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Siltronic AG Interim / Quarterly Report 2021

Jul 28, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28696396

Siltronic AG

München

Zwischenbericht Q2 2021

Quartalsübersicht

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EUR Mio. Q2 2021 Q1 2021 Q2 2020 H1 2021 H1 2020
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse 341,1 316,1 323,1 657,1 623,3
Bruttoergebnis 105,2 88,6 99,1 193,8 188,5
Bruttomarge % 30,8 28,0 30,7 29,5 30,2
EBITDA 108,0 91,7 100,4 199,7 184,7
EBITDA-Marge % 31,7 29,0 31,1 30,4 29,6
EBIT 69,6 54,2 66,9 123,8 120,2
EBIT-Marge % 20,4 17,2 20,7 18,8 19,3
Finanzergebnis 1,4 0,7 2,2 2,2 -3,9
Ertragsteuern -7,0 3,5 -8,3 -3,5 -9,5
Periodenergebnis 64,0 58,4 60,8 122,5 106,8
Ergebnis je Aktie EUR 1,83 1,67 1,80 3,50 3,12
Investitionen und Netto-Cashflow
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 52,8 36,9 48,3 89,7 94,3
Netto-Cashflow 43,3 27,9 26,7 71,2 67,7

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EUR Mio. 30.6.2021 31.12.2020
Bilanz
Bilanzsumme 2.005,6 1.919,4
Eigenkapital 1.083,6 871,8
Eigenkapitalquote % 54,0 45,4
Nettofinanzvermögen 528,4 499,2

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Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren H1 2021 GJ 2020
Effizienz des Einsatzes von Silizium (100 Prozent entspricht der Basis 2015) % 99 99
Energieverbrauch je Waferfläche (100 Prozent entspricht der Basis 2015) % 91 99
Recyclingrate von Abfall % 72 70
Wasserverwendung in der Produktion je Waferfläche (100 Prozent entspricht der Basis 2015) % 90 99
Arbeitsunfälle (mit Ausfalltagen) pro eine Million Arbeitsstunden Anzahl 2,9 2,1
Arbeitsunfälle (mit Ausfalltagen) mit Chemikalien pro Jahr (Anzahl betroffener Mitarbeiter) 0 0
Mitarbeiter (ohne Zeitarbeitnehmer) 3.871 3.772

Unternehmensprofil

Siltronic ist einer der weltweit führenden Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium mit einem Durchmesser bis 300 mm und Partner vieler führender Chiphersteller. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk hochmoderner Produktionsstätten in Asien, Europa und den USA. Siliziumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik und bilden die Basis für Halbleiterchips z. B. in Computern, Smartphones, Navigationssystemen sowie in vielen weiteren Anwendungen. Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die künftige Steigerung des Unternehmenswerts.

Konzernzwischenlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Einen detaillierten Überblick über die Geschäftstätigkeit, die Ziele und die Strategie der Siltronic AG liefert der Geschäftsbericht 2020. Die dort getroffenen Aussagen haben nach wie vor Gültigkeit. Im ersten Halbjahr 2021 gab es keine maßgeblichen Änderungen.

Die Entwicklung der für die Konzernsteuerung bedeutenden finanziellen Steuerungsgrößen im ersten Halbjahr 2021 ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Die genaue Definition der Steuerungsgrößen ist im Geschäftsbericht 2020 auf S. 19 zu finden.

Finanzielle Steuerungsgrößen

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EUR Mio. H1 2021 H1 2020 GJ 2020
EBITDA-Marge in % 30,4 29,6 27,5
Netto-Cashflow 71,2 67,7 77,4
Umsatz 657,1 623,3 1.207,0
EBIT 123,8 120,2 192,2
Investitionen 89,7 94,3 187,6
Nettofinanzvermögen 528,4 509,4 499,2

Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2020 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,3 Prozent unter dem des Gesamtjahres 2019. Für das Jahr 2021 rechnete der Fonds mit einem Wachstum von 6,0 Prozent und damit mit einer deutlichen Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie. Trotz anhaltender Unsicherheit durch die Corona-Pandemie konnte sich die Weltwirtschaft durch weitreichende Impfangebote und die Anpassung der Lebensumstände an die Pandemie stärker erholen als erwartet. Fiskalpolitische Unterstützung förderte den Anstieg der Weltwirtschaft zusätzlich. Hohe Arbeitslosigkeit und wachsende soziale sowie ökonomische Ungleichheit, besonders in Bezug auf ungleiche Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung, stellen weiterhin große Herausforderungen dar.

Der IWF verweist bei seiner Prognose deutlich auf die mit den Schätzungen verbundenen Unsicherheiten, gerade vor dem Hintergrund neuer Virus-Varianten, die bei Unwirksamkeit des Impfstoffes zu einem massiven Einbruch der Wirtschaft führen können.

Das BIP im Euroraum ist im ersten Quartal 2021 nach Angaben der OECD um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken.

Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr stark verändert, im bisherigen Jahresvergleich dagegen nur wenig. Der japanische Yen wies gegenüber dem Euro im ersten Halbjahr 2021 nur leichte Veränderungen auf.

Der Markt für Halbleiterbauteile hat im bisherigen Jahresverlauf ein massives Wachstum erlebt. Nach Daten der WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) war der weltweite Umsatz im Mai 2021 aufgrund des Nachfrageanstiegs gegenüber dem Vorjahresmonat um 26,2 Prozent gestiegen.

Der Absatz von Siliziumwafern ist nach Angaben des Industrieverbandes SEMI im zweiten Quartal 2021 um 6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres und um 12 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 gestiegen.

Quellen:

IMF World Economic Outlook update April 2021

OECD Data Stand 12. Juli 2021

WSTS Pressemitteilung 3. Juli 2021

SEMI SMG Pressemitteilung 27. Juli 2021

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Der Geschäftsverlauf der Siltronic AG war im ersten Halbjahr 2021 besser als erwartet. Dies zeigte sich vor allem in dem deutlich über den Erwartungen liegenden Absatz der Waferfläche, während der Anstieg bei Umsatz und Ertrag aufgrund des starken Euros weniger stark ausfiel.

Bereits im ersten Quartal 2021 zeichnete sich diese über unseren Prognosen liegende Entwicklung ab, so dass wir am 20. April 2021 per Ad-hoc-Mitteilung unsere Prognose angehoben haben.

Für diese Entwicklung sind mehrere Faktoren verantwortlich. Die treibende Kraft für die starke Nachfrage nach Waferfläche ist der anhaltende Digitalisierungsschub mit dem Ausbau eines leistungsfähigen 5G-Telekommunikationsnetzes, der weitere Aufbau leistungsstarker Cloud-Speicherlösungen, die staatlich geförderte Zunahme des Absatzes von Elektro- oder Hybrid-Fahrzeugen und die verbesserte Ausstattung mit digitalen Applikationen und Produkten wie Laptops, Headsets oder Bildschirmen. Insgesamt verzeichnen wir eine steigende Nachfrage in allen Endmärkten. Dieser Trend sollte, wenn auch teilweise unter gewissen Schwankungen, in den nächsten Jahren anhalten und weiter die Basis für das Wachstum der Halbleiter- und Waferindustrie bilden.

Hinzu kommen insgesamt deutlich verbesserte Konjunkturaussichten, die von massiven staatlichen und geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen profitieren. Zu nennen ist hier das über eine Dekade laufende milliardenschwere US-Dollar-Programm der neuen US-Administration unter Präsident Joe Biden. Zur verbesserten Entwicklung tragen weiterhin weltweit die Notenbanken mit einer ultraleichten Geldpolitik bei. Die seit dem späten Frühjahr erkennbare Entspannung bei der Corona-Pandemie hat auch zu verstärkter Nachfrage seitens der Verbraucher geführt.

Diesen anhaltenden Chancen und Möglichkeiten stehen jedoch weiterhin mögliche Belastungsfaktoren gegenüber. Neben geopolitischen Spannungen ist dies vor allem der sich zu einem massiven technologischen Wettkampf entwickelnde Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China. Immer mehr Staaten erkennen das Risiko einer zu hohen Abhängigkeit von China und versuchen die eigene Wertschöpfung zu stärken. Die Europäische Union, Japan, Südkorea und die USA haben massive Investitionen in den Aufbau und Ausbau der eigenen Halbleiterindustrie angekündigt, um in diesem so wichtigen Technologiefeld eine Alternative zu chinesischen Herstellern zu haben.

Ein weiterer Belastungspunkt sind mögliche Störungen bei den Lieferketten. An der Leistungsgrenze operierende Häfen sowie oftmals nicht ausreichende Container-Kapazitäten stellen schon jetzt zahlreiche Branchen vor Herausforderungen.

Die Waferindustrie ist derzeit sehr gut ausgelastet. Die dringend notwendige Steigerung der Waferproduktion kann nur durch den Bau neuer hochmoderner und kosteneffizienter Werke gewährleistet werden.

Um die starke Marktnachfrage und Ausbauprojekte wichtiger Kunden, die mit den aktuellen Kapazitäten nicht bedient werden können, zu begleiten, hat der Aufsichtsrat der Siltronic AG am 27. Juli 2021 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, am Konzernstandort in Singapur eine weitere hochmoderne und kosteneffiziente 300 mm-Fabrik zu errichten. Der Baubeginn ist noch im laufenden Jahr geplant. Wir beabsichtigen, die Auslastung eines großen Teils der neuen Kapazitäten durch den Abschluss von langfristigen Lieferverträgen, die Anzahlungen vorsehen, abzusichern. Die Konditionen werden derzeit mit Kunden verhandelt. Durch die anhaltenden Investitionen in neue Kapazitäten, auch am Standort Freiberg, erwarten wir, dass unsere Investitionen dieses Jahr bei rund EUR 400 Mio. liegen. Nach dem derzeitigen Planungsstand werden für die neue Fabrik bis Ende 2024 insgesamt Investitionen in Höhe von circa EUR 2 Milliarden erforderlich.

Mit den beschlossenen Investitionen wird auch der Forschungs- und Entwicklungsstandort in Burghausen weiter gestärkt, der die geplanten Erweiterungen technologisch betreuen wird.

Wie schon 2020 stand auch im ersten Halbjahr 2021 die Sicherstellung der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund unseres Handelns. Die etablierten Sicherheitsmaßnahmen haben gewährleistet, dass wir unterbrechungsfrei produzieren konnten und seit Ausbrauch der Corona-Pandemie keine Kurzarbeit einführen mussten. Wir beobachten die weitere Entwicklung der Pandemie sehr genau und passen unsere internen Maßnahmen entsprechend dem Pandemiegeschehen an.

Wir arbeiten unverändert ambitioniert an der Realisierung weiterer Kosteneinsparmöglichkeiten, der Steigerung der Produktivität und unserer Nachhaltigkeitsleistungen.

Im Mai haben die Kartellbehörden in Singapur und Taiwan die Genehmigung zum Zusammenschluss mit GlobalWafers erteilt. Somit stehen aktuell noch die außenwirtschaftsrechtliche Freigabe in Deutschland und Fusionsfreigaben in den USA, China und Japan aus. Wir erwarten weiterhin, dass der Vollzug der Transaktion im zweiten Halbjahr 2021 stattfinden wird.

Mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2021 ist der Vorstand zufrieden. Die skizzierten Wachstumstreiber für unser Geschäft sind intakt und wir gehen mittel- und langfristig folglich von anhaltend steigender Nachfrage nach Waferfläche aus.

Mit der Entscheidung für die Investition in ein kosteneffizientes Werk stellen wir die Weichen für die weitere erfolgreiche Zukunft der Siltronic AG. Wir werden unsere Position als einer der Technologieführer durch die neuen hochmodernen Produktionskapazitäten weiter festigen.

Siltronic an der Börse

Die Siltronic-Aktie startete mit einem Eröffnungskurs von EUR 128,40 in das Jahr 2021 und stieg in den nächsten Tagen kontinuierlich bis auf EUR 147,35 (22. Januar), was auch dem Höchstkurs im ersten Halbjahr 2021 entsprach. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres gab es eine überwiegend seitwärts gerichtete Kursentwicklung in einem Korridor von rund EUR 133,65 bis EUR 146,00. Die am 20. April 2021 kommunizierte erhöhte Prognose aufgrund der verbesserten Geschäftsaussichten der Siltronic AG schlugen sich nicht im Kursverlauf nieder. Das erste Halbjahr 2021 wurde mit einem Kurs von EUR 142,20 beendet. Dies entspricht einem Kursgewinn von 11,0 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2020.

Insgesamt war der Kursverlauf der Siltronic AG stark durch das öffentliche Übernahmeangebot von GlobalWafers geprägt, im Rahmen dessen GlobalWafers eine Annahmequote von 70,27 Prozent der Siltronic-Aktien erreicht hat.

Die beiden Referenzindizes MDAX und TecDAX beendeten das erste Halbjahr 2021 mit Kursgewinnen von 10,6 Prozent und 11,0 Prozent. Der Branchenindex SOXX legte in den ersten sechs Monaten um 20,2 Prozent zu. Die Aktien der Siltronic AG wechselten aufgrund der durch die geplante Übernahme gesunkenen Marktkapitalisierung am 21. Juni 2021 vom MDAX in den SDAX.

Die Hauptversammlung hat Ende April 2021 einer Dividende von EUR 2 pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 zugestimmt. Dies entspricht einer Dividendenrendite von knapp 1,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Jahresende 2020.

Aufgrund des durch das Übernahmeangebot auf 29,73 Prozent verringerten Streubesitzes lag das tägliche Handelsvolumen der Siltronic-Aktie im Xetra-System im ersten Halbjahr 2021 mit durchschnittlich 68.800 Aktien knapp 40 Prozent unter der Vorjahresperiode.

Die Wacker Chemie AG ist mit 30,8 Prozent derzeit noch größter Einzelaktionär, hat ihre Aktien jedoch komplett GlobalWafers angedient. Auf Basis der eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen zum Stichtag 30. Juni 2021 waren die größten institutionellen Investoren JP Morgan Chase mit 6,5 Prozent, Goldman Sachs mit 5,07 Prozent, UBS mit 4,18 Prozent, Bank of America mit 4,07 Prozent, Morgan Stanley mit 4,01 Prozent, BlackRock mit 3,85 Prozent, Alec Litwitz mit 3,84 Prozent und Capital Group mit 3,03 Prozent.

Insgesamt analysierten zum 30. Juni 2021 elf Analysten renommierter nationaler und internationaler Banken die Aktien der Siltronic AG. Die Credit Suisse hat die Analyse aufgrund des Weggangs des zuständigen Analysten im zweiten Quartal eingestellt. Ende Juni 2021 lag das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei EUR 146,50.

Aktuelle Informationen zu Investor Relations-Veröffentlichungen, Stimmrechtsmitteilungen und Analystenschätzungen sind auf der Webseite unter https:/​/​www.siltronic.com/​de/​investoren.html zu finden.

Wirtschaftliche Entwicklung Januar bis Juni 2021

Ertragsentwicklung

Starker Umsatz aufgrund Zunahme der abgesetzten Waferfläche

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H1 2021 H1 2020 Veränderung Q2 2021 Q1 2021
Umsatzerlöse EUR Mio. 657,1 623,3 33,8 341,1 316,1
in % 5,4

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Veränderung
Q2 2020 Q2 zu Q1 Q2 zu Q2
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse EUR Mio. 323,1 25,0 18,0
in % 7,9 5,6

Halbjahresvergleich

Siltronic erzielte im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz von EUR 657,1 Millionen, eine Steigerung um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Erhöhung war getrieben von einer sehr starken Zunahme der abgesetzten Waferfläche.

Der Flächenzuwachs war so stark, dass die Belastung aus der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar von rund 9 Prozent deutlich überkompensiert wurde. Im Durchschnitt der ersten sechs Monate 2021 lag der Euro gegenüber dem US-Dollar bei 1,21 nach durchschnittlich 1,10 im ersten Halbjahr 2020.

Die Entwicklung des Durchschnittspreises in Rechnungswährung war im Vergleich zur Entwicklung der Fläche und zur Entwicklung des US-Dollars nachrangig.

Sequentieller Quartalsvergleich

Auch im sequentiellen Quartalsvergleich zeigt die Umsatzentwicklung ein erfreuliches Bild.

Siltronic hat im zweiten Quartal 2021 einen Umsatz von EUR 341,1 Millionen erzielt. Damit sind die Erlöse im Vergleich zum Vorquartal um 7,9 Prozent gestiegen.

Auch hier ist der Anstieg auf die größere abgesetzte Waferfläche zurückzuführen. Weder Durchschnittserlöse in Rechnungswährung noch Wechselkursveränderungen hatten einen nennenswerten Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Der Euro notierte gegenüber dem US-Dollar im zweiten Quartal 2021 mit durchschnittlich 1,21 unverändert zum ersten Quartal 2021.

Abnehmende Herstellungskosten je Waferfläche treiben Bruttoergebnis

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H1 2021 H1 2020 Veränderung Q2 2021 Q1 2021
Herstellungskosten EUR Mio. 463,3 434,8 28,5 235,9 227,5
in % 6,6
Bruttoergebnis EUR Mio. 193,8 188,5 5,3 105,2 88,6
in % 2,8
Bruttomarge in % 29,5 30,2 30,8 28,0

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Veränderung
Q2 2020 Q2 zu Q1 Q2 zu Q2
--- --- --- --- ---
Herstellungskosten EUR Mio. 224,0 8,4 11,9
in % 3,7 5,3
Bruttoergebnis EUR Mio. 99,1 16,6 6,1
in % 18,7 6,2
Bruttomarge in % 30,7

Halbjahresvergleich

Die Herstellungskosten haben sich im ersten Halbjahr 2021 aufgrund der gestiegenen abgesetzten Waferfläche von EUR 434,8 Millionen auf EUR 463,3 Millionen erhöht.

Obwohl die abgesetzte Waferfläche und die in den Herstellungskosten enthaltenen Abschreibungen merklich zugenommen haben, sind die Herstellungskosten je Waferfläche spürbar gesunken. Der Rückgang der Herstellungskosten je Waferfläche erklärt sich in erster Linie aus Skaleneffekten und Produktivitätssteigerungen, die bei steigender Absatzmenge eintreten. Flankierend haben erfolgreiche Maßnahmen zur Kostensenkung die Herstellungskosten entlastet, die zudem wechselkursbedingt etwas abgenommen haben.

Die Zunahme der abgesetzten Waferfläche und die abnehmenden Herstellungskosten je Waferfläche führten trotz steigender Abschreibungen zu einem Bruttoergebnis von EUR 193,8 Millionen im ersten Halbjahr 2021, eine Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (H1 2020: EUR 188,5 Millionen). Die Bruttomarge hat leicht auf 29,5 Prozent abgenommen (H1 2020: 30,2 Prozent). Bei unveränderten Abschreibungen wäre die Bruttomarge gestiegen.

Sequentieller Quartalsvergleich

Im sequentiellen Quartalsvergleich spielten Änderungen bei Abschreibungen und Wechselkursen keine nennenswerte Rolle. Hier treten Skaleneffekte und Produktivitätssteigerungen beim Bruttoergebnis und der Bruttomarge voll zu Tage.

Das Bruttoergebnis hat um 18,7 Prozent auf EUR 105,2 Millionen zugelegt und die Bruttomarge ist von 28,0 Prozent auf 30,8 Prozent gestiegen.

Verwaltungskosten belastet durch Übernahmeangebot von GlobalWafers

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EUR Mio. H1 2021 H1 2020 Veränderung Q2 2021 Q1 2021 Q2 2020
Vertriebskosten 17,2 16,1 1,1 8,4 8,7 7,9
F&E-Kosten 39,4 36,5 2,9 20,2 19,3 19,0
Verwaltungskosten 19,6 14,3 5,3 10,1 9,5 6,5
Summe 76,2 66,9 9,3 38,7 37,5 33,4
in % vom Umsatz 11,6 10,7 11,3 11,9 10,3

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Veränderung
EUR Mio. Q2 zu Q1 Q2 zu Q2
--- --- ---
Vertriebskosten -0,3 0,5
F&E-Kosten 0,9 1,2
Verwaltungskosten 0,6 3,6
Summe 1,2 5,3
in % vom Umsatz

Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung (F&E) sowie allgemeine Verwaltung lagen im ersten Halbjahr 2021 bei EUR 76,2 Millionen. Dies entspricht 11,6 Prozent vom Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich eine Erhöhung um EUR 9,3 Millionen, die überwiegend aus Verwaltungskosten resultieren.

Die Belastung der Verwaltungskosten ist getrieben von Mehraufwendungen für Anwälte und Berater aus dem Übernahmeangebot von GlobalWafers.

Gewinne aus Währungssicherungen im ersten und zweiten Quartal

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EUR Mio. H1 2021 H1 2020 Veränderung Q2 2021 Q1 2021 Q2 2020
Saldo Wechselkurseffekte 7,8 -3,0 10,8 3,8 4,0 0,4
Andere SbE und SbA -1,6 1,6 -3,2 -0,7 -0,9 0,8
Saldo SbE und SbA 6,2 -1,4 7,6 3,1 3,1 1,2

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Veränderung
EUR Mio. Q2 zu Q1 Q2 zu Q2
--- --- ---
Saldo Wechselkurseffekte -0,2 3,4
Andere SbE und SbA 0,2 -1,5
Saldo SbE und SbA -0,0 1,9

Die Entwicklung des US-Dollars sowie des japanischen Yens wirkte sich für Siltronic im ersten Halbjahr 2021 negativ auf die Umsatzerlöse sowie die Bruttomarge aus. Unverändert zu Vorperioden führt Siltronic Maßnahmen zur Währungssicherung durch, um künftige nachteilige Wechselkursentwicklungen abzuschwächen. Diese Währungssicherungen wirken sich gegenläufig zur Entwicklung der Umsatzerlöse und der Bruttomarge im Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen (SbE) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SbA) aus.

Im ersten Halbjahr 2021 ergab sich per Saldo ein Ertrag aus Wechselkurseffekten von EUR 7,8 Millionen. Im ersten Halbjahr 2020 entstand ein Aufwand von EUR 3,0 Millionen.

Da sich der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen im zweiten Quartal 2021 nur wenig verändert gegenüber dem Vorquartal zeigte, entstand im sequentiellen Quartalsvergleich kein nennenswerter Unterschied. Im zweiten Quartal wurde ein wechselkursbedingter Ertrag in Höhe von EUR 3,8 Millionen verbucht nach EUR 4,0 Millionen im ersten Quartal.

EBITDA und EBITDA-Marge ziehen aufgrund steigender Waferfläche stark an

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H1 2021 H1 2020 Veränderung Q2 2021 Q1 2021
EBITDA EUR Mio. 199,7 184,7 15,0 108,0 91,7
in % 8,1
EBITDA-Marge in % 30,4 29,6 31,7 29,0
Abschreibungen abzgl. Zuschreibungen EUR Mio. -75,9 -64,5 -11,4 -38,4 -37,5
EBIT EUR Mio. 123,8 120,2 3,6 69,6 54,2
in % 3,0
EBIT-Marge in % 18,8 19,3 20,4 17,2

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Veränderung
Q2 2020 Q2 zu Q1 Q2 zu Q2
--- --- --- ---
EBITDA 100,4 16,3 7,6
17,8 7,6
EBITDA-Marge 31,1
Abschreibungen abzgl. Zuschreibungen -33,5 -0,9 -4,9
EBIT 66,9 15,4 2,7
28,4 4,0
EBIT-Marge 20,7

Halbjahresvergleich

Im Halbjahresvergleich lag das im Jahr 2021 erzielte EBITDA in Höhe von EUR 199,7 Millionen deutlich über dem Vergleichswert 2020 von EUR 184,7 Millionen. Die EBITDA-Marge hat von 29,6 Prozent auf 30,4 Prozent zugenommen. Das EBIT lag mit EUR 123,8 Millionen im ersten Halbjahr 2021 EUR 3,6 Millionen über dem Vorjahr.

Wichtigster Treiber für die positiven Entwicklungen war die Zunahme der abgesetzten Waferfläche.

Sequentieller Quartalsvergleich

Die Wirkung zunehmender verkaufter Waferfläche zeigt sich im sequentiellen Quartalsvergleich noch klarer als im Halbjahresvergleich, da Wechselkurseffekte unbedeutend sind.

Das EBITDA im zweiten Quartal 2021 in Höhe von EUR 108,0 Millionen übertraf das Vorquartal um EUR 16,3 Millionen. Diese Erhöhung ist bemerkenswert, denn der Umsatz ist im gleichen Zeitraum um EUR 25,0 Millionen gestiegen.

Die EBITDA-Marge hat im zweiten Quartal 2021 31,7 Prozent erreicht, dies sind knapp 3 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal.

Die Verbesserung des EBIT um EUR 15,4 Millionen liegt nahe an der Verbesserung des EBITDA. Im Berichtsquartal betrug die EBIT-Marge 20,4 Prozent nach 17,2 Prozent im Vorquartal.

Gewinn von EUR 123 Millionen im ersten Halbjahr 2021

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H1 2021 H1 2020 Veränderung Q2 2021 Q1 2021
Finanzergebnis EUR Mio. 2,2 -3,9 6,1 1,4 0,7
Ergebnis vor Er- EUR Mio. 126,0 116,3 9,7 71,0 54,9
tragsteuern in % 8,3
Aufwand für Er tragsteuern EUR Mio. -3,5 -9,5 6,0 -7,0 3,5
Steuerquote in % 3 8 10 -6
Periodenergebnis EUR Mio. 122,5 106,8 15,7 64,0 58,4
davon Siltronic-Aktionäre 105,1 93,5 11,6 54,9 50,1
davon Sonstige 17,4 13,3 4,1 9,1 8,3
Ergebnis je Aktie in EUR 3,50 3,12 0,38 1,83 1,67

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Veränderung
Q2 2020 Q2 zu Q1 Q2 zu Q2
--- --- --- ---
Finanzergebnis 2,2 0,7 -0,8
Ergebnis vor Er- 69,1 16,1 1,9
tragsteuern 29,3 2,7
Aufwand für Er tragsteuern -8,3 -10,5 1,3
Steuerquote 12
Periodenergebnis 60,8 5,6 3,2
davon Siltronic-Aktionäre 54,0 4,8 0,9
davon Sonstige 6,8 0,8 2,3
Ergebnis je Aktie 1,80 0,16 0,03

Das Finanzergebnis hat sich im Halbjahresvergleich in erster Linie aufgrund der Entwicklung des Spezialfonds von Siltronic verbessert.

Der im ersten Quartal 2021 erzielte Steuerertrag resultierte in erster Linie aus latenten Steuern. Aufgrund eines verbesserten Ausblicks stieg die Werthaltigkeit künftiger steuerlicher Vorteile. Zusätzlich entstand im ersten Quartal 2021 ein Steuerertrag wegen einer Änderung im Steuerrecht.

Der Aufwand für Ertragsteuern war im ersten Halbjahr 2021 niedrig. Hauptgrund dafür ist, dass der größte Teil des Ergebnisses vor Ertragsteuern bei einer (produzierenden) Gesellschaft anfällt, der eine begrenzte Zeit Steuerfreiheit gewährt wurde. Die Steuerfreiheit war Teil des staatlichen Programms zur Ansiedelung von produzierenden Hochtechnologie-Unternehmen.

Im ersten Halbjahr 2021 wurde ein Periodengewinn von EUR 122,5 Millionen erwirtschaftet (H1 2020: EUR 106,8 Millionen). Der Periodengewinn entfiel mit EUR 58,4 Millionen auf das erste und mit EUR 64,0 Millionen auf das zweite Quartal.

Das Ergebnis je Aktie hat von EUR 1,67 im ersten Quartal 2021 auf EUR 1,83 im Berichtsquartal zugelegt. Kumuliert für das erste Halbjahr 2021 lag das Ergebnis je Aktie bei EUR 3,50 nach EUR 3,12 im ersten Halbjahr 2020.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich von EUR 1.919,4 Millionen per 31. Dezember 2020 um 4,5 Prozent auf EUR 2.005,6 Millionen per 30. Juni 2021 erhöht.

Sachanlagen steigen aufgrund Investitionen

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EUR Mio. 30.6.2021 31.12.2020 Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 23,2 23,5 -0,3
Sachanlagen 985,7 961,7 24,0
Nutzungsrechte 50,4 51,2 -0,8
Geldanlagen 21,0 46,7 -25,7
Sonstige Vermögenswerte 19,6 12,2 7,4
Langfristige Vermögenswerte 1.099,9 1.095,3 4,6

Im ersten Halbjahr 2021 addierten sich die Investitionen in Sachanlagen und langfristige immaterielle Vermögenswerte auf EUR 89,7 Millionen und die Abschreibungen auf EUR 75,9 Millionen. Dass die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte zusammen um mehr als EUR 13,8 Millionen gestiegen sind, ist auf die Wechselkursveränderung des Singapur-Dollars zum Euro zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögenswerte machen zum Bilanzstichtag 54,8 Prozent der Bilanzsumme aus (31. Dezember 2020: 57,1 Prozent).

Nachfragebedingt steigen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; liquide Mittel und Geldanlagen steigen aufgrund Cashflow

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EUR Mio. 30.6.2021 31.12.2020 Veränderung
Vorräte 187,6 163,0 24,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inkl. Vertragsvermögenswerten 168,2 156,6 11,6
Sonstige Vermögenswerte 40,5 50,2 -9,7
Liquide Mittel und Geldanlagen 509,4 454,3 55,1
Kurzfristige Vermögenswerte 905,7 824,1 81,6

Die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben aufgrund höherer Produktionsmenge im Zuge steigender Nachfrage zugenommen.

Die liquiden Mittel und die kurz- sowie langfristigen Geldanlagen sind im ersten Halbjahr um EUR 29,2 Millionen gestiegen, obwohl am 30. April 2021 eine Dividende von EUR 60,0 Millionen an die Aktionäre ausgezahlt wurde und für Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte EUR 97,7 Millionen abgeflossen sind.

Eigenkapitalquote von 54 Prozent

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EUR Mio. 30.6.2021 31.12.2020 Veränderung
Eigenkapital 1.083,6 871,8 211,8
Pensionsrückstellungen 436,9 566,5 -129,6
Erhaltene Kundenanzahlungen 131,8 137,4 -5,6
Leasingverbindlichkeiten 47,2 48,4 -1,2
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 71,3 76,1 -4,8
Langfristige Schulden 687,2 828,4 -141,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123,4 118,8 4,6
Erhaltene Kundenanzahlungen 35,7 23,6 12,1
Leasingverbindlichkeiten 4,4 4,0 0,4
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 71,3 72,8 -1,5
Kurzfristige Schulden 234,8 219,2 15,6

Der Anstieg des Eigenkapitals um EUR 211,8 Millionen ist auf den Halbjahresgewinn von EUR 122,5 Millionen abzüglich der Auszahlung der Dividende von EUR 60,0 Millionen und einem zinsbedingten Rückgang der Pensionsverpflichtungen von EUR 140,2 Millionen zurückzuführen. Der Einfluss von Wechselkursen war unbedeutend.

Ursächlich für den Rückgang der Pensionsverpflichtungen war die Zinsentwicklung in Deutschland und USA. Zum 30. Juni 2021 wurde die Pensionsrückstellung in den USA mit 2,4 Prozent abgezinst nach 2,1 Prozent zum 31. Dezember 2020. In Deutschland ist der Zinssatz von 0,7 Prozent auf 1,1 Prozent gestiegen.

Die langfristigen Schulden zum 30. Juni 2021 machen 34,3 Prozent der Bilanzsumme aus (31. Dezember 2020: 43,2 Prozent).

Sehr starker Netto-Cashflow

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EUR Mio. H1 2021 H1 2020 Veränderung
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 181,3 144,3 37,0
Ein-/​Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen -97,5 -115,1 17,6
Free-Cashflow 83,8 29,2 54,6
Zunahme/​Abnahme aufgrund erhaltener Kundenanzahlungen -12,6 38,5 -51,1
Netto-Cashflow 71,2 67,7 3,5
Ein-/​Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen -97,5 -115,1 17,6
Ein-/​Auszahlungen für Geldanlagen (Festgelder und Wertpapiere) -136,9 116,6 -253,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit -234,4 1,5 -235,9

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 2021 EUR 89,7 Millionen. Sie betreffen hauptsächlich Investitionen in Epi-Kapazitäten, Capabilities und die Erweiterung von Kristallziehgebäuden für den Austausch älterer Anlagen. Die Auszahlungen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen lagen bei EUR 97,7 Millionen.

2021 sind Kundenanzahlungen in Höhe von EUR 16,2 Millionen zugeflossen.

Im zweiten Quartal 2021 entstand ein Netto-Cashflow in Höhe von EUR 43,3 Millionen, verglichen mit EUR 27,9 Millionen im ersten Quartal 2021.

Nettofinanzvermögen gestiegen, da der Free-Cashflow die Dividende an Aktionäre übersteigt

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EUR Mio. 30.6.2021 31.12.2020 Veränderung
Liquide Mittel 181,3 294,6 -113,3
Geldanlagen 347,1 204,6 142,5
Nettofinanzvermögen 528,4 499,2 29,2

Trotz der Dividendenzahlung von EUR 60,0 Millionen an die Aktionäre der Siltronic AG hat das Nettofinanzvermögen aufgrund des positiven Cashflows um EUR 29,2 Millionen zugenommen.

Änderungen zum Risiko- und Chancenbericht

Im Geschäftsbericht 2020 sind die wesentlichen Risiken in unserem Risikobericht (S. 48 bis 57) dargestellt.

Aufgrund der Größe und Bedeutung der am 27. Juli 2021 angekündigten neuen 300 mm-Fabrik in Singapur haben wir unsere Einschätzung zu unserem Investitions- und Liquiditätsrisiko jeweils angepasst und erläutern die wesentlichen Chancen im Zusammenhang mit der neuen Investition.

Änderung der Risikobewertungen durch Investition in eine neue 300 mm-Fabrik in Singapur

Das Investitionsrisiko haben wir von einer "mittleren" auf eine "hohe" Einstufung und das Liquiditätsrisiko von einer "niedrigen" auf eine "hohe" Bewertung erhöht. Im Folgenden werden daher die wesentlichen Investitions- und Liquiditätsrisiken dargestellt, die sich negativ auf die künftige Geschäfts-, die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, den Aktienkurs oder Dividendenzahlungen auswirken können.

Die aktuell dynamische Angebots-, Preis- und Nachfrageentwicklung bei wichtigen Baustoffen, Anlagen und Baudienstleistungen kann zu höheren Investitionskosten führen als heute angenommen. Unerwartete Ausgabensteigerungen belasten unsere Liquidität und das zukünftige operative Ergebnis durch einen höheren Abschreibungsaufwand. Verzögerte Inbetriebnahmen, beispielsweise durch die Corona-Pandemie oder aktuell angespannte Lieferketten verursacht, bergen die Gefahr, dass wir bereits vereinbarte Lieferverträge nicht erfüllen können und Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen. Mögliche Fehlinvestitionen führen zu Leerkosten bzw. Wertminderungen auf Investitionen mit negativen Ergebniseffekten. Die für die Investitionsentscheidung zugrundeliegenden Marktprämissen könnten nicht erreicht werden und zu negativen Ertrags-, Finanz- und Vermögenseffekten führen.

Mit unserer Erfahrung in der Projektierung neuer Produktionsanlagen, in der Montage- und Baustellenüberwachung, im Projektcontrolling und in der Inbetriebnahme sorgen wir dafür, dass die Projekte möglichst fristgerecht und im Kostenplan abgewickelt werden. Wir verfügen über eine Vielzahl an Maßnahmen, Investitions- und Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken. Investitionen werden von uns nur in Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu minimieren bzw. auszuschließen. Wir planen durch langfristige Abnahme- und Finanzierungsverpflichtungen mit unseren Kunden unser Investitions- und Finanzierungs-/​ Liquiditätsrisiko zu verringern.

Chancen aus der Investition in eine neue 300 mm-Fabrik

Die neue 300 mm-Fabrik ist ein wichtiger Beitrag das starke Wachstum und die Ausbauprojekte unserer Kunden zu unterstützen. Die Kapazitätserweiterung ermöglicht uns weiter mit dem Markt zu wachsen und unsere Kostenposition zu halten bzw. weiter zu verbessern. Mit der Entscheidung für Singapur liegt unsere Fabrik in der Nähe zu einer Vielzahl von Kunden. Zusammen mit unseren beiden sehr modernen und kosteneffizienten Fabriken in Singapur können wir weitere Skaleneffekte durch Synergien erzielen.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind derzeit nicht bekannt.

Veränderte Risikobeurteilung für 2021 (Stand 27. Juli 2021)

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Risikoeinstufung
Risiko Niedrig Mittel Hoch Veränderungen ggü. Geschäftsbericht 2020
--- --- --- --- ---
Gesamtumfeld
Konjunktureller Abschwung
Coronavirus-Pandemie
Handelskonflikte und politische Krisen
Branchen- und Absatzmarktrisiken
Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden und Zyklen im Wafermarkt
Investitionen
Zusätzliche Kosten durch Stilllegung
Produktentwicklungsrisiken
Beschaffungsmarktrisiken
Produkthaftungs- und Produktionsrisiken
Rechtliche und regulatorische Risiken
Allgemeine rechtliche Risiken
Umweltrechtliche Risiken
Regulatorische Risiken
Sicherheit der IT und Daten
Personalrisiken
Pensionsrisiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiko Finanzinstitute
Kreditrisiko Kunden
Marktpreis- /​ Währungsrisiko
Finanzierungs-/​ Liquiditätsrisiko

1) GB: Geschäftsbericht

→ unverändert

↑ erhöht

↓ verringert

Die relevanten Risiken bewerten wir nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Grad der Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz-und Ertragslage sowie Cashflow. Zur besseren Lesbarkeit haben wir im Vergleich zum Vorjahr die Risiken anhand der folgenden Matrix eingestuft:

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Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikoeinstufung < 25 Prozent 25 - 75 Prozent > 75 Prozent
--- --- --- --- ---
Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns < EUR 5 Mio. Niedrig Niedrig Mittel
EUR 5 - 25 Mio. Niedrig Mittel Hoch
> EUR 25 Mio. Mittel Hoch Hoch

Prognoseänderungsbericht

Voraussichtliche gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im April seine Prognose zur Entwicklung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Jahr 2021 nach oben angepasst. Für die globale Wirtschaftsleistung wird eine stärker als erwartete Erholung von 6,0 Prozent prognostiziert. Die überdurchschnittlich hohe Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen der Corona-Pandemie bleibt jedoch weiterhin bestehen. Im Januar ging der IWF noch von einer Erholung um 5,5 Prozent aus.

Aus Sicht des IWF hängt die Entwicklung vor allem von der weiteren Auswirkung der Corona-Pandemie, insbesondere der Entwicklung des Impfangebotes und der neuen Virus-Varianten, ab. 2022 soll das weltweite Bruttoinlandsprodukt etwas moderater um 4,4 Prozent zulegen.

Die Wirtschaftsleistung im Euroraum soll im Gesamtjahr 2021 um 4,4 Prozent wachsen (2020: minus 6,6 Prozent).

Die Prognose für die US-Wirtschaft für das Jahr 2021 sieht einen Anstieg des BIP um 6,4 Prozent voraus, nachdem im Vorjahr noch ein Rückgang von 3,5 Prozent zu verzeichnen war.

Für Japan wird für 2021 ein Plus von 3,3 Prozent erwartet (2020: minus 4,8 Prozent).

Das Bruttoinlandsprodukt in China soll 2021 mit 8,4 Prozent deutlich wachsen und liegt massiv über dem Vorjahreswachstum (2020: 2,3 Prozent).

Für die weltweite Halbleiterindustrie wird im Kalenderjahr 2021 ein deutlicher Anstieg vorhergesagt. Nach dem letzten Ausblick von WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) soll sich der weltweite Umsatz mit Halbleiterbauteilen um 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhen.

Unsicherheiten bei der Prognose bestehen allerdings aufgrund der nicht absehbaren weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Quellen:

IMF World Economic Outlook update, April 2021

WSTS Semiconductor Market Forecast, Pressemitteilung, 8. Juni 2021

Künftige Entwicklung von Siltronic

Siltronic hält an den Unternehmenszielen und dem kurz- und langfristigen Ziel des nachhaltigen Ausbaus der Geschäftstätigkeit fest, um die Position als einer der führenden Hersteller für Halbleiterwafer weiter zu festigen. Dazu zählen Investitionen in Technologie und Qualität, die Fortführung der Programme für operative Exzellenz und Kostensenkungen sowie die Erweiterung der Kapazitäten im Rahmen des Marktwachstums. Ein weiterer Fokus liegt auf der Sicherstellung einer hohen Profitabilität und eines stabilen Cashflows. Eine detaillierte Beschreibung der strategischen Ziele ist auf S. 22 des Geschäftsberichts 2020 zu finden.

Die Corona-Pandemie führte bereits 2020 zu einer teilweise starken Nachfrage nach Waferfläche. Die Nachfrage steigt auch 2021 deutlich. Dieser Tatsache haben wir bereits mit unserer Prognoseanpassung bei Umsatz, Profitabilität und Cashflow vom 20. April 2021 Rechnung getragen.

Der Aufsichtsrat der Siltronic AG hat in seiner Sitzung vom 27. Juli 2021 den vom Vorstand vorgeschlagenen Bau einer neuen 300 mm-Fabrik am Konzernstandort in Singapur genehmigt, um das starke Wachstum im Halbleitermarkt zu unterstützen. Mit diesem Projekt begleiten wir die Ausbauprojekte wichtiger Kunden, die mit den aktuellen Kapazitäten nicht bedient werden können.

Nach dem derzeitigen Planungsstand werden für die neue Fabrik bis Ende 2024 Investitionen in Höhe von etwa EUR 2 Mrd. erforderlich, die vornehmlich durch vorhandene Liquidität und freien Cashflow sowie durch Anzahlungen von Kunden, Fremdkapital und gegebenenfalls Eigenkapitalmaßnahmen finanziert werden sollen. Wir beabsichtigen, die Auslastung eines großen Teils der neuen Kapazitäten durch den Abschluss von langfristigen Lieferverträgen mit Anzahlungen abzusichern. Des Weiteren wurde ein Ausbau am deutschen Siltronic Standort in Freiberg beschlossen, mit dem Zieh- und Epitaxiekapazitäten vergrößert werden.

Im Zusammenhang mit den Kapazitätsausbauten erhöhen sich die im laufenden Geschäftsjahr erwarteten Investitionen von EUR 250 Mio. auf rund EUR 400 Mio. Der Vorstand erwartet nunmehr, dass der Netto-Cashflow leicht positiv, aber deutlich unter dem des Vorjahres liegen wird.

Die weiteren KPIs bleiben gegenüber April 2021 unverändert.

Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten sowie des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie kann die tatsächliche Performance des Konzerns von der in unseren Annahmen angegebenen Performance abweichen, sowohl positiv als auch negativ.

Die voraussichtliche Entwicklung der KPIs für das Jahr 2021 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Prognose 2021 (Stand 27. Juli 2021)

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Prognose 1. März 2021 (Geschäftsbericht) Prognose 20. April 2021 (Q1 2021) Prognose 27. Juli 2021 (Q2 2021)
Umsatz Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich Anstieg von mind. 10 Prozent Anstieg von mind. 10 Prozent
EBITDA-Marge leichter Anstieg 30 bis 32 Prozent 30 bis 32 Prozent
Abschreibungen rund EUR 155 Mio. bis EUR 160 Mio. rund EUR 155 Mio. bis EUR 160 Mio. rund EUR 155 Mio. bis EUR 160 Mio.
EBIT deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg
Steuerquote deutlich unter 10 Prozent deutlich unter 10 Prozent deutlich unter 10 Prozent
Investitionen rund EUR 250 Mio., vor allem in EpiReaktoren, Capabilities und Erweiterung Kristallziehhalle für den Austausch älterer Anlagen rund EUR 250 Mio., vor allem in EpiReaktoren, Capabilities und Erweiterung Kristallziehhalle für den Austausch älterer Anlagen rund EUR 400 Mio., Ausbau Epi-Kapazitäten, Anfangsinvestitionen in neue 300 mm-Fabrik, Capabilities und Erweiterung Kristallziehhalle
Netto-Cashflow leichte Verbesserung deutliche Verbesserung leicht positiv, aber deutlich unter Vorjahr
Ergebnis je Aktie leichte Steigerung deutliche Steigerung deutliche Steigerung

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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EUR Mio. Q2 2021 Q2 2020 H1 2021 H1 2020
Umsatzerlöse 341,1 323,1 657,1 623,3
Herstellungskosten -235,9 -224,0 -463,3 -434,8
Bruttoergebnis vom Umsatz 105,2 99,1 193,8 188,5
Vertriebskosten -8,4 -7,9 -17,2 -16,1
Forschungs- und Entwicklungskosten -20,2 -19,0 -39,4 -36,5
Allgemeine Verwaltungskosten -10,1 -6,5 -19,6 -14,3
Sonstige betriebliche Erträge 11,2 9,1 39,1 26,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8,1 -7,9 -32,9 -27,8
Betriebsergebnis 69,6 66,9 123,8 120,2
Zinserträge 1,1 1,4 1,9 4,0
Zinsaufwendungen -0,6 -0,7 -1,1 -1,3
Übriges Finanzergebnis 0,9 1,5 1,4 -6,6
Finanzergebnis 1,4 2,2 2,2 -3,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 71,0 69,1 126,0 116,3
Ertragsteuern -7,0 -8,3 -3,5 -9,5
Periodenergebnis 64,0 60,8 122,5 106,8
davon
auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend 54,9 54,0 105,1 93,5
auf andere Gesellschafter entfallend 9,1 6,8 17,4 13,3
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert/​verwässert) 1,83 1,80 3,50 3,12

Konzernbilanz

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EUR Mio. 30.06.2021 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte 23,2 23,5
Sachanlagen 985,7 961,7
Nutzungsrechte 50,4 51,2
Wertpapiere und Festgelder 21,0 46,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 0,1
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 3,9 2,0
Aktive latente Steuern 15,7 10,1
Langfristige Vermögenswerte 1.099,9 1.095,3
Vorräte 187,6 163,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 156,8 144,5
Vertragsvermögenswerte 11,4 12,1
Wertpapiere und Festgelder 328,1 159,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9,4 17,3
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 30,9 27,7
Ertragsteuerforderungen 0,2 5,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 181,3 294,6
Kurzfristige Vermögenswerte 905,7 824,1
Summe Aktiva 2.005,6 1.919,4

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EUR Mio. 30.06.2021 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 120,0 120,0
Kapitalrücklage 974,6 974,6
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis 224,9 179,8
Übrige Eigenkapitalposten -340,5 -488,3
Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital 979,0 786,1
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital 104,6 85,7
Eigenkapital 1.083,6 871,8
Pensionsrückstellungen 436,9 566,5
Andere Rückstellungen 57,7 62,3
Ertragsteuerverbindlichkeiten 10,7 10,7
Passive latente Steuern 2,5 3,1
Erhaltene Anzahlungen 131,8 137,4
Leasingverbindlichkeiten 47,2 48,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,4 -
Langfristige Schulden 687,2 828,4
Andere Rückstellungen 8,5 7,3
Ertragsteuerverbindlichkeiten 12,9 16,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123,4 118,8
Erhaltene Anzahlungen 35,7 23,6
Leasingverbindlichkeiten 4,4 4,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5,5 3,9
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 44,4 44,8
Kurzfristige Schulden 234,8 219,2
Schulden 922,0 1.047,6
Summe Passiva 2.005,6 1.919,4

Konzern-Kapitalflussrechnung

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EUR Mio. Q2 2021 Q2 2020 H1 2021 H1 2020
Periodenergebnis 64,0 60,8 122,5 106,8
Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen 38,4 33,5 75,9 64,5
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -2,2 -9,3 -3,2 -2,8
Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen 0,8 0,4 1,5 1,1
Zinsergebnis -0,5 -0,7 -0,7 -2,7
Gezahlte Zinsen -0,4 -0,5 -0,9 -0,9
Erhaltene Zinsen 1,4 0,7 2,2 4,8
Steueraufwand 7,0 8,3 3,5 9,5
Steuerzahlungen -2,1 -3,2 -5,5 -1,7
Veränderung der Vorräte -10,8 -6,5 -22,9 -10,5
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,7 -4,7 -10,5 4,7
Veränderung der Vertragsvermögenswerte -1,2 0,1 0,8 0,4
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte -3,3 0,3 -5,2 -10,9
Veränderung der Rückstellungen 2,4 4,3 5,9 12,3
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10,1 8,5 4,4 14,6
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten ohne erhaltene Anzahlungen -10,5 -16,5 0,9 -6,4
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 10,9 -16,9 12,6 -38,5
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 104,7 58,6 181,3 144,3
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -50,6 -48,8 -97,7 -115,1
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 0,1 - 0,2 -
Auszahlungen für Wertpapiere und Festgelder -91,5 -55,6 -214,7 -107,3
Einzahlung aus Wertpapieren und Festgeldern 46,5 18,7 77,8 223,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -95,5 -85,7 -234,4 1,5
Dividende -60,0 -90,0 -60,0 -90,0
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen -1,1 -1,2 -2,6 -2,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -61,1 -91,2 -62,6 -92,3
Veränderung aus Wechselkursänderungen -1,6 -0,3 2,4 -6,2
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -53,5 -118,6 -113,3 47,3
Stand am Periodenanfang 234,8 366,6 294,6 200,7
Stand am Periodenende 181,3 248,0 181,3 248,0

Ergänzende finanzielle Informationen (nicht Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und nicht geprüft)

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EUR Mio. Q2 2021 Q2 2020 H1 2021 H1 2020
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 104,7 58,6 181,3 144,3
Zunahme/​Abnahme aufgrund erhaltener Kundenanzahlungen -10,9 16,9 -12,6 38,5
Ein-/​Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen -50,5 -48,8 -97,5 -115,1
Netto-Cashflow 43,3 26,7 71,2 67,7

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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EUR Mio. H1 2021 H1 2020
Periodenergebnis 122,5 106,8
Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird:
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 140,2 -47,7
Posten, die in die GuV umgegliedert werden:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 16,8 -34,5
Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) -7,7 1,7
davon ergebniswirksam -5,5 1,2
davon Steuereffekt 2,8 -0,5
Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden 9,1 -32,8
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen 149,3 -80,5
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 271,8 26,3
davon
auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend 252,9 15,6
auf andere Gesellschafter entfallend 18,9 10,7

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EUR Mio. Q2 2021 Q2 2020
Periodenergebnis 64,0 60,8
Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird:
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 16,2 -135,8
Posten, die in die GuV umgegliedert werden:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -13,4 -1,7
Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) -1,9 2,2
davon ergebniswirksam -2,8 0,2
davon Steuereffekt 0,8 -0,8
Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden -15,3 0,5
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen 0,9 -135,3
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 64,9 -74,5
davon
auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend 57,1 -81,2
auf andere Gesellschafter entfallend 7,8 6,7

Konzern-Eigenkapitalentwicklung

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Effekte aus Marktwert-
EUR Mio. Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Nettoinvestitionen in ausländische Geschäfts-betriebe änderung derivativer Finanz-instrumente (Cashflow Hedge) Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2020 120,0 974,6 29,1 -7,1 0,3 -360,9
Periodenergebnis - - - - - -
Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - -31,9 - 1,7 -47,7
Gesamtergebnis - - -31,9 - 1,7 -47,7
Dividende - - - - - -
Stand 30.06.2020 120,0 974,6 -2,8 -7,1 2,0 -408,6
Stand 01.01.2021 120,0 974,6 -35,1 -7,1 9,0 -455,1
Periodenergebnis - - - - - -
Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - 15,3 - -7,7 140,2
Gesamtergebnis - - 15,3 - -7,7 140,2
Dividende - - - - - -
Stand 30.06.2021 120,0 974,6 -19,8 -7,1 1,3 -314,9

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Effekte aus Marktwert-
EUR Mio. Gewinnrücklagen /​ Konzernergebnis Summe Nicht beherrschende Anteile Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand 01.01.2020 109,0 865,0 65,2 930,2
Periodenergebnis 93,5 93,5 13,3 106,8
Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - -77,9 -2,6 -80,5
Gesamtergebnis 93,5 15,6 10,7 26,3
Dividende -90,0 -90,0 - -90,0
Stand 30.06.2020 112,5 790,6 75,9 866,5
Stand 01.01.2021 179,8 786,1 85,7 871,8
Periodenergebnis 105,1 105,1 17,4 122,5
Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 147,8 1,5 149,3
Gesamtergebnis 105,1 252,9 18,9 271,8
Dividende -60,0 -60,0 - -60,0
Stand 30.06.2021 224,9 979,0 104,6 1.083,6

Verkürzter Konzernanhang

Grundlagen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Dieser Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") für die sechs Monate zum 30. Juni 2021 umfasst die Siltronic AG und die Tochtergesellschaften, die zusammen als Konzern oder Gruppe bezeichnet werden. Bei der Siltronic AG handelt es sich um eine börsennotierte Gesellschaft, die deutschem Recht unterliegt.

Der Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2021 ist in Übereinstimmung mit den Regelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenabschlüsse (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, in verkürzter Form aufgestellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die für das Geschäftsjahr 2020 galten, wurden um neue Rechnungslegungsvorschriften ergänzt, wenn diese einschlägig und erstmals 2021 anzuwenden waren. Ansonsten blieben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert.

Die Siltronic AG ist eine Gesellschaft mit Sitz in München, Einsteinstrasse 172. Das Unternehmen ist beim Amtsgericht München unter HRB 150884 geführt.

Bedeutung von Annahmen und Schätzungen

Die Aufstellung von Zwischenabschlüssen erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf Prämissen, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit hatten. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln.

Die Steuerermittlung erfolgt analog der Vorgehensweise zum Geschäftsjahresende durch eine Ermittlung des Steueraufwands zum Zwischenabschlussstichtag.

Die Pensionsverpflichtung ist zu jedem Stichtag neu zu schätzen und der Abzinsungsfaktor ist zu jedem Stichtag neu zu ermitteln. Die Herleitung des Abzinsungsfaktors in Deutschland basiert auf einem sogenannten "Bond-Universum". Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtung wurde zum 30. Juni 2021 ein Abzinsungsfaktor von 1,14 Prozent im Inland und 2,39 Prozent in den USA verwendet (30. Juni 2020: 1,23 Prozent im Inland und 2,46 Prozent in den USA). Zum 31. Dezember 2020 belief sich der Rechnungszins auf 0,69 Prozent im Inland und auf 2,07 Prozent in den USA.

Segmentberichterstattung

Der Konzern hat ein Segment. Dieses umfasst die Entwicklung, Produktion und den Verkauf von Wafern für die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite von Eigenschaften haben, um vielen unterschiedlichen Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch kann Siltronic die Forderungen der Kunden nach sehr präzisen technischen Spezifikationen erfüllen, die bei der Herstellung von Halbleiterbauteilen einschlägig sind. Da in der Waferindustrie die Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der von den Kunden nachgefragten technischen Spezifikationen abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment tätig.

Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografischen Regionen:

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H1 2021
EUR Mio. Deutschland Europa ohne Deutschland USA Taiwan und (Festland) China Korea Asien ohne Taiwan, (Festland) China und Korea
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Externe Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundenstandort 44,0 66,0 62,1 236,3 164,2 81,2

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H1 2021
EUR Mio. Sonstige Siltronic- Konzern
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Externe Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundenstandort 3,3 657,1

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H1 2020
EUR Mio. Deutschland Europa ohne Deutschland USA Taiwan und (Festland) China Korea Asien ohne Taiwan, (Festland) China und Korea
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Externe Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundenstandort 46,0 65,9 64,8 207,8 141,1 87,8

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H1 2020
EUR Mio. Sonstige Siltronic-Konzern
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Externe Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundenstandort 9,9 623,3

Angaben zum beizulegenden Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns dar.

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30.06.2021 31.12.2020
EUR Mio. Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (AC) 1) 156,8 156,8 144,5 144,9
Wertpapiere (FVTPL) 2) 87,1 87,1 83,7 83,7
Wertpapiere und Festgelder (AC) 1) 262,0 263,8 122,7 124,5
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9,4 9,4 17,4 17,4
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 3) 3,7 3,7 12,0 12,0
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVTPL) 2) 3,8 3,8 4,0 4,0
Sonstige (AC) 1) 2,0 2,0 1,5 1,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (AC) 1) 181,3 181,3 294,6 294,6
Summe finanzielle Vermögenswerte 696,6 698,4 662,9 665,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (AC) 1) 123,4 123,4 118,8 118,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5,9 5,9 3,9 3,9
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 3) 2,2 2,2 - -
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVTPL) 2) 2,1 2,1 3,5 3,5
Sonstige (AC) 1) 1,7 1,7 0,3 0,3
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 129,3 129,3 122,7 122,7

1) AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

2) FVTPL = zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet

3) Hedge Accounting = keine Zuordnung zu den Bewertungskategorien. Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfolgt weiterhin nach IAS 39.

Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Hierarchie) zugeordnet. Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt. Hinsichtlich der Definition der Fair-Value-Hierarchiestufen und der zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie deren Bewertung wird auf den Konzernabschluss 2020 verwiesen. Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet werden:

Fair-Value-Hierarchie

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30.06.2021
EUR Mio. Stufe I Stufe II Stufe III Summe
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Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - 3,8 - 3,8
Wertpapiere 87,1 - - 87,1
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - 3,7 - 3,7
Gesamt 87,1 7,5 - 94,6
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) -
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - 2,1 - 2,1
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - 2,2 - 2,2
Gesamt - 4,3 - 4,3

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31.12.2020
EUR Mio. Stufe I Stufe II Stufe III Summe
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Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - 4,0 - 4,0
Wertpapiere 83,7 - - 83,7
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - 12,0 - 12,0
Gesamt 83,7 16,0 - 99,7
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - 3,5 - 3,5
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - - - -
Gesamt - 3,5 - 3,5

Die Marktwertermittlung in Stufe I erfolgt auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte und Schulden. Für alle Wertpapiere der Gesellschaft liegen notierte Preise an einem aktiven Markt vor. Alle Wertpapiere sind der Stufe I zuzuordnen.

Die in Stufe II eingestuften Finanzinstrumente werden mittels Bewertungsverfahren auf Basis von Parametern, die entweder direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden, bewertet. Hierzu zählen prinzipiell derivative Finanzinstrumente, innerhalb und außerhalb von Sicherungsbeziehungen.

In Stufe III erfolgt die Marktwertermittlung auf der Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Siltronic kontrolliert jährlich, ob die Finanzinstrumente ordnungsmäßig den Hierarchiestufen zugeordnet sind. Im Vergleich zum letzten Konzernjahresabschluss lagen keine Änderungen bei den Bewertungsmethoden vor und es ergaben sich keine nicht wiederkehrenden Fair-Value-Bewertungen. Auch traten keine Umgliederungen bei den Hierarchiestufen auf.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Ausweispflichten nach IAS 24 betreffen Geschäftsvorfälle (a) mit dem Minderheitsgesellschafter Wacker Chemie AG und dessen beherrschendem Gesellschafter Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG), (b) der Pensionskasse und (c) mit den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft.

Die folgenden Beträge sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten und resultieren aus Geschäftsvorfällen mit der Wacker Chemie AG (Vorjahreswerte berücksichtigen auch die Pensionskasse der Wacker Chemie VvaG, von der Büroräume gemietet wurden):

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EUR Mio. H1 2021 H1 2020
Umsatzerlöse 0,3 0,4
Bezogene Lieferungen und Leistungen, überwiegend Herstellungskosten 78,2 75,8
Leasingaufwendungen (mehrere Funktionskosten) 0,1 0,2

Die folgende Tabelle betrifft Geschäftsvorfälle mit der Wacker Chemie AG, die in der Bilanz enthalten sind:

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EUR Mio. 30.06.2021 31.12.2020
Nutzungsrechte 1,5 1,6
Sonstige Vermögenswerte 3,7 1,9
Vorräte 17,4 14,3
Leasingverbindlichkeiten 1,5 1,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14,8 13,7

Ertragsteuern

Die Berechnung von effektiven Ertragsteuern erfolgte unverändert zu den Methoden, die zum Jahresende angewendet wurden, wobei bei der Ermittlung des Steueraufwands auf den Bilanzstichtag dieses Zwischenabschlusses abgestellt wurde. Die alternative Möglichkeit nach IAS 34, wonach eine Schätzung zugrunde gelegt wird, wurde nicht angewendet. Aktive latente Steuern wurden auf temporäre Differenzen aktiviert, soweit diese zu wahrscheinlich realisierbaren Steuervorteilen innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung führen.

Fremdwährungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Konzernunternehmen ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese Unternehmen ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital zu historischen Kursen und Aufwendungen sowie Erträge zum Durchschnittskurs des jeweiligen Quartals umgerechnet. Die sich gegenüber den Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital gesondert unter "Übrige Eigenkapitalposten" ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Wechselkurse im Verhältnis zum Euro:

Wechselkurse

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Stichtagswerte Durchschnittswerte
ISO-Code 30.6.2021 30.6.2020 31.12 2020 Q2 2021 H1 2021
--- --- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,19 1,12 1,23 1,21 1,21
Japanischer Yen JPY 132 121 127 132 130
Singapur-Dollar SGD 1,60 1,57 1,63 1,61 1,61

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Durchschnittswerte
H1 2020
--- ---
US-Dollar 1,10
Japanischer Yen 119
Singapur-Dollar 1,54

Wesentliche Ereignisse der Berichtsperiode und Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode zum 30. Juni 2021

Der Aufsichtsrat der Siltronic AG hat am 27. Juli 2021 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, am bestehenden Standort in Singapur eine weitere 300 mm-Fabrik zu errichten.

München, den 27. Juli 2021

Der Vorstand der Siltronic AG

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Dr. Christoph von Plotho Rainer Irle
(CEO) (CFO)

Weitere Informationen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, den 27. Juli 2021

Der Vorstand der Siltronic AG

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Dr. Christoph von Plotho Rainer Irle
(CEO) (CFO)

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Siltronic AG, München

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, KonzernGesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Siltronic AG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 27. Juli 2021

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Hanshen Ratkovic
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

26. Oktober 2021 Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2021

Kontakt

Petra Müller

Leiterin Investor Relations & Communications

Telefon +49 89 8564 3133

[email protected]

Impressum

Herausgeber

Siltronic AG

Einsteinstr. 172

81677 München, Deutschland

Telefon +49 89 8564 3000

[email protected]

Hinweis zum Zwischenbericht

Dieser Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.

Dieser Zwischenbericht steht elektronisch als PDF zur Verfügung.

Disclaimer

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (zum Beispiel Kunde, Mitarbeiter) verwendet.

Siltronic AG

Einsteinstraße 172 81677

München, Deutschland

Telefon +49 89 8564 3000

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