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SIMONA AG Management Reports 2010

May 18, 2011

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Management Reports

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

01 Lagebericht 2010 der SIMONA AG

1. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich von dem tiefen Einbruch infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise schneller als erwartet erholt. Dem Rückgang im Jahr 2009 von 0,9 Prozent folgte ein kräftiger Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von voraussichtlich 5 Prozent. Die Dynamik des Wachstums hat sich im Jahresverlauf jedoch deutlich verlangsamt. Der Welthandel ist im zweiten Halbjahr 2010 kaum noch gestiegen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft zeigt auch die zunehmende Bedeutung der Schwellenländer für die globale Ökonomie. Während die asiatischen Schwellenländer 2010 wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben, liegt die Produktion in den Industrieländern nach wie vor unter dem Niveau vor der Krise.

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt preis- und kalenderbereinigt um 3,5 Prozent im Gesamtjahr 2010 gewachsen und war durch Aufholeffekte nach der Wirtschaftskrise geprägt. Vor allem im produzierenden Gewerbe, das in 2009 zweistellige Rückgänge der Wirtschaftsleistung zu verkraften hatte, war die Entwicklung mit einer Steigerung der Bruttowertschöpfung um 10,3 Prozent sehr positiv. Die Exporte stiegen 2010 um 14,2 Prozent. In Ausrüstungen wurden 9,4 Prozent mehr investiert als in 2009, hier gab es im Vorjahr allerdings auch die stärksten Rückgänge. Der Aufschwung hat sich im vierten Quartal etwas verlangsamt und das BIP ist gegenüber dem Vorquartal nur noch um 0,4 Prozent gestiegen. Stark entwickelte sich auch im vierten Quartal der Export, es wurden 15,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im Vorjahreszeitraum.

In der Eurozone ist das Bruttoinlandsprodukt 2010 um 1,7 Prozent (2009: –4,0 Prozent) und in der EU27 um 1,8 Prozent (2009: –4,2 Prozent) gestiegen.

In den wichtigsten Abnehmerbranchen von SIMONA zeigte sich 2010 folgende Entwicklung: Die deutsche Chemieindustrie konnte ein Produktionsplus von 11 Prozent verbuchen, die Umsätze stiegen um 17,5 Prozent. Die wesentlichen Impulse kamen dabei aus dem Ausland. Im zweiten Halbjahr hat sich das Wachstum abgeschwächt. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau konnte seine Produktion 2010 um 8,8 Prozent steigern. Der Auftragseingang konnte real um 36 Prozent zulegen. Dabei haben die Bestellungen aus dem Inland um 29 Prozent und aus dem Ausland um 39 Prozent zugelegt. Die Exportquote stieg auf 74,8 Prozent (2009: 73,6 Prozent). Die gute Entwicklung des Jahres 2010 verdeutlicht auch die Kapazitätsauslastung, die von 72,5 Prozent im Jahr 2009 auf 79,8 Prozent in 2010 stieg.

Nach dem starken Rückgang 2009 erholten sich die internationalen Messen in Deutschland nur zögerlich, da in 2009 beschlossene Sparmaßnahmen nachwirken. Nach ersten Schätzungen haben sich die Ausstellerzahlen um 1 Prozent (2009: –4 Prozent) erhöht, während die Besucherzahlen nochmals leicht um 2 Prozent (2009: –8 Prozent) zurückgegangen sind.

Auch die deutsche Bauwirtschaft hat den Anschluss an den gesamtwirtschaftlichen Aufschwung verpasst. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind 2010 nominal um 1 Prozent (2009: –4 Prozent) gesunken. Verantwortlich für diesen Rückgang waren die negative Entwicklung im Wirtschaftsbau (–4,5 Prozent) und im öffentlichen Bau (–3 Prozent).

Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland hat 2010 nach vorläufigen Zahlen den Umsatz um 14 Prozent auf 51,3 Mrd. EUR steigern können und damit fast wieder das Niveau des Jahres 2008 erreicht. Auch die verarbeitete Kunststoffmenge hat mit 12,2 Mio. Tonnen fast wieder den Stand von 2008 erreicht. Besonders stark trugen die Zulieferer technischer Teile mit 23 Prozent zum Wachstum bei. Die Konsum- und sonstigen Kunststoffwaren konnten den Umsatz um 14,7 Prozent auf 16,4 Mrd. EUR steigern. Der Bausektor erzielte ein Wachstum von 5 Prozent auf 10,8 Mrd. EUR.

Die Kunststoffverpackungsindustrie, der größte Branchenzweig der Kunststoffverarbeitung, konnte den Produktionswert um 14 Prozent auf 12,2 Mrd. EUR steigern. Wertmäßig liegt die Kunststoffverpackungsindustrie allerdings 2 Prozent unter dem Vorjahr. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem vom Außenhandel. Der Export der Kunststoff verarbeitenden Industrie legte mit plus 15,5 Prozent stärker als das Inland (+14 Prozent) zu. Die Exportquote stieg von 34,3 Prozent in 2009 auf 35,7 Prozent.

Umsatz- und Auftragsentwicklung der SIMONA AG

Nach einem schwachen Jahresbeginn sind die Umsatzerlöse der SIMONA AG ab März 2010 deutlich angestiegen und blieben bis zum Jahresende auf hohem Niveau. Die Umsatzerlöse konnten im Gesamtjahr 2010 um 21,7 Prozent auf 232,5 Mio. EUR (2009: 191,1 Mio. EUR) gesteigert werden. Diese Entwicklung wurde getragen von den gestiegenen Ausrüstungsinvestitionen vor allem in der chemischen und Maschinenbauindustrie. Die sehr dynamische Entwicklung in deren wichtigen Exportmärkten in Asien – insbesondere China – hatte „Lokomotivfunktion“ für die Investitionsneigung.

Im Bereich der Halbzeuge konnte so der Absatz von PE und PP Platten für den Behälter- und Apparatebau überproportional gesteigert werden. Positiv entwickelte sich auch das Geschäft mit Kunststoffplatten für die Photovoltaik- und Solarindustrie, während das Geschäft mit PVC Platten eine verhaltene Entwicklung zeigte. Der Absatz von Fertigteilen konnte weiter gesteigert werden. Produkte aus Sonderkunststoffen zeigten eine stärkere Entwicklung als das Gesamtgeschäft mit Halbzeugen.

Im Bereich Rohrleitungsbau konnten die Umsatzerlöse ebenfalls gesteigert werden, allerdings in deutlich geringerem Ausmaß als im Bereich Halbzeuge. Der Absatz von PP Rohren für industrielle Anwendungen konnte deutlich gesteigert werden, während das Geschäft mit PE Formteilen Umsatzrückgänge verzeichnete.

SIMONA hat die Marktbearbeitung in drei Umsatzregionen aufgeteilt:

Deutschland
Übriges Europa und Afrika
Asien, Amerika und Australien

Entwicklung in Deutschland

Die positive Entwicklung bei den Ausrüstungsinvestitionen der für SIMONA wichtigen Kunden in der chemischen Industrie und im Maschinenbau sowie deren Exportgeschäft haben zu einer kräftigen Umsatzsteigerung geführt. Die Umsatzerlöse in der Region Deutschland stiegen um 18,9 Prozent auf 90,5 Mio. EUR (2009: 76,1 Mio. EUR).

Entwicklung Europa und Afrika

Die Umsatzerlöse in der Region Europa und Afrika konnten ebenfalls deutlich gesteigert werden. Im für SIMONA bedeutendsten Markt Westeuropa waren die Einbußen 2009 nicht so stark wie in den übrigen Regionen. Daher sind auch die Umsätze in 2010 leicht unter Durchschnitt gestiegen. Insgesamt wurden in der Region Europa und Afrika 123,3 Mio. EUR (2009: 105,0 Mio. EUR) Umsatzerlöse erzielt. Das sind 17,4 Prozent mehr als 2009. Der Anteil der Region Europa und Afrika am Gesamtumsatz der SIMONA AG sank leicht von 54,9 Prozent auf 53,0 Prozent.

Entwicklung in Asien, Amerika und Australien

Die asiatischen Märkte waren von der Wirtschafts- und Finanzkrise am frühesten und stärksten betroffen. Sie zeigen allerdings auch am schnellsten wieder Erholungstendenzen. SIMONA hat diese Entwicklung zu einer überdurchschnittlichen Umsatzsteigerung nutzen können. Die Entwicklung in Nordamerika war von Wachstum auf niedrigerem Niveau gekennzeichnet. Die Umsätze der Region Amerika, Asien und Australien sind um 85,1 Prozent auf 18,7 Mio. EUR gestiegen. Der Anteil dieser Region am Gesamtumsatz hat sich deutlich von 5,3 Prozent auf 8,0 Prozent erhöht.

Geschäftsergebnis

Bedingt durch die höheren Rohstoffpreise, die nicht in vollem Umfang auf die Verkaufspreise überwälzt werden konnten, ist der Rohertrag um 4,1 Mio. EUR, von 94,3 Mio. EUR auf 90,2 Mio. EUR, gefallen. Die Rohertragsmarge ist von 49,3 Prozent auf 38,8 Prozent gesunken. Der Bestand an Rohmaterial und Fertigerzeugnissen hat sich zum Jahresende mengenbedingt leicht verringert. Diese Verringerung wurde aber durch die gestiegenen Rohstoffpreise wertmäßig wieder kompensiert. Insgesamt haben sich die Vorräte jedoch aufgrund erhöhter Bewertungsabschläge auf die Fertigerzeugnisse um 3,0 Mio. EUR reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 1,4 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR verringert.

Der Personalaufwand ist insbesondere bedingt durch Kurzarbeit, die Schließung des Standortes Kirchhundem-Würdinghausen in 2010 sowie geringerer Aufwendungen für Altersversorgung insgesamt um 3,7 Mio. EUR tiefer ausgefallen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen waren mit 7,9 Mio. EUR um 2,1 Mio. EUR geringer als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 4,9 Mio. EUR erhöht. Infolge des gesteigerten Geschäftsvolumens sind vor allem höhere Kosten für Ausgangsfrachten und Verpackung angefallen sowie die Instandhaltungskosten für die Produktionsanlagen gestiegen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) ist von 15,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,2 Mio. EUR gesunken. Die EBT-Marge beträgt 4,0 Prozent (2009: 8,1 Prozent).

Produktion

Der SIMONA Konzern produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in eigenen Kunststoffwerkstätten. 2010 wurden in zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte), im Werk Kirchhundem-Würdinghausen (Nordrhein-Westfalen) Platten und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. Das Werk in Kirchhundem-Würdinghausen wurde zum 30. September 2010 geschlossen.

Beschaffung

Die stetige Verteuerung der Rohstoffe hielt 2010 unverändert an. Besonders stark betroffen war Polypropylen, dessen Preis innerhalb des ersten Halbjahres um mehr als 35 Prozent anstieg. Aufgrund der Knappheit des Vorproduktes Propylen kam es bei Polypropylen darüber hinaus auch zu Lieferengpässen und Allokationen im Markt. Balancierter war die Versorgungssituation bei Polyethylen, doch auch hier trieb die Verteuerung des Vorproduktes Ethylen die Preise für das Polymer um mehr als 20 Prozent in die Höhe. Während der Preis für Roh-PVC im Jahr 2010 mit Preissteigerungen von rund 10 Prozent am stabilsten blieb, verteuerten sich hier die Additivkosten erheblich und ließen den Preis für fertige PVC-Dryblends in die Höhe schnellen. Immer wieder auftretende Versorgungsengpässe bei Stabilisatoren, Titandioxid und Farben führten hier teilweise zur Verdoppelung der Additivpreise.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betreffen Software-Lizenzen. Die Investitionen in Sachanlagen von insgesamt 3,5 Mio. EUR umfassen im Wesentlichen Maschinen und Anlagen (Mischerei, Extruder, Tankplattenanlage, ein Frässystem und eine Etagenpresse) sowie EDV-Ausstattung und Fahrzeugflotte. Es wurden aber auch Produktionsmittel aus den deutschen Betrieben an die neue Produktionsstätte in China verkauft.

Investitionen in Finanzanlagen betreffen die Erhöhung der Anteile an der Produktionsgesellschaft in den USA sowie die Gewährung von Darlehen an SIMONA-Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien, SIMONA AMERICA Inc., Hazelton, USA, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2010 waren 910 Mitarbeiter bei der SIMONA AG beschäftigt, das sind 47 Mitarbeiter weniger als zum 31. Dezember 2009. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich vor allem durch die Schließung des Werkes in Kirchhundem-Würdinghausen verringert. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 912 Mitarbeiter. 54 Jugendliche (2009: 59) befanden sich zum Jahresende 2010 zur Ausbildung in einem der sieben technischen und kaufmännischen Berufe. 18 Auszubildende beendeten 2010 erfolgreich ihre Ausbildung, 9 davon wurden in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Zwei Auszubildende absolvieren ein berufsintegriertes Studium, das SIMONA in Kooperation mit der Fachhochschule Ludwigshafen anbietet. 6 Mitarbeiterinnen befanden sich zum 31. Dezember 2010 in Elternzeit. 60 Mitarbeiter (2009: 64) hatten zum 31. Dezember 2010 von der Möglichkeit der Altersteilzeitarbeit Gebrauch gemacht.

2010 hat SIMONA die Balanced Scorecard als strategisches Führungsinstrument auf weitere Managementebenen ausgeweitet. Ein Schwerpunkt der Weiterbildung waren interne Schulungen für ein unternehmensweites Projekt zur Verbesserung des Auftragsprozesses. Darüber hinaus wurden zahlreiche individuelle fachliche Weiterbildungen durchgeführt und ein Konzept für einen Nachwuchsförderkreis erarbeitet, der 2011 starten wird. Schwerpunkte der IT waren in 2010 die Vereinheitlichung der genutzten SAP-Module im Konzern sowie die erfolgreiche Kompletteinführung von SAP bei SIMONA AMERICA Inc. Des Weiteren wurden das Rollout-Template um das SAP-Modul Human Resources erweitert und Vorarbeiten für einen Releasewechsel gestartet.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems

Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahresabschluss erstellt wird. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation wesentlicher Risikofelder und Kontrollen mit Einfluss auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess
Überwachung des konzernweiten Rechnungslegungsprozesses und der entsprechenden Ergebnisse auf Ebene des Vorstandes
Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen

Qualitäts- und Umweltmanagement

Ziele des SIMONA Qualitätsmanagements sind die kontinuierliche Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Dabei sollen ein einheitlich hohes Qualitätsbewusstsein und Qualitätsniveau an allen Produktions- und Vertriebsstandorten erreicht werden. Die Integration des neuen Produktionsstandortes Jiangmen, China, in das SIMONA Qualitätsmanagementkonzept ist gut vorangeschritten, so dass eine Zertifizierung des QM-Systems an unserem chinesischen Produktionsstandort für Ende 2011 geplant werden kann.

Schwerpunkte des Qualitätsmanagementsystems im Jahr 2010 waren die Durchführung interdisziplinärer Qualitätszirkel, die Durchführung von Produktaudits sowie zahlreicher Prozessoptimierungen im Rahmen neuer Automotive-Projekte. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten Kunden-/Marktanforderungen verstärkt zu länderspezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren darlegen konnten.

Als global agierendes Unternehmen ist sich die SIMONA AG auch ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen und unserer Umwelt bewusst. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für die SIMONA AG zentrale Themen der Unternehmensphilosophie.

Die Produkte von SIMONA leisten einen Beitrag zur Ressourcenschonung, indem sie zum Beispiel schwerere Materialien substituieren, Wasseraufbereitung ermöglichen oder CO2-Emissionen reduzieren. Auch in unseren Produktionsprozessen ist Nachhaltigkeit ein strategisches Ziel. Sowohl bei der Planung neuer Produktionsprozesse wie auch bei den Fertigungsverfahren spielt der produktionsintegrierte Umweltschutz eine große Rolle. Die SIMONA AG arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Prozesse, um möglichst ressourcen- und umweltschonend zu handeln.

2. DARSTELLUNG DER VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio. EUR auf 191,8 Mio. EUR verringert. Das Anlagevermögen hat im Vorjahresvergleich insgesamt um 17,1 Mio. EUR zugenommen.

Das Sachanlagevermögen hat durch Anlagenverkäufe an die chinesische Tochtergesellschaft in Jiangmen sowie den in 2010 höheren Abschreibungen gegenüber den getätigten Investitionen abgenommen.

Durch eine Kapitalerhöhung in den USA haben die Anteile an verbundenen Unternehmen von 16,2 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR zugenommen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen 18,1 Mio. EUR. Im Berichtsjahr wurden Liefer- und Leistungsforderungen an verbundene Unternehmen aus dem Vorjahr in Höhe von 9,7 Mio. EUR in Ausleihungen umgewandelt. Infolge der Expansion der Geschäftstätigkeit im Ausland wurden 2010 zusätzliche Darlehen über 8,4 Mio. EUR bereitgestellt.

Die Vorräte sind mit einem Bestand von 26,0 Mio. EUR um 3,0 Mio. EUR geringer als im Vorjahr. Durch den gestiegenen Umsatz sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 16,6 Mio. EUR auf 20,9 Mio. EUR angestiegen.

Die liquiden Mittel in Höhe von 30,7 Mio. EUR (Vorjahr: 56,7 Mio. EUR) bestehen überwiegend aus Bankguthaben. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen mit 10,0 Mio. EUR aus einer Wertpapieranlage in Pfandbriefe sowie der Bereitstellung von Finanzmitteln an verbundene Unternehmen mit 8,4 Mio. EUR.

Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 141,7 Mio. EUR auf 136,5 Mio. EUR verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 71,1 Prozent (Vorjahr: 72,9 Prozent). Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) mussten in 2010 die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angepasst werden. Die zusätzliche Zuführung von 8,1 Mio. EUR in die Pensionsrückstellungen wurde in diesem Geschäftsjahr vollständig erfolgswirksam als außerordentlicher Aufwand verbucht.

Die Sonstigen Rückstellungen haben sich um 3,3 Mio. EUR verringert. Der größte Anteil entfällt dabei auf die Inanspruchnahme der für die Schließung des Werkes Kirchhundem-Würdinghausen gebildeten Restrukturierungsrückstellung.

Die Summe der Verbindlichkeiten liegt mit 10,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Die SIMONA AG verfügt über nicht in Anspruch genommene Rahmenkreditlinien in Höhe von 6 Mio. EUR.

3. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Erholung der Weltwirtschaft

Das starke Wachstum der Weltwirtschaft hatte Mitte 2010 an Dynamik verloren. Im vierten Quartal 2010 ist das Bruttoinlandsprodukt in den meisten Industrienationen nur noch verhalten gestiegen. Gegen Jahresende verbesserten sich die Indikatoren jedoch wieder und seit Beginn des Jahres 2011 expandiert die Weltwirtschaft erneut kräftig. Die Lage ist jedoch gespalten. In den Schwellenländern – vor allem im asiatischen Raum – ist das Vorkrisenniveau bereits wieder erreicht oder sogar überschritten und es droht konjunkturelle Überhitzung. Viele Industrienationen – wie etwa die USA, Großbritannien oder Spanien – entwickeln sich dagegen schwach. Die weitere weltweite Entwicklung ist von einigen Risiken geprägt. Die stark gestiegenen Rohstoffpreise stellen dabei das größte Risiko dar. Der Rohölpreis ist durch die politischen Umbrüche im arabischen Raum nochmals sprunghaft angestiegen. In den Schwellenländern müssen die Regierungen den Stabilitätsgefahren, die der Konjunkturboom mit sich bringt, entgegenwirken. Es bleibt abzuwarten, wie die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan sich auf die weitere Entwicklung des Rohölpreises, aber auch auf die weltwirtschaftliche Entwicklung auswirkt.

Der Internationale Währungsfonds ging im Januar davon aus, dass die Weltwirtschaft 2011 um 4,4 Prozent wächst. Mittlerweile gehen die Wirtschaftsforscher eher von einem schwächeren Wachstum aus. Für China (+9,6 Prozent) und Indien (+8,4 Prozent) geht der IWF von einem erneut starken Wachstum aus. In Russland wird ein Wachstum von 4,5 Prozent erwartet. Im Euroraum verläuft die Erholung nach wie vor schleppender, hier wird von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent ausgegangen. Die Wirtschaft in den USA sollte etwas an Dynamik gewinnen (Prognose für 2011: +3,0 Prozent). SIMONA geht von einer weiter guten Auftragslage für das Jahr 2011 aus. Der Auftragseingang ist auf stabil hohem Niveau. Es gibt weiter Nachholbedarf bei den für unser Geschäft wichtigen Ausrüstungsinvestitionen in wichtigen Abnehmerbranchen. Auch das Exportgeschäft unserer Kunden in der chemischen Industrie und im Maschinenbau trägt zu guter Nachfrage bei. Im Rohrleitungsbau gehen wir von einer verhalteneren Entwicklung aus. Im Werk Ringsheim, das Rohre und Formteile herstellt, wurde partiell Kurzarbeit eingeführt.

Die hohen Rohstoffpreise belasten aufgrund des hohen Materialkostenanteils unserer Produkte weiterhin die Rohmarge. In den von intensivem Wettbewerb geprägten Märkten in Europa wird es schwierig sein, die erhöhten Kosten vollständig an den Markt weiterzugeben. Für das Gesamtjahr 2011 strebt die SIMONA AG ein weiteres Umsatzwachstum auf 250 bis 260 Mio. EUR an (2012: 260 bis 270 Mio. EUR). Trotz der weiter gestiegenen Rohstoffpreise hat dabei profitables Wachstum für SIMONA oberste Priorität und ein Ergebnis vor Ertragsteuern zwischen 9 und 10 Mio. EUR wird angestrebt (2012: 12 bis 15 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2011 sind Investitionen in Höhe von insgesamt 14 bis 15 Mio. EUR geplant (2012: 8 bis 10 Mio. EUR).

Thermoplastische extrudierte Halbzeuge und verwandte Produkte für sicherheitskritische und umweltrelevante Anwendungen sind unser Fokus in der Zukunft. Wachstumschancen sehen wir auch in der Energie- und Rohstoffversorgung, der Umwelttechnik und der Agrarwirtschaft/Lebensmittelindustrie.

Die Entwicklung für 2012 ist aufgrund der Unsicherheiten auf den Rohstoffmärkten, der uneinheitlichen konjunkturellen Entwicklung und der Gefahr unvorhergesehener Ereignisse, wie zum Beispiel jüngst in Japan, schwer vorherzusagen. Grundsätzlich geht SIMONA, auch aufgrund der Wachstumschancen in den Emerging Markets und des neuen Fokus auf sicherheitskritische und umweltrelevante Anwendungen, von einer positiven Entwicklung auch über das Jahr 2011 hinaus aus.

Risikobericht

Das Risikomanagementsystem der SIMONA AG steuert die wesentlichen Risiken: Umfeld- und Branchenrisiken, finanzwirtschaftliche Risiken und informationstechnologische Risiken.

Umfeld- und Branchenrisiken betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Mit einem breiten Produktsortiment und einer intensiven Marktbeobachtung begrenzen wir diese Risiken und können auf Veränderungen reagieren. Die Produktionsstätten in den USA, China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu verbessern und die Anforderungen unserer Kunden weltweit besser zu erfüllen.

Die wechselkursbedingten Preisrisiken steigen mit dem Anteil des Umsatzes der SIMONA AG außerhalb des Euroraums. Durch den Ausbau der Produktion in den ausländischen Absatzmärkten sind diese Risiken weiter reduziert worden. Die Branchenrisiken stehen auch 2011 im Fokus des Risikomanagements. Die Entwicklung in den für die SIMONA AG wichtigen Absatzmärkten wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung in 2011 maßgeblich bestimmen. Die Risikosituation hat sich durch die weltweit wieder besser gewordene wirtschaftliche Lage deutlich entschärft. Demgegenüber haben die Rohstoffpreisrisiken im bisherigen Verlauf 2011 wieder zugenommen und werden ein zentraler Faktor für die Ergebnisentwicklung in 2011 sein. Der vor zwei Jahren begonnene Systemwechsel von Quartals- zu Monatskontrakten für Ethylen und Propylen hat zu einer drastisch erhöhten Volatilität der Preise für die Folgeprodukte geführt.

Das Risiko für Forderungsausfälle wird durch intensive Bonitätsprüfungen von neuen Kunden und die laufende Bonitätsüberwachung bestehender Kunden beschränkt. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft, für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßige Abwertungen vorgenommen.

Informationstechnologische Risiken werden durch eine eigene IT-Abteilung gesteuert, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist.

Durch die oben genannten Faktoren hat sich die Gesamt-Risikosituation der Gesellschaft nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert.

4. SONSTIGE ANGABEN

Forschung und Entwicklung

SIMONA betreibt Produktentwicklung auf mehreren Ebenen. In unserem Technical Service Center werden Kundenanforderungen aufgenommen und durch die intelligente Veränderung von Kunststoffeigenschaften bestehende Produkte zum Beispiel durch Rezepturänderungen weiterentwickelt. Im Bereich Neue Produkte und Anwendungen werden gemeinsam mit unserem Produktmanagement neue Materialien getestet und Kunststoffe für neue Anwendungen entwickelt. Für energieeffiziente Schlittschuhbahnen aus Kunststoff hat SIMONA die Produktline SIMONA® Eco-Ice® entwickelt und Anfang 2010 in den Markt eingeführt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Eisbahnen werden mit SIMONA® Eco-Ice® keine Kühlleitungen mit Kühlflüssigkeiten, die Eis produzieren, und keine Eismaschinen benötigt. Man fährt mit den Schlittschuhen direkt auf den verlegten und miteinander fest verbundenen Platten. SIMONA® Eco-Ice® ist in Werkstoffvarianten aus den Polyethylen-Typen PE-HD (Hochwärmestabil), PE-HMW (Hochmolekular) und PE-UHMW (Ultrahochmolekular) lieferbar. Das System wurde Mitte des Jahres um Banden aus PE FOAM Hohlkammerplatten erweitert. Mit dem ultrahochmolekularen Polyethylen dehoplast® x-detect hat SIMONA ein Premiumprodukt für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie entwickelt. Im Falle eines Bruchs können selbst Kunststoffpartikel mit Metalldetektoren in Lebensmitteln aufgespürt werden. Die in 2009 entwickelte PVC Platte

SIMOSHIELD für Türen mit einer Inline-Folierungstechnik wurde Anfang 2010 in den Markt eingeführt. Auch die PVC Freischaumtype SIMOPOR-DIGITAL, die für den digitalen Direktdruck entwickelt wurde, wurde 2010 in den europäischen Markt eingeführt. Im Polyolefin-Bereich wurden die geschäumten Platten PE FOAM und PP FOAM technisch weiterentwickelt. PE FOAM wurde um eine Hohlkammerplatte ergänzt, die insbesondere für Banden, Einhausungen sowie Schall- und Wärmeisolierung eingesetzt wird.

Im Geschäftsfeld Rohrleitungsbau wurde speziell für die Geothermie ein weiterentwickeltes SIMONA® PP-H AlphaPlus® Rohrsystem in den Markt eingeführt, das den hohen thermischen, mechanischen und hydraulischen Belastungen standhalten kann. Auch die aus dem drucklosen Abwasserbereich kommende Verbindungstechnik SIMOFUSE® wurde weiterentwickelt, um dem aktuellen Bedarf an nachhaltigen Lösungen für die Energieversorgung zu entsprechen. SIMOFUSE® Rohrmodule können bis zu einem Durchmesser von 1.000 mm angeboten werden. Nach der erfolgreichen Markteinführung von Schutzmantelrohren aus PE hat SIMONA in 2010 als weltweit erster Hersteller ein vollständiges RC (Resistance to crack) Formteilprogramm einer externen Prüfung gemäß PAS 1075 erfolgreich unterzogen. In der Rohrextrusion wurden erste Produktionsversuche für Rohre mit verschleißfester Innenschicht realisiert. Ziel ist es, ein Rohr mit einer hohen Abriebfestigkeit für den Transport von Feststoffen zu entwickeln.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen des Anlagevermögens. Die Aufwendungen sind aufgrund der engen Verzahnung von kundenspezifischen Produktionseinstellungen, Optimierung von Verfahrenstechnik und Rezepturen sowie eigentlicher Produktentwicklung nicht eindeutig von den Produktionskosten abzugrenzen.

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Werner Marx sowie die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Rolf Gößler und Roland Frobel an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Beide Vergütungskomponenten werden jährlich überprüft. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Die letzte Überprüfung fand 2009 statt.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten zudem einen Bonus, dessen Höhe von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig ist, die sich an der Ergebnisentwicklung des Unternehmens orientieren. Die Bezüge des Vorstandes betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.553 TEUR (im Vorjahr 1.296 TEUR). Sie setzten sich aus 1.034 TEUR (im Vorjahr 988 TEUR) fester Vergütung und 519 TEUR (im Vorjahr 308 TEUR) Boni zusammen. Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Kredite.

Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Vorstandsmitgliedern bestehen nicht. Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen 592 TEUR (Vorjahr 853 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf 7.756 TEUR (Vorjahr 8.507 TEUR).

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern ersetzt.

Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2010 wurden von der Hauptversammlung am 25. Juni 2010 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Jahr 2010 auf 102 TEUR (Vorjahr 105 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen keine Kredite.

Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat SIMONA auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2010 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Es hat sich damit im Geschäftsjahr 2010 nicht verändert. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt. Effektive Aktienurkunden werden nicht mehr ausgegeben. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen, soweit dem Vorstand bekannt, nicht. 30,79 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 15,0 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 11,41 Prozent Regine Tegtmeyer (Seelze), 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel) sowie 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn). Die verbleibenden 11,06 Prozent der Aktien befinden sich in Streubesitz. Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent (das entspricht 184.739 Stimmrechten) betragen hat. Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung hat am 10. Juni 2010 einen Antrag auf Befreiung gemäß § 37 Abs. 1 und 2 WpÜG i. V. m. § 9 Satz 1 Nr. 1 WpÜG-Angebotsverordnung an die BAFin gestellt. Mit Bescheid vom 22. Juli 2010 der BAFin wurde die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung gemäß § 37 Abs. 1 und 2 WpÜG i. V. m. § 9 Satz 1 Nr. 1 WpÜG-Angebotsverordnung hinsichtlich der durch gewillkürte Erbfolge am 13. Mai 2010 erlangten Kontrolle über die SIMONA AG von den Pflichten, nach § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG der Bundesanstalt eine Angebotsunterlage zu übermitteln und nach § 35 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 14 Abs. 2 Satz 1 WpÜG ein Pflichtangebot zu veröffentlichen, befreit.

Der Landkreis Biberach, Biberach, Deutschland, hat uns am 22. April 2010 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 29. November 2006 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 10,67 Prozent (64.000 Stimmrechte) betragen hat. Davon sind ihm 10,67 Prozent (64.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach, Deutschland. Der Landkreis Biberach, Biberach, Deutschland, hat uns am 22. April 2010 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 15,0038 Prozent (90.023 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihm 15,0038 Prozent (90.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach, Deutschland. Mitglieder des Vorstandes meldeten am 25. Juni 2010 insgesamt 70.776 Stück eigene Aktien; dies entspricht 11,8 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Der Aktienbesitz von Mitgliedern des Aufsichtsrates beläuft sich laut Meldung zum 25. Juni 2010 auf 1.700 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 0,3 Prozent am Grundkapital. Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus.

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern. Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 wurden in der SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 4,7 Mio. EUR in Eigenkapital umgewandelt. Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SIMONA AG sind nicht eingetreten.

Schlusserklärung

Wir erklären, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, die Ertragslage sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der SIMONA AG nach unserem besten Wissen wiedergibt.

Kirn, 31. März 2011

SIMONA AG

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung der SIMONA AG

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in TEUR 01.01. - 31.12.2010 01.01. - 31.12.2009
1. Umsatzerlöse 232.465 191.124
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen –1.470 661
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.042 7.465
237.037 199.250
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe –141.800 –96.641
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –472 –226
–142.272 –96.867
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter –35.237 –36.285
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
– davon für Altersversorgung TEUR 755 (Vorjahr TEUR 3.286) –7.715 –10.371
–42.952 –46.656
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –7.897 –9.982
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen –36.167 –31.257
8. Erträge aus Beteiligungen
– davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 748 (Vorjahr TEUR 295) 748 295
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
– davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 422 (Vorjahr TEUR 171) 745 664
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –44 –52
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.198 15.395
12. Außerordentliche Erträge 121 0
13. Außerordentliche Aufwendungen –8.419 0
14. Außerordentliches Ergebnis –8.298 0
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
– davon Ertrag / Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) –2.268 –3.647
16. Sonstige Steuern –299 –224
17. Jahresfehlbetrag (Vorjahr Jahresüberschuss) –1.667 11.524
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.549 14.887
19. Dividendenausschüttung –3.600 –5.100
20. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 0 –5.762
21. Bilanzgewinn 10.282 15.549

Bilanz

der SIMONA AG

AKTIVA

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 378 481
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14.230 15.358
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.816 17.353
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.987 5.091
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.793 1.771
34.826 39.573
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.019 16.207
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.138 0
3. Beteiligungen 23 23
38.180 16.230
73.384 56.284
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.663 9.558
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.294 19.382
25.957 28.940
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.882 16.661
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.184 26.166
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 62 58
4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.423 9.260
51.551 52.145
III. Wertpapiere 10.000 0
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 30.673 56.694
C. Rechnungsabgrenzungsposten 268 470
Bilanzsumme 191.833 194.533
Passiva
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
II. Kapitalrücklage 15.032 15.032
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 397 397
2. Satzungsmäßige Rücklagen 2.847 2.847
3. Andere Gewinnrücklagen 92.417 92.417
95.661 95.661
IV. Bilanzgewinn 10.282 15.549
136.475 141.742
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 32.843 25.811
2. Steuerrückstellungen 72 1.283
3. Sonstige Rückstellungen 11.827 15.140
44.742 42.234
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.487 3.960
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.126 6.597
– davon aus Steuern TEUR 2.055 (Vorjahr TEUR 3.185)
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 1.087 (Vorjahr TEUR 670)
10.616 10.557
Bilanzsumme 191.833 194.533

Anhang

ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 angewendet. Sofern sich hieraus Änderungen im Ansatz und in der Bewertung von Bilanzposten oder in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben, werden die Vorjahresbeträge in Anwendung des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Vorräten sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Bewertung der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse erfolgte nach der LIFO-Methode. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen dargelegt.

Die Bestände an Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Die Bewertung der übrigen Bestände erfolgte wie im Vorjahr zu Anschaffungskosten, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag lagen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der „Richttafeln 2005 G“ ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,15 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 Prozent berücksichtigt. Bis einschließlich 31. Dezember 2009 erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des steuerlichen Teilwertverfahrens gemäß § 6a EStG unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 Prozent p.a. und ebenfalls unter Verwendung der im Jahr 2005 veröffentlichten „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Heubeck. Der sich zum Übergangsstichtag 01. Januar 2010 aufgrund der unterschiedlichen Bewertungsmethoden ergebende Unterschiedsbetrag wurde den Rückstellungen im Jahr 2010 vollständig zugeführt. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte im außerordentlichen Ergebnis.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Guthaben bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bei Kreditinstituten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter auf Seite 27 dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Eine Aufstellung zum Anteilsbesitz ist auf Seite 26 dargestellt.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Dieser im Berichtsjahr erstmals ausgewiesene Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd. (TEUR 7.963), die SIMONA Plast-Technik s.r.o. (TEUR 7.323) und die SIMONA AMERICA Inc. (TEUR 2.852). Die Ausleihungen werden marktüblich verzinst.

Vorräte

Bei den Vorräten wird für Rohstoffe und Fertigerzeugnisse die LIFO-Methode unterstellt. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertverfahrens ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode beträgt TEUR 10.403.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft durch das SEStEG einen Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens (TEUR 4.492) aktiviert und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die einzelnen Raten sind zwischen 2011 und 2017 fällig. Darüber hinaus beinhalten die Sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen i.H.v. TEUR 1.304 sowie Ertragsteuererstattungsansprüche i.H.v. TEUR 800. Des Weiteren werden Erstattungsansprüche (TEUR 269) gegenüber der Bundesagentur für Arbeit aktiviert, da die Voraussetzungen zur Erstattung gem. AltTZG erfüllt sind und per Bescheid feststehen. Der Gesamtbetrag der Sonstigen Vermögensgegenstände, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, umfasst TEUR 3.852 (Vorjahr: TEUR 4.299).

Wertpapiere

Bei den Wertpapieren handelt es sich um ein Schuldscheindarlehen. Das Schuldscheindarlehen ist spätestens am 10. Mai 2013 fällig, kann jedoch vom Darlehensgeber jederzeit gekündigt werden. Das Schuldscheindarlehen wird mit dem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines variablen Aufschlags verzinst. Der variable Aufschlag betrug 25 Basispunkte und erhöht sich halbjährlich auf bis zu 125 Basispunkte am Ende der Laufzeit. Die Wertpapiere wurden zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 10.000 bilanziert.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche, Altersteilzeitverpflichtungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Jubiläumsgelder, Urlaubsansprüche, Gleitzeitüberhänge, Tantiemen und Mitarbeiterprämien, ausstehende Rechnungen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet.

Verbindlichkeiten

Grundsätzlich sind sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Sonstigen Verbindlichkeiten, innerhalb eines Jahres fällig.

Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft eine Verpflichtung bedingt durch eine Beitragserhöhung für die Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung. Der verbleibende Barwert der Verpflichtung beträgt TEUR 268 und ist in vier gleichen Jahresraten zwischen 2011 und 2013 zahlbar.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die nach einem und vor fünf Jahren fällig sind, beträgt TEUR 128. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie Sonstigen Rückstellungen.

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,13 Prozent zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Die SIMONA AG, Kirn, hat zu Gunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China, je eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2010 mit TEUR 1.247 bzw. TEUR 3.742. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden finanziellen Lage der betreffenden Tochterunternehmen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Patronatserklärung

Mit Datum vom 15. Mai 2008 hat die SIMONA AG, Kirn, eine Patronatserklärung für das Tochterunternehmen SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien, abgegeben.

Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, ihre Tochterfirma mit ausreichenden finanziellen Mitteln zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten auszustatten.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird aufgrund der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden finanziellen Lage des betreffenden Tochterunternehmens als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN
in TEUR
--- ---
Fällig 2011 587
Fällig 2012 – 2015 553
1.140
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 1.136

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Leistungen für nahestehende Unternehmen. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden grundsätzlich zu Marktpreisen abgewickelt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

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2010 2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Inland 90.475 38,9 76.059 39,8
Ausland 141.990 61,1 115.065 60,2
232.465 100,0 191.124 100,0

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2010 2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Halbzeuge und Fertigteile 164.768 70,9 127.707 66,8
Rohre und Formteile 67.697 29,1 63.417 33,2
232.465 100,0 191.124 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 1.767), Erträge aus Abgängen des Sachanlagevermögens (TEUR 721), Versicherungserträge (TEUR 318) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 893), sowie Erträge aus Zahlungseingängen auf ausgebuchte Forderungen (TEUR 188).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 8.824), Aufwendungen für Ausgangsfrachten (TEUR 8.493), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (TEUR 3.987), Rechts-und Beratungskosten (TEUR 2.072), Raumkosten (TEUR 1.481) und der Zuführung zu Pauschalwertberichtigungen (TEUR 145) sowie aus Verlusten aus Anlagenabgängen (TEUR 74). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich weitestgehend aus der Ausbuchung von Forderungen (TEUR 361).

Außerordentliche Erträge

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren folgende außerordentliche Erträge:

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in TEUR
Auflösung von Sonstigen Rückstellungen 121

Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren folgende außerordentliche Aufwendungen:

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in TEUR
Erhöhung der Rückstellung für Pensionen 8.121
Erhöhung der Rückstellung für Altersteilzeitver- pflichtungen 206
Erhöhung der Rückstellung für Garantie- verpflichtungen 58
Erhöhung der Rückstellung für Jubiläumsgelder 34
8.419

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 232, die frühere Geschäftsjahre betreffen.

SONSTIGE ANGABEN

Organe und Aufwendungen für Organe

Vorstand

Wolfgang Moyses, MBA, Diplom-Betriebswirt

(Vorstandsvorsitzender)
Dirk Möller, Diplom-Ingenieur

(seit 01. Mai 2010 stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
Detlef Becker, Diplom-Kaufmann
Jochen Feldmann, Diplom-Kaufmann

(bis 10. August 2010)

Aufsichtsrat

Hans-Werner Marx, Kirn, Kaufmann

(Vorsitzender)
Dr. Rolf Gößler, Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann

(stellvertretender Vorsitzender)

weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG,

Ludwigshafen
Roland Frobel, Isernhagen,

Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH,

Burgwedel weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (seit 23. März 2011)
Dr. Roland Reber, Stuttgart,

Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen
Bernd Meurer, Hennweiler, (Arbeitnehmervertreter), Betriebsschlosser
Karl-Ernst Schaab, Bergen, (Arbeitnehmervertreter), kaufmännischer Angestellter (bis 31. August 2010)

Gesamtbezüge des Vorstandes

Die Bezüge des Vorstandes betrugen für 2010 TEUR 1.553, davon betrugen die variablen Vergütungsanteile TEUR 519.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (TEUR 71,7) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (TEUR 30). Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen somit insgesamt TEUR 101,7 und entfallen auf:

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in TEUR 2010
Hans-Werner Marx 30,0
Dr. Rolf Gößler 25,0
Roland Frobel 20,0
Dr. Roland Reber 10,0
Bernd Meurer 10,0
Karl-Ernst Schaab 6,7
101,7

Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstandes

Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge TEUR 592.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 4.979.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

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2010 2009
Gewerbliche Arbeitnehmer 556 613
Angestellte 305 302
861 915
Auszubildende 51 56
912 971

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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in TEUR 2010
Jahresfehlbetrag –1.667
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.949
Bilanzgewinn 10.282
Dividende (EUR 6,50 je Aktie) –3.900
Vortrag auf neue Rechnung 6.382

Das Grundkapital beträgt TEUR 15.500 und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).

Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate-Governance-Kodex

Die SIMONA AG hat – als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns – für 2010 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 10. März 2011 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite www.simona.de zugänglich gemacht.

Beteiligungen gemäß § 21 Abs. (1) WpHG

Am 11. Juni 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht, dass folgende Beteiligungen an ihr mitgeteilt wurden. Danach ergeben sich die folgenden Beteiligungsverhältnisse:

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Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG in %
Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn 30,79
Kreissparkasse Biberach, Biberach 15,00
Dirk Möller, Kirn 11,64
Regine Tegtmeyer, Seelze 11,41
Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel 10,10
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn 10,00

Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 29. November 2006 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,67 Prozent betragen hat (das entspricht 64.000 Stimmrechten). Davon sind ihm 10,67 Prozent (64.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0038 Prozent (90.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Kreissparkasse Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03. März 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten). Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 138, für Steuerberatungsleistungen TEUR 15 und für sonstige Leistungen TEUR 56.

Kirn, 31. März 2011

SIMONA AG

Der Vorstand

Angaben zum Anteilsbesitz

der SIMONA AG

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Gesellschaft Anteil am Kapital

%
Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Mittelbar
SIMONA S.A., Domont, Frankreich 96,6 2.513 –686
SIMONA S.r.l., Vimodrone, ltalien 98,0 417 –181
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0 910 230
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0 26 41
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China 100,0 762 238
SIMONA ENGINEERING PLASTICS Co. Ltd., Jiangmen, China 100,0 8.282 –716
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA 100,0 2.729 0
Unmittelbar
SIMONA-PLASTICS CZ s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 422 87
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China 100,0 1.081 272
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0 1.040 387
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (2009) 50,0 13.910 –267
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn (2009) 50,0 8.304 619
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn 100,0 1.834 0
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA 100,0 3.569 –900
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0 7.696 2.216
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China 100,0 5.165 –205
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen 51,0 365 109

Entwicklung des Anlagevermögens

der SIMONA AG

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR 01.01. 2010 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12. 2010
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.413 89 51 0 7.451
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 46.512 0 19 4 46.497
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.619 235 3.211 1.450 119.093
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.482 1.781 1.525 1 65.739
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.771 1.477 0 –1.455 1.793
234.384 3.493 4.755 0 233.122
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.439 3.812 0 0 29.251
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 18.138 0 0 18.138
3. Beteiligungen 23 0 0 0 23
25.462 21.950 0 0 47.412
267.259 25.532 4.806 0 287.985

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 01.01. 2010 Zugänge Abgänge 31.12. 2010
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 6.932 192 51 7.073
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31.154 1.113 0 32.267
2. Technische Anlagen und Maschinen 103.266 4.904 2.893 105.277
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.391 1.688 1.327 60.752
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
194.811 7.705 4.220 198.296
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.232 0 0 9.232
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0
9.232 0 0 9.232
210.975 7.897 4.271 214.601

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Nettobuchwerte
in TEUR 31.12. 2010 31.12. 2009
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 378 481
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14.230 15.358
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.816 17.353
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.987 5.091
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.793 1.771
34.826 39.573
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.019 16.207
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.138 0
3. Beteiligungen 23 23
38.180 16.230
73.384 56.284

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Eschborn / Frankfurt am Main, 11. April 2011

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

von Seidel, Wirtschaftsprüfer

Erbacher, Wirtschaftsprüfer