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SIMONA AG Management Reports 2017

May 22, 2017

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Management Reports

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn/Nahe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Der vorliegende Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn (kurz SIMONA AG, SIMONA oder Gesellschaft) zusammen (§ 315 Abs. 3 i. V. m. § 298 Abs. 3 HGB). Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle eines Konzernlageberichts im Geschäftsbericht des SIMONA Konzerns veröffentlicht. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der SIMONA AG. Die Informationen zur SIMONA AG sind im Wirtschaftsbericht in einem eigenen Abschnitt mit Angaben nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) enthalten.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) und PFA (Perfluoralkoxyl) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Wesentliche Absatzmärkte

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.

Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Berichtssegmente sind primär nach den Regionen

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

und sekundär nach Produktbereichen

Halbzeuge und Fertigteile
Rohre und Formteile aufgestellt.

Produktions- und Vertriebsstandorte

Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China, Indien und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die SIMONA AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz, die am Konzernumsatz mit rund 3 Prozent beteiligt ist. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2016 in drei inländischen und vier ausländischen Werken produziert. In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. In Litvínov (Tschechien) werden Rohre und Platten produziert. In Jiangmen (China) werden Platten produziert. In Archbald (Pennsylvania, USA) produziert die SIMONA AMERICA Inc. vor allem Platten. Darüber hinaus produziert die Boltaron Inc. in ihrem Werk in Newcomerstown (Ohio, USA) Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen und den Bereich Building.

Leitung und Kontrolle der SIMONA AG

Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorsitzender), Dirk Möller (stellvertretender Vorsitzender) und Fredy Hiltmann.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler (Vorsitzender), Roland Frobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Roland Reber, Joachim Trapp sowie Jörg Hoseus (Arbeitnehmervertreter) und Gerhard Flohr (Arbeitnehmervertreter).

1.2 Ziele und Strategien

Der SIMONA Konzern versteht sich als global agierender Lösungsanbieter für Kunststoffanwendungen, der sich stets am Nutzen für den Kunden orientiert. Überlegene Verfahrenstechnik, erstklassige Produkte sowie verlässliche, effiziente und schnelle Prozesse zeichnen SIMONA aus. Der SIMONA Konzern will Umsatz und Ertrag kontinuierlich steigern, sein Wachstum selbst gestalten und unabhängig bleiben. Mittelfristig bleibt "SIMONA500", ein jährlicher Konzernumsatz von 500 Mio. EUR, das Ziel. Das Umsatzwachstum soll organisch und über Akquisitionen erzielt werden. Eine EBIT-Marge von 6-8 Prozent ist das langfristige Ziel für den Konzern.

SIMONA hat drei strategische Kernziele definiert, um die Umsatz- und Ergebnisziele langfristig zu erreichen:

Innovationskraft steigern
Stärkeres Wachstum in den Emerging Markets
Operative Exzellenz

Insbesondere im Kernmarkt Europa soll SIMONA in neuen Anwendungen und Märkten wachsen. Dazu wurden die in 2015 beschlossene Business-Development-Struktur für die Marktsegmente Bau, Argrar und Mobilität eingeführt und entsprechende Funktionen besetzt. Das im Jahr 2016 eröffnete Technologiezentrum erweitert die Entwicklungskapazitäten und führt die am Innovationsprozess beteiligten Bereiche auch räumlich eng zusammen. Weltweit wird die Produktentwicklung intensiviert, zum Beispiel für Mobilitätsanwendungen unserer Tochtergesellschaft Boltaron Inc., USA, oder im Markt für Rohre und Formteile in Asien. In den Emerging Markets setzt SIMONA zunehmend auf lokale Präsenz. Dazu wurde in 2016 eine eigene Tochtergesellschaft in Indien eröffnet, um das Potenzial dieses für Kunststoffanwendungen stark wachsenden Marktes besser zu erschließen. Darüber hinaus wurde eine Vertriebsstruktur für Rohre und Formteile in Asien etabliert. Das Ziel einer operativen Exzellenz versteht SIMONA als eine kontinuierliche Produktivitätssteigerung in allen Werken und allen Prozessen. Hier konnten in 2016 vor allem in der Division Halbzeuge und Fertigteile weitere Fortschritte erzielt werden.

1.3 Steuerungssystem

Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Management-Systems und die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmensziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert.

Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA. Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen) ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT hinzuaddiert werden.

Das EBIT der SIMONA AG leitet sich im Wesentlichen wie folgt von IFRS nach HGB über:

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in Mio. EUR 2016 2015
EBIT nach IFRS 13,6 15,2
Bestandsveränderung Vorräte 1,8 -0,8
Personalaufwand (Pensionen) 2,5 2,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1,3 1,1
Sonstige Veränderungen -0,4 -1,0
EBIT nach HGB 18,8 16,9

Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens im Konzern jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (zum Capital Employed werden immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, finanzielle Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gerechnet).

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Belegschaft sowie das Qualitäts- und Energiemanagement herangezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. In Innovationskreisen werden neue Produktideen mit Hilfe eines Stage-/Gate-Prozess bewertet, priorisiert und zur Marktreife geführt. Kennzahl ist der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der in 2016 weiter erhöht werden konnte.

Das neue Technologiezentrum am Stammsitz in Kirn wurde im Juli 2016 im Beisein der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, offiziell eröffnet und hat seinen Betrieb in vollem Umfang aufgenommen. Es hat zum Ziel, die Innovationskraft durch mehr Entwicklungskapazitäten, kurze Wege, hohen Wissenstransfer und eine Erweiterung des Materialportfolios zu steigern.

In der Division Halbzeuge und Fertigteile wurde das Produktprogramm um den vollfluorierten Hochleistungskunststoff PFA (Perfluoralkoxyl) erweitert, der vor allem in der chemischen und galvanischen Industrie, der Halbleiterindustrie sowie der Energie- und Umwelttechnik eingesetzt wird. Die dritte Generation der Hohlkammerplatte wurde auf der weltgrößten Kunststoffmesse "K" im Oktober 2016 präsentiert und soll im Laufe des zweiten Quartals 2017 im Markt eingeführt werden. Sie zeichnet sich durch eine hervorragende Materialeffizienz und höchste Stabilität aus. Auf der Kunststoffmesse "K" in Düsseldorf wurde der Prototyp einer Verschleißschutzplatte vorgestellt. Es handelt sich um eine Multilayerplatte aus PE-HD und einer Funktionsverschleißschicht, die vor allem als Auskleidung im Schüttguttransport eingesetzt werden kann. Zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz im Kernmarkt "Industrie" wurde das erste eigene Behälterberechnungsprogramm "SmartTank" im Markt eingeführt. Das Programm berechnet Rund- und Rechteckbehälter nach DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren) mit modernsten Methoden und komfortabler Projektverwaltung.

In der Division Rohre und Formteile lag der Fokus auf der Etablierung und dem Ausbau der Marktsegmente Mining (Pilotprojekte mit dem Mehrschichtrohrleitungssystem AP-Line) und Sanierung (PP Steckmodule für das Tipht-in-pipe-Verfahren, Erweiterung des Formteilsortiments). Die Produktinitiative Spritzguss wurde unter anderem durch Investitionen in Mehrfach-Werkzeuge kontinuierlich vorangetrieben.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.950 TEUR (Vorjahr 3.608 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2016 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent. Damit verharrt die Weltkonjunktur auf dem Niveau des Vorjahres. Die Industrieproduktion stieg in den Industriestaaten um nur zwei Prozent, in den Schwellenländern um vier Prozent. Eine schwache Nachfragedynamik, eine nach wie vor geringe Investitionsneigung sowie kaum Produktivitätszuwächse kennzeichneten die Lage.

Deutschland erzielte wieder ein solides Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 1,9 Prozent (2015: 1,7 Prozent). Wachstumstreiber war abermals der private und staatliche Konsum. Aber auch die Bau- (+3,1 Prozent) und Ausrüstungsinvestitionen (+1,7 Prozent) trugen ihren Teil zum Wachstum bei. Die Zahl der Erwerbstätigen ist mit 43,5 Mio. auf den höchsten Stand seit 1991 gestiegen. Auch das Wachstum in der Eurozone war insgesamt stabil. Nach ersten Schätzungen der Europäischen Kommission stieg das BIP der 19 Euro-Staaten um 1,7 Prozent (2015: 1,6 Prozent). Neben Deutschland war Spanien mit einem Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent Treiber dieser Entwicklung. Die Wirtschaft in Frankreich (+1,1 Prozent) und Italien (+1,0 Prozent) trat weiter auf der Stelle.

Das Wachstum in den USA blieb hinter den Erwartungen zurück. Zwar setzte die US-Wirtschaft ihren moderaten Erholungskurs fort, voraussichtlich aber auf niedrigem Niveau. Nach zwei schwachen ersten Quartalen wird das Wachstum für das Gesamtjahr voraussichtlich ca. 1,5 Prozent betragen. Geringe Energiepreise im ersten Halbjahr, ein starker Dollar sowie schwache Ausrüstungsinvestitionen waren hierfür die Hauptgründe.

Die chinesische Wirtschaft ist nach ersten Berechnungen real um 6,7 Prozent gewachsen. Sie profitierte von den geld- und finanzpolitischen Maßnahmen zum Jahresbeginn und folgt den politischen Vorgaben. Der Strukturwandel hin zu mehr Dienstleistung und Binnenwirtschaft ist in vollem Gange. Private Investitionen stiegen nur um drei Prozent, während die staatlichen Investitionen im Infrastrukturbereich um gut 20 Prozent zulegten.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland zieht eine positive Bilanz des Jahres 2016. Der Branchenumsatz wuchs nach Angaben des Gesamtverbands Kunststoff verarbeitende Industrie (GKV) um 3,2 Prozent auf 60,8 Mrd. EUR. Auch die Menge der verarbeiteten Kunststoffe stieg um 3,6 Prozent auf 14,1 Mio. Tonnen. Die Auslandsumsätze sind mit 3,6 Prozent stärker gestiegen als die Inlandsumsätze (2,8 Prozent). Bau (+4,7 Prozent) und Verpackung (+4,4 Prozent) zeigten in den Teilbranchen das stärkste Wachstum. 61 Prozent der vom GKV befragten Mitgliedsunternehmen meldeten gestiegene Umsätze in 2016. Allerdings ist die Zahl derer, die sinkende Umsätze meldeten, von 11 auf 19 Prozent deutlich gestiegen.

