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SIMONA AG Interim / Quarterly Report 2019

Jul 31, 2019

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Interim / Quarterly Report

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn an der Nahe

Konzernzwischenbericht 30.06.2019

Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2019

Konzernzwischenlagebericht

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das erste Quartal 2019 hat mit einem unerwartet kräftigen Anstieg der weltweiten Industrieproduktion überrascht, dennoch weisen die meisten Stimmungsindikatoren nach unten und die globale Unsicherheit ist nach wie vor hoch. Das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum ist im ersten Quartal 2019 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen und damit unverändert gegenüber dem Wachstum des Vorquartals. Dabei ist die deutsche Wirtschaft im Vorjahresvergleich nur um 0,7 Prozent gewachsen, nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2018. Die Wirtschaft in den USA konnte im ersten Quartal mit 3,2 Prozent stark zulegen, getragen von gestiegenen Exporten und höheren Staatsausgaben. Die chinesische Wirtschaft - für die bereits Zahlen für das zweite Quartal vorliegen - erlebte mit 6,2 Prozent zwar immer noch ein Wachstum, aber das schwächste BIP-Wachstum in den ersten sechs Monaten seit China Wirtschaftszahlen veröffentlicht.

Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland stagnierte praktisch in den ersten vier Monaten des Jahres. Es wurden in diesem Zeitraum 22,1 Mrd. EUR erlöst, das entspricht 0,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die chemische Industrie in Deutschland hatte angesichts schwieriger globaler Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatzrückgang von 4,0 Prozent auf knapp 96 Mrd. EUR zu verkraften. Die Auftragslage und die reale Produktion im deutschen Maschinenbau haben sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres deutlich abgeschwächt. Die Produktion lag von Januar bis April 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert, der Auftragseingang war in den ersten fünf Monaten um 9 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Die deutsche Bauindustrie hat dagegen ihren Wachstumskurs in den ersten vier Monaten des Jahres fortsetzen können. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe (Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten) stiegen nominal um 17,1 Prozent.

1.2 Geschäftsverlauf

Der SIMONA Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2019 Umsatzerlöse von insgesamt 227,5 Mio. EUR. Das ist im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018 (204,9 Mio. EUR) ein Umsatzplus von 11,0 Prozent. Im zweiten Quartal 2019 konnten Umsatzerlöse in Höhe von 116,5 Mio. EUR erzielt werden und damit 9,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (106,2 Mio. EUR).

Europa

Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind um 2,6 Prozent auf 142,3 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 138,7 Mio. EUR). Der Anteil dieser Region am Konzernumsatz beträgt 62,6 Prozent (Vorjahr 67,7 Prozent). Die Umsatzerlöse in Deutschland sind um 5,4 Prozent auf 54,4 Mio. EUR (Vorjahr 51,6 Mio. EUR) gestiegen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben sich im ersten Halbjahr 2019 insbesondere durch die Akquisition der Tochtergesellschaft Premier Material Concepts (SIMONA PMC) und die gute Entwicklung im Aviation-Markt sowie im Industriegeschäft insgesamt um 36,9 Prozent erhöht. Ohne die Akquisition wären die Umsatzerlöse um rund 13 Prozent angestiegen. Der Umsatz belief sich auf 69,8 Mio. EUR (Vorjahr 51,0 Mio. EUR). Der Anteil der Region am Konzernumsatz hat sich von 24,9 auf 30,7 Prozent erhöht.

Asien und Pazifik

In der Region "Asien und Pazifik" wurden Umsatzerlöse in Höhe von 15,4 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 15,2 Mio. EUR). Der Anteil der Region am Konzernumsatz hat sich von 7,4 Prozent im Vorjahr auf 6,7 Prozent reduziert.

Im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile wurden Umsatzerlöse von 181,1 Mio. EUR generiert und damit ein Zuwachs von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (165,2 Mio. EUR).

Der Produktbereich Rohre und Formteile verzeichnete ein Umsatzplus von 16,9 Prozent auf 46,4 Mio. EUR (Vorjahr 39,7 Mio. EUR).

1.3 Ertragslage

Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern beläuft sich im ersten Halbjahr 2019 auf 18,1 Mio. EUR nach 18,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge ist damit von 9,1 Prozent im Vorjahr auf 8,0 Prozent im Berichtszeitraum gefallen. Das EBITDA beträgt 26,6 Mio. EUR (Vorjahr 25,9 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge ist aufgrund des höheren Umsatzes von 12,7 Prozent auf 11,7 Prozent zurückgegangen.

Der ROCE im Konzern liegt mit 5,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 6,2 Prozent.

Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2019 war hauptsächlich geprägt von einem gestiegenen Ergebnisbeitrag aus USA sowie rückläufigen Ergebnissen in Europa und Asien.

Die Rohstoffe haben sich nach dem Rückgang Ende 2018 seit Jahresbeginn wieder verteuert. Die Kosten für Energie in Deutschland liegen in der SIMONA AG bei 6,4 Mio. EUR und sind damit weiter angestiegen (Vorjahr 6,0 Mio. EUR).

Der Personalaufwand ist von 38,6 Mio. EUR auf 44,7 Mio. EUR angestiegen, insbesondere bedingt durch die US-Akquisition von PMC, die im Halbjahr 2018 noch nicht enthalten war, als auch durch Personalaufbau und gestiegene Lohnkosten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 8,1 Mio. EUR nach 7,2 Mio. EUR im Vorjahr. Gemäß der neuen IFRS-16 Bilanzierung werden im Berichtszeitraum erstmalig Abschreibungen aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 0,4 Mio. EUR in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.

Die Sonstigen Aufwendungen betragen 36,2 Mio. EUR und liegen mit 1,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 34,5 Mio. EUR. Insbesondere die Vertriebskosten (Provisionen, Reisekosten und Ausgangsfrachten) haben sich im Zuge der Umsatzsteigerung erhöht.

Die Verkaufsgesellschaften in Europa erwirtschafteten im Berichtszeitraum mit Ausnahme von Frankreich positive operative Resultate. Während die Ergebnisse der Töchter in Osteuropa, Spanien und United Kingdom über dem Vorjahr liegen, weisen die Gesellschaften in Italien und Russland geringere Ergebnisse aus.

Das Werk in Tschechien verbesserte im ersten Halbjahr das Ergebnis. Die amerikanischen Gesellschaften verzeichneten im Vorjahresvergleich weitere Ergebnissteigerungen. Die Produktionsgesellschaft in Asien verzeichnete im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang.

1.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30.06.2019 hat sich um 26,7 Mio. EUR auf 427,6 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2018 deutlich erhöht.

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte betragen 38,4 Mio. EUR (31.12.2018: 39,1 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Firmenwerte aus den US-Akquisitionen.

Die Sachanlagen werden mit 133,5 Mio. EUR aktiviert (31.12.2018: 129,1 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Konzern 12,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 7,2 Mio. EUR.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (36,7 Mio. EUR) sowie an Fertigen und Unfertigen Erzeugnissen und Waren (59,5 Mio. EUR) haben sich sowohl mengen- als auch preisbedingt im Vergleich zum Jahresende 2018 erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt und durch das höhere Geschäftsvolumen um 15,6 Mio. EUR auf 79,6 Mio. EUR im Vergleich zum Jahresende 2018 gestiegen.

Die Sonstigen Vermögenswerte und Ertragssteuerforderungen liegen im Vergleich zum Jahresende 2018 nahezu unverändert bei 10,7 Mio. EUR.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Bilanzstichtag auf 45,1 Mio. EUR gesunken (31.12.2018: 52,5 Mio. EUR; siehe auch Kapitalflussrechnung).

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist gekennzeichnet durch einen merklichen Rückgang des Eigenkapitals und eine signifikante Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals.

Das Konzerneigenkapital ist zum Bilanzstichtag auf 208,8 Mio. EUR gesunken (31.12.2018: 220,7 Mio. EUR). Während ein Periodenergebnis in Höhe von 13,2 Mio. EUR zugeflossen ist, wurde das Eigenkapital durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018 (-8,4 Mio. EUR) sowie die Neubewertung der Pensionsrückstellungen (-17,6 Mio. EUR) zum Stichtag um insgesamt 11,9 Mio. EUR gemindert. Die Konzerneigenkapitalquote ist im Vergleich zum Jahresende 2018 aufgrund der vorgenannten Effekte sowie durch die erhöhte Bilanzsumme auf 49 Prozent gefallen (31.12.2018: 55 Prozent).

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen werden mit 133,3 Mio. EUR (31.12.2018: 106,0 Mio. EUR) passiviert und sind aufgrund des deutlichen Rückgangs des IFRS-Abzinsungssatzes von 1,9 Prozent am Jahresende 2018 auf 1,1 Prozent zum 30.06.2019 signifikant angestiegen.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 23,9 Mio. EUR.

Die lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen über 5,6 Mio. EUR sind nahezu unverändert.

Die lang- und kurzfristigen Schulden betragen insgesamt 218,9 Mio. EUR und liegen mit 38,7 Mio. EUR über dem Wert zum 31.12.2018.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen im Berichtszeitraum 12,0 Mio. EUR (Vorjahr 7,7 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Anlageninvestitionen in den Segmenten Europa und Amerika. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 4,8 Mio. EUR getätigt (Vorjahr 0,7 Mio. EUR).

1.5 Finanzlage

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 13,9 Mio. EUR bei in- und ausländischen Bankinstituten.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 7,4 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2018 verringert und bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankguthaben in Höhe von 45,1 Mio. EUR (31.12.2018: 52,5 Mio. EUR). Die Entwicklung ist in der Kapitalflussrechnung im Anhang dargestellt.

Cashflow

Im ersten Halbjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 11,2 Mio. EUR (Vorjahr 13,8 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -11,1 Mio. EUR (Vorjahr -7,3 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -7,2 Mio. EUR (Vorjahr -9,0 Mio. EUR) und beinhaltet im Wesentlichen die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018.

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 0,4 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR ergibt sich im ersten Halbjahr 2019 insgesamt ein negatives Finanzergebnis von -0,7 Mio. EUR (Vorjahr -0,1 Mio. EUR). Im Finanzergebnis ist ein positives Währungsergebnis über 0,3 Mio. EUR enthalten (Vorjahr 0,6 Mio. EUR).

1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Im SIMONA Konzern hat sich die Beschäftigtenzahl seit Jahresbeginn, insbesondere aufgrund des Personalaufbaus in den USA, um 24 auf 1.437 Mitarbeitende (31.12.2018: 1.413) erhöht. Die Beschäftigtenzahl von SIMONA Deutschland liegt bei 803 (Jahresende 2018: 805).

2. NACHTRAGSBERICHT

Nach Ablauf des ersten Halbjahres 2019 bis zur Erstellung des Konzernzwischenberichtes haben die im Konzern konsolidierten Produktionsgesellschaften in Deutschland einen vorläufigen Begrenzungsbescheid der EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) erhalten. Vorbehaltlich einer Bestätigung der vorgenannten Bescheide auf Grundlage der Zweitanträge für das Gesamtjahr 2018 würde dies die Energiekosten voraussichtlich um 2 bis 4 Mio. EUR verringern.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Chancenbericht

Die Abkühlung der Weltwirtschaft wird Auswirkungen auf die Entwicklung der von SIMONA bedienten Branchen und Anwendungen haben, insbesondere bei sich weiter verschlechternder Investitionstätigkeit. Das gilt vor allem für die exportabhängigen Branchen Chemie und Maschinenbau. Dagegen zeigen sich die Baukonjunktur (in Deutschland) sowie der Flugzeugmarkt weltweit weiterhin in robuster Verfassung.

Chancen bieten in diesem schwieriger werdenden konjunkturellen Umfeld nach wie vor die hohe Nachfrage nach Kunststoffen mit individuellen Eigenschaftsprofilen sowie ein Ausbau des Materialportfolios. Die Strategie von SIMONA ist darauf ausgerichtet, in eigener Forschung & Entwicklung die Produkteigenschaften technologisch permanent weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Werkstoffvielfalt, zum Beispiel bei Hochleistungskunststoffen wie FEP, zu erweitern.

In Europa sieht SIMONA Chancen, neue Anwendungsfelder, z. B. in der Energieversorgung und im Bausektor, zu erschließen. Dazu wurde unter anderem die Division Rohre und Formteile strategisch neu ausgerichtet und Investitionen getätigt. In den USA kann die Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron vom weiterwachsenden Markt für Flugzeuginneneinrichtungen profitieren. Im Industriegeschäft können durch den Kauf der SIMONA PMC und ihres spezialisierten Produktprogramms für Tiefziehanwendungen den Kunden ein erweitertes Produktprogramm angeboten und damit die Marktposition gestärkt werden.

In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA gute Chancen in den Schlüsseltechnologien Halbleiterindustrie, Umwelttechnik und chemische Prozessindustrie.

Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial auf einem nach wie vor guten Niveau. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Chancen für das Geschäft von SIMONA jedoch leicht verschlechtert. Die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren haben sich aufgrund einer deutlichen Abkühlung der meisten Volkswirtschaften weltweit verschlechtert. Die mittelfristigen strukturellen Faktoren, insbesondere die für das Geschäft wichtige Investitionstätigkeit in der Industrie, haben sich dadurch ebenfalls verschlechtert.

3.2 Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gilt dabei ein Ereignis, eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierenden sorgfältigen Handelns. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts-bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA übernommen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.

Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau-und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft. SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:

Marktumfeld- und Branchenrisiken
unternehmensstrategische Risiken
finanzwirtschaftliche Risiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Produktionsrisiken
Risiken durch Informationstechnologien

Marktumfeld- und Branchenrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der weitere Ausbau der Produktion in den USA durch den Unternehmenszukauf sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, eine hohe Flexibilität zu gewährleisten und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.

Die geopolitischen Risiken sind weiterhin hoch. Im Segment Europa bestimmen die Unsicherheiten aus den Auswirkungen des Brexit, der nach wie vor drohende Handelskrieg mit den USA sowie die negative Entwicklung in Italien und Frankreich die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren die protektionistische Handelspolitik, die grundsätzliche politische Ausrichtung der USA und die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. Im Segment Asien und Pazifik erhöht die schwache konjunkturelle Entwicklung in China aufgrund des anhaltenden Handelsstreits mit den USA die Risiken. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten wird mit einem mittelfristigen Erwartungswert von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell unter 50 Prozent gerechnet. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken derzeit als gering erachtet.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen hauptsächlich die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Durch die Unternehmensakquisitionen von PMC in 2018 und den weiteren Ausbau der Produktion und Marktposition im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern weiter reduziert werden. Damit einhergehend ist das USD-Währungsrisiko für SIMONA weiter hoch und wird mittelfristig auf 3,0 bis 6,0 Mio. EUR positive/negative Ergebnisauswirkung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im süd- und osteuropäischen Markt nach wie vor hoch. Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Zinsänderungsrisiken werden tendenziell als erhöht eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinste Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird zum Stichtag mit 3,1 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3 bis 10 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren. Zum Stichtag ist das Planvermögen durch die Kursveränderung der SIMONA AG Aktien um 0,6 Mio. EUR angestiegen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Wie in den Vorjahren betreffen diese hauptsächlich eventuelle Ausfälle von Roh- und Additivlieferanten sowie volatile Rohstoffpreisentwicklungen. Im Wesentlichen werden die eingesetzten Rohstoffe von der Preisentwicklung und Verfügbarkeit der unmittelbaren Vorprodukte gesteuert (Naphtha, Ethylen oder Propylen) und weniger von der aktuellen Ölpreisentwicklung. Im ersten Halbjahr 2019 lagen keine größeren Rohstoffengpässe vor außer im Bereich von Ethylen-Chlortrifluorethylen (ECTFE). Die weltweit angespannte Verfügbarkeitssituation ist Folge von Reparatur- und Optimierungsarbeiten des einzigen Herstellers für diesen Rohstoff. Ab der zweiten Jahreshälfte sollte sich die Verfügbarkeit wieder verbessern. Die Preise der Grundrohstoffe haben von Februar bis Mai wieder angezogen. Die Preise der wichtigsten Additive, primär zur Herstellung von PVC-Produkten, entspannten sich bei besserer Verfügbarkeit. Wir erwarten für das zweite Halbjahr 2019 tendenziell schwächere Rohstoffpreise und eine stabile Rohmaterialversorgung.

Produktionsrisiken

Produktionsrisiken umfassen wie zum Jahresende 2018 insbesondere die Produktqualität, Kapazitätsauslastung, Produktions- oder Maschinenausfall sowie die Energieversorgung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von bestandsgefährdenden Schäden aus Produktionsrisiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.

Risiken durch Informationstechnologien

Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme, einschließlich dem Ausfall der IT-Infrastruktur, Datenverlust sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige Investitionen in aktuelle Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf steigende Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählen hauptsächlich die Investition in Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme hat sich weiter erhöht.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des ersten Halbjahres 2019 gegenüber dem Jahresende 2018 im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

4. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine im Januar bereits reduzierte Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im April nochmals um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent reduziert. In einer Eskalation des USA-China-Handelskonflikts, Disruptionen in der Automobilindustrie in Deutschland, einer engeren Kreditpolitik in China und der Normalisierung der Fiskalpolitik in etablierten Volkswirtschaften sieht der IWF die größten Risiken.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Branchenverband GKV ging in seiner März-Prognose trotz schwieriger werdender konjunktureller Rahmenbedingungen von einem Wachstum von 2 Prozent der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland im Jahr 2019 aus. Nach einem Wachstum von nur 0,2 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres scheint dieses Ziel außer Reichweite.

Künftige Entwicklung

Aufgrund der Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr geht der SIMONA Konzern davon aus, die im April dieses Jahres abgegebene Prognose eines Jahreskonzernumsatzes von 435-450 Mio. EUR zu erreichen, auch wenn im zweiten Halbjahr saisonbedingt geringere Umsatzerlöse zu erwarten sind. Die prognostizierte EBIT-Marge von 6-8 Prozent ist vor dem Hintergrund eines sich deutlich abschwächenden globalen Wirtschaftswachstums sowie eines zu erwartenden geringeren Ergebnisbeitrags in der zweiten Jahreshälfte ambitioniert, aber ebenfalls erreichbar.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Konzernzwischenlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunfts-gerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nichtzutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Kirn, im Juli 2019

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Wolfgang Moyses Dr. Jochen Hauck

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2019

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in TEUR Anhang 01.01.-30.06.2019 01.01.-30.06.2018*
Umsatzerlöse 227.518 204.891
Sonstige Erträge 1.521 1.652*
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.680 921
Materialaufwand 124.140 108.443
Personalaufwand 44.696 38.561
Abschreibungen 8.521 7.243
Sonstige Aufwendungen 36.241 34.524*
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 18.121 18.693
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Beteiligungen 119 88
Finanzerträge 431 1.641*
Finanzaufwendungen 1.121 1.774*
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 17.550 18.468
Ertragsteuern [6] 4.386 4.921
Periodenergebnis 13.164 13.727
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 13.096 13.671
Nicht beherrschende Anteile 68 56
ERGEBNIS JE AKTIE
in EUR
- unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären

des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis
21,83 22,79
- verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären

des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis
21,83 22,79

* Vorjahreswerte gemäß IAS 1.41 und IAS 8 angepasst, siehe Anhangangabe [2].

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2019

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in TEUR 01.01.-30.06.2019 01.01.-30.06.2018
Periodenergebnis 13.164 13.727
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende

Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen -24.950 -2.506
Latente Steuern auf die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen 7.355 739
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender

Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung 738 1.618
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung Net Investments 166 5
Latente Steuern aus der Fremdwährungsumrechnung -49 40
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses -16.740 -104
Gesamtergebnis -3.576 13.623
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -3.632 13.586
Nicht beherrschende Anteile 56 37

Konzernbilanz

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2019

VERMÖGENSWERTE

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in TEUR Anhang 30.06.2019 31.12.2018
Immaterielle Vermögenswerte 38.411 39.060
Sachanlagen [8] 133.462 129.069
Nutzungsrechte Leasing [3] 2.378 0
Finanzielle Vermögenswerte 339 340
At Equity bilanzierte Beteiligungen 793 949
Latente Steueransprüche 17.715 10.572
Langfristige Vermögenswerte 193.098 179.990
Vorräte [9] 98.172 92.355
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 79.636 64.017
Sonstige Vermögenswerte 6.204 6.408
Ertragsteuerforderungen 4.526 4.235
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 891 1.406
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente [10] 45.096 52.483
Kurzfristige Vermögenswerte 234.525 220.904
Bilanzsumme 427.623 400.894

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

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in TEUR Anhang 30.06.2019 31.12.2018
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
Kapitalrücklage 15.274 15.274
Gewinnrücklagen 167.649 180.583
Sonstige Rücklagen 9.811 8.956
208.234 220.313
Nicht beherrschende Anteile 526 390
Eigenkapital 208.760 220.703
Finanzschulden 13.567 15.280
Schulden aus Leasing [3] 1.621 0
Rückstellungen für Pensionen 131.607 104.356
Sonstige Rückstellungen 3.860 3.441
Sonstige finanzielle Schulden 639 59
Latente Steuerschulden 8.988 9.816
Langfristige Schulden 160.282 132.952
Finanzschulden 6.499 3.425
Schulden aus Leasing [3] 850 0
Rückstellungen für Pensionen 1.655 1.655
Sonstige Rückstellungen 1.714 2.034
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 23.935 20.987
Ertragsteuerschulden 3.627 1.302
Sonstige finanzielle Schulden 441 2.119
Sonstige Schulden 19.860 15.717
Kurzfristige Schulden 58.581 47.239
Bilanzsumme 427.623 400.894

Konzern-Kapitalflussrechnung

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2019

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in TEUR Anhang 01.01.-30.06.2019 01.01.-30.06.2018
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 17.550 18.648
Gezahlte Ertragsteuern -3.030 -4.118
Finanzerträge und -aufwendungen (ohne Zinsaufwand auf Pensionen) 142 45
Abschreibungen 8.521 7.243
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -2.495 -3.104
Ergebnis aus Anlageabgängen 22 -150
Veränderung der Vorräte -5.541 -10.118
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -15.234 -18.036
Veränderung der Sonstigen Vermögenswerte 753 940
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen 2.301 4.921
Veränderung der Schulden und Sonstigen Rückstellungen 8.206 17.546
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit 11.195 13.817
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -12.015 -7.807
Einzahlungen aus Anlageabgängen 857 324
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen

im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
0 115
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen

im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
0 1
Erhaltene Zinsen 29 88
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.129 -7.279
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden [10] 3.074 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -1.713 -1.713
Zahlung Dividende Vorjahr [7] -8.400 -7.200
Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen -113 -133
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.152 -9.046
Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität -301 205
Veränderung des Finanzmittelfonds -7.387 -2.303
Finanzmittelfonds zum 01. Januar 52.483 68.022
Finanzmittelfonds zum 30. Juni 45.096 65.719
Veränderung des Finanzmittelfonds -7.387 -2.303

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2019

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AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Gesamtbetrag
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Anhang Währungsdifferenzen
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2018 15.500 15.274 165.498 5.677 201.949
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten

Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung
0 0 -1.767 1.682 -85
Periodenergebnis 0 0 13.671 0 13.671
Gesamtergebnis 0 0 11.904 1.682 13.586
Dividendenauszahlung [7] 0 0 -7.200 0 -7.200
Sonstige Veränderungen 0 0 687 -19 668
Stand am 30.06.2018 15.500 15.274 170.889 7.340 209.003
Stand am 01.01.2019 15.500 15.274 180.583 8.956 220.313
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten

Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung
0 0 -17.595 867 -16.728
Periodenergebnis 0 0 13.096 0 13.096
Gesamtergebnis 0 0 -4.499 867 -3.632
Dividendenauszahlung [7] 0 0 -8.400 0 -8.400
Sonstige Veränderungen 0 0 -35 -12 -47
Stand am 30.06.2019 15.500 15.274 167.649 9.811 208.234

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--- --- ---
in TEUR NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE GESAMTES EIGENKAPITAL
--- --- ---
Stand am 01.01.2018 317 202.266
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten

Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung
-19 -104
Periodenergebnis 56 13.727
Gesamtergebnis 37 13.623
Dividendenauszahlung 0 -7.200
Sonstige Veränderungen 0 668
Stand am 30.06.2018 354 209.357
Stand am 01.01.2019 390 220.703
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten

Ergebnisses gemäß Gesamtergebnisrechnung
-12 -16.740
Periodenergebnis 68 13.164
Gesamtergebnis 56 -3.576
Dividendenauszahlung 0 -8.400
Sonstige Veränderungen 80 33
Stand am 30.06.2019 526 208.760

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

der SIMONA AG für das erste Halbjahr 2019

[1] INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und der Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss (Konzernzwischenabschluss) für das erste Halbjahr 2019 wurde am 19. Juli 2019 durch Beschluss des Vorstandes zur Veröffentlichung freigegeben.

[2] GRUNDLAGEN UND METHODEN DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2019 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Interim Financial Reporting" und in Anwendung des § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und stimmt mit diesen überein.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2019 bis 30. Juni 2019. Als Ausgangsbasis für den Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, auf den für weitere Informationen verwiesen wird.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fortgeführt.

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode, außer im Hinblick auf die erstmalige Anwendung neuer und geänderter Standards, wie nachstehend erläutert.

In der aktuellen Berichtsperiode trat der neue Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" in Kraft. Durch die erstmalige Anwendung des Standards kam es dabei zu rückwirkenden Änderungen von Rechnungslegungsmethoden des Konzerns, die in Anhangangabe [3] beschrieben sind.

Anpassung von Vorjahresangaben

Die nachfolgend dargestellten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Zwischenberichtes 2018 wurden gemäß IAS 1.41 in Verbindung mit IAS 8 retrospektiv angepasst. Die Ausweisänderung ergibt sich daraus, dass Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung, die nicht aus der operativen Geschäftstätigkeit des SIMONA Konzerns resultieren, sondern aus der Finanzierungstätigkeit und Cash, zur besseren Darstellung dem Finanzergebnis zugeordnet werden. Die Vorjahreszahlen in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst.

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01.01.-30.06.2018
in TEUR vor

Anpassung
Anpassung nach

Anpassung
--- --- --- ---
Sonstige Erträge 795 857 1.652
Sonstige Aufwendungen 33.559 965 34.524
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 18.801 - 108 18.693
Finanzerträge 2.498 - 857 1.641
Finanzaufwendungen 2.739 - 965 1.774
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 18.648 0 18.648

[3] ERSTMALIG IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 modifiziert retrospektiv mit Erfassung der sich ergebenden Effekte in den Gewinnrücklagen zum 01. Januar 2019. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2018 wurden nicht angepasst.

Mit Erstanwendung des IFRS 16 erfasste der Konzern Leasingverbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers zum 01. Januar 2019 bewertet. Zur Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wurden Referenzzinssätze für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren aus den Renditen von Staatsanleihen in wesentlichen Ländern bzw. Währungen abgeleitet. Die Referenzzinssätze wurden um eine Leasingrisikoprämie ergänzt. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 01. Januar 2019 angewendet wurde, beträgt 1,95 Prozent.

Es werden erstmals wesentliche Leasingverhältnisse im Konzernabschluss berücksichtigt. Hieraus ergeben sich keine Bewertungsanpassungen als Differenzen zwischen Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten.

Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 hat der Konzern folgende Erleichterungen in Anspruch genommen:

Anwendung eines einzigen Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge (similar characteristics)
Bilanzierung von Leasingverträgen, die zum 01. Januar 2019 eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten aufwiesen, als kurzfristige Leasingverhältnisse
rückwirkende Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen bei Verträgen mit Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen (use of hindsight).

Am 01. Januar 2019 bilanzierte Leasingverbindlichkeiten:

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in TEUR 01.01.2019
kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 638
langfristige Leasingverbindlichkeiten 1.447
2.085

Die Nutzungsrechte wurden retrospektiv so bewertet, als wäre IFRS 16 schon immer angewendet worden. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 bestanden keine belasteten Leasingverhältnisse, so dass eine diesbezügliche Wertberichtigung der Nutzungsrechte nicht erforderlich war.

Die Buchwerte der angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten:

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in TEUR 30.06.2019 01.01.2019
Grundstücke 542 1.326
Gebäude 1.094 170
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12 54
Kraftfahrzeuge 659 400
Flurförderfahrzeuge 71 135
2.378 2.085

Der Abschluss neuer Leasingverträge führte im Vergleich zum 01. Januar 2019 zu Zugängen bei den Nutzungsrechten in Höhe von 646 TEUR.

Die Änderung der Rechnungslegungsmethode beeinflusste die folgenden Bilanzposten zum 01. Januar 2019: die Nutzungsrechte und damit korrespondierend die Leasingverbindlichkeiten haben jeweils um 2.085 TEUR zugenommen. Der Nettoeffekt auf die Gewinnrücklagen zum 01. Januar 2019 beträgt 0 EUR.

Die Abschreibung der Nutzungsrechte gliedert sich wie folgt:

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in TEUR 30.06.2019
Grundstücke 47
Gebäude 175
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2
Kraftfahrzeuge 133
Flurförderfahrzeuge 33
390

Die Aufwendungen aus den Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 30.06.2019
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten 18
Aufwand aus kurzfristigen und geringwertigen Leasingverhältnissen 463

In der Periode vom 01.01. bis 30.06.2019 entstanden Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen in Höhe von 863 TEUR. Es bestehen keine Leasingverhältnisse mit variablen Leasingzahlungen.

Leasingaktivitäten des Konzerns und ihre bilanzielle Behandlung

Der Konzern mietet Grundstücke, Büro- und Lagerräume sowie Anlagen, Kraftfahrzeuge und Flurförderfahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 1 bis 11 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen beinhalten. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen, jedoch dürfen geleaste Vermögenswerte nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden.

Bis einschließlich 2018 wurden keine wesentlichen Leasingverhältnisse im Konzern erfasst.

Seit dem 01. Januar 2019 werden Leasingverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeiten ergibt. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.

Nutzungsrechte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:

Feste Zahlungen (einschließlich de facto fester (in-substance fixed) Zahlungen, abzgl. etwaiger erhaltener Leasinganreize (lease incentives)
Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind
Erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers
Der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher (reasonably cer-tain) ist
Strafzahlungen für Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird.

Leasingzahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, d.h. dem Zinssatz, den ein Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Finanzmittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert und vergleichbaren Bedingungen zu erwerben.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammenfassen:

Der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit
Sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller erhaltener Leasinganreize
Alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und
geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen.

Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert sind insbesondere IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel.

Auswirkungen auf Segmentangaben und Ergebnis je Aktie

Folgende Segmente sind betroffen:

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in TEUR Europa Amerika Asien und Pazifik Konzern
Leasingschuld 1.361 657 360 2.378
Abschreibungen Right-of-Use 230 99 61 390

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 auf das EBIT, EBT und Ergebnis je Aktie für den Zeitraum 01. Januar 2019 bis 30. Juni 2019 sind unwesentlich.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem 31. Dezember 2018 unverändert. Neben dem Mutterunternehmen wurden zum 30. Juni 2019 insgesamt 30 in- und ausländische Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss einbezogen. Mit Wirkung vom 01. Januar 2019 wurde in den USA eine Reorganisation einschließlich Änderung der Firmierung der dort tätigen Gesellschaften durchgeführt.

[4] SAISONEINFLÜSSE AUF DIE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Aufgrund der saisonalen Einflüsse werden in allen Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr in der Regel niedrigere Umsatzerlöse und niedrigere Betriebsergebnisse als im ersten Halbjahr erwartet. Die niedrigeren Umsatzerlöse sind im Wesentlichen auf die sinkende Nachfrage in den Haupturlaubsmonaten (Juli und August) sowie auf reduzierte Lagerbestände bei den Kunden zum Jahresende (Dezember) zurückzuführen.

[5] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge hauptsächlich mit dem Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich Form- und Fertigteilen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom Management verwandt, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche Effekte beurteilt.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernzwischenabschluss zugrunde. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach dem Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit. Die Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Das Segmentvermögen beinhaltet Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen betreffen sowohl immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen als auch Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen der Segmente. Die Unterschiede zum Konzernzwischenabschluss werden in der Überleitungsrechnung dargestellt.

Die Vorjahreswerte der Posten Sonstige Erträge, Sonstige Aufwendungen und das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sind analog zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung angepasst, siehe Anhangangabe [2].

SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2019

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Europa Amerika Asien und Pazifik
in TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 142.322 138.703 69.844 51.022 15.352 15.166
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 4.703 4.965 55 72 0 0
Segmentumsatzerlöse 147.025 143.668 69.899 51.094 15.352 15.166
Sonstige Erträge1 1.439 1.434 472 84 138 667
Materialaufwand 85.338 79.962 32.346 22.372 11.215 11.146
Personalaufwand 30.104 28.373 12.805 8.530 1.787 1.658
Abschreibungen 5.026 4.842 2.718 1.669 777 732
Sonstige Aufwendungen1 23.533 24.333 11.983 8.487 1.244 2.280
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)1 6.244 8.395 11.599 10.161 189 380
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 6.241 8.403 11.156 10.074 97 423
Segmentinvestitionen 7.761 4.295 3.128 2.636 1.126 762
Langfristige Vermögenswerte 82.853 77.607 80.705 57.613 10.693 10.388

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Summe Überleitung Konzern
in TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018

(angepasst)
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Kunden 227.518 204.891 0 0 227.518 204.891
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 4.759 5.037 -4.758 -5.037 0 0
Segmentumsatzerlöse 232.276 209.928 -4.758 -5.037 227.518 204.891
Sonstige Erträge1 2.049 2.185 -528 -533 1.521 1.652
Materialaufwand 128.899 113.480 -4.758 -5.037 124.140 108.443
Personalaufwand 44.696 38.561 44.696 38.561
Abschreibungen 8.521 7.243 8.521 7.243
Sonstige Aufwendungen1 36.760 35.100 -520 -576 36.241 34.524
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)1 18.032 18.936 89 -243 18.121 18.693
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 17.494 18.900 55 -252 17.550 18.648
Segmentinvestitionen 12.015 7.693 12.015 7.693
Langfristige Vermögenswerte 174.251 145.608 174.251 145.608

1 Anpassung von Vorjahreswerten gemäß Anhangangabe [2]

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[6] ERTRAGSSTEUERN

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwandes setzen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zusammen:

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in TEUR 01.01.-30.06.2019 01.01.-30.06.2018
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 5.098 5.153
Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern -13 55
Latente Ertragsteuern
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen -637 413
Veränderung aktivierter Verlustvorträge und Steuerguthaben -62 -700
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 4.386 4.921

[7] GEZAHLTE DIVIDENDEN

Im ersten Halbjahr wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 14,00 EUR je Aktie (Vorjahr: 12,00 EUR je Aktie) durch die Hauptversammlung am 07. Juni 2019 beschlossen und am 12. Juni 2019 ausgeschüttet. Die Ausschüttung belief sich auf insgesamt 8.400 TEUR (Vorjahr 7.200 TEUR).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[8] SACHANLAGEN

Während des Zeitraums vom 01. Januar bis 30. Juni 2019 hat der Konzern Sachanlagevermögen zu Anschaffungskosten in Höhe von 12.011 TEUR (Vorjahr 7.692 TEUR) erworben, davon wie im Vorjahr 0 TEUR aus Erstkonsolidierung.

In den Sonstigen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 27 TEUR (Vorjahr 164 TEUR), in den Sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr 14 TEUR) enthalten.

[9] VORRÄTE

Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 105 TEUR auf 7.792 TEUR gesunken.

[10] ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Finanzmittelfonds) wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.06.2019 30.06.2018
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 45.096 65.719
kurzfristige Finanzschulden (Kontokorrentkredit) -3.074 0
42.022 65.719

SONSTIGE ANGABEN

[11] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Das Bestellobligo aus Investitionsvorhaben zum 30. Juni 2019 beträgt 10.165 TEUR (Vorjahr 8.825 TEUR) und aus Rohstoffbestellungen 12.297 TEUR (Vorjahr 15.708 TEUR).

[12] ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die Zusammensetzung der dem SIMONA Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen ist gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 unverändert. Art und Umfang der Leistungsbeziehungen haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 innerhalb des Vorstandes und Aufsichtsrates nicht wesentlich geändert.

Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer betrieblichen Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.

[13] EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen führen.

[14] ANGABE GEMÄSS § 37W ABS. 5 WPHG

Der Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.

[15] VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Kirn, im Juli 2019

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Wolfgang Moyses Dr. Jochen Hauck

SIMONA AG