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SIMONA AG Annual Report 2019

May 5, 2020

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Annual Report

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SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn/Nahe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Der vorliegende Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn (kurz SIMONA AG, SIMONA oder Gesellschaft) zusammen (§ 315 Abs. 3 i. V. m. § 298 Abs. 3 HGB).

Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle eines Konzernlageberichts im Geschäftsbericht des SIMONA Konzerns veröffentlicht.

Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der SIMONA AG. Die Informationen zur SIMONA AG sind im Wirtschaftsbericht in einem eigenen Abschnitt mit Angaben nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) enthalten.

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE), Perfluoralkoxyl (PFA), Thermoplastische Olefine (TPO), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Wesentliche Absatzmärkte

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt.

Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Geschäftssegmente sind geographisch nach den Regionen

Europa
Amerika
Asien und Pazifik

in den Produktbereichen

Halbzeuge
Rohre und Formteile

aufgestellt.

Produktions- und Vertriebsstandorte

Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China, Indien und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die SIMONA AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz, die am Konzernumsatz mit rund 3 Prozent beteiligt ist. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2019 in drei inländischen und vier ausländischen Werken produziert. In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und kundenspezifische Bauteile produziert. In Litvinov (Tschechien) werden Rohre und Platten produziert. In Jiangmen (China) werden Platten produziert. In Archbald (Pennsylvania, USA) produziert die SIMONA AMERICA Industries LLC vor allem Platten. Die SIMONA Boltaron Inc. (ex Boltaron Inc.) stellt in ihrem Werk in Newcomerstown (Ohio, USA) Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen und den Bereich Building her. Darüber hinaus produziert die SIMONA PMC, LLC in Findlay (Ohio, USA) Platten vor allem aus Thermoplastischen Olefinen (TPO) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) für Tiefziehanwendungen.

Leitung und Kontrolle der SIMONA AG

Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorsitzender, bis 14. August 2019, Mitglied des Vorstandes bis 30. September 2019), Dirk Möller (stellvertretender Vorsitzender, bis 30. Juni 2019), Dr. Jochen Hauck (seit 01. Januar 2019), Matthias Schönberg (Vorsitzender, seit 15. August 2019) und Michael Schmitz (seit 15. August 2019). Auf Konzernebene hat SIMONA ein Global Management Team (GMT) etabliert, das aus dem Vorstand der SIMONA AG sowie den CEOs von SIMONA in den USA, Larry Schorr, und Asien, Y.K. Wong, besteht. Das GMT soll einen regelmäßigen globalen Austausch über die Strategie ermöglichen, globale Projekte steuern und die Internationalisierung des Unternehmens vorantreiben.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler (Vorsitzender), Roland Frobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Roland Reber, Martin Bücher sowie als Arbeitnehmervertreter Andy Hohlreiter und Markus Stein.

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

Der SIMONA Konzern hat die strategische Ausrichtung 2019 intensiv analysiert und neu definiert. Oberstes Ziel bleibt die Erzielung profitablen Wachstums, das organisch und durch Unternehmenszukäufe erzielt werden soll. Dabei liegt der Fokus auf thermoplastischen Platten, Rohren und Formteilen, die SIMONA global wachsenden Branchen liefert. Der Konzernumsatz soll weiter gesteigert werden, bei einer EBIT-Marge von 6-8 Prozent. SIMONA will dabei das Unternehmen mit der höchsten Endkundenorientierung in seiner Branche werden. Das Human Ressource-Motto "A Company like a friend" unterstreicht den Anspruch einer engen und vertrauensvollen Bindung zu allen Stakeholdern. Dies wird durch gut ausgebildete Mitarbeitende, eine offene Kommunikation und Feedback-Kultur gefördert.

Um diese Ziele zu erreichen hat SIMONA strategische Initiativen gestartet.

Prozessorientierung: Die Prozesse sollen weiterentwickelt werden und es wird eine durchgängige Prozessorientierung implementiert, die Exzellenz zum Ziel hat. Dazu wird SIMONA intensiv in die regelmäßige Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeitenden investieren und eine offene Kommunikations- und Feedback-Kultur fördern und fordern.
Anwendungsorientierung: SIMONA wird sich auf Kernmärke fokussieren und die Aufbau- und Ablauforganisation nach den Anforderungen der Endkunden ausrichten. Das ist die Basis, ein tiefes Verständnis der Anwendungsgebiete der Produkte zu entwickeln. Neue Anwendungsgebiete sollen nach diesem Prinzip selektiv erschlossen werden.
Agiler Partner der Industrie: SIMONA will markt- und anwendungsbezogen denken und produktbezogen handeln. Enger Kontakt zu unseren Endkunden und hohes Wissen über deren Herausforderungen sind dabei unerlässlich, unabhängig vom Vertriebskanal der Produkte.
Globale Profitabilität: Jede Region soll einen nachhaltig profitablen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.
Nachhaltiger Mehrwert für die Gesellschaft und Umwelt: Durch den intelligenten Einsatz von Kunststoffen können zum Beispiel Energieverbrauch und Emissionen reduziert, Wasseraufbereitung ermöglicht oder der Transport von Energie aus erneuerbaren Quellen sichergestellt werden.

1.3 STEUERUNGSSYSTEM

Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Management-Systems sowie die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmensziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert. Der BSC Prozess wurde 2019 einem Review unterzogen. Die Regionen USA und Asien wurden systematisch in den BSC-Prozess einbezogen und die Effizienz des Prozesses wurde untersucht. Es wurden Maßnahmen eingeleitet, um eine schnellere Zielvereinbarung und ein besseres Controlling der Zielerreichung zu gewährleisten.

Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA. Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen) ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT addiert werden.

Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens im Konzern jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und dient als wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (das Capital Employed berechnet sich aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, finanziellen Vermögenswerten, Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Belegschaft sowie das Qualitätsmanagement herangezogen.

1.4 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. In Innovationskreisen werden neue Produktideen mit Hilfe eines Stage-/Gate-Prozesses bewertet, priorisiert und zur Marktreife geführt. Kennzahl ist der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der in 2019 zurückgegangen ist.

In der Verfahrensentwicklung und Materialentwicklung der Halbzeuge lag der Schwerpunkt in Deutschland vor allem auf der Forschung zu Produkten mit speziellen Anforderungen an das Brandverhalten und dem Einsatz von Recycling-Materialien bei der PVC Produktion sowie auf dem Roll-out von Systemen zur Qualitätsverbesserung und zum Monitoring. Ein neuer Extruder für die Produktion transparenter Produkte und die Industrialisierung neuer Produkte wurde angeschafft. Die Verfahrenstechnik wurde im Bereich kaschierter Produkte und vollfluorierter Werkstoffe optimiert.

Im Rohr- und Formteilwerk in Ringsheim wurde ein umfangreiches Investitionsprogramm im Rahmen der Strategie "FutuRo100" realisiert. Es umfasst unter anderem neue Spritzgussmaschinen zur Produktion von Vorschweißbunden und großen Formteilen. Darüber hinaus wurde in die Extrusionstechnologie für Schutzmantel-Rohre mit großen Durchmessern investiert. Im Werk in Litvinov, Tschechien, wurde in die Produktion der neuen Generation der SPC-Schutzmantelrohre investiert. In der Kunststoffwerkstatt wurde eine CNC-Fräsmaschine, die auch für großformatige Frästeile ausgerichtet ist, in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurde die Produktion der wanddickenintegrierten Heizwendelschweißung SIMOFUSE automatisiert.

Im multifunktionalen Werk in Litvinov wurde die Kunststoffwerkstatt zur Herstellung kundenindividueller Bauteile ausgebaut.

In den nordamerikanischen Werken wurde in der Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron die Kapazität durch zwei neue Extrusionslinien erweitert, die Produkte für die Luftfahrt, aber auch andere Anwendungen bedienen können. Darüber hinaus lag der Schwerpunkt auf der Implementierung von Continuous-Improvement- und Lean-Projekten. In der US-amerikanischen Tochtergesellschaft SIMONA PMC wurde die technische Integration in die SIMONA Gruppe weiter vorangetrieben. Des Weiteren wurde das "Formable Masking" kontinuierlich weiterentwickelt. Im Werk der US-amerikanischen Tochtergesellschaft SIMONA AMERICA Industries wurde zur Erreichung höherer Produktivität und Effizienz investiert. Dazu gehörte auch die Modernisierung der High-Purity-Produktion durch Teilerneuerung von Komponenten, um die Extrusion von Fluorpolymeren zu optimieren.

Im Werk in Jiangmen (China) ist in 2019 die Produktion von Schweißdraht erfolgreich angelaufen. Mit der Freigabe der Investition in eine zweite Linie zur Produktion von PVC Platten wurde die Grundlage für eine Kapazitätserweiterung gelegt.

Im Produktbereich Halbzeuge wurde in Europa das PVC Schaumplattenprogramm SIMOPOR für Druck-, Bau- und Werbeanwendungen neu ausgerichtet und erfolgreich am Markt mit neuen Produkten eingeführt. Das vollfluorierte Plattenprogramm wurde um eine kaschierte Variante aus FEP mit Glas- und Aramidkaschierung ergänzt. Die von SIMONA entwickelte Hohlkammerplatte wurde um eine UV-stabile Variante aus PE 100 weiß erweitert. Die eigenentwickelte Software zur Berechnung von Behältern wurde um ein Modul zur Berechnung von Hohlkammerplatten erweitert und mit neuen Features auf der K-Messe in Düsseldorf vorgestellt. Für Railway-Interior-Anwendungen hat ein internationales Team die Produktentwicklung vorangetrieben, neue Produkte sollen 2020 am Markt eingeführt werden. In den USA wurde mit Boltaron 9815 True Pearl ein Produkt für High-Enddekorative Teile in der Innenausstattung von Flugzeugen entwickelt. Für Außenanwendungen wurde das neue SIMONA ® Boat Board ® Lightweight am Markt eingeführt, das eine 20%ige Gewichtseinsparung gegenüber herkömmlichen Polymeren ermöglicht. Das Material bietet eine lange Lebensdauer für Bootsanwendungen, Möbel im Außenbereich sowie Displays. Für Produkte, die zu Trennwänden in Sanitäranwendungen weiterverarbeitet werden, hat SIMONA AMERICA Industries die NFPA 286 Zertifizierung erhalten, eine in den USA wichtige Brandschutzprüfung. SIMONA PMC hat mit "OneStep" ein Vinyl/ABS basiertes Plattenprogramm mit einer hochwertigen Lederoptik für Marine-Anwendungen im Markt eingeführt.

Im Produktbereich Rohre und Formteile konnte durch die Investitionen in die Extrusionstechnologie die Produktgruppe der Schutzmantelrohre in ihren Eigenschaften verbessert und der Dimensionsbereich bis zu 1.000 mm Durchmesser erweitert werden. Im Rahmen der "FutuRo100" Strategie lag der Fokus darüber hinaus auf Material- sowie Produktentwicklungen in Zukunftsfeldern wie Hochspannungs-Kabelleerrohren, Sanierung sowie Anwendungen im Verschleißschutz.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 4.356 TEUR (Vorjahr 4.023 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft ist 2019 mit voraussichtlich 2,9 Prozent (2018: 3,6 Prozent) so schwach gewachsen, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Hauptursachen in den geopolitischen Konflikten sowie den Handelsstreitigkeiten vor allem zwischen China und den USA. Das hat die Industrieproduktion und den Welthandel gebremst.

Die deutsche Wirtschaft ist 2019 zwar das zehnte Jahr in Folge gewachsen, die Dynamik hat sich jedoch deutlich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,6 Prozent, nach 1,5 Prozent im Vorjahr. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom inländischen Konsum. Die Investitionstätigkeit hat sich ebenfalls erhöht, allerdings vor allem in Bauten und Forschung & Entwicklung. Die für das Geschäft von SIMONA wichtigen Ausrüstungsinvestitionen sind dagegen unterdurchschnittlich um nur 0,4 Prozent gewachsen.

Nach einer Schätzung des jährlichen Wachstums für 2019 der Europäischen Kommission, basierend auf vierteljährlichen Daten, stieg das BIP im Euroraum um 1,2 Prozent und damit deutlich schwächer als 2018 mit 1,8 Prozent.

Die Wirtschaft in den USA ist mit 2,3 Prozent 2019 deutlich gewachsen, allerdings hat sich das Wachstum auch in der größten Volkswirtschaft der Welt abgeschwächt (2018: 2,9 Prozent). Wirtschaftsmotor waren nach wie vor der inländische Konsum und eine historisch niedrige Arbeitslosenquote.

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Nationalen Statistikbüros um 6,1 Prozent gewachsen - so wenig wie seit 1990 nicht mehr. Im Jahr 2018 war die chinesische Wirtschaft noch um 6,6 Prozent gewachsen. Das Nachlassen der Binnennachfrage sowie der seit fast zwei Jahren andauernde Handelskonflikt mit den USA sind die Hauptgründe für den Wachstumsrückgang.

Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland ging nach Angaben des Branchenverbands GKV im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 65,1 Mrd. Euro zurück. Dabei gingen die Inlandsumsätze stärker zurück als die Exporte. Als Gründe nannte der GKV die aktuell schwierige Wirtschaftslage wichtiger Kundenindustrien, unter anderem der Automobilindustrie und des Maschinenbaus sowie die Debatte über Kunststoffe und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die stärksten Rückgänge hatten Konsumprodukte und technische Teile zu verzeichnen, während Kunststoffprodukte für Bauanwendungen wachsen konnten.

2019 war nach Angaben des Verbands der Chemischen Industrie in Deutschland (VCI) ein schwieriges Jahr für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Der Umsatz verringerte sich um 5 Prozent auf 193 Milliarden Euro. Unter dem weltweiten Abschwung der Konjunktur und den Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA litt das Auslandsgeschäft der Branche in Übersee und Europa. Gleichzeitig sank im Inland die Nachfrage von Industriekunden nach chemischen Erzeugnissen, so der VCI.

Die exportorientierte Maschinenbauindustrie in Deutschland verzeichnet 2019 voraussichtlich einen Rückgang der Produktion um 2 Prozent. Der Branchenverband VDMA führt das auf den Handelsstreit zwischen China und den USA, wachsenden weltweiten Protektionismus, eine weltweite Konjunkturschwäche, den Brexit sowie den Strukturwandel in wichtigen Kundengruppen zurück.

Für 2019 rechnen die beiden Verbände Bauindustrie und Deutsches Bauhauptgewerbe mit einem realen (preisbereinigten) Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 3 Prozent. Sowohl der Wohnungs- als auch der Wirtschafts- und der öffentliche Bau haben zur Steigerung beigetragen.

Der weltweite Markt für Flugzeuginneneinrichtungen wächst nach Berechnungen der Market Intelligence Agentur Counterpoint jährlich um 5 Prozent. Damit sieht die Agentur ein schwächeres Wachstum als noch vor einem Jahr (5,6 Prozent jährliches Wachstum) voraus.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF SIMONA KONZERN

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatzerlöse von insgesamt 432,5 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 417,9 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 3,5 Prozent. Die Region Amerika hat dabei den stärksten Wachstumsbeitrag geliefert. In Asien sind die Umsätze leicht gestiegen. Unterdessen gingen die Umsatzerlöse in Europa konjunkturell bedingt zurück. Das Wettbewerbsumfeld blieb in allen Regionen und Produktgruppen unverändert intensiv. Die im Rahmen des Konzernlageberichtes des Vorjahres sowie des Halbjahresberichtes für das Geschäftsjahr 2019 abgegebene Umsatzprognose von 435 bis 450 Mio. EUR wurde damit knapp verfehlt.

Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern beträgt 29,4 Mio. EUR und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 33,2 Mio. EUR. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 6,8 Prozent (Vorjahr 8,0 Prozent). Die prognostizierte EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent wurde somit erreicht. Das EBITDA ist von 48,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 46,8 Mio. EUR gesunken. Damit ergibt sich eine EBITDA-Marge von 10,8 Prozent (Vorjahr 11,6 Prozent). Die EBITDA-Marge liegt damit im prognostizierten Zielbereich von 10-12 Prozent.

Der Konzern-ROCE lag mit 9,6 Prozent am oberen Ende des Zielwertes (8 bis 10 Prozent), jedoch unter dem Vorjahreswert von 10,9 Prozent.

Europa

Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind um 1,5 Prozent auf 269,7 Mio. EUR (Vorjahr 273,5 Mio. EUR) gesunken. Dabei standen in Zentraleuropa einem stabilen Halbzeuggeschäft leichte Rückgänge im Geschäft mit Rohr- und Formteilen gegenüber. In Osteuropa konnte das starke Wachstum im Rohr- und Formteilgeschäft Rückgänge im Halbzeuggeschäft kompensieren. In Westeuropa war aufgrund eines schwachen Halbzeuggeschäfts ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, der trotz des Wachstums im Geschäft mit Rohren und Formteilen nicht kompensiert werden konnte. Der Anteil der Region "Europa" am Gesamtumsatz hat sich aufgrund der Steigerung der Umsatzerlöse in der Region "Amerika" von 65,4 auf 62,4 Prozent weiter reduziert. Das EBIT im Segment "Europa" ist von 14,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,8 Mio. EUR deutlich zurückgegangen.

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um insgesamt 15,7 Prozent auf 131,9 Mio. EUR deutlich gestiegen (Vorjahr 114,2 Mio. EUR). Hauptgründe waren eine gute Entwicklung des Aviation- und Industriegeschäfts sowie die erstmalige ganzjährige Einbeziehung der Akquisition SIMONA PMC. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist von 27,4 auf 30,5 Prozent weiter gestiegen. Das Segment "Amerika" hat ein EBIT von 19,0 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr 17,9 Mio. EUR).

Asien und Pazifik

Die Region "Asien und Pazifik" konnte einen leichten Umsatzzuwachs auf 30,9 Mio. EUR verbuchen (Vorjahr 30,2 Mio. EUR). Einem stabilen Geschäft in China dank guter Nachfrage im Automotive-Sektor stand ein schwaches Geschäft in Südostasien aufgrund von Problemen in der Halbleiterindustrie sowie fehlenden Rohrprojekten gegenüber. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz hat von 7,2 auf 7,1 Prozent abgenommen. Im Segment "Asien und Pazifik" wurde ein EBIT von 0,4 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 0,8 Mio. EUR).

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatz von 344,1 Mio. EUR. (Vorjahr 333,7 Mio. EUR). Das Umsatzwachstum von insgesamt 3,1 Prozent ist hauptsächlich auf ein starkes Industriegeschäft in den USA, ein weiter dynamisches Aviation-Geschäft sowie die erstmalige ganzjährige Einbeziehung von SIMONA PMC zurückzuführen. Das Geschäft mit PVC Schaumplatten für Druck- und Bauanwendungen war rückläufig, auch das Geschäft mit Fluorpolymeren litt unter nachlassender weltweiter Investitionstätigkeit.

Der Produktbereich Rohre und Formteile erzielte im Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 5,0 Prozent auf 88,4 Mio. EUR (Vorjahr 84,2 Mio. EUR) und hat die Wachstumsvorgaben erfüllt. Die in 2018 eingeleitete strategische Neuausrichtung greift. Vor allem im Geschäft mit Schutzmantelrohren sowie Produkten zur Sanierung wurden Zuwächse erzielt. Das projektgetriebene Industriegeschäft konnte - außer in Asien - weltweit zulegen.

Auftragslage

Der Auftragswert beläuft sich im Konzern auf 47,2 Mio. EUR (Vorjahr 51,0 Mio. EUR); davon entfallen auf die SIMONA AG 22,6 Mio. EUR (Vorjahr 24,1 Mio. EUR).

2.3 ERTRAGSLAGE

Ergebnis

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) ist um 12,3 Prozent von 33,2 Mio. EUR auf 29,4 Mio. EUR gesunken. Die EBIT-Marge beträgt 6,8 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 8,0 Prozent.

Insgesamt hat sich das Rohergebnis (Umsatz, Sonstige Erträge, Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) im Berichtsjahr auf 208,5 Mio. EUR verbessert (Vorjahr 197,1 Mio. EUR) und damit die Rohmarge um 1,1 Prozentpunkte auf 48,2 Prozent. Bereinigt um den Effekt aus der EEG-Umlagebefreiung in Höhe von 4,7 Mio. EUR ergibt sich eine Rohmarge von 47,2 Prozent und damit eine unveränderte Marge im Vergleich zum Vorjahr (47,2 Prozent).

In der Ergebnisrechnung ist eine Bestandsminderung von 2,1 Mio. EUR enthalten (Vorjahr Bestandserhöhung 7,3 Mio. EUR).

Die Sonstigen Erträge betragen 4,6 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR).

Die Rohstoffnotierungen sind in der ersten Jahreshälfte 2019 angestiegen, bevor sie ab Juli bis zum Jahresende wieder nachgaben. Der Materialaufwand beträgt 226,5 Mio. EUR (Vorjahr 233,0 Mio. EUR). Die im Materialaufwand enthaltenen Kosten für Energie sind im Vorjahresvergleich insgesamt um etwa 3,0 Mio. EUR verringert, davon entfallen einerseits Einsparungen über 4,7 Mio. EUR aufgrund der EEG-Umlagebefreiung und andererseits 1,2 Mio. EUR auf höhere Energiebezugspreise.

Der Personalaufwand beträgt 85,7 Mio. EUR (Vorjahr 78,8 Mio. EUR) und hat sich um insgesamt 8,8 Prozent erhöht. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus den Tariferhöhungen und dem Personalaufbau in der Produktionsstätte Ringsheim sowie bei den US-Gesellschaften.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen belaufen sich auf 17,4 Mio. EUR (Vorjahr 15,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind nach der erstmaligen Anwendung des neuen Standards IFRS 16 Leases die Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverträgen mit 0,8 Mio. EUR.

Die Sonstigen Aufwendungen sind um 8,6 Prozent auf 76,0 Mio. EUR (Vorjahr 70,0 Mio. EUR) gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Instandhaltung (+1,2 Mio. EUR), Vertrieb (+1,3 Mio. EUR) und Verpackung (+0,5 Mio. EUR) sowie höheren Rechts- und Beratungskosten (+1,5 Mio. EUR).

Analog zum geringeren Ergebnis vor Steuern (EBT) haben sich die Ertragsteuern von 8,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,4 Mio. EUR verringert. Die Konzernsteuerquote liegt im Berichtsjahr bei 26,4 Prozent (Vorjahr 24,9 Prozent) und ist aufgrund der Effekte aus der Ende 2019 abgeschlossenen planmäßigen Betriebsprüfung im Vorjahresvergleich leicht erhöht.

Segmentbezogene Angaben

Im Segment "Europa" haben die einzelnen Verkaufsgesellschaften positive Ergebnisse erwirtschaftet. Vor allem die Tochtergesellschaften in Großbritannien und Polen erzielten im Vorjahresvergleich teils deutlich höhere Ergebnisbeiträge. Das Ergebnis der Produktionsgesellschaft in Tschechien liegt knapp unter dem Vorjahr. Der Materialaufwand beträgt 151,8 Mio. EUR (Vorjahr 165,6 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Umsatzrückgang proportional stärker gesunken. Sowohl die Rohstoff- als auch die Energiekosten haben sich verringert. Der Personalaufwand liegt mit 57,2 Mio. EUR 2,4 Prozent über Vorjahresniveau. Die Sonstigen Aufwendungen betragen 50,5 Mio. EUR (Vorjahr 46,0 Mio. EUR).

Im Segment "Amerika" haben die Tochtergesellschaften insgesamt einen deutlich höheren Ergebnisbeitrag erzielt. Der Materialaufwand in Höhe von 60,7 Mio. EUR (Vorjahr 53,6 Mio. EUR) hat sich hauptsächlich analog zum gestiegenen Absatzvolumen erhöht. Der Personalaufwand beträgt 24,8 Mio. EUR (Vorjahr 19,7 Mio. EUR). Die Sonstigen Aufwendungen in Höhe von 23,2 Mio. EUR liegen mit 3,8 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Das Ergebnis im Segment "Asien und Pazifik" beträgt 0,4 Mio. EUR und fällt aufgrund der niedrigeren Marge geringer aus als im Vorjahr (0,8 Mio. EUR). Während der Personalaufwand angestiegen ist, sind die sonstigen Aufwendungen zurückgegangen. Die Verkaufsgesellschaften im Segment "Asien und Pazifik" verzeichneten im Vorjahresvergleich Ergebnisrückgänge.

2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2019 beträgt 430,2 Mio. EUR und liegt hauptsächlich durch die höher dotierten Rückstellungen für Pensionen deutlich über dem Vorjahr (400,9 Mio. EUR).

Bilanzentwicklung Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte werden mit 38,0 Mio. EUR ausgewiesen (Vorjahr 39,1 Mio. EUR) und enthalten hauptsächlich die Geschäfts- und Firmenwerte aus den US-Akquisitionen.

Die Sachanlagen sind mit 138,7 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr 129,1 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 23,5 Mio. EUR (Vorjahr 16,9 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 14,6 Mio. EUR (Vorjahr 13,5 Mio. EUR).

Die erstmalig angesetzten Nutzungsrechte aus Leasing sind mit 2,0 Mio. EUR aktiviert.

Die Vorräte belaufen sich insgesamt auf 89,7 Mio. EUR (Vorjahr 92,4 Mio. EUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegen unverändert bei 34,0 Mio. EUR. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren sind von 56,5 Mio. EUR auf 54,7 Mio. EUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio. EUR auf 59,7 Mio. EUR verringert.

Die lang- und kurzfristigen Sonstigen Vermögenswerte sowie Ertragssteuerforderungen betragen 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,7 Mio. EUR).

Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte betragen 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,3 Mio. EUR).

Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden

Die Passivseite ist zum Bilanzstichtag durch ein im Vorjahresvergleich angestiegenes lang- und kurzfristiges Fremdkapital gekennzeichnet, während das Eigenkapital leicht unter Vorjahresniveau ausgewiesen wird.

Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 216,3 Mio. EUR (Vorjahr 220,7 Mio. EUR) und ist damit um 4,4 Mio. EUR gesunken. Darin enthalten sind das Periodenergebnis 2019 in Höhe von 20,6 Mio. EUR und die Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2019 von 8,4 Mio. EUR. Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des deutlich gesunkenen IFRS-Rechnungszinses wurde das Konzerneigenkapital zudem erfolgsneutral um 19,1 Mio. EUR gemindert. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag von 55 Prozent auf 50 Prozent gefallen.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen sind mit 137,9 Mio. EUR deutlich höher dotiert (Vorjahr 106,1 Mio. EUR). Aufgrund des signifikant gesunkenen IFRS-Rechnungszins auf 0,91 Prozent (Vorjahr 1,90 Prozent) sind die Pensionsrückstellungen deutlich angestiegen.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 18,7 Mio. EUR und sind damit geringer als im Vorjahr (21,0 Mio. EUR).

Die lang- und kurzfristigen Sonstigen finanziellen Schulden betragen 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR).

Die Sonstigen Schulden liegen mit 18,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 15,7 Mio. EUR und umfassen im Wesentlichen Tantiemen und Mitarbeiterprämien sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften.

Die langfristigen (4,5 Mio. EUR) und kurzfristigen (1,1 Mio. EUR) Sonstigen Rückstellungen liegen in Summe auf Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 23,5 Mio. EUR (Vorjahr 16,9 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Produktionsstandorten in Deutschland, USA und Asien. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Sachanlageinvestitionen in Höhe von 8,8 Mio. EUR (Vorjahr 3,4 Mio. EUR) getätigt.

2.5 FINANZLAGE

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das primäre Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Finanzkraft des SIMONA Konzerns. Die ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft sowie für Investitionen wird dabei als wichtigste Aufgabe angesehen. Das Finanzmanagement ist zentral in der Muttergesellschaft organisiert. Den weltweiten Liquiditätsbedarf im Konzern deckt SIMONA überwiegend mittels konzerninterner Finanzierung über Ausleihungen oder Darlehen. Zudem bestehen fest zugesagte Kreditlinien. Liquiditätsüberschüsse werden risiko- und renditeoptimiert am Geld- oder Kapitalmarkt in Euro oder Fremdwährung angelegt.

Finanzierungsanalyse

Die langfristigen Finanzschulden betreffen KfW-Darlehen und sind aufgrund der planmäßigen Tilgung um 3,4 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR zurückgegangen. Kurzfristige Finanzschulden bestanden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 3,4 Mio. EUR und umfassen den kurzfristigen Anteil der KfW-Darlehen.

Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine zu bilanzieren.

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 19,0 Mio. EUR (Vorjahr 17,0 Mio. EUR).

Cashflow

Im Berichtsjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 51,6 Mio. EUR (Vorjahr 34,8 Mio. EUR). Der Anstieg des Mittelzuflusses resultiert insbesondere aus dem Abbau von Vorräten und dem Zufluss aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -23,2 Mio. EUR (Vorjahr -39,8 Mio. EUR; davon aus Erwerb von Tochterunternehmen -25,2 Mio. EUR) und enthält im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -12,9 Mio. EUR (Vorjahr -10,9 Mio. EUR) und ergibt sich hauptsächlich aus dem Abfluss der Dividende sowie der planmäßigen Tilgung der KfW-Darlehen.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 68,4 Mio. EUR (Vorjahr 52,5 Mio. EUR) bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankeinlagen. Die Veränderung von 15,9 Mio. EUR (Vorjahr -15,5 Mio. EUR) resultiert aus dem Mittelzufluss der operativen Geschäftstätigkeit sowie hauptsächlich aus dem Mittelabfluss für Sachinvestitionen sowie der Finanzierungstätigkeit. Die Entwicklung ist im Detail in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Finanzielle Verpflichtungen

Kurzfristige Verpflichtungen entstehen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben in Höhe von 9,4 Mio. EUR (Vorjahr 14,3 Mio. EUR) sowie aus Rohstoffbestellungen über 13,2 Mio. EUR (Vorjahr 12,1 Mio. EUR).

Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 Leases entfällt die Angabe zu finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet- und Leasingverhältnissen ab dem Geschäftsjahr 2019. Im Vorjahr bestanden 2,8 Mio. EUR finanzielle Verpflichtungen aus operativen Miet- und Leasingverträgen; davon waren 0,9 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig.

Finanzergebnis

Aus den Finanzerträgen in Höhe von 1,0 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR ergibt sich für das Berichtsjahr insgesamt ein Finanzergebnis von -1,7 Mio. EUR (Vorjahr -1,4 Mio. EUR). Darin enthalten ist das Ergebnis aus Währungsumrechnung mit unverändert 0,6 Mio. EUR.

2.6 GESCHÄFTSVERLAUF DER SIMONA AG

Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG war hauptsächlich geprägt von einer Steigerung des Geschäfts im Bereich Rohre und Formteile sowie einem rückläufigen Gesamtmarkt im Bereich Halbzeuge.

Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 289,0 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 300,6 Mio. EUR). Das entspricht einem Umsatzrückgang um 3,8 Prozent. Der im Vorjahr im zusammengefassten Lagebericht ausgewiesene Umsatz (271,5 Mio. EUR) basierte noch auf dem Umsatz vor Ausgliederung. Die Veränderung auf 300,6 Mio. EUR ergibt sich hauptsächlich aus den Umsätzen nach Ausgliederung aus Warenlieferungen, Energieweiterleitung und Dienstleistungen zwischen der SIMONA AG und den ausgegliederten Produktionseinheiten.

Deutschland

Insbesondere aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung im Produktbereich Halbzeuge sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 7,8 Prozent auf 116,7 Mio. EUR (Vorjahr 126,6 Mio. EUR) zurückgegangen.

Übriges Europa und Afrika

In der Region "Übriges Europa und Afrika" liegen die Umsatzerlöse in Höhe von 150,4 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr (151,6 Mio. EUR).

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben sich auf 7,4 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 6,1 Mio. EUR).

Asien und Pazifik

Die Region "Asien & Pazifik" verbuchte im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang um 11,3 Prozent auf 14,5 Mio. EUR.

Umsatzentwicklung der Produktbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge verzeichnete ein Umsatzminus von 4,7 Prozent auf 182,4 Mio. EUR (Vorjahr 191,4 Mio. EUR). Im Produktbereich Rohre und Formteile hat der Umsatz dagegen von 84,7 Mio. EUR um 1,9 Prozent auf 86,3 Mio. EUR zugelegt. Der Bereich Dienstleistung und Sonstiges weist einen Umsatz von 20,4 Mio. EUR aus (Vorjahr 24,5 Mio. EUR).

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis der SIMONA AG ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 1,3 Prozent (Vorjahr 2,7 Prozent) erwirtschaftet. Der Zielwert der EBIT-Marge (3 bis 3,5 Prozent) wurde damit nicht erreicht. Das EBITDA nach IFRS hat sich von 9,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,4 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge beträgt 2,0 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr (Zielwert 3,5 bis 4 Prozent). Der ROCE nach IFRS liegt mit 3,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 5,1 Prozent (Zielwert 9 bis 10 Prozent).

Das gesunkene EBIT und EBITDA ist hauptsächlich auf ein verschlechtertes Rohergebnis, leicht gestiegene Personalkosten sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 in Bezug auf Umsatz und Ergebnis nicht zufriedenstellend.

Das EBIT der SIMONA AG leitet sich im Wesentlichen wie folgt von IFRS nach HGB über:

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in Mio. EUR 2019 2018
EBIT nach IFRS 3,6 7,6
Bestandsveränderung Vorräte 1,3 -4,6
Materialaufwand -0,7 6,5
Personalaufwand (Pensionen) 3,2 4,2
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0,1 0,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,1 0,1
Sonstige Veränderungen 2,9 -5,9
EBIT nach HGB 10,5 8,1

2.7 ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER SIMONA AG (HGB)

Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt 65,5 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um 21,9 Prozent verringert. Die Rohertragsmarge ist von 27,9 Prozent im Vorjahr auf 22,7 Prozent gesunken. Der Materialaufwand hat sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 3,1 Prozent erhöht. Während sich die Rohstoffkosten über das Gesamtjahr leicht verbilligt haben und die Energiekosten im Zuge der EEG-Umlagebefreiung gesunken sind, ist jedoch der Vorjahreswert durch einen Einmaleffekt aus der Ausgliederung der Produktionseinheiten beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR).

Der Personalaufwand beträgt 25,2 Mio. EUR und ist damit im Vorjahresvergleich um 5,7 Prozent gestiegen. Während die Personalkosten knapp über dem Vorjahreswert liegen, sind die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um 1,3 Mio. EUR gestiegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 1,7 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 31,7 Mio. EUR im Vorjahresvergleich um 3,0 Prozent auf 32,7 Mio. EUR gestiegen. Insbesondere die Aufwendungen für Beratung haben sich erhöht. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen 4,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen (4,0 Mio. EUR, Vorjahr 3,9 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) nach HGB von 10,5 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 3,6 Prozent (Vorjahr 2,7 Prozent) erwirtschaftet. Das EBITDA beträgt 12,2 Mio. EUR (Vorjahr 9,7 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge beträgt 4,2 Prozent nach 3,2 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 9,8 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr war insbesondere durch eine verringerte Rohertragsmarge gekennzeichnet, vor allem aufgrund des Umsatzrückganges sowie der leicht erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich um 7,0 Mio. EUR auf 275,1 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt 144,2 Mio. EUR (Vorjahr 154,1 Mio. EUR) und ist hauptsächlich durch die Rückführung von Ausleihungen der US-Gesellschaften zurückgegangen.

Das Sachanlagevermögen wird mit 8,2 Mio. EUR angesetzt (Vorjahr 7,3 Mio. EUR).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vorjahresvergleich unverändert.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 31,6 Mio. EUR (Vorjahr 42,1 Mio. EUR) betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien. Die Tochtergesellschaften in Amerika haben im Berichtsjahr Darlehen in Höhe von 10,5 Mio. EUR zurückgezahlt.

Der Vorratsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr (26,0 Mio. EUR) auf 23,8 Mio. EUR verringert. Die Vorräte setzen sich zusammen aus unfertigen Erzeugnissen (0,6 Mio. EUR) und Fertigerzeugnissen und Waren (23,2 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen und Waren haben im Vorjahresvergleich um 2,1 Mio. EUR abgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 0,5 Mio. EUR auf 21,8 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Vorjahresvergleich um 16,7 Mio. EUR auf 45,0 Mio. EUR zugenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR).

Insgesamt werden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 72,0 Mio. EUR zum Jahresende bilanziert (Vorjahr 57,3 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel sind von 30,3 Mio. EUR im Vorjahr um 4,6 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag angestiegen. Der Anstieg ergibt sich hauptsächlich aus dem Rückfluss von Ausleihungen, aus der Tilgung von KfW-Darlehen sowie der Dividendenzahlung.

Finanzlage

Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vorjahresvergleich um 1,4 Mio. EUR auf 187,1 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 68 Prozent knapp unter dem Vorjahr (69 Prozent). Hauptgrund ist das im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Fremdkapital.

Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung des IFRS-Konzernergebnisses und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.

Die Summe der Rückstellungen beträgt 46,6 Mio. EUR (Vorjahr 42,8 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich insgesamt mit 1,4 Mio. EUR höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 39,6 Mio. EUR. Der Abzinsungssatz hat sich auf 2,71 Prozent verringert (Vorjahr 3,21 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 5,4 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 4,6 Mio. EUR).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um 1,9 Mio. EUR auf insgesamt 41,4 Mio. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 19,9 Mio. EUR (Vorjahr 13,6 Mio. EUR) und betreffen hauptsächlich Warenlieferungen der deutschen Produktionsgesellschaften sowie der Tochtergesellschaft in Tschechien.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 15,3 Mio. EUR (Vorjahr 18,7 Mio. EUR) und betreffen langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln. Vertragsgemäß wurden 3,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr zurückgezahlt. Zum Jahresende wurde die kurzfristige Rahmenkreditlinie wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Die KfW-Darlehen werden zu festen Zinssätzen verzinst und sind vertragsgemäß vierteljährlich zu tilgen. Die Mittelverwendung dient der Finanzierung von langfristigen Innovationsprogrammen im Inland. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.

Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht beanspruchte Rahmenkreditlinien in Höhe von 18,0 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der SIMONA AG betragen im Berichtsjahr 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 1,3 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland. Insgesamt wurden Netto-Investitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) getätigt.

Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen 0,4 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Liquiditätsanalyse

Die liquiden Mittel der SIMONA AG betragen am Bilanzstichtag 34,8 Mio. EUR (Vorjahr 30,3 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Die Zunahme ist hauptsächlich auf Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit (Darlehensgewährung an die US-Gesellschaften, der Tilgung von KfW-Darlehen und der Dividendenzahlung) zurückzuführen.

2.8 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN KUNDENZUFRIEDENHEIT

SIMONA misst die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen europaweiter Befragungen. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA.

Die letzte umfassende Kundenzufriedenheitsstudie in Europa fand in 2017 statt. Die Auswertung zeigte eine erneut hohe Gesamtzufriedenheit (86,1 Prozent) und Weiterempfehlungsrate (87,4 Prozent). Damit haben die Kunden das durch vorherige Befragungen erreichte Niveau bestätigt. Im Vergleich zur letzten Analyse konnten in allen Produktbereichen bessere Werte bei Serviceleistungen wie Innen- und Außendienst, kaufmännische Auftragsabwicklung, Lieferung und Versand sowie anwendungstechnische Beratung erzielt werden. Weitere Verbesserungspotenziale sehen die Kunden in einigen Aspekten des SIMONA Schulungsprogramms, des Internetauftritts sowie der Reklamationsbearbeitung. Die nächste umfassende Kundenbefragung ist für 2020 vorgesehen.

Mitarbeitende

Zum 31.12.2019 hat der SIMONA Konzern 1.395 (Vorjahr 1.413) Mitarbeitende beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeitenden ist zum Vorjahreswert weitgehend konstant geblieben, da in 2019 keine weitere Unternehmensakquisition stattfand.

Die Beschäftigtenzahl der deutschen Gesellschaften des SIMONA Konzerns (SIMONA AG und die beiden Produktionsgesellschaften in Kirn und Ringsheim) lag zum Jahresende konstant bei 805 (31.12.2018: 805). Während die Anzahl der Mitarbeitenden in Ringsheim aufgrund der steigenden Umsatz- und Absatzzahlen gezielt gesteigert wurde, ist sie in Kirn hauptsächlich infolge von Renteneintritten leicht gesunken.

Die bereits im Vorjahr deutlich gestiegene Anzahl an Auszubildenden konnte auch im Jahr 2019 erneut auf dem hohen Wert von 56 gehalten werden. Die Jugendlichen absolvierten eine Ausbildung in einem der elf technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. Zehn junge Menschen befanden sich konstant zum Vorjahr auch 2019 in einem von SIMONA geförderten berufsintegrierten/dualen Studiengang oder einer geförderten Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Bachelor.

Die Schwerpunkte der Weiterbildungsaktivitäten für Mitarbeitende im Jahr 2019 lagen vor allem auf den im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche festgelegten individuellen Bedarfen der einzelnen Mitarbeitenden. Daneben gab es eine flächendeckende Schulung zur Verantwortung im Arbeitsschutz für alle Vorgesetzten in den Werken der Standorte Kirn und Ringsheim. Der dritte Jahrgang des Nachwuchsförderkreises (NFK) absolvierte sein 1. Kursjahr mit den Schwerpunkten Kommunikation und Konfliktmanagement sowie Leadership-Fähigkeiten. Der SIMONA NFK bereitet Mitarbeitende mit hohem Potenzial in einem zweijährigen, modular aufgebauten Schulungsprogramm auf Fach- und Führungsaufgaben vor. Es nehmen Mitarbeitende aus Europa, den USA und Asien an dem diesjährigen Programm teil. Ziel ist es, neben den Fachthemen die interkulturellen Fähigkeiten der jungen Mitarbeitenden auszubilden und diesen die Bildung eines internationalen Netzwerks zu ermöglichen. In den Kirner Werken wurde zum Jahreswechsel 2019/2020 das in den meisten Bereichen geltende 5-Schichtsystem in ein 4-Schichtsystem überführt. Zeitgleich wurde für die gewerblichen Mitarbeitenden ein Freizeitkonto eingeführt, dass den flexibleren Umgang mit Mehr- und Minderarbeit ermöglicht und damit einer moderneren Arbeitswelt entspricht. Der seit längerer Zeit geplante Umbau des Verwaltungsgebäudes am Standort Kirn wurde durch ein starkes Unwetter im Juli des Jahres 2019 früher als geplant notwendig. In einem ersten Schritt wird nun das 3. Stockwerk komplett neugestaltet und mit einem offenen und hellen Raumkonzept an ein modernes Arbeitsumfeld angepasst. Im August und September des Jahres 2019 mussten diverse Bereich des Unternehmens (Division Halbzeuge und Administration) infolge eines Auftragseinbruchs Kurzarbeit anmelden. Das Unternehmen hat für insgesamt zwei Monate die Arbeitszeiten eines Großteils der Mitarbeitenden am Standort Kirn reduziert und Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. Aufgrund einer Erholung des Marktes konnte die Kurzarbeit sehr schnell wieder beendet werden.

Qualität

Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, deren ordnungsgemäße Umsetzung im Geschäftsjahr 2019 erneut durch erfolgreich absolvierte externe Überwachungsaudits unter Beweis gestellt wurde. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie auch schon in den Vorjahren, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten. In 2019 wurde ein Projekt zur Digitalisierung der Qualitätsprüfung an den Extrusionslinien gestartet, um Abläufe zu vereinfachen und die Effizienz zu erhöhen.

Informationstechnologie

Im Bereich der IT-Infrastruktur lag der Fokus 2019 auf der weiteren Verbesserung der IT-Sicherheit. Unter anderem wurde die Nutzung von USB-Wechseldatenträgern, die Schadsoftware enthalten können, auf vom Unternehmen freigegebene Datenträger beschränkt. Zahlreiche weitere Clients konnten auf sogenannte Thin Clients im Verlaufe des Jahres 2019 umgestellt werden, um eine kostengünstige und vereinfachte Verwaltung der User zu ermöglichen.

Schwerpunkt der IT-Anwendungsentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr war die Unterstützung der Stammdatenüberarbeitung in den Produktionsbereichen, die technisch notwendige Vorbereitung auf den "Brexit" und die systemseitige Zusammenführung zweier Bereiche nach dem Teilverkauf eines kleineren Produktbereichs.

IT-Infrastruktur und IT-Anwendungsentwicklung haben zudem Projekte im Rahmen der Digitalisierung auf Hardware- und Software-Seite unterstützt.

3. Chancen- und Risikobericht

Die weltweiten konjunkturellen Unsicherheiten haben die Investitionstätigkeit in den von SIMONA bedienten Branchen negativ beeinflusst und zu tendenziell geringerer Investitionsbereitschaft geführt. Das gilt vor allem für die chemische Industrie und den Maschinenbau.

Die geopolitischen Konflikte und das Corona-Virus stellen für 2020 weiteres Risikopotenzial dar.

Insbesondere im Bereich Luftfahrt (Aviation-Geschäft) können sich durch die Corona-Krise erhebliche Risiken ergeben. Durch die (zeitlich befristete) Einstellung von Verbindungen durch Luftfrachtlinien kann es im Bereich Logistik zu Verzögerungen kommen. Für das zweite Quartal erwarten wir erhebliche Engpässe bei der Verfügbarkeit von Containern für die Seefrachtabfertigung und deutlich steigende Frachtkosten. In China ergeben sich Risiken durch einen eingeschränkten Inlandstransport, die fehlende Verfügbarkeit von Fahrern und Containern sowie durch Kostensteigerungen.

Die vor allem in Europa geführte Diskussion zur Umweltbelastung von Kunststoff kann negative Auswirkungen nicht nur auf das Geschäft, sondern auch auf die Rekrutierung von Fachpersonal haben. Die Diskussion über den CO2-Ausstoss von Flugzeugen könnte den Markt für Flugzeuginnenausstattungen mittelfristig negativ beeinflussen.

Chancen bieten in dieser unsicheren konjunkturellen und strukturellen Lage der Einsatz von Kunststoffen als wirtschaftliche Alternative, um schwerere Materialien zum Beispiel in Mobilitätsanwendungen zu ersetzen und so den CO2-Ausstoss zu senken bzw. die Aufbereitung von Trinkwasser oder den Transport von erneuerbaren Energien über weite Strecken zu ermöglichen. Dabei sind hoch funktionelle Kunststoffe mit individuellen Eigenschaften gefordert. Die Strategie von SIMONA ist darauf ausgerichtet, in eigener Forschung & Entwicklung die Produkteigenschaften technologisch permanent weiterzuentwickeln und das Materialportfolio auszubauen.

In Europa sieht SIMONA mit der neuen strategischen Ausrichtung des Halbzeuggeschäfts gute Chancen, durch den Ausbau des Produkt- und Serviceangebots und einer höheren Endkunden- und Anwendungsorientierung in Kernmärkten Marktanteile zurückzugewinnen und in neuen Anwendungsgebieten Potenziale zu erschließen. Die Produkt- und Investitionsoffensive im Produktbereich Rohre und Formteile bietet gute Chancen, die Marktstellung auszubauen und von Zukunftsfeldern wie der Aufbereitung von Trinkwasser und dem Energietransport zu profitieren.

In den USA kann die Tochtergesellschaft SIMONA Boltaron mit ihrem individuellen Produktprogramm und erweiterten Services die hohen Designanforderungen in der Innenausstattung von Flugzeugen noch besser erfüllen. Zudem sieht SIMONA gutes Potenzial mit einem erweiterten Produktprogramm unter anderem mit Produkten für Tiefziehanwendungen der SIMONA PMC aber auch mit dem erweiterten Produktprogramm für Boots- und Displayanwendungen von SIMONA AMERICA Industries. Mittelfristig bieten sich in den USA auch Chancen im Produktbereich Rohre und Formteile.

In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA gute Chancen in den Schlüsseltechnologien Umwelttechnik und chemische Prozessindustrie.

Mit den im Aufbau befindlichen Geschäftssegmenten Halbleiterindustrie und Mobilitätsanwendungen sieht SIMONA Chancen, Kunden auf globaler Ebene ein attraktives Produkt- und Serviceangebot zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial auf einem nach wie vor guten Niveau, gegenüber dem Vorjahr sind die Chancen für das Geschäft von SIMONA grundsätzlich unverändert, die Auswirkungen der Corona-Krise bleiben jedoch abzuwarten. Bis vor kurzem schienen sich die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren auf niedrigem Niveau zu stabilisieren und die mittelfristigen strukturellen Faktoren, insbesondere die für das Geschäft wichtige Investitionstätigkeit in der Industrie, sollten sich durch die zwar träge, aber sukzessive Erholung der Weltwirtschaft ebenfalls leicht verbessern. Aktuell erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute jedoch aufgrund der Corona-Krise für Deutschland als auch für wichtige internationale Märkte eine Rezession. Die Auswirkungen hieraus können derzeit nicht verlässlich prognostiziert werden.

Risikomanagementsystem

Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gelten dabei ein Ereignis, eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierendes sorgfältiges Handeln. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA übernommen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.

Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt.

Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.

Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise

Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft.

SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:

gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken
unternehmensstrategische Risiken
finanzwirtschaftliche Risiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Investitionsrisiken
Risiken durch Informationstechnologien

Gesamtwirtschaftliche und Absatzmarktrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der weitere Ausbau der Produktion in den USA durch den Unternehmenszukauf sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, eine hohe Flexibilität zu gewährleisten und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.

Die geopolitischen Risiken sind weiterhin hoch. Weltweit haben die Risiken auch durch die Ausbreitung des Corona-Virus sowie die Diskussion um Kunststoffe und Umwelt zugenommen. Im Segment Europa bestimmen die Auswirkungen des Brexit, mögliche weitere Handelskonflikte sowie politische Unsicherheiten die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren die protektionistische Handelspolitik, der Konflikt mit dem Iran und die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. Im Segment Asien und Pazifik erhöht die schwache konjunkturelle Entwicklung in China die Risiken, die sich durch die Auswirkungen des Corona-Virus verschärft hat. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten werden mittelfristig Umsatzrückgänge von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt, bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell unter 50 Prozent.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und werden mit Umsatzeinbußen von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR geschätzt. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Durch die Unternehmensakquisitionen der letzten Jahre und den weiteren Ausbau der Produktion und Marktposition im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern weiter reduziert werden. Damit einhergehend ist das USD-Währungsrisiko für SIMONA nach wie vor hoch und wird mittelfristig auf 3,0 bis 6,0 Mio. EUR Ergebnisbelastung bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Die Weltwirtschaft ist in 2019 geringer gewachsen als prognostiziert und für 2020 wurde eine leichte Erholung mit höheren Wachstumsraten prognostiziert, wobei die negativen Auswirkungen der Corona-Krise derzeit nicht abgeschätzt werden können. Die wirtschaftlichen Risiken einer nachlassenden Konjunktur sind weiterhin hoch.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im süd- und osteuropäischen Markt hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Das potentielle Risiko entspricht mit 0,7 Mio. EUR in etwa dem Wert der überfälligen Außenstände in der Region Süd- und Osteuropa. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben, die über eine entsprechende Versicherung abgedeckt sind. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Zinsänderungsrisiken werden tendenziell als erhöht eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinste Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird aktuell nicht in Anspruch genommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft. Die Risiken aus Pensionsverpflichtungen, die sich aus einer kumulativen Änderung der vorgenannten Parameter um +/- 0,5 Prozent ergeben können, werden insgesamt mit etwa 30 bis 40 Mio. EUR geschätzt. Des Weiteren zählen dazu Risiken wie die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3 bis 10 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren. Die Corona-Krise hat aktuell zu erheblichen Kurseinbrüchen auf den Aktienmärkten geführt. Die Auswirkungen hieraus bleiben abzuwarten. Per Jahresende ist das Planvermögen stabil geblieben. Die SIMONA AG Aktien notieren im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 0,5 Mio. EUR höher.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Wie in den Vorjahren betreffen diese insbesondere potenzielle Ausfälle von Rohstoff- und Additivlieferanten sowie die volatile Rohstoffpreisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Die Preisentwicklung der Vorprodukte (Naphtha, Propylen und Ethylen) der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe verlaufen nicht zwingend analog zum Rohölpreis. Die Rohstoffnotierungen, vor allem Commodities, sind im Laufe des Berichtsjahres kontinuierlich gesunken. Hauptsächlich bestimmten das entsprechende Nachfrage- und Angebotsverhalten den Marktpreis. Wir gehen von einer stabilen Versorgung mit Rohstoffen sowie Additiven im Jahr 2020 aus. Mittel- und langfristig rechnen wir primär mit stabilen Rohstoffpreisen. Geopolitische Einflüsse, insbesondere auch die Corona-Krise, können jedoch deutliche Preisvolatilitäten auslösen. Eine Steigerung der Rohstoffpreise um 10 Prozent, die nicht am Absatzmarkt weitergegeben werden kann, würde zu einer Erhöhung der Rohstoffkosten um etwa 3,5 Mio. EUR führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit jedoch als gering eingeschätzt.

Investitionsrisiken

Investitionsrisiken beinhalten hauptsächlich das Risiko von Fehlinvestitionen in den Maschinenpark sowie in Auslandsbeteiligungen. Potentielle Investitionsrisiken werden gegenwärtig mit etwa 5,0 Mio. EUR geschätzt und einer knapp unter 50 prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Risiken durch Informationstechnologien

Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme einschließlich des Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlusts sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige Investitionen in aktuelle Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf die zunehmenden Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählen hauptsächlich die Investition in aktuelle Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Ein wesentlicher Schaden durch einen temporären Systemausfall wird mit etwa 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang geschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme hat sich weiter erhöht.

Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2019 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert, es ist jedoch auf mögliche erhebliche Auswirkungen durch die Corona-Krise hinzuweisen, die aktuell nicht verlässlich prognostiziert werden können. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) - Bericht gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Die Zielsetzung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz möglicher Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.

Das IKS umfasst die rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Kontrollen, die für den Konzernabschluss wesentlich sind. Der SIMONA Konzern orientiert sich dabei an den entsprechenden Veröffentlichungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW). Zwischen dem Bilanzstichtag und der Lageberichterstattung gab es keine maßgeblichen Veränderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS.

Die Buchhaltungs- und Abschlusserstellung erfolgt überwiegend dezentral nach lokalen Standards. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Grundlage hierfür sind ein einheitlicher Konzern-Kontenrahmen sowie ein Accounting Manual. Die Muttergesellschaft unterstützt die Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung und steuert den Prozess der Konzernrechnungslegung. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Einbeziehung der Tochtergesellschaften erfolgt anhand von standardisierten Reporting Packages und mithilfe eines nach IDW PS 880 zertifizierten Systems. Die Konsolidierung erfolgt als mehrstufiger Prozess auf Ebene der Tochtergesellschaften, auf Ebene der Segmente und auf Konzernebene.

Die Plausibilität der Zahlen wird auf allen Ebenen durch systemtechnische Validierungen und durch manuelle Kontrollen sichergestellt. Eindeutige Verantwortlichkeiten und Zugriffsregelungen bei den abschlussrelevanten IT-Systemen sind dabei wichtige Elemente. Im Jahres- und Konzernabschluss werden grundsätzlich die Kontrollgrundsätze Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie Genehmigungs- und Freigabeverfahren im Abschlusserstellungsprozess angewendet. Die Gesamtverantwortung für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem trägt der Vorstand.

4. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der IWF ging von einer vorsichtigen Stabilisierung und einer trägen Erholung der Weltwirtschaft für das Jahr 2020 und 2021 aus. Dennoch hat der IWF im Frühjahr seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft leicht nach unten auf 2,9 Prozent für dieses und 3,3 Prozent für das kommende Jahr reduziert. Grund dafür war eine unerwartet schwache Entwicklung der indischen Wirtschaft. Die führenden Prognoseinstitute gehen nach der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Unternehmen von einer deutlich schlechteren Entwicklung aus. Das gilt auch für die branchenspezifischen Rahmenbedingungen. Die Verschlechterung durch die Corona-Krise kann zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht beziffert werden.

Für die etablierten Volkswirtschaften erwartete der IWF insgesamt ein Wachstum von 1,6 Prozent in 2020. Dabei wurde für die USA ein von 2,3 auf 2 Prozent verringertes Wachstum vorhergesagt. Für den Euro-Raum ging der IWF von einer BIP Steigerung von 1,3 Prozent aus, für Deutschland hatte der IWF seine Prognose auf 1,1 Prozent reduziert. Frankreichs Wirtschaft wurde ein Wachstum von 1,3 Prozent vorhergesagt. Schlusslicht im Euroraum bleibt Italien mit 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum für 2020. Für China sah der IWF ein weiter reduziertes Wachstum von 6 Prozent und Indien wurde aufgrund eines stärker als erwartet ausgefallenen Rückgangs der Inlandsnachfrage ein Wachstum von 4,8 Prozent vorhergesagt. Es ist insgesamt darauf hinzuweisen, dass im Zuge der durch Corona entstehenden Entwicklung von einer Verschlechterung auszugehen ist.

Die Unternehmen der chemischen Industrie in Deutschland erwarten keine kurzfristige Verbesserung ihrer Geschäfte und gehen davon aus, dass die geringe wirtschaftliche Dynamik sich noch weit ins laufende Jahr ziehen wird. Auch von den Auslandsmärkten werden laut Angaben des VCI keine starken Impulse für eine Trendwende der Chemiekonjunktur kommen. Für 2020 ging der VCI in der chemisch-pharmazeutischen Industrie nur von einer leichten Zunahme der Produktion von 0,5 Prozent aus. Bei stagnierenden Preisen wurde ein Umsatzwachstum der Chemiebranche von 0,5 Prozent prognostiziert. Auch die Maschinenbauindustrie in Deutschland stellt sich weiterhin auf erhebliche Belastungen ein. Aufgrund weltweiter Konjunkturschwäche, dem Handelsstreit zwischen den USA und China und einem wachsenden globalen Protektionismus rechnete der Branchenverband VDMA für das Jahr 2020 mit einem realen Produktionsrückgang von 2 Prozent. Die Branchenverbände der Bauindustrie in Deutschland sagten ein nominales Umsatzwachstum von 5,5 Prozent für 2020 voraus. Auch hier ist darauf hinzuweisen, dass im Zuge der durch Corona entstehenden Entwicklung von einer Verschlechterung auszugehen ist.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Branchenverband GKV geht für das Jahr 2020 maximal von einer Seitwärtsbewegung der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland aus. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich hinsichtlich Umsatz- und Gewinnerwartung deutlich verschlechtert. Gründe sind vor allem die wachsende Unsicherheit zu den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die durch die Ausbreitung des Corona-Virus aktuell noch einmal verstärkt würden.

Künftige Entwicklung Konzern

Für das Geschäftsjahr 2020 geht SIMONA von einem Konzernumsatz von 430 bis 440 Mio. EUR, einer EBIT-Marge zwischen 6 und 8 Prozent sowie einer EBITDA-Marge von 9 bis 11 Prozent aus. Die Verzinsung des im Konzern eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2020 zwischen 8 und 10 Prozent erwartet.

Die stagnierende Umsatzprognose berücksichtigt die bisherigen und zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Virus-Situation, den mit dem gesunkenen Ölpreis zu erwartendem Preisdruck sowie einer Steigerung der Umsatzerlöse im Produktbereich Rohre und Formteile in Infrastrukturanwendungen.

Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der weiteren Entwicklung der abgeschwächten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen, die tendenziell zu einem höheren Margendruck führen kann. Darüber hinaus wird die Erreichung des Ergebnisses davon abhängen, ob das geplante Wachstum im Aviation-Geschäft und im Produktbereich Rohre und Formteile erreicht wird und wie die Auswirkungen der Corona-Virus-Situation die Wirtschaft und insbesondere das Aviation-Geschäft treffen werden.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Kundenzufriedenheit

SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit aufgrund des Ausbaus der technischen Kompetenz und der Fokussierung auf neue Marktsegmente sowie den Kernmarkt Industrie auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.

Qualität

Im Rahmen der Maßnahmen im Qualitätsmanagement hat SIMONA die gleich hohen Ziele für Produktqualität wie im Vorjahr gesetzt und geht davon aus, dieses Niveau erreichen zu können.

Mitarbeitende

Die Anzahl der Mitarbeitenden des SIMONA Konzerns wird in 2020 voraussichtlich stabil bleiben. Die Zahl der Auszubildenden wird sich nach den bisher geschlossenen Ausbildungsverträgen voraussichtlich auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Künftige Entwicklung der SIMONA AG

Für das Geschäftsjahr 2020 geht SIMONA von einem Umsatz von 295 bis 305 Mio. EUR, einer EBIT-Marge zwischen 1 und 2 Prozent sowie einer EBITDA-Marge zwischen 1,5 und 2,5 Prozent aus. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2020 zwischen 2 und 4 Prozent erwartet. Die Prognose berücksichtigt die bisherigen und derzeit zu erwartenden Auswirkungen des Corona-Virus.

In der Verkaufsregion "Deutschland" sollen durch den Ausbau des Rohr- und Formteilgeschäfts Rückgänge im Halbzeug-Geschäft kompensiert werden. In der Region "Übriges Europa und Afrika" gehen wir von einer stabilen Umsatzentwicklung aus. Für die Regionen "Amerika" sowie "Asien und Pazifik" geht die SIMONA AG davon aus, das Niveau des Vorjahres halten zu können.

5. Sonstige Angaben

5.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

5.2 VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütungskomponente wird jährlich überprüft und die fixe Komponente alle zwei Jahre. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung sind die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein langfristiges Anreiz-Programm (LAP). Für die Performanceperioden 2017 bis 2019 wird als maßgebliche Performancegröße der durchschnittliche NOPAT (Net Operating Profit After Tax) des Konzerns während einer dreijährigen Performanceperiode verwendet. Die erste Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2017 bis 2019, die zweite Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2018 bis 2020 und die dritte Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2019 bis 2021. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Konzernabschlusses für das letzte Jahr der jeweiligen Performanceperiode. Die Vergütung des Vorstandes setzt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG DER VERGÜTUNG DES VORSTANDES

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in TEUR 2019 2018
Erfolgsunabhängige Vergütung
Fixgehalt und Nebenleistungen 1.140 890
Erfolgsabhängige Vergütung
Jahresbonus 959 1.064
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung
Periode 2016-2018, Auszahlung 2019 - 600
Periode 2017-2019, Auszahlung 2020 502 -
Periode 2018-2020, Auszahlung 2020 330 -
Periode 2019-2021, Auszahlung 2020 126 -
Gesamtvergütung 3.057 2.554

Die Erhöhung der Vorstandsvergütung im Jahr 2019 resultiert im Wesentlichen aus der temporären Doppelbesetzung der Vorstandsfunktionen. Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 10. Juni 2016 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2020. Die individualisierten Angaben gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben insofern.

Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 304 TEUR (Vorjahr 301 TEUR). Die handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 12.651 TEUR (Vorjahr 12.478 TEUR). Die Pensionsrückstellungen nach IFRS für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 17.393 TEUR (Vorjahr 15.846 TEUR).

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der SIMONA AG erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 13.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 7.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern auf die Vergütung ersetzt.

Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2019 wurden von der Hauptversammlung am 07. Juni 2019 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 156 TEUR (Vorjahr 162 TEUR), davon SIMONA AG 140 TEUR (Vorjahr 140 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.

5.3 ANGABEN GEMÄSS § 289A HGB UND § 315A HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2019 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt.

31,19 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 15,04 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,25 Prozent Regine Tegtmeyer (Nebel), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,10 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 10,78 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 07. Juni 2019 insgesamt 70.860 Stück Aktien; dies entspricht 11,81 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten insgesamt 1.300 Stück Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 07. Juni 2019 an; dies entspricht 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.

Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

6. Nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 289 b)-e) HGB

Kurzbeschreibung des Geschäftsmodells

Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE), Perfluoralkoxyl (PFA), Thermoplastische Olefine (TPO), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt.

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Energie-, Umwelt- und Sozialbelange sind für SIMONA zentrale Aspekte.

Umweltaspekte

Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach den Anforderungen der DIN EN ISO 14001 gehört zu den zentralen verfolgten Konzepten. Ziel der internationalen Norm des Umweltmanagementsystems ist es, dem zertifizierten Unternehmen einen Rahmen bereitzustellen, um die Umwelt zu schützen und auf sich ändernde Umweltzustände im Einklang mit sozioökonomischen Erfordernissen zu reagieren. Der systematische Ansatz stellt Informationen bereit, die den Erfolg langfristig fördern und Möglichkeiten eröffnen, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Das Umweltmanagementkonzept verfolgt SIMONA für die Standorte Kirn, Ringsheim und Litvinov (Tschechien). Die Anforderungen dieser Konzepte erfüllt SIMONA durch Überwachungsaudits und Rezertifizierungen.

Wesentliche Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit von SIMONA verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Umweltaspekte haben könnten, sind Boden-, Gewässer- und Luftverunreinigung durch Störfälle, Brand und Produktionsabfall.

SIMONA begegnet Risiken durch Brand mit vorbeugendem Brandschutz, regelmäßigen Wartungen der Löschanlagen, Begehungen mit dem Versicherer und der Feuerwehr, einer eigenen Brandschutzordnung sowie jährlichen Unterweisungen der Mitarbeitenden. Risiken durch Störfälle wird mit regelmäßigen Kontrollen und Wartungen der Anlagen, baulichen Maßnahmen wie Rückhaltebecken, Auffangwannen, versiegeltem Boden sowie der gesetzeskonformen Lagerung von Gefahrstoffen begegnet. SIMONA beachtet festgelegte Alarmpläne bei Störfällen, führt wöchentliche, halbjährliche und jährliche Wartungen sowie eine 5-jährliche Dichtigkeitsprüfung der Ölabscheideanlagen durch. Prüfintervalle werden eingehalten und Emissionsmessungen regelmäßig durchgeführt. SIMONA entsorgt Abfälle, die nicht wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden können, entsprechend den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Die Abfälle werden hauptsächlich intern verwertet oder an externe Verwerter weitergegeben. Alle Entsorger sind zertifizierte Unternehmen, die eine Zulassung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben haben. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig zur Abfallvermeidung sowie Abfallverwertung und -entsorgung geschult. Die Reduzierung der Abfallquote in Bezug auf die Produktionsmenge ist wesentliches Unternehmensziel.

Wesentliche Risiken, die mit den Geschäftsbeziehungen der Kapitalgesellschaft, ihren Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Umweltaspekte haben könnten, sind die Umweltbilanz der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe, die Entsorgung/Verwertung von Abfällen bei Kunden sowie die Nichteinhaltung von Produkteigenschaften in umweltkritischen und sicherheitsrelevanten Anwendungen.

SIMONA begegnet Risiken der Umweltbilanz ihrer eingesetzten Rohstoffe mit einer sorgfältigen Auswahl der Ressourcenlieferanten anhand bestehender Zertifizierungen (Herkunft, Beachtung von Black Lists), der Substitution von Schadstoffen bereits bei Forschung und Entwicklung sowie der Beachtung des geltenden Rechts zum Einsatz von Schadstoffen. SIMONA informiert die Kunden regelmäßig zur richtigen Nutzung sowie Entsorgung/Verwertung der Produkte und der aus ihrer Weiterverarbeitung entstehenden Abfälle. In Werkstoff- und Sicherheitsdatenblättern, die zu jedem Produkt im Internet abrufbar sind, werden die Produkteigenschaften, Kennwerte und Hinweise zur sicheren Lagerung und Verarbeitung aufgelistet. Mit einer eigenen Qualitätssicherung, die Prüfpläne für alle Produkte festlegt, wird dem Risiko der Nichteinhaltung von Produkteigenschaften begegnet. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen darüber hinaus dazu bei, Herausforderungen, z. B. in der Umwelttechnik oder Versorgung, nachhaltig zu lösen. SIMONA ist aktives Mitglied der Organisation VinylPlus, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette. Außerdem ist SIMONA Mitinitiator und Träger des Qualitätssiegels für PVC Platten des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. - pro-K. Die Träger dieses Zeichens verpflichten sich dazu, festgelegte Qualitätsstandards zu erfüllen, Verarbeitungskompetenzen zu gewährleisten und ein vielseitiges und ausgezeichnetes Serviceangebot zu liefern. 2019 ist SIMONA der Initiative "Null Granulatverlust" des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. (pro-K) beigetreten. "Null Granulatverlust" ist Teil einer globalen Initiative der Kunststoffindustrie. Weltweit beteiligen sich Kunststoffverbände unter den Namen "Zero Pellet Loss" sowie "Operation Clean Sweep" an dieser Initiative, um den Verlust von Kunststoffgranulaten entlang der gesamten Liefer kette zu verhindern. Über die Mitgliedschaft beteiligt sich SIMONA auch an Projekten zur Verhinderung von "Marine Litter". Voraussetzung für die Teilnahme war, dass SIMONA in seinen Betrieben die erforderlichen technischen und organisatorischen Voraussetzungen schafft, um das Verschütten von Granulat zu verhindern. Das Maßnahmenpaket umfasst auch Schulungen der Mitarbeitenden sowie die regelmäßige Kontrolle der Wirksamkeit.

Energieaspekte

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach den Anforderungen der DIN EN ISO 50001 gehört zu den zentralen verfolgten Konzepten. Ziel der internationalen Norm des Energiemanagementsystems ist es, das zertifizierte Unternehmen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Durch einen systematischen Ansatz zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems soll das Unternehmen in die Lage versetzt werden, eine kontinuierliche Verbesserung der Leistung des Energiemanagements, der Energieeffizienz und der Energieeinsparung zu erzielen. Die Norm beschreibt Anforderungen bezüglich der Versorgung mit sowie Einsatz und Verbrauch von Energie einschließlich Messung, Dokumentation und Berichtswesen, Auslegungs- und Beschaffungspraxis für Energie verbrauchende Einrichtungen, Systeme, Prozesse und Personal.

Das Energiemanagementkonzept wird für die Standorte Kirn, Ringsheim und Litvinov (Tschechien) verfolgt. Die Anforderungen dieser Konzepte erfüllt SIMONA durch Überwachungsaudits und Rezertifizierungen. Die letzte erfolgreiche Rezertifizierung fand 2018 statt.

Wesentliche Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit von SIMONA verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Energieaspekte haben könnten, sind Ressourcenverbrauch sowie Emissionen.

SIMONA begegnet diesen Risiken mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Emissionen. Den Energieverbrauch sowie die Energieeffizienz bewertet SIMONA mit Energie-Performance-Indikatoren (ENPI), die Verbrauchsdaten zu den jeweiligen Produktionsmengen ins Verhältnis setzen. Wesentliche Ziele des Energiemanagements sind die Steigerung der Energieeffizienz und die Senkung des Energieverbrauchs.

Arbeitnehmerbelange

Für das Unternehmen sind die Mitarbeitenden eine wichtige Säule des Erfolgs. Dies ist Teil unserer gelebten Unternehmenskultur und damit auch in unserem Code of Conduct, der sowohl für die Mitarbeitenden, die Vorgesetzten und für die Geschäftsleitung aller SIMONA Gesellschaften gleichermaßen gilt, in mehrfacher Hinsicht verankert.

So hat sich das Unternehmen die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zum Ziel gesetzt und die sog. "Vision Zero" (Zahl der Arbeitsunfälle) verabschiedet. Hierbei handelt es sich um ein mehrjähriges Konzept zur nachhaltigen Reduzierung von Arbeitsunfällen das aus einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen besteht deren Umsetzung auch in der Balanced Scorecard für die europäischen Standorte als Zielvorgabe hinterlegt wurde. Die Erfassung der Arbeitsunfälle nach einer international vereinheitlichten Definition erfolgt ab 2020 nunmehr auch auf internationaler Basis. Sämtliche Arbeitsunfälle werden durch die betrieblich bestellten Arbeitssicherheitsfachkräfte in Berichten erfasst, nach Ursachen ausgewertet und daraus Maßnahmen zur Prävention abgeleitet. Weiter hat die SIMONA AG ein Gesundheitsteam etabliert, das sich die Gesunderhaltung der Mitarbeitenden mit verschiedenen Aktionen (wie bspw. kostenloses Obst, Zuschuss Fitnessstudio, Gesundheitstage) zum Ziel gesetzt hat.

SIMONA unterstützt die Vielfalt und Chancengleichheit aller Mitarbeitenden und hatte sich mit Einführung der gesetzlichen Zielgrößenregelung in 2015 das Ziel gesetzt, 20 Prozent ihrer Stellen in der Stufe unterhalb des Vorstandes der SIMONA AG mit weiblichen Führungskräften zu besetzen. Da dieses Ziel bereits zum ersten Überprüfungsstichtag erfüllt war, wurde im Jahr 2018 eine neue Zielsetzung in Höhe von 25 Prozent verabschiedet.

Die SIMONA AG investiert in die Förderung geeigneten Nachwuchses und beteiligt sich regelmäßig an Kooperationsprojekten mit Schulen und Universitäten (Schulpatenschaften, MINT-Programm). Neben der Ausbildung stehen geeigneten Bewerbern auch die Möglichkeiten eines dualen Studiums, einer geförderten, beschäftigungsbegleitenden Weiterbildung (berufsbegleitendes Studium) oder einer temporären Beschäftigung an einem unserer Auslandsstandorte in den Tochtergesellschaften offen. Die SIMONA AG unterhält für das berufsbegleitende Studium Kooperationen mit den Hochschulen Ludwigshafen, Darmstadt und Mainz.

SIMONA erfragt die Mitarbeiterzufriedenheit in regelmäßig wiederkehrenden anonymen Mitarbeiterumfragen und leitet daraus konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit ab. Die SIMONA Gesellschaften an den deutschen Standorten haben zum größten Teil Mitarbeitergespräche implementiert. Diese werden im gewerblichen Bereich am Standort Kirn z. T. bereits anhand einer Qualifikationsmatrix geführt. Das System der Qualifikationsmatrix ermöglicht es, jedem Mitarbeitenden die Anforderungen an seine Stelle und seinen persönlichen Anforderungserfüllungsgrad aufzuzeigen. Basierend auf den jährlichen Mitarbeitergesprächen werden die Fortbildungsbedarfe ermittelt. Die Feedbacks der besuchten Fortbildungen werden systematisch ausgewertet.

SIMONA wird sich im Jahr 2020 schwerpunktmäßig dem Thema Mitarbeiterweiterbildung widmen und ein zentrales Fortbildungsmanagement-System abgestimmt auf aus der Organisation ermittelte Schwerpunktthemen aufsetzen.

Der Informationsfluss zu den Mitarbeitenden wird innerhalb der SIMONA Gesellschaften über das SIMONA Intranet, ein Aushangsystem, Abteilungsbesprechungen und regelmäßige Schichtschulungen sowie Betriebsversammlungen gewährleistet.

SIMONA erkennt das Recht aller ihrer Mitarbeitenden an, in und von Gewerkschaften vertreten zu sein und Arbeitnehmervertretungen zu bilden. Es bestehen an den deutschen Standorten langjährig etablierte Arbeitnehmervertretungen und am Standort Kirn ist die Mitarbeiterschaft zusätzlich durch die IGBCE vertreten.

Wesentliche Risiken, die für uns aus der Nichtbeachtung von Arbeitnehmerbelangen resultieren können, sind der Verlust unserer Mitarbeitenden und damit auch deren Know-how und potenzieller Betriebsgeheimnisse an den Wettbewerb. Mit dem Verlust von Know-how kann auch ein Qualitätsabfall einhergehen, der sich finanziell durch einen Anstieg von Gewährleistungsansprüchen und den Verlust von Kunden bemerkbar machen könnte. Nicht zuletzt wirken sich hohe Krankenstände negativ auf die Produktivität der Standorte aus. Weiter sehen wir die Herausforderungen des demographischen Wandels, der uns mit Überalterungs- und Kapazitätsrisiken konfrontiert und Schwierigkeiten bei der Gewinnung junger Mitarbeitenden.

SIMONA hat bisher nicht überprüft, inwieweit sie im Rahmen ihrer Maßnahmen und Richtlinien für Arbeitnehmerbelange die grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation erfüllt.

Menschenrechte

SIMONA bekennt sich zu den international anerkannten Menschenrechten und hat sich und ihre Mitarbeitenden gleichermaßen in ihrem Code of Conduct zur Einhaltung von Menschenrechten bindend verpflichtet. Wir unterstützen hierbei die internationale Vielfalt, setzen uns für Chancengleichheit ein und fordern von unseren Mitarbeitenden gegenseitigen Respekt. Diskriminierende Gesichtspunkte wie beispielsweise Geschlecht, Herkunft, Religion oder geschlechtliche Ausrichtung werden bei Entscheidungen im Unternehmen nicht berücksichtigt. Zwangs- und Kinderarbeit lehnen wir strikt ab und erwarten dies auch von unseren Geschäftspartnern. Unseren Ansatz entwickeln wir fortlaufend weiter. Verstöße gegen die in unserem Code of Conduct niedergelegten Grundsätze können beim Compliance Officer gemeldet werden und werden strikt geahndet.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

SIMONA verpflichtet ihre Mitarbeitenden, Berater, Handelsvertreter, Agenten und vergleichbare Dritte ausnahmslos und uneingeschränkt, keine unrechtmäßigen Zuwendungen zu gewähren oder solche Zuwendungen entgegenzunehmen. SIMONA hat für verschiedene Bereiche und Alltagssituationen, mit denen ihre Mitarbeitenden konfrontiert werden könnten, Richtlinien zur Vermeidung von Korruption und Bestechung erlassen. Verstöße werden strikt geahndet.

Verstöße gegen das Verbot und die zugehörigen Richtlinien können u. U. schwere Straftaten darstellen, die dem Unternehmen Schaden in finanzieller Hinsicht als auch beträchtliche Reputationsschäden zufügen können. Weiter lösen sie bei einer Vielzahl unserer Vertragspartner Kündigungsgründe für eine Zusammenarbeit aus. Nicht zuletzt können sie auch zum Ausschluss aus öffentlichen Ausschreibungsverfahren im In- und Ausland führen.

Früherkennung von Risiken ist ein wesentliches Kriterium bei der Verhinderung von Compliance-Verstößen. In einem jährlich wiederkehrenden Prozess werden die für SIMONA spezifischen Compliance-Risiken systematisch ermittelt, analysiert und aktualisiert. Bei Hinzutreten neuer Risiken werden entsprechende Maßnahmen zur Abwehr ermittelt und eingeführt.

Die Kontrolle, ob die Vorgaben zum Verbot von Korruption und Bestechung eingehalten werden, erfolgt in den Tochtergesellschaften durch wiederkehrende Revisionsbesuche vor Ort inklusive Kontrolle der Konten und Bargeldbestände.

Zur effektiven Umsetzung des Compliance-Systems hat SIMONA einen Compliance Officer bestellt. Mitarbeitenden und auch außenstehenden Dritten räumt SIMONA die Möglichkeit ein, Hinweise auf Verstöße gegen das Verbot von Korruption und Bestechung anonym beim Compliance Officer einzureichen.

Das System zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung im Unternehmen folgt keinen internationalen oder nationalen Standards oder lehnt sich an solche an, sondern ist anhand der individuellen Bedürfnisse und der Risikosituation innerhalb der Organisation aufgebaut.

Sozialaspekte

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung für die Entwicklung und Attraktivität der Städte und Gemeinden, in denen das Unternehmen vertreten ist, und berücksichtigt Sozialbelange. Es wird das Konzept verfolgt, soziale, kulturelle und Hilfsprojekte an den jeweiligen Standorten weltweit zu unterstützen. Die innerhalb dieses Konzeptes verfolgten Due-Diligence-Prozesse sind definierte Zuständigkeiten und Abläufe für die Auswahl der zu unterstützenden Institutionen, Projekte und Initiativen sowie über den Umfang der jeweiligen Unterstützung. Darüber hinaus unterstützt die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung als Großaktionär der SIMONA AG am Standort Kirn. Sie konzentriert sich dabei auf die Förderung des Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesens, der bedrohten Natur und der Tierwelt, der Kunst und der Kultur, der Entwicklungshilfe und mildtätiger Zwecke von Einrichtungen der Wohlfahrtspflege.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, den 30. März 2020

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Matthias Schönberg

Dr. Jochen Hauck

Michael Schmitz

Bilanz für das Geschäftsjahr 2019

der SIMONA AG

Aktiva

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(in TEUR) 31.12.2019 31.12.2018
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 493 772
493 772
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.759 2.702
2. Technische Anlagen und Maschinen 567 609
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.701 3.736
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 216 297
8.243 7.344
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 103.854 103.854
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 31.623 42.071
3. Beteiligungen 23 23
135.500 145.948
144.237 154.064
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 592 581
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.218 25.374
3. Anzahlungen auf Vorräte 29 1
23.840 25.956
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.759 22.258
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.044 28.384
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 427 1.086
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.777 5.559
72.006 57.287
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 34.828 30.268
130.673 113.511
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 168 486
275.078 268.061
PASSIVA
(In TEUR) 31.12.2019 31.12.2018
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
II. Kapitalrücklage 15.032 15.032
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 397 397
2. satzungsmäßige Rücklagen 2.847 2.847
3. andere Gewinnrücklagen 143.344 138.469
IV. Bilanzgewinn 9.953 13.477
187.072 185.722
B. RÜCKSTELLUNGEN
I. Rückstellungen für Pensionen 39.550 38.123
II. Steuerrückstellungen 1.651 70
III. Sonstige Rückstellungen 5.392 4.636
46.593 42.829
C. VERBINDLICHKEITEN
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.280 18.705
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.963 3.935
III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.875 13.601
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 3.294 3.269
(davon aus Steuern TEUR 289; Vorjahr TEUR 352)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 826; Vorjahr TEUR 780)
41.412 39.510
275.078 268.061

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

der SIMONA AG

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in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
1. Umsatzerlöse 289.043 300.563
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -78 -21.533
288.965 279.030
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.731 3.068
(davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 2.655; Vorjahr TEUR 1.719)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -223.227 -216.467
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -333 -304
-223.560 -216.771
5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -21.088 -21.016
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung TEUR -721; Vorjahr TEUR 351) -4.150 -2.867
-25.238 -23.883
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.681 -1.595
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.705 -31.741
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR -223; Vorjahr TEUR -670)
8. Erträge aus Beteiligungen 5.818 6.671
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 5.818; Vorjahr TEUR 6.671)
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 0 1.589
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.038 1.152
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.937; Vorjahr TEUR 1.036)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon an verbundene Unternehmen TEUR -85; Vorjahr TEUR -21)
(davon aus Aufzinsung TEUR -4.006; Vorjahr TEUR -3.916) -4.378 -4.213
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.217 -2.398
13. Ergebnis nach Steuern 9.771 10.909
14. Sonstige Steuern -21 -40
15. Jahresüberschuss 9.751 10.869
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.078 8.022
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -4.875 -5.414
18. Bilanzgewinn 9.953 13.477

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019

der SIMONA AG

ALLGEMEINE HINWEISE

Die SIMONA AG hat ihren Sitz in Kirn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).

Die SIMONA AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 EUR, aber nicht über 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte sowie Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Rohstoffe, Fertigerzeugnisse und Handelswaren wurden nach der LIFO-Methode ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen zur Bilanz dargelegt.

Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert (Anschaffungskosten) angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zins abgezinst.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Aufwendungen der Folgejahre.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde wie im Vorjahr pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren von 2,71 Prozent (Vorjahr 3,21 Prozent) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 Prozent, der Trend der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung mit 2,00 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht verwendet.

Für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Anwartschaften werden gemäß Artikel 28 Absatz 1 EGHGB keine Rückstellungen gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß der Restlaufzeit mit einem Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung zum Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den ausländischen Gesellschaften sind die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis aus den für den IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 verwendeten Daten (sog. Handelsbilanz II) entnommen. Das Eigenkapital von Gesellschaften in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs und die Ergebnisangaben zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA AMERICA Group Inc. (vormals: SIMONA AMERICA Inc.; 20.566 TEUR) und die SIMONA ASIA LIMITED (11.058 TEUR).

Vorräte

Bei den Vorräten wird für die Bewertung von Rohstoffen, Fertigerzeugnissen und Handelswaren die LIFO-Methode angewendet. Die LIFO-Bewertung der Fertigerzeugnisse und Handelswaren erfolgt entgegen den Vorjahren ohne Berücksichtigung der Abwertungen aufgrund langer Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit. Die Vorräte werden in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode, der zu einer Verminderung der Vorräte führt, beträgt bei den Fertigerzeugnissen und Waren 11.998 TEUR (Vorjahr 13.331 TEUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Posten, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (35.613 TEUR, Vorjahr 23.336 TEUR), Forderungen aus der Gewinnabführung der Personengesellschaften (8.393 TEUR), sowie Darlehen (1.038 TEUR; Vorjahr 633 TEUR). Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, beläuft sich auf 1.038 TEUR (Vorjahr 633 TEUR).

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 427 TEUR (Vorjahr 1.086 TEUR) und betreffen Zahlungen für Altersvorsorge.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen von 2.141 TEUR sowie ertragssteuerlicher Erstattungsansprüche in Höhe von 2.324 TEUR, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 15.500 TEUR und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 5.077 TEUR enthalten. Im Berichtsjahr wurden satzungsgemäß 4.875 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsrückstellung zu einem Wertansatz bei einem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben und zehn Geschäftsjahre beträgt -4.834 TEUR (Vorjahr -5.641 TEUR).

Die SIMONA Sozialwerk GmbH dient als Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelbaren Altersvorsorgeverpflichtungen für die SIMONA AG. Zum 31.12.2019 ergibt sich eine nicht passivierungspflichtige Unterdeckung in Höhe von 32.808 TEUR (10-Jahreszins) und 45.034 TEUR (7-Jahreszins).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von 4.050 TEUR (Vorjahr 4.279 TEUR) gebildet. Die Garantie- und Gewährleistungsansprüche betragen 141 TEUR (Vorjahr 135 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten unverändert Bankdarlehen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von 3.425 TEUR (Vorjahr 3.425 TEUR) und mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr in Höhe von 11.855 TEUR (Vorjahr 15.280 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden keine (Vorjahr 1.580 TEUR). Innerhalb eines Jahres fällige Kontokorrentkredite bestanden wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen innerhalb eines Jahres fällige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17.629 TEUR, Vorjahr 5.204 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Anlagevermögen sowie Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 Prozent zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Für die Tochterunternehmen SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien, SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur und SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China, hat die SIMONA AG je eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, ihre Tochtergesellschaften mit ausreichenden finanziellen Mitteln zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten auszustatten.

Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Patronatserklärung abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn, und der SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim, gegenüber dem Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2019 mit insgesamt 2.006 TEUR.

Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Zahlungsgarantie in Höhe von nominal 2.670 TEUR abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA AMERICA Industries LLC. und der SIMONA Boltaron Inc. (vormals: Boltaron Inc.) gegenüber dem Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2019 mit insgesamt 496 TEUR.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien sowie den Patronatserklärungen wird derzeit als nicht wahrscheinlich eingeschätzt, da die betreffenden Tochterunternehmen über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erfüllen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN

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in TEUR 2019 % 2018 %
Deutschland 116.730 40,4 126.576 42,1
Übriges Europa und Afrika 150.409 52,0 151.579 50,4
Amerika 7.443 2,6 6.098 2,0
Asien & Pazifik 14.461 5,0 16.310 5,5
289.043 100,0 300.563 100,0

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTBEREICHEN

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in TEUR 2019 % 2018 %
Halbzeuge 182.399 63,1 191.405 63,7
Rohre und Formteile 86.288 29,9 84.672 28,2
Dienstleistung und Sonstiges 20.356 7,0 24.486 8,1
289.043 100,0 300.563 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich den Erlös aus dem Verkauf des Fertigteilgeschäfts, die Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten (282 TEUR; Vorjahr 0 TEUR) sowie periodenfremde Erträge aus Stromsteuerrückerstattungen (0 TEUR; Vorjahr 25 TEUR), periodenfremde sonstige Erträge (109 TEUR; Vorjahr 64 TEUR) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (134 TEUR; Vorjahr 717 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (10.781 TEUR; Vorjahr 10.627 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen (1.648 TEUR; Vorjahr 1.649 TEUR), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (3.231 TEUR; Vorjahr 3.479 TEUR), Mietaufwendungen (3.277 TEUR; Vorjahr 3.277 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (3.630 TEUR; Vorjahr 1.957 TEUR), Raumkosten (493 TEUR; Vorjahr 450 TEUR) und Werbekosten (1.026 TEUR; Vorjahr 1.059 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich aus der Ausbuchung von Forderungen (194 TEUR; Vorjahr 250 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis vor Steuern des laufenden Geschäftsjahres. Der Posten enthält Steueraufwendungen in Höhe von 542 TEUR (Vorjahr Steuererträge 8 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.

SONSTIGE ANGABEN

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Gemäß Mietvertrag vom 01. Dezember 2017 vermietet die SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Grundstücke und Gebäude unbefristet mit beidseitigem Kündigungsrecht an die SIMONA AG zu marktüblichen Konditionen. Der Mietzins beläuft sich auf 3.277 TEUR jährlich. Die Mietzahlungen führen zu einem Liquiditätsabfluss bei der SIMONA AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN

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in TEUR
Fällig 2020 1.940
Fällig nach 2020 577
2.517

Davon betreffen 1.638 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Bestellobligo resultiert aus Investitionsaufträgen in Höhe von 402 TEUR.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist zudem als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 1.865 TEUR (Vorjahr 1.853 TEUR) zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften werden zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt.

Unternehmen des SIMONA Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen (Umsätze unterhalb von insgesamt 25 TEUR). Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Davon ausgenommen ist die Vergütung aus bestehenden Dienstverträgen.

ORGANE UND AUFWENDUNGEN FÜR ORGANE

Vorstand

Matthias Schönberg,

Oberursel,

Diplom-Kaufmann, (Vorstandsvorsitzender),

(seit 15.08.2019)

Verantwortlich für die Bereiche:

USA und Asien-Pazifik
Global Business Segments
Strategische Unternehmensentwicklung
Personal und Recht
Investor Relations
Marketing & Kommunikation

Michael Schmitz,

Sprendlingen,

Bankkaufmann (seit 15.08.2019)

Verantwortlich für die Bereiche:

Finanzen
Controlling
Steuern
Einkauf
IT & Organisation
Qualitätsmanagement

Dr. Jochen Hauck,

Mainz,

Diplom-Ingenieur (seit 01.01.2019)

Verantwortlich für die Bereiche:

Division Halbzeuge Europa
Division Rohre und Formteile
Forschung und Entwicklung
Anwendungstechnik/Technical Service Center
Verfahrensentwicklung weltweit
Logistik

Dirk Möller,

Kirn, Diplom-Ingenieur

(stellvertretender Vorstandsvorsitzender)

(bis 30.06.2019)

Wolfgang Moyses,

Kirn, MBA,

Diplom-Betriebswirt (bis 14.08.2019 Vorstandsvorsitzender; bis 30.09.2019 Mitglied des Vorstandes)

Matthias Schönberg

nimmt in folgenden Gesellschaften des SIMONA

Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:

SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau

Michael Schmitz

nimmt in folgenden Gesellschaften des SIMONA

Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:

SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen
SIMONA America Group Inc., Archbald, USA
Power Boulevard Inc., Archbald, USA

Dr. Jochen Hauck

nimmt in folgenden Gesellschaften des SIMONA

Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:

SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), Italien
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen

Aufsichtsrat

Dr. Rolf Goessler,

Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann

(Vorsitzender)

weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Roland Frobel, Isernhagen, (stellvertretender Vorsitzender)

Weitere Aufsichtsratstätigkeit und andere Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrates der GBK Beteiligungen AG, Hannover
Mitglied des Aufsichtsrates der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA, Hannover
Gesellschafter und Geschäftsführer der Frobel Beteiligungs-GmbH, Isernhagen
Geschäftsführer der Reitstall Steinberg GmbH, Neuenkirchen
Geschäftsführer der FRISS Beteiligungsgesellschaft mbH, Isernhagen
Geschäftsführer der DR Konzept GmbH, Burgwedel (bis 06.01.2020)
Geschäftsführer der DR Projekt GmbH, Burgwedel (bis 16.01.2020)
Geschäftsführer der DR Immobilien GmbH, Burgwedel (bis 03.01.2020)
Geschäftsführer der DR Objekt GmbH, Burgwedel (bis 13.01.2020)
Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, Region Nord (bis 31.12.2019)

Dr. Roland Reber,

Stuttgart, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen

Martin Bücher,

Biberach, Bankkaufmann

Weitere Aufsichtsratstätigkeit und sonstige Kontrollgremien:

Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Biberach, Biberach
Mitglied des Beirats der BW Global Versicherungsmakler GmbH
Stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied der BW Bank
Mitglied des Aufsichtsrats der Öchsle Bahn AG

Andy Hohlreiter,

Becherbach, Industriemechaniker

(Arbeitnehmervertreter)

Betriebsratsvorsitzender

Markus Stein,

Mittelreidenbach, Kaufmännischer Angestellter

(Arbeitnehmervertreter)

stellvertretender Betriebsratsvorsitzender

Gesamtbezüge des Vorstandes

Für die Tätigkeit in 2019 betragen die Bezüge des Vorstandes 2.988 TEUR, davon betragen die variablen Vergütungsanteile 1.848 TEUR.

Darüber hinaus wurden keine weiteren Bezüge oder Kredite gewährt.

Die individualisierte Angabe der Bezüge aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung unterbleibt nach § 286 Absatz 5 HGB aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016, der bis einschließlich Geschäftsjahr 2020 gefasst wurde.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (97,5 TEUR) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (42,0 TEUR). Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betragen somit insgesamt 139,5 TEUR und entfallen auf:

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in TEUR 2019
Dr. Rolf Goessler 40,0
Roland Frobel 33,5
Dr. Roland Reber 27,0
Martin Bücher 13,0
Andy Hohlreiter 13,0
Markus Stein 13,0
139,5

Bezüge und Pensionsrückstellungen e hemaliger Mitglieder des Vorstandes

Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge 304 TEUR.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 12.651 TEUR.

Mitarbeitende

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2019 2018
Gewerbliche Arbeitnehmer 111 108
Angestellte 233 233
Arbeitnehmer 344 331
Auszubildende 53 53
397 393

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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in TEUR 2019
Jahresüberschuss 9.751
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.078
Satzungsmäßige Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -4.875
Bilanzgewinn 9.953
Dividende (EUR 14,00 je Aktie) -8.400
Vortrag auf neue Rechnung 1.553

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2019 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 24. Februar 2020 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite unter www.simona.de öffentlich zugänglich gemacht.

Beteiligungsverhältnisse

Am 07. Juni 2019 wurden an der Gesellschaft folgende Beteiligungsverhältnisse gemeldet:

STIMMRECHTSANTEIL AN DER SIMONA AG

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in Prozent am 31.12.2019
Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn 31,19
Kreissparkasse Biberach, Biberach 15,04
Dirk Möller, Kirn 11,64
Regine Tegtmeyer, Nebel 11,25
Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel 10,10
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn 10,00

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG

Der SIMONA Aktiengesellschaft liegen folgende Mitteilungen vor, welche dem letzten mitgeteilten Stand der Aktionäre über die Über- bzw. Unterschreitung von Schwellenwerten nach § 21 Absatz 1 WpHG entsprechen:

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns in der Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4g WpHG am 21. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. Juli 2016 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0435 Prozent betragen hat (das entspricht 90.261 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0435 Prozent (90.261 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).

Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Da die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der SIMONA AG enthalten sind, haben wir von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht.

Die Nichtprüfungsleistungen unseres Abschlussprüfers belaufen sich in 2019 insgesamt auf 21 TEUR und betreffen Steuerberatungsleistungen.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2019 bis zur Erstellung des Berichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Kirn, den 30. März 2020

SIMONA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Matthias Schönberg

Dr. Jochen Hauck

Michael Schmitz

Entwicklung des Anlagevermögens der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2019

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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
in TEUR 01.01.2019 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2019 01.01.2019
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.198 70 0 5 8.273 7.426
8.198 70 0 5 8.273 7.426
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.071 130 0 0 3.201 369
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.385 28 0 0 1.414 776
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.709 2.141 684 130 18.295 12.973
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 297 54 0 -135 216 0
21.462 2.354 684 -5 23.126 14.118
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 109.195 0 0 0 109.195 5.341
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 48.042 89 10.538 0 37.593 5.971
3. Beteiligungen 23 0 0 0 23 0
157.260 89 10.538 0 146.811 11.312
186.920 2.513 11.222 0 178.210 32.856

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KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN RESTBUCHWERTE
in TEUR Zugänge Zuschreibung Abgänge 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 355 0 0 7.781 493 772
355 0 0 7.781 493 772
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 57 0 -16 442 2.759 2.702
2. Technische Anlagen und Maschinen 71 0 0 847 567 609
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199 0 578 13.594 4.701 3.736
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 216 297
1.326 0 562 14.882 8.243 7.344
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 5.341 103.854 103.854
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 5.971 31.623 42.071
3. Beteiligungen 0 0 0 0 23 23
0 0 0 11.312 135.500 145.948
1.681 0 562 33.975 144.237 154.064

Angaben zum Anteilsbesitz für das Geschäftsjahr 2019

der SIMONA AG

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Gesellschaft Anteil am Kapital

Prozent
Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Unmittelbar
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn (*) 100,0 1.834 0
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (**) 50,0 12.192 175
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn (**) 50,0 1.487 624
SIMONA Kirn Produktion GmbH & Co. KG, Kirn 100,0 24.960 525
SIMONA Kirn Management GmbH, Kirn 100,0 25 0
SIMONA Ringsheim Produktion GmbH & Co. KG, Ringsheim 100,0 5.947 210
SIMONA Ringsheim Management GmbH, Ringsheim 100,0 25 0
SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn 100,0 17.223 3.240
SIMONA Immobilien Management GmbH, Kirn 100,0 26 1
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0 18.922 1.101
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 17 -3
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0 1.395 417
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen 51,0 910 224
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation 100,0 785 280
SIMONA AMERICA Group Inc., Archbald, USA (vormals: SIMONA AMERICA Inc.) 100,0 51.752 12.815
SIMONA ASIA LIMITED, Hongkong, China 100,0 3.782 -255
SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong, China 100,0 967 -210
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 99,99 90 65
SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur 100,0 -782 -135
Mittelbar
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0 936 213
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100,0 764 11
SIMONA S.r.l., Vimodrone, Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), ltalien 100,0 776 113
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0 2.838 287
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA 100,0 2.773 0
Power Boulevard INC., Archbald, USA (vormals: Laminations Inc.) 100,0 7.858 -21
SIMONA Boltaron Inc., Newcomerstown, USA (vormals: Boltaron Inc.) 100,0 47.351 11.935
DANOH LLC, Akron, USA 100,0 249 254
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA (***) 25,0 260 1.030
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai, China 100,0 420 3
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China 100,0 5.477 122
SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED, Mumbai, Indien 0,01 90 65
SIMONA PMC, LLC, Findlay, USA 100,0 -1.648 -1.083
Industrial Drive Inc., Archbald, USA (vormals Simona PMC Acquisition Inc.) 100,0 1 0
SIMONA AMERICA Industries LLC., Archbald, USA 100,0 31.208 3.008
Sandusky Technologies LLC, Fremont, USA 25,0 939 -267

* Beherrschungs- und Gewinn abführungsvertrag mit der SIMONA AG

** Geschäftsjahr 2018

*** vorläufige Geschäftszahlen

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 30. März 2020 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Pensionsrückstellungen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

Sachverhalt und Problemstellung
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Pensionsrückstellungen
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen" Pensionsrückstellungen in Höhe von € 39,6 Mio (14,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen ergeben sich aus dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der unmittelbaren Verpflichtungen aus mehreren Pensionsplänen der Gesellschaft. Die Bewertung der Verpflichtungen aus den Pensionsplänen der unmittelbaren Versorgungszusagen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Angemessenheit überprüft. Dies umfasste auch die Anwendung der Richttafeln Heubeck 2018 G. Darauf aufbauend haben wir unter anderem die Rückstellungsberechnung sowie die Darstellung in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang nachvollzogen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt 5.1 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. Juni 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. September 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Kwasni.

SIMONA AG

Teichweg 16

55606 Kirn

Germany

Phone +49 (0)67 52 14-383

Fax +49 (0)67 52 14-738

[email protected]

www.simona.de

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

der SIMONA AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 22. Februar 2019 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 23. Februar 2018 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8 Absatz 3 - Selbstbehalt des Aufsichtsrats in der D&O-Versicherung

Erläuterung: Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm obliegenden Aufgaben mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.

Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3 - Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen

Erläuterung: Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Der Aufsichtsrat hält einen solchen Abfindungs-Cap für nicht angemessen.

Ziffer 4.2.5 Absatz 3 - Individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung

Erläuterung: Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 10. Juni 2016 mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich aufgeteilt nach fixen und erfolgsbezogenen Komponenten zu veröffentlichen. Daher unterbleibt auch eine individualisierte Darstellung unter Angabe der bestimmten Vergütungsparameter und unter Verwendung der empfohlenen Mustertabellen.

Ziffer 5.3.3 - Nominierungsausschuss im Aufsichtsrat

Erläuterung: Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.

Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 - Diversity-Konzept bei der Zusammensetzung Aufsichtsrat und Regelzugehörigkeitsgrenze

Erläuterung: Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen. Es sollen jedoch hierfür - anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert - keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die individuellen Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten. Auf die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird daher auch verzichtet. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, dass dem Unternehmen gerade auch die Expertise erfahrener und langjährig verdienter Aufsichtsratsmitglieder mit ausgeprägter Branchen- und Unternehmenskenntnis zur Verfügung stehen soll.

Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2 - Vergütung Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen

Erläuterung: Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz - Veröffentlichungsfrist Konzernabschluss

Erläuterung: SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.

Kirn, 22. Februar 2019

SIMONA AG

Aufsichtsrat und Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates - Geschäftsjahr 2019

Die Verschärfung der internationalen Handelskonflikte haben sich auf die Entwicklung des SIMONA Konzerns im Geschäftsjahr 2019 ausgewirkt. Der Konzernumsatz ist zwar um 3,5 % auf 432,5 Mio. EUR gestiegen, dieser Zuwachs ist jedoch überwiegend der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung des Zukaufs SIMONA PMC in den USA zu verdanken.

Belastend auf das Ergebnis wirkte sich insbesondere die Nachfrageschwäche im Unternehmensbereich Halbzeuge in Europa aus, die uns im zweiten Halbjahr vorübergehend zu Kurzarbeit zwang. Dagegen entwickelte sich der Bereich Rohre und Formteile nach Umsatz und Ergebnis erfreulich. Insgesamt konnten wir jedoch nicht an die Ergebnisverbesserungen der vergangenen Jahre anknüpfen. Die EBIT-Marge ging von 8 auf 6,8 Prozent zurück. Das EBIT betrug 29,4 Mio. EUR.

Der Vorstand hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat mehrere strategische Projekte initiiert, welche die SIMONA vor allem langfristig stärken sollen. Insofern sehen wir der Zukunft mit Zuversicht entgegen. In welchem Umfang sich die Corona-Krise dabei negativ auswirken wird, kann zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts niemand überblicken.

Vorsorglich hat der Vorstand deshalb seinen ursprünglichen Gewinnverwendungsvorschlag vom 12.03.2020, der die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 14,00 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 vorsah, im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat auf 10,00 EUR je Stückaktie reduziert. Damit wollen Vorstand und Aufsichtsrat die Aktionäre einerseits angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen und andererseits die Belastungen durch die Corona-Pandemie auf die künftig benötigte Liquidität berücksichtigen.

Im Laufe des Berichtsjahres sind die Herren Dirk Möller zum 30. Juni und Wolfgang Moyses zum 30. September aus dem Vorstand ausgeschieden. Beiden Herren danken wir herzlich für ihren langjährigen erfolgreichen Einsatz für SIMONA. Zum 01. Januar 2019 ist Herr Dr. Jochen Hauck als COO, und zum 15. August 2019 sind die Herren Matthias Schönberg als CEO und Michael Schmitz als CFO in den Vorstand berufen worden. Wir wünschen ihnen alles Gute für die herausfordernden Aufgaben.

Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung auf Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen.

Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich durch den Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Vorgänge und Themen informiert, bei Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft auch unverzüglich.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex beurteilt der Aufsichtsrat, unter Heranziehung eines Selbstevaluations-Fragebogens, regelmäßig wie wirksam er und seine Ausschüsse insgesamt ihre Aufgaben erfüllen (Effizienzprüfung). Die Ergebnisse werden anonymisiert in einer Sitzung besprochen und Verbesserungspotenziale diskutiert. Die letzte Selbstbeurteilung fand 2019 statt und hatte in den einzelnen abgefragten Kategorien die Noten gut bis sehr gut zum Ergebnis.

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen organisieren die Mitglieder des Aufsichtsrates in Eigenregie, die SIMONA AG unterstützt die Mitglieder des Aufsichtsrates dabei angemessen, wo erforderlich. Das ist laut neuem DCGK gefordert. Eine gemeinsame Maßnahme für den Aufsichtsrat ist nicht erfolgt.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat tagte 2019 in vier ordentlichen Sitzungen. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat an allen Sitzungen persönlich teilgenommen.

Die Sitzung am 12. April 2019 hatte die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2018 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2018 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung zum Schwerpunkt. Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat die Nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 289 b) - e) HGB und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB sowie die Tagesordnung der Hauptversammlung im Jahr 2019. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen Geschäftsentwicklung und dem Ausblick für das Gesamtjahr 2019. Er informierte sich über die den Stand des Strategieprojektes Halbzeuge Europa sowie den Umbau des Verwaltungsgebäudes in Kirn. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit verschiedenen M&A-Projekten und strategischen Weiterentwicklungen einzelner Produktbereiche.

In der Sitzung vom 06. Juni 2019 bereitete der Aufsichtsrat die Durchführung der Hauptversammlung am 07. Juni 2019 vor. Des Weiteren beschäftigte er sich mit der aktuellen und künftigen Geschäftsentwicklung, dem Stand des Strategieprojekts Halbzeuge Europa sowie M&A-Themen. Der Wirtschaftsausschuss wurde in Prüfungsausschuss umbenannt. Der Aufsichtsrat hat an diesem Termin zusätzlich unter Ausschluss des Vorstands getagt und Personalien die Vorstandsmitglieder betreffend besprochen und beschlossen.

In der Sitzung vom 30. Oktober 2019 standen die Geschäftsentwicklung sowie Maßnahmen zur Reaktion auf die schwache Auftragslage auf der Tagesordnung. Darüber hinaus diskutierte der Aufsichtsrat M&A-Projekte und informierte sich über die Umsetzung von Investitionen, insbesondere des Umbaus des Verwaltungsgebäudes am Stammsitz Kirn.

In der Sitzung vom 05. Dezember 2019 diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat das Budget für 2020. Darüber hinaus informierte er sich über die Geschäftsentwicklung und den Ausblick zum Jahresende. Weitere Themen waren das Ergebnis der Betriebsprüfung, die Einführung des Gremienverwaltungsprogramms Diligent Boards und das Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Deutschland.

Die Arbeit in den Ausschüssen

Prüfungs- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss beriet in vier Sitzungen. Alle Ausschussmitglieder haben persönlich an den Sitzungen teilgenommen. Wir haben im Berichtsjahr den Wirtschaftsausschuss durch den Prüfungsausschuss ersetzt, um damit insbesondere durch die Erörterung wichtiger Zukunftsthemen im Plenum des Aufsichtsrates von Beginn an eine breitere Basis für anstehende Entscheidungen zu schaffen. Breiten Raum nahmen in den Beratungen vor allem die Überlegungen zur Stärkung des Unternehmensbereiches Halbzeuge, die weltweite Suche nach weiteren Engagements im M&A-Bereich und die kritische Würdigung bestehender Engagements ein.

Personalausschuss

Der Personalausschuss traf sich in vier Sitzungen. Alle Ausschussmitglieder haben persönlich an den Sitzungen teilgenommen. Die Beratungen betrafen vor allem die Führungsstruktur der SIMONA Gruppe und dabei insbesondere personelle Veränderungen auf der obersten Führungsebene mit den Vorschlägen für die vertraglichen Regelungen für die neuen Vorstandsmitglieder sowie noch notwendige Vereinbarungen zum Ausscheiden bisheriger Vorstandsmitglieder.

Umgang mit Interessenkonflikten

Alle Mitglieder unseres Aufsichtsrates sind verpflichtet, auftretende Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen. Im Geschäftsjahr 2019 gab es, wie in den Vorjahren, keine Interessenkonflikte. Wir haben überprüft und festgestellt, dass alle Mitglieder unseres Gremiums unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex sind. Wir verweisen dazu auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB.

Jahres- und Konzernabschluss

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2019 wurde durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Sie wurde von der Hauptversammlung am 07. Juni 2019 zum Abschlussprüfer gewählt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers GmbH gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289a, § 315a HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 23. April 2020 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289a, § 315a HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 23. April 2020 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat hat sich mit der nichtfinanziellen Erklärung des Unternehmens nach §§ 289b-289e HGB ausführlich auseinandergesetzt und diese in seiner Prüfungssitzung am 23. April 2020 im Plenum diskutiert und verabschiedet. Er hat den Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung keiner freiwilligen Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen, da der erforderliche Sachverstand im Gremium vertreten ist.

Wir danken unseren Mitarbeitenden weltweit für ihren Einsatz. Dabei möchten wir unsere Mitarbeitenden am Standort Kirn besonders hervorheben. Sie waren und sind teilweise immer noch durch die Sturmschäden im Verwaltungsgebäude, die vorübergehende Kurzarbeit und die zahlreichen aktuellen Projekte besonders gefordert. Herzlichen Dank Ihnen allen.

Kirn, 23. April 2020

Der Aufsichtsrat

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender