizierungen (Herkunft, Beachtung von Black Lists), der Substitution von Schadstoffen bereits bei Forschung und Entwicklung sowie der Beachtung des geltenden Rechts zum Einsatz von Schadstoffen. SIMONA informiert die Kunden regelmäßig zur richtigen Nutzung sowie Entsorgung/ Verwertung der Produkte und der aus ihrer Weiterverarbeitung entstehenden Abfälle. In Werkstoff- und Sicherheitsdatenblättern, die zu jedem Produkt im Internet abrufbar sind, werden die Produkteigenschaften, Kennwerte und Hinweise zur sicheren Lagerung und Verarbeitung aufgelistet. Mit einer eigenen Qualitätssicherung, die Prüfpläne für alle Produkte festlegt, wird dem Risiko der Nichteinhaltung von Produkteigenschaften begegnet. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen darüber hinaus dazu bei, Herausforderungen, z. B. in der Umwelttechnik oder Versorgung, nachhaltig zu lösen. SIMONA ist aktives Mitglied der Organisation VinylPlus, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette. Außerdem ist SIMONA Mitinitiator und Träger des Qualitätssiegels für PVC Platten des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. (pro-K). Die Träger dieses Zeichens verpflichten sich dazu, festgelegte Qualitätsstandards zu erfüllen, Verarbeitungskompetenzen zu gewährleisten und ein vielseitiges und ausgezeichnetes Serviceangebot zu liefern.

Energieaspekte

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach den Anforderungen der DIN EN ISO 50001 gehört zu den zentralen verfolgten Konzepten. Ziel der internationalen Norm des Energiemanagementsystems ist es, das zertifizierte Unternehmen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Durch einen systematischen Ansatz zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems soll das Unternehmen in die Lage versetzt werden, eine kontinuierliche Verbesserung der Leistung des Energiemanagements, der Energieeffizienz und der Energieeinsparung zu erzielen. Die Norm beschreibt Anforderungen bezüglich der Versorgung mit sowie Einsatz und Verbrauch von Energie einschließlich Messung, Dokumentation und Berichtswesen, Auslegungs- und Beschaffungspraxis für Energie verbrauchende Einrichtungen, Systeme, Prozesse und Personal.

Das Energiemanagementkonzept wird für die Standorte Kirn, Ringsheim und Litvinov (Tschechien) verfolgt. Die Anforderungen dieser Konzepte erfüllt SIMONA durch Überwachungsaudits und Rezertifizierungen. In 2018 wurde das Energiemanagementsystem erfolgreich nach den Standards (ISO 50001:2011 (ISO 50003)) rezertifiziert.

Wesentliche Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit von SIMONA verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Energieaspekte haben könnten, sind Ressourcenverbrauch sowie Emissionen.

SIMONA begegnet diesen Risiken mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Emissionen. Den Energieverbrauch sowie die Energieeffizienz bewertet SIMONA mit Energie-Perfomance-Indikatoren (ENPI), die Verbrauchsdaten zu den jeweiligen Produktionsmengen ins Verhältnis setzen. Wesentliche Ziele des Energiemanagements sind die Steigerung der Energieeffizienz und die Senkung des Energieverbrauchs.

Arbeitnehmerbelange

Für das Unternehmen sind die Mitarbeitenden eine wichtige Säule des Erfolgs. Dies ist in unserem Code of Conduct, der sowohl für die Mitarbeitenden, die Vorgesetzten und für die Geschäftsleitung aller SIMONA Gesellschaften gleichermaßen gilt, in mehrfacher Hinsicht verankert.

So hat sich das Unternehmen die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zum Ziel gesetzt und die sog. "Vision Zero" (Zahl der Arbeitsunfälle) verabschiedet. Hierbei handelt es sich um ein mehrjähriges Konzept zur nachhaltigen Reduzierung von Arbeitsunfällen, das aus einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen besteht, deren Umsetzung auch in der Balanced Scorecard für die europäischen Standorte als Zielvorgabe hinterlegt wurde. Sämtliche Arbeitsunfälle werden durch die betrieblich bestellten Arbeitssicherheitsfachkräfte in Berichten erfasst, nach Ursachen ausgewertet und daraus Maßnahmen zur Prävention abgeleitet. Weiter hat die SIMONA AG ein Gesundheitsteam etabliert, das sich die Gesunderhaltung der Mitarbeitenden mit verschiedenen Aktionen (wie bspw. kostenloses Obst, Zuschuss Fitnessstudio, Gesundheitstage) zum Ziel gesetzt hat.

SIMONA unterstützt die Vielfalt und Chancengleichheit aller Mitarbeitenden und hatte sich mit Einführung der gesetzlichen Zielgrößenregelung in 2015 das Ziel gesetzt, 20 Prozent ihrer Stellen in der Stufe unterhalb des Vorstandes der SIMONA AG mit weiblichen Führungskräften zu besetzen. Da dieses Ziel bereits zum ersten Überprüfungsstichtag erfüllt war, wurde im Jahr 2018 eine neue Zielsetzung in Höhe von 25 Prozent verabschiedet.

Die SIMONA AG investiert in die Förderung geeigneten Nachwuchses und beteiligt sich regelmäßig an Kooperationsprojekten mit Schulen und Universitäten (Schulpatenschaften, MINT-Programm). Neben der Ausbildung stehen geeigneten Bewerbern auch die Möglichkeiten eines dualen Studiums, einer geförderten, beschäftigungsbegleitenden Weiterbildung (berufsbegleitendes Studium) oder einer temporären Beschäftigung an einem unserer Auslandsstandorte in den Tochtergesellschaften offen. Die SIMONA AG unterhält für das berufsbegleitende Studium Kooperationen mit den Hochschulen Ludwigshafen, Darmstadt und Mainz.