Die deutsche Chemieproduktion zeigte 2016 wenig Dynamik und lag nach ersten Berechnungen des Verbands der chemischen Industrie e. V. um 0,5 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz lag aufgrund von Preissenkungen für Chemikalien und Pharmazeutika ca. 3 Prozent unter Vorjahr. Der Inlandsumsatz ging dabei um 4 und der Auslandsumsatz um 2,5 Prozent zurück.

Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau stagnierte 2016. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Produktion real um 0,2 Prozent. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht die Gründe dafür in einer zunehmenden Skepsis der Investoren in der zweiten Jahreshälfte. Teils kräftige Rückgänge in China und in den USA konnten in Europa und in vielen kleineren Märkten kompensiert werden.

Der Umsatz in der deutschen Bauindustrie lag 2016 um 6,3 Prozent über dem Vorjahr. Vor allem der öffentliche und der Wohnungsbau trugen zum positiven Ergebnis bei. Der öffentliche Bau wuchs um 6,4 Prozent und der Wohnungsbau um 8,5 Prozent. Der Wirtschaftsbau musste im November einen deutlichen Einbruch beim Auftragseingang verkraften. Im Dezember war die Entwicklung dynamisch, so dass für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 3,9 Prozent erzielt wurde.

Der Markt für Flugzeuginneneinrichtung ist nach Berechnungen der Market Intelligence Agentur Counterpoint in 2016 um 4 Prozent gewachsen. Die Branche profitierte nach wie vor vom steigenden Passagieraufkommen vor allem in Asien.

2.2 Geschäftsverlauf SIMONA Konzern

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Umsatzerlöse von insgesamt 366,7 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 360,3 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 1,8 Prozent. Die Umsatzentwicklung war geprägt von einem leicht rückläufigen Geschäft in Europa, einer im Jahresverlauf zunehmenden Erholung im schwierigen Marktumfeld in Asien sowie einer sehr positiven Entwicklung in Nordamerika. Das Wettbewerbsumfeld war in allen Regionen und Produktgruppen unverändert intensiv. Die im Rahmen des Konzernlageberichts des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2016 abgegebene Umsatzprognose von 355 - 365 Mio. EUR wurde leicht übertroffen. Grund dafür war hauptsächlich der sehr gute Geschäftsverlauf in den USA. Die im Rahmen des Konzernzwischenberichtes für das erste Halbjahr sowie der Presseinformation zum dritten Quartal abgegebenen Umsatzprognosen (360 -370 Mio. EUR) wurden erreicht.

Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) im Konzern von 30,2 Mio. EUR (Vorjahr 26,7 Mio. EUR) wurden die budgetierte EBIT-Marge (4 - 6 Prozent) sowie der Vorjahreswert von 7,4 Prozent deutlich übertroffen und beträgt 8,2 Prozent in 2016. Das EBITDA hat sich von 40,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 43,9 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge beträgt 12,0 Prozent nach 11,1 Prozent im Vorjahr.

Der Konzern-ROCE lag mit 11,7 Prozent sowohl über dem Vorjahr (10,5 Prozent) als auch über dem erwarteten Wert.

Insbesondere das höhere Umsatzvolumen im Segment Amerika sowie ein besserer Produktmix haben zur Ergebnissteigerung geführt. Auf der Kostenseite haben höhere sonstige Aufwendungen das Ergebnis belastet.

Europa

Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" fielen um 1,5 Prozent auf 257,3 Mio. EUR (Vorjahr 261,3 Mio. EUR), insbesondere im Zuge der rückläufigen Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile. In Deutschland wurde ein leichter Umsatzrückgang von 0,2 Prozent verzeichnet. In Spanien setzte sich das Umsatzwachstum im Zuge der wirtschaftlichen Erholung fort. Frankreich litt weiter unter der schwachen Konjunktur. Moderate Umsatzzuwächse in den osteuropäischen Ländern konnten den Rückgang im russischen Markt kompensieren. Der Anteil der Region Europa am Gesamtumsatz hat sich aufgrund der Steigerung der Umsatzerlöse in der Region "Amerika" von 72,5 auf 70,1 Prozent weiter reduziert. Das EBIT im Segment "Europa" ist von 18,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 17,2 Mio. EUR zurückgegangen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um 10,3 Prozent auf 90,1 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 81,7 Mio. EUR). Im Industriegeschäft konnten Marktanteile zurückgewonnen werden und das Budget wurde übertroffen. Das Geschäft der Tochtergesellschaft Boltaron Inc. mit der Division "Aviation and Specialty Products" entwickelte sich weiter positiv und über Budget. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz erhöhte sich von 22,7 auf 24,6 Prozent. Das Segment "Amerika" hat ein EBIT von 14,4 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 9,1 Mio. EUR). In den US-amerikanischen Werken wurde die Produktivität weiter gesteigert.

Asien und Pazifik

In der Region "Asien und Pazifik" konnte ein Umsatzplus von 11,5 Prozent auf 19,3 Mio. EUR erzielt werden. Insbesondere im vierten Quartal 2016 wurde eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist von 4,8 auf 5,3 Prozent gestiegen. Im Segment "Asien und Pazifik" wurde ein negatives EBIT von -1,2 Mio. EUR verbucht (Vorjahr -0,3 Mio. EUR), wobei das Ergebnis vor allem durch Währungseinflüsse (-0,8 Mio. EUR) belastet war.

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile hat sich 2016 positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse stiegen um 4,7 Prozent, auf 289,8 Mio. EUR (Vorjahr 276,9 Mio. EUR). In der Produktgruppe extrudierte Platten konnte trotz Wegfall eines Key Accounts Wachstum generiert werden. Auch die Produktgruppen gepresste Platten und Vollstäbe konnten Zuwächse verzeichnen. Bei PVC Platten trugen auch neue Anwendungsfelder zu einer guten Entwicklung der geschäumten und kompakten Produkte bei. Das Geschäft mit Halbzeugen für die Inneneinrichtung von Flugzeugen hat sich nach wie vor dynamisch entwickelt. Das Kerngeschäft chemischer Behälter- und Apparatebau wurde auch durch das neue Angebot an Fluorkunststoffen gestärkt und verzeichnete ebenfalls ein Wachstum, auch wenn nach wie vor größere Projekte fehlten.

Der Produktbereich Rohre und Formteile litt unter einem schwachen Infrastrukturgeschäft, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Die Krise im Energiesektor und anhaltend niedrige Rohölpreise wirkten sich negativ auf das Investitionsverhalten in den Fernwärme- und Braunkohlemärkten aus. Dieser Marktentwicklung konnten sich die Produktgruppen PE Rohre und Formteile nicht entziehen. Im Geschäft mit Industrierohren sowie projektbedingt bei Drainagesystemen für die Entwässerung von Schienennetzen und in der Sanierung war eine leicht positive Entwicklung zu verzeichnen. Insgesamt wurde im Produktbereich Rohre und Formteile ein Umsatzrückgang von 7,9 Prozent auf 76,9 Mio. EUR (Vorjahr 83,4 Mio. EUR) verbucht.

Auftragslage

Der Auftragswert beläuft sich im Konzern auf 30,4 Mio. EUR (Vorjahr 28,0 Mio. EUR); davon SIMONA AG 17,9 Mio. EUR (Vorjahr 17,6 Mio. EUR).

2.3 Ertragslage

Ergebnis

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) hat aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von 26,7 Mio. EUR auf 30,2 Mio. EUR um 12,9 Prozent zugelegt. Die EBIT-Marge konnte nach 7,4 Prozent im Vorjahr auf 8,2 Prozent gesteigert werden.

Im Zuge des Umsatzwachstums hat sich das Rohergebnis 2016 (Umsatz, Sonstige Erträge, Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) um 7,5 Mio. EUR auf 178,4 Mio. EUR erhöht und entspricht 48,7 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 47,4 Prozent).

In die Ergebnisrechnung ist die Bestandsminderung mit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr Bestandserhöhung 1,7 Mio. EUR) eingeflossen.

Die Sonstigen Erträge betragen 8,6 Mio. EUR (Vorjahr 11,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Wechselkursänderungen in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,3 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der in den Sonstigen Aufwendungen ausgewiesenen Verluste aus Wechselkursänderungen ergibt sich insgesamt ein positives Währungsergebnis von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 4,7 Mio. EUR).

Die Rohstoffkosten sind im Jahresverlauf 2016 leicht gesunken. Der Materialaufwand beträgt 196,7 Mio. EUR (Vorjahr 202,2 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Umsatzanstieg um 2,7 Prozent zurückgegangen. Hauptgründe hierfür sind Effekte aus der Rohstoffpreisentwicklung sowie rückläufiges Geschäft im Produktbereich Rohre und Formteile. Die Kosten für Energie sind im Vorjahresvergleich gesunken.

Der Personalaufwand beträgt 72,4 Mio. EUR (Vorjahr 70,8 Mio. EUR) und hat sich um 2,3 Prozent erhöht. Die Veränderung resultiert vor allem aus erhöhten Aufwendungen für Tantiemen und Mitarbeiterprämien.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 13,7 Mio. EUR (Vorjahr 13,4 Mio. EUR).

Die Sonstigen Aufwendungen sind um 3,6 Prozent auf 62,2 Mio. EUR gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Instandhaltung, Werbung und Ausstellungen sowie Verpackungsmaterial. Dagegen sind die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Fremdwährung gesunken.

Analog zum gestiegenen Ergebnis vor Steuern haben sich die Ertragsteuern von 7,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,6 Mio. EUR erhöht. Die Konzernsteuerquote liegt im Berichtsjahr mit 30,6 Prozent knapp über dem Vorjahreswert von 30,2 Prozent.

Segmentbezogene Angaben

Im Segment Europa haben die einzelnen Verkaufsgesellschaften mit Ausnahme der Tochtergesellschaft in England - im Wesentlichen bedingt durch Währungseinflüsse - positive Ergebnisse erwirtschaftet. Vor allem die Tochtergesellschaften in Russland und Polen erzielten im Vorjahresvergleich teils deutlich höhere Ergebnisbeiträge. Die Produktionsgesellschaft in Tschechien hat in 2016 einen im Vorjahresvergleich höheren Ergebnisbeitrag erreicht. Der Materialaufwand ist vor allem bedingt durch den Umsatzrückgang im Produktbereich Rohre und Formteile von 153,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 148,2 Mio. EUR gesunken. Der Personalaufwand ist um 1,1 Prozent auf 54,9 Mio. EUR gestiegen. Die Sonstigen Aufwendungen haben sich um 1,3 Mio. EUR auf 42,5 Mio. EUR erhöht.

