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Siltronic AG Interim / Quarterly Report 2017

Apr 27, 2017

392_10-q_2017-04-27_de3389b0-b939-46e7-86c1-8aec923d1447.pdf

Interim / Quarterly Report

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Januar – März 2017

QUARTALSMITTEILUNG Q1/2017

Quartalsübersicht

Q1 2017 Q4 2016 Q1 2016
Gewinn- und Verlustrechnung (in EUR Mio.)
Umsatzerlöse 258,0 246,3 220,6
Bruttoergebnis 59,4 53,7 33,7
Bruttomarge % 23,0 21,8 15,3
EBITDA 53,0 50,5 23,6
EBITDA-Marge % 20,5 20,5 10,7
EBIT 23,4 20,0 –5,6
EBIT-Marge % 9,1 8,1 –2,5
Finanzergebnis – 2,4 – 2,4 –3,8
Ertragsteuern – 4,0 – 2,1 –2,1
Periodenergebnis 17,0 15,5 – 11,5
Ergebnis je Aktie EUR 0,56 0,51 – 0,34
ROCE % 12,9 10,9 –3,0
Investitionen und Free-Cashflow (in EUR Mio.)
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 19,3 23,9 20,4
Free-Cashflow 31,3 10,0 –6,7
31.03.2017 31.12.2016
Bilanz (in EUR Mio.)
Bilanzsumme 1.097,2 1.056,8
Eigenkapital 475,1 425,3
Eigenkapitalquote
%
43,3 40,2
Nettofinanzvermögen 209,1 175,0
Mitarbeiter 3.728 3.757

Unternehmensprofil

Siltronic ist einer der weltweit führenden Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium mit einem Durchmesser bis zu 300 mm und Partner vieler führender Chiphersteller. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk hochmoderner Produktionsstätten in Asien, Europa und den USA. Siliziumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik und bilden die Basis für Halbleiterchips z.B. in Computern, Smartphones, Navigationssystemen sowie in vielen anderen Anwendungen. Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die künftige Steigerung des Unternehmenswerts.

Inhalt

13 Konzern-Finanzzahlen

Kommentar zum ersten Quartal 2017

Der Geschäftsverlauf der ersten drei Monate 2017 war sehr positiv. Die Nachfrage nach Siliziumwafern bleibt stark und ist höher als das produzierte Wafervolumen. Die Waferpreise steigen weiter sequentiell an.

Die Siltronic AG ist sehr erfolgreich in das Geschäftsjahr 2017 gestartet. Wie erwartet, war die Nachfrage nach unseren Wafern weiter sehr stark und deutlich höher als das produzierte Wafervolumen.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 konnten wir eine deutliche Volumensteigerung der nachgefragten Waferfläche verzeichnen.

Unsere Produktion ist bei 300 mm- und 200 mm-Wafern bereits seit dem dritten Quartal 2016 voll ausgelastet. Die Nachfrage nach Wafern mit Durchmessern kleiner 200 mm ist ebenfalls gestiegen und die Auslastung ist auch hier inzwischen sehr hoch.

"Die Wafernachfrage übersteigt weiterhin das bestehende Angebot. Daher zeigt sich bei Vertragsverhandlungen die Tendenz, dass unsere Kunden auslaufende Verträge immer früher neu verhandeln und neue Verträge mit längerer Laufzeit abschließen wollen, um einem eventuellen Waferengpass vorzubeugen." (Dr. Christoph von Plotho, CEO Siltronic AG)

Wie 2016 angekündigt, haben wir ab dem ersten Quartal 2017 die Waferpreise bei Kundenverträgen, die zur Neuverhandlung anstanden, angehoben. Für das zweite Quartal haben wir weitere Preiserhöhungen verhandelt und sehen auch einen positiven Preistrend für das dritte Quartal. Der Wafermarkt sieht jetzt endlich die schon lange erwarteten Preiskorrekturen.

Die Auswirkungen der Preiserhöhungen werden sich 2017 sequentiell in unserem Umsatz widerspiegeln, da Kundenverträge aufgrund bestehender Vertragsstrukturen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Verlauf des Geschäftsjahres neu verhandelt werden.

Obwohl sich die durchschnittlichen Verkaufspreise bei 300 mm-Wafern im ersten Quartal teilweise signifikant erhöht haben, sind sie noch nicht auf einem Niveau, das einen Kapazitätsausbau in unserer bestehenden Produktion wirtschaftlich rechtfertigen würde.

"Das erste Quartal 2017 war wie erwartet stark und wir sehen aufgrund der hohen Nachfrage sehr positive Preisentwicklungen bei 300 mm-Wafern. Die Preise für 200 mm-Wafer entwickeln sich ebenfalls positiv, jedoch nicht in dem Maße wie bei 300 mm. Die durchschnittlichen Verkaufspreise sind im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum ersten Quartal 2016, aber auch sequentiell zum vierten Quartal 2016 deutlich gestiegen. Dieser Trend setzt sich im zweiten Quartal fort. Wir rechnen auch im dritten Quartal mit weiter steigenden Waferpreisen." (Dr. Christoph von Plotho)

Die EBITDA-Marge lag mit 20,5 Prozent auf dem Niveau des Vorquartals.

"Die durchschnittlichen Verkaufspreise lagen deutlich höher, jedoch war die Kostenbelastung im ersten Quartal wie üblich etwas höher als im vierten Quartal. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir weiter steigende Margen." (Rainer Irle, CFO Siltronic AG)

Insgesamt sehen wir die Umsatzentwicklung für das Gesamtjahr 2017 noch positiver als bei der Veröffentlichung unseres Geschäftsberichts Mitte März. Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt, dass der Umsatz bei mindestens EUR 1,06 Mrd. und die EBITDA-Marge bei mindestens 23 Prozent liegen wird.

Aufgrund des höheren Bedarfs an leading edge-Produkten haben uns einige Kunden für die notwendigen Investitionen in bestimmte Produktionsanlagen Kundenanzahlungen in Höhe von rund USD 20 Mio. angeboten. Die Verhandlungen hierzu haben wir im ersten Quartal 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die Anzahlungen haben wir teilweise bereits erhalten und werden diese im Laufe des Geschäftsjahres 2017 in zusätzliche Produktionsanlagen investieren. Dies wird nicht unsere Gesamtkapazität erhöhen, jedoch unseren Produktmix verbessern.

Unsere geplanten Investitionen von rund EUR 100 Mio. betreffen die Fortführung bereits begonnener Automatisierungsprojekte sowie den Austausch von Kristallziehanlagen in Freiberg, mit dem wir im dritten Quartal 2016 begonnen haben. Wir werden bei unseren Investitionen auch weiterhin die Themen Kostenoptimierung und Verbesserung der Ausbeuten, die sich in künftigen Kosteneinsparungen niederschlagen, im Fokus haben. Zusätzlich werden wir rund EUR 20 Mio. in die Produktmixverbesserung investieren.

Aufgrund der derzeit hohen Nachfrage steht derzeit die Outputmaximierung im Vordergrund. Daher gehen wir davon aus, dass wir Kosteneinsparungen von lediglich EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. erzielen werden.

Siltronic hat im ersten Quartal 2017 einen deutlich positiven Free-Cashflow von EUR 31,3 Mio. erwirtschaftet.

"Die erfolgreichen Preisverhandlungen, aber auch der Volumenanstieg gegenüber dem ersten Quartal 2016 und zugleich weitere Kostensenkungen spiegeln sich in unserem Free-Cashflow wider. Wir erwarten für 2017 einen sehr positiven Free-Cashflow, der weit über dem des Vorjahres liegen wird. Der Zufluss an neuen Kundenanzahlungen und die Rückzahlung bestehender Anzahlungen dürften sich in diesem Jahr die Waage halten."

(Rainer Irle)

Die Siltronic-Aktie hat sich im ersten Quartal positiv entwickelt. Am 31. März 2017 lag der Xetra-Schlusskurs bei EUR 62,44. Damit konnte sie 42 Prozent seit dem 30. Dezember 2016 (EUR 44,03) zulegen. Die Marktkapitalisierung der Siltronic AG betrug knapp EUR 1,9 Mrd.

Die Wacker Chemie AG hat ihren Anteilsbesitz an Siltronic vermindert und hielt zum 15. März 2017 30,8 Prozent der Aktien. Im Zuge der Aktienplatzierung durch die Wacker Chemie AG haben wir Stimmrechtsmitteilungen von Fidelity Management & Research, USA, über 10,0 Prozent sowie von Coltrane, USA, über 5,16 Prozent erhalten.

