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SIMONA AG Management Reports 2016

Jul 18, 2016

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Management Reports

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn an der Nahe

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

VORBEMERKUNG

Der vorliegende Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn (kurz SIMONA AG, SIMONA oder Gesellschaft) zusammen (§ 315 Abs. 3 i. V. m. § 298 Abs. 3 HGB). Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle eines Konzernlageberichts im Geschäftsbericht des SIMONA Konzerns veröffentlicht. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der SIMONA AG. Die Informationen zur SIMONA AG sind im Wirtschaftsbericht in einem eigenen Abschnitt mit Angaben nach HGB enthalten.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Wesentliche Absatzmärkte

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobilindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.

Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Berichtssegmente sind primär nach den Regionen

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

und sekundär nach Produktbereichen

Halbzeuge und Fertigteile
Rohre und Formteile

aufgestellt.

Produktions- und Vertriebsstandorte

Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die SIMONA AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2015 in drei inländischen und vier ausländischen Werken produziert. In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. In Litvinov (Tschechien) werden Rohre und Platten produziert. In Jiangmen (China) werden extrudierte Platten produziert. In Archbald (Pennsylvania, USA) produziert die SIMONA AMERICA Inc. vor allem extrudierte Platten. Darüber hinaus produziert die Boltaron Inc. in ihrem Werk in Newcomerstown (Ohio, USA) Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen. Die Vertriebsgesellschaft SIMONA-PLASTICS CZ s.r.o., Prag, wurde zum 30. Juni 2015 geschlossen und in die Produktionsgesellschaft SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, integriert.

Leitung und Kontrolle der SIMONA AG

Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorstandsvorsitzender), Dirk Möller (stellvertretender Vorstandsvorsitzender) und Fredy Hiltmann (Vorstand Finanzen und Verwaltung).

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler (Vorsitzender), Roland Frobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Roland Reber, Joachim Trapp, Jörg Hoseus (Arbeitnehmervertreter) und Gerhard Flohr (Arbeitnehmervertreter).

1.2 Ziele und Strategien

Der SIMONA Konzern ist auch 2015 mit der Umsetzung der 2013 eingeleiteten strategischen Neuausrichtung vorangekommen. Die Re-Organisation der Division "Industrial Products" der Tochtergesellschaft SIMONA AMERICA Inc. wurde erfolgreich abgeschlossen. Dies führte zu einem verbesserten Marktauftritt und einem positiven EBIT- und Cash-Beitrag der Division. Im Projekt Re-Engineering Europa wurde der Innovationsprozess intensiviert, dabei stand die Weiterentwicklung des Materialportfolios im Fokus. Die Fertigstellung des neuen Technologiezentrums am Stammsitz Kirn war hierbei ein wichtiger Meilenstein.

SIMONA hat 2015 die Kernziele der neuen strategischen Ausrichtung:

neue Anwendungen außerhalb des Kernmarktes chemisch-technischer Anlagenbau in Europa zu erschließen,
das Wachstum in ausgewählten Regionen außerhalb Europas zu beschleunigen,
die Profitabilität des Gesamtkonzerns durch eine durchgehende Ertragsorientierung in allen Prozessen nachhaltig zu steigern,

erweitert und neu priorisiert.

Die Einführung einer Funktion "Business Development" in definierten Marktsegmenten wurde beschlossen, um die Entwicklung neuer Anwendungen und Produkte zu beschleunigen. In den Emerging Markets wird der Fokus der nächsten Jahre auf die Asien-Pazifik-Region gelegt. Hier konzentriert sich SIMONA auf das Premiumsegment in den Kernanwendungsfeldern Chemical Process Industry, Green Technologies und Semicon. Zur weiteren Steigerung der Ertragsfähigkeit wurde ein Projekt zur Reduzierung der Komplexität des Produktportfolios, insbesondere im Bereich Halbzeuge in Europa, aufgelegt. Die Strategie der Division Rohre und Formteile wurde international neu ausgerichtet.

1.3 Steuerungssystem

Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Management-Systems und die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmensziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert.

Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen). Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT hinzuaddiert werden.

Das EBIT der SIMONA AG leitet sich im Wesentlichen wie folgt von IFRS nach HGB über:

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in Mio. EUR 2015 2014
EBIT nach IFRS 15,2 20,5
Bestandsveränderung Vorräte -0,8 -3,5
Personalaufwand (Pensionen) 2,4 2,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1,1 1,1
Sonstige Veränderungen -1,0 -2,4
EBIT nach HGB 16,9 18,5

Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens im Konzern jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (zum Capital Employed werden Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gerechnet).

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Mitarbeitenden sowie das Qualitäts- und Energiemanagement herangezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. Mit der Fertigstellung des neuen Technologiezentrums hat SIMONA einen wichtigen Meilenstein erreicht, die Innovationskraft des Unternehmens zu stärken. Zwei Anlagen zur Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen nahmen Mitte 2015 ihren Betrieb auf. Ende 2015 wurde mit Beginn des Umzugs der Abteilungen Forschung und Entwicklung, Verfahrensentwicklung und Labor die technische Kompetenz im Verwaltungsgebäude des neuen Technologiezentrums gebündelt. Damit werden Wege verkürzt und die Schulungsmöglichkeiten für Kunden und Geschäftspartner verbessert.

Die Entwicklung neuer Produkte und Rezepturen wurde in den 2014 eingeführten Innovationskreisen weiter intensiviert. Wichtige Kenngröße ist hier der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der auch in 2015 gesteigert werden konnte.

In der Division Halbzeuge wurde das Lieferprogramm Hohlstäbe um Produkte aus dem Werkstoff PP-H AlphaPlus® erweitert. Für das neue Produkt SIMOWOOD, ein Hybridmaterial auf der Basis von Reishülsen, wurde eine Rezeptur entwickelt, die den strengen Test auf Schwerentflammbarkeit in der Schifffahrt erfüllt und damit das IMO-Zertifikat erhält. Die neue Hohlkammerplatte der dritten Generation ist mehr als eine Weiterentwicklung der Vorgängerin. Durch innovative technische Veränderungen konnten die Materialeffizienz und die Stabilität bei geringen Wandstärken optimiert werden.

In der Division Rohre und Formteile wurde das System von Steckmodulen für die Kanalsanierung durch Pilotprojekte am Markt etabliert. Im Rahmen der Initiative Spritzguss wurden große Formteile mit einem Durchmesser von bis zu 500 mm produziert. Im Produktprogramm nahtlose Bögen bis zu einem Durchmesser von 1.000 mm konnten bisher weltweit einmalige Wandstärken von mehr als 80 mm realisiert werden.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.608 TEUR (Vorjahr 2.362 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen des Sachanlagevermögens.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene

Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist 2015 nach ersten Berechnungen um ca. 3 Prozent gewachsen und damit um 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet. Das ist der schwächste Wert seit fünf Jahren. Dabei wies die weltweite Konjunkturentwicklung erhebliche Unterschiede auf. Europa und die USA zeigten sich robust, während Asien sich schwach entwickelte.

Die deutsche Wirtschaft ist 2015 weiter solide und stetig gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,7 Prozent (2014: 1,6 Prozent). Der Konsum war dabei die tragende Säule des Wachstums. Die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen. Die Investitionstätigkeit hat sich wieder belebt. Es wurden 3,6 Prozent mehr in Ausrüstungen investiert. Das Wachstum in der Eurozone hat sich stabilisiert. Nach 0,8 Prozent in 2014 ist die Wirtschaft im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Europäischen Kommission um 1,6 Prozent gewachsen. Neben einer starken deutschen Wirtschaft hat insbesondere Spanien mit 3,1 Prozent zum Wachstum beigetragen. Strukturelle Defizite hemmen weiter das Wachstum in Frankreich (+1,1 Prozent) und Italien (+0,9 Prozent). Die US-Wirtschaft wuchs in den ersten drei Quartalen um 2,3 Prozent und dürfte für das Gesamtjahr hinter den prognostizierten 3 - 3,5 Prozent zurückbleiben. Getragen wurde das Wachstum in den USA abermals vom privaten Konsum, den Dienstleistungen, dem sich erholenden Arbeitsmarkt sowie der guten Baukonjunktur. Vom verarbeitenden Gewerbe und dem Außenhandel gingen wenige Impulse aus. Brasilien (-3,8 Prozent) und Russland (-3,7 Prozent) stecken mitten in der Rezession. Das Wachstum Chinas von 6,9 Prozent wurde fast ausschließlich vom Dienstleistungssektor getragen, das Industriewachstum hat sich deutlich abgekühlt, die Korrektur des Immobilienmarktes hat sich weiter fortgesetzt. Insgesamt war das Wachstum Chinas zu niedrig, als dass daraus Impulse für Industrieinvestitionen hätten ausgehen können.

Der Umsatz der Kunststoffverarbeiter in Deutschland ist 2015 leicht um 1,3 Prozent auf 59,8 Mrd. EUR gestiegen. Die Branche ist damit nicht so stark wie die Gesamtwirtschaft in Deutschland gewachsen. Im Inland stagnierten die Umsätze bei 37,8 Mrd. EUR. Belastend wirkte sich die ungünstige Entwicklung bei Baubedarfsartikeln und baunahen Halbzeugen aus. Das Wachstum wurde ausschließlich vom Export getragen, der um 3,6 Prozent auf 22,0 Mrd. EUR zulegen konnte. Die Menge der verarbeiteten Kunststoffe bewegte sich im Jahr 2015 mit 13,6 Mio. Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Produktion der chemischen Industrie in Deutschland konnte leicht zulegen (+1,0 Prozent), der Umsatz stagnierte jedoch wegen der erneut gesunkenen Herstellerpreise. Ohne Pharmazeutika sank das Mengengeschäft um 0,5 Prozent. Fehlende Impulse der Weltwirtschaft haben laut Branchenverband VCI ein besseres Ergebnis verhindert.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird das Jahr 2015 nach ersten Berechnungen des Branchenverbandes VDMA mit einem Nullwachstum abschließen. Der VDMA macht dafür die weltweiten Krisenherde verantwortlich, die das Geschäft der exportorientierten Maschinenbauunternehmen in Deutschland negativ beeinflusst haben.

Die deutsche Bauwirtschaft ist 2015 laut ersten Berechnungen der beiden Hauptverbände hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Wohnungsbau ist demnach um 2,0 Prozent gewachsen. Der Wirtschaftshochbau hat das Vorjahresergebnis um ca. 2 Prozent verfehlt, der Wirtschaftstiefbau ist dageben um ca. 3 Prozent gewachsen. Der öffentliche Bau konnte ebenfalls nur schwach (+0,5 Prozent) zulegen.

2.2 Geschäftsverlauf SIMONA Konzern

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umsatzerlöse von insgesamt 360,3 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 336,6 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 7,1 Prozent. Die Umsatzentwicklung war geprägt von einer insgesamt stabilen Entwicklung in Europa, einem im Jahresverlauf zunehmend schwierigeren Marktumfeld in Asien und einer sehr positiven Entwicklung in Nordamerika. Die Wettbewerbsintensität war in allen Regionen und Produktgruppen unverändert hoch. Die im Rahmen des Konzernlageberichts des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2015 abgegebene Umsatzprognose von 340 - 345 Mio. EUR wurde übertroffen. Grund dafür war ein positives zweites Quartal, nach dem die Prognose für das Gesamtjahr angehoben wurde. Die im Rahmen des Konzernzwischenberichtes für das erste Halbjahr (340 - 350 Mio. EUR) sowie der Zwischenmitteilung innerhalb des zweiten Halbjahres (345 - 355 Mio. EUR) abgegebenen Umsatzprognosen wurden ebenfalls leicht übertroffen.

Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) im Konzern von 26,7 Mio. EUR (Vorjahr 17,8 Mio. EUR) wurde die budgetierte EBIT-Marge (5,5 Prozent) sowie der Vorjahreswert von 5,3 Prozent deutlich übertroffen und beträgt 7,4 Prozent in 2015. Das EBITDA hat sich von 31,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 40,1 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge beträgt 11,1 Prozent nach 9,2 Prozent im Vorjahr.

Der Konzern-ROCE lag mit 12,1 Prozent sowohl über dem Vorjahr (8,3 Prozent) als auch über dem erwarteten Wert.

Das höhere Umsatzvolumen sowie ein besserer Produktmix haben zur Ergebnissteigerung geführt. Auf der Kostenseite haben weiter steigende Energiekosten das Ergebnis belastet.

Europa

Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind moderat um 1,1 Prozent auf 261,3 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 258,5 Mio. EUR). Aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit konnte dabei in Deutschland wiederum ein überproportionales Wachstum von 8,3 Prozent erzielt werden. Auch in Spanien hat die wirtschaftliche Erholung zu einem deutlichen Umsatzwachstum geführt. Frankreich und Italien litten unter der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung. Umsatzzuwächse in einigen osteuropäischen Ländern konnten die deutlichen Rückgänge im russischen Markt nur teilweise kompensieren. Der Anteil am Gesamtumsatz dieser Region hat sich aufgrund der weiteren Steigerung der Umsatzerlöse in der Region "Amerika" von 76,8 auf 72,5 Prozent reduziert. Das EBIT im Segment "Europa" ist von 21,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 18,3 Mio. EUR zurückgegangen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um 34,5 Prozent auf 81,7 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 60,8 Mio. EUR; der Umsatz der Boltaron Inc. ist mit 9 Monaten im Vorjahreswert enthalten). Das Geschäft mit "Industrial Products" hat sich nach der Zusammenlegung am Standort Archbald positiv entwickelt und es konnten Marktanteile zurückgewonnen werden. Die Entwicklung der Tochtergesellschaft Boltaron Inc. mit der Division "Aviation and Specialty Products" war nach wie vor positiv und über Budget. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz erhöhte sich von 18,1 auf 22,7 Prozent. Das Segment "Amerika" hat ein EBIT von 9,1 Mio. EUR erzielt. Der Vorjahreswert von -2,9 Mio. EUR war insbesondere durch akquisitionsbedingte Einmalaufwendungen sowie Restrukturierungskosten beinflusst.

Asien und Pazifik

In der Region "Asien und Pazifik" stagnierten die Umsatzerlöse bei 17,3 Mio. EUR. Im Jahresverlauf wurde das Marktumfeld aufgrund der deutlichen Abkühlung der chinesischen Wirtschaft zunehmend schwieriger. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ging von 5,1 auf 4,8 Prozent zurück. Im Segment "Asien und Pazifik" wurde ein negatives EBIT von -0,3 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr -0,5 Mio. EUR).

Umsatzentwicklung der Produktgruppen

Im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile sind die Umsatzerlöse um 6,7 Prozent auf 276,9 Mio. EUR (Vorjahr 259,5 Mio. EUR) gestiegen. Vor allem bei extrudierten und gepressten PVC Platten für die Flugzeuginneneinrichtung konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Der Umsatz mit extrudierten Platten aus PE und PP für den chemischen Behälter- und Apparatebau konnte dank der Investitionstätigkeit in Deutschland ebenfalls weiter gesteigert werden. Leichte Rückgänge waren im Geschäft mit PVC Platten für Bau- und Werbeanwendungen und mit Fertigteilen zu verzeichnen. In der Produktgruppe Halbzeuge und Fertigteile haben sich die Verkaufspreise insgesamt im Jahresverlauf auch aufgrund der knappen Verfügbarkeit und deutlicher Preissteigerungen der Vorprodukte tendenziell erhöht.

Nach einem verhaltenen Beginn im ersten Quartal hat sich das Geschäft im Produktbereich Rohre und Formteile im Jahresverlauf positiv entwickelt. Insbesondere im Projektgeschäft und bei Großaufträgen konnten deutliche Zuwächse erzielt werden, während sich das Industriegeschäft im Export eher schwach entwickelte. Bei den Materialgruppen konnten mit PE Rohren und Formteilen Zuwächse erzielt werden, auch dank einiger Neuprodukte. Das Geschäft mit PP Formteilen war ebenfalls positiv, während sich PP Rohre unter anderem aufgrund fehlender Projekte in Asien und im Nahen Osten negativ entwickelten. In Deutschland konnten dagegen Zuwächse erzielt werden. Insgesamt wurde im Produktbereich Rohre und Formteile ein Umsatzwachstum von 8,3 Prozent auf 83,4 Mio. EUR (Vorjahr 77,1 Mio. EUR) erreicht. Das Preisniveau in der Produktgruppe Rohre und Formteile liegt insgesamt in etwa auf Vorjahreshöhe.

2.3 Ertragslage

Ergebnis

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) hat aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von 17,8 Mio. EUR auf 26,7 Mio. EUR deutlich zugelegt. Die EBIT-Marge konnte nach 5,3 Prozent im Vorjahr auf 7,4 Prozent gesteigert werden.

Im Zuge des Umsatzwachstums hat sich das Rohergebnis 2015 (Umsatz, Sonstige Erträge, Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) um 18,5 Mio. EUR auf 171,0 Mio. EUR erhöht und entspricht 47,4 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 45,3 Prozent).

Die Bestandsveränderung ist mit 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) in die Ergebnisrechnung eingeflossen.

Die Sonstigen Erträge betragen 11,1 Mio. EUR (Vorjahr 11,0 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Wechselkursänderungen in Höhe von 8,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,4 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der in den Sonstigen Aufwendungen ausgewiesenen Verluste aus Wechselkursänderungen ergibt sich insgesamt ein positives Währungsergebnis von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 5,2 Mio. EUR).

Die Rohstoffkosten sind im Jahresverlauf 2015 leicht gesunken. Der Materialaufwand beträgt 202,2 Mio. EUR (Vorjahr 195,1 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Umsatzanstieg um 3,6 Prozent unterproportional gestiegen. Die Kosten für Energie haben sich - auch aufgrund der gestiegenen EEG-Umlage - weiter verteuert.

Der Personalaufwand beträgt 70,8 Mio. EUR (Vorjahr 64,2 Mio. EUR) und hat sich um 10,3 Prozent erhöht. Die Veränderung resultiert vor allem aus erhöhten Aufwendungen für Mitarbeiterprämien, Altersvorsorge sowie dem Unternehmenszukauf Boltaron Inc. im April 2014, da im Vorjahreswert der Personalaufwand lediglich für den Zeitraum von 9 Monaten enthalten ist.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 13,4 Mio. EUR (Vorjahr 13,1 Mio. EUR).

Die Sonstigen Aufwendungen sind um 4,8 Prozent auf 60,0 Mio. EUR gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung, Ausgangsfrachten sowie Instandhaltungskosten.

Analog zum gestiegenen Ergebnis vor Steuern haben sich die Ertragsteuern von 4,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,5 Mio. EUR erhöht. Die Konzernsteuerquote im Berichtsjahr beträgt 30,2 Prozent (Vorjahr 28,2 Prozent).

Die einzelnen Verkaufsgesellschaften in Europa haben positive Ergebnisse erreicht. Vor allem die Tochtergesellschaften in England, Frankreich sowie in Polen erzielten im Vorjahresvergleich deutlich höhere Ergebnisbeiträge.

Die Produktionsgesellschaft in Tschechien hat in 2015 einen im Vorjahresvergleich rückläufigen Ergebnisbeitrag erwirtschaftet.

In den USA erzielten die Tochtergesellschaften operativ positive Ergebnisbeiträge.

Die Verkaufsgesellschaften in Asien verzeichneten im Vorjahresvergleich primär aufgrund rückläufiger Umsätze insgesamt geringere Ergebnisse. Das Werk in China weist in 2015 ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus.

2.4 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2015 hat um 17,2 Mio. EUR auf 318,4 Mio. EUR zugenommen.

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte sind durch Wechselkursveränderungen insbesondere der Geschäfts- und Firmenwerte aus den US-Akquisitionen auf 33,9 Mio. EUR gestiegen.

Die Sachanlagen belaufen sich auf 113,8 Mio. EUR (Vorjahr 107,3 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Zugang des Technologiezentrums am Standort Kirn. Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Konzern 16,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich auf 12,0 Mio. EUR.

Die aktiven latenten Steuern haben sich hauptsächlich im Zuge der Nutzung von Verlustvorträgen bei den US-Tochtergesellschaften von 9,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,4 Mio. EUR reduziert.

Die Vorräte betragen 66,9 Mio. EUR (Vorjahr 63,3 Mio. EUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (26,0 Mio. EUR) haben sich um 1,6 Mio. EUR erhöht. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren betragen 40,1 Mio. EUR (Vorjahr 38,2 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 4,8 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR gesunken.

Die kurz- und langfristigen Sonstigen Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen betragen 6,3 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR). Darin enthalten ist der zum Barwert aktivierte Auszahlungsanspruch aus dem Körperschaftsteuerguthaben der SIMONA AG in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR).

Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben sich insbesondere aufgrund der kurzfristigen Finanzmitteldisposition (4,0 Mio. EUR) auf 4,8 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 0,7 Mio. EUR).

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sind mit 4,7 Mio. EUR aktiviert und betreffen Sachanlagen von Standorten in den USA und Frankreich.

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist im Berichtsjahr durch ein im Vorjahresvergleich erhöhtes Eigenkapital sowie eine Reduzierung des lang- und kurzfristigen Fremdkapitals gekennzeichnet.

Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 182,6 Mio. EUR (Vorjahr 159,5 Mio. EUR). Darin eingeflossen sind im Wesentlichen ein Periodenergebnis in Höhe von 17,3 Mio. EUR, eine Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2015 von 4,8 Mio. EUR sowie positive Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung mit 6,3 Mio. EUR. Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aus der leichten Erhöhung des IAS-Rechnungszinses hat das Konzerneigenkapital um 4,3 Mio. EUR zugenommen. Die Konzerneigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 57 Prozent (Vorjahr 53 Prozent).

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen waren insbesondere im Zuge der leichten Erhöhung des IAS-Rechnungszinses von 2,15 Prozent im Vorjahr auf 2,30 Prozent neu zu bewerten und haben sich im Geschäftsjahr dadurch auf insgesamt 91,4 Mio. EUR etwas reduziert (Vorjahr 92,5 Mio. EUR).

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 11,7 Mio. EUR unter Vorjahresniveau (13,1 Mio. EUR).

Die Sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden in Höhe von insgesamt 5,6 Mio. EUR (Vorjahr 7,1 Mio. EUR) betreffen überwiegend ausstehende Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenskäufen.

Die Sonstigen Schulden liegen mit 13,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau und umfassen im Wesentlichen Tantiemen und Mitarbeiterprämien sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften.

Die langfristigen (2,7 Mio. EUR) und kurzfristigen (2,0 Mio. EUR) Sonstigen Rückstellungen liegen in Summe unter Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 16,0 Mio. EUR (Vorjahr 22,4 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen im Segment Europa in das neue Technologiezentrum am Hauptsitz sowie Technische Anlagen an den Standorten in Deutschland. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Sachanlageinvestitionen in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) getätigt.

2.5 Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das primäre Ziel des Finanzmanagements bleibt, die Finanzkraft von SIMONA zu sichern. Die wichtigste Aufgabe ist dabei, den Finanzbedarf für das operative Geschäft sowie den Finanzbedarf für Investitionen ausreichend zu decken. Das Finanzmanagement ist im Konzern zentral organisiert. Den Liquiditätsbedarf im Konzern deckt SIMONA überwiegend mittels interner Konzernfinanzierung durch Ausleihungen oder Darlehen. Zudem bestehen fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und Laufzeiten. Liquiditätsüberschüsse werden risiko- und renditeoptimiert am Geld- oder Kapitalmarkt angelegt.

Finanzierungsanalyse

Die langfristigen Finanzschulden betragen 3,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR) und betreffen Darlehen aus KfW-Mitteln. Kurzfristige Finanzschulden bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 3,2 Mio. EUR), davon Kontokorrentkredite 2,5 Mio. EUR und kurzfristige KfW-Darlehen 0,4 Mio. EUR.

Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag keine zu bilanzieren (im Vorjahr wurde der am 30.09.2015 planmäßig ausgelaufene Zinsswap mit 15 TEUR ausgewiesen).

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 42.8 Mio. EUR (Vorjahr 41,9 Mio. EUR).

Cashflow

Im Geschäftsjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 37,3 Mio. EUR (Vorjahr 30,9 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -22,1 Mio. EUR (Vorjahr -61,2 Mio. EUR; im Vorjahreswert enthalten sind die Auszahlungen für den Erwerb von Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten (-42,5 Mio. EUR)). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -5,7 Mio. EUR (Vorjahr Mittelzufluss 3,4 Mio. EUR) und beinhaltet hauptsächlich die Zahlung der Dividende.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankeinlagen in Höhe von 31,9 Mio. EUR (Vorjahr 21,3 Mio. EUR). Die Veränderung von 10,6 Mio. EUR (Vorjahr -26,2 Mio. EUR) resultiert vor allem aus dem Mittelzufluss der operativen Geschäftstätigkeit sowie dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit. Die Entwicklung ist im Detail in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Finanzielle Verpflichtungen

Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR) entstehen aus operativen Miet- und Leasingverträgen. Davon sind 0,6 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig. Aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben entstehen kurzfristige Verpflichtungen in Höhe von 10,7 Mio. EUR (Vorjahr 5,2 Mio. EUR).

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 0,2 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt ein Finanzergebnis von -2,0 Mio. EUR (Vorjahr -2,2 Mio. EUR).

2.6 Geschäftsverlauf der SIMONA AG

Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG war insbesondere geprägt von einer Verlangsamung des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte 2015. Gründe dafür waren hauptsächlich der Einbruch der Konjunktur in China, der auch das Geschäft mit exportorientierten Kunden in Europa negativ beeinflusst hat.

Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 256,0 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 251,6 Mio. EUR). Das entspricht einem Umsatzwachstum von 1,7 Prozent. Das ursprünglich budgetierte Umsatzziel von 268 Mio. EUR wurde damit unterschritten.

Deutschland

Vor allem aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 3,7 Prozent auf 97,5 Mio. EUR (Vorjahr 94,0 Mio. EUR) gestiegen.

Übriges Europa und Afrika

In der Region "Übriges Europa und Afrika" konnten die Umsatzerlöse insgesamt um 1,4 Prozent auf 141,7 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr 139,7 Mio. EUR).

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben um 10,1 Prozent auf 4,7 Mio. EUR zugenommen (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).

Asien und Pazifik

Dagegen sind die Umsatzerlöse der Region "Asien und Pazifik" im Vorjahresvergleich von 13,6 Mio. EUR um 10,7 Prozent auf 12,2 Mio. EUR zurückgegangen.

Umsatzentwicklung der Produktgruppen

Im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile fiel der Umsatz auf 176,4 Mio. EUR leicht unter das Vorjahr (177,6 Mio. EUR) zurück. Im Produktbereich Rohre und Formteile sind die Umsätze von 74,0 Mio. EUR um 7,6 Prozent auf 79,7 Mio. EUR gewachsen.

Das Ergebnis der SIMONA AG ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 15,2 Mio. EUR (Vorjahr 20,5 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 6,0 Prozent (Vorjahr 8,1 Prozent) erwirtschaftet. Die budgetierte EBIT-Marge (3 bis 4 Prozent) wurde übertroffen. Das EBITDA nach IFRS hat sich von 28,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 23,2 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge beträgt 9,1 Prozent nach 11,2 Prozent im Vorjahr (budgetierte EBITDA-Marge 7 bis 8 Prozent). Der ROCE nach IFRS liegt mit 10,6 Prozent (Vorjahr 12,3 Prozent) über dem budgetierten ROCE (8 bis 10 Prozent).

Das gesunkene EBIT und EBITDA ist hauptsächlich auf einen höheren Personalaufwand zurückzuführen. Neben gestiegenen Aufwendungen für Altersvorsorge haben höhere Aufwendungen für Mitarbeiterprämien zu der Veränderung geführt. Zudem enthält das Ergebnis 2015 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 zufriedenstellend.

2.7 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der SIMONA AG

Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) liegt mit 101,0 Mio. EUR knapp über Vorjahresniveau (100,5 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge beträgt 39,5 Prozent und fällt leicht unter das Vorjahr (39,9 Prozent). Der Materialaufwand ist insbesondere aufgrund höherer Energiekosten im Vergleich zum Umsatzwachstum stärker gestiegen.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind wie im Vorjahr Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2,3 Mio. EUR.

Der Personalaufwand ist insgesamt um 4,1 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR gestiegen. Zum einen ist der Vorjahreswert durch Erträge aus der Ausfinanzierung von Pensionsansprüchen in Höhe von 3,4 Mio. EUR beeinflusst. Zum anderen sind im Berichtsjahr höhere Aufwendungen für Mitarbeiterprämien entstanden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 6,9 Mio. EUR (Vorjahr 6,6 Mio. EUR).

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 36,5 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (35,1 Mio. EUR).

Insbesondere für Instandhaltung, Kursaufwendungen, Leihpersonal, Fracht sowie Vermittlungsprovisionen sind höhere Aufwendungen entstanden. Der Aufwand für Verpackungsmaterial und Werbekosten ist dagegen gefallen.

Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,1 Mio. EUR betreffen die Tochtergesellschaft SIMONA AMERICA Inc., USA.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen über 5,3 Mio. EUR betreffen die SIMONA ASIA Ltd., Hongkong.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen 3,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen (3,2 Mio. EUR, Vorjahr 3,8 Mio. EUR). Aufgrund der vorzeitigen Anwendung von § 253 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zinsaufwand um 2,9 Mio. EUR entlastet. Dies ist zurückzuführen auf die Verlängerung des Zeitraumes zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen von 7 auf 10 Jahre.

Im Geschäftsjahr wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr 18,5 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 6,6 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent) erwirtschaftet. Das EBITDA hat sich von 25,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 23,7 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge liegt mit 9,3 Prozent leicht unter Vorjahresniveau (10,0 Prozent). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) hat sich um insgesamt 3,4 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR verschlechtert. Die EBT-Marge ist von 6,7 Prozent auf 5,3 Prozent gesunken. Die Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr war insbesondere durch höhere Aufwendungen für Mitarbeiterprämien und für Altersvorsorge geprägt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich um 4,3 Mio. EUR auf 237,4 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen ist insgesamt um 1,2 Mio. EUR auf 139,0 Mio. EUR angestiegen.

Das Sachanlagevermögen hat sich um 3,7 Mio. EUR auf 52,2 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf die Errichtung des neuen Technologiezentrums in Kirn zurückzuführen ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich von 48,3 Mio. EUR auf 46,1 Mio. EUR verringert. Gründe sind eine Zuschreibung auf die Anteile an der Tochtergesellschaft in den USA (3,1 Mio. EUR) sowie eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile einer Tochtergesellschaft in Asien (5,3 Mio. EUR).

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 40,1 Mio. EUR betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien. Die Tochtergesellschaft in Amerika hat ein Darlehen in Höhe von 0,5 Mio. EUR im Berichtsjahr zurückgezahlt.

Der Bestand an Vorräten hat um insgesamt 1,4 Mio. EUR auf 30,6 Mio. EUR zugenommen. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial (11,2 Mio. EUR), unfertigen Erzeugnissen (0,3 Mio. EUR) und Fertigerzeugnissen (19,2 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen sind im Vorjahresvergleich leicht um 0,7 Mio. EUR gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 24,3 Mio. EUR (Vorjahr 26,5 Mio. EUR) zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Vorjahresvergleich um 7,5 Mio. EUR auf 17,9 Mio. EUR abgenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Rückzahlung von Darlehen sowie der Reduzierung von Forderungen aus Warenlieferungen aufgrund von Lagerschließungen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vorjahresvergleich um 1,4 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR zurückgegangen.

Insgesamt betrugen die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände zum Jahresende 46,8 Mio. EUR (Vorjahr 57,6 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel sind von 8,4 Mio. EUR im Vorjahr um 12,0 Mio. EUR auf 20,4 Mio. EUR zum Jahresende gestiegen.

Finanzlage

Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vorjahresvergleich von 158,3 Mio. EUR auf 162,5 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt wie im Vorjahr 68 Prozent.

Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung des IFRS-Konzernergebnisses und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.

Die Summe der Rückstellungen beträgt 54,4 Mio. EUR (Vorjahr 52,8 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich mit 2,8 Mio. EUR höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 43,5 Mio. EUR. Die höhere Dotierung ist insbesondere durch die Verringerung des Abzinsungssatzes auf 4,31 Prozent bedingt (Vorjahr 4,53 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 9,7 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 10,1 Mio. EUR).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um 1,4 Mio. EUR auf 20,6 Mio. EUR verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 7,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,5 Mio. EUR) ausgewiesen, welche Warenlieferungen von der Tochtergesellschaft in Litvinov betreffen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 6,8 Mio. EUR (Vorjahr 7,5 Mio. EUR) und betreffen langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln (4,2 Mio. EUR) sowie die Inanspruchnahme einer kurzfristigen Rahmenkreditlinie über 2,5 Mio. EUR.

Das KfW-Darlehen wird zu einem festen Zinssatz verzinst und ist vertragsgemäß ab Mitte 2016 vierteljährlich zu tilgen. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro-Overnight-Indexed-Average-Satzes) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.

Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Rahmenkreditlinien in Höhe von 39,9 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 10,6 Mio. EUR (Vorjahr 14,3 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen an den Standorten in Deutschland sowie die Errichtung des Technologiezentrums in Kirn. Insgesamt wurden NettoInvestitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 8,0 Mio. EUR) getätigt.

Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen 8,4 Mio. EUR, aus Rohstoffbestellungen 4,9 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Liquiditätsanalyse

Die liquiden Mittel der SIMONA AG betragen am Bilanzstichtag 20,4 Mio. EUR (Vorjahr 8,4 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Die Erhöhung ist hauptsächlich auf Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

2.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

SIMONA misst die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen europaweiter Befragungen. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA. Die Gesamtzufriedenheit bei der letzten europaweiten Befragung in 2013 konnte von 82,4 Prozent auf 86,7 Prozent weiter gesteigert werden. 88,0 Prozent unserer Kunden würden unsere Produkte und Leistungen weiterempfehlen (Vergleichswert: 85,4 Prozent). Die nächste europaweite Kundenbefragung ist für 2016 geplant.

Mitarbeitende

Im SIMONA Konzern hat sich die Zahl der Mitarbeitenden zum Jahresende leicht reduziert. Zum 31.12.2015 waren 1.278 Mitarbeitende beschäftigt und damit 22 weniger als zum Jahresende 2014. Aufgrund der Re-Engineering-Maßnahmen in Europa sind die Beschäftigtenzahlen hier leicht zurückgegangen. Das betrifft vor allem den Stammsitz in Kirn sowie die Tschechische Republik durch Schließung der Vertriebsgesellschaft in Prag und die Zusammenlegung mit dem Produktionsstandort in Litvinov. In den USA ist die Zahl der Mitarbeitenden nach der in 2014 abgeschlossenen Integration der Akquisition der Laminations Inc. zurückgegangen. In China hat sich die Zahl der Mitarbeitenden leicht reduziert. Den Internationalisierungskurs von SIMONA belegen auch die Beschäftigtenquoten. Waren im Jahr 2013 noch 84 Prozent aller Mitarbeitenden in Europa beschäftigt, hat sich diese Quote insbesondere durch die Akquisitionen in den USA im Jahr 2015 auf 74 Prozent reduziert.

Die Beschäftigtenzahl in der SIMONA AG ist zum Jahresende mit 788 leicht zurückgegangen (31.12.2014: 792).

Die Zahl der Auszubildenden liegt zum 31.12.2015 auf dem hohen Niveau des Vorjahres. 42 Jugendliche (Vorjahr 41) absolvierten eine Ausbildung in einem der sieben technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. Die Zahl der ehemaligen Auszubildenden, die berufsintegrierte Studiengänge absolvieren, hat sich von 3 auf 6 erhöht. SIMONA bietet in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen kaufmännische und technische Studiengänge an.

Die Kernziele der strategischen Neuausrichtung bestimmten auch 2015 die Schwerpunkte der persönlichen und fachlichen Weiterbildung der Mitarbeitenden. So wurden unter anderem Verkaufstrainings für alle Mitarbeitenden des Innendienstes, Führungstrainings für Maschineneinrichter und Workshops für Meister, aufbauend auf der in 2014 gestarteten Trainingsoffensive, absolviert. Im Projekt Re-Engineering Europa wurde ein Aktionsteam fest implementiert. Der zweite Jahrgang des Nachwuchsförderkreises mit internationaler Besetzung hat in 4 Modulen junge Mitarbeitende auf Fach- und Führungsaufgaben vorbereitet. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements wurden gemeinsam mit der Krankenkasse AOK u. a. Rückenkurse angeboten. Der zweite SIMONA Familientag mit über 1.400 Teilnehmern wurde am Stammsitz in Kirn durchgeführt. Er bot unter dem Motto "ONE SIMONA" den Mitarbeitenden die Möglichkeit, der Familie den eigenen Arbeitsplatz zu zeigen und ein Unterhaltungsprogramm zu nutzen.

Dem strategischen Ziel der Erschließung neuer Anwendungen und Produkte wurde auch organisatorisch mit Einführung eines Business Developments Rechnung getragen. Es wurden verschiedene Marktsegmente definiert, für die Business Developer eingestellt werden. Erste Einstellungen sind bereits erfolgt und das Business Development wird im Laufe des ersten Halbjahres 2016 die Arbeit aufnehmen. Für die gewerblichen Bereiche wurde mit der Erarbeitung einer Qualifikationsmatrix begonnen. Die Vorbereitungen zur Einführung eines Maschinendaten- und Betriebsdatenerfassungssystems wurden abgeschlossen.

Qualität, Umwelt und Energie

Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG. Auch im Geschäftsjahr 2015 wurde die Umsetzung dieser Managementnormen durch erfolgreich absolvierte externe Überwachungsaudits unter Beweis gestellt. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie auch schon in den Vorjahren, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.

Im Oktober 2015 erfolgte das dritte Überwachungsaudit des SIMONA Energiemanagementsystems gemäß der international anerkannten Norm DIN EN ISO 50001. Insgesamt wurde bestätigt, dass unser Energiemanagementsystem vollständig wirksam ist und umfassende Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung gegeben sind. Des Weiteren wurden Akzeptanz und Umsetzungsgrad in allen Bereichen des Energiemanagements positiv bewertet.

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für SIMONA zentrale Themen. Das SIMONA Umweltmanagementsystem ist gemäß DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Bei der Planung neuer Produktionsprozesse und Fertigungsverfahren wird der produktionsintegrierte Umweltschutz weiter forciert. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen des Weiteren dazu bei, Herausforderungen z. B. in der Umwelttechnik oder Versorgung nachhaltig zu lösen. SIMONA ist aktives Mitglied der Organisation VinylPlus, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette. In 2015 hat SIMONA unter Federführung des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. (pro-K) und gemeinsam mit weiteren deutschen Herstellern ein Qualitätssiegel für PVC-Platten eingeführt. Die Träger des neuen Zeichens "PVC-Sheet Quality - Made in Germany" verpflichten sich dazu, festgelegte Qualitätsstandards zu erfüllen, Verarbeitungskompetenzen zu gewährleisten und ein vielseitiges und ausgezeichnetes Serviceangebot zu liefern.

Informationstechnologie

In der IT-Infrastruktur wurden 2015 die wichtigsten Komponenten ausgetauscht. Hierzu gehörten vor allem der komplette Neubau der Standortvernetzung sowie der Core-Komponenten des zentralen IT-Netzwerks. Hauptziele dieser Maßnahmen waren die Sicherstellung der Verfügbarkeit der IT-Systeme als auch die IT-Sicherheit. Außerdem wurden die IT-technischen Grundlagen für modernste Serverund Speichertechnologien in den Rechenzentren sowie in den Produktions- und Logistikprozessen gelegt. Schwerpunkt der IT-Anwendungsentwicklung waren im vergangenen Geschäftsjahr die Integration der produktiven Geschäftsprozesse in den beiden tschechischen Gesellschaften. Am Standort Litvinov wurden alle Aktivitäten im tschechischen Markt zusammengeführt.

3. NACHTRAGSBERICHT

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2015 bis zur Erstellung des Berichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die weltweite Nachfrage nach Kunststoffen wird laut einer Studie von "Grand View Research" in den nächsten Jahren um durchschnittlich 5,3 Prozent jährlich steigen und in 2020 ca. 350 Millionen Tonnen erreichen. Die Asien-Pazifik-Region ist - trotz der derzeitigen Konjunkturschwäche einiger APAC-Länder - weiterhin der Treiber dieser Entwicklung. Ausschlaggebend dafür sind die steigenden Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Asien sowie das Wachstum des Individualverkehrs. Die Studie bescheinigt Nordamerika und Europa eine relativ hohe Marktsättigung, in der Wachstum nur über neue Technologien und Anwendungen insbesondere mit biobasierten Alternativen möglich ist. Für Nordamerika wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,3 Prozent bis 2020 vorhergesagt. Das Marktforschungsinstitut Ceresana erwartet für den europäischen Kunststoffmarkt bis zum Jahr 2022 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 Prozent pro Jahr.

Die Strategie von SIMONA folgt diesen globalen Trends. In Europa sollen die Innovationskraft unter anderem mit Hochleistungs- und biobasierten Kunststoffen weiter gestärkt sowie neue Marktsegmente in Bau, Mobilität und Agrar erschlossen werden. Hier sieht SIMONA - auch aufgrund der erweiterten Fertigungsmöglichkeiten durch das neue Technologiezentrum - gute Chancen, den Umsatz mit neuen Produkten und Anwendungen steigern zu können. In der Region Asien und Pazifik will SIMONA im Premiumsegment des Behälter- und Apparatebaus das steigende Umweltbewusstsein bedienen und in dieser Region überproportional wachsen. In Indien wird SIMONA 2016 eine eigene Vertriebsgesellschaft eröffnen, um vom wachsenden Kunststoffmarkt auf dem Subkontinent zu profitieren. In der Region Amerika sieht SIMONA gute Chancen, das Industriegeschäft weiter auszubauen. Durch die Zusammenführung des Geschäfts am Standort Archbald ist die Marktsignifikanz gestiegen und damit auch die Möglichkeit, kostendeckende Preise durchzusetzen. Der Bereich Aviation ist weiterhin von hohen Wachstumsraten im Flugzeugmarkt geprägt, an denen die Tochtergesellschaft Boltaron Inc. aufgrund ihres breiten Produktportfolios und ihrer guten Stellung im Markt partizipieren kann.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems

Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Die Konsolidierung der Tochtergesellschaften wird mithilfe eines nach IDW PS 880 zertifizierten Systems im Finanzwesen durchgeführt. Die Datenandienung erfolgt über eine SAP-Schnittstelle sowie Excel-basiert. Bereits bei der Datenandienung werden zahlreiche technische Validierungen durchgeführt.

Maschinelle sowie manuelle Prozesskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip stellen wichtige Überwachungsschritte im Abschlusserstellungsprozess dar. Die quartalsweise Erstellung einer konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz sowie die Veröffentlichung eines Halbjahresberichtes ermöglichen eine gute Basis für die Plausibilisierung im Jahresabschluss.

Risikobericht

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise.

Die interne Revision überprüft regelmäßig das Risikomanagementsystem sowie ausgewählte Einzelrisiken im Hinblick auf Risiko-Identifikation, Risiko-Bewertung, Maßnahmen zur Risikoreduzierung sowie die Berichterstattung von Einzelrisiken durch die Risikoverantwortlichen.

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Risikomap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft. Umfeld- und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken, Beschaffungs- und Einkaufsrisiken sowie informationstechnologische Risiken werden als wesentliche Einzelrisiken betrachtet.

Umfeld- und Branchenrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Unternehmenszukäufe sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu erhöhen und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen. Die geopolitischen Risiken sind weiter virulent und nehmen tendenziell zu. Im Segment Europa bestimmen die Flüchtlingskrise und die nach wie vor ungelöste Finanzkrise die Umfeld- und Branchenrisiken. Hier haben die Risiken tendenziell zugenommen. Im Segment Amerika bestimmen der niedrige Ölpreis und die Entwicklung des Dollarkurses das wirtschaftliche Umfeld. Hier besteht das Risiko einer durch die vorgenannten Faktoren verursachten geringeren Investitionstätigkeit der Industrie, die unser Geschäft negativ beeinflussen kann. Im Segment Asien und Pazifik wird die konjunkturelle Entwicklung in China im Industriesektor für die Risikoentwicklung bestimmend sein. Aufgrund der sich abkühlenden Konjunktur einiger Schwellenländer Asiens haben die Umfeld- und Branchenrisiken leicht zugenommen. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten wird mit einem Erwartungswert von etwa 5,0 Mio. EUR Umsatzrückgang bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell größer als 50 Prozent gerechnet. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken derzeit jedoch als gering erachtet.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Zur Risikovermeidung beobachtet SIMONA intensiv den Markt und Wettbewerb und führt regelmäßig vertriebsintern sowie mit Key Accounts Strategiegespräche. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als nicht wesentlich eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Sie betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Durch die Unternehmensakquisitionen und den Ausbau der Produktion im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern erheblich reduziert werden. Das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ging 2015 von der schwachen Konjunktur in den Emerging Markets aus, die auch die Exporttätigkeit deutscher Unternehmen negativ beeinflusst hat.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im osteuropäischen Markt nach wie vor hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko wie auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt.

Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Es handelt sich hauptsächlich um die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie insbesondere das Langlebigkeitsrisiko. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. schwer vorhersagbare Belastungen der Liquidität, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Diese betreffen insbesondere die Rohstoffpreisentwicklung sowie mögliche Ausfälle von Lieferanten. Die Beschaffungsrisiken hatten im ersten Quartal 2015 aufgrund einer unsicheren Versorgungslage durch Produktionsausfälle mehrerer Rohstoffhersteller deutlich zugenommen. Die Versorgung mit Rohmaterial konnte jedoch durch Bevorratung, bindende Lieferverträge sowie Multi-Sourcing von qualifizierten Rohstoffen sichergestellt werden. Die Preisentwicklung der von uns eingesetzten Rohstoffe hat sich unter anderem aufgrund der knappen Verfügbarkeit durch die Produktionsausfälle vom sinkenden Ölpreis entkoppelt. Wir erwarten mittel- und langfristig weiterhin einen strukturellen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen. Aktuell sind SIMONA keine Anzeichen bekannt, die auf eine unzureichende Versorgung mit Rohmaterial hindeuten.

Informationstechnologische Risiken

Diese betreffen insbesondere den Ausfall der IT-Technologie, Datenverlust und Angriffe auf die IT-Systeme verbunden mit Betriebsspionage. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine eigene IT-Abteilung, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist. Zudem erfolgen regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, der Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen sowie Zugriffskontrollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit vor allem durch externe Angriffe auf die IT-Systeme wird als hoch eingeschätzt.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2015 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

5. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht in seinem jüngsten Quartalsbericht das künftige Wachstum der Weltwirtschaft mit hohen Risiken verbunden. Er geht aber - wie die großen internationalen Organisationen - von einem stärkeren Wachstum in Höhe von 3,25 - 3,50 Prozent als im vergangenen Jahr aus. Dabei sollen die USA und Europa auf einem moderaten Erholungskurs bleiben, während sich Chinas Abkühlung fortsetzen soll.

In den USA (IWF-Prognose +2,6 Prozent) werden sich privater Verbrauch und Dienstleistungen weiter positiv entwickeln, während Investitionen und Wertschöpfung in der Industrie durch Dollarkurs und Ölpreis unter Druck stehen.

Die Konjunkturentwicklung in Europa soll sich zwar langsam, aber stetig fortsetzen. Gestiegene Beschäftigung und niedriger Ölpreis wirken sich positiv auf den Konsum aus. Exporttätigkeit und Investitionen werden sich aufgrund der verhaltenen globalen Nachfrage schwach entwickeln. "Konjunkturlokomotive" für die Eurozone bleibt Deutschland. Frankreich und Italien werden ihre Wachstumsraten zwar weiter steigern (IWF-Prognose jeweils 1,3 Prozent). Hier spielen jedoch Basiseffekte eine Rolle. Diese beiden für die Eurozone und den Handel mit Deutschland wichtigen Länder leiden aber nach wie vor unter Strukturdefiziten.

In den Emerging Markets und Schwellenländern gefährdet der niedrige Ölpreis die Wachstumsaussichten. Brasilien steckt weiter in einer tiefen Rezession (IWF-Prognose -3,5 Prozent). Die Wirtschaft in Russland wird dem IWF zufolge nochmals um 1,0 Prozent zurückgehen. Die Wirtschaft in China wird sich weiter abkühlen (IWF-Prognose +6,3 Prozent), dennoch wird der größte Anteil des weltweiten Wirtschaftswachstums auch 2016 aus Asien kommen.

In fast allen etablierten Volkswirtschaften ist der private Konsum der Wachstumstreiber. Eine kräftige Belebung der für das Geschäft von SIMONA wichtigen Investitionstätigkeit und des Außenhandels ist nicht zu erwarten. So geht der VDMA für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau auch für 2016 von einem Nullwachstum aus. Die chemische Industrie in Deutschland erwartet für 2016 ein Produktionswachstum von 1,5 Prozent.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland sind für das laufende Jahr weiter zuversichtlich. 57 Prozent der vom GKV zu Beginn dieses Jahres befragten Branchenunternehmen rechnen auch für das laufende Jahr mit weiter steigenden Umsätzen. Lediglich 9 Prozent rechnen mit Umsatzrückgängen. Die Zuversicht überwiegt auch hinsichtlich der Erwartungen an die Entwicklung der Gewinne. Technologische Impulse werden von der weltgrößten Messe der Kunststoffindustrie, der "K 2016" erwartet, die im Oktober in Düsseldorf stattfindet.

Künftige Entwicklung des SIMONA Konzerns

In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld hat der SIMONA Konzern für das Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 365 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 5 und 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von etwa 10 Prozent budgetiert.

Die Verzinsung des im Konzern eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2016 in Höhe von 6 bis 8 Prozent erwartet.

In der DACH-Region geht SIMONA dabei von einem sich weiter konsolidierenden Markt aus. In Westeuropa soll ein leichtes Wachstum erzielt werden. Größere Wachstumsimpulse werden in Osteuropa erwartet. Für das Segment Europa plant SIMONA insgesamt Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau. Im Segment Amerika wird in 2016 ein stabiles Geschäft auf Vorjahresniveau geplant. Die Division Aviation und Specialty Products soll weiter von der guten Entwicklung im Flugzeugmarkt profitieren und mit margenstarken Produkten überproportional wachsen.

Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der Durchsetzbarkeit auskömmlicher Preise in einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten abhängen. Aufgrund der eher verhaltenen Entwicklung im ersten Quartal sind die budgetierten Umsatz- und Ergebnisziele schwer zu erreichen. Wir gehen derzeit von einem erreichbaren Umsatz von 355 - 365 Mio. EUR und einer EBIT-Marge von 5 - 6 Prozent aus. Sollten sich die konjunkturellen und geopolitischen Rahmenbedingungen in der zweiten Jahreshälfte durchgreifend verbessern und keine Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten eintreten, sind die budgetierten Werte erreichbar.

SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit aufgrund des Ausbaus der technischen Kompetenz mit dem Technologiezentrum sowie der Fokussierung auf Marktsegmente auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.

Wir gehen durch die Aktivitäten in unserem Energiemanagement davon aus, die Energieeffizienz auf dem erreichten Niveau halten zu können.

Die Anzahl der Mitarbeitenden des SIMONA Konzerns wird in 2016 voraussichtlich stabil bleiben. Die Zahl der Auszubildenden wird sich nach den bisher geschlossenen Ausbildungsverträgen voraussichtlich auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Künftige Entwicklung der SIMONA AG

Trotz hoher Unsicherheiten im wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld hat sich SIMONA anspruchsvolle Ziele gesetzt. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden ein Umsatz von 263 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 4 und 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge zwischen 7 und 9 Prozent jeweils nach IFRS budgetiert.

Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2016 in Höhe von 7 bis 9 Prozent erwartet.

Für die Verkaufsregion "Deutschland" geht SIMONA dabei von einem sich weiter konsolidierenden Markt aus. In der Region "Übriges Europa und Afrika" soll ein leichtes Wachstum erzielt werden. Größere Wachstumsimpulse werden in Osteuropa erwartet. SIMONA setzt für Europa insgesamt weiterhin auf ein Wachstum mit neuen Produkten und Anwendungen und verspricht sich Impulse durch die Einführung eines Business Developments. In der Verkaufsregion "Amerika" soll das erzielte Niveau gehalten werden. Stärkere Wachstumsraten plant SIMONA für die Region "Asien und Pazifik".

6. SONSTIGE ANGABEN

6.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

6.2 Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die variable Vergütungskomponente wird jährlich überprüft und die fixe Komponente alle zwei Jahre. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung ist die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein Long-Term-Incentive-Programm, welches den "SIMONA Value Added" (Economic Value Added und ein Mindest-Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 8 Prozent) der Jahre 2013 bis 2015 zugrunde legt.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten zudem einen Bonus, dessen Höhe von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig ist, die sich an der Ergebnisentwicklung des Konzerns orientieren. Die Bezüge des Vorstandes betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.062 TEUR (Vorjahr 1.647 TEUR). Sie setzen sich aus 1.012 TEUR (Vorjahr 1.030 TEUR) fester Vergütung und 1.050 TEUR (Vorjahr 617 TEUR) Boni zusammen. Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 1. Juli 2011 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015.

Die individualisierten Angaben gemäß § 285 Nr. 9 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB unterbleiben insofern.

Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 486 TEUR (Vorjahr 476 TEUR). Die handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 11.810 TEUR (Vorjahr 10.941 TEUR). Die Pensionsrückstellungen nach IFRS für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 16.333 TEUR (Vorjahr 16.105 TEUR).

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen weder Kredite, Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern ersetzt.

Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden von der Hauptversammlung am 12. Juni 2015 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 131 TEUR (Vorjahr 133 TEUR), davon SIMONA AG 105 TEUR (Vorjahr 106 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen weder Kredite, Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

6.3 Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2015 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt.

31,19 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,25 Prozent Regine Tegtmeyer (Nebel), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 25,82 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 12. Juni 2015 insgesamt 70.860 Stück Aktien; dies entspricht 11,81 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten insgesamt 1.300 Stück Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 12. Juni 2015 an; dies entspricht 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.

Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, 30. März 2016

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

BILANZ FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

DER SIMONA AG

AKTIVA

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in TEUR 31.12.2015 31.12.2014
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 577 495
577 495
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.562 15.461
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.812 21.488
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.486 4.967
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.350 6.615
52.210 48.531
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 46.142 48.327
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.075 40.456
3. Beteiligungen 23 23
86.240 88.806
139.027 137.832
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.158 10.546
2. Unfertige Erzeugnisse 275 211
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 19.208 18.467
30.641 29.224
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.290 26.493
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.861 25.404
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteilungsverhältnis besteht 571 206
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.086 5.476
46.808 57.579
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 20.412 8.375
97.861 95.178
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 561 103
237.449 233.113
PASSIVA
in TEUR 31.12.2015 31.12.2014
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
II. Kapitalrücklage 15.032 15.032
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 397 397
2. Satzungsmäßige Rücklagen 2.847 2.847
3. Andere Gewinnrücklagen 116.677 112.181
119.921 115.425
IV. Bilanzgewinn 12.044 12.347
162.497 158.304
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 43.539 40.773
2. Steuerrückstellungen 1.199 1.964
3. Sonstige Rückstellungen 9.656 10.087
54.394 52.824
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.787 7.453
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.260 7.348
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.070 4.456
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteilungsverhältnis besteht 0 261
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.441 2.467
(davon aus Steuern TEUR 268; Vorjahr TEUR 669)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 731; Vorjahr TEUR 628)
20.558 21.985
237.449 233.113

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

DER SIMONA AG

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in TEUR 01.01.-31.12.2015 01.01.-31.12.2014
1. Umsatzerlöse 256.036 251.641
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 614 -2.011
256.650 249.630
3. Sonstige betriebliche Erträge
(davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 2.268; Vorjahr TEUR 2.299) 5.096 4.103
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -154.321 -150.744
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -703 -421
-155.024 -151.165
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -36.974 -35.110
b) Soziale Angaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung TEUR 2.358; Vorjahr TEUR 589) -9.551 -7.312
-46.525 -42.422
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.866 -6.588
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 623; Vorjahr TEUR 546) -36.479 -35.084
8. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.478; Vorjahr TEUR 1.163) 1.478 1.163
9. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 3.156 823
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 635; Vorjahr TEUR 590) 758 708
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -5.341 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus Aufzinsung TEUR 3.306; Vorjahr TEUR 3.978) -3.404 -4.267
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.499 16.901
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.369 -4.442
15. Sonstige Steuern -137 -147
16. Jahresüberschuss 8.993 12.312
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.547 6.191
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -4.496 -6.156
19. Bilanzgewinn 12.044 12.347

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

DER SIMONA AG

ALLGEMEINE HINWEISE

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetztes (AktG) und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit wurde der Posten "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" zusätzlich in das Gliederungsschema des § 275 HGB aufgenommen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit Ausnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 EUR, aber nicht über 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse wurden nach der LIFO-Methode ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen zur Bilanz dargelegt.

Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, ermittelt, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Anlagevermögen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert (Anschaffungskosten) angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zins abgezinst.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Aufwendungen der Folgejahre.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (Vorjahr sieben Jahre) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 4,31 Prozent (Vorjahr 4,53 Prozent) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 Prozent, der Trend der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung mit 2,00 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt.

Für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Anwartschaften werden gemäß Artikel 28 Absatz 1 EGHGB keine Rückstellungen gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten-und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß der Restlaufzeit mit einem Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter als Anlage zum Anhang dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung zum Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind den für den IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 verwendeten Daten (sog. Handelsbilanz II) entnommen. Das Eigenkapital von Gesellschaften in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs und die Ergebnisangaben zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 5.341 TEUR auf den niedrigeren beizulegenden Wert infolge voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd. (16.817 TEUR) und die SIMONA AMERICA Inc. (23.258 TEUR).

Vorräte

Bei den Vorräten wird für Rohstoffe und Fertigerzeugnisse die LIFO-Methode unterstellt. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode, der zu einer Verminderung der Vorräte führt, beträgt bei den Rohstoffen 2.690 TEUR und bei den Fertigerzeugnissen 8.776 TEUR.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13.058 TEUR, Vorjahr 18.747 TEUR) sowie Darlehen (4.803 TEUR, Vorjahr 6.657 TEUR). Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, beläuft sich auf 4.577 TEUR (Vorjahr 6.626 TEUR).

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 571 TEUR betreffen Zahlungen im Rahmen der Altersvorsorge.

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft einen Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens (1.410 TEUR) aktiviert und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die einzelnen Raten sind in 2016 und 2017 fällig. Darüber hinaus beinhalten die Sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen von 1.822 TEUR.

Der Gesamtbetrag der Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, beträgt 691 TEUR (Vorjahr 1.384 TEUR).

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 15.500 TEUR und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 7.547 TEUR enthalten. Im Berichtsjahr wurden satzungsgemäß 4.496 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsrückstellung zu einem Wertansatz bei einem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt -2.901 TEUR.

Die SIMONA Sozialwerk GmbH dient als Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelbaren Altersvorsorgeverpflichtungen für die SIMONA AG. Zum 31.12.2015 ergibt sich eine nicht passivierungspflichtige Unterdeckung in Höhe von 8.774 TEUR (10-Jahres-zins) und 12.353 TEUR (7-Jahreszins).

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von 6.071 TEUR (Vorjahr 5.330 TEUR) sowie Gewährleistungsansprüche über 2.543 TEUR (Vorjahr 3.532 TEUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Bankdarlehen über einen Gesamtbetrag von 1.726 TEUR (Vorjahr 2.257 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sowie innerhalb eines Jahres fällige Kontokorrentkredite über 2.538 TEUR (Vorjahr 3.204 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich innerhalb eines Jahres fällige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.070 TEUR, Vorjahr 4.456 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, Sonstigen Rückstellungen und Anlagevermögen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 Prozent zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Aus Gewährleistungsverträgen hat die SIMONA AG, Kirn, zu Gunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China, je eine Garantie abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2015 mit insgesamt 0 TEUR.

Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG, Kirn, zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Zahlungsgarantie in Höhe von nominal 2.756 TEUR abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA AMERICA Inc. und Boltaron Inc. gegenüber dem Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2015 mit insgesamt 125 TEUR.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien wird derzeit als nicht wahrscheinlich eingeschätzt, da die Tochtergesellschaften in den USA über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erfüllen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN

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in TEUR
Fällig 2016 188
Fällig 2017 - 2019 0
188

BESTELLOBLIGO

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In

TEUR
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 8.425
Bestellobligo aus Rohstoffbestellungen 4.947
13.372

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist zudem als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 1.867 TEUR (Vorjahr 1.386 TEUR) zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften werden zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt.

Darüber hinaus haben Unternehmen des SIMONA Konzerns mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen (Umsätze unterhalb von insgesamt 10 TEUR). Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN

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in TEUR 2015 % 2014 %
Deutschland 97.447 38,1 93.968 37,3
Übriges Europa und Afrika 141.704 55,3 139.764 55,6
Amerika 4.692 1,8 4.260 1,7
Asien und Pazifik 12.193 4,8 13.649 5,4
256.036 100,0 251.641 100,0

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTGRUPPEN

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in TEUR 2015 % 2014 %
Halbzeuge und Fertigteile 176.350 68,9 177.602 70,6
Rohre und Formteile 79.686 31,1 74.039 29,4
256.036 100,0 251.641 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.379 TEUR, Vorjahr 637 TEUR) sowie periodenfremde sonstige Erträge (4 TEUR, Vorjahr 230 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (9.814 TEUR, Vorjahr 9.490 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen (7.709 TEUR, Vorjahr 6.275 TEUR), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (5.726 TEUR, Vorjahr 5.860 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (1.318 TEUR, Vorjahr 1.185 TEUR), Raumkosten (912 TEUR, Vorjahr 938 TEUR) und Werbekosten (635 TEUR, Vorjahr 837 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich aus der Ausbuchung von Forderungen (104 TEUR, Vorjahr 28 TEUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Zinserträge und ähnliche Erträge aus früheren Geschäftsjahren wurden im Berichtsjahr keine vereinnahmt (Vorjahr 1 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuererträge in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr Steueraufwendungen von 220 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.

SONSTIGE ANGABEN

Organe und Aufwendungen für Organe

Vorstand:

Wolfgang Moyses

MBA, Diplom-Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender

Verantwortlich für die Bereiche:

USA und Asien-Pazifik
Global Business Segments
Strategische Unternehmensentwicklung
Personal und Recht
Investor Relations
Marketing & Kommunikation

Dirk Möller

Diplom-Ingenieur, stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Verantwortlich für die Bereiche:

Division Halbzeuge Europa
Division Rohre und Formteile
Forschung und Entwicklung
Anwendungstechnik/Technical Service Center
Verfahrensentwicklung
Logistik

Fredy Hiltmann

Betriebsökonom

Verantwortlich für die Bereiche:

Finanzen
Controlling
Steuern
Einkauf
IT & Organisation
Qualitätsmanagement

Wolfgang Moyses nimmt Aufgaben als Organ folgender Unternehmen wahr:

Kunden-Beiratsmitglied LBBW Rheinland-Pfalz Bank
Beiratsmitglied CW Brabender Instruments Inc., South Hackensack/USA
Aufsichtsratsmitglied SURTECO SE, Buttenwiesen-Pfaffenhofen

Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Gleichzeitig nimmt Herr Möller in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben als Organ wahr:

SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, (1),
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, (2),
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, (2),
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, (2),
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, (2),
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, (2)

Die Aufgaben als Organ betreffen:

(1) Geschäftsführer, (2) Mitglied im Board of Directors.

Aufsichtsrat:

Dr. Rolf Goessler

Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann

(Vorsitzender)

weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Roland Frobel

Isernhagen, Geschäftsführer der ROSSMANN CENTRAL EUROPE B. V., Renswoude, Niederlande

(stellvertretender Vorsitzender)

weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (bis 25.02.2016)
Mitglied des Aufsichtsrates der GBK Beteiligungen AG, Hannover (seit 20.05.2015)
Vorsitzender des Beirates der Saxonia Holding-Gesellschaft mbH & Co. KG, Wolfsburg

Dr. Roland Reber

Stuttgart

Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen

Joachim Trapp

Biberach, Volljurist

Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Biberach, Biberach
Geschäftsführer der Sparkasse-Immobilien BC GmbH, Biberach
Geschäftsführer der Sparkasse-Immobilien BC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Biberach

Gerhard Flohr

Bergen, Arbeitnehmervertreter

Betriebsschlosser

Jörg Hoseus

Monzingen, Arbeitnehmervertreter

Industriemechaniker

Gesamtbezüge des Vorstandes

Für die Tätigkeit in 2015 betragen die Bezüge des Vorstandes 2.062 TEUR, davon betragen die variablen Vergütungsanteile 1.050 TEUR.

Darüber hinaus wurden keine weiteren Bezüge oder Kredite gewährt.

Die individualisierte Angabe der Bezüge aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung unterbleibt nach § 286 Absatz 5 HGB aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 1. Juli 2011, der bis einschließlich Geschäftsjahr 2015 gefasst wurde.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (75 TEUR) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (30 TEUR). Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betragen somit insgesamt 105 TEUR und entfallen auf:

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in TEUR 2015
Dr. Rolf Goessler 30,0
Roland Frobel 25,0
Dr. Roland Reber 20,0
Joachim Trapp 10,0
Gerhard Flohr 10,0
Jörg Hoseus 10,0
105,0

Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstandes

Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge 486 TEUR.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 6.186 TEUR.

Mitarbeitende

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden:

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2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer 469 482
Angestellte 275 274
Arbeitnehmer 744 756
Auszubildende 40 41
784 797

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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in TEUR 2015
Jahresüberschuss 8.993
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.547
Satzungsmäßige Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -4.496
Bilanzgewinn 12.044
Dividende (EUR 10,00 je Aktie) -6.000
Vortrag auf neue Rechnung 6.044

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2015 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 23. Februar 2016 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite unter www.simona.de öffentlich zugänglich gemacht.

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG

Am 12. Juni 2015 hat die Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht, dass folgende Beteiligungen an ihr mitgeteilt wurden. Danach ergeben sich die folgenden Beteiligungsverhältnisse:

STIMMRECHTSANTEIL AN DER SIMONA AG

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in Prozent am 31.12.2015
Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn 31,19
Dirk Möller, Kirn 11,64
Regine Tegtmeyer, Nebel 11,25
Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel 10,10
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn 10,00
LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart 10,00
Bayernlnvest Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 5,00

Der SIMONA Aktiengesellschaft liegen folgende Mitteilungen, welche dem letzten mitgeteilten Stand der Aktionäre über die Über- bzw. Unterschreitung von Schwellenwerten nach § 21 Absatz 1 WpHG entsprechen, vor:

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns in der Bestandsmitteilung gem. §41 Abs. 4f WpHG am 14. Januar 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 26. November 2015 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 Prozent betragen hat (das entspricht 0 Stimmrechten).

Die Bayernlnvest Kapitalanlagegesellschaft mbH, München, Deutschland, hat uns am 20.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 19.12.2013 die Schwelle von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 5,0038 Prozent (30.023 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 5,0038 Prozent (30.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland, hat uns am 20.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 19.12.2013 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und die Schwelle von 10 Prozent erreicht hat und zu diesem Tag 10,00 Prozent (60.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 10,00 Prozent (60.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0038 Prozent (90.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Kreissparkasse Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03. März 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten).

Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 242 TEUR und gliedert sich wie folgt auf: Für die Abschlussprüfung 155 TEUR, für Steuerberatungsleistungen 11 TEUR und für sonstige Leistungen 76 TEUR.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Kirn, den 30. März 2016

SIMONA Aktiengesellschaft

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

DER SIMONA AG

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ANSCHAFFUNGSKOSTEN
in TEUR 01.01.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.529 142 202 0 7.873
7.529 142 202 0 7.873
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 51.937 637 507 16 53.065
2. Technische Anlagen und Maschinen 141.836 2.757 1.639 27 146.205
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 49.628 1.933 215 970 50.806
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.615 5.298 -2.563 0 9.350
250.016 10.625 -202 1.013 259.426
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.727 0 0 0 60.727
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.456 0 0 381 40.075
3. Beteiligungen 23 0 0 0 23
101.206 0 0 381 100.825
I + II + III 358.751 10.767 0 1.394 368.124

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ABSCHREIBUNGEN
in TEUR 01.01.2015 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.034 262 0 0 7.296
7.034 262 0 0 7.296
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 36.476 1.043 0 16 37.503
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.348 4.071 0 26 124.393
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 44.661 1.490 0 831 45.320
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
201.485 6.604 0 873 207.216
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.400 5.341 3.156 0 14.585
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0
12.400 5.341 3.156 0 14.585
I + II + III 220.919 12.207 3.156 873 229.097

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NETTOBUCHWERTE
in TEUR 31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 577 495
577 495
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.562 15.461
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.812 21.488
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 5.486 4.967
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.350 6.615
52.210 48.531
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 46.142 48.327
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.075 40.456
3. Beteiligungen 23 23
86.240 88.806
I + II + III 139.027 137.832

ANGABEN ZUM ANTEILSBESITZ

DER SIMONA AG

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Gesellschaft Anteil am Kapital Prozent Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Mittelbar
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100 286 75
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100 3.359 354
SIMONA S.r.l., Societa UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), Italien 100 169 -73
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100 2.521 491
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA 100 3.349 0
Laminations Inc., Archbald, USA 100 14.664 123
Boltaron Inc., Newcomerstown, USA 100 9.095 6.239
DANOH LLC, Akron, USA 100 215 128
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA* 25 163 356
West Coast Plastic Sales, LLC, Washington, USA* 25 328 173
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China 100 1.118 -164
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co.Ltd., Jiangmen, China 100 5.762 -1.317
Unmittelbar
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn** 100 1.834 0
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (2014) 50 12.445 -4.440
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn (2014) 50 3.987 301
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100 19.320 393
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100 110 -29
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100 1.187 282
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen 51 552 76
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation 100 -215 88
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA 100 34.653 1.234
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China 100 4.355 910
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China 100 910 68

* vorläufige Geschäftszahlen

** Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SIMONA AG, Kirn

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS ZUM JAHRESABSCHLUSS 2015

DER SIMONA AG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 6. April 2016

**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Schlig, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Im Geschäftsjahr 2015 konnte sich der SIMONA Konzern trotz zahlreicher politischer Krisen und deren Auswirkungen auf den Weltmärkten gut behaupten. Die weiteren Anstrengungen bei der Neuausrichtung des USA-Engagements waren besonders erfolgreich. Dies gilt sowohl für das Geschäftsfeld der Inneneinrichtung von Flugzeugen wie für die mittlerweile erzielten Synergieeffekte im Industriegeschäft aus der Zusammenlegung der SIMONA AMERICA Inc. mit der 2014 erworbenen Laminations Inc.

