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SIMONA AG — Annual Report 2011
May 8, 2012
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Annual Report
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SIMONA Aktiengesellschaft
Kirn
Jahresabschluss 2011
Bilanz zum 31. Dezember 2011
SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn
Aktiva
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| T€ | T€ | 31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 377 | 378 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 13.184 | 14.230 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 12.119 | 13.816 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.900 | 4.987 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.459 | 1.793 | |
| 33.662 | 34.826 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 20.417 | 20.019 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 20.980 | 18.138 | |
| 3. Beteiligungen | 23 | 23 | |
| 41.420 | 38.180 | ||
| 75.459 | 73.384 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 11.166 | 8.663 | |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 18.527 | 17.294 | |
| 29.693 | 25.957 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.605 | 20.882 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 18.418 | 21.184 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 69 | 62 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 6.427 | 9.423 | |
| 48.519 | 51.551 | ||
| III. Wertpapiere | 10.000 | 10.000 | |
| IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 40.055 | 30.673 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 559 | 268 | |
| 204.285 | 191.833 | ||
| Passiva | |||
| T€ | T€ | 31.12.2010 T€ |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.500 | 15.500 | |
| II. Kapitalrücklage | 15.032 | 15.032 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 397 | 397 | |
| 2. Satzungsmäßige Rücklagen | 2.847 | 2.847 | |
| 3. Andere Gewinnrücklagen | 96.621 | 92.417 | |
| 99.865 | 95.661 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 10.586 | 10.282 | |
| 140.983 | 136.475 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 35.348 | 32.843 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.124 | 72 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 13.476 | 11.827 | |
| 49.948 | 44.742 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.019 | 5.487 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.148 | 0 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 3 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.187 | 5.126 | |
| davon aus Steuern T€ 329 (Vj. T€ 2.055) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 746 (Vj. T€ 1.087) | |||
| 13.354 | 10.616 | ||
| 204.285 | 191.833 |
Gewinn- und Verlustrechnung für 2011
SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn
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| T€ | T€ | 2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 265.089 | 232.465 | |
| 2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen | 1.683 | -1.470 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 4.943 | 6.042 | |
| davon aus Währungsumrechnung T€ 1.030 (Vj. T€ 1.767) | |||
| 271.715 | 237.037 | ||
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | -161.001 | -141.800 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -558 | -472 | |
| -161.559 | -142.272 | ||
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -37.499 | -35.237 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -10.306 | -7.715 | |
| davon für Altersversorgung T€ 2.932 (Vj. T€ 755) | |||
| -47.805 | -42.952 | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -7.077 | -7.897 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -37.571 | -36.167 | |
| davon aus Währungsumrechnung T€ 531 (Vj. T€ 892) | |||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 950 | 748 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen T€ 950 (Vj. T€ 748) | |||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.168 | 745 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen T€ 560 (Vj. T€ 422) | |||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -4.300 | 0 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.978 | -44 | |
| davon aus Abzinsung T€ 1.892 (Vj. T€ 0) | |||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 13.543 | 9.198 | |
| 13. Außerordentliche Erträge | 0 | 121 | |
| 14. Außerordentliche Aufwendungen | 0 | -8.419 | |
| 15. Außerordentliches Ergebnis | 0 | -8.298 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.945 | -2.268 | |
| davon Ertrag/Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern T€ 0 (Vj. T€ 0) | |||
| 17. Sonstige Steuern | -190 | -299 | |
| 18. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag ) | 8.408 | -1.667 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 10.282 | 15.549 | |
| 20. Dividendenausschüttung | -3.900 | -3.600 | |
| 21. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -4.204 | 0 | |
| 22. Bilanzgewinn | 10.586 | 10.282 |
Anhang für 2011
SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs-kosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Die Bestände an Vorräten sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die Bewertung der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse erfolgte nach der LIFO-Methode. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen dargelegt.
Die Bestände an Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.
Die Bewertung der übrigen Bestände erfolgte wie im Vorjahr zu Anschaffungskosten, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag lagen.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,14 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 Prozent, der BBG Trend mit 2,0 Prozent und erwartete Rentensteigerungen mit 1,87 Prozent berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt; sofern sie langfristig und unverzinslich sind, werden sie in Höhe ihres Barwerts passiviert.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Währungsumrechnung
In dem Jahresabschluss der SIMONA AG werden Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter auf Seite 15 dargestellt.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen betreffen den Beteiligungsbuchwert der SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA.
Angaben zum Anteilsbesitz
Eine Aufstellung zum Anteilsbesitz ist auf Seite 16 dargestellt.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Dieser Posten enthält die Ausleihungen an die SIMONA ASIA Ltd. (TEUR 11.488), die SIMONA AMERICA Inc. (TEUR 8.592) und die SIMONA Plast-Technik s.r.o. (TEUR 900). Die Ausleihungen werden marktüblich verzinst.
Vorräte
Bei den Vorräten wird für Rohstoffe und Fertigerzeugnisse die LIFO-Methode unterstellt. Dabei werden diese Vorräte in geeignete Gruppen zusammengefasst und unter Beachtung des Niederstwertverfahrens ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Unterschiedsbetrag gegenüber der Durchschnittswertmethode beträgt TEUR 11.829.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Grundsätzlich sind sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen. Der Gesamtbetrag der Darlehen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, umfasst TEUR 1.988 (Vorjahr TEUR 4.098).
Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft durch das SEStEG einen Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens (TEUR 3.923) aktiviert und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die einzelnen Raten sind zwischen 2012 und 2017 fällig. Darüber hinaus beinhalten die Sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen i.H.v. TEUR 648 sowie Forderungen aus Energiesteuer i.H.v. TEUR 714. Des Weiteren werden Erstattungsansprüche (TEUR 267) gegenüber der Bundesagentur für Arbeit aktiviert, da die Voraussetzungen zur Erstattung gemäß AltTZG erfüllt sind und per Bescheid feststehen. Der Gesamtbetrag der Sonstigen Vermögensgegenstände, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, umfasst TEUR 3.313 (Vorjahr TEUR 3.852).
Wertpapiere
Bei den Wertpapieren handelt es sich um ein Schuldscheindarlehen. Das Schuldscheindarlehen wurde am 10. Mai 2010 aufgenommen und ist spätestens am 10. Mai 2013 fällig, kann jedoch vom Darlehensgeber jederzeit gekündigt werden. Das Schuldscheindarlehen wird mit dem 6-Monats EURIBOR zuzüglich eines variablen Aufschlags verzinst. Der variable Aufschlag betrug 25 Basispunkte und erhöht sich halbjährlich auf bis zu 125 Basispunkte am Ende der Laufzeit. Die Wertpapiere wurden zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 10.000 bilanziert.
Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche, Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumsgelder, Urlaubsansprüche, Gleitzeitüberhänge, Tantiemen und Mitarbeiterprämien, unterlassene Instandhaltung, ausstehende Rechnungen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet.
Verbindlichkeiten
Grundsätzlich sind sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der im Folgenden näher beschriebenen Sonstigen Verbindlichkeiten, innerhalb eines Jahres fällig.
Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft eine Verpflichtung bedingt durch eine Beitragserhöhung für die Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung. Der verbleibende Barwert der Verpflichtung beträgt TEUR 134 und ist in zwei gleichen Jahresraten zwischen 2012 und 2013 zahlbar.
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die nach einem und vor fünf Jahren fällig sind, beträgt TEUR 66.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende aktivische Überhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund unrealisierter Fremdwährungsgewinne. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungs- und Ansatzunterschieden bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, Sonstigen Rückstellungen und Anlagevermögen.
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,13 Prozent zugrunde gelegt.
Haftungsverhältnisse
Die SIMONA AG, Kirn, hat zu Gunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China, je eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2011 mit insgesamt TEUR 4.895.
Die SIMONA AG, Kirn, hat zu Gunsten ihrer Tochterunternehmen SIMONA ENGINEERING PLASTICS Co. Ltd., Jiangmen, China, SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China, und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China, je eine Garantie abgegeben. Diese valutieren am 31. Dezember 2011 mit insgesamt TEUR 5.590.
Für die Tochterunternehmen SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien, und SIMONA ENGINEERING PLASTICS Co. Ltd., Jiangmen, China, hat die SIMONA AG, Kirn, je eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, ihre Tochtergesellschaften mit ausreichenden finanziellen Mitteln zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten auszustatten.
Zugunsten Dritter hat die SIMONA AG, Kirn, Zahlungsgarantien für Lieferungen an Tochtergesellschaften abgegeben.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und Garantien für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen sowie aus den Patronatserklärungen wird aufgrund der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden finanziellen Lage der betreffenden Tochterunternehmen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| TEUR | |
|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | |
| Fällig 2012 | 552 |
| Fällig 2013 – 2016 | 1.356 |
| 1.908 | |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 5.677 |
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Leistungen für nahe stehende Unternehmen. Diese Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden grundsätzlich zu Marktpreisen abgewickelt.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | 104.576 | 39,4 | 90.475 | 38,9 |
| Ausland | 160.513 | 60,6 | 141.990 | 61,1 |
| 265.089 | 100,0 | 232.465 | 100,0 |
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Halbzeuge und Fertigteile | 189.446 | 71,5 | 164.768 | 70,9 |
| Rohre und Formteile | 75.643 | 28,5 | 67.697 | 29,1 |
| 265.089 | 100,0 | 232.465 | 100,0 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 740), Erträge aus Abgängen des Sachanlagevermögens (TEUR 42) sowie Erträge aus Zahlungseingängen auf ausgebuchte Forderungen (TEUR 16).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren vor allem aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten (TEUR 9.222), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 7.933), Aufwendungen für Verpackungsmaterial (TEUR 5.641), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.309), Raumkosten (TEUR 1.249) und der Zuführung zu Pauschalwert-berichtigungen (TEUR 108) sowie aus Verlusten aus Anlagenabgängen (TEUR 116). Die periodenfremden Aufwendungen ergeben sich weitestgehend aus der Ausbuchung von Forderungen (TEUR 316).
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge in Höhe von TEUR 132, die frühere Geschäftsjahre betreffen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Steuererträge in Höhe von TEUR 6, die frühere Geschäftsjahre betreffen.
Sonstige Angaben
Organe und Aufwendungen für Organe
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| Vorstand: | Wolfgang Moyses, MBA, Diplom-Betriebswirt, (Vorstandsvorsitzender) |
| Dirk Möller, Diplom-Ingenieur (stellvertretender Vorstandsvorsitzender) Detlef Becker, Diplom-Kaufmann (bis 09. Dezember 2011) Fredy Hiltmann, Betriebsökonom (ab 01. Januar 2012) | |
| Aufsichtsrat: | Hans-Werner Marx, Kirn, Kaufmann, (Vorsitzender) |
| Dr. Rolf Gößler, Bad Dürkheim, Diplom-Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender) | |
| weitere Aufsichtsratstätigkeit: | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen | |
| Roland Frobel, Isernhagen, Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel | |
| weitere Aufsichtsratstätigkeit: | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (seit 23. März 2011) Mitglied im Beirat der Saxonia Holding GmbH, Wolfsburg (seit 11. November 2011) | |
| Dr. Roland Reber, Stuttgart, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen | |
| Bernd Meurer, Hennweiler, (Arbeitnehmer- vertreter bis 28. Februar 2012), Betriebsschlosser Gerhard Flohr, Bergen, (Arbeitnehmervertreter seit 28. Februar 2012), Betriebsschlosser Andreas Bomm, Schmidthachenbach, (Arbeitnehmervertreter seit 28. Februar 2012), Betriebsschlosser |
Gesamtbezüge des Vorstands
Die Bezüge des Vorstands betrugen für 2011 TEUR 1.512, davon betrugen die variablen Vergütungsanteile TEUR 673.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Aufsichtsrats teilen sich auf in die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit (TEUR 65) und für die Ausschusstätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder (TEUR 30). Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen somit insgesamt TEUR 95 und entfallen auf:
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| in TEUR | 2011 |
|---|---|
| Hans-Werner Marx | 30,0 |
| Dr. Rolf Gößler | 25,0 |
| Roland Frobel | 20,0 |
| Dr. Roland Reber | 10,0 |
| Bernd Meurer | 10,0 |
| 95,0 |
Bezüge und Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstands
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands betrugen die Bezüge TEUR 406.
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 5.011.
Mitarbeiter
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| Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter: | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 550 | 556 |
| Angestellte | 300 | 305 |
| 850 | 861 | |
| Auszubildende | 50 | 51 |
| 900 | 912 |
Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
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| TEUR | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 8.408 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.382 |
| Satzungsmäßige Einstellung in die andere Gewinnrücklage | -4.204 |
| Bilanzgewinn | 10.586 |
| Dividende (EUR 9,50 je Aktie) | -5.700 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 4.886 |
Das Grundkapital beträgt TEUR 15.500 und besteht aus 600.000 Inhaberaktien. Es handelt sich um Aktien ohne Nennwert (= Stückaktien).
Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex
Die SIMONA AG hat – als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns – für 2011 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 09. März 2012 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite www.simona.de zugänglich gemacht.
Beteiligungen gemäß § 21 Absatz (1) WpHG
Am 01. Juli 2011 hat die Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht, dass folgende Beteiligungen an ihr mitgeteilt wurden. Danach ergeben sich die folgenden Beteiligungsverhältnisse:
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| Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG in % |
|
|---|---|
| Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn | 30,79 |
| Kreissparkasse Biberach, Biberach | 15,00 |
| Dirk Möller, Kirn | 11,64 |
| Regine Tegtmeyer, Seelze | 11,41 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel | 10,10 |
| SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH, Kirn | 10,00 |
Die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 13. Mai 2010 die Schwelle von 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 30,79 Prozent betragen hat (das entspricht 184.739 Stimmrechten).
Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 29. November 2006 die Schwelle von 3 Prozent, 5 Prozent und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,67 Prozent betragen hat (das entspricht 64.000 Stimmrechten). Davon sind ihm 10,67 Prozent (64.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.
Der Landkreis Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. April 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten). Davon sind ihm 15,0038 Prozent (90.023 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt gehalten: Kreissparkasse Biberach, Biberach.
Die Kreissparkasse Biberach, Biberach, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03. März 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 02. März 2010 die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 15,0038 Prozent betragen hat (das entspricht 90.023 Stimmrechten).
Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SIMONA AG am 16. Juni 2008 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,10 Prozent betragen hat (das entspricht 60.584 Stimmrechten).
Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SIMONA AG, Kirn, einbezogen. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 1390 erhältlich.
Prüfungs- und Beratungsgebühren
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 127, für Steuerberatungsleistungen TEUR 25 und für sonstige Leistungen TEUR 41.
Kirn, den 30. März 2012
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens
der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchungen T€ |
31.12.2011 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 7.451 | 145 | 662 | 27 | 6.961 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 46.497 | 12 | 100 | 2 | 46.411 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 119.093 | 1.613 | 3.601 | 1.032 | 118.137 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 65.739 | 1.579 | 4.550 | -9 | 62.759 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.793 | 2.718 | 0 | -1.052 | 3.459 |
| 233.122 | 5.922 | 8.251 | -27 | 230.766 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 29.251 | 4.698 | 0 | 0 | 33.949 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 18.138 | 2.842 | 0 | 0 | 20.980 |
| 3. Beteiligungen | 23 | 0 | 0 | 0 | 23 |
| 47.412 | 7.540 | 0 | 0 | 54.952 | |
| 287.985 | 13.607 | 8.913 | 0 | 292.679 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12.2011 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 7.073 | 159 | 648 | 6.584 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 32.267 | 1.045 | 85 | 33.227 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 105.277 | 4.301 | 3.560 | 106.018 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 60.752 | 1.572 | 4.465 | 57.859 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | ||
| 198.296 | 6.918 | 8.110 | 197.104 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.232 | 4.300 | 0 | 13.532 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9.232 | 4.300 | 0 | 13.532 | |
| 214.601 | 11.377 | 8.758 | 217.220 |
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| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 377 | 378 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 13.184 | 14.230 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 12.119 | 13.816 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.900 | 4.987 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.459 | 1.793 |
| 33.662 | 34.826 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 20.417 | 20.019 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 20.980 | 18.138 |
| 3. Beteiligungen | 23 | 23 |
| 41.420 | 38.180 | |
| 75.459 | 73.384 |
Angaben zum Anteilsbesitz
SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn
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| Gesellschaft | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres TEUR |
|---|---|---|---|
| Mittelbar | |||
| SIMONA S.A.S, Domont, Frankreich | 100,0 | 2.548 | 35 |
| SIMONA S.r.l., Vimodrone, ltalien | 100,0 | 389 | -28 |
| SIMONA UK Ltd., Stafford, Großbritannien | 100,0 | 1.188 | 241 |
| SIMONA IBERICA SEMIELABORADOS S.L., Barcelona, Spanien | 100,0 | 104 | 78 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS TRADING Co. Ltd., Shanghai, China | 100,0 | 1.143 | 289 |
| SIMONA ENGINEERING PLASTICS Co. Ltd., Jiangmen, China | 100,0 | 7.711 | -1.128 |
| 64 NORTH CONAHAN DRIVE HOLDING LLC, Hazleton, USA | 100,0 | 2.818 | 0 |
| Unmittelbar | |||
| SIMONA-PLASTICS CZ s.r.o., Prag, Tschechien | 100,0 | 362 | -10 |
| SIMONA FAR EAST Ltd., Hongkong, China | 100,0 | 1.180 | 58 |
| SIMONA POLSKA Sp. z o.o., Breslau, Polen | 100,0 | 832 | 139 |
| SIMONA Sozialwerk GmbH, Kirn (2010) | 50,0 | 14.142 | -135 |
| SIMONA Vermögensverwaltungsgesell- schaft der Belegschaft mbH, Kirn (2010) | 50,0 | 7.678 | 374 |
| SIMONA Beteiligungs-GmbH, Kirn | 100,0 | 1.834 | 0 |
| SIMONA AMERICA Inc., Hazleton, USA | 100,0 | 3.006 | -632 |
| SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien | 100,0 | 15.885 | 4.120 |
| SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China | 100,0 | 5.021 | -293 |
| DEHOPLAST POLSKA Sp. z o.o., Kwidzyn, Polen | 51,0 | 411 | 127 |
| OOO SIMONA RUS, Moskau, Russische Föderation | 100,0 | -41 | -66 |
Lagebericht 2011
der SIMONA AG, Kirn
1. Darstellung des Geschäftsverlaufs
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Erholung der Weltwirtschaft ist im zweiten Halbjahr 2011 ins Stocken geraten. Nachdem die Wachstumsdynamik sich bereits im zweiten Halbjahr 2010 verlangsamt hatte, sorgten zu Jahresbeginn ein rasanter Anstieg des Ölpreises sowie das Erdbeben in Japan im März für Unsicherheiten auf den Märkten. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum führte in der zweiten Jahreshälfte in den etablierten Volkswirtschaften zu einem deutlichen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Aber auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern verlangsamte sich das Expansionstempo aufgrund nachlassender Exportdynamik und geringeren binnenwirtschaftlichen Impulsen deutlich. Das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten hat sich im Verlauf des Jahres etwas beschleunigt, ohne große Dynamik zu entfalten. Die Weltwirtschaft ist laut Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in 2011 um 3,8 Prozent gewachsen. Der IWF geht in seiner aktuellen Januar-Prognose von einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2012 von 3,25 Prozent aus und korrigiert damit seine Prognose vom September 2011 um 0,75 Prozentpunkte deutlich nach unten.
In Deutschland hat sich der konjunkturelle Aufholprozess weiter fortgesetzt, die deutsche Wirtschaft ist auch 2011 kräftig gewachsen. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 3,0 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent) gestiegen. Im zweiten Halbjahr 2011 hat sich die Konjunktur jedoch merklich abgekühlt. Im vierten Quartal war gar ein Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal jedoch immer noch um 1,5 Prozent gewachsen.
Im Gegensatz zum Vorjahr kamen die Wachstumsimpulse 2011 vor allem aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben sind mit 1,5 Prozent so stark gestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Auch wenn der Außenhandel nicht so stark zum Wachstum beigetragen hat wie die Binnennachfrage, wurden 8,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als in 2010. Im Vorjahr hatte das Wachstum noch bei 15,9 Prozent gelegen. Eine weiter kräftige Investitionsdynamik hat zum Wachstum beigetragen. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 8,3 Prozent (Vorjahr 9,4 Prozent).
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, dem größten Absatzmarkt von SIMONA waren durch die Staatsschuldenkrise geprägt. Die Volkswirtschaften entwickelten sich sehr unterschiedlich, Deutschland war auch 2011 die Lokomotive des Wachstums. Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt 2011 um 1,5 Prozent (Vorjahr 1,7 Prozent) und in der EU27 um 1,6 Prozent (Vorjahr 1,8 Prozent) gestiegen. Sowohl im Euroraum als auch in der EU27 ist die Wirtschaft im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zurückgegangen. Auch in der Region Mittlerer Osten und Nordafrika hat sich das Wirtschaftswachstum auf 3,1 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent) verlangsamt.
In den wichtigsten Abnehmerbranchen von SIMONA zeigte sich folgende Entwicklung: Die Produktion in der deutschen Chemieindustrie ist 2011 um rund vier Prozent gewachsen, nach einem Plus von 11 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz hat erstmals die Marke von 180 Mrd. EUR übertroffen, unterstützt von Preiseffekten aufgrund steigender Rohstoffpreise. Im zweiten Halbjahr verlangsamte sich das Wachstumstempo deutlich, die Auftragseingänge gingen aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten zurück.
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat sein Wachstum gegenüber 2010 nochmals steigern können. Die Produktion stieg um 14 Prozent, nach 8,8 Prozent in 2010. Vor allem der Export außerhalb Europas konnte kräftig zulegen, insbesondere in China, Russland, Brasilien, Indien und den USA. Ein Minus von 1,9 Prozent im Dezember 2011 hat ein noch stärkeres Wachstum der Branche verhindert. Die Kapazitätsauslastung ist weiter von 79,8 Prozent im Jahr 2010 auf 88,1 Prozent in 2011 gestiegen.
Die Messebranche hat nach zwei schwierigen Jahren wieder ein Wachstum erzielen können. 4 Prozent mehr Besucher kamen zu den 135 überregionalen Messen. Auch die Zahl der Aussteller ist um 3 Prozent auf rund 159.000 gestiegen. Dabei ist die Zahl der ausländischen Teilnehmer mit 4 Prozent überdurchschnittlich gestiegen. Auch die vermietete Standfläche erreichte ein Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Bauhauptgewerbe erwartet für 2011 ein Umsatzplus von nominal 12,5 Prozent und hätte damit das beste Ergebnis seit Anfang der 1990er Jahre erzielt. Begünstigt von einem Trend zur Investition in Sachwerte aufgrund von Inflationsängsten konnte der Wohnungsbau deutlich zulegen (+14 Prozent). Auch im Wirtschaftsbau sind die Umsätze deutlich gestiegen (+11 Prozent). Im öffentlichen Bau musste dagegen ein Orderrückgang von 3,9 Prozent hingenommen werden.
Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland blickt auf ein Rekordjahr zurück. Der Umsatz ist gegenüber dem wachstumsstarken Jahr 2010 nochmals um 8,8 Prozent gestiegen. Auch die verarbeitete Menge legte mit plus 10 Prozent auf 13,5 Mio. t zu. Im Gegensatz zu den Vorjahren war nicht der Export die treibende Kraft des Wachstums. Zwar legten die Ausfuhren von Kunststoffwaren gegenüber dem Vorjahr nochmal deutlich zu (7,1 Prozent). Die Umsätze im Inland stiegen mit 10 Prozent deutlicher als die Exporte. Die Exportquote ging leicht auf 35,0 Prozent (Vorjahr 35,7 Prozent) zurück. In allen Branchenzweigen der Kunststoffverarbeitung wurden Zuwächse erzielt. Der Umsatz mit Kunststoffverpackungen stieg um 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 13,3 Mrd. EUR, die Menge um 5,0 Prozent auf 4,3 Mio. t. Die Bauzulieferungen stiegen um 4,6 Prozent auf 11,3 Mrd. EUR, die abgesetzte Menge erhöhte sich leicht auf 3,2 Mio. t (Vorjahr 3,0 Mio. t). Bei den technischen Teilen betrug die Umsatzsteigerung 10,8 Prozent, die verarbeitete Menge wuchs um 27 Prozent auf 2,8 Mio. t. Die Konsumwaren und sonstigen Kunststoffprodukte konnten beim Umsatz um 9,8 Prozent auf 18 Mrd. EUR zulegen.
Umsatz- und Auftragsentwicklung der SIMONA AG
Die Umsatzerlöse der SIMONA AG sind im Gesamtjahr 2011 um 14,0 Prozent auf 265,1 Mio. EUR (Vorjahr 232,5 Mio. EUR) gestiegen. Die nach wie vor dynamische Entwicklung der Investitionen sowie das gute Exportgeschäft der Kunden in der chemischen Industrie und dem Maschinenbau waren maßgeblich für diese Entwicklung.
SIMONA hat die Marktbearbeitung in drei Umsatzregionen aufgeteilt:
| • | Deutschland |
| • | Übriges Europa und Afrika |
| • | Asien, Amerika und Australien |
Entwicklung in Deutschland
In der Region Deutschland sind die Umsatzerlöse überproportional gestiegen. Die nach wie vor positive Entwicklung bei den Ausrüstungsinvestitionen der Kunden in der chemischen Industrie und im Maschinenbau sowie deren gutes Exportgeschäft haben maßgeblich dazu beigetragen. Die Umsatzerlöse stiegen um 15,6 Prozent auf 104,6 Mio. EUR (Vorjahr 90,5 Mio. EUR).
Entwicklung Europa und Afrika
In einem zunehmend schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeld hat SIMONA die Umsatzerlöse in der Region Europa und Afrika auf 140,3 Mio. EUR (Vorjahr 123,3 Mio. EUR) nochmals deutlich steigern können. Das sind 13,8 Prozent mehr als 2010. Vor allem in Osteuropa konnten überdurchschnittliche Zuwächse erzielt werden.
Entwicklung in Asien, Amerika und Australien
Die Umsatzerlöse der Region Amerika, Asien und Australien sind um 8,0 Prozent auf 20,2 Mio. EUR (Vorjahr 18,7 Mio. EUR) gestiegen.
Produktion
Der SIMONA Konzern entwickelt, produziert und vertreibt thermoplastische Kunststoffhalbzeuge, Rohre und Formteile sowie Fertigteile. Dabei werden die Werkstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PETG), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Chlortrifluorethylen (E-CTFE) sowie zahlreiche Sonderwerkstoffe eingesetzt. Die Produktionsverfahren umfassen Extrusion, Pressen, Spritzguss, CNC-Technik und die Fertigung kundenindividueller Sonderformteile in einer eigenen Kunststoffwerkstatt. Anwendungsbereiche für die Halbzeuge sind vor allem der industrielle Apparate- und Behälterbau, der Maschinenbau, die Transportindustrie, die Bauindustrie, der Messe- und Displaybau sowie Automotive. Die Rohre und Formteile werden vor allem in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie im industriellen Rohrleitungsbau einschließlich der chemischen Prozessindustrie eingesetzt. Die Fertigteile werden insbesondere für den Maschinenbau und die Transporttechnik hergestellt. 2011 wurden in zwei Werken in Kirn (Rheinland-Pfalz) Halbzeuge (Platten, Stäbe, Schweißdrähte) und in Ringsheim (Baden-Württemberg) Rohre, Formteile und Fertigteile produziert.
Beschaffung
Das erste Halbjahr 2011 war durch Preissteigerungen für alle Polymere gekennzeichnet. Besonders stark betroffen war Polypropylen, dessen Preis im Mai historische Höchststände erreichte. Im Verlauf des zweiten Halbjahres führte die Verunsicherung an den Finanzmärkten zu einer deutlichen Konjunkturberuhigung. Dies erfasste insbesondere auch die Kunststoffe und die damit verbundenen Rohstoffpreise. Sie fielen bis zum Jahresende unter ihr Ausgangsniveau zurück. Geblieben ist eine hohe Nervosität auf den Rohstoffmärkten, die zu einer immer schnelleren und höheren Volatilität der Rohstoffpreise führt. Beruhigt hat sich im Laufe des Jahres 2011 die Versorgungssituation sowohl bei Rohstoffen als auch bei Additiven. Die geringere Nachfrage im Jahresverlauf haben viele Hersteller zum Lageraufbau genutzt und ihre Verfügbarkeit damit gesteigert.
Investitionen
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betreffen Software-Lizenzen. Die Investitionen in Sachanlagen von insgesamt 5,9 Mio. EUR umfassen hauptsächlich Maschinen und Anlagen (Extruder, Fräsmaschine) sowie EDV-Ausstattung, eine neue Telefonanlage am Hauptsitz Kirn und Fahrzeuge. Investitionen in Finanzanlagen betreffen die Erhöhung der Anteile an der Produktionsgesellschaft SIMONA Plast-Technik s.r.o., Litvinov, Tschechien sowie die Gewährung von Darlehen an SIMONA AMERICA Inc., Hazelton, USA und SIMONA ASIA Ltd., Hongkong, China.
Mitarbeiter
In der SIMONA AG hat sich die Zahl der Mitarbeiter, insbesondere durch Personalabbau im nicht ausgelasteten Werk in Ringsheim, auf 899 Mitarbeiter (Vorjahr 910) leicht verringert. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 900 (Vorjahr 912).
Zum Jahresende 2011 befanden sich unverändert 54 Jugendliche zur Ausbildung in einem der sieben technischen und kaufmännischen Berufe. 10 Auszubildende - von insgesamt 18, die in 2011 ihre Ausbildung beendeten - wurden in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Zwei Auszubildende absolvieren ein berufsintegriertes Studium, das SIMONA in Kooperation mit der Hochschule Ludwigshafen anbietet. 6 Mitarbeiterinnen befanden sich zum 31. Dezember 2011 in Elternzeit.
SIMONA hat 2011 die Zusammenarbeit mit Hochschulen und die Nachwuchsförderung ausgebaut. Patenschaften mit regionalen Schulen wurden eingegangen, um die Zahl qualifizierter Bewerbungen für eine Ausbildung zu steigern. Ein Nachwuchsförderkreis, der Leistungsträger auf Fach- und Führungsaufgaben vorbereitet, wurde etabliert. Dieses Programm wird von der Unternehmensleitung begleitet. Im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche wurden individuelle Weiterbildungsmaßnahmen festgelegt.
Schwerpunkte der IT waren in 2011 ein Releasewechsel im SAP-System auf den neuesten Stand, der Austausch und die Erweiterung aller Security-Komponenten, die Installation einer neuen Telefonanlage am Hauptsitz in Kirn sowie die Erhöhung der Ausfallsicherheit der Server durch Virtualisierung.
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Managementsystems
Die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und den Konzernrechnungslegungsprozess trägt der Vorstand. Mittels einer fest definierten Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der möglichen Risiken ein regelkonformer Jahresabschluss erstellt wird. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| • | Identifikation wesentlicher Risikofelder und Kontrollen mit Einfluss auf den Rechnungslegungsprozess |
| • | Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der entsprechenden Ergebnisse auf Ebene des Vorstandes |
| • | Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen |
| • | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| • | Überwachung der Rohstoffpreisentwicklung zur rechnungslegungsbezogenen Steuerung der Beschaffungs- und Absatzpreise im Rahmen des Preismanagements. |
Qualität, Umwelt und Energie
Qualität bezieht sich nicht ausschließlich auf alle unsere Produkte, sondern gleichermaßen auch auf alle unsere Geschäftsprozesse. Ziel des SIMONA Qualitätsmanagementsystems ist daher die kontinuierliche und nachhaltige Sicherstellung und Optimierung unserer Produkt- und Prozessqualität zur Erfüllung höchster Anforderungen unserer Kunden. Grundlage hierfür ist die Erfüllung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001, der ISO/TS 16949 sowie der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG.
Im Geschäftsjahr 2011 wurde die wirksame Umsetzung dieser Managementnormen durch erfolgreich absolvierte Re-Zertifizierungen erneut unter Beweis gestellt. Schwerpunkte im Jahr 2011 waren die Durchführung interdisziplinärer Qualitätszirkel und Produktaudits, sowie zahlreiche Bemusterungs- und Freigabeverfahren im Rahmen vorhandener und neuer Projekte für die Automobilzulieferindustrie.
Im Produktbereich Rohre und Formteile führten, wie bereits in den Jahren zuvor, Kunden- bzw. Marktanforderungen verstärkt zu länderspezifischen Produktzulassungen. Daraus resultierte eine Vielzahl an Audits, in deren Rahmen wir die Leistungsfähigkeit des SIMONA Managementsystems sowie die überdurchschnittlich hohe Qualität unserer Produkte und Prozesse gegenüber externen Auditoren und unseren Kunden darlegen konnten.
Neben den Bereichen Qualitätsmanagement und Umweltmanagement wurde im zweiten Halbjahr 2011 zusätzlich auch der Bereich Energiemanagement vollständig in das Integrierte Managementsystem aufgenommen, um so die vorhandenen Synergien dieser Managementnormen effizient im Unternehmen nutzen zu können. Es wurde ein Energiemanagement-System nach DIN EN ISO 50001 eingeführt und ein Energiemanagement-Beauftragter hat seine Tätigkeit begonnen. So soll eine nachhaltige Energieversorgung zu wirtschaftlichen Preisen, sowie die ausreichende Bereitstellung des Energiebedarfs sichergestellt werden. Die Steigerung der Energieeffizienz kann die Produktionskosten senken, innerbetriebliche Innovationen fördern und Lebenszeiten betrieblicher Systeme verlängern.
SIMONA trägt als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind daher für SIMONA zentrale Themen. Die weitere Reduzierung des Energieverbrauchs pro produziertem kg ist ein wichtiges Unternehmensziel für 2012. Bei der Planung neuer Produktionsprozesse und Fertigungsverfahren wird der produktionsintegrierte Umweltschutz weiter forciert. Auf der Produkt- und Anwendungsseite will SIMONA mit dem Strategiefokus „Sicherheit und Umwelt“ dazu beitragen, Herausforderungen zum Beispiel in der Umwelttechnik oder Versorgung zu lösen.
2. Darstellung der Ertrags-, Vermögens - und Finanzlage
Ertragslage
Der Rohertrag hat von 90,2 Mio. EUR auf 103,5 Mio. EUR zugelegt. Die Rohertragsmarge beträgt 39,1 Prozent und liegt leicht über Vorjahr (38,8 Prozent).
Der Bestand an Rohmaterial und Fertigerzeugnissen hat sich zum Jahresende mengenmäßig sowie auch durch die gestiegenen Rohstoffpreise wertmäßig erhöht. Insgesamt haben sich die Vorräte trotz erhöhter Bewertungsabschläge auf die Rohmaterialien und Fertigerzeugnisse um 3,7 Mio. EUR aufgebaut.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind um 1,1 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR gesunken.
Der Personalaufwand ist insbesondere bedingt durch die Rückstellungen für ergebnisabhängige Prämien sowie durch die Zuführung zur Pensionsrückstellung um insgesamt 4,9 Mio. EUR auf 47,8 Mio. EUR angestiegen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 7,1 Mio. EUR und sind um 0,8 Mio. EUR tiefer als im Vorjahr.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 37,6 Mio. EUR geringfügig über dem Vorjahresniveau (36,2 Mio. EUR). Infolge des höheren Geschäftsvolumens sind primär höhere Kosten für Ausgangsfrachten, Verpackung und Provisionen angefallen. Verringert haben sich dagegen die Aufwendungen für Instandhaltung, Werbung, Beratung sowie aus Kursschwankungen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) hat sich um ca. 47 Prozent bzw. um 4,3 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR erhöht. Die EBT-Marge hat sich auf 5,1 Prozent verbessert (Vorjahr 4,0 Prozent).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der SIMONA AG hat sich gegenüber dem Vorjahr von 192 Mio. EUR um 12 Mio. EUR auf 204 Mio. EUR erhöht.
Das Anlagevermögen wird mit 75,5 Mio. EUR über Vorjahr (73,4 Mio. EUR) bilanziert.
Das Sachanlagevermögen hat sich um 1,2 Mio. EUR auf 33,7 Mio. EUR verringert, da die Abschreibungen die Zugänge zum Sachanlagevermögen überkompensiert haben.
Das Finanzanlagevermögen enthält eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an der amerikanischen Tochtergesellschaft in Höhe von 4,3 Mio. EUR auf den zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert.
Infolge des weiteren Ausbaus der Geschäftstätigkeiten im Ausland wurden finanzielle Mittel an die Konzerngesellschaften in Amerika und Asien in Höhe von insgesamt 9,0 Mio. EUR bereitgestellt. In der tschechischen Produktionsgesellschaft wurden Darlehen in Höhe von 4,7 Mio. EUR im Zuge einer Kapitalerhöhung umgewandelt sowie ein Betrag von 1,5 Mio. EUR in 2011 getilgt. In Summe erhöhten sich die Ausleihungen an Tochtergesellschaften um 2,8 Mio. EUR.
Nach der Kapitalerhöhung in Tschechien sowie der Abwertung der Beteiligung in den USA haben die Anteile an verbundenen Unternehmen von 20,0 Mio. EUR auf 20,4 Mio. EUR zugenommen.
Der Bestand an Vorräten hat sich um 3,7 Mio. EUR auf 29,7 Mio. EUR erhöht. Die Vorräte setzen sich zusammen aus Rohmaterial in Höhe von 11,2 Mio. EUR und Fertigerzeugnissen mit 18,5 Mio. EUR.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen der Umsatzsteigerung auf 23,6 Mio. EUR (Vorjahr 20,9 Mio. EUR) angestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich insbesondere durch die Umgliederung von Liefer- und Leistungsforderungen in die Ausleihungen reduziert. Insgesamt betrugen die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände zum Jahresende 48,5 Mio. EUR, was einer Verringerung von 3,0 Mio. EUR entspricht.
Die liquiden Mittel in Höhe von 40,1 Mio. EUR (Vorjahr 30,7 Mio. EUR) bestehen überwiegend aus Bankguthaben sowie Festgeldanlagen in Höhe von 20,2 Mio. EUR mit einer Fristigkeit zwischen drei Monaten und einem Jahr.
Finanzlage
Das Eigenkapital der SIMONA AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 136,5 Mio. EUR auf 141,0 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 69 Prozent und hat sich bedingt durch die Ausweitung der Bilanzsumme zum Abschlussstichtag etwas verringert (Vorjahr 71 Prozent).
Die Summe der Rückstellungen ist von 44,7 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR gestiegen. Die Rückstellungen für Pensionen werden im Vorjahresvergleich mit 2,5 Mio. EUR höher dotiert und betragen zum Jahresende 35,3 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen sind mit 13,5 Mio. EUR passiviert. Die Erhöhung von 1,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entfällt überwiegend auf die Zuführung bei mitarbeiterbezogenen Rückstellungen.
Die Summe der Verbindlichkeiten beträgt 13,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR). Davon betragen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6,0 Mio. EUR sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5,1 Mio. EUR, welche Warenlieferungen an die Tochtergesellschaft in Litvinov betreffen.
Die SIMONA AG verfügt über nicht in Anspruch genommene Rahmenkreditlinien in Höhe von 6,0 Mio. EUR.
3. Voraussichtliche Entwicklung
Weltwirtschaft mit hohen Unsicherheiten
Die seit dem zweiten Halbjahr 2011 um sich greifenden Unsicherheiten werden auch 2012 das globale Wachstum hemmen. Die größten Risiken sind die schwächeren Volkswirtschaften im Euroraum, die restriktive Kreditvergabe der Banken und der sich stark verlangsamende Bausektor in China. Die meisten Prognosen gehen zwar nicht von einer globalen Rezession, wohl aber von einem schwachen Wachstum aus. Der Internationale Währungsfonds erwartet ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,25 Prozent, die Weltbank geht von 3,6 Prozent aus. Für den Euroraum wird insgesamt ein Nullwachstum prognostiziert. Für Deutschland, das im ersten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt ist, reichen die Prognosen von 0,5 Prozent bis zu 1,2 Prozent. Für die USA wird auch 2012 ein eher mäßiges Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent erwartet. Für die gesamte Region Asien/Pazifik wird ebenfalls mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum gerechnet. Große Gefahr geht von einer Abwärtsspirale durch ein mögliches Platzen der chinesischen Immobilienblase aus. Mehr als ein Achtel des chinesischen BIP wurden 2011 in Immobilien investiert. China stellt sich grundsätzlich auf ein langsameres Wirtschaftswachstum ein und hat 7,5 Prozent als Ziel für 2012 ausgegeben, welches die niedrigste Wachstumserwartung seit acht Jahren darstellt.
Die Kunststoff verarbeitende Industrie geht 2012 von einer Normalisierung auf hohem Niveau aus. Zwar erwarten 86 Prozent der Unternehmen der Branche wachsende oder zumindest stabile Umsätze. Die Auftragsreichweite in Wochen und die Kapazitätsauslastung lagen zu Beginn des Jahres jedoch deutlich unter den Vorjahreswerten. Auch der Anteil von Unternehmen mit sinkenden Erträgen ist aufgrund der hohen Rohstoffpreise deutlich gestiegen.
Die SIMONA AG will in einem deutlich schwieriger gewordenen Umfeld 2012 einen Umsatz von mehr als 260 Mio. EUR erzielen. Die größten Impulse sollen dabei aus Verkaufsregionen außerhalb Europas kommen. Insbesondere in Lateinamerika, Asien/Pazifik, Indien und Russland sollen überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt werden. In diesen Regionen besteht weiterhin hoher Bedarf an Kunststofflösungen, insbesondere für den chemischen Apparate- und Behälterbau und die Umwelttechnik. SIMONA hat die Marktpräsenz in diesen Regionen unter anderem mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Russland sowie der Besetzung marktnaher Positionen ausgebaut. Entscheidend für das Wachstum in diesen Regionen werden jedoch die konjunkturellen Rahmenbedingungen sein, die zurzeit von Unsicherheit geprägt sind. Aber auch die Investitionstätigkeit der exportorientierten Kunden in Maschinenbau und chemischer Industrie in Europa werden für das Erreichen der Wachstumsziele eine wichtige Rolle spielen. Im Bereich Rohrleitungsbau werden vor allem bei hochwertigen Anwendungen für industrielle Prozesse Zuwächse erwartet, während bei klassischen Tiefbauanwendungen eine verhaltenere Entwicklung prognostiziert wird.
Die Rohstoffpreise werden voraussichtlich bis zur Jahresmitte 2012 zum Teil noch deutlich steigen. Für einzelne Produktgruppen hat SIMONA bereits Preiserhöhungen im Markt ankündigen müssen. Die SIMONA AG strebt für 2012 eine EBIT-Marge von 5 Prozent an.
Die Entwicklung für 2013 ist aufgrund des ungewissen Ausgangs der Staatsschuldenkrise in Europa und damit der Entwicklung der Weltkonjunktur sowie den sehr volatilen Rohstoffmärkten schwer vorherzusagen. Grundsätzlich geht SIMONA aufgrund der guten Wachstumschancen in den definierten Märkten außerhalb Europas und der Strategie im Kernmarkt Europa über neue Anwendungen zu wachsen von einer positiven Entwicklung auch über das Jahr 2012 hinaus aus.
Risikobericht
Das Risikomanagementsystem der SIMONA AG steuert die wesentlichen Risiken des Konzerns: Umfeld- und Branchenrisiken, finanzwirtschaftliche Risiken und informationstechnologische Risiken.
Umfeld- und Branchenrisiken betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Abnehmerbranchen von SIMONA, Währungs- und Rohstoffpreisvolatilitäten sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Ein diversifiziertes Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein strukturiertes Beschaffungsmanagement begrenzen diese Risiken. Die Produktionsstätten in den USA, China und Tschechien tragen dazu bei, die Flexibilität zu verbessern und die Anforderungen unserer Kunden nah an ihren Standorten besser zu erfüllen.
Die wechselkursbedingten Preisrisiken steigen mit dem Anteil des Umsatzes von SIMONA außerhalb des Euroraums. Im Fokus des Risikomanagements standen 2011 vor allem die Rohstoffpreisrisiken. Hohe Volatilität durch kurzfristigere Kontrakte und eine stetige Preiserhöhung in der ersten Jahreshälfte bestimmten den Markt. Durch ein weiterentwickeltes Preismanagement ist SIMONA besser in der Lage, Rohstoffpreiserhöhungen - soweit am Markt durchsetzbar - weiterzugeben. Die Rohstoffpreisrisiken werden auch 2012 eine entscheidende Rolle für die Ertragsentwicklung spielen. Die Branchenrisiken stehen 2012 weiterhin im Fokus des Risikomanagements.
Das Risiko für Forderungsausfälle wird durch intensive Bonitätsprüfungen von neuen Kunden und die laufende Bonitätsüberwachung bestehender Kunden vermindert. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Der Lagerbestand wird turnusmäßig überprüft, für einzelne ungängige Produkte werden regelmäßige Abwertungen vorgenommen.
Informationstechnologische Risiken werden durch eine eigene IT-Abteilung konzernweit gesteuert, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung so wie der Schutz der IT-Systeme ist.
Die Gesamt-Risikosituation der Gesellschaft ist nach unserer Einschätzung zum Ende des Geschäftsjahres 2011 gegenüber dem Vorjahr unverändert.
4. Sonstige Angaben
Forschung und Entwicklung
SIMONA betreibt Produktentwicklung auf mehreren Ebenen. In unserem Technical Service Center werden Kundenanforderungen aufgenommen und durch die intelligente Veränderung von Kunststoffeigenschaften bestehende Produkte z. B. durch Rezepturänderungen weiterentwickelt. Im Bereich Neue Produkte und Anwendungen werden gemeinsam mit unserem Produktmanagement neue Materialien getestet und Kunststoffe für neue Anwendungen entwickelt. Diesem Bereich wird im Zuge der neuen Unternehmensstrategie „Sicherheit und Umwelt“ eine noch aktivere Rolle zukommen.
In 2011 wurde so unter anderem das Lieferprogramm der SIMONA® Hohlstäbe um vielfältige Abmessungen erweitert. Die schwarzen, aus PE 100 extrudierten Hohlstäbe sind in einer Lieferlänge von 2.000 mm und in Außendurchmessern von 110 bis 810 mm verfügbar. Darüber hinaus sind Sonderabmessungen lieferbar. Aufgrund ihrer Geometrie eignen sich SIMONA® Hohlstäbe sehr gut zur spangebenden Fertigung von Form- und Fertigteilen mit CNC-Drehmaschinen und bieten gegenüber Vollstäben eine signifikante Material- und Kostenersparnis. Sie zeichnen sich durch eine sehr gute chemische Widerstandsfähigkeit, hohe Zähigkeit und Steifigkeit sowie hervorragende Verarbeitbarkeit aus. Aufgrund ihrer UV-Stabilisierung sind sie zum dauerhaften Einsatz im Außenbereich geeignet.
Im Bereich der Polyolefine wurde bei den geschäumten Platten aus Polypropylen (PP-FOAM) die Farbe modifiziert und die Dichte reduziert, um das Produkt auch für Peripherieanwendungen im Anlagenbau einsetzbar zu machen.
Erste Versuche zur Herstellung von gepressten Platten aus E-CTFE wurden unternommen. Das Produkt mit einem Alleinstellungsmerkmal für SIMONA soll zur Serienreife weiterentwickelt und für anspruchsvolle Anwendungen im chemischen Apparate- und Anlagenbau eingeführt werden.
Im Bereich Rohrleitungsbau wurde das für den drucklosen Abwasserbereich entwickelte Produktprogramm der Verbindungstechnik SIMOFUSE® auf Abwasserdruck- und Industrierohrleitungen ausgeweitet. Für dieses Produktprogramm besteht ein Überwachungszertifikat der MPA Darmstadt. Zum Transport von feststoffhaltigen Medien hat SIMONA ein Mehrschichtrohr mit coextrudierter, verschleißfester Innenschicht zur Marktreife geführt, das die Festigkeitseigenschaften der DIN 8075 erfüllt.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entfallen im Wesentlichen auf Personalaufwand, Materialaufwand und Abschreibungen des Anlagevermögens. Die Aufwendungen sind aufgrund der engen Verzahnung von kundenspezifischen Produktionseinstellungen, Optimierung von Verfahrenstechnik und Rezepturen sowie eigentlicher Produktentwicklung nicht eindeutig von den Produktionskosten abzugrenzen.
Vergütung des Vorstandes
Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Werner Marx sowie die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Rolf Gößler und Roland Frobel an. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der SIMONA AG orientiert sich an der Größe unseres Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstandes ist leistungsorientiert. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Beide Vergütungskomponenten werden jährlich überprüft. Zusätzlich werden beide Komponenten in Abständen von zwei bis drei Jahren auf der Grundlage einer Analyse der Einkommen überprüft, die vergleichbare Unternehmen an Mitglieder ihrer Geschäftsleitung zahlen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten zudem einen Bonus, dessen Höhe von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig ist, die sich an der Ergebnisentwicklung des Unternehmens orientieren. Die Bezüge des Vorstandes betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.512 TEUR (Vorjahr 1.553 TEUR). Sie setzten sich aus 839 TEUR (Vorjahr 1.034 TEUR) fester Vergütung und 673 TEUR (Vorjahr 519 TEUR) Boni zusammen. Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Kredite. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Vorstandsmitgliedern bestehen nicht. Hinsichtlich der Bedingungen für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen sieht die Satzung keine vom Aktiengesetz abweichenden Regelungen vor. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85, 133, 179 AktG. Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen 406 TEUR (Vorjahr 592 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder wurden in voller Höhe gebildet und beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf 8.164 TEUR (Vorjahr 7.756 TEUR).
Vergütung des Aufsichtsrates
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie die Tätigkeit in Ausschüssen werden zusätzlich vergütet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der Standardvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR. Mitgliedern des Aufsichtsrates werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie anfallende Umsatzsteuern ersetzt. Über die feste Vergütung hinaus kann die Hauptversammlung eine variable, vom Erreichen oder Überschreiten von Unternehmenskennziffern abhängige Vergütungskomponente beschließen. Für das Geschäftsjahr 2011 wurden von der Hauptversammlung am 01. Juli 2011 keine variablen Vergütungsbestandteile beschlossen. Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Jahr 2011 auf 95 TEUR (Vorjahr 102 TEUR). Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Unternehmen keine Kredite. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern bestehen nicht.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 S. 2, 3 HGB hat die SIMONA AG auf ihrer Internetseite www.simona.de veröffentlicht.
Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
Das Grundkapital der SIMONA AG betrug zum 31. Dezember 2011 15.500.000 EUR und ist in 600.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Es hat sich damit im Geschäftsjahr 2011 nicht verändert. Die Aktien werden im General Standard an der Deutschen Börse in Frankfurt sowie an der Berliner Wertpapierbörse gehandelt. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Da der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer jeweiligen Anteile satzungsmäßig ausgeschlossen ist, wird das Grundkapital unserer Gesellschaft in Form einer Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, zentral hinterlegt ist. Die Aktionäre unserer Gesellschaft sind ausschließlich an dem von der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Stückaktien unserer Gesellschaft entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital als Miteigentümer beteiligt. Effektive Aktienurkunden werden nicht mehr ausgegeben. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen, soweit dem Vorstand bekannt, nicht.
30,79 Prozent der Anteile hält die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn, 11,64 Prozent Dirk Möller (Kirn), 11,41 Prozent Regine Tegtmeyer (Seelze), 15,0 Prozent die Kreissparkasse Biberach (Biberach), 10,0 Prozent die SIMONA Vermögensverwaltungsgesellschaft der Belegschaft mbH (Kirn) sowie 10,1 Prozent die Rossmann Beteiligungs GmbH (Burgwedel). Die verbleibenden 11,06 Prozent der Aktien befanden sich in Streubesitz.
Mitglieder des Vorstandes meldeten am 01. Juli 2011 insgesamt 69.826 Stück eigene Aktien; dies entspricht 11,64 Prozent des Grundkapitals der SIMONA AG. Der Aktienbesitz von Mitgliedern des Aufsichtsrates beläuft sich laut Meldung zum 01. Juli 2011 auf 1.689 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 0,28 Prozent am Grundkapital.
Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese die Kontrollrechte aus den von ihnen gehaltenen Aktien unmittelbar selbst aus. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG sowie nach § 9 der Satzung der SIMONA AG. Danach besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand hat in der Regel einen Vorsitzenden, der vom Aufsichtsrat ernannt wird. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Für Satzungsänderungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 ff. AktG.
Gemäß § 6 der Satzung ist die Gesellschaft berechtigt, Aktienurkunden auszustellen, die einzelne Aktien (Einzelaktien) oder mehrere Aktien (Sammelaktien) verkörpern.
Es bestehen derzeit keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern über Entschädigungsleistungen im Falle eines Kontrollwechsels.
Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Nachtragsbericht
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 bis zur Erstellung des Lageberichtes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der SIMONA AG eingetreten. Darüber hinaus werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben 2011 Zwischenmitteilungen veröffentlicht, in denen über die Entwicklung des Unternehmens und berichtsrelevante Ereignisse berichtet wird.
Schlusserklärung
Wir erklären, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, die Ertragslage sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der SIMONA AG nach unserem besten Wissen wiedergibt.
Kirn, den 30. März 2012
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
G. Bestätigungsvermerk
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIMONA Aktiengesellschaft, Kirn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bilanzierungsbestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/Frankfurt am Main, 5. April 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
von Seidel, Wirtschaftsprüfer
Erbacher, Wirtschaftsprüfer