Im Segment Amerika haben die Tochtergesellschaften deutlich höhere Ergebnisbeiträge erzielt. Der Materialaufwand (41,6 Mio. EUR, Vorjahr 42,3 Mio. EUR) konnte trotz Umsatzsteigerung reduziert werden. Der Personalaufwand ist um 7,0 Prozent auf 15,1 Mio. EUR gestiegen. Die Sonstigen Aufwendungen haben sich um 1,2 Mio. EUR auf 16,3 Mio. EUR erhöht.

Die Verkaufsgesellschaften im Segment Asien und Pazifik verzeichneten im Vorjahresvergleich trotz Umsatzzuwächsen hauptsächlich aufgrund rückläufiger Margen insgesamt geringere Ergebnisse. Das Werk in China konnte in 2016 die Gewinnschwelle noch nicht erreichen und weist ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus, das insbesondere durch Währungseinflüsse belastet ist. Das EBITDA hat sich dagegen weiter verbessert. Personalaufwand, Abschreibungen sowie sonstige Aufwendungen liegen insgesamt auf Vorjahresniveau.

2.4 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2016 hat um 44,6 Mio. EUR auf 363,0 Mio. EUR merklich zugenommen. Grund ist vor allem die Aufnahme von KfW-Mitteln.

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte betragen wie im Vorjahr 33,9 Mio. EUR und enthalten hauptsächlich die Geschäfts- und Firmenwerte aus den US-Akquisitionen.

Die Sachanlagen sind mit 116,7 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr 113,8 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Zugang des Technologiezentrums am Standort Kirn. Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 15,5 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 12,3 Mio. EUR.

Die aktiven Latenten Steuern haben sich hauptsächlich durch den Verbrauch von Verlustvorträgen bei den US-Tochtergesellschaften von 4,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,6 Mio. EUR erhöht.

Die Vorräte betragen 69,2 Mio. EUR (Vorjahr 66,9 Mio. EUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegen mit 26,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich um 2,5 Mio. EUR auf 41,4 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen mit 52,2 Mio. EUR nahezu dem Vorjahreswert.

Die kurz- und langfristigen Sonstigen Vermögenswerte sowie Ertragsteuerforderungen betragen 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 6,3 Mio. EUR). Darin enthalten ist der zum Barwert aktivierte Auszahlungsanspruch aus dem Körperschaftsteuerguthaben der SIMONA AG in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR).

Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind vor allem aufgrund der kurzfristigen Finanzmitteldisposition (4,0 Mio. EUR) auf 0,8 Mio. EUR gesunken.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sind mit 3,8 Mio. EUR aktiviert (Vorjahr 4,7 Mio. EUR) und betreffen Sachanlagen am Standort in den USA. Im Berichtsjahr wurde die Büro- und Lagerimmobilie in Frankreich verkauft.

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist im Berichtsjahr durch ein im Vorjahresvergleich weiter gestärktes Eigenkapital sowie eine deutliche Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals gekennzeichnet.

Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 192,0 Mio. EUR (Vorjahr 182,6 Mio. EUR). Darin eingeflossen sind im Wesentlichen ein Periodenergebnis in Höhe von 19,5 Mio. EUR und eine Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2016 von 6,0 Mio. EUR. Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aus der Absenkung des IAS-Rechnungszinses wurde das Konzerneigenkapital mit 5,1 Mio. EUR belastet. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme von 57 Prozent auf 53 Prozent gesunken.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen waren insbesondere im Zuge der Absenkung des IAS-Rechnungszinses von 2,30 Prozent im Vorjahr auf 1,80 Prozent im Geschäftsjahr neu zu bewerten und sind dadurch mit insgesamt 103,3 Mio. EUR dotiert (Vorjahr 91,4 Mio. EUR).

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 15,1 Mio. EUR stichtagsbedingt über dem Vorjahr (11,7 Mio. EUR).

Die Sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden in Höhe von insgesamt 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR) betreffen überwiegend ausstehende Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenskäufen.

Die Sonstigen Schulden betragen 14,5 Mio. EUR (Vorjahr 13,6 Mio. EUR) und umfassen im Wesentlichen Tantiemen und Mitarbeiterprämien sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften.

Die langfristigen (2,7 Mio. EUR) und kurzfristigen (1,6 Mio. EUR) Sonstigen Rückstellungen liegen leicht unter Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 15,5 Mio. EUR (Vorjahr 16,0 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen im Segment Europa in das neue Technologiezentrum am Hauptsitz sowie Technische Anlagen und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland und den USA. Zudem wurde eine Logistikimmobilie am Produktionsstandort in Asien errichtet. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Sachanlageinvestitionen in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR) getätigt.

2.5 Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das primäre Ziel des Finanzmanagements bleibt, die Finanzkraft der SIMONA Gruppe zu sichern. Die wichtigste Aufgabe ist, den Finanzbedarf für das operative Geschäft sowie den Finanzbedarf für Investitionen ausreichend zu decken. Das Finanzmanagement ist im Konzern zentral organisiert. Den Liquiditätsbedarf im Konzern deckt SIMONA überwiegend mittels interner Konzernfinanzierung durch Ausleihungen oder Darlehen. Zudem bestehen fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und Laufzeiten. Liquiditätsüberschüsse werden risiko- und renditeoptimiert am Geld- oder Kapitalmarkt angelegt.

Finanzierungsanalyse

Die langfristigen Finanzschulden sind um 18,3 Mio. EUR auf 22,1 Mio. EUR signifikant gestiegen und betreffen die Aufnahme von KfW-Mitteln, die insbesondere im vierten Quartal zugeflossen sind. Kurzfristige Finanzschulden bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,9 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen kurzfristige KfW-Darlehen (Vorjahr 0,4 Mio. EUR).

Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag keine zu bilanzieren.

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 18,9 Mio. EUR (Vorjahr 42,8 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus dem Abruf der KfW-Mittel.

Cashflow

Im Geschäftsjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 42,2 Mio. EUR (Vorjahr 37,3 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -11,7 Mio. EUR (Vorjahr -22,1 Mio. EUR). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 12,4 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss -5,7 Mio. EUR) und ergibt sich hauptsächlich aus dem Zufluss der KfW-Mittel sowie dem Abfluss der Dividende.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 74,8 Mio. EUR (Vorjahr 31,9 Mio. EUR) bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankeinlagen. Die Veränderung von 42,9 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR) resultiert vor allem aus dem Mittelzufluss der operativen Geschäftstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit sowie dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit. Die Entwicklung ist im Detail in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Finanzielle Verpflichtungen

Kurzfristige Verpflichtungen entstehen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben in Höhe von 15,1 Mio. EUR (Vorjahr 10,7 Mio. EUR) sowie aus Rohstoffbestellungen über 12,9 Mio. EUR. Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) entstehen aus operativen Miet- und Leasingverträgen. Davon sind 0,6 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig.

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 0,2 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR ergibt sich für das Berichtsjahr insgesamt ein Finanzergebnis von -2,2 Mio. EUR (Vorjahr -2,0 Mio. EUR).

2.6 Geschäftsverlauf der SIMONA AG

Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG war hauptsächlich geprägt von einer moderaten Steigerung des Geschäfts im Bereich Halbzeuge und Fertigteile sowie einem schwachen Gesamtmarkt im Bereich Rohre und Formteile.

Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 254,5 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 256,0 Mio. EUR). Das entspricht einem leichten Umsatzrückgang von 0,6 Prozent. Das ursprünglich budgetierte Umsatzziel von 263 Mio. EUR wurde damit unterschritten. Im Berichtsjahr wurden durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstmalig Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) in den Umsatzerlösen Deutschland ausgewiesen, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden.

Deutschland

Vor allem aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 0,7 Prozent auf 96,7 Mio. EUR (Vorjahr 97,5 Mio. EUR) gesunken.

Übriges Europa und Afrika

In der Region "Übriges Europa und Afrika" liegen die Umsatzerlöse mit 140,9 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahr mit 141,7 Mio. EUR.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben um 10,4 Prozent auf 4,2 Mio. EUR abgenommen (Vorjahr 4,7 Mio. EUR).

Asien & Pazifik

Die Region "Asien & Pazifik" verzeichnete im Vorjahresvergleich einen Umsatzzuwachs um 3,7 Prozent auf 12,6 Mio. EUR.

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile verzeichnete ein Umsatzplus von 2,0 Prozent auf 179,9 Mio. EUR (Vorjahr 176,4 Mio. EUR). Im Produktbereich Rohre und Formteile fiel der Umsatz von 79,7 Mio. EUR um 7,7 Prozent auf 73,6 Mio. EUR.

Das Ergebnis der SIMONA AG ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 13,6 Mio. EUR (Vorjahr 15,2 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 5,2 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent) erwirtschaftet. Die budgetierte EBIT-Marge (4-6 Prozent) wurde erreicht. Das EBITDA nach IFRS

hat sich von 23,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 21,5 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge beträgt 8,5 Prozent nach 9,1 Prozent im Vorjahr (budgetierte EBITDA-Marge 7-8 Prozent). Der ROCE nach IFRS liegt mit 9,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 10,6 Prozent, jedoch über dem budgetierten ROCE (7-9 Prozent).

Das gesunkene EBIT und EBITDA ist hauptsächlich auf ein verringertes Währungsergebnis sowie höhere Aufwendungen für Vertrieb und Verwaltung zurückzuführen. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 zufriedenstellend.

2.7 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der SIMONA AG

Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) liegt mit 105,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (101,0 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge hat sich damit von 39,5 Prozent im Vorjahr auf 41,3 Prozent verbessert. Der Materialaufwand ist korrespondierend zu den gesunkenen Umsatzerlösen im Produktbereich Rohre und Formteile sowie aufgrund geringerer Energiekosten zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 3,9 Mio. EUR (Vorjahr 5,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR).

Der Personalaufwand beträgt 46,7 Mio. EUR und ist damit im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Die Zusammensetzung ergibt sich aus höheren Aufwendungen für Mitarbeiterprämien sowie geringeren sozialen Aufwendungen und Aufwand für Altersvorsorge.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 6,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,9 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 39,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (36,5 Mio. EUR). Insbesondere für Werbung, Verpackungsmaterial sowie Beratungsleistungen sind mehr Aufwendungen entstanden. Der Aufwand für Ausgangsfrachten ist dagegen gefallen.

Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 9,2 Mio. EUR betreffen wie im Vorjahr (3,1 Mio. EUR) die Anteile an der SIMONA AMERICA Inc., USA.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen über 6,2 Mio. EUR (Vorjahr 5,3 Mio. EUR) betreffen Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd., Hongkong.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,4 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen (3,9 Mio. EUR, Vorjahr 3,2 Mio. EUR). Aufgrund der Anwendung von § 253 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zinsaufwand im Berichtsjahr um 6,1 Mio. EUR entlastet (Vorjahr 2,9 Mio. EUR). Dies ist zurückzuführen auf die Verlängerung des Zeitraumes zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen von 7 auf 10 Jahre.

Im Geschäftsjahr wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) nach HGB von 18,8 Mio. EUR (Vorjahr 16,9 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 7,4 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent) erwirtschaftet. Das EBITDA hat sich von 23,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 25,5 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge liegt mit 10,0 Prozent über dem Vorjahr (9,3 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern beträgt 15,2 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr war insbesondere durch einen höheren Rohertrag sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen geprägt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich um 38,1 Mio. EUR auf 275,6 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen liegt mit 139,3 Mio. EUR unverändert auf Vorjahresniveau.

Das Sachanlagevermögen hat sich um 2,8 Mio. EUR auf 55,0 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf die Errichtung des neuen Technologiezentrums in Kirn zurückzuführen ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind von 46,1 Mio. EUR auf 55,6 Mio. EUR gestiegen. Hauptgrund ist die Zuschreibung auf die Beteiligung an der Tochtergesellschaft in den USA (9,2 Mio. EUR).

Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 28,1 Mio. EUR (Vorjahr 40,1 Mio. EUR) betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien. Die Tochtergesellschaft in Amerika hat Darlehen in Höhe von 6,3 Mio. EUR im Berichtsjahr zurückgezahlt. Ausleihungen an die Tochtergesellschaft in Asien wurden in Höhe von 6,2 Mio. EUR wertberichtigt.

Der Vorratsbestand hat um insgesamt 4,2 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR zugenommen. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial (13,0 Mio. EUR), unfertigen Erzeugnissen (0,4 Mio. EUR) und Fertigerzeugnissen (21,3 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen haben sich im Vorjahresvergleich um 2,1 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 23,7 Mio. EUR (Vorjahr 24,3 Mio. EUR) gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Vorjahresvergleich um 3,6 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR abgenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Rückzahlung von Darlehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vorjahresvergleich um 1,0 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR verringert.

Insgesamt liegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Jahresende mit 41,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 46,8 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel sind von 20,4 Mio. EUR im Vorjahr um 39,1 Mio. EUR auf 59,5 Mio. EUR zum Jahresende gestiegen. Die Zunahme ergibt sich hauptsächlich aus dem Zufluss von KfW-Mitteln sowie der operativen Geschäftstätigkeit.

Finanzlage

Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vorjahresvergleich von 162,5 Mio. EUR auf 171,6 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote ist dennoch von 68 Prozent im Vorjahr auf 62 Prozent gefallen. Hauptgrund sind die zugeflossenen KfW-Mittel, die zu einer Ausweitung der Bilanzsumme geführt haben.

Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung vom IFRS-Konzernergebnis und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.

Die Summe der Rückstellungen beträgt 58,7 Mio. EUR (Vorjahr 54,4 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich mit 2,8 Mio. EUR höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 46,4 Mio. EUR. Die höhere Dotierung ist insbesondere durch die Verringerung des Abzinsungssatzes auf 4,01 Prozent bedingt (Vorjahr 4,31 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 11,5 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 9,7 Mio. EUR).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um 24,7 Mio. EUR auf insgesamt 45,2 Mio. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 7,6 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 9,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR) ausgewiesen, welche hauptsächlich Warenlieferungen der Tochtergesellschaft in Tschechien betreffen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 25,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR) und betreffen langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln. Zum Jahresende wurde die kurzfristige Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen (Vorjahr 2,5 Mio. EUR).

Die KfW-Darlehen werden zu festen Zinssätzen verzinst und sind vertragsgemäß vierteljährlich zu tilgen. Die Mittelverwendung soll der Finanzierung von langfristigen Innovationsprogrammen im Inland dienen. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.

Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Rahmenkreditlinien in Höhe von 16,0 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der SIMONA AG betragen im Berichtsjahr 9,3 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen an den Standorten in Deutschland sowie die Errichtung des Technologiezentrums in Kirn. Insgesamt wurden Netto-Investitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR) getätigt. Die Fertigstellung einer neuen Halle am Standort Ringsheim ist mit einem geplanten Investitionsvolumen von etwa 2,2 Mio. EUR für 2017 vorgesehen.

Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen 10,9 Mio. EUR, aus Rohstoffbestellungen 8,6 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Liquiditätsanalyse

Die liquiden Mittel der SIMONA AG betragen am Bilanzstichtag 59,5 Mio. EUR (Vorjahr 20,4 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Die Erhöhung ist hauptsächlich auf Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit zurückzuführen.

2.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

SIMONA misst die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen europaweiter Befragungen. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA. Die Gesamtzufriedenheit bei der letzten europaweiten Befragung in 2013 konnte von 82,4 Prozent auf 86,7 Prozent weiter gesteigert werden. 88,0 Prozent unserer Kunden würden unsere Produkte und Leistungen weiterempfehlen (Vergleichswert: 85,4 Prozent). Die nächste europaweite Kundenbefragung wird im April 2017 durchgeführt.

Mitarbeitende

Im SIMONA Konzern hat sich die Zahl der Mitarbeitenden zum Jahresende leicht erhöht. Zum 31.12.2016 waren 1.288 Mitarbeitende (31.12.2015: 1.278) beschäftigt. In Deutschland ist die Zahl der Mitarbeitenden nahezu unverändert geblieben. In Osteuropa wurde aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens Personal aufgebaut. Durch die Neugründung einer Tochtergesellschaft in Indien hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden in Asien erhöht. In den USA hat sich die Anzahl der Beschäftigten leicht reduziert.

Die Beschäftigtenzahl in der SIMONA AG ist zum Jahresende mit 789 nahezu unverändert (31.12.2015: 788).

Die Zahl der Auszubildenden hat sich gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres nochmals gesteigert. 48 Jugendliche (Vorjahr 42) absolvierten eine Ausbildung in einem der acht technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. Erstmals wurde in 2016 eine Auszubildende im neuen Berufsbild Werkstoffprüferin ausgebildet. 12 junge Menschen absolvierten 2016 einen von SIMONA geförderten berufsintegrierten/dualen Studiengang oder eine geförderte Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker.

Schwerpunkte der Personalarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die persönliche und fachliche Weiterbildung, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden sowie Ergonomieprojekte. Im Rahmen der Weiterbildung lag der Fokus auf der sprachlichen Entwicklung mit Englischkursen verschiedener Schwerpunkte, Projektmanagementtrainings und dem Abschluss des zweiten Jahrgangs des international besetzten Nachwuchsförderkreises. Ende November wurde eine umfangreiche Mitarbeiter-Befragung an allen deutschen Standorten durchgeführt. Bei einer hohen Beteiligungsquote wurde sowohl im Vergleich zur letzten Befragung als auch im Industrievergleich in den meisten Themenfeldern eine hohe Zufriedenheit ermittelt. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements haben die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und SIMONA für den Stammsitz Kirn Anfang 2016 die gemeinsame Maßnahme "Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt" vereinbart. Des Weiteren wurden verschiedene Ergonomieprojekte und zwei Gesundheitstage am Stammsitz Kirn durchgeführt. Eine Qualifikationsmatrix und die Einführung von Mitarbeitergesprächen für gewerbliche Mitarbeitende am Werk II in Kirn wurden 2016 vorbereitet. Die Einführung erfolgte Anfang 2017.

Qualität, Umwelt und Energie

Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, deren ordnungsgemäße Umsetzung im Geschäftsjahr 2016 erneut durch erfolgreich absolvierte externe Überwachungsaudits unter Beweis gestellt wurde. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie auch schon in den Vorjahren, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.

Im Oktober erfolgte ein erfolgreiches Überwachungsaudit des SIMONA Energiemanagementsystems nach DIN ES ISO 50001 an den Standorten Kirn und Ringsheim, das die Effizienz unseres Energiemanagementsystems bestätigt hat. Im Dezember 2016 wurde auch das Werk in Litvinov, Tschechische Republik, erfolgreich auditiert.

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für SIMONA zentrale Themen. Das SIMONA Umweltmanagementsystem ist gemäß DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Bei der Planung neuer Produktionsprozesse und Fertigungsverfahren wird der produktionsintegrierte Umweltschutz weiter forciert. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen des Weiteren dazu bei, Herausforderungen z. B. in der Umwelttechnik oder Versorgung nachhaltig zu lösen. SIMONA ist aktives Mitglied der Organisation VinylPlus, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette. Außerdem ist SIMONA Mitinitiator und Träger des Qualitätssiegels für PVC Platten des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. (pro-K). Die Träger dieses Zeichens verpflichten sich dazu, festgelegte Qualitätsstandards zu erfüllen, Verarbeitungskompetenzen zu gewährleisten und ein vielseitiges und ausgezeichnetes Serviceangebot zu liefern.

Informationstechnologie

In der IT-Infrastruktur lag der Fokus 2016 auf einer weiteren Verbesserung der IT-Sicherheit. Aufgrund der erhöhten Bedrohungslage durch Verschlüsselungs-Trojaner und andere Schadprogramme wurden weitere Security-Komponenten implementiert. Die mehrstufigen Prüfungen durch Lösungen verschiedener Hersteller und verschärfte Filtereinstellungen sorgen für eine hohe IT-Sicherheit. Ein weiterer Schwerpunkt war die Migration des SAP-Systems auf eine neue System-Plattform. Neueste Servergenerationen und modernste Datenspeichersysteme gewährleisten ein stabiles und performantes ERP-System für alle SIMONA Standorte. Schwerpunkt der IT-Anwendungsentwicklung war im vergangenen Jahr die Harmonisierung der produktiven Geschäftsprozesse aller Produktionsstätten des SIMONA Konzerns. Am Stammsitz Kirn wurde ein Manufacturing Execution System (MES) als Pilotprojekt implementiert.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die weltweite Nachfrage nach Kunststoffen wird einer Studie von "Grand View Research" in den nächsten Jahren um durchschnittlich 5,3 Prozent jährlich steigen und in 2020 ca. 335 Mio. Tonnen erreichen. Die Asien-Pazifik-Region ist weiterhin der Treiber dieser Entwicklung. Ausschlaggebend dafür sind die steigenden Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Asien sowie das Wachstum des Individualverkehrs. Die Studie bescheinigt Nordamerika und Europa eine relativ hohe Marktsättigung, in der Wachstum nur über neue Technologien und Anwendungen möglich ist. Für Nordamerika wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,3 Prozent bis 2020 vorhergesagt. Das Marktforschungsinstitut Ceresana erwartet für den europäischen Kunststoff-Markt bis zum Jahr 2022 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 Prozent pro Jahr.

