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SIMONA AG Interim / Quarterly Report 2022

Aug 3, 2022

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 31155348

SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn an der Nahe

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

GLOBAL PRÄGEND

Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2022

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft stand im ersten Halbjahr 2022 unter den Zeichen des Kriegs in der Ukraine und der Inflation. Die mit dem Abflauen der COVID-19-Pandemie in den meisten Volkswirtschaften eingesetzte Erholung hat dadurch ein abruptes Ende gefunden und die durch COVID-19 verursachten Probleme in den weltweiten Lieferketten haben diese Entwicklung noch verstärkt. Konsumentenvertrauen und Produktionserwartungen sind seit März 2022 deutlich gesunken.

Im vom Ukraine-Krieg noch nicht vollständig belasteten ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum leicht (0,6 Prozent) gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, das durch die COVID-19-Pandemie noch stark beeinträchtigt war, ergibt sich ein Wachstum von 5,4 Prozent.

Deutschland ist mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ins erste Quartal gestartet. Das BIP wuchs um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Wirtschaft in den USA ist im ersten Quartal geschrumpft. Auf Jahresbasis hochgerechnet ergibt sich ein Rückgang von 1,4 Prozent, der auf geringere Nachfrage aufgrund im Vorjahr aufgebauter Lagerbestände sowie ein höheres Außenhandelsdefizit zurückzuführen ist. Der private Binnenkonsum und die Investitionen legten im ersten Quartal hingegen zu. Trotz starker Einschränkungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie ist die Wirtschaft in China stärker als erwartet gewachsen. Das BIP stieg im ersten Quartal um 4,8 Prozent. Seit März flacht sich die konjunkturelle Dynamik allerdings deutlich ab.

Die Produktion in der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland war bereits im vierten Quartal 2021 rückläufig. Im ersten Quartal 2022 schlägt ein Produktionsrückgang von 1,4 Prozent zu Buche. Nur dank des positiven Pharmageschäfts konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland im ersten Halbjahr 2022 ein Produktionswachstum von 0,5 Prozent erzielen. Ohne das Pharmageschäft ging die Produktion um 3,0 Prozent zurück. Der Umsatz ist im ersten Halbjahr fast ausschließlich preisbedingt um 22,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat im März erstmals sein Vorjahresniveau unterschritten und lag 4.0 Prozent darunter. Dafür waren vor allem die durch die erneute Schließung der chinesischen Häfen verstärkten Lieferkettenprobleme verantwortlich. Das erste Quartal weist insgesamt noch ein Plus im Auftragseingang von 7,0 Prozent auf. Der weltweite Markt für die Innenausstattung von Flugzeugen zeigt durch den stark wachsenden Flugverkehr weiter Erholungstendenzen, ist aber noch von seinem Vorkrisenniveau entfernt. Der Umsatz in der deutschen Bauindustrie stieg wegen guter Witterungsbedingungen im ersten Quartal real um 5,6 Prozent. Im April spürte die Branche allerdings die Probleme bei der Versorgung mit Baumaterial und der Umsatz sank real um 9,5 Prozent. Die Kunststoffindustrie wurde mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine von starken Kostensteigerungen von Rohmaterialien, Energie, Transportleistungen sowie Verpackungen getroffen.

1.2 Geschäftsverlauf

Der SIMONA Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2022 Umsatzerlöse von insgesamt 365,2 Mio. EUR. Dies stellt im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2021 (259,9 Mio. EUR) ein Umsatzplus von 40,5 Prozent dar. Im zweiten Quartal 2022 beläuft sich der Umsatz auf 192,0 Mio. EUR was einem Umsatzanstieg von 38,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (138,4 Mio. EUR) entspricht. Die Umsatzsteigerung ist hauptsächlich auf Preiserhöhungen zum Ausgleich der Kostenanstiege in allen Regionen zurückzuführen, der Absatz im Konzern stieg leicht. Im Konzernumsatz sind die erstmals konsolidierten Umsätze der zum 28. Februar 2022 erworbenen Gesellschaft PEAK Pipe Systems Limited (PEAK) mit Sitz in Chesterfield, Großbritannien, enthalten.

EMEA

Die Umsatzerlöse in der Region "EMEA" sind preisbedingt im ersten Halbjahr um 36,2 Prozent auf 238,1 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 174,9 Mio. EUR). Hierin sind die erstmalig konsolidierten Umsatzerlöse durch die Akquisition von PEAK Pipe Systems Limited (PEAK) enthalten. Der Anteil der Region "EMEA" am Gesamtumsatz ist von 67,3 auf 65,2 Prozent gesunken, nachdem sich insbesondere der Umsatz der Region "Amerika" nach der Pandemie erholt hat. Das EBIT in der Region "EMEA" ist von 16,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,8 Mio. EUR zurückgegangen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um 55,4 Prozent auf 102,3 Mio. EUR deutlich angestiegen (Vorjahr 65,9 Mio. EUR). Auch in der Region "Amerika" waren neben einem Absatzplus von 7 Prozent die gestiegenen Preise ein wesentlicher Wachstumstreiber. Insbesondere unsere Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron konnte im Zuge der Erholung der Aviation-Industrie sowohl Absatz als auch Umsatz steigern. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz erhöhte sich von 25,4 auf 28,0 Prozent. In der Region "Amerika" hat sich das EBIT von 9,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 15,9 Mio. EUR fast verdoppelt, das Vorjahresergebnis enthielt einen öffentlichen Zuschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Payroll Protection Programm im Rahmen der COVID-19-Unterstützung der amerikanischen Regierung).

Asien-Pazifik

Die Region "Asien-Pazifik" erzielte einen Umsatzzuwachs auf 24,8 Mio. EUR (Vorjahr 19,1 Mio. EUR). Den größten Anteil hieran hatte die Business Line Industry aufgrund der unverändert hohen Nachfrage im klassischen Industriegeschäft, vor allem in den Bereichen Semicon und Solar. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz hat leicht von 7,4 auf 6,8 Prozent abgenommen. Die Region "Asien-Pazifik" verzeichnete ein EBIT von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR).

Umsatzentwicklung der Business Lines

In der Business Line Industry wurden Umsatzerlöse von 147,3 Mio. EUR generiert (Vorjahr 120,4 Mio. EUR) und damit ein Plus von 22,3 Prozent. Die Business Line Advertising & Building erzielte Umsatzerlöse von 55,9 Mio. EUR (Vorjahr 35,8 Mio. EUR; +56,1 Prozent). Die Business Line Infrastructure verzeichnete eine Umsatzsteigerung auf 56,6 Mio. EUR (Vorjahr 34,9 Mio. EUR; +62,0 Prozent). Die Business Line Mobility hat Umsätze von 36,4 Mio. EUR (Vorjahr 25,2 Mio. EUR; +44,7 Prozent) erwirtschaftet. Die übrigen Umsatzerlöse aus weiteren verschiedenen Anwendungsfeldern und Handel werden unter "Others" zusammengefasst und betragen 69,0 Mio. EUR (Vorjahr 43,6 Mio. EUR).

1.3 Ertragslage

Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern ist im ersten Halbjahr 2022 von 27,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 28,7 Mio. EUR angestiegen. Die EBIT-Marge ist von 10,4 Prozent im Vorjahr auf 7,9 Prozent im Berichtszeitraum zurückgegangen. Das EBITDA hat sich von 36,1 Mio. EUR auf 39,1 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge ist von 13,9 Prozent im Vorjahr auf 10,7 Prozent gesunken.

Der Konzern-ROCE in den ersten sechs Monaten beträgt 5,7 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent); stichtagsbedingt liegt der ROCE zum 30.06.2022 erwartungsgemäß unter dem Gesamtjahreswert (31.12.2021: 13,3 Prozent).

Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2022 war im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich geprägt von Ergebnissteigerungen in den Regionen "Amerika" sowie "Asien-Pazifik", die Region "EMEA" verzeichnete einen Ergebnisrückgang. Die europäischen Vertriebsgesellschaften erzielten im Berichtszeitraum, mit Ausnahme der Tochtergesellschaft in Russland, positive operative Resultate, die nahezu alle über den Vorjahreswerten liegen. Die Region "Amerika" konnte das Ergebnis im ersten Halbjahr 2022 nochmals verdoppeln. Die Region "Asien-Pazifik" erzielte ebenfalls ein Ergebniswachstum und hat wie im Vorjahr einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet.

Die Notierungen für Rohstoffe sind in den ersten drei Monaten 2022 stetig und signifikant weiter angestiegen und haben zu Beginn des zweiten Quartals einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Aufwendungen für Energie betragen im Konzern 10,9 Mio. EUR (Vorjahr 5,8 Mio. EUR) und in der SIMONA AG 6,8 Mio. EUR.

Der Personalaufwand beträgt 54,8 Mio. EUR (Vorjahr 47,1 Mio. EUR). Hierin sind die Mitarbeitenden der Ende Februar 2022 erworbenen Gesellschaft PEAK Pipe Systems Limited (PEAK), Großbritannien, erstmalig enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing liegen mit 10,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (9,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind die Abschreibungen aus Nutzungsrechten Leasing in Höhe von 0,9 Mio. EUR.

Die Sonstigen Aufwendungen liegen mit 55,3 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (38,3 Mio. EUR). Während die Betriebskosten (Instandhaltung und Kosten für Leiharbeit) sowie die Vertriebskosten (Ausgangsfrachten und Verpackung) hauptsächlich preisbedingt stark gestiegen sind, haben sich die Verwaltungskosten moderat erhöht.

1.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30.06.2022 hat sich um 124,5 Mio. EUR auf 633,0 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2021 erhöht.

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte betragen 98,7 Mio. EUR (31.12.2021: 55,5 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Firmenwerte aus den Akquisitionen sowie Kundenstämme. Die deutliche Steigerung ist insbesondere auf den Zugang des Unternehmenswerts der per 28. Februar 2022 erworbenen PEAK Pipe Systems Limited (PEAK), Chesterfield, Großbritannien, in Höhe von vorläufig 17,4 Mio. EUR sowie den erworbenen Kundenstamm der Gesellschaft über 9,5 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Sachanlagen werden mit 168,7 Mio. EUR aktiviert (31.12.2021: 154,9 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Konzern 15,4 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 8,3 Mio. EUR.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (65,4 Mio. EUR; 31.12.2021: 57,2 Mio. EUR) sowie an Fertigen Erzeugnissen und Waren (79,6 Mio. EUR; 31.12.2021: 61,4 Mio. EUR) haben sich vor allem preisbedingt im Vergleich zum Jahresende 2021 weiter erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund des Umsatzwachstums um 42,8 Mio. EUR auf 125,1 Mio. EUR erhöht (31.12.2021: 82,4 Mio. EUR).

Die Sonstigen Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen betragen 23,3 Mio. EUR (31.12.2021: 19,1 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum Bilanzstichtag 55,8 Mio. EUR (31.12.2021: 54,1 Mio. EUR; siehe auch Kapitalflussrechnung).

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist einerseits gekennzeichnet durch die Erhöhung des Eigenkapitals sowie des kurzfristigen Fremdkapitals und andererseits durch die Verringerung des langfristigen Fremdkapitals.

Das Konzerneigenkapital liegt zum Bilanzstichtag bei 336,5 Mio. EUR und damit deutlich über dem Wert zum 31.12.2021 (262,0 Mio. EUR). Während die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021 (10,2 Mio. EUR) abgeflossen ist, ist zum Stichtag ein Periodenergebnis in Höhe von 21,8 Mio. EUR zugeflossen. Zudem wurde das Eigenkapital durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund der Erhöhung des IFRS-Rechnungszinses von 1,21 Prozent per Jahresende 2021 auf 3,62 Prozent sowie durch den leichten Anstieg des Planvermögens insgesamt um 44,6 Mio. EUR zum Stichtag höher ausgewiesen.

Die Konzerneigenkapitalquote ist im Vergleich zum Jahresende 2021 trotz des nominal hohen Anstiegs des Eigenkapitals aufgrund der gewachsenen Bilanzsumme nur leicht auf 53 Prozent angestiegen (31.12.2021: 52 Prozent).

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen werden mit 74,2 Mio. EUR (31.12.2021: 135,7 Mio. EUR) passiviert und haben sich aufgrund des verdreifachten IFRS-Rechnungszinses zum 30. Juni 2022 entsprechend deutlich reduziert.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 51,3 Mio. EUR und haben insbesondere durch die Verteuerungen der Beschaffungspreise zugenommen (31.12.2021: 34,3 Mio. EUR).

Die lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen betragen 5,6 Mio. EUR und liegen leicht unter dem Jahresendwert 2021.

Die lang- und kurzfristigen Schulden betragen insgesamt 296,4 Mio. EUR und liegen mit 50,0 Mio. EUR über dem Wert zum 31.12.2021.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen im Berichtszeitraum 15,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Anlageninvestitionen in der Region EMEA und China. Im Konzern wurden Netto-Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 7,1 Mio. EUR getätigt (Vorjahr 2,7 Mio. EUR).

1.5 Finanzlage

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 20,1 Mio. EUR (31.12.2021: 36,7 Mio. EUR) bei in- und ausländischen Bankinstituten.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 1,8 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2021 leicht erhöht und bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankguthaben in Höhe von 55,8 Mio. EUR (31.12.2021: 54,1 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert aus einem negativen operativen Cashflow aufgrund der Rohstoffverteuerungen, dem Anstieg der Kundenforderungen sowie gegenläufig der Veränderung der Schulden. Die Entwicklung ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Cashflow

Im ersten Halbjahr beträgt der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) -1,4 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss -1,3 Mio. EUR). Trotz der Ergebnissteigerung überwiegen insbesondere die Abflüsse aus dem Aufbau der Vorräte und der Zunahme aus Kundenforderungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -50,2 Mio. EUR (Vorjahr -25,4 Mio. EUR) darin enthalten ist der Erwerb der Unternehmensbeteiligung an der PEAK Pipe Systems Limited (PEAK) mit Sitz in Chesterfield, Großbritannien. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 51,8 Mio. EUR (Vorjahr Mittelzufluss 1,9 Mio. EUR) und beinhaltet hauptsächlich den Zufluss aus der Finanzierung der Akquisition in Großbritannien, die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien sowie gegenläufig die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2021.

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 6,0 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR ergibt sich im ersten Halbjahr 2022 insgesamt ein positives Finanzergebnis von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr Ergebnis von 0,1 Mio. EUR). In den Finanzerträgen ist ein monetärer Gewinn in Höhe von 3,2 Mio. EUR erfasst aufgrund der Anwendung von IAS 29 (Hyperinflation) bei der türkischen Tochtergesellschaft. Im Finanzergebnis ist ein negatives Währungsergebnis von -0,8 Mio. EUR enthalten (Vorjahr positiv 0,6 Mio. EUR).

1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Im SIMONA Konzern hat sich die Beschäftigtenzahl seit Jahresbeginn um 65 auf 1.675 Mitarbeitende (31.12.2021: 1.549) insbesondere durch den Unternehmenserwerb von PEAK Pipe Systems Limited (PEAK), Chesterfield, Großbritannien, erhöht. Die Beschäftigtenzahl in Deutschland liegt bei 823 (31.12.2021: 815).

2. NACHTRAGSBERICHT

Nach Ablauf des ersten Halbjahres 2022 bis zur Erstellung des Konzernzwischenberichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertung führen.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Chancenbericht

Die weltweite konjunkturelle Erholung ist durch die hohe Inflation, den Krieg in der Ukraine, Lieferkettenprobleme und die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19-Virus in China ins Stocken geraten. Die weltweite Rezessionsgefahr und das damit verbundene geringe Vertrauen der Unternehmen in die kurz- bis mittelfristige Entwicklung haben die Investitionsbereitschaft in den von SIMONA bedienten Branchen gesenkt.

Die industrielle Nachfrage auf den wichtigsten Absatzmärkten hat sich im ersten Quartal noch als stabil erwiesen, schwächt sich aber seit dem zweiten Quartal ab.

Die Entwicklung der Chancen und Risiken ist kurz- und mittelfristig von den oben genannten konjunkturgefährdenden Faktoren sowie einem drohenden Gasmangel geprägt, der die Produktion von SIMONA gegebenenfalls beeinträchtigen könnte und im wahrscheinlichen Fall zu deutlich steigenden Preisen für Rohstoffe führen würde.

Die vor allem in Europa geführte Diskussion zur Umweltbelastung durch Kunststoff kann negative Auswirkungen nicht nur auf das Geschäft, sondern auch auf die Rekrutierung von Fachpersonal haben. Auch die Kritik an dem CO 2-Ausstoß des Luftverkehrs könnte den Markt für Flugzeuginnenausstattungen langfristig negativ beeinflussen.

Chancen bietet weiterhin der Einsatz von Kunststoffen als nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zu schwereren oder nicht recycelbaren Materialien. Der Einsatz von Kunststoffen kann so den CO2-Ausstoß senken bzw. die Aufbereitung von Trinkwasser oder den Transport von erneuerbaren Energien über weite Strecken ermöglichen. Dabei sind hochfunktionelle Kunststoffe mit individuellen Eigenschaften gefordert. Die Strategie von SIMONA ist darauf ausgerichtet, in eigener Forschung und Entwicklung die Produkteigenschaften technologisch permanent weiterzuentwickeln und das Materialportfolio auszubauen. Die Anfang Juli erfolgte Zertifizierung nach ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) versetzt SIMONA in die Lage, nachhaltige Rohstoffe in der Produktion einzusetzen, die in gewohnt hoher Qualität alle Zulassungen für die anspruchsvollen Einsatzgebiete in Infrastruktur und Industrie erfüllen. Bereits heute sind über 95 Prozent der SIMONA Produkte recyclebar.

In der Region "EMEA" sind strategische Projekte und Investitionen in der Umsetzung, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen und weiteres Wachstum zu ermöglichen. Die Anfang 2022 erworbene SIMONA PEAK Pipe Systems in Großbritannien wird mit ihrem Produktprogramm an Rohen und Formteilen für die Wasser-, Gas- und Energieversorgung helfen, die Wachstumsziele im Infrastrukturmarkt in EMEA zu erreichen.

In der Region "Amerika" kann SIMONA das individuelle Produktprogramm, welches hohe Designanforderungen in der Innenausstattung von Flugzeugen erfüllt, auf weitere Anwendungen erweitern. Auch für diesen Markt sind Produkte, die eine Kreislaufwirtschaft fördern und mit recyceltem Material produziert werden, in der Entwicklung. Die Chancen im Kernmarkt der Inneneinrichtung von Flugzeugen steigen aufgrund der Erholung im Luftverkehr wieder. Durch zahlreiche Produktentwicklungen sieht SIMONA in der Region Amerika gutes Potenzial im Markt für Outdoormöbel aus Kunststoff, im Bootsbau und bei der Inneneinrichtung von Bädern.

In der Region "Asien-Pazifik" sieht SIMONA weiter gute Chancen in den Schlüsseltechnologien Umwelttechnik, Halbleiter- und chemische Prozessindustrie sowie Aquakultur.

Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial mittel- und langfristig auf einem nach wie vor guten Niveau. Gegenüber dem Vorjahr sind die Chancen für das Geschäft von SIMONA aufgrund der weltweiten Rezessionsgefahr leicht gesunken. Die Auswirkungen insbesondere infolge einer drohenden Energiekriese und daraus resultierende Verwerfungen an den Rohstoff- und Absatzmärkten können derzeit nicht verlässlich prognostiziert werden.

3.2 Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gilt dabei ein Ereignis, eine Handlung und/​oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierendes sorgfältiges Handeln. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA getragen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.

Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die als wesentlich erachteten Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle bedeutenden Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR Schadenshöhe bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Risikofelder. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft.

Im Zuge der Neufassung des IDW Prüfungsstandards: "Die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems IDW PS 340 n.F." wurden das Risikoinventar im Jahr 2021 intern überarbeitet sowie die Prozessbeschreibung und Risiko-Management-Richtlinie neu gefasst. Identifizierte Risiken werden hinsichtlich der Risikotragfähigkeit des Konzerns auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Auswirkungen bewertet. Im Rahmen eines Stresstest-Szenarios erfolgt auf Basis des Erwartungswertes der im Risikoinventar erfassten Einzelrisiken eine Risikoaggregation sowie Überprüfung möglicher Interdependenzen. Dabei wird das ermittelte maximale Risikopotenzial bezüglich Risikotragfähigkeit ins Verhältnis zu den verfügbaren Zahlungsmitteln (vorhandener Cash zuzüglich nicht ausgeschöpfte Kreditlinien) gesetzt.

SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:

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gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken
unternehmensstrategische Risiken
finanzwirtschaftliche Risiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Investitionsrisiken
Risiken durch Informationstechnologien

Wenn nicht anders angegeben, betreffen die vorgenannten Risiken in unterschiedlichem Ausmaß sämtliche Segmente.

Gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Die globale Produktion an verschiedenen Standorten mit Werken in den USA, China und Tschechien sowie die Unternehmenszukäufe in Norwegen, der Türkei und Großbritannien tragen dazu bei, eine hohe Flexibilität zu gewährleisten und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.

Die gesamtwirtschaftlichen Risiken durch die COVID-19-Pandemie haben sich zwar durch die milderen Verläufe der Omikron-Variante und die weltweit steigende Impfquote tendenziell verringert, das Risiko ist allerdings aufgrund möglicher neuer Varianten und den Auswirkungen der weltweiten Lockerung von Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen weiterhin als hoch einzustufen.

Die geopolitischen Risiken haben durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eine bisher kaum vorzustellende Dimension erreicht. SIMONA hat einen Lieferstopp aller Werke nach Russland verhängt. Die mittelfristigen Risiken aus diesem Konflikt sind noch nicht abzuschätzen und als sehr hoch zu bewerten. In der Region EMEA bestimmen die Inflation sowie der Russland-Ukraine-Krieg die Umfeld- und Branchenrisiken. In der Region Amerika determinieren ebenso die Inflation sowie die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. In der Region Asien-Pazifik ergeben sich vor allem aus den künftigen politischen Beziehungen sowie dem Verhalten Chinas in der Russland-Frage die wesentlichen Risiken. Im Bereich der Änderung von Absatzmärkten werden mittelfristig Umsatzrückgänge von etwa 10,0 bis 25,0 Mio. EUR geschätzt, bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und werden mit Umsatzeinbußen von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit unter 50 Prozent eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Marktpreisrisiken sowie Risiken schwankender Zahlungsströme, Kreditrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Ziel des Risikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Durch die Unternehmensakquisitionen der letzten Jahre und die Erweiterung der Produktion und Marktposition im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern reduziert werden. Damit einhergehend ist jedoch das USD-Währungsrisiko für SIMONA nach wie vor hoch. Zudem ist das Währungsrisiko bei der Tochtergesellschaft in der Türkei durch die Entwicklung der Türkischen Lira als Hyperinflationswährung signifikant angestiegen. Mittelfristig wird das Währungsrisiko auf 4,0 bis 6,0 Mio. EUR Ergebnisbelastung bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt.

Das Risiko für Forderungsausfälle und Insolvenzen ist insbesondere aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung deutlich erhöht. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko wie auch die Einzelrisiken. Das potenzielle Risiko entspricht mit 1,2 Mio. EUR wie im Vorjahr in etwa dem Wert der mehr als 60 Tage überfälligen Außenstände der SIMONA AG in der Region "EMEA". Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Lieferungen an Russland wurden aufgrund des Ukraine-Krieges konzernweit gestoppt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben, die über eine entsprechende Versicherung abgedeckt sind. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen. Bestände für russische und ukrainische Kunden, die zurzeit nicht mehr ausgeliefert werden können, werden, soweit es keine kundenspezifischen Produkte sind, dem allgemeinen Lagerbestand zugeordnet. Kundenspezifische Produkte werden, soweit von einem Ausfall des Kunden auszugehen ist, wertberichtigt oder wenn möglich umgewidmet.

Die Zinsänderungsrisiken werden tendenziell derzeit als erhöht eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel sowie die Finanzierung der Akquisition in Großbritannien erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die variabel verzinsten Kontokorrentkreditlinien der SIMONA AG unterliegen gemäß den Inanspruchnahmen steigenden Zinsänderungsrisiken.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit angesehen. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft. Die Risiken aus Pensionsverpflichtungen, die sich aus einer Änderung der vorgenannten Parameter um +/​-0,5 Prozent ergeben können, betragen kumulativ etwa 30,0 bis 45,0 Mio. EUR. Des Weiteren zählen dazu Risiken wie die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3,0 bis 10,0 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren. Per Ende des Stichtags ist das Planvermögen leicht gestiegen. Die SIMONA AG Aktien notieren im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 1,2 Mio. EUR höher.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Diese betreffen hauptsächlich potenzielle Ausfälle von Rohstoff- und Additivlieferanten sowie die volatile Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Die Preise der Vorprodukte (Naphtha, Propylen und Ethylen) der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe verlaufen nicht zwingend analog zum Rohölpreis. Die Rohstoffnotierungen, vor allem Commodities, sind im Laufe des Berichtszeitraums weiter gestiegen und haben zum Ende des ersten Quartals den Höchststand erreicht.

Die anhaltenden Lieferengpässe belasten weiterhin die deutsche Industrie, insbesondere Automobilindustrie, Elektroindustrie und Maschinenbau. Sie bremsen auch die industrielle Wertschöpfung im Berichtszeitraum und werden auch im zweiten Halbjahr 2022 noch anhalten. So werden fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe die Produktion noch längere Zeit beeinträchtigen.

Auch wenn sich die Auswirkungen der Pandemie inzwischen weniger stark in der Wirtschaftstätigkeit niederschlagen, könnte diese durch neu geltende Eindämmungsmaßnahmen im Herbst und Winter und die anhaltende Personalknappheit erneut gebremst werden. Diese beiden Faktoren könnten auch das Funktionieren kritischer Lieferketten nochmals stärker und länger als erwartet beeinträchtigen.

Die Risiken für die Wachstumsaussichten werden durch die geopolitischen Spannungen in Osteuropa weiter verschärft. Wenn sich auch die Beschaffungssituation für unsere Rohstoffe (u.a. Logistik, Engpässe) im Laufe des Jahres wieder leicht verbessern hat, so bleibt das Versorgungs- und Preissteigerungsrisiko latent bestehen. Hohe Rohstoffpreise und Rohstoffpreiserhöhungen werden soweit möglich am Absatzmarkt weitergegeben, können aber die Stornierung von Bestellungen oder den Ausstieg aus Projekten zur Folge haben.

Eine Steigerung der Rohstoffpreise um 10 Prozent, die nicht am Absatzmarkt weitergegeben werden kann, würde zu einer Erhöhung der Rohstoffkosten und damit Ergebnisbelastung von etwa 5,0 Mio. EUR führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aufgrund der anhaltend kritischen Situation am Rohstoffmarkt auf über 50 Prozent eingeschätzt.

Investitionsrisiken

Investitionsrisiken beinhalten hauptsächlich das Risiko von Fehlinvestitionen in den Maschinenpark sowie in Auslandsbeteiligungen. Potenzielle Investitionsrisiken werden gegenwärtig mit etwa 10,0 bis 15,0 Mio. EUR und einer unter 50-prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit geschätzt.

Risiken durch Informationstechnologien

Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme einschließlich des Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlusts sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige Investitionen in aktuelle Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf die zunehmenden Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählt hauptsächlich die Investition in aktuelle Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Zudem wurde im Berichtsjahr ein Penetrationstest von einem spezialisierten Unternehmen durchgeführt und ausgewertet. Ein wesentlicher Schaden durch einen temporären Systemausfall wird mit etwa 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang und etwa 2,0 bis 3,0 Mio. EUR Kostenaufwand geschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme hat weiter deutlich zugenommen und wird auf über 50 Prozent geschätzt.

Im Rahmen eines Stresstest Szenarios hat eine Überprüfung ergeben, dass die Risikotragfähigkeit auf Ebene des SIMONA Konzerns gegeben ist.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns hat sich nach unserer Einschätzung zum Ende des ersten Halbjahres gegenüber dem Jahresende 2021 weiter verschlechtert. Insbesondere sind die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs und der Inflation noch nicht vorhersehbar. Zudem ist auf weiterhin erhebliche Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie hinzuweisen, die aktuell nicht verlässlich prognostiziert werden können. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

4. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Krieg in der Ukraine mit der Gefahr einer Energiekrise, die hohe Inflation in den meisten Industriestaaten sowie die nach wie vor bestehenden Probleme in den weltweiten Lieferketten durch die COVID-19-Pandemie haben die Aussichten für die Weltwirtschaft deutlich eingetrübt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2022 nur noch von einem Wachstum von 3,6 Prozent aus und hat damit zum zweiten Mal in Folge seine Prognose deutlich gesenkt. Für den Euroraum erwartet der IWF dabei ein Wachstum von 2,8 Prozent. Für die Wirtschaft in den USA geht der IWF von einem Wachstum von 3,7 und in China von 4,4 Prozent aus. Es ist davon auszugehen, dass im Zuge der wirtschaftlichen Abkühlung die weltweite Investitionstätigkeit zurückgeht.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach dem Rückgang der Produktion der Kunststoff verarbeitenden Industrie im ersten Quartal ist für die kommenden Monate keine Erholung zu erwarten. Die chemisch-pharmazeutische Industrie geht für das Gesamtjahr von einem Produktionsrückgang von 1,5 Prozent aus. Rechnet man den Pharmabereich heraus wird sogar ein Produktionsminus von 4,0 Prozent erwartet. Für den Maschinenbau in Deutschland hat der Verband VDMA die Prognose für das Jahr 2022 deutlich gesenkt. Nach 7 Prozent Produktionszuwachs wird nun nur noch ein Plus von 4 Prozent erwartet. Der Markt für die Inneneinrichtung von Flugzeugen befindet sich aufgrund des weltweit gestiegenen Flugverkehrs wieder auf Wachstumskurs, wird sein Vorkrisenniveau aber in diesem Jahr noch nicht wieder erreichen. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie geht davon aus, dass sich der reale Umsatz im laufenden Jahr zwischen Stagnation und einem Rückgang von 2 Prozent bewegen wird.

Künftige Entwicklung

Das erste Halbjahr 2022 war von einem weiteren Wachstum des Volumens und sowohl eines Anstiegs der Rohstoffpreise als auch allgemeiner Kostensteigerungen gekennzeichnet. Trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen, und der Gefahr einer Rezession in der zweiten Jahreshälfte hebt SIMONA die Konzernumsatzprognose für das Jahr 2022 von bisher 590 bis 610 Mio. EUR auf 650 bis 670 Mio. EUR an. Die Erreichung dieses Ziels wird wesentlich von der weiteren Entwicklung der Gasversorgung in Deutschland, den Auswirkungen einer drohenden Rezession und der damit verbundenen Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Für das zweite Halbjahr werden weitere Kostensteigerungen erwartet. Dennoch geht SIMONA unverändert davon aus, eine Konzern-EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent für das Jahr 2022 zu erreichen.

Zukunftsbezogene Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Konzernzwischenlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsbezogenen Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nichtzutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, im Juli 2022

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Matthias Schönberg Dr. Jochen Hauck Michael Schmitz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2022

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in TEUR Anhang 01.01. - 30.06.2022 01.01. - 30.06.2021
Umsatzerlöse 365.248 259.907
Sonstige Erträge 3.153 4.759
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 10.860 2.804
Materialaufwand 230.035 145.984
Personalaufwand 54.839 47.053
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing 10.439 9.134
Sonstige Aufwendungen 55.251 38.334
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 28.698 26.964
Finanzerträge 6.003 1.284
Finanzaufwendungen 4.805 1.220
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 29.896 27.028
Ertragsteuern [5] 8.076 7.066
Periodenergebnis 21.820 19.963
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 22.197 19.999
Nicht beherrschende Anteile -377 -36
ERGEBNIS JE AKTIE
in EUR
- unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis 3,70 3,33
- verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis 3,70 3,33

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2022

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in TEUR Anhang 01.01. -

30.06.2022
01.01. -

30.06.2021

(angepasst)
Periodenergebnis 21.820 19.963
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen 63.291 15.159
Latente Steuern auf die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen -18.661 -4.467
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Abschlüsse Tochtergesellschaften 8.943 -370
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Net Investments 1.032 728
Latente Steuern aus der Fremdwährungsumrechnung -187 -183
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 54.417 10.868
Gesamtergebnis 76.237 30.829
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 77.112 31.049
Nicht beherrschende Anteile -875 -220

Konzernbilanz der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2022

VERMÖGENSWERTE

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in TEUR Anhang 30.06.2022 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte 98.714 55.456
Sachanlagen [7] 168.722 154.941
Finanzielle Vermögenswerte 274 598
At Equity bilanzierte Beteiligungen 964 977
Nutzungsrechte Leasing 8.616 2.029
Latente Steueransprüche 1.377 17.753
Langfristige Vermögenswerte 278.666 231.754
Vorräte [8] 148.879 120.948
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125.133 82.363
Sonstige Vermögenswerte 13.598 10.913
Ertragsteuerforderungen 9.654 8.172
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.219 300
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente [9] 55.821 54.055
Kurzfristige Vermögenswerte 354.303 276.751
Bilanzsumme 632.970 508.505

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

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in TEUR Anhang 30.06.2022 31.12.2021
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
Kapitalrücklage 15.274 15.274
Gewinnrücklagen 274.747 219.120
Sonstige Rücklagen 23.528 6.580
Eigene Anteile -597 -597
328.451 255.877
Nicht beherrschende Anteile 8.091 6.161
Eigenkapital 336.542 262.038
Finanzschulden 3.292 5.005
Rückstellungen für Pensionen 72.329 133.806
Sonstige Rückstellungen 4.004 4.082
Schulden aus Leasing 7.183 1.181
Sonstige finanzielle Schulden 13.860 12.048
Latente Steuerschulden 22.696 14.921
Langfristige Schulden 123.363 171.042
Finanzschulden [10] 77.605 8.920
Rückstellungen für Pensionen 1.872 1.872
Sonstige Rückstellungen 1.627 2.115
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 51.331 34.326
Ertragsteuerschulden 5.786 4.086
Schulden aus Leasing 1.376 880
Sonstige finanzielle Schulden 1.309 3.038
Sonstige Schulden 32.159 20.189
Kurzfristige Schulden 173.064 75.426
Bilanzsumme 632.970 508.505

Konzern-Kapitalflussrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2022

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in TEUR Anhang 01.01. -

30.06.2022
01.01. -

30.06.2021

(angepasst)
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 29.896 27.028
Gezahlte Ertragsteuern -7.520 -9.148
Finanzerträge und -aufwendungen (ohne Zinsaufwand auf Pensionen) 360 99
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing 10.439 9.134
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 535 -1.312
Ergebnis aus Anlageabgängen 179 40
Veränderung der Vorräte -24.954 -21.243
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -40.478 -29.278
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte -3.504 -2.623
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen 1.940 2.474
Veränderung der Schulden und sonstigen Rückstellungen 31.703 23.551
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -1.404 -1.278
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -15.413 -10.388
Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel [13] -35.927 -15.397
Einzahlungen aus Anlageabgängen 1.134 335
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -13 0
Erhaltene Zinsen 33 42
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -50.186 -25.408
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden [10] 64.315 10.966
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -1.713 -1.713
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingschulden -776 -374
Zahlung Dividende Vorjahr [6] -9.690 -6.840
Zahlung Dividende Vorjahr an Minderheitengesellschafter -104 0
Gezahlte Zinsen -238 -123
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 51.793 1.916
Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität 1.563 933
Veränderung des Finanzmittelfonds 1.766 -23.837
Finanzmittelfonds zum 01. Januar [9] 54.055 85.349
Finanzmittelfonds zum 30. Juni 55.821 61.512
Veränderung des Finanzmittelfonds 1.766 -23.837

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2022

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AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Eigene Anteile
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in TEUR Währungsdifferenzen
--- --- --- --- --- --- ---
Anh.
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Stand am 01.01.2021 15.500 15.274 163.142 818 -597
Summe des direkt im
Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 0 0 10.692 358 0
Periodenergebnis 0 0 19.999 0 0
Gesamtergebnis 0 0 30.691 358 0
Dividendenauszahlung [6] 0 0 -6.840 0 0
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -127 -184 0
Stand am 30.06.2021 15.500 15.274 186.866 992 -597
Stand am 01.01.2022 15.500 15.274 219.120 6.580 -597
Summe des direkt im
Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 0 0 44.940 9.976 0
Periodenergebnis 0 0 22.197 0 0
Gesamtergebnis 0 0 67.137 9.976 0
Dividendenauszahlung [6] 0 0 -9.690 0 0
Hyperinflation IAS 29 0 0 0 6.588 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -1.821 385 0
Stand am 30.06.2022 15.500 15.274 274.746 23.528 -597

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AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL
Gesamtbetrag NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE GESAMTES EIGENKAPITAL
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in TEUR
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--- --- --- ---
Stand am 01.01.2021 194.137 2.612 196.749
Summe des direkt im
Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 11.050 -184 10.866
Periodenergebnis 19.999 -36 19.963
Gesamtergebnis 31.049 -220 30.829
Dividendenauszahlung -6.840 0 -6.840
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 4.944 4.944
Sonstige Veränderungen -311 -324 -635
Stand am 30.06.2021 218.035 7.012 225.048
Stand am 01.01.2022 255.877 6.161 262.038
Summe des direkt im
Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung 54,916 -498 54.417
Periodenergebnis 22.197 -377 21.820
Gesamtergebnis 77.113 -875 76.237
Dividendenauszahlung -9.690 -104 -9.794
Hyperinflation IAS 29 6.588 2.823 9.411
Sonstige Veränderungen -1.436 86 -1.350
Stand am 30.06.2022 328.451 8.091 336.542

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2022

[1] Informationen zum Unternehmen

Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und der Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss (Konzernzwischenabschluss) für das erste Halbjahr 2022 wurde am 20. Juli 2022 durch Beschluss des Vorstandes zur Veröffentlichung freigegeben.

[2] Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Der Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2022 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Interim Financial Reporting" und in Anwendung des § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und stimmt mit diesen überein.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2022 bis 30. Juni 2022. Als Ausgangsbasis für den Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021, auf den für weitere Informationen verwiesen wird.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/​- einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode.

Anpassung von Vorjahreszahlen

Aufgrund einer geänderten Einschätzung im Hinblick auf die Erfüllung der Kriterien von Planvermögen wurden die Vorjahreswerte zum 30. Juni 2021 in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung angepasst.

Anwendung des IAS 29 - Rechnungslegung in Hochinflationsländern

Aufgrund der stark gestiegenen Inflationsraten in der Türkei, wendet der Konzern für die SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim Şirketi, Düzce, Türkei, für diesen Zwischenabschluss den IAS 29 an. Hierbei wird der IAS 29 so angewendet, als ob die Türkei schon immer hyperinflationär gewesen wäre. Der Abschluss des Unternehmens, dessen funktionale Währung die Türkische Lira ist, wird dabei an die aktuelle Kaufkraft am Ende der Berichtsperiode angepasst. Transaktionen des Jahres 2022 und nicht-monetäre Posten werden am Ende der Berichtsperiode umgerechnet, um den am Stichtag aktuellen Preisindex widerzuspiegeln. Zur Bereinigung dieser Einflüsse wurde der Nationale Konsumenten Preisindex, der vom Statistikinstitut der Türkei veröffentlicht wird, genutzt. Dessen Wert betrug zum 30. Juni 2022 42,35 Prozent für die letzten 6 Monate. Der monetäre Gewinn in Höhe von 3.198 TEUR ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Die kumulative 3-Jahresinflationsrate in der Türkei beträgt zum Stichtag 30. Juni 2022 236,42 Prozent.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 wie folgt verändert:

Die SIMONA PEAK Pipe Systems Limited, Chesterfield, Großbritannien, wurde mit Wirkung vom 28. Februar 2022 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen einer Restrukturierung der Region Amerika sind die Gesellschaften DANOH, LLC, Akron, USA und 64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING, LLC, Hazleton, USA auf die SIMONA AMERICA GROUP INC. verschmolzen worden.

Neben dem Mutterunternehmen wurden zum 30. Juni 2022 insgesamt 32 in- und ausländische Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.

[3] Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Aufgrund der saisonalen Einflüsse werden in allen Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr in der Regel niedrigere Umsatzerlöse und niedrigere Betriebsergebnisse als im ersten Halbjahr erwartet. Die niedrigeren Umsatzerlöse sind im Wesentlichen auf die sinkende Nachfrage in den Haupturlaubsmonaten (Juli und August) sowie auf reduzierte Lagerbestände bei den Kunden zum Jahresende (Dezember) zurückzuführen.

[4] Segmentberichterstattung

Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:

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EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika)
Amerika
Asien-Pazifik

Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge hauptsächlich mit dem Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich Formund Fertigteilen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom Management verwandt, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche Effekte beurteilt.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernzwischenabschluss zugrunde. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach dem Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit. Die Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Das Segmentvermögen beinhaltet Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen betreffen sowohl immaterielle Vermögenswerte als auch Sachanlagen.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen der Segmente. Die Unterschiede zum Konzernzwischenabschluss werden in der Überleitungsrechnung dargestellt.

SEGMENTINFORMATIONEN SIMONA KONZERN FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2022

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EMEA Amerika Asien-Pazifik
in TEUR 2022 2021 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 238.145 174.894 102.348 65.876 24.756 19.137
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 8.543 4.378 312 128 0 0
Segmentumsatzerlöse 246.688 179.271 102.659 66.004 24.756 19.137
Sonstige Erträge 638 2.870 113 2.506 1.648 987
Materialaufwand 174.457 100.342 52.737 36.136 18.100 14.007
Personalaufwand 36.798 33.306 15.683 11.702 2.358 2.045
Abschreibungen 6.937 5.856 2.599 2.509 865 770
Sonstige Aufwendungen 36.548 28.304 14.942 9.708 3.094 1.937
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 10.781 16.186 15.890 9.094 2.249 1.460
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 12.050 16.179 15.775 8.962 2.304 1.673
Segmentinvestitionen 6.256 7.430 5.038 2.345 4.119 613
Langfristige Vermögenswerte 169.104 116.180 91.202 77.933 15.746 9.671

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Summe Überleitung Konzern
in TEUR 2022 2021 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 365.248 259.907 0 0 365.248 259.907
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 8.855 4.505 -8.855 -4.505 0 0
Segmentumsatzerlöse 374.103 264.412 -8.855 -4.505 365.248 259.907
Sonstige Erträge 2.398 6.363 755 -1.604 3.153 4.759
Materialaufwand 245.294 150.484 -15.259 -4.500 230.035 145.984
Personalaufwand 54.839 47.053 0 54.839 47.053
Abschreibungen 10.401 9.134 0 10.439 9.134
Sonstige Aufwendungen 54.584 39.949 667 -1.614 55.251 38.334
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 28.919 26.741 -221 223 28.698 26.964
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 30.129 26.814 -233 214 29.896 27.028
Segmentinvestitionen 15.412 10.388 0 0 15.412 10.388
Langfristige Vermögenswerte 276.052 203.784 0 0 276.052 203.784

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[5] Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwandes setzen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zusammen:

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in TEUR 2022 2021
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächlicher laufender Ertragsteueraufwand 7.659 7.295
Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern 227 224
Latente Ertragsteuern
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 84 -514
Veränderung aktivierter Verlustvorträge und Steuerguthaben 106 61
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 8.076 7.066

[6] Gezahlte Dividende

Im ersten Halbjahr wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 1,70 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,20 EUR je Aktie) durch die virtuelle Hauptversammlung am 10. Juni 2022 beschlossen und am 15. Juni 2022 ausgeschüttet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[7] Sachanlagen

Während des Zeitraums vom 01. Januar bis 30. Juni 2022 hat der Konzern Sachanlagen zu Anschaffungskosten in Höhe von 22.117 TEUR (Vorjahr 10.383 TEUR) erworben, davon 6.713 TEUR aus Erstkonsolidierung.

In den Sonstigen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 97 TEUR (Vorjahr 5 TEUR), in den Sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 276 TEUR (Vorjahr 44 TEUR) enthalten.

[8] Vorräte

Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 635 TEUR auf 11.506 TEUR gestiegen.

[9] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Finanzmittelfonds) wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.06.2022 30.06.2021
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 55.821 61.512
Kurzfristige Finanzschulden
(Kontokorrentkredit) -6.432 -10.966
49.389 50.546

[10] Finanzschulden

Im Februar 2022 hat der Konzern kurzfristige Kreditmittel in Höhe von 45,0 Mio. EUR zur Finanzierung der Akquisition der PEAK Pipe Systems Limited (PEAK) mit Sitz in Chesterfield, Großbritannien, aufgenommen. Die Verzinsung erfolgt variabel auf Basis des 3-Monats-Euribor. Die vorläufige Finanzierung hat eine Laufzeit bis 1. August 2022. Danach wird die vorläufige Finanzierung durch eine langfristige Bankenfinanzierung mit einer Laufzeit von fünf bis sieben Jahren abgelöst.

Weiterhin wurden Geldmarktkredite in Höhe von 18,5 Mio. EUR aufgenommen, die eine Laufzeit von bis zu drei Wochen haben und variabel auf Basis 3-Monats-Euribor verzinst werden sowie eine kurzfristige Finanzierung in Höhe von 4,2 Mio. EUR mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.

SONSTIGE ANGABEN

[11] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus Investitionsvorhaben zum 30. Juni 2022 beträgt 23.135 TEUR (Vorjahr 6.524 TEUR) und aus Rohstoffbestellungen 47.546 TEUR (Vorjahr 34.138 TEUR).

[12] Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer betrieblichen Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.

[13] Unternehmensakquisitionen

Mit Wirkung vom 28. Februar 2022 hat der Konzern 100,00 Prozent der stimmberechtigten Eigenkapitalanteile an der PEAK Pipe Systems Limited (PEAK), ein nicht börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Chesterfield, Großbritannien. Das Unternehmen wurde in SIMONA PEAK Pipe Systems Limited umfirmiert.

Die Akquisition stärkt die strategische Neuausrichtung des SIMONA Konzerns mit dem Ziel einer hohen Anwendungsorientierung und unterstützt die Erreichung der Wachstumsziele in den Märkten Infrastruktur und Aquakultur in der Region "EMEA". Darüber hinaus wird das Produktangebot des Konzerns in Großbritannien deutlich erweitert und die Marktposition weiter verbessert.

Die folgenden Angaben sind der vorläufigen Purchase Price Allocation entnommen.

Die Gegenleistung beträgt insgesamt (Purchase Price) 45.495 TEUR, und ist vollständig in bar gezahlt. Es besteht eine Earn-Out Klausel, die zum Geschäftsjahresende 2022 und 2023 berechnet wird und das EBITDA der Gesellschaft als Grundlage nimmt. Die Auszahlung für den Erwerb abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel und zuzüglich abgelöster Bankdarlehen beträgt 43.735 TEUR. Die folgenden aus der Kaufpreisallokation resultierenden Angaben zeigen die Werte der Hauptgruppen erworbener und identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt: Immaterielle Vermögenswerte 15.253 TEUR, Sachanlagen 3.412 TEUR, Vorräte 3.122 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Kunden 5.924 TEUR und sonstige Vermögenswerte 0 TEUR, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.808 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden von 14.829 TEUR. Der Bruttowert der erworbenen Kundenforderungen beträgt 5.924 TEUR, Wertminderungen sowie uneinbringliche Forderungen am Tag der Akquisition waren nicht erkennbar. Immaterielle Vermögenswerte bezogen sich im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen und Markennamen. Der Konzern wendet die Full-Goodwill-Methode an und bilanziert demnach den gesamten, aus der Kaufpreisallokation resultierenden Geschäftsoder Firmenwert in Höhe von 17.919 TEUR. Dieser beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeitenden sowie erwartete Synergieeffekte aus Produktportfolio und Vertrieb. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in Großbritannien steuerlich nicht abzugsfähig.

Das erworbene Unternehmen hat im Zeitraum 28. Februar bis 30. Juni 2022 im Konzern Umsatzerlöse von 17.359 TEUR und ein Periodenergebnis (einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation) von 1.511 TEUR erwirtschaftet. Wäre das erworbene Unternehmen seit dem 01. Januar 2022 in den Konzernabschluss einbezogen worden, betrügen die Konzernumsatzerlöse 23.924 TEUR und das Periodenergebnis 2.923 TEUR. Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten betragen insgesamt 218 TEUR und sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen Aufwendungen erfasst.

[14] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen führen.

[15] Angaben im Rahmen des Russland-Ukraine-Kriegs

Durch den Russland-Ukraine-Krieg wurden im Konzern Forderungen in Höhe von 527 TEUR wertberichtigt.

[16] Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG

Der Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.

[17] Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Kirn, im Juli 2022

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Matthias Schönberg Dr. Jochen Hauck Michael Schmitz

SIMONA AG

Teichweg 16

55606 Kirn

Germany

Phone +49 (0)675214-0

Fax +49 (0)675214-211

[email protected]

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