Mit innovativen Produkten, verbesserter Logistik, weiterer Verschlankung der Prozesse und den weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit über alle Funktionsbereiche hinweg gelang es, auch in West- und Mitteleuropa leichte Zuwächse zu erzielen. Dagegen blieben die Ergebnisse in Osteuropa, vor allem in Russland, und in China hinter den Erwartungen zurück.

Dennoch verbesserten sich Konzernumsatz und Ergebnis erfreulich. Die EBIT-Marge wuchs auf 7,4 Prozent vom Umsatz und trug damit zur Erhöhung der Liquidität und der Eigenkapitalquote bei.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 intensiv mit den Aktivitäten des Vorstandes mit Blick auf Chancen, Risiken, Wettbewerb und strategisches Potenzial in den einzelnen Märkten befasst. Er hat sich regelmäßig mit dem Vorstand über die Stärkung des Unternehmens durch Neuentwicklungen und Verbesserungen der innerbetrieblichen Strukturen offen und konstruktiv ausgetauscht.

Das Unternehmen konnte im Jahr 2015 seine Stellung im Markt stabil behaupten und in einigen Märkten ausbauen. Es bedarf weiterhin eines hohen Engagements aller Mitarbeitenden, diese Position zu festigen. In ihren Auswirkungen nicht überschaubare weltweite Krisen und Unruhen belasten die Aussichten für 2016. Dauerhaft stabile politische Lösungen sind derzeit in den meisten Fällen nicht erkennbar. Wenn die Optimierung des weltweiten Produktionsverbundes, weitere Produktivitätssteigerungen, die Entwicklung neuer Produkte, das Erschließen neuer Anwendungsgebiete und die Verbesserung der internen Abläufe konsequent weiterverfolgt werden, wird SIMONA die sich daraus ergebenden zusätzlichen Herausforderungen erfolgreich meistern.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Die Berichte behandelten vor allem die Planung, die Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SIMONA AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance, sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich informiert. So wurden die Strategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, die Planung, das Risikomanagement, die Risikolage und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SIMONA waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat tagte 2015 in vier ordentlichen Sitzungen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben an jeder Sitzung teilgenommen.

In der Sitzung am 26. Februar 2015 informierte sich der Aufsichtsrat über das vorläufige Ergebnis des Geschäftsjahres sowie über das Marktumfeld und die aktuelle Geschäftssituation in den Berichtssegmenten Europa, Amerika sowie Asien und Pazifik. Schwerpunktthemen waren dabei die Entwicklung in den USA, China und Russland. Darüber hinaus diskutierte der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014. Außerdem besprach der Aufsichtsrat die laufenden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserung und aktuelle technische Entwicklungsthemen, insbesondere den Stand des neuen Technologiezentrums am Stammsitz Kirn. In dieser Sitzung verabschiedeten Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung der SIMONA AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

In der Sitzung vom 21. April 2015 standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2014 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung (siehe auch Abschnitt Jahres- und Konzernabschluss dieses Berichts). Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über den Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2015 mit den weiteren Aussichten und befasste sich mit dem Risikobericht 2014. Schwerpunktthemen waren dabei die Märkte in den USA, China und Russland. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat darüber hinaus die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2015 sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.

In seiner Sitzung am 30. Juli 2015 informierte sich der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr. Des Weiteren wurde in dieser Sitzung die Marktentwicklung in den USA und Asien diskutiert. Außerdem prüfte der Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung der Initiativen im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung unter Einbeziehung der Beteiligungsgesellschaften. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Risikobericht zum 30. Juni 2015 und mit den gesetzlich vorgeschriebenen Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und im Vorstand. Als Zielgröße legte der Aufsichtsrat jeweils eine Frau in Aufsichtsrat und Vorstand fest. Diese Zielgrößen sollen bis zum 30. September 2017 erreicht werden.

In der Sitzung am 1. Dezember 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftssituation in den ersten neun Monaten und dem Ausblick auf das Jahresende 2015. In dieser Sitzung wurde außerdem das Budget für das Geschäftsjahr 2016 ausführlich besprochen und genehmigt. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der vom Vorstand vorgestellten M&A-Strategie und informierte sich über wichtige Innovationsprojekte. Dem Revisionsplan 2016 wurde zugestimmt. Ein vom Personalausschuss überarbeitetes langfristiges Anreiz-Programm (LAP) zur variablen Vergütung des Vorstandes in Verbindung mit einem Cap für die gesamte variable Vergütung des Vorstandes wurde verabschiedet.

DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN

Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Wirtschaftsausschuss

Der Wirtschaftsausschuss beriet 2015 in vier Sitzungen. Schwerpunktthemen waren dabei die strategische Neuausrichtung des Unternehmens inklusive der Akquisitionsstrategie sowie die Marktentwicklung in China und den USA. Der Wirtschaftsausschuss prüfte auch die Halbjahres- und Quartalsergebnisse und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrates zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 an die Hauptversammlung vor.

Personalausschuss

Der Personalausschuss trat 2015 viermal zusammen. Er befasste sich anlässlich des Wunsches von Herrn Hiltmann, ab 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand auszuscheiden, mit der künftigen Struktur der obersten Führungsebene, überprüfte mit externer Beratung die Angemessenheit der Vorstandvergütung und bereitete die Änderung der LAP-Vergütung des Vorstandes unter Einbeziehung eines Cap für die gesamte variable Vergütung mit entsprechender Anpassung der Verträge für die Vorstände vor.

Notwendige Beschlüsse zu diesen Themen erfolgten im Plenum des Aufsichtsrates.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2015 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 12. Juni 2015 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 14. April 2016 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 14. April 2016 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, der vorsieht, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 12.043.841,15 EUR wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von 10,00 EUR je Aktie, zahlbar am 13. Juni 2016: 6.000.000,00 EUR

b) Vortrag auf neue Rechnung: 6.043.841,15 EUR.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben trotz schwieriger Marktbedingungen mit knappen Verfügbarkeiten an Rohstoffen und einem intensiven Wettbewerb sehr erfolgreich gearbeitet und ein gutes Ergebnis erzielt. Den Kunden und Partnern dankt der Aufsichtsrat für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Kirn, 14. April 2016

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

der SIMONA AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 26. Februar 2015 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung vom 13. Mai 2013 bzw. 24. Juni 2014 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 26. Februar 2014 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8 Absatz 3: In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat führt die Geschäfte mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.

Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3: Der Aufsichtsrat soll bei der Festlegung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat sorgt bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder dafür, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Für die Festsetzung der angemessen Vergütung hat der Aufsichtsrat auch einen unabhängigen, externen Vergütungsexperten hinzugezogen, der verschiedene horizontale Vergleichstests durchgeführt hat. Darüber hinaus berücksichtigt der Aufsichtsrat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge auch vertikale Aspekte. Vor dem Hintergrund des Detaillierungsgrades der Empfehlung zum vertikalen Vergütungsvergleich erklären wir hierzu jedoch vorsorglich eine Abweichung.

Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6: Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen.

Erläuterung: Die feste Vergütung und die langfristige variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind betragsmäßig begrenzt. Bei der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente, die sich nach der jährlichen Ergebnisentwicklung des Unternehmens (EBIT) bemisst, ist keine betragsmäßige Begrenzung vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass der Vorstand an einer guten Ergebnisentwicklung partizipieren soll. Durch die geltende, ausgewogene Regelung werden sowohl das Interesse an einer betragsmäßigen Begrenzung als auch das Incentivierungsziel der Gesellschaft angemessen berücksichtigt.

Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3: Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vorgesehen werden, welcher den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreitet, nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergütet und dessen Berechnung auf die Gesamtvergütung abstellt.

Erläuterung: Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Befristung aller Vorstandsverträge bedarf es eines solchen Abfindungs-Caps aus Sicht der Gesellschaft nicht.

Ziffer 4.2.5 Absatz 3: Die Gesellschaft soll im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied die Vergütungsbestandteile individualisiert unter Angabe bestimmter Vergütungsparameter und unter Verwendung von Mustertabellen darstellen.

Erläuterung: Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 1. Juli 2011 mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich aufgeteilt nach fixen und erfolgsbezogenen Komponenten zu veröffentlichen. Daher unterbleibt auch eine individualisierte Darstellung unter Angabe der bestimmten Vergütungsparameter und unter Verwendung der empfohlenen Mustertabellen.

Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Satz 3: Es soll eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat hat bisher keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Praxis hat eine solche Festlegung bislang nicht erfordert.

Ziffer 5.3.3 Absatz 1: Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden.

Erläuterung: Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.

Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3: Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation konkrete Ziele benennen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen, bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt und mit dem Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der Empfehlung sowie der unternehmensspezifischen Situation und möglichen konkreten Zielen für seine Zusammensetzung befasst. Nach eingehender Diskussion hat der Aufsichtsrat beschlossen, keine verbindlichen Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen. Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen und strebt zugleich eine stärkere Repräsentanz von Frauen an. Es sollen jedoch hierfür - anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert - keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigen.

Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2: Bei der Festlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigt werden.

Erläuterung: Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1: Individualisierte Angabe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und Aufgliederung nach Vergütungsbestandteilen.

Erläuterung: Bei SIMONA ergibt sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats aus der Satzung und besteht gegenwärtig lediglich aus einer festen Vergütung. Eine individualisierte Angabe, aufgegliedert nach Vergütungsbestandteilen würde daher aus Sicht der Gesellschaft keinen Zugewinn an Transparenz bedeuten.

Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz: Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende.

Erläuterung: SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.

Kirn, 26. Februar 2015

SIMONA AG

Aufsichtsrat und Vorstand