Das Handelsvolumen im Xetra-Handelssystem hat aufgrund eines erhöhten Streubesitzes deutlich zugenommen. Im Zeitraum Januar bis März haben durchschnittlich 143.394 Siltronic-Aktien pro Tag den Besitzer gewechselt.

Kursverlauf der Siltronic-Aktie 2017 (indexiert)

in %

Wirtschaftliche Entwicklung Januar bis März 2017

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragsentwicklung

Umsatzerlöse durch Preiserhöhungen und sehr hohe Absatzfläche getrieben

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
Umsatzerlöse 258,0 220,6 37,4 17,0

Der Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2017 war stark. Umsatz und Ergebnis haben sich besser entwickelt als zu Beginn des Geschäftsjahres angenommen.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres haben höhere Durchschnittspreise und eine gestiegene Waferfläche zu einer deutlichen Umsatzsteigerung beigetragen. Der vorteilhafte Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar, der wichtigsten Fremdwährung der Siltronic, hat ebenfalls zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Der US-Dollar lag im ersten Quartal 2017 im Durchschnitt bei 1,06 und war damit 3 Prozent stärker als im ersten Quartal des Vorjahres. Damals notierte der US-Dollar im Durchschnitt bei 1,10.

Der Umsatz im ersten Quartal 2017 lag sequentiell 5 Prozent über dem hohen Umsatz des vierten Quartals 2016.

Bruttomarge deutlich gestiegen, Herstellungskosten je Waferfläche erneut gesunken

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
Herstellungskosten 198,6 186,9 11,7 6,3
Bruttoergebnis 59,4 33,7 25,7 76,3
Bruttomarge in % 23,0 15,3

Im Vergleich zur Umsatzerhöhung von 17 Prozent haben die Herstellungskosten lediglich um 6 Prozent zugenommen. Dies ist im Wesentlichen auf die erhöhte Absatzmenge zurückzuführen. Aufgrund unserer erfolgreichen Kostensenkungsprogramme waren die Herstellungskosten je Waferfläche jedoch rückläufig. Das Bruttoergebnis war mit EUR 59,4 Mio. 76 Prozent höher als im ersten Quartal des Vorjahres und knapp 11 Prozent höher als im starken vierten Quartal 2016. Die Bruttomarge ist von 15,3 Prozent im ersten Quartal 2016 auf 23,0 Prozent gestiegen. Damit hat sie sich auch im Vergleich zum vierten Quartal 2016 (21,8 Prozent) erhöht.

Aufwendungen für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung leicht gestiegen

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
Vertriebskosten 8,3 8,0 0,3 3,8
Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) 16,9 16,2 0,7 4,3
Allgemeine Verwaltungskosten 6,0 5,5 0,5 9,1
Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung 31,2 29,7 1,5 5,1
in Prozent vom Umsatz 12,1 13,5

Die Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung sind in erster Linie durch erhöhte ergebnisabhängige Personalaufwendungen verursacht.

Der prozentuale Anteil im Verhältnis zum Umsatz ist aufgrund des höheren Umsatzes von 13,5 Prozent auf 12,1 Prozent zurückgegangen.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen weiterhin von Währungssicherungen dominiert

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
Sonstige betriebliche Erträge 14,9 16,5 – 1,6 – 9,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 19,7 – 26,1 6,4 – 24,5
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto –4,8 –9,6 4,8 –50,0
davon Wechselkurseffekte – 4,5 – 9,7 5,2

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist stark von Wechselkursgewinnen und -verlusten, insbesondere den Maßnahmen zur Währungssicherung geprägt. Diese Währungssicherungen betreffen den US-Dollar und den Japanischen Yen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen in Höhe von EUR –4,8 Mio. lag deutlich unter dem ersten Quartal 2016.

Die Belastung aus Wechselkurseffekten hat gegenüber dem Vergleichsquartal spürbar um EUR 5,2 Mio. abgenommen.

EBITDA-Marge fast verdoppelt

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
EBIT 23,4 – 5,6 29,0 >100,0
EBIT-Marge in % 9,1 – 2,5
Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen 29,6 29,2 0,4 1,4
EBITDA 53,0 23,6 29,4 >100,0
EBITDA-Marge in % 20,5 10,7

Das EBIT hat sich im Zeitraum Januar bis März 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um EUR 29,0 Mio. sehr stark verbessert. Da die Aufwendungen für Währungssicherung zurückgegangen sind, ist die Verbesserung des EBIT höher ausgefallen als die Verbesserung der Bruttomarge. Die EBIT-Marge hat im ersten Quartal 2017 9,1 Prozent erreicht. Im Vergleich zum vierten Quartal 2016 hat sich das EBIT um EUR 3,4 Mio. verbessert.

Da sich die Abschreibungen kaum verändert haben, gleicht die Verbesserung des EBIT fast der Verbesserung des EBITDA. Das EBITDA hat sich gegenüber dem ersten Quartal 2016 mehr als verdoppelt. Im ersten Quartal 2017 haben wir ein EBITDA von EUR 53,0 Mio. erreicht. Die EBITDA-Marge ist von 10,7 Prozent auf 20,5 Prozent gestiegen. Sequentiell zum vierten Quartal lag das EBITDA EUR 2,5 Mio. höher. Die EBITDA-Marge hatte im Vorquartal ebenfalls 20,5 Prozent betragen. Die stabile EBITDA-Marge im ersten Quartal 2017 gegenüber dem vierten Quartal 2016 ist auf eine übliche höhere Kostenbelastung im ersten Quartal des Geschäftsjahres zurückzuführen.

Finanzergebnis ebenfalls verbessert

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
Zinserträge 0,3 0,4 – 0,1 –25,0
Zinsaufwendungen – 0,3 – 1,9 1,6 –84,2
Übriges Finanzergebnis – 2,4 – 2,3 – 0,1 4,3
Finanzergebnis –2,4 –3,8 1,4 –36,8

Der Rückgang des Zinsaufwands ist auf geringere Zinseffekte für Währungssicherungen zurückzuführen.

Das übrige Finanzergebnis enthält im Wesentlichen die Effekte aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen.

7

Steuerquote bei 19 Prozent

Veränderung
EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Betrag in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 21,0 – 9,4 30,4 >100,0
Aufwand für Ertragsteuern – 4,0 – 2,1 – 1,9 90,5
Periodenergebnis 17,0 – 11,5 28,5 >100,0
Steuerquote in % 19

Effektive Steuern sind bei der Siltronic Corporation in den USA, in Singapur bei der Siltronic Singapore Pte. und bei der Siltronic AG angefallen.

Die Behandlung latenter Steuern erfolgte unverändert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016.

Periodenergebnis von EUR 17,0 Mio., Ergebnis je Aktie EUR 0,56

Im ersten Quartal 2017 wurde mit EUR 17,0 Mio. ein deutlicher Gewinn erzielt. Dies ist auf Preiserhöhungen, den gestiegenen Flächenabsatz und die erfreuliche Entwicklung der Herstellungskosten je Waferfläche zurückzuführen.

Das Ergebnis je Aktie belief sich im ersten Quartal 2017 auf EUR 0,56.

Vermögens- und Finanzlage

Durch den sehr guten Free-Cashflow haben sich der Bestand an liquiden Mitteln und die Festgelder erhöht. Damit ist die Bilanzsumme zum 31. März 2017 auf EUR 1.097,2 Mio. gestiegen.

Langfristige Vermögenswerte abschreibungsbedingt geringer

EUR Mio. 31.03.2017 31.12.2016 Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 25,8 26,4 – 0,6
Sachanlagen 514,6 519,8 – 5,2
Sonstige Vermögenswerte 6,6 7,9 – 1,3
Langfristige Vermögenswerte 547,0 554,1 –7,1

Der Rückgang der Sachanlagen im Vergleich zum 31. Dezember 2016 resultiert überwiegend daraus, dass die planmäßigen Abschreibungen im Berichtszeitraum höher waren als die Zugänge. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im Berichtsquartal EUR 19,3 Mio.

Kurzfristige Vermögenswerte durch positiven Free-Cashflow gestiegen

EUR Mio. 31.03.2017 31.12.2016 Veränderung
Vorräte 144,3 140,9 3,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 128,4 118,2 10,2
Sonstige Vermögenswerte 26,8 28,2 –1,4
Liquide Mittel und Festgelder 250,7 215,4 35,3
Kurzfristige Vermögenswerte 550,2 502,7 47,5

Der im Vergleich zum vierten Quartal 2016 höhere Umsatz hatte steigende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. März 2017 zur Folge.

Der Free-Cashflow, der im ersten Quartal generiert wurde, führte zu einem Anstieg der liquiden Mittel und Festgeldanlagen.

Eigenkapital gestiegen, langfristige Schulden gesunken

EUR Mio. 31.03.2017 31.12.2016 Veränderung
Eigenkapital 475,1 425,3 49,8
Pensionsrückstellungen 371,4 395,1 – 23,7
Finanzierungsverbindlichkeiten 41,6 40,4 1,2
Sonstige Verbindlichkeiten 46,1 44,4 1,7
Langfristige Schulden 459,1 479,9 –20,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82,3 81,6 0,7
Sonstige Verbindlichkeiten 80,7 70,0 10,7
Kurzfristige Schulden 163,0 151,6 11,4

Die Erhöhung des Eigenkapitals um EUR 49,8 Mio. ist zum einen auf den Quartalsgewinn von EUR 17,0 Mio. zurückzuführen und zum anderen auf höhere Diskontierungszinssätze bei Pensionsrückstellungen.

Die langfristigen Schulden sind zum 31. März 2017 auf EUR 459,1 Mio. gesunken und betrugen damit 42 Prozent der Bilanzsumme.

Höhere Zinssätze bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen führten zu einem Rückgang der langfristigen Schulden. Zum 31. März 2017 wurde die Pensionsrückstellung in Deutschland mit 2,07 Prozent verglichen mit 1,94 Prozent zum 31. Dezember 2016 abgezinst. Die Veränderung des Zinssatzes in den USA war unwesentlich.

9

Free-Cashflow von EUR 31,3 Mio. generiert

EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016 Veränderung
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 48,7 26,8 21,9
Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen – 17,4 – 33,5 16,1
Free-Cashflow 31,3 –6,7 38,0
Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen – 17,4 – 33,5 16,1
Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf von Festgeld – 8,6 20,0 – 28,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit –26,0 –13,5 –12,5

Aufgrund des starken Quartalsergebnisses lag der Free-Cashflow im ersten Quartal 2017 bei EUR 31,3 Mio.

Im Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sind Anzahlungen in Höhe von EUR 5,5 Mio. enthalten, die wir von Kunden im Berichtsquartal erhalten haben. In den nächsten Quartalen des Geschäftsjahres 2017 werden weitere Anzahlungen folgen. Die verhandelten Anzahlungen für das Gesamtjahr 2017 belaufen sich auf rund USD 20 Mio. Diese Anzahlungen werden für notwendige Investitionen in Produktionsanlagen für leading edgeTechnologie verwendet. Sie dienen damit der Optimierung des Produktmix und stellen keine Erhöhung der Gesamtkapazität dar.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen von EUR 17,4 Mio. betreffen hauptsächlich den Austausch alter gegen state-of-the-art Kristallziehanlagen in Freiberg sowie die weitere Automatisierung der Produktion.

Nettofinanzvermögen erreicht neuen Höchststand

EUR Mio. 31.03.2017 31.12.2016 Veränderung
Finanzierungsverbindlichkeiten –41,6 – 40,4 – 1,2
Liquide Mittel 161,4 136,4 25,0
Festgelder 89,3 79,0 10,3
Nettofinanzvermögen 209,1 175,0 34,1

Aufgrund des Free-Cashflows lag das Nettofinanzvermögen zum 31. März 2017 bei EUR 209,1 Mio. Mit EUR 161,4 Mio. entfällt der größte Teil auf die liquiden Mittel.

Der ROCE betrug im ersten Quartal 2017 12,9 Prozent gegenüber –3 Prozent im ersten Quartal 2016. Treibender Faktor war das EBIT. Das leicht gesunkene Capital Employed hatte keine nennenswerte Auswirkung auf den ROCE.

Risikoänderungsbericht

Wir haben im Geschäftsbericht 2016 die wesentlichen Risiken in unserem Risikobericht ( 68 bis 79) dargestellt. Im ersten Quartal 2017 haben wir keine wesentlichen Risikoänderungen identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind derzeit nicht bekannt.

Unveränderte Risikobeurteilung für 2017 (Stand 27. April 2017)

Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen
Risiko Gering Möglich Hoch Veränderung
ggü. GB 20161)
Niedrig Mittel Groß Veränderung
ggü. GB 20161)
Gesamtumfeld
Konjunktureller Abschwung
Externe Risiken
Branchen- und Absatzmarktrisiken
Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden,
Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt
Anpassung Produktionsanlagen
Zusätzliche Kosten durch Stilllegung
Produktentwicklungsrisiken
Beschaffungsmarktrisiken
Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen
Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen
Produktions- und Produkthaftungsrisiken
Produkthaftungs- und Produktionsrisiken
Effizienz- und Produktionskostenziele
Rechtliche und regulatorische Risiken
Allgemeine rechtliche Risiken
Umweltrechtliche Risiken
Regulatorische Risiken
Sicherheit der IT und Daten
Personalrisiken
Pensionsrisiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiko Finanzinstitute
Kreditrisiko Kunden
Marktpreis-/Währungsrisiko
Liquiditätsrisiko

1) GB: Geschäftsbericht unverändert á erhöht â verringert

Prognoseänderungsbericht

Im Rahmen dieser Quartalsmitteilung passen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017 für den Umsatz, den ROCE, die EBITDA-Marge, die Kosteneinsparung sowie die Steuerquote an.

Umsatz

Wir erwarten weiterhin, dass der Waferabsatz 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht steigen wird. Im ersten Quartal konnten wir, wie erwartet, teilweise signifikante Preiserhöhungen bei 300 mm-Wafern erzielen. Auch die Preise für 200 mm-Wafer entwickeln sich positiv. Für das zweite Quartal haben wir weitere Preiserhöhungen verhandelt und erwarten einen weiterhin positiven Preistrend im dritten Quartal. Daher gehen wir davon aus, dass unser Umsatz bei mindestens EUR 1,06 Mrd. liegen wird.

ROCE

Der ROCE wird nach aktuellen Erwartungen deutlich über den Kapitalkosten liegen.

EBITDA-Marge

Wir erwarten weiterhin, dass die EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2017 bei mindestens 23 Prozent liegen wird.

Kosteneinsparung

Aufgrund der hohen Nachfrage nach unseren Wafern und der anhaltenden Vollauslastung der Produktion, steht die Outputmaximierung im Vordergrund. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir 2017 Kosteneinsparungen in Höhe von EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. realisieren werden.

Steuerquote

Wir gehen davon aus, dass die Steuerquote bei 20 Prozent oder etwas niedriger liegen wird.

Prognose
27. April 2017
Prognose
14. März 2017
Veränderung
EBITDA-Marge mind. 23 % mind. 20 % á
ROCE erheblich über dem Vorjahr,
deutlich über den Kapitalkosten
erheblich über dem Vorjahr,
in etwa im Bereich der Kapitalkosten
á
Free-Cashflow deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016
Konzernumsatz mind. EUR 1,06 Mrd. mind. EUR 1 Mrd. á
F&E weiterhin ca. 7 % vom Umsatz weiterhin ca. 7 % vom Umsatz
Kostenpositionen Einsparpotenzial von rund EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. Einsparpotenzial von rund EUR 20 Mio. bis EUR 25 Mio. â
Aufwand aus Maß
nahmen zur Wäh
rungssicherung
rund EUR 10 Mio. rund EUR 10 Mio.
Abschreibungen auf dem Niveau von 2016 auf dem Niveau von 2016
Steuerquote 20 % oder etwas niedriger 20 % bis 25 % â
Finanzergebnis circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand
Investitionen rund EUR 100 Mio. rund EUR 100 Mio.
Ergebnis je Aktie deutliche Steigerung gegenüber 2016 deutliche Steigerung gegenüber 2016

Prognose 2017 (Stand 27. April 2017)

unverändert á erhöht â verringert

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode zum 31. März 2017 sind bis zur Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung nicht eingetreten.

München, den 27. April 2017 Der Vorstand der Siltronic AG

Dr. Christoph von Plotho Rainer Irle (CEO) (CFO)

Konzern-Finanzzahlen

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016
Umsatzerlöse 258,0 220,6
Herstellungskosten – 198,6 – 186,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 59,4 33,7
Vertriebskosten – 8,3 – 8,0
Forschungs- und Entwicklungskosten – 16,9 – 16,2
Allgemeine Verwaltungskosten – 6,0 – 5,5
Sonstige betriebliche Erträge 14,9 16,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 19,7 – 26,1
Betriebsergebnis 23,4 –5,6
Zinserträge 0,3 0,4
Zinsaufwendungen – 0,3 – 1,9
Übriges Finanzergebnis – 2,4 – 2,3
Finanzergebnis –2,4 –3,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 21,0 – 9,4
Ertragsteuern – 4,0 – 2,1
Periodenergebnis 17,0 –11,5
davon
auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend 16,7 – 10,2
auf andere Gesellschafter entfallend 0,3 – 1,3
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert/ verwässert) 0,56 – 0,34

Konzernbilanz

EUR Mio. 31.03.2017 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte 25,8 26,4
Sachanlagen 514,6 519,8
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0,6 1,9
Aktive latente Steuern 6,0 6,0
Langfristige Vermögenswerte 547,0 554,1
Vorräte 144,3 140,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 128,4 118,2
Festgelder 89,3 79,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 14,3 16,8
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 12,3 11,2
Ertragsteuerforderungen 0,2 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 161,4 136,4
Kurzfristige Vermögenswerte 550,2 502,7
Summe Aktiva 1.097,2 1.056,8
EUR Mio. 31.03.2017 31.12.2016
Gezeichnetes Kapital 120,0 120,0
Kapitalrücklage 974,6 974,6
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis – 438,3 –455,0
Übrige Eigenkapitalposten – 174,9 –207,7
Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital 481,4 431,9
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital – 6,3 – 6,6
Eigenkapital 475,1 425,3
Pensionsrückstellungen 371,4 395,1
Andere Rückstellungen 37,5 36,8
Passive latente Steuern 2,5 2,5
Finanzierungsverbindlichkeiten 41,6 40,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,3 1,2
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 5,8 3,9
Langfristige Schulden 459,1 479,9
Andere Rückstellungen 5,8 7,8
Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten 8,9 6,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82,3 81,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8,9 9,8
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 57,1 45,8
Kurzfristige Schulden 163,0 151,6
Schulden 622,1 631,5
Summe Passiva 1.097,2 1.056,8

Konzern-Kapitalflussrechnung

EUR Mio. Q1 2017 Q1 2016
Periodenergebnis 17,0 – 11,5
Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen 29,6 29,2
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 1,9 – 3,3
Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen 0,6 0,2
Zinsergebnis 0,0 1,5
Gezahlte Zinsen – 1,6
Erhaltene Zinsen 0,3 0,3
Steueraufwand 4,0 2,1
Steuerzahlungen – 1,6 – 1,6
Veränderung der Vorräte – 2,2 – 3,8
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 8,0 2,4
Veränderung der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte – 6,9 – 5,1
Veränderung der latenten Steuern 0,0 0,5
Veränderung der Rückstellungen 3,4 5,6
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 4,2 8,0
Veränderung der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Verbindlichkeiten 14,8 3,9
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 48,7 26,8
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – 17,4 – 33,5
Erwerb von Festgeldern – 31,8 – 20,0
Einzahlung aus Festgeldern 23,2 40,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit –26,0 –13,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 0,0
Veränderung aus Wechselkursänderungen 2,3 0,6
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25,0 13,9
Stand am Periodenanfang 136,4 154,5
Stand am Periodenende 161,4 168,4

Finanzkalender

  1. Mai 2017 Hauptversammlung, München 28. Juli 2017 Zwischenbericht zum 2. Quartal 2017 26. Oktober 2017 Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2017

Kontakt

Petra Müller Director, Head of Investor Relations & Communications Telefon +49 89 8564 3133 Telefax +49 89 8564 3904 [email protected]

Impressum

Herausgeber Siltronic AG Hanns-Seidel-Platz 4 81737 München, Deutschland Telefon +49 89 8564 3000 Telefax +49 89 8564 3219 [email protected]

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Hinweis zur Quartalsmitteilung

Diese Quartalsmitteilung liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Diese Quartalsmitteilung steht elektronisch als PDF zur Verfügung.

Disclaimer

Diese Quartalsmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieser Quartalsmitteilung sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (zum Beispiel Kunde, Mitarbeiter) verwendet.

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