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SIMONA AG Management Reports 2016

May 16, 2017

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Management Reports

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn/Nahe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Der vorliegende Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn (kurz SIMONA AG, SIMONA oder Gesellschaft) zusammen (§ 315 Abs. 3 i. V. m. § 298 Abs. 3 HGB). Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle eines Konzernlageberichts im Geschäftsbericht des SIMONA Konzerns veröffentlicht. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der SIMONA AG. Die Informationen zur SIMONA AG sind im Wirtschaftsbericht in einem eigenen Abschnitt mit Angaben nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) enthalten.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) und PFA (Perfluoralkoxyl) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Wesentliche Absatzmärkte

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.

Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Berichtssegmente sind primär nach den Regionen

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

und sekundär nach Produktbereichen

Halbzeuge und Fertigteile
Rohre und Formteile aufgestellt.

Produktions- und Vertriebsstandorte

Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China, Indien und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die SIMONA AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz, die am Konzernumsatz mit rund 3 Prozent beteiligt ist. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2016 in drei inländischen und vier ausländischen Werken produziert. In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. In Litvínov (Tschechien) werden Rohre und Platten produziert. In Jiangmen (China) werden Platten produziert. In Archbald (Pennsylvania, USA) produziert die SIMONA AMERICA Inc. vor allem Platten. Darüber hinaus produziert die Boltaron Inc. in ihrem Werk in Newcomerstown (Ohio, USA) Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen und den Bereich Building.

Leitung und Kontrolle der SIMONA AG

Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorsitzender), Dirk Möller (stellvertretender Vorsitzender) und Fredy Hiltmann.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler (Vorsitzender), Roland Frobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Roland Reber, Joachim Trapp sowie Jörg Hoseus (Arbeitnehmervertreter) und Gerhard Flohr (Arbeitnehmervertreter).

1.2 Ziele und Strategien

Der SIMONA Konzern versteht sich als global agierender Lösungsanbieter für Kunststoffanwendungen, der sich stets am Nutzen für den Kunden orientiert. Überlegene Verfahrenstechnik, erstklassige Produkte sowie verlässliche, effiziente und schnelle Prozesse zeichnen SIMONA aus. Der SIMONA Konzern will Umsatz und Ertrag kontinuierlich steigern, sein Wachstum selbst gestalten und unabhängig bleiben. Mittelfristig bleibt "SIMONA500", ein jährlicher Konzernumsatz von 500 Mio. EUR, das Ziel. Das Umsatzwachstum soll organisch und über Akquisitionen erzielt werden. Eine EBIT-Marge von 6-8 Prozent ist das langfristige Ziel für den Konzern.

SIMONA hat drei strategische Kernziele definiert, um die Umsatz- und Ergebnisziele langfristig zu erreichen:

Innovationskraft steigern
Stärkeres Wachstum in den Emerging Markets
Operative Exzellenz

Insbesondere im Kernmarkt Europa soll SIMONA in neuen Anwendungen und Märkten wachsen. Dazu wurden die in 2015 beschlossene Business-Development-Struktur für die Marktsegmente Bau, Argrar und Mobilität eingeführt und entsprechende Funktionen besetzt. Das im Jahr 2016 eröffnete Technologiezentrum erweitert die Entwicklungskapazitäten und führt die am Innovationsprozess beteiligten Bereiche auch räumlich eng zusammen. Weltweit wird die Produktentwicklung intensiviert, zum Beispiel für Mobilitätsanwendungen unserer Tochtergesellschaft Boltaron Inc., USA, oder im Markt für Rohre und Formteile in Asien. In den Emerging Markets setzt SIMONA zunehmend auf lokale Präsenz. Dazu wurde in 2016 eine eigene Tochtergesellschaft in Indien eröffnet, um das Potenzial dieses für Kunststoffanwendungen stark wachsenden Marktes besser zu erschließen. Darüber hinaus wurde eine Vertriebsstruktur für Rohre und Formteile in Asien etabliert. Das Ziel einer operativen Exzellenz versteht SIMONA als eine kontinuierliche Produktivitätssteigerung in allen Werken und allen Prozessen. Hier konnten in 2016 vor allem in der Division Halbzeuge und Fertigteile weitere Fortschritte erzielt werden.

1.3 Steuerungssystem

Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Management-Systems und die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmensziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert.

Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA. Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen) ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT hinzuaddiert werden.

Das EBIT der SIMONA AG leitet sich im Wesentlichen wie folgt von IFRS nach HGB über:

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in Mio. EUR 2016 2015
EBIT nach IFRS 13,6 15,2
Bestandsveränderung Vorräte 1,8 -0,8
Personalaufwand (Pensionen) 2,5 2,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1,3 1,1
Sonstige Veränderungen -0,4 -1,0
EBIT nach HGB 18,8 16,9

Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens im Konzern jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (zum Capital Employed werden immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, finanzielle Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gerechnet).

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Belegschaft sowie das Qualitäts- und Energiemanagement herangezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. In Innovationskreisen werden neue Produktideen mit Hilfe eines Stage-/Gate-Prozess bewertet, priorisiert und zur Marktreife geführt. Kennzahl ist der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der in 2016 weiter erhöht werden konnte.

Das neue Technologiezentrum am Stammsitz in Kirn wurde im Juli 2016 im Beisein der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, offiziell eröffnet und hat seinen Betrieb in vollem Umfang aufgenommen. Es hat zum Ziel, die Innovationskraft durch mehr Entwicklungskapazitäten, kurze Wege, hohen Wissenstransfer und eine Erweiterung des Materialportfolios zu steigern.

In der Division Halbzeuge und Fertigteile wurde das Produktprogramm um den vollfluorierten Hochleistungskunststoff PFA (Perfluoralkoxyl) erweitert, der vor allem in der chemischen und galvanischen Industrie, der Halbleiterindustrie sowie der Energie- und Umwelttechnik eingesetzt wird. Die dritte Generation der Hohlkammerplatte wurde auf der weltgrößten Kunststoffmesse "K" im Oktober 2016 präsentiert und soll im Laufe des zweiten Quartals 2017 im Markt eingeführt werden. Sie zeichnet sich durch eine hervorragende Materialeffizienz und höchste Stabilität aus. Auf der Kunststoffmesse "K" in Düsseldorf wurde der Prototyp einer Verschleißschutzplatte vorgestellt. Es handelt sich um eine Multilayerplatte aus PE-HD und einer Funktionsverschleißschicht, die vor allem als Auskleidung im Schüttguttransport eingesetzt werden kann. Zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz im Kernmarkt "Industrie" wurde das erste eigene Behälterberechnungsprogramm "SmartTank" im Markt eingeführt. Das Programm berechnet Rund- und Rechteckbehälter nach DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren) mit modernsten Methoden und komfortabler Projektverwaltung.

In der Division Rohre und Formteile lag der Fokus auf der Etablierung und dem Ausbau der Marktsegmente Mining (Pilotprojekte mit dem Mehrschichtrohrleitungssystem AP-Line) und Sanierung (PP Steckmodule für das Tipht-in-pipe-Verfahren, Erweiterung des Formteilsortiments). Die Produktinitiative Spritzguss wurde unter anderem durch Investitionen in Mehrfach-Werkzeuge kontinuierlich vorangetrieben.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.950 TEUR (Vorjahr 3.608 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2016 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent. Damit verharrt die Weltkonjunktur auf dem Niveau des Vorjahres. Die Industrieproduktion stieg in den Industriestaaten um nur zwei Prozent, in den Schwellenländern um vier Prozent. Eine schwache Nachfragedynamik, eine nach wie vor geringe Investitionsneigung sowie kaum Produktivitätszuwächse kennzeichneten die Lage.

Deutschland erzielte wieder ein solides Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 1,9 Prozent (2015: 1,7 Prozent). Wachstumstreiber war abermals der private und staatliche Konsum. Aber auch die Bau- (+3,1 Prozent) und Ausrüstungsinvestitionen (+1,7 Prozent) trugen ihren Teil zum Wachstum bei. Die Zahl der Erwerbstätigen ist mit 43,5 Mio. auf den höchsten Stand seit 1991 gestiegen. Auch das Wachstum in der Eurozone war insgesamt stabil. Nach ersten Schätzungen der Europäischen Kommission stieg das BIP der 19 Euro-Staaten um 1,7 Prozent (2015: 1,6 Prozent). Neben Deutschland war Spanien mit einem Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent Treiber dieser Entwicklung. Die Wirtschaft in Frankreich (+1,1 Prozent) und Italien (+1,0 Prozent) trat weiter auf der Stelle.

Das Wachstum in den USA blieb hinter den Erwartungen zurück. Zwar setzte die US-Wirtschaft ihren moderaten Erholungskurs fort, voraussichtlich aber auf niedrigem Niveau. Nach zwei schwachen ersten Quartalen wird das Wachstum für das Gesamtjahr voraussichtlich ca. 1,5 Prozent betragen. Geringe Energiepreise im ersten Halbjahr, ein starker Dollar sowie schwache Ausrüstungsinvestitionen waren hierfür die Hauptgründe.

Die chinesische Wirtschaft ist nach ersten Berechnungen real um 6,7 Prozent gewachsen. Sie profitierte von den geld- und finanzpolitischen Maßnahmen zum Jahresbeginn und folgt den politischen Vorgaben. Der Strukturwandel hin zu mehr Dienstleistung und Binnenwirtschaft ist in vollem Gange. Private Investitionen stiegen nur um drei Prozent, während die staatlichen Investitionen im Infrastrukturbereich um gut 20 Prozent zulegten.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland zieht eine positive Bilanz des Jahres 2016. Der Branchenumsatz wuchs nach Angaben des Gesamtverbands Kunststoff verarbeitende Industrie (GKV) um 3,2 Prozent auf 60,8 Mrd. EUR. Auch die Menge der verarbeiteten Kunststoffe stieg um 3,6 Prozent auf 14,1 Mio. Tonnen. Die Auslandsumsätze sind mit 3,6 Prozent stärker gestiegen als die Inlandsumsätze (2,8 Prozent). Bau (+4,7 Prozent) und Verpackung (+4,4 Prozent) zeigten in den Teilbranchen das stärkste Wachstum. 61 Prozent der vom GKV befragten Mitgliedsunternehmen meldeten gestiegene Umsätze in 2016. Allerdings ist die Zahl derer, die sinkende Umsätze meldeten, von 11 auf 19 Prozent deutlich gestiegen.

Die deutsche Chemieproduktion zeigte 2016 wenig Dynamik und lag nach ersten Berechnungen des Verbands der chemischen Industrie e. V. um 0,5 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz lag aufgrund von Preissenkungen für Chemikalien und Pharmazeutika ca. 3 Prozent unter Vorjahr. Der Inlandsumsatz ging dabei um 4 und der Auslandsumsatz um 2,5 Prozent zurück.

Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau stagnierte 2016. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Produktion real um 0,2 Prozent. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht die Gründe dafür in einer zunehmenden Skepsis der Investoren in der zweiten Jahreshälfte. Teils kräftige Rückgänge in China und in den USA konnten in Europa und in vielen kleineren Märkten kompensiert werden.

Der Umsatz in der deutschen Bauindustrie lag 2016 um 6,3 Prozent über dem Vorjahr. Vor allem der öffentliche und der Wohnungsbau trugen zum positiven Ergebnis bei. Der öffentliche Bau wuchs um 6,4 Prozent und der Wohnungsbau um 8,5 Prozent. Der Wirtschaftsbau musste im November einen deutlichen Einbruch beim Auftragseingang verkraften. Im Dezember war die Entwicklung dynamisch, so dass für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 3,9 Prozent erzielt wurde.

Der Markt für Flugzeuginneneinrichtung ist nach Berechnungen der Market Intelligence Agentur Counterpoint in 2016 um 4 Prozent gewachsen. Die Branche profitierte nach wie vor vom steigenden Passagieraufkommen vor allem in Asien.

2.2 Geschäftsverlauf SIMONA Konzern

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Umsatzerlöse von insgesamt 366,7 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 360,3 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 1,8 Prozent. Die Umsatzentwicklung war geprägt von einem leicht rückläufigen Geschäft in Europa, einer im Jahresverlauf zunehmenden Erholung im schwierigen Marktumfeld in Asien sowie einer sehr positiven Entwicklung in Nordamerika. Das Wettbewerbsumfeld war in allen Regionen und Produktgruppen unverändert intensiv. Die im Rahmen des Konzernlageberichts des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2016 abgegebene Umsatzprognose von 355 - 365 Mio. EUR wurde leicht übertroffen. Grund dafür war hauptsächlich der sehr gute Geschäftsverlauf in den USA. Die im Rahmen des Konzernzwischenberichtes für das erste Halbjahr sowie der Presseinformation zum dritten Quartal abgegebenen Umsatzprognosen (360 -370 Mio. EUR) wurden erreicht.

Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) im Konzern von 30,2 Mio. EUR (Vorjahr 26,7 Mio. EUR) wurden die budgetierte EBIT-Marge (4 - 6 Prozent) sowie der Vorjahreswert von 7,4 Prozent deutlich übertroffen und beträgt 8,2 Prozent in 2016. Das EBITDA hat sich von 40,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 43,9 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge beträgt 12,0 Prozent nach 11,1 Prozent im Vorjahr.

Der Konzern-ROCE lag mit 11,7 Prozent sowohl über dem Vorjahr (10,5 Prozent) als auch über dem erwarteten Wert.

Insbesondere das höhere Umsatzvolumen im Segment Amerika sowie ein besserer Produktmix haben zur Ergebnissteigerung geführt. Auf der Kostenseite haben höhere sonstige Aufwendungen das Ergebnis belastet.

Europa

Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" fielen um 1,5 Prozent auf 257,3 Mio. EUR (Vorjahr 261,3 Mio. EUR), insbesondere im Zuge der rückläufigen Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile. In Deutschland wurde ein leichter Umsatzrückgang von 0,2 Prozent verzeichnet. In Spanien setzte sich das Umsatzwachstum im Zuge der wirtschaftlichen Erholung fort. Frankreich litt weiter unter der schwachen Konjunktur. Moderate Umsatzzuwächse in den osteuropäischen Ländern konnten den Rückgang im russischen Markt kompensieren. Der Anteil der Region Europa am Gesamtumsatz hat sich aufgrund der Steigerung der Umsatzerlöse in der Region "Amerika" von 72,5 auf 70,1 Prozent weiter reduziert. Das EBIT im Segment "Europa" ist von 18,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 17,2 Mio. EUR zurückgegangen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um 10,3 Prozent auf 90,1 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 81,7 Mio. EUR). Im Industriegeschäft konnten Marktanteile zurückgewonnen werden und das Budget wurde übertroffen. Das Geschäft der Tochtergesellschaft Boltaron Inc. mit der Division "Aviation and Specialty Products" entwickelte sich weiter positiv und über Budget. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz erhöhte sich von 22,7 auf 24,6 Prozent. Das Segment "Amerika" hat ein EBIT von 14,4 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 9,1 Mio. EUR). In den US-amerikanischen Werken wurde die Produktivität weiter gesteigert.

Asien und Pazifik

In der Region "Asien und Pazifik" konnte ein Umsatzplus von 11,5 Prozent auf 19,3 Mio. EUR erzielt werden. Insbesondere im vierten Quartal 2016 wurde eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist von 4,8 auf 5,3 Prozent gestiegen. Im Segment "Asien und Pazifik" wurde ein negatives EBIT von -1,2 Mio. EUR verbucht (Vorjahr -0,3 Mio. EUR), wobei das Ergebnis vor allem durch Währungseinflüsse (-0,8 Mio. EUR) belastet war.

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile hat sich 2016 positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse stiegen um 4,7 Prozent, auf 289,8 Mio. EUR (Vorjahr 276,9 Mio. EUR). In der Produktgruppe extrudierte Platten konnte trotz Wegfall eines Key Accounts Wachstum generiert werden. Auch die Produktgruppen gepresste Platten und Vollstäbe konnten Zuwächse verzeichnen. Bei PVC Platten trugen auch neue Anwendungsfelder zu einer guten Entwicklung der geschäumten und kompakten Produkte bei. Das Geschäft mit Halbzeugen für die Inneneinrichtung von Flugzeugen hat sich nach wie vor dynamisch entwickelt. Das Kerngeschäft chemischer Behälter- und Apparatebau wurde auch durch das neue Angebot an Fluorkunststoffen gestärkt und verzeichnete ebenfalls ein Wachstum, auch wenn nach wie vor größere Projekte fehlten.

Der Produktbereich Rohre und Formteile litt unter einem schwachen Infrastrukturgeschäft, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Die Krise im Energiesektor und anhaltend niedrige Rohölpreise wirkten sich negativ auf das Investitionsverhalten in den Fernwärme- und Braunkohlemärkten aus. Dieser Marktentwicklung konnten sich die Produktgruppen PE Rohre und Formteile nicht entziehen. Im Geschäft mit Industrierohren sowie projektbedingt bei Drainagesystemen für die Entwässerung von Schienennetzen und in der Sanierung war eine leicht positive Entwicklung zu verzeichnen. Insgesamt wurde im Produktbereich Rohre und Formteile ein Umsatzrückgang von 7,9 Prozent auf 76,9 Mio. EUR (Vorjahr 83,4 Mio. EUR) verbucht.

Auftragslage

Der Auftragswert beläuft sich im Konzern auf 30,4 Mio. EUR (Vorjahr 28,0 Mio. EUR); davon SIMONA AG 17,9 Mio. EUR (Vorjahr 17,6 Mio. EUR).

2.3 Ertragslage

Ergebnis

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) hat aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von 26,7 Mio. EUR auf 30,2 Mio. EUR um 12,9 Prozent zugelegt. Die EBIT-Marge konnte nach 7,4 Prozent im Vorjahr auf 8,2 Prozent gesteigert werden.

Im Zuge des Umsatzwachstums hat sich das Rohergebnis 2016 (Umsatz, Sonstige Erträge, Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) um 7,5 Mio. EUR auf 178,4 Mio. EUR erhöht und entspricht 48,7 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 47,4 Prozent).

In die Ergebnisrechnung ist die Bestandsminderung mit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr Bestandserhöhung 1,7 Mio. EUR) eingeflossen.

Die Sonstigen Erträge betragen 8,6 Mio. EUR (Vorjahr 11,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Wechselkursänderungen in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,3 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der in den Sonstigen Aufwendungen ausgewiesenen Verluste aus Wechselkursänderungen ergibt sich insgesamt ein positives Währungsergebnis von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 4,7 Mio. EUR).

Die Rohstoffkosten sind im Jahresverlauf 2016 leicht gesunken. Der Materialaufwand beträgt 196,7 Mio. EUR (Vorjahr 202,2 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Umsatzanstieg um 2,7 Prozent zurückgegangen. Hauptgründe hierfür sind Effekte aus der Rohstoffpreisentwicklung sowie rückläufiges Geschäft im Produktbereich Rohre und Formteile. Die Kosten für Energie sind im Vorjahresvergleich gesunken.

Der Personalaufwand beträgt 72,4 Mio. EUR (Vorjahr 70,8 Mio. EUR) und hat sich um 2,3 Prozent erhöht. Die Veränderung resultiert vor allem aus erhöhten Aufwendungen für Tantiemen und Mitarbeiterprämien.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 13,7 Mio. EUR (Vorjahr 13,4 Mio. EUR).

Die Sonstigen Aufwendungen sind um 3,6 Prozent auf 62,2 Mio. EUR gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Instandhaltung, Werbung und Ausstellungen sowie Verpackungsmaterial. Dagegen sind die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Fremdwährung gesunken.

Analog zum gestiegenen Ergebnis vor Steuern haben sich die Ertragsteuern von 7,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,6 Mio. EUR erhöht. Die Konzernsteuerquote liegt im Berichtsjahr mit 30,6 Prozent knapp über dem Vorjahreswert von 30,2 Prozent.

Segmentbezogene Angaben

Im Segment Europa haben die einzelnen Verkaufsgesellschaften mit Ausnahme der Tochtergesellschaft in England - im Wesentlichen bedingt durch Währungseinflüsse - positive Ergebnisse erwirtschaftet. Vor allem die Tochtergesellschaften in Russland und Polen erzielten im Vorjahresvergleich teils deutlich höhere Ergebnisbeiträge. Die Produktionsgesellschaft in Tschechien hat in 2016 einen im Vorjahresvergleich höheren Ergebnisbeitrag erreicht. Der Materialaufwand ist vor allem bedingt durch den Umsatzrückgang im Produktbereich Rohre und Formteile von 153,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 148,2 Mio. EUR gesunken. Der Personalaufwand ist um 1,1 Prozent auf 54,9 Mio. EUR gestiegen. Die Sonstigen Aufwendungen haben sich um 1,3 Mio. EUR auf 42,5 Mio. EUR erhöht.

Im Segment Amerika haben die Tochtergesellschaften deutlich höhere Ergebnisbeiträge erzielt. Der Materialaufwand (41,6 Mio. EUR, Vorjahr 42,3 Mio. EUR) konnte trotz Umsatzsteigerung reduziert werden. Der Personalaufwand ist um 7,0 Prozent auf 15,1 Mio. EUR gestiegen. Die Sonstigen Aufwendungen haben sich um 1,2 Mio. EUR auf 16,3 Mio. EUR erhöht.

Die Verkaufsgesellschaften im Segment Asien und Pazifik verzeichneten im Vorjahresvergleich trotz Umsatzzuwächsen hauptsächlich aufgrund rückläufiger Margen insgesamt geringere Ergebnisse. Das Werk in China konnte in 2016 die Gewinnschwelle noch nicht erreichen und weist ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus, das insbesondere durch Währungseinflüsse belastet ist. Das EBITDA hat sich dagegen weiter verbessert. Personalaufwand, Abschreibungen sowie sonstige Aufwendungen liegen insgesamt auf Vorjahresniveau.

2.4 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2016 hat um 44,6 Mio. EUR auf 363,0 Mio. EUR merklich zugenommen. Grund ist vor allem die Aufnahme von KfW-Mitteln.

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte betragen wie im Vorjahr 33,9 Mio. EUR und enthalten hauptsächlich die Geschäfts- und Firmenwerte aus den US-Akquisitionen.

Die Sachanlagen sind mit 116,7 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr 113,8 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Zugang des Technologiezentrums am Standort Kirn. Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 15,5 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 12,3 Mio. EUR.

Die aktiven Latenten Steuern haben sich hauptsächlich durch den Verbrauch von Verlustvorträgen bei den US-Tochtergesellschaften von 4,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,6 Mio. EUR erhöht.

Die Vorräte betragen 69,2 Mio. EUR (Vorjahr 66,9 Mio. EUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegen mit 26,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich um 2,5 Mio. EUR auf 41,4 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen mit 52,2 Mio. EUR nahezu dem Vorjahreswert.

Die kurz- und langfristigen Sonstigen Vermögenswerte sowie Ertragsteuerforderungen betragen 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 6,3 Mio. EUR). Darin enthalten ist der zum Barwert aktivierte Auszahlungsanspruch aus dem Körperschaftsteuerguthaben der SIMONA AG in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR).

Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind vor allem aufgrund der kurzfristigen Finanzmitteldisposition (4,0 Mio. EUR) auf 0,8 Mio. EUR gesunken.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sind mit 3,8 Mio. EUR aktiviert (Vorjahr 4,7 Mio. EUR) und betreffen Sachanlagen am Standort in den USA. Im Berichtsjahr wurde die Büro- und Lagerimmobilie in Frankreich verkauft.

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist im Berichtsjahr durch ein im Vorjahresvergleich weiter gestärktes Eigenkapital sowie eine deutliche Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals gekennzeichnet.

Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 192,0 Mio. EUR (Vorjahr 182,6 Mio. EUR). Darin eingeflossen sind im Wesentlichen ein Periodenergebnis in Höhe von 19,5 Mio. EUR und eine Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2016 von 6,0 Mio. EUR. Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aus der Absenkung des IAS-Rechnungszinses wurde das Konzerneigenkapital mit 5,1 Mio. EUR belastet. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme von 57 Prozent auf 53 Prozent gesunken.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen waren insbesondere im Zuge der Absenkung des IAS-Rechnungszinses von 2,30 Prozent im Vorjahr auf 1,80 Prozent im Geschäftsjahr neu zu bewerten und sind dadurch mit insgesamt 103,3 Mio. EUR dotiert (Vorjahr 91,4 Mio. EUR).

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 15,1 Mio. EUR stichtagsbedingt über dem Vorjahr (11,7 Mio. EUR).

Die Sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden in Höhe von insgesamt 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR) betreffen überwiegend ausstehende Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenskäufen.

Die Sonstigen Schulden betragen 14,5 Mio. EUR (Vorjahr 13,6 Mio. EUR) und umfassen im Wesentlichen Tantiemen und Mitarbeiterprämien sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften.

Die langfristigen (2,7 Mio. EUR) und kurzfristigen (1,6 Mio. EUR) Sonstigen Rückstellungen liegen leicht unter Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 15,5 Mio. EUR (Vorjahr 16,0 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen im Segment Europa in das neue Technologiezentrum am Hauptsitz sowie Technische Anlagen und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland und den USA. Zudem wurde eine Logistikimmobilie am Produktionsstandort in Asien errichtet. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Sachanlageinvestitionen in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR) getätigt.

2.5 Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das primäre Ziel des Finanzmanagements bleibt, die Finanzkraft der SIMONA Gruppe zu sichern. Die wichtigste Aufgabe ist, den Finanzbedarf für das operative Geschäft sowie den Finanzbedarf für Investitionen ausreichend zu decken. Das Finanzmanagement ist im Konzern zentral organisiert. Den Liquiditätsbedarf im Konzern deckt SIMONA überwiegend mittels interner Konzernfinanzierung durch Ausleihungen oder Darlehen. Zudem bestehen fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und Laufzeiten. Liquiditätsüberschüsse werden risiko- und renditeoptimiert am Geld- oder Kapitalmarkt angelegt.

Finanzierungsanalyse

Die langfristigen Finanzschulden sind um 18,3 Mio. EUR auf 22,1 Mio. EUR signifikant gestiegen und betreffen die Aufnahme von KfW-Mitteln, die insbesondere im vierten Quartal zugeflossen sind. Kurzfristige Finanzschulden bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,9 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen kurzfristige KfW-Darlehen (Vorjahr 0,4 Mio. EUR).

Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag keine zu bilanzieren.

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 18,9 Mio. EUR (Vorjahr 42,8 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus dem Abruf der KfW-Mittel.

Cashflow

Im Geschäftsjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 42,2 Mio. EUR (Vorjahr 37,3 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -11,7 Mio. EUR (Vorjahr -22,1 Mio. EUR). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 12,4 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss -5,7 Mio. EUR) und ergibt sich hauptsächlich aus dem Zufluss der KfW-Mittel sowie dem Abfluss der Dividende.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 74,8 Mio. EUR (Vorjahr 31,9 Mio. EUR) bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankeinlagen. Die Veränderung von 42,9 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR) resultiert vor allem aus dem Mittelzufluss der operativen Geschäftstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit sowie dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit. Die Entwicklung ist im Detail in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Finanzielle Verpflichtungen

Kurzfristige Verpflichtungen entstehen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben in Höhe von 15,1 Mio. EUR (Vorjahr 10,7 Mio. EUR) sowie aus Rohstoffbestellungen über 12,9 Mio. EUR. Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) entstehen aus operativen Miet- und Leasingverträgen. Davon sind 0,6 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig.

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 0,2 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR ergibt sich für das Berichtsjahr insgesamt ein Finanzergebnis von -2,2 Mio. EUR (Vorjahr -2,0 Mio. EUR).

2.6 Geschäftsverlauf der SIMONA AG

Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG war hauptsächlich geprägt von einer moderaten Steigerung des Geschäfts im Bereich Halbzeuge und Fertigteile sowie einem schwachen Gesamtmarkt im Bereich Rohre und Formteile.

Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 254,5 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 256,0 Mio. EUR). Das entspricht einem leichten Umsatzrückgang von 0,6 Prozent. Das ursprünglich budgetierte Umsatzziel von 263 Mio. EUR wurde damit unterschritten. Im Berichtsjahr wurden durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstmalig Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) in den Umsatzerlösen Deutschland ausgewiesen, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden.

Deutschland

Vor allem aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 0,7 Prozent auf 96,7 Mio. EUR (Vorjahr 97,5 Mio. EUR) gesunken.

Übriges Europa und Afrika

In der Region "Übriges Europa und Afrika" liegen die Umsatzerlöse mit 140,9 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahr mit 141,7 Mio. EUR.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben um 10,4 Prozent auf 4,2 Mio. EUR abgenommen (Vorjahr 4,7 Mio. EUR).

Asien & Pazifik

Die Region "Asien & Pazifik" verzeichnete im Vorjahresvergleich einen Umsatzzuwachs um 3,7 Prozent auf 12,6 Mio. EUR.

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile verzeichnete ein Umsatzplus von 2,0 Prozent auf 179,9 Mio. EUR (Vorjahr 176,4 Mio. EUR). Im Produktbereich Rohre und Formteile fiel der Umsatz von 79,7 Mio. EUR um 7,7 Prozent auf 73,6 Mio. EUR.

Das Ergebnis der SIMONA AG ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 13,6 Mio. EUR (Vorjahr 15,2 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 5,2 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent) erwirtschaftet. Die budgetierte EBIT-Marge (4–6 Prozent) wurde erreicht. Das EBITDA nach IFRS hat sich von 23,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 21,5 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge beträgt 8,5 Prozent nach 9,1 Prozent im Vorjahr (budgetierte EBITDA-Marge 7–8 Prozent). Der ROCE nach IFRS liegt mit 9,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 10,6 Prozent, jedoch über dem budgetierten ROCE (7–9 Prozent).

Das gesunkene EBIT und EBITDA ist hauptsächlich auf ein verringertes Währungsergebnis sowie höhere Aufwendungen für Vertrieb und Verwaltung zurückzuführen. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 zufriedenstellend.

2.7 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der SIMONA AG

Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) liegt mit 105,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (101,0 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge hat sich damit von 39,5 Prozent im Vorjahr auf 41,3 Prozent verbessert. Der Materialaufwand ist korrespondierend zu den gesunkenen Umsatzerlösen im Produktbereich Rohre und Formteile sowie aufgrund geringerer Energiekosten zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 3,9 Mio. EUR (Vorjahr 5,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR).

Der Personalaufwand beträgt 46,7 Mio. EUR und ist damit im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Die Zusammensetzung ergibt sich aus höheren Aufwendungen für Mitarbeiterprämien sowie geringeren sozialen Aufwendungen und Aufwand für Altersvorsorge.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 6,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,9 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 39,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (36,5 Mio. EUR). Insbesondere für Werbung, Verpackungsmaterial sowie Beratungsleistungen sind mehr Aufwendungen entstanden. Der Aufwand für Ausgangsfrachten ist dagegen gefallen.

Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 9,2 Mio. EUR betreffen wie im Vorjahr (3,1 Mio. EUR) die Anteile an der SIMONA AMERICA Inc., USA.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen über 6,2 Mio. EUR (Vorjahr 5,3 Mio. EUR) betreffen Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd., Hongkong.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,4 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen (3,9 Mio. EUR, Vorjahr 3,2 Mio. EUR). Aufgrund der Anwendung von § 253 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zinsaufwand im Berichtsjahr um 6,1 Mio. EUR entlastet (Vorjahr 2,9 Mio. EUR). Dies ist zurückzuführen auf die Verlängerung des Zeitraumes zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen von 7 auf 10 Jahre.

Im Geschäftsjahr wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) nach HGB von 18,8 Mio. EUR (Vorjahr 16,9 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 7,4 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent) erwirtschaftet. Das EBITDA hat sich von 23,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 25,5 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge liegt mit 10,0 Prozent über dem Vorjahr (9,3 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern beträgt 15,2 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr war insbesondere durch einen höheren Rohertrag sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen geprägt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich um 38,1 Mio. EUR auf 275,6 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen liegt mit 139,3 Mio. EUR unverändert auf Vorjahresniveau.

Das Sachanlagevermögen hat sich um 2,8 Mio. EUR auf 55,0 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf die Errichtung des neuen Technologiezentrums in Kirn zurückzuführen ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind von 46,1 Mio. EUR auf 55,6 Mio. EUR gestiegen. Hauptgrund ist die Zuschreibung auf die Beteiligung an der Tochtergesellschaft in den USA (9,2 Mio. EUR).

Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 28,1 Mio. EUR (Vorjahr 40,1 Mio. EUR) betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien. Die Tochtergesellschaft in Amerika hat Darlehen in Höhe von 6,3 Mio. EUR im Berichtsjahr zurückgezahlt. Ausleihungen an die Tochtergesellschaft in Asien wurden in Höhe von 6,2 Mio. EUR wertberichtigt.

Der Vorratsbestand hat um insgesamt 4,2 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR zugenommen. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial (13,0 Mio. EUR), unfertigen Erzeugnissen (0,4 Mio. EUR) und Fertigerzeugnissen (21,3 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen haben sich im Vorjahresvergleich um 2,1 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 23,7 Mio. EUR (Vorjahr 24,3 Mio. EUR) gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Vorjahresvergleich um 3,6 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR abgenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Rückzahlung von Darlehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vorjahresvergleich um 1,0 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR verringert.

Insgesamt liegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Jahresende mit 41,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 46,8 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel sind von 20,4 Mio. EUR im Vorjahr um 39,1 Mio. EUR auf 59,5 Mio. EUR zum Jahresende gestiegen. Die Zunahme ergibt sich hauptsächlich aus dem Zufluss von KfW-Mitteln sowie der operativen Geschäftstätigkeit.

Finanzlage

Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vorjahresvergleich von 162,5 Mio. EUR auf 171,6 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote ist dennoch von 68 Prozent im Vorjahr auf 62 Prozent gefallen. Hauptgrund sind die zugeflossenen KfW-Mittel, die zu einer Ausweitung der Bilanzsumme geführt haben.

Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung vom IFRS-Konzernergebnis und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.

Die Summe der Rückstellungen beträgt 58,7 Mio. EUR (Vorjahr 54,4 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich mit 2,8 Mio. EUR höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 46,4 Mio. EUR. Die höhere Dotierung ist insbesondere durch die Verringerung des Abzinsungssatzes auf 4,01 Prozent bedingt (Vorjahr 4,31 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 11,5 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 9,7 Mio. EUR).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um 24,7 Mio. EUR auf insgesamt 45,2 Mio. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 7,6 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 9,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR) ausgewiesen, welche hauptsächlich Warenlieferungen der Tochtergesellschaft in Tschechien betreffen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 25,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR) und betreffen langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln. Zum Jahresende wurde die kurzfristige Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen (Vorjahr 2,5 Mio. EUR).

Die KfW-Darlehen werden zu festen Zinssätzen verzinst und sind vertragsgemäß vierteljährlich zu tilgen. Die Mittelverwendung soll der Finanzierung von langfristigen Innovationsprogrammen im Inland dienen. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.

Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Rahmenkreditlinien in Höhe von 16,0 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der SIMONA AG betragen im Berichtsjahr 9,3 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen an den Standorten in Deutschland sowie die Errichtung des Technologiezentrums in Kirn. Insgesamt wurden Netto-Investitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR) getätigt. Die Fertigstellung einer neuen Halle am Standort Ringsheim ist mit einem geplanten Investitionsvolumen von etwa 2,2 Mio. EUR für 2017 vorgesehen.

Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen 10,9 Mio. EUR, aus Rohstoffbestellungen 8,6 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Liquiditätsanalyse

Die liquiden Mittel der SIMONA AG betragen am Bilanzstichtag 59,5 Mio. EUR (Vorjahr 20,4 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Die Erhöhung ist hauptsächlich auf Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit zurückzuführen.

2.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

SIMONA misst die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen europaweiter Befragungen. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA. Die Gesamtzufriedenheit bei der letzten europaweiten Befragung in 2013 konnte von 82,4 Prozent auf 86,7 Prozent weiter gesteigert werden. 88,0 Prozent unserer Kunden würden unsere Produkte und Leistungen weiterempfehlen (Vergleichswert: 85,4 Prozent). Die nächste europaweite Kundenbefragung wird im April 2017 durchgeführt.

Mitarbeitende

Im SIMONA Konzern hat sich die Zahl der Mitarbeitenden zum Jahresende leicht erhöht. Zum 31.12.2016 waren 1.288 Mitarbeitende (31.12.2015: 1.278) beschäftigt. In Deutschland ist die Zahl der Mitarbeitenden nahezu unverändert geblieben. In Osteuropa wurde aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens Personal aufgebaut. Durch die Neugründung einer Tochtergesellschaft in Indien hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden in Asien erhöht. In den USA hat sich die Anzahl der Beschäftigten leicht reduziert.

Die Beschäftigtenzahl in der SIMONA AG ist zum Jahresende mit 789 nahezu unverändert (31.12.2015: 788).

Die Zahl der Auszubildenden hat sich gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres nochmals gesteigert. 48 Jugendliche (Vorjahr 42) absolvierten eine Ausbildung in einem der acht technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. Erstmals wurde in 2016 eine Auszubildende im neuen Berufsbild Werkstoffprüferin ausgebildet. 12 junge Menschen absolvierten 2016 einen von SIMONA geförderten berufsintegrierten/dualen Studiengang oder eine geförderte Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker.

Schwerpunkte der Personalarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die persönliche und fachliche Weiterbildung, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden sowie Ergonomieprojekte. Im Rahmen der Weiterbildung lag der Fokus auf der sprachlichen Entwicklung mit Englischkursen verschiedener Schwerpunkte, Projektmanagementtrainings und dem Abschluss des zweiten Jahrgangs des international besetzten Nachwuchsförderkreises. Ende November wurde eine umfangreiche Mitarbeiter-Befragung an allen deutschen Standorten durchgeführt. Bei einer hohen Beteiligungsquote wurde sowohl im Vergleich zur letzten Befragung als auch im Industrievergleich in den meisten Themenfeldern eine hohe Zufriedenheit ermittelt. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements haben die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und SIMONA für den Stammsitz Kirn Anfang 2016 die gemeinsame Maßnahme "Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt" vereinbart. Des Weiteren wurden verschiedene Ergonomieprojekte und zwei Gesundheitstage am Stammsitz Kirn durchgeführt. Eine Qualifikationsmatrix und die Einführung von Mitarbeitergesprächen für gewerbliche Mitarbeitende am Werk II in Kirn wurden 2016 vorbereitet. Die Einführung erfolgte Anfang 2017.

Qualität, Umwelt und Energie

Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, deren ordnungsgemäße Umsetzung im Geschäftsjahr 2016 erneut durch erfolgreich absolvierte externe Überwachungsaudits unter Beweis gestellt wurde. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie auch schon in den Vorjahren, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.

Im Oktober erfolgte ein erfolgreiches Überwachungsaudit des SIMONA Energiemanagementsystems nach DIN ES ISO 50001 an den Standorten Kirn und Ringsheim, das die Effizienz unseres Energiemanagementsystems bestätigt hat. Im Dezember 2016 wurde auch das Werk in Litvinov, Tschechische Republik, erfolgreich auditiert.

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für SIMONA zentrale Themen. Das SIMONA Umweltmanagementsystem ist gemäß DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Bei der Planung neuer Produktionsprozesse und Fertigungsverfahren wird der produktionsintegrierte Umweltschutz weiter forciert. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen des Weiteren dazu bei, Herausforderungen z. B. in der Umwelttechnik oder Versorgung nachhaltig zu lösen. SIMONA ist aktives Mitglied der Organisation VinylPlus, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette. Außerdem ist SIMONA Mitinitiator und Träger des Qualitätssiegels für PVC Platten des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. (pro-K). Die Träger dieses Zeichens verpflichten sich dazu, festgelegte Qualitätsstandards zu erfüllen, Verarbeitungskompetenzen zu gewährleisten und ein vielseitiges und ausgezeichnetes Serviceangebot zu liefern.

Informationstechnologie

In der IT-Infrastruktur lag der Fokus 2016 auf einer weiteren Verbesserung der IT-Sicherheit. Aufgrund der erhöhten Bedrohungslage durch Verschlüsselungs-Trojaner und andere Schadprogramme wurden weitere Security-Komponenten implementiert. Die mehrstufigen Prüfungen durch Lösungen verschiedener Hersteller und verschärfte Filtereinstellungen sorgen für eine hohe IT-Sicherheit. Ein weiterer Schwerpunkt war die Migration des SAP-Systems auf eine neue System-Plattform. Neueste Servergenerationen und modernste Datenspeichersysteme gewährleisten ein stabiles und performantes ERP-System für alle SIMONA Standorte. Schwerpunkt der IT-Anwendungsentwicklung war im vergangenen Jahr die Harmonisierung der produktiven Geschäftsprozesse aller Produktionsstätten des SIMONA Konzerns. Am Stammsitz Kirn wurde ein Manufacturing Execution System (MES) als Pilotprojekt implementiert.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die weltweite Nachfrage nach Kunststoffen wird einer Studie von "Grand View Research" in den nächsten Jahren um durchschnittlich 5,3 Prozent jährlich steigen und in 2020 ca. 335 Mio. Tonnen erreichen. Die Asien-Pazifik-Region ist weiterhin der Treiber dieser Entwicklung. Ausschlaggebend dafür sind die steigenden Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Asien sowie das Wachstum des Individualverkehrs. Die Studie bescheinigt Nordamerika und Europa eine relativ hohe Marktsättigung, in der Wachstum nur über neue Technologien und Anwendungen möglich ist. Für Nordamerika wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,3 Prozent bis 2020 vorhergesagt. Das Marktforschungsinstitut Ceresana erwartet für den europäischen Kunststoff-Markt bis zum Jahr 2022 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 Prozent pro Jahr.

Die Strategie von SIMONA folgt diesen globalen Trends. In Europa sollen die Innovationskraft unter anderem mit Hochleistungskunststoffen weiter gestärkt sowie neue Marktsegmente in Bau, Mobilität und Agrar erschlossen werden. Hier sieht SIMONA -auch aufgrund der erweiterten Fertigungsmöglichkeiten durch das neue Technologiezentrum - gute Chancen, den Umsatz mit neuen Produkten und Anwendungen steigern zu können. Im Kernsegment "Industrie" will SIMONA seine Marktstellung in Europa behaupten und ausbauen. Dazu wurde unter anderem das Produktprogramm um vollfluorierte Kunststoffe, wie z. B. PFA und FEP (Perfluorethylenpropylen), erweitert sowie ein eigenes Programm zur Behälterberechnung eingeführt.

In der Region Amerika sieht SIMONA gute Chancen, das Industriegeschäft weiter auszubauen, aufgrund des hohen Infrastrukturbedarfs auch mit einem Angebot an Rohren und Formteilen. Das wachsende Aufkommen an Passagieren und der damit einhergehende Investitionsbedarf an Flugzeugen verspricht weiterhin gute Chancen für die Tochtergesellschaft Boltaron Inc., die mit neuen Produkten und hoher Design-, Farben- und Strukturvielfalt ihr Angebot auf diesen Markt ausgerichtet hat.

In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten gute Möglichkeiten, von den steigenden Infrastrukturinvestitionen zu profitieren. SIMONA agiert hier weiterhin im durch steigendes Umweltbewusstsein und strengere Auflagen wachsenden Premiumsegment. Die 2016 in Indien eröffnete Tochtergesellschaft ist etabliert und bietet gute Chancen, am wachsenden indischen Kunststoffmarkt teilzuhaben.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Chancen für das Geschäft von SIMONA nicht wesentlich geändert. Die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren haben sich weltweit tendenziell etwas verbessert. Die mittelfristigen strukturellen Faktoren, insbesondere die für das Geschäft wichtige Investitionstätigkeit in der Industrie, haben sich eher verschlechtert. SIMONA hat mit der Einführung des Business Developments und der Eröffnung des Technologiezentrums intern wichtige Voraussetzungen geschaffen, um Chancen im Kunststoffmarkt im Vergleich zum Vorjahr noch besser wahrzunehmen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems

Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Die Konsolidierung der Tochtergesellschaften wird mithilfe eines nach IDW PS 880 zertifizierten Systems im Finanzwesen durchgeführt. Die Datenandienung erfolgt über eine SAP-Schnittstelle sowie Web-/Excel-basiert. Bereits bei der Datenandienung werden zahlreiche technische Validierungen durchgeführt. Maschinelle sowie manuelle Prozesskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip stellen wesentliche Überwachungsschritte im Abschlusserstellungsprozess dar. Die quartalsweise Erstellung einer konsolidierten Ergebnisrechnung und Bilanz sowie die Veröffentlichung eines Halbjahresberichtes bilden zudem eine gute Basis für die Plausibilisierung im Jahresabschluss.

Risikobericht

Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kon-troll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft. SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:

Marktumfeld- und Branchenrisiken
unternehmensstrategische Risiken
finanzwirtschaftliche Risiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Marktumfeld- und Branchenrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Unternehmenszukäufe sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu erhöhen und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.

Die geopolitischen Risiken sind weiter virulent und nehmen tendenziell zu. Im Segment Europa bestimmen die Flüchtlingskrise und die weiter ungelöste Finanzkrise die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren der Ölpreis, die Entwicklung des Dollarkurses sowie die Unsicherheit über die künftige politische Ausrichtung der USA das wirtschaftliche Umfeld. Hier besteht das Risiko einer durch die vorgenannten Faktoren verursachten weiter abnehmenden Investitionstätigkeit der Industrie, die unser Geschäft negativ beeinflussen kann. Im Segment Asien und Pazifik wird die konjunkturelle Entwicklung in China im Industriesektor für die Risikoentwicklung bestimmend sein. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten wird mit einem mittelfristigen Erwartungswert von etwa 5,0 - 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell weniger als 50 Prozent gerechnet. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken derzeit als gering erachtet.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als nicht wesentlich eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Durch die Unternehmensakquisitionen und den Ausbau der Produktion im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern erheblich reduziert werden. Gleichzeitig ist damit allerdings das Währungsrisiko im USD für SIMONA angestiegen und wird mittelfristig auf 2,0 - 4,0 Mio. EUR Ergebnisbe-bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung war 2016 die verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Industrieproduktion und der Investitionstätigkeit.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im osteuropäischen Markt weiterhin hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gestiegen. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Zinsänderungsrisiken werden aktuell als gering eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinste Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird aktuell nicht in Anspruch genommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie das Langlebigkeitsrisiko werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird auf 3 - 10 Mio. EUR geschätzt und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien an der SIMONA AG in den letzten drei Jahren.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Diese betreffen insbesondere die Rohstoffpreisentwicklung sowie mögliche Ausfälle von Lieferanten. Die Preisentwicklung der von uns eingesetzten Rohstoffe hat sich vom Ölpreis entkoppelt und wird im Wesentlichen von der Verfügbarkeit der unmittelbaren Vor- und Endprodukte bestimmt. Im Jahr 2016 waren keine größeren Rohstoffengpässe zu verzeichnen und die Preisentwicklung eher konstant. Allerdings haben sich wichtige Additive, die für die Herstellung von PVC benötigt werden, wesentlich verteuert und zum Jahresende vermehrten sich die Anzeichen für eine deutliche Verteuerung aller Rohstoffe zum Jahresbeginn 2017. Insofern erwarten wir mittel- und langfristig weiterhin einen strukturellen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen.

Sonstige Risiken betreffen informationstechnologische Risiken. Diese umfassen insbesondere den Ausfall der IT-Infrastruktur, Datenverlust und Angriffe auf die IT-Systeme verbunden mit Betriebsspionage. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist. Zudem erfolgen regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, der Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen sowie Zugriffskontrollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit vor allem durch externe Angriffe auf die IT-Systeme wird als hoch eingeschätzt.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

4. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Prognosen des IWF wird sich die Weltwirtschaft 2017 beleben und um 3,4 Prozent wachsen. Das BIP der USA soll nach Prognosen um 2,3 Prozent zulegen. Steuersenkungen, der private Konsum sowie steigende Verteidigungsausgaben sollen die Haupttreiber dieser Entwicklung sein. Brasilien (+0,2 Prozent) und Russland (+1,1 Prozent) sollen nach langjähriger Rezession auf den Wachstumspfad zurückkehren. Im Euroraum wird ein leicht abgeschwächtes Wachstum von 1,6 Prozent vorhergesagt. Größter Treiber bleibt der private Konsum. Die Investitionen werden mit ca. 0,5 Prozent zum Wachstum beitragen. China wird in einem politisch wichtigen Jahr ein abermals geringeres Wachstum von 6,5 Prozent tolerieren, bei steigenden Finanzrisiken. Die Schwellenländer im Asien-Pazifik-Raum können mit einer kontinuierlichen wirtschaftlichen Dynamik von 6,3 Prozent Wachstum rechnen.

In fast allen etablierten Volkswirtschaften ist der private Konsum der Wachstumstreiber. Industrieproduktion und Ausrüstungsinvestitionen werden sich weltweit nach wie vor verhalten entwickeln. Auch die chemische Industrie sieht in 2017 keine stärkere Dynamik für die Chemie-Produktion: Der Verband VCI geht von einer Steigerung um 0,5 Prozent aus. Rechnet man das Pharma-Geschäft heraus, geht der VCI von einem Null-Wachstum aus. Der Gesamtumsatz sollte laut VCI um 0,5 Prozent (ohne Pharma) zulegen können. Ein Wachstumsbeitrag wird lediglich vom Auslandsgeschäft erwartet. Der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau rechnet ebenfalls nur mit einer leichten Belebung und einem Produktionswachstum von 1,0 Prozent, das vor allem aus dem Auslandsgeschäft kommen soll. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie ist für die Entwicklung in 2017 optimistisch und geht von einem Umsatzplus von 5 Prozent aus. Der größte Beitrag wird dabei vom Wohnungsbau erwartet. Der weltweite Markt für "Aircraft Interior" wird Prognosen zufolge auch 2017 weiter dynamisch wachsen.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Umsatzerwartung der Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland zeugt laut Einschätzung des Branchenverbands GKV von Zuversicht. Trotz eines Rekordjahres 2016 bei Umsatz und Beschäftigung rechnen 57 Prozent der befragten Unternehmen mit steigenden Umsätzen. Auch die Erwartungen an die Gewinnentwicklung sind überwiegend positiv. 38 Prozent rechnen mit steigenden und 45 Prozent mit gleichbleibenden Gewinnen. Die Exporte sollen nach der Erwartungshaltung der Mehrzahl der befragten Unternehmen weiter steigen. Belastend wirken hohe Energiekosten durch die EEG-Umlage, politische Unsicherheiten in Europa sowie zunehmend der Fachkräftemangel.

Künftige Entwicklung Konzern

Der SIMONA Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz von 381 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 7 und 8 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von 11-12 Prozent budgetiert.

Die Verzinsung des im Konzern eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2017 zwischen 10 und 11 Prozent erwartet.

Die größten Wachstumsimpulse beim Umsatz sollen aus den USA und Osteuropa kommen. In den USA geht SIMONA von einem stabil wachsenden Industriegeschäft und einem weiter dynamischen Aviation-Markt aus. In Zentral- und Westeuropa sieht sich SIMONA mit einem unverändert wettbewerbsintensiven Markt mit Konsolidierungstendenzen konfrontiert und will die Marktposition im Kernmarkt Industrie behaupten sowie in neuen Anwendungen wie Agrar, Mobilität und Bau wachsen. In Asien soll die gute Entwicklung der letzten beiden Quartale 2016 für weiteres Wachstum genutzt werden.

Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der Durchsetzbarkeit auskömmlicher Preise in einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten abhängen. Im Februar und März 2017 sind die

Preise für von SIMONA eingesetzte Rohstoffe teils deutlich gestiegen. Wir gehen derzeit von einem erreichbaren Umsatz von 370-380 Mio. EUR und einem EBIT von 25-30 Mio. EUR aus. Die weitere Entwicklung der Industrieproduktion und Investitionstätigkeit weltweit sowie die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten werden für die Erreichung der Ziele bestimmend sein.

SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit aufgrund des Ausbaus der technischen Kompetenz und der Fokussierung auf neue Marktsegmente sowie unseren Kernmarkt Industrie auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.

Wir gehen durch die Aktivitäten in unserem Energiemanagement davon aus, die Energieeffizienz auf dem erreichten Niveau halten zu können.

Die Anzahl der Mitarbeitenden des SIMONA Konzerns wird in 2017 voraussichtlich stabil bleiben. Die Zahl der Auszubildenden wird sich nach den bisher geschlossenen Ausbildungsverträgen voraussichtlich auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Künftige Entwicklung der SIMONA AG

Trotz hoher Unsicherheiten im wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld hat sich SIMONA anspruchsvolle Ziele gesetzt. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden ein Umsatz von 260 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 4 und 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge zwischen 7 und 9 Prozent jeweils nach IFRS budgetiert.

Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2017 zwischen 8 und 9 Prozent erwartet.

Für die Verkaufsregion "Deutschland" geht SIMONA dabei von einem sich weiter konsolidierenden Markt aus. In der Region "Übriges Europa und Afrika" soll ein leichtes Wachstum erzielt werden. Größere Wachstumsimpulse werden in Osteuropa erwartet. SIMONA setzt für Europa insgesamt weiterhin auf ein Wachstum mit neuen Produkten und Anwendungen und verspricht sich Impulse durch die Einführung eines Business Developments. In der Verkaufsregion "Amerika" soll das erzielte Niveau gehalten werden. Stärkere Wachstumsraten plant SIMONA für die Region "Asien und Pazifik".

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

5.2 Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütungskomponente wird jährlich überprüft und die fixe Komponente alle zwei Jahre. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung sind die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein langfristiges Anreiz-Programm (LAP). Für die Performanceperioden 2013 - 2015 und 2014 - 2016 basierte das LAP auf dem Erreichen eines definierten Zielwertes (Capital Employed und einem durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC) von 8 Prozent). Im Berichtsjahr wurde ein neues LAP implementiert, welches als maßgebliche Performancegröße den durchschnittlichen NOPAT (Net Operating Profit After Taxes) des Konzerns während einer dreijährigen Performanceperiode verwendet. Die erste Performanceperiode nach neuer Berechnung umfasst die Geschäftsjahre 2015 - 2017 und die zweite Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2016 - 2018. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Konzernabschlusses für das letzte Jahr der jeweiligen Performanceperiode.

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG VERGÜTUNG DES VORSTANDES

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in TEUR 2016 2015
Erfolgsunabhängige Vergütung
Fixgehalt und Nebenleistungen 906 1.012
Erfolgsabhängige Vergütung
Jahresbonus 1.067 715
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung
Periode 2013 - 2015, Auszahlung 2016 0 335
Periode 2014 - 2016, Auszahlung 2017 517 0
Gesamtvergütung 2.490 2.062

Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 10. Juni 2016 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2020. Die individualisierten Angaben gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben insofern.

Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 470 TEUR (Vorjahr 486 TEUR). Die handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 12.890 TEUR (Vorjahr 11.810 TEUR). Die Pensionsrückstellungen nach IFRS für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 18.861 TEUR (Vorjahr 16.333 TEUR).

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der SIMONA AG erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 13.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 7.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern auf die Vergütung ersetzt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wurde aufgrund Satzungsänderung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016 angehoben. Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der Hauptversammlung am 10. Juni 2016 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 163 TEUR (Vorjahr 131 TEUR), davon SIMONA AG 139 TEUR (Vorjahr 105 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

5.3 Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2016 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt.

31,19 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 15,0 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,25 Prozent Regine Tegtmeyer (Nebel), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 10,9 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 10. Juni 2016 insgesamt 70.909 Stück Aktien; dies entspricht 11,82 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten insgesamt 1.300 Stück Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 10. Juni 2016 an; dies entspricht 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.

Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, den 31. März 2017

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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in TEUR Anhang 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Umsatzerlöse [7] 366.675 360.332
Sonstige Erträge [8] 8.600 11.109
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -132 1.733
Materialaufwand [9] 196.722 202.215
Personalaufwand [10] 72.398 70.801
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [17, 18] 13.700 13.419
Sonstige Aufwendungen [12] 62.168 60.034
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Beteiligungen [19] 159 130
Finanzerträge [13] 212 153
Finanzaufwendungen [13] 2.374 2.195
Ergebnis vor Ertragsteuern 28.152 24.793
Ertragsteuern [14] 8.617 7.486
Periodenergebnis 19.535 17.307
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 19.486 17.270
Nicht beherrschende Anteile 49 37
ERGEBNIS JE AKTIE
in EUR
- unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis [15] 32,48 28,78
- verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis [15] 32,48 28,78

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG DER SIMONA AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

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in TEUR 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Periodenergebnis 19.535 17.307
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen -7.177 6.079
Latente Steuern auf die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen 2.116 -1.792
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung 898 6.815
Latente Steuern aus der Fremdwährungsumrechnung 128 -509
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses -4.035 10.593
Gesamtergebnis 15.500 27.900
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 15.461 27.881
Nicht beherrschende Anteile 39 19

Konzernbilanz FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

VERMÖGENSWERTE

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in TEUR Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte [17] 33.877 33.930
Sachanlagen [18] 116.690 113.833
Finanzielle Vermögenswerte [34] 340 340
At Equity bilanzierte Beteiligungen [19] 293 205
Ertragsteuerforderungen [22] 0 670
Latente Steueransprüche [14] 7.641 4.391
Langfristige Vermögenswerte 158.841 153.369
Vorräte [20] 69.203 66.877
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [21] 52.186 51.140
Sonstige Vermögenswerte [22] 2.630 4.610
Ertragsteuerforderungen [22] 768 1.020
Sonstige finanzielle Vermögenswerte [34] 836 4.831
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente [24, 31] 74.759 31.892
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte [23] 3.785 4.696
Kurzfristige Vermögenswerte 204.167 165.066
Bilanzsumme 363.008 318.435

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

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in TEUR Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
Kapitalrücklage 15.274 15.274
Gewinnrücklagen 148.661 140.390
Sonstige Rücklagen 12.354 11.167
191.789 182.331
Nicht beherrschende Anteile 254 270
Eigenkapital [25] 192.043 182.601
Finanzschulden [26] 22.111 3.851
Rückstellungen für Pensionen [27, 28] 101.623 89.729
Sonstige Rückstellungen [29] 2.705 2.734
Sonstige finanzielle Schulden [26] 58 2.187
Latente Steuerschulden [14] 3.150 199
Langfristige Schulden 129.647 98.700
Finanzschulden [26] 3.444 2.936
Rückstellungen für Pensionen [27] 1.710 1.664
Sonstige Rückstellungen [29] 1.563 1.950
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 15.152 11.722
Ertragsteuerschulden 1.620 1.911
Sonstige finanzielle Schulden [26] 3.358 3.364
Sonstige Schulden [30] 14.471 13.587
Kurzfristige Schulden 41.318 37.134
Bilanzsumme 363.008 318.435

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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in TEUR Anhang 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 28.152 24.793
Gezahlte Ertragsteuern -6.445 -4.798
Finanzerträge und -aufwendungen (ohne Zinsaufwand auf Pensionen) [13] 84 71
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [17, 18] 13.700 13.419
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 151 117
Veränderung der Pensionen [27, 28] 4.763 4.943
Ergebnis aus Anlageabgängen -816 52
Veränderung der Vorräte [20] -855 -2.593
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [21] -1.188 5.159
Veränderung der Sonstigen Vermögenswerte [22] 792 438
Veränderung der Schulden und Sonstigen Rückstellungen [29, 30] 3.846 -4.274
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit 42.184 37.327
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [17, 18] -15.754 -16.187
Auszahlungen aus Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (aus Vorjahren) -2.017 -2.091
Einzahlungen aus Anlageabgängen 1.951 160
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition [34] 4.000 0
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition [34] -101 -4.000
Erhaltene Zinsen 212 44
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.709 -22.074
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden [26] 21.980 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden [26] -3.212 -718
Zahlung Dividende Vorjahr [16] -6.000 -4.800
Zahlung Dividende Vorjahr Minderheitsgesellschafter -28 0
Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen -295 -225
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 12.445 -5.743
Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität [31] -53 1.069
Veränderung des Finanzmittelfonds 42.867 10.579
Finanzmittelfonds zum 01. Januar [24, 31] 31.892 21.313
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember [24, 31] 74.759 31.892
Veränderung des Finanzmittelfonds 42.867 10.579

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL NICHT BEHERR-

SCHENDE ANTEILE
GESAMTES EIGEN-

KAPITAL
in TEUR Anhang Gezeich-

netes Kapital [25]
Kapital-

rücklage [25]
Gewinn-

rücklagen
Sonstige Rück lagen Währungs-

differenzen [25]
Gesamt-

betrag
[25]
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2015 15.500 15.274 123.633 4.843 159.250 251 159.501
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 0 0 4.287 6.324 10.611 -18 10.593
Periodenergebnis 0 0 17.270 0 17.270 37 17.307
Gesamtergebnis 0 0 21.557 6.324 27.881 19 27.900
Dividendenauszahlung [16] 0 0 -4.800 0 -4.800 0 -4.800
Stand am 31.12.2015 15.500 15.274 140.390 11.167 182.331 270 182.601
Stand am 01.01.2016 15.500 15.274 140.390 11.167 182.331 270 182.601
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 0 0 -5.061 1.036 -4.025 -10 -4.035
Periodenergebnis 0 0 19.486 0 19.486 49 19.535
Gesamtergebnis 0 0 14.425 1.036 15.461 39 15.500
Dividendenauszahlung [16] 0 0 -6.000 0 -6.000 -29 -6.029
Sonstige Veränderungen 0 0 -154 151 -3 -26 -29
Stand am 31.12.2016 15.500 15.274 148.661 12.354 191.789 254 192.043

Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

[1] INFORMATION ZUM UNTERNEHMEN

Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und der Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390). Der Konzernabschluss der SIMONA AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 wurde am 31. März 2017 durch Beschluss des Vorstandes zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

Die Tätigkeit des SIMONA Konzerns erstreckt sich hauptsächlich auf die Herstellung und den Vertrieb von Halbzeugen in Form von Platten, Stäben, Schweißdrähten, Profilen sowie Rohren, Rohrformteilen und Fertigteilen aus thermoplastischen Kunststoffen.