SIMONA erfragt die Mitarbeiterzufriedenheit in regelmäßig wiederkehrenden anonymen Mitarbeiterumfragen und leitet daraus konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit ab. Die SIMONA Gesellschaften am Standort Kirn haben zum größten Teil Mitarbeitergespräche implementiert bzw. werden diese in 2019 flächendeckend einführen. Diese werden im gewerblichen Bereich z. T. bereits anhand einer Qualifikationsmatrix geführt. Das System der Qualifikationsmatrix ermöglicht es, jedem Mitarbeitenden die Anforderungen an seine Stelle und seinen persönlichen Anforderungserfüllungsgrad aufzuzeigen. Basierend auf den jährlichen Mitarbeitergesprächen werden die Fortbildungsbedarfe ermittelt. Die Feedbacks der besuchten Fortbildungen werden systematisch ausgewertet.

Der Informationsfluss zu den Mitarbeitenden wird innerhalb der SIMONA Gesellschaften über das SIMONA Intranet, ein Aushangsystem, Abteilungsbesprechungen und regelmäßige Schichtschulungen sowie Betriebsversammlungen gewährleistet.

SIMONA erkennt das Recht aller ihrer Mitarbeitenden an, in und von Gewerkschaften vertreten zu sein und Arbeitnehmervertretungen zu bilden. Es bestehen an den deutschen Standorten langjährig etablierte Arbeitnehmervertretungen und am Standort Kirn ist die Mitarbeiterschaft zusätzlich durch die IGBCE vertreten.

Wesentliche Risiken, die für uns aus der Nichtbeachtung von Arbeitnehmerbelangen resultieren können, sind der Verlust unserer Mitarbeitenden und damit auch deren Know-how und potenzieller Betriebsgeheimnisse an den Wettbewerb. Mit dem Verlust von Know-how kann auch ein Qualitätsabfall einhergehen, der sich finanziell durch einen Anstieg von Gewährleistungsansprüchen und den Verlust von Kunden bemerkbar machen könnte. Nicht zuletzt wirken sich hohe Krankenstände negativ auf die Produktivität der Standorte aus. Weiter sehen wir die Herausforderungen des demographischen Wandels, der uns mit Überalterungs- und Kapazitätsrisiken konfrontiert.

SIMONA hat bisher nicht überprüft, inwieweit sie im Rahmen ihrer Maßnahmen und Richtlinien für Arbeitnehmerbelange die grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation erfüllt.

Menschenrechte

SIMONA bekennt sich zu den international anerkannten Menschenrechten und hat sich und ihre Mitarbeitenden gleichermaßen in ihrem Code of Conduct zur Einhaltung von Menschenrechten bindend verpflichtet. Wir unterstützen hierbei die internationale Vielfalt, setzen uns für Chancengleichheit ein und fordern von unseren Mitarbeitenden gegenseitigen Respekt. Diskriminierende Gesichtspunkte wie beispielsweise Geschlecht, Herkunft, Religion oder geschlechtliche Ausrichtung werden bei Entscheidungen im Unternehmen nicht berücksichtigt. Zwangs- und Kinderarbeit lehnen wir strikt ab und erwarten dies auch von unseren Geschäftspartnern. Unseren Ansatz entwickeln wir fortlaufend weiter. Verstöße gegen die in unserem Code of Conduct niedergelegten Grundsätze können beim Compliance Officer gemeldet werden und werden strikt geahndet.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

SIMONA verpflichtet ihre Mitarbeitenden, Berater, Handelsvertreter, Agenten und vergleichbare Dritte ausnahmslos und uneingeschränkt, keine unrechtmäßigen Zuwendungen zu gewähren oder solche Zuwendungen entgegenzunehmen. SIMONA hat für verschiedene Bereiche und Alltagssituationen, mit denen ihre Mitarbeitenden konfrontiert werden könnten, Richtlinien zur Vermeidung von Korruption und Bestechung erlassen. Verstöße werden strikt geahndet.

Verstöße gegen das Verbot und die zugehörigen Richtlinien können u. U. schwere Straftaten darstellen, die dem Unternehmen Schaden in finanzieller Hinsicht als auch beträchtliche Reputationsschäden zufügen können. Weiter lösen sie bei einer Vielzahl unserer Vertragspartner Kündigungsgründe für eine Zusammenarbeit aus. Nicht zuletzt können sie auch zum Ausschluss aus öffentlichen Ausschreibungsverfahren im In- und Ausland führen.

Früherkennung von Risiken ist ein wesentliches Kriterium bei der Verhinderung von Compliance-Verstößen. In einem jährlich wiederkehrenden Prozess werden die für SIMONA spezifischen Compliance-Risiken systematisch ermittelt, analysiert und aktualisiert. Bei Hinzutreten neuer Risiken werden entsprechende Maßnahmen zur Abwehr ermittelt und eingeführt.

Die Kontrolle, ob die Vorgaben zum Verbot von Korruption und Bestechung eingehalten werden, erfolgt in den Tochtergesellschaften durch wiederkehrende Revisionsbesuche vor Ort inklusive Kontrolle der Konten und Bargeldbestände.

Zur effektiven Umsetzung des Compliance-Systems hat SIMONA einen Compliance Officer bestellt. Mitarbeitenden und auch außenstehenden Dritten räumt SIMONA die Möglichkeit ein, Hinweise auf Verstöße gegen das Verbot von Korruption und Bestechung anonym beim Compliance Officer einzureichen.

Das System zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung im Unternehmen folgt keinen internationalen oder nationalen Standards oder lehnt sich an solche an, sondern ist anhand der individuellen Bedürfnisse und der Risikosituation innerhalb der Organisation aufgebaut.

