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SIMONA AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 4, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 28765315
SIMONA Aktiengesellschaft
Kirn an der Nahe
Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2021
Konzernzwischenlagebericht
1. WIRTSCHAFTSBERICHT
1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Erholung der Weltwirtschaft nach der pandemiebedingten deutlichen Rezession in 2020 verläuft nach Regionen differenziert und korreliert mit dem Fortschritt bei der Bekämpfung von COVID-19 in den einzelnen Volkswirtschaften.
Die weltweite konjunkturelle Entwicklung im ersten Quartal 2021 spiegelt diese Entwicklung wider. China hat die Pandemie wirtschaftlich überwunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im ersten Quartal 2021 um 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und im zweiten Quartal um 7,9 Prozent. Das markiert das höchste Wachstum seit 30 Jahren. Vor allem der Export technischer Produkte für das Arbeiten im Home-Office hat das Wachstum getragen. In Europa haben sowohl die zweite und dritte Infektionswelle als auch das zu Beginn des Jahres noch geringe Impftempo ihre Spuren hinterlassen. Die Wirtschaft im Euroraum ist im Vergleich zum ersten Quartal 2020, das noch relativ unbelastet von der Pandemie war, um 1,8 Prozent gesunken. Aber auch im Vergleich zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent zurückgegangen. In Deutschland ist das BIP im ersten Quartal - vor allem aufgrund des umfangreichen Lockdowns - deutlich sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal (-3,1 Prozent) als auch gegenüber dem Vorquartal (-1,8 Prozent) zurückgegangen. Frankreich (+1,2/-0,1 Prozent) und Italien (-0,8/0,1 Prozent) sind besser in das Jahr gestartet. In Spanien ging die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,3 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zurück. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten befand sich auch aufgrund schneller Impferfolge im ersten Quartal weiter auf Wachstumskurs. Das BIP stieg im ersten Quartal 2021 um 6,4 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2020.
Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland stieg in den ersten vier Monaten 2021 vor allem dank eines starken Exportgeschäfts um 9,6 Prozent auf 22,5 Mrd. EUR. Auch die chemisch-pharmazeutische Industrie ist positiv ins Jahr gestartet und liegt sowohl bei Umsatz als auch Produktion wieder über dem Vorkrisenniveau. Im ersten Quartal stieg der Branchenumsatz um 1.1 Prozent und die Produktion um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch der Maschinenbau ist weltweit auf Wachstumskurs. Im Durchschnitt meldeten die Maschinenbauer in der EU in den ersten vier Monaten des Jahres 2021 ein Produktionsplus von durchschnittlich 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der weltweite Markt für die Innenausstattung von Flugzeugen litt weiter unter mangelnden Investitionen in neue oder die Renovierung bestehender Maschinen. Der Umsatz in der deutschen Bauindustrie ist - vor allem witterungsbedingt und aufgrund von Lieferengpässen - von Januar bis April 2021 um 5,9 Prozent zurückgegangen.
1.2 Geschäftsverlauf
Der SIMONA Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2021 Umsatzerlöse von insgesamt 259,9 Mio. EUR. Dies stellt im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2020 (199,4 Mio. EUR) ein Umsatzplus von 30,3 Prozent dar. Im zweiten Quartal 2021 beläuft sich der Umsatz auf 138,4 Mio. EUR, was einem Umsatzanstieg von 50,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (91,7 Mio. EUR) entspricht. Darin enthalten sind die erstmals konsolidierten Umsätze der zum 01. Juli 2020 erworbenen Gesellschaft SIMONA Stadpipe in Stadlandet, Norwegen, sowie der zum 01. Februar 2021 erworbenen Gesellschaft SIMONA PLASTECH in Dücze, Türkei.
Europa
Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind im ersten Halbjahr um 33,5 Prozent auf 174,9 Mio. EUR (Vorjahr 131,0 Mio. EUR) gestiegen. Die hohe Nachfrage in allen Anwendungsbereichen, insbesondere aber in der Industrie, war wesentlicher Treiber der positiven Entwicklung. Zudem sind die erstmalig konsolidierten Umsatzerlöse durch die Akquisitionen von SIMONA Stadpipe und SIMONA PLASTECH in der Umsatzzahl enthalten. Der Anteil der Region "Europa" am Gesamtumsatz erhöhte sich von 65,7 auf 67,3 Prozent. Das EBIT im Segment "Europa" hat sich von 10,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 16,2 Mio. EUR deutlich erhöht.
Amerika
Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um insgesamt 18,4 Prozent auf 65,9 Mio. EUR merklich angestiegen (Vorjahr 55,7 Mio. EUR). Hauptgründe waren insbesondere die Erholung im Industriegeschäft sowie die hohe Nachfrage nach Produkten unserer amerikanischen Tochtergesellschaft SIMONA PMC in den Bereichen Badauskleidung und Caravaning. Auch zeigte das Luftfahrtgeschäft unserer Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron leichte Anzeichen einer Erholung nach dem Einbruch im Vorjahr. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist aufgrund des noch stärkeren Wachstums in der Region "Europa" von 27,9 auf 25,4 Prozent gesunken. Im Segment "Amerika" hat sich das EBIT von 4,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,1 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Das EBIT enthält einen öffentlichen Zuschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR aus dem Payroll Protection Program (PPP) der amerikanischen Regierung zur Unterstützung der Unternehmen in der COVID-19-Krise.
Asien und Pazifik
Die Region "Asien und Pazifik" verzeichnete einen Umsatzzuwachs auf 19,1 Mio. EUR (Vorjahr 12,7 Mio. EUR). Größten Anteil hieran hatte die Business Line Industry aufgrund der hohen Nachfrage im klassischen Industriegeschäft, vor allem im Bereich Semicon - Produkte zur Ausrüstung von Halbleiterfabriken. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz hat leicht von 6,4 auf 7,4 Prozent zugenommen. Das Segment "Asien und Pazifik" verzeichnete ein EBIT von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr -0,2 Mio. EUR).
Umsatzentwicklung der Business Lines
Mit Wirkung zum 01. Januar 2021 wurde die bisherige divisionale Trennung in die Produktbereiche Halbzeuge sowie Rohre und Formteile zugunsten einer anwendungsorientierten Business-Line-Struktur aufgelöst. Im Zuge dessen werden künftig die Business Lines als Sekundärsegment berichtet.
In der Business Line Industry wurden Umsatzerlöse von 120,4 Mio. EUR generiert (Vorjahr 73,5 Mio. EUR) und damit ein Plus von 63.8 Prozent. Die Business Line Advertisement & Building Industry erzielte Umsatzerlöse von 35,8 Mio. EUR (Vorjahr 23,7 Mio. EUR; +51,1 Prozent). Die Business Line Infrastructure verzeichnete eine Umsatzsteigerung auf 34,9 Mio. EUR (Vorjahr 28,2 Mio. EUR; +24,1 Prozent). Die Business Line Mobility hat Umsätze von 25,2 Mio. EUR (Vorjahr 22,2 Mio. EUR; +13,0 Prozent) erwirtschaftet. Die übrigen Umsatzerlöse aus weiteren verschiedenen Anwendungsfeldern und Handel werden unter "Sonstige" zusammengefasst und betragen 43,6 Mio. EUR (Vorjahr 51,8 Mio. EUR). Die Abweichung resultiert überwiegend aus der unterjährig erfolgten Zuordnung von Kunden aus "Sonstige" in andere Business Lines.
1.3 Ertragslage
Ergebnis
Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern hat sich im ersten Halbjahr von 14,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 27,0 Mio. EUR in 2021 nahezu verdoppelt. Die EBIT-Marge ist damit von 7,3 Prozent im Vorjahr auf 10,4 Prozent im Berichtszeitraum gestiegen. Das EBITDA hat sich von 23,5 Mio. EUR auf 36,1 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge hat sich von 11,8 Prozent im Vorjahr auf 13.9 Prozent verbessert.
Der Konzern-ROCE für das erste Halbjahr 2021 beträgt 7,4 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent); stichtagsbedingt liegt der ROCE zum 30.06.2021 erwartungsgemäß unter dem Gesamtjahreswert (31.12.2020: 11,0 Prozent).
Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2021 war im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich geprägt von teils signifikanten Ergebnissteigerungen in allen drei Regionen. Das Segment "Europa" konnte aufgrund von Skaleneffekten auf Basis des gestiegenen Volumens und Effizienzsteigerungen in den europäischen Werken das Ergebnis deutlich verbessern. Zudem erzielten die europäischen Verkaufsgesellschaften im Berichtszeitraum positive operative Resultate, die bis auf die Tochter in Russland über den Vorjahresergebnissen liegen. Nachdem das Segment "Amerika" im Vorjahreszeitraum noch einen Ergebniseinbruch verzeichnete, hat sich das Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 mehr als verdoppelt. Das Ergebnis enthält einen öffentlichen Zuschuss aus dem Payroll Protection Program (PPP) der amerikanischen Regierung zur Unterstützung der Unternehmen in der COVID-19-Krise. Das Segment "Asien und Pazifik" erzielte ebenfalls ein merkliches Ergebniswachstum und hat nach einem leicht negativen Ergebnis im Vorjahr einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet.
Die Notierungen für Rohstoffe sind in den ersten sechs Monaten 2021 stetig und signifikant angestiegen und haben zum Ende des zweiten Quartals einen vorläufigen Höchststand erreicht. Die Aufwendungen für Energie betragen im Konzern 5,8 Mio. EUR (Vorjahr 5,5 Mio. EUR) und in der SIMONA AG unverändert 3,9 Mio. EUR.
Der Personalaufwand beträgt 47,1 Mio. EUR (Vorjahr 45,1 Mio. EUR).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen liegen mit 9,1 Mio. EUR nur unwesentlich über dem Vorjahreswert. Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen belaufen sich wie im Vorjahr auf 0,4 Mio. EUR.
Die Sonstigen Aufwendungen liegen mit 38,3 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (36,1 Mio. EUR). Während die Betriebskosten (Kosten für Leiharbeit) sowie die Vertriebskosten (Ausgangsfrachten, Verpackung) im Zuge der Produktions- und Umsatzzuwächse gestiegen sind, haben sich die Verwaltungskosten (insbesondere Beratungsaufwendungen) reduziert.
1.4 Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 30.06.2021 hat sich um 46,3 Mio. EUR auf 494,7 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2020 erhöht.
Bilanzentwicklung Vermögenswerte
Die Immateriellen Vermögenswerte betragen 55,1 Mio. EUR (31.12.2020: 40,4 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Firmenwerte aus den Akquisitionen. Der Zugang des Firmenwertes aus dem Unternehmenskauf von SIMONA PLASTECH, Türkei, per 01. Februar 2021 beläuft sich auf 6,4 Mio. EUR.
Die Sachanlagen werden mit 146,3 Mio. EUR aktiviert (31.12.2020: 140,8 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Konzern 10,4 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 7,8 Mio. EUR.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (46,0 Mio. EUR; 31.12.2020: 31,5 Mio. EUR) sowie an Fertigen Erzeugnissen und Waren (59,9 Mio. EUR; 31.12.2020: 52,4 Mio. EUR) haben sich sowohl preis- als auch mengenbedingt im Vergleich zum Jahresende 2020 erhöht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vorjahresvergleich durch das höhere Geschäftsvolumen um 25,3 Mio. EUR auf 88,6 Mio. EUR angestiegen. Im Vergleich zum 31.12.2020 (56,2 Mio. EUR) haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt sowie aufgrund des Umsatzwachstums um 32,4 Mio. EUR deutlich erhöht.
Die Sonstigen Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen betragen 13,2 Mio. EUR (31.12.2020: 8,6 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente liegen zum Bilanzstichtag bei 61,5 Mio. EUR (31.12.2020: 85,3 Mio. EUR; siehe auch Kapitalflussrechnung).
Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden
Die Passivseite ist gekennzeichnet durch eine Erhöhung des Eigenkapitals sowie des kurzfristigen Fremdkapitals und andererseits durch eine Verringerung des langfristigen Fremdkapitals.
Das Konzerneigenkapital liegt zum Bilanzstichtag bei 248,9 Mio. EUR und damit über dem Wert zum 31.12.2020 (206,6 Mio. EUR). Während die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2020 (7,2 Mio. EUR) abgeflossen ist, ist zum Stichtag ein Periodenergebnis in Höhe von 20,0 Mio. EUR zugeflossen. Zudem wurde das Eigenkapital durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund der Erhöhung des IFRS-Rechnungszinses von 0,50 Prozent per Jahresende 2020 auf 1,00 Prozent sowie durch den Anstieg des Planvermögens insgesamt um 25,2 Mio. EUR zum Stichtag höher ausgewiesen. Die Konzerneigenkapitalquote ist im Vergleich zum Jahresende 2020 insbesondere aufgrund der vorgenannten Effekte auf 50 Prozent gestiegen (31.12.2020: 46 Prozent).
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen werden mit 124,0 Mio. EUR (31.12.2020: 157,6 Mio. EUR) passiviert und haben sich aufgrund des angestiegenen IFRS-Rechnungszinses von 0,50 Prozent per Jahresende 2020 auf 1,0 Prozent zum 30.06.2021 entsprechend reduziert.
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 34,9 Mio. EUR und haben im Zuge der erhöhten Geschäftstätigkeit zugenommen (31.12.2020: 17,4 Mio. EUR).
Die lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen betragen 6,1 Mio. EUR und liegen leicht über dem Jahresendwert 2020.
Die lang- und kurzfristigen Schulden betragen insgesamt 245,8 Mio. EUR und liegen mit 3,9 Mio. EUR über dem Wert zum 31.12.2020.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen im Berichtszeitraum 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 11,4 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Anlageninvestitionen im Segment "Europa". Im Konzern wurden Netto-Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 2,7 Mio. EUR getätigt (Vorjahr 3,8 Mio. EUR).
1.5 Finanzlage
Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 20,6 Mio. EUR (31.12.2020: 28,6 Mio. EUR) bei in- und ausländischen Bankinstituten.
Liquide Mittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 23,8 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2020 verringert und bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankguthaben in Höhe von 61,5 Mio. EUR (31.12.2020: 85,3 Mio. EUR). Die Verringerung resultiert hauptsächlich aus der Akquisition von SIMONA PLASTECH und einem kurzfristig negativen operativen Cashflow aufgrund der Rohstoffverteuerungen sowie dem Anstieg der Kundenforderungen. Die Entwicklung ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Cashflow
Im ersten Halbjahr beträgt der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 0,9 Mio. EUR (Vorjahr Mittelzufluss 26,8 Mio. EUR). Trotz Ergebnissteigerung überwiegen insbesondere die Abflüsse aus dem Aufbau der Vorräte und der Zunahme aus Kundenforderungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 25,4 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss 17,3 Mio. EUR), darin enthalten sind 15,4 Mio. EUR für die Zahlung aus dem Erwerb der Unternehmensbeteiligung an SIMONA PLASTECH, Türkei. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 1,6 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss 8,3 Mio. EUR) und beinhaltet hauptsächlich den Zufluss aus der Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien sowie gegenläufig die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020.
Finanzergebnis
Aus den Finanzerträgen in Höhe von 1,3 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR ergibt sich im ersten Halbjahr 2021 insgesamt ein ausgeglichenes Finanzergebnis von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr -0,9 Mio. EUR). Im Finanzergebnis ist ein positives Währungsergebnis von 0,6 Mio. EUR enthalten (Vorjahr -0,2 Mio. EUR).
1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeitende
Im SIMONA Konzern hat sich die Beschäftigtenzahl seit Jahresbeginn um 75 auf 1.508 Mitarbeitende (31.12.2020: 1.433) insbesondere durch den Unternehmenserwerb von SIMONA PLASTECH, Türkei, erhöht. Die Beschäftigtenzahl in Deutschland liegt bei 797 (Jahresende 2020: 799).
2. NACHTRAGSBERICHT
Nach Ablauf des ersten Halbjahres 2021 bis zur Erstellung des Konzernzwischenberichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertung führen.
3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
3.1 Chancenbericht
Die Entwicklung von Chancen und Risiken ist kurz- und mittelfristig stark von den Einschränkungen durch COVID-19 und der damit einhergehenden konjunkturellen Entwicklung abhängig, die sich regional differenziert wieder deutlich verbessert hat.
Insbesondere im Bereich Luftfahrt können sich durch die COVID-19-Krise weitere erhebliche Risiken ergeben. Durch die (zeitlich befristete) Einstellung von Verbindungen durch Luftfrachtlinien kann es im Bereich Logistik zur weiteren Knappheit und zu Verzögerungen kommen. Von den Rohstoffmärkten ging und geht für das Jahr 2021 eines der größten Risiken aus. Das betrifft sowohl die Weitergabe von Rohstoffpreissteigerungen in einem intensiven Wettbewerb als auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen.
Die vor allem in Europa geführte Diskussion zur Umweltbelastung von Kunststoff kann negative Auswirkungen nicht nur auf das Geschäft, sondern auch auf die Rekrutierung von Fachpersonal haben. Die Diskussion über den CO2-Ausstoß von Flugzeugen könnte den Markt für Flugzeuginnenausstattungen langfristig negativ beeinflussen.
Chancen bietet der Einsatz von Kunststoffen als wirtschaftliche Alternative, um schwerere Materialien z. B. in Mobilitätsanwendungen zu ersetzen und so den CO2-Ausstoß zu senken bzw. die Aufbereitung von Trinkwasser oder den Transport von erneuerbaren Energien über weite Strecken zu ermöglichen. Dabei sind hoch funktionale Kunststoffe mit individuellen Eigenschaften gefordert. Die Strategie von SIMONA ist darauf ausgerichtet, in eigener Forschung & Entwicklung die Produkteigenschaften technologisch permanent weiterzuentwickeln und das Materialportfolio auszubauen.
In Europa sind strategische Projekte in der Umsetzung, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit und damit die Chancen auf Wachstum erhöhen. Zum 01. Januar 2021 wurde eine neue Organisationsstruktur im EMEA-Geschäft (Europa, Naher/Mittlerer Osten und Afrika) eingeführt. Die bisherige divisionale Trennung in die Produktbereiche Halbzeuge sowie Rohre und Formteile wurde zugunsten einer anwendungsorientierten Business-Line-Struktur aufgelöst. Hauptziele sind, die Wettbewerbsfähigkeit durch höhere Effizienz, engeren Kontakt zu Endanwendern und besseren Kundenservice zu steigern sowie die Erschließung neuer Anwendungsfelder zu beschleunigen.
Die Akquisition des türkischen Herstellers für PVC-Schaumplatten MT Plastik AS, Düzce/Türkei (in Zukunft SIMONA PLASTECH), zum 01. Februar 2021 erhöht die Chancen auf profitables Wachstum im Markt für Digitaldruck und Bauanwendungen. Die Akquisition von SIMONA Stadpipe AS in Norwegen bietet Wachstumsmöglichkeiten im global expandierenden Markt für Fischzuchtanlagen. In den USA kann die Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron mit ihrem individuellen Produktprogramm, das hohe Designanforderungen in der Innenausstattung von Flugzeugen erfüllt, dieses auf weitere Anwendungen erweitern. Die Entwicklung des Luftfahrtgeschäfts ist jedoch stark abhängig von dem weiteren Verlauf der COVID-19-Krise. Zudem sieht SIMONA gutes Potenzial im Markt für Tiefziehanwendungen sowie für Outdoor-Möbel aus Kunststoff und im Bootsbau. Neue Produktentwicklungen mit antibakteriellen Einstellungen bieten darüber hinaus Chancen im wichtiger werdenden Markt für Infektionsschutz. Mittelfristig bieten sich in den USA auch Chancen im Bereich der Rohre und Formteile in industriellen Anwendungen.
In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA gute Chancen in den Schlüsseltechnologien Umwelttechnik, Halbleiter- und chemische Prozessindustrie.
Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial auf einem nach wie vor guten Niveau. Gegenüber dem Vorjahr sind die Chancen für das Geschäft von SIMONA aufgrund der nachlassenden Pandemie-Aus-wirkungen leicht verbessert.
3.2 Risikobericht
Risikomanagementsystem
Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gilt dabei ein Ereignis, eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierendes sorgfältiges Handeln. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA übernommen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.
Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.
Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
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| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| ― | Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise |
Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft.
SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:
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| ― | gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken |
| ― | unternehmensstrategische Risiken |
| ― | finanzwirtschaftliche Risiken |
| ― | Beschaffungs- und Einkaufsrisiken |
| ― | Investitionsrisiken |
| ― | Risiken durch Informationstechnologien |
Gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken
Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Unternehmenszukäufe der Vorjahre sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, eine hohe Flexibilität zu gewährleisten und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.
Die geopolitischen Risiken sind nach wie vor hoch. Weltweit bleiben die Risiken zudem durch die anhaltende Diskussion um Kunststoffe und Umwelt gegenwärtig. Im Segment "Europa" bestimmen weiterhin die Pandemiebekämpfung sowie die Auswirkungen des Brexits die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment "Amerika" determinieren ebenso die Pandemiebekämpfung, die künftige ökonomisch-politische Ausrichtung der USA sowie die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. Im Segment "Asien und Pazifik" ergeben sich vor allem aus den künftigen politischen Beziehungen sowie der Entwicklung des Handelsstreits zwischen den USA und China die wesentlichen Risiken. Im Bereich der Änderung von Absatzmärkten werden mittelfristig Umsatzrückgänge von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt, bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent.
Unternehmensstrategische Risiken
Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und werden mit Umsatzeinbußen von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Die Abhängigkeit vom Euro im Konzern konnte durch die Unternehmensakquisitionen der letzten Jahre und den kontinuierlichen Ausbau der Produktion und Marktposition im US-amerikanischen Markt reduziert werden. Damit einhergehend ist das USD-Währungsrisiko für SIMONA nach wie vor hoch und wird mittelfristig auf 3,0 bis 6,0 Mio. EUR Ergebnisbelastung bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Die wirtschaftlichen Risiken einer weltweit zu erwarteten Rezession aufgrund der COVID-19-Krise und damit einer nachlassenden Investitionstätigkeit der Industrie haben sich verringert.
Das Risiko für Forderungsausfälle und Insolvenzen ist aufgrund der COVID-19-Pandemie deutlich erhöht. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko wie auch die Einzelrisiken. Das potenzielle Risiko entspricht mit 0,8 Mio. EUR wie im Vorjahr in etwa dem Wert der mehr als 60 Tage überfälligen Außenstände der SIMONA AG im Segment Europa. Für Geschäfte mit Russland gilt eine Einzelrichtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben, die über eine entsprechende Versicherung abgedeckt sind. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Zinsänderungsrisiken werden steigend eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinsten Kontokorrentkreditlinien der SIMONA AG werden zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen. Das Zinsänderungsrisiko daraus wird als unwesentlich eingeschätzt.
Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die gegenwärtig zu erwartende Beitragserhöhung an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3 bis 10 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren. Zum Bilanzstichtag ist das Planvermögen deutlich angestiegen. Die SIMONA AG Aktien notieren im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 11,2 Mio. EUR höher.
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Im ersten Halbjahr waren die Versorgungsketten weltweit sehr herausgefordert, und die Ausfälle von Rohstoff- und Additivlieferungen fielen im Vergleich zu den Vorjahren außergewöhnlich hoch aus. Durch die Produktionsausfälle vieler Rohstoff- und Additivhersteller verschärfte sich die Verfügbarkeitslage an den Rohstoffmärkten. Die Preisentwicklung der Vorprodukte (Naphtha, Propylen und Ethylen) der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe verlief fast parallel zur sprunghaften Rohölpreisentwicklung. Die Rohstoffnotierungen haben sich dementsprechend im Laufe des Berichtsjahres deutlich verteuert.
Die Beschaffungssituation in Europa zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 war geprägt von einer instabilen Rohstoffversorgung, einer extrem hohen Nachfrage und in der Folge von enormen Versorgungsengpässen. Zahlreiche Anlagenstörungen, Produktionsdrosselungen und Wartungsstillstände, vornehmlich bei Standard-Thermoplasten wie Polyethylen, Polypropylen und PVC sowie deren Vorprodukten, spiegelten das Versorgungsbild in Europa wider. Der Wintersturm in Texas hat massive Auswirkungen und Langzeitschäden an Raffinerien und Petrochemie-Anlagen in den USA verursacht. Dies hat den Versorgungsengpass in den USA bis weit in den Sommer 2021 beeinflusst. Wir rechnen für das dritte und vierte Quartal 2021 mit einer weiterhin starken Industrienachfrage, allerdings einer Verbesserung der Versorgungslage auf anhaltend hohem Preisniveau.
Investitionsrisiken
Investitionsrisiken beinhalten hauptsächlich das Risiko von Fehlinvestitionen in den Maschinenpark sowie in Auslandsbeteiligungen. Potentielle Investitionsrisiken werden gegenwärtig mit etwa 10,0 bis 15,0 Mio. EUR geschätzt und einer knapp unter 50-prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit.
Risiken durch Informationstechnologien
Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme einschließlich des Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlusts sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA mit einer firmeneigenen IT-Abteilung, der Beauftragung spezialisierter Unternehmen sowie regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf die zunehmenden Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählen hauptsächlich die Investition in aktuelle Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Ein wesentlicher Schaden durch einen temporären Systemausfall wird mit etwa 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang geschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme hat sich weiter erhöht.
Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2020 im Wesentlichen unverändert, es ist jedoch auf mögliche erhebliche Auswirkungen durch die COVID-19-Krise hinzuweisen, die aktuell nicht verlässlich prognostiziert werden können. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.
4. PROGNOSEBERICHT
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Indikatoren zur Entwicklung der Weltwirtschaft sind weiter positiv. Die weltweite Industrieproduktion und der weltweite Handel liegen wieder über ihrem Vorkrisenniveau. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2021 von 6,0 Prozent aus. Dabei prognostiziert der IWF dem Euroraum ein Wachstum von 4,4 Prozent. Das BIP in den USA soll um 6,4 Prozent überdurchschnittlich steigen. Der Wirtschaft in China wird ein Wachstum von 8,4 Prozent vorhergesagt. Risiken für die Industriekonjunktur bestehen vor allem in einer Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten wie Halbleiter und Holz, deren Preise stark angezogen haben.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Laut einer Befragung des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland (GKV) gehen 52 Prozent der Unternehmen von steigenden Umsatzerlösen für 2021 aus, 16 Prozent von gleichbleibenden und immerhin 33 Prozent von sinkenden. Der Verband der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland (VCI) geht nach dem positiven Jahresauftakt von einer Steigerung sowohl der Produktion (Prognose: +4,5 Prozent) als auch des Branchenumsatzes (Prognose: +8,0 Prozent) aus. Der Maschinenbauindustrie in Deutschland wird ein Produktionsplus von 11 Prozent vorhergesagt. Damit hat der Verband VDMA die Prognose vom Frühjahr deutlich angehoben. Der Markt für die Inneneinrichtung von Flugzeugen wird sein Vorkrisenniveau weder in diesem noch im nächsten Jahr wieder erreichen. Der Umsatz der deutschen Bauwirtschaft wird nach Branchenprognosen in diesem Jahr um 2,0 Prozent zurückgehen, vor allem aufgrund zunehmender Materialengpässe.
Künftige Entwicklung
Wir gehen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogen optimistischen Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung von einem stabilen Geschäft in der zweiten Jahreshälfte aus. Insofern heben wir die Umsatzprognose für das 2021 auf einen Umsatz zwischen 495 Mio. Euro bis 505 Mio. Euro an. Dies wird wesentlich von der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise und deren Weitergabe an unsere Kunden beeinflusst. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, die prognostizierte EBIT-Marge von 6-8 Prozent am oberen Ende zu erreichen.
Zukunftsbezogene Aussagen und Prognosen
Der vorliegende Konzernzwischenlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsbezogenen Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.
Kirn, im Juli 2021
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Matthias Schönberg | Dr. Jochen Hauck | Michael Schmitz |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2021
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| in TEUR | Anhang | 01.01. - 30.06.2021 | 01.01. - 30.06.2020 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 259.907 | 199.410 | |
| Sonstige Erträge | 4.759 | 3.710 | |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.804 | 2.316 | |
| Materialaufwand | 145.984 | 100.746 | |
| Personalaufwand | 47.053 | 45.083 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing | 9.134 | 8.990 | |
| Sonstige Aufwendungen | 38.334 | 36.064 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) | 26.964 | 14.553 | |
| Finanzerträge | 1.284 | 741 | |
| Finanzaufwendungen | 1.220 | 1.688 | |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Beteiligungen | 0 | 123 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 27.028 | 13.729 | |
| Ertragsteuern | [5] | 7.066 | 3.856 |
| Periodenergebnis | 19.963 | 9.873 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 19.999 | 9.813 | |
| Nicht beherrschende Anteile | -36 | 60 | |
| ERGEBNIS JE AKTIE | |||
| in EUR | |||
| - unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis | 33,33 | 16,35 | |
| - verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis | 33,33 | 16,35 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2021
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| in TEUR | Anhang | 01.01. - 30.06.2021 | 01.01. - 30.06.2020 |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 19.963 | 9.873 | |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen | 35.676 | -4.221 | |
| Latente Steuern auf die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen | -10.517 | 1.244 | |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Abschlüsse Tochtergesellschaften | -370 | -1.133 | |
| Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Net Investments | 728 | 115 | |
| Latente Steuern aus der Fremdwährungsumrechnung | -183 | 9 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 25.334 | -3.985 | |
| Gesamtergebnis | 45.297 | 5.887 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 45.517 | 5.846 | |
| Nicht beherrschende Anteile | -220 | 41 |
Konzernbilanz der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2021
VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | Anhang | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 55.127 | 40.409 | |
| Sachanlagen | [7] | 146.328 | 140.808 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 340 | 340 | |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | 1.119 | 1.119 | |
| Nutzungsrechte Leasing | 2.328 | 1.780 | |
| Latente Steueransprüche | 17.575 | 27.768 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 222.817 | 212.223 | |
| Vorräte | [8] | 108.359 | 84.893 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 88.586 | 56.158 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 9.622 | 5.750 | |
| Ertragsteuerforderungen | 3.552 | 2.805 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 299 | 1.298 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | [9] | 61.512 | 85.349 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 271.929 | 236.253 | |
| Bilanzsumme | 494.747 | 448.476 |
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
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| in TEUR | Anhang | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 15.500 | 15.500 | |
| Kapitalrücklage | 15.274 | 15.274 | |
| Gewinnrücklagen | 210.160 | 172.401 | |
| Sonstige Rücklagen | 993 | 818 | |
| 241.927 | 203.993 | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 7.012 | 2.612 | |
| Eigenkapital | 248.939 | 206.604 | |
| Finanzschulden | 6.717 | 8.430 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 122.220 | 155.814 | |
| Sonstige Rückstellungen | 4.088 | 4.061 | |
| Schulden aus Leasing | 1.668 | 1.051 | |
| Sonstige finanzielle Schulden | 8.196 | 8.659 | |
| Latente Steuerschulden | 13.081 | 10.872 | |
| Langfristige Schulden | 155.971 | 188.887 | |
| Finanzschulden | 14.391 | 3.425 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.773 | 1.773 | |
| Sonstige Rückstellungen | 1.979 | 1.723 | |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 34.903 | 17.426 | |
| Ertragsteuerschulden | 6.369 | 7.035 | |
| Schulden aus Leasing | 719 | 752 | |
| Sonstige finanzielle Schulden | 302 | 1.989 | |
| Sonstige Schulden | 29.402 | 18.862 | |
| Kurzfristige Schulden | 89.838 | 52.985 | |
| Bilanzsumme | 494.747 | 448.476 |
Konzern-Kapitalflussrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2021
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| in TEUR | Anhang | 01.01.-30.06.2021 | 01.01.-30.06.2020 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 27.028 | 13.729 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -9.148 | -1.448 | |
| Finanzerträge und -aufwendungen (ohne Zinsaufwand auf Pensionen) | 99 | 91 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing | 9.134 | 8.990 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -952 | 2.103 | |
| Ergebnis aus Anlageabgängen | 40 | 36 | |
| Veränderung der Vorräte | -21.243 | -4.330 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -29.278 | -3.978 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | -2.623 | 928 | |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen | 2.474 | 2.070 | |
| Veränderung der Schulden und sonstigen Rückstellungen | 23.551 | 8.642 | |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | -918 | 26.833 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -10.388 | -11.406 | |
| Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel | [12] | -15.397 | -6.015 |
| Einzahlungen aus Anlageabgängen | 335 | 44 | |
| Erhaltene Zinsen | 42 | 63 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -25.408 | -17.314 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 10.966 | 0 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -1.713 | -1.713 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingschulden | -374 | -457 | |
| Zahlung Dividende Vorjahr | [6] | -7.200 | -6.000 |
| Zahlung Dividende Vorjahr an Minderheitengesellschafter | 0 | -55 | |
| Gezahlte Zinsen | -123 | -68 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.556 | -8.294 | |
| Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität | 933 | -402 | |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -23.837 | 823 | |
| Finanzmittelfonds zum 01. Januar | 85.349 | 68.399 | |
| Finanzmittelfonds zum 30. Juni | 61.512 | 69.222 | |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -23.837 | 823 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2021
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| AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | Gesamtbetrag | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Währungsdifferenzen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anhang | ||||||
| Stand am 01.01.2020 | 15.500 | 15.274 | 173.846 | 11.206 | 215.826 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | 0 | 0 | -2.976 | -990 | -3.966 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 9.813 | 0 | 9.813 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 6.836 | -990 | 5.846 | |
| Dividendenauszahlung | [6] | 0 | 0 | -6.000 | 0 | -6.000 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | -360 | -19 | -379 | |
| Stand am 30.06.2020 | 15.500 | 15.274 | 174.322 | 10.198 | 215.293 | |
| Stand am 01.01.2021 | 15.500 | 15.274 | 172.401 | 818 | 203.993 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | 0 | 0 | 25.159 | 358 | 25.517 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 19.999 | 0 | 19.999 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 45.158 | 358 | 45.517 | |
| Dividendenauszahlung | [6] | 0 | 0 | -7.200 | 0 | -7.200 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | [12] | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | -199 | -184 | -383 | |
| Stand am 30.06.2021 | 15.500 | 15.274 | 210.160 | 993 | 241.927 |
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| --- | --- | --- |
| in TEUR | NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | GESAMTES EIGENKAPITAL |
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2020 | 464 | 216.290 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | -19 | -3.985 |
| Periodenergebnis | 60 | 9.873 |
| Gesamtergebnis | 41 | 5.887 |
| Dividendenauszahlung | -55 | -6.055 |
| Sonstige Veränderungen | -29 | -408 |
| Stand am 30.06.2020 | 421 | 215.714 |
| Stand am 01.01.2021 | 2.612 | 206.604 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | -184 | 25.334 |
| Periodenergebnis | -36 | 19.963 |
| Gesamtergebnis | -220 | 45.297 |
| Dividendenauszahlung | 0 | -7.200 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 4.944 | 4.944 |
| Sonstige Veränderungen | -324 | -707 |
| Stand am 30.06.2021 | 7.012 | 248.939 |
Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2021
[1] Informationen zum Unternehmen
Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und der Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Die virtuelle Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 02. Juni 2021 auf Vorschlag des Vorstandes einem Aktiensplit im Verhältnis 10 zu 1 zugestimmt. Die im Umlauf befindlichen Aktienzahl erhöht sich demnach von 600.000 auf 6.000.000 Aktien. Der Antrag zum Aktiensplit wurde im Handelsregister eingereicht, bis zur Aufstellung dieses Anhangs aber noch nicht eingetragen. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss (Konzernzwischenabschluss) für das erste Halbjahr 2021 wurde am 20. Juli 2021 durch Beschluss des Vorstandes zur Veröffentlichung freigegeben.
[2] Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
Der Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2021 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Interim Financial Reporting" und in Anwendung des § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und stimmt mit diesen überein.
Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2021 bis 30. Juni 2021. Als Ausgangsbasis für den Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020, auf den für weitere Informationen verwiesen wird.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten.
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 wie folgt verändert: Die MT Plastik AS, Dücze, Türkei, wurde mit Wirkung vom 01. Februar 2021 erstmalig vollkonsolidiert und in SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim §irketi umbenannt.
Im Rahmen einer Restrukturierung des Segments Asien sind die Anteile an der SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur, Singapur, von der SIMONA AG, Kirn, Deutschland, auf die SIMONA ASIA Limited, Hong Kong, China, zum Buchwert übertragen worden.
Neben dem Mutterunternehmen wurden zum 30. Juni 2021 insgesamt 37 in- und ausländische Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.
[3] Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Aufgrund der saisonalen Einflüsse werden in allen Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr in der Regel niedrigere Umsatzerlöse und niedrigere Betriebsergebnisse als im ersten Halbjahr erwartet. Die niedrigeren Umsatzerlöse sind im Wesentlichen auf die sinkende Nachfrage in den Haupturlaubsmonaten (Juli und August) sowie auf reduzierte Lagerbestände bei den Kunden zum Jahresende (Dezember) zurückzuführen.
[4] Segmentberichterstattung
Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
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| ― | Europa |
| ― | Amerika |
| ― | Asien und Pazifik |
Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge hauptsächlich mit dem Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich Formteilen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom Management verwandt, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche Effekte beurteilt.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernzwischenabschluss zugrunde. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach dem Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit. Die Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Das Segmentvermögen beinhaltet Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen betreffen sowohl immaterielle Vermögenswerte als auch Sachanlagen.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen der Segmente. Die Unterschiede zum Konzernzwischenabschluss werden in der Überleitungsrechnung dargestellt.
SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN
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| Europa | Amerika | Asien und Pazifik | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 174.894 | 131.018 | 65.876 | 55.649 | 19.137 | 12.741 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 4.378 | 4.204 | 128 | 107 | 0 | 0 |
| Segmentumsatzerlöse | 179.271 | 135.222 | 66.004 | 55.756 | 19.137 | 12.741 |
| Sonstige Erträge | 2.870 | 3.103 | 2.506 | 134 | 987 | 1.067 |
| Materialaufwand | 100.342 | 71.200 | 36.136 | 25.439 | 14.007 | 8.408 |
| Personalaufwand | 33.306 | 30.216 | 11.702 | 13.127 | 2.045 | 1.740 |
| Abschreibungen | 5.856 | 5.291 | 2.509 | 2.902 | 770 | 797 |
| Sonstige Aufwendungen | 28.304 | 24.650 | 9.708 | 9.967 | 1.937 | 2.035 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 16.186 | 10.694 | 9.094 | 4.144 | 1.460 | -203 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 16.179 | 10.509 | 8.962 | 3.940 | 1.673 | -605 |
| Segmentinvestitionen | 7.430 | 7.862 | 2.345 | 3.189 | 613 | 355 |
| Langfristige Vermögenswerte | 116.180 | 93.598 | 77.933 | 83.813 | 9.671 | 9.742 |
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| Summe | Überleitung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 259.907 | 199.409 | 0 | 0 | 259.907 | 199.410 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 4.505 | 4.310 | -4.505 | -4.310 | 0 | 0 |
| Segmentumsatzerlöse | 264.412 | 203.719 | -4.505 | -4.310 | 259.907 | 199.410 |
| Sonstige Erträge | 6.363 | 4.303 | -1.604 | -594 | 4.759 | 3.710 |
| Materialaufwand | 150.484 | 105.048 | -4.500 | -4.302 | 145.984 | 100.746 |
| Personalaufwand | 47.053 | 45.083 | 47.053 | 45.083 | ||
| Abschreibungen | 9.134 | 8.990 | 9.134 | 8.990 | ||
| Sonstige Aufwendungen | 39.949 | 36.652 | -1.614 | -588 | 38.334 | 36.064 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 26.741 | 14.635 | 223 | -83 | 26.964 | 14.553 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 26.814 | 13.844 | 214 | -115 | 27.028 | 13.729 |
| Segmentinvestitionen | 10.388 | 11.406 | 10.388 | 11.406 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 203.784 | 187.154 | 203.784 | 187.154 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
[5] Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwandes setzen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zusammen:
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in TEUR | 2021 | 2020 |
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||
| Tatsächlicher laufender Ertragsteueraufwand | 7.295 | 4.671 |
| Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern | 224 | -8 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen | -514 | -1.035 |
| Veränderung aktivierter Verlustvorträge und Steuerguthaben | 61 | 225 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 7.066 | 3.856 |
[6] Gezahlte Dividende
Im ersten Halbjahr 2021 wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 12,00 EUR je Aktie (Vorjahr: 10,00 EUR je Aktie) durch die virtuelle Hauptversammlung am 02. Juni 2021 beschlossen und am 07. Juni 2021 ausgeschüttet.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
[7] Sachanlagen
Während des Zeitraums vom 01. Januar bis 30. Juni 2021 hat der Konzern Sachanlagen zu Anschaffungskosten in Höhe von 10.383 TEUR (Vorjahr 11.406 TEUR) erworben, außerdem sind 2.428 TEUR aus Erstkonsolidierung zugegangen.
In den Sonstigen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr 33 TEUR), in den Sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 44 TEUR (Vorjahr 69 TEUR) enthalten.
[8] Vorräte
Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 663 TEUR auf 10.247 TEUR gestiegen.
[9] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Finanzmittelfonds) wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.06.2021 | 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 61.512 | 69.222 |
| Kurzfristige Finanzschulden (Kontokorrentkredit) | -10.966 | 0 |
| 50.546 | 69.222 |
SONSTIGE ANGABEN
[10] Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo aus Investitionsvorhaben zum 30. Juni 2021 beträgt 6.524 TEUR (Vorjahr 8.026 TEUR) und aus Rohstoffbestellungen 34.138 TEUR (Vorjahr 9.808 TEUR).
[11] Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer betrieblichen Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.
Die Zusammensetzung der dem SIMONA Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen hat sich aufgrund der Akquisition der SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim Şirketi verändert. Die Minderheitenvertreter sind im Management von Unternehmen tätig, die Produkte von SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim Şirketi erwerben. In langfristig laufenden Lieferverträgen wurden marktübliche Verkaufspreise vereinbart. Im Rahmen dieser Transaktionen wurden seit dem 01. Februar 2021 Umsätze in Höhe von 3.462 TEUR getätigt. Darüber hinaus bestehen mit diesen Unternehmen zum 30. Juni 2021 Forderungen in Höhe von 2.003 TEUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 13 TEUR.
[12] Unternehmensakquisitionen
Mit Wirkung vom 01. Februar 2021 hat der Konzern 70,00 Prozent der stimmberechtigten Eigenkapitalanteile an der MT Plastik AS erworben, ein nicht börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Dücze, Türkei. Im Laufe des ersten Halbjahres 2021 wurde das Unternehmen in SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim Şirketi umfirmiert.
Die SIMONA PLASTECH Levha Sanayi Anonim Şirketi erweitert das Portfolio um neue sowie etablierte Produkte und eröffnet Wachstumspotenziale in Bau- und Werbeanwendungen unter dem Dach der neu gegründeten Business Line Advertisement and Building Industry. SIMONA strebt mit dieser Akquisition die Marktführerschaft im Geschäft mit PVC-Schaumplatten in Bezug auf Qualität, Breite des Produktportfolios und Marktanteil an.
Die folgenden Angaben sind der vorläufigen Purchase Price Allocation entnommen.
Die Gegenleistung beträgt insgesamt (Purchase Price) 15.414 TEUR, und ist vollständig in bar gezahlt. Ausstehende oder bedingte Kaufpreiszahlungen bestehen nicht. Die Auszahlung für den Erwerb abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel und zuzüglich abgelöster Bankdarlehen beträgt 16.519 TEUR. Die folgenden aus der Kaufpreisallokation resultierenden Angaben zeigen die Werte der Hauptgruppen erworbener und identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt: Immaterielle Vermögenswerte 16.215 TEUR, Sachanlagen 855 TEUR, Vorräte 1.157 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Kunden 2.664 TEUR und sonstige Vermögenswerte 189 TEUR, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden 2.797 TEUR. Der Bruttowert der erworbenen Kundenforderungen beträgt 2.664 TEUR, Wertminderungen sowie uneinbringliche Forderungen am Tag der Akquisition waren nicht erkennbar. Immaterielle Vermögenswerte bezogen sich im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen sowie Produktionstechnologie und Markennamen. Der Konzern wendet die Full-Goodwill-Methode an und bilanziert demnach den gesamten, aus der Kaufpreisallokation resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 6.419 TEUR. Dieser beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeitenden sowie erwartete Synergieeffekte aus Produktportfolio und Vertrieb. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in der Türkei steuerlich nicht abzugsfähig.
Der Eigenkapitalanteil der Minderheitenanteilseigner beträgt zum Akquisitionszeitpunkt 4.944 TEUR. Das erworbene Unternehmen hat im Zeitraum 01. Februar bis 30. Juni 2021 im Konzern Umsatzerlöse von 5.991 TEUR und ein Periodenergebnis (einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation) von -608 TEUR erwirtschaftet. Wäre das erworbene Unternehmen seit dem 01. Januar 2021 in den Konzernabschluss einbezogen worden, betrügen die Konzernumsatzerlöse 6.888 TEUR und das Periodenergebnis -554 TEUR. Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten betragen insgesamt 162 TEUR und sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen Aufwendungen erfasst.
[13] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen führen.
[14] Angaben im Rahmen der COVID-19-Pandemie
Im Segment Amerika wurden Beihilfen aus öffentlicher Hand in Höhe von 4.328 TEUR gewährt. Den Anträgen auf Erlass der Beihilfen für die SIMONA Boltaron Inc., SIMONA AMERICA Group Inc. und SIMONA PMC LLC wurde in der Zwischenzeit stattgegeben und die als sonstige Darlehen gezeigten Beihilfen erfolgswirksam ausgebucht. Der Antrag der SIMONA AMERICA Industries LLC wurde vorläufig genehmigt. Die Beihilfen verbleiben bis zur finalen Genehmigung in den sonstigen Darlehen.
Die Werthaltigkeitstests im Zwischenbericht 2020 wurden für 2021 nicht wiederholt, da die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie besser absehbar sind. Der Vorstand sieht keine Anhaltspunkte für Wertminderungen.
[15] Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG
Der Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.
[16] Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Kirn, im Juli 2021
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Matthias Schönberg | Dr. Jochen Hauck | Michael Schmitz |