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SIMONA AG — Annual Report 2017
May 22, 2018
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Annual Report
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SIMONA Aktiengesellschaft
Kirn/Nahe
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Jahresabschluss 2017
SIMONA AG
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017
Der vorliegende Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, (kurz SIMONA AG, SIMONA oder Gesellschaft) zusammen (§ 315 Abs. 3 i. V. m. § 298 Abs. 3 HGB). Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle eines Konzernlageberichts im Geschäftsbericht des SIMONA Konzerns veröffentlicht. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der SIMONA AG. Die Informationen zur SIMONA AG sind im Wirtschaftsbericht in einem eigenen Abschnitt mit Angaben nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) enthalten.
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1 Geschäftsmodell des Konzerns
Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) und Perfluoralkoxyl (PFA) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.
Wesentliche Absatzmärkte
Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.
Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Berichtssegmente sind primär nach den Regionen:
| ― | Europa |
| ― | Amerika |
| ― | Asien und Pazifik |
und sekundär nach Produktbereichen
| ― | Halbzeuge und Fertigteile |
| ― | Rohre und Formteile aufgestellt. |
Produktions- und Vertriebsstandorte
Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China, Indien und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die SIMONA AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz, die am Konzernumsatz mit rund 3 Prozent beteiligt ist. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2017 in drei inländischen und vier ausländischen Werken produziert. In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. In Litvinov (Tschechien) werden Rohre und Platten produziert. In Jiangmen (China) werden Platten produziert. In Archbald (Pennsylvania, USA) produziert die SIMONA AMERICA Inc. vor allem Platten. Darüber hinaus produziert die Boltaron Inc. in ihrem Werk in Newcomerstown (Ohio, USA) Platten aus Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von Flugzeugen und den Bereich Building.
Leitung und Kontrolle der SIMONA AG
Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses, Vorsitzender, Dirk Möller, stellvertretender Vorsitzender und Fredy Hiltmann.
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender, Roland Frobel, stellvertretender Vorsitzender, Dr. Roland Reber, Joachim Trapp sowie als Arbeitnehmervertreter Jörg Hoseus bis 28.02.2017, Gerhard Flohr bis 28.02.2017, Andy Hohlreiter seit 01.03.2017 und Markus Stein seit 01.03.2017.
1.2 Ziele und Strategien
Der SIMONA Konzern versteht sich als global agierender Lösungsanbieter für Kunststoffanwendungen, der sich stets am Nutzen für den Kunden orientiert. Der SIMONA Konzern will Umsatz und Ertrag kontinuierlich steigern, sein Wachstum selbst gestalten und unabhängig bleiben. Mittelfristig bleibt "SIMONA500", ein jährlicher Konzernumsatz von 500 Mio. EUR, das Ziel. Das Umsatzwachstum soll organisch und über Akquisitionen erzielt werden. Eine EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent ist das langfristige Ziel für den Konzern.
SIMONA hat drei strategische Kernbereiche definiert, um die Umsatz- und Ergebnisziele langfristig zu erreichen:
| ― | Innovationskraft steigern |
| ― | stärkeres Wachstum in den Emerging Markets |
| ― | operative Exzellenz |
Insbesondere im Kernmarkt Europa soll SIMONA in neuen Anwendungen und Märkten wachsen. Dazu wurde das Business Development weiter ausgebaut. Das im Jahr 2016 eröffnete Technologiezentrum wurde im Geschäftsjahr um eine dritte Anlage erweitert, die die Entwicklungsleistung beschleunigt und auf die Erstellung von Prototypen ausgerichtet ist. Mit der Neuorganisation der Führungs- und Vertriebsstruktur und der Besetzung der Position eines CEO Asien-Pazifik wurde die Grundlage für weiteres Wachstum in der Region China und Südostasien als dem für uns wichtigsten Emerging Market geschaffen. Das Ziel der operativen Exzellenz versteht SIMONA als eine kontinuierliche Produktivitätssteigerung in allen Werken und allen Prozessen. Hier konnten 2017 in der Division Halbzeuge und Fertigteile weitere Produktivitätsfortschritte erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Projekt zur strategischen Neupositionierung der Division Rohre und Formteile gestartet. Ziele sind ein stärkeres Wachstum unter Beibehaltung der guten Profitabilität.
Optimierung der gesellschaftsrechtlichen Struktur der SIMONA AG
Die gesellschaftsrechtliche Struktur der SIMONA AG stammt im Wesentlichen aus den 1970er Jahren und hat mit der dynamischen Entwicklung des Geschäfts und den Änderungen in der Aufbauorganisation nicht Schritt gehalten. Die SIMONA AG wird daher der Hauptversammlung im Juni 2018 vorschlagen, die gesellschaftsrechtliche Struktur anzupassen. Die Produktion soll organisatorisch eindeutig von Verwaltung, Vertrieb und Logistik getrennt werden. Die Kostentransparenz soll erhöht und die bilanzielle Zuordnung vereinfacht werden. Diese Ziele sollen mit der Gründung von zwei rechtlich selbstständigen Produktionsgesellschaften und einer Immobiliengesellschaft erreicht werden. Die Produktionen in Kirn und in Ringsheim werden in jeweils eine GmbH & Co. KG als 100%ige Tochtergesellschaften der SIMONA AG ausgegliedert. Sie bilden die neuen operativen Einheiten für die Produktionsbereiche. Die Immobilien wurden bereits zum 1. Dezember 2017 in eine 100%ige Tochtergesellschaft, die SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, übertragen und ausgegliedert. Die zentralen Bereiche der Verwaltung, des Vertriebs, der Logistik und Teile der Technik verbleiben in der SIMONA AG und erbringen in Zukunft ihre Leistungen für die Produktionsgesellschaften. In Vorbereitung auf den durch die Hauptversammlung zu beschließenden Betriebsübergang war es erforderlich, die neuen Gesellschaften formal im Geschäftsjahr 2017 zu gründen.
1.3 Steuerungssystem
Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Management-Systems und die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmens-ziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert.
Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA. Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen) ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT hinzuaddiert werden.
Das EBIT der SIMONA AG leitet sich im Wesentlichen wie folgt von IFRS nach HGB über:
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| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| EBIT nach IFRS | 9,1 | 13,6 |
| Bestandsveränderung Vorräte | -1,6 | 1,8 |
| Personalaufwand (Pensionen) | 5,4 | 2,5 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 1,6 | 1,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3,0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0,8 | -0,4 |
| EBIT nach HGB | 18,3 | 18,8 |
Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens im Konzern jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (zum Capital Employed werden immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, finanzielle Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gerechnet).
Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Belegschaft sowie das Qualitätsmanagement herangezogen.
1.4 Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. In Innovationskreisen werden neue Produktideen mithilfe eines Stage-/Gate-Prozesses bewertet, priorisiert und zur Marktreife geführt. Kennzahl ist der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der in 2017 weiter erhöht werden konnte. Das ist vor allem durch neue Produktvarianten sowie durch eine Erweiterung des Formteilprogramms gelungen.
Im Bereich Materialentwicklung lag der Schwerpunkt 2017 auf der kostenseitigen Optimierung von Rezepturen sowie auf kundenspezifischen Anpassungen oder Modifizierungen von Standardprodukten.
Das neue Technologiezentrum am Stammsitz in Kirn hat zum Ziel, die Innovationskraft durch mehr Entwicklungskapazitäten und eine Erweiterung des Materialportfolios zu steigern. Im Geschäftsjahr wurde es um eine dritte Anlage erweitert, die bereits mit geringen Materialmengen die Extrusion von Platten erlaubt und so die Entwicklungsleistung beschleunigt.
Im Rohr- und Formteilwerk in Ringsheim wurde ein Hallenneubau mit überdachter Lagerfläche eröffnet. Die moderne Erweiterung der Produktion trägt den Marktanforderungen an kundenindividuelle Formteile Rechnung und stärkt die Neuproduktentwicklung.
Mit der Ausweitung des Produktprogramms um vollfluorierte Hochleistungswerkstoffe wurde im Geschäftsjahr im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile eine neue Kaschierung eingeführt. Sie erweitert die Bandbreite der Anwendungen für Transport, Handling und Lagerung hoch aggressiver Medien. Für Anwendungen im Hochbau wurde eine neue Freischaumplatte entwickelt. Sie macht erstmals Konstruktionen wirtschaftlich, bei denen zuvor nur klassische Materialien wie Holz oder Metall verwendet wurden. Zusätzlich weist die Platte alle kunststofftypischen Vorteile wie Resistenz gegenüber Feuchtigkeit und chemischen Medien, die Sicherheit vor Korrosion sowie eine thermische Verformbarkeit auf.
Im Produktbereich Rohre und Formteile stand die Erweiterung des Produktprogramms in Sanierung, Wassermanagement und Mining im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung. So wurden unter anderem die abriebfesten Mehrschichtrohre AP-Line um eine antistatische Variante erweitert, die speziell für Anwendungen im Bereich Tierfutter- bzw. allgemein Pellet-Transport entwickelt wurde. Entsprechende Pilotprojekte wurden durchgeführt. Im Marktsegment Drainagesysteme wurde ein PE-Auflagering DN 400/ DN 600 zur Aufnahme von Betonabdeckungen für den Einsatz im Gleisbereich von Eisenbahnverkehrsanlagen entwickelt, der handelsübliche Betonteile substituiert.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 4.451 TEUR (Vorjahr 3.950 TEUR). Die Ausgaben entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen.
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Laut Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft 2017 um 3,7 Prozent gewachsen, 0,1 Prozentpunkte höher als noch im Herbst erwartet und 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die weltwirtschaftliche Erholung hat damit an Stärke gewonnen, insbesondere durch positivere Entwicklungen in Teilen Europas und Asiens.
Deutschland hat 2017 wieder ein kräftiges Wirtschaftswachstum erzielt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,2 Prozent (2016: 1,9 Prozent). Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Getragen wurde das Wachstum vom privaten Konsum sowie überdurchschnittlich gestiegenen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen. Die Eurozone hat 2017 mit 2,5 Prozent das stärkste Wachstum der letzten zehn Jahre erzielt. Die positive Entwicklung in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland war Treiber dieser Entwicklung.
In den USA hat die Konjunktur im Laufe des Jahres an Fahrt aufgenommen und wird mit prognostizierten 2,3 Prozent stärker wachsen als erwartet. Eine gute Inlandsnachfrage aufgrund steigender Einkommen sowie ein gutes Investitionsumfeld durch höhere Unternehmensgewinne und günstige Finanzierungsbedingungen haben dazu beigetragen.
Die chinesische Wirtschaft hat von der anziehenden Weltkonjunktur profitiert und konnte in 2017 das Wachstum auf 6,9 Prozent beschleunigen. Treiber waren vor allem wieder der private Konsum, aber auch ein schwungvoller Außenhandel. Die Risiken der zweitgrößten Volkswirtschaft haben sich durch hohe Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen jedoch weiter erhöht.
Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland hat erneut einen Umsatzrekord gebrochen. Nach Angaben des Gesamtverbands GKV stieg der Branchenumsatz um 4,8 Prozent auf 63,7 Mrd. EUR. Ein solides Wachstum exportstarker Industrien, wie Maschinenbau und Automotive, sowie eine gute Inlandskonjunktur waren die Hauptfaktoren für das Wachstum. Die Zahl der Mitgliedsunternehmen, die in 2017 steigende Umsätze verzeichneten, stieg auf 71 Prozent (Vorjahr 61 Prozent). Nur 7 Prozent (Vorjahr 19 Prozent) verzeichneten rückläufige Umsätze. Auch die verarbeitete Kunststoffmenge stieg um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ein positives Mengengeschäft mit steigenden Erzeugerpreisen führte in der deutschen Chemiebranche zu einem kräftigen Umsatzplus von 5,5 Prozent. Die Inlandsumsätze stiegen um 4,5 Prozent, der Auslandsumsatz erhöhte sich um 6,5 Prozent. Die Produktion konnte die Chemieindustrie in Deutschland dank einer erhöhten Nachfrage auf allen wichtigen Märkten um 2,5 Prozent (Vorjahr 0,5 Prozent) ausweiten.
Produktion und Umsatz im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sind in den ersten neun Monaten um jeweils 3 Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband VDMA erstmals einen Umsatz von über 220 Mrd. EUR. Haupttreiber des Aufschwungs war der Export, der in den ersten neun Monaten um real 6,2 Prozent zulegte. An der Spitze der größten Einzelexportmärkte behaupteten sich die USA, das stärkere Wachstum wies jedoch China auf.
Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie geht von einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 9,3 Prozent (nominal, Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten) für das Jahr 2017 aus. Damit hat sich die Branche weiter dynamisch entwickelt und insbesondere von einer guten Entwicklung im Wohnungsbau profitiert. Der Wirtschaftsbau entwickelte sich ebenfalls gut, während der öffentliche Bau unterdurchschnittliche Wachstumsraten aufwies.
Der weltweite Markt für Flugzeuginneneinrichtungen ist nach Berechnungen der Market Intelligence Agentur Counterpoint in 2017 um ca. 4 Prozent gewachsen. Eine nach wie vor starke Nachfrage nach neuen Flugzeugen sowie ein gutes After-Market-Geschäft sind Treiber dieses Wachstums.
2.2 Geschäftsverlauf SIMONA Konzern
Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse von insgesamt 394,1 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 366,7 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 7,5 Prozent. Die Umsatzentwicklung war geprägt von einer guten Entwicklung im Kernmarkt Europa und deutlichem Wachstum in Asien und in den USA. Das Wettbewerbsumfeld war in allen Regionen und Produktgruppen unverändert intensiv. Die im Rahmen des Konzernlageberichtes des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2017 abgegebene Umsatzprognose von 370 bis 380 Mio. EUR wurde damit übertroffen. Gründe dafür waren hauptsächlich die Geschäftsentwicklung in Europa sowie der sehr gute Geschäftsverlauf in China. Die im Rahmen des Konzernzwischenberichtes für das erste Halbjahr (360 bis 370 Mio. EUR) sowie der Presseinformation zum dritten Quartal (385 bis 395 Mio. EUR) abgegebenen Umsatzprognosen wurden erreicht.
Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern beträgt 26,5 Mio. EUR und liegt damit unter dem Vorjahreswert (30,2 Mio. EUR). Das prognostizierte EBIT (25 bis 30 Mio. EUR) wurde somit am unteren Ende der Bandbreite erreicht. Wesentlicher Grund hierfür sind negative Währungseffekte von -5,8 Mio. EUR. Die EBIT-Marge ist im Vorjahresvergleich von 8,2 Prozent auf 6,7 Prozent gesunken. Das EBITDA hat sich von 43,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 40,9 Mio. EUR verringert. Damit ergibt sich eine EBITDA-Marge von 10,4 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahr.
Der Konzern-ROCE lag mit 9,9 Prozent sowohl unter dem Vorjahr (11,7 Prozent) als auch knapp unterhalb des Zielwertes. Im Zuge des höheren Umsatzvolumens, insbesondere in den Segmenten Europa und Asien, sind die Materialaufwendungen überproportional gestiegen und haben zur Ergebnisverringerung beigetragen. Zudem haben auf der Kostenseite die deutlich höheren Währungseinflüsse das Ergebnis belastet.
Europa
Die Umsatzerlöse in der Region "Europa" sind um 4,6 Prozent auf 269,2 Mio. EUR (Vorjahr 257,3 Mio. EUR) gestiegen, hauptsächlich im Zuge der guten Geschäftsentwicklung im Produktbereich Halbzeuge. In Deutschland lag der Umsatz mit 101,2 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau. In Spanien, Italien und Großbritannien konnten deutliche Umsatzsteigerungen erzielt werden. Osteuropa hat sich durch eine dynamische Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte sehr positiv entwickelt, vor allem in Russland, Tschechien und Polen. Der Anteil der Region Europa am Gesamtumsatz hat sich aufgrund der Steigerung der Umsatzerlöse in den Regionen "Amerika" und "Asien und Pazifik" von 70,1 auf 68,2 Prozent weiter reduziert. Das EBIT im Segment "Europa" ist von 17,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,4 Mio. EUR zurückgegangen, was insbesondere auf die negativen Währungseinflüsse zurückzuführen ist.
Amerika
Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" sind um 5,2 Prozent auf 94,7 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 90,1 Mio. EUR). Die SIMONA AMERICA Inc. konnte im abgelaufenen Jahr die Marktanteile im Industriegeschäft ausbauen und den Umsatz im Bereich der "Bathroom Partitions" steigern, während sich andere Bereiche konstant oder leicht rückläufig entwickelten. Insgesamt liegt der Umsatz auf Vorjahresniveau. Die Boltaron Inc. partizipierte am weiterhin starken Aviation-Markt und steigerte den Umsatz im Segment "Aviation and Specialty Products". Insgesamt wurde das Umsatz- und Ergebnisziel für 2017 übertroffen. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz ist leicht von 24,6 auf 24,1 Prozent gesunken. Das Segment "Amerika" hat ein EBIT von 15,7 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr 14,4 Mio. EUR). In den US-amerikanischen Werken wurde die Produktivität weiter gesteigert.
Asien und Pazifik
In der Region "Asien und Pazifik" konnte ein deutlicher Umsatzzuwachs von 56,0 Prozent auf 30,2 Mio. EUR (Vorjahr 19,3 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz hat daher von 5,3 auf 7,7 Prozent zugelegt. Im Segment "Asien und Pazifik" wurde insgesamt ein negatives EBIT von -0,5 Mio. EUR verbucht (Vorjahr -1,2 Mio. EUR), wobei das Ergebnis vor allem durch Währungseinflüsse (-0,9 Mio. EUR) belastet war. Operativ verzeichnet das Werk in China ein deutlich positives Ergebnis.
Umsatzentwicklung der Produktbereiche
Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile hat sich 2017 weiter positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse stiegen um 8,3 Prozent auf 313,8 Mio. EUR (Vorjahr 289,8 Mio. EUR). Aufgrund einer guten Entwicklung im Kernmarkt der chemischen Prozessindustrie konnten insbesondere mit extrudierten und gepressten PP Platten Zuwächse erzielt werden. Auch das Geschäft mit kompakten PVC Platten entwickelte sich aufgrund eines dynamischen Aviation- und Baugeschäftes positiv. Der Bereich der geschäumten PVC Platten litt unter einer intensiven Wettbewerbssituation. Auch das Geschäft mit Voll- und Hohlstäben sowie Schweißdrähten zeigte Umsatzzuwächse. Durch den Ausbau des Produktprogramms an Fluorpolymeren konnte dieses Geschäft weiter zulegen.
Auch im Produktbereich Rohre und Formteile konnte insgesamt ein Wachstum erzielt werden. Treiber war vor allem eine positive Entwicklung im Markt für industrielle Anwendungen. Eine verhaltene Entwicklung zeigte das regionale Tiefbaugeschäft, das Braunkohlegeschäft litt unter fehlenden Projekten. Insgesamt wurde im Produktbereich Rohre und Formteile eine Umsatzsteigerung von 4,4 Prozent auf 80,3 Mio. EUR (Vorjahr 76,9 Mio. EUR) verzeichnet.
Auftragslage
Der Auftragswert beläuft sich im Konzern auf 40,0 Mio. EUR (Vorjahr 30,4 Mio. EUR); davon entfallen auf die SIMONA AG 21,4 Mio. EUR (Vorjahr 17,9 Mio. EUR).
2.3 Ertragslage
Ergebnis
Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) ist trotz der positiven Umsatzentwicklung von 30,2 Mio. EUR auf 26,5 Mio. EUR um 12,2 Prozent gesunken. Das ist vor allem auf Währungseffekte zurückzuführen, operativ wurden weiter Verbesserungen erzielt. Die EBIT-Marge beträgt 6,7 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 8,2 Prozent.
Im Zuge des Umsatzwachstums hat sich das Rohergebnis 2017 (Umsatz, Sonstige Erträge, Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) um 7,5 Mio. EUR auf 187,5 Mio. EUR erhöht und entspricht 47,6 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 48,7 Prozent).
In die Ergebnisrechnung ist die Bestandserhöhung mit 7,2 Mio. EUR (Vorjahr Bestandsminderung mit 0,1 Mio. EUR) eingeflossen.
Die Sonstigen Erträge betragen 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 8,6 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Wechselkursänderungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,7 Mio. EUR).
Die Rohstoffkosten haben sich im Jahresverlauf 2017 erhöht. Der Materialaufwand beträgt 219,3 Mio. EUR (Vorjahr 196,7 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Umsatzanstieg überproportional um 11,5 Prozent gestiegen. Hauptgründe hierfür sind Effekte aus der Rohstoffpreisentwicklung. Die Kosten für Energie sind im Vorjahresvergleich gestiegen.
Der Personalaufwand beträgt 74,8 Mio. EUR (Vorjahr 72,4 Mio. EUR) und hat sich um 3,4 Prozent erhöht. Die Veränderung resultiert vor allem aus erhöhten Personalkosten sowie höheren Aufwendungen für soziale Abgaben und für Altersvorsorge.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 14,4 Mio. EUR (Vorjahr 13,7 Mio. EUR).
Die Sonstigen Aufwendungen sind um 15,4 Prozent auf 71,7 Mio. EUR (Vorjahr 62,2 Mio. EUR) deutlich gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Instandhaltung, Ausgangsfrachten und Verpackungsmaterial sowie negativen Einflüssen aus der Fremdwährung. Dagegen ist der Aufwand für Werbung und Messen gesunken. Nach Berücksichtigung der in den Sonstigen Erträgen ausgewiesenen Gewinne aus Wechselkursänderungen ergibt sich insgesamt ein negatives Währungsergebnis von -5,8 Mio. EUR (Vorjahr Ertrag 1,3 Mio. EUR).
Analog zum gesunkenen Ergebnis vor Steuern haben sich die Ertragsteuern von 8,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,1 Mio. EUR verringert. Die Konzernsteuerquote liegt im Berichtsjahr bei 28,9 Prozent (Vorjahr 30,6 Prozent).
Segmentbezogene Angaben
Im Segment Europa haben die einzelnen Verkaufsgesellschaften positive Ergebnisse erwirtschaftet. Vor allem die Tochtergesellschaften in Großbritannien und Osteuropa erzielten im Vorjahresvergleich teils deutlich höhere Ergebnisbeiträge. Das Ergebnis der Produktionsgesellschaft in Tschechien war im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Materialaufwand ist vor allem bedingt durch den Umsatzanstieg sowie höhere Rohstoffkosten von 148,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 162,8 Mio. EUR angestiegen. Der Personalaufwand liegt mit 54,6 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau. Die Sonstigen Aufwendungen haben sich insbesondere bedingt durch negative Währungseffekte um 6,7 Mio. EUR auf 49,1 Mio. EUR erhöht.
Im Segment Amerika haben die Tochtergesellschaften insgesamt einen höheren Ergebnisbeitrag erzielt. Der Materialaufwand (43,0 Mio. EUR, Vorjahr 41,6 Mio. EUR) ist unterproportional zur Umsatzsteigerung erhöht. Der Personalaufwand ist um 13,4 Prozent auf 17,1 Mio. EUR gestiegen. Die Sonstigen Aufwendungen in Höhe von 17,2 Mio. EUR liegen mit 0,9 Mio. EUR über dem Vorjahr.
Die Verkaufsgesellschaften im Segment Asien und Pazifik verzeichneten im Vorjahresvergleich bessere Ergebnisse. Das Werk in China hat in 2017 die Gewinnschwelle erreicht und weist ein deutlich gestiegenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und EBITDA aus. Der Personalaufwand und die sonstigen Aufwendungen liegen jeweils über den Vorjahreswerten.
2.4 Vermögenslage
Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2017 beträgt 363,4 Mio. EUR und ist im Vorjahresvergleich nahezu unverändert.
Bilanzentwicklung Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte sind hauptsächlich durch die USD-Entwicklung insgesamt um 4,5 Mio. EUR auf 29,4 Mio. EUR zurückgegangen und enthalten hauptsächlich die Geschäfts- und Firmenwerte aus den US-Akquisitionen.
Die Sachanlagen sind mit 114,4 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr 116,7 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 15,3 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 12,9 Mio. EUR.
Die Vorräte betragen 78,0 Mio. EUR (Vorjahr 69,2 Mio. EUR). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von 28,6 Mio. EUR liegen über dem Vorjahr (26,2 Mio. EUR). Die Fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich um 6,7 Mio. EUR auf 48,1 Mio. EUR erhöht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 4,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 56,5 Mio. EUR erhöht.
Die kurz- und langfristigen Sonstigen Vermögenswerte sowie Ertragsteuerforderungen betragen 5,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,4 Mio. EUR).
Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte liegen mit 0,7 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau.
Im Berichtsjahr wurde der Produktionsstandort Hazleton, USA, verkauft. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte waren daher keine mehr auszuweisen (Vorjahr 3,8 Mio. EUR). Aus der Veräußerung resultiert im Berichtsjahr ein Verlust von 0,3 Mio. EUR.
Bilanzentwicklung Eigenkapital und Schulden
Die Passivseite ist zum Bilanzstichtag durch ein im Vorjahresvergleich weiter gestärktes Eigenkapital sowie eine Reduzierung des lang- und kurzfristigen Fremdkapitals geprägt.
Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 202,3 Mio. EUR (Vorjahr 192,0 Mio. EUR). Darin eingeflossen sind im Wesentlichen ein Periodenergebnis in Höhe von 17,5 Mio. EUR und eine Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2017 von 7,2 Mio. EUR. Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des gestiegenen Zeitwertes des Planvermögens wurde das Konzerneigenkapital entsprechend gestärkt. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag aufgrund des höheren Eigenkapitals und der unveränderten Bilanzsumme von 53 Prozent auf 56 Prozent angestiegen.
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen sind mit 99,2 Mio. EUR dotiert (Vorjahr 103,3 Mio. EUR). Hauptsächlich aufgrund des gestiegenen Zeitwertes des Planvermögens bei gleichzeitig unverändertem IAS-Rechnungszins von 1,80 Prozent sind die Pensionsrückstellungen unter den Vorjahreswert gesunken.
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen betragen 11,1 Mio. EUR und sind damit geringer als im Vorjahr (15,1 Mio. EUR).
Die lang- und kurzfristigen Sonstigen finanziellen Schulden in Höhe von insgesamt 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,4 Mio. EUR) haben sich primär durch die Tilgung der letzten Rate der Kaufpreiszahlung aus den US-Unternehmenskäufen reduziert.
Die Sonstigen Schulden liegen mit 14,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau und umfassen im Wesentlichen Tantiemen und Mitarbeiterprämien sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften.
Die langfristigen (3,8 Mio. EUR) und kurzfristigen (1,6 Mio. EUR) Sonstigen Rückstellungen liegen um 1,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen 15,3 Mio. EUR (Vorjahr 15,5 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen im Segment Europa in einen Hallenneubau am Standort in Ringsheim sowie Technische Anlagen und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland und den USA. Insgesamt wurden im Konzern Netto-Sachanlageinvestitionen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) getätigt.
2.5 Finanzlage
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Das primäre Ziel des Finanzmanagements ist weiterhin die Sicherung der Finanzkraft des SIMONA Konzerns. Als wichtigste Aufgabe wird die ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft sowie für Investitionen angesehen. Das Finanzmanagement ist zentral in der Muttergesellschaft organisiert. Den weltweiten Liquiditätsbedarf im Konzern deckt SIMONA überwiegend mittels konzerninterner Finanzierung über Ausleihungen oder Darlehen. Zudem bestehen fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und Laufzeiten. Liquiditätsüberschüsse werden risiko- und renditeoptimiert am Geld- oder Kapitalmarkt in Euro oder Fremdwährung angelegt.
Finanzierungsanalyse
Die langfristigen Finanzschulden betreffen KfW-Darlehen und sind um 3,4 Mio. EUR aufgrund der planmäßigen Tilgung auf 18,7 Mio. EUR zurückgegangen. Kurzfristige Finanzschulden bestanden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 3,4 Mio. EUR und umfassen den kurzfristigen Anteil der KfW-Darlehen.
Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine zu bilanzieren.
Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von insgesamt 18,6 Mio. EUR (Vorjahr 18,9 Mio. EUR).
Cashflow
Im Geschäftsjahr beträgt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 19,2 Mio. EUR (Vorjahr 42,2 Mio. EUR). Der Rückgang des Mittelzuflusses resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Vorsteuerergebnis, dem Aufbau von Vorräten und höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -13,8 Mio. EUR (Vorjahr -11,7 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -11,0 Mio. EUR (Vorjahr Mittelzufluss 12,4 Mio. EUR) und ergibt sich hauptsächlich aus der planmäßigen Tilgung der KfW-Mittel sowie dem Abfluss der Dividende.