Sozialaspekte

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung für die Entwicklung und Attraktivität der Städte und Gemeinden, in denen das Unternehmen vertreten ist, und berücksichtigt Sozialbelange. Es wird das Konzept verfolgt, soziale, kulturelle und Hilfsprojekte an den jeweiligen Standorten weltweit zu unterstützen. Die innerhalb dieses Konzeptes verfolgten Due-Diligence-Prozesse sind definierte Zuständigkeiten und Abläufe für die Auswahl der zu unterstützenden Institutionen, Projekte und Initiativen sowie über den Umfang der jeweiligen Unterstützung. Darüber hinaus unterstützt die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung als Großaktionär der SIMONA AG am Standort Kirn. Sie konzentriert sich dabei auf die Förderung des Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesens, der bedrohten Natur und der Tierwelt, der Kunst und der Kultur, der Entwicklungshilfe und mildtätiger Zwecke von Einrichtungen der Wohlfahrtspflege.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, den 29. März 2019

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Dr. Jochen Hauck

Jahresabschluss der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2018

Bilanz für das Geschäftsjahr 2018

der SIMONA AG

AKTIVA

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in TEUR 31.12.2018 31.12.2018 vor Ausgliederung 31.12.2017
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 772 978 1.068
772 978 1.068
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.702 2.702 2.643
2. Technische Anlagen und Maschinen 609 25.392 24.803
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.736 6.302 6.636
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 297 6.177 3.888
7.344 40.573 37.970
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 103.854 72.947 72.947
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 42.071 42.071 24.181
3. Beteiligungen 23 23 23
145.948 115.041 97.151
154.064 156.592 136.189
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 581 14.299 14.088
2. Unfertige Erzeugnisse 0 348 336
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.374 25.556 24.747
4. Anzahlungen auf Vorräte 1 121 4
25.956 40.324 39.175
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.258 22.276 23.306
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.384 26.001 21.180
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.086 1.086 241
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.559 6.863 3.496
57.287 56.226 48.223
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 30.268 30.639 50.846
113.511 127.189 138.244
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 486 490 257
268.061 284.271 274.690
PASSIVA
in TEUR 31.12.2018 31.12.2018 vor Ausgliederung 31.12.2017
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500 15.500
II. Kapitalrücklage 15.032 15.032 15.032
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 397 397 397
2. Satzungsmäßige Rücklagen 2.847 2.847 2.847
3. Andere Gewinnrücklagen 138.469 138.469 133.055
IV. Bilanzgewinn 13.477 12.990 15.222
185.722 185.235 182.053
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 38.123 48.188 47.166
2. Steuerrückstellungen 70 191 728
3. Sonstige Rückstellungen 4.636 10.835 9.640
42.829 59.214 57.534
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.705 18.705 22.130
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.935 10.780 3.547
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.601 6.918 6.514
4. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern TEUR 352; Vorjahr TEUR 297)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 780; Vorjahr TEUR 774) 3.269 3.419 2.912
39.510 39.822 35.103
268.061 284.271 274.690

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018

der SIMONA AG

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in TEUR 01.01. - 31.12.2018 01.01. - 31.12.2018 vor Ausgliederung 01.01. - 31.12.2017
1. Umsatzerlöse 300.563 271.526 268.555
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -21.533 201 3.574
279.030 271.727 272.129
3. Sonstige betriebliche Erträge
(davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 1.719; Vorjahr TEUR 1.427) 3.068 3.559 3.125
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -216.467 -164.660 -162.502
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -304 -3.061 -1.096
-216.771 -167.721 -163.598
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -21.016 -38.887 -37.556
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung TEUR -351; Vorjahr TEUR -649) -2.867 -5.647 -6.012
-23.883 -44.534 -43.568
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.595 -5.854 -6.882
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 670; Vorjahr TEUR 2.207) -31.741 -47.169 -42.951
8. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 6.671; Vorjahr TEUR 6.424) 6.671 5.714 6.424
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.589 1.589 1.182
10. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0 0 239
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.036; Vorjahr TEUR 705) 1.152 1.166 873
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus Abzinsung TEUR 3.916; Vorjahr TEUR 4.249) -4.213 -5.533 -4.665
13. Ergebnis vor Steuern 13.266 12.898 22.309
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.398 -2.519 -4.481
15. Ergebnis nach Steuern 10.909 10.425 17.827
16. Sonstige Steuern -40 -43 -164
17. Jahresüberschuss 10.869 10.382 17.663
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.022 8.022 6.391
19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -5.414 -5.414 -8.832
20. Bilanzgewinn 13.477 12.990 15.222

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018

der SIMONA AG

ALLGEMEINE HINWEISE

Die SIMONA AG hat ihren Sitz in Kirn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).

Die SIMONA AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zusätzlich wurde der Posten "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" in das Gliederungsschema des § 275 HGB aufgenommen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, vom 08. Juni 2018 wurden die Betriebsteile Halbzeuge auf die SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn, sowie Rohre und Formteile auf die SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim, aufgrund Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 11. Juni 2018 im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG rückwirkend zum 01. Januar 2018 zu Buchwerten übertragen. Die Eintragung der Ausgliederung im Handelsregister erfolgte per 01. August 2018.

Aufgrund der Ausgliederung ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nicht gegeben. Um die Vergleichbarkeit herzustellen wurde in der Bilanz die Spalte "31.12.2018 vor Ausgliederung" sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung die Spalte "2018 vor Ausgliederung" aufgenommen. Aufrechnungseffekte wurden entsprechend eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 EUR, aber nicht über 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte sowie Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Rohstoffe, Fertigerzeugnisse und Handelswaren wurden nach der LIFO-Methode ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen zur Bilanz dargelegt.

Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert (Anschaffungskosten) angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zins abgezinst.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Aufwendungen der Folgejahre.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde wie im Vorjahr pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren von 3,21 Prozent (Vorjahr 3,68 Prozent) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 Prozent, der Trend der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung mit 2,00 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde wegen untergeordneter Bedeutung nicht verwendet.

Für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Anwartschaften werden gemäß Artikel 28 Absatz 1 EGHGB keine Rückstellungen gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß der Restlaufzeit mit einem Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 11. Juni 2018 hat die SIMONA AG, Kirn, den Betriebsteil Produktion Halbzeuge auf die SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn, sowie den Betriebsteil Rohre und Formteile auf die SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim, gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten übertragen. Es wurden immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen mit historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 168.413 TEUR und Restbuchwerten in Höhe von 30.682 TEUR mit Wirkung vom 01. Januar 2018 (Übergang von Nutzen und Lasten) übertragen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung zum Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den ausländischen Gesellschaften sind die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis aus den für den IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 verwendeten Daten (sog. Handelsbilanz II) entnommen. Das Eigenkapital von Gesellschaften in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs und die Ergebnisangaben zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA AMERICA Inc. (31.014 TEUR) und die SIMONA ASIA LIMITED (11.057 TEUR).

Vorräte

Bei den Vorräten wird für die Bewertung von Rohstoffen, Fertigerzeugnissen und Handelswaren die LIFO-Methode angewendet. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode, der zu einer Verminderung der Vorräte führt, beträgt bei den Rohstoffen im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr 2.566 TEUR; bedingt durch die Übertragung der Vorräte aufgrund Ausgliederung) und bei den Fertigerzeugnissen und Waren 13.331 TEUR (Vorjahr 8.953 TEUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Posten, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (23.336 TEUR, Vorjahr 19.436 TEUR), Forderungen aus der Gewinnabführung der Personengesellschaften (4.415 TEUR), sowie Darlehen (633 TEUR, Vorjahr 1.683 TEUR). Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, beläuft sich auf 633 TEUR (Vorjahr 502 TEUR).

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 1.086 TEUR und betreffen Zahlungen für Altersvorsorge.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen von 2.584 TEUR sowie ertragsteuerliche Erstattungsansprüche in Höhe von 2.711 TEUR, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 15.500 TEUR und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 8.022 TEUR enthalten. Im Berichtsjahr wurden satzungsgemäß 5.414 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsrückstellung zu einem Wertansatz bei einem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt -5.641 TEUR (Vorjahr -7.379 TEUR).

Die SIMONA Sozialwerk GmbH dient als Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelba ren Altersvorsorgeverpflichtungen für die SIMONA AG. Zum 31.12.2018 ergibt sich eine nicht passivierungspflichtige Unterdeckung in Höhe von 25.019 TEUR (10-Jahreszins) und 38.042 TEUR (7-Jahreszins).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von 4.279 TEUR (Vorjahr 5.808 TEUR) gebildet. Die Garantie- und Gewährleistungsansprüche haben sich im Berichtsjahr aufgrund der Ausgliederung der Produktion zum 01.01.2018 auf 135 TEUR reduziert (Vorjahr 3.152 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten unverändert Bankdarlehen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von 3.425 TEUR und mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren in Höhe von 13.700 TEUR. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt 1.580 TEUR (Vorjahr 5.005 TEUR). Innerhalb eines Jahres fällige Kontokorrentkredite bestanden wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen innerhalb eines Jahres fällige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (5.204 TEUR, Vorjahr 4.300 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Anlagevermögen sowie Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 Prozent zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Für die Tochterunternehmen SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien, SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur und SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China, hat die SIMONA AG je eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, ihre Tochtergesellschaften mit ausreichenden finanziellen Mitteln zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten auszustatten.

Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Patronatserklärung abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn, und der SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim, gegenüber Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2018 mit insgesamt 2.627 TEUR.

Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Zahlungsgarantie in Höhe von nominal 2.620 TEUR abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA AMERICA Inc. und Boltaron Inc. gegenüber dem Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2018 mit insgesamt 341 TEUR.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien sowie den Patronatserklärungen wird derzeit als nicht wahrscheinlich eingeschätzt, da die betreffenden Tochterunternehmen über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erfüllen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN

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in TEUR 2018 % 2018 vor Ausgliederung % 2017 %
Deutschland 126.576 42,1 97.539 35,9 93.749 34,9
Übriges Europa und Afrika 151.579 50,4 151.579 55,8 152.774 56,9
Amerika 6.098 2,0 6.098 2,3 5.308 2,0
Asien & Pazifik 16.310 5,5 16.310 6,0 16.724 6,2
300.563 100,0 271.526 100,0 268.555 100,0

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTBEREICHEN

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in TEUR 2018 % 2018 vor Ausgliederung % 2017 %
Halbzeuge und Fertigteile 191.405 63,7 188.035 69,2 191.001 71,1
Rohre und Formteile 84.672 28,2 79.776 29,4 75.377 28,1
Dienstleistung und Sonstiges 24.486 8,1 3.715 1,4 2.177 0,8
300.563 100,0 271.526 100,0 268.555 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus Stromsteuerrückerstattungen (25 TEUR; Vorjahr 14 TEUR), periodenfremde sonstige Erträge (64 TEUR; Vorjahr 36 TEUR) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (717 TEUR; Vorjahr 661 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (10.627 TEUR; Vorjahr 10.416 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen (1.649 TEUR; Vorjahr 8.063 TEUR), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (3.479 TEUR; Vorjahr 6.794 TEUR), Mietaufwendungen 3.277 TEUR (Vorjahr 504 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (1.957 TEUR; Vorjahr 1.892 TEUR), Raumkosten (450 TEUR; Vorjahr 1.035 TEUR) und Werbekosten (1.059 TEUR; Vorjahr 765 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich aus der Ausbuchung von Forderungen (250 TEUR; Vorjahr 16 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis vor Steuern des laufenden Geschäftsjahres. Der Posten enthält Steuererträge in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr 30 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.

SONSTIGE ANGABEN

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Gemäß Mietvertrag vom 01. Dezember 2017 vermietet die SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Grundstücke und Gebäude unbefristet mit beidseitigem Kündigungsrecht an die SIMONA AG zu marktüblichen Konditionen. Der Mietzins beläuft sich auf 3.277 TEUR jährlich. Die Mietzahlungen wirken sich negativ auf die Liquidität der SIMONA AG aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN

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in TEUR
Fällig 2019 17
Fällig nach 2019 0
17

Davon betreffen 0 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

BESTELLOBLIGO

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in TEUR
Investitionsaufträge 949
949

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist zudem als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 1.853 TEUR (Vorjahr 1.957 TEUR) zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften werden zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt.

Unternehmen des SIMONA Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen (Umsätze unterhalb von insgesamt 25 TEUR). Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Davon ausgenommen ist die Vergütung aus bestehenden Dienstverträgen.

Organe und Aufwendungen für Organe

Vorstand:

Wolfgang Moyses, Kirn, MBA, Diplom-Betriebswirt,

(Vorstandsvorsitzender)

Verantwortlich für die Bereiche:

USA und Asien-Pazifik
Global Business Segments
Strategische Unternehmensentwicklung
Personal und Recht
Investor Relations
Marketing & Kommunikation

Von Fredy Hiltmann ab 01.07.2018 übernommene Bereiche:

Finanzen
Controlling
Steuern
Einkauf
IT & Organisation
Qualitätsmanagement

Dirk Möller, Kirn, Diplom-Ingenieur

(stellvertretender Vorstandsvorsitzender)

Verantwortlich für die Bereiche:

Division Halbzeuge Europa
Division Rohre und Formteile
Forschung und Entwicklung
Anwendungstechnik/Technical Service Center
Verfahrensentwicklung weltweit
Logistik

Fredy Hiltmann, Kirn, Betriebsökonom

(bis 30.06.2018)

Wolfgang Moyses nimmt Aufgaben in Kontrollgremien folgender Unternehmen wahr:

Kunden-Beiratsmitglied Landesbank Rheinland-Pfalz, Mainz
Beiratsmitglied CW Brabender Instruments Inc., South Hackensack, USA
Aufsichtsratsmitglied SURTECO SE, ButtenwiesenPfaffenhofen

Wolfgang Moyses nimmt in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:

SIMONA S.A.S., Domont
SIMONA S.r.l. Societa UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI)
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona
SIMONA UK Ltd., Stafford
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau
SIMONA AMERICA Inc., Archbald
SIMONA PMC, LLC, Findlay
Simona PMC Acquisition Inc., Archbald
SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai
SIMONA ASIA LIMITED, Hongkong
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen

Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Gleichzeitig nimmt Dirk Möller in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:

SIMONA S.A.S., Domont
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau
SIMONA AMERICA Inc., Archbald
SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai
SIMONA ASIA LIMITED, Hongkong
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen

Aufsichtsrat:

Dr. Rolf Goessler, Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann

(Vorsitzender)

weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Roland Frobel, Isernhagen,

(stellvertretender Vorsitzender)

Weitere Aufsichtsratstätigkeit und andere Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrates der GBK Beteiligungen AG, Hannover
Mitglied des Aufsichtsrates der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA, Hannover
Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, Region Nord

Dr. Roland Reber, Stuttgart, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen

Martin Bücher, Biberach, Bankkaufmann (seit 08.06.2018)

Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Biberach, Biberach

Weitere Aufsichtsratstätigkeit und andere Kontrollgremien:

Mitglied des Beirats der BW Global Versicherungsmakler GmbH
Stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied der BW Bank
Mitglied des Aufsichtsrats der Ochsle Bahn AG

Joachim Trapp, Biberach, Volljurist (bis 31.05.2018) stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, Biberach

Andy Hohlreiter, Becherbach, (Arbeitnehmervertreter), Industriemechaniker (Betriebsratsvorsitzender)

Markus Stein, Mittelreidenbach, (Arbeitnehmervertreter), Kaufmännischer Angestellter (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender)

Gesamtbezüge des Vorstandes

Für die Tätigkeit in 2018 betragen die Bezüge des Vorstandes 2.768 TEUR, davon betragen die variablen Vergütungsanteile 1.878 TEUR. Darüber hinaus wurden keine weiteren Bezüge oder Kredite gewährt.

Die individualisierte Angabe der Bezüge aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung unterbleibt nach § 286 Absatz 5 HGB aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016, der bis einschließlich Geschäftsjahr 2020 gefasst wurde.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (97,5 TEUR) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (42,0 TEUR). Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betragen somit insgesamt 139,5 TEUR und entfallen auf:

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in TEUR 2018
Dr. Rolf Goessler 40,0
Roland Frobel 33,5
Dr. Roland Reber 27,0
Andy Hohlreiter 13,0
Markus Stein 13,0
Martin Bücher 7,6
Joachim Trapp 5,4
139,5

Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstandes

Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge 301 TEUR.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 4.703 TEUR.

Mitarbeitende

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres Beschäftigten:

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2018 2017
Gewerbliche Arbeitnehmer 148 458
Angestellte 245 273
Arbeitnehmer 393 731
Auszubildende 53 50
446 781

Aufgrund Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 11. Juni 2018 sind die Beschäftigten der Betriebsteile Halbzeuge auf die SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn sowie Rohre und Formteile auf die SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG rückwirkend zum 1. Januar 2018 übergegangen.

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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in TEUR 2018
Jahresüberschuss 10.869
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.022
Satzungsmäßige Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -5.414
Bilanzgewinn 13.477
Dividende (EUR 14,00 je Aktie) -8.400
Vortrag auf neue Rechnung 5.077

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2018 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 22. Februar 2019 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite unter www.simona.de öffentlich zugänglich gemacht.

Beteiligungsverhältnisse

Am 08. Juni 2018 wurden an der Gesellschaft folgende Beteiligungsverhältnisse gemeldet:

STIMMRECHTSANTEIL AN DER SIMONA AG

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in Prozent am 31.12.2018
Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn 31,19
Kreissparkasse Biberach, Biberach 15,04
Dirk Möller, Kirn 11,64
Regine Tegtmeyer, Nebel 11,25
Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel 10,10
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn 10,00

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG

Der SIMONA Aktiengesellschaft liegen folgende Mitteilungen vor, welche dem letzten mitgeteilten Stand der Aktionäre über die Über- bzw. Unterschreitung von Schwellenwerten nach § 21 Absatz 1 WpHG entsprechen:

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns in der Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4g WpHG am 21. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. Juli 2016 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0435 Prozent betragen hat (das entspricht 90.261 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0435 Prozent (90.261 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).

Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Da die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der SIMONA AG enthalten sind, haben wir von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht.

Die Nichtprüfungsleistungen unseres Abschlussprüfers belaufen sich in 2018 insgesamt auf 28 TEUR und betreffen Steuerberatung 12 TEUR (Steuererklärungen, steuerliche Würdigung von Sachverhalten) und andere Bestätigungsleistungen 16 TEUR (Prüfungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 bis zur Erstellung des Berichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Kirn, den 29. März 2019

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Dr. Jochen Hauck

Entwicklung des Anlagevermögens der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2018

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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in TEUR 01.01.2018 Zugänge Umbuchungen Ab-/Zugang aus Ausgliederung Abgänge 31.12.2018.
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.446 215 34 -497 0 8.198
8.446 215 34 -497 0 8.198
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.939 132 0 0 0 3.071
2. Technische Anlagen und Maschinen 149.124 19 0 -147.758 0 1.385
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.591 913 44 -16.387 452 16.709
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.888 257 -78 -3.770 0 297
188.542 1.321 -34 -167.915 452 21.462
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.288 0 0 30.907 0 109.195
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 30.152 22.133 0 0 4.243 48.042
3. Beteiligungen 23 0 0 0 0 23
108.463 22.133 0 30.907 4.243 157.260
I + II + III 305.451 23.669 0 -137.505 4.695 186.920

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KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN NETTO-BUCHWERTE
in TEUR 01.01.2018 Zugänge Abgang aus Ausgliederung Abgänge 31.12.2018. 31.12.2018.
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.378 393 345 0 7.426 772
7.378 393 345 0 7.426 772
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 296 73 0 0 369 2.702
2. Technische Anlagen und Maschinen 124.321 73 123.618 0 776 609
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.955 1.056 13.767 271 12.973 3.736
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 297
150.572 1.202 137.385 271 14.118 7.344
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.341 0 0 0 5.341 103.854
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.971 0 0 0 5.971 42.071
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 23
11.312 0 0 0 11.312 145.948
I + II + III 169.262 1.595 137.730 271 32.856 154.064

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NETTO-BUCHWERTE
in TEUR 31.12.2017
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.068
1.068
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.643
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.803
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.636
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.888
37.970
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 72.947
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.181
3. Beteiligungen 23
97.151
I + II + III 136.189

Angaben zum Anteilsbesitz der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2018

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Gesellschaft Anteil am Kapital Prozent Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Unmittelbar
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn(*) 100,0 1.834 0
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn(**) 50,0 12.017 -327
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn(**) 50,0 2.365 522
SIMONA Kirn Produktion GmbH & Co. KG, Kirn 100,0 24.960 617
SIMONA Kirn Management GmbH, Kirn 100,0 26 0
SIMONA Ringsheim Produktion GmbH & Co. KG, Ringsheim 100,0 5.948 341
SIMONA Ringsheim Management GmbH, Ringsheim 100,0 26 0
SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn 100,0 17.223 3.461
SIMONA Immobilien Management GmbH, Kirn 100,0 26 0
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0 17.592 1.133
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 20 -4
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0 1.266 315
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen 51,0 758 215
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russ. Föderation 100,0 447 336
SIMONA AMERICA Inc., Archbald, USA 100,0 39.120 2.901
SIMONA ASIA LIMITED, Hongkong, China 100,0 4.169 231
SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong, China 100,0 1.159 38
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 99,99 26 -127
SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur 100,0 -645 -290
Mittelbar
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0 723 228
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100,0 753 150
SIMONA S.r.l., Vimodrone, Societa UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), Italien 100,0 663 180
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0 2.418 200
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA 100,0 2.721 -18
Laminations Inc., Archbald, USA 100,0 15.547 7
Boltaron Inc., Newcomerstown, USA 100,0 38.892 11.025
DANOH LLC, Akron, USA 100,0 245 233
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA(***) 25,0 243 934
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai, China 100,0 415 16
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China 100,0 5.319 773
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 0,01 26 -127
SIMONA PMC, LLC, Findlay, USA 100,0 -557 -540
Simona PMC Acquisition Inc., Archbald, USA 100,0 1 0
SIMONA AMERICA Industries LLC., Archbald, USA 100,0 0 0
Sandusky Technologies LLC, Fremont, USA 25,0 921 -236

* Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SIMONA AG

** Geschäftsjahr 2017

*** vorläufige Geschäftszahlen

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1. Ausgliederung der Betriebsteile "Produktion Halbzeuge" und "Produktion Rohre und Formteile"

2. Pensionsrückstellungen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

1. Sachverhalt und Problemstellung

2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Ausgliederung der Betriebsteile "Produktion Halbzeuge" und "Produktion Rohre und Formteile"

1. Die SIMONA Aktiengesellschaft hat als übertragender Rechtsträger am 11. Juni 2018 mit den verbundenen Unternehmen SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn, und SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim, einen Ausgliederungs- und Übernahmevertrag geschlossen. Gegenstand der Ausgliederung (§ 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG), welche rückwirkend auf den Stichtag 1. Januar 2018 durchgeführt wurde, sind die Betriebsteile "Produktion Halbzeuge" und "Produktion Rohre und Formteile". Die Ausgliederung erfolgte gegen Gewährung jeweils eines Kommanditanteils an den beiden übernehmenden Kommanditgesellschaften. Die gewährten Kommanditanteile wurden entsprechend den handelsrechtlichen Tauschgrundsätzen zum Buchwert der abgehenden Vermögensgegenstände und Schulden von insgesamt € 30,9 Mio angesetzt. Eine Realisierung der stillen Reserven im Zuge des Tauschvorgangs ist daher nicht erfolgt. Aufgrund der komplexen Vertragsgestaltung und deren bilanzieller Umsetzung inklusive Anwendung der Tauschgrundsätze sowie der vor dem Hintergrund der zahlreichen übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden komplexen Fragestellungen zur Abbildung der Ausgliederung in der Finanzbuchführung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zur Würdigung der sachgerechten bilanziellen Behandlung der Ausgliederung zunächst ein Verständnis von dem zugrundeliegenden Vertrag verschafft und dessen bilanziellen Auswirkungen gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die Abbildung der Transaktionen in der Finanzbuchführung der Gesellschaft nachvollzogen. Damit einhergehend haben wir beurteilt, ob die Ab- und Zugänge der betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss der Gesellschaft zutreffend abgebildet sind. Insbesondere haben wir die Urkunden der zugrundeliegenden Beschlüsse sowie entsprechende Auszüge des Handelsregisters eingesehen und beurteilt, ob die Zugangsbewertung der neuen Kommanditanteile im Einklang mit den handelsrechtlichen Tauschgrundsätzen erfolgt ist. Daneben haben wir die Erläuterungen der Gesellschaft im Jahresabschluss zu den aus der Ausgliederung resultierenden Abweichungen gegenüber dem Vorjahr im Hinblick auf die Herstellung der Vergleichbarkeit im Sinne des § 265 Abs. 2 Satz 2 HGB gewürdigt. Anhand der verfügbaren Informationen konnten wir uns davon überzeugen, dass die bilanzielle Behandlung dieser Transaktionen nachvollziehbar dokumentiert und Bilanzierungswahlrechte sachgerecht ausgeübt worden sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft sind in einer dritten Spalte der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Abschnitt "Allgemeine Hinweise" des Anhangs und im Anlagenspiegel der Gesellschaft enthalten.

2. Pensionsrückstellungen

1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen" Pensionsrückstellungen in Höhe von € 38,1 Mio (14,2 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen ergeben sich aus dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der unmittelbaren Verpflichtungen aus mehreren Pensionsplänen der Gesellschaft. Die Bewertung der Verpflichtungen aus den Pensionsplänen der unmittelbaren Versorgungszusagen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Für die durchschnittliche Lebenserwartung werden zum 31. Dezember 2018 erstmals die neuen Richttafeln der Heubeck-Richttafeln-GmbH (Heubeck-Richttafeln RT 2018 G) verwendet. Der Effekt aus der Erstanwendung der Richttafeln beträgt € 1,9 Mio. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.

2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Angemessenheit überprüft. Dies umfasste auch die erstmalige Anwendung der Richttafeln Heubeck 2018 G. Darauf aufbauend haben wir unter anderem die Rückstellungsberechnung sowie die Darstellung in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang nachvollzogen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt 5.1 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. September 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Kwasni.

Frankfurt am Main, den 3. April 2019

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Schlig, Wirtschaftsprüfer

SIMONA AG

Teichweg 16

55606 Kirn

Germany

Phone +49 (0)67 52 14-383

Fax +49 (0)67 52 14-738

[email protected]

www.simona.de

Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2018

Die weltweiten Aktivitäten von SIMONA führten zu einem Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 417,9 Mio. EUR, der Gewinn vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um fast 8 Mio. auf 32,3 Mio. EUR. Operativ schlägt die Ergebnisverbesserung weniger stark ins Gewicht, vor allem, weil wir nicht wie im Vorjahr hohe Währungsverluste hinnehmen mussten. Die einzelnen Märkte entwickelten sich regional sehr unterschiedlich, ein ähnliches Bild zeichnete sich für unsere beiden Produktbereiche ab.

Aufgrund der inzwischen die Welt umfassenden zunehmenden politischen Spannungen spüren wir eine Verunsicherung bei unseren Kunden, die insgesamt zögerlicher nachfragen, mit der Folge aggressiveren Wettbewerbsverhaltens.

Die Stärkung unserer Position in Europa - vor allem durch entsprechende Effizienzverbesserungen - ist zusammen mit dem erfolgreichen Ausbau unseres Engagements in Übersee daher vordringliches Ziel für die nahe Zukunft.

Unser Dividendenvorschlag von 14,00 EUR soll zeigen, dass wir der Zukunft der SIMONA mit Zuversicht entgegensehen.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung auf Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen.

Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich durch den Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Vorgänge und Themen informiert, bei Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft auch unverzüglich.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt.

Gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft der Aufsichtsrat regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Die letzte Überprüfung fand im Jahr 2017 statt. Dabei waren keine Änderungswünsche geäußert worden.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat tagte 2018 in vier ordentlichen Sitzungen. Herr Joachim Trapp hat nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Kreissparkasse Biberach, einem unserer Hauptaktionäre, sein Mandat als Aufsichtsrat zum 31. Mai 2018 niedergelegt. Wir bedanken uns für seine konstruktive Mitarbeit und wünschen ihm im Ruhestand alles Gute. Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat Herrn Martin Bücher, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Biberach, am 08. Juni 2018 als Nachfolger in den Aufsichtsrat gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben - mit Ausnahme der Herren Martin Bücher und Dr. Roland Reber, die entschuldigt an der Sitzung vom 17. Oktober 2018 nicht teilnehmen konnten - an allen Sitzungen des Berichtsjahres 2018 teilgenommen.

In der Sitzung vom 18. April 2018 standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2017 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2017 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung. Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat die nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 289 b)-e) HGB, die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018 und die Erklärung zur Unternehmensführung. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der Division Rohre und Formteile. Der Ausgliederungsvertrag zur neuen gesellschaftsrechtlichen Struktur der SIMONA AG sowie die Auswirkungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurden ebenfalls erörtert. Der Aufsichtsrat verabschiedete in dieser Sitzung den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung zur Nachfolge von Herrn Joachim Trapp im Aufsichtsrat.

In der Sitzung vom 07. Juni 2018 wurden die aktuelle Geschäftssituation und die voraussichtliche weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 besprochen sowie Schwerpunkte für mögliche Akquisitionsprojekte festgelegt. Außerdem bereitete der Aufsichtsrat die Hauptversammlung am 08. Juni 2018 vor.

In der Sitzung vom 17. Oktober 2018 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Stand der Akquisition des US-amerikanischen Extrusionsunternehmens PMC, der Neustrukturierung der SIMONA AMERICA Gruppe, der Umsetzung der gesellschaftsrechtlichen Neustrukturierung der SIMONA AG und der Attraktivität der SIMONA AG als Arbeitgeber. Darüber hinaus wurden Investitionen im Produktbereich Rohr- und Formteile sowie Neuregelungen für Umlaufbeschlüsse verabschiedet. Des Weiteren informierte der Vorstand über den aktuellen Stand bei Akquisitionsprojekten.

In der Sitzung vom 11. Dezember 2018 diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat das Budget für 2019. Darüber hinaus informierte er sich über die Geschäftsentwicklung und erhielt einen Ausblick zum Jahresende. Des Weiteren wurde über die weiteren Schritte zum geplanten Um-/Neubau des Verwaltungsgebäudes am Stammsitz in Kirn beraten. Im internen Teil der Sitzung wurde Herr Dr. Jochen Hauck mit Wirkung zum 01. Januar 2019 zum weiteren Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG bestellt.

DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN

Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Wirtschaftsausschuss

Der Wirtschaftsausschuss beriet in vier Sitzungen. Schlussfolgerungen aus der jeweils aktuellen Geschäftsentwicklung waren regelmäßig Gegenstand der Beratungen. International stand die Entwicklung unserer ausländischen Produktionsgesellschaften mit den Schwerpunkten USA und China im Vordergrund. Chancen und Risiken auch in anderen Teilen der Welt wurden nicht nur für bestehende Geschäftsverbindungen besprochen, sondern insbesondere auch anlässlich zahlreicher Vorlagen über mögliche Akquisitionen.

Personalausschuss

Der Personalausschuss traf sich in vier Sitzungen. Die Beratungen betrafen vor allem die Führungsstruktur der SIMONA Gruppe und dabei insbesondere personelle Veränderungen auf der obersten Führungsebene. Herr Fredy Hiltmann ist zum 30. Juni 2018 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Wir danken ihm sehr herzlich für sein Engagement und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Herr Dirk Möller wird zum 30. Juni 2019 seine Funktionen an Herrn Dr. Hauck übergeben und Herr Wolfgang Moyses wird aus persönlichen Gründen seinen am 31. Oktober 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der Personalausschuss wird dementsprechend Vorschläge für eine Nachfolgeregelung erarbeiten und in den Aufsichtsrat einbringen.

Umgang mit Interessenkonflikten

Alle Mitglieder unseres Aufsichtsrates sind verpflichtet, auftretende Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen. Im Geschäftsjahr 2018 gab es, wie in den Vorjahren, keine Interessenkonflikte. Wir haben überprüft und festgestellt, dass alle Mitglieder unseres Gremiums unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex sind.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2018 wurde durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Sie wurde von der Hauptversammlung am 08. Juni 2018 zum Abschlussprüfer gewählt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers GmbH gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 12. April 2019 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 12. April 2019 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat hat sich mit der nichtfinanziellen Erklärung des Unternehmens nach §§ 289b-289e HGB ausführlich auseinandergesetzt und diese in seiner Prüfungssitzung am 12. April 2019 im Plenum diskutiert und verabschiedet. Er hat den Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung keiner freiwilligen Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen, da der erforderliche Sachverstand im Gremium vertreten ist.

Unser besonderer Dank gilt wieder unseren Mitarbeitenden weltweit, ohne deren engagierten Einsatz unsere Erfolge nicht möglich wären. In diesen Dank schließen wir unsere Kunden und Partner gerne ein.

Kirn, 12. April 2019

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender

Entsprechenserklärung der SIMONA AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. Februar 2018 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 23. Februar 2017 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8 Absatz 3 - Selbstbehalt des Aufsichtsrats in der D&O-Versicherung

Erläuterung: Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm obliegenden Aufgaben mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.

Ziffer 4.1.3 Satz 3 - Hinweise auf Rechtsverstöße

Erläuterung: SIMONA wird den Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit einräumen, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Auch Dritten wird diese Möglichkeit in Zukunft auf der Homepage des Unternehmens eingeräumt. Das Projekt befindet sich aktuell in der Umsetzung. Der Empfehlung wird somit in Kürze entsprochen.

Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3 - Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen

Erläuterung: Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Der Aufsichtsrat hält einen solchen Abfindungs-Cap für nicht angemessen.

Ziffer 4.2.5 Absatz 3 - Individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung

Erläuterung: Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 10. Juni 2016 mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich aufgeteilt nach fixen und erfolgsbezogenen Komponenten zu veröffentlichen. Daher unterbleibt auch eine individualisierte Darstellung unter Angabe der bestimmten Vergütungsparameter und unter Verwendung der empfohlenen Mustertabellen.

Ziffer 5.3.3 - Nominierungsausschuss im Aufsichtsrat

Erläuterung: Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.

Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 - Diversity-Konzept bei der Zusammensetzung Aufsichtsrat und Regelzugehörigkeitsgrenze

Erläuterung: Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen. Es sollen jedoch hierfür - anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert - keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die individuellen Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten. Auf die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird daher auch verzichtet. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, dass dem Unternehmen gerade auch die Expertise erfahrener und langjährig verdienter Aufsichtsratsmitglieder mit ausgeprägter Branchen- und Unternehmenskenntnis zur Verfügung stehen soll.

Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2 - Vergütung Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen

Erläuterung: Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz - Veröffentlichungsfrist Konzernabschluss

Erläuterung: SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.

Kirn, 23. Februar 2018

SIMONA AG

Aufsichtsrat und Vorstand