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SIMONA AG — Interim / Quarterly Report 2020
Aug 5, 2020
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Interim / Quarterly Report
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SIMONA Aktiengesellschaft
Kirn an der Nahe
Konzernzwischenbericht 30.06.2020
KONZERNZWISCHENBERICHT
für das erste Halbjahr 2020
1. WIRTSCHAFTSBERICHT
1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Corona-Pandemie hat die weltweite Wirtschaft härter getroffen als in den meisten Konjunkturprognosen erwartet. In fast allen Volkswirtschaften ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) so deutlich zurückgegangen, wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Im zweiten Quartal - für das zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch keine endgültigen Zahlen vorlagen - hat sich diese Negativentwicklung noch beschleunigt.
Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2020 um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang in Italien (-5,4 Prozent), Frankreich (-5,0 Prozent) und Spanien (-4,1 Prozent) aus. Deutschland hat sich mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent besser behaupten können. In den USA fiel das BIP um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 5,0 Prozent. Die Wirtschaft Chinas schrumpfte im ersten Quartal 2020 um 6,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2019. Es war nach Berechnungen der Weltbank das erste Quartal mit einer negativen Entwicklung seit dem Jahr 1976 und damit der schlimmste Einbruch für Chinas Wirtschaft in der modernen Geschichte.
Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland ging in den ersten vier Monaten des Jahres um 7,1 Prozent zurück, im April allein um 19,1 Prozent. Die chemische Industrie in Deutschland ist vergleichsweise robust ins Jahr 2020 gestartet. Im ersten Quartal konnte die Produktion gegenüber dem Vorjahresquartal noch um 0,9 Prozent gesteigert werden, der Branchenumsatz ging dagegen um 1,0 Prozent zurück. Den Maschinenbau hat die Corona-Pandemie mit voller Wucht getroffen. Im Zeitraum Februar bis April 2020 sank der Auftragseingang um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Bauindustrie konnte ihren Umsatz im Zeitraum Januar-April 2020 noch um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Allerdings zeigt der reale, preisbereinigte Auftragseingangsrückgang von 3,0 Prozent im gleichen Zeitraum, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie nach Angaben des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e. V. auch die Bauindustrie treffen werden.
1.2 Geschäftsverlauf
Der SIMONA Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2020 Umsatzerlöse von 199,4 Mio. EUR. Dies stellt im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2019 (227,5 Mio. EUR) einen Umsatzrückgang von 12,4 Prozent dar. Im zweiten Quartal 2020 betrug der Umsatzrückgang 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (von 116,5 Mio. EUR auf 91,7 Mio. EUR).
Europa
Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind um 7,9 Prozent auf 131,0 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr 142,3 Mio. EUR). Der Anteil dieser Region am Konzernumsatz hat sich auf 65,7 Prozent erhöht (Vorjahr 62,6 Prozent). Die Umsatzerlöse in Deutschland sind um 9,4 Prozent auf 49,3 Mio. EUR (Vorjahr 54,4 Mio. EUR) gesunken.
Amerika
Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind im ersten Halbjahr 2020 insbesondere aufgrund des Umsatzeinbruchs im LuftfahrtMarkt sowie des Umsatzrückgangs im Industriegeschäft um 20,3 Prozent auf 55,7 Mio. EUR (Vorjahr 69,8 Mio. EUR) gefallen. Der Anteil der Region am Konzernumsatz beträgt 27,9 Prozent (Vorjahr 30,7 Prozent).
Asien und Pazifik
In der Region "Asien und Pazifik" wurden Umsatzerlöse in Höhe von 12,7 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 15,4 Mio. EUR). Der Anteil der Region am Konzernumsatz hat sich von 6,7 Prozent im Vorjahr auf 6,4 Prozent reduziert.
Im Produktbereich Halbzeuge wurden Umsatzerlöse von 156,2 Mio. EUR generiert und damit ein Minus von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (181,1 Mio. EUR).
Der Produktbereich Rohre und Formteile verzeichnete einen Umsatzrückgang von 7,0 Prozent auf 43,2 Mio. EUR (Vorjahr 46,4 Mio. EUR).
1.3 Ertragslage
Ergebnis
Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern hat sich im ersten Halbjahr von 18,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 14,6 Mio. EUR in 2020 verringert. Die EBIT-Marge ist damit von 8,0 Prozent im Vorjahr auf 7,3 Prozent im Berichtszeitraum gesunken. Das EBITDA beträgt 23,5 Mio. EUR (Vorjahr 26,6 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge ist leicht von 11,7 Prozent im Vorjahr auf 11,8 Prozent gewachsen.
Der Konzern-ROCE für das erste Halbjahr 2020 beträgt 4,5 Prozent (Vorjahreswert 5,6 Prozent); stichtagsbedingt liegt der ROCE zum 30.06.2020 erwartungsgemäß unter dem Gesamtjahreswert (31.12.2019: 9,6 Prozent).
Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2020 war im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich geprägt von einer deutlichen Ergebnissteigerung in Europa und einem Ergebniseinbruch in Amerika. Das Segment Asien und Pazifik verbuchte zum Berichtsstichtag insgesamt ein leicht negatives Ergebnis.
Die Notierungen für Rohstoffe haben im zweiten Quartal nachgegeben, ziehen aber inzwischen wieder deutlich an. Im Zuge der geringeren Produktionsleistung sind die Aufwendungen für Energie sowohl im Konzern (5,5 Mio. EUR; Vorjahr 8,1 Mio. EUR) als auch in der SIMONA AG (3,9 Mio. EUR; Vorjahr 6,4 Mio. EUR) gesunken.
Der Personalaufwand liegt mit 45,1 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr von 44,7 Mio. EUR.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 8,6 Mio. EUR nach 8,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte Leasing belaufen sich wie im Vorjahr auf 0,4 Mio. EUR.
Die Sonstigen Aufwendungen liegen mit 36,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (36,2 Mio. EUR). Während die Vertriebskosten (Provisionen, Reisekosten und Ausgangsfrachten) im Zuge des Umsatzrückgangs gesunken sind, haben sich die Aufwendungen für Instandhaltung und Beratung im Zuge der strategischen Projekte zur Optimierung unserer Wettbewerbsfähigkeit und operativen Exzellenz erhöht.
In Europa erwirtschafteten die Verkaufsgesellschaften im Berichtszeitraum positive operative Resultate. Während die Ergebnisse der Töchter in Osteuropa insgesamt über dem Vorjahr liegen, weisen die restlichen europäischen Gesellschaften geringere Ergebnisse aus. Das Werk in Tschechien verbesserte im ersten Halbjahr das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Die amerikanischen Gesellschaften verzeichneten im Vorjahresvergleich teils deutliche Ergebnisrückgänge. Die Produktionsgesellschaft in Asien erzielte im ersten Halbjahr ein ausgeglichenes Ergebnis.
1.4 Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 30.06.2020 hat sich um 16,4 Mio. EUR auf 446,5 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2019 erhöht.
Bilanzentwicklung
Vermögenswerte
Die Immateriellen Vermögenswerte betragen 37,3 Mio. EUR (31.12.2019: 38,0 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Firmenwerte aus den US-Akquisitionen.
Die Sachanlagen werden mit 142,1 Mio. EUR aktiviert (31.12.2019: 138,7 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Konzern 11,4 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 7,6 Mio. EUR.
Die finanziellen Vermögenswerte enthalten eine Zahlung auf den Erwerb der Anteile von 74,93 Prozent an der Stadpipe AS, Stadlandet, Norwegen in Höhe von 6,0 Mio. EUR; Details sind im Nachtragsbericht dargestellt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (35,5 Mio. EUR; 31.12.2019: 34,0 Mio. EUR) sowie an Fertigen Erzeugnissen und Waren (56,7 Mio. EUR; 31.12.2019: 54,7 Mio. EUR) haben sich hauptsächlich mengenbedingt im Vergleich zum Jahresende 2019 erhöht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vorjahresvergleich und durch das geringere Geschäftsvolumen um 16,4 Mio. auf 63,3 Mio. EUR gesunken. Im Vergleich zum 31.12.2019 (59,7 Mio. EUR) sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 3,6 Mio. EUR angestiegen.
Die Sonstigen Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen haben sich im Vergleich zum Jahresende 2019 um 1,5 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR verringert. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente liegen zum Bilanzstichtag bei 69,2 Mio. EUR (31.12.2019: 68,4 Mio. EUR; siehe auch Kapitalflussrechnung).
Bilanzentwicklung
Eigenkapital und Schulden
Die Passivseite ist gekennzeichnet durch ein stabiles Eigenkapital und eine Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals.
Das Konzerneigenkapital liegt zum Bilanzstichtag bei 215,7 Mio. EUR und damit leicht unter dem Wert zum 31.12.2019 (216,3 Mio. EUR). Während ein Periodenergebnis in Höhe von 9,9 Mio. EUR zugeflossen ist, wurde das Eigenkapital durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 (6,0 Mio. EUR) sowie die Neubewertung der Pensionsrückstellungen (3,0 Mio. EUR) zum Stichtag um insgesamt 0,5 Mio. EUR leicht gemindert. Die Konzerneigenkapitalquote ist im Vergleich zum Jahresende 2019 aufgrund der vorgenannten Effekte sowie durch die erhöhte Bilanzsumme auf 48 Prozent gefallen (31.12.2019: 50 Prozent).
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen werden mit 144,2 Mio. EUR (31.12.2019: 137,9 Mio. EUR) passiviert und sind aufgrund des anhaltenden Rückgangs des IFRS-Abzinsungssatzes von 0,91 Prozent per Jahresende 2019 auf 0,82 Prozent zum 30.06.2020 angestiegen.
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 21,0 Mio. EUR.
Die lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen über 5,6 Mio. EUR sind nahezu unverändert.
Die lang- und kurzfristigen Schulden betragen insgesamt 230,8 Mio. EUR und liegen mit 17,0 Mio. EUR über dem Wert zum 31.12.2019.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen im Berichtszeitraum 11,4 Mio. EUR (Vorjahr 12,0 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Anlageninvestitionen im Segment Europa. Der SIMONA Konzern erhält im Segment Europa von der EU sowie der KfW geförderte Investitionen in Deutschland über insgesamt 0,9 Mio. EUR. Im Konzern wurden Netto-Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 3,8 Mio. EUR getätigt (Vorjahr 4,8 Mio. EUR).
1.5 Finanzlage
Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 27,0 Mio. EUR (31.12.2019: 19,0 Mio. EUR) bei in- und ausländischen Bankinstituten.
Liquide Mittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 0,8 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2019 erhöht und bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankguthaben in Höhe von 69,2 Mio. EUR (31.12.2019: 68,4 Mio. EUR). Die Entwicklung ist in der Kapitalflussrechnung im Anhang dargestellt.
Cashflow
Im ersten Halbjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 26,8 Mio. EUR (Vorjahr 11,2 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -17,3 Mio. EUR (Vorjahr -11,1 Mio. EUR), darin enthalten sind -6,0 Mio. EUR für die Zahlung aus dem Erwerb einer Unternehmensbeteiligung. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -8,3 Mio. EUR (Vorjahr -7,2 Mio. EUR) und beinhaltet im Wesentlichen die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2019.
Finanzergebnis
Aus den Finanzerträgen in Höhe von 0,7 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR ergibt sich im ersten Halbjahr 2020 insgesamt ein negatives Finanzergebnis von -1,0 Mio. EUR (Vorjahr -0,7 Mio. EUR). Im Finanzergebnis ist ein negatives Währungsergebnis von -0,2 Mio. EUR enthalten (Vorjahr 0,3 Mio. EUR).
1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeitende
Im SIMONA Konzern hat sich die Beschäftigtenzahl seit Jahresbeginn um 11 auf 1.406 Mitarbeitende (31.12.2019: 1.395) leicht erhöht. Die Beschäftigtenzahl der deutschen Gesellschaften von SIMONA liegt bei 794 (Jahresende 2019: 805).
2. NACHTRAGSBERICHT
Nach Ablauf des ersten Halbjahres 2020 bis zur Erstellung des Konzernzwischenberichtes hat die SIMONA AG mit Wirkung vom 01.07.2020 einen Anteil von 74,93 Prozent an der Stadpipe AS, Stadlandet, Norwegen, zu Anschaffungskosten von 6,0 Mio. EUR erworben. Die Akquisition ist Teil der Strategie einer höheren Anwendungsorientierung. Ziel ist, den stark wachsenden weltweiten Markt von Ausrüstungen für Fischzuchtbetriebe mit Produkten für Tanksysteme als auch Rohrleitungen zu bedienen. Die Akquisition erhöht die Anzahl der Mitarbeitenden um ca. 50.
3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
3.1 Chancenbericht
Die weltweiten konjunkturellen Einbrüche durch das Corona-Virus haben die Investitionstätigkeit in den von SIMONA bedienten Branchen -insbesondere chemische Industrie und Maschinenbau - negativ beeinflusst und zu deutlich geringerer Investitionsbereitschaft geführt. Der Bereich Luftfahrt (Aviation-Geschäft) ist durch die zeitweise fast vollständige Einstellung des internationalen Flugverkehrs besonders betroffen.
Die vor allem in Europa geführte Diskussion zur Umweltbelastung von Kunststoff kann negative Auswirkungen nicht nur auf das Geschäft, sondern auch auf die Rekrutierung von Fachpersonal haben.
Chancen bieten in dieser unsicheren konjunkturellen und strukturellen Lage der Einsatz von Kunststoffen als wirtschaftliche Alternative, um schwerere Materialien zum Beispiel in Mobilitätsanwendungen zu ersetzen und so den CO2-Ausstoss zu senken bzw. die Aufbereitung von Trinkwasser oder den Transport von erneuerbaren Energien über weite Strecken zu ermöglichen. Die Corona-Krise bietet dabei auch Chancen für Materialien und Werkstoffe, die als Trennwände und -scheiben helfen, Abstand zu wahren und Hygienevorschriften einzuhalten. Dabei sind hoch funktionelle Kunststoffe mit individuellen Eigenschaften gefordert. Die Strategie von SIMONA ist darauf ausgerichtet, in eigener Forschung & Entwicklung die Produkteigenschaften technologisch permanent weiterzuentwickeln und das Materialportfolio auszubauen.
In Europa sieht SIMONA mit der neuen strategischen Ausrichtung des Halbzeuggeschäfts gute Chancen, durch den Ausbau des Produkt- und Serviceangebots und einer höheren Endkunden- und Anwendungsorientierung in Kernmärkten Marktanteile zurückzugewinnen und in neuen Anwendungsgebieten Potenziale zu erschließen. Die Produkt- und Investitionsoffensive im Produktbereich Rohre und Formteile bietet gute Chancen, die Marktstellung auszubauen und von Zukunftsfeldern wie der Aufbereitung von Trinkwasser und dem Energietransport zu profitieren.
In den USA sehen wir kurz- und mittelfristig ein deutlich geringeres Chancenpotenzial in der Innenausstattung von Flugzeugen, da dieser Markt fast zum Erliegen gekommen ist. Es wird aktiv an Alternativanwendungen gearbeitet, die vergleichbare Anforderungen an Design und kundenindividuelle Fertigung stellen und die unsere Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron mit ihrem hierauf ausgerichteten Service- und Produktionsportfolio erfüllen kann. Zudem sieht SIMONA hohes Potenzial für transparente Materialien, die Anforderungen an Abstandswahrung und Hygieneschutz erfüllen.
In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA mittelfristig weiter gute Chancen in den Schlüsseltechnologien Umwelttechnik, chemische Prozessindustrie und Semicon.
Insgesamt sieht SIMONA das kurz- und mittelfristige Chancenpotenzial durch die Auswirkungen der Corona-Krise verringert, gegenüber dem Vorjahr sind die Chancen für das Geschäft von SIMONA gesunken.
Die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren haben sich aufgrund der weltweit erwarteten Rezession durch die Corona-Krise deutlich verschlechtert. Es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang und Zeitraum sich die Weltwirtschaft erholt und damit die für SIMONA wichtige Investitionstätigkeit steigt. Dafür ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine verlässliche Prognose nicht möglich.
3.2 Risikobericht
Risikomanagementsystem
Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gilt dabei ein Ereignis, eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierendes sorgfältiges Handeln. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA übernommen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.
Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau-und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.
Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| ― | Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise |
Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft.
SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:
| ― | Gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken |
| ― | unternehmensstrategische Risiken |
| ― | finanzwirtschaftliche Risiken |
| ― | Beschaffungs- und Einkaufsrisiken |
| ― | Investitionsrisiken |
| ― | Risiken durch Informationstechnologien |
Gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken
Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Unternehmenszukäufe der letzten Jahre sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, eine hohe Flexibilität zu gewährleisten und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.
Die geopolitischen Risiken sind deutlich angestiegen. Weltweit haben die Risiken neben der Ausbreitung des Corona-Virus sowie der anhaltenden Diskussion um Kunststoffe und Umwelt weiter zugenommen. Im Segment Europa bestimmen die Auswirkungen des Brexit, das Aufflammen von Handelskonflikten sowie politische Unsicherheiten die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren insbesondere die protektionistische Handelspolitik sowie die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Geschäftsentwicklung im Segment Amerika, vor allem im Bereich Aviation, können aktuell nicht eingeschätzt werden. Im Segment Asien und Pazifik steht die schwache konjunkturelle Entwicklung in China im Fokus der Risiken, die sich durch die Auswirkungen des Corona-Virus verschärft hat. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten werden mittelfristig konzernweit Umsatzrückgänge von etwa 20,0 bis 30,0 Mio. EUR geschätzt, bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell über 50 Prozent.
Unternehmensstrategische Risiken
Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und werden mit Umsatzeinbußen von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Die Abhängigkeit vom Euro im Konzern konnte durch die Unternehmensakquisitionen der letzten Jahre und den kontinuierlichen Ausbau der Produktion und Marktposition im US-amerikanischen Markt reduziert werden. Damit einhergehend ist das USD-Währungsrisiko für SIMONA nach wie vor hoch und wird mittelfristig auf 3,0 bis 6,0 Mio. EUR Ergebnisbelastung bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Die wirtschaftlichen Risiken einer weltweit zu erwarteten Rezession aufgrund der Corona-Krise und damit einer nachlassenden Investitionstätigkeit der Industrie haben sich deutlich erhöht.
Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im süd- und osteuropäischen Markt hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Das potenzielle Risiko entspricht mit 0,9 Mio. EUR in etwa dem Wert der seit 30 Tagen überfälligen Außenstände in der Region Süd- und Osteuropa. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Zudem sind Insolvenzen in der besonders stark von COVID-19 betroffenen Luftfahrt-Industrie zu erwarten. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden, soweit möglich, durch Kreditversicherungen sowie Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Tendenziell wird die Kreditversicherung deutlich restriktiver bei der Vergabe der Kreditlimite einhergehend mit höheren Prämiensätzen. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben, die über eine entsprechende Versicherung bis zu einer Deckungssumme von 0,5 Mio. EUR abgedeckt sind. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne nicht gängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Zinsänderungsrisiken werden tendenziell als erhöht eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinsten Kontokorrentkreditlinien der SIMONA AG werden aktuell nicht in Anspruch genommen.
Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die gegenwärtig zu erwartende Beitragserhöhung an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3,0 bis 10,0 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren. Die Corona-Krise hatte zu erheblichen Kurseinbrüchen auf den Aktienmärkten geführt. Die langfristigen Auswirkungen hieraus bleiben abzuwarten. Zum Bilanzstichtag ist das Planvermögen gefallen. Die SIMONA AG Aktien notieren im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 2,9 Mio. EUR niedriger.
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Diese betreffen insbesondere potenzielle Ausfälle von Rohstoff- und Additivlieferanten sowie die volatile Rohstoffpreisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Während des Lockdown hatte SIMONA keine Ausfälle in der Versorgungskette. Wir gehen von einer leicht angespannteren Versorgungssituation in der zweiten Jahreshälfte aus. Die Preisentwicklung der Vorprodukte (Naphtha, Propylen und Ethylen) der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe verlaufen nicht zwingend analog zum Rohölpreis. Die Rohstoffnotierungen sind im Laufe der Berichtsperiode gesunken und haben im Juni den Turnaround vollzogen. Mittel- und langfristig rechnen wir mit steigenden Rohstoffpreisen. Geopolitische Einflüsse sowie die anhaltende Corona-Krise können zu deutlicher und plötzlicher Preisvolatilität der Rohstoffpreise führen. Eine Erhöhung der Rohstoffpreise um 10 Prozent, die nicht an den Absatzmarkt weitergegeben werden könnte, würde zu einer Erhöhung der Rohstoffkosten um etwa 3,0 bis 5,0 Mio. EUR führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist derzeit kaum einschätzbar.
Investitionsrisiken
Investitionsrisiken beinhalten hauptsächlich das Risiko von Fehlinvestitionen in den Maschinenpark sowie in Auslandsbeteiligungen. Potenzielle Investitionsrisiken werden gegenwärtig mit etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt und einer knapp unter 50 prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit.
Risiken durch Informationstechnologien
Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme einschließlich des Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlusts sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige Investitionen in aktuelle Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf die zunehmenden Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählen hauptsächlich die Investition in aktuelle Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Ein wesentlicher Schaden durch einen temporären Systemausfall wird mit etwa 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang geschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme hat sich weiter erhöht.
Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2019 im Wesentlichen unverändert, es ist jedoch auf mögliche erhebliche Auswirkungen durch die Corona-Krise hinzuweisen, die aktuell nicht verlässlich prognostiziert werden können. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.
4. PROGNOSEBERICHT
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet Corona in seinem Juni-Report als "Krise wie keine zweite" mit einer unsicheren Erholung. Die negativen Auswirkungen der Krise auf die weltwirtschaftlichen Aktivitäten waren stärker als zu Beginn der Krise prognostiziert. Der IWF geht daher nun für das Jahr 2020 von einem Rückgang der Weltwirtschaft von 4,9 Prozent aus. Für 2021 erwartet der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,1 Prozent. Damit würde das weltweite Bruttosozialprodukt um ca. 6,5 Prozentpunkte niedriger liegen als vom IWF im Januar vor der Corona-Krise prognostiziert.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Der Branchenverband GKV ging im März für das Jahr 2020 maximal von einer Seitwärtsbewegung der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland aus. Nach Rückgängen von über 7 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres, scheint dieses Ziel außer Reichweite.
Künftige Entwicklung
Aufgrund des Umsatzeinbruchs im ersten Halbjahr 2020 geht der SIMONA Konzern davon aus, die im Geschäftsbericht 2019 abgegebene Prognose für einen Jahreskonzernumsatz von 430-440 Mio. EUR nicht zu erreichen, zumal im zweiten Halbjahr auch saisonbedingt geringere Umsatzerlöse zu erwarten sind. Für eine verlässliche Prognose zum Gesamtjahr fehlen, wie im April publiziert, entsprechende Rahmendaten. Die Erreichung der prognostizierten EBIT-Marge von 6-8 Prozent ist aufgrund der Ungewissheit des Geschäftsverlaufs im zweiten Halbjahr nicht abzuschätzen.
Zukunftsbezogene Aussagen und Prognosen
Der vorliegende Konzernzwischenlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsbezogenen Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nichtzutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Kirn, im Juli 2020
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Matthias Schönberg | Dr. Jochen Hauck | Michael Schmitz |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2020
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| in TEUR | Anhang | 01.01. - 30.06.2020 | 01.01. - 30.06.2019 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 199.410 | 227.518 | |
| Sonstige Erträge | 3.710 | 1.521 | |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.316 | 2.680 | |
| Materialaufwand | 100.746 | 124.140 | |
| Personalaufwand | 45.083 | 44.696 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing | 8.990 | 8.521 | |
| Sonstige Aufwendungen | 36.064 | 36.241 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) | 14.553 | 18.121 | |
| Finanzerträge | 741 | 431 | |
| Finanzaufwendungen | 1.688 | 1.121 | |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Beteiligungen | 123 | 119 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 13.729 | 17.550 | |
| Ertragsteuern | [5] | 3.856 | 4.386 |
| Periodenergebnis | 9.873 | 13.164 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 9.813 | 13.096 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 60 | 68 | |
| ERGEBNIS JE AKTIE | |||
| in EUR | |||
| - unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis | 16,35 | 21,83 | |
| - verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis | 16,35 | 21,83 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2020
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| in TEUR | 01.01. - 30.06.2020 | 01.01. - 30.06.2019 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 9.873 | 13.164 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen | -4.221 | -24.950 |
| Latente Steuern auf die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.244 | 7.355 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Abschlüsse Tochtergesellschaften | -1.133 | 738 |
| Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Net Investments | 115 | 166 |
| Latente Steuern aus der Fremdwährungsumrechnung | 9 | -49 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | -3.985 | -16.740 |
| Gesamtergebnis | 5.887 | -3.576 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.846 | -3.632 |
| Nicht beherrschende Anteile | 41 | 56 |
Konzernbilanz der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2020
Aktiva
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| in TEUR | Anhang | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 37.292 | 38.007 | |
| Sachanlagen | [7] | 142.058 | 138.719 |
| Finanzielle Vermögenswerte | [8] | 5.939 | 340 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | 1.110 | 1.143 | |
| Nutzungsrechte Leasing | 1.789 | 2.026 | |
| Latente Steueransprüche | 21.529 | 19.776 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 209.717 | 200.011 | |
| Vorräte | [9] | 93.579 | 89.655 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 63.270 | 59.702 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 4.989 | 5.749 | |
| Ertragsteuerforderungen | 3.885 | 4.607 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.881 | 2.036 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | [10] | 69.222 | 68.399 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 236.825 | 230.148 | |
| Bilanzsumme | 446.542 | 430.159 |
Passiva
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| in TEUR | Anhang | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL UND SCHULDEN | |||
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 15.500 | 15.500 | |
| Kapitalrücklage | 15.274 | 15.274 | |
| Gewinnrücklagen | 174.322 | 173.846 | |
| Sonstige Rücklagen | 10.198 | 11.206 | |
| 215.293 | 215.826 | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 421 | 464 | |
| Eigenkapital | 215.714 | 216.290 | |
| Finanzschulden | 10.142 | 11.855 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 142.440 | 136.150 | |
| Sonstige Rückstellungen | 4.627 | 4.484 | |
| Schulden aus Leasing | 1.179 | 1.230 | |
| Sonstige finanzielle Schulden | 189 | 644 | |
| Latente Steuerschulden | 9.537 | 9.876 | |
| Langfristige Schulden | 168.113 | 164.239 | |
| Finanzschulden | 3.425 | 3.425 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.788 | 1.788 | |
| Sonstige Rückstellungen | 951 | 1.091 | |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 20.993 | 18.738 | |
| Ertragsteuerschulden | 4.956 | 2.497 | |
| Schulden aus Leasing | 626 | 812 | |
| Sonstige finanzielle Schulden | 271 | 2.412 | |
| Sonstige Schulden | 29.706 | 18.868 | |
| Kurzfristige Schulden | 62.715 | 49.631 | |
| Bilanzsumme | 446.542 | 430.159 |
Konzern-Kapitalflussrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2020
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| in TEUR | Anhang | 01.01. - 30.06.2020 | 01.01. - 30.06.2019 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 13.729 | 17.550 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.448 | -3.030 | |
| Finanzerträge und -aufwendungen (ohne Zinsaufwand auf Pensionen) | 91 | 142 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing | 8.990 | 8.521 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 2.103 | -2.495 | |
| Ergebnis aus Anlageabgängen | 36 | 22 | |
| Veränderung der Vorräte | -4.330 | -5.541 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -3.978 | -15.234 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | 928 | 753 | |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen | 2.070 | 2.301 | |
| Veränderung der Schulden und sonstigen Rückstellungen | 8.642 | 8.206 | |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | 26.833 | 11.195 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -11.406 | -12.015 | |
| Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | -6.015 | 0 | |
| Einzahlungen aus Anlageabgängen | 44 | 857 | |
| Erhaltene Zinsen | 63 | 29 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -17.314 | -11.129 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 0 | 3.074 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -1.713 | -1.713 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingschulden | -457 | 0 | |
| Zahlung Dividende Vorjahr | [6] | -6.000 | -8.400 |
| Zahlung Dividende an andere Gesellschafter | -55 | 0 | |
| Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -68 | -113 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -8.294 | -7.152 | |
| Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität | -402 | -301 | |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 823 | -7.387 | |
| Finanzmittelfonds zum 01. Januar | 68.399 | 52.483 | |
| Finanzmittelfonds zum 30. Juni | 69.222 | 45.096 | |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 823 | -7.387 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2020
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| AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | Gesamtbetrag | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Anhang | Währungsdifferenzen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2019 | 15.500 | 15.274 | 180.583 | 8.956 | 220.313 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | 0 | 0 | -17.595 | 867 | -16.728 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 13.096 | 0 | 13.096 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -4.499 | 867 | -3.632 | |
| Dividendenauszahlung | [6] | 0 | 0 | -8.400 | 0 | -8.400 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | -35 | -12 | -47 | |
| Stand am 30.06.2019 | 15.500 | 15.274 | 167.649 | 9.811 | 208.234 | |
| Stand am 01.01.2020 | 15.500 | 15.274 | 173.846 | 11.206 | 215.826 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | 0 | 0 | -2.976 | -990 | -3.966 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 9.813 | 0 | 9.813 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 6.836 | -990 | 5.846 | |
| Dividendenauszahlung | [6] | 0 | 0 | -6.000 | 0 | -6.000 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | -360 | -19 | -379 | |
| Stand am 30.06.2020 | 15.500 | 15.274 | 174.322 | 10.198 | 215.293 |
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| NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | GESAMTES EIGENKAPITAL | |
|---|---|---|
| --- | --- | --- |
| in TEUR | ||
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2019 | 390 | 220.703 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | -12 | -16.740 |
| Periodenergebnis | 68 | 13.164 |
| Gesamtergebnis | 56 | -3.576 |
| Dividendenauszahlung | 0 | -8.400 |
| Sonstige Veränderungen | 80 | 33 |
| Stand am 30.06.2019 | 526 | 208.760 |
| Stand am 01.01.2020 | 464 | 216.290 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung | -19 | -3.985 |
| Periodenergebnis | 60 | 9.873 |
| Gesamtergebnis | 41 | 5.887 |
| Dividendenauszahlung | -55 | -6.055 |
| Sonstige Veränderungen | -29 | -408 |
| Stand am 30.06.2020 | 421 | 215.714 |
Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2020
[1] Informationen zum Unternehmen
Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und der Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss (Konzernzwischenabschluss) für das erste Halbjahr 2020 wurde am 21. Juli 2020 durch Beschluss des Vorstandes zur Veröffentlichung freigegeben.
[2] Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
Der Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2020 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Interim Financial Reporting" und in Anwendung des § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und stimmt mit diesen überein.
Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2020 bis 30. Juni 2020. Als Ausgangsbasis für den Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019, auf den für weitere Informationen verwiesen wird.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten.
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 nicht verändert. Neben dem Mutterunternehmen wurden zum 30. Juni 2020 insgesamt 30 in- und ausländische Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.
[3] Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Aufgrund der saisonalen Einflüsse werden in allen Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr in der Regel niedrigere Umsatzerlöse und niedrigere Betriebsergebnisse als im ersten Halbjahr erwartet. Die niedrigeren Umsatzerlöse sind im Wesentlichen auf die sinkende Nachfrage in den Haupturlaubsmonaten (Juli und August) sowie auf reduzierte Lagerbestände bei den Kunden zum Jahresende (Dezember) zurückzuführen.
[4] Segmentberichterstattung
Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
| ― | Europa |
| ― | Amerika |
| ― | Asien und Pazifik |
Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge hauptsächlich mit dem Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich Formteilen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom Management verwandt, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche Effekte beurteilt.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernzwischenabschluss zugrunde. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach dem Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit. Die Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Das Segmentvermögen beinhaltet Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen betreffen sowohl immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen als auch Nutzungsrechte Leasing.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen der Segmente. Die Unterschiede zum Konzernzwischenabschluss werden in der Überleitungsrechnung dargestellt.
SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2020
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| Europa | Amerika | Asien und Pazifik | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 131.018 | 142.322 | 55.649 | 69.844 | 12.741 | 15.352 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 4.204 | 4.703 | 107 | 55 | 0 | 0 |
| Segmentumsatzerlöse | 135.222 | 147.025 | 55.756 | 69.899 | 12.741 | 15.352 |
| Sonstige Erträge | 3.103 | 1.439 | 134 | 472 | 1.067 | 138 |
| Materialaufwand | 71.200 | 85.338 | 25.439 | 32.346 | 8.408 | 11.215 |
| Personalaufwand | 30.216 | 30.104 | 13.127 | 12.805 | 1.740 | 1.787 |
| Abschreibungen | 5.291 | 5.026 | 2.902 | 2.718 | 797 | 777 |
| Sonstige Aufwendungen | 24.650 | 23.533 | 9.967 | 11.983 | 2.035 | 1.244 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 10.694 | 6.244 | 4.144 | 11.599 | -203 | 189 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 10.509 | 6.241 | 3.940 | 11.156 | -605 | 97 |
| Segmentinvestitionen | 7.862 | 7.761 | 3.189 | 3.128 | 355 | 1.126 |
| Langfristige Vermögenswerte | 93.598 | 82.853 | 83.813 | 80.705 | 9.742 | 10.693 |
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| Summe | Überleitung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 199.409 | 227.518 | 0 | 0 | 199.410 | 227.518 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 4.310 | 4.759 | -4.310 | -4.759 | 0 | 0 |
| Segmentumsatzerlöse | 203.719 | 232.276 | -4.310 | -4.759 | 199.410 | 227.518 |
| Sonstige Erträge | 4.303 | 2.049 | -594 | -528 | 3.710 | 1.521 |
| Materialaufwand | 105.048 | 128.899 | -4.302 | -4.758 | 100.746 | 124.140 |
| Personalaufwand | 45.083 | 44.696 | 45.083 | 44.696 | ||
| Abschreibungen | 8.990 | 8.521 | 8.990 | 8.521 | ||
| Sonstige Aufwendungen | 36.652 | 36.760 | -588 | -520 | 36.064 | 36.241 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 14.635 | 18.032 | -83 | 89 | 14.553 | 18.121 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 13.844 | 17.494 | -115 | 55 | 13.729 | 17.550 |
| Segmentinvestitionen | 11.406 | 12.015 | 11.406 | 12.015 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 187.154 | 174.251 | 187.154 | 174.251 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
[5] Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwandes setzen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zusammen:
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01.30.06.2020 | 01.01.30.06.2019 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 4.671 | 5.098 |
| Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern | -8 | -13 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen | -1.035 | -637 |
| Veränderung aktivierter Verlustvorträge und Steuerguthaben | 225 | -62 |
| In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 3.856 | 4.386 |
[6] Gezahlte Dividende
Im ersten Halbjahr wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 10,00 EUR je Aktie (Vorjahr: 14,00 EUR je Aktie) durch die virtuelle Hauptversammlung am 05. Juni 2020 beschlossen und am 10. Juni 2020 ausgeschüttet. Die Ausschüttung belief sich auf insgesamt 6.000 TEUR (Vorjahr 8.400 TEUR).
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
[7] Sachanlagen
Während des Zeitraums vom 01. Januar bis 30. Juni 2020 hat der Konzern Sachanlagen zu Anschaffungskosten in Höhe von 11.406 TEUR (Vorjahr 12.011 TEUR) erworben, davon wie im Vorjahr 0 TEUR aus Erstkonsolidierung.
In den Sonstigen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr 27 TEUR), in den Sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 69 TEUR (Vorjahr 49 TEUR) enthalten.
[8] Finanzielle Vermögenswerte
Der Posten enthält die Zahlung auf den Erwerb der Anteile von 74,93 Prozent an der Stadpipe AS mit Sitz in Stadlandet, Norwegen, in Höhe von 6.015 TEUR.
[9] Vorräte
Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 733 TEUR auf 8.138 TEUR gesunken.
[10] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Finanzmittelfonds) wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.06.2020 | 30.06.2019 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 69.222 | 45.096 |
| kurzfristige Finanzschulden (Kontokorrentkredit) | 0 | -3.074 |
| 69.222 | 42.022 |
SONSTIGE ANGABEN
[11] Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo aus Investitionsvorhaben zum 30. Juni 2020 beträgt 8.026 TEUR (Vorjahr 10.165 TEUR) und aus Rohstoffbestellungen 9.808 TEUR (Vorjahr 12.297 TEUR).
[12] Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die Zusammensetzung der dem SIMONA Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen ist gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 unverändert. Art und Umfang der Leistungsbeziehungen haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 innerhalb des Vorstandes und Aufsichtsrates nicht wesentlich geändert.
Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer betrieblichen Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.
[13] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Wirkung vom 01. Juli 2020 hat der Konzern 74,93 Prozent der stimmberechtigten Eigenkapitalanteile an der Stadpipe AS erworben, ein nicht börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Stadlandet, Norwegen. Der Erwerb erfolgte, um Zugang zu Projektgesellschaften und Endkunden in der Fischzucht- und Fischfangindustrie zu erhalten und den Branchenfokus im Wachstumsmarkt Aquakultur zu schärfen.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen führen.
[14] Angaben im Rahmen der COVID19-Pandemie
In folgenden Segmenten erhielten Konzerngesellschaften Fördermaßnahmen oder Beihilfen aus öffentlicher Hand:
Asien und Pazifik: 119 TEUR. Es handelt sich um Zuschüsse für Zahlungen an Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Krankenversicherungen sowie Zuschüsse zu Energie- und Lohnkosten. Diese Zuwendungen wurden in den Sonstigen Erträgen erfasst. Eine Rückzahlung ist nicht vorgesehen.
Amerika: 4.328 TEUR. Es handelt sich um Zuschüsse zu Lohnzahlungen, Mietkosten, Hypothekenzinsen oder sonstige Betriebsmittel. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden, wenn die Mitarbeiterzahl nicht reduziert wird und der Zuschuss zu mindestens 60 Prozent für Lohnzahlungen verwendet wird. Sofern der Erlass der Rückzahlung sehr wahrscheinlich ist, wurden die Zuschüsse in den Sonstigen Erträgen erfasst. Wenn der Erlass der Rückzahlung zum Stichtag noch nicht komplett abschätzbar ist, wurden die Zuschüsse als Darlehen ausgewiesen.
Das Management sieht die Corona-Pandemie als Triggering Event, sodass zum Halbjahresende die bilanzierten Unternehmenswerte/Goodwill einem außerplanmäßigen Werthaltigkeitstest unterzogen wurden. Es wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
[15] Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG
Der Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.
[16] Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Kirn, im Juli 2020
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Matthias Schönberg | Dr. Jochen Hauck | Michael Schmitz |
SIMONA AG
Teichweg 16
55606 Kirn
Germany
Phone +49 (0)67 52 14-383
Fax +49 (0)67 52 14-738
www.simona.de