Liquide Mittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 68,0 Mio. EUR (Vorjahr 74,8 Mio. EUR) bestehen größtenteils aus kurzfristigen Bankeinlagen. Die Veränderung von -6,7 Mio. EUR (Vorjahr 42,9 Mio. EUR) resultiert vor allem aus dem Mittelzufluss der operativen Geschäftstätigkeit sowie dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Entwicklung ist im Detail in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Finanzielle Verpflichtungen
Kurzfristige Verpflichtungen entstehen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben in Höhe von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr 15,1 Mio. EUR) sowie aus Rohstoffbestellungen über 14,2 Mio. EUR (Vorjahr 12,9 Mio. EUR). Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,5 Mio. EUR) entstehen aus operativen Miet- und Leasingverträgen. Davon sind 0,8 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig.
Finanzergebnis
Aus den Finanzerträgen in Höhe von 0,2 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR ergibt sich für das Berichtsjahr insgesamt ein Finanzergebnis von -2,0 Mio. EUR (Vorjahr -2,2 Mio. EUR).
2.6 Geschäftsverlauf der SIMONA AG
Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG war hauptsächlich geprägt von einer deutlichen Steigerung des Geschäfts im Bereich Halbzeuge und Fertigteile sowie einem verhaltenen Gesamtmarkt im Bereich Rohre und Formteile.
Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 268,6 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 254,5 Mio. EUR). Das entspricht einem Umsatzanstieg von 5,5 Prozent. Das Umsatzziel von 260 Mio. EUR wurde damit übertroffen.
Deutschland
Insbesondere aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung im Produktbereich Rohre und Formteile sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 3,1 Prozent auf 93,7 Mio. EUR (Vorjahr 96,7 Mio. EUR) zurückgegangen.
Übriges Europa und Afrika
In der Region "Übriges Europa und Afrika" sind die Umsatzerlöse um 8,4 Prozent auf 152,8 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 140,9 Mio. EUR).
Amerika
Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" haben sich auf 5,3 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 4,2 Mio. EUR).
Asien & Pazifik
Die Region "Asien & Pazifik" verzeichnete im Vorjahresvergleich einen deutlichen Umsatzzuwachs um 32,2 Prozent auf 16,7 Mio. EUR.
Umsatzentwicklung der Produktbereiche
Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile verzeichnete ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 191,0 Mio. EUR (Vorjahr 179,9 Mio. EUR). Im Produktbereich Rohre und Formteile ist der Umsatz von 73,6 Mio. EUR um 2,5 Prozent auf 75,4 Mio. EUR moderat angestiegen.
Das Ergebnis der SIMONA AG ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 9,1 Mio. EUR (Vorjahr 13,6 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 3,4 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent) erwirtschaftet. Der Zielwert der EBIT-Marge (4 bis 6 Prozent) wurde verfehlt. Das EBITDA nach IFRS hat sich von 21,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 17,6 Mio. EUR verringert. Die EBITDA-Marge beträgt 6,6 Prozent nach 8,5 Prozent im Vorjahr (Zielwert 7 bis 9 Prozent). Der ROCE nach IFRS liegt mit 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 9,3 Prozent sowie unter dem Zielwert (8 bis 9 Prozent).
Das gesunkene EBIT und EBITDA sind hauptsächlich auf ein negatives Währungsergebnis, einen im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportional gestiegenen Materialaufwand sowie auf höhere Vertriebsaufwendungen zurückzuführen. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 in Bezug auf den Umsatz gut und in Bezug auf das Ergebnis bedingt zufriedenstellend.
2.7 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der SIMONA AG
Ertragslage
Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt 105,0 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahreswert unverändert. Die Rohertragsmarge ist von 41,3 Prozent im Vorjahr auf 39,1 Prozent gesunken. Der Materialaufwand hat sich insbesondere aufgrund verteuerter Rohstoff- und Energiekosten um 9,4 Prozent erhöht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR).
Der Personalaufwand beträgt 43,6 Mio. EUR und ist damit im Vorjahresvergleich gesunken. Während die Personalkosten leicht unter Vorjahresniveau liegen, haben sich die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung insbesondere durch die Auflösung von Rückstellungen für Pensionen merklich verringert.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 6,9 Mio. EUR und liegen damit 0,3 Mio. EUR über Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 43,0 Mio. EUR und sind im Vorjahresvergleich (39,1 Mio. EUR) um 9,9 Prozent angestiegen. Insbesondere für Instandhaltung, Ausgangsfrachten und Verpackungsmaterial sind mehr Aufwendungen entstanden. Zudem wirkte sich die Währungsentwicklung negativ aus. Der Aufwand für Werbung ist dagegen gesunken.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen (4,2 Mio. EUR, Vorjahr 4,0 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) nach HGB von 18,3 Mio. EUR (Vorjahr 18,8 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 6,8 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent) erwirtschaftet. Das EBITDA liegt mit 25,1 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahreswert (25,5 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge beträgt 9,4 Prozent (Vorjahr 10,0 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 17,8 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr war insbesondere geprägt durch eine rückläufige Rohertragsmarge aufgrund höherer Materialaufwendungen sowie höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bedingt durch negative Währungseinflüsse.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der SIMONA AG ist mit 274,7 Mio. EUR nahezu unverändert.
Das Anlagevermögen beträgt 136,2 Mio. EUR und ist damit um 3,1 Mio. zurückgegangen.
Das Sachanlagevermögen hat sich um 17,0 Mio. EUR auf 38,0 Mio. EUR verringert. Dies ist hauptsächlich auf die Übertragung des inländischen Grundbesitzes der SIMONA AG auf die neu gegründete Kommanditgesellschaft SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG zurückzuführen. Mit Wirkung vom 1. Dezember 2017 wurde der Grundbesitz inklusive des gesetzlichen Zubehörs, jedoch exklusive der Betriebseinrichtung zum Buchwert von 17,3 Mio. EUR gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten übertragen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind von 55,6 Mio. EUR auf 72,9 Mio. EUR gestiegen. Hauptgrund ist die Beteiligung an der neu gegründeten Kommanditgesellschaft SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 24,2 Mio. EUR (Vorjahr 28,1 Mio. EUR) betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien. Die Tochtergesellschaft in Amerika hat im Berichtsjahr Darlehen in Höhe von 4,1 Mio. EUR zurückgezahlt.
Der Vorratsbestand hat um insgesamt 4,4 Mio. EUR auf 39,2 Mio. EUR zugenommen. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial (14,1 Mio. EUR), unfertigen Erzeugnissen (0,3 Mio. EUR) und Fertigerzeugnissen (24,7 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen haben sich im Vorjahresvergleich um 3,5 Mio. EUR erhöht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 0,4 Mio. auf 23,3 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Vorjahresvergleich um 6,9 Mio. EUR auf 21,2 Mio. EUR zugenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen. Die Zunahme resultiert insbesondere aus erhöhten Warenlieferungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR).
Insgesamt werden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 48,2 Mio. EUR zum Jahresende bilanziert und liegen damit um 6,8 Mio. EUR über dem Vorjahr (41,4 Mio. EUR).
Die liquiden Mittel sind um 8,6 Mio. EUR von 59,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 50,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag zurückgegangen. Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus dem Abfluss aus der Tilgung von KfW-Darlehen, der Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten zum Jahresende sowie der Dividendenzahlung.
Finanzlage
Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vorjahresvergleich von 171,6 Mio. EUR auf 182,0 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote ist von 62 Prozent im Vorjahr auf 66 Prozent gestiegen. Hauptgründe sind das erwirtschaftete Jahresergebnis sowie die Reduzierung des Fremdkapitals, während die Bilanzsumme nahezu auf Vorjahresniveau geblieben ist.
Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung des IFRS-Konzernergebnisses und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.
Die Summe der Rückstellungen beträgt 57,5 Mio. EUR (Vorjahr 58,7 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich insgesamt mit 0,8 Mio. EUR höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 47,2 Mio. EUR. Darin enthalten ist die Auflösung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR. Der Abzinsungssatz hat sich auf 3,68 Prozent verringert (Vorjahr 4,01 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 9,6 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 11,5 Mio. EUR).
Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um 10,1 Mio. EUR auf insgesamt 35,1 Mio. EUR reduziert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 4,1 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 9,8 Mio. EUR) ausgewiesen, welche hauptsächlich Warenlieferungen der Tochtergesellschaft in Tschechien betreffen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 22,1 Mio. EUR (Vorjahr 25,6 Mio. EUR) und betreffen langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln. Vertragsgemäß wurden 3,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr zurückgezahlt. Zum Jahresende wurde die kurzfristige Rahmenkreditlinie wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.
Die KfW-Darlehen werden zu festen Zinssätzen verzinst und sind vertragsgemäß vierteljährlich zu tilgen. Die Mittelverwendung dient der Finanzierung von langfristigen Innovationsprogrammen im Inland. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.
Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht beanspruchte Rahmenkreditlinien in Höhe von 16,0 Mio. EUR.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen der SIMONA AG betragen im Berichtsjahr 7,1 Mio. EUR (Vorjahr 9,3 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland. Insgesamt wurden Netto-Investitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) getätigt.
Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen 3,7 Mio. EUR, aus Rohstoffbestellungen 8,0 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.
Liquiditätsanalyse
Die liquiden Mittel der SIMONA AG betragen am Bilanzstichtag 50,8 Mio. EUR (Vorjahr 59,5 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Die Abnahme ist hauptsächlich auf Mittelabflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit (Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten) und der Finanzierungstätigkeit (Tilgung von Darlehen und der Dividendenzahlung) zurückzuführen.
2.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Kundenzufriedenheit
SIMONA misst die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen europaweiter Befragungen. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA.
Im Mai 2017 wurde erneut eine Kundenzufriedenheitsstudie in Europa durchgeführt. Eine hohe Rücklaufquote brachte umfassende Ergebnisse zur Zufriedenheit der SIMONA Kunden. Die Auswertung zeigt eine erneut hohe Gesamtzufriedenheit (86,1 Prozent) und Weiterempfehlungsrate (87,4 Prozent). Damit haben die Kunden das erreichte Niveau bestätigt. Im Vergleich zur letzten Analyse konnten in allen Produktbereichen bessere Werte bei Serviceleistungen, wie Innen- und Außendienst, kaufmännische Auftragsabwicklung, Lieferung und Versand sowie anwendungstechnische Beratung erzielt werden. Weitere Verbesserungspotenziale sehen die Kunden in einigen Aspekten des SIMONA Schulungsprogramms, des Internetauftritts sowie der Reklamationsbearbeitung.
Mitarbeitende
Zum 31.12.2017 waren im SIMONA Konzern 1.289 Mitarbeitende beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (1.288) kaum verändert. In Deutschland ist die Zahl der Mitarbeitenden leicht gesunken, im restlichen Europa in etwa auf Vorjahresniveau. Im Zuge des Ausbaus des US-Geschäftes hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden in den USA erhöht.
Die Beschäftigtenzahl in der SIMONA AG ist zum Jahresende auf 778 zurückgegangen (31.12.2016: 789).
45 Jugendliche (Vorjahr 48) absolvierten (Stand Dezember 2017) eine Ausbildung in einem der acht technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. 13 junge Menschen absolvierten 2017 einen von SIMONA geförderten berufsintegrierten/dualen Studiengang oder eine geförderte Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker.
Im Geschäftsjahr 2017 hat sich SIMONA ausführlich mit den Anforderungen an die Arbeitsprozesse und -strukturen der Zukunft auseinandergesetzt. Im Projekt "SIMONA-HOME-2025" wurden die Auswirkungen auf unser Unternehmen mit Unterstützung der Studentischen Unternehmensberatung der Hochschule Mannheim detailliert untersucht. Die Ergebnisse waren eine Grundlage für die Grundsatzentscheidung, den Sitz der Verwaltung auf absehbare Zeit am Stammsitz in Kirn zu erhalten und die Attraktivität als Arbeitgeber in dieser Region mit einem Maßnahmenpaket weiter auszubauen. Dazu gehören unter anderem die Konzeption eines Um- oder Neubaus des Verwaltungsgebäudes, Programme zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie Sportangebote. Ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit war die Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen aus der im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Mitarbeiter-Befragung, die erneut eine gute Zufriedenheit der Mitarbeitenden von SIMONA gezeigt hat. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wurden verschiedene Ergonomieprojekte sowie Gesundheitstage in Zusammenarbeit mit Krankenkassen am Standort Ringsheim durchgeführt. Schwerpunkte der Weiterbildung waren im Geschäftsjahr die Förderung der Sprachkompetenz und des Projektmanagement-Know-hows. Eine Qualifikationsmatrix sowie Mitarbeiter-Gespräche als Regelinstrument wurden im Produktionsbereich Extrusion erfolgreich eingeführt. Eine Ausweitung auf alle anderen gewerblichen Bereiche ist für 2018 vorgesehen. Ein neues Image-Konzept wurde eingeführt. "A company like a friend." ist Leitthema dieses Konzeptes, das sukzessive auf alle Employer-Branding-Maßnahmen angewandt wird und neue Schwerpunkte in Social-Media-Kanälen setzt.
Qualität
Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, deren ordnungsgemäße Umsetzung im Geschäftsjahr 2017 erneut durch erfolgreich absolvierte externe Re-Zertifizierungsaudits unter Beweis gestellt wurde. Bereits hierbei erfolgte die Anpassung und Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems gemäß den neuen Anforderungen der Normrevision ISO 9001:2015. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie auch schon in den Vorjahren, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.
Informationstechnologie
Im Bereich der IT-Infrastruktur lag der Fokus 2017 auf der weiteren Verbesserung der IT-Sicherheit, speziell auf dem Ausbau der Client Security. Der Austausch von Netzwerkkomponenten in Tochtergesellschaften ermöglicht eine stabilere und sichere Verbindung zum SIMONA Netzwerk sowie die Vereinfachung des Managements dieser Komponenten. Als Pilotprojekt wurde ein neues Filesystem am Stammsitz in Kirn eingeführt, um Daten ausfallsicher zur Verfügung zu stellen und die Möglichkeit zu schaffen, Daten der Niederlassungen zentral zu speichern. Als Zusatzprodukt dieses Filesystems erlaubt ein Cloud-Service den sicheren Austausch von Daten mit externen Teilnehmern. Alle Daten befinden sich in den Rechenzentren der SIMONA AG und es findet keine Auslagerung zu externen Providern statt. Ein Update der Telekommunikationsanlage auf den aktuellsten Stand wurde als Vorbereitung zur Abschaltung der ISDN-Dienste im Jahr 2018 durchgeführt.
Schwerpunkt der IT-Anwendungsentwicklung war im vergangenen Jahr die Umstellung der produktiven Geschäftsprozesse der SIMONA Standorte in Deutschland in Vorbereitung auf die organisatorisch eindeutige Trennung der Produktionseinheiten von Verwaltung, Vertrieb und Logistik (siehe Abschnitt 1.2).
3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Die weltweite Nachfrage nach Kunststoffen ist unverändert hoch und erhält durch den weltwirtschaftlichen Aufschwung weitere Dynamik. Die mittelfristige Prognose geht von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5,3 Prozent bis 2020 aus (Quelle: Grand View Research). Die Asien-Pazifik-Region ist weiterhin der Treiber dieser Entwicklung. Ausschlaggebend dafür sind unter anderem die steigenden Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Asien sowie das Wachstum des Individualverkehrs. In den relativ gesättigten Märkten Nordamerikas und Europas ist Wachstum vornehmlich über neue Anwendungen möglich. Treiber sind hier der Leichtbau und die immer besser werdenden Eigenschaftsprofile von Kunststoffen. Für Nordamerika wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,3 Prozent bis 2020 vorhergesagt. Das Marktforschungsinstitut Ceresana erwartet für den europäischen Kunststoff-Markt bis zum Jahr 2022 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 Prozent pro Jahr.
Die Strategie von SIMONA folgt diesen globalen Trends. In Europa soll die Innovationskraft unter anderem mit dem Ausbau des Produktangebots an Hochleistungskunststoffen weiter gestärkt werden. Aufgrund der erweiterten Fertigungsmöglichkeiten im neuen Technologiezentrum sieht SIMONA gute Chancen, den Umsatz mit neuen Produkten und Anwendungen steigern zu können und Kunden mit Kleinserien und Prototypen schneller zu bedienen.
In der Region Amerika sieht SIMONA gute Chancen, im Industriegeschäft weiter zu wachsen, vor allem durch den Ausbau von Handelspartnerschaften und dem Angebot von Serviceleistungen, wie zum Beispiel technischer Beratung und Schulungsprogrammen. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung prüfen wir, ob das Geschäft mit Rohren und Formteilen ausgebaut werden soll. Der konsequente Fokus der Tochtergesellschaft Boltaron Inc. auf das Geschäft mit Halbzeugen für die Flugzeuginneneinrichtung bietet gute Chancen, am nach wie vor boomenden Luftfahrtgeschäft zu partizipieren.
In Asien-Pazifik sieht SIMONA durch den sukzessiven Ausbau der Produktionsmöglichkeiten am Standort Jiangmen sowie der neuen Aufbauorganisation für die Region weiter gute Chancen, mit Premiumprodukten vom Wachstum in Märkten mit umwelt- und sicherheitsrelevanten Anforderungen zu profitieren. Dazu gehören die chemische Prozessindustrie, Halbleiterindustrie, Bau sowie Wasserversorgung und -aufbereitung.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Chancen für das Geschäft von SIMONA nicht wesentlich geändert. Die kurzfristigen konjunkturellen Faktoren haben sich weltweit leicht verbessert. Die mittelfristigen strukturellen Faktoren, insbesondere die für das Geschäft wichtige Investitionstätigkeit in der Industrie, sind ebenfalls tendenziell besser geworden. Der weitere Ausbau des Geschäfts außerhalb Europas mit einer neuen Organisationsstruktur in der Region Asien, einem klaren Fokus auf die Bereiche Industrie und Aviation in den USA sowie die Stärkung des Kerngeschäfts Industrie in Europa mit dem Ausbau des Produktprogramms an Hochleistungskunststoffen bieten wichtige Voraussetzungen, um am weltweiten Wachstum von Kunststoffanwendungen zu partizipieren.
Risikomanagementsystem
Die SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gelten dabei ein Ereignis, eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen und auf den Grundsätzen eines vorsichtigen Kaufmanns basierenden sorgfältigen Handelns. Mit dem frühzeitigen Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel, den langfristigen Unternehmensbestand sowie den Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder vermieden, begrenzt oder übertragen werden. Verbleibende Risiken werden von SIMONA übernommen. Im Rahmen der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.
Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in regelmäßigen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst.
Im Hinblick auf die Finanzberichterstattung und den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| ― | Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung im Rahmen des Preismanagements zwecks rechnungslegungsbezogener Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise |
Das Risikomanagementsystem von SIMONA steuert auf Basis einer Riskmap die wesentlichen Risiken des Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf die beiden Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche Einzelrisiken werden alle mittelschweren Risiken mit einem Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung der Risikoberichterstattung auf wesentliche Themen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering eingestuft. SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:
| ― | Marktumfeld- und Branchenrisiken |
| ― | unternehmensstrategische Risiken |
| ― | finanzwirtschaftliche Risiken |
| ― | Beschaffungs- und Einkaufsrisiken |
| ― | Risiken durch Informationstechnologien |
Marktumfeld- und Branchenrisiken
Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Unternehmenszukäufe sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu erhöhen und die Kundenanforderungen standortnah und kundengerecht zu erfüllen.
Die geopolitischen Risiken sind nach wie vor hoch. Im Segment Europa bestimmen die Unsicherheiten aus den Auswirkungen des Brexit, die Stabilität der politischen Verhältnisse sowie fiskalische Unsicherheiten die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika determinieren die protektionistische Handelspolitik, die grundsätzliche politische Ausrichtung der USA und die Entwicklung des Dollarkurses die Risiken. Im Segment Asien und Pazifik werden die konjunkturelle Entwicklung in China im Industriesektor sowie die Entwicklung des Immobilienmarktes für die Risikoentwicklung bestimmend sein. Im Bereich Änderung von Absatzmärkten wird mit einem mittelfristigen Erwartungswert von etwa 5,0 bis 10,0 Mio. EUR Umsatzrückgang bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von aktuell unter 50 Prozent gerechnet. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken derzeit als gering erachtet.
Unternehmensstrategische Risiken
Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive Beobachtung von Markt und Wettbewerb, regelmäßige Strategiegespräche mit Key Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung und der Vertriebsorganisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit als unwesentlich eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus Insolvenzanfechtung, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt, Einzelrisiken durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Durch die Unternehmensakquisitionen und den Ausbau der Produktion im US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom Euro im Konzern erheblich reduziert werden. Damit einhergehend ist das USD-Währungsrisiko für SIMONA weiter angestiegen und wird mittelfristig auf 3,0 bis 6,0 Mio. EUR Ergebnisbe- bzw. -entlastung bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent eingeschätzt. Die Weltwirtschaft ist zwar in 2017 stärker gewachsen als prognostiziert und auch für 2018 wird ein stabiles Wachstum erwartet. Die Risiken einer nachlassenden Konjunktur und damit Investitionstätigkeit der Industrie zählen jedoch nach wie vor zu den größten wirtschaftlichen Risiken.
Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im osteuropäischen Markt weiterhin hoch. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland gilt eine gesonderte Richtlinie, die Risiken für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Zudem sind die Risiken aus Insolvenzanfechtung gegeben. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft und für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Zinsänderungsrisiken werden tendenziell als erhöht eingeschätzt. Die Verzinsung der KfW-Fördermittel erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die auf Basis des EONIA (Euro OverNight Index Average) variabel verzinste Kontokorrentkreditlinie der SIMONA AG wird aktuell nicht in Anspruch genommen.
Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Die langfristig schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige Entgelt- und Rentenentwicklung sowie das Langlebigkeitsrisiko werden als wesentliche Risiken eingestuft. Des Weiteren zählen dazu Risiken bzw. die schwer vorhersagbare Belastung der Liquidität und des Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der Volatilität des Planvermögens sowie schwankende Kostenbelastungen durch die Beiträge an den Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des Planvermögens wird in etwa auf 3 bis 10 Mio. EUR taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen Jahren.
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Wie in den vergangenen Jahren betreffen diese insbesondere potenzielle Ausfälle von Roh- und Additivlieferanten sowie die Entwicklung der Rohstoffpreise. Die von uns eingesetzten Rohstoffe werden wesentlich von der Verfügbarkeit der unmittelbaren Vorprodukte bestimmt (wie z. B. Ethylen oder Naphtha) und weniger von aktuellen Ölpreisentwicklungen. Im Jahr 2017 lagen keine größeren Rohstoffengpässe vor und die Preisentwicklung der Grundrohstoffe verlief eher konstant bis leicht steigend.
Jedoch sind wichtige Additive, die vor allem für die Herstellung von PVC-Produkten benötigt werden, unter deutlichem Preisdruck. Wir erwarten auch für das Geschäftsjahr 2018 eine ähnliche Preisentwicklung wie im Jahr 2017 und eine stabile Versorgung mit Rohstoffen und Additiven. Mittel- und langfristig gehen wir von einem strukturellen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen aus.
Risiken durch Informationstechnologien
Die Gewährleistung der sicheren Abwicklung der Geschäftsprozesse setzt eine permanente Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der eingeführten Maßnahmen zur Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme einschließlich des Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlust sowie Angriffen auf die IT-Systeme. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige Investitionen in aktuelle Hard- und Software. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf steigende Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählen hauptsächlich die Investition in Firewall- und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme. Die Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe Angriffe auf die IT-Systeme wird als hoch eingeschätzt.
Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2017 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) -Bericht gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB
Die Zielsetzung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem^ ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz möglicher Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.
Das IKS umfasst die rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Kontrollen, die für den Konzernabschluss wesentlich sind. Der SIMONA Konzern orientiert sich dabei an den entsprechenden Veröffentlichungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW). Zwischen dem Bilanzstichtag und der Lageberichterstattung gab es keine maßgeblichen Veränderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS.
Die Buchhaltungs- und Abschlusserstellung erfolgt überwiegend dezentral nach lokalen Standards. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Grundlage hierfür ist ein einheitlicher Konzern-Kontenrahmen sowie ein Accounting Manual. Die Muttergesellschaft unterstützt die Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung und steuert den Prozess der Konzernrechnungslegung. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Einbeziehung der Tochtergesellschaften erfolgt anhand von standardisierten Reporting Packages und mithilfe eines nach IDW PS 880 zertifizierten Systems. Die Konsolidierung erfolgt als mehrstufiger Prozess auf Ebene der Tochtergesellschaften, auf Ebene der Segmente und auf Konzernebene.
Die Plausibilität der Zahlen wird auf allen Ebenen durch systemtechnische Validierungen und durch manuelle Kontrollen sichergestellt. Eindeutige Verantwortlichkeiten und Zugriffsregelungen bei den abschlussrelevanten IT-Systemen sind dabei wichtige Elemente. Im Jahres- und Konzernabschluss werden grundsätzlich die Kontrollgrundsätze Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie Genehmigungs- und Freigabeverfahren im Abschlusserstellungsprozess angewendet. Die Gesamtverantwortung für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem trägt der Vorstand.
4. PROGNOSEBERICHT
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Wachstum der Weltwirtschaft soll sich 2018 weiter beschleunigen. Der IWF hat im Januar seine Prognose auf 3,9 Prozent angehoben, 0,2 Prozentpunkte mehr als im Herbst 2017. Treiber dieses Wachstums werden vor allem der Aufschwung in Europa und Asien sowie die US-Steuerreform sein. Risiken für die Entwicklung sieht der IWF vor allem in der zunehmenden Staatsverschuldung, einem stärkeren Dollar und Leistungsbilanzdefiziten.
Der IWF hat seine Prognosen für die meisten etablierten Volkswirtschaften angehoben. Für den Euroraum wird ein Wachstum von 2,2 Prozent, für Deutschland von 2,3 Prozent, für Frankreich von 1,9 Prozent und für Italien von 1,4 Prozent prognostiziert. Für die USA geht der IWF von einem Wachstum von 2,7 Prozent aus. Die Wirtschaft in China soll 2018 um 6,6 Prozent wachsen.
Die chemische Industrie erwartet, dass sich der Aufschwung 2018 fortsetzen wird, allerdings mit nachlassender Dynamik. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) geht davon aus, dass die Produktion um 2 Prozent und der Umsatz um 3 Prozent steigen werden. Inlands- und Auslandsgeschäft sollen sich in etwa gleich entwickeln. Der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2018 eine gleichbleibende Dynamik und ein erneutes Produktionswachstum von 3 Prozent.
Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes erwarten für die Branche ein Umsatzwachstum von 4 Prozent und damit nahezu auf Vorjahresniveau. Der Wirtschaftsbau soll sich aufgrund steigender Unternehmensinvestitionen positiv entwickeln. Der weltweite Markt für "Aircraft Interior" wird Prognosen zufolge auch 2018 weiter dynamisch wachsen.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Der Branchenverband GKV geht von einem weiteren Wachstum der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland aus. Für das Jahr 2018 werden ca. 4 Prozent Umsatzwachstum prognostiziert. In der jüngsten Mitgliederbefragung gehen 60 Prozent der Mitgliedsunternehmen von steigenden Umsätzen für 2018 aus, nur 4 Prozent von sinkenden.
Auch die Erwartungen an die Gewinnentwicklung sind überwiegend positiv. 41 Prozent rechnen mit steigenden und 51 Prozent mit gleichbleibenden Gewinnen. Die Exporte sollen nach der Erwartungshaltung der Mehrzahl der befragten Unternehmen weiter steigen. Belastend wirken hohe Energiekosten durch die EEG-Umlage, politische Unsicherheiten in Europa sowie zunehmend der Fachkräftemangel.
Künftige Entwicklung Konzern
Für das Geschäftsjahr 2018 geht SIMONA von einem Konzernumsatz von 405 bis 410 Mio. EUR, einer EBIT-Marge zwischen 7 und 9 Prozent sowie einer EBITDA-Marge von 11 bis 13 Prozent aus.
Die Verzinsung des im Konzern eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2018 zwischen 9 und 11 Prozent erwartet.
In Zentraleuropa plant SIMONA ein leichtes Wachstum, in Westeuropa soll das hohe Niveau des Vorjahres in etwa gehalten werden. Ein höheres Wachstum wird in Osteuropa geplant. In den USA soll das Industriegeschäft weiter wachsen. In Asien geht SIMONA von einer weiteren Steigerung auf Basis des guten Niveaus, das in 2017 erreicht wurde, aus.
Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der Durchsetz-barkeit auskömmlicher Preise in einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten abhängen. Wir gehen derzeit davon aus, die Umsatz- und Ergebnisziele erreichen zu können. Die weitere Entwicklung der Industrieproduktion und Investitionstätigkeit weltweit sowie die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten werden für die Erreichung der Ziele bestimmend sein.
SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit aufgrund des Ausbaus der technischen Kompetenz und der Fokussierung auf neue Marktsegmente sowie unseren Kernmarkt Industrie auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.
Durch die Aktivitäten in unserem Qualitätsmanagement rechnen wir damit, das erreichte Niveau halten zu können.
Die Anzahl der Mitarbeitenden des SIMONA Konzerns wird in 2018 voraussichtlich leicht steigen. Die Zahl der Auszubildenden wird sich nach den bisher geschlossenen Ausbildungsverträgen voraussichtlich auf Höhe des Vorjahres bewegen.
Künftige Entwicklung der SIMONA AG
Für das Geschäftsjahr 2018 geht SIMONA von einem Umsatz von 272 Mio. EUR, einer EBIT-Marge zwischen 5 und 6 Prozent sowie einer EBITDA-Marge zwischen 8 und 9 Prozent nach IFRS aus.
Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2018 zwischen 6 und 7 Prozent erwartet.
In der Verkaufsregion "Deutschland" soll dabei durch den weiteren Ausbau des Industriegeschäfts ein leichtes Wachstum erzielt werden. In der Region "Übriges Europa und Afrika" wird insgesamt ein Umsatzplus geplant, wobei in der Region Westeuropa das hohe Niveau gehalten werden soll und in Osteuropa ein stärkeres Wachstum erwartet wird. Für die Regionen "Amerika" und "Asien und Pazifik" geht die SIMONA AG ebenfalls von einem stärkeren Wachstum aus.
5. SONSTIGE ANGABEN
5.1 Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.
5.2 Vergütungsbericht
Vergütung des Vorstandes
Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.
Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütungskomponente wird jährlich überprüft und die fixe Komponente alle zwei Jahre. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung sind die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein langfristiges Anreiz-Programm (LAP). Für die Performanceperioden 2014 bis 2016 basierte das LAP auf dem Erreichen eines definierten Zielwertes (Capital Employed und einem durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC) von 8 Prozent). Für die Performanceperioden 2015 bis 2017 wird als maßgebliche Performancegröße der durchschnittliche NOPAT (Net Operating Profit After Taxes) des Konzerns während einer dreijährigen Performanceperiode verwendet. Die erste Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die zweite Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 und die dritte Performanceperiode umfasst die Geschäftsjahre 2017 bis 2019. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Konzernabschlusses für das letzte Jahr der jeweiligen Performanceperiode.
Die Vergütung des Vorstandes setzt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
ZUSAMMENSETZUNG DER VERGÜTUNG DES VORSTANDES
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| in TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Fixgehalt und Nebenleistungen | 924 | 906 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Jahresbonus | 1.030 | 1.067 |
| Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung | ||
| Periode 2014 - 2016, Auszahlung 2017 | - | 517 |
| Periode 2015 - 2017, Auszahlung 2018 | 620 | - |
| Gesamtvergütung | 2.574 | 2.490 |
Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 10. Juni 2016 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2020. Die individualisierten Angaben gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben insofern.
Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.
Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 420 TEUR (Vorjahr 470 TEUR). Die handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 11.863 TEUR (Vorjahr 12.890 TEUR). Die Pensionsrückstellungen nach IFRS für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 16.595 TEUR (Vorjahr 18.861 TEUR).
Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte, noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.
Vergütung des Aufsichtsrates
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates der SIMONA AG erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 13.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 7.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern auf die Vergütung ersetzt.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wurde aufgrund Satzungsänderung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016 angehoben. Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden von der Hauptversammlung am 9. Juni 2017 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 164 TEUR (Vorjahr 163 TEUR), davon SIMONA AG 140 TEUR (Vorjahr 139 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen weder Kredite oder Bezugsrechte noch bestehen sonstige aktienbasierte Vergütungen.
5.3 Angaben gemäß § 289a HGB und § 315a HGB und erläuternder Bericht
Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2017 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist.
Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt.
31,19 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 15,04 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,25 Prozent Regine Tegtmeyer (Nebel), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 10,8 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.
Mitglieder des Vorstandes meldeten am 09. Juni 2017 insgesamt 70.860 Stück Aktien; dies entspricht 11,81 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten insgesamt 1.300 Stück Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 09. Juni 2017 an; dies entspricht 0,22 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG.
Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.
Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.
Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.
Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.
6. NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG GEMÄSS §289 B)-E) HGB
Kurzbeschreibung des Geschäftsmodells
Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) und PFA (Perfluoralkoxyl) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.
Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile und Profile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.
SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Energie-, Umwelt- und Sozialbelange sind für SIMONA zentrale Aspekte.
Umweltaspekte
Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach den Anforderungen der DIN EN ISO 14001 gehört zu den zentralen verfolgten Konzepten. Ziel der internationalen Norm des Umweltmanagementsystems ist es, dem zertifizierten Unternehmen einen Rahmen bereitzustellen, um die Umwelt zu schützen und auf sich ändernde Umweltzustände im Einklang mit sozioökonomischen Erfordernissen zu reagieren. Der systematische Ansatz stellt Informationen bereit, die den Erfolg langfristig fördern und Möglichkeiten eröffnen, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Das Umweltmanagementkonzept verfolgt SIMONA für die Standorte Kirn, Ringsheim und Litvinov (Tschechien). Die Anforderungen dieser Konzepte erfüllt SIMONA durch Überwachungsaudits und Rezertifizierungen. In 2017 wurde SIMONA als eines der ersten Unternehmen nach dem neuen Standard 14001:2015 erfolgreich rezertifiziert.
Wesentliche Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit von SIMONA verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Umweltaspekte haben könnten, sind Boden-, Gewässer- und Luftverunreinigung durch Störfälle, Brand und Produktionsabfall.
SIMONA begegnet Risiken durch Brand mit vorbeugendem Brandschutz, regelmäßigen Wartungen der Löschanlagen, Begehungen mit dem Versicherer und der Feuerwehr, einer eigenen Brandschutzordnung sowie jährlichen Unterweisungen der Mitarbeitenden. Risiken durch Störfälle wird mit regelmäßigen Kontrollen und Wartungen der Anlagen, baulichen Maßnahmen, wie Rückhaltebecken, Auffangwannen, versiegeltem Boden sowie der gesetzeskonformen Lagerung von Gefahrstoffen begegnet. SIMONA beachtet festgelegte Alarmpläne bei Störfällen, führt wöchentliche, halbjährliche und jährliche Wartungen sowie eine 5-jährliche Dichtigkeitsprüfung der Ölabscheideanlagen durch. Prüfintervalle werden eingehalten und Emissionsmessungen regelmäßig durchgeführt. SIMONA entsorgt Abfälle, die nicht wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden können, entsprechend den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Die Abfälle werden hauptsächlich intern verwertet oder an externe Verwerter weitergegeben. Alle Entsorger sind zertifizierte Unternehmen, die eine Zulassung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben haben. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig zur Abfallvermeidung sowie Abfallverwertung und -entsorgung geschult. Die Reduzierung der Abfallquote in Bezug auf die Produktionsmenge ist wesentliches Unternehmensziel.
Wesentliche Risiken, die mit den Geschäftsbeziehungen der Kapitalgesellschaft, ihren Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Umweltaspekte haben könnten, sind die Umweltbilanz der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe, die Entsorgung/Verwertung von Abfällen bei Kunden und Nichteinhaltung von Produkteigenschaften in umweltkritischen und sicherheitsrelevanten Anwendungen.
SIMONA begegnet Risiken der Umweltbilanz ihrer eingesetzten Rohstoffe mit einer sorgfältigen Auswahl der Ressourcenlieferanten anhand bestehender Zertifizierungen (Herkunft, Beachtung von Black Lists), der Substitution von Schadstoffen bereits bei Forschung und Entwicklung sowie der Beachtung des geltenden Rechts zum Einsatz von Schadstoffen. SIMONA informiert die Kunden regelmäßig zur richtigen Nutzung sowie Entsorgung/Verwertung der Produkte und der aus ihrer Weiterverarbeitung entstehenden Abfälle. In Werkstoff- und Sicherheitsdatenblättern, die zu jedem Produkt im Internet abrufbar sind, werden die Produkteigenschaften, Kennwerte und Hinweise zur sicheren Lagerung und Verarbeitung aufgelistet. Mit einer eigenen Qualitätssicherung, die Prüfpläne für alle Produkte festlegt, wird dem Risiko der Nichteinhaltung von Produkteigenschaften begegnet. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen darüber hinaus dazu bei, Herausforderungen, z. B. in der Umwelttechnik oder Versorgung, nachhaltig zu lösen. SIMONA ist aktives Mitglied der Organisation VinylPlus, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette. Außerdem ist SIMONA Mitinitiator und Träger des Qualitätssiegels für PVC Platten des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. (pro-K). Die Träger dieses Zeichens verpflichten sich dazu, festgelegte Qualitätsstandards zu erfüllen, Verarbeitungskompetenzen zu gewährleisten und ein vielseitiges und ausgezeichnetes Serviceangebot zu liefern.
Energieaspekte
Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach den Anforderungen der DIN EN ISO 50001 gehört zu den zentralen verfolgten Konzepten. Ziel der internationalen Norm des Energiemanagementsystems ist es, das zertifizierte Unternehmen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Durch einen systematischen Ansatz zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems soll das Unternehmen in die Lage versetzt werden, eine kontinuierliche Verbesserung der Leistung des Energiemanagements, der Energieeffizienz und der Energieeinsparung zu erzielen. Die Norm beschreibt Anforderungen bezüglich der Versorgung mit sowie Einsatz und Verbrauch von Energie einschließlich Messung, Dokumentation und Berichtswesen, Auslegungs- und Beschaffungspraxis für Energie verbrauchende Einrichtungen, Systeme, Prozesse und Personal.
Das Energiemanagementkonzept wird für die Standorte Kirn, Ringsheim und Litvinov (Tschechien) verfolgt. Die Anforderungen dieser Konzepte erfüllt SIMONA durch Überwachungsaudits und Rezertifizierungen. In 2017 wurde das Energiemanagementsystem erfolgreich nach den Standards (ISO 50001:2011 (ISO 50003)) rezertifiziert.
Wesentliche Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit von SIMONA verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Energieaspekte haben könnten, sind Ressourcenverbrauch sowie Emissionen.
SIMONA begegnet diesen Risiken mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Emissionen. Den Energieverbrauch sowie die Energieeffizienz bewertet SIMONA mit Energie-Perfomance-Indikatoren (ENPI), die Verbrauchsdaten zu den jeweiligen Produktionsmengen ins Verhältnis setzen. Wesentliche Ziele des Energiemanagements sind die Steigerung der Energieeffizienz und die Senkung des Energieverbrauchs.
Arbeitnehmerbelange
Für das Unternehmen sind die Mitarbeitenden eine wichtige Säule des Erfolgs. Dies ist in unserem Code of Conduct, der sowohl für die Mitarbeitenden, die Vorgesetzten und für die Geschäftsleitung aller SIMONA Gesellschaften gleichermaßen gilt, in mehrfacher Hinsicht verankert.
So hat sich das Unternehmen die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zum Ziel gesetzt und befindet sich aktuell für die Standorte der SIMONA AG in der Umsetzung eines Konzeptes zur "Vision Zero" (Zahl der Arbeitsunfälle), die auch in der Balanced Scorecard für die europäischen Standorte als Zielvorgabe hinterlegt wurde. Sämtliche Arbeitsunfälle werden durch die betrieblich bestellten Arbeitssicherheitsfachkräfte in Berichten erfasst, nach Ursachen ausgewertet und daraus Maßnahmen zur Prävention abgeleitet. Weiter hat die SIMONA AG ein Gesundheitsteam etabliert, das sich die Gesunderhaltung der Mitarbeitenden mit verschiedenen Aktionen zum Ziel gesetzt hat.
SIMONA unterstützt die Vielfalt und Chancengleichheit aller Mitarbeitenden und hat sich demzufolge das Ziel gesetzt, 20 Prozent ihrer Stellen in der Stufe unterhalb des Vorstandes der SIMONA AG mit weiblichen Führungskräften zu besetzen. Dieses Ziel wurde bereits erreicht.
Die SIMONA AG investiert in die Förderung geeigneten Nachwuchses und beteiligt sich regelmäßig an Kooperationsprojekten mit Schulen und Universitäten (Schulpatenschaften, MINT-Programm). Neben der Ausbildung stehen geeigneten Bewerbern auch die Möglichkeiten eines dualen Studiums, einer geförderten, beschäftigungsbegleitenden Weiterbildung (berufsbegleitendes Studium) oder einer temporären Beschäftigung an einem unserer Auslandsstandorte in den Tochtergesellschaften offen. Die SIMONA AG unterhält für das berufsbegleitende Studium Kooperationen mit den Hochschulen Ludwigshafen, Darmstadt und Mainz.
Die SIMONA AG erfragt die Mitarbeiterzufriedenheit in regelmäßig wiederkehrenden anonymen Mitarbeiterumfragen und leitet daraus konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit ab. Die SIMONA AG befindet sich am Standort Kirn im Stadium der Einführung flächendeckender Mitarbeitergespräche, die im gewerblichen Bereich z. T. bereits anhand einer Qualifikationsmatrix geführt werden. Das System der Qualifikationsmatrix ermöglicht es, jedem Mitarbeitenden die Anforderungen an seine Stelle und seinen persönlichen Anforderungserfüllungsgrad aufzuzeigen und soll innerhalb der nächsten zwei Jahre flächendeckend für alle gewerblichen Mitarbeitenden übernommen werden. Basierend auf den jährlichen Mitarbeitergesprächen werden die Fortbildungsbedarfe ermittelt. Die Feedbacks der besuchten Fortbildungen werden systematisch ausgewertet.
Der Informationsfluss zu den Mitarbeitenden wird innerhalb der SIMONA AG über das SIMONA Intranet, ein Aushangsystem, Abteilungsbesprechungen und regelmäßige Schichtschulungen sowie Betriebsversammlungen gewährleistet.
SIMONA erkennt das Recht aller ihrer Mitarbeitenden an, in und von Gewerkschaften vertreten zu sein und Arbeitnehmervertretungen zu bilden. An den Standorten der SIMONA AG bestehen langjährig etablierte Arbeitnehmervertretungen und am Standort Kirn ist die Mitarbeiterschaft zusätzlich durch die IGBCE vertreten.
Wesentliche Risiken, die für uns aus der Nichtbeachtung von Arbeitnehmerbelangen resultieren können, sind der Verlust unserer Mitarbeitenden und damit auch deren Know-how und potenzieller Betriebsgeheimnisse an den Wettbewerb. Mit dem Verlust von Know-how kann auch ein Qualitätsabfall einhergehen, der sich finanziell durch einen Anstieg von Gewährleistungsansprüchen und den Verlust von Kunden bemerkbar machen könnte. Nicht zuletzt wirken sich hohe Krankenstände negativ auf die Produktivität der Standorte aus. Weiter sehen wir die Herausforderungen des demographischen Wandels, der uns mit Überalterungs- und Kapazitätsrisiken konfrontiert.
SIMONA hat bisher nicht überprüft, inwieweit sie im Rahmen ihrer Maßnahmen und Richtlinien für Arbeitnehmerbelange die grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation erfüllt.
Menschenrechte
SIMONA bekennt sich zu den international anerkannten Menschenrechten und hat sich und ihre Mitarbeitenden gleichermaßen in ihrem Code of Conduct zur Einhaltung von Menschenrechten bindend verpflichtet. Wir unterstützen hierbei die internationale Vielfalt, setzen uns für Chancengleichheit ein und fordern von unseren Mitarbeitenden gegenseitigen Respekt. Diskriminierende Gesichtspunkte wie beispielsweise Geschlecht, Herkunft, Religion oder geschlechtliche Ausrichtung werden bei Entscheidungen im Unternehmen nicht berücksichtigt. Zwangs- und Kinderarbeit lehnen wir strikt ab und erwarten dies auch von unseren Geschäftspartnern. Unseren Ansatz entwickeln wir fortlaufend weiter. Verstöße gegen die in unserem Code of Conduct niedergelegten Grundsätze können beim Compliance Officer gemeldet werden und werden strikt geahndet.
Bekämpfung von Korruption und Bestechung
SIMONA verpflichtet ihre Mitarbeitenden, Berater, Handelsvertreter, Agenten und vergleichbare Dritte ausnahmslos und uneingeschränkt, keine unrechtmäßigen Zuwendungen zu gewähren oder solche Zuwendungen entgegenzunehmen. SIMONA hat für verschiedene Bereiche und Alltagssituationen, mit denen ihre Mitarbeiter konfrontiert werden könnten, Richtlinien zur Vermeidung von Korruption und Bestechung erlassen. Verstöße werden strikt geahndet.
Verstöße gegen das Verbot und die zugehörigen Richtlinien können u. U. schwere Straftaten darstellen, die dem Unternehmen Schaden in finanzieller Hinsicht als auch beträchtliche Reputationsschäden zufügen können. Weiter lösen sie bei einer Vielzahl unserer Vertragspartner Kündigungsgründe für eine Zusammenarbeit aus. Nicht zuletzt können sie auch zum Ausschluss aus öffentlichen Ausschreibungsverfahren im In- und Ausland führen.
Früherkennung von Risiken ist ein wesentliches Kriterium bei der Verhinderung von Compliance-Verstößen. In einem jährlich wiederkehrenden Prozess werden die für SIMONA spezifischen Compliance-Risiken systematisch ermittelt, analysiert und aktualisiert. Bei Hinzutreten neuer Risiken werden entsprechende Maßnahmen zur Abwehr ermittelt und eingeführt.
Die Kontrolle, ob die Vorgaben zum Verbot von Korruption und Bestechung eingehalten werden, erfolgt in den Tochtergesellschaften durch wiederkehrende Revisionsbesuche vor Ort inklusive Kontrolle der Konten und Bargeldbestände.
Zur effektiven Umsetzung des Compliance-Systems hat SIMONA einen Compliance Officer bestellt.
Mitarbeitenden und auch außenstehenden Dritten räumt SIMONA die Möglichkeit ein, Hinweise auf Verstöße gegen das Verbot von Korruption und Bestechung anonym beim Compliance Officer einzureichen.
Das System zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung im Unternehmen folgt keinen internationalen oder nationalen Standards oder lehnt sich an solche an, sondern ist anhand der individuellen Bedürfnisse und der Risikosituation innerhalb der Organisation aufgebaut.
Sozialaspekte
SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung für die Entwicklung und Attraktivität der Städte und Gemeinden, in denen das Unternehmen vertreten ist, und berücksichtigt Sozialbelange. Es wird das Konzept verfolgt, soziale, kulturelle und Hilfsprojekte an den jeweiligen Standorten weltweit zu unterstützen. Die innerhalb dieses Konzeptes verfolgten Due-Diligence-Prozesse sind definierte Zuständigkeiten und Abläufe für die Auswahl der zu unterstützenden Institutionen, Projekte und Initiativen sowie über den Umfang der jeweiligen Unterstützung. Darüber hinaus unterstützt die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung als Großaktionär der SIMONA AG am Standort Kirn. Sie konzentriert sich dabei auf die Förderung des Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesens, der bedrohten Natur und der Tierwelt, der Kunst und der Kultur, der Entwicklungshilfe und mildtätiger Zwecke von Einrichtungen der Wohlfahrtspflege.
Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.
Kirn, den 29. März 2018
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wolfgang Moyses
Dirk Möller
Fredy Hiltmann
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017
der SIMONA AG
Bilanz für das Geschäftsjahr 2017
der SIMONA AG
AKTIVA
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| in TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.068 | 629 |
| 1.068 | 629 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.643 | 17.983 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 24.803 | 23.403 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.636 | 6.305 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.888 | 7.295 |
| 37.970 | 54.986 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 72.947 | 55.636 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 24.181 | 28.056 |
| 3. Beteiligungen | 23 | 23 |
| 97.151 | 83.715 | |
| 136.189 | 139.330 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 14.088 | 13.008 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 336 | 370 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 24.747 | 21.285 |
| 4. Anzahlungen auf Vorräte | 4 | 129 |
| 39.175 | 34.792 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.306 | 23.710 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 21.180 | 14.304 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 241 | 312 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.496 | 3.049 |
| 48.223 | 41.375 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 50.846 | 59.470 |
| 138.244 | 135.637 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 257 | 592 |
| 274.690 | 275.559 | |
| PASSIVA | ||
| in TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.500 | 15.500 |
| II. Kapitalrücklage | 15.032 | 15.032 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 397 | 397 |
| 2. Satzungsmäßige Rücklagen | 2.847 | 2.847 |
| 3. Andere Gewinnrücklagen | 133.055 | 124.223 |
| IV. Bilanzgewinn | 15.222 | 13.591 |
| 182.053 | 171.590 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 47.166 | 46.360 |
| 2. Steuerrückstellungen | 728 | 855 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 9.640 | 11.510 |
| 57.534 | 58.725 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 22.130 | 25.555 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.547 | 7.649 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.514 | 9.849 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| (davon aus Steuern TEUR 297; Vorjahr TEUR 277) | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 774; Vorjahr TEUR 680) | 2.912 | 2.191 |
| 35.103 | 45.244 | |
| 274.690 | 275.559 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017
der SIMONA AG
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| in TEUR | 01.01. - 31.12.2017 | 01.01. - 31.12.2016 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 268.555 | 254.513 |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 3.574 | 2.354 |
| 272.129 | 256.867 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| (davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 1.427; Vorjahr TEUR 1.505) | 3.125 | 3.908 |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -162.502 | -148.583 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.096 | -939 |
| -163.598 | -149.522 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -37.556 | -38.379 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung | ||
| (davon für Altersversorgung TEUR 649; Vorjahr TEUR 1.543) | -6.012 | -8.332 |
| -43.568 | -46.711 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -6.882 | -6.602 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| (davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 2.207; Vorjahr TEUR 484) | -42.951 | -39.092 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 6.424; Vorjahr TEUR 1.262) | 6.424 | 1.262 |
| 9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 1.182 | 293 |
| 10. Zuschreibungen auf Finanzanlagen | 239 | 9.244 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 873 | 867 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 705; Vorjahr TEUR 700) | ||
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -6.210 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| (davon an verbundene Unternehmen TEUR 100; Vorjahr TEUR 8) | ||
| (davon aus Abzinsung TEUR 4.249; Vorjahr TEUR 3.983) | -4.665 | -4.239 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.481 | -4.831 |
| 15. Ergebnis nach Steuern | 17.827 | 15.234 |
| 16. Sonstige Steuern | -164 | -141 |
| 17. Jahresüberschuss | 17.663 | 15.093 |
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.391 | 6.044 |
| 19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -8.832 | -7.546 |
| 20. Bilanzgewinn | 15.222 | 13.591 |
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017
der SIMONA AG
ALLGEMEINE HINWEISE
Die SIMONA AG hat ihren Sitz in Kirn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 1390).
Die SIMONA AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zusätzlich wurde der Posten "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" in das Gliederungsschema des § 275 HGB aufgenommen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 EUR, aber nicht über 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte sowie Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse wurden nach der LIFO-Methode ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen zur Bilanz dargelegt.
Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, ermittelt, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Anlagevermögen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert (Anschaffungskosten) angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zins abgezinst.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.
Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Aufwendungen der Folgejahre.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde wie im Vorjahr pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren von 3,68 Prozent (Vorjahr 4,01 Prozent) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 Prozent, der Trend der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung mit 2,00 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde wegen untergeordneter Bedeutung nicht verwendet.
Für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Anwartschaften werden gemäß Artikel 28 Absatz 1 EGHGB keine Rückstellungen gebildet.
Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß der Restlaufzeit mit einem Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Währungsumrechnung
In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Anlagevermögen
Mit Einbringungsvertrag vom 22. November 2017 hat die SIMONA AG den Grundbesitz in Deutschland nebst aufstehenden Gebäuden und dem gesetzlichen Zubehör auf die neu gegründete SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn, gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten übertragen. Es wurden Sachanlagen mit historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 72.981 TEUR und Restbuchwerten in Höhe von 17.233 TEUR mit Wirkung vom 01. Dezember 2017 (Übergang von Nutzen und Lasten) übertragen.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Angaben zum Anteilsbesitz
Die Aufstellung zum Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind den für den IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 verwendeten Daten (sog. Handelsbilanz II) entnommen. Das Eigenkapital von Gesellschaften in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs und die Ergebnisangaben zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA AMERICA Inc. (13.123 TEUR) und die SIMONA ASIA LIMITED (11.058 TEUR).
Vorräte
Bei den Vorräten wird für die Bewertung von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen die LIFO-Methode angewendet. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode, der zu einer Verminderung der Vorräte führt, beträgt bei den Rohstoffen 2.566 TEUR und bei den Fertigerzeugnissen 8.953 TEUR.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Posten, innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19.436 TEUR, Vorjahr 13.720 TEUR) sowie Darlehen (1.683 TEUR, Vorjahr 584 TEUR). Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, beläuft sich auf 502 TEUR (Vorjahr 260 TEUR).
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 241 TEUR und betreffen Zahlungen für Altersvorsorge.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen von 1.878 TEUR sowie Energiesteuerforderungen von 697 TEUR.
Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt unverändert 15.500 TEUR und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 6.391 TEUR enthalten. Im Berichtsjahr wurden satzungsgemäß 8.832 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsrückstellung zu einem Wertansatz bei einem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt -7.379 TEUR (Vorjahr -6.068 TEUR).
Die SIMONA Sozialwerk GmbH dient als Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelbaren Altersvorsorgeverpflichtungen für die SIMONA AG. Zum 31.12.2017 ergibt sich eine nicht passivierungspflichtige Unterdeckung in Höhe von 8.520 TEUR (10-Jah-reszins) und 18.608 TEUR (7-Jahreszins).
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von 5.808 TEUR (Vorjahr 6.851 TEUR) sowie Garantie- und Gewährleistungsansprüche über 3.152 TEUR (Vorjahr 3.515 TEUR) gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten unverändert Bankdarlehen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von 3.425 TEUR und mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren in Höhe von 13.700 TEUR. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt 5.005 TEUR (Vorjahr 8.335 TEUR). Innerhalb eines Jahres fällige Kontokorrentkredite bestanden wie im Vorjahr nicht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen innerhalb eines Jahres fällige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.300 TEUR, Vorjahr 7.594 TEUR) sowie Darlehen in Höhe von 2.000 TEUR.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Anlagevermögen sowie Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 Prozent zugrunde gelegt.
Haftungsverhältnisse
Für die Tochterunternehmen SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien, SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur und SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China, hat die SIMONA AG je eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, ihre Tochtergesellschaften mit ausreichenden finanziellen Mitteln zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten auszustatten.
Aus Gewährleistungsverträgen hat die SIMONA AG zu Gunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong, China, und SIMONA ASIA LIMITED, Hongkong, China, je eine Garantie abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2017 mit insgesamt 0 TEUR.
Als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten hat die SIMONA AG zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Zahlungsgarantie in Höhe von nominal 2.501 TEUR abgegeben. Die Verbindlichkeiten der SIMONA AMERICA Inc. und Boltaron Inc. gegenüber dem Lieferanten valutieren am 31. Dezember 2017 mit insgesamt 444 TEUR.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien sowie den Patronatserklärungen wird derzeit als nicht wahrscheinlich eingeschätzt, da die betreffenden Tochterunternehmen über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erfüllen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN
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| in TEUR | 2017 | % | 2016 | % |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 93.749 | 34,9 | 96.726 | 38,0 |
| Übriges Europa und Afrika | 152.774 | 56,9 | 140.933 | 55,4 |
| Amerika | 5.308 | 2,0 | 4.206 | 1,6 |
| Asien und Pazifik | 16.724 | 6,2 | 12.648 | 5,0 |
| 268.555 | 100,0 | 254.513 | 100,0 |
UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTBEREICHEN
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| in TEUR | 2017 | % | 2016 | % |
|---|---|---|---|---|
| Halbzeuge und Fertigteile | 191.001 | 71,1 | 179.965 | 70,7 |
| Rohre und Formteile | 75.377 | 28,1 | 73.565 | 28,9 |
| Dienstleistung und Vermietung | 2.177 | 0,8 | 983 | 0,4 |
| 268.555 | 100,0 | 254.513 | 100,0 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus Stromsteuerrückerstattungen (14 TEUR; Vorjahr 1.325 TEUR), periodenfremde sonstige Erträge (36 TEUR; Vorjahr 20 TEUR) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (661 TEUR; Vorjahr 373 TEUR).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (10.416 TEUR; Vorjahr 9.416 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen (8.063 TEUR; Vorjahr 7.731 TEUR), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (6.794 TEUR; Vorjahr 6.227 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (1.892 TEUR; Vorjahr 1.751 TEUR), Raumkosten (1.035 TEUR; Vorjahr 962 TEUR) und Werbekosten (765 TEUR; Vorjahr 1.631 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich aus der Ausbuchung von Forderungen (16 TEUR; Vorjahr 77 TEUR).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis vor Steuern des laufenden Geschäftsjahres. Der Posten enthält Steuererträge in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr 5 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.
SONSTIGE ANGABEN
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Mit Einbringungsvertrag vom 22. November 2017 hat die SIMONA AG den Grundbesitz in Deutschland zum Restbuchwert in Höhe von 17.233 TEUR mit Wirkung vom 01. Dezember 2017 (Übergang von Nutzen und Lasten) auf die neu gegründete Tochtergesellschaft SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn, übertragen. Die Übertragung dient der Trennung der bei der SIMONA AG verbleibenden operativen Aktivitäten und dem Management der Immobilien einhergehend mit der Verbesserung von Kostentransparenz und Effizienz. Gemäß Mietvertrag vom 01. Dezember 2017 vermietet die SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Grundstücke und Gebäude unbefristet mit beidseitigem Kündigungsrecht an die SIMONA AG zu marktüblichen Konditionen zurück. Der Mietzins beläuft sich auf 6.054 TEUR jährlich. Die Mietzahlungen wirken sich negativ auf die Liquidität der SIMONA AG aus.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN
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| in TEUR | |
|---|---|
| Fällig 2018 | 3.047 |
| Fällig nach 2018 | 6 |
| 3.054 |
Davon betreffen 3.027 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
BESTELLOBLIGO
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| in TEUR | |
|---|---|
| Investitionsaufträge | 3.732 |
| Rohstoffbestellungen | 7.981 |
| 11.713 |
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist zudem als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 1.957 TEUR (Vorjahr 1.864 TEUR) zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften werden zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt.
Unternehmen des SIMONA Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen (Umsätze unterhalb von insgesamt 25 TEUR). Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Davon ausgenommen ist die Vergütung aus bestehenden Dienstverträgen.
Organe und Aufwendungen für Organe
Vorstand:
Wolfgang Moyses, Kirn, MBA, Diplom-Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender
Verantwortlich für die Bereiche:
| ― | USA und Asien-Pazifik |
| ― | Global Business Segments |
| ― | Strategische Unternehmensentwicklung |
| ― | Personal und Recht |
| ― | Investor Relations |
| ― | Marketing & Kommunikation |
Dirk Möller, Kirn, Diplom-Ingenieur, stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Verantwortlich für die Bereiche:
| ― | Division Halbzeuge Europa |
| ― | Division Rohre und Formteile Forschung und Entwicklung |
| ― | Anwendungstechnik/Technical Service Center |
| ― | Verfahrensentwicklung Logistik |
Fredy Hiltmann, Kirn, Betriebsökonom
Verantwortlich für die Bereiche:
| ― | Finanzen |
| ― | Controlling |
| ― | Steuern |
| ― | Einkauf |
| ― | IT & Organisation |
| ― | Qualitätsmanagement |
Wolfgang Moyses, nimmt Aufgaben in Kontrollgremien folgender Unternehmen wahr:
| ― | Kunden-Beiratsmitglied Landesbank Rheinland-Pfalz, Mainz |
| ― | Beiratsmitglied CW Brabender Instruments Inc., South Hackensack/USA |
| ― | Aufsichtsratsmitglied SURTECO SE, Buttenwiesen-Pfaffenhofen |
Wolfgang Moyses nimmt in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:
| ― | SIMONA S.A.S., Domont |
| ― | SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI) |
| ― | SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona |
| ― | SIMONA UK Ltd., Stafford |
| ― | SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau |
| ― | SIMONA AMERICA Inc., Archbald |
| ― | SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai |
| ― | SIMONA ASIA LIMITED., Hongkong |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen |
Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Gleichzeitig nimmt Dirk Möller in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:
| ― | SIMONA S.A.S., Domont |
| ― | SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau |
| ― | SIMONA AMERICA Inc., Archbald |
| ― | SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai |
| ― | SIMONA ASIA LIMITED., Hongkong |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen |
Fredy Hiltmann nimmt in folgenden Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben in einem Kontrollgremium wahr:
| ― | SIMONA S.r.l. Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), |
| ― | SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona |
| ― | SIMONA UK Ltd., Stafford |
| ― | SIMONA AMERICA Inc., Archbald |
| ― | SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai |
| ― | SIMONA ASIA LIMITED., Hongkong |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen |
Aufsichtsrat:
Dr. Rolf Goessler, Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann, Vorsitzender
Weitere Aufsichtsratstätigkeit:
| ― | Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen |
Roland Frobel, Isernhagen, Geschäftsführer der ROSSMANN CENTRAL EUROPE B.V., Renswoude, Niederlande, stellvertretender Vorsitzender
Weitere Aufsichtsratstätigkeit:
| ― | Mitglied des Aufsichtsrates der GBK Beteiligungen AG, Hannover |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrates der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA, Hannover |
| ― | Gesellschafter und Geschäftsführer der Frobel Beteiligungs-GmbH, Isernhagen |
| ― | Geschäftsführer der Reitstall Steinberg GmbH, Neuenkirchen |
| ― | Geschäftsführer der DR Konzept GmbH, Burgwedel |
| ― | Geschäftsführer der DR Projekt GmbH, Burgwedel |
| ― | Geschäftsführer der DR Immobilien GmbH, Burgwedel |
| ― | Geschäftsführer der DR Objekt GmbH, Burgwedel |
| ― | Geschäftsführer der FRISS Beteiligungsgesellschaft mbH, Isernhagen |
Dr. Roland Reber, Stuttgart, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen
Joachim Trapp, Biberach, Volljurist
| ― | stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, Biberach |
| ― | Geschäftsführer der Sparkasse Immobilien BC GmbH, Biberach |
| ― | Geschäftsführer der Sparkasse Immobilien BC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Biberach |
Andy Hohlreiter, Becherbach, Arbeitnehmervertreter, Industriemechaniker, Betriebsratsvorsitzender
Markus Stein, Mittelreidenbach, Arbeitnehmervertreter, Kaufmännischer Angestellter, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender
Gesamtbezüge des Vorstandes
Für die Tätigkeit in 2017 betragen die Bezüge des Vorstandes 2.574 TEUR, davon betragen die variablen Vergütungsanteile 1.650 TEUR.
Darüber hinaus wurden keine weiteren Bezüge oder Kredite gewährt.
Die individualisierte Angabe der Bezüge aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung unterbleibt nach § 286 Absatz 5 HGB aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016, der bis einschließlich Geschäftsjahr 2020 gefasst wurde.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrates
Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (97,5 TEUR) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (42,0 TEUR). Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betragen somit insgesamt 139,5 TEUR und entfallen auf:
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| in TEUR | 2017 |
|---|---|
| Dr. Rolf Goessler | 40,0 |
| Roland Frobel | 33,5 |
| Dr. Roland Reber | 27,0 |
| Joachim Trapp | 13,0 |
| Andy Hohlreiter | 10,8 |
| Markus Stein | 10,8 |
| Gerhard Flohr | 2,2 |
| Jörg Hoseus | 2,2 |
| 139,5 |
Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstandes
Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge 420 TEUR.
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 4.403 TEUR.
Mitarbeitende
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres Beschäftigten:
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 458 | 465 |
| Angestellte | 273 | 274 |
| Arbeitnehmer | 731 | 739 |
| Auszubildende | 50 | 46 |
| 781 | 785 |
Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
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| in TEUR | 2017 |
| Jahresüberschuss | 17.663 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.391 |
| Satzungsmäßige Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | -8.832 |
| Bilanzgewinn | 15.222 |
| Dividende (EUR 12,00 je Aktie) | -7.200 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 8.022 |
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex
Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2017 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 23. Februar 2018 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite unter www.simona.de öffentlich zugänglich gemacht.
Beteiligungsverhältnisse
Am 09. Juni 2017 wurden an der Gesellschaft folgende Beteiligungsverhältnisse gemeldet:
STIMMRECHTSANTEIL AN DER SIMONA AG
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| in Prozent | am 31.12.2017 |
|---|---|
| Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn | 31,19 |
| Kreissparkasse Biberach, Biberach | 15,04 |
| Dirk Möller, Kirn | 11,64 |
| Regine Tegtmeyer, Nebel | 11,25 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel | 10,10 |
| SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn | 10,00 |
Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG
Der SIMONA Aktiengesellschaft liegen folgende Mitteilungen vor, welche dem letzten mitgeteilten Stand der Aktionäre über die Über- bzw. Unterschreitung von Schwellenwerten nach § 21 Absatz 1 WpHG entsprechen:
Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns in der Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4g WpHG am 21. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. Juli 2016 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0435 Prozent betragen hat (das entspricht 90.261 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0435 Prozent (90.261 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.
Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).
Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).
Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.
Honorar des Abschlussprüfers
Da die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der SIMONA AG enthalten sind, haben wir von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht.
Die Nichtprüfungsleistungen unseres Abschlussprüfers belaufen sich in 2017 insgesamt auf 36 TEUR und betreffen ausschließlich Steuerberatungsleistungen (Steuererklärungen, steuerliche Würdigung von Sachverhalten).
Nachtragsbericht
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 bis zur Erstellung des Berichtes sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Kirn, den 29. März 2018
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wolfgang Moyses
Dirk Möller
Fredy Hiltmann
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2017
der SIMONA AG
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| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.01. 2017 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12. 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.670 | 810 | 104 | 138 | 8.446 |
| 7.670 | 810 | 104 | 138 | 8.446 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 56.591 | 145 | 2.532 | 56.329 | 2.939 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 146.207 | 1.918 | 3.129 | 2.130 | 149.124 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 48.569 | 2.065 | 591 | 18.634 | 32.591 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.295 | 2.949 | -6.356 | 0 | 3.888 |
| 258.662 | 7.077 | -104 | 77.093 | 188.542 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 60.977 | 17.311 | 0 | 0 | 78.288 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 34.266 | 0 | 0 | 4.114 | 30.152 |
| 3. Beteiligungen | 23 | 0 | 0 | 0 | 23 |
| 95.266 | 17.311 | 0 | 4.114 | 108.463 | |
| I + II + III | 361.598 | 25.198 | 0 | 81.345 | 305.451 |
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| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.01. 2017 | Zugänge | Zuschreibungen | Abgänge | 31.12. 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.041 | 475 | 0 | 138 | 7.378 |
| 7.041 | 475 | 0 | 138 | 7.378 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 38.608 | 1.038 | 0 | 39.350 | 296 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 122.804 | 3.637 | 0 | 2.120 | 124.321 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 42.264 | 1.732 | 0 | 18.041 | 25.955 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 203.676 | 6.407 | 0 | 59.511 | 150.572 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.341 | 0 | 0 | 0 | 5.341 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 6.210 | 0 | 239 | 0 | 5.971 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 11.551 | 0 | 239 | 0 | 11.312 | |
| I + II + III | 222.268 | 6.882 | 239 | 59.649 | 169.262 |
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| NETTOBUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12. 2017 | 31.12. 2016 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.068 | 629 |
| 1.068 | 629 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.643 | 17.983 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 24.803 | 23.403 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.636 | 6.305 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.888 | 7.295 |
| 37.970 | 54.986 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 72.947 | 55.636 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 24.181 | 28.056 |
| 3. Beteiligungen | 23 | 23 |
| 97.151 | 83.715 | |
| I + II + III | 136.189 | 139.330 |
Angaben zum Anteilsbesitz für das Geschäftsjahr 2017
der SIMONA AG
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| Gesellschaft | Anteil am Kapital Prozent | Eigenkapital TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres TEUR |
|---|---|---|---|
| Unmittelbar | |||
| SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn (*) | 100 | 1.834 | - |
| SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (**) | 50 | 12.344 | -69 |
| SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn (**) | 50 | 2.843 | 495 |
| SIMONA Produktion Kirn GmbH & Co. KG, Kirn | 100 | 1 | -2 |
| SIMONA Kirn Management GmbH, Kirn | 100 | 25 | 1 |
| SIMONA Produktion Ringsheim GmbH & Co. KG, Ringsheim | 100 | 1 | -2 |
| SIMONA Ringsheim Management GmbH, Ringsheim | 100 | 25 | 1 |
| SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn | 100 | 20.864 | 293 |
| SIMONA Immobilien Management GmbH, Kirn | 100 | 25 | 1 |
| SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien | 100 | 16.980 | 357 |
| SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien | 100 | 25 | -3 |
| SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen | 100 | 1.318 | 336 |
| DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwdizyn, Polen | 51 | 646 | 120 |
| OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation | 100 | 155 | 191 |
| SIMONA AMERICA Inc., Archbald, USA | 100 | 35.291 | 2.726 |
| SIMONA ASIA LIMITED, Hongkong, China | 100 | 4.165 | -838 |
| SIMONA FAR EAST LIMITED, Hongkong, China | 100 | 1.096 | 218 |
| SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED., Mumbai, Indien | 99,99 | 161 | -77 |
| SIMONA ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur | 100 | -326 | -336 |
| Mittelbar | |||
| SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien | 100 | 498 | 141 |
| SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich | 100 | 2.957 | 125 |
| SIMONA S.r.l., Società UNIPERSONALE, Cologno Monzese (MI), ltalien | 100 | 489 | 175 |
| SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien | 100 | 2.241 | 204 |
| 64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA | 100 | 2.615 | -122 |
| Laminations Inc., Archbald, USA | 100 | 14.171 | 122 |
| Boltaron Inc., Newcomerstown, USA | 100 | 26.110 | 9.101 |
| DANOH LLC, Akron, USA | 100 | 192 | 162 |
| CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA (***) | 25 | 355 | 761 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai, China | 100 | 402 | -301 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China | 100 | 4.694 | 644 |
| SIMONA INDIA PRIVATE LIMITED., Mumbai, Indien | 0,01 | 161 | -77 |
* Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SIMONA AG
** Geschäftsjahr 2016
*** vorläufige Geschäftszahlen
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1. Einbringung von Grundstücken und Bauten mit Rückmietung
2. Bewertung des Beteiligungsengagements in China
3. Pensionsrückstellungen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
1. Sachverhalt und Problemstellung
2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3. Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Einbringung von Grundstücken und Bauten mit Rückmietung
1. Die von der SIMONA Aktiengesellschaft gehaltenen Grundstücke und Bauten wurden einschließlich gesetzlichem Zubehör (§ 97 BGB) zum 1. Dezember 2017 (Übergang von Nutzen und Lasten) mit einem Buchwert von € 17,2 Mio in die zuvor gegründete Kommanditgesellschaft SIMONA Immobilien GmbH & Co. KG, Kirn, gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten eingebracht. Die nach Tauschgrundsätzen bilanzierten Anteile an der das Grundvermögen aufnehmenden Kommanditgesellschaft wurden zum Buchwert der abgehenden Vermögensgegenstände angesetzt. Eine Realisierung der stillen Reserven ist daher nicht erfolgt. Die beiden beteiligten Gesellschaften haben ferner über die Immobilien eine unbefristete Rückmietung ab 1. Dezember 2017 vereinbart. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der von der Gesellschaft ausgeübten Bilanzierungswahlrechte im Zusammenhang mit anzuwendenden Tauschgrundsätzen und der hierzu erforderlichen Berichterstattung im Anhang war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zur Würdigung der sachgerechten bilanziellen Behandlung der Erbringung zunächst ein Verständnis von den zugrundeliegenden Verträgen verschafft und deren bilanzielle Auswirkungen gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die Abbildung der Transaktionen in der Finanzbuchführung der Gesellschaft nachvollzogen. Damit einhergehend haben wir beurteilt, ob die Ab- und Zugänge der betroffenen Vermögensgegenstände im Jahresabschluss der Gesellschaft sowie das Mietverhältnis zutreffend abgebildet sind. Insbesondere haben wir die Urkunden der zugrundeliegenden Beschlüsse sowie entsprechende Auszüge des Handelsregisters und Grundbuchs eingesehen. Daneben haben wir die erforderlichen Angaben im Anhang zu außerbilanziellen Geschäften nach § 285 Nr. 3 HGB gewürdigt. Anhand der verfügbaren Informationen konnten wir uns davon überzeugen, dass die bilanzielle Behandlung dieser Transaktionen nachvollziehbar dokumentiert und Bilanzierungswahlrechte sachgerecht ausgeübt worden sind.
3. Die Angaben der Gesellschaft sind in den Abschnitten "Erläuterungen zur Bilanz" und "Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte" sowie im Anlagenspiegel des Anhangs enthalten.
2. Bewertung des Beteiligungsengagements in China
1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 97,1 Mio (35,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des gesamten Beteiligungsengagements chinesischer Tochtergesellschaften, bestehend aus Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie kurzfristigen Netto-Forderungen, belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt € 27,1 Mio. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen an bzw. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zu bewerten. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des verbundenen Unternehmens. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Beteiligungsengagement in China für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von dem verwendeten Diskontierungszinssatz und der Wachstumsrate. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das Vorgehen der Gesellschaft zur Bewertung des Beteiligungsengagements in China nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte methodisch sachgerecht unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern haben wir uns beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung des Beteiligungsengagements in China sachgerecht vorzunehmen.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" und sowie in den Angaben zum Anteilsbesitz des Anhangs enthalten.
3. Pensionsrückstellungen
1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen" Pensionsrückstellungen in Höhe von € 47,2 Mio (17,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen ergeben sich aus dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der unmittelbaren Verpflichtungen aus mehreren Pensionsplänen der Gesellschaft. Die Bewertung der Verpflichtungen aus den Pensionsplänen der unmittelbaren Versorgungszusagen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gerhalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Angemessenheit überprüft. Darauf aufbauend haben wir unter anderem die Rückstellungsberechnung sowie die Darstellung in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang nachvollzogen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― | die in Abschnitt 5.1 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| ― | die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Kwasni.
Frankfurt am Main, den 5. April 2018
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer
ppa. Christopher Schlig, Wirtschaftsprüfer
SIMONA AG
Teichweg 16
55606 Kirn
Germany
Phone +49 (0)67 52 14-383
Fax +49 (0)67 52 14-738
www.simona.de
Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2017
Der Umsatz des SIMONA Konzerns ist im Geschäftsjahr 2017 um 7,5 Prozent gestiegen. Damit wurde ein erfreuliches organisches Wachstum erzielt, das im Rahmen der mittelfristig vereinbarten Ziele liegt. Ohne die nicht beeinflussbaren Wechselkursentwicklungen hätte eine dem Umsatzwachstum entsprechende Ertragsverbesserung erzielt werden können. Bei der Wertung der aktuellen Lage und der Zukunftsaussichten des SIMONA Konzerns ist für den Aufsichtsrat jedoch das operative Ergebnis von größerer Bedeutung. Dieses ist deutlich gestiegen. Deshalb hält der Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe des Vorjahres für angemessen und schließt sich der Empfehlung des Vorstandes an.
Auf dem Wege zur Erreichung der langfristigen strategischen Ziele machte das Unternehmen in 2017 weiter Fortschritte. Hemmend wirkte sich dabei aus, dass weltweit eine gewaltige Summe an Kapital nach rentablen Anlagemöglichkeiten sucht. Damit verschlechtern sich die Chancen zum Erwerb nachhaltig rentabler Beteiligungen. Deshalb erfolgten in 2017 keine neuen Akquisitionen.
Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass SIMONA für die Zukunft gut gerüstet ist. Eine Voraussetzung dafür ist die solide finanzielle Ausstattung. Aber auch die zu erwartenden Früchte des Technologiezentrums, das Greifen unserer langjährigen Bemühungen in Asien, vor allem in China im vergangenen Jahr, der Erfolg der Akquisitionen in den USA, eine neue Führungsstruktur und die rechtlich saubere Trennung der Unternehmensbereiche zur besseren Transparenz für die Verantwortlichkeiten im Konzern stärken diese Zuversicht.
ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung auf Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich durch den Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Vorgänge und Themen informiert, bei Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft auch unverzüglich. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt.
Gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 die Effizienz seiner Tätigkeit mittels eines Fragebogens überprüft. Sowohl in Bezug auf die eigene Arbeit wie auch bei der Zusammenarbeit mit dem Vorstand war das Ergebnis ohne Beanstandungen und es wurden keine Änderungswünsche geäußert.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES
Der Aufsichtsrat tagte 2017 in vier ordentlichen Sitzungen. An der Sitzung am 26.07.2017 konnte der Arbeitnehmervertreter Markus Stein nicht teilnehmen. An den anderen Sitzungen des Berichtsjahres 2017 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.
In der Sitzung vom 23. Februar 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem vorläufigen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2016 und der aktuellen Geschäftssituation. Außerdem diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2016. Des Weiteren verabschiedete der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Ende Februar ausscheidenden Arbeitnehmervertreter Jörg Hoseus und Gerhard Flohr wurden mit herzlichem Dank für ihre im Interesse der Arbeitnehmer und des Unternehmens geleistete Arbeit für den Aufsichtsrat verabschiedet.
An der Sitzung vom 20. April 2017 nahmen erstmals die neu gewählten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, Andy Hohlreiter und Markus Stein, teil. Es standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat außerdem die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2017. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftssituation und den Ausblick für den SIMONA Konzern. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit strategischen Fragen zu USA und China sowie mit der Zielgröße für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat.
In der Sitzung vom 26. 07. 2017 informierte sich der Aufsichtsrat über das Geschäftsergebnis des ersten Halbjahres. Der Aufsichtsrat behandelte ebenfalls die aktuelle Entwicklung der Wechselkurse und mögliche Maßnahmen, die damit verbundenen Risiken einzuschränken. Ebenfalls besprochen wurde eine Strategieüberprüfung des Geschäftes für Rohre und Formteile mit entsprechenden Schlussfolgerungen. Darüber hinaus wurde beschlossen, im Zuge des SIMONA-HOME-2025-Projektes einer Standortverlagerung nennenswerten Umfanges keine Priorität einzuräumen.
In der Sitzung vom 14. Dezember 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten. Des Weiteren wurde das Budget für 2018 ausführlich besprochen und genehmigt. Wie in der vorausgegangenen Sitzung war ein Schwerpunktthema die geplante Ausgliederung der Produktionsbereiche aus der SIMONA AG in eigenständige Produktionsgesellschaften als 100-prozentige Konzerntöchter. Vor- und Nachteile einer solchen Aufstellung der SIMONA für die Zukunft wurden ausführlich diskutiert und der grundsätzliche Beschluss gefasst, die SIMONA auch in ihrer gesellschaftsrechtlichen Struktur zukunftsfähig und wettbewerbsgerecht auszurichten. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat intern mit der routinemäßigen Anpassung der fixen Vergütung des Vorstandes und beschloss, den Vertrag mit Herrn Dirk Möller bis 30. Juni 2019 zu verlängern. Ein weiterer Themenschwerpunkt war ein neues Konzept für die Verwaltung in Kirn mit entsprechenden organisatorischen Verbesserungen. Außerdem beriet und verabschiedete der Aufsichtsrat das künftige Führungskonzept.
DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN
Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystem^ und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.
Wirtschaftsausschuss
Der Wirtschaftsausschuss beriet in vier Sitzungen. Er befasste sich vor allem mit den weiteren Aussichten in USA und China. Besonderes Augenmerk galt der strategischen Ausrichtung der Geschäftsbereiche Halbzeuge und Fertigteile sowie Rohre und Formteile und der Entwicklung der Wechselkurse. Besprochen wurden auch vom Vorstand vorgelegte Unterlagen zu Leistung und Kosten externer Beratung. Der Wirtschaftsausschuss beriet Beschlussvorlagen für den gesamten Aufsichtsrat zu den wesentlichen internen Projekten des Vorstandes, insbesondere zur rechtlichen Ausgliederung der Produktionsgesellschaften.
Personalausschuss
Der Personalausschuss traf sich in fünf Sitzungen. Er befasste sich intensiv mit den personellen Aspekten der Standortdiskussion und vor allem mit der künftigen Führungsstruktur insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns. Zu diesem Thema fand eine gemeinsame Sitzung mit dem gesamten Vorstand statt.
Umgang mit Interessenkonflikten
Alle Mitglieder unseres Aufsichtsrates sind verpflichtet, auftretende Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen. Im Geschäftsjahr 2017 gab es, wie in den Vorjahren, keine Interessenkonflikte. Wir haben überprüft und festgestellt, dass alle Mitglieder unseres Gremiums unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex sind.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS
Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2017 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 09. Juni 2017 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 19. April 2018 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 19. April 2018 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat hat sich mit der Nichtfinanziellen Erklärung des Unternehmens nach §§ 289b und 289c HGB ausführlich auseinandergesetzt und diese in seiner Prüfungssitzung am 19. April im Plenum diskutiert und verabschiedet. Er hat den Inhalt der Nichtfinanziellen Erklärung keiner freiwilligen Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen, da der erforderliche Sachverstand im Gremium vertreten ist.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren viele Mitarbeitende über ihren eigenen Verantwortungsbereich hinaus zusätzlich mit arbeitsintensiven Projekten und Sonderaufgaben betraut. Diesem besonderen Einsatz gilt unser herzlicher Dank. In diesen Dank schließen wir den Vorstand sowie unsere Kunden und Partner für die gute Zusammenarbeit gerne ein.
Kirn, 19. April 2018
DER AUFSICHTSRAT
Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender
Angaben gemäß §21 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 EntgTranspG
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit
Zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern hat die SIMONA AG einige Maßnahmen eingeführt. Dazu gehört die Festlegung einer Frauenquote zur gezielten Förderung von Frauen in Führungspositionen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes wurde eine Quote von jeweils 20 Prozent festgelegt. In der ersten Führungsebene wird diese Quote bereits erfüllt, in der zweiten Führungsebene noch nicht. Des Weiteren fördert SIMONA die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Teilzeitregelungen sowie die Möglichkeit des Arbeitens vom Home Office aus.
Zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer hat die SIMONA AG bisher keine Maßnahmen eingeführt. Aufgrund der Gehaltsstruktur und der übrigen Faktoren für die Höhe der Gehälter, wie vor allem Berufserfahrung und Qualifikation, hat sich bisher kein Anlass für die Einführung solcher Maßnahmen ergeben.
Im Geschäftsjahr 2017 waren in der SIMONA AG durchschnittlich beschäftigt:
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| Männlich | Weiblich | Summe | |
|---|---|---|---|
| Vollzeit | 658 | 67 | 725 |
| Teilzeit | 24 | 29 | 53 |
| Gesamt | 682 | 96 | 778 |
Kirn, 29. März 2018
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
der SIMONA AG
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. Februar 2017 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:
Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der gültigen Fassung 5. Mai 2015 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 23. Februar 2016 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:
Ziffer 3.8 Absatz 3: In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart werden.
Erläuterung: Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm obliegenden Aufgaben mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.
Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3: Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vorgesehen werden, welcher den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreitet, nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergütet und dessen Berechnung auf die Gesamtvergütung abstellt.
Erläuterung: Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Der Aufsichtsrat hält einen solchen Abfindungs-Cap für nicht angemessen.
Ziffer 4.2.5 Absatz 3: Die Gesellschaft soll im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied die Vergütungsbestandteile individualisiert unter Angabe bestimmter Vergütungsparameter und unter Verwendung von Mustertabellen darstellen.
Erläuterung: Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 10. Juni 2016 mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich aufgeteilt nach fixen und erfolgsbezogenen Komponenten zu veröffentlichen. Daher unterbleibt auch eine individualisierte Darstellung unter Angabe der bestimmten Vergütungsparameter und unter Verwendung der empfohlenen Mustertabellen.
Ziffer 5.3.3: Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden.
Erläuterung: Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.
Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3: Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation und Berücksichtigung von Diversity-Gesichtspunkten konkrete Ziele benennen.
Erläuterung: Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen. Es sollen jedoch hierfür - anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert - keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die individuellen Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten. Auf die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird daher auch verzichtet. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, dass dem Unternehmen gerade auch die Expertise erfahrener und langjährig verdienter Aufsichtsratsmitglieder mit ausgeprägter Branchen- und Unternehmenskenntnis zur Verfügung stehen soll.
Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2: Bei der Festlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigt werden.
Erläuterung: Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.
Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz: Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende.
Erläuterung: SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.
Kirn, 23. Februar 2017
SIMONA AG
Aufsichtsrat und Vorstand