Die Strategie von SIMONA folgt diesen globalen Trends. In Europa sollen die Innovationskraft unter anderem mit Hochleistungskunststoffen weiter gestärkt sowie neue Marktsegmente in Bau, Mobilität und Agrar erschlossen werden. Hier sieht SIMONA -auch aufgrund der erweiterten Fertigungsmöglichkeiten durch das neue Technologiezentrum - gute Chancen, den Umsatz mit neuen Produkten und Anwendungen steigern zu können. Im Kernsegment "Industrie" will SIMONA seine Marktstellung in Europa behaupten und ausbauen. Dazu wurde unter anderem das Produktprogramm um vollfluorierte Kunststoffe, wie z. B. PFA und FEP (Perfluorethylenpropylen), erweitert sowie ein eigenes Programm zur Behälterberechnung eingeführt.

In der Region Amerika sieht SIMONA gute Chancen, das Industriegeschäft weiter auszubauen, aufgrund des hohen Infrastrukturbedarfs auch mit einem Angebot an Rohren und Formteilen. Das wachsende Aufkommen an Passagieren und der damit einhergehende Investitionsbedarf an Flugzeugen verspricht weiterhin gute Chancen für die Tochtergesellschaft Boltaron Inc., die mit neuen Produkten und hoher Design-, Farben- und Strukturvielfalt ihr Angebot auf diesen Markt ausgerichtet hat.

In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten gute Möglichkeiten, von den steigenden Infrastrukturinvestitionen zu profitieren. SIMONA agiert hier weiterhin im durch steigendes Umweltbewusstsein und strengere Auflagen wachsenden Premiumsegment. Die 2016 in Indien eröffnete Tochtergesellschaft ist etabliert und bietet gute Chancen, am wachsenden indischen Kunststoffmarkt teilzuhaben.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Chancen für das Geschäft von SIMONA nicht wesentlich geändert. Die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren haben sich weltweit tendenziell etwas verbessert. Die mittelfristigen strukturellen Faktoren, insbesondere die für das Geschäft wichtige Investitionstätigkeit in der Industrie, haben sich eher verschlechtert. SIMONA hat mit der Einführung des Business Developments und der Eröffnung des Technologiezentrums intern wichtige Voraussetzungen geschaffen, um Chancen im Kunststoffmarkt im Vergleich zum Vorjahr noch besser wahrzunehmen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems

Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Die Konsolidierung der Tochtergesellschaften wird mithilfe eines nach IDW PS 880 zertifizierten Systems im Finanzwesen durchgeführt. Die Datenandienung erfolgt über eine SAP-Schnittstelle sowie Web-/Excel-basiert. Bereits bei der Datenandienung werden zahlreiche technische Validierungen durchgeführt. Maschinelle sowie manuelle Prozesskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip stellen wesentliche Überwachungsschritte im Abschlusserstellungsprozess dar. Die quartalsweise Erstellung einer konsolidierten Ergebnisrechnung und Bilanz sowie die Veröffentlichung eines Halbjahresberichtes bilden zudem eine gute Basis für die Plausibilisierung im Jahresabschluss.

Risikobericht

Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kon-troll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft. SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:

Marktumfeld- und Branchenrisiken
unternehmensstrategische Risiken
finanzwirtschaftliche Risiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Marktumfeld- und Branchenrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Unternehmenszukäufe sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu erhöhen und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.

Die geopolitischen Risiken sind weiter virulent und nehmen tendenziell zu. Im Segment Europa bestimmen die Flüchtlingskrise und die weiter ungelöste Finanzkrise die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren der Ölpreis, die Entwicklung des Dollarkurses sowie die Unsicherheit über die künftige politische Ausrichtung der USA das wirtschaftliche Umfeld. Hier besteht das Risiko einer durch die vorgenannten Faktoren verursachten weiter abnehmenden Investitionstätigkeit der Industrie, die unser Geschäft negativ beeinflussen kann. Im Segment Asien und Pazifik wird die konjunkturelle Entwicklung in China im Industriesektor für die Risikoentwicklung bestimmend sein. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten wird mit einem mittelfristigen Erwartungswert von etwa 5,0 - 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell weniger als 50 Prozent gerechnet. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken derzeit als gering erachtet.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als nicht wesentlich eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Durch die Unternehmensakquisitionen und den Ausbau der Produktion im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern erheblich reduziert werden. Gleichzeitig ist damit allerdings das Währungsrisiko im USD für SIMONA angestiegen und wird mittelfristig auf 2,0 - 4,0 Mio. EUR Ergebnisbe-bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung war 2016 die verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Industrieproduktion und der Investitionstätigkeit.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im osteuropäischen Markt weiterhin hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gestiegen. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Zinsänderungsrisiken werden aktuell als gering eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinste Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird aktuell nicht in Anspruch genommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie das Langlebigkeitsrisiko werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird auf 3 - 10 Mio. EUR geschätzt und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien an der SIMONA AG in den letzten drei Jahren.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Diese betreffen insbesondere die Rohstoffpreisentwicklung sowie mögliche Ausfälle von Lieferanten. Die Preisentwicklung der von uns eingesetzten Rohstoffe hat sich vom Ölpreis entkoppelt und wird im Wesentlichen von der Verfügbarkeit der unmittelbaren Vor- und Endprodukte bestimmt. Im Jahr 2016 waren keine größeren Rohstoffengpässe zu verzeichnen und die Preisentwicklung eher konstant. Allerdings haben sich wichtige Additive, die für die Herstellung von PVC benötigt werden, wesentlich verteuert und zum Jahresende vermehrten sich die Anzeichen für eine deutliche Verteuerung aller Rohstoffe zum Jahresbeginn 2017. Insofern erwarten wir mittel- und langfristig weiterhin einen strukturellen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen.

Sonstige Risiken betreffen informationstechnologische Risiken. Diese umfassen insbesondere den Ausfall der IT-Infrastruktur, Datenverlust und Angriffe auf die IT-Systeme verbunden mit Betriebsspionage. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist. Zudem erfolgen regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, der Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen sowie Zugriffskontrollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit vor allem durch externe Angriffe auf die IT-Systeme wird als hoch eingeschätzt.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

4. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Prognosen des IWF wird sich die Weltwirtschaft 2017 beleben und um 3,4 Prozent wachsen. Das BIP der USA soll nach Prognosen um 2,3 Prozent zulegen. Steuersenkungen, der private Konsum sowie steigende Verteidigungsausgaben sollen die Haupttreiber dieser Entwicklung sein. Brasilien (+0,2 Prozent) und Russland (+1,1 Prozent) sollen nach langjähriger Rezession auf den Wachstumspfad zurückkehren. Im Euroraum wird ein leicht abgeschwächtes Wachstum von 1,6 Prozent vorhergesagt. Größter Treiber bleibt der private Konsum. Die Investitionen werden mit ca. 0,5 Prozent zum Wachstum beitragen. China wird in einem politisch wichtigen Jahr ein abermals geringeres Wachstum von 6,5 Prozent tolerieren, bei steigenden Finanzrisiken. Die Schwellenländer im Asien-Pazifik-Raum können mit einer kontinuierlichen wirtschaftlichen Dynamik von 6,3 Prozent Wachstum rechnen.

In fast allen etablierten Volkswirtschaften ist der private Konsum der Wachstumstreiber. Industrieproduktion und Ausrüstungsinvestitionen werden sich weltweit nach wie vor verhalten entwickeln. Auch die chemische Industrie sieht in 2017 keine stärkere Dynamik für die Chemie-Produktion: Der Verband VCI geht von einer Steigerung um 0,5 Prozent aus. Rechnet man das Pharma-Geschäft heraus, geht der VCI von einem Null-Wachstum aus. Der Gesamtumsatz sollte laut VCI um 0,5 Prozent (ohne Pharma) zulegen können. Ein Wachstumsbeitrag wird lediglich vom Auslandsgeschäft erwartet. Der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau rechnet ebenfalls nur mit einer leichten Belebung und einem Produktionswachstum von 1,0 Prozent, das vor allem aus dem Auslandsgeschäft kommen soll. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie ist für die Entwicklung in 2017 optimistisch und geht von einem Umsatzplus von 5 Prozent aus. Der größte Beitrag wird dabei vom Wohnungsbau erwartet. Der weltweite Markt für "Aircraft Interior" wird Prognosen zufolge auch 2017 weiter dynamisch wachsen.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Umsatzerwartung der Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland zeugt laut Einschätzung des Branchenverbands GKV von Zuversicht. Trotz eines Rekordjahres 2016 bei Umsatz und Beschäftigung rechnen 57 Prozent der befragten Unternehmen mit steigenden Umsätzen. Auch die Erwartungen an die Gewinnentwicklung sind überwiegend positiv. 38 Prozent rechnen mit steigenden und 45 Prozent mit gleichbleibenden Gewinnen. Die Exporte sollen nach der Erwartungshaltung der Mehrzahl der befragten Unternehmen weiter steigen. Belastend wirken hohe Energiekosten durch die EEG-Umlage, politische Unsicherheiten in Europa sowie zunehmend der Fachkräftemangel.

Künftige Entwicklung Konzern

Der SIMONA Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz von 381 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 7 und 8 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von 11-12 Prozent budgetiert.

Die Verzinsung des im Konzern eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2017 zwischen 10 und 11 Prozent erwartet.

Die größten Wachstumsimpulse beim Umsatz sollen aus den USA und Osteuropa kommen. In den USA geht SIMONA von einem stabil wachsenden Industriegeschäft und einem weiter dynamischen Aviation-Markt aus. In Zentral- und Westeuropa sieht sich SIMONA mit einem unverändert wettbewerbsintensiven Markt mit Konsolidierungstendenzen konfrontiert und will die Marktposition im Kernmarkt Industrie behaupten sowie in neuen Anwendungen wie Agrar, Mobilität und Bau wachsen. In Asien soll die gute Entwicklung der letzten beiden Quartale 2016 für weiteres Wachstum genutzt werden.

Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der Durchsetzbarkeit auskömmlicher Preise in einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten abhängen. Im Februar und März 2017 sind die

Preise für von SIMONA eingesetzte Rohstoffe teils deutlich gestiegen. Wir gehen derzeit von einem erreichbaren Umsatz von 370-380 Mio. EUR und einem EBIT von 25-30 Mio. EUR aus. Die weitere Entwicklung der Industrieproduktion und Investitionstätigkeit weltweit sowie die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten werden für die Erreichung der Ziele bestimmend sein.

SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit aufgrund des Ausbaus der technischen Kompetenz und der Fokussierung auf neue Marktsegmente sowie unseren Kernmarkt Industrie auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.

Wir gehen durch die Aktivitäten in unserem Energiemanagement davon aus, die Energieeffizienz auf dem erreichten Niveau halten zu können.

Die Anzahl der Mitarbeitenden des SIMONA Konzerns wird in 2017 voraussichtlich stabil bleiben. Die Zahl der Auszubildenden wird sich nach den bisher geschlossenen Ausbildungsverträgen voraussichtlich auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Künftige Entwicklung der SIMONA AG

Trotz hoher Unsicherheiten im wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld hat sich SIMONA anspruchsvolle Ziele gesetzt. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden ein Umsatz von 260 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 4 und 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge zwischen 7 und 9 Prozent jeweils nach IFRS budgetiert.

Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2017 zwischen 8 und 9 Prozent erwartet.

Für die Verkaufsregion "Deutschland" geht SIMONA dabei von einem sich weiter konsolidierenden Markt aus. In der Region "Übriges Europa und Afrika" soll ein leichtes Wachstum erzielt werden. Größere Wachstumsimpulse werden in Osteuropa erwartet. SIMONA setzt für Europa insgesamt weiterhin auf ein Wachstum mit neuen Produkten und Anwendungen und verspricht sich Impulse durch die Einführung eines Business Developments. In der Verkaufsregion "Amerika" soll das erzielte Niveau gehalten werden. Stärkere Wachstumsraten plant SIMONA für die Region "Asien und Pazifik".

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

5.2 Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütungskomponente wird jährlich überprüft und die fixe Komponente alle zwei Jahre. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung sind die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein langfristiges Anreiz-Programm (LAP). Für die Performanceperioden 2013 - 2015 und 2014 - 2016 basierte das LAP auf dem Erreichen eines definierten Zielwertes (Capital Employed und einem durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC) von 8 Prozent). Im Berichtsjahr wurde ein neues LAP implementiert, welches als maßgebliche Performancegröße den durchschnittlichen NOPAT (Net Operating Profit After Taxes) des Konzerns während einer dreijährigen Performanceperiode verwendet. Die erste Performanceperiode nach neuer Berechnung umfasst die Geschäftsjahre 2015 - 2017 und die zweite Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2016 - 2018. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Konzernabschlusses für das letzte Jahr der jeweiligen Performanceperiode.

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG VERGÜTUNG DES VORSTANDES

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in TEUR 2016 2015
Erfolgsunabhängige Vergütung
Fixgehalt und Nebenleistungen 906 1.012
Erfolgsabhängige Vergütung
Jahresbonus 1.067 715
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung
Periode 2013 - 2015, Auszahlung 2016 0 335
Periode 2014 - 2016, Auszahlung 2017 517 0
Gesamtvergütung 2.490 2.062

Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 10. Juni 2016 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2020. Die individualisierten Angaben gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben insofern.

Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 470 TEUR (Vorjahr 486 TEUR). Die handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 12.890 TEUR (Vorjahr 11.810 TEUR). Die Pensionsrückstellungen nach IFRS für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 18.861 TEUR (Vorjahr 16.333 TEUR).

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der SIMONA AG erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 13.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 7.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern auf die Vergütung ersetzt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wurde aufgrund Satzungsänderung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016 angehoben. Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der Hauptversammlung am 10. Juni 2016 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 163 TEUR (Vorjahr 131 TEUR), davon SIMONA AG 139 TEUR (Vorjahr 105 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

5.3 Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2016 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt.

31,19 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 15,0 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biber-ach), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,25 Prozent Regine Tegt-meyer (Nebel), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 10,9 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 10. Juni 2016 insgesamt 70.909 Stück Aktien; dies entspricht 11,82 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten insgesamt 1.300 Stück Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 10. Juni 2016 an; dies entspricht 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.

Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, den 31. März 2017

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

Bilanz FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

AKTIVA

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 629 577
629 577
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.983 15.562
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.403 21.812
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.305 5.486
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.295 9.350
54.986 52.210
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.636 46.142
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.056 40.075
3. Beteiligungen 23 23
83.715 86.240
139.330 139.027
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.008 11.158
2. Unfertige Erzeugnisse 370 275
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.285 19.208
4. Anzahlungen auf Vorräte 129 0
34.792 30.641
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.710 24.290
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.304 17.861
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteilungsverhältnis besteht 312 571
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.049 4.086
41.375 46.808
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 59.470 20.412
135.637 97.861
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 592 561
275.559 237.449
PASSIVA
in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
II. Kapitalrücklage 15.032 15.032
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 397 397
2. Satzungsmäßige Rücklagen 2.847 2.847
3. Andere Gewinnrücklagen 124.223 116.677
IV. Bilanzgewinn 13.591 12.044
171.590 162.497
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 46.360 43.539
2. Steuerrückstellungen 855 1.199
3. Sonstige Rückstellungen 11.510 9.656
58.725 54.394
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.555 6.787
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.649 7.260
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.849 4.070
4. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern TEUR 277; Vorjahr TEUR 268)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 680; Vorjahr TEUR 731) 2.191 2.441
45.244 20.558
275.559 237.449

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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in TEUR 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
1. Umsatzerlöse 254.513 256.036
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.354 614
256.867 256.650
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.908 5.096
(davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 1.505; Vorjahr TEUR 2.268)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -148.583 -154.321
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -939 -703
-149.522 -155.024
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -38.379 -36.974
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -8.332 -9.551
(davon für Altersversorgung TEUR 1.543; Vorjahr TEUR 2.358)
-46.711 -46.525
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.602 -6.866
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -39.092 -36.479
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 484; Vorjahr TEUR 623)
8. Erträge aus Beteiligungen 1.555 1.478
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.555; Vorjahr TEUR 1.478)
9. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 9.244 3.156
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 867 758
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 700; Vorjahr TEUR 635)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -6.210 -5.341
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.239 -3.404
(davon aus Aufzinsung TEUR 3.983; Vorjahr TEUR 3.306)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.831 -4.369
14. Ergebnis nach Steuern 15.234 9.130
15. Sonstige Steuern -141 -137
16. Jahresüberschuss 15.093 8.993
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.044 7.547
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -7.546 -4.496
19. Bilanzgewinn 13.591 12.044

Anhang ZUM JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

ALLGEMEINE HINWEISE

Die SIMONA AG hat ihren Sitz in Kirn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).

Die SIMONA AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit wurde der Posten "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" zusätzlich in das Gliederungsschema des § 275 HGB aufgenommen.

Im Berichtsjahr wurden folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen:

Durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "außerordentliches Ergebnis" gestrichen. Eine weitere Änderung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses "Ergebnis nach Steuern" zwischen dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und dem Posten "sonstige Steuern".

Nach dem Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung des BilRUG ergibt sich für das Vorjahr für das Zwischenergebnis "Ergebnis nach Steuern" ein Betrag in Höhe von 9.130 TEUR.

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n. F.) nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahresumsatzerlöse verzichtet wurde. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n. F. hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 256.804 TEUR ergeben.

Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse hat sich auch die Zusammenstellung der Position "Sonstige betriebliche Erträge" geändert.

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in TEUR 2015 2015 (nach BilRUG) Veränderung
Umsatzerlöse 256.036 256.804 768
Sonstige betriebliche Erträge 5.096 4.328 -768

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 EUR, aber nicht über 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte sowie Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse wurden nach der LIFO-Methode ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen zur Bilanz dargelegt.

Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, ermittelt, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Anlagevermögen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert (Anschaffungskosten) angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zins abgezinst.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Aufwendungen der Folgejahre.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde wie im Vorjahr pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren von 4,01 Prozent (Vorjahr 4,31 Prozent) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 Prozent, der Trend der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung mit 2,00 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde wegen untergeordneter Bedeutung nicht verwendet.

Für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Anwartschaften werden gemäß Artikel 28 Absatz 1 EGHGB keine Rückstellungen gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß der Restlaufzeit mit einem Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung zum Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind den für den IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 verwendeten Daten (sog. Handelsbilanz II) entnommen. Das Eigenkapital von Gesellschaften in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs und die Ergebnisangaben zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA AMERICA Inc. (16.998 TEUR) und die SIMONA ASIA Ltd. (11.058 TEUR). Auf Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd. wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 6.210 TEUR auf den niedrigeren beizulegenden Wert infolge voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Vorräte

Bei den Vorräten wird für Rohstoffe und Fertigerzeugnisse die LIFO-Methode unterstellt. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode, der zu einer Verminderung der Vorräte führt, beträgt bei den Rohstoffen 2.275 TEUR und bei den Fertigerzeugnissen 7.651 TEUR.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13.720 TEUR, Vorjahr 13.058 TEUR) sowie Darlehen (584 TEUR, Vorjahr 4.803 TEUR). Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, beläuft sich auf 260 TEUR (Vorjahr 4.577 TEUR).

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 322 TEUR betreffen Zahlungen im Rahmen der Altersvorsorge.

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft einen Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens (718 TEUR) aktiviert und unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die verbleibende Rate ist in 2017 fällig. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen von 916 TEUR sowie Energiesteuerforderungen von 672 TEUR.

Der Gesamtbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 0 TEUR (Vorjahr 691 TEUR).

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 15.500 TEUR und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 6.044 TEUR enthalten. Im Berichtsjahr wurden satzungsgemäß 7.546 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsrückstellung zu einem Wertansatz bei einem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt -6.068 TEUR (Vorjahr -2.901 TEUR).