Die Halbzeuge werden im Werk Kirn (Deutschland), in Archbald und Newcomerstown (USA) sowie in Jiangmen (China) hergestellt. Rohre und Formteile werden im Werk Ringsheim (Deutschland) produziert. Im Werk Litvinov (Tschechien) werden Halbzeuge, Rohre und Formteile hergestellt. Die Erzeugnisse werden unter dem gemeinsamen Warenzeichen SIMONA sowie weiteren Einzelmarken verkauft.

Die SIMONA AG betreibt eine Verkaufsniederlassung in Möhlin, Schweiz, und ist das oberste beherrschende Mutterunternehmen des Konzerns.

Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb unter anderem über folgende Tochtergesellschaften:

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Gesellschaft Sitz, Land
SIMONA UK Ltd. Stafford, Großbritannien
SIMONA S.A.S. Domont, Frankreich
SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE Cologno Monzese (MI), Italien
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L. Barcelona, Spanien
SIMONA POLSKA Sp. z o.o. Breslau, Polen
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o. Kwidzyn, Polen
SIMONA Plast-Technik s.r.o. Litvinov, Tschechien
SIMONA FAR EAST Ltd. Hongkong, China
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd. Shanghai, China
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd. Jiangmen, China
SIMONA AMERICA Inc. Hazleton, USA
Laminations Inc. Archbald, USA
Boltaron Inc. Newcomerstown, USA
OOO SIMONA RUS Moskau, Russische Föderation
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED Mumbai, Indien

[2] BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht unter Anhangangabe [5] "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" etwas anderes angegeben ist. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der SIMONA AG und ihrer einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2016 ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften aufgestellt.

Die Bezeichnung "IFRS" umfasst sämtliche am Bilanzstichtag verbindlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2016 verbindlich anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretation Committee (IFRS IC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden ebenfalls angewendet.

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der SIMONA AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres (im Folgenden auch als "Konzern" bzw. "SIMONA Konzern" bezeichnet).

Die Konzernbilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der SIMONA AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der SIMONA AG sowie der Tochterunternehmen werden zum gleichen Bilanzstichtag nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Alle konzerninternen Salden (Forderungen, Schulden, Rückstellungen), Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen (Zwischenergebnisse) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Nicht beherrschende Anteile werden gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz ausgewiesen.

[3] NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

3.1 Erstmalig im Geschäftsjahr anzuwendende Rechnungslegungsstandards

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben die folgenden Standards und Interpretationen verabschiedet, die von der EU in europäisches Recht übernommen wurden und im Berichtszeitraum 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwenden sind. Die im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendenden Rechnungslegungsnormen haben auf die Darstellung des Konzernabschlusses keine wesentliche Auswirkung.

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IFRS-Verlautbarung Verabschiedung IASB EU-Endorsement EU-Erstanwendung
Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28, Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 18.12.2014 22.09.2016 01.01.2016
Änderungen zu IAS 27, Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen 12.08.2014 18.12.2015 01.01.2016
Änderungen zu IAS 1, Darstellung des Abschlusses 18.12.2014 18.12.2015 01.01.2016
Sammelstandard zu Änderungen International Financial Reporting Standards (IFRSs 2012 - 2014 Cycle) 25.09.2014 15.12.2015 01.01.2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38, Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 12.05.2014 02.12.2015 01.01.2016
Änderungen zu IFRS 11, Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit 06.05.2014 24.11.2015 01.01.2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41, Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 30.06.2014 23.11.2015 01.01.2016
Änderungen zu IAS 19, Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 21.11.2013 17.12.2014 01.02.2015
Sammelstandard zu Änderungen International Financial Reporting Standards (IFRSs 2010 - 2012 Cycle) 12.12.2013 17.12.2014 01.02.2015

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme"

Die Änderungen sollen für Investmentgesellschaften, die gleichzeitig ein Mutterunternehmen sind, klarstellen, dass sie von einer Konsolidierungspflicht auch dann befreit sind, wenn sie ihrerseits ein Tochterunternehmen sind. Weiterhin wird klargestellt, dass Tochterunternehmen, die anlagebezogene Dienstleistungen erbringen und selber Investmentgesellschaften sind, zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind. Für Nichtinvestmentgesellschaften wird klargestellt, dass diese eine Investmentgesellschaft nach der Equity-Methode bilanzieren soll. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

Änderungen zu IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen"

Die Änderungen beinhalten die Zulassung der Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors. Die Änderungen sind rückwirkend im Einklang mit IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehlern" und für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2016 beginnen, anzuwenden. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

Die Änderungen dienen im Wesentlichen der Klarstellung von Angaben zu wesentlichen Sachverhalten und zur Aggregation und Disaggregation von Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung. Der Änderungsstandard regelt auch, die Darstellung des Anteils von at Equity bewerteten Unternehmen am sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

Sammelstandard zu Änderungen verschiedener International Financial Reporting Standards (IFRSs 2012 - 2014 Cycle)

Im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" überarbeitet das IASB bestehende Standards. Dieser enthält Änderungen an IFRS sowie den dazugehörigen Grundlagen für Schlussfolgerungen. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden"

Die Änderungen beinhalten weitere Leitlinien, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten genutzt werden können. Danach bietet eine erlösbasierte Methode, die sich aus einer Tätigkeit ergibt, die die Verwendung des Vermögenswerts mit einschließt, keine sachgerechte Darstellung des Verbrauchs. Im Rahmen des IAS 38 gibt es allerdings begrenzte Umstände, unter denen diese Annahme widerlegt werden kann. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit"

Aufgrund der Änderungen hat ein Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen Standards anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Demnach sind die relevanten Informationen, welche in diesen Standards spezifiziert werden, offenzulegen. In diesem Zusammenhang ergaben sich Änderungen in IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", um die Ausnahme in Bezug auf Unternehmenszusammenschlüsse auszuweiten. Demnach beinhaltet die Änderung auch vergangene Erwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen"

Demnach sind fruchttragende Pflanzen wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren. Ihre Früchte sind weiterhin gemäß IAS 41 abzubilden. Durch die Änderungen werden fruchttragende Pflanzen künftig nicht mehr erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert abzüglich geschätzter Verkaufskosten bilanziert, sondern gemäß IAS 16 wahlweise nach dem Anschaffungskostenmodell oder dem Neubewertungsmodell. SIMONA verfügt über keine fruchttragenden Pflanzen.

Änderungen zu IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"

Diese Anpassung ergänzt den IAS 19 in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich der Arbeitnehmer (oder Dritte) durch Beiträge beteiligt. Sofern die Beiträge durch den Arbeitnehmer (oder Dritte) unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre geleistet werden, kann weiterhin der Nominalbetrag der Beiträge vom Dienstzeitaufwand abgezogen werden. Sofern jedoch die Beiträge des Arbeitnehmers in Abhängigkeit von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre variieren, ist die Berechnung und Verteilung der Leistungen zwingend unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode vorzunehmen. SIMONA hat keine leistungsorientierten Pläne mit Arbeitnehmerbeiträgen.

Sammelstandard zu Änderungen verschiedener International Financial Reporting Standards (IFRSs 2010 - 2012 Cycle)

Im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" überarbeitet das IASB bestehende Standards. Dieser enthält Änderungen an IFRS sowie den dazugehörigen Grundlagen für Schlussfolgerungen. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Aus den Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss.

3.2 Im Geschäftsjahr noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet. Die Anwendung dieser Regelungen erfolgt im Geschäftsjahr nicht, da die Standards und Interpretationen noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. zum jetzigen Zeitpunkt die Anerkennung durch die EU teilweise aussteht ("Endorsement").

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IFRS-Verlautbarung Verabschiedung IASB EU-Endorsement EU-Erstanwendung
Änderungen zu IAS 12, Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses 19.01.2016 offen Erwartet: 01.01.2017
Änderungen zu IAS 7, Statement of Cash Flows: Disclosure Initiative 29.01.2016 offen Erwartet: 01.01.2017
IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28.05.2014 22.09.2016 01.01.2018
IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 offen Erwartet: 01.01.2018
IFRS 9, Finanzinstrumente 24.07.2014 22.11.2016 01.01.2018
Klarstellungen zu IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden 12.04.2016 offen Erwartet: 01.01.2018
Änderungen zu IFRS 2, Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions 20.06.2016 offen Erwartet: 01.01.2018
Änderungen zu IFRS 4, Anwendung IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge 12.09.2016 offen Erwartet: 01.01.2018
IFRS 16, Leasingverhältnisse 13.01.2016 offen Erwartet: 01.01.2019

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

Danach wird IFRS 15 die Anwendungsbereiche des IAS 11 "Fertigungsaufträge", IAS 18 "Erlöse", IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme", IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien", IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden" und SIC-31 "Erträge - Tausch von Werbedienstleistungen" ersetzen. Der Standard definiert, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Gemäß IFRS 15 sind Erlöse in der Höhe zu erfassen, in der für die übernommenen Leistungsverpflichtungen Gegenleistungen erwartet werden. Es wurden keine Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss identifiziert.

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten"

Dieser Standard ist freiwillig im ersten IFRS-Abschluss eines Unternehmens anzuwenden, wenn es preisregulierte Geschäftstätigkeiten ausführt und nach den vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen regulatorische Abgrenzungsposten erfasst.

Dadurch soll es Unternehmen, die Preisregulierungen unterliegen, gestattet sein, Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Bezug auf regulatorische Abgrenzungsposten zu vermeiden. Die Einführung des Standards hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss von SIMONA.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Danach werden alle Finanzinstrumente, die derzeit in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, fortan grundsätzlich nur noch in zwei Kategorien unterteilt: Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Im Rahmen der überarbeiteten Regelungen vom 24. Juli 2014 wird eine weitere Bewertungskategorie für Schuldinstrumente eingeführt. Diese dürfen künftig zum Fair Value im sonstigen Ergebnis klassifiziert werden (FVOCI), sofern die Voraussetzungen für das entsprechende Geschäftsmodell sowie die vertraglichen Zahlungsströme erfüllt werden. In diesem Zusammenhang hat das IASB auch ein Diskussionspapier zu weiteren Regelungen für das Macro Hedge Accounting veröffentlicht, die losgelöst vom IFRS 9 sind. SIMONA geht davon aus, dass die künftige Anwendung des Standards die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns deutlich beeinflussen könnte. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen kann erst nach einer Detailanalyse vorgenommen werden.

IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Er ist verpflichtend ab dem 01. Januar 2019 anzuwenden. Die freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet, jedoch nur wenn zu diesem Zeitpunkt auch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird. Die neuen Regelungen sehen für Leasingnehmer vor, dass künftig sämtliche Leasingverhältnisse bilanziell in Form eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverpflichtung zu erfassen sind. Die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in allen Fällen als Finanzierungsvorgang, das heißt, das Nutzungsrecht ist im Regelfall linear abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode fortzuschreiben. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass aus der Erstanwendung von IFRS 16 eine Zunahme der langfristigen Vermögenswerte und Schulden mit entsprechenden Auswirkungen auf Bilanzsumme, Verschuldung und Eigenkapitalquote resultieren wird. Die konkreten Auswirkungen auf den SIMONA Konzernabschluss werden noch geprüft.

[4] WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die die Beträge im Abschluss am wesentlichsten beeinflussen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten. Wesentliche Schätzungen betreffen unter anderem die Nutzungsdauern des Anlagevermögens.

Wesentliche Ermessensentscheidungen betreffen die Klassifizierung von Leasingverhältnissen, die Bildung von Rückstellungen, die Schätzung von oder die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräten sowie aktiven latenten Steuern, sowie die Beurteilung von Indikatoren, die auf eine Wertminderung von Vermögenswerten hindeuten.

Unsicherheiten bei der Schätzung

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Schätzunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe von nicht finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung detaillierte Budgetrechnungen zugrunde, die für jede ZGE des Konzerns separat erstellt werden. Die Budgetplanung erstreckt sich über vier Jahre. Für längere Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows nach vier Jahren angewandt.

Latente Steueransprüche

Latente Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe [14] dargestellt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden entsprechend der in der Anhangangabe [29] dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode passiviert. Für die Ermittlung der Höhe der Rückstellungen ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen Ressourcenabflusses erforderlich.

Pensionen

Die Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen, darunter Abzinsungssätze, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Sterblichkeitsraten. Aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtungen. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen in Anhangangabe [27] und [28].

[5] ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse ab dem 01. Januar 2010 werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt die Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Für die Tochterunternehmen richtet sich die funktionale Währung nach deren primärem Wirtschaftsumfeld und entspricht bei den Konzerngesellschaften der SIMONA AG der jeweiligen Landeswährung. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Nachfolgend sind die ausländischen Gesellschaften mit ihrer funktionalen Währung aufgeführt, sofern diese vom Euro abweichend ist.

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Gesellschaft Sitz, Land Währung
SIMONA UK Ltd. Stafford, Großbritannien Pfund Sterling
SIMONA POLSKA Sp. z o.o. Breslau, Polen Polnische Zloty
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o. Kwidzyn, Polen Polnische Zloty
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o. Prag, Tschechien Tschechische Kronen
SIMONA Plast-Technik s.r.o. Litvinov, Tschechien Tschechische Kronen
SIMONA FAR EAST Ltd. Hongkong, China Hongkong Dollar
SIMONA ASIA Ltd. Hongkong, China Hongkong Dollar
SIMONA AMERICA Inc. Hazleton, USA US Dollar
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING, LLC Hazleton, USA US Dollar
Laminations Inc. Archbald, USA US Dollar
Boltaron Inc. Newcomerstown, USA US Dollar
DANOH, LLC Akron, USA US Dollar
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd. Shanghai, China Chinesische Renminbi Yuan
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (GUANGDONG) Co. Ltd. Jiangmen, China Chinesische Renminbi Yuan
OOO SIMONA RUS Moskau, Russische Föderation Russischer Rubel
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED Mumbai, Indien Indische Rupie

Die in den einzelnen Abschlüssen enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst am Tag des Geschäftsvorfalls zum gültigen Mittelkurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Hiervon ausgenommen sind monetäre Posten, die als Teil einer Absicherung der Nettoinvestition des Konzerns in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert sind. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im sonstigen Ergebnis erfasst; erst bei deren Abgang wird der kumulierte Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Aus den Umrechnungsdifferenzen dieser monetären Posten resultierende Steuern werden ebenfalls direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.

Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Währungsunterschiede sowie Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zu den Umrechnungskursen für die Bilanzpositionen resultieren, werden in den Sonstigen Rücklagen erfasst.

Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen unterliegen einer betrieblichen Nutzung und werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Sofern abnutzbare Vermögenswerte der Sachanlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden die einzelnen Komponenten dieser Sachanlagen gesondert planmäßig abgeschrieben.

Die Buchwerte der Sachanlagen einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert der Vermögenswerte dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sachanlagen werden bei Abgang ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.

Die Restbuchwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

SIMONA klassifiziert einen langfristigen Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft oder eine Ausschüttung an Anteilseigner und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies der Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf/ die Ausschüttung derartiger Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) gängig und üblich sind, sofort zur Veräußerung/ Ausschüttung verfügbar und eine solche Veräußerung/Ausschüttung höchstwahrscheinlich sein. Die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss - soweit sie Bezug auf die Konzernbilanz nehmen - beziehen sich grundsätzlich auf nicht zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. SIMONA berichtet langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) separat unter Anhangangabe [23]. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, bewertet, es sei denn, die in der Veräußerungsgruppe dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5, zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen wurden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2016 über keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung als Sonstiger Aufwand erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremd kapital kosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Der Konzern hat keine Fremdkapitalkosten aktiviert, da er über keine solchen qualifizierten Vermögenswerte verfügt.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und bei begrenzter Nutzungsdauer entsprechend der Dauer ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten, erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die von der SIMONA AG betriebene Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist vor allem auf Optimierung der bestehenden Produktions- und Fertigungsabläufe (verfahrenstechnische Weiterentwicklungen), Änderungen und Verbesserungen in den teils langjährig bestehenden Rezepturen oder die grundsätzliche Weiterentwicklung zur Erreichung vorgegebener Qualitäts- und Prüfvorschriften einschließlich neuer Prüfverfahren und neuer Einsatzgebiete gerichtet. Die Entwicklung eines vollständig neuen Produktes, so dass ein Bezug zu bestehenden Rezepturen und Fertigungsabläufen unterbrochen wird, kommt in der Regel nicht vor.

Sofern aus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ein technisch realisierbares Produkt entsteht, aus dem der Konzern einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren kann, nimmt der Zeitraum der allgemeinen Forschungsarbeit den überwiegenden Teil in Anspruch. Die Entwicklungsaufwendungen nach dem Erreichen der Vermarktungsreife eines Produktes sind vernachlässigbar gering. Aus Wesentlichkeitsgründen wird in solchen Fällen auf eine Aktivierung eines immateriellen Vermögenswertes verzichtet, ohne dass das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unzutreffend dargestellt wäre.

Darüber hinaus unterlässt die SIMONA AG auch eine Aktivierung von Entwicklungskosten, sofern eine Zurechenbarkeit von Kosten (Ausgaben) auf Entwicklungsprojekte nicht verlässlich ableitbar ist. Die Aufwendungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurden keine Entwicklungsprojekte durchgeführt, die zu einer Aktivierung eines immateriellen Vermögenswertes führten.

Wertminderung von Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Kosten des Abgangs. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder aller Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit als wertgemindert betrachtet und auf seinen/ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe von nicht finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages des jeweiligen Vermögenswertes bzw. der Gruppe von Vermögenswerten vor.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert und dem Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Kosten des Abgangs. Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam in der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswertes im Konzern entsprechen.

Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung detaillierte Budget- und Prognoserechnungen zugrunde, die für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen einzelne Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden. Solche Budget- und Prognoserechnungen erstrecken sich in der Regel über vier Jahre. Für längere Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows nach dem vierten Jahr angewandt.

Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Umwidmungen haben bislang keine stattgefunden.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Die Gesellschaft hat von der Möglichkeit zur bewussten Designation von finanziellen Vermögenswerten oder Schulden in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" keinen Gebrauch gemacht.

In Basisverträge eingebettete Derivate werden separat bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zu Handelszwecken gehalten oder nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert werden. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam erfasst werden. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme kommt, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten.

Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die in einem aktiven Markt notiert sind, mit festen oder ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Fälligkeitsterminen werden als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestition klassifiziert, wenn der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, diese bis zur Fälligkeit zu halten. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Finanzinvestitionen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten und aktiven Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertberichtigungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten Transaktionskosten und Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes sind.

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes, d. h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz. Der Buchwert des Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswertes darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen. Die Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden (wie z. B. Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners), wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden.

Der Konzern ermittelt für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten vorliegt. Bei der Ermittlung der Wertminderung von als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstrumenten werden die gleichen Kriterien herangezogen wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Der für Wertminderungen erfasste Betrag ist jedoch der kumulierte Verlust, der sich als Unterschiedsbetrag aus den fortgeführten Anschaffungskosten und dem derzeitigen Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt.

At Equity bilanzierte Beteiligungen

Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten der Beteiligung. Bei der Erstbewertung muss der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital bestimmt werden. Dieser ist dann daraufhin zu analysieren, ob er auf stille Reserven oder Lasten zurückzuführen ist. Ein nach Aufteilung stiller Reserven und Lasten verbleibender positiver Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert zu behandeln und im Beteiligungsbuchwert auszuweisen. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst, indem der Wertansatz der Beteiligung erhöht wird.

Ausgehend von den Anschaffungskosten wird der Beteiligungsbuchwert in den Folgeperioden um das anteilige Jahresergebnis erhöht bzw. gemindert. Weitere Anpassungen des Beteiligungsbuchwertes sind notwendig, wenn sich das Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens aufgrund von in den anderen Erfolgsbestandteilen erfassten Sachverhalten geändert hat.

Im Rahmen der Folgebewertung muss die Abschreibung der im Zuge der Erstbewertung aufgedeckten stillen Reserven berücksichtigt und vom anteiligen Jahresergebnis abgezogen werden. Erhaltene Dividenden sind zur Vermeidung einer Doppelerfassung vom Wertansatz abzuziehen.

Falls Indikatoren vorliegen, die auf eine Wertminderung der Beteiligung hindeuten, ist diese einer Werthaltigkeitsprüfung zu unterziehen. Es erfolgt keine separate Prüfung des anteiligen Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Prüfung wird für den gesamten Beteiligungsbuchwert durchgeführt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt.

Die Bestände an Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die Ermittlung der Rohstoffwerte erfolgt in der Konzernbewertung nach der Durchschnittsmethode. Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Sondereinzelkosten der Fertigung, die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen angesetzt sind. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich insbesondere aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Nettoveräußerungswerten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, die Bankguthaben und die kurzfristigen Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten.

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds die oben definierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite sowie Wertpapiere, die kurzfristig veräußerungsfähig sind.

Finanzielle Schulden

Finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder als Darlehen klassifiziert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Schulden mit dem erstmaligen Ansatz fest. Sämtliche finanziellen Schulden werden bei erstmaliger Erfassung zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die finanziellen Schulden des Konzerns umfassen Schulden aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Schulden, Kontokorrentkredite, Darlehen und derivative Finanzinstrumente.

Verzinsliche Darlehen

Bei der erstmaligen Erfassung von Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung nach Abzug der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine finanzielle Schuld wird ausgebucht, wenn die dieser Schuld zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist, und wenn die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bewertung erfolgt zu Vollkosten. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Pensionen

Der Konzern verfügt über unmittelbare Pensionspläne und einen mittelbaren Pensionsplan. Der mittelbare Pensionsplan wird von der SIMONA Sozialwerk GmbH bedient, die das Planvermögen verwaltet. Das Planvermögen wird in der Bilanz des Konzerns in der Weise berücksichtigt, dass bei der Bewertung der zu passivierenden Pensionsrückstellung der beizulegende Zeitwert derjenigen Vermögenswerte der SIMONA Sozialwerk GmbH und SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, die die Voraussetzungen für das Planvermögen erfüllen, von der Versorgungsverpflichtung des Konzerns (Trägerunternehmen) abgezogen wird. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens basiert auf Informationen über den Marktpreis, im Falle von an öffentlichen Börsen gehandelten Wertpapieren entspricht er dem veröffentlichten Ankaufskurs. Da die Voraussetzungen für Planvermögen nach IAS 19.8 erfüllt sind, führt die Absetzung des Planvermögens von der Verpflichtung des Konzerns nicht zu einer Konsolidierungspflicht der SIMONA Sozialwerk GmbH und der SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, weil deren einziger Zweck die Bedienung der Pensionsverpflichtungen ist.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (IAS 19, Projeted-Unit-Credit-Methode) gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Gemäß IAS 19 werden die Zinsaufwendungen und die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen durch einen Nettozinsbetrag ersetzt. Dieser errechnet sich durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen, der zur Bewertung der DBO (Defined Benefit Obligation) verwendet wird. Die Nettozinsen aus der Nettoverbindlichkeit (dem Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen umfassen die Zinsaufwendungen auf die DBO und die Zinserträge aus dem Planvermögen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Zinserträgen aus dem Planvermögen und den erwarteten Erträgen aus Planvermögen wird im Posten Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Ertrag des Planvermögens wird gemäß IAS 19 auf Grundlage des Diskontierungszinssatzes angesetzt.

Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist die Summe des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt nur dann, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Sonstigen Erträgen ausgewiesen und planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.

Ertragserfassung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird, und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:

a) Verkauf von Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

b) Zinserträge

Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

Steuern

a) Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Vorschriften ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerschulden angesetzt.

b) Latente Steuern

Latente Ertragsteuern werden unter Anwendung der Liability-Methode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder in Kürze gelten werden.

Latente Steuern werden für alle zu versteuernden und abzugsfähigen temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von:

Latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Latenten Steuerschulden aus temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

c) Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie z. B. Zins-, Währungs- und Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionen zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden.

Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente erfüllen nicht die restriktiven Voraussetzungen des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen. Deshalb werden Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente sofort ertragswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente wird auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

[6] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

Die Segmentzuordnung erfolgt wie im Vorjahr auf Basis der Region, in welcher die umsatzgenerierende Geschäftseinheit den Firmensitz hat.

Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge hauptsächlich mit dem Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich Form- und Fertigteilen. Das Segment Europa umfasst die Herstellung und den Vertrieb von thermoplastischen Kunststoffhalbzeugen, Fertigteilen und Profilen sowie Rohren und Formteilen. Im Segment Amerika werden überwiegend extrudierte Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen produziert und vertrieben. Im Segment Asien und Pazifik werden überwiegend thermoplastische Kunststoffhalbzeuge hergestellt und verkauft.

Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom Management verwandt, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Betriebsergebnissess aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche Effekte beurteilt.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach dem Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit. Die Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Das Segmentvermögen beinhaltet Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte betreffen sowohl die immateriellen Vermögenswerte als auch die Sachanlagen.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen der Segmente. Die Unterschiede zum Konzernabschluss werden in der Überleitungsrechnung dargestellt.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN

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Europa Amerika Asien und Pazifik
in TEUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 257.269 261.293 90.077 81.705 19.329 17.334
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 6.834 5.402 21 0 0 0
Segmentumsatzerlöse 264.103 266.695 90.098 81.705 19.329 17.334
Sonstige Erträge 7.307 8.390 1.188 1.121 1.025 2.707
Materialaufwand 148.232 153.877 41.627 42.258 13.718 11.482
Personalaufwand 54.899 54.337 15.095 14.110 2.404 2.354
Abschreibungen 8.991 9.160 3.283 2.938 1.426 1.321
Sonstige Aufwendungen1 42.467 41.212 16.281 15.035 4.365 4.560
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 17.185 18.295 14.384 9.067 -1.193 -299
Ergebnis vor Steuern (EBT) 15.714 16.953 14.024 8.671 -1.365 -469
Segmentinvestitionen 9.978 11.505 4.077 3.648 1.696 1.034
Langfristige Vermögenswerte 79.740 79.824 59.667 57.314 11.160 11.295

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Summe Überleitung Konzern
in TEUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 366.675 360.332 0 0 366.675 360.332
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 6.855 5.402 -6.855 -5.402 0 0
Segmentumsatzerlöse 373.530 365.734 -6.855 -5.402 366.675 360.332
Sonstige Erträge 9.520 12.218 -920 -1.109 8.600 11.109
Materialaufwand 203.577 207.617 -6.855 -5.402 196.722 202.215
Personalaufwand 72.398 70.801 72.398 70.801
Abschreibungen 13.700 13.419 13.700 13.419
Sonstige Aufwendungen1 63.113 60.807 -945 -773 62.168 60.034
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 30.376 27.063 -221 -358 30.155 26.705
Ergebnis vor Steuern (EBT) 28.373 25.155 -221 -362 28.152 24.793
Segmentinvestitionen 15.754 16.187 15.754 16.187
Langfristige Vermögenswerte 150.567 148.433 150.567 148.433

1 In den Sonstigen Aufwendungen im Segment Amerika sind Wertminderungen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte über 461 TEUR enthalten (Vorjahr 0 TEUR); wir verweisen auf Anhangangabe [23].

DEUTSCHLAND

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in TEUR 2016 2015
Inlandsumsatz 101.653 101.840
Langfristige Vermögenswerte 66.882 66.009

SEGMENTINFORMATIONEN NACH PRODUKTBEREICHEN

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in TEUR 2016 2015
Halbzeuge und Fertigteile 289.786 276.884
Rohre und Formteile 76.889 83.448
Umsatzerlöse mit externen Kunden 366.675 360.332

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[7] UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Verkauf von Kunststoffhalbzeugen, Rohren und Formteilen sowie Fertigteilen. Die Gliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktbereichen ist aus der Segmentberichterstattung - Anhangangabe [6] - ersichtlich.

[8] SONSTIGE ERTRÄGE

Die Sonstigen Erträge setzen sich zusammen aus:

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in TEUR 2016 2015
Erträge aus Währungsumrechnung 3.750 8.283
Auflösung von Rückstellungen/ Abgrenzungen 1.278 1.616
Erträge aus Anlagenabgang 1.135 56
Dienstleistungs- und Provisionserträge 211 255
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 61 189
Übrige Sonstige Erträge 2.165 710
8.600 11.109

Die Erträge aus Anlagenabgang betreffen im Wesentlichen den Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Büro- und Lagerimmobilie der Verkaufsgesellschaft in Frankreich in Höhe von 1.032 TEUR. In den übrigen Sonstigen Erträgen ist eine Erstattung Energiesteuer aus früheren Perioden in Höhe von 1.325 TEUR enthalten.

[9] MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand setzt sich zusammen aus:

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in TEUR 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 195.084 200.678
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.638 1.537
196.722 202.215

[10] PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand setzt sich zusammen aus:

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in TEUR 2016 2015
Löhne und Gehälter 56.954 54.633
davon aus langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer 777 235
Soziale Aufwendungen 11.105 11.249
Aufwendungen für Altersvorsorge und Pensionen 4.339 4.919
72.398 70.801

Im Personalaufwand sind Abfindungen in Höhe von 219 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) enthalten. Die sozialen Aufwendungen enthalten beitragsorientierte staatliche Versorgungspläne (gesetzliche Rentenversicherung) in Höhe von 3.976 TEUR (Vorjahr 2.861 TEUR; nur SIMONA AG). Für den internen mischfinanzierten beitragsorientierten Versorgungsplan wurden im Berichtsjahr Beträge in Höhe von 29 TEUR (Vorjahr 24 TEUR) von der SIMONA AG aufgewendet.

[11] AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.950 TEUR (Vorjahr 3.608 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen. Im Geschäftsjahr wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

[12] SONSTIGE AUFWENDUNGEN

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in TEUR 2016 2015
Ausgangsfrachten 14.893 15.142
Sonstige Vertriebskosten 10.398 8.318
Instandhaltungsaufwendungen 11.039 10.438
Sonstige Verwaltungskosten 8.199 8.235
Aufwendungen für Verpackungsmaterial 7.640 7.233
Sonstige Betriebskosten 2.186 2.332
Miet- und Leasingaufwendungen 1.789 2.400
Verluste aus Anlagenabgang 319 108
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung 2.452 3.567
Übrige Sonstige Aufwendungen 3.253 2.261
62.168 60.034

Die Miet- und Leasingaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Anmietung von Auslieferungslagern und dem Grundstück einer Produktionsstätte in den USA. Die Mietverträge haben unterschiedliche Laufzeiten (3 bis 30 Jahre); für einen Teil der Mietverträge bestehen Optionen zur Verlängerung der Mietdauer. Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um Operating-Leasingverhältnisse im Sinne des IAS 17; der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2016 über keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse.

[13] FINANZERGEBNIS

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in TEUR 2016 2015
Finanzerträge 212 153
davon aus der Bewertung der Derivate 0 16
davon aus Ausleihungen und Forderungen 163 60
davon Sonstige 49 77

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in TEUR 2016 2015
Finanzaufwendungen 2.374 2.195
davon Zinsaufwendungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.078 1.970
davon aus Darlehen und anderen finanziellen Schulden 296 225

Es handelt sich ausschließlich um Zinserträge und Zinsaufwendungen.

[14] ERTRAGSTEUERN

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzen sich wie folgt zusammen:

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in TEUR 2016 2015
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächlicher laufender Ertragsteueraufwand 6.845 5.045
Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern -32 -10
Latente Ertragsteuern
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen -995 1.564
Veränderung aktivierter Verlustvorträge und Steuerguthaben 2.799 887
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 8.617 7.486

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2016 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 28.152 24.793
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz in Deutschland von 29,48 % (Vorjahr 29,48 %) 8.299 7.309
Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern -32 -10
Nicht angesetzte latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge 394 370
Genutzte Verlustvorträge aus nicht im Vorjahr angesetzten aktiven latenten Steuern -795 -419
Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge 0 -2.529
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen 104 289
Steuersatzunterschiede 601 159
Steuerfreie Dividendenerträge 23 22
Sonstige steuerfreie Erträge -595 -118
Steuereffekte aus permanenten Differenzen 0 565
Wertberichtigung von Verlustvorträgen und Steuerguthaben 366 553
Sonstige periodenfremde Steuereffekte 0 953
Übrige 252 342
Ertragsteueraufwand zum effektiven Ertragsteuersatz von 30,6 % (Vorjahr 30,2 %) 8.617 7.486
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 8.617 7.486

Die Steuersätze der konsolidierten Tochterunternehmen haben sich wie folgt geändert: Die stufenweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes in Spanien in 2016 von 28 Prozent auf 25 Prozent (2015 von 30 Prozent auf 28 Prozent) wurde am 27. November 2014 mit Wirkung vom 01. Januar 2015 beschlossen. Die Senkung des Körperschaftsteuersatzes in United Kingdom von 21 Prozent (2015) auf 20 Prozent in 2016 erfolgte im Rahmen des Finance Act 2016.

Das aus den §§ 37 und 38 KStG resultierende Körperschaftsteuerminderungsguthaben beträgt am 31. Dezember 2016 739 TEUR (Vorjahr 1.478 TEUR). Das Körperschaftsteuerminderungsguthaben wurde im Geschäftsjahr 2016 in Höhe des Barwertes von 718 TEUR (Vorjahr 1.410 TEUR) bewertet. Die Auszahlung des verbleibenden Körperschaftsteuerminderungsguthabens erfolgt noch in einer Jahresrate von 739 TEUR in 2017. Soweit Auszahlungen nicht innerhalb eines Jahres fällig sind, erfolgt der Bilanzausweis unter den langfristigen Vermögenswerten. Auszahlungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Ertragsteuern setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

KONZERNBILANZ

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Latente Steuerschulden
Goodwill 1.512 1.011
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte -492 -114
Sachanlagen 7.987 7.701
Vorräte 2.926 3.380
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 2.598 2.712
Sonstige Rückstellungen und Schulden 96 19
Sonstige Positionen 2 1
14.629 14.710
Latente Steueransprüche
Rückstellungen für Pensionen 17.767 15.011
Sonstige Rückstellungen und Schulden 265 207
Vorräte 41 309
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 9 11
Verlustvorträge und Steuerguthaben 528 3.327
Sachanlagen 154 29
Sonstige Positionen 356 8
19.120 18.902
Verrechnung -11.479 -14.511
Latente Ertragsteueransprüche 7.641 4.391
Latente Ertragsteuerschulden -3.150 -199
Netto-Bilanzposition 4.491 4.192

Die Netto-Bilanzposition latenter Steuerpositionen hat sich wie folgt entwickelt:

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in TEUR 2016 2015
Periodenanfang 01. Januar 4.192 9.561
Ertragsteueraufwand -1.804 -2.451
Direkt im Eigenkapital erfasst (Gesamtergebnis) 2.244 -2.301
Währungsumrechnung -141 96
Sonstige Anpassungen 0 -713
Periodenende 31. Dezember 4.491 4.192

Zum Bilanzstichtag liegen Verlustvorträge in Höhe von 6.098 TEUR (Vorjahr 8.227 TEUR) vor. Hierauf wurden auf Verlustvorträge von 1.446 TEUR (Vorjahr 6.545 TEUR) aktive latente Steuern in Höhe von 492 TEUR (Vorjahr 3.054 TEUR) gebildet. Darüber hinausgehend wurden keine latenten Steuererstattungsansprüche gebildet, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen. Zudem bestehen die Verlustvorträge in Tochterunternehmen, die über mehrere Jahre Verluste erwirtschaftet haben, und momentan gibt es noch keine hinreichend sicheren Anzeichen dafür, dass sich die Ertragssituation dieser Unternehmen in kurzer Zeit wesentlich verbessern wird, so dass die Verlustvorträge maßgeblich nutzbar wären.

Verfallsdatum der steuerlichen Verlustvorträge:

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in TEUR 2016 2015
Zwischen 3 und 20 Jahren 3.343 8.227
Unbegrenzt vortragsfähig 0 0
3.343 8.227

Im folgenden Geschäftsjahr wird mit der Realisierung von aktiven latenten Steuern in Höhe von etwa 28 TEUR (Vorjahr 2.235 TEUR) gerechnet.

[15] ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlicher Stammaktien geteilt. Es liegen in der Berichtsperiode als auch in der Vorjahresperiode keine Verwässerungseffekte vor.

Die folgende Tabelle enthält die bei der Berechnung der unverwässerten und verwässerten Ergebnisse je Aktie zugrunde gelegten Beträge:

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in TEUR bzw. 1.000 Stück 2016 2015
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis 19.486 17.270
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (ohne eigene Anteile) zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie 600 600
Verwässerungseffekte 0 0
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (ohne eigene Anteile) zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 600 600
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 32,48 28,78
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 32,48 28,78

In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien stattgefunden.

[16] GEZAHLTE UND VORGESCHLAGENE DIVIDENDEN

Während des Geschäftsjahres wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 10,00 EUR (Vorjahr 8,00 EUR) je Aktie beschlossen und ausgeschüttet. Die Ausschüttung belief sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 6.000 TEUR (Vorjahr 4.800 TEUR).

Der Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von 12,00 EUR je Aktie (Vorjahr 10,00 EUR je Aktie) zur Genehmigung vorgeschlagen. Die vorgeschlagene Gesamtdividende ist am Bilanzstichtag nicht als Schuld erfasst. Dies entspräche einer Ausschüttung in Höhe von 7.200 TEUR (Vorjahr 6.000 TEUR).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[17] IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

31. DEZEMBER 2016

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in TEUR Patente und Lizenzen Kundenstamm Geschäfts-/Firmenwert Summe
Stand 01. Januar 2016 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 1.316 5.549 27.065 33.930
Zugänge 302 0 0 302
Umbuchung 43 0 0 43
Abschreibungen des Geschäftsjahres -441 -934 0 -1.375
Umbuchung Abschreibungen 200 -200 0 0
Effekte aus Wechselkursänderungen -34 135 876 977
Stand 31. Dezember 2016
(Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 1.386 4.550 27.941 33.877
Stand 01. Januar 2016
Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) 8.354 7.305 27.781 43.440
Kumulierte Abschreibungen -7.038 -1.756 -716 -9.510
Buchwert 1.316 5.549 27.065 33.930
Stand 31. Dezember 2016
Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) 8.131 7.545 28.657 44.333
Kumulierte Abschreibungen -6.745 -2.995 -716 -10.456
Buchwert 1.386 4.550 27.941 33.887

Die Geschäfts- und Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2015 Zu-/Abgänge Abschreibung Wechselkursänderung 31.12.2016
Boltaron Inc., USA 24.547 0 0 805 25.352
SIMONA AMERICA Inc./Laminations Inc., USA 2.375 0 0 71 2.446
Sonstige 143 0 0 0 143
27.065 0 0 876 27.941

Patente und Lizenzen werden analog zum Vorjahr planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, Kundenbeziehungen werden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Der Restbuchwert der aus den Akquisitionen resultierenden Kundenbeziehungen beträgt:

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31.12.2016 Restbuchwert

in TEUR
verbleibender Armortisationszeitraum
Boltaron Inc., USA 4.104 4 Jahre
SIMONA AMERICA Inc./ Laminations Inc., USA 446 7 Jahre
Summe 4.550

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31.12.2015 Restbuchwert

in TEUR
verbleibender Armortisationszeitraum
Boltaron Inc., USA 4.923 5 Jahre
SIMONA AMERICA Inc./ Laminations Inc., USA 626 8 Jahre
Summe 5.549

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes

Der Konzern führt im vierten Quartal die verpflichtende jährliche Wertminderungsprüfung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte mit der unter Anhangangabe [5] "Wertminderung von Vermögenswerten" dargestellten Vorgehensweise durch. Im Rahmen der Wertminderungsprüfung des Berichtsjahres für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) wurden die erzielbaren Beträge auf Basis des Nutzungswertes höher eingeschätzt als die Buchwerte. Aus der Durchführung der Wertminderungsprüfung im Berichtsjahr ergab sich kein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf.

Die grundlegenden Annahmen der Wertminderungsprüfung basieren im Wesentlichen auf den angenommenen Wachstumsraten der

Märkte sowie der konzerninternen Einschätzung der betreffenden Verkaufs- und Einkaufsabteilungen. Die Annahmen im Berichtsjahr basieren auf den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Parametern. Die Prognose der Zahlungsströme bezieht sich auf einen Zeitraum von vier Jahren und geht danach über in eine ewige Rente.

WERTMINDERUNGSPRÜFUNG GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE

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31.12.2016 31.12.2015
Boltaron Inc.
Umsatzwachstum Planungszeitraum % 4,0 - 5,0 3,0
EBITDA-Marge Planungszeitraum % 32 -34 26 -27
Dauer Planungszeitraum Jahre 4 4
Umsatzwachstum nach Ende Planungszeitraum % 1,5 1,5
EBITDA-Marge nach Ende Planungszeitraum % 34 26,3
Abzinsungssatz nach Ende Planungszeitraum % 8,9 9,3
Buchwert Geschäfts-/Firmenwert TEUR 25.352 24.547
Erzielbarer Betrag (Nutzungswert der CGU) TEUR 152.865 78.677
Abwertungsbedarf TEUR - -

Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungssatzes um plus 0,5 Prozent bzw. minus 0,5 Prozent führt zu keiner Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Auch bei einer deutlichen, nicht zu erwartenden Reduzierung der Annahmen würde sich kein Abwertungsbedarf ergeben.

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31.12.2016 31.12.2015
SIMONA AMERICA Inc./ Laminations Inc.
Umsatzwachstum Planungszeitraum % 1,5 - 2,0 1,8 -5,3
EBITDA-Marge Planungszeitraum % 9,0 -9,5 4,6 -6,8
Dauer Planungszeitraum Jahre 4 4
Umsatzwachstum nach Ende Planungszeitraum % 1,5 1,5
EBITDA-Marge nach Ende Planungszeitraum % 9,4 6,8
Abzinsungssatz nach Ende Planungszeitraum % 7,6 8,8
Buchwert Geschäfts-/Firmenwert TEUR 2.446 2.375
Erzielbarer Betrag (Nutzungswert der CGU) TEUR 43.233 33.720
Abwertungsbedarf TEUR - -

Der Nutzungswert der CGU SIMONA AMERICA Inc. / Laminations Inc. würde jeweils den Buchwerten entsprechen, wenn folgende Schlüsselannahmen im Berichtsjahr einzeln wie folgt geändert werden würden:

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von zu
Umsatzwachstum Planungszeitraum % 1,5 - 2,0 0,5 - 1,3
EBITDA-Marge Planungszeitraum % 9,0 - 9,5 4,5 -5,0
Umsatzwachstum nach Ende Planungszeitraum % 1,5 0,4

31. DEZEMBER 2015

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in TEUR Patente und Lizenzen Kundenstamm Geschäfts-/Firmenwert Summe
Stand 01. Januar 2015
(Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 1.362 5.826 24.343 31.531
Zugänge 142 0 0 142
Umbuchung -444 0 716 272
Abschreibungen des Geschäftsjahres -447 -931 0 -1.378
Umbuchung Abschreibungen 716 0 -716 0
Effekte aus Wechselkursänderungen -13 654 2.722 3.363
Stand 31. Dezember 2015
(Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 1.316 5.549 27.065 33.930
Stand 01. Januar 2015
Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) 8.655 6.164 24.343 39.162
Kumulierte Abschreibungen -7.293 -338 0 -7.631
Buchwert 1.362 5.826 24.343 31.531
Stand 31. Dezember 2015
Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) 8.354 7.305 27.781 43.440
Kumulierte Abschreibungen -7.038 -1.756 -716 -9.510
Buchwert 1.316 5.549 27.065 33.930

[18] SACHANLAGEN

31. DEZEMBER 2016

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in TEUR Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Stand 01. Januar 2016
(Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 38.700 62.788 12.345 113.833
Zugänge 1.846 5.693 7.912 15.451
Umbuchung 2.403 6.222 -8.668 -43
Umbuchung Abschreibungen -83 83 0 0
Abgänge -9 -561 0 -570
Abschreibungen des Geschäftsjahres -2.042 -10.283 0 -12.325
Effekte aus Wechselkursänderungen 207 106 31 344
Stand 31. Dezember 2016
(Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 41.022 64.048 11.620 116.690
Stand 01. Januar 2016
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 75.652 239.860 12.345 327.857
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -36.952 -177.072 0 -214.024
Buchwert 38.700 62.788 12.345 113.833
Stand 31. Dezember 2016
Anschaffungs-/Herstellungskosten 79.055 240.669 11.620 331.344
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -38.033 -176.621 0 -214.654
Buchwert 41.022 64.048 11.620 116.690

Geleistete Anzahlungen (4.002 TEUR) und Anlagen im Bau (7.618 TEUR) betreffen insbesondere die Erweiterungsinvestitionen am Standort Ringsheim, Deutschland, sowie Investitionsvorhaben an den Standorten in den USA und Jiangmen, China.

31. DEZEMBER 2015

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in TEUR Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Stand 01. Januar 2015
(Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 37.307 60.517 9.461 107.285
Zugänge 1.525 7.258 7.262 16.045
Umbuchung 868 3.385 -4.525 -272
Umgliederung in die als zur Veräußerung gehaltene Abgangsgruppe -563 0 0 -563
Abgänge 0 5 -121 -116
Abschreibungen des Geschäftsjahres -2.043 -9.997 0 -12.040
Effekte aus Wechselkursänderungen 1.606 1.620 268 3.494
Stand 31. Dezember 2015
(Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) 38.700 62.788 12.345 113.833
Stand 01. Januar 2015
Anschaffungs-/Herstellungskosten 76.054 228.224 9.461 313.739
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -38.747 -167.707 0 -206.454
Buchwert 37.307 60.517 9.461 107.285
Stand 31. Dezember 2015
Anschaffungs-/Herstellungskosten 75.652 239.860 12.345 327.857
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -36.952 -177.072 0 -214.024
Buchwert 38.700 62.788 12.345 113.833

Die Nutzungsdauer der Sachanlagen wurde wie folgt geschätzt:

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Gebäude 20 - 40 Jahre
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 20 Jahre

[19] AT EQUITY BILANZIERTE BETEILIGUNGEN

Die Position umfasst die als assoziiertes Unternehmen einbezogene Gesellschaft, die als Verkaufsrepräsentant auf Kommissionsbasis Produkte der US-Tochtergesellschaften in den USA verkauft. Die West Coast Plastic Sales, LLC, Washington, USA, wurde zum 01.01.2016 auf die CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA, verschmolzen. Der Beteiligungsansatz beträgt 293 TEUR (Vorjahr 205 TEUR). Das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Beteiligungen beträgt 159 TEUR (Vorjahr 130 TEUR).

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

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Anteil am Kapital

in %
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA 25,0

[20] VORRÄTE

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.161 25.994
Unfertige Erzeugnisse 847 781
Fertige Erzeugnisse und Waren 41.390 38.914
Anzahlungen auf Vorräte 805 1.188
69.203 66.877

Der im Materialaufwand erfasste Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im Berichtsjahr um 90 TEUR auf 4.183 TEUR im Vorjahresvergleich gestiegen; davon wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert der Fertigerzeugnisse in Höhe von 273 TEUR vorgenommen (Vorjahr 363 TEUR).

[21] FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich nicht verzinslich und haben im Allgemeinen eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen.

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert 52.186 51.140
Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 40.623 37.486
In den folgenden Zeitbändern überfällig und nicht wertgemindert
Bis zu 30 Tagen 6.130 5.120
Zwischen 31 und 60 Tagen 1.680 1.718
Zwischen 61 und 90 Tagen 616 878
Zwischen 91 und 120 Tagen 535 428
Mehr als 120 Tage 2.149 1.956

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Bestands an Kundenforderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf Kundenforderungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Stand der Einzelwertberichtigungen am 01. Januar 1.961 1.956
Kursdifferenzen +111 +27
Zuführungen +288 +296
Verbrauch -47 -285
Auflösungen -84 -33
Stand der Einzelwertberichtigungen am 31. Dezember 2.229 1.961

In der nachfolgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Kundenforderungen sowie die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Kundenforderungen dargestellt. Die Aufwendungen für die Ausbuchung der Kundenforderungen werden dargestellt unter den Sonstigen Aufwendungen, die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Kundenforderungen unter den Sonstigen Erträgen.

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in TEUR 2016 2015
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Kundenforderungen 235 140
Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Kundenforderungen 57 80

[22] SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND ERTRAGSTEUERFORDERUNGEN

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Umsatzsteuer 546 1.853
Geleistete Anzahlungen 51 1.290
Vorauszahlungen für künftige Perioden 1.001 762
Forderungen aus Energiesteuer 691 66
Sonstige Forderungen 341 639
2.630 4.610

Die Sonstigen Vermögenswerte sind am Abschlussstichtag weder wertgemindert noch befinden sie sich im Zahlungsverzug.

Die Ertragsteuerforderungen von insgesamt 768 TEUR (Vorjahr 1.690 TEUR) enthalten den Erstattungsanspruch auf das Körperschaftsteuerminderungsguthaben durch das SEStEG.

[23] ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte wurden Sachanlagen über 3.785 TEUR (Vorjahr 4.696 TEUR) ausgewiesen und betreffen die Zusammenlegung von Produktionsstätten im Segment Amerika. Im Rahmen der fortlaufenden Veräußerungsaktivitäten hat ein Immobilienmakler eine aktuelle Wertindikation vorgenommen, weshalb auf die betreffende Immobilie im Geschäftsjahr eine Wertminderung über 461 TEUR vorgenommen worden ist. Diese wird in den Sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Der Effekt aus der Währungsumrechnung beträgt 113 TEUR. Ein Interessent zieht den Kauf in Betracht. Mit der Veräußerung wird im Laufe des Geschäftsjahres 2017 gerechnet. Im Juli des Geschäftsjahres wurde im Segment Europa die Büro- und Lagerimmobilie der Verkaufsgesellschaft in Frankreich veräußert. Der Veräußerungsgewinn beträgt 1.032 TEUR und ist in den Sonstigen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

[24] ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassen bestand 74.759 31.892
74.759 31.892

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Einlagen verzinst. Außer den gesetzlichen lokalen Verwendungsbeschränkungen für die Tochtergesellschaften in China sind keine weiteren bekannt. Zum Bilanzstichtag betragen die Zahlungsmittel der chinesischen Gesellschaften 1.895 TEUR (Vorjahr 2.715 TEUR).

Zum 31. Dezember 2016 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 18.873 TEUR (Vorjahr 42.775 TEUR). Der Rückgang resultiert primär aus dem Abruf von KfW-Darlehen in Höhe von 21.980 TEUR sowie aus nicht in Anspruch genommenen KfW-Mitteln über 4.520 TEUR.

[25] EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals mit seinen Veränderungen wird in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der SIMONA AG zum 31.12.2016 ist in 600.000 Stückaktien eingeteilt. Dabei handelt es sich um Inhaberstammaktien. Jede Stückaktie entspricht rechnerisch einem Anteil am Grundkapital von jeweils 25,83 EUR. Die Stammaktien sind ausgegeben und vollständig eingezahlt.

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Grundkapital 15.500 15.500
15.500 15.500

Die SIMONA AG hält wie im Vorjahr keine eigenen Anteile.

Kapitalrücklage

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Agio aus der Ausgabe von Aktien 15.274 15.274
15.274 15.274

Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus der Ausgabe von Aktien der SIMONA AG. Im Berichtsjahr fand keine Erhöhung der Kapitalrücklage statt.

Sonstige Rücklagen

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Währungseffekte 12.354 11.167
12.354 11.167

Die Sonstigen Rücklagen enthalten Währungseffekte aus der Erfassung von Differenzen aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen sowie im Eigenkapital erfasste Währungseffekte aus der Umrechnung von Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften.

Nicht beherrschende Anteile

Die Position betrifft ausschließlich außenstehende Gesellschafter der DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen. Die nicht beherrschenden Eigentumsanteile entsprechen den Stimmrechten und betragen 49 Prozent. Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen vor, Zugang seitens der SIMONA AG zu Vermögenswerten dieser Tochtergesellschaft zu erlangen oder diese zu verwenden und Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Umsatzerlöse dieser Gesellschaft betragen im Berichtsjahr 2.137 TEUR (Vorjahr 2.012 TEUR). Die Ausschüttung belief sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 29 TEUR (Vorjahr 18 TEUR). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 989 TEUR und setzt sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Vermögenswerten (983 TEUR) und kurzfristigen Schulden (413 TEUR) zusammen.

[26] FINANZSCHULDEN UND SONSTIGE FINANZIELLE SCHULDEN

Die Finanzschulden setzen sich zusammen aus:

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in TEUR Fälligkeit 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Finanzschulden
Anteilige Bankdarlehen über 26.229 TEUR (Nominalbetrag), nach dem 31.12.2017 fällige Tilgungen 2018 - 2024 22.111 3.851
22.111 3.851
Kurzfristige Finanzschulden
Kontokorrentkredit Sofort 0 2.538
Anteilige Bankdarlehen über 26.229 TEUR (Nominalbetrag), bis zum 31.12.2017 fällige Tilgungen 01/2017- 12/2017 3.444 398
3.444 2.936

Für die Verzinsung der Bankdarlehen, bestehend aus KfW-Fördermitteln, sind feste Zinssätze zwischen 1,8 Prozent und 2,1 Prozent vereinbart. Die Zinsberechnung erfolgt entweder auf den Nominal- oder den Restbetrag des Darlehens. Die Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird auf Basis des EONIA (Euro Over Night Index Average) variabel verzinst.

Die Sonstigen finanziellen Schulden setzen sich zusammen aus:

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in TEUR Fälligkeit 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Sonstige finanzielle Schulden
Schulden aus Kaufpreisverpflichtungen 04/2017 0 2.060
Übrige 58 127
58 2.187
Kurzfristige Sonstige finanzielle Schulden
Schulden aus Kaufpreisverpflichtungen 04/2017 2.174 2.096
Kreditorische Debitoren Sofort 1.184 1.268
3.358 3.364

[27] PENSIONEN

Den meisten Mitarbeitenden der SIMONA AG stehen über die abgeschlossenen Pensionspläne Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu. Es handelt sich sowohl für die tariflich beschäftigten Mitarbeitenden als auch die leitenden Angestellten, einschließlich Vorstand und ehemaliger Vorstandsmitglieder, um Endgehaltspläne. Bei den Leistungen handelt es sich um Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenversorgung.

Um die mit den leistungsorientierten Plänen verbundenen Risiken, insbesondere Langlebigkeit, Inflations- und Gehaltssteigerungen, zu vermindern, hat SIMONA für Mitarbeitende mit Eintrittsdatum am oder nach dem 01.01.2009 mischfinanzierte beitragsorientierte Pläne eingeführt.

Es werden mit Ausnahme der Leistungen an die SIMONA Sozialwerk GmbH keine Beiträge an Fonds geleistet, siehe Anhangangabe [28].

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen und die in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträge dargestellt.

Änderungen der Schuld der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
DBO zu Beginn des Berichtszeitraums 60.808 60.790
Dienstzeitaufwand 1.664 1.801
Zinsaufwand 1.377 1.288
Neubewertung 5.642 -1.430
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aufgrund der Änderung von finanziellen Annahmen 6.004 -1.693
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus Bestandsänderungen -362 263
Gezahlte Leistungen -1.624 -1.641
DBO zum Ende des Berichtszeitraums 67.867 60.808
Davon als langfristige Schuld 66.157 59.144
Davon als kurzfristige Schuld 1.710 1.664

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit Leistungszahlungen aus den leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 1.710 TEUR (Vorjahr 1.664 TEUR).

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen dargestellt:

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Parameter 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz 1,80 % 2,30 %
Einkommenssteigerung 2,50 % 2,50 %
Rentensteigerung 1,87 % 1,87 %
Sterblichkeit (Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck) 2005 G 2005 G

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31.12.2016 verwendeten Grundannahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern und wurde auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode sowie der genannten Parameter bzw. Bandbreiten durchgeführt:

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Parameter Veränderung der DBO bei Parameteränderungen um einen halben Prozentpunkt per 31.12.2016

in TEUR
(Vorjahr)
--- --- ---
Erhöhung Verminderung
--- --- ---
Abzinsungssatz -6.004 6.929
(-5.164) (5.935)
Gehaltssteigerung 1.401 -1.325
(1.263) (-1.192)
Rentensteigerung 4.869 -4.386
(4.304) (-3.885)

Aus dem Rückgang der Sterblichkeitsraten von 10 Prozent resultiert eine Erhöhung der Lebenserwartung abhängig vom individuellen Alter jedes Begünstigten. Die DBO zum 31.12.2016 würde sich infolge einer 10%igen Senkung der Sterblichkeitsraten um 2.374 TEUR (Vorjahr 2.019 TEUR) erhöhen; und um -2.110 TEUR (Vorjahr -1.802 TEUR) vermindern bei einer 10%igen Erhöhung der Sterblichkeitsrate.

Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pensionspläne der SIMONA AG beträgt 18,9 Jahre (Vorjahr 18,2 Jahre).

[28] SOZIALWERKE

Die SIMONA Sozialwerk GmbH ist ein langfristig ausgelegter Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19.8. Laut der Satzung der Gesellschaft ist der einzige Zweck der Gesellschaft, die Altersversorgung der ehemaligen Beschäftigten der SIMONA AG sowie deren Angehöriger sicherzustellen. Sowohl das Vermögen der Gesellschaft als auch alle Erträge aus diesem Vermögen stehen während des Bestehens der Gesellschaft sowie im Liquidations- und Insolvenzfall ausschließlich den Rentenbegünstigten zu. Die SIMONA AG hat auf das Vermögen der SIMONA Sozialwerk GmbH keine Zugriffsrechte. Im Falle der Auflösung der Gesellschaft ist das Gesellschaftsvermögen entweder den Leistungsempfängern zuzuwenden oder für die zukünftige Leistung an die Leistungsempfänger sicherzustellen. Damit besteht auch im Falle einer Insolvenz der SIMONA AG kein Anspruch der Insolvenzgläubiger auf das Vermögen der SIMONA Sozialwerk GmbH.

Das Gesellschaftsvermögen der SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH steht ausschließlich für die Versorgungszwecke der SIMONA Sozialwerk GmbH zur Verfügung. Bei den abgeschlossenen Plänen der SIMONA Sozialwerk GmbH handelt es sich, sowohl für die tariflich beschäftigten Mitarbeitenden als auch die leitenden Angestellten, um Endgehaltspläne. Mit den leistungsorientierten Plänen sind insbesondere Risiken wie Langlebigkeit, Inflations- sowie Gehaltssteigerungen verbunden.

Die Dotierung der SIMONA Sozialwerk GmbH erfolgt unter Beachtung der steuerrechtlichen Vorschriften.

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In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
DBO zu Beginn des Berichtszeitraums 66.854 66.647
Dienstzeitaufwand 2.646 2.813
Zinsaufwand 1.523 1.420
Neubewertung 6.676 -2.903
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste auf Grund der Änderung von finanziellen Annahmen 7.883 -2.215
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus Bestandsänderungen -1.207 -688
Gezahlte Leistungen -1.187 -1.123
DBO zum Ende des Berichtszeitraums 76.512 66.854
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Jahresanfang 36.270 34.908
Erträge aus dem Planvermögen 821 738
Neubewertung 5.142 1.747
Gezahlte Leistungen -1.187 -1.123
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Jahresende 41.046 36.270
Unterdeckung Planvermögen -35.466 -30.584

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit Leistungszahlungen aus den leistungsorientierten mittelbaren Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 1.364 TEUR (Vorjahr 1.214 TEUR).

Zu den Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen in der Anhangangabe [27].

Eine Überdeckung des Planvermögens wird nicht im Konzernabschluss der SIMONA AG ausgewiesen, weil die SIMONA AG keinerlei Verfügungsmacht über dieses Vermögen hat, sondern dieses entsprechend der Definition von Planvermögen nach IAS 19.8 ausschließlich für Zwecke der begünstigten Rentenempfänger verwendet werden kann.

Die Änderung der Unterdeckung zum 31. Dezember 2016 resultiert im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr erfolgten Neubewertung aufgrund der Änderung finanzieller Annahmen sowie der Wertsteigerung des Planvermögens.

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31.12.2016 verwendeten Grundannahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern; siehe auch Anhangangabe [27]:

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Parameter Veränderung der DBO bei Parameteränderungen um einen halben Prozentpunkt per 31.12.2016

in TEUR
(Vorjahr)
--- --- ---
Erhöhung Verminderung
--- --- ---
Abzinsungssatz -7.883 9.245
(-6.684) (7.810)
Gehaltssteigerung 2.916 -2.683
(2.498) (-2.298)
Rentensteigerung 5.486 -4.974
(4.617) (-4.197)

Aus dem Rückgang der Sterblichkeitsraten von 10 Prozent resultiert eine Erhöhung der Lebenserwartung abhängig vom individuellen Alter jedes Begünstigten. Die DBO zum 31.12.2016 würde sich infolge einer 10%igen Senkung der Sterblichkeitsraten um 2.793 TEUR (Vorjahr 2.327 TEUR) erhöhen; und um -2.492 TEUR (Vorjahr -2.085 TEUR) vermindern bei einer 10%igen Erhöhung der Sterblichkeitsrate.

Die Zusammensetzung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

BEIZULEGENDER ZEITWERT ZUM

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In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Vermögenskategorie
Aktien an der SIMONA AG 26.460 21.900
Schuldscheindarlehen 2.999 3.010
Festgeldanlagen 2.598 2.499
Investmentfonds 7.583 5.658
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.406 3.203
Summe Planvermögen 41.046 36.270

Die Aktien an der SIMONA AG und die Anteile an Investmentfonds werden an einem aktiven Markt notiert.

Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pensionspläne der SIMONA Sozialwerk GmbH beträgt 22,2 Jahre (Vorjahr 21,6 Jahre).

Die in der Bilanz passivierte Schuld für diesen Pensionsplan entwickelt sich wie folgt:

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Schuld zu Beginn des Berichtszeitraums 30.584 31.739
Dienstzeitaufwand 2.646 2.813
Netto-Zinsaufwand 702 681
Neubewertung 1.534 -4.649
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste auf Grund der Änderung von finanziellen Annahmen 7.883 -2.215
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus Bestandsänderungen -1.207 -688
Neubewertung aus Planvermögen -5.142 -1.746
Schuld zum Ende des Berichtszeitraumes 35.466 30.584

[29] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

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in TEUR Mitarbeiterbezogene Verpflichtungen Garantien Sonstige Summe
Stand 01. Januar 2016 1.252 3.423 9 4.684
Zuführung 37 311 61 409
Inanspruchnahme 211 530 0 741
Auflösung 0 129 12 141
Währungsdifferenzen 0 26 0 26
Zinseffekt 15 16 0 31
Stand 31. Dezember 2016 1.093 3.117 58 4.268
Kurzfristige Rückstellungen 294 1.211 58 1.563
Langfristige Rückstellungen 799 1.906 0 2.705
Stand 31. Dezember 2016 1.093 3.117 58 4.268

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in TEUR Mitarbeiterbezogene Verpflichtungen Garantien Sonstige Summe
Stand 01. Januar 2015 1.829 3.479 163 5.471
Zuführung 78 1.203 9 1.290
Inanspruchnahme 395 350 62 807
Auflösung 278 1.237 101 1.616
Währungsdifferenzen 0 13 0 13
Zinseffekt 18 315 0 333
Stand 31. Dezember 2015 1.252 3.423 9 4.684
Kurzfristige Rückstellungen 418 1.523 9 1.950
Langfristige Rückstellungen 834 1.900 0 2.734
Stand 31. Dezember 2015 1.252 3.423 9 4.684

Mitarbeiterbezogene Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus der bestehenden Vereinbarung zur Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Die Bewertung der mitarbeiterbezogenen Rückstellungen basiert auf versicherungsmathematischen Werten.

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen zur Altersteilzeit beläuft sich am Bilanzstichtag auf insgesamt 68 TEUR (Vorjahr 260 TEUR). Die Schuld setzt sich aus Verpflichtungen für Erfüllungsrückstände, Aufstockungsbeträge und Abfindungszahlungen zusammen.

Rückstellungen für Garantien werden für Gewährleistungen aus in vergangenen Jahren verkauften Produkten passiviert. Die Berechnung basiert auf historischen Inanspruchnahmen aus Garantien und Gewährleistungen. Die Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen bei der SIMONA AG erfolgt sowohl für laufende, regelmäßig auftretende Gewährleistungsfälle als auch für unregelmäßig eintretende Einzelfälle, denen das Risiko eines überdurchschnittlichen Schadenvolumens anhaftet.

Für die regelmäßig auftretenden Gewährleistungsfälle wird eine Rückstellung aus Erfahrungswerten über einen als wahrscheinlich eingeschätzten durchschnittlichen Zeitraum der Inanspruchnahme von 5 Jahren ermittelt. Zur Bewertung der Rückstellung werden die tatsächlich entstandenen Aufwendungen für Kundengutschriften aus Gewährleistungsverpflichtungen sowie die damit entstehenden unmittelbaren Kosten zur Bearbeitung der Reklamationen ausgewertet. Bei der Ermittlung wird auf den gewichteten durchschnittlichen Garantieaufwand der letzten 5 Jahre zurückgegriffen.

Der Teil der Gewährleistungsrückstellungen, der für die unregelmäßig eintretenden Einzelfälle ermittelt wird, wird dann passiviert, sobald mit einer Inanspruchnahme zu rechnen, eine Zahlung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung möglich ist.

Der Teil der Gewährleistungsrückstellung, dessen Inanspruchnahme nicht innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig ist, wird abgezinst.

[30] SONSTIGE SCHULDEN

Die Sonstigen Schulden setzen sich zusammen aus:

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Schulden gegenüber der Belegschaft 9.158 7.578
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.312 1.455
Schulden aus Gutschriften und Provisionen 1.034 1.334
Schulden aus Steuern 864 817
Schulden ausstehende Rechnungen 0 502
Übrige 2.103 1.901
14.471 13.587

[31] KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds durch Mittelzu- und -abflüsse während des Geschäftsjahres verändert. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

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In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 74.759 31.892
74.759 31.892

Die Einflüsse von wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds betragen im Konzern -53 TEUR (Vorjahr 1.069 TEUR).

Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen abgebildet. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird indirekt ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, d. h. über Veränderungen der operativen Posten der Konzernbilanz ohne akquisitions- und währungsbedingte Veränderungen ermittelt.

[32] ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Unternehmen und Personen, die den SIMONA Konzern beherrschen oder einem maßgeblichen Einfluss durch die SIMONA AG unterliegen, sowie assoziierte Unternehmen und Personen einschließlich naher Familienangehöriger und zwischengeschalteter Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des SIMONA Konzerns haben, sind nach IAS 24 anzugeben. Als Management in Schlüsselpositionen werden Vorstand und Aufsichtsrat der SIMONA AG angesehen.

Vorstand

Wolfgang Moyses, Vorstandsvorsitzender, Kirn
Dirk Möller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Kirn
Fredy Hiltmann, Kirn

Aufsichtsrat

Dr. Rolf Goessler, Bad Dürkheim

Diplom-Kaufmann

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Roland Frobel, Isernhagen

Geschäftsführer der ROSSMANN CENTRAL EUROPE B.V., Renswoude, Niederlande

stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates

- Vorsitzender des Beirates der Saxonia HoldingGesellschaft mbH & Co. KG, Wolfsburg
- Mitglied des Aufsichtsrates der GBK Beteiligungen AG, Hannover
- Mitglied des Aufsichtsrates der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA, Hannover
- Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (bis 25.02.2016)

Dr. Roland Reber, Stuttgart

Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen

Joachim Trapp, Biberach

Volljurist

Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Biberach, Biberach
Geschäftsführer der SparkasseImmobilien BC GmbH, Biberach
Geschäftsführer der SparkasseImmobilien BC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Biberach

Andy Hohlreiter, Becherbach

Arbeitnehmervertreter (ab 01.03.2017)

Markus Stein, Mittelreidenbach

Arbeitnehmervertreter (ab 01.03.2017)

Gerhard Flohr, Bergen

Arbeitnehmervertreter (bis 28.02.2017)

Jörg Hoseus, Monzingen

Arbeitnehmervertreter (bis 28.02.2017)

Wolfgang Moyses nimmt Aufgaben als Organ folgender Unternehmen wahr:

Kunden-Beiratsmitglied Landesbank Rheinland-Pfalz
Beiratsmitglied CW Brabender Instruments Inc., South Hackensack/USA
Aufsichtsratsmitglied SURTECO SE, Buttenwiesen-Pfaffenhofen

Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Zudem nimmt Dirk Möller in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben als Organ wahr:

SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvmov, (1)
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, (2)
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, (2)
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, (2)
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, (2)
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, (2)

Die Aufgaben als Organ betreffen:

(1) Geschäftsführer,

(2) Mitglied im Board of Directors.

Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist zudem als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 3.483 TEUR (Vorjahr 1.867 TEUR) zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt.

Darüber hinaus haben Unternehmen des SIMONA Konzerns mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen (Umsätze unterhalb von insgesamt 25 TEUR). Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen betreffen die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2016 und betragen 133 TEUR (Vorjahr 109 TEUR). Sonstige ausstehende Schulden oder Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen nicht.

Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Leistungsbeziehungen auf Kommissionsbasis für den Vertrieb von Produkten in den USA in Höhe von 2.712 TEUR (Vorjahr 2.654 TEUR).

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den beteiligten Personen bzw. Unternehmen werden zu Marktpreisen und -bedingungen durchgeführt.

Vergütung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

VORSTANDSVERGÜTUNG NACH IAS 24.17

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in TEUR 2016 2015
Kurzfristig fällige Leistungen
Fixgehalt und Nebenleistungen 906 1.012
Jahresbonus 1.067 715
1.973 1.727
Andere langfristig fällige Leistungen 702 335
Gesamtvergütung 2.675 2.062

VERGÜTUNGSANGABE GEM. § 314 ABS. 1 NR. 6 HGB

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in TEUR 2016 2015
Erfolgsunabhängige Vergütung
Fixgehalt und Nebenleistungen 906 1.012
Erfolgsabhängige Vergütung
Jahresbonus 1.067 715
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung 517 335
Gesamtvergütung 2.490 2.062

Basis der variablen Vorstandsvergütung ist die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein langfristiges Anreiz-Programm (LAP). Im Berichtsjahr wurde ein neues LAP mit Wirkung vom 01. Januar 2015 implementiert, welches als maßgebliche Perfomancegröße den durchschnittlichen NOPAT (Net Operating Profit After Taxes) des Konzerns während einer dreijährigen Performanceperiode verwendet. Der erste Performancezeitraum nach der neuen Berechnung umfasst die Geschäftsjahre 2015 - 2017 und der zweite Performancezeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2016 - 2018. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Konzernabschlusses für das letzte Jahr der jeweiligen Performanceperiode. Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Zuschüsse zu staatlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen, anteilsbasierte Vergütungen oder Kredite.

Für aktive Mitglieder des Vorstandes, frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen sind Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 18.861 TEUR (Vorjahr 16.333 TEUR) zurückgestellt. Die Zuführung zur Rückstellung für aktive Mitglieder des Vorstandes beträgt 1.957 TEUR (Vorjahr 454 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 8.276 TEUR (Vorjahr 7.706 TEUR).

Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen 470 TEUR (Vorjahr 486 TEUR).

Die Bezüge des Aufsichtsrates im Konzern beliefen sich im Jahr 2016 auf 160 TEUR (Vorjahr 131 TEUR). Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beinhaltet keine variable Komponente. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhielten neben ihren Aufsichtsratsbezügen im Geschäftsjahr 2016 Vergütungen in Form von Löhnen und Gehältern einschließlich Altersversorgungsansprüchen für die von ihnen erbrachten Arbeitsleistungen in üblicher Höhe. Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten vom Unternehmen keine anteilsbasierten Vergütungen oder Kredite.

[33] ZIELSETZUNGEN UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

Grundsätze des Risikomanagements

Teile der Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen der SIMONA AG sind Risiken ausgesetzt, die sich aus der Änderung von Wechselkursen und Zinssätzen ergeben können. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. In Abhängigkeit vom Risiko wird versucht, das Risiko durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Alle Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung der Cashflows eingesetzt.

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sie stellen die Effekte von geänderten Marktzinssätzen auf Zinserträge, Zinsaufwendungen und Bilanzpositionen dar. Zu den Finanzinstrumenten, die grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, zählt der kurzfristig fällige Kontokorrentkredit, der zum Ende des Geschäftsjahres 2016 nicht in Anspruch genommen wurde, sodass eine Sensitivitätsanalyse der Zinsen keine Relevanz hatte.

Währungsrisiken

Der SIMONA Konzern ist sowohl in seiner operativen Geschäftstätigkeit als auch in seiner Investitions- und Finanzierungstätigkeit Risiken durch Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsströme des Konzerns beeinflussen. Ungesichert bleiben Risiken durch Wechselkursschwankungen, die ausschließlich aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden in die Berichtswährung des Konzernabschlusses (Euro) herrühren.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Geschäftstätigkeit überwiegend in ihrer funktionalen Währung ab. Die Muttergesellschaft steuert die Fremdwährungstransaktionen im Konzern nahezu ausschließlich und sichert diese in ihrem Treasury innerhalb der festgelegten Bandbreiten ab. Zum Bilanzstichtag werden zur Sicherung der Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit keine Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen eingesetzt.

IFRS 7 verlangt die Darstellung der Risiken durch Sensitivitätsanalysen. Damit werden die Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital dargestellt, die sich durch die hypothetische Änderung der relevanten Risikovariablen ergeben. Währungskursänderungen können sich bei den originären Finanzinstrumenten ergeben, die außerhalb der abgesicherten Bandbreiten liegen oder die durch Finanzderivate in Form von Devisentermingeschäften oder Devisenoptionen abgesichert sind.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2016 um 10 Prozent aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 4.530 TEUR niedriger (5.537 TEUR höher).

Die hypothetische Ergebnisauswirkung von minus 4.530 TEUR (plus 5.537 TEUR) ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten:

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in TEUR Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
EUR/USD -2.913 (3.560)
EUR/GBP -72 (88)
EUR/CHF -391 (478)
EUR/CZK 776 (-949)
EUR/PLN -83 (102)
EUR/HKD -810 (991)
EUR/CNY -865 (1.057)
EUR/RUB -95 (116)
EUR/INR -77 (94)
-4.530 (5.537)

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2015 um 10 Prozent aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 4.595 TEUR niedriger (5.616 TEUR höher).

Die hypothetische Ergebnisauswirkung von minus 4.595 TEUR (plus 5.616 TEUR) ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten:

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in TEUR Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
EUR/USD -2.956 (3.613)
EUR/GBP -110 (134)
EUR/CHF -309 (377)
EUR/CZK 434 (-530)
EUR/PLN -84 (103)
EUR/HKD -961 (1.175)
EUR/CNY -522 (638)
EUR/RUB -86 (105)
-4.595 (5.616)

Ausfallrisiken

Die SIMONA AG ist in ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ausstehende Finanzinstrumente - in der Regel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - werden dezentral, d. h. in jeder rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaft, fortlaufend überwacht und im Rahmen des Monatsabschlusses berichtet. Je nach Bonität des Kunden sind die Forderungen einem Ausfallrisiko ausgesetzt, welches u. a. mittels Warenkreditversicherungen begrenzt wird. Im Durchschnitt sind etwa 60 Prozent des Umsatzes der SIMONA AG nach Berücksichtigung eines Selbstbehaltes durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Die einem wahrscheinlichen Ausfallrisiko ausgesetzten Forderungen werden regelmäßig erfasst und überwacht; dem damit verbundenen Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Grundlage für die Feststellung der Wertminderung sind im Wesentlichen überfällige Forderungen (über 90 Tage) sowie vorliegende Informationen über Zahlungsschwierigkeiten in Einzelfällen. Das maximal mögliche Ausfallrisiko ist auf den um die Umsatzsteuer verminderten Nettobuchwert der finanziellen Vermögenswerte begrenzt. Aufgrund der unterschiedlichen Absatzmärkte und Vielzahl von Kunden ergaben sich in der Berichtsperiode keine bedeutenden Risikokonzentrationen.

Liquiditätsrisiken

Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, überwacht der Konzern laufend die Liquidität aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie Zahlungserwartungen aus dem Obligo der erteilten Investitionsaufträge der einzelnen Gesellschaften. Der Liquiditätsstatus wird in der SIMONA AG täglich und im Konzern einmal wöchentlich erfasst und berichtet. Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 74,8 Mio. EUR (Vorjahr 31,9 Mio. EUR) stehen dem SIMONA Konzern noch nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von 18,9 Mio. EUR (42,8 Mio. EUR) zur Verfügung. Das Ziel des Konzerns ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen zu wahren.

Das Kreditrisiko aus den Zahlungsmitteln besteht ausschließlich gegenüber Banken, die folgendes langfristiges Emittentenrating haben:

EMITTENTENRATING ZAHLUNGSMITTEL

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in TEUR 31.12.2616 31.12.2615
A1 4.387 639
A2 4.388 -
Aa2 9.844 6.436
Aa3 16.736 3.569
Baa1 9.300 13.464
Baa2 6.030 -
Baa3 11.951 -
Ohne Rating 12.123 7.784
74.759 31.492

Zum 31. Dezember 2016 weisen die Zahlungsverpflichtungen der finanziellen Schulden des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf:

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in TEUR Bis 1 Jahr 2-5 Jahre Mehr als 5 Jahre Summe
Finanzschulden 3.444 13.776 8.335 25.555
Sonstige finanzielle Schulden 3.358 58 0 3.416
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 15.152 0 0 15.152
21.954 13.434 4.335 44.123

Zum 31. Dezember 2015 weisen die Zahlungsverpflichtungen der finanziellen Schulden des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf:

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in TEUR Bis 1 Jahr 2-5 Jahre Mehr als 5 Jahre Summe
Finanzschulden 2.936 2.125 1.726 6.787
Sonstige finanzielle Schulden 3.364 2.187 0 5.551
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 11.722 0 0 11.722
14.622 4.312 1.726 24.666

Zum 31. Dezember 2016 sind wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte und keine Devisenoptionen abgeschlossen, die in der Zukunft zu Zahlungsansprüchen oder -verpflichtungen führen würden.

Kapitalmanagement

Zum 31. Dezember 2016 lag die Eigenkapitalquote bei 53 Prozent (Vorjahr 57 Prozent). Der Verschuldungsgrad lag bei 89 Prozent (Vorjahr 72 Prozent). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen des SIMONA Konzerns zählen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie eine Eigenkapitalquote von mindestens 50 Prozent. Große Bedeutung hat zudem die Sicherstellung ausreichender Liquiditätsreserven. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur hauptsächlich anhand der Eigenkapitalquote und nimmt gegebenenfalls Anpassungen unter Berücksichtigung sich ändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vor. Die Fremdfinanzierung erfolgt hauptsächlich durch kurz- und langfristige Bankkredite und Bankdarlehen.

[34] FINANZINSTRUMENTE

In der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher im Abschluss bilanzierter Finanzinstrumente des Konzerns gegenübergestellt.

FINANZINSTRUMENTE

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BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT
in TEUR 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte AfS 340 340 340 340
At Equity bilanzierte Beteiligungen AfS 293 205 n/a n/a
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 52.186 51.140 52.186 51.140
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 836 4.831 836 4.831
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 74.759 31.892 74.759 31.892
Langfristige Finanzschulden und Sonstige finanzielle Schulden
Darlehen FLAC -22.111 -3.851 -22.111 -3.851
Sonstige finanzielle Schulden FLAC -58 -2.187 -58 -2.187
Kurzfristige Finanzschulden und Sonstige finanzielle Schulden
Kontokorrentkredite FLAC 0 -2.538 0 -2.538
Darlehen FLAC -3.444 -398 -3.444 -398
Schulden aus Lieferungen und Leistungen FLAC -15.152 -11.722 -15.152 -11.722
Sonstige Finanzielle Schulden FLAC -3.358 -3.364 -3.358 -3.364
Summe nach Bewertungskategorien
AfS 633 545 340 340
LaR 127.781 87.863 127.781 87.863
FLAC -44.123 -24.060 -44.123 -24.060

AfS = Available for Sale, LaR = Loans and Receivables, FLAC = Financial Liabilities Measured at Amortised Cost

Der beizulegende Zeitwert der Darlehen wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows sowie unter Verwendung von Optionspreismodellen berechnet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Darlehen zu unveränderten marktüblichen Konditionen variabel bzw. feststehend verzinst werden.

Die als "Loans and Receivables" (LaR) gehaltenen kurzfristigen Einlagen enthalten Termingeldanlagen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus der Folgebewertung der bilanzierten Finanzinstrumente nach den jeweiligen Bewertungskategorien dargestellt:

2016: NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

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in TEUR Zinsen Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung/Abgang Summe
AfS 0 0 0 0 0
LaR 163 0 1.543 -642 1.064
FLAC -152 0 -177 5 -324
11 0 1.366 -637 740

2015: NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

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in TEUR Zinsen Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung/Abgang Summe
AfS 0 0 0 0 0
LaR 61 0 -222 -51 -212
HfT 0 16 0 0 16
FLAC -85 0 755 -152 518
-24 16 533 -203 322

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Bei den finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente auf die Angabe der Fair-Value-Hierarchie verzichtet, da der Buchwert hier einen angemessenen Näherungswert an den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Sicherungsgeschäfte

Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Cashflows

Zum 31. Dezember 2016 wie zum Vorjahr hielt der Konzern keine Devisenterminkontrakte sowie keine Devisenoptionen.

[35] SONSTIGE ANGABEN

Tochterunternehmen

In den Konzernabschluss sind neben der SIMONA AG als Mutterunternehmen die nachfolgenden Gesellschaften einbezogen. Der Anteil am Kapital war im Vorjahr identisch mit dem des Geschäftsjahres, sofern nichts anderes angegeben ist.

ANTEIL AM KAPITAL

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in %
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn, Deutschland 100,0
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100,0
SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), Italien 100,0
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100,0
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China 100,0
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA 100,0
Laminations Inc., Archbald, USA 100,0
Boltaron Inc., Newcomerstown, USA 100,0
DANOH, LLC, Akron, USA 100,0
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China 100,0
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China 100,0
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China 100,0
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING, LLC, Hazleton, USA 100,0
DEHOPLAST POLSKA, Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen 51,0
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation 100,0
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 100,0

Die SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien wurde im Geschäftsjahr 2016 erstmalig voll konsolidiert. Veränderungen am Kapitalanteil der Tochterunternehmen haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Finanzanlagen

An den nachfolgenden Gesellschaften hält die SIMONA AG mindestens den fünften Anteil der Anteile, ohne einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Unternehmen ausüben zu können. Der Anteil am Kapital war im Vorjahr identisch mit dem des Geschäftsjahres, sofern nichts anderes angegeben ist.

UNTERNEHMEN

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Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital 31.12.2015

in TEUR
Ergebnis 2015

in TEUR
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn, Deutschland 50,0 12.413 -32
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn, Deutschland 50,0 3.349 362

Die SIMONA Sozialwerk GmbH wird entsprechend IAS 19.8 aufgrund der Klassifikation der Gesellschaft als Pensionsfond nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil das Gesellschaftsvermögen dieser Gesellschaft ausschließlich für die Versorgungszwecke der SIMONA Sozialwerk GmbH verwendet werden darf und damit nicht in die wirtschaftliche Verfügungsmacht der SIMONA AG fällt.

Die Anteile an der SIMONA Sozialwerk GmbH und der SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH werden zu Buchwerten bilanziert, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmbar ist. Die Buchwerte für die SIMONA Sozialwerk GmbH und die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH betragen 10 TEUR bzw. 13 TEUR.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden

KONZERN

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2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 694 734
Angestellte 543 505
Arbeitnehmer 1.237 1.239
Auszubildende 46 40
Gesamtbelegschaft 1.283 1.279

Eventualverbindlichkeiten und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten betreffen insbesondere verlängerte Gewährleistungsfristen aus dem Absatz von Kunststoffprodukten. Auf die Angaben zu finanziellen Auswirkungen sowie Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe von Risiken der Fälligkeiten von Mittelabflüssen wird aus Gründen der Praktikabilität verzichtet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet SIMONA keinen Mittelabfluss aus Eventualverbindlichkeiten.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsverpflichtungen aus operativen Miet- und Leasingverträgen
Fällig innerhalb von:
1 Jahr 633 611
2 - 5 Jahren 1.309 298
nach 5 Jahren 520 42
2.462 951

BESTELLOBLIGO

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Investitionsvorhaben 15.107 10.741
Rohstoffbestellungen 12.870 -
27.977 10.741

Der Anteil von immateriellen Vermögenswerten am Gesamtobligo ist unwesentlich.

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2016 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 23. Februar 2017 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite www.simona.de zugänglich gemacht.

Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates an der SIMONA AG

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 10. Juni 2016 (Tag der Hauptversammlung) insgesamt 70.909 Stück Aktien; dies entspricht rund 11,82 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten am 10. Juni 2016 (Tag der Hauptversammlung) insgesamt 1.300 Stück Aktien; dies entspricht rund 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie ihnen nahestehende Personen sind nach § 15 a Wertpapierhandelsgesetz gesetzlich verpflichtet, wesentlichen Erwerb oder wesentliche Veräußerung von Aktien der SIMONA AG offenzulegen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers der SIMONA AG und Tochtergesellschaften beträgt 318 TEUR und gliedert sich wie folgt auf: Abschlussprüfungsleistungen 247 TEUR, Steuerberatungsleistungen 39 TEUR und sonstige Leistungen 32 TEUR.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen führen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Kirn, 31. März 2017

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

ANGABEN ZUM ANTEILSBESITZ FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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Gesellschaft Anteil am Kapital Prozent Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Mittelbar
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0 357 71
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100,0 4.017 958
SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), ltalien 100,0 314 144
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0 2.148 -14
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING, LLC, Hazleton, USA 100,0 3.106 -337
Laminations Inc., Archbald, USA 100,0 15.992 781
Boltaron Inc., Newcomerstown, USA 100,0 19.729 9.685
DANOH, LLC, Akron, USA 100,0 202 159
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA* 25,0 352 685
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China 100,0 743 -334
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co.Ltd., Jiangmen, China 100,0 4.333 -1.221
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 0,01 251 -13
Unmittelbar
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn** 100,0 1.834 0
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn*** 50,0 12.413 -32
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn*** 50,0 3.349 362
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0 20.495 1.174
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 105 -5
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0 1.082 164
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen 51,0 575 100
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation 100,0 -28 210
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA 100,0 34.886 -329
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China 100,0 4.306 106
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China 100,0 958 31
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 99,99 251 -13

* Vorläufige Geschäftszahlen

** Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SIMONA AG

*** Geschäftsjahr 2015

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS ZUM KONZERNABSCHLUSS 2016

"Wir haben den von der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Frankfurt am Main, den 5. April 2017

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Schlig, Wirtschaftsprüfer

SONSTIGE ANGABEN

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES UND VERSICHERUNG NACH §§ 297 ABS. 2, 315 ABS. 1 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des SIMONA Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des SIMONA Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns beschrieben sind."

Kirn, 31. März 2017

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

der SIMONA AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. Februar 2016 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung vom 24. Juni 2014 bzw. 5. Mai 2015 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 26. Februar 2015 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8 Absatz 3:

In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein Selbstbehalt von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm obliegenden Aufgaben mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.

Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3:

Der Aufsichtsrat soll bei der Festlegung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat sorgt bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder dafür, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Für die Festsetzung der angemessen Vergütung hat der Aufsichtsrat auch einen unabhängigen, externen Vergütungsexperten hinzugezogen, der verschiedene horizontale Vergleichstests durchgeführt hat. Darüber hinaus berücksichtigt der Aufsichtsrat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge auch vertikale Aspekte. Vor dem Hintergrund des Detaillierungsgrades der Empfehlung zum vertikalen Vergütungsvergleich erklären wir hierzu jedoch vorsorglich eine Abweichung.

Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3:

Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vorgesehen werden, welcher den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreitet, nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergütet und dessen Berechnung auf die Gesamtvergütung abstellt.

Erläuterung:

Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Der Aufsichtsrat hält einen solchen Abfindungs-Cap für nicht angemessen.

Ziffer 4.2.5 Absatz 3:

Die Gesellschaft soll im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied die Vergütungsbestandteile individualisiert unter Angabe bestimmter Vergütungsparameter und unter Verwendung von Mustertabellen darstellen.

Erläuterung:

Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 1. Juli 2011 mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich aufgeteilt nach fixen und erfolgsbezogenen Komponenten zu veröffentlichen. Daher unterbleibt auch eine individualisierte Darstellung unter Angabe der bestimmten Vergütungsparameter und unter Verwendung der empfohlenen Mustertabellen.

Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Satz 3:

Es soll eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat hat bisher keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Praxis hat eine solche Festlegung bislang nicht erfordert.

Ziffer 5.3.3:

Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden.

Erläuterung:

Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.

Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3:

Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation konkrete Ziele benennen. Diese konkreten Ziele sollen bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt und mit dem Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der Empfehlung sowie der unternehmensspezifischen Situation und möglichen konkreten Zielen für seine Zusammensetzung befasst. Nach eingehender Diskussion hat der Aufsichtsrat beschlossen, keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen. Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen. Es sollen jedoch hierfür anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden.

Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigen. In seiner Sitzung vom 30. Juli 2015 hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für Frauen im Aufsichtsrat festgelegt.

Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2:

Bei der Festlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigt werden.

Erläuterung:

Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1:

Individualisierte Angabe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und Aufgliederung nach Vergütungsbestandteilen.

Erläuterung:

Bei SIMONA ergibt sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats aus der Satzung und besteht gegenwärtig lediglich aus einer festen Vergütung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz und Mitgliedschaft in einem Ausschuss werden gesondert vergütet. Eine individualisierte Angabe, aufgegliedert nach Vergütungsbestandteilen würde daher aus Sicht der Gesellschaft keinen Zugewinn an Transparenz bedeuten.

Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz:

Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende.

Erläuterung:

SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.

Kirn, 23. Februar 2016

SIMONA AG

Aufsichtsrat und Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2016

In hartem Wettbewerb konnte sich die SIMONA Gruppe 2016 stabil behaupten. Bei einem leichten Umsatzzuwachs verbesserte sich das Ergebnis. Die erzielte EBIT-Marge von 8,2 Prozent liegt über dem Vorjahreswert von 7,4 Prozent und auch über dem angestrebten Zielwert. Trotz leichter Effizienzgewinne mussten dabei jedoch im besonders umkämpften europäischen Markt leichte Einbußen bei Umsatz und Ergebnis hingenommen werden, insbesondere aufgrund einer schwachen Entwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile. Unsere Position im Bereich der Halbzeuge konnten wir festigen. Nach verhaltenem Beginn belebte sich in der zweiten Jahreshälfte das Geschäft im asiatischen Raum. Erfreuliche Umsatzzuwächse in den USA gingen einher mit einer deutlichen Verbesserung der Ergebnisse in diesem Markt.

Die Erfahrungen im Geschäftsjahr bestätigen in aller Deutlichkeit, dass wir mit der gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat getragenen strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Wege sind. Um uns in den angestammten Märkten zu behaupten und das Geschäft auszubauen, müssen wir weiter alle Anstrengungen unternehmen, um unsere Position mit innovativen Produkten, der Erschließung neuer Anwendungsgebiete und vor allem durch weitere Steigerungen der Produktivität zu festigen. Weltweite Partnerschaften gilt es auszubauen und zu erweitern.

Die Entwicklung der SIMONA Gruppe weltweit, ihre strategische Ausrichtung und ihre Innovationskraft und Ertragsstärke werden auch in Zukunft in besonderem Maße im Fokus des Aufsichtsrates stehen. Das erfolgt wie bisher auf Basis einer offenen, vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Vorstand.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Die Berichte behandelten vor allem die Planung, die Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SIMONA AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance, sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich informiert. So wurden die Strategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, die Planung, das Risikomanagement, die Risikolage und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SIMONA waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat tagte 2016 in vier ordentlichen Sitzungen sowie einer konstituierenden Sitzung nach der Neuwahl der von den Anteilseignern zu wählenden Mitglieder in der Hauptversammlung am 10. Juni 2016. An dieser Sitzung konnte das Aufsichtsratsmitglied Gerhard Flohr (aus familiären Gründen) nicht teilnehmen. An der Aufsichtsratssitzung vom 19.04.2016 konnte das Aufsichtsratsmitglied Joachim Trapp terminbedingt nicht teilnehmen. An den anderen Sitzungen des Berichtsjahres 2016 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.

In der Sitzung vom 23. Februar beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem vorläufigen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2015 und der aktuellen Geschäftssituation sowie den Schwerpunktthemen USA, China und Russland. Außerdem diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2015. Des Weiteren diskutierte er den Vorschlag des Personalausschusses zur Neuordnung der Vergütung des Aufsichtsrates und verabschiedete den Entwurf zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

In der Sitzung vom 14. April standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2015 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung (siehe auch Abschnitt Jahres- und Konzernabschluss dieses Berichts). In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat außerdem den Vorschlag für die Neuwahlen zum Aufsichtsrat sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2016. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftssituation und den Ausblick für den SIMONA Konzern mit besonderem Schwerpunkt auf USA und Asien. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit M&A-Themen.

Die Sitzung am 04. August fand im US-amerikanischen Werk in Archbald, PA, statt. Der Aufsichtsrat informierte sich über den Stand der Entwicklung in diesem mittlerweile zweitgrößten Einzelmarkt von SIMONA. In dieser Sitzung standen außerdem der aktuelle Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres und der Forecast für die zweite Jahreshälfte auf der Tagesordnung. Außerdem erstattete der Vorstand in dieser Sitzung Bericht zur Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme, des Rechnungslegungsprozesses, des Risikomanagements sowie der internen Revision.

In der Sitzung am 1. Dezember 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftssituation in den ersten neun Monaten und dem Ausblick auf das Jahresende 2016. In dieser Sitzung wurde außerdem das Budget für das Geschäftsjahr 2017 ausführlich besprochen und genehmigt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Sitzung war die Entwicklung in der Verkaufsregion Asien-Pazifik.

DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN

Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Wirtschaftsausschuss

Der Wirtschaftsausschuss beriet 2016 in vier Sitzungen. Er befasste sich insbesondere mit den überseeischen Märkten und dabei mit der Entwicklung der Gesellschaften in den USA sowie mit Strategien und möglichen Akquisitionen in Fernost. Chancen und Risiken der europäischen Märkte wurden regelmäßig erörtert. Gegenstand der Beratungen waren auch mögliche Veränderungen in den innerbetrieblichen Strukturen zur Bewältigung der zukünftigen Aufgaben.

Der Wirtschaftsausschuss prüfte auch die Halbjahres- und Quartalsergebnisse und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrates zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016 an die Hauptversammlung vor.

Personalausschuss

Der Personalausschuss trat 2016 viermal zusammen. Er befasste sich mit der Verlängerung der Bestellung von Herrn Hiltmann als Vorstand bis zum Ende der Hauptversammlung 2018 und mit Veränderungen in den obersten Führungsebenen. Er bereitete die Beschlüsse zur künftigen Vergütung des Aufsichtsrates und dessen Neuwahl sowie zum Ausweis der Vorstandsvergütung vor und erörterte Personalfragen zur Sicherung künftiger Chancen in definierten Wachstumsmärkten.

Notwendige Beschlüsse zu diesen Themen erfolgten im Plenum des Aufsichtsrates.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2016 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 10. Juni 2016 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2017 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 20. April 2017 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, der vorsieht, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 13.590.593,51 EUR wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von 12,00 EUR je Aktie, zahlbar am 14. Juni 2017: 7.200.000,00 EUR

b) Vortrag auf neue Rechnung: 6.390.593,51 EUR.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden. Sie haben in einem intensiven Wettbewerbsumfeld durch ihre erfolgreiche Arbeit und ihr hohes Engagement zu einem sehr guten Jahresergebnis für SIMONA beigetragen. Den Kunden und Partnern dankt der Aufsichtsrat für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Kirn, 20. April 2017

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender