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SIMONA AG Interim / Quarterly Report 2025

Jul 30, 2025

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Interim / Quarterly Report

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Publication

SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn/Nahe

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025

Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2025

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte sich zu Jahresbeginn robust und nach den vielfältigen Krisen der Vorjahre bestand Hoffnung auf eine leichte Wachstumsdynamik. Lage und Ausblick haben sich zum Frühjahr allerdings deutlich eingetrübt. Die allgemeine Unsicherheit ist durch die handelspolitischen Maßnahmen der Vereinigten Staaten stark gestiegen.

Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % gestiegen. Spanien verzeichnete mit 0,6 % erneut das stärkste Wachstum unter den großen Volkswirtschaften. Deutschland und Italien wuchsen um 0,2 % bzw. 0,3 %, Frankreich legte um 0,1 % zu. Die Bruttoanlageinvestitionen entwickelten sich weiter rückläufig. In Deutschland sanken sie um -3,4 %. Die US-Wirtschaft hat deutlich an Fahrt verloren und ist im ersten Quartal des Jahres überraschend geschrumpft. Das BIP sank in den ersten drei Monaten um 0,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal, wie das Handelsministerium laut einer ersten Schätzung mitteilte. Chinas Wirtschaftsleistung ist vor der Eskalation im Handelsstreit mit den USA überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal um 5,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt in Peking mitteilte, und damit stärker als von vielen Experten erwartet.

Rahmenbedingungen der wichtigsten Abnehmerbranchen

Die globale Chemieproduktion (ohne Pharma) konnte in den ersten drei Monaten 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % deutlich zulegen. Wachstumstreiber war erneut China mit +8,7 % (Januar-April). In den USA ist die Chemieproduktion um 3,3 % gestiegen. In Europa (EU27) war dagegen ein Rückgang um 1,3 % zu verzeichnen.

Im Maschinen- und Anlagenbau stand den Unsicherheiten aufgrund der US-Zollpolitik und deren möglichen Auswirkungen eine leichte Belebung der Investitionen gegenüber. Das führte zu einem gemischten Konjunkturbild. Der chinesische Maschinenbau konnte laut offiziellen Zahlen die Produktion in den ersten fünf Monaten preisbereinigt um 6 % erhöhen. Der US-Maschinenbau erhöhte im Mai seine Produktionsleistung zum dritten Mal in Folge. In den ersten fünf Berichtsmonaten notierte die Produktion 1,5 % über dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. In der EU schrumpfte die Produktion im Zeitraum Januar bis April um rund 3 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

In der deutschen Bauindustrie zeichnete sich im Zeitraum Januar- April eine deutliche Erholung des Auftragseingangs ab (+9,0 % gegenüber Vorjahreszeitraum). Der Umsatz ist im gleichen Zeitraum um 2,5 % gestiegen.

Der Markt für die Innenausstattung von Flugzeugen und Zügen ist weiter auf Wachstumskurs. Detaillierte Zahlen der bisherigen Entwicklung im Jahr 2025 liegen nicht vor.

Der Umsatz aus der Produktion von Gummi- und Kunststoffwaren ist im ersten Quartal 2025 einer Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge um 3,1 % zurückgegangen. Damit verzeichnete diese Branche den größten Rückgang aller Industriezweige in Deutschland.

1.2 Geschäftsverlauf

Der SIMONA Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2025 Umsatzerlöse von insgesamt 302,0 Mio. EUR. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (298,0 Mio. EUR) eine Erhöhung von 1,3 % dar. Dabei konnte das Volumen leicht um 3 % gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert werden. Während im ersten Quartal der Umsatz mit 152,2 Mio. EUR das Vorjahresquartal um 6,2 Mio. EUR übertraf, belief sich im zweiten Quartal der Umsatz auf 149,8 Mio. EUR gegenüber 152,1 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Während das Segment EMEA Umsatzsteigerungen im ersten Halbjahr verzeichnete, mussten in den Segmenten Asien-Pazifik und Amerika Umsatzrückgänge hingenommen werden.

EMEA

Die Umsatzerlöse der Region EMEA sind von 180,9 Mio. EUR im Vorjahr um 6,9 % auf 193,3 Mio. EUR gestiegen. Die positive Entwicklung ist auf einen deutlichen Mengenanstieg in der Business Line Infrastructure und ein Umsatzwachstum im Aquakulturgeschäft zurückzuführen. So haben sich unsere Aquakultur-Aktivitäten im Vorjahresvergleich erheblich verbessert. In der Business Line Infrastructure konnten wir Teilprojekte im Markt für Kabelschutzrohre von Starkstromkabeltrassen gewinnen und uns dank der Schweißtechnologie SIMOClearWeld als technologieführender und innovativer Player in diesem Markt positionieren. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist von 60,7 % auf 64,0 % gestiegen und das EBIT ist von 3,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,5 Mio. EUR gestiegen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region Amerika sind von 91,4 Mio. EUR im Vorjahr um 6,0 % auf 85,9 Mio. EUR gesunken. Hauptgründe waren insbesondere die weiterhin verhaltene Nachfrage in den Business Lines Mobility sowie Advertising & Building sowie nach Freizeitanwendungen. Der Anteil am Gesamtumsatz verringerte sich damit von 30,7 % auf 28,5 % und das EBIT ist von 16,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 14,7 Mio. EUR zurückgegangen.

Asien-Pazifik

In der Region Asien-Pazifik sank der Umsatz von 25,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 22,7 Mio. EUR. Gründe sind die schwache Nachfrage in den Märkten Photovoltaik und Chemische Industrie, während wir im Bereich Semicon wachsen konnten. Der Anteil am Gesamtumsatz hat sich von 8,6 % auf 7,5 % reduziert und das EBIT hat sich von 1,7 Mio. EUR im Vorjahr auf -1,4 Mio. EUR - währungskursbedingt - verringert.

Umsatzentwicklung der Business Lines

Die Entwicklung der Business Lines in den ersten sechs Monaten 2025 war durchwachsen. Während die Umsätze in der Business Line Industry mit 106,7 Mio. EUR (Vorjahr 109,9 Mio. EUR; -2,9 %), der Business Line Advertising & Building mit 37,8 Mio. EUR (Vorjahr 45,9 Mio. EUR; -17,6 %) und der Business Line Mobility mit 35,4 Mio. EUR (Vorjahr 39,0 Mio. EUR; -9,2 %) unter dem Vorjahr lagen, verzeichneten die Business Lines Infrastructure mit 65,1 Mio. EUR (Vorjahr 54,2 Mio. EUR; +20,1 %) und die übrigen Umsatzerlöse aus weiteren Anwendungsfeldern und Handel mit 57,0 Mio. EUR (Vorjahr 49,0 Mio. EUR; +16,3 %) einen deutlichen Umsatzanstieg.

1.3 Ertragslage

Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern ist im ersten Halbjahr 2025 von 21,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 17,2 Mio. EUR zurückgegangen. Die EBIT-Marge lag damit im Berichtszeitraum bei 5,7 % (Vorjahr 7,1 %). Das EBITDA hat sich von 32,9 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge ist von 11,1 % im Vorjahr auf 10,0 % gesunken.

Der ROCE für die ersten sechs Monate betrug 3,2 % (Vorjahr 4,1 %); stichtagsbedingt lag der ROCE damit unter dem Gesamtjahreswert von 7,6 % zum 31.12.2024.

Die Ergebnisentwicklung war im Vorjahresvergleich geprägt von Ergebnisrückgängen in den meisten Segmenten. Im Segment EMEA konnte das Ergebnis leicht verbessert werden. Der deutlich gestiegene Rohertrag überkompensierte die gestiegenen Personal- und sonstigen Aufwendungen. Der Ergebnisrückgang im Segment Asien-Pazifik war im Wesentlichen wechselkursbedingt.

Die Rohstoffkosten tendierten tendenziell leichter, liegen aber immer noch deutlich über den Preisniveaus vor der COVID-Pandemie. Die Energiekosten betrugen im ersten Halbjahr 11,5 Mio. EUR (Vorjahr 11,4 Mio. EUR).

Der Personalaufwand ist im Wesentlichen im Zuge der Gehaltsund Lohnanpassungen auf 67,4 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 64,0 Mio. EUR).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing lagen mit 13,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (11,9 Mio. EUR). Die darin enthaltenen Abschreibungen aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen beliefen sich auf 1,0 Mio. EUR.

Die Sonstigen Aufwendungen haben sich auf 54,0 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 47,5 Mio. EUR). Ursächlich war eine Steigerung der Betriebskosten, bedingt durch die Kosten für Leiharbeit, der Vertriebskosten in Form von Ausgangsfrachten und Verpackungen sowie der übrigen Kosten aufgrund von unrealisierten Kursverlusten.

1.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 30.06.2025 auf 664,6 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2024 (655,1 Mio. EUR) erhöht.

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte betrugen 94,1 Mio. EUR (31.12.2024: 101,3 Mio. EUR) und beinhalteten im Wesentlichen Firmenwerte sowie Kundenstämme aus Akquisitionen der Vorjahre.

Die Sachanlagen wurden mit 203,6 Mio. EUR aktiviert (31.12.2024: 208,9 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich auf 10,1 Mio. EUR.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bzw. Fertigen Erzeugnisse und Waren beliefen sich auf 54,6 Mio. EUR (31.12.2024: 56,8 Mio. EUR) bzw. 75,0 Mio. EUR (31.12.2024: 72,0 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen, bedingt durch den üblichen Geschäftsverlauf, mit 101,3 Mio. EUR über dem Jahresende 2024 (92,3 Mio. EUR), jedoch unterhalb des Halbjahreswertes 2024 (104,5 Mio. EUR).

Die Sonstigen Vermögenswerte und Ertragssteuerforderungen verringerten sich auf 22,1 Mio. EUR (31.12.2024: 27,2 Mio. EUR).

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Das Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 365,0 Mio. EUR und lag damit unter dem Wert zum 31.12.2024 (387,9 Mio. EUR). Eigenkapitalreduzierend war die Dividendenzahlung von 10,7 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2024 und der Effekt aus der Fremdwährungsumrechnung von 25,7 Mio. EUR. Eigenkapitalerhöhend war das positive Periodenergebnis nach Steuern von 6,5 Mio. EUR. Die Konzerneigenkapitalquote hat sich damit auf 54,9 % (31.12.2024: 59,2 %) reduziert.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen wurden mit 82,9 Mio. EUR (31.12.2024: 87,6 Mio. EUR) passiviert und sind aufgrund der Erhöhung des IFRS-Rechnungszinses von 3,48 % zum 31.12.2024 auf 3,98 % sowie der Erhöhung des Planvermögens gesunken.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 34,8 Mio. EUR. Die lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen betrugen 6,6 Mio. EUR und sind damit im Vergleich zum Jahresende 2024 nahezu konstant.

Die lang- und kurzfristigen Schulden betrugen insgesamt 299,6 Mio. EUR und lagen damit 32,4 Mio. EUR über dem Wert zum 31.12.2024. Hierin enthalten war die Kreditaufnahme zur Finanzierung der Akquisition der Gesellschaften Electroplast und Dutchclamp in den Niederlanden.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 14,4 Mio. EUR (Vorjahr 16,5 Mio. EUR) und wurden fast ausschließlich in den Segmenten EMEA und Amerika getätigt. Die Nettoinvestitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR).

1.5 Finanzlage

Der Konzern verfügte zum Bilanzstichtag über frei verfügbare Kreditlinien in Höhe von 46,7 Mio. EUR (31.12.2024: 55,7 Mio. EUR) bei in- und ausländischen Bankinstituten.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 7,1 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2024 auf 66,4 Mio. EUR (31.12.2024: 73,5 Mio. EUR) reduziert und bestanden größtenteils aus kurzfristigen Bankguthaben.

Cashflow

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit lag mit 17,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr 17,6 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf 41,6 Mio. EUR (Vorjahr 19,0 Mio. EUR) und war hauptsächlich bedingt durch die Akquisition der Unternehmen Electroplast und Dutchclamp. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug 21,1 Mio. EUR (Vorjahr -9,0 Mio. EUR) und resultierte hauptsächlich aus der Aufnahme eines Kredits zur Finanzierung der Unternehmenskäufe und der Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien sowie gegenläufig aus der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2024.

Finanzergebnis

In den Finanzerträgen von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR) ist ein Effekt aus der Hochinflationsbilanzierung von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR) enthalten. Die Finanzaufwendungen betrugen 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR). Daraus ergab sich ein Finanzergebnis von -7,4 Mio. EUR (Vorjahr -1,8 Mio. EUR), das mit -5,4 Mio. EUR (Vorjahr +0,4 Mio. EUR) im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung resultierte.

1.6 Mitarbeitende

Die Beschäftigtenzahl zum Stichtag hat sich im Konzern seit Jahresbeginn auf 1.864 Mitarbeitende erhöht (31.12.2024: 1.803). Die Beschäftigtenzahl in Deutschland lag bei 886 (Jahresende 2024: 866). Seit dem Jahr 2025 hat ein Wechsel der Methode bei der Ermittlung der Beschäftigten stattgefunden, indem die insgesamt 13 Werksstudenten und geringfügig Beschäftigten ebenfalls einbezogen werden.

2. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Für die Darstellung des Risikomanagementsystems sowie der Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken in Bezug auf den SIMONA Konzern verweisen wir auf die Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht der SIMONA AG und des Konzerns vom 31. Dezember 2024.

2.1 Chancenbericht

Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial auf einem nach wie vor guten Niveau. Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2024 sind die mittel- und langfristigen Chancen für das Geschäft von SIMONA grundsätzlich unverändert. Die weiteren Auswirkungen der geopolitischen Konflikte und insbesondere der handelspolitischen Maßnahmen der US-Regierung können dabei nicht verlässlich prognostiziert werden und das Chancenpotenzial erheblich beeinflussen.

2.2 Risikobericht

Die gesamtwirtschaftliche Risikolage war im ersten Halbjahr durch die Handelspolitik der USA und deren Zollforderungen geprägt. Die direkten Auswirkungen auf unser Geschäft sind begrenzt, da wir überwiegend lokal für lokale Märkte produzieren. Jedoch sehen wir Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in einzelnen Staaten wie in China, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen können.

Für das dritte Quartal rechnen wir daher mit einer unveränderten Gesamtrisikosituation der SIMONA Gruppe. Viel wird davon abhängen, ob es zu gemeinsamen Lösungen in den Zollkonflikten kommt. Trotz dieser Unsicherheit erwarten wir derzeit keine überwiegenden negativen Auswirkungen auf die SIMONA Gruppe. Wir sehen weiterhin auch eine Chance in der Stärkung der Binnenmärkte, da die Zollpolitik Unternehmen dazu veranlassen kann, sich verstärkt auf lokale Abnehmer und Lieferanten zu konzentrieren.

Zudem wird die Gesamtrisikosituation in einem erheblichen Ausmaß von der Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollar und des chinesischen Renminbis beeinflusst, da sich diese Wechselkurse auf die künftige Ertragslage auswirken.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns hat sich dementsprechend zum Ende des ersten Halbjahres 2025 gegenüber dem Geschäftsjahresende 2024 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

3. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die geopolitischen Unsicherheiten drücken sich in der jüngsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April aus. Der IWF hat unterschiedliche Szenarien zur möglichen Entwicklung der Weltwirtschaft veröffentlicht. Im sogenannten Referenzszenario, das die handelspolitischen Entscheidungen zum Stand 4. April berücksichtigt, erwartet der IWF ein globales Wachstum von nur noch 2,8 % in 2025 und 3,0 % im Jahr 2026. Insgesamt ist der weltwirtschaftliche Ausblick von erheblicher Unsicherheit geprägt. Zusätzliche Zölle gefährden das Wachstum der Weltwirtschaft und die Finanzmarktrisiken sind hoch. Letztlich wird die weitere Entwicklung maßgeblich davon abhängen, inwieweit handelspolitische Eskalationen vermieden, Unsicherheit reduziert sowie Vertrauen und Zuversicht gestärkt werden können.

Für die Vereinigten Staaten geht der IWF für 2025 von einem Wachstumsrückgang auf 1,8 % aus. Die Abwärtskorrektur ist das Ergebnis größerer politischer Unsicherheiten, Handelsspannungen und eines schwächeren Konsumwachstums. Es wird erwartet, dass die Zölle auch das Wachstum im Jahr 2026 belasten werden, welches auf 1,7 % taxiert wird.

Für den Euroraum prognostizieren EZB, EU-Kommission, IWF und OECD im Mittel ein Wachstum in 2025 von 1,0 % und für 2026 von 1,3 %.

Für China erwartet der IWF, dass sich das Wachstum 2025 verlangsamt und 2026 weiter abschwächt, was auf höhere Handelsschranken und anhaltende Probleme im Immobiliensektor zurückgeführt wird. Die Prognose des IWF für 2025 wurde von 4,6 % auf 4,0 %, die Erwartung für 2026 ebenfalls von 4,5 % auf 4,0 % nach unten korrigiert.

Rahmenbedingungen der wichtigsten Abnehmerbranchen

Für Industrie und Chemie ist für 2025 keine durchgreifende Erholung zu erwarten. Die Investitionsbereitschaft bleibt aufgrund globaler Unsicherheiten verhalten. Nach einer Schätzung des VCI soll die Industrieproduktion 2025 weltweit um 2,4 % und die Chemieproduktion (ohne Pharma) um 2,9 % wachsen. Dem weltweiten Maschinenmarkt wird nach Schätzung des VDMA ein geringes Wachstum der Produktion von 1,0 % vorhergesagt.

Nach einem herausfordernden Jahr 2024 zeichnet sich für die europäische Baubranche eine vorsichtige Erholung ab. Viele EU-Länder erwarten 2025 wieder ein Wachstum im Bausektor, getrieben von Infrastrukturprojekten, technologischen Investitionen und politischen Förderprogrammen.

Der weltweite Markt für die Innenausstattung von Zügen und Bussen bleibt mittelfristig auf Wachstumskurs. Der "Train Seat Market Report 2024" erwartet ein jährliches Wachstum von 5,7 % bis 2030. Auch dem Markt für die Inneneinrichtung von Flugzeugen wird weiteres Wachstum prognostiziert. Strukturelle Probleme der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing in Verbindung mit rückläufigen Bestellungen für neue Maschinen führen jedoch zu einer Normalisierung des Wachstums auf ca. 3,9 % jährlich für die kommenden Jahre.

Künftige Entwicklung

Trotz der unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben wir bei unserer Jahresprognose von 610 bis 620 Mio. EUR Umsatz. Die Erreichung dieses Ziels wird vom weiteren Verlauf der für die SIMONA AG relevanten Großprojekte in der öffentlichen Infrastruktur aber auch von der Erholung des Semicon-Geschäfts abhängen. Auch wenn die EBIT-Marge nach dem ersten Halbjahr unter unserer Zielmarke liegt, gehen wir davon aus, eine Konzern-EBIT-Marge von 6 bis 8 % für das Gesamtjahr 2025 zu erreichen - vorausgesetzt US-Dollar und Renminbi schwächen sich nicht weiter ab.

Zukunftsbezogene Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Konzernzwischenlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsbezogenen Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nichtzutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025

in TEUR Anhang 01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Umsatzerlöse 301.971 298.036
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.354 4.231
Aktivierte Eigenleistungen 733 216
Sonstige Erträge 3.050 3.061
Materialaufwand 157.553 161.063
Personalaufwand 67.382 63.995
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing 12.963 11.935
Sonstige Aufwendungen 54.025 47.547
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 17.185 21.004
Finanzerträge 1.232 2.427
Finanzaufwendungen 8.678 4.221
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Beteiligungen 110 129
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 9.848 19.338
Ertragsteuern 3.353 5.070
Periodenergebnis 6.495 14.269
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 6.466 13.238
Nicht beherrschende Anteile 29 1.030
ANZAHL DER AKTIEN
in tausend
6.000 6.000
ERGEBNIS JE AKTIE
in EUR
- unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis 1,08 2,21
- verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis 1,08 2,21

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025

in TEUR Anhang 01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Periodenergebnis 6.495 14.269
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen 5.989 11.156
Latente Steuern auf die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen -2.428 -3.285
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung -25.672 4.831
Latente Steuern aus der Fremdwährungsumrechnung 95 -29
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses -22.016 12.673
Gesamtergebnis -15.521 26.942
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -13.778 26.339
Nicht beherrschende Anteile -1.743 603

Konzernbilanz

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025

VERMÖGENSWERTE

in TEUR Anhang 30.06.2025 31.12.2024
Immaterielle Vermögenswerte 94.143 101.282
Sachanlagen [6] 203.591 208.854
Finanzielle Vermögenswerte [7] 26.163 281
At Equity bilanzierte Beteiligungen 468 585
Nutzungsrechte Leasing 8.959 9.630
Latente Steueransprüche 7.790 9.568
Derivative Finanzinstrumente 0 51
Langfristige Vermögenswerte 341.114 330.250
Vorräte [8] 133.332 131.550
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 101.278 92.321
Sonstige Vermögenswerte 17.990 18.662
Ertragsteuerforderungen 4.083 8.540
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 358 320
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente [9] 66.396 73.458
Kurzfristige Vermögenswerte 323.438 324.852
Bilanzsumme 664.551 655.102

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

in TEUR Anhang 30.06.2025 31.12.2024
Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
Kapitalrücklage 40.627 40.627
Gewinnrücklagen 315.030 313.179
Sonstige Rücklagen -15.793 8.012
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 355.364 377.318
Nicht beherrschende Anteile 9.616 10.575
Eigenkapital 364.980 387.893
Finanzschulden 36.736 18.424
Rückstellungen für Pensionen 80.606 85.304
Sonstige Rückstellungen 3.149 2.853
Schulden aus Leasing 7.348 8.038
Sonstige finanzielle Schulden 17.069 17.218
Latente Steuerschulden 23.452 24.691
Langfristige Schulden 168.360 156.527
Finanzschulden [10] 59.209 41.915
Rückstellungen für Pensionen 2.259 2.259
Sonstige Rückstellungen 3.443 3.561
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 34.783 34.539
Ertragsteuerschulden 2.121 6.392
Schulden aus Leasing 1.711 1.752
Sonstige finanzielle Schulden 436 1.686
Sonstige Schulden 27.250 18.578
Kurzfristige Schulden 131.212 110.682
Bilanzsumme 664.551 655.102

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025

AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL
in TEUR Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Sonstige

Rück-

lagen
Gesamtbetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Anh.
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2024 15.500 40.627 300.162 -2.171 354.118
Summe des direkt im Eigen kapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 0 0 7.867 5.233 13.100
Periodenergebnis 0 0 13.238 0 13.238
Gesamtergebnis 0 0 21.106 5.233 26.339
Dividendenauszahlung [5] 0 0 -11.100 0 -11.100
Hyperinflation IAS 29 0 0 3.270 0 3.270
Sonstige Veränderungen 0 0 -75 0 -75
Stand am 30.06.2024 15.500 40.627 313.363 3.063 372.553
Stand am 01.01.2025 15.500 40.627 313.179 8.012 377.318
Summe des direkt im Eigen kapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 0 0 3.561 -23.805 -20.245
Periodenergebnis 0 0 6.466 0 6.466
Gesamtergebnis 0 0 10.028 -23.805 -13.778
Dividendenauszahlung [5] 0 0 -10.500 0 -10.500
Hyperinflation IAS 29 0 0 2.675 0 2.675
Sonstige Veränderungen 0 0 -352 0 -352
Stand am 30.06.2025 15.500 40.627 315.030 -15.793 355.364
in TEUR NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE KONZERN

EIGENKAPITAL
--- --- --- ---
Anh.
--- --- --- ---
Stand am 01.01.2024 7.818 361.936
Summe des direkt im Eigen kapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung -427 12.673
Periodenergebnis 1.030 14.269
Gesamtergebnis 603 26.942
Dividendenauszahlung [5] -250 -11.350
Hyperinflation IAS 29 1.223 4.494
Sonstige Veränderungen 0 -75
Stand am 30.06.2024 9.394 381.948
Stand am 01.01.2025 10.575 387.893
Summe des direkt im Eigen kapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung -1.772 -22.017
Periodenergebnis 29 6.495
Gesamtergebnis -1.743 -15.521
Dividendenauszahlung [5] -226 -10.726
Hyperinflation IAS 29 1.010 3.686
Sonstige Veränderungen 0 -352
Stand am 30.06.2025 9.616 364.980

Konzern-Kapitalflussrechnung

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025

in TEUR Anhang 01.01. - 30.06.2025 01.01. - 30.06.2024
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 9.848 19.338
Gezahlte Ertragsteuern -1.727 17
Finanzerträge und -aufwendungen (ohne Zinsaufwand auf Pensionen) 846 753
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

sowie Nutzungsrechte Leasing
12.963 11.935
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2.585 4.772
Ergebnis aus Anlageabgängen 25 98
Veränderung der Vorräte -1.782 -5.060
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -8.958 -20.947
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte 635 -27
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen -4.698 1.302
Veränderung der Schulden und sonstigen Rückstellungen 7.652 5.404
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit 17.390 17.586
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -16.063 -16.870
Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten

abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel
-25.812 0
Auszahlungen aus Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen

Geschäftseinheiten (aus Vorjahren)
0 -3.032
Einzahlungen aus Anlageabgängen 77 72
Erhaltene Zinsen und sonstige Finanzerträge 248 855
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -41.550 -18.975
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden [10] 38.000 10.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -4.089 -5.668
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingschulden -1.025 -739
Zahlung Dividende Vorjahr [5] -10.500 -11.100
Zahlung Dividende an Minderheitengesellschafter -226 -250
Gezahlte Zinsen -1.087 -1.266
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 21.073 -9.023
Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität -3.974 1.438
Veränderung des Finanzmittelfonds -7.061 -8.974
Finanzmittelfonds zum 01. Januar 73.458 74.244
Finanzmittelfonds zum 30. Juni 66.396 65.270
Veränderung des Finanzmittelfonds -7.062 -8.974

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025

[1] Informationen zum Unternehmen

Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft ist unter der Registernummer 1390 in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach eingetragen.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der SIMONA AG (Konzernzwischenabschluss) für das erste Halbjahr 2025 wurde am 16. Juli 2025 durch Beschluss des Vorstandes zur Veröffentlichung freigegeben.

[2] Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Der Konzernzwischenabschluss der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2025 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 Interim Financial Reporting und ergänzend in Anwendung des § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2025. Als Basis für den Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024, auf den für weitere Informationen verwiesen wird.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %) auftreten.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres und des vorherigen Konzernzwischenberichts.

Anwendung des IAS 29 - Rechnungslegung in Hochinflationsländern

Auf Basis der im April 2022 vom Internationalen Währungsfonds veröffentlichten Daten wird die Türkei seit dem zweiten Quartal 2022 als hochinflationär eingestuft. Deshalb hat der Konzern für die Tochtergesellschaft in der Türkei IAS 29, Financial Reporting in Hyperinflationary Economies, angewendet. Dabei wird so bilanziert, als ob die Türkei schon immer hochinflationär gewesen wäre und der Abschluss des Unternehmens, dessen funktionale Währung die Türkische Lira ist, wird an die Kaufkraft am Ende der Berichtsperiode angepasst.

Der Effekt aus der Erstanwendung der Hochinflationsbewertung auf die Eröffnungsbilanzwerte wurde im OCI erfasst. Transaktionen des Jahres 2025 und nicht-monetäre Posten wurden am Ende der Berichtsperiode umgerechnet, um den am Stichtag aktuellen Preisindex widerzuspiegeln. Zur Ermittlung dieses Effekts wurde der Nationale Konsumenten Preisindex vom Statistikinstitut der Türkei verwendet. Dieser Wert betrug zum 30. Juni 2025 35,05 % für die letzten sechs Monate und 220 % für die letzten 3 Jahre.

Der monetäre Gewinn in Höhe von 556 TEUR wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2024 durch den Erwerb von 100 % der Anteile der Unternehmen Electroplast B.V. und Dutchclamp B.V. mit Sitz in Dordrecht, Niederlande, erweitert.

Neben dem Mutterunternehmen wurden zum 30. Juni 2025 insgesamt 32 in- und ausländische Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.

[3] Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Aufgrund der saisonalen Einflüsse werden in allen Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr in der Regel niedrigere Umsatzerlöse und niedrigere Betriebsergebnisse als im ersten Halbjahr erwartet. Die niedrigeren Umsatzerlöse sind im Wesentlichen auf die sinkende Nachfrage in den Haupturlaubsmonaten Juli und August sowie auf reduzierte Lagerbestände bei den Kunden zum Jahresende zurückzuführen.

[4] Segmentberichterstattung

Entsprechend den Regeln des IFRS 8 basiert die Segmentberichterstattung auf dem "management approach". Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als maßgeblich zu betrachten.

Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:

EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika)
Amerika
Asien-Pazifik

Alle drei Segmente erzielten ihre Erträge hauptsächlich durch den Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen, Rohren und Formteilen. Das Segment EMEA umfasste die Herstellung und den Vertrieb von thermoplastischen Kunststoffhalbzeugen, Fertigteilen, Profilen sowie Rohren und Formteilen. Zudem beinhaltete es auch die Planung, Produktion und Installation von Rohrleitungssystemen für die Aquakultur. Im Segment Amerika wurden überwiegend extrudierte Platten aus Thermoplasten produziert und vertrieben, hauptsächlich für die Inneneinrichtung von Flugzeugen. Im Segment Asien-Pazifik wurden überwiegend thermoplastische Kunststoffhalbzeuge hergestellt und verkauft.

Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom Management genutzt, um Entscheidungen über die Ressourcenverteilung zu treffen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bewerten. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Ergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit beurteilt, ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Finanzierungstätigkeit und Steuern.

Den Segmentinformationen lagen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden zugrunde wie dem Konzernabschluss. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten wurden in den Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten wurden anhand marktüblicher Konditionen, wie sie auch bei Transaktionen mit Dritten galten, ermittelt. Die Segmentzuordnung der Außenumsätze richtete sich, wie im Vorjahr, nach der Region, in der die umsatzgenerierende Geschäftseinheit ihren Firmensitz hatte. Die Investitionen und Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte betrafen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasing. Das Segmentvermögen umfasste Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitrugen.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen der Segmente.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2024

EMEA Amerika Asien-Pazifik
in TEUR 2025 2024 2025 2024 2025 2024
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 193.346 180.903 85.936 91.422 22.689 25.711
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 6.881 6.672 248 217 0 0
Umsatzerlöse (gesamt) 200.227 187.574 86.185 91.639 22.689 25.711
Aktivierte Eigenleistungen und sonstige Erträge 6.029 2.380 71 69 11 723
Materialaufwand 113.502 109.227 35.668 40.034 15.511 18.643
Personalaufwand 44.703 41.429 19.954 19.942 2.725 2.623
Abschreibungen 8.803 8.224 3.318 3.061 843 650
Sonstige Aufwendungen 40.565 32.468 11.313 11.971 4.651 3.218
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 3.527 3.061 14.698 15.996 -1.373 1.670
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 8.790 16.467 14.806 16.271 -3.050 1.115
Segmentinvestitionen 11.489 10.230 4.589 7.177 1.353 1.668
Langfristige Vermögenswerte 192.536 183.535 93.085 98.122 21.072 22.167
Summe Überleitung Konzern
in TEUR 2025 2024 2025 2024 2025 2024
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 301.971 298.036 0 0 301.971 298.036
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 7.129 6.889 -7.129 -6.889 0 0
Umsatzerlöse (gesamt) 309.100 304.925 -7.129 -6.889 301.971 298.036
Aktivierte Eigenleistungen und sonstige Erträge 6.111 3.172 -2.327 105 3.784 3.277
Materialaufwand 164.681 167.903 -7.128 -6.840 157.553 161.063
Personalaufwand 67.382 63.995 0 0 67.382 63.995
Abschreibungen 12.963 11.935 0 0 12.963 11.935
Sonstige Aufwendungen 56.529 47.658 -2.504 -111 54.025 47.547
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 16.852 20.727 332 277 17.185 21.004
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 20.546 33.853 -10.698 -14.515 9.848 19.338
Segmentinvestitionen 17.432 19.076 0 0 17.432 19.076
Langfristige Vermögenswerte 306.693 303.824 0 0 306.693 303.824

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[5] Gezahlte Dividende

Im ersten Halbjahr wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens von 1,75 EUR je Aktie (Vorjahr 1,85 EUR je Aktie) durch die ordentliche Hauptversammlung am 06. Juni 2025 beschlossen und am 11. Juni 2025 ausgeschüttet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[6] Sachanlagen

Während des Berichtszeitraums hat der Konzern Sachanlagen zu Anschaffungskosten in Höhe von 14.367 TEUR (Vorjahr 16.515 TEUR) erworben.

In den Sonstigen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen von 1 TEUR (Vorjahr 39 TEUR) und in den Sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus Abgängen von Sachanlagen von 27 TEUR (Vorjahr 138 TEUR) enthalten.

[7] Finanzielle Vermögenswerte

Der Posten enthält den Betrag für den Erwerb der Anteile an den Unternehmen Electroplast B.V. und Dutchclamp B.V., Dordrecht, Niederlande.

[8] Vorräte

Der im Materialaufwand erfasste Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im ersten Halbjahr um 2.245 TEUR auf 15.572 TEUR gegenüber dem Jahresende 2024 gesunken.

[9] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Finanzmittelfonds) betrug zum Bilanzstichtag 66.396 TEUR (Vorjahr 65.270 TEUR).

[10] Finanzschulden

Die kurzfristigen Finanzschulden enthielten Geldmarktkredite der SIMONA AG von 41,0 Mio. EUR mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Verzinsung erfolgte variabel auf Basis des 3-Monats-EURIBOR. Zudem verfügte die SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim Şirketi, Düzce, Türkei, über eine variabel verzinste Kreditlinie von nominal 5,0 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Besicherung erfolgte durch eine Zahlungsgarantie der SIMONA AG.

SONSTIGE ANGABEN

[11] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus Investitionsvorhaben zum 30. Juni 2025 betrug 15.769 TEUR (Vorjahr 27.521 TEUR) und aus Rohstoffbestellungen 21.673 TEUR (Vorjahr 25.795 TEUR).

[12] Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die SIMONA AG erbrachte im Rahmen ihrer betrieblichen Geschäftstätigkeit Leistungen an Tochterunternehmen, die in den Konzernzwischenabschluss einbezogen wurden. Umgekehrt erbrachten die jeweiligen Tochterunternehmen im Rahmen ihres Geschäftszweckes Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen wurden zu Marktpreisen abgewickelt.

[13] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinem Ereignis oder Entwicklung, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder des Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte oder Schulden geführt hätten oder über die zu berichten gewesen wäre.

[14] Angabe gemäß § 115 Abs. 5 WpHG

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.

Kirn, im Juli 2025

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Matthias Schönberg Dr. Jochen Hauck Michael Schmitz

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Kirn, im Juli 2025

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Matthias Schönberg Dr. Jochen Hauck Michael Schmitz