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SIMONA AG — Annual Report 2012
Jun 14, 2013
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Annual Report
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SIMONA Aktiengesellschaft
Kirn an der Nahe
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
Konzernlagebericht der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2012
1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
1.1. Organisatorische und rechtliche Struktur des SIMONA Konzerns
Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile und Profile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt. Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Behälter- und Apparatebau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie Automotive. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt.
Der SIMONA Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Die Vertriebsstruktur ist primär nach drei Vertriebsregionen
| ― | Deutschland |
| ― | Übriges Europa und Afrika |
| ― | Asien, Amerika und Australien |
und sekundär nach Produktbereichen
| ― | Halbzeuge und Fertigteile |
| ― | Rohre und Formteile |
aufgestellt. Innerhalb des Konzerns erfolgt der Vertrieb über die SIMONA AG und Tochtergesellschaften in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien, Russland, Hongkong, China und den USA sowohl direkt als auch über Handelspartner. Die AG betreibt darüber hinaus eine Verkaufsniederlassung in Möhlin in der Schweiz. Der Sitz der Muttergesellschaft, SIMONA AG, ist in 55606 Kirn (Deutschland). Der SIMONA Konzern hat 2012 in drei inländischen und drei ausländischen Werken produziert.
In zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) werden die Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert. In Hazleton (Pennsylvania, USA) werden überwiegend extrudierte Halbzeuge für den amerikanischen Markt hergestellt. In Litvinov (Tschechien) werden Rohre und Platten vor allem für den osteuropäischen Markt produziert. In Jiangmen (China) werden extrudierte Platten produziert.
Vorstände im Berichtsjahr waren Wolfgang Moyses (Vorstandsvorsitzender), Dirk Möller (stellvertretender Vorstandsvorsitzender) und Fredy Hiltmann (Vorstand Finanzen und Verwaltung). Die von den Anteilseignern zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder wurden auf der Hauptversammlung am 22.06.2012 turnusmäßig neu gewählt. Die von den Arbeitnehmervertretern zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder wurden im Februar 2012 neu gewählt. Daher setzte sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
| ― | Hans-Werner Marx (Vorsitzender bis 22.06.2012) |
| ― | Dr. Rolf Goessler (stv. Vorsitzender bis 22.06.2012, Vorsitzender seit 22.06.2012) |
| ― | Roland Frobel (stv. Vorsitzender seit 22.06.2012) |
| ― | Dr. Roland Reber |
| ― | Dr. Horst Heidsieck (vom 22.06.2012 bis 30.11.2012) |
| ― | Bernd Meurer, Arbeitnehmervertreter (bis 28.02.2012) |
| ― | Andreas Bomm, Arbeitnehmervertreter (seit 28.02.2012) |
| ― | Gerhard Flohr, Arbeitnehmervertreter (seit 28.02.2012) |
1.2. Geschäftsentwicklung
Geringe Investitionsneigung bremst Umsatzwachstum - Zuwächse in den Emerging Markets
Die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde 2012 durch die Euro-Krise gebremst. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das Wachstum 3,2 Prozent, nach 3,9 Prozent in 2011. Überdurchschnittliche Wachstumsraten zeigten dabei lediglich die Emerging Markets in Asien, auch wenn sich deren Wachstum gegenüber 2011 deutlich verlangsamt hat, sowie der Mittlere Osten und Nordafrika. In Europa prägten Defizite der öffentlichen Haushalte, fehlende Nachfrage und hohe Arbeitslosigkeit das Bild. Das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten hat sich im zweiten Halbjahr etwas beschleunigt, ist aber auch durch nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit gebremst. Der IWF geht in seiner aktuellen Januar-Prognose von einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2013 von 3,5 Prozent aus.
Die Umsatzentwicklung des SIMONA Konzerns litt unter diesen Rahmenbedingungen. Der Geschäftsverlauf war stabil, aber insgesamt unter dem Vorjahresniveau. Das Umsatzziel von 300 Mio. EUR wurde knapp verfehlt. Die Umsatzerlöse im Gesamtjahr 2012 sind um 5,0 Prozent auf 293,2 Mio. EUR (Vorjahr 308,5 Mio. EUR) zurückgegangen. Die Umsatzerlöse der SIMONA AG sind von 265,1 Mio. EUR um 8,2 Prozent auf 243,4 Mio. EUR gesunken.
Deutschland
Die deutsche Wirtschaft hat sich vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen in Europa robust gezeigt. Kalenderbereinigt ist die Wirtschaft um 0,9 Prozent gewachsen (Vorjahr 3,0 Prozent). Bereits ab dem zweiten Quartal 2012 hat sich das Wachstum jedoch erheblich abgekühlt. Im vierten Quartal war gar ein Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen. Der Außenbeitrag hat stärker zum Wachstum beigetragen als die Konsumausgaben. Die für SIMONA wichtigen Ausrüstungsinvestitionen haben sich gegenüber 2011 deutlich verringert. Es wurden 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr investiert, 2011 waren die Ausrüstungsinvestitionen noch um 8,3 Prozent gestiegen.
Die Entwicklung in den wichtigsten Abnehmerbranchen und der Kunststoff verarbeitenden Industrie
Die deutsche Chemieindustrie konnte 2012 dank eines guten Exportgeschäftes außerhalb Europas das Umsatzniveau des Vorjahres halten. Hier spielten Preiseffekte eine Rolle. Aufgrund der insgesamt rückläufigen Nachfrage ging die Produktion um rund 3 Prozent zurück.
Von Januar bis November 2012 ist die Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland um 1,8 Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenverband VDMA für den Maschinen- und Anlagenbau mit einem Wachstum von 2 Prozent. Die Auftragslage in einigen Bereichen war jedoch schwach, die Auftragseingänge lagen von Januar bis November 4 Prozent unter Vorjahresniveau. Hierzu trug insbesondere die Lage bei den Herstellern von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Solarindustrie bei, deren Auftragseingänge bereits Ende 2011 um mehr als die Hälfte eingebrochen sind. Die Kapazitätsauslastung ist wieder zurückgegangen und lag im Oktober 2012 mit 84,6 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert von 86,2 Prozent.
UMSATZ SIMONA KONZERN (in Mio. EUR)

Die Messebranche hat auch 2012 ein leichtes Wachstum erzielen können. Die Anzahl der Aussteller auf den 161 überregionalen Messen ist um 1,5 Prozent gestiegen. Die Beteiligung aus dem Ausland ist mit 2,5 Prozent überdurchschnittlich gewachsen, während die Besucherzahl insgesamt um 1 Prozent zurückgegangen ist.
Die Entwicklung des Bauhauptgewerbes in Deutschland ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Umsatz ist um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, erwartet wurden 1,5 Prozent. Gestützt wurde die Baukonjunktur vom Wohnungsbau, der um 4,7 Prozent zulegen konnte. Der Wirtschaftsbau wuchs um 1,4 Prozent, während der öffentliche Bau einen Umsatzrückgang von 5,5 Prozent verzeichnete. Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland hat nach einem Rekordjahr 2011 im vergangenen Jahr eine deutlich verhaltenere Entwicklung genommen. Mit 56,2 Mrd. EUR sind die Umsatzerlöse nur leicht um 0,5 Prozent gestiegen. Bei fast allen Kunststoff verarbeitenden Unternehmen hat sich das Konjunkturklima ab dem Frühjahr deutlich abgekühlt und die Ertragslage ist zunehmend unter Druck geraten. Die Exporte haben sich mit plus 0,5 Prozent etwas schwächer als die Importe (plus 0,6 Prozent) entwickelt. Die Branche sah sich 2012 einem erhöhten Import-Wettbewerbsdruck ausgesetzt, da zunehmend Unternehmen aus Krisenregionen in Europa versuchten, ihre Produkte in Deutschland abzusetzen.
UMSATZVERTEILUNG NACH REGIONEN (in Prozent)

Die stark zurückgegangene Investitionsneigung hat die Umsatzentwicklung in Deutschland überproportional belastet. Zudem ist das Geschäft mit Platten für die Photovoltaik- und Solarindustrie, das in 2011 eine Sonderkonjunktur beschert hatte, fast auf null zurückgegangen. Die Umsatzerlöse sind um 11,0 Prozent auf 93,1 Mio. EUR (Vorjahr 104,6 Mio. EUR) gefallen. Der Anteil der Region Deutschland am Gesamtumsatz hat auf 31,8 Prozent nachgegeben (Vorjahr 33,9 Prozent).
Übriges Europa und Afrika
Die Wirtschaft im Euroraum ist 2012 in eine Rezession geraten. Die ungelöste Staatsschuldenkrise und hohe Arbeitslosigkeit prägten das Bild. Das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Staaten ist insgesamt um 0,6 Prozent zurückgegangen. Im Jahresverlauf hat sich die Entwicklung verschlechtert, nach minus 0,4 Prozent im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2012 um 0,9 Prozent zurückgegangen. Am stärksten ist die Wirtschaftsleistung in Italien, Spanien und Portugal gesunken, von den großen Volkswirtschaften im Euroraum konnte lediglich Deutschland die Wirtschaftsleistung steigern. Die Bruttoanlageinvestitionen sind 2012 im gesamten Euroraum um 1,1 Prozent gesunken.
In der Region Mittlerer Osten und Nordafrika ist die Wirtschaft mit 5,2 Prozent stärker gewachsen als 2011 (3,5 Prozent). Der Umsatzanteil dieser Region am Gesamtumsatz des SIMONA Konzerns ist nicht signifikant. In einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld hat SIMONA Umsatzerlöse in der Region Übriges Europa und Afrika von 146,1 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 152,0 Mio. EUR). Das sind 3,9 Prozent weniger als 2011.
Asien, Amerika und Australien
Die Wirtschaft in den USA ist dank eines überdurchschnittlichen Schlussquartals stärker gewachsen als erwartet. Der Internationale Währungsfonds geht von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent aus, nach 1,8 Prozent im Vorjahr. Nach wie vor prägen jedoch eine geringe Kapazitätsauslastung, die ungeklärte Haushaltslage und hohe Arbeitslosigkeit das Bild.
In Asien hat sich das Wachstum der großen Volkswirtschaften deutlich verlangsamt. In China wurde mit 7,8 Prozent das geringste Wachstum seit der Krise 2009 erzielt. Chinas exportlastige Industrie litt vor allem unter der weltweiten Nachfrageschwäche. In Indien ist die Wirtschaft nur noch um 4,5 Prozent gewachsen, nach 7,9 Prozent im Jahr 2011. Auch in Lateinamerika hat sich die Konjunktur deutlich abgekühlt. In Brasilien, der größten Volkswirtschaft der Region, ist das BIP nur um 1,0 Prozent gestiegen, nach 2,7 Prozent im Vorjahr.
In der Region Asien konnte der SIMONA Konzern auch 2012 weiter wachsen. In Nordamerika waren die Umsatzerlöse aufgrund einer Neuausrichtung des Geschäftsmodells leicht rückläufig. Insgesamt sind die Umsatzerlöse der Region Asien, Amerika und Australien um 4,1 Prozent auf 54,0 Mio. EUR (Vorjahr 51,9 Mio. EUR) gestiegen. Der Anteil dieser Region am Gesamtumsatz hat sich weiter erhöht auf 18,4 Prozent (Vorjahr 16,8 Prozent).
Umsatzrückgänge bei Halbzeugen und Fertigteilen - Stabile Entwicklung im Geschäft mit Rohren und Formteilen
Im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile ist der Umsatz mit extrudierten Platten aus PP und Fluorkunststoffen deutlich zurückgegangen. Der Umsatz mit extrudierten PE Platten entwickelte sich stabil. Der Umsatz mit PVC Schaumplatten für Anwendungen in der Werbetechnik, dem Messe- und Hochbau konnte leicht gesteigert werden. Insgesamt wurden im Bereich Halbzeuge und Fertigteile Umsatzerlöse von 215,0 Mio. EUR (Vorjahr 229,4 Mio. EUR) erzielt. Das sind 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im Produktbereich Rohre und Formteile konnten im Marktsegment PE Rohre und Formteile für Tiefbauanwendungen Zuwächse erzielt werden. In diesem Markt konnten insbesondere in Zentral- und Osteuropa sowie auf dem Gebiet der Energiegewinnung in Ostdeutschland einige interessante Projekte gewonnen werden. Das Geschäft mit Industrierohrsystemen (PP, PVDF) gestaltete sich in Zentral- und Westeuropa schwieriger, insbesondere durch fehlende Investitionen im Marktsegment Photovoltaik. In Asien konnte in diesem Marktsegment der Umsatzanteil durch verstärkte Vertriebsaktivitäten ausgebaut werden, so dass das PP-Rohrgeschäft in etwa Vorjahresniveau erreichte. Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse im Produktbereich Rohre und Formteile 78,2 Mio. EUR. Das sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr.
UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (in Mio. EUR)

Produktentwicklung neu aufgestellt
In 2012 wurden der Bereich neu strukturiert und mit dem Leiter Anwendungsentwicklung und dem Leiter weltweite Verfahrensentwicklung zwei wichtige Funktionen neu besetzt. Die Produktentwicklung bei SIMONA gliedert sich zum einen in die Verbesserung von Eigenschaften bestehender Kunststoffprodukte, in der Regel durch neue Anforderungen unserer Kunden (Customizing), und zum anderen in das Testen neuer Werkstoffe und die Entwicklung neuer Anwendungen von Kunststoffen.
In 2012 lag ein Schwerpunkt der Produktentwicklung auf der Erweiterung von Werkstoffen. So wurden Platten aus dem Werkstoff Ethylenvinylacetat (EVA) entwickelt, die speziell für Anwendungen in der Orthopädietechnik Anfang 2013 im Markt eingeführt wurden. SIMONA® SIMOLIFE EVA wird speziell zur Herstellung von flexiblen Innenschäften für die Bein- und Armprothetik eingesetzt. Im Bereich Umwelttechnik wurde erfolgreich eine PVC-GLAS Variante entwickelt, die erhöhte Anforderungen in verschiedenen Anwendungsgebieten, wie zum Beispiel beim Einsatz in Bioreaktoren, erfüllt. Im Produktbereich Fluorkunststoffe wurde das Produktprogramm um den teilfluorierten Werkstoff ETFE erweitert, dessen chemische Widerstandsfähigkeit über der von E-CTFE liegt. Außerdem wurde ein neuer Kaschierungstyp für Linermaterial entwickelt und in das Produktprogramm aufgenommen. Im Bereich Rohrleitungsbau wurde im Rahmen der umweltschutzorientierten Produktentwicklung zur Verminderung von Treibhausgasemissionen auf Mülldeponien ein standardisierter Deponiegasfilter entwickelt. Ein neu entwickeltes Konzept der wanddickenintegrierten Muffen-Steckverbindung kommt bei Drainagerohren zur Entwässerung von Bahnkörpern bei der Deutschen Bahn AG (Zulassung des Eisenbahn-Bundesamtes und der DB AG) zum Einsatz.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen des Anlagevermögens. Die Aufwendungen sind aufgrund der engen Verzahnung von kundenspezifischen Produktionseinstellungen, Optimierung von Verfahrenstechnik und Rezepturen sowie eigentlicher Produktentwicklung nicht eindeutig von den Produktionskosten abzugrenzen.
2. ERTRAGSLAGE
Ergebnis
Das EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) im Konzern ist aufgrund rückläufiger Geschäftsentwicklung von 19,8 Mio. EUR auf 13,8 Mio. EUR zurückgegangen. Die EBIT-Marge liegt mit 4,7 Prozent unter dem Vorjahr (6,4 Prozent). Das EBT (Ergebnis vor Steuern) im Konzern ist von 20,7 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR gesunken. Die EBT-Marge beträgt 5,1 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent).
Im Zuge des Umsatzrückgangs hat sich das Rohergebnis 2012 um 10,0 Mio. EUR auf 130,0 Mio. EUR verringert und entspricht 44,3 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 45,4 Prozent).
Durch einen geringfügigen Bestandsabbau hat sich die Bestandsveränderung mit -0,5 Mio. EUR in der Erfolgsrechnung ausgewirkt.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen 6,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,5 Mio. EUR).
Die Rohstoffe haben sich im Jahresverlauf 2012 insgesamt leicht verteuert. Die höheren Rohstoffpreise konnten jedoch überwiegend durch die Anpassung der Verkaufspreise kompensiert werden. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind leicht überproportional zum Umsatzrückgang um 7,3 Prozent zurückgegangen. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 169,3 Mio. EUR verringert (Vorjahr 177,5 Mio. EUR). Die Energiekosten in der SIMONA AG liegen mit 10,0 Mio. EUR etwas unter dem Vorjahresniveau von 10,2 Mio. EUR.
Der Personalaufwand hat sich insbesondere bedingt durch den Rückgang der Mitarbeiterzahl um 1,0 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR reduziert.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 11,4 Mio. EUR (Vorjahr 11,9 Mio. EUR).
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um 2,5 Mio. EUR auf 47,2 Mio. EUR abgenommen. Aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens sind insbesondere weniger Kosten für Ausgangsfrachten, Verpackung und Vertriebskosten sowie Leihpersonal angefallen. Die Aufwendungen für Kursschwankungen haben hingegen zugenommen.
Die Resultate der einzelnen Verkaufsgesellschaften haben sich überwiegend positiv entwickelt. Insbesondere die Tochtergesellschaften in Polen, United Kingdom und Frankreich haben im Vergleich zum Vorjahr höhere Ergebnisbeiträge erzielt. Die in 2011 neu gegründete Verkaufsgesellschaft in der Russischen Föderation erzielte in 2012 noch keinen Gewinn.
Die Produktionsgesellschaft in Tschechien konnte die Profitabilität in 2012 leicht steigern.
Die Tochtergesellschaft in den USA verzeichnete im Jahr 2012 ein positives Ergebnis.
Die Verkaufsgesellschaften in Asien konnten im Vorjahresvergleich eine Verbesserung der Ergebnisse erreichen. Das Werk in China hat die Aufbauphase noch nicht abgeschlossen und die Gewinnzone noch nicht erreicht.
EBIT-Marge
Die Analyse und Beurteilung der Ertragssituation von SIMONA erfolgt hauptsächlich anhand der beiden Kennzahlen EBIT sowie EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Beteiligungserträgen und Abschreibungen). Das EBIT weist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungseinflüssen aus. Das EBITDA ermöglicht eine Annäherung an den operativen ertragswirksamen Cashflow, da die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum EBIT hinzu addiert werden.
Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 13,8 Mio. EUR konnte eine EBIT-Marge von 4,7 Prozent erwirtschaftet werden (Vorjahr 19,8 Mio. EUR, 6,4 Prozent). Das EBITDA im Konzern hat sich gegenüber dem Vorjahr bei leicht reduzierten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen auf 25,3 Mio. EUR verringert (Vorjahr 31,7 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge beträgt 8,6 Prozent und liegt damit unter Vorjahresniveau von 10,3 Prozent.
EBIT-ENTWICKLUNG SIMONA KONZERN (in Mio. EUR)

3. FINANZLAGE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen insbesondere aus kurzfristigen Bankeinlagen in Höhe von 36,9 Mio. EUR (Vorjahr 26,1 Mio. EUR).
Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 21,0 Mio. EUR (Vorjahr 30,2 Mio. EUR) umfassen eine in 2010 getätigte Wertpapieranlage in Schuldscheindarlehen der Deutschen Pfandbriefbank sowie in 2012 getätigte Festgeldanlagen.
Die langfristigen Finanzschulden haben sich im Berichtsjahr um 4,6 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR reduziert. Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) beinhalten nunmehr ein Ende 2013 fälliges US-Dollar-Darlehen, welches im Vorjahr in den langfristigen Finanzschulden ausgewiesen wurde. Die derivativen Finanzinstrumente enthalten mit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) einen Zinsswap zur Risiko-Absicherung eines US-Dollar-Darlehens.
Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,7 Mio. EUR) entstehen aus operativen Miet- und Leasingverträgen. Davon sind 1,0 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig. Aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionsvorhaben entstehen kurzfristige Verpflichtungen in Höhe von 10,5 Mio. EUR (Vorjahr 5,7 Mio. EUR).
Aus den Finanzerträgen in Höhe von 1,2 Mio. EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt ein Finanzergebnis von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR).
4. VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2012 ist um 3,0 Mio. EUR auf 260,1 Mio. EUR angestiegen.
Die Sachanlagen sind vor allem durch den Kauf einer Lagerimmobilie sowie Investitionen am Standort Kirn auf 90,9 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 89,2 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Konzern 13,5 Mio. EUR und übertreffen die Abschreibungen um 2,3 Mio. EUR.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zum Bilanzstichtag um 0,1 Mio. EUR gestiegen und die Fertigen Erzeugnisse und Waren um 0,5 Mio. EUR im Vorjahresvergleich zurückgegangen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,7 Mio. EUR auf 43,3 Mio. EUR stichtagsbedingt angestiegen.
Die Sonstigen Vermögenswerte haben sich von 6,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,7 Mio. EUR verringert. Darin enthalten ist der zum Barwert aktivierte Auszahlungsanspruch aus dem Körperschaftsteuerguthaben der SIMONA AG in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR), das nach dem 31. Dezember 2012 zufließt.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 10,8 Mio. EUR erhöht. Die Veränderung resultiert vor allem aus der Disposition der kurzfristigen Finanzmittelanlagen. Die Entwicklung wird in der Kapitalflussrechnung im Anhang dargestellt.
Die Passivseite ist primär gekennzeichnet durch eine Stärkung des Eigenkapitals um 6,0 Mio. EUR sowie ein im Vorjahresvergleich etwas reduziertes Fremdkapital.
Das Konzerneigenkapital beträgt zum Jahresende 180,7 Mio. EUR (Vorjahr 174,6 Mio. EUR). Darin eingeflossen ist ein Periodenergebnis in Höhe von 11,5 Mio. EUR und eine Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2012 von 5,7 Mio. EUR. Die Konzerneigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 69 Prozent (Vorjahr 68 Prozent).
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen von 11,3 Mio. EUR sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.
Die langfristigen und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere durch Inanspruchnahmen bei den mitarbeiterbezogenen Verpflichtungen etwas abgebaut.
5. NACHTRAGSBERICHT
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2012 bis zur Erstellung des Lageberichtes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage des SIMONA Konzerns eingetreten. Darüber hinaus werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben Zwischenmitteilungen veröffentlicht, in denen über die Entwicklung des Unternehmens und berichtsrelevante Ereignisse berichtet wird.
6. RISIKOBERICHT
Das Risikomanagementsystem der SIMONA AG steuert die wesentlichen Risiken des Konzerns: Umfeld- und Branchenrisiken, finanzwirtschaftliche Risiken und informationstechnologische Risiken.
Umfeld- und Branchenrisiken
Sie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die Substitution von Kunststoff durch andere Materialien, Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von Schlüsselkunden und geänderte Kundenanforderungen. Ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement begrenzen diese Risiken. Die Produktionsstätten in den USA, China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu verbessern und die Anforderungen unserer Kunden nah an ihren Standorten besser zu erfüllen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Sie betreffen vor allem Währungsrisiken, Forderungsausfallrisiken, Produkthaftungsrisiken und Risiken durch die betriebliche Altersversorgung. Die wechselkursbedingten Preisrisiken steigen mit dem Anteil des Umsatzes der SIMONA AG außerhalb des Euroraums. Durch den Ausbau der Produktion in den ausländischen Absatzmärkten sind diese Risiken weiter reduziert worden. Das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ging 2012 von der nach wie vor ungelösten Staatsschuldenkrise im Euroraum aus. Die hohen und sehr volatilen Rohstoffpreise sind weiter ein zentrales Risiko für die Ergebnisentwicklung des SIMONA Konzerns. Wir erwarten mittel- und langfristig weiterhin einen strukturellen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen. Mit dem schwierigen konjunkturellen Umfeld ist auch das Risiko für Forderungsausfälle gestiegen. Intensive Bonitätsprüfungen und die laufende Bonitätsüberwachung beschränken dabei das Gesamtrisiko als auch die Einzelrisiken. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft, für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen. Die Risikosituation der Gesellschaft hat sich nach unserer Einschätzung 2012 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.
Informationstechnologische Risiken
Informationstechnologische Risiken betreffen insbesondere den Ausfall der IT-Technologie, Datenverlust und Angriffe auf die IT-Systeme verbunden mit Betriebsspionage. Sie werden durch eine eigene IT-Abteilung konzernweit gesteuert, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist.
In 2012 wurde das Risikomanagementsystem weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst. Insbesondere wurde die Risikomanagement-Richtlinie überarbeitet sowie eine Risk-Map eingeführt, mit deren Hilfe Risikofelder in Bezug auf ihre monetären Auswirkungen und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und ggf. Maßnahmen eingeleitet werden können.
Die Gesamt-Risikosituation der Gesellschaft ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2012 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.
7. PROGNOSEBERICHT
Weltwirtschaft vor leichter Erholung
Die Weltwirtschaft wird nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2013 stärker wachsen als 2012. In seiner Januar-Prognose geht der IWF von einem Wachstum von 3,5 Prozent aus. In den sogenannten Advanced Economies wird das Wachstum dabei nur auf insgesamt 1,4 Prozent geschätzt. Innerhalb der Advanced Economies wird für die USA ein Wachstum von 2,0 Prozent prognostiziert, für den Euroraum geht der IWF von einem Rückgang um 0,2 Prozent aus. Die größten Wachstumsimpulse werden von den Emerging Markets in Asien ausgehen, an der Spitze China mit 8,2 Prozent. Eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren bestimmt jedoch das konjunkturelle Bild der Weltwirtschaft. Die Krise im Euroraum beeinträchtigt mittlerweile auch das Wachstum in den Schwellenländern. Auch die Haushaltslage in den USA ist ein Unsicherheitsfaktor.
Die Kunststoff verarbeitende Industrie erwartet 2013 eine Seitwärtsentwicklung in der ersten und eine Belebung des Geschäftes in der zweiten Jahreshälfte.
Die Unsicherheitsfaktoren in der Weltwirtschaft werden auch 2013 das Grundvertrauen der Wirtschaft nicht verbessern. Daher geht SIMONA von einer weiter schwierigen konjunkturellen Lage und gedämpfter Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus. Chancen für Wachstum bieten die Kunststoffmärkte in Asien, Lateinamerika und Osteuropa. In Europa bietet die Entwicklung von Produkten für neue Anwendungen und Branchen Potenzial für Wachstum.
Vor diesem Hintergrund hat sich der SIMONA Konzern ambitionierte Ziele gesetzt und für 2013 einen Umsatz etwas über 300 Mio. EUR mit einer EBIT-Marge von leicht über 5 Prozent budgetiert. Dabei soll der Umsatzanteil außerhalb Europas weiter ausgebaut werden. Auch die Investitionsströme sollen sich mittelfristig in die Wachstumsregionen außerhalb Europas entwickeln. SIMONA hat mit der Besetzung der Schlüsselpositionen eines Leiters Sales Area Overseas und eines Leiters für weltweite Verfahrensentwicklung dabei wichtige Weichen gestellt. Im Bereich Rohrleitungsbau erwarten wir für das Geschäftsjahr 2013 leichte Absatz- und Umsatzsteigerungen. Das soll primär durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in Zentral- und Westeuropa sowie Osteuropa und im asiatischen Markt erreicht werden.
Die Ertragslage wird 2013 von intensivem Wettbewerb um Großprojekte und nach wie vor sehr volatilen Rohstoffpreisen bestimmt. Die Notierungen für die meisten von SIMONA eingesetzten Rohstoffe sind Anfang 2013 wieder gestiegen. Preiserhöhungen werden im intensiveren Wettbewerb nur schwierig an den Markt weitergegeben werden können. Aufgrund der, sowohl gegenüber dem Vorjahr wie auch der Budgetierung, schwächeren Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2013 erachten wir zum heutigen Zeitpunkt die Erreichung der Planwerte für 2013 als äußerst schwierig. Wir gehen derzeit von einem erreichbaren Umsatz von 280 - 290 Mio. EUR und einer EBIT-Marge von 3 - 4 Prozent aus. Sollte sich die Weltwirtschaftslage im zweiten Halbjahr deutlich verbessern, sind die budgetierten Werte erreichbar.
Die Entwicklung für 2014 ist aufgrund der weiterhin ungelösten Staatsschuldenkrise in Europa und der unsicheren Entwicklung der Weltkonjunktur schwer vorherzusehen. Die mittelfristigen Aussichten für den von SIMONA bedienten Markt für Kunststoffanwendungen sind weltweit positiv. SIMONA strebt in 2014 einen Umsatz von über 300 Mio. EUR an. Grundsätzlich sieht SIMONA mittelfristig größere Wachstumschancen in den Märkten außerhalb Europas, deren Kunststoffmärkte noch großes Entwicklungspotenzial aufweisen.
8. SONSTIGE ANGABEN
Mitarbeiter
Im Zuge der verhaltenen Geschäftsentwicklung hat der SIMONA Konzern die Zahl der Mitarbeiter leicht reduziert. 1.237 Mitarbeiter waren zum Jahresende 2012 im SIMONA Konzern beschäftigt. Das sind 17 Mitarbeiter weniger als zum Jahresende 2011. Am Standort Kirn wurden Stellen abgebaut, ebenso im Rahmen einer Reorganisation des Geschäftsmodells am Standort in den USA sowie am Standort in Polen.
Dagegen wurden am noch im Aufbau befindlichen Produktionsstandort in China Mitarbeiter eingestellt.
In der SIMONA AG hat sich die Zahl der Mitarbeiter, insbesondere durch den Personalabbau in den Werken in Kirn, auf 876 Mitarbeiter (Vorjahr 899) verringert. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug 1.247 (Vorjahr 1.248).
Zum Jahresende befanden sich 48 Jugendliche zur Ausbildung in einem der sieben technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe, die SIMONA anbietet. Die Zahl der Auszubildenden, die nach erfolgreicher Ausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, wurde von 10 auf 15 deutlich gesteigert. Zwei Auszubildende absolvieren berufsintegrierte Studiengänge, die SIMONA in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen anbietet. 7 Mitarbeiterinnen befanden sich zum 31. Dezember 2012 in Elternzeit.
SIMONA hat 2012 einen neuen berufsintegrierten Studiengang Kunststofftechnik in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt in ihr Programm aufgenommen. Die SIMONA Academy wurde gegründet, die weltweit Personalentwicklungsmaßnahmen und Schulungen für Mitarbeiter aus Vertrieb und Marketing bündelt und ausweitet. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement wurde an den deutschen Standorten eingeführt und zwei Gesundheitstage für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz in Kirn veranstaltet. Eine im November 2012 durchgeführte Mitarbeiter-Befragung zeigte eine - auch im Industrievergleich - überdurchschnittliche Zufriedenheit in wichtigen Themenfeldern. Die Themen mit unterdurchschnittlicher Zufriedenheit werden gemeinsam mit dem Betriebsrat aufgenommen und in abteilungsübergreifenden Teams bearbeitet. Die Initiative "SIMONA geht in Führung" zur weiteren Steigerung der Führungsleistung wurde mit Themenbriefen und Veranstaltungen fortgeführt. Die Mitglieder des in 2011 etablierten Nachwuchsförderkreises wurden in drei weiteren Modulen auf Fach- und Führungsaufgaben vorbereitet. Ein neues Modell zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten bei gewerblichen Mitarbeitern wurde eingeführt. Wichtige Führungsfunktionen in Technik und Vertrieb wurden im vergangenen Jahr neu geschaffen bzw. neu besetzt. Die hohen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten wurden fortgeführt. Die externen Weiterbildungskosten sind in den letzten drei Jahren sowohl prozentual zum Umsatz als auch pro Mitarbeiter kontinuierlich gestiegen.
MITARBEITER-ENTWICKLUNG SIMONA KONZERN (zum Jahresende)

Schwerpunkte der IT waren in 2012 der weitere Ausbau der Server-Virtualisierung, die Erweiterung der Netzwerksicherheit und die Standardisierung der Hard- und Software in allen Gesellschaften. An allen größeren Standorten stehen nun Videokonferenzsysteme für effektivere Meetings zur Verfügung. Weiterhin wurden 2012 die Betriebsstätte Schweiz in das SAP-System überführt und internationale Prozessabläufe konsolidiert.
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems
Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation wesentlicher Risikofelder und Kontrollen mit Einfluss auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess |
| ― | Überwachung des konzernweiten Rechnungslegungsprozesses und der entsprechenden Ergebnisse auf Ebene des Vorstandes |
| ― | Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| ― | Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung zur rechnungslegungsbezogenen Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise im Rahmen des Preismanagements. |
Qualität, Umwelt und Energie
Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Umsetzung dieser Managementnormen durch erfolgreich absolvierte externe Überwachungsaudits erneut unter Beweis gestellt. Nach Erstzertifizierung des Qualitätsmanagementsystems am Produktionsstandort in Jiangmen (China) im Dezember 2011 wurde im Jahr 2012 auch in diesem Werk ein erfolgreiches Überwachungsaudit durch ein externes Zertifizierungsunternehmen durchgeführt. Auch im Jahr 2012 wurden interdisziplinäre Qualitätszirkel und Produktaudits sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie durchgeführt. Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie bereits in den Jahren zuvor, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu spezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.
Nach Einführung und vollständiger Einbindung eines Energiemanagementsystems in das bestehende Integrierte Qualitäts- und Umweltmanagementsystem im zweiten Halbjahr 2011 erfolgte bereits im ersten Halbjahr 2012 die Erstzertifizierung des Energiemanagementsystems gemäß der international anerkannten Norm DIN EN ISO 50001. Somit ist erstmals die volle und effiziente Nutzung der bestehenden Synergien dieser drei Managementsysteme im Unternehmen möglich. So sollen eine nachhaltige Energieversorgung zu wirtschaftlichen Preisen sowie die ausreichende Bereitstellung des Energiebedarfs sichergestellt werden. Die Steigerung der Energieeffizienz kann die Produktionskosten senken, innerbetriebliche Innovationen fördern und Lebenszeiten betrieblicher Systeme verlängern.
SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für SIMONA zentrale Themen. Bei der Planung neuer Produktionsprozesse und Fertigungsverfahren wird der produktionsintegrierte Umweltschutz weiter forciert. Auf der Produkt- und Anwendungsseite will SIMONA mit dem Strategiefokus "Sicherheit und Umwelt" dazu beitragen, Herausforderungen zum Beispiel in der Umwelttechnik oder Versorgung zu lösen.
Vergütungsbericht
Vergütung des Vorstandes
Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Goessler sowie die Aufsichtsratsmitglieder Roland Frobel und Dr. Roland Reber an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes berücksichtigt.
Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Beide Vergütungskomponenten werden jährlich überprüft. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Der Aufsichtsrat verabschiedete in 2012 die Einführung eines Long-Term-Incentive-Plans zur variablen Vorstandsvergütung. Auf Basis des SIMONA Value Added (Economic Value Added und ein Mindest-Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 8 Prozent) der Jahre 2012 bis 2014 kann ab dem Jahr 2015 die erste Auszahlung erfolgen.
Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten zudem einen Bonus, dessen Höhe von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig ist, die sich an der Ergebnisentwicklung des Unternehmens (EBIT) orientieren. Die Bezüge des Vorstandes betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.853 TEUR (Vorjahr 1.512 TEUR). Sie setzten sich aus 1.118 TEUR (Vorjahr 839 TEUR) fester Vergütung und 735 TEUR (Vorjahr 673 TEUR) Boni zusammen. Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Kredite. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Vorstandsmitgliedern bestehen nicht. Die Hauptversammlung der SIMONA AG hat am 01. Juli 2011 mit der nötigen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. Der Beschluss gilt bis Ende 2015. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben insofern.
Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG.
Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen 440 TEUR (Vorjahr 406 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 9.081 TEUR (Vorjahr 8.328 TEUR).
Vergütung des Aufsichtsrates
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern ersetzt.
Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2012 wurden von der Hauptversammlung am 22. Juni 2012 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Jahr 2012 auf 136 TEUR (Vorjahr 118 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen keine Kredite. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern bestehen nicht.
Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2012 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Es hat sich damit im Geschäftsjahr 2012 nicht verändert. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt. Effektive Aktienurkunden werden nicht mehr ausgegeben. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen, soweit dem Vorstand bekannt, nicht.
30,79 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung (Kirn), 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,41 Prozent Regine Tegtmeyer (Seelze), 15,0 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 11,06 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.
Mitglieder des Vorstandes meldeten am 22. Juni 2012 insgesamt 70.860 Stück eigene Aktien; dies entspricht 11,81 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Der Aktienbesitz von Mitgliedern des Aufsichtsrates beläuft sich laut Meldung zum 22. Juni 2012 auf 1.495 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 0,25 Prozent am Grundkapital.
Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus.
Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.
Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.
Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.
Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Der vorliegende Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Schlusserklärung
Wir erklären, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, die Ertragslage sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns nach unserem besten Wissen wiedergibt.
Kirn, 28. März 2013
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2012
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| in TEUR | Anhang | 01.01.-31.12.2012 | 01.01.-31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | [7] | 293.230 | 308.499 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.567 | 6.539 | |
| Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen | -486 | 2.517 | |
| Materialaufwand | 169.275 | 177.519 | |
| Personalaufwand | [8] | 57.612 | 58.620 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | [15], [16] | 11.436 | 11.931 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [10] | 47.168 | 49.681 |
| Erträge aus Beteiligungen | 600 | 650 | |
| Zinserträge | [11] | 630 | 659 |
| Zinsaufwendungen | [11] | 284 | 392 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 14.766 | 20.721 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | [12] | 3.267 | 4.482 |
| Periodenergebnis | 11.499 | 16.239 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 11.442 | 16.177 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 57 | 62 |
ERGEBNIS JE AKTIE
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| in EUR | Anhang | 01.01.-31.12.2012 | 01.01.-31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| - unverwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis | [13] | 19,07 | 26,96 |
| - verwässert, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Ergebnis | [13] | 19,07 | 26,96 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2012
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| in TEUR | 01.01.-31.12.2012 | 01.01.-31.12.2011 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 11.499 | 16.239 |
| Wechselkursdifferenzen im laufenden Jahr | 250 | 191 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 250 | 191 |
| Gesamtergebnis | 11.749 | 16.430 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 11.711 | 16.392 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 38 | 38 |
Konzernbilanz der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2012
VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | [15] | 1.175 | 1.280 |
| Sachanlagevermögen | [16] | 90.879 | 89.229 |
| Finanzielle Vermögenswerte | [29] | 23 | 23 |
| Langfristige Steuererstattungsansprüche | [19] | 2.612 | 3.205 |
| Latente Steueransprüche | [12] | 372 | 174 |
| Langfristige Vermögenswerte | 95.061 | 93.911 | |
| Vorräte | [17] | 56.932 | 57.283 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | [18] | 43.283 | 42.606 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten | [19] | 6.916 | 6.914 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | [29] | 20.994 | 30.227 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | [20] | 36.934 | 26.139 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 165.059 | 163.169 | |
| Bilanzsumme | 260.120 | 257.080 |
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 15.500 | 15.500 | |
| Kapitalrücklage | 15.274 | 15.274 | |
| Gewinnrücklagen | 149.444 | 143.702 | |
| Sonstige Rücklagen | 224 | -45 | |
| 180.442 | 174.431 | ||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 239 | 201 | |
| Eigenkapital | [21] | 180.681 | 174.632 |
| Finanzschulden | [22] | 66 | 4.728 |
| Rückstellungen für Pensionen | [23] | 40.231 | 39.311 |
| Sonstige Rückstellungen | [25] | 4.994 | 5.450 |
| Sonstige Schulden | 118 | 172 | |
| Latente Steuerschulden | [12] | 4.134 | 5.187 |
| Langfristige Schulden | 49.543 | 54.848 | |
| Finanzschulden | [22] | 3.812 | 312 |
| Rückstellungen für Pensionen | [23] | 1.457 | 1.327 |
| Sonstige Rückstellungen | [25] | 2.024 | 2.245 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 11.266 | 11.223 | |
| Ertragsteuerschulden | 1.960 | 1.153 | |
| Sonstige Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten | 9.299 | 11.217 | |
| Derivative Finanzinstrumente | [28], [29] | 78 | 123 |
| Kurzfristige Schulden | 29.896 | 27.600 | |
| Bilanzsumme | 260.120 | 257.080 |
Konzernanhang der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2012
[1] INFORMATION ZUM UNTERNEHMEN
Die SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16, Deutschland, deren Aktien öffentlich im General Standard der Frankfurter und der Berliner Wertpapierbörse gehandelt werden. Der Konzernabschluss der SIMONA AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012 wird voraussichtlich am 02. April 2013 durch Beschluss des Vorstandes zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
Die Tätigkeit der SIMONA AG erstreckt sich hauptsächlich auf die Herstellung und den Vertrieb von Halbzeugen in Form von Platten, Stäben, Schweißdrähten, Profilen sowie Rohren, Rohrformteilen und Fertigteilen aus thermoplastischen Kunststoffen.
Die Halbzeuge werden im Werk Kirn (Deutschland), in Hazleton (USA) und Jiangmen (China) hergestellt. Rohre und Formteile werden im Werk Ringsheim (Deutschland) produziert. Im Werk Litvinov (Tschechien) werden Halbzeuge, Rohre und Formteile hergestellt. Die Erzeugnisse werden unter dem gemeinsamen Warenzeichen SIMONA sowie weiteren Einzelmarken verkauft.
Die SIMONA AG betreibt eine Verkaufsniederlassung in Möhlin, Schweiz.
Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb unter anderem über die Tochtergesellschaften in Großbritannien (SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien), in Frankreich (SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich), in Italien (SIMONA S.r.l., Vimodrone, Italien), in Spanien (SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien), in Polen (SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen, DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen), in Tschechien (SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien, SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien), in China (SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China, SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd, Shanghai, China, SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China), in Amerika (SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA) und in der Russischen Föderation (OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation).
[2] BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind die derivativen Finanzinstrumente und die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.
Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS
Der Konzernabschluss der SIMONA AG und ihrer einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2012 ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften aufgestellt.
Die Bezeichnung "IFRS" umfasst sämtliche am Bilanzstichtag verbindlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlich anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretation Committee (IFRS IC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden ebenfalls angewendet.
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der SIMONA AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres (im Folgenden auch als "Konzern" bzw. "SIMONA Konzern" bezeichnet).
Die Konzernbilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der SIMONA AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der SIMONA AG sowie der Tochterunternehmen werden zum gleichen Bilanzstichtag nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Alle konzerninternen Salden (Forderungen, Schulden, Rückstellungen), Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen (Zwischenergebnisse) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz ausgewiesen.
[3] NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS
3.1 Erstmalig im Geschäftsjahr anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards
Die im Geschäftsjahr 2012 erstmalig anzuwendenden Rechnungslegungsnormen hatten auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage keinen nennenswerten Einfluss.
3.2 Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards und Interpretationen (EU-Endorsement bereits erfolgt)
Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen, aber im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.
| ― | IFRS 1 "Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für Erstanwender" |
| ― | IFRS 7 "Angaben: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden" |
| ― | IFRS 10 "Konzernabschlüsse" |
| ― | IFRS 11 "Gemeinschaftliche Verträge" |
| ― | IFRS 12 "Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen" |
| ― | IFRS 13 "Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes" |
| ― | IAS 1 "Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses" |
| ― | IAS 12 "Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte" |
| ― | IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" |
| ― | IAS 27 "Einzelabschlüsse" |
| ― | IAS 28R "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" |
| ― | IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" |
| ― | IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau" |
Die Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Verträge" und IFRS 12 "Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen" wurden im Mai 2011 veröffentlicht und sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Die Auswirkungen dieser Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden derzeit noch analysiert.
Die Anwendung der übrigen Vorschriften wird - mit Ausnahme von IAS 19 - keinen wesentlichen Einfluss auf zukünftige Abschlüsse des SIMONA Konzerns haben. Der überarbeitete Standard IAS 19 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend der Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode, welche der Verteilung bzw. der Glättung von aus den Pensionsverpflichtungen resultierender Volatilität im Zeitablauf diente, bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen sowie neuen und geänderten Anhangsangaben.
Der SIMONA Konzern erfasst derzeit versicherungsmathematische Gewinne und Verluste als Ertrag bzw. als Aufwand, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren von 10 Prozent des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (vor Abzug des Planvermögens) und 10 Prozent des beizulegenden Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigt.
Bei erstmaliger Anwendung der Neuregelung im Geschäftsjahr 2013 wird sich zum 31. Dezember 2012 nach unserer vorläufigen Einschätzung der Rückstellungsbetrag voraussichtlich um 18.935 TEUR erhöhen. Das Konzernergebnis würde sich um 1.263 TEUR und das sonstige Ergebnis um 22.151 TEUR vermindern.
3.3 Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards und Interpretationen (EU-Endorsement noch ausstehend)
Das IASB und das IFRS IC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.
| ― | IFRS 1 "Darlehen der öffentlichen Hand" |
| ― | IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung" |
| ― | IFRS 7 und IFRS 9 "Angaben: Zeitlicher Anwendungsbereich und Übergangsbestimmungen" |
| ― | IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 "Übergangsbestimmungen" |
| ― | IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 "Investmentgesellschaften" |
| ― | Verbesserung zu IFRS (2009 - 2011) |
Die Anwendung dieser Vorschriften wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf zukünftige Abschlüsse des SIMONA Konzerns haben.
[4] WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
Ermessensentscheidungen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die die Beträge im Abschluss am wesentlichsten beeinflussen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten. Wesentliche Schätzungen betreffen unter anderem die Nutzungsdauern des Anlagevermögens.
Wesentliche Ermessensentscheidungen betreffen die Klassifizierung von Leasingverhältnissen, die Bildung von Rückstellungen, die Schätzung von oder die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräten sowie aktiven latenten Steuern, sowie die Beurteilung von Indikatoren, die auf eine Wertminderung von Vermögenswerten hindeuten.
Unsicherheiten bei der Schätzung
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Schätzunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("ZGE"), denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 143 TEUR (Vorjahr 143 TEUR).
Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte
Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe von nicht finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung detaillierte Budgetrechnungen zugrunde, die für jede ZGE des Konzerns separat erstellt werden. Die Budgetplanung erstreckt sich über fünf Jahre. Für längere Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows nach fünf Jahren angewandt.
Latente Steueransprüche
Latente Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe [12] dargestellt.
Rückstellungen
Rückstellungen werden entsprechend der in der Anhangangabe [25] dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode passiviert. Für die Ermittlung der Höhe der Rückstellungen ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen Ressourcenabflusses erforderlich.
Pensionen
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen in Anhangangabe [23].
[5] ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Unternehmenszusammenschlüsse
a) Unternehmenszusammenschlüsse ab dem 01. Januar 2010
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt die Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
b) Unternehmenszusammenschlüsse vor dem 01. Januar 2010
Nach der bisher angewandten Methode für die Bilanzierung von Unternehmenserwerben galten im Vergleich zu den oben bezeichneten Anforderungen folgende abweichenden Grundsätze:
Unternehmenszusammenschlüsse wurden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Direkt dem Unternehmenserwerb zuordenbare Transaktionskosten stellten einen Teil der Anschaffungskosten dar. Der Anteil ohne beherrschenden Einfluss (früher als Minderheitsanteil bezeichnet) wurde zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet.
Sämtliche Unternehmenserwerbe des Konzerns fanden vor dem 01. Januar 2010 statt.
Fremdwährungsumrechnung
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Für die Tochterunternehmen richtet sich die funktionale Währung nach deren primärem Wirtschaftsumfeld und entspricht bei den Konzerngesellschaften der SIMONA AG der jeweiligen Landeswährung. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Nachfolgend sind die ausländischen Gesellschaften mit ihrer funktionalen Währung aufgeführt, sofern diese vom Euro abweichend ist.
| ― | SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien - Pfund Sterling |
| ― | SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen - Polnische Zloty |
| ― | DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen - Polnische Zloty |
| ― | SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o, Prag, Tschechien - Tschechische Kronen |
| ― | SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien - Tschechische Kronen |
| ― | SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China - Hongkong Dollar |
| ― | SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China - Hongkong Dollar |
| ― | SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA - US-Dollar |
| ― | 64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA - US-Dollar |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China - Renminbi |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China - Renminbi |
| ― | OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation - Russischer Rubel |
Die in den einzelnen Abschlüssen enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst am Tag des Geschäftsvorfalls zum gültigen Mittelkurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Hiervon ausgenommen sind monetäre Posten, die als Teil einer Absicherung der Nettoinvestition des Konzerns in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert sind. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im sonstigen Ergebnis erfasst; erst bei deren Abgang wird der kumulierte Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Aus den Umrechnungsdifferenzen dieser monetären Posten resultierende Steuern werden ebenfalls direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.
Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.
Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Währungsunterschiede sowie Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zu den Umrechnungskursen für die Bilanzpositionen resultieren, werden in den Sonstigen Rücklagen erfasst.
Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Sachanlagen
Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt einer betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Sofern abnutzbare Vermögenswerte des Sachanlagevermögens unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden die einzelnen Komponenten dieser Sachanlagen gesondert planmäßig abgeschrieben.
Die Buchwerte der Sachanlagen einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert der Vermögenswerte dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Sachanlagen werden bei Abgang ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.
Die Restbuchwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasing
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.
Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen wurden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2012 nicht über solche Finanzierungs-Leasingverhältnisse.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung als Sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Der Konzern hat keine Fremdkapitalkosten aktiviert, da er über keine solchen qualifizierten Vermögenswerte verfügt.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und bei begrenzter Nutzungsdauer entsprechend der Dauer ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten, erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die von der SIMONA AG betriebene Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist vor allem auf Optimierung der bestehenden Produktions- und Fertigungsabläufe (verfahrenstechnische Weiterentwicklungen), Änderungen und Verbesserungen in den teils langjährig bestehenden Rezepturen oder die grundsätzliche Weiterentwicklung zur Erreichung vorgegebener Qualitäts- und Prüfvorschriften einschließlich neuer Prüfverfahren und neuer Einsatzgebiete gerichtet. Die Entwicklung eines vollständig neuen Produktes, so dass ein Bezug zu bestehenden Rezepturen und Fertigungsabläufen unterbrochen wird, kommt in der Regel nicht vor.
Sofern aus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ein technisch realisierbares Produkt entsteht, aus dem der Konzern einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren kann, nimmt der Zeitraum der allgemeinen Forschungsarbeit den überwiegenden Teil in Anspruch. Die Entwicklungsaufwendungen nach dem Erreichen der Vermarktungsreife eines Produktes sind vernachlässigbar gering. Aus Wesentlichkeitsgründen wird in solchen Fällen auf eine Aktivierung eines immateriellen Vermögenswertes verzichtet, ohne dass das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unzutreffend dargestellt wäre.
Darüber hinaus unterlässt die SIMONA AG auch eine Aktivierung von Entwicklungskosten, sofern eine Zurechenbarkeit von Kosten (Ausgaben) auf Entwicklungsprojekte nicht verlässlich ableitbar ist. Die Aufwendungen werden als Aufwand der Periode erfasst.
In 2012 und 2011 wurden keine Entwicklungsprojekte durchgeführt, die zu einer Aktivierung eines immateriellen Vermögens wertes führten.
Wertminderung von Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder aller Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit als wertgemindert betrachtet und auf seinen/ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte
Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe von nicht finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages des jeweiligen Vermögenswertes bzw. der Gruppe von Vermögenswerten vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten. Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam in der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts im Konzern entspricht.
Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung detaillierte Budget- und Prognoserechnungen, die für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen einzelne Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden, zugrunde. Solche Budget- und Prognoserechnungen erstrecken sich in der Regel über fünf Jahre. Für längere Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows nach dem fünften Jahr angewandt.
Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Umwidmungen haben bislang keine stattgefunden.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solches effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Die Gesellschaft hat von der Möglichkeit zur bewussten Designation von finanziellen Vermögenswerten oder Schulden in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" keinen Gebrauch gemacht.
In Basisverträge eingebettete Derivate werden separat bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zu Handelszwecken gehalten oder nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert werden. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme kommt, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten.
Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die in einem aktiven Markt notiert sind, mit festen oder ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Fälligkeitsterminen werden als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestition klassifiziert, wenn der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, diese bis zur Fälligkeit zu halten. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Finanzinvestitionen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten und aktiven Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertberichtigungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten Transaktionskosten und Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes sind.
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts, d. h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswerts darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen. Die Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.
Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden (wie z. B. Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners), wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden.
Der Konzern ermittelt für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten vorliegt. Bei der Ermittlung der Wertminderung von als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstrumenten werden die gleichen Kriterien herangezogen wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Der für Wertminderungen erfasste Betrag ist jedoch der kumulierte Verlust, der sich als Unterschiedsbetrag aus den fortgeführten Anschaffungskosten und dem derzeitigen Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt.
Vorräte
Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tages- oder Nettoveräußerungswerten angesetzt.
Die Bestände an Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die Ermittlung der Rohstoffwerte folgt in der Konzernbewertung überwiegend dem FIFO-Verbrauchsfolgeverfahren. Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Sondereinzelkosten der Fertigung, die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen angesetzt sind. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich insbesondere aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Nettoveräußerungswerten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder als Darlehen klassifiziert.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Erfassung zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen und derivative Finanzinstrumente.
Verzinsliche Darlehen
Bei der erstmaligen Erfassung von Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung nach Abzug der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine finanzielle Schuld wird ausgebucht, wenn die dieser Schuld zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, die Bankguthaben und die kurzfristigen Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten.
Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds die oben definierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite sowie Wertpapiere, die kurzfristig veräußerungsfähig sind.
Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist, und wenn die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bewertung erfolgt zu Vollkosten. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Pensionen
Der Konzern verfügt über unmittelbare Pensionspläne und einen mittelbaren Pensionsplan. Der mittelbare Pensionsplan wird von der SIMONA Sozialwerk GmbH bedient, die das Planvermögen verwaltet. Das Planvermögen wird in der Bilanz des Konzerns in der Weise berücksichtigt, dass bei der Bewertung der zu passivierenden Pensionsrückstellung der beizulegende Zeitwert derjenigen Vermögenswerte der SIMONA Sozialwerk GmbH und SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, die die Voraussetzungen für das Planvermögen erfüllen, von der Versorgungsverpflichtung des Konzerns (Trägerunternehmen) abgezogen wird. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens basiert auf Informationen über den Marktpreis, im Falle von öffentlichen Wertpapieren entspricht er dem veröffentlichten Ankaufskurs. Da die Voraussetzungen für Planvermögen nach IAS 19.7 erfüllt sind, führt die Absetzung des Planvermögens von der Verpflichtung des Konzerns nicht zu einer Konsolidierungspflicht der SIMONA Sozialwerk GmbH und der SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, weil deren einziger Zweck die Bedienung der Pensionsverpflichtungen ist.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (IAS 19) gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden als Ertrag bzw. als Aufwand erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren von 10 Prozent des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (vor Abzug des Planvermögens) und 10 Prozent des beizulegenden Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigt.
Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist die Summe des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und der nicht ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste abzüglich des noch nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands und des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Der noch nicht unverfallbare nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplans unverfallbar werden.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt nur dann, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.
Ertragserfassung
Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:
a) Verkauf von Erzeugnissen
Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.
b) Zinserträge
Erträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.
Steuern
a) Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Vorschriften ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt.
b) Latente Steuern
Latente Ertragsteuern werden unter Anwendung der Liability-Methode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder in Kürze gelten werden.
Latente Steuern werden für alle zu versteuernden und abzugsfähigen temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von:
| ― | Latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
| ― | Latenten Steuerschulden aus temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. |
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
c) Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie z. B. Zins-, Währungs- und Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionen zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden.
Die durch den Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente erfüllen nicht die restriktiven Voraussetzungen des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen. Deshalb werden Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente sofort ertragswirksam erfasst.
Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente wird auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
[6] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach geografischen Regionen organisiert und verfügt über die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
| ― | Deutschland |
| ― | Übriges Europa und Afrika |
| ― | Asien, Amerika und Australien |
Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge hauptsächlich mit dem Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich Form- und Fertigteilen.
Das Betriebsergebnis dieser Segmente wird vom Management verwandt, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche Effekte beurteilt.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach dem Sitz der Kunden. Die Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden beinhalten Vermögenswerte und Schulden, die zur Erreichung des operativen Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte betreffen sowohl die immateriellen Vermögenswerte als auch das Sachanlagevermögen.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Segmente. Die Unterschiede zum Konzernabschluss werden in der Überleitungsrechnung dargestellt.
SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN
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| Deutschland | Übriges Europa und Afrika | Asien, Amerika und Australien | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz aus Verkäufen an externe Kunden | 93.122 | 104.624 | 146.059 | 151.978 | 54.049 | 51.897 |
| Umsatz aus Verkäufen an andere Segmente | 18.516 | 20.560 | 46.695 | 51.754 | 12.879 | 13.230 |
| Segmenterlöse | ||||||
| Segmentergebnis | 6.749 | 11.069 | 7.400 | 8.981 | -329 | -246 |
| Segmentvermögen | 124.567 | 124.174 | 34.935 | 32.091 | 38.933 | 40.295 |
| davon langfristig | 55.727 | 55.857 | 14.367 | 11.203 | 21.960 | 23.449 |
| Segmentschulden | 57.105 | 62.112 | 8.665 | 3.780 | 3.619 | 5.053 |
| Segmentinvestitionen | 8.571 | 6.035 | 4.102 | 970 | 1.002 | 5.684 |
| Abschreibungen | 8.262 | 9.229 | 1.203 | 1.106 | 1.971 | 1.596 |
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| Eliminierungen | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz aus Verkäufen an externe Kunden | 0 | 0 | 293.230 | 308.499 |
| Umsatz aus Verkäufen an andere Segmente | -78.090 | -85.544 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 293.230 | 308.499 | ||
| Segmentergebnis | 13.820 | 19.804 | ||
| Segmentvermögen | 198.435 | 196.560 | ||
| davon langfristig | 92.053 | 90.509 | ||
| Segmentschulden | 69.389 | 70.945 | ||
| Segmentinvestitionen | 13.675 | 12.689 | ||
| Abschreibungen | 11.436 | 11.931 |
Die Überleitung des Segmentvermögens, der Segmentschulden und der Segmentergebnisse zu den kurz- und langfristigen Vermögenswerten, Schulden bzw. dem Ergebnis vor Ertragsteuern stellt sich wie folgt dar:
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Segmentvermögen | 198.435 | 196.560 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 20.994 | 30.227 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 36.934 | 26.139 |
| Langfristige Steuererstattungsansprüche | 2.612 | 3.205 |
| Kurzfristige Steuererstattungsansprüche | 750 | 752 |
| Latente Steueransprüche | 372 | 174 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 23 | 23 |
| Kurzfristige und Langfristige Vermögenswerte | 260.120 | 257.080 |
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Segmentschulden | 69.389 | 70.945 |
| Latente Steuerschulden | 4.134 | 5.187 |
| Ertragsteuerschulden | 1.960 | 1.153 |
| Langfristige Finanzschulden | 66 | 4.728 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 3.812 | 312 |
| Derivative Finanzinstrumente | 78 | 123 |
| Kurzfristige und Langfristige Schulden | 79.439 | 82.448 |
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Segmentergebnis | 13.820 | 19.804 |
| Erträge aus Beteiligungen | 600 | 650 |
| Zinserträge | 630 | 659 |
| Zinsaufwendungen | 284 | 392 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 14.766 | 20.721 |
SEGMENTINFORMATIONEN NACH PRODUKTGRUPPEN
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erlöse von externen Kunden | ||
| Halbzeuge und Fertigteile | 215.009 | 229.422 |
| Rohre und Formteile | 78.221 | 79.077 |
| Summe | 293.230 | 308.499 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
[7] UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Verkauf von Kunststoffhalbzeugen, Rohren und Formteilen sowie Fertigteilen. Die Gliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktsegmenten ist aus der Segmentberichterstattung - Anhangangabe [6] - ersichtlich.
[8] PERSONALAUFWAND
PERSONALAUFWAND
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 45.029 | 45.914 |
| Soziale Aufwendungen | 9.868 | 10.379 |
| Aufwendungen für Pensionen | 2.715 | 2.327 |
| Summe | 57.612 | 58.620 |
[9] AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Für Forschung und Entwicklung fallen unterschiedliche Kosten an, die in den jeweiligen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst werden. Eine Abgrenzung von Forschungs- und Entwicklungskosten gegenüber den Kosten für kundenspezifische Produktionseinstellungen ist aufgrund des gleichen Produktionsprozesses nicht systematisch durchführbar. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen des Sachanlagevermögens.
[10] SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- und Leasingaufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von 2.207 TEUR (Vorjahr 2.135 TEUR) enthalten. Die Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Anmietung von Auslieferungslagern und Produktionsstätten. Die Mietverträge haben unterschiedliche Laufzeiten (in der Regel 3 bis 15 Jahre); für einen Teil der Mietverträge bestehen Optionen zur Verlängerung der Mietdauer. Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um Operating-Leasing-verhältnisse im Sinne des IAS 17.
Darüber hinaus enthalten die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter anderem Aufwendungen für Ausgangsfrachten 12.535 TEUR (Vorjahr 12.629 TEUR), Instandhaltungsaufwendungen 9.679 TEUR (Vorjahr 9.513 TEUR) und Aufwendungen für Verpackungsmaterial 6.067 TEUR (Vorjahr 6.508 TEUR).
[11] FINANZERGEBNIS
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 630 | 659 |
| davon aus der Bewertung der Derivate | 44 | 35 |
| davon aus Ausleihungen und Forderungen | 586 | 624 |
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 284 | 392 |
| davon aus Darlehen und anderen finanziellen Schulden | 284 | 392 |
[12] ERTRAGSTEUERN
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 setzen sich wie folgt zusammen:
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 4.659 | 5.425 |
| Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern | 6 | -305 |
| Ertrag aus der Bewertung des Körperschaftsteuerminderungsguthabens | -147 | -170 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen | -1.251 | -468 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 3.267 | 4.482 |
Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 14.766 | 20.721 |
| Ertragsteueraufwand zum Steuersatz in Deutschland von 29,48 % (Vorjahr 29,13 %) | 4.353 | 6.036 |
| Anpassungen von in Vorjahren tatsächlich angefallenen Ertragsteuern | 6 | -305 |
| Ertrag aus der Bewertung des Körperschaftsteuerminderungsguthabens | -147 | -170 |
| Nicht angesetzte latente Steueransprüche auf steuerliche Verluste | 425 | 582 |
| Genutzte Verlustvorträge aus nicht im Vorjahr angesetzten aktiven latenten Steuern | -267 | -102 |
| Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verluste | -192 | -65 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | 68 | 58 |
| Steuersatzunterschiede | -154 | -574 |
| Steuerfreie Dividendenerträge | -122 | -277 |
| Sonstige steuerfreie Erträge | -6 | 0 |
| Aktivierung latenter Steueransprüche auf ausländische Steuerguthaben sowie deren Nutzung | -1.068 | -833 |
| Übrige | 311 | 132 |
| Ertragsteueraufwand zum effektiven Ertragsteuersatz von 22,13 % (Vorjahr 21,63 %) | 3.267 | 4.482 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 3.267 | 4.482 |
Das aus den §§ 37 und 38 KStG resultierende und nach IAS 12.82A anzugebende potenzielle Körperschaftsteuerminderungsguthaben beträgt am 31. Dezember 2012 3.696 TEUR (Vorjahr 4.435 TEUR). Das Körperschaftsteuerminderungsguthaben wurde im Geschäftsjahr 2012 in Höhe des Barwerts von 3.331 TEUR (Vorjahr 3.923 TEUR) bewertet. Die Auszahlungen des Körperschaftsteuerminderungsguthabens erfolgen noch in fünf gleichen Jahresraten von 739 TEUR p. a. zwischen 2013 und 2017. Soweit Auszahlungen nicht innerhalb eines Jahres fällig sind, erfolgt der Bilanzausweis unter den langfristigen Vermögenswerten. Auszahlungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Latente Steuern
Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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| Konzernbilanz | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Latente Steuerschulden | ||||
| Anlagevermögen | 6.825 | 7.291 | -466 | -467 |
| Vorräte | 3.487 | 3.446 | 41 | 415 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | 262 | 344 | -82 | 83 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 208 | 18 | 190 | 0 |
| Sonstige Positionen | 3 | 0 | 3 | 0 |
| 10.785 | 11.099 | -314 | 31 | |
| Latente Steueransprüche | ||||
| Pensionsrückstellungen | 4.629 | 4.692 | 63 | -66 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 229 | 266 | 37 | 127 |
| Vorräte | 416 | 469 | 53 | -14 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | 22 | 0 | -22 | 0 |
| Verlustvorträge und Steuerguthaben | 1.564 | 537 | -1.027 | -490 |
| Sonstige Positionen | 138 | 122 | -16 | -56 |
| Anlagevermögen | 25 | 0 | -25 | 0 |
| 7.023 | 6.086 | -937 | -499 | |
| nach Verrechnung: | ||||
| Latente Steueransprüche | 372 | 174 | ||
| Latente Steuerschulden | -4.134 | -5.187 | ||
| Latenter Steuerertrag | -1.251 | -468 |
Zum Bilanzstichtag liegen Verlustvorträge in Höhe von 15.715 TEUR (Vorjahr 15.906 TEUR) vor. Hiervon wurden auf 667 TEUR (Vorjahr 261 TEUR) aktive latente Steuern in Höhe von 192 TEUR (Vorjahr 65 TEUR) gebildet. Darüber hinausgehend wurden keine latenten Steuererstattungsansprüche gebildet, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen. Zudem bestehen die Verlustvorträge in Tochterunternehmen, die über mehrere Jahre Verluste erwirtschaftet haben, und momentan gibt es noch keine hinreichend sicheren Anzeichen dafür, dass sich die Ertragssituation dieser Unternehmen in kurzer Zeit wesentlich verbessern wird, so dass die Verlustvorträge maßgeblich nutzbar wären.
Verfallsdatum der steuerlichen Verlustvorträge:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zwischen 3 und 20 Jahren | 15.400 | 14.874 |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 315 | 1.032 |
| 15.715 | 15.906 |
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch den Konzern an die Anteilseigner ergeben sich weder in 2012 noch in 2011 ertragsteuerliche Konsequenzen.
[13] ERGEBNIS JE AKTIE
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlicher Stammaktien geteilt. Es liegen sowohl in der Berichtsperiode 2012 als auch in der Vergleichsperiode 2011 keine Verwässerungseffekte vor.
Die folgende Tabelle enthält die bei der Berechnung der unverwässerten und verwässerten Ergebnisse je Aktie zugrunde gelegten Beträge:
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| in TEUR bzw. 1.000 Stück | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis | 11.442 | 16.177 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (ohne eigene Anteile) zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie | 600 | 600 |
| Verwässerungseffekte | 0 | 0 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (ohne eigene Anteile) zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 600 | 600 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | 19,07 | 26,96 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | 19,07 | 26,96 |
In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien stattgefunden.
[14] GEZAHLTE UND VORGESCHLAGENE DIVIDENDEN
Während des Geschäftsjahres wurde eine Dividende auf die Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 9,50 Euro je Aktie beschlossen und ausgeschüttet. Die Ausschüttung belief sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 5.700 TEUR (Vorjahr 3.900 TEUR).
Der Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von 7,50 Euro je Aktie (Vorjahr 9,50 Euro je Aktie) zur Genehmigung vorgeschlagen. Die vorgeschlagene Gesamtdividende ist am Bilanzstichtag nicht als Schuld erfasst. Dies entspräche einer Ausschüttung in Höhe von 4.500 TEUR (Vorjahr 5.700 TEUR).
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
[15] IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
31. DEZEMBER 2012
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| in TEUR | Patente und Lizenzen | Geschäfts-/ Firmenwert | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2012 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 1.137 | 143 | 1.280 |
| Zugänge | 136 | 0 | 136 |
| Abgänge | -14 | 0 | -14 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | -222 | 0 | -222 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -5 | 0 | -5 |
| Stand 31. Dezember 2012 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 1.032 | 143 | 1.175 |
| Stand 01. Januar 2012 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 8.169 | 143 | 8.312 |
| Kumulierte Abschreibungen | -7.032 | 0 | -7.032 |
| Buchwert | 1.137 | 143 | 1.280 |
| Stand 31. Dezember 2012 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 7.895 | 143 | 8.038 |
| Kumulierte Abschreibungen | -6.863 | 0 | -6.863 |
| Buchwert | 1.032 | 143 | 1.175 |
31. DEZEMBER 2011
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| in TEUR | Patente und Lizenzen | Geschäfts-/ Firmenwert | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2011 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 1.151 | 143 | 1.294 |
| Zugänge | 173 | 0 | 173 |
| Abgänge | -11 | 0 | -11 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | -228 | 0 | -228 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 52 | 0 | 52 |
| Stand 31. Dezember 2011 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 1.137 | 143 | 1.280 |
| Stand 01. Januar 2011 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 8.592 | 143 | 8.735 |
| Kumulierte Abschreibungen | -7.441 | 0 | -7.441 |
| Buchwert | 1.151 | 143 | 1.294 |
| Stand 31. Dezember 2011 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 8.169 | 143 | 8.312 |
| Kumulierte Abschreibungen | -7.032 | 0 | -7.032 |
| Buchwert | 1.137 | 143 | 1.280 |
Patente und Lizenzen werden analog zum Vorjahr planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.
[16] SACHANLAGEVERMÖGEN
31. DEZEMBER 2012
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| in TEUR | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2012 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 32.470 | 56.759 | 89.229 |
| Zugänge | 3.321 | 10.218 | 13.539 |
| Abgänge | 0 | -700 | -700 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | -1.731 | -9.483 | -11.214 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -33 | 58 | 25 |
| Stand 31. Dezember 2012 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 34.027 | 56.852 | 90.879 |
| Stand 01. Januar 2012 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 63.167 | 202.587 | 265.754 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -30.697 | -145.828 | -176.525 |
| Buchwert | 32.470 | 56.759 | 89.229 |
| Stand 31. Dezember 2012 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten(Bruttobuchwert) | 66.333 | 210.614 | 276.947 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -32.306 | -153.762 | -186.068 |
| Buchwert | 34.027 | 56.852 | 90.879 |
31. DEZEMBER 2011
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| in TEUR | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2011 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 33.387 | 54.739 | 88.126 |
| Zugänge | 485 | 12.031 | 12.516 |
| Abgänge | -28 | -430 | -458 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | -1.721 | -9.982 | -11.703 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 347 | 401 | 748 |
| Stand 31. Dezember 2011 (Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen) | 32.470 | 56.759 | 89.229 |
| Stand 01. Januar 2011 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 62.384 | 198.595 | 260.979 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -28.997 | -143.856 | -172.853 |
| Buchwert | 33.387 | 54.739 | 88.126 |
| Stand 31. Dezember 2011 | |||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttobuchwert) | 63.167 | 202.587 | 265.754 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -30.697 | -145.828 | -176.525 |
| Buchwert | 32.470 | 56.759 | 89.229 |
Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte wurde wie folgt geschätzt:
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| Gebäude | 20 - 40 Jahre |
| Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 - 20 Jahre |
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 148 TEUR (Vorjahr 102 TEUR), in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus den Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr 356 TEUR) enthalten.
[17] VORRÄTE
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 19.129 | 19.004 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 37.803 | 38.279 |
| Vorräte | 56.932 | 57.283 |
Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 53 TEUR auf 3.253 TEUR gesunken. Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 163.212 TEUR (Vorjahr 176.137 TEUR).
[18] FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich nicht verzinslich und haben im Allgemeinen eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen.
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Buchwert | 43.283 | 42.606 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||
| Bis zu 30 Tagen | 4.066 | 4.080 |
| Zwischen 31 und 60 Tagen | 1.813 | 1.026 |
| Zwischen 61 und 90 Tagen | 431 | 420 |
| Zwischen 91 und 120 Tagen | 129 | 559 |
| Mehr als 120 Tage | 1.895 | 1.731 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Kundenforderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen auf Kundenforderungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Stand der Einzelwertberichtigungen am 01. Januar | 1.568 | 1.151 |
| Kursdifferenzen | +10 | +2 |
| Zuführungen | +295 | +481 |
| Verbrauch | -5 | +40 |
| Auflösungen | -192 | -106 |
| Stand der Einzelwertberichtigungen am 31. Dezember | 1.676 | 1.568 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Kundenforderungen sowie die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Kundenforderungen dargestellt. Die Aufwendungen für die Ausbuchung der Kundenforderungen werden dargestellt unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Kundenforderungen unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen.
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Kundenforderungen | 94 | 37 |
| Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Kundenforderungen | 52 | 24 |
[19] LANGFRISTIGE STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE SOWIE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Sonstige Forderungen | 5.764 | 6.051 |
| Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 300 | 69 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 852 | 794 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten | 6.916 | 6.914 |
Die Sonstigen Forderungen beinhalten Erstattungsansprüche aus der Umsatzsteuer sowie Forderungen aus Energiesteuer. Die Sonstigen Vermögenswerte sind am Abschlussstichtag weder wertgemindert noch befinden sie sich im Zahlungsverzug.
Die langfristigen Steuererstattungsansprüche enthalten den fälligen Erstattungsanspruch auf das Körperschaftsteuerminderungsguthaben durch das SEStEG, der nicht innerhalb eines Jahres fällig ist.
[20] ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand | 36.934 | 26.139 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 36.934 | 26.139 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst.
Zum 31. Dezember 2012 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 8.516 TEUR (Vorjahr 8.546 TEUR).
[21] EIGENKAPITAL
Die Entwicklung des Eigenkapitals mit seinen Veränderungen wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der SIMONA AG zum 31.12.2012 ist in 600.000 Stückaktien eingeteilt. Dabei handelt es sich um Inhaberstammaktien. Jede Stückaktie entspricht rechnerisch einem Anteil am Grundkapital von jeweils 25,83 Euro. Die Stammaktien sind ausgegeben und vollständig eingezahlt.
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 15.500 | 15.500 |
| Gezeichnetes Kapital | 15.500 | 15.500 |
Sonstige Rücklagen
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Währungseffekte | 224 | -45 |
| Sonstige Rücklagen | 224 | -45 |
Die Sonstigen Rücklagen enthalten Währungseffekte aus der Erfassung von Differenzen aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.
[22] FINANZSCHULDEN
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| in TEUR | Fälligkeit | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | |||
| Darlehen über 5 Mio. USD (Nominalbetrag) | 12/2013 | 3.789 | 0 |
| Anteiliges Darlehen über 3 Mio. USD (bis zum 31.12.2013 fällige Tilgungen) | 09/2013 | 0 | 257 |
| Anteiliges Darlehen über 210 TUSD (bis zum 31.12.2013 fällige Tilgungen) | 01/2013 - 12/2013 | 23 | 23 |
| Schulden aus abgegrenzten Zinsen auf die USD-Darlehen (kurzfristige Schulden) | 03/2012 - 06/2012 | 0 | 32 |
| Kontokorrentkredite | Nach Aufforderung | 0 | 0 |
| 3.812 | 312 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Darlehen über 5 Mio. USD (Nominalbetrag) | 12/2013 | 0 | 3.864 |
| Anteiliges Darlehen über 3 Mio. USD (nach dem 31.12.2013 fällige Tilgungen) | 09/2014 - 09/2015 | 0 | 773 |
| Anteiliges Darlehen über 210 TUSD (nach dem 31.12.2013 fällige Tilgungen) | 01/2014 - 10/2016 | 66 | 91 |
| 66 | 4.728 |
Für die Verzinsung der Darlehen sind feste oder variable Zinssätze zwischen 4,9 Prozent und 6,8 Prozent vereinbart. Die Zinsberechnung erfolgt entweder auf den Nominalwert des Darlehens oder den Restbetrag des Darlehens.
Die SIMONA AG, Kirn, hat zugunsten von Tochterunternehmen selbstschuldnerische Bürgschaften für Darlehen abgegeben.
[23] PENSIONEN
Den meisten Mitarbeitern des SIMONA Konzerns stehen über die abgeschlossenen Pensionspläne Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu. Es handelt sich sowohl für die tariflich beschäftigten Mitarbeiter als auch die leitenden Angestellten, einschließlich Vorstand und ehemaliger Vorstandsmitglieder, um Endgehaltspläne. Es werden mit Ausnahme der Leistungen an die SIMONA Sozialwerk GmbH (siehe Anhangangabe [24]) keine Beiträge an Fonds geleistet.
In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen und die in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträge dargestellt.
Im Personalaufwand enthaltene Aufwendungen für Versorgungsleistungen:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 997 | 863 |
| Zinsaufwand | 1.769 | 1.655 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn | -51 | -191 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 2.715 | 2.327 |
Änderungen der Schuld der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Verpflichtung zu Beginn des Berichtszeitraums | 40.638 | 39.570 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 997 | 863 |
| Zinsaufwand | 1.769 | 1.655 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn | -51 | -191 |
| Gezahlte Leistungen | -1.663 | -1.259 |
| Verpflichtung zum Ende des Berichtszeitraums | 41.688 | 40.638 |
| davon als langfristige Schuld | 40.231 | 39.311 |
| davon als kurzfristige Schuld | 1.457 | 1.327 |
Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2013 mit Aufwendungen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 3.055 TEUR.
Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam verrechnet, sofern sie den 10-Prozent-Korridor übersteigen. Der diesen Korridor übersteigende Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wird ab der Folgeperiode über die zukünftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft verrechnet.
SCHULDEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERPFLICHTUNGEN
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 48.488 | 36.160 |
| Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr Gewinne) aus der Verpflichtung | -6.800 | 4.478 |
| Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen | 41.688 | 40.638 |
Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen der laufenden und der vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | -48.488 | -36.160 | -32.946 | -34.022 | -32.826 |
Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen dargestellt:
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinsfuß | 3,50 % | 5,00 % |
| Einkommenssteigerungen | 2,50 % | 2,50 % |
| Rentenanpassungen | 1,87 % | 1,87 % |
| Sterblichkeit (Richttafeln von K. Heubeck) | 2005 G | 2005 G |
[24] SOZIALWERKE
Die SIMONA Sozialwerk GmbH ist ein langfristig ausgelegter Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19.7. Laut der Satzung der Gesellschaft ist der einzige Zweck der Gesellschaft, die Altersversorgung ehemaliger Mitarbeiter der SIMONA AG sowie deren Angehöriger sicherzustellen. Sowohl das Vermögen der Gesellschaft als auch alle Erträge aus diesem Vermögen stehen während des Bestehens der Gesellschaft sowie im Liquidations- und Insolvenzfall ausschließlich den Rentenbegünstigten zu. Die SIMONA AG hat auf das Vermögen der SIMONA Sozialwerk GmbH keine Zugriffsrechte. Im Falle der Auflösung der Gesellschaft ist das Gesellschaftsvermögen entweder den Leistungsempfängern zuzuwenden oder für die zukünftige Leistung an die Leistungsempfänger sicherzustellen. Damit besteht auch im Falle einer Insolvenz der SIMONA AG kein Anspruch der Insolvenzgläubiger auf das Vermögen der SIMONA Sozialwerk GmbH.
Das Gesellschaftsvermögen der SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH steht ausschließlich für die Versorgungszwecke der SIMONA Sozialwerk GmbH zur Verfügung.
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Pensionspläne zum Jahresanfang | 37.231 | 30.412 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.409 | 1.271 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 12.755 | 4.670 |
| Zinsaufwand | 1.838 | 1.627 |
| Gezahlte Leistungen | -864 | -749 |
| Barwert der leistungsorientierten Pensionspläne zum Jahresende | 52.369 | 37.231 |
| Marktwert des Fondsvermögens zum Jahresanfang | 41.139 | 39.208 |
| Abgänge von finanziellen Vermögenswerten | -864 | -749 |
| Ertrag aus dem Fondsvermögen | -43 | 2.680 |
| Marktwert des Fondsvermögens zum Jahresende | 40.232 | 41.139 |
| Unterdeckung/Überdeckung | -12.137 | 3.908 |
| Unberücksichtigte versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | 17.371 | 4.670 |
| (Schuld)/Vermögen aus dem leistungsorientierten Plan | 5.234 | 8.578 |
Zu den Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen in der Anhangangabe [23].
Die Überdeckung des Planvermögens wird nicht im Konzernabschluss der SIMONA AG ausgewiesen, weil die SIMONA AG keinerlei Verfügungsmacht über dieses Vermögen hat, sondern dieses entsprechend der Definition von Planvermögen nach IAS 19.7 ausschließlich für Zwecke der begünstigten Rentenempfänger verwendet werden kann. Die Unterdeckung zum 31. Dezember 2012 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Zinsniveaus. Durch die letztmalige Anwendung der Korridormethode bleiben die versicherungsmathematischen Verluste unberücksichtigt, so dass sich keine zu bilanzierende Schuld ergibt. Bezüglich der Umstellungseffekte aus der Neuanwendung von IAS 19R "Leistungen an Arbeitnehmer", die sich bei erstmaliger Anwendung im Geschäftsjahr 2013 ergeben, verweisen wir auf die Anhangsangabe [3.2].
Der Zeitwert des Planvermögens umfasst Aktien an der SIMONA AG mit einem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 in Höhe von 18.420 TEUR (Vorjahr 19.662 TEUR).
Die Beträge der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens der laufenden und der vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | -52.369 | -37.231 | -30.412 | -28.500 | -27.327 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 40.232 | 41.139 | 39.208 | 38.597 | 39.074 |
| -12.137 | 3.908 | 8.796 | 10.097 | 11.747 |
[25] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
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| in TEUR | Mitarbeiterbezogene Verpflichtungen | Garantien | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2012 | 3.982 | 3.707 | 6 | 7.695 |
| Zuführung | 423 | 50 | 68 | 541 |
| Inanspruchnahme | 774 | 29 | 0 | 803 |
| Auflösung | 79 | 366 | 0 | 445 |
| Aufzinsung | 0 | 30 | 0 | 30 |
| Stand 31. Dezember 2012 | 3.552 | 3.392 | 74 | 7.018 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.210 | 748 | 66 | 2.024 |
| Langfristige Rückstellungen | 2.342 | 2.644 | 8 | 4.994 |
| Stand 31. Dezember 2012 | 3.552 | 3.392 | 74 | 7.018 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.430 | 815 | 0 | 2.245 |
| Langfristige Rückstellungen | 2.552 | 2.892 | 6 | 5.450 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 3.982 | 3.707 | 6 | 7.695 |
Mitarbeiterbezogene Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus der bestehenden Vereinbarung zur Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Die Bewertung der mitarbeiterbezogenen Rückstellungen basiert auf versicherungsmathematischen Werten.
Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen zur Altersteilzeit beläuft sich am Bilanzstichtag auf insgesamt 2.375 TEUR (Vorjahr 3.099 TEUR). Die Schuld setzt sich aus Verpflichtungen für Erfüllungsrückstände, Aufstockungsbeträge und Abfindungszahlungen zusammen.
Rückstellungen für Garantien werden für Gewährleistungen aus in vergangenen Jahren verkauften Produkten passiviert. Die Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen bei der SIMONA AG erfolgt sowohl für laufende, regelmäßig auftretende Gewährleistungsfälle als auch für unregelmäßig eintretende Einzelfälle, denen das Risiko eines überdurchschnittlichen Schadenvolumens anhaftet.
Für die regelmäßig auftretenden Gewährleistungsfälle wird eine Rückstellung aus Erfahrungswerten über einen als wahrscheinlich eingeschätzten durchschnittlichen Inanspruchnahmezeitraum von 5 Jahren ermittelt. Zur Bewertung der Rückstellung werden die tatsächlich entstandenen Aufwendungen für Kundengutschriften aus Gewährleistungsverpflichtungen sowie die damit entstehenden unmittelbaren Kosten zur Bearbeitung der Reklamationen ausgewertet. Bei der Ermittlung wird auf den gewichteten durchschnittlichen Garantieaufwand der letzten 5 Jahre zurückgegriffen.
Der Teil der Gewährleistungsrückstellungen, der für die unregelmäßig eintretenden Einzelfälle ermittelt wird, wird dann passiviert, sobald mit einer Inanspruchnahme zu rechnen, eine Zahlung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung möglich ist.
Der Teil der Gewährleistungsrückstellung, dessen Inanspruchnahme nicht innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig ist, wird abgezinst.
[26] KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds durch Mittelzu- und -abflüsse während des Geschäftsjahres verändert. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristigen Finanzschulden zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 36.934 | 26.139 |
| Kurzfristige Finanzschulden (ohne Darlehensschulden) | 0 | -32 |
| 36.934 | 26.107 |
Die Einflüsse von wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds betragen im Konzern 287 TEUR (Vorjahr 167 TEUR).
Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen abgebildet. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird indirekt ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, d. h. über Veränderungen der Konzernbilanz unter Berücksichtigung von Effekten aus der Währungsumrechnung ermittelt.
[27] ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Unternehmen und Personen, die den SIMONA Konzern beherrschen, sowie assoziierte Unternehmen und Personen einschließlich naher Familienangehöriger und zwischengeschalteter Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des SIMONA Konzerns haben, sind nach IAS 24 anzugeben.
Vorstand
| ― | Wolfgang Moyses, Vorstandsvorsitzender, Kirn |
| ― | Dirk Möller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Kirn |
| ― | Fredy Hiltmann, Kirn (seit 01. Januar 2012) |
Aufsichtsrat
| ― | Hans-Werner Marx, Kirn Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 22. Juni 2012) |
| ― | Dr. Rolf Goessler, Bad Dürkheim Diplom-Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 22. Juni 2012) stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 22. Juni 2012) Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen |
| ― | Roland Frobel, Isernhagen Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 22. Juni 2012) Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main Vorsitzender des Beirates der Saxonia Holding GmbH, Wolfsburg |
| ― | Dr. Roland Reber, Stuttgart Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen |
| ― | Dr. Horst Heidsieck, Büdingen (vom 22. Juni 2012 bis 30. November 2012) Geschäftsführender Gesellschafter der Value Consult Management- und Unternehmensberatungsgesellschaft mbH, Büdingen Geschäftsführender Gesellschafter der DOMINO GmbH, Büdingen Vorsitzender des Aufsichtsrates der Coperion GmbH, Stuttgart Mitglied des Aufsichtsrates der HOMAG AG, Schopfloch |
| ― | Bernd Meurer, Hennweiler Betriebsschlosser Arbeitnehmervertreter (bis 28. Februar 2012) |
| ― | Gerhard Flohr, Bergen Betriebsschlosser Arbeitnehmervertreter (seit 28. Februar 2012) |
| ― | Andreas Bomm, Schmidthachenbach Betriebsschlosser Arbeitnehmervertreter (seit 28. Februar 2012) |
Dirk Möller ist Aktionär (11,64 Prozent der Aktien der SIMONA AG) und Mitglied des Vorstandes der SIMONA AG. Gleichzeitig nimmt Herr Möller in einzelnen Gesellschaften des SIMONA Konzerns Aufgaben als Organ wahr.
| ― | SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, (1), |
| ― | SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, (2), |
| ― | SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, (2), |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, (2), |
| ― | SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, (2), |
| ― | SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, (2). |
Die Aufgaben als Organ betreffen:
(1) Geschäftsführer, (2) Mitglied im Board of Directors
Dr. Roland Reber, Mitglied des Aufsichtsrates der SIMONA AG, ist gleichzeitig als Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen, bestellt. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften werden zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Produktverkäufe in Höhe von 900 TEUR zwischen der SIMONA AG und Gesellschaften der Ensinger-Gruppe statt.
Darüber hinaus haben Unternehmen des SIMONA Konzerns mit Mitgliedern des Vorstandes oder des Aufsichtsrates der SIMONA AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.
Im abgelaufenen Jahr sind uns keine Pflichtmitteilungen bekannt geworden.
Vergütung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Die Bezüge des Vorstandes betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.853 TEUR (Vorjahr 1.512 TEUR). Sie setzten sich aus 1.118 TEUR (Vorjahr 839 TEUR) fester Vergütung und 735 TEUR (Vorjahr 673 TEUR) Boni zusammen. Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Kredite.
Für aktive Mitglieder des Vorstandes, frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen sind Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 9.081 TEUR (Vorjahr 8.328 TEUR) zurückgestellt. Die Zuführung zur Rückstellung für aktive Mitglieder des Vorstandes beträgt 2.214 TEUR, wovon 1.634 TEUR auf die bloße Änderung des Rechnungszinses von 5,00 Prozent zum 01.01.2012 auf 3,50 Prozent zum 01.01.2013 entfallen; (Vorjahr 473 TEUR). Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen 440 TEUR (Vorjahr 406 TEUR).
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Jahr 2012 auf 136 TEUR (Vorjahr 118 TEUR) im Konzern. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beinhaltet keine variable Komponente.
[28] ZIELSETZUNGEN UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS
Grundsätze des Risikomanagements
Teile der Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen der SIMONA AG sind Risiken ausgesetzt, die sich aus der Änderung von Wechselkursen und Zinssätzen ergeben können.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen zu begrenzen.
In Abhängigkeit des Risikos wird versucht, das Risiko durch derivative Finanzinstrumente und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Alle Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung der Cashflows eingesetzt.
Zinsrisiken
Finanzinstrumente, die grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, sind die kurzfristig fälligen Kontokorrentdarlehen sowie das variabel verzinsliche US-Dollar-Darlehen, dessen Zinsänderungsrisiko im Geschäftsjahr 2012 - analog zum Vorjahr - vollständig durch Zinsderivate (Zinsswaps) begrenzt ist. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sie stellen die Effekte von geänderten Marktzinssätzen auf Zinserträge, -aufwendungen und Bilanzpositionen dar. Da die Zinsderivate (Zinsswaps) nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, sind die Änderungen unmittelbar im Finanzergebnis berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau des US-Dollars zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher oder niedriger gewesen wäre, würde sich dies in Höhe von 12 TEUR bzw. 13 TEUR auf das Finanzergebnis gewinnerhöhend bzw. -mindernd auswirken.
Wenn das Marktzinsniveau des US-Libor zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher oder niedriger gewesen wäre, würde sich dies in Höhe von 22 TEUR bzw. 23 TEUR auf das Finanzergebnis gewinnerhöhend bzw. -mindernd auswirken.
Währungsrisiken
Der SIMONA Konzern ist sowohl in seiner operativen Geschäftstätigkeit als auch in seiner Investitions- und Finanzierungstätigkeit Risiken durch Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsströme des Konzerns beeinflussen. Ungesichert bleiben Risiken durch Wechselkursschwankungen, die ausschließlich aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden in die Berichtswährung des Konzernabschlusses (Euro) herrühren.
Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich bestehen aus der Ausreichung eines US-Dollar-Bankdarlehens im Dezember 2008 gegenüber einer asiatischen Tochtergesellschaft, welches im Geschäftsjahr von der SIMONA AG übernommen wurde und im Dezember 2013 fällig ist. In gleicher Höhe bestehen Intercompany-Forderungen in US-Dollar. Daher bleibt das ungesicherte Währungsrisiko insgesamt ausgeglichen.
Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Geschäftstätigkeit überwiegend in ihrer funktionalen Währung ab. Die Muttergesellschaft steuert die Fremdwährungstransaktionen im Konzern nahezu ausschließlich und sichert diese in ihrem Treasury innerhalb der festgelegten Bandbreiten ab. Zum Bilanzstichtag werden zur Sicherung der Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit keine Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen eingesetzt.
IFRS 7 verlangt die Darstellung der Risiken durch Sensitivitätsanalysen. Damit werden die Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital dargestellt, die sich durch die hypothetische Änderung der relevanten Risikovariablen ergeben. Währungskursänderungen können sich bei den originären Finanzinstrumenten ergeben, die außerhalb der abgesicherten Bandbreiten liegen oder die durch Finanzderivate in Form von Devisentermingeschäften oder Devisenoptionen abgesichert sind.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2012 um 10 Prozent aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 3.998 TEUR niedriger (4.887 TEUR höher).
Die hypothetische Ergebnisauswirkung von minus 3.998 TEUR (plus 4.887 TEUR) ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten:
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| in TEUR | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Effekt auf Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR/USD | -2.501 | (3.058) | -1.128 | (1.379) |
| EUR/GBP | -219 | (268) | 0 | 0 |
| EUR/CHF | -150 | (183) | 0 | 0 |
| EUR/CZK | 191 | (-235) | 0 | 0 |
| EUR/PLN | -151 | (185) | 0 | 0 |
| EUR/HKD | -899 | (1.100) | 0 | 0 |
| EUR/CNY | -227 | (277) | 0 | 0 |
| EUR/RUB | -42 | (51) | 0 | 0 |
| -3.998 | (4.887) | -1.128 | (1.379) |
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2011 um 10 Prozent aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 1.335 TEUR niedriger (1.631 TEUR höher).
Die hypothetische Ergebnisauswirkung von minus 1.335 TEUR (plus 1.631 TEUR) ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten:
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| in TEUR | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Effekt auf Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR/USD | -675 | (824) | -809 | (989) |
| EUR/GBP | -307 | (375) | 0 | 0 |
| EUR/CZK | 326 | (-399) | 0 | 0 |
| EUR/PLN | -118 | (144) | 0 | 0 |
| EUR/HKD | -549 | (671) | 0 | 0 |
| EUR/CNY | -2 | (3) | 0 | 0 |
| EUR/RUB | -10 | (13) | 0 | 0 |
| -1.335 | (1.631) | -809 | (989) |
Ausfallrisiken
Die SIMONA AG ist in ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ausstehende Finanzinstrumente - in der Regel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - werden dezentral, d. h. in jeder rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaft, fortlaufend überwacht. Je nach Bonität des Kunden sind die Forderungen einem Ausfallrisiko ausgesetzt, welches u.a. mittels Warenkreditversicherungen begrenzt wird. Im Durchschnitt sind etwa 60 % des Umsatzes der SIMONA AG nach Berücksichtigung eines Selbstbehaltes durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Die einem wahrscheinlichen Ausfallrisiko ausgesetzten Forderungen werden regelmäßig erfasst und überwacht; dem damit verbundenen Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximal mögliche Ausfallrisiko ist auf den um die Umsatzsteuer verminderten Nettobuchwert der finanziellen Vermögenswerte begrenzt.
Liquiditätsrisiken
Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, überwacht der Konzern laufend die Liquidität aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie Zahlungserwartungen aus dem Obligo der erteilten Investitionsaufträge der einzelnen Gesellschaften. Dabei wird die Liquidität in einem separaten Tool erfasst.
Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 36,9 Mio. EUR stehen dem SIMONA Konzern noch nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von 8,5 Mio. EUR zur Verfügung. Das Ziel des Konzerns ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen zu wahren.
Zum 31. Dezember 2012 weisen die Zahlungsverpflichtungen der finanziellen Schulden des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf.
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| in TEUR | Bis 1 Jahr | 2-5 Jahre | Mehr als 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 3.812 | 66 | 0 | 3.878 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 11.266 | 0 | 0 | 11.266 |
| Sonstige Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten | 9.299 | 118 | 0 | 9.417 |
| Finanzielle Schulden | 24.377 | 184 | 0 | 24.561 |
Zum 31. Dezember 2011 weisen die Zahlungsverpflichtungen der finanziellen Schulden des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf.
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| in TEUR | Bis 1 Jahr | 2-5 Jahre | Mehr als 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 547 | 5.031 | 0 | 5.578 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 11.223 | 0 | 0 | 11.223 |
| Sonstige Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten | 11.217 | 0 | 0 | 11.217 |
| Finanzielle Schulden | 22.987 | 5.031 | 0 | 28.018 |
Zum 31. Dezember 2012 sind wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die in der Zukunft zu Zahlungsansprüchen oder -Verpflichtungen führen würden.
Eine Nettozahlungsverpflichtung in Höhe von 78 TEUR ergibt sich aus der Marktbewertung der Zinsswaps (Vorjahr 123 TEUR).
Zum 31. Dezember 2012 sind wie im Vorjahr keine Devisenoptionen abgeschlossen, die in der Zukunft zu Zahlungsansprüchen oder -Verpflichtungen führen würden.
Kapitalsteuerung
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass ein hohes Bonitätsrating und eine ordentliche Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt gegebenenfalls Anpassungen unter Berücksichtigung sich ändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vor.
[29] FINANZINSTRUMENTE
In der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher im Abschluss bilanzierter Finanzinstrumente des Konzerns gegenübergestellt.
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| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte | HtM | 23 | 23 | 23 | 23 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AfS | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 47.928 | 46.366 | 47.928 | 46.366 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 43.283 | 42.606 | 43.283 | 42.606 |
| Finanzielle Schulden | |||||
| Kontokorrentkredite | FLAC | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andere kurzfristige Finanzschulden | FLAC | 0 | -32 | 0 | -32 |
| Darlehen | FLAC | -3.878 | -5.008 | -3.878 | -5.008 |
| Zinsswap | FLHfT | -78 | -123 | -78 | -123 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | -11.266 | -11.223 | -11.266 | -11.223 |
| Summe nach Bewertungskategorien | |||||
| HtM | 23 | 23 | 23 | 23 | |
| AfS | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | |
| LaR | 91.211 | 88.972 | 91.211 | 88.972 | |
| FLAC | -15.144 | -16.263 | -15.144 | -16.263 | |
| FLHfT | -78 | -123 | -78 | -123 |
(HtM = Held to Maturity, AfS = Available for Sale, LaR = Loans and Receivables, FLAC = Financial Liabilities Measured at Amortised Cost, FLHfT = Financial Liabilities Held for Trading)
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows sowie unter Verwendung von Optionspreismodellen berechnet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Darlehen zu unveränderten marktüblichen Konditionen variabel bzw. feststehend verzinst werden.
Die als "Loans and Receivables" (LaR) gehaltenen kurzfristigen Einlagen enthalten Festgeldanlagen in Höhe von 10.994 TEUR, die zwischen Januar und August 2013 fällig sind.
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus der Folgebewertung der bilanzierten Finanzinstrumente nach den jeweiligen Bewertungskategorien dargestellt:
2012: NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN
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| in TEUR | Zinsen | Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung/ Abgang | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| AfS | 229 | 0 | 0 | 0 | 229 |
| LaR | 357 | 0 | -486 | -150 | -279 |
| HfT | 0 | 44 | 0 | 0 | 44 |
| FLAC | -312 | 0 | 0 | 0 | -312 |
| Summe | 274 | 44 | -486 | -150 | -318 |
2011: NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN
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| in TEUR | Zinsen | Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung/ Abgang | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| AfS | 228 | 0 | 0 | 0 | 228 |
| LaR | 396 | 0 | 939 | -430 | 905 |
| HfT | 0 | 35 | 0 | 0 | 35 |
| FLAC | -368 | 0 | 0 | 0 | -368 |
| Summe | 256 | 35 | 939 | -430 | 800 |
Sicherungsgeschäfte
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Cashflows
Zum 31. Dezember 2012 sowie zum 31. Dezember 2011 hielt der Konzern keine Devisenterminkontrakte.
Zum Bilanzstichtag besteht ein Zinsswap, der zur Absicherung des Risikos durch Änderungen des Cashflows des variabel verzinslichen US-Dollar-Darlehens eingesetzt wird. Die Laufzeit orientiert sich an dem zugrunde liegenden Darlehen.
Zum 31. Dezember 2012 sowie zum 31. Dezember 2011 hielt der Konzern keine Devisenoptionen.
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
| ― | Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten |
| ― | Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind |
| ― | Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
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| in TEUR | Zum 31.12.2012 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere | 10.000 | 0 | 10.000 | 0 |
Bei den Wertpapieren handelt es sich um ein Schuldscheindarlehen. Das Schuldscheindarlehen ist spätestens am 10. Mai 2013 fällig, kann jedoch vom Darlehensgeber jederzeit gekündigt werden. Das Schuldscheindarlehen wird mit dem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines variablen Aufschlags verzinst. Der variable Aufschlag betrug 25 Basispunkte und erhöht sich halbjährlich auf bis zu 125 Basispunkte am Ende der Laufzeit.
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| in TEUR | Zum 31.12.2011 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere | 10.000 | 0 | 10.000 | 0 |
Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
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| in TEUR | Zum 31.12.2012 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zinsswap | 78 | 0 | 78 | 0 |
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| in TEUR | Zum 31.12.2011 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zinsswap | 123 | 0 | 123 | 0 |
[30] SONSTIGE ANGABEN
Tochterunternehmen
In den Konzernabschluss sind neben der SIMONA AG als Mutterunternehmen die nachfolgenden Gesellschaften einbezogen. Der Anteil am Kapital war im Vorjahr identisch mit dem des Geschäftsjahres, sofern nichts anderes angegeben ist.
ANTEIL AM KAPITAL
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| in % | |
|---|---|
| SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn, Deutschland | 100,0 |
| SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien | 100,0 |
| SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich | 100,0 |
| SIMONA S.r.l., Vimodrone, Italien | 100,0 |
| SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien | 100,0 |
| SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen | 100,0 |
| SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien | 100,0 |
| SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China | 100,0 |
| SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA | 100,0 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China | 100,0 |
| SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China | 100,0 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China | 100,0 |
| 64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA | 100,0 |
| DEHOPLAST POLSKA, Sp.z o.o., Kwidzyn, Polen | 51,0 |
| SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien | 100,0 |
| OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation | 100,0 |
Veränderungen am Kapitalanteil der Tochterunternehmen haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.
Finanzanlagen
An den nachfolgenden Gesellschaften hält die SIMONA AG mindestens den fünften Anteil der Anteile, ohne einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Unternehmen ausüben zu können. Der Anteil am Kapital war im Vorjahr identisch mit dem des Geschäftsjahres, sofern nichts anderes angegeben ist.
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| Unternehmen | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital 31.12.2011 in TEUR |
Ergebnis 2011 in TEUR |
|---|---|---|---|
| SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn, Deutschland | 50,0 | 14.969 | 348 |
| SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn, Deutschland | 50,0 | 6.906 | 528 |
Die SIMONA Sozialwerk GmbH wird entsprechend IAS 19.7 aufgrund der Klassifikation der Gesellschaft als Pensionsfond nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil das Gesellschaftsvermögen dieser Gesellschaft ausschließlich für die Versorgungszwecke der SIMONA Sozialwerk GmbH verwendet werden darf und damit nicht in die wirtschaftliche Verfügungsmacht der SIMONA AG fällt.
Die Anteile an der SIMONA Sozialwerk GmbH und der SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH werden zu Buchwerten bilanziert, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmbar ist. Die Buchwerte für die SIMONA Sozialwerk GmbH und die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH betragen 10 TEUR bzw. 13 TEUR.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
KONZERN
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 723 | 725 |
| Angestellte | 478 | 473 |
| 1.201 | 1.198 | |
| Auszubildende | 46 | 50 |
| Gesamtbelegschaft | 1.247 | 1.248 |
Eventualverbindlichkeiten und Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten angesetzten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||
| Zahlungsverpflichtungen aus operativen Miet- und Leasingverträgen | ||
| Fällig innerhalb von: | ||
| 1 Jahr | 955 | 1.391 |
| 2 - 5 Jahren | 1.219 | 2.285 |
| nach 5 Jahren | 0 | 0 |
| 2.174 | 3.676 | |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsvorhaben | 10.453 | 5.677 |
Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die SIMONA AG hat - als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns - für 2012 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 08. März 2013 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite www.simona.de zugänglich gemacht.
Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates an der SIMONA AG
Mitglieder des Vorstandes meldeten am 22. Juni 2012 (Tag der Hauptversammlung) insgesamt 70.860 Stück Aktien; dies entspricht rund 11,81 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG; Mitglieder des Aufsichtsrates meldeten 1.495 Aktien, dies entspricht 0,25 Prozent des Grundkapitals.
Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie ihnen nahestehende Personen sind nach § 15 a Wertpapierhandelsgesetz gesetzlich verpflichtet, wesentlichen Erwerb oder wesentliche Veräußerung von Aktien der SIMONA AG offenzulegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist uns keine Transaktion gemeldet worden.
Honorar des Abschlussprüfers
Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers der SIMONA AG beträgt 278 TEUR und gliedert sich wie folgt auf: Abschlussprüfung 127 TEUR, Steuerberatungsleistungen 44 TEUR und sonstige Leistungen 107 TEUR.
Ereignisse, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen führen.
Kirn, 28. März 2013
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012
der SIMONA AG
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| in TEUR | Anhang | 01.01.-31.12.2012 | 01.01.-31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 14.766 | 20.721 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -4.022 | -4.135 | |
| Zinsaufwendungen/-erträge | [11] | -346 | -267 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | [15], [16] | 11.436 | 11.931 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 95 | -1.389 | |
| Veränderung der Pensionen | [23] | 1.050 | 1.068 |
| Ergebnis aus Anlageabgängen | [16] | -99 | 254 |
| Veränderung der Vorräte | [17] | 351 | -6.768 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | [18] | -677 | -761 |
| Veränderung der Sonstigen Vermögenswerte | 591 | 3.601 | |
| Veränderung der Schulden und Sonstigen Rückstellungen | -1.844 | -833 | |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | 21.301 | 23.422 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | [15], [16] | -13.675 | -12.689 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | -94 | |
| Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | 9.233 | -20.227 | |
| Einzahlungen aus Anlageabgängen | 113 | 215 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.329 | -32.795 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -1.034 | -280 | |
| An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividende | [14] | -5.700 | -3.900 |
| An die Inhaber der Anteile ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividende | 0 | -15 | |
| Erhaltene Zinsen | 586 | 624 | |
| Gezahlte Zinsen | -284 | -392 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -6.432 | -3.963 | |
| Einfluss aus Wechselkursänderungen auf die Liquidität | [26] | 287 | 167 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | [26] | 10.827 | -13.169 |
| Finanzmittelfonds zum 01. Januar | [26] | 26.107 | 39.276 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | [26] | 36.934 | 26.107 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | [26] | 10.827 | -13.169 |
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012
der SIMONA AG
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| AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTERUNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Anhang | Grundkapital [21] |
Gesamtbetrag | Gesetzliche Rücklage |
Satzungsmäßige Rücklage |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2011 | 15.500 | 15.500 | 15.274 | 397 | 2.847 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenauszahlung | [14] | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Konzernfremde | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 31.12.2011 | 15.500 | 15.500 | 15.274 | 397 | 2.847 | |
| Stand am 01.01.2012 | 15.500 | 15.500 | 15.274 | 397 | 2.847 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenauszahlung | [14] | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Konzernfremde | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 31.12.2012 | 15.500 | 15.500 | 15.274 | 397 | 2.847 |
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| AUF DIE ANTEILSEIGNER DES MUTTER- UNTERNEHMENS ENTFALLENDES EIGENKAPITAL | ANTEILE OHNE BEHERRSCHEN- DEN EINFLUSS |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Anhang | Andere Gewinnrücklagen |
Kumuliertes Jahresergebnis |
Gesamtbetrag | Währungs- differenzen [21] |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2011 | 92.417 | 35.764 | 131.425 | -260 | 272 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 0 | 0 | 0 | 215 | -24 | |
| Periodenergebnis | 0 | 16.177 | 16.177 | 0 | 62 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 16.177 | 16.177 | 215 | 38 | |
| Dividendenauszahlung | [14] | 0 | -3.900 | -3.900 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Konzernfremde | 0 | 0 | 0 | 0 | -15 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -94 | |
| Stand am 31.12.2011 | 92.417 | 48.041 | 143.702 | -45 | 201 | |
| Stand am 01.01.2012 | 92.417 | 48.041 | 143.702 | -45 | 201 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 0 | 0 | 0 | 269 | -19 | |
| Periodenergebnis | 0 | 11.442 | 11.442 | 0 | 57 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 11.442 | 11.442 | 269 | 38 | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 4.204 | -4.204 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenauszahlung | [14] | 0 | -5.700 | -5.700 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Konzernfremde | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 31.12.2012 | 96.621 | 49.579 | 149.444 | 224 | 239 |
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| GESAMTES EIGENKAPITAL | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Anhang | |
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2011 | 162.211 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 191 | |
| Periodenergebnis | 16.239 | |
| Gesamtergebnis | 16.430 | |
| Dividendenauszahlung | [14] | -3.900 |
| Ausschüttung an Konzernfremde | -15 | |
| Sonstige Veränderungen | -94 | |
| Stand am 31.12.2011 | 174.632 | |
| Stand am 01.01.2012 | 174.632 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | 250 | |
| Periodenergebnis | 11.499 | |
| Gesamtergebnis | 11.749 | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 0 | |
| Dividendenauszahlung | [14] | -5.700 |
| Ausschüttung an Konzernfremde | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | |
| Stand am 31.12.2012 | 180.681 |
Angaben zum Anteilsbesitz der SIMONA AG
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| Gesellschaft | Anteil am Kapital Prozent | Eigenkapital TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres TEUR |
|---|---|---|---|
| Mittelbar | |||
| SIMONA S.A.S., Domont, Frankreich | 100,0 | 2.940 | 392 |
| SIMONA S.r.l., Vimodrone, Italien | 100,0 | 401 | 2 |
| SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien | 100,0 | 1.599 | 385 |
| SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien | 100,0 | 113 | 9 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China | 100,0 | 1.187 | 54 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS (Guangdong) Co. Ltd., Jiangmen, China | 100,0 | 7.205 | -1.056 |
| 64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA | 100,0 | 2.764 | 0 |
| Unmittelbar | |||
| SIMONA-PLASTICS CZ, s.r.o., Prag, Tschechien | 100,0 | 317 | -55 |
| SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China | 100,0 | 977 | -187 |
| SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen | 100,0 | 1.061 | 243 |
| SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (2011) | 50,0 | 14.969 | 348 |
| SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn (2011) | 50,0 | 6.906 | 528 |
| SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn | 100,0 | 1.834 | 0 |
| SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA | 100,0 | 3.188 | 247 |
| SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien | 100,0 | 15.208 | 1.488 |
| SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China | 100,0 | 4.487 | -459 |
| DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen | 51,0 | 508 | 128 |
| OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation | 100,0 | -81 | -39 |
Bestätigungsvermerk
Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den von der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/Frankfurt am Main, 30. März 2013
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
von Seidel, Wirtschaftsprüfer
Grotenrath, Wirtschaftsprüfer
Sonstige Angaben
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES UND VERSICHERUNG NACH §§ 297 ABS. 2, 315 ABS. 1 HGB
"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des SIMONA Konzerns vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des SIMONA Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SIMONA Konzerns beschrieben sind."
Kirn, 28. März 2013
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bericht des Aufsichtsrates
2012 hat die Entwicklung von SIMONA unter den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Europa gelitten und die Umsatz- und Ergebnisziele wurden nicht erreicht. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2011 ist es im vergangenen Geschäftsjahr nicht gelungen, gegen den allgemeinen Trend zu wachsen. Insbesondere die schwache Investitionsneigung der Unternehmen im Maschinenbau und der chemischen Industrie in Europa war eine der Hauptursachen. Dagegen konnte SIMONA ihre Position außerhalb Europas weiter festigen und ausbauen. Erfreulich ist, dass in den USA der Turnaround geschafft wurde. In der Verkaufsregion Asien konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die neue Tochtergesellschaft in Russland hat ihren operativen Betrieb erfolgversprechend aufgenommen. Der von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossene Internationalisierungskurs hat eine klare Richtung und bringt Erfolge.
Aufgrund des insgesamt geringeren Umsatzes ist die Ergebnisentwicklung nur bedingt zufriedenstellend. Der Vorstand hat Maßnahmen für eine strukturelle Verbesserung des Ergebnisses vorgeschlagen, die auf eine Senkung des Break-even-Points abzielen. Diese Maßnahmen befürwortet der Aufsichtsrat und wird die Umsetzung überwachen.
Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2013 sind aus Sicht des Aufsichtsrates verhalten. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten sich zumindest für Deutschland und einige Länder des Euroraums aufhellen. Die Ziele von SIMONA sind anspruchsvoll. Der Aufsichtsrat wird in engem Dialog mit dem Vorstand insbesondere die Erzielung eines zufriedenstellenden Ergebnisses in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit stellen. Das mittelfristige Wachstumspotenzial für Kunststoffanwendungen, die SIMONA mit einem umfangreichen Produktprogramm bedient, ist vielversprechend. Mit der Strategie von SIMONA, die Produktentwicklung zu forcieren, stehen die Chancen gut, dieses Potenzial international zu erschließen.
ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Die Berichte behandelten vor allem die Planung, die Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SIMONA AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements, der Compliance sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft, wobei regelmäßig der Nutzen und die Auswirkungen des jeweiligen Geschäftes im Mittelpunkt standen. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich informiert. So wurden die Strategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage und das Risikomanagement der SIMONA sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SIMONA waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES
Der Aufsichtsrat tagte 2012 in vier ordentlichen Sitzungen und einer konstituierenden Sitzung nach der Neuwahl der von den Anteilseignern zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder in der Hauptversammlung am 22. Juni 2012.
In der Sitzung am 06. März 2012 waren der Bericht zum Geschäftsjahr 2011, der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Jahres 2012 sowie ein Ausblick auf das Gesamtjahr die Schwerpunktthemen. Darüber hinaus informierte sich der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung in Asien -speziell über den Stand der Verhandlungen mit einem Key-Account für den chinesischen Markt - sowie die Reorganisation des Geschäftsmodells in den USA. Des Weiteren ließ sich der Aufsichtsrat über verschiedene Entwicklungsprojekte und ein Benchmarking der Produktionsstandorte weltweit informieren. Außerdem diskutierte der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung. In dieser Sitzung informierte sich der Aufsichtsrat ebenfalls über den Status der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung.
In seiner Sitzung am 19. April 2012 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Konzernabschluss, dem Jahresabschluss der AG sowie dem Konzernlagebericht und dem Lagebericht der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2011, dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2011 erzielten Bilanzgewinnes, dem Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011 und mit dem Ergebnis der von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, durchgeführten Abschlussprüfung. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete eingehend über die Prüfungsergebnisse. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass die Prüfung ordnungsgemäß erfolgt war. Der Aufsichtsrat erteilte in der Sitzung dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahresabschluss der AG und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011, billigte die Abschlüsse und verabschiedete den Bericht des Aufsichtsrates. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes schloss er sich nach dessen Prüfung an.
Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Wahlvorschläge für die Wahlen zum Aufsichtsrat sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2012. Er informierte sich weiterhin über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2012. Weitere Tagesordnungspunkte waren die operative Stabilität des Werkes in den USA sowie die Positionierung im nordamerikanischen Markt und die Entwicklung des Werkes in China. Der Aufsichtsrat diskutierte in dieser Sitzung des Weiteren die Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung. An dieser Sitzung nahmen auch erstmals die neu gewählten Arbeitnehmervertreter, Herr Andreas Bomm und Herr Gerhard Flohr, teil.
Nachdem die von den Anteilseignern zu wählenden Mitglieder des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung der SIMONA AG am 22. Juni 2012 einstimmig gewählt wurden, konstituierte sich der neue Aufsichtsrat in einer Sitzung am selben Tag. Der Aufsichtsrat wählte in dieser Sitzung Herrn Dr. Rolf Goessler einstimmig zu seinem Vorsitzenden und Herrn Roland Frobel einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden. Außerdem wählte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Mitglieder des Personal- und Wirtschaftsausschusses.
In der Aufsichtsratssitzung vom 02. August 2012 tagte der Aufsichtsrat zunächst ohne den Vorstand und besprach unter anderem personelle Angelegenheiten. Anschließend berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012 und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Darüber hinaus informierte sich der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis in der US-amerikanischen Tochtergesellschaft im ersten Halbjahr 2012 sowie zum Status der Prozessstabilität am Standort in den USA. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Ergebnisentwicklung in Asien/Pazifik sowie ein Ausblick auf das Gesamtjahr in dieser Region.
In der Sitzung vom 29. November 2012 diskutierte der Aufsichtsrat Vertragsangelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und verabschiedete die Einführung eines Long-Term-Incentive-Plans zur variablen Vorstandsvergütung. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf im dritten Quartal und diskutierte das vom Vorstand vorgestellte Budget und den Investitionsplan für die Geschäftsjahre 2013 bis 2016. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Entwicklung in den USA, in China sowie in der neu gegründeten Tochtergesellschaft in Russland.
DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN
Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.
Der Wirtschaftsausschuss hat 2012 in vier Sitzungen getagt. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Wertsteigerung der SIMONA AG, die Kostenstrukturen und -vergleiche in ausländischen Produktionsstandorten, verschiedene Akquisitionsprojekte sowie die Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung. Der Wirtschaftsausschuss prüfte auch die Halbjahres- und Quartalsergebnisse und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrates zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 an die Hauptversammlung vor.
Der Personalausschuss hat 2012 ebenfalls in vier Sitzungen getagt. Er bereitete einen Vorschlag für die langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteile des Vorstandes für den Aufsichtsrat vor und befasste sich insbesondere mit der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung. Der Personalausschuss bereitete darüber hinaus den Wahlvorschlag für die Wahlen zum Aufsichtsrat vor.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS
Die Rechnungslegung der SIMONA AG wurde im Geschäftsjahr 2012 durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, geprüft, die von der Hauptversammlung am 22. Juni 2012 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die Ernst & Young GmbH gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 11. April 2013 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 11. April 2013 gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, der vorsieht, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.602.233,16 EUR wie folgt zu verwenden:
a) Zahlung einer Dividende von 7,50 EUR je Aktie, zahlbar am 10. Juni 2013: 4.500.000,00 EUR
b) Vortrag auf neue Rechnung: 6.102.233,16 EUR.
Dr. Horst Heidsieck hat sein Aufsichtsratsmandat zum 30. November 2012 aus persönlichen Gründen niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Heidsieck für sein Engagement. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 07. Juni 2013 wird gemäß § 13 der Satzung der SIMONA AG ein neues Aufsichtsratsmitglied als Nachfolger gewählt. Der Wahlvorschlag wird im Rahmen der Einladung zur Hauptversammlung bekannt gemacht.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In einem schwierigen und anstrengenden Jahr haben sie hohen Einsatz gezeigt. Allen Kunden und Partnern dankt der Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit und das hohe Vertrauen in SIMONA.
Kirn, 11. April 2013
DER AUFSICHTSRAT
Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
der SIMONA AG
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 08. März 2013 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:
Die letzte Entsprechenserklärung wurde am 9. März 2012 auf der Grundlage des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum ab Veröffentlichung der letzten Entsprechenserklärung bis zum 15. Juni 2012 auf die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010. Für den Zeitraum ab dem 16. Juni 2012 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012, die am 15. Juni 2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.
Vorstand und Aufsichtsrat der SIMONA AG (im Folgenden die "SIMONA") erklären, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird:
| ― | Die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen wird nicht elektronisch übermittelt. Dazu liegen die Zustimmungserfordernisse nicht vor. Eine zusätzliche Übermittlung auf elektronischem Wege ist aus Sicht von SIMONA selbst bei Erfüllung der Zustimmungserfordernisse nicht praktikabel, da Namen und E-Mail-Adressen der Aktionäre nicht vollständig zur Verfügung stehen. (Kodex Ziffer 2.3.2) |
| ― | Die Vorstandsverträge enthalten zurzeit keine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) für außerordentliche Entwicklungen. Eine außerordentliche Entwicklung besteht aus Sicht von SIMONA vor allem in einer "Change of Ownership". Für diesen Fall enthalten die Vorstandsverträge keine Klausel aufgrund derer ein Anspruch auf eine gesonderte Zahlung besteht. Daher ist die Vereinbarung einer Begrenzungsmöglichkeit aus Sicht von SIMONA derzeit nicht erforderlich. (Kodex Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Satz 4) |
| ― | Die Hauptversammlung der SIMONA hat am 01. Juli 2011 mit der nötigen Dreiviertel-Mehrheit beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern nur gemeinschaftlich zu veröffentlichen; aufgeteilt nach fixen Bezügen und nach erfolgsbezogenen Komponenten. (Kodex Ziffer 4.2.4 Satz 3) |
| ― | Der Aufsichtsrat hat bisher keinen Nominierungsausschuss gebildet. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat beraten bereits bisher Wahlvorschläge getrennt, so dass die formale Bildung eines Nominierungsausschusses aus Sicht von SIMONA nicht erforderlich ist. (Kodex Ziffer 5.3.3) |
| ― | Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Kodex Ziffer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) - insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Dementsprechend werden bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien solche Ziele nicht berücksichtigt. Die Festlegung von Quoten ist aus Sicht von SIMONA bei der Größe des Aufsichtsrates und der aufgrund der speziellen Unternehmensausrichtung in Frage kommenden Kandidaten nicht zielführend. (Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3) |
| ― | Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine ihrer Verantwortung und ihrem Tätigkeitsumfang Rechnung tragende Vergütung. Die Vergütung enthält über die in der Satzung bestimmte feste Vergütung hinaus keine erfolgsorientierten Vergütungskomponenten. Die Hauptversammlung ist allerdings ermächtigt, eine vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennzahlen abhängige Vergütung des Aufsichtsrates zu beschließen. Soweit hierin bis einschließlich zum 15. Juni 2012 eine Abweichung von den Empfehlungen des Kodex vorlag, hielt SIMONA diese Regelung aufgrund der Gesamtvergütungsstruktur für das geeignetste Vergütungsmodell für die Arbeit des Aufsichtsrates. (Kodex Ziffer 5.4.6 Abs. 2) |
| ― | Konzernabschlüsse und Zwischenberichte werden im Rahmen der gesetzlichen Fristenregelungen öffentlich zugänglich gemacht. Aufgrund des definierten Procedere der Jahresabschlusserstellung mit dem Ziel höchster Transparenz und Genauigkeit ist eine frühere Veröffentlichung aus Sicht von SIMONA nicht möglich. (Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 4) |
Kirn, im März 2013
SIMONA AG
Aufsichtsrat und Vorstand