Die SIMONA Sozialwerk GmbH dient als Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelbaren Altersvorsorgeverpflichtungen für die SIMONA AG. Zum 31.12.2016 ergibt sich eine nicht passivierungspflichtige Unterdeckung in Höhe von 8.039 TEUR (10-Jahreszins) und 15.655 TEUR (7-Jahreszins).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von 6.851 TEUR (Vorjahr 6.071 TEUR) sowie Garantie- und Gewährleistungsansprüche über 3.515 TEUR (Vorjahr 2.844 TEUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Bankdarlehen über einen Gesamtbetrag von 8.335 TEUR (Vorjahr 1.726 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sowie innerhalb eines Jahres fällige Kontokorrentkredite über 0 TEUR (Vorjahr 2.538 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen innerhalb eines Jahres fällige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (7.594 TEUR, Vorjahr 4.070 TEUR) sowie Darlehen in Höhe von 2.000 TEUR.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, Sonstigen Rückstellungen und Anlagevermögen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 Prozent zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Aus Gewährleistungsverträgen hat die SIMONA AG, Kirn, zu Gunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China, je eine Garantie abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2016 mit insgesamt 0 TEUR.

Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG, Kirn, zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Zahlungsgarantie in Höhe von nominal 2.846 TEUR abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA AMERICA Inc. und Boltaron Inc. gegenüber dem Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2016 mit insgesamt 115 TEUR.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien wird derzeit als nicht wahrscheinlich eingeschätzt, da die Tochtergesellschaften in den USA über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erfüllen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahresumsatzerlöse verzichtet wurde. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n.F. hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 256.804 TEUR ergeben.

Seit dem Geschäftsjahr 2016 werden folgende Erlöse - die in Vorjahren unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden - unter den Umsatzerlösen ausgewiesen: Vermittlungsprovisionen an Tochtergesellschaften, Konzernumlagen für an Tochtergesellschaften erbrachte Buchhaltungs- und IT-Dienstleistungen sowie Mieterträge.

UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN

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in TEUR 2016 % 2015 %
Deutschland 96.726 38,0 97.447 38,1
Übriges Europa und Afrika 140.933 55,4 141.704 55,3
Amerika 4.206 1,6 4.692 1,8
Asien und Pazifik 12.648 5,0 12.193 4,8
254.513 100,0 256.036 100,0

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTBEREICHEN

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in TEUR 2016 % 2015 %
Halbzeuge und Fertigteile 179.965 70,7 176.350 68,9
Rohre und Formteile 73.565 28,9 79.686 31,1
Dienstleistung und Vermietung 983 0,4 - -
254.513 100,0 256.036 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus Stromsteuerrückerstattungen (TEUR 1.325), periodenfremde sonstige Erträge (20 TEUR; Vorjahr 4 TEUR) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (373 TEUR; Vorjahr 1.379 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (9.416 TEUR; Vorjahr 9.814 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen (7.731 TEUR; Vorjahr 7.709 TEUR), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (6.227 TEUR; Vorjahr 5.726 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (1.751 TEUR; Vorjahr 1.318 TEUR), Raumkosten (962 TEUR; Vorjahr 912 TEUR) und Werbekosten (1.631 TEUR; Vorjahr 635 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich aus der Ausbuchung von Forderungen (77 TEUR; Vorjahr 104 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis vor Steuern des laufenden Geschäftsjahres. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuererträge in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr 6 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN

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in TEUR
Fällig 2017 23
Fällig nach 2017 0
23

BESTELLOBLIGO

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in TEUR
Investitionsaufträge 10.886
Rohstoffbestellungen 8.603
19.489

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist zudem als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 1.864 TEUR (Vorjahr 1.867 TEUR) zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften werden zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt.

Unternehmen des SIMONA Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen (Umsätze unterhalb von insgesamt 25 TEUR). Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Davon ausgenommen ist die Vergütung aus bestehenden Dienstverträgen.

Organe und Aufwendungen für Organe

Vorstand:

Wolfgang Moyses, Kirn, MBA, Diplom-Betriebswirt (Vorstandsvorsitzender)

Verantwortlich für die Bereiche:

USA und Asien-Pazifik
Global Business Segments
Strategische Unternehmensentwicklung
Personal und Recht
Investor Relations
Marketing &Kommunikation

Dirk Möller, Kirn, Diplom-Ingenieur (stellvertretender Vorstandsvorsitzender)

Verantwortlich für die Bereiche:

Division Halbzeuge Europa
Division Rohre und Formteile
Forschung und Entwicklung
Anwendungstechnik/Technical Service Center
Verfahrensentwicklung
Logistik

Fredy Hiltmann, Kirn, Betriebsökonom

Verantwortlich für die Bereiche:

Finanzen Controlling Steuern
Einkauf
IT &Organisation
Qualitätsmanagement

Wolfgang Moyses, nimmt Aufgaben als Organ folgender Unternehmen wahr:

Kunden-Beiratsmitglied Landesbank Rheinland-Pfalz
Beiratsmitglied CW Brabender Instruments Inc., South Hackensack/USA
Aufsichtsratsmitglied SURTECO SE, Buttenwiesen-Pfaffenhofen

Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Gleichzeitig nimmt Herr Möller in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben als Organ wahr:

SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov,(1)
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton,(2)
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong,(2)
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai,(2)
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong,(2)
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen,(2)

Die Aufgaben als Organ betreffen:

(1) Geschäftsführer,

(2) Mitglied im Board of Directors

Aufsichtsrat:

Dr. Rolf Goessler, Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann (Vorsitzender)

Weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Roland Frobel, Isernhagen, Geschäftsführer der ROSSMANN CENTRAL EUROPE B.V., Renswoude, Niederlande (stellvertretender Vorsitzender)

Weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (bis 25.02.2016)
Vorsitzender des Beirates der Saxonia Holding-Gesellschaft mbH &Co.KG, Wolfsburg
Mitglied des Aufsichtsrates der GBK Beteiligungen AG, Hannover
Mitglied des Aufsichtsrates der Hannover 96 GmbH &Co. KGaA, Hannover

Dr. Roland Reber, Stuttgart, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen

Joachim Trapp, Biberach, Volljurist

Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Biberach, Biberach
Geschäftsführer der SparkasseImmobilien BC GmbH, Biberach
Geschäftsführer der SparkasseImmobilien BC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Biberach

Gerhard Flohr, Bergen, (Arbeitnehmervertreter), Betriebsschlosser (bis 28.02.2017)

Jörg Hoseus, Monzingen, (Arbeitnehmervertreter), Industriemechaniker (bis 28.02.2017)

Andy Hohlreiter, Becherbach, (Arbeitnehmervertreter), Industriemechaniker (Betriebsratsvorsitzender) (ab 01.03.2017)

Markus Stein, Mittelreidenbach, (Arbeitnehmervertreter), Kaufmännischer Angestellter (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender) (ab 01.03.2017)

Gesamtbezüge des Vorstandes

Für die Tätigkeit in 2016 betragen die Bezüge des Vorstandes 2.490 TEUR, davon betragen die variablen Vergütungsanteile 1.584 TEUR.

Darüber hinaus wurden keine weiteren Bezüge oder Kredite gewährt.

Die individualisierte Angabe der Bezüge aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung unterbleibt nach § 286 Absatz 5 HGB aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016, der bis einschließlich Geschäftsjahr 2020 gefasst wurde.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (97,5 TEUR) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (42 TEUR). Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betragen somit insgesamt 139,5 TEUR und entfallen auf:

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in TEUR 2016
Dr. Rolf Goessler 40,0
Roland Frobel 33,5
Dr. Roland Reber 27,0
Joachim Trapp 13,0
Gerhard Flohr 13,0
Jörg Hoseus 13,0
139,5

Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstandes

Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge 470 TEUR.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 6.260 TEUR.

Mitarbeitende

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres Beschäftigten:

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2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 465 469
Angestellte 274 275
Arbeitnehmer 739 744
Auszubildende 46 40
785 784

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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in TEUR 2016
Jahresüberschuss 15.093
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.044
Satzungsmäßige Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -7.546
Bilanzgewinn 13.591
Dividende (EUR 12,00 je Aktie) -7.200
Vortrag auf neue Rechnung 6.391

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2016 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 23. Februar 2017 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite unter www.simona.de öffentlich zugänglich gemacht.

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG

Am 10. Juni 2016 hat die Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht, dass folgende Beteiligungen an ihr mitgeteilt wurden. Danach ergeben sich die folgenden Beteiligungsverhältnisse:

STIMMRECHTSANTEIL AN DER SIMONA AG

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in Prozent am 31.12.2016
Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn 31,19
Kreissparkasse Biberach, Biberach 15,04
Dirk Möller, Kirn 11,64
Regine Tegtmeyer, Nebel 11,25
Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel 10,10
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn 10,00

Der SIMONA Aktiengesellschaft liegen folgende Mitteilungen, welche dem letzten mitgeteilten Stand der Aktionäre über die Über- bzw. Unterschreitung von Schwellenwerten nach § 21 Absatz 1 WpHG entsprechen, vor:

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns in der Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4g WpHG am 21. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. Juli 2016 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0435 Prozent betragen hat (das entspricht 90.261 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0435 Prozent (90.261 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).

Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Da die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der SIMONA AG enthalten sind, haben wir von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016 bis zur Erstellung des Berichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Kirn, den 31. März 2017

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in TEUR 01.01.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.873 296 43 542 7.670
7.873 296 43 542 7.670
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 53.065 1.579 1.971 24 56.591
2. Technische Anlagen und Maschinen 146.205 1.806 3.613 5.417 146.207
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.806 1.885 491 4.613 48.569
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.350 4.063 -6.118 0 7.295
259.426 9.333 -43 10.054 258.662
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.727 250 0 0 60.977
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.075 445 0 6.254 34.266
3. Beteiligungen 23 0 0 0 23
100.825 695 0 6.254 95.266
I + II + III 368.124 10.324 0 16.850 361.598

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KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
in TEUR 01.01.2016 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.296 286 0 541 7.041
7.296 286 0 541 7.041
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 37.503 1.127 0 22 38.608
2. Technische Anlagen und Maschinen 124.393 3.824 0 5.413 122.804
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.320 1.365 0 4.421 42.264
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
207.216 6.316 0 9.856 203.676
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.585 0 9.244 0 5.341
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 6.210 0 0 6.210
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0
14.585 6.210 9.244 0 11.551
I + II + III 229.097 12.812 9.244 10.397 222.268

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RESTBUCHWERTE
in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 629 577
629 577
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.983 15.562
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.403 21.812
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.305 5.486
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.295 9.350
54.986 52.210
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.636 46.142
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.056 40.075
3. Beteiligungen 23 23
83.715 86.240
I + II + III 139.330 139.027

ANGABEN ZUM ANTEILSBESITZ FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

DER SIMONA AG

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Gesellschaft Anteil am Kapital Prozent Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Mittelbar
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0 357 71
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100,0 4.017 958
SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), Italien 100,0 314 144
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0 2.148 -14
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING, LLC, Hazleton, USA 100,0 3.106 -337
Laminations Inc., Archbald, USA 100,0 15.992 781
Boltaron Inc., Newcomerstown, USA 100,0 19.729 9.685
DANOH, LLC, Akron, USA 100,0 202 159
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA* 25,0 352 685
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China 100,0 743 -334
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co.Ltd., Jiangmen, China 100,0 4.333 -1.221
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 0,01 251 -13
Unmittelbar
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn** 100,0 1.834 0
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn*** 50,0 12.413 -32
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn*** 50,0 3.349 362
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0 20.495 1.174
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 105 -5
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0 1.082 164
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen 51,0 575 100
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation 100,0 -28 210
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA 100,0 34.886 -329
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China 100,0 4.306 106
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China 100,0 958 31
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 99,99 251 -13

* Vorläufige Geschäftszahlen

** Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SIMONA AG

*** Geschäftsjahr 2015

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS ZUM JAHRESABSCHLUSS 2016

DER SIMONA AG

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Frankfurt am Main, den 5. April 2017

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Schlig, Wirtschaftsprüfer

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

der SIMONA AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. Februar 2016 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung vom 24. Juni 2014 bzw. 5. Mai 2015 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 26. Februar 2015 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8 Absatz 3:

In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein Selbstbehalt von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart werden.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm obliegenden Aufgaben mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.

Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3:

Der Aufsichtsrat soll bei der Festlegung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat sorgt bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder dafür, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Für die Festsetzung der angemessen Vergütung hat der Aufsichtsrat auch einen unabhängigen, externen Vergütungsexperten hinzugezogen, der verschiedene horizontale Vergleichstests durchgeführt hat. Darüber hinaus berücksichtigt der Aufsichtsrat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge auch vertikale Aspekte. Vor dem Hintergrund des Detaillierungsgrades der Empfehlung zum vertikalen Vergütungsvergleich erklären wir hierzu jedoch vorsorglich eine Abweichung.

Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3:

Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vorgesehen werden, welcher den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreitet, nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergütet und dessen Berechnung auf die Gesamtvergütung abstellt.

Erläuterung:

Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Der Aufsichtsrat hält einen solchen Abfindungs-Cap für nicht angemessen.

Ziffer 4.2.5 Absatz 3:

Die Gesellschaft soll im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied die Vergütungsbestandteile individualisiert unter Angabe bestimmter Vergütungsparameter und unter Verwendung von Mustertabellen darstellen.

Erläuterung:

Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 1. Juli 2011 mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich aufgeteilt nach fixen und erfolgsbezogenen Komponenten zu veröffentlichen. Daher unterbleibt auch eine individualisierte Darstellung unter Angabe der bestimmten Vergütungsparameter und unter Verwendung der empfohlenen Mustertabellen.

Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Satz 3:

Es soll eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat hat bisher keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Praxis hat eine solche Festlegung bislang nicht erfordert.

Ziffer 5.3.3:

Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden.

Erläuterung:

Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.

Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3:

Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation konkrete Ziele benennen. Diese konkreten Ziele sollen bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt und mit dem Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Erläuterung:

Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der Empfehlung sowie der unternehmensspezifischen Situation und möglichen konkreten Zielen für seine Zusammensetzung befasst. Nach eingehender Diskussion hat der Aufsichtsrat beschlossen, keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen. Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen. Es sollen jedoch hierfür anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden.

Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigen. In seiner Sitzung vom 30. Juli 2015 hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für Frauen im Aufsichtsrat festgelegt.

Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2:

Bei der Festlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigt werden.

Erläuterung:

Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1:

Individualisierte Angabe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und Aufgliederung nach Vergütungsbestandteilen.

Erläuterung:

Bei SIMONA ergibt sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats aus der Satzung und besteht gegenwärtig lediglich aus einer festen Vergütung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz und Mitgliedschaft in einem Ausschuss werden gesondert vergütet. Eine individualisierte Angabe, aufgegliedert nach Vergütungsbestandteilen würde daher aus Sicht der Gesellschaft keinen Zugewinn an Transparenz bedeuten.

Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz:

Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende.

Erläuterung:

SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.

Kirn, 23. Februar 2016

SIMONA AG

Aufsichtsrat und Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2016

In hartem Wettbewerb konnte sich die SIMONA Gruppe 2016 stabil behaupten. Bei einem leichten Umsatzzuwachs verbesserte sich das Ergebnis. Die erzielte EBIT-Marge von 8,2 Prozent liegt über dem Vorjahreswert von 7,4 Prozent und auch über dem angestrebten Zielwert. Trotz leichter Effizienzgewinne mussten dabei jedoch im besonders umkämpften europäischen Markt leichte Einbußen bei Umsatz und Ergebnis hingenommen werden, insbesondere aufgrund einer schwachen Entwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile. Unsere Position im Bereich der Halbzeuge konnten wir festigen. Nach verhaltenem Beginn belebte sich in der zweiten Jahreshälfte das Geschäft im asiatischen Raum. Erfreuliche Umsatzzuwächse in den USA gingen einher mit einer deutlichen Verbesserung der Ergebnisse in diesem Markt.

Die Erfahrungen im Geschäftsjahr bestätigen in aller Deutlichkeit, dass wir mit der gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat getragenen strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Wege sind. Um uns in den angestammten Märkten zu behaupten und das Geschäft auszubauen, müssen wir weiter alle Anstrengungen unternehmen, um unsere Position mit innovativen Produkten, der Erschließung neuer Anwendungsgebiete und vor allem durch weitere Steigerungen der Produktivität zu festigen. Weltweite Partnerschaften gilt es auszubauen und zu erweitern.

Die Entwicklung der SIMONA Gruppe weltweit, ihre strategische Ausrichtung und ihre Innovationskraft und Ertragsstärke werden auch in Zukunft in besonderem Maße im Fokus des Aufsichtsrates stehen. Das erfolgt wie bisher auf Basis einer offenen, vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Vorstand.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Die Berichte behandelten vor allem die Planung, die Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SIMONA AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance, sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich informiert. So wurden die Strategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, die Planung, das Risikomanagement, die Risikolage und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SIMONA waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat tagte 2016 in vier ordentlichen Sitzungen sowie einer konstituierenden Sitzung nach der Neuwahl der von den Anteilseignern zu wählenden Mitglieder in der Hauptversammlung am 10. Juni 2016. An dieser Sitzung konnte das Aufsichtsratsmitglied Gerhard Flohr (aus familiären Gründen) nicht teilnehmen. An der Aufsichtsratssitzung vom 19.04.2016 konnte das Aufsichtsratsmitglied Joachim Trapp terminbedingt nicht teilnehmen. An den anderen Sitzungen des Berichtsjahres 2016 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.

In der Sitzung vom 23. Februar beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem vorläufigen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2015 und der aktuellen Geschäftssituation sowie den Schwerpunktthemen USA, China und Russland. Außerdem diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2015. Des Weiteren diskutierte er den Vorschlag des Personalausschusses zur Neuordnung der Vergütung des Aufsichtsrates und verabschiedete den Entwurf zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

In der Sitzung vom 14. April standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2015 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung (siehe auch Abschnitt

Jahres- und Konzernabschluss dieses Berichts). In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat außerdem den Vorschlag für die Neuwahlen zum Aufsichtsrat sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2016. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftssituation und den Ausblick für den SIMONA Konzern mit besonderem Schwerpunkt auf USA und Asien. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit M&A-Themen.

Die Sitzung am 04. August fand im US-amerikanischen Werk in Archbald, PA, statt. Der Aufsichtsrat informierte sich über den Stand der Entwicklung in diesem mittlerweile zweitgrößten Einzelmarkt von SIMONA. In dieser Sitzung standen außerdem der aktuelle Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres und der Forecast für die zweite Jahreshälfte auf der Tagesordnung. Außerdem erstattete der Vorstand in dieser Sitzung Bericht zur Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme, des Rechnungslegungsprozesses, des Risikomanagements sowie der internen Revision.

In der Sitzung am 1. Dezember 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftssituation in den ersten neun Monaten und dem Ausblick auf das Jahresende 2016. In dieser Sitzung wurde außerdem das Budget für das Geschäftsjahr 2017 ausführlich besprochen und genehmigt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Sitzung war die Entwicklung in der Verkaufsregion Asien-Pazifik.

DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN

Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Wirtschaftsausschuss

Der Wirtschaftsausschuss beriet 2016 in vier Sitzungen. Er befasste sich insbesondere mit den überseeischen Märkten und dabei mit der Entwicklung der Gesellschaften in den USA sowie mit Strategien und möglichen Akquisitionen in Fernost. Chancen und Risiken der europäischen Märkte wurden regelmäßig erörtert. Gegenstand der Beratungen waren auch mögliche Veränderungen in den innerbetrieblichen Strukturen zur Bewältigung der zukünftigen Aufgaben.

Der Wirtschaftsausschuss prüfte auch die Halbjahres- und Quartalsergebnisse und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrates zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016 an die Hauptversammlung vor.

Personalausschuss

Der Personalausschuss trat 2016 viermal zusammen. Er befasste sich mit der Verlängerung der Bestellung von Herrn Hiltmann als Vorstand bis zum Ende der Hauptversammlung 2018 und mit Veränderungen in den obersten Führungsebenen. Er bereitete die Beschlüsse zur künftigen Vergütung des Aufsichtsrates und dessen Neuwahl sowie zum Ausweis der Vorstandsvergütung vor und erörterte Personalfragen zur Sicherung künftiger Chancen in definierten Wachstumsmärkten.

Notwendige Beschlüsse zu diesen Themen erfolgten im Plenum des Aufsichtsrates.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2016 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 10. Juni 2016 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2017 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 20. April 2017 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, der vorsieht, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 13.590.593,51 EUR wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von 12,00 EUR je Aktie, zahlbar am 14. Juni 2017: 7.200.000,00 EUR

b) Vortrag auf neue Rechnung: 6.390.593,51 EUR.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden. Sie haben in einem intensiven Wettbewerbsumfeld durch ihre erfolgreiche Arbeit und ihr hohes Engagement zu einem sehr guten Jahresergebnis für SIMONA beigetragen. Den Kunden und Partnern dankt der Aufsichtsrat für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Kirn, 20. April 2017

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender