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Siltronic AG — Annual Report 2018
Mar 29, 2019
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Annual Report
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Siltronic AG
München
Geschäftsbericht 2018 der Siltronic AG
Konzern-Kennzahlen
Siltronic AG
Gewinn- und Verlustrechnung
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.456,7 | 1.177,3 | |
| Bruttoergebnis | 631,9 | 370,3 | |
| Bruttomarge | % | 43,4 | 31,5 |
| EBITDA | 589,3 | 353,1 | |
| EBITDA-Marge | % | 40,5 | 30,0 |
| EBIT | 497,7 | 235,7 | |
| EBIT-Marge | % | 34,2 | 20,0 |
| Finanzergebnis | - 9,3 | - 8,5 | |
| Ertragsteuern | - 87,8 | - 35,0 | |
| Periodenergebnis | 400,6 | 192,2 | |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 12,44 | 6,18 |
| ROCE | % | 58,1 | 31,3 |
Investitionen und Netto-Cashflow
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 256,9 | - 123,2 |
| Netto-Cashflow | 240,4 | 124,8 |
Bilanz
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.818,2 | 1.252,4 |
| Eigenkapital | 915,7 | 637,9 |
| Eigenkapitalquote | % 50,4 | 50,9 |
| Nettofinanzvermögen | 691,3 | 342,1 |
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
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| 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|
| Effizienz des Einsatzes von Silizium (100 Prozent entspricht der Basis 2016) | % | 99 | 98 |
| Effizienz des Energieeinsatzes (100 Prozent entspricht der Basis 2016) | % | 92 | 95 |
| Anteil Waferfläche in Mehrwegverpackungen | % | 32 | 38 |
| Arbeitsunfälle pro eine Million Arbeitsstunden | Anzahl | 1,9 | 1,9 |
| Arbeitsunfälle mit Chemikalien pro Jahr | Anzahl | 0 | 1 |
| Mitarbeiter (ohne Zeitarbeitnehmer) | 3.914 | 3.730 |
Zukunftsfähig mit Wafern.
Wir handeln mit VISION.
"Wafer als Basis für Halbleiterbauelemente sind eine Grundvoraussetzung für die Digitalisierung."
Dr. Christoph von Plotho | Chief Executive Officer
50 Jahre Siltronic - das sind 50 Jahre Wafergeschichte. 2018 war ein sehr erfolgreiches Jahr. Hohe Wafernachfrage, Vollauslastung und hohe Profitabilität sind die Schlagworte, die das abgelaufene Geschäftsjahr charakterisieren. Und wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft. Die Digitalisierung unserer Welt, die mit der Generierung immer größerer Datenmengen einhergeht, schreitet unaufhörlich voran. Die Weichen für langfristiges Wachstum sind gestellt.
Wie charakterisieren Sie das vergangene Geschäftsjahr?
Dr. Christoph von Plotho: 2018 war durchweg positiv. Die extrem hohe Auslastung unserer Produktion, die wir seit Ende 2016 sehen, hat angehalten. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten wir unsere Waferpreise weiter erhöhen. Erwartungsgemäß sind die Preiserhöhungen jedoch moderater ausgefallen als 2017. Aufgrund der positiven Entwicklung 2018 haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisprognose unterjährig zweimal leicht erhöht.
Wie stellt sich das Geschäftsjahr 2018 konkret in Finanzkennzahlen dar?
Rainer Irle: Unser Umsatz lag bei EUR1.456,7 Mio. und das EBITDA bei EUR 589,3 Mio. Damit erreicht die EBITDA-Marge 40,5 Prozent. Der Netto-Cashflow kam auf EUR 240,4 Mio.
Das Ergebnis je Aktie hat sich verdoppelt und liegt nun bei EUR 12,44. Der Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 5. Mai 2019 daher vorschlagen, die Dividende auf EUR 5,00 je Aktie zu erhöhen.
Was waren die Haupttreiber für das gute Ergebnis?
Rainer Irle: Die positive Preisentwicklung hat hauptsächlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Nachfrage nach unseren Wafern war unverändert hoch. Da wir schon das ganze Jahr 2017 voll ausgelastet gewesen waren, konnten wir die Absatzmenge 2018 nur noch leicht steigern. Die Wafernachfrage kommt heute hauptsächlich aus fünf Endanwendungen. Zum einen dem PC-Bereich, der sich nach den Rückgängen in den letzten Jahren stabilisiert hat. Zum anderen von den wachsenden Bereichen Smartphones, Automotive, allgemeine Industrieanwendungen und Solid State Drives.
Der Siliziumanteil in Smartphones und Fahrzeugen steigt weiter. Sind es bei den Smartphones hauptsächlich immer mehr Speicher, Kameras und Sensoren, sind es beim Auto die Fahrerassistenzsysteme. Und auch wenn Elektromobilität heute in aller Munde ist, ist dies für uns eher ein Zukunftsmarkt. Wir sehen vor allem bei Solid State Drives (SSD) hohes Wachstum -bereits jetzt, aber auch morgen. Bei den Industrieanwendungen ist vor allem der Energiebereich interessant. Denn heute kommt es darauf an, Energie von Offshore-Windanlagen dorthin zu transportieren, wo sie benötigt wird.
Welche Highlights gab es aus operativer Sicht?
Dr. Christoph von Plotho: Wir investieren kontinuierlich in die Zukunft. So haben wir die Automatisierungsprojekte an unseren deutschen Standorten weiterverfolgt. In Freiberg ist das automatisierte deckengebundene Transportsystem nun komplett installiert und einsatzbereit. Hier haben wir nach erfolgreicher Testphase auch selbstfahrende Transportfahrzeuge in die Produktion eingeführt, um den Produktionsfluss zu optimieren und Abläufe zu standardisieren. Und natürlich beschäftigen wir uns mit dem Thema Digitalisierung und wie wir diese in unserem Unternehmen optimal einsetzen können. So testen wir seit 2018 den Einsatz von Datenbrillen in der Produktion, um bei technischen Problemen an ausländischen Standorten von Deutschland aus unterstützen zu können. Dies führt zu schnelleren Abläufen und weniger Missverständnissen im Team. Das absolute Highlight war natürlich der Spatenstich für unsere neue Kristallziehhalle in Singapur im Juni 2018. Mit diesem Schritt passen wir unsere Kristallziehkapazitäten an die Waferingkapazitäten an und sind für weiteres Wachstum gut gerüstet.
An dieser Stelle möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen großen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz aussprechen. Ohne diese motivierte Mannschaft hätten wir die diversen Herausforderungen nicht bewältigen können.
"Das Ergebnis je Aktie hat sich verdoppelt."
Rainer Irle | Chief Financial Officer
40,5 %
Die EBITDA-Marge hat sich 2018 sehr positiv entwickelt.
Das erfolgreiche Geschäftsjahr spiegelt sich nicht im Aktienkurs wider. Woran liegt das?
Dr. Christoph von Plotho: Insgesamt ist das Umfeld sehr volatil und die Aktienmärkte derzeit eher in einer Bärenphase. Dies trifft auch Halbleiterwerte. Es herrscht allgemeine Vorsicht bei Investoren, die den letzten Halbleiterzyklus vor zehn Jahren erlebt haben. Makroökonomische Entwicklungen wie der Handelsstreit zwischen den USA und China oder die Angst vor einem Zinsanstieg in den USA tragen ebenfalls zur Unsicherheit bei. Teilweise sind die Ausblicke unserer Kunden für das Jahr 2019 auch etwas vorsichtiger geworden, was allerdings oftmals mit sinkenden Preisen vor allem für Speicherchips zusammenhängt und weniger mit dem Bedarf an Waferfläche. Aus operativer Sicht ist es für uns schwer, die negative Kursentwicklung der Siltronic-Aktie nachzuvollziehen.
Das Thema Kapazitätsausbau schien Investoren und Analysten gleichermaßen zu beschäftigen. Wie sehen Sie die aktuelle Nachfrage- und Angebotssituation?
Dr. Christoph von Plotho: Grundsätzlich sind alle Wachstumstreiber intakt. Allerdings dürfte das Jahr moderat starten, insbesondere bei Speicheranwendungen und im Foundry-Bereich. Logik, Power- und Imagesensoren sind weiterhin stark. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Waferfläche mittelfristig weiter steigen wird. Das passt zu unseren Ausbauplänen, die über Langfristverträge mit Kunden abgesichert sind.
Wie sehen Ihre Investitionspläne für 2019 aus?
Rainer Irle: Unsere Investitionen werden sich auf rund EUR 350 Mio. belaufen. Dies klingt zunächst einmal viel, splittet sich jedoch in verschiedene Investitionsvorhaben auf. Neben unseren Basis-Investitionen werden wir die neue Ziehhalle in Singapur fertigstellen und anschließend beginnen, Kristallziehanlagen sukzessive einzubringen. Damit investieren wir weiter in Leading-Edge-Technologie, um die neuesten Design-Rule-Anforderungen unserer Kunden bedienen zu können. Zudem bauen wir auf Basis von Langfristverträgen unsere 300 mm-Kapazitäten 2020 weiter aus. Die Investitionen hierfür entfallen überwiegend auf das laufende Geschäftsjahr. Und wir investieren ebenfalls in zusätzliche Epi-Reaktoren aufgrund der guten Nachfrage nach epitaxierten Wafern, die eine hohe Wertschöpfung mit sich bringen. 2020 werden die Investitionen im Vergleich zu 2019 deutlich sinken.
Wie sieht die Siltronic-Strategie 2019 aus?
Dr. Christoph von Plotho: Wir bleiben unserer erfolgreichen Strategie treu. Zum einen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere führende Technologieposition im Wafergeschäft zu halten. In einer so schnelllebigen Industrie wie der Halbleiterindustrie müssen wir jeden Tag neuen Spezifikationen unserer Kunden gerecht werden. Die richtige Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu liefern, ist in unserer Branche unabdingbar. Daneben werden wir unsere kontinuierlichen Kostensparprogramme weiterverfolgen. Da die einfach zu realisierenden Maßnahmen bereits in den Vorjahren erfolgreich umgesetzt wurden, erwarten wir allerdings weniger Einsparpotenzial als in der Vergangenheit. Und natürlich wollen wir weiter profitabel wirtschaften.
Siltronic ist gut aufgestellt - auch was die Profitabilität anbelangt - und ich bin überzeugt, dass wir an der Spitze mithalten können.
Was erwarten Sie für 2019?
Dr. Christoph von Plotho: Derzeit erwarten wir, dass der Waferabsatz im ersten Halbjahr 2019 deutlich unter dem des zweiten Halbjahres 2018 liegen wird. Aufgrund der erwarteten Erholung des Marktumfelds im zweiten Halbjahr 2019 gehen wir jedoch für das Gesamtjahr bei leicht steigenden Durchschnittserlösen von einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres aus. Wir sehen uns mit Tarifsteigerungen und höheren Stromkosten in Deutschland konfrontiert, was sich natürlich auch auf unser Ergebnis niederschlagen wird. Wenn man das mit der Geschäftsentwicklung der letzten beiden Jahre vergleicht, wird 2019 ein herausforderndes Jahr für uns. Doch insgesamt bleibt ein positiver Blick auf den Halbleitermarkt. Auch deshalb werden wir auf Basis der abgeschlossenen Langfristverträge unsere Kapazitätserweiterungen in den Jahren 2019 und 2020 planmäßig umsetzen.
Sie gehen also von einem intakten Wachstumstrend aus?
Dr. Christoph von Plotho: Mittelfristig auf alle Fälle. Wenn wir uns die verschiedenen Endmärkte ansehen, ist es schwierig, nicht davon auszugehen. Auch wenn 2019 eher ein gedämpftes Jahr wird. Doch mittelfristig sehen wir Wachstum bei Solid State Drives (SSD), die ein erhebliches Potenzial haben, traditionelle Hard Disk Drives abzulösen. Der größte Verbraucher von Siliziumfläche ist immer noch das Smartphone, das von immer mehr Content getrieben wird. Weitere Schlagworte sind Big Data, Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme - um nur einige zu nennen.
An unsere Aktionäre
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im Jubiläumsjahr 2018 hat sich Siltronic mit exzellenten Geschäftsergebnissen selbst belohnt. Dank einer sehr hohen Auslastung ist es dem Unternehmen im Berichtsjahr gelungen, erneut den Umsatz und das Ergebnis signifikant zu steigern. Seit einem halben Jahrhundert versorgt Siltronic die Halbleiterindustrie mit ihrem wichtigsten Rohstoff - dem Siliziumwafer. Die fundamentalen Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der Siltronic sind sehr gut. Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche, die Vernetzung von Menschen und Maschinen nimmt zu, die Automatisierung und Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen ist in vollem Gange. Diese Transformationsprozesse werden auch weiterhin für hohe Wachstumsraten in der Halbleiterindustrie sorgen. Den Rohstoff für diese vierte industrielle Revolution liefert Siltronic. Gleichwohl wird der volatile Halbleitermarkt anspruchsvoll bleiben. Verschärfte technologische Anforderungen, starker Wettbewerb, gestiegene Energie- und Personalkosten sowie eine hohe Kapitalintensität sind Herausforderungen, denen sich das Unternehmen auch in Zukunft mit Kostendisziplin, Kreativität und technologischen Spitzenleistungen stellen muss und wird.
Wie im vergangenen Jahr sollen Sie als Aktionäre am Erfolg von Siltronic teilhaben, nicht zuletzt durch eine angemessene Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen daher, die Dividende auf EUR 5,00 je dividendenberechtigte Stückaktie zu erhöhen. Dies entspricht der vom Vorstand im September 2017 beschlossenen Dividendenpolitik, wonach etwa 40 Prozent des Konzerngewinns, der auf die Anteilseigner entfällt, ausgeschüttet werden sollen.
Kontinuierlicher Dialog mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2018 mit größtmöglicher Sorgfalt wahrgenommen. Dazu haben Vorstand und Aufsichtsrat vertrauensvoll im Unternehmensinteresse zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, dessen Tätigkeit überwacht und sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse sowohl schriftlich als auch mündlich eingehend und zeitnah über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und dessen strategische Weiterentwicklung sowie über die Risikolage, die Tätigkeit der internen Revision und Compliance-Themen. Der Aufsichtsrat bzw. die zuständigen Ausschüsse waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung frühzeitig eingebunden. Der Aufsichtsrat hatte stets Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen.
Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Auch außerhalb der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Aufsichtsrats standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in engem Kontakt mit dem Vorstand und wurden über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsratsplenums
Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Sitzungen - je zwei im ersten und im zweiten Halbjahr - statt. In Form der konstituierenden Sitzung unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 19. April 2018 fand außerdem eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt.
In der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 1. März 2018 befassten wir uns unter anderem - unter Einbeziehung des Abschlussprüfers, der in der Sitzung anwesend war - eingehend mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie mit den zugehörigen Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht und billigten diese. Weiter legte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Präsidialausschusses und auf Basis der ermittelten Zielerreichung die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 und die Ziele für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2018 fest.
Außerdem verabschiedeten wir den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung und beschäftigten uns mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 19. April 2018. Zudem berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2017 und den Beginn des Geschäftsjahres 2018.
Mit der Hauptversammlung am 19. April 2018 endete turnusmäßig die Wahlperiode sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre wurden von der Hauptversammlung für die neue Wahlperiode 2018 bis 2023 gewählt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer waren für diese Wahlperiode bereits Anfang März 2018 mit Wirkung ab dem Ende dieser Hauptversammlung gewählt worden. Unmittelbar nach der Hauptversammlung fand die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats statt. In dieser Sitzung wurden Dr. Tobias Ohler und Johann Hautz erneut als Vorsitzender bzw. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt. Zudem führte der Aufsichtsrat die Wahlen zur Ausschussbesetzung durch.
Am 14. Juni 2018 fand für die neuen Mitglieder des Aufsichtsrats eine Onboarding-Informationsveranstaltung statt, um diese mit dem Unternehmen vertraut zu machen. In der Aufsichtsratssitzung am gleichen Tag befassten wir uns unter anderem mit dem Gang der Geschäfte. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Ausbau des Standorts der Tochtergesellschaft Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. in Singapur und genehmigten eine Erhöhung des Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr 2018.
In der Aufsichtsratssitzung am 13. September 2018 befassten wir uns mit dem Bericht des Vorstands zum Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft. Ferner überprüfte der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und die Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG bildeten weitere Tagesordnungspunkte.
In seiner Sitzung am 29. November 2018 befasste sich der Aufsichtsrat, neben dem Bericht des Vorstands zum Gang der Geschäfte, mit der Planung des Siltronic-Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 sowie mit der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2021. Das vom Vorstand vorgestellte Budget 2019, einschließlich Finanz- und Investitionsplanung, wurde umfassend erörtert und verabschiedet. Schließlich erörterten wir die gesetzlichen Anforderungen, die sich aus der Umsetzung der europäischen Aktionärsrechterichtlinie ergeben können.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Um seine Aufgaben effizient wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: einen Prüfungsausschuss, einen Präsidialausschuss, einen Nominierungsausschuss und den gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem das Aufsichtsratsmitglied Bernd Jonas vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Arbeit in den Ausschüssen.
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr ein Mal. Er beschäftigte sich mit den Personalangelegenheiten des Vorstands, dessen Vergütung und bereitete in diesem Zusammenhang die Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums über die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung vor.
Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2018 zu vier Sitzungen zusammen und fasste einen Beschluss zur Wahl des Prüfungsausschussvorsitzenden am Rande der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 19. April 2018. Der Prüfungsausschuss befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lageberichten. Zudem erörterte er die Quartalsmitteilungen und im Beisein des Abschlussprüfers den Halbjahresbericht und dessen prüferische Durchsicht. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung 2018 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Der Prüfungsausschuss erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte das Honorar des Abschlussprüfers fest. Der Ausschuss überwachte außerdem die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Dabei beschäftigte er sich insbesondere mit der Behandlung von Nichtprüfungsleistungen. Des Weiteren behandelte der Prüfungsausschuss den Rechnungslegungsprozess, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, Wirksamkeit und Feststellungen der internen Revision sowie das Compliance-System und ließ sich fortlaufend über Compliance-Themen sowie steuerliche Betriebsprüfungen berichten. Schließlich befasste sich der Ausschuss mit der Umsetzung modifizierter IFRS-Rechnungslegungsstandards und den bilanziellen Auswirkungen der Leistung von Versicherungen im Zusammenhang mit historischen Umweltkontaminationen am Standort der Tochtergesellschaft Siltronic Corp. in Portland, USA.
Der Nominierungsausschuss tagte zur Vorbereitung des Beschlussvorschlages des Aufsichtsrats zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre in der Hauptversammlung am 19. April 2018 vier Mal und befasste sich in weiteren informellen Beratungen mit der Auswahl geeigneter Kandidaten. Dabei wurde im ersten Schritt ein konkretes Anforderungsprofil für geeignete Kandidaten auf Basis der Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat, der Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung sowie des Kompetenzprofils und des Diversitätskonzepts für den Aufsichtsrat definiert. Dieses enthält neben den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen insbesondere Anforderungen an industrielle und technologische Kompetenzen, Unabhängigkeit und potenzielle Interessenkonflikte, internationale Erfahrungen und zeitliche Verfügbarkeit sowie Diversity. Auf Basis der definierten Kriterien wurden Kandidaten für die Aufsichtsratswahl identifiziert und persönliche Gespräche geführt.
Der Vermittlungsausschuss wurde im Geschäftsjahr 2018 nicht einberufen.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG für das Geschäftsjahr 2018, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zu Einzel- und Konzernabschluss (Bilanzstichtag 31. Dezember 2018) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Damir Ratkovic seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Volker Specht seit dem Geschäftsjahr 2017. Die externe Rotationsfrist für den Abschlussprüfer von höchstens zehn Jahren gemäß der europäischen Abschlussprüfungsverordnung (EU-VO 537/2014) begann 2015, im Jahr der Börsennotierung der Siltronic AG.
Der Jahresabschluss der Siltronic AG und der zusammengefasste Lagebericht für den Siltronic-Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.
Der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden zunächst als Entwurfsfassung in der Prüfungsausschusssitzung vom 21. Februar 2019 und schließlich in ihrer finalen Fassung in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 1. März 2019 jeweils in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend diskutiert und geprüft. Der Prüfungsausschuss hat sich insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss und dem Gesamtaufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer hat auch das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 AktG geprüft und festgestellt, dass das Risikofrüherkennungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.
In der Aufsichtsratssitzung am 1. März 2019 hat der Aufsichtsrat zudem unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung 2019 verabschiedet. Dem lag die Erklärung des Prüfungsausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Siltronic AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zu erheben. Wir billigen daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist damit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von EUR 5,00 je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag schließt sich der Aufsichtsrat an.
Gesonderter Nichtfinanzieller Bericht
Der Aufsichtsrat hat den Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, in seiner Sitzung am 13. September 2018 ferner mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit über den zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-) Bericht beauftragt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil. Der zusammengefasste nichtfinanzielle (Konzern-)Bericht und das Prüfungsurteil der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 21. Februar 2019 und der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. März 2019 haben den zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht intensiv diskutiert, geprüft und gebilligt. Anhaltspunkte für Beanstandungen des zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts oder der Beurteilung des Prüfungsergebnisses durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind nicht ersichtlich geworden.
Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat
In der Zusammensetzung des Vorstands gab es im Berichtsjahr keine Veränderung.
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 19. April 2018 schieden mit Ablauf ihrer Amtszeit aufseiten der Anteilseignervertreter Dr. Franz Richter und Angela Wörl und aufseiten der Arbeitnehmervertreter Maximilian Baumgartner und Karin Gottschalk aus dem Aufsichtsrat aus. Wir danken den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wertvolle Mitarbeit im Aufsichtsrat.
Neu in den Aufsichtsrat wählte die Hauptversammlung am 19. April 2018 Prof. Dr. Gabi Dreo und Michael Hankel für die Anteilseignerseite. Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Tobias Ohler, Sieglinde Feist, Dr. Hermann Gerlinger und Bernd Jonas wurden erneut für eine volle Amtszeit von fünf Jahren zu Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre gewählt.
Nach den Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes sind Anfang März 2018 Mandy Breyer und Klaus-Peter Estermaier als Arbeitnehmervertreter mit Wirkung ab dem Ende der Hauptversammlung am 19. April 2018 neu in den Aufsichtsrat gewählt worden, ebenso wie die bisherigen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Johann Hautz, Gebhard Fraunhofer, Gertraud Lauber und Harald Sikorski.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Siltronic AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz. Sie haben zu einem für Siltronic sehr erfolgreichen Jahr beigetragen.
München, 1. März 2019
Der Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siltronic AG
Siltronic an der Börse
Aktienmärkte 2018 weltweit im Abwärtstrend
Die Aktienmärkte konnten nur zu Beginn des Jahres 2018 die positive Entwicklung des Vorjahres weiterführen. Die größten deutschen Indizes verzeichneten zu diesem Zeitpunkt auch jeweils neue Höchststände. Darunter auch der deutsche Leitindex DAX, der am 23. Januar 2018 auf 13.559 Punkte gestiegen ist. Diese Entwicklung konnte im weiteren Jahresverlauf jedoch nicht fortgeführt werden und drehte sich in eine kontinuierliche Abwärtsbewegung, bei gleichzeitig hoher Volatilität, um. Hauptursachen waren die Unsicherheit um den Ablauf des Brexits, der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie schwächere Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum. Weitere Gründe für die weltweit schwache Aktienkursentwicklung umfassten gegen Ende des Jahres vor allem den Haushaltsstreit in den USA, den gesunkenen Ölpreis sowie Gewinnwarnungen einiger namhafter internationaler Konzerne.
Siltronic-Aktie von negativen Markteinflüssen belastet
Der Aktienkurs der Siltronic konnte sich 2018 den negativen Einflüssen im Markt nicht entziehen, sodass sich das sehr erfreuliche Geschäftsergebnis leider nicht in diesem widerspiegelte. Während unsere Aktie mit einem Preis von EUR 122,30 je Aktie ebenfalls zunächst sehr positiv in das Jahr 2018 startete und am 21. März mit einem Wert von EUR 159,85 je Aktie einen neuen Höchstkurs verzeichnen konnte, ging unser Kurs im weiteren Verlauf in eine Seitwärtsbewegung über, die sich zunächst noch bis zum Sommer halten konnte. Im Anschluss jedoch passte sich der Kurs der allgemeinen Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten an und verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste. Auf Basis des Schlusskurses der Siltronic-Aktie am 29. Dezember 2017 im Xetra-Handel von EUR 121,30 und einem Schlusskurs am 28. Dezember 2018 (letzter Handelstag) von EUR 72,20, ergibt sich ein Kursverlust von 40,5 Prozent. Die Marktkapitalisierung lag am 28. Dezember 2018 unter Zugrundelegung des Xetra-Schlusskurses bei knapp EUR 2,2 Mrd.
Kursverlauf der Siltronic-Aktie im Vergleich zu Indizes 2018
in %

Kursverlauf der Siltronic-Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern 2018
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Gemäß diesen Entwicklungen verzeichneten auch die für die Siltronic wichtigen Referenzindizes MDAX und TecDAX auf Jahressicht Kursverluste von 17,6 beziehungsweise 3,1 Prozent. Der internationale Referenzindex Philadelphia Semiconductor Sector Index sank im Vergleichszeitraum ebenfalls um 7,6 Prozent.
Regional diversifizierte Aktionärsstruktur
Die Wacker Chemie AG ist mit 30,8 Prozent der Stimmrechte nach wie vor der größte Anteilseigner der Siltronic AG. Der Streubesitzanteil liegt weiterhin bei 69,2 Prozent. Die größten institutionellen Investoren zum 31. Dezember 2018 mit einem Stimmrechtsanteil von über 3 Prozent waren gemäß den uns vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen BlackRock mit 3,79 Prozent, der Staat von Norwegen mit 3,11 Prozent, JPMorgan mit 3,27 Prozent und Morgan Stanley mit 3,20 Prozent. Innerhalb des Streubesitzes, Stand Januar 2019, liegt mit jeweils 26 Prozent ein Großteil in den Händen von institutionellen Investoren in den USA und dem Vereinigten Königreich gefolgt von Deutschland mit 19 Prozent.
Aktionärsstruktur der Siltronic AG
in %

Nachhaltige Investor-Relations-Aktivitäten
Mit unserer Investor-Relations-Arbeit haben wir seit unserem Börsengang im Jahr 2015 die Bekanntheit der Siltronic AG weltweit erhöht. Wir wollen die Wahrnehmung der Aktie als attraktiven Wert auch in Zukunft wieder weiter ausbauen. Durch eine kontinuierliche, offene und verlässliche Kommunikation über die Entwicklung und die strategische Ausrichtung der Siltronic AG wollen wir das Vertrauen der Anleger in die Aktie stärken und eine realistische und faire Bewertung der Aktie erreichen.
Der Vorstand und das Investor-Relations-Team führten im Jahr 2018 diverse Roadshows in den Finanzzentren Europas, der USA und Asiens durch und nahmen ebenso an internationalen Investorenkonferenzen teil. Daneben fanden zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen statt, in denen über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Markttrends informiert wurde.
Die Siltronic wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2018 von zehn Analysten verschiedener Banken begleitet. Davon hatten zum 31. Dezember 2018 fünf Analysten eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Fünf weitere Analysten hatten zum Halten der Aktie geraten. Eine Verkaufsempfehlung lag nicht vor. Das durchschnittliche Kursziel der Banken lag Ende Dezember bei EUR 114,00.
Aktuelle Daten und Informationen sind auf der Siltronic-Webseite www.siltronic.com unter Investor Relations veröffentlicht.
Rahmendaten zur Aktie
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| Erstnotiz | 11.06.2015 |
| Börsenplatz | Frankfurt |
| Marktsegment | Amtlicher Handel |
| Transparenzlevel | Prime Standard |
| Index | MDAX, TecDAX |
| ISIN | DE000WAF3001 |
| Börsenkürzel | WAF300 |
| Streubesitz in % | 69,2 |
| Anzahl Aktien | 30.000.000 |
| Höchstkurs 20181) | EUR 159,85 |
| Tiefstkurs 20181) | EUR 65,30 |
| Schlusskurs 20181) | EUR 72,20 |
| Marktkapitalisierung zum 31.12.2018 | EUR 2,2 Mrd. |
1) Xetra-Schlusskurse
Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand berichtet im Folgenden - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance sowie gemäß § 289f HGB über die Unternehmensführung. Voraussetzung für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist das Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartner und Investoren. Wesentliche Grundlage dafür ist eine gute Corporate Governance im Sinne einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB
Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siltronic AG gemäß §161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2018 intensiv mit der Corporate Governance des Unternehmens und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 auseinandergesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 13. September 2018 folgende Entsprechenserklärung abgegeben, die der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.siltronic.com/de/investoren/corporate-governance.html) dauerhaft zugänglich gemacht ist:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Siltronic AG erklären zu den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' (,Kodex') Folgendes:
1. Erklärung für die Zukunft
Die Siltronic AG wird den Empfehlungen des am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der nachfolgend genannten und begründeten Abweichungen entsprechen:
a. Selbstbehalt bei D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 3.8 Abs. 3)
Der Kodex sieht vor, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der dem gesetzlichen Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder in Höhe von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung entspricht. Gesetz und Satzung setzen dem Aufsichtsrat feste Grenzen, auf die Geschäftstätigkeit einer Aktiengesellschaft Einfluss zu nehmen. Nach § 76 Absatz 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand die Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Über die Mitwirkung des Aufsichtsrats an der Festlegung der Grundzüge der Unternehmensstrategie hinaus sind die Möglichkeiten des Aufsichtsrats zur Einwirkung auf deren Umsetzung oder das operative Geschäft begrenzt. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Abwendung von Schäden für das Unternehmen. Da darüber hinaus die Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergleich zur Vergütung des Vorstands, die sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt, lediglich eine relativ geringe feste Vergütung bekommen, halten wir die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht für sinnvoll.
b. Betragsmäßige Höchstgrenzen für die Vergütung des Vorstands (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6) und Festlegung eines angestrebten Versorgungsniveaus (Ziffer 4.2.3 Abs. 3)
Der Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Die Vorstandsverträge enthalten entsprechende Höchstbeträge für die feste und variable Vergütung. Für den Großteil der Vergütung wird der Empfehlung des Kodex demnach gefolgt. Hinsichtlich der Altersversorgung ist der Bruttobetrag der nach Eintritt des Versorgungsfalls zu zahlenden monatlichen Rente bezogen auf den arbeitgeberfinanzierten Anteil auf 50% der zuletzt von der Gesellschaft erhaltenen monatlichen Rate der Jahresgrundvergütung durch das Vergütungssystem begrenzt (Rentencap) worden; es wird jedoch keine betragsmäßige Höchstgrenze für die gesamte Altersversorgung definiert, da insbesondere die Jahresgrundvergütung in der Zukunft möglicherweise angepasst wird. In der Folge kann auch keine Höchstgrenze für die Vorstandsvergütung insgesamt vereinbart werden. Aus gleichem Grund wird auch vorsorglich eine Abweichung zur Empfehlung erklärt, wonach der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen ein angestrebtes Versorgungsniveau festlegen soll.
2. Erklärung für die Vergangenheit
Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 14. September 2017 entsprach die Siltronic AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit den oben unter 1. a) und b) genannten und begründeten Ausnahmen sowie einmalig mit Ausnahme von Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex, wonach eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter ausgeschlossen sein soll, da im Geschäftsjahr 2017 das System der Vorstandsvergütung rückwirkend angepasst wurde, um den Anteil der mehrjährigen aktienorientierten Vergütung zu erhöhen.
München, 13. September 2018
Siltronic AG
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Gesellschaft beachtet die gesetzlichen Anforderungen an die Unternehmensführung. Sie folgt, mit den in der Entsprechenserklärung genannten Ausnahmen, sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Grundzüge des Compliance-Management-Systems
Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien und deren Beachtung im Konzern gehören bei Siltronic zu den Leitungs- und Überwachungsaufgaben. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, beschäftigt sich regelmäßig mit Fragen der Compliance und der Überprüfung des Compliance-Management-Systems.
Unser Compliance-Management-System soll Rechtsverstöße im Unternehmenskontext vermeiden, identifizieren und sanktionieren. Es wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von Siltronic. Das Unternehmen hat in Deutschland, den USA, Korea, China, Japan, Singapur und Taiwan Compliance-Beauftragte eingesetzt. Sie koordinieren die Compliance-Aktivitäten im Konzern, beraten zum Thema Compliance und sind Ansprechpartner für Fragen und Schulungen.
Mitarbeiter mit Kontakt zu Geschäftspartnern sind verpflichtet, eine E-Learning-Fortbildung zu Compliance zu absolvieren. Alle Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing müssen zudem eine Online-Schulung zum Kartellrecht durchlaufen.
Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. Jedem begründeten Verdacht geht Siltronic nach, untersucht den Vorgang und definiert Maßnahmen zur Behebung identifizierter Schwachstellen und gegebenenfalls Disziplinarmaßnahmen. Der Vorstand der Siltronic AG wird durch die Compliance-Organisation monatlich und anlassbezogen hierüber informiert.
Als geschützten Meldeweg hat Siltronic einen externen Ombudsmann bestellt, an den sowohl unsere Mitarbeiter als auch Dritte anonym Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften melden können. Die Kontaktdaten des Ombudsmanns sind auf unserer Homepage veröffentlicht. Einen Schwerpunkt der Compliance-Arbeit in dem Berichtsjahr bildete die Durchführung einer Compliance-Risiko-Analyse auf Basis von Compliance-Workshops.
Verhaltenskodizes
Unser Code of Conduct bildet einen verbindlichen Orientierungsrahmen für gesetzmäßiges und verantwortungsvolles Handeln unserer Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit. Er gilt weltweit in allen Gesellschaften des Siltronic-Konzerns. Der Code of Conduct soll unsere Mitarbeiter für rechtliche Risiken sensibilisieren und bei ethischen Fragestellungen unterstützen. Er enthält konzernweit geltende Verhaltensregeln zur Korruptionsbekämpfung und zum Schutz des freien Wettbewerbs. Der Verhaltenskodex betont zudem die Bedeutung der Ausrichtung auf Qualität, Kundennutzen und Sicherheit sowie auf Gesundheits- und Umweltschutz. Im Rahmen des Code of Conduct bekennt sich Siltronic auch zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und einem nachhaltigen Handeln. Der Code of Conduct ist sowohl im unternehmensinternen Intranet als auch im Internet abrufbar (https://www.siltronic.com/de/unternehmen/compliance.html).
Des Weiteren orientiert sich Siltronic als Zulieferer der Elektronikindustrie an dem Verhaltenskodex der Responsible Business Alliance (früher: Electronic Industry Citizenship Coalition), mit dem führende Unternehmen der Elektronikindustrie weltweit soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein sowie ethische Geschäftspraktiken fördern möchten. Weitere Informationen zur Initiative sowie deren Verhaltenskodex finden sich im Internet unter http://www.responsiblebusiness.org.
Zudem setzt Siltronic die zehn Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Die zehn Prinzipien des UN Global Compact sind im Internet einsehbar unter www.unglobalcompact.org.
Darüber hinaus folgt Siltronic den Grundsätzen der Responsible Care(r)-Initiative der chemischen Industrie (https://www.vci.de/nachhaltigkeit/responsible-care/uebersichtsseite.jsp).
Siltronic ist zudem der "Charta der Vielfalt" beigetreten. Siltronic verpflichtet sich, Chancengleichheit und Diversität aktiv umzusetzen und zu fördern. Informationen über die Charta finden sich im Internet unter https://www.charta-der-vielfalt.de/die-charta/.
Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Die Siltronic AG hat, wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, ein duales Führungssystem. Es besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung überwacht und berät. Die beiden Gremien sind hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft wie auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt.
Vorstand
Dem Vorstand gehören derzeit zwei Mitglieder an. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Siltronic AG bei allen Geschäften mit Dritten. Sein Handeln und seine Entscheidungen sind bestimmt durch das Unternehmensinteresse und orientieren sich am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Zu diesem Zweck bestimmt er die strategische Ausrichtung des Siltronic-Konzerns und steuert und überwacht diese durch die Allokation von finanziellen Mitteln, Ressourcen und Kapazitäten sowie durch die Begleitung und Kontrolle des operativen Geschäfts. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (Compliance) und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Dabei führt das einzelne Mitglied des Vorstands die ihm zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Der Vorstand tagt regelmäßig im Rahmen von Sitzungen, die vom Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet werden. Vorstandssitzungen müssen stattfinden, wenn es das Wohl der Gesellschaft erfordert. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit. Solange der Vorstand nur aus zwei Personen besteht, können Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden, dem Vorstandsvorsitzenden steht kein Stichentscheid zu.
Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und seines Werts. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Auch zwischen den Sitzungen hält der Aufsichtsratsvorsitzende Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, und berät über die wesentlichen Themen. Der Vorstand erläutert dem Aufsichtsrat Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen.
Bestimmte in der Geschäftsordnung für den Vorstand der Siltronic AG festgelegte Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu gehören unter anderem die Verabschiedung der Jahresplanung, einschließlich der Finanz- und Investitionsplanung, der Erwerb und die Veräußerung von Anteilen an Unternehmen, die Aufnahme neuer und die Aufgabe vorhandener Produktions- und Geschäftszweige sowie die Aufnahme großer langfristiger Kredite.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Gemäß Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammen. Die Amtsperiode der Mitglieder beträgt regelmäßig fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig. Ein Überblick über die im Berichtszeitraum amtierenden Aufsichtsratsmitglieder und deren weitere Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien findet sich auf D 163. Die reguläre Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2023. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Grundlegende Entscheidungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht.
Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand.
Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat 2017 die Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium beschlossen:
"Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschließt der Aufsichtsrat die folgenden konkreten Ziele für seine Zusammensetzung und das folgende Kompetenzprofil für das Gesamtgremium:
I. Ziele zur Zusammensetzung
1. Internationale Expertise
Im Hinblick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über relevante Erfahrung verfügen.
2. Unabhängigkeit und potenzielle Interessenkonflikte
Mindestens drei Anteilseignervertreter sollen unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sein. Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Regelungen zur Behandlung von Interessenkonflikten sollen beachtet werden. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden.
3. Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer
Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Regelungen zur Altersgrenze sollen beachtet werden. Die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat soll in der Regel 15 Jahre bzw. drei Amtszeiten nicht überschreiten. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.
4. Vielfalt (Diversity)
Der Aufsichtsrat strebt für seine Zusammensetzung im Hinblick auf Vielfalt (Diversity) die Berücksichtigung unterschiedlicher beruflicher Erfahrungen, Bildungshintergründe und insbesondere eine angemessene Beteiligung beider Geschlechter an. Gemäß § 96 Abs. 2 Aktiengesetz setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Die Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen, weshalb der Aufsichtsrat der Gesellschaft sowohl auf der Seite der Anteilseigner als auch auf der Seite der Arbeitnehmer jeweils mit mindestens zwei Frauen und zwei Männern zu besetzen ist.
II. Kompetenzprofil
Der Aufsichtsrat soll insgesamt über die Kompetenzen verfügen, die angesichts der Aktivitäten von Siltronic bedeutsam sind. Hierzu gehören insbesondere vertiefte Erfahrungen und Kenntnisse
| ― | in Leitungsfunktionen von börsennotierten Unternehmen; |
| ― | in Leitungsfunktionen von international tätigen Unternehmen; |
| ― | in für das Unternehmen relevanten technologischen Bereichen; |
| ― | im Bereich Strategie- und Konzernentwicklung; |
| ― | auf den Gebieten Produktion und Vertrieb sowie in Märkten, auf denen Siltronic tätig ist; |
| ― | aus dem Finanzbereich, insbesondere zu Rechnungslegung, Steuern und Controlling; |
| ― | auf dem Gebiet Risikomanagement und Compliance; |
| ― | im Bereich Personalwesen und Mitbestimmung. |
Darüber hinaus muss gem. § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit mit der Halbleiterbranche vertraut sein."
Stand der Umsetzung der Ziele für die Zusammensetzung sowie des Kompetenzprofils; unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat sowie der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats haben die Ziele für die Zusammensetzung und das Kompetenzprofil im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung der Kandidaten für den Aufsichtsrat zuletzt bei den Wahlvorschlägen für die Vertreter der Anteilseigner für die Hauptversammlung 2018 berücksichtigt. Im Vorfeld der Hauptversammlung wurden auf der Webseite der Siltronic die Lebensläufe der Kandidaten einschließlich ihrer relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen veröffentlicht. Der Aufsichtsrat erfüllt nach seiner Auffassung in seiner derzeitigen Zusammensetzung sämtliche der vorgenannten Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil aus. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über die als erforderlich angesehenen Qualifikationen. Die Aufsichtsratsmitglieder sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, der Halbleiterbranche, vertraut und verfügen über die für die Aktivitäten von Siltronic bedeutsamen Kompetenzen, Erfahrungen und Kenntnisse. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder verfügen über im Hinblick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens relevante Erfahrung. Die Regelung zur Altersgrenze sowie die Regelgrenze für die Regelzugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (15 Jahre) werden berücksichtigt. Vielfalt (Diversity) ist im Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2018 gehörten dem Aufsichtsrat vier weibliche Mitglieder an, davon zwei aufseiten der Anteilseigner und zwei aufseiten der Arbeitnehmer. Das gesetzliche Mindestanteilsgebot ist daher erfüllt. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig mindestens vier Anteilseignervertreter unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex, namentlich Prof. Dr. Gabi Dreo, Dr. Hermann Gerlinger, Michael Hankel und Bernd Jonas.
Ausschüsse erhöhen Effizienz des Aufsichtsrats
Damit der Aufsichtsrat seine Aufgaben effizient wahrnehmen kann, hat er vier fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet. Über die Arbeit der Ausschüsse wird regelmäßig im Aufsichtsratsplenum berichtet.
Präsidialausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglieder:
Dr. Hermann Gerlinger
Johann Hautz
Aufgaben:
Der Präsidialausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Vorsitzender des Präsidialausschusses ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats, weiteres Mitglied ist der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats. Das dritte Mitglied wird vom Aufsichtsrat gewählt. Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Er behandelt ferner die Vorstandsverträge bzw. das System der Vorstandsvergütung, auf dessen Basis das Aufsichtsratsplenum die Vergütung der Vorstandsmitglieder festsetzt.
Nominierungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglied:
Dr. Hermann Gerlinger
Aufgaben:
Der Nominierungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Er ist vorbehaltlich einer anderweitigen Bestimmung des Aufsichtsrats mit den Vertretern der Anteilseigner besetzt, die auch dem Präsidialausschuss angehören. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Hierbei berücksichtigt er die Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats einschließlich des festgelegten Kompetenzprofils und des Diversitätskonzepts.
Prüfungsausschuss
Vorsitz:
Bernd Jonas
Mitglieder:
Dr. Tobias Ohler
Harald Sikorski (bis 19. April 2018)
Gebhard Fraunhofer (seit 19. April 2018)
Aufgaben:
Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Dem Prüfungsausschuss muss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder der Abschlussprüfung und interner Kontrollverfahren verfügt; die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie zum Beschlussvorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte bzw. des zusammengefassten Lageberichts, des nichtfinanziellen Berichts sowie des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Darüber hinaus befasst er sich mit der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr und der Durchsprache der Quartalsmitteilungen sowie mit Fragen des Risikomanagements und der Compliance. Insbesondere überwacht er die Rechnungslegungsprozesse, die Compliance und die Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme. Der Prüfungsausschuss überwacht zudem die Abschlussprüfung. Er trifft geeignete Maßnahmen, um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers festzustellen und zu überwachen sowie die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen zu überwachen. Der Prüfungsausschuss erörtert mit dem Abschlussprüfer die Gefahren für dessen Unabhängigkeit sowie die zur Verminderung dieser Gefahren angewendeten Schutzmaßnahmen. Aufträge an den Abschlussprüfer oder Gesellschaften, mit denen dieser rechtlich, wirtschaftlich oder personell verbunden ist, dürfen nur erteilt werden, soweit es sich nicht um verbotene Nichtprüfungsleistungen handelt, und bedürfen der vorherigen Zustimmung durch den Prüfungsausschuss, der dabei die Gefährdung der Unabhängigkeit und die angewendeten Schutzmaßnahmen gebührend beurteilt. Der Prüfungsausschuss bereitet eine Empfehlung im Hinblick auf den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Prüfungsausschuss holt vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, dass die rechtlichen Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten werden. Er erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss trifft - unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben zu Prüfungshonoraren - die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und legt die Prüfungsschwerpunkte fest. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Vermittlungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglieder:
Gebhard Fraunhofer
Johann Hautz
Angela Wörl (bis 19. April 2018)
Sieglinde Feist (seit 19. April 2018)
Aufgaben:
Dem gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildenden Vermittlungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie zwei weitere Mitglieder an, von denen je eines von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt wird. Er hat die ihm gesetzlich zugewiesene Aufgabe, Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu unterbreiten, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird.
Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden ersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands; Angaben zur Einhaltung von Mindestanteilen bei der Besetzung des Aufsichtsrats
Die Siltronic AG ist gesetzlich verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden bis zum 30. Juni 2020 zu erreichende Zielgrößen festgelegt:
Gemäß den gesetzlichen Vorgaben muss sich der Aufsichtsrat der Siltronic AG zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammensetzen. Dem Aufsichtsrat der Siltronic AG gehören vier weibliche Mitglieder - jeweils zwei auf Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite - und acht männliche Mitglieder an. Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen. Mit einem Anteil von 33,3 Prozent Frauen und 67,7 Prozent Männern genügt der Aufsichtsrat in seiner jetzigen Zusammensetzung den gesetzlichen Anforderungen an die Mindestanteile.
Beschreibung des Diversitätskonzepts und seiner Ziele
Der Aufsichtsrat hat 2017 folgendes Diversitätskonzept für den Vorstand und den Aufsichtsrat beschlossen.
"1. Vorstand (vertretungsberechtigtes Organ)
Der Vorstand der Siltronic AG besteht zurzeit aus zwei Personen.
a. Geschlecht
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 1. Juni 2017 beschlossen, den aktuellen Stand von 0/2 (entspricht 0 Prozent) Frauenanteil im Vorstand der Siltronic AG als Zielgröße bis zum 30. Juni 2020 festzulegen, da aktuell keine Erweiterung des Vorstands geplant ist.
b. Berufliche Erfahrung und Bildungshintergrund
Im Vorstand soll
| ― | mindestens ein Mitglied schwerpunktmäßig über berufliche Erfahrungen in Produktion und Vertrieb verfügen sowie - im Hinblick auf die technologische Ausrichtung des Unternehmens - einen naturwissenschaftlichen oder technischen Bildungshintergrund haben; |
| ― | mindestens ein Mitglied über berufliche Erfahrung im Finanzbereich verfügen, insbesondere in den Bereichen Controlling, Rechnungslegung, Steuern und Risikoberichterstattung sowie - im Hinblick auf die Herausforderungen eines international tätigen, börsennotierten Unternehmens - wirtschaftswissenschaftliche Expertise im Rahmen seiner Ausbildung erworben haben. |
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| Ausgangsbasis zum 30. Juni 2017 | Neues Ziel zum 30. Juni 2020 | |
|---|---|---|
| Aufsichtsrat | Gesetzliche 30 %-Quote, deshalb keine Zielsetzung erforderlich | |
| Vorstand | 0 % (0/2) | 0 % (0/2) |
| 1. Führungsebene | 11,76 % (2/17) | mind. 17,64 % (3/17) |
| 2. Führungsebene | 5,56 % (2/36) | mind. 8,33 % (3/36) |
Die für die Führung des Unternehmens notwendige Expertise kann durch berufliche Erfahrung erworben worden sein und einen entsprechenden Bildungshintergrund verzichtbar machen.
c. Alter
Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung eine Regelaltersgrenze für Mitglieder des Vorstands festgelegt. Der Aufsichtsrat strebt im Übrigen keine spezifische Altersstruktur des Vorstands an.
2. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus zwölf Mitgliedern.
a. Geschlecht
Der Aufsichtsrat strebt - wie in seinen Zielen zur Zusammensetzung festgelegt - eine angemessene Beteiligung beider Geschlechter an. Gemäß § 96 Abs. 2 Aktiengesetz setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Die Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen, weshalb der Aufsichtsrat der Gesellschaft sowohl auf der Seite der Anteilseigner als auch auf der Seite der Arbeitnehmer jeweils mit mindestens zwei Frauen und zwei Männern zu besetzen ist.
b. Berufliche Erfahrung und Bildungshintergrund
Der Aufsichtsrat möchte für seine Zusammensetzung unterschiedliche berufliche Erfahrungen und Bildungshintergründe berücksichtigen, die für die effektive Beratung und Kontrolle des Vorstands von Relevanz sind. Hierzu gehören gemäß dem vom Aufsichtsrat beschlossenen Kompetenzprofil für das Gesamtgremium insbesondere vertiefte Erfahrungen und Kenntnisse
| ― | in Leitungsfunktionen von börsennotierten Unternehmen; |
| ― | in Leitungsfunktionen von international tätigen Unternehmen; |
| ― | in für das Unternehmen relevanten technologischen Bereichen; |
| ― | im Bereich Strategie- und Konzernentwicklung; |
| ― | auf den Gebieten Produktion und Vertrieb sowie in Märkten, auf denen Siltronic tätig ist; |
| ― | aus dem Finanzbereich, insbesondere zu Rechnungslegung, Steuern und Controlling; |
| ― | auf dem Gebiet Risikomanagement und Compliance; |
| ― | im Bereich Personalwesen und Mitbestimmung. |
Darüber hinaus muss gem. § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit mit der Halbleiterbranche vertraut sein.
c. Alter
Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Regelungen zur Altersgrenze sollen beachtet werden. Der Aufsichtsrat strebt im Übrigen keine spezifische Altersstruktur in seiner Zusammensetzung an.
3. Ziele
Mit dem Diversitätskonzept, das auf den Zielen für seine Zusammensetzung sowie dem Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat basiert, werden eine auf den langfristigen Erfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle der Siltronic AG sowie eine zielgerichtete und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bezweckt."
Art und Weise der Umsetzung des Diversitätskonzepts und der im Geschäftsjahr erreichten Ergebnisse
Die Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand erfolgt im Rahmen des Verfahrens zur Vorstandsbestellung. Der Aufsichtsrat bzw. der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats beachten bei der Auswahl der Kandidaten bzw. Bestellung von Vorstandsmitgliedern die im Diversitätskonzept festgelegten Anforderungen.
Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands. Der Vorstand erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung sämtliche Anforderungen des Diversitätskonzepts.
Der Aufsichtsrat sowie der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats berücksichtigen das Diversitätskonzept im Rahmen des Vorschlags geeigneter Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Vertreter der Anteilseigner. Zuletzt hat dies der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen für die Hauptversammlung 2018 getan. Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung die Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil und das Diversitätskonzept aus.
Weitere Angaben zur Corporate Governance
Aktionäre und Öffentlichkeit transparent informieren
Siltronic verfolgt den Anspruch, alle Zielgruppen des Unternehmens, ob Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien oder die interessierte Öffentlichkeit, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Wichtige Termine des Unternehmens veröffentlichen wir regelmäßig in einem Finanzkalender, der auf unserer Homepage veröffentlicht ist. Die Kapitalmarktteilnehmer stehen in engem Kontakt zu unserem Investor-Relations-Team. In Telefonkonferenzen zur jeweiligen Quartalsberichterstattung informieren wir Investoren und Analysten über die aktuelle und künftige Geschäftsentwicklung. Regelmäßig sind wir auf Roadshows und Investorenkonferenzen. Einmal im Jahr führen wir eine Analystenveranstaltung durch. Soweit rechtlich erforderlich, veröffentlichen wir Informationen in Form von Ad-hoc-Mitteilungen. Zu diesem Zweck haben wir ein Ad-hoc-Komitee gebildet, in dem beide Vorstandsmitglieder, die Leiterin Investor Relations & Communications sowie der Leiter Recht & Compliance vertreten sind und das Sachverhalte auf ihre Ad-hoc-Relevanz prüft. Wir gewährleisten damit den gesetzeskonformen Umgang mit möglichen Insiderinformationen.
Wichtige Präsentationen können im Internet frei eingesehen und heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache sowie den Geschäftsbericht und alle Zwischenberichte und Quartalsmitteilungen. Weitere Informationen finden Sie auf http://www.siltronic.com.
Hauptversammlung
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Weiter dient die Hauptversammlung dazu, sämtliche Aktionäre effizient und umfassend über die Lage des Unternehmens zu unterrichten. Bereits vor der Hauptversammlung erhalten die Aktionäre wichtige Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr im Geschäftsbericht. In der Einladung zur Hauptversammlung werden die Tagesordnungspunkte erläutert und die Teilnahmebedingungen erklärt. Die Einberufung nebst allen gesetzlich erforderlichen Berichten und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts (der unter anderem den Konzernjahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht enthält) sowie der Jahresabschluss der Siltronic AG sind auch auf der Webseite zugänglich. Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse im Internet. Siltronic erleichtert ihren Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung. Für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre stehen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung.
Meldepflichten für Führungskräfte
Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Siltronic AG sowie die mit diesen eng verbundenen Personen sind nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 über Marktmissbrauch (MAR) verpflichtet, der Siltronic AG und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Eigengeschäfte mit Aktien oder Schuldtiteln der Siltronic AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten zu melden. Der Siltronic AG wurden 2018 keine nach Art. 19 MAR gesetzlich anzuzeigenden Geschäfte gemeldet. Gemeldete Transaktionen werden auf der Website der Siltronic AG veröffentlicht.
Angaben über wertpapierorientierte Anreizsysteme
51 Prozent des leistungsabhängigen Bonus der Vorstandsmitglieder werden als aktienorientierte Long-Term-Incentive (LTI) in Form von virtuellen Aktien gewährt. Die virtuellen Aktien werden über einen Zeitraum von zwei Jahren, gerechnet ab dem Ende des Vergütungsjahres, gehalten. Das Settlement des LTI erfolgt durch Barausgleich. Die Höhe des Barausgleichs bemisst sich nach dem durchschnittlichen gewichteten Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft an den letzten 30 Börsenhandelstagen des zweiten auf das Vergütungsjahr folgenden Geschäftsjahres. Einzelheiten sind im Vergütungsbericht auf D 76 nachzulesen. Weitere wertpapierorientierte Anreizsysteme, etwa zugunsten von Mitarbeitern, bestehen aktuell nicht.
Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken
Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken ist wichtiger Bestandteil einer guten Corporate Governance. Mit einem systematischen Chancen- und Risikomanagement identifiziert und überwacht Siltronic regelmäßig die wesentlichen Risiken und Chancen. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt und durch konsequentes Risikomanagement minimiert werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig. Mit dem Rechnungslegungsprozess sowie der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems beschäftigt sich regelmäßig der Prüfungsausschuss. Das Chancen- und Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten sind im Risiko- und Chancenbericht auf D 63 nachzulesen.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss 2018 der Siltronic wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss 2018 der Siltronic AG wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Rechnungslegung für das Jahr 2018 wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung informiert wird. Außerdem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die die Aufgaben des Aufsichtsrats betreffen. Sollte der Abschlussprüfer bei der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ergeben, wird er den Aufsichtsrat darüber informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken.
D&O-Versicherung und Strafrechtsschutzversicherung
Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, in der die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats miteinbezogen ist (D&O-Versicherung). Diese Versicherung sieht den gesetzlichen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands vor Aus den in der Entsprechenserklärung erläuterten Gründen ist kein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats vorgesehen. Weiter sind die Organmitglieder zudem in die Strafrechtsschutzversicherung einbezogen, die Siltronic für seine Mitarbeiter abgeschlossen hat. Diese Versicherung deckt etwaige Anwalts- und Gerichtskosten ab, die bei der Verteidigung in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren entstehen.
Interessenkonflikte
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind allein dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Bei ihren Entscheidungen dürfen sie keine persönlichen Interessen verfolgen oder Geschäftschancen nutzen, die dem Unternehmen zustehen. Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sehen vor, dass etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen sind. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten hat das entsprechende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und einem Vorstand oder seinen Angehörigen andererseits haben den Standards zu entsprechen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten maßgeblich wären. Solche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats, falls der Wert des Geschäfts im Einzelfall einen Betrag von EUR 5.000 übersteigt.
Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats im Jahr 2018
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| Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats | Anzahl der Sitzungen und seiner Ausschüsse | Teilnahme | Anwesenheit |
|---|---|---|---|
| Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender) | 14 | 14 | 100 % |
| Prof. Dr. Gabi Dreo (seit 19. April 2018) | 4 | 4 | 100 % |
| Sieglinde Feist | 5 | 5 | 100 % |
| Dr. Hermann Gerlinger | 10 | 10 | 100 % |
| Michael Hankel (seit 19. April 2018) | 4 | 4 | 100 % |
| Bernd Jonas | 9 | 9 | 100 % |
| Dr. Franz Richter (bis 19. April 2018) | 1 | 1 | 100 % |
| Angela Wörl (bis 19. April 2018) | 1 | 1 | 100 % |
Zusammengefasster Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Führender internationaler Anbieter von Wafern aus Reinstsilizium
Wir sind ein global aufgestellter Markt- und Technologieführer von Wafern aus Reinstsilizium für die Halbleiterindustrie und fertigen an vier Produktionsstandorten in Asien, Deutschland und den USA Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm. Wir zählen die führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie zu unseren Kunden und unterhalten mit diesen meist über viele Jahre gewachsene Geschäftsbeziehungen.
Siltronic steht im Markt für jahrelange Expertise, kundenspezifische Lösungen sowie eine globale Verfügbarkeit von Produkten bei verlässlicher Qualität und Liefertreue. Unsere weltweite Präsenz ermöglicht es uns, in weniger als 24 Stunden auf Kundenanfragen zu reagieren. Diese Kombination ist die Basis für die hohe Kundenzufriedenheit und bildet das Fundament für unseren nachhaltigen Geschäftserfolg. Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige Wafer mit den Spezifikationen zu liefern, die die Anforderungen unserer Kunden vollständig erfüllen.
Siliziumwafer sind die Grundlage moderner Mikro- und Nanotechnologie und damit ein wesentlicher Bestandteil in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs, beispielsweise in Computern, Smartphones, Flachbildschirmen oder Navigationssystemen.
Unser Anspruch ist es, eine treibende Kraft für Innovationen bei Siliziumwafern in der Halbleiterindustrie zu sein.
Rechtliche Konzernstruktur
Seit 1996 hat Siltronic die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht - damals noch unter der Firmierung Wacker Siltronic Gesellschaft für Halbleitermaterialien AG. Seit 2004 firmiert die Gesellschaft unter Siltronic AG und hat ihren Sitz in München. Die AG war Ende 2018 direkt oder indirekt an sieben Gesellschaften und einem Sondervermögen beteiligt.
Leitung und Kontrolle
Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die Siltronic AG ein duales Führungssystem, das aus Vorstand und Aufsichtsrat besteht. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern; seine Zusammensetzung hat sich im Geschäftsjahr 2018 nicht verändert. Der Aufsichtsrat setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufgabenverteilung untereinander können dem Corporate Governance-Bericht auf D 25 entnommen werden.
Ressortverteilung im Vorstand
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| Dr. Christoph von Plotho | Rainer Irle |
|---|---|
| • Vorstandsvorsitzender | • Finanzvorstand |
| • Applikationstechnologie | • Arbeitsdirektor |
| • Engineering | • Controlling & Finanzen |
| • Investor Relations & | • Rechnungswesen & Steuern |
| Communications | • Einkauf |
| • Konzernentwicklung | • IT |
| • Produktion | • Personal |
| • Qualitätsmanagement & | • Risikomanagement & Audit |
| Nachhaltigkeit | • Siltronic USA |
| • Recht & Compliance | |
| • Standortmanagement Burghausen & Freiberg | |
| • Supply-Chain-Management | |
| • Technologie | |
| • Vertrieb & Marketing | |
| • Siltronic Japan | |
| • Siltronic Singapur |
Siltronic-Konzernstruktur

Aktive strategische Managementholding, dezentrale Struktur und Nähe zum Kunden vor Ort
Die Muttergesellschaft der Siltronic-Gruppe, die Siltronic AG, fungiert als gesellschaftsrechtliche und operative Holding der Gruppe. Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die Siltronic AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete strategische Steuerung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die operativen Tochtergesellschaften werden unternehmerisch durch ein eigenes Management geführt. Der Vorstand der Siltronic AG ist auch in den Boards der Tochtergesellschaften vertreten. Ein erweiterter Führungskreis des Konzernmanagements der Siltronic AG wird an vereinbarten Zielvorgaben gemessen. Spezifische Ziele werden auf konzernweiter, regionaler und operativer Ebene definiert und kontinuierlich überprüft.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vergütung des Vorstands enthält fixe und variable Elemente. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht auf D 76 des zusammengefassten Lageberichts nachzulesen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die nach § 289f HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance-Bericht auf D 25 enthalten. Darin enthalten sind die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
Die Entsprechenserklärung ist der Öffentlichkeit unter https://www.siltmnic.com/de/investoren/corporate-govemance.html dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Wichtige Produkte, Geschäftsprozesse und Absatzmärkte
Wir schaffen Mehrwert mit unserer Erfahrung, technologischen Kompetenz und Innovationskraft
Silizium ist die Basis für fast alle Halbleiterbauelemente und bildet damit im Wesentlichen die Grundlage für die gesamte weltweite Elektronikindustrie. Wafer werden für immer kleinere Strukturen, sogenannte Design Rules, verwendet, die heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Dies ermöglicht die Produktion immer leistungsfähigerer und energieeffizienterer Generationen von Halbleiterbauelementen. Unsere Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm unterstützen diese Entwicklung und bilden die Grundlage für hochkomplexe Halbleiterbauelemente wie Hochspannungsanwendungen, niedrigohmige Schaltkreise für den Automobilbau und die Telekommunikation sowie hoch integrierte Mikroprozessoren und Speicherbauelemente für die Informationsverarbeitung.
Als strategischer Entwicklungspartner für unsere industriellen Kunden liefern wir maßgeschneiderte Lösungen, die ihren Anwendungserfordernissen entsprechen. Dabei bauen wir auf unsere technische Expertise und das profunde Verständnis der Kundenanforderungen. Mit unseren vier Produktionsstandorten sowie mit Vertriebsstandorten in Europa, den USA und im asiatischen Raum bedienen wir unsere Kunden weltweit. 2018 waren unsere fünf größten Kunden, in alphabetischer Reihenfolge, Infineon Technologies, Intel, Micron Technology, Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Mit unserem lokalen Vertriebsansatz bieten wir einen qualitativ hochwertigen Kundenservice.
Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden helfen wir ihnen, ihre Produkte und Lösungen kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir fertigen polierte und epitaxierte Wafer kundenspezifisch gemäß den aktuellsten Design Rules.
Wettbewerbssituation
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist durch eine hohe Konzentration der Wafer-Anbieter und einen hohen globalen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Siltronic ist laut Marktstudien einer der größten Hersteller von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie mit einem Marktanteil von circa 15 Prozent.
Unsere Hauptwettbewerber sind die beiden japanischen Hersteller Shin-Etsu Handotai und SUMCO Corporation sowie GlobalWafers, Taiwan und SK Siltron, Korea.
Diese fünf größten Hersteller bedienen zusammen circa 90 Prozent der weltweiten Nachfrage. Die Kunden arbeiten bei der Entwicklung neuer Wafer immer enger mit den Herstellern zusammen. Aufgrund unseres exzellenten Kundenzugangs erwarten wir, hiervon in Zukunft noch mehr profitieren zu können.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Wir verkaufen unsere Wafer weltweit an Kunden in der Halbleiterindustrie. Somit unterliegen wir den für diese Industrie typischen konjunkturellen Schwankungen. Diese können allerdings von ihrem Eintrittszeitpunkt und auch vom Grad der Ausprägung sehr unterschiedlich sein. Anhand ausgewählter Frühindikatoren, zu denen unter anderem Rohstoffpreise, das Bestellverhalten der Kunden, unsere Kapazitätsauslastung sowie die erwartete Entwicklung von Produktions- und Absatzzahlen der Halbleiterindustrie gehören, berücksichtigen wir die voraussichtliche Entwicklung frühzeitig in der Geschäftsplanung.
Wechselkursschwankungen aufgrund von Handelsbeziehungen zwischen Währungsräumen haben einen operativen Einfluss auf unseren Umsatz und das Ergebnis, da wir rund zwei Drittel unseres Umsatzes in US-Dollar erzielen, der größte Teil der Kosten jedoch in Euro anfällt. Wir versuchen, den Einfluss von Fremdwährungseffekten durch verstärkte Produktion im US-Dollarnahen Währungsraum Singapur abzuschwächen.
Auf der Kostenseite hat die Entwicklung von Löhnen und Gehältern Einfluss auf Siltronic, ebenso wie die Veränderung von Materialkosten. Unser zentrales Rohmaterial ist Polysilizium, das wir hauptsächlich von der Wacker Chemie AG beziehen. Hier bestehen langfristige Lieferverträge. In unseren Fertigungsprozessen nutzen wir eine Vielzahl von Hilfsstoffen, z. B. Poliermittel und Sägedraht. Soweit möglich versuchen wir, unsere Materialien über mehrere Lieferanten zu beziehen.
Unsere Profitabilität erhöhen wir zudem durch fortlaufende interne Maßnahmen zur Prozessoptimierung in allen funktionalen Bereichen. Bereits 2010 haben wir mit den "Kosten-Roadmaps" kontinuierliche Kostensenkungsprogramme ins Leben gerufen, um aktiv Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Im Rahmen dieser Programme erfassen wir systematisch Projekte zur Effizienzsteigerung.
In regelmäßigen Steering Committee-Sitzungen werden neue Ideen priorisiert und deren Implementierung überwacht.
Da wir weltweit tätig sind, kommen unterschiedliche rechtliche und steuerliche Regelungen zum Tragen, die wir in unserem Geschäftsablauf berücksichtigen müssen. Unter anderem zählen hierzu Produkthaftungsgesetze und beschäftigungsrechtliche Auflagen sowie das Außenhandels- und Patentrecht.
Soweit sich aus den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen Risiken für unser Geschäft ergeben, werden diese im Risikobericht auf S. 63 dargestellt.
Unternehmensstrategie und Unternehmenssteuerung
Unser kurz- und langfristiges strategisches Ziel ist der nachhaltige Ausbau unserer Geschäftstätigkeit, um unsere Position als einer der führenden Hersteller für Halbleiterwafer weiter zu festigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unsere Technologieführerschaft ausbauen, unsere Qualitätsführerschaft beibehalten und unsere Programme für operative Exzellenz und Kostensenkung fortsetzen und unsere Kapazitäten im Rahmen des Marktwachstums erweitern. Ebenso stehen eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows im Fokus. Wir passen unsere Strategie sowie unser operatives Handeln bei Bedarf an die jeweiligen Marktgegebenheiten an. Eine wesentliche Änderung der strategischen Ausrichtung der Siltronic gegenüber dem Vorjahr war nicht erforderlich.
Megatrends begünstigen nachhaltig den verstärkten Einsatz unserer hochwertigen Reinstsiliziumwafer
Die Kundenanforderungen in der Halbleiterindustrie verändern sich fortlaufend. Getrieben wird dies vor allem durch globale Megatrends wie Mobilität, Konnektivität, Miniaturisierung und Kosteneffizienz. Dabei steht z. B. das Internet der Dinge (kurz: IoT) für den Trend, dass immer mehr "smarte" Geräte auf den Markt kommen. Gegenstände des Alltags werden mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet - vom Appgesteuerten Wearable bis zur komplett smarten Fabrik. Die stetigen Verbesserungen der Funktionalität und Energieeffizienz, etwa von Smartphones, Fahrerassistenzsystemen im Automobilbereich oder industrieller Automatisierungstechnik, basieren auf der laufenden Weiterentwicklung der dafür erforderlichen Bauteile durch die Halbleiterhersteller. Typischerweise sind diese Entwicklungen verbunden mit erhöhten Anforderungen an die Rohmaterialien. So sind z. B. kleinere Strukturbreiten für Bauteile nur möglich, wenn die Siliziumwafer entsprechend gleichförmig sind.
Daher gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach hoch entwickelten Wafern weiter wachsen wird. Wir wollen diese Wachstumsmöglichkeiten ergreifen, indem wir uns auf innovative, wertschöpfende Lösungen fokussieren und so unsere Kunden bei neuen Anforderungen aktiv unterstützen.
Synergien durch Best-in-Class-Produktionsprozesse
Wir haben langjährige Erfahrung in der Herstellung von 300 mm-Wafern und haben an unseren deutschen Standorten in Freiberg (Sachsen) und Burghausen sowie in Singapur moderne Produktionsanlagen errichtet, die für die Massenproduktion dieser Wafer ausgelegt sind. Unsere Produktionsanlagen in Singapur für 200 mm- und 300 mm-Wafer gehören jeweils zu den modernsten und größten weltweit. Über standardisierte Prozesse und eine größtenteils einheitliche Maschinenausrüstung stellen wir einen Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten sicher. Wir können damit Prozessverbesserungen einfach und schnell weltweit implementieren und vereinfachen den Qualifikationsprozess durch unsere Kunden.
Unsere Erfolgsparameter sind globale Präsenz und Innovationskraft
Wir wollen unseren Kunden Lösungen für heutige Anwendungen und die Anwendungen von morgen mit einer höheren Produktleistungsfähigkeit und -qualität anbieten.
Wir adressieren produktseitig anspruchsvolle Märkte. Anwendungsbereiche für Siliziumwafer sind z. B. Computer, Tablets, Smartphones, Solid State Drives, Assistenz- und Steuerungssysteme in der Automobilindustrie oder sogenannte Wearables. Wir stellen unseren Kunden weltweit maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung. Neben dem Czochralski-Verfahren nutzen wir das Zonenziehverfahren (die sogenannte FZ-Technologie) für Wafer mit einem Durchmesser von bis zu 200 mm (siehe Kapitel "Produktion" auf D 60). Wir stärken kontinuierlich unsere Innovationskraft und setzen auf Forschung und Entwicklung (F&E).
Unsere Produktionsprozesse und Kostenstrukturen optimieren wir fortlaufend
Unsere strategischen Ziele sind die Verbesserung der Profitabilität und die Stärkung des Cashflows. Diese unterstützen und steuern wir durch umfangreiche Maßnahmen. Dazu zählen Kostendisziplin und die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen in allen Funktionen und Regionen.
Nachhaltig profitables Wachstum sichern
Wir investieren in neue Anlagen, um höchsten Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen und um am Marktwachstum zu partizipieren.
Kontinuierliche Überwachung ausgewählter finanzieller und nichtfinanzieller Steuerungsgrößen
Die Konzernleitung orientiert sich bei der Führung von Siltronic im Wesentlichen an finanziellen Steuerungsgrößen.
Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen waren 2018 die EBITDA-Marge, der Netto-Cashflow sowie der ROCE (Return On Capital Employed).
Eine hohe Profitabilität ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen für die Konzernleitung. Als Wertgröße dient hierzu das EBITDA, bei dem wir uns mit den Wettbewerbern vergleichen. Das EBITDA ist definiert als das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und gegebenenfalls Zuschreibungen. Aus diesem Vergleich, der historischen Entwicklung und der Planung berechnen wir eine Ziel-EBITDA-Marge.
Eine weitere zentrale Zielgröße ist der Netto-Cashflow. Mit der Fokussierung auf diesen Wert stellen wir sicher, dass auch in Zukunft die finanzielle Solidität der Siltronic erhalten bleibt.
Der Netto-Cashflow zeigt, ob die notwendigen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus der eigenen operativen Tätigkeit (dem Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit ohne die zahlungswirksame Veränderung erhaltener Kundenanzahlungen) finanziert werden können. Unser Ziel ist es, jedes Jahr einen positiven Wert zu erreichen. Die wesentlichen Einflussgrößen sind neben der Profitabilität ein wirksames Management des Nettoumlaufvermögens sowie die Höhe der Investitionen. Das Nettoumlaufvermögen ist die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der ROCE ist definiert als das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dividiert durch das eingesetzte Kapital. Das eingesetzte Kapital ergibt sich aus dem Anlagevermögen und dem Nettoumlaufvermögen, und zwar als Mittelwert von Beginn und Ende einer Berichtsperiode.
Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden konzernweit geplant sowie fortlaufend überwacht. Wir messen Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen monatlich auf Konzernebene und in allen lokalen Gesellschaften. Schlüsselgrößen werden monatlich und quartalsweise analysiert. Ebenso überprüfen wir regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse die detaillierte Geschäftsplanung und prognostizieren die spezifische Geschäftsentwicklung.
Die vorgenannten wichtigsten Steuerungsgrößen werden durch weitere finanzielle Steuerungsgrößen ergänzt. Hierzu zählen insbesondere die Umsatzerlöse, die Investitionen und das Nettofinanzvermögen.
Nichtfinanzielle Leistungsgrößen beziehen sich vor allem auf den effizienten Einsatz von Silizium und Energie, den Einsatz von Mehrwegverpackungen bei Ausgangsverpackung, die Zahl der Arbeitsunfälle und Unfälle mit Chemikalien. Außerdem bestehen Kennzahlen zur Produktqualität und Innovation. Wir setzen keinen dieser Indikatoren durchgängig zur Steuerung des Unternehmens ein. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Nichtfinanziellen Bericht (siehe S. 87).
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung
Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaft 2018 auf einem stabilen Wachstumskurs geblieben. Nach der letzten Prognose vom Januar 2019 ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 um 3,7 Prozent gestiegen (2017: 3,8 Prozent).
Das Wachstum 2018 im Euroraum ist mit 1,8 Prozent etwas schwächer ausgefallen als im Vorjahr (2017: 2,4 Prozent). Trotz des weiter moderaten Ölpreises und der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank war die Entwicklung des gesamten Wirtschaftsraums aber noch immer durch die nur langsam sinkende Arbeitslosigkeit und die Schuldenkrise in einigen Staaten belastet.
Die deutsche Wirtschaft ist 2018 etwas langsamer gewachsen. Laut dem Internationalen Währungsfonds lag das Wachstum für das Gesamtjahr bei 1,5 Prozent (2017: 2,5 Prozent).
Die Wirtschaft in den USA ist 2018 mit 2,9 Prozent deutlich stärker als im Vorjahr gewachsen (2017: 2,2 Prozent). Die USA profitierten dabei, wie auch Japan, von anhaltend niedriger Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaft in Japan entwickelte sich 2018 mit 0,9 Prozent Wachstum weiter verhalten und schwächer als im Vorjahr (2017: 1,9 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt 2018 in China ist um 6,6 Prozent weiter gewachsen - etwas schwächer als im Vorjahr (2017: 6,9 Prozent).
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist - gemessen an der weltweit verkauften Fläche - 2018 um 7,8 Prozent gewachsen (2017: 10 Prozent). Die Nachfrage war dabei im gesamten Jahresverlauf sehr hoch.
Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Ereignisse, die den Geschäftsverlauf der Siltronic wesentlich beeinflusst haben.
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf 2018 war in allen vier Quartalen positiv. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wafern aller Durchmesser konnten wir die durchschnittlichen Verkaufspreise sukzessive erhöhen. Aufgrund der erneut erfreulichen Preisentwicklung haben wir unsere Prognose bezüglich Umsatz und EBITDA-Marge unterjährig zum Halbjahresbericht und zur Mitteilung für das dritte Quartal 2018 nach oben angepasst und erwarteten zuletzt einen Umsatz von leicht über EUR 1,4 Mrd. und eine EBITDA-Marge von circa 40 Prozent.
Mit einem Umsatz von nunmehr EUR 1.456,7 Mio. schließen wir das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich ab und haben die ursprüngliche Umsatzprognose vom März 2018 (Umsatz: deutlich über EUR 1,3 Mrd.) signifikant und die angepasste Umsatzprognose vom Oktober leicht übertroffen. Ähnliches gilt für unsere Profitabilität. Die EBITDA-Marge lag mit 40,5 Prozent leicht über der Prognose vom März (nahe 40 Prozent) und im Rahmen der Erwartungen der angepassten Prognose vom Oktober 2018 (circa 40 Prozent).
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, Januar 2019, Pressemitteilung vom 7. Januar 2019) SEMI SMG (Pressemitteilung vom 30. Januar 2019)
Der ROCE lag mit 58,1 Prozent wie prognostiziert deutlich über dem Wert des Vorjahres (2017: 31,3 Prozent) und deutlich über den Kapitalkosten. Der Netto-Cashflow lag mit EUR 240,4 Mio. ebenso deutlich über dem Wert des Vorjahres (2017: EUR 124,8 Mio.) und damit ebenfalls im Rahmen unserer Erwartungen.
Ebenso angepasst haben wir unterjährig unsere Erwartungen bezüglich der Höhe unserer Investitionen (Capex). Zum Halbjahresbericht 2018 hatten wir unsere Prognose zu den Investitionen von zunächst EUR 240 Mio. bis EUR 260 Mio. leicht auf EUR 260 Mio. bis EUR 280 Mio. angehoben. Diese Anhebung erfolgte aufgrund von vorgezogenen Anzahlungen an Lieferanten für den Ausbau unserer Kapazitäten. Mit Investitionen in Höhe von EUR 256,9 Mio. liegen wir knapp unter dem prognostizierten Volumen.
Vergleich der tatsächlichen und prognostizierten Geschäftsentwicklung
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| Ergebnis 2017 | Prognose GB1)2017 (Stand März 2018) | Prognose QM1)1 2018 (Stand April 2018) | Prognose QB1)2 2018 (Stand Juli 2018) | Prognose QM1)3 2018 (Stand Oktober 2018) | Ergebnis 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| deutlich über EUR 1,3 Mrd., | deutlich über EUR 1,3 Mrd., | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz in EUR Mio. | 1.177,3 | abhängig von Wechselkurseffekten | abhängig von Wechselkurseffekten | knapp EUR 1,4 Mrd. | leicht über EUR 1,4 Mrd. | 1.456,7 |
| EBITDA-Marge in % | 30,0 | nahe 40 | nahe 40 | circa 40 | circa 40 | 40,5 |
| ROCE in % | 31,3 | deutlich über dem Vorjahr | deutlich über dem Vorjahr | deutlich über dem Vorjahr | deutlich über dem Vorjahr | 58.1 |
| Netto-Cashflow in EUR Mio. | 124,8 | deutlich über dem Vorjahr | deutlich über dem Vorjahr | deutlich über dem Vorjahr | deutlich über dem Vorjahr | 240,4 |
| F&E-Quote in % | 5,8 | circa 5 Prozent vom Umsatz | circa 5 Prozent vom Umsatz | circa 5 Prozent vom Umsatz | circa 5 Prozent vom Umsatz | 4,7 |
| Kostenpositionen in EUR Mio. | 15 | gegenläufiger Effekt auf das Einsparpotenzial durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie durch Inflation | gegenläufiger Effekt auf das Einsparpotenzial durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie durch Inflation | gegenläufiger Effekt auf das Einsparpotenzial durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie durch Inflation | gegenläufiger Effekt auf das Einsparpotenzial durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie durch Inflation | 0 |
| Abschreibungen in EUR Mio. | 117,4 | rund EUR 90 Mio. | rund EUR 90 Mio. | rund EUR 90 Mio. | rund EUR 90 Mio. | 91,6 |
| Steuerquote in % | 15 | zwischen 15 Prozent und 20 Prozent | zwischen 15 Prozent und 20 Prozent | zwischen 15 Prozent und 20 Prozent | zwischen 15 Prozent und 20 Prozent | 18 |
| Finanzergebnis in EUR Mio. | - 8,5 | ungefähr stabil | ungefähr stabil | ungefähr stabil | ungefähr stabil | - 9,3 |
| Investitionen in EUR Mio. | 123,2 | rund EUR 240 Mio. bis EUR 260 Mio. | rund EUR 240 Mio. bis EUR 260 Mio. | rund EUR 260 Mio. bis EUR 280 Mio. | rund EUR 260 Mio. bis EUR 280 Mio. | 256,9 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 6,18 | deutliche Steigerung gegenüber 2017 | deutliche Steigerung gegenüber 2017 | deutliche Steigerung gegenüber 2017 | deutliche Steigerung gegenüber 2017 | 12,44 |
1) GB = Geschäftsbericht; QB = Quartalsbericht; QM = Quartalsmitteilung
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand ist mit dem Geschäftsverlauf 2018 sehr zufrieden
Das Geschäftsjahr 2018 war für uns durchweg positiv. Durch die weltweit hohe Nachfrage nach Siliziumwafern haben wir weitere Preiserhöhungen erzielt. Dies hat sich sehr positiv auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ausgewirkt.
Das Geschäftsjahr 2018 haben wir mit einem Konzernumsatz von EUR 1.456,7 Mio. abgeschlossen. Der durchschnittliche Verkaufspreis unserer Wafer (ASP) hat im Vergleich zum Vorjahr erneut stark zugelegt und ist unterjährig jedes Quartal gestiegen. Unser Periodenergebnis haben wir auf EUR 400,6 Mio. mehr als verdoppelt.
Auch unser Netto-Cashflow hat sich sehr gut entwickelt und wurde mit EUR 240,4 Mio. für das Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Im Ergebnis konnten wir unser Nettofinanzvermögen zum 31. Dezember 2018 auf nunmehr EUR 691,3 Mio. erhöhen.
Sehr gut aufgestellt für die Zukunft
2018 haben wir EUR 256,9 Mio. in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert. Hierin sind neben den Basis-Investitionen in Höhe von rund EUR 90 Mio. Investitionen für den Kapazitätsausbau im Bereich der 300 mm-Wafer sowie für unsere neue Kristall-Ziehhalle in Singapur enthalten. Ebenso haben wir erste Anzahlungen für das Produktionsequipment des nächsten Kapazitätsausbaus im Jahr 2020 geleistet, dessen gesamter Output bereits über Langfristverträge verkauft ist.
Wachstumstrend für Siliziumfläche weiter intakt
Wir beurteilen die wirtschaftliche Lage der Siltronic als stabil. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses 2018 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2018. Jedoch sind die Aussichten im Halbleiterbereich aufgrund von makroökonomischen und politischen Unsicherheiten zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 verhaltener als zuvor, was besonders für den Speicher- und Foundry-Bereich gilt. Logik- und Poweranwendungen sowie Imagesensoren zeigen sich jedoch unverändert stark.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Umsatzsteigerung von knapp 24 Prozent durch Preiserhöhungen getrieben
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2018 | Q3 2018 | Betrag | in % | 2018 | 2017 |
| Umsatzerlöse | 388,1 | 379,8 | 8,3 | 2,2 | 1.456,7 | 1.177,3 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| Umsatzerlöse | 279,4 | 23,7 |
Wir haben das Geschäftsjahr 2018 mit einem Konzernumsatz von EUR 1.456,7 Mio. erfolgreich abgeschlossen und liegen damit EUR 279,4 Mio. bzw. 23,7 Prozent über dem Vorjahr mit EUR 1.177,3 Mio. Der wichtigste Treiber für die Umsatzerhöhung waren Preissteigerungen. Der in Euro ausgedrückte Durchschnittspreis der Wafer (ASP) hat im Vergleich zum Vorjahr stark zugelegt. Die abgesetzte Wafer-Fläche hat ebenfalls zugenommen, ihr Einfluss auf die Umsatzsteigerung war aber im Vergleich zum Einfluss des ASP nachrangig.
Siltronic erzielt den Umsatz weit überwiegend in US-Dollar. Der US-Dollar lag zwischen Januar und Dezember 2018 im Durchschnitt bei 1,18 und im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei 1,13.
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass die prozentuale Aufteilung der Umsatzerlöse auf die drei großen Regionen Europa, Asien und USA kaum verändert zum Vorjahr ist. Auf die größte Region Asien entfielen 69 Prozent der Umsatzerlöse (Vorjahr: 67 Prozent), gefolgt von Europa mit 19 Prozent (wie Vorjahr). In den USA wurden 12 Prozent umgesetzt (Vorjahr: 14 Prozent).
Umsatzverteilung nach Regionen
in %

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz von Quartal zu Quartal: Die Umsatzerlöse des ersten Quartals betrugen EUR 327,4 Mio., gefolgt von EUR 361,3 Mio. im zweiten und EUR 379,8 Mio. im dritten Quartal. Im vierten Quartal hat Siltronic einen Umsatz von EUR 388,1 Mio. realisiert. Auch im Vorjahr übertraf jeder Quartalsumsatz das Vorquartal.
Herstellungskosten haben sich im Vergleich zum Umsatz deutlich unterproportional entwickelt
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2018 | Q3 2018 | Betrag | in % | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Herstellungskosten | 208,1 | 204,8 | 3,3 | 1,6 | 824,8 | 807,0 |
| Bruttoergebnis | 180,0 | 175,0 | 5,0 | 2,9 | 631,9 | 370,3 |
| Bruttomarge in % | 46,4 | 46,1 | 43,4 | 31,5 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Herstellungskosten | 17,8 | 2,2 |
| Bruttoergebnis | 261,6 | 70,6 |
| Bruttomarge in % |
Die absolute Zunahme der Herstellungskosten um EUR 17,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr resultierte in erster Linie aus der größeren Absatzfläche.
Die Herstellungskosten sind im Vergleich zur Absatzfläche jedoch unterproportional gestiegen, da die Herstellungskosten je Waferfläche gesunken sind. Die Verbesserung der Herstellungskosten je Waferfläche war getrieben durch eine höhere Auslastung unserer Anlagen und rückläufige Abschreibungen. Nennenswerte Wechselkurseinflüsse auf die Herstellungskosten gab es nicht, da die Herstellungskosten zu ungefähr 60 Prozent in Euro anfallen.
Bruttomarge vor allem wegen gestiegenem ASP stark verbessert
Das Bruttoergebnis hat sich um EUR 261,6 Mio. auf EUR 631,9 Mio. verbessert. Dies entspricht einer Steigerung von 70,6 Prozent. Die Bruttomarge ist von 31,5 Prozent im Vorjahr auf 43,4 Prozent im Berichtsjahr gestiegen.
Der Hauptgrund für die stark gestiegene Bruttomarge ist die Zunahme des ASP. Die verbesserte Auslastung hat die positive Entwicklung der Bruttomarge unterstützt. Die Bruttomarge verbesserte sich im Berichtsjahr von Quartal zu Quartal. Sie lag im ersten Quartal bei 38,1 Prozent, gefolgt von 42,1 Prozent im zweiten Quartal und 46,1 Prozent im dritten Quartal. Im vierten Quartal erreichte die Bruttomarge 46,4 Prozent.
Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung waren im Verhältnis zum Umsatz rückläufig
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2018 | Q3 2018 | Betrag | in % | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | 9,0 | 8,7 | 0,3 | 3,4 | 35,0 | 37,1 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) | 17,9 | 16,7 | 1,2 | 7,2 | 68,1 | 68,3 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 7,4 | 6,4 | 1,0 | 15,6 | 27,5 | 25,6 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 34,4 | 31,7 | 2,5 | 7,9 | 130,6 | 131,0 |
| in Prozent vom Umsatz | 8,8 | 8,4 | 9,0 | 11,1 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | - 2,1 | - 5,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) | - 0,2 | - 0,3 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1,9 | 7,4 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | -0,4 | - 0,3 |
| in Prozent vom Umsatz |
Die Summe der Aufwendungen für Vertrieb, Forschung & Entwicklung (F&E) sowie allgemeine Verwaltung war im Vergleich zum Vorjahr trotz der gestiegenen Absatzfläche nahezu unverändert.
Da der Umsatz stark gestiegen ist, ist der prozentuale Anteil der Kosten für Vertrieb, F&E sowie Verwaltung am Umsatz mit 9,0 Prozent niedriger als im Vorjahr (11,1 Prozent).
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen war 2018 mit EUR - 3,6 Mio. identisch zum Vorjahr. Wie im Vorjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen weit überwiegend Wechselkursgewinne und Wechselkursverluste, insbesondere aus den Maßnahmen zur Währungssicherung. Die Währungssicherungen betreffen den US-Dollar und den Japanischen Yen.
Während im Jahr 2017 der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen fast ausschließlich die saldierten Wechselkurseffekte abbildet, haben die Aufwendungen im Jahr 2018 die Erträge um EUR 4,3 Mio. übertroffen. Dies ist vor allem auf Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für Umweltschutzmaßnahmen zurückzuführen.
EBITDA ist infolge des verbesserten Bruttoergebnisses auf Rekordniveau gestiegen
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| Veränderung | Q1 - Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2018 | Q3 2018 | Betrag | in % | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | 138,9 | 138,0 | 0,9 | 0,7 | 497,7 | 235,7 |
| EBIT-Marge in % | 35,8 | 36,3 | 34,2 | 20,0 | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | -21,9 | -22,2 | 0,3 | - 1,4 | -91,6 | -117,4 |
| EBITDA | 160,8 | 160,2 | 0,6 | 0,4 | 589,3 | 353,1 |
| EBITDA-Marge in % | 41,4 | 42,2 | 40,5 | 30,0 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| EBIT | 262,0 | >100 |
| EBIT-Marge in % | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | -25,8 | -22,0 |
| EBITDA | 236,2 | 66,9 |
| EBITDA-Marge in % |
Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf EUR 589,3 Mio. und lag damit EUR 236,2 Mio. bzw. 66,9 Prozent über dem Wert des Vorjahres (EUR 353,1 Mio.). Hauptgrund für diese Entwicklung war das Bruttoergebnis, das sich um EUR 261,6 Mio. erhöht hat.
Die EBITDA-Marge betrug im Berichtsjahr 40,5 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent). Im ersten Quartal 2018 haben wir eine EBITDA-Marge von 37,4 Prozent erzielt, im zweiten Quartal von 40,4 Prozent, im dritten Quartal von 42,2 Prozent und im vierten Quartal von 41,4 Prozent. Die wichtigsten Gründe für die sehr positive Entwicklung waren der zunehmende ASP und der Anstieg der verkauften Wafer-Fläche bei erfreulicher Kostenentwicklung in Produktion, Vertrieb, F&E und Verwaltung.
Das EBIT von EUR 497,7 Mio. war 2018 um EUR 262,0 Mio. höher als im Vorjahr. Wie beim EBITDA war die Zunahme getrieben von der Verbesserung des Bruttoergebnisses.
EBITDA und EBITDA-Marge
EUR Mio.

EBITDA und EBITDA-Marge (ohne Wechselkurseffekte)1)
EUR Mio.

1) Ohne die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthaltenen Wechselkurseffekte in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR - 3,0 Mio.), die vor allem auf Sicherungsgeschäfte zurückzuführen sind.
Finanzergebnis bildet Aufzinsung von Pensionen ab
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| Veränderung | Q1 - Q4 | Q1- Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2018 | Q3 2018 | Betrag | in % | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aufzinsung Pensionen | -1,9 | -2,0 | 0,1 | 5,0 | -8,0 | -8,1 |
| Übriges Finanzergebnis | -1,9 | 0,7 | -2,5 | -1,3 | -0,4 | |
| Finanzergebnis | -3,8 | -1,3 | -2,4 | -9,3 | -8,5 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Aufzinsung Pensionen | 0,1 | 1,2 |
| Übriges Finanzergebnis | -0,9 | |
| Finanzergebnis | -0,8 | - 9,4 |
Das übrige Finanzergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Passivposten sowie Erträge und Aufwendungen aus Geldanlagen und Derivaten (die der Währungssicherung dienen).
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie haben sich verdoppelt
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2018 | Q3 2018 | Betrag | in % | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 135,1 | 136,7 | -1,6 | -1,1 | 488,4 | 227,2 |
| Aufwand für Ertragsteuern | -29,1 | -22,1 | -7.0 | 31,7 | -87,8 | -35,0 |
| Periodenergebnis | 106,0 | 114,6 | -8,6 | -7,5 | 400,6 | 192,2 |
| Gewinn je Aktie | 3,25 | 3,53 | -0,28 | -7,9 | 12,44 | 6,18 |
| Steuerquote | 21,6 | 16,2 | 18,0 | 15,4 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 261,2 | >100 |
| Aufwand für Ertragsteuern | -52,8 | >100 |
| Periodenergebnis | 208,4 | >100 |
| Gewinn je Aktie | 6,26 | >100 |
| Steuerquote |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Ertragsteuern EUR 87,8 Mio. (Vorjahr: EUR 35,0 Mio.). Der Aufwand für Ertragsteuern betraf überwiegend effektive Steuern, die in Deutschland, Singapur und den USA angefallen sind. Latente Steuern hatten im Berichtszeitraum einen ergebnisverbessernden Effekt von EUR 17,3 Mio.
2018 betrug die Konzern-Steuerquote, d. h. die Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern, 18,0 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent).
Unser Periodenergebnis haben wir von EUR 192,2 Mio. im Jahr 2017 auf EUR 400,6 Mio. im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Auf Siltronic-Aktionäre entfallen hiervon EUR 373,2 Mio. (Vorjahr: EUR 185,3 Mio.).
Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 12,44 nach EUR 6,18 im Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich von EUR 1.252,4 Mio. zum Vorjahresstichtag auf EUR 1.818,2 Mio. zum 31. Dezember 2018 erhöht.
Langfristige Vermögenswerte sind investitionsbedingt gestiegen
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 22,2 | 24,0 | -1,8 |
| Sachanlagen | 683,9 | 513,3 | 170,6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 56,7 | 9,3 | 47,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 762,8 | 546,6 | 216,2 |
Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum Jahresende 2018 bei EUR 762,8 Mio. und damit bei rund 42 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent) der Bilanzsumme. Sie haben sich im Vergleich zum Jahresende 2017 (EUR 546,6 Mio.) um EUR 216,2 Mio. erhöht, was auf hohe Investitionen in Maschinen und Gebäude zurückzuführen ist.
Die planmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 93,4 Mio. (Vorjahr: EUR 117,4 Mio.). Die Investitionen (Zugänge zu Sachanlagen und langfristigen immateriellen Vermögenswerten) erreichten EUR 256,9 Mio. (Vorjahr: EUR 123,2 Mio.) und betrafen vor allem Kapazitätserweiterungen 2019, eine neue Ziehhalle in Singapur und die weitere Automatisierung der Produktion.
Die Investitionen dienen dazu, die Nachfrage der Kunden nach immer anspruchsvoller werdenden technischen Spezifikationen begleiten zu können und der steigenden Nachfrage entgegenzukommen.
In den immateriellen Vermögenswerten ist zum 31. Dezember 2018 insbesondere der Firmenwert enthalten, der im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs der Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. 2014 entstanden ist. Der Firmenwert, der sich auf EUR 20,5 Mio. beläuft, unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte umfassen als wesentliche Posten Festgelder und Wertpapiere in Höhe von EUR 31,3 Mio. sowie latente Steuern in Höhe von EUR 25,3 Mio.
Positiver Free-Cashflow erhöhte kurzfristige Vermögenswerte
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 148,6 | 149,9 | - 1,3 |
| Forderungen aus Lieferungen | 175,7 | 159,9 | 15,8 |
| und Leistungen sowie Vermögenswerte | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 69,8 | 53,9 | 15,9 |
| Liquide Mittel und Geldanlagen | 661,3 | 342,1 | 319,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.055,4 | 705,8 | 349,6 |
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum 31. Dezember 2018 bei EUR 1.055,4 Mio. und damit EUR 349,6 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 705,8 Mio.). Der Anteil an der Bilanzsumme lag bei rund 58 Prozent (Vorjahr: circa 56 Prozent).
Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte ist gestiegen, weil Vertragsvermögenswerte im Geschäftsjahr 2018 aufgrund der neuen Bilanzierungsregel IFRS 15 erstmalig anzusetzen sind (EUR 19,4 Mio.). Vor Anwendung des IFRS 15 war der Gegenwert in den Vorräten ausgewiesen, allerdings zu Herstellungskosten und nicht zu Verkaufspreisen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 aufgrund eines Anspruchs auf Kompensation erhöht, der gegen Versicherungen besteht. Da mit den Kompensationen wirtschaftliche Verpflichtungen auf Siltronic übergehen, haben sich auf der Passivseite der Bilanz die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten von Siltronic erhöht. Außer diesem Kompensationsanspruch umfassen die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte vor allem Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern sowie Ertragsteuern und Marktwerte von Derivaten.
Das Nettoumlaufvermögen - bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - liegt bei EUR 227,1 Mio (Vorjahr: EUR 242,7 Mio.).
Jahresüberschuss erhöhte Eigenkapital
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 915,7 | 637,9 | 277,8 |
| Pensionsrückstellungen | 362,3 | 367,2 | - 4,9 |
| Erhaltene Kundenanzahlungen | 175,2 | 42,9 | 132,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 97,9 | 52,2 | 45,7 |
| Langfristige Schulden | 635,4 | 462,3 | 173,1 |
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 lag bei EUR 915,7 Mio. (Vorjahr: EUR 637,9 Mio.). Damit betrug die Eigenkapitalquote 50,4 Prozent im Vergleich zu 50,9 Prozent zum 31. Dezember 2017.
Die Zunahme des Eigenkapitals um EUR 277,8 Mio. ist hauptsächlich auf den Jahresüberschuss von EUR 400,6 Mio. abzüglich der Ausschüttung der Dividende für das Jahr 2017 in Höhe von EUR 75,0 Mio. zurückzuführen. Versicherungsmathematische Verluste im Rahmen der Berechnung der Pensionsrückstellungen haben das Eigenkapital um EUR 49,4 Mio. gemindert.
Die langfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2018 EUR 635,4 Mio. (Vorjahr: EUR 462,3 Mio.) und lagen damit bei rund 35 Prozent (Vorjahr: circa 37 Prozent) der Bilanzsumme. Die Erhöhung um EUR 173,1 Mio. resultiert aus dem starken Anstieg der erhaltenen Kundenanzahlungen um EUR 132,3 Mio.
Über den Dienstzeit- sowie Zinsaufwand hinaus haben neue Sterblichkeitstafeln in Deutschland und der sinkende Diskontierungszins in Deutschland die Pensionsverpflichtungen steigen lassen. Dieser Effekt konnte durch Einzahlungen in Deckungsvermögen in Deutschland sowie den USA und die rückstellungsmindernde Wirkung der Zinsentwicklung in den USA fast kompensiert werden. In den USA hat sich der Zinssatz für Pensionen von 3,45 Prozent Ende 2017 auf 4,08 Prozent Ende 2018 erhöht. Die Pensionsrückstellung wurde in Deutschland mit 1,98 Prozent Ende Dezember 2018 abgezinst verglichen mit 2,10 Prozent Ende Dezember 2017.
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind wegen der wirtschaftlichen Übernahme von Verpflichtungen für Umweltschutz gestiegen, für die Siltronic einen Kompensationsanspruch von Versicherungen erhalten hat. Der Kompensationsanspruch ist in den kurzfristigen sonstigen Vermögenwerten enthalten. Außerdem umfassen die langfristigen sonstigen Verpflichtungen Rückstellungen für Jubiläum, Altersteilzeit und Steuern.
Kurzfristige Schulden primär durch Investitionstätigkeit und Kundenanzahlungen gestiegen
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 96,6 | 67,1 | 29,5 |
| Erhaltene Kundenanzahlungen | 56,4 | 26,9 | 29,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 114,0 | 58,2 | 55,8 |
| Kurzfristige Schulden | 267,1 | 152,2 | 114,9 |
Die kurzfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2018 EUR 267,1 Mio. Sie lagen damit EUR 114,9 Mio. über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2017: EUR 152,2 Mio.). An der Bilanzsumme machen kurzfristige Schulden rund 15 Prozent aus (Vorjahr: circa 12 Prozent).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben zugenommen, weil die Investitionsaktivitäten in den Monaten vor dem Bilanzstichtag höher waren als im Vergleichszeitraum 2017. Die erhöhten kurzfristigen Kundenanzahlungen spiegeln das insgesamt höhere Niveau an erhaltenen Kundenanzahlungen wider. Ausschlaggebend für die Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten waren höhere Verbindlichkeiten aufgrund von Ertragsteuern und Marktwerten von Derivaten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten außerdem kurzfristige Personalverbindlichkeiten, vor allem Urlaub, Überstunden und erfolgsabhängige Vergütung.
Vermögens- und Kapitalstruktur
EUR Mio.

Einfluss von Wechselkursschwankungen und Akquisitionen auf Bilanzposten war nicht nennenswert
Der Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Veränderung der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden vom 31. Dezember 2017 auf 31. Dezember 2018 ist nicht nennenswert. Es gab keine Akquisition eines Unternehmens oder eines Geschäfts.
Nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte
Das Vertrauen unserer Kunden in die Qualität bestehender Produkte sowie in die Leistungsfähigkeit der Siltronic, bestehende Produkte an die kontinuierlich steigenden technischen Anforderungen der Kunden anzupassen, betrachten wir als wichtigen Einflussfaktor für ein erfolgreiches Geschäft. Um die künftigen technischen Anforderungen der Kunden frühzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können, stützen wir uns vor allem auf das eigene weltweite Vertriebsnetz, das gewachsene Kundenbeziehungen unterhält.
Weiterhin sehen wir unser langjährig gewachsenes Wissen im Bereich Forschung & Entwicklung als Wettbewerbsvorteil.
Cashflow hat sich deutlich positiv entwickelt
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| EUR Mio. | Q1 - Q4 2018 | Q1- Q4 2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 651,9 | 298,9 | 353,0 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | -235,5 | -129,3 | -106,2 |
| Free-Cashflow | 416,4 | 169,6 | 246,8 |
| Zunahme auf Grund zugeflossener Anzahlungen abzüglich deren Rückführung | -176,0 | -44,8 | -131,2 |
| Netto-Cashflow | 240,4 | 124,8 | 115,6 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | -235,5 | -129,3 | -106,2 |
| Ein-/Auszahlungen aus Festgeld | -315,1 | -42,3 | -272,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -550,6 | -171,6 | -379,0 |
Wir haben 2018 den Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit mit EUR 651,9 Mio. verglichen mit EUR 298,9 Mio. im Jahr 2017 verdoppelt. Die Zunahme um EUR 353,0 Mio. ist durch Anzahlungen von Kunden beeinflusst worden: Im Jahr 2018 sind Anzahlungen in Höhe von EUR 217,2 Mio. zugeflossen (Vorjahr: EUR 68,8 Mio.) und EUR 41,2 Mio. wurden im Berichtsjahr zurückgeführt (Vorjahr: EUR 24,0 Mio.). Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit des Jahres 2018 ist durch den Saldo aus Zunahme und Abnahme erhaltener Kundenanzahlungen um EUR 176,0 Mio. positiv beeinflusst worden (Vorjahr: EUR 44,8 Mio.).
Der Free-Cashflow ist der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit nach Abzug von Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Die Mittelabflüsse für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben von EUR 129,3 Mio. im Jahr 2017 auf EUR 235,5 Mio. im Jahr 2018 zugenommen. Der Free-Cashflow hat sich trotz der deutlichen Zunahme an Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von EUR 169,6 Mio. auf EUR 416,4 Mio. ebenfalls mehr als verdoppelt.
Netto-Cashflow fast verdoppelt auf EUR 240,4 Mio.
Das Management der Siltronic nutzt den Netto-Cashflow als interne Steuerungsgröße für das operative Geschäft. Der Netto-Cashflow hilft bei der Beurteilung der Frage, in welchem Umfang ein Unternehmen seine Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte durch das operative Geschäft nachhaltig finanzieren kann, weil im Gegensatz zum Free-Cashflow die durch Kundenanzahlungen verursachten zeitlichen Verschiebungen bei Zufluss und Rückführung ausgeblendet werden. Solche Verschiebungen beeinträchtigen aufgrund der Höhe und der Unregelmäßigkeit der Zuflüsse die Aussagekraft des Free-Cashflows.
Auch der Netto-Cashflow hat unsere Erwartungen übertroffen. Aus dem Netto-Cashflow ist erkennbar, dass auch unter Vernachlässigung des hohen positiven Beitrags von Kundenanzahlungen und trotz erhöhter Auszahlungen für Sachanlagen der Mittelzufluss im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt wurde. Während sich im Vorjahr ein Einzahlungsüberschuss von EUR 124,8 Mio. ergab, wurde 2018 ein Überschuss von EUR 240,4 Mio. erzielt.
Auszahlungen in Festgelder und Wertpapiere
Über die Auszahlungen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte hinaus zählen Auszahlungen in Festgelder und Wertpapiere zum Cashflow aus Investitionstätigkeit. Die Nettoauszahlungen für Investitionen in Festgeldanlagen und Wertpapiere hatten 2018 ein Volumen von EUR 315,1 Mio. nach EUR 42,3 Mio. im Vorjahr. Von diesen Geldanlagen haben EUR 30,0 Mio. eine Laufzeit, die länger als ein Jahr ist. Die restlichen Geldanlagen sind vor dem 31. Dezember 2019 verfügbar
Finanzmanagement
Grundsätze und Ziele
Das Ziel des Finanzmanagements der Siltronic ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet.
Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Die Steuerung der Finanzierung erfolgt aus Konzernsicht.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Siltronic setzt außerbilanzielle Finanzierungsquellen nur in vernachlässigbarem Umfang ein.
Nettofinanzvermögen
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Liquide Mittel und Geldanlagen kurzfristig | 661,3 | 342,1 | 319,2 |
| Liquide Mittel und Geldanlagen langfristig | 30,0 | 0,0 | 30,0 |
| Nettofinanzvermögen | 691,3 | 342,1 | 349,2 |
Nettofinanzvermögen erreicht EUR 691,3 Mio.
Aufgrund des 2018 erzielten positiven Free-Cashflows von EUR 416,4 Mio. ist das Nettofinanzvermögen erneut gestiegen. Siltronic verfügte zum 31. Dezember 2018 über ein Nettofinanzvermögen von EUR 691,3 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 342,1 Mio.).
Die Geldanlagen haben eine Laufzeit bis Januar 2020.
ROCE bei 58,1 Prozent
Dem ROCE für das Jahr 2018 liegt ein EBIT von EUR 497,7 Mio. zugrunde (Vorjahr: EUR 235,7 Mio.) und ein Capital Employed von EUR 856,9 Mio. (Vorjahr: EUR 751,9 Mio.).
Dominierend für die Verbesserung des ROCE, der von 31,3 Prozent auf 58,1 Prozent gestiegen ist, war die erhebliche Verbesserung des EBIT. Die Zunahme des Capital Employed resultiert in erster Linie aus dem erhöhten Sachanlagevermögen.
Liquiditätsmanagement
Unser Ziel ist es, überschüssige Liquidität der Konzerngesellschaften zu bündeln und unter Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit diese Gelder in der Gruppe optimiert zu allokieren oder extern optimiert anzulegen. Zu diesem Zweck kommt ein Treasury-Management-System zum Einsatz, das zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die Cash-Bestände aller Tochtergesellschaften erlaubt.
Übersicht zur Finanzlage
2018 konnten wir unsere Finanzlage durch den hohen Free-Cashflow weiter verbessern. Das Nettofinanzvermögen in Höhe von EUR 691,3 Mio. bietet ein solides Fundament für unsere Wachstumsstrategie.
Begrenzung finanzieller Risiken
Unsere finanziellen Risiken reduzieren wir durch eine Hedging-Strategie. Hierbei kommen Termingeschäfte, Swaps und Optionen zum Einsatz, um das Währungsrisiko der Siltronic zu begrenzen. Die Kosten für das Hedging werden entsprechend den Regelungen zum Hedge Accounting nach IFRS erfasst.
Wesentliche Bestandteile unserer Politik zur Begrenzung finanzieller Risiken sind die klare Definition von Prozessverantwortung, mehrstufige Zustimmungsprozesse und Risikoüberprüfungen.
Investitionsanalyse
Die Mittel aus dem operativen Cashflow investieren wir hauptsächlich in bestehende Werke, um die Produktion zu automatisieren bzw. zu optimieren und die Ausbeuten zu erhöhen. 2018 haben wir überwiegend in Kapazitätserweiterungen für 2019, in die neue Ziehhalle in Singapur und die weitere Automatisierung der Produktion investiert.
Siltronic AG
Ergänzend zur Berichterstattung über den Siltronic-Konzern erläutern wir die Entwicklung der Siltronic AG. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt worden. Der vollständige Abschluss einschließlich zugehöriger Unterlagen wird separat veröffentlicht.
Als Muttergesellschaft des Siltronic-Konzerns bestimmt die Siltronic AG die übergeordnete strategische Steuerung, die Finanzierung und die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären.
Die Siltronic AG ist operativ tätig; sie hat Produktionsstandorte in Burghausen und Freiberg und Betriebsstätten in Taiwan sowie Frankreich. An den Produktionsstandorten werden Wafer und Zwischenprodukte hergestellt. Zwischenprodukte werden an Tochtergesellschaften verkauft und Wafer an Endkunden, soweit diese (a) in Europa sitzen oder (b) in Taiwan oder wenn (c) der Kunde explizit bei Siltronic AG kaufen möchte. Der Vertrieb von Wafern an andere Kunden erfolgt über ausländische Tochtergesellschaften.
Über die eigenproduzierten Wafer und Zwischenprodukte hinaus verkauft die Siltronic AG Wafer, die Tochtergesellschaften produziert haben und die an Kunden in (a) Europa oder (b) Taiwan geliefert werden oder (c) die ein Kunde explizit von Siltronic AG kaufen möchte. In diesen Fällen ist Siltronic AG als Händler tätig.
Ertragslage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | 2018 | 2017 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.066,0 | 866,8 | 199,2 | 23,0 |
| Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen | - 1,6 | 3,5 | -5,1 | >100 |
| Gesamtleistung | 1.064,4 | 870,3 | 194,1 | 22,3 |
| Materialaufwand | -421,3 | -359,6 | -61,7 | 17,2 |
| Personalaufwand | -226,9 | -212,1 | -14,8 | 7,0 |
| Abschreibungen | -53,1 | -50,4 | -2,7 | 5,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge, netto | -149,9 | -137,4 | -12,5 | 9,1 |
| EBIT | 213,2 | 110,8 | 102,4 | 92,4 |
| EBITDA | 264,6 | 161,2 | 103,4 | 64,1 |
| Finanzergebnis | -15,9 | -11,1 | -4,8 | 43,2 |
| Beteiligungsergebnis | 37,0 | 50,0 | -13,0 | -26,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 234,3 | 149,7 | 84,6 | 56,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -64,8 | -11,6 | -53,2 | >100 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 169,5 | 138,1 | 31,4 |
Die Zunahme der Umsatzerlöse um EUR 199,2 Mio. im Geschäftsjahr 2018 ist in erster Linie auf gestiegene Preise von eigenproduzierten Wafern zurückzuführen, gefolgt von einem Anstieg des Handelsgeschäfts. Aber auch die größere Fläche an eigenproduzierten Wafern sowie eine leichte Mengensteigerung bei den Zwischenprodukten haben zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen.
Die Umsätze sind nach Regionen wie folgt verteilt: Asien 59 Prozent (Vorjahr: 60 Prozent), Europa 26 Prozent (Vorjahr: 24 Prozent), Amerika 13 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent), restliche Welt 2 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent).
Wichtigste Ursache für den Anstieg beim Materialaufwand ist das gestiegene Handelsgeschäft. Beim Handelsgeschäft resultiert der Materialaufwand nicht aus den Produktionskosten, sondern aus den Bezugskosten für eingekaufte Wafer. Der Bezugspreis liegt nur knapp unter dem Verkaufspreis, da der Gesellschaft entsprechend dem begrenzten Geschäftsrisiko eines Händlers nur eine Handelsmarge zusteht.
Die mit der eigenen Produktion zusammenhängenden Materialaufwendungen, vor allem für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, für Energie, für Verpackung, für Ersatzteile und für technisches Material, sind nur geringfügig gestiegen.
Der Personalaufwand ist um EUR 14,8 Mio. bzw. 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, weil die durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern zugenommen hat und Tariferhöhungen wirksam wurden.
Die leichte Zunahme der Abschreibungen ergab sich aus dem Abschreibungsbeginn von Anlagezugängen. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr gab es außerplanmäßige Abschreibungen.
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge (netto) um EUR 12,5 Mio. ist insbesondere durch höhere Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer verursacht.
Die sehr erfreuliche Erhöhung von EBIT und EBITDA um EUR 102,4 Mio. bzw. EUR 103,4 Mio. ist auf gestiegene Wafer-Preise zurückzuführen, die beim Verkauf von eigenproduzierten Wafern realisiert wurden
Das Finanzergebnis ist geprägt von der Aufzinsung personalbezogener Bilanzposten, insbesondere der Rückstellung für Pensionen.
Das Beteiligungsergebnis resultiert aus einer Ausschüttung der Siltronic Holding International B.V., Niederlande.
Der Aufwand für Ertragsteuern ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Steuern gestiegen. Darüber hinaus konnten im Berichtsjahr im Gegensatz zum Vorjahr nur noch in geringem Umfang steuerliche Verlustvorträge genutzt werden.
Vermögenslage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva, EUR Mio. |
31.12.2018 | 31.12.2017 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1,4 | 1,4 | 0,0 | 0,0 |
| Sachanlagen | 329,9 | 283,3 | 46,6 | 16,4 |
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 129,7 | 129,4 | 0,3 | 0,2 |
| Festgelder und Fondsanteile | 110,0 | 0,0 | 110,0 | - |
| 571,0 | 414,1 | 156,9 | 37,9 | |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 247,2 | 94,8 | 152,4 | >100 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 94,9 | 64,1 | 30,8 | 48,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 107,8 | 213,7 | -105,9 | -49,6 |
| Andere Vermögensgegenstände ohne Festgelder | 42,3 | 29,7 | 12,6 | 42,4 |
| Liquide Mittel und Festgelder | 287,7 | 257,0 | 30,7 | 11,9 |
| 779,9 | 659,3 | 120,6 | 18,3 | |
| Bilanzsumme | 1.350,9 | 1.073,4 | 277,5 | 25,9 |
Da die Investitionen in Sachanlagevermögen die Abschreibungen übertroffen haben, hat sich der Buchwert um EUR 46,6 Mio. erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Anlagezugang zu Sachanlagen und zu immateriellen Vermögensgegenständen EUR 108,1 Mio., während die Abschreibungen mit EUR 53,1 Mio. klar niedriger ausfallen.
Die Beteiligung an verbundenen Unternehmen betrifft fast ausschließlich die Tochtergesellschaft Siltronic Holding International B. V. (SHI).
Durch die sehr gute Entwicklung des Free-Cashflows hat die Siltronic AG das Volumen der Geldanlagen gegenüber dem 31. Dezember 2017 erheblich ausweiten können.
EUR 110,0 Mio. wurden in Festgelder und Fondsanteile investiert, die langfristig gehalten werden sollen. Trotz dieser Investition sind auch die kurzfristig angelegten liquiden Mittel und Geldanlagen um EUR 30,7 Mio. gestiegen.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen haben im Jahr 2018 um EUR 156,1 Mio. zugenommen. Die Gesellschaft hat die Anzahlungen an eine produzierende Tochtergesellschaft geleistet, deren Wafer die Siltronic AG als Händler verkauft. Zur Finanzierung der geleisteten Anzahlung war keine Darlehensaufnahme erforderlich, weil die Siltronic AG ihrerseits eine Anzahlung in gleicher Höhe von einem Kunden erhalten hat.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind um EUR 30,8 Mio. gestiegen, da die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr im relevanten Zeitraum stark zugelegt haben.
Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist gesunken, weil zwei Tochtergesellschaften Darlehen von insgesamt EUR 90,1 Mio. zurückgezahlt haben.
Der Anstieg der anderen Vermögenswerte ergab sich durch eine Vorauszahlung an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG.
Finanzlage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Passiva, EUR Mio. |
31.12.2018 | 31.12.2017 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 735,6 | 641,1 | 94,5 | 14,7 |
| Rückstellungen | ||||
| Pensionsrückstellungen | 107,6 | 121,2 | -13,6 | -11,2 |
| Übrige Rückstellungen | 140,3 | 107,8 | 32,5 | 30,1 |
| 247,9 | 229,0 | 18,9 | 8,3 | |
| Verbindlichkeiten | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten | 33,7 | 28,6 | 5,1 | 17,8 |
| - gegenüber verbundenen Unternehmen | 80,1 | 103,1 | -23,0 | -22,3 |
| Andere Verbindlichkeiten | 253,6 | 71,6 | 182,0 | >100 |
| 367,4 | 203,3 | 164,1 | 80,7 | |
| Bilanzsumme | 1.350,9 | 1.073,4 | 277,5 | 25,9 |
Die Finanzierung der Vermögenswerte erfolgt zum Bilanzstichtag zu 54 Prozent durch Eigenkapital und zu 46 Prozent durch Fremdkapital.
Die übrigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Jahresende 2017 höher ausgefallen, weil die Rückstellung für ausstehende Rechnungen vor dem Hintergrund der umfangreicheren Investitionstätigkeit in den wenigen Monaten vor dem Bilanzstichtag gestiegen ist und weil die Steuerrückstellung gestiegen ist.
Hauptgrund für die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 23,0 Mio. ist, dass die Finanzverrechnungskonten gegenüber Tochtergesellschaften in Summe gesunken sind.
Der Anstieg der anderen Verbindlichkeiten um EUR 182,0 Mio. ist fast vollständig auf Anzahlungen zurückzuführen, die die Siltronic AG von konzernfremden Kunden erhalten hat und künftige Lieferungen von Wafern betreffen.
Das Nettofinanzvermögen betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 259,6 Mio. nach EUR 282,1 Mio. im Vorjahr.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug bei der Siltronic AG im abgelaufenen Jahr EUR 247,9 Mio. nach EUR 227,7 Mio. im Vorjahr. Die Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Anlagegüter beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 90,6 Mio. nach EUR 99,4 Mio. im Vorjahr.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsentwicklung der Siltronic AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siltronic-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Siltronic AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Bewertung der Beteiligungen ist insbesondere abhängig von den im Risikobericht dargestellten Risiken. Die Siltronic AG als Mutterunternehmen des Siltronic-Konzerns ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagementsystem.
Ausblick
Die Erwartung für die weitere Geschäftsentwicklung der Siltronic AG im kommenden Jahr ist im Wesentlichen identisch mit dem Ausblick des Siltronic-Konzerns, der im Prognosebericht des Konzerns ausführlich beschrieben wird.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Die Arbeit unserer Mitarbeiter, die täglich ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für Siliziumwafer einbringen, bildet die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg.
Zum 31. Dezember 2018 waren 3.914 Mitarbeiter bei Siltronic beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr (3.730 Mitarbeiter) um 184 Beschäftigte oder knapp 5 Prozent gestiegen. Zusätzlich waren zum 31. Dezember 2018 weltweit 715 Zeitarbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 709).
Als produzierendes Unternehmen haben wir einen hohen Anteil an direktem Personal. Dieser lag 2018 bei rund 65 Prozent.
Mitarbeiteranzahl ohne Zeitarbeitnehmer
zum 31. Dezember

Globale Personalstrategie und dezentrale Organisation des Personalmanagements
Unser Personalmanagement ist dezentral organisiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten und in den Regionen gerecht zu werden. Den standortübergreifenden Rahmen bilden die Leitlinien unserer globalen Personalstrategie, wie die Führungskräfteentwicklung und das Talent-Management, die leistungsgerechte Gestaltung unseres Entgeltsystems sowie die international ausgerichtete Organisation. Generell sind die strategischen Unternehmensvorgaben und insbesondere die Compliance-Richtlinien zu beachten.
Datenschutz
Der Persönlichkeitsschutz eines jeden Mitarbeiters ist in einem Unternehmen Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Zuge der neuen europäischen DatenschutzGrundverordnung (DSGVO), welche am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, hat die Siltronic ihre Maßnahmen zum Schutz der personenbezogenen Daten ausgeweitet. Es wurde beispielsweise eine Leitlinie zum Datenschutz des Unternehmens formuliert und eine neue Pflichtschulung zum Datenschutz angelegt. Ziel ist es, personenbezogene Daten nach den Grundsätzen Rechtmäßigkeit, Treu und Glauben, Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung, Integrität und Vertraulichkeit und Rechenschaftspflicht zu behandeln. Dafür setzt sich die Siltronic ein.
Vielfalt (Diversity) ist ein wichtiges Thema
Ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen ist es, die vorhandene Vielfalt der modernen Gesellschaft für uns zu nutzen. In Deutschland bzw. in der Siltronic AG zeigt sich unser Streben nach Vielfalt unter anderem an folgenden Beispielen:
Alle Mitarbeiter an den deutschen Standorten sind verpflichtet, sich durch eine E-Learning-Schulung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vertraut zu machen. Die Fortbildung ist für alle Hierarchieebenen, vom Vorstand bis zum Tarifmitarbeiter, bindend. Auch jeder neue Mitarbeiter muss diese Schulung absolvieren.
Wir nehmen das Thema Frauenförderung sehr ernst. So wird der Anzahl an Bewerbungen von Frauen besondere Beachtung geschenkt, um die Frauenquote im Unternehmen sukzessive zu erhöhen.
Wir unterstützen und fördern schwerbehinderte Menschen. Vorgesetzte, Mitarbeiter, Personalabteilung, Schwerbehindertenvertretung und Gesundheitsdienst arbeiten eng zusammen, damit gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz bleiben oder auf eine geeignete Stelle wechseln können. Dadurch können wir Fachkräfte halten und langjähriges, wertvolles Wissen bleibt Siltronic erhalten. In Deutschland haben 2018 im Durchschnitt 216 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen (2017: 216) gearbeitet, was einer Beschäftigungsquote von rund 8 Prozent entspricht.
Wir arbeiten überdies mit Behindertenwerkstätten zusammen. Siltronic bezieht z. B. am Standort Burghausen Verpackungen von den Ruperti-Werkstätten.
Wir setzen uns für die Kinderbetreuung und den Wiedereinstieg nach einer Babypause ein. In Burghausen und Freiberg stehen in unmittelbarer Nähe zum Werk Kindergarten- bzw. Krippenplätze zur Verfügung. Am Standort München vermittelt die pme Familienservice GmbH Betreuungsplätze in Kindergärten und -krippen.
Wir unterstützen unsere Mitarbeiter bei den Kosten für die Kinderbetreuung mit einem einmaligen Zuschuss. Zudem können unsere Mitarbeiter bis zum 8. Lebensjahr ihres Kindes Familienzeiten beantragen, welche bis zu 5 Tage zusätzlichen Urlaub ermöglichen. Seit 2017 wird eine einwöchige Kinderbetreuung während der Sommerferien angeboten.
Auch im Falle von Krankheit oder Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen bieten wir Unterstützung mit Freistellungsmöglichkeiten oder Teilzeitmodellen an.
Wir honorieren die Leistung unserer Belegschaft
Unsere Mitarbeiter entwickeln Innovationen, setzen Strategien erfolgreich um und geben dem Unternehmen eine unverwechselbare Identität. Eine gemeinsame Vision und aktiv gelebte Unternehmenswerte stehen für ein Gefühl der Einheit und bieten Orientierung bei unserem täglichen Arbeiten und Handeln.
Mit variablen Entgeltsystemen wollen wir den Beitrag unserer Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens honorieren. Wir überprüfen die Entlohnung durch regelmäßige Benchmarks. Damit stellen wir sicher, dass wir unseren Mitarbeitern ein marktgerechtes, leistungs- und verantwortungsbezogenes Gehalt bieten.
Zum fixen Grundgehalt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten die Mitarbeiter üblicherweise eine variable Vergütung, die sich am Unternehmenserfolg orientiert. Diese Leistung kommt tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern zugute. An unseren deutschen Standorten bestehen Tarifverträge sowie unternehmensbezogene Tarifverträge mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Unsere konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Betriebsräten an den deutschen Standorten und der IG BCE ist Grundlage einer zielgerichteten Sozialpartnerschaft. Diese äußert sich nicht zuletzt darin, dass es in den letzten Jahren zu keinen Streiks oder Arbeitsniederlegungen an unseren deutschen Standorten gekommen ist.
Die IG BCE und die Arbeitgeber der chemischen Industrie haben sich 2018 auf Tarifverträge mit einer Laufzeit von 15 Monaten geeinigt, die eine Tarifsteigerung von 3,6 Prozent vorsehen haben. Das Urlaubsgeld wird zudem ab 2019 fast verdoppelt (EUR 1.200/ Jahr bei Vollzeit).
Zu unserem 50-jährigen Firmenjubiläum erhielten unsere Mitarbeiter eine einmalige Jubiläumszahlung in Höhe von bis zu EUR 1.200 (je nach Unternehmenszugehörigkeit).
Mitarbeiterentwicklung hat hohen Stellenwert
Um die Nachhaltigkeit unseres Erfolgs sicherzustellen, haben wir bereits 2013 den Talent-Management-Prozess ins Leben gerufen. In einem jährlichen Talent-Management-Zyklus werden alle außertariflichen Mitarbeiter und Oberen Führungskräfte nach einheitlichen Kriterien in bereichsinternen und anschließend bereichsübergreifenden Konferenzen besprochen. Im jährlichen Mitarbeitergespräch legen Vorgesetzte und Mitarbeiter dann auf dieser Grundlage Entwicklungsmaßnahmen fest. Wir wollen damit anspruchsvolle Positionen mittel- und langfristig mit internen Kandidaten besetzen.
Mitarbeiterbefragung "Deine Meinung zählt"
Als Instrument der aktiven Mitgestaltung an Veränderungsprozessen haben wir drei Jahre nach der letzten Befragung 2018 in Deutschland erneut eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Beteiligungsquote lag bei beachtlichen 69 Prozent. Die Ergebnisse wurden in diversen Workshops und Gruppenbesprechungen vorgestellt und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Schwerpunkte in diesem Folgeprozess sind die intensivere Nutzung von Ideen aus der Belegschaft, eine gesteigerte Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern sowie die Verbesserung der abteilungs- und standortübergreifenden Zusammenarbeit.
Personalmarketingkonzept zur Gewinnung von neuen Mitarbeitern
Seit 2017 sind wir auf verschiedenen Recruitingmessen mit unserem eigenen Messestand vertreten, um Siltronic als Arbeitgebermarke zu präsentieren und unsere Stellenangebote zu bewerben. Im Zuge der Modernisierung des Internetauftritts wurde auch die Karriereseite angepasst, um alle für Bewerber wichtigen Informationen gebündelt darzustellen. Auch die Zusammenarbeit mit Social-Media-Anbietern ermöglicht es uns, ein breiteres Publikum für unsere abwechslungsreichen Arbeitsplätze zu gewinnen.
Ausbildung als Beitrag zur nachhaltigen Fachkräftesicherung in Deutschland
Seit 2017 bilden wir in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Burghausen bzw. der Bildungswerkstatt Chemnitz in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Die offenen Ausbildungsstellen für das Jahr 2019 konnten bereits erfolgreich 2018 besetzt werden.
Gesundheitsmanagement bietet Mitarbeitern verschiedene Serviceleistungen in Deutschland
Um innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben, haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, über unser Gesundheitsmanagement verschiedene Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. Wir wollen Rücken- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in unserer Belegschaft vermeiden, die psychische Belastbarkeit stärken, ein altersgerechtes Arbeiten ermöglichen und gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern passende Arbeitsplätze vermitteln. Alle Mitarbeiter an den deutschen Standorten haben die Möglichkeit, in regelmäßigen Abständen an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
2014 hat Siltronic in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung eine Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit zunächst speziell für Schichtmitarbeiter gestartet. Seither haben insgesamt über 200 Mitarbeiter das Gesundheitsprogramm mit sehr guten Erfolgen durchlaufen. Die Zielgruppen wurden laufend angepasst und 2019 wird dieses Angebot auch auf alle Tarifmitarbeiter erweitert. Das Präventionsprogramm ist geeignet für Mitarbeiter, die keine bzw. wenige gesundheitliche Beschwerden haben, ihre Belastbarkeit langfristig erhalten und sich dafür besser in Form bringen wollen. Zudem wird seit 2018 eine Gesundheitswoche angeboten, welche sich ebenfalls als Präventionsprogramm versteht, das sich an Mitarbeiter ab dem 40. Lebensjahr richtet und vom Unternehmen finanziert wird.
Wir bieten allen Mitarbeitern zudem einen Gesundheits-Check an, welcher alle 3 Jahre kostenlos in Anspruch genommen werden kann.
Forschung & Entwicklung
Innovation als Schlüssel zum Erfolg
Wesentliche Treiber der Halbleiterindustrie sind Miniaturisierung, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Dies drückt sich z. B. in höherer Rechenleistung und Speicherdichte, geringerem spezifischem Stromverbrauch und stetig sinkenden Kosten pro Funktion aus. Zugleich ist ein überproportionales Wachstum in Spezialanwendungen wie Leistungselektronik, Sensorik und Kommunikationselektronik zu beobachten, die jeweils maßgeschneiderte Wafer-Lösungen erfordern. Zur Erreichung dieser Ziele fordern unsere Kunden gleichzeitig höchste technische Kompetenz und Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung der Siliziumwafer, die das wichtigste Grundmaterial für die Halbleiterindustrie darstellen.
F&E-Kennzahlen
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen in EUR Mio. | 68,1 | 68,3 | 66,4 | 64,4 |
| F&E-Aufwendungen in % vom Umsatz | 4,7 | 5,8 | 7,1 | 6,9 |
| Erhaltene F&E-Fördermittel in EUR Mio. | 0,5 | 0,8 | 0,6 | 0,6 |
Intensive Entwicklungsaktivitäten sind somit unabdingbar, um mit den rasanten Entwicklungen im Halbleitermarkt Schritt halten und unsere führende Technologieposition behaupten zu können. Wir beschäftigen weltweit mehr als 400 Ingenieure in den Bereichen Prozesstechnologie, Metrologie, Intellectual Property und Innovation, die an allen unseren Standorten angesiedelt sind. Der Standort Burghausen ist dabei der zentrale Entwicklungsstandort von Siltronic. Die Aufgaben umfassen die Aufrechterhaltung der Produktqualität, das Testen und die Bewertung neuer Verfahren und Anlagenmodifikationen, die kontinuierliche Verbesserung und die Linienintegration bis hin zur Qualifikation der Wafer für die neuesten Technologien unserer Kunden.
Ein Schutzrechtsbestand von 1.770 angemeldeten und aktiven Patenten und Patentanmeldungen in 331 Patentfamilien untermauert unsere hohe Innovationskraft und sichert unsere führende Technologieposition im Weltmarkt ab.
Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen 2018 EUR 68,1 Mio. (2017: EUR 68,3 Mio.). Fördermittel für F&E waren nicht nennenswert.
Strategische Zusammenarbeit mit Kunden und Forschungseinrichtungen
Eine Vielzahl unserer Projekte erfordert die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Zu diesem Zweck bearbeiten wir mit unseren technologisch führenden Kunden Projekte im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprogrammen, wobei wir darauf achten, insgesamt ein breites Spektrum von Halbleiter-Endanwendungen abzudecken. Wir arbeiten ebenfalls mit Forschungs- und Hochschuleinrichtungen zusammen. Auf nationaler und europäischer Ebene machen wir dabei, soweit sinnvoll, von öffentlichen Fördermöglichkeiten Gebrauch.
Produktion und Supply-Chain-Management
Produktion
Unsere Produktionswerke liegen strategisch günstig in der Nähe unserer Kunden und bieten uns einen guten Zugang zu sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften. Wir können an unseren Standorten die jeweiligen Stärken optimal nutzen. Wir profitieren von der Innovationskraft bestens ausgebildeter Wissenschaftler und Ingenieure in Deutschland und von den vorteilhaften Arbeitskosten in Asien.
Wir verarbeiten Silizium-Kristalle, die nach dem Czochralski-Verfahren hergestellt werden, zu polierten Wafern. Eine Teilmenge der Produktion wird mit dem Aufbringen einer sogenannten Epitaxie-Schicht weiter veredelt.
Siltronic stellt ebenfalls Wafer aus Kristallen her, die nach dem Floatzone-Verfahren (Zonenziehverfahren) gezüchtet werden und die insbesondere in der Leistungselektronik Anwendung finden. Diese Wafer haben verschiedene Oberflächeneigenschaften und Durchmesser von bis zu 200 mm.
Wir nutzen standardisierte Prozesse, um unsere Kunden zuverlässig aus verschiedenen Standorten zu beliefern. Durch den Know-howTransfer zwischen den Produktionsstätten implementieren wir Prozessverbesserungen einfach und schnell und vereinfachen die Qualifikation durch unsere Kunden. Darüber hinaus betreiben wir unsere deutschen 300 mm-Waferlinien in Freiberg und Burghausen in einem engen Produktionsverbund als sogenannte "Virtuelle Fabrik" mit einem gemeinsamen, standortübergreifenden Management.
Wir optimieren unsere Produktionsprozesse und damit sowohl unsere Prozess-Capability als auch unsere Kostenposition fortlaufend. Veränderungen werden über ein konsequentes Change-Management getestet, bewertet und effizient in die Produktionslinien eingesteuert. Dabei wird ein wesentliches Augenmerk auf die Sicherung der Qualität unserer Produkte und die Wirtschaftlichkeit unserer Linien gelegt. Modernste Technologien sind integraler Bestandteil unserer Fabriken und ermöglichen es uns, flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden einzugehen.
Projekte 2018
2018 haben wir einzelne Projekte zum Debottlenecking unserer Linien begonnen. Konsequent setzen wir unsere Automatisierungsprojekte zur Verbesserung unserer Kostenposition weiter fort. Die Projekte 2018 umfassten überwiegend den Kapazitätsausbau im Jahr 2019, den Bau der neuen Ziehhalle in Singapur sowie die Verbesserung unserer Capabilities.
Supply-Chain-Management
Durch unsere nahtlose Logistikkette erschließen wir unseren Kunden folgende Mehrwerte: Reaktionsgeschwindigkeit und hohe Termintreue. Unsere elektronisch unterstützte Supply Chain macht sämtliche Prozesse vom ersten Kontakt über alle unsere Fertigungsprozesse bis hin zur Lieferung transparent und kontrollierbar.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, Lieferzeiten zu reduzieren und unsere Lieferkette in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität zu optimieren. Durch diverse Wiederverwendungs- und Recyclingaktivitäten versuchen wir, Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern, insbesondere bei Primärverpackungen der Wafer und bei sekundären Transportverpackungen.
Die Anforderungen der Waferspezifikationen, die Volumina und die Bestimmungsorte unserer Exporte sowohl zu Kunden als auch zu Siltronic-Standorten unterliegen laufenden Änderungen, die regelmäßig von uns analysiert und mit unseren Kapazitäten abgestimmt werden. Die globale Planung vom Rohstoff über Zwischenprodukte bis zum fertigen Wafer und dessen Transport zum Kunden erfolgt "real time" über maßgeschneiderte Systeme. Damit bieten wir unseren Kunden Qualität und Versorgungssicherheit.
Wir binden unsere externen Partner über umfangreiche E-Business-Lösungen in laufende Prozesse ein, um alle Potenziale der Zusammenarbeit konsequent auszuschöpfen. Dazu zählt z. B. eine Kollaborationsplattform (Extranet), die einen individuellen Informationsaustausch und damit schlanke und reibungslose Administrationsprozesse ermöglicht.
Für einen optimalen, elektronischen Datenaustausch mit unseren externen Partnern nutzen wir hauptsächlich den international anerkannten "RosettaNet"-Standard. Oder wir setzen auf andere Dienstleister - sogenannte Third Party Provider -, um beispielsweise EDI-Formate zu empfangen oder zur Verfügung zu stellen. Mit vielen Kunden haben wir schnelle B2B-Verbindungen installiert, die von der elektronischen Bestandsführung bzw. Bedarfsplanung in Vendor-Managed-Inventory-Prozessen bis hin zur elektronischen Rechnungsstellung die Zusammenarbeit optimieren. Außerdem wird die elektronische Anbindung von externen Logistik-Providern weiter vorangetrieben, um eine lückenlose Verfolgung der Lieferkette bis zum Kunden zu gewährleisten.
Einkauf und Lieferantenmanagement
Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten, Lieferzeiten und die Qualität der Lieferanten zu optimieren, die Versorgung unserer Produktion jederzeit zu gewährleisten und Beschaffungsrisiken zu beseitigen sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen. Spezialisierte Teams steuern Einkaufsprozesse von Roh- und Hilfsstoffen für unsere Produkte, über Gas und Strom zur Versorgung unserer internationalen Standorte bis hin zu technischen Materialien und spezifischen Dienstleistungen. 2018 haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den weltweiten Beschaffungsmärkten gearbeitet. So haben wir neue Lieferanten in für uns wichtigen Produktbereichen identifiziert, entwickelt und sukzessive an die Serienbelieferung herangeführt. Damit sichern wir uns dauerhaft international wettbewerbsfähige Materialkosten, kontinuierliche Verbesserung von Qualität und Service bei Lieferungen und Leistungen und eine ausreichende Versorgungssicherheit.
Die systematische Risiko- und Leistungsbeobachtung ist für Siltronic ein wichtiges Instrument, um Lieferbeziehungen richtig bewerten zu können und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei kommen Analysen von Ratingagenturen, eigene Lieferantenbewertungen und der direkte Kontakt zu unseren Partnern zum Einsatz. Wir bewerten und beurteilen dabei kontinuierlich die Leistung von über 100 Lieferanten weltweit.
Das Bestellvolumen lag 2018, aufgrund der gestiegenen Auslastung und getätigter Investitionen, mit etwa EUR 727 Mio. deutlich über dem Vorjahr (2017: rund EUR 571 Mio.). Die vereinbarten Lieferqualitäten, -mengen und -termine wurden von unseren Lieferanten auf hohem Niveau realisiert. Insgesamt hat Siltronic weltweit rund 60.300 Bestellungen ausgelöst. 8 Prozent unserer Lieferanten decken circa 90 Prozent unseres Einkaufsvolumens ab.
Die elektronische Beschaffung hat eine hohe Bedeutung für uns. Wir betrachten den gesamten Einkaufsprozess, von der Anfrage beim Lieferanten bis zur Bezahlung der Rechnung. Eine wichtige Messgröße ist die Anzahl der automatisiert angelegten Bestellungen. Weltweit wurden 2018 mehr als 111.400 Bestellpositionen ausgelöst (Vorjahr: rund 99.900 Positionen). Davon haben wir an den deutschen Standorten 2018 rund 74 Prozent (37 Prozent via eCatalog) automatisiert angelegt bzw. versendet.
Unterschiedliche Materialpreisentwicklungen
Die Preisentwicklung der für uns wichtigsten Materialien und Rohstoffe war 2018 wiederholt leicht rückläufig. Im Bereich spezifischer Einsatzstoffe haben wir weitere Reduzierungen erreicht. Währungseffekte beeinflussten 2018 die Beschaffung zusätzlich leicht positiv.
Absicherung durch langfristige Verträge
Wir haben die Belieferung der deutschen Standorte mit Polysilizium durch die Wacker Chemie AG mit einem langfristigen Liefervertrag bis 2022 abgesichert. Ein spezifischer Vertrag zwischen Wacker und unserem Standort Singapur sichert eine stabile Belieferung der Siltronic Singapur mit Polysilizium bis 2021. Insgesamt versorgt überwiegend Wacker den Siltronic-Konzern mit Polysilizium. Der Preis für das Polysilizium wird zwischen den Vertragsparteien jährlich innerhalb einer festgelegten Preisspanne in Anlehnung an den Vorjahrespreis verhandelt. Im Rahmen unserer Mehrlieferantenstrategie stehen auch alternative Beschaffungsquellen zur Verfügung.
Lieferanten spielen für Siltronic eine wichtige Rolle
Wir legen viel Wert auf den direkten Kontakt zu den Lieferanten und auf eine langfristige, konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein. Eine zentrale Funktion übernimmt hier unser Lieferantenmanagement. Spezialisierte Warenklassenteams mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen regeln unternehmensweit die Einkaufsprozesse. Diese Teams realisieren neue Potenziale am Markt und aktuelle Innovationen bei bestehenden Lieferanten und integrieren dieses Know-how in unsere Prozesse. Damit sichern wir langfristig unsere Produktqualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Wir arbeiten weltweit mit über 3.800 Lieferanten zusammen (2017: 3.450). Der Anteil asiatischer Lieferanten liegt weiter bei etwa 20 Prozent.
Unsere Lieferanten tragen erheblich dazu bei, dass Siltronic mit verbesserten Prozessen und hoher Innovation Wafer in der von den Kunden geforderten Qualität herstellen kann. 2019 werden wir wieder auf unserem zweijährlichen Lieferantentag Lieferanten für ihre besonderen Leistungen im Jahr 2018 auszeichnen.
Vertrieb und Marketing
Wir streben eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden an. Insgesamt beliefern wir Kunden in mehr als 40 Ländern. Mit vielen unserer Kunden führen wir zusätzlich gemeinsame Entwicklungsprojekte durch. Wir verweisen hierzu auch auf das Kapitel "Forschung & Entwicklung" ab D 59.
Fachleute für Vertrieb und Anwendungstechnik in den sechs definierten Vertriebsregionen USA, Europa, Japan, Greater China (Taiwan und China), Korea und Sonstiges Asien-Pazifik gewährleisten eine kompetente und zeitnahe Vor-Ort-Betreuung unserer Kunden. Vertriebsseitig sind wir präsent in den USA, Frankreich, Italien, Deutschland, Südkorea, Japan, China, Taiwan und Singapur und verkaufen unsere Wafer fast ausschließlich direkt an unsere Kunden.
Key-Account-Teams, die sich aus Mitarbeitern aus den Bereichen Vertrieb, Applikationstechnologie, Prozesstechnologie, Qualitätsmanagement und Logistik zusammensetzen, unterhalten enge Beziehungen zu unseren Schlüsselkunden. Dies ermöglicht es uns, schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren und Siliziumwafer herzustellen, die diesen Anforderungen entsprechen.
Die Verträge mit unseren Kunden haben unterschiedliche Laufzeiten von circa drei Monaten bis hin zu über einem Jahr. Im Jahr 2018 haben wir mehrere Mehrjahresverträge mit Kunden für 300 mm-Wafer sowie die Lieferung von Wafern mit einem Durchmesser von 200 mm und kleinerem Durchmesser abgeschlossen.
Wir werten Marktinformationen permanent aus, was es uns ermöglicht, den Fokus auf unsere Kunden und deren Anforderungen kontinuierlich zu schärfen, den Einsatz unserer Ressourcen zu optimieren und die Marktentwicklung im Auge zu behalten.
Mit der Mehrheit unserer Kunden verbindet uns eine langfristige Partnerschaft, die auf Vertrauen und Zusammenarbeit basiert. Dies spiegelt sich auch in den zahlreichen Auszeichnungen wider, die wir von unseren Kunden erhalten haben. So wurden wir 2018 bereits das achte Mal in Folge von Intel mit dem Preferred Quality Supplier Award ausgezeichnet.
Corporate Social Responsibility (CSR)
Wir sehen es als zentrale Verantwortung, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft mit den Erwartungen und Bedürfnissen unserer wesentlichen Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen.
Deshalb orientieren wir uns bei unseren unternehmerischen Entscheidungen an Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und eines nachhaltigen Handelns.
Das Thema "Unternehmerische Verantwortung" behandeln wir ausführlich in unserem Nichtfinanziellen Bericht, der in Anlehnung an die Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen erstellt wurde.
Risiko- und Chancenbericht
Risikostrategie und Risikopolitik
Siltronic ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Ein effektives Chancen- und Risikomanagement ist daher für uns als weltweit agierendes Unternehmen ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung und dient der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Unter Risiken verstehen wir interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Ausgehend vom vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet der Vorstand, welche Risiken wir eingehen, um Chancen zu nutzen, die sich dem Unternehmen bieten. Unser Ziel ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen oder zu vermeiden. Die Risikostrategie wird vom Vorstand regelmäßig überprüft und weiterentwickelt und umfasst alle Unternehmensbereiche.
Risikomanagementsystem
Organisatorisch ist das Risikomanagementsystem in die bestehende dezentrale Organisations- und Berichtsstruktur integriert. Ergänzt wird es durch einen mehrstufigen Prozess, in dem die Vorgehensweise sowie die Kriterien zur Identifikation von Risiken, deren Bewertung, Steuerung und Berichterstattung sowie die Überwachung des Gesamtsystems verbindlich in einem Konzernhandbuch festgelegt sind. Das Risikomanagementsystem schließt alle Bereiche ein. Die rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften sowie die Konzernfunktionen führen das operative Risikomanagement in ihren Aufgabenbereichen eigenverantwortlich. Risiken werden quartalsweise bei den festgelegten Risikoverantwortlichen an den Standorten und in den Konzernfunktionen zentral abgefragt. Zusätzlich sind wesentliche Risiken sofort über ein Ad-hoc-Reporting zu melden. Die Prozess- und Systemverantwortung für das konzernweite Risikofrüherkennungssystem obliegt der Stabsstelle Corporate Auditing & Risk Management, die direkt an den Vorstand berichtet. Die Konzernstabsstelle koordiniert zentral die konzernweite Erfassung aller wesentlichen Risiken, analysiert die Gesamtsituation auf Konzernebene und kommuniziert die Risiken. Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns informiert. Chancen werden im Risikomanagementprozess nicht systematisch erfasst. Der Vorstand und das Management werden in monatlichen Berichten der zentralen Controlling-Abteilung über die gegenwärtige und voraussichtliche Geschäftsentwicklung informiert. Auf Basis dieser Daten werden Risiken und Chancen regelmäßig im Management diskutiert, bewertet und gegeneinander abgewogen.
Risikoberichterstattung

Die festgelegten Risikoverantwortlichen unserer Konzernfunktionen und wichtigsten Standorte sowie der Konzern-Risikomanager überprüfen regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf bestehende Risiken. Die Risikoidentifizierung und -bewertung erfolgen unter Verwendung standardisierter Risikomatrizen. Die relevanten Risiken bewerten wir nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Grad der Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Cashflow. Wir beschreiben die Eintrittswahrscheinlichkeit der von uns aufgeführten Risiken mithilfe von folgenden Schlüsselbegriffen:
| ― | Gering: kleiner als 25 Prozent |
| ― | Möglich: 25 Prozent bis 75 Prozent |
| ― | Hoch: größer als 75 Prozent |
Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsprechen folgenden Bandbreiten:
| ― | Niedrig: bis EUR 5 Mio. |
| ― | Mittel: EUR 5 Mio. bis EUR 25 Mio. |
| ― | Groß: über EUR 25 Mio. |
Auf Grundlage der quartalsweise bzw. ad hoc erfassten Risiken werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die identifizierten Risiken zu vermeiden bzw. deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder den möglichen wirtschaftlichen Schaden zu verringern. Die abgeleiteten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sowie gegebenenfalls relevante Frühwarnindikatoren werden ebenso wie die daraus abgeleiteten Restrisiken regelmäßig aktualisiert und zentral dokumentiert.
Internes Kontrollsystem im Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Kontrollmaßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu beherrschen und damit einen geordneten Betriebsablauf zu gewährleisten. Die Kontrollen sind in den operativen Prozessen integriert und beinhalten beispielsweise eine angemessene Funktionstrennung, Anwendung des Vier-AugenPrinzips sowie Zugriffs- und Freigaberegelungen. Das interne Kontrollsystem unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele durch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften (Compliance) und den Schutz des Geschäftsvermögens.
Mit dem internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess verfolgen wir das Ziel, die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) einheitlich umzusetzen und ergänzende, für die Rechnungslegung einschlägige gesetzliche Regelungen einzuhalten. Fehlaussagen in der Konzernrechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung werden dadurch vermieden. Das Kontrollsystem ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte Bilanzierung aller Geschäftsvorfälle vorgenommen wird und dass kontinuierlich zuverlässige Daten über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vorliegen. Die organisatorische Verantwortung und der Prozessablauf von bilanzierungsrelevanten Themen sind in internen Anweisungen geregelt. Die Einhaltung der Berichtspflichten wird zentral durch die Konzernfunktion "Accounting" überwacht. Die Berichtspakete der Einzelgesellschaften werden nach Freigabe durch das lokale Management in ein zentrales Konsolidierungssystem überführt. Die gemeldeten Daten werden durch automatische Validierungen im System sowie durch Berichte und Analysen kontrolliert, was die Datenintegrität und das Einhalten der Berichterstattungslogik gewährleistet. Der Konsolidierungsprozess umfasst ebenfalls systembasierte Kontrollen. Abschließend analysieren wir die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz des Konzerns hinsichtlich Trends und Abweichungen. Wir verfolgen ständig Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und schulen die Mitarbeiter, die an diesen Themen arbeiten. Bei besonders komplexen Bilanzierungsthemen, wie beispielsweise Pensionen, ziehen wir externe Spezialisten hinzu. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte, Freigabekonzepte und Zugangsbeschränkungen vor Missbrauch geschützt. Mit regelmäßigen Systemsicherungen und Wartungsmaßnahmen minimieren wir sowohl das Risiko eines Datenverlusts als auch das eines Ausfalls rechnungslegungsrelevanter IT-Systeme.
Die Wirksamkeit der Kontrollen gewährleisten wir durch die laufende Kontrolle wesentlicher Kennzahlen im Rahmen der monatlichen Managementberichterstattung. Daneben gibt es regelmäßig prüferische Durchsichten zu den Berichtsquartalen und externe Prüfungen zum Ende des Geschäftsjahres. Das Management der Tochtergesellschaften bestätigt quartalsweise, dass alle für den Quartals- oder Jahresabschluss wesentlichen Sachverhalte gemeldet wurden. Die Konzernrevision überprüft im Auftrag des Vorstands prozessbezogen und mit Fokus auf interne Kontrollsysteme die wesentlichen Unternehmensbereiche. Die Auswahl der Prüfungsthemen wird vom Vorstand in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss nach einem risikoorientierten Ansatz festgelegt und, wenn notwendig, unterjährig flexibel an geänderte Rahmenbedingungen angepasst.
Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem prüft er die Unterlagen zum Einzelabschluss der Siltronic AG und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und erörtert diese mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer beurteilt das Risikofrüherkennungssystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.
Wesentliche Risiken
Die folgende Übersicht gibt unsere Einschätzung zu wesentlichen Risiken wieder. Die Aussagen beziehen sich überwiegend auf den Prognosezeitraum, also auf das gesamte Geschäftsjahr 2019. Die Bewertung der Risiken in der Übersicht erfolgt nach dem sogenannten Nettoprinzip, d. h. unter Berücksichtigung der ergriffenen Steuerungs- und Absicherungsmaßnahmen.
Gesamtumfeld
Konjunktureller Abschwung der Weltwirtschaft
Unser Geschäft ist im besonderen Maße von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Das Weltwirtschaftswachstum könnte u.a. durch kurzfristige Handels- und Zollstreitigkeiten beeinträchtigt werden. Ein unerwartetes Abkühlen der konjunkturellen Entwicklung sowohl global als auch in für die Elektronikindustrie wesentlichen Regionen kann dazu führen, dass unsere Umsatzerlöse sich nicht wie erwartet entwickeln. Der Bedarf an Siliziumwafern könnte aufgrund mangelnder Nachfrage reduziert werden oder wir könnten gezwungen sein, aufgrund eines stärkeren Wettbewerbsdrucks unsere Preise zu senken. Bei einer geringeren Produktionsauslastung können die spezifischen Herstellungskosten steigen und unser Ergebnis zusätzlich belasten.
Wir beobachten die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend. Schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte der Kundennachfrage flexibel anzupassen.
Externe Risiken
Siltronic ist ein global operierender Konzern mit Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Singapur. Mögliche Naturkatastrophen, politische Krisen und andere Beeinträchtigungen in einzelnen Ländern oder Regionen, in denen wir tätig sind, stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäfts- und Produktionsabläufe, den Absatz unserer Produkte und unser Anlagevermögen dar.
Wir haben Pläne und Maßnahmen erarbeitet, um Auswirkungen externer Ereignisse auf unsere Geschäftsprozesse zu minimieren. Die Produktionsstandorte liegen in relativ stabilen und sicheren Regionen. Unsere Vorsorgepläne sowie unsere weltweit verteilten Produktionsstandorte tragen dazu bei, die Auswirkungen lokaler oder regionaler Ereignisse auf unsere Geschäftsabläufe zu begrenzen. Die finanziellen Auswirkungen von Schäden an unseren Produktionsanlagen sind zum Teil durch Versicherungen abgedeckt.
Branchen- und Absatzmarktrisiken
Intensiver Wettbewerb, Nachfragemacht auf der Kundenseite, Austauschbarkeit der Produkte sowie Zyklen im Wafermarkt
Die Waferindustrie ist gekennzeichnet von Phasen des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage, die regelmäßig einen Einfluss auf die Preise haben können. Die Prognosen zu Absatzmengen und -preisen unterliegen aufgrund der oft zu beobachtenden Nachfrageschwankungen einer starken Unsicherheit. Wettbewerber könnten Produktionskapazitäten früher oder mehr als erwartet ausbauen. Wir können gezwungen sein, unsere Absatzmengen und Preise zu senken, ohne unsere Kosten entsprechend reduzieren zu können. Unsere Top 10-Kunden machen bereits über zwei Drittel unseres Umsatzes aus und wir erwarten, dass deren Umsatzanteil weiter steigen wird. Sollten wesentliche Kunden ihre Bestellungen bei uns signifikant reduzieren oder gar beenden, kann dies unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen.
Wir verringern die Risiken durch Erhöhen der Flexibilität in der Produktion sowie durch ein konsequentes Kostenmanagement. Wir passen unsere Kapazitäten den Marktentwicklungen an und verbessern ständig die Effizienz der Produktions- und Geschäftsprozesse, um damit die Kostenbasis zu reduzieren. Wir haben mit verschiedenen Kunden langfristige Abnahmeverträge mit einer Laufzeit von mehreren Jahren abgeschlossen, die Mindestabnahmemengen und Preise festlegen sowie teilweise über Anzahlungen abgesichert sind.
Anpassung unserer Produktionsanlagen an Kundenanforderungen bzw. -nachfragen
Änderungen der Kundennachfrage bzw. der ursprünglichen Marktprämissen könnten nicht schnell genug über Investitionen antizipiert werden bzw. führen zu Fehlinvestitionen. Verzögerte Inbetriebnahmen oder Investitionen bergen die Gefahr, dass wir Lieferverträge nicht erfüllen können und Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen bzw. Marktanteile verlieren.
Siltronic nutzt eine Vielzahl von Maßnahmen, um Investitionsrisiken entgegenzuwirken. Investitionen werden von uns nur in Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu minimieren bzw. auszuschließen. Eng mit Investitionsrisiken verbunden ist die Entwicklung der technologischen Anforderungen der Kunden. Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit den Kunden und durch intensive Marktbeobachtungen.
Zusätzliche Kosten durch Stilllegung von Produktionslinien
Durch Markt- bzw. Nachfrageänderungen könnten wir gezwungen sein, Teilbereiche, Produktionslinien oder Standorte zu schließen. Daraus können sich Wertberichtigungen für das Anlagevermögen und Schließungskosten wie z. B. Abfindungen für Mitarbeiter ergeben.
Produktentwicklungsrisiken
Die Halbleiterbranche ist unter anderem durch einen laufenden technologischen Wandel und sich verschärfende bzw. auch neue Anforderungen an unsere Fertigungsprozesse charakterisiert. Wir sind möglicherweise nicht in der Lage, angemessen schnell darauf zu reagieren. Wir könnten künftige Marktentwicklungen falsch einschätzen oder Kunden akzeptieren unsere neu entwickelten Produkte nicht. Unsere Konkurrenten könnten neue Generationen von Wafern schneller, zu niedrigeren Preisen oder mit besserer Leistungscharakteristik einführen.
Risiken, die sich aus unserer Entwicklungsarbeit ergeben, minimieren wir, indem wir bestimmte Entwicklungen gemeinsam mit Kunden durchführen. Gleichzeitig beobachten wir intensiv den Markt und unsere Wettbewerber, führen Kunden- und Lieferantengespräche und sind regelmäßig auf den für Siltronic wichtigen Kongressen präsent. Siltronic kooperiert bei seinen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um neueste Trends in seiner Technologie- und Produktentwicklung zu berücksichtigen. Für die Entwicklungsprojekte nutzen wir ein systematisches Projektmanagement. Eindeutige Projektmeilensteine sowie klare Genehmigungsprozesse unterstützen uns dabei, Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Beschaffungsmarktrisiken
Rohstoffe, Energien, andere Sekundärmaterialien, Maschinen und Ersatzteile werden nur von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten angeboten. Aufgrund des allgemeinen Kostendrucks und der Komplexität wird die Zusammenarbeit zunehmend intensiver und die wechselseitigen Abhängigkeiten steigen. Die starke Auftragslage in den meisten Industrien und damit hohe Auslastung bei Lieferanten erhöht die Lieferzeiten und Ausfallrisiken sowie den Preisdruck in der Lieferkette. Qualitätsmängel, Lieferantenausfall bzw. Lieferverzögerungen und unerwartete Preiserhöhungen können negative Auswirkungen auf die Produktion, den Absatz sowie die Ertragslage haben und eine notwendige Qualifizierung neuer Lieferanten kann eine längere Zeit beanspruchen.
Um die Risiken von Lieferantenausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Für strategische Rohstoffe und Betriebsmittel erarbeiten wir jährlich - bei Bedarf auch ad hoc -systematische Beschaffungsstrategien, die auch eine Einschätzung des Beschaffungsrisikos beinhalten. Sofern die Beschaffungsrisiken als signifikant eingestuft werden, treffen wir, wo immer möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen. Beispiele für solche Maßnahmen sind langfristige Lieferverträge, der Aufbau von Alternativlieferanten oder der Aufbau von Sicherheitsbeständen.
Wir beziehen von der Wacker Chemie AG diverse Dienst- und Versorgungsleistungen sowie den für uns sehr wichtigen Rohstoff Polysilizium. Die Dienst- und Versorgungsleistungen betreffen insbesondere Ingenieur- und Versorgungsdienstleistungen am Standort Burghausen sowie allgemeine Dienstleistungen. Müssen wir selber entsprechende Kapazitäten aufbauen oder Alternativlieferanten beauftragen, kann dies zu Zeitverzögerungen und Mehrkosten führen.
Die Versorgungsleistungen der Wacker Chemie AG haben wir vertraglich langfristig abgesichert. Es wurden angemessene Kündigungsfristen vereinbart. Auch Polysilizium beziehen wir auf Basis eines Langfristvertrags von der Wacker Chemie AG. Die Preisentwicklung von Polysilizium hängt von der Entwicklung in der Halbleiter- und der Solarindustrie ab. Es besteht das Risiko, dass wir steigende Polysiliziumpreise nicht an unsere Kunden weiterreichen können. Zur Minimierung eines Lieferausfalls für Polysilizium sind verschiedene Produktionsstandorte der Wacker Chemie AG sowie weitere Lieferanten qualifiziert.
Produktions- und Produkthaftungsrisiken
In der Produktion, bei der Lagerung oder dem Transport können Fehler auftreten, die zu Produktmängeln oder Personen-, Sachoder Umweltschäden führen können. Unser Produktionsprozess ist hochkomplex und erfordert modernste Anlagen, die permanent weiterentwickelt werden, um die hohen Kundenansprüche in Bezug auf Spezifikationen, Qualität (Performance, Stabilität und kontinuierliche Verbesserungen) und Preis zu erfüllen. Kleinste Abweichungen in der Lieferperformance können zu erheblichen Schäden bei den Kunden und zu Schadensersatzansprüchen, Bestellreduzierungen bis hin zur Beendigung der Kundenbeziehung führen. Damit verbunden sind auch kostenaufwendige Rückrufaktionen und Neuqualifikationen. Mögliche negative Auswirkungen auf unsere Reputation können zusätzlich die künftige Geschäftsentwicklung belasten.
Wir haben versicherbare Risiken angemessen versichert. Um Qualitätsmängeln entgegenzutreten, hat die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards bei der Siltronic eine besonders hohe Bedeutung. Siltronic steuert seine Prozesse über das Integrierte Managementsystem (IMS) und daraus abgeleitete Prozesssteuerungs- und Monitoringsysteme. Es regelt Abläufe und Verantwortlichkeiten und berücksichtigt gleichrangig Produktivität, Qualität, Umsetzung der Kundenspezifikationen, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz. Basis für das IMS sind gesetzliche Regelungen sowie nationale und internationale Standards wie ISO TS 16949 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), OHSAS 18001 (Gesundheit), Responsible Care(r) und Global Compact, die weit über die von Gesetzen geforderten Standards hinausgehen. Durch umfangreiche Instandhaltungskontrollen und laufende Inspektionen und Audits versuchen wir, höchstmögliche Betriebssicherheit an unseren Produktionsstandorten zu gewährleisten. Um die Sicherheit der Anlagen zu garantieren, führen wir von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme umfangreiche Sicherheits- und Risikoanalysen durch und leiten daraus notwendige Verbesserungsmaßnahmen ab. Im Schadensfall regeln an jedem Siltronic-Standort Gefahrenabwehrpläne die Zusammenarbeit von internen und externen Einsatzkräften sowie mit den Behörden. Zur Verminderung von Qualitätsrisiken setzen wir "Lean Six Sigma"-Methodiken zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktionsprozesse ein.
Rechtliche und regulatorische Risiken
Allgemeine rechtliche Risiken
Langwierige Rechtsstreitigkeiten können sich auf unser operatives Geschäft und auf die Reputation unseres Unternehmens negativ auswirken und hohe Kosten verursachen. Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, handels-, arbeits- und vertragsrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung.
Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie. Patente, Marken und Lizenzen schützen und überwachen wir durch unsere Abteilung Intellectual Property. Anhand von Recherchen stellen wir weitestgehend sicher, dass vor der Aufnahme von Forschungs- und Entwicklungsprojekten geklärt ist, ob bestehende Patente und Schutzrechte Dritter eine Vermarktung neu entwickelter Produkte, Technologien und Verfahren behindern.
Rechtliche Risiken begrenzen wir durch eine juristische Prüfung durch unsere Rechtsabteilung. Falls erforderlich greifen wir auch auf spezialisierte externe Rechtsexperten zurück. Das Risiko von Rechts- und Gesetzesverletzungen begrenzen wir durch Compliance-Programme. In dem geltenden Code of Conduct sind Verhaltensregeln definiert und festgelegt, die für alle Mitarbeiter bindend gelten. Durch Schulungen steigern wir die Sensibilität für diese Themen und versuchen, Reputationsrisiken zu vermeiden.
Umweltrechtliche Risiken
Siltronic unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von gefährlichen Stoffen beziehen. Das könnte uns einer Haftung für Umweltschäden aussetzen. Wenn Umweltgesetze geändert werden, kann dies zu weiteren Belastungen an unseren Standorten führen.
Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.
Die Siltronic Corp., USA, ist seit einigen Jahren Partei mehrerer Verwaltungsverfahren mit der lokalen Umweltbehörde DEQ (Department of Environmental Quality) in Oregon und der nationalen Umweltbehörde EPA (US Environmental Protection Agency). Die Verfahren betreffen zwei Umweltthemen. Zum einen gibt es eine Bodenuntersuchung des Grundstücks der Siltronic Corp. in Portland und zum anderen wird untersucht, ob die Gesellschaft eine Mitverantwortung trifft für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette-Flusses, der an das Grundstück angrenzt. Die bisher angefallenen Kosten für die beiden Umweltthemen wurden von zwei Versicherungen getragen, mit denen Siltronic entsprechende Policen abgeschlossen hatte. Außerdem haben beide Versicherungen der Siltronic Corp. für künftige Kosten einen mittleren zweistelligen USD-Millionenbetrag bereitgestellt. Darüber hinaus bestehen mit weiteren Versicherungen Policen, die Umweltschäden abdecken. Das aus den Umweltthemen in Portland resultierende Risiko wird vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrung mit diesem Sachverhalt und der Kommunikation mit den eingebundenen Parteien, insbesondere DEQ und EPA, als gering eingeschätzt.
Regulatorische Risiken
Das regulatorische Umfeld im Energiesektor ist durch wiederholte Anpassungen des Gesetzgebers geprägt. Wir halten es für möglich, dass es zukünftig zu weiteren Belastungen, beispielsweise bei den Netznutzungsentgelten, kommen kann. Die Auswirkungen solcher Änderungen auf das Ergebnis wären im laufenden Jahr voraussichtlich niedrig.
Sicherheit der IT-Systeme sowie Datensicherheit
Es ist ein allgemeiner Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere sowohl für den Einsatz von IT-Systemen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch für die Kommunikation. Eine Unterbrechung, Fehler, Manipulation oder Ausfall von IT-Funktionen und der Kommunikationssysteme hätten daher einen erheblichen negativen Einfluss auf die Arbeitsabläufe, die Ertragslage sowie unsere Reputation.
Siltronic überprüft ständig die eingesetzten Informationstechnologien und hat einen hohen Fokus auf die sichere Abwicklung der IT-gestützten Produktions- und Geschäftsprozesse. Unser IT-Sicherheits- und -Risikomanagement hat die Aufgabe, Gefährdungen in wirtschaftlicher Weise zu beherrschen. Die Grundlage dafür bildet der ISO-Standard 27001. Anhand einer Risikoanalyse definieren wir für unsere zentralen Systeme die Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der Daten, die wir in sogenannten SLAs (Service Level Agreements) mit unseren Dienstleistern festhalten. Das Einhalten dieser SLAs überwachen und kontrollieren wir laufend. Für den Notfall haben wir entsprechende Vorsorge getroffen. Weltweit hat unser Dienstleister ein Sicherheitsteam etabliert, das Problemen bei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme durch organisatorische und technische Maßnahmen sowie mittels Awareness-Programmen entgegenwirkt.
IT-Carve-Out
2019 werden wir wesentliche IT-Services von der Wacker Chemie an neue Servicepartner vergeben. Dabei wird auch eine technische Trennung der Systeme durchgeführt. Das Risiko einer Unterbrechung der IT-Systeme wird mit bewährten Methoden reduziert. Der Know-how-Transfer erfolgt kontrolliert, Systemtrennungen und neue Arbeitsplatzsysteme werden schrittweise durch- bzw. eingeführt.
Personalrisiken
Der Mangel an engagierten und qualifizierten Fach- und Führungskräften kann sich negativ auf das weitere Wachstum und den technologischen Vorsprung des Unternehmens auswirken.
Wir begrenzen die Personalrisiken über diverse personalpolitische Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere unser Talent-Management-Prozess und die daraus abgeleiteten Entwicklungspläne. Hinzu kommen vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung. Für Schlüsselpositionen im Unternehmen erfolgt konzernweit eine Nachfolgeplanung.
Pensionsrisiken
Unseren Mitarbeitern werden teilweise Pensionen und Betriebsrenten nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses gewährt. Durch die steigende Lebenserwartung der bezugsberechtigten Mitarbeiter, zusätzliche Verpflichtungen aus Gehalts- und Rentenanpassungen sowie sinkende Abzinsungsfaktoren steigen die Pensionsverpflichtungen. Wir sind nach IAS 19 verpflichtet, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen sofort und vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Das führt dazu, dass es zu einer höheren Volatilität des Eigenkapitals kommt.
Ein Großteil der betrieblichen Pensionszusagen ist in Deutschland über die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG abgedeckt. Zusätzlich haben wir zur anteiligen Sicherung der Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen, Deferred Compensation sowie der Rentenanpassung aus der Grundversorgung einen Treuhandfonds aufgelegt. In diesen Treuhandfonds haben wir im Geschäftsjahr 2018 Barmittel in Höhe von EUR 30 Mio. eingezahlt. In den USA erfolgt eine Absicherung über Pensionsfonds. Damit eine ausreichende Verzinsung des Vermögens sichergestellt und Anlagerisiken begrenzt werden können, ist das Anlageportfolio diversifiziert. Als eines der Trägerunternehmen der Pensionskassse leistet Siltronic bedarfsorientierte finanzielle Zuwendungen an die Pensionskasse. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals wird künftig wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Pensionsverpflichtungen auf Dauer zu erfüllen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiko
Aufgrund des Einsatzes von Finanzinstrumenten und Anlage hoher Guthaben bei Kreditinstituten besteht das Risiko eines Forderungsausfalls gegen Finanzinstitute. Wir begrenzen dieses Kontrahentenausfallrisiko, indem Finanzinstrumente und Finanzanlagen nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen und die jeweiligen Geschäftsvolumen sowie Laufzeiten limitiert werden.
Durch die Konsolidierung im Halbleitermarkt steigt die Konzentration weiter auf größer werdende Abnehmer. Wir setzen verschiedene Instrumente ein, um das Risiko des Forderungsausfalls zu verringern. Unser Forderungsmanagement bewertet regelmäßig die Bonität der Kunden. Ausfallrisiken werden über definierte Kreditlimits und in ausgewählten Fällen über Bankbürgschaften begrenzt. Wir versuchen, eine möglichst breite, ausgeglichene und solide Kundenbasis aufzubauen.
Marktpreis-/Währungsrisiko
Einen Großteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir in US-Dollar und Japanischen Yen, Kosten fallen hingegen überwiegend in Euro und Singapur-Dollar an. Wechselkursänderungen können damit Umsatz, Ergebnis, die Liquidität und die Bewertung der Finanzanlagen bzw. -verbindlichkeiten sowie der Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung beeinflussen.
Wir setzen originäre und derivative Finanzinstrumente ein, um die durch das operative Geschäft notwendigen finanziellen Bedürfnisse und Risiken zu decken und zu steuern. Den Absicherungen liegen neben bereits gebuchten operativen Geschäften Prognosen über künftige Zahlungsströme zugrunde. Wir begegnen Wechselkursrisiken zusätzlich durch unsere Produktionsstandorte außerhalb des Euroraums. Translationsrisiken, also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen, werden nicht abgesichert. Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente sowie ergänzende Beschreibungen zum Management finanzwirtschaftlicher Risiken sind im Anhang unter Ziffer 15 enthalten.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung und effizienter Cash-Management-Systeme zentral gesteuert. Dem Finanzierungsrisiko beugt Siltronic durch vorgehaltene Liquidität vor.
Chancenbericht
Siltronic sieht in den nächsten Jahren eine Reihe von Chancen, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Um Chancen frühzeitig zu erkennen, setzen wir diverse Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente ein, beispielsweise zur laufenden strukturierten Auswertung von Markt-, Industrie- und Wettbewerbsdaten. Zudem stehen wir für die Beurteilung künftiger Chancen im engen Kontakt mit unseren Kunden. Ob und in welchem Maße identifizierte Chancen erreicht werden, wird über Kennzahlen verfolgt (rollierende Planung und Ist-Berichterstattung).
Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung - wie Strategieanpassungen oder mögliche Akquisitionen, Kooperationen und Partnerschaften - werden auf Vorstandsebene behandelt. Das geschieht im Rahmen des jährlichen Strategieentwicklungs- und Planungsprozesses und bei aktuellen Themen in den turnusmäßigen Vorstandssitzungen. Für diese Themen werden in der Regel unterschiedliche Szenarien und Risiko-Chancen-Profile entwickelt und zur Entscheidung gestellt.
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen
Sicherung der hohen Ertragskraft
Siltronic hat den Anspruch, die Ertragskraft langfristig zu sichern und weiter zu wachsen. Die Fokusregion liegt für uns unverändert in Asien. Der zunehmende Wohlstand in der Region Asien und in Schwellenländern anderer Regionen lässt die Nachfrage nach höherwertigen Produkten, in denen Halbleiter zum Einsatz kommen, steigen. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Automobil, Industrieanwendungen, Smartphones, Tablets und Unterhaltungselektronik. Mit innovativen Produkten wollen wir dieses Wachstum begleiten. Neben dem steigenden Wohlstand sind vor allem das steigende Datenvolumen und die immer aufwendigeren und vielseitigeren Anforderungen an elektronische Bauteile und der damit zunehmende Flächenbedarf pro Bauteil ein entscheidender Wachstumstreiber.
Seit Ende 2016 sind unsere Kapazitäten voll ausgelastet und wir konnten signifikante Preiserhöhungen am Markt durchsetzen. Aufgrund der steigenden Nachfrage, aber auch der hohen Investitionskosten für den Aufbau neuer Kapazitäten erwarten wir, dass sich die Preise auf hohem Niveau stabilisieren.
Günstigere Währungsrelationen entfalten ebenfalls eine positive Wirkung auf unsere Ertragssituation. Für Siltronic ist das Wechselkursverhältnis des Euros zum US-Dollar und zum Japanischen Yen entscheidend. Rund 90 Prozent unserer Umsätze entfallen auf diese Währungen, während unsere Aufwendungen überwiegend in Euro und Singapur-Dollar anfallen.
Präsenz bei allen Wafer-Verbrauchern
Mit unserem Produktportfolio bedienen wir unter anderem alle führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie. Der Anstieg der Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie ist in jüngerer Zeit von einer breiten Anwendungsbasis getragen. Wir erwarten eine robuste Nachfrageentwicklung in den traditionellen Anwendungsbereichen Smartphones, PCs, Tablets und Unterhaltungselektronik. Neue Märkte und Anwendungsbereiche wie in der Automobilindustrie und in der allgemeinen Industrie entwickeln sich vermutlich überproportional und sorgen somit für steigende Nachfrage nach Siliziumwafern. Mit unserem breiten Produktportfolio können wir in hervorragender Weise diese globalen Zukunftsthemen bedienen. Durch die Auffächerung unserer Produkte in immer mehr Anwendungen und Industrien erwarten wir, dass der Halbleitermarkt künftig weniger kurzfristige zyklische Nachfrageschwankungen aufzeigen wird und sich zu einem stabileren Markt weiterentwickelt.
Unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen
Gute finanzielle Lage
Die gute finanzielle Situation ermöglicht es uns, bei entsprechenden Markt- und Branchenentwicklungen auf sich bietende strategische Optionen flexibel und schnell reagieren zu können. Der Investitionsschwerpunkt liegt auf Anlagen zur Herstellung von Wafern mit höheren Anforderungen, auf weiteren Automatisierungen sowie marktorientiertem Kapazitätsausbau. Es ist unser Ziel, am Marktwachstum zu partizipieren.
Technologieführerschaft aufrechterhalten
Wir sind zuversichtlich, an den weiteren Möglichkeiten und Chancen der Branche erfolgreich zu partizipieren, da wir fortlaufend neue technologische Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Die Wafer werden für immer kleinere Strukturen verwendet, die auch als Design Rules bezeichnet werden und heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Dies ermöglicht die Produktion von immer leistungsfähigeren und energieeffizienteren Generationen von Halbleiterchips. Mit einer Vielzahl von Kunden unterhalten wir gemeinsame Entwicklungsprojekte, um bereits bei der Einführung neuer Anwendungen ein entscheidender Partner zu sein und unsere Technologieführerschaft auszubauen.
Kostenposition kontinuierlich verbessern
Aufgrund des starken globalen Wirtschaftswachstums spüren wir einen allgemeinen Kostensteigerungsdruck. Siltronic investiert daher in größerem Umfang in die Automatisierung bestehender Anlagen und Prozesse, um die Kostenposition weiter zu verbessern.
Beurteilung des Gesamtrisikos durch den Vorstand
Im Berichtsjahr hat sich das Risikoprofil des Konzerns nicht signifikant verändert. Für den Vorstand sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten.
Risikobeurteilung für 2019
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Risiko | Gering | Möglich | Hoch | Veränderung ggü. GB 20171) | Niedrig | Mittel |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtumfeld | ||||||
| Konjunktureller Abschwung | • | → | ||||
| Externe Risiken | • | → | • | |||
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||||||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → | ||||
| Anpassung Produktionsanlagen | • | → | • | |||
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | • | → | • | |||
| Produktentwicklungsrisiken | • | → | • | |||
| Beschaffungsmarktrisiken | • | → | • | |||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | • | ↑ | • | |||
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||||||
| Allgemeine rechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Umweltrechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Regulatorische Risiken | • | → | • | |||
| Sicherheit der IT und Daten | • | → | • | |||
| Personalrisiken | • | → | • | |||
| Pensionsrisiken | • | ↓ | • | |||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||||||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | • | → | • | |||
| Kreditrisiko Kunden | • | → | • | |||
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | → | ||||
| Liquiditätsrisiko | • | → | • |
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| Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | ||
|---|---|---|
| Risiko | Groß | Veränderung ggü. GB 20171) |
| --- | --- | --- |
| Gesamtumfeld | ||
| Konjunktureller Abschwung | • | → |
| Externe Risiken | → | |
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → |
| Anpassung Produktionsanlagen | → | |
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | → | |
| Produktentwicklungsrisiken | → | |
| Beschaffungsmarktrisiken | → | |
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | → | |
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||
| Allgemeine rechtliche Risiken | → | |
| Umweltrechtliche Risiken | → | |
| Regulatorische Risiken | → | |
| Sicherheit der IT und Daten | → | |
| Personalrisiken | → | |
| Pensionsrisiken | → | |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | → | |
| Kreditrisiko Kunden | → | |
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | → |
| Liquiditätsrisiko | → |
→ unverändert ↑ erhöht ↓ verringert
Gering: kleiner als 25 Prozent
Möglich: 25 Prozent bis 75 Prozent
Hoch: größer als 75 Prozent
Niedrig: bis EUR 5 Mio.
Mittel: EUR 5 Mio. bis EUR 25 Mio
Groß: über EUR 25 Mio.
Prognosebericht
Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wachstum im Jahr 2019 liegt nahe dem Wert für 2018 (2018: 3,7 Prozent erwartet, 2019: 3,5 Prozent prognostiziert) trotz der Unsicherheiten aufgrund neuer politischer Entwicklungen. Der Ausblick für Schwellen- und Entwicklungsländer ist relativ stabil geblieben. Dennoch weist der IWF gleichzeitig darauf hin, dass Risiken und Unsicherheiten für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bestehen.
Im Euroraum stehen die Zeichen weiter auf einem moderaten Wachstum von 1,6 Prozent für 2019 (2018: 1,8 Prozent erwartet).
Für Deutschland prognostiziert der IWF für 2019 mit 1,3 Prozent ein anhaltend stabiles Wachstum (2018: 1,5 Prozent erwartet). Die Wirtschaft in den USA soll laut IWF 2019 mit 2,5 Prozent wachsen (2018: 2,9 Prozent erwartet). Für Japan hingegen sieht der IWF 2019 mit 1,1 Prozent ein stabiles Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr voraus (2018: 0,9 Prozent erwartet). Für China prognostiziert der IWF mit 6,2 Prozent ein schwächeres Wachstum.
Siltronic geht davon aus, dass die in der Halbleiterbranche verkaufte Waferfläche im ersten Halbjahr 2019 unter dem Absatz des zweiten Halbjahres 2018 liegen wird. Für die zweite Hälfte des Jahres 2019 wird jedoch mit einer Erholung des Marktumfeldes gerechnet.
Künftige Entwicklung der Siltronic
Siltronic plant keine wesentlichen Änderungen der Unternehmensziele und -strategie. Auch weiterhin werden der Ausbau unserer Technologieführerschaft, die Beibehaltung unserer Qualitätsführerschaft und die Fortsetzung unseres Programms für operative Exzellenz und Kostensenkung ebenso wie eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows kurz- und langfristig im Fokus stehen.
Bei den wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für den Siltronic-Konzern wird sich 2019 eine Änderung ergeben. Da das Capital Employed aufgrund der niedrigen Investitionen der letzten Dekade ungewöhnlich weit gesunken ist und der ROCE mit fast 60 Prozent nicht mehr aussagekräftig erscheint, ist das EBIT deutlich besser als Steuerungskennzahl geeignet. Somit wird das EBIT den ROCE als Ergebnisgröße ersetzen.
Ab 2019 sind die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen:
| ― | EBITDA-Marge |
| ― | EBIT |
| ― | Netto-Cashflow |
Diese wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickeln sich 2019 für den Konzern aus heutiger Sicht voraussichtlich wie folgt:
EBITDA-Marge wird leicht unter Vorjahr liegen
Wir erwarten, dass unsere EBITDA-Marge 2019 leicht unter dem Vorjahr liegen wird.
Die Prognose für die EBITDA-Marge fußt auf folgenden Annahmen, die weitere finanzielle Leistungsindikatoren betreffen:
Umsatz wird 2019 in der Größenordnung des Vorjahres liegen
Für 2019 erwartet der Vorstand der Siltronic aus heutiger Sicht, dass der Waferabsatz im ersten Halbjahr 2019 unter dem des zweiten Halbjahres 2018 liegen wird. Derzeit gehen wir davon aus, dass sich das Marktumfeld im zweiten Halbjahr 2019 erholen wird.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, Januar 2019, Pressemitteilung vom 7. Januar 2019)
2018 haben wir weitere Preissteigerungen realisieren können. Wir erwarten, dass der Durchschnittserlös 2019 leicht über 2018 liegen wird.
Bei einem EUR/USD-Kurs von 1,18 und einem EUR/JPY-Kurs von 130 sind 2019 die Währungseffekte auf den Umsatz und auf das EBITDA vernachlässigbar.
Unter den oben genannten Annahmen wird der Umsatz für das Gesamtjahr voraussichtlich in der Größenordnung des Vorjahres liegen.
Forschung und Entwicklung (F&E) circa 5 Prozent vom Umsatz
Zur langfristigen Erhaltung unserer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit streben wir an, weiterhin rund 5 Prozent vom Umsatz in F&E zu investieren.
Weitere Optimierung der Kostenpositionen
Wir wollen unsere seit Jahren bestehenden Kosteneinsparprogramme weiter fortsetzen und planen auch in Zukunft, unsere wesentlichen Kostenpositionen kontinuierlich zu prüfen und zu optimieren. Wir erwarten 2019 einen negativen Effekt aus Tarifsteigerungen sowie von rund EUR 20 Mio. aus steigenden Elektrizitätskosten.
Abschreibungen über Vorjahr
Wir gehen davon aus, dass die Abschreibungen 2019 aufgrund der erhöhten Investitionen um rund EUR 20 Mio. steigen werden.
EBIT unter Vorjahr
Da wir im ersten Halbjahr 2019 mit einer verhaltenen Geschäftsentwicklung rechnen und das EBIT durch die höheren Abschreibungen in Höhe von rund EUR 20 Mio. sowie höhere Stromkosten in Deutschland von rund EUR 20 Mio. belastet wird, gehen wir davon aus, dass das EBIT 2019 gut 10 Prozent unter dem Vorjahr liegen wird
Steuerquote
Die Steuerquote wird voraussichtlich zwischen 15 Prozent und 20 Prozent liegen.
Finanzergebnis unverändert
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Abzinsung der Pensionen und wird voraussichtlich im Vergleich zu 2018 ungefähr stabil bleiben.
Investitionen in Kapazität, Automatisierung und Capabilities über Vorjahr
Aufgrund der erfreulichen Preisentwicklung und auf Basis unterzeichneter Langfristverträge mit Kunden werden wir die 300 mm-Kapazität 2019 um 70.000 Wafer pro Monat und 2020 in einem weiteren Ausbauschritt erhöhen. Des Weiteren haben wir 2018 mit dem Bau einer neuen Kristallziehhalle in Singapur begonnen und werden nach Beendigung der Bauphase mit dem Einbringen der Kristallziehanlagen starten. Daneben investieren wir in zusätzliche Epitaxie-Reaktoren. Wir werden begonnene Automatisierungsprojekte sowie Investitionen in unsere Capabilities fortführen. Wir planen für das Geschäftsjahr 2019 Investitionen von rund EUR 350 Mio. Die bereits begonnenen Projekte werden somit planmäßig fertiggestellt. 2020 werden die Investitionen gegenüber 2019 deutlich zurückgehen.
Deutlich positiver Netto-Cashflow
Wir gehen 2019 von einem deutlich positiven Netto-Cashflow aus. Aufgrund der höheren Investitionen wird er sich jedoch 2019 um circa EUR 100 Mio. gegenüber 2018 verringern. 2020 sollte der Netto-Cashflow dann wieder deutlich steigen.
Ergebnis je Aktie wird leicht sinken
Das Ergebnis je Aktie wird im Geschäftsjahr 2019 leicht sinken.
Die tatsächliche Entwicklung des Konzerns kann aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen.
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung
Der Vorstand erwartet zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2018, dass Siltronic auch 2019 erfolgreich am Markt agieren wird.
Wir erwarten, dass das Geschäftsjahr 2019 langsamer starten wird, als dies in den letzten beiden Jahren der Fall war. Der Jahresbeginn 2019 ist von politischen und makroökonomischen Unsicherheiten und einem vorsichtigeren Geschäftsausblick unserer Kunden geprägt. Wir sind jedoch von dem zugrunde liegenden langfristigen Wachstumstrend im Waferbereich aufgrund der vielfältigen Endanwendungen überzeugt.
Prognose 2019
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| EBITDA-Marge | leicht unter Vorjahr |
| Konzernumsatz | in der Größenordnung des Vorjahres |
| Währungseffekte | unter Annahme eines EUR/USD-Wechselkurses von 1,18 und eines EUR/JPY-Wechselkurses von 130 sind Währungseffekte auf den Umsatz und das EBITDA gegenüber 2018 vernachlässigbar |
| F&E | circa 5 Prozent vom Umsatz |
| Kostenpositionen | gegenläufiger Effekt auf das Einsparpotenzial durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie EUR 20 Mio. höhere Elektrizitätskosten in Deutschland |
| Abschreibungen | rund EUR 110 Mio. |
| EBIT | aufgrund erhöhter Abschreibungen und höherer Elektrizitätskosten gut 10 Prozent unter Vorjahr |
| Steuerquote | zwischen 15 Prozent und 20 Prozent |
| Finanzergebnis | auf Vorjahresniveau |
| Investitionen | rund EUR 350 Mio. in Kapazität, Automatisierung und Capabilities |
| Netto-Cashflow | deutlich positiv, aufgrund erhöhter Investitionen jedoch circa EUR 100 Mio. unter Vorjahr |
| Ergebnis je Aktie | leicht unter Vorjahr |
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und des Konzernabschlusses.
Vergütungssystem für den Vorstand
Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt und regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft.
Das derzeitige Vergütungssystem für den Vorstand setzt sich aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:
Erfolgsunabhängige Komponenten
Festes Jahresgrundgehalt
Die Vorstandsmitglieder erhalten ein festes Jahresgrundgehalt, das in zwölf gleichen Raten zum Ende eines jeden Monats gezahlt wird (Dr. Christoph von Plotho: EUR 550.000; Rainer Irle: EUR 360.000).
Nebenleistungen
Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für Sachbezüge und weitere Nebenleistungen wie unter anderem die Bereitstellung eines Dienstwagens, zu erstattende Rechtsanwaltskosten, Zuschüsse zu Kranken- und Pflegeversicherung und zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge sowie Kosten im Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen und weiteren Versicherungen sowie ggf. deren geldwerten Vorteil.
Erfolgsabhängige Komponenten
Als erfolgsabhängige Komponenten haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf einen leistungsabhängigen Bonus bestehend aus einem cashbasierten Mid-Term-Incentive (MTI) mit einem zweijährigen Bemessungszeitraum (ein Jahr retrospektiv und ein Jahr prospektiv) und einem aktienorientierten Long-Term-Incentive (LTI) mit einem vierjährigen Bemessungszeitraum (ein Jahr retrospektiv und drei Jahre prospektiv). Grundlage sowohl für die Gewährung des MTI als auch des LTI ist die Erreichung der vom Aufsichtsrat für jedes Geschäftsjahr gesetzten Erfolgsziele, die für jedes Geschäftsjahr im Voraus durch den Aufsichtsrat festgelegt werden. Soweit nichts anderes festgelegt ist, beziehen sich die Erfolgsziele auf die Leistungskategorien ROCE (30 Prozent), Plan-EBITDA (30 Prozent), EBITDA-Marge (20 Prozent) und Plan-Netto-Cashflow (20 Prozent). Die Leistungskategorien ROCE und EBITDA-Marge stellen längerfristige Zielgrößen dar, die im Mittel über den gesamten Konjunkturzyklus erreicht werden sollen, wohingegen Plan-EBITDA und Plan-Netto-Cashflow jährlich neu festgelegt werden.
Ab dem Geschäftsjahr 2019 werden die Leistungskategorien neu ausgerichtet und setzen sich zukünftig aus Plan-Netto-Cashflow (25 Prozent), der um nicht operative Effekte normalisiert wird, Plan-EBIT (25 Prozent) und EBITDA-Marge (50 Prozent) zusammen. Ein positiver Netto-Cashflow ist in einer zyklischen Industrie von besonderer Bedeutung. Einflussgrößen für diese Leistungskategorie sind insbesondere Kostenperformance, ein gutes Working-Capital-Management sowie eine angemessene Investitionspolitik. Dahingegen bleiben Faktoren, die nicht operativer Natur sind, wie etwa Zu- und Rückfluss von Kundenanzahlungen und Änderungen des nicht-operativen Umlaufvermögens (z.B. durch Versicherungsleistungen) in der Leistungskategorie unberücksichtigt. Das Plan-EBIT ersetzt die bisherige Leistungskategorie ROCE, da sich das eingesetzte Kapital aufgrund niedriger Investitionen in der vergangenen Dekade stark reduziert und sich dadurch die Aussagekraft des bisherigen KPI verringert hatte. Die Bedeutung der längerfristigen Zielgröße EBITDA-Marge soll zukünftig steigen. Die Zielfestlegung des Aufsichtsrats für diese Leistungskategorie basiert auf dem durchschnittlichen Margenniveau der wichtigsten Waferhersteller in einem mehrjährigen Betrachtungszeitraum.
Es soll sichergestellt werden, dass das Unternehmen eine im Industrie-Vergleich anspruchsvolle Performance erzielt. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, für künftige Bemessungszeiträume andere oder weitere geeignete Leistungskategorien und Ziele festzulegen. Dies kann auch persönliche/individuelle Ziele für das Vorstandsmitglied umfassen. Für jede Leistungskategorie legt der Aufsichtsrat einen Zielwert, einen Minimalwert und einen Maximalwert fest. Der Zielwert entspricht einer Zielerreichung von 100 Prozent bzw. einem Zielerreichungsfaktor von 1. Der jährliche Gesamtzielerreichungsfaktor entspricht der gewichteten Summe der Zielerreichungsfaktoren in den Leistungskategorien.
Die Bonusbasis für ein bestimmtes Geschäftsjahr ("Vergütungsjahr") errechnet sich aus dem Durchschnitt der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien des Vergütungsjahres und des vorangegangenen Geschäftsjahres multipliziert mit dem durchschnittlichen vertraglich vereinbarten Jahresgrundgehalt im Vergütungsjahr. Bei einem Gesamtzielerreichungsfaktor von 1 bzw. 100 Prozent entspricht der Bonus dem durchschnittlichen Jahresgrundgehalt. Der maximale Gesamtzielerreichungsfaktor beträgt 2 bzw. 200 Prozent. Der Aufsichtsrat kann die Bonusbasis auf der Grundlage einer Gesamtwürdigung aller Umstände nach billigem Ermessen (insbesondere zur Berücksichtigung außerordentlicher Entwicklungen) erhöhen oder reduzieren. Die Anpassung darf maximal mit einem Faktor von 0,7 bis zu 1,3 erfolgen. Die Bonusbasis wird vom Aufsichtsrat innerhalb der ersten drei Monate des auf das Vergütungsjahr folgenden Geschäftsjahres festgelegt.
Barkomponente MTI
Der MTI beträgt 49 Prozent der Bonusbasis. Der Anspruch auf den MTI entsteht mit der Festsetzung der Bonusbasis für das Vergütungsjahr und wird mit dem Festgehalt für den Monat, der auf den Monat der Festsetzung folgt, in bar gewährt.
Langfristige aktienbasierte Vergütung: LTI
51 Prozent der Bonusbasis wird als LTI zunächst auf Basis des durchschnittlichen gewichteten Xetra-Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Börse an den letzten 30 Börsenhandelstagen des Vergütungsjahres in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) umgerechnet. Die virtuellen Aktien werden über einen Zeitraum von zwei Jahren, gerechnet ab dem Ende des Vergütungsjahres, gehalten. Das Settlement des LTI erfolgt durch Barausgleich. Die Höhe des Barausgleichs bemisst sich nach dem durchschnittlichen gewichteten Xetra-Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft an den letzten 30 Börsenhandelstagen des zweiten auf das Vergütungsjahr folgenden Geschäftsjahres. Dem Barausgleich hinzugerechnet werden Dividenden, die während der Haltefrist für echte Aktien ausgeschüttet worden wären. Die Höhe des LTI wird durch den Aufsichtsrat innerhalb der ersten drei Monate des darauffolgenden Geschäftsjahres festgestellt. Der LTI wird mit dem Festgehalt für den Monat, der auf den Monat der Feststellung folgt, zur Zahlung fällig.
Betragsmäßige Höchstgrenzen der Vergütung
In Ergänzung zu den Höchstgrenzen für die Bonusbasis von 260 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Jahresgrundgehalts (bei voller Ausschöpfung der diskretionären Anpassungsmöglichkeit des Aufsichtsrats) wurde eine betragsmäßige Höchstgrenze für den Bonus in Höhe von 300 Prozent des für den jeweiligen Bonus maßgeblichen durchschnittlichen Jahresgrundgehalts vereinbart. Die sich daraus ergebende betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt für das Vergütungsjahr 2018 beträgt für Dr. Christoph von Plotho EUR 2.200.000 und für Rainer Irle EUR 1.440.000, jeweils zuzüglich Versorgungsaufwand und Nebenleistungen.
System der Vorstandsvergütung

Weitere Regelungen des Vergütungssystems
Aktienhalteverpflichtung (Share Ownership Commitment)
Einen weiteren wesentlichen Bestandteil des Vergütungssystems für den Vorstand bildet die Aktienhalteverpflichtung für den Vorstand. Herr Dr. von Plotho und Herr Irle sind verpflichtet, während der Dauer ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied mindestens 5.000 bzw. 3.500 Aktien durchgehend zu halten. Am Tag des Abschlusses der Vorstandsdienstverträge, in denen die Aktienhalteverpflichtung begründet wurde, entsprach der Wert der aus versteuertem Einkommen erworbenen und von der Halteverpflichtung betroffenen Aktien EUR 442.950 bzw. EUR 310.065. Neben dem hohen Anteil aktienbasierter Vergütungen im Rahmen des LTI wird durch die Aktienhalteverpflichtung ein zusätzlicher - über den Bemessungszeitraum hinausgehender - Anreiz für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmenswerts gesetzt.
D&O-Versicherung und Strafrechtsschutzversicherung
Für die Vorstandsmitglieder besteht eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt entsprechend den Vorgaben des deutschen Aktiengesetzes. Weiter sind die Mitglieder des Vorstands zudem in die Strafrechtsschutzversicherung einbezogen, die Siltronic für seine Mitarbeiter und Organmitglieder abgeschlossen hat. Diese Versicherung deckt etwaige Anwalts- und Gerichtskosten ab, die bei der Verteidigung in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren entstehen.
Versorgungszusagen
Zur Sicherung der betrieblichen Grundversorgung leisten die Gesellschaft und der Vorstand monatliche Beiträge an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG nach Maßgabe der Allgemeinen Versicherungsbedingungen 1972 der Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG.
Der Vorstand erwirbt außerdem Ansprüche gegenüber der Gesellschaft nach der Ordnung der betrieblichen Zusatzversorgung in ihrer jeweils gültigen Fassung. Als versorgungsfähiges Einkommen im Sinne der Ordnung gilt das vereinbarte feste Jahresgehalt. Die Leistungen aus dieser betrieblichen Zusatzversorgung bestehen aus Altersrenten, vorgezogenen Altersrenten, Invaliditätsrenten und Hinterbliebenenrenten. Der Versorgungsaufwand für ein Geschäftsjahr beträgt 15 Prozent (oberhalb von 150 Prozent der geltenden Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung) bzw. 12,25 Prozent des versorgungsfähigen Jahreseinkommens (zwischen 100 und 150 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze). Der Versorgungsaufwand bildet die Bemessungsgrundlage für die Höhe der Versorgungsleistung. Die nach Eintritt des Versorgungsfalles jährlich zu zahlende Versorgungsleistung beträgt 18 Prozent des insgesamt vom Unternehmen bis dahin zur Verfügung gestellten Versorgungsaufwands.
Der Bruttobetrag der nach Eintritt des Versorgungsfalls zu zahlenden monatlichen Rente (bezogen auf den arbeitgeberfinanzierten Anteil) ist auf 50 Prozent der von dem jeweiligen Vorstandsmitglied zuletzt von der Gesellschaft erhaltenen monatlichen Rate der Jahresgrundvergütung begrenzt (Rentencap).
Der Vorstand erhält von der Gesellschaft zusätzlich einen monatlichen Betrag (brutto) in Höhe des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung als Baustein für den Aufbau einer privaten Altersversorgung.
Kredite und Vorschüsse
Den Vorstandsmitgliedern werden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Zusagen im Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand
Die Mitglieder des Vorstands unterliegen im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen jeweils einer zwölfmonatigen Karenzverpflichtung, die mit einer Karenzentschädigung verbunden ist. Die Karenzentschädigung errechnet sich auf Basis von 50 Prozent des zuletzt bezogenen Jahresgrundgehalts sowie 50 Prozent des Dreijahresdurchschnitts des Bonus. Ein etwaiges Ruhegehalt sowie erzielte Einkünfte aus einer nicht unter die Karenzverpflichtung fallenden Tätigkeit werden auf die Karenzentschädigung angerechnet, soweit durch diese zusätzlichen Einkünfte die Jahresgesamtbezüge des letzten vollen Dienstjahres als Vorstandsmitglied überschritten werden.
Bei einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrages dürfen etwaig zu vereinbarende Zahlungen einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Dienstvertrages übersteigen (Abfindungs-Cap).
Der Anspruch auf MTI bzw. LTI verfällt, wenn das Dienstverhältnis des Vorstandsmitglieds infolge einer Kündigung seitens der Gesellschaft aus wichtigem Grund vor Ablauf des Vergütungsjahres bzw. bevor die Anzahl der virtuellen Aktien vom Aufsichtsrat für das Vergütungsjahr festgelegt wurde, endet (Clawback).
Endet das Dienstverhältnis durch Tod oder wegen dauernder Dienstunfähigkeit, findet eine vorzeitige Auszahlung statt.
In allen anderen Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses bleibt es bei den allgemeinen Regelungen zum Auszahlungszeitpunkt von MTI und LTI.
Ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels bestehen nicht.
Billigung des Vergütungssystems durch die Hauptversammlung 2018
Das seit dem Geschäftsjahr 2017 geltende Vorstandsvergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 19. April 2018 gebilligt. Aus Sicht der Organe war die Zustimmungsrate von 64,2 Prozent nicht zufriedenstellend. So wurde von einigen institutionellen Investoren bzw. Stimmrechtsberatern kritisiert, dass der oben beschriebene Ermessensfaktor des Aufsichtsrats bei Festlegung der Bonusbasis von 0,7 - 1,3 zu groß, die Performanceperiode virtueller Aktien von zwei Jahren zu kurz sei und keine Clawback-Regelung vereinbart worden sei. Hierzu nimmt der Aufsichtsrat wie folgt Stellung:
| ― | Der diskretionäre Faktor erlaubt dem Aufsichtsrat, außerordentliche Entwicklungen außerhalb der Einflusssphäre des Vorstands und die Reaktion der Unternehmensführung auf dynamische Veränderungen des Geschäftsumfelds, die zum Zeitpunkt der Zielfestlegung noch nicht absehbar waren, im pflichtgemäßen Ermessen zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, von dem Ermessensfaktor zurückhaltend Gebrauch zu machen. |
| ― | Die Halteperiode virtueller Aktien von zwei Jahren schließt sich an eine zweijährige Bemessungsgrundlage an, sodass insgesamt eine Incentivierung über vier Jahre sichergestellt ist. Die Vergütung in virtuellen Aktien wird zudem durch die oben dargestellte Aktienhalteverpflichtung flankiert, mit der ein zusätzlicher, über die Bemessungsgrundlage hinausgehender Anreiz für eine nachhaltige Wertsteigerung gesetzt wird. |
| ― | Für bestimmte Formen einer Clawback-Regelung ist die rechtssichere Ausgestaltung bisher nicht sichergestellt. So wird mit Rückforderungsvorbehalten für ausgezahlte Vergütungselemente in das vertragliche Äquivalenzverhältnis eingegriffen ("Erdient ist erdient"). Weiter sieht das deutsche Aktienrecht grundsätzlich unlimitierte Haftungsansprüche im Falle von Pflichtverletzungen vor, sodass ein Bedürfnis für vertragliche Rückforderungsansprüche nicht gegeben zu sein scheint. Um den Anforderungen der Investoren einerseits und der rechtlichen Unsicherheit andererseits Rechnung zu tragen, geht Sil-tronic mit der im Vergütungssystem verankerten Clawback-Regelung einen Mittelweg. Danach verfällt der Anspruch auf die variable Vergütung, wenn das Dienstverhältnis des Vorstandsmitglieds infolge einer Kündigung seitens der Gesellschaft aus wichtigem Grund vor Ablauf des Vergütungsjahres bzw. bevor die Anzahl der virtuellen Aktien vom Aufsichtsrat für das Vergütungsjahr festgelegt wurde, endet. |
| ― | Zudem ist in naher Zukunft mit zusätzlichen gesetzlichen Anforderungen in Umsetzung der europäischen Aktionärsrechterichtlinie zu rechnen. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung nach Umsetzung dieser gesetzlichen Regelungen eine angepasste Vergütungspolitik zur Billigung vorzulegen. |
Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018
Der vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. März 2019 für die Bonusbasis festgesetzte maßgebliche Durchschnitt der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien des Vergütungsjahres und des vorangegangenen Geschäftsjahres betrug 2,0 bzw. 200 Prozent (Durchschnitt aus Gesamtzielerreichungsgrad 2018 i.H.v 2,0 und Gesamtzielerreichungsgrad 2017 i.H.v. 2,0). Der Aufsichtsrat hat ferner nach pflichtgemäßem Ermessen unter Gesamtwürdigung aller Umstände entschieden, keine diskretionäre Anpassung der Bonusbasis für das Vergütungsjahr vorzunehmen.
Für die Mitglieder des Vorstands wurden die folgenden Vergütungen für das Geschäftsjahr 2018 gewährt. Die nachfolgende Tabelle weist den Wert der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen aus. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.
Wert der gewährten Zuwendungen für das Geschäftsjahr 2018
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2017 | 2018 | 2018 Minimum | 2018 Maximum | 2017 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | ||||||
| Festvergütung (Jahresgrundgehalt) | 437.500 | 550.000 | 550.000 | 550.000 | 300.000 | 360.000 |
| Nebenleistungen | 42.341 | 73.331 | 73.331 | 73.331 | 37.486 | 37.686 |
| Summe | 479.841 | 623.331 | 623.331 | 623.331 | 337.486 | 397.686 |
| Erfolgsbezogene Komponenten | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | ||||||
| Mehrjährige variable Vergütung nicht aktienbasiert: MTI1) | 205.800 | 471.625 | 188.650 | 700.700 | 141.120 | 308.700 |
| Mehrjährige variable Vergütung aktienbasiert: LTI | 416.059 | 490.875 | 0 | 949.300 | 285.298 | 321.300 |
| Summe | 1.101.700 | 1.585.831 | 811.981 | 2.273.331 | 763.903 | 1.027.686 |
| Versorgungsaufwand (Service Costs)2) | 67.761 | 68.122 | 68.122 | 68.122 | 130.608 | 147.481 |
| Gesamtvergütung nach DCGK | 1.169.461 | 1.653.953 | 880.103 | 2.341.453 | 894.511 | 1.175.167 |
| Überleitung3) | 133.323 | -747 | 7.278 | - 103.381 | ||
| Gesamtbezüge nach DRS 17 | 1.302.784 | 1.653.206 | 901.789 | 1.071.786 |
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| Rainer Irle Mitglied des Vorstands | ||
|---|---|---|
| EUR | 2018 Minimum | 2018 Maximum |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | ||
| Festvergütung (Jahresgrundgehalt) | 360.000 | 360.000 |
| Nebenleistungen | 37.686 | 37.686 |
| Summe | 397.686 | 397.686 |
| Erfolgsbezogene Komponenten | ||
| Einjährige variable Vergütung | - | - |
| Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | ||
| Mehrjährige variable Vergütung nicht aktienbasiert: MTI1) | 123.480 | 458.640 |
| Mehrjährige variable Vergütung aktienbasiert: LTI | 0 | 621.360 |
| Summe | 521.166 | 1.477.686 |
| Versorgungsaufwand (Service Costs)2) | 147.481 | 147.481 |
| Gesamtvergütung nach DCGK | 668.647 | 1.625.167 |
| Überleitung3) | ||
| Gesamtbezüge nach DRS 17 |
1) Die Mehrjährigkeit des MTI bezieht sich auf die zweijährige Bemessungsgrundlage (2018 und 2017). Der MTI wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst. Die mehrjährige Bemessungsgrundlage soll eine langfristige Anreizwirkung entfalten, enthält jedoch keine aktienbasierte Komponente. Für die Berechnung der Minimal- bzw. Maximalwerte wurde die tatsächliche Zielerreichung des vorangegangenen Geschäftsjahres 2017 und für 2018 ein Minimalwert von 0 Prozent sowie ein Ermessensfaktor von 0,7 bzw. ein Maximalwert von 200 Prozent sowie ein Ermessensfaktor von 1,3 herangezogen.
2) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen.
3) Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen EUR 2.724.992. Darin ist der Auszahlungsbetrag des MTI anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einzubeziehen.
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss für das Geschäftsjahr 2018 aus Festvergütung, Nebenleistungen, variabler Vergütung sowie Versorgungsaufwand aus. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.
Zufluss für das Berichtsjahr
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | ||||
| Festvergütung (Jahresgrundgehalt) | 550.000 | 437.500 | 360.000 | 300.000 |
| Nebenleistungen | 73.331 | 42.341 | 37.686 | 37.486 |
| Summe | 623.331 | 479.841 | 397.686 | 337.486 |
| Erfolgsbezogene Komponenten | ||||
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | ||||
| Mehrjährige variable Vergütung nicht aktienbasiert (MTI) - Auszahlungsbetrag1) | 539.000 | 406.884 | 352.800 | 279.006 |
| Mehrjährige variable Vergütung aktienbasiert (LTI) | - | - | - | - |
| Summe | 1.162.331 | 886.725 | 750.486 | 616.492 |
| Versorgungsaufwand2) | 68.122 | 67.761 | 147.481 | 130.608 |
| Gesamtvergütung nach DCGK | 1.230.453 | 954.486 | 897.967 | 747.100 |
1) Die Mehrjährigkeit des MTI bezieht sich auf die zweijährige Bemessungsgrundlage (2018 und 2017). Dieser wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst. Diese Komponente soll eine langfristige Anreizwirkung entfalten. Sie enthält keine aktienbasierte Komponente.
2) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen. Hierbei handelt es sich nicht um einen Zufluss im Geschäftsjahr
Zusatzangaben zu aktienbasierten Vergütungsinstrumenten im Geschäftsjahr 2018
Wie oben beschrieben, wird der den Vorstandsmitgliedern vertraglich zustehende LTI in Form von virtuellen Aktien (Phantom Stocks) gewährt. Der für die Anzahl der virtuellen Aktien maßgebliche gewichtete Xetra-Durchschnittskurs der Siltronic-Aktie an den letzten 30 Börsenhandelstagen des Geschäftsjahres 2018 betrug EUR 74,91 (Vorjahr: EUR 123,45).
Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Bestands virtueller Aktien:
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| Tranche | Rechnerischer LTI auf Basis tatsächlicher Zielerreichung in EUR |
Xetra-Durchschnittkurs in EUR |
Anzahl | Wert zum Stichtag 28.12.2018 in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Christoph von Plotho | Tranche (2016/2017 - 2019) | 423.491 | 123,45 | 3.430 | 256.221 |
| Tranche (2017/2018 - 2020) | 561.000 | 74,91 | 7.489 | 540.706 | |
| Rainer Irle | Tranche (2016/2017 - 2019) | 290.394 | 123,45 | 2.352 | 175.694 |
| Tranche (2017/2018 - 2020) | 367.200 | 74,91 | 4.902 | 353.924 |
Versorgungszusagen
Die folgende Übersicht zeigt den Versorgungsaufwand sowie die Anwartschaftsbarwerte der Versorgungszusagen für das Geschäftsjahr 2018.
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| Anwartschaftsbarwert | Versorgungsaufwand | |||
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Christoph von Plotho | 2.099.262 | 1.983.471 | 68.122 | 67.761 |
| Rainer Irle | 2.265.353 | 2.090.081 | 147.481 | 130.608 |
Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder EUR 4.364.615 (Vj. EUR 4.073.552) und die Pensionsverpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen EUR 6.756.980 (Vj. EUR 7.205.291).
Sonstiges
Die Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Berichtsjahr EUR 217.617 (Vorjahr: EUR 213.317).
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Siltronic AG ist in der Satzung der Siltronic AG geregelt.
Die Satzung sieht als feste Jahresvergütung für die Aufsichtsratsmitglieder EUR 30.000 (zuzüglich Umsatzsteuer) vor.
Aufgrund des mit der Wahrnehmung bestimmter Funktionen verbundenen Mehraufwands wird die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit dem Faktor 3 multipliziert. Für seinen Stellvertreter und Vorsitzende eines Ausschusses findet der Faktor 2 Anwendung und für Mitglieder von Ausschüssen wird die Vergütung mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Die Mitgliedschaft im gesetzlich zu bildenden Vermittlungsausschuss bleibt dabei jedoch außer Betracht, d. h., eine Mitgliedschaft in diesem Ausschuss führt nicht zur Erhöhung der Jahresvergütung. Außerdem bleiben Doppel- und Mehrfachfunktionen unberücksichtigt, sodass der Vorsitzende und sein Stellvertreter keine weiteren Faktoren für Funktionen in Ausschüssen erhalten. Funktionen in Ausschüssen werden zudem bei den Aufsichtsratsmitgliedern nur einmal berücksichtigt.
Beim Eintritt oder Austritt in den Aufsichtsrat oder einen Ausschuss während des laufenden Jahres gilt das Prinzip der zeitanteiligen Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten darüber hinaus für jede physische Sitzung des Gesamtaufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie in Person teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 2.500 pro Kalendertag. Mitglieder, die an physischen Sitzungen per Telefon oder Videokonferenz teilnehmen oder per Stimmbotenerklärung abstimmen, erhalten kein Sitzungsgeld. Für Sitzungen, die insgesamt in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden, erhalten die teilnehmenden Mitglieder ein reduziertes Sitzungsgeld von EUR 1.250.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern außerdem auf Nachweis ihre erforderlichen Auslagen, zuzüglich entsprechender Umsatzsteuer.
Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz; insbesondere schließt die Gesellschaft zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt ab.
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2018
Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 jeweils gewährte Vergütung setzt sich wie folgt zusammen:
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| Aufsichtsratsmitglied | Jahresvergütung 2018 in EUR (unter Berücksichtigung der anwendbaren Faktoren für besondere Funktionen) | Sitzungsgeld 2018 in EUR |
Gesamtvergütung 2018 in EUR |
Jahresvergütung 2017 in EUR (unter Berücksichtigung der anwendbaren Faktoren für besondere Funktionen) | Sitzungsgeld 2017 in EUR |
Gesamtvergütung 2017 in EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Maximilian Baumgartner1) | 8.959 | 2.500 | 11.459 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Mandy Breyer3) | 21.123 | 10.000 | 31.123 | - | - | - |
| Prof. Dr. Gabi Dreo | 21.123 | 10.000 | 31.123 | - | - | - |
| Klaus-Peter Estermaier1) | 21.123 | 10.000 | 31.123 | - | - | - |
| Sieglinde Feist2) | 30.000 | 12.500 | 42.500 | 10.000 | 5.000 | 15.000 |
| Gebhard Fraunhofer3) | 40.562 | 20.000 | 60.562 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Dr. Hermann Gerlinger | 45.000 | 17.500 | 62.500 | 45.000 | 10.000 | 55.000 |
| Karin Gottschalk3) | 8.959 | 2.500 | 11.459 | 30.000 | 7.500 | 37.500 |
| Johann Hautz3) | 60.000 | 11.250 | 71.250 | 60.000 | 20.000 | 80.000 |
| Michael Hankel | 21.123 | 10.000 | 31.123 | - | - | - |
| Bernd Jonas | 60.000 | 22.500 | 82.500 | 60.000 | 17.500 | 77.500 |
| Gertraud Lauber3) | 30.000 | 12.500 | 42.500 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Dr. Tobias Ohler2) | 90.000 | 28.750 | 118.750 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Dr. Franz Richter | 8.959 | 0 | 8.959 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Harald Sikorski3) | 34.479 | 15.000 | 49.479 | 45.000 | 20.000 | 65.000 |
| Angela Wörl2) | 8.959 | 2.500 | 11.459 | 10.000 | 5.000 | 15.000 |
1) Für den Vertreter der Leitenden Angestellten im Aufsichtsrat gelten die Abführungsregularien des Verbands angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e. V. (VAA).
2) Verzicht auf Aufsichtsratsvergütung als Vorstand bzw. Mitarbeiter der Wacker Chemie AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 30. August 2017.
3) Diese Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
Übernahmerechtliche Angaben
(nach § 289a und § 315a HGB) und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (§§ 289a Abs. 1 Nr. 1, 315a Abs. 1 Nr. 1 HGB)
Das gezeichnete Kapital der Siltronic AG beträgt EUR 120 Mio. und ist eingeteilt in 30 Millionen nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 2, 315a Abs. 1 Nr. 2 HGB)
Gemäß dem geltenden Vorstandsvergütungssystem und den Vorstandsdienstverträgen sind die Mitglieder des Vorstands Dr. Christoph von Plotho und Rainer Irle verpflichtet, während der Dauer ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied mindestens 5.000 bzw. 3.500 Aktien zu halten. Das Stimm- und Dividendenrecht steht den Vorstandsmitgliedern während der Halteverpflichtung weiterhin zu. Nähere Angaben enthält der Vergütungsbericht.
Weitere vertragliche Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt.
Die Satzung der Siltronic AG schränkt die Übertragbarkeit der Aktien nicht ein. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich jedoch aus dem Aktiengesetz (z. B. § 136 AktG) oder aus Verstößen gegen die Mitteilungspflichten nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ergeben. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt als Aktionär der Siltronic AG, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Die Siltronic AG ist gemäß § 67 Abs. 4 AktG berechtigt, von den im Register eingetragenen Personen Auskunft darüber zu verlangen, inwieweit ihnen die Aktien, als deren Inhaber sie eingetragen sind, auch gehören, und, soweit dies nicht der Fall ist, die zur Führung des Aktienregisters notwendigen Informationen über denjenigen, für den die Aktien gehalten werden, zu verlangen. Solange diesem Verlangen nicht nachgekommen wird, bestehen die Stimmrechte aus den betroffenen Aktien nicht (§ 67 Abs. 2 Satz 3 AktG).
Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten (§§ 289a Abs. 1 Nr. 3, 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB)
Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft gemeldet worden:
| ― | Wacker Chemie AG: 30,83 Prozent |
| ― | Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mit beschränkter Haftung: 30,83 Prozent (zugerechnet über Wacker Chemie AG) |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 4, 315a Abs. 1 Nr. 4 HGB)
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben (§§ 289a Abs. 1 Nr. 5, 315a Abs. 1 Nr. 5 HGB)
Sofern Arbeitnehmer am Kapital der Siltronic AG beteiligt sind, üben sie die ihnen hieraus entstehenden Kontrollrechte unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und Satzungsänderungen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 6, 315a Abs. 1 Nr. 6 HGB)
Der Vorstand der Siltronic AG besteht gemäß § 5 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Ein Mitglied des Vorstands wird vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach §§ 84 f. AktG und § 31 MitbestG.
Satzungsänderungen richten sich nach §§ 179 ff. AktG. Jede Satzungsänderung bedarf demnach eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, nach Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 oder Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend zu ändern. Weiter ist der Aufsichtsrat ermächtigt, § 4 Abs. 7 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2015 und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.
Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG grundsätzlich einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Mehrheit bestimmt. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, sofern nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Eine größere Kapitalmehrheit in Höhe von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals sieht das Gesetz an mehreren Stellen vor, z. B. bei der Änderung des Gegenstands des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), bestimmten Kapitalmaßnahmen und dem Ausschluss von Bezugsrechten.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (§§ 289a Abs. 1 Nr. 7, 315a Abs. 1 Nr. 7 HGB)
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 60 Mio. durch Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die Aktionäre haben grundsätzlich ein Bezugsrecht, das jedoch vom Vorstand in den in § 4 Abs. 6 der Satzung näher ausgeführten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann, insbesondere
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 Prozent des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder durch deren nachgeordnete Konzernunternehmen ausgegeben wurden oder noch werden, bei Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder der Erfüllung einer Wandlungspflicht neue Aktien der Gesellschaft gewähren zu können, soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- bzw. Optionsrechten bzw. Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionäre zustünde; |
| ― | im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen sowie |
| ― | zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip dividend). |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand bis zum 7. Juni 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und / oder Gewinnschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtbetrag von bis zu EUR 750 Mio. zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte (auch mit Wandlungs- oder Optionspflicht) an bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 50 Mio. nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können gegen Barleistung, aber auch gegen Sachleistungen begeben werden. Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber bzw. Gläubiger der Schuldverschreibungen das Recht, diese nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen in neue Aktien der Gesellschaft umzutauschen. Die Anleihebedingungen können auch Pflichtwandlungen zum Ende der Laufzeit oder einem früheren Zeitpunkt vorsehen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen oder verpflichten oder die ein Andienungsrecht des Emittenten beinhalten. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu, der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, im Beschluss der Hauptversammlung näher bezeichneten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen, insbesondere
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; |
| ― | sofern die Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht bzw. Options- oder Wandlungspflicht gegen Barleistung begeben werden und so ausgestattet sind, dass ihr Ausgabepreis ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Grundsätzen ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 Prozent des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); |
| ― | sofern die Schuldverschreibungen gegen Sachleistung ausgegeben werden und |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von bereits zuvor ausgegebenen Schuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können. |
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung von Schuldverschreibungen und deren Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats und unter Beachtung der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses festzulegen.
Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft hat die Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 50 Mio. durch Ausgabe von bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu den gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreisen.
Der Vorstand der Siltronic AG ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2015 ermächtigt, innerhalb der gesetzlichen Regelung des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Das Grundkapital im Zeitpunkt der Beschlussfassung betrug EUR 100 Mio. Die Ermächtigung gilt bis zum 6. Mai 2020. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung der Hauptversammlung unterschiedliche Anforderungen, insbesondere hinsichtlich des Kaufpreises. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Vorstand ist befugt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats neben einer Veräußerung durch die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Insbesondere dürfen sie gegen Sachleistung (etwa im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen) oder gegen Barleistung veräußert werden. Die eigenen Aktien dürfen auch zur Erfüllung oder Absicherung von Erwerbsrechten oder -pflichten auf Aktien der Gesellschaft (im Zusammenhang mit Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) verwendet werden. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden. In den genannten Fällen, mit Ausnahme der Einziehung, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 8, 315a Abs. 1 Nr. 8 HGB)
Es gibt keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots (§§ 289a Abs. 1 Nr. 9, 315a Abs. 4 Nr. 9 HGB)
Es gibt keine Vereinbarungen mit dem Vorstand oder Arbeitnehmern der Gesellschaft, die Entschädigungen für den Fall eines Übernahmeangebots vorsehen.
Nichtfinanzieller Bericht
der Siltronic AG, München
(Umsetzung der Anforderungen aus §§ 315b, 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB)
Vorwort
GRI 102-14
Unternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Wir nehmen unsere unternehmerische Verantwortung ernst. Wir verbinden unternehmerischen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln - in unseren Produktionsprozessen, bei dem Einsatz von Ressourcen und im Umgang mit unseren Mitarbeitern.
Wir sind einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilizium und bedienen alle führenden Verbraucher von Silizium-wafern für die Halbleiterindustrie. Siliziumwafer sind Bestandteil nahezu aller elektronischen Bauteile, die unser Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Unsere Technologien schaffen die Grundlage für die Produktion kleinerer und energieeffizienterer Bauteile in der modernen Elektronik. So tragen wir dazu bei, wertvolle Ressourcen zu schonen und den globalen Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Wir verbessern kontinuierlich und konsequent unsere Produktionsprozesse, um den Energieverbrauch zu verringern und den Anteil der wiederverwendeten Betriebsstoffe zu erhöhen. Um Auslieferungen an unsere Kunden möglichst umweltschonend zu gestalten, bündeln wir Lieferungen und setzen Mehrfachverpackung ein.
Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut und die Grundlage unseres Erfolgs. Wir pflegen ein respektvolles, ehrliches und offenes Miteinander. Die Verschiedenheit der Menschen sehen wir als Bereicherung. Unser Ziel ist es, noch vielfältiger zu werden und insbesondere noch mehr Frauen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen in mittlere und obere Führungspositionen zu bringen. Mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung sind in unseren Geschäftsprozessen tief verankert.
Siltronic setzt die zehn Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Wir respektieren die international verkündeten Menschenrechte und fördern ihre Einhaltung innerhalb unserer Einflusssphäre.
Weltweit stellen sich Mitarbeiter bei Siltronic täglich der Herausforderung, unsere Prozesse besser, sicherer, einfacher, umweltfreundlicher und damit nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam möchten wir unserer Verantwortung gerecht werden, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.
Dr. Christoph von Plotho, CEO
1. Der Rahmen für diesen Nachhaltigkeitsbericht bzw. diesen Nichtfinanziellen Bericht
Unter Nachhaltigkeit verstehen wir, durch heutiges Handeln künftige Bedingungen im ökologischen, im ökonomischen und im gesellschaftlichen Bereich positiv zu beeinflussen. Dadurch werden Ungleichheiten gemildert und eine offene Zukunft gefördert. Den Hintergrund für diesen Nichtfinanziellen Bericht bzw. diesen Nachhaltigkeitsbericht bildet daher die Frage, wie Siltronic zur Verbesserung oder Verschlechterung von ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene beiträgt.
Wir glauben, dass positiv nachhaltiges Handeln für Siltronic selbst Vorteile bringt. Indem wir die Effizienz des Rohstoffeinsatzes oder die Effizienz des Energieeinsatzes steigern, sichern wir unsere Ertragskraft. Die Ertragskraft ist wichtig, um den Mitarbeitern überdurchschnittliche Sozialleistungen zu gewähren und ein breites Spektrum an Weiterbildungsmaßnahmen anbieten zu können. Eine dadurch engagierte und gebildete Belegschaft ist leistungsfähiger, in Forschung und Entwicklung Neues zu entdecken. Mittel- und langfristig wirkt dies vorteilhaft auf unsere Ertragskraft. Es entsteht ein Kreislauf, der nicht nur positiv für die Interessengruppen und die Umwelt ist, sondern auch für Siltronic.
Mit diesem Nachhaltigkeitsbericht bzw. diesem Nichtfinanziellen Bericht ergänzen wir die im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht dargelegten ökonomischen Aspekte um ökologische und gesellschaftliche Aspekte und erläutern, wie wir diese in Einklang bringen.
Der vorliegende Bericht ist der zusammengefasste, gesonderte Nichtfinanzielle Bericht für das Geschäftsjahr 2018 und gilt sowohl für den Siltronic-Konzern als auch die Siltronic AG. Informationen, die nur für die AG gelten, sind im Text kenntlich gemacht. Der Öffentlichkeit ist der Nichtfinanzielle Bericht durch die Veröffentlichung im Internet unter https://www.siltronic.com/de/unternehmen/nachhaltigkeit.html zugänglich gemacht.
Die im vorliegenden Bericht enthaltenen nichtfinanziellen Informationen wurden in Anlehnung an die Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und orientieren sich an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Darüber hinaus werden in dem vorliegenden Bericht Informationen zur Nachhaltigkeit gegeben, wenn sie für die Berichterstattung über den Fortschritt des Global Compact der Vereinten Nationen relevant sind ("Communication on Progress"). Der Berichtszeitraum entspricht dem des Konzernabschlusses und es wurden alle Konzerngesellschaften einbezogen. Wir planen, den Nachhaltigkeitsbericht wie bisher jährlich zu erstellen. GRI 10250, -52
Dieser Nichtfinanzielle Bericht wird vom Aufsichtsrat der Siltronic AG geprüft. Dazu hat der Aufsichtsrat einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einen entsprechenden Prüfungsauftrag erteilt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat hiernach den Nichtfinanziellen Bericht unter Anwendung des ISAE 3000 zur Erlangung einer begrenzten Prüfungssicherheit ("Limited assurance") bezüglich der gemäß §§ 315b, 315e HGB i.V.m. 289b bis 289e geforderten Angaben geprüft. GRI 102-56
2. Das Geschäftsmodell von Siltronic und unsere thischen Grundsätze
§ 289c Abs. 1 HGB
Das Geschäftsmodell von Siltronic
Wir sind ein global aufgestellter Markt- und Technologieführer von Scheiben aus hochreinem Silizium, sogenannten Wafern. Da Wafer den Grundstoff für Halbleiterchips bilden, sind alle unsere Kunden Chiphersteller. GRI 102-2
Wafer werden hergestellt, indem hochreines Silizium geschmolzen und aus der Schmelze über ein Ziehverfahren ein Kristall gewonnen wird. Der Kristall wird in einzelne Scheiben gesägt, die anschließend poliert und nach einer Endkontrolle verpackt werden. Wir setzen in dem Produktionsverfahren sehr viele Spezialmaschinen ein und ein wesentlicher Teil der Produktion findet in Reinräumen statt. Die Herstellungskosten entfallen (in abnehmender Reihenfolge) auf Personal, Hilfs- und Betriebsstoffe, Abschreibungen, Rohstoffe und Energie. GRI 102-9
Der Anlagenpark besteht zu weiten Teilen aus Maschinen zum Ziehen von Kristallen, Öfen, Messgeräten, Reinigungsanlagen und Maschinen zur mechanischen und chemischen Behandlung der Wafer-Oberfläche. Die Herstellung von Wafern erfolgt zu wesentlichen Teilen in Reinräumen. Von unseren vier Produktionsstandorten versenden wir unsere Wafer direkt zu den Chipfabriken unserer Kunden, die (in alphabetischer Reihenfolge) in Israel, Japan, Korea, Malaysia, Singapur, Taiwan und (Festland) China, den USA und Westeuropa liegen. An den vier größten Standorten gibt es jeweils Produktion, Verwaltung und Vertrieb. Zusätzlich betreiben wir kleine Vertriebs- oder Verwaltungseinheiten in sechs Ländern. GRI 102-4, -6, -9
Wir haben im Berichtsjahr 28,2 Millionen Wafer produziert (Vorjahr: 27,6 Millionen). GRI 102-7
Weitere Informationen zum Geschäftsmodell sind im Lagebericht enthalten.
Unternehmensethik bei Siltronic
Unternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Damit die Geschäfte von Siltronic verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit allen gesetzlichen Vorgaben durchgeführt werden, haben wir verschiedene Leitlinien entwickelt. Zu diesen zählen insbesondere: GRI 102-16
| ― | Code of Conduct: Wir haben für unseren Konzern einen Kodex aufgestellt, der einen verbindlichen Orientierungsrahmen für eigenverantwortliches und gesetzestreues Verhalten bildet. Die Beachtung des Kodex ist für jeden Mitarbeiter verpflichtend. Der Code of Conduct behandelt insbesondere die Themen Verhalten untereinander, Führen als Vorbild, Umgang mit Geschäftspartnern, Umgang mit Informationen, Trennung von Privat- und Unternehmensinteressen, Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt sowie Gesellschaftliche Verantwortung. GRI 102-17 |
| ― | Selbstverpflichtungen: Siltronic setzt die zehn Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Siltronic folgt den Grundsätzen der Responsible Care-Initiative der chemischen Industrie. Im Jahr 2017 sind wir als Unterzeichner der Charta der Vielfalt beigetreten. Siltronic verpflichtet sich mit der Unterzeichnung, Chancengleichheit und Diversität aktiv umzusetzen und zu fördern. Siltronic orientiert sich als Zulieferer der Elektronikindustrie an dem Verhaltenskodex Responsible Business Alliance (RBA), über den führende Unternehmen der Elektronikindustrie weltweit soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein sowie ethische Geschäftspraktiken fordern und fördern. GRI 102-12,-13 |
| ― | Strategiehandbuch: In diesem Handbuch sind die obersten Ziele von Siltronic verankert und es wird unser Leitbild definiert. Unser Leitbild besteht im Streben nach Werterhöhung für unsere Interessengruppen. Dies wollen wir erreichen, indem wir Wafer mit höchstem Qualitätsanspruch zu wettbewerbsfähigen Kosten anbieten. |
Wirkung der ethischen Grundsätze auf die Organisation von Siltronic
Die oben genannten Leitlinien wirken auf den organisatorischen Aufbau von Siltronic, wobei die wichtigsten organisatorischen Maßnahmen zur Sicherstellung der ethischen Grundsätze (a) Management-Systeme sind, (b) das Bestehen einer gesonderten Abteilung, die sich um Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Arbeitssicherheit kümmert, und (c) die Wege der Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat.
Die operativen Prozesse steuern wir über unser Integriertes Management-System "IMS". Das IMS beschreibt Abläufe sowie Verantwortlichkeiten und definiert konzernweit Standards, unter anderem im Hinblick auf Qualität, Energie, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Sicherheit von Anlagen. Die Standards fußen auf nationalen und internationalen Standards, Gesetzen, Kundenanforderungen und eigenen Grundsätzen. Ausgewählte Management-Systeme lassen wir durch einen weltweit tätigen Dienstleister zertifizieren. Die Zertifizierungen betreffen ISO 14001 für den Umweltschutz, OHSAS 18001 für den Arbeits- und Gesundheitsschutz, ISO 50001 für das Energiemanagement der deutschen Standorte und ISO 9001 und ISO TS 16949 für Qualitätssysteme.
Konzern-Management-System

Um die Vielzahl an möglichen Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind, zu identifizieren und zu steuern, hat der Vorstand ein Risikomanagement implementiert, das ausführlich im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" erläutert ist. Darüber hinaus haben wir ein Compliance-System installiert, um unternehmensbezogene Rechtsverstöße zu vermeiden, zu identifizieren und zu sanktionieren. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von Siltronic. Das Unternehmen hat in allen aktiven Einheiten Compliance-Beauftragte eingesetzt. Als geschützten Meldeweg haben wir zudem einen externen Ombudsmann bestellt, an den unsere Mitarbeiter und auch Dritte anonym Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften melden können. Der Chief Compliance Officer berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der Siltronic AG. GRI 102-17
Als Unternehmen mit komplexen chemischen und mechanischen Prozessen haben wir eine besondere Verantwortung für den Betrieb unserer Anlagen sowie für den Schutz von Menschen und der Umwelt. Deswegen gibt es an den Produktionsstandorten Mitarbeiter, die im Bereich Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Arbeitssicherheit speziell ausgebildet sind. Diese Mitarbeiter sind in lokalen Abteilungen für Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit zusammengefasst. Da die Muttergesellschaft in Deutschland die konzernweite Verantwortung für Qualitäts- und Nachhaltigkeitssysteme hat, definiert die Abteilung in Deutschland die konzernweit gültigen Systeme und Richtlinien. Diese Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Die Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder ist im Lagebericht dargestellt. GRI 102-11
Zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats und zu dessen Zusammenarbeit mit dem Vorstand verweisen wir auf die Ausführungen im Corporate Governance-Bericht und im Bericht des Aufsichtsrats. Informationen zu den Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht enthalten.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in unserer Organisation
Die Steuerung der Siltronic-Organisation orientiert sich an finanziellen Leistungsindikatoren. Die wichtigsten Kennzahlen werden lokal und konzernweit monatlich erhoben und in Berichtssysteme eingegeben, wo sie mit zuvor festgelegten Zielen verglichen werden. Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen waren im Jahr 2018 die EBITDA-Marge, der ROCE und der Netto-Cashflow.
Neben den finanziellen Leistungsindikatoren orientieren wir uns an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Keiner dieser Indikatoren wird zur Steuerung des Unternehmens eingesetzt.
Wie bei den finanziellen Leistungsindikatoren gibt es auch bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine Hierarchie nach Bedeutsamkeit. Aus der Vielfalt an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die der Nachhaltigkeit zugeordnet werden können, hat der Vorstand fünf Leistungsindikatoren ausgewählt, über die er im Rahmen des routinemäßigen Berichtswesens informiert wird. Jeder dieser Indikatoren hat ein Ziel für das Geschäftsjahr. Bei den fünf nichtfinanziellen Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit handelt es sich um folgende: § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB
| ― | Effizienz des Einsatzes von Silizium (Rohstoffmanagement) |
| ― | Effizienz des Energieeinsatzes (Energiemanagement) |
| ― | Vermeidung von Abfall (Abfallmanagement) |
| ― | Arbeitsunfälle pro 1 Mio. Arbeitsstunden (Arbeitssicherheit) |
| ― | Arbeitsunfälle mit Chemikalien (Arbeitssicherheit) |
Aufgrund der hohen Bedeutung der Ressource Wasser in unserer Produktion werden wir ab dem Jahr 2019 eine Kennzahl zur Effizienz des Wassereinsatzes als Leistungsindikator aufnehmen.
Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden unterjährig überwacht, bei negativen Abweichungen werden die Ursachen analysiert, um anschließend Maßnahmen zur Verbesserung in die Wege zu leiten.
3. Bestimmung der Inhalte für diesen Bericht
Die wichtigsten Interessengruppen von Siltronic
Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten wirkt Siltronic in mannigfaltiger Weise auf außenstehende Einzelpersonen, Unternehmen und öffentliche Stellen. Die Festlegung der Interessengruppen, die als die wichtigsten bewertet wurden, fußt auf der Zahl an Interaktionen mit einer Interessengruppe und der Einbindung von Führungskräften. GRI 102-42
Die folgende Abbildung zeigt die wichtigsten Interaktionen und die Häufigkeit, mit der der Austausch stattfindet. GRI 102-40, -43

Festlegung der Berichtsinhalte
Zur Identifikation der für diesen Bericht wichtigen Aspekte -Umweltbelange, Personalbelange, Lieferkette (einschließlich Menschenrechten), gesellschaftliche Verantwortung und Sozialbelange (einschließlich Bekämpfung von Korruption und Bestechung) -haben wir als ersten Schritt verschiedene Nachhaltigkeitsthemen ermittelt. Die Identifikation der Nachhaltigkeitsthemen fußt auf folgenden Überlegungen:
| ― | unternehmensindividuelle Besonderheiten |
| ― | die zehn Prinzipien des Projekts "Global Compact" der Vereinten Nationen und die von den Vereinten Nationen formulierten "Sustainable Development Goals" |
| ― | Gespräche mit Kunden |
| ― | branchenspezifische Besonderheiten |
| ― | Ergebnisse externer Ratingagenturen, die eine Bewertung auf der Grundlage des letztjährigen Nichtfinanziellen Berichts und anderer Unterlagen vorgenommen haben |
In einem zweiten Schritt wurden die Themen nach Wesentlichkeit priorisiert, was auch eine Risikobewertung beinhaltete. Danach wurden die einzelnen Themen übergreifenden Bereichen zugeordnet.
Als vierten Schritt haben wir das Ergebnis einer Validierung unterzogen, die durch Rücksprache mit internen Experten und durch den Abgleich mit der Unternehmensstrategie erfolgte. Das Ergebnis war folgende Liste: GRI 102-46, -47
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| Umweltbelange | Lieferkette | Personalbelange | Gesellschaft | |
|---|---|---|---|---|
| Compliance | x | x | x | x |
| MInderung des spezifischen Siliziumverbrauchs | x | |||
| Reduzierung des spezifischen Verbrauchs von Hilfsstoffen | x | x | ||
| Reduzierung des spezifischen Energieeinsatzes | x | |||
| Umwelteinfluss von Transporten | x | x | ||
| Recycling | x | x | ||
| Wasserverbrauch | x | |||
| Maßnahmen zum Umweltschutz | x | |||
| Treibhausgase | x | x | ||
| Diversität | x | x | ||
| Weiterbildung, Demografie | x | x | ||
| Arbeitssicherheit und Gesundheit | x |
Aus den Analysen ergab sich kein berichtspflichtiges Risiko.
4. Umweltbelange
§ 289c Abs. 2 Nr. 1 HGB, Sustainable Development Goals
Management von Roh- und Hilfsstoffen
Da Wafer zu fast 100 Prozent aus hochreinem Silizium bestehen, ist Silizium der mit großem Abstand wichtigste Rohstoff für uns. Silizium ist in der Erdhülle das nach Sauerstoff am zweithäufigsten vorkommende Element und ungiftig. Deswegen betrachten wir Wafer aus Silizium langfristig als konkurrenzlosen Grundstoff für Halbleiterbauelemente bzw. für den Grundstoff unserer Produkte.
Wir sind bestrebt, Silizium möglichst effizient einzusetzen. Damit leisten wir einen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und es hilft uns, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Leistungsindikator "Effizienz des Einsatzes von Silizium" bewirkt insbesondere, dass Siliziumreste erneut in unseren Produktionskreislauf einfließen, dass Produktionsverfahren mit dem Ziel der Ausbeutesteigerung weiterentwickelt werden und dass in neue Maschinen investiert wird. Wir legen für diese Kennzahl jährlich einen Zielwert fest. Der Wille, die Ziele zu erreichen, führt dazu, dass neue Ideen entstehen, die getestet werden. Wenn sich zeigt, dass der Einsatz in der Produktion vielversprechend ist, werden Investitionen zur Umsetzung getätigt. Die bei vielen Produkttypen steigenden physikalischen und chemischen Anforderungen der Kunden an unsere Wafer wirken leider ausbeuteverschlechternd.
Die nachfolgende Darstellung zeigt, wie sich die Effizienz des Einsatzes von Silizium entwickelt hat, wobei das Jahr 2016 als Vergleichsbasis gewählt wurde:
Entwicklung der Effizienz des Einsatzes von Silizium
in %

Das spezifische Ziel für das Berichtsjahr war, eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte zu vermeiden. Dass keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr als Ziel für 2018 ausgegeben wurde, ist der Änderung beim Mix der Produkttypen geschuldet, die Kunden bestellt haben. Erschwerend kommt hinzu, dass unsere Kunden anspruchsvollere technische Spezifikationen an unsere Wafer stellen. Unsere Kunden können dadurch Computerchips produzieren, die einen geringeren Stromverbrauch aufweisen (bei zugleich steigender Leistung eines Chips), aber der spezifische Siliziumverbrauch steigt im Vorfeld der Chipproduktion. Das spezifische Ziel für 2018 wurde im Gesamtjahr knapp verfehlt, weil die Effizienz am Jahresanfang unter der Erwartung lag. Im Quartalsverlauf verbesserte sich die Effizienz und im vierten Quartal wurde der Zielwert übertroffen.
Neben dem Rohstoff Silizium spielen in unserem Produktionsprozess Hilfsstoffe wie Chemikalien, Gase und Poliermittel eine Rolle. Da die einzelnen Hilfsstoffe im Vergleich zu Silizium von geringerer Bedeutung für uns sind, gibt es anders als beim spezifischen Siliziumverbrauch keine Kennzahl, die an den Vorstand berichtet wird. Wir arbeiten aber natürlich daran, die Produktionsschritte mit dem Ziel eines geringeren spezifischen Verbrauchs von Hilfsstoffen zu verändern. Die spezifische Minderung ergibt sich in der Regel durch Vermeidung (z. B. Reduzierungen bei Chrom) oder durch Recycling (z. B. Reduzierungen von Poliermitteln und Reinigungsbädern). Der Fortschritt wird in der Regel mit quantitativen Größen erhoben und nach einem bis zwei Jahren mit Zielen verglichen.
Management von Energie
(Verbrauch von Energie innerhalb von Siltronic)
Ein wesentlicher Teil des Transformationsprozesses des eingekauften Siliziums zu einem Wafer erfolgt bei hohen Temperaturen und in klimatisierten Reinräumen. Da hierzu viel Energie benötigt wird, zählt die Waferproduktion zu den energieintensiven Industriezweigen.
Im Jahr 2018 lag der Energieverbrauch bei insgesamt 719 GWh. Der Verbrauch beinhaltet die Produktion, den Bereich Forschung und Entwicklung und die Verwaltung. Vertriebsbüros sind nicht in der Summe enthalten, da deren gesamter Energieverbrauch unbedeutend ist. Die mit Abstand wichtigste Bezugsform von Energie ist Elektrizität.
Energieverbrauch
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| in GWh | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Stromverbrauch | 586 | 601 | 608 |
| Dampf, Wärme | 75 | 75 | 71 |
| Erdgas | 42 | 39 | 35 |
| Diesel | 7 | 6 | 5 |
| Summe | 710 | 721 | 719 |
Siltronic bezieht Strom aus öffentlichen Netzen. Rund 55 Prozent des Stroms wird in Deutschland verbraucht. Gemäß Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) entfallen 38 Prozent (Vorjahr: 36 Prozent) des Stroms, der in Deutschland aus öffentlichen Netzen bezogen wird, auf erneuerbare Energien. Hierzu zählen vor allem Wind, Biomasse und Solar.
Der Energieverbrauch je Waferfläche in Quadratzentimeter beschreibt die Energieintensität unserer Produkte. In den Energieverbrauch fließen die in der Tabelle "Energieverbrauch" genannten Formen ein. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass wir die Energieintensität seit dem Jahr 2016 deutlich reduzieren konnten.
Energieverbrauch je cm2 Waferfläche
in %

Um die Energieintensität zu reduzieren, werden Projekte angestoßen und umgesetzt, die den spezifischen Energieverbrauch mindern. Nachhaltige Minderungen wurden in den letzten Jahren insbesondere erzielt durch Verbesserungsprojekte in den Bereichen Wärmerückgewinnung, Anpassung der Kühlwassertemperaturen und weiteren Prozessoptimierungen.
Die Kennzahl "Effizienz des Energieeinsatzes" wird regelmäßig an den Vorstand berichtet und es werden jährlich anspruchsvolle Zielwerte festgelegt.
Siltronic hat das strategische Energieziel, eine durchschnittliche Minderung des spezifischen Energieeinsatzes von 1,5 Prozent pro Jahr zu erreichen. Daraus leiten wir mit der geplanten Produktionsmenge absolute Einsparziele in MWh für die Standorte und absolute Ziele für die Produktionsbereiche ab.
Zur Zielerreichung 2018 haben zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen beigetragen, die in Summe einer Minderung des Energieeinsatzes von nachhaltig 15,7 GWh jährlich und einem Gegenwert von EUR 1,2 Mio. entsprechen. Das Jahresziel von durchschnittlich 1,5 Prozent wurde erreicht.
Das unternehmensweite Energiemanagementsystem ist an den Standorten Burghausen und Freiberg nach ISO 50.001:201 1 zertifiziert.
Management von Abfall
Um den Verpackungsmüll zu reduzieren, haben wir vor vielen Jahren bei unseren Kunden die Initiative ergriffen, die zwei wiederverwertbaren Mehrwegverpackungen "Hybox" und "FOSB" einzuführen. Da mehrere FOSB in eine Hybox gestapelt werden, handelt es sich bei einer FOSB um die innere Mehrwegverpackung und bei der Hybox um die äußere Mehrwegverpackung. Da beide Mehrwegverpackungen auf den Produktionsprozess beim Kunden wirken, muss der Kunde dem Einsatz von Hybox und FOSB zustimmen.
Im Lauf der Jahre haben wir in fast allen Fällen, in denen der Einsatz der Hybox technisch möglich ist, die Kunden von dieser Verpackungsform überzeugt. Durch dieses Mehrwegkonzept reduzieren wir den Transport von Verpackungen um rund 488 Tonnen und den Abfall um etwa 977 Tonnen Abfall im Vergleich zur Kartonverpackung.
Unser Schwerpunkt bei den Mehrwegverpackungen ist der Einsatz der FOSB. Der Prozentsatz der mehrfachen Verwendung von FOSB für Verpackungszwecke zwischen uns und dem Kunden ist einer der fünf nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die dem Vorstand regelmäßig berichtet werden.
Anteil Waferfläche in Mehrwegverpackung
in %

Das Ziel für das Berichtsjahr war, einen Anteil von 35 Prozent zu erreichen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, weil ein neuer FOSB-Typ von einem Großkunden langsamer in den Mehrwegzyklus übernommen wurde als erwartet.
Im Zusammenhang mit Abfall ist außerdem die Entsorgung von gefährlichem Material bedeutsam. Die Zusammensetzung des Abfalls und die Entsorgungswege waren im Berichtsjahr wie folgt:
Zusammensetzung des Abfalls GRI 306-2
in 1.000 t

Entsorgungsart des Abfalls GRI 306-2
in 1.000 t

Die Entsorgungswege wie auch die Einstufung von Abfällen in die Kategorien "gefährlich" und "nicht gefährlich" fußen auf lokalen gesetzlichen oder quasigesetzlichen Regelungen.
38 Prozent des Abfalls wird von der Siltronic AG verursacht.
Management von Wasser
Wasser wird in unserem Herstellungsprozess vor allem zur Reinigung und zur Kühlung verwendet. Dabei achten wir auf den sparsamen Umgang und den Schutz natürlicher Wasserressourcen. Entsprechend der Definition des World Business Council for Sustainable Development und unserer Risikobewertung mit dem Global Water Tool(r) liegt Singapur in einem Wassermangelgebiet. Daher gilt für den Umgang mit Wasser am Standort Singapur eine besondere Sorgfaltspflicht. Im Jahr 2018 konnten wir wesentliche Verbesserungen zur Abwasserbehandlung und Wasserrückhaltung umsetzen.
Die Wasser-Recylingrate betrug im Jahr 2018 im gesamten Unternehmen 38,2 Prozent nach 35,5 Prozent im Vorjahr.
Verwendung von Wasser
in Mio. m3

Entsorgung von Abwasser (ohne Kühlwasser)
in Mio. m3

Rund 86 Prozent der Verwendung von Wasser entfallen auf Deutschland und circa 58 Prozent des Abwassers (ohne Kühlwasser).
Um Wasser mehrfach zu verwenden, führen wir - soweit möglich - in einem Produktionsprozess verwendetes Wasser weiteren Prozessen zu. Im Berichtsjahr wurde auf diese Weise Wasser mit einem Volumen von 2,4 Mio. m3 recycelt, im Vorjahr waren es 2,2 Mio. m3 .
Maßnahmen zum Umweltschutz
Die umweltbezogenen Investitionen betrugen im Berichtsjahr 2018 EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.). Diese Investitionen ordnen wir entsprechend den Umweltaspekten zu; dabei entfielen auf Wasser EUR 1,9 Mio., auf Luft EUR 1,5 Mio. und auf Klimaschutz EUR 1,2 Mio.
Unser Standort in Portland ist in einem Gebiet gelegen, das seit rund 100 Jahren industriell genutzt wird. Auf Grund von erkannten Verunreinigungen im Boden und dem angrenzenden Fluss haben Behörden Auflagen für die Beobachtung und Beseitigung von Umweltlasten erlassen. Als Eigentümer eines Grundstücks, in dessen Boden Verunreinigungen festgestellt wurden und das an den Fluss grenzt, unterliegt Siltronic in Portland seit vielen Jahren besonderen Umweltauflagen. Um diese Auflagen vollständig zu erfüllen, beschäftigen wir einen Mitarbeiter, der sich ausschließlich um die Umsetzung der Umweltauflagen kümmert. Diese Maßnahme stellt sicher, das nötige Abstimmungen mit den Behörden erfolgen, Formalien erfüllt werden, qualifizierte Dienstleister beauftragt werden und die Sanierung koordiniert erfolgt.
Emission von Treibhausgasen
Die konzernweite CO2 -Bilanz ist ein wesentliches Element, den Klimaschutz zu verbessern. Dabei ermitteln wir neben den direkten Treibhausgasemissionen entsprechend Scope 1 auch die indirekten Emissionen aus dem Zukauf von Energie entsprechend Scope 2 und berichten diese Emissionen im Rahmen der Bewertung bei CDP. Die weiteren indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette haben wir erstmals im Jahr 2018 bewertet und für einzelne Kategorien ermittelt. Die relevanten Scope 3-Emissionen werden wir im Jahr 2019 weiter berechnen und anschließend berichten.
Treibhausgasemissionen (in t CO2-Äquivalenten)
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| Bezeichnung gemäß Greenhouse Gas Protocol, Verursachung und Hauptquellen | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Erdgas, Treibstoff, | |||
| Scope 1 direkte Emission | klimawirksame Gase | 12.512 | 11.952 |
| Scope 2 indirekte Emission | Elektrizität, Dampf | 268.528 | 268.208 |
Die Methodik der Erfassung entspricht dem Leitfaden des GHG-Protokolls für die chemische Industrie. Bei der Berechnung wurden alle Konzerngesellschaften einbezogen. Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen verwenden wir aktuelle Emissionsfaktoren von DEFRA, EPA, UBA und dem IPPC-Bericht AR5 für Scope 1 sowie von IEA für Scope 2.
Weitere Treibhausgase neben CO2 machen einen marginalen Teil der Scope 1-Emissionen aus. Wir arbeiten dennoch kontinuierlich an einer effektiveren Nutzung und an der Substitution mit Gasen, die eine niedrigere Treibhausbelastung aufweisen.
Unsere Aktivitäten zur Minderung der Scope 2-Emissionen konzentrieren sich auf die Steigerung der Effizienz des Energieeinsatzes.
Durch unsere Maßnahmen insbesondere zur Steigerung der Effizienz des Energieeinsatzes sind die CO2 -Emissionen je produzierte Waferfläche Scope 1 und 2 gegenüber dem Vorjahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zurückgegangen.
Darüber hinaus motivieren wir unsere Mitarbeiter, das eigene Auto stehen zu lassen. Am Standort Burghausen setzen wir seit über zehn Jahren Pendlerbusse für Schichtarbeiter ein. Am Standort in Portland, Oregon, USA, gewähren wir unseren Mitarbeitern Zuschüsse für Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs und in Singapur bietet Siltronic Shuttle-Busse vom Betrieb in verschiedene Stadtviertel an.
Weitere Luftemissionen
NOX -Emissionen beliefen sich im Jahr 2018 auf 104 Tonnen und NMVOC auf 57 Tonnen. Ozon abbauende Substanzen werden in vernachlässigbarem Umfang bei der Produktion freigesetzt. Emissionen von SOX , POP (persistente organische Schadstoffe), und PM (Feinstaub) sind mengenmäßig nicht relevant.
Einfluss durch den Klimawandel
Der Bedarf an Wafern ergibt sich vor allem durch die Nachfrage in den Bereichen Mobilkommunikation, Computer und Server, Speicherung von Daten auf lokalen Geräten und in der Cloud, elektronischen Bauteilen in Automobilen und in der Industrie. Durch den Klimawandel sehen wir unser Geschäftsmodell nicht negativ beeinträchtigt. Im Gegenteil: Ohne Halbleiterbauteile und damit Wafer ist die Elektromobilität nicht möglich, die Einsteuerung von Strom aus Solar- und Windparks undenkbar und viele intelligente Formen der Reduzierung des Stromverbrauchs können nicht realisiert werden. Zudem bedeutet die Datenspeicherung auf Halbleiterbauelementen gegenüber anderen Formen der Speicherung elektronischer Daten einen niedrigeren Stromverbrauch. GRI 201-2
5. Personalbelange
§ 289c Abs. 2 Nr. 2 HGB, UNGC, Sustainable Development Goals
Mitarbeiterzahl und Strategie bei der Personalplanung
Am 31. Dezember 2018 hatte der Siltronic-Konzern 3.914 Mitarbeiter, wovon 61 Prozent bei der Siltronic AG in Deutschland angestellt waren, 29 Prozent in Asien und 10 Prozent in den USA.
Zahl Mitarbeiter (Kopfzahl) zum 31.12.2018 GRI 102-8
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| Männer | Frauen | Summe | Anteil an Gesamtzahl | |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 1.889 | 482 | 2.371 | 61% |
| davon mit unbefristetem Arbeitsverhältnis | 1.888 | 480 | 2.368 | |
| davon mit befristetem Arbeitsverhältnis | 1 | 2 | 3 | |
| Singapur und andere Länder in Asien | 801 | 329 | 1.130 | 29% |
| davon mit unbefristetem Arbeitsverhältnis | 801 | 323 | 1.124 | |
| davon mit befristetem Arbeitsverhältnis | 0 | 6 | 6 | |
| USA | 292 | 121 | 413 | 10% |
| davon mit unbefristetem Arbeitsverhältnis | 292 | 120 | 412 | |
| davon mit befristetem Arbeitsverhältnis | 0 | 1 | 1 | |
| Mitarbeiter im Konzern | 2.982 | 932 | 3.914 | 100% |
3.502 waren in Vollzeit und 412 in Teilzeit tätig. Von den Teilzeitbeschäftigten waren 54 Prozent Frauen und 100 Prozent der Teilzeitbeschäftigten befanden sich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. GRI 102-8
Mitarbeiter ohne Zeitarbeitnehmer nach Regionen
in %

Da die Halbleiterindustrie historisch gesehen ausgeprägte Auf- und Abschwünge aufweist und wir solche Veränderungen meistern müssen, verfolgen wir bei unserer Personalplanung eine flexible Strategie. Zu dieser Strategie zählt, in Deutschland einen bestimmten Teil des Personals in der Produktion durch Zeitarbeitnehmer zu decken. Dies schützt auch die Stammbelegschaft. Kommt es aufgrund eines ausgeprägten Aufschwungs zu Produktionsspitzen, werden Zeitarbeitnehmer eingesetzt. Sind umgekehrt wegen eines Abschwungs Einsparungen bei den Personalkosten notwendig, so verringern wir zunächst die Zahl der Zeitarbeitnehmer und sollte das nicht hinreichend sein, werden in einer nächsten Stufe befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Im dritten Schritt prüfen wir die Einführung von Kurzarbeit in den Bereichen, die von einem Abschwung besonders betroffen sind.
Um rechtzeitig auf eine wesentliche Änderung der Auftragslage zu reagieren, wird der aus Auftragseingang resultierende Personalbedarf laufend mit dem aktuellen und künftigen Personalbestand abgeglichen. Geplante Maßnahmen zur wesentlichen Erhöhung oder Reduzierung der Personalzahl besprechen Vertreter von Arbeitgeber und Arbeitnehmern in einem strukturierten Prozess.
Am 31. Dezember 2018 waren 715 Zeitarbeitnehmer bei Siltronic tätig (534 Männer und 181 Frauen). Auf die Maßnahme Kurzarbeit musste zuletzt im Jahr 2012 zurückgegriffen werden. GRI 102-8
Verhältnis zu Mitarbeitervertretungen und Arbeitnehmerrechte
Der Siltronic-Konzern arbeitet mit den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen und es gibt regelmäßige Besprechungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern.
Unsere Belegschaft ist vor allem in Deutschland seit jeher stark gewerkschaftlich organisiert. Da Mitarbeiter nicht verpflichtet sind, eine Gewerkschaftszugehörigkeit mitzuteilen und eine Nachfrage seitens des Arbeitgebers unzulässig ist, ist uns die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder unbekannt. 61 Prozent der Mitarbeiter sind in Einheiten tätig, die durch Tarifverträge abgedeckt sind. Es handelt sich dabei um die in Deutschland tätigen Mitarbeiter.
GRI 102-41
Sofern eine arbeitgeberseitige Tarifbindung vorliegt, verpflichtet sich Siltronic im Anstellungsvertrag, Mitarbeiter so zu behandeln, als würde der jeweilige Tarifvertrag Anwendung finden - unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.
An Standorten ohne etablierte betriebliche Vertretung gibt es Mitarbeiter, die als Ansprechpartner für Mitarbeiterbelange fungieren.
Neben dem Entgelt und der Arbeitszeit zählt zu den wesentlichen Arbeitnehmerrechten in Deutschland der Anspruch auf Elternzeit. Dieses Recht nehmen selbstverständlich auch Mitarbeiter von Siltronic in Deutschland in Anspruch: Am 31. Dezember 2018 befanden sich zwölf Frauen und ein Mann in Elternzeit.
Siltronic informiert die Belegschaft regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben könnten. Die Mitarbeiter erhalten zeitnahe und umfassende Informationen zu wesentlichen betrieblichen Veränderungen. Dabei halten wir die jeweiligen nationalen und internationalen Informationspflichten ein.
Diversität: Vielfalt und Chancengerechtigkeit
Siltronic ist in Europa, Nordamerika sowie Asien tätig und damit in einem Umfeld unterschiedlicher Kulturen. Bei der größten Konzerngesellschaft, der Siltronic AG, waren an den deutschen Standorten im Berichtsjahr Mitarbeiter aus rund 30 unterschiedlichen Nationen beschäftigt.
Ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen ist es, die vorhandene Vielfalt der modernen Gesellschaft für uns zu nutzen. Deswegen haben wir eine Frau zum Diversity Officer bei der Siltronic AG ernannt. Die Vielfalt der Belegschaft mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet auch Chancen für innovative und kreative Lösungen. Zur Vielfalt gehören unter anderem Geschlecht, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion oder Behinderung. Der Lagebericht enthält Angaben zu Mitarbeitern mit Einschränkungen.
Ungleichbehandlung oder Herabsetzung aufgrund von Geschlecht, Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, sexueller Ausrichtung oder Alter lehnen wir ab. Diese Prinzipien gelten konzernweit und sind als Teil unserer Unternehmenskultur schriftlich verankert. Mögliche Diskriminierungen können Mitarbeiter bei ihren Vorgesetzten melden, ebenso bei den Compliance-Beauftragten, dem Betriebsrat, der Personalabteilung oder einem Ombudsmann. Die Beschwerde wird inhaltlich überprüft und der Beschwerdeführer wird über das Ergebnis informiert.
Alle Mitarbeiter der deutschen Standorte sind verpflichtet, sich durch eine E-Learning-Schulung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vertraut zu machen. Die Fortbildung gilt für alle Hierarchieebenen.
Unser langfristiges Ziel ist es, die Vielfalt der Belegschaft in der Siltronic zu verbessern, auch durch die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Ende 2018 waren 2 von 17 Positionen der ersten Führungsebene und 2 von 36 Positionen der zweiten Führungsebene mit Frauen besetzt. Der Corporate Governance-Bericht enthält zusätzliche Informationen zum Frauenanteil.
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil von Männern und Frauen auf Managementebene bei der Siltronic AG:
Zahl Mitarbeiter (Kopfzahl) zum 31.12.2018
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| Männer | Frauen | Summe | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter auf Managementebene in Deutschland | 49 | 4 | 53 |
| in Prozent | 92 | 8 | 100 |
| davon erste Führungsebene unterhalb des Vorstands | 15 | 2 | 17 |
| in Prozent | 88 | 12 | 100 |
| davon zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands | 34 | 2 | 36 |
| in Prozent | 94 | 6 | 100 |
Wir haben mittelfristige Zielgrößen für den Anteil an Frauen in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands festgelegt. Danach soll bis Ende Juni 2020 der Frauenanteil mindestens 18 Prozent in der ersten Führungsebene betragen und mindestens 8 Prozent in der zweiten Führungsebene.
Weiterbildung und demografische Entwicklung in Deutschland
Kompetente Mitarbeiter halten das Unternehmen innovationsund wettbewerbsfähig. Wir bestärken unsere Mitarbeiter darin, lebenslang zu lernen und flexibel für Änderungen zu bleiben, weil wir glauben, dass wir uns alle auf längere Lebensarbeitszeiten einstellen müssen, um den demografischen Wandel bewältigen zu können. Damit die Mitarbeiter ihr Potenzial bestmöglich ausschöpfen können, offeriert Siltronic umfangreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Die Maßnahmen zur Weiterbildung betreffen Persönlichkeits-, Management-, Sozial- und Fachkompetenz.
Mindestens einmal im Jahr, nämlich im Rahmen des Mitarbeitergesprächs, besprechen Mitarbeiter und Vorgesetzte Entwicklungsmaßnahmen. Dies gilt für alle Hierarchieebenen, Geschlechter und Standorte.
Am Jahresende 2018 lag das durchschnittliche Alter des typisierten Beschäftigten bei 44 Jahren. Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Siltronic-Mitarbeiter weltweit.
Altersstruktur zum 31.12.2018
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| Männer | Frauen | Summe | |
|---|---|---|---|
| unter 30 Jahre | 15% | 18% | 16% |
| 31 bis 50 Jahre | 48% | 53% | 49% |
| über 50 Jahre | 37% | 29% | 35% |
| Summe | 100% | 100% | 100% |
Im Berichtsjahr sind knapp 20.000 E-Learning-Schulungen geleistet worden und rund 1.900 Mitarbeiter besuchten Seminare, Weiterbildungen oder ähnliche Veranstaltungen.
Vergütung und Entgeltgleichheit
Um neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter zu halten, die wir beide für eine erfolgreiche Zukunft benötigen, müssen wir eine marktgerechte Vergütung anbieten. Zum fixen Grundgehalt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten Siltronic-Mitarbeiter in Deutschland eine variable Vergütung, wenn das Unternehmen definierte finanzielle Ziele erreicht. Diese freiwillige Leistung kommt tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern zugute. Auch im Ausland gibt es variable Vergütungsbestandteile.
Zur Vergütung zählen neben dem fixen Gehalt und einer variablen Vergütung verschiedene betriebliche Leistungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Die Gewährung ist unabhängig davon, ob ein Mitarbeiter in Vollzeit oder Teilzeit tätig ist. Als wichtigste betriebliche Leistungen sind in Deutschland insbesondere die betriebliche Altersversorgung zu nennen, Programme zur Altersteilzeit, Zuschuss zum Bus, Zuwendungen bei Jubiläen, Kantinenzuschuss oder Programme zur Gesundheitsvorsorge. In den USA wird betriebliche Altersversorgung und Krankenversicherung gewährt.
Im Anhang zum Konzernabschluss sind Angaben zum Personalaufwand und zur Altersversorgung enthalten.
Die Fluktuation kann als Zeichen dafür gewertet werden, wie gut es uns gelingt, Mitarbeiter zu halten und attraktiv für neue Mitarbeiter zu sein. Im Berichtsjahr wurden 601 Mitarbeiter eingestellt, wovon 231 auf Deutschland entfielen und 370 auf das Ausland. Die Einstellungen entsprachen 15 Prozent der Belegschaft zum Bilanzstichtag. Ausgeschieden sind 291 Mitarbeiter. Dies entspricht 7 Prozent der Belegschaft zum Bilanzstichtag. In 40 Fällen betraf das Ausscheiden Deutschland und in 251 Fällen das Ausland. Die Fluktuation war in Deutschland und den USA gering und in Asien regionaltypisch höher
Uns ist es wichtig, Zeitarbeitnehmer fair zu behandeln. Wir zahlen mindestens den Lohn gemäß Tarifvertrag über Branchenzuschläge für Arbeitnehmerüberlassungen in der Chemischen Industrie (TV BZ Chemie). Hinzu kommen Arbeitsplatz-, Schicht- und weitere freiwillige Zulagen, die nach Betrieb und Standort unterschiedlich hoch sein können. Darüber hinaus erfüllt Siltronic die Anforderungen an ein gleichwertiges Arbeitsentgelt nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Wie die Mitarbeiter der Siltronic AG an Standorten in Deutschland haben auch die Zeitarbeitnehmer, die an diesen Standorten beschäftigt waren, in 2018 eine Erfolgsbeteiligung für das Jahr 2017 erhalten. Eine Erfolgsbeteiligung ist an einen guten Geschäftsverlauf geknüpft.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die Verantwortung gegenüber der Gesamtbelegschaft im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spielt bei Siltronic eine große Rolle. Dies äußert sich zum einen in umfangreichen präventiven Maßnahmen. Zum anderen lässt sich der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung von Unfällen, die zu den nichtfinanziellen Indikatoren zählt, und über jeden relevanten Arbeitsunfall mit den Korrekturmaßnahmen berichten. Verletzungen mit Chemikalien wird ein besonderes Augenmerk zuteil. Für Unfälle mit Chemikalien gilt der Zielwert 0.
Mit unserem Sicherheitsprogramm arbeiten wir kontinuierlich daran, die Sicherheit der Arbeitsumgebung zu verbessern. Dazu zählen insbesondere Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsrundgänge, Schulungen, Gespräche mit der Betriebsmannschaft und Notfallübungen. Dieses zielt darauf ab, unsichere Handlungen zu erkennen und zu vermeiden - ob beim Bedienen von Anlagen, im Umgang mit Chemikalien, im Betrieb, im Büro oder auf dem Arbeitsweg. Der Arbeits- und Gesundheitsschutzstandard OHSAS 18001 ist als konzernweiter Standard festgelegt. Trotz dieser Maßnahmen treten Unfälle auf.
Die folgende Tabelle enthält die Entwicklung der Kennzahlen zu Unfällen, die der Vorstand als Indikatoren festgelegt hat und über die er regelmäßig berichten lässt.
Zahl an Arbeitsunfällen pro 1 Million Arbeitsstunden
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| 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Arbeitsunfälle pro 1 Mio. Arbeitsstunden1) | 3,3 | 1,9 | 1,9 |
| Arbeitsunfälle mit Chemikalien pro Jahr | 2 | 1 | 0 |
1) Unfälle gehen in die Statistik ein, wenn die Ausfallzeit mindestens einen Tag beträgt. Arbeitsunfälle von Zeitarbeitnehmern sind in der Statistik enthalten.
Die Ziele für das Jahr 2018 lagen bei den Arbeitsunfällen pro 1 Mio. Arbeitsstunden bei 1,8 und bei den Verletzungen aufgrund von Chemikalien bei 0. Bei den Arbeitsunfällen wurde das selbstgesteckte Ziel in 2018 leicht überschritten, bei den Verletzungen mit Chemikalien ist das Ziel erreicht worden. Es gab keine schweren oder tödlichen Arbeitsunfälle in den letzten Jahren.
Die Anzahl der Unfälle hat im mehrjährigen Vergleich abgenommen, ist aber immer noch nicht zufriedenstellend. Da die Unfälle im Wesentlichen verhaltensbedingt sind, haben wir Initiativen, die diese Ursache besonders adressieren, eingeführt.
Entwicklung der Arbeitsunfälle1)
Anzahl pro eine Million Arbeitsstunden

1) Ausfälle ab einem Arbeitstag
Dazu zählen Sensibilisierungskampagnen rund um das Thema Stolpern, Rutschen und Stürzen, ein Programm zur Meldung sicherheitskritischer Situationen und Maßnahmen bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter., da unsere internen Statistiken für diese Gruppe ein höheres Unfallrisiko in den ersten Monaten zeigen. Dazu wurde 2018 das neue Sicherheitskonzept "GEFAHR-RAD T" implementiert.
Bei GEFAHR-RAD T werden im Rahmen der Einarbeitung neuer Mitarbeiter möglichst tatsächlich zugetragene Unfälle am Ort des Geschehens, sicherheitskritische Situationen und deren Unfallursachen sowie geplante und umgesetzte Maßnahmen zur künftigen Vermeidung von Unfällen thematisiert. Damit wollen wir die Sicherheitskultur systematisch verbessern.
Mitarbeiterzufriedenheit
Unter dem Motto "Deine Meinung zählt" fand im März 2018 an den deutschen Standorten eine Mitarbeiterbefragung statt. Gegenüber der vorherigen Befragung in 2015 steigerte sich die Beteiligungsquote um 10 Prozentpunkte auf 69 Prozent. Das Ergebnis der Befragung war insgesamt sehr positiv. Um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, werden wir uns vor allem auf die Felder Ideenmanagement, Feedback und Führungsverhalten konzentrieren.
6. Lieferkette
UNGC, Sustainable Development Goals
Die Beziehung zu unseren Lieferanten
Unser Einkaufsvolumen betrug im Jahr 2018 knapp EUR 728 Mio. Wir arbeiten weltweit mit über 3.800 Lieferanten zusammen, wobei knapp 300 Lieferanten 90 Prozent des Einkaufsvolumens ausmachten. Das in Europa eingekaufte Volumen macht etwa 64 Prozent aus, aus Asien wird knapp 28 Prozent bezogen und aus Nordamerika werden 8 Prozent beschafft. Der wichtigste Lieferant ist die ehemalige Muttergesellschaft Wacker Chemie AG, die uns mit dem Rohstoff Polysilizium versorgt und außerdem verschiedene Standortdienstleistungen im Werk Burghausen im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags erbringt. Darüber hinaus sind Stromversorger und Lieferanten von Investitionsgütern besonders wichtig.
GRI 102-9
Wir wollen möglichst sicherstellen, dass Lieferanten, die für uns tätig sind, in den Bereichen Arbeitsbedingungen, ethische Standards, Sicherheitsstandards und beim Umgang mit lokalen Ressourcen verantwortlich handeln. Zu den von uns ergriffenen Maßnahmen zählt insbesondere, dass sich unsere Lieferanten im Rahmen unserer allgemeinen Beschaffungsbedingungen verpflichten, die Grundsätze der UN Global Compact- und der Responsible Care(r)-Initiative einzuhalten. Sollten wir im Rahmen der Zusammenarbeit dennoch Verstöße dagegen feststellen, besprechen wir die Beobachtungen mit den einschlägigen Lieferanten und fordern Verbesserungen ein.
In unserem "Code of Conduct" dokumentieren wir auch unsere Erwartungen an die Lieferanten zum sorgsamen Umgang mit ihren Mitarbeitern und der Umwelt.
Konfliktmineralien
Die Siltronic AG bezieht keine Konfliktmineralien (Gold, Tantal, Wolfram, Zinn) aus Minen in relevanten Konfliktregionen (§1502 Dodd-Frank-Act).
Siltronic macht sich "Fit für den NAP"
Das Unternehmen beteiligt sich an der Qualifizierungsoffensive des Global Compact Netzwerk Deutschland im Rahmen des Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP).
Nachhaltigkeit in Bezug auf Kunden
Technischer Fortschritt bzw. Innovation ist im Zusammenspiel von Siltronic mit vielen Kunden von sehr hoher Bedeutung, weil der technische Fortschritt in der Halbleiterindustrie schneller voranschreitet als in vielen anderen Industriezweigen. Der technische Fortschritt bei Halbleiterherstellern zeigt sich vor allem darin, dass Leiterbahnen verkleinert werden. Kleinere Leiterbahnen machen Halbleiter leistungsfähiger bei gleichzeitig sinkendem Stromverbrauch. Diese Entwicklung ist nur möglich, wenn Wafer anspruchsvollere physikalische und chemische Voraussetzungen erfüllen. Unsere Kunden geben dabei den Entwicklungstakt vor. Um den Kundenerwartungen zu entsprechen, haben wir in den letzten Jahren zwischen 5 und 7 Prozent unseres Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgegeben.
Wie beim Abfallmanagement ausgeführt, arbeiten wir seit Jahren erfolgreich daran, unsere Kunden vom Einsatz der wiederverwertbaren Versandverpackung zu überzeugen. Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Wahrung der Vereinigungsfreiheit, zur Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit, zur Abschaffung von Kinderarbeit und zur Vermeidung von Diskriminierung.
7. Gesellschaftliche Verantwortung bzw. Sozialbelange
§ 289c Abs. 2 Nr. 3/4/5 HGB
Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch Transparenz und Offenheit im Sinne einer Corporate Citizenship. Diese beginnt mit einem guten Verhältnis zu den Nachbarn. Für Siltronic heißt das, offen über das zu sprechen, was hinter den Werktoren geschieht, und weltweit auf Fragen der Öffentlichkeit einzugehen. Nur so entsteht das gesellschaftliche Vertrauen, das Unternehmen brauchen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Aus diesem Grund übernimmt Siltronic gesellschaftliche Verantwortung, vor allem im regionalen Umfeld seiner Standorte. Unsere Konzepte hierzu sind über die oben ausgeführten globalen Initiativen RBA (vormals EICC) und Global Compact der Vereinten Nationen hinaus:
Bekämpfung von Rechtsverstößen, insbesondere Korruption und Bestechung
Gemäß dem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International "CPI" ist Siltronic überwiegend in Ländern geschäftlich aktiv, die ein mittleres bis geringes Korruptionsrisiko aufweisen.
Wir treten jeglicher Form von Gesetzesverstößen entschieden entgegen. Unabhängig von länderbezogenen Eintrittswahrscheinlichkeiten soll unser bereits erläutertes Compliance-System in jedem Markt, in dem wir tätig sind, Compliance-Verstöße in Form von Korruption, Betrug, Verstöße gegen Wettbewerbsregeln und andere Erscheinungsformen der Wirtschaftskriminalität vermeiden bzw. verhindern, identifizieren und sanktionieren.
Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. Weiter können unsere Mitarbeiter und Dritte anonym Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften an einen von Siltronic bestellten externen Ombudsmann melden. Jedem begründeten Verdacht geht Siltronic nach, untersucht den Vorgang und definiert Maßnahmen zur Behebung identifizierter Schwachstellen und gegebenenfalls Disziplinarmaßnahmen. Der Vorstand der Siltronic AG wird durch den Chief Compliance Officer monatlich und anlassbezogen informiert. GRI 102-17
Mitarbeiter mit Kontakt zu Geschäftspartnern sind verpflichtet, eine E-Learning-Fortbildung zu Compliance zu absolvieren. Alle Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing müssen zudem eine Online-Schulung zum Kartellrecht durchlaufen. GRI 102-17
Menschenrechte
Unsere vier Produktionsstandorte liegen in hoch entwickelten Industrieländern, in denen im Vergleich zu weniger entwickelten Ländern ein niedriges Risiko von Menschenrechtsverletzungen besteht. Dennoch verbleibt ein Risiko. Da wir der Verletzung von Menschenrechten bei uns sowie in der vor- und nachgelagerten Lieferkette aktiv entgegentreten wollen, haben wir Maßnahmen ergriffen, um eventuelle Verstöße zu erkennen.
Über unseren Code of Conduct nehmen wir ausdrücklich Bezug auf die zehn Prinzipien der Global Compact-Initiative der Vereinten Nationen. Die ersten beiden Prinzipien des Global Compact haben die Unterstützung der Menschenrechte und den Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen zum Inhalt. Aus dem ersten Prinzip des Global Compact "Unterstützung der Menschenrechte" und dem zweiten Prinzip "Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen" sind insbesondere folgende Maßnahmen bei Siltronic implementiert:
| ― | Siltronic bezieht keine Stoffe, Güter oder Dienstleistungen von Lieferanten oder Dienstleistern, die sich nicht verpflichten, die Menschenrechte einzuhalten. Wir setzen dieses Ziel um, indem Lieferanten oder Dienstleister unsere einschlägigen Einkaufsgrundsätze akzeptieren müssen. |
| ― | Wir schulen unsere Mitarbeiter in einschlägigen Sitzungen darin, die Einhaltung international gültiger Menschenrechte zu beachten. |
| ― | Wenn uns potenziell kritische Aspekte im Bereich der Menschenrechte bekannt werden, analysieren wir diese. Sollte sich ein Sachverhalt auch nach der Analyse als kritisch herausstellen, ergreifen wir Maßnahmen. |
| ― | Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Unterstützung der Menschenrechte und zum Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen. |
Gemeinnützige Zwecke und "Corporate Volunteering"
Die Mitarbeiter in Deutschland nehmen am Cent-Spendenprogramm des Hilfsfonds der Wacker Chemie AG teil. Dabei willigt der Mitarbeiter ein, seine monatliche Gehaltszahlung auf den nächstniedrigeren Eurobetrag abzurunden. Die übrigen Cent-Beträge werden gespendet. Siltronic-Mitarbeiter am Standort Freiberg engagieren sich jedes Jahr bei dem im Herbst stattfindenden Nepallauf. Der von einer Schule nahe des Standorts Freiberg organisierte Spendenlauf hat zum Ziel, Geld für den Aufbau von Schulen in der nepalesischen Region Gati zu sammeln. Zusätzlich hat die Siltronic AG eine Spende geleistet.
In Singapur hat Siltronic im Jahr 2018 finanziell den Bau von Riffen im Meer unterstützt, wodurch ein Habitat für Korallen geschaffen wird.
Und an unserem Standort Portland/USA haben unsere Mitarbeiter 2018 eine Spendenaktion organisiert mit dem Ziel, die Folgen des Orkans "Florence" für Betroffene zu lindern, wobei die Firma das bei den Mitarbeitern erzielte Spendenvolumen verdoppelt hat.
Bereits seit etwa 20 Jahren unterstützen Mitarbeiter hilfsbedürftige Familien in der Region Portland.
Außerdem unterstützt Siltronic lokale Schulen und Ausbildungseinrichtungen.
Beziehungen zu Verbänden und in die Politik
Gegenüber politischen Parteien und Nichtregierungsorganisationen bekennen wir uns zu verantwortungsbewusstem Verhalten. Wir vertreten unsere politischen Interessen im Einklang mit den von uns öffentlich geäußerten Positionen. Unser Umgang mit der Politik orientiert sich an Sachpositionen, wobei wir offen sind für den Dialog mit allen demokratischen Parteien. Spenden an politische Parteien bedürfen der Zustimmung des Vorstands der Siltronic AG.
Wir nehmen in keinem Verband und in keiner Organisation, in der wir Mitglied sind, eine besondere Stellung ein. Siltronic hat sich nicht an Gesetzgebungsverfahren beteiligt. GRI 415-1
Steuern
Siltronic hatte im Berichtsjahr einen Aufwand für effektive Ertragsteuern in Höhe von EUR 105,1 Mio.
Wir hatten in jeder steuerlichen Jurisdiktion, in denen eine Steuerpflicht aufgrund einer Tochtergesellschaft oder einer Betriebsstätte bestand, einen wesentlichen Aufwand für effektive Ertragsteuern (im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern).
Dialog auf regionalen Ebenen
An allen Standorten pflegen wir mit den Behörden einen regelmäßigen Austausch im Bereich des Umweltschutzes. Dafür ist unsere Produktionsgesellschaft in den USA mit dem "Gold Compliance Award for No Pretreatment Violations" und dem "Gold Sustainability at Work Certification Bureau of Sustainability" der Stadt Portland/Oregon ausgezeichnet worden.
Partnerschaften und Mitgliedschaften bei Verbänden und Initiativen
Wir haben uns im Berichtsjahr bei folgenden Initiativen engagiert:
| ― | CDP Climate change, Water Security (Investor, Supply chain) |
| ― | UN Global Compact (Mitglied seit 2017), Peer-Learning Group Climate strategy, Programm "Fit für den NAP-Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte" |
| ― | Charta der Vielfalt |
| ― | Responsible Business Alliance |
Global Compact der Vereinten Nationen
Siltronic ist Mitglied des Global Compact und berichtet hiermit über den Fortschritt. GRI 102-12
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| Prinzipien | Einschlägige Überschriften in diesem Bericht | Beispiele für umgesetzte Maßnahmen |
|---|---|---|
| Menschenrechte | •Unternehmensethik bei Siltronic | Siltronic bezieht keine Stoffe, Güter oder Dienstleistungen von Lieferanten oder Dienstleistern, die sich nicht verpflichten, die Menschenrechte einzuhalten. Wir setzen dieses Ziel um, indem Lieferanten oder Dienstleister unsere einschlägigen Einkaufsgrundsätze akzeptieren müssen. |
| Prinzip 1: | •Wirkung der ethischen Grundsätze auf die Organisation von Siltronic | Wir schulen unsere Mitarbeiter in einschlägigen Sitzungen darin, die Einhaltung international gültiger Menschenrechte zu beachten. |
| Unterstützung der Menschenrechte | •Menschenrechte | In unserem Code of Conduct bekennen wir uns ausdrücklich zu allen zehn Prinzipien des Global Compact. |
| Prinzip 2: | Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Unterstützung der Menschenrechte und zum Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen. | |
| Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen | Wir beteiligen uns an der Qualifizierungsoffensive "Fit für den NAP" des Deutschen Global Compact Netzwerk | |
| Arbeitsnormen | •Unternehmensethik bei Siltronic | Wir haben Maßnahmen getroffen, wonach sich ein Mitarbeiter wegen Verletzung gegen Arbeitsnormen an folgende Stellen wenden kann. Neben dem Vorgesetzten sind Adressaten die an jedem Standort tätigen Compliance-Beauftragten, ein Betriebsrat, die Personalabteilung und ein externer Ombudsmann. |
| Prinzip 3: | •Verhältnis zu Mitarbeitervertretungen und Arbeitnehmerrechte | Wir werden nachgewiesenes Fehlverhalten entsprechend der Schwere ahnden. |
| Wahrung der Vereinigungsfreiheit | •Diversität: Vielfalt und Chancengerechtigkeit | Etwa 61 Prozent der Mitarbeiter sind in Einheiten tätig, in denen es unabhängige Arbeitnehmervertretungen gibt. |
| Prinzip 4: | •Nachhaltigkeit in Bezug auf Kunden | Siltronic orientiert sich als Zulieferer der Elektronikindustrie an dem Verhaltenskodex Responsible Business Alliance (RBA). |
| Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit | Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Wahrung der Vereinigungsfreiheit, zur Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit, zur Abschaffung von Kinderarbeit und zur Vermeidung von Diskriminierung. | |
| Prinzip 5: | ||
| Abschaffung von Kinderarbeit | ||
| Prinzip 6: | ||
| Vermeidung von Diskriminierung | ||
| Umweltschutz | •Maßnahmen zum Umweltschutz | Weltweite Zertifizierung unseres Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 und des Energiemanagementsystems der deutschen Standorte nach ISO 50001. |
| Prinzip 7: | •Wirkung der ethischen Grundsätze auf die Organisation von Siltronic | Implementierung definierter nichtfinanzieller Kennzahlen, die zum Ziel haben, den spezifischen Rohstoffeinsatz zu reduzieren, den spezifischen Energieeinsatz und Erhöhung der Nutzungsrate von Mehrwegverpackungen, mit denen Wafer verpackt werden können. |
| Vorsorgender Umweltschutz | •Dialog auf regionalen Ebenen | Jährliche Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts, der einer externen Prüfung unterworfen wird (Nichtfinanzieller Bericht). |
| Prinzip 8: | •Einfluss durch den Klimawandel | Unsere Technologien schaffen die Grundlage für die Produktion kleinerer und energieeffizienterer Bauteile in der modernen Elektronik. So tragen wir dazu bei, wertvolle Ressourcen zu schonen und den globalen Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. |
| Initiativen für größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt | ||
| Prinzip 9: | ||
| Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien | ||
| Antikorruption | •Unternehmensethik bei Siltronic | Schulungen |
| Prinzip 10: | •Bekämpfung von Rechtsverstößen, insbesondere Korruption und Bestechung | Einrichtung eines Compliance-Systems |
| Maßnahmen gegen Korruption | Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zum Ergreifen von Maßnahmen, die sich gegen Korruption richten. | |
| Benennung eines externen Ombudmanns |
Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts
An den Aufsichtsrat der Siltronic AG, München
Wir haben den für die Siltronic AG, München (im Folgenden "Siltronic") und den Konzern zusammengefassten Nichtfinanziellen Bericht (im Folgenden "Bericht") nach §§ 315b und 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter von Siltronic sind verantwortlich für die Aufstellung des Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i. V. m. 289b bis 289e HGB.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung des Berichts sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung des Berichts zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
Erklärung des Wirtschaftsprüfers in Bezug auf die Unabhängigkeit und Qualitätssicherung
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Unsere Prüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Berufsprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1).
Verantwortung des Wirtschaftsprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über den Bericht abzugeben.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, dass der Bericht der Gesellschaft im Zeitraum von 1. Januar bis 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289b bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Dies bedeutet nicht, dass zu jeder Angabe jeweils ein separates Prüfungsurteil abgegeben wird. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten vorgenommen:
| ― | Befragung von für die Wesentlichkeitsanalyse verantwortlichen Mitarbeiten auf Konzernebene, um ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Identifizierung wesentlicher Themen und entsprechender Berichtsgrenzen von Siltronic zu erlangen |
| ― | eine Risikoeinschätzung, einschließlich einer Medienanalyse, zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung von Siltronic in der Berichtsperiode |
| ― | Beurteilung der Eignung der intern entwickelten Definitionen |
| ― | Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, einschließlich der Konsolidierung der Daten |
| ― | Befragung von Mitarbeitern auf Konzernebene, die für die Ermittlung der Angaben zu Konzepten, Due Diligence Prozessen, Ergebnissen und Risiken, die Durchführung von internen Kontrollhandlungen und die Konsolidierung der Angaben verantwortlich sind |
| ― | Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente |
| ― | analytische Beurteilung der Daten und Trends der quantitativen Angaben, welche zu Konsolidierung auf Konzernebene von allen Standorten gemeldet wurden |
| ― | Einschätzung der lokalen Datenerhebungs-, Validierungs- und Berichterstattungsprozesse sowie der Verlässlichkeit der gemeldeten Daten durch eine Stichprobenerhebung an dem Standort in Singapur |
| ― | Einschätzung der Gesamtdarstellung der Angaben |
Prüfungsurteil
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der Bericht von Siltronic für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Verwendungsbeschränkung / AAB-Klausel
Dieser Vermerk ist an den Aufsichtsrat der Siltronic AG, München, gerichtet und ausschließlich für diesen bestimmt. Gegenüber Dritten übernehmen wir insoweit keine Verantwortung.
Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistung für den Aufsichtsrat der Siltronic AG, München, erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde (http://www.kpmg.de/bescheinigungen/lib/aab.pdf). Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Vermerk enthaltenen Informationen bestätigt jeder Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsbeschränkung auf EUR 4 Mio. für Fahrlässigkeit in Ziffer 9 der AAB) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an.
München, den 1. März 2019
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Hell
ppa. Graff
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 01 | 1.456,7 | 1.177,3 |
| Herstellungskosten | 01 | -824,8 | -807,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 631,9 | 370,3 | |
| Vertriebskosten | -35,0 | -37,1 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -68,1 | -68,3 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -27,5 | -25,6 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 01 | 74,7 | 59,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 01 | -78,3 | -63,3 |
| Betriebsergebnis | 497,7 | 235,7 | |
| Zinserträge | 02 | 4,0 | 1,9 |
| Zinsaufwendungen | 02 | -0,8 | -1,2 |
| Übriges Finanzergebnis | 02 | -12,5 | -9,2 |
| Finanzergebnis | -9,3 | -8,5 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 488,4 | 227,2 | |
| Ertragsteuern | 03 | -87,8 | -35,0 |
| Jahresüberschuss | 400,6 | 192,2 | |
| davon auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 373,2 | 185,3 | |
| auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 27,4 | 6,9 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert / verwässert) | 13 | 12,44 | 6,18 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 04 | 22,2 | 24,0 |
| Sachanlagen | 05 | 683,9 | 513,3 |
| Wertpapiere und Festgelder | 08 | 31,3 | 1,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 07 | 0,1 | 1,5 |
| Aktive latente Steuern | 03 | 25,3 | 6,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 762,8 | 546,6 | |
| Vorräte | 06 | 148,6 | 149,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 07 | 156,3 | 159,9 |
| Vertragsvermögenswerte | 07 | 19,4 | - |
| Wertpapiere und Festgelder | 08 | 403,8 | 116,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 07 | 46,8 | 21,3 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 07 | 21,2 | 30,0 |
| Ertragsteuerforderungen | 07 | 1,8 | 2,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 08 | 257,5 | 225,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.055,4 | 705,8 | |
| Summe Aktiva | 1.818,2 | 1.252,4 | |
| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| Gezeichnetes Kapital | 120,0 | 120,0 | |
| Kapitalrücklage | 974,6 | 974,6 | |
| Gewinnrücklagen und Konzernergebnis | 33,4 | -269,7 | |
| Übrige Eigenkapitalposten | -240,8 | -187,6 | |
| Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital | 887,2 | 637,3 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital | 28,5 | 0,6 | |
| Eigenkapital | 09 | 915,7 | 637,9 |
| Pensionsrückstellungen | 10 | 362,3 | 367,2 |
| Andere Rückstellungen | 11 | 82,0 | 48,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 11 | 14,0 | 0,7 |
| Passive latente Steuern | 03 | 1,7 | 2,7 |
| Erhaltene Anzahlungen | 12 | 175,2 | 42,9 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 0,2 | 0,0 |
| Langfristige Schulden | 635,4 | 462,3 | |
| Andere Rückstellungen | 11 | 14,5 | 4,6 |
| Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten | 11/12 | 27,8 | 5,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 96,6 | 67,1 |
| Erhaltene Anzahlungen | 12 | 56,5 | 26,9 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 16,9 | 1,2 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 54,8 | 47,0 |
| Kurzfristige Schulden | 267,1 | 152,2 | |
| Schulden | 902,5 | 614,5 | |
| Summe Passiva | 1.818,2 | 1.252,4 |
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 400,6 | 192,2 | |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen | 91,6 | 117,4 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 12,7 | -17,4 | |
| Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen | 1,4 | 1,6 | |
| Zinsergebnis | -3,2 | -0,7 | |
| Gezahlte Zinsen | -0,3 | -8,5 | |
| Erhaltene Zinsen | 2,7 | 2,0 | |
| Steueraufwand | 87,8 | 35,0 | |
| Steuerzahlungen | -73,4 | -38,9 | |
| Veränderung der Vorräte | -7,5 | -13,3 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -4,3 | -52,9 | |
| Veränderung der Vertragsvermögenswerte | -1,2 | - | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | -32,1 | -14,4 | |
| Veränderung der latenten Steuern | - | -1,0 | |
| Veränderung der Rückstellungen | -9,7 | 18,7 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4,3 | 4,5 | |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | 6,5 | 29,8 | |
| Veränderung der erhaltenen Anzahlungen | 176,0 | 44,8 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 651,9 | 298,9 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -238,5 | -129,3 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 3,0 | 0,0 | |
| Erwerb von Festgeldern | -593,1 | -274,5 | |
| Einzahlung aus Festgeldern | 278,0 | 232,2 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -550,6 | -171,6 | |
| Dividende | - 75,0 | - | |
| Auszahlungen für Finanzierungsverbindlichkeiten | - | -31,4 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -75,0 | -31,4 | |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | 5,4 | -6,5 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 08 | 31,7 | 89,4 |
| Stand am Periodenanfang | 225,8 | 136,4 | |
| Stand am Periodenende | 257,5 | 225,8 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
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| 2018 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | vor Steuern | nach Steuern | vor Steuern | nach Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jahresüberschuss | 400,6 | 192,2 | ||
| Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird: Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | - 46,4 | -49,4 | 19,5 | 22,4 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 16,4 | 16,4 | -9,7 | -9,7 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | - | - | 0,1 | 0,1 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) | -26,5 | -19,6 | 19,8 | 15,8 |
| davon ergebniswirksam | -7,8 | -5,6 | -3,8 | -2,7 |
| Effekt aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | - | - | -8,2 | -8,2 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden | -10,1 | -3,2 | 2,0 | -2,0 |
| Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen | -56,5 | -52,6 | 21,5 | 20,4 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 348,0 | 212,6 | ||
| davon | ||||
| auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 320,1 | 205,4 | ||
| auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 27,9 | 7,2 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung zum 31. Dezember 2018
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| EUR Mio. | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 120,0 | 974,6 | -0,3 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -10,0 | ||
| Gesamtergebnis | - | - | -10,0 |
| Stand 31.12.2017 | 120,0 | 974,6 | -10,3 |
| Effekt aus IFRS 15 Erstanwendung | |||
| Effekt aus IFRS 9 Erstanwendung | |||
| Stand 01.01.2018 | 120,0 | 974,6 | -10,3 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 15,9 | ||
| Gesamtergebnis | - | - | 15,9 |
| Dividende | - | - | - |
| Stand 31.12.2018 | 120,0 | 974,6 | 5,6 |
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| EUR Mio. | Effekte aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Marktwertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | Marktwertänderung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow Hedge) |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 1,1 | - | -4,6 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -8,2 | 0,1 | 15,8 |
| Gesamtergebnis | -8,2 | 0,1 | 15,8 |
| Stand 31.12.2017 | -7,1 | 0,1 | 11,2 |
| Effekt aus IFRS 15 Erstanwendung | |||
| Effekt aus IFRS 9 Erstanwendung | - 0,1 | ||
| Stand 01.01.2018 | -7,1 | - | 11,2 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -19,6 | ||
| Gesamtergebnis | - | - | -19,6 |
| Dividende | - | - | - |
| Stand 31.12.2018 | -7,1 | - | -8,4 |
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| EUR Mio. | Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Summe | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | -203,9 | -455,0 | 431,9 | -6,6 | 425,3 |
| Jahresüberschuss | - | 185,3 | 185,3 | 6,9 | 192,2 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 22,4 | 20,1 | 0,3 | 20,4 | |
| Gesamtergebnis | 22,4 | 185,3 | 205,4 | 7,2 | 212,6 |
| Stand 31.12.2017 | -181,5 | -269,7 | 637,3 | 0,6 | 637,9 |
| Effekt aus IFRS 15 Erstanwendung | 4,8 | 4,8 | 4,8 | ||
| Effekt aus IFRS 9 Erstanwendung | 0,1 | 0,0 | 0,0 | ||
| Stand 01.01.2018 | -181,5 | -264,8 | 642,1 | 0,6 | 642,7 |
| Jahresüberschuss | - | 373,2 | 373,2 | 27,4 | 400,6 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -49,4 | -53,1 | 0,5 | -52,6 | |
| Gesamtergebnis | -49,4 | 373,2 | 320,1 | 27,9 | 348,0 |
| Dividende | - | - 75,0 | - 75,0 | - | -75,0 |
| Stand 31.12.2018 | -230,9 | 33,4 | 887,2 | 28,5 | 915,7 |
Anhang zum Konzernabschluss
der Siltronic AG und ihrer Tochterunternehmen
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Art der Geschäftstätigkeit
Die Siltronic AG (die "Gesellschaft") ist, zusammen mit ihren Tochterunternehmen (der "Konzern"), ein Hersteller von Wafern aus hochreinem Silizium für die Halbleiterindustrie. Zu unseren Kunden zählen alle großen Halbleiterunternehmen auf der Welt. Silizium bildet die Basis für nahezu alle Halbleiterbauelemente und Siliziumwafer sind in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie z. B. Smartphones, Tablets, PCs, Flachbildschirmen und Sensoren zu finden. Wir betreiben jeweils eine Produktionsstätte für Wafer an den Standorten Burghausen und Freiberg in Deutschland, zwei Produktionsstätten in Singapur und eine Produktionsstätte in Portland, Oregon/USA.
Die Aktien der Gesellschaft sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und in den Auswahlindizes MDAX und TecDAX vertreten.
Die Siltronic AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 150884 eingetragen. Ihren Sitz hat die Gesellschaft in München am Hanns-Seidel-Platz 4.
Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden, erstellt. Die zugehörigen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet. Der Konzern hat alle Standards und Interpretationen angewendet, die zum 31. Dezember 2018 in Kraft waren und wie sie von der EU übernommen wurden.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Bilanzausweis von Vermögenswerten und Schulden erfolgt nach ihrer Fristigkeit. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert bzw. erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Die Beträge im Konzernabschluss werden in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft und der Berichtswährung des Konzerns, ausgewiesen. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge in Millionen Euro (EUR Mio.) angegeben.
Der Vorstand der Siltronic AG hat den Konzernabschluss am 1. März 2019 freigegeben.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und der Öffentlichkeit unter https://www.siltronic.com/de/investoren/corporate-governance.html zugänglich gemacht worden.
Im Geschäftsjahr 2018 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Es wurden die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Standards veröffentlicht, deren Anwendung zum 1. Januar 2018 verpflichtend ist. Die Auswirkungen neuer Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards auf den Konzernabschluss werden vom Konzern laufend geprüft.
Erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften
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| Standard/Änderung/Interpretation | Zeitpunkt des Inkrafttretens | Auswirkung auf Siltronic | |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Januar 2018 | siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, (inklusive Klarstellungen zu IFRS 15) | 1. Januar 2018 | siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 2 | Änderungen an IFRS 2 (Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen) | 1. Januar 2018 | keine |
| IFRS 4 | Änderungen an IFRS 4 (Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge) | 1. Januar 2018 | keine |
| IAS 40 | Änderungen an IAS 40 (Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien) | 1. Januar 2018 | keine |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 1. Januar 2018 | keine |
| IFRS 1 und IAS 28 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016-Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 | 1. Januar 2018 | keine |
IFRS 9 und IFRS 15
Zum 1. Januar 2018 hat der Konzern erstmalig IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet.
Die gesamte Anpassung (nach Steuern) des Eigenkapitals in der Eröffnungsbilanz des Konzerns zum 1. Januar 2018 beträgt EUR 4,8 Mio. Die einzelnen Bestandteile werden im Folgenden beschrieben.
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält geänderte Vorgaben zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Aufgrund der vom Konzern gewählten modifiziert retrospektiven Übergangsmethode bei der Anwendung dieses Standards wurden die Vergleichsinformationen im vorliegenden Abschluss nicht an die Anforderungen des neuen Standards angepasst. Siltronic hat zudem von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, weiterhin die Vorschriften des IAS 39 für Sicherungsbeziehungen anzuwenden. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des Standards sind aus Sicht des Konzerns unwesentlich. Die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 haben sich um EUR 0,1 Mio. verändert.
IFRS 9 ersetzt zudem das Modell "eingetretener Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle" (Expected Credit Loss Model). Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet werden, sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Die Anwendung des Expected Credit Loss Model (ECL) hatte keine nennenswerten Auswirkungen. Zusätzliche Informationen über die Ermittlung der Wertberichtigung des Konzerns sind in Ziffer 07 und 08 enthalten.
IFRS 9 enthält drei wichtige Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC), zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI). Für finanzielle Verbindlichkeiten behält IFRS 9 die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Klassifizierung weitgehend bei. Die Beurteilung durch den Konzern zeigte keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Einstufung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2018. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Einstufung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unter IAS 39 im Vergleich zu den neuen Einstufungskategorien des IFRS 9 zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des Standards. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, für die eine bilanzielle Sicherungsbeziehung besteht (Anwendung von "Hedge Accounting"), fallen in keine Bewertungskategorie. Bei den in der Tabelle unten gezeigten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um Finanzinstrumente, die Fremdwährungen betreffen.
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| EUR Mio. | Einstufung IAS 39 | Einstufung IFRS 9 | 31.12.2017 Buchwert | 01.01.2018 Buchwert |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere | AfS1) | FVTPL | 1,3 | 1,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR1) | AC | 159,9 | 159,9 |
| Festgelder | LaR1) | AC | 116,3 | 116,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | Hedge Acc.2) | 2) | 15,8 | 15,8 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | HfT1) | FVTPL | 4,2 | 4,2 |
| Sonstige | LaR1) | AC | 2,8 | 2,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR1) | AC | 225,8 | 225,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | LaR1) | AC | 67,1 | 67,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | Hedge Acc.2) | 2) | 0,5 | 0,5 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | HfT1) | FVTPL | 0,2 | 0,2 |
| Sonstige | LaR1) | AC | 0,5 | 0,5 |
1) LaR = Darlehen und Forderungen; AfS = Zur Veräußerung verfügbar; HfT = Zu Handelszwecken gehalten
2) Ausübung des Wahlrechts, weiterhin die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 vorzunehmen.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme".
Siltronic hat den neuen Standard erstmals für Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2018 angewendet. Die Anwendung erfolgte im Rahmen der modifiziert retrospektiven Methode, unter Erfassung der kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018. Infolgedessen wurden die Vergleichsinformationen für 2017 nicht angepasst. Der neue Standard hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss der Siltronic. Siltronic erfasst seine Umsatzerlöse zeitpunktbezogen. Die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 haben sich um EUR 4,8 Mio. (nach Steuern) erhöht. Dieser Anstieg ergibt sich aus geänderten Vorschriften zur Umsatzlegung bei Kunden, mit denen Siltronic ein Konsignationslager unterhält. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hat sich von der Entnahme der Waren durch den Kunden auf den Zeitpunkt der Einlieferung in das Kundenkonsignationslager verschoben.
Die nachstehende Tabelle fasst die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 auf die betroffenen Positionen der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 zusammen.
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| EUR Mio. | 31.12.2018 ohne Anwendung von IFRS 15 | Anpassungen | 31.12.2018 wie berichtet |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 26,7 | -1,4 | 25,3 |
| Vorräte | 159,4 | -10,8 | 148,6 |
| Vertragsvermögenswerte | - | 19,4 | 19,4 |
| Summe Aktiva | 1.811,0 | 7,2 | 1.818,2 |
| Gewinnrücklagen und Konzernergebnis | 26,2 | 7,2 | 33,4 |
| Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital | 880,0 | 7,2 | 887,2 |
| Summe Passiva | 1.811,0 | 7,2 | 1.818,2 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich aufgrund der Anwendung von IFRS 15 die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 um EUR 1,2 Mio. erhöht, die Herstellungskosten sind um EUR 1,4 Mio. gefallen und der Aufwand für Ertragsteuern sind um EUR 0,4 Mio. angestiegen. Der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2018 ist damit mit EUR 2,2 Mio. positiv beeinflusst worden.
Noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Es wurden die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Standards veröffentlicht, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die vom Konzern auch nicht vorzeitig angewendet werden. Derzeit geht der Konzern davon aus, dass sich hieraus die folgenden Auswirkungen ergeben werden:
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| Standard/Änderung/Interpretation EU-Endorsement bereits erfolgt | Zeitpunkt des Inkrafttretens | Auswirkung auf Siltronic | |
|---|---|---|---|
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 1. Januar 2019 | siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 9 | Änderungen an IFRS 9 (Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung) | 1. Januar 2019 | unwesentlich |
| IAS 28 | Änderungen an IAS 28 (Langfristige Anteile an assozierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) | 1. Januar 2019 | keine |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 1. Januar 2019 | unwesentlich |
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| Standard/Änderung/Interpretation EU-Endorsement noch nicht erfolgt | Zeitpunkt des Inkrafttretens | Auswirkung auf Siltronic | |
|---|---|---|---|
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1. Januar 2021 | Analyse noch nicht erfolgt |
| IFRS 3 | Änderungen an IFRS 3 (Definition eines Geschäftsbetriebs) | 1. Januar 2020 | keine |
| IAS 1 und IAS 8 | Änderungen an IAS 1 und IAS 8 (Definition von wesentlich) | 1. Januar 2020 | unwesentlich |
| IFRS 10 und IAS 28 | Änderungen an IFRS 10 und IAS 2 (Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen) | noch offen | keine |
| IAS 19 | Änderungen an IAS 19 (Planänderung, -kürzung oder -abgeltung) | 1. Januar 2019 | unwesentlich |
| IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2015-2017 -Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 | 1. Januar 2019 | keine |
| Framework | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept | 1. Januar 2020 | Grundsätzliche Bedeutung |
IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
Der im Januar 2016 veröffentlichte Standard IFRS 16 schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite von Operating- und Finance-Lease-Verträgen ab und ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält" sowie SIC 15 und SIC 27.
IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (Right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis (Leasingverbindlichkeit), die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse unter zwölf Monaten und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter.
Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Siltronic wird Vermögenswerte für Nutzungsrechte (Right-of-use assets) und Leasingverbindlichkeiten für seine Operating-Leasingverhältnisse ansetzen. Die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen wird sich ändern, da Abschreibungen für Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten bilanziert werden. Hieraus resultiert auch eine geringfügige Verschlechterung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und eine leichte Verbesserung des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit.
Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen schätzt der Konzern, dass zum 1. Januar 2019 Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten aus bisherigen Operating-Lease-Verträgen in Höhe von voraussichtlich EUR 45 Mio. in der Bilanz erfasst werden. Als Leasingnehmer wird Siltronic die modifiziert retrospektive Methode anwenden und das Wahlrecht in Bezug auf kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Vermögenswerte in Anspruch nehmen. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden nicht angepasst.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag sieben Tochterunternehmen sowie eine strukturierte Einheit. Im Vorjahr umfasste der Konzernabschluss sechs Tochterunternehmen. Der Anstieg ergab sich durch die Gründung eines Tochterunternehmens in Shanghai/China sowie einen für Siltronic aufgelegten Spezialfonds.
Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Gesellschaft direkt oder indirekt eine Stimmenmehrheit hält oder in anderer Weise die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Geschäftstätigkeiten Nutzen zu ziehen. Bei der Beurteilung der Beherrschung berücksichtigt die Gesellschaft potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr gegeben ist.
Strukturierte Einheiten werden im Sinne des IFRS 10 konsolidiert, wenn die wirtschaftliche Betrachtung des Verhältnisses zeigt, dass eine Beherrschung vorliegt. Siltronic bezieht einen Spezialfonds (Fonds SILA) als strukturierte Einheit in den Konzernabschluss ein. Dieser Fonds wurde ausschließlich für Siltronic aufgelegt und alle Anteile des Fonds werden von Siltronic gehalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Tochterunternehmen sowie strukturierten Einheiten, die zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres zum Konsolidierungskreis gehörten. Die Prozentangaben beziehen sich auf die direkte oder indirekte Beteiligung der Siltronic AG an den jeweiligen Gesellschaften und Fonds:
Zusammensetzung des Konzerns
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| in % | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Europa | ||
| Siltronic Holding International B.V., Rotterdam / Niederlande | 100,0 | 100,0 |
| Strukturierte Einheit: Spezialfonds, Frankfurt | 100,0 | - |
| Nordamerika | ||
| Siltronic Corp., Portland , Oregon/ USA | 100,0 | 100,0 |
| Asien | ||
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur | 77,7 | 77,7 |
| Siltronic Japan Corporation, Tokio/Japan | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Korea Ltd., Seoul/Korea | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Shanghai Co. Ltd., Shanghai /China | 100,0 | - |
Konsolidierungsmethoden
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der Gesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen sowie strukturierten Einheiten für das Kalenderjahr.
Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie damit verbundene nicht realisierte Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.
Unternehmenserwerbe
Die Unternehmenserwerbe des Konzerns werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn die Beherrschung auf den Konzern übergeht. Die übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und den erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerten zugeordnet. Ein entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Gewinne aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert werden sofort ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet nicht Beträge, die auf die Abwicklung bereits bestehender Vertragsverhältnisse entfallen. Diese Beträge werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.
Eine bedingte Gegenleistung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wird eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllt, als Eigenkapital klassifiziert, so wird diese Verpflichtung nicht neu bewertet und ihre Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Anderenfalls werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung in Folgeperioden ergebniswirksam erfasst.
Verlust der Beherrschung
Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie damit verbundene nicht beherrschende Anteile und sonstige Bestandteile des Eigenkapitals ausgebucht. Ein resultierender Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst.
Währungsumrechnung
Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist (der funktionalen Währung), erstellt und nach dem Grundsatz der funktionalen Währung unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Nach dieser Methode werden die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet.
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen betreiben ihre Geschäfte in der jeweiligen funktionalen Währung, die der Landeswährung entspricht. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Nettogewinne oder -verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen bei monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.
Wechselkurse
Die nachfolgende Tabelle enthält die Wechselkurse zwischen den wichtigsten Währungen und dem Euro in diesem Konzernabschluss.
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar | USD | 1,14 | 1,20 | 1,18 | 1,13 |
| Japanischer Yen | JPY | 126 | 135 | 130 | 126 |
| Singapur-Dollar | SGD | 1,56 | 1,60 | 1,59 | 1,56 |
Schätzungen und Annahmen bei der Erstellung des Konzernabschlusses
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS muss die Geschäftsleitung Annahmen treffen und Schätzungen verwenden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen und der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen beeinflussen den Buchwert der Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Geschäftsjahr. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile sowie die Cashflow-Prognosen im Zusammenhang mit Impairment-Tests (Test auf Wertminderung). Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und wirken sich auf das Ergebnis der Periode der Änderung bzw. gegebenenfalls künftiger Perioden aus.
Leistungsorientierte Verpflichtungen
Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen Parametern und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren beinhalten den Abzinsungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen und Sterblichkeitsraten. Diese Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ergibt sich durch Abzinsung der konzernspezifischen, erwarteten künftigen Cashflows. Der Abzinsungssatz wird aus der Zinsstrukturkurve hochwertiger festverzinslicher, laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen abgeleitet. Die Anleihen lauten jeweils auf die gleiche Währung wie die zugrunde liegende Pensionsverpflichtung und weisen ein Rating von mindestens AA einer der drei großen Ratingagenturen auf. Die Grundlage bilden die Informationen zum Stichtag und eine Laufzeit, die annähernd mit der Laufzeit der Pensionsverpflichtung übereinstimmt.
Im Oktober 2018 wurden neue "Richttafeln Heubeck 2018G" in Deutschland veröffentlicht. Siltronic hat zum Geschäftsjahresende eine Umstellung von den "modifizierten Heubeck Richttafeln 1998" auf die "unmodifizierten 2018G Richttafeln" vorgenommen. Aus dieser Schätzungsänderung erhöhte sich die Pensionsrückstellung um EUR 28,0 Mio.
Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 362,3 Mio.
Rückstellungen
Wesentliche Risiken ergeben sich bei Umweltschutzrückstellungen sowie Rückstellungen für belastende Verträge durch mögliche Änderungen der Schätzungen zukünftiger Kosten und Nutzen, geänderte Eintrittswahrscheinlichkeiten für eine Inanspruchnahme und durch erweiterte gesetzliche Vorschriften für die Beseitigung und Vermeidung von Umweltschäden. Auch Änderungen des Diskontierungssatzes führen zu Veränderungen in der Ermittlung der langfristigen Rückstellungen. Hier spiegelt sich das aktuelle Niedrigzinsumfeld wider. Dadurch steigt der Buchwert der langfristigen Rückstellungen an.
Die Steuerrückstellungen enthalten unsichere Steuerpositionen für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge eventuell nicht realisiert werden können. Diese werden auf Basis von Erfahrungswerten aus vergangenen Steuerprüfungen ermittelt.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, andere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit diesem Wert im Anhang veröffentlicht. Bei der Ermittlung des Fair Values von Finanzinstrumenten können, je nachdem,wie hoch der Anteil der nicht beobachtbaren Inputfaktoren ist, mehr oder weniger umfangreiche Schätzungen erforderlich sein. Siltronic ist bestrebt, sich bei der Ermittlung des Fair Values auf möglichst viele beobachtbare Inputfaktoren zu stützen und die Verwendung nicht beobachtbarer Inputfaktoren auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wenn der Fair Value nicht verlässlich ermittelt werden kann, wird der Buchwert als Näherungswert zur Bestimmung des Fair Values herangezogen.
Aktive latente Steuern
Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert von der Unternehmensleitung unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Im Falle von Gesellschaften, die in der näheren Vergangenheit eine Reihe von steuerliche Verlusten ausgewiesen haben, werden aktive latente Steuern nur in Ausnahmefällen aktiviert, wenn substanzielle Hinweise der Realisierbarkeit bestehen.
Die aktiven latenten Steuern beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 25,3 Mio.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Konzernunternehmen wenden einheitliche Methoden für den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen an.
Der Ausweis der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss basiert auf den Grundlagen historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie Derivate und Planvermögen zur Deckung künftiger Pensionsverpflichtungen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, soweit ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert) sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einem jährlichen Impairment-Test unterzogen. Im Jahr 2014 wurde ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert, der sich aus dem sukzessiven Mehrheitserwerb an der Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. (SSW) ergab.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit dem Vermögenswerts ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist, und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern entsprechen denen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte. Die Aktivierung von Entwicklungskosten ist im Konzern unwesentlich, weil sich die Entwicklungskosten auf bestehende Produkte bzw. Prozesse beziehen oder die künftigen Mittelzuflüsse zu unsicher sind.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Anschaffungskosten umfassen neben dem Kaufpreis Anschaffungsnebenkosten sowie gegebenenfalls Kosten für Rückbau und Beseitigung der Sachanlage von ihrem Standort. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Vorschriften des IAS 16 findet nicht statt. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt, und die Kosten verlässlich ermittelt werden können.
Wenn Sachanlagen endgültig stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemeinsam mit den entsprechenden kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Ein entstehender Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit bestimmten, qualifizierten Vermögenswerten angefallen sind und diesen direkt oder indirekt zugeordnet werden können, werden bis zur erstmaligen Nutzung der Vermögenswerte als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. In den dargestellten Geschäftsjahren wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.
Planmäßige Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und basieren auf folgenden Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
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| in Jahren | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3 bis 5 |
| Produktionsgebäude | 20 bis 30 |
| Sonstige Bauten | 10 bis 30 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 12 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 |
Soweit die nach den oben genannten Grundsätzen ermittelten Buchwerte von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen, die planmäßig abgeschrieben werden, höher sind als ihre erzielbaren Beträge zum Bilanzstichtag, wird die entsprechende Wertminderung als Aufwand erfasst.
Der Restwert und die Nutzungsdauer von Vermögenswerten werden regelmäßig überprüft.
Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen oder den Wegfall von Wertminderungen vorliegen. Ein Aufwand für Wertminderung wird dann in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und seinem Nutzungswert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Vermögenswerts mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten und werden über den Abschreibungszeitraum erfolgswirksam erfasst. Soweit nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen von staatlichen Stellen gewährt.
Ertragszuschüsse für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste werden als separater Vermögenswert aktiviert, sofern nach Auffassung der Gesellschaft alle wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der erforderliche Antrag gestellt wurde oder gestellt wird. Derartige Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere Nettoveräußerungswerte oder realisierbare Preise werden durch Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Verwaltungskosten sowie planmäßige Abschreibungen. Finanzierungskosten werden aufgrund der kurzfristigen Fertigungsprozesse nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der spezifischen Auslastungen ermittelt.
Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, und zur Berücksichtigung anderer Verringerungen des erzielbaren Betrags vorgenommen.
Aufgrund des Produktionsprozesses von Wafern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen.
Finanzinstrumente und Derivate
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem sie entstanden sind. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird.
Ein finanzieller Vermögenswert (mit Ausnahme einer Forderung aus Lieferung und Leistung) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern notierte Marktwerte für Finanzinstrumente zur Verfügung stehen, werden diese verwendet. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bewertungstag bestehenden Marktkonditionen, normalerweise Zinssätze und Devisenkurse, berechnet. Dabei wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z.B. durch Abzinsung der künftigen Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Festgelder, Wertpapiere sowie originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte sind regelmäßig in Zahlungsmitteln oder einem anderen Vermögenswert zu begleichen. Darunter fallen unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Bis zum 1. Januar 2018 wurde nach IAS 39 bei der Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten danach unterschieden, ob ein Finanzinstrument zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten wurde, ob das Finanzinstrument zur Veräußerung verfügbar war oder ob es sich um vom Konzern ausgereichte Darlehen und Forderungen handelte. Darlehen und Forderungen waren nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert waren. Sie wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Alle übrigen originären finanziellen Vermögenswerte, zu denen nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Eigenkapital- und Schuldinstrumente gehören, wurden als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern dieser verlässlich ermittelbar war.
Derivative Finanzinstrumente wurden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Positive Marktwerte führten zum Ansatz einer Forderung, negative Marktwerte zum Ansatz einer Schuld. Derivative Finanzinstrumente wurden vor allem zu Sicherungszwecken eingesetzt, um das Währungsrisiko des Konzerns zu reduzieren. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfinanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen wurden, wurden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt.
Marktwertänderungen von Derivaten zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme in einer Fremdwährung ("Cashflow Hedge") wurden im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäfts wurde der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wurde ein entsprechendes Derivat veräußert oder sind die Voraussetzungen für eine bilanzielle Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt gewesen, verblieb dessen Wertänderung bis zum Eintreten des Grundgeschäfts im übrigen Eigenkapital.
Ab dem 1. Januar 2018 hat die Gesellschaft unter IFRS 9 eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, zu treffen. Dies erfolgt auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Entsprechend dem Geschäftsmodell werden finanzielle Vermögenswerte als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) oder zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet.
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn er nicht als FVTPL designiert wurde und im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Die Folgebewertung erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn es nicht als FVTPL designiert wurde und im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte, und die Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst unter anderem alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
Da die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch macht, weiterhin die Vorschriften für Sicherungsbeziehungen des IAS 39 anzuwenden, ergeben sich für "Cashflow Hedge"-Beziehungen keine Änderungen gegenüber der bisherigen Vorgehensweise.
Sowohl nach IAS 39 als auch nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in der Regel nicht saldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt über ein Aufrechnungsrecht verfügt und beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Weitere Informationen sind der Ziffer 15 Finanzinstrumente zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Vertragsvermögenswerte, Festgelder sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte (einschließlich Steuerforderungen), mit Ausnahme von Finanzderivaten, Vertragsvermögenswerte, Festgelder sowie Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt, die als Wertberichtigungen gebucht werden. Für weitere Informationen über die Bildung von Wertberichtigungen wird auf Ziffer 07 und 08 verwiesen. Sofern langfristige Forderungen unverzinslich oder niedrig verzinslich sind, werden sie abgezinst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen im Allgemeinen Barmittel, Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und einer geringen Wertschwankung unterliegen.
Aktive und passive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch bestehende Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind. Änderungen der aktiven und passiven latenten Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne oder VerIuste im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden die darauf abzugrenzenden latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst.
Pensionsrückstellungen - leistungsorientierte Pläne
Die Nettoverpflichtung des Konzerns aus leistungsorientierten Plänen wird für jeden Plan einzeln berechnet. Hierzu wird der Betrag der künftigen Leistung, die die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben, geschätzt und auf seinen Barwert abgezinst. Vom Barwert wird der beizulegende Zeitwert des zugehörigen Planvermögens abgezogen. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet. Wenn sich aus der Berechnung ein möglicher Überschuss für den Konzern ergibt, ist der dafür ansetzbare Vermögenswert begrenzt auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form von künftigen Rückflüssen aus dem Plan oder künftigen Beitragsermäßigungen.
Neubewertungen der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen, die versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) und (gegebenenfalls) die Auswirkung der Vermögensobergrenze berücksichtigen, werden unmittelbar im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergeben sich aus der Abweichung zwischen der Einschätzung zum Periodenbeginn und dem tatsächlichen Ergebnis am Periodenende hinsichtlich der Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten, Rententrends, Gehaltsentwicklungen und Abzinsungssätze.
Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres festgelegte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung angewendet wird, wobei alle während des Geschäftsjahres aufgrund von Beitrags- und Leistungszahlungen erfolgten Änderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen berücksichtigt werden. Der Nettozinsaufwand und sonstige Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden erfolgswirksam erfasst.
Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, erfasst der Konzern den hieraus resultierenden Effekt als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Dieser wird bei Entstehung sofort erfolgswirksam erfasst. Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Verwaltungskosten, die nicht Bestandteil der Verwaltung des Planvermögens sind, werden bei Leistungserbringung ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen (Dienstzeitaufwand) wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche zugeordnet. Der Zinsanteil wird im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Pensionsrückstellungen - beitragsorientierte Pläne
Die Beitragsverpflichtungen für beitragsorientierte Pläne werden in der Periode, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wird, als Aufwand erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert aktiviert, sofern eine Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen möglich ist.
Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen
Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen werden gemäß versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Sie stellen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Die Nettoverpflichtung des Konzerns entspricht dem Betrag der künftigen Leistungen, die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden im Austausch für die erbrachte Arbeitsleistung erdient haben. Diese Leistungen werden auf den Barwert abgezinst. Neubewertungen werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind an die Erbringung von Arbeitsleistungen in der Zukunft geknüpft.
Die bilanzielle Erfassung der Rückstellungen erfolgt ratierlich über den Zeitraum des Erdienens des Anspruchs in der Beschäftigungsphase. Der sogenannte Erfüllungsrückstand, der den Gehaltsanteil darstellt, auf den der Mitarbeiter während der Beschäftigungsphase verzichtet, wird mit einem Planvermögen gegen Ausfall abgesichert. Die Altersteilzeitrückstellung stellt die Nettoverpflichtung des Konzerns dar, in der das Planvermögen gegen die Gesamtverpflichtung aufgerechnet wurde. Die Aufstockungsleistungen werden erst bei vollständiger Erbringung der notwendigen Arbeitsleistung komplett erdient.
Sonstige Rückstellungen
Für gegenüber Dritten bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen werden Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn ein Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert auf den Beträgen, die erforderlich sind, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Bedeutende künftige Preissteigerungen werden bei der Bewertung ebenfalls berücksichtigt.
Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Stichtag abgezinsten Barwert angesetzt. Der Abzinsungssatz entspricht dem gegenwärtigen Marktzins für risikofreie Anlagen, die in ihrer Laufzeit der Restlaufzeit der zu erfüllenden Verpflichtung entsprechen. Erwartete Erstattungen, soweit sie hinlänglich sicher oder rechtlich einklagbar sind, werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr entziehen kann oder wenn er zugehörige Restrukturierungskosten erfasst, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.
Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete Nutzen geringer als die zur Vertragserfüllung unvermeidlichen Kosten ist. Rückstellungen für Umweltschutz werden gebildet, wenn künftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Umweltauflagen oder für Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen.
Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Auflösung der Rückstellung, wird die Auswirkung in denjenigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die bei der ursprünglichen Schätzung mit dem Aufwand belastet waren. Wurde die ursprüngliche Schätzung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, würde die Auflösung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.
Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (einschließlich Steuerverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Umsatzrealisierung
Die Umsatzrealisierung aus Produktverkäufen nach IAS 18 (Anwendung bis zum 31. Dezember 2017) erfolgte zu dem Zeitpunkt, an dem die Produkte geliefert wurden und die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Kunden übergegangen sind.
Ab dem 1. Januar 2018 erfolgt die Umsatzrealisierung nach IFRS 15. Entscheidend für die Realisierung der Umsätze ist der Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf den Kunden. Zu welchem Zeitpunkt die Kontrolle auf den Kunden übergeht, wird anhand von folgenden Kriterien beurteilt:
| ― | Übergang der Risiken und Chancen auf den Kunden |
| ― | Recht auf Zahlung an Siltronic |
| ― | Erlangung des Besitzes durch den Kunden |
Die Umstellung von IAS 18 auf IFRS 15 hat die Umsatzrealisierung bei Siltronic im Wesentlichen bei Lieferungen in Kundenkonsignationslager beeinflusst. Weitere Informationen sind den Allgemeinen Angaben (siehe Q 114) zu entnehmen.
Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen Gegenleistung. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern.
Herstellungskosten
In den Herstellungskosten werden die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen ausgewiesen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Material-, Personal- und Energiekosten auch die planmäßige Abschreibung, die auf die Fertigungstätigkeiten umgelegten Gemeinkosten sowie die Abwertungen auf Vorräte.
Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten
Die Vertriebskosten enthalten die Kosten der Vertriebsorganisation und der Marktforschung sowie die anwendungstechnische Beratung bei Kunden. Provisionsaufwendungen sind ebenfalls in diesem Posten enthalten.
Zu den Forschungs- und Entwicklungskosten gehören die Kosten der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Forschungskosten im engeren Sinne werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst, d. h., sie werden nicht aktiviert. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn alle vorgeschriebenen Ansatzkriterien kumulativ erfüllt sind, d. h., die Forschungsphase eindeutig von der Entwicklungsphase getrennt werden kann und die entstehenden Kosten den einzelnen Projektphasen überschneidungsfrei zugeordnet werden können. Ferner müssen mit hinreichender Sicherheit künftige Mittelzuflüsse erfolgen.
Zu den allgemeinen Verwaltungskosten gehören die anteiligen Personal- und Sachkosten der Konzernsteuerung, des Personalbereichs, des Rechnungswesens und der Informationstechnologie, soweit sie nicht als interne Dienstleistung auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.
Zeitpunkt der Erfassung von Erträgen und Aufwendungen
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Zinserträge werden unter Anwendung des Effektivzinssatzes bewertet.
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
01 Umsatzerlöse / Herstellungskosten / Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen
Umsatzerlöse
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)1) | 1.456,7 | - |
| Erlöse aus der Lieferung von Produkten | - | 1.176,0 |
| Sonstige Erlöse1) | 0,0 | 1,3 |
| Summe | 1.456,7 | 1.177,3 |
| Herstellungskosten | -824,8 | -807,0 |
| davon Bildung von Wertberichtigungen auf Vorräte | -7,9 | -2,7 |
| davon Auflösung von Wertberichtigungenauf Vorräte | 1,5 | 6,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | ||
| Geschäfte zur Währungssicherung | 68,3 | 57,0 |
| Zuschüsse der öffentlichen Hand für Forschung | 0,6 | 0,8 |
| Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0,2 | 0,2 |
| Zuschreibung von Sachanlagen | 1,8 | - |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,2 | 0,0 |
| Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 0,1 | 0,1 |
| Übrige | 3,5 | 1,6 |
| Summe | 74,7 | 59,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Geschäfte zur Währungssicherung | -67,6 | -60,0 |
| Wertminderungen von Sachanlagen | -0,1 | 0,0 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | -1,6 | -1,7 |
| Übrige | -9,0 | -1,6 |
| Summe | -78,3 | -63,3 |
1) IFRS 15 wurde erstmals im Geschäftsjahr 2018 angewendet. Im Jahr 2018 lagen die sonstigen Erlöse (nicht IFRS 15) unterhalb von EUR 0,1 Mio. Im Vorjahr betreffen die sonstigen Erlöse vor allem sonstige Leistungen.
Abschreibungen, Personalaufwand und Materialaufwand
Der Aufwand für Abschreibungen betrug im Geschäftsjahr 2018 EUR 93,4 Mio. (Vorjahr: EUR 117,4 Mio.).
Der Personalaufwand betrug EUR 321,2 Mio. (Vorjahr: EUR 309,0 Mio.), wovon auf Gehälter EUR 257,7 Mio. entfielen (Vorjahr: EUR 248,2 Mio.), auf soziale Sicherheit EUR 24,0 Mio. (Vorjahr: EUR 23,2 Mio.) und auf Altersversorgung EUR 39,5 Mio. (Vorjahr: EUR 37,6 Mio.). Der Materialaufwand belief sich auf EUR 351,2 Mio. (Vorjahr: EUR 344,5 Mio.).
02 Zinserträge und -aufwendungen / Übriges Finanzergebnis
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | ||
| Zinserträge | 4,0 | 1,9 |
| Zinsaufwendungen | -0,8 | -1,2 |
| Summe | 3,2 | 0,7 |
| Übriges Finanzergebnis | ||
| Zinseffekt aus verzinslichen Rückstellungen | -8,7 | -8,4 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 0,8 | 0,0 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -4,6 | -0,8 |
| Summe | -12,5 | -9,2 |
Die Zinserträge wurden ausschließlich durch Geldanlagen und verzinsliche Wertpapiere erwirtschaftet.
Übriges Finanzergebnis
Der Zinseffekt aus Rückstellungen betrifft vor allem die Pensionen und dabei die Nettozinsaufwendungen für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen.
Die sonstigen finanziellen Erträge und Aufwendungen betreffen im Wesentlichen den Spezialfonds.
03 Ertragsteuern
Der Berechnung der Ertragsteuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
Umsatzerlöse werden weit überwiegend (EUR 1.455,5 Mio.) mit dem Verkauf von Wafern erzielt und in geringem Umfang mit Dienstleistungen und Lizenzgebühren. Eine Aufgliederung der Erlöse nach Regionen ist der Ziffer 16 Segmentberichterstattung zu entnehmen.
In Deutschland wird neben der Körperschaftsteuer auch ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer erhoben. Außerdem ist eine je nach Gemeinde des ansässigen Unternehmens variierende Gewerbeertragsteuer zu zahlen.
Steuersätze in Deutschland
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| in % | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnittssatz für die Gewerbesteuer | 12,1 | 12,5 |
| Körperschaftsteuersatz | 15,0 | 15,0 |
| Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer | 5,5 | 5,5 |
| Ertragsteuersatz der Siltronic AG in Deutschland | 27,9 | 28,3 |
Der durch die ausländischen Tochterunternehmen erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Sätzen versteuert. Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 0 Prozent und 31 Prozent.
Steuerabgrenzungen auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochterunternehmen wurden nur vorgenommen, sofern eine Ausschüttung geplant ist. An ausschüttungsfähigen Beträgen sind EUR 404,5 Mio. (Vorjahr: EUR 164,4 Mio.) vorhanden.
Der ausgewiesene Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2018 betrug EUR 87,8 Mio. (Vorjahr: EUR 35,0 Mio.). Bei Anwendung des erwarteten deutschen Steuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe sich ein Steueraufwand in Höhe von EUR 136,5 Mio. (Vorjahr: EUR 63,6 Mio.). Die Differenz zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von EUR 48,7 Mio. (Vorjahr: EUR 28,6 Mio.) ist im Berichtsjahr vor allem auf steuersatzbedingte Abweichungen zurückzuführen. Im Vorjahr war die Differenz zusätzlich in größerem Umfang durch die Verringerung der Wertminderung latenter Steuervorteile bei der Siltronic AG, der Siltronic Japan Corporation und der Siltronic Corp. begründet.
In den Ertragsteuern sind laufende Steuererträge aus Vorjahren in Höhe von EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) enthalten und laufende Steueraufwendungen aus Vorjahren in Höhe von EUR - 1,5 Mio (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).
Steueraufwand
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern Inland | -64,1 | -11,1 |
| Laufende Steuern Ausland | -41,0 | -25,7 |
| Laufende Steuern | -105,1 | -36,8 |
| Latente Steuern Inland | 8,2 | 0,8 |
| Latente Steuern Ausland | 9,1 | 1,0 |
| Latente Steuern | 17,3 | 1,8 |
| Ertragsteuern gesamt | - 87,8 | -35,0 |
| Ableitung des effektiven Steuersatzes | ||
| Ergebnis vor Steuern | 488,4 | 227,2 |
| Erwarteter Ertragsteuersatz der Siltronic AG in % | 27,9 | 28,0 |
| Erwarteter Steueraufwand (-) oder -ertrag (+) | -136,5 | -63,6 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 47,5 | 13,3 |
| Effekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | -3,0 | -0,8 |
| Effekt aus steuerfreien Erträgen | 3,0 | 3,5 |
| Periodenfremde Steuern (laufendes Ergebnis) | 3,8 | 0,7 |
| Effekt der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern | 8,3 | 16,0 |
| Sonstige Abweichungen | -10,9 | -4,1 |
| Ertragsteuern gesamt | -87,8 | -35,0 |
| Effektiver Steuersatz in % | 18,0 | 15,4 |
Aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste aus früheren Perioden mindert sich der tatsächliche Ertragsteueraufwand im laufenden Geschäftsjahr um EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 15,9 Mio.).
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der latenten Steuern zu den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
Zuordnung der latenten Steuern
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,1 | - | - | - |
| Sachanlagen | 2,4 | 2,3 | 3,0 | 2,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 16,6 | 4,2 | 2,4 | 5,5 |
| Pensionsrückstellungen | 0,4 | - | 4,7 | - |
| Sonstige Rückstellungen | 5,5 | 0,3 | 0,4 | 0,3 |
| Verbindlichkeiten | 4,5 | - | 1,1 | - |
| Verlustvorträge | 0,9 | - | 0,3 | - |
| Summe | 30,4 | 6,8 | 11,9 | 8,1 |
| Saldierungen | - 5,1 | -5,1 | -5,4 | -5,4 |
| Latente Steuern in der Bilanz | 25,3 | 1,7 | 6,5 | 2,7 |
Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet nur dann statt, wenn künftige Vorteile und Verpflichtungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern wurden in Höhe von EUR 17,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) erfolgswirksam erfasst, während EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR - 1,1 Mio.) direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. Die Veränderungen im Eigenkapital betreffen Derivate (Cashflow-Hedge) sowie Pensionsrückstellungen.
Es bestehen nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 103,6 Mio. (Vorjahr: EUR 126,7 Mio.). Davon verfallen die Verlustvorträge in den kommenden Jahren wie folgt:
Die verfallbaren Verlustvorträge beziehen sich auf die Tochtergesellschaft Siltronic Japan Corporation, Tokio/ Japan. Die Verlustvorträge können nur teilweise genutzt werden, weshalb lediglich aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von EUR 0,9 Mio. angesetzt wurden. Wären latente Steuern auf die wertberichtigten Verlustvorträge angesetzt worden, hätte sich ein Betrag in Höhe von EUR 31,1 Mio. (Vorjahr: EUR 38,4 Mio.) errechnet.
Zum 31. Dezember 2018 wurden keine aktiven latenten Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von EUR 417,2 Mio. angesetzt (Vorjahr: EUR 355,6 Mio.).
Verfallbare steuerliche Verlustvorträge
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Nach 1 Jahr | - | 12,1 |
| Nach 2 Jahren | 0,2 | - |
| Nach 3 Jahren | 38,6 | 0,2 |
| Nach 4 Jahren | 9,8 | 36,0 |
| Nach 5 Jahren oder später | 55,0 | 60,4 |
| Summe | 103,6 | 108,7 |
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
04 Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
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| 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 20,5 | 10,5 | 44,5 | 75,5 |
| Zugänge | - | - | 0,4 | 0,4 |
| Abgänge | - | - | -1,1 | -1,1 |
| Umbuchungen | - | - | 0,9 | 0,9 |
| Währungsveränderungen | - | 0,3 | 0,6 | 0,9 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 10,8 | 45,2 | 76,5 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 8,2 | 43,3 | 51,4 |
| Zugänge | - | 2,1 | 0,9 | 3,0 |
| Abgänge | - | - | -1,1 | -1,1 |
| Währungsveränderungen | - | 0,3 | 0,6 | 0,9 |
| Stand 31.12. | - | 10,6 | 43,7 | 54,2 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 0,2 | 1,5 | 22,2 |
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| 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 20,5 | 11,0 | 45,4 | 76,9 |
| Zugänge | - | - | 0,9 | 0,9 |
| Abgänge | - | - | -0,9 | -0,9 |
| Umbuchungen | - | - | 0,6 | 0,6 |
| Währungsveränderungen | - | -0,5 | -1,5 | -2,0 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 10,5 | 44,5 | 75,5 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 6,4 | 44,1 | 50,5 |
| Zugänge | - | 2,2 | 1,4 | 3,6 |
| Abgänge | - | - | -0,8 | -0,8 |
| Währungsveränderungen | - | -0,4 | -1,4 | -1,8 |
| Stand 31.12. | - | 8,2 | 43,3 | 51,5 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 2,3 | 1,2 | 24,0 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert und die erworbene Kundenbeziehung ergaben sich aus der Konsolidierung der SSW im Jahr 2014.
Die Kundenbeziehung wird linear über die von der Geschäftsleitung geschätzte Dauer der Beziehung abgeschrieben. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich gewerbliche Schutzrechte und ähnliche von Dritten erworbene Rechte, wie Softwarelizenzen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.
Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte sind in den Herstellungskosten ausgewiesen.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit ist der Geschäfts-/Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "300 mm" des Konzerns zugeordnet. Der erzielbare Betrag dieser ZGE basierte auf ihrem Nutzungswert, der durch Abzinsung der künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung der ZGE ermittelt wurde. Die wesentlichen Annahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags sind eine langfristige EBITDA-Marge entsprechend einer dreijährigen Mittelfristplanung ohne Erweiterungsinvestitionen, eine Restnutzungsdauer des die ZGE dominierenden Vermögenswerts (für die Waferproduktion angepasste Gebäudeteile) und ein Abzinsungssatz von nahe 12 Prozent vor Steuern. Die Bestimmung der langfristigen EBITDA-Marge und der Restnutzungsdauer des dominierenden Vermögenswerts, welcher bei 22 Jahren liegt, spiegelt Erfahrungen aus der Vergangenheit ähnlicher ZGE wider. Der Abzinsungssatz wurde aus einer Kenngröße nach Steuern anhand des historischen Branchendurchschnitts der gewichteten Kapitalkosten ermittelt. Externe Informationsquellen zur EBITDA-Marge der ZGE liegen nur in Bezug auf manche Komponenten des EBITDA vor.
In der Mittelfristplanung ohne Erweiterungsinvestitionen wird von steigenden Umsätzen und konstanten EBITDA-Margen ausgegangen. Für die darauffolgenden Jahre bis zum Ende des Betrachtungszeitraums wird angenommen, dass das durchschnittliche EBITDA der Mittelfristplanung ohne Erweiterungsinvestitionen erzielt wird und dieses konstant bleibt. Damit die ZGE das auf die Mittelfristplanung ohne Erweiterungsinvestitionen folgende EBITDA erreicht, muss im Zeitraum der Mittelfristplanung ohne Erweiterungsinvestitionen ein EBITDA-Wachstum von zwei Prozent erzielt werden. Es wurde keine Wachstumsrate angewendet.
Der erzielbare Betrag übersteigt den Buchwert um mehr als EUR 1 Mrd.
Zusätzlich führt Siltronic Sensitivitätsanalysen durch, in denen für EBITDA-Wachstum und Abzinsungssatz abweichende Annahmen getroffen werden, die Siltronic als nicht wahrscheinlich, aber möglich einstuft.
Es besteht die Möglichkeit, dass die EBITDA-Marge aufgrund einer Überkapazität in der weltweiten Waferindustrie oder aufgrund signifikanter Währungsschwankung niedriger ausfallen wird. Eine um 37 Prozent geringere EBITDA-Marge als in der Mittelfristplanung ohne Erweiterungsinvestitionen angenommen hätte eine Wertminderung zur Folge.
Möglicherweise ist der durchschnittliche Abzinsungssatz höher als erwartet. Ein um 29 Prozentpunkte höherer Abzinsungssatz hätte eine Wertminderung zur Folge.
05 Entwicklung der Sachanlagen
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| 2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 712,3 | 2.430,6 | 130,5 | 77,7 | 3.351,1 |
| Zugänge | 0,7 | 82,3 | 3,8 | 169,7 | 256,5 |
| Abgänge | - 137,6 | - 23,9 | - 6,7 | - 0,1 | - 168,3 |
| Umbuchungen | 0,2 | 39,2 | 1,4 | - 41,7 | - 0,9 |
| Währungsveränderungen | 17,2 | 32,3 | 0,7 | 2,4 | 52,7 |
| Stand 31.12. | 592,8 | 2.560,4 | 129,8 | 208,1 | 3.491,1 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 506,4 | 2.208,7 | 122,4 | 0,3 | 2.837,8 |
| Zugänge | 13,1 | 73,5 | 3,6 | - | 90,2 |
| Wertminderung | 0,1 | - | - | - | 0,1 |
| Abgänge | - 137,6 | - 19,6 | - 6,7 | - | - 163,9 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,3 | 0,0 | - 0,3 | 0,0 |
| Zuschreibung | -1,7 | - | - | - | -1,7 |
| Währungsveränderungen | 13,9 | 30,1 | 0,7 | 0,0 | 44,7 |
| Stand 31.12. | 394,1 | 2.293,1 | 120,0 | 0,0 | 2.807,1 |
| Buchwert 31.12. | 198,6 | 267,4 | 9,8 | 208,1 | 683,9 |
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| 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 746,1 | 2.439,2 | 131,5 | 43,7 | 3.360,5 |
| Zugänge | 1,6 | 42,8 | 2,8 | 75,2 | 122,4 |
| Abgänge | - | -10,4 | -3,0 | 0,0 | -13,4 |
| Umbuchungen | 4,0 | 35,4 | 0,8 | -40,8 | -0,6 |
| Währungsveränderungen | -39,4 | -76,4 | -1,6 | -0,4 | -117,8 |
| Stand 31.12. | 712,3 | 2.430,6 | 130,5 | 77,7 | 3.351,1 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 525,6 | 2.191,8 | 123,0 | 0,3 | 2.840,7 |
| Zugänge | 13,1 | 97,0 | 3,7 | - | 113,8 |
| Wertminderung | 0,0 | - | - | - | 0,0 |
| Abgänge | - | -9,0 | -2,8 | - | -11,8 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Währungsveränderungen | -32,3 | -71,1 | -1,5 | 0,0 | -104,9 |
| Stand 31.12. | 506,4 | 2.208,7 | 122,4 | 0,3 | 2.837,8 |
| Buchwert 31.12. | 205,9 | 221,9 | 8,1 | 77,4 | 513,3 |
06 Vorräte
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 74,5 | 63,0 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 74,2 | 86,9 |
| Summe | 148,6 | 149,9 |
| davon Bilanzierung zum Nettoveräußerungswert | 0,0 | 0,0 |
Die unfertigen Erzeugnisse betrugen zum 31. Dezember 2018 EUR 48,7 Mio. (Vorjahr: EUR 51,5 Mio.). Auf die Herstellungskosten entfielen in wesentlichen Teilen Aufwendungen mit Bezug zum Vorratsvermögen.
07 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte, Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte sowie Ertragsteuerforderungen
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 156,3 | - | 156,3 | 159,9 | - | 159,9 |
| Vertragsvermögenswerte | 19,4 | - | 19,4 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 2,1 | 0,1 | 2,0 | 20,0 | 1,5 | 18,5 |
| Kompensationsanspruch gegenüber Versicherungen | 44,1 | - | 44,1 | - | - | - |
| Übrige | 0,7 | - | 0,7 | 2,8 | - | 2,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 46,9 | 0,1 | 46,8 | 22,8 | 1,5 | 21,3 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 3,1 | - | 3,1 | 2,4 | - | 2,4 |
| Sonstige Steuerforderungen | 13,7 | - | 13,7 | 15,6 | - | 15,6 |
| Vorauszahlungen an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG | - | - | - | 8,0 | - | 8,0 |
| Übrige | 4,4 | - | 4,4 | 4,0 | - | 4,0 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 21,2 | - | 21,2 | 30,0 | - | 30,0 |
| Sonstige finanzielle oder nichtfinanzielle Vermögenswerte | 68,1 | 0,1 | 68,0 | 52,8 | 1,5 | 51,3 |
| davon fällig> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 1,8 | - | 1,8 | 2,6 | - | 2,6 |
| davon fällig> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
Vertragsvermögenswerte
Die Vertragsvermögenswerte betreffen die geänderte Umsatzlegung bei Kunden, mit denen Siltronic ein Konsignationslager unterhält. Die Vertragsvermögenswerte aus der Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018 waren EUR 17,7 Mio. Die Höhe der Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2018 wurde durch eine Wertminderung von kleiner EUR 0,1 Mio. beeinflusst. Auf eine separate Darstellung des Wertminderungsaufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde aufgrund von Unwesentlichkeit verzichtet. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert, wenn eine Rechnung an den Kunden ausgestellt wird. Die Zahlungsbedingungen der Rechnungen entsprechen den landesüblichen und industriespezifischen Zahlungszielen (keine Finanzierungskomponenten, keine variable Gegenleistung). Die Kunden erhalten keine Rücknahme-, Erstattungs oder ähnliche Rechte sofern das gelieferte Produkt den vertraglichen Bestimmungen entspricht. Zudem erhält der Kunde neben den gesetzlichen Ansprüchen keine individuell vereinbarten Garantie- oder Gewährleistungsansprüche.
Kompensationsanspruch gegenüber Versicherungen
Die Kompensation von Versicherungen bezieht sich auf eine Einigung, die Siltronic im Geschäftsjahr 2018 mit Versicherungen getroffen hat. Hiernach haben sich die Parteien auf eine Kompensationszahlung an Siltronic in Höhe von EUR 44,1 Mio. geeinigt. Im Gegenzug hat die Gesellschaft wirtschaftliche Verpflichtungen übernommen, die als Rückstellungen für Umweltschutz (siehe Ziffer 11) in Höhe von EUR 43,5 Mio. passiviert wurden (EUR 40,0 Mio. langfristig, EUR 3,5 Mio. kurzfristig). Die Einbuchung des Anspruchs gegenüber den Versicherungen und der Rückstellung für Umweltschutz erfolgte, soweit zulässig, in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert. Die Einigung hatte eine nur vernachlässigbare Auswirkung auf das Betriebsergebnis (EBIT), das um EUR 0,8 Mio. negativ beeinflusst wurde.
Wertberichtigungen nach IAS 39 und IFRS 9
Der Konzern hat ein Forderungsmanagementsystem eingerichtet, wonach jedem Kunden Zahlungskonditionen gewährt werden, die auf einer Kreditwürdigkeitsanalyse fußen. Diese Analyse berücksichtigt, soweit erhältlich, veröffentlichte Ratings, Jahresabschlüsse, Auskünfte von Kreditagenturen und interne Informationen. Für jeden Kunden wird ein internes Rating (1 -6) sowie ein Kreditlimit festgelegt, die wie die offenen Forderungen regelmäßig überprüft werden. Überfälligkeiten und Überschreitungen der Kreditlimits können zur Folge haben, dass der Kunde veränderte Zahlungskonditionen erhält, gemahnt wird und/oder Lieferungen eingestellt werden.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Nach IAS 39 wurde zu jedem Abschlussstichtag eingeschätzt, ob objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Ausfallrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Entwicklung der Überfälligkeiten der Forderungen stellt sich im Vorjahr wie folgt dar:
Überfälligkeiten der Forderungen
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| 31.12.2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | Davon | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Buchwert | wertgemindert noch überfällig | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig > 45 Tage | überfällig und wertgemindert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 159,9 | 138,6 | 20,8 | 0,1 | 0,2 | 0,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22,8 | 22,8 | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 30,0 | 30,0 | - | - | - | - |
| Summe | 212,7 | 191,4 | 20,8 | 0,1 | 0,2 | 0,2 |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahrszeitraum (es wurden keine Wertberichtigungen auf andere Vermögenswerte vorgenommen):
Wertberichtigungen
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| EUR Mio. | 2017 |
|---|---|
| Stand 01.01. | 0,3 |
| Inanspruchnahme | - |
| Zugänge | - |
| Auflösungen | - 0,1 |
| Stand 31.12. | 0,2 |
Das maximale Ausfallrisiko besteht in der Höhe des Buchwerts der nicht durch Kreditausfallversicherungen gedeckten Forderungen.
Ab dem 1. Januar 2018 ermittelt der Konzern die Wertberichtigung entsprechend dem neuen Expected-Credit-Loss-Modell nach IFRS 9. Das ECL-Modell wird für Vertragsvermögenswerte angewendet und für alle finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, siehe Ziffer 15 Finanzinstrumente. Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie für Vertragsvermögenswerte werden in Höhe des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlusts bewertet.
Bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt der Konzern Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Aufwand verfügbar sind. Diese umfassen quantitative und qualitative Informationen, die auf vergangenen Erfahrungen des Konzerns beruhen und auf Einschätzungen für die Zukunft. Der Konzern nimmt an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes gestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist und hierfür kein objektiver Grund wie eine Reklamation erkennbar ist.
Wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein Schuldner seiner Zahlungsverpflichtung vollständig nachkommen wird, betrachtet Siltronic einen finanziellen Vermögenswert als ausgefallen. Sicherheiten werden in die Betrachtung einbezogen.
Die 20 größten Kunden machen mehr als 80 Prozent des Umsatzes von Siltronic aus und ein sehr großer Teil dieser Kunden ist börsennotiert.
Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 156,3 Mio.), sonstigen finanziellen Vermögenswerte (EUR 44,9 Mio.) und Vertragsvermögenswerte (EUR 19,4 Mio.) nach Risikoklassen im Geschäftsjahr 2018:
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Risikoeinstufung | Entspricht externem Rating | Internes Rating von Siltronc | Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) in Prozent | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | Beeinträchtigte Bonität |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gering | AAA bis BBB- | 1 bis 3 | 0% | 218,6 | 0,0 | Nein |
| Mittel | BB- bis BB+ | 4 | 0% | 2,1 | - 0,1 | Nein |
| Hoch | C bis D | 5 bis 6 | 0% | 0,0 | 0,0 | Ja |
| Summe | 0% | 220,7 | - 0,1 |
Verlustraten werden auf Grundlage der tatsächlichen Kreditverluste der letzten fünf Jahre berechnet. Diese Raten wurden mit Skalierungsfaktoren multipliziert, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Das maximale Ausfallrisiko besteht in der Höhe des Buchwerts der nicht durch Kreditausfallversicherungen gedeckten Forderungen.
Die Wertberichtigungen nach IAS 39 zum 31. Dezember 2017 betrugen EUR 0,2 Mio. Durch Anwendung von IFRS 9 zum 1.1.2019 veränderte sich die Wertberichtigung nur unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine signifikanten Änderungen. Zum Geschäftsjahresende betrug die Wertberichtigung EUR 0,1 Mio.
08 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere und Festgelder
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit von höchstens drei Monaten.
Siltronic hat in Höhe von EUR 368,2 Mio. Festgelder und EUR 257,5 Mio. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Diese werden bei Banken und Finanzinstituten hinterlegt, die ein Rating von AA bis BBB aufweisen, basierend auf dem Rating von Standard & Poor's.
Die geschätzte Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Der Konzern nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute, welche auf branchenbezogenen Ausfallwahrscheinlichkeiten basieren, ein geringes Ausfallrisiko aufweisen.
Für langfristige Festgelder wurde die Wertberichtigung über die gesamte Restlaufzeit ermittelt.
Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 hat der Konzern zum 1. Januar 2018 eine Wertminderung in Höhe von kleiner EUR 0,1 Mio. gebildet. Die Höhe der Wertberichtigung ist im Jahr 2018 auf EUR 0,1 Mio. gestiegen.
Die Wertpapiere wurden bis zum 1. Januar 2018 als zur Veräußerung verfügbar eingestuft. Ab dem 1. Januar 2018 werden die Wertpapiere aufgrund des Geschäftsmodells mit dem beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Die Wertpapiere werden größtenteils im Rahmen des Spezialfonds gehalten. Die Steuerung und Performancemessung der Wertpapiere des Spezialfonds erfolgt auf Fair Value-Basis.
09 Eigenkapital
Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sind in der KonzernEigenkapitalentwicklung gezeigt.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Siltronic AG beträgt EUR 120 Mio. und ist eingeteilt in 30 Mio. nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt EUR 974,6 Mio. und setzt sich zusammen aus einem Aufschlag bei der Ausgabe von Aktien, Sacheinlagen und Transaktionen mit Gesellschaftern.
Gewinnrücklage und Konzernergebnis
Die Position umfasst die kumulierten früheren Jahresergebnisse des Konzerns abzüglich Dividendenausschüttungen.
Kapitalmanagement
Das Kapitalmanagement des Siltronic-Konzerns verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und angemessene Renditen für die Anteilseigner zu erwirtschaften. Als Instrumente der Kapitalsteuerung dienen unter anderem Dividendenzahlungen. Die Siltronic AG beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Die Satzung beinhaltet keine Kapitalerfordernisse. Besondere Kapitalbegriffe werden nicht verwendet.
Es besteht ein Bedingtes Kapital und ein Genehmigtes Kapital: Das Grundkapital der Gesellschaft kann durch Ausgabe von bis zu 12.500.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht werden, wodurch das Grundkapital um bis zu EUR 50 Mio. steigen darf (Bedingtes Kapital). Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 60 Mio. zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
10 Pensionsrückstellungen
Für die Mitarbeiter des Konzerns bestehen je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren.
Bei der betrieblichen Altersversorgung wird zwischen beitrags- und leistungsorientierten Plänen unterschieden. Aus beitragsorientierten Plänen resultieren über die Entrichtung von Beiträgen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen für das Unternehmen. Im Konzern existieren sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pläne, die teilweise über die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG (Pensionskasse), (treuhänderische-) Fonds finanziert sind. Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus leistungsorientierten Plänen in Form von Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Im Wesentlichen garantieren die unterschiedlichen Pensionspläne den Mitarbeitern lebenslange Renten auf Basis des während der Beschäftigung bei Siltronic durchschnittlich bezogenen Gehalts (Karrieredurchschnittsplan) oder Kapitalzahlungen.
Im Konzern bestehen folgende Altersversorgungspläne:
Versorgungspläne über die Pensionskasse
Für Mitarbeiter in Deutschland wird eine Grundversorgung über die rechtlich selbstständige Pensionskasse gewährt. Diese wird aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen finanziert. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.
Die Pensionskasse ist ein kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Sinne des § 210 des Versicherungsaufsichtsgesetzes und ist reguliert nach § 230 Abs. 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Sie unterliegt damit den Regelungen für deutsche Versicherer und wird von der BaFin beaufsichtigt. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.
Für Mitarbeiter, die der Pensionskasse bis 2004 beigetreten sind, gilt in der Grundversorgung eine feste Leistungszusage, die bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu berücksichtigen ist. Die Rentenhöhe ist dabei unabhängig vom Alter der Beitragszahlung und auch unabhängig von der erzielten Vermögensverzinsung. Für Mitarbeiter, die nach 2004 in die Gesellschaft eingetreten sind, gelten neue Tarife für die Grundversorgung. Den Leistungen liegen dort Garantiezinssätze zugrunde und die Leistungshöhe hängt vom Alter bei Beitragszahlung ab. Jährliche Überschussbeteiligungen können die künftige Leistung erhöhen. Zusätzlich können Mitarbeiter in Deutschland Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung PK+ an die Pensionskasse leisten. Vor allem werden die Beiträge aus der tarifvertraglich geregelten Altersversorgung aufgrund der Tarifverträge über Einmalzahlungen und Altersvorsorge und über die Lebensarbeitszeit und Demografie in die freiwillige Höherversicherung eingezahlt.
Direktzusagen
Neben den Zusagen der Pensionskasse erhalten Mitarbeiter in Deutschland direkte Leistungszusagen in Form einer Zusatzversorgung. Mit der Zusatzversorgung werden Gehaltsanteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze abgesichert. Bis 2004 eingetretene Mitarbeiter erhalten Rentenleistungen. Die Höhe der Rente hängt vom durchschnittlich während der Beschäftigung bei der Gesellschaft bezogenen Gehalt ab (Karrieredurchschnittsplan). Für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter wird jährlich ein Prozentsatz des Gehalts oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bereitgestellt. Das sich hieraus ergebende Kapital wird verzinst. Die Leistungen können als lebenslange Rente oder, für Zusagen ab 2005, alternativ als Einmalzahlung abgerufen werden. Leistungsberechtigt sind die Mitarbeiter und ihre Hinterbliebenen. Die Ansprüche der Mitarbeiter gehen in die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ein. Dies gilt sowohl für bis 2004 eingetretene Mitarbeiter als auch für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter.
"Deferred Compensation"-Plan
Außertariflich bezahlte Mitarbeiter in Deutschland können in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan (Deferred Compensation) Teile ihres Gehalts einzahlen. Dieser Plan gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, Teile ihrer künftigen Entgeltansprüche in ein wertgleiches Versorgungskapital umzuwandeln. Das Versorgungskapital wird in Abhängigkeit vom Abschluss der Teilnahmevereinbarung am Leistungsplan (Zusage) mit 7 Prozent (1996 - 2001), 6 Prozent (2002 - 2010) oder 5 Prozent (201 1 - 2013) verzinst. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 7 Prozent oder 6 Prozent kann der Mitarbeiter zwischen einer Auszahlung in Rentenform oder als Kapital wählen. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 5 Prozent erfolgt die Auszahlung ausschließlich in Kapitalform. Ab 2015 können leitende Angestellte Teile ihres Gehalts zu einem variablen Zinssatz in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan einzahlen. Der variable Zinssatz ist abhängig von der fünfjährigen Umlaufrendite inländischer Inhaberschuldverschreibungen und beträgt mindestens 2,5 Prozent und höchstens 5 Prozent. Die Auszahlung erfolgt ausschließlich in Kapitalform. Zusagen, die bis zum 31. Dezember 2000 erteilt wurden, werden mit dem m / n-tel Barwert (gemäß Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Zusagen, die ab dem 1. Januar 2001 erteilt wurden, werden mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaft bzw. mit dem erworbenen Kapital bewertet.
Zur anteiligen Sicherung der Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen, Deferred Compensation sowie der Rentenanpassung aus der Grundversorgung (bisher ungedeckte leistungsorientierte Verpflichtungen) wurden im Berichtsjahr Barmittel in Höhe von EUR 30 Mio. in einen treuhänderischen Fonds eingezahlt. Die Fondsfinanzierung erfolgt über ein Contractual Trust Arrangement (CTA). Die übertragenen Barmittel werden durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen.
Die Versorgungsansprüche in Deutschland sind durch den Pensionssicherungsverein a. G. gegen Insolvenz geschützt. Die Insolvenzsicherung ist nach oben begrenzt. Gesetzliche Mindestfinan-zierungspflichten bestehen nicht.
USA
Für die Mitarbeiter ausländischer Tochtergesellschaften bestehen unterschiedliche Pensionszusagen nach den rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Außer den in den USA begebenen Pensionszusagen sind diese Pensionspläne für den Konzern nicht wesentlich.
In den USA bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen für Mitarbeiter der Siltronic Corporation, Portland, wobei die leistungsorientierten Pläne ab dem 31. Dezember 2003 für Neuzusagen geschlossen wurden. Die leistungsorientierten Zusagen werden nur für die Altbestände fortgeführt. Die Versorgungsleistung besteht in einer monatlichen Rentenzahlung ab dem 65. Lebensjahr, die sich auf Basis des zuletzt gezahlten Durchschnittsgehalts ermittelt. Spezielle Regelungen gibt es bei frühzeitiger Verrentung ab dem 55. Lebensjahr abhängig von der Betriebszugehörigkeit. Aufgrund des ähnlichen Charakters werden auch Verpflichtungen für die medizinische Versorgung von Mitarbeitern nach deren Eintritt in den Ruhestand sowie für Austrittsentschädigungen unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Für neue Mitarbeiter in den USA nach 2003 existieren nur noch beitragsorientierte Pensionspläne.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen übergeleitet werden:
Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Inland | Ausland | Summe | Inland | Ausland | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der zumindest teilweise fondsfinanzierten leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen | 850,8 | 115,7 | 966,5 | 614,8 | 127,0 | 741,8 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 521,7 | 89,6 | 611,3 | 447,8 | 90,3 | 538,1 |
| Finanzierungsstatus | 329,1 | 26,1 | 355,2 | 167,0 | 36,7 | 203,7 |
| Barwert der ungedeckten leistungsorientierten Verpflichtungen | 7,1 | 7,1 | 156,5 | 7,0 | 163,5 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 329,1 | 33,2 | 362,3 | 323,5 | 43,7 | 367,2 |
Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| 2018 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Differenz |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 905,3 | 538,1 | 367,2 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 19,5 | - | 19,5 |
| Zinsaufwand / Zinsertrag | 20,6 | 12,6 | 8,0 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten | - | - 0,8 | 0,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,8 | - | 0,8 |
| Effekte aus Abgeltungen | -7,4 | -7,1 | -0,3 |
| Neubewertungen | |||
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge | - | - 5,0 | 5,0 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen | 28,2 | - | 28,2 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | 7,8 | - | 7,8 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 5,4 | - | 5,4 |
| Effekte aus Währungsdifferenzen | 5,8 | 4,2 | 1,6 |
| Beiträge | |||
| des Arbeitgebers in die Pensionskasse | - | 49,5 | -49,7 |
| des Arbeitgebers in ein Treuhandvermögen (CTA) | - | 30,0 | -29,8 |
| der Begünstigten des Pensionsplans | 4,6 | 4,6 | 0,0 |
| Rentenzahlungen | -18,1 | -14,8 | -3,3 |
| Übertragungen | 1,1 | - | 1,1 |
| Stand 31.12. | 973,6 | 611,3 | 362,3 |
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| 2017 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Differenz |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 895,6 | 500,5 | 395,1 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 20,3 | - | 20,3 |
| Zinsaufwand / Zinsertrag | 19,3 | 11,2 | 8,1 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten | - | -0,6 | 0,6 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - | - |
| Effekte aus Abgeltungen | - | 0,0 | - |
| Neubewertungen Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge | 17,9 | -17,9 | |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen | 1,5 | - | 1,5 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | -15,8 | - | -15,8 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 12,7 | - | 12,7 |
| Effekte aus Währungsdifferenzen | -16,9 | -10,6 | -6,3 |
| Beiträge | |||
| des Arbeitgeber | - | 28,5 | -28,5 |
| der Begünstigten des Pensionsplans | 4,3 | 4,3 | - |
| Rentenzahlungen | -16,1 | -13,1 | -3,0 |
| Übertragungen | 0,4 | - | 0,4 |
| Stand 31.12. | 905,3 | 538,1 | 367,2 |
Annahmen
Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung von unternehmensspezifischen und landesspezifischen, biometrischen Rechnungsgrundlagen und Parametern ermittelt. Den Berechnungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die folgende Parameter berücksichtigt haben:
Versicherungsmathematische Annahmen
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| 2018 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | Deutschland | USA | Deutschland | USA |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 1,98 | 4,08 | 2,10 | 3,45 |
| Gehaltstrend | 2,50 | 3,00 | 2,50 | 3,00 |
| Rententrend | ||||
| Grund- und Zusatzversorgung1) | 1,8/1,0 | - | 1,8/1,0 | - |
| Deferred Compensation1) | 2,5/1,0 | - | 2,5/1,0 | - |
1) Variiert nach Eintrittsdatum der Mitarbeiter in das Unternehmen bzw. nach Abschlussdatum der verschiedenen Tarifgenerationen.
Im Oktober 2018 wurden in Deutschland von Prof. Dr. Klaus Heubeck neue "Richttafeln 2018G" veröffentlicht. Siltronic hat zum Geschäftsjahresende eine Umstellung auf diese neuen Richttafeln vorgenommen. Aus dieser Schätzungsänderung erhöhte sich die Pensionsrückstellung um EUR 28 Mio.
Bisher hat Siltronic die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten "Richttafeln 1998" mit Modifikationen zugrunde gelegt. Dabei wurden für den Bestand der Pensionskasse (Grundversorgung) von der Aufsichtsbehörde genehmigte Sterbetafeln (Reduzierung der Sterblichkeiten bei Männern auf 75 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Richttafelwerte) verwendet. Für den Bestand der übrigen Zusagen wurden die Sterblichkeiten bei Männern auf 60 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Heubeck-Werte reduziert.
In den USA wurde im Vorjahr die Sterblichkeitstafel "Sex distinct RP-2014 mortality tables" (Scale SoA MP-2014) für Rentner und Anwärter, nach Geschlecht unterschieden, angewendet. Im Berichtsjahr wurde auf die Sterblichkeitstafel "RP-2017" umgestellt. Es ergaben sich keine nennenswerten Änderungen aus dieser Umstellung.
Die bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung berücksichtigten Diskontierungssätze und Gehaltssteigerungen wurden in Abhängigkeit von den entsprechenden ökonomischen Rahmenbedingungen nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet. Der Rechnungszins beruht auf einer Zinsstrukturkurve, die aus Renditen hochrangiger festverzinslicher und laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen des jeweiligen Landes abgeleitet wurde. Er berücksichtigt die Siltronic-spezifischen, erwarteten künftigen Zahlungsströme der Verpflichtungen.
Sensitivitätsanalyse
Bei der folgenden Sensitivitätsanalyse wird jeweils nur eine Annahme verändert, d. h., die übrigen Annahmen bleiben gegenüber der ursprünglichen Bewertung unverändert, sodass die Sen-sitivität jeder Annahme isoliert betrachtet werden kann. Daraus folgt, dass mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen nicht berücksichtigt werden.
Die folgende Übersicht zeigt, inwieweit sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen durch Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen ändern würde:
Sensitivitätsanalyse
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag | 974 | 905 | ||
| Barwert der Pensionsverpflichtungen, falls | ||||
| der Rechnungszins 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 885 | -9,1 | 824 | -9,0 |
| der Rechnungszins 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 1.076 | 10,5 | 998 | 10,3 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 982 | 0,8 | 913 | 0,9 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 966 | -0,8 | 898 | -0,8 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte höher wäre | 1.002 | 2,9 | 930 | 2,8 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte niedriger wäre | 947 | -2,8 | 881 | -2,7 |
| die Lebenserwartung um 1 Jahr höher wäre | 1.004 | 3,1 | 936 | 3,4 |
Zusammensetzung des Planvermögens
In Deutschland investiert die Pensionskasse gemäß den gesetzlichen Vorschriften und den Vorschriften ihrer Satzung das relevante Planvermögen. Die Pensionskasse investiert das Vermögen zum Großteil in Aktien-, Rentenfonds und Schuldscheindarlehen sowie in Immobilien. Die Anlagestrategie erfolgt gemäß der vom Vorstand der Pensionskasse vorgegebenen Kapitalanlagerichtlinie.
Die durch einen externen Treuhänder verwalteten Gelder, die in Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA) angelegt werden, investieren ausschließlich in Aktien und Fonds und dienen vor allem der anteiligen Sicherung der inländischen Direktzusagen,
Deferred Compensation und der Rentenanpassung der Grundversorgung. Die Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag und in den Kapitalanlagerichtlinien festgelegten Anlagegrundsätze investiert. Die Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder, sondern durch einen Anlageausschuss getroffen.
Das Planvermögen der in den USA aufgelegten Pensionspläne wird überwiegend in Aktien und Fonds gemäß den vorgegebenen Kapitalanlageregelungen angelegt. Die Zusammensetzung des Planvermögens des Konzerns zeigt folgende Tabelle:
Zusammensetzung des Planvermögens
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | - | 95,1 | 95,1 | - | 77,7 | 77,7 |
| Darlehen / Renten | 202,0 | 79,3 | 281,3 | 207,2 | 84,0 | 291,2 |
| Aktien / Fonds/ Private Equity | 116,6 | 72,8 | 189,4 | 95,3 | 53,0 | 148,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 45,5 | 45,5 | - | 20,9 | 20,9 |
| Summe | 318,6 | 292,7 | 611,3 | 302,5 | 235,6 | 538,1 |
| davon selbst genutzte Immobilien | 0,6 | 0,6 | - | 0,4 | 0,4 |
Der Konzern nutzte zum Bilanzstichtag EUR 0,6 Mio. des Planvermögens für eigene Zwecke (31. Dezember 2017: EUR 0,4 Mio.). Hierbei handelt es sich um eine selbst genutzte Immobilie in München, in der die Hauptverwaltung der Siltronic AG untergebracht ist.
Risiken
Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken betreffen neben den üblichen versicherungsmathematischen Risiken vor allem finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Planvermögen. In Deutschland werden wesentliche Teile der leistungsorientierten Verpflichtungen in der Pensionskasse verwaltet. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Asset-Liability-Studie wird das aktuelle und künftige Verhältnis von Portfoliostruktur zu den Verpflichtungen analysiert und prognostiziert. Als Resultat ermittelt sich das langfristige Renditeerfordernis der Pensionskasse. Darauf aufbauend definiert die Pensionskasse ein strategisches Zielportfolio. Das Renditeerfordernis, der Firmenbeitrag der Trägerunternehmen und die strategische Asset-Allokation werden somit jährlich überprüft und miteinander in Einklang gebracht.
Grundsätzlich sind alle Kapitalanlagen Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Diese können aus Zins-, Aktienkurs- bzw. Wechselkursverschiebungen bestehen.
Für das durch die Pensionskasse verwaltete Planvermögen existiert ein sogenanntes Overlay-Management. Dessen Ziel ist es, Verluste auf ein vorgegebenes Maß zu beschränken. Teilweise werden Derivate zu Absicherungszwecken eingesetzt.
Die leistungsorientierten Pläne in den USA und das Planvermögen des CTA unterliegen aufgrund der Anlage des Planvermögens in Aktien und Fonds neben den versicherungsmathematischen Risiken ebenfalls dem Marktpreisänderungsrisiko.
Je nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ist Siltronic dazu verpflichtet, eine Unterdeckung der Pensionspläne durch Zuführung liquider Mittel zu reduzieren.
Risiken ergeben sich insbesondere durch die Lebenserwartung der Leistungsempfänger, die Zinsgarantie sowie aus Gehalts- und Rentensteigerungen. Das Zinsgarantierisiko wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses regelmäßig beobachtet. Es stellt bei der Ermittlung des langfristigen Zinserfordernisses und dessen Erfüllbarkeit ein Schwerpunktthema der Pensionskasse dar. Risiken aus der Zinsgarantie entfallen auch auf die Pläne zur "Deferred Compensation".
Finanzierung der Pensionspläne
Im Geschäftsjahr 2018 wurden für Pläne in Deutschland EUR 11,7 Mio. (Vorjahr: EUR 11,3 Mio.) und für Pläne im Ausland EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) an Rentenzahlungen geleistet. Für das Geschäftsjahr 2019 wird erwartet, dass die Beiträge des Arbeitgebers für das darauffolgende Jahr in Höhe von circa EUR 8 Mio. erneut vorausgezahlt werden. Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2018 21,1 Jahre (Vorjahr: 20,6 Jahre) in Deutschland und 15,8 Jahre (Vorjahr: 17,1 Jahre) in den USA.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vom Konzern sowie der Pensionskasse voraussichtlich zu leistenden Rentenzahlungen im Zeitraum 2019 bis 2023:
Erwartete Fälligkeiten der Pensionszahlungen
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| EUR Mio. | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|
| 19,5 | 21,6 | 23,6 | 26,3 | 28,1 |
Zusammensetzung des Pensionsaufwands nach Pensionsplänen
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 19,5 | 20,3 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/ Effekte aus Übertragungen/ Abgeltungen | 0,5 | 0,0 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten aus leistungsorientierten Plänen | 0,8 | 0,6 |
| Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 8,0 | 8,1 |
| Aufwand aus beitragsorientierten Plänen | 1,0 | 0,9 |
| Übrige Pensionsaufwendungen | 0,3 | 0,1 |
| Beiträge zur gesetzlichen Altersversorgung | 17,4 | 15,7 |
| Gesamte Altersversorgung | 47,5 | 45,7 |
11 Andere Rückstellungen und Ertragsteuerrückstellungen
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Personal | 37,8 | 35,1 | 2,7 | 43,3 | 40,7 | 2,6 |
| Umweltschutz | 43,5 | 40,0 | 3,5 | - | - | - |
| Belastende Verträge | 12,9 | 6,8 | 6,1 | 8,7 | 8,0 | 0,7 |
| Übrige | 2,3 | 0,1 | 2,2 | 1,4 | 0,1 | 1,3 |
| Summe | 96,5 | 82,0 | 14,5 | 53,4 | 48,8 | 4,6 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 41,6 | 14,0 | 27,6 | 1,2 | 0,7 | 0,5 |
Personalrückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten hauptsächlich Verpflichtungen zur Gewährung von Jubiläumsgeldern sowie Rückstellungen aufgrund von Altersteilzeitmodellen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle werden in sechs Jahren vollständig ausbezahlt sein. Der Abfluss erfolgt kontinuierlich. Der Konzern hält Anleihen und andere Wertpapiere, die als Planvermögen für Leistungen im Rahmen der Altersteilzeit dienen und die mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeitmodellen saldiert werden.
Rückstellungen für belastende Verträge
Die Rückstellungen enthalten erwartete Kosten für Verpflichtungen aus der Kündigung von langfristigen Verträgen.
Rückstellung für Umweltschutz
Die Rückstellung für Umweltschutz deckt erwartete Belastungen aufgrund von Verunreinigungen auf dem Werksgelände und dem angrenzenden Fluss am Standort Portland, Oregon/USA. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich Siltronic mit Versicherungen auf eine Kompensationszahlung in Höhe von EUR 44,1 Mio. geeinigt. Im Gegenzug hat die Gesellschaft wirtschaftliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem verunreinigten Fluss übernommen. Diese Verpflichtungen wurden mit EUR 43,5 Mio. bewertet. Die Gesellschaft erwartet, dass voraussichtlich im Geschäftsjahr 2019 hiervon EUR 3,5 Mio. und in den Jahren 2020 bis 2024 EUR 40,0 Mio. in Anspruch genommen werden.
Für darüber hinausgehende Umweltrisiken in Portland bestehen zusätzliche, voraussichtlich ausreichende Versicherungsdeckungen. Die Höhe dieser weiteren Umweltrisiken kann wie im Vorjahr nicht verlässlich geschätzt werden. Grund hierfür sind fehlende Indikationen von den zuständigen Umweltbehörden über die Höhe und den Zeitpunkt für eventuelle Maßnahmen zum Umweltschutz. Dementsprechend erfolgt insoweit auch kein Ansatz einer Verpflichtung.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2018:
Entwicklung der anderen Rückstellungen
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| EUR Mio. | 01.01.2018 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 43,3 | -19,5 | 0,0 | 13,6 | 0,3 | 37,8 |
| Umweltschutz | - | - | - | 42,5 | 1,0 | 43,5 |
| Belastende Verträge | 8,7 | -0,6 | -0,7 | 5,5 | - | 12,9 |
| Übrige | 1,4 | -1,0 | -0,3 | 2,1 | 0,1 | 2,3 |
| Summe | 53,4 | -21,1 | -1,0 | 63,7 | 1,4 | 96,5 |
Ertragsteuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern aller in- und ausländischen Einheiten. Hauptgrund für die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr waren gestiegene steuerpflichtige Gewinne und spätere Zahlungstermine.
Die Entwicklung der Rückstellung für Ertragsteuern geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Entwicklung der Ertragsteuerrückstellung
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| EUR Mio. | 01.01.2018 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsteuerrückstellung | 1,2 | -0,3 | 0,0 | 40,0 | 0,7 | 41,6 |
12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , Erhaltene Anzahlungen, Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten und Ertragsteuerverbindlichkeiten
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 96,6 | 96,6 | 67,1 | 67,1 | ||
| Erhaltene Anzahlungen1) | 231,7 | 175,2 | 56,5 | 69,8 | 42,9 | 26,9 |
| davon> 5 Jahre | 29,9 | 29,9 | - | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente | 16,9 | 0,2 | 16,7 | 0,7 | 0,0 | 0,7 |
| Übrige | 0,2 | - | 0,2 | 0,5 | - | 0,5 |
| Summe | 17,1 | 0,2 | 16,9 | 1,2 | 0,0 | 1,2 |
| davon> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten1) | ||||||
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 4,3 | - | 4,3 | 2,9 | - | 2,9 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2,5 | - | 2,5 | 2,1 | - | 2,1 |
| Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung | 1,8 | - | 1,8 | 1,6 | - | 1,6 |
| Erfolgsbeteiligung, Bonus | 37,5 | - | 37,5 | 29,0 | - | 29,0 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 8,7 | - | 8,7 | 11,3 | - | 11,3 |
| Übrige | 0,0 | - | 0,0 | 0,1 | - | 0,1 |
| Summe | 54,8 | - | 54,8 | 47,0 | - | 47,0 |
| davon> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 0,2 | - | 0,2 | 4,8 | - | 4,8 |
1) Die erhaltenen Anzahlungen wurden rückwirkend für 2017 als eigene Zeile in der Bilanz dargestellt. Im Vorjahresbericht wurden die erhaltenen Anzahlungen unter den sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten gezeigt.
Die erhaltenen Anzahlungen entsprechen den Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden nach IFRS 15. Der zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesene Betrag von EUR 41,2 Mio. wurde im Geschäftsjahr 2018 als Umsatzerlöse erfasst. Es gab keine nennenswerten Umsatzerlöse aus den in früheren Perioden erfüllten Leistungsverpflichtungen.
Die Gesamthöhe der erwarteten Erlöse aus noch nicht erfüllten, beziehungsweise teilweise noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen wird auf über EUR 1,9 Mrd. geschätzt, wovon 40 Prozent in 2019 erwartet werden. Die verbleibenden 60 Prozent werden voraussichtlich in den Jahren 2020 bis 2024 realisiert. Wie nach IFRS 15 zulässig, werden keine Angaben zu den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 gemacht, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit bis zu einem Jahr haben.
Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit werden insbesondere noch abzuführende einbehaltene Beträge ausgewiesen.
Die sonstigen Personalverpflichtungen enthalten überwiegend Urlaubs- und Gleitzeitguthaben. Die Verbindlichkeit aus derivativen Finanzinstrumenten entspricht dem negativen beizulegenden Zeitwert dieser Instrumente.
13 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, least der Konzern vor allem Grundstücke, Gebäude und Equipment. Mit Ausnahme der Pachtverträge für Grundstücke, die Laufzeiten bis 2040 haben, liegen die Laufzeiten dieser Verträge bei maximal 10 Jahren.
Die Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 beliefen sich auf EUR 5,6 Mio. bzw. EUR 5,4 Mio. und betrafen vor allem geleistete Mindestlea-singzahlungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Operating Lease-Verträgen | ||
| fällig innerhalb 1 Jahr | 5,9 | 3,9 |
| fällig zwischen 2 Jahren und 5 Jahren | 12,7 | 9,5 |
| fällig nach 5 und mehr Jahren | 19,5 | 20,0 |
| Summe | 38,1 | 33,4 |
Untermietverhältnisse bestehen nur in unwesentlichem Umfang.
Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen sind zu einem großen Teil auf drei langfristige Pachtverträge für Grundstücke in Singapur mit Laufzeiten bis 2027 bzw. bis 2037 sowie auf einen Erbpachtvertrag in Deutschland mit einer Laufzeit bis 2040 zurückzuführen. Für die Pachtverträge in Singapur besteht eine 30-jährige Verlängerungsoption. Sowohl die Pachtverträge in Deutschland als auch die Pachtverträge in Singapur können einer jährlichen Indexierung unterliegen. Aus diesen Indexierungen können sich Eventualmietzahlungen in der Zukunft ergeben.
Zum 31. Dezember 2018 bestand ein Bestellobligo in Höhe von EUR 293,1 Mio. (Vorjahr: EUR 139,5 Mio.), das hauptsächlich Sachanlagen betraf.
Der Konzern schließt langfristige Abnahmeverträge ab, die eine Mindestabnahme vorsehen. Daraus ergaben sich zum 31. Dezember 2018 Mindestabnahmeverpflichtungen in Höhe von EUR 63,1 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 50,2 Mio.).
Für Umweltrisiken am Standort Portland, Oregon/USA könnten weitere Verpflichtungen entstehen, die die bestehenden Versicherungsdeckungen übersteigen. Eine verlässliche Schätzung dieser Eventualverbindlichkeiten kann unverändert zum Vorjahr nicht vorgenommen werden. Siehe hierzu Ziffer 11.
Weitere Angaben
14 Ergebnis je Aktie
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Jahresergebnis der Aktionäre der Siltronic AG (EUR Mio.) | 373,2 | 185,3 |
| Durchschnittliche Zahl an ausstehenden Stammaktien (Stück) | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Zahl an ausstehenden Stammaktien zum Jahresende (Stück) | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Ergebnis je Stammaktie (Durchschnitt) (EUR) | 12,44 | 6,18 |
| Dividendenzahlung je Stammaktie (EUR) für das Vorjahr | 2,5 | 0,00 |
Für das Geschäftsjahr 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, eine Dividende in Höhe von EUR 5,00 je Aktie im Jahr 2019 auszuschütten. Die Zustimmung oder Ablehnung dieses Vorschlags obliegt der Hauptversammlung der Siltronic AG. Vorbehaltlich dieser Zustimmung wird für die Gesamtzahl von 30.000.000 Stückaktien ein Betrag von EUR 150 Mio. ausgeschüttet.
15 Finanzinstrumente
In den nachfolgenden Tabellen sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie angehören.
Der beizulegende Zeitwert von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird durch Abzinsung unter Berücksichtigung üblicher risikoadäquater und laufzeitkongruenter Marktzinssätze ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von kurzfristigen Bilanzposten entspricht annähernd ihrem Buchwert. Die sich aus IAS 39 und IFRS 9 ergebenden Kategorien unterscheiden zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und solchen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (siehe nachfolgende Tabelle). Diese Kategorien sind ausreichend, um die Klassen nach IFRS 7 nachzubilden, die zumindest eine Trennung der Finanzinstrumente nach Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und nach Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorsehen. Bei den in der Tabelle unten gesondert dargestellten derivativen Finanzinstrumenten mit spezifischen Risiken handelt es sich nur um Fremdwährungsderivate.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien des IFRS 9
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| Bewertung nach IFRS 9 | Erfolgsneutral | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2018 | Fortgeführte Anschaffungskosten (AC) | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) | zum beizulegenden Zeitwert (Hedge Accounting) | Beizulegender Wert 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere | 66,9 | - | 66,9 | - | 66,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 156,3 | 156,3 | - | - | 156,3 |
| Festgelder | 368,2 | 368,2 | - | - | 368,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 46,9 | 44,9 | 0,8 | 1,2 | 46,9 |
| Kompensationsanspruch gegenüber Versicherungen | 44,1 | - | - | ||
| Sonstige | 0,8 | - | - | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVTPL) | - | 0,8 | - | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting nach IAS 39) | - | - | 1,2 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 257,5 | 257,5 | - | - | 257,5 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 895,8 | 895,8 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 96,6 | 96,6 | - | - | 96,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 17,1 | 0,2 | 4,3 | 12,6 | 17,1 |
| Sonstige | 0,2 | - | - | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVTPL) | - | 4,3 | - | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting nach IAS 39) | - | - | 12,6 | ||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 113,7 | 113,7 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden zum aktuellen Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die langfristigen Festgelder werden fällig im Januar 2020. Auch bei diesem Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert annähernd dem Buchwert.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien des IAS 39
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2017 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere | 1,3 | - | - | 1,3 | 1,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 159,9 | 159,9 | - | - | 159,9 |
| Festgelder | 116,3 | 116,3 | - | - | 116,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22,8 | 2,8 | 4,2 | 15,8 | 22,8 |
| Darlehen und Forderungen | 2,8 | - | - | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 4,2 | - | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 15,8 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 225,8 | 225,8 | - | - | 225,8 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 526,1 | 526,1 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 504,8 | 504,8 | - | - | 504,8 |
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 1,3 | - | - | 1,3 | 1,3 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 4,2 | - | 4,2 | - | 4,2 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 15,8 | - | - | 15,8 | 15,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 67,1 | 67,1 | - | - | 67,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 67,1 | - | - | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,2 | 0,5 | 0,2 | 0,5 | 1,2 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,5 | - | - | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 0,2 | - | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 0,5 | ||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 68,3 | 68,3 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 67,6 | 67,6 | - | - | 67,6 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten) | 0,2 | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 0,5 | - | - | 0,5 | 0,5 |
In den Darlehen und Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Festgelder sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden zum aktuellen Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Vorjahr und Bewertungskategorien des IFRS 9 für das Berichtsjahr dargestellt. Nachfolgend sind keine Ergebniseffekte aus Cashflow Hedge-Beziehungen berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IFRS 9 bzw. IAS 39 angehören.
Nettoergebnis gemäß Bewertungskategorien
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen (IAS 39) | - | -18,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (IAS 39) | - | 0,1 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (IAS 39/IFRS 9) | -9,0 | 3,3 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (IFRS 9) | 13,9 | - |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (IAS 39/IFRS 9) | -1,6 | 6,0 |
| Summe | 3,3 | -9,1 |
Die Nettoverluste (Vorjahr: Nettogewinne) in der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" bestehen im Wesentlichen aus Effekten aufgrund der Bewertung mit unterschiedlichen Wechselkursen.
Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.). Es handelt sich um Zinserträge aus Bankguthaben und Festgeldern.
Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich 2018 auf EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.).
Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value-Hierarchie) zugeordnet.
Die einzelnen Hierarchiestufen sind wie folgt gegliedert:
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Darlehen und Forderungen" beinhaltet im Vorjahr im Wesentlichen Nettogewinne/-verluste aus der Währungsumrechnung, Zinserträge aus Finanzanlagen, Festgeldanlagen sowie Bankguthaben (nach Berücksichtigung gegebenenfalls einschlägiger Wertberichtigungen).
Die Nettogewinne von langfristigen Wertpapieren sind im Vorjahr in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" enthalten.
Im Berichtsjahr beinhaltet das Nettoergebnis von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten vor allem Nettogewinne/-verluste aus der Währungsumrechnung, Zinserträge aus Festgeldanlagen sowie Bankguthaben.
Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sowie von Wertpapieren sind in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" enthalten. Dividendenerträge und Zinserträge-/aufwendungen aus verzinslichen Wertpapieren werden ebenfalls im Nettoergebnis dieser Kategorie ausgewiesen. Dividendenerträge werden erst erfasst, wenn ein Rechtsanspruch auf Zahlung besteht.
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| Stufe I: | Finanzinstrumente, die mittels notierter Preise in aktiven Märkten |
| (Märkte, die eine angemessene Liquidität aufweisen) bewertet werden, die für das zu bewertende Finanzinstrument repräsentativ sind. | |
| Stufe II: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis beobachtbarer Marktdaten bewertete Finanzinstrumente, |
| deren beizulegender Zeitwert anhand gleichartiger, in aktiven Märkten gehandelter Finanzinstrumente | |
| oder mittels Bewertungsverfahren, deren sämtliche Parameter beobachtbar sind, ermittelt werden kann. | |
| Hierzu zählen derivative Finanzinstrumente, innerhalb oder außerhalb von Sicherungsbeziehungen | |
| (d. h. mit Hedge Accounting und ohne Hedge Accounting) und Ausleihungen. | |
| Stufe III: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis nicht beobachtbarer Parameter bewertete Finanzinstrumente, |
| deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und | |
| die ein anderes Bewertungsverfahren erfordern. Hierzu zählen in der Regel außerbörsliche Derivate und nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. |
Die folgenden Tabellen zeigen die Einordnung in die Fair Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
Fair Value-Hierarchie
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| 31.12.2018 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | - | 0,8 | - | 0,8 |
| Wertpapiere | 66,9 | - | - | 66,9 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 1,2 | - | 1,2 |
| Summe | 66,9 | 2,0 | - | 68,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | - | 4,3 | - | 4,3 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 12,6 | - | 12,6 |
| Summe | - | 16,9 | - | 16,9 |
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| 31.12.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 4,2 | - | 4,2 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 15,8 | - | 15,8 |
| Wertpapiere (zur Veräußerung verfügbar) | - | 1,3 | - | 1,3 |
| Summe | - | 21,4 | - | 21,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 0,5 | - | 0,5 |
| Summe | - | 0,7 | - | 0,7 |
Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag verfügbaren Informationen, auf Basis quotierter Preise oder anhand geeigneter Bewertungsverfahren (Discounted-Cashflow bzw. finanzmathematisch anerkannter Verfahren, wie der PAR-Methode) ermittelt. Für alle Wertpapiere der Gesellschaft liegen zum Geschäftsjahresende notierte Preise an einem aktiven Markt vor. Daher erfolgt für alle Wertpapiere eine Zuordnung zur Hierarchiestufe I.
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unterliegen damit einem wiederkehrenden Fair Value-Ansatz. Sie werden in Hierarchiestufe II eingeordnet.Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird auf Basis von Marktdaten wie Wechselkursen oder Zinsstrukturkurven mittels marktbezogener Bewertungsverfahren berechnet. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten mit laufzeitadäquaten, am Markt beobachtbaren CDS-Werten berücksichtigt.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
In Fällen, in denen der Konzern eine Absicherung gegen Währungsrisiken vornimmt, werden Derivate eingesetzt, und zwar im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und Devisenswaps. Derivate kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Transaktionen (Grundgeschäft) unterlegt sind. Die Derivate betreffen drei Bereiche, nämlich die "strategische Sicherung", die "operative Sicherung" und die "Sicherung von ausgewählten konzerninternen Sachverhalten".
Die strategische Sicherung umfasst erwartete, aber noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung und erstreckt sich über den Zeitraum von drei Monaten bis höchstens 15 Monaten. Die abgesicherten Cashflows beeinflussen zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung die Gewinn- und Verlustrechnung. Ihr Zufluss erfolgt üblicherweise ein bis zwei Monate danach. Bei der strategischen Sicherung werden vor allem Devisentermingeschäfte sowie bei der Bank hinterlegte Stop/Loss-Order verwendet.
Die operative Sicherung im Devisenbereich bezieht sich auf gebuchte Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und umfasst im Allgemeinen Laufzeiten von ein bis zwei Monaten. Bei der operativen Sicherung kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz.
Die Währungssicherung von ausgewählten konzerninternen Sachverhalten, die meist konzerninterne Darlehen betrifft, wird mittels Devisenswaps durchgeführt.
Devisensicherungen erfolgen für den US-Dollar, den Japanischen Yen sowie den Singapur-Dollar.
Die Marktwerte beziehen sich auf die Rückkaufwerte (Auflösungsbeträge) der Finanzderivate und werden mit anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt.
Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert angesetzt; der Ausweis erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten. Bei strategischen Sicherungen von Währungsrisiken aus künftigen Cashflows in Fremdwährung wird - sofern zulässig - Cashflow Hedge Accounting praktiziert. In diesen Fällen werden Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften bis zum Eintritt des Grundgeschäfts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, soweit die Sicherungsbeziehung effektiv ist. Bei der Realisierung der künftigen Transaktionen werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam im Betriebsergebnis (sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge) aufgelöst.
Die Überleitung der im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Effekte (vor Steuern) für das Geschäftsjahr 2018 und 2017 stellt sich wie folgt dar:
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Kumulierte Effeke aus derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) vor Steuern zum 1. Januar | 15,2 | - 4,6 |
| Marktwertänderungen | - 18,7 | 23,6 |
| Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen) | - 7,8 | - 3,8 |
| Kumulierte Effeke aus derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) vor Steuern zum 31. Dezember | - 11,3 | 15,2 |
Für die strategische Sicherung werden abgestufte Sicherungsquoten verwendet. Die Quoten liegen zwischen 30 Prozent und 40 Prozent bezogen auf das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar (gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Währungen, die eine hohe Korrelation zum US-Dollar zeigen) und den Japanischen Yen. Dabei ist das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar und Yen für 2019 zu rund 33 Prozent abgesichert.
Siltronic bestimmt die Wirksamkeit der wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument basierend auf Laufzeiten, Währungen und Nominalbeträgen, wobei die Sicherungsquote zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft im Hedge Accounting grundsätzlich 100 Prozent beträgt. Das Unternehmen überprüft, ob die designierten Derivate die Cashflows der Grundgeschäfte effektiv absichern mittels Verwendung der hypothetischen Derivate-Methode. Das Kreditrisiko der Kontrahenten sowie Veränderung des zeitlichen Eintritts der gesicherten hochwahrscheinlichen zukünftigen Transaktionen stellen mögliche Quellen der Ineffektivität dar. Im Periodenergebnis wurden keine Ineffektivitäten ausgewiesen, da die Sicherungsbeziehungen nahezu vollständig effektiv waren und die Wertänderungen der Sicherungsinstrumente somit annähernd gegenläufig zu denen der Grundgeschäfte waren.
Nominal- und Marktwerte
Die folgenden Tabellen stellen die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente den Nominalwerten gegenüber:
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| 31.12.2017 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Nominalwerte | Marktwerte |
| --- | --- | --- |
| Fremdwährungsderivate | 783,2 | 19,3 |
| Marktwerte für derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting | - | 15,2 |
Für das aktuelle Geschäftsjahr erfolgt eine detaillierte Aufgliederung der Nominal- und Marktwerte in sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend den neuen Vorschriften des IFRS 9:
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| 31.12.2018 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Nominalwerte | Marktwerte |
| --- | --- | --- |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 233,3 | 2,0 |
| Devisentermingeschäfte | 225,6 | 1,9 |
| davon zur strategischen Sicherung (Hedge Accounting) | 102,5 | 1,2 |
| Sonstige Derivate | 7,7 | 0,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 396,1 | 16,9 |
| Devisentermingeschäfte | 396,1 | 16,9 |
| davon zur strategischen Sicherung (Hedge Accounting) | 335,6 | 12,6 |
Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Nominalwerte der Devisentermingeschäfte zur strategischen Sicherung nach Laufzeiten sowie den durchschnittlichen Sicherungskurs je Währung:
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| 31.12.2018 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | kurzfristig (kleiner 1 Jahr) | langfristig (größer 1 Jahr) |
| --- | --- | --- |
| Nominalwerte | 401,4 | 36,6 |
| Durchschnittlicher Sicherungskurs | ||
| EUR/JPY | 130 | 129 |
| EUR/USD | 1,21 | 1,19 |
| USD/SGD | 1,34 | 1,35 |
| EUR/SGD | 1,63 | - |
Die nachfolgende Tabelle enthält Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz. Ferner zeigt sie die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Aufrechnung von Finanzinstrumenten aus Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen.
Nettobetrag
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| 31.12.2018 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| I | II Bruttobeträge | I- II Nettobeträge | Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 9,2 | 7,3 | 1,9 | 1,9 | - | 0,0 |
| Derivate mit negativem Marktwert | -24,1 | -7,3 | -16,9 | -1,9 | - | - 14,9 |
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| 31.12.2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| I | II Bruttobeträge | I- II Nettobeträge | Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 20,2 | 0,6 | 19,6 | 0,3 | - | 19,3 |
| Derivate mit negativem Marktwert | -0,9 | -0,3 | -0,6 | -0,6 | - | 0,0 |
Die Tabelle enthält neben den Beträgen, die die Saldierungsvorschriften des IAS 32 erfüllen, auch jene Beträge, die nach IAS 32 nicht saldierungsfähig sind.
Im Rahmen der strategischen Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung stellt der Konzern Devisentermingeschäfte vor Fälligkeit in einem Gegengeschäft glatt. Das strategische Devisentermingeschäft und das korrespondierende Devisentermingeschäft der Glattstellung werden gemäß den Kriterien des IAS 32 saldiert ausgewiesen. Ferner wurden mit einigen Banken Globalverrechnungsvereinbarungen geschlossen, die nur im Insolvenzfall gelten.
Der Konzern hat weder verpfändete Barsicherheiten für positive Marktwerte von Derivaten erhalten noch Barsicherheiten für negative Marktwerte von Derivaten verpfändet.
Management finanzwirtschaftlicher Risiken
In den folgenden Abschnitten wird das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns erläutert. Quantitative Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten sind in anderen Teilen des Anhangs enthalten.
Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Zudem ist der Konzern aus den im Spezialfonds gehaltenen Wertpapieren in geringfügigem Umfang Markt- und Zinsrisiken ausgesetzt.
Bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen ergeben sich für den Konzern Risiken aus Wechselkursänderungen.
Im Allgemeinen werden nur diejenigen Risiken abgesichert, die sich auf die Zahlungsströme des Konzerns auswirken. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Sicherungsinstrumente nur mit Partnern sehr guter Bonität abgeschlossen.
Die Grundsätze des Finanzmanagements werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung und Überwachung des Risikomanagements des Konzerns. Ein Teil dieses Systems befasst sich mit dem Management finanzwirtschaftlicher Risiken. Das System für das Management finanzwirtschaftlicher Risiken verfügt unter anderem über eine Richtlinie über den Einsatz und den Umfang derivativer Finanzinstrumente und hat Ausschüsse eingerichtet, die die Umsetzung der Richtlinie überwachen, die Effizienz der abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente beurteilen und erforderlichenfalls zusätzliche Risikolimits festlegen.
Finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet der Konzern durch ein implementiertes Risikomanagementsystem, das vom Aufsichtsrat überwacht wird. Zentrales Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken zeitnah zu erkennen, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Der Konzernvorstand wird durch regelmäßige Analysen über das Ausmaß dieser Risiken unterrichtet. Die Analyse konzentriert sich dabei auf Marktrisiken, insbesondere den möglichen Einfluss von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Zinsrisiken auf das Zinsergebnis.
Währungsrisiken
Währungsrisiken entstehen im Wesentlichen aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und dem operativen Geschäft. Währungsrisiken werden abgesichert, soweit sie die Zahlungsströme des Konzerns beeinflussen können. Währungsdifferenzen, die keinen Einfluss auf den Cashflow des Konzerns haben, ergeben sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen in Euro. Diese Risiken werden nicht abgesichert, weil sie mit langfristigen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehen.
Da es in der Halbleiterindustrie gängige Praxis ist, Geschäfte in US-Dollar abzuwickeln, und die Erlöse des Konzerns aus der Lieferung von Erzeugnissen (operatives Geschäft) die Mittelabflüsse in US-Dollar (operatives Geschäft und Investitionen) erheblich übersteigen, ist der Konzern einem Währungsrisiko in US-Dollar ausgesetzt. Außerdem besteht für den Konzern ein Währungsrisiko in Bezug auf den Japanischen Yen und den Singapur-Dollar.
Das resultierende Netto-Fremdwährungsexposure, d. h. der nach Eliminierung der Mittelzuflüsse und -abflüsse verbleibende Betrag in denselben oder stark korrelierenden Fremdwährungen, wird gemäß der Konzernrichtlinie abgesichert.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die zeigen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der maßgeblichen Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital haben. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den gesamten Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag angewendet werden. Den Sensitivitätsanalysen im Devisenbereich liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die zum Bilanzstichtag gehaltenen primären monetären Finanzinstrumente (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Festgelder, Wertpapiere, Forderungen, verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten) entsprechen einem normalen Niveau. Es werden rund zwei Drittel des Konzernumsatzes in US-Dollar fakturiert. Abflüsse in Fremdwährung bleiben auf dem derzeitigen Niveau, das vom Produktionsvolumen abhängig ist. Somit ist der Konzern nur Währungsrisiken aus nicht abgesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bestehender derivativer Finanzinstrumente ausgesetzt.
Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro und Singapur-Dollar zum 31. Dezember 2018 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 27,8 Mio. verringert bzw. erhöht und diese Änderungen wäre komplett im sonstigen Ergebnis erfasst worden. Die entsprechenden Zeitwertänderungen zum 31. Dezember 2017 hätten sich um EUR 28,1 Mio. verringert bzw. erhöht. Wenn der Yen gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2018 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 10,7 Mio. geändert. Die Änderung wäre vollständig im sonstigen Ergebnis erfasst worden. Die entsprechende Zeitwertänderung zum 31. Dezember 2017 hätte EUR 8,9 Mio. betragen. Wenn der Singapur-Dollar gegenüber dem Euro um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 6,5 Mio. geändert (Vorjahr: EUR 10,0 Mio.). Diese Änderung wäre im Geschäftsjahr 2018 und 2017 vollständig im sonstigen Ergebnis erfasst worden.
Zinsrisiko
Aus der operativen Geschäftstätigkeit unterliegt der Konzern zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Zinsrisiken, da er keine verzinslichen Nettoverbindlichkeiten hat und keine wesentlichen Nettoverbindlichkeiten erwartet. Weiterhin unterliegen die Fremdwährungsderivate keinen nennenswerten Zinsänderungen, sodass daraus kein Zinsrisiko entsteht.
Im Rahmen des Spezialfonds werden Wertpapiere gehalten, die Zinsänderungsrisiken unterliegen können. Diese Risiken werden durch ein sogenanntes Overlay-Management überwacht und reduziert.
Sonstige Preisrisiken
Der Konzern ist in geringem Umfang aus im Spezialfonds gehaltenen Wertpapieren sonstigen Marktpreisrisiken aus schwankenden Börsenkursen ausgesetzt. Diese Risiken werden durch ein sogenanntes Overlay-Management überwacht und reduziert.
Kreditrisiko (Ausfallrisiko)
Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Zur Begrenzung des Ausfallrisikos werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits und mit Partnern sehr guter Bonität getätigt. Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden die Marktrisiken im Konzern zentral gesteuert. Der Abschluss und die Abwicklung der Geschäfte erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht und über Warenkreditversicherungen teilweise abgesichert. Forderungen gegen Großkunden sind nicht so hoch, dass sie eine außerordentliche Risikokonzentration begründen würden. Für weitere Ausführungen zum Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte sowie von Vertragsvermögenswerten siehe Ziffer 07 sowie Ziffer 08.
In den letzten drei Jahren betrug der Aufwand aufgrund von Zahlungsausfällen durchschnittlich weniger als 0,1 Prozent vom Umsatz.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass ein Unternehmen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln seinen bestehenden oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, hält der Konzern in ausreichendem Maße liquide Mittel vor. Die Finanzierung über Darlehen spielt derzeit keine Rolle.
Die Liquiditätslage des Konzerns wird durch einen Vergleich der Mittelabflüsse in jedem der drei nächsten Monate mit den Mittelzuflüssen überwacht. Außerdem werden die tatsächlichen Zahlungsströme mit den prognostizierten Zahlungsströmen verglichen, um ungeplante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus erfolgt eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung, die jeweils den Zeitraum bis zum Jahresende umfasst. Diese Planung steht im Einklang mit den monatlichen Prognosen für die Gewinn- und Verlustrechnung und für die Bilanz, die ebenfalls den Zeitraum bis zum Jahresende abdecken. Auf diese Weise stellt die Gesellschaft sicher, dass sie ihre finanziellen Verbindlichkeiten erfüllt und Reputationsrisiken vermieden werden.
Gemäß der Richtlinie des Konzerns werden Bürgschaften grundsätzlich nur für Tochtergesellschaften geleistet. In den Geschäftsjahren zum 31. Dezember 2018 und 2017 wurden keine Bürgschaften gewährt.
Marktrisiken
Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Marktschwankungen ändern. Diesem Risiko unterliegen auch die Wertpapiere des Spezialfonds.
Festgelder
Bei den Festgeldern handelt es sich um Anlagen bei Banken. Die Festgelder haben eine Laufzeit bis Januar 2020.
16 Segmentberichterstattung
Der Konzern hat nur ein berichtspflichtiges Segment. Dieses umfasst die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wafern für die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite an Eigenschaften haben, um vielen unterschiedlichen Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch können die Forderungen der Kunden nach präzisen technischen Spezifikationen erfüllt werden, die bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen einschlägig sind. Da in der Waferindustrie die Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der Spezifikationen abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment tätig. Die Produkte können sich im Hinblick auf Durchmesser, polierte oder epitaxierte Wafer, unterschiedliche Ziehverfahren und andere Eigenschaften unterscheiden.
Die geografischen Angaben für die Berichtsperioden sind wie folgt:
Regionale Aufteilung
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| 2018 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland | USA | Taiwan und (Festland) China | Korea | Asien ohne Taiwan, (Festland) China und Korea |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundenstandort | 115,1 | 160,6 | 172,1 | 408,2 | 332,2 | 247,6 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 100,0 | - | 10,0 | 0,1 | 0,2 | 146,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum 31.12. | 331,7 | - | 20,3 | 0,1 | 0,2 | 336,3 |
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| 2018 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung und Sonstiges | Siltronic-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundenstandort | 20,9 | 1.456,7 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 256,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum 31.12. | 17,5 | 706,1 |
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| 2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland | USA | Taiwan und (Festland) China | Korea | Asien ohne Taiwan, (Festland) China und Korea |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 80,2 | 134,2 | 154,6 | 381,8 | 225,5 | 185,0 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 92,8 | - | 5,1 | 0,1 | 0,1 | 25,1 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum 31.12. | 285,0 | - | 11,9 | 0,1 | 0,1 | 222,4 |
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| 2017 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung und Sonstiges | Siltronic-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 16,0 | 1.177,3 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 123,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum 31.12. | 17,7 | 537,2 |
Im Geschäftsjahr 2018 realisierte der Konzern Umsatzerlöse mit drei Kunden, die einen Anteil von 16 Prozent bzw. 15 Prozent und 12 Prozent hatten. Im Vorjahr entfielen auf drei Kunden 16 Prozent, 15 Prozent und 11 Prozent.
17 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Angabepflichten nach IAS 24 betreffen Geschäftsvorfälle (i) mit dem Minderheitsgesellschafter Wacker Chemie AG (bis 15. März 2017 Mehrheitsgesellschafter) und dessen beherrschendem Gesellschafter Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG), (ii) mit der Pensionskasse und (iii) mit den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Nahestehende Unternehmen
Die folgenden in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Beträge resultieren aus Geschäftsvorfällen mit der Wacker Chemie AG:
Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,9 | 1,0 |
| Bezogene Lieferungen und Leistungen (überwiegend Herstellungskosten) | 172,5 | 171,8 |
In den Umsatzerlösen 2018 sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) für die Wacker Chemie AG enthalten.
Die Herstellungskosten beziehen sich hauptsächlich auf (a) den Kauf des wichtigsten Rohstoffs Polysilizium von der Wacker Chemie AG und (b) einen Dienstleistungsrahmenvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wacker Chemie AG über technisches Engineering, IT, Materialwirtschaft und Beschaffung, Vor-Ort-Leistungen am Produktionsstandort Burghausen sowie gesellschafts-bezogene Verwaltungsdienstleistungen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, die in der Bilanz für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2018 und 2017 enthalten sind:
Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
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| EUR Mio. | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Vorräte | 12,5 | 10,0 |
| davon Wacker Chemie | 12,5 | 10,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | - | 8,0 |
| davon Vorauszahlung an Pensionskasse | - | 8,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12,8 | 9,5 |
| davon Wacker Chemie | 12,8 | 9,5 |
Die Vorräte betreffen Rohstofflieferungen der Wacker Chemie AG.
Nahestehende Personen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütungen der nahestehenden Personen:
Vergütungen für Organe
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| EUR | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Anteilsbasierte Vergütung | Altersversorgung | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 1.021.017 | 891.800 | 894.630 | 301.148 | 2.995.592 | |
| Vorstandsvergütung | 2017 | 817.327 | 685.890 | 701.356 | 265.666 | 2.470.239 |
| 2018 | 4.575.714 | 4.575.714 | ||||
| Pensionsrückstellung für aktive Vorstandsmitglieder | 2017 | 4.073.552 | 4.073.552 | |||
| 2018 | 217.617 | 217.617 | ||||
| Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 2017 | 213.317 | 213.317 | |||
| Pensionsrückstellung für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen | 2018 | 6.951.202 | 6.951.202 | |||
| 2017 | 7.205.291 | 7.205.291 | ||||
| 2018 | 705.114 | 705.114 | ||||
| Aufsichtsratsvergütung | 2017 | 537.500 | 537.500 |
Den Mitgliedern des Vorstands wurden am 1. März 2018 aktienbasierte Vergütungen mit einem beizulegenden Wert in Höhe von EUR 0,8 Mio. gewährt.
Die Vergütung für die Altersversorgung setzt sich zusammen aus einem Dienstzeit- und einem Zinsaufwand.
Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2018 keine weiteren bedeutenden Transaktionen zwischen Siltronic und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-, Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür hinausgehen.
Die Detailangaben zu den Vorstandsvergütungen sind im Vergütungsbericht auf Q 76 enthalten. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und beinhaltet Angaben, die nach dem deutschen Handelsrecht Bestandteil des Anhangs sind.
18 Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarung
Den Vorständen wurde in 2017 erstmals ein Teil ihrer erfolgsabhängigen Vergütung in Form von virtuellen Aktien (Phantom Stocks) gewährt.
Die erfolgsabhängige Vergütung für ein bestimmtes Geschäftsjahr ("Vergütungsjahr") errechnet sich aus dem Durchschnitt der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien des Vergütungsjahres und des vorangegangenen Geschäftsjahres, multipliziert mit dem durchschnittlichen vertraglich vereinbarten Jahresgrundgehalt im Vergütungsjahr. 51 Prozent dieser erfolgsabhängigen Vergütung werden zunächst auf Basis des durchschnittlich gewichteten Aktienkurses der Gesellschaft an den letzten 30 Börsenhandelstagen des Vergütungsjahres in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) umgerechnet. Nach einer Haltedauer von zwei Jahren erfolgt die Erfüllung der virtuellen Aktien durch Barausgleich.
Dem Barausgleich hinzugerechnet werden Dividenden, die während der Haltedauer für echte Aktien ausgeschüttet worden wären. Die variable Vergütung ist auf eine betragsmäßige Höchstgrenze in Höhe von 300 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehalts begrenzt. Die Detailangaben zu der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung sind im Vergütungsbericht auf Q 76 enthalten. Auf Basis der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien wurden dem Vorstand 12.391 virtuelle Aktien zugeteilt (Vorjahr: 5.782). Der für die Anzahl der virtuellen Aktien maßgebliche Durchschnittskurs der Siltronic-Aktie betrug EUR 74,91 (Vorjahr: EUR 123,45). Der beizulegende Zeitwert je virtueller Aktie zum Abschlussstichtag betrug EUR 72,20 (Schlusskurs 2017: EUR 121,30). Dies entspricht einer Rückstellung für die virtuellen Aktien aus 2017 und 2018 in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) und einem Personalaufwand von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) für das Geschäftsjahr.
19 Sonstige Angaben
Die folgende Tabelle zeigt die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter.
Durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern
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| Anzahl | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Deutschland | 2.332 | 2.280 |
| Singapur und andere Länder in Asien | 1.114 | 1.037 |
| USA | 412 | 389 |
| Summe | 3.858 | 3.706 |
Die Prüferhonorare sind aufgeteilt in Abschlussprüfungen, andere Bestätigungsleistungen und Nichtprüfungsleistungen.
Prüferhonorare
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| EUR Mio. | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Leistungen für Abschlussprüfungen | 0,4 | 0,4 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,1 | 0,1 |
| Nichtprüfungsleistungen | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 0,5 | 0,5 |
Nicht beherrschende Anteile
An der SSW hält ein Minderheitsgesellschafter mit einem nicht beherrschenden Anteil von 22,3 Prozent. Über die SSW hinaus bestehen keine Minderheitsgesellschafter im Siltronic-Konzern.
Die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen sind in Übereinstimmung mit den IFRS und vor Konsolidierungen dargestellt. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die langfristigen Vermögenswerte EUR 296,8 Mio. und die kurzfristigen Vermögenswerte EUR 230,0 Mio., die langfristigen Schulden EUR 351,3 Mio. und die kurzfristigen Schulden EUR 47,7 Mio.
Im Jahr 2018 hat SSW Umsatzerlöse von EUR 305,5 Mio. erzielt, woraus sich ein Jahresüberschuss von EUR 122,8 Mio. und ein Gesamtergebnis von EUR 125,3 Mio. ergab. Der Einzahlungsüberschuss aus dem Saldo des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (unter Berücksichtigung von Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen) lag bei EUR 172,6 Mio.
Dem Minderheitsgesellschafter wurde keine Dividende zugewiesen.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2018 (Beträge nach IFRS) ist wie folgt:
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| 2018 | |||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital in EUR Mio. |
Jahresergebnis in EUR Mio. |
Kapitalanteil in % |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Siltronic Holding International B.V., Rotterdam, Niederlande1) | 400,5 | -1,5 | 100,0 |
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur2) | 345,8 | 104,4 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur2) | 127,4 | 127,4 | 77,7 |
| Siltronic Corp., Portland (Oregon), USA2) | 58,4 | 33,9 | 100,0 |
| Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan2) | -1,5 | 2,9 | 100,0 |
| Siltronic Korea Ltd., Seoul, Korea1) | 0,5 | 0,4 | 100,0 |
| Siltronic Shanghai Corp., Ltd., Shanghai, China1) | 0,3 | 0,1 | 100,0 |
| Strukturierte Einheit: Spezialfonds, Frankfurt1) | 77,2 | -2,8 | 100,0 |
1) Von Siltronic AG direkt gehaltene Beteiligung
2) Von Siltronic AG indirekt gehaltene Beteiligung
20 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2018 sind nicht eingetreten.
München, den 1. März 2019
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Weitere Informationen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Siltronic AG, München
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Siltronic AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalentwicklung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Siltronic AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Die Bewertung der aktiven latenten Steuern
Zu den angewandten Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf die Darstellung im Abschnitt "Aktive und passive latente Steuern" der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang.
Das Risiko für den Abschluss
Im Konzernabschluss der Siltronic AG zum 31. Dezember 2018 werden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 25,3 Mio. ausgewiesen.
Für die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern schätzt die Siltronic AG ein, inwieweit die bestehenden latenten Steueransprüche in den folgenden Berichtsperioden genutzt werden können. Die Realisation dieser Ansprüche setzt voraus, dass es wahrscheinlich ist, dass künftiges zu versteuerndes Ergebnis für die Nutzung der abzugsfähigen temporären Differenzen zur Verfügung steht. Bestehen begründete Zweifel an der künftigen Nutzbarkeit der ermittelten latenten Steueransprüche, werden aktive latente Steuern wertberichtigt.
Die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist in hohem Maße von der Einschätzung und den Annahmen der Vorstände in Bezug auf die operative Entwicklung des Mutterunternehmens und der Tochtergesellschaften sowie der Steuerplanung des Konzerns abhängig und daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Des Weiteren ist die Realisation vom jeweiligen steuergesetzlichen Umfeld abhängig.
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Siltronic AG aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von EUR 24,4 Mio. bilanziert. In den Vorjahren erfolgten Wertberichtigungen auf latente Steuern resultierend aus abzugsfähigen temporären Differenzen und Verlustvorträgen, soweit Konzerngesellschaften eine Verlusthistorie aufwiesen. Im aktuellen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr haben diese Konzerngesellschaften steuerliche Gewinne erzielt. Nach Einschätzung des Vorstands hat sich die Ertragslage der Konzerngesellschaften nachhaltig verbessert, so dass eine Minderung der Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge möglich ist.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Einschätzung der Siltronic nicht angemessen ist und somit die Bewertung von aktiven latenten Steuern nichtsachgerecht erfolgt.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Zur Beurteilung der Steuersachverhalte haben wir unsere Steuerspezialisten in die Prüfung einbezogen. Zunächst haben wir uns kritisch mit den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten nach IFRS und Steuerbilanz auseinandergesetzt.
Wir haben die Bewertung der aktiven latenten Steuern auf Basis der durch die Gesellschaft aufgestellten unternehmensinternen Prognosen der künftigen steuerlichen Einkommenssituation sowie der Entwicklung der temporären Differenzen beurteilt und die zugrunde gelegten Annahmen kritisch gewürdigt. Diesbezüglich haben wir insbesondere die Planungen der künftigen steuerlichen Einkommen der Konzerngesellschaften zu der vom Vorstand aufgestellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung für den Konzern abgestimmt und auf Konsistenz hin überprüft. Die Angemessenheit der Konzern-Planung wurde anhand externer Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Des Weiteren wurde die Entwicklung der künftigen temporären Differenzen im Zeitraum der Prognose durch Abgleich mit weiteren Unterlagen wie Pensionsgutachten beurteilt.
Die Einschätzung der Siltronic AG zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage von Konzerngesellschaften für einen bestimmten Prognosezeitraum haben wir uns vom Vorstand erläutern lassen. In diesem Zusammenhang haben wir uns von den Annahmen für den Prognosezeitraum überzeugt und die Nachhaltigkeit der zu versteuernden Ergebnisse beurteilt.
Unsere Schlussfolgerungen
Die der Berwertung der aktiven latenten Steuern zugrunde liegenden Annahmen sind insgesamt angemessen.
Die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse
Zu den angewandten Bilanzierungsmethoden der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellung im Abschnitt "Umsatzrealisierung" der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang.
Das Risiko für den Abschluss
Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 1.456,7 Mio.
Die Siltronic AG erfasst Umsätze, wenn sie durch Übertragung eines zugesagten Vermögenswerts auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt. Als übertragen gilt ein Vermögenswert dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Entsprechend der Übertragung der Verfügungsgewalt sind Umsatzerlöse entweder zeitpunktbezogen oder zeitraumbezogen mit dem Betrag zu erfassen, auf den die Siltronic AG erwartungsgemäß Anspruch hat.
Die Siltronic AG hat auf Basis des Vorliegens der folgenden Indikatoren bestimmt, dass die Leistungsverpflichtung zum Zeitpunkt der Übertragung der Wafer auf den Kunden erfüllt wird und die Umsatzrealisation daher zeitpunktbezogen erfolgt:
| ― | Die Siltronic AG hat einen gegenwärtigen Anspruch auf Erhalt einer Zahlung für den Vermögenswert, |
| ― | Die Siltronic AG hat den Besitz des Vermögenswerts übertragen, |
| ― | Die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbundenen signifikanten Risiken und Chancen wurden auf den Kunden übertragen. |
Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in Europa, USA und Asien. Für die weltweiten Lieferungen der Produkte werden durch die Konzerngesellschaften unterschiedliche Vereinbarungen vor allem zu Lieferbedingungen mit dem Kunden getroffen. Die Produkte werden mit verschiedenen Transportmitteln wie Flugzeug, LKW oder Schiff an die Kunden geliefert oder durch die Kunden abgeholt
Aufgrund der Nutzung unterschiedlicher Lieferbedingungen und der verschiedenen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag falsch abgegrenzt sein könnten.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir die Angemessenheit und Implementierung der internen Kontrollen in Bezug auf die Auftragsannahme, den Warenausgang und die Faktura sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Gefahrenübergangs beurteilt.
Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch den Abgleich von Rechnungen mit den zugehörigen externen Liefernachweisen und den entsprechenden Bestellungen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Umsatze, die abhängig von Lieferbedingungen und typischen Lieferzeiten bis zum Gefahrenübergang in einem festgelegten Zeitraum vor und nach dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Zusätzlich haben wir untersucht, ob alle Ausgangslieferungen, die bis zum Bilanzstichtag erfolgt sind, entsprechend erfasst worden sind. Grundlage dafür war ein systemseitiger Bericht, von dessen Validität wir uns überzeugt haben. Des Weiteren haben wir untersucht, ob zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres relevante Gutschriften erteilt wurden. In diesem Zusammenhang haben wir die jeweiligen Unterlagen zu den Gutschriften ausgewertet. Weiterhin haben wir die manuellen Umsatzbuchungen insbesondere zum Periodenende und zu Beginn des Folgejahres beurteilt. Dazu haben wir die manuellen Transaktionen anhand der entsprechenden Nachweise gewürdigt, wie beispielsweise der Rechnungen und zugehörigen externen Lieferdokumente oder vertraglichen Grundlagen.
Unsere Schlussfolgerungen
Die Vorgehensweise des Siltronic-Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.
Sonstige Informationen
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen |
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
-beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 19. April 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. März 2018 vom Aufsichtsrat unter der Bedingung beauftragt, dass die Hauptversammlung der Siltronic AG am 19. April 2018 uns zum Konzernabschlussprüfer wählt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Konzernabschlussprüfer der Siltronic AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht einzeln im Konzernabschluss oder im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:
Wir haben den Jahresabschluss und Abhängigkeitsbericht der Siltronic AG geprüft. Prüfungsintegriert erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen. Ferner wurden andere Bestätigungsleistungen für gesetzliche oder vertragliche Prüfungen vorgenommen, wie z. B. Prüfungen nach dem EEG, EMIR-Prüfungen nach § 20 WpHG, die Bescheinigung der Strompreiskompensation und die betriebswirtschaftliche Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Volker Specht.
München, den 1. März 2019
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Specht, Wirtschaftsprüfer
Ratkovic, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siltronic AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 1. März 2019
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Weitere Angaben zu den Mandaten
Aufsichtsrat
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| Name | Beruf | Mitgliedschaft In weiteren Aufsichtsräten und anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 31. Dezember 2018) |
|---|---|---|
| Dr. Tobias Ohler Vorsitzender des Aufsichtsrats | Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG, München | Mitglied des Aufsichtsrats - Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG |
| Johann Hautz1) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | Vorsitzender des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Burghausen | |
| Maximilian Baumgartner1) Vertreter der Leitenden Angestellten (bis 19. April 2018) | Leiter Operation Processes, Siltronic AG | |
| Mandy Breyer1) (seit 19. April 2018) | Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Freiberg | |
| Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek (seit 19. April 2018) | Leitende Direktorin des Forschungsinstituts CODE und Universitätsprofessorin und Lehrstuhlinhaberin für Kommunikationssystem und Netzsicherheit an der Universität der Bundeswehr München | Mitglied des Aufsichtsrats -Giesecke & Devrient GmbH, München -BWI GmbH Mitglied des Beirats -Giesecke & Devrient GmbH, München |
| Klaus-Peter Estermaier1) Vertreter der Leitenden Angestellten (seit 19. April 2018) | Leiter Supply Chain Management Germany, Siltronic AG Vorsitzender des Gesamtsprecherausschusses der Leitenden Angestellten der Siltronic AG | |
| Sieglinde Feist | Leiterin Zentralbereich Sales und Distribution, Wacker Chemie AG, München | Vorsitzende (Chairperson) des Board of Directors (non-executive) -Wacker Chemicals Ltd., United Kingdom -Wacker-Kemi AB, Schweden Mitglied des Board of Directors (non-executive): -Wacker Chemie Italia S.r.l., Italien -Wacker Chimie S.A.S., Frankreich -Wacker Qufmica Ibérica, S.A., Spanien -Wacker Chemicals (South Asia) Pte Limited, Singapur -Wacker Chemicals Korea Inc., Südkorea (alle Wacker Chemie-Konzernmandate) |
| Gebhard Fraunhofer1) | Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siltronic AG |
1) Arbeitnehmervertreter
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| Name | Beruf | Mitgliedschaft In weiteren Aufsichtsräten und anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 31. Dezember 2018) |
|---|---|---|
| Dr. Hermann Gerlinger | Geschäftsführender Gesellschafter der GeC GmbH (Einpersonengesellschaft) | Mitglied des Verwaltungsrats - VAT Group AG, Schweiz |
| Karin Gottschalk1) (bis 19. April 2018) | Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Freiberg | |
| Michael Hankel (seit 19. April 2018) | Mitglied des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG | Mitglied des Aufsichtsrats - ZF Gusstechnologie GmbH, Nürnberg (ZF Friedrichshafen-Konzernmandat) |
| Bernd Jonas | Selbtstständiger Rechtsanwalt | |
| Gertraud Lauber1) | Gewerkschaftssekretärin IG BCE, Abteilung Wirtschafts- und Energiepolitik | Mitglied des Aufsichtsrats - Rütgers Germany GmbH, Castrop-Rauxel |
| Dr. Franz Richter2) (bis 19. April 2018) | Vorstandsvorsitzender der SÜSS MicroTec SE | Vorsitzender des Board of Directors -Scint-X AB, Schweden Mitglied des Verwaltungsrats -Meyer Burger Technology AG, Schweiz -COMET Holding AG, Schweiz |
| Harald Sikorski1) | Leiter des Landesbezirkes Westfalen der IG BCE | Mitglied des Aufsichtsrats -Wacker Chemie AG (bis 31. Oktober 2018) -Vivawest GmbH (seit 1. März 2018) -Vivawest Wohnen GmbH (seit 18. April 2018) -RAG AG (seit 1. Juli 2018) -RAG Deutsche Steinkohle AG (seit 1. Juli 2018) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats -RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH (seit 1. Juni 2018) |
| Angela Wörl2) (bis 19. April 2018) | Leiterin Personal/Soziales, Wacker Chemie AG, München | Mitglied des Aufsichtsrats - Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG |
1) Arbeitnehmervertreter
2) Mandate zum Stichtag des Ausscheidens am 19. April 2018
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vermittlungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender)
Gebhard Fraunhofer1)
Johann Hautz1)
Sieglinde Feist (seit 19. April 2018)
Angela Wörl (bis 19. April 2018)
Prüfungsausschuss
Bernd Jonas (Vorsitzender)
Gebhard Fraunhofer1) (seit 19. April 2018)
Harald Sikorski1) (bis 19. April 2018)
Dr. Tobias Ohler
Präsidialausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender)
Johann Hautz1)
Dr. Hermann Gerlinger
Nominierungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender)
Dr. Hermann Gerlinger
Vorstand
Dr. Christoph von Plotho
Vorstandsvorsitzender
Applikationstechnologie Engineering
Investor Relations & Communications
Konzernentwicklung
Produktion
Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit
Recht & Compliance
Standortmanagement
Burghausen & Freiberg
Supply-Chain-Management
Technologie
Vertrieb & Marketing
Siltronic Japan
Siltronic Singapur
Vorsitzender (Chairman) des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur |
| ― | Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur |
| ― | Siltronic Corporation, USA |
| ― | Siltronic Japan Corporation, Japan |
Rainer Irle
Finanzvorstand und Arbeitsdirektor
Controlling & Finanzen
Rechnungswesen & Steuern
Einkauf
IT
Personal
Risikomanagement & Audit Siltronic USA
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Corporation, USA |
| ― | Siltronic Japan Corporation, Japan |
1) Arbeitnehmervertreter
Quartalsübersicht
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| Q4 2018 | Q3 2018 | Q2 2018 | Q1 2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 388,1 | 379,8 | 361,3 | 327,4 |
| EBITDA | EUR Mio. | 160,8 | 160,2 | 146,0 | 122,3 |
| EBITDA-Marge | % | 41,4 | 42,2 | 40,4 | 37,4 |
| EBIT | EUR Mio. | 138.9 | 138.0 | 124,1 | 96,6 |
| EBIT-Marge | % | 35,8 | 36,3 | 34,4 | 29,5 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 106.0 | 114,6 | 98,0 | 82,0 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 3,25 | 3,53 | 3,04 | 2,62 |
| Investitionen und Netto-Cashflow | EUR | ||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | 115,5 | 62,8 | 45,2 | 33,4 |
| Netto-Cashflow | EUR Mio. | -32,2 | 93,0 | 67,1 | 112,4 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.818,2 | 1.739,8 | 1.544,0 | 1.415,8 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 921,8 | 841,7 | 720,1 | 707,1 |
| Eigenkapitalquote | % | 50,4 | 48,4 | 46,6 | 49,9 |
| ROCE | % | 62.8 | 66,8 | 64,2 | 49,3 |
| Nettofinanzvermögen | EUR Mio. | 691,3 | 714,4 | 602,7 | 490,8 |
Mehrjahresübersicht
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 1.456,7 | 1.177,3 | 933,4 | 931,3 |
| Bruttoergebnis | EUR Mio. | 631,9 | 370,3 | 171,9 | 162,9 |
| Bruttomarge | % | 43,4 | 31,5 | 18,4 | 17,5 |
| EBIT | EUR Mio. | 497,7 | 235,7 | 27,0 | 2,7 |
| EBIT-Marge | % | 34,2 | 20,0 | 2,9 | 0,3 |
| EBITDA | EUR Mio. | 589,3 | 353,1 | 146,0 | 124,0 |
| EBITDA-Marge | % | 40,5 | 30,0 | 15,6 | 13,3 |
| Finanzergebnis | EUR Mio. | -9,3 | -8,5 | -11,1 | -12,2 |
| Ertragsteuern | EUR Mio. | -87,8 | -35,0 | -7,2 | -10,6 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 400,6 | 192,2 | 8,7 | -20,1 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 12,44 | 6,18 | 0,40 | -0,50 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | 256,9 | 123,2 | 88,8 | 75,0 |
| Netto-Cashflow | EUR Mio. | 240,4 | 124,8 | 39,6 | 60,7 |
| Bilanz Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.818,2 | 1.252,4 | 1.056,8 | 1.040,8 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 915,7 | 637,9 | 425,3 | 497,3 |
| Eigenkapitalquote | % | 50,4 | 50,9 | 40,2 | 47,8 |
| ROCE | % | 58,1 | 31,3 | 3,7 | 0,4 |
| Nettofinanzvermögen | EUR Mio. | 691,3 | 342,1 | 175,0 | 155,9 |
| Mitarbeiter | 3.914 | 3.730 | 3.757 | 3.894 |
Abkürzungen
ASP
Average Selling Prices: durchschnittliche Verkaufspreise
Capabilities
Die Capabilities beziehen sich auf die Fähigkeit der Siltronic, den steigenden technologischen Anforderungen der Kunden bei gleichbleibender Qualität, gerecht zu werden.
Cashflow
Der Cashflow ist die wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss bzw. -abfluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Der Netto-Cashflow ist die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ohne die zahlungswirksame Veränderung der erhaltenen Anzahlungen und dem Cashflow aus laufender Investitionstätigkeit ohne Wertpapiere, inklusive Zugängen aus Finanzierungsleasing.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Über verschiedene Unternehmen einheitlich definierte und damit gut vergleichbare Gewinngröße.
EBITDA
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Ergebnis vor Zinsen und Steuern und vor Abschreibungen = EBIT + Abschreibungen.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens.
Halbleiter
Stoffe, deren elektrische Leitfähigkeit viel geringer ist als die von Metallen, aber mit steigender Temperatur stark anwächst. Halbleiter können durch Dotierung mit Fremdatomen gezielt verändert und dem Einsatzzweck angepasst werden.
HAP
Hazardous air pollutants: Gefährliche Luftschadstoffe
IFRS
Die International Financial Reporting Standards (bis 2001 International Accounting Standards, IAS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom in London / Großbritannien ansässigen "International Accounting Standards Board" (IASB) erarbeitet und veröffentlicht werden. Seit 2005 sind die IFRS nach der sogenannten IAS-Verordnung von börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden.
Kapitalrendite (ROCE)
Return On Capital Employed: Rentabilitätsgröße in Bezug auf das gebundene Kapital.
NMVOC
Non-methane volatile organic compounds: Flüchtige organische Verbindungen außer Methan.
NOx
Nitrogen oxides: Stickoxide
PM
Particulate matter: Feinstaub
Polysilizium
Hochreines Silizium zur Herstellung von Siliziumwafern für die Elektronik- und Solarindustrie. Rohsilizium wird in das flüssige Trichlorsilan überführt, aufwendig destilliert und bei 1.000 Grad Celsius in hochreiner Form wieder abgeschieden.
POP
Persistent organic pollutant: Persistente organische Schadstoffe
Silizium
Nach Sauerstoff das am häufigsten vorkommende Element auf der Erde. In der Natur kommt Silizium ausnahmslos in Form von Verbindungen vor, hauptsächlich als Siliziumdioxid und in Form von Silicaten. Silizium wird über die energieintensive Reaktion von Quarzsand mit Kohle gewonnen und ist wichtigster Rohstoff der Elektronikindustrie.
Siliziumwafer
Ein Siliziumwafer ist eine runde Scheibe mit einer Dicke zwischen circa 200 und 800 pm, die von der Halbleiterindustrie für die Herstellung von Halbleiterbauelementen, d. h. integrierten Schaltkreisen und Einzelbauelementen (sogenannten diskreten Bauelementen), eingesetzt wird.
SOx
Sulfur oxides: Schwefeloxide
Finanzkalender
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| 5. März 2019 | Bericht zum Geschäftsjahr 2018 |
| 3. Mai 2019 | Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2019 |
| 7. Mai 2019 | Hauptversammlung, München |
| 25. Juli 2019 | Zwischenbericht zum 2. Quartal 2019 |
| 24. Oktober 2019 | Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2019 |
Kontakt
Petra Müller
Leiterin Investor Relations & Communications
Telefon +49 89 8564 3133
Impressum
Herausgeber
Siltronic AG
Hanns-Seidel-Platz 4
81737 München, Deutschland
Telefon +49 89 8564 3000
Konzept, Gestaltung und Umsetzung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
Hinweis zum Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Der Geschäftsbericht steht elektronisch als pdf zur Verfügung.
Rundungshinweis
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.
Disclaimer
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z. B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.
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