Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

SIMONA AG Annual Report 2014

Jun 15, 2015

393_rns_2015-06-15_c9d8c63a-e0d9-44f6-874a-ea36662ab92d.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

SIMONA Aktiengesellschaft

Kirn an der Nahe

Jahresabschluss zum 31.12.2014

LAGEBERICHT 2014

DER SIMONA AG

1. GRUNDLAGEN DER AG

1.1 Geschäftsmodell der AG

Die SIMONA AG entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt.

Wesentliche Absatzmärkte

Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie die Automobilindustrie. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.

Die SIMONA AG vertreibt ihre Produkte weltweit. Die Berichtsstruktur der Gesellschaft ist primär nach vier Vertriebsregionen

Deutschland
Übriges Europa
Amerika
Asien & Pazifik

und sekundär nach Produktbereichen

Halbzeuge und Fertigteile
Rohre und Formteile

aufgestellt.

Produktions- und Vertriebsstandorte

Im Berichtsjahr wurden in zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. Die Produkte werden über Direktvertrieb und Handelspartner sowie eigene Vertriebsgesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien,

Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China und den USA sowie eine Verkaufsniederlassung in der Schweiz verkauft.

Leitung und Kontrolle

Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorstandsvorsitzender), Dirk Möller (stellvertretender Vorstandsvorsitzender) und Fredy Hiltmann (Vorstand Finanzen und Verwaltung).

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Dr. Rolf Goessler (Vorsitzender), Roland Frobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Roland Reber, Joachim Trapp, Andreas Bomm (Arbeitnehmervertreter, bis 28.03.2014), Jörg Hoseus (Arbeitnehmervertreter, seit 28.03.2014) und Gerhard Flohr (Arbeitnehmervertreter).

1.2 Ziele und Strategien

Die in 2013 begonnene strategische Neuausrichtung wurde konsequent fortgeführt. Erste Erfolge wurden 2014 erzielt. Im Rahmen des Projektes Re-Engineering Europa wurden beispielsweise Prozesse verschlankt und optimiert, ein neues Anlagenbedienkonzept entwickelt und die Geschäftsmodelle in einigen europäischen Märkten geänderten Kundenanforderungen angepasst, was unter anderem zur Schließung von Logistikstandorten in Frankreich und Italien geführt hat.

Kernziele der neuen strategischen Ausrichtung sind:

Neue Anwendungen außerhalb des Kernmarktes chemisch-technischer Anlagenbau in Europa zu erschließen. Dazu wird die Innovationskraft, unter anderem durch den Bau eines neuen Technologiezentrums, weiter gestärkt und die Forschung und Entwicklung intensiviert.
Das Wachstum in ausgewählten Regionen außerhalb Europas zu beschleunigen.
Die Profitabilität des Gesamtunternehmens durch eine durchgehende Ertragsorientierung in allen Prozessen nachhaltig zu steigern.

1.3 Steuerungssystem

Als strategisches Steuerungs- und Führungsinstrument setzt SIMONA die Balanced Scorecard (BSC) ein. Der Vorstand ist dabei verantwortlich für die BSC-Unternehmensziele, die regelmäßige Überprüfung der Effektivität des BSC-Prozesses im Rahmen der Gesamtbewertung des Managementsystems und die Veranlassung von Korrekturen am BSC-Prozess und der BSC-Unternehmensziele. Die BSC wird auf weitere Management-Ebenen kaskadiert. Der BSC-Prozess wurde 2014 einem Review unterzogen und optimiert.

Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der Umsatzerlöse sowie der beiden Kennzahlen EBIT sowie EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen, Zuschreibungen und Abschreibungen) auf Basis der IFRS-Zahlen. Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungserträgen aus. Das EBITDA ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT hinzuaddiert werden. Das EBIT sowie EBITDA zwischen HGB und IFRS unterscheidet sich primär durch die Bewertung der Vorräte nach der LIFO-Methode und die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen.

Zudem wird die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens in der AG jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, um das Investitionsbudget zu steuern. Der ROCE (Return on Capital Employed) ist die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das eingesetzte Kapital (zum Capital Employed werden Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gerechnet).

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kundenzufriedenheit, Anzahl und Ausbildung der Mitarbeiter sowie das Qualitäts- und Energiemanagement herangezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in die Bereiche Rezepturentwicklung, Neue Produkte und Anwendungen sowie Verfahrensentwicklung. Die Vielfalt an Produkten und Anwendungsgebieten erfordert eine ständige Weiterentwicklung von Eigenschaftsprofilen der Kunststoffprodukte und die Entwicklung neuer Produkte. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung lag der Schwerpunkt in 2014 auf einer weiteren Stärkung der Innovationskraft. Der Innovationsprozess (Stage-Gate-Prozess) wurde weiter optimiert, u. a. durch die Einführung von Innovationskreisen, die Projekte priorisieren und für eine schnelle Umsetzung sorgen sollen. Die Produktionshalle des neuen Technologiezentrums wurde im dritten Quartal 2014 planmäßig fertiggestellt.

Eine Anlage zur Verarbeitung von Hochtemperaturwerkstoffen wurde im vierten Quartal 2014 in Betrieb genommen.

Die Entwicklung neuer Produkte und Rezepturen wurde intensiviert. Wichtige Kenngröße ist hier der Anteil junger Produkte (nicht älter als drei Jahre) am Gesamtumsatz, der in 2014 gesteigert werden konnte.

Im Produktbereich PVC Platten wurde das für die Fußbodenindustrie entwickelte Produkt SIMOFLOOR weiterentwickelt und für die speziellen Anwendungen der Fußbodenhersteller optimiert. Für Hochbauanwendungen wurde eine PVC Platte mit neuer Materialkombination zur Herstellung von Sandwich-Panels entwickelt. Für das in 2013 im Markt eingeführte Produkt SIMOWOOD mit Holzoptik und -haptik wurde eine Schleifmaschine installiert, die den Wertschöpfungsprozess erweitert und das Produktangebot erhöht.

Im Produktbereich Rohre und Formteile lag der Fokus im Geschäftsjahr 2014 auf einer Optimierung der Spritzgussproduktion und der Komplettierung des Formteil-Portfolios. Dies wurde und wird kontinuierlich durch gezielte Investitionen in den Maschinenpark erreicht. Durch die Investition in eine neue Biegemaschine konnte das Produktprogramm der nahtlosen Bögen um die Dimensionen d 710 bis 1.000 mm erweitert werden. Damit produziert SIMONA den weltweit größten nahtlosen Bogen. Für Anwendungen im Bereich des hydraulischen und pneumatischen Feststofftransportes mit stark abrasiven Medien wurde eine Rezeptur zur Herstellung eines co-extrudierten Rohres mit einer hoch abriebfesten Innenschicht entwickelt. Für die Kanalsanierung wurde ein System aus Steckrohren im Markt eingeführt, das es erlaubt, Sanierungsarbeiten einfacher und effizienter zu gestalten. Durch eine wandintegrierte Muffe können Drainagerohre noch anwenderfreundlicher verlegt werden.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen des Anlagevermögens. Die Aufwendungen sind aufgrund der engen Verzahnung von kundenspezifischen Produktionseinstellungen, Optimierung von Verfahrenstechnik und Rezepturen sowie eigentlicher Produktentwicklung nicht eindeutig von den Produktionskosten abzugrenzen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich von den Folgen der Finanzkrise noch nicht vollständig erholt und ist 2014 mit 3,3 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres gewachsen, jedoch geringer als prognostiziert. In der Eurozone ist die Wirtschaft nach Rückgängen in den Jahren 2012 und 2013 im vergangenen Jahr erstmals wieder leicht gewachsen (+0,9 Prozent). Das ist vor allem einer starken deutschen Wirtschaft zu verdanken, die 2014 um 1,5 Prozent (2013: 0,1 Prozent) zulegen konnte. Aber auch Spanien (+2,0 Prozent) und Portugal (+0,7 Prozent) sind auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, während Italien weiter in der Rezession verharrte (-0,3 Prozent) und die Wirtschaft Frankreichs sich seitwärts entwickelte.

Die für das Geschäft von SIMONA wichtige Investitionstätigkeit hat sich 2014 leicht gesteigert. In Deutschland wurden in Ausrüstungen 3,7 Prozent mehr als in 2013 investiert. Die Wirtschaft in den USA zeigte sich nach wie vor in robuster Verfassung und ist im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent (2013: 2,2 Prozent) gewachsen. Getragen wird das Wachstum allerdings vor allem vom dank gesundendem Arbeitsmarkt und günstigen Benzinpreisen gestärkten privaten Konsum. Die Unternehmensinvestitionen leisteten nur einen sehr geringen Wachstumsbeitrag. Chinas Wirtschaft ist 2014 um 7,4 Prozent gewachsen. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als 2013 und das schwächste Wachstum seit 24 Jahren. Es markiert aber auch den staatlich eingeschlagenen Weg von einer investitionsgetriebenen Exportwirtschaft zu einer Konsum- und Dienstleistungswirtschaft.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland hat 2014 mit einem Rekordumsatz von 59,0 Mrd. Euro (2013: 57,5 Mrd. Euro) abgeschlossen. Zwar verlangsamte sich die Wachstumsdynamik ab der zweiten Jahreshälfte, für das Gesamtjahr wurde jedoch ein Wachstum von 2,6 Prozent erzielt. Die Branche ist damit erneut stärker gewachsen als der Durchschnitt der Wirtschaft. Im Ausland konnten die Kunststoff verarbeitenden Unternehmen die Umsätze mit +3,4 Prozent stärker steigern als im Inland (+1,9 Prozent). Die Ertragslage der Unternehmen war stabil, auch aufgrund einer geringeren Volatilität der Rohstoffpreise. Hohe Stromkosten belasten jedoch nach wie vor die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Die europäische Kunststoffproduktion stieg im vergangenen Jahr leicht (+1,5 Prozent). Damit setzte sich eine in 2013 begonnene wirtschaftliche Erholung fort.

Der Branchenumsatz der chemischen Industrie in Deutschland stieg 2014 bei geringer Marktdynamik leicht um 1,4 Prozent auf 193,2 Mrd. EUR. Während die Unternehmen den Auslandsumsatz lediglich um 1,1 Prozent ausweiten konnten, verlief das Inlandsgeschäft etwas dynamischer. Die Verkäufe der Branche an deutsche Kunden stiegen um 2,0 Prozent.

Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist ersten Prognosen zufolge um 1,0 Prozent und damit im Rahmen der Erwartungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer gestiegen.

Die deutsche Bauwirtschaft ist 2014 laut ersten Berechnungen der beiden Hauptverbände um 2,0 Prozent gewachsen. Treiber dieser Entwicklung war der Wohnungsbau, während die Konsolidierung der Haushalte Investitionen im öffentlichen Bau weiter bremste.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzentwicklung der SIMONA AG profitierte von erhöhten Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland. Ein nach wie vor preisintensives Wettbewerbsumfeld prägte andererseits die Marktsituation.

Es wurden Umsatzerlöse von insgesamt 251,6 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 241,6 Mio. EUR). Das Umsatzwachstum von 4,1 Prozent ist dabei vor allem auf einen gestiegenen Absatz im Vergleich zu 2013 zurückzuführen. Der Effekt aus der Ausweisänderung der Fracht- und Verpackungserlöse in den Umsatzerlösen macht 0,4 Prozent aus (Umsatzwachstum von 3,6 Prozent statt 4,0 Prozent). Das ursprünglich budgetierte Umsatzziel von 264 Mio. EUR wurde jedoch verfehlt.

Deutschland

Vor allem aufgrund der stärkeren Exporttätigkeit sind die Umsatzerlöse in Deutschland um 4,7 Prozent auf 94,0 Mio. EUR (Vorjahr 89,7 Mio. EUR) gestiegen.

Übriges Europa

In der Region "Übriges Europa" konnten die Umsatzerlöse insgesamt um 5,0 Prozent auf 139,7 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr 133,1 Mio. EUR).

Amerika

Die Umsatzerlöse der Region "Amerika" liegen mit 4,3 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (4,5 Mio. EUR).

Asien & Pazifik

Die Umsatzerlöse der Region "Asien & Pazifik" sind im Vorjahresvergleich von 14,3 Mio. EUR um 4,5 Prozent auf 13,6 Mio. EUR zurückgegangen.

Umsatzentwicklung der Produktgruppen

Im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile ist der Umsatz von 170,4 Mio. EUR auf 177,6 Mio. EUR um 4,2 Prozent gestiegen. Im Produktbereich Rohre und Formteile sind die Umsätze von 71,2 Mio. EUR um 3,9 Prozent auf 74,0 Mio. EUR gewachsen.

Die SIMONA AG konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nach IFRS von 18,6 Mio. EUR (Vorjahr 7,4 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 7,4 Prozent (Vorjahr 3,1 Prozent) erwirtschaftet. Die budgetierte EBIT-Marge (3 bis 4 Prozent) wurde damit deutlich übertroffen. Das EBITDA nach IFRS hat sich von 15,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 26,3 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge beträgt 10,4 Prozent nach 6,4 Prozent im Vorjahr (budgetierte EBITDA-Marge 6 bis 7 Prozent). Der ROCE nach IFRS hat sich mit 11,6 Prozent nahezu verdoppelt (Vorjahr 5,4 Prozent) und liegt damit über dem budgetierten ROCE von etwa 5,4 Prozent. Das höhere EBIT und EBITDA sind hauptsächlich auf den höheren Umsatz und eine verbesserte Rohmarge zurückzuführen. Außerdem haben niedrigere Rohstoffkosten und Wechselkurseffekte das Ergebnis positiv beeinflusst. Der gestiegene ROCE ist primär durch das höhere EBIT bedingt. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 zufriedenstellend.

2.3 Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ist von 93,3 Mio. EUR auf 100,5 Mio. EUR gestiegen.

Die Rohertragsmarge liegt mit 39,9 Prozent über dem Vorjahr (38,6 Prozent). Der Effekt aus der Ausweisänderung der Fracht- und Verpackungserlöse in den Umsatzerlösen macht 0,4 Prozent aus (39,5 Prozent statt 39,9 Prozent Rohertragsmarge). Der Materialaufwand ist trotz höherer Energiekosten, jedoch insbesondere aufgrund der im Jahresdurchschnitt insgesamt gesunkenen Rohstoffkosten, im Vergleich zum Umsatzwachstum weniger stark gestiegen.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Fracht- und Verpackungserlöse in Höhe von 1,1 Mio. EUR erstmalig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Erträge aus Währungsumrechnung um insgesamt 2,3 Mio. EUR erhöht.

Der Personalaufwand ist in erster Linie durch einen Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für Pensionen im Rahmen der im Geschäftsjahr erfolgten Abfindung von Pensionsverpflichtungen sowie den Rückgang der Mitarbeiterzahl um insgesamt 0,8 Mio. EUR auf 42,4 Mio. EUR gesunken.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 6,6 Mio. EUR und liegen damit auf Vorjahresniveau.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 0,5 Mio. EUR auf 35,1 Mio. EUR im Vorjahresvergleich verringert. Insbesondere für Instandhaltung, Kursschwankungen, Werbekosten sowie Beratung sind weniger Aufwendungen entstanden. Der Aufwand für Leihpersonal, Fracht und Verpackung sowie Vermittlungsprovisionen ist dagegen gestiegen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,2 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen (3,8 Mio. EUR, Vorjahr 2,9 Mio. EUR).

Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 18,5 Mio. EUR (Vorjahr 14,2 Mio. EUR) wurde eine EBIT-Marge von 7,3 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent) erwirtschaftet. Das EBITDA hat sich von 20,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 25,1 Mio. EUR merklich erhöht. Die EBITDA-Marge hat sich auf 10,0 Prozent verbessert nach 8,6 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) hat sich insbesondere durch das verbesserte Rohergebnis sowie die geringeren Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen im laufenden Geschäftsjahr um insgesamt 5,8 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR signifikant erhöht. Die EBT-Marge ist von 4,6 Prozent auf 6,7 Prozent gestiegen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich um 21 Mio. EUR auf 233 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen ist insgesamt um 48,9 Mio. EUR auf 137,8 Mio. EUR deutlich angestiegen.

Das Sachanlagevermögen hat sich um 7,8 Mio. EUR auf 48,5 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf Zugänge in den Technischen Anlagen und Maschinen sowie die Errichtung des neuen Technologiezentrums in Kirn zurückzuführen ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich durch eine Kapitalerhöhung in der amerikanischen Produktionsgesellschaft im Zuge der Finanzierung der Akquisitionen in den USA um 29,0 Mio. EUR auf 48,3 Mio. EUR erhöht.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 40,5 Mio. EUR betreffen Tochtergesellschaften in Amerika und Asien und sind durch die Finanzierung der Unternehmenskäufe in den USA sowie aufgrund von Wechselkursschwankungen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 12,0 Mio. EUR angestiegen.

Der Bestand an Vorräten hat sich insgesamt um 1,1 Mio. EUR auf 29,2 Mio. EUR leicht verringert. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial (10,5 Mio. EUR), unfertigen Erzeugnissen (0,2 Mio. EUR) sowie Fertigerzeugnissen und Waren (18,5 Mio. EUR). Die Bestände an Fertigerzeugnissen und Waren sind zum Jahresende mengenmäßig durch Bestandsabbau und wertmäßig auch aufgrund gesunkener Rohstoffpreise in Summe um 1,5 Mio. EUR zurückgegangen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Zuge der erhöhten Geschäftsabwicklung im Dezember stichtagsbedingt auf 26,5 Mio. EUR (Vorjahr 24,6 Mio. EUR) angestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 25,4 Mio. EUR haben im Vorjahresvergleich um 6,2 Mio. EUR zugenommen und enthalten Darlehen und Warenlieferungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere durch die vertragsgemäße Ablösung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 4,0 Mio. EUR zurückgegangen.

Insgesamt betrugen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Jahresende 57,6 Mio. EUR (Vorjahr 54,1 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel sind von 37,8 Mio. EUR im Vorjahr um 29,4 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR am Ende des Berichtsjahres gesunken. Die Finanzmittel sind hauptsächlich zur Finanzierung der Unternehmenskäufe in den USA verwendet worden.

Finanzlage

Das Eigenkapital der SIMONA AG hat im Vergleich zum Vorjahr von 149,6 Mio. EUR auf 158,3 Mio. EUR zugenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 68 Prozent und ist vor allem durch den Anstieg der Bilanzsumme zum Abschlussstichtag unter den Vorjahreswert von 71 Prozent gefallen.

Die SIMONA AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, welche sich an der Entwicklung des IFRS-Konzernergebnis und einer im Durchschnitt langfristig stabilen Ausschüttungsquote orientiert. Wie in der Vergangenheit soll die Dividendenausschüttung aus dem Free Cashflow finanziert werden.

Die Summe der Rückstellungen beträgt 52,8 Mio. EUR (Vorjahr 51,2 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahresvergleich mit 0,9 Mio. EUR insgesamt höher dotiert und betragen damit zum Jahresende 40,8 Mio. EUR. Die höhere Dotierung aufgrund der Verringerung des Rechnungszinses konnte teilweise mit der Abfindung von Pensionsansprüchen im Geschäftsjahr kompensiert werden. Die sonstigen Rückstellungen sind mit 10,1 Mio. EUR passiviert (Vorjahr 9,9 Mio. EUR).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich auf 22,0 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 10,9 Mio. EUR), was insbesondere aus der Aufnahme von Bankkrediten (7,5 Mio. EUR) resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt auf 7,4 Mio. EUR angestiegen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 4,5 Mio. EUR passiviert, welche Warenlieferungen von der Tochtergesellschaft in Litvinov betreffen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 0 Mio. EUR). Darin sind langfristige Darlehen aus KfW-Mitteln in Höhe von 4,3 Mio. EUR sowie die Inanspruchnahme einer kurzfristigen Rahmenkreditlinie über 3,2 Mio. EUR enthalten.

Das KfW-Darlehen wird zu einem festen Zinssatz verzinst und ist vertragsgemäß ab Mitte 2016 vierteljährlich zu tilgen. Der Rahmenkredit wird auf Basis des EONIA (Euro-Overnight Indexed Average Satzes) zuzüglich eines festen marktüblichen Aufschlages verzinst und kann in Euro oder Fremdwährung in Anspruch genommen werden.

Die SIMONA AG verfügt am Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Rahmenkreditlinien in Höhe von 39,3 Mio. EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 14,3 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Investitionen in Technische Anlagen an den Standorten in Deutschland sowie die Errichtung des Technologiezentrums in Kirn. Insgesamt wurden Netto-Investitionen (Zugänge abzüglich Abschreibungen) in Höhe von 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,8 Mio. EUR) getätigt.

Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen für Anlageinvestitionen betragen insgesamt 5,1 Mio. EUR und werden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Liquiditätsanalyse

Die liquiden Mittel betragen am Bilanzstichtag 8,4 Mio. EUR (Vorjahr 37,8 Mio. EUR) und setzen sich aus Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen zusammen. Der Rückgang um 29,4 Mio. EUR ist hauptsächlich auf die Finanzierung der Unternehmenskäufe in den USA zurückzuführen.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

In regelmäßigen Abständen misst SIMONA die Zufriedenheit ihrer Kunden im Rahmen einer europaweiten Befragung. Darüber hinaus werden Befragungen von Kunden und Zielgruppen in wichtigen Märkten außerhalb Europas durchgeführt, unter anderem in China und den USA. Die Gesamtzufriedenheit bei der letzten europaweiten Befragung in 2013 konnte von 82,4 Prozent auf 86,7 Prozent weiter gesteigert werden. 88,0 Prozent unserer Kunden würden unsere Produkte und Leistungen weiterempfehlen (Vergleichswert: 85,4 Prozent). Damit konnten wir auch im Industrievergleich hohe Werte erzielen, hier liegen die durchschnittliche Gesamtzufriedenheit bei 83,7 Prozent und die Weiterempfehlungsrate bei 81,6 Prozent.*

* Quelle: D. Hass / J. Link / C. Wingerter: Kundenzufriedenheitsbarometer für die mittelständische Industriegüterbranche, Künzelsau 2009, S. 47-48

Mitarbeiter

Aufgrund des Projektes Re-Engineering Europa ist die Mitarbeiterzahl in der SIMONA AG weiter zurückgegangen. Zum Ende des Jahres 2014 waren 792 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 32 weniger als zum 31.12.2013.

Zum 31.12.2014 absolvierten 41 Jugendliche eine Ausbildung in einem der sieben technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe bei SIMONA. 3 (Vorjahr: 5) ehemalige Auszubildende absolvieren berufsintegrierte Studiengänge, die SIMONA in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen anbietet.

10 Mitarbeiter befanden sich zum 31.12.2014 in Elternzeit.

Der persönlichen und fachlichen Weiterbildung der Mitarbeiter kommt im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der SIMONA AG eine besondere Bedeutung zu. In 2014 standen im Zuge der Internationalisierung des Geschäfts vor allem Sprachkurse im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projektes Re-Engineering Europa gewerbliche Mitarbeiter mit Personalverantwortung in Führungskräfteschulungen auf neue Anforderungen vorbereitet sowie zahlreiche Lean-Management-Schulungen angeboten. Außerdem standen Produktschulungen für Vertrieb und Marketing im Mittelpunkt der Aktivitäten. Nach dem Erfolg des ersten Jahrgangs wurde in 2014 der zweite Jahrgang des Nachwuchsförderkreises gestartet. In verschiedenen Modulen werden junge Mitarbeiter auf Fach- und Führungsaufgaben vorbereitet. Das Programm mit externer Unterstützung ist Teil der Personalentwicklungsstrategie, möglichst viele Fach- und Führungspositionen aus dem eigenen Nachwuchs zu besetzen.

Um unsere Prozesse effizienter zu gestalten, waren Umstrukturierungen in Instandhaltung und Produktion am Standort Kirn erforderlich, die von den beteiligten Bereichen gemeinsam erarbeitet wurden. Die Vorbereitungen zu diesen Umstrukturierungen wurden vollständig in 2014 getroffen, auch wenn einige komplexe Maßnahmen erst 2015 starten können.

Der Prozess des Betrieblichen Vorschlagswesens (BVW) wurde in einem interdisziplinären Team neu definiert und optimiert. Ziel war vor allem, die Anzahl der Vorschläge zu erhöhen und mittels eines intranetbasierten Tools für eine schnellere Qualifizierung und Umsetzung zu sorgen. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements standen neben Ergonomie-Maßnahmen vor allem Nichtraucherkurse im Mittelpunkt.

Schwerpunkte der IT waren im Geschäftsjahr 2014 die Konsolidierung der IT-Infrastruktur sowie die laufende Aktualisierung der IT-Systeme der AG. Durch die Einführung neuer Lösungen konnte die Systemadministration weiter standardisiert und automatisiert werden. Ziel ist, mit gleichbleibenden personellen Ressourcen die steigende Anzahl der IT-Systeme betreuen zu können.

Qualität, Umwelt und Energie

Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG. Im Geschäftsjahr 2014 wurden all diese Managementnormen erfolgreich re-zertifiziert. Interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie wurden durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie bereits in den Jahren zuvor, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.

In 2014 erfolgte das erste Wiederholungsaudit des SIMONA Energiemanagementsystems gemäß der international anerkannten Norm DIN EN ISO 50001. Dabei wurde bestätigt, dass die Verbesserung der Energieeffizienz einen zentralen Stellenwert bei den Unternehmenszielen einnimmt, durch organisatorische und technische Maßnahmen zur Spitzenlastoptimierung - z. B. intelligentes Lastmanagement von intensiven Energieverbrauchern - signifikante Einsparpotenziale erreicht wurden und das Energiemanagement im gesamten Unternehmen weit entwickelt ist.

SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für SIMONA zentrale Themen. Das SIMONA Umweltmanagementsystem ist gemäß DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Bei der Planung neuer Produktionsprozesse und Fertigungsverfahren wird der produktionsintegrierte Umweltschutz weiter forciert. Die langlebigen SIMONA Produkte tragen des Weiteren dazu bei, Herausforderungen zum Beispiel in der Umwelttechnik oder Versorgung nachhaltig zu lösen. 2014 ist SIMONA der Organisation VinylPlus beigetreten, einem Programm zur Steigerung der Nachhaltigkeit der PVC-Lieferkette.

3. NACHTRAGSBERICHT

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014 bis zur Erstellung des Lageberichtes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten. Darüber hinaus werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben Zwischenmitteilungen veröffentlicht, in denen über die Entwicklung des Unternehmens und relevante Ereignisse berichtet wird.

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Chancenbericht

Die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten im Markt für Kunststoffanwendungen sind positiv. Die größten Wachstumsregionen liegen nach wie vor in Asien, wo der Pro-Kopf-Verbrauch an Kunststoffen in den nächsten Jahren doppelt so schnell steigen soll wie in Europa. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten in China sowie dem Erwerb der Unternehmen Laminations und Boltaron in den USA hat SIMONA seinen Internationalisierungskurs weiter gestärkt, um am weltweiten Wachstum für Kunststoffanwendungen zu partizipieren. Der Trend im Anwendungsspektrum von SIMONA geht weiterhin zu immer leichteren Kunststoffen mit verbesserten Eigenschaften. Vor allem in der Bauindustrie und im Bereich Mass Transport werden zunehmend alternative Werkstoffe mit diesem Eigenschaftsprofil gesucht. SIMONA hat die technische Innovationskraft gestärkt und in die Erschließung neuer Anwendungsgebiete investiert, um Wachstumschancen dieser technologischen Entwicklung nutzen zu können. Der Einstieg in das internationale Geschäft für Flugzeuginneneinrichtungen durch den Kauf von Boltaron sowie die Inbetriebnahme des neuen Technologiezentrums sind dabei wichtige Meilensteine. Ein weiterer Trend sind Alternativen zu rohölbasierten Kunststoffen. Mit der Entwicklung von Hybridmaterialien und biobasierten Kunststoffen hat SIMONA auch Lösungen, um die Nachfrage nach Kunststoffen mit alternativer Rohstoffbasis zu bedienen.

4.2 Risikobericht

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems

Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation wesentlicher Risikofelder und Kontrollen mit Einfluss auf den Rechnungslegungsprozess
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der entsprechenden Ergebnisse auf Ebene des Vorstandes
Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung zur rechnungslegungsbezogenen Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise im Rahmen des Preismanagements

Das Risikomanagementsystem der SIMONA AG steuert auf Basis einer Risikomap die wesentlichen Risiken der AG: Umfeld- und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken, Beschaffungs- und Einkaufsrisiken sowie informationstechnologische Risiken.

Umfeld- und Branchenrisiken

Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten, politische Konflikte sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement begrenzen diese Risiken. Der Ausbau der Produktion in den USA durch die Übernahme von Boltaron sowie die Werke in China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu verbessern und die Anforderungen unserer Kunden nah an ihren Standorten besser zu erfüllen. Die geopolitischen Risiken haben deutlich zugenommen, insbesondere für den osteuropäischen Raum durch die Ukraine-Krise. Die für dieses Verkaufsgebiet erwarteten Wachstumsaussichten sind für die nächsten Jahre eingetrübt. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken als gering erachtet.

Unternehmensstrategische Risiken

Sie umfassen insbesondere die Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung. Zur Risikovermeidung beobachtet SIMONA den Markt und Wettbewerb intensiv und führt regelmäßig vertriebsintern sowie mit wichtigen Kunden Strategiegespräche. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken wird als gering eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Sie betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken, Produkthaftungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung. Durch die Übernahme der Unternehmen Laminations und Boltaron und den Ausbau der Produktion im US-amerikanischen Markt haben wir die starke Abhängigkeit vom Euro weiter reduziert. Das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ging 2014 von den Finanzkrisen in Europa und dem Konflikt in der Ukraine aus, die sich negativ auf das Wachstum in Osteuropa ausgewirkt haben, aber auch das Vertrauen der exportabhängigen Unternehmen in Deutschland negativ beeinflusst haben.

Das Risiko für Forderungsausfälle ist vor allem im osteuropäischen Markt gestiegen. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Für Geschäfte mit Russland wurden die Risiken in einer gesonderten Richtlinie für den Abschluss von Geschäften limitiert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft, für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen.

Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Diese betreffen insbesondere die Rohstoffpreisentwicklung sowie mögliche Ausfälle von Lieferanten. Die Volatilität der Rohstoffpreise war auch 2014 spürbar. Der Druck auf die Verkaufspreise ist, vor allem im Zuge zuletzt sinkender Rohstoffpreise und unverändert sehr intensivem Wettbewerb, nach wie vor sehr hoch. Wir erwarten mittel- und langfristig weiterhin einen strukturellen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus Beschaffungs- und Einkaufsrisiken hat infolge der Meldung von Produktionsausfällen mehrerer Rohstoffhersteller (Force Majeure) zugenommen.

Informationstechnologische Risiken

Informationstechnologische Risiken betreffen insbesondere den Ausfall der IT-Technologie, Datenverlust und Angriffe auf die IT-Systeme verbunden mit Betriebsspionage. Den informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch eine eigene IT-Abteilung, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist. Zudem erfolgen regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, der Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen sowie Zugriffskontrollen. Erhöhte Risiken könnten sich vor allem durch externe Angriffe auf die IT-Systeme ergeben.

Die Gesamt-Risikosituation der Gesellschaft ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2014 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.

5. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft - Wachstum mit hohen Risiken

Die Weltwirtschaft wird laut den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Jahren schneller wachsen als bisher. Das Risiko neuer Krisen ist dabei jedoch nach wie vor hoch. Für 2015 rechnet der IWF in seinem Januar-Gutachten mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent. Für den Euroraum wird eine langsamere Erholung (+1,2 Prozent in 2015) als noch Ende letzten Jahres vorhergesagt. Zwar wirken kurzfristig niedrige Ölpreise belebend, aber eine schwächere Investitionsneigung reflektiert die geringeren Wachstumsaussichten, die sich die exportabhängige europäische Wirtschaft in den Emerging Markets verspricht. Für Deutschland wird ein Wachstum von 1,3 Prozent vorhergesagt, für Frankreich 0,9 Prozent und für Italien 0,4 Prozent. Deutlich wachsen soll die spanische Wirtschaft mit 2,0 Prozent. Aufgrund der geringen Inflation und des geringen Spielraums für weitere Zinssenkungen hat sich im Euroraum die Gefahr einer Deflation erhöht.

Der Wirtschaft in den USA wird auch 2015 ein kräftiges Wachstum von 3,6 Prozent vorhergesagt, getrieben von einer kräftigen Binnennachfrage aufgrund abnehmender Arbeitslosigkeit und niedriger Ölpreise. Die Nettoexporte werden sich aufgrund des starken Dollars allerdings voraussichtlich reduzieren.

In den Emerging Markets und Schwellenländern wird insgesamt ein Wirtschaftswachstum von 4,3 Prozent vorhergesagt. Chinas Wirtschaftswachstum wird sich, teils staatlich gelenkt, weiter verlangsamen. Die Wirtschaftsleistung in Russland wird aufgrund der niedrigen Ölpreise und der zunehmenden Isolation durch die geopolitischen Konflikte deutlich zurückgehen (Prognose -3,0 Prozent).

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird vor allem durch zunehmende Konsumnachfrage in den Industrienationen getragen. Die für SIMONA wichtige Exporttätigkeit in Deutschland wird sich aufgrund der geopolitischen Konflikte voraussichtlich nicht so positiv entwickeln. Die Gefahr von weiteren Krisen und Konflikten belastet darüber hinaus das internationale Investitionsklima. Der niedrige Ölpreis hat auch die Erwartungen der chemischen Industrie - der wichtigsten Kundengruppe von SIMONA - gedämpft. Die Branche geht von einem Umsatzrückgang von 0,5 Prozent in 2015 aus.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland erwartet für das Jahr 2015 ein Wachstum in Höhe des Vorjahres. 63 Prozent der vom Branchenverband GKV befragten Unternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen. Die europäische Kunststoffproduktion rechnet für 2015 mit einer Fortsetzung des leichten Aufschwungs und prognostiziert ein Produktionswachstum von 1,0 Prozent. Die Branche liegt in Europa allerdings weiterhin unter dem Vorkrisen-Niveau von 2008.

Künftige Entwicklung

Trotz hoher Unsicherheiten im wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld hat sich SIMONA anspruchsvolle Ziele gesetzt. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden ein Umsatz von 268 Mio. EUR, eine EBIT-Marge zwischen 3 und 4 Prozent sowie eine EBITDA-Marge zwischen 7 und 8 Prozent, jeweils nach IFRS, budgetiert.

Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE, wird für 2015 in etwa zwischen 8 und 10 Prozent erwartet.

Für die Verkaufsregionen "Deutschland" sowie "Übriges Europa" plant SIMONA aufgrund der geringen Investitionstätigkeit und des hohen Risikos einer Stagnation im Euroraum leicht rückgängige Umsätze. Dabei spielen auch Preiseffekte aufgrund gesunkener Rohstoffpreise eine Rolle. Die Umsatzziele für Deutschland und Europa sollen vor allem durch eine Ausweitung des Geschäfts mit neuen Produkten und Kunden erreicht werden. Durch die geplante Einführung von Halbzeugen aus vollfluorierten Kunststoffen sollen neue Anwendungsfelder erschlossen werden.

Im Produktbereich Rohre und Formteile ist neben einer Ausweitung des internationalen Geschäfts mit PP Rohren und Formteilen für Industrieanwendungen ebenfalls die globale Entwicklung des PE Formteilgeschäftes geplant.

Die Erreichung des Ergebnisses wird vor allem von der Durchsetzbarkeit auskömmlicher Preise in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld abhängen.

SIMONA geht davon aus, die Kundenzufriedenheit mit neuen Produkten und verbesserten Entwicklungsmöglichkeiten im neuen Technologiezentrum auf dem heutigen hohen Niveau halten zu können.

Wir gehen durch die Aktivitäten in unserem Energiemanagement von einer weiteren leichten Steigerung der Energieeffizienz aus.

Die Anzahl der Mitarbeiter in der SIMONA AG wird in 2015 voraussichtlich auf Vorjahresniveau bleiben. Auch die Zahl der Auszubildenden wird sich auf Höhe des Vorjahres bewegen, sofern die im noch laufenden Einstellungsprozess offenen Ausbildungsstellen mit geeigneten Kandidaten besetzt werden können.

6. SONSTIGE ANGABEN

6.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.

6.2 Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Beide Vergütungskomponenten werden jährlich überprüft. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Basis der variablen Vorstandsvergütung ist die Ergebnisentwicklung im Konzern sowie ein Long-Term-Incentive-Plan, welcher den "SIMONA Value Added" (Economic Value Added und ein Mindest-Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 8 Prozent) der Jahre 2012 bis 2014 zugrunde legt.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten zudem einen Bonus, dessen Höhe von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig ist, die sich an der Ergebnisentwicklung des Konzerns orientieren. Die Bezüge des Vorstandes betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.647 TEUR (Vorjahr 1.322 TEUR). Sie setzen sich aus 1.030 TEUR (Vorjahr 1.042 TEUR) fester Vergütung und 617 TEUR (Vorjahr 280 TEUR) Boni zusammen. Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 01. Juli 2011 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben insofern.

Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betragen 476 TEUR (Vorjahr 502 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 10.941 TEUR (Vorjahr 10.061 TEUR).

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen. Mitglieder des Vorstandes erhielten vom Unternehmen keine Kredite. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Vorstandsmitgliedern bestehen nicht.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern ersetzt.

Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2014 wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2014 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 106 TEUR (Vorjahr 101 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen keine Kredite. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern bestehen nicht.

6.3 Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2014 unverändert 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt. Effektive Aktienurkunden werden nicht mehr ausgegeben. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen, soweit dem Vorstand bekannt, nicht.

30,79 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,41 Prozent Regine Tegtmeyer (Seelze), 15,0 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 11,06 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.

Mitglieder des Vorstandes meldeten am 13. Juni 2014 insgesamt 70.810 Stück eigene Aktien; dies entspricht 11,80 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten keine Aktien zur Präsenz in der Hauptversammlung am 13. Juni 2014 an.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird.

Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.

Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.

6.4 Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

6.5 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der SIMONA AG beschrieben sind.

Kirn, 31. März 2015

SIMONA Aktiengesellschaft

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

BILANZ

DER SIMONA AG

AKTIVA

scroll

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 495 351
495 351
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.461 14.457
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.488 17.700
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.967 4.920
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.615 3.667
48.531 40.744
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.327 19.317
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.456 28.515
3. Beteiligungen 23 23
88.806 47.855
137.832 88.950
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.546 10.306
2. Unfertige Erzeugnisse 211 0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.467 19.988
29.224 30.294
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.493 24.551
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.404 19.237
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 206 80
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.476 10.227
57.579 54.095
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.375 37.817
95.178 122.206
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103 500
233.113 211.656
Passiva
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.500 15.500
II. Kapitalrücklage 15.032 15.032
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 397 397
2. satzungsmäßige Rücklagen 2.847 2.847
3. andere Gewinnrücklagen 112.181 106.025
115.425 109.269
IV. Bilanzgewinn 12.347 9.791
158.304 149.592
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 40.773 39.845
2. Steuerrückstellungen 1.964 1.491
3. Sonstige Rückstellungen 10.087 9.877
52.824 51.213
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.453 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.348 6.236
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.456 2.556
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 261 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern 669 TEUR; Vorjahr 394 TEUR)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 628 TEUR; Vorjahr 641 TEUR) 2.467 2.059
21.985 10.851
233.113 211.656

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

DER SIMONA AG

scroll

in TEUR 01.01. - 31.12.2014 01.01. - 31.12.2013
1. Umsatzerlöse 251.641 241.642
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.011 2.642
3. Sonstige betriebliche Erträge
(davon Erträge aus Währungsumrechnung 2.299 TEUR; Vorjahr 70 TEUR) 4.103 3.789
253.733 248.073
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -150.744 -147.824
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -421 -557
-151.165 -148.381
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -35.110 -34.974
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung 589 TEUR; Vorjahr 1.816 TEUR) -7.312 -8.277
-42.422 -43.251
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.588 -6.585
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 546 TEUR; Vorjahr 574 TEUR) -35.084 -35.626
8. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen 1.163 TEUR; Vorjahr 1.186 TEUR) 1.163 1.186
9. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 823 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen 590 TEUR; Vorjahr 404 TEUR) 708 770
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -1.923
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus Abzinsung 3.978 TEUR; Vorjahr 2.993 TEUR) -4.269 -3.210
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.901 11.053
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.442 -3.516
15. Sonstige Steuern -147 -159
16. Jahresüberschuss 12.312 7.378
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.191 6.102
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -6.156 -3.689
19. Bilanzgewinn 12.347 9.791

ANHANG

DER SIMONA AG

ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit wurde der Posten "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" zusätzlich in das Gliederungsschemata des § 275 HGB aufgenommen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 EUR, aber nicht über 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden 4 Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Bewertung der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse erfolgte nach der LIFO-Methode. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen zur Bilanz dargelegt.

Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Anlagevermögen berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Barwert abgezinst.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Aufwendungen der Folgejahre.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,53 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 Prozent, der Trend der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung mit 2,00 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für die jeweilige Restlaufzeit abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter auf Seite 28 dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Eine Aufstellung zum Anteilsbesitz ist auf Seite 29 dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Zuge einer Kapitalerhöhung an der SIMONA AMERICA Inc. um 29.010 TEUR erhöht.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd. (16.817 TEUR) und die SIMONA AMERICA Inc. (23.639 TEUR). Die Ausleihungen werden marktüblich verzinst.

Vorräte

Bei den Vorräten wird für Rohstoffe und Fertigerzeugnisse die LIFO-Methode unterstellt. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertverfahrens bewertet. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode, der zu einer Verminderung der Vorräte führt, beträgt bei den Rohstoffen 2.754 TEUR und bei den Fertigerzeugnissen 8.785 TEUR.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18.747 TEUR, Vorjahr 18.433 TEUR) sowie Darlehen (6.657 TEUR, Vorjahr 804 TEUR). Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, umfasst 6.626 TEUR (Vorjahr 775 TEUR).

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 206 TEUR betreffen Zahlungen im Rahmen der Altersvorsorge.

Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft durch das SEStEG einen Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens (2.075 TEUR) aktiviert und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die einzelnen Raten sind zwischen 2015 und 2017 fällig. Darüber hinaus beinhalten die Sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen i.H.v. 1.496 TEUR sowie Forderungen aus Energiesteuer i.H.v. 703 TEUR. Des Weiteren werden Erstattungsansprüche (123 TEUR) gegenüber der Bundesagentur für Arbeit aktiviert, da die Voraussetzungen zur Erstattung gemäß AltTZG erfüllt sind und per Bescheid feststehen.

Im Geschäftsjahr wurde das in den Sonstigen Vermögensgegenständen zum Nennwert in Höhe von 4.000 TEUR ausgewiesene Schuldscheindarlehen vereinbarungsgemäß gekündigt.

Der Gesamtbetrag der Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 1.384 TEUR (Vorjahr 2.099 TEUR).

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt 15.500 TEUR und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 6.191 TEUR enthalten. Im Berichtsjahr wurden satzungsgemäß 6.156 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Rückstellungen für Pensionen

Die SIMONA Sozialwerk GmbH dient als Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelbaren Altersvorsorgeverpflichtungen für die SIMONA AG. Zum 31.12.2014 ergibt sich eine nicht passivierungspflichtige Unterdeckung in Höhe von 7.176 TEUR.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche, Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumsgelder, Urlaubsansprüche, Gleitzeitüberhänge, Tantiemen und Mitarbeiterprämien, unterlassene Instandhaltung, ausstehende Rechnungen sowie Beiträge an die Berufsgenossenschaft gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Bankdarlehen über einen Gesamtbetrag von 2.257 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sowie innerhalb eines Jahres fällige Kontokorrentkredite über 3.204 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich innerhalb eines Jahres fällige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.456 TEUR, Vorjahr 2.556 TEUR).

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 261 TEUR betreffen im Wesentlichen die Ausschüttung im Rahmen der Altersvorsorge.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Sonstigen Rückstellungen und Anlagevermögen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,48 Prozent zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Die SIMONA AG, Kirn, hat zugunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China, je eine Garantie abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2014 mit insgesamt 1.647 TEUR.

Die SIMONA AG, Kirn, hat zur Absicherung von Rohstofflieferungen eine Zahlungsgarantie in Höhe von nominal 2.471 TEUR abgegeben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen wird aufgrund der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden finanziellen Lage der betreffenden Tochterunternehmen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll

in TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Fällig 2015 197
Fällig 2016-2018 166
363
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 5.138

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Leistungen für nahe stehende Unternehmen. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

scroll

2014 2013
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 93.968 37,3 89.742 37,1
Übriges Europa 139.764 55,6 133.150 55,2
Amerika 4.260 1,7 4.451 1,8
Asien & Pazifik 13.649 5,4 14.299 5,9
251.641 100,0 241.642 100,0

scroll

2014 2013
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Halbzeuge und Fertigteile 177.602 70,6 170.404 70,5
Rohre und Formteile 74.039 29,4 71.238 29,5
251.641 100,0 241.642 100,0

Im Geschäftsjahr 2014 werden erstmalig die Fracht- und Verpackungserlöse in Höhe von 1.395 TEUR (Vorjahr 1.259 TEUR) in den Umsatzerlösen ausgewiesen (vorher Sonstige betriebliche Erträge).

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (637 TEUR) sowie periodenfremde sonstige Erträge (230 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (9.490 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen (6.275 TEUR), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (5.860 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (1.185 TEUR), Raumkosten (938 TEUR) und Werbekosten (837 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich aus der Ausbuchung von Forderungen (28 TEUR, Vorjahr 140 TEUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 14 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steueraufwendungen in Höhe von 220 TEUR (Vorjahr 22 TEUR), die frühere Geschäftsjahre betreffen.

SONSTIGE ANGABEN

Organe und Aufwendungen für Organe

Vorstand

Wolfgang Moyses, MBA, Diplom-Betriebswirt, (Vorstandsvorsitzender), Verantwortlich für die Bereiche:

USA, Asien-Pazifik, Lateinamerika
Strategische Unternehmensentwicklung
Personal und Recht weltweit
Investor Relations
Marketing & Kommunikation

Dirk Möller, Diplom-Ingenieur, (stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Verantwortlich für die Bereiche:

Division Halbzeuge Europa
Division Rohre und Formteile
Forschung und Entwicklung
Anwendungstechnik/Technical Service Center
Verfahrensentwicklung weltweit
Zentrale Logistik

Fredy Hiltmann, Betriebsökonom, Verantwortlich für die Bereiche:

Finanzen
Controlling
Steuern
Einkauf
IT & Organisation
Qualitätsmanagement

Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Gleichzeitig nimmt Herr Möller in einzelnen Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben als Organ wahr.

SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, (1),
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, (2),
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, (2),
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, (2),
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, (2),
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, (2)

Die Aufgaben als Organ betreffen:

(1) Geschäftsführer,

(2) Mitglied im Board of Directors

Aufsichtsrat

Dr. Rolf Goessler, Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann, (Vorsitzender), weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Roland Frobel, Isernhagen, (stellvertretender Vorsitzender)

Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel (bis 31.12.2014)
Geschäftsführer der ROSSMANN CENTRAL EUROPE B. V., Renswoude, Niederlande

weitere Aufsichtsratstätigkeit:

Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main
Vorsitzender des Beirates der Saxonia Holding GmbH, Wolfsburg

Dr. Roland Reber, Stuttgart

Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen

Joachim Trapp, Biberach, Volljurist

Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Biberach, Biberach
Geschäftsführer der Sparkasse-Immobilien BC GmbH, Biberach
Geschäftsführer der Sparkasse-Immobilien BC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Biberach

Gerhard Flohr, Bergen (Arbeitnehmervertreter), Betriebsschlosser

Andreas Bomm, Schmidthachenbach (Arbeitnehmervertreter bis 28. März 2014), Betriebsschlosser

Jörg Hoseus, Monzingen (Arbeitnehmervertreter seit 28. März 2014), Industriemechaniker

Gesamtbezüge des Vorstandes

In 2014 betragen die Bezüge des Vorstandes 1.647 TEUR (Vorjahr 1.322 TEUR), davon betragen die variablen Vergütungsanteile 617 TEUR (Vorjahr 280 TEUR).

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Die Bezüge des Aufsichtsrates teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (76 TEUR) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (30 TEUR). Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betragen somit insgesamt 106 TEUR (Vorjahr 101 TEUR) und entfallen auf:

scroll

in TEUR 2014
Dr. Rolf Goessler 30,0
Roland Frobel 25,0
Dr. Roland Reber 20,0
Joachim Trapp 10,0
Gerhard Flohr 10,0
Jörg Hoseus 8,3
Andreas Bomm 2,5
105,8

Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstandes

Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen die Bezüge 476 TEUR (Vorjahr 502 TEUR).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 6.088 TEUR.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

scroll

2014 2013
Gewerbliche Arbeitnehmer 482 516
Angestellte 274 282
756 798
Auszubildende 41 41
797 839

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

scroll

in TEUR 2014
Jahresüberschuss 12.312
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.191
Satzungsmäßige Einstellung in die andere Gewinnrücklage -6.156
Bilanzgewinn 12.347
Dividende (8,00 EUR je Aktie) -4.800
Vortrag auf neue Rechnung 7.547

Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2014 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 26. Februar 2015 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite www.simona.de zugänglich gemacht.

Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Am 13. Juni 2014 hat die Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht, dass folgende Beteiligungen an ihr mitgeteilt wurden. Danach ergeben sich die folgenden Beteiligungsverhältnisse:

Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG

scroll

in %
Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn 30,79
Kreissparkasse Biberach, Biberach 15,00
Dirk Möller, Kirn 11,64
Regine Tegtmeyer, Seelze 11,41
Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel 10,10
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn 10,00

Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns am 27.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 19.12. 2013 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (0 Stimmrechte) beträgt.

Die BayernInvest Kapitalanlagegesellschaft mbH, München, Deutschland, hat uns am 20.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 19.12.2013 die Schwelle von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 5,0038 Prozent (30.023 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind ihr 5,0038 Prozent (30.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland, hat uns am 20.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 19.12.2013 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und die Schwelle von 10 Prozent erreicht hat und zu diesem Tag 10,00 Prozent (60.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 10,00 Prozent (60.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 29. November 2006 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,67 Prozent betragen hat (das entspricht 64.000 Stimmrechten). Davon sind ihm 10,67 Prozent (64.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0038 Prozent (90.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.

Die Kreissparkasse Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03. März 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten).

Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 215 TEUR und gliedert sich wie folgt auf: Für die Abschlussprüfung 160 TEUR, für Steuerberatungsleistungen 34 TEUR und für sonstige Leistungen 21 TEUR.

Kirn, den 31. März 2015

SIMONA Aktiengesellschaft

Wolfgang Moyses

Dirk Möller

Fredy Hiltmann

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

DER SIMONA AG

scroll

Anschaffungskosten
in TEUR 01.01.2014 Zugänge Umbuchung Abgänge 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.140 290 99 0 7.529
7.140 290 99 0 7.529
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 49.833 2.073 31 0 51.937
2. Technische Anlagen und Maschinen 134.608 5.562 2.079 413 141.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.492 1.452 64 380 49.628
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.667 5.221 -2.273 0 6.615
236.600 14.308 -99 793 250.016
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.717 29.010 0 0 60.727
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 29.338 16.731 0 5.613 40.456
3. Beteiligungen 23 0 0 0 23
61.078 45.741 0 5.613 101.206
304.818 60.339 0 6.406 358.751

scroll

Abschreibungen
in TEUR 01.01.2014 Zugänge Zuschreibung Abgänge 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.789 245 0 0 7.034
6.789 245 0 0 7.034
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 35.376 1.100 0 0 36.476
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.908 3.837 0 397 120.348
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.572 1.406 0 317 44.661
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
195.856 6.343 0 714 201.485
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.400 0 0 0 12.400
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 823 0 823 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0
13.223 0 823 0 12.400
215.868 6.588 823 714 220.919

scroll

Restbuchwerte
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 495 351
495 351
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.461 14.457
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.488 17.700
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.967 4.920
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.615 3.667
48.531 40.744
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.327 19.317
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.456 28.515
3. Beteiligungen 23 23
88.806 47.855
137.832 88.950

ANGABEN ZUM ANTEILSBESITZ

DER SIMONA AG

scroll

Gesellschaft Anteil am Kapital Prozent Eigenkapital

TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

TEUR
Mittelbar
SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich 100,0 3.203 11
SIMONA S.r.l. Società Unipersonale, Vimodrone, Italien 100,0 242 -22
SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien 100,0 1.918 168
SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien 100,0 211 38
SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China 100,0 1.203 -66
SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China 100,0 6.210 -605
64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA 100,0 3.003 0
Laminations Inc., Archbald, USA 100,0 13.037 -160
Boltaron Inc., Newcomerstown, USA 100,0 2.481 2.267
DANOH, LLC, Akron, USA 100,0 76 69
CARTIERWILSON, LLC, Marietta, USA* 25,0 - -
West Coast Plastic Sales, LLC, Washington, USA* 25,0 - -
Unmittelbar
SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 470 133
SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China 100,0 799 166
SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen 100,0 1.023 118
SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (2013) 50,0 16.885 348
SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn (2013) 50,0 4.686 358
SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn** 100,0 1.834 0
SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA 100,0 31.703 -2.869
SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien 100,0 18.444 1.091
SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China 100,0 5.565 1.020
DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen 51,0 512 45
OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation 100,0 -323 -598

* Die Gesellschaften wurden im Rahmen der Akquisition der Boltaron Inc. zum 1. April 2014 anteilig erworben. Zahlen zum Geschäftsjahr 2014 sind derzeit nicht verfügbar.

** Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SIMONA AG, Kirn

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 10. April 2015 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Frankfurt am Main, den 10. April 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jochen Rincker, Wirtschaftsprüfer

SIMONA AG

Teichweg 16

55606 Kirn

Germany

Phone +49(0)67 52 14-383

Fax +49(0)67 52 14-738

[email protected]

www.simona.de

Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2014

Im Geschäftsjahr 2014 konnte der SIMONA Konzern dank einer im Jahr 2013 eingeleiteten strategischen Neuausrichtung Umsatz und Ergebnis verbessern. Aufgrund zahlreicher Initiativen zur Effizienzsteigerung und der Verschlankung von Prozessen in allen Unternehmenseinheiten ist es gelungen, die Gewinnschwelle zu senken. Zeitgleich wurden gezielt Maßnahmen zur Stärkung der Innovationskraft umgesetzt, wodurch neue Produkte im Markt eingeführt werden konnten. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung erfolgten zwei Unternehmenskäufe, die auf dem wichtigen US-amerikanischen Kunststoffmarkt die Marktstellung gestärkt und die Basis für den Einstieg in das weltweit wachsende Geschäftsfeld der Inneneinrichtung von Flugzeugen gelegt haben. In einem unverändert fragilen wirtschaftlichen Umfeld mit nach wie vor zurückhaltender Investitionsneigung, vor allem in Europa, konnten durch die oben genannten Maßnahmen deutliche Zuwächse bei Umsatz und EBIT erzielt werden. Nach einem schwachen Ergebnis in 2013 wurde eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erreicht.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 intensiv mit der Umsetzung der Initiativen zur strategischen Neuausrichtung befasst und ist der Auffassung, dass durch die in vielen Prozessen erzielten Fortschritte gute Voraussetzungen zur nachhaltigen Steigerung der Ertragskraft des Unternehmens geschaffen wurden.

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2015 sind von einer nach wie vor hohen Unsicherheit der konjunkturellen Entwicklung durch Finanzkrisen und geopolitische Konflikte geprägt. Die Internationalisierung des Unternehmens schreitet voran. Nordamerika wird nach den beiden Akquisitionen der zweitgrößte Einzelmarkt von SIMONA werden. In Europa liegt der Fokus weiter auf einer Effizienzsteigerung und damit auf der Erzielung von Kostenvorteilen im intensiven Wettbewerb. Der Aufsichtsrat wird insbesondere die Erreichung der Ergebnisziele kontrollieren und sich der Umsetzung der strategischen Initiativen zur operativen Exzellenz und Innovationskraft widmen.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2014 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Die Berichte behandelten vor allem die Planung, die Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SIMONA AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich informiert. So wurden die Strategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, die Planung, das Risikomanagement, die Risikolage und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SIMONA waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert. Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat wurden 2014 vollständig überarbeitet, um eine noch effektivere Unternehmenssteuerung zu gewährleisten.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat tagte 2014 in vier ordentlichen Sitzungen. Mit Ausnahme der Sitzung vom 23. April 2014, an der Dr. Roland Reber aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, hat jedes Mitglied des Aufsichtsrates an allen Sitzungen teilgenommen.

In der Sitzung am 26. Februar 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der geplanten Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Boltaron und informierte sich über den Status der Integration der Akquisition von Laminations (USA) in den SIMONA Konzern. Darüber hinaus diskutierte der Aufsichtsrat das vorläufige Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 und die aktuelle Situation im Geschäftsjahr 2014. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Umsetzungsfortschritts der strategischen Neuausrichtung. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat über den Stand von geplanten M&A-Projekten und über den Status der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

In seiner Sitzung vom 23. April 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Konzernabschluss, dem Jahresabschluss der AG sowie dem Konzernlagebericht, dem erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB und dem Lagebericht der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2013, dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2013 erzielten Bilanzgewinnes, dem Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2013 und mit dem Ergebnis der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete eingehend über die Prüfungsergebnisse. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass die Prüfung ordnungsgemäß erfolgt war. Der Aufsichtsrat erteilte in der Sitzung dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahresabschluss der AG und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013, billigte die Abschlüsse und verabschiedete den Bericht des Aufsichtsrates. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes schloss er sich nach dessen Prüfung an. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über den Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2014 des SIMONA Konzerns. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung waren die Geschäftsentwicklung in den USA und der Stand der dort geplanten und durchgeführten Akquisitionen sowie die Geschäftsentwicklung im chinesischen Markt. Außerdem erörterte der Aufsichtsrat den Stand der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat darüber hinaus die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2014 sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.

In seiner Sitzung am 14. August 2014 informierte sich der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und ließ sich einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung in 2014 geben. Des Weiteren wurden in dieser Sitzung die Marktentwicklung in den USA und China diskutiert sowie der Stand der Integration von Laminations und die Akquisition von Boltaron. Außerdem unterzog der Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen in dieser Sitzung einem Review.

In der Sitzung am 26. November 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftssituation in den ersten neun Monaten und dem Ausblick auf das Jahresende 2014. In dieser Sitzung wurde außerdem der Umsatz-, Ergebnis und Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2015 genehmigt. Des Weiteren wurden der Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen sowie die Geschäftssituation in USA und China diskutiert. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat die neuen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat.

DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN

Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Wirtschaftsausschuss

Der Wirtschaftsausschuss beriet 2014 in vier Sitzungen. Schwerpunktthemen waren dabei die Akquisitionen der US-amerikanischen Unternehmen, die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, die Prozessprüfung des SAP-Systems als Schwerpunkt der jährlichen Wirtschaftsprüfung, die Dividendenpolitik, der Risikobericht sowie der Stand der Umsetzung des Innovationsprozesses anhand der Markteinführung des neuen Produktes SIMOWOOD. Der Wirtschaftsausschuss prüfte auch die Halbjahres- und Quartalsergebnisse und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrates zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014 an die Hauptversammlung vor.

Personalausschuss

Der Personalausschuss trat 2014 viermal zusammen. Er bereitete unter anderem die Verlängerung des Anstellungsvertrages mit dem Vorsitzenden des Vorstandes vor und erarbeitete einen Vorschlag für die Neuordnung der Pensionsansprüche der Mitglieder des Vorstandes. Des Weiteren befasste sich der Personalausschuss mit der Neufassung der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. Notwendige Beschlüsse zu diesen Themen erfolgten im Plenum des Aufsichtsrates.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2014 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 13. Juni 2014 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 21. April 2015 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 21. April 2015 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, der vorsieht, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 12.347.301,88 EUR wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von 8,00 EUR je Aktie, zahlbar am 15. Juni 2015: 4.800.000,00 EUR

b) Vortrag auf neue Rechnung: 7.547.301,88 EUR

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben im Jahr 2014 durch die konsequente Arbeit an der strategischen Neuausrichtung eine Trendwende geschafft. Allen Kunden und Partnern dankt der Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit und das hohe Vertrauen in SIMONA.

Kirn, 21. April 2015

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender

Entsprechenserklärung der SIMONA AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 26. Februar 2014 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung vom 15. Mai 2012 bzw. 13. Mai 2013 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 08. März 2013 und wird von der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8 Absatz 3: In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat führt die Geschäfte mit einem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung würde hier keine Verbesserung und keine zusätzliche Anreizwirkung entfalten.
Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3: Der Aufsichtsrat soll bei der Festlegung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat sorgt bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder dafür, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Für die Festsetzung der angemessen Vergütung hat der Aufsichtsrat auch einen unabhängigen, externen Vergütungsexperten hinzugezogen, der verschiedene horizontale Vergleichstests durchgeführt hat. Darüber hinaus berücksichtigt der Aufsichtsrat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge auch vertikale Aspekte. Vor dem Hintergrund des Detaillierungsgrades der Empfehlung zum vertikalen Vergütungsvergleich erklären wir hierzu jedoch vorsorglich eine Abweichung.
Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6: Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen.

Erläuterung: Die feste Vergütung und die langfristige variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind betragsmäßig begrenzt. Bei der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente, die sich nach der jährlichen Ergebnisentwicklung des Unternehmens (EBIT) bemisst, ist keine betragsmäßige Begrenzung vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass der Vorstand an einer guten Ergebnisentwicklung partizipieren soll. Durch die geltende, ausgewogene Regelung werden sowohl das Interesse an einer betragsmäßigen Begrenzung als auch das Incentivierungsziel der Gesellschaft angemessen berücksichtigt.
Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3: Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vorgesehen werden, welcher den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreitet, nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergütet und dessen Berechnung auf die Gesamtvergütung abstellt.

Erläuterung: Die geltenden Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Befristung aller Vorstandsverträge bedarf es eines solchen Abfindungs-Caps aus Sicht der Gesellschaft nicht.
Ziffer 4.2.3 Absatz 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung einmalig über die Grundzüge des Vergütungssystems und sodann über deren Veränderung informieren.

Erläuterung: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wird die Hauptversammlung zukünftig auch mündlich über die Grundzüge des Vergütungssystems und über deren Veränderung informieren.
Ziffer 4.2.5. Absatz 2: Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Erläuterung: Der Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts wird zukünftig auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen für die Vorstandsmitglieder enthalten.
Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Satz 3: Es soll eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat hat bisher keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Praxis hat eine solche Festlegung bislang nicht erfordert.
Ziffer 5.3.3 Absatz 1: Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden.

Erläuterung: Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die Einrichtung eines Nominierungsausschusses bei (nur) vier Anteilseignervertretern aus Sicht des Aufsichtsrats nicht erforderlich ist.
Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3: Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation konkrete Ziele benennen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen, bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt und mit dem Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Erläuterung: Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der Empfehlung sowie der unternehmensspezifischen Situation und möglichen konkreten Zielen für seine Zusammensetzung befasst. Nach eingehender Diskussion hat der Aufsichtsrat beschlossen, keine verbindlichen Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen. Der Aufsichtsrat unterstützt die grundsätzliche Bedeutung von Vielfalt bei seiner Zusammensetzung für das Unternehmen und strebt zugleich eine stärkere Repräsentanz von Frauen an. Es sollen jedoch hierfür - anders als in Ziffer 5.4.1 des Kodex gefordert - keine konkreten Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen benannt werden. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung in erster Linie die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigen.
Ziffer 5.4.6 Absatz 1: Bei der Festlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigt werden.

Erläuterung: Die Satzung der SIMONA sieht vor, dass der Vorsitz sowie der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat besonders vergütet werden. Des Weiteren werden auch Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.
Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1: Individualisierte Angabe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und Aufgliederung nach Vergütungsbestandteilen.

Erläuterung: Bei SIMONA ergibt sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats aus der Satzung und besteht gegenwärtig lediglich aus einer festen Vergütung. Eine individualisierte Angabe, aufgegliedert nach Vergütungsbestandteilen würde daher aus Sicht der Gesellschaft keinen Zugewinn an Transparenz bedeuten.
Ziffer 7.1.2 Satz 4, 1. Halbsatz: Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende.

Erläuterung: SIMONA veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Aufgrund des definierten Procedere der Abschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung nicht möglich.

Kirn, 26. Februar 2014

SIMONA AG

Aufsichtsrat